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alberta

Magazin für Studierende der Freiburger Hochschulen Gratis 04|05 2010

Das Leben teilen,

gemeinsame Sache machen

oder nur Kontakte sammeln?

Ein Heft über

Freundschaft

plus

SWFR Magazin

Mensaplan

Reise: Wellington


YOU

MAKE THE DIFFERENCE!

Mit dem Einstein-Award zeichnet die SolarWorld AG

Nachwuchsforscherinnen und -forscher für wissenschaftliche

Arbeiten in einem Fachgebiet rund um die

Photovoltaik aus.

Mehr Informationen zum Award, zur Bewerbung oder

Nominierung finden Sie unter: www.einstein-award.de

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Impressum

Herausgeber

Studentenwerk Freiburg

Schreiberstr. 12–16

79098 Freiburg

und

text & partner

Möslestr. 21, 79117 Freiburg

Redaktion

Stephan Günther (V.i.S.d.P.),

Dietrich Roeschmann, Peter Blöcher

Mitarbeit an dieser Ausgabe

Jonas Nonnenmann, Julian Ochs,

Dirk Rohde

Konzept & Layout

text & partner

Titelfoto

Die Femmes with Fatal Breaks

Foto: Birgit Wudtke

Anzeigen

Peter Blöcher, Tel. 0761.767 14 60

Redaktionsanschrift

alberta c/o text & partner

Möslestr. 21, 79117 Freiburg,

Tel. 0761.767 14-60/-52,

alberta@textundpartner.de

www.alberta-freiburg.de

www.textundpartner.de

alberta ist Mitglied der

Stadtillustrierten GmbH,

Karl-Liebknecht-Str. 29,

10178 Berlin, Tel. 030 / 259 369-0

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Freundschaft ist nicht erst seit Erfindung des Social Networking im Internet

ein ziemlich dehnbarer Begriff. Die Chinesen unterscheiden deshalb schon seit

ein paar Jahrtausenden zwischen den lieben, den guten und den vertrauten

Freunden. Jeder hat sein eigenes Zeichen auf der Intensitätsskala – damit es

am Ende zu keinen falschen Höflichkeiten oder peinlichen Gesichtsverlusten

kommt. Fragt sich nur: Ist eine solche Hierarchisierung auch in Zeiten von

Facebook, Xing und StudiVZ noch sinnvoll? Und überhaupt: Sind die

Kontakte, die wir dort pflegen, wirklich unsere Freunde?

Natürlich nicht, sagt Thomas Pfeiffer, aber genau so soll es sein. In unserer

Titelgeschichte Mein bester Freund ist kein Favorit (S. 5) erklärt der

Social-Media-Experte die Vorzüge von Netz-Beziehungen. Eine Freundschaft

ganz anderer Art verbindet die drei Techno-DJs, die Jürgen Teipel in seinem

neuen Roman „Ich weiß nicht“ auf Mexiko-Reise schickt. Im Interview erzählt

er vom utopischen Mehrwert sozialer Beziehungen: „Es geht um die

Basics“ (S. 8). Ob die Freundschaft tatsächlich beim Geld aufhört, wollte

dagegen unser Autor Jonas Nonnenmann wissen. Dafür hörte er sich in

Freiburg um – und fand gleich eine ganze Reihe von befreundeten Jung-

UnternehmerInnen und KollektivistInnen, die Gemeinsame Sache (S. 12)

machen. Das tun übrigens auch die Femmes with Fatal Breaks (S. 1)

von unserem Cover: Seit 1999 stehen DJ T-Ina, DJ Christine Lang und MC

QUIO gemeinsam als DJ- und MC-Kollektiv auf der Bühne und gehören

nach wie vor zu den besten Broken-Beats-Acts Berlins.

Außerdem findet ihr in diesem Heft wie gewohnt unsere Reiseseite –

diesmal mit den Best-of-Wellington-Charts von Julian Ochs (S. 18) –

sowie den Infoticker des Studentenwerks mit Mensaplan (S. 10/11) und

allen News und Terminen der nächsten Wochen. Viel Spaß beim Lesen

wünscht euch

Eure alberta

Inhalt 3


18. April, 20 Uhr

„Chatwins Guru und ich“

Lesung mit Michel Obert

6. Mai, 21 Uhr

The Wave Pictures (UK)

Britischer Indie-Pop-Rock

14. Mai, 21 Uhr

Unbunny (USA)

Low-Fi-Folk, irgendwo angesiedelt

zwischen einem

akustischen Neil Young,

Will Oldham und Grandaddy

29. Mai, 21 Uhr

Phosphorescent (USA) vs.

Liquid Laughter Lounge

Quartet (Frbg.)

Minimal-Pop trifft auf

psychedelischen Alternativ-

Country-Folk

2. Juni, 21 Uhr

Eamon McGrath (CA)

Perfekter Soundtrack für

lange Nächte aus einem

verrauchten Whiskeyfass

Alle Infos unter

www.swamp-freiburg.de

E-WERK Freiburg

MO 19.04.

MAX GOLDT

Lesung

DO - SO

BIS 02.05.

YOUNG OPERA

COMPANY

„I Love You,

You're Perfect,

Now Change“

Musical

MO 10.05.

TITANIC

BOYGROUP

Lesung

www.ewerk-freiburg.de

4 Intro

Intro

Bertas Welt

Na herzlichen Glückwunsch, dachte ich. Ali war mal wieder verliebt. Und redete und

redete: „...wirklich Berta, total süß ... zum Geburtstag hat er mir 44 Rosen geschenkt

...“ „Wieso, für jedes Jahr zwei?“ „... nein, ja – weil ich doppelt so schön wie alle

anderen sei ...“ „Aber Ali, du weißt doch selbst ...“ „Das macht doch nichts, Berta, das

verstehst du halt nicht. Du vergräbst dich doch nur noch in deine Arbeit, seit Adrian in den

Staaten studiert.“ „Ich glaube, davon verstehst du dann wiederum nichts.Wusstest du, dass

die Wahrscheinlichkeit, in Amerika auf dem Campus von einem Amokläufer erschossen zu

werden, fünfmal so hoch ist, wie bei Günter Jauch die 500.000-Euro-Frage zu erreichen?

Also, ich mache mir da schon Sorgen. Und der heißt wirklich Berti, dein Neuer?

Das kann ich echt nicht glauben.“

„Sein Vater behauptet steif und fest, das hätte nichts mit Fußball zu tun. Sein bester Schulfreund

hieß so.“ „Klar, und die anderen Günter, Jupp und Hennes?“ „Nein, aber der ist vor

zwanzig Jahren beim Bund auf einem Truppenübungsplatz im Schützenpanzer ertrunken. Deshalb

hat Bertis Vater auf den Namen bestanden. Und eigentlich heißt er ja Bertrand.“ „Und was

hat dir Mr. Romantik zu Ostern geschenkt? 44 handbemalte Eier mit selbstverfassten Haikus

drauf, in 44 Einzelnestern, die alle am Ostersamstag mit der Osterhasenpost von UPS ...“ „ ...

Nein, er hat sich versteckt.“ „ Unter deiner Bettdecke?“ „Nein, richtig. Ich sollte überall in

Freiburg nach ihm suchen, wo wir bisher schon zusammen gewesen

sind. Ist doch total süß.“ „Ja, Ali. Und wo war er

dann? In deinem UB-Schließfach?“ „Ich hab’ ihn ja

noch nicht gefunden. Aber er schickt mir Fotos

aufs Handy. Als Hinweise.“ „Aber du hast doch

dieses alte Teil, mit dem du keine Fotos öffnen

kann?“ „Das weiß er doch nicht. Außerdem

war ich ein paar Tage zu Hause, ich suche

erst seit gestern.“

Ich selbst hatte für solchen Quatsch keine

Zeit.Von wegen Ostern – ich musste unbedingt

noch eine Hausarbeit fertig machen.

Zur Freundschaft zwischen Schiller und Goethe.

Der Hammer ist ja, dass seit dem Wintersemester

neben den Themen auch die Titel der

Arbeiten vom Dozenten vorgegeben werden. „Über

die Bedeutung eines Freundes Freund zu sein“ hieß

meiner. Aus einem Gedicht von Schiller, wie ich irgendwann

merkte. Dass Männer kompliziert sind, hatte ich immer für

ein Gerücht gehalten. Aber die beiden waren zum Teil richtig zickig. Da schreibt Schiller einem

Freund über Goethe: „Ich glaube in der Tat, er ist ein Egoist in ungewöhnlichem Grade. Ein

solches Wesen sollten die Menschen nicht um sich heraufkommen lassen. Mir ist er dadurch

verhasst, ob ich gleich seinen Geist von ganzem Herzen liebe und groß von ihm denke.“ Sage

ich A, meine ich B. Oder C. Männer ...

Fluchen, habe ich kürzlich gelesen, kann auch ganz unterhaltsam klingen.Wäre Schiller in der

Türkei aufgewachsen, hätte er seine Erregung eher einfach formuliert: „Dieser Goethe ist der

Sohn einer Gurke.“ So verflucht man jemanden in der Türkei. „Diese dichtende Gurke aus

Weimar ...“ Wenn Schiller und Goethe heute noch leben würden, habe ich mich gefragt, wo

würden die sich wohl gegenseitig in ihren Postfächern einordnen? Bei „Stayfriends“ zum Beispiel.

