Kompetenz ist zuKunft - KWA - Kuratorium Wohnen im Alter

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Kompetenz ist zuKunft - KWA - Kuratorium Wohnen im Alter

Kompetenz ist zuKunft

Geschäftsbericht 2007


2

zahlen

in Kürze

Wohnungen

(in Wohnstiften)

2006 2005 2004

2.040 2.046 2.058

Betreutes Wohnen 34

34 34 34

Pflegeplätze 924

917 770 782

Reha-Klinik 85

85 85 85

Mitarbeiter 2.041

1.964 1.679 1.699

Gewinn- und

Verlustrechnung

Mio.

EUR

Prozent der

Gesamt-

leistung

Mio.

EUR

Prozent der

Gesamt-

leistung

Mio.

EUR

Prozent der

Gesamt-

leistung

Gesamtleistung 99,1 100 95,6 100 91,2 100 91,1 100

Personalkosten 50,6 51,1 48,0 50,2 45,9 50,3 46,2 50,7

EBITDA 11,6 11,7 11,5 12,0 30,3 33,2 11,1 12,2

EBIT 7,5 7,6 7,2 7,5 25,8 28,3 7,2 7,9

Jahresüberschuss 1,5 1,4 1,2 1,3 20,1 22,0 1,3 1,4

Cash Flow - - 5,6 - 5,0 - 5,8 -

Auszug aus

der Bilanz

AKTIVA

Mio.

EUR

Prozent

der Bilanzsumme

Immaterielle VG - - - -

Anlagevermögen 185,8 92,2 189,8 93,2

Umlaufvermögen 15,6 7,8 13,8 6,8

Rechnungsab-

grenzungsposten

PASSIVA

Eigenkapital inkl.

Sonderposten

0,1 -

33,9 16,7

Rückstellungen 14,2 7,1 13,3 6,5

Verbindlichkeiten 150,0 74,5 154,2 75,7

davon: Bewohner,

Vorvertragspartner

Rechnungsab-

grenzungsposten

2.007

Mio.

EUR

Mio.

EUR

2007

Prozent der

Gesamt-

leistung

Prozent

der Bilanz-

summe

- -

35,2 17,5

(39,6) (19,7)

2,0 1,0

(40,6) (19,9)

2,3 1,1

BILANZSUMME 201,4 100

203,7 100

zahlen in Kürze


inhalt

Vorwort des Vorstands 4-5

Bericht des Aufsichtsrats 6

Vorstand und Aufsichtsrat 8

Unternehmensprofil 9

11-15 Bericht des Vorstands

Rahmenbedingungen 11

Marktentwicklung 11

Geschäftsentwicklung 2007 12-13

Geschäftsbereich Wohnbereich

Geschäftsbereich Ambulante Versorgung

Geschäftsbereich Stationäre Pflege

Geschäftsbereich Rehabilitation / KWA Klinik Stift Rottal

Ertragslage 13

Bilanzstruktur 14

Investitionen 14

Risikobericht 15

Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag und Ausblick 15

16-27 KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

Einrichtungen 16-17

Mitarbeiter 18

Kundenbetreuung 20

Pflegeorganisation 21

Qualitäts- und Prozessmanagement 22-23

KWA Betriebs- und Service-Gesellschaft mbH 24

Immobilien und Bau 25

Beteiligungen und Kooperationen 26

28-31 Kompetenzzentrum KWA

KWA Hauptstadtbüro 28

KWA Club 29

KWA Bildungszentrum 30

32-33 Zahlen und Daten 2007

Konzernbilanz 2007 32

Gewinn- und Verlustrechnung 2007 33

KWA-Adressen 34-35

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t


Vorwort

des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit über 40 Jahren ist es das erklärte Ziel von

KWA Kuratorium Wohnen im Alter, den Menschen

in seinen 14 Wohnstiften nicht nur einen

Rundum-Service zu bieten, sondern vor allem

die Lebensqualität und Selbstständigkeit seiner

Bewohner durch individuelle Hilfs- und Betreuungsangebote

zu gewährleisten. Nur durch eine

kontinuierliche Erneuerung und Weiterentwicklung

von Kompetenzfeldern kann dieses Ziel

auch in der Zukunft erreicht werden.

Ein Thema hat im Jahr 2007 die Gesellschaft

und Politik sehr beschäftigt und für jede Menge

Diskussionsstoff gesorgt: Die Pflegereform. Ziel

der Reform ist es nicht nur, für zukünftige Generationen

eine auskömmliche Versorgung sicherzustellen,

sondern auch die Lebenssituation

von Millionen Pflegebedürftigen zu verbessern.

Gerade die Qualität des Wohn- und Dienstleistungsbereichs

für ältere Menschen wird in Zukunft

stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

KWA Kuratorium Wohnen im Alter stellt sich

dieser Herausforderung, indem es schon rechtzeitig

die Weichen für Neuerungen stellt und

damit auf seine besondere Kompetenz für individuelles

und selbstbestimmtes Leben im Alter

verweist.

Wohn- und Servicekonzepte müssen nunmehr

nicht nur den Anforderungen einer alternden

Gesellschaft, sondern auch den neuen

gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das

Pflegeweiterentwicklungsgesetz Rechnung tragen.

Beispielhaft dafür ist die 2007 im KWA Parkstift

Hahnhof und dem KWA Parkstift St. Ulrich

eingeführte Serviceleistung der Persönlichen

Assistenz. Den Bewohnern wird nach Bedarf

Vorwort des Vorstands

ein Alltagsbegleiter zur Seite gestellt, der einerseits

bei den Aufgaben des täglichen Lebens

Unterstützung bietet und gleichzeitig die älteren

Menschen in ihrer autonomen Lebensführung

bestärkt.

Die Pflegereform sieht u. a. vor, für solche

„niedrigschwelligen“ Betreuungsangebote zukünftig

mehr Fördergelder zur Verfügung zu

stellen. Eine weitsichtige Ausdehnung des Pflegeangebots

in diesem Bereich kommt also den

Bewohnern von KWA Kuratorium Wohnen im

Alter gleich in mehrfacher Hinsicht zu Gute. Der

sich verändernden Situation des Pflegemarktes

begegnet KWA Kuratorium Wohnen im Alter vor

allem mit flexiblen Serviceangeboten:

Ob ambulante oder stationäre Pflege, Tagesbetreuung

von dementen Menschen oder

Kurzzeitpflege – im Mittelpunkt aller KWA-Einrichtungen

steht immer die Verknüpfung von

Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit im

Alter mit Sicherheit, Gesundheit und Leben in

der Gemeinschaft. Der neue, moderne Pflegebereich

im Kurstift Bad Dürrheim soll an dieser

Stelle nur beispielhaft für die Verbindung dieser

Grundprinzipien genannt werden.

Besonderen Wert legen wir als Dienstleistungsunternehmen

natürlich auch auf die Zufriedenheit

unserer Bewohner. Um diese kritisch

zu untersuchen, wurde im Jahr 2007 eine sehr

detaillierte Kundenbefragung durchgeführt. Insbesondere

die Dienstleistungsangebote wurden

neben allen anderen abgefragten Kriterien

durchgehend positiv bewertet. Damit verbunden

ist der Wunsch, dieses Angebot noch zu


erweitern. Dies stellt auch den Mitarbeitern von

KWA Kuratorium Wohnen im Alter ein hervorragendes

Zeugnis aus. Das Ergebnis der Studie

spiegelt also insgesamt die große Zufriedenheit

der Bewohner mit den Leistungen und vor allem

auch den Mitarbeitern von KWA Kuratorium

Wohnen im Alter wider.

Qualifiziertes Fachpersonal ist das wichtigste

Zukunftspotenzial für unser Unternehmen. Auf

die Ausbildung und Qualifizierung von Nachwuchskräften

wurde daher auch im Jahr 2007

besonderer Wert gelegt. Fachkompetenz wird

durch Seminare ausgebaut, regelmäßig stattfindende

Qualitätskonferenzen der Mitarbeiter in

Pflege und Hauswirtschaft leisten einen wichtigen

Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung

unseres Unternehmens.

Kompetenz ist Zukunft“ – dieser Leitsatz

steht nicht nur exemplarisch für das Geschäftsjahr

2007. Er hat KWA Kuratorium Wohnen im Alter

auch zu dem gemacht, was es heute ist: einer

der führenden Träger von Altenwohnstiften in

Deutschland.

Dafür, dass wir uns auch in Zukunft auf ihre

individuellen Kompetenzen und ihr Engagement

verlassen können, möchten wir uns bei unseren

Freunden und Förderern, den Aktionären und

Aufsichtsräten aber vor allem auch bei unseren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken!

Herzlichst Ihr

Horst Schmieder

Vorstand

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Horst Schmieder

Vorstand


Bericht

des Aufsichtsrats

Prof. Dr. jur. Wilhelm Rottmann

Stellvertretender

Aufsichtsratsvorsitzender

Der Aufsichtsrat von KWA Kuratorium Wohnen

im Alter gAG hat sich während des abgelaufenen

Geschäftsjahres 2007 regelmäßig und

umfassend über wichtige Geschäftsereignisse

sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens

informiert.

In insgesamt vier gemeinsamen Sitzungen

von Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsjahr

2007 hat der Vorstand ausführlich über die

wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der

Gesellschaft berichtet. Dabei wurden alle wichtigen

Entscheidungen, die der Zustimmung des

Aufsichtsrates bedurften, intensiv erörtert. Auch

außerhalb der Sitzungen hat der Vorstand den

Aufsichtsrat zeitnah über bedeutsame Vorgänge

und Entwicklungen im Unternehmen in Kenntnis

gesetzt. Außerdem fanden viele Gespräche

zwischen Aufsichtsrat und Vorstand statt, um

relevante strategische und geschäftspolitische

Fragen gemeinsam zu diskutieren. Wie in jedem

Jahr wurden vom Aufsichtsrat auch regelmäßig

Gespräche mit dem Wirtschaftsprüfer geführt.

Im Vordergrund der Besprechungen des Aufsichtsrates

standen vor allem folgende Themenschwerpunkte:

Möglichkeiten zur Errichtung von

Seniorenresidenzen im Ausland, Baumaßnahmen

bei den Wohnstiften in Bad Dürrheim, Baden-

Baden und beim Georg-Brauchle-Haus, Pachtvertragsregelungen

für das Parkstift St. Ulrich,

Planungen für die KWA Klinik Stift Rottal und die

wirtschaftliche Entwicklung der KWA gAG.

