Komodo - Unterwasser

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Komodo - Unterwasser

p REISE

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druckend, dass man als Tauchjunkie wenigstens

ein Mal diese Ecke der Welt besucht haben

sollte. Neben dem Fischreichtum und

den Strömungen sind die Tauchplätze um

Komodo auch für die Artenvielfalt im Makrobereich

bekannt.

Die häßliche Seite

Leider gibt es auch von dieser Ecke der

Welt weniger schöne Dinge zu berichten. Auf

unserer Kreuzfahrt von Flores nach Komodo

und Rinca-Island fiel uns der viele Müll im

und am Wasser auf. Es vergehen keine fünf

Minuten, in denen nicht wenigstens eine Plastiktüte

am Boot vorbeitreibt. Das Ausmaß

der Verschmutzung wird bei einem Landgang

an einem unbewohnten Strand auf Rinca-Island

noch deutlicher. Jeder Zentimeter

des steinigen Strandes ist mit bunten Plastikstückchen

verschiedener Größe bedeckt.

In einer Gesellschaft, in der Plastikblumen

als Zeichen für Wohlstand gelten, lassen sich

Müll im Meer und an den Stränden offensichtlich

nicht vermeiden. Um die eigene Be-

Adrenalin pur! So fotografiert man einen Waran ...

Der Wunsch stand schon vor dem Reiseantritt fest: einem absolut wilden Waran begegnen und fotografieren.

Die Begegnung mit den »Dragos«, wie sie die Einheimischen bezeichnen, gehört zu einem Besuch

dieser Weltenecke definitiv dazu. Auf Komdo, aber auch auf Rinca, leben die meisten Exemplare

der Urzeitechsen. Um den Schutz der Art zu gewährleisten sollten Sie unbedingt eine Rangerstation besuchen,

da Sie mit dem Eintrittsgeld einen wichtigen Beitrag leisten. Neben dem offiziellen Weg gibt es

aber auch einen »natürlichen«. Wir haben an einem unbewohnten Strand einen nicht mehr ganz so frischen

Fisch positioniert (siehe Foto), einen Tauchgang gemacht und sind danach zum Strand zurückgekehrt,

wo wir bereits erwartet wurden. Ein relativ junges Männchen von etwa 1,5 Meter Länge kam uns

entgegengesprintet. Trotz ihres behäbigen Aussehens erreichen Warane eine Geschwindigkeit von bis

zu 30 Studenkilometern. Daher gilt es auch einen gewissen Mindestabstand nicht zu unterschreiten und

sich wenigstens mit einem Stock oder, wie es unser Fotograf machte, mit einem Stativ zu bewaffnen.

Urzeitviech: Komodo-Warane sind die größten Echsen der Welt. Und die gefährlichsten.

Komodo & Rinca: Der Archipel mit den beiden indonesischen

Inseln wurde 1980 zum ersten Naturschutzgebiet Indonesiens.

völkerung aufzuklären, müssten Projekte in

Schulen und Dörfern gestartet werden. Das

Geld hierfür wäre theoretisch vorhanden, von

den Touristen ins Land gebracht. »Es kommt

nicht dort an, wo es wirklich helfen würde«,

erzählt ein Park Ranger hinter vorgehaltener

Hand. »Nur wenige können es sich leisten,

die Kinder in die Schule zu schicken, weil der

Staat Schulgeld verlangt. In den Dörfern gibt

es keine Aufklärung wegen des Mülls. Und

statt den Fischern eine Alternative zum Dynamitfischen

zu bieten, schießt man auf sie.«

Tatsächlich wurde vor kurzem ein Fischer

auf der Flucht von der Polizei erschossen.

»Das war zwar abschreckend, aber die Polizei

kann nicht alles kontrollieren, und außerdem

haben sie nicht immer genügend

Diesel für die Patroullienfahrten da ist.«

Bevor er Ranger wurde, fischte auch er mit

Dynamit, bekam dann aber die Chance, einen

Englischkurs zu machen und Touristen

durch den Park zu führen. Leider finden

sich zwischen vor maritimen Leben strotzenden

Orten immer wieder Stellen unter

Wasser, die aussehen, als wäre jemand mit

dem Bulldozer über die Korallen gefahren.

Großflächige, tote Schutthalden, auf denen

für Jahre nichts mehr wachsen wird. Was

man dagegen tun kann? Nicht wirklich viel.

Fahren Sie hin, besuchen Sie diesen wunderschönen

Flecken Natur. Und machen Sie

sich auf spannende Tauchgänge gefasst, bei

denen Sie erleben können, wenn die See von

Flores und der Indische Ozean mal wieder

miteinander Ping Pong spielen. p

Safari-Veranstalter

Komodo · IndonesIen

MS »Ari Jaya«

MS »Lalunia«

MS »Pratiwi«

Die kleine Firma ARIDIVE (www.aridive.com) ist seit

2005 im Safari-Geschäft rund um Komdo und Rinca tätig. Die kleine Flotte besteht aus drei Holzbooten

mit verschiedenen Kapazitäten. Die Boote haben Längen von 20 (»Ari Jaya«, bis zu sechs Personen),

22 (»Pratiwi«, bis zu vier Personen) und 26 Meter (»Lalunia«, bis zu acht Personen). Neben

Tauchsafaris können die Schiffe auch für Schnorcheltouren gechartert werden. Familien sind herzlich

willkommen. Die Guides sprechen alle fließend Englisch. Auf Anfrage kümmert sich der Veranstalter

auch um Komplettpakete (inkl. Bali-Aufenthalte).

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Komodo: Wissenswert

Die Anreise erfolgt über Bali und

die Insel Flores (1,5 Stunden Flug

von Bali). Für die Ein- und Ausreise

aus Indonesien und Übergepäck

fallen Gebühren an, die in

Bar bezahlt werden müssen. Tauschen

Sie bereits auf Bali mehr als

genügend Bargeld ein. Mit wenigen

Ausnahmen ist überall Handy-Netz

vorhanden – Ausnahme

ist das Gebiet um Rinca-Island.

Komodo ist ein ganzjähriges Reiseziel.

Die beste Reisezeit ist von

April bis November. Für die Tauchgänge

empfehlen wir einen Fünf-

Millimeter-Anzug, eine Sicherheitsboje

und Handschuhe. Die

Tauchplätze erfordern Tauch-

erfahrung!

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