„Kontakte?“, „Schulkameraden?“, „Bekannte?“, „Freunde?“,„Arbeitskollegen?“ – alles

nicht so einfach.Wobei dieser Fall ja eher so liegt – schließlich sollen beide auf dem Weimarer

Friedhof in der selben Gruft liegen – dass ..., also ... ich schreibe nachher schnell noch eine

Mail an „Stayfriends“. Die sollen einfach noch eine Kategorie einfügen: „Grabgenossen.“ „Ali,

mir ist da gerade noch was eingefallen, wo sich dein Berti versteckt haben könnte.“


Freundschaft Thema 5

Mein bester Freund ist kein Favorit

Meist sind es nur oberflächliche Kontakte und lose Bindungen, die wir bei Twitter, StudiVZ

oder Facebook aufbauen – und dann mehr schlecht als recht pflegen. Aber was heißt hier

eigentlich „nur“? Ist doch gut, sagt Thomas Pfeiffer. Der Social-Media-Experte und

Medienpädagoge schwört auf die Stärke schwacher Bindungen.

Text: Stephan Günther | Fotos: privat

„Hallo“, meldet sich die Kontaktbörse aus dem Off,

„Achim Streller hat dich als FreundIn auf Facebook

hinzugefügt.Wir benötigen deine Bestätigung, dass du

Achim kennst, damit ihr Freunde auf Facebook sein

könnt.“ Achim Streller? Kenn ich den? Und wenn ja:

möchte ich ihn zum Freund haben? Ich lösche die

Mail und lasse Achim mit seinem Antrag abblitzen.

Vielleicht ist es nur eine schlechte Laune, die manchmal

einen neuen Kontakt verhindert. Vielleicht aber

ist es auch unser idealisiertes, romantisch verklärtes

Bild von Freundschaft, das uns zögern lässt, jedem

Um-drei-Ecken-Bekannten in den erlauchten Kreis

der Facebook-Community Einlass zu gewähren.

Konservative Kritiker von Online-Netzwerken wie

Facebook oder StudiVZ halten das Ganze ohnehin für

oberflächlich, unverbindlich und belanglos – womit

nur die harmlosesten der angeführten Attribute

genannt sind. Vincent Nichols, der Erzbischof von

Westminster, sieht in ihnen gar eine grundlegende

Gefahr für zwischenmenschliche Beziehungen.

Quantität der Freundschaften sei bei Facebook wichtiger

als Qualität. Jugendliche würden dazu ermutigt,

nur noch „flüchtige Beziehungen“ aufzubauen, sagte

das Oberhaupt der Katholiken in England und Wales,

kürzlich der Zeitung „The Sunday Telegraph“.

Wenn diese Beziehungen zusammenbrechen, sei

der Jugendliche in der realen Welt traumatisiert

oder würde sogar selbstmordgefährdet zurückgelassen.

Internet und Handy „entmenschlichten“


6

Thema

Twitters Stärke

sind schwache Bindungen

Untersucht wurden 1.057 zufällig und zusammenhanglos

ausgewählte Favoriten aus der deutschsprachigen

Twittersphäre. Zunächst wurde die Anzahl

der starken Bindungen der erfassten Twitter-User

ermittelt. Als „starke“ Bindung wurde gewertet,

wenn sich zwei User gegenseitig folgen (sog.

„Refollowing“). Im zweiten Schritt wurde die

Schnittmenge der starken Kontakte zwischen dem

Favoriserenden und dem Favorisierten ermittelt. Je

höher die Überlappung ist, desto stärker ist deren

Verbindung untereinander.

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mo+do 10-2

di+mi nur 10–24

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Freundschaft

Einen Tweet zu favorisieren, ihn also in einer besonderen

Schublade abzulegen, wurde in der

Untersuchung als Ausdruck dafür interpretiert, dass

ein User die enthaltene Information für wertvoll

hält, dass darin also eine Information enthalten ist,

die für einen selbst merk-würdig erscheint.

Im Schaubild dargestellt sind vier einzelne

Freundeskreise von Menschen, bzw. Twitterati, die

sich untereinander relativ gut kennen und daher

gegenseitig zurückfolgen. Auch die eigenen Freunde

folgen den gleichen Personen. Die Freundeskreise

jedes Mitglieds einer Untergruppe überlappen sich

also stark (grüne Verbindungen). Microblogging

ermöglicht es nun, relativ schwache Bindungen (violette

Verbindungen) einfach aufzubauen und zu

unterhalten. Dadurch werden Brücken in andere

Sub-Netzwerke geschlagen, über die dann

Innovation und Kreativität fließen kann.

Pfeiffers Resümee: Granovetters Theorie der

„Strength of Weak Ties“ wurde schon häufig empirisch

belegt und konnte nun auch für Twitter nachgewiesen

werden. Zudem zeigt sich der Wert von

Twitter für innovative Prozesse: Die favorisierten

Tweets enthalten wertvolle, unter Umständen auch

innovative Informationen, die gerade für

Wissensarbeiter und Menschen in kreativen Berufen

gewinnbringend sein können. Hierin liegt die Stärke

von Twitter bzw. Microblogging: Man kann schwache

Bindungen besonders einfach unterhalten und

damit Brücken bauen zwischen verschieden

Gruppen (Gemeinschaften von Wissensträgern).

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Freundschaft Thema 7

das Gemeinschaftsleben: „Wir verlieren soziale

Fähigkeiten.“

Was ist dran an der Kritik? Zerstören die Online-

Netzwerke die intensiven Freundschaften und tief reichende

Beziehungen? Quatsch, entgegnet Mark

Zuckerberg. „Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt

zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen.

Mehr nicht“, so der Informatiker und Facebook-

Gründer. Und: „Wer glaubt, dass jeder Facebook-

Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht, was

Freundschaft bedeutet.“ Dass Facebook selbst jeden

Kontakt als „FreundIn“ bezeichnet, stört zwar bei

dieser Argumentation. Möglicherweise ist dies aber

dem US-amerikanischen Sprachgebrauch geschuldet,

in dem der „friend“ jeder Nachbar ist, jeder

Kommilitone und jeder noch so entfernte Bekannte.

Welchen Wert aber haben die Twitter-, Facebook- oder

StudiVZ-Bekannten? „Ich habe 400 bis 500 Facebook-Freunde“,

sagt der Medienpädagoge und Social-

Media-Experte Thomas Pfeiffer, „aber viele davon

würde ich wahrscheinlich auf der Straße gar nicht

erkennen.“ Auch wenn es der Begriff zumindest bei

Facebook anders suggeriert – es geht nicht um

Freundschaften, es geht meist um lose Kontakte.

Pfeiffer hat dazu eine Untersuchung durchgeführt

mit dem vielsagenden Titel „Die Stärke schwacher

Bindungen“. Er hat sich – exemplarisch für so genannte

Microblogging-Dienste – die Kontakte bei

Twitter.com angeschaut, wo sich User ein Netzwerk

von Personen aufbauen können, deren Nachrichten

sie abonnieren möchten, das so genannte Following.

Viele Nutzer folgen dabei auch Personen, die sie

außerhalb von Twitter gar nicht persönlich kennen.

Das Ergebnis: „Ausgerechnet in diesen schwachen

Verbindungslinien zwischen unbekannten Personen

liegt eine Stärke von Twitter, weil auf diesen Wegen

neue, innovative Informationen zu einem gelangen.“

Der Grundgedanke der soziologischen Theorie von

der „Stärke schwacher Bindungen“ ist nicht neu.

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Bereits 1973 hat sie der amerikanische Soziologe Marc

Granovetter begründet. Danach sind starke Bindungen

(z.B. mit Freunden oder Arbeitskollegen) oft

untereinander deckungsgleich, der Bekanntenkreis

unterscheidet sich meist nur wenig vom eigenen.

Daher kommt man auf freundschaftlichen Wegen

selten an wirklich neue Informationen. „Dahingegen

haben schwache Bindungen, wie man sie auf Twitter

leicht unterhalten kann“, so Pfeiffer, „viel mehr

Potenzial für Innovationen, weil auf diesem Wege neue

Impulse und andere Sichtweisen zu einem gelangen.“

Pfeiffer hat die Granovetter-Theorie im Twitter-

Netzwerk empirisch überprüft. Und er kommt zu

einem ähnlichen Ergebnis wie der Soziologe vor fast

40 Jahren: „Je weniger gemeinsame Freunde zwei User

haben, desto höher ist die Chance, dass der Eine eine

Nachricht des Anderen als interessant markiert (die

sog. ,Favoriten‘). Anders ausgedrückt: Je stärker zwei

Benutzer verbunden sind, desto seltener favorisieren

sie ihre Nachrichten: Das, was mein bester Freund

sagt, markiere ich am allerwenigsten als Favorit.“

Anders als der eingangs zitierte Bischof sieht Pfeiffer

eine Gefahr eben nicht in den schwachen Bindungen,

sondern in der neuen Enge, die soziale Netzwerke bieten.

„Vor 20 Jahren gab es tatsächlich so etwas wie doppelte

Identitäten: Die Leute erfanden möglichst phantastische

Namen, gerade um nicht erkannt zu werden.

Das Internet erschien ihnen wie eine zweite, eine freiere

Welt.“ Die Freunde im Netz waren andere als die zu

Hause, man kannte sich oftmals nur über das geschriebene

Wort. Man gab sich so offen wie das Medium

selbst, in dem Informationen und Meinungen kursierten,

von denen man woanders nicht erfuhr.

