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Brandenburgisches

Ärzteblatt

www.laekb.de

Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg | 21. Jahrgang | Oktober 2011 10 | 2011

Kammerversammlung: Beitragssenkungen

beschlossen

Seite 5

Ärztemangel: Interview mit

Gesundheitsministerin Tack

Seite 10

Hausärzte: Landesverband

Brandenburg gegründet

Seite 8

Hilfsprojekt: Brandenburger

Ärzte für Peru

Seite 54

Fotos: Mark Berger, LÄKB


Impressum

Inhaber und Verleger

Landesärztekammer Brandenburg

Präsident: Dr. med. Udo Wolter

Dreifertstraße 12, 03044 Cottbus,

Telefon 0355 78010-12

Telefax 0355 78010-1166

Herausgeber

Dr. med. Udo Wolter

Zuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur

an den Herausgeber zu richten. Für mit Autorennamen

gekennzeichnete Beiträge wissenschaftlicher

und standespolitischer Art sowie

Artikel, die die Kennzeichnung „Pressemitteilung

von …“ enthalten, wird keine Verantwortung

übernommen. Die darin geäußerten

Ansichten decken sich nicht immer mit denen

des Herausgebers. Sie dienen dem freien Meinungsaustausch

innerhalb der Ärzteschaft. Die

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sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck ist

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der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht.

Änderungen redaktioneller Art bleiben

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Redaktion

Mark Berger

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Zur Zeit gilt Preisliste Nr. 21, gültig ab

01.01.2011

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Das Brandenburgische Ärzteblatt erscheint

monatlich (Doppelnummer Juli/August).

Bezugsgebühr (ab Ausgabe 4/2010):

jährlich € 35,00; ermäßigter Preis für Studenten

€ 17,50. Einzelpreis € 3,35.

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Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt

6 Wochen zum Ende des Kalenderjahres. Für die

Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer

ist der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag

abgegolten.

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separat zusenden und im Text vermerken,

wo das Bild stehen soll. Am besten sind Fotos

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Seite 5

Seite 10

Seite 54

KAmmerinformAtionen / GesundheitspolitiK

Inhalt

Brandenburgisches

Ärzteblatt

Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg | 21. Jahrgang | Oktober 2011 10 | 2011

Kammerversammlung: Renten steigen, Beiträge sinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Abschlussprüfungen: Medizinische Fachangestellte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Hausarztverband Brandenburg: gegründet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Fachärztemangel: BTU Cottbus unterstützt die ärztliche Weiterbildung . . . . . 9

Versorgungsstrukturgesetz: Alle stehen in der Pflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Zweitverblisterung: Potenzielle Gefahr für Heimbewohner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Arzt und recht

Neue Regelungen zur Selbstanzeige in Kraft getreten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Bundesfinanzhof (BFH) entscheidet: Zivilprozesskosten abziehbar . . . . . . . . . . . . 13

Rechtsprechungsänderung: Wichtige Entscheidungen zum Berufsrecht . . . . 14

fortbildunG

Fortbildungsangebot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

beKAnntmAchunGen

Dritte Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung

der Landesärztekammer Brandenburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

AKtuell

Präventionsatlas für Berlin und Brandenburg vorgestellt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Veranstaltungshinweis: Fachtagung zum Versorgungsstrukturgesetz . . . . . . . 51

Medizinische Fachangestellte: Betriebliche Altersversorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Hinweis: Sind Sie Absolvent der Universität zu Lübeck? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Nachtrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Brandenburgs Kliniken vorgestellt:

Das Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Hilfsprojekt: Der Gesichtermacher aus Templin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

Seniorenausflug der Landesärztekammer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

Tarifeinigung zwischen dem Marburger Bund und Elbe-Elster-Klinikum . . . 58

rezensiert

Dr. Andreas Flemmer, „Gesunde Ernährung ab 40” . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Sven-David-Müller, Christiane Weißenberger,

„Ernährungsratgeber Typ-2 Diabetes” Genießen erlaubt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Robert Jütte, Wolfgang U. Eckart, Hans-Walter Schmuhl, Winfried Süß,

Medizin und Nationalsozialismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

personAliA

Geburtstage im Oktober . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

Die Landesärztekammer Brandenburg trauert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61

weitere rubriKen

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Tagungen und Kongresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

KVBB informiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63

LUGV, Abteilung Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 3


Dipl.-Med. Hubertus

Kruse

Foto: 4iMEDIA

edItorIal

edItorIal

liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Ausklang des etwas zu kurz gekommenen

Sommers 2011 fand am 10.

September in Dahlewitz die 2. Kammerversammlung

der Brandenburger

Ärzte in diesem Jahr statt.

Thema war neben dem Bericht des

Ärzteversorgungswerkes Land Brandenburg

der Haushalt der Landesärztekammer

Brandenburg. Der Revisionsverband

hatte den uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk erteilt und der

Vorstand wurde von den Mitgliedern

der Kammerversammlung einstimmig

entlastet. Bei stabiler Haushaltslage

war die Kammerversammlung dem

vom Haushaltsausschuss und dem

Kammervorstand eingebrachten Vorschlag

zu einer Beitragssenkung gefolgt.

Der Beitragssatz wurde von 0,56

auf 0,53 % der Einkünfte aus ärztlicher

Tätigkeit reduziert. Diese Beitragssenkung

ist ab 01.01.2012 gültig.

Steigende

Mitgliederzahlen

Die Zahl der in Brandenburg gemeldeten

Ärzte hat sich in den 20 Jahren

seit Bestehen der Landeärztekammer

Brandenburg seit 1991 fast verdoppelt

und stieg von reichlich 6000 auf

fast 12000 Ärzte an. Diese Zunahme

verlief kontinuierlich. Diese erfreuliche

Entwicklung mit einem jährlichen

4 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Nettozuwachs von ca. 200 ärztlich tätigen

Kollegen wird aber auf Dauer nicht

anhalten. Das früher ausgewogene Bild

der niedergelassenen und angestellten

Ärzte hat sich in den letzten Jahren

deutlich zugunsten der Angestellten

verändert (3500 zu 4500). Bei Behörden

bzw. sonstig ärztlich tätig sind ca.

800 Kollegen und ohne ärztliche Tätigkeit

3200. Der Anteil Rentner bzw. Mitglieder

ohne ärztliche Tätigkeit erhöhte

sich von 18 auf ca. 25 %.

Unstetige

Beitragsentwicklung

Die Beitragsentwicklung der Landesärztekammer

war in diesen 20 Jahren

naturgemäß inhomogen. Während in

den frühen Aufbaujahren ein Beitragsatz

in Stufen mit Selbsteinschätzung

galt, wurde Mitte der neunziger Jahre

der Beitragssatz an das Einkommen

aus ärztlicher Tätigkeit gekoppelt.

Abhängig von der Angleichung

Ost-Westgehälter, dem Ergebnis der

Tarifverhandlungen und der Entwicklung

der KV-Einnahmen stiegen die

jährlichen Beitragseinnahmen diskontinuierlich.

Nach einer stufenweisen

Reduktion des Beitragssatzes von 0,60

über 0,57 bzw. 0,54 auf 0,50 % Ende

der neunziger Jahre wurde 2006 zum

Ausgleich des Haushaltes eine Steigerung

auf 0,56 % notwendig. Aus der

Beitragsentwicklung lässt sich erfreulicherweise

eine tatsächliche überdurchschnittliche

Steigerung des Gesamteinkommens

aus ärztlicher Tätigkeit der

Brandenburger Ärzteschaft seit 2006

erkennen. Mit dieser Kenntnis und

der erfolgten Schaffung einer Rücklage

für besondere Beitragsverwendung

konnte o. g. Beschluss zur Senkung der

Kammerbeiträge auf 0,53 % bei stabilem

Haushalt gefasst werden.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die

Evaluation der Weiterbildung wird zum

2. Mal durchgeführt. Der Rücklauf von

Seiten der Weiterbilder ist insgesamt

relativ gut. Bedauerlicherweise folgt

der Rücklauf von Seiten der Weiterzubildenden

dem bundesweiten Trend

und liegt bisher nur bei etwa einem

Drittel. Aber gerade Ärzte in Weiterbildung

bzw. zukünftige Weiterzubildende

können von einer hohen Beteiligung

profitieren. Kliniken mit effizienten

Ausbildungsstrukturen profitieren

natürlich ebenfalls. Nicht zuletzt profitieren

aber auch Kliniken mit Defiziten

in der Struktur der Weiterbildung; denn

hier können notwendige Veränderungen

erkannt und umgesetzt werden,

womit sich die Situation dieser Kliniken

beim „Kampf“ um Assistenzärzte

verbessert. Somit profitieren eigentlich

alle Beteiligten. Die Anonymität wird

auf jeden Fall gewahrt! Deshalb hier

noch einmal der Aufruf an die betreffenden

Kollegen zur aktiven Teilnahme

an der Evaluation der Weiterbildung in

der noch verbliebenen Zeit.

Einen schönen Altweibersommer bzw.

Herbst wünscht Ihnen

Hubertus Kruse


KammerversammlunG:

renten steigen, beiträge sinken

Die Kammerversammlung in Dahlewitz

drehte sich dieses Mal vor

allem um finanzielle Fragen. Allen

Turbulenzen um Staatsschulden

und den taumelnden Euro zum

Trotz fallen sowohl der Geschäftsbericht

der Ärzteversorgung als

auch die Jahresrechnung der Landesärztekammer

positiv aus. Außerdem

standen ein Rückblick auf

den Deutschen Ärztetag in Kiel,

das Versorgungsstrukturgesetz

und die neue Geschäftsstelle in

Potsdam auf dem Programm.

Der Vormittag stand im Zeichen

der Ärzteversorgung. Ein Thema, das

nicht ohne trockenes Zahlenwerk

auskommt, aber das lässt sich besser

verdauen, wenn es schwarze Zahlen

sind. Und die hatte Dr. Manfred Kalz,

der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses

der Ärzteversorgung, zur Genüge

im Gepäck. Trotz der unsicheren

weltwirtschaftlichen Lage, von der in

einem späteren Vortrag noch ausführlicher

die Rede sein sollte, ist die finanzielle

Situation des Versorgungswerkes

vorbildlich. Das Vermögen aus Kapitalanlagen

überschritt sogar erstmals die

Milliardengrenze und betrug zum Ende

des Jahres 2011 insgesamt 1,036 Mrd.

Euro. Die Kapitalerträge stiegen von 42

Mio. Euro im Jahr 2009 auf 51,4 Mio.

Euro. Positiv ist auch die Mitgliederentwicklung.

Der Bestand erhöhte sich auf

8.151 Ärztinnen und Ärzte und liegt

mit einem Zuwachs um 827 Mitglieder

sogar über dem im Geschäftsplan vorgesehenen

Mindestzugang. Einer weiterhin

positiven Entwicklung steht unter

diesen Voraussetzungen nichts im

Wege. „Insgesamt rechnen wir für das

Jahr 2011 mit konstanten bis leicht steigenden

Beitragseinnahmen“, prognostizierte

Dr. Kalz.

Anlagestrategien in

schwierigen Zeiten

Doch gibt es wirklich Grund zu so viel

Optimismus? Wie passt der zur weltwirtschaftlichen

Lage, zu Pleitekandidaten

und Rettungsschirmen, zu Abgesängen

auf den Euro und zu den

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

Anlegern, die rund um den Globus um

ihre Ersparnisse zittern? Das alles birgt

natürlich finanzielle Risiken, auch für

die Ärzteversorgung, aber die lassen

sich mit der nötigen Weitsicht in Chancen

verwandeln. Die guten Zahlen sind

also keine Augenwischerei, sondern

das Ergebnis soliden Wirtschaftens,

versicherte Lutz Horstick, der bei der

Ärzteversorgung Westfalen-Lippe für

die Kapitalanlage zuständig ist. Auch

im Jahr 2011 hält er eine Nettokapitalrendite

von vier Prozent für realistisch,

warnt aber vor zu großen Erwartungen

in der Zukunft: „Die Wirtschaftsförderung

der letzten Jahre hinterlässt leere

Kassen, während die Arbeitslosigkeit

hoch bleibt.“ Trotz der jüngsten Turbulenzen

blieben die Aktien weiterhin

ein wichtiges Instrument im Anlageportfolio

der Ärzteversorgung. Das

eigentliche Problem seien nicht die

Kursschwankungen an den Börsen,

denn sie spiegelten nur die politischen

Unsicherheiten wieder. Besorgniserregend

sei vielmehr die drohende Inflation.

Um die Rendite zu gewährleisten,

waren im vergangenen Jahr dennoch

Umschichtungen in der Anlagestruktur

notwendig. So wurde der Aktienanteil

in der Altersversorgung von knapp 20

Prozent auf vier Prozent reduziert. Der

Anteil der Immobilien und Darlehen als

stabilisierende Blöcke blieb dagegen

weitgehend unverändert.

Rentenerhöhung

beschlossen

Eine schnelle Beruhigung der Märkte

ist nicht zu erwarten. Für Horstick ist

daher klar: „Wir müssen stabile, reale

und inflationssichere Anlagen aufbauen,

die sich dem Markteinfluss weitgehend

entziehen.“ Daher wird die Ärzteversorgung

in Zukunft noch stärker auf

risikoarme Infrastrukturprojekte und

Public Private Partnerships mit Kommunen

oder großen Versorgungsunternehmen

wie RWE setzen. Jede Anlagestrategie

muss sich an einer Grundmaxime

orientieren: „Das Wichtigste

ist, dass die Ärzteversorgung keinen

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 5

Dr. Manfred Kalz

Herbert Krahforst,

Elke Köhler,

Dipl.-Med. Hubertus Kruse,

Dr. Hanjo Pohle


Dr. Udo Wolter

Kathrin Küster (MUGV),

Dr. Daniel Sobotta

Bild rechts: Neue

Geschäftsstelle in

Potsdam, Reiterweg 3

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

Schaden nimmt. Wir wollen schließlich

nur das Beste für unsere Rentner“, gab

Dr. Udo Wolter, der Präsident der Landesärztekammer

Brandenburg, dem Finanzexperten

mit auf den Weg. Dem

ließ die Kammerversammlung gleich

Taten folgen. Sie beschloss einstimmig,

die laufenden Renten vom 1. Januar

2012 an um ein Prozent zu erhöhen.

Bericht des Vorstands

Als nächster Programmpunkt stand

der Bericht des Vorstands durch Dr.

Udo Wolter auf dem Programm. Er

ging noch einmal auf die Ergebnisse

des 114. Deutschen Ärztetages in Kiel

ein, auf dem die Novelle der Musterberufsordnung

(MBO) ausführlich debattiert

wurde. Nach der Verabschiedung

durch den Vorstand der Bundesärzte-

kammer im August können die Länderkammern

die MBO nun übernehmen.

Trotzdem gönnen sich die Mitglieder

des Ausschusses keine Ruhepause.

Die Arbeiten an der nächsten Fassung

6 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

haben schon begonnen, berichtete Dr.

Wolter. „Die MBO wird auch in Zukunft

eine Dauerbaustelle bleiben.“ Daneben

diskutierten die Delegierten in Kiel

auch eine Reihe von ethischen Themen

von großer gesamtgesellschaftlicher

Tragweite – insbesondere die Haltung

der Ärzteschaft zur PID und zur Sterbehilfe.

Dr. Wolter begrüßte in beiden

Fällen die sachliche, respektvolle Auseinandersetzung

und die eindeutigen

Beschlüsse: „Die klare Positionierung

des Ärztetages ist wichtig. Wir Ärzte

sind zum Heilen da. Wir dürfen nicht

das Töten in den Vordergrund stellen.“

Begrüßenswert sei außerdem, dass der

Bundestag sich in seiner Entscheidung

zur PID an der Haltung der Ärzteschaft

orientiert habe.

Kritikpunkt

Versorgungsstrukturgesetz

Weniger Lob erhielt Bundesgesundheitsminister

Bahr für seinen Entwurf

zum Versorgungsstrukturgesetz, das

den Ärztemangel auf dem Land beheben

soll. „Ich bin kein Freund dieses

Gesetzes, weil die Kammern trotz

intensiver Bemühungen vollkommen

außen vor gelassen wurden“, so Dr.

Wolter. Dennoch hat die Diskussion

auch ihre positiven Seiten: „Der Ärztemangel

hat als Kampfbegriff für die

Ärzteschaft Früchte getragen. Es wird

darüber geredet, auch wenn man vielleicht

unterschiedlicher Meinung sein

kann.“ Auf großes Unverständnis stieß

der jüngste Vorstoß aus dem Gesundheitsministerium,

lange Wartezeiten

zu sanktionieren. Damit zog Dr. Wolter

einen energischen Schlussstrich

unter das diesjährige Sommertheater,

in dem die Krankenkassen mit ihrem

Schauerstück über die angeblich so

arbeitsscheuen Ärzte um die Gunst des

Publikums buhlten. Auch wenn sich die

Vorwürfe schnell als haltlos erwiesen,

war das geschlossene und entschiedene

Auftreten der Ärzteschaft aus seiner

Sicht ein wichtiges Signal nach innen

wie nach außen.

Evaluation der

Weiterbildung kurz vor

dem Abschluss

Von Licht und Schatten gibt es bei

der Evaluation der Weiterbildung zu

berichten. Die bundesweite Umfrage

ist ein wichtiger Baustein zur Qualitätssicherung

in der ärztlichen Weiterbildung,

entsprechend intensiv wurde

in den vergangenen Monaten für

das Projekt geworben. Brandenburg

konnte mit einer Rücklaufquote von

72 Prozent bei den Weiterbildungsbemächtigten

ein gutes Ergebnis erzielen.

Weniger positiv sieht es allerdings

bei den Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung

aus. Von ihnen ließen sich trotz

aller Bemühungen nur 28 Prozent zum

Mitmachen ermuntern. „Die Quote ist

allerdings in ganz Deutschland so niedrig.

Wir werden die Gründe dafür diskutieren

müssen“, kündigte Dr. Wolter an.

Neue Geschäftsstelle

in Potsdam

Anschließend berichtete Herbert

Krahforst, der Geschäftsführer der

Landesärztekammer, über den aktuellen

Stand beim Aufbau der Geschäftsstelle

in Potsdam. Im Sommer wurde

der Mietvertrag für eine Etage eines

repräsentativen historischen Gebäudes

im Zentrum der Landeshauptstadt

unterschrieben. Nachdem die Renovierungs-

und Umbauarbeiten inzwischen


weitgehend abgeschlossen sind, konnten

sich die neuen Räumlichkeiten bereits

bei ersten Fortbildungsveranstaltungen

bewähren. „Mit der neuen Geschäftsstelle

können wir den Service

für unsere Mitglieder verbessern und

eröffnen uns gleichzeitig die Chance

auf erhebliche Spar- und Synergieeffekte“,

bilanzierte Krahforst. Außerdem

gäbe es Überlegungen, hier in Zukunft

eine Rechtsberatung für Kammermitglieder

anzubieten. Aufgrund der

räumlichen Nähe zur Landesregierung

und vielen wichtigen gesundheitspolitischen

Institutionen wird auch die

Öffentlichkeitsarbeit der Landesärztekammer

Brandenburg in Zukunft von

Potsdam aus koordiniert.

Kammerhaushalt 2010

mit positiver Bilanz

Mit der Präsentation der Jahresrechnung

für das Jahr 2010 schlug der Vorsitzende

des Haushaltsausschusses

Dipl.-Med. Hubertus Kruse wieder den

Bogen zu finanziellen Fragen. „Wir hatten

in der Vergangenheit schon gute

und schlechte Jahre. Dieses Jahr war

ein sehr gutes“, schickte er vorweg.

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe:

Die Zahl der Mediziner in Brandenburg

steigt kontinuierlich, und ebenso

ihre Einnahmen. Dies schlug sich

2010 nach einer Reihe finanziell angespannter

Haushaltsjahre in einem Bi-

lanzüberschuss von 620.156,23 Euro

nieder. „Zu diesem hervorragenden

Ergebnis haben alle Ärztinnen und

Ärzte in Brandenburg gemeinsam beigetragen“,

sagte Dipl.-Med. Hubertus

Kruse. Daher lag es auf der Hand, dass

die Versammlung auf Vorschlag des

Vorstandes für das Jahr 2012 eine Senkung

des Kammerbeitrags von 0,56

auf 0,53 Prozent beschloss.

n Text und Bilder: Mark Berger, LÄKB

Hinweis:

Am 26. November 2011 findet in

Dahlewitz die letzte Kammerversammlung

des Jahres 2011 statt. Laut Hauptsatzung

der Landesärztekammer Brandenburg

haben die Kammermitglieder

die Möglichkeit, als Gäste an den

Tagungen teilzunehmen, Plätze stehen

allerdings nur begrenzt zur Verfügung.

Der Vorstand trifft sich am 28. Oktober

2011 in Alt Madlitz. Auch hier

bietet sich für die brandenburgischen

Mediziner wie gewohnt die Möglichkeit,

ihre Fragen und Anliegen direkt

vor Ort vorzubringen. Für den Termin

werden die Kammerangehörigen um

vorherige Anmeldung bei der Büroleiterin

des Präsidenten, Heike Wetterau,

unter Telefon 0355 780 1012 gebeten.

Von ihr erfahren die Interessenten

auch die genauen Tagungsorte sowie

die Zeit des Termins.

abschlussprüfunGen:

medizinische fachangestellte erzielen gute ergebnisse

Im Jahr 2011 haben in Brandenburg

141 junge Frauen und 5 junge

Männer erfolgreich ihre Abschlussprüfungen

als Medizinische

Fachangestellte (MFA) abgelegt.

Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung

übergab Elke Köhler,

die Vizepräsidentin der Landesärztekammer

Brandenburg, am

2. September die Zeugnisse.

„Sie sind das Aushängeschild der

Arztpraxis“, gab Frau Köhler den frischgebackenen

Fachangestellten mit auf

Weg. Der Beruf hat schon längst nichts

mehr mit dem zu tun, was vor wenigen

Jahren noch als „Arzthelferin“ bezeichnet

wurde. Die Arbeit an der Schnittstelle

zwischen Mensch, Medizin und

Technik stellt hohe Anforderungen.

Entsprechend hart mussten die Absolventen

für ihren Abschluss arbeiten.

Drei Jahre Theorie und Praxis liegen

hinter ihnen.

Mit einem Gesamtdurchschnitt von

2,7 lagen die Ergebnisse etwa auf dem

Niveau des Vorjahres. Besonders gut

fielen mit einem Notendurchschnitt

von 2,5 die Prüfungen in den praktischen

Fächern aus. „Das Ergebnis

übertrifft unsere Erwartungen. Eigentlich

ist schon ein Schnitt von 3,0 ein

guter Wert“, lobt Astrid Brieger, die

bei der Landesärztekammer das Referat

Ausbildung zur MFA leitet. Zwei

Absolventinnen bestanden sogar mit

Bestnote: Juliane Acker aus Frankfurt

(Oder) und Maria Helm-Rübenstahl

aus Bernau. Das Büffeln hat sich für

viele der Absolventen schon gelohnt.

Knapp 30 Prozent wurden sofort in

die ausbildende Praxis übernommen.

Das ist im Vergleich zur Vergangenheit

ein positiver Trend, findet Astrid

Brieger. „Der Bedarf ist da. Viele Ärzte

merken, dass die Fachkräfte knapp

werden. Trotzdem bilden die brandenburgischen

Ärzte zu wenig Nachwuchs

aus“, warnt sie.

n Mark Berger, LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 7

Dipl.-Med. Hubertus Kruse

Absolventinnen

präsentieren ihre

Zeugnisse

Foto: Mark Berger, LÄKB


Dr. Hanjo Pohle

Foto: 4iMEDIA

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

hausarztverband brandenburG:

Aufbruchstimmung macht sich breit!

Ein Gefühl, welches man schon

lange als unwiederbringlich verloren

glaubte, kehrt nach Brandenburg

zurück! Nach 20 Jahren zieht

nun erstmalig wieder ein Gefühl

des Aufbruchs in die kleine Welt

der Brandenburger Hausärzte ein

und schafft ein frisches Klima der

Erwartung; die Lust zum Neubeginn

und der Genugtuung, endlich

etwas Eigenständiges kreieren zu

können, mit dem sich nun hoffentlich

viel mehr Brandenburger

Hausärzte identifizieren können

als bisher.

Der gemeinsame Hausarztverband

Berlin und Brandenburg wird sich trennen

und Brandenburg wird erstmalig

in der Geschichte eigenständig. Nach

Jahren häufigen Dissens zwischen beiden

Parteien ist es nun Konsens, sich

harmonisch zu trennen, damit ein jeder

sein Glück im Alleingang finden möge.

Dass Brandenburg dieses gelingt, bin

ich mir jedenfalls sicher, die Vorteile

der Unabhängigkeit sind offenkundig

und motivieren zur Zeit alle Akteure im

politischen Geschäft.

Mitstreiter gesucht

Wir können nun zum ersten Mal nur

auf Brandenburger Spezifika Rücksicht

nehmen und brauchen Berliner Interessen

nicht mehr zu beachten! Die Außendarstellung

ist nun brandenburgisch

und nicht mehr halb berlinerisch,

ein riesiger Vorteil. Alle Brandenburger

Institutionen haben nur einen Brandenburger

Verband als Ansprechpartner

und die Lösung spezifischer Landesprobleme

wird effektiver, schneller

und zielorientierter möglich sein.

Dieser neue Verband braucht nun

auch Mitstreiter und Mitglieder. Waren

bislang ca. 500 Hausärzte im gemeinsamen

Verband Berlin-Brandenburg

organisiert, so hoffe ich, da wir nun

einen Verband schaffen, mit dem sich

Brandenburgs Hausärzte leichter und

besser identifizieren können, auf noch

mehr Zulauf, denn eines steht wie immer

in der Demokratie fest, je größer

8 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

ein Verband in einer Region, umso größer

ist das Gewicht seiner Stimme.

Da ein nicht unerheblicher Teil der

Hausärzte nur deshalb in dem alten

Verband Mitglied waren, weil es Rabatte

in den Hausarztverträgen gab

und nicht um der Sache willen, hoffe

ich nun auf mehr Interesse, da es immer

klarer wird, dass Brandenburger

Hausärzte für Brandenburger und nur

für diese sprechen und agieren.

Wir haben die Chance einen Verband

zu bilden, der in seiner Stimme

und Gewicht einen hohen Stellenwert

einnehmen kann, die Einzige wahre

Alternative zur Macht der gesetzlichen

Krankenkassen.

Wir glauben, dass die Interessen von

Hausärzten nur im Gesamtkontext mit

den anderen Akteuren in der Gesundheits-

und Patientenversorgung langfristig

durchsetzbar sein werden. Deshalb

ist ein vernünftiges, zielorientiertes

Verhältnis zu unseren Facharztkollegen

notwendig und zwangsläufig,

denn nur so bleiben wir als Gesamtkörper

Vertragsärzte gegen Angriffe von

Politik und Krankenkassen gerüstet.

