Die Entführung aus dem Serail - Volksoper Wien

volksoper.at

Die Entführung aus dem Serail - Volksoper Wien

12

zeitung

Juni 10

September 10

„Welcher Wechsel

herrscht in meiner Seele“

Andrea Bogner als Blonde und

Kristiane Kaiser als Konstanze in

Die Entführung aus dem Serail


D I E V I E L E N S E I T E N D E S Ö 1 C L U B . D I E S M A L :

E I N E S U N S E R E R C L U B H Ä U S E R .

Ö 1 C L U B - M I T G L I E D E R E R H A L T E N I N

D E R V O L K S O P E R W I E N 1 0 % E R M Ä S S I G U N G .

( S Ä M T L I C H E Ö 1 C L U B - V O R T E I L E

F I N D E N S I E I N O E 1 . O R F. A T . )

Ö 1 G E H Ö R T G E H Ö R T . Ö 1 C L U B G E H Ö R T Z U M G U T E N T O N .


Liebes Publikum,

Die letzte Volksopern-Zeitung der Saison ist zugleich die erste der

neuen Spielzeit. Dies ist ein Zeichen für die Kontinuität, die uns im

Juni schon freudig auf den September vorausblicken lässt – was

natürlich nicht bedeutet, dass sich die Mitarbeiter dieses Theaters

nach 300 Vorstellungstagen nicht auf einen entspannten Sommer

freuen würden!

Unser kaufmännischer Geschäftsführer Mag. Christoph Ladstätter

hat die Situation der Volksoper bei der Saison-Pressekonferenz

auf den Punkt gebracht: „Das Publikum geht den Weg mit uns.“

Dies ist zunächst eine ökonomische Feststellung: Die Auslastung

hat sich auf über 82% eingependelt, der „Umkehrschub“ bei den

Abonnenten ist erreicht, der Abo-Verkauf steigt also wieder.

All das lässt auf ein Vertrauen in die künstlerische Kraft

unseres Theaters schließen. Wir möchten dieses Vertrauen

ständig erneuern, was natürlich nicht bedeuten kann, nur die

hergebrachten Hör- und Sehgewohnheiten zu befriedigen. Auch

Platz für Überraschungen und Neuerungen muss sein.

In die neue Saison starten wir mit einigen Attraktionen: Auf ein

Open-Air-Konzert im Arne-Carlsson-Park am 3. September mit

Gästen und Ensemblemitgliedern (siehe S. 14) folgt das Debüt

eines prominenten Künstlers: KS Renato Bruson (siehe S. 22) wird

sich am 5. September dem Volksopernpublikum in „La Traviata“

vorstellen. Und wieder zwei Tage später findet das erste von neun

„Lehár, Straus und Stolz“ gewidmeten Operettenkonzerten statt.

Die erste „echte“ Premiere der Spielzeit gilt dem Musical:

Nach einem knappen Vierteljahrhundert findet wieder der

Klassiker „Hello, Dolly!“ auf unsere Bühne. Ich freue mich darauf,

an der Seite der Titelheldin Sigrid Hauser den Vandergelder zu

verkörpern.

Einen kleinen Überblick über die Spielzeit 2010/11 finden Sie auf

den Seiten 14 bis 17 dieses Heftes; um das gesamte Angebot zu

erfahren, sollten Sie jedoch unser Vorschauheft studieren – es gibt

viel zu entdecken!

Ihr

Robert Meyer

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Inhalt

04 „die leute sind recht

Närrisch auf diese oper“

Die Entführung aus dem Serail

07 Im Spiegel der Kritik

Die Liebe zu den drei Orangen“

08 damals … Grand Opéra

Beginn unter Rainer Simons

12 Ein starker Abgang

„Ballett Gala“: das Abschiedspräsent

von Gyula Harangozó

14 Überblick über die Höhepunkte

der Spielzeit 2010/11

18 Fragebogen

Kristiane Kaiser

19 Hinter den Kulissen

Menschen, Tiere, Attraktionen

20 Kinder Workshop

Hello, Dolly!

Sommerfestivals

22 Neu an der Volksoper

23 Service

Zyklen 2010/11

24 Hello, Dolly!

Hausdebüts

Impressum

Volksoper Wien, Saison 2009/10

Direktor: Robert Meyer, künstlerischer Geschäftsführer

Mag. Christoph Ladstätter, kaufm. Geschäftsführer

Zeitung Ausgabe 12, Juni/September 2010

Erscheinungsweise: zweimonatlich

Redaktionsschluss: 3. Mai 2010

Herausgeber: Wiener Volksopernfreunde (VOF),

Esslinger Hauptstraße 60, 1220 Wien.

Medieninhaber: Volksoper Wien GmbH,

Währinger Straße 78, 1090 Wien

Volksopern Nachrichten Nr.: 19, 2009/10

Redaktionsleitung: Christoph Wagner-Trenkwitz &

Helene Sommer

Redaktion: Jürgen Bauer, Felix Brachetka,

Cornelia Brinskele, Eva Koschuh, Nina Moebius,

Alfred Oberzaucher, Prisca Olbrich, Eva Ruprecht,

Claudia Schade

Gestaltung: Gregor Mohar

Hersteller: Druckerei Walla

Bildnachweise: Dimo Dimov, Josef Dürport, Sepp

Gallauer, Rudolf Klaban, Gregor Mohar, Petra

Winkelhardt, Axel Zeininger, Agenturen, Archiv der

Volksoper

Umschlagfoto:


Sascha Goetzel

studierte zunächst Geige an der Musikhochschule Graz und wurde mit

20 Jahren Substitut bei den Wiener Philharmonikern. Er nahm Unterricht

bei Dirigenten wie Zubin Metha, Seiji Ozawa und Riccardo Muti und

erhielt den internationalen Rotary Scholarship Preis und einen „Conducting

Fellowship Award“ zum Tanglewood Musik Festival; Teilnahme an

der Sibelius Academy in Finnland unter der Leitung von Jorma Panula.

Er arbeitete u. a. mit dem Moskau Symphony Orchester, Bratislava Radiosymphonie

Orchester, Birmingham Symphony Orchestra, Shanghai

Symphony Orchestra, Berliner Symphoniker, Basler Symphonieorchester

sowie NDR Symphonieorchester Hannover zusammen.

An der Wiener Staatsoper debütierte er 2003 mit der Kinderoper „Pi-

nocchio“ und leitete dort in der Saison 2006/07 die Neuproduktion „Der

Nussknacker“.

In der Saison 2006/07 dirigierte er „Don Giovanni“ am Mariinski-Theater

St. Petersburg. Sascha Goetzel war mehrfach am Tiroler Landestheater

zu Gast, wo er „Der Graf von Luxemburg“, den Da Ponte-Zyklus und „La

Bohème“ dirigierte. Seit Juni 2008 ist er zudem künstlerischer Leiter und

Chefdirigent des Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra.

Sein Volksoperndebüt gab Goetzel in der Saison 2001/02 mit Offenbachs

„Blaubart“, 2007/08 hatte er die Musikalische Leitung der Neuproduktion

von Lehárs „Das Land des Lächelns“ inne und dirigierte eine Aufführungsserie

von Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Nun kehrt er mit der

Neuproduktion „Die Entführung aus dem Serail“ ans Pult der Volksoper

zurück.

Helen Malkowsky

Die Regisseurin ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach einem

Musikstudium in ihrer Heimatstadt und ersten Regieerfahrungen in der

Opernklasse der dortigen Hochschule für Musik folgten Engagements

als Regieassistentin und Abendspielleiterin an den Landesbühnen Sachsen

Radebeul, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Basel und

bei den Bayreuther Festspielen, wo sie unter anderem Claus Guth und

Herbert Wernicke assistierte.

Schnell wurden Helen Malkowsky eigene Arbeiten als Regisseurin anvertraut,

und so entstanden schon während der Assistenzzeit zahlreiche

erfolgreiche Inszenierungen, die in eine freischaffende Tätigkeit mündeten,

u. a. für die Theater in Würzburg, Aachen, Chur und die Münchner

Biennale. Von 2004 bis 2008 war Helen Malkowsky Oberspielleiterin am

Staatstheater Nürnberg und konnte dort mit ihren Produktionen – u. a.

„Der Rosenkavalier“, „Melusine“ (Aribert Reimann), „Der fliegende Holländer“

und „Eugen Onegin“ – Publikum und Presse gleichermaßen begeistern.

Am Theater Bielefeld, wo Helen Malkowsky schon als Gastregisseurin

mit der Umsetzung der Opern „Luisa Miller“, „Capriccio“ und „Carmen“

betraut war, wird sie ab der Saison 2010/11 als Operndirektorin tätig

sein. „Die Entführung aus dem Serail“ ist ihre erste Regiearbeit an der

Volksoper Wien.