„Heute ist das Social Web oftmals keine treibende

Kraft mehr. Viele User verschanzen sich in Facebook

und kommunizieren nur noch mit Ihresgleichen. Und

das“, befürchtet der Medienwissenschaftler, „erhöht

die Gefahr durch Radikale, die in ihrem Raum nur

noch die eigenen Meinungen zulassen.“

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Di. 04.05. - 20h

Jürgen Teipel:

Ich weiß nicht

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Top 3 Statistik

Facebook Das Social Network hat in

Deutschland derzeit rund 4 Millionen

Mitglieder, 65 Prozent von ihnen sind

zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Weltweit zählte Facebook im Februar

2010 nach eigenen Angaben 400

Millionen aktive Nutzer, die monatlich

1 Milliarde Bilder und 10 Millionen

Videos hochladen – Tendenz steigend.

Im weltweiten Ranking des Serverdienstes

Alexa.com, der Webseitenzugriffe

zählt und auswertet, belegt

Facebook derzeit Platz 2.

Twitter Am 7. März 2010 wurde nach

eigenen Angaben des Microblogging-

Dienstes die magische Marke von 10

Milliarden versandten Kurznachrichten

geknackt. Als Twitter im März 2006 an

den Start ging, ging es noch darum,

mehr oder weniger wissenschaftliche

Kurznachrichten zu veröffentlichen.

Mittlerweile sind weltweit 75 Millionen

User registriert, von denen allerdings

nur 10 bis 15 Prozent tatsächlich aktiv

sind. Alle anderen sind entweder passive

Leser oder nutzen ihren Account

überhaupt nicht, sind sogenannte „tote“

User. Nachdem 2007 noch rund 5000

Tweets pro Tag veröffentlicht wurden,

waren es Anfang März 2010 bereits 50

Millionen. Laut Prognosen der Website

GigaTweet.com könnte die 20-

Milliarden-Grenze noch in diesem Jahr

fallen. Bei Alexa.com belegt Twitter

derzeit Platz 12.

studiVZ Das Studierendenverzeichnis

wurde im November 2005 als soziales

Netzwerk für Studierende gegründet.

studiVZ konzentriert sich fast ausschließlich

auf den deutschsprachigen

Raum. Das Projekt zählte im November

2009 6,2 Millionen registrierte

Nutzer und gehört damit zu den erfolgreichsten

Onlinemedien in Deutschland.

Im weltweiten Ranking von Alexa.com

belegt studiVZ derzeit Platz 268.

© M. Kirchgessner

© S. Harder


8

Thema

„Es geht um die Basics“

Jürgen Teipel hat einen ungewöhnlichen Roman über

den Gefühlshaushalt junger DJ-Freunde auf Techno-

Tour in Mexiko geschrieben. Im Mai liest er in Freiburg

Interview: Dietrich Roeschmann

Foto: Sigrid Harder

Jürgen Teipel

Jahrgang 1961, lebt als Journalist und

Schriftsteller in München. 2001

erschien sein viel gelobter Doku-

Roman „Verschwende Deine Jugend“

über die Punk- und New-Wave-Szene

der 1970er und 80er Jahre (Suhrkamp

2001, 375 S., 12,50 Euro). Jetzt ist

sein zweiter Roman erschienen: Ich

weiß nicht (Dumont 2010, 120 S.,

14,50 Euro). Er erzählt die Geschichte

eines jungen

Techno-DJs aus

Regensburg, der

mit befreundeten

DJs zu einer

Tournee durch

Mexiko eingeladen

wird. Der

Trip nach Mittelamerika

wird für

den Anfangzwangzigjährigen

zum Lehrpfad über szenige Beziehungsmuster

und ihr Verhinderungspotenzial.

Jürgen Teipel stellt seinen

Roman in einer Lesung am 4. Mai,

20 Uhr im Jos Fritz Café vor.

Vor neun Jahren hast Du mit „Verschwende

Deine Jugend“ einen viel beachteten Doku-

Roman über die Punk- und New-Wave-Szene

geschrieben. Dein neuer Roman heißt „Ich weiß

nicht“. Es geht um ein Techno-DJ-Quartett auf

Mexiko-Tournee. Eine Fortsetzungsgeschichte?

Wenn man alle Unterschiede abzieht, kann man das

so sehen. Im Grunde genommen geht es in beiden

Romanen um die ewigen Basics der Jugendkultur.

Welche sind das?

Das Rausgehen in die Welt, das Entdecken und

Abchecken: Was ist für mich wahr und was falsch? Was

stimmt für mich und was nicht?

Der Ich-Erzähler, den Du mit seinen Freunden auf

die Reise schickst, ist Anfang 20. Er erzählt, was

ihm gerade so durch den Kopf geht: Unfertige

Gedanken, unscharfe Gefühle, viel pathetisches

Zeug über die Welt, wie er sie sieht oder wie sie

sein sollte. Zuerst denkt man: Hey, geht’s vielleicht

noch ein bisschen banaler? Und dann merkt

man: Hm, irgendwoher kenn ich diesen Sound. Ist

Banalität der Beginn jeder Jugendkultur?

Ich würde das eher Staunen nennen, und das gibt es tatsächlich

in jeder Jugendkultur, egal ob bei den vielen

jungen Techno-DJs, die ich für meinen Roman interviewt

habe, oder bei den Beatniks, die 1958 eben noch

Freundschaft

keine Computer-Daddelgames sondern Bebop spielten

und statt Worte wie „krass“ und „derbe“ ihre eigene

Sprache hatten. Aber diese Sprache drückte das Gleiche

aus wie die der Jugendkultur heute: es geht um

Grundsatzfragen, die man an das Leben stellt, auch um

einen gewissen Idealismus, und immer um das

Verlangen nach einem intensiven Leben.

Die Sprache deines Romans klingt nicht unbedingt

cool. Es ist eher ein Tasten und unsicheres

Herumlavieren, mit vielen Irgendwies und

Sozusagens. Woher kommt dieser Sound?

Ich habe ihn nach der Sprache jüngerer DJs gestylt,

Leuten wie den Gebrüdern Teichmann. Dabei habe ich

weniger gefeilt als aussortiert und verdichtet. Richtig gut

funktionierte der Text für mich dann erst, als ich alles,

was ich wusste, hinter mir ließ und die Sätze einfach so

flossen. Als der Flow da war, wie ein DJ sagen würde.

Bei den Figuren in Deinem Roman fließt zwar die

Sprache, aber untereinander hakt es ziemlich.

DJane Tere ist gernervt, dass ihr Ex Tommy mit

auf Tournee gekommen ist. Der gemeinsame DJ-

Freund Rico, ein Mexikaner, geht ganz in seiner

Heimat-Euphorie auf, und der Ich-Erzähler fühlt

sich von Tere angezogen, was sein Verhältnis zu

Tommy ziemlich verspannt. Es gibt konträre

Interessen, viel Gekrampfe und schlechte Laune.

Da helfen selbst die Haschkekse im Gepäck nicht

viel. Ist Dein Roman ein Versuch über die Mühen

der Freundschaft?

Ja, es geht darum, dass die Leute bestimmte Haltungen

und Vorurteile pflegen und sich damit total beschränken.

Gerade in den DJ- und Musikerszenen gibt es unzählige

Do’s und Don’ts, und alle wissen ganz genau, womit sie

gut klar kommen und was gar nicht geht. Dieses misstrauische

Abchecken des Gegenübers prägt den Umgang

miteinander. Der Ich-Erzähler in meinem Roman ist da

erst mal nicht anders. Aber nach und nach merkt er –

ausgelöst auch durch den Tod seines Vaters –, wie überflüssig

es ist, sich die anderen ständig durch irgendwelche

Codes oder Panzerungen vom Leib zu halten, weil

man sich dadurch so viele Chancen vergibt. Man könnte

Beziehungen viel positiver und offener angehen. Ihe

Essenz ist doch nicht der Konflikt, sondern die Tatsache,

dass jeder von uns auf der Suche nach Glück ist. Wir

gehen alle in die gleiche Richtung. Da wäre es doch völliger

Unsinn, sich nicht zu verstehen, oder?

Das klingt aber ziemlich utopisch.

Mag sein. Aber andererseits würde ich sagen: Je früher

man lernt, auf andere zuzugehen, desto besser fürs eigene

Leben. Als ich selbst Punk war, dachte ich immer,

dass wir radikal anders und anti-elitär wären.Wir haben

nicht gemerkt, dass gerade diese Haltung ein echtes

Elite-Ding war, mit dieser ganzen hermetischen

Weltsicht, die dazu gehört. Wenn du dich heute in der

Technoszene umschaust oder einschlägige Magazine

wie de:bug liest, weißt du: es hat sich nichts geändert.


Freundschaft Thema 9

Der Erzähler aus Deinem Roman möchte diesen

Codes entkommen, ohne aber auf die Geborgenheit

verzichten zu wollen, die jede Jugendkultur-

Szene verspricht. Kann das funktionieren?

Er braucht lange, um zu erkennen, wie sehr und mit welchen

Mitteln sich ständig alle voneinander abgrenzen.

Aber irgendwann bemerkt er auch das Bemühen, das

dahinter steckt. In Mexiko, wo die Technoszene viel offener

ist, schärft sich sein Blick für die Grabenkämpfe, die

die Gruppe auf Tour untereinander austrägt. Er fragt

sich: Wie gehen wir eigentlich miteinander um? Warum

machen wir uns das Leben so schwer? Ich denke, dass

diese Abgrenzungsbemühungen in der jungen Techno-

Szene viel mit der Angst zu tun haben, ohne Codes und

Glaubensbekenntnisse seine kleine Welt nicht zusammenhalten

zu können. Dadurch geht viel vom wirklichen

Entdecken verloren.

Anfang 20 warst Du Punk, jetzt bist Du 48 und

Dein Roman spielt in der Technoszene. Welche

Beziehung hast du zu Techno?

