für die Drogenmafia - Hanfjournal

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+++ EILMELDUNG +++

Unter dem Motto „Drogenkontrolle kontrolliert MEIN LEBEN! Dein

Leben. Dein Umfeld. Dein Platz für Drogen.“ findet am 26. Juni 2008

der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch statt. Infos unter:

www.weltdrogentag.eu

unabhängig, überparteilich, legal

2 news 5 guerilla growing 6 anderswo 7 wirtschaft 8 cooltour 11 fun&action www.hanfjournal.de

Achtung Lebensgefahr: 320.000.000 $

Finger weg von GHB

Text: Roland Grieshammer

Der Sommer ist da, und eine Veranstaltung jagt

die nächste. Falls dir einer GHB anbietet, schenk’

ihm ein Lächeln und geh’ weiter. Im Gegensatz

zu Horrormeldungen über manch andere Drogen

sollte man die Erfahrungsberichte zu GHB

mehr als ernst nehmen, falls einem sein Leben

lieb ist!

GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) wurde 1961 von Dr. Wermuth

und Dr. Laborit in Frankreich entdeckt. Zunächst

wurde es als mögliches Antidepressivum untersucht,

jedoch wegen unerwünschter Nebenwirkungen als Medikament

abgelehnt. Seit dem 01. März 2002 fällt GHB

unter die betäubungsmittelrechtlichen Bestimmungen

in Deutschland und ist somit illegal. Die Bezeichnungen

liquid e, oder liquid XTC sind irreführend und wurden

wahrscheinlich benutzt, um die Popularitätswelle von Ecstasy

auszunutzen. GHB hat von der Wirkung her jedoch

keine Ähnlichkeit mit MDMA sondern eher mit Alkohol

und Beruhigungsmitteln. In der Szene wird GHB in kleinen

Fläschchen oder Ampullen gehandelt. Es ist geruch- und

meistens farblos (kann jedoch eingefärbt sein), es wird oral

eingenommen und schmeckt in der Regel salzig. Schlecht

hergestelltes GHB schmeckt zudem seifig. In Pulverform

kann es auch als Tablette oder Kapsel eingenommen werden.

Der intranasale oder intravenöse Gebrauch ist nicht

üblich. Wie so oft, entscheidet auch beim GHB-Konsum

die eingenommene Dosis über die Dauer und Intensität

des Rausches. In geringeren Dosen wirkt es euphorisierend

und berauschend, in höheren Dosen narkotisierend.

Eine genaue Dosierung für einen bestimmten Effekt oder

eine bestimmte Wirkung ist daher schwierig zu bestimmen.

Die Wirkung nach oraler Einnahme setzt nach ca. 10-

30 Min. ein und dauert etwa 2-4 Stunden, in seltenen Einzelfällen

noch länger. Die Auswirkungen auf Körper und

Psyche reichen von alkoholähnlichen Symptomen über

Entspannung, sexuelle Anregung, Antriebssteigerung bis

hin zu komatösen Zuständen verbunden mit Verwirrtheit,

Gedächtnisstörungen und Atembeschwerden. Bereits bei

leichten Überdosierungen – und diese Gefahr ist bei GHB

sehr hoch – kann eine schlagartige Sedierung eintreten,

die zu Bewusstlosigkeit führen kann. Eines der größten

Risiken beim GHB-Konsum ist die Wechselwirkung mit

anderen legalen und/oder illegalen Drogen. So wird die

Wirkung von Alkohol oder Opiaten in Kombination mit

GHB so verstärkt, dass unter Umständen eine Atmungsverminderung

einsetzt, die zum Erstickungstod führen

kann. Also Finger weg – sonst wird das vielleicht dein

letzter Sommer!

Einer, der dem Tod schon sehr nahe war, nachdem er versehentlich

ein fremdes „Kleiner Feigling“- Fläschchen getrunken

hatte, das mit GHB gefüllt war, im Krankenhaus

aufwachte und neun Stunden nicht lebensfähig war, macht

nun mobil ...

www.myspace.com/againstghb

Im Dezember 2007 rechnete die zuständige UN Kommission noch mit einem Budget von 36,8 Millionen Dollar,

die für “Internationale Drogenkontrolle, Verbrechens- und Terrorismusprävention und Strafrechtspflege“ für

die Jahre 2008 und 2009 bereitgestellt werden sollten.

Text: Michael Knodt

Heute, nur ein halbes Jahr später, will die UN Suchtstoffkommission

(CND) knapp zehn mal soviel Geld haben, vorrangig

um den Cannabisanbau in den einzelnen Mitgliedsstaaten

sowie den internationalen Handel zu unterbinden. Das geht

aus dem jetzt erst veröffentlichen Protokoll eines Treffen der

Kommission im März hervor. Anscheinend ist jetzt bei den

Verantwortlichen angekommen, wozu die Repression gegen

Hanfkonsumenten und Dealer führt:

Die Produktion verlagert sich mehr und mehr ins Private,

Grenzen werden umgangen, indem sie erst gar nicht mehr passiert

werden müssen. Die Vereinten Nationen sind in Sachen

Drogenpolitik der verlängerte Arm der USA, darüber mussten

wir im Laufe der letzten Jahre immer wieder berichten. Bedeutet

die Verzehnfachung des Budgets, bei dessen Verteilung Al-

Kaiida Extremisten, kleine Grower und Hanfkonsumenten in

einen Topf geworfen werden, dass ab jetzt kleine Grower, Kiffer

und Terroristen aus dem selben Finanzpool oder gar von

den gleichen Leuten verfolgt werden?

340 Dollar pro Minute, um die

Hanfpflanze auszurotten?

Dazu kommen noch die Gelder, die von Bund und Ländern

zur Kifferjagd zur Verfügung gestellt werden. Wieviel das in

Deutschland ist, wollte unsere Bundesregierung trotz Anfrage

der „LINKEN“ im vergangen Jahr nicht beantworten. Vorsichtige

Schätzungen des Deutschen Hanfverbandes aus dem Jahre

2004 liegen bei Kosten von einer Milliarde Euro im Jahr, die es

braucht, um das Cannabisverbot aufrecht zu erhalten. Mittlerweile

dürften die Kosten noch um ein Vielfaches gestiegen sein

(Aktion „Sativa“ lässt grüßen), eine genaue Evaluierung ist

aufgrund der nicht transparenten Politik der Bundesregierung

unmöglich und anscheinend auch nicht gewünscht. Das Volk

dumm halten. Dazu passt die fehlende Zahl der Cannabiskonsumenten

in Deutschland im neusten Drogen- und Suchtbericht

(Hanf Journal 06/08) ebenso wie die Ignoranz, mit denen

nicht nur unsere Drogenbeauftragte Sabine Bätzing mündige

Hanfkonsumenten auf der Webseite „abgeordnetenwatch.de“

Johannes Honecker

Rechtsanwalt

und Fachanwalt für Strafrecht

Badensche Straße 33

D-10715 Berlin

TEL (030) - 86 20 17 87

FAX (030) - 86 20 17 86

e-mail: anwalt.honecker@t-online.de

Ausgabe 07/08

Spiel (GTA Fan Paket), Spass (DVD‘s)

und Spannung (Tickets zur Vibes to

Legalize) - denn wir haben diesen

Monat gleich drei Verlosungen auf

einmal.

für die Drogenmafia

UNO will Budget gegen Cannabisanbau verzehnfachen

oder bei der Beantwortung von Protestmailern regelrecht abfertigt.

Menschen, die man nicht übers Strafrecht disziplinieren kann,

weil sie lediglich beim Konsum oder mit einer Geringen Menge

erwischt wurden, wird kurzerhand der Führerschein entzogen.

Egal, ob sie unter Drogeneinfluss gefahren sind oder nicht.

Von Ärzten und Gerichten geforderte Grenzwerte werden

nicht ausgearbeitet oder gar berücksichtigt, Verkehrsminister

Tiefensee erhöht stattdessen die Strafen für Fahrten unter Drogeneinfluss.

Ob der tatsächlich vorlag will er aber zumindest

beim Gras gar nicht wissen. Mittlerweile gilt es unumstritten,

dass auch bei nicht eingeschränkter Fahrtüchtigkeit noch Restspuren

von THC nachweisbar sind. Trotzdem werden selbst so

geringe Werte dazu genutzt, Führerscheininhaber zu sanktionieren,

die nie bekifft Auto gefahren sind.

Politiker, die für eine kontrollierte Heroinabgabe eintreten,

während sie die vier Millionen Hanfkonsumenten, von denen

die wenigsten ein problematisches Konsummuster aufweisen,

als therapiebedürftig betrachten, fehlt der Realitätsbezug, dessen

Abwesenheit gerne auch den Kiffern unterstellt wird, um

nicht auf Argumente reagieren zu müssen. Wenn es nicht bald

gelingt, die Hanfkonsumenten zu entstigmatisieren und die

Verantwortlichen zum Dialog zu bewegen, sieht die Zukunft

eher ros(t)ig statt grün aus. Von Politikern in einem Sack mit

Bombenlegern gesteckt fühlt man sich als Kiffer dann doch

ein wenig unrelaxt. Deshalb ist es wichtig, diese Jahr zur

Hanfparade zu erscheinen und somit einmal die einzige deutsche

Hanfdemo wieder zu einem nicht ignorierbaren Event zu

machen!

Infos: www.hanfparade.de


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news

Herausgeber:

Agentur Sowjet GmbH

Dunckerstraße 70

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Roland Grieshammer, Michael Knodt (CvD).

Mitarbeiter dieser ausgabe:

Werner Graf, Martin Schwarzbeck, Dr. Franjo Grotenhermen,

mze, Hans Cousto, Kerstin Koch, aXXL, KIMO.

Layout:

mark marker, (Lukas Tkotz).

iLLustrationen:

mark marker, Lukas Tkotz.

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lisa-geyer.de, Privat, Im Auftrag des Hanf Journals.

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Emanuel Kotzian

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Das Hanf Journal wird im gesamten deutschsprachigen

Raum verteilt. Gegen einen Betrag von 50 Euro (Inland) oder

100 Euro (Ausland) jährlich kann das Hanf Journal beim Herausgeber

als Prämium-Abo bezogen werden.

(Abonnement unter www.hanfjournal.de)

druck:

Union Druckerei Weimar GmbH

impressum

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung

des Herausgebers. Manuskripte, Bilder und Beiträge sind

willkommen, es wird aber keine Haftung übernommen.

Im Sinne des Urteils des LG Hamburg vom 12. Mai 1998 -

312 0 85/98 distanziert sich der Herausgeber ausdrücklich

von allen Inhalten der angegebenen Internetadressen und

Links.

Achtung!

Jeder Missbrauch von Drogen ist gefährlich! Wir wollen niemanden

dazu auffordern oder animieren, Drogen zu konsumieren

oder zu verbreiten.

Wat

läuft?

Folge 104: Ein letztes Mal Bong putzen

Wir zeigen Resonanz auf ein Zuschauervideo.

Im ultimativen Selbsttest zeigt euch

Stuntsmoker Micha, was beim Bong

putzen unbedingt beachtet werden

sollte. Handhabung von schwerem

Gerät inklusive.

Folge 105: Was sind eigentlich Blunts?

Wer das Joint bauen beherrscht,

wünscht sich manchmal Alternativen.

Mit viel Geduld und noch mehr Spucke

basteln wir euch den König unter

den Tüten und informieren über Herkunft,

Hersteller und Herangehensweise

verschiedener Blunts.

Blunt frei!

Diskutieren? www.hanfjournal.de/forum >>

Voll unter Strom und hyperaktiv, schau‘ rein!

Verreisen? www.cannabis-cafe.info

Glotzen? www.hanfjournal.de/exzessiv

Lesen? www.hanfjournal.de

Polen? www.spliff.pl

Feuer AuF SAbine bätzing

Mangelhafte Aufklärung der Öffentlichkeit

betreff Drogenrepression

Nach Cannabis sind Amphetamin und Kokain die in der Bundesrepublik Deutschland am häufigsten konsumierten

illegalisierten Stoffe. Die Anzahl der Konsumenten von Amphetamin und Kokain ist gemäß Angaben

der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) etwa gleich groß. Dennoch hat seit Beginn

dieses Jahrtausends die Zahl der von der Polizei jährlich ertappten Kokainhändler um mehr als die Hälfte

abgenommen, die Zahl der jährlich ertappten Amphetaminhändler hat jedoch um etwa die Hälfte zugenommen.

Auch bei den jährlichen Sicherstellungsfällen sind divergierende Repressionskoeffizienten zu beobachten. Bei

Kokain haben diese um etwa ein Viertel abgenommen, bei Amphetamin hat sich die Anzahl jedoch mehr als

verdoppelt. Im Bereich des Kokains zeigt sich eine langfristige Abnahme des Repressionskoeffizienten, im Bereich

des Amphetamins jedoch eine langfristige Zunahme desselben.

Da im »Drogen- und Suchtbericht 2008« der Bundesregierung dieses Phänomen überhaupt nicht erwähnt wird

– nicht einmal eine ganze Seite wird in dem 128 Seiten starken Bericht den Substanzen Amphetamin und Kokain

gewidmet –, soll in diesem Artikel eine Aufklärung der Öffentlichkeit bezüglich der Repressionskoeffizienten

hinsichtlich Amphetamin und Kokain gewährleistet werden.

In der Altersgruppe der 18- bis 64jährigen haben in der Bundesrepublik

Deutschland gemäß repräsentativen Umfragen 12,3

Millionen Menschen schon einmal in ihrem Leben (Lebenszeit-

Prävalenz) Cannabis zu Rauschzwecken konsumiert, unter Einbeziehung

der Jugendlichen (14- bis 17jährigen) waren es über

13,0 Millionen. Innerhalb der letzten 12 Monaten (12-Monats-

Prävalenz) sollen es gemäß repräsentativen Umfragen etwa 2,5

Millionen der 18- bis 64jährigen gewesen sein und innerhalb

der letzten 30 Tage (30-Tage-Prävalenz) etwa 1,2 Millionen.

Fachleute schätzen die Zahl der Personen, die in der Bundesrepublik

Deutschland regelmäßig – an jedem Wochenende oder

auch (fast) täglich – Cannabis zu Rauschzwecken konsumieren,

auf etwa 4,0 Millionen.

Amphetamin und Kokain wird weit seltener konsumiert. Gemäß

repräsentativen Umfragen in der Bundesrepublik Deutschland

haben jeweils 1,3 Millionen Personen Erfahrungen mit Amphetamin

und/oder Kokain gesammelt (Lebenszeit-Prävalenz),

etwa 270.00 Personen sollen innerhalb der letzten 12 Monate

Amphetamin, 320.000 Personen Kokain konsumiert haben.

Seit der Jahrtausendwende stieg die Zahl der jährlich ertappten

Amphetaminkonsumenten um 133,8%, bei Kokain sank der

entsprechende Wert um 6%. Die Zahl der von der Polizei ertappten

Amphetaminhändler stieg seit der Jahrtausendwende

um knapp die Hälfte (+48,6%) an. Bei Kokain sank diese Zahl

in den letzten Jahren um etwa die Hälfte (-51,1%). Die Zahl

der erstauffälligen Amphetaminkonsumenten stieg um 58,2%,

die der Amphetaminsicherstellungsfälle (Anzahl der Fälle von

Beschlagnahmungen von Amphetamin) ist sogar um mehr als

das Doppelte gestiegen (+105,6%). Im Gegensatz dazu sank

im letzten Jahrzehnt die Zahl der erstauffälligen Kokainkonsumenten

etwa um ein Drittel (-32,7%), die Zahl der Kokainsicherstellungsfälle

etwa um ein Viertel (-23,5%). Offensichtlich

divergieren die Repressionskoeffizienten bei Amphetamin und

Kokain in signifikanter Weise, obwohl bei der Entwicklung der

Konsumentenzahlen gemäß Umfragen kaum Unterschiede

festzustellen sind.