Bernd Franke

Der Bühnen- und Kostümbildner wurde in Oldenburg geboren. Während

seines Studiums an den Kunstakademien von Düsseldorf und Stuttgart

assistierte er bereits an der Hamburgischen Staatsoper, der Staatsoper

Stuttgart und am Schauspielhaus Bochum. Nach Abschluss seines Studiums

folgten Engagements als Ausstattungsassistent an der Bayerischen

Staatsoper München sowie als Bühnen- und Kostümbildner am Stadttheater

Gießen. Seit 1986 ist Bernd Franke – mit Unterbrechungen – freiberuflich

tätig und arbeitete u. a. für die Theater von Düsseldorf, Lübeck,

Dortmund, Hagen und Leipzig. Am Mainfranken Theater Würzburg war

Bernd Franke von 1995 bis 1997 als Bühnen- und Kostümbildner sowie

von 2000 bis 2003 als Ausstattungsleiter engagiert und ist diesem Haus

bis heute eng verbunden. Seine Vielseitigkeit konnte er mit Bühnen- und

Kostümbildern für Oper, Operette, Musical, Ballett und Schauspiel immer

wieder unter Beweis stellen. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen „Der

Rosenkavalier“ (Regie: Bernhard Stengele) in Würzburg, „Der Vetter aus

Dingsda“ (Regie: Karl Absenger) in Chemnitz sowie „Ein Maskenball“ in

der Inszenierung von Georg Rootering, mit dem Bernd Franke eine langjährige

Zusammenarbeit verbindet (u. a. „L’Orfeo“ 2007 am Theater Erfurt).

Zu Bernd Frankes zukünftigen Projekten zählt u. a. die Ausstattung

für Verdis „Aida“ an der Finnischen Nationaloper Helsinki im September

2010. Mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“ stellt er sich erstmals

dem Wiener Publikum vor.

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Die Entführung

aus dem Serail

Singspiel in drei Akten von

Wolfgang Amadeus Mozart

Dichtung von

Christoph Friedrich Bretzner

frei bearbeitet von

Johann Gottlieb Stephanie d. J.

Premiere am 12. Juni 2010

Weitere Vorstellungen am

15., 20., 23., 27. Juni 2010

Dirigent: Sascha Goetzel

Inszenierung: Helen Malkowsky

Ausstattung: Bernd Franke

Dramaturgie: Helene Sommer

Bassa Selim: August Zirner

Konstanze: Kristiane Kaiser/Jennifer O’Loughlin

Blonde: Andrea Bogner/Beate Ritter

Belmonte: Daniel Behle/Alexander Pinderak

Pedrillo: Cosmin Ifrim/Karl-Michael Ebner

Osmin: Gregory Frank/Lars Woldt


„die leute sind recht

Närrisch auf diese oper“

„die leute kann ich sagen sind recht Närrisch auf diese

oper. – es thut einem doch wohl wenn man solchen beyfall

erhällt“, berichtete Mozart nach der dritten Aufführung

der „Entführung aus dem Serail“ im Sommer 1782 stolz

nach Salzburg. Zwar war noch bei der zweiten Vorstellung

„der ganze Erste ackt verzischet“ worden, aber die

vermutlich angezettelten Intrigen gegen Mozarts neues

Singspiel waren schnell verstummt. Auch Christoph

Willibald Gluck, betagter Kapellmeister am kaiserlichen

Hof, zollte dem 25-jährigen Mozart Anerkennung: „gluck

hat mir vielle Complimente darüber gemacht. Morgen

speise ich bey ihm.“

Die Entführung aus dem Serail“ war in allerhöchstem

Auftrag entstanden: Der kaiserliche „General-Spektakel-

Direktor“ Fürst Rosenberg-Orsini hatte im Frühjahr 1781

dem Hofdichter Johann Gottlieb Stephanie den Auftrag

erteilt, Mozart „ein gutes Oper buch … zu schreiben zu

geben“. Stephanie entschied sich für die Umarbeitung

eines Textes des deutschen Komödiendichters Christoph

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Friedrich Bretzner. Mozart war zufrieden: „das Buch ist

ganz gut. das Sujet ist türkisch und heist; Bellmont und

konstanze. oder die verführung aus dem Serail.“

In Mozarts Leben gingen in der Entstehungszeit der

Entführung“ zahlreiche entscheidende Veränderungen

vor sich: Er hatte mit dem Salzburger Erzbischof ge-

brochen und sich vom Vater gelöst. Der kaiserliche Auftrag

war wichtig, um in Wien Fuß zu fassen – vor allem

ohne feste Anstellung. Und er stand kurz vor seiner

Hochzeit mit Constanze Weber – mag sein, dass er auch

deshalb an Bretzners Stück mit der Hauptfigur gleichen

Namens Gefallen gefunden hat.

Das Sujet ist schnell erzählt: Drei junge Europäer – Konstanze,

Blonde und Pedrillo – sind auf einer Schiffsreise

von Piraten überfallen und von einem türkischen Bassa

als Sklaven gekauft worden. Konstanzes Verlobter Belmonte

erscheint, um die drei aus dem Serail zu befreien.

Dabei gilt es vor allem am Aufseher Osmin vorbeizukommen.

Die Entführung misslingt, aber der Bassa Selim er-


weist sich als gütiger Herrscher, der den vier jungen Leuten

die Freiheit schenkt. Die Figurenkonstellation erfüllt

alle Konventionen der Gattung Singspiel: Da gibt es ein

empfindsames Liebespaar, ein Buffo-Paar, einen lächerlichen

Türken und einen Herrscher, der durch seine Güte

das glückliche Ende herbeiführt.

Aber Mozart mit seinem feinen Gespür für die Zwischentöne

verstand es, die Konventionen zu unterlaufen und

einen Blick auf das komplexe Seelenleben der Figuren zu

werfen. Denn hinter hoher Moral und Beständigkeit wird

Unsicherheit spürbar. Der Bassa, dem durch Belmontes

Vater großes Unrecht widerfahren ist, hat sich in seinem

Serail verschanzt. Er ist ein Renegat, also einer, der sich

von einer Religion abgewendet hat, ohne eine andere

anzunehmen. In der Gesellschaft ist er ein Außenseiter,

doch in seinem Mikrokosmos ist er der uneingeschränkte

Mittelpunkt. Die beiden jungen Mädchen wurden aus

ihrem behüteten Leben herausgerissen und finden sich

nun an einem Ort wieder, an dem sie alles in Frage stellen

müssen, was bisher selbstverständlich erschien. Doch

während Blonde die neue Situation als spielerische Herausforderung

annimmt, wird sie für Konstanze zu einer

harten Prüfung. Beide stehen plötzlich zwischen zwei

Männern: Konstanze zwischen dem geliebten Belmonte

und dem mit sanftem Druck um sie werbenden Bassa

Selim, Blonde zwischen ihrem vertrauten Pedrillo und

Osmin, der ihren Widerspruchsgeist reizt und offensichtlich

Gefallen daran findet. Beide sehen sich mit fremden

Lebensweisen konfrontiert, an denen sie das Eigene messen

und überprüfen können. Wen wundert’s, dass Belmontes

Herz so „ängstlich“ und „feurig“ zugleich klopft,

bevor er die Liebste wiedersieht, denn bei aller Freude

fühlt er doch, dass sie ihm fremd geworden sein könnte.

Mozarts ungemein moderne Fähigkeit, auf der Bühne

Menschen aus Fleisch und Blut zu zeigen und widersprüchliche

Gefühle zum Ausdruck zu bringen, hat er

Heute im Foyer …

nicht erst mit dem kongenialen Lorenzo Da Ponte, sondern

schon bei der „Entführung“ zur Meisterschaft gebracht.

Dass das Publikum den Schritt mitvollzog, mag

daran liegen, dass Mozarts Musik bei aller Kunstfertigkeit

nahbar und verständlich bleibt. Er selbst betonte in

einem Schreiben an den Vater, dass bei aller Intensität der

Gefühle die Musik eine besondere Schönheit bewahren

muss, denn die „leidenschaften, heftig oder nicht“, dürfen

„niemal bis zum Eckel ausgedrücket seyn, und die

Musick, auch in der schaudervollsten lage“, müsse „das

Ohr niemalen beleidigen, sondern doch dabey vergnügen,

folglich allzeit Musick bleiben“.

Bei der Neuproduktion der „Entführung aus dem Serail

an unserem Haus hat Sascha Goetzel die musikalische

Leitung inne. Er war zuletzt in der Saison 2007/08 als Dirigent

von Lehárs „Das Land des Lächelns“ und Mozarts

Die Hochzeit des Figaro“ an der Volksoper zu erleben.

Für die Inszenierung zeichnet die junge deutsche Regisseurin

Helen Malkowsky verantwortlich. Fußend auf

ihrer Würzburger Produktion der „Entführung aus dem

Serailaus dem Jahr 2005 erarbeitet sie Mozarts frühes

Meisterwerk mit ihrem Ausstatter Bernd Franke für die

Volksoper neu.