Im Berichtszeitraum 2007 gab es keine Veränderungen

in der Zusammensetzung des

Aufsichtsrates, der seine gesetzlichen und satzungsmäßigen

Aufgaben und Verpflichtungen

konsequent erfüllte und darüber hinaus dem

Vorstand bei allen wichtigen Einzelfragen beratend

zur Seite gestanden hat.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den

Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern von KWA für das im Jahr 2007

erwiesene Engagement und die erfolgreiche

Arbeit. Dieser Dank gilt auch Herrn Wilfried

Hägele, der sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtrates

Anfang 2008 niederlegte, Herrn Dr.

Erhard Gröpl, der zum 01. April 2008 aus dem

Aufsichtsrat ausschied, sowie Herrn Dr. Helmut

Braun, der nach langjähriger erfolgreicher Arbeit

als Vorsitzender des Vorstandes von KWA Kuratorium

Wohnen im Alter Anfang des neuen Geschäftsjahres

seine Tätigkeit beendete.

München, im April 2008

Prof. Dr. Wilhelm Rottmann

Bericht des Aufsichtsrats

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender


LEBEn – So WIE Ich ES WILL

KWA ist Experte für Wohnen, Wohlbefinden und Lebensqualität im Alter.

Auf der Grundlage selbstständigen Wohnens in der eigenen Wohnung bietet

KWA eine moderne Lebensform in gemeinschaftlichem Rahmen, frei von

restriktiven Verpflichtungen. Individuelle Dienstleistungen stützen auch bei

Situationen eingeschränkter Autonomie die Persönlichkeit der Bewohner.


Vorstand *

Horst Schmieder (Vorstand)

Aufsichtsrat **

Prof. Dr. jur. Wilhelm Rottmann (Stellv. Vorsitzender)

Geschäftsführer i. R. Wolf-Dieter Krause

Oberbürgermeister a. D. Prof. Dr. Manfred Matusza

Rechtsanwalt Dr. Gerd Meyer

* Die Funktion des Vorstandsvorsitzenden übte im Berichtsjahr Dr. Helmut Braun aus.

Er hat das Unternehmen im Februar 2008 verlassen.

Vorstand und Aufsichtsrat

** Die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden hatte im Berichtsjahr Wilfried Hägele inne, der

im Februar 2008 aus dem Amt schied. Oberfinanzpräsident a. D. Dr. Erhard Gröpl war im

Berichtsjahr Mitglied des Aufsichtsrats und gab seine Position im März 2008 auf.


unternehmensprofil

unternehmensprofil

KWA Kuratorium Wohnen im Alter gAG ist

ein deutschlandweit führender Dienstleister

rund um das Leben und Wohnen im Alter. Hervorgegangen

ist das Unternehmen aus dem Verein

„Münchner Altenwohnstift e. V.“ Seit seiner

Gründung 1966 wird KWA durch gemeinnütziges

bürgerschaftliches Engagement getragen. Die

Interessen der angeschlossenen Trägerorganisationen

und Einrichtungen vertritt KWA mit Beginn

des Jahres 1977. 2005 hat sich das Unternehmen

als gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) neu

organisiert. KWA Kuratorium Wohnen im Alter

gAG ist Mitglied im Deutschen Paritätischen

Wohlfahrtsverband (DPWV).

Bundesweit betreibt KWA 18 Einrichtungen,

darunter 14 Altenwohnstifte, zwei Pflegeeinrichtungen,

eine Klinik für neurologische und

geriatrische Rehabilitation sowie das KWA Bildungszentrum.

Der Aufgabenschwerpunkt liegt

in der Umsetzung und Weiterentwicklung zeitgemäßer

und individueller Wohnkonzepte für

ältere Menschen. Darüber hinaus entwickelt und

realisiert KWA eine Vielzahl an Dienstleistungen

rund um das Leben und Wohnen im Alter.

Das KWA-Wohnkonzept

Das Konzept der KWA Wohnstifte verbindet

Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der

eigenen Wohnung mit der Sicherheit, auch im

Notfall rundum versorgt zu sein. Zahlreiche

Dienstleistungen und Einrichtungen in den Häusern

sowie vielfältige Gemeinschaftsaktivitäten

runden das Angebot ab. Jeder Bewohner verfügt

über eine eigene Wohnung, die er nach eigenen

Vorstellungen einrichtet. Ein hauseigener ambulanter

Pflegedienst ist über den Notruf in jeder

Wohnung rund um die Uhr erreichbar und sorgt

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damit für Sicherheit und optimale Betreuung

auch im Krankheits- und Pflegefall. Alle Unterstützungs-

und Betreuungsleistungen können in

die Wohnungen integriert werden, ein Umzug ist

in der Regel nicht nötig. Der Erhalt eines Höchstmaßes

an Lebensqualität und Unabhängigkeit

steht im Zentrum des KWA-Wohnkonzepts.

Das KWA-Servicekonzept

Mit dem Ausbau der KWA-Einrichtungen zu

regionalen Dienstleistungszentren trägt KWA

Kuratorium Wohnen im Alter der Tatsache Rechnung,

dass angesichts des zunehmenden Anteils

älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung in

den kommenden Jahren der Bedarf an speziellen

Dienstleistungs- und Servicekonzepten für diese

Zielgruppe wachsen wird. Die Einrichtungen

werden systematisch zu Service- und Beratungszentren

sowie zu Stützpunkten für die Angebote

von KWA Club ausgebaut. Das Leistungsspektrum

von KWA Club umfasst Bereiche wie Beratung,

Wellness, Fitness und Gesundheit, Reisen,

Veranstaltungen sowie eine Vielzahl ambulanter

Betreuungs- und Unterstützungsangebote.

Das KWA-Pflegekonzept

Das Angebot pflegerischer Leistungen in den

Einrichtungen von KWA reicht von ambulanter

Pflege über Kurzzeitpflege bis hin zur Tagesbetreuung.

Darüber hinaus verfügen einige Einrichtungen

über einen Wohnbereich Pflege. Seit

2006 betreibt KWA zudem ein Pflegewohnheim

in München. Im Mittelpunkt jeder pflegerischen

Leistung steht die Anpassung der Pflege an die

individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse

des Pflegebedürftigen mit dem Ziel, die gewohnte

Lebensgestaltung und -qualität bestmöglich

zu erhalten.


RunDum InFoRmIERt

unD untERhALtEn

Aktives Leben im Alter: Bei einer Vielzahl sportlicher, kultureller und

anderer Freizeitangebote kommt bei KWA keine Langeweile auf.

ob in Geselligkeit oder Privatsphäre – die Sicherheit und Geborgenheit

der Gemeinschaft können in jedem Fall genossen werden.


Bericht des Vorstands

Bericht

des Vorstands

Rahmenbedingungen

Wie im Vorjahr betreibt KWA gAG 16 Wohnstifte

bzw. Pflegeeinrichtungen sowie eine Rehaklinik

und das KWA Bildungszentrum. Für die

ab dem Jahr 2005 angebotene Ausbildung zur

Heilerziehungspflege erhielt KWA im Jahr 2007

die staatliche Anerkennung für diesen Schultyp.

Zehn der 16 von der KWA gAG betriebenen Einrichtungen

befinden sich im Eigentum der KWA

Immobilien GmbH & Co. KG, an der die KWA

gAG 100 Prozent der Anteile hält. Neben weiteren

Beteiligungen hält KWA 100 Prozent der

Anteile an der KWA Wohnstifte gemeinnützige

GmbH (Stift Urbana) sowie an der KWA Betriebs-

und Service GmbH.

marktentwicklung

Der spürbare wirtschaftliche Aufschwung

in Deutschland, der bei Unternehmen und Beschäftigten

zu einer überwiegend positiven Einschätzung

der persönlichen Situation geführt hat,

ist bei den Senioren kaum wahrnehmbar. Dies

liegt an der sehr ungünstigen Kostenentwicklung

(Energiepreise, Gesundheitskosten, Mehrwertsteuererhöhung),

welche die alten Menschen

besonders belastet, da die Einkommensentwicklung

dieser Gruppe nicht mit der allgemeinen positiven

Entwicklung korreliert. Somit haben sich

die Bedingungen, die für die Entscheidung, in ein

Wohnstift einzuziehen, wichtig sind, gegenüber

den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Unabhängig

davon werden bis zum Ende der ersten

Jahreshälfte für den Kauf / die Übernahme von

Pflegeeinrichtungen Höchstpreise in der Erwartung

enormer Nachfragesteigerung bezahlt. Dies

wurde begünstigt durch ein – zumindest bis zur

Jahresmitte – gutes Finanzierungsumfeld, mit

niedrigen Zinsen und einer hohen Liquidität im

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Markt. Das positive Umfeld hat sich durch die

Finanzmarktkrise, welche sich bereits im August

des Jahres 2007 abzeichnete, deutlich eingetrübt.

Auch was die Wachstumsaussichten der Pflegebranche

betrifft mehren sich die Meinungen

derjenigen, die vor zu optimistischen Prognosen

warnen. Gleichwohl befinden sich die „Pflegeeinrichtungen“

weiterhin auf Wachstumskurs.

Der Marktanteil der privaten Pflegeheimbetreiber

steigt stetig. Allerdings liegt der Anteil der

frei-gemeinnützigen Träger immer noch bei 56

Prozent. Der Anteil der privaten Träger liegt inzwischen

bei 37 Prozent (2002: ca. 25 Prozent). Die

Wachstumsaussichten im Segment des Betreuten

Wohnens bzw. der Wohnstifte werden deutlich

kritischer gesehen als bei Pflegeeinrichtungen.

Durch die Verbesserung der ambulanten Versorgung

entscheiden sich inzwischen viele zunächst

für den Verbleib in der eigenen Wohnung. Bei

den Wohnstiften ist festzustellen, dass die Anbieter

sich inzwischen um ein differenzierteres Angebot

bemühen. Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz,

welches zum 01. Juli 2008 in Kraft treten

wird, bringt grundlegende Änderungen mit sich,

die sich auch auf die Geschäftsbereiche Wohnen

mit Unterstützung durch Dienstleistungen ambulanter

Pflegedienste und die stationären Pflegebereiche

auswirken werden. Inzwischen haben

viele der wichtigen Anbieter erkannt, dass auch

in einem Umfeld stark wachsender Nachfrage

anstehende Investitionsentscheidungen sehr gut

überlegt sein müssen und hierfür sowohl strategisch

als auch bezogen auf die Einschätzung der

Entwicklung eines speziellen Standortes das notwendige

Wissen vorhanden sein muss. Neben

der Diskussion um Marktentwicklung, Finanzierungsstrategien

und Entscheidungen der Politik

wird in der aktuellen Diskussion wenig darüber

berichtet, wie die unterschiedlichen Anbieter

ihre Ressourcen in Bezug auf ausreichend und

gut geschultes Personal sicherstellen wollen. Ge-

11


12 Bericht des Vorstands

rade an diesem Punkt, bei der Bereitstellung der

Leistung für die Pflegebedürftigen und für Ältere,

die an einem für ihren Bedarf abgestimmten Leistungspaket

interessiert sind, entscheidet sich, ob

ein Unternehmen langfristig am Markt erfolgreich

sein kann oder nicht. Diesen Aspekt hat KWA

schon sehr lange im Blick und wird über die Aktivitäten

seiner KWA Altenpflegeschule hinaus die

Aus- und Fortbildung seiner Mitarbeiter weiter intensivieren.