Im »Drogen- und Suchtbericht« vom Mai 2007 der Drogenbeauftragten

der Bundesregierung kann man auf Seite 39 nachlesen,

dass gemäß Schätzungen des Instituts für Therapieforschung

in München (IFT) es in Deutschland 250.000 bis 300.000

Konsumenten illegaler Drogen (ohne Cannabis) gebe und daß

davon 175.000 abhäng seien. Im »Drogen- und Suchtbericht«

vom Mai 2008 werden überhaupt keine Angaben zu den Konsumentenzahlen

von Amphetamin und/oder Kokain gemacht.

Geschrumpfte Studie?

Wie jüngst in der Presse immer wieder Stimmen

neben der nicht tragfähigen Behauptung,

dass „Gen Gras“ aggressiv und schneller

psychische Abhängigkeit hervorrufen könne, veröffentlicht

werden, kommt derzeit eine Welle von Meldungen Intelligenz

mindernder Nebenwirkungen des regelmäßigen Cannabiskonsums

an den Strand gespült.

Während der eine einfach die Werte einer australischen

Forschergruppe übernimmt, die bei 15 Probanden Untersuchungen

an zwei cannabinoidrezeptorreichen Gebieten

des Gehirns unternahmen und einen Volumenverlust bei

den Marihuanakonsumenten feststellten, stützt sich ein anderer

auf die gemachten Aussagen der Forscher zu dieser

Studie. Diese sind sich nämlich darüber im Klaren, dass ihre

Untersuchungen durch die stark begrenzte Teilnehmerzahl,

deren unregelmäßigen Rauchgewohnheiten und dem gegensätzlichen

Ergebnis zu vorangegangenen Studien, nicht

eindeutig zu werten seien und nicht beweisen würden, dass

ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem

Messungsergebnis bestehe.

In dem Bericht heißt es auf Seite 79 lediglich, daß Schätzungen

davon ausgingen, dass zwischen 167.000 und 198.000 Menschen

in Deutschland Drogen wie Opiate, Kokain, Amphetamine und

Halluzinogene in problematischer Weise konsumieren.

Gemäß Wasseranalysen des Nürnberger Instituts für Biomedizinische

und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg (IBMP)

im Herbst 2005, bei denen die Konzentration des Kokainabbauproduktes

Benzoylecgonin in diversen Flüssen gemessen wurde,

lag der Kokainverbrauch allein im Einzugsgebiet des Rheins

bei Düsseldorf bei knapp 11 Tonnen Kokain pro Jahr respektive

bei etwa 27,5 Tonnen Kokaingemisch mit 40% Wirkstoffgehalt

(Straßenqualität). Da Deutschland mehr als doppelt so viele

Einwohner hat wie im Einzugsgebiet des Rheins oberhalb von

Düsseldorf leben, muss der jährliche Kokainverbrauch in der

Bundesrepublik bei etwa 22 bis 23 Tonnen Kokain respektive

bei etwa 55 bis 57 Tonnen Kokaingemisch mit 40% Wirkstoffgehalt

angesetzt werden. Dies entspräche einer Konsumentenzahl

von etwa 630.000 bis 660.000, wobei ein jährlicher Konsum

von 35 Gramm Kokain (= 87,5 Gramm Kokaingemisch)

pro Konsument und Jahr angenommenn wird (Schätzung der

Weltgesundheitsorganisation). Die im »Drogen- und Suchtbericht

2007« angegebenen Zahlen von 250.000 bis 300.000 Konsumenten

illegaler Drogen (ohne Cannabis) sind offensichtlich

viel zu niedrig und können nicht als realistisch eingeschätzt

werden – insbesondere, weil in diesen Zahlen auch jene Konsumenten

enthalten sind, die nur Amphetamin und/oder Ecstasy

und/oder Heroin, jedoch kein Kokain, konsumieren.

Wichtig: Safer Sniffing

Text: Hans Cousto

Wer Drogen konsumiert, sollte die Risiken kennen. Die Risiken

liegen oft nicht in den pharmakologischen Eigenschaften

der Substanzen begründet, sondern in der Art der Einnahme.

So weiß fast jeder Fixer, daß der gemeinsame Gebrauch von

Spritzbestecken ein hohes Infektionsrisiko mit sich bringt.

Doch die wenigsten Menschen, die Amphetamin und/oder

Kokain schnupfen, wissen, daß auch der gemeinsame Gebrauch

von Schnupfutensilien ebenfalls ein Infektionsrisiko

darstellt. Schon kleine Verletzungen in der Nasenschleimhaut,

welche gerade beim Sniffen durch scharfkantige oder schräg

abgeschnittene Röhrchen entstehen können, genügen, um sich

beispielsweise mit dem Hepatitis-Virus oder Herpes zu infizieren.

Deshalb: Kein gemeinsames Benutzen von Röhrchen oder

Banknoten beim Sniffen!

Bußgelder für Drogenfahrten

sollen drastisch steigen

Ein Gesetzentwurf, den Verkehrsminister Tiefensee im vergangenen

Monat vorstellte, sieht unter anderem eine drastische

Verschärfung der Strafen für Fahrten unter Drogeneinfluss

vor. So sollen sich die heute gültigen Bußgelder im

Regelfall verdoppeln:

Die erste „Drogenfahrt“ kostet dann 500 Euro Strafe, beim

zweiten Mal sind schon 1000 Euro fällig. Wer noch häufier

mit Alkohol oder Drogen im Blut am Steuer erwischt wird,

soll zukünftig zwischen 1500 und 3000 Euro zahlen müssen.

Längere Fahrverbote oder eine höhere Anzahl Punkte im

Flensburger Verkehrsregister sind jedoch nicht geplant. Das

Gesetz soll im Herbst im Bundestag diskutiert und beschlossen

werden. Unverändert bleibt auch die vom DHV im Protestmailer

„Grenzwert für Cannabis am Steuer einführen“

kritisierte Regelung, nach der schon nach der ersten Drogenfahrt

in der Regel der Führerschein entzogen wird.

Quelle: Deutscher Hanfverband (hanfverband.de)


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news

SABINES SOFORTINVASIVE INITIATIVE

Kaum ein anderes Mittel wirkt so schnell wie Cannabis, wenn die

Applikation inhalativ geschieht. Höchstens noch Musik.

Schön, dass Sylt (s)einem kranken Asylanten diese beiden ultimativen

Heilsbringer frei Haus bietet und so kaum kontrollierbare

Vergangenheitsbilder erbarmungswürdiger Opiatgebraucher

mit heruntergelassenen Hosen im Frankfurter Park

vergessen macht. Oder Erinnerungen tilgt an den abgesperrten

Innenhof-Bereich der Saarbrücker Drogenberatung, wo man

als „fixer Junge“ damals innerhalb einer knappen Stunde ein

paar Tausend DM hat umsetzen können. Für und in die eigene

Vene.

Das ist alles sehr lange her und kommt nicht wieder. Es sei

denn, aXXL hat aus und auf der Szene Null gelernt und will

sich den Rest des künftigen Lebens nicht gemütlicher einrichten

als zwischen geleasten Löffeln und der vagen Hoffnung,

künftig zu den 600 glücklichen Auserwählten zu gehören, die

an www.heroinstudie.de teilnehmen dürfen. Zu den bundesweit

600 zufriedenen Alt-Junkies, Morphinisten oder Opiatkonsumenten,

welche die Gewissens-Absolutionsmenschenmenge

an vermutlich zu rettenden Existenzen darstellt, die sich unsere

– she`s so „in“ – kompetente Drogenbeauftragte wie einen Button

ans Revers heftet, um stolz aller Welt zu zeigen wie human

Drogenpolitik in Deutschland doch sein kann.

35 Jahre hat man für die fulminante Erkenntnis aus dem

BtMG gebraucht, den Leuten um ihrer Behandlung Willen das

zu geben, wonach ihre Krankheit verlangt. Leider erst nachdem

andere Kranke zu -zigtausenden unter Schoppen Edes

und Marions Kriminalisierungsklima in den schmutzigen Wo-

Text: aXXL

genauswirkungen der Heroinwelle verreckt sind und aktuell

noch immer krepieren..

Die Medizinalcannabis-Bewegung ist mit ihren erst 10 Jahren

Existenz dagegen noch vergleichsweise jung, sie weist jedoch

eine überzeugende Überdosierungsopferstatistik von Zero aus.

Deshalb muss die ungeschminkte Frage an die Drogenbeauftragte

Bätzing gestattet sein, wie hoch andererseits wohl die

vermutete Anzahl derjenigen Betroffenen ist, die infolge eines

direkten Mangels an palliativer Cannabis-Versorgung inzwischen

sang- und klanglos gestorben sind, obgleich ihr Leid und

täglich hingenommene Schmerzen quasi sofortinvasiv hätten

gelindert werden können? Schätzungsweise so hoch wie die

Menge derjenigen Personen, die keine Heimstatt bei www.heroinstudie.de

gefunden haben?

Die deutsche Drogenpolitik kann sich angesichts ihrer immensen

Menschenverluste und millionenfach sozialen Folgen

durch freiheitsentziehende Maßnahmen nur schlecht rühmen,

effizient im Sinne einer durch rigorosen Strafdruck herbeigeführten

Abstinenz-Ideologie zu sein. Der „600 Junkies gerettet“

– Button an Sabines Revers fällt deshalb kaum ins Gewicht im

direkten Vergleich zu den vielen noch zu opfernden Medizinalcannabis-Patienten,

die sie uns mit ihrer sofortinvasiven Clean-

Philosophie weiterhin unterjubeln wird. Beschwingt wie die

ansonsten bedauernswerten Typen kurz vorm Schuss, die auch

anderswo als im Frankfurter Park noch immer die Hosen ihrer

Krankheit wegen runterlassen müssen.

Neue Rubrik:

Halt‘s Maul

Ab jetzt sammeln wir die dreistesten Lügen,

Desinformationen und Behauptungen über

Hanf, die allmonatlich im deutschen Blätterwald

abgedruckt werden, im Internet kursieren

oder über den Bildschirm flimmern. Weil sie

so dummdreist und unfundiert sind, heißt die

Rubrik dann auch „Halt‘s Maul“.

Den Anfang macht Dr.: Gerhard Reymann, Chefarzt

einer Dortmunder Suchtklinik. Er meint :

„Es (Anmerkung d. Redaktion: Das „Cannabis-Problem“)

liegt auch an den neuen

Konsumformen. Früher kreisten Joints in

Runden, heute raucht man ganze Eimer.“

Dabei werde der Rauch eines Marihuana-

Schwelbrands aus geschlossenen Plastik-eimern

fast verlustfrei inhaliert.

Publiziert wurde dieses Hirngespinst von der

Neuen Westfälischen Zeitung. Anscheinend

kann man auch ohne Drogen „schräg druff“

kommen.

Führerschein zu

Unrecht eingezogen?

Blutprobe nur nach richterlicher

Anordnung

Die Anordnung einer Blutentnahme stellt einen schwer

wiegenden Grundrechtseingriff dar. Diese darf grundsätzlich

nur ein Richter anordnen. Eine Ausnahme liegt

nur vor, wenn „Gefahr im Verzug“ ist. Das ist der Fall,

wenn eine Anordnung aufgrund der zeitlichen Verzögerung

den Erfolg der Maßnahme verhindern würde. Das

Bundesverfassungsgericht hat in einem Urteil (BVerfG,

Beschl. v. 12.02.2007 – 2 BvR 273/06) die Anordnung einer

Blutentnahme durch die Staatsanwaltschaft, nachdem

der Beschwerdeführer die freiwillige Abgabe einer

Urinprobe zur Überprüfung etwaigen Cannabis-Konsums

verweigert hatte, für rechtswidrig erklärt. Zwei

Frankfurter Fachanwälte haben nun gegen den Entzug

einer Fahrerlaubnis wegen Trunkenheitsfahrt mit einer

Blutentnahme ohne richterliche Anordnung Verfassungsbeschwerde

eingelegt. Der Eilantrag liegt unter

dem Aktenzeichen 2 BvR 1085/08 dem höchsten deutschen

Gericht zur Entscheidung vor. Wird dem Eilantrag

stattgegeben, bedeutete dies, dass auch Tausenden von

Cannabiskonsumenten ihre Führerscheine zu Unrecht

entzogen wurden. Um aber von diesen Grundrechten

in aktuellen Fällen Gebrauch machen zu können, dürfe

man keinesfalls freiwillig einem Schweiß- oder Urintest

oder einer Blutentnahme zustimmen.

Quelle: http://www.openpr.de/news/218333/

Zigtausende-Fuehrerscheine-zu-Unrecht-eingezogen.

html

„LINKE“ will legalisieren

Im Beschluß der „LINKEN“ auf ihrem Bundesparteitag

in Cottbus am 24. und 25.Mai 2008 zur Drogenpolitik

heißt es:

„Die Unterscheidung zwischen legalen und illegalisierten

Drogen folgt keinem nachvollziehbaren Prinzip,

sondern ist zufällig und willkürlich. Vielfältige Erfahrungen

zeigen, dass staatliche Verbote nur selten vom

Drogenkonsum abhalten können. Um die Kriminalisierung

von DrogengebraucherInnen zu beenden, treten wir

für eine Änderung des Betäubungsmittelrechts im Sinne

einer deutlichen Liberalisierung ein.“

Auch die Bundestagsfraktion der Linken nahm jüngst

Stellung zum Thema: „Die Schaffung einer „drogenfreien

Welt“ ist illusorisch. Dem seit über 30 Jahren

geführten „Krieg gegen Drogen“ ist es nicht gelungen,

den weltweiten Konsum von Drogen zu reduzieren....

Die Linke tritt für eine staatliche Regulierung des Cannabismarktes

nach dem Vorbild der Niederlande unter

der Gewährleitung des Jugendschutzes ein.“

Big Brother rückt näher:

Haschbesitzer mit DNA-Analyse

gesucht

Ein 47-jähriger Recklinghausener konnte, nachdem er

auf der A2 in einen Unfall verwickelt wurde, seine 110

Kilogramm Haschisch, die im Kofferraum lagen, nicht

mehr vor der Polizei verbergen. Die Ordnungshüter waren

verwundert, dass der Mann damit beschäftigt war,

bei ihrem Eintreffen Taschen aus dem Kofferraum des

brennenden PKWs zu bergen. Bei der folgenden Kontrolle

der vom Verbrennen geretteten Taschen fanden

sie eines der größten Rauchpieces, das der Polizei in

Sachsen-Anhalt je in die Hände fiel. Der Verdächtige

schweigt seitdem beharrlich- keine Aussage zu Hintermänner

oder Abnehmern. Deshalb will die Polizei

seinen Hintermännern nun mit einer DNA-Analyse der

gefundenen Haschisch- Pakete auf die Spur kommen.


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news

Irland:

Schengen-Abkommen im

Fall eines MS-Patienten

verletzt

Ein niederländischer Rechtsanwalt

behauptet, dass die irische Regierung seinen Verpflichtungen

hinsichtlich des Schengen-Abkommens nicht

nachkommt, weil es einem Multiple-Sklerose-Patienten,

der Cannabis zu medizinischen Zwecken benötigt,

nicht in das Land lässt. Noel McCullagh befindet sich in

einem Rechtsstreit, der es ihm erlauben soll, im Besitz

seines verschriebenen Cannabis aus den Niederlanden

nach Irland zurückzukehren. Herr McCullagh erklärte,

dass er seine Eltern seit zwei Jahren nicht sehen konnte,

weil er verhaftet werden würde, wenn irische Beamte

die Droge bei ihm finden sollten.

Sein Anwalt Jasper Pauw erklärte, dass es Herrn Mc-

Cullagh nach dem Schengen-Abkommen, ein Abkommen

zur Aufhebung physischer Grenzen zwischen europäischen

Ländern, erlaubt sein sollte, Cannabis nach

Irland zu bringen. Er erklärte, dass Irland den Artikel 75

des Schengen-Abkommens unterzeichnet habe. „Dieser

besagt, dass, wenn Menschen ein Medikament in einem

bestimmten Schengen-Land verwenden und dieses Medikament

in diesem Land legal ist, die Menschen frei

innerhalb der Schengen-Zone reisen und das Medikament

mitnehmen können, wenn sie ein entsprechendes

Zertifikat mit sich führen“, sagte er. Eine Sprecherin des

irischen Gesundheitsministeriums erklärte: „Jede Person,

die das Land mit medizinischem Cannabis betritt,

könnte nach dem Betäubungsmittelgesetz (Misuse of

Drugs Act) wegen unerlaubten Besitzes angeklagt werden.“

Der Fall wird zur Zeit vom irischen Justizministerium

geprüft.

