Programm zum Strassenfestival - Lucerne Festival

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Programm zum Strassenfestival - Lucerne Festival

Übersichtsplan

1 KKL Luzern (Europaplatz)

2 Seepromenade – Quai

3 Seehof-Passage

4 Schwanenplatz

5 Kapellplatz

6 Rathausquai

7 Unter der Egg (bei der Braui)

8 Kornmarkt

9 Vordach Stadttheater

10 Jesuitenplatz

11 Mühlenplatz

12 Spreuerbrücke (Historisches Museum)

13 Sentitreff

LUcERnE fEStiVaL | Hirschmattstrasse 13 | Postfach | cH-6002 Luzern

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IM SOMMER

LUCERNE FESTIVAL

in den Strassen

24. – 29. August 2010

www.lucernefestival.ch


Malasangre Gruppo Emiliano Ensemble El Khamsa tiharea

Bereits zum fünften Mal geht LUCERNE FESTIVAL in die Strassen und auf die

Plätze der Luzerner Altstadt und präsentiert einen bunten Bilderbogen mit

Musik aus aller Welt. Tausende Luzerner, Touristen und angereiste Musikfreunde

können die Darbietungen der Musikgruppen von nah und fern hautnah miterleben:

das schillernde, faszinierende und mitreissende Universum der Musik

unseres Planeten.

In diesem Jahr heissen wir acht Musikgruppen aus der ganzen Welt willkommen.

Sie werden von Dienstag bis Sonntag auf vier verschiedenen Plätzen

der Luzerner Altstadt auftreten, jeweils abends zwischen 18 und 22 Uhr (am

Samstag auch während des Tages). Eine Eröffnungsveranstaltung vor dem KKL

Luzern am 24. August, in deren Rahmen die Gruppen vorgestellt werden, und

ein Sonderprogramm am Sonntag mit Auftritten an der Seepromenade sowie

einem Abschlussfest im KKL Luzern runden das Strassen-Festival ab. Vorgesehene

«Spielstätten» sind der Mühlenplatz, der Kornmarkt, der Kapellplatz

und der Jesuitenplatz. Sollte das Wetter nicht mitspielen, werden die Auftritte

an geschützte Orte, ebenfalls in der Altstadt, verlegt. Als abendlicher Festival-

Treffpunkt fungiert der Sentitreff an der Baselstrasse 21, wo bis in die Nacht

hinein weiter musiziert wird. Der Zutritt zu allen Vorstellungen ist kostenlos:

Das Publikum bezahlt die Künstler nach eigenem Gutdünken, indem es einen

angemessenen «Batzen» in den dafür zur Verfügung stehenden Hut wirft. Für

das leibliche Wohl sorgen zwei Restaurants und zwei Stände in der Altstadt, die

mit speziellen Angeboten für das Festival aufwarten.

Der themenschwerpunkt «Eros» beim Strassen-festival

Wie das Hauptfestival steht auch LUCERNE FESTIVAL in den Strassen dieses

Jahr unter dem Motto «Eros». Der Grossteil der Gruppen stammt aus dem

Bereich der Weltmusik und Folklore, wo Gefühle oftmals unverfälscht und

ganz natürlich ausgedrückt werden. Deshalb haben wir aus dem Komplex

«Eros» den Aspekt der unmittelbaren Sinnlichkeit ausgewählt und das direkte

Musikerleben ins Zentrum gestellt. Bei vielen Gruppen werden Frauen im Mittelpunkt

stehen; so sind gleich drei rein weiblich besetzte Ensembles zu Gast:

Aus Spanien kommen die fünf Flamenco-Interpretinnen von Malasangre, deren

feurige Darbietungen den Höhepunkt des Strassenfestivals 2008 bildeten;

von der Tropeninsel Madagaskar stammt die A-cappella-Formation Tiharea,

die ihre vielfältige Gesangskunst mit Perkussion und Tänzen untermalt; und

auch die tschechische Gruppe Rodinka zeigt, dass packende «Gypsy Music»

und slawische Folklore keine Männer-Domänen sein müssen. Das orientalische

Ensemble El Khamsa wiederum setzt Melodien aus der Welt von «1001 Nacht»

