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Geschäftsbericht 2010 - Nine Internet Solutions AG

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Geschäftsbericht 2010

zur nachhaltigen Entwicklung

der Schweizer Jugendherbergen


Jugendherberge St. Moritz (GR)


Inhaltsverzeichnis

03 Inhaltsverzeichnis

04 Vorwort

06 Leitbild

07 Netzwerkstrategie

08 Nachhaltigkeitsstrategie, Wertvorstellungsprofi l

09 Organigramm, Vereinsorgane

11 Gönner

14 Corporate Governance, Risk-Management

15 Produkte- und Dienstleistungsentwicklung

19 Soziale Entwicklung

24 Ökologische Entwicklung

26 Internationales Engagement

27 Markt- und fi nanzwirtschaftliche Entwicklung

33 Überblick Kennzahlen

40 Bilanz

44 Betriebsrechnung

46 Mittelfl ussrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals

47 Anhang zur Jahresrechnung

51 Bericht der Revisionsstelle

54 Ausblick und Schwerpunkte 2011

Zugunsten der Lesbarkeit wird die männliche Form benützt.

Selbstverständlich ist die weibliche Form damit eingeschlossen.

Impressum

Redaktion: Fredi Gmür, René Dobler, Janine Bunte, Nic Kaufmann

Gestaltung: DDCom, Jacqueline Roth

Druck: PROWEMA GmbH, Pfäffi kon

Fotos: Thomas Aemmer, Ralph Feiner, Michel van Grondel, Mirjam Kluka

Übersetzung: USG Übersetzungs-Service AG, Ittigen

Papier: Offset Euroset matt, SK 3, 100 g/m 2 (FSC-zertifi ziert)

Aufl age: 4’000 Deutsch, 750 Französisch, 1’000 Englisch

Herausgeber: Schweizer Jugendherbergen

Schaffhauserstrasse 14 | 8042 Zürich | Tel. 044 360 14 31 | Fax 044 360 14 25

geschaeftsleitung@youthhostel.ch | www.youthhostel.ch

3


Vorwort

Für den Schweizer Tourismus waren die nicht beeinflussbaren Voraussetzungen im Jahr 2010 alles andere als

positiv. Trotz guten Schneeverhältnissen schlechtes Wetter im Winter, ein Sommer, der eigentlich nicht stattgefunden

hat, zaghafte Erholung der Wirtschaft und dann noch der starke Schweizer Franken respektive die Abwertung

von Euro und US-Dollar. Gleichwohl blicken die Schweizer Jugendherbergen auf ein erfolgreiches 2010:

Trotz einem leichten Minus an Übernachtungen von 0.2% – bedingt durch die Teilschliessung der Jugendherberge

St. Moritz wegen Umbau – konnte der Umsatz um 1.4% auf CHF 41.1 Mio. gesteigert werden. Die Zahl an Mitgliedern

nahm um 1.2% auf total 104’663 zu.

An der Umsetzung von «Optima 2012», der Ende 2007 definierten mittelfristigen Planung unseres Netzwerkes,

wurde weiter gearbeitet: Die Jugendherbergen Basel St. Alban und St. Moritz erstrahlen nach Um- und Erweiterungsbauten

in neuem Glanz, in Interlaken entsteht eine neue Jugendherberge direkt beim Bahnhof Ost und

die Projekte für Um- und Neubauten in Bern, Figino und Saanen nehmen Form an. Am letzten uns fehlenden

A-Standort Saas-Fee ist die Realisierung einer neuen Jugendherberge in Griffnähe.

Auch im sozialen und ökologischen Tätigkeitsgebiet verbuchten wir Fortschritte: Die Fluktuationsrate der Mitarbeiter

reduzierte sich weiter auf 7%, was im Branchenvergleich als sehr tief zu beurteilen ist. Der Zufriedenheitsgrad

liegt bei 96%. Energetische Verbesserungen senkten den spezifischen CO 2 -Ausstoss für Raumwärme im Vergleich

zum Jahr 2000 um inzwischen bereits 37.1% (Vorjahr 27.9%), weit tiefer als die viel diskutierten Klimaziele von

Kyoto, Kopenhagen oder Cancun. Der Wasserverbrauch pro Logiernacht konnte auf 132 Liter gesenkt werden.

Ertragskraft und Rentabilität, Mitarbeiterförderung und gesellschaftliches Engagement, Ressourceneffizienz und

Umweltverträglichkeit sind Garanten für die nachhaltige Entwicklung unserer Organisation. Unsere ehrenamtlich

tätigen Vorstandsmitglieder treffen dazu die wichtigen strategischen Entscheide und unsere Mitarbeiter setzen

diese mit Bravour um; dafür danken wir ganz herzlich.

Kurz nach Jahresende – anfangs Januar 2011 – wurde den Schweizer Jugendherbergen als erste touristische

Anbieter der Nachhaltigkeitspreis der Zürcher Kantonalbank verliehen. In der Laudatio hiess es, dass die Schweizer

Jugendherbergen die Nachhaltigkeit als unternehmerische Herausforderung erkannt, als Chance ergriffen und in

den letzten Jahren konsequent und schrittweise umgesetzt haben.

Dies verpflichtet uns, den Weg weiter zu gehen und alles daran zu setzen, dass auch die nächste Generation das

Angebot der Schweizer Jugendherbergen geniessen kann.

Stephan Kurmann

Präsident SJH

s.kurmann@youthhostel.ch

4

Fredi Gmür

CEO SJH

f.gmuer@youthhostel.ch

René Dobler

CEO SSST

r.dobler@youthhostel.ch

Janine Bunte

CFO SJH/SSST

j.bunte@youthhostel.ch


Stephan Kurmann, Janine Bunte, René Dobler und Fredi Gmür


Leitbild

Verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln ist ein Anspruch, den die Schweizer Jugendherbergen an sich stellen. Entsprechend wurde

bereits im Jahre 1994 mit dem Leitbild die Grundlage für ein ausgewogenes ökonomisches, soziales und ökologisches Handeln geschaffen.

Unsere Ethik

Wir wollen

• qualitätsbewussten, sozialverantwortlichen und umweltver-

träglichen Jugend- und Familientourismus fördern,

• die menschliche Begegnung in den Mittelpunkt stellen,

• dem partnerschaftlichen Gedanken auf allen Ebenen nachleben,

• unsere Stellung und unser Image als wichtigste jugend- und

familientouristische Organisation stärken,

• angemessene wirtschaftliche Ergebnisse erzielen, die den

Fortbestand unserer Organisation sichern.

Unsere Gäste

Wir tragen für unsere Gäste eine besondere Verantwortung, weil Reisen

für sie in emotionaler und materieller Hinsicht ausserordentlich

wichtig ist und sie dabei ein besonderes Bedürfnis nach Vertrauen,

Sicherheit und Geborgenheit verspüren. Wir wollen den vielfältigen

Gästeerwartungen in kreativer Weise entsprechen. Wir sehen unseren

Gast als lebensfrohen, begeisterungsfähigen, interessierten,

kontaktfreudigen Menschen, der bereit ist, Rücksicht auf die natürlichen

Gegebenheiten und die Mitreisenden zu nehmen. Wir wollen

solche Eigenschaften und Haltungen ansprechen und fördern.

Unsere Mitarbeiter

Wir wissen, dass alle Mitarbeiter in unserer stark auf persönliche

Leistung und Beziehung ausgerichteten Organisation die entscheidende

Rolle spielen. Ihrer Wichtigkeit entsprechend stellen wir

hohe Anforderungen an sie. Wir setzen uns für eine fortschrittliche

Mitarbeiterpolitik ein, insbesondere bezüglich Führungsstil, Arbeitsbedingungen,

sozialer Sicherheit, Chancengleichheit, Eigenverantwortung

und beruflicher Förderung.

Unsere Partner und Mitglieder

Wir wollen zu allen für uns wichtigen Personen, Unternehmungen

und Institutionen Beziehungen pflegen, die auf echter Partnerschaft

beruhen. Wir erachten die Pflege enger persönlicher Beziehungen

und die gemeinsame Festlegung fairer Bedingungen als besonders

bedeutungsvoll. Wir suchen eine aktive Zusammenarbeit mit allen

für uns wichtigen touristischen Organisationen im In- und Ausland.

Wir fördern zwischen- und überbetriebliche Kooperationen.

Unser Verhältnis zur Bevölkerung und zur Umwelt

Wir sind eine politisch und konfessionell neutrale Organisation

und als solche in allen Landesteilen tätig. Wir sind uns bewusst,

dass die einheimische Bevölkerung und die natürliche Umwelt in

den Zielgebieten für uns und unsere Gäste von ausschlaggebender

Bedeutung sind. Wir wollen auf die Interessen der einheimischen

Bevölkerung grösstmögliche Rücksicht nehmen, ihre Eigenständigkeit

und ihre Kultur achten und alles daran setzen, Umweltbelastungen

so gering wie möglich zu halten. Wir setzen uns für

umweltfreundliche und landschaftsschonende Jugendherbergen

und Freizeitprogramme ein.

6

Unsere Leistungen

Unser erstes Ziel ist die Beibehaltung von preiswerten Leistungen.

Trotzdem wollen wir auch den steigenden Qualitätsanforderungen

entsprechen. Wir wollen durch eine bedürfnisgerechte, innovative

Leistungsgestaltung unserem Gast ein Angebot machen, das attraktiv

ist und ihm im Vergleich zu anderen Beherbergungsformen

echte Alternativen bietet, d.h. das Einfache kultivieren. Besondere

Aufmerksamkeit schenken wir überblickbaren Strukturen, der persönlichen

Führung der Betriebe und einer angenehmen Atmosphäre.

Unsere Information, unsere Werbung und unser Verkauf

Wir wollen uns streng an den Grundsatz «Leistung kommt vor Werbung»

halten. Dennoch wollen wir eine aktive Marktbearbeitung

betreiben, nicht marktschreierisch-aggressiv, sondern mit Stil und

Herz auftreten. Dabei sollen die Informationen stets grundehrlich,

glaubwürdig und klar sein.

Unsere Öffentlichkeitsarbeit

Wir wollen unsere Überzeugungen und Ziele jederzeit offenlegen

und eine weite Öffentlichkeit laufend über die Entwicklungen

in unserem Tätigkeitsbereich informieren. Wir wollen enge persönliche

Beziehungen zu Behörden, zu öffentlichen und privaten

Institutionen und zu den Medien pflegen, für eine Verbesserung

der wichtigsten Rahmenbedingungen eintreten und uns für sinnvolle

Gestaltungsmöglichkeiten der Freizeit einsetzen.

Unser Verhältnis zu Innovation und Forschung

Wir wollen auf allen Ebenen unserer Organisation innovatives Denken

und Handeln bewusst fördern, weil die Zukunftschancen in

unserer schnelllebigen Zeit nur mit neuen Ideen wahrzunehmen

sind. Wir unterstützen eine praxisbezogene, kritische Tourismusforschung

und betrachten sie als wichtigen Informationslieferanten

unserer ganzheitlichen und vorausschauenden Vereinspolitik.

Unsere Wirtschaftlichkeit

Trotz idealistischen Zielsetzungen wollen wir unsere unternehmerischen

Leistungen nach dem Grundsatz einer grösstmöglichen

Wirtschaftlichkeit ausgestalten und damit den Fortbestand unserer

Organisation sichern. Wir streben deshalb das Erwirtschaften

genügender Erträge an, wie auch eine ausreichende Liquidität,

das Schaffen von Reserven sowie eine gesunde Kapitalstruktur.

Bei grösseren Investitionen wie Neu- und Umbauten sind wir indessen

auf die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand

angewiesen.


Netzwerkstrategie

Die Netzwerkstrategie der Schweizer Jugendherbergen hat zum Ziel, ein gut abgedecktes

Netzwerk an Jugendherbergen in touristisch attraktiven Regionen und Destinationen der

Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein sicherzustellen.

Das Netzwerk ist in A-, B- und C-Standorte aufgeteilt. Standorte definieren nicht die Jugendherbergen

selbst, sondern die Destinationen mit ihrem Angebot und der Marktattraktivität,

in welchen sich die Betriebe befinden.

A-Standorte: International bekannte Tourismuszentren.

B-Standorte: Destinationen mit grosser nationaler Nachfrage.

C-Standorte: Alle übrigen Standorte gelten als Ergänzung für das vielseitige Angebot und

dienen einer guten Abdeckung des Netzwerkes, oder die Jugendherbergen sind von historischer

Bedeutung.

Stand Mai 2011

Genf

Lausanne

Le Bémont

Avenches

Fribourg

Montreux

Château

-d‘Oex

Basel

Delémont

Bern

Langnau i.E.

Seelisberg

Engelberg

Leissigen

Brienz

Bönigen

Grindelwald

Hospental

Saanen

-Gstaad

Sion

Mariastein

Solothurn

Zermatt

Zofingen Beinwil

am See

Fiesch

Brugg

Luzern

Dachsen

Baden

Zürich

Richterswil

Zug

Gersau

Schaffhausen

Stein am

Rhein

Fällanden

Rapperswil

-Jona

Bellinzona

Locarno

Lugano

Der Verein Schweizer Jugendherbergen (SJH) ist verantwortlich für den Betrieb der Jugendherbergen.

Als Partnerorganisation ist die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus

(SSST) Eigentümerin der 26 eigenen Häuser. Weitere 20 Jugendherbergen werden als

Pacht-/Mietbetriebe und 11 als Franchisebetriebe geführt. Insgesamt stand 2010 in der

Schweiz ein Netz von 57 Jugendherbergen mit total 6’411 Betten zur Verfügung.

Figino

Kreuzlingen

Romanshorn

St.Gallen

Schaan

-Vaduz

Scuol

Klosters

Davos

Sta. Maria

Valbella

Sils i.D.

Pontresina

St. Moritz

7


Nachhaltigkeitsstrategie

Die Schweizer Jugendherbergen bekennen sich zur Nachhaltigkeit.

So ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Organisationsphilosophie,

dies im Umgang mit Anspruchsgruppen, in der

Gestaltung der Produkte und beim Umweltschutz.

Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die Berücksichtigung sozialer

und ethischer Anliegen als Ganzes, genauso wie den vernünftigen

Umgang mit Ressourcen.

Die Schweizer Jugendherbergen wollen dazu beitragen, dass die

Ziele der nachhaltigen Entwicklung gemäss Bundesverfassung

und im Sinne des Erdgipfels von Rio de Janeiro 1992 in ihrem Einflussbereich

langfristig erreicht werden können.

Wir sind uns bewusst, dass die Ziele der nachhaltigen Entwicklung

nicht von heute auf morgen erreicht werden können. Alle Entscheide

werden mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung in Einklang

gebracht und auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft.

Bei der Zielerreichung setzen die Schweizer Jugendherbergen auf

Vorbildwirkung und Motivation für die ganze Tourismusbranche.

Der Vorstand der Schweizer Jugendherbergen hat als Basis der

strategischen Planung das Wertvorstellungsprofil definiert:

Eigenkapitalbildung: Der Eigenfinanzierungsgrad soll 40% betragen.

Überschussverwendung: Es darf keine Überschussausschüttung

an die Mitglieder erfolgen.

Investitionstätigkeit: Der erwirtschaftete Überschuss muss reinvestiert

werden.

Risiko bei Investitionen: Der Verein SJH muss die Investitionen der

SSST tragen können. Die langfristige Vollkostendeckung muss gewährleistet

sein.

Umsatzwachstum: Branchenwachstum.

Pricing: Bettenpreis der Mehrbettzimmer: vergleichbar mit Preisniveau

der Mitbewerber vor Ort. Bettenpreis der Zweibettzimmer:

Ausschöpfung der örtlichen Möglichkeiten.

Angebot: Mehrheitlich Mehrbettzimmer.

Marktleistungsqualität: Mehrbettzimmer besser als Mitbewerber,

jedoch mindestens gemäss Bauhandbuch SSST.