Kontinuität und Sicherheit

für die Hausärzte in

Brandenburg

Separatistische Bestrebungen, die die

Hausarztmedizin in Brandenburg als

Spielball für eigene bundesdeutsche

Interessen missbrauchen wollen, wird

es in Brandenburg nicht geben. Wir haben

uns mit dem aus Umfragen resultierenden

Auftrag Add on Hausarztverträge

abzuschließen klar zum Kollektivvertrag

positioniert und darin besteht

letztendlich auch die Kontinuität unserer

politischen Arbeit und vermittelt,

so hoffe ich, Brandenburgs Hausärzten

Sicherheit, sich nicht auf politische, honorarwirksame

Experimente einlassen

zu müssen.

Diese Haltung ist leider nicht mehr

bundesdeutsch, sondern eben brandenburgisch.

Ginge es nach bundesdeutschen

Oberhausärzten, hätten wir

schon jetzt in Brandenburg viel mehr

Konfliktpotenzial und ein angeschlagenes

Kollektivvertragssystem.

Diesen missionarischen Bestrebungen

konnten die Hausärzte in Brandenburg

widerstehen und die Neugründung ist

auch im Endeffekt eine Reaktion auf

diese Entwicklung.

Wir werden weiterhin in den nächsten

Jahren eine Regionalisierung der

KVen erleben, jeder KV Bezirk muss

für seine eigenen Interessen kämpfen.

Berlin bekommt zum Beispiel ein viel

höheres Honorarvolumen pro Kopf als

Brandenburg mit den damit entsprechend

einsetzenden Verteilungs- und

Interessenkonflikten. Somit müssen

wir als ihre gewählten Hausarztvertreter

realisieren, dass unsere Vorstellungen

von Patientenbetreuung und Honorarpolitik

in Brandenburg nur allein

als eigener Verband machbar ist.

Nun gilt es schnell funktionierende

Strukturen aufzubauen. Probleme

wie Lokalisationen, Satzung etc. sind

schon gelöst und alle brandenburgischen

Hausärzte sind aufgefordert

teilzunehmen am neuen spannenden

Moment der Entstehung eines Hausarztverbandes,

der jeden brandenburgischen

Hausarzt repräsentieren kann,

wenn er es möchte. Ein Jeder kann sich

nun einbringen und viel leichter als bisher,

ohne die Majorität Berlins, lokale

brandenburgische Themen im Verband

zur Sprache bringen.

Wir brauchen jeden Hausarzt und jeder

Hausarzt benötigt eigentlich einen

regionalen starken Verband in seinem

KV-Bezirk.

Nehmen Sie teil, ergreifen Sie die

Chance sich einzubringen, Ihre gewählten

Hausarztvertreter glauben

fest an die Richtigkeit des neuen Kurses,

schenken Sie dem neuen brandenburgischen

Hausarztverband Ihr Vertrauen.

n Dr. Hanjo Pohle


KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

fachÄrztemanGel:

btu cottbus unterstützt die ärztliche weiterbildung

Ein gemeinsames regionales Projekt

gegen den drohenden Fachärztemangel

ist von sechs kommunalen

Krankenhäusern der Energieregion

Spreewald-Lausitz (Carl-

Thiem-Klinikum Cottbus, Klinikum

Elbe-Elster, Klinikum Niederlausitz,

Klinikum Dahme-Spreewald,

Krankenhaus Forst, Krankenhaus

Spremberg) in Zusammenarbeit

mit der Landesärztekammer Brandenburg,

der KVBB, der BTU und

der Stadt Cottbus auf den Weg gebracht

worden.

Das Modellprojekt soll dem sich abzeichnenden

Mangel an Fachärzten

fast aller Richtungen besonders in den

Kliniken der Grund- und Regelversorgung

mit nicht voller Weiterbildungsbefugnis

aber auch im niedergelassenen

Bereich (Haus- und Landärzte)

entgegen wirken. Gestartet wird das

Projekt mit dem Fachgebiet Allgemeinmedizin.

Modulsystem ermöglicht

den individuellen Einstieg

Die in den Krankenhäusern und Lehrpraxen

des regionalen Netzwerkes

angestellten Ärztinnen und Ärzte absolvieren

im Rotationsprinzip zeitgerecht

nach den Vorgaben der Weiterbildungsordnung

die volle praktische

Weiterbildung Allgemeinmedizin. Das

Institut für ärztliche Weiterbildung und

klinische Versorgungsforschung an der

BTU Cottbus unterstützt die Vermittlung

der theoretischen Kenntnisse auf

hohem akademischen Niveau in enger

Abstimmung mit der Landesärztekammer

durch weiterbildungsbefugte medizinische

Hochschullehrer und Lehrbeauftragte

in Form von Seminaren,

Praktika und Kursen. Grundlage ist ein

bereits praktiziertes allgemeinmedizinisches

Modulsystem. Die Module werden

im Rahmen von vier interdisziplinären

Komplexveranstaltungen jährlich

an der BTU Cottbus und in den beteiligten

Kliniken über 2 – 3Tage angeboten,

so dass ein individueller Einstieg

jederzeit möglich ist.

Zwei Module beinhalten die

theoretischen Kenntnisse aus dem

Bereich der klinischen Fächer und ein

weiteres Modul berücksichtigt zusätzlich

die Vermittlung des Wissens für die

vertragsärztliche Tätigkeit. Modul IV

beschäftigt sich mit für den Allgemeinmediziner

speziellen Patientengruppen

und Situationen. Daneben werden verschiedene

weitere Kurse angeboten.

Besonderer Wert wird auf die Vermittlung

zusätzlicher praxisrelevanter Untersuchungs-

und Behandlungsmethoden

gelegt, sodass der künftige Facharzt

für Allgemeinmedizin in die Lage

versetzt wird, ein breiteres Spektrum

anzubieten. Damit soll die Attraktivität

des Fachgebietes für junge Ärztinnen

und Ärzte erhöht werden.

Zusätzlich werden Kenntnisse der

Telemedizin und der Medizintechnik

von den entsprechenden Fakultäten

der BTU vermittelt. Ferner können

Grundkenntnisse der Ökonomie im

Gesundheitswesen sowie im Medizinrecht

erworben werden. Es wird nach

entsprechender Zertifizierung durch

die Landesärztekammer Brandenburg

weiterhin die Möglichkeit für bereits

als Facharzt tätige Kollegen bestehen,

diese Lehrveranstaltungen als Fortbildungskurse

zu nutzen.

Die gesamte Ablauforganisation incl.

der Absolventenwerbung an den medizinischen

Fakultäten wird durch das Institut

gewährleistet. Es wird dabei von

der Koordinierungsstelle für Allgemeinmedizin

(KVBB ) unterstützt.

Durch den Aufbau eines Lehrkörpers,

der sich aus vielen Disziplinen zusammen

setzt und die Etablierung einer

Forschungsrichtung können langfristig

und bei Bedarf zugleich wichtige Voraussetzungen

für eine Medizinerausbildung

in Brandenburg geschaffen

werden.

Der Aufbau der klinischen Versorgungsforschung

und die enge Kooperation

mit dem An-Institut für Qualitätssicherung

in der operativen Medizin

an der Otto-von-Guericke-Universität

Magdeburg ermöglicht den

Ärzten in Weiterbildung als weitere

Option die wissenschaftliche Mitarbeit

mit dem Ziel einer Graduierung (Promotion).

Im Rahmen der klinischen

Versorgungsforschung beschäftigt

sich das neu gegründete Institut z.B.

mit Untersuchungen zur Lebensqualität

nach ausgedehnten onkochirurgischen

Eingriffen und multimodalen Therapiekonzepten

– eine auch für Allgemeinmediziner

interessante Thematik.

Mittelfristig ist vorgesehen, in gleicher

Weise die strukturierte Weiterbildung

in anderen Fachgebieten innerhalb

dieses Verbundsystems zu unterstützen.

Das zunächst regionale Modellprojekt

der Energieregion Lausitz-

Spreewald mit der BTU Cottbus und

den für die Weiterbildung verantwortlichen

Institutionen kann nach Etablierung

auf andere Regionen des Landes

erweitert werden. Eine Internationalisierung

des Systems durch bestehende

EU-Regionen (z.B. Spree-Neiße-Bober)

ist ebenfalls angedacht.

Die Finanzierung dieses regionalen

Modellprojektes erfolgt derzeit durch

die einzelnen Partner des Netzwerkes

und mit Unterstützung durch den

Energiekonzern Vattenfall. Dadurch

bleiben für die Ärzte in Weiterbildung

zum Facharzt für Allgemeinmedizin die

Lehrveranstaltungen incl. der Praktika

und Kurse kostenfrei. Die Forschungstätigkeit

finanziert sich über die Einwerbung

von Drittmitteln. Trotz inhaltlich

positiver Unterstützung durch die

zuständigen Ministerien wurden bisher

keine Landesmittel zur Verfügung gestellt.

Im wissenschaftlichen Beirat des Institutes

sind vertreten :

• Dr. U. Wolter

(Präsident der LÄK Brandenburg)

• Prof. Dr. W. Zimmerli

(Präsident der BTU Cottbus)

• Dr. P. Noack

(KVBB, Stellvertretender Vorsitzender)

• Prof. Dr. U. Schwantes

(Weiterbildungsausschuss der

LÄK Brandenburg)

• PD Dr. Henry Ptok

(Hochschullehrer klinisches Fach)

• Prof. Dr. E. Köhler

(Hochschullehrer Grundlagenfach)

• I. Gastinger, U. Schwantes, K. Braun,

H. Ernst, A. Böger, H. Ptok

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 9

Kontaktadresse:

Prof. Dr. med. habil.

Ingo Gastinger

BTU Cottbus

Konrad – Wachsmann

– Allee 1

(Lehrgebäude 10,

Zimmer 316)

03046 Cottbus

Tel.: 0355 692925

oder 0355 692958

mailto: medizininstitut@tu-cottbus.de


Anita Tack, Ministerin

für Umwelt, Gesundheit

und Verbraucherschutz

des Landes Brandenburg

Foto: Simone Diestel

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

versorGunGsstruKturGesetz:

Alle stehen in der pflicht

Der Bundesgesundheitsminister

sieht sein Versorgungsstrukturgesetz

als schärfste Waffe im Kampf

gegen den Ärztemangel. Doch

nachdem schon die Ärzteschaft

starke Kritik an einzelnen Regelungen

des Gesetzentwurfs geäußert

hat, regt sich auch in den Bundesländern

der Widerstand. In unserem

Interview legt Anita Tack, die

Ministerin für Umwelt, Gesundheit

und Verbraucherschutz in Brandenburg,

ihre Vorstellungen dar.

Frau Ministerin, Politiker und

Ärzte warnen vor drohenden

Versorgungslücken. Gleichzeitig

sprechen die Krankenkassen von

Überversorgung. Wer hat Recht?

In beiden Fällen wird jeweils nur ein

Aspekt der Gesamtsituation herausgegriffen.

Hier der Ärztemangel, den

es zweifelsohne in einigen Regionen

– übrigens nicht nur in Brandenburg

– gibt, und gleichzeitig die Überversorgung

in dicht besiedelten und

wohlhabenden Gegenden. Beide Problemfelder

müssen wir angehen, aber

nicht losgelöst voneinander.

Die Bundesregierung sieht das

Versorgungsstrukturgesetz als

wichtiges Instrument gegen den

Ärztemangel. Was halten Sie

davon?

Dass es überhaupt zu einem solchen

Gesetz kommt, ist dem jahrelangen

Drängen der Länder zu verdanken.

Positiv ist, dass endlich die seit langem

geforderte flexiblere Bedarfsplanung

kommen soll, dass neue Kooperationsformen

und mobile Praxisausübung

unterstützt werden sollen, die

Sonderbedarfszulassungen erleichtert

und die Residenzpflicht gelockert werden.

Damit kann die eine oder andere

Versorgungslücke geschlossen

werden. Aber ich vermisse vor allem

ein wirksames Umverteilungsinstrument.

Und ich befürchte, dass einige

der geplanten Regelungen im Gesetz

zu massiven Kostensteigerungen für

10 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

die Versicherten führen werden, ohne

dass damit eine bessere Versorgung

in Brandenburg gewährleistet wird.

Sie haben in einem Interview kritisiert,

das Gesetz mache die hausärztliche

Versorgung nicht attraktiver.

Was genau vermissen Sie?

Mehr Entlastung von Hausärztinnen

und Hausärzten gerade in ländlichen

Regionen. Es muss möglich sein, dass

bestimmte Hilfsleistungen von qualifizierten

medizinischen Fachangestellten

ausgeführt werden. Hier wird

der Rahmen zu eng gefasst, zum

Beispiel begrenzt auf unterversorgte

Regionen. Und der geplante Sektor

spezialärztliche Versorgung geht

zu Lasten der allgemeinen Grundversorgung.

Wir brauchen eine Stärkung

der hausärztlichen Versorgung. Ich

vermisse den ganzen Komplex Aus-

und Weiterbildung. Die Allgemeinmedizin

muss schon in der Ausbildung

eine zentrale Rolle spielen. Das Werben

um zukünftige Hausärzte muss

mit dem ersten Studientag beginnen.

Denn wir brauchen unbedingt mehr

hausärztliches Wissen.

Sehen Sie es als sinnvoll an, dass

die Kassenärztlichen Vereinigungen

wieder über die Gesamtvergütung

verhandeln und die Honorare

verteilen?

Der Selbstverwaltung diese Verantwortung

zu geben ist grundsätzlich

richtig. Wir müssen aber ganz genau

darauf achten, dass die Ressourcen

sowohl zwischen den verschiedenen

Regionen Deutschlands als auch

zwischen den unterschiedlichen Versorgungsbereichen

und Arztgruppen

gerecht verteilt werden. Bundesweit

einheitliche Honorare sind für Brandenburg

sicher von Vorteil.

Die Landesärztekammern sehen

sich in dem Gesetz nicht ausreichend

berücksichtigt. Sehen Sie

das auch so? Wie könnte nach Ihren

Vorstellungen der Beitrag der

Landesärztekammern aussehen?

Zunächst bleibt abzuwarten, wie das

Gesetzgebungsverfahren weiter fortschreitet

und wie die Öffnungsklausel

für die Rahmenplanungen auf Landesebene

am Ende aussehen wird. In

Brandenburg haben wir eine gute Tradition,

wir treffen uns regelmäßig mit

allen Akteuren des Gesundheitssystems

zu Spitzengesprächen. Dort sitzt

auch die Landesärztekammer mit am

Tisch und dort werden wir auch die

konkrete Ausgestaltung der Spielräume,

die uns der Gesetzgeber am Ende

im Rahmen des Versorgungsgesetzes

geben wird, erörtern.

Wie stehen Sie zur Einführung der

spezialärztlichen Versorgung als

neuem Sektor?

Ich halte dies für sehr problematisch,

weil dieser „dritte Sektor“ weder einer

Mengensteuerung noch einer Bedarfsplanung

unterliegen soll. Stattdessen

soll hier ein neues Wettbewerbsfeld

geschaffen und die Rolle

der Selbstverwaltung weiter beschnitten

werden. Vor allem aber wird dies

zu Lasten der allgemeinen Grundversorgung

gehen, und das ist nicht akzeptabel.

Umfragen zeigen, dass es den

Ärzten nicht allein ums Geld geht.

Sie wollen eine gute Infrastruktur,

kulturelle Angebote, Kinderbetreuung

und gute Schulen. Was

tun Sie, um die ländlichen Regionen

Brandenburgs für Ärzte attraktiver

zu machen?

Da stehen alle in der Pflicht: Landesministerien,

Kommunen aber auch

die Wirtschaft müssen ihren Teil dazu

beisteuern, dass die ländlichen Regionen

nicht abgekoppelt werden. Es

geht um gute Lebensqualität auch in

den ländlichen Regionen.

Die Hälfte der Ärzte ist über 50,

gleichzeitig wandern viele junge

Ärzte nach England oder Dänemark

ab. Wie können wir diesen

Exodus stoppen?


Auch dies geht nur gemeinsam und

wir haben dazu ein ganzes Maßnahmenbündel

geschnürt. Land, Kassenärztliche

Vereinigung, Ärztekammer,

Krankenhausgesellschaft, Kommunen

und Kassen engagieren sich in

der Fachkräftegewinnung. So gibt

es finanzielle Anreize für Studierende

oder für Mediziner, die eine Praxis

übernehmen wollen. Individuell

zugeschnittene Weiterbildungsangebote

warten auf angehende Fachärztinnen

und Fachärzte. Medizinstudierende

der Charité werden während

des Studiums stärker in Brandenburger

Krankenhäusern und Praxen eingesetzt.

Wir bauen Arzt entlastende

Dienste wie die Gemeindeschwester

und „Agnes zwei“ aus. Darüber hinaus

unterstützen wir beispielsweise

die stärkere Nutzung der Telemedizin

und Kooperationen für gemeinsame

KammerInformatIonen/GesundheItspolItIK

zweItverblIsterunG:

Potenzielle Gefahr für Heimbewohner

Immer wieder setzen Alten- und

Pflegeheime aus Kostengründen

auf die Zweitverblisterung von

Arzneimitteln. Das Wohl der Patienten

droht dabei aber auf der

Strecke zu bleiben, warnen die

Landesapothekerkammer und die

Landesärztekammer Brandenburg

in einem gemeinsamen Positionspapier.

Die Zweitverblisterung bedroht die

Therapiefreiheit des Arztes. Er kann

nicht mehr das beste Medikament

und die optimale Darreichungsform

für seinen Patienten wählen, sondern

wird durch technische Vorgaben beschränkt.

Verblisterungsautomaten

können lediglich 200 bis 400 Medikamente

verarbeiten. Auch mit Salben

oder Tropfen kommen sie nicht zurecht.

„Die Bedürfnisse des Patienten

müssen über die Therapie entscheiden,

nicht die technischen Möglichkeiten

einer Verpackungsmaschine“, fordert

Dr. Udo Wolter, der Präsident der

Landesärztekammer Brandenburg.

Prinzip Hoffnung

Den Heimbewohnern drohen noch

Notdienste. Und wir haben die gemeinsame

Internetplattform www.

arzt-in-brandenburg.de, die Informationen

für den medizinischen Nachwuchs

bietet und ihn für Brandenburg

gewinnen will.

Viele Ärzte klagen über die ausufernde

Bürokratie. Was ist zu

tun, um ihnen wieder mehr Zeit

für die Patienten zu geben?

Hier kann die Selbstverwaltung mithelfen.

Als Landesregierung unterstützen

wir dies, indem wir uns beim

Bund für Bürokratieabbau einsetzen.

Die Arzt entlastenden Dienste –

eine echte Brandenburger Initiative –

nannte ich bereits.

Brandenburg ist neben Bremen

das einzige Bundesland ohne

weitere Nachteile. Durch die zusätzliche

Umverpackung verzögert sich

die Bereitstellung der Medikamente

oft um mehrere Tage oder Wochen.

Je länger der Vorlauf des Blisterunternehmens

ist, desto schwieriger wird

es, kurzfristig auf Veränderungen im

Krankheitsbild zu reagieren. Außerdem

ist bisher ungeklärt, ob es durch

die Mischung unterschiedlicher Präparate

in einer gemeinsamen Verpackung

zu unerwünschten Reaktionen zwischen

den Inhaltsstoffen kommt. „Hier

regiert bisher das Prinzip Hoffnung“,

kritisiert der Präsident der Landesapothekerkammer

Dr. Jürgen Kögel. „Die

grundlegende Voraussetzung neuer

Versorgungsformen muss doch sein,

dass sie sicher sind und keine Gesundheitsrisiken

bergen.“

Personal fürchtet um Pflegequalität

Auch das gern geäußerte Argument,

die Zweitverblisterung erleichtere die

Arbeit des Pflegepersonals, hält einer

Überprüfung nicht stand. So hat eine

Studie der Amtsapotheker in Nordrhein-Westfalen

gezeigt, dass mehr als

60 Prozent der befragten Pflegerinnen

medizinische Fakultät. Wann bilden

wir unsere Ärzte selbst aus?

Eine medizinische Fakultät im Land

Brandenburg kann nicht automatisch

den Medizinermangel beheben. Erfahrungen

in anderen Bundesländern,

wie etwa Mecklenburg-Vorpommern

oder Sachsen-Anhalt bestätigen das.

Wir haben eine gute Zusammenarbeit

mit der Charité Berlin, insbesondere

mit der medizinischen Fakultät,

die wir weiter pflegen und ausbauen

wollen.

Frau Ministerin Tack, vielen Dank

für das Interview.

n Die Fragen stellte Mark Berger, LÄKB

und Pfleger der Zweitverblisterung kritisch

gegenüberstehen. Sie befürchten

vor allen Dingen einen Rückgang der

Pflegequalität. Wer sich nicht mehr

intensiv mit den Medikamenten beschäftige,

der könne auch keinen Zusammenhang

mehr zwischen den verabreichten

Arzneimitteln und den Symptomen

des Patienten herstellen.

Die Landesapothekerkammer und die

Landesärztekammer Brandenburg fordern

daher die Einhaltung klarer Regeln

und Mindeststandards. Es muss

sichergestellt sein, dass die Versorgungsqualität

der Menschen in Alten-

und Pflegeheimen nicht den ökonomischen

Interessen der Unternehmen

geopfert wird. „Bis dieser Beweis nicht

erbracht wurde, muss Vorsicht walten.

Wir sind immer offen für Verbesserungen

im Sinne der Patienten, aber bei

den derzeit gängigen Verfahren haben

wir erhebliche Zweifel“, so Dr. Udo

Wolter und Dr. Jürgen Kögel. Solange

diese nicht ausgeräumt sind, lehnen

beide Kammern die Zweitverblisterung

für Heimbewohner entschieden ab.

n Mark Berger, LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 11

Hinweis:

Bitte beachten sie

auch die Fachtagung

zum Thema Ärztemangel

(Seite 51).


Torsten Feiertag

Foto: Treuhand Hannover

arzt & recht

neue reGelunGen zur selbstanzeIGe In Kraft Getreten

Taktieren mit Teilbeträgen wird teuer

Die hohe Zahl der Selbstanzeigen

im vergangenen Jahr hatte eine

politische Debatte in Gang gesetzt.

Dabei drehte es sich um die

Frage, ob die gesetzlichen Regelungen

zur strafbefreienden Nacherklärung

verschärft werden müssten.

Das Ergebnis der Diskussionen

ist das Schwarzgeldbekämpfungsgesetz,

das am 28. April 2011 in

Kraft getreten ist.

Die gewährte Strafbefreiung wurde

insbesondere bei den Steuerhinterziehern

als ungerecht empfunden,

die mit der Selbstanzeige

taktierten, weil sie nur den Teil

der Einkünfte nacherklärten, deren

Entdeckung durch den Fiskus

bevorstand. Die Bundesregierung

hatte deshalb das Schwarzgeldbekämpfungsgesetz

im Dezember

2010 auf den Weg gebracht. Wir

möchten Ihnen einen Überblick

über die wichtigsten Änderungen

geben.

Ausschluss einer Teilselbstanzeige

Um in den Genuss der Steuerstraffreiheit

zu gelangen, müssen für alle strafrechtlich

noch nicht verjährten Steuerstraftaten

einer Steuerart vollständige

und zutreffende Angaben gemacht

werden. Dies betrifft in der Regel

einen Zeitraum von fünf Jahren. Es gilt

das „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Wird

12 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

versäumt, auch nur einen Punkt einer

fehlerhaften Erklärung zu korrigieren,

geht die Selbstanzeige vollständig ins

Leere und der Steuerhinterzieher kann

wegen aller Taten, auch der freiwillig

offengelegten, bestraft werden. Ein Risiko

besteht deshalb bei Steuergestaltungen,

die sich im Grenzbereich der

steuerlichen Anerkennung bewegen,

aber von der Selbstanzeige ausgenommen

werden. Wenn hier im Nachhinein

der Vorwurf der Steuerhinterziehung

erhoben wird, könnte die Strafbefreiung

für alle Taten entfallen.

Sperrwirkung durch

Betriebsprüfungsanordnung

Bisher konnte eine Selbstanzeige erfolgen,

bis ein Prüfer zur Prüfung beim

Steuerpflichtigen erschienen ist. Da die

Prüfungsanordnung zwei bis vier Wochen

vor Prüfungsbeginn gegenüber

dem Steuerpflichtigen bekannt gegeben

wird, verblieb nach altem Recht

noch ausreichend Überlegungszeit, ob

eine fehlerhafte Erklärung korrigiert

werden sollte. Damit ist nun Schluss.

Einen solchen „Warnschuss“ gibt es

nicht mehr. Liegt die Prüfungsanordnung

erst einmal im Briefkasten, ist die

Selbstanzeige nicht mehr möglich.

Zuschlag von 5 Prozent auf

Hinterziehungsbetrag

Bei Steuerhinterziehungen von über

50.000 Euro pro Tat (definiert durch

Steuerart, Zeitraum und Steuerpflichtigen)

sieht der Staat von einer Strafverfolgung

nur dann ab, wenn zusätzlich

zu dem Hinterziehungsbetrag ein

Geldbetrag von 5 Prozent zugunsten

der Staatskasse gezahlt wird. Selbstverständlich

sind, wie auch bei geringeren

Steuerhinterziehungen, zusätzlich

noch Zinsen von 6 Prozent pro Jahr

zu entrichten.

Vertrauensschutzregelung

für Altfälle

Der Gesetzgeber hat für alle Selbstanzeigen,

die vor dem 28. April 2011

erstattet wurden, eine Vertrauensschutzregelung

eingeführt. Handelte

es sich bei den Altfällen um Teilselbstanzeigen,

führen diese weiterhin zur

teilweisen Strafbefreiung. Das „Allesoder-nichts-Prinzip“

gilt also erst ab

dem Inkrafttreten der Neuregelung.

Leichtfertige Steuerverkürzung

nicht betroffen

Eine leichtfertige, aber nicht vorsätzliche

Steuerverkürzung kann mit einem

Bußgeld geahndet werden. Die Rahmenbedingungen

für Selbstanzeigen

sind insoweit nicht geändert worden.

Hier führen auch Teilselbstanzeigen im

erstatteten Umfang nach wie vor zur

Straffreiheit. Allerdings ist in der Praxis

die Abgrenzung zwischen leichtfertiger

und vorsätzlicher Steuerhinterziehung

äußerst problematisch.

Fazit

Die Entscheidung für eine Selbstanzeige

ist für den Steuerhinterzieher

durch das Schwarzgeldbekämpfungsgesetz

und das nunmehr geltende Alles-oder-Nichts-Prinzip

nicht einfacher

geworden. Insbesondere droht nach

der Selbstanzeige immer das Risiko,

dass die Finanzverwaltung in einer anschließend

durchgeführten Außenprüfung

zu weiteren steuererhöhenden

Feststellungen kommt und insoweit

auch einen Hinterziehungsvorsatz unterstellt.

