Vereinigten Staaten - Trelleborg

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Vereinigten Staaten - Trelleborg

Innovation OFFSHORE

Schwimmende

Windparks

Weltweit nehmen die Investitionen in die Windkraft zu.

Die bei der Öl- und Gasgewinnung auf hoher See verwendete

Technologie macht nun auch die Installation

von Windparks in tieferen Gewässern möglich

TEXT: LOUISE WHEBLE ILLUSTRATION: IAN NAYLOR

offshore-Installationen

gelten als die beste Lösung

für die Platzierung

von Windparks.

Auf hoher See weht der Wind ganzjährig

rund um die Uhr, und Lärmbelästigung

oder die Beeinträchtigung

des Landschaftsbildes ist

praktisch kein Thema.

Bislang mussten Offshore-Windkraftanlagen

mit teuren Unterwasserkonstruktionen

fest auf dem Meeresgrund

installiert werden. Mit der

neuen schwimmenden Offshore-

Windturbine Hywind von Statoil ist

jedoch eine neue Ära angebrochen.

Vor kurzem wurde die erste Anlage

dieser Art vor der Küste Norwegens

in der Nordsee erfolgreich verankert.

Trelleborg hat mit seiner Auftriebstechnologie

auf der Basis von syntaktischem

Schaum - in ein Bindematerial

eingebettete Mikroglaskugeln - maßgeblich

zu diesem Projekt beigetragen.

12 T·TIME 2·2010

„Es ist wie bei einem Eisberg“,

meint Gary Howland, Verkaufsleiter

für erneuerbare Technik bei Trelleborg

Offshore. „Die Masse unterhalb

der Oberfläche gewährleistet

die Stabilität der Konstruktion, die

aus dem Wasser herausragt.“

Ohne entsprechend angepasste

Auftriebselemente könnte die Windturbine

den extremen Verhältnissen

auf See nicht im selben Maße standhalten.

In Zusammenhang mit dem Hywind-Projekt

konstruierte und lieferte

Trelleborg 45 polymerummantelte

Auftriebsmodule (DBM) aus syntaktischem

Schaum für den drei Tonnen

schweren und 100 Meter langen

Abschnitt des Ankerseils, mit dem

die Windturbine in 220 Metern Tiefe

am Meeresboden verankert ist.

Die Auftriebsmodule haben eine integrierte

Klemmvorrichtung für die

sichere Befestigung und präzise Positionierung

des Ankerseils. Sie stützen

das Seil unter Wasser in einer so

genannten „Lazy Wave“-Konfiguration

– das Seil verläuft in sanften

Kurven mit großen Radien und wird

so minimalen Belastungen ausgesetzt,

kann aber gleichzeitig den natürlichen,

von Wind und Wellen verursachten

Bewegungen folgen.

Trelleborg entwickelte die DBM

ursprünglich für den Auftrieb von

Versorgungsschläuchen und Drilling

Riser, die bei der Offshore-Erdöl- und

Erdgasgewinnung eingesetzt werden.

„Es handelt sich um eine bewährte

Unterwassertechnik“, sagt Howland.

„Viele der technischen Probleme

kennen wir bereits aus der Offshore-

Gewinnung von Erdöl und Erdgas.

Deshalb können unsere Techniker

erprobte Lösungen rasch an die Bedürfnisse

der Windkraftindustrie

anpassen.“

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