Das war eher Zufall. Ich habe nie lange an Popkultur-

Bewegungen gehangen. Nach Punk kam bei mir Soul,

ich habe Reggae und Country gehört, in den 90ern viel

House. Irgendwann habe ich dann die Techno-DJane

Acid Maria kennengelernt, die nach einer Lesung von

Jetzt noch attraktiver!

Mit meinem Konto

nehme ich die Bank aus.

mir in Karlsruhe aufgelegt hatte. Von ihr erfuhr ich das

erste Mal vom Austausch zwischen der mexikanischen

und der deutschen Szene, und von den Unterschieden.

Ich fand das so spannend, dass ich anfing, Dutzende von

Leuten dazu zu befragen, von den Teichmännern über

Hans Nieswandt bis DJ Hell.

Und daraus hast du dann Deinen Roman gebaut?

Ja. Die ersten Entwürfe sind sogar in Freiburg entstanden,

wo ich von 2003 bis 2006 gelebt habe. Ich hatte mir einen

Outdoor-Stuhl besorgt und mich im Attental mit Strohhut

auf irgendwelche Weiden gesetzt. So richtig schriftstellermäßig,

aber dabei ist nur wenig Verwertbares rausgekommen.

Der Flow kam erst später. Hat mich übrigens

gefreut, dass Du den so lange durchgehalten hast.

Du meinst beim Lesen Deines Romans?

Ja, eine Freundin meinte kürzlich zu mir: Du bist dir

hoffentlich klar darüber, dass das, was du da machst, in

der Literatur ein absolutes Tabu ist. Manche Leute

meinten: Kann Jürgen Teipel wirklich nicht besser

schreiben als ein 20-Jähriger, der einfach drauflos redet?

Aber genau diesen unscharfen Sound wollte ich. Ich

wollte vor allem Gefühle vermitteln. Und das funktioniert

mit bloßen Worten nicht so gut. Eher mit dem, was

zwischen den Zeilen steht.

Auch gut ...

... – und dabei das exakte Gegenteil von

Teipels hippieskem Mexiko-Trip – ist das

Romandebüt Spucke von Wolfgang

Frömberg (224 S., 14,90 Euro). Der

Autor arbeitete lange als Redakteur des

Musikmagazins „Spex“, bis der Verlag

2007 beschloss, die Redaktion von Köln

ins hippe Berlin zu verlegen – und die

gesamte Redaktion kündigte. In Person

seines Alter ego Walter Förster erzählt

Frömberg hier

leicht verschlüsselt

aus den

letzten

Monaten dieses

legendären

Leitorgans der

Poptheorie.

Zwischen

Redaktionsalltag,

Deleuze-

Lektüre, Kneipendiskussion, Star-

Interview und chronisch leerem

Bankkonto entwirft er hier ein klug verschachteltes

Panorama der prekären

Kulturszene am Ende der Nullerjahre.

Die Auseinandersetzung mit seinem

Vater, einem DDR-Flüchtling und späteren

Streikbrecher bei Ford, gibt dem

Roman zusätzlich Brisanz. Es geht um

die alte, immer aktuelle Frage, wie ein

richtiges Leben im Falschen geht.

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Wir sind

die

Mensa

Mensa

Rempartstraße

21. April

Rinderbraten in Rotweinsauce mit

Perlzwiebeln und Champignons, Spätzle

29. April

Kichererbsen-Polenta mit Ratatouille,

Schafskäse und Minze

28. Mai

Pangasius-Fischfilet mit Kokosmilch

und Karotten-Mangochutney


Mensa

Littenweiler

Während der Vorlesungszeit am Grill:

frisch gegrillter Lachs und Paella

Mensa

Institutsviertel

27. April

Streifen von Putenoberkeule in

Cajunsauce, Kokosreis, Chinakohlsalat

mit Orangendressing

5. Mai

Gebratener Schweinerücken in

mediterraner Kruste, Sauce Provencale,

Rosmarinkartoffeln, Frühlingssalat


12

Thema

Freundschaft

Gemeinsame Sache Kino, Party, Essen, Shoppen – es gibt vieles,

was man mit besten Freundinnen und Freunden teilen kann. Nur beim Geld hört die

Freundschaft auf. Stimmt? Blödsinn, sagen die, denen wir diese Fragen stellten. Sie müssen

es wissen. Schließlich ist Freundschaft die Grundlage ihrer Geschäfte und Projekte.

Klub Kamikaze

Markus Gut (30, Foto) & Jan Ehret (31)

Daisy Goes Crazy

(v. vorne) Katrin, Eri, Alexandra, Silvie,

Heidi

Polltäx

Katrin Hoyler (40) &

Michael Schumann (41)

Text: Jonas Nonnenmann Fotos: privat (4), Jonas Nonnenmann (1)

Markus Gut und Jan Ehret kannten sich schon mit 16.

„Am Anfang konnten wir uns nicht leiden, weil ein Mädel

zwischen uns stand“, sagt Markus, „aber das hat

sich schnell geklärt.“ Seitdem seien sie unzertrennlich.

Schon in ihrer Heimat im Kaiserstuhl organisierten die

beiden Jungs ihr erstes Konzert, damals noch mit Kassettenrekordern

in einer winzigen Hütte. Später machten

sie sich auch in Freiburg einen Namen, unter anderem

mit Partys im Kulturzentrum Z.

Dann, vor drei Jahren, wurde der Raum des heutigen

Kamikaze frei. Vorher befand sich dort „eine russische

Disko mit vollbusigen blonden Damen und Kunden ab

40 aufwärts“, erinnert sich Markus. Kein gefragter Laden,

die Pacht war entsprechend günstig. Das änderte

Die Sternchen der Band Daisy goes Crazy wissen,

wie man Glamour lebt. „Sekt trinken, Schwätzchen

halten, Neuigkeiten austauschen – auch das gehört

zum Proben“, sagt Gitarristin Alexandra Lingenfelder.

„Uns geht es vor allem darum, beim Musikmachen

Spaß zu haben.“ Geld hätten die Daisies sowieso

kaum verdient, sagt sie. Wichtiger sei, dass es

persönlich passt. Darauf hätten sie schon beim

Casting geachtet, erzählt Alexandra.

Seit ihrer Gründung 1992 hat die Band viele Wechsel

hinter sich, aber sie ist ihrem Konzept treu geblieben:

Eine poppige Mischung aus Eigenkompositionen und

Am Anfang tastete sich Katrin Hoyler vor wie ein

Schachspieler, der die Stärke seines Gegners noch

nicht kennt. Damals, in den 90er Jahren, übernahm sie

mit Michael Schumann einen Second-Hand-Laden in

der Wiehre. „Wir haben vorsichtig angefangen und erst

mal kleine Mengen eingekauft“, sagt die Vierzigjährige.

Nebenher studierte sie Pädagogik, hielt sich eine zweite

Tür frei. „Phasenweise wurde es finanziell eng“, sagt

Katrin Hoyler, „vielleicht, weil wir nie einen hohen

Kredit aufgenommen haben.“ Trotzdem sei das Vertrauen

zu Michael nie abgebrochen: „Wir kannten uns

von Anfang an gut und haben uns immer vertraut.“

Inspiriert von der Londoner Mode, ergänzten Katrin

Hoyler und Michael Schumann ihr Sortiment auch

sich bald: „Wir hatten das Glück, dass unser Konzept

voll eingeschlagen ist.“ Anfang 2008 stiegen Markus

und Jan in das Restaurant Grünhof in der Belfortstraße

ein. Markus wurde das zuviel, sein 14 Monate alter

Sohn habe ihn vermisst. Jan ging es ähnlich. „Irgendwann

haben wir uns gesagt: Bevor wir das halbherzig

machen, machen wir es lieber gar nicht“, erzählt Markus.

Dafür bleibe jetzt mehr Zeit für neue Projekte,

denn müde sind die beiden Nachteulen noch nicht.

Demnächst wollen sie mit einer Wanderdisko die Party

aufs Land bringen – in Erinnerung an jene Abende, an

denen sie in ihrer Jugend selbst zu Hause saßen, weil

nichts los war.

Klub Kamikaze, Oberlinden 8, Freiburg

➔ www.klubkamikaze.de, ➔ myspace.com/Klubkamikaze

der Persiflage von Klassikern wie Marilyn Monroes

„Diamonds are a girls best friends“.

Auch Verkleidungen gehören zum Auftritt. Leadsängerin

Katrin Wagenknecht etwa tritt mal als Sternchen,

mal als gealterte Diva auf. In ihrer ersten Band, erzählt

Alexandra, sei alles anders gewesen. „Das war ein rein

musikalischer Zusammenschluss, es gab ständig Reibereien.“

Bei den Daisies sei die Freundschaft wichtiger,

auch wenn sie nur noch selten auf der Bühne zu sehen

sind. Wegen der Babypausen – offenbar wollen auch

Diven irgendwann Nachwuchs.

Daisy Goes Crazy ➔ www.daisygoescrazy.de

mit neuen Sachen. Mit der Zeit verzichteten sie ganz

auf Second-Hand. Heute befindet sich das Polltäx in

der Gartenstraße, zwischen Trendfrisör und Piercingstudio

passt es gut in die Nachbarschaft. Katrin Hoyler

steht an der Theke, und manchmal lässt ihr breites

Lächeln die Nasenpiercings tanzen. Nebenan und

um sie herum: Nietengürtel, Piratenbettwäsche und

Girlie-Oberteile. Im Keller hängen, passend zu den

Ziegelsteinwänden, die gruftigen Sachen. „Wir wollten

uns immer von den Mainstream-Läden unterscheiden“,

sagt Katrin Hoyler. Im Laden merkt man:

es ist ihnen gelungen.