In der Partie der Konstanze werden alternierend Kristiane

Kaiser und Jennifer O’Loughlin zu hören sein. Als

Belmonte kehrt Daniel Behle als Gast auf die Bühne der

Volksoper zurück und wechselt in der Partie mit Alexander

Pinderak ab. Als Blonde ist neben Andrea Bogner auch

Beate Ritter besetzt, die ab der nächsten Saison festes

Mitglied des Volksopernensembles sein wird. Den Pedrillo

gibt Cosmin Ifrim als Gast, alternierend mit Karl-Michael

Ebner. In der Partie des Osmin sind Gregory Frank beziehungsweise

Lars Woldt zu erleben. Für die Sprechrolle

des Bassa Selim konnte August Zirner gewonnen werden,

der damit erstmals an der Volksoper zu sehen sein wird.

hs

9. Juni 2010, 19:30-21:00 Uhr

Einführung in „Die Entführung aus dem Serail

mit Helene Sommer, Christoph Wagner-Trenkwitz, Regisseurin Helen

Malkowsky und weiteren Mitwirkenden der Neuproduktion


Die Liebe zu den drei Orangen

Im Spiegel der Kritik

Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“ beschert dem

Haus einen Erfolg auf der ganzen Linie. (…)

Ohne eigentliche Zitate zu verwenden, feuert Prokofjew

virtuos aus allen stilistischen Rohren und verdeutlicht

mit seinen höchst anspielungsreichen, zwischen Groteske

und Sentiment vermittelnden Klängen jede Kapriole des

Geschehens. Die für Hamburg entstandene, viel gerühmte

Inszenierung des 2002 verstorbenen Regisseurs Ernst-

Theo Richter (Bühne: Karl-Ernst Herrmann, Kostüme:

Jorge Jara), welche Wolfgang Bücker für die Volksoper

adaptiert und einstudiert hat, versucht dies gottlob nicht

zu übertrumpfen, sondern findet in großer Kongruenz mit

der Musik über den gemeinsamen szenischen Nenner der

Zirkusmanege einen schlüssigen Ausgleich zwischen episodenhaften

Gags und großer, klarer Linie. Musikalisch

garantiert dies Alfred Eschwé am Pult, der das wandlungsfähige

Orchester mustergültig über die zahlreichen

Fallstricke der Partitur hinwegführt und dabei die Spannung

aufrecht hält. Auf der Bühne agiert voll Animo ein

homogenes, spielfreudiges Ensemble. (Die Presse)

Mit Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“

landet die Wiener Volksoper einen mehr als verdienten

Erfolg. (…)

Alles dreht und bewegt sich im Reich des König Treff, dessen

stets depressiver Sohn gemeinsam mit einem Spaßmacher

gegen eine böse Zauberin, einen noch böseren

Minister und sonstige seltsame Wesen antreten muss, um

letztlich die Liebe der aus einer Orange entstiegenen Prinzessin

zu gewinnen. Karl-Ernst Herrmann hat für all das

faszinierende, betörende, surreale, oft an Salvador Dalí

oder Hieronymus Bosch gemahnende Bilder geschaffen;

herrlich auch die schönen und fantasievollen Kostüme

von Jorge Jara. (…)

Die Volksoper schafft es, dieses Prokofjew-Werk adäquat

zu besetzen. So ist Mehrzad Montazeri ein sehr spielfreudiger

Prinz, der in Christian Drescher einen in jeder Hinsicht

stets brillanten Spaßmacher Truffaldino findet. (…)

Exzellent: Chor und Orchester, wobei Dirigent Alfred

Eschwé Prokofjews vielen Stilen huldigende Partitur ideal

zum Klingen bringt. (Kurier)

Richters Inszenierung ist eine schillernde Zauber-Revue,

eine Groteskkomödie voll fröhlich unbeschwertem Klamauk.

Sachen zum Lachen, die ein üppiges Schauspielvergnügen

bieten. (…)

Alfred Eschwé führte das Ensemble sicher, mit Schwung

und Lust an knalligen Farben. Tempo und Atmosphäre

stimmen. Und in den vierzehn Partien spürte man, wie

motiviert alle sind. Allen voran Mehrzad Montazeri als

kränkelnder, von der bösen Fee Fata Morgana zur Liebe zu

den drei Orangen verfluchter Prinz, der mit durchschlagskräftigem

Tenor auftrumpft. Anja-Nina Bahrmann gefällt

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Mehrzad Montazeri, Anja-Nina Bahrmann

als Prinzessin Ninetta – neben den anderen Prinzessinnen

Martina Mikelić und Mara Mastalir. Bei den Zauberwesen

gefallen Lars Woldt als sympathischer guter

Zauberer Tschelio im prächtigen türkischen Outfit, Irmgard

Vilsmaier als dramatische böse Fee Fata Morgana,

Stefan Cerny als Farfarello und Eva Maria Riedl als hinterhältiges

Leopardenwesen Smeraldine. Die meisten Lacher

verbuchte die hinreißende Köchin im Schloss Kreonta,

ein erotisches Monster mit Riesenlöffel, das von Dirk

Aleschus hinreißend komisch gespielt wird. Ein Spaß für

Jung und Alt. (Kronen Zeitung)

So engagiert hat man den Volksopern-Chor noch selten

erlebt; und das gilt auch für das Orchester, das un-

Dirk Aleschus

ter der Leitung des „Hausdirigenten“ Alfred Eschwè zur

Höchstform aufläuft – ganz besonders beim „Ohrwurm“

der Oper, dem berühmten Marsch. Das Sänger-Ensemble

verfügt ebenfalls über keinen Schwachpunkt. (…)

Die Volksoper hat eine Sternstunde zu bieten, die in punkto

Regie und musikalischer Realisierung gleichwertig ist;

und sicherlich vom Publikum gestürmt werden wird.

(Der neue Merker)


damals …

Grand Opéra

Als groß angelegte „Show“ wurde die Grand Opéra

nach der französischen Julirevolution von 1830

zur adäquaten Kunstform der aufstrebenden

Pariser Bourgeoisie. 1906 setzt der Direktor des

Kaiserjubiläums Stadttheaters Rainer Simons „Die

Afrikanerin“ von Giacomo Meyerbeer erstmals auf

den Spielplan, um das breite bürgerliche Publikum

Wiens anzusprechen. Zwei Jahre zuvor hat er

begonnen, das Sprechtheater zu einer „Volksoper

mit einem brauchbaren Sängerensemble und einem

tragfähigen Orchesterapparat umzuwandeln. Wiens

zweitgrößtes Musiktheater verfügt zwar über geeignete

Bühnenmaße, doch werden Ausstattung und

Besetzung den Anforderungen einer Grand Opéra

genügen?

Der Hausherr selbst nimmt die „Bühnenleitung“

in die Hand. Am 16. April 1904 findet die Premiere

mit Helene Oberländer als Selica (drei Jahre später

die erste Wiener „Tosca“ an der Volksoper), Karl

Waschmann als Vasco da Gama, Clara Musil als

Ines und Hans Melms als Nelusco statt. Erst zur

Folgevorstellung wird die Kritik eingeladen; das Neue

Wiener Tagblatt berichtet: „Mit Meyerbeers glänzend

ausgestatteter ‚Afrikanerin’ ist nun auch die große

Oper im Jubiläumstheater eingezogen. Ein gewagter

Versuch, der besser gelang, als man voraussetzen

„Alle Vornehmen und Reichen,

die sich in der ungeheuren

Weltstadt der ausgesuchtesten

Vergnügungen und

Zerstreuungen wegen aufhalten,

versammeln sich, von Langeweile

und Genusssucht getrieben,

in den üppigen Räumen dieses

Theaters, um das höchste Maß

von Unterhaltung sich vorführen

zu lassen.“

Richard Wagner über die

Pariser Oper (1851)

an der Volksoper, Teil I: Beginn unter Rainer Simons (1906–1917)

mochte. Und diese Stürme von Begeisterung! Man hat

solche noch selten im Währinger Theater erlebt.“ In

späteren Vorstellungen folgen Thea Drill-Oridge (1910 die

Herodias in der ersten Wiener Produktion der „Salome“,

abermals an der Volksoper) in der Titelrolle, Josef Mann

und Albin von Rittersheim als Vasco, Josef Schwarz und

Emil Schipper als Nelusco. Besondere Glanzlichter bilden

die Gastspiele von Emmy Destinn als Selica (1907 und

1913) und von Mattia Battistini als Nelusco (1912 und

1913).

Noch vier weitere Produktionen der Grand Opéra

lässt Rainer Simons folgen. Am 29. Oktober 1908 hat –

wieder in der Regie des Direktors – Rossinis Spätwerk

„Wilhelm Tell“ Premiere. Josef Schwarz als Titelheld,

Theodor Schütz in der gefürchteten Tenorpartie des

Arnold, Aline Sanden als Mathilde und Peter Lordmann

als Walther Fürst bescherten laut Kritik eine der „besten

Aufführungen, die uns auf dieser Bühne bisher geboten

worden sind“. Ebenso sind Emil Schipper als Tell, Josef

Mann als Arnold sowie Clara Musil und Hedwig Debitzka

als Mathilde besetzt.

Am 11. Dezember 1908 folgt die Premiere von Meyerbeers

„Hugenotten“: Nina Jovelli (Margarethe von Valois), Theodor

Schütz (Raoul), Peter Lordmann (Graf Saint Bris)

und Emma Petko (Page) sorgen für „endlosen Jubel“, wie


das Neue Wiener Tagblatt berichtet.

Aus folgender Bemerkung ist ersichtlich,

welchen Stellenwert die Grand

Opéra noch zu Beginn des vergangenen

Jahrhunderts einnimmt:

„Ein Operntheater mit täglich wechselndem

Spielplan kann auf Meyerbeer

keinen Verzicht leisten.“

Als Raoul erobert ab 1916 Albin von

Rittersheim die Herzen des Publikums;

1909 macht ein späterer Star

der Hofoper und Metropolitan Opera

in der kleinen Partie der Ersten Dame

auf sich aufmerksam: Maria Jeritza.