in sinnliche Tanzkunst um – und rückt so ebenfalls das weibliche Element in

den Vordergrund. Mit der Opera mobile, dem kleinsten Opernensemble der

Welt, ist zum ersten Mal eine Musiktheatergruppe zu erleben, die von zwei

fulminanten Sängerinnen angeführt wird. Zwei Männerensembles sorgen für

ausgleichende Gerechtigkeit: Gruppo Emiliano zelebriert die Sinnlichkeit nord-

italienischer Volksweisen, und das sardische Karalis Bass Quartet tritt in der

ungewöhnlichen Besetzung von drei Violoncelli und einem Kontrabass auf. Für

die junge südafrikanische Formation Ubuhle Be Afrika schliesslich ist Sinnlichkeit

ein Synonym für gesungene, getrommelte und getanzte Lebensfreude … All

diese Musikanten und Musikantinnen, die zu den Besten ihres Fachs gehören,

werden dem Publikum ein farbiges und lebendiges Programm darbieten, das

viele Facetten des direkten sinnlichen Musikerlebens nach Luzern bringt.

Musikgruppen des Strassen-festivals 2010

MaLaSanGRE – Spanien

Dass Frauen Flamenco tanzen und singen, ist weit verbreitet; dass sie

Flamenco-Gitarre und Percussion spielen, kommt schon seltener vor; dass

ein ganzes Flamenco-Ensemble nur aus Frauen besteht, ist eine Rarität. Wenn

diese Gruppe dann noch eigens ein Programm für die Strasse kreiert hat, dann

sind wir überglücklich, Malasangre bereits zum zweiten Mal bei unserem

Festival vorstellen zu dürfen. Gegründet wurde die Truppe, die schon 2008 wahre

Triumphe in den Strassen von Luzern feierte, von den beiden Schwestern Marta

(g, voc) und Maria Robles Crepo (Tanz, voc, perc). Zu ihnen gesellen sich ihre

Schwester Pilar sowie ihre beiden Cousinen Pilar und Nerea, die alle drei singen,

tanzen und Percussion spielen. Die fünf Flamenco-Interpretinnen stehen ganz

in der Tradition des andalusischen Flamencos und werden uns ihre Rumbas,

Alegrías, Bulerías und Tangos mit viel Charme, Humor und Anmut vorführen –

und natürlich mit grossem Können. Olé!

RODinKa – tschechien

Rodinka heisst auf Tschechisch «kleine Familie»: Zwei aus Tschechien nach

Frankreich ausgewanderte Schwestern musizieren zusammen mit ihren drei

Töchtern. Die Kraft der Gruppe kommt aus der langjährigen Erfahrung, die

sich die beiden Mütter als Mitglieder der renommierten Formation Psi Zivot

erworben haben. Die Musik steht ganz in der slawischen Tradition: ein bunter

Reigen tschechischer Volks-, Zigeuner- und Klezmer-Musik mit Abstechern in

die Folklore Russlands und des Balkans. Die beiden Geigen von Mariana und

Krystana, die ausdrucksstarke Stimme von Stania und das Akkordeonspiel von

Drahomira und Dita verschmelzen zu einer Musik, die das pralle Leben atmet.

Die fünf Frauen lassen uns unsere eigenen Gefühle und Emotionen neu entdecken.

Ein ungetrübtes Vergnügen!

tiHaREa – Madagaskar

Wohl keine andere Insel verfügt über eine so reichhaltige Musikkultur wie

Madagaskar. Aus dem Süden, dem ärmsten und trockensten Teil der Insel,

stammen die besten Sängerinnen. Und Gesang begleitet alles, von der täglichen

Arbeit bis zum Begräbnis; Gesang wird zur Tanzmusik und mit Gesang

werden die bösen Geister vertrieben. So hat sich eine polyphone Stimm- und


Karalis Bass Quartet Rodinka

Gesangskultur entwickelt, die umwerfend fröhlich, herzergreifend und von

überbordender rhythmischer Dynamik ist. Die drei Frauen von Tiharea haben

diese Lieder von klein auf gehört und bringen sie jetzt auf die Plätze Luzerns.

Und selbstverständlich bekommen auch die Männer ihren Teil ab: Voll Ironie

wird das Verschwinden der «echten Männer» betrauert, anrührend die Rivalität

der Frauen in polygamen Beziehungen beklagt und überschäumend die

Lebensfreude der Madagassen besungen. Ein wahres A-cappella-Feuerwerk, angereichert

mit typischen Tänzen und Klängen auf traditionellen Instrumenten.

EnSEMBLE EL KHaMSa – international

In den letzten Jahren hat eine rasante Internationalisierung arabischer und

anderer orientalischer Musikformen und Rhythmen stattgefunden. Vor allem in

den ehemaligen Kolonialmächten Frankreich, England und Spanien sind diese

Spielarten mittlerweile fast Allgemeingut geworden. Noch ausgeprägter gilt

dies für den orientalischen Tanz, der zu einem globalen Phänomen avancierte.

