Programm - Salzburger Armutskonferenz

salzburger.armutskonferenz.at

Programm - Salzburger Armutskonferenz

Soziale Frage

Wohnen

Wird Wohnen wieder zu einer zentralen sozialen Frage in Salzburg?

Ein aktueller Wahrnehmungsbericht zur Armutsentwicklung im Bundesland Salzburg

weist in diese Richtung: drei Viertel der befragten Sozialeinrichtungen geben an, dass

die Wohnsituation – steigende Wohnkosten bzw. zu wenig leistbarer Wohnraum – einer

der Hauptgründe für die steigende Armut ist. Dabei bezieht sich die Problemwahrnehmung

nicht nur auf die Landeshauptstadt Salzburg, sondern auf alle Bezirke, speziell auch

auf die Tourismusregionen. Nicht zufällig nimmt Salzburg auch bei den privaten

Mietpreisen im Bundesländervergleich den unrühmlichen 1. Platz ein.

Neben der Kostenfrage gibt es aber auch andere Bereiche, bei denen ein größer werdender

Handlungsbedarf festgestellt werden kann: steigende Wohnungslosigkeit und sozialräumliche

Segregation, ein nach wie vor großes Stadt-Land-Gefälle im Bereich der

sozialen Infrastruktur oder auch eine unzureichende Ausgestaltung sozialer Transferleistungen

(z. B. Sozialhilfe) sind hier beispielgebend zu nennen.

Seitens der Politik wird auf diese Entwicklung reagiert, mit vermehrter Neubautätigkeit,

einem Mietensenkungsprogramm bzw. auch einer verstärkten Diskussion rund um den

Ausbau der Wohnungslosenhilfe in Richtung Wohnnotversorgung für Frauen. Und im

aktuellen Regierungsprogramm bekennt sich die Koalition zu einer Ausweitung der

Wohnbeihilfe. Nur: Reicht das angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen bzw.

der komplexen Problemlagen aus?

Die Konferenz versucht daher, (soziale) Wohnpolitik möglichst umfassend zu thematisieren

und unterschiedliche Reformpotentiale für Stadt und Land Salzburg auszuloten:

• Mit welchen Armutsfragen ist die Wohnpolitik aktuell konfrontiert?

• Welche aktuellen Entwicklungen kennzeichnen die (inter-)nationale bzw.

regionale Wohnpolitik?

• Wie kann die regionale Wohnpolitik in armutspolitischer Hinsicht

analysiert werden?

• Welche Reformoptionen bestehen für das System der Wohnbauförderung?

• Welche Ansätze der Wohnintegration sind auf Gemeindeebene denkbar,

welche auf Siedlungs- bzw. Stadtteilebene?

• Was müsste für die derzeit viel diskutierte Wohnnotversorgung für Frauen

in der Stadt Salzburg berücksichtigt werden?

• Wie sind diese Fragen aus einer Gender-Perspektive zu beurteilen?

Diese und andere Fragen zu diskutieren, dazu laden wir alle

am Thema Interessierten recht herzlich ein!

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Information: Robert Buggler, Salzburger Armutskonferenz, Tel: 0662-849373-227

office@salzburger-armutskonferenz.at

Anmeldung und Zimmerreservierung:

St. Virgil Salzburg, Ernst-Grein-Str. 14, 5026 Salzburg • Tel: 0662-65 901-514 • per Fax: 0662-65901-509,

per E-Mail: anmeldung@virgil.at • Bei allen Anmeldungen die Kursnummer angeben: 09-0623

Tagungsgebühr: Euro 55,– inkl. Tagungsmappe, Pausengetränke und Dokumentation

Ermäßigung auf Anfrage im Büro der Salzburger Armutskonferenz

Anreise: St. Virgil Salzburg erreichen Sie vom Hauptbahnhof mit den Buslinien 3, 5 und 6 zur

Haltestelle »Mozartsteg«. Dort umsteigen in die Linie 7 bis Haltestelle »Ernst Grein-Straße«.