Dronabinol ist verschreibbar

Aus aktuellem Anlass hat das brandenburgische Gesundheitsministerium

kürzlich seine Auffassung bekräftigt,

wonach das in Deutschland nicht zugelassene

Cannabis-haltige Medikament Dronabinol unter bestimmten

Voraussetzungen zu Lasten der Krankenkassen

verschrieben werden kann.

„Es muss eine lebensbedrohliche Krankheit vorliegen

und alle Therapiemöglichkeiten müssen ausgeschöpft

sein“, erklärte Ministeriumssprecher Jens Büttner. In

einem offenen Brief kritisiert Dr. Gastmeiers die Weigerung

der AOK, die Kosten für die Behandlung des Anorexie-

(Appetitlosigkeit) und Kachexie- (Auszehrung)-

Syndroms (ACS) mit dem Medikament Dronabinol zu

übernehmen. Das ACS-Syndrom tritt bei Krebspatienten

auf und kann Dr. Gastmeier zufolge lebensbedrohlich

sein. Drei AOK-Patienten und drei Patienten anderer

Kassen sind derzeit von einer Kosten-Übernahme-Verweigerung

betroffen.

Die Therapiekosten mit Dronabinol gibt der Arzt mit

zwei bis sechs Euro pro Tag an und bestätigte, dass er

Dronabinol letztlich als „Verzweiflungsmaßnahme“

verschreibe, wenn keine anderen Mittel mehr zur Verfügung

stehen, um den Patienten zu helfen. Aufgrund der

Probleme bei der Dronabinol-Verschreibung sei er der

letzte Arzt in Brandenburg, der noch Dronabinol anwende.

Andere Ärzte würden an krebsbedingter Auszehrung

leidende Patienten im Zweifel ins Krankenhaus

einweisen lassen, wo sie mit einer Sonden-Ernährung

oder einer Infusionstherapie behandelt werden.

Patienten mit einer begrenzten Restlebenszeit im Krankenhaus

zu behandeln, wenn sie alternativ gut auf

Dronabinol ansprechen, hält der Mediziner zu Recht für

„Freiheitsberaubung“.

Etwa vier Prozent der Jugendlichen leiden an einer ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung)

oder einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).

Bei der Hälfte der Betroffenen bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter

bestehen. Damit ist die Erkrankung eine relativ häufige chronische Erkrankung.

Menschen mit ADHS sind unfähig, innerlich zur Ruhe zu kommen, und sind ständig in Bewegung.

Sie neigen zu plötzlichen Gefühlsausbrüchen und anderen überschießenden emotionalen Reaktionen.

Ein bekanntes Medikament zur Behandlung der Erkrankung ist Ritalin, das allerdings nicht

immer wirkt oder deutliche Nebenwirkungen verursachen kann.

Einige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

verwenden erfolgreich Cannabis oder orales THC, um

Symptome ihrer ADHS zu lindern. Als ich vor etwa zehn Jahren

das erste Mal mit dem Bericht eines 19-jährigen Schülers

aus Berlin konfrontiert wurde, er verwende Cannabis zur Linderung

seiner Hyperaktivität und habe deshalb jetzt Probleme

mit der Leitung seiner Schule, war ich allerdings zunächst skeptisch.

Es ging mir ähnlich wie einem Mitarbeiter des Instituts

für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg,

der die Fahreignung eines 28-jährigen Mannes, der an einer

ADHS litt, zu begutachten hatte. Dieser Fall wurde im vergangenen

Jahr in einer deutschen Fachzeitschrift für Gerichtsmedizin

veröffentlicht.

Dem Betroffenen sei der Führerschein entzogen worden, weil

er unter dem Einfluss von Cannabis am Straßenverkehr teilgenommen

hatte. Zum ersten Gespräch mit dem Psychologen des

rechtsmedizinischen Instituts erschien er wie gefordert, ohne

vorher Drogen oder Medikamente eingenommen zu haben.

Er habe hochgradig gespannt, unruhig und hektisch gewirkt.

Mit zunehmender Dauer des Gesprächs, in dem ihm auch die

Anforderungen für eine positive Fahreignungsbegutachtung

geschildert wurden, nämlich unter anderem die Einstellung

seines Cannabiskonsums, hätten die Auffälligkeiten zugenommen

und er sei zunehmend aggressiver geworden. Er sei laut

geworden und habe betont, dass er Cannabis brauche und dass

er seinen Führerschein brauche. Seine Ärztin habe ihm früher

einmal THC (Dronabinol) verschrieben, das ihm ebenfalls geholfen

habe.

Der Psychologe hat ihm daraufhin das Angebot unterbreitet,

sich einem Test seiner Leistungsfähigkeit unter dem Einfluss

von THC zu unterziehen. In dem Artikel heißt es dazu: „Dabei

bestand die Intention, ihn zu überzeugen, dass er ein Fahrzeug

nicht mit der nötigen Sicherheit führen kann. Auf Seiten des

Gutachters wurde nicht damit gerechnet, dass er die Leistungskriterien

erfüllen könnte, da insbesondere seine Aufmerksamkeits-

und Konzentrationsfähigkeit massiv gestört schienen.“

Um so überraschter waren die Mitarbeiter des Heidelberger

Universitätsinstituts, als der Betroffene beim nächsten Gespräch

#84 +6

Cannabis bei ADHS

völlig verändert erschien: „Beim eigentlichen Beratungsgespräch

wirkte Herr X grundlegend verändert, als ob er ein anderer

Mensch wäre. Er gab an, kein Cannabis mehr zu rauchen,

regelmäßig Dronabinol einzunehmen und vor zwei Stunden

dieses Medikament eingenommen zu haben. Er wirkte dabei

ruhig, aber nicht sediert, geordnet und beherrscht.“

Die bei ihm durchgeführten computergesteuerten Tests zur

psychomotorischen Leistungsfähigkeit, die häufig bei Fahreignungsbegutachtungen

zum Einsatz kommen, messen Reaktionsgeschwindigkeit,

Daueraufmerksamkeit, optische Orientierung,

Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Wachheit und geteilte

Aufmerksamkeit. Zur Überraschung der Untersucher „erfüllte

der Untersuchte nicht nur in allen Funktionsbereichen und

Zielvariablen die Mindestanforderungen, sondern er erbrachte

durchgängig durchschnittliche bzw. teilweise auch überdurchschnittliche

Leistungen“. Eine Blutprobe nach den Tests ergab

eine hohe THC-Konzentration. Später gab der Betroffene zu,

nicht orales THC, sondern unmittelbar vor dem Test Cannabis

geraucht zu haben, da das vom Arzt verschriebene THC zu teuer

sei.

Nun sind auch die an dem Fall beteiligten Heidelberger Wissenschaftler

der Überzeugung, dass THC bzw. Cannabis Symptome

der ADHS bzw. von Hyperaktivitätsstörungen lindern

kann. Allerdings ist dieses Wissen bisher noch nicht weit verbreitet.

Mitte letzten Jahres hat ein ADHS-Patient aus Schleswig-Holstein

seinen Führerschein und dann seine Arbeit, für

die er seine Fahrerlaubnis benötigte, verloren, weil in seinem

Blut THC nachgewiesen worden war. Er war bisher immer unfallfrei

gefahren und hatte ärztlich verordnetes THC eingenommen.

Zur Zeit kämpft er mit seinem Anwalt um die Wiedererlangung

seines Führerscheins.

Seit 1995 der zuverlässige Partner für Züchter,

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Dr. med. Franjo Grotenhermen

Dr. med. Franjo Grotenhermen

Mitarbeiter des nova Institutes in Hürth bei Köln und Vorsitzender

der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM).

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#84 +6 5

guerilla growing

Homebox

vs.

Secret Jardin

Text: KIMO

Die beliebtesten Indoor-Zelte im Vergleich

Die Homebox war das erste Plug‘n‘Play Modul, das den @home Anbau von Kräutern für jedermann erschwinglich gemacht hat. Im Laufe der vergangenen Jahre hat

das Team von Eastside- Impex zahlreiche Verbesserungen vorgenommen, Kundenwünsche in jedes neues Modell einfließen lassen und die Produktpalette erheblich

vergrößert. Anfangs gab es die Homebox nur als 1x1x2 Meter Version, mittlerweile wird das Indoor Zelt in den verschiedensten Größen und Ausführungen angeboten:

Vom Mini Zelt (60x60x120cm) für den kleinen Selbstversorger bis hin zum WG tauglichen XL Zelt mit fast 2,5 Quadratmetern Stellfläche, ist bei den Homeboxern für

jeden Anspruch etwas dabei.

Seit einiger Zeit bietet die französische Firma Secret Jardin ein sehr ähnliches Zelt, den Dark Room, an. Meist etwas günstiger, ein wenig anders aufgebaut, aber doch

sehr ähnlich. Der einzige signifikante Unterschied, der auf den ersten Blick auffällt, ist die unterschiedliche Beschichtung der Innenseite: Wird bei der Homebox auf

lichtdichte Schwarz-Weiß Folie zurückgegriffen bedient sich der Dark Room silbener Reflektionsfolie.

Um zu erfahren, ob das wirklich der einzige Unterschied der

beiden Modelle ist, oder ob sich die Homebox und der Secret

Jardin noch in anderen Punkten wesentlich voneinander unterscheiden,

haben wir einfach mal zwei Zelte aufbauen lassen.

Natürlich in Holland, wie immer von unseren Testern Henk Paschulke

und Manne Koslowski. Mit nur fünf Pflanzen pro Nase,

damit die beiden noch nicht einmal gegen niederländische Gesetze

verstoßen. Also neun pro Zelt, da beide zum Glück noch

über eine Freundin im Haushalt verfügen, die im Notfall für

die vier anderen Pflanzen „herhalten“ kann. Bevor es los ging,

mussten Henk und Manne beide Zelte natürlich aufbauen:

Beide Boxen sind sehr ähnlich, leider kann bei der Homebox

der Postbote oder der Nachbar mit einem Blick auf den Inhalt

schließen, da auf der Box „Homebox - das Original“ in fetten

Lettern prangt. Der Dark Room hingegen ist sehr diskret verpackt,

eine nichts sagende Aufschrift DR 60 lässt nicht vermuten,

was das Paket (ver)birgt.

Auch der Aufbau verläuft bei beiden Modellen problemlos. Die

beiliegende Anleitung der Homebox ist etwas detaillierter und

genauer, dafür besticht der Dark Rooom durch die mitgelieferte

Tragetasche. Beide Zelte sind innerhalb von 20 Minuten aufgebaut

(Henk hat auch schon Übung wie Ihr wisst) und stehen

stabil auf ihrem vorbestimmten Platz.

Henk und Manne haben schon beim Aufstellen auf Details wie

Verarbeitung, Funktionalität und Stabilität geachtet. Stangen

und Plastikwinkel sind fast baugleich, wobei die Homebox bei

der Deckenkonstruktion vier stabile Stangen verwendet, der

Die Homebox

Darkroom bietet lediglich zwei Stangen. Dadurch lässt sich das

Equipment in der Homebox leichter aufhängen. Die 60x60 Zentimeter

Version der Homebox ist mit 1,20 Meter jedoch um 20

Zentimeter niedriger als der vergleichbare Dark Room; dieser

Höhenunterschied kann bei großen Sorten oder langen Vorwuchszeiten

von Vorteil sein.

Beide Zelte sind ordentlich, wenn auch nicht ganz nach westeuropäischen

Standarts verarbeitet. Bei der Dark Room-Hülle

fällt auf, dass die belasteten Ecken noch einmal extra verstärkt

und so gegen Einreißen geschützt sind. Allerdings lässt der

wasserdichte Einlegeboden zu wünschen übrig: Dünn und labberig,

schon eine unbedachte Bewegung mit einem schweren

Blumentopf kann diese Wanne beschädigen. Die Homebox

hingegen besticht durch eine stabile und bestens fixierbare Bodenwanne,

die hält, was sie verspricht. Selbst herunterfallendes

Werkzeug hat nach Manne‘s Aussage nur einen Kratzer hinterlassen,

der Einlegeboden von Eastside-Impex ist wirklich wasserfest

und stabil.

Die Zuluftklappen hingegen lassen sich beim Dark Room besser

handhaben, weil sie mit einem Klettverschluss fixiert werden

können. Allerdings ist das eher zu vernachlässigen, da diese

Klappen im Normalfall aus Licht-und Sichtschutzgründen

sowieso geschlossen bleiben.

Die Inbetriebnahme:

Beide Boxen wurden mit einer 250 Watt Lampe und einem

180m³/Stunde Abluftsystem ausgestattet.

Die Kabel -und Schlauchführung ist bei beiden Boxen gut

durchdacht, die Reißverschlüsse machen bei der Homebox

jedoch einen stabileren Eindruck. Allerdings müssen sie beim

Berliner Modell für jedes Öffnen ein- und ausgehakt werden,

wodurch immer die selbe Nahtstelle belastet wird. Beim Secret

Jardin macht der Reißverschluss nicht den allerstabilsten Eindruck,

kann aber ohne Ein- oder Aushaken auf- und zugezogen

werden.

Beim Lichtdichte-Test gibt es einen eindeutigen Sieger: Während

beim Franzosen ein sanfter Lichtkegel aus dem Zeltinneren

durch die Reißverschlüsse nach außen dringt, ist es im

Raum, in dem die Homebox steht, stockdunkel.

Ein Verdienst der Laschen, die bei Eastside- Impex zusätzlich

über den Reißverschlüssen angebracht sind.

Anfängliche Befürchtungen, die silberne Beschichtung des Dark

Rooms würde zu Temperaturproblemen führen, erwiesen sich

als unbegründet. Bei beiden Zelten war die Innentemperatur

genauso hoch wie die des Raumes, in dem sie standen. Im Dark

Room in Mannes Badezimmer herrschte eine durchschnittliche

Tagestemperatur von 25 Grad, in der Homebox in Henk‘s Keller

waren es im Schnitt 23 Grad während der Beleuchtungsphase.

Dieser kleine, für einen erfolgreichen Durchgang eher

unwesentliche Unterschied, lag eindeutig an den verschieden

Stellplätzen. Mittlerweile haben Henk und Manne die Boxen

für den nächsten Durchgang getauscht und festgestellt, dass

immer die Box, die im Keller steht, um zwei Grad kälter ist.

Der Grow:

Manne und Henk haben je neun Pflanzen in vier Liter Töpfen

in die Box gepackt. Pro Zelt fünf Jack Herer und vier White

Widdow. Als Medium diente Cocossubstrat, als Dünger haben

beide ein gängiges Drei- Komponenten Produkt genutzt. Die

Stecklinge kamen alle von den gleichen Mutterpflanzen und

waren im selben Entwicklungsstadium, als sie in die Blüte geschickt

wurden. Alle Parameter wie EC-(1,4-2,4)- und PH-Wert

(der wurde langsam von 6,0 auf 5,5 gesenkt) waren gleich, beide

Kleingärtner nutzen als Grundlage für ihre Nährlösung ein

Gemisch aus Leitungs- und Osmosewasser, gegossen wurde

Secret Jardin

per Hand. Kurz gesagt, Henk und Manne

haben‘s wie immer gemacht: Gründlich, und beide genau nach

Plan, damit man die Ergebnisse miteinander vergleichen kann.

Nach acht (White Widdow) beziehungsweise zehn (Jack Herer)

Wochen war es dann soweit:

Die Erträge der beiden Zelte war fast identisch, bei Henk gab‘s

193 Gramm, Manne hatte 179 Gramm feinstes Weed ergärtnert.

Leider konnten wir diesmal nicht probieren, aber wie man auf

den Fotos sieht, haben es die beiden mal wieder sehr lecker hinbekommen.