8

Ressourceneffizienz und

Umweltverträglichkeit

Wertvorstellungsprofil

Ertragskraft und Rentabilität

Umwelt

Wirtschaft

Gesellschaft

Mitarbeiterförderung und

gesellschaftliches Engagement

Reichweite/Standorte/Netz: Touristische Zentren der Schweiz

und des Fürstentums Liechtenstein als Schwerpunkte.

Eigentumsverhältnisse: An touristisch relevanten Standorten

sind Häuser anzustreben, die auf eigene Rechnung betrieben

werden. Zur Abrundung des Netzwerkes Franchisepartner, jedoch

keine Konkurrenzsituation schaffen.

Innovationsneigung: Orientierung an vorbildlichen Branchenleistungen

sowie Nachfragetrends von Jugendlichen und Familien im

Kerngeschäft «Unterkunft und Verpflegung» sind frühzeitig aufzunehmen.

Verhältnis zu Entscheidungsträgern: Optimales Lobbying zur Erreichung

unserer ideellen Ziele.

Erreichung gesellschaftlicher Ziele: Gemäss Leitbild SJH und

Mission Hostelling International.

Berücksichtigung Interessen der Mitarbeiter: Soziales Verhalten

gegenüber Mitarbeitern und Berücksichtigung der Mitarbeiter-

Interessen, soweit unternehmensweit vertretbar.

Führungsstil: Weitgehend kooperativ auf Basis Zielvereinbarung.


Organigramm

Stand Mai 2011 DELEGIERTENVERSAMMLUNG

HUMAN RESOURCES

Vertragswesen

Versicherungswesen

Lohnwesen

Sozialberatung

Case Management

Pensionskasse

NEW TECHNOLOGY

Software & Application

Development/Intranet

Vereinsorgane

Delegierte

Amtsperiode 2008 –2011

Support/Controlling/

Schulung/Reservations-

system ASSD/E-Commerce

Security/Infrastruktur/

Koordination

2nd level Services/

Network/Internet/

Hardware/Server

MARKETING

Revisionsstelle

Finanzkommission

Assistenz

Geschäftsleitung

MARKETING & SALES

Strategisches Marketing

Gästeservice

Corporate Design

Public Relations

Werbung

Partner

VORSTAND

GESCHÄFTSLEITUNG

SALES

Produkte

Juristischer Ausschuss

Qualitätssicherung

und Ökologie

Fachbereiche

Verkaufsförderung

Vertrieb

Digitales Marketing

FINANZEN & CONTROLLING

FINANZEN & CONTROLLING

Finanzbuchhaltung

Kreditoren

Die Einzelmitglieder (zurzeit 104’663) wählen 20 bis 80 Delegierte auf 4 Jahre. Die Befugnisse sind u.a. Änderung der Statuten, Genehmigung

des Geschäftsberichtes, Entlastung der Organe, Wahl von Vorstand, Präsident und Revisionsstelle sowie die Ernennung von Ehrenmitgliedern.

Aebischer Andreas, Betriebsleiter, Baden | Avesani Guerino, Rentner, Melano | Büschlen Ruth, Lehrerin, Bonstetten | Buschor Trudi,

Lehrerin, Moosseedorf | Délèze Emmanuel, Betriebsleiter, Genf | Dolanc Oswald Marusa, Psychologin, Thun | Eberhard Rudolf, Rentner,

Zuchwil | Frei Silvia, Detailhändlerin, Interlaken | Fuchs Edwin, Elektro-Ingenieur FH, Zollikon | Furger Christine, Pfarreisekretärin, Arlesheim

| Giacomazzi Fabio, Architekt, Manno | Gisler Alfred, Geschäftsleiter, Luzern | Granacher Bernhard, Betriebsleiter, Kreuzlingen | Haag-

Lochmann Helen, Hausfrau/Gärtnerin, Hirzel | Haug-Kern Esther, Pflegefachfrau, Zürich | Kasser Rosemarie, Sekundarlehrerin, Küsnacht |

Kaufmann Nic, Leiter Kommunikation, Allschwil (bis 31.12.2010) | Keller-Giovanon Helene, Köchin/Bäuerin, Ossingen | Lemberg Susanne,

Designerin, Zofingen | Lutz Béatrice, Pfarrerin, Birsfelden | Mathies Andreas, Kaufm. Angestellter, Ettingen | Meier Nicole, Tourismusfachfrau,

Zürich | Meyer Stefan, Sekretär, St. Gallen | Mottier André, Rentner, Ste-Croix | Müller Karin, Bewegungspädagogin, Bonstetten | Paliaga

Luciano, Unternehmensberater, Contra | Paliaga Marco, Rentner, Chur | Ramsperger Rolf, Sekundarlehrer/Schulleiter, Neuhausen am

Rhein | Rettenmund Anne-Marie, Kaufm. Angestellte, Langnau i.E. | Sager Adrian, Stellvertretender Betriebsleiter, Interlaken-Unterseen |

Scherler Jolanda, Pflegefachfrau, Schmitten | Schmid Theres, Ergotherapeutin, Münsingen | Schwyter Faist Yolanda, Hausfrau/Pflegefachfrau,

Zezikon TG | Städler-Bischof Esther, Rechnungsführerin, Wattwil | Steinmann Rolf, Zivilstandsbeamter, Cham | Stiner Susanna, Kauffrau,

Zürich | Toedtli Marc, Kaufmann, Boppelsen | Troendle Markus, Versicherungsmakler, Basel | Uhlemann Luzia, Frontofficemitarbeiterin,

Untervaz | Vogel Manon, Rechtsanwältin, Hinwil | Zulliger-Senn Annemarie, Hauswirtsch. Betriebsleiterin HF/Hausfrau, Volketswil

Debitoren

Anlagebuchhaltung

Statistiken

BETRIEBE PROJEKTE

EIGENE BETRIEBE

OST/MITTE/WEST-SÜD

Betriebsleiter

Betriebsleiter Stv

Mitarbeiter

FRANCHISEBETRIEBE

9


Vorstand

Amtsperiode 2008 –2011

Der Vorstand ist das oberste Leitungsorgan und wird von der Delegiertenversammlung

auf 4 Jahre gewählt. Er definiert die strategische

Ausrichtung und überprüft die operative Umsetzung.

• Abegg Thomas, Unternehmer, Wilen (seit 17.04.2010)

• Egloff Markus, Direktor, Zürich (seit 08.03.2003)

• Furrer Daniel, Tourismusfachmann HF, Luzern (seit 03.12.2004)

• Gendre Stéphane, Lehrer, Genf (seit 01.10.2005)

• Hitz Ursula, Hausfrau, Stein am Rhein (seit 12.06.1999)

• Jordan Amaury, Vermögensverwalter, Thalwil (seit 29.01.2003)

• Kurmann Stephan, Unternehmensberater, Hirzel (seit 17.06.1995)

• Lüdi Heinz, dipl. Bankfachexperte, Effretikon (seit 17.06.2000)

• Martin Pierre, Oberrichter, Zürich (seit 16.03.1996)

• Müller Christoph, Jurist, Fällanden (seit 17.06.1995)

• Roffler Erwin, Bankrat, Davos-Platz (seit 14.03.2009)

Präsidium

• Stephan Kurmann, Präsident

• Ursula Hitz, Vizepräsidentin

Finanzkommission

• Egloff Markus, Zürich

• Jordan Amaury, Thalwil (bis 17.04.2010)

• Lüdi Heinz, Effretikon (Präsident)

• Roffler Erwin, Davos-Platz (seit 17.04.2010)

Juristischer Ausschuss

• Martin Pierre, Zürich

• Müller Christoph, Fällanden

Betriebsleitungen

Stand 1. Mai 2011

Avenches Edith & Mohamed Dhyaf | Baden Andreas & Adina Aebischer

| Basel St. Alban Tobias Wettstein & Yves Senn | Beinwil

am See Mario Stadelmann | Bellinzona Chiara Sassi | Bern Daniel

Fahrni & Adrian Sager | Bönigen Thomas Rosenthal | Brienz Sabine

Palme | Brugg Saba Krezdorn & Jara Guldimann | Château-d’Oex

Esther Hunziker | Dachsen Katrin Graber & Adrian Bucher | Davos

Michael André Behling | Delémont Peter & Ute Kägi | Engelberg Petra

& Fredy Liem | Fällanden Martin Käser | Fiesch Claudio Rossetti |

Figino Margarete Lenhardt & Isabelle Meister | Fribourg Evie Sprecher

| Genf Emmanuel Délèze | Gersau Dani & Ebi Angst | Grindelwald

Esther Suter | Hospental Johanna Arn & René Honegger | Klosters

Myriam Niggl & David Busch | Kreuzlingen Bernhard Granacher |

Langnau Liliane Sommer | Lausanne Gaudenz Dorta & Jean-Marc

Pochon | Le Bémont Andrea Duffort-Kalbermatten | Leissigen Jos

Jägers | Locarno Rosemarie Weyer & Carmen Gambetta | Lugano-

10

Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung führt das operative Geschäft und ist dabei

für die Umsetzung der unternehmerischen Inhalte verantwortlich.

Es stehen ihr sämtliche Befugnisse zu, welche nicht ausdrücklich

von Gesetz, Statuten oder vom Vorstand erlassenen Reglementen

einem anderen Organ übertragen sind.

• Gmür Fredi, CEO SJH (seit 01.04.1996)

• Dobler René, CEO SSST (seit 01.05.1999)

• Janine Bunte, CFO SJH/SSST (seit 01.07.2001)

Mitarbeiterkommission

Die Mitarbeiterkommission vertritt die Interessen von sämtlichen

Mitarbeitern gegenüber Geschäftsleitung und Vorstand.

• Krämer-Winzeler Corina, Stellvertretende Betriebsleiterin

Jugendherberge Mariastein-Rotberg

• Raimann Angela, Abteilungsleiterin Member Service

• Scheu Simon, Betriebsleiter Jugendherberge Richterswil

• Specht Andrea, Betriebsleiterin Jugendherberge Zürich

Revisionsstelle

Bommer + Partner Treuhandgesellschaft, Bern

Ehrenmitglieder

• Kern Jack, Zürich

• Lüdi Heinz, Effretikon

• Wälle Robert, Luzern

Savosa Lotti & Roland Majek | Luzern Evelyn Gomer & Ursula Angele |

Mariastein-Rotberg Thomas & Corina Krämer-Winzeler | Montreux

Walter & Christine Pfister | Pontresina Martin Künzli & Sabine Plater |

Rapperswil-Jona Peter & Brigitte Keller | Richterswil Simon Scheu |

Romanshorn Josef & Doris Eichmann | Saanen-Gstaad Ursula Eichenberger

& Martin Koller | Schaan-Vaduz Ute Möller | Schaffhausen

Urs Gretener | Scuol Tamara & Retus Schmid | Seelisberg

Daniela Truttmann-Burckhardt | Sils i.D. Erika Salzgeber | Sion Rolf

Krattiger | Solothurn Pablo A. Bobrik de Boldva | St. Gallen Milena

Jung | St. Moritz Martin Mätzler & Rita Schmid | Sta. Maria Val

Müstair Rosmarie Tinner | Stein am Rhein Daniel & Susanna Meier |

Valbella-Lenzerheide Sandra Gehrig & Stefanie Schmid | Zermatt

Ueli & Julia Zürcher | Zofingen Andrea Hafner | Zug Monika Krezdorn |

Zürich Andrea Specht & Lukas Bossard | Springerin Brigitta Gujan


Mitarbeiter Geschäftsstelle

Stand 1. Mai 2011

Akermann Corinne, Marketing | Bonaventura Sarah, Fachbereich Non-Food, Hygiene & Facility Management | Brügger Debora, Praktikantin

| Buffoni Aldo, Bereichsleiter SSST | Bunte Janine, CFO SJH/SSST | Caenaro Davide, Ressortleiter Sales | Dalla Costa Flavia,

Auszubildende | Dobler René, CEO SSST | Friedrich Esther, Human Resources | Fuchs Claudio, Auszubildender | Gabrielpillai Sozanya,

Auszubildende | Gege Matthias, Finanz- und Rechnungswesen | Gmür Fredi, CEO SJH | Gmür Francielly, Praktikantin | Grossenbacher

Yvonne, Finanz- und Rechnungswesen | Güller Luzia, Member Service | Häfeli Hans-Urs, Bereichsleiter SSST | Hedinger Sylvia, Member

Service | Hilber Petra, Finanz- und Rechnungswesen | Hollenstein Christine, Ressortleiterin Human Resources | Höneisen Maya, Redaktion

MyHostelNews | Imboden Ariana, Internet | Johner Carole, Praktikantin | Lang Andrea, Qualitätssicherung und Ökologie | Levy

René, Bereichsleiter Betriebe Mitte | Lips Barbara, Member Service | Lutz Walter, Bereichsleiter Projekte & Technik | Kaufmann Nic,

Bereichsleiter Marketing & Sales | Mettauer Verena, Finanz- und Rechnungswesen | Münger Laura, Assistentin Geschäftsleitung | Nicotera

Ralph, SSST | Raimann Angela, Abteilungsleiterin Member Service | Roscic Katarina, SSST | Roth Jacqueline, Corporate Design |

Rüdisüli Anja, Auszubildende | Ryser Brigitta, Qualitätssicherung und Ökologie | Salzmann Patricia, Sales | Schaufelberger Andrea,

Member Service | Schenk Jorn, Postdienst/Marketing | Schib Emma, Bereichsleiterin Betriebe West-Süd | Schober Martin, Ressortleiter

New Technology | Schoch-Sutter Carmen, Assistentin Geschäftsleitung | Spörri Matthias, SSST | Steiner Mike, New Technology | Sturm

Sandra, Member Service | Tasidis Georgia, New Technology | Weber Kathrin, Bereichsleiterin Betriebe Ost | Witzig Emilienne Noëlle,

Finanz- und Rechnungswesen | Zollinger Markus, Human Resources

Gönner

PRIVATPERSONEN

Fabienne Adolf, Domat-Ems | Jean-Pierre Amstutz, Delémont | Albert Baggenstoss, Richterswil | René Bergamin, Lenzerheide | Dr. med.

Jürg Brunner, Flawil | Silvia Eichelberger, Gebenstorf | Hans Elber, Mammern | Margrit Eugster-Weidel, Lachen | Hugo Fessler, Luzern | Dr.

med. Kurt Frey-Bodmer, Schönenwerd | Richard und Margrit Furter-Strickler, Zug | Hans Beat Gamper, Zürich | Heinrich Goldi, Schattdorf

Norbert und Maria Kaufmann, Schaan | Oscar Kochendörfer, Pontresina | Domenic Lingenhag, St. Moritz | Isle Matter-Haberstich, Zofingen |

Emil Meier, Eglisau | Martin Meier, Winterthur | Urs Metzger, Stein am Rhein | Edouard Meyer-Desbaillets, Neu St. Johann | Ruth Meyer,

Dietikon | Anton Muff, Emmenbrücke | Prof. Dr. med M. Müntener, Zürich | Karliso Neff, Rickenbach | Simon Noël, Lausanne | Romain Paratte,

Saignelegier | Michael Parpan-Lehmann, Valbella | Fobus Petek, Engelberg | Dr. Miroslav Risti, Dietikon | Martin Schmidt, Zimmerwald |

Yolanda Schwyter, Zezikon | Rolf Steinmann, Cham | R. Stöckli, Olten | Dr. H.R. Tschopp, Sissach | Hans K. Wagner, Winterthur | Karl und Heidi

Weiss-Baumann, Dietikon | Hans Widmer, Liebefeld | A. Wildi, Ipsach | Paul Zweifel, Zürich.

