Vereinigten Staaten - Trelleborg

trelleborg.com

Vereinigten Staaten - Trelleborg

LÖSUNGEN ZUM DICHTEN, DÄMPFEN UND SCHÜTZEN VON DER TRELLEBORG GRUPPE

NR. 2 - 2010

Amerika

Die

Vereinigten Staaten von

Innovativ Innovativundehrgeizig und ehrgeizig – das LLand

der unbegrenzten Möglichkeiten

Luftfahrt

Die Branche ist

startbereit für

den Aufschwung

„Die Bedeutung der Printmedien wird nicht

schrumpfen. Sie strahlen Qualität aus”

Prof. Bernd-Jürgen Matt, Hochschule der Medien in Stuttgart

FENDER AUS SYNTHETISCHEM HOLZ SCHWIMMENDE WINDKRAFTWERKE


03

06

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14

Innovation und

neue Marktsegmente

n

achdem wir uns in T-Time, mit den wichtigsten

Wachstumsmärkten befasst haben,

sind nun die USA an der Reihe, einer der

Kernmärkte von Trelleborg. Das Land stand

2009 für ein Fünftel unseres gesamten Umsatzvolumens.

Innovation ist ein wesentlicher Faktor, wenn man auf reifen

Märkten bestehen und neue Marktsegmente erobern will.

Beispiele hierfür finden SSie

in dieser Ausgabe. Lesen Sie

etwa unseren Artikel über SeaTimber® S oder wie wir uns mit

TriContinent, TriContin dem weltweit führenden

Hersteller Herstelle von Spritzpumpen, im Bereich

der Biow Biowissenschaften etablieren.

2 T·TIME 2·2010

INHALT

Sanfter Aufprall

Dank SeaTimber ® hat die San Francisco Bay Bridge

eine schwere Schiffskollision gut überstanden

Fokus: USA

In dieser Ausgabe wirft T-Time einen Blick auf die größte

Volkswirtschaft der Welt

Präzise Pumpen

Zuverlässige Dichtungen sind für Spritzpumpen von größter

Wichtigkeit, um kostspielige Stillstände zu vermeiden

Hotspot: Houston

T-Time führt Sie durch Houston, einem der

wichtigsten Standorte von Trelleborg Offshore

IN JEDER AUSGABE

Editorial 2 Technologie 16

Leute & Trends 18

News/Update 10, 22

Viel Spaß

bei der Lektüre!

Peter Pe Nilsson

President Pre und CEO

Verantwortlich nach dem schwedischen

Pressegesetz: Viktoria Bergman

viktoria.bergman@trelleborg.com

Chefredakteur: Rosman Jahja

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T-Time erscheint vierteljährlich. Die in dieser

Publikation veröffentlichten Ansichten sind

die des Autors oder der befragten Personen und

entsprechen nicht in jedem Fall den Ansichten

von Trelleborg.

Wenn Sie Fragen über Trelleborg haben

oder uns einen Kommentar über T-Time

senden möchten, schreiben Sie bitte an

rosman.jahja@trelleborg.com


SICHERER

BRÜCKENSCHUTZ

Die Aufrüstung der San Francisco Bay Bridge mit SeaTimber ® war mehr

als nur eine umweltfreundliche Maßnahme. Bei einer schweren Kollision

bewahrte das Fendersystem die Brücke vor fatalen Schäden

TEXT: STEFFAN HEUER FOTOS: ISTOCKPHOTO & CALIFORNIA ENGINEERING CONTRACTORS

Spitze SEATIMBER

T·TIME 2·2010 3


MARINE LÖSUNGEN

Trelleborg liefert Produkte und

Lösungen für das sichere Anlegen

und Vertäuen von Schiffen in Häfen,

an Anlegern und auf Wasserwegen

in aller Welt. Neben Bojen und Fendersystemen

umfasst die Produktpalette

auch lasergestützte Anlegehilfen,

Lastüberwachungstechnik,

Quick-Release-Haken und GPS-gesteuerte

Vertäuungssysteme. Hinzu

kommt ein breites Angebot an

Schiffskomponenten, darunter

Schläuche, Lager aus Verbundwerkstoffen

sowie Schwingungsdämpfungs-

und Dichtungslösungen.

Für weitere Informationen:

richard.hepworth@trelleborg.com

dichter Nebel umhüllte

die berühmte San

Francisco Bay Bridge,

als am Morgen des 7. November

2007 der 250 Meter lange Frachter

Cosco Busan einen Brückenpfeiler

rammte. Dabei wurde ein riesiges

Loch in den Rumpf des Schiffes gerissen,

durch das große Mengen Öl

ausliefen. Die massive Brückenkonstruktion,

die die Wirtschaftszentren

San Francisco und Oakland miteinander

verbindet, hielt der Kollision

jedoch weitgehend stand. Dies war

zum Teil einer Innovation von Trelleborg

zu verdanken, die Recyclingmaterial

einem neuen Verwendungszweck

zuführt.

Die Fender zum Schutz der Brückenpfeiler

waren kurz zuvor durch

ein neuartiges, besonders haltbares

4 T·TIME 2·2010

und stoßdämpfendes synthetisches

Holzmaterial von Trelleborg ausgetauscht

worden. SeaTimber®, so der

Name des Materials, wird zu 100

Prozent aus recyceltem HDPE (Polyethylen

hoher Dichte) hergestellt,

das in seinem früheren Leben vielleicht

ein Milchpaket war und in einen

Recycling-Container geworfen

wurde.

„Die alten Holzfender hätten

praktisch keinen Schutz geboten,

weil sie inzwischen in einem äußerst

schlechten Zustand gewesen wären“,

sagt Mick Langford, Vertriebsleiter

von Trelleborg Marine Systems

USA, einer Einheit von Trelleborg

Engineered Systems. „Das Kunststoffmaterial

hat vermutlich das

Schlimmste verhindert. Anderenfalls

SeaPile ® und SeaTimber ® werden aus recyceltem

Kunststoff hergestellt. Die Pfähle und Balken

sind je nach Kundenwunsch in unterschiedlichen

Längen, Farben und Durchmessern erhältlich

wäre die Brücke vielleicht komplett

eingestürzt.“

SeaTimber und die vertikale Variante

SeaPile® sind weltweit die bevorzugten

Produkte, wenn Brückenpfeiler

und Hafenanlagen aufgerüstet

werden sollen. Ein Grund für ihre Beliebtheit

ist, dass die Kunststoffpfähle

und -balken in unterschiedlicher Flexibilität

sowie in verschiedenen Längen

und Farben hergestellt werden

können. Im Gegensatz zu Holz verrotten

sie außerdem im Wasser nicht

und werden auch nicht von marinen

Organismen angegriffen. SeaTimber

hat eine Lebensdauer von 40 bis 50

Jahren, Holz hält nur zehn Jahre.

„Das Material ist nicht nur eine

umweltfreundliche Alternative, es ist

auch wesentlich flexibler und kann

deshalb Energie besser absorbieren


SeaPile ® und SeaTimber ® sind aus

wiederverwendetem Kunststoff

hergestellt. Die Pfähle werden in verschiedenen

Längen, Farben und

Durchmessern nach den Spezifikationen

des Kunden gefertigt

und ablenken“, kommentiert Langford.

„SeaTimber wurde erstmals im

Hafen von New Orleans eingesetzt.

Seither wird es immer häufiger verwendet,

weil der Nutzen angesichts

der Lebensdauer des Materials die

Kosten deutlich überwiegt.“

Die Vorteile der Kunststoffummantelung

veranlassten das kalifornische

Ministerium für Transportwesen

im Sommer 2005 dazu, mehr

als elf Kilometer Holzverkleidung

zum Schutz der Fundamente der Bay

Bridge-Pfeiler durch SeaTimber zu

ersetzen.

Die California Engineering Contractors

(CEC) führten das sechs

Millionen US-Dollar teure Projekt

durch. Man wählte SeaTimber unter

anderem wegen der Vielseitigkeit

des Materials, erklärt Projektleiter

Robert Ikenberry von CEC: „Auch

das Preis-/Leistungsverhältnis von

SeaTimber sowie die Kompetenz

und der Lieferservice von Trelleborg

waren ausschlaggebend für unsere

Entscheidung.“

Die neue Ummantelung hatte bereits

drei Winter lang dem Spritzwasser

standgehalten, als das Unglück

mit der Cosco Busan eintraf.

