African Scyline Erstbegehung am Mount Kenya - AlpinClub Berlin

alpinclub.berlin.de

African Scyline Erstbegehung am Mount Kenya - AlpinClub Berlin

magazin für bergsteiger heft 2/2008

Zeitschrift des AlpinClub Berlin

African Scyline

Erstbegehung

am Mount Kenya

2/2008 BERLIN ALPIN 1


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BERLIN ALPIN 2/2008


Liebe Leserin,

lieber Leser.

„Jeder Fehler erscheint unglaublich

dumm, wenn andere ihn begehen.“

Georg Christoph Lichtenberg,

Schriftsteller und Bekämpfer des

Geniewesens (1742 – 1799)

EDITORIAL

Die Fehler der Anderen.

Im vorigen Heft war ein Fehler; vielleicht waren es auch mehrere, aber

dieser eine war besonders peinlich: bei einer Kontonummer hatte sich

eine falsche Zahl eingeschlichen.

Wer solche Fehler macht? Na klar, das bin ich, der „Alleinunterhalter“

dieser Zeitschrift. Natürlich tun mir die Mitglieder leid, die ich dadurch

verwirrt habe – ich bitte um Nachsicht. Wie kommt es zu solch einem

Fehler?

Niemand, außer mir natürlich, liest Korrektur. Und, da so ein Heft

leicht über 100.000 Zeichen enthält, können schon mal 5 oder gar 10

davon falsch sein, - das bewegt sich immer noch im Promille-Bereich –

sind doch alle Buchstaben und Zahlen handgetippt, trotz Computer.

Und gerade die eigenen Fehler findet man nicht so leicht.

Ich frage also mal „aus gegebenem“ Anlaß: Wer hat Lust, alle Vierteljahre,

vor dem Druck Korrektur zu lesen? Der „Delinquent“ müsste in

der leider sehr kurzen Zeit zwischen Fertigstellung der Druckvorlagen

bei mir und Lieferung derselben an die Druckerei tätig werden. Das

sind im Allgemeinen ein, zwei oder drei Tage. Das heißt Abholen der

Probeausdrucke bei mir, schnellstens durcharbeiten und wieder zurück

bringen. Dabei geht es mir nicht um Druckfehler und falsche Satzzeichen,

auch Stilübungen sind unwichtig; vielmehr müssen Termine, Telefon-

und Kontonummern, Bankleitzahlen, Treffpunkte Namen usw.

auf Fehler überprüft werden.

Selbstverständlich ersetzt der Verein Auslagen für Fahr- und Telefongelder;

die Zeit allerdings müßte ehrenamtlich beigestellt werden.

Mal sehen, was dabei herauskommt.

Gerd Schröter

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26

4

INHALT

Jugendseiten

Mit uns kann man was

erleben !

42

19

Masters Cup

2008

Unsere Elite

in Spandau

Klättermusen

Raffinierte Ausrüstung

aus Schweden, vorgestellt

von Matze

32 Gipfeltreffen

6 Projekt

African Skyline“

Erstbegehung am

Mount Kenya

21

Kinder und

Familien

Wandern, Klettern,

Abenteuer .....

Foto: Arno Behr

J. S. Bach auf dem Großglockner ...

BERLIN ALPIN 2/2008


INPRESSUM INHALT APRIL/MAI/JUNI 2/2008

98. Jahrgang

Herausgeber:

AlpinClub Berlin, Sektion des

Deutschen Alpenvereins, vormals

Sektion Charlottenburg e.V.

AlpinClub Center Berlin,

Spielhagenstr. 4, 10585 Berlin

Tel. 030 / 34 50 88 04

Fax 030 / 34 50 88 05

E-Mail: alpinclub.berlin

@t-online.de

Redaktion und Anzeigen :

Gerd Schröter, Wünsdorfer Str. 8 A,

12307 Berlin

Tel. 030 / 746 16 15

Fax 030 / 76 58 74 19

E-Mail: dav.berlinalpin

@t-online.de

Jugendseiten: z.Zt. unbesetzt

Druck:

Riegert GmbH, Zossener Str.56-58,

10961 Berlin

Auflage: 2100 Stück

BERLIN ALPIN erscheint vierteljährlich;

der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag

enthalten. Die Beiträge geben

die Meinung der Verfasser wieder;

Leserbriefe und Beiträge kann die

Redaktion kürzen.

Auszugsweiser Nachdruck mit Quellenangabe

bei Einsendung eines Belegexemplares

gestattet.

Internet:

www.alpinclub-berlin.de

Umschlagbild:

Sonnenaufgang über den Wolken;

Foto: Niels Délenk

EDITORIAL

3 Liebe Leserin, lieber Leser

THEMA

6 Projekt „African Skyline“

PROGRAMME

11 Vorträge

11 Einladung Mitgliedervers.

13 Wochentagswanderungen

13 Normale Wanderungen

14 Ausdauernde Wanderungen

15 Sektionsfahrt 2008

17 Spielenachmittage

17 Sport & Gymnastik

17 Einladung zum Sommerfest

17 Bauernweisheiten

18 Landesmeisterschaft Klettern

18 Geburtstagskinder

24 Alle Termine im Überblick

CLUB AKTUELL

19 Ergebn. ACB-Masters Cup

20 Jubilarehrung

20 Heizungsreparatur

20 Freistempler ersetzt

20 Alpine Gastgeber

21 Familiengruppe

22 Unsere Kletteranlagen

15 17

23 Ausleihbedingungen

23 Aufnahmeantrag

23 Einzugsermächtigung

JUGENDSEITEN

26 Klettertermine

26 Familienfahrt nach Jonsdorf

27 Fahrtenplan 2008

28 Ergebnisse Klettercup

29 Bericht Winterfahrt Stubai

31 Zu guter Letzt

32

BERICHTE

Ungewöhnliche Gipfeltour

36 Skurile Berggeschichte

SERVICE

INHALT

38 Neue Bücher

42 Neue Ausrüstungen

44 Alte Ausrüstungen

45 Berge Berlins

45 Alpenblumen

46 Postanschrift/Kontoverbindg

46 Geschäftszeiten

46 Geschäftliches

46 Telefonnummern

46 Ansprechpartner

46 Mitgliedsbeiträge 2008

46 Kündigungsfristen

Sektionsfahrt ins Vogtland Sommerfest 2008

Der jährliche Höhepunkt seit Adam & Eva Alle Jahre wieder vor unserer Hütte ...

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6

THEMA

Projekt „African Skyline“

Ende Juli 2007 machten sich Walter Hölzler,

Lena Fakler, Matthias Döring, Ingos Quatember

und Niels Délenk auf den Weg nach Afrika,

um an der Ostwand des Mount Kenya eine

extreme Erstbegehung zu realisieren.

Hierzu im Folgenden aus dem Expeditionstagebuch

der vom ACB geförderten Expedition:

Als wir mit dem völlig überfüllten Land Rover

spät am Nachmittag das Gate des Nationalparks

erreichen, warten schon die Träger heftig

diskutierend auf uns. Geschwind muss die Ausrüstung

verteilt werden, da es heute noch losgehen

soll.

Es ist bereits dämmerig, als wir in den dunklen

„Das erste Mal schauen wir nun hinüber zur

Ostwand des Nelion, die sich goldgelb im

Morgenlicht spiegelt. Sie ist noch schöner und

größer als wir uns das vorstellen konnten.

Nicht umsonst wird der Mount Kenya auch

der leuchtende Berg genannt.“

Regenwald eintauchen. Der Weg

ist anfangs noch gut zu erkennen.

Doch die Zeit verrinnt

schneller als gefühlt. Immer

schwieriger können wir uns orientieren,

bis wir in völliger

Dunkelheit unsere Stirnlampen

im voll bepackten Rucksack suchen

und wie so oft nicht finden

können. Am Old Moses

Camp in 3350 Metern wären wir

fast vorbei gelaufen, wenn wir

nicht zufällig vereinzelte Stimmen

in der Nacht vernommen

hätten, an denen wir uns orientieren

konnten. Niemand von

uns glaubte daran, dass die Träger,

ohne Stirnlampen und voll

bepackt, ihr Ziel heute noch erreichen

werden. Doch einzeln,

müde und total verschwitzt trudeln

sie nacheinander ein. Nachdem wir unsere

neuen VAUDE- Zelte aufgebaut haben, bekommen

wir ein leckeres Abendessen unter dem Sternenhimmel

der Afrikanischen Savanne serviert.

Müde und zufrieden schlafen wir in frischer Bergluft

ein.

Am nächsten Tag führt uns der Weg leicht ansteigend

durch die Moorlands, eine einzigartig schöne

Landschaft mit hohen Gräsern und exotisch blühenden

Pflanzen, wie wir sie noch nie gesehen

haben. Nach dem Übergang in das Mackinder

Valley ändert sich dann die Landschaft sichtbar.

Es wird karger, links und rechts ragen die ersten

Felsen aus Vulkangestein über uns auf. Ein erstes

BERLIN ALPIN 2/2008


Kribbeln macht sich in den Fingerspitzen bemerkbar.

Dieses Gefühl steigert sich noch, als uns

die sich lichtenden Wolken einen ersten Blick auf

die Mt. Kenya Nordseite zulassen. Ein majestätischer

Anblick über einer Afrikanischen Hochfläche.

Nach sechs Stunden Fußmarsch erreichen wir

endlich unser Tagesziel, das Sirimon Camp auf

4200 Meter Meereshöhe. Mit leichten Kopfschmerzen

bauen wir unser Basislager auf, richten

unsere Zelte ein und machen

es uns gemütlich.

Am nächsten Morgen sind

alle Blumen, die Expeditionstonnen,

und die Zelte

dick mit Raureif überzogen,

ein erster Beweis,

dass es auch in Afrika verdammt

kalt sein kann.

Den Tag nützen wir zur

Akklimatisation, essen

und trinken viel, genießen

die Landschaft und blikken

anmutig zum nahe gelegenen

Mt. Kenya, der

sich wie eine Bastion vor

uns aufrichtet.

04. August 2007; um

04.00 nachts heißt es aufstehen.

Nach einem kurzen

Frühstück brechen

wir zu unserer Akklimatisationstour,

dem Point

Lenana auf. Der Vollmond

und tausend Sterne leuchten uns den Weg,

so dass wir nur selten Stirnlampen benützen müssen.

Pünktlich zum Sonnenaufgang stehen wir

auf dem Gipfel, der eigentlich nur ein Vorgipfel

ist. Das erste Mal schauen wir nun hinüber zur

Ostwand des Nelion, die sich goldgelb im Morgenlicht

spiegelt. Sie ist noch schöner und größer

als wir uns das vorstellen konnten. Nicht umsonst

wird der Mount Kenya auch der leuchtende Berg

genannt. Unter uns hüllt sich in Minutenschnelle

das Tal in ein Meer aus Wolken, aus dem nur die

THEMA

vereinzelten Gipfel wie Inseln aus der Afrikanischen

Savanne herausschauen. Ganz hinten, in

180 Kilometer Entfernung meinen wir sogar den

Kilimanjaro erkennen zu können.

05. August 2007; heute geht es schwer beladen

zum Einstieg unserer geplanten Route. Sehr

schnell ist eine Linie in der leuchtenden Ostwand

gefunden. Die „Afrikan Skyline“ lebt nun in unseren

Köpfen. Jetzt liegt es an uns, diese fiktive

Route des „fallenden Tropfens“ in die Realität

umzusetzen. Ein

spannendes Unterfangen

mit ungewissem

Ausgang ....

Bereits die erste

Seillänge verspricht

ansprechende Kletterei,

die nur mit

Keilen abgesichert

wird. Der mit Rissen

und Löchern

durchzogene Vulkanfels

bietet aber

genügend Möglichkeiten

dazu. Erst als

uns ein großer

Überhang den Weg

versperrt, haben wir

genug für heute und

seilen ab. Die Höhe

macht uns noch

ganz schön zu

Sirimon Camp, das Basislager in 4200 m Höhe

schaffen, so dass

wir uns nicht zu

sehr fordern wollen.

06. August 2007; wieder sind wir in der eiskalten

Nacht schwer bepackt aufgebrochen und haben

uns durch steile Geröllhänge zum Einstieg gequält.

Erst als die ersten Sonnenstrahlen die Wand

in ein goldenes Licht tauchen, kommt neue Energie

in uns auf. Energie, die wir dringend für die

anstehenden Seillängen benötigen. Mit den Steigklemmen

steigen wir bis zum ersten Standplatz

und bereiten die weitere Erstbegehung vor. Es ist

ein herrlicher Morgen, der Sonnenaufgang fantas-

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THEMA

tisch. Die zweite Seillänge beginnt gleich mit einem

Überhang, durch den sich ein feiner Riss

zieht. Auf jeden Fall ziemlich schwer, vielleicht

schon die Schlüsselseillänge. Es dauert seine Zeit,

bis Walter mit einem spektakulären „Foothook“

über der Dachkante verschwindet. Danach geht

es wieder schneller voran, jedoch in einem etwas

brüchigeren Fels, was volle Aufmerksamkeit erfordert.

Die nächste Seillänge, auch wenn nicht

einfach, schaffen wir in

relativ kurzer Zeit, da wir

uns immer besser an das

Gestein gewöhnen. Doch

leider bringt der aufkommende

Wind schon

wieder eine dicke Wolkenfront

aus dem Tal, die

sich an unserer Wand in

einer weißen Mauer aufstaut.

Der zusätzlich einsetzende

Schneefall veranlasst

uns in einer

schnellen Abseilfahrt die

tiefer gelegenen Regionen

im Basislager aufzusuchen.

Den folgenden Tag nutzen

wir zur Erholung.

08. August 2007; ab 6.00

Uhr morgens warten wir

wieder einmal ungeduldig

am Einstieg auf die wärmende Sonne.

Mit den ersten Strahlen steigt Walter in neues Terrain.

Der Fels ist immer noch schwerer, als wir

zuerst dachten und somit geht es dementsprechend

langsam voran. Hier und da setzen wir einen

Bohrhaken, um in der steilen und manchmal

brüchigen Wand einen sicheren Punkt für die spätere

Freikletterei ansteuern zu können. Nach

mehreren senkrechten Seillängen erreichen wir

den großen Absatz in der Mitte der Ostwand, unser

heutiges Tagesziel. Beim Abseilen „putzen“

wir die Route, oder besser ausgedrückt, werfen

teils tonnenschwere Felsblöcke zu Tal. Selten berühren

sie vor dem Boden die Wand, ein ein-

drucksvoller Beweis der Ausgesetztheit, hier in

5000 Meter Meereshöhe.

Die nächsten zwei Tage zwingen uns zwangsläufig

zum Ruhetag, da es vermehrt regnet und

schneit.