Lässt sich diese Auffassung

auf Seiten des Finanzamts nicht ausreichend

ausräumen, sieht sich der Steuerpflichtige

einem „normalen“ Steuerstrafverfahren

ausgesetzt.

n Torsten Feiertag, Steuerberater

Kontakt:

Treuhand Hannover GmbH

Steuerberatungsgesellschaft,

Stb Torsten Feiertag

Niederlassungen Berlin, Bernau,

Neuruppin, Potsdam,

Tel.: 030 315947­0

E­Mail:

kanzlei.berlin@treuhand-hannover.de


undesfInanzhof (bfh) entscheIdet:

zivilprozesskosten sind als außergewöhnliche

belastungen abziehbar

Der BFH hat in einem aktuellen

Urteil entschieden, dass Kosten eines

Zivilprozesses unabhängig von

dessen Gegenstand bei der Einkommensteuer

als außergewöhnliche

Belastungen berücksichtigt

werden können. Damit änderte

der BFH seine bisherige Rechtsprechung.

Hintergrund

Bei der Berechnung des zu versteuernden

Einkommens können außergewöhnliche

Belastungen abgezogen

werden. Kosten eines Zivilprozesses

hatte die Rechtsprechung bisher nur

ausnahmsweise bei Rechtsstreiten mit

existenzieller Bedeutung für den Steuerpflichtigen

als außergewöhnliche Belastung

anerkannt.

Sachverhalt

Im entschiedenen Fall ging es um eine

arbeitsunfähig erkrankte Klägerin, die

erfolglos Klage auf Fortzahlung des

Krankengeldes gegen ihre Krankenkasse

erhob. Die Kosten des verlorenen Zivilprozesses

in Höhe von rund 10.000

€ machte die Klägerin in ihrer Einkommensteuererklärung

geltend. Das Finanzamt

berücksichtigte diese Kosten

jedoch nicht und wurde darin zunächst

vom Finanzgericht bestätigt.

Der BFH entschied

jedoch...

...Zivilprozesskosten können unabhängig

vom Gegenstand des Zivilprozesses

als außergewöhnliche Belastungen

berücksichtigt werden. Unausweichlich

– und damit eine außergewöhnliche

Belastung - sind derartige Aufwendungen

allerdings nur, wenn die

Prozessführung hinreichende Aussicht

auf Erfolg biete und nicht mutwillig erscheint.

Davon ist auszugehen, wenn

der Erfolg des Zivilprozesses mindestens

ebenso wahrscheinlich wie ein

Misserfolg ist.

Allerdings werden die Kosten nur

berücksichtigt, wenn sie notwendig

und angemessen sind und die

Grenze der so genannten „zumutbaren

Eigenbelastung“ überschritten

ist. Wo diese Grenze liegt,

hängt vom Einkommen, vom Familienstand

und der Anzahl der

Kinder ab.

Darüber hinaus sind die Kosten

nur insoweit zu berücksichtigen,

als sie nicht durch Leistungen aus

einer bestehenden Rechtsschutzversicherung

abgedeckt sind.

Prozesskosten, die für Rechtsstreitigkeiten

im Apothekenbereich

anfallen, sind grundsätzlich

als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten

abzugsfähig und somit

von der Rechtsprechungsänderung

des BFH nicht betroffen. (bg)

(Aktenzeichen VI R 42/10)

n Torsten Feiertag, Steuerberater

Kontakt:

Treuhand Hannover GmbH

Steuerberatungsgesellschaft,

Stb Torsten Feiertag

Niederlassungen Berlin, Bernau,

Neuruppin, Potsdam,

Tel.: 030 315947­0

E­Mail:

kanzlei.berlin@treuhand-hannover.de

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Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 13


Dr. jur. Daniel Sobotta

Foto: 4iMEDIA

arzt & recht

ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG

wichtige entscheidungen zum berufsrecht

Im Recht der ärztlichen Berufsausübung

ist einiges in Bewegung

geraten, das auch für die Brandenburger

Ärztinnen und Ärzte von

nicht zu unterschätzender Bedeutung

ist. Bereits in der Oktoberausgabe

2010 des Brandenburgischen

Ärzteblattes hatte der Verfasser

auf die sich ankündigende Änderung

der Rechtsprechung zu § 299

Strafgesetzbuch (Bestechlichkeit

und Bestechung im geschäftlichen

Verkehr) hingewiesen, wonach

erstmals auch Ärztinnen und Ärzte

bestraft werden können, insofern

sie vertragsärztlich tätig sind. Diese

Rechtsprechungsänderung hat

sich nunmehr bestätigt. Strenger

geworden ist auch die Rechtslage

zur ärztlichen Empfehlung von

„Leistungserbringern“, wofür der

Bundesgerichtshof klare Vorgaben

getroffen hat.

1. Bestechungstatbestand

greift auch für ärztliche

Tätigkeit

Im juristischen Schrifttum bis zuletzt

umkämpft und in der ärztlichen

Selbstverwaltung zu recht kritisiert

– ist es nunmehr wohl doch klar,

dass vertragsärztlich tätige Ärztinnen

und Ärzte wegen Bestechlichkeit im

14 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

geschäftlichen Verkehr gem. § 299

StGB (=Strafgesetzbuch) bestraft werden

können. Jahrelang hatte dies die

Rechtsprechung, die Staatsanwaltschaften

und die juristische Literatur

anders gesehen.

§ 299 StGB setzt voraus, dass der

Betreffende als Angestellter oder Beauftragter

eines geschäftlichen Betriebes

im geschäftlichen Verkehr einen

Vorteil für sich oder einen Dritten als

Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen

lässt oder annimmt, dass er

einen anderen bei dem Bezug von Waren

oder gewerblichen Leistungen im

Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzugt.

Darin liegt der Grund für die

jahrelange Zurückhaltung der Justiz:

Soll eine Ärztin oder ein Arzt strafbar

nach dieser Vorschrift sein, muss er als

Angestellter, mindestens aber Beauftragter

eines geschäftlichen Betriebes

tätig werden. Da ambulant tätige Ärztinnen

und Ärzte in der Regel in eigener

Praxis tätig werden, kommt nur die

Beauftragteneigenschaft in Frage. Diese

hat erstmals das Oberlandesgericht

Braunschweig in seinem vielzitierten

Beschluss vom 23.02.2010 in durchaus

streitbarer Weise „entdeckt“ – Vertragsärztinnen

und Vertragsärzte seien

als Beauftragte der Krankenkassen

tätig. Bereits zuvor war dies im juristischen

Schrifttum, allerdings als recht

chancenlose Mindermeinung, vertreten

worden. Der Beschluss des Oberlandesgerichts

Braunschweig löste indes

eine bemerkenswerte Welle der Kehrtwendung

aus – in juristischen Fachzeitschriften

mehrten sich die Stimmen

der Befürworter. Auch dauerte es

nicht lange, bis weitere Gerichte und

Staatsanwaltschaften dem Ansatz folgten;

mit dem Urteil des Landgerichts

Hamburg vom 09.12.2010 gab es dann

auch die erste echte Verurteilung eines

Arztes. Zwischenzeitlich wurde diese

neue Rechtslage durch höchstrichterliche

Autorität in Form eines Beschlusses

des Bundesgerichtshofes vom

05.05.2011 bestätigt. Die zunächst

durch die obergerichtliche Rechtsprechung

angenommene Beschränkung, §

299 StGB greife jedenfalls nicht bei der

Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln,

ist zwischenzeitlich wohl ebenfalls aufgegeben

worden.

Doch was ist eigentlich das Gefährliche

bzw. Besondere an dieser Entwicklung?

Schließlich existieren Strafnormen

doch ohnehin schon für alle

Bürgerinnen und Bürger, könnte man

einwenden. Das qualitativ Neue liegt

zum einen darin, dass § 299 StGB die

Beanspruchung von Vorteilen z. B. in

der Form von Bonuszahlungen durch

Pharmaunternehmen für die Verschreibung

bestimmter Medikamente

zur Straftat (mit damit verbundenem

Strafprozess und der Möglichkeit eines

Vorbestraftenstatus) erhebt – bisher

war dies in der Regel „nur“ eine

Ordnungswidrigkeit oder hatte ggf.

standesrechtliche Konsequenzen. Zum

anderen lässt § 299 StGB bereits das

„Versprechen“ eines Vorteils genügen,

es muss also tatsächlich gar nichts geschehen

sein. Liegt demnach eine Absprache

zur Vorteilsgewährung zwischen

Ärztin oder Arzt auf der einen

und z. B. einem Pharmaunternehmen

oder Apotheker auf der anderen Seite

nahe, kann das Gericht aufgrund seiner

richtlichen Überzeugung das Bestehen

dieser Absprache annehmen

und den Betreffenden verurteilen. Dies

eröffnet der Justiz ungeahnte Möglichkeiten

des Tätigwerdens und sollte

von ärztlicher Seite unbedingt beachtet

werden.

2. Vorsicht bei Anwendungsbeobachtungen

Die praktische Relevanz dieses Themas

auch in Brandenburg zeigt deutlich

ein kürzlich ergangener Strafbefehl

des Amtsgerichts Cottbus, mit welchem

eine Brandenburger Ärztin auf

der Grundlage des § 299 StGB zu einer

empfindlichen Geldstrafe verurteilt

wurde. Diese hatte mit einer Außendienstmitarbeiterin

eines Pharmaunternehmens

die Teilnahme an Anwendungsbeobachtungen

zu einem blutdrucksenkenden

Arzneimittel an 20

Patienten innerhalb von 8 Wochen

vereinbart. Als Gegenleistung sollte die

Ärztin ein hochwertiges Notebook erhalten.

An dieser Vereinbarung störte


sich das Gericht nicht, da danach Leistung

und Gegenleistung wohl in einem

zumindest nicht von vornherein inadequaten

Verhältnis standen. Allerdings

versäumte es die Ärztin, die seitens des

Unternehmens zur Verfügung gestellten

Anwendungsbögen in verwertbarer

Weise auszufüllen. Vielmehr gab sie

diese weitgehend unausgefüllt zurück;

eine Mitarbeiterin des Pharmaunternehmens

füllte anschließend die fehlenden

Angaben mit einem fiktiven

Inhalt aus. Das Gericht stellt fest, dass

auf diese Weise die Anwendungsbeobachtungen

objektiv ohne wissenschaftlichen

Wert waren. Durch die dennoch

erfolgte Annahme der Gegenleistung

(Notebook) habe sich die Ärztin wegen

Bestechlichkeit im wirtschaftlichen Verkehr

strafbar gemacht. Dies erstaunt

etwas, da in diesem Fall die Ausgangsvereinbarung(Anwendungsbeobachtungen

gegen Notebook) nicht beanstandet

wurde; § 299 StGB setzt aber

gerade eine „Unrechtsvereinbarung“

voraus, nach welcher der Ärztin oder

dem Arzt ein Vorteil gewährt und im

Gegenzug der Bestechende bei dem

Bezug von Waren bzw. Leistungen bevorzugt

werden soll. Das Gericht geht

trotz des Fehlens einer solchen ausdrücklichen

Vereinbarung ohne Not

davon aus, dass die Ärztin und das

Pharmaunternehmen schlüssig vereinbart

haben, dass das Notebook als

Gegenleistung für ein dem Unternehmen

entsprechend gesonnenes Verordnungsverhalten

der Ärztin gewährt

werde. Damit bewahrheitet sich die

oben dargestellte Gefahr: Indizien für

eine Bestechungsabsprache genügen

bereits für eine Verurteilung wegen

Bestechlichkeit.

Fazit: Bei der Teilnahme an Anwendungsbeobachtungen

ist künftig generell

Vorsicht geboten. Es sollte in

jedem Falle darauf geachtet werden,

dem durchführenden Unternehmen

Beobachtungsergebnisse von objektivem

Wert zu liefern. Darüber hinaus

muss die seitens des Unternehmens

gewährte Gegenleistung in einem angemessenen

Verhältnis zu den gelieferten

Beobachtungsergebnissen stehen

bzw. darf darüber nicht offensichtlich

hinausgehen. Eine gedankenlose Teilnahme

an derartigen Anwendungsbeoachtungen

kann künftig erhebliche

Konsequenzen, insbesondere strafrechtlicher

Art, nach sich ziehen.

3. Strengere Rechtslage

bei der Empfehlung von

Leistungserbringern

Kaum weniger bedeutend fällt das

Urteil des Bundesgerichtshofes vom

13.01.2011 zu ärztlichen Empfehlungen

aus. In diesem Fall hatte ein HNO-

Arzt regelmäßig Patienten zur Hörgeräteversorgung

an ein bestimmtes

Unternehmen verwiesen, welches er

mit der dortigen besonderen Versorgungsqualität

begründete. Eine örtlich

ansässige Hörgeräteakustiermeisterin

nahm den Arzt wegen Verstoßes gegen

die ärztliche Berufsordnung (sowie

dadurch indizierten Wettbewerbsverstoß)

in Anspruch. Der Bundesgerichtshof

hatte als Revisionsinstanz darüber

zu entscheiden; im Ergebnis wurde die

Rechtssache unter bemerkenswerten

rechtlichen Ausführungen an das Berufungsgericht

zur erneuten Verhandlung

und Entscheidung zurückverwiesen.

Der Bundesgerichtshof führt aus, dass

es berufsrechtswidrig sei, Patienten an

einen Leistungserbringer ohne hinreichenden

sachlichen Grund zu verweisen.

Dies klingt zunächst nicht neu, da

§ 34 Abs. 5 der Berufsordnung eine

solche Regelung bereits enthält:

„Ärztinnen und Ärzten ist nicht

gestattet, Patientinnen und Patienten

ohne hinreichenden Grund an

bestimmte Apotheken, Geschäfte

oder Anbieter von gesundheitlichen

Leistungen zu verweisen.“

Neu ist jedoch die Strenge der Handhabung

dieser Regel: § 34 Abs. 5 der

Berufsordnung schütze die unbeeinflusste

Wahlfreiheit des Patienten in

Bezug auf Gesundheitsdienstleister.

Ärztinnen und Ärzte dürften deshalb,

so der Bundesgerichtshof, von sich aus

Empfehlungen von Leistungserbringern

oder gar generelle Verweisungen nicht

vornehmen. Ein „hinreichender Grund“

im Sinne des § 34 Abs. 5 der Berufsordung

und damit eine Ausnahme sei lediglich

in dem Fall erlaubt, dass der Patient

selbst um eine Empfehlung bittet.

Fragt der Patient explizit nach dem kostengünstigsten

Anbieter, darf ärztlich

auch ein solcher empfohlen werden,

insofern der Empfehlung nachprüfbare

und aussagefähige Erfahrungen des

Arztes zu Grunde liegen. Die Qualität

der Versorgung bei einem bestimmten

Anbieter (positiv wie negativ), die

arzt & recht

in langjähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit

gewonnenen guten Erfahrungen,

die allgemein hohe fachliche

Kompetenz eines Anbieters und

auch die Vermeidung von Wegen bei

gehbehinderten Personen rechtfertigten

eine Ausnahme nicht. In (seltenen)

Einzelfällen könne eine Ausnahme gemacht

werden, wenn die Verweisung

an einen bestimmten Hilfsmittelanbieter

aus Sicht des behandelnden Arztes

aufgrund der speziellen Bedürfnisse

des einzelnen Patienten besondere

Vorteile in der Versorgungsqualität biete.

Eine Empfehlung liege nach Auffassung

des Bundesgerichtshofes zudem

bereits durch das Aushängen von Plakaten

sowie dem Zur-Verfügung-Stellen

von Flyern, Visitenkarten und Gutscheinen

vor. Diese Entscheidung des

obersten deutschen Zivilgerichts sollte

durch die Ärztinnen und Ärzte ernst

genommen und die ärztliche Alltagstätigkeit

ggf. auf Änderungsbedarf hin

überprüft werden. Dies ist auch deshalb

notwendig, da die neue Rechtslage

konkurrierenden Gesundheitsdienstleistern

die Möglichkeit bietet,

wettbewerbsrechtlich gegen die diese

Regeln nicht einhaltenden Ärztinnen

und Ärzte vorzugehen sowie Schadenersatz

zu fordern, wie der dargestellte

Fall zeigt.

Fazit: Aufgrund der geänderten Rechtsprechung

zu § 34 Abs. 5 der Berufsordnung

sollte künftig beachtet werden,

dass

a) Empfehlungen und generelle Verweisungen

an Leistungserbringer (so

allerdings auch schon bisher) grundsätzlich

verboten sind,

b) Ausnahmen hiervon nur bei eigener

Nachfrage des Patienten sowie in Einzelfällen

bei Vorliegen besonderer Patientenbedürfnisse

zulässig sind,

c) Plakate, Flyer, Visitenkarten u. ä. bereits

als Empfehlung anzusehen sind.

Für Nachfragen zu diesen wichtigen

Änderungen steht Ihnen wie immer die

Rechtsabteilung der Landesärztekammer

zur Verfügung.

n Dr. jur. Daniel Sobotta

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 15


fortbIldunG

aKademIe für ÄrztlIche fortbIldunG

fortbildungsangebot

Prüfungsvorbereitungskurs

Innere Medizin

Terminänderung:

23. bis 26. Nov. 2011

Ort: Potsdam

Leitung: Prof. Dr. med. Horst Koch,

Pfaffendorf

Teilnehmergebühr: n.n.

Röntgen-Aktualisierungskurs

(8 Stunden) je 9 P

21./22. Okt. 2011 in Schwedt

9. Nov. 2011 in Dahlewitz­

Blanken felde

16. Nov. 2011 in Cottbus

18. Febr. 2012 in Cottbus

17. März 2012 in Dahlewitz­

Blanken felde

21. April 2012 in Frankfurt (Oder)

5. Mai 2012 in Sommerfeld

27. Okt. 2012 in Neuruppin

10. Nov. 2012 in Dahlewitz­

Blanken felde

Kursleiter: Prof. Dr. med. habil.

C.­P. Muth, Cottbus

Teilnehmergebühr: je 120 €

Kurse im Strahlenschutz

gemäß Röntgenverordnung, anerkannte

Bildungsveranstaltung gem. BiUrlG

Grundkurs

im Strahlenschutz 17 P

2./3. Nov. 2011

Spezialkurs

im Strahlenschutz 17 P

4./5. Nov. 2011

Ort: Cottbus

Kursleiter:

Prof. Dr. med. C.­P. Muth, Cottbus

Teilnehmergebühr: je 280 €

Sozialmedizin

gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB

Grundkurs C/D 80 P

17. bis 28. Okt. 2011

Ort. Potsdam

Aufbaukurs E/F 80 P

20. Febr. bis 2. März 2012

Grundkurs A/B 80 P

16. bis 27. April 2012

ausgebucht!

ausgebucht!

ausgebucht!

Aufbaukurs G/H 80 P

17. bis 28. Sept. 2012

Grundkurs C/D 80 P

15. bis 26. Okt. 2012

16 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Grundkurs A/B

5. bis 16. Nov. 2012 80 P

Ort: Potsdam

Kursleiter:

Prof. Dr. med. J.­U. Niehoff,

Oderaue

Teilnehmergebühr: je 440 €

Forum für den Hausarzt und

das Praxispersonal 8 P

15. Oktober 2011 in Neuruppin

Leitung: Dr. med. R. Schrambke,

Schorfheide

Teilnehmergebühr: 80 € für Ärzte,

45 € für Praxispersonal

Suchtmedizinische Grundversorgung

50 P

gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB

in Zusammenarbeit mit dem AISS

(Angermünder Institut für Suchttherapie

und Suchtmedizin) und

der Suchtakademie Berlin­Brandenburg

e.V.

Block II – Drogen­ und Medikamentenprobleme,

Missbrauch,

Abhängigkeit, Substitution, Notfälle,

Toxikologie, Gesetze

26./27. Okt. 2011 in Berlin (im

Rahmen der 3. Suchttherapietage

Berlin­Brandenburg)

Block III – Motivationales Interview

(nach Miller und Rollnick) in

Sprechstunde und Klinik

18./19. Nov. 2011 in Potsdam

Leitung: Priv.­Doz. Dr. med. G.

Richter, Schwedt; Prof. Dr. med.

U. Schwantes, Oberkrämer

Teilnehmergebühr: 180 €/Block

Sonographie-Kurse Abdomen

und Retroperitoneum 30 P

nach den Richtlinien der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung und der DEGUM

Grundkurs: 3. bis 6. Nov. 2011

Ort:

ausgebucht!

St. Josefs­Krankenhaus Potsdam

Kursleiter: Dr. med. B. Kissig,

Potsdam

Aufbaukurs: 3. bis 6. Nov. 2011

ausgebucht!

Ort: Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam

Kursleiter: Prof. Dr. med. J. Hierholzer,

Potsdam

Teilnehmergebühr: je 340 €

Psychosomatische Grundversorgung

(80 Stunden) 80 P

gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB

11./12. Febr. 2012

17./18. März 2012

28./29. April 2012

23./24. Juni 2012

1./2. Sept. 2012

Ort: Potsdam

Leitung: R. Suske, Werneuchen

Teilnehmergebühr: 920 €

Psychosomatische Grundversorgung

(64 Stunden) 64 P

gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB

24. bis 29. Sept. 2012

Ort: Potsdam

Leitung: R. Suske, Werneuchen

Teilnehmergebühr: 750 €

Qualifikationskurs

Verkehrsmedizinische

Begutachtung 16 P

für Fachärzte, gemäß § 65 Fahrerlaubnisverordnung

18./19. Nov. 2011

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 250 €

Leitung: MR Dr. med. T. Kayser,

Potsdam; MR PD Dr. sc. med. W.

Mattig, Potsdam

Weiterbildungstage Allgemeinmedizin

3. bis 5. Nov. 2011

Ort: Potsdam

Leitung: Dr. med. R. Schrambke,

Schorfheide

Teilnehmergebühr: 250 €

Seminar

Leitender Notarzt 40 P

gemäß Richtlinie der LÄKB zur

Qualifikation des Leitenden Notarztes

28. Nov. bis 2. Dez. 2011

Ort: Cottbus

Kursleiter: A. Nippraschk, Neuruppin;

T. Reinhold, Oranienburg

Teilnehmergebühr: 700 €

Fortbildung für Arzthelferinnen

19. Okt. 2011, 14.00 Uhr

Ort: Neuruppin

Leitung. Dr. med. H. Wiegank

Teilnehmergebühr: 30 €


Grundkurs

Palliativmedizin 40 P

gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB

5. bis 9. März 2012

Ort: Potsdam

Kursleitung: B. Himstedt­Kämpfer,

Potsdam; Dr. med. I. Schade,

Neuruppin; Dipl.­Med. K. Wendt,

Beeskow

Teilnehmergebühr: 540 €

Ihre Anmeldung

richten Sie bitte an:

Landesärztekammer

Brandenburg,

Referat Fortbildung,

Postfach 101445,

03014 Cottbus

Fax: 0355 780101144,

E­Mail: akademie@laekb.de

fortbIldunG

„ Mehr Leuten

Das neue GesundheitsCenter der Berliner Volksbank

Als Partner des Mittelstandes stehen wir Ihnen mit Investitionskrediten, Leasing,

Krediten für Energiesparmaßnahmen und unserem Know-how zur Seite.

Damit Ihre Praxis mehr Spielraum hat. Wir beraten Sie gern.

Mehr Infos erhalten Sie telefonisch unter (030) 30 63 - 21 90, per E-Mail unter

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Leuchten-Ausstellung Lichtplanung Montage

Cottbus An der Oberkirche

Sandowerstr. 53 www.lichtgalle.de

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helfen können.“

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 17


Das Heft „Prävention

und Gesundheitsförderung

in Berlin­

Brandenburg“ ist

kostenlos über das

Netzwerk Gesundheitswirtschaft

Berlin­

Brandenburg (E­Mail:

info@healthcapital.de,

Tel.: 030/46302 548)

erhältlich. Das Internetportal

mit allen

Inhalten des Heftes

sowie einer interaktiven

Suche und weiterführendenInformationen

finden Sie unter

www.praeventionsatlas.de.

aKtuell

GesundheItsförderunG

präventionsatlas für berlin und brandenburg vorgestellt

Die akutmedizinische Versorgung

in Deutschland ist vorbildlich. Dagegen

fristet die Gesundheitsprävention

ein Schattendasein. Mit

dem Präventionsatlas für Berlin

und Brandenburg soll sich dies nun

ändern.

Der Präventionsatlas, der vom NetzwerkGesundheitswirtschaft/HealthCapital

Berlin Brandenburg herausgegeben

wird, listet über 170 Gesundheitsangebote

und mehr als 300 Anbieter

aus den Themenbereichen Ernährung,

Bewegung, Stress und Sucht auf, bei

denen Krankenkassen die Kosten in der

Regel ganz oder zumindest teilweise

übernehmen. Sämtliche Angebote sind

auch online unter www.praeventionsatlas.de

zugänglich.

Lebenslanges Gesundheitsmanagement

Der Atlas ist für Prof. Dr. Günter

Stock, den Sprecher des Netzwerks

Gesundheitswirtschaft, ein erster

Schritt zu einem grundlegenden Wandel

der Lebensgestaltung. Den hält er

in Zeiten des demographischen Wandels

und der ausufernden Kosten im

Gesundheitswesen auch für dringend

notwendig. „Die Prävention wird in

den nächsten Jahren eines der wichtigsten

gesundheitspolitischen Themen

sein. Wir müssen weg vom Krankheits-

hin zu einem lebenslangen Gesundheitsmanagement.“

Dies beginnt

im Idealfall schon im Kindergarten und

setzt sich über das Berufsleben bis in

den Ruhestand fort. „Wir brauchen

eine mentale Umstellung, denn Prävention

ist kein Selbstläufer. Eine aktive

und früh eingesetzte Lebensgestaltung,

deren Einstieg wir mit dieser

Publikation erleichtern wollen, ist

der Schlüssel zum Erhalt der eigenen

Gesundheit bis ins hohe Alter“, findet

Prof. Dr. Stock. Daher finden sich

in dem Präventionsatlas neben Kursen

von Volkshochschulen und Sportvereinen

auch zahlreiche Projekte in Kindertagesstätten

und Schulen. Viele Angebote

richten sich an bestimmte Zielgruppen

wie Kinder, Frauen, werdende

18 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Eltern, Senioren oder sozial benachteiligte

Bevölkerungsteile. Sie ersetzen

zwar nicht die ärztliche oder therapeutische

Behandlung, können aber einen

Beitrag dazu leisten, die Gesundheit

zu fördern und späteren Erkrankungen

vorzubeugen. Bisher gibt es allerdings

noch keine einheitlichen verpflichtenden

Qualitätsmaßstäbe. Die Mindestvoraussetzung

zur Aufnahme in den

Präventionsatlas ist eine Zertifizierung

der Kurse und Kursanbieter, wie sie

etwa von den Krankenkassen gefordert

wird. Die aufgelisteten Kurse der

Sportvereine erfüllen die Kriterien des

Qualitätssiegels SPORT PRO GESUND-

HEIT, das vom Deutschen Sportbund in

Kooperation mit der Bundesärztekammer

eingeführt wurde.

