Gesundheitswirtschaft im Landkreis Osnabrück - NIW

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Gesundheitswirtschaft im Landkreis Osnabrück - NIW

... Studiengänge

... Versandhandel

... Dentaltechnik

Aber in einigen Bereichen

auch Mangel an herausragenden

Akteuren

Überdurchschnittliche

Beschäftigungsgewinne

in wettbewerbsfähiger

Gesundheitswirtschaft

Wachstum v.a. bei privat

finanzierten Gesundheitsleistungen

und im

Pflegebereich

Zügiges Handeln erforderlich,

aktuelle Strukturveränderungen

als

Chance begreifen

VI Gesundheitswirtschaft

- überregional bedeutsame Studiengänge (z.B. Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen,

Lehramt für Gesundheitsberufe) und Forschungsschwerpunkte am

Hochschulstandort Osnabrück,

- drei bedeutende Unternehmen für den Versandhandel mit Diabetikerbedarf im

südlichen Landkreis Osnabrück,

- eine Konzentration von Anbietern in der Dentaltechnik (Gerätehersteller,

Zahntechniker, Studiengang Dentaltechnologie).

Auf der anderen Seite fehlen in einigen Bereichen herausragende Akteure, die

das Osnabrücker Land zu einer überregional wahrnehmbaren „Gesundheitsregion“

machen würden. Dies wären beispielsweise ein medizinischer Fachbereich mit

entsprechendem Studienangebot und einer Hochschulklinik, bedeutende Hightech-Hersteller

von Medizinprodukten (z.B. von elektromedizinischen Geräten)

oder überregional wettbewerbsfähige Anbieter im Gesundheitstourismus (z.B.

Wellnesshotels der gehobenen Klasse).

In der Vergangenheit ist die Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft des

Landkreises Osnabrück sowohl im Vergleich zur Beschäftigtenentwicklung im

Landkreis insgesamt als auch im Vergleich zur Gesundheitswirtschaft bundesweit

überdurchschnittlich gewachsen. In einer wettbewerbsfähigen regionalen Gesundheitswirtschaft

werden auch künftig überdurchschnittliche Beschäftigungsgewinne

zu erwarten sein. Die Strukturschwächen und Umstrukturierungsbedarfe im

Produzierenden Gewerbe sowie die divergierenden Entwicklungsaussichten in

den einzelnen Branchen des Dienstleistungssektors (z.B. Öffentliche Verwaltung,

Kreditgewerbe) machen die herausragende Bedeutung der - sowohl beschäftigungsintensiven

als auch entwicklungsstarken – Gesundheitswirtschaft für die

Beschäftigungssituation im Landkreis Osnabrück deutlich.

Die Beschäftigungsentwicklung in der Gesundheitswirtschaft wird aber voraussichtlich

künftig etwas verhaltener ausfallen als in den 90er Jahren. Hauptgrund

sind die von der Bundesregierung angestrebten Kosteneinsparungen in der Gesundheitsversorgung,

die im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft teilweise zu

Beschäftigungsverlusten führen werden. Diesen Verlusten steht auf der anderen

Seite das Wachstum bei privat finanzierten Gesundheitsleistungen, im Pflegebereich

sowie bei den sonstigen Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft gegenüber.

Um auf die vielfältigen aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitswirtschaft

zu reagieren, ist zügiges Handeln der Akteure im Landkreis Osnabrück erforderlich.

Die Gesundheitswirtschaft ist im Umbruch, weshalb sich bereits auch andere

Regionen positionieren und ihre Kräfte bündeln (z.B. Ostwestfalen-Lippe). Entscheidend

hierbei wird sein, sich mit den Strukturveränderungen in der Gesundheitswirtschaft

aktiv auseinander zu setzen und die Herausforderungen als Chance

zu begreifen. Bei innovativen Dienstleistungen und Produkten muss eine Vorreiterrolle

übernommen werden. Sich bietende Potenziale (z.B. Verbesserung der

Kostenstrukturen, Effizienzsteigerung in der Patientenversorgung, Erschließung

wachsender Märkte) müssen ausgeschöpft werden.

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