Von dort 5 min zu Fuß. Anfahrtsplan unter www.virgil.at

Vorbereitung

Robert Buggler, Salzburger Armutskonferenz•Petra Geschwendtner, Soziale Arbeit GmbH•Andrea

Schmidinger, Soziale Arbeit GmbH • Gerhard Feichtner, Caritas Salzburg•Inge Honisch, Schuldenberatung

Salzburg•Norbert Krammer, VertretungsNETZ Sachwalterschaft •Josef Mautner, Katholische

Aktion Salzburg•Hermann Oberdünhofen, Neustart, Saftladen•Alexandra Schmidt, Frauenbüro der

Stadt Salzburg • Sarah Untner, wohnbund:consult • Johanna Wimmesberger, St. Virgil Salzburg

Die Salzburger Armutskonferenz wird aus Mitteln

des Landes Salzburg gefördert.

Veranstalter

Unterstützer

Salzburger Netzwerk gegen

Armut und soziale Ausgrenzung

St. Virgil Salzburg

(www.virgil.at)

Impressum > Medieninhaber/Herausgeber: Salzburger Armutskonferenz – Förderverein. Plainstraße 83. 5020 Salzburg.

Tel: 0662-849373-227. office@salzburger-armutskonferenz.at • www.salzburger-armutskonferenz.at

gestaltung: eric@pratter.net

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Soziale Frage

Wohnen

4. Regionale

Salzburger Armutskonferenz

Dienstag, 20. Oktober 2009

St. Virgil Salzburg

www.salzburg er-armutskonferenz.at


Programm 20. Oktober 2009

9:00 Eröffnung

9:10 Aktuelle Entwicklungen der Armut

Martin Schenk Diakonie Österreich, DIE ARMUTSKONFERENZ

9:30 Wohnpolitik –(Inter-)Nationale Trends,

Analysen, Herausforderungen.

Harald Stöger Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik, Universität Linz

11:00 Wie sozial ist Salzburgs Wohnpolitik? (Teil 1)

10 Thesen der Salzburger Armutskonferenz

Alexandra Schmidt Frauenbüro der Stadt Salzburg

Gerhard Feichtner Caritas Salzburg, BL Soziale Arbeit

11:30 Wie sozial ist Salzburgs Wohnpolitik? (Teil 2)

Ein ExpertInnen-Gespräch

u. a. mit Peter Genser, Gerlich & Co, Fachgruppenobmann Immobilientreuhänder

der Wirtschaftskammer Salzburg; Helmut Mödlhammer, Salzburger Gemeindeverband;

Markus Sturm, Die Salzburg, Verband der Gemeinnützigen Bauvereinigungen

Salzburg; Sarah Untner, wohnbund:consult.

12:45 Mittagspause

14:15 Workshops

A

»Wohn-Raum« Gemeinde

Die Gemeinden haben den gesetzlichen Auftrag, für gleichwertige Lebensbedingungen

aller BewohnerInnen zu sorgen und den Wohnraumbedarf aller Bevölkerungsgruppen,

Familien- und Lebensformen zu decken. Im Workshop soll anhand

von Fallbeispielen aufgezeigt und diskutiert werden, welchen Beitrag Gemeinden

mit ihrer Raumordnungs- und Wohnungspolitik bei der Schaffung von günstigen

und qualitätsvollen Wohnungsangeboten leisten können bzw. wo es Handlungsmöglichkeiten

und Reformbedarf gibt.

Heidrun Wankiewicz planwind – Büro für

Raumplanung & Umweltconsulting, Salzburg

TAGUNGSMODERATION

Martina Berthold

B

C

D

E

F

»Wohn-Raum« Siedlung & Stadtquartier

Anhand von zwei Projekten in der Stadt Salzburg (Planung Stadtwerke-Areal,

Sanierung Richard-Knoller-Siedlung) soll aufgezeigt und diskutiert werden, wie auf

Siedlungsebene wohnintegrative Angebote präventiv bzw. als Antwort auf

negative Entwicklungen gesetzt werden können.