FIRMEN, INSTITUTIONEN, LIEFERANTEN (SPENDEN AB CHF 100)

Adank Davos AG, Davos | AMAG, Zürich | Andreas Moesching Schreinerei GmbH, Saanen | Antalis AG, Lupfig | Bäckerei Müller AG, Solothurn |

Benz Hauswirth AG, Gstaad | Binggeli Frères S.A., Le Mont-sur-Lausanne | Bommer + Partner Treuhandgesellschaft, Bern | Brod'Art Viandes

SA, Fribourg | Cattaneo M. SA, Grancia | Culinex AG, Härkingen | Dualtherm AG, Zürich | Elektro Seiler, Bönigen | Ernesto Mantelli

GmhH, Bern | Gönnerverein Jugendherberge Stein am Rhein, Stein am Rhein | Herzog Bau AG, Menziken | Huwiler Getränke und Transporte

AG, Ebikon | K.F. Objektmöbel, Pery | Koller Elektro AG, St. Moritz | L.I.Z. Liegenschaften Investment AG, Zürich | Maus AG, Eschenz | Meier

Beck, Sta. Maria | Miele AG, Spreitenbach | Prowema GMBH, Pfäffikon | Raiffeisenbank Basel, Basel | Romandie Energie Holding SA, Morges

| Solarspargenossenschaft SSGN, Liestal | Souvena AG, Uster | Spescha Haustechnik AG, Lenzerheide | Sweet Dreams Collection AG,

Reinach | Swisstrails GmbH, Oberweningen | Thymos AG, Lenzburg | Thymos AG, Lenzburg | Tourismus-Schweiz.ch GmbH, Diessenhofen |

Verkehrsladen im Bahnhof, Tecknau | Victorinox AG, Ibach | Zaech Elektro+ Telecom AG, Fällanden.

GEMEINDEN, STÄDTE, KANTONE (SPENDEN AB CHF 100)

Amriswil TG | Arlesheim BL | Bottmingen BL | Brugg AG | Effretikon ZH | Einsiedeln SZ | Erlenbach ZH | Erlinsbach AG | Gerzensee BE |

Horgen ZH | Küsnacht ZH | Meilen ZH | Metzerlen-Mariastein SO | Mosnang SG | Oberägeri ZG | Oberdorf SO | Oberrieden ZH | Riehen BS |

Schafisheim AG | Speicher AR | Sursee LU | Unteriberg SZ | Veyrier GE | Volketswil ZH | Wenslingen BL | Zürich ZH.

11


Jugendherberge St. Moritz (GR)


Corporate Governance

Die Schweizer Jugendherbergen orientieren sich bei ihrer Berichterstattung an den Standards

des Swiss Codex of Best Practice.

Folgende Elemente sind für die Corporate Governance kennzeichnend: Gute Beziehungen

zu unseren Mitgliedern, eine effektive Zusammenarbeit von Geschäftsleitung und Vorstand

sowie ein erfolgsorientiertes und zeitgemässes Vergütungssystem für Mitarbeiter

und Führungskräfte.

Die Rechnungslegung der Schweizer Jugendherbergen erfolgt in Übereinstimmung mit

den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER) und vermittelt ein den

tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Jahresrechnung 2010 wurde gemäss der Fachempfehlung Swiss GAAP FER 21 für

gemeinnützige, soziale Nonprofit-Organisationen erstellt.

Gestützt auf die Corporate Governance-Richtlinien für Nonprofit-Organisationen in der

Schweiz, Swiss NPO-Code, sowie dem Reglement über das ZEWO-Gütesiegel für gemeinnützige

Organisationen erbringen die Mitglieder des Vorstandes ihre Leistungen grundsätzlich

unentgeltlich. Daraus resultierende effektive Spesen werden vergütet. Für die

ehrenamtliche Tätigkeit erhalten Vorstandsmitglieder jährlich 14 Übernachtungsgutscheine

zur kostenlosen Benützung von Jugendherbergen. Werden besonders zeitintensive

Aufgaben im Sinne von Projektaufträgen an eines oder mehrere Vorstandsmitglieder

übertragen, können unter Berücksichtigung des Nonprofit-Charakters der Organisation

und im Rahmen der dafür im Swiss NPO-Code vorgesehenen Richtlinien Entschädigungen

ausgerichtet werden. Leistungen dürfen erst entschädigt werden, wenn das persönliche

ehrenamtliche Engagement 150 Stunden pro Kalenderjahr übersteigt.

Als Entschädigung erhalten Delegierte pro Jahr 7 Übernachtungsgutscheine zur kostenlosen

Benützung von Jugendherbergen sowie die Rückerstattung der effektiv entstandenen

Spesen für die Teilnahme an den Delegiertenveranstaltungen, jedoch keine Bargeldentschädigung.

Risk-Management

Der Vorstand hat in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung die Risikoanalyse auf Organisationsstufe

überprüft. Dabei wurde ein Risikoinventar über alle Geschäftsbereiche/

-beziehungen erstellt, die Risiken beurteilt, Massnahmen zur Risikominimierung resp. Risikoabdeckung

definiert, Verantwortlichkeiten festgelegt und Kontrollmechanismen auf ihre

Wirksamkeit überprüft. Auf Betriebsstufe wurde von den Betriebs- und Bereichsleitungen

nach gleicher Vorgabe die Risikoanalyse erstellt und von der Geschäftsleitung überprüft.

14


Produkte- und Dienstleistungsentwicklung

QUALITÄTSSICHERUNGS- UND MANAGEMENTSYSTEME

Qualitätssicherung und -verbesserung sind die wichtigsten Elemente,

um Produkte und Dienstleistungen mit Erfolg anzubieten.

Die Qualitätssicherungssysteme «Quality. Our Passion» vom

Schweizer Tourismus-Verband und HI-Q von Hostelling International

sind ein fester Bestandteil unserer Prozesse; mit der Einführung

des EU-Umweltzeichens und Steinbocklabels sind zusätzliche

Hilfsmittel geschaffen worden, die nachhaltige Qualität

garantieren.

Während das EU-Umweltzeichen Betriebe auszeichnet, die Energie,

Wasser und Abfall reduzieren und umweltfreundliche Stoffe

verwenden, bescheinigt das Steinbocklabel die nachhaltige Betriebsführung

in den Bereichen Unternehmensführung, Betriebswirtschaft,

Umweltmanagement, Mitarbeiter, regionale Wertschöpfung

und Kultur.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase in der Jugendherberge

Baden haben wir uns bereits im Jahr 2007 entschlossen,

alle Beherbergungsbetriebe nach den Vorgaben dieser zwei Labels

zu führen, sodass bis im Jahr 2011 alle zertifiziert sind. Die

Gesamtkosten bis zur Zertifizierung aller Betriebe belaufen sich

auf CHF 685’554. Dies wurde vom Staatssekretariat für Wirtschaft

(SECO) mit einer Finanzhilfe von CHF 300’000 aus dem Innotour-

Fonds unterstützt.

KOSTENZUSAMMENSTELLUNG 2007 – 2010

Konzeptarbeiten CHF 22’080

Planung, Evaluation, Vorbereitung CHF 8’140

Pilotbetrieb CHF 8’000

Zertifizierung CHF 332’233

Folgekosten Ökologie, Zertifizierungskosten CHF 273’641

Schulung Mitarbeiter CHF 41’460

Total CHF 685’554

Bis Ende 2010 sind alle vom Verein Schweizer Jugendherbergen

geführten Herbergen, die den Anforderungen entsprechen, zertifiziert

worden, resp. haben die Zertifizierungsunterlagen eingereicht.

Erfreulicherweise hat die Jugendherberge Scuol fünf Steinböcke

erhalten. Diese höchste Auszeichnungsstufe erreichen in der

Schweiz nur gerade fünf Beherbergungsbetriebe.

Das Qualitäts-Gütesiegel für den Schweizer Tourismus sowie das

Hostelling International Managementsystem HI-Q sichern die

Qualität. Alle Schweizer Jugendherbergen arbeiten nach deren

Vorgaben oder denen gleichwertiger Qualitätssicherungssysteme

(z.B. ISO 9001, ISO 14001, Valais Excellence) und sind entsprechend

zertifiziert.

Der nachhaltige Nutzen in den Bereichen Ökonomie, Soziales und

Ökologie der Labels ist unbestritten und für uns enorm wertvoll.

Die Labels bieten zudem die Möglichkeit, die Thematik sinnvoll zu

kommunizieren und eine klare Positionierung auf dem Markt zu

erreichen.

ANZAHL ZERTIFIZIERTE JUGENDHERBERGEN

2008 2009 2010

EU-Umweltzeichen 17 20 34

... im Prozess

Steinbock-Label

2 12 12

mit 2 Steinböcken – – 1

mit 3 Steinböcken 12 13 20

mit 4 Steinböcken 5 7 12

mit 5 Steinböcken – – 1

... im Prozess

Q-Gütesiegel

2 12 12

Q-Gütesiegel I 38* 47* 50*

Q-Gütesiegel II 1 1 0

Q-Gütesiegel III

HI-Q

1 1 1

HI-Q I 38* 47* 46*

HI-Q II – 2 6

* inkl. Geschäftsstelle Zürich

STEIGENDE KUNDENZUFRIEDENHEIT

Bei jedem Aufenthalt erhalten die Gäste die Möglichkeit, den Aufenthalt

zu bewerten. Rund 12’700 Gäste machten 2010 davon

Gebrauch. Bei der Gesamtbeurteilung konnte die Kundenzufriedenheit

gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte gesteigert

werden; auch die einzelnen Bewertungsbereiche liegen 1 bis 2 Prozentpunkte

höher als 2009.

BEWERTUNG ÜBER ALLE JUGENDHERBERGEN

2008 2009 2010

Mitarbeiter 85 Pkte. 86 Pkte. 87 Pkte.

Zimmer 73 Pkte. 72 Pkte. 73 Pkte.

Dusche/WC 70 Pkte. 71 Pkte. 72 Pkte.

Aufenthaltsraum 72 Pkte. 71 Pkte. 73 Pkte.

Mahlzeiten 78 Pkte. 79 Pkte. 81 Pkte.

Sauberkeit 82 Pkte. 82 Pkte. 84 Pkte.

Atmosphäre 77 Pkte. 77 Pkte. 79 Pkte.

Komfort 68 Pkte. 68 Pkte. 69 Pkte.

Preis/Leistung 72 Pkte. 70 Pkte. 72 Pkte.

Gesamtbeurteilung 75 Pkte. 75 Pkte. 77 Pkte.

Bewertungssystem:

«sehr gut» (100 Pkte.), «gut» (75 Pkte.), «zufrieden» (50 Pkte.), «nicht zufrieden» (1 Pkte.)

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JUGENDHERBERGE BASEL ST. ALBAN ERÖFFNET

1851 erbaute die Seidenbandfirma «Sarasin & Co» am Kirchrain ihr

Fabrikgebäude. Dank der Idee der Verwendung als Jugendherberge

konnte 1979 die leer stehende «Rote Fabrik» vor dem Abbruch

gerettet werden. Am 15. März 2010 hat die neue Jugendherberge

in Basel St. Alban die Türen nach einem vollständigen Um- und

Erweiterungsbau termingerecht wiedereröffnet. Das historische

Gebäude der «Roten Fabrik» bietet 237 Gästen Platz und verfügt

über Sechser-, Vierer- und Doppelzimmer. In vielen stehen Duschen

und WC zur Verfügung. Die Umsetzung des Siegerprojektes

des Architekturwettbewerbes gelang dem Architekturbüro Buchner

Bründler aus Basel hervorragend. Die Jugendherberge mit ihrer

grossen Präsenz ist zu einem Ensemble von Alt und Neu an einem

herausragenden Ort der Stadt Basel geworden. Die Bausubstanz,

kombiniert mit den denkmalpflegerischen Ansprüchen, erlaubte

keinen Minergie-Bau, dafür konnten historisch wichtige Gebäudeteile

wie zum Beispiel der Färberkeller erhalten werden. Als Teil

des gesamtschweizerischen Projektes «Hindernisfreie Jugendherbergen»

wurde die Jugendherberge Basel für behindertengerechte

Aufenthalte konzipiert. Mit der Wiedereröffnung wurde die Jugendherberge

Basel City geschlossen und das Mietverhältnis aufgelöst.

Seit 1991 zeichnet Hochparterre «Die Besten» in Landschaft, Architektur

und Design aus. Die Jugendherberge Basel gehörte zum

erlesenen Kreis der Nominierten 2010, sie hat sich dabei eine

«Anerkennung» geholt. In der Beurteilung steht: «Eine ’Jugi’, die im

21. Jahrhundert angekommen ist, ohne ihre Geschichte und ihren

’groove’ zu verleugnen.»

JUGENDHERBERGE ST. MORITZ IN REKORDZEIT UMGEBAUT

Am 13. April 2010 erfolgte der termingerechte Baubeginn für das

anspruchsvolle Projekt einer energetischen Sanierung und Aufstockung

der Jugendherberge St. Moritz. In der Sommersaison wurde

der Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Ein Höhepunkt im

Bauablauf war das Solarprojekt von Greenpeace. Den Architekten

Bosch & Heim aus Chur gelang es, die neuen Bauteile mit den bestehenden

ideal zu verweben. Die Aussenfassade besticht durch

verschiedenfarbige Holzflächen, je nach Himmelsrichtung. Die bestehenden

Geschosse eins und zwei blieben unverändert. Das 3.

Obergeschoss wurde durch den Einbau von einzelnen Bädern aufgewertet.

Das neue 4. Obergeschoss erweitert das bisherige Angebot

um moderne Doppel- und Familienzimmer mit Dusche/WC.

Die Herberge umfasst neu 306 Betten und ist auch rollstuhlgängig

erschlossen. Pünktlich am 1. Dezember nahm die Jugendherberge

in neuem Kleid wieder ihren Vollbetrieb auf. Sie ist nun in der Top-

Kategorie der Schweizer Jugendherbergen angesiedelt, so wie es

sich für den Standort «Top of the World» gehört. Energietechnisch

erreicht die Jugendherberge höchstes Niveau, so ist beispielsweise

das gesamte Flachdach mit Sonnenkollektoren und Photovoltaikpanels

belegt.

JUGENDHERBERGE ZÜRICH MIT KONTROLLIERTER LÜFTUNG

Die Jugendherberge Zürich wurde 2002 bis 2004 umfassend renoviert

und erweitert. Aus denkmalpflegerischen Überlegungen war

die bauphysikalisch notwendige Aussendämmung nicht realisierbar.

Durch eine reduzierte Bettenzahl wurde eine Eliminierung der

Feuchtigkeitsprobleme erwartet. Die stark erhöhte Winterauslastung

nach dem Umbau hat diese Erwartung aber zerschlagen. Eingehende

Analysen haben gezeigt, dass das Problem nur mit einer

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kontrollierten Lüftung zu lösen ist. Nach einer kurzen Planungszeit

konnte Mitte Januar gestartet werden, der Abschluss ist auf April

2011 vorgesehen; eine Teilschliessung in Etappen ist unvermeidlich.

Für die Gäste ergibt sich ein sehr vorteilhafter Nebeneffekt:

Die Luftqualität in den Mehrbettzimmern wird enorm verbessert.

SCHWEIZER JUGENDHERBERGEN UND RAIFFEISENBANK

BAUEN GEMEINSAM IN INTERLAKEN

Die langjährige Suche nach Alternativen für die überalterte Jugendherberge

Bönigen konnte zu einem glücklichen Abschluss

gebracht werden. Die Raiffeisenbank Jungfrau und die Schweizer

Jugendherbergen bauen gemeinsam direkt beim Bahnhof Interlaken

Ost. Zusammen werden 27 Millionen Franken in ein zukunftsweisendes,

nachhaltiges Projekt im Minergie-P-Eco Standard investiert.

Nach einem Erstkontakt Mitte März war das Projekt per

Ende Jahr bereits bewilligt und damit baureif. Die Jugendherberge

Interlaken mit 220 Betten wird im Frühjahr 2012 eröffnet – ein weiterer

Meilenstein in der Netzwerkentwicklung.