Fazit:

Beide Zelte erfüllen Ihren Zweck und halten im Großen und

Ganzen, was sie versprechen. Der kleine Preisunterschied ist

gerechtfertigt, da die Homebox alles in allem ein wenig professioneller

konstruiert ist. Das größte Manko des Secrtet Jardins

ist der unstabile Einlegeboden, den Manne nach dem ersten

Durchgang ersetzten musste. Das erwies sich auch nicht als

besonders einfach, da Growshops diesen Boden nicht als Einzelteil

anbieten.

Homebox und Secret Jardin sind und bleiben die praktischste

und preisgüngstigste Lösung, um eine unkomplizierte und

unauffällige Kleinstgärtnerei in den eigenen vier Wänden zu

betreiben.

Hierzulande natürlich, anders als unsere niederländischen

Freunde, nur mit legalen Küchenkräutern.


6

anderswo

Berlusconi zum Trotz:

Bereits zum vierten Mal traf sich die europäische

Hanfgemeinde vom 30. Mai bis zum 1. Juni in Bologna,

um den italienischen Kiffern und Growern

die neuesten Entwicklungen zu präsentieren sowie

über die rechtliche Situation und die Entwicklung

von medizinisch angewandten Hanfblüten zu diskutieren

und zu informieren.

Auch die Crew von Hanf Journal und Spliff durfte Ihren Teil

dazu beitragen, unser Herausgeber Emanuel Kotzian referierte

über die rechtliche Situation von Hanfkonsumenten in den

verschiedensten EU-Ländern. Italiens Hanfszene ist bestens organisiert

und kann (vielleicht gerade wegen Berlusconi?) eine

Menge Leute mobilisieren, die Informationsveranstaltungen

waren, im Gegensatz zu anderen Hanf-Austellungen, gut besucht

und die Redner trafen auf ein dankbares Publikum.

Die Polizei war überall präsent, hielt sich aber vornehm zurück,

wohl weil das die Besucher in Sachen allzu offensichtlichem

Chillhouse.de Dresden

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01099 Dresden

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Mushroom’s Store Head & Growshop

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07545 Gera

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07743 Jena

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09111 Chemnitz

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10435 Berlin

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Schliemannstr. 26

10437 Berlin

Grow-in-Europe.de

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10553 Berlin

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Oranienstr. 183

10999 Berlin

Greenlight-Shop.de

Industriestr. 4-9

12099 Berlin

Turn Systems

Albrechtstr. 125

12165 Berlin

Sun Seed Bank

Amsterdamerstr. 23

13347 Berlin

Udopea Hamburg

Schanzenstr.95

20357 Hamburg

Shisha Shop Isis

Bremer Str.6

21233 Buchholz

Smoke-Temple.de

Salzstrasse 7

21335 Lüneburg

Ganja Shop Lüneburg

Am Berge 33

21335 Lüneburg

Grasweg.com

Grasweg 5

22299 Hamburg

Harlequin Headshop

Kirchstr. 9

23795 Bad Segeberg

Fantasia Head&Growshop

Staulinie 16-17

26122 Oldenburg

Para Vision Headshop

Vaderkeborg 16

26789 Leer

www.growlager.de

0049(0)4273-979940

27245 Barenburg bei Bremen

Magic-Wotan.de Accessoires

Karl Mons Str. 19

34637 Schrecksbach

Groovy Headshop & Growshop

Kurze Geismarstraße 6

37073 Göttingen

www.groovy.de

CHILL OUT

Stummriegestraße 15

37671 Höxter

L’Afrique

Böcklerstr. 10

38102 Braunschweig

Indian Sun Headshop

Pommernstr. 20

41462 Neuss

Kiosk An’na Bahn

Am Bahnhof 1

42799 Leichlingen

Freakshop Smokey Headshop

Hochstr. 5 - 7

42853 Remscheid

Green Galaxy

Ringofenstr. 37

44287 Dortmund

Grow NRW

Königsheide 49

44536 Lünen-Brambauer

Kiffen ebenso taten. Lediglich im abgetrennten Raucherbereich

auf dem Außengelände roch es häufig vertraut, zumindest

solange kein Polizist in Sichtweite war. In Italien kann schon

der Besitz von fünf Gramm zu erheblichen Strafen führen und

deshalb herrscht beim Kiffen in der Öffentlichkeit eine ähnlich

paranoide Stimmung wie in Bayern oder Baden- Würtemberg.

Das konnte dem chilligen, sympatisch-chaotischem Flair der

Messe jedoch nichts anhaben, Besucher wie Aussteller nahmen

sowohl die Hitze als auch das „Joint-Versteckspiel“ mit südländischer

Lässigkeit hin.

Samen sind in Italien legal, so waren in Bologna viele Samenhändler

vertreten, wobei die eine Neuheit im wahrsten Sinne

des Wortes in Auge stach: Paradise Seeds bietet im neusten

Katalog bunte Samen an, die zuvor gebleicht wurden, um

dann mit Lebensmittelfarbe eine bestimmte Farbe zu erhalten.

Wem‘s gefällt...Im Growig Bereich gab es wenig wirklich Neues

zu berichten, zwar versuchen noch immer einige Anbieter, das

Publikum von der LED Technik zu überzeugen, aber auch die

Besucher in Bologna zeigten sich kritisch gegenüber den hohen

Versprechungen.

Die LED-Technik ist sicherlich noch nicht so ausgereift, dass sie

für blühende Pflanzen angewandt werden könnte, auch wenn

das einige noch nicht wahr haben wollen. Genau wie die Energiesparlampen

ist die Tiefenwirkung der bisher erhältlichen

Modelle noch sehr schlecht und um gleiche Ergebnisse wie mit

Hochdruckdampflampen zu erzielen, müssen auch bei den

LED Lampen mindestens 300 Watt pro Quadretmeter eingesetzt

werden. Das würde bei den momentanen Preisen eine

Investition von 2000€/m² bedeuten, nur für die Beleuchtung.

Wem‘s gefällt...Natürlich waren auch die Non Profit Organisationen

wieder zahlreich vetreten, beim Gespräch mit einem italienischen

Medizinalhanfpatienten überraschte, dass in Italien

sogar einige Patienten Cannabis aus holländischen Apotheken

erhalten. Allerdings ist das Procedere, ein Rezept hierfür zu

erhalten, ähnlich menschenunwürdig und zeitraubend wie in

Deutschland. Auch befürchten die Patienten, dass sich unter

der neuen rechts-konservativen Regierung ihr Status erheblich

verschlechtern wird.

Im Paraphenalienbereich befinden sich auch in Italien die Vaporizer

auf dem Vormarsch, zudem fielen die vielen kleinen

#84 +6

Hanf auch in Italien

auf dem Vormarsch

Cannabis Tipo Forte als Publikumsmagnet

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50937 Köln

Galactic.de

Thomas-Mann-Str. 38

53111 Bonn-Zentrum

Hanfzeichen

Bahnhofsstr. 89

55218 Ingelheim

KrinsKram

Goldene Ecke 8

58511 Lüdenscheid

GBK-Shop.de

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59348 Lüdinghausen

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Fahrgasse 97

60311 Frankfurt

Subcity Grow-Head-Shishashop

Große Seestrasse 36

60486 Frankfurt

Bong-Headshop.de

Elisabethenstr. 21

60594 Frankfurt

KnasterboX

Schnurstr. 11-13

63450 Hanau

Hanf Galerie

Großherzog-Friedrichstr. 6

66115 Saarbrücken

GANJA Grow & Headshop

Goethestr. 15a

67063 Ludwigshafen

Greensmile.de

Kämmererstr. 69

67547 Worms

New Asia Shop Mannheim

F1, 10

68159 Mannheim

Glasshouse

Kettengasse 13

69117 Heidelberg

Udopea Stuttgart

Marienstr. 19

70178 Stuttgart

Pot-de-Fleurs.de

Hohenheimerstraße 56

70184 Stuttgart

Ghouse.de

Glasshouse

Vordere Karlstr.37

73033 Göppingen

Planet-Plant.de

Rollingerstr. 2

76642 Bruchsal

Highlight

Alte Lange Str. 2

77652 Offenburg

Rauschnetz Freiburg

Leo-Wohleb-Str. 6

79098 Freiburg

Tel: 0761-2172499

Green Ocean

Münsterplatz 32

89073 Ulm

Grasshaus

Rothenburger Str. 40

90443 Nürnberg

Hanf Center(1)

Helmstr. 9

91054 Erlangen

Blubba Headshop

Turnitystr. 12

91522 Ansbach

Coffee Shop

Georgenstrasse 45

92224 Amberg

Hanf Center(2)

Obere Königsstrasse 27

96052 Bamberg

Smoukit Grashüpfer

Head & Growshop

Hauptstraße 69

97493 Bergrheinfeld

Chillhouse.de Erfurt

Juri-Gagarin-Ring 96-98

99084 Erfur

Biocultivator.de

Friedrichsweg 2

99735 Bielen

Smo-King

Pfortenstr. 10

99867 Gotha/Thü

LUXEMBOURG

Placebo Headshop

41 Avenue de la Gare

16 11 Luxemburg

NIEDERLANDE

www.kronkel.nl

Vlaamsegas 26/36

6511 HR Nijmegen

KosmicKitchen.nl

Korte Haaksbergerstraat 34

7511 JS Enschede

ÖSTERREICH

HEMP LION

Keplerplatz 3

01100 Wien

House of Reggae

Erzherzog Karl Str. 14

01220 Wien

Blumen per Lumen

Neustift Ecke Ziglergasse 88-90

01070 Wien

HUG´s

Wienerstrasse 115 1.2

02700 Wiener Neustadt

Stände mit Hand gefertigten Chillums und anderen Rauchutensileien

ins Auge, die auf anderen Ausstellungen nur noch

vereinzelt auftauchen. Anscheinend haben die billigen Kopien

aus China bei den italienischen Kiffern einen schwereren Stand

als anderswo, warum auch immer.

Ansonsten hat Bologna wieder einmal durch die einmalige

Stimmung, das gute italienische Essen sowie ein unglaubliches

Deckengemälde und Bodenmosaik (siehe Bilder) überzeugt.

Wir kommen wieder.

Flower Power

Herrengasse 1UG

03100 St Pölten

Viva Sativa

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PuffandStuff.at

Müllner Hauptstraße 12

05020 Salzburg

Cosmic5.at

Hubert Sattler Gasse 8

05020 Salzburg

Hanfin.com

St. Julienstr. 8

05020 Salzburg

Tiroler Hanfhaus

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Cannapot.at.tc

Kirchberg 112

08591 Maria Lankowitz

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Tel: 0041-313114018

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Bulletshop.ch

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09000 St.Gallen

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#84 +6 7

wirtschaft

Keine Brandfalle:

Vorschaltgeräte von

Vossloh-Schwabe

Gute Neuigkeiten bei der Grow-In-AG

Bei der Wahl eines Vorschaltgerätes sollte Sicherheit ganz obenan

stehen. Nicht selten ist ein defektes oder gar brennendes

Vorschaltgerät der Grund für so manche Unannehmlichkeit.

Im schlimmsten Fall ist ein solches Gerät der Grund für unangemeldeten

Besuch, aber auch eine Vorschalteinheit, die regelmäßig

ausfällt oder eine bestimmte Lampenart, die nur nach

Lust und Laune schaltet, ist einer guten Ernte nicht unbedingt

zuträglich.

Vorschaltgeräte von Vossloh-Schwalbe sind sicher, erfüllen

die hohen Ansprüche vom deutschen TÜV und sind natürlich

„Made in Germany“.

Außerdem verfügen die neusten Modelle über eine austauschbare

Aufsetzeinheit, sind für alle Lampentypen, also Natriumdampf-,

Metall-Halogenleuchtmittel sowie die neuen Keramik-Halogenleuchtmittel

geeignet. Alle Lüsterklemmen und

Anschlüsse lassen sich stecken und sind für Kabeldurchschnitte

von 1,5-2,5 mm² vorgesehen. Das erleichtert die Montage und

schließt eine unprofessionelle Verschraubung der Anschlüsse

von Vorneherein aus. Vossloh-Schwabe Vorschaltgeräte sind

außerdem leise und ihr Innenleben ist unter Vakuum Polyesterharz

vergossen.

Die neuen Vorschalteinheiten gibt es als 400- oder 600-Watt-

Version, sie kosten 52,50 € (400 Watt) oder 64,50 € (600 Watt).

Entweder im Ladengeschäft der Grow-In-AG in der Kaiserin-

Augusta-Allee 29 in 10553 Berlin oder im Internet unter www.

grow-in-berlin.de ist das gute Stück zu haben: Versandkostenfrei,

diskret und schnell.

THC-Espresso statt Joint

Für alle, die ihn - trotz der zunehmenden Debatte über die Risiken des Rauchens,- noch nicht kennen: der

Volcano Vaporizer, der meistverkaufte und viel gerühmte Vaporizer, der auch in der medizinischen Forschung

zum Thema Cannabis als Medizin als No. 1 gilt.

Bildlich gesprochen ist der Volcano eine Art Espressomaschine

zum Genuss von Grass oder Hasch. Beschäftigt man sich näher

mit dem viel gepriesenen Gerät, werden eine ganze Reihe

von Vorteilen deutlich, denn die Reinheit des THC Dampfes,

den man mit dem VOLCANO erzeugt, überzeugt vollständig:

unverfälschter Geschmack, bei der die eigene Lieblingssorte

ihr ganzen Potential entfaltet, erstaunliche Effizienz, denn im

Vergleich zum Joint (bei dem 40-50% wirkungslos in der Luft

verpuffen) benötigt man circa 1/3 des Materials ,und der wichtigste

Vorteil beim VOLCANO entstehen keine Schad- oder

Giftstoffe, wie das bei der Verbrennung im Joint nun mal der

Fall ist.

Bei der Verdampfung wird THC bei einer Temperatur von

>180°C aus dem Pflanzenmaterial gelöst, ohne dass das Cannabis

dabei verbrannt wird.

Die Schadstoffe, welche bei der herkömmlichen Verbrennung

im Joint zu Gesundheitsrisiken führen, entstehen gar nicht erst.

Es entsteht ein reiner THC-Dampf, der auch geschmacklich

dem Joint deutlich vorzuziehen ist (etwa 95% THC und reine

Aromen) und ein klares, Sativa-ähnliches High erzeugt. Aber

Vorsicht, die THC Konzentration im Dampf lässt sich über die

Temperatur steuern, je höher die gewählte Temperatur, desto

Bereit für den Sommer?

Die flauschig warmen Winterjacken

von Hoodlamb hängen mittlerweile

im Schrank. Nun gehen die Hemp-

Works Amsterdam mit der Sommerkollektion

an den Start, und unser

Team ist wieder mehr als begeistert.

Die atmungsaktiven T-Shirts, Zip-Up

Hoodies und Jacken überzeugen mit

sorgfältiger Verarbeitung von Baumwolle-

und Hanf-Fasern, liebevoll

ausgearbeitetem Design sowie origineller

Funktionalität. Die Caps sitzen

angenehm auf unseren Köpfen und

schützen uns vor so manchem Sonnenstich

...

höher der THC Gehalt im Ballon, dessen stärkere Wirkung

spürbar ist..

Beim Verdampfen kann man dieselbe Menge 2-3 Mal verwenden,

es ist also ausgesprochen ökonomisch. Nach der ersten

Ballonfüllung das Gras neu durchmischen (so verändert man

die Oberfläche) und einfach erneut in die Füllkammer einfüllen

und so weitere Ballons befüllen, bis kein sichtbarer Dampf

mehr entsteht. Dann ist das Ausgangsmaterial ausgelaugt und

muss ersetzt werden.

Es gibt 2 Modelle: den VOLCANO DIGIT, die digitale Version

mit Temperaturdisplay und den analogen VOLCANO CLAS-

SIC. In der Wirkung besteht allerdings kein Unterschied, deshalb

ist es weitestgehend Geschmackssache, für welches Modell

man sich entscheidet.