So erstaunt es nicht, dass sich das Ensemble El Khamsa aus einem in Ägypten

aufgewachsenen brasilianischen Multi-Instrumentalisten, einem französischen

und einem ägyptischen Perkussionisten sowie einem spanischen Klarinettisten

zusammensetzt. Dazu gesellt sich die französische Tänzerin Alexia, die sich in

jahrelangen Studien nicht nur die Technik des orientalischen Tanzes, sondern

überdies die ganze sinnliche Ausstrahlungskraft dieser Tanzkunst angeeignet

hat. Allen Mitwirkenden gemeinsam ist ihre grosse Liebe zur orientalischen

Tradition – und so gelingt es dem Ensemble El Khamsa, einen betörenden

Hauch aus «1001 Nacht» in die Altstadt von Luzern zu zaubern.

OPERa MOBiLE – Schweiz

Ein skrupelloser Menschenhändler sucht in der Luzerner Altstadt Käufer, die

an seinen zwei schönen Sklavinnen interessiert sind ... Die Opera Mobile, das

kleinste Opernensemble der Welt, bringt die Oper aus den heiligen Hallen an

die frische Luft und konfrontiert sie mit den Gefahren und der Lebendigkeit der

Strasse. Einmal dem Elfenbeinturm entflohen, zeigt sich, dass die menschliche

Stimme in jedem Kontext – und in jeder Position! – berühren kann, auch auf

Pflastersteinen und Asphalt. Schon das Ansinnen, die grossen Opernarien nur

von einem Akkordeon (Olivier Forel) begleiten zu lassen, zeugt von einigem

musikalischen Mut. Dass das theatralische Geschehen fast ausschliesslich vom

ausdrucksstarken Gesang der beiden Sängerinnen Teresa Larraga und Yvonne

Tissot getragen wird, macht das Abenteuer komplett. Und das Erstaunlichste

daran: Es funktioniert! Jung und Alt haben ihren Spass – und bekommen ausserdem

eine tüchtige Portion vom besten Belcanto mit.

UBUHLE BE afRiKa – Südafrika

«Ubuhle be Afrika» bedeutet in der Sprache der Xhosa «Die Schönheit Afrikas».

Die äusserst talentierten Mitglieder dieser jungen Truppe stammen allesamt

aus ärmsten Verhältnissen aus den Townships von Port Elizabeth. Sie haben

sich ganz der Tradition der südafrikanischen Musikkultur verschrieben und

Ubuhle be afrika Opera Mobile

offerieren dem Publikum ein breites Spektrum an Gesängen, Rhythmen und

Tänzen: Sie singen Lieder der verschiedenen Ethnien Südafrikas, z.B. in der

Nguni-Sprache mit ihren typischen Klicklauten. Ihr Tanzrepertoire umfasst

ebenso Tänze der Xhosa, Zulu, Tswana und Khoisan wie den legendären

«gumboot dance» der Minenarbeiter oder zeitgenössische Tanzformen. Eine

Vielzahl von Rhythmusinstrumenten wie Djembe, Balafon, Trommeln und andere

Schlaginstrumente sorgen für treibende Rhythmen und eine begeisternde

Dynamik. Hinzu kommen traditionelle und neu geschaffene farbenprächtige

Kostüme, weitere exotische Instrumente wie Kudu-Hörner und eine überschäumende

Lebensfreude. Ubuhle be Afrika: Die jungen Künstler machen ihrem

Namen alle Ehre!

GRUPPO EMiLianO – italien

Die Emilia Romagna ist eine der wohlhabendsten und kulturell interessantesten

Regionen ganz Italiens. Viele typische italienische Kulturgüter stammen aus

der Emilia: Automarken wie Ferrari, Lamborghini oder Maserati, Kulinarisches

wie Pasta Barilla, Balsamico-Essig, Parmaschinken oder Parmesan-Käse.

Ebenso vielfältig ist die Musik der Gruppo Emiliano: Die vier hervorragenden

Musiker haben sich liebevoll und ohne tierischen Ernst der Volksmusik ihrer

Region angenommen und zelebrieren sie mit viel Humor auf höchstem musikalischen

Niveau. Sie spielen auf konventionellen Instrumenten wie Akkordeon,

Geige, Gitarre, Flöte, Klarinette, Dudelsack, Tuba und Okarina; aber auch

weniger übliche Gerätschaften wie Plastikkornett, Besenstiel, Gummibänder,

Löffel oder Recyclingmaterialien kommen zum Einsatz. So wird die Volksmusik

nicht einfach kopiert, sondern umgewandelt in A-cappella-Songs, in Operette,

ja sogar in Klassik. Und das immer mit einem deutlichen Augenzwinkern und

staunenswerter Musikalität – ein wahres Fest musikalischer Sinnlichkeit!