Vorreiterrolle für Berlin

und Brandenburg

„Wir möchten, dass Menschen gesund

bleiben und ihre Gesundheit

aktiv stärken können. Unsere Region

Berlin-Brandenburg stellt dazu vielfältige

Möglichkeiten zur Verfügung“,

erklärt Prof. Dr. Stefan N. Willich vom

Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie

und Gesundheitsökonomie der

Charité, unter dessen Leitung der Atlas

erstellt wurde. Prävention macht

die Menschen nicht nur gesünder, sie

kann auch Leben retten: „Jeder Vierte,

der an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

stirbt, wusste überhaupt nicht, dass er

krank ist“, so Prof. Dr. Willich. Allein

diese Zahl verdeutlicht den Handlungsbedarf.

Mit der Initiative übernehmen

Berlin und Brandenburg eine Vorreiterrolle.

„So etwas gibt es in Deutschland

bisher nicht“, stellt Prof. Dr. Willich

fest. Auch das Bundesgesundheitsministerium

sei neugierig auf das Projekt

geworden. Wenn es sich bewähre, sei

eine Ausweitung auf das gesamte Bundesgebiet

denkbar.

n Mark Berger, LÄKB


Dritte Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung

der Landesärztekammer Brandenburg

vom 10. September 2011

beKanntmachunGen

Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg hat in ihrer Sitzung am 16. April 2011 aufgrund des § 21 Absatz 1

Nummer 6 des Heilberufsgesetzes vom 28. April 2003 (GVBl. I S. 126), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 26. Oktober

2010 (GVBl. I, Nr. 33), folgende Dritte Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Brandenburg beschlossen.

Sie ist durch Erlass des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

vom 7. September 2011, (Az.: 22-6410/14+1)

genehmigt worden.

Artikel 1

Die Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Brandenburg vom 26. Oktober 2005 (Brandenburgisches Ärzteblatt 12/B/2005),

zuletzt geändert durch die Zweite Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Brandenburg vom 17.

März 2010 (Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2010) wird wie folgt geändert:

1. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt gefasst:

„Inhaltsverzeichnis

Abschnitt A: Paragraphenteil

Allgemeine Inhalte der Weiterbildung für die Abschnitte B und C

Abschnitt B: Gebiete, Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen

1. Gebiet Allgemeinmedizin

2. Gebiet Anästhesiologie

3. Gebiet Anatomie

4. Gebiet Arbeitsmedizin

5. Gebiet Augenheilkunde

6. Gebiet Biochemie

7. Gebiet Chirurgie

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 7.1 bis 7.8

7.1 Facharzt/Fachärztin für Allgemeinchirurgie

7.2 Facharzt/Fachärztin für Gefäßchirurgie

7.3 Facharzt/Fachärztin für Herzchirurgie

7.4 Facharzt/Fachärztin für Kinderchirurgie

7.5 Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

7.6 Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

7.7 Facharzt/Fachärztin für Thoraxchirurgie

7.8 Facharzt/Fachärztin für Viszeralchirurgie

8. Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

9. Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 9.1 und 9.2

9.1 Facharzt/Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

9.2 Facharzt/Fachärztin für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen

10. Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten

11. Gebiet Humangenetik

12. Gebiet Hygiene und Umweltmedizin

13. Gebiet Innere Medizin

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 13.1 bis 13.10

13.1 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin

13.2 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Angiologie

13.3 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie

13.4 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie

13.5 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie

13.6 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie

13.7 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

13.8 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

13.9 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie

13.10 Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie

14. Gebiet Kinder- und Jugendmedizin

Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie

Schwerpunkt Kinder-Kardiologie

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 19


eKanntmachunGen

Schwerpunkt Neonatologie

Schwerpunkt Neuropädiatrie

15. Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

16. Gebiet Laboratoriumsmedizin

17. Gebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

18. Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

19. Gebiet Nervenheilkunde

20. Gebiet Neurochirurgie

21. Gebiet Neurologie

22. Gebiet Nuklearmedizin

23. Gebiet Öffentliches Gesundheitswesen

24. Gebiet Pathologie

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 24.1 und 24.2

24.1 Facharzt/Fachärztin für Neuropathologie

24.2 Facharzt/Fachärztin für Pathologie

25. Gebiet Pharmakologie

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 25.1 und 25.2

25.1 Facharzt/Fachärztin für Klinische Pharmakologie

25.2 Facharzt/Fachärztin für Pharmakologie und Toxikologie

26. Gebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin

27. Gebiet Physiologie

28. Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie

Schwerpunkt Forensische Psychiatrie

29. Gebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

30. Gebiet Radiologie

Schwerpunkt Kinderradiologie

Schwerpunkt Neuroradiologie

31. Gebiet Rechtsmedizin

32. Gebiet Strahlentherapie

33. Gebiet Transfusionsmedizin

34. Gebiet Urologie

Abschnitt C: Zusatz-Weiterbildungen (Zusatzbezeichnungen – ZB)

ZB 1 Ärztliches Qualitätsmanagement

ZB 2 Akupunktur

ZB 3 Allergologie

ZB 4 Andrologie

ZB 5 Dermatohistologie

ZB 6 Diabetologie

ZB 7 Flugmedizin

ZB 8 Geriatrie

ZB 9 Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie

ZB 10 Hämostaseologie

ZB 11 Handchirurgie

ZB 12 Homöopathie

ZB 13 Infektiologie

ZB 14 Intensivmedizin

ZB 15 Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie

ZB 16 Kinder-Gastroenterologie

ZB 17 Kinder-Nephrologie

ZB 18 Kinder-Orthopädie

ZB 19 Kinder-Pneumologie

ZB 20 Kinder-Rheumatologie

ZB 21 Labordiagnostik - fachgebunden -

ZB 22 Magnetresonanztomographie - fachgebunden -

ZB 23 Manuelle Medizin/Chirotherapie

ZB 24 Medikamentöse Tumortherapie

ZB 25 Medizinische Informatik

ZB 26 Naturheilverfahren

ZB 27 Notfallmedizin

ZB 28 Orthopädische Rheumatologie

ZB 29 Palliativmedizin

ZB 30 Phlebologie

ZB 31 Physikalische Therapie und Balneologie

ZB 32 Plastische Operationen

ZB 33 Proktologie

ZB 34 Psychoanalyse

ZB 35 Psychotherapie - fachgebunden -

ZB 36 Rehabilitationswesen

20 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


ZB 37 Röntgendiagnostik - fachgebunden -

ZB 38 Schlafmedizin

ZB 39 Sozialmedizin

ZB 40 Spezielle Orthopädische Chirurgie

ZB 41 Spezielle Schmerztherapie

ZB 42 Spezielle Unfallchirurgie

ZB 43 Spezielle Viszeralchirurgie

ZB 44 Sportmedizin

ZB 45 Suchtmedizinische Grundversorgung

ZB 46 Tropenmedizin“

2. Nach Abschnitt A § 2 wird folgender § 2 a eingefügt:

㤠2 a

Begriffsbestimmungen

beKanntmachunGen

Im Sinne dieser Weiterbildungsordnung werden folgende Begriffe definiert:

(1) Kompetenz stellt die Teilmenge der Inhalte eines Gebietes dar, die Gegenstand der Weiterbildung zum Erwerb von Kenntnissen,

Erfahrungen und Fertigkeiten in einer Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatz Weiterbildung sind und durch Prüfung nachgewiesen

werden.

(2) Die Basisweiterbildung umfasst definierte gemeinsame Inhalte von verschiedenen Facharztweiterbildungen innerhalb eines Gebietes,

welche zu Beginn einer Facharztweiterbildung vermittelt werden sollen.

(3) Fallseminar ist eine Weiterbildungsmaßnahme mit konzeptionell vorgesehener Beteiligung jedes einzelnen Teilnehmers, wobei

unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten anhand von vorgestellten Fallbeispielen und deren Erörterung Kenntnisse und

Fähigkeiten sowie das dazugehörige Grundlagenwissen erweitert und gefestigt werden.

(4) Der stationäre Bereich umfasst Einrichtungen, in denen Patienten aufgenommen und/oder Tag und Nacht durchgängig ärztlich

betreut werden; hierzu gehören insbesondere Krankenhausabteilungen, Rehabilitationskliniken und Belegabteilungen.

(5) Zum ambulanten Bereich gehören insbesondere ärztliche Praxen, Institutsambulanzen, Tageskliniken, poliklinische Ambulanzen

und Medizinische Versorgungszentren.

(6) Unter Notfallaufnahme wird die Funktionseinheit eines Akutkrankenhauses verstanden, in welcher Patienten zur Erkennung

bedrohlicher Krankheitszustände einer Erstuntersuchung bzw. Erstbehandlung unterzogen werden, um Notwendigkeit und Art

der weiteren medizinischen Versorgung festzustellen.

(7) Als Gebiete der unmittelbaren Patientenversorgung gelten Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde

und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Humangenetik, Innere Medizin,

Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Nervenheilkunde,

Neurochirurgie, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie, Strahlentherapie, Urologie.

(8) Abzuleistende Weiterbildungszeiten sind Weiterbildungszeiten, die unter Anleitung eines Arztes zu absolvieren sind, der in der

angestrebten Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatz-Weiterbildung zur Weiterbildung befugt ist.

(9) Anrechnungsfähige Weiterbildungszeiten sind Weiterbildungszeiten, die unter Anleitung eines zur Weiterbildung befugten Arztes

absolviert werden.“

3. Abschnitt A § 3 wird wie folgt geändert:

In Absatz 3 wird folgender Satz 3 angefügt:

„Ist eine Zusatz-Weiterbildung integraler Bestandteil einer Facharztweiterbildung, so hat der Kammerangehörige, der eine solche

Facharztbezeichnung führt, das Recht zum Führen dieser Zusatzbezeichnung.“

4. Abschnitt A § 4 wird wie folgt geändert:

a) Absatz 4 Satz 4 wird wie folgt gefasst:

„Eine Unterbrechung der Weiterbildung, insbesondere wegen Schwangerschaft, Elternzeit, Wehr- und Ersatzdienst, wissenschaftlicher

Aufträge – soweit eine Weiterbildung nicht erfolgt – oder Krankheit kann nicht als Weiterbildungszeit

angerechnet werden.“

b) In Absatz 4 wird folgender Satz 6 angefügt:

„Ärztliche Tätigkeiten in eigener Praxis sind nicht anrechnungsfähig, sofern nichts anderes in Abschnitt C geregelt ist.“

c) In Absatz 5 wird folgender Satz 3 angefügt:

„Eine berufsbegleitende Weiterbildung ist bei Zusatz-Weiterbildungen unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten zulässig,

sofern dies in Abschnitt C vorgesehen ist.“

d) Absatz 6 wird wie folgt gefasst:

„Eine Weiterbildung in Teilzeit muss hinsichtlich Gesamtdauer, Niveau und Qualität den Anforderungen an eine ganztägige

Weiterbildung entsprechen. Dies ist in der Regel gewährleistet, wenn die Teilzeittätigkeit mindestens die Hälfte der wöchentlichen

Arbeitszeit beträgt. Die Weiterbildungszeit verlängert sich entsprechend.“

e) In Absatz 7 wird Satz 3 gestrichen.

f) In Absatz 8 wird folgender Satz 3 angefügt:

„Für eine Kursanerkennung sind die bundeseinheitlichen Empfehlungen zu beachten.“

g) Nach Absatz 8 wird folgender Absatz 9 angefügt:

„Sofern für die Facharzt-, Schwerpunkt- und Zusatz-Weiterbildung nichts anderes bestimmt ist, kann die Weiterbildung

sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich erfolgen.“

5. Abschnitt A § 5 wird wie folgt geändert:

a) In Absatz 2 Satz 3 wird vor den Wörtern „nur für eine Facharztweiterbildung“ das Wort „grundsätzlich“ eingefügt.

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eKanntmachunGen

b) In Absatz 2 Satz 3 wird vor den Wörtern „für eine Zusatz-Weiterbildung“ das Wort „grundsätzlich“ gestrichen.

c) In Absatz 3 Satz 1 werden vor den Wörtern „sowie zeitlich“ die Wörter „und grundsätzlich ganztägig durchzuführen“

eingefügt.

d) In Absatz 3 wird der bisherige Satz 2 gestrichen und folgender Satz 2 angefügt:

„Eine Aufteilung auf mehrere teilzeitbeschäftigte Weiterbildungsbefugte ist jedoch möglich, wenn durch komplementäre

Arbeitszeiten eine ganztägige Weiterbildung gewährleistet ist. Dies gilt auch, wenn die Befugnis mehreren Ärzten an einer

oder mehreren Weiterbildungsstätten gemeinsam erteilt wird. Ist ein befugter Arzt an mehr als einer Weiterbildungsstätte

tätig, ist eine gemeinsame Befugnis mit einem weiteren befugten Arzt an jeder Weiterbildungsstätte erforderlich.“

e) Nach Absatz 5 wird folgender Absatz 6 angefügt:

„Der von der Ärztekammer zur Weiterbildung befugte Arzt ist verpflichtet, an Evaluationen und Qualitätssicherungsmaßnahmen

der Ärztekammer zur ärztlichen Weiterbildung teilzunehmen.“

6. Abschnitt A § 18 wird wie folgt geändert:

a) In Absatz 4 Satz 1 wird nach den Wörtern „die noch nicht zu einem Ausbildungsnachweis gemäß Absatz“ die Zahl „1“

durch die Zahl „2“ ersetzt.

b) In Absatz 4 Satz 2 wird nach den Wörtern „der nicht unter die Regelungen des Absatz“ die Zahl „1“ durch die Zahl „2“

ersetzt.

7. Abschnitt A § 19 wird wie folgt geändert:

In Absatz 1 Satz 1 wird nach den Wörtern „kann ganz oder teilweise“ das Wort „angerechnet“ durch das Wort „anerkannt“

ersetzt.

8. Abschnitt A § 20 wird wie folgt geändert:

a) In Absatz 4 wird folgender Satz 2 angefügt:

„Auf das Anerkennungsverfahren finden die §§ 12 bis 16 Anwendung.“

b) Die Absätze 5 bis 9 werden gestrichen.

9. In Abschnitt A § 21 wird Satz 3 gestrichen.

10. In Abschnitt A werden die „Begriffserläuterungen für die Anwendung im Rahmen der Weiterbildung“ gestrichen.

11. Abschnitt A „Allgemeine Bestimmungen für die Abschnitte B und C“ werden wie folgt geändert:

a) In der Überschrift wird vor den Wörtern „für die Abschnitte B und C“ das Wort „Bestimmungen“ gestrichen und die Wörter

„Inhalte der Weiterbildung“ eingefügt.

b) Die Überschrift von Punkt 1 wird gestrichen.

c) In Nummer 1 Satz 1 werden nach den Wörtern „Die Weiterbildung beinhaltet“ die Wörter „unter Berücksichtigung gebietsspezifischer

Ausprägungen“ eingefügt.

d) In Nummer 1 wird nach dem 2. Spiegelstrich folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie

der Pflegebedürftigkeit“

e) Die Nummern 2 und 4 werden gestrichen.

f) Die bisherige Nummer 3 wird Nummer 2.

12. Abschnitt B „Gebiete, Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen“ (Tabellarische Übersicht) wird wie folgt

gefasst:

Gebiete Facharzt- und Schwerpunktkompetenz (FA, SP)

1. Allgemeinmedizin FA Allgemeinmedizin

2. Anästhesiologie FA Anästhesiologie

2. Anatomie FA Anatomie

4. Arbeitsmedizin FA Arbeitsmedizin

5. Augenheilkunde FA Augenheilkunde

6. Biochemie FA Biochemie

7. Chirurgie

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Basisweiterbildung

7.1 FA Allgemeinchirurgie

7.2 FA Gefäßchirurgie

7.3 FA Herzchirurgie

7.4 FA Kinderchirurgie

7.5 FA Orthopädie und Unfallchirurgie

7.6 FA Plastische und Ästhetische Chirurgie

7.7 FA Thoraxchirurgie

7.8 FA Viszeralchirurgie


eKanntmachunGen

FA Frauenheilkunde und Geburtshilfe

8. Frauenheilkunde und Geburtshilfe SP SP Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

SP SP Gynäkologische Onkologie

SP SP Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

9. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Basisweiterbildung

9.1 FA Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

9.2 FA Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen

10. Haut- und Geschlechtskrankheiten FA Haut- und Geschlechtskrankheiten

11. Humangenetik FA Humangenetik

12. Hygiene und Umweltmedizin FA Hygiene und Umweltmedizin

Basisweiterbildung

13.1 FA für Innere Medizin

13.2 FA für Innere Medizin und Angiologie

13.3 FA für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie

13. Innere Medizin

13.4

13.5

FA für Innere Medizin und Gastroenterologie

FA für Innere Medizin und Geriatrie

13.6 FA für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie

13.7 FA für Innere Medizin und Kardiologie

13.8 FA für Innere Medizin und Nephrologie

13.9 FA für Innere Medizin und Pneumologie

13.10 FA für Innere Medizin und Rheumatologie

FA Kinder- und Jugendmedizin

SP Kinder-Hämatologie und -Onkologie

14. Kinder- und Jugendmedizin

15. Kinder- und Jugendpsychiatrie und

-psychotherapie

SP Kinder-Kardiologie

SP Neonatologie

SP Neuropädiatrie

FA Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

16. Laboratoriumsmedizin FA Laboratoriumsmedizin

17. Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

FA Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

18. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie FA Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

19. Nervenheilkunde FA Nervenheilkunde

20. Neurochirurgie FA Neurochirurgie

21. Neurologie FA Neurologie

22. Nuklearmedizin FA Nuklearmedizin

23. Öffentliches Gesundheitswesen FA Öffentliches Gesundheitswesen

Basisweiterbildung

24. Pathologie

24.1 FA Neuropathologie

24.2 FA Pathologie

Basisweiterbildung

25. Pharmakologie

25.1 FA Klinische Pharmakologie

25.2 FA Pharmakologie und Toxikologie

26. Physikalische und Rehabilitative Medizin FA Physikalische und Rehabilitative Medizin

27. Physiologie FA Physiologie

FA Psychiatrie und Psychotherapie

28. Psychiatrie und Psychotherapie

SP Forensische Psychiatrie

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29. Psychosomatische Medizin und Psycho-

FA Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

therapie

FA Radiologie

30. Radiologie

SP Kinderradiologie

SP Neuroradiologie

31. Rechtsmedizin FA Rechtsmedizin

32. Strahlentherapie FA Strahlentherapie

33. Transfusionsmedizin FA Transfusionsmedizin

34. Urologie FA Urologie

13. Abschnitt B Nummer 1 „Gebiet Allgemeinmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) In Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ werden nach den Wörtern „Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte“ die Wörter

„sowie des Weiterbildungskurses“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon:

• 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu

− 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3-Monats-Abschnitte)

auch im ambulanten Bereich angerechnet werden. Von diesen 18 Monaten können auch 3 Monate

im Öffentlichen Gesundheitswesen angerechnet werden.

• 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) stationär oder ambulant möglich

• 18 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung

• 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Psychosomatische Grundversorgung“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden nach den Wörtern „der Prävention“ die Wörter „einschließlich Impfungen“ gestrichen.

bb) Der 15. Spiegelstrich wird gestrichen.

14. Abschnitt B Nummer 2 „Gebiet Anästhesiologie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden vor der Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „der unmittelbaren Patientenversorgung“

eingefügt.

bb) In dem 3. Spiegelstrich wird nach den Wörtern „in einem anderen Gebiet“ das Wort „abgeleistet“ durch das Wort

„angerechnet“ ersetzt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

Nach dem 3. Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche eingefügt:

„- dem Ablauf organisatorischer Fragestellungen und perioperativer Abläufe des Gebietes“

„- der gebietsbezogenen Behandlung akuter Schmerzzustände, auch im Bereich der perioperativen Medizin“

15. Abschnitt B Nummer 3 „Gebiet Anatomie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift „Facharzt/Fachärztin für Anatomie“ werden die Wörter „(Anatom/Anatomin)“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

In dem 1. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „und/oder Rechtsmedizin“

eingefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− den grundlegenden wissenschaftlichen Methoden zur Untersuchung morphologisch-medizinischer Fragestellungen,

der makroskopischen Anatomie, der mikroskopischen Anatomie und der Embryologie

− den Vorschriften des Leichentransport- und Bestattungswesens und der entsprechenden Hygienevorschriften

− der systematischen und topographischen Anatomie einschließlich der Zusammenhänge zwischen Struktur und

Funktion sowie der vergleichenden Anatomie

− der klinischen Anatomie

− der Röntgenanatomie und deren grundlegenden bildgebenden Verfahren

− des Donationswesens und der Vermächtnisse

− der Embryologie und den Grundlagen der Entwicklungsbiologie

− der Konservierung und Aufbewahrung von Leichen unter Beachtung der entsprechenden Hygienevorschriften

− den makroskopischen Präparationsmethoden

− der Herstellung, Montage und Pflege von anatomischen Sammlungspräparaten und deren Demonstration

− der Histologie einschließlich der Histochemie und der Immunhistochemie mit den einschlägigen Fixations-, Schnitt-

und Färbetechniken

− der Licht- und Fluoreszenzmikroskopie mit den verschiedenen Techniken

− der Gewebezüchtung und experimentellen Zytologie

− der Makro- und Mikrophotographie

− der Morphometrie mit Quantifizierungs- und Statistikmethoden

− der Elektronenmikroskopie und Molekularbiologie mit den verschiedenen Techniken

− den grundlegenden zell- und molekolarbiologischen Methoden“

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16. Abschnitt B Nummer 4 „Gebiet Arbeitsmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

Der 1. Punkt „24 Monate Innere Medizin“ wird wie folgt gefasst:

„ • 24 Monate Weiterbildung in stationärer Innerer Medizin, davon können

− bis zu 12 Monate Allgemeinmedizin angerechnet werden“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche eingefügt:

„- Arbeitsplatzbeurteilung/Gefährdungsbeurteilung“

„- Epidemiologie, Statistik und Dokumentation“

bb) In dem neuen 4. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Gesundheitsberatung“ die Wörter „einschließlich Impfungen“

gestrichen.

cc) In dem neuen 11. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Leistungsfähigkeit“ die Wörter „Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit“

und ein Komma eingefügt.

dd) In dem neuen 11. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Arbeitsphysiologie“ die Wörter „und Ergonomie“ eingefügt.

ee) In dem neuen 12. Spiegelstrich werden nach dem Wort „arbeitsmedizinischen“ die Wörter „und umweltmedizinischen“

eingefügt.

ff) In dem neuen 13. Spiegelstrich wird vor dem Wort „einschließlich“ das Wort „Betriebspsychologie“ durch das

Wort „Organisationspsycholgie“ ersetzt.

gg) Nach dem neuen 13. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„-der arbeitsmedizinischen Bewertung psychischer Belastung und Beanspruchung“

hh) Nach dem neuen 27. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich angefügt:

„- Biomonitoring am Arbeitsplatz“

17. Abschnitt B Nummer 5 „Gebiet Augenheilkunde“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 1. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der Gesundheitsberatung und Früherkennung einschließlich Amblyopie, Glaukom- und Makuladegenerationsvorsorge“

ab) Der 12. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- ophthalmologische Untersuchungstechniken, z. B. Spaltlampenuntersuchung, Gonioskopie und Opthalmoskopie,

Perimetrie, Bestimmung des Farb- und Lichtsinns, Augeninnendruckmessung, elektrophysiologische Methoden,

Fluoreszenzangiographie sowie weitere bildgebende Verfahren am vorderen und hinteren Augenabschnitt“

18. Abschnitt B Nummer 6 „Gebiet Biochemie“ wird wie folgt geändert:

Nach der Überschrift „Facharzt/Fachärztin für Biochemie“ werden die Wörter „(Biochemiker/Biochemikerin)“ angefügt.

19. Abschnitt B Nummer 7 „Gebiet Chirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

In dem 2. Punkt werden nach den Wörtern „in einem anderen Gebiet“ die Wörter „die auch während der spezialisierten

Facharztweiterbildung abgeleistet werden können“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

Nach den Wörtern „Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:“ wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- gebietsbezogene Röntgendiagnostik des Stütz- u. Bewegungssystems und der Notfalldiagnostik der Schädel-, Brust-

und Bauchhöhle, Hals und Brustwand“

20. Abschnitt B Nummer 7.1 „Facharzt/Fachärztin für Allgemeine Chirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Facharzt/Fachärztin für Allgemeinchirurgie“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ werden nach den Wörtern „der Facharztkompetenz“ die Wörter „Allgemeine

Chirurgie“ durch das Wort „Allgemeinchirurgie“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinchirurgie, davon

• 24 Monate in Allgemeinchirurgie und/oder anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes

Chirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in Anästhesiologie, Anatomie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe,

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin und Gastroenterologie,

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Pathologie und/oder Urologie

angerechnet werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden

• 12 Monate in Orthopädie und Unfallchirurgie

• 12 Monate in Viszeralchirurgie

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

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folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Facharztbezeichnung Chirurgie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung

Allgemeine Chirurgie zu führen.

Kammerangehörige, die die Facharztbezeichnung Allgemeine Chirurgie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung

Allgemeinchirurgie zu führen.“

21. Abschnitt B Nummer 7.2 „Facharzt/Fachärztin für Gefäßchirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie, davon können

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie oder 6 Monate

in Anästhesiologie, Innere Medizin und Angiologie oder Radiologie angerechnet werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Schwerpunktbezeichnung Gefäßchirurgie besitzen,

sind berechtigt, stattdessen die entsprechende Facharztbezeichnung zu führen.“

22. Abschnitt B Nummer 7.3 „Facharzt/Fachärztin für Herzchirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Herzchirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, in Innere

Medizin und Kardiologie und/oder Kinder- und Jugendmedizin/Kinder-Kardiologie angerechnet

werden, die auch im ambulanten Bereich abgeleistet werden können

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Weiterbildung im Gebiet Herzchirurgie begonnen

haben, können diese nach den Bestimmungen der bisher gültigen Weiterbildungsordnung abschließen.