Ein Unterschied besteht bei den beiden angebotenen Ventilsystemen

SOLID VALVE und EASY VALVE. Bei ersterem kann

man die Ballonhülle selber wechseln und einfach Bratfolien aus

dem Küchenbereich verwenden. Das EASY VALE zeichnet sich

durch kinderleichte Handhabung und eine verbesserte Füllkammer

aus, die den alltäglichen Gebrauch vereinfacht.

Wenn ihr mehr wissen wollt besucht die Website www.

storz-bickel.com

HEMP HOODLAMB

Volcano Vaporizer, die ultimative

Alternative zum Rauchen

Summer Collection 08

Hemp HoodLamb

Zamenhofstraat 150 #433

1022 AG. Amsterdam

The Netherlands

P: 31 20 4 94 58 95

www.hoodlamb.com

... natürlich auch wieder bei

www.vivasativa.at erhältlich.


8

cooltour

Aus dem Hause Constantin

Film werden freundlicherweise

wieder 3 DVDs zur Verlosung

bereit gestellt. Wer also

bis zum 31.Juli eine Mail mit

dem Betreff „Verrückte Pinguine“

und seiner Adresse

an gewinnen@hanfjournal.

de sendet, hat vielleicht genau

so viel Spass wie Otaku

& Roly.

„50 Jahre Anderground“

Filmwerkschau

Carl Andersen

@ Kino in der Brotfabrik & Tilsiter Lichtspiele

Donnerstag, 17. Juli – Mittwoch , 30. Juli 2008

In diesem Jahr feiert

Carl Andersen sein

Doppeljubiläum: 50

Jahre als Mensch, 20

Jahre als Filmemacher.

Geboren 1958

in Wien und seit

drei Jahrzehnten

Filmkritiker, dreht

er seit 1988 selbst

Filme. Carl Andersen

führt Regie,

schreibt, produziert

und spielt als

Schauspieler nicht

nur in seinen eigenen Filmen. Seine Filmographie ist mittlerweile

auf mehr als ein Dutzend Werke angewachsen. Sein

bevorzugtes Thema ist die Sehnsucht nach Liebe, Nähe und

Sexualität (meistens auch gleichgeschlechtlicher Ausrichtung,

zumeist lesbisexuell) sowie die gleichzeitige Angst vor zuviel

davon. Doch im Gegensatz zu pornografischen Filmen ist Sex

in seinen Filmen anders, weil er authentisch wirkt und eine Geschichte

transportiert. Und so lassen seine Filme nicht auf den

Sex reduzieren, denn es geht hier mehr um Probleme mit dem

Sex, als ein Teil von Beziehungen und die Frage, die er immer

wieder stellt, lautet: „Wo ist die funktionierende Beziehung?“

Dabei werden die Grenzen zwischen Fiktion, Dokumentation

und Realität vermischt, vor allem was seine eigene Person und

die Rolle als Regisseur und Darsteller angeht. Das stilistische

Spektrum reicht dabei vom expressiven Stummfilm bis zum

monologisierenden Psychodrama.

Das 1989/90 erschienene Werk „Jungfrau am Abgrund“ (aka

Mondo Weirdo – A Trip to Paranoia Paradise) visualisiert beispielsweise

die erotischen Alpträume eines Mädchens, das

nach einem schlimmen Erlebnis hinter jeder Tür Sex und Gewalt

sieht. Am Ende ihrer bizarren Reise ins Ich stehen Wahn

und Frustration - oder aber das Ausleben bislang unterdrückter

Sehnsüchte und Begierden. Die Bildsprache ist streng expressionistisch.

Horror und Pornographie pur und in seiner Übersteigerung

der Schrecken fast auch schon wieder komisch in aller

Düsternis der körnigen Schwarzweißbilder. Eine schrill-anarchische

Orgie aus Rockmusik der damaligen Wiener Kultband

„Modell d’oo“, Sex- und Gewaltphantasien.

Seit einigen Jahren besetzt Andersen seine Filme stets mit der

schwedischen Undergroundfilmerin und Performerin Malga

Kubiak in exzentrischen Rollen. Diese wirkt auch in seinem

aktuellsten Film „Chien Fuck!“, dem ersten Synapsenpunkpornomusical,

mit. Franz ist verliebt in Julie und glaubt ihr alles.

Julie hat keine Ahnung, was sie eigentlich von Franz will.

Celine glaubt nicht, dass Ficken allein für Franz zu wenig ist

- und landet nicht nur mit ihm im Bett. Auch Arthur pflegt den

beidgeschlechtlichen Hedonismus. Die jeweiligen Ex-Liebhaber

haben ihre eigene Meinung. Die Punkpopgirlieband Kitty

Braun kommentiert das Geschehen musikalisch u.a. mit einem

kräftigen „Chien Fuck!“.

Zur Zeit arbeitet Carl Andersen an seinem neuen Film „Obsession:

25 Bilder pro Sekunde“, eine ebenso experimentelle wie

gleichzeitig fiktive und dokumentarische Arbeit über seine Position

als Filmemacher und die seiner Darsteller bzw. Darstellerinnen.

Seine Filme verteidigen seit Jahren das Undergroundkino

mit Mitteln der Selbstreferentialität und bringen dabei auch

ständig neue, kleine, veristisch angehauchte Varianten des Exploitationkinos

in die Welt.

www.tilsiter-lichtspiele.de/carl_andersen.html

BIG TINGS A GWAAN! – Wie jedes Jahr zelebrieren wir

im Yaam die hanfwürdige „Vibes To Legalize“ Party auf zwei

Floors. Reggae, Dancehall, Jungle & Drum&Bass sind die Zutaten,

aus denen die Soundpiraten und die d-science Kru den

altbewährten Party-Cocktail mischen – für sportliche Aktivitäten

und das leibliche Wohl ist auf unserem traditionellen

Open-Air-Gelände gesorgt!

Während draußen Infostände, ein Markt, eine Half-pipe, ein

Kickertisch, eine Tischtennisplatte, jede Menge Foods sowie

ein Strand zum Chillen und Fußball- oder Volleyballspielen

Schon lang und intensiv!!! Die PB-electricks

PrenzelBerg - ihre Heimat, electric(k)s - ihre Verstärkung,

der Ska - ihr Schicksal!

In einem mittelgroßen Bezirk einer deutschen Stadt, die erst

seit wenigen Wochen wieder deutsche Bundeshauptstadt war,

gründete sich unter höchst verwobenen und umstrittenen Umständen

die „PB-electricks“.

Die Hauptmerkmale dieser Gruppe von etwa 10-14 Musikern

(oder musikmachenden Malern) war die Liebe zum Ska, zum

Reggae und zumTanzen. Das erste dokumentierte öffentliche

Livekonzert spielten sie zur Eröffnung des Helmiplatzhauses.

Neben Klassikern der Skatalites gab es nie-da-gewesene Schlagerinterpretationen,

mit welchen die Combo alsbald den Berliner

Schlagercontest ´99 gewann.

Schnell etablierten sie sich zu einer bekannten Tanzband die

mit ihrem Bühnencharme verzauberte. In ihrem Heimatbezirk

Prenzlauer Berg waren sie eine Legende, spielten sich bis

ins Kesselhaus, traten neben dem Kunsthaus Tacheles oder

dem SO36 in 1000 anderen Berliner Läden auf und eroberten

DVD-Tip

Die verrückte Reise der

PINGUINE

In der Naturdokumentation „Die Reise der Pinguine“ verfolgt

der französische Biologe und Filmemacher Luc Jacquet

für ein Jahr den außergewöhnlichen Lebenszyklus der Kaiserpinguine.

Mit Hilfe raffinierter Kameraeinstellungen und vor

allem dadurch, dass er den Pinguinen menschliche Stimmen

verleiht, gelingt es Jacquet, das abenteuerliche und gefahrenreiche

Leben dieser besonderen Vogelart wirklich mitreißend

zu erzählen. Neben anschaulichen und packend aufbereiteten

Informationen über die Lebensbedingungen in der Antarktis

bietet „Die Reise der Pinguine“ gute Gelegenheit, die Themen

Umweltschutz und Klimaveränderung in den Unterricht einzubinden.

– Fans von deftigen Persiflagen können sich nun auf

eine „fiktive Dokumentation“ von Bob Saget (u.a. Full House,

#84 +6

auf Euch warten und unsere Outdoor DJs von Brimstone

Highpower bereits ab 18:00 sonnige Smasher auf den Plattenspielern

drehen, geht’s drinnen ab 22:00 mit Sicherheit

nicht weniger heiß zu, wenn die SoundPiraten (Floor 1)

und die d-science Kru um Dextro & Roly (Floor 2) zum

Tanz bitten.

Geladen wurden diesmal die PB Elektricks, Irieland Sound

und Mama Rule, um mit Reggae & Dancehall die Gemüter

zu erhitzen, und die Junglisten und Hardstepper können

sich auf DJ Trece freuen, der mit seinen Partyreihen „13s

Night“ und „Badmood on Fire“ den Berliner Dschungel

regelmässig aufmischt. Ein Special Guest wird sich auch

noch dazu gesellen

Stay irie & big up all dem massive!

YAAM: Stralauer platz 35, 10243 Berlin.

Infos & Hörproben unter:

www.myspace.com/irielandmusic

www.myspace.com/mamarule

www.myspace.com/soundpiraten

www.myspace.com/dj_trece

www.myspace.com/d3xtro

www.myspace.com/rolyreload

www.d-science.biz

www.hanfparade.de

www.irielandmusic.com

www.keepitrollin.de

www.soundpiraten.de

www.yaam.de

schließlich die Herzen

und Ohren vieler weiterer

deutscher, niederländischer,

dänischer

und spanischer Ska und

Offbeat-Liebhaber.

Die Zeichen der Zeit zeigten die typischen Mitgliederwechsel,

bewegten die verschiedensten Menschen zum Mucken bei den

PB´s und gaben der Band immer neue Stilschübe.

Nachdem die Band im Jahr 2006 eine Pause einlegte, stehen sie

diesen Sommer wieder komplett mit einem Wahnsinn aus Ska-

Funk-Reggae-Soul-Schwoof-Stücken auf den Brettern!!

Nebenbei basteln die neun völlig bunt-durcheinander-verschiedenen

Freunde an einer Platte für eure Tanzpartys ab dem

Herbst!!

www.myspace.com/pbelectricks

Dirty Work) freuen, denn diese hier

sind ganz besonders schräge Vögel.

Carl hat sich in die Pinguindame Melissa

verliebt und braucht die Hilfe

seines Freundes Jimmy, um ihr Herz

so schnell wie möglich im antarktischen

Sturm erobern. Dumm nur,

dass für die Objekte der Begierde 70

Meilen Schnee und Eis durchquert

werden müssen. Eine Reise voller

tierischer Triebe, heißer Sprüche und

wahnwitziger Gags beginnt. In der

US-Version führt Samuel L. Jackson

als Erzähler durch die tierische Komödie und als Pinguinsprecher

watscheln u.a. Christina Applegate, James Belushi

und Whoopi Goldberg durchs arktische Eis. In der deutschen

Version sind die Synchron-Stimmen von Bart Simpson, Renée

Zellweger und Morgan Freeman zu hören. Abstruser

Schwachsinn zum Amüsieren!

www.constantin-film.de


#84

cooltour

+6 9

Off Topic:

Homophobie mal

andersrum

So etwas führt zwar dazu, dass Musiker, die solch schwachsinnige,

menschenverachtente Texte von sich geben, vorerst auf

ihre Auftritte in Deutschland verzichten, eine Reflexion ihres

faschistoiden Gedankenguts findet so sicher nicht statt. Auch

den negativen Effekt der Heroisierung solcher Schwachköpfe

nehmen Leute wie Beck in Kauf. Hat es ein „Chichiman-Tune“

erst einmal auf den Index geschafft, kann sich der Interpret seines

Erfolges sicher sein.

Menschen, deren Argumente sich auf unzivilisiertem Niveau

bewegen, kann man nur mit den eigenen Waffen schlagen.

Schwulenfeindliche Interpreten sind ausnahmslos Heterosexisten.

Wer nun also den netten, schwulenfeindlichen Rasta von nebenan

dabei erwischt, wie er mal wieder alle, die die eigene

sexuelle Neigung nicht teilen, verbrennen, vierteilen und zur

Hölle schicken will, sollte ihn mal fragen, ob er rechnen könne.

Hä? Genau, rechnen! Jeder Schwule ist ein Konkurrent weniger

im Geschlechterkampf, kurz gesagt:

„Rasta shall give thanks for sending us more battyman. Dem

leave all of dem uman to I an I.“ Zu deutsch: Sei dankbar für

jeden Schwulen, denn jedes schwule Paärchen bedeutet, dass

für deinen unersättlichen Trieb mehr heterosexuelle Frauen zur

CéCile: Bad Gyal

(kingstone records)

Mit ihrem äusserst provokanten Smash-Hit

„Changez“ bügelte sie zur Jahrhundertwende

von Bounty Killer bis

Junior Kelly über diverse männliche

jamaikanische Artists rüber und katapultierte

sich in die Dancehall. Ein

Tabu für den weiblichen Teil der karibischen

Gesellschaft und die Basis für

die ebenfalls starke feminine Fanbase der attraktiven Sängerin.

Ihren Sing-jay-Style feilte CéCile aus, indem sie harte Texte zu

zuckersüssen Melodien auf Patois toastete. Nach Hit-Singles auf

Riddims wie „Diwali“, „Glue“ und „Martial Arts“ erscheint nun

das 18 Track starke Debut-Album „Bad Gyal”, das neben Dancehall-Tunes

auch diverse One Drop Stücke zu bieten hat. Lieblingstracks

sind „Goody”, „How You Love Me”, „M-i-s-s-i-n-g”

und „Hot Like We”. Bei „Talk Talk” lässt sie die Ladys wissen,

dass man der besten Freundin nicht unbedingt alle Intimitäten

ausplaudern sollte, falls man den Supertypen dauerhaft halten

will. Das sind Auswüchse ihrer wahrheitsgemässen aber dennoch

witzigen Grundeinstellung, die sie sauber lyrisch verpackt

und vielen damit aus der Seele spricht. Style, Anmut, Verstand,

Wahrheitsliebe und den nötigen Touch Sex – zusammenfassend

die Mixtur für eine angehende karibische Diva. Mit dem Hang

zur Provokation zeigt das Bad Gyal mit der losen Zunge mit ihrem

Album Lady Power der besonderen Art. Eine Speerspitze

durch den testosterongeschwängerten Dancehall-Corpus, der

aber nicht zerstörend, sondern vielmehr aufwühlend wirkt.

www.myspace.com/cecile

www.cecileflava.com

www.kingstone.de

Text: KIMO

Die unsägliche Diskussion über schwulen- und lesbenfeindliche Texte in

der Dancehall-Szene nimmt kein Ende, Anfang des Jahres erstattete der

Grünen-Abgeordnete Volker Beck sogar Anzeige gegen die Betreiber von

amazon.de, weil sie Dancehall-Musik mit schwulen-und lesbenfeindlichen

Inhalten vertrieben.

Verfügung stehen, die deinen oft besungenen Dauerständer

huldigen. Statistisch.

Zieht das immer noch nicht und der Dreadhead will partout

nicht aufhören, sich eine andere Randgruppe zu suchen, die

alle Schuld am Unglück dieser Welt tragen soll, gibt es ein noch

flacheres Argument, das auch den Dümmsten umstimmen sollte:

Rastaman respect nature, mankind is becoming dangerous

to mother earth. Nature does not want babylon people to have

pickeney.. Dis is de reason why gay is natural. Frei übersetzt

bedeutet dass: „ Schwul sein ist ein natürlicher Akt der Schöpfung

gegen die Überbevölkerung.“

Sollte das auch nicht helfen, so ist wirklich Hanf und Malz

verloren, da bliebe dann nur noch die positive Gegenenergie.

Leider habe ich als Reggae-Fan bisher vergeblich darauf gewartet,

dass sich die Unzufriedenen mal zeigen anstatt andere

anzuzeigen. Eine fette Schwulen- und Lesbendemo oder ein

Haufen Transen im Publikum würde gut in die bunte Reggae

Szene hierzulande passen und gerade vom deutschen Reggae

Publikum positiv aufgenommen werden.