11. August 2007; nachdem gestern Essensnachschub

ins Basislager kam, gibt es heute Morgen

um 4.00 Uhr Speck und Ei zum Frühstück. Ein

Genuss, den wir gar nicht richtig genießen können,

da es einfach zu

früh und zu kalt dafür

ist. Deshalb halten wir

uns nicht lange auf und

starten zum nächtlichen

Marsch in Richtung Einstieg.

Inzwischen kommen

wir auch etwas besser

voran, da sich bereits

ein kleiner Pfad gebildet

hat. Trotz des relativ

schlechten Wetterberichtes

(einsetzende Schneefälle

ab Nachmittag)

wollen wir heute zu dritt

einen Gipfelversuch starten.

Denn zu oft schon

quälten wir uns die steile

Geröllhalde zum Einstieg

hinauf und mussten

wegen schlechtem

Wetter unverrichteter

Dinge wieder aus der Wand flüchten.

Kurz vor Sonnenaufgang erreichen wir den Einstieg

und machen uns fertig. Heute ist es

besonders kalt und ungemütlich ....

Mit den Steigklemmen geht es am Fixseil über

den ersten Überhang. Die Seile sind gefroren, so

dass die Jümars jedes Mal einen „Eiszapfen“ vor

sich her schieben, bevor sie greifen. Manchmal

rutscht sogar eine Klemme an dem gefrorenen

Seil durch und lässt uns einen heißen Schauer

über den Rücken laufen.

Nach kurzer Pause auf dem Absatz geht es weiter.

Die nächste Seillänge leitet durch herrlich griffigen

Fels. Als uns dann noch die ersten Sonnen-

BERLIN ALPIN 2/2008


strahlen wärmen, wird die Kletterei kurzzeitig

zum Genuss. Doch dieses Gefühl weicht sehr

schnell einer Anspannung, als sich die Wand

wieder aufsteilt. Wir befinden uns knapp unterhalb

eines großen schwarzen Risses, der den oberen

Teil der Wand durchzieht. Der Fels scheint

gut und fest, doch ebenso glatt und überhängend.

Wir sind gespannt ....

Die Seillänge unter der „Black Snake“, so nannten

wir den schwarzen Riss,

bietet nochmals Genusskletterei

im sechsten

Grad. Am Beginn des

Risses erkennt man die

wirkliche Steilheit. Im unteren

Teil kommt man in

einem Spreizkamin noch

gut voran. Doch je höher

wir steigen, umso enger

und überhängender wird

er. Ganz zum Schluss ist

es nur noch ein Handriss

mit verdammt wenig

Griffen und noch weniger

Tritten. Aber es geht

dann doch besser als gedacht.

Mit ein paar Friends

abgesichert und

kontrollierten Zügen an

kleinen Fingerleisten erreichen

wir einen weite-

ren Kamin.

Während der Anstrengung

in der „Black Snake“ bemerken wir gar

nicht, dass es wieder zu schneien beginnt. Doch

an Umkehr ist jetzt nicht mehr zu denken, denn

die letzte Schlüsselstelle ist geknackt.

In einer tiefen Rinne, in der wir es neben großen

Eiszapfen nicht sehr gemütlich finden, klettert

Walter über eine leicht überhängende Platte nach

links hinaus in den Nebel. Lange passiert nichts...

Erst als wir mit einem Jubelschrei von oben aus

unserer Lethargie erwachen, wissen wir, dass wir

es heute schaffen werden. Ein weiterer Freudenschrei,

der Gipfel ist fast erreicht. Vor uns liegt

THEMA

nur noch eine Seillänge in leichter Kletterei bis

zum höchsten Punkt. Auf dem Gipfel ein kurzes

Bergheil und schnell ein paar Fotos, denn der

Schneefall wird immer heftiger. Unser Gipfelglück

versuchen wir auf „später“ zu verlegen, da der

Abstieg noch lange und nicht einfach wird. Denn

über die Route geht es in teilweise überhängender

Abseilfahrt zu Tale. Der Wind und der immer

heftiger werdende Graupelschauer erschweren das

sichere Vorwärtskommen.

Man versteht

teilweise sein eigenes

Wort nicht mehr, so laut

ist der Sturm geworden.

Alle drei sind wir bis

aufs Äußerste konzentriert

und bedacht jeden

Handgriff und Knoten

zweimal zu überprüfen.

„Denn wirklich oben

bist du erst, wenn du

wieder unten bist“. So

lautet ein treffender

Bergsteiger-Spruch.

Es ist bereits spät am

Nachmittag, als wir

patsch- nass den sicheren

Wandfuß erreichen

und uns glücklich in die

Arme fallen. Wir haben

es geschafft ....

Am anderen Morgen er-

Nils Délenk, der Autor beim morgendlichen Aufstieg

wacht die Landschaft in

einem weißen Winterkleid. Wie aus Samt und Seide

wirken die großen Blumen im erstrahlten Sonnenlicht.

Wir sind froh, dass wir endlich unserem

Gipfelglück freien Lauf lassen können.

13. August 2007; wir wollen heute nochmals zum

Rotpunkt-Klettern in die „African Skyline“ und

anschließend die letzten Fixseile aus der Wand

holen. Es hat so viel geschneit, dass der Boden

weiß bedeckt ist, was für uns aber auch bedeutet,

dass wir warten müssen, bis der Schnee aus der

Wand schmilzt. Inzwischen ist der Himmel

wieder sternenklar, unter uns ein riesiges Wolken-

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THEMA

meer, aus dem nur die umliegenden Gipfel eindrucksvoll herausglitzern.

Lena nützt die Wartezeit für die Suche nach einer kleinen

Edelstahlplatte mit einer schönen Inschrift, die sie vor der

Abreise in Ihrem Rucksack verstaut hatte. Als sie endlich gefunden

ist, signalisiert uns Lena mit dem Handbohrer diese

doch am Einstieg anzubringen. So würde uns warm und die

Zeit wäre nicht vergeudet. Munter wechseln wir uns ab um

ein kleines Bohrloch in den eisenharten Fels zu treiben, an

dem wir die kleine Einstiegstafel anbringen können. Als die

ersten Sonnenstrahlen

die Wand erreichen,

sind

wir fertig und

steigen entspannt

und

fröhlich in unsere

neue Route. Immer wieder finden wir gute Motive für

den Film, auf den wir uns jetzt schon freuen.

14. August 2007; wir frühstücken erst spät. Unser heutiges

Ziel ist eine weitere Erstbegehung am Krapf Rognon, dem

Vorbauturm der Ostwand. Wir steigen zu Fuß über den Rücken

in Richtung Wandfuß. Von dort inspizieren wir die

Strukturen des Felsens und suchen nach einer geeigneten

Route.

15. August 2007; wir steigen am untersten Punkt des Vorbaus

ein und halten uns kletternd die ersten drei Seillängen

immer an dessen Grat bis zu einem Absatz. Hier nützen wir

eine kurze Pause, um uns für den steilen Abschnitt vorzubereiten.

Zuerst geht es über eine Platte, die mit kleinen Leisten

ein genussvolles Klettern ermöglicht. Anschließend folgt die

von weitem sichtbare überhängende Verschneidung („Open

book“), die gleichzeitig die Schlüsselstelle darstellt. In ausgesetzter

Risskletterei überwinden wir mehrere kleine Dächer.

Die letzte Seillänge ist ebenfalls anspruchsvoll, stellt aber kein

großes Problem mehr dar, geschafft. Oben angekommen

fängt es auch schon wieder an zu schneien, so dass wir unser

zweites Gipfelglück ebenfalls konservieren müssen. In einer

rasanten Abseilfahrt erreichen wir schnell den Einstieg und

freuen uns über den schönen Abschluss.

Niels Délenk (Text und Fotos)

Howell

Hut

Weitere Infos mit Bildern sowie Topos gibt es im Internet auf: www.walter-hoelzler.de

African Skyline“

BERLIN ALPIN 2/2008


Am 10. April, 19.30 Uhr

im AlpinClub Center Berlin,

Spielhagenstraße 4

Mike Koppitz

Mein erster 4000er -

Gipfeltour

am Monte Rosa

Juni 2006, eine Woche Akklimatisierungstouren

auf 3000ern im Wallis

liegen hinter uns. Die Hütten für

die fünftägige 4000er Runde von

Zermatt über Breithorn zur Signalkuppe

sind gebucht. Doch dann

schlägt der Darmvirus zu und die

nächsten Tage gipfeln nur in häufigen

Toilettengängen.

August 2007, nach einwöchiger Akklimatisierung

in der Silvretta mit

schönen Gipfeln (Piz Buin, Fluchthorn

uvm.) geht es diesmal von der

italienischen Seite aufs Monte Rosa.

Von Alagna über die Mantovahütte

zur Rif. Margherita. Hier heißt es

Gipfelsammeln, sechs echte 4000er

sind es geworden.

Am 8. Mai, 19.30 Uhr,

nach dem Spiele-Nachmittag zeigt Gerd Schröter alle

Normalwanderungen 2007

Im vorigen Jahr habe ich von allen Normal-Wanderungen

der Sektion ein paar Minuten Filmmaterial

aufgenommen. Sehr zur Freude oder auch

zum Ärger mancher Mitwanderer. Sprüche, Winken,

Grimassen, Zunge-Rausstecken und andere

Einfälle schmücken den 45-minütigen Film.

Wer sich also wiedererkennen will, oder auch nur

sehen, wie jung er noch vor einem Jahr war, sollte

nach dem Spiele-Nachmittag bleiben oder einfach

um 19.30 Uhr zur Uraufführung in unsere Geschäftsstelle

kommen.

Es ging los mit der Nachtwanderung bei stürmischem

Regen im Januar und endete mit Kaiserwetter

bei der Weihnachtswanderung.

Dia & Film

Am 23. April, 19.30 Uhr

in der Kunstfabrik „Schlot“,

Chausseestraße 18 in Berlin-Mitte

PROGRAMME

Erinnerung

Am Donnerstag, 3. April, um 19.30 Uhr ist

Mitgliederversammlung

in unserer Geschäftsstelle

Spielhagenstr. 4 in Charlottenburg

Die offizielle Einladung mit der Tagesordnung stand

vorschriftsmäßig im letzten Heft.

Die Tagesordnung geht vom Rechenschafts- und

Kassenbericht, über den Bericht der Kassenprüfer

mit dem Antrag auf Entlastung des Vorstands

(hoffentlich) bis zum Haushaltsplan 2008 (interessant)

und der Wahl eines neuen Kassenprüfers (könnte

auch der alte wiedergewählt werden).

Zum Punkt „Verschiedenes“ werden vom Vorstand

Fragen und Anregungen beantwortet.

Dieser bittet alle Mitglieder um zahlreiches und pünktliches

Erscheinen.

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ROSENGARTEN - LATEMAR

Der Bergsommer im Eggental

Eine der schönsten Bergregionen in den

Dolomiten ist sicherlich das Sonnenplateau

Rosengarten-Latemar, auf dem

sich die Dörfer DEUTSCHNOFEN,

EGGEN, OBEREGGEN und PETERS-

BERG ausbreiten. Die Saison mit dem

attraktiven Programm dauert bei uns volle

zwölf Monate im Jahr. Die wohl schönste

Zeit ist dabei der Sommer.

Nur wenige Monate nach der Schneeschmelze

Ende Mai überzieht ein wahres

Blütenmeer die Almwiesen, als wollte

es mit seiner Vielfalt die Pracht des leuchtenden

Rosengartens und Latemars noch

übertreffen. Ob sattgelbe Trollblumen,

blauer Enzian, rote Feuerlilien, Glockenblumen,

Frauenschuh oder Türkenbund.

Geführte Wanderungen lassen den

Feriengast nicht nur den einzigartigen

Duft einatmen, sondern geben Einblick in

das weite Reich der Alpenflora.

Die Auswahl reicht von leichten bis mittelschweren

Wanderungen durch blühende

Wiesen, weite Wälder und grüne Almen

bis hin zu anspruchsvollen Klettertouren.

„Bergsommer zwischen Rosengarten und

Latemar” – das steht für Urlaub in idyllischer

Dolomiten-Landschaft voller Kontraste.

TOURISMUSVEREIN EGGENTAL

Dorf 9 A

I - 39050 Deutschnofen

Tel. 0039 0471 616567

Fax. 0039 0471 616727

e-Mail: info@eggental.com

www.eggental.com

BERLIN ALPIN 2/2008


Wochentagswanderungen

Termin: 23. April, 10.00 Uhr

Treffpunkt: Falkenseer Chaussee, Ecke Freudstr.

(zu erreichen mit den Bussen M

37 und 337 ab S- und U-Bhf. Spandau,

Tarif B)

Wanderführer: Lengler/Basedow, Tel. 873 85 00/

0175 596 53 74 (Handy Sigrid L.)

0171 470 69 20 (Handy Peter B.)

Streckenlänge: 5-6 km

Beschreibung: Entlang der Spektelake, dem gr.

Spektesee und

dem Spektefeld

gelangen wir

zur Gartenstadt

Staaken,

die 1914 mit

den imposantenBacksteingebäudenentstand

und dem

„Holländischen

Viertel“ in

Potsdam äh-

Heidegraben mit Glockengiebeln; Foto: Sigrid Lengler

nelt. Hier werden

wir uns

umsehen und

einkehren.

Rückfahrt: Bus M 32 zum S- und U-Bhf Spandau

(Tarif B)

Termin: 21. Mai, 10.00 Uhr

Treffpunkt: S-Bhf Hennigsdorf, Bahnhofsvorplatz

(S 25, Tarif C)

Wanderführer: Lengler/Basedow, Tel. 873 85 00/

0175 596 53 74 (Handy Sigrid L.),

0171 470 69 20 (Handy Peter B.)

Streckenlänge: ca. 7 km

Beschreibung: Wir laufen durch die Hennigsdorfer

Heide. In der Nähe des Muhrgrabens

durchwandern wir die Teufelsbruchwiesen

bis zum Havelkanal

und weiter nach Nieder-Neuendorf

zur Einkehr. Von hier fährt der Bus

136 nach Spandau. Es kann auch

entlang der Havel in Richtung

Spandau weitergelaufen und

Wanderungen

PROGRAMME

zwischendurch in den Bus 136 zugestiegen

werden.

Rückfahrt: Bus 136 zum S- und U-Bhf Spandau

(Tarif B/C, je nach Zustieg)

Termin: 25. Juni, 10.00 Uhr

Treffpunkt: S-Bhf Hermsdorf (S 1, Tarif B)

Wanderführer: Lengler/Basedow, Tel. 873 85 00/

0175 596 53 74 (Handy Sigrid L.),

0171 470 69 20 (Handy Peter B.)