Polltäx, Gartenstr. 22, Freiburg

➔ www.polltaex.com


Freundschaft Thema 13

Plan B

Andreas von Ow (27, l.) &

Kriz Olbricht (23, re.)

Biosk

Lars Millentrup (30, l.) &

Julien Röslen (31, re.)

Psychologie Heute

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Die Freiburger Außenstelle der Karlsruher Akademie

für Bildende Künste liegt etwas versteckt hinter der Johanneskirche,

im Dachgeschoss einer Gewerbeschule,

die aussieht, wie eine alte Fabrik. Kein Wunder, dass

nur wenige die Künstlerschmiede kennen. Um das zu

ändern, haben drei Studierende der Akademie den

Kunstraum Plan B gegründet. Sie hatten die Idee, sie

organisierten den Raum und machen dort nun ihr

Projekt: Andreas von Ow (27), Kriz Olbricht und Sophie

Innmann (beide 23).

Handelt es sich um eine neue Galerie? Nein, sagt Kriz,

denn „in einer Galerie geht es hauptsächlich ums Verkaufen.

Bei uns nicht“. Plan B soll ein Raum für Experimente

sein, ein Treffpunkt für Studis und für Ehemalige.

„Das Schöne ist: Wir haben hier völlige

Narrenfreiheit.Wir müssen nicht Werke ausstellen, die

wir auch verkaufen können“, sagt Andreas. Das ermöglicht,

auch mal einen alten Fernseher als Kunstwerk

in die Ecke zu stellen, wie in einer Ausstellung

Anfang März. Meist stellen nicht die Organisatoren

Lars Millentrup sieht seinen Geschäftspartner Julien

öfter als mancher seine Freundin. „Das ist wie in einer

Ehe“, lacht Lars. „Wie in einer Beziehung muss

man lernen, zuzuhören und sich auf den anderen

einzulassen – besonders in schwierigen Zeiten.“

Vor eineinhalb Jahren gründeten die beiden das Biosk

an der temporären UB Stadthalle, eine Mischung aus

Zeitungskiosk, Biosnackshop und Steh-Café mit fair

gehandeltem Angebot. „Als wir das Geschäft gegründet

haben, waren wir schon gut befreundet“, sagt Lars.

Julien kannte er noch von der Uni. Er selbst studierte

Forstwissenschaften und BWL, Julien Sport. Nach

dem Studium erkundeten beide den Dschungel der

freien Wirtschaft: Lars in einer Abteilung für Marketing,

Julien verkaufte Gemüse auf dem Markt. Bei der

Volksbank beantragten sie einen Gründerkredit, be-

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aus, sondern andere Studierenden, viele zum ersten

Mal. Die dürfen ihre Werke kostenlos präsentieren,

müssen sich aber selbst um die Werbung kümmern.

Geld verdienen Kriz, Andreas und Sophie mit ihrem

Kunstraum in der Brauerei Ganter nicht. Im Gegenteil:

Die Miete zahlen die drei selbst, Geld nehmen sie nur in

Form von Spenden ein.Wie läuft die Organisation? „Bisher

gibt es nur eine informelle Aufteilung“, erzählt Kriz,

„aber die funktioniert sehr gut.“ Jeder bringe seine Stärken

ein, er selbst kümmere sich um den Internetauftritt.

Auch die notwendige Bürokratie sei kein Problem. „Der

Vermieter ist kunstinteressiert und kooperativ“, sagt Andreas,

das macht es einfacher.“

Seit knapp einem Jahr läuft das Experiment, und laut

Kriz kommen zu jeder Ausstellung mehr Besucher. Es

sieht nicht so aus, als ob die Macher noch einen

Plan C brauchen.

plan b, Schwarzwaldstr. 43, Freiburg

➔ raumplanb.blogspot.com

warben sich bei der Stadt um das Kiosk – und bekamen

beides. Anfangs standen sie pro Woche bis zu 80

Stunden in ihrem Laden. Inwischen sei es etwas weniger

geworden, sagt Lars, aber das Biosk hat immer

noch sieben Tage die Woche geöffnet.

Wie ist das, wenn man sich so lange auf der Pelle

sitzt? „Klar gibt es ab und zu Meinungsverschiedenheiten“,

sagt Lars, „aber unsere Freundschaft hat

darunter nicht gelitten.“ Lars schwört auf eheliche

Werte: „Man muss dem anderen blind vertrauen

können. Das ist das Wichtigste, wenn man ein Geschäft

aufzieht.“ Vielleicht ist es das Erfolgsgeheimnis

des Biosk – nach eineinhalb Jahren, findet Lars, laufe

das ganz gut.

Biosk,Alter Messplatz, Schwarzwaldstr. 80a, Freiburg

➔ www.biosk.eu

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ideal zur Prüfungsvorbereitung geeignet.


14

Termine

April Manchmal ist weniger mehr. Martin Zobel reichen seine Stimme

und seine Gitarre – damit verbreitet er seine Message und begeistert nicht nur

Reggae-Fans. Überzeugt euch selber: am 24. April in der MensaBar.

MensaBar, Rempartstr. 18

16. 4., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

20. 4., 20.30 Uhr

Impro-Koch-Show. Die WG-Küche,

Ort des kreativen Chaos, Herz

und Bauch jeder Wohngemeinschaft.

Hier treffen die unterschiedlichsten

Menschen aufeinander, hier wird gekocht,

gegessen, debattiert, Neues

probiert und improvisiert – genauso

wie in der Impro-Koch-Show in der

MensaBar. Die Gastgeber von der

Impro-Theatergruppe „Lux Theater

des Moments“ werden die Choreografin

und Moderatorin Riccarda

Kräuter-Schächtele einladen, Geschäftsführerin

der allure-Event- und

Modelagentur. Ihr spannendes Hobby:

Kochrezepte kreieren. Diese

„WG für einen Abend“ wird gemeinsam

ein für alle überraschendes Menü

kochen, kreativ improvisierte

Showeinlagen präsentieren und

Tipps für die Studentenküche geben.

Rund um die Show gibt es Musik

mit DJ Martin Menü (Blues, Funk,

Soul, Reggae), Kameramann Jan

setzt alles auf Großbildleinwand in

Szene. Eintritt 6/10 €

22. 4., 20.30 Uhr

Welcome to Germany. Erasmus

Cheese & Wine Party des International

Clubs. Eintritt frei

23. 4., 21 Uhr, Peterhofkeller

Chile-Party. United Nations Vibrations

23. 4., 20.30 Uhr, MensaFoyer in

der Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

23. 4., 22 Uhr

Beats On Campus. Live Edition

mit Rock Rainer, Bihtnik, Jenny

Washington, New Rhyme Heroes.

Rock Rainer aus Freiburg: erstmals

wieder mit kompletter Liveband und

brandneuen Songs. Ihre ganz eigene,

neonbunte Mischung aus HipHop,

Synthiepop und Elektro wird beim

Homecoming in der MensaBar dafür

sorgen, dass der Dancefloor zum Actionfilm

wird. Die Lörracher Band

Bihtnik ist schon seit Jahren eine der

besten HipHop-Liveacts in Süddeutschland

und prägt mit ihrem

brandneuen Programm einen neuen

Stil, irgendwo zwischen HipHop,

Rock und Neue Deutsche Welle. Die

Frankfurter Reggae-Sängerin Jenny

Washington beherrscht die Kunst,

wunderschöne, soulige Melodien zu

singen, ohne jemals schnulzig zu

klingen. Dem Freiburger Publikum

ist sie vom Dub Tub Reggae Club in

der MensaBar bekannt, wo sie als

Background-Sängerin von Yah Meek,

aber auch als Solokünstlerin überzeugen

konnte. Die beiden MCs und

Weltenbummler New Rhyme Heroes

aus Kalifornien und Brooklyn überraschen

das Publikum mit klassischen

Beatbox-Einlagen und Freestyles.

In der MensaBar stellen sie

auch Stücke vor, die von Dub Tub

Basser Jan Faati produziert wurden.

Er unterstützt sie live mit seiner bittersüßen,

leicht crispen Stimme. Eintritt

6/8 €

24. 4., 21 Uhr

Martin Zobel & Band Album Release.

Support: Iman & Papa Zodiac.

Seit dem europaweiten Release

seines Solo-Acoustic-Albums „Soul

to Soul“ (2008) konnte sich Martin

Zobel vor allem in der Reggae-Szene

fest etablieren. Mit seiner raumgreifenden

Stimme und seinen intensiven

Lyrics ist er jedoch auch weit

darüber hinaus auf viele offene Ohren

gestoßen. Eintritt 7/10 €

24. 4., 22 Uhr, Mensapavillon

Fudder PingPongClub. Rundlauf

um die Tischtennisplatten zu Big

Beat, Funk und Mash-Up.Visuelle

Projektionen liefern die Sushicutters.

Eintritt 3/4 €

25. 4., 20 Uhr

Tatort MensaBar. Kalte Morde,

heiße Suppe. Eintitt 2 €/Clubmitglieder

frei

26. 4., 20.30 Uhr

Video Slam. Kurzfilme von Studierenden.