Das besteht nämlich, anders als in Jamaika, zum großen Teil

aus friedlichen, toleranten Menschen, in deren Köpfen kein

Platz für Intoleranz ist.

Rolys Silberscheiben des Monats Juli

Roland Grieshammer

Aromabar: Things got to change

(infracom)

Kurz vor der Jahrtausendwende debütierten

Roland Hackl und Andreas Kinzl

mit dem Track „Telephone“ auf der IN-

FRACom!-Compilation „Fast Forward“

und sprangen in die Playlists von

Coldcut und Rocker’s HiFi. Mit ihrem

Debütalbum „1“ addierten Aromabar

betörenden Zauber und kontemplative

Pop-Posen zu den Downbeats der Wiener Schule, und den Track

„Little Brother“ spielte ich häufiger in der VIVA-Clipstrecke

„berlin house“. Mit dem zweiten Longplayer „Milk & Honey“

(2001) wurde die Definition von „Popcouture“ einem breiteren

Publikum zugänglich gemacht. Mit dem neuen Album„Things

Got To Change“ beweisen Aromabar mal wieder, dass es möglich

ist, die Grenzen zwischen Pop und moderner elektronischer

Musik mit Eleganz und Esprit zu überwinden. Das Grundthema

ist Authentizität, das Spielfeld heißt Pop - und es ist komplex,

vielschichtig und durch Sängerin Karin Steger sowie die aus

den USA stammenden Gastvokalisten von unterschiedlichen

Stimmungen geprägt. „Big John“ Whitfield repräsentiert den

klassischen Soul in „Cold World“ und „The Message“, während

Nappy G in „Dear Friend“ rappt und Pollard Berrier die Balladen

„Calling“ und „Nothing Wrong“ kongenial umsetzt. Ganz

gleich, ob es sich um melancholische Liebesgeschichten oder

subtile Gesellschaftskritik handelt - die Texte sind immer von

einer optimistischen Grundstimmung getragen. Elektrifizierter

Pop und digitaler Folk mit dem gewissen Etwas.

www.myspace.com/aromabar

www.myspace.com/infracom

www.aromabar.org

www.infracom.de

Gewinnen,

gewinnen,

gewinnen...

Mit bis zu fünf Freunden auf dem Weg zu den „Vibes

to legalize“ am 2. August 2008. Wir laden Fünf auserwählte

Leser als Partygäste ein, vorher gibt es die Hanfparade

als Einstimmung. Das Hanf Journal schickt den Gewinnern

fünf Karten für unsere offizielle

Afterparty „Vibes to legalize“ und

zwei „Schönes Wochenende-Tickets“

für die Hin- und Rückfahrt. Außerdem

bekommen die Gewinner eine

wunderschöne „Smile -Bong“ von der

Redaktion ausgehändigt.

Eine Mail mit dem Betreff:

„Fünf Freunde“ an

gewinnen@hanfjournal.de bis zum 31.

Juli 2008 könnte schon reichen, am

2.August unser Gast zu sein.

Naomi: Tweak

(mole listening pearls)

Bis zu zehn verschiedene Versionen produziert

das Berliner Elektro-Pop-Duo

von jeder Songidee, bis schließlich das

passende Arrangement gefunden ist,

bis der Song die Form hat, mit der seine

Schöpfer glücklich sind. Und nachdem

ich von ihren letzten beiden Alben „Pappelallee“

und „Aquarium“ mehr als begeistert war, bin ich nun

gespannt, welche ungehobenen musikalischen Schätze die Festplatten

von Bernd Lechler und Nico Tobias beherbergen. Für ihr

viertes Album „Tweak“ haben die beiden Songwriter, die perfekt

zwischen bittersüßen Harmonien und entspannten Rhythmen

balancieren, einige ihrer liebsten Alternativ-Versionen zusammengestellt

und auf der anderen Seite komplett neue Songs aufgenommen.

Das noch halbfertige „Trust“, ursprünglich mal für

„Pappelallee“ geschrieben, fand sich auf einer fast vergessenen

Festplatte - und gehört ganz offensichtlich zum Schönsten, was

Naomi je produziert hat. Die kontemplativ lebensbejahende Ballade

„The Party“ war für das letzte Album „Aquarium“ gedacht,

„God Knows What God Knows“, das düstere Gefecht eines hysterischen

Predigers mit einem Engelschor, entstand noch vor

dem Debut-Album „Everyone Loves You“. Ganz groß auch die

nie veröffentlichte Single-Version des amnesty-international-

Songs „Go“. Ideen und Werke, die vor Jahren mit Fragezeichen

versehen wurden, ergeben plötzlich wieder Sinn und erblicken

zu recht doch noch das Licht der Welt. 14 wohltuende Songs,

atmosphärisch dicht wie immer.

www.myspace.com/naomiberlin

www.thisisnaomi.com

www.mole.de


10

cooltour

Rolys Silberscheiben des Monats Juli

Ian Pooley: In Other Words

(ministry of sound)

Der gebürtige Mainzer, der seit 2006 in

Berlin seine Zelte aufgeschlagen hat,

sorgt seit über 15 Jahren mit seinen Produktionen

für Aufsehen. Anfangs noch

mit Kumpel Thomas Gerlach alias Tonka

in Sachen Breakbeats (Spacecube +

TNI) unterwegs, ging es Mitte der 90er

immer mehr in Richtung House. Als Produzent und Musiker

lässt er sich viel Zeit für Arrangements und Spannungsbögen

– ein Meister der Entschleunigung. Vier Jahre nach „Souvenirs“

hat Ian Pooley noch einmal auf das vielfältige Wechselspiel

mit den verschiedenen Technospielarten zurück geschaut und

seinen ganz eigenen Weg zwischen den Genres gefunden. Das

„Intro“ wie auch „Blue Interlude“ wirken dabei als Ruhepole

in einem funkelnden Klanggebilde. Die Hymne „5 am“ besticht

mit brasilianischen Percussions und unterschiedlichen Soundflächen,

Tim Fuller singt ein sphärisches Falsett zu „What I got“,

und Ian Pooleys langjähriger Mainzer Keyboarder Ulf Kleiner

aka Perry Colo sorgt bei „Heat“ für feine Orgelsounds. Chicago-House-Held

Robert Owens macht aus „Learn“ einen lasziven

Electro-Chanson, und die Beats kicken und schrauben sich

nochmal nach oben, bevor das rhythmisch dichte „Closer“ als

grooviger Rausschmeisser heran rollt. „In Other Words“ ist ein

überzeugendes Credo für die Entwicklungsfähigkeit von House

Music. Deep, funky und atmosphärisch. Maschinenmusik mit

guter Seele, jetzt auch in Berlin. Ein sehr gelungener Neustart

aus dem Umzugskarton sozusagen.

www.myspace.com/ianpooley

www.ianpooley.com

Señor Coconut and his Orchestra:

Around The World with Señor

Coconut

(essay recordings)

Der Frankfurter Uwe Schmidt trieb sich

schon Mitte der 80er unter dem Pseudonym

Atom Heart als autodidaktischer

Programmierer und Schlagzeuger rum.

Mittlerweile nach Chile ausgewandert

veröffentlicht er nun als Señor Coconut nach „El Baile Alemán“

(gewidmet den deutschen Elektro-Pionieren Kraftwerk), „Fiesta

Songs“ (eine fröhliche Sammlung populären Liedguts) und

„Yellow Fever“ (eine Hommage an das Yellow Magic Orchestra)

das neue Album „Around The World“, dessen Titel den Rahmen

und den roten Faden vorgibt. Neben Daft Punks Klassiker werden

noch andere Songs mit Rumba-, Cha Cha Cha-, Bolero- und

Merengue-Rhythmen neu interpretiert und bekommen so einen

eigenen humoristischen Elektro-Latino-Charme. Wenn man

schon Perlen des internationalen Pops covert, dann muss man

sich mit einer starken Idee selbst einbringen. Den Adelsschlag

erhält man, wenn sich die Gecoverten sogar an den Aufnahmen

beteiligen, wie diesmal Stephan Remmler, der legendäre Kopf

der Band Trio. Auch Argenis Brito und der Crooner Louis Austen

standen Señor Coconut beim Culture Clash zur Seite. In „La

vida es llena de cables“ clasht ein Latino-Bigband-Arrangement

mit zeitgenössischem Reggaeton-Rap und von Atom entwickelten

Aciton, einem Hybrid aus Acid und Reggaeton. Und

ich amüsiere mich sehr über das legendäre „La Boum“-Thema.

Der musikalische Ritter der Kokosnuss hat hier wieder mit erstklassigem

Mambo Mash Up zugeschlagen.

www.senor-coconut.com

www.essayrecordings.com

Vorteile auf einen Blick

V.A.: Atomix

(panatomic)

„Extended Versions“ waren die Ursprünge

des Remixes, die Anfang der

80er Jahre auf den Dancefloor abzielten.

Bereits ein Jahrzehnt später hatten sich

Remixe in der elektronischen Musik zu

einer eigenständigen Kunstform entwickelt,

waren allerdings im Indie-Rock

immer noch eher weniger originelles Füllmaterial für Single-B-

Seiten. Panatomic ist das Label der Münchner Club-Institution

Atomic Café (seit Jahren in den Top 3 der beliebtesten Clubs

der Republik), und Resident Volker Schadt aka Schadcroft mixt

hier die erste Compilation, die stilsicher junge Klassiker, aktuelle

Floorfiller und die Hits von morgen aus der vor Kreativität

sprudelnden Vereinigung von Indie-Rock und Elektronik versammelt.

Hier stehen Bands wie Bloc Party, Franz Ferdinand,

The Wombats, Simian Mobile Disco, The Futureheads, The

Whip Blood Red Shoes, The Kills, Kasabian, LCD Soundsystem

und Hot Chip solchen Soundtüftlern wie Daft Punk, Rex

The Dog, CSS, The Teenagers, Digitalism, Soulwax und Serge

Santiago gegenüber. 12 der 16 Mixe sind bis dato nur als rare

12“Vinyls oder als DJ-Promos nach Deutschland gelangt, die

anderen Mixe meist nur auf limitierten Album-Editionen oder

EPs erschienen. Mal wieder erweist sich Bayerns Hauptstadt als

Mittelpunkt avantgardistischer Klangkombinationen, denn das

Atomic Café ist wie immer geschmackssicher unterwegs. „Atomix“

ist das längst überfällige Zeitzeugnis einer neuen Club-Bewegung!

www.atomic.de

www.grooveattack.com

V.A.: Elaste Vol. 2 – Space Disco

(mixed by Tom Wieland)

(compost records)

Willkommen in der Neonbar. Der ganze

europäische Disco-Wahnsinn begann

1977 mit Giorgio Moroder, der

mit Donna Summer die Charts aufmischte

und nebenbei einen neuen Sound

kreierte. Die Munich Music Machine

war geboren. Motown, German Electronica, Kraut Rock, Underground

Disco, Euro Boogie und New Wave Funk wurden lustig

durcheinander gewirbelt. Tom Wieland war bereits vor mehr

als einem Jahrzehnt mit seinem Projekt Les Gammas Teil der

ersten großen Tage von Compost, ist von Jazz bis Bummbumm

mit allen Wassern gewaschen und gehört derzeit zur absoluten

Produzenten-Elite. Während er mit 7 Samurai auf dem Hipster-Label

G.A.M.M. Dub, Soul und Afro mit den besten Bootleg-Gedanken

kreuzt, steht er mit Panoptikum für ein deepes

Bewußtsein und die Essenz des Detroiter Technos. Nun kompiliert

er den zweiten Teil der Elaste Serie, und man fühlt sich

wie „Shane 54“, der aus Jersey nach New York flüchtet, um die

Sonnenseite der neuen Musik kennen zu lernen. Zu hören gibt

es Moroder’sche Basslines, feine Synthies, etwas Space Latino,

wilde Orgelsessions sowie weltmusikalische Trommeleien, und

neben Panoptikum’s verdrehten Sequencer-Pop bleiben auch

Rufus und Chaka Khan in der selten gehörten Hallocinogenik

Version verstärkt im Kopf hängen. Seit sich die Electro-Community

wieder rückwärts orientiert und mit alten Sounds um die

Ecke kommt, zündet dieser Sound enorm! Hier lebt ausnahmslos

der Funk – Zeitgeist pur.

www.compost-records.com

Was bringt mehr Lichtausbeute ?

Mehr Licht bei geringerer Leistungsaufnahme und damit höherer Ertrag auf gleicher Fläche

Mit passendem Reflektor kann man das Mehr an Licht auf eine größere Fläche verteilen

Längere Lebensdauer der Lampe 5 Jahre Garantie Stabiles Aluminiumgehäuse Geräuschlos Geringerer Stromverbrauch

Gerät ist leicht und einfach zu montieren Schnellstart: Lampe startet und erreicht sofort die optimale Lichtfarbe

Jazzkantine: Hell’s Kitchen

(sashimi records / rough trade)

Da die meisten Musiker der Jazzkantine

mit der Rockmusik der 70er und

80er Jahre aufgewachsen sind und

selbst ähnliche Musik gemacht haben,

lag es doch auf der Hand, irgendwann

einmal ihre eigenen Versionen großer

Rock- und Metal-Klassiker der 80er

einzuspielen. Ich selbst war nie ein grosser Fan dieses Genres

und bin umso überraschter, wie eigenständig die Braunschweiger

Band die altbekannten Originale bearbeitet hat. Nach der

erfolgreichen Fusion von Jazz und HipHop, deutschsprachiger

Soulmusik und etlichen Theatermusiken verknüpfen die Jungs

großartiges Handwerk mit viel Kreativität. Shooting-Star Tom

Gaebel swingt unwiderstehlich über AC/DCs „Highway To

Hell“, Sam Leigh-Brown definiert Van Halens „Jump“ als beseelten

Jazzbossa und Xavier Naidoo hat mit viel Ausdruck die

Feinheiten aus Metallicas „Nothing Else Matters“ herausgearbeitet.

Pat Appleton (DePhazz) interpretiert „I was made for

loving you“ von Kiss als wunderschöne Jazz-Ballade und Frontmann

Cappuccino stellt mit „Iron Horse“ (Motörhead) und „Paranoid“

(Black Sabbath) nachhaltig seine Gesangsqualitäten unter

Beweis. Ausgefeilte Bläser Arrangements und harmonische

Variationen der Rhythmusgruppe deutlich, dass man durchaus

aus einem Rockgitarren-Riff ein Jazzthema köcheln kann. Erneut

hat die Jazzkantine ihre große musikalische Offenheit und

ihr Können unter Beweis gestellt. Das Album „Hell’s Kitchen“

groovt, was das Zeug hält. Walk this way !!!

www.myspace.com/jazzkantine

www.jazzkantine.de

www.sashimirecords.com

www.deluxeentertainment.com

Various: Basswerk Sessions Vol.3

(basswerk)

Der FC ist wieder in der Bundesliga,

und die Basswerk Sessions Vol.3 sind

endlich da – das sind die beiden äusserst

erfreulichen Highlights 2008 aus einer

meiner Heimatstädte. Anfang der 90er

Jahre schufen Green Man und Cheetah

das Junglegrower Projekt, woraus sich

später das Label und die Clubnight Basswerk entwickeln sollte.

Auf die bisher in fast 15 Jahren errungene Anerkennung wird

sich nicht ausgeruht, und so hat Mastermind Heiner Kruse nun

den dritten beeindruckenden Überblick auf das Schaffen der

Protagonisten im Dunstkreis von Basswerk zusammengestellt.