Geschäftsverlauf 2007

Die in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen

zur Sicherung der Belegung im Wohnbereich,

die Stärkung des Angebots an hauswirtschaftlichen

und pflegerischen Leistungen sowie

die nachhaltig gute und professionelle Pflege im

stationären Bereich haben sich positiv auf die Geschäftsentwicklung

im Berichtszeitraum ausgewirkt.

KWA hat seine Ziele hinsichtlich des Umsatzes

und des Ertrags erreicht bzw. übertroffen

und seine positive Entwicklung fortgesetzt. Der

Umsatz des KWA gAG (Konzern) liegt bei 99,1

Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg im

Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent.

Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:

Wohnbereich

Wie erwartet konnte der Rückgang der Belegungsquote

im Jahr 2007 gestoppt werden. Mit

einer durchschnittlichen Belegung in Höhe von 92

Prozent wird das Niveau des Vorjahres erreicht.

Die Sanierung / Modernisierung der Wohnungen

wird weiterhin mit großen Anstrengungen vorangetrieben.

Am Standort Bad Krozingen wird in

den nächsten drei Jahren das Haus Schwarzwald

komplett saniert. Die Veränderungen des Bestandes

von kleinen 1-Zimmer-Wohnungen hin zu

den stark nachgefragten 2-Zimmer-Wohnungen

führten zu einer insgesamt geringeren Kapazität.

So wurden Ende 2007 noch 2.007 Wohnungen

im Wohnbereich angeboten (Vorjahr: 2.040).

Zum 31. Dezember 2007 lebten in den KWA

Wohn- und Pflegebereichen 2.950 Bewohner.

Der Umsatz des Wohnbereiches konnte auf 45,1

Millionen Euro gesteigert werden. Dies ist u. a. auf

die durch die Erhöhung der Umsatzsteuer notwendigen

Pensionspreisanhebungen (im Durchschnitt

1,1 Prozent) sowie auf die Belegungsverbesserung

zurückzuführen. Durch den starken

Umsatzanstieg im Bereich der stationären Pflege

und der ambulant erbrachten Pflegeleistungen ist

der Umsatzanteil des Wohnbereichs auf 47,3 Prozent

zurückgegangen (Anteil 2006: 48,5 Prozent).

Ambulante Versorgung

Durch das Projekt „Dienstleistungsmanagement“

gibt es eine kontinuierliche Verbesserung

der Betreuung unserer Bewohner. Begleitet von

einem vielfältigen Angebot an hauswirtschaftlichen

und pflegerischen Leistungen wirkt sich

dies auch auf die Umsatzentwicklung der „ambulant“

abgerechneten Leistungen aus. Gegenüber

dem Vorjahr ist das Volumen um weitere

6,3 Prozent gestiegen. Der Umsatz liegt bei 8,8

Millionen Euro, der Anteil am Gesamtumsatz bei

8,9 Prozent (Vorjahr 8,8 Prozent). Im Berichtsjahr

verfügten 25 Prozent unserer Bewohner im

Wohnbereich über eine Pflegestufe. KWA unterstützt

den Wunsch seiner Bewohner nach einem

selbstbestimmten Leben im Alter durch den Aufbau

des Programms Persönliche Assistenz. Hierzu

wurden die entsprechenden organisatorischen

Voraussetzungen im Jahr 2007 umgesetzt. Mit

dem Auf- und Ausbau der Tagesbetreuungen in

nunmehr allen KWA Wohnstiften bietet KWA

seinen Bewohnern mit dementiellem Krankheitsbild

eine spezielle Betreuung an, die sowohl von

den Betroffenen als auch von deren Angehörigen


dankbar angenommen wird. Die Finanzierung

dieser Leistungen erfolgt über den Anteil der

Pflegeversicherung hinaus durch KWA. Eine weitere,

auch personelle Stärkung des Bereichs der

ambulanten Versorgung ist geplant, nicht zuletzt

mit der Absicht, diese Leistungen auch im Umfeld

der Wohnstifte anzubieten.

Stationäre Pflege

Die hohe Akzeptanz der Fachkompetenz von

KWA zeigt sich in der seit Jahren hohen Auslastung

unserer Pflegebereiche, die auch im Berichtsjahr

bei über 97 Prozent lag. Am Standort

Bad Dürrheim wurde ein komplett neuer Bereich

mit 30 Pflegeplätzen in Betrieb genommen. Der

Umsatz liegt bei 31,8 Millionen Euro und steigt

damit gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent.

KWA bietet in seinen Pflegebereichen entsprechend

der Wünsche der Betroffenen überwiegend

Einzelzimmer an. Ein weiterer Ausbau der

stationären Pflegebereiche oder die Übernahme

von Pflegeeinrichtungen ist nicht vorgesehen, da

KWA vorrangig das Ziel, ambulante Versorgungsstrukturen

auf- und auszubauen, verfolgt. Sofern

an ausgewählten Standorten im Sinne einer abgestimmten

Gesamtkonzeption zusätzliche stationäre

Plätze geschaffen werden, kann sich die

Anzahl der stationären Pflegeplätze erhöhen.

Rehabilitation / KWA Klinik Stift Rottal

Nach einer Stagnation im Vorjahr zeigen die

intensiven Bemühungen zur Verbesserung der

Auslastung der Klinik nun ihre Wirkung. Durch

die Ausweitung des Angebotes und die Erweiterung

der Zielgruppe, aber auch durch Patientenansprache

außerhalb der Region Niederbayern,

konnte eine Verbesserung bei der Auslastung der

Klinik um über vier Prozent erreicht werden. Der

Umsatz stieg um 0,2 Millionen Euro auf vier Millionen

Euro. Vor allem der Verlauf des 2. Halbjahres

lässt auf eine weitere positive Entwicklung

hoffen. Um den Standort mittelfristig abzusichern,

hat KWA ein umfangreiches Sanierungskonzept

beschlossen, welches dem Standort schon in

2008 eine Ergebnisverbesserung um ca. 0,7 Millionen

Euro bringen wird.

ertragslage

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Der Umsatz der KWA gAG ist auf 99,1 Millionen

Euro gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet

dies eine Steigerung um 3,5 Millionen Euro

(3,7 Prozent). Die Umsatzsteigerung bezieht sich

auf alle Erlöspositionen. Mit einem Plus von 1,6

Millionen Euro resultieren 45 Prozent der Umsatzsteigerung

aus den Pflegeerlösen. Der Ausbau

des Drittgeschäftes bei der KWA Betriebs- und

Service GmbH führte bei den Nebenerlösen zu

einem Umsatzanstieg um 0,7 Millionen Euro (10

Prozent). Die betrieblichen Kosten sind von 88,5

Millionen Euro auf 92 Millionen Euro gestiegen.

Bewohner im

Wohnbereich Pflege

weiblich 641

Bewohner im

Wohnbereich Pflege

männlich 240

Bewohner im

Wohnbereich

männlich 505

Bewohner im

Wohnbereich

weiblich 1.565

1


1 Bericht des Vorstands

Dies führt dazu, dass beim Betriebsergebnis (7,1

Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr keine

Verbesserung erzielt werden konnte. Das ist vor

allem auf den starken Anstieg bei den Personalkosten

(4,8 Prozent) zurückzuführen. Neben dem

notwendigen Personalaufbau bei KBS sowie in

den ambulanten Pflegebereichen wirkt sich die

zum 1. Juli durchgeführte Anhebung der Löhne

und Gehälter um 1,2 Prozent sowie eine infolge

der guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung höhere

variable Vergütung kostensteigernd aus. Die

von KWA freiwillig gewährten Beträge zur Altersversorgung

der Mitarbeiter betragen inzwischen

zwei Prozent der Personalkosten. Nach wie vor

steigen die Kosten für Energie (Strom, Heizung)

stark an. Gegenüber dem Vorjahr sind dies sieben

Prozent. Zwar konnten die Kosten für Öl

und Gas auf dem Niveau des Vorjahres gehalten

werden, dafür sind jedoch die Kosten beim

Strom durch den Auslauf der Preisbindung aus

einem Rahmenvertrag um 25 Prozent gestiegen.

Der Kostenanstieg bei den bezogenen Waren

und Leistungen (um acht Prozent) resultiert aus

der Preis- und Mengensteigerung bei der Beschaffung

von Lebensmitteln. Durch Pachtanhebungen

sowie durch die erstmals ganzjährig zu

leistende Pacht für das Luise-Kiesselbach-Haus

sind die Kosten für Mieten und Pachten um 2,8

Prozent gestiegen. Hier bemüht sich KWA durch

Verhandlungen mit einzelnen Eigentümern mittelfristig

eine niedrigere, der Marktentwicklung

angepasste Pacht zu vereinbaren.

Die Modernisierung und Instandhaltung

unserer Wohnstifte liegt uns weiter sehr am

Herzen. Das langfristig angelegte Programm

zur Modernisierung unserer Einrichtungen wird

konsequent weitergeführt. Bereits 40 Prozent

der Wohnungen in unseren älteren Wohnstiften

sind komplett saniert und dem aktuellen Wohnstandard

angepasst. Dies alles hat seinen Preis.

Wie im Vorjahr liegen die Kosten dafür bei 6,1

Millionen Euro. Neben dem unverändert gebliebenen

Betriebsergebnis ist auch das Finanzierungsergebnis

mit minus 5,9 Millionen Euro im

Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die

angestrebte Verbesserung konnte hier wegen der

Auswirkungen der Finanzmarktkrise nicht erreicht

werden. Durch die Verbesserung des neutralen

Ergebnisses konnte das Umsatzergebnis

um 0,2 Millionen Euro auf knapp 1,5 Millionen

Euro verbessert werden. Dies bestätigt die Kontinuität

bei der Verbesserung von Umsatz und

Ertrag in den letzten Jahren.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme beträgt 201,5 Millionen

Euro (Vorjahr 203,6 Millionen Euro). Der Fremdkapitalanteil

ist trotz der Aufnahme eines neuen

Darlehens von 75,7 Prozent auf 74,5 Prozent gesunken.