Streckenlänge: 6-7 km

Beschreibung: Wir beginnen mit einem kl. Rundgang

des im 18. Jahrhundert entstandenen

Dorfkerns und werden

(wenn geöffnet!) ein germanisches

Gehöft besichtigen. Danach wandern

wir am Hermsdorfer See und

dem Tegeler Fließ entlang, vorbei

an der Hermsdorfer Wiesenlandschaft

(ehemalige Torfabbaugebiete),

um dann wieder in Hermsdorf

anzukommen, wo es dann auch

eine warme Mahlzeit gibt.

Rückfahrt: S-Bhf Hermsdorf (S 1, Tarif B)

Normale Wanderungen

Termin: 12. April, 10.00 Uhr

Treffpunkt: Eingang Jungfernheide-Park, Kurt-

Schumacher-Damm/Heckerdamm

(U-Bhf Jakob-Kaiser-Platz, U 7,

verschiedene Busse, Tarif B)

Wanderführer: Siegfried Pierza, Tel. 41 19 00 20,

0160 967 514 09 (Handy Margot)

Streckenlänge: ca. 12 km

Beschreibung: Wir laufen durch den Jungfernheide-Park,

am Wasserturm und den

Tiergehegen vorbei; kl. Rast am

Strandbad. Weiter gehts entlang am

Hohenzollernkanal und dem alten

Spandauer Schiffahrtskanal nach

Saatwinkel; dort nach ca. 8 km Einkehr.

Danach wandern wir noch

nach Tegel (4 km).

Es besteht die Möglichkeit, nach ca.

8 km mit dem Bus X 33 Richtung

Spandau bzw. zum U-Bhf Holzhauser

Straße zu fahren.

Rückfahrt: U-Bhf Tegel bzw. Busse (Tarif B).

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PROGRAMME

Termin: 17. Mai, 10.00 Uhr

Treffpunkt: S-Bhf Wannsee (S1+S7, Tarif B)

Wanderführer: Günter Wiese, Tel. 751 56 47

Handy 0160 26 300 80

Streckenlänge: ca. 10 km

Beschreibung: Zuerst geht es mit Bus 316 weiter

bis Glienicker Brücke (Tarif B, gleicher

Fahrschein, gilt weiter), dann

Wanderung entlang des Jungfernsee

(Schloss Cecilienhof) - Heiliger See

(Marmorpalais) - Tiefer See

(Schloss Babelsberg) zur Glienicker

Brücke; Einkehr wird noch erkundet.

Rückfahrt: Bus 316 von Glienicker Brücke

nach Wannsee (Tarif B).

Termin: 14. Juni, versch. Zeiten (s. unten)

Treffpunkt: RE 3 (2. Wagen von vorn)

08.20 Uhr Lichterfelde Ost

08.26 Uhr Südkreuz

08.29 Uhr Potsdamer Platz

08.33 Hauptbahnhof (tief)

08.38 Uhr Gesundbrunnen

Wanderführer: Hans-Jürgen Krüger, 241 28 04,

Handy 0160 24 85 377

Streckenlänge: ca. 10 km

Beschreibung: Mit RE 3 nach Eberswalde, Weiterfahrt

mit dem Werbellinseebus bis

Hst. Spring. Hier beginnen wir unsere

Wanderung in das Herzstück

der Schorfheide um das Jagdschloß

Hubertusstock. Ein Stück auf einem

Radwanderweg, ein kurzes

Stück auf dem Kalkbrennerweg

zum Kaisergrund. Uralte Bäume

und Gedenksteine werden wir im

weiteren Verlauf zu sehen bekommen.

Den Rückweg absolvieren wir

auf dem sog. Automobilweg zum

Jagdschloß Hubertusstock. Einkehr

voraussichtlich im Gasthaus „Am

Spring“, oberhalb des Werbellinsees.

Rückfahrt: Von Spring mit dem Werbellinseebus

und von Eberswalde mit dem

RE 3.

Für den Erwerb der Brandenburg-Tickets wird um

verbindliche Anmeldung bis 11.06.08 beim Wanderführer

gebeten.

Ausdauernde Wanderungen

Termin: 04. Mai, 10.00 Uhr

Treffpunkt: S-Bhf Wannsee

Wanderführer: Werner Breitmaier, Tel. 345 54 54

Anmeldung: Tel. 345 54 54

Streckenlänge: ca. 20 - 24 km

Beschreibung: Entlang dem Uferweg des Großen

Wannsees und Griebnitzsees, mit

Abstechern durch den Forst, evtl.

Besuch der Pfaueninsel, Kirche Peter

und Paul, Moorlake, Schloss

Glienicke, am Griebnitzsee entlang

bis zum Kleinen Wannsee.

Unterwegs ist Selbstverpflegung

(Wasser, Tee) angesagt. Die Nutzung

einer Einkehrmöglichkeit

während der Wanderung, z.B. Gasthaus

Moorlake oder am Ende ist

sicherlich angenehm, wenn es sich

so ergibt.

Rückfahrt: Wenn es zeitlich passt, Bushaltestelle

„Am Kleinen Wannsee“ oder

wieder S-Bhf Wannsee.

Das Kleingedruckte zur Sektionsfahrt

nach Falkenstein im Vogtland/Sachsen

Alles Wichtige stand in den letzten beiden Heften,

u.a. auch eine falsche Kontonummer, was sich aber

inzwischen geregelt hat (Richtig ist: 756 909 103,

BLZ 10010010).

So wäre also nicht zu vergessen, am Mittwoch,

30. April, spätestens um 16 Uhr an der Abfahrtsstelle

des Busses, Barstraße am Fehrbelliner Platz,

geschniegelt und gebügelt einzutrudeln.

Wer sich jetzt noch entschließt, sollte Arno anrufen

unter 344 57 54 oder 0172 390 3690; zu

Redaktionsschluß war noch ein Bett frei !

Die Zeichnung (rechts) zur Sektionsfahrt

stammt wieder aus der Feder von

Peter Fritzsche und ist als Original in

unserer Geschäftsstelle „aufgehängt“.

BERLIN ALPIN 2/2008


PROGRAMME

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ANZEIGE

BERLIN ALPIN 2/2008


Spiele-Nachmittage

03. April, 08. Mai, 05. Juni,

wie immer um 15 Uhr

in der Geschäftsstelle.

Peter + Sigrid, Tel: 873 85 00

(Am 08. Mai folgt danach um 19.30 Uhr die

Uraufführung eines Filmes über alle

Normal-Wanderungen der Sektion im

Jahre 2007)

Sport & Gymnastik

Jeden Dienstag

von 19.30 bis 21.30 Uhr

in der Turnhalle Sebastianstraße 57

(Heineviertel) in Mitte, nahe Moritzplatz.

Teil 1 Aufwärmung/Kräftigungs-Dehnungsgymnastik

Teil 2 Ballspiele (Basketball, Fußball,

Volleyball)

Bauernweisheiten

fürs zweite Vierteljahr

April: Bringt Genoveva (2.) Sturm und Wind,

so ist Waltraud (9.) uns gelind.

(Verworfener Tag: 19. April)

Mai: Pankratius (12.) und Servatius (13.),

die bringen Kälte und Verdruß.

(Verworfene Tage: 3.,10., 22. u. 25. Mai)

Juni: Regnet’s am Johannistag (24.), so

regnet es noch vierzehn Tag’.

(Verworfene Tage: 17. und 30. Juni)

PROGRAMME

2/2008 BERLIN ALPIN 17


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PROGRAMME

Offene Berliner Landesmeisterschaft

im Sportklettern (Lead)

Am 14. Juni ist es wieder so weit. Die Elite der

Berliner und wohl auch der Sächsischen Sportklettergemeinde

gibt sich

die Ehre und trägt den

ersten Lauf zur Berliner

Landesmeisterschaft aus.

(Für die Schüler/Innen,

Jugend und Junior/Innen

ist es genau genommen

schon der zweite, denn

die trafen sich im Februar

schon mal an gleicher

Stelle.)

In den letzten Jahren entwickelte

sich diese Wett-

80 Jahre werden:

Frau Gertrud Daumann,

Frau Margit Felgentreu

75 Jahre wird:

Herr Wolfgang Wirth

70 Jahre werden:

Herr Dr. Wolfgang Lichy,

Herr Martin Rompf

65 Jahre werden:

Herr Hans-Dieter Hoch,

Herr Manfred Templin

60 Jahre werden:

Frau Mathilde Sternberg,

Herr Werner Breitmaier

55 Jahre werden:

Frau Brundhild Hennrich,

Frau Greta Lampertius,

Frau Marianne Prahtel,

Frau Dr. Bärbel Vieth,

Herr Detlev Hartmann,

Herr Hans-Joachim Möbis,

Herr Wolfgang Vogel

14.06.2008 in der T-Hall Berlin

Foto: Gerd Schröter

kampfserie durch den unermüdlichen Einsatz des

AlpinClub und der Wettkampfsponsoren stetig

weiter. Deshalb hier schon ein Dank im Voraus

an die Ehrenamtlichen, sowie die T-Hall und

Unsere Geburtstagskinder

in der Zeit vom

1. April bis 30. Juni

2008

Wir gratulieren !

Camp4 für die Mühe und die Unterstützung.

Die Zahl der Starter/Innen wird immer größer,

und es freut uns natürlich,

daß von Jahr zu

Jahr mehr Berliner/

Innen auf den Treppchen

landen, und die

einstige Dominanz der

Sachsen zu bröckeln beginnt.

Also kommt zahlreich

zum Klettern, Zuschauen,

Staunen und

Anfeuern!

Die Ausschreibung findet

Ihr alsbald im Netz

unter www.Camp4.de oder www.dav-landesverband-berlin.de

Matze

50 Jahre werden:

Frau Helga Bitzan,

Frau Ulrike Dierßen,

Frau Dietlind Gnuschke-Hauschild,

Frau Myriam Jörger,

Frau Tamara Stein,

Frau Ulrike Stremlow,

Frau Andrea Weinert,

Frau Andrea Wiemann,

Herr Michael Burghard,

Herr Ingo Haas,

Herr Robert Maschewski,

Herr Uwe Munzert,

Herr Dr. Roland Neuhaus,

Herr Dr. Robert Romanautzky,

Herr Bernd Rose,

Herr Andreas Trautsch,

Herr Andreas Ullrich

„Ich denke nie an die Zukunft.

Die kommt noch früh genug“.

Albert Einstein

BERLIN ALPIN 2/2008


ACB-Masters Cup 2008

Auch in diesem Jahr wurde eingeladen: Zum 4.

ACB-Master’s Cup 2008. „Wer deshalb eine gepflegte

Gesellschaft in einem angenehmen Ambiente

erwartet, der soll nicht enttäuscht werden,

sollte aber trotzdem wissen, dass es sportlich

zur Sache geht! Auch 2008 werden wir den

richtigen Mix aus Spaß und Sport treffen,“ hieß

es in der Einladung. Und dieser folgten 32 jung

gebliebene Kletterinnen und Kletterer und kamen

ins Klettersportzentrum Spandau. Neuer

Teilnahmerekord. Besonders freute mich die

Teilnahme von Udo Batz, der ja ausreichend

Trainingserfahrung aus der T-Hall mitbringt,

um sich der Herausforderung an unserer Spandauer

Wand zu stellen.

„Ein Dankeschön an alle Organisatoren des

Master-Cup’s von Gabi und Andreas. Es war

anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht,“

schreibt Andreas Trautsch im Forum unserer

ACB-Homepage.

Und so war es auch. Zwei der acht zunehmend

schwerer werdenden Routen der Hauptrunde -

der starke Überhang mit zwei Querungen und

die Dachroute mit einem kraftvollen Längenzug

- trennten das Startfeld der Männer in die

Könner und die, die es noch besser können.

Die Damen kamen nicht ganz auf ihre Kosten

- da versprechen wir Nachbesserung für den

Master’s Cup 2009.

Zu den Finalisten: Sie wurden angefeuert von

allen Teilnehmern und dem fachkundigen Publikum,

das über fünf Stunden durchgehalten

hat. Im Damenfinale glänzte Silke Zschiedrich

mit einer souveränen Vorstellung. Den beiden

Herren-Finalrouten stellten sich insgesamt sieben

Starter. Überzeugen konnten alle mit gelungenen

Vorstiegen. Letztlich verdient durchgesetzt

haben sich Daniel Joram und Jürgen

Lembcke.

Herzlichen Glückwunsch!

Übrigends: Udo sollte weiterhin hart trainieren!

Uwe Lüttgens

SPANDAU

Teilnehmerzahl : 32 (neuer Rekord)

Zu den Ergebnissen:

Herren ab 46: Damen ab 46:

Jürgen Lembcke Regine Beetz

Dieter Faulbaum Gabriele Meylahn

Reinhard Walden Damen bis 45:

Andreas Trautsch Silke Zschiedrich

Herren bis 45: Irene Abendroth

Daniel Joram Claudia Giese

Rolf Fliegauf

Volker Schmitt

2/2008 BERLIN ALPIN 19

Alle Fotos: Uwe Lüttgens


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CLUB AKTUELL

Der AlpinClub Berlin

bedankte sich bei den

Jubilaren mit einer

kleinen Feier zusammen

mit Familienangehörigen

und Vorstandsmitgliedern.

Fotos: Gerd Schröter

Aus dem Vereinsleben

Unsere Heizung

Beim Januar-Vortrag war es nicht nur draußen,

sondern auch drinnen in der Geschäftsstelle eisekalt.

Der Grund :

die Umwälzpumpe

unserer Heizungsanlage

hatte ihren

Geist aufgegeben.

Jetzt haben wir

eine neue Pumpe,

siehe unteres Bild.

Aber auch die

übrige Anlage bedarf

dringend einer

Überholung,

siehe linkes Bild.

Aber das kommt

erst nach der

Heizperiode.

Von den eingeladenen Jubilaren konnten wir

am 13. Januar 2008 die Herren Dr. Wolfgang

Schiller (linkes Bild)

und Dr. Detlef Ullrich

(mitte) zu ihrem

50-Jährigen ehren.

Auf 40 Jahre Vereinszugehörigkeit

brachte es

Herr Dietrich Habrich

(rechts).

Alpine Gastgeber

Immer öfter trifft man im alpinen Raum jetzt dieses

Schild an. Unter diesem Titel

haben sich mit finanzieller

Unterstützung

des Europäischen

Fonds für regionale

Entwicklung rund

400 Beherbergunsbetriebe

in Tirol,

Salzburg und Oberbayernzusammengeschlossen.Träger

sind die jeweiligenTourismusverbände;

gedacht ist die Initiative zur Unterstützung

auch kleinerer Betriebe in diesen Regionen.