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Schwerpunktbezeichnung Thoraxchirurgie

besitzen, sind berechtigt, stattdessen die entsprechende Facharztbezeichnung zu führen.“

23. Abschnitt B Nummer 7.4 „Facharzt/Fachärztin für Kinderchirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Kinderchirurgie, davon

− 12 Monate in Kinder- und Jugendmedizin, davon können

- 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet

werden

− können 6 Monate in einer anderen Facharztweiterbildung des Gebietes Chirurgie oder in Anästhesiologie,

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Radiologie oder Urologie oder

in Handchirurgie angerechnet werden

− können bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Weiterbildung im Gebiet Kinderchirurgie begonnen

haben, können diese nach den Bestimmungen der bisher gültigen Weiterbildungsordnung abschließen.“

24. Abschnitt B Nummer 7.5 „Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt Weiterbildungszeit wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie und/oder in

Neurochirurgie angerechnet werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

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eKanntmachunGen

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der 1. Spiegelstrich gestrichen.

c) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die vor Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung ihre Weiterbildung im Gebiet Orthopädie begonnen

haben, können diese nach der bisher gültigen Weiterbildungsordnung abschließen und die entsprechenden Bezeichnungen

führen.

Kammerangehörige, die sich bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung im Gebiet Orthopädie in Weiterbildung befinden,

können diese als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie abschließen, wenn sie eine Mindestweiterbildungszeit

von 6 Jahren und mindestens jeweils eine 2-jährige Weiterbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie nachweisen.“

25. Abschnitt B Nummer 7.6 „Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, in Hals-

Nasen-Ohrenheilkunde und/oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder 6 Monate in Anästhesiologie,

Frauenheilkunde und Geburtshilfe oder Pathologie angerechnet werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Weiterbildung in der Plastischen und Ästhetischen

Chirurgie begonnen haben, können diese nach den Bestimmungen der bisher gültigen Weiterbildungsordnung

abschließen.“

26. Abschnitt B Nummer 7.7 „Facharzt/Fachärztin für Thoraxchirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Thoraxchirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, in Innere

Medizin und Hämatologie und Onkologie und/oder Innere Medizin und Pneumologie angerechnet

werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9

Jahre.“

b) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Schwerpunktbezeichnung Thoraxchirurgie

besitzen, sind berechtigt, stattdessen die entsprechende Facharztbezeichnung zu führen.“

27. Abschnitt B Nummer 7.8 „Facharzt/Fachärztin für Viszeralchirurgie“ wird wie folgt gefasst:

„7.8 Facharzt/Fachärztin für Viszeralchirurgie

(Viszeralchirurg/Viszeralchirurgin)

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiterbildung ist aufbauend auf der Basisweiterbildung die Erlangung der Facharztkompetenz Viszeralchirurgie nach Ableistung

der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte.

Weiterbildungszeit:

72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Viszeralchirurgie, davon können bis zu

− 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, in Anästhesiologie, Anatomie,

Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin und Gastroenterologie, Innere Medizin und Hämatologie

und Onkologie, Pathologie und/oder Urologie angerechnet werden

− 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9 Jahre.

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachbehandlung und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Infektionen,

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Fehlbildungen innerer Organe insbesondere der gastroenterologischen, endokrinen und onkologischen Chirurgie der Organe und

Weichteile

− der operativen und nichtoperativen Grund- und Notfallversorgung bei viszeralchirurgischen einschließlich der koloproktologischen

Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Infektionen

− der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen

Beurteilung

− endoskopischen, laparoskopischen und minimal-invasiven Operationsverfahren

− der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes

− instrumentellen und funktionellen Untersuchungsmethoden

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− sonographische Untersuchungen des Abdomens, des Retroperitoneums und der Urogenitalorgane

− Durchführung und Befundung von Rekto-/Sigmoidoskopien

− Durchführung und Befundung von Koloskopien und Ösophago-Gastro-Duodenoskopien

− konventionelle, minimal-invasive und endoskopische operative Eingriffe an Kopf- und Hals einschließlich Tracheotomie, Thorakotomie,

Thoraxdrainagen, Oesophagus, Magen, Leber, Gallenwege, Pankreas, Milz, Dünndarm, Dickdarm, Rektum, Anus, Bauchhöhle,

Retroperitoneum, Bauchwand

Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung die Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie besitzen, sind

berechtigt, stattdessen die entsprechende Facharztbezeichnung zu führen.

Kammerangehörige, die die Facharztbezeichnung Viszeralchirurgie vor dem Tag des Inkrafttretens der Dritten Satzung zur Änderung

der Weiterbildungsordnung erworben haben, sind berechtigt, auch die Zusatz-Weiterbildung Spezielle Viszeralchirurgie zu führen.

Kammerangehörige, die vor dem Tag des Inkrafttretens der Dritten Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung ihre Facharztweiterbildung

in der Viszeralchirurgie begonnen haben, können diese nach den bisher gültigen Bestimmungen innerhalb einer Frist von

7 Jahren abschließen und die entsprechenden Bezeichnungen führen.“

28. Die Übergangsbestimmungen am Ende von Abschnitt B Nummer 7 „Gebiet Chirurgie“ werden gestrichen.

29. Abschnitt B Nummer 8 Gebiet „Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ werden nach den Wörtern „Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte“ die

Wörter „sowie des Weiterbildungskurses“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 2. Spiegelstrich wird nach den Wörtern „des Gebietes“ das Wort „abgeleistet“ durch das Wort „angerechnet“

ersetzt.

bb) In dem 3. Spiegelstrich werden nach dem Wort „abgeleistet“ ein Schrägstrich und das Wort „angerechnet“ eingefügt.

cc) Nach dem 3. Spiegelstrich wird das Wort „und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden nach dem „Vorbeugung“ die Wörter „einschließlich Impfungen“ gestrichen.

bb) In dem 17. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Störungen“ die Wörter „einschließlich Krisenintervention“ eingefügt.

30. Abschnitt B Nummer 8. SP.1 „Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

(Gynäkologischer Endokrinologe und Reproduktionsmediziner/Gynäkologische Endokrinologin und Reproduktionsmedizinerin)“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der 2. Spiegelstrich gestrichen.

c) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

31. Abschnitt B Nummer 8. SP.2 „Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

(Gynäkologischer Onkologe/Gynäkologische Onkologin)“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

Nach den Wörtern „davon können“ wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- 6 Monate in Innerer Medizin und Hämatologie und Onkologie angerechnet werden“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− Erkennung und Behandlung der bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitale und der Brust

− der Schwerpunktkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler Bestandteil

der Weiterbildung

− molekularbiologischen onkogenetischen immunmodulatorischen, supportiven und palliativen Verfahren

− organ- und fertilitätserhaltenden Verfahren

− radikalen Behandlungsverfahren

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− morphologisch-funktionelle (z. B. Ultraschall, Endoskopie) und invasive (z. B. Punktion, Biopsie) Verfahren der Genitalorgane

und Brust

− organerhaltende und radikale Krebsoperationen am Genitale (z. B. Debulking-OP, Wertheim-OP, Vulvektomie, Lymph-

28 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


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adenektomie inguinal, pelvin, paraaortal, Exenteration)

− organerhaltende und radikale Krebsoperationen an der Mamma

− rekonstruktive Eingriffe am Genitale, den Bauchdecken und der Brust im Zusammenhang mit onkologischen Behandlungen

− zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen

des Schwerpunktes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen

− Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung

− gynäkologische Strahlen-Kontakt-Therapie

− psychoonkologische Betreuung, Rehabilitation und Begutachtung

− spezielle Rezidivdiagnostik und -Behandlung

− Tumornachsorge“

32. Abschnitt B Nummer 8. SP.3 „Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin (Geburtshelfer und Perinatalmediziner/Geburtshelferin

und Perinatalmedizinerin)“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

In dem 3. Spiegelstrich werden nach dem Wort „abgeleistet“ ein Schrägstrich und das Wort „angerechnet“ eingefügt.

c) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

33. Abschnitt B Nummer 9 „Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ wird wie folgt gefasst:

„Ziel der Weiterbildung im Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist die Erlangung von Facharztkompetenzen 9.1 und 9.2

nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte.“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 7. Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche eingefügt:

„- der funktionellen Schlucktherapie einschließlich kompensatorischer Strategien und Hilfen zur Unterstützung

des Essens und Trinkens sowie der Versorgung mit Trachealkanülen und oralen sowie nasalen Gastroduodenal-

Sonden“

„- Indikationsstellung für funktionelle und chirurgische Schluckrehabilitation“

ab) Nach dem letzten Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche angefügt:

„- Schluckuntersuchungen“

„- Versorgung mit Trachealkanülen und oralen sowie nasalen Gastroduodenal-Sonden“

34. Abschnitt B Nummer 9. 1 „Facharzt/Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

• 36 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, davon können

− 6 Monate im Gebiet Chirurgie oder Pathologie oder in Anästhesiologie, Anatomie, Kinder-

und Jugendmedizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie oder Sprach-, Stimm- und

kindliche Hörstörungen angerechnet werden

− bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

Nach dem 7. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- lasergestützten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren“

35. Abschnitt B Nummer 9. 2 „Facharzt/Fachärztin für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen“ wird wie folgt geändert:

a) Unter der Überschrift werden die Wörter „(Phoniater und Pädaudiologe/Phoniaterin und Pädaudiologin)“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

• 36 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen, davon können

− 6 Monate in Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie

und -psychotherapie, Neurologie oder Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

angerechnet werden“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 6. Spiegelstrich wird gestrichen.

ab) Nach dem neuen 15. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Sprach- und Lesetests bei Erwachsenen“

ac) Nach dem letzten Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche angefügt:

„- Dysphagiediagnostik phoniatrischer Erkrankungen“

„- Durchführung und digitale Auswertung der Videopharyngolaryngoskopie“

d) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

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36. Abschnitt B Nummer 10 „Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten“ wird wie folgt geändert:

a) Unter der Überschrift werden die Wörter „(Hautarzt/Hautärztin)“ gestrichen.

b) In der zweiten Überschrift werden nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten“ die

Wörter „(Hautarzt/Hautärztin)“ angefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 5. Spiegelstrich werden vor dem Wort „Erkrankungen“ die Wörter „und pseudoallergischer“ eingefügt.

ab) Der 18. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der Indikationsstellung und Einordnung von Befunden gebietsbezogener histologischer und molekularbiologischer

Untersuchungen“

ac) Nach den Wörtern „Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:“ werden folgende zwei Spiegelstriche

eingefügt:

„- unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner und

intrakutaner Tests sowie Erstellung eines Therapieplans“

„- Hyposensibilisierung“

ad) Nach dem Spiegelstrich „Sonographie der Haut und hautnahen Lymphknoten einschließlich Doppler/Duplexsonographie

peripherer Gefäße“ wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- dermoskopische Verfahren“

ae) Vor dem letzten Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- gebietsbezogene Diagnostik sexuell übertragbarer Krankheiten“

37. Abschnitt B Nummer 11 „Gebiet Humangenetik“ wird wie folgt geändert:

a) In der zweiten Überschrift werden nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Humangenetik“ die Wörter „(Humangenetiker/Humangenetikerin)“

angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

In dem 4. Punkt wird vor dem Wort „Gebieten“ das Wort „den“ durch das Wort „anderen“ ersetzt“.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 11. Spiegelstrich werden nach den Wörtern „molekularen Zytogenetik“ die Wörter „und der molekularen

Karyotypisierung mittels Mikro-Array-Analyse“ eingefügt.

bb) In dem 12. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Sequenzermittlung“ die Wörter „und Kopienzahlanalysen“

eingefügt.

cc) In dem Spiegelstrich „genetische Beratungen einschließlich Erhebung der Familienanamnese in 3 Generationen

und Erstellung einer epikritischen Beurteilung bei verschiedenen Krankheitsbildern“ wird die Zahl „3“ durch das

Wort „drei“ ersetzt.

38. Abschnitt B Nummer 12 „Gebiet Hygiene und Umweltmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) In der zweiten Überschrift werden nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin“ die Wörter

„(Hygieniker und Umweltmediziner/Hygienikerin und Umweltmedizinerin)“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Krankenhaushygiene, insbesondere

− Erkennung und Analyse nosokomialer Infektionen

− Erarbeitung von Strategien zur Vermeidung nosokomialer Infektionen

− Infektionsverhütung, -erkennung und –bekämpfung

− Überwachung der Reinigung, Desinfektion, Sterilisation, Ver- und Entsorgung

− Auswertung epidemiologischer Erhebungen

− der Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen und öffentlichen Einrichtungen

− Ortsbegehungen und Risikoanalyse und deren Bewertung unter Gesichtspunkten der Hygiene

− der Mitwirkung bei Planung, Baumaßnahmen und Betrieb von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens

− der Erstellung von Hygienekonzepten auch unter Einbeziehung des Wohnumfeldes

− der Vorbeugung und Epidemiologie von infektiösen und nicht infektiösen Krankheiten einschließlich des individuellen

und allgemeinen Seuchenschutzes

− der Risikobeurteilung der Beeinflussung des Menschen durch Umweltfaktoren und Schadstoffe auch unter Einbeziehung

des Wohnumfeldes

− der klinischen Umweltmedizin einschließlich Biomonitoring

− der Umweltanalytik und Umwelttoxikologie

− der Hygiene von Lebensmitteln sowie Gebrauchs- und Bedarfsgegenständen und technischer Systeme

− dem gesundheitlichen Verbraucherschutz

− den Grundlagen der Reisemedizin

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− Analysen von Roh-, Trink-, Mineral-, Brauch-, Bade- und Abwässern, Boden- und Abfallproben einschließlich hygienisch-medizinischer

Bewertung

− Untersuchungen für die Bau- und Siedlungshygiene einschließlich der Lärmbeeinflussung und der Luftqualität

− Untersuchung von Lebensmitteln einschließlich der Anlagen zur Lebensmittel- und Speiseherstellung“

39. Abschnitt B Nummer 13 „Gebiet Innere Medizin“ wird wie folgt geändert:

a) Die zweite Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Basisweiterbildung für die Fachkompetenzen 13.1 bis 13.10“

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eKanntmachunGen

b) Nach der zweiten Überschrift wird der Unterpunkt Weiterbildungszeit eingefügt und wie folgt gefasst:

„Weiterbildungszeit:

36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin bei einem Weiterbildungsbefugten an einer

Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1“

c) Nach dem neuen Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird der Unterpunkt Weiterbildungsinhalt eingefügt.

d) Der neue Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden nach den Wörtern „der Prävention“ die Wörter „einschließlich Impfungen“ gestrichen

ab) Nach dem 9. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Durchführung und Dokumentation von Diabetikerbehandlungen“

ac) Nach den Wörtern „Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:“ wird der 1. Spiegelstrich gestrichen.

ad) Nach dem Spiegelstrich „Doppler-Sonographien der Extremitäten versorgenden und der extrakraniellen

Hirn versorgenden Gefäße“ wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Bewertung von Röntgenaufnahmen des Gebietes“

d) Nach dem neuen Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt

und wie folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die sich bei In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung in einer Weiterbildung im Schwerpunkt der

Inneren Medizin (13.2 bis 13.10) befinden, können diese nach den Bestimmungen der bisherigen Weiterbildungsordnung

innerhalb einer Frist von 7 Jahren abschließen.“

40. Abschnitt B Nummer 13. 1 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „24 Monate

stationäre Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

ab) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

ac) In dem 2. Spiegelstrich wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

41. Abschnitt B Nummer 13. 2 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Angiologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

ab) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 2. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „interventionellen Eingriffen“ die Wörter „in der Mitwirkung“

gestrichen.

bb) In dem 7. Spiegelstrich wird das Wort „Lymphographie“ gestrichen

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Angiologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Angiologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Angiologie

zu führen.“

42. Abschnitt B Nummer 13. 3 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetolgie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

ab) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Endokrinologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin

und Endokrinologie und Diabetologie zu führen.“

43. Abschnitt B Nummer 13. 4 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt „6 Monate Intensivmedizin, die auch ...“ wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“

ersetzt.

c) Der Unterpunkt Weiterbildungsinhalt wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

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− den Inhalten der Basisweiterbildung

− der Erkennung und Behandlung der Krankheiten der Verdauungsorgane einschließlich Leber und Pankreas sowie der

facharztbezogenen Infektionskrankheiten, z. B. Virushepatitis, bakterielle Infektionen des Intestinaltraktes

− der Endoskopie einschließlich interventioneller Verfahren

− der Ernährungsberatung und Diätetik bei Erkrankungen der Verdauungsorgane einschließlich enteraler und parenteraler

Ernährung

− der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler Bestandteil

der Weiterbildung

− der Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung der zytostatischen, immunmodulatorischen, antihormonellen

sowie supportiven Therapie bei soliden Tumorerkrankungen des Schwerpunkts einschließlich der Beherrschung

auftretender Komplikationen

− der Mitwirkung bei interdisziplinären interventionellen Verfahren, z. B. radiologische und kombiniert radiologischendoskopische

Verfahren wie transjuguläre Leberpunktion, transjugulärer portosystemischer Shunt (TIPSS), perkutane

transhepatische Cholangiographie (PTC) und Drainage (PTD), PTD im Rendez-vouz-Verfahren mit ERCP und bei endosonographischen

Untersuchungen des Verdauungstraktes

− der interdisziplinären Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Behandlungsverfahren

− der Erkennung und konservativen Behandlung proktologischer Erkrankungen und der Indikationsstellung zur weiterführenden

Behandlung

− der intensivmedizinischen Basisversorgung

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− abdominelle Sonographien einschließlich der Duplex-Sonographien der abdominellen und retroperitonealen Gefäße

sowie sonographischer Interventionen

− Ösophago-Gastro-Duodenoskopie einschließlich interventioneller Maßnahmen, z. B. Blutstillung, Varizensklerosierung,

perkutane-endoskopische Gastrostomie, Mukosaresektion, Dilatationen und Bougierungen, thermische und

andere ablative Verfahren

− endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie einschließlich Papillotomie, Steinextraktionen und Endoprothesenimplantation

sowie radiologischer Interpretation

− Intestinoskopie

− Koloskopie einschließlich koloskopischer Polypektomie

− Prokto-/Rekto-/Sigmoidoskopie einschließlich therapeutischer Eingriffe

− interventionelle Maßnahmen im oberen und unteren Verdauungstrakt einschließlich endoskopische Blutstillung, Varizentherapie,

Thermo- und Laserkoagulation, Stent- und Endoprothesenimplantation, Polypektomie

− Mitwirkung bei Laparoskopien einschließlich Minilaparoskopien

− abdominelle Punktionen einschließlich Leberpunktionen

− manometrische Untersuchungen des oberen und unteren Verdauungstraktes

− Funktionsprüfungen, z. B. Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus, H2-Atemteste, C13 Atemteste

− zytostatische immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen

der Facharztkompetenz einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen

− Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin

und Schwerpunkt Gastroenterologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Gastroenterologie zu führen.“

44. Abschnitt B Nummer 13. 5 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Geriatrie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Geriatrie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Geriatrie zu

führen.“

45. Abschnitt B Nummer 13. 6 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt 6 Monate Intensivmedizin ... wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

32 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


eKanntmachunGen

„- der Epidemiologie, Prophylaxe und Prognosebeurteilung maligner Erkrankungen“

bb) In dem neuen 3. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „hämorrhagischer Diathesen“ die Wörter „angeborener

und erworbener“ eingefügt.

cc) Der neue 6. Spiegelstrich wird gestrichen.

dd) Nach dem letzten Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Durchführung von Punktionen von Pleura, Liquor, Lymphknoten, Haut, Knochenmark und Knochenmarkstanzen“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und Internistische Onkologie bzw. die Facharztbezeichnung

Innere Medizin und Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung

Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie zu führen.“

46. Abschnitt B Nummer 13. 7 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ... und dem 2. Punkt 36 Monate Weiterbildung

... wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt 6 Monate Intensivmedizin ... wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 5. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- therapeutischen Koronarinterventionen (z. B. PTCA, Stentimplantationen)“

bb) In dem 7. Spiegelstrich wird das Wort „und“ gestrichen.

cc) In dem 8. Spiegelstrich wird das Wort „Venen“ durch das Wort „Gefäße“ ersetzt.

dd) In dem 9. Spiegelstrich werden vor dem Wort „Therapie“ die Wörter „Diagnostik und“ eingefügt.

ee) In dem 14. Spiegelstrich wird das Wort „Venen“ durch das Wort „Gefäße“ ersetzt.

ff) Der 19. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- Langzeituntersuchungsverfahren“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Kardiologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Kardiologie

zu führen.“

47. Abschnitt B Nummer 13. 8 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung“ ... und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung“ ... wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt 6 Monate Intensivmedizin ... wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird nach dem 5. Spiegelstrich folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Diagnostik und Therapie von Kollagenosen und Vaskulitiden mit Nierenbeteiligung in interdisziplinärer Zusammenarbeit“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Nephrologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Nephrologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Nephrologie

zu führen.“

48. Abschnitt B Nummer 13. 9 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt „6 Monate Intensivmedizin ...“ wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− den Inhalten der Basisweiterbildung

− der Erkennung und Behandlung der Erkrankungen der Lunge, der Atemwege, der Pulmonalgefäße, des Mediastinums,

der Pleura,der Thoraxwand und Atemmuskulatur sowie der extrapulmonalen Manifestationen pulmonaler

Erkrankungen

− der Erkennung und Behandlung der akuten und chronischen respiratorischen Insuffizienz

− den Krankheiten durch inhalative Umwelt-Noxen sowie durch Arbeitsplatzeinflüsse

− den Grundlagen schlafbezogener Atemstörungen

− der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler Bestandteil

der Weiterbildung

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 33


eKanntmachunGen

− der Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung der zytostatischen, immunmodulatorischen, antihormonellen

sowie supportiven Therapie bei soliden Tumorerkrankungen des Schwerpunkts einschließlich der Beherrschung

auftretender Komplikationen

− den heriditären Erkrankungen der Atmungsorgane

− den infektiologischen Erkrankungen der Atmungsorgane einschließlich Tuberkulose

− der Erkennung und Behandlung gebietsbezogener allergischer Erkrankungen

− der interdisziplinären Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Behandlungsverfahren

− Tabakentwöhnung und nichtmedikamentösen Therapiemaßnahmen, wie Patientenschulung und medizinischer Trainingstherapie

− der intensivmedizinischen Basisversorgung

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− sonographische Diagnostik von Lunge, Pleura und Thoraxwandstrukturen, des rechten Herzens und des Lungenkreislaufes

sowie transoesophageale Untersuchungen des Mediastinums und transbronchiale Untersuchungen der

Lunge

− flexible Bronchoskopie einschließlich broncho-alveolärer Lavage sowie sämtliche Biopsietechniken

− Pleuradrainage und Pleurodese sowie Durchführung von perhorakalen Punktionen von Lunge oder pulmonalen

Raumforderungen

− Mitwirkung bei Thorakoskopien und bei Bronchoskopien mit starrem Instrumentarium bei interventionellen Verfahren

− Funktionsuntersuchungen der Atmungsorgane, wie

− Ganzkörperplethysmographien

− Bestimmungen des CO-Transfer-Faktors

− Untersuchungen von Atempump-Funktion und Atemmechanik

− unspezifische Hyperreagibilitätstestung der unteren Atemwege

− Blutgase und Säure-Basen-Haushalt im arteriellen Blut

− Belastungsuntersuchungen einschließlich Spiro-Ergometrie

− unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner, intrakutaner

und inhalativer Tests einschließlich Erstellung eines Therapieplans

− Hyposensibilisierung

− Mitwirkung bei Untersuchungen des Lungenkreislaufs einschließlich Rechtsherzkatheter

− Inhalationstherapie

− Sauerstofflangzeittherapie und Beatmungstherapie einschließlich der Heimbeatmung

− zytostatische, immunmudolatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen

der Facharztkompetenz einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen

− Chemotherpiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Pneumologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Pneumologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Pneumologie

zu führen.“

49. Abschnitt B Nummer 13.10 „Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach der Überschrift werden die Wörter „Internist und“ und die Wörter „Internistin und“ gestrichen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Zwischen dem 1. Punkt „36 Monate in der stationären Basisweiterbildung ...“ und dem 2. Punkt „36 Monate

Weiterbildung ...“ wird das Wort „und“ gestrichen.

bb) In dem 3. Punkt „6 Monate Intensivmedizin ...“ wird das Wort „absolviert“ durch das Wort „abgeleistet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 2. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der Erkennung und konservativen Behandlung der rheumatischen Erkrankungen und Osteopathien sowie insbesondere

der immunsuppressiven und –modulatorischen medikamentösen Therapie entzündlich-rheumatischen

Systemerkrankungen wie den Kollagenosen, den Vaskulitiden, den entzündlichen Muskelerkrankungen, den

chronischen Arthritiden und Spondyloarthropathien und der speziellen Schmerztherapie rheumatischer Erkrankungen“

bb) Nach dem letzten Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich angefügt:

„- Osteodensitometrie“

d) Nach dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der Unterpunkt Spezielle Übergangsbestimmungen angefügt und wie

folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmungen:

Kammerangehörige, die die Schwerpunktbezeichnung Rheumatologie bzw. die Facharztbezeichnung Innere Medizin und

Schwerpunkt Rheumatologie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Rheumatologie

zu führen.“

50. Die Übergangsbestimmungen am Ende von Abschnitt B Nummer 13 „Gebiet Innere Medizin“ werden gestrichen.

51. Abschnitt B Nummer 14 „Gebiet Kinder- und Jugendmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Sozialpädiatrie“ die Wörter „und der Schutzimpfungen“ gestri-

34 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


eKanntmachunGen

chen.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 2. Spiegelstrich wird das Wort „abgeleistet“ durch das Wort „angerechnet“ ersetzt.

bb) In dem 3. Spiegelstrich wird nach dem Wort „abgeleistet“ das Wort „/angerechnet“ eingefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden vor dem Wort „Kindes“ die Wörter Säuglings, Kleinkindes,“ eingefügt.

bb) In dem 3. Spiegelstrich wird das Wort „Gesundheitsberatung“ durch die Wörter „Gesundheitsberatung/-vorsorge“

ersetzt.

cc) In dem 5. Spiegelstrich werden die Wörter „einschließlich Impfungen“ gestrichen.

dd) Nach den Wörtern „orientierende Hör- und Seh-Screening-Untersuchungen“ werden folgende zwei Spiegelstriche

eingefügt:

„- unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner und

intrakutaner Tests sowie Erstellung eines Therapieplanes“

„- Hyposensibilisierung“

d) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

52. Abschnitt B Nummer 14. SP.1 „Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und –Onkologie“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie

(Kinder-Hämatologe und –Onkologe/Kinder-Hämatologin und -Onkologin)“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Schwerpunktkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler

Bestandteil der Weiterbildung“

bb) Der neue 3. Spiegelstrich wird gestrichen.

cc) Nach den Wörtern „Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:“ werden folgende zwei Spiegelstriche

eingefügt:

„- zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen

des Schwerpunktes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen“

„- Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung“

53. Abschnitt B Nummer 14. SP.2 „Schwerpunkt Kinder-Kardiologie“ wird wie folgt geändert:

Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Kinder-Kardiologie

(Kinder-Kardiologe/Kinder-Kardiologin)“

54. Abschnitt B Nummer 14. SP.3 „Schwerpunkt Neonatologie“ wird wie folgt geändert:

Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Neonatologie

(Neonatologe/Neonatologin)“

55. Abschnitt B Nummer 14. SP.4 „Schwerpunkt Neuropädiatrie“ wird wie folgt geändert:

a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Neuropädiatrie

(Neuropädiater/Neuropädiaterin)“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon können

− bis zu 12 Monate während der Facharztweiterbildung abgeleistet werden

− 6 Monate in Neurologie angerechnet werden

− bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 5. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Erkrankungen“ die Wörter „und Muskelerkrankungen“ eingefügt.

bb) In dem 10. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Entwicklungsstörungen“ die Wörter „sowie von Behinderungen

und ihrer psychosozialen Folgen“ eingefügt:

cc) Der 13. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der Bewertung der Anwendung von Rehabilitationsverfahren, Bewegungstherapien einschließlich Laufbandtherapien,

krankengymnastischen Verfahren, Logopädie, Ergotherapie, Hilfsmittelversorgung, Sozialmaßnahmen

und neuropsychologischem Therapieverfahren“

dd) Der 15. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- Ultraschalluntersuchungen des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskulatur“

56. Abschnitt B Nummer 15 „Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie“ werden die Wörter

„(Kinder- und Jugendpsychiater und –psychotherapeut/Kinder- und Jugendpsychiaterin und –psychotherapeutin)“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

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• 12 Monate Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und/oder Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie, davon können

− 6 Monate in Neuropädiatrie angerechnet werden

− können bis zu 30 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 10. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung als integraler

Bestandteil der Weiterbildung einschließlich der Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigkeit“

ab) Der drittletzte Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 240 Therapiestunden mit Supervision nach jeder 4. Stunde entweder in Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch

fundierte Psychotherapie bzw. in wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren und Methoden

im gesamten Bereich psychischer Erkrankungen einschließlich Suchterkrankungen, bei denen die Psychotherapie

im Vordergrund des Behandlungsspektrums steht“

ac) Der letzte Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 150 Stunden Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung entweder in Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch

fundierte Psychotherapie bzw. in einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Die Selbsterfahrung muss im

gleichen Verfahren erfolgen, in welchem auch die 240 Psychotherapiestunden geleistet werden.“

57. Abschnitt B Nummer 17 „Gebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie“ wird wie folgt geändert:

a) Nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie“ werden die Wörter

„(Mikrobiologe, Virologe und Infektionsepidemiologe/Mikrobiologin, Virologin und Infektionsepidemiologin)“ angefügt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird nach dem letzten Spiegelstrich folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Nukleinsäureamplifikationstechniken zum Nachweis und zur Charakterisierung von Erregern“

c) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

58. Abschnitt B Nummer 18 „Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird im 2. Spiegelstrich nach dem Wort „abgeleistet“ ein Schrägstrich und das

Wort „angerechnet“ eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 6. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- lasergestützten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren“

ab) Nach dem neuen 17. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Tracheotomien“

ac) In dem neuen 19. Spiegelstrich werden im 8. Anstrich nach dem Wort „Nerven-Verlagerungen“ ein Komma und

die Wörter „Neurolyse und Wiederherstellung der sensiblen und motorischen Nerven“ angefügt

ad) In dem neuen 19. Spiegelstrich werden im 9. Anstrich vor dem Wort „Umschneidung“ die Wörter „Anlegen oder“

eingefügt

59. Dem Abschnitt B Nummer 19 wird folgende neue Nummer 19 vorangestellt:

„19. Gebiet Nervenheilkunde

Definition:

Die Nervenheilkunde umfasst die Diagnostik, Prävention, nichtoperative Therapie und Rehabilitation bei Erkrankungen des zentralen,

peripheren und vegetativen Nervensystems sowie bei psychischen Erkrankungen oder Störungen.