JUGENDHERBERGE SCUOL BRILLIERT WEITER

Die Jugendherberge Scuol hat an der zweiten Durchführung des

«Award für Marketing + Architektur» triumphiert. Die Verleihung

fand am 23. April 2010 unter Beisein von zahlreichen Besuchern im

KKL in Luzern statt. Das Besondere ist, dass die Jugendherberge

gleich 3 Preise abräumte, darunter den mit CHF 10’000 dotierten

Hauptpreis. Ebenfalls mit nach Hause nehmen durfte die Delegation

der Schweizer Jugendherbergen den Kategorienpreis «Hotels,

Restaurants, Sport- und Wellnessanlagen» sowie den Sonderpreis

«Green Technology». Nach dem Hans E. Moppert-Preis von 2008 ist

dies eine weitere hohe Anerkennung für das gelungene Bauwerk –

für Planer und Bauherrschaft.

POSITIVER ENTSCHEID FÜR DEN UM-/ERWEITERUNGSBAU

DER JUGENDHERBERGE BERN

Am 1. Januar 2007 übernahm der Verein Schweizer Jugendherbergen

die Jugendherberge vom Verein Ferien und Freizeit Bern.

Seither suchen die Verantwortlichen zusammen mit der Stadt

Bern nach Lösungen für die Weiterführung der sanierungsbedürftigen

Jugendherberge. Gemeinderat und Stadtrat haben der Teilfinanzierung

durch die Stadt Bern zugestimmt. Im kommenden

Jahr wird die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus einen

Studienauftrag erteilen. Vorher sind die rechtlichen Unklarheiten

betreffend angrenzender Schutzzone und einer erforderlichen

Grenzbereinigung zu klären.

NEW TECHNOLOGY

Durch ständige technische Innovationen ist es heute für die Tourismusbranche

unerlässlich, sich neue Medien zunutze zu machen,

um eine möglichst hohe Anzahl von potentiellen Gästen

zu erreichen. So ist es auch nötig, sich ständig den neuen Herausforderungen

und Gegebenheiten einer interaktiven Kommunikation

zu stellen. Denn neue Medien erlauben es immer mehr,

Freizeitangebote weltweit anzubieten und internationale Gäste

zu gewinnen, was umgekehrt auch zu einer globalen Wettbewerbssituation

führt.


Im Berichtsjahr investierten wir rund CHF 169’000 für die Migration

XEN Citrix Blade Virtualisierung. Mit dieser Investition konnte zusätzliche

Speicherkapazität geschaffen und auch die Datensicherheit

bedeutend erhöht werden. Ebenfalls wurde unsere Website

nach neuesten Erkenntnissen für CHF 43’300 neu gestaltet und

damit der direkte Buchungsprozess für Internet- und Smartphone-Benutzer

wesentlich vereinfacht.

Die Ermöglichung sozialer Interaktionen und Kollaboration in sozialen

Medien gewinnen zunehmend an Bedeutung. So sind die

Schweizer Jugendherbergen in Facebook und Twitter vertreten.

PRODUKTE- UND DIENSTLEISTUNGSZIELE 2010 – AUSWERTUNG

ELEKTRONISCHE VERTRIEBSKANÄLE

2008 2009 2010

Besucher auf

www.youthhostel.ch 1’088’679 1’208’885 1’235’261

Ø Besucher pro Tag 2’982 3’310 3’381

Anzahl abgerufene Seiten 10’391’284 11’295’145 10’271’212

Anzahl Buchungen über

Online-Systeme

Resultierte

Übernachtungen

45’673 41’743 43’462

aus Online-Buchungen

Resultierter Umsatz

168’092 152’797 158’391

aus Online-Buchungen 6’752’793 6’405’344 6’739’845

Qualitätssicherung und Sicherstellung Qualitäts-, Arbeitssicherheits- und Umweltstandards

Qualitätsverbesserung

(mindestens 1 Q-Audit pro Jugendherberge) Erreicht

Jugendherbergen verfügen über Checklisten für die einzelnen Prozesse Erreicht

Publizierte Gästeechos werden täglich analysiert und Massnahmen eingeleitet Erreicht

Qualitätssicherungssysteme Zertifizierung resp. Rezertifizierung aller Jugendherbergen mit Q-Gütesiegel und HI-Q

Stufe 1 Erreicht

Zertifizierung Geschäftsstelle Zürich mit HI-Q Stufe 2 Nicht erreicht

Zertifizierung von 10 Jugendherbergen mit HI-Q Stufe 2 Nicht erreicht

Reklamationsmanagement Reklamations-Beatwortung innert 48 h Erreicht

Produkte Jugendherbergen sind über Partnerschaften und Produkte im Detail informiert Erreicht

Alle Packages beinhalten Zusatzleistungen oder Preisvorteile Erreicht

Besuch von mind. 4 Jugendherbergen durch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Zürich

Erarbeitung Jahresplan auf Betriebsstufe für Produktgestaltungs- und Kommunikati-

Teilweise erreicht

onsmassnahmen Mehrheitlich erreicht

Erreichbarkeit Sicherstellung der telefonischen Erreichbarkeit ausserhalb der Receptionsöffnungszeiten Erreicht

Weiterentwicklung Contact-Centers und Cross-Selling Buchungsmöglichkeiten Erreicht

Internet Tägliche Aktualisierung von Rubriken, Angeboten und Links Erreicht

Förderung Interaktionen (mind. 20’000 Newsletter werden bestellt) Erreicht

Reservationsmanagement – Tägliche Aktualisierung des gesamten Verkaufsangebotes Mehrheitlich erreicht

E-Commerce

Alle verfügbaren Betten sind auf dem E-Commerce-System freigeschaltet Mehrheitlich erreicht

Buchbarkeit 12 Monate im Voraus gewährleisten Erreicht

Intranet Tägliche Aktualisierung sämtlicher Rubriken Erreicht

Jeder Mitarbeiter informiert sich täglich über Neuerungen im Intranet Mehrheitlich erreicht

Medienarbeit Positive Berichterstattung in den Medien mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit, junges

unkompliziertes Lebensgefühl, Architektur, Sicherheit, Preis/Leistung und Komfort Erreicht

Im Zentrum der Medienarbeit steht «Eröffnung Basel St. Alban» Erreicht

Datenverwaltung Aktive Nutzung des MemberExchange Erreicht

Erstellung EINER Datenbank mit Selektionsmöglichkeiten Nicht erreicht

Administration Konsequente Anwendung der Checklisten gemäss IQMS-Vorgaben auf allen Stufen Erreicht

Konsequente Umsetzung der Korrespondenzvorlagen gemäss CI/CD Mehrheitlich erreicht

Rechnungswesen Konsequente Umsetzung IQMS und Anwendung der Checklisten gemäss IQMS Vorgaben Erreicht

Konsequente Einreichung der Investitionsanträge für Unterhalt und Ersatz Erreicht

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Kassawesen Konsequente Umsetzung IQMS und Anwendung der Checklisten gemäss IQMS Vorgaben Erreicht

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Definierte Maximalkassabestände werden nicht überschritten Mehrheitlich erreicht

Sämtliche Rechnungen der Abreisen sind spätestens am Folgetag abgeschlossen Mehrheitlich erreicht

Einfacher Unterhalt Regelmässige und systematische Kontrolle Mehrheitlich erreicht

Nulltoleranz gegenüber defekten Teilen und Schmierereien Mehrheitlich erreicht

Führen eines «Logbuches» Erreicht

Dokumentation Software-Programmierungen/-Anwendungen Erreicht

Einführung der Technologie Virtualisierung/Blade-Server Erreicht

Sicherstellung EDV Hotline während 365 Tage/Jahr Erreicht

Fachbereich Non-Food Konsequente Einhaltung des Bestellablaufes für Sammelbestellungen Erreicht

Interne Verschiebungen nur mit Zustimmung SSST und Bereichsleiter Erreicht

Fachbereich Food & Beverage Konsequente Berücksichtigung der Vertragslieferanten Erreicht

Bestellmengen optimieren (kein Kleinmengenzuschlag) Erreicht

Frischprodukte nach Möglichkeit bei lokalen Lieferanten beziehen Erreicht

Standard Frühstücksbuffet konsequent einhalten & laufend auf Verbesserungen überprüfen Erreicht

Sortiment Kiosk- und Souvenir-Artikel optimieren Teilweise erreicht

Fachbereich Hygiene Konsequente Umsetzung des Hygiene-Konzeptes Erreicht

Nulltoleranz gegenüber Schmutz; keine Beanstandungen von Lebensmittelinspektoren Erreicht

Durchführung von mindestens einer Reinigungsschulung für Mitarbeiter pro Saison Erreicht

Umstellung Reinigungsmittel auf umweltschonende Produkte Erreicht


Soziale Entwicklung

HINDERNISFREIE JUGENDHERBERGEN

Im zweiten Umsetzungsjahr des Konzeptes «Hindernisfreie Jugendherbergen»

konnten sowohl bei Bau, Information und Weiterbildung

weitere grosse Fortschritte erzielt werden. Die Totalsanierung mit

Erweiterungsbau der Jugendherberge Basel St. Alban ermöglichte,

bestehende Mängel im Bereich des barrierefreien Bauens zu beseitigen.

So ist der Haupteingang nicht mehr via Plattformlift, sondern

wie für alle Gäste über einen Holzsteg mit leichtem Gefälle erreichbar.

Die Geschosse sind über einen Aufzug, der für Rollstuhlfahrer

komfortable Masse aufweist, erschlossen. Alle 63 Zimmer der Herberge

sind hindernisfrei zugänglich. In St. Moritz war das Gebäude

vor der Sanierung für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich. Nach dem

Umbau sind 190 von total 306 Betten für Personen mit Handicap

nutzbar. Es stehen Gästen drei speziell für Rollstuhlfahrer adaptierte

Zweierzimmer mit Dusche und WC zur Verfügung. Auch die

Jugendherberge Luzern war bis anhin für Rollstuhlbenutzer nicht

zugänglich. Nun hat sie bauliche Anpassungen erfahren, sodass sie

als bedingt geeignet angeboten werden kann.

Für alle Betriebe wurden detaillierte Daten zur Behindertengängigkeit

erhoben. Die Betriebe wurden klassifiziert und neu in «geeignet»

oder «bedingt geeignet» eingeteilt. Zusätzlich sind seit

Dezember auf der Homepage der Schweizer Jugendherbergen pro

Betrieb detaillierte Informationen zur hindernisfreien Anreise, zum

Aufenthalt und zu Angeboten abrufbar. Im gleichen Zuge wurden

die Einträge der Jugendherbergen auf www.rollihotel.ch aktualisiert.

Sie werden nun durch die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

nach deren eigenen Richtlinien geprüft.

Bereits an der Mitarbeitertagung der Schweizer Jugendherbergen

Ende 2009 wurden die Betriebsleitungen und die Mitarbeiter der

Geschäftsstelle umfassend über die Bestrebungen zum hindernisfreien

Bauen informiert. Im Berichtsjahr konnte erstmals ein Sensibilisierungstag

für alle interessierten Mitarbeiter durchgeführt

werden.

KONKURRENZFÄHIGE LÖHNE SICHERN FACHKOMPETENZ

UND MOTIVATION

Der Vergleich zu einer 2010 durchgeführten repräsentativen Umfrage

im Schweizer Tourismussektor hat ergeben, dass die Schweizer

Jugendherbergen sehr gute Anstellungs- und Besoldungsbedingungen

haben. Für Führungskräfte besteht ein Lohnsystem,

das auf einem Lohn- und Beteiligungsmodell basiert. Während die

Lohnkomponenten nach gleichen Massstäben festgelegt sind, resultiert

die Beteiligung aus dem Budgeterreichungsgrad und der

Zielerreichung.

Mitarbeiter werden nach den Vorgaben der Branchenverbände

entlöhnt. Entgegen den Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages

der Hotellerie und Gastronomie wird allen Mitarbeitern schon

seit Jahren ein 13. Monatslohn ausbezahlt. Um die Leistung der

Mitarbeiter – ausgedrückt durch die Zufriedenheit unserer Gäste

für Freundlichkeit, Qualität des Essens und Sauberkeit – zusätzlich

zu honorieren, wurde neu ein Prämiensystem für Mitarbeiter

der Jugendherbergen eingeführt. Diese Prämie wird in Form von

Gutscheinen ausgeschüttet; im Berichtsjahr wurden Gutscheine

im Wert von CHF 37’292 abgegeben.

Nach dem Grundsatz der Lohngleichheit für Frau und Mann werden

bei den Schweizer Jugendherbergen beide Geschlechter nach

den gleichen Bedingungen/Ansätzen entlöhnt.

2008 2009 2010

Lohnsumme in CHF 14’202’581 14’299’898 14’844’585

Sozialleistungen in CHF 2’298’138 2’388’245 2’360’983

Erfolgsbeteiligung in CHF 589’207 459’611 461’017

WEITERBILDUNG

Die Weiterbildung ist ein wichtiger Pfeiler im Bestreben, die Qualität

für unsere Gäste und Mitarbeiter zu steigern. So wurden 34

Kurse mit externen und internen Referenten angeboten, welche

von 483 Teilnehmern besucht wurden. Zudem standen im April/

Mai für die Betriebsleitungen die zweitägigen Regionaltreffen

auf dem Programm. Die Herbsttagung für Betriebsleitungen und

Mitarbeiter der Geschäftsstelle Zürich führte ins Ausland, in die

Jugendherberge Lindau. Die Schwerpunkte der dreitägigen Weiterbildungstagung

waren «Grenzen – Grenzen überschreiten» und

«Regional handeln – global denken».

Am Team-Event der Geschäftsstelle Zürich war voller Einsatz und

Teamwork gefragt. Das eingespielte Personal der Jugendherberge

Zürich wurde für einen Tag durch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle

ersetzt: von Housekeeping über Küche bis Rezeption wurden alle

anfallenden Arbeiten erledigt. Nach einer kurzen Einführung durch

die Profis wurde die Jugendherberge früh abends übergeben. Mehr

oder weniger ins kalte Wasser geworfen, kämpften sich die Laien

tagsüber wie auch nachts souverän durch die neuen Aufgaben.

Beeindruckt von anspruchsvollen Tätigkeiten und notwendigen

Planungen, entpuppte sich manch einer als begeistertes Talent.

Nach 24 langen, ereignisreichen Stunden konnte die Jugendherberge

einwandfrei an die Stammcrew der Jugendherberge Zürich

zurückgegeben werden. Die gelungene Aktion wird bestimmt allen

Mitarbeitern als unvergessliche Erfahrung in Erinnerung bleiben

und als Motivation im Alltag begleiten.

2010 beschäftigten die Schweizer Jugendherbergen an der Geschäftsstelle

Zürich 4 Lernende (kaufmännische Ausbildung) und

2 Praktikanten von Tourismusfachschulen; in den Jugendherbergsbetrieben

waren total 8 Lernende/Praktikanten in Ausbildung.

2008 2009 2010

Angebotene Weiterbildungskurse 34* 31* 34*

Anzahl Teilnehmer 386 368 483

Total Stunden für überbetriebliche

Weiterbildung

4’694 4’442 5’803

Anzahl Personen im Förderprogramm 3 3 2

Anzahl Lernende und Praktikanten am

Stichtag 31.12.

18 15 14

Anzahl Personen in externer Aus-/Weiterbildung 4 3 4

* plus Einzel- und Gruppenunterricht in französischer und englischer Sprache

19


CASE-MANAGEMENT UND SOZIALBERATUNG

Die Unfall- und Krankheitsfälle unserer Mitarbeiter werden von einem

externen Vertragspartner professionell erfasst, der auch alle

Massnahmen eingeleitet, damit Arbeitnehmende wieder integriert

werden können. Zudem steht allen Mitarbeitern für persönliche,

gesundheitliche, finanzielle, rechtliche oder administrative Fragen

eine kostenlose externe Sozialberatungsstelle zur Verfügung.