Die Einzahlungen der Vorvertragspartner

haben sich weiter reduziert (um 1,1 Millionen

Euro). Auf der Vermögensseite ist der Wert des

Fonds, in dem die Anwärterdarlehen angelegt

sind, um ca. eine Million Euro gesunken. Dies ist

auf Anteilsverkäufe und die insgesamt schwache

Entwicklung des Fonds zurückzuführen. Die Liquidität

hat sich infolge der guten Unternehmensentwicklung

weiter verbessert.

investitionen

Mit 1,3 Millionen Euro liegen die Investitionen

auf dem Niveau des Vorjahres. Es wurden

innerhalb dieses Budgets hauptsächlich Ersatzbeschaffungen

vorgenommen. Am Standort Bad

Dürrheim wurden für die Einrichtung des neu geschaffenen

Pflegebereichs ca. 0,2 Millionen Euro

ausgegeben.


Risikobericht

Akute Risiken aus Investitionsvorhaben, dem

Aufbau von neuen Geschäftsfeldern oder Betriebsübernahmen

bestehen nicht. Bei einem

weiteren Rückgang der Aktienkurse verbunden

mit Kursverlusten bei den Rentenwerten besteht

hinsichtlich der Wertentwicklung des Fonds, in

dem die Anwärterdarlehen angelegt sind, ein Risiko,

welches bei maximal 0,5 Millionen Euro liegen

dürfte (Wertsicherung). Die Baumaßnahmen

am Standort Bad Krozingen haben bislang zu

einem leichten Rückgang der Belegung geführt.

Für 2008 wird ein Belegungsrückgang von ca.

fünf bis zehn Prozent erwartet. Dies kann durch

die geringeren Pachtaufwendungen kompensiert

werden. Die für das Stift Rottal vorgesehenen

Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung sind bereits

eingeleitet und die entsprechenden Vereinbarungen

/ Vertragsänderungen sind erfolgt, so

dass hier geringere Risiken in Bezug auf die Realisierung

der geplanten Zielsetzung bestehen.

ereignisse nach dem

Bilanzstichtag und Ausblick

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss

auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung

haben, sind nicht zu berichten. Die Unsicherheiten

aus der Neufassung des Heimgesetzes,

vor allem in den Bundesländern Bayern und

Baden-Württemberg, bestehen nach wie vor.

Entscheidend ist hierbei, ob für Wohnstifte weiterhin

die gesetzlichen Regelungen des Heimgesetzes

gelten oder ob künftig hier ganz andere

Rahmenbedingungen anzusetzen sind. Für

2008 planen wir die seit langem vorgesehene

Errichtung von 24 Wohneinheiten für Betreutes

Wohnen am Standort Baden-Baden sowie den

Baubeginn für eine umfassende Sanierung des

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Georg-Brauchle-Hauses. Damit verbunden ist

der Ausbau von weiteren 38 Wohnungen mit

modernsten Zuschnitten. Infolge von Preisanpassungen

(zur Jahresmitte) sowie einer leichten

Steigerung der Durchschnittsbelegung (um 0,3

Prozent) ist ein Umsatzanstieg um ca. ein Prozent

vorgesehen. KWA plant für das Jahr 2008,

die Marke von 100 Millionen Euro zu erreichen.

Beim Ergebnis wird eine weitere Verbesserung

erwartet. KWA wird, wie schon in den Vorjahren,

in den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft,

Küche und Verwaltung Ausbildungsplätze zur

Verfügung stellen. Im Durchschnitt sind bei KWA

45 Auszubildende beschäftigt.

Die positive Entwicklung von KWA, welche

auch in 2008 ihre Fortsetzung finden wird, ist

nicht zuletzt auf das hohe Engagement unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen.

Im Rahmen von Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen

wird KWA das Wissen seiner

Mitarbeiter auch zukünftig verbessern, um so

die vielfältigen Herausforderungen, die sich aus

den steigenden Ansprüchen ergeben, meistern

zu können.

Der Dank gilt an dieser Stelle unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, die sich in ihrer

täglichen Arbeit den Herausforderungen stellen,

und so zu einer hohen Anerkennung der Arbeit

von KWA beitragen.

Horst Schmieder

Vorstand

1


1

einrichtungen

KWA Stift im Hohenzollernpark

Berlin

Caroline Oetker Stift

Bielefeld

KWA Stift Urbana im Stadtgarten

Bottrop

KWA Parkstift Aeskulap

Bad Nauheim

KWA Albstift Aalen

Aalen

KWA Parkstift Hahnhof

Baden-Baden

KWA Kurstift Bad Dürrheim

Bad Dürrheim

KWA Parkstift Rosenau

Konstanz

KWA Parkstift St. Ulrich

Bad Krozingen

KWA Georg-Brauchle-Haus

München

KWA Luise-Kiesselbach-Haus

München

KWA Stift am Parksee

Unterhaching

KWA Hanns-Seidel-Haus

Ottobrunn

KWA Stift Brunneck

Ottobrunn

KWA Stift Rupertihof

Rottach-Egern

KWA Stift Rottal

Bad Griesbach

KWA Klinik Stift Rottal

Bad Griesbach


KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

KWA Stift im Hohenzollernpark

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 141

Anzahl der Mitarbeiter 55

Caroline Oetker Stift

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 102

Anzahl der Mitarbeiter 54

KWA Stift Urbana im Stadtgarten

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 101

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 120

Anzahl der Mitarbeiter 145

KWA Parkstift Aeskulap

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 226

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 48

Anzahl der Mitarbeiter 95

KWA Albstift Aalen

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 79

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 96

Anzahl der Mitarbeiter 127

KWA Parkstift Hahnhof

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 122

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 10

Anzahl der Mitarbeiter 64

KWA Kurstift Bad Dürrheim

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 163

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 29

Anzahl der Mitarbeiter 99

KWA Parkstift Rosenau

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 254

Anzahl der Wohnungen Betreutes Wohnen 34

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 59

Anzahl der Mitarbeiter 158

KWA Parkstift St. Ulrich

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 179

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 68

Anzahl der Mitarbeiter 97

KWA Georg-Brauchle-Haus

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 156

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 71

Anzahl der Mitarbeiter 110

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

KWA Luise-Kiesselbach-Haus

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 152

Anzahl der Mitarbeiter 105

KWA Stift am Parksee

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 111

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 90

Anzahl der Mitarbeiter 124

KWA Hanns-Seidel-Haus

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 177

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 77

Anzahl der Mitarbeiter 115

KWA Stift Brunneck

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 86

Anzahl der Mitarbeiter 33

KWA Stift Rupertihof

Anzahl der Wohnungen im Wohnbereich 102

Anzahl der Mitarbeiter 56

KWA Stift Rottal / KWA Klinik Stift Rottal

Anzahl der Plätze im Wohnbereich Pflege 74

Anzahl der Plätze im Wohnbereich für

Menschen mit seelischer Behinderung 30

Anzahl der Klinikplätze 85

Anzahl der Mitarbeiter 164

KWA Bildungszentrum

• Berufsfachschule für Altenpflege

• Berufsfachschule für Altenpflegehilfe

• Fachschule für Altenpflege

• Fachschule für Heilerziehungspflege

Gesamtzahl der Schüler 228

Anzahl der Kurse 15

Absolventen 89 *

Gesamtzahl der geschulten Teilnehmer 769

Tagesseminare 14

Inhouse-Schulungen 37

Laufende und abgeschlossene Kurse 6

Anzahl der Mitarbeiter 16

*) Abschlüsse: „Staatlich anerkannte / anerkannter

Altenpflegerin / Altenpfleger“, „Staatlich anerkannte

/ anerkannter Altenpflegehelferin / Altenpflegehelfer“,

„Staatlich anerkannte / anerkannter

Heilerziehungspflegerin / Heilerziehungspfleger“

17


1 KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

mitarbeiter

Zum Ende des Berichtszeitraums beschäftigte

der Konzern 2.041 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Davon entfielen 1.456 auf die Wohnstifte,

379 auf die KWA Betriebs- und Service GmbH

(KBS), 146 auf die Wohnstifte gGmbH, 44 auf

die Hauptverwaltung und 16 auf die Altenpflegeschule.

Der überwiegende Anteil der Beschäftigten

ist weiblichen Geschlechts (ca. 83 Prozent) und

etwa die Hälfte aller Mitarbeiter/ -innen arbeitet

in Teilzeit (ca. 50 Prozent) – siehe Grafik.

Personal- und Sozialbereich

Als attraktiver Arbeitgeber bietet KWA seiner

Belegschaft freiwillige soziale Leistungen, z. B.

arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung,

Zusatzversicherung für Leistungen im

Gesundheitsbereich (Beihilfe) und vermögenswirksame

Leistungen.

Diese freiwilligen Leistungen stellen insbesondere

eine Investition zur weiteren, nachhaltigen

Bindung der Arbeitnehmer/ -innen an das Unternehmen

dar. Denn die qualifizierten und motivierten

Mitarbeiter/ -innen sind das eigentliche

Kapital des Konzerns.

Um das Wachstum des Unternehmens aktiv

und erfolgreich zu gestalten, benötigt KWA qualifiziertes

Fachpersonal und Nachwuchskräfte auf

allen Ebenen. Unsere Investitionen in die Ausbildung

junger Menschen und in die Qualifizierung

unserer Mitarbeiter/ -innen wurden daher 2007

weiter ausgebaut.

So wurden durch die Fachbereiche in größerem

Umfang Seminare zur Vertiefung der Fachkompetenzen

durchgeführt.

Zusätzlich bietet KWA Schülern/ -innen und

Studenten/ -innen die Möglichkeit, im Rahmen

eines Praktikums erste berufliche Erfahrungen zu

sammeln.

Personalkosten

Im Berichtsjahr 2007 betrugen die Personalkosten

für KWA insgesamt 50,97 Millionen Euro.

Davon entfielen 41,12 Millionen Euro auf den

Betreiber KWA gAG. Für die KWA Betriebs- und

Service GmbH wurden 6,48 Millionen Euro, für

die Wohnstifte gGmbH 3,37 Millionen Euro aufgewendet.

Belegschaftsstruktur

in Prozent

weiblich

männlich

11 6 1

Teilzeit

Vollzeit

insgesamt

61 20 2

34 15 1

37 10 2

71 26 3

Einrichtungen

Tochterunternehmen

Hauptverwaltung und Altenpflegeschule


ABSchIED unD nEuBEGInn

„nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ (Wolf Biermann)

Veränderungen sind die Grundbausteine unseres Daseins, im Großen und im Kleinen.

Sie machen den Fluss des Lebens aus, denn ohne Veränderungen gäbe es kein

Vorankommen. Seit über 40 Jahren verfolgt KWA das ehrgeizige Konzept, seine Angebote

individuell an die Situation eines jeden Einzelnen anzupassen.