Unsere Frankiermaschine

(Freistempler) hat nach fast acht Jahren ihren Geist

aufgegeben. Die Reparatur kostet so um die 700 €

(die Hauptplatine ist hin), also etwa die Hälfte eines

neuen Gerätes. Wir haben uns nach Ersatzmöglichkeiten

umgesehen, sind aber wieder bei der gleichen

Technik gelandet; es gibt nichts anderes für

unsere Verhältnisse. Also kaufen wir eine neue Maschine,

das System heißt nun „Frankit“.

Also nicht wundern, wenn unsere Postumschläge

jetzt etwas anders aussehen ....

BERLIN ALPIN 2/2008


Wenn dieses Heft vor Euch liegt, sind unsere ersten

Wanderungen schon Geschichte.

Leider können wir an dieser Stelle auch nur einen

Bericht liefern, aber findige Köpfe haben gewiss

schon unsere Familiengruppenseite im Internet

entdeckt…

19.01.2008

Die erste Wanderung unserer Familiengruppe wurde

durch reichlich Regen begleitet, fiel aber nicht

Familiengruppe

CLUB AKTUELL

ins Wasser und alle Beteiligten hatten viel Spaß

dabei. Sieben Unerschrockene hatten sich am Fuß

der Müggelberge eingefunden. Lucia, unser „Kartenzwerg“

führte uns zuerst zum Teufelssee. Die an

dieser Stelle mitsamt ihrem Schloss versunkene

Prinzessin war nicht zu sehen, denn sie schläft

noch bis zur nächsten Johannisnacht... Durch dichtes

Unterholz, auf den Spuren von Wildschweinen,

denen wir am Ende der Tour doch sehr ähnlich sahen,

erklommen wir die „Kanonenberge“,70 müM

(gemessen von Jessica). Hier gab es eine kleine

Stärkung aus den Rucksäcken und Aussicht zum

Müggelsee sowie über den Kamm der Berge zum

Müggelturm, Carolin erspähte diesen mit dem

Fernglas. Von hier oben konnte man trotz der triefnassen,

dicken Wolken weit ins Land hinein schauen.

Am

Ende der

Wanderungwaren

alle

durchnässt,etwas

müde,

aber sehr

zufrieden

und

glücklich.

Im Februar

soll´s

dann

durch den

Steinbekker

Forst zum „Piratensee“ gehen.

Informationen hierzu gehen allen nach Anmeldung

zu

Bis bald -

Euer Wuhletalwächter Joachim,

Tel. 99 88 733

Am 12. April suchen wir in der Märkischen Schweiz

nach Silber und jagen den Drachen aus der

Schlucht…

Weitere Termine:

09.05.-11.05. Waltersdorfer Hütte/Sächsische

Schweiz,

31.05. Klettern am „Monte Balkon“ in

Hohenschönhausen(Ribnitzer Straße/ Ecke Darßer

Straße).

2/2008 BERLIN ALPIN 21


22

CLUB AKTUELL

Unsere Kletteranlagen

INDOOR

Kletterhalle Spandau jeweils donnerstags von 17.00 bis 21.30

Uhr, sowie nach Vereinbarung, außer in den Schulferien.

(Die Kletterhalle Jugendheim Schloßstraße 19 in Charlottenburg

steht erst wieder ab Oktober zur Verfügung).

OUTDOOR

Monte Balkon (15 m, verschlossen, s. Randspalte),

Hohenschönhausen, Ribnitzer Straße, Ecke

Hohenschönhauser Weg

(S 75, Bus X54 oder 154, Tram M4 oder M5)

Frank Wolter, 29 66 26 72

Wuhletalwächter (17 m), Marzahn, Havemannstraße, Ecke

Kemberger Straße

(S 7, Bus 197, X69, Tram M8, 16)

Joachim Rosenthal, 998 87 33

Reinickendorf (8 m), Märkisches Viertel, Königshorster Str. 13

(Bus M21, 124, X21, X33, U 8 und S1)

Robert Scherer, 0172 3163115

Mount Buckow (7 m), Buckow Freizeitheim Wilde Hütte,

Wildhüter Weg 2,

(Anlage eingezäunt, U 7, Bus 144)

Anett Jahnke, 604 10 93 od. 0163 3383312

Schwedter Nordwand (15 m, verschlossen, s. Randspalte),

Prenzlauer Berg, Schwedter Str., Mauerpark.

(S 1, 2, 25, 8, 41, 42, 85, U2, U8, Tram M1, Bus 247, alles mit

Fußweg)

Arno Behr, 344 97 54 / 0172 390 3690

Mitglieder des AlpinClub Berlin erhalten

bei Vorlage des gültigen DAV-Ausweises

in der T-Hall-Kletterhalle auf alle Eintrittspreise

auch 2008 einen Nachlaß von 2,- €

Von Mitgliedern empfohlen

Alle Zimmer mit Du/WC

und Balkon/Terrasse

Blick aus dem Hochzeits-Zimmer

Die Benutzung der teilweise verschlossenen

Kletteranlagen ist für

unsere Mitglieder kostenlos, jedoch

sind die Kletter- und Nutzungsregeln,

sowie evtl. Zeiten bei den einzelnen

Anlagen zu beachten; nähere Auskünfte

gibt es bei den angegebenen

Ansprechpartnern oder bei der Sektion.

Das Klettern erfolgt immer auf

eigenes Risiko; Klettermaterial muss

mitgebracht werden bzw. kann bei

uns zu den üblichen Bedingungen

und Zeiten ausgeliehen werden .

Für die Kletteranlagen in Hohenschönhausen

und im Mauerpark

wird ein Schlüssel benötigt. Dieser

kann zu den üblichen Öffnungszeiten

in unserer Geschäftsstelle gegen eine

Kaution ausgeliehen werden. Der

Schlüssel paßt für beide Anlagen.

DAV-Mitglieder zahlen eine Kaution

von 25,- € (Nichtmitglieder 60,- €),

die bei Verlust des Schlüssels einbehalten

wird.

Die Überlassung eines Schlüssels ist

für ACB-Mitglieder kostenfrei, Mitglieder

anderer Sektionen zahlen pro

Jahr 5,- € (Nichtmitglieder pro Jahr

12,- €).

Bei der Schlüsselausleihe versichert

jeder, daß er über ausreichend Kletterkenntnisse

verfügt, die Kletterregeln

anerkennt, den ausgeliehenen

Schlüssel nicht weitergibt oder nachmacht

und für Personen, die er in die

Anlage hineinläßt, die volle Verantwortung

übernimmt.

www.pension-danler-stubai.at

Plöven 13 * A-6165 Telfes

Stubaital/Tirol

Tel. 0043 / 5225 / 62 476

Fax 0043 / 5225 / 62 476 / 13

E-Mail: danler@netwing.at

5% Rabatt für Mitglieder

des AlpinClub Berlin (Ü/F)

BERLIN ALPIN 2/2008


AUSLEIHE

VON GEGENSTÄNDEN

Die Sektion verfügt über ein größeres Sortiment

an Ausrüstungsgegenständen. Dies

sind einerseits Wanderkarten/ Führer/Bücher/TourenDisk/Videos,

als auch Eispikkel,

Eisgeräte, Steigeisen, Brust-/Sitzgurte

bzw. Klettersteigsets, Helme und Wanderstöcke.

Diese Sachen verleihen wir gegen eine

Leihgebühr, die ausschließlich zur Refinanzierung

und Neuanschaffung von

Ausrüstung verwendet wird, an unsere Mitglieder

(Mitgliedsausweis vorlegen).

Bedingungen :

Trotz sorgfältigster Prüfung aller Gegenstände

kann durch die Sektion (bzw.

deren Beauftragten) keine Haftung für

die Sicherheit der Ausrüstungsgegenstände

übernommen werden.

Die Ausgabe/Rücknahme erfolgt nur

während der Geschäftsstunden. Die

Leihgebühr ist auf eine Periode von

zwei Wochen festgelegt. Eine angefangene

Periode muß jeweils voll berechnet

werden.

Für nicht mehr nutzbare Gegenstände

haftet der Nutzer (bei Rückgabe bzw.

Verlustmeldung) zum Zeitwert.

Wanderkarten :

Leihgebühr 0,50 € (keine Kaution)

Führer, Lehrpläne, Bücher, CD’s :

Leihgebühr 1,00 € (keine Kaution)

Videos :

Leihgebühr 2,50 € (keine Kaution)

Technische Ausrüstung :

Leihgebühr 5,00 € (je Komponente)

Kaution 25,00 € (je Komponente)

Leihgebühr und Kaution verstehen sich

je Teil; die Leihgebühr für jede Periode.

Ausgeliehen bzw. zurückgegeben

werden kann Montag bis Freitag von

16 bis 18 Uhr; eine Beratung kann nur

nach vorheriger Absprache stattfinden.

Aufnahmeantrag

Ich beantrage meine Aufnahme in den AlpinClub Berlin, Sektion des Deutschen

Alpenvereins, vorm. Sektion Charlottenburg; die Satzung des Vereins

erkenne ich an.

Frau

Herr

(Anrede)

Telefon Datum Unterschrift

Bei Minderjährigen unterschreibt der Erziehungsberechtigte; er ist mit dem Eintritt

einverstanden und bürgt selbstschuldnerisch für entstehende Verbindlichkeiten.

Ich bin bereits Mitglied der Sektion

Mein Partner ist ____-Mitglied der Sektion

Einzugsermächtigung

Hiermit ermächtige ich den AlpinClub Berlin, Sektion des DAV e.V., zum

Einzug der fälligen Jahresbeiträge für

Name Vorname

vom unten angegebenen Konto. Die Einzugsermächtigung kann jeweils zum

31.10. eines Jahres schriflich widerrufen werden. Gebühren, die durch Kontoveränderungen

oder Nichtdeckung des angegebenen Kontos entstehen, gehen

zu meinen Lasten (Bitte alle Zahlen deutlich schreiben!).

Kontoinhaber (Name, Vorname)

Kontonummer Bankleitzahl

Geldinstitut Datum Unterschrift d. Kontoinhabers

Für Vermerke des Sektion

Mitglieds-Nr.

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Straße, Haus-Nr.

Postleitzahl Ort

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2/2008 BERLIN ALPIN 25


Das Jugendleiterteam :

Alex (030) 6 41 09 17 alex.vd@boofenbilche.de

Frank (030) 29 66 26 72

Stefan R. 0172 3 10 98 14 stefan.r@boofenbilche.de

Andreas 0179 1 20 72 64

Marcus 0174 4 58 71 93 marcus@boofenbilche.de

Peter peter@boofenbilche.de

Aus dem Inhalt :

Klettertermine Seite 26

Familienfahrt nach Jonsdorf Seite 26

Fahrtenplan 2008 Seite 27

Bericht Klettercup Seite 28

Bericht Winterfahrt Stubaital Seite 29

Neues vom Ali-Mobil Seite 31

26

JUGENDSEITEN

Nunmehr zum 8. Mal rüsten wir wieder zur

Familienfahrt der Jugendgruppe. Einige Eltern

sind schon Stammkunden geworden. Sie ist

ja auch immer wieder schön, und wir haben viel

Spaß.

Wieder geht es nicht ins Bielatal, sondern wie

auch im letzten Jahr nach Jonsdorf. Hier steht die

DAV-Selbstversorgerhütte der Sektion Zittau.

Wer mal wissen möchte, wo wir unsere Hüttenumlage

hin zahlen, der muss unbedingt mit.

Hier finden Kletterer natürlich auch Sandstein.

Aber nicht nur das normale Klettern können wir

dort anbieten. Hier befindet sich Sachsens erster

Klettersteig. Für Mutige ein unbedingtes Muss.

Wie immer, MUSS Mann oder Frau nicht müssen,

sondern nur wollen. So hatten wir das immer

gehalten. Schön aber ist, am Ende des Klettersteiges

steht ein Gasthaus, welches hoffentlich

diesmal wieder offen hat. Also ein idealer Treff

für alle.

Klettertermine

April

06./13. und 20.,

jeweils 11 bis 14 Uhr,

Klettern in der T-Hall-Kletterhalle,

Thiemannstraße 1 (Eintritt 3,- €)

Beginn

unseres Sommerprogramms !

Mai

18.,

11 bis 14 Uhr,

Klettern in Prenzlauer Berg,

Mauerpark, Schwedter Nordwand

Juni

01./08./15./22. und 29.,

jeweils 11 bis 14 Uhr,

Klettern am Wuhletalwächter in

Marzahn Eichepark, Havemannstraße,

Ecke Kembergerstraße im

Eichepark

Wieder Familienfahrt, diesmal nach Jonsdorf ins Zittauer Gebirge

vom 23.05. bis 25.05.

Aber ein genauer Plan wird dann vor Ort erst

festgelegt.

Sinn dieser Fahrt ist es, dass Eltern mal sehen

können, was wir mit unseren Kindern und Jugendlichen

im Gebirge so anstellen.

Nein!, die Eltern brauchen nicht mitten im Wald

und am Fels zu übernachten. Wie immer haben

wird eine Hütte des Alpenvereins gemietet. Wir

haben die Zittauer Hütte ganz für uns alleine und

schlagen dort unser Basislager auf. Wie immer

wird auch in diesem Jahr keiner zum Klettern gezwungen,

man (oder Frau) kann auch Wandern

gehen, den Kindern und Jugendlichen beim Klettern

zusehen oder sich selbst etwas einfallen lassen.

Da wir schon einige Erfahrungen bei diesen Fahrten

gesammelt haben, wird auch auf dieser Fahrt

Vollpension ab Sonnabend früh angeboten. Den

Freitag müssen sich alle wieder selbst verpflegen.

Grillen ist natürlich erwünscht und möglich, und

BERLIN ALPIN 2/2008


Fahrtenplan 2008

Zeitraum Reiseziel A lter

Teiln.

25.

04.

-27.

04.

30.

04.

-04.

05.

10.

05.

-17.

05.

Pfingsten

23.

05.

-25.

05.

21.

07.

-03.

08.

Sommerferien

18.

10.

-31.

10.

Herbstferien

Jonsdorf

Vorbereitungsfahrt

TJB

Hohnstein

Treffen

Junger

Bergsteiger

Fontainebleau

Trainingslager

1 der

Wettkampfgruppe

Familienfahrt

nach

Jonsdorf

ins

Zittauer

Gebirge

Hüttentour

im

Karwendel

und

Klettern

im

Ötztal

Antalya,

Türkei

Trainingslager

2 der

Wettkampfgruppe

A+

B

Fahrten-

leiter

Andreas/

Alex

A + B

Alex/

?

A+ B 6

30

A+ B?

8

A+ B 8

Altersgruppen: A: 10 - 14 Jahre

B: 15 - 17 Jahre, C: ab 17 Jahre

Alex/

Marcus

od.