„Der Pfeilerschutz funktionierte

einwandfrei“, sagt Ikenberry. „Er

dämpfte den Aufprall und schützte

die dahinter liegende Konstruktion.“

Ikenberry erinnert sich noch daran,

dass sein Telefon am Morgen der

Kollision nicht stillstand. „Das Ministerium

ging von 100 Arbeitstagen

für akute Reparaturen aus. Das war

schon eine enorm kurze Frist. Aber

dank Trelleborg und der vielen engagierten

Helfer aus allen Teilen der

USA schafften wir es in weniger als

30 Tagen. Die Zusammenarbeit war

phantastisch.“

In kürzester Zeit mussten das erforderliche

SeaTimber-Material sowie

die hinter den Fendern angebrachten

Stahlstreben und -bögen

hergestellt und per Lkw quer durch

das Land transportiert werden, damit

Ikenberrys schwimmendes

Team die Ersatzfender am Turm 5

des westlichen Brückenbogens vor

dem Einsetzen der Winterstürme

montieren konnte. Am 15. Dezember

waren die Reparaturarbeiten

abgeschlossen, und wieder waren

Tausende von alten Milchpaketen

zum zweiten Mal zur Anwendung

gelangt.

BAY BRIDGE

Mit der 1936 eröffneten Bay

Bridge war erstmals eine Verbindung

zwischen San Francisco und

Oakland geschaffen worden. Das

kühne bauliche Meisterwerk besteht

aus zwei Hängebrückensegmenten

von jeweils 1,5 Kilometern

Länge für den Straßen- und anfänglich

auch Schienenverkehr. Die Brücke

ersetzte die Fähren, die früher

in dem unruhigen Gewässer verkehrten.

Das Verkehrsaufkommen

übertraf schon bald alle Erwartungen.

Im ersten Jahr lag es bei neun

Millionen Fahrzeugen, und heute

überqueren jährlich 102 Millionen

Fahrzeuge die Bucht von San

Francisco.

T·TIME 2·2010 5


Fokus USA

UNERSCHÜTTERLI

OPTIMISTISCH

6 T·TIME 2·2010

Alle reden vom Aufstieg von China und Indien. Die Wirtschaft der USA ist

jedoch noch immer doppelt so groß wie die der beiden Länder zusammen.

Mit einem bescheidenen, aber stabilen Wachstum bleiben die USA

das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

TEXT: DAVID WILES FOTOS: ISTOCKPHOTO

amerika ist wieder da –

mit jener Antriebskraft

und optimistischen Einstellung,

die das Land

zur Wirtschaftssupermacht gemacht

haben. „Wir haben im vergangenen

Jahr einiges durchgemacht, und ich

glaube, die Leute werden in Zukunft

vorsichtiger sein, aber die Stimmung

in der Wirtschaft ist positiv“, sagt

Jim Law, President Global AVS, der

größten Einheit von Trelle borg Automotive.

,,Wir werden ein langsames,

aber stabiles Wachstum haben.“

Die Wende in der US-Wirtschaft

zeigt sich deutlich in der Automobilindustrie.

Sie rechnet in diesem Jahr

mit einem Absatz von 12,5 bis 13,5

Millionen Neuwagen. 2009 waren

es nur 10,4 Millionen Fahrzeuge, so

wenig wie seit 27 Jahren nicht mehr.

Während die Absatzzahlen steigen,

schrumpfen die Autos in der Größe.

„Der Markt hat sich grundlegend verändert“,

meint Law. „Die Benzinpreise

steigen wieder, und wenn das so

weitergeht, wird sich das nachhaltig

auf das Kaufverhalten der Amerikaner

auswirken. Wir verzeichnen eine

zunehmende Nachfrage nach Hybrid-Fahrzeugen

und Kleinwagen.“

Den rückläufigen Trend bei „Benzinschluckern“

hat Trelleborg Automotive

schon vor mehreren Jahren

vorausgesehen. „Wir haben diese

Entwicklung kommen sehen, als die

Ölpreise nach oben gingen und die

Amerikaner begannen, nach umweltfreundlicheren

Produkten zu verlangen“,

erklärt Law. „Deshalb haben

wir vor rund fünf Jahren ganz bewusst

die strategische Entscheidung

getroffen, verstärkt auf das Geschäft

mit Klein- und Mittelklassewagen

zu setzen.

Trelleborg Automotive verlegte

somit seinen Schwerpunkt auf Motorlagerungs-

und Aufhängungssysteme

für kleinere Fahrzeuge.

Auf dem US-Automarkt, der einst

von einheimischen Herstellern beherrscht

war, haben sich in den letzten

Jahrzehnten ausländische Erstausstatter

immer stärker etabliert.

Heute verteilen sich die 20 meist verkauften

Fahrzeugmarken gleichmäßig

auf US-Hersteller und ausländische

Automobilbauer, wobei fast

alle in den USA produziert werden.

Law zufolge sind die US-Automobilhersteller

aber wieder auf dem Vormarsch,

da sie ihr Angebot an die

wachsende Nachfrage nach kleineren

Modellen anpassen.

„General Motors und Ford haben

Marktanteile hinzugewonnen“, stellt

er fest. „Dieser Trend wird sich vermutlich

fortsetzen, weil sie jetzt Mo


ICH

delle auf den Markt bringen, die die

Leute haben wollen. Das war in der

Vergangenheit nicht immer der Fall.“

Während die Verbesserung der

Kraftstoffeffizienz hauptsächlich

von wirtschaftlichen Faktoren vorangetrieben

wird, macht sich nicht

zuletzt unter jungen Amerikanern

auch ein zunehmendes Umweltbewusstsein

breit. Zudem gibt die Regierung

einen Anstoß in diese Richtung.

Die Obama-Regierung hat

massive Investitionen in alternative

Energien auf den Weg gebracht.

Dazu gehören auch Steuervergünstigungen

und staatliche Bürgschaften

für „grüne“ Investitionsvorhaben.

„Das trägt maßgeblich zur Entwicklung

von alternativen Energielösungen

bei und fördert die Aktivitäten

der US-Hersteller“, sagt Tim

Callison, President Marketing

Americas bei Trelleborg Sealing

Solutions.

Die Entwicklung von alternativen

Energien und Technologien für

die Energieeffizienz bietet Trelleborg

Sealing Solutions in den USA neue

Geschäftsmöglichkeiten. „Offshore-

Unsere Dichtungslösungenverringern

die Reibung

und senken damit den

Energieverbrauch

Tim Callison, President Marketing Americas

bei Trelleborg Sealing Solutions

Energie ist bei uns ein starkes Segment,

aber wir bewegen uns in Richtung

erneuerbare Energien“, meint

Callison. „Unsere Erfolge in Europa

sind eine gute Grundlage für unser

Windkraftgeschäft in den USA,

da die europäischen Hersteller hierher

kommen.“

Und der Bereich Biowissenschaften,

den Trelleborg unter anderem

mit Schläuchen und Silikonprodukten

beliefert, ist von der allgemeinen

Wirtschaftskrise verschont geblieben

und hat ein beträchtliches Zukunftspotenzial.

BIOWISSENSCHAFTEN

– EIN BOOMENDER MARKT

Die Biowissenschaften gehören in den USA

zu den Branchen mit den höchsten Zuwachsraten.

Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich,

darunter Fortschritte in der

Medizintechnik und die alternde Baby-Boomer-Generation.

Rund 77 Millionen Menschen,

also fast 30 Prozent der US-Bevölkerung,

sind zwischen 1946 und 1964 geboren.

Wegen der alternden Bevölkerung wird der

Pflegeaufwand sowie der Innovations- und

Technologiebedarf weiter zunehmen und

einen anhaltenden Boom dieses Marktes

sicherstellen.

FÜR VIELE BRANCHEN

Lösungen für erneuerbare Energien wie Wind-,

Wellen- und Solarenergie und Biokraftstoffe

sind ein Schwerpunktbereich für Trelleborg.