20 KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

Kundenbetreuung

Kundenorientierte Dienstleistungen:

KWA – Leben so wie ich es will

KWA Kuratorium Wohnen im Alter richtet sein

Dienstleistungsspektrum immer nach den Wünschen

und Bedürfnissen seiner Kunden aus. Auf

diese Weise bietet KWA älteren Generationen

die Möglichkeit, aus einem ganz speziell auf ihre

Lebenssituation zugeschnittenen Leistungsspektrum

die gewünschten Leistungen auszuwählen.

Das Angebot richtet sich sowohl an Mitglieder

von KWA Club, die noch zu Hause leben, als

auch an Bewohner, die sich bereits für eines der

unterschiedlichen Wohnangebote in unseren

Stiften entschieden haben.

Bei der Kundenbefragung, die im Frühjahr

2007 unter den Bewohnerinnen und Bewohnern

der KWA Stifte durchgeführt wurde, zeigt sich vor

allem eine hohe Zufriedenheit mit den Leistungen

von KWA und seinen Mitarbeitern. Zudem

bestätigte sich, dass die Bewohner großen Wert,

insbesondere auf persönliche Serviceleistungen,

wie Begleitdienste, Besorgungen, kleine Näharbeiten

usw. legen.

Unter dem Begriff Persönliche Assistenz lassen

sich diese Leistungen zusammenfassen.

Bereits in mehreren KWA Wohnstiften wurde

dieses Angebot im Laufe des Jahres 2007 erfolgreich

eingeführt. Die Persönlichen Assistenten

gehen mit Bewohnern spazieren, begleiten Sie

zum Arzt oder zum Einkaufen, stehen für Unterhaltungen

oder zur Unterstützung des Schriftverkehrs

zur Verfügung. Wer eine Einladung plant,

kann ebenso auf seinen Persönlichen Assistenten

zählen wie derjenige, der z. B. Hilfe bei der

Pflege seines Haustieres braucht. Bewohner,

die bereits eine Pflegeeinstufung haben und die

notwendigen Voraussetzungen erfüllen, können

diese Leistungen der Persönlichen Assistenz als

niedrigschwellige Leistungen zusätzlich mit den

Pflegekassen abrechnen. Dieser Aspekt wird im

Hinblick auf die Pflegereform 2008 besonders

interessant, da die Pflegekassen hierfür deutlich

höhere Zuschüsse gewähren werden. Am Standort

Baden-Baden wurde diese Möglichkeit der

Abrechnung über § 45b Abs. 3 SGB XI von der

Stadt ausdrücklich begrüßt und als Pilotprojekt

gewertet.

Leben so wie ich es will: Vom zeitlich begrenzten

Aufenthalt bis hin zum Wohnen in

einem stationären Pflegebereich – für Bewohner

mit besonderen Bedürfnissen stehen in den

KWA Stiften zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Zu den zeitlich begrenzten Aufenthalten

zählen Angebote wie die Genesungstage,

die Urlaube in den KWA Stiften mit oder ohne

Betreuung sowie Kurzzeitpflegeaufenthalte. Die

Angebote im stationären Pflegebereich umfassen

auch Palliativpflege und gerontopsychiatrische

Pflege.

Das Wohnangebot in den KWA Stiften reicht

mittlerweile vom Betreuten Wohnen über das

Stiftswohnen nach Wahl bis zum Wohnstiftswohnen,

das sich durch die vielfältigen Dienstleistungen,

die bereits im Pensionspreis inbegriffen

sind, auszeichnet.

Kundenbindung

Durch seine standortunabhängigen Angebote

entwickelte sich KWA Club weiter zu einem

wichtigen Instrument der KWA-Kundenbindung.

Bei den KWA Clubtagen, den Tagen der offenen

Tür in den KWA Stiften, auf Messen und Informationstagen

wurde das Leistungsspektrum von

KWA Kuratorium Wohnen im Alter am jeweiligen

Standort vorgestellt. Die Tage der offenen Tür

wurden in allen Stiften gut besucht. Daher ist es

selbstverständlich, dass sich an diesen Tagen alle

Bereiche des Hauses, insbesondere auch Küche,

Café und Service mit entsprechenden Angeboten

der Öffentlichkeit präsentieren.


pflegeorganisation

Im Berichtszeitraum vertiefte die KWA-Zentrale

ihre Qualitätsbestrebungen und Organisationsprinzipien

im Bereich Pflege. Dazu wurden

u. a. zwei Tagungen mit verantwortlichen Pflegefachkräften

durchgeführt, die der Diskussion

aktueller rechtlicher Entwicklungen sowie relevanter

Erkenntnisse aus Pflegewissenschaft und

-management und dem professionellen Austausch

unter den Häusern dienten. Auch das

etablierte Risikomanagement für die Bereiche

Sturz und Sturzgefährdung wurde erneut beleuchtet.

Die wesentlichen Erkenntnisse aus der

Studie Redufix, die seither als Leitmaßstab für

die tägliche Praxis herangezogen wird, dienten

dabei der Bewertung und Diskussion. Die konsequente

Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung

des Sturzrisikos bzw. von Sturzfolgen

durch das Angebot eines regelmäßigen Kraft-

und Balancetrainings in den Wohnstiften wurde

ebenfalls vorangetrieben.

Einen weiteren Diskussionspunkt bildete das

Thema Wohn- bzw. Hausgemeinschaften. Hier

bietet sich eine neue Option für die Gestaltung

des konzeptionellen Rahmens im Bereich Wohnen

und Pflege. Die fachliche Begleitung dieser

Diskussionsprozesse gewährleistete die Qualitätskonferenz

Pflege.

Weitere Schwerpunkte der KWA Pflege bildeten

folgende Themen:

Strategiediskurs KWA Pflege

Die aktuelle Entwicklung im Bereich Pflege ist

geprägt von rahmengesetzlichen Veränderungen.

Im April 2007 ist eine weitere Gesundheitsreform

in Kraft getreten, deren Auswirkungen gegen

Ende des Jahres 2007 zum Tragen kamen.

Aktuell ist der rechtspolitische Diskurs geprägt

von der für Mitte 2008 geplanten Reform der

Pflegeversicherung und auch von den auf Ebene

einzelner Bundesländer initiierten Neufassungen

des Heimgesetzes. Im Jahr 2007 wurden daher

eine Strategiearbeitsgruppe gegründet und entsprechende

Vorarbeiten für die Arbeitsaufnahme

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

getroffen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, unter

den sich offerierenden Rahmenbedingungen

Handlungsoptionen für den Bereich KWA Pflege

aufzuzeigen. Diese sollen die Positionierung von

KWA im Sinne der Unternehmensvision unterstützen

und ausbauen.

Die Qualitätskonferenz Pflege operationalisiert

beschlossene Handlungsfelder und Implementierungsstrategien

für KWA Kuratorium

Wohnen im Alter werden erarbeitet.

Pflegeprozess und -dokumentation

Einen wesentlichen Schwerpunkt im Bereich

KWA Pflege bildet die Optimierung der EDVgestützten

Dokumentation des Pflegeprozesses.

In einem neu erstellten KWA-Standard ist im

Überblick dargelegt, wie die Pflegeprozessdokumentation

sicherzustellen ist und welche Qualitätskriterien

hierbei einzuhalten sind. Dieser

Standard bildet den Referenzrahmen anhand

dessen seither benutzerorientierte Schulungen

vorbereitet und durchgeführt wurden und der

künftig auch als Bezugspunkt für die Auditierung

der Pflegebereiche dienen soll. Um dies zielgerichtet

zu unterstützen, wurde das Team Pflegeorganisation

personell verstärkt.

Tourenplanung

Ein wesentliches Managementinstrument

der Führungskräfte Ambulanter Dienste stellt

die Tourenplanung dar. Sie bildet die organisatorische

Verbindung zwischen den bedarfsorientiert

geplanten Einsätzen der Pflegekräfte

bei den Bewohnern und anderen Kunden und

dem im Dienstplan festgelegten Personalbedarf.

Die Umsetzung der Tourenplanung mittels EDV

wurde in zwei Ambulanten Diensten erprobt. Da

die Bewertung des EDV-Einsatzes eine Erleichterung

der Tourenplanung und auch weiterer Prozesse

wie der Abrechnung ergeben hat, wurde

die Umsetzung der elektronischen Tourenplanung

in weiteren Ambulanten Diensten für 2008

beschlossen.

21


22 KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

Qualitäts- und

prozessmanagement

Kundenzufriedenheitsstudie

Im Frühjahr 2007 wurden im Rahmen einer

Studie alle Bewohnerinnen und Bewohner der

KWA Wohnstifte über ihre Zufriedenheit mit

den Leistungen unseres Unternehmens befragt.

Wie die Untersuchung zeigt, wird die derzeitige

Wohn- und Lebenssituation in den KWA

Einrichtungen von nahezu allen Bewohnern als

sehr gut bewertet. Auch die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ist für die große

Mehrheit der Bewohner sehr zufriedenstellend:

Für 96 Prozent der Befragten sind die Dienstleistungsangebote

in Bezug auf Freundlichkeit,

Pünktlichkeit und Gründlichkeit kaum mehr zu

steigern. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

wurden durch die Stiftsdirektorinnen und

-direktoren innerhalb der KWA Wohnstifte mit

den Bewohnerinnen und Bewohnern erörtert.

Hieraus resultierten konkrete Arbeitsaufträge

für Führungskräfte, Qualitätskonferenzen und

Projekte, um eine weitere Verbesserung der

Leistungen auf hohem Niveau gewährleisten zu

können.

Kundenkommunikation und

Beschwerdemanagement

Zusätzlich zu den Fortbildungen wurden insbesondere

in den von Baumaßnahmen betroffenen

Einrichtungen vertiefende Schulungen zur

Kundenkommunikation durchgeführt. In diesem

Zusammenhang wurde in drei Einrichtungen

das bestehende Beschwerdemanagement weiterentwickelt,

um auf die zwangsläufig mit entsprechenden

Baumaßnahmen verbundenen

Erschwernisse und Belastungen adäquat und

kundenorientiert reagieren zu können.

Qualitätskonferenzen

Weiterhin leisten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der Qualitätskonferenzen Pflege

und Hauswirtschaft einen zentralen Beitrag zur

Qualitätsentwicklung unseres Unternehmens.

Ihre Aufgabe ist es, fachliche Leitlinien und

Standards zu erarbeiten und im Rahmen von

Tagungen den häuserübergreifenden fachlichen

Dialog zu unterstützen. Neben der Umsetzung

und Begleitung der aus der Kundenzufriedenheitsstudie

resultierenden Maßnahmen und den

vielfältigen im Bereich Pflegeorganisation dargelegten

Ergebnissen konnten die für den hauswirtschaftlichen

Bereich geplanten Aktivitäten weiter

vorangetrieben werden.