Peter

Alex/

evtl.

Marcus

Stefan/

Alex

Alex/

Marcus

Info/

Fahrtkosten/

Anforderungen

7 5.

- € DAV-Hütte

4 5.

- € bis

17

Jahre

5 5.

- € ab

17

Jahre

+ Übernachtung

von

Mi

zu

Do,

Herberge;

Anmeldung

bis

01.

03.

!

c a.

200.

- € , Zelt

Leistungsorientiertes

Bouldern

2 5.

- € für Verpflegung,

zuzüglich

der

Übernachtung

in

der

DAV-Hütte

( ab

4.

-

€ / Pers.

/ Nacht)

; individuelle

Anreise,

Hütte/

Zelt

c a.

330.

- € DAV-Hütte

/ Zelt.

Freihändiges

Gehen

im

weglosen

Gelände,

Power

für

8-Std-Touren,

Spaß

beim

Klettern

und

Wandern

und

Interesse

für

die

Grundlagen

von

Hochtouren.

Anmeldung

bis

01.

05.

!

Mindestteilnehmerzahl

6 !

1 80.

- € + Flugkosten,

Hütte

Leistungsorientiertes

Klettern,

Vorstiegssicherheit

im

6.

Grad

UIAA.

Anmeldung

bis

01.

03.

!

Mindestteilnehmerzahl

6 !

Eine verbindliche Fahrtenanmeldung kann mit dem Formblatt, was im Punkt „DOWNLOAD“ von

unserer Homepage heruntergeladen werden kann, erfolgen.

ein Lagerfeuerplatz bringt auch die romantische

Optik.

Wie bei allen Familienfahrten, ist

die Anreise nicht im Preis mit

inbegriffen. Darum sollten

sich die Eltern selber kümmern.

Gerne geben wir für

umweltbewusste Familien

ohne Auto Hilfestellung bei

der Anreise, soweit es uns

möglich ist. Der Preis für

die Fahrt hält sich wie immer in

Grenzen, ca. 25 € wird der Teilnehmer

für die Verpflegung ab Sonnabend

früh aufwenden müssen, und die Übernachtung

ist schon ab 3 € pro Person und

JUGENDSEITEN

Nacht (DAV-Preis) zu haben (Bettenlager mit

Aufschlag).

Es sollten Schlafsäcke oder Bettwäsche

mitgebracht werden. Von Samstag

früh bis Sonntag früh sorgen wir

für das Essen. Am Freitag kann

gegrillt werden, wenn ihr an

die Zutaten denkt.

Anmelden können sich die

potentiellen Fahrtenteilnehmer

bei mir. Das könnte per

Telefon erfolgen, ihr könnt

Euch auch gerne über Mail anmelden

unter anmeldung@boofenbilche.de

Ich hoffe, wir sehen uns !

2/2008 BERLIN ALPIN 27


28

JUGENDSEITEN

Starke Jugend in der T-Hall

Jedes Jahr im Februar treffen sich die

jungen Wilden und Wildinnen zum Berliner

Jugend- und Junioren Klettercup in der T-

Hall. Am 16. Februar kamen wieder 35

Teilnhmer zusammen, um die ersten

Punkte für die Berliner Rangliste einzusakken.

Wie schon im letzten Jahr gestaltete

wieder Micha einige Griffe zu ansprechenden

Routen, und seine Arbeit wird von

Jahr zu Jahr schwerer - unsere Starter

werden ja auch von Jahr zu Jahr besser.

Die Finalroute der Junioren wird schon im

oberen 9. Grad gewertet werden müssen.

Auch wie im letzten Jahr hatte unser

Routenbauer diese Aufgabe sehr gut

bewältigen können - liegt vielleicht auch

an Gregor, der ihm bei den Kinderrouten

zur Hand ging.

So wie sich Micha bei den Routen Mühe

gegeben hat, haben sich auch die Starter

aus unserem Verein angestrengt. Die

besten Ergebnisse konnte Noêlle Niemoth

von der Ortsgruppe Spandau, im übrigen

die erste und bislang einzige Starterin aus

Spandau (vielleicht geht da ja noch was?)

bei der Jugend B weiblich und Leon

Steinlie bei den Schülern erreichen. Beide

errangen den ersten Platz in ihren

Altersklassen. Die zweitbeste Leistung

erreichte Rico mit seinem zweiten Platz

bei der Jugend B männlich.

Herzlichen Glückwunsch an alle Platzierten,

und ich hoffe natürlich sehr, dass wir

uns am 14. Juni zur Berliner Landesmeisterschaft

auch wieder in der T-Hall

treffen.

Mit Sicherheit war es mal wieder eine

gelungene Veranstaltung. Nicht zuletzt,

weil wir diesmal auch den Zeitplan auf die

Minute einhalten konnten.

Vielen Dank wie immer auch an alle

Helfer, ohne die dieses Veranstaltung gar

nicht durchführbar ist. Wie auch jedes Jahr

wurde dieser Wettkampf von Camp4 mit

Preisen ausgestattet, und die T-Hall stellte

wie immer die Halle zur Verfügung - dafür

natürlich auch ein herzliches Dankeschön.

Alex

Rico

Alle Fotos von Petra Wirth

Leon

Till 2

Sieger Schüler vrnl: Leon (ACB), Frietjof (SB), Juri (ACB)

BERLIN ALPIN 2/2008


Vom Pistenbügeln & sonstigem Spaß

Winter im Stubaital

Am 4.1. trafen wir uns um 22 Uhr am S-Bahnhof

Schöneweide. Nachdem wir das Gepäck in den

Kofferraum gepackt und die Dachgepäckträger

für die Skier

montiert hatten,

ging es endlich

los. Diesmal

durch die

Nacht, damit

wir nicht von

den großen

Staus auf der

Strecke behindert

wurden.

Alex und Andreaswechselten

sich beim

Fahren ab, wäh-

Andreas

beim

Eisklettern Foto: Juri

rend die anderen versuchten zu schlafen. Auf der

Fahrt rasteten wir einmal in einer (natürlich teuren)

Autobahnraststätte und später bei einem (billigen)

bekannten Fastfood-Laden (nein, nicht der

mit dem M), wo wir uns ein

wenig stärkten.

Gegen 8 Uhr kamen wir im

Ötztal an. Hier wollten wir

uns die Zeit bis zum Beziehen

unserer Ferienwohnung im

Stubaital in der dortigen

Therme vertreiben. Drei

Stunden hielten wir es in diesem

herrlich heißen Wasser

aus. Gegen 13 Uhr ging es

dann endgültig ins Stubaital,

und kurze Zeit später trafen

wir am Haus `Alpenecho´ ein.

Für die nächsten Tage schlugen

wir hier unser Basislager auf. Es war recht

warm, und wir bezogen die Wohnung. Andreas

und Laura wohnten im Keller. Als wir mit Einräumen

fertig waren, machten wir noch die letzten

Einkäufe; zum Abendessen gab es Spätzle.

Danach gingen alle recht früh schlafen.

Am Sonntag, nach einem reichhaltigen Frühstück,

sollte es erst einmal nicht auf die Piste, sondern

zum Eiskletterturm auf den Gletscher gehen. In

den letzten Jahren hatten wir da immer kleinere

Probleme mit den Bergführern, die mit ihren

Kunden dort kletterten – aber nicht am Sonntag!

- So standen wir zuerst in der Talstation der

Gamsgartenbahn, um uns Karten für die Gondelbahn

zu kaufen. Diese sollte uns zum Eiskletterturm

bringen. Doch die Verkäuferin sagte, dass

der Eiskletterturm nicht offen sei. Darauf hin

sagte Ali: „Wie bitte? Was heißt hier nicht offen?“

„Er ist am Sonntag nicht öffentlich.“ Ali: „Wir

klettern auf eigene Gefahr!“ Damit war die Sache

geklärt!

Oben mussten wir noch warten, da Juri sich Schuhe

zum Eisklettern ausleihen musste.

Das Eisklettern, eine neue Variante zum Klettern,

hat uns Spaß gemacht.

Da Juri andere Schuhe hatte, mussten wir die

Steigeisen extra

für ihn einstellen.

Als er kletterte,

rutschten

die meisten mit

Schläuchen den

Berg hinunter,

und kurz bevor

er oben war

mussten wir gehen,

um die letzte

Talfahrt nicht

zu verpassen.

Heute, am Montag,

haben wir es

ganz ruhig angehen lassen, weil wir erst um zwölf

Uhr die Skipässe kaufen wollten. Bevor wir losgefahren

sind, haben alle, die noch Skiausrüstung

brauchten, kurz in einem kleinen Skiverleih in der

Gruppe auf dem Stubaier Gletscher; Foto: Alex

JUGENDSEITEN

2/2008 BERLIN ALPIN 29


Stadt gehalten, und das Notwendige besorgt.

Nachdem wir alle dann unsere 3 ½ Tagesskipässe

hatten, weil wir ja noch in der Schlick Skifahren

wollten, ging es nach einer langen Gondelfahrt

endlich auf die Piste!! Das Wetter war leider nicht

so gut, da es windig war und schneite.

Nach kurzem Skifahren machten

wir leider schon eine Pause.

Nachdem sich alle gestärkt hatten,

ging es weiter, aber nur

kurz, da die letzte Talfahrt der

Gondel um 16:30 Uhr war.

Zum Abendessen gab es leckere

Spinatnudeln. Einige ließen

den Abend mit einer Partie Poker

und Uno (mit Ali als

Schiedsrichter und seinen Spezialregeln)

ausklingen.

Am nächsten Tag sind wir früher

als sonst aufgestanden, um

den Tag richtig zu nutzen.

Anders als gestern, war das

Wetter heute super. Es schien

die Sonne, und der Himmel war

blau. Nachdem wir Skifahren

waren und Pause auf der Terrasse

der Gamsgartenstation

30

JUGENDSEITEN

Juri beim Pistenbügeln; Foto: Ali

gemacht hatten, trennte sich die Gruppe.

Der eine Teil fuhr mit der Gondel ins Tal, der andere

Teil hoch auf die Berge, um von dort aus die

„Wilde Grub´n“ ins Tal nehmen zu

können.

Zum Abendessen gab es Sahnegeschnetzeltes.

Am Abend sind wir dann

noch bei einer Vorführung der Skischule

gewesen.

Der Morgen des 4. Urlaubstages verspätete

sich um eine halbe Stunde.

Nach dem Frühstück ging es hektisch

zur Piste. Die Wetterverhältnisse waren

recht gut - bis auf eine Kleinigkeit: die

Sonne fehlte, die Sicht war besonders

gut (fand ich jedenfalls). Die Stimmung

auf der Piste wurde durch einen Skikurs

von Alex zum Stockeinsatz verbessert.

Eine kurze Erklärung zu dem Unterschied

zwischen dem einen Skifahren

zu dem anderen Skifahren wurde uns auch gegeben.

Das Mittagessen auf der Dresdner Hütte war

recht reichlich. Der Nachmittag wurde mit Einkaufen

und einem

Saunabesuch gefüllt.

Das Abendessen,

Fischstäbchen und

Kartoffelbrei mit Gemüse,

war wiederum

reichlich. Und jetzt

schreibe ich gerade

diesen Text.

Unseren letzten Tag

auf der Piste verbrachten

wir nicht, wie

in den Tagen vorher,

auf dem Gletscher

sondern diesmal

wieder in Skigebiet

`Scklick 2000´. Im Gegensatz

zum Gletscher

geht die Gondel dort

nicht auf 3000 m

Höhe. Dennoch findet

Clemens bei Flugversuchen; Foto Clemens

BERLIN ALPIN 2/2008


man dort ein reichhaltiges Pistenangebot.

Wie auch schon in den letzten Tagen, schien auch

in diesem Gebiet die Sonne. Dies schien jedoch

nur in diesem Skigebiet so zu sein. Als wir mal

wieder mit der Gondel nach oben fuhren, ging

der Blick rüber zum Stubaigletscher. Dicke Wolken

schoben sich dort über die Bergkämme. Der

Fön schlug wieder zu. Es sah recht interessant

aus. Später erfuhren wir, dass die Leute von der

Gletscherbahn die Lifte schon ab Mittag schlossen.

Wir dagegen hatten noch einen schönen letzten

Tag im Schnee. Unser Tag auf der Piste endete

noch mit einer spaßigen Talabfahrt.

Auf der Rückfahrt zur Ferienwohnung gaben wir

noch die Ski ab. Jetzt mussten nur noch die Sachen

gepackt werden.

Der nächste Tag, der Tag der Rückfahrt, begann

sehr früh. Das Auto wurde wieder beladen und ab

ging es, wieder zurück nach Berlin.

Philip, Konrad, Jan, Juri und Alex

JUGENDSEITEN

Zu guter Letzt

Foto: Ali

Gerade noch rechtzeitig zu Saisonbeginn, also pünktlich

zum ersten April, konnte Alex sein ewig überfülltes

und schon etwas gebrechliches Mobil (Bild oben)

gegen ein geräumigeres und gut erhaltenes Fahrzeug

(Bild unten) austauschen.

So wird er künftig in der Lage sein, mit einer größeren

Truppe durch die Gegend zu fahren.

Foto: Gerd Schröter

2/2008 BERLIN ALPIN 31


32

BERICHTE

Deborah Oskamp spielt J. S. Bach in schwindelnder Höhe

Foto: Jürgen Mittag

„Du bist verrückt!! Ist das nicht gefährlich?“ Fassungsloses

Staunen, ungläubige Blicke, und

manchmal arrogantes Belächeln waren die häufigsten

Reaktionen, wenn ich von meinem Vorhaben erzählte.

Nämlich mit Geige den Großglockner

(3798m) zu besteigen und die Chaconne zu spielen!

Nur einige, gute Freunde fanden diese Idee so klasse,

dass sie mithalfen die Aktion zu verwirklichen.

An erster Stelle ist da Jürgen Mittag, der alles über

diesen Berg recherchierte und am Ende besser informiert

war als ich, eine winzige Digitalkamera für

„den“ großen Moment organisierte, im Defereggental

auf Gipfeltouren zum Kameramann wurde, während

seine Frau Martina so manches Mal schlotternd

im Nebel zum wiederholten Male die ganze Chaconne

anhören mußte.

Auch nach den Gebirgsferien saß Jürgen stundenlang

am Computer um Fotos zu kopieren, den

Großglockner-Film bei ‚Youtube.com’ zu montieren,

dieses Ereignis im Internet-Gipfel-Buch zu verewigen

und vieles mehr. ( Danke dir! )

Ganz und gar nicht unschuldig an der Entstehung

dieser Idee war mein bester Bergkamerad und Seilpartner

Hans Thaler aus Österreich.