Alle eingereichten Produktionen

– vom konventionellen Kurzfilm

über Dokumentationen bis hin

zu experimentellen Videos – werden

gezeigt. Eine Publikums-Jury bewertet

jeden Film spontan und ohne

festgelegte Kriterien mit einer Punktezahl

von 0 – 10. Der Gewinnerfilm

startet dann im Sommer bei der

Endausscheidung „Video Grand

Slam“ im Rahmen des Freiburger

Filmfests 2010. Eintritt frei

28. 4., 20.30 Uhr

Slam Supreme: die Lese- und

Kleinkunstbühne! Das klingt nach

Schnelligkeit und Melancholie,

Kunst und Kommerz, brüllend laut

und flüsterleise. Da sind: eine Bühne,

die Zuschauer und das Darauf –

es tummeln sich Slamkünstler und

Literaten, Kabarettisten, Musiker,

Dichter, Schauspieler und Clowns.

Noch unentdeckte und bereits bekannte

Talente stellen hier ihr Können

unter Beweis.Wir haben Text,

Musik,Theater und Film; Geschichten

und Lyrik, Satire und Trauerspiel;Trauriges,

Bissiges, Komisches;

Hochkultur und Gassenhauer. Abwechslung

ist Trumpf! Eintritt 3/5 €

30. 4., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

30. 4., 20 Uhr, Jazzhaus

Around the World. Internationale

Studentenparty im Jazzhaus. Drei

Bands der Jazz- und Rockschule

Freiburg spielen live auf: „Drunken

Monkeys" (Funk, Soul), „Flying

Dogs" (Funk, Soul) & „Lakehouse"

(Pop/Rock).Vom Berklee College Of

Music in Bosten werden ebenfalls

junge Musikstudenten aufspielen.

Vom Internationalen Club für Studierende

Freiburg zeigt sich die

Band „Matou Noir" (Balkan, Klezmer,Tango,

Jazz) von ihrer besten

Seite und „… vom Goethe“ stellen

ihr Können unter Beweis. Es gibt internationale

Dance-Performances,

auflegen wird DJ Ralph Thieme.

Eintritt 3/4 €

30. 4., 21 Uhr

Mensa Live-Club serviert:

Semestereröffnungsparty mit

„Dadajugend Polyform“ aus Nürnberg

(Pop, Post Punk, Electronica),

„Jacob and the Appleblossom“ aus

Frankfurt (Soul, Elektro, Indie), Pornoladenerbe

(Kleine Tanzbar, Kamikaze),

DJ Regular John (Finest Indie

Music). Eintritt 7/10 €

www.campuslive-freiburg.de

Hochschule für Musik

Schwarzwaldstraße 141

19. 4., 20 Uhr

Schumann-Liederabend. Drei

Balladen für Deklamation (1849-

53), Liederkreis op. 39 u.a

20. 4., 20 Uhr

Klavierabend. Abschiedsabend für

Prof. Betty Vergara-Pink.Werke von

u.a. Bach, Schumann, Poulenc

21. 4., 20 Uhr

„… Flügel, Flügel übers Leben,

über Grab und Tod!“ Aus Kinderszenen

op. 15, aus Romanzen op.69,

aus Fünf Lieder op. 40 u.a.

22. 4., 17 Uhr

Bach und seine Erben. Kammerchor

der Hochschule für Musik.

Werke von u.a. Bach, Grieg, Brahms,

Nystedt

23. 4., 20 Uhr

Inferno. Ein Orgelabend mit Sprecher.Werke

von u. a. Reger, Ullmann

29. 4., 20 Uhr

Preisträgerkonzert des Gustav-

Scheck-Preises 2009 der Commerzbank-Stiftung.Werke

von u. a. Mozart,Weber,

Haas, Krása

—Alle Termine der Hochschule für Musik

unter www.mh-freiburg.de/veranstaltungen

Lesungen in WGs

Die neue Veranstaltungsreihe

„zwischen/miete“, eine Kooperation

des Literaturbüros Freiburg und

des Studentenwerks Freiburg, präsentiert

Literatur aus der jüngsten

Schriftstellergeneration und bringt

sie ins Gespräch. Für einen Abend

kommen professionelle, noch nicht

im Literaturbetrieb etablierte AutorInnen

in Freiburger WGs und

stellen frische Texte vor. Die Lesungen

werden von Studierenden der

Uni Freiburg organisiert und moderiert.

Jede Lesung ist eine Zusammenkunft

als Versuchsanordnung

zwischen Text, Raum und

einem jungen, interessierten Publikum.Am

ersten der vier für das

Sommersemester geplanten Termine

wird Clara Ehrenwerth, geboren

1987 in Erfurt und Förderpreisträgerin

des Jungen Literaturforums

Hessen-Thüringen, in

einer Dreier-WG in der Habsburgerstr.

ihre Kurzprosa vorstellen.

—30. 4., 20 Uhr,WG in der

Habsburgerstr. 44, 4. Stock bei

Eich, Eintritt 3 Euro (inkl.

Brötchen und Bier).

—Anschließend Party


www.campuslive-freiburg.de Termine 15

Mai Vom 21. bis 23. Mai treffen sich in Freiburg 15 Singer/Songwriter und

Bands aus ganz Deutschland zum 3. Freiburger OMAHA records Festival.

Spielorte sind das Black Forest Hostel, die MensaBar und The Great Räng Teng

Teng. OMAHA records, dessen Gründer Gisbert von Knyphausen (Foto) am

22.5. in der MensaBar sein neues Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ vorstellen

wird, ist ein Zusammenschluss von Musikern, die sich mit ihren selbstgeschriebenen

Songs im Internet präsentieren: www.omaha-records.de. Hier findet ihr

auch das komplette Programm mit allen Infos. Tickets unter www.ghvc.de.

MensaBar, Rempartstr. 18

2. 5., 20 Uhr

Tatort MensaBar. Kalte Morde,

heiße Suppe. Eintritt 2 €/Clubmitglieder

frei

6. 5., 20.30 Uhr

Internationaler Club: Griechenland.

… wo Götter Urlaub machen.

Eintritt 2 €, Clubmitglieder frei

7. 5., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

9. 5., 20 Uhr

Tatort MensaBar. Kalte Morde,

heiße Suppe. Eintitt 2 €/Clubmitglieder

frei

12. 5., 20.30 Uhr

PH-Party. Der Klassiker in der

MensaBar

14. 5., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

15. 5., 21 Uhr

CD Release: A5 Richtung WIR

(Indie Rock, Freiburg). Support:

Topcase (Indie Pop, Freiburg). Eine

Gitarre, ein Bass und ein minimales

Schlagzeug, das man kaum sieht, dafür

umso mehr hört, weil der Junge

dahinter sich die Seele aus dem Leib

trommelt. Das Trio aus Endingen

versteht es ebenso, mit himmelstürmenden

Pop-Refrains und melancholischen

Songtexten Spuren im

Herzen seiner Zuhörer zu hinterlassen.

Die Botschaft geht hinaus an

die Jugend, die endlich wieder Gitarren

hören will. Das ist die neue deutsche

Generation, die das Land dringend

braucht.

16. 5., 20 Uhr

Tatort MensaBar. Kalte Morde,

heiße Suppe. Eintitt 2 €/Clubmitglieder

frei

17. 5., 20.30 Uhr

Video Slam. Kurzfilme von Studierenden.

Ohne Vorauswahl werden alle

eingereichten Produktionen - vom

konventionellen Kurzfilm über Dokumentationen

bis hin zu experimentellen

Videos - auf der Leinwand

gezeigt. Eine Publikums-Jury bewertet

jeden Film spontan und ohne

festgelegte Kriterien mit einer Punktezahl

von 0 – 10. Der Gewinnerfilm

startet dann im Sommer bei der

Endausscheidung „Video Grand

Slam“ im Rahmen des Freiburger

Filmfests 2010. Eintritt frei

18. 5., 20.30 Uhr

Internationaler Club: Inside the

United Nations. Präsentation der

Freiburger NMUN-Delegation. Eintritt

2 €/Clubmitglieder frei

20. 5., 20.30 Uhr

Internationaler Club: Japan. Konnichiwa

- Willkommen in Japan. Eintritt

2 €/Clubmitglieder frei

21. 5., 20.30 Uhr

Impro-Koch-Show. Live-Cooking

mit Special Guest: Ben Kindler. Und

wie das alles abläuft, lest ihr im Tipp

für den 20. April. Eintritt 6/10 €

21. 5., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

22. 5., 20.30 Uhr

Mensa Live-Club serviert:

OMAHA records Festival. Mit

Gisbert zu Knyphausen & Band (Singer/Songwriter,

HH) – beim ZMF

Vorgruppe von Element of Crime,

Staring Girl (Indie/Folk, Kiel), Julian

Gerhard & Band (Singer/Songwriter,

Münster). Siehe Tipp des Monats

26. 5., 20.30 Uhr

Slam Supreme: die Lese- und

Kleinkunstbühne, auf der sich Slamkünstler

und Literaten, Kabarettisten,

Musiker, Dichter, Schauspieler

und Clowns tummeln. Euch erwartet

Trauriges, Bissiges, Komisches;

Hochkultur und Gassenhauer. Abwechslung

ist Trumpf! Eintritt 3/5 €

28. 5., 20.30 Uhr

Mensa Live-Club serviert: alexamsterdam

(Indie Pop, Düsseldorf)

und The Fountains (Indie/New Wave,

Aschaffenburg), DJ Regular John

(Finest Indie Music) + Special

Guests. alexamsterdam, das sind Alex

Rosin (Gesang+Gitarre) und Simon

Horn (Tasten+Backing Vocals).