Zudem unterstützt Trelleborg die Biowissenschaften,

darunter die Medizintechnik, die allgemeine

Gesundheitsfürsorge, die Biotechnologie

und die pharmazeutische Industrie.

T·TIME 2·2010 7


Case

Trelleborg hat TriContinent Scientifi c

bei der Entwicklung einer störungsfreien

Spritzpumpe unterstützt

TEXT: STEFFAN HEUER FOTOS: ISTOCKPHOTO, TRICONTINENT

die Spritze, Angstobjekt

für Generationen

von Kindern, wird üblicherweise

zur Impfung

oder Blutabnahme verwendet.

Nach dem Gespräch mit Mik Bajka,

dem technischen Leiter von Tri-

Continent Scientific in Nordkalifornien,

bekommt dieses medizinische

Instrument jedoch eine völlig andere

Bedeutung. Wenn im Bereich der

Biowissenschaften oder der Biotechnologie

Spritzen eingesetzt werden,

müssen diese nicht nur präzise und

zuverlässig sein, sondern auch langlebig

und robust, damit sie in Geräten

beispielsweise für In-vitro-Versuche,

chemische Analysen und Zytometrie

– die Untersuchung von Zellsubstanzen

– zuverlässig funktionieren.

„In den Biowissenschaften sind

solche Instrumente rund um die Uhr

im Einsatz und geben kleine, aber

exakte Flüssigkeits- oder Reagenzmengen

ab“, erklärt Bajka. „Eine defekte

oder leckende Spritze führt zu

kostspieligen Ausfällen.“ Sein Unternehmen,

Weltmarktführer bei Präzisionsspritzpumpen

für Hersteller von

diagnostischen Geräten, hat seine

Anstrengungen zur Konstruktion einer

störungsfreien Spritzpumpe weiter

verstärkt und ist dabei von Trel-

8 T·TIME 2·2010

TRICONTINENT SCIENTIFIC

ROBUST

und zuverlässig

leborg tatkräftig unterstützt worden.

Gemeinsam entwickelten die beiden

Unternehmen eine Dichtungsausführung

für einen neuen Spritzentyp,

um das Problem eines bedeutenden

Kunden von TriContinent zu

lösen. Kunststoffstößel agieren hierbei

als Kolben, die aus Glas oder Keramik

hergestellt werden. Die Dichtung

zwischen Kolben und Zylinder

ist eine Schwachstelle in Spritzpumpen.

Für die von Bajkas Team entwickelte

patentierte Konstruktion

wählten die Ingenieure von Trelleborg

den richtigen Dichtungswerkstoff

und das optimale Dichtungselement.

Das Ergebnis ist eine Spritze,

die auch bei Handhabung von harten

Reagenzien, die andere Pumpensysteme

beschädigen würden, einwandfrei

funktioniert.

In diesem speziellen Fall neigten

die Reagenzien zur Kristallbildung

an der Außenseite des Keramikkolbens,

der sich im Pumpenzylinder

auf und ab bewegt. Die dadurch entstehenden

abrasiven Ablagerungen

führten zum vorzeitigen Ausfall der

Dichtungen und verursachten sogar

Leckagen, die eine Gefahr für die

Pumpenmotoren darstellten.

„Wir haben ein neues Konzept

entwickelt – eine selbstschmierende,

für harte Einsatzbedingungen ausgelegte

Dichtung“, sagt Bajka. „Aber

wir brauchten einen kompetenten

Partner für das Dichtungselement.“

Die Experten von Trelleborg

Sealing Solutions empfahlen eine integrierte

dynamische Polymerdichtung

mit einem kundenspezifischen

federvorgespannten Element in einer

Ummantelung aus Polyethylen. Statt

Metall, wie sonst üblich, wird für das

federvorgespannte Element glasfaserverstärktes

thermoplastisches Material

verwendet, das mit ultrahochmolekularem

Kunststoff umhüllt ist.

Laut Andy Plantaz, Vertriebsingenieur

bei Trelleborg, hat die neue

Konstruktion, deren Entwicklung

und Erprobung anderthalb Jahre gedauert

hat, gleich mehrere Vorteile.

Sie übt über den gesamten Durchmesser

der Dichtungsoberfläche

einen konstanteren Druck auf die

Dichtung aus und ermöglicht so eine

präzisere Abgabe von Flüssigkeitsmengen.

Sie verhindert außerdem,

dass sich metallangreifende Reagenzien

am Zylinder ablagern.

TriContinent ist von der neuen

Spritzpumpe begeistert. „Es ist

eine einzigartige Konstruktion. Die

Pumpe besteht aus einem einzigen,


DIE LÖSUNG VON

TRELLEBORG

Trelleborg Sealing Solutions entwickelte

eine integrierte federvorgespannte

Dichtung für eine neue 140

Millimeter hohe und 38 Millimeter

breite Spritzpumpe, die kristallisierende

Reagenzien zuverlässig abgeben

kann.

Es handelt sich um eine dynamische

Polymerdichtung mit einem

kundenspezifischen federvorgespannten

Element aus HiMod 550,

einem glasfaserverstärkten thermoplastischen

Material in einer

Ummantelung aus ultrahochmolekularem

Kunststoff (UHMWPE).

Für weitere Informationen:

jerome.zawada@trelleborg.com

Eine defekte oder

leckende Spritze

führt zu kostspieligen

Ausfällen“

Mik Bajka,TriContinent Scientific

TRICONTINENT

IM ÜBERBLICK

TriContinent mit Sitz in der ehemaligen

Goldgräberstadt Grass Valley

in Kalifornien hat sich auf Liquid-

Handling-Produkte

und Instrumentenbauteile

für die

medizinische Diagnostik

und Biotechnologie

spezialisiert.

Das 1975 gegründete

Unternehmen

wurde 1996 von Hitachi

Chemical Company

übernommen.

TriContinent entwickelt

und produziert

Spritzpumpen, Pipetten,

Dispenser und Mikroplatten-Washer.

Als

Spritzpumpe

SR 800 OEM

von

TriContinent

Weltmarktführer bei Präzisionsspritzpumpen

beliefert TriContinent

international führende Hersteller

von Geräten für die medizinische

Diagnostik.

nach unseren Vorgaben dimensionierten

Stück“, meint Bajka. „Die

Dichtlippe kann jetzt mit den Flüssigkeiten

in der Spritze in Kontakt

kommen.“

Mit der Hilfe von Trelleborg baute

TriContinent Prototypen und

testete die neue Konstruktion in

Millionen von Durchläufen. Die Ergebnisse

waren mehr als zufriedenstellend.

„Seit wir die neue Pumpe

in den Geräten unserer Kunden installiert

haben, sind die Ausfälle von

28 Prozent auf weniger als ein Prozent

zurückgegangen“, freut sich Bajka.

„Das ist ein großer Erfolg, wenn

man bedenkt, dass jeder Tag, an dem

ein Gerät nicht funktioniert, dem

Unternehmen zwischen 50.000 und

100.000 US-Dollar kostet.“

Hinzu kommt, dass die Wartungstechniker

nun die Möglichkeit

haben, die Spritzpumpen zu überprüfen

und gegebenenfalls Teile auszutauschen.

„Wir können jetzt vorbeugende

Wartungsmaßnahmen

durchführen“, summiert Bajka. „Die

Zusammenarbeit mit Trelleborg hat

bei uns zu einer erheblich höheren

Kundenzufriedenheit geführt, und

das ist wohl das größte Plus.“

T·TIME 2·2010 9


Update AGCO

10 T·TIME 2·2010

Trelleborg und der führende Traktor- und

Landmaschinenhersteller AGCO haben eine

langfristige strategische Partnerschaft vereinbart

TEXT: ALEXANDER FARNSWORTH FOTOS: AGCO CORPORATION, TRELLEBORG

VEREINT

e

in Handelsabkommen

zwischen dem

Geschäftsbereich Agricultural

& Forestry

Tires (Land- und Forstwirtschaftsreifen)

von Trelleborg und und der

AGCO Group sieht die Lieferung

von hochwertigen Gürtelreifen für

das gesamte Landmaschinenangebot

von AGCO vor, vor allem für

Traktoren und Mähdrescher. Darüber

hinaus werden die beiden Unternehmen

bei Produktinnovation,

Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten.