Mit Fromental Halévys „Die Jüdin“

erzielt Rainer Simons die nach-

haltigste Wirkung. Als kongenialer

Partner steht dem immer mehr auf

Erfolgskurs befindlichen Theaterleiter

Musikdirektor Alexander von

Zemlinsky zur Seite. In der Premiere

vom 7. Jänner 1910 übernimmt

Theodor Schütz die Partie des

jüdischen Juweliers Eleazar, Klot-

hilde Wenger (zum Ende des Jahres

die erste „Salome“ an der Volksoper)

singt dessen Tochter Recha, auch

Nicola Zec (Kardinal Brogni) und Nina

Jovelli (Prinzessin Eudora) finden

sich in der Besetzung. 1912 gastiert

Leo Slezak in seiner Glanzpartie des

Eleazar, 1914 übernimmt Albin von

Rittersheim den Léopold und im Mai

1917 feiert die Volksoper die 50. Aufführung der „Jüdin“. Wieder mit Zemlinsky

am Pult, diesmal unter der Regie von August Markowsky, folgt am 16. April

1911 Meyerbeers „Der Prophet“. Adolf Wallnöfer singt den Johann von Leyden,

Klothilde Wenger die Bertha. Die virtuose, für die Contraaltistin Pauline Viardot-

Garcia komponierte Partie der Fides bestreitet Thea Drill-Oridge. Das Neue Wiener

Journal lobt die glänzende Einstudierung Zemlinskys, welche bereits einige

Monate zuvor zum Erfolg der „Salome“ entscheidend beigetragen hatte.

fb

In der nächsten Ausgabe der Volksopern-Zeitung wird von der Grand

Opéra in der Ära Felix von Weingartner und den bald darauf folgenden

Aufführungsverboten zu berichten sein.

links: Margarethe und Leo Slezak als Recha und Eleazar

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oper

operette oper musical ballett

Giacomo Puccini

Tosca


Dirigent: Alfred Eschwé

Regie: Alfred Kirchner

Vorstellungen am

16., 22. Mai, 7., 19., 28. Juni,

10., 14., 17., 24. September, 8., 11., 14., 19., Oktober 2010

Chor der Volksoper Wien


Ein starker Abgang

Zur „Ballett Gala“, dem Abschiedspräsent von Gyula Harangozó

Mit der letzten Premiere seiner Ära als Direktor des Balletts

der Wiener Staatsoper und Volksoper bereitet Gyula

Harangozó dem Publikum ein Tanzfest der Extraklasse.

An Highlights aus dem von ihm in seiner fünfjährigen

Amtszeit dargebotenen Balletten werden präsentiert:

Ausschnitte aus den Volksopern-Hits „Anna Karenina“,

„Tanzhommage an Queen“ und „Max und Moritz“ sowie

aus den an der Staatsoper getanzten Werken „Coppélia“,

„Platzkonzert“ und „Glow – Stop“, dazu „Slingerland

pas de deux“ und „Duo“ sowie Klassik-Piècen aus „Don

Quixote“, „Le Corsaire“ und „Dornröschen“. Aus der

Schatzkammer des internationalen Balletts wählte

Harangozó Stücke der Elite-Choreographen George Balanchine,

Wassili Wainonen, Roland Petit, Kenneth Mac-

Millan, László Seregi, Alvin Ailey und William Forsythe.

Dazu kommt als Uraufführung eine Choreographie des

ebenfalls nach fünfjähriger Tätigkeit vom Haus abgehenden

Ballettmeisters Michael Kropf zu Musik von Béla

Fischer sowie als Rarität das von Kropf vorgetragene Solo

„Es geht alles einmal zu Ende“.

Im Repertoire:

„Der Nussknacker“

„Tanzhommage an Queen“

Vor der „Ballett Gala“, dem großen

Saisonfinale, stehen im Juni zwei

Publikumshits auf dem Ballettspielplan:

Gyula Harangozós als Familienprogramm

konzipierte Fassung

des Tschaikowski-Klassikers „Der

Nussknacker“ (am 6. und 21. Juni

mit Nina Poláková und Shane A.

Wuerthner erstmals gemeinsam

in den Hauptrollen) und Ben van

Cauwenberghs Jugendproduktion

„Tanzhommage an Queen“

(10. Juni).

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Es tanzen Publikumslieblinge wie Olga Esina, Karina

Sarkissova, Irina Tsymbal, Maria Yakovleva, Denys Cherevychko,

Gregor Hatala, Kirill Kourlaev, Roman Lazik, Eno

Peci, Vladimir Shishov und Mihail Sosnovschi. Als Gäste

treten auf: Alina Cojocaru und Johan Kobborg aus London,

Andrian Fadeyev aus St. Petersburg, Nadja Saidakova,

Iana Salenko, Polina Semionova, Rainer Krenstetter

und Dmitry Semionov aus Berlin, Aliya Tanikpaeva aus

Zürich, Noah Gelber aus Frankfurt, Linda Celeste Sims

und Matthew Rushing aus New York.

oz

Olga Esina und Eno Peci

in „Slingerland pas de deux“


Ballett Gala

Zum Abschied von Gyula Harangozó

am 29. und 30. Juni 2010

Künstlerische Leitung: Gyula Harangozó

Dirigent: Guillermo García Calvo

Klavier: Igor Zapravdin

Ausschnitt aus GLOW – STOP

Elo – Mozart

Pas de deux aus DORNRÖSCHEN

Petipa – Tschaikowski

Ausschnitte aus TANZHOMMAGE AN QUEEN

van Cauwenbergh – Queen

Pas d’esclave aus LE CORSAIRE

Petipa – von Oldenburg

IGOR ZAPRAVDIN SPIELT …

MOSZKOWSKI-WALZER

Wainonen – Moszkowski

ES GEHT ALLES EINMAL ZU ENDE

László – Máté

Ausschnitt aus LES INTERMITTENCES DU CŒUR

Petit – Saint-Saëns

Pas de deux aus DON QUIXOTE

Petipa – Minkus

Ausschnitt aus COPPÉLIA

Harangozó sen. – Delibes

LES BOURGEOIS

van Cauwenbergh – Brel

Duo aus HERMAN SCHMERMAN

Forsythe – Willems

Ausschnitte aus PLATZKONZERT

Harangozó sen. – Strauß

*

Ausschnitt aus MAX UND MORITZ

Barbay, Kropf – Rossini

DUO

Lukács – Richter

Ausschnitt aus ANNA KARENINA

Eifman – Tschaikowski

SLINGERLAND PAS DE DEUX

Forsythe – Bryars

TARANTELLA

Balanchine – Gottschalk

CITY LIFE

Kropf – Fischer

Pas de deux aus SPARTACUS

Seregi – Chatschaturjan

Pas de deux aus LE CORSAIRE

Tschekrygin, Tschabukiani – Drigo

PAS DE „DUKE“

Ailey – Ellington

Pas de deux aus ROMEO UND JULIA

MacMillan – Prokofjew

Heute im Foyer …

16. Juni 2010, 20:00 Uhr

Gespräch mit Gyula Harangozó

Ballettdirektor Gyula Harangozó zieht im Gespräch

mit Ira Werbowsky ein Resümee über sein Wirken

in Wien, insbesondere über seine Tätigkeit an der

Volksoper Wien.

Michael Kropf in

„Es geht alles einmal zu Ende“

Szene aus „Anna Karenina“


Open Air Saisonauftakt

im Arne-Carlsson-Park

3. September 2010 ab 19:30 Uhr

Mit Stars und Lieblingen, lang bewährten Künstlern und Neulingen

startet die Volksoper in ihre neue Spielzeit. Der Bogen reicht von Ausschnitten

aus Leoncavallos „Bajazzo“, Puccinis „Gianni Schicchi“ und

„Turandot“ über die Singschule aus Lortzings „Zar und Zimmermann“

bis hin zu Bizets „Carmen“. Es wird ein Vorgeschmack auf die „Lehár,

Straus & Stolz“-Konzerte geben und auch Musical-Freunde kommen

nicht zu kurz: Nebean Bernsteins „Candide“-Ouvertüre stehen u. a.

Ausschnitte aus „South Pacific“, „Annie, Get Your Gun“ sowie „My Fair

Lady“ auf dem Programm.

Bei Schlechtwetter findet das Konzert um 20 Uhr in der Volksoper statt.

Sichern Sie sich für den Fall des schlechten Wetters Ihre Platzkarten ab

1. September an allen Bundestheaterkassen.

Mit: Anja-Nina Bahrmann, Martina Dorak, Angelika Kirchschlager,

Annely Peebo; KS Ferruccio Furlanetto, Otoniel Gonzaga, Gaines

Hall, Morten Frank Larsen, Robert Meyer, Mehrzad Montazeri,

KS Kurt Rydl, Sebastian Reinthaller, Jeffrey Treganza u. a.

Musikalische Leitung:Enrico Dovico, Alfred Eschwé und

Joseph R. Olefirowicz

Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz

Lehár, Straus & Stolz

Drei Meister der leichten Muse im Konzert

Der Name des Konzertes ist Programm: Zum 140. Geburtstag von

Oscar Straus und Franz Lehár sowie dem 130er von Robert Stolz lässt die

Volksoper am Beginn der neuen Saison drei Giganten der leichten Muse

hochleben.

Alle drei Persönlichkeiten prägten auf ihre Weise die Ära der

„silbernen Operette“ – an deren Beginn bekanntlich 1905 Lehárs „Lustige

Witwe“ stand, deren musikalische Leitung bald nach der Uraufführung

Robert Stolz übernahm und auf deren Triumph

Oscar Straus zwei Jahre später mit seinem „Walzertraum“ reagierte.

Neben einigen großen „Hits“ der drei Jubilare werden auch weniger oft

gespielte Stücke erklingen

Musikalische Leitung:

Alfred Eschwé

Mit: Beate Ritter/Martina

Dorak, Elisabeth Flechl,

Angelika Kirchschlager/Ursula

Pfitzner; Oliver Kook/Jörg

Schneider, Mehrzad Montazeri/

Sebastian Reinthaller,

Morten Frank Larsen/Daniel

Schmutzhard, Sándor Németh,

Jeffrey Treganza, Otoniel

Gonzaga

Gestaltung und Präsentation:

Christoph Wagner-Trenkwitz

Premiere am

7. September 2010

Alfred Eschwé

Weitere Vorstellungen am

12., 16., 19., 27. September,

5., 26. Oktober,

4., 19. November 2010


Willkommen

in der Volksoper Wien!