Die so wichtige Tiefe und Seele übernimmt Disc 1 (chill-session),

auf der Künstler wie Jonathan Baker, TGM, Danoo, Big Bud, Taxidriver,

Enea, Amaning & Stunna nicht auf Härte spekulieren,

sondern den Vibe an sich fördern. Auf Disc 2 (groove-session)

ist der Name Programm, und Musiker wie TGM (feat. Remedy,

Chevy & Dragoon), Kubatko & Trg, Robot Redford & Michael

Sauer, Gabb, Subz & Matik, Decade, Camo und Young Ax sorgen

für den richtigen Drive. Disc 3 (technik-session) dominiert

mit technoid peitschenden Tracks von Dementia & NME Click,

TGM, Cruel Culture, N.Phect & Dizplay, Rregula & Dementia,

Giana Brotherz und Violentbreakz. Vielfalt und Niveau in

dieser Dimension bekommt man fast nie – daher nicht nur für

alte Tiger ein Muss, sondern gerade für die Nachwuchsstepper

das perfekte Einsteigerset. So wie der Heiner kann’s halt keiner.

Mütze ab!

www.myspace.com/tgmthegreenman

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#84 +6


#84

Elektro-Gaming

Es ist ziemlich genau eine Dekade vergangen seit uns der „Lemmings“ Erfinder DMA-Design das

erste Mal durch eine virtuelle Großstadt hat wüten lassen. Nun ist der offizielle vierte Teil von

Rockstar´s Mannen kreierter Serie erschienen und greift zu Recht nach dem Thron der

Videospielunterhaltung. Doch von vorn:

+6 11

fun&action

Grand Theft Auto IV

Willkommen in der Matrix....

(XBOX 360/ PS 3)

AB 18!

Text: mze

Ihr beginnt euer neues Leben als Niko Bellic, einem slavischen

Neuankömmling in Amerika. Ihr trefft dort euren Cousin Roman

wieder, der euch seit längerem über E-Mails von seinem

erfolgreichen Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

berichtete und euch Mut zu dieser Reise machte.

Schnell stellt sich heraus, dass dessen derzeitige Situation natürlich

nicht so rosig wie geschildert ist und so beginnt ihr, in

Gedanken die Familienfinanzen wieder in den Griff zu bekommen,

eure Karriere vom Ex-Soldaten zum Autodieb, Gigolo,

Problemlöser und Auftrags-

killer.

New York dient als Model

für Liberty City, eurer

neuen Heimat, komplett

zusammenhängend, mit Broadway, Freiheitsstatue und

fast allen Gassen und Häusern der Millionen Metropole.

Damit bietet GTA IV ein riesiges Areal zum austoben und

ausprobieren und garantiert damit Videospielspaß für

Monate.

Erschlagen vom Umfang, Darstellung und Größe des Gebotenen,

lebt die Stadt vor allem durch ihre Bewohner, welche

in nie da gewesener Qualität ihr virtuelles Dasein fristen. Mit

Kaffeebechern in der Hand, die Straßen durchwandernd, polemische

Reden schwingend, mit ihren Handy´s telefonierend,

Auto fahrend oder sich mit einem prügelnd, erlebt Niko seine

Mitmenschen in einer autark agierenden Umgebung, die einem

ehrlich Erinnerungen an die Trilogie der Wachowski Brüder

wachruft.

GTA IV ist eine „Matrix“-verdächtige Welt. Die Entwickler

legten neben den fantastisch designten Missionen ein Haupt-

Die derzeitige Drogenpolitik fundiert im Abstinenzparadigma.

Abstinenz, das heißt kein Konsum von Cannabisprodukten

und anderen illegalisierten psychotropen Substanzen, ist das

Leitmotiv der gegenwärtigen

Drogenpolitik. Die

Forderung nach Abstinenz

resultiert aus einer

fundamentalistischen,

ja geradezu totalitären

Phantasie und steht

im Widerspruch zum

Naturell des menschlichen

Wesens, dem ein

Grundbedürfnis nach

BERLIN

START 13:00 UHR

ALEXANDERPLATZ

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... danken wir für freundliche Unterstützung

V.i.S.d.P.: Martin Steldinger, Hanf Museum Berlin, Mühlendamm 5, 10117 Berlin

Rauscherlebnissen (Erlangung

von außergewöhnlichen

Erfahrungen,

Wahrnehmungen und

Bewusstseinszuständen)

innewohnt. Die aktuelle

Drogenpolitik ist schon

alleine deshalb zum

augenmerk auf die kleinen Details und eine stimmige Atmosphäre,

welche der Stadt Leben einhauchen.

Ihr werdet euch dabei erwischen stundenlang die Umgebung

zu erkunden, im Internet zu surfen, mit euren Bekanntschaften

Billard, Pool oder Dart zu spielen oder einfach das unterhaltsame

Fernsehprogramm durch zu zappen. Sollte das langweilig

werden, startet man eben einen Amoklauf, bewirft die Polizei

mit Handgranaten oder holt Hubschrauber mit dem Raketenwerfer

vom Himmel. Anschließend genießt man dann den

wunderschönen Sonnen-

Zehn Jahre nach dem ersten Streich

liegt uns eine Welt zu Füßen

untergang auf Happiness

Island ^^.

Die Spielbarkeit ist insgesamt

äußerst gelungen,

sinnvolle Neuerungen in der Handhabung erweitern die Interaktionsmöglichkeiten

sowie die spielerische Finesse. Außerdem

steht dem vernetzten Zocker von heute erstmals ein famoser

Multiplayer Online Modus zu Verfügung, den man mit

bis zu 16 anderen Spielern in den abwechslungsreichsten Modi

genießen darf: Vom Hubschrauber-Rennen bis zum Battle Royale

Deathmatch.

Ps: Passend zu unserem Journal, wird in GTA IV pro-Cannabis

Politik betrieben, wie in keinem anderen auf dem Markt erhältlichem

Spiel. Sei da zum einen Niko`s jamaikanischer Kumpel

Little Jakob, der nie ohne Glimmhorn anzutreffen ist und einem

den ganzen Wagen vollqualmt oder zum anderen, der auch in

der Wirklichkeit vertretene Stand Up Comedian Katt Williams,

der seinen Gästen voller Unverständnis erklären muss, dass

Marihuana ein Kraut und keine Droge ist.

Prädikat: Pflichtkauf, aber nichts für Kids!

Hanfparade 2008

Scheitern verurteilt, weil sie keine Lösungen

zur Befriedigung des Grundbedürfnisses nach

Rauscherlebnissen anzubieten hat.

Generell gilt: Nicht die Drogen sind das Problem,

sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft

mit Drogen umgeht. Der Umgang

mit Drogen ist seit jeher ein Bestandteil der Kultur und muss

deshalb im Rahmen eines kulturellen Kontextes erlernt werden

können. Ein solcher Lernprozess wird jedoch heutzutage durch

die repressive Prohibitionspolitik verhindert. Die Teilnehmer

der Hanfparade werden deutlich machen, dass sie mit der Verhinderung

der kulturellen Tradierung von Drogenerfahrungen

und Drogenwissen nicht einverstanden sind, da diese Verhinderungspolitik

nicht geeignet ist, schadensmindernd zu wirken,

sondern im Gegenteil, schadensmehrend wirkt.

Voraussetzung für einen risikoarmen Umgang mit psychotrop

wirkenden Substanzen sind Drogenkompetenz und Drogenmündigkeit,

damit ein individuelles und eigenverantwortliches

Risikomanagement zur Schadensminderung beim Konsum bewerkstelligt

werden kann. Dazu müssen Drogenkompetenz

und Drogenmündigkeit (sowohl in der Theorie als auch in der

06/08

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G R O W S H O P

Am 2. August 2008 wird die Hanfparade um 13:00 Uhr am

Alexanderplatz in Berlin starten. Das Motto der diesjährigen

Hanfparade lautet: Jugendschutz, Verbraucherschutz, Legalisierung.

Ohne Legalisierung, also ohne eine vernünftige Regulierung des

Anbaus, der Produktkontrolle und des Handels, ist ein effektiver

Jugendschutz und Verbraucherschutz nicht realisierbar. Deshalb

werden die Teilnehmer der Hanfparade dieses Jahr für eine

Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes demonstrieren und

fordern die Aufhebung der derzeit gültigen Strafparagraphen in

diesem Gesetz.

*Alle Angaben ohne Gewähr. Die Rabattaktion ist nur im Juni 2008 gültig. Nicht mit anderen Preisnachlässen und Sonderpreisen kombinierbar.

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31.07.2008 senden und die

glücklichen Gewinner erhalten

ein paar feine Mitbringsel direkt

aus Liberty City. Freak Out!

\(°ö°)/

Praxis) ohne Angst vor repressiven Maßnahmen erlernt werden

können.

Das Gegenstück von Drogenabhängigkeit ist nicht Abstinenz,

sondern Drogenautonomie. Autonom heißt selbstbestimmt,

abhängig hingegen fremdbestimmt. Drogenautonomie bedeutet,

sich weder von Drogen noch von irgendwelchen Institutionen

wie Drogenberatungsstellen oder Entziehungskliniken

abhängig zu machen. Drogenautonomie bedeutet vor allem

auch, nicht von irgendwelchen privaten oder staatlichen Institutionen

bezüglich der Entscheidung, Drogen zum Konsum zu

erwerben oder zu besitzen, in irgend einer Weise bevormundet

zu werden.

Jeder, der sich dem Ziel von Drogenautonomie verbunden

fühlt, ist aufgerufen, an der Hanfparade teilzunehmen.

www.hanfparade.de


12

fun&action

Breitspiele

BreitspieleKerstin Koch

Schon wieder ein Jahr vorbei und Ende Juni stand nicht nur der Europameister fest, sondern auch das Spiel des Jahres 2008. Nominiert wurden „Stoneage“ (Hans

im Glück), „Suleika“ (Zoch), „Keltis“ (Kosmos) und aus dem Hause Ravensburger/alea „Blox“ und „Wie verhext“. Ein Preis steht schon fest: „Agricola“ (Lookout

Games) hat den Sonderpreis „Komplexes Spiel“ gewonnen. Leider habe ich auch dieses Spiel noch nicht ausprobiert, aber es war schon 2007 in Essen ein Renner und so

wird es im August eine Spiel des Jahres Nachlese geben. Nur „Stoneage“ ist in dieser Ausgabe schon dran.

Strategie

Stoneage

Schon der Erstling „St. Petersburg“

von Michael Tummelhofer alias Bernd

Brunnhofer wurde für das Spiel des

Jahres nominiert. Und Spiel Nr. 2 wieder.

Wer sich das Spiel aussucht, sollte wissen,

der Einsteig ist nicht ganz einfach.

Erst nach zwei, drei Partien wissen die

Spieler, wo es langgeht. Der Untertitel

des Spiels lautet: „Das Ziel ist dein

Weg“, und derer gibt es viele. Nur, ob der eingeschlagene Pfad

auch der richtige ist und genügend Siegpunkte einbringt, das

entscheidet sich erst ganz am Schluss.

Runde für Runde versuchen die Spieler ihre Personen aufs

Spielfeld zu bringen, um zu jagen, Werkzeuge herzustellen, einen

Acker zu bestellen, neue Personen zu holen oder in Wald,

Lehmgrube, Steinbruch und Fluss Rohstoffe zu besorgen. Nahrung

ist am Ende jeder Runde überlebenswichtig, denn jede

Person verlangt nach einer Nahrung. Zur Not geben sie sich

auch mit anderen Rohstoffen zufrieden. Lehm, Ziegel, Holz,

Stein und Gold brauchen die Spieler um Zivilisationskarten

zu erringen, die sofort Erträge, aber erst am Ende des Spiels

Punkte bringen, oder um Gebäude zu bauen, die sofort für

Punktezuwachs sorgen. Die Auswahl ist groß, Personen gibt es

nur wenige und das Platzangebot bei Gold, Ziegel und Co. ist

begrenzt. Wer zum Schluss der Runde nicht alle Personen versorgen

kann, muss auf der Siegpunktleiste zurück.

Das Spiel endet, sobald entweder ein Gebäudestapel aufgebraucht

ist oder nicht mehr genügend Zivilisationskarten da

sind. Während die Spieler den aktuellen Punktestand durch

Gebäude erkennen, werden die Siegpunkte durch Zivilisationskarten

erst am Ende gezählt. Und da müssen die Spieler schon

genau aufpassen, welche Karten die anderen so nehmen, denn

je mehr von einer Sorte, umso mehr Punkte bringen sie ein.

Fehlt nur noch der Glücksfaktor des Spiels, es wird gewürfelt

mit Lederwürfelbecher und zwar für Nahrung, Rohstoffe und

bei manchen Zivilisationskarten. Pro Person, die in einem Gebiet

steht, bekommen die Spieler einen Würfel. Während für

eine Nahrung eine zwei reicht, muss es für ein Gold schon eine

Sechs sein. Also je mehr Personen, umso größer ist die Chance

auf genügend Nahrung und Rohstoffe, um die eigenen Jungs

zu versorgen und um Gebäude und Zivilisationskarten zu ergattern.

Sport -

Opium des Volkes

Sommer, Sonne, draußen sein. Gruselig. Denn der

Sommer ist der ärgste Feind des starken Rauchers!

Alles voller brauner, gesunder Menschen und Vitamine.

Diese grausame Jahreszeit verändert unseren

Charakter und sorgt dafür, dass wir uns von unseren

besten Freunden entfremden. Glotze und Pfeife. Und

im absoluten Ernstfall führt sie sogar zu SPORT! Das

ist nicht gut, denn:

Sport ist gefährlich!

Nicht umsonst gleichen sich die schreckenerregenden Wörter

Sport, Mord und Ford fast bis aufs Haar. Und nicht nur das:

Sport ist sogar schlecht fürs Gehirn! Das zeigt sich an Fussballfangesängen

und diesen Aussagen: „Mailand oder Madrid

- Hauptsache Italien!“ Andreas Möller (Fußballer) - Sollte dir

diese Klammer eine Erklärung geliefert haben: „Danke“ (grossstadtsurvivor)

„Jetzt stehen die Chancen 50:50, oder sogar

60:60“ Rainer Calmund (ja der Dicke von dem keiner glaubt

das der was mit Sport zu tun hat.) Schutz vor Sport findet man

bei McDonalds, in einer ernsthaften Drogenabhängigkeit oder

vor dem Fernseher. Nur wenigen Sportarten sollte man außerhalb

eines Atombunkers begegnen. Sogenannte kifferfreundliche

Sportarten, wie Playstation spielen und Verschwörungstheorien

erstellen, sind zwar langweilig, aber zum Glück selten

tödlich. Um den internationalen Ruhm dieses Sportgenres zu

steigern, benötigt die Welt dringend die Ganjalympics mit den

Disziplinen: Komarauchen, Extremkekse backen und Endlosdrehen.

Aber auch außerhalb zwingend notwendiger Nervennahrung

gehört Doping zum Sport wie . . . Zahnpasta? Vom rustikalen

Doping mit Hausmittelchen (Baldrian und Bierschinken) über

Zwar kommen dem geneigten Spieler die Elemente des Spiels

allesamt bekannt vor, aber die Mischung macht’s in diesem

Falle. „Stoneage“ ist im vier Personen-Spiel am spannendsten.

Und selbst die Spieldauer haben die Spieler in der Hand.

Fünf in einem Karton

Stonehenge

Gleich fünf Spiele verbergen

sich in dem Karton. Ein

Spielbrett, ein paar Trilithe

(Steinformationen), ein paar

Spielsteine, Karten und ein

paar Druiden. Viel mehr

ist nicht notwendig, um

ein Spielchen zu spielen.

Doch, fünf große Spieleautoren,

die jeder eine Spielregel

rausgebracht haben.

Zur Auswahl stehen: Ein Bluff-, ein Kriegs-, ein

Politik-, ein Renn- und ein Auktionsspiel. Für jeden etwas. Was

allen Fünfen gemein ist, Regeln und Spiel sind kurz und bündig.

Dabei ist der Spielplan noch nicht einmal mit Abbildungen

überladen. Ganz und gar nicht, sehr übersichtlich und einfach

ist das Spielbrett gestaltet.

Richard Garfield, der Erfinder von „Magic, die Zusammenkunft“

war für das Bluffspiel zuständig. Die Spieler decken

gleichzeitig eine ihrer Handkarten auf und nur, wer die höchste

Zahl hat, setzt seinen Lehrling auf das entsprechende Zahlenfeld,

alle anderen müssen eventuell auf der Zählleiste wieder

zurück. Wer zuerst zweimal seine sechs Lehrlinge um die Trilithe

platziert hat, gewinnt.