,,Ein wichtiger Aspekt dabei ist,

dass wir jetzt Traktorausrüstung in

Regionen liefern können, in denen

unsere Marke bereits auf dem Ersatz-

teilmarkt, aber noch nicht auf dem

Ausrüstungsmarkt bekannt ist“, sagt

Stefano Bettinelli, Original Equipment

Director von Trelleborg Wheel

Systems. „Wir arbeiten bereits mit

AGCO Brasilien und AGCO Südafrika

zusammen, und von nun

an werden unsere Reifen auch in

die USA exportiert, um dort auf

AGCO-Traktoren montiert zu

werden.“

Traktoren werden in puncto Kraft

und Leistung ständig weiterentwickelt.

Hersteller wie Trelleborg stehen

vor der Herausforderung, Reifen mit

immer größeren Breiten und Durchmessern

herzustellen, mit denen

Traktoren ihre Leistung nicht nur auf

dem Feld umsetzen können, sondern

auch auf Landstraßen. Angesichts

immer höherer Geschwindigkeiten

müssen solche schweren Fahrzeuge

auch dort weiter höchsten Fahrkomfort

bieten.

„Das langfristige Abkommen mit

AGCO und unsere engen Beziehungen

zu allen Herstellern haben uns

dazu veranlasst, in unser Werk in Tivoli

zu investieren, um die Produktionskapazität

vor allem für Reifen aus

dem Spitzensegment zu erhöhen“, erklärt

Bettinelli.

Seit 1999 besteht eine Zusammenarbeit

zwischen Trelleborg und

AGCO, die vor allem die Marke

Fendt betrifft, aber auch die anderen

Marken wie Massey Ferguson, Valtra

und Challenger. Mit der neuen strate


Tgischen

Partnerschaft wird Trelleborg

einer der bevorzugten Reifenlieferanten

von AGCO und kann den gesamten

Konzern weltweit beliefern.

„Mit dem Abkommen will Trelleborg

diese Art der Zusammenarbeit

zwischen den F&E-Abteilungen beider

Unternehmen weiter verstärken,

um allen Traktorkunden von AGCO

das richtige Produkt anbieten zu können“,

so Bettinelli.

Laut Bertrand Blampey, Strategic

Commodity Manager bei AGCO,

bringt das Abkommen den Wunsch

beider Unternehmen zum Ausdruck,

weiterhin in Spezialbereiche zu

investieren und sich auf Innovation,

Qualität und Kundenservice zu

konzentrieren.

Trelleborg

will diese Art

der Zusammenarbeit

zwischen

den F&E-Abteilungen

weiter verstärken

Stefano Bettinelli, Trelleborg

Wheel Systems

Da Traktoren in

puncto Kraft und

Leistung ständig

weiterentwickelt

werden, muss

Trelleborg Reifen

mit immer größeren

Breiten und

Durchmessern

herstellen

REIFEN FÜR

ANSPRUCHSVOLLE

ANWENDUNGEN

Trelleborg Wheel Systems ist ein

weltweit führender Anbieter von

Reifen und Komplettradsystemen

für Forst- und Landmaschinen,

Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge.

Agricultural & Forestry

Tires hat eine besonders starke

Stellung im landwirtschaftlichen

Premium-Segment.

Für weitere Informationen:

stefano.bettinelli@trelleborg.com

AGCO IM ÜBERBLICK

Das Unternehmen AGCO mit Sitz

in Duluth im US-Bundesstaat

Georgia wurde 1990 gegründet

und bietet ein umfassendes

Sortiment an Traktoren, Mähdreschern,

Heumaschinen, Sprühgeräten,

Häckslern, Maschinen für die

Feldbestellung, Anbaugeräten und

entsprechenden Ersatzteilen. Die

Produkte werden unter den AGCO-

Marken Challenger®, Fendt®,

Massey Ferguson® und Valtra®

geführt und weltweit über mehr als

2.800 unabhängige Händler in rund

140 Ländern vertrieben. AGCO

Finance stellt Agrarbetrieben Finanzdienstleistungen

bereit. 2009

wies AGCO einen Nettoumsatz von

6,6 Milliarden US-Dollar aus.

Für weitere Informationen:

www.agcocorp.com

T·TIME 2·2010 11


Innovation OFFSHORE

Schwimmende

Windparks

Weltweit nehmen die Investitionen in die Windkraft zu.

Die bei der Öl- und Gasgewinnung auf hoher See verwendete

Technologie macht nun auch die Installation

von Windparks in tieferen Gewässern möglich

TEXT: LOUISE WHEBLE ILLUSTRATION: IAN NAYLOR

offshore-Installationen

gelten als die beste Lösung

für die Platzierung

von Windparks.

Auf hoher See weht der Wind ganzjährig

rund um die Uhr, und Lärmbelästigung

oder die Beeinträchtigung

des Landschaftsbildes ist

praktisch kein Thema.

Bislang mussten Offshore-Windkraftanlagen

mit teuren Unterwasserkonstruktionen

fest auf dem Meeresgrund

installiert werden. Mit der

neuen schwimmenden Offshore-

Windturbine Hywind von Statoil ist

jedoch eine neue Ära angebrochen.

Vor kurzem wurde die erste Anlage

dieser Art vor der Küste Norwegens

in der Nordsee erfolgreich verankert.

Trelleborg hat mit seiner Auftriebstechnologie

auf der Basis von syntaktischem

Schaum - in ein Bindematerial

eingebettete Mikroglaskugeln - maßgeblich

zu diesem Projekt beigetragen.

12 T·TIME 2·2010

„Es ist wie bei einem Eisberg“,

meint Gary Howland, Verkaufsleiter

für erneuerbare Technik bei Trelleborg

Offshore. „Die Masse unterhalb

der Oberfläche gewährleistet

die Stabilität der Konstruktion, die

aus dem Wasser herausragt.“

Ohne entsprechend angepasste

Auftriebselemente könnte die Windturbine

den extremen Verhältnissen

auf See nicht im selben Maße standhalten.

In Zusammenhang mit dem Hywind-Projekt

konstruierte und lieferte

Trelleborg 45 polymerummantelte

Auftriebsmodule (DBM) aus syntaktischem

Schaum für den drei Tonnen

schweren und 100 Meter langen

Abschnitt des Ankerseils, mit dem

die Windturbine in 220 Metern Tiefe

am Meeresboden verankert ist.

Die Auftriebsmodule haben eine integrierte

Klemmvorrichtung für die

sichere Befestigung und präzise Positionierung

des Ankerseils. Sie stützen

das Seil unter Wasser in einer so

genannten „Lazy Wave“-Konfiguration

– das Seil verläuft in sanften

Kurven mit großen Radien und wird

so minimalen Belastungen ausgesetzt,

kann aber gleichzeitig den natürlichen,

von Wind und Wellen verursachten

Bewegungen folgen.

Trelleborg entwickelte die DBM

ursprünglich für den Auftrieb von

Versorgungsschläuchen und Drilling

Riser, die bei der Offshore-Erdöl- und

Erdgasgewinnung eingesetzt werden.

„Es handelt sich um eine bewährte

Unterwassertechnik“, sagt Howland.

„Viele der technischen Probleme

kennen wir bereits aus der Offshore-

Gewinnung von Erdöl und Erdgas.

Deshalb können unsere Techniker

erprobte Lösungen rasch an die Bedürfnisse

der Windkraftindustrie

anpassen.“


Die dynamische schwimmende Konstruktion

wiegt 5.300 Tonnen und ist 165 Meter hoch –

65 Meter davon ragen aus dem Wasser. Die 13

Kilometer lange Leitung zur Energieübertragung

und Kommunikation, die an der Windturbine

angeschlossen ist, trägt zum Gewicht der

Konstruktion bei

Die Masse unterhalb

der Oberfl äche

gewährleistet die

Stabilität der Konstruktion,

die aus dem

Wasser herausragt

Gary Howland, Trelleborg

KOLOSS IM MEER

Um bei jedem Wellengang die optimale

Auftriebskraft gewährleisten zu können,

wurden die einzelnen Positionen

der 45 polymerummantelten Auftriebsmodule

(DBM) von Trelleborg an den Ankerseilen

des schwimmendem Windkraftwerks

Hywind von Statoil sorgfältig

berechnet.