Der Saisonplan 2010/11 der

Volksoper Wien ist erschienen!

Hier ein kleiner Überblick über

die Höhepunkte der Spielzeit.

Operette

Zum 140. Geburtstag von Oscar Straus und Franz Lehár

und dem 130. von Robert Stolz werden unter der musikalischen

Leitung von Alfred Eschwé drei Meister der

leichten Muse gefeiert. Insgesamt neunmal steht das

Operettenkonzert „Lehár, Straus und Stolz“, bei dem neben

zahlreichen Ensemblemitgliedern wie Martina Dorak,

Elisabeth Flechl, Jörg Schneider, Sándor Németh und

Sebastian Reinthaller auch KS Angelika Kirchschlager als

Gast mitwirkt, auf dem Spielplan. Durch den Abend führt

Christoph Wagner-Trenkwitz.

„Lehár, Straus und Stolz“

Premiere am Dienstag, 7. September 2010

Es bedarf einiger Intrigen und Verwirrungen – Scheinverlobung,

Schein-ehe und Amerikatournee inbegriffen – bis

die Varietésängerin Sylva Varescu

ihren Edwin heiraten darf. 1982

feierte „Die Csárdásfürstin“ in der

Regie von Robert Herzl Premiere,

nun betreut er auch die Neueinstudierung.

Die musikalische Leitung

liegt in Händen des Altmeister

Rudolf Bibl. Die österreichische

Sopranistin Ingeborg Schöpf

(Sylva), langjähriges Ensemblemitglied

der Staatsoperette Dresden

und Mörbischer Rösslwirtin, hat an

der Volksoper bereits als Rosalinde

gastiert. Der junge deutsche Bariton

Dominik Köninger (Edwin), ehemaliges

Ensemblemitglied des Tiroler

Landestheaters und Mitglied des

Internationalen Opernstudios Hamburg,

war in Wien bereits als Mercurio („L’incoronazione

di Poppea“) und Kilian („Der Freischütz“) am Theater

an der Wien zu erleben. Ensemblemitglied Wolfgang

Gratschmaier ist als Feri Bácsi zu erleben. Für Ksch Peter

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Die Saisonvorschau 2010/11

ist zum Preis von € 3,50

bei allen Bundestheaterkassen

erhältlich.

Matić ist der Fürst von und zu Lippert-Weylersheim bereits

die fünfte Rolle an der Volksoper.

Die Csárdásfürstin“, Neueinstudierung am 12. März 2011

Die Neuproduktion von Lehárs „Die lustige Witwe“ bringt

ein Aufsehen erregendes Regiedebüt: 1987 hat Marco Arturo

Marellis internationale Karriere mit „Così fan tutte“

an der Volksoper begonnen, nun wird er hier erstmals

Operette inszenieren. Staatsopernensemblemitglied Alexandra

Reinprecht kehrt als stolze Hanna Glawari an die

Volksoper zurück. Daniel Schmutzhard, Reißteufel, international

gesuchter Bariton und Preisträger des Thomas

Quasthoff Liedwettbewerbs, gibt den Lebemann Graf Danilo.

Die vielseitige Andrea Bogner, als Nuri in „Tiefland“

ebenso erfolgreich wie als Adele, und in dieser Saison

noch als Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“ zu

erleben, debütiert als Valencienne. Um sie wirbt Vincent

Schirrmacher als Rossillon. Der junge Tenor hat beim

Lehár Festival 2009 als Sou-Chong aufhorchen lassen

und diese Rolle bereits mit großem Erfolg an der Volksoper

gesungen. Robert Meyer ist wieder der Njegus, die

musikalische Leitung liegt in Händen von Henrik Nánási.

Die lustige Witwe“, Premiere am Samstag, 21. Mai 2011

Oper

Regisseur Renaud Doucet und Ausstatter André Barbe

haben mit „The Sound of Music“ und „Turandot“ bereits

zwei umjubelte Arbeiten an der Volksoper vorgelegt. Nun

kehrt das Duo für Antonín Dvorˇáks lyrisches Märchen

„Rusalka“ wieder. Für die musikalische Leitung zeichnet

Henrik Nánási verantwortlich. An der Seite von Kristiane

Kaiser (Rusalka) und Clemens Unterreiner (Heger) geben

Aleš Briscein (Prinz), Victoria Safronova (Fremde Fürstin),


Mischa Schelomianski (Wassermann) und Dubravka

Musović (Ježibaba) ihre Volksoperndebüts.

„Rusalka“ Premiere am Samstag, 23. Oktober 2010

Mit der nunmehr achten Neuinszenierung der „komischphantastischen“

Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“

an unserem Hause feiert die Volksoper den 200. Geburtstag

Otto Nicolais. Lars Woldt als dicker, wollüstiger, anmaßender

Sir John Falstaff steht an der Spitze eines Ensembles,

dem u. a. auch Morten Frank Larsen (Herr Fluth),

Daniel Behle (Fenton), Jennifer O’Loughlin (Frau Fluth)

angehören. Alfred Kirchner kehrt nach seiner umjubelten

„Tosca“-Inszenierung an die Volksoper zurück. Am Pult

steht Sascha Goetzel, der im Juni an der VolksoperDie

Entführung aus dem Serail“ leitet und im Sommer 2010

bei den Salzburger Festspielen debütiert.

Die lustigen Weiber von Windsor“

Premiere am Samstag, 18. Dezember 2010

Zwei Einaktern Giacomo Puccinis ist die dritte Opernpremiere

der Saison gewidmet. In dem hochdramatischen

Verismo-Stück „Der Mantel“ sind Sebastian Holecek,

Michael Ende und Melba Ramos in ein tragisches Beziehungsdreieck

verwickelt. In der leichtfüßig bissigen

Komödie „Gianni Schicchi“ zeigt Martin Winkler als gewitzter

Titelheld, wie man eine Familie um ihr Erbe und

gleichzeitig die eigene Tochter (Bernarda Bobro als Lauretta)

zu ihrer vollsten Zufriedenheit unter die Haube

bringt (Jörg Schneider als Rinuccio). Die Inszenierung

liegt in Händen von Volksoperndirektor Robert Meyer,

Enrico Dovico, ab der Saison 2010/11 Erster Gastdirigent

der Volksoper, hat die musikalische Leitung inne.

„Der Mantel“ / „Gianni Schicchi“

Premiere am Samstag, 26. Februar 2011

Neben drei Premieren bringt die Saison vier Wiederaufnahmen

höchst erfolgreicher Opernproduktionen.

Den Anfang macht am 23. Jänner 2011 Rossinis „La

Cenerentola“ (Bild) in Achim Freyers Meisterregie mit

Jörg Schneider als Prinz und Adrineh Simonian als Angelina

unter dem Dirigenten Andreas Schüller.

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Enrico Dovico dirigiert am 21. März 2011 die Wiederaufnahme

der fantasievollen und farbenprächtigen

„Turandot“-Inszenierung des Erfolgsduos Renaud Doucet

und André Barbe mit der rumänischen Sopranistin Anda-

Louise Bogza in der Titelrolle.

Die Wiederaufnahme von Hans Neuenfels’ umjubelter

Inszenierung von Zemlinskys „Der König Kandaules“ am

5. Mai 2011 bringt die gefeierte Ariadne-Sängerin Meagan

Miller zurück ans Haus. Mit ihr kehrt auch Dirigent

Axel Kober, GMD der Deutschen Oper am Rhein, wieder.

Robert Brubaker, einer der gefragtesten Tenöre seines

Fachs, hat bei den Salzburger Festspielen 2003 den

König gesungen und debütiert nun mit dieser Partie an

der Volksoper.

Josef Ernst Köpplingers Inszenierung von Wilhelm

Kienzls „Der Evangelimann“ steht ab 29. Mai 2011 wieder

auf dem Spielplan. Herbert Lippert debütiert unter der

Leitung von Gerrit Prießnitz als Mathias Freudhofer.

Musical

Seit dem Sensationserfolg von „Guys and Dolls“ gelten

Sigrid Hauser und Robert Meyer vielen als komödiantisches

Traumpaar des Musicals. Nun nötigt Sigrid

Hauser als Heiratsvermittlerin Dolly den mürrischen

Geldsack Horace Vandergelder alias Robert Meyer zur

Heirat (Bild oben). Regie bei der Neuproduktion von Jerry

Hermans Musicalklassiker „Hello, Dolly!“ führt Josef

Ernst Köpplinger, der damit erstmals an der Volksoper

Musical inszeniert. John Owen Edwards steht am Pult

des Volksopernorchesters.

Und noch ein Traumpaar, Sandra Pires und Ferruccio

Furlanetto, kehrt in den Hauptrollen des Traumstückes

„South Pacific“ an die Volksoper zurück. Am 27. Februar

und 2. März 2010 wird die konzertante Produktion, mit

Marjana Lipovšek und Stephen Chaundy in weiteren Rollen,

wieder gezeigt.