2008 2009 2010

Case-Management: Betreute Mitarbeiter

Arbeitsunfähigkeit

22 15 25

bis 5 Tage 9% 0% 4%

6–14 Tage 9% 13% 12%

15–30 Tage 36% 27% 36%

31–60 Tage 23% 27% 20%

61–90 Tage 9% 20% 8%

91–365 Tage 14% 13% 20%

über 365 Tage

Sozialberatung: Fragestellungen/Beratungen

0% 0% 0%

persönlich/familiär 1 1 3

gesundheitlich 2 1 2

betrieblich 0 3 2

finanziell 3 0 0

Fachberatung 0 1 0

SPEZIELLE LEISTUNGEN FÜR MITARBEITER, VORSTANDS-

MITGLIEDER UND DELEGIERTE

Mitarbeiter, ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und Delegierte erhalten

zur kostenlosen Benützung von Jugendherbergen für sich und

ihre Familienangehörigen jährlich Übernachtungsgutscheine. Im Jahr

2010 wurden so Leistungen im Wert von CHF 84’320 bezogen.

ALTERSVORSORGE-STIFTUNG DER SCHWEIZER

JUGENDHERBERGEN

Die Schweizer Jugendherbergen verfügen über eine eigene Altersvorsorge-Stiftung.

Der Stiftungsrat setzt sich aus je vier Arbeitnehmer-

und Arbeitgeber-Vertretern zusammen.

Arbeitnehmer-Vertreter: Granacher Bernhard | Hollenstein Christine

| Lutz Walter | Zollinger Markus (Präsident)

Arbeitgeber-Vertreter: Dobler René | Gmür Fredi (Vizepräsident) |

Hitz Ursula | Müller Christoph

Der Deckungsgrad liegt bei 105.77%. Durch die positive Finanzlage

konnte der Stiftungsrat im Berichtsjahr die Altersguthaben der

Mitarbeiter erneut um 1% höher verzinsen, als zu dem Bundesrat

festgelegten BVG Mindestzinssatz. Die Vermögensanlagen der Vorsorge-Stiftung

sind vollständig bei der AXA Leben AG rückgedeckt

und unterliegen keinen Retrozessionen auf Vermögensanlagen.

20

2008 2009 2010

Vorsorgekapital in CHF 12’701’004 13’440’297 15’543’964

Frei verfügbare Mittel

in CHF 818’238 840’325 910’544

Deckungsgrad 106.44% 106.14% 105.77%

Aktive Versicherte 381 390 431

Rentenbezüger 22 23 25

ZEWO ZERTIFIZIERUNG FÜR WEITERE 4 JAHRE

Die Schweizer Jugendherbergen wurden durch die ZEWO (Schweizerische

Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde

Organisationen) für eine weitere Periode bis 2013 rezertifiziert.

Dies wurde an die Bedingung geknüpft, dass in absehbarer

Zeit entweder in der jährlichen Berichterstattung eine Abbildung

einer Konsolidierung der Posten «Verein Schweizer Jugendherbergen»

gegenüber «Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus»

und «Stiftung für Jugendherbergen in der Schweiz» oder die personelle

Trennung der obersten Leitungsorgane (Vorstand SJH/Stiftungsrat

SSST) zu erfolgen habe. Vom Stiftungsrat SSST wie auch

vom Vorstand SJH wird der Konsolidierungs-Vorschlag bevorzugt.

Die Grundlagen dazu werden 2011 eingehend geprüft.

MITBEWERBER WERDEN PARTNER

Die Schweizer Jugendherbergen gründeten zusammen mit der Interhome

AG, REKA, TCS Schweiz (Camping) sowie Bed & Breakfast

Switzerland eine Gesellschaft mit dem Namen PARAHOTELLERIE

SCHWEIZ; als Delegierter (Primus inter pares) der Gesellschafter

amtet Fredi Gmür.

Gemeinsam decken die fünf Anbieter rund 13% des jährlichen

Logiernächtevolumens der Parahotellerie in der Schweiz ab. Die

neu gegründete Gesellschaft vertritt die Interessen einer qualitätsbewussten

Schweizer Parahotellerie in tourismuspolitischen

Fragen und fördert diese mit gezielten Partnerschaften und Aktivitäten.

Als ersten Schritt konnte ein Zusammenarbeitsvertrag mit

Schweiz Tourismus unterzeichnet werden, der eine strategische

Partnerschaft für die Jahre 2011bis 2013 regelt. So wird künftig

Schweiz Tourismus ein permanentes, marktgerichtetes Parahotellerie-Marketing

unterhalten und mit gezielten Aktivitäten das

positive Image der Parahotellerie und ihrer Unterkunftsbereiche

fördern. Bereits produziert ist eine Broschüre mit dem vielfältigen

Angebot der Gesellschafter, die in sechs Sprachversionen weltweit

verteilt wird; systematische Webintegration auf www.myswitzerland.com

und Verkaufsaktivitäten in den Zielmärkten von Schweiz

Tourismus sind in Planung.


MITGLIEDSCHAFTEN

Die Schweizer Jugendherbergen sind Mitglied der Stiftung ZEWO

(Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden

sammelnde Organisationen), von Hostelling International,

der European Union Federation of Youth Hostel Associations (bis

31.12.2010), der World Youth Student & Educational Travel Confederation,

von Schweiz Tourismus, der Hotellerie Suisse, der GastroSuisse,

des Schweizer Tourismus-Verbandes, von öbu (Netzwerk

für nachhaltiges Wirtschaften) der WWF Climate Groupe, der Energie-Agentur

der Wirtschaft EnAW und des proFonds, Dachverband

gemeinnütziger Stiftungen der Schweiz.

SOZIALE ZIELE 2010 – AUSWERTUNG

Gäste Gäste-Echos sind im Intranet jederzeit ersichtlich und Erkenntnisse werden für die tägliche

Arbeit genutzt Erreicht

Gäste-Echos in Printform werden täglich erfasst Erreicht

Negative Rückmeldungen werden innerhalb 48 Stunden geklärt Erreicht

Mitarbeiter Für jeden Mitarbeiter Zielvereinbarung, Leistungsbeurteilung und individuellen Entwicklungsplan

erstellen Erreicht

Besuch von mindestens einem internen bzw. externen Aus-/Weiterbildungskurs Mehrheitlich erreicht

Jeder Mitarbeiter kennt das Sicherheitsdispositiv des Betriebes Erreicht

Jeder neue Mitarbeiter absolviert stufengerecht das Einführungsprogramm Erreicht

Mitarbeiter tragen Mitarbeiterbekleidung und sind mit Namensschildern ausgestattet Mehrheitlich erreicht

Sozialberatung wird sinnvoll genutzt Erreicht

Konsequente Umsetzung der Massnahmen aus den Q-, Steinbock und EU-Label-Audits Erreicht

Sozialberatung Movis sinnvoll nutzen Erreicht

Zivildienstleistende Ausschöpfung der 20 Zivildienst-Kontingente Erreicht

Einsatzplanung Zivildienstleistende nach Vorgaben des Pflichtenheftes Erreicht

Hindernisfreie

Fortsetzung Umsetzung des Projektes Erreicht

Jugendherbergen Informationen über behindertengerechtes Angebot in allen Jugendherbergen vorhanden und

für Gäste im Internet verfügbar

Mitarbeiter sind in Umgang mit Behinderten und in der Abgabe von spezifischen Informationen

Erreicht

an Behinderte geschult Erreicht

21


Jugendherberge Leissigen (BE)


Ökologische Entwicklung

UMFASSENDES UMWELTMANAGEMENT

Die Schweizer Jugendherbergen arbeiten kontinuierlich mit einem

umfassenden Umweltmanagement, welches die Ökologie

im Gebäude genauso berücksichtigt wie im Betrieb. Die höchsten

Standards und die besten Labels dienen als Messlatte, die ausgewiesensten

Partner als Gradmesser. Nach drei Minergie-Bauten

soll nun in Interlaken sogar Minergie-P erreicht werden. EU-Umweltzeichen

und Steinbocklabel stehen kurz vor der flächendeckenden

Zertifizierung. Die Energieagentur der Wirtschaft (EnAW),

die WWF-Climate-Groupe und öbu bringen kontinuierlich kritische

Inputs für Verbesserungen.

CO 2 -AUSSTOSS WEITER VERRINGERT

Der spezifische CO 2 -Ausstoss für Raumwärme konnte im Vergleich

zum Jahr 2000 um 37.1% (Vorjahr 27.9%) reduziert werden. Der mit

der EnAW vereinbarte, verbindliche Sollwert für 2010 (8.5%) wird

wesentlich übererfüllt. Die CO 2 -Intensität gegenüber dem Ausgangsjahr

liegt noch bei 63%, pro Quadratmeter Nutzfläche wird

also noch weniger als 2/3 der CO 2 -Menge gegenüber dem Jahr

2000 ausgestossen. Dies übersteigt die kühnsten Erwartungen,

welche bei Projektbeginn formuliert wurden. Die Übererfüllung von

rund 700 Tonnen CO 2 kann der Stiftung Klimarappen verkauft werden.

Damit kann inzwischen mit Sicherheit gesagt werden, dass

die mit der EnAW vereinbarten Ziele und die zusätzlich vertraglich

vereinbarten Übererfüllungen bis Ende 2012 erreicht werden.

spezifische CO2 Fracht

(t/Bezugsgrösse)

Die Schweizer Jugendherbergen unterstützten aktiv ein ambitioniertes

CO 2 -Gesetz. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass im neuen

Gesetz auch die CO 2 -Abgabebefreiung weitergeführt wird.

ENERGETISCHE VERBESSERUNGEN FÜHREN ZU

EINSPARUNGEN

Aus allen energetischen Verbesserungen im Bereich Unterhalt

resultiert eine jährliche Energieeinsparung von rund 53’000 kWh.

Die gewichtigste Optimierung wurde aber mit der energetischen

Sanierung und der Umstellung der Heizung von Öl auf Holz in der

Jugendherberge St. Moritz erreicht. Gesamthaft resultiert eine

jährliche Energieeinsparung von rund 400’000 kWh. 2009 und 2010

wurde eine flächendeckende Ausrüstung der Betriebe mit Wasser-

24

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Raumwärme – Spezifische CO 2 -Fracht

99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

Spezifische CO2-Fracht

Zielpfad

sparventilen durchgeführt. Damit konnte der Wasserverbrauch pro

Logiernacht nochmals auf nur noch 132 Liter gesenkt werden (Vorjahr

137 Liter). Trotz wesentlichen Standardverbesserungen in den

Nasszellen konnte somit eine kontinuierliche Reduktion des Wasserverbrauchs

um über 20% im Vergleich zu 1996 erreicht werden.

Minergie mit der kontrollierten Lüftung und Wärme aus erneuerbarer

Energie (beispielsweise Wärmepumpen) bringt einen erhöhten

Stromverbrauch mit sich. Im Berichtsjahr führte dies zu einer

erneuten Erhöhung auf 4,6 kWh pro Logiernacht (Vorjahr 4,5 kWh).

Die gesamte Elektrizitätsmenge wurde gleichzeitig bereits im

zweiten Jahr mittels 100% Schweizer Wasserkraft fast vollständig

CO 2 -neutral bezogen.

MYCLIMATE-AWARD FÜR DIE SCHWEIZER JUGENDHERBERGEN

Am 3. November 2010 konnten die Schweizer Jugendherbergen

den myclimate-Award für die beste Integrationslösung der CO 2 -

Kompensation entgegennehmen. Die freiwillige CO 2 -Kompensation

der Gäste steigerte sich weiter auf eine Beteiligung von 63.9%.

Es resultierte eine Kompensation von rund 3’000 Tonnen CO 2 . Aus

dem Klimafonds konnte die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus

flächendeckende Wassersparmassnahmen vornehmen.

Zudem konnte eine Photovoltaikanlage in der Jugendherberge St.

Moritz finanziert werden: Im Sommer haben 24 Jugendliche aus

Kenia, Polen, den USA und der Schweiz im Rahmen des Jugendsolarprojekts

von Greenpeace eine 160 m 2 grosse Photovoltaik-

Anlage und eine 60 m 2 grosse thermische Solaranlage auf die Jugendherberge

St. Moritz installiert. Die Photovoltaik-Anlage liefert

jährlich bis zu 26’680 kWh Strom und deckt so den Jahresbedarf

von sechs 4-Personen-Haushalten respektive einen Sechstel des

Stromverbrauchs der Jugendherberge. Die thermische Solaranlage

spart zudem jährlich 2’700 Liter Heizöl ein. Die nachhaltig gewonnene

Energie ist ein substanzieller Beitrag im Sinne des Energiestadt-Labels

der Gemeinde St. Moritz. Die Erträge aus dem Verkauf

des Solarstroms fliessen zurück in den Klimafonds. Mit den

Kompensationsbeiträgen wird ein Projekt für die lokale Produktion

und Anwendung von effizienten Kochern in abgelegenen Haushalten

in Peru unterstützt.

2008 2009* 2010

Anteil kompensierte Übernachtungen in % 27.8 57.2 63.9

Kompensation Übernachtungen in CHF 130’813 254’979 237’062

Realisierte Eigenprojekte in CHF

Zahlungen an myclimate durch

33’287 13’454 213’128

Gästekompensation in CHF

Zahlung an myclimate für Kompensation

65’406 127’490 118’531

Fahr- und Flugkilometer in CHF 1’800 2’175 2’237

* ab 1.12.2009 Senkung Kompensation von CHF 0.60 auf CHF 0.50 pro Logiernacht


ZUNEHMENDE BEDEUTUNG DER NACHHALTIGKEITS-

THEMATIK IN DER ÖFFENTLICHKEIT

Nicht nur die Gäste, auch die Tourismuswirtschaft beschäftigt sich

zusehends mit dem Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel im

Speziellen. So hat Schweiz Tourismus (ST) anlässlich des Ferientages

2008 die Studie «2030: der Schweizer Tourismus im Klimawandel»

vorgestellt. Im Aktionsplan dieser Studie wird konkret gefordert,

dass die Leistungsträger und Mitgliederorganisationen von

ST in Koordination mit übergeordneten Massnahmen einen branchenspezifischen

Klima-Aktionsplan erarbeiten. Dieser soll Verminderungs-

und Anpassungsstrategien sowie Massnahmen beinhalten.

Zudem werden die Verbände aufgefordert, ihre Mitglieder

bei der Planung und Umsetzung zu unterstützen. So organisierte

Hotellerie Suisse anlässlich der Winter-Delegiertenversammlung

ein Nachhaltigkeits-Seminar, wo u.a. am Beispiel der Schweizer

Jugendherbergen die umfassenden Massnahmen für eine nachhaltige

Entwicklung aufgezeigt wurden.

ÖKOLOGISCHE ZIELE 2010 – AUSWERTUNG

EU-Umweltzeichen Alle eigenen Jugendherbergen sind im Besitze des EU-Umweltzeichens und Steinbocklabels

Erreicht

und Steinbock Label oder haben die Zertifizierungsunterlagen eingereicht

(Ausnahmen Basel St. Alban, Fribourg, Fällanden, Seelisberg, Sils i.D.)

Energieverbrauch Durchschnittlichen Brennstoff-Verbrauch um 3% pro Logiernacht gegenüber Vorjahr reduzieren Erreicht

Durchschnittlichen Strom-Verbrauch um 3% pro Logiernacht gegenüber Vorjahr reduzieren Nicht erreicht

Zielerreichung gemäss Verpflichtung zur Befreiung der CO -Abgabe 2 Erreicht

Energiebuchhaltung Monatliche Energieauswertung Erreicht

CO -Kompensation 2 Mindestens 65% aller Gäste kompensieren CO -Emissionen 2 Mehrheitlich erreicht

Monatliche Auswertung der Fahr- und Flugkilometer Erreicht

Reinigung Ökologische Aspekte bei Auswahl von Produkten und Dosierung einbeziehen und umsetzen Erreicht

Zentraleinkauf Ökologische Aspekte bei Auswahl von Produkten resp. Vertragslieferanten einbeziehen und umsetzen Erreicht

Bestellmengen bündeln; Verringerung der Lieferfahrten Mehrheitlich erreicht

Gäste Erstellen eines Anreiz-Systems für die Gäste zur Benützung des ÖV für die Anreise und konsequente

Umsetzung (Kommunikation, Verkauf, etc.) auf allen Stufen

Nicht erreicht

Kommunikation SJH zeigt sich aktiv als Branchenleader und Vorzeigeunternehmen in Sachen Ökologie und

Nachhaltigkeit

Erreicht

Erfolge werden aktiv kommuniziert Erreicht

Nachhaltigkeit nimmt einen wichtigen Platz in der Online-Kommunikation ein Erreicht

Nachhaltigkeit wird als modern und zukunftsweisend kommuniziert Erreicht

25


Internationales Engagement

HOSTELLING INTERNATIONAL (HI)

An der 48. Weltkonferenz in Shenzhen (China) wurde eine für Jugendherbergsorganisationen

weltweit gültige Nachhaltigkeitscharta

mit überwältigender Mehrheit genehmigt. René Dobler

hat die Charta zusammen mit einer Vertreterin des Australischen

Jugendherbergsverbands erarbeitet und präsentiert. Mit der Anstellung

einer Nachhaltigkeitsverantwortlichen hat HI den ersten

wichtigen Realisierungsschritt unmittelbar nach Abschluss der

Weltkonferenz vollzogen.