Die Positionen dürfen sich selbst bei

großen Belastungen während der Installation

und dem Betrieb der Anlage nicht

verändern. Die Klemmvorrichtung ist dabei

entscheidend. Konstruktion, Materialwahl

und Fertigungsmethode sind wesentliche

Faktoren um sicherzustellen,

dass das Auftriebsmodul im Laufe

seiner 20-jährigen Nutzungsdauer beim

Zusammenziehen und Expandieren des

Ankerseils seine Position beibehält.

Trelleborg Offshore verfügt über ein

umfassendes Know-how, wenn es um

Tiefsee- und Unterwasserinstallationen

geht, und kann Referenzen von führenden

Offshore-Unternehmen aus aller

Welt vorweisen“, erklärt Howland. „Mit

über 35.000 installierten DBM haben wir

große Erfahrung bei der Lieferung von

Auftriebsmodulen. Diese Erfahrung kann

einen wichtigen Beitrag zur raschen Entwicklung

einer Offshore-Industrie im Bereich

der erneuerbaren Energie leisten.“

Für weitere Informationen:

gary.howland@trelleborg.com

T·TIME 2·2010

13


Hotspot HOUSTON

Willkommen

IN TEXAS

Houston ist mehr als Hurricans, Hitze und Feuchtigkeit. T-Time gibt

Ihnen ein paar Insider-Tipps für einen Besuch in „The Big Heart“

TEXT: WENDY SACK FOTOS: ISTOCKPHOTO, TRELLEBORG, GETTY IMAGES

sie möchten nach Houston

fahren und Ihre Pläne stehen

schon fest? Ein echtes Texas-

Barbecue essen, ein Spiel des

Baseballteams Astros sehen, vielleicht einen

echten Cowboy zu Gesicht bekommen

oder ein Besuch im Raumfahrtzentrum?

Bevor Sie jede Minute verplanen, sollten Sie

weiterlesen. Wir haben hier einige Insider-

Tipps für Sie.

Zuerst ein guter Rat für Touristen,

die Houston im Sommer besuchen

möchten: Packen Sie kurze

Hosen, Sonnenschutz und eventuell

einen tragbaren Ventilator ein.

Die Durchschnittstemperatur liegt am

Tag bei 34 Grad und die Luftfeuchtigkeit

bei 72 Prozent.

Die Houston Livestock Show and Rodeo

ist mit über 1,8 Millionen Besuchern

das weltweit größte Rodeo-Spektakel. Aber

14 T·TIME 2·2010

lassen Sie sich nicht täuschen – nicht jeder

in Houston protzt mit einem Cowboyhut

und reitet auf einem Stier. Houston ist auch

Sitz des Texas Medical Center, des größten

Krankenhauskomplexes der Welt, und hat

ein Theaterviertel, das in den USA nur noch

von New York übertroffen wird. Zudem

gilt Houston als Energiehauptstadt der Welt

und verfügt über mehr als 40 Hochschulen

In Texas sollte

man unbedingt ein

Steak probieren

und Universitäten. Junge Leute fühlen sich

hier schnell heimisch, denn 71 Prozent der

Einwohner sind jünger als 44 Jahre. Und

dann gibt es da noch den Hurrican. Gemeint

ist nicht der tropische Wirbelsturm,

sondern der Drink.

Das kulinarische Angebot ist mit über

11.000 Restaurants gewaltig. Einige behaupten,

man sollte bei der Suche nach einer Unterkunft

das Third Ward-Viertel meiden,

aber echte Insider wissen es besser. Dieser

bunt gemischte historische Stadtteil ist der

bevorzugte Wohnort von jungen Leuten.

Houston wird seit einigen Jahren auch

„The Big Heart“ (Das große Herz) genannt,

weil die Stadt 2005 Tausende von

Opfern des Hurrikans Katrina mit

offenen Armen aufnahm.

Hier ist unsere kleine Insider-Tour

zu Ende. Besuchen Sie

Houston und überzeugen Sie sich

selbst. Zum Schluss noch ein kluger Rat:

Falls Sie nach Ihrer Stadtbesichtigung mit

dem Zug um 16.10 Uhr nach Amarillo

fahren wollen, lassen Sie sich ruhig

Zeit. Er hat immer etwa 20 Minuten

Verspätung.


TRELLEBORG IN HOUSTON

Houston ist einer der wichtigsten Standorte von Trelleborg

Offshore, einem Geschäftsbereich von Trelleborg Engineered

Systems. Trelleborg gründete hier 2000 zunächst

ein Vertriebs- und Projektleitungsbüro und erhielt erst

2003 im Zuge einer Akquisition eine volle Produktionskapazität.

Heute betreibt Trelleborg Offshore zwei Fertigungsstätten

und ein separates Büro im Norden der Stadt.

Mit mehr als 400 Beschäftigten ist es die weltweit

größte Fabrik für syntaktischen Schaum. Zur Geschäftstätigkeit

gehört auch die Stahlfabrikation. Zum Jahresende

soll zudem eine hochmoderne Polyurethan-Verarbeitungsanlage

in Betrieb genommen werden. Die Produktionsmöglichkeiten

und Kapazitäten des Werks sind auf die Bereitstellung

einer umfangreichen Palette von Schwimm-,

Schutz- und Hilfsprodukten für Offshore-Anwendungen zugeschnitten.

Dazu gehören Knick-, Aufprall-, Brand- und

Abriebschutzlösungen sowie eine Vielzahl von Auftriebssystemen

und Isolierprodukten.

Weitere Informationen erteilt:

phil.walsh@trelleborg.com

VON ENGLAND

NACH TEXAS

Phil Walsh, Global Market

Manager, Trelleborg Offshore,

stammt ursprünglich aus einer

nordwestenglischen Industriestadt

und lebt jetzt mit seiner

Frau und vier Söhnen in Houston

Was war Ihr erster Eindruck

von Houston?

Als ich 2000 erstmals geschäftlich

hier war, überraschte mich,

wie grün Houston ist mit vielen

Phil Walsh, Global Market

Manager, Trelleborg

Offshore

Grünflächen und Parks. Man sieht es erst aus der Luft, wenn

man mit dem Flugzeug hier landet.

Sie leben seit vier Jahren in Houston. Wie finden Sie die

Stadt jetzt?

Sie ist kosmopolitisch und die viertgrößte Stadt der USA.

Houston gehört zu den Städten mit der jüngsten Bevölkerung

und den höchsten Zuwachsraten. Verglichen mit anderen

US-Großstädten hat Houston die zweitniedrigsten

Lebenshaltungskosten und unter den zehn beliebtesten US-

Metropolen die günstigsten Miet- und Immobilienpreise.

Was sollten Besucher hier auf jeden Fall unternehmen?

Theater, Museen, Ballett, Sport und Musik gibt es in Hülle

und Fülle. Echt toll finde ich aber vor allem das gastronomische

Angebot. Mit mehr als 11.000 Restaurants findet sich für jeden

Geschmack etwas. In Texas sollte man unbedingt ein

Steak probieren.

Und was kann man noch tun, außer essen gehen?

Neulich habe ich mich zum ersten Mal im Schießen versucht

– genauer gesagt im Tontaubenschießen. Ich habe gehört, in

und um Houston gebe es mehr als 20 Vereine und

Schießstände für diesen Sport. Testen Sie bei Ihrem nächsten

Besuch doch einmal eine dieser Anlagen.

Wie wäre es mit dem Besuch eines Football-Spiels der

Houston Texans?