Projekt Dienstleistungsmanagement

Das Projekt hat die Aufgabe, fachliche Leitlinien

des Dienstleistungsmanagements von KWA

zu erarbeiten und die Wohnstifte bei deren Umsetzung

entsprechend der örtlichen Rahmenbedingungen

und Möglichkeiten zu unterstützen.

Im Sinne des Leitsatzes „Kompetenz ist Zukunft“

erfolgt die Arbeit des Projekts in einrichtungs-

und -fachbereichsübergreifenden Arbeitsgruppen

und trägt somit einen wesentlichen Teil zum

Austausch von Fach- und Erfahrungswissen bei.

Das hierfür gewählte fachliche Vorgehen orientiert

sich an der Implementierungspraxis des

sogenannten „Care-and-Case-Managements“.

Für zentrale Situationen des Bezugs von Dienstleistungen

werden Betreuungspfade entwickelt,

die erfahrungsbasiert, aber kontrolliert das Vorgehen

in alltäglichen Situationen festlegen (Care


Management). Dies umfasst beispielsweise

die Begleitung der Eingewöhnungsphase, die

Förderung von Lebensqualität durch Serviceangebote

oder die Unterstützung der Teilhabe

am sozialen Leben durch Schaffung eines anregenden

Umfeldes. Aber auch die Förderung von

Gesundheit und Unterstützung im Falle eines

Krankenhausaufenthalts sowie die Erweiterung

des Dienstleistungsangebots durch Leistungen

der Persönlichen Assistenz gehören natürlich mit

dazu.

Liegen besondere Anforderungen in Folge

eines spezifischen Bedarfs oder auf Grund individueller

Risiken vor, die ein Betreuungspfad

nicht bzw. nicht angemessen abbilden kann, so

gilt es künftig, die Rolle der Interventionsteams

(Case Management) innerhalb der Wohnstifte zu

stärken. Erster Erfolg der im Projekt beteiligten

Häuser ist, dass bereits sieben KWA Stifte Leistungen

der Persönlichen Assistenz für ihre Bewohner

anbieten können.

Qualitätsentwicklung in der

Tagesbetreuung

Im Jahr 2006 war in Zusammenarbeit mit der

evangelischen Fachhochschule Erfurt eine umfangreiche

Untersuchung der Angebote und Arbeitsweisen

der KWA-Tagesbetreuungen durchgeführt

worden. Im Rahmen einer KWA-weiten

Fachtagung im ersten Quartal 2007 wurden die

Ergebnisse mit den Führungskräften der Tagesbetreuungen

erörtert. Mit der primären Zielsetzung,

die Angebote der Tagesbetreuung innerhalb der

Wohnstifte besser zu vernetzen, wurden u. a.

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit den

ambulanten Diensten getroffen. Im Anschluss

an die Tagung wurden Verbesserungen in der

EDV-gestützten Dokumentation umgesetzt und

gezielte Schulungen für Mitarbeiter der Betreuungen

angeboten. Den beschrittenen Weg zum

Ausbau der KWA-Tagesbetreuungen werden wir

auch im Jahr 2008 weiterverfolgen, insbesondere

vor dem Hintergrund, dass die Pflegereform

neue Möglichkeiten zur Finanzierung niedrigschwelliger

Leistungen eröffnen wird.

2


2 KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

KWA Betriebs- und

service Gesellschaft mbH

Die KWA Betriebs- und Service GmbH (KBS),

eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von

KWA Kuratorium Wohnen im Alter gAG, ist ein

vornehmlich auf die Bedürfnisse gemeinnütziger

Einrichtungen ausgerichtetes Dienstleistungsunternehmen.

Mit den Geschäftsfeldern Catering,

Reinigung und Beratung deckt das Unternehmen

den gesamten Anforderungsrahmen infrastruktureller

Serviceleistungen ab. Zudem werden den

Bewohnern und Vorvertragspartnern attraktive

Reisen zu Zielorten in Europa angeboten, welche

speziell auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe

abgestimmt sind. Die Reisen werden durch erfahrene

Mitarbeiter begleitet.

KBS erbringt über 80 Prozent seiner Leistungen

an KWA. Den überwiegenden Anteil nehmen die

Speisenversorgung und die Reinigung ein. Zwischen

KWA und KBS besteht eine umsatzsteuerliche

Organschaft, die innerhalb dieser Geschäftsbeziehung

weitere Kostenvorteile bietet.

Durch KWA Club erbringt KBS zahlreiche Serviceleistungen,

überwiegend an Privatpersonen,

quer über die Geschäftsfelder hinweg. KWA Club

bietet eine Vielzahl von Leistungen nach dem

Modell „Betreutes Wohnen zu Hause“ mit stetig

wachsendem Erfolg, wie Menüservice, hauswirtschaftliche

Dienstleistungen, Begleitung beim Einkaufen

u. v. m.

Positive Umsatzentwicklung und

Ertragssituation

KBS verzeichnet im Geschäftsjahr 2007 ein

angemessenes Umsatzwachstum von 6,2 Prozent

auf 13,6 Millionen Euro. 2007 steht damit in der

Kontinuität der letzten Geschäftsjahre, in denen

ähnliche Ergebnisse erzielt wurden. Die Ertragssituation

konnte der Umsatzentwicklung folgen.

Somit ist wieder, wie auch in den letzten Jahren,

ein positives Ergebnis in Höhe von 0,16 Millionen

Euro vor Steuern erreicht worden. Die stärksten

Zuwächse verzeichnete im Geschäftsjahr

2007 der Bereich Speisenversorgung durch die

Neugewinnung von Kunden (Privatpersonen und

Schulen). Der Umsatz in diesem Sektor stieg um

36,3 Prozent.

Vom Speisenversorger zum

Systemlieferanten

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Partner für

die Entwicklung unseres Food-Management-

Systems ausgewählt. Dieses beinhaltet hauptsächlich

die Speisenbedarfserfassung, das Bestellwesen,

die Lagerwirtschaft und die Faktura. Die

Implementierung erfolgt gemäß der Planung bis

Mitte 2008 in allen von KBS betriebenen Küchen.

In diesem Zusammenhang ist es möglich, KBS

nicht nur als Speisenversorger zu präsentieren,

sondern insbesondere für Schulen, als Systemlieferant.

Die geschaffene Internetplattform (www.

kwa-club-catering.de) bietet den Schülern der

von KBS belieferten Schulen eine selbstständige

Anmeldung, die individuelle Speisenbestellung

und die monatliche Faktura mit den Eltern. Die

Bestelldaten fließen automatisch in das System

ein und bilden die Grundlage für die Produktionsplanung.

Die Identifikation für die Speisenausgabe

erfolgt mittels eines berührungslosen ID-Chips.

Neue Arbeitsplätze

Mit dem Ausbau des externen Geschäfts und

der Übernahme von zusätzlichen Reinigungsdienstleistungen

in den KWA-Einrichtungen wurden

neue Stellen vor allem für Teilzeitbeschäftigte

geschaffen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte

KBS etwa 368 Mitarbeiter (Vorjahr 330).

Auf Wachstumskurs

Die bereits begonnene Auslagerung von hauswirtschaftlichen

Tätigkeiten von KWA auf KBS

wird sukzessive fortgesetzt. Durch diese Maßnahme

generiert sich KWA zukünftig nachhaltige

Kostenvorteile, die zu einer weiteren Verbesserung

des Dienstleistungsangebotes für unsere Bewohner

eingesetzt werden können. Für 2008 ist

eine weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung zu

erwarten.


immobilien und Bau

Neben den weiterhin zahlreich durchgeführten

Wohnungssanierungen in den bereits

bestehenden Häusern sind im Berichtszeitraum

folgende Sondermaßnahmen durchgeführt worden:

KWA Kurstift Bad Dürrheim

In einer halbjährigen Bauzeit entstand im

Erdgeschoss des Westflügels ein neuer moderner

Pflegebereich für 30 Bewohner mit Gemeinschafts-

und Therapieräumen. Die Kosten hierfür

lagen bei ca. 1,6 Millionen Euro. Die Aufenthaltsräume

wie Wintergarten mit Küche, Wohnzimmer

und Therapieraum sowie ein Wellness- und

Entspannungsbad geben Möglichkeiten für die

täglichen Gemeinschaftsaktivitäten, aber auch

Rückzugsmöglichkeiten. Die sechs Doppel- und

18 Einzelzimmer sind hell, modern eingerichtet

und haben einen barrierefreien Balkon. Zudem

kann jedes Zimmer individuell gestaltet werden.

KWA Parkstift Hahnhof

Der Einspruch gegen den Neubau einer betreuten

Wohnanlage wurde zu unseren Gunsten

entschieden. Mit diesem Bau erweitert KWA

Kuratorium Wohnen im Alter in Baden-Baden

sein umfangreiches und bewährtes Angebotsspektrum.

In unmittelbarer Nachbarschaft des

KWA Parkstift Hahnhof entsteht eine betreute

Wohnanlage mit 24 attraktiven Wohnungen.

Bezugsfertig werden die Wohnungen voraussichtlich

Ende 2009 sein. Die Wohnungen sind

zwischen 60 und 100 Quadratmeter und die

vier Penthousewohnungen ca. 134 Quadratmeter

groß. Zehn Wohnungen werden verkauft, die

restlichen vierzehn Wohnungen vermietet. Tiefgaragenstellplatz

und Kellerraum gehören zu jeder

Wohnung. Noch im November 2007 wurde

der Abriss des Altbaus durchgeführt. Der Gartenbereich

des Parkstifts wurde mit Wegeführungen

bis zum März 2008 neu gestaltet, damit die Bewohner

diese für Spaziergänge nutzen können.

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

KWA Parkstift St. Ulrich

Der Vertrag zwischen der VBL (Versorgungsanstalt

des Bundes und der Länder) und Swiss Life

Beteiligungs-GmbH & Co. Grundstücksverwaltung

KG über den Kauf des KWA Parkstift St. Ulrich

(Haus Schwarzwald und Pflegehaus Tuniberg)

wurde nach einjähriger Verhandlung am 18. Dezember

2007 unterzeichnet. Die Verpachtung beider

Objekte liegt weiterhin bei KWA Kuratorium

Wohnen im Alter gemeinnützige AG. Daraufhin

erfolgte die Vergabe der bereits im Sommer 2007

durchgeführten Ausschreibung für die umfangreiche

Gesamtsanierung des Hauses Schwarzwald.

Mit der Sanierung wurde im Februar 2008

begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2009 geplant.

Kostenaufwand: ca. vier Millionen Euro.

KWA Stift am Parksee

Mit Zuschuss der Gemeinde Unterhaching

wurde im Innenhof des Wohnstifts ein Gartenkonzept

realisiert, das auf die besondere Lebenssituation

von Menschen mit Demenz eingeht.