Bruno Faidutti hat sich das amerikanische Wahlsystem zum

Vorbild genommen und meint, in Stonehenge könnten vor langer

Zeit so die Hohepriester gewählt worden sein. Eine Zählleiste

wird mit neutralen Steinen in mehrere Gebiete eingeteilt.

Zu Beginn ziehen die Spieler zwei Karten, eine sagt an, in welchem

Gebiet unbedingt Steine gesetzt werden sollten, die andere

auf welchen Feldern auf keinen Fall. Die Spieler können

entweder einen ihrer maximal neun Druiden in ein Gebiet setzen

oder einen neutralen Stein zu einem eigenen machen. Sind

alle Figuren platziert, ist das Spiel zu Ende, es gibt Sieg- und

eventuell Minuspunkte. Wer die meisten hat, gewinnt.

Mike Selinker hat ein Rennspiel beigesteuert, indem die Druidenfiguren

außerirdische Streitwagen darstellen. Auf zwei

Strecken, einer langsamen und einer schnellen bewegen sich

die Antibiotika-Grundversorgung per Schweineschnitzel bis

hin zu nanoveränderten Gazellenstammzellen ist alles dabei.

Super Ausreden bei Doping:

- Ich hab doch gar nicht inhaliert!

- Ich weiß von nichts

- Die DDR war schuld

Volkssport Nr. 1 ist bekanntlich: Fußball! Genauso wie Volkssturm

und Volksempfänger eine der ganz großen Erfindungen

der Menschheit. Sollten sie einmal keine Zeit für einen wundervollen

verregneten Nachmittag im örtlichen Drittligastadium

haben, hilft auch Juden verprügeln oder Bücher verbrennen.

Als Ersatzveranstaltungen für andere Sportarten bietet sich an:

• Statt Wassersport: SM und Erwachsenenwindeln

• Golfspielen: Rasen mit der Nagelschere mähen, Orgasmen

vortäuschen

• Boxen: Hobbymetzgerkurse, Nasenkorrekturen

• rhythmische Sportgymnastik: Sex mit Minderjährigen,

Nach dem Essen brechen

Das Phänomen Fan

Das wichtigste am Sport: Der Fan. Der Fan tritt meistens in

Gruppen auf, kann sich nur rudimentär artikulieren, ist stets

einheitlich gefärbt und weiß eh alles besser. Fans sind wunderschöne

Wesen, die kaum Zeit vor dem Fernseher verbringen.

Extrapraktisch am Fan-Sein: Saufen ist immer erlaubt! Nicht

nur deshalb ist Fan-Sein ebenfalls ein guter Schutz vor: Sport.

Viel Spass

eure grossstadtsurvivor

die Streitwagen. Zu Beginn der Runde entscheiden sich die

Spieler geheim, wie viele ihrer Energiesteine sie einsetzen, um

den anderen Steine in den Weg zu legen und für den eigenen

Schub zu nutzen. Blockaden können durchbrochen werden,

kostet aber zusätzliche eigene Energiesteine. Wer als erster einmal

rum ist, gewinnt.

Der kriegerischen Auseinandersetzung hat sich Richard Borg

gewidmet. Leider ist es nur zu viert oder fünft spielbar. Jeder

Spieler beginnt mit zwei Schwertern auf dem Altar und ein

paar zufällig vor fünf Trilithen stehenden Wächtern und ein

paar Karten. Wer dran ist, zieht entweder zwei Karten oder

eine und spielt eine Karte aus, um entweder einen eigenen

Wächter zu platzieren oder einen gegnerischen. Diese bringen

ein eigenes Schwert auf dem Altar. Während des Spiels kommt

es zufällig zu vier Kämpfen: Jedes Schwert auf dem Altar ermöglicht

dem Spieler einen Kampf. Wieder können die Karten

eingesetzt werden um entweder einen eigenen Wächter zu

platzieren oder einen gegnerischen zu entfernen. Kann oder

will niemand mehr kämpfen, wird gewertet. Wer die meisten

Wächter vor einem Trilithen stehen hat und wer überall mindestens

einen stehen hat, bekommen Punkte gutgeschrieben.

Nach dem vierten Kampf endet das Spiel sofort.

Und last but not least sagt James Ernest in seinem Auktionsspiel

„Alles muss raus“. Ein Auktionator läuft Feld für Feld voran

und versteigert die Steine. Um sie zu bekommen, setzen die

Spieler verdeckt Karten. Der Spieler mit dem höchsten Gebot

bekommt den Stein und darf so viele Felder vor, wie er Steine

von der Farbe hat. Also immer schön versuchen, gleiche Farben

zu ersteigern. Sobald ein Spieler 20 Punkte hat, endet das Spiel

und er hat gewonnen.

Die Spiele dauerten nie länger als eine halbe Stunde und in dem

Karton ist für jeden etwas dabei. Und so eignet sich „Stonehenge“

auf alle Fälle für die nächste Urlaubsreise: wenig Gepäck

dafür kurzweiliger Spielspaß.

Interaktion, Spaß

Yakuzas

Ist die Erweiterung zu

„Cash’n Guns“ (Ausgabe

12/05). Nach ihrem

gemeinsamen Coup in

Hong-Kong stehen sich

die drei großen Gangsterfamilien

gegenüber

und können sich über

die Verteilung der Beute

nicht einigen. Viel hat

sich nicht geändert, noch

immer liegen pro Runde

acht Banknoten aus, die

Spieler können ihre Gegenspieler erschießen oder lieber bluffen.

Wer am Ende der Runde noch steht, kriegt was von der

Beute ab. Aber nur, wenn die Kohle gleichmäßig verteilt werden

kann. Denn Rausgeben ist nicht. Zusätzliche Waffen und

Bündnisse untereinander machen das Ganze zu einem neuen

Vergnügen. Also, wer „Cash’n Guns“ liebt, wird auch „Yakuzas“

mögen, denn die Mindestanzahl erfordert sechs Mitspieler

und bis zu neun Gangster können ihrer Bande den Sieg bringen,

indem sie sich am besten absprechen, nicht so oft kneifen

und stattdessen die Gegner der Reihe nach ausschalten. Neue

Spezialfähigkeiten wie Geisha, die alle davon überzeugen kann,

dass sie doch lieber auf einen anderen zielen sollen, als auf sie,

bringen Abwechslung ins Spiel.

Und was machen die Yakuzas? Sie sind eine Gang wie alle anderen

auch, nur die Wahl der Mittel ist eine andere. Sie benutzen

am liebsten Shuriken und Tantos um ihre Gegner aus dem

Weg zu räumen. Und für noch mehr Spaß auch im Grundspiel

sorgen Gegenstände wie das Dum Dum Geschoss, der Laser

Beam, ein vierblättriges Kleeblatt oder auch die X-Ray-Sonnenbrille.

Wer Cash’n Guns noch nicht kennt, aber auf unterhaltsame

interaktive Spiele in großer Runde steht, gerne mit

Schaumgummiwaffen auf andere zielt, sollte sich die Spiele

nicht entgehen lassen. Für mich ist „Cash’n Guns“ ob mit oder

ohne Erweiterung immer noch eines der vergnüglichsten Spiele

der letzten Jahre.

Stoneage

Autor: Michael Tummelhofer

Verlag: Hans im Glück

Spieler: 2–4

Alter: ab 10

Dauer: mind. 1 Stunde

Stonehenge

Autor: Verschiedene

Verlag: Spielzeit!

Spieler: 3–5

Alter: ab 10

Dauer: 30–60 Minuten

Preis: ca. 30 Euro

Preis: ca. 30 Euro

Yakuzas

Autor: Ludovic Maublanc

Verlag: Repos Production

Spieler: 6–9

Alter: ab 10

Dauer: knappe Stunde

Preis: ca. 30 Euro

#84 +6


#84 +6 13

fun&action

Die Hanfberatung im HanfJournal

Erste Hilfe für Kiffer

kascha@hanfjournal.de

Kevin (17) aus Köln möchte wissen:

„Hi Kascha,

ein Freund von mir hat zu Hause eine Pflanze stehen, die

Samen hat er aus dem Baumarkt als Vogelfutter gekauft.

Jetzt wundern wir uns, dass die Pflanze etwas merkwürdig

aussieht. Ich glaube, sie ist männlich, sie verzweigt sich viel

und sieht insgesamt irgendwie buschiger aus. Jetzt wollte

ich wissen, woran man männliche Pflanzen erkennt oder ob

die Samen aus dem Baumarkt eine andere Sorte sind.“

Kascha antwortet:

„Hi Kevin,

zuallererst möchte ich deine erste Frage beantworten, denn

die ist wohl in diesem Zusammenhang wichtiger. Die Samen,

die man als Vogelfutter im Baumarkt kaufen kann,

sind von einer THC-armen Sorte, die im Allgemeinen als

Nutzhanf bekannt ist. Diese Pflanzen, eine Cannabis Sativa

Sorte, wachsen recht hoch und es lassen sich daraus gut

Fasern gewinnen, zu Rauchzwecken sind sie wegen dem

sehr geringen THC-Gehalt von etwa 0,3% allerdings nicht

geeignet: Die einzige zu erwartende Wirkung wären Kopfschmerzen

und Müdigkeit. Samen von THC-haltigeren

Sorten sind üblicherweise viel teurer, Preise von 2-10 Euro

für nur einen Samen sind normal. Zudem ist es verboten,

Samen in „zählbaren Mengen“ zu einem hohen Preis zu

kaufen oder zu verkaufen, da dann von einer Anbauabsicht

mit dem Ziel der Rauschmittelgewinnung ausgegangen

wird, „gute“ Samen gibt es also nicht einfach per Kilo im

Baumarkt und man macht sich abgesehen davon mit dem

Anbau strafbar. Das gleiche gilt übrigens für Nutzhanf mit

einem geringen THC-Gehalt, wenn der Verkehr mit ihnen,

ausgenommen dem Anbau, nicht „ausschließlich gewerblichen

oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen

Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen“ wie die 10.

BtmÄndV festlegt. Der unerlaubte Anbau ist strafbar, Nutzhanf

zu besitzen allerdings zu den genannten Zwecken

nicht, daher ist auch ein T-Shirt aus Hanf nicht illegal.

Kurz und knapp: Die Samen aus dem Baumarkt taugen zu

Rauschzwecken nichts, der unerlaubte Anbau ist dennoch

illegal (das ist etwa so logisch wie Traubensaft erst ab 16

zu verkaufen, im Rahmen des ohnehin völlig unsinnigen

BtmG spielt das allerdings nur eine untergeordnete Rolle)

und deshalb würde ich deinem Freund davon abraten.

Zu deiner anderen Frage: Männliche Pflanzen wachsen

weniger gerade als weibliche und haben mehr Verzweigungen.

Außerdem bilden sie statt den bekannten Blüten

der weiblichen Pflanze kleine Kelche, aus denen zu gegebener

Zeit der Blütenstaub sich auf den Weg macht, die Blüten

der weiblichen Pflanzen in der Nähe zu bestäuben. Aus

diesem Grund werden die männlichen Pflanzen oft schon

vor der Blüte abgeschnitten, denn bestäubte weibliche Blüten

entwickeln Samen und die stören bekanntermaßen im

Gras und mindern dessen Qualität. Ich würde jedenfalls

nach deiner Beschreibung vermuten, dass es sich um ein

Männchen handelt, such doch mal im Internet nach Bildern

männlicher Pflanzen und vergleiche sie.“

Franziska (18) aus Essen fragt:

„Hey Kascha,

jetzt wo wieder Sommer ist und die Sonne gelegentlich

scheint, habe ich ein Problem. Wenn ich im Park in der

Sonne sitze und mit Freunden einen rauche, passiert es mir

Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also

ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.

immer wieder, dass ich mich dann ziemlich fertig fühle

und mir schwindlig wird, wenn ich aufstehe. Es ist nicht

so schlimm, dass ich ohnmächtig werden würde, trotzdem

frag ich mich, ob das normal ist. Meinen Freunden geht das

nicht so.“

Kascha antwortet:

„Hi Franziska,

auf den ersten Blick würde ich vermuten, dass dein Blutdruck

niedriger ist als der deiner Freunde. Zu den Nebenwirkungen

des Cannabiskonsums gehört neben einer

höheren Herzfrequenz eine Senkung des Blutdrucks, was

natürlich dosisabhängig ist. Ich hätte also folgende Vorschläge

für dich:

Probiere, etwas weniger zu rauchen. je geringer die Wirkung

desto geringer die Nebenwirkungen, vielleicht findest du

eine Dosis, die auch in der Sonne für dich okay ist. Zusätzlich

kann es helfen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen,

am besten gekühlt. Wasser ist prima, vielen hilft auch,

wenn darin etwas Kohlensäure ist. Auch mit Cola, Eistee

oder Club-Mate kann man sich da schon viel weiter helfen.

Bier hilft eher nicht, der Alkohol strengt den Kreislauf zusätzlich

an. Wichtig ist auch, genügend gegessen zu haben,

aber nicht völlig überfressen zu sein. Und natürlich hält ein

stabiler Kreislauf mehr aus als ein ohnehin schwacher, mit

Sport und der entsprechenden Ernährung stärkt man den

Kreislauf und entsprechende Nebenwirkungen fallen vergleichsweise

schwächer

aus. Du solltest jedenfalls

nicht riskieren ohnmächtig

zu werden, das kann

sehr unangenehm sein,

insbesondere wenn man

auf den Grill stürzt oder

ähnliches. Setz‘ dich im

Zweifelsfall lieber in den

Schatten.“

Calvin (21) aus Nürnberg

fragt:

„Hi Kascha,

was ist das eigentlich für

Hanföl, was es im Bioladen

gibt, hat das auch THC?

Weil es ja ganz schön teuer

ist und ich habe mal gelesen,

dass es Hanföl, gibt

das man auf die Zigarette

tropft und dann ist das

wie Haschisch.“

Kascha antwortet:

„High Calvin,

tut mir leid, dich da enttäuschen

zu müssen. Das

Hanföl im Bioladen ist leider

kein Haschischöl. Es

wird aus den Hanfsamen

gewonnen, die selbst kein

THC enthalten. Dafür enthält

es viele ungesättigte

Fettsäuren und ist eins der

Hanf Journal 08/08

(ab 01.08.2008 erhältlich)

• Bonging statt Boeing:

Wieder mal wird die

Redaktion aufgefordert,

professionelles Testing

an den Tag zu legen.

• Gemüsecheck:

Welche Gurkentyp ihr

seid und was ihr davon

habt, erfahrt ihr vielleicht

in der nächsten Ausgabe,

vielleicht aber auch nicht.

Gurken wer ma‘.

gesundheitsförderlichsten Öle, die es auf dem Markt gibt.

Es wird gegen Neurodermitis verwendet, kann getrunken

oder zum Kochen und Backen verwendet werden und ist

mit seinem nussigen Geschmack auch großartig für Salate

und ähnliches. Du kannst es aber auch zur Körperpflege

verwenden, daher ist es auch in vielen Hanföl-Duschbädern

enthalten. Das Öl von dem du gehört hast, ist Haschischöl,

das aus der Hanfpflanze und ihren THC-haltigen Bestandteilen

wie den Blüten und dem Harz, aber auch aus Harzdrüsen

am Stiel und den Blättern gewonnen wird. Es ist

allerdings genau genommen kein Öl, sondern ein harziger

Extrakt, der aber sehr ölig wirkt. Zur Herstellung wird mit

Benzin oder einem anderen leicht flüchtigen Lösungsmittel

das THC aus der Hanfpflanze extrahiert (was wegen der

Explosionsgefahr nicht zu hause ausprobiert werden sollte).

Je nach der verwendeten Pflanze und der Herstellungstechnik

liegt der Wirkstoffgehalt dann zwischen 20 und

70%, weshalb der Besitz selbst in den Niederlanden strafrechtlich

verfolgt wird.“


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