Es war am 12.10.06 auf einer Gipfeltour im Tennengebirge,

wir hingen gerade am Fixseil unterm 3.Gipfel

(Tagweide 2128m ), als er plötzlich sagte, es wäre

Eine Gipfelbesteigung

ungewöhnlicher Art

doch der absolute Höhepunkt des Tages, wenn ich

oben Geige spielen könnte...Tja, die Geige war im

Tal, doch diese völlig irrsinnige und doch großartige

Idee fing in meinem Kopf an zu arbeiten.

Schon beim Abstieg überlegten wir laut: „Wenn

mit Instrument auf einen Gipfel, dann muss es

schon ein besonderer Berg sein!“ Eigentlich hatte

ich immer davon geträumt auf der Cheops-Pyramide,

wie Ole Bull (norw. Komponist, Violinist), J.

S. Bach zu spielen, aber das ist inzwischen verboten.

Da wäre der höchste Berg Österreichs auch

ein ganz schönes Ziel - „Und dann spiele ich natürlich

J. S. Bach, am liebsten die Chaconne, denn

solch ein Berg verdient nur höchste kompositorische

Kunst. Aber wie kriege ich die Geige da

hoch??“ „Och“, sagte Hans, „die trag ich dir! War

schon mal oben, das schaffst du auch!“ Und damit

war es ausgemacht.

In den folgenden Monaten übte ich die Partita No.II

von Bach, informierte mich über die zu benötigende

Ausrüstung und wünschte mir zum Geburtstag

Klettersteig-Set mit Helm, Steigeisen, Pickel, diversen

Kleinkram und die ultimative Outdoor-Jacke.

Viele liebe Freunde schenkten mir den größten Teil

meiner Wünsche, obwohl sicherlich einige das Ganze

für eine Schnapsidee hielten, mir aber trotzdem

viel Glück und Erfolg für den kommenden Sommer

wünschten. Jetzt fehlten nur noch Kondition, eine

professionelle Ausbildung in Gletscher, Fels und Eis,

und eine Kiste, die Rucksack mit Geigenkasten vereint.

Durch Kollegen lernte ich den Erfinder der Cellokasten-Tragesysteme,

Joachim Fiedler, kennen. Er

zeigte mir einen Konzert-Geigenkasten nicht nur

mit Tragesystem, sondern auch ausgestattet mit diversen

Taschen für allerlei Dinge, die man bei einem

Konzertauftritt so nötig hat, in dem die Geige und

vier Bögen sicher ausgepolstert Platz finden konnten.

Genau das, was ich suchte! Nach einer Woche

Probelauf und „Packtest“ der gesamten Bergausrüstung

stand fest: der ist es!

BERLIN ALPIN 2/2008


Mit der Bemerkung, ich würde damit auf „einen“

Berg steigen wollen, wurden alle meine Extra-Wünsche

wie z.B. Daumenschlaufen und Hüftgurtsystem

u.a. erfüllt, und nebenbei vermittelte mir Joachim

eine „Asyl“-Adresse bei Innsbruck für mein Instrument

während der Zeit des Alpin-Kurses.

Nun gab es (außer dem großen W... wie Wetter) keinen

Grund mehr das Unternehmen nicht in Angriff

zu nehmen.

Der gebuchte Gletscher-,

Fels- und Eiskurs fand am

Gepatschgletscher im Kaunertal

statt. Ein herzliches

Dankeschön an meine Ausbilder

Andi und Sepp, die,

genauso wie alle anderen

16 Teilnehmer, nicht ahnten,

welches meine wahren

Beweggründe waren, diesen

Kurs zu machen.

Hinterher unternahm ich

mit Seilpartner und Kollege

Frank Höher einen 3tägigen

Abstecher ins Pitztal

auf die „Hohe Geige“

3393m (eines jeden Geigers

Pflichtprogramm), holte

mein Instrument bei Inns-

bruck ab und zog in mein „Trainingsgebiet“ Defereggental,

St.Jakob, um. Ich tauschte Rucksack gegen

Geigenkasten, übte damit das Bergsteigen, spielte

spontan J. S. Bach’s Chaconne in Kirchen, Kapellen

und auf Gipfeln wie dem Großen Leppleskofel

(2813m), dem Almer Horn (2986m) und der Seespitze

(3021m), und lernte dabei viele nette Menschen

kennen.

Doch plötzlich war das Wetterfenster da! Es wurden

drei Tage bestes Bergwetter prophezeit. Die Gelegenheit!

Kurze Absprache mit Hans Thaler: am Mi.,

den 01.08.07, gehen wir rauf! Kondition, Ausrüstung,

Motivation, Wetter, alles passte und trotzdem

war ich aufgeregt, konnte kaum schlafen, malte mir

die halbe Nacht lang die schlimmsten Szenarien aus.

Wie wird es da oben wohl sein? Halte ich durch?

1900 Höhenmeter raufmarschieren ist viel! Wie

klingt es wohl auf 3798m? „Publikum“? Ist es doch

BERICHTE

zu schwierig für Körper, Nerven und Instrument?

Wenn was passiert...?

Aber am Morgen des großen Tages waren alle trüben

Gedanken wie weggeblasen. Voller Tatendrang

sattelte ich meinen Geigenkasten und wollte heute

mit Hans den Gipfel erobern. Mein Adrenalinspiegel

war am Anschlag und half den anstrengenden Aufstieg

durch Gletscher, Geröll, Fels- und Eiskletter-

passagen, und so manche

Aufstieg über den Ködnitzkees;

Foto: Hans Thaler

luftige Schlüsselstelle, die einem

den Atem rauben

konnte („ganz locker bleiben“,

so Hans), ohne Angst

zu überwinden.

Zeitgleich mit einer 4er Seilschaft

erreichten wir den

Gipfel des Großglockners.

Man gratulierte sich mit

dem üblichen „Bergheil“,

knipste Gipfelkreuz-Fotos,

und betrachtete staunend

das umwerfende Panorama.

Sicher kann man sich vorstellen,

dass die anwesenden

Gipfelstürmer recht überrascht

und sprachlos dreinschauten

als ich meine Geige

auspackte und, endlich

am Ziel, begann die Chaconne zu spielen. Es war

nicht ganz einfach einen geeigneten Platz zu finden,

da ich befürchtete im Wind meinen Bogen zu verlieren,

aber als ich dann losspielte war es herrlich befreiend.

Die Sonne schien in mein Gesicht, die Berge

um mich herum ertrugen mein Spiel ungerührt, der

Wind blies diese vielen Töne in die Ferne, und außer

Hans, der filmte, hielt der Rest der Bergsteiger Brotzeit

mit Sekt.

Endlich, nach 10 Monaten Vorbereitung stand ich

nun wirklich hoch über den Gipfeln der Hohen Tauern,

spielte eines der schönsten Werke von J. S. Bach

und erfüllte mir einen Traum. Ich weiß nicht mehr,

wer in diesem Augenblick den Tränen näher war, ich

oder die anderen Menschen vor Ort.

Leider mussten wir schon nach kurzer Zeit wieder

aufbrechen. Die Sonne war bereits beim Untergehen,

was baldige Kälte und anstelle matschigen

2/2008 BERLIN ALPIN 33


34

BERICHTE

Schnees knallhartes Eis bedeutet! Im letzten Abendrotleuchten

und völlig durchgefroren erreichten wir

die sichere Erzherzog-Johann-Hütte (3454m), auch

„Adlersruhe“ genannt, und bekamen etwas Warmes

zu essen und Bier zum trinken. Nun konnten wir

uns endlich entspannen und während uns draußen

eine sternenklare, eiskalte Nacht umhüllte, zogen wir

totmüde, ungewaschen (auf

der Höhe gibt’s kein Wasser),

aber glücklich ins 30er Bettenlager.

Da leider ab 4 Uhr, mal

abgesehen vom Schnarchkonzert,

die ersten Bergkameraden

im 30 Minuten-Takt mit

Weckergepiepse und Tütenrascheln

zum Gipfelsturm aufbrachen,

war auch diese Nacht

nicht besonders erholsam.

Am nächsten Tag, nach 1600

Höhenmeter Abstieg, wieder

im Seil, mit Steigeisen durch

Gletscher und endlosen Kehren,

konnten endlich meine

geplagten Füße im eiskalten

Gletscherbach abkühlen. Es

war ein wundervolles Glücksgefühl,

das noch verstärkt

wurde durch den majestätisch

herabblickenden Großglockner. („Guck mal, da

oben hast du ein Konzert gegeben.“)

Die Tage danach waren hart. Ich spürte Muskeln

und Knochen, die es gar nicht geben konnte, entdeckte

blaue Flecken, konnte mich aber nicht erinnern,

wo diese entstanden waren, und das Wetter

war zum Heulen. Ich fiel in ein Loch, die Anspannung

der letzten Wochen löste sich. Nur mit viel

Überwindung unternahm ich noch allein eine 4tägige

Hüttentour durch die Lasörlinggruppe und war heilfroh,

als der Tag der Abreise anstand.

Ursprünglich wollte ich dieses Erlebnis einfach so

stehen lassen, aber beim Betrachten der Fotos und

Videos mit Jürgen reifte doch der Plan etwas Bleibendes

zu produzieren. Und wenn eine CD, dann

gleich mit einer DVD dazu, damit man miterleben

kann, wie es ist, auf Gipfeln Violine zu spielen.

Dank meiner Cousine Mirjam Oskamp, die in akribi-

scher Tüftelei aus vier verschiedenen Amateur-Filmen

ein wunderbar ungewöhnliches „Gipfeltreffen“

zaubern konnte, ist das nun möglich.

Im Zusammenhang mit der CD danke ich Dejan Jovanovic,

der mit einer Engelsgeduld viele Stunden

am Aufnahmepult zubrachte und meine Ausrufe:

„Kannst du komplett löschen; alles noch mal!“ mit

Deborah Oskamp und Hans Thaler auf dem Fassung ertragen hat. Auch

Gipfel des Großglockner (3798 m) will ich Pfr. Andrea Richter

danken, die es mir ermöglichte

des Nachts in der Konradshöher

Jesus-Christus-

Kirche diese Partita No.II

(im 20 Minuten-Takt, der

Busse wegen) aufzunehmen.

Ein ganz herzliches Dankeschön

geht an Muff Potter

und besonders Thomas Müller,

die ich während meiner

musikalischen Vorbereitung

mit meinen Fragen zur Akustik

und Interpretation gelöchert

habe, und die bereit waren,

in eiskalten Kirchen ein

einsames Publikum zu sein.

Natürlich wäre dieses Projekt

ohne die finanzielle Unterstützung

meines guten

Freundes Luigi Polito nicht realisierbar gewesen.

Ganz besonders aber danke ich meiner Mutter, die

immer an mich glaubt, sich inzwischen an meine

(teilweise verrückten) Unternehmungen gewöhnt hat

und mit großem Vertrauen, aber auch mit Gelassenheit

in jeder Hinsicht an meiner Seite steht.

Als ich die Partita No.II von J. S. Bach einspielte,

ging es mir nicht nur um die aufführungspraktische

Perfektion (ganz sicher hat es vor 270 Jahren völlig

anders geklungen, aber wer kann schon von sich behaupten,

er wisse, wie es damals gewesen ist), - nein,

ich wollte zeigen, dass es möglich ist, mit Hilfe vieler

Freunde, mit Willenskraft, Selbstvertrauen und ein

wenig Verrücktheit seine Träume zu verwirklichen.

In diesem Sinne...

Eine DVD hiervon gibt’s bei Deborah Oskamp

(Tel. 0179 722 48 06) für 15,- €.

BERLIN ALPIN 2/2008


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2/2008 BERLIN ALPIN 35


36

BERICHTE

Aus dem Koma

eine weitere skurrile Berggeschichte von Renate Mrozek

Ich lausche auf die Kirchturmuhr und zähle die Schläge: Sechs

Uhr. -Sechs Uhr früh oder Nachmittag? Ich darf mich nicht

einlullen lassen durch die Gleichförmigkeit meines Daseins, muss

den Bezug zur Wirklichkeit behalten. Das ist wichtig! Also lausche

ich auf die Geräusche vor meiner Tür: Stimmen, Lachen, Krankenhausalltag.

Also Nachmittag, sechs Uhr am Nachmittag. Demnach

werden sie gleich zur Tür hereinkommen, meine täglichen Besucher,

Papa, Mama und Rolf.

Gestern hat SyIvi kurz bei mir vorbei geschaut, wie sie es nennt. Oder

war es vorgestern? Nein, gestern. Ich weiß es genau. Das Schönste

an Sylvis Kurzbesuchen ist ihr Verzicht auf Fragen wie Hörst du

mich? Verstehst du, was ich sage ? oder gar die idiotische Aufforderung

Wach doch endlich auf! Sylvi gibt sich immer ganz natürlich, so als spräche

sie zu einer Lebendigen, nicht zu einer Scheintoten, die seit

Wochen im Koma liegt. Aber Erzählen war ja von jeher Sylvis Stärke,

reden, egal, ob ihr jemand zuhört oder nicht. Darum kann sie

leichter mit meiner Situation umgehen als andere. Von ihrem neuen

Freund hat sie diesmal geschwärmt. „Ein toller Typ, wird dir gefallen:

blond, blaue Augen. Und was das Beste ist: er liebt die Berge

genau wie wir. Wir werden irre Touren zusammen machen, Rolf

und du und wir beide.“ Rolf! Ich wünschte, er würde auch mal allein

zu. mir kommen. Aber immer hat er meine Eltern im Schlepptau,

holt sie nach der Arbeit ab und fährt sie vom Krankenhaus aus nach

Hause. Das ist wohl eine selbst auferlegte Buße für seine angebliche

Schuld an meinem Unfall.

Ein leises Geräusch kommt von der Tür her. Das muss Mama sein.