Indie | Pop nennen sie ihre Musik,

ohne Bindestrich geschrieben, als

gleichberechtigte Brüder. „Indie“,

weil ihre Songs durch bittere Melancholie,

herzhaften Anschlag und äußerst

knusprigen Gesang Kante und

Tiefe erhalten. „Pop“, weil ihre Melodien

das Herz öffnen und sich auch

außerhalb der Clubs bestens dafür

eignen, das Leben von Menschen auf

Autobahnen und Auslandsflügen zu

begleiten.

28. 5., 22 Uhr, MensaFoyer in der

Mensa Institutsviertel

Latin Club. Salsa-Party auf einer

der größten Tanzflächen Freiburgs.

Eintritt Studierende 2,50/Gäste 3 €

29. 5., 20 Uhr

Campus Open. Südbadens größtes

Campus Festival: DJ-Contest, Live-

Musik, PingPongParty,Visuals und

vieles mehr. Komplettes Programm

unter www.campusopen-freiburg.de

30. 5., 20 Uhr

Tatort MensaBar. Kalte Morde,

heiße Suppe. Eintritt 2 €/Clubmitglieder

frei

Andere Veranstaltungsorte

1. 5., 20 Uhr

Das kleine elektronische Weltorchester

ewo2 mit „Schlauch".

avantipopolo - Arbeiterlieder und andere

Ermunterungen sich zu wehren.

Vorderhaus, Habsburgerstr. 9

12. 5., 21 Uhr

Linie Zwei. Solo-Stücke gibt es für

jedes Orchesterinstrument. Sogar für

Triangel vom amerikanischen Klangtüftler

Alvin Lucier. Im Freiburger

E-Werk werden die Einzelauftritte

der Orchestermusik mit Musik von

Bach, Messiaen oder Nono zu einem

räumlich erlebbaren Gefüge. In Szene

gesetzt von Sylvain Cambreling.

www.linie-zwei-freiburg.de

E-WERK, Eschholzstr. 77

—Alle Angaben ohne Gewähr


16

Termine

Mensa-Aktionen I

Mensa-Führungen: Immer zu

Semesterbeginn können Interessierte

einen Blick hinter die Kulissen

der Freiburger Mensen werfen.

Die Mensa-Führungen finden statt

am 20.4. (Mensa Rempartstraße),

21.4. (Mensa Institutsviertel) und

22. 4. (Mensa Littenweiler).

—Anmeldung: campuscatering@

studentenwerk.uni-freiburg.de.

Treffpunkt jeweils um 11 Uhr an den

Service-Points der Mensen.

Bio-Woche: Die Mensa Rempartstraße

startet vom 26.– 30. 4. mit

einer Bio-Woche in den Frühling.

Ein Essen an der Wahltheke wird

komplett mit Zutaten aus kontrolliert

biologischem Anbau produziert,

vom Reibekäse bis zum

Spargel-Pilz-Ragout. „Wir wollen

mit der Aktion die umweltschonende

Nahrungsmittelproduktion

unterstützen und zeigen, dass Lebensmittel

aus kontrolliert biologischem

Anbau auch massentauglich“

sind,“ so Studentenwerks-

Geschäftsführer Clemens Metz.

Allerdings müssen die Studierenden

für die Bio-Kost etwas tiefer in

die Tasche greifen. Statt 2,65 kostet

ein Essen 3,00 Euro.

VeggiDay: Ein Tag in der Woche

für den Klimaschutz – das ist relativ

wenig. 52 Tage im Jahr für den

Klimaschutz – das ist relativ viel

und kann den CO 2-Ausstoß von

40.000 Autos einsparen. Diese

Idee steckt hinter dem Projekt

„VeggiDay“, das bereits in einigen

Städten Deutschlands umgesetzt

wird: an einem Tag in der Woche

soll auf Fleisch verzichtet werden,

Kantinen, Mensen und andere

Großküchen bieten ausschließlich

vegetarisches Essen an. Das Studentenwerk

Freiburg testet den

VeggiDay am 29. 4. in der Mensa

Rempartstraße. Alle Essen sind an

diesem Tag vegetarisch, Flyer informieren

über den Hintergrund

dieser Aktion. In einer Umfrage

soll ermittelt werden, was die Freiburger

Mensagäste von diesem

Klimaschutzprojekt halten.

— www.veggiday.de

Studentenwerk Freiburg

heads&hands 2010 Am 8. Mai treffen sich wieder Studierende

und Firmenvertreter auf der diesjährigen Jobmesse

Die gesamtuniversitäre Firmenkontaktmesse Heads&Hands stellt in

erster Linie eine Kontaktplattform dar, die der Begegnung von und

dem Austausch zwischen Studierenden und potentiellen Arbeitgebern

dient. Ziel der Veranstalter ist es, den Studierenden den Einstieg

in die Jobsuche zu erleichtern und die Kontakte zwischen Wirtschaft

und Universität zu intensivieren. Angesprochen sind Studierende sowie

Absolventinnen und Absolventen der südbadischen, schweizerischen

und elsässischen Hochschulen im Dreiländereck.

Unternehmen aller Branchen nutzen die Möglichkeit, sich auf der

Messe vor einem breiten Publikum zu präsentieren und hochqualifizierte

Nachwuchskräfte aus vielen unterschiedlichen Fachbereichen

zu rekrutieren.

Die hervorragende Resonanz der vergangenen Jahre sowie steigende

Aussteller- und Besucherzahlen belegen den großen Erfolg der

Messe.

—8. Mai, 11 bis 16.30 Uhr, Mensa Rempartstr.

—www.headsandhands.de

Nebenjob Studierende für Schülerbetreuung gesucht

Seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums

(G8) gibt es vermehrten Nachmittagsunterricht auch

schon in den unteren Stufen. Das Studentenwerk organisiert

im Auftrag der Stadt Freiburg die Mittagsbetreuung

der Schülerinnen und Schüler.

Für das Schulhalbjahr vom 13.9.2010 bis 31.1.2011

oder auch für das ganze Schuljahr bis 31.7.2011

werden nun wieder Studierende aller Fachrichtungen

gesucht, die Interesse an einer solchen Tätigkeit haben.

Bewerbungsschluss ist der 3. Mai.

Die Betreuung wird bezahlt. In einigen Fällen kann

die Tätigkeit als Praktikum anerkannt werden. Zur

Vorbereitung wird ein Qualifizierungsseminar an zwei

Wochenenden angeboten, das von der Pädagogischen

Hochschule organisiert wird. Am 11. Mai findet eine

Informationsveranstaltung statt, zu der geeignete Bewerberinnen

und Bewerber eingeladen werden.

—Nähere Infos unter www.studijob-freiburg.de oder direkt

bei Frau Martin im Studentenwerk,Tel. 0761/2101-325,

martin@studentenwerk.uni-freiburg.de


Studentenwerk Freiburg Magazin 17

Mensa-Aktionen II

„All you can eat“: Ab 22.4. läuft

in der Mensa Rempartstraße immer

Donnerstags die Abendessen-

Aktion „All you can eat“. Am Eingang

zum MensaGarten zahlt man

einen Eintrittspreis von 4,90 Euro,

dafür darf man sich beim Abendessen

unbegrenzt Nachschlag holen.

Getränke sind nicht im Preis

inbegriffen.

Tschechische Tage: Anlässlich

der 6.Tschechischen Kulturtage in

Freiburg finden am 11. und 12. 5.

die Tschechischen Tage in der

Mensa Rempartstraße statt. Bei

Gerichten wie Schweinebraten

und Böhmischen Knödeln kommen

Liebhaber der deftigen Küche

auf ihre Kosten.

Sport & Freizeit

Auch in diesem Sommersemester

bietet das Studentenwerk Freiburg

unter dem Label campuslive wieder

zahlreiche Freizeit- und Sportangebote

für Studis an. Ob Indoor-

oder Felsklettern, Bogenschießen,

Kanufahren oder Tango

Argentino – für jeden Geschmack

und ganz sicher für jeden studentischen

Geldbeutel ist etwas dabei.

Interessante Städtetrips bieten die

Studitours. So geht es dieses Semester

zum Beispiel nach Mailand

und Prag.

Und die beliebten Wanderungen

und Ausflüge in den Schwarzwald

und den Kaiserstuhl stehen ebenfalls

wieder auf dem Programm.

—Anmeldung für alle Angebote:

Infoladen des Studentenwerks,

Schreiberstr. 12, 79098 Freiburg,

Mo. bis Fr., 8. – 17 Uhr, Donnerstags

bis 19 Uhr.

—Komplettes Programm unter

www.campuslive-freiburg.de

Tag der offenen Tür Die „Krabbelstube Glacisweg“ informiert

Am 24. April öffnet die „Krabbelstube Glacisweg“

des Studentenwerks ihre Türen. Von 10 bis 14.30

Uhr haben Eltern, die in Freiburg studieren bzw. leben,

die Möglichkeit, sich über die Einrichtung zu

informieren. Neben Führungen durch die Räumlichkeiten

und den Garten finden zahlreiche Aktivitäten

wie Infostände, Sozialberatung, Spielmöglichkeiten

für Kinder, Filmvorführungen und eine Gutschein-

Verlosung der Firma Baby-Walz statt. Die Erzieherinnen

und Erzieher sowie Eltern von Kita-Kindern

stehen für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

—Krabbelstube Glacisweg, Glacisweg 3, 79098 Freiburg

Musical-Talente gesucht! Die studentische Mondo

Musical Group sucht Mitwirkende für die Produktion 2010

Seit drei Jahren gibt es die Mondo Musical Group,

die Musicalgruppe des Studentenwerks Freiburg. Jedes

Jahr haben Studierende hier die Gelegenheit, an

der Entstehung einer Bühnenproduktion unter professioneller

Leitung beteiligt zu sein – vom Casting

bis zur Premiere.