Ballett

Ab der Spielzeit 2010/11 ist Manuel Legris (Bild unten)

Direktor des Wiener Staatsballetts. Am 20. November 2010

findet die Uraufführung von Patrick de Banas „Marie Antoinette“

statt. Ab 29. Jänner zeigen „Junge Talente des Wiener

Staatsballetts“ in einem eigens für sie gestalteten Abend

ihr virtuoses Können. Am 17. April 2011 feiert Maurice

Béjarts Meisterwerk „Le Concours“ Premiere an der

Volksoper.

Spezial

Stefan Mickisch sowie Helene Sommer und Christoph

Wagner-Trenkwitz gestalten Einführungssoireen. Die

Reihe „Heute im Foyer …“ bringt Liederabende, Kammermusik

und Lesungen. Adventstimmung herrscht bei den

Weihnachtskonzerten am 19. Dezember.

Am 10. und 14. Juni feiert die Volksoper mit dem Abend

„Ein Traum vom Glück“ einen besonderen Publikumsliebling:

Kammersänger Peter Minich (Bild unten).

Ivan Jakus

nimmt Abschied vom Haus

Es gibt sie wirklich, die „Stützen des Hauses“, und im

Ballettbereich ist ganz gewiss Ivan Jakus eine Persönlichkeit,

die die Geschehnisse verantwortlich mitträgt.

Durchaus schmerzhaft wird es daher empfunden, wenn

für einen dieser verdienten Künstler der Zeitpunkt des

Abschieds vom Haus gekommen ist – Ivan Jakus tritt

mit 31. August, kurz nach seinem 65. Geburtstag, in den

Ruhestand. 18 Jahre lang (von 1974 bis 1992) war er

gefeierter Solotänzer der Volksoper, 23 Jahre lang (seit

1987) unverzichtbares Mitglied der jeweiligen Ballettleitung

– als Assistent, dann als Ballettmeister, zuletzt

als Probenleiter des Balletts der Wiener Staatsoper und

Volksoper. Überdies war er mehrere Jahre Lehrer an der

Ballettschule der Österreichischen Bundestheater.

Der in Žilina in der Slowakei geborene und in Bratislava

am dortigen Konservatorium ausgebildete Künstler

kam 1968 nach Österreich. Bis 1974 war er Solotänzer

am Theater an der Wien, als der er besonders in

Flemming Flindts „Der junge Mann muss heiraten“

(nach Ionesco) und Alois Mitterhubers „Hamlet“ (nach

Shakespeare) glänzte. „Literarische“ Rollen verkörperte

er danach auch an der Volksoper: in der Titelrolle des

Nestroy-Balletts „Titus Feuerfuchs“ und als Pierrot

in Schnitzlers „Der Schleier der Pierrette“, beides in

der Choreographie von Gerhard Senft. Und in Susanne

Kirnbauers „Arthur Schnitzler und sein ‚Reigen’“

verkörperte er den Dichter selbst. In vielen seiner in die

Tausende gehenden Vorstellungen – zählt man all die

Auftritte in Opern, Operetten und Musicals hinzu – war

Elisabeth Stelzer die Partnerin von Ivan Jakus. Und wer

dieses Tanzpaar erleben durfte, kann, wie der Schreiber

dieser Zeilen, sagen, einer Sternstunde der Tanzkunst

beigewohnt zu haben.

oz

Im Bild: Ivan Jakus mit Elisabeth Stelzer in „Anjuta“ (1987)


Kristiane Kaiser

ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe (u. a. Gradus ad Parnassum 1999,

Belvedere-Wettbewerb 2000). 2001 debütierte sie an der Volksoper als „Wiener Blut“-

Gräfin, seit 2004 ist sie fixes Ensemblemitglied und war u. a. als Marie („Zar und

Zimmermann“), Donna Anna („Don Giovanni“), Beatrice („Boccaccio“), Martha („Der

Evangelimann“), Gräfin Almaviva („Die Hochzeit des Figaro“), Antonia („Hoffmanns

Erzählungen“), Agathe („Der Freischütz“), Violetta („La Traviata“) zu hören. Für die

Rolle der Marie („Die verkaufte Braut“) wurde sie im Juni 2005 mit der Eberhard

Waechter Medaille ausgezeichnet. Gastengagements führten Kristiane Kaiser an die

Staatsopern von München, Berlin, Hamburg und Dresden, an die Opernhäuser von

Frankfurt, Düsseldorf, Chemnitz, Zürich u. a. Im Jahr 2008 sang sie die Titelpartie

von Verdis „La Traviata“ beim Opernfestival St. Margarethen, im Sommer 2010 wird

sie dort die Pamina singen. An der Volksoper verkörpert sie in der Neuproduktion

von der „ Entführung aus dem Serail“ die Konstanze. Im Oktober 2010 folgt ihr

Rollendebüt als Rusalka in der gleichnamigen Oper.

ek


Menschen, Tiere, Attraktionen

Wenn stumme Darstellerinnen und Darsteller für Leben

auf der Bühne sorgen, wenn Kinder auftreten und singen,

wenn ein Zirkus für Stimmung im Zuschauerraum sorgt

oder Akrobaten dem Publikum den Atem rauben, ja sogar

wenn Hunde zu heimlichen Publikumslieblingen werden

– immer dann haben Judith Leuenberger und Brigitte

Lehr ihre Finger im Spiel. Die Aufgabengebiete der Komparserie

der Volksoper Wien sind vielfältig!

Während Judith Leuenberger für die erwachsenen Darsteller

und Tiere zuständig ist, kümmert sich Brigitte

Lehr um die jungen Komparsen und den Kinderchor. Die

Arbeit beginnt dabei in der Regel bereits ein Jahr vor

Probenbeginn. In einem ersten Gespräch mit den Regisseuren

präsentieren diese ihre Vorstellungen. Wie viele

Komparsen werden gebraucht, wie alt sollen diese sein,

vor allem aber: Was müssen die Komparsen können? „Für

uns können die Angaben gar nicht präzise genug sein“, so

Brigitte Lehr.

Gemäß den Wünschen des Regisseurs suchen Judith Leuenberger

bzw. Brigitte Lehr aus ihrer Fotokartei Personen

aus und schlagen diese vor. Die eigentliche Auswahl treffen

die Regisseure dann jedoch meist im Rahmen eines

Castings.

Im Weiteren werden die Komparsen durch den Probenprozess

bis zur Premiere begleitet und während der Aufführungsserie

betreut: Dienstpläne wollen erstellt, Anwesenheitslisten

kontrolliert und die Dienste verrechnet

werden. Bei über dreißig Stücken pro Saison, bei denen

18_19

Hinter den

Kulissen

xxx

fast immer auch Komparserie auf der Bühne steht – eine

logistische Herausforderung. Der Ausgleich für diese

administrative Arbeit ist das Miterleben des kreativen

Prozesses: „Am spannendsten ist es für mich, die Kinder

vom Probenbeginn an zu begleiten und immer wieder das

Entstehen neuer Aufführungen zu erleben“, erzählt Brigitte

Lehr. Natürlich gibt es auch immer wieder Um- bzw.

Nachbesetzungen für die Repertoirestücke zu betreuen.

Sehr viele Komparsen spielen jedoch ihre Rollen ab der

Premiere Jahr für Jahr mit großem Spaß wieder.

Unter den Komparsen sind einige Berufsgruppen besonders

stark vertreten, etwa Studenten, Hausfrauen, Pensionisten

oder freiberuflich Tätige. Kein Wunder, müssen

die Komparsen doch auch tagsüber für Proben Zeit haben

und sehr flexibel sein. Bei der Kinderkomparserie ist dies

noch schwieriger, hier ist eine enge Zusammenarbeit mit

den Schulen und dem Stadtschulrat unerlässlich.

Seit fünf Jahren hat die Volksoper auch einen von Brigitte

Lehr geleiteten Kinderchor (Bild Seite 20), der 80 Kinder

zwischen 7 und 16 Jahren umfasst. Die jungen Sängerinnen

und Sänger werden in Gesang und Stimmbildung

sowie Bewegung unterrichtet und treten in vielen Stücken,

wie zum Beispiel in „Tosca“, „Turandot“ und „Carmen“,

auf. Auch hier gibt es für Brigitte Lehr genug zu tun:

Immer wieder dürfen interessierte Kinder bei einer Probe

„schnuppern“, einmal pro Saison findet ein großes Vorsingen

statt, bei dem sich bis zu 150 Kinder bewerben – genommen

werden können aber nur jeweils 20.

pmo/jb


Der Kinderchor mit seiner Leiterin Brigitte Lehr

Kinder

Workshops

Wir freuen uns, in der Saison 2010/11

noch mehr Kinder Workshops

anbieten zu können!

Alle Termine finden Sie unter

www.volksoper.at auf der Startseite

unter der Rubrik „Für Junge“.

Hello, Dolly!

am Samstag, 9. Oktober 2010,

14:00 bis 17:00 Uhr

Ort: Probebühne der Volksoper Wien,

Severingasse / Ecke Wilhelm-Exner-

Gasse, 1090 Wien

Alter: 8 bis 14 Jahre,

begrenzte Teilnehmerzahl!

Kosten: € 20,00

Aufgrund der großen Nachfrage

ändern wir die Anmeldemodalitäten:

Für jeden Workshop steht Ihnen vom

1. des Vormonats ab 8:00 Uhr bis

zum 2. des Vormonats 23:00 Uhr ein

Online-Anmeldeformular

auf der Startseite von

www.volksoper.at zur Verfügung.