Aber auch gesunden Menschen bietet der Ort ein

intensives Naturerlebnis. Dazu gehören ein Teich,

großzügige Wegeführung und so genannte „Gefühls-

und Sinnesräume“, die durch den gezielten

Einsatz von Farbe, Materialien, symbolischen

Pflanzen und Gegenständen ausgestattet sind.

Auch neue Räumlichkeiten für die Tagesbetreuung

wurden geschaffen. Kostenaufwand: ca. 0,2 Millionen

Euro.

Neubauprojekte

Im Sommer 2007 erhielten wir die Genehmigung

der Bauvoranfrage auf dem Grundstück des

KWA Georg-Brauchle-Haus an der Staudinger

Straße in München für den Neubau eines Punkthauses

mit 38 Wohnungen sowie Schwimmbad

mit Wellnessbereich und Tiefgarage. Die Eingabeplanung

liegt der zuständigen Behörde zur Genehmigung

vor, mit der Baugenehmigung wird bis

spätestens Mai 2008 gerechnet. Das geschätzte

Investitionsvolumen beträgt 8,3 Millionen Euro.

2


2

Beteiligungen

und Kooperationen

Beteiligungen > 20 Prozent

KWA – ein modernes Dienstleistungsunternehmen

KWA-Anteil in

Prozent

Eigenkapital

in Euro

Jahresergebnis

in Euro

KWA Immobilien GmbH & Co. KG 100 40.977.000 475.400

KWA Immobilien Verwaltungs GmbH 100 25.406 -349

KWA Betriebs- und Service Gesellschaft mbH 100 524.415 100.805

KWA Wohnstifte gGmbH 100 875.990 373.716

KWA Baumanagement GmbH 100 144.915 -31.686

Betreutes Wohnen Planungs GmbH 99,6 -53.139 -42.146

Stift Rottal Vertriebs GmbH 100 -5.940 -1.899

Beteiligungen < 20 Prozent

Marianne-Strauß-Klinik 13

Erwin-Stauss-Institut 5

Kooperationen

Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift

Gesellschaft der Altersfreunde e. V.


RunDum VERSoRGt

Kern des KWA-Konzepts ist die Verbindung von

Individualität und Sicherheit. Die qualifizierten und

kompetenten mitarbeiter garantieren eine optimale

Betreuung und Pflege – egal ob in der eigenen Stifts-

wohnung oder im stationären Pflegebereich. Die Pflege-

leistungen werden dabei gänzlich den individuellen

Bedürfnissen angepasst.


2 Kompetenzzentrum KWA

KWA Hauptstadtbüro

Das KWA Hauptstadtbüro in Berlin fungierte

im Jahr 2007 erneut als Schnittstelle zu Politik,

Verbänden, Institutionen und Wirtschaft sowie als

Interessenvertreter der älteren Generation. 2007

stand insbesondere im Fokus der Positionierung

des Hauptstadtbüros als Kompetenz- und Beratungszentrum.

Gemeinsam mit dem KWA Stift im

Hohenzollernpark wurde ein Programm in Form

von Beratungssprechstunden, Lesungen und

philosophischen Gesprächskreisen entwickelt,

das einen wirklichen Mehrwert hinsichtlich des

Wissenstransfers und des Erfahrungsaustauschs

darstellt. Diese Aktivitäten sollen im neuen Geschäftsjahr

weiter forciert werden.

Auch im Jahr 2007 sah es das KWA Hauptstadtbüro

als seine wesentliche Funktion an,

gesellschaftliche Höhepunkte zu initiieren, um

den Dialog zwischen den Generationen sowie

zwischen Politik und Praxis aktiv zu fördern.

Im Juni 2007 nahm das KWA Hauptstadtbüro

aktiv an der Diskussion um die Zukunft Berlins

teil und widmete sich im Rahmen der Podiumsdiskussionsreihe

„Perspektiven“ dem Thema

„Berlin und der demografische Wandel: Wie

verändert die demografische Entwicklung eine

Metropole?“. Der Diskussion stellten sich u. a.

hochkarätige Persönlichkeiten wie Hella Dunger-

Löper, Staatssekretärin für Bauen und Wohnen

in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,

sowie der Wissenschaftler Dr. Bernhard Babel.

Die Reihe „Perspektiven“ konnte damit erfolgreich

fortgesetzt werden und etabliert sich

zunehmend als angesehene Plattform für den

Meinungsaustausch zwischen wichtigen Multiplikatoren.

Im Jahr 2008 soll diese Veranstaltungsreihe

fortgesetzt werden.

Im September 2007 lud das KWA Hauptstadtbüro

die Berliner Gesellschaft wie im Jahr 2005

zum „Indian Summer – Get-together der Generationen“

in das KWA Stift im Hohenzollernpark

ein. Dabei wurde deutlich, dass das Event zu einer

festen Größe in der Hauptstadt geworden ist.

Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und

Gesellschaft kamen in das Berliner Stift. Gäste

und Initiatoren nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch

in angenehmer Atmosphäre.

Der demografische Wandel und seine Folgen,

die Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft

oder spezifische Produkt- und Serviceangebote

für Ältere waren die Themen. „Indian Summer“

ist Ausdruck für eine Generation, die auch im

Alter vital, gesund und selbstbewusst ist.

Im vergangenen Jahr hat das Hauptstadtbüro

von KWA Kuratorium Wohnen im Alter einmal

mehr bewiesen, dass es als Stimme der älteren

Generation gegenüber Politik und Wirtschaft, als

Mittler zwischen Praxis und Politik, aber auch als

Brücke zwischen den Generationen wahrgenommen

wird. Für 2008 ist geplant, das Beratungs-

und Veranstaltungsprogramm in Zusammenarbeit

mit dem KWA Stift im Hohenzollernpark

weiter auszubauen und dessen Position als Meinungsträger

zu manifestieren.


KWA Club

Im Jahr 2007 festigte sich die Nachfrage nach

den Dienstleistungen von KWA Club. In Abhängigkeit

vom Standort gibt es hier unterschiedliche

Schwerpunkte, die vom Menüservice über haushaltsnahe

Dienstleistungen bis zu Betreuungsleistungen

zu Hause oder den Hausnotruf gehen.

Großer Nachfrage erfreut sich auch das Gastronomieangebot

einzelner Standorte.

Immer deutlicher kristallisiert sich KWA Club

als ideales Instrument der Kundenbindung für

KWA Kuratorium Wohnen im Alter heraus. Im

vergangenen Jahr sind 23 Clubmitglieder in KWA

Stifte eingezogen. Die KWA Clubtage erfreuen

sich besonders großer Beliebtheit, so dass diese

Aktionstage der KWA Wohnstifte stets gut besucht

sind.

Bei seinen Angeboten greift KWA Club auf die

Kompetenzfelder von KWA zurück. Auf dem Gebiet

der Gesundheit und Prävention konnte KWA

über Jahre hinweg Erfahrungen sammeln, die nun

in ein neues Angebot von KWA Club münden:

Das KWA-Gesundheits-Mosaik.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden unter der

Leitung von Chefarzt Dr. Christoph Garner vier

Gesundheitsexperten aus den Bereichen Medizin,

Ernährung, Bewegung und soziale Aktivitäten

geschult. Nach dem Vorbild des Hamburger

Kleeblatts, das im Jahr 2005 den Präventionspreis

der Bundesregierung gewonnen hatte, wurde im

KWA Club ein Angebot zur aktiven Gesundheitsförderung

im Alter entwickelt. Dieses Angebot ist

mittlerweile zertifiziert und wird von Krankenkassen

als förderungsfähig anerkannt. Ziel des KWA-

Gesundheits-Mosaiks ist es, den Teilnehmern

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Hinweise und Tipps zu geben, wie sie im Alltag das

eine oder andere verändern können, um dadurch

einen Mehrwert für ihre Gesundheit zu erhalten.

Der persönliche Lebensstil hat einen großen Einfluss

darauf, wie fit und aktiv jeder im höheren

Alter sein wird. Einige Krankenkassen unterstützen

dieses KWA-Angebot aktiv. So konnte am

Standort Aalen ein Kooperationsvertrag zwischen

der BKK Schott-Zeiss, der Carl Zeiss AG und dem

KWA Albstift Aalen abgeschlossen werden, u. a.

mit dem Ziel der Durchführung von Exklusivveranstaltungen

des KWA-Gesundheits-Mosaiks.

Im Laufe der letzten Jahre haben die KWA

Stifte ihre Angebote im Bereich Gesundheit und

Prävention kontinuierlich ausgebaut und hiervon

profitieren nun auch KWA Clubmitglieder – vor

allem dann, wenn sie am KWA-Gesundheits-

Mosaik teilgenommen haben. So gibt der Experte

für Bewegung nicht nur individuelle Empfehlungen

zu den Themen Kraft, Balance und Ausdauer,

sondern er nennt auch empfehlenswerte

Anbieter in der näheren Umgebung der Teilnehmer.

Ein wichtiger Bestandteil von KWA Club sind

die Angebote der KWA Stifte, die sich speziell an

Senioren richten. Auf diese Weise wird nicht nur

das umfangreiche Leistungsspektrum der KWA

Stifte genutzt, die Bewohner können gleichzeitig

auch Kontakte zu Clubmitgliedern knüpfen.

Nicht nur die Gesundheits- und Sportangebote

sind für Clubmitglieder interessant, auch die kulturellen

Veranstaltungen, Diskussionsrunden und

Ausflüge werden genutzt, denn Kommunikation

und soziales Miteinander tragen einen großen

Teil zum Wohlbefinden jedes Menschen bei.

2


0 Kompetenzzentrum KWA

KWA Bildungszentrum

Wenn Alter auch nicht gleich zu setzen ist mit

Krankheit, so treten doch altersspezifische Erkrankungen

wie Depressionen und Demenz gerade

in einer immer älter werdenden Generation häufiger

auf. Die Anzahl der Demenzkranken steigt

kontinuierlich, über 1,2 Millionen sind es zur Zeit

bereits in Deutschland. Wissenschaft, Politik und

Gesellschaft, Ärzte, Pflegende und Angehörige haben

sich diesbezüglich neuen Herausforderungen

und Problemfeldern zu stellen. Professionelles

Wissen auf diesem Gebiet muss erarbeitet, aufbereitet

und zur Verfügung gestellt werden. Gerade

die Demenz stellt nicht nur die Betroffenen, sondern

auch ihre Familien vor große Herausforderungen.

