Geschäftsbericht 2008 - 2012 (2,19 MB) - AWO

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Geschäftsbericht 2008 - 2012 (2,19 MB) - AWO

Geschäftsbericht | 20082012

Einleitung

Offen für Neues und Neue

„Offen für Neues und Neue“ – Unter die-

sem Motto steht unser Geschäftsbericht

für die Jahre 2008 bis 2012.

Den verbandlichen Bereich zu stabili-

sieren, die ehrenamtliche Arbeit in den

Ortsvereinen zu stützen und weiter zu

entwickeln, ist eine dauerhafte Aufgabe,

die wir im Berichtszeitraum durch unser

Projekt „Offen für Neues und Neue“ in-

tensiviert haben. Das nach der letzten

Bezirkskonferenz gestartete Projekt er-

reicht inzwischen eine Vielzahl von Orts-

vereinen und hat gemeinsam mit den

Mitgliedern vor Ort Angebote entwi-

ckelt und unterstützt die Arbeit gerade

auch im organisatorischen Bereich. Um

hier eine Nachhaltigkeit zu erzielen, ist

eine Fortführung des Projektes in enger

Anbindung an die örtlichen Gliederungen

sinnvoll und notwendig.

Offen für Neues zu sein, zielt aber

ebenso auf die Aktivitäten des Bezirksverbandes

im unternehmerischen Bereich.

Es ist wichtig, die Augen offen zu

halten für gesellschaftliche Veränderungen

und die sich daraus ergebenden

Anforderungen. Das Anschieben neuer

Projekte, aber auch die kontinuierliche

Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen

und Dienste unter sich verändernden

Rahmenbedingungen sind eine

Grundvoraussetzung, um sich am Markt

behaupten zu können.

Die AWO in OWL ist einer der siebzehn

Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege

in NRW und wird sich auch

in Zukunft zu sozialpolitischen Fragen

positionieren sowie unterstützend und

beratend bei der Umsetzung von Gesetzvorhaben

beteiligen. Ein besonderer Vorteil

ist, dass wir als Spitzenverband und

Träger von Einrichtungen und Diensten

die Diskussion um gesetzliche Änderungen,

wie aktuell im Bereich des Wohnund

Teilhabegesetzes und der Novellierung

des Kinderbildungsgesetzes, durch

Impulse aus eigener Anschauung mit

entsprechendem Praxisbezug ergänzen

können.

Sozialpolitische

Herausforderungen

Die AWO hat in den letzten Jahren immer

wieder darauf hingewiesen, dass

die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise

nicht dazu führen dürfen, dass die

Leistungen des Sozialstaates abgebaut

werden und damit die Menschen, die auf

Sozialtransfers und staatliche Unterstützung

angewiesen sind, die Lasten dieser

verfehlten Politik zu tragen haben.

Die sozialpolitische Grundsatzerklärung

der AWO vom Januar 2011 fordert

zu Recht, dass ein handlungsfähiger Sozialstaat

handlungsfähige Kommunen

braucht. Eine Politik, die nur darauf abzielt,

die steuerliche Belastung zu sen-

Einleitung

Ihren 90. Geburtstag konnte unsere Ehrenvorsitzende Elfriede Eilers (Mitte) im Januar 2011 mit vielen

Gästen feiern. In und mit der von ihr gegründeten Elfriede-Eilers-Stiftung ist sie immer noch aktiv.

ken, nimmt den öffentlichen Haushalten

gerade die Spielräume, die sie benötigen,

um gezielt in Zusammenarbeit mit den

Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege

angemessene Angebote vorzuhalten

bzw. aufzubauen.

In den nächsten Jahren stehen wir vor

konkreten Herausforderungen:

Die Rahmenbedingungen in der Erziehung,

Bildung und Betreuung müssen

verbessert werden. Dies muss bereits

bei den Kindertagesstätten beginnen.

Gerade vor dem Hintergrund des weiteren

Ausbaus der Plätze für Kinder unter

3 Jahren ist hier eine Anpassung des

Personalschlüssels erforderlich. Einrichtungen

mit einem hohen Anteil armer

Kinder oder solchen mit einem hohen

Sprachförderbedarf oder Einrichtungen,

die sich verstärkt um Inklusion kümmern,

müssen auch eine bessere Förderung erfahren.

Ziel muss es sein, verstärkt präventiv

tätig zu werden und nicht erst nach

Eintreten einer Krise zu intervenieren.

Ressourcen für Kinder und Jugendliche

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