Am 3., 4. und 5. Mai findet das Casting für die Produktion

2010 statt. Bewerben kann sich jeder, wobei

Erfahrung in Gesang, Tanz oder Schauspiel hilfreich

ist. Ausdrücklich zur Bewerbung aufgerufen sind ausländische

Studierende!

Premiere des neuen Musicals ist am 4. November

2010 in der MensaBar.Weitere Aufführungen folgen.

Ab Mitte Mai wird das Stück in regelmäßigen Proben

entwickelt und einstudiert.

Jetzt einsteigen: Das RVF–SemesterTicket ist wieder erhältlich

Carpe Diem ist das Stichwort: Freiburger Studierende,

die in Studium und Freizeit täglich mobil sein

wollen, können seit dem 1. April wieder mit dem

günstigen SemesterTicket des Regio-Verkehrsverbundes

Freiburg (RVF) fahren. Es kostet 73,- Euro, gilt

für das Sommersemester 2010, inklusive Semesterferien,

und ermöglicht die freie Nutzung aller öffentlichen

Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Straßenbahn) in der

2. Klasse im gesamten Verbundgebiet des RVF.

Neu ist, dass Studierende der Albert-Ludwigs-Universität

und der Pädagogischen Hochschule das SemesterTicket

im Internet unter www.vag-onlineticket.de

—Infos zur Mondo Musical Group sowie zu Casting

und Bewerbung unter www.mondomusical.de

SolarWorld Junior-Einstein-Award NachwuchsforscherInnen,

bitte bewerben! Für innovative Ideen winken 5000 Euro

Die SolarWorld AG in Freiberg, Sachsen, schreibt

zum 5. Mal den SolarWorld Junior Einstein Award

aus. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis richtet sich an

Nachwuchsforscher, die sich mit ihrer wissenschaftlichen

Abschlussarbeit rund um die Photovoltaik oder

verwandte Themen bewerben können. Der Junior-

Einstein-Award möchte junge Menschen für die Solarbranche

begeistern und innovative Ideen fördern.

Gleichzeitig wird bereits zum 6. Mal der SolarWorld

Einstein-Award an eine Persönlichkeit aus Wissen-

schaft, Wirtschaft und Politik verliehen, die sich auf

dem Gebiet der Photovoltaik verdient gemacht und

einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung

von Solarstromtechnologien geleistet hat.

Beide Awards werden am 6. September im Rahmen

der 25. Europäischen Photovoltaikkonferenz in Valencia

vor internationalem Publikum überreicht.

—Bewerbungsfrist 30. Juni 2010. Weitere Informationen

zum Junior-Einstein-Award und zu den Bewerbungsmodalitäten

unter www.einstein-award.de .

erwerben können. Ebenso ist es nach Eingabe der

Matrikelnummer – auch für Studierende der Musikhoschschule

– an allen DB-Automaten erhältlich.

Unter Vorlage des aktuellen Studierendenausweises

kann das SemesterTicket im VAG-Pluspunkt am Bertoldsbrunnen,

bei allen DB-Verkaufsstellen im RVF

und in den Südbadenbus-KundenCentern Freiburg

(ZOB) und Neustadt gekauft werden.

Bei allen Fahrten in Freiburg und der Region sind der

Studierendenausweis und das SemesterTicket mitzuführen.

—Weitere Infos unter: www.rvf.de/Semesterticket.php


18

Magazin

Wellington Julian Ochs, 26, studierte zwei Auslandssemester in der Hauptstadt

Neuseelands, die durch ihre natürliche Schönheit beeindruckt.

Kio Ora, willkommen in Wellington. Die Stadt am anderen

Ende der Welt präsentiert sich bereits beim Anflug

von ihrer besten Seite. Mit ein bisschen Glück sind

im Wasser Delphine zu erkennen und direkt neben der

Landebahn tummeln sich Surfer in den Wellen. In der

Ferne erhebt sich die Tararua Bergkette, deren trockenes

Braun einen eindrucksvollen Kontrast zu den grünen

Hügeln bildet, welche sich um den Hafen erstrecken.

An einem windigen Tag könnte der Anflug auf die

Landebahn zu einem Albtraum werden. Zu Recht

nennt man die Hauptstadt auch „windy“ Wellington.

Reisezeit: Wer Sonne und Meer genießen will, kommt

zwischen Dezember und Februar, aber auch im Winter

kann es angenehm warme Tage geben.

Anschauen: Die Stadt selbst ist durch ihre traumhafte

Lage direkt am Meer eine Attraktion für sich. Am besten

beginnt ihr mit einem Spaziergang entlang der Hafenpromenade.

Oder noch besser: ihr mietet euch bei

Furgs Kayaks (Shed Six, Queens Wharf) ein Kayak (ab

8 Euro/Std.) und betrachtet die Stadt von der Meeresperspektive.

Nicht weit entfernt ist der Stadtstrand an

der Oriental Bay ein lohnendes Ziel.

Der Weg zurück in die Stadt führt an Neuseelands bestem

Museum, TePapa (Eintritt frei), vorbei. Auf sechs

Stockwerken wird sehr ansprechend, multimedial und

interaktiv, die Geschichte und Kultur des Landes näher

gebracht, wechselnde Ausstellungen zeigen nationale

und internationale Kunst. Eine der bekanntesten Attraktionen

ist das Wellington Cable Car (Studenten

0,60 Euro), welches Innenstadt und Botanischen Garten

verbindet. Studenten erspart es den mühsamen Anstieg

zur Victoria Universität.

Per Bus (Tagesticket 3 Euro) ist der Stadtteil Island

Bay zu erreichen, der an eine traumhaft gelegene Bucht

angrenzt. Hier liegen die farbenfrohen kleinen Fischerboote

vor Anker, welche den Nachfahren italienischer

Einwanderer gehören.Von Island Bay aus empfehle ich

eine Wanderung vorbei am Leuchtturm, an der Uferstraße

entlang zur Seehundkolonie „Red Rocks“. Wer

lieber in die andere Richtung läuft, landet schließlich

an Wellingtons Surfstrand Lyall Bay. Beim Wild Style

Surf Café kann man Surfbretter (8 Euro/Std.) mieten.

Einkehren: Zum Essengehen ist die von Alternativkultur

geprägte Cuba Street empfehlenswert. Eine Vielzahl

asiatischer Restaurants und Cafés liegt zwischen Geschäften,

Tattoo-Studios, Piercing-Ateliers und Galerien.

Fidels ist ein kleines gemütliches Café. Es bietet

leckere und günstige Speisen, mit seinem Dekor setzt es

Fidel Castro ein Denkmal. Das Rasa serviert unglaublich

leckere malaysische Curry-Gerichte, das Café Plum

lockt zum Verweilen in der Sonne. Natürlich müsst ihr

auch Mal eine Portion „Fish und Chips“ probieren,

zum Beispiel im Wellington Sea Market.

Die Bars und Clubs der Stadt bieten Konzerte vieler

unterschiedlicher neuseeländischer und internationaler

Bands. Ganz besonders beliebt sind Mighty Mighty,

San Francisco Bath House und Bodega.

Don’ts: Auf keinen Fall solltet ihr nach einem Rugbyspiel

mit frustrierten Fans eine Schlägerei anfangen

oder trotz Tsunami-Warnung schwimmen gehen.

Einkaufen: Gemüse und frischen Fisch direkt vom

Boot gibt es auf dem Waitangi Park Markt jeden Sonntagvormittag

direkt am Hafen. Der Besuch der vielen

kleinen Geschäfte im Stadtteil Newtown gleicht einer

kleinen Weltreise durch die unterschiedlichen Kulturkreise

der Welt.

Übernachten: Das YHA Hostel, ideal gelegen in der Innenstadt

mit Hafenblick, ist eine moderne Unterkunft

mit erstklassiger Gemeinschaftsküche (Schlafsaal ab 14

Euro, DZ 45 Euro). Darüber hinaus gibt es einige gemütliche

Herbergen wie beispielsweise Rosemere Backpackers

(Schlafsaal 13,50 Euro, DZ 35 Euro).

Links

Reisen

(v.l.n.r.) Oriental Bay, Wellington Cable

Car, Blick vom Trafford Hill auf Wellington,

Seehundkolonie „Red Rocks“.

Fotos: Julian Ochs (unten), der zurzeit

wieder Politik- und Islamwissenschaft in

Freiburg studiert (3+4), Rob Suisted (1),

privat (2)

www.fergskayaks.co.nz

www.tepapa.govt.nz/pages/default.aspx

www.yha.org.nz/Hostels/North+

Island+Hostels/Wellington/

www.backpackerswellington.co.nz

www.statravel.de/

www.fly.de

www.qantas.de

www.airnewzealand.de

www.emirates.de (fliegt nur nach

Auckland)

www.victoria.ac.nz/home/


NEUERÖFFNUNG

Jeden Sonntag

Frühstücksbuffet € 9,90 p.P.

Täglich unser

holladiewaldfee

Buffet mittags ab € 7,90 p.P.

abends ab € 9,90 p.P.

Wentzingerstr. 17 | am Fuße der Wiwili-Brücke | 79106 Freiburg

Telefon 076 0761/7 /76 62 8022 22 | Fax 76 7 62 8024 24

www.holladiewaldfee.org | info@holladiewaldfee.org

Öffnungszeiten: Mo – Sa ab 11 Uhr | Sonntag ab 10 Uhr


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