Facharzt/Fachärztin für Nervenheilkunde

(Nervenarzt/Nervenärztin)

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiterbildung im Gebiet Nervenheilkunde ist die Vermittlung, der Erwerb und der Nachweis eingehender Kenntnisse, Erfahrungen

und Fertigkeiten in den theoretischen Grundlagen der Diagnostik und Therapie neurologischer und psychischer Erkrankungen

und Störungen.

Weiterbildungszeit:

72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 36 Monate im Gebiet Neurologie, davon mindestens 24 Monate in der stationären neurologischen Patientenversorgung im

Akutkrankenhaus. Bis zu 12 Monate im Gebiet Innere Medizin oder 6 Monate in Neurochirurgie oder Neuropathologie können

angerechnet werden

• 36 Monate im Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie, davon mindestens 24 Monate in der stationären psychiatrischen und

psychotherapeutischen Patientenversorgung. Bis zu 12 Monate Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie können angerechnet

werden

Bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet werden.

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− Neuropathologie, pathologischer Neurophysiologie, Psychopathologie und Neuropsychologie

− der Methodik und Technik der neurologischen und psychiatrischen Anamnese unter Einbeziehung psychopathologischer, biographischer,

psychodynamischer und sozialer Gesichtspunkte

− der Methodik und Technik der neurologischen und psychiatrischen Untersuchung einschließlich der Verhaltensbeobachtung und

Exploration

− der Krankheitslehre und Differentialdiagnose neurologischer, psychiatrischer und gerontopsychiatrischer Krankheitsbilder

− den psychodiagnostischen Methoden des Gebietes einschließlich standardisierter Befunderhebung, Fremd- und Selbstbeurteilungsskalen,

Testverfahren und neuropsychologischer Diagnostik

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− der Indikationsstellung, Durchführung und Beurteilung neurophysiologischer Untersuchungsmethoden

− der Indikationsstellung, Methodik und Befundbewertung neuroradiologischer Untersuchungen

− der Indikationsstellung zur Psychotherapie

− der Definition von Behandlungszielen, dem Aufstellen eines Therapieplanes, der differenzierten Indikation für verschiedene Therapieverfahren

wie Somato-, Sozio- und Psychotherapie

− der Somato- und Pharmakotherapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen

− Krankheits- und Rückfallverhütung, der Optimierung der Therapie unter Einbeziehung von Familie und sozialem Umfeld, der Krisenintervention

und Sucht- und Suizidprophylaxe

− der Rehabilitation einschließlich extramuraler, komplementärer Versorgungsstrukturen sowie multidisziplinäre Team- und Gruppenarbeit

mit Patientenangehörigen und insbesondere mit Pflegepersonal und Sozialarbeitern

− der Methodik und Durchführung des Grundleistungslabors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde- der Probenentnahme

und sachgerechten Probenbehandlung von Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen für das allgemeine Labor des Gebietes sowie

in der Einordnung der Befunde in das Krankheitsbild

− der Methodik und Durchführung des speziellen Labors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde

− der Pharmakologie der im Gebiet gebräuchlichen Pharmaka und Kontrastmittel (Pharmakokinetik, Wechsel- und Nebenwirkungen)

einschließlich ihres therapeutischen Nutzens (auch Kosten-/ Nutzenrelation),Risiken des Arzneimittelmissbrauchs, gesetzliche Auflagen

bei der Arzneimittelverschreibung und Arzneimittelprüfung sowie die hierbei zu beachtenden ethischen Grundsätze

− Dokumentation von Befunden, ärztlichem Berichtswesen, einschlägigen Bestimmungen der Sozialgesetzgebung (Reichsversicherungsordnung,

Sozialgesetzbuch, Krankenkassenverträge, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Mutterschutzgesetz, Jugend-

und Arbeitsschutzgesetz und andere Bestimmungen) und für die Arzt-Patienten-Beziehung wichtigen Rechtsnormen

− der Anwendung von Rechtsvorschriften bei der Unterbringung und Behandlung psychisch Kranker unter besonderer Berücksichtigung

der ärztlichen Aufklärungs- und Schweigepflicht

− psychiatrischer Begutachtung bei üblichen und typischen Fragestellungen in der Straf-, Zivil-, Sozial- und freiwilligen Gerichtsbarkeit,

einschließlich Personenrechtsfragen

− der Qualitätssicherung ärztlicher Berufsausübung

− der psychosomatischen Grundversorgung

− Entwicklung, Anatomie, Physiologie und Biochemie des Nervensystems und der Muskulatur

− die Humangenetik bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen und Störungen

− psychotherapeutische Behandlungsmethoden

− Prävention, Gesundheitsberatung und –erziehung“

60. In Abschnitt B werden die bisherigen Nummern 19 bis 33 die neuen Nummern 20 bis 34.

61. In Abschnitt B wird die neue Nummer 20 „Gebiet Neurochirurgie“ wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Punkt wird folgender 2. Punkt eingefügt:

„• 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurochirurgischer Patienten“

ab) In dem 1. Spiegelstrich wird nach dem Wort „Anästhesiologie,“ das Wort „Anatomie“ und ein Komma eingefügt.

ac) In dem 1. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „oder neurochirurgischer

Intensivmedizin“ gestrichen.

62. In Abschnitt B wird die neue Nummer 21 „Gebiet Neurologie“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate in der stationären neurologischen Patientenversorgung im Akutkrankenhaus

• 12 Monate in Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie und/oder Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie

• 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten

− können bis zu 12 Monate im Gebiet Innere Medizin und/oder in Allgemeinmedizin, Anatomie, Neurochirurgie, Neuropathologie,

Neuroradiologie und/oder Physiologie angerechnet werden

− können bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 12. Spiegelstrich wird vor dem Wort „Neuropsychologie“ das Wort „medizinischen“ gestrichen.

bb) Nach dem 16. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Akutbehandlung von Suchterkrankungen“

cc) In dem neuen 21. Spiegelstrich werden nach dem Wort „akustisch“ die Wörter „und motorisch“ eingefügt.

dd) Der neue 27. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- sonographische Untersuchungen von Nervensystem und Muskeln sowie Doppler-/Duplex-Untersuchungen extra-

und intrakranieller hirnversorgender Gefäße“

63. In Abschnitt B wird die neue Nummer 22 „Gebiet Nuklearmedizin“ wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden im 13. Spiegelstrich nach dem Wort „tomographischer“ die Wörter „Verfahren

mittels“ eingefügt.

64. In Abschnitt B wird die neue Nummer 23 „Gebiet Öffentliches Gesundheitswesen“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 1. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 3 Monate durch einen Postgraduierten-Kurs in Public Health ersetzt werden“

bb) Nach dem Punkt „6 Monate in Psychiatrie und Psychotherapie“ wird folgender Punkt eingefügt:

„- hierauf können 3 Monate in einem Gesundheitsamt, dessen Sozialpsychiatrischer Dienst durch eine Fachärztin/

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einen Facharzt für Psychiatrie geleitet wird, angerechnet werden, wenn eine gesonderte Weiterbildungsbefugnis

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 vorliegt“

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden im 14. Spiegelstrich nach dem Wort „Präventionsprogrammen“ die

Wörter „sowie deren Umsetzung und Bewertung“ eingefügt.

65. In Abschnitt B wird die neue Nummer 24 „Gebiet Pathologie“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsinhalte“ das Komma und die Wörter „die

auf der Basisweiterbildungen (gemeinsame Inhalte der Facharztweiterbildungen) aufbauen“ gestrichen.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird dem 1. Spiegelstrich folgender neuer 1. Spiegelstrich vorangestellt:

„- der speziellen pathologischen Anatomie der verschiedenen Körperregionen“

66. In Abschnitt B wird die neue Nummer 24.1 „Facharzt/Fachärztin für Neuropathologie“ wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Neuropathologie, davon können bis zu

− 12 Monate in Neurochirurgie, Neurologie, Neuropädiatrie, Neuroradiologie und/oder Psychiatrie und Psychotherapie

angerechnet werden“

67. In Abschnitt B wird die neue Nummer 24.2 „Facharzt/Fachärztin für Pathologie“ wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie

• 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Pathologie, davon können bis zu

− 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden“

68. In Abschnitt B wird die neue Nummer 25 „Gebiet Pharmakologie“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsziel“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsinhalte“ das Komma und die Wörter „die

auf der Basisweiterbildungen (gemeinsame Inhalte der Facharztweiterbildungen) aufbauen“ gestrichen.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden im 1. Punkt nach den Wörtern „der unmittelbaren Patientenversorgung“

eine Komma und die Wörter „die auch währen der spezialisierten Facharztweiterbildung abgeleistet werden können“

eingefügt.

69. In Abschnitt B wird die neue Nummer 25.1 „Facharzt/Fachärztin für Klinische Pharmakologie“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1,

davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pharmakologie

• 36 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Klinische Pharmakologie, davon können bis zu

− 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der 5. Spiegelstrich wie folgt gefasst:

„- der Bewertung von Arzneimitteln in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder dem Prüfarzt“

70. In Abschnitt B wird die neue Nummer 25.2 „Facharzt/Fachärztin für Pharmakologie und Toxikologie“ wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1,

davon

• 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pharmakologie

• 36 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie“

71. In Abschnitt B wird die neue Nummer 26 „Gebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin“ wie folgt geändert:

a) Nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin“ werden die Wörter „(Physikalischer

und Rehabilitativer Mediziner/Physikalische und Rehabilitative Medizinerin)“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem zweiten Punkt wird vor dem Wort „Anästhesiologie“ das Wort „Allgemeinmedizin“ und ein Komma eingefügt.

bb) In dem dritten Punkt wird die Zahl „12“ durch die Zahl „24“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Rehabilitationsabklärung und Rehabilitationssteuerung

− der Klassifikation von funktionalen Gesundheitsstörungen nach der aktuellen Definition der WHO

− der Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen einschließlich der Frührehabilitation mit dem Ziel der Beseitigung

bzw. Verminderung von Krankheitsfolgen, der Verbesserung und Kompensation gestörter Funktionen und der Integration

in Bereiche der beruflich/schulischen, sozialen und persönlichen Teilhabe

− den Grundlagen der Diagnostik von Rehabilitation erfordernden Krankheiten, Verletzungen und Störungen und deren

Verlaufskontrolle

− der Indikationsstellung, Verordnung, Steuerung, Kontrolle und Dokumentation von Maßnahmen und Konzepten der

physikalischen Medizin einschließlich der Heil- und Hilfsmittel unter kurativer und rehabilitativer Zielsetzung

− den physikalischen Grundlagen, physiologischen und pathophysiologischen Reaktionsmechanismen einschließlich der

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Kinesiologie und der Steuerung von Gelenk-, Muskel-, Nerven- und Organfunktionen

− der Besonderheit von angeborenen Leiden und von Erkrankungen des Alters

− der physikalischen Therapie wie Krankengymnastik, Ergotherapie, medizinische Trainingstherapie, manuelle Therapie,

Massagetherapie, Elektro- und Ultraschalltherapie, Hydrotherapie, Inhalationstherapie, Wärme- und Kälteträgertherapie,

Balneotherapie, Phototherapie

− der Behandlung im multiprofessionellen Team einschließlich Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit

− Aufgaben, Strukturen und Leistungen in der Sozialversicherung

− den Grundlagen und der Anwendung von Verfahren zur Bewertung der Aktivitätsstörung/Partizipationsstörung einschließlich

Kontextfaktoren (Assessments)

− der Erstellung von Behandlungs- und Rehabilitationsplänen einschließlich Steuerung, Überwachung und Dokumentation

des Rehabilitationsprozesses im Rahmen der Sekundär-, Tertiärprävention und der Nachsorge

− der Patienteninformation und Verhaltensschulung sowie in der Angehörigenbetreuung

− der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie

− psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen

− der Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit, des

Grades der Behinderung sowie der Pflegebedürftigkeit auch unter gutachterlichen Aspekten

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− Erstellung von Behandlungs- und Rehabilitationsplänen einschließlich deren epikritischer Bewertung

− spezielle Verfahren der rehabilitativen Diagnostik, z. B. sensomotorische Tests, Leistungs-, Verhaltens- und Funktionsdiagnostiktests,

neuropsychologische Tests

− rehabilitative Interventionen, z. B. Rehabilitationspflege, Dysphagietherapie, neuropsychologisches Training, Biofeedbackverfahren,

Musik- und Kunsttherapie, rehabilitative Sozialpädagogik, Diätetik, Entspannungsverfahren

− funktionsbezogene apparative Messverfahren, z. B. Muskelfunktionsanalyse, Stand- und Ganganalyse, Bewegungsanalyse,

Algometrie, Thermometrie“

72. In Abschnitt B wird die neue Nummer 27 „Gebiet Physiologie“ wie folgt geändert:

Nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Physiologie“ werden die Wörter „Physiologe/Physiologin“ angefügt.

73. In Abschnitt B wird die neue Nummer 28 „Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „abgeleistet“ durch das Wort „angerechnet“ ersetzt.

bb) Der letzte Punkt wird wie folgt gefasst:

„• können bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich oder bis zu 6 Monaten im Gebiet Öffentliches Gesundheitswesen

abgeleistet/angerechnet werden“.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der psychiatrischen Anamnese und Befunderhebung

− der allgemeinen und speziellen Psychopathologie

− psychodiagnostischen Testverfahren und neuropsychologischer Diagnostik

− den Entstehungsbedingungen, Verlaufsformen und der Behandlung psychischer Erkrankungen und Störungen

− Krankheitsverhütung, Früherkennung, Prävention, Rückfallverhütung unter Einbeziehung von Familienberatung, Krisenintervention,

Sucht- und Suizidprophylaxe

− Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter

− der Krankheitsverhütung, Erkennung und Behandlung von Suchterkrankungen einschließlich Intoxikationen und

Entgiftungen, Motivationsbehandlung sowie Entwöhnungsbehandlung einschließlich der Zusammenarbeit mit dem

Suchthilfesystem

− der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung als integraler Bestandteil

der Weiterbildung einschließlich der Substitutionstherapie bei Opiatabhängigkeit

− der Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei lern- und geistigbehinderten Menschen

− den Grundlagen der Sozialpsychiatrie

− den Grundlagen der psychosozialen Therapien sowie Indikation zu ergotherapeutischen, sport- und bewegungstherapeutischen,

musik- und kunsttherapeutischen Maßnahmen

− der Behandlung von chronisch psychisch kranken Menschen, insbesondere in Zusammenarbeit mit komplementären

Einrichtungen und der Gemeindepsychiatrie

− der praktischen Anwendung von wissenschaftlich anerkannten Psychotherapie-Verfahren und Methoden, insbesondere

der kognitiven Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

− der Erkennung und Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen unter Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte

− den neurobiologischen Grundlagen psychischer Störungen, den Grundlagen der neuro-psychiatrischen Differentialdiagnose

und klinisch-neurologischer Diagnostik einschließlich Elektrophysiologie

− der Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie und -psychotherapie

− der Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen aufgrund Störungen der Schlaf-Wach-Regulation, der

Schmerzwahrnehmung und der Sexualentwicklung und -funktionen einschließlich Störungen der sexuellen Identität

− der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie einschließlich Drugmonitoring, der Erkennung und Verhütung unerwünschter

Therapieeffekte sowie der Probleme der Mehrfachverordnungen und der Risiken des Arzneimittelmissbrauchs

− der Krisenintervention, supportiven Verfahren und Beratung

− den Grundlagen der forensischen Psychiatrie

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− der Anwendung von Rechtsvorschriften bei der Unterbringung, Betreuung und Behandlung psychisch Kranker

Weiterbildung im speziellen Neurologie-Teil

− Krankheitslehre neurologischer Krankheitsbilder

− Methodik und Technik der neurologischen Anamnese

− Methodik und Technik der neurologischen Untersuchung

− Indikationsstellung, Durchführung und Beurteilung neurophysiologischer und neuropsychologischer Untersuchungs-

und Behandlungsmethoden

− Indikationsstellung, Durchführung und Bewertung der Elektroenzephalographie sowie evozierte Potentiale

− Grundlagen der Somato- und Pharmakotherapie neurologischer Erkrankungen

Strukturierte Weiterbildung im allgemeinen Psychiatrie-Teil (Diese werden kontinuierlich an einer anerkannten Weiterbildungseinrichtung

oder im Weiterbildungsverbund erworben.)

Psychiatrie

− 60 supervidierte und dokumentierte Erstuntersuchungen

− 60 Doppelstunden Fallseminar in allgemeiner und spezieller Psychopathologie mit Vorstellung von 10 Patienten

− 10 Stunden Seminar über standardisierte Befunderhebung unter Anwendung von Fremd- und Selbstbeurteilungsskalen

und Teilnahme an einem Fremdrater-Seminar

− Durchführung, Befundung und Dokumentation von 40 abgeschlossenen Therapien unter kontinuierlicher Supervision

einschließlich des störungsspezifischen psychotherapeutischen Anteils der Behandlung aus den Bereichen primär psychischer

Erkrankungen, organisch bedingter psychischer Störungen und Suchterkrankungen

− 40 Stunden Fallseminar über die pharmakologischen und anderen somatischen Therapieverfahren einschließlich praktischer

Anwendungen

− 10-stündige Teilnahme an einer Angehörigengruppe unter Supervision

− 40 Stunden praxisorientiertes Seminar über Sozialpsychiatrie einschließlich somatischer, pharmakologischer und psychotherapeutischer

Verfahren

− Gutachten aus den Bereichen Sozial-, Zivil- und Strafrecht

Psychotherapie

− 100 Stunden Seminare, Kurse, Praktika und Fallseminare über theoretische Grundlagen der Psychotherapie insbesondere

allgemeine und spezielle Neurosenlehre, Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, Lernpsychologie und

Tiefenpsychologie, Dynamik der Gruppe und Familie, Gesprächspsychotherapie, Psychosomatik, entwicklungsgeschichtliche,

lerngeschichtliche und psychodynamische Aspekte von Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Suchterkrankungen

und Alterserkrankungen

− 16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose

− 10 Stunden Seminar und 6 Behandlungen unter Supervision in Kriseninterventionen, supportive Verfahren und Beratung

− 10 Stunden Seminar in psychiatrisch-psychotherapeutischer Konsil- und Liaisonarbeit unter Supervision

− 240 Therapie-Stunden mit Supervision nach jeder vierten Stunde in einem wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren

im gesamten Bereich psychischer Erkrankungen einschließlich Suchterkrankungen, bei denen die Psychotherapie

im Vordergrund des Behandlungsspektrums steht, z. B. Patient mit Schizophrenie, affektiven Erkrankungen,

Angst- und Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen

Selbsterfahrung

− 150 Stunden Einzel- und/oder Gruppenselbsterfahrung in Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie

bzw. in einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Die Selbsterfahrung muss im gleichen Verfahren

erfolgen, in welchem auch die 240 Psychotherapiestunden geleistet werden.

− 35 Doppelstunden Balintgruppenarbeit oder interaktionsbezogene Fallarbeit“

74. In Abschnitt B wird die neue Nummer 28. SP.1 „Schwerpunkt Forensische Psychiatrie“ wie folgt geändert:

Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Forensische Psychiatrie (Forensischer Psychiater/Forensische Psychiaterin)“

75. In Abschnitt B wird die neue Nummer 29 „Gebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 2. Punkt werden vor den Wörtern „Innere Medizin“ die Wörter „Allgemeinmedizin oder“ eingefügt.

bb) In dem 2. Spiegelstrich wird das Wort „den“ durch das Wort „anderen“ ersetzt.

cc) In dem letzten Spiegelstrich werden nach dem Wort „abgeleistet“ ein Schrägstrich und das Wort „angerechnet“

eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt gefasst:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Prävention, Erkennung, psychotherapeutischen Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen

und Störungen einschließlich Familienberatung, Sucht- und Suizidprophylaxe

− der praktischen Anwendung von wissenschaftlich anerkannten Psychotherapie-Verfahren und Methoden, insbesondere

der kognitiven Verhaltenstherapie oder der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

− der Indikationsstellung zu soziotherapeutischen Maßnahmen

− Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter

− Grundlagen der Erkennung und Behandlung innerer Erkrankungen, die einer psychosomatischen Behandlung bedürfen

− Erkennung und Behandlung seelisch-körperlicher Wechselwirkungen bei chronischen Erkrankungen, z. B. onkologischen,

neurologischen, kardiologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie Stoffwechsel- und

Autoimmunerkrankungen

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eKanntmachunGen

− der psychiatrischen Anamnese und Befunderhebung

− der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie unter besonderer Berücksichtigung der Risiken des Arzneimittelmissbrauchs

− der Erkennung und psychotherapeutischen Behandlung von psychogenen Schmerzsyndromen

− autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose

− der Durchführung supportiver und psychoedukativer Therapien bei somatisch Kranken

− Grundlagen in der Verhaltenstherapie und psychodynamisch/tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

− Kriseninterventionen unter Supervision

− 35 Doppelstunden Balintgruppenarbeit bzw. interaktionsbezogene Fallarbeit

− psychosomatisch-psychotherapeutische Konsiliar- und Liaisonarbeit

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

(Diese werden kontinuierlich an einer anerkannten Weiterbildungseinrichtung oder im Weiterbildungsverbund erworben)

Theorievermittlung: 240 Stunden in

− psychodynamischer Theorie: Konfliktlehre, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie, Selbstpsychologie

− eurobiologischen und psychologischen Entwicklungskonzepten, Entwicklungspsychologie, Psychotraumatologie, Bindungstheorie

− allgemeiner und spezieller Psychopathologie, psychiatrischer Nosologie und Neurobiologie

− allgemeiner und spezieller Neurosen-, Persönlichkeitslehre und Psychosomatik

− den theoretischen Grundlagen in der Sozial-, Lernpsychologie sowie allgemeiner und spezieller Verhaltenslehre zur

Pathogenese und Verlauf

− psychodiagnostischen Testverfahren und der Verhaltensdiagnostik

− Dynamik der Paarbeziehungen, der Familie und der Gruppe einschließlich systemische Theorien

− den theoretischen Grundlagen der psychoanalytisch begründeten und verhaltenstherapeutischen Psychotherapiemethoden

− Konzepten der Bewältigung von somatischen Erkrankungen sowie Technik der psychoedukativen Verfahren und speziellen

Verfahren der Diagnostik bei seelisch-körperlichen Wechselwirkungen, z. B. in der Onkologie, Diabetologie,

Geriatrie, Gynäkologie und anderen somatischen Disziplinen

− Prävention, Rehabilitation, Krisenintervention, Suizid- und Suchtprophylaxe, Organisationspsychologie und Familienberatung

Diagnostik

− 100 dokumentierte und supervidierte Untersuchungen (psychosomatische Anamnese einschließlich standardisierter

Erfassung von Befunden, analytisches Erstinterview, tiefenpsychologisch-biographische Anamnese, Verhaltensanalyse,

strukturierte Interviews und Testdiagnostik), davon

− 20 Untersuchungen im psychosomatischen Konsiliar- und Liaisondienst

Behandlung

− 1500 Stunden Behandlungen und Supervision nach jeder vierten Stunde (Einzel- und Gruppentherapie einschließlich

traumaorientierter Psychotherapie, Paartherapie einschließlich Sexualtherapie sowie Familientherapie) bei mindestens

40 Patienten aus dem gesamten Krankheitsspektrum des Gebietes mit besonderer Gewichtung der psychosomatischen

Symptomatik unter Einschluss der Anleitung zur Bewältigung somatischer und psychosomatischer Erkrankungen

und Techniken der Psychoedukation

Von den 1500 Behandlungsstunden sind wahlweise in einer der beiden Grundorientierungen abzuleisten

in den psychodynamischen/tiefenpsychologischen Behandlungsverfahren

− 6 Einzeltherapien über 50 bis 120 Stunden pro Behandlungsfall

− 6 Einzeltherapien über 25 bis 50 Stunden pro Behandlungsfall

− 4 Kurzzeittherapien über 5 bis 25 Stunden pro Behandlungsfall

− 10 Kriseninterventionen unter Supervision

− 2 Paartherapien über mindestens 10 Stunden

− 2 Familientherapien über 5 bis 25 Stunden

− 25 Fälle der Durchführung supportiver und psychoedukativer Therapien bei somatisch Kranken

− 100 Sitzungen Gruppenpsychotherapien mit 6 bis 9 Patienten

oder in verhaltenstherapeutischen Verfahren

− 10 Langzeitverhaltenstherapien mit 50 Stunden

− 10 Kurzzeitverhaltenstherapien mit insgesamt 200 Stunden

− 4 Paar- oder Familientherapien

− 6 Gruppentherapien (differente Gruppen wie indikative Gruppe oder Problemlösungsgruppe), davon ein Drittel

auch als Co-Therapie

− 16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose

Selbsterfahrung

in der gewählten Grundorientierung wahlweise

− 150 Stunden psychodynamische/tiefenpsychologische oder psychoanalytische Einzelselbsterfahrung und 70 Doppelstunden

Gruppenselbsterfahrung

oder

− 70 Doppelstunden verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung einzeln oder in der Gruppe“

c) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

76. In Abschnitt B wird die neue Nummer 30 „Gebiet Radiologie“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „und/oder in Nuklearmedizin“

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eingefügt.

bb) In dem 2. Spiegelstrich wird das Wort „abgeleistet“ durch das Wort „angerechnet“ ersetzt.

b) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird dem Wort „Übergangsbestimmungen“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

77. In Abschnitt B wird die neue Nummer 30. SP.1 „Schwerpunkt Kinderradiologie“ wie folgt geändert:

Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Kinderradiologie (Kinderradiologe/Kinderradiologin)“

78. In Abschnitt B wird die neue Nummer 30. SP.2 „Schwerpunkt Neuroradiologie“ wie folgt geändert:

Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„Schwerpunkt Neuroradiologie (Neuroradiologe/Neuroradiologin)“

79. In Abschnitt B wird die neue Nummer 31 „Gebiet Rechtsmedizin“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird im 1. Spiegelstrich vor den Wörtern „Öffentliches Gesundheitswesen“ das

Wort „Anatomie“ und ein Komma eingefügt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden im 3. Spiegelstrich nach dem Wort „Todesermittlung“ die Wörter „sowie

bei Körperschäden“ gestrichen.