Eine Vielzahl von Informationen über das

Krankheitsbild und ihren Verlauf sind erforderlich,

um die Angehörigen aufzuklären. Genau hier

setzt die Wissensvermittlung im KWA Bildungszentrum

Pfarrkirchen an. In zwei Kursen werden

Fachkräfte für die Gerontopsychiatrie mit 770 Unterrichtsstunden

ausgebildet. In den vergangenen

zwei Jahren waren die Kurse immer ausgebucht

und die Teilnehmer nehmen weite Anfahrtswege

zu dieser Fort- und Weiterbildung in Kauf. KWA

hat sich damit einen guten Namen erarbeitet.

1. Pfarrkirchener Hygienetag

Besonderes Highlight im Bereich Fortbildung

war im Geschäftsjahr 2007 der 1. Pfarrkirchner

Hygienetag am 27. November 2007 mit 44 Teilnehmern

aus Niederbayern und Oberbayern.

Vorträge hielten u. a. Dr. Ludwig Müller, Medizinaloberrat

Pfarrkirchen, und der Infektologe Dr.

med. Johann Mattes vom Klinikum Altötting. Die

Experten beschrieben Szenarien der Entwicklung

von multiresistenten Keimen und der Norovireninfektion.

Trotz überfülltem Saal war das Feedback

der Teilnehmer sehr gut. Die QMS-Bewertungsbögen

zeigten höchste Kundenzufriedenheit.

Mentorenausbildung am

KWA Bildungszentrum

In Bad Griesbach wurde im April über zwei

Wochen ein Exklusivseminar durchgeführt. Aus

ganz Deutschland sind KWA-Pflegefachkräfte

zu einer Intensivschulung gekommen. Ziel des

Seminars war es, das Fachwissen im Bereich

der Behandlungspflege auf einen gleich hohen

KWA-Standard zu bringen. Diese Herausforderung

wurde bewältigt, das haben uns die durchaus

kritischen Teilnehmer bestätigt. Gerade im

Bereich der Behandlungspflege trägt professionelles

Wissen entschieden zur Sicherheit unserer

Stiftsbewohner bei. Jetzt heißt es für die

Mentoren, dieses Wissen an die Pflegefachkräfte

weiter zu geben und zu überwachen.

Im Jahr 2007 haben insgesamt 89 Absolventen

unsere KWA-Schulen erfolgreich verlassen.

Die bayerische Regierung als Prüfungsaufsichtsbehörde

bescheinigte unseren Schulen

ausgezeichnete Ausbildungsqualität. KWA-

Absolventen sind gefragt, alle haben einen entsprechenden

Arbeitsplatz gefunden.

Staatspreis für den besten Abschluss

in Bad Griesbach

Eine Schülerin aus dem Kurs der Altenpflege

in Bad Griesbach konnte einen der begehrten

bayerischen Staatspreise für einen der besten

Abschlüsse in Bayern entgegennehmen. Der

Preis wurde vom Prüfungsvorsitzenden der

Regierung von Niederbayern, Regierungsschulrat

Heinrich Etzel, sowie der Schulleitung und

Klassenleiterin, Elke Bründl, überreicht.

KWA-Schüler lernen für die

Fachhochschulreife

Sich den Beruf der staatlich anerkannten

Heilerziehungspfleger/ -in aneignen und gleichzeitig

für das Fachabitur in Englisch lernen – das

ist seit dem Schuljahr 2007 an der staatlich anerkannten

Fachschule für Heilerziehungspflege

in Pfarrkirchen Alltag. Maximilian Schuster, Studiendirektor

an der FOS / BOS Pfarrkirchen,

hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst alle

Teilnehmer erfolgreich zur Fachhochschulreife

zu führen.


muLtIKuLtuRELLE EntSPAnnunG

Die KWA Klinik Stift Rottal eröffnete am 28. november 2007 in Zusammenarbeit

mit renommierten indischen Ayurveda-Spezialisten ein Zentrum für Ayurvedische

medizin und startete damit in eine neue Ära medizinischer Behandlung. Im

Zentrum der Ayurveda-therapien stehen die traditionellen Panchakarma Kuren.


2

Konzernbilanz 2007

Aktiva

A. Aufwendungen für die Ingangsetzung

und Erweiterung des Geschäftsbetriebs

B. Anlagevermögen

31.12.2007 Vorjahr

EUR EUR T EUR

0,00 0

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.595,00 28

II. Sachanlagen 164.419.684,31 167.144

III. Finanzanlagen 21.432.702,49 22.633

C. Umlaufvermögen

I. Vorräte 471.757,53 441

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei

Kreditinstituten

10.038.113,21 9.000

5.068.580,11 4.336

D. Rechnungsabgrenzungsposten 42.219,13 69

Passiva

A. Eigenkapital

201.523.651,78 203.651

I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500

II. Gewinnrücklagen 21.204.446,49 21.204

III. Konzernbilanzgewinn 4.234.133,81 2.787

25.938.580,30 24.491

B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen 9.265.936,00 9.452

C. Rückstellungen 14.222.083,75 13.275

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Einnahmen von

Bewohnern und Vorvertragspartnern

39.642.799,78 40.645

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.799.840,09 101.512

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen

zahlen und Daten 2007

3.204.716,99 3.457

7.740,97 6

5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.388.055,40 8.543

150.043.153,23 154.163

E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.053.898,50 2.270

201.523.651,78 203.651


Gewinn- und

Verlustrechnung 2007

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

2007 Vorjahr

EUR EUR T EUR

1. Umsatzerlöse 99.122.045,41 95.647

2. Sonstige betriebliche Erträge 2.203.961,69 2.385

3. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe sowie bezogene Waren

8.125.929,29 7.562

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.305.269,95 2.279

4. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 41.638.656,94 39.299

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und Unterstützung

5. Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des Anlage-

vermögens und Sachanlagen

9.008.404,97 8.904

4.188.659,54 4.492

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.855.320,67 27.319

7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0

8. Erträge aus Fonds-Anteilen 500.000,01 800

9. Erträge aus Genossenschaftsanteilen und

Wertpapieren des Anlagevermögens

12.035,75 18

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.541,34 71

11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 287.338,02 347

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.577.351,06 6.794

13. Erträge aus der Auflösung des passiven

Unterschiedsbetrages

14. Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit

0,00 0

1.978.653,76 1.925

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 76.051,29 69

16. Sonstige Steuern 455.341,54 621

17. Konzernjahresüberschuss 1.447.260,93 1.235

18. Gewinnvortrag 2.786.872,88 1.552

19. Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0

20. Konzernbilanzgewinn 4.234.133,81 2.787


KWA-Adressen

Stand: Mai 2008

KWA Stift im Hohenzollernpark

Fritz-Wildung-Straße 22

14199 Berlin

Telefon (030) 897 34-001

Fax (030) 897 34-599

E-Mail hohenzollernpark@kwa.de

Caroline Oetker Stift

Kaselowskystraße 2

33615 Bielefeld

Telefon (0521) 58 29-0

Fax (0521) 58 29-913

E-Mail caroline-oetker@kwa.de

KWA Stift Urbana im Stadtgarten

Im Stadtgarten 2

46236 Bottrop

Telefon (02041) 696-900

Fax (02041) 696-969

E-Mail urbana@kwa.de

KWA Parkstift Aeskulap

Carl-Oelemann-Weg 11

61231 Bad Nauheim

Telefon (06032) 301-0

Fax (06032) 301-913

E-Mail aeskulap@kwa.de

KWA Albstift Aalen

Zochentalweg 17

73431 Aalen

Telefon (07361) 935-0

Fax (07361) 935-913

E-Mail albstift@kwa.de

KWA Parkstift Hahnhof

Hahnhofstraße 15

76530 Baden-Baden

Telefon (07221) 212-0

Fax (07221) 212-913

E-Mail hahnhof@kwa.de

KWA Kurstift Bad Dürrheim

Am Salinensee 2

78073 Bad Dürrheim

Telefon (07726) 63-0

Fax (07726) 63-913

E-Mail kurstift@kwa.de

KWA Parkstift Rosenau

Eichhornstraße 56

78464 Konstanz

Telefon (07531) 805-0

Fax (07531) 805-913

E-Mail rosenau@kwa.de

Biberger Straße 50 · 82008 Unterhaching

Telefon (089) 665 58-500 · Fax (089) 665 58-538 · E-Mail kwainfo@kwa.de · www.kwa.de


KWA Parkstift St. Ulrich

Hebelstraße 18

79189 Bad Krozingen

Telefon (07633) 403-0

Fax (07633) 403-913

E-Mail parkstift@kwa.de

KWA Georg-Brauchle-Haus

Staudingerstraße 58

81735 München

Telefon (089) 67 93-0

Fax (089) 67 93-913

E-Mail georg-brauchle@kwa.de

KWA Luise-Kiesselbach-Haus

Graf-Lehndorff-Straße 24

81829 München

Telefon (089) 94 46 97-08

Fax (089) 94 46 97-530

E-Mail luise-kiesselbach@kwa.de

KWA Stift am Parksee

Rathausstraße 34

82008 Unterhaching

Telefon (089) 61 05-0

Fax (089) 61 05-913

E-Mail parksee@kwa.de

KWA Hanns-Seidel-Haus

Ottostraße 44

85521 Ottobrunn

Telefon (089) 608 02-0

Fax (089) 608 02-913

E-Mail hanns-seidel@kwa.de

KWA Stift Brunneck

Cramer-Klett-Straße 1

85521 Ottobrunn

Telefon (089) 600 14-0

Fax (089) 600 14-913

E-Mail brunneck@kwa.de

KWA Stift Rupertihof

Sonnenmoosstraße 30

83700 Rottach-Egern

Telefon (08022) 270-0

Fax (08022) 270-913

E-Mail rupertihof@kwa.de

KWA Stift Rottal

Max-Köhler-Straße 3

94086 Bad Griesbach

Telefon (08532) 87-0

Fax (08532) 87-913

E-Mail rottal@kwa.de

KWA Klinik Stift Rottal

Max-Köhler-Straße 3

94086 Bad Griesbach

Telefon (08532) 87-0

Fax (08532) 87-484

E-Mail rottal@kwa.de

KWA Bildungszentrum Stift Rottal

Max-Köhler-Straße 5

94086 Bad Griesbach

Telefon (08532) 87-991

Fax (08532) 87-981

E-Mail aps-griesbach@kwa.de

impressum

Herausgeber

Horst Schmieder

KWA Kuratorium Wohnen im Alter

gemeinnützige AG

Biberger Straße 50

82008 Unterhaching

Redaktion

Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft, Berlin

Gestaltung

Una Holle Mohr, Bergfelde

Druck

Königsdruck, Berlin

K W A - G e s c h ä f t s b e r i c h t 2 0 0 7 / K o m p e t e n z i s t z u k u n f t

Unterhaching, Mai 2008


Biberger Straße 50

82008 Unterhaching

Telefon (089) 665 58-500

Fax (089) 665 58-538

E-Mail kwainfo@kwa.de

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