T·TIME 2·2010

15


Technologie LUFTFAHRT

Die Verbesserung der Treibstoff effi zienz hat in der

Luftfahrtindustrie höchste Priorität. Die neuesten

Triebwerkstechnologien stellen Anbieter von Dichtungen

und Rahmenbauteilen jedoch vor einige Herausforderungen

TEXT: DONNA GUINIVAN FOTOS: ISTOCKPHOTO

HEISSES TH

16 T·TIME 2·2010

trotz einer schwierigen

Wirtschaftslage ist die

Luftfahrtindustrie optimistisch

und rechnet für

2012 mit einem realen

Wachstum in der zivilen Luftfahrt.

„Während in anderen Branchen die

Entwicklung neuer Produkte ausgeblieben

ist, hat sich die Flugzeugindustrie

weiterhin innovationsfreudig

gezeigt“, sagt Paul Jones, Global Segment

Manager bei Trelleborg Sealing

Solutions. „Vor einiger Zeit konnten

wir die ersten Flüge der Boeing 787,

des A400M und der Gulfstream 650

erleben. Der A350 befindet sich in

der Entwicklung, und das Triebwerk

für dieses Modell soll 2011 flugbereit

sein.“

Die Haupttriebfeder für Neuentwicklungen

ist die Forderung nach

weniger Treibstoffverbrauch, meint

Jones: „Alle wollen ihre Flugzeugflotten

umweltfreundlicher machen.

Für jede Tonne Treibstoff, die verbrennt,

werden drei Tonnen CO 2 in

die Atmosphäre gepustet. Verbundwerkstoffe

machen die Rumpfkonstruktionen

leichter, und bei den

Triebwerken geht der Trend in Richtung

Turbofan-Modelle und integrierte

Antriebssysteme.“

Schon bald wird hochentwickelte

Turbotechnik verfügbar sein. Sie

ist für modernisierte oder umgebaute

Single-Aisle-Flugzeuge wie die

Boeing 737 und den Airbus A320

gedacht. Durch Modifizierung der

Triebwerke und Verwendung von

leichteren Werkstoffen für die Flügelkonstruktion

lassen sich bei vorhandenen

Flugzeugen Treibstoffeinsparungen

von rund 20 Prozent

erzielen, bei Flugzeugen der nächsten

Generation könnten es sogar

30 bis 40 Prozent sein. Trelleborg

arbeitet bei der Entwicklung

von Dichtungslösungen eng mit den

Flugzeugbauern zusammen, um sicherzustellen,

dass die dafür verwendeten

Werkstoffe den neuen Anforderungen

gewachsen sein werden.

„Neue Triebwerkskonzepte stellen

die Werkstofftechnik vor die Herausforderung,

maximale Effizienzgewinne

bei minimalem Wartungs-


HEMA

aufwand zu erzielen“, erklärt Jones.

„Dichtungen müssen selbst bei extremen

Temperaturen stabil bleiben.

Deshalb haben wir Isolast entwickelt,

spezielle Perfluorelastomere,

die bis 325 Grad hitzebeständig

sind.“

Auch die Flugzeugindustrie steht

unter dem Druck, den Verbrauch

an fossilen Treibstoffen zu reduzieren.

Das Interesse richtet sich auf

synthetische und Biotreibstoffe, die

jedoch wegen der fehlenden aromatischen

Kohlenwasserstoffe die

Dichtungen stark belasten. Ist ein

Dichtungswerkstoff falsch spezifiziert,

sind nicht selten Qualitätsbeeinträchtigungen

die Folge. Der

Werkstoff kann schrumpfen und

Leckagen verursachen. „Wir haben

verschiedene unserer Werkstoffe

mit synthetischem Kerosin oder

Varianten davon getestet und wis-

Neue Triebwerkskonzepte

stellen die

Werkstofftechnik

vor neue Herausforderungen

Paul Jones, Trelleborg Sealing Solutions

sen, welche am besten abgeschnitten

haben“, so Jones. „Die können

wir unseren Kunden guten Gewissens

empfehlen.“

Auch Schmierstoffe sind ein

Thema. Die hitzestabilen Öle in

den heißeren Motoren sind aggressiv

und greifen die Dichtungen an.

Die Flugzeuge von morgen mit

integrierten Antriebssystemen, die

Gewicht und Stirnwiderstand von

Triebwerkskomponenten auf ein

Minimum reduzieren, stellen eine

besondere Herausforderung dar.

Sie arbeiten mit elektrischer statt

mit hydraulischer oder pneumatischer

Antriebstechnik. Weitere Gewichtsreduzierungen

sollen durch

zunehmende Verwendung von Verbundwerkstoffen

und eine besser

aufeinander abgestimmte Kombination

von Tragfläche, Triebwerksaufhängung,

Gondel und Motoren erreicht

werden.

DIE PRODUKTE

VON TRELLEBORG

Trelleborg-Dichtungen sind in

praktisch allen anspruchsvollen

Triebwerksanwendungen zu finden.

Rahmenbauteile kommen unter anderem

in der Gondel vor, dem sichtbaren

Teil des Triebwerks. Annulus

Filler-Dichtungen überbrücken den

Spalt zwischen zwei nebeneinander

liegenden Fan-Schaufeln, und

ein feuerbeständiger Mantel umgibt

das Triebwerk.

Weniger sichtbar sind die Trelleborg-Dichtungen

im Inneren des

Triebwerks, darunter O-Ringe, Wills

Rings ®, Turcon ® Variseal ® und Turcon

® Varilip ® PDR für die Hilfsgetriebe

und dazugehörigen Lagerkammern

sowie für die Öl- und Kraftstoffsysteme

einschließlich der Pumpen, Dosiereinheiten

und Filter. Darüber hinaus

halten Klemmvorrichtungen und

Schutzhüllen aus einem Glasgeflecht

Schläuche, Rohrleitungen und Kabel

in ihrer jeweiligen Position.

Für weitere Informationen:

paul.a.jones@trelleborg.com

T·TIME 2·2010

17


Leute&Trends

DRUCKEN

Für Bernd-Jürgen Matt

liegen die Zulieferer der

Druckindustrie ganz

vorn, wenn es um das

Umweltbewusstsein

geht. Der Umweltaspekt

ist jedoch nur eine

von vielen Herausforderungen,

denen sich die

Branche stellen muss

TEXT: MICHAEL LAWTON FOTOS: DUNCAN SMITH

18 T·TIME 2·2010

BERND-JÜRGEN MATT

Die Bedeutung der

Print medien wird

nicht schrumpfen.

Sie strahlen Qualität aus

Bernd-Jürgen Matt, Professor für Planung und Kontrolle

in der Druckindustrie an der Hochschule der Medien

(HdM) in Stuttgart

wenn der Professor

Bernd-Jürgen

Matt von der Hochschule

der Medien

(HdM) in Stuttgart über die Druckindustrie

spricht, beschränkt er sich

nur ungern auf drucktechnische Fragen

wie Papierqualität und Maschinengeschwindigkeiten.

Er sieht sie als

Ganzes und meint damit auch die Inhalte.

„Wir müssen bei unseren Produkten

neue Verhaltensmuster berücksichtigen“,

sagt Matt, dessen

Fachgebiet die Planung und Kontrolle

in der Druckindustrie ist. „Die tägliche

Nutzung von Printmedien ist

rückläufig. Die Inhalte müssen also

entsprechend angepasst werden.“

Obwohl sein Fachgebiet vermuten

lässt, dass er sich mit den rein technischen

Aspekten der Druckindus-

trie befasst, beschäftigt er sich mit allen

Bereichen – von der Technik bis

zum Geschäft. „Die Druckindustrie

wird immer komplexer“, meint

er. „Deshalb braucht man Partner

für den Wissensaustausch. Netzwerke

gewinnen zunehmend an Bedeutung.

So müssen Maschinenhersteller

über die aktuellen Themen in der

Papier- oder Druckfarbenindustrie

informiert sein.“

Matt begrüßt Initiativen wie die

PrintCity-Allianz, die die verschiedenen

Akteure der Druckindus trie

zusammenbringt. Die Allianz ist

auch bei anderen großen Herausforderungen

eine Unterstützung. „Die

Branche muss zu einer echten Industrie

werden“, stellt Matt fest. „Wir

können nicht mehr als Handwerks-


IN GRÜN

FAST 100 JAHRE ERFAHRUNG

Wenn Sie das nächste Mal zu einer Zeitung oder Zeitschrift greifen oder ein

Buch aufschlagen, könnte es durchaus sein, dass die Druckfarbe auf den Seiten

mit Hilfe eines Vulcan-Drucktuchs von Trelleborg auf das Papier übertragen

wurde. Als einer der weltgrößten und vielseitigsten Anbieter von Drucktüchern

verfügt Trelleborg über fast 100 Jahre Erfahrung aus der Druckindustrie.