80. In Abschnitt B wird die neue Nummer 32 „Gebiet Strahlentherapie“ wie folgt geändert:

a) Nach den Wörtern „Facharzt/Fachärztin für Strahlentherapie“ werden die Wörter „(Strahlentherapeut/Strahlentherapeutin)“

angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „der unmittelbaren Patientenversorgung“

eingefügt.

bb) In dem 2. Spiegelstrich werden vor den Wörtern „angerechnet werden“ die Wörter „und/oder Nuklearmedizin“

eingefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 6. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der Behandlung von Tumoren im Rahmen von Kombinationsbehandlungen und interdisziplinärer Therapiekonzepte

einschließlich der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als

integraler Bestandteil der Weiterbildung“

bb) Vor dem letzten Spiegelstrich werden folgende zwei Spiegelstriche eingefügt:

„- zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezykliden bei soliden Tumorerkrankungen

der Facharztkompetenz einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen“

„- Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung“

81. In Abschnitt B wird die neue Nummer 33 „Gebiet Transfusionsmedizin“ wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 1. Punkt wird vor dem Wort „Anästhesiologie“ das Wort „Allgemeinmedizin“ und ein Komma eingefügt.

bb) In dem 1. Punkt wird nach dem Wort „Urologie“ das Wort „nachzuweisen“ gestrichen.

cc) In dem 1. Spiegelstrich wird das Wort „abgeleistet“ durch das Wort „angerechnet“ ersetzt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Diagnostik von Antigenen und Blutzellen“

bb) Der neue 3. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- dem Nachweis von Antikörpern einschließlich Verträglichkeitsprobe vor Transfusionen und Transplantationen“

cc) Der neue 10. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- der präparativen Hämopherese beim Blutspender und der therapeutischen Hämapherese beim Patienten“

dd) In dem neuen 12. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Produktbearbeitung“ ein Komma und die Wörter „Freigabe

und Lagerung“ angefügt.

ee) In dem neuen 13. Spiegelstrich wird das Wort „Zellen“ durch das Wort „Vorläuferzellen“ ersetzt.

ff) In dem neuen 15. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Freigabe“ ein Komma und das Wort „Verteilung“ eingefügt.

gg) Der neue 26. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- den Grundlagen für den Verkehr von Blut und Blutprodukten“

hh) Nach dem neuen 25. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Aufbau und Leitung von Transfusionskommissionen im Krankenhaus/Praxis“

ii) In dem letzten Spiegelstrich wird das Wort „Hämapherese“ durch das Wort „Apheresen“ ersetzt

82. In Abschnitt B wird die neue Nummer 34 „Gebiet Urologie“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird im 3. Spiegelstrich nach dem Wort „abgeleistet“ ein Schrägstrich und das

Wort „angerechnet“ eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 22. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Indikationsstellung zur Isotopendiagnostik“

bb) Nach dem neuen 29. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- Bewertung von Röntgenaufnahmen des Gebietes“

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83. Abschnitt C „Zusatz-Weiterbildungen“ (Tabellarische Übersicht) wird wie folgt gefasst:

Zusatzbezeichnung (ZB)

ZB 1 Ärztliches Qualitätsmanagement

ZB 2 Akupunktur

ZB 3 Allergologie

ZB 4 Andrologie

ZB 5 Dermatohistologie

ZB 6 Diabetologie

ZB 7 Flugmedizin

ZB 8 Geriatrie

ZB 9 Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie

ZB 10 Hämostaseologie

ZB 11 Handchirurgie

ZB 12 Homöopathie

ZB 13 Infektiologie

ZB 14 Intensivmedizin

ZB 15 Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie

ZB 16 Kinder-Gastroenterologie

ZB 17 Kinder-Nephrologie

ZB 18 Kinder-Orthopädie

ZB 19 Kinder-Pneumologie

ZB 20 Kinder-Rheumatologie

ZB 21 Labordiagnostik – fachgebunden –

ZB 22 Magnetresonanztomographie – fachgebunden –

ZB 23 Manuelle Medizin/Chirotherapie

ZB 24 Medikamentöse Tumortherapie

ZB 25 Medizinische Informatik

ZB 26 Naturheilverfahren

ZB 27 Notfallmedizin

ZB 28 Orthopädische Rheumatologie

ZB 29 Palliativmedizin

ZB 30 Phlebologie

ZB 31 Physikalische Therapie und Balneologie

ZB 32 Plastische Operationen

ZB 33 Proktologie

ZB 34 Psychoanalyse

ZB 35 Psychotherapie – fachgebunden –

ZB 36 Rehabilitationswesen

ZB 37 Röntgendiagnostik – fachgebunden –

ZB 38 Schlafmedizin

ZB 39 Sozialmedizin

ZB 40 Spezielle Orthopädische Chirurgie

ZB 41 Spezielle Schmerztherapie

ZB 42 Spezielle Unfallchirurgie

ZB 43 Spezielle Viszeralchirurgie

ZB 44 Sportmedizin

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ZB 45 Suchtmedizinische Grundversorgung

ZB 46 Tropenmedizin

84. Dem Abschnitt C ZB 1 wird folgende neue ZB 1 vorangestellt:

„ZB 1 Ärztliches Qualitätsmanagement

Definition

Die Zusatz-Weiterbildung Ärztliches Qualitätsmanagement umfasst die Grundlagen für eine kontinuierliche Verbesserung von Strukturen,

Prozessen und Ergebnissen in der medizinischen Versorgung.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz für Ärztliches Qualitätsmanagement nach Ableistung der

vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

24 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1

Weiterbildungszeit

200 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Ärztliches Qualitätsmanagement

Weiterbildungsinhalt

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Methodik des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen

− der Anwendung gesundheitsökonomischer Konzepte einschließlich Abschätzung von Kosten-Nutzen-Relationen

− der Darlegung und Anwendung von Qualitätsmanagement-Modellen

− den Grundlagen der Evidence-based Medicine

− der Moderation von Qualitätsprozessen

− der Evaluation von Qualitätssicherungsverfahren

− der Implementierung und Überprüfung der Einhaltung von ärztlichen Leitlinien

85. Die alten ZB 1 bis ZB 3 werden die neuen ZB 2 bis ZB 4.

86. In Abschnitt C wird die neue ZB 2 „Akupunktur“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ werden nach dem Wort „Facharztanerkennung“ die

Wörter „in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„24 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8

und anschließend

96 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 mit praktischen Übungen in Akupunktur

60 Stunden praktische Akupunkturbehandlungen unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten für Akupunktur

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, verteilt auf eine Weiterbildungsdauer von mindestens 24 Monaten

20 Stunden Fallseminare in mindestens 5 Sitzungen

Die Kurse und die Fallseminare müssen sich über einen Zeitraum von mindestens 24 Monaten er strecken.“

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden in dem 1. Spiegelstrich nach dem Wort „Akupunktur“ die Wörter „einschließlich

der Theorie der Funktionskreise“ angefügt.

87. In Abschnitt C wird die neue ZB 3 „Allergologie“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden vor dem Wort „abgeleistet“ die Wörter „bei einem Weiterbildungsbefugten

für Allergologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2“ eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 8. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- der Indikationsstellung und Beurteilung von zellulären in-vitro-Testverfahren, z. B. Antigen-abhängige Lymhozytenstimulation,

Durchflusszytometrie, Histamin- und Leukotrien-Freisetzung“

bb) Der neue 14. Spiegelstrich wird gestrichen.

cc) In dem neuen 16. Spiegelstrich werden nach dem Wort „Immuntherapie“ die Wörter „bis zur Erhaltungsdosis“

angefügt.

dd) Der neue 17. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- besondere Methoden der spezifischen Immuntherapie einschließlich der Therapie mit Insektengiften“

88. In Abschnitt C wird die neue ZB 4 „Andrologie“ wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„18 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Andrologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Weiterbildung in Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Endokrinologie

und Diabetologie oder Urologie bei einem Weiterbildungsbefugten für Andrologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet

werden“

89. Abschnitt C ZB 5 „Dermatohistologie“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden vor dem Wort „abgeleistet“ die Wörter „bei einem Weiterbildungsbefugten für

Dermatohistologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2“ eingefügt.

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90. Abschnitt C ZB 6 „Diabetologie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung im Gebiet Innere Medizin oder Allgemeinmedizin oder Kinder- und Jugendmedizin“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden vor dem Wort „abgeleistet“ die Wörter „bei einem Weiterbildungsbefugten

für Diabetologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2“ eingefügt.

91. Abschnitt C ZB 7 „Flugmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung im Gebiet Innere Medizin oder Allgemeinmedizin oder Arbeitsmedizin“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Flugmedizin gemäß § 5 Abs.1 Satz 2

180 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Flugmedizin

Abweichend davon wird anstelle der 6-monatigen Weiterbildung in Flugmedizin ein über einen Zeitraum von einem Jahr

regelmäßig absolviertes, alle zwei Wochen stattfindendes kollegiales Gespräch unter der Verantwortung des Leiters eines

vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten flugmedizinischen Zentrums als abweichende, aber gleichwertige Weiterbildung

anerkannt.“

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird in dem 8. Spiegelstrich das Wort „Cockpit“ gestrichen

92. Abschnitt C ZB 8 „Geriatrie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Geriatrie“

eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird wie folgt gefasst:

„Spezielle Übergangsbestimmung:

Kammerangehörige, die die Fakultative Weiterbildung Klinische Geriatrie besitzen, sind berechtigt, stattdessen die Zusatzbezeichnung

Geriatrie zu führen.“

93. Abschnitt C ZB 9 „Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmung“ wird dem Wort „Übergangsbestimmung“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

94. Abschnitt C ZB 10 „Hämostaseologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung“ werden vor dem Wort „Anästhesiologie“ die Wörter

„für Allgemeinmedizin“ und ein Komma eingefügt.

b) Der Unterpunkt Weiterbildungszeit wird wie folgt gefasst:

„12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Hämostaseologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Weiterbildung in Innere Medizin, Innere Medizin und Angiologie, Innere Medizin und Hämatologie

und Onkologie, Kinder-Hämatologie und -Onkologie oder Transfusionsmedizin bei einem Weiterbildungsbefugten

für Hämostaseologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

95. Abschnitt C ZB 11 „Handchirurgie“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Handchirurgie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während der Weiterbildung in Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie und/

oder Plastische und Ästhetische Chirurgie bei einem Weiterbildungsbefugten für Handchirurgie gemäß § 5 Abs. 1

Satz 2 abgeleistet werden“

96. Abschnitt C ZB 12 „Homöopathie“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ werden die Wörter „für Homöopathie“ eingefügt.

ab) Vor dem Wort „ersetzbar“ wird das Wort „auch“ durch das Wort „anteilig“ ersetzt.

97. Abschnitt C ZB 13 Infektiologie wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„ Facharztanerkennung im Gebiet Allgemeinmedizin, oder Innere Medizin oder Kinder- und Jugendmedizin“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Infektiologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin oder Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin

oder Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie bei einem Weiterbildungsbefugten für Infektiologie

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden im letzten Spiegelstrich die Wörter „einschließlich Impfprophylaxe“

gestrichen.

98. Abschnitt C ZB 14 „Intensivmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„24 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Weiterbildung in den Gebieten Chirurgie oder Innere Medizin oder in Kinder- und Jugendmedizin,

Neurochirurgie oder Neurologie oder 12 Monate während der Weiterbildung in Anästhesiologie bei einem

Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs.1 Satz 2 abgeleistet werden

− 6 Monate in der Intensivmedizin eines weiteren, unter den Voraussetzungen zum Erwerb genannten Gebietes bei

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einem Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

Nach dem 20. Spiegelstrich wird folgende zweite Überschrift eingefügt:

„Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten gebietsbezogener intensivmedizinischer Behandlungsverfahren

- zusätzlich zu den oben genannten Weiterbildungsinhalten sowie den definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

- in:“

99. Abschnitt C ZB 15 „Kinder-Endokrinologie und –Diabetologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Ergänzung“ die Wörter „zu einer“ durch das Wort „zur“ ersetzt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Endokrinologie und –Diabetologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2,

davon können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Endokrinologie und

–Diabetologie gemäß § 5 Abs.1 Satz 2 abgeleistet werden

− 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden“

100. Abschnitt C ZB 16 „Kinder-Gastroenterologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Ergänzung“ die Wörter „zu einer“ durch das Wort „zur“ ersetzt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Kinder-Gastroenterologie“

eingefügt.

101. Abschnitt C ZB 17 „Kinder-Nephrologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Ergänzung“ die Wörter „zu einer“ durch das Wort „zur“ ersetzt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Nephrologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Nephrologie gemäß

§ 5 Abs.1 Satz 2 abgeleistet werden

− 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden“

102. Abschnitt C ZB 18 „Kinder-Orthopädie“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„18 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Orthopädie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 6 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Orthopädie gemäß §

5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

103. Abschnitt C ZB 19 „Kinder-Pneumologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Ergänzung“ die Wörter „zu einer“ durch das Wort „zur“ ersetzt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Pneumologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Pneumologie gemäß

§ 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden

− 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden“

c) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der 9. Spiegelstrich gestrichen.

104. Abschnitt C ZB 20 „Kinder-Rheumatologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „Ergänzung“ die Wörter „zu einer“ durch das Wort „zur“ ersetzt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Kinder-Rheumatologie“

eingefügt.

105. Abschnitt CZB 21 „Labordiagnostik – fachgebunden –“ wird wie folgt geändert:

Unter der Überschrift wird folgender Satz angefügt:

„Die Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Labordiagnostik – fachgebunden – sind integraler Bestandteil der Weiterbildung

zum Facharzt für Labormedizin.“

106. Abschnitt C ZB 22 „Magnetresonanztomographie – fachgebunden –“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für fachgebundene

Magnetresonanztomographie“ eingefügt.

107. Abschnitt C ZB 23 „Manuelle Medizin/Chirotherapie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie

und anschließend

200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie“

b) In dem Unterpunkt Übergangsbestimmung wird dem Wort „Übergangsbestimmung“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

108. Abschnitt C ZB 24 „Medikamentöse Tumortherapie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung in den Gebieten Chirurgie, Innere Medizin oder für Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe,

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirur-

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gie, Neurologie oder Urologie“

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Medikamentöse Tumortherapie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder Innere

Medizin und Hämatologie und Onkologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon können

− 6 Monate während der Weiterbildung in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten

für Medikamentöse Tumortherapie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

109. Abschnitt C ZB 25 „Medizinische Informatik“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt Weiterbildungszeit wird wie folgt gefasst:

„12 Monate in einer an die Patientenversorgung angeschlossenen Einrichtung der Medizinischen Informatik bei einem Weiterbildungsbefugten

für Medizinische Informatik gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig ersetzbar durch 360 Stunden Kurs-Weiterbildung

gemäß § 4 Abs. 8 in Medizinische Informatik

480 Stunden Praktikum oder Projektarbeit bei einem Weiterbildungsbefugten für Medizinische Informatik gemäß § 5 Abs.

1 Satz 2“

110. Abschnitt C ZB 26 „Naturheilverfahren“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt Weiterbildungszeit wird wie folgt gefasst:

„3 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Naturheilverfahren gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig

ersetzbar durch 80 Stunden Fallseminare einschließlich Supervision

160 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Naturheilverfahren“

111. Abschnitt C ZB 27 „Notfallmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem

Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1

oder

18 Monate Weiterbildung im Gebiet Anästhesiologie bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1“

b) Der Unterpunkt „Übergangsbestimmungen“ wird gestrichen.

112. Abschnitt C ZB 28 „Orthopädische Rheumatologie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Orthopädische Rheumatologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon

können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Orthopädische Rheumatologie

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden

− 6 Monate in Innere Medizin und Rheumatologie oder in Kinder-Rheumatologie angerechnet werden“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird nach dem 3. Spiegelstrich folgendes eingefügt:

„Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

− rheumaorthopädische Operationen an den Weichteilen, der Wirbelsäule und den Gelenken

− Sonographien des Bewegungsapparates einschließlich Arthrosonographien

− lokale und intraartikuläre Punktionen und Injektionsverfahren“

113. Abschnitt C ZB 29 „Palliativmedizin“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Palliativmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig ersetzbar durch 120

Stunden Fallseminare einschließlich Supervision nach Ableistung der Kurs-Weiterbildung

40 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Palliativmedizin“

114. Abschnitt C ZB 30 „Phlebologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „umfasst“ die Wörter „in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz“

eingefügt.

b) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung“

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„18 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Phlebologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Facharztweiterbildungen in Allgemeinmedizin, Haut- und Geschlechtskrankheiten, oder

Innere Medizin und Angiologie oder 12 Monate während der Weiterbildung in Gefäßchirurgie bei einem Weiterbildungsbefugten

für Phlebologie gemäß § 5 Abs.1 Satz 2 abgeleistet werden“

115. Abschnitt C ZB 31 „Physikalische Therapie und Balneologie“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Definition“ wird wie folgt gefasst:

„Die Zusatz-Weiterbildung Physikalische Therapie und Balneologie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die

Anwendung physikalischer Faktoren, balneologischer Heilmittel und therapeutischer Klimafaktoren in Prävention, Therapie

und Rehabilitation.“

b) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung“

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c) In dem Unterpunkt „Übergangsbestimmung“ wird dem Wort „Übergangsbestimmung“ das Wort „Spezielle“ vorangestellt.

116. Abschnitt C ZB 32 „Plastische Operationen“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Plastische Operationen“

eingefügt.

117. Abschnitt C ZB 33 „Proktologie“ wird wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ werden nach dem Wort „Allgemeinmedizin“ die

Wörter „Allgemeine Chirurgie“ durch das Wort „Allgemeinchirurgie“ ersetzt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Proktologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

− 6 Monate während der Facharztweiterbildung in Allgemeinmedizin, Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie, Viszeralchirurgie,

Haut- und Geschlechtskrankheiten, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin, Innere Medizin

und Gastroenterologie oder Urologie bei einem Weiterbildungsbefugten für Proktologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2

abgeleistet werden“

118. Abschnitt C ZB 34 „Psychoanalyse“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung“ wird wie folgt gefasst:

„Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Psychoanalyse“

eingefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) In dem 2. Spiegelstrich wird die Zahl „400“ durch die Zahl „240“ ersetzt.

bb) In dem 7. Spiegelstrich wird die Zahl „30“ durch die Zahl „20“ ersetzt.

119. Abschnitt C ZB 35 „Psychotherapie – fachgebunden -“ wird wie folgt geändert:

a) In dem 1. Absatz wird nach dem Wort „Zusatz-Weiterbildung“ das Wort „fachgebunden“ gestrichen und nach dem Wort

„Psychotherapie“ das Wort „- fachgebunden –“ eingefügt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Psychotherapie“

eingefügt.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Der 5. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 35 Doppel-Stunden Balintgruppenarbeit oder patientenbezogene Selbsterfahrungsgruppe“

bb) Der 13. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 15 Doppelstunden Balintgruppenarbeit oder patientenbezogene Selbsterfahrungsgruppe“

cc) Nach dem 16. Spiegelstrich wird nach dem Wort „Selbsterfahrung“ folgender Satz eingefügt:

„Die Selbsterfahrung muss im gleichen Verfahren erfolgen, in welchem die Grundorientierung stattfindet.“

dd) Der letzte Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- 100 Stunden Einzel- bzw. Gruppenselbsterfahrungen“

120. Abschnitt C ZB 37 „Röntgendiagnostik – fachgebunden -“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) In den Spiegelstrichen 1 bis 5 werden nach dem Wort „Facharztweiterbildung“ jeweils die Wörter „bei einem

Weiterbildungsbefugten für Röntgendiagnostik – fachgebunden – gemäß § 5 Abs.1 Satz 2“ eingefügt.

bb) Nach dem 5. Spiegelstrich wird folgender Absatz eingefügt:

„und/oder

12 Monate Röntgendiagnostik des Gefäßsystems bei einem Weiterbildungsbefugten für Radiologie gemäß

§ 5 Abs. 1 Satz 1 oder bei einem Weiterbildungsbefugten für Röntgendiagnostik - fachgebunden - gemäß § 5

Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während einer Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Röntgendiagnostik

– fachgebunden – gemäß § 5 Abs.1 Satz 2 abgeleistet werden“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird nach dem letzten Spiegelstrich folgender Absatz angefügt:

„Röntgendiagnostik des Gefäßsystems:

− der Durchführung und Befundung der gebietsbezogenen Projektionsradiographie des Gefäßsystems

− den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung sowie

des baulichen und apparativen Strahlenschutzes

− der Gerätekunde“

121. Abschnitt C ZB 38 „Schlafmedizin“ wird wie folgt geändert:

a) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„18 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Schlafmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 im Schlaflabor, davon können

− 6 Monate während der Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Innere

Medizin und Pneumologie, Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie oder Psychiatrie und Psychotherapie bei

einem Weiterbildungsbefugten für Schlafmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird der 1. Spiegelstrich wie folgt gefasst:

„- schlafbezogenen Atmungsstörungen, Insomnien und Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs, zirkadianen Schlafrhythmusstörungen,

Parasomnien, schlafbezogenen Bewegungsstörungen sowie Schlafstörungen bei körperlichen und

psychischen Erkrankungen, Schlafstörungen, die assoziiert mit andernorts klassifizierbaren organischen Erkrankungen auf-

48 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


treten, und bei Einnahme und Missbrauch psychotroper Substanzen und Medikamente“

beKanntmachunGen

122. Abschnitt C ZB 39 „Sozialmedizin“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Sozialmedizin“ eingefügt.

123. Abschnitt C ZB 40 „Spezielle Orthopädische Chirurgie“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Orthopädische Chirurgie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können

bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Orthopädische Chirurgie

gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden“

124. Abschnitt C ZB 41 „Spezielle Schmerztherapie“ wird wie folgt geändert:

In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Spezielle Schmerztherapie“

eingefügt.

125. Abschnitt C ZB 42 „Spezielle Unfallchirurgie“ wird wie folgt geändert:

Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt gefasst:

„36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Unfallchirurgie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Unfallchirurgie gemäß § 5

Abs. 1 Satz 2abgeleistet werden“

126. Dem Abschnitt C ZB 43 wird folgende neue ZB 43 vorangestellt:

„ZB 43 Spezielle Viszeralchirurgie

Definition:

Die Zusatz-Weiterbildung Spezielle Viszeralchirurgie umfasst in Ergänzung zur Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung,

Nachbehandlung und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Infektionen, Fehlbildungen innerer Organe, insbesondere

der gastroenterologischen und endokrinen Organe.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Spezielle Viszeral chirurgie nach Ableistung der vorgeschriebenen

Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

Facharztanerkennung für Viszeralchirurgie

Weiterbildungszeit:

36 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Viszeralchirurgie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu

− 12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Spezielle Viszeralchirurgie gemäß § 5 Abs.