Im internationalen Board ist die Schweiz nicht mehr vertreten.

Wichtigste Fakten 2010 zu Hostelling International:

• 71 Mitgliedsverbände

• 8 assoziierte Organisationen

• 4’000 Jugendherbergen

• 38 Millionen Übernachtungen jährlich

• 350’000 Betten

• In 90 Ländern aktiv

• 4 Millionen nationale Mitglieder

• 15 Millionen jährliche Besuche auf hihostels.com

• CHF 41.3 Mio. Umsatz über die Buchungsplattform von

hihostels.com, wovon CHF 1’561’280 für die Schweizer

Jugendherbergen (37’197 Übernachtungen)

• CHF 1 Milliarde geschätzte jährliche Einnahmen im HI-

Netzwerk

EUROPEAN UNION FEDERATION OF YOUTH HOSTEL

ASSOCIATIONS (EUFED)

Die EUFED koordiniert die europäischen Jugendherbergs-Verbände

und vertritt deren Interessen bei entsprechenden Anliegen im

europäischen Parlament resp. in Fachkommissionen. Der Vorstand

der Schweizer Jugendherbergen ist zum Schluss gekommen, dass

der jährliche Mitgliederbeitrag in keinem Verhältnis zu den Leistungen

steht. Entsprechend wurde die Mitgliedschaft auf Ende

2010 gekündigt.

HOSTELLING INTERNATIONAL MARKETING GMBH

Die Hostelling International Marketing GmbH mit Sitz in Zug ist zu

je 50% im Besitz der Schweizer und Niederländischen Jugendherbergen.

Geführt wird diese Gesellschaft von den beiden Geschäftsleitern

Fredi Gmür (SJH) und Marijke Schreiner (Stayokay).

Im Auftrag von Hostelling International ist die Hostelling Internatinal

Marketing GmbH bei Mitgliederverbänden und -hostels weltweit

für Schulung, Audits und Zertifizierung des HI-Qualitätssicherungssystems

zuständig. Die erste Phase konnte im Berichtsjahr

erfolgreich abgeschlossen werden: 80% der weltweiten Schlüsselherbergen

waren in einem Qualitätsprogramm integriert. Die übrigen

20% können aufgrund von strukturellen Problemen diverser

nationaler Verbände nicht integriert werden.

26

ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT NATIONALEN JUGENDHER-

BERGS-VERBÄNDEN

In Bau, Betrieb und Management gelten die Schweizer Jugendherbergen

im internationalen Vergleich als führende Organisation.

Im Berichtsjahr reisten Vertreter der Schweizer Jugendherbergen

nach Tunesien und in den Libanon, wo sie vor Ort Projekte begutachteten,

Schulungen durchführten und an ehrenamtliche Vorstandsmitglieder

und Mitarbeiter ihr Wissen weitergaben.

In der Schweiz organisierten wir verschiedene Besichtigungstouren

und Workshops für Delegationen des Deutschen Jugendherbergswerks

Landesverband Bayern, aus Slowenien, Kroatien und

England & Wales.


Markt- und finanzwirtschaftliche Entwicklung

AUS DEM BEREICH «SERVICES» WIRD «MARKETING & SALES»

In den letzen Jahren wurde das Netzwerk der Schweizer Jugendherbergen

kontinuierlich weiterentwickelt. Zwischenzeitlich wurden rund

CHF 70 Mio. in Renovationen, Um- und Neubauten sowie CHF 11.5 Mio.

in Unterhalt/Ersatz investiert. In den nächsten 3 bis 5 Jahren werden

nochmals rund CHF 65 Mio. investiert. Damit sich diese Investitionen

rechnen, müssen wir künftig zusätzliche Gästeanteile gewinnen.

Dies veranlasst uns, die Verkaufsbemühungen zu intensivieren:

Der Verkauf der Betten resp. von Packages wird weiterhin über

jede einzelne Jugendherberge erfolgen. Dies jedoch fokussiert auf

den Endkonsumenten sowie die Vertriebspartner vor Ort wie Tourismusbüro,

Bergbahnen etc.

MARKETING & SALES

MARKETING SALES

STRATEGISCHES MARKETING

GÄSTESERVICE

Organisation

Betriebe

Mitglieder

Contact Center

Buchungscenter

CORPORATE DESIGN

PUBLIC RELATIONS

WERBUNG

PARTNER

Gönner

Mediendienst Organisation

MyHostel-News

Newsletter

Marktforschung

Segmente

Datenmanagement

Postdienst/Logistik

Strategische Partner Schweiz

International/HI/Lvb

PRODUKTE

VERKAUFSFÖRDERUNG

VERTRIEB

Angebote

Betriebe

Merchandising

Events

Messen

Incoming Gruppen

Direkt Mailing

DIGITALES MARKETING

Website

Online Plattformen/Guides

Soziale Plattformen

Vermehrte Teilnahmen an Verkaufs- und Publikumsmessen, Kontaktpflege

zu Tour Operators, direkter Verkauf von Betten und

Packages, Einführung eines flexiblen nachfrageorientierten Preissystems

(Yield-Management) und Aufbau einer Reservationszentrale

sind nur einige Beispiele, wie künftig der Teilbereich Sales

funktionieren soll.

Der Teilbereich Marketing wird sich auf die strategischen Marketingarbeiten

für die Organisation, die Betriebe, unsere Mitglieder

und Gönner sowie die Partner konzentrieren.

Analysen & Statistiken

27


Jugendherberge Basel St.Alban (BS)


EVENTSOMMER 2010

Erstmals haben die Schweizer Jugendherbergen versucht, mit

einer übergeordneten Geschichte – dem «MyHostelSong» und

dem «MyHostelDance» – all ihre Events zusammenzuhängen. Die

Events wurden so ausgewählt, dass eine junge oder junggebliebene

Zielgruppe angesprochen und diese somit auf die vielseitigen

Angebote der Jugendherbergen aufmerksam gemacht wurde.

Durch die dafür konzipierte Sub-Site www.dance.youthhostel.ch

wurden die getätigten Kontakte immer wieder informiert und auf

die kommenden Events plus Wettbewerbe hingewiesen. Als integrierte

Events fanden die Bike Days in Solothurn, das Gurtenfestival

in Bern, das Wake Surf Festival in Murg, das Get Together auf dem

Bundesplatz in Bern sowie der Lagerverkauf und das freestyle.ch

in Zürich statt. Höhepunkt des Eventsommers war der Auftritt am

freestyle.ch, wo 389 Jugendliche die komplette Choreographie des

MyHostelDance gelernt und aufgeführt haben.

PARTNERSCHAFTEN UND KOOPERATIONEN

Die Zusammenarbeit mit bewährten Partnern wie der CSS Versicherung,

dem Spick und dem Kidy Swissfamily Magazin wurde

fortgeführt. Mit verschiedenen kommunikativen Aktivitäten wie

Inseraten, Wettbewerben, Spezialangeboten und Online-Auftritten

konnten die Schweizer Jugendherbergen die Zielgruppe Familien

ansprechen.

Mit Schweiz Tourismus und STC (der Schweiz Tourismus und SBB

gehörenden Buchungsplattform) wurde die Zusammenarbeit intensiviert.

Ein Grossteil der Betriebe ist nun auf der Plattform von

STC aufgeschaltet und kann somit direkt gebucht werden.

INTERNATIONALE VERKAUFSAKTIVITÄTEN

Vermehrt wurden auch Anstrengungen im internationalen Verkauf

getroffen. Erstmals haben die Schweizer Jugendherberen neben

den Publikums- und Fachmessen auch an Sales-Workshops, organisiert

von Schweiz Tourismus, teilgenommen.

Tschechien (Polen, Ungarn, Ukraine, Russland)

Holiday World Prag: 3. bis 6. März 2010

Sales Workshop Prag: 22. April 2010

Middle East Europe Workshop Wäggis: 22. bis 24. September 2010

Deutschland

ITB Berlin: 8. bis 13. März 2010

England

TNT Travel Show London: 13. März 2010

Asien

Asian Sales Workshop Montreux: 19. bis 20. August 2010

WYSTC Beijing: 17. bis 20. Oktober 2010

30

MITGLIEDERZAHL WEITERHIN STEIGEND

Die Schweizer Jugendherbergen zählten am 31. Dezember 2010

104’663 Mitglieder. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem

Vorjahr von 1.2%.

2008 2009 2010

Junior-Mitglieder 30’124 32’395 32’080

Senior-Mitglieder 41’888 46’182 47’598

Familien-Mitglieder 18’655 19’869 19’700

Gruppen-Mitglieder 4’569 4’958 5’285

Total 95’236 103’404 104’663

ALTERSSTRUKTUR DER MITGLIEDER

2008 2009 2010

Bis 20 Jahre 36% 34% 34%

20 bis 25 Jahre 13% 7% 7%

26 bis 34 Jahre 13% 9% 9%

35 bis 44 Jahre 18% 20% 20%

Ab 45 Jahre 20% 30% 30%

GÄSTEVIELFALT IN JUGENDHERBERGEN

Trotz anhaltender weltweiter Wirtschaftskrise und ungünstiger

Währungsverhältnisse war 2010 für die Schweizer Jugendherbergen

mit total 945’828 Logiernächten ein erfolgreiches Jahr. In

den 46 eigenen Jugendherbergen übernachteten 372’740 Gäste,

woraus 746’032 Logiernächte resultierten. Dies entspricht einer

Abnahme gegenüber dem Vorjahr von 0.2% oder 1’766 Logiernächten.

Zu berücksichtigen gilt es, dass die Jugendherberge St. Moritz

wegen Umbau nur teilweise geöffnet war. Die Bettenauslastung lag

bei durchschnittlich 50%.

2008 Anteil 2009 Anteil 2010 Anteil

Einzelgäste 475’782 48.23% 451’094 47.21% 441’569 46.69%

Gruppen 173’498 17.59% 184’865 19.35% 181’170 19.15%

Schulen 139’843 14.18% 128’083 13.40% 134’416 14.21%

Familien 197’348 20.01% 191’508 20.04% 188’673 19.95%

Total 986’471 100% 955’550 100% 945’828 100%


HERKUNFT DER GÄSTE

2008

Ankünfte

Anteil 2009

Ankünfte

Anteil 2010

Ankünfte

Anteil

Schweiz 271’366 54.77% 280’619 58.25% 277’922 58.0%

Deutschland 68’817 13.89% 65’948 13.69% 65’446 13.75%

Frankreich 14’021 2.83% 15’102 3.13% 15’946 3.35%

USA 12’191 2.46% 12’518 2.60% 11’922 2.51%

Großbritannien 13’212 2.67% 11’380 2.36% 11’770 2.47%

Spanien 11’753 2.37% 9’105 1.89% 8’979 1.89%

Italien 9’393 1.90% 8’682 1.80% 8’906 1.87%

Holland 9’350 1.89% 8’231 1.71% 7’919 1.66%

China 5’785 1.17% 5’007 1.04% 4’639 0.97%

Japan 5’424 1.09% 4’838 1.00% 4’342 0.91%

Österreich 3’888 0.78% 4’421 0.92% 4’207 0.88%

Kanada 5’027 1.01% 4’382 0.91% 3’951 0.83%

Australien 5’338 1.08% 4’145 0.86% 3’818 0.80%

Belgien 3’815 0.77% 3’612 0.75% 3’509 0.74%

Übrige Länder 56’119 11.33% 43’742 9.08% 42’612 8.94%

DURCHSCHNITTLICHE AUFENTHALTSDAUER DER GÄSTE

2008 2009 2010

Schweiz 2.01 1.98 1.97

Deutschland 2.22 2.16 2.17

Frankreich 1.88 1.80 1.82

USA 1.76 1.70 2.23

Großbritannien 2.27 2.30 1.77

Spanien 1.75 1.82 1.91

Italien 2.04 1.87 1.84

Holland 1.96 1.88 1.93

China 1.38 1.52 1.57

Japan 1.66 1.65 1.67

Österreich 1.99 2.04 1.99

Kanada 1.71 1.78 1.78

Australien 1.88 1.83 1.85

Belgien 1.82 2.14 1.89

Durchschnitt 1.99 1.98 1.99

POSITIVES ERGEBNIS TROTZ SCHWIERIGEM UMFELD

Der Gesamtumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.4% auf

CHF 41.1 Mio. leicht erhöht werden. Mit CHF 7’935 liegt der Bettenertrag

3.9% unter dem Vorjahresniveau; der durchschnittliche Betriebsertrag

pro Logiernacht konnte um CHF 0.65 auf CHF 50.52

leicht erhöht werden. Mit CHF 159’748 liegt die Produktivität pro

Mitarbeiter 1.5% unter dem Vorjahresergebnis. Der erwirtschaftete

Cash-Flow vor Zuweisungen und Abschreibungen liegt mit

CHF 9.87 Mio. 6.7% tiefer als im Vorjahr.

Im Berichtsjahr beträgt der Erfolg vor variabler Miete an die Schweizerische

Stiftung für Sozialtourismus (SSST) CHF 1’980’071. Dies

entspricht einem Anteil von 4.8% des Umsatzes. Nach Verbuchung

der variablen Miete SSST resultiert ein Erfolg von CHF 419’368.

Entsprechend steigt das Organisationskapital auf CHF 4.5 Mio.