Dieses Know-how in Kombination mit innovativer Technologie, patentierten

Prozessen und einem umfassenden Qualitätsmanagement bietet die besten

Voraussetzungen, um die speziellen Anforderungen eines anspruchsvollen und

von raschem Wandel gekennzeichneten globalen Printmarktes zu erfüllen.

Für weitere Informationen: manuela.re@trelleborg.com

DIE PRINTCITY-

ALLIANZ

Die PrintCity-Allianz ist eine Organisation

zur Förderung der branchenübergreifenden

Zusammenarbeit in der graphischen

Industrie. Zweck der Allianz ist, die

Industrie bei der Bewältigung der großen

Herausforderungen wie die Auswirkungen

der Digitaltechnik und die weitere Optimierung

von Produktivität und Qualität zu

unterstützen. Die Allianz sieht ihre Hauptaufgabe

darin, die gesamte Wertschöpfungskette

unter einem Dach zu vereinen

und auf diese Weise Ziele - vor allem

beim Umweltschutz - zu erreichen, die ein

einzelnes Unternehmen nicht realisieren

könnte. Die Aktivitäten innerhalb der Allianz

zeigen deutlich, wie man Printmedien

durch einen Mehrwert mehr Durchschlagskraft

verleihen kann.

T·TIME 2·2010 19


PERSÖNLICHES:

Name: Bernd-Jürgen Matt

Position: Professor für Planung

und Kontrolle in der Druckindustrie

an der Hochschule der Medien

(HdM) in Stuttgart

Alter: 62

Ausbildung: Business Technology-

Studium an der Universität Stuttgart

Berufliche Laufbahn: Dozent an

der Hochschule der Medien (HdM)

seit 1993

Hobbys: „Früher habe ich Basketball

gespielt, aber heute schaue

ich mir nur noch die Spiele des VfB

Stuttgart an“

20 T·TIME 2·2010

betriebe auftreten. Die Preise erlauben

das nicht. Wir brauchen mehr

Automatisierung, niedrigere Kosten

und bessere Qualität.“

Ziemlich viel verlangt von einer Industrie,

die meist aus kleineren und

mittelständischen Betrieben mit oft

einer langen Tradition besteht. Aus

Betrieben, die immer teure Maschinen

gekauft und sie bis zum bitteren

Ende benutzt haben. Matt weiß das,

denn er hat praktisch sein ganzes Leben

in dieser Branche verbracht und

verfügt sogar über eine abgeschlossene

Lehre als Setzer. „Bei uns geht die

Entwicklung nicht schnell voran“,

räumt er ein. „In der Werkzeugmaschinenindustrie

war rechnerintegrierte

Produktion in den 1980er Jahren

ein großes Thema. Wir fangen

erst jetzt an, darüber zu reden.“

Den Beruf des Setzers hat die

Digitaltechnik jedoch bereits verdrängt.

Gleichzeitig ist die digitale

Welt auch die größte Herausforderung

für die Druckindustrie – nicht

nur durch neue Technologie, son-

HDM STUTTGART

Die Hochschule der Medien (HdM)

in Stuttgart bietet als eine von wenigen

Universitäten weltweit die

Fachrichtung Printmedien-Management

an. Hier lernen Studenten alles,

was man für das Management

in der Druckindustrie braucht. Die

Fakultät verfügt über einen beeindruckenden

Maschinenpark sowie

über Computerprogramme, mit denen

die Studenten die Durchführung

kompletter Druckprojekte vom

Auftragseingang bis zur Auslieferung

simulieren können.

dern auch durch digitale Medien.

Matt glaubt an das Rieplsche Gesetz,

nach dem neue Medien nicht

alte Medien ersetzen. Sie nähern

sich einander an und führen zu neuen

Wegen, die alten Medien zu nutzen.

„Das Internet und die digitalen

Medien öffnen neue Kanäle“,

erklärt Matt. „Die Bedeutung der

Printmedien wird nicht schrumpfen.

Sie strahlen Qualität aus. Wir brauchen

gute Journalisten und eine gute

Druckqualität. Man greift zu elektronischen

Medien für die neuesten

Schlagzeilen, aber wer ausführliche

Berichte lesen will, bevorzugt

Druckerzeugnisse.“

Ein zunehmend wichtiger Punkt

sind nach Ansicht von Matt die Umweltauswirkungen

der Branche. Einer

2009 veröffentlichten Untersuchung

zufolge, die von Matts Fakultät im

Auftrag des Druckmaschinenherstellers

manroland durchgeführt wurde,

sind die Zulieferer der Druckindustrie

umweltbewusster als deren Kunden.

Nur wenige Kunden fragen nach

Umweltstandards, aber das wird sich

bald ändern, glaubt Matt.

„Das Thema gewinnt durch die

politischen Rahmenbedingungen

an Brisanz “, erklärt er. „Es ist auch

ein gutes Marketinginstrument, mit

dem sich einzelne Unternehmen von

der Masse abheben können.“

Er empfiehlt, kleine Schritte zu

unternehmen und zunächst die bereits

vorhandenen Möglichkeiten wie

die Verwendung von FSC-zertifiziertem

Papier auszuschöpfen. Das ist

eine Ökoalternative zu Recyclingpapier,

zertifiziert von einer unabhängigen

Organisation. Darüber hinaus

gibt es noch viele andere Maßnahmen:

weniger Energieverbrauch,

Nutzung von Solarenergie und Wärmerückgewinnung

zum Beispiel.

Letztlich kommt es darauf an,

dass sich die Einstellung ändert.

„Eine Checkliste aufzustellen bewirkt

gar nichts“, meint er. „Die Veränderungen

müssen in den Köpfen

geschehen. Dann ergeben sich die

entsprechenden Maßnahmen von

allein.“


Supporting the

green generation

3-Cylinder Mounting Solutions

3-cylinder engines are a growing trend as the popularity of small cars grows, and vehicle manufacturers strive to improve fuel efficiency using hybrid

and fuel cell technologies. The mounting architecture for 3-cylinder engines is critical in order to provide the best NVH (Noise, Vibration, Harshness)

performance. Through extensive benchmarking and OEM partnerships our team of specialists are able to offer the optimum solution for your application.

For more information please contact: avs@trelleborg.com www.trelleborg.com/automotive


News UPDATE

Richard Hepworth,

Geschäftsführer von Trelleborg

Marine Systems, auf der PIANC

Exklusiver

Bericht

Trelleborg Marine Systems -

eine Einheit von Trelleborg Engineered

Systems - hat mit seinem

Auftritt auf dem internationalen

Schifffahrtskongress PIANC

MMX in Liverpool jüngst für große

Aufmerksamkeit in der Hafenbau-

und Schifffahrtsbranche gesorgt.

Das Unternehmen nahm den

Kongress, der nur alle vier Jahre

stattfindet, zum Anlass, einen exklusiven

Marktbericht zu veröffentlichen

und in diesem Forum zu diskutieren.

Der Artikel, der sich für eine Veränderung

von Beschaffungsverfahren

stark macht, ist nicht ohne

Wirkung geblieben. Die Branchenvereinigung

PIANC hat bereits den

Wunsch geäußert, den Fendersektor

stärker zu regulieren.

Den Bericht finden Sie unter:

www.takesthepressureoff.com

In der letzten Ausgabe von

T-Time haben wir einen Wettbewerb

zu Anwendungsvorschlägen

für die Hebekissen von Trelleborg

ausgerufen. Viele gute Ideen gingen

ein. Die glücklichen Gewinner

sind Mike Shutack und Ted Pelech.

Sie erhalten jeweils ein iPad.

