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Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan - Gemeinde ...

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5 INFOS / GRUNDLAGEN FNP

5 INFOS / GRUNDLAGEN FNP MIT INTEGRIERTEM LP GEMEINDE IFFELDORF TEIL C BESCHREIBUNG DES GEMEINDEGEBIETS 5 INFORMATIONEN / GRUNDLAGEN ZUR GEMEINDE 5.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebiets Der Geltungsbereich des zukünftigen Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan umfasst das gesamte Gemeindegebiet (siehe Abb. 3). 5.2 Charakterisierung des Gemeindegebiets Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 27,61 km² und wird im Osten und Süden durch die Fließgewässer Bodenbach, Singerbach, Neuweibergraben, Brünnlesbach und Steinbach begrenzt. Nach Westen und Norden bilden Wälder und Felder die Grenzen des Gemeindegebiets. Ein großer Teil des Gemeindegebiets wird durch die Eiszerfallslandschaft der Osterseen mit ihren Verlandungsbereichen, Moorflächen und Wäldern bestimmt. Dadurch beschränkt sich das eigentliche Siedlungsgebiet auf die Schotterterrassen im Süden, die auch einen Schwerpunkt für die landwirtschaftliche Nutzung bilden. Neben der Ortschaft Iffeldorf mit den Ortsteile Eitzenberg, Eurach, Oberlauterbach, Ponholz, Rettenberg, Sanimoor, Schwaig, Staltach, Torfwerk, Untereurach und Unterlauterbach gehören noch verschiedene Einöden und Weiler zum Gemeindegebiet. Abb. 4 Auszug aus der Topographischen Karte, M 1:25.000 TEIL C – BESCHREIBUNG DES GEMEINDEGEBIETS 16

5 INFOS / GRUNDLAGEN FNP MIT INTEGRIERTEM LP GEMEINDE IFFELDORF 5.3 Geschichte Erste deutliche Siedlungsspuren hinterließen im bayerischen Oberland die Kelten, die im 5. Jahrhundert v. Chr. von Westen her einwanderten und 15 v. Chr. von den Römern besiegt wurden (BUKOVEC & EXNER 1994). Mit dem Niedergang des weströmischen Reiches wanderten die römischen Legionen und Kolonisten ab und machten Platz für die nachrückenden Bajuwaren, die sich in dem damals noch dünn besiedelten Land niederließen. Einige bajuwarische Reihengräber aus dem 6. bis 7. Jahrhundert n. Chr. stellen die ersten anthropogenen (menschlichen) Spuren auf dem Gemeindegebiet Iffeldorfs dar. Im 8. Jahrhundert christianisierten Missionare aus Britannien, Irland und Gallien Germanien. In diese Zeit fallen einige Klostergründungen (z. B. Wessobrunn), die zu geistigen Zentren wurden. Von ihnen gingen Rodung und Urbarmachung der Region aus, die damals noch von durchgehenden, dichten Wäldern bedeckt war. Iffeldorf wird erstmals im 11. Jahrhundert in einem Schenkungsbuch des Klosters Benediktbeuern urkundlich erwähnt. In den darauf folgenden Zeiten lag Iffeldorf im Einflussbereich wechselnder Grundherren und Adelsgeschlechter. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Iffeldorf vom Kloster Wessobrunn gekauft, in dessen Besitz es bis zur Säkularisation am Beginn des 19. Jahrhunderts blieb. Iffeldorf ist ein Straßendorf, dessen Gebäude über Jahrhunderte in einer traditionellen Siedlungsform entlang der Hofmark angeordnet waren. Der Ort teilt sich in das Oberdorf (Hofmark, Dorfstraße) und das Unterdorf (Osterseenstraße). Erst nach dem 2. Weltkrieg änderte sich das Ortsbild durch die Ausdehnung der Siedlungen, die sich heute zu einer fast durchgängigen Bebauung zwischen Iffeldorf und Staltach geschlossen haben. Seit den 1970er Jahren ging die Landwirtschaft zurück, so dass heute nur mehr wenige bewirtschaftete Betriebe übrig sind. Dennoch hat sich die Wald-Feld-Verteilung im Großen und Ganzen erhalten. In Iffeldorf macht diese Verteilung im Zusammenspiel mit den vielen offenen Wasserflächen den Reiz der Landschaft aus. 5.4 Lage im Naturraum und Geologie 5.4.1 Lage im Naturraum Naturräumlich liegt Iffeldorf in der Jungmoräne des Isar-Loisach-Ammergletschers (Standortkundliche Landschaftsgliederung von Bayern, GLA 1991) bzw. dem Ammer-Loisach- Hügelland (Meynen & Schmithüsen, 1962). Diese Landschaftseinheiten lassen sich noch weiter untergliedern: dabei nimmt die Untereinheit „Osterseengebiet“, die die gesamte Eiszerfallslandschaft umfasst, den größten Teil des Gemeindegebiets in Anspruch. Im Osten hat Iffeldorf Anteil an der Untereinheit „Hügelland zwischen Penzberg und Obersöchering“, einer Grundmoränenlandschaft zu der die Antdorfer-Iffeldorfer-Schotterterrasse gezählt wird. Ein kleiner Teil im Westen des Gemeindegebiets liegt im Eberfinger Drumlinfeld (ABSP 1997). Der eiszeitliche Einfluss ist überall deutlich spürbar: im Norden dehnen sich über weite Flächen das Schechen- und das Weidfilz aus - Hochmoore, die sich durch Verlandung ehemaliger Seen bildeten. Sie sind, ebenso wie die südöstlich anschließenden Niederungen der Os- TEIL C – BESCHREIBUNG DES GEMEINDEGEBIETS 17

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