Kein anderer schafft es, fast geräuschlos eine Tür zu öffnen und zu

schließen, die den Schwestern und Pflegern ständig aus der Hand

fällt. Mama nähert sich dem Bett auf Zehenspitzen. Warum eigentlich

diese Leisetreterei? Es liegt ihnen allen doch so viel daran, dass

ich endlich wieder aufwache! Mama streicht eine Falte an der Bettdecke

glatt und haucht mir einen Kuss auf die Wange. Sie riecht gut,

wie immer. Dann tritt Papa an das Bett heran. Seine Schritte sind

noch schwerer geworden als früher, so als laste meine Krankheit als

zusätzliches Gewicht auf ihm. Armer Papa. Ich würde ihm so gern

sagen, dass es mir gut geht, dass ich keine Schmerzen habe. Bevor er

scharrend zwei Stühle heranzieht, einen für sich und einen für Mama,

küsst er mich auf die Stirn. Früher war diese Küsserei in unserer

Familie nicht üblich. Ob sie das wohl beibehalten, wenn ich wieder

am normalen Leben teilnehme? Die Matratze senkt sich unter Rolfs

Gewicht, als er sich auf dem Bettrand niederlässt. Er beugt sich

BERLIN ALPIN 2/2008


Foto und Bearbeitung:

Gerd Schröter

BERICHTE

über mich. Wieder Küsse, diesmal auf beide Wangen. Sein Dreitage-Bart

kratzt auf meiner Haut. Ich würde ihn gern damit aufziehen,

so wie früher. So vieles würde ich gern tun von dem, was früher

selbstverständlich war, Lieber nicht darüber nachdenken! Mama

seufzt. Da wird es wohl heute wieder Beschuldigungen geben. Das

ist das Schlimmste für mich, die Vorboten eines Unheils erkennen,

aber nicht eingreifen zu können! „Sie wird nie wieder zu sich kommen“,

beginnt Mama

mit weinerlicher Stimme. „Seht doch, wie sie daliegt, ohne die geringste

Regung. Tag für Tag dasselbe.“ Das war die Einleitung.

Jetzt kommt Papas Part: „Der Arzt hat mir auch nicht viel Hoffnung

gemacht.“ Nun ist Rolf dran. „Pst! Ihr wisst doch, dass sie

vielleicht hören kann, was wir sagen.“

Ich wünschte, er hätte sich rausgehalten. Hat er denn immer noch

nicht begriffen, dass er mit seinen Einmischungen Mama einen willkommenen

Angriffspunkt bietet? Natürlich nutzt sie diesen. „Gerade

du solltest uns keine Verhaltensmaßregeln geben“, stichelt sie.

„Hättest du unsere Tochter nicht an jenem Tag zu der Bergtour

überredet, würde sie jetzt nicht so vor uns liegen.“ „Aber wir hatten

die Wanderung doch gemeinsam geplant.“ Rolfs Verteidigung klingt

lahm. Im Laufe der Zeit haben sie es geschafft, dass selbst er sich

für schuldig hält. Was für eine absurde Situation!

Mama wischt seinen Einwand einfach beiseite. „Unsinn, du weißt

doch, wie vernarrt sie in dich war. Alles hätte sie dir zu Gefallen

getan. Außerdem ist sie ein Mädchen.“

Das ist der Gipfel! Sag was, Rolf, flehe ich still. Du kannst doch diese

Ungeheuerlichkeit nicht unwidersprochen lassen: Ein Mädchen! Dass ich nicht

lache. Ich bin fünfundzwanzig, eine erfahrene Bergsteigerin. Und den Absturz

habe ich selbst verschuldet, durch leichtsinniges, unbedachtes Verhalten.

Das weißt du doch.

Aber Rolf schweigt. „Nun“, sagt Mama abschließend, „dieses Thema

ist nun erledigt. Wenn sie wirklich wieder erwachen sollte, werde

ich zu verhindern wissen, dass sie jemals wieder einen Berg ersteigt.“

„Nein!“

Mein Protest muss sie erreicht haben, denn ich kann sehen, wie alle

drei mich mit aufgerissenen Augen anstarren. - Was heißt das, ich

kann es sehen? Die plötzliche Erkenntnis ist ein Schock: Ich habe

gesprochen und ich kann sehen! „Sie ist wach“, jubelt Mama.

Ich versuche zu lachen. „Du hast es geschafft“, krächze ich, „du,

mit deiner unmöglichen Idee, mir das Bergsteigen zu vermiesen.“

Und während Mama mich anstarrt, zum ersten Mal wirklich sprachlos,

und Papa aufgeregt nach einem Arzt ruft, blickt Rolf mir in die

Augen und drückt meine Hand. „OK.“, sagt er, wieder ganz der

Alte, „dann auf zu neuen Gipfeln!“

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38

SERVICE

Bücher

Andrea und Andreas Strauß

Alm- und Hüttenwanderungen

Chiemgau – Kaiser – Berchtesgaden

50 Touren zwischen Inn und Salzach

Bergverlag Rother GmbH,

Wanderbuch, 1.Auflage

2008

168 Seiten mit 114 Farbfotos,

50 Wanderkärtchen

1:50.000, 50 Höhenprofile

sowie 1 Übersichtskarte,

Preis 14,90 €.

Das beschriebene Gebiet

gehört zu den beliebtesten

Ausflugs- und Urlaubsgebieten

im bayerisch-österreichischen

Alpenraum.

Almen, Hütten, Wiesen,

Gipfel, alles attraktive Ziele,

die für jeden etwas bieten: Streichelzoo für die Jungen,

deftige Brotzeit für die Alten.

Das Buch enthält 50 kurze und mittlere Wanderungen,

die der ganzen Familie Spaß machen, aber auch

Liebhaber längerer Ausflüge und Rundtouren kommen

auf ihre Kosten. Und bei fast allen Touren spielt

die Einkehr zwischendurch oder hinterher eine tragende

Rolle.

Farbige Wanderkarten mit Routenverlauf, Höhenprofile,

Wegebeschreibung und auf der Umschlagklappe

alle 50 Touren im Überblick machen dieses neue

Wanderbuch äußerst benutzerfreundlich und erlauben

eine effektive Planung und Durchführung der Wanderungen.

Excellente Farbbilder machen Lust aufs sofortige

Losgehen.

Michael Pröttel

Surselva

Bergverlag Rother GmbH,

Skitourenführer, 1.Auflage

2008

144 Seiten mit 88 Farbfotos,

50 Tourenkärtchen

1:50.000 und 1:75.000, sowie

2 Übersichtskarten

1:400.000 und 1:1.000.000,

Preis 12,90 €.

Vielleicht liegt noch Schnee, er soll ja hier vom frühen

Winter bis ins späte Frühjahr anzutreffen sein. Die

Surselva (kommt aus dem Rätoromanischen) im

schweizerischen Bündner Oberland um Vorder- und

Hinterrhein ist ein echter Geheimtipp.

Das Angebot reicht von leichten, lawinensicheren

Routen auf aussichtsreichen Almrücken - auch für

Einsteiger - bis zu anspruchsvollen Gletschertouren.

Aufgrund der hohen Ausgangspunkte von bis zu über

1500 Metern liegt zumeist genug Schnee für schwungvolle

Bögen in den weiten Hängen.

Übersichtskarten und eine dreistufige Schwierigkeitsskala

helfen bei der Orientierung; detaillierte Infos zu

Talorten und Ausgangspunkten, Höhenunterschieden

und Aufstiegszeiten, Anforderungen, Lawinengefährdung

und Hangausrichtung, Orientierung, Einkehrmöglichkeiten

usw. erleichtern die Auswahl und Planung.

Uli Auffermann

Ruhrgebiet

Bergverlag Rother GmbH,

Wanderführer, 1.Auflage

2008

160 Seiten mit 83 Farbfotos,

50 Wanderkärtchen

1:25.000/1:50.000/

1:75.000, 50 Höhenprofile

und zwei Übersichtskarten

1:350.000/1:800.000, Preis

12,90 €.

Wandern im Ruhrgebiet?

Das ist anders, aber nicht weniger schön. Zwar fehlen

die großen Wälder, dafür gibt’s eine große landschaftliche

Vielfalt. So sind hier meist Rundwanderungen

zusammengestellt, die zwischendurch oder am Ende

einer Tour Gelegenheit für Besuche von Museen, Industriedenkmälern

oder Burgruinen bieten.

Den Schwerpunkt dieses Führers bilden die Touren

entlang der Ruhr und südlich dieses Flusses. Viele

Lehrpfade im Ruhrgebiet weisen auf die unerwartet

artenreiche Flora und Fauna hin. Besonders erwähnt

seien die ausgewiesenen Naturschutzgebiete und die

renaturierten Industrieflächen mit ihren unterschiedlichsten

Gehölzen und Teichen, an denen man Wildgänse,

Graureiher, Enten, ja auch den Eisvogel beobachten

kann.

Ausführliche Wegbeschreibungen und detaillierte Kartenausschnitte

machen alle Vorschläge leicht nachvollziehbar.

Fotos und Tipps zu Sehenswürdigkeiten runden

diesen Wanderführer bestens ab.

BERLIN ALPIN 2/2008


Die Jakobswege

Alle Jakobswege enden im spanischen Santiago de

Compostela an der Atlantikküste - wir hatten neun von

ihnen in den letzten beiden Heften besprochen.

Hier geht es jetzt weiter mit fünf Jakobswegen, die durch

Deutschland, Italien und die Schweiz führen und

am Ende in die Möglichkeit bieten, auf den spanischen

Wegen weiterzuwandern.

Hans Hönl

Deutschland: Jakobsweg

Von Darmstadt und Aschaffenburg

nach Freiburg

Conrad Stein Verlag GmbH Welver, Outdoor-Handbuch

Band 155, 1. Auflage 2007

154 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Karten,

Preis 12,90 €.

Der Jakobsweg durch Spessart, Odenwald und

Schwarzwald ist einer von vielen Jakobswegen, die sich

letztendlich hinter den Pyrenäen vereinen und nach

Santiago zum Grab des Apostel Jakobus führen. Und

nur diesen letzteren, den Camino Francés, hat es wirklich

gegeben, wogegen die Existenz der anderen eher

vage ist und das umso mehr, je weiter sie von ihrem

Ziel entfernt sind. So ist es auch hier; die Streckenführung

ist historisch nicht belegt.

SERVICE

Die Einleitung zu diesem

Band bringt wie immer alles

über Geografie, Flora

und Fauna, gibt Reise-Infos

von A bis Z und teilt

die Wanderung in

insgesamt 21 Etappen ein:

von Aschaffenburg nach

Eppingen 9, von Darmstadt

nach Eppingen 9 und

dann von Eppingen nach

Freiburg 12 Etappen.

Christiane Haupt

Deutschland Österreich: Jakobsweg

München - Bregenz

Conrad Stein Verlag GmbH Welver, Outdoor-Handbuch

Band 187, 1. Auflage 2007

144 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Karten,

Preis 12,90 €.

270 km lang ist der Jakobsweg von der Münchner Jakobuskirche

bis nach Bregenz am Bodensee. Bei diesem

Weg handelt es sich um einen mittelalterlichen Pilgerweg,

der vor 5 Jahren rekonstruiert und neu beschildert

wurde. Er führt idyllisch

durch Wälder und Wiesen

am Starnberger und Ammersee

vorbei und berührt

sehenswerte Klosteranlagen

und Wallfahrtskirchen.

10 Etappen mit 7 Ausweichrouten

werden dabei

beschrieben.

Die Einleitung zu diesem

kleinen Buch ist besonders

lesenswert, weil sie die Geschichte

des Jakobsweges

ausführlich beschreibt, erklärt,

was es mit Pilgerpass oder der Jakobsmuschel auf

sich hat. Natürlich gibt es auch wieder alle Reise –Infos

von A bis Z, sowie ausgewählte Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten

am Wegesrand.

Christiane Haupt

Deutschland Österreich: Jakobsweg

Ausgsburg - Bregenz

Conrad Stein Verlag GmbH Welver, Outdoor-Handbuch

Band 188, 1. Auflage 2007

144 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Karten,

Preis 12,90 €.

Knapp 300 km lang ist der Jakobsweg, der aus der

2/2008 BERLIN ALPIN 39


40

SERVICE

Augsburger Altstadt hinaus

durch Wälder und Felder

vorbei an sehenswerten barocken

Kirchen bis nach

Bregenz am Bodensee führt.

Mit Pilgerstab in der Hand

und Jakobsmuschel am

Rucksack wanderten seit

dem Mittelalter Pilger nach

Spaniern, um am Grab des

Heiligen Jakobus um die

Vergebung aller Sünden zu

bitten. Auch heute ist das

Pilgern auf historischen Wegen

populär wie einst. Dabei steht allerdings häufig

auch das Wandererlebnis im Vordergrund. Bei der Strecke

Augsburg – Bregenz handelt es sich um einen mittelalterlichen

Pilgerweg, der vor fünf Jahren von der

Augsburger Pilgergemeinschaft rekonstruiert und neu

beschildert wurde. Der Führer beschreibt den Weg in

insgesamt 10 Etappen und wartet wieder mit allen notwendigen

Reise-Infos auf.

Hartmut Engel

Schweiz: Jakobsweg

Vom Bodensee zum Genfer See

Conrad Stein Verlag

GmbH Welver, Outdoor-

Handbuch Band 117, 4.

Auflage 2007

176 Seiten mit zahlreichen

Abbildungen und Karten,

Preis 14,90 €.

In 19 Etappen führt der Jakobsweg

von Rorschach

und Konstanz nach Genf.

Schon immer gehörte die

Schweiz zu den wichtigsten

Durchgangsländern der

Pilger. Und da das Wandern

auf Jakobswegen modern geworden ist, hat man

auch hier die alten Wege wieder durchgehend begehbar

gemacht. Mehr als 400 km lang ist der beschriebene

Weg, dazu kommen noch zahlreiche Nebenrouten.

Die Etappenbeschreibungen enthalten ausführliche Angaben

über den Wegverlauf, Verkehrsverbindungen und

Übernachtungsmöglichkeiten, sowie Informationen zu

interessanten Details aus Natur und Landschaft, Kultur

und Geschichte, wobei entlang des Weges besonders

auf historische Zeugen der mittelalterlichen Pilgerschaft

eingegangen wird.

Birgit Götzmann

Schweiz Italien

Via Francigena

Conrad Stein Verlag

GmbH Welver, Outdoor-

Handbuch Band 201,

1. Auflage 2007, 219 Seiten

mit zahlreichen Abbildungen,

Preis 14,90 €.

Auf diesem Weg pilgert

man nicht nach Spanien,

sondern nach Rom. Die

Via Francigena, der Frankenweg,

führt von Canterbury nach Rom, läuft durch

Frankreich und die Schweiz und kreuzt in Lausanne

den Jakobsweg. Hier wird die Strecke von Lausanne

nach Rom beschrieben. Dabei durchstreift der Wanderer

abwechslungsreiche Landschaften und wird mit

dem vielfältigen kulturellen Erbe Italiens belohnt: Vom

Genfer See über den Großen Sankt Bernhard ins

fruchtbare Aostatal, über die Reisfelder der Po-Ebene,

über die Apenninen, durch die Toskana, vorbei an den

Vulkanseen des Latiums zum Petersdom in Rom. Auf

über 1000 km Wegstrecke kann der Wanderer 1000 Jahre

Pilgergeschichte erfahren.

BERLIN ALPIN 2/2008


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2/2008 BERLIN ALPIN 41


Unser Ausrüstungsthema

Dieser außergewöhnliche Name fiel dem Schweden

Peter Askulv für seine Firmenidee ein. Er

gründete sein Unternehmen bei sehr schlechtem

Winterwetter an einem Steilhang festsitzend, bei

Flüchen über Klettverschlüsse, die voll gesogen

mit Schnee und Eis nicht hielten, Problemen mit

Erfrierungen, Schwierigkeiten mit Reißverschlüssen

etc.