31


MARKT- UND FINANZWIRTSCHAFTLICHE ZIELE 2010 – AUSWERTUNG

Bettenauslastung 51% Mehrheitlich

32

erreicht

Logiernächte 756’470 (ohne Franchisebetriebe) Nicht erreicht

Gesamtumsatz CHF 40’427’485 Erreicht

Mitglieder Mitgliederbestand 105’000 Nicht erreicht

Umsatz Mitgliederbeiträge CHF 2’090’550 Erreicht

Umsatz Tagesmitgliedschaften CHF 900’000 Nicht erreicht

Umsatz Incoming CHF 400’000 Erreicht

Umsatz E-Commerce 25% vom Gesamtumsatz wird über E-Commerce gebucht Nicht erreicht

Umsatz Cross Selling 1% des Gesamtumsatzes Cross Selling Buchungen Erreicht

Cashflow 40% des Cashflows deckt sämtliche Investitionen Erreicht

Erfolg 3% des Gesamtumsatzes (vor Eigenkapitalverzinsung) Erreicht

Eigenkapitalverzinsung 2% Verzinsung Erreicht

Deckungsbeitrag ll Sämtliche Jugendherbergen sind gemäss DB II mindestens kostendeckend Mehrheitlich

erreicht

Mitarbeiterproduktivität CHF 153’800 Erreicht

Personalkostenanteil 45% bei Kleinbetrieben Teilweise erreicht

40% bei Mittelbetrieben Teilweise erreicht

36% bei Grossbetrieben Teilweise erreicht

Minimalmargen 72% Küche Erreicht

55% Getränke Erreicht

25% Kiosk Non Food Erreicht

15% Ticketverkauf Nicht erreicht

Einkauf Konsequenter Einkauf bei Vertragslieferanten Erreicht

Finanzplanung Erstellen eines 3-Jahresbudgets Erreicht

Riskmanagement Laufende Risikoüberprüfung gemäss IQMS-Vorgaben, Anpassung auf neue Gegebenheiten

und Massnahmeneinleitung zur Risikominimierung

Erreicht


1

2

3

4

Überblick Kennzahlen

1992 1) 1996 2) 2000 3) 2006 2007 2008 2009 2010

Betriebsangaben

Anzahl eigene Betriebe 64 56 47 45 46 46 44 46

Anzahl Franchisebetriebe 16 17 16 14 12 12 11 11

Total inkl. Franchisebetriebe 80 73 63 59 58 58 55 57

Anzahl Betten 7’272 6’813 6’359 6’220 6’455 6’396 6’119 6’411

Mietkosten

Mitglieder

1’745’099 2’680’000 3’679’080 6’104’176 7’647’780 9’138’263 9’197’267 8’522’008

Total Mitglieder

Logiernächte

78’522 65’855 66’277 87’276 91’498 95’236 103’404 104’663

In eigenen Betrieben kE 562’543 573’248 657’292 727’236 785’209 747’798 746’032

Inkl. Franchisebetriebe 920’524 744’777 814’075 881’408 919’052 986’471 955’550 945’828

Zufriedenheitsgrad (Bewertungsskala 1–100 Punkte; vgl. Seite 15)

Gäste kE kE kE kE kE 75 75 77

Mitarbeiter

Beschäftigung

kE kE kE 95 96 95 97 96

Mitarbeiter Betriebe kE 363 345 365 426 418 410 398

Vollzeitstellen Betriebe kE 175.7 163.0 195.5 215.6 225.0 219.2 223.9

Mitarbeiter Geschäftsstelle kE 29 27 31 34 37 37 45

Vollzeitstellen Geschäftsstelle kE 21.4 22.6 24.3 24.7 27.6 30.8 33.4

Mitarbeiter total kE 392 372 396 460 455 447 443

Vollzeitstellen total kE 197.1 185.6 219.8 240.3 252.6 250.0 257.3

Fluktuationsrate

Belegschaftsstruktur

kE kE kE kE 9.3% 9.1% 9.5% 7.0%

Durchschnittliches Alter kE kE kE 37.0 37.2 37.2 37.8 38.4

Anteil Frauen gesamthaft kE kE kE 63% 68% 66% 66% 67%

Anteil Frauen im Kader

Unfälle, Ausfalltage

kE kE kE 52% 57% 55% 56% 58%

Betriebsunfälle kE kE kE 23 26 21 16 16

Nicht Betriebsunfälle

Ausfalltage durch Unfall, Krankheit

kE kE kE 18 19 25 36 31

und Mutterschaft kE kE kE kE kE 5’281 2’914 2’990

Direkte Kosten der Ausfalltage in CHF

Lohnspanne

kE kE kE kE kE 276’554 348’375 325’888

Mindestbruttolohn in CHF

Höchster Lohn zu Mindestlohn

kE 2’250 2’360 3’130 3’200 3’250 3’350 3’350

(Lohnspanne) kE > 3.92 > 4.24 > 3.99 > 3.91 > 4.15 > 4.03 > 4.03

33


Jugendherberge Lausanne (VD)


5

6

7

8

9

10

36

1992 1) 1996 2) 2000 3) 2006 2007 2008 2009 2010

Ressourcenverbrauch/Emissionen

Raumwärme (Öl/Gas):

Reduktion spezifische CO -Fracht 2 kE kE 0% 15.7% 20.3% 28.3% 27.9% 37.1%

Stromverbrauch pro Logiernacht (kWh) kE 5.5 4.9 4.6 4.6 4.4 4.5 4.6

Wasserverbrauch pro Logiernacht (Liter)

CO -Kompensation

2

kE 168 166 146 145 136 137 132

Anteil kompensierte Logiernächte – – – – – 27.8% 57.2% 63.9%

Kompensationsbeitrag an myclimate in CHF

Ertrag

– – – – – 65’406 127’490 118’531

Betriebsertrag in Mio. CHF 17.51 20.45 23.89 32.16 36.29 40.68 40.53 41.11

Bettenertrag in CHF 2’319 2’560 4’709 6’612 6’865 7’843 8’254 7’935

Ertrag pro Logiernacht in CHF kE 36.44 41.68 48.93 49.90 51.81 54.19 55.10

Bettenauslastung (eigene Betriebe)

Ergebnis

43.3% 38.2% 43.9% 49.1% 49.5% 52.4% 52.7% 50.0%

Cash-Flow in Mio. CHF 4) 1.78 2.00 4.28 7.16 8.95 10.45 10.58 9.87

Liquiditätsgrad III 174% 133% 98% 130% 132% 112% 123% 132%

Organisationskapital 18.7% 1.0% 7.4% 33.8% 30.6% 24.6% 31.7% 38 .7%

EK-Verzinsung in % – – – 1% 2% 3% 3% 2%

EK-Verzinsung in CHF

Produktivität

– – – 709’638 1’397’389 2’327’983 2’476’313 1’560’703

Produktivität pro Mitarbeiter in CHF 81’455 88’470 125’926 149’626 154’557 161’046 162’097 159’748

Total Wertschöpfung in CHF kE 10’782’865 13’096’859 17’158’077 19’603’603 21’194’567 21’405’379 21’692’131

Wertschöpfung für Mitarbeiter in CHF 9’140’613 10’324’851 11’643’355 14’881’066 16’987’504 18’112’930 18’301’369 18’919’642

Wertschöpfung für die Öffentliche Hand in CHF

Wertschöpfung in der Organisation

kE 1’134’541 1’046’925 1’420’486 1’757’230 2’025’707 2’006’482 1’763’833

verbleibend in CHF

Gesetzestreue

kE - 676’527 406’578 856’525 858’869 1’055’930 1’097’529 1’008’656

Geahndete Gesetzesverstösse kE 0 0 0 0 0 0 0

1) erstes Geschäftsjahr nach Fusion der 14 eigenständigen Kreise

2) Einleiten der Reorganisation

3) Start Umsetzung der strategischen Planung

4) Vor Zuweisungen und Abschreibungen

kE keine Erhebung


1

Anzahl Betriebe

2

80

70

60

50

40

30

20

10

0

7 Betriebsertrag

8

55

50

45

40

35

30

25

20

15

160’000

150’000

140’000

130’000

120’000

110’000

100’000

90’000

80’000

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Eigene Betriebe

Total Betriebe

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Betriebsertrag in Mio.

Franchisebetriebe

3 Logiernächte

4

975’000

950’000

925’000

900’000

875’000

850’000

825’000

800’000

775’000

750’000

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Anzahl Logiernächte inkl. Franchisebetriebe

5

Stromverbrauch

6

5.75

5.50

5.25

5.00

4.75

4.50

4.25

4.00

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Stromverbrauch pro Logiernacht (kWh)

9 10

Produktivität

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Produktivität pro Mitarbeiter in CHF

105’000

100’000

260

250

240

230

220

210

200

190

180

165

160

155

150

145

140

135

130

10.0

9.0

8.0

7.0

6.0

5.0

4.0

3.0

2.0

95’000

90’000

85’000

80’000

75’000

70’000

65’000

60’000

25 Mio

20 Mio

15 Mio

10 Mio

5 Mio

1 Mio

0.5 Mio

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Anzahl Mitglieder

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Cash-Flow in Mio. CHF

Mitglieder

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Vollzeitstellen

Beschäftigung

Wasserverbrauch

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Wasserverbrauch pro Logiernacht (Liter)

Cash-Flow

Wertschöpfung

1992 1996 2000 2006 2007 2008 2009 2010

Totale Wertschöpfung in CHF

Wertschöpfung für die öffentliche Hand in CHF

Wertschöpfung für Mitarbeiter in CHF

Wertschöpfung in der Organisation in CHF

37


Jugendherberge Interlaken (BE)

38


Bilanz

per 31. Dezember Erläuterungen 2010 2009

Aktiven

Umlaufvermögen

40

im Anhang in CHF in % in CHF in %

Flüssige Mittel 7’354’186.24 63.2 9’096’054.65 70.7

Forderungen gegenüber Dritten 459’388.22 4.0 518’735.64 4.0

Forderungen gegenüber Nahestehenden 141’719.17 1.2 6’994.75 0.1

Delkredere -45’374.00 -0.4 -76’007.00 -0.6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 555’733.39 4.8 449’723.39 3.5

Übrige Forderungen 2 611’349.14 5.3 290’811.19 2.3

Warenvorräte 401’658.14 3.5 377’926.96 2.9

Vorräte Heizmaterial 203’865.12 1.8 265’152.18 2.1

Wertberichtigung Vorräte -121’105.00 -1.0 -128’615.00 -1.0

Vorräte 3 484’418.26 4.2 514’464.14 4.0

Aktive Rechnungsabgrenzungen 208’930.55 1.8 240’459.58 1.9

Umlaufvermögen 9’214’617.58 79.2 10’591’512.95 82.3

Anlagevermögen

Fahrzeuge 118’636.00 1.0 106’190.60 0.8

Einrichtungen 1’141’868.36 9.8 929’735.05 7.2

Sachanlagen 4 1’260’504.36 10.8 1’035’925.65 8.0

Beteiligungen 2.00 0.0 2.00 0.0

Anteilscheine 200.00 0.0 0.00 0.0

Finanzanlagen 5 202.00 0.0 2.00 0.0

Freies Anlagevermögen 1’260’706.36 10.8 1’035’927.65 8.0

Darlehen «Valbella» an Nahestehende 174’420.00 1.5 203’490.00 1.6

Darlehen «Davos» an Nahestehende 980’000.00 8.4 1’040’000.00 8.1

Zweckgebundene Darlehen an Nahestehende 6 1’154’420.00 9.9 1’243’490.00 9.7

Zweckgebundenes Anlagevermögen 1’154’420.00 9.9 1’243’490.00 9.7

Anlagevermögen 2’415’126.36 20.8 2’279’417.65 17.7

Aktiven 11’629’743.94 100.0 12’870’930.60 100.0


per 31. Dezember Erläuterungen 2010 2009

Passiven

Fremdkapital

im Anhang in CHF in % in CHF in %

Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 1’721’585.08 14.8 1’623’784.70 12.6

Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden 0.00 0.0 1’752’607.23 13.6

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 1’721’585.08 14.8 3’376’391.93 26.2

Vorauszahlungen von Gästen 2’693’334.14 23.2 2’526’069.50 19.6

Diverse kurzfristige Verbindlichkeiten 171’482.70 1.5 362’541.00 2.8

Übrige Verbindlichkeiten 8 2’864’816.84 24.6 2’888’610.50 22.4

Abgrenzungen Mitgliederbeiträge 1’135’307.03 9.8 1’144’801.25 8.9

Übrige transitorische Rechnungsabgrenzungen 1’234’023.38 10.6 1’206’483.70 9.4

Passive Rechnungsabgrenzungen 9 2’369’330.41 20.4 2’351’284.95 18.3

Kurzfristiges Fremdkapital 6’955’732.33 59.8 8’616’287.38 66.9

Sicherstellung Garantierisiken 175’500.00 1.5 175’500.00 1.4

Rückstellungen 10 175’500.00 1.5 175’500.00 1.4

Langfristiges Fremdkapital 175’500.00 1.5 175’500.00 1.4

Fremdkapital 7’131’232.33 61.3 8’791’787.38 68.3

Organisationskapital

Kapital per 1. Januar 2003 1’465’631.02 12.6 1’465’631.02 11.4

Erarbeitetes freies Kapital 2’613’512.20 22.5 1’990’629.51 15.5

Freie Fonds 0.00 0.0 0.00 0.0

Vereinskapital 4’079’143.22 35.1 3’456’260.53 26.9

Jahresergebnis 419’368.39 3.6 622’882.69 4.8

Organisationskapital 4’498’511.61 38.7 4’079’143.22 31.7

Passiven 11’629’743.94 100.0 12’870’930.60 100.0

41


Juge Locarno (TI)


Betriebsrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember Erläuterungen 2010 2009

Betriebsertrag

44

im Anhang in CHF in % in CHF in %

Restaurationsertrag 13’921’151.80 33.9 13’825’016.90 34.1

Warenertrag 1’316’340.50 3.2 1’178’000.73 2.9

Restaurations- und Warenertrag 15’237’492.30 37.1 15’003’017.63 37.0

Beherbergungsertrag 22’465’803.35 54.6 22’228’349.72 54.8

Übriger Dienstleistungsertrag 584’731.45 1.4 586’846.61 1.4

Dienstleistungs- und Beherbergungsertrag 11 23’050’534.80 56.1 22’815’196.33 56.3

Jahresmitgliederbeiträge 2’092’371.67 5.1 2’033’816.19 5.0

Eintagesmitgliederbeiträge 814’227.35 2.0 706’939.19 1.7

Mitgliederbeiträge 12 2’906’599.02 7.1 2’740’755.38 6.8

Gönnerbeiträge 48’609.55 0.1 79’704.00 0.2

Zweckgebundene Beiträge 237’060.99 0.6 361’995.32 0.9

Freie Beiträge 10’000.00 0.0 0.00 0.0

Gönnerbeiträge 13 295’670.54 0.7 441’699.32 1.1

Franchisegebühren 181’778.85 0.4 186’210.24 0.5

Verwaltungsbeitrag Nahestehende 78’000.00 0.2 70’000.00 0.2

Diverser Betriebsertrag 37’700.60 0.1 33’570.56 0.1

Übriger Betriebsertrag 297’479.45 0.7 289’780.80 0.7

Rabatte -415’894.77 -1.0 -416’470.39 -1.0

Kommissionen Kreditkarten und Reka -206’924.78 -0.5 -225’410.11 -0.6

Reservationsprovisionen -65’920.02 -0.2 -65’828.73 -0.2

Verluste aus Forderungen 10’596.59 0.0 -56’917.73 -0.1

Ertragsminderungen 14 -678’142.98 -1.6 -764’626.96 -1.9

Betriebsertrag 41’109’633.13 100.0 40’525’822.50 100.0


vom 1. Januar bis 31. Dezember Erläuterungen 2010 2009

Betriebsaufwand

im Anhang in CHF in % in CHF in %

Restaurationsaufwand -3’957’076.94 -9.9 -4’004’335.19 -9.9

Warenaufwand -1’095’286.27 -2.7 -941’911.80 -2.3

Materialaufwand -605’119.21 -1.5 -595’625.41 -1.5

Drittleistungen -574’379.53 -1.4 -667’089.82 -1.6

Aufwand für Material, Waren und Drittleistungen 15 -6’231’861.95 -15.2 -6’208’962.22 -15.3