KaRaLiS BaSS QUaRtEt – Sardinien/italien

Es gibt in der europäischen Kunstmusik wohl kaum ein anderes Instrument, das

einen so sinnlichen Klang hat wie das Violoncello. Beim Karalis Bass Quartet ist

es gleich mehrfach vertreten: Über dem rhythmischen und harmonischen Fundament

des Kontrabasses kreieren die drei Celli einen warmen, dunklen und

angenehmen Sound, der auch bekannte Stücke in einem völlig neuen Klanggewand

erscheinen lässt. Ebenso unkonventionell wie die Besetzung ist auch

das Repertoire der Gruppe, das von Mozart und Bach bis zum argentinischen

Tango eines Carlos Gardel und Astor Piazzolla, von sardischen Volksweisen bis

zur Klezmer-Musik, von Filmmusik-Melodien bis zu zeitgenössischen Klängen

reicht. Ein eigenwilliges Ensemble, das sich abseits der ausgetretenen Pfade

bewegt und doch eine überaus zugängliche Musik spielt. Der frühere Erste

Cellist der Mailänder Scala, Marco Scano, hat es auf den Punkt gebracht: «Diese

jungen Musiker vereinen technische Perfektion mit einem eigenständigen

musikalischen Geist und einem starken, gefühlsbetonten Ausdruck, was sich

unmittelbar auf das Publikum überträgt.» Ein Tango-Tanzpaar aus Luzern wird

dem Auftritt zusätzliche Sinnlichkeit verleihen.


Programmübersicht (Änderungen vorbehalten)

Di, 24. august 17.30

KKL Luzern,

Europaplatz

Eröffnungsanlass

Schlechtwetter:

Jesuitenplatz

Stadttheater

19.00 – 22.00

Gruppo Emiliano

El Khamsa

Mi, 25. august 18.00 – 22.00

tiharea

Opera Mobile

Do, 26. august 18.00 – 22.00

Ubuhle be afrika

Karalis Bass 4

fr, 27. august 18.00 – 22.00

Sa, 28. august 10.00 – 12.00

Unter der Egg, Rathausquai,

Schwanenplatz

Vormittagskonzerte

So, 29. august 14.00 – 16.00

Seepromenade

17.00 – 19.00

KKL Luzern, Luzerner Saal

abschlussfest

Malasangre

Rodinka

18.00 – 22.00

Gruppo Emiliano

Opera Mobile

Dank

Wir danken den Anwohnern der Altstadt, der Luzerner Kantonalbank, dem

Sentitreff, dem Utoring Aparthotel, der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen

der Stadt Luzern und allen Helfern für die Unterstützung, das

Entgegenkommen, das Verständnis und die gute Zusammenarbeit.

Kornmarkt

Unter der Egg

19.00 – 22.00

Ubuhle be afrika

Malasangre

18.00 – 22.00

Karalis Bass 4

Gruppo Emiliano

18.00 – 22.00

Opera Mobile

Rodinka

18.00 – 22.00

El Khamsa

tiharea

18.00 – 22.00

Ubuhle be afrika

Malasangre

Mühlenplatz

Spreuerbrücke

19.00 – 22.00

Rodinka

tiharea

18.00 – 22.00

El Khamsa

Ubuhle be afrika

18.00 – 22.00

Gruppo Emiliano

Malasangre

18.00 – 22.00

Karalis Bass 4

Opera Mobile

18.00 – 22.00

Rodinka

El Khamsa

Kapellplatz

Seehof-Passage

19.00 – 22.00

Opera Mobile

Karalis Bass 4

18.00 – 22.00

Malasangre

Rodinka

18.00 – 22.00

tiharea

El Khamsa

18.00 – 22.00

Ubuhle be afrika

Gruppo Emiliano

18.00 – 22.00

tiharea

Karalis Bass 4

Sentitreff

22.00 – 01.00

Eastern Sounds

Rodinka

El Khamsa

22.00 – 01.00

afro-night

tiharea

Ubuhle be afrika

22.00 – 01.00

the italian thing

Karalis Bass 4

Gruppo Emiliano

22.00 – 01.00

flamencopera

Opera Mobile

Malasangre

ab 20.30

offene Bühne

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