Für den Kinder Workshop „Hello,

Dolly!“ am 9. Oktober können Sie

daher Ihr Kind von 1. September,

8:00 Uhr bis 2. September 2010,

23:00 Uhr registrieren. Aus den

Anmeldungen werden dann nach

dem Zufallsprinzip die Plätze

vergeben und alle Interessenten

ehestmöglich verständigt.

Weitere Informationen unter

01/51444-3670 bzw.

workshop@volksoper.at

Mit erfrischender

Unterstützung von

Musiktheater unter freiem Himmel genießen!

Die Volksoper Wien eröffnet die kommende Spielzeit mit einem großen Open-

Air-Konzert. Vom Genuss eines Musikerlebnisses unter freiem Himmel können

Sie sich schon während unserer Theaterferien bei vielen Open-Air-Festivals

überzeugen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der Volksoper sorgen dafür,

dass Sie auch im Sommer nicht auf Ihre Publikumslieblinge verzichten

müssen.

Volksopern-Ensemblemitglied Karl-Michael Ebner etwa leitet

seit 1995 höchst erfolgreich das Musikfestival in Steyr. Heuer

versammelt das Festival unter dem Motto „Leben und Liebe“

unter anderem die Musical-Eigenproduktion „Edith Piaf“ über

das Leben des „Spatz von Paris“ und Mozarts „Don Giovanni“.

Ebner schafft es Jahr für Jahr Kollegen aus der Volksoper nach Steyr zu locken,

um für die Open Air Opern-Inszenierungen und für die Musical-Produktionen

im Alten Theater auf der Bühne zu stehen bzw. „hinter den Kulissen“ tätig zu

sein: „Ich arbeite gerne mit Freunden, mit einem im wahrsten Sinne des Wortes

eingespielten Team.“ Mozarts Meisteroper etwa liegt in den bewährten Regie-

Händen von Susanne Sommer, die in der Volksoper als Regieassistentin beschäftigt

ist.

Auch das Festival „Offene Grenzen“ in Retz

kann bei seiner Spurensuche im Kulturraum

dies- und jenseits der österreichischtschechischen

Grenze auf Unterstützung

aus der Volksoper zählen. Für die Aufführung

von Henry Purcells Oper „Dido und

Aeneas“ etwa zeichnet das bereits bewährte

Team um Dirigent Andreas Schüller und

Regisseurin Monika Steiner – Abendspielleiterin

an der Volksoper – verantwortlich.

Die Mezzosopranistin Eva Maria Riedl, die

an der Volksoper vor kurzem in „Die Liebe zu den drei Orangen“ auf der Bühne

stand, wird in Retz als Zauberin zu sehen sein und das junge Sängerteam um

Adrineh Simonian als Dido und Günther Haumer als Aeneas verstärken. Die

Uraufführung des Auftragswerks „Totentanz-Fragmente“ von Christoph Cech

sowie mehrere Konzerte und ein hochkarätiges Literaturprogramm runden das

Programm des Festivals Retz ab.

Musikfestival Steyr

Don Giovanni

22., 24., 30., 31. Juli, 6., 7., 14. August 2010

Musical „Edith Piaf“

29. Juli, 1., 5., 8. August 2010

Obstsalat (Kindermusical)

6., 7. Juli 2010

Karten: Tourismusverband Steyr

Stadtplatz 27, 4402 Steyr

Tel: 07252/53229-0

tickets@musikfestivalsteyr.at

www.musikfestivalsteyr.at

Festival Retz Offene Grenzen 2010

Dido und Aeneas

1., 3., 4., 9. und 11. Juli 2010

Karten: Festival-Büro am Hauptplatz

Tel.: +43-(0)2942 / 22 23-52, office@festivalretz.at, www.festivalretz.at

Carinthischer Sommer

Bei der Uraufführung des Auftragswerkes „Die Geburt des Täufers“ von Jyrki

Linjama am 7. Juli 2010 beim Carinthischen Sommer in Ossiach werden auch

zwei Ensemblemitglieder der Volksoper mitwirken: Martina Mikelić (Elisabeth)

und Daniel Schmutzhard (Zacharias). Regie führt Yoshi Oida.

www.carinthischersommer.at


Bei der Österreichischen Theatermeisterschaft am 2. April 2010 war die Technik-Auswahl der Volksoper Wien (Bild)

u. a. gegen die Mannschaften des Burgtheaters und des Theaters an der Wien siegreich, der zweite Platz ging an die

Künstlermannschaft der Volksoper. Auch der Torschützenkönig (Thomas Rzavsky) und der beste Tormann (Christoph

Dösek) kamen aus den Reihen der Volksoper.

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Neu an der Volksoper

Gregory Frank

Sein erstes Engagement nahm

der Bassist 1988 an den Städtischen

Bühnen Pforzheim an.

Seit 2002 ist er Ensemblemitglied

der Oper Frankfurt. Er

sang dort eine stattliche Anzahl

an Fachpartien, etwa den

Rocco („Fidelio“), König Marke

(„Tristan und Isolde“), Banquo

(„Macbeth“), den Osmin oder

die Titelrolle in Boitos „Mefistofele“.

In der Uraufführung

von Detlev Glanerts Oper „Caligula“ sang er den Cherea.

Gastengagements führten ihn u. a. an das Theatre de la

Monnaie in Brüssel.

Hausdebüt: 12. Juni 2010, Osmin in „Die Entführung aus

dem Serail

August Zirner

Der Schauspieler ist in Urbana,

Illinois, zur Welt gekommen.

Ab 1973 studierte er

am Max-Reinhardt-Seminar.

Nach seinem Debüt am Wiener

Volkstheater folgten u. a.

Engagements an den Münchner

Kammerspielen, bei den

Salzburger Festspielen und am

Schauspielhaus Zürich. Der

Durchbruch im Film gelang

ihm 1994 in Margarethe von Trottas „Das Versprechen“.

Heute kann der Künstler auf über 90 Rollen in Film und

Fernsehen zurückblicken. Für das Jugendgewalt-Drama

„Wut“ wurde er zweifach ausgezeichnet. In Stefan Ruzowitzkys

oscarprämiertem Film „Die Fälscher“ stellte August

Zirner den Fälscher Dr. Klinger dar. Wenn ihm sein

Hauptberuf Zeit lässt, steht er zuweilen als Jazzmusiker

auf der Bühne.

Hausdebüt: 12. Juni 2010, Bassa Selim in „Die Entführung

aus dem Serail

Beate Ritter

Die österreichische Koloratursopranistin

absolvierte eine

Musicalausbildung an der

Universität Wien, ab 2006 studierte

sie am Konservatorium

Wien Sologesang. Im Sommer

2007 trat sie bei den Festspielen

in Steyr als Eponine in „Les

Misérables“ auf. Ihr Operndebüt

feierte sie im Jänner 2009

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im Theater an der Wien als Yniold in „Pélleas et Mélisande“

unter Bertrand de Billy. Im Haydnjahr sang sie außerdem

die Narcissa in einer Figurentheater-Produktion der

Oper „Philemon und Baucis“ im Theater an der Wien. Im

heurigen Jahr war Beate Ritter ebendort als Damigella in

Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zu sehen. Ab der

Spielzeit 2010/11 ist Beate Ritter festes Ensemblemitglied

der Volksoper Wien.

Hausdebüt: 15. Juni 2010, Blonde in „Die Entführung aus

dem Serail

Jeffrey Treganza

Der in Sacramento (Kalifornien)

geborene Tenor erhielt

seine Ausbildung in den Vereinigten

Staaten. 2001 übersiedelte

der Künstler nach

Deutschland. Ab der Saison

2004/05 war er Mitglied des

Staatstheaters Darmstadt,

wo er u. a. den Pedrillo in

Die Entführung aus dem Serail“ und David in „Die Meistersinger

von Nürnberg“ sang. An der Martin-Luther-

Universität in Halle schloss er 2007 sein Studium der

Gesangspädagogik erfolgreich ab. Mit der Spielzeit

2010/11 wechselt Jeffrey Treganza als festes Ensemblemitglied

an die Volksoper Wien.

Hausdebüt: 7. September 2010, Mitwirkender in „Lehár,

Straus & Stolz“

KS Renato Bruson

Neben vielversprechenden

jungen Künstlern ist unter

den Debütanten des Monats

September auch ein

reifer Weltstar zu finden.

Im 50. Jahr seiner Karriere

(im September 1961 debütierte

er als Graf Luna

in Giuseppe Verdis „Troubadour“

im Teatro Lirico

Sperimentale in Spoleto)

beehrt der Inbegriff des

italienischen Kavalierbaritons

die Volksoper in der

Rolle des Giorgio Germont

(„La Traviata“ am 5., 8., 11.

und 15. September 2010).

Die Liste seiner Debüts liest sich wie eine Operngeschichte

der 1960er und 70er Jahre: 1962 stellte sich Bruson als

Riccardo in Bellinis „Puritanern“ an der Römischen Oper vor,

1969 gab er sein Debüt an der Metropolitan Opera New York

als Enrico in Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“.

1970 begann seine Zusammenarbeit mit dem Dirigenten

Riccardo Muti in Giuseppe Verdis „Maskenball“ am

Teatro Comunale Firenze. Sein Debüt an der Scala in


Mailand erfolgte 1972 in Donizettis „Linda

di Chamounix“. Im selben Jahr gab er den

Ezio in Verdis „Attila“ beim Edinburgh Inter-

national Festival, 1975 seinen ersten Auftritt

im Royal Opera House Covent Garden mit dem

Renato („Un ballo in maschera“) unter Claudio

Abbado. Das Debüt an der Wiener Staatsoper

hatte er 1977 in Verdis „Forza del destino“. Ab

1982 sang er dort Verdis Macbeth und ab 1984

Simon Boccanegra. Wenig später wurde er

zum Kammersänger ernannt. Der Künstler ist

mit der Bühnenbildnerin Tita Tegano verheiratet,

die ihm auch zwei biographische Werke

gewidmet hat: „Renato Bruson – L’interprete e

i personaggi“ (1998) und „Renato Bruson – 40

anni di ,Recitar cantando‘“ (2001).