Löhne -15’305’602.30 -37.2 -14’759’508.79 -36.4

Sozialleistungen -2’360’982.90 -5.7 -2’388’245.40 -5.9

Übriger Personalaufwand -533’196.83 -1.3 -468’189.75 -1.2

Arbeitsleistungen Dritter -719’860.35 -1.8 -685’424.65 -1.7

Personalaufwand 16 -18’919’642.38 -46.0 -18’301’368.59 -45.2

Miet- und Pachtzinsen Dritte -480’846.72 -1.2 -438’601.15 -1.1

Miet- und Pachtzinsen Nahestehende -8’522’008.15 -20.7 -9’197’267.00 -22.7

Übriger Raumaufwand -36’993.15 -0.1 -29’689.70 -0.1

Unterhalt Gebäude und Installationen -615’210.65 -1.5 -522’634.95 -1.3

Mitarbeiteranteile Unterkunft 586’977.06 1.4 550’899.10 1.4

Raumaufwand 17 -9’068’081.61 -22.1 -9’637’293.70 -23.8

Unterhalt, Reparaturen, Ersatz und Leasing -822’271.70 -2.0 -708’086.76 -1.7

Fahrzeug- und Transportaufwand -138’400.98 -0.3 -140’418.55 -0.3

Sachversicherungen und Abgaben -273’543.30 -0.7 -262’792.95 -0.6

Energie- und Entsorgungsaufwand -1’793’199.62 -4.4 -1’826’304.63 -4.5

Verwaltungsaufwand -1’445’900.73 -3.5 -1’329’849.93 -3.3

Werbeaufwand -1’281’349.36 -3.1 -1’033’761.36 -2.6

Diverser Betriebsaufwand -80’460.71 -0.2 -43’297.46 -0.1

Übriger Betriebsaufwand -5’835’126.40 -14.2 -5’344’511.64 -13.2

Abschreibungen 4 -589’287.59 -1.4 -474’646.15 -1.2

Betriebsaufwand 18 -40’643’999.93 -98.9 -39’966’782.30 -98.6

Betriebsergebnis 465’633.20 1.1 559’040.20 1.4

Erfolg aus Abgängen Sachanlagevermögen 2’006.85 0.0 1’800.00 0.0

Finanzaufwand -133’996.86 -0.3 -44’898.33 -0.1

Finanzertrag 85’725.20 0.2 106’940.82 0.3

Finanzergebnis -48’271.66 -0.1 62’042.49 0.2

Ordentliches Jahresergebnis 419’368.39 1.0 622’882.69 1.5

45


Mittelflussrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 2009

Mittel aus Eigenfinanzierung

46

Anfangsbestand

in CHF

Zuweisung

in CHF

Interne Fonds-

transfers in CHF

in CHF in CHF

Jahresergebnis 419’368.39 622’882.69

Abschreibungen 589’287.59 474’646.15

Wertberichtigung von Vorräten -7’510.00 128’615.00

Wertberichtigung von Finanzanlagen 0.00 2.00

Wertberichtigung zweckgebundene Darlehen an Nahestehende 29’070.00 29’070.00

Bildung/Auflösung von Rückstellungen 0.00 -40’000.00

Zweckgebundene Beiträge an Klimaprojekte 0.00 -32’743.05

Zu-/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -106’010.00 42’034.98

Zu-/Abnahme von übrigen Forderungen -320’537.95 44’099.65

Zu-/Abnahme von Vorräten 37’555.88 85’455.14

Zu-/Abnahme von aktiven Rechnungsabgrenzungen 31’529.03 -63’235.70

Zu-/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1’654’806.85 -1’695’172.90

Zu-/Abnahme von übrigen Verbindlichkeiten -23’793.66 -9’224.75

Zu-/Abnahme von passiven Rechnungsabgrenzungen 18’045.46 -2’178.90

Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit -987’802.11 -415’749.69

Investitionen in Sachanlagen -819’273.80 -383’443.00

Devestitionen von Sachanlagen 5’407.50 0.00

Investitionen in Finanzanlagen -200.00 0.00

Devestitionen von zweckgebundenen Darlehen an Nahestehende 60’000.00 60’000.00

Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -754’066.30 -323’443.00

Veränderung flüssige Mittel -1’741’868.41 -739’192.69

Bestand flüssige Mittel per 1. Januar 9’096’054.65 9’835’247.34

Bestand flüssige Mittel per 31. Dezember 7’354’186.24 9’096’054.65

Veränderung flüssige Mittel -1’741’868.41 -739’192.69

Rechnung über die Veränderung des Kapitals

Verwendung

in CHF

Endbestand

in CHF

Kapital per 1. Januar 2003 1’465’631.02 0.00 0.00 0.00 1’465’631.02

Erarbeitetes freies Kapital 1’990’629.51 0.00 622’882.69 0.00 2’613’512.20

Freie Fonds 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00

Jahresergebnis 622’882.69 419’368.39 -622’882.69 0.00 419’368.39

Organisationskapital 4’079’143.22 419’368.39 0.00 0.00 4’498’511.61


Anhang zur Jahresrechnung

ALLGEMEINES

Die Rechnungslegung der Schweizer Jugendherbergen erfolgt in Übereinstimmung mit den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung

(Swiss GAAP FER) und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Jahresrechnung 2010 wurde gemäss der Fachempfehlung Swiss GAAP FER 21 für gemeinnützige, soziale Nonprofit-Organisationen

erstellt.

NAHESTEHENDE PERSONEN

Als nahestehende Personen gelten die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus, die Stiftung für Jugendherbergen in der Schweiz und

die Hostelling International Marketing GmbH. Alle wesentlichen Transaktionen werden im Anhang zur Jahresrechnung offen gelegt.

Mit Mitgliedern des Vorstandes der Schweizer Jugendherbergen, den Stiftungsräten der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus,

den Stiftungsräten der Stiftung für Jugendherbergen in der Schweiz und der Hostelling International Marketing GmbH bestehen keinerlei

Auftragsverhältnisse.

BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel umfassen Kassabestände, Postcheck- und Bankguthaben sowie Checks, bewertet zu Nominalwerten. Die Fremdwährungsbestände

werden zum Jahresendkurs der Eidgenössischen Steuerverwaltung umgerechnet.

Forderungen

Die Forderungen aus Leistungen gegenüber Dritten verstehen sich nach Abzug der notwendigen Wertberichtigungen für das Delkredere-

Risiko.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Einstandspreisen oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Das Warenrisiko ist mit einer Wertberichtigung von 20%

auf dem jeweiligen Jahresendbestand berücksichtigt.

Sachanlagen

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden

linear über folgende Nutzungsdauer vorgenommen:

Maschinen und Apparate 8 Jahre

Mobiliar 8 Jahre

Kleininventar 3 Jahre

EDV 3 Jahre

Fahrzeuge 5 Jahre

47


ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im Delkredere wurden Forderungen, welche per Bilanzstichtag älter als 60 Tage waren, vollumfänglich und die restlichen Forderungen

pauschal zu 5% wertberichtigt.

In den Forderungen gegenüber Nahestehenden sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus

enthalten.

2. Übrige Forderungen

In den übrigen Forderungen sind CHF 418’301 Vorauszahlungen an Lieferanten enthalten. Lieferantenrechnungen, welche die Berichtsperiode

des Folgejahres betreffen, wurden in der aktuellen Berichtsperiode bezahlt.

3. Vorräte

Die Risiken auf dem Warenlager wurden in der Höhe von 20% des Warenbestandes per Jahresende bewertet und vollumfänglich als Wertberichtigung

zurückgestellt.

4. Sachanlagen Buchwert per

01.01.

48

Zugänge Abgänge Abschreibungen Buchwert per

31.12.

Fahrzeuge 106’190.60 57’342.00 2’640.00 42’256.60 118’636.00

EDV 137’506.50 296’910.00 10.00 209’240.15 225’166.35

Maschinen/Apparate 232’197.25 93’345.00 0.00 72’388.44 253’153.81

Mobiliar 488’945.30 89’539.80 0.00 124’115.10 454’370.00

Kleininventar 71’086.00 282’137.00 2’757.50 141’287.30 209’178.20

Sachanlagen 1’035’925.65 819’273.80 5’407.50 589’287.59 1’260’504.36

5. Finanzanlagen

Im September 2006 wurde die Hostelling International Marketing GmbH mit Sitz in Zug gegründet. An dieser Gesellschaft sind der holländische

Jugendherbergsverband Stichtig Stayokay und die Schweizer Jugendherbergen je zu 50% beteiligt. Das Stammkapital beträgt CHF

20’000, der Anteil der Schweizer Jugendherbergen CHF 10’000. Dieser ist mit CHF 1 bewertet und in den Beteiligungen Nahestehender

enthalten.

Bei der Hostelling International Marketing GmbH handelt es sich um eine von der Vollkonsolidierung ausgeschlossene Organisation, da

diese ausschliesslich zur Erbringung von Dienstleistungen an die nationalen Jugendherbergsverbände gegründet wurde.

6. Zweckgebundene Darlehen an Nahestehende

Im 2007 wurde ein für die Jugendherberge Valbella zweckgebundenes Darlehen an die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus gewährt.

Dieses amortisiert sich jährlich um CHF 29’070.

Im 2008 wurde ein für den Kauf der Jugendherberge Davos zweckgebundenes Darlehen an die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus

gewährt. Dieses Darlehen wird ordentlich verzinst und mit jährlichen Raten zu CHF 60’000 amortisiert.

7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden wurden vollumfänglich beglichen.

8. Diverse kurzfristige Verbindlichkeiten

Die diversen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungseinrichtungen.

9. Passive Rechnungsabgrenzungen

Die Abgrenzungen der Mitgliederbeiträge für das Folgejahr entstehen aufgrund des rollenden Mitgliederjahres.

10. Rückstellungen

Die Sicherstellung Garantierisiken bestehen für die Sicherstellung von Vertragsverhältnissen.


ERLÄUTERUNGEN ZUR BETRIEBSRECHNUNG

11. Dienstleistungs- und Beherbergungsertrag

Im 2010 wurden in den eigenen Betrieben 372’740 Gäste beherbergt. Daraus resultierten 746’032 Logiernächte.

12. Mitgliederbeiträge

Die Mitgliederzahl per 31. Dezember 2010 (Stichtag) betrug 104’663.

13. Gönnerbeiträge

Die zweckgebundenen Beiträge enthalten CHF 237’061 aus freiwilliger CO 2 -Kompensation der Übernachtungsgäste der Schweizer Jugendherbergen.

Die Beiträge werden je hälftig an die Stiftung myclimate für die Finanzierung von Klimaschutzprojekten weltweit und an

die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus für Klimaprojekte der Schweizer Jugendherbergen überwiesen.

14. Ertragsminderungen

In den Verlusten aus Forderungen ist die Abnahme des Delkredere-Risikos in der Höhe von CHF 30’633 enthalten.

15. Aufwand für Material, Waren und Drittleistungen

Im Aufwand für Drittleistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für externes Waschen und für die Verwaltung der Mitgliederdatenbank

enthalten.

16. Personalaufwand

Im 2010 verteilten sich 257 Vollzeitpensen auf 395 Festanstellungen. Weiter wurden 48 sporadische Aushilfen beschäftigt.

17. Raumaufwand

Die Miet- und Pachtzinsen an Nahestehende enthalten die Mietzinsen an die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus (SSST). Im 2010

wurde ein variabler Mietzinsanteil in der Höhe von 2% des investierten Eigenkapitals SSST (CHF 1’560’703) eingerechnet.

49


WEITERE ANGABEN

18. Aufwand für die Leistungserbringung nach Swiss GAAP FER 21 2010

in CHF

50

2009

in CHF

Betriebsaufwand

Aufwand für Material, Waren und Drittleistungen - 6’231’861.95 - 6’208’962.22

Personalaufwand - 16’685’309.33 - 16’093’392.82

Raumaufwand - 8’744’173.41 - 9’314’938.15

Übriger Betriebsaufwand - 5’097’315.18 - 4’726’685.17

Abschreibungen - 435’113.40 - 358’986.70

Total Betriebsaufwand - 37’193’773.27 - 36’702’965.06

Verwaltungsaufwand

Personalaufwand Verwaltung - 2’234’333.05 - 2’207’975.77

Übriger Verwaltungsaufwand - 1’061’719.42 - 940’182.02

Abschreibungen - 154’174.19 - 115’659.45

Total Verwaltungsaufwand - 3’450’226.66 - 3’263’817.24

Total - 40’643’999.93 - 39’966’782.30

Verwaltungsaufwand in % zum Betriebsertrag 8.4% 8.1%

Brandversicherungswerte der Sachanlagen 2010

in CHF

2009

in CHF

Einrichtungen der Geschäftsstelle 500’000 500’000

Informatik, Bürotechnik, Kommunikationstechnik 833’550 802’000

Die übrigen Sachanlagen sind im Rahmen einer

Gemeinschaftspolice mit der Schweizerischen Stiftung

für Sozialtourismus mitversichert 16’870’000 15’910’000

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen 2010

in CHF

2009

in CHF

Berufliche Vorsorge Guthaben Guthaben

Entschädigungen an Vorstandsmitglieder

2010 wurden Entschädigungen in Form von Honoraren und Spesen an Vorstandsmitglieder in der Höhe von CHF 97’166 bezahlt. Davon

entfallen auf den Präsidenten CHF 73’414.

Aufwand für Fundraising

Im Jahr 2010 ist kein Aufwand für Fundraising angefallen.

Risikobeurteilung

Um die Übereinstimmung des Jahresabschlusses der Organisation mit den anzuwendenden Rechnungslegungsregeln und die Ordnungsmässigkeit

der Berichterstattung zu gewährleisten, haben Vorstand und Geschäftsleitung interne Vorkehrungen getroffen. Diese beziehen

sich auf zeitgemässe Buchhaltungssysteme und -abläufe ebenso wie auf die Erstellung des Jahresabschlusses. Im abgelaufenen

Geschäftsjahr haben Vorstand und Geschäftsleitung keine Risiken identifiziert, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Organisation führen könnten.


Bericht der Revisionsstelle zur Ordentlichen Revision

an die Delegiertenversammlung der Schweizer Jugendherbergen, Zürich

Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Schweizer Jugendherbergen, bestehend aus Bilanz, Betriebsrechnung,

Geldflussrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals und Anhang für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene

Geschäftsjahr geprüft. In Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER unterliegen die Angaben im Leistungsbericht

nicht der ordentlichen Prüfpflicht der Revisionsstelle.

Verantwortung des Vorstandes

Der Vorstand ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten

verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems

mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen

oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Vorstand für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden

sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere

Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen

Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung

frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung

enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen

des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von

Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für

die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen,

nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die

Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen

sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise

eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den

tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP

FER. Ferner entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit

(Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den

Vorgaben des Vorstandes ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Ferner bestätigen wir, dass die durch uns zu prüfenden Bestimmungen der Stiftung ZEWO eingehalten sind.

BOMMER + PARTNER

Treuhandgesellschaft

Hugo Schmid Annemarie Wüthrich

Zugelassener Revisionsexperte Zugelassene Revisionsexpertin

Leitender Revisor

Bern, 12. April 2011 / aw

Beilage: - Jahresrechnung

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Vorstand und Geschäftsleitung von Links nach Rechts: Jordan Amaury, René Dobler, Stephan Kurmann, Janine Bunte, Daniel Furrer,

Erwin Roffl er, Fredi Gmür, Markus Egloff, Christoph Müller, Pierre Martin, Ursula Hitz, Thomas Abegg, Stéphane Gendre, Heinz Lüdi


Ausblick und Schwerpunkte 2011

Der Tourismus ist sehr stark und unmittelbar von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

und Währungsentwicklungen abhängig. In den letzten Monaten hat sich der Wert des

Schweizer Frankens gegenüber dem Euro, dem britischen Pfund und dem US Dollar massiv

erhöht. Dies wird direkte Auswirkungen auf das Reise- und Ausgabeverhalten haben.

So erwarten die Schweizer Jugendherbergen ein herausforderndes 2011. Der Gesamtumsatz

sowie auch die Logiernächte sollen trotzdem leicht steigen. Die ambitiösen Bauprojekte

sowie der Investitionsbedarf an bisherigen Standorten setzen ein sanftes Wachstum

voraus. Attraktive Angebote, qualitätssichernde Massnahmen und die konsequente Umsetzung

der Nachhaltigkeitsstrategie sollen auch künftig den Schweizer Jugendherbergen

ein solides Fundament sichern.

Der Vorstand wird die bestehende Netzwerkstrategie überprüfen und im Anschluss die

strategische Konzeption «Futura 2020» definieren. Wertvorstellungsprofil, A-/B-/C-

Standortdefinition und auch die Weiterentwicklung unserer Non-Profit-Organisation gelten

dabei als Grundsätze.

Bauliche Schwerpunkte für SSST-eigene Häuser bilden der Neubau Interlaken Ost, die Sanierungen

und Erweiterungen der Jugendherbergen Bern und Figino, der Ersatzneubau der

Jugendherberge Saanen und der Neubau einer Jugendherberge in Saas-Fee. Weitere bauliche

Verbesserungen in den Miethäusern Pontresina, Rapperswil-Jona und Sta. Maria sowie

ein Neubau in Neuchâtel sind in Planung.

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SchweizerJugendherbergen.

Schaffhauserstrasse 14, 8042

Zürich.Tel.0443601414.Fax0443601460.

www.youthhostel.ch

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