African Scyline Erstbegehung am Mount Kenya - AlpinClub Berlin

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African Scyline Erstbegehung am Mount Kenya - AlpinClub Berlin

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THEMA

Projekt „African Skyline“

Ende Juli 2007 machten sich Walter Hölzler,

Lena Fakler, Matthias Döring, Ingos Quatember

und Niels Délenk auf den Weg nach Afrika,

um an der Ostwand des Mount Kenya eine

extreme Erstbegehung zu realisieren.

Hierzu im Folgenden aus dem Expeditionstagebuch

der vom ACB geförderten Expedition:

Als wir mit dem völlig überfüllten Land Rover

spät am Nachmittag das Gate des Nationalparks

erreichen, warten schon die Träger heftig

diskutierend auf uns. Geschwind muss die Ausrüstung

verteilt werden, da es heute noch losgehen

soll.

Es ist bereits dämmerig, als wir in den dunklen

„Das erste Mal schauen wir nun hinüber zur

Ostwand des Nelion, die sich goldgelb im

Morgenlicht spiegelt. Sie ist noch schöner und

größer als wir uns das vorstellen konnten.

Nicht umsonst wird der Mount Kenya auch

der leuchtende Berg genannt.“

Regenwald eintauchen. Der Weg

ist anfangs noch gut zu erkennen.

Doch die Zeit verrinnt

schneller als gefühlt. Immer

schwieriger können wir uns orientieren,

bis wir in völliger

Dunkelheit unsere Stirnlampen

im voll bepackten Rucksack suchen

und wie so oft nicht finden

können. Am Old Moses

Camp in 3350 Metern wären wir

fast vorbei gelaufen, wenn wir

nicht zufällig vereinzelte Stimmen

in der Nacht vernommen

hätten, an denen wir uns orientieren

konnten. Niemand von

uns glaubte daran, dass die Träger,

ohne Stirnlampen und voll

bepackt, ihr Ziel heute noch erreichen

werden. Doch einzeln,

müde und total verschwitzt trudeln

sie nacheinander ein. Nachdem wir unsere

neuen VAUDE- Zelte aufgebaut haben, bekommen

wir ein leckeres Abendessen unter dem Sternenhimmel

der Afrikanischen Savanne serviert.

Müde und zufrieden schlafen wir in frischer Bergluft

ein.

Am nächsten Tag führt uns der Weg leicht ansteigend

durch die Moorlands, eine einzigartig schöne

Landschaft mit hohen Gräsern und exotisch blühenden

Pflanzen, wie wir sie noch nie gesehen

haben. Nach dem Übergang in das Mackinder

Valley ändert sich dann die Landschaft sichtbar.

Es wird karger, links und rechts ragen die ersten

Felsen aus Vulkangestein über uns auf. Ein erstes

BERLIN ALPIN 2/2008

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