Raimund Gutmann wohnbund:consult, Salzburg

Reformoptionen für die Salzburger Wohnbauförderung

Die Salzburger Wohnbauförderung auf dem Prüfstand. Ein (inter-)nationaler Vergleich

der Entwicklungen im Bereich des sozialen Wohnbaus und ein Überblick über die

bestehende Salzburger Wohnbauförderung dienen als Grundlage für die Entwicklung

von Reformoptionen des regionalen Systems.

Alexis Mundt IIBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen, Wien

Reform des Mietrechts aus armutspolitischer Sicht

Ein wesentlicher Grund für den derzeit wieder starken Anstieg des Mietzinses im

privaten Wohnungsmarkt liegt in der Ausgestaltung des nationalen Mietrechtsgesetzes.

Welche Ansätze einer Änderung sind sinnvoll, vor allem mit Blick auf von Armut betroffene

Haushalte? Welche politischen Strategien könn(t)en Verbesserungen bzw. Veränderungen

bewirken?

Walter Windischbauer Mieterschutzverband Salzburg

Anforderungen für eine Frauen-Wohnnotversorgung

in der Stadt Salzburg

Seit einigen Monaten wird in der Stadt Salzburg eine intensive – auch politische –

Diskussion rund um die Schaffung einer Frauen-Wohnnotversorgung geführt. Wie

könnte eine solche Einrichtung aussehen? Welche Anforderungen sind zu erfüllen?

Welche nutzbaren Erfahrungen wurden bei bereits seit Jahren bestehenden ähnlichen

Projekten gewonnen?

Elvira Loibl FrauenWohnZentrum der Caritas, Wien

Maria Strauß-Preinsberger Frauenwohnheim der Stadt Graz

Vergabe von Wohnraum: Kriterien, Praxis, Perspektiven

Die konkrete Suche nach Gemeinde-/Genossenschafts-Wohnraum erfolgt unterschiedlich:

Die Stadt Salzburg kennt eigens vom Gemeinderat beschlossene Vergabekriterien,

bei den Genossenschaften öffnen die Einkommensgrenzen der Wohnbauförderung

grundsätzlich die Tür zur Wohnungsvergabe. Wie funktionieren diese Systeme? Wie wird

die Wohnungsvergabe in anderen Kommunen organisiert? Welche gesellschaftspolitischen

Vorbehalte (»Durchmischung«) spielen bei der Vergabe resp. den Kriterien eine Rolle?

Wie könnte man die Praxis in Salzburg verbessern?

Hermann Schuster Caritas Wien, Leitung des Fachbereichs Wohnen

Siegfried Nagl Wohnungsvergabeausschuss der Pfarre Gneis

Peter Holzmann Stadt Salzburg – Wohnungsamt

16.15 Politische Frage Wohnen?!

Die Ergebnisse der Konferenz werden gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger-

Innen analysiert, ein Ausblick auf die Folgekonferenz am 17. November, bei der

die Ergebnisse inhaltlich verdichtet und politische Konsequenzen diskutiert werden,

beschließt die Konferenz.

Bitte

ausreichend

frankieren

u. a. mit Walter Blachfellner Wohnbaulandesrat (angefragt)

Martin Panosch VzBgm., Stadtrat für Soziales und Wohnungsamt

An

St. Virgil Salzburg

Veranstaltungsbüro

Ernst-Grein-Str. 14

5026 Salzburg

anmeldekarte

Ich möchte mich hiermit für die 4. Regionale Salzburger

Armutskonferenz »Soziale Frage Wohnen«

am 20. Oktober 2009 in St. Virgil Salzburg anmelden.

Kursnummer: 09-0623 • Tagungsgebühr: C= 55,–

Name >

Adresse >

Telefon/Fax >

E-Mail >

Ich melde mich zu folgendem Workshop an:

A B C D E F

»Es ist eine demokratische und inhaltliche Selbstverständlichkeit,

dass

Bitte

Menschen

abtrennen

das

und verschicken

Haus, in dem

oder

sie

kopieren

leben wollen,

und

selbst planen und

an folgende Nummer faxen: +43-662-65 901-509

gestalten können.« (Bertolt Brecht)

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