22 T·TIME 2·2010

Trelleborg hat im schwedischen Pavillon der Expo in Schanghai einen Kundentag organisiert. Mehr als 300

Besucher kamen, um mehr über das Unternehmen zu erfahren

DICHTUNGSGESCHÄFT AUF DER EXPO

Einer der Höhepunkte des von

Trelleborg arrangierten VIP-Tags

auf der Expo 2010 in Schanghai

war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung

zur Entwicklung

und Herstellung von Tunneldichtungen

für den Zhoushan City Tunnel.

Unterwassertunnel werden in

China immer beliebter: Die neue

Verbindung Hongkong–Macao–

Zhuhai ist bereits geplant und

soll einen Unterwassertunnel von

fast sechs Kilometern Länge umfassen.

Für weitere Informationen:

andre.de.graaf@trelleborg.com

GEWINNER DES HEBEKISSEN-

WETTBEWERBS

Mike Shutack, der in der Trelleborg-Dichtungsfabrik

in Aurora

im US-Bundesstaat Ohio tätig ist,

schlug vor, Hebekissen zum Anheben

von Möbeln und Maschinen

beim Transport auf einem Rollbock

als Abstandshalter zu verwenden.

Und Ted Pelech, der bei Trelle-

Der Vertrag wurde von Herrn Chau, u, CChina

Railway Tunnel Group, Peter

Stello, Geschäftsführer von PA Infrastructure, nfrastructur und Andre de Graaf,

Leiter Vertrieb weltweit bei PA Infrastructure, unterzeichnet

unterz

borg Automotive in South Haven

im US-Bundesstaat t Michigan

beschäftigt ist, t, hatte die

Idee, Hebekissen n zum Schut Schutz ut utz z

der teuren Spezialfederung ialfederung und

nd

sonstiger Fahrwerkskomponenten

werkskomponenten

von Rennwagen en beim Transport

auf einem Anhänger nhänger zu benutzen.

FOTO: TRELLEBORG


Nach Schätzungen werden 2011 rund 600 Millionen Menschen

ein Facebook-Konto haben

Soziale Strategie

Das Internet hat die Art verändert, Geschäfte zu machen.

Mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, über die

Menschen virtuell miteinander kommunizieren, ist ein neues

Zeitalter angebrochen. Es gibt bereits 500 Millionen Facebook-Konten,

und bis 2011 sollen es 610 Millionen werden.

Täglich loggen sich hier 175 Millionen Menschen ein.

Beziehungen werden heute auf völlig neue Weise geknüpft

und gepflegt. Zunächst waren diese Kanäle nur jungen Leuten

vorbehalten und dienten der persönlichen Kommunikation.

Inzwischen sind jedoch alle Altersgruppen beteiligt. Soziale

Netzwerke werden auch immer öfter für Geschäftsverbindungen

genutzt.

Die neuesten Informationen erhalten Sie stets auf:

www.facebook.com/trelleborggroup

www.twitter.com/trelleborggroup

www.youtube.com/trelleborg

Trelleborg ist ein globaler Industrieund

Handelskonzern, dessen führende

Stellung auf moderner Polymertechnologie

und umfassendem Anwendungs-

Know-how basiert.

Trelleborg entwickelt qualifizierte

Lösungen für alle Bereiche, in denen

ein Bedarf nach Dämpfung, Abdichtung

und Schutz unter anspruchsvollen

industriellen Bedingungen besteht.

Trelleborg Engineered Systems ist ein

Anbieter von Lösungen für alle Einsatzfälle,

in denen ein Bedarf nach

Abdichtung und Schutz von Industrieanlagen

und Prozessen besteht.

Trelleborg Automotive ist Weltmarktführer

bei der Entwicklung und Fertigung

von polymerbasierten Komponenten

und Systemen zur Schall- und

Schwingungsdämpfung in Pkws sowie

leichten und schweren Lkws.

Trelleborg Sealing Solutions ist ein

Anbieter von Präzisionsdichtungen für

die Industrie, die Luft- und Raumfahrt

und den Automobilmarkt.

Trelleborg Wheel Systems ist ein Anbieter

von Reifensystemen für Land- und

Forstwirtschaftsmaschinen, Gabelstapler

und andere Förderfahrzeuge

Die Trelleborg Group erzielt mit rund

20.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz

von rund 2,9 Milliarden Euro und COMPETITION

ist in mehr als 40 Ländern vertreten

(31. Dezember 2009). Der Konzern

umfasst vier Geschäftsfelder: WINNERS

t ˙ talk

BENGT GÖRANSSON

Na los,

Wall Street

d

ie Politiker in Washington haben endlich die Finanzmarktreform

auf den Weg gebracht – die umfassendste seit der

Weltwirtschaftskrise 1929. Das ist aber nur der Anfang. Die

Regierung wird in Zukunft nicht nur verstärkt eingreifen, sondern

auch Industrie und Regelwerke strenger überwachen.

Neben der Börsenregulierung sollte man vielleicht aber auch der Umwelt ein

bisschen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Alle Finanzgrößen der Wall Street sind sich dessen bewusst. Trotzdem hatte

ich den Eindruck, dass sie immer noch glauben, die Macht der Wall Street

überdauere alles. Und dass der Fokus auf Umweltaspekte bloß eine weitere

Seifenblase sei. Das könnte sich jedoch als Irrtum erweisen.

Mein Rat dazu ist, dass der Gesetzgeber eingreifen sollte – und zwar bald.

2006 ging es doch auch. Damals entdeckte die Welt die Vorzüge von sauberer

Technologie. Warum zeigen wir nicht allen, dass wir in unsere Zukunft investieren

müssen, zum Beispiel in saubere Energie. Das wäre auch ein Signal an die

EU, Mutter Natur einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Die Warnungen über den Klimawandel sind nicht weniger geworden, dafür

aber die Schlagzeilen zu diesem Thema. Vor fünf Jahren redeten alle davon,

dass Manhattan und Washington bald unter Wasser stehen könnten, wenn

die Menschen nicht endlich anfangen würden, ihre Autos mit Bioethanol zu betanken

und Sonnenkollektoren auf ihre Dächer zu montieren.

In liberalen wie konservativen Kreisen wurde Energieunabhängigkeit zum

nationalen Gebot. Risikokapitalisten, Hedgefonds, Investmentbanken, staatliche

Rentenfonds und sogar schwerfällige Versicherungsunternehmen investierten

Milliarden von US-Dollar in die Produktion von Ethanol, Brennstoffzellen

und sonstige Technik, von der sie sich eine grüne Welle erhofften.

Und heute? Alles dreht sich nur noch um den Dow Jones, um Nasdaq und

den S&P 500.

Schaut man sich jedoch an, wie der Markt Aktien aus dem Bereich erneuerbare

Energien bewertet, ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, in unsere

„wahre“ Zukunft zu investieren. Einige Solarenergieaktien steigen kontinuierlich.

Präsident Obama und seine Regierung haben beschlossen, das Interesse

der Amerikaner an der Energieeffizienz zu wecken. Der Wettbewerb „National

Building Competition“ soll einen Anreiz bieten, den Energieverbrauch von Gebäuden

durch Ausschalten von Lampen, Umstellung auf automatische Temperaturregelung

und ähnliche Maßnahmen zu reduzieren. New York ist mit einem

23-stöckigen Gebäude an der Ecke Fifth Avenue und 44. Straße vertreten, das

1896 errichtet wurde und heute im Besitz von Morgan Stanley ist.

Die Wall Street setzt natürlich darauf, dass Morgan Stanley gewinnt.

Keine Frage.

Bengt Göransson, Berichterstatter an der Wall

Street für Wirtschaftsmedien

T·TIME 2·2010 23


Return to:

StroedeRalton

Box 842

SE-251 08 Helsingborg

Sweden

Some call it a safe landing.

We call it Trelleborg.

From takeoff to touch down. The landing gear is one of the most

vital parts of an aircraft. Intense vibrations, extreme variations in

temperatures and hard landings demand a material that endures these

challenges. Trelleborg’s polymer seals for landing gear provide global

airlines with a long service life and safe arrival for passengers.

Trelleborg is a global engineering

group creating high-performance

solutions that seal, damp and

protect in demanding industrial

environments, all over the world.

Find out more about our world

at www.trelleborg.com.

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