Die Produkte, die heute von dieser Firma angebo-

ten werden, sind sehr eng auf die Bedürfnisse des

Bergsports zugeschnitten. Sie sind mutig, oft einzigartig

in der Materialauswahl und lösen sich von

„alten“ Zöpfen, wagen Neues. Dabei ist das Design

von Klättermusen immer von der Funktion

bestimmt.

Klättermusen kopiert nicht sondern, entwickelt

selbst. Und sie haben eine interessante Philosophie

und das trotz der Tatsache, dass sie natürlich

auch vom Umsatz leben müssen.:

„Momentan gibt es kein brennenderes Thema als

unsere Umwelt. Wird es unseren Planeten noch

geben, wenn unsere Kinder und Enkel groß sind

– und wenn ja, wie wird er aussehen? Wer sollte

die Verantwortung dafür übernehmen? Dies sind

42

Liv black

SERVICE

sehr wichtige Fragen, aber eines ist sicher – wenn

wir darauf warten, dass sich Politiker und Wissenschaftler

einigen und etwas unternehmen, dann

wird es für vieles bereits zu spät sein. Jeder einzelne

von uns kann im kleinen Rahmen viele Dinge

unternehmen, um die Umweltbelastung zu verringern.

Kaufen Sie keine Jacke! Es sei denn Sie brauchen

sie wirklich.

Liv in a bag

Es gibt kein umweltfreundliches Bekleidungsstück,

aber ein Bekleidungsstück, das zweimal so

lang hält, verursacht bereits halb so viel Umweltbelastung.“

- klingt ein bisschen dramatisch und

einfach, aber irgendwie stimmt es doch.

Drei Produkte will ich Euch vorstellen:

Liv ist ein extrem leichtes Isolations-Bekleidungsteil,

das so kompakt ist, dass man es immer mitnehmen

kann. Meiner Erfahrung nach liegt die

fantastische Daunenjacke meistens

zu Hause im Schrank, wenn ich sie am meisten

bräuchte. Die Fleece-Jacke ist nicht warm genug,

zu massig und nicht das Richtige gegen Wind. Liv

ist der warme Daunen-Pullover für alle, die leichte

Rucksäcke lieben, ideal.

BERLIN ALPIN 2/2008


Unübertroffener Komfort und ein natürliches

Tragegefühl machen aus der Einride einen abso-

Enride

Charcoal

luten Favoriten und im wahrsten Sinne des Wortes

eine Jacke für jede Saison. Sie ist nicht komplett

wasserdicht, bleibt in leichtem Regen jedoch

trocken und angenehm. Bei widrigen Wetterbedingungen

transportiert die Etaproof-Faser Wasserdampf

in einer Schnelligkeit nach draußen, die

von keinem Laminat erreicht wird. Dank des clea-

SERVICE

nen Designs und des weichen Baumwoll-Tragegefühls

werden Sie nicht mehr ohne diese Jacke vor

die Tür treten wollen.

Der Kletter- und Tourenrucksack Gungner ist so

anders als alle anderen, dass man es nicht in Worte

fassen kann. Den muss man ansehen und eben

anfassen.

Neugierig geworden?

Das alles (und noch viel

mehr) könnt Ihr

Euch bei Eurem

nächsten Besuch

im Camp4 erleben.

Bis bald und einen

guten Start in die

neue KletterundBergsaison!

Euer Matze

Gunger.side liten

Weitersagen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az:18U 46/96)

hat entschieden, daß Wanderwege auf eigenen Gefahr

benutzt werden, und der Wanderer keinen Anspruch

auf Schadenersatz hat, wenn er stolpert. Notfalls

muß er nachts und in der Dämmerung eine Taschenlampe

dabei haben.

Gut also, wenn man DAV-Mitglied ist und den im Mitgliedsbeitrag

eingeschlossenen Unfallschutz

geniessen kann.

2/2008 BERLIN ALPIN 43


SERVICE

Ausrüstung

Seit Jahren stellt uns Matze immer wieder das

Neueste an Ausrüstung für die Berge vor, und wir

merken dabei gar nicht so recht, wie sich im Laufe

der Jahre so vieles daran geändert hat.

An einer Hauswand in Fulpmes fand ich die Darstellung

eines Bergsteigers im „Outfit“ von vor

rund 50 Jahren und blätterte dazu mal in dem

damals richtungsweisenden Werk, dem `Eidenschink´,

Ausgabe 1960.

Damals war man der Meinung, dass Wolle allen

anderen Stoffen vorzuziehen sei. Baumwollcord,

synthetisches Material, Leinen usw. gab vor allem

bei Nässe oder beim Schwitzen kein Wärmegefühl;

das „A“ und „O“ für die Bekleidung wäre

auch weiterhin Bekleidung aus Schafwolle.

Auf den Kopf gehört eine gestrickte Wollhaube

und für Gletscherwanderungen sollte es ein Filzhut

mit Krempe sein. Um den Hals kommt

vorzugsweise ein Seidentuch. Als Material für die

Unterwäsche ist Wollflanell am besten geeignet,

saugt es doch gut den Schweiß auf. Heute weiß

man, dass es besser ist, diesen nach außen zu

transportieren.

Der Anorak war aus Pamirleinen oder doppelt

verarbeitetem Popeline, die Hose – natürlich eine

Bundhose – sollte aus Loden, Wolltricot oder

Wollgabardine und am besten mit doppeltem Gesäß

ausgestattet sein. Dabei war nicht an eine

sog. Knickerbocker (lt. Duden halblange Pumphose),

sondern an eine eng anliegende, der ledernden

Trachtenhose ähnliche, gedacht. Für die

dazugehörenden Bundhosenstrümpfe kam nur

reine Wolle in Betracht.

Für die Bergschuhe empfiehlt der Autor nunmehr

auf Ledersohlen und Tricouninägel zu verzichten

und ausschließlich Profilsohlen aus Gummi zu

benutzen; außerdem sollen zwei Paar Strümpfe

in ihnen Platz haben.

Handschuhe (Fausthandschuhe) müssen

ebenfalls aus Wolle sein, über die man dann

noch ein paar Überzieher aus Segeltuch zieht.

So könnte man noch weiter über die Unterschiede

zu damals fabulieren: da ist der Eispickel,

seinerzeit mit Holzschaft, dann das Seil, damals

noch hier und da aus Hanf (Perlon kam gerade

auf), angeseilt wurde ohne das heute übliche

„Geschirr“ nur mit dem sog. Führerknoten ….

Ich habe das alles noch kennengelernt und auch

besessen – und das ist doch noch gar nicht so

lange her …

Gerd Schröter

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BERLIN ALPIN 2/2008


Berlin hat über 100 Berge, natürliche und künstliche.

Aber nur ein knappes Dutzend ist allgemein

bekannt. Wer kennt schon den Schetzelberg oder

die Rauhen Berge? Wir stellen hier wieder einen

der bekannten „Gipfel“ vor.

Berlins Berge

Foto: Gerd Schröter

Lilienthal-Park

In Lichterfelde, ganz im Süden Berlins, und ganz

dicht an der Stadtgrenze ließ der Flugpionier Otto

Lilienthal (1848-1896) im Jahre 1894 aus dem

Schutt einer dort befindlichen Ziegelei einen Hügel

aufschütten. Dieser „Berg“ ist ganze 15 Meter

hoch und genügte Lilienthal anfangs für seine

Flugversuche.

Aber schon bald zog er ins Umland, wo er zwei

Jahre später verunglückte.

Sein Versuchsberg wurde im Jahre 1910 mit einem

Aussichtspavillon bebaut und zu einer Gedenkstätte

umgestaltet. Auf der Kuppe des terrassenförmig

abgestuften Hügels ist ein bronzener

Globus unter einem weiten runden Dach angebracht.

Am Fuße erstreckt sich ein kleiner Park mit einem

Karpfenteich, der aus der Tongrube der schon

oben erwähnten Ziegelei entstanden ist; früher

gab es in dem Park sogar ein kleines Museum.

Der Park liegt an der Schütte-Lanz-Straße und ist

mit dem Bus 284, Haltestelle Lilienthalpark, zu erreichen.

SERVICE

Alpen

Blumen

Gemeine Akelei

Die Gemeine Akelei (lat. Aquilegia vulgaris)

blüht violettblau im Juni oder auch im Juli. Die

Pflanze selbst wird verschieden hoch; es können

hier nur 30 cm sein. und woanders erreicht

sie leicht 75 cm. Die Akelei hat einen ausdauernden

Wurzelstock, vermehrt sich durch unterirdische

Rhizome und ist als mehrjährig anzusehen.

Bis zu 2000 m Höhe findet man sie unter Gebüschen

und Bäumen nicht nur bei uns in den

Alpen, sondern auch im übrigen Europa, ja

auch in Asien und in Afrika.

Sie gilt als giftverdächtig; Blüten, Samen und

Wurzeln wurden früher gegen Geschwüre,

Ausschläge und Krebs angewandet, in der Renaissance

auch als Aphrodisiakum. Sie ist angeblich

ein gutes Viehheilkraut gegen Blähungen,

heilt Fisteln, Grind und Ausschläge; der

Samen sollte gut gegen Gelbsucht sein. Durch

Nestelknüpfen wirkt die Akelei gegen Verzauberungen.

Weitere Namen sind Zigeunerglocken,

Teufelsglocken, Kaiserglocken, Narrenkappen

und Tintenglocken.

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Spielhagenstr. 4, 10585 Berlin (Charlottenburg)

Tel. 030 / 34 50 88 04 - Fax 030 / 34 50 88 05

E-Mail: alpinclub.berlin@t-online.de

Internet: www.alpinclub-berlin.de

Postbank NL Berlin (BLZ 100 100 10),

Konto 473 81 - 101

Öffnungszeiten:

Auskünfte (Ausleihe ohne Beratung)

Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr

Verkehrsverbindungen:

U2/U7 bis U-Bhf Bismarckstraße, linker

Ausgang in nördlicher Richtung,

Bus 109 bis Bismarck-/Kaiser-Friedrich-Straße

Weitere Telefonnummern:

1. Vorsitzender

Arno Behr 030 / 344 97 54

2. Vorsitzender, Redaktion, Anzeigen

Gerd Schröter 030 / 746 16 15

Schatzmeister

Uwe Prahtel 030 / 946 26 39

Mitgliedsbeiträge, Mitgliederverwaltung

Gertr. Daumann 030 / 342 24 19

Ausbildung und Sport

Dr. Helmut Hohmann 030 / 201 23 03

Jugendreferent

Alexander von Doepp 030 / 641 09 17

Kletterturm Hohenschönhausen

Frank Wolter 030 / 29 66 26 72

Kletterturm Marzahn

Joachim Rosenthal 030 / 998 87 33

Kletterturm Reinickendorf

Robert Scherer 0172 / 393 41 06

Kletterturm Mauerpark

Arno Behr (kommissarisch) 030 / 344 97 54

Kletteranlage Charlottenburg

Arno Behr 030 / 344 97 54

Kletteranlage Spandau

Dr. Uwe Lüttgens 03322 / 21 77 21

Naturschutz

Marion Laube 030 / 41 72 39 48

Öffentlichkeitsarbeit

wird gesucht

Familiengruppe

Joachim Rosenthal 030 / 998 87 33

Das kommt nicht wieder vor (hoffentlich)

Zahlungserinnerungen und Beitragszahlungen haben

sich bei einigen Mitgliedern überschnitten; diese haben

die Erinnerung - das war im Januar - dann natürlich

ungerechterweise erhalten. 2300 Mitglieder ehrenamtlich

zu „bearbeiten“ ist eben nicht immer einfach.

46

SERVICE

AlpinClub Center Berlin

Mitgliedsbeiträge 2008

Die Mitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge und

betragen auch 2008 unverändert für das

A-Mitglied 1) 56,- € 6)

B-Mitglied 2) 28,- € 6)

C-Mitglied 30,- € 7)

Junioren 3) 45,- € 8)

Kinder und Jugendliche 4) 36,- € 7)

Familien 5) 99,- € 7)

1) A-Mitgliedern, die aus einem nachweisbaren Grund über ein nur

geringes Einkommen verfügen, können wir auf Antrag den Beitrag

auf 45,- € ermäßigen; der Nachweis muß jährlich wiederholt werden.

2) B-Mitglieder sind auf Antrag Ehe-/Lebenspartner eines A-Mitgliedes

oder Senioren ab 70 Jahre.

3) Junioren sind Mitglieder von 18 bis 24 Jahre.

4) Kinder und Jugendliche sind Mitglieder bis 17 Jahre.

5) Familien (nur auf Antrag) bestehen aus einem oder zwei Elternteilen

und beliebig vielen zum Haushalt gehörenden Kindern bis 17 Jahre.

6) Aufnahmegebühr (einmalig) 11,- €

7) keine Aufnahmegebühr

8) Aufnahmegebühr (einmalig) 3,- €

Bitte beachten Sie, daß Ein- oder Umstufungen zu

B-Mitgliedern oder eine Familienmitgliedschaft nur

auf zusätzlichen Antrag hin erfolgen kann. Dies ist

ohne eine ausdrückliche Willenserklärung des Mitglieds

nicht möglich.

Bei Zahlungen nach dem 31.01.2008 wird je Mitglied

ein Säumniszuschlag von 5,- € fällig. Wer eine

Einzugsermächtigung erteilen will, findet auf Seite

xx einen Vordruck.

Für verloren gegangene Ausweise können wir auf

Antrag zu einem Kostenbeitrag von 2,50 € einen

Ersatzausweis ausstellen.

Änderungen

bei Adresse, Familienstand und -ganz wichtig- bei

Ihrer Bankverbindung melden Sie bitte nur uns, dem

AlpinClub Berlin und nicht der Bundesgeschäftsstelle

in München. Zusätzliche Kosten die uns entstehen,

müssen wir im Interesse aller an die betreffenden

Mitglieder weitergeben.

Kündigungen

sind nur zum Jahresende möglich und müssen bis

zum 30.09. d.J. schriftlich mit rechtsgültiger Unterschrift

jedes einzelnen Mitglieds erfolgen (nicht per

Fax und nicht per E-Mail); die Kündigungen werden

kurzfristig von uns bestätigt. Achten Sie auf

diese Bestätigung und fragen gfls nach. Spätere Reklamationen

dürfen wir nicht mehr berücksichtigen.

Das gilt auch beim Übertritt in eine andere Sektion

während des laufenden Jahres.

BERLIN ALPIN 2/2008


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