Janez Miklic (1926–2010)

Der ehemalige Solotänzer der Wiener Volksoper,

Janez Miklic, ist am 16. März 2010 im 84. Lebensjahr

in Wien verstorben. Der aus Slowenien stammende

Künstler wurde 1956 an das Haus verpflichtet

und zeichnete sich als Solotänzer 25 Jahre lang

insbesondere im Charakterfach aus. Danach wirkte

er noch einige Jahre als Tanzmimiker – unvergessen

ist seine Gestaltung des Tanzmeisters in „Die

Regimentstochter“ (1972) – und erfüllte überdies

administrative Aufgaben im Volksopernballett.

Prof. Franz Bauer-Theussl (1928–2010)

Aus unserem Zyklenangebot

der Saison 2010/2011!

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dem Vorstellungsbesuch nicht zu

spät nach Hause kommen wollen,

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„Hello, Dolly!“

am 31. Oktober 2010, 16:30

„Der Vogelhändler“

am 5. Dezember 2010, 16:30

Die Blume von Hawaii“

am 6. Februar 2011, 16:30

Kat. I: 216,– / 180, –

Kat. II: 189,– / 157,50,-

Kat. III: 148,50 / 123,75,-

Kat. IV: 97,20 / 81,-

Kat. V: 56,70 / 47,25,-

Zu Redaktionsschluss ereilte uns die traurige Nachricht, dass der Dirigent

Prof. Franz Bauer-Theussl, Ehrenmitglied der Wiener Volksoper, am 30. April

im 82. Lebensjahr verstorben ist. Ein ausführlicher Nachruf auf den bedeutenden

Künstler folgt in der nächsten Ausgabe der Volksopernzeitung.

Familienzyklus

Die Volksoper ist das familienfreundlichste

Theater Wiens: Bei all unseren

Zyklen für die ganze Familie bekommen

Kinder 75 % Ermäßigung, die

erwachsenen Begleiter 10 %.

„Hello, Dolly!“

am 25. Oktober 2010, 19:00 Uhr

„Weihnachtskonzert“

am 19. Dezember 2010, 14:00 Uhr

Die Csárdásfürstin“

am 12. März 2011, 18:30 Uhr

Kat. I: 56,25 / 202,50

Kat. II: 48,75 / 175,50

Kat. III: 38,50 / 138,60

Kat. IV: 25,75 / 92,70

Kat. V: 15,25 / 54,90

Zyklus „Eifersucht auf der

Opernbühne“

Auch wenn Sie ein spezielles Thema

interessiert, werden Sie in unserem

Zyklenangebot fündig!

„Carmen“

am 19. Februar 2011

„Der Mantel“ / „Gianni Schicchi“

am 20. März 2011

„Der Evangelimann“

am 9. Juni 2011

10 % Ermäßigung

Kat. I: 216,– / Kat. II: 189,– / Kat. III:

148,50 / Kat. IV: 97,20 / Kat. V: 56,70

Wir bieten noch weitere 27 Zyklen an!

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marketing@volksoper.at

Information und Buchung:

Abonnementbüro der Volksoper Wien, Kartenvertrieb / Stadtbüro, Goethegasse 1, 1010 Wien

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00-16:00 Uhr

Tel. 514 44-3678; Fax 514 44-3679 • abonnement@volksoper.at

operette oper musical ballett


Hausdebüts in „Hello, Dolly!“

Dagmar Hellberg

Nach ihrer Bühnenausbildung in München avancierte die

Künstlerin zu einer der gefragtesten deutschsprachigen

Musical-Charakterdarstellerinnen. Am Raimundtheater

sang sie die Fantine in „Les Misérables“ der Original-

Inszenierung von Trevor Nunn. Im Theater an der Wien

stand sie u. a. als Nachtclubsängerin in der Uraufführung

von „Freudiana“ sowie als Nellie in „Jekyll & Hyde“ auf

der Bühne. An der Grazer Oper und am Stadttheater Klagenfurt

war sie in letzter Zeit als Pastetenbäckerin Mrs.

Lovett in „Sweeney Todd“ zu erleben. Dort wirkte sie auch

in der Österreichischen Erstaufführung von „Singin‘ in

the Rain“ im Februar 2010 mit.

22. September 2010 (Ernestina Money)

Anna Veit

Die in Niederbayern aufgewachsene Sängerin schloss

2005 an der Musikhochschule München ihr Schulmusik-

Studium mit den Schwerpunkten Klavier und Kontrabass

ab. Am Konservatorium Wien erhielt sie 2009 ihr Diplom

mit Auszeichnung. Während des Studiums wurde sie für

das Theater der Jugend Wien, das Schlosstheater Schönbrunn

und die Vereinigten Bühnen Wien engagiert. Im

Jahr 2007 gewann Anna Veit den Bundesgesangs-Wettbewerb

in der Kategorie Chanson.

22. September 2010 (Mrs. Rose)

Nadine Zeintl

Die Künstlerin wurde in Steyr geboren und begann ihre

Ausbildung im Fach „Zeitgenössischer Tanz“ am Brucknerkonservatorium

Linz. 2001/02 führte sie diese an den

Performing Arts Studios fort. Ab 2004 studierte sie am

Konservatorium der Stadt Wien „Musikalisches Unterhaltungstheater“.

Am Stadttheater Klagenfurt feierte sie

Erfolge als Constanze Weber in „Amadeus“, Polly in „Die

Dreigroschenoper“, Johanna in „Sweeney Todd“ und als

Hermia in Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Im

vergangenen Sommer verkörperte sie die Eliza Doolittle

in „My Fair Lady“ bei den Seefestspielen Mörbisch und

heuer die Kathy in „Singin‘ in the Rain“ am Stadttheater

Klagenfurt.

22. September 2010 (Minnie Fay)

Peter Lesiak

Der gebürtige Wiener begann im 6. Lebensjahr seine

Tanzausbildung. Nach einer dreijährigen Musicalausbildung

bei den Performing Arts Studios Vienna war er für

zwei Jahre am Kabarett Simpl tätig. Mit dem Regisseur

Alexander Kuchinka entwickelte er das Kabarettpro-

24

gramm „Lässig und Barsch“. Im Raimundtheater spielte

er in der Saison 2005/06 den Mercutio in „Romeo & Julia“

und nahm 2007 in der Rolle des Kardinal Rauscher in

„Elisabeth“ an der Japan-Tournee der Vereinigten Bühnen

teil. Ebenso verkörperte er den Leo Bloom in „The Producers“

(Ronacher) und den Cosmo in „Singin’ in the Rain“

(Klagenfurt).

22. September 2010 (Barnaby Tucker)

Oliver Arno

Der Künstler absolvierte den Studienzweig „Musikalisches

Unterhaltungstheater“ am Konservatorium Wien.

Mit Workshops bei Maya Hakvoort und Kurt Schrepfer

erhielt er erste Rollen in Musicals. 2008 spielte er im

Theater des Westens Berlin den Rudolf in „Elisabeth“.

2009 sang er in Antwerpen den Tod in „Elisabeth“ und am

Stadttheater Klagenfurt den Marius in „Les Misérables“.

23. September 2010 (Barnaby Tucker)

Previn Moore

Der Tenor wurde in Cincinatti, Ohio, geboren und studierte

an der dortigen School for Creative and Performing Arts

und an der Indiana University, Bloomington. Von 1989 bis

1994 war er Ensemblemitglied des Lüneburger Opernhauses.

Nach zahlreichen Opernauftritten sang er in den

letzten Jahren vor allem Musicalpartien. An der Wiener

Kammeroper spielte er 2006 die Hauptrolle des Fats Waller

in der Musical-Revue „Ain’t misbehavin’“, 2008 wirkte

er in „Anything goes“ an der Oper Graz und im Vorjahr bei

der Styriarte Graz unter Nicolaus Harnoncourt in mehreren

Partien in „Porgy and Bess“ mit. Seit 2005 unterrichtet

Previn Moore am Konservatorium Wien Gesang.

22. September 2010 (Rudolph)

John Owen Edwards

Der Dirigent ist in Cartmel (England) zur Welt gekommen.

Er gewann ein Stipendium für Komposition im Worcester

College in Oxford. Bald darauf begann er seine Karriere im

Musiktheater. In London hatte er die musikalische Leitung

zahlreicher Musicals inne: Von „Chess“ und „Anything

Goes“ im Prince Edward Theatre, „The Phantom of the

Opera“ im Her Majesty’s Theatre bis zu „A Little Night

Music” im Piccadilly Theatre reicht sein Spektrum. Am

Palace Theatre dirigierte er die britische Erstaufführung

von Kurt Weills „Street Scene”. In letzter Zeit leitete er

„Show Boat“ an der Opéra du Rhin in Strasbourg sowie

„The King and I“ und „Oklahoma!“ im Londoner West

End Theatre. 2009 stand er bei „Les Misérables“ und

Sondheims „Sweeney Todd“ am Pult des Stadttheaters

Klagenfurt.

22. September 2010 (Dirigent)

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