1 Satz 2 abgeleistet werden

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

− der Erkennung und nicht operativen sowie operativen Behandlung einschließlich der postoperativen Überwachung von komplexeren

Erkrankungen, Verletzungen, Infektionen, Fehlbildungen innerer Organe, insbesondere der gastroenterologischen und

endokrinen Organe

− der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen

Beurteilung

− der Durchführung von Operationen höherer Schwierigkeitsgrade einschließlich endoskopischer, laparoskopischer und minimalinvasiver

Operationsverfahren

− der Erhebung dazu erforderlicher intraoperativer radiologischer Befunde unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes

− der Mitwirkung bei interdisziplinären interventionellen Verfahren wie radiologisch und radiologisch-endoskopischen Verfahren

sowie von endosonographischen Untersuchungen des Gastrointestinaltraktes

− der interdisziplinären Indikationsstellung zu gastroenterologischen, onkologischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen

Behandlungsverfahren

− speziellen instrumentellen und funktionellen Untersuchungsmethoden einschließlich ultraschallgesteuerter diagnostischer und therapeutischer

Eingriffe

− Durchführung und Befundung von Koloskopien und Ösophago-Gastro-Duodenoskopien“

127. In Abschnitt C werden die bisherigen ZB 43 bis 45 die neuen ZB 44 bis 46.

128. In Abschnitt C wird die neue ZB 44 „Sportmedizin“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung“ werden nach dem Wort „Facharztanerkennung“ die

Wörter „in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung“ angefügt.

b) Der Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach den Wörtern „bei einem Weiterbildungsbefugten“ werden die Wörter „für Sportmedizin“ eingefügt.

bb) Nach den Wörtern „in Sportmedizin“ werden die Wörter „und anschließend“ gestrichen

cc) Nach den Wörtern „sportärztliche Tätigkeit“ werden die Wörter „unter Supervision eines Weiterbildungsbefugten“

gestrichen.

c) Der Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ wird wie folgt geändert:

aa) Nach dem 1. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- den allgemeinen und sportmedizinisch relevanten Grundlagen des Sports“

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 49


eKanntmachunGen

bb) Der neue 4. Spiegelstrich wird wie folgt gefasst:

„- den sportmedizinischen Aspekten der einzelnen Sportarten einschließlich geschlechtsspezifischer Besonderheiten“

cc) Nach dem neuen 4. Spiegelstrich wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

„- den sportmedizinischen Aspekten des Breiten- und Freizeitsports, des Leistungs- und Hochleistungssports, des

Behinderten- und Alterssports“

129. In Abschnitt C wird die neue ZB 45 „Suchtmedizinische Grundversorgung“ wie folgt geändert:

a) Unter der Überschrift wird folgender Absatz eingefügt:

„Die Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung sind integraler Bestandteil der Weiterbildung

zur Fachärztin oder zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie sowie zur Fachärztin oder zum

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.“

b) In dem Unterpunkt „Definition“ werden nach dem Wort „umfasst“ die Wörter „in Ergänzung zur Facharztkompetenz“

eingefügt

c) In dem Unterpunkt „Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung“ wird das Wort „keine“ durch das Wort „Facharztanerkennung“

ersetzt.

d) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden die Zahl „30“ und die Wörter „Stunden Teilnahme an einer Balint- oder

Fallbesprechungsgruppe“ gestrichen.

130. In Abschnitt C wird die neue ZB 46 „Tropenmedizin“ wie folgt geändert:

a) In dem Unterpunkt „Weiterbildungszeit“ werden nach dem Wort „Weiterbildungsbefugten“ die Wörter „für Tropenmedizin“

eingefügt.

b) In dem Unterpunkt „Weiterbildungsinhalt“ werden im 2. Spiegelstrich die Wörter „und Impfungen“ gestrichen.

Artikel 2

Diese Dritte Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Brandenburg tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung

im gesetzlich bestimmten Mitteilungsblatt in Kraft.

Genehmigt:

Potsdam, den 7. September 2011

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

i.A.

Kathrin Küster

Die vorstehende Satzungsänderung wird hiermit ausgefertigt und ist im gesetzlich bestimmten Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.

Cottbus, den 10. September 2011

Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg

Dr. med. Udo Wolter

50 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011


veranstaltunGshInweIs

fachtagung zum Versorgungsstrukturgesetz

Am 11. November 2011 laden

das Ministerium für Gesundheit,

Umwelt und Verbraucherschutz,

die KVBB, die Landeskrankenhausgesellschaft

und die Landesärztekammer

Brandenburg gemeinsam

eine Fachtagung in Potsdam.

Die Veranstaltung unter dem Titel

„Schwemmt das Versorgungsstrukturgesetz

Ärzte nach Brandenburg“

beleuchtet die verschiedenen

Aspekte des Ärztemangels

im Land.

Wie können wir die Allgemeinmedizin

medIzInIsche fachanGestellte

betriebliche Altersversorgung

Medizinische Fachangestellte (MFA)

mit Tarifbindung haben einen Anspruch

auf einen Arbeitgeberbeitrag

zur betrieblichen Altersversorgung. Tarifbindung

setzt voraus, dass zum einen

der Arbeitgeber Mitglied der AAA

(Arbeitsgemeinschaft zur Regelung

der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/MedizinischenFachangestellten)

und zum anderen die Angestellte

Mitglied des Verbandes medizinischer

Fachberufe ist. Es ist aber auch eine

Anwendung des Tarifvertrages möglich,

wenn seine Geltung im Arbeitsvertrag

vereinbart wurde.

Mit Wirkung vom 01.07.2011 wurde

nunmehr der Arbeitgeberanteil zur betrieblichen

Altersversorgung um 10 €

erhöht (Tarifvertrag zur betrieblichen

Altersversorgung und Entgeltumwandlung

v. 20.01.2011). Aus diesem Anlass

informierte uns die AAA, dass die Tarifpartner

mit Unterstützung durch u. a.

BÄK und KBV die sog. „Gesundheits-

Rente“ haben entwickeln lassen. Die

„GesundheitsRente“ ist ein Produkt

der Deutschen Ärzteversicherung, der

MLP Finanzdienstleistungen AG, der

Deutschen Apotheker- und Ärztebank

und der Pro bAV Pensionskasse. Bei

hInweIs

sind sie Absolvent der universität zu lübeck?

Die Universität zu Lübeck führt eine

Absolventenbefragung im Fach Humanmedizin

ein und hat alle Landesärztekammern

gebeten, ihre Mitglieder,

die sich der Universität verbunden

fühlen, darüber zu informieren.

Eine erste Befragungsrunde richtet

sich an drei Doppeljahrgänge, die

die Universität zu Lübeck 1991/92,

für Studenten attraktiv machen? Welchen

Beitrag kann eine bedarfsgerechte

Weiterbildung leisten? Hilft das

Strukturgesetz niedergelassenen und

angestellten Ärzten, oder sollen sie

sich lieber selber helfen? Dies sind die

grundsätzlichen Fragen, denen sich die

Experten aus Forschung und Praxis in

verschiedenen Themenblöcken widmen.

Die Brandenburgische Gesundheitsministerin

Anita Tack gibt einen

Überblick über die Situation im Land

Brandenburg und erläutert ihre Sicht

auf das Versorgungsstrukturgesetz.

Außerdem melden sich der Vorsitzende

2004/05 oder 2009/10 verlassen haben.

Wenn Sie zu einem dieser Jahrgänge

gehören und Interesse haben

als „ehemaliger Lübecker“ mit Ihrer

Universität in Kontakt zu bleiben, melden

Sie sich bitte bis zum 30. November

2011.

n Linda Brüheim

aKtuell

der KVBB Dr. Hans-Joachim Helming,

Dr. Udo Wolter, Präsident der Landesärztekammer

und Dr. Detlef Troppens,

der Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft,

zu Wort.

Die Fachtagung richtet sich sowohl an

praktizierende Ärzte als auch an Studierende

der Medizin, die sich über die

Thematik informieren wollen. Sie findet

von 09:00 bis 15:30 Uhr im Brandenburgsaal

der Staatskanzlei in Potsdam

statt.

n Mark Berger, LÄKB

Interesse finden Sie Informationen hierzu

unter www.gesundheitsrente.de.

Grundsätzlich kann jedes Produkt gewählt

werden. Praxisinhaber werden

durch den Tarifvertrag nicht an die

„GesundheitsRente“ gebunden und

können auch bei anderen Anbietern

Betriebsrenten für Mitarbeiter abschließen.

Allgemeine Informationen hierzu

finden Sie auf den Internetseiten der

Bundesärztekammer (www.bundesaerztekammer.de).

n Ass. jur. Constance Sägner

Rechtsabteilung

Kontakt:

Tel.: 0451 500­4749

E­Mail:

linda.brueheim@medizin.uni-luebeck.de

Weitere Informationen unter:

http://www.uni-luebeck.de/index.

php?id=2932

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 51

Kontakt:

Martina Dittmann,

Ministerium für

Gesundheit, Umwelt

und Verbraucherschutz

(MUGV)

Tel.: 0331 8667494

pressestelle@mugv.

brandenburg.de

Nachtrag

Beim Artikel „Zum

200. Jahrestag der

Verlegung der Viadrina

nach Breslau – Die

Universität wird uns

entrissen (Ausgabe

09/2011, S. 32f.) fehlten

leider die Quellenangaben

zu den

Abbildungen. Diese

stammten von Herrn

Ralf­Rüdiger Targiel,

dem Direktor des

Stadtarchivs in Frankfurt

(Oder). Die Redaktion

bittet, den Fehler

zu entschuldigen.


Johanniter-Krankenhaus

in Treuenbrietzen

Fotos: Johanniter-Krankenhaus

aKtuell

brandenburGs KlInIKen vorGestellt

das Johanniter-Krankenhaus im fläming treuenbrietzen

Das Johanniter-Krankenhaus in

Treuenbrietzen blickt auf eine

wechselvolle Geschichte zurück.

Die Wurzeln liegen in einem 1914

erbauten Heim für Wanderarbeiter.

1916 wurde eine Pflegeanstalt

für sieche Frauen auf dem benachbarten

Grundstück erbaut und im

Ersten Weltkrieg als Lazarett mitgenutzt,

in den 1920er Jahren um

ein Tuberkulosekrankenhaus erweitert.

Die DDR funktionierte es

ab 1952 zum Kreiskrankenhaus

um, bis es Ende 1993 in die Trägerschaft

des Johanniterordens

kam. Heute befinden sich hier moderne

Fachkliniken für InternistischeRheumatologie/Rheumaorthopädie,Pneumologie/Thoraxchirurgie

und Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik.

Die historischen Gebäude und der

denkmalgeschützte Park, der die Klinik

umgibt, haben all diese Umwälzungen

und geschichtlichen Brüche unbeschadet

überstanden. Die größte Veränderung

erfuhr das Haus, als es ab Mitte

der 1990er Jahre von einem überzähligen

Kreiskrankenhaus in ein Fachkrankenhaus

umgewandelt wurde, um den

Bestand zu sichern. Neben der bereits

etablierten Psychiatrische Abteilung

entwickelte sich aus den internistischen

Abteilungen die Klinik für Rheumatologie/Rheumaorthopädie.

Ende

1998 wurde die Lungenfachklinik von

52 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Beelitz-Heilstätten nach Treuenbrietzen

verlagert, im selben Jahr zog auch die

Krankenhausapotheke aus Beelitz-Heilstätten

nach Treuenbrietzen und versorgt

seitdem – neben dem eigenen

Haus – auch andere Kliniken. 2004

kam die Thoraxchirurgie hinzu.

Neben dem eigentlichen Krankenhaus

liegt das ehemalige Heim für Wanderarbeiter.

Nach seiner aufwändigen Sanierung

im Jahr 2003 beherbergt es

heute eine Krankenpflegeschule, Büros,

einen Festsaal sowie zwei Tageskliniken.

„Die Tageskliniken spielen im

Versorgungskonzept des Johanniter-

Krankenhauses eine tragende Rolle“,

erläutert Geschäftsführerin Brigitte

Scharmach. Alle drei Fachkliniken sind

hier vertreten, die Psychiatrie darüber

hinaus noch in Bad Belzig und Jüterbog.

Die Tageskliniken bilden das Bindeglied

zwischen stationärer Versorgung

und ambulanter Betreuung.

Umfassendes

Versorgungsangebot

Im Laufe der Zeit wurde das Angebot

der Johanniter rund um die Klinik

immer stärker ausgebaut und um

weitere Einrichtungen ergänzt. Im Jahr

2002 kam ein Gesundheitszentrum

für Sozialpsychiatrie mit 32 sozialtherapeutischen

Wohnplätzen für Sucht-

und chronisch psychisch Kranke hinzu.

2007 öffnete das Medianzentrum

für ambulante physio- und ergotherapeutische

Leistungen sowie Rehabilitations-

und Präventionsangebote für

den Bewegungs- und Stützapparat.

Ebenfalls 2007 öffnete das Johanniter-Seniorenzentrum

in Jüterbog, das

neben der allgemeinen stationären

Altenpflege, der Kurzzeit-, der Tages-

und Nachtpflege einen Schwerpunkt

auf die Betreuung und Unterstützung

demenzkranker Menschen legt. Die

vorläufig letzte Einweihung gab es

2009 im Medizinischen Versorgungszentrum

mit Facharztpraxen für Rheumatologie,

Orthopädie, Pneumologie

und Psychiatrie zu feiern. „Dank dieser

Infrastruktur können wir den Patienten

eine umfassende medizinische Versorgung

bieten“, sagt Brigitte Scharmach.

Auch die Klinik selbst bietet einige Besonderheiten,

so etwa eine Ganzkörperkältekammer

für Rheumapatienten,

ein Bewegungsbecken, ein Schlaflabor,

einen Messplatz für Rechtsherzkatheter,

Operationssäle auf dem neuesten

Stand der Technik, eine interdisziplinäre

Intensivstation sowie eine Weaning-

Station. Das breite fachliche Angebot

macht sich auch in der Zusammensetzung

des Teams bemerkbar. In Treuenbrietzen

arbeiten Ärzte, Psychologen,

Psychoonkologen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen

und Seelsorger Hand in

Hand. Dabei werden sie von Gesundheits-

und Krankenpflegern, medizinischen

Fachangestellten sowie Kunst-,

Ergo- und Bewegungstherapeuten unterstützt.

Komplettbehandlung an

einem Standort

Der umfassende Versorgungsansatz

findet sich auch im Behandlungskonzept

der drei Fachkliniken wieder.

So bietet die rheumatologische

Klinik in Verbindung mit der operativen

Rheumaorthopädie, eines der

Möglichkeiten für die Aus- und

Weiterbildung von Ärzten

Weiterbildungsermächtigungen für:

• Pneumologie

• Innere Medizin und Allgemein

medizin (Basisweiterbildung)

• Innere Medizin und Pneumologie

• Allergologie

• Psychiatrie und Psychotherapie

• Diagnostische Radiologie

• Thoraxchirurgie

• Chirurgie (Basisweiterbildung)

• Notfallmedizin

• Chirurgie (ohne Visceral­, Gefäß­

und Thoraxchirurgie)

• Spezielle Schmerztherapie

• Intensivmedizin

• Orthopädie/Unfallchirurgie

• Schlafmedizin

• Innere Medizin und Rheumatologie

• Innere Medizin davon 6 Mon.

Intensivmedizin

hausinterne klinikinterne und klinikübergreifende

Fortbildungsangebote

Regionale und überregionale Fachtagungen


Rheumazentren im Land Brandenburg,

den Patienten eine Komplettbehandlung

an einem Standort. Dies vermeidet

unnötige Verlegungen oder Doppeluntersuchungen

und gewährleistet

eine abgestimmte Diagnostik und Therapie.

Seit Januar 2008 ist die Klinik als

Osteologisches Schwerpunktzentrum

zertifiziert.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik kümmert sich

um Patienten mit Psychosen, neurotischen

Fehlentwicklung, Essstörungen,

Depressionen, Erschöpfungszuständen

und Suchterkrankungen. Hinzu kommt

die Behandlung von seelischen Störungen

im Senium und von akuten Belastungskrisen,

etwa bei Familienkonflikten.

Die interdisziplinären Teams arbeiten

psychodynamisch ausgerichtet

und werden dabei kunsttherapeutisch

unterstützt.

Die Fachklinik für Pneumologie und

Thoraxchirurgie mit ihrer mehr als

100-jährigen Tradition behandelt alle

typischen Lungenkrankheiten wie

Asthma, Bronchitis, Tumore, Allergien

oder Lungenentzündungen.

Familiäre Atmosphäre für

Patienten und Mitarbeiter

Natürlich steht in Treuenbrietzen die

optimale medizinische Versorgung an

erster Stelle, aber wie Brigitte Scharmach

erläutert, soll diese in einer möglichst

familiären Atmosphäre erfolgen:

„Natürlich liegt niemand gern im Krankenhaus,

aber wir bemühen uns, dem

Patienten den Aufenthalt so angenehm

wie möglich zu machen.“ Dabei wird

Wert auf kleine Details und Annehmlichkeiten

gelegt – wie etwa die langen

Öffnungszeiten des Bistros. In

Treuenbrietzen sorgt eine Hausdame

für individuellen Hotelservice. Die ehrenamtlichen

„Grünen Damen“ besuchen

die Patienten, Veranstaltungen

bringen Abwechslung in den Klinikalltag.

„Wir verstehen uns als offenes

Haus“, erklärt die Geschäftsführerin.

„Unsere regelmäßigen kostenlosen

Veranstaltungen zu gesundheitsbezogenen

oder kulturellen Themen stehen

Allgemeine Daten:

Johanniter­Krankenhaus im Fläming

Treuenbrietzen GmbH

Johanniterstraße 1

14929 Treuenbrietzen

Tel.: 033748 8­0

Fax: 033748 8­2773

information@johannit-trbr.de

Chefärztin der Klinik für

Rheumatologie Dr. Gabriele Zeidler

Chefarzt der Abteilung Rheumaorthopädie

Torsten Klepzig

Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik

Dr. Dr. Christopher Rommel

Chefarzt der Abteilung Pneumologie/

Onkologie Dr. Rainer Krügel

Chefarzt der Abteilung Thorax chirurgie

Dr. Olaf Schega

Chefärztin der Abteilung Allergologie

Dr. Uta Rabe

Chefarzt der Interdisziplinären Intensivstation

Dr. Martin Spielhagen

Geschäftsführerin

Brigitte Scharmach

• 309 stationäre und 61 tagesklinische

Behandlungsplätze

• ambulante Sprechstunden sichern

die regionale und überregionale

Versorgung

• Fallzahl: 8.817 stationär,

1.170 teilstationär, 9.987 gesamt

• 573 Mitarbeiter (432,55 VK)

aKtuell

nicht nur den Patienten, Angehörigen

und Mitarbeitern offen. Auch interessierte

Bürger sind immer gern willkommen.“

Ebenso viel Wert wird auf die

Zufriedenheit der Mitarbeiter gelegt.

Es gibt vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote,

eine Krankenhaus-

apotheke mit Beratung und Verkauf an

die Mitarbeiter sowie Sonderkonditionen

für Präventionsangebote, die Bibliothek

verfügt über ein umfassendes

Sortiment an Fach- und Unterhaltungsliteratur.

Gerade bei jungen Mitarbeitern

spielt die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf eine wichtige Rolle. Die Klinik

unterstützt sie deshalb bei der Suche

nach einer neuen Wohnung oder

einem Krippenplatz und räumt bei Bedarf

auch familienfreundliche Arbeitszeiten

ein.

Hinzu kommt eine eigene, staatlich

anerkannte Krankenpflegeschule mit

60 Ausbildungsplätzen. Auf jeder Station

gibt es einen Praxisanleiter als Ansprechpartner.

Die Auszubildenden

werden nicht nur vor Ort im Krankenhaus,

sondern auch in den umliegenden

Arztpraxen, Sozialstationen und

Altenpflegeeinrichtungen eingesetzt.

Und wie es sich für ein Haus mit so einer

langen Tradition gehört, ist die Klinik

in Treuenbrietzen auch gut mit den

Einrichtungen in ihrer Nachbarschaft

vernetzt. Dazu zählen neben den Krankenhäusern

in der Region auch die niedergelassenen

Ärzte, die lokalen Vereine,

Selbsthilfegruppen, Kindergärten

und Schulen. Nach vielen Brüchen und

Neuanfängen findet seit der Übernahme

durch die Johanniter in Treuenbrietzen

wieder ein geregelter Krankenhausbetrieb

statt.

n Mark Berger, LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 53

Bild links:

Die Grüne Dame besucht

eine Patientin

Bild rechts:

Blick in die Thoraxchirurgie

Bild links: Ein Orthopäde

bei der Arbeit mit dem

Patienten


Bild rechts:

Das Team der Peru-Hilfe

im Herbst 2010

Dr. Andreas Pöhl mit

einem peruanischen

Kollegen

aKtuell

hIlfsprojeKt:

der Gesichtermacher aus templin

Die Templiner kennen Dr. Andreas

Pöhl als Mund-, Kiefer- und

Gesichtschirurgen. Am anderen

Ende der Welt nennen ihn viele

Menschen den Gesichtermacher.

Gemeinsam mit einem Kreis von

Helfern operiert Dr. Pöhl peruanische

Kinder mit Kiefer- und Gaumenspalten.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1995,

als Dr. Pöhl zwei Studenten nach Peru

begleitet. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet

er noch als Kieferchirurg in Rostock.

Auf der Reise operiert Dr. Pöhl die

Gaumenspalte eines Kleinkinds, das

sonst wahrscheinlich verhungert wäre.

Ihm ist klar: Hier muss dauerhaft geholfen

werden. Zurück in Deutschland

sammelt er Spenden, stellt ein kleines

Team aus Ärzten und Pflegekräften zusammen

und fliegt schon im Jahr darauf

wieder nach Peru. Seit dem ist er

regelmäßig dort, im Herbst 2011 steht

die nächste Reise an.

In Peru ist Teamarbeit

gefragt

Längst hat er aufgehört, die Stunden

zu zählen, die er in das Projekt investiert.

Die Vorbereitungen dauern Monate,

vor Ort wird wie am Fließband

operiert – knapp 100 Operationen von

bis zu fünf Stunden Dauer, beschwerliche

Reisen über schlechte Straßen, die

allgegenwärtige Korruption. Warum

54 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

tut er sich das an? Wäre es nicht schöner,

am Strand zu liegen? Dr. Pöhl

überlegt lange, als habe er sich diese

Frage noch nie gestellt. „Uns geht es

gut, in der Dritten Welt herrscht große

Armut. Das ist meine Motivation“, sagt

er dann, als ginge es darum, eine Gleichung

zu lösen: Hier ist ein Mangel,

dort die Fähigkeit, diesen Mangel zu

beseitigen. Gutmenschelndes Retterpathos

ist ihm fremd. Wie war das mit

der Nominierung zum Arzt des Jahres?

Stimmt, sagt er, deswegen hat ihn mal

jemand angerufen. Dr. Pöhl will nicht

im Mittelpunkt stehen: „Es geht um

das Team. Wir haben so viele hervorragende

Leute, ohne die das ganze Projekt

überhaupt nicht denkbar wäre.“

Besonders wichtig sind die Narkoseärzte,

denn viele der Kinder, die in Peru

auf dem Operationstisch landen, sind

krank und unterernährt und eigentlich

zu schwach für eine OP. Trotzdem ist

die Operation oft ihre einzige Chance.

Das Leben dieser Kinder liegt in den

Händen von Manja Herbell, einer Anästhesistin

aus Eberswalde. „Sie ist eine

absolute Expertin in der Kleinkindanästhesie.

Ohne sie geht nichts“, sagt Dr.

Pöhl. Ebenso unentbehrlich ist die Sozialarbeiterin

Christa Stark, die in Peru

mehrere Kinderheime und eine Schule

für geistig Behinderte aufgebaut hat.

In einem Unternehmen wäre ihre Stellenbeschreibung

mit „Public Relations“

überschrieben. Sie regelt Formalitäten,

löst Probleme mit den Behörden und

sorgt dafür, dass auch die Menschen

in den entlegensten Dörfern rechtzeitig

erfahren, wann die Gesichtermacher

wieder da sind.

Das Schicksal ist

gnadenlos

Dr. Pöhl klappt den Laptop auf und

zeigt Bilder seiner Patienten. Kinder mit

stark entstellten Gesichtern und dünnen

Hälsen, die den Kopf kaum halten

können. Obwohl sich Bild an Bild

reiht, kennt Dr. Pöhl jedes Schicksal,

das dahinter steht. Ein Großteil der Peruaner

ist indianischer oder asiatischer

Abstammung. Sie haben ein genetisch

erhöhtes Risiko für Kiefer- und Gaumenspalten,

weshalb die Anomalie in

Peru etwa doppelt so häufig auftritt

wie in Europa. In extrem dünn besiedelten

Gebieten ist außerdem Inzest

an der Tagesordnung, die starke Belastung

der Umwelt durch DDT und andere

Gifte tut ihr übriges. Das Schicksal

ist gnadenlos. Die missgebildeten Kinder

lernen entweder, mit der Gaumenspalte

zu trinken, oder sie verhungern.

Manche Väter setzen ihre Kinder aus,

aus Scham oder aus Angst vor Überforderung.

„Peruanische Männer können

unglaubliche Machos sein, die sich keine

Blöße mit einem behinderten Kind

geben wollen“, sagt Dr. Pöhl.

Doch auch wer seinem Kind helfen

will, und das ist auch in Peru die


Mehrheit, stößt jedoch schnell an finanzielle

und logistische Grenzen. Kiefer-

und Gaumenspalten können eigentlich

nur in der Hauptstadt Lima

behandelt werden, aber welche Familie

kann sich schon eine solche Reise

leisten, von der Operation ganz zu

schweigen? Daher sind es auch immer

die Städte in der Provinz, die Dr. Pöhl

und sein Team aufsuchen: Cajamarca

im Norden des Landes, das in den Anden

gelegene Huaraz und La Merced

im Landesinneren. Die örtlichen Krankenhäuser

stellen dem Team Räume

und Instrumente zur Verfügung. „Im

Grunde sind die Krankenhäuser nicht

schlecht ausgerüstet. Für unsere Operationen

brauchen wir ja kein High

Tech, nur die Überwachungsapparaturen

bringen wir aus Deutschland mit“,

erklärt Dr. Pöhl. „Wir haben aber auch

schon Patienten nach Deutschland fliegen

müssen, um sie in Rostock oder

Eberswalde zu operieren.“

Ärztemangel ist auch in

Peru ein Thema

Um den festen Kern aus Deutschen

und Peruanern hat sich ein ständig

wechselndes Team von Helfern gebildet

– Ärzte und Ärztinnen sind darunter,

Krankenschwestern, Studenten. An

Freiwilligen herrscht kein Mangel, aber

wenn alles nach Plan läuft werden die

bald kaum noch gebraucht. „Wir Deutschen

ziehen uns nach und nach zurück

und übergeben das Projekt an die

peruanischen Kollegen“, erklärt er. „Die

Peruaner, mit denen wir zusammenarbeiten,

können sich inzwischen schon

gut selbst helfen.“ Er träumt davon, in

ein paar Jahren nur noch als Gast nach

Peru zu kommen und Freunde zu treffen.

Das ist durchaus realistisch, denn

eigentlich sind die peruanischen Mediziner

gut ausgebildet. Schwierigkeiten

gibt es vor allen Dingen bei der Facharztausbildung.

Viele Chirurgen haben

Defizite in der Spaltchirurgie. Sie werden

deshalb von den deutschen Ärzten

angelernt und fachlich unterstützt. Im

Prinzip kämpft Peru mit ganz ähnlichen

Problemen wie Deutschland. Hier wie

dort fehlen Ärzte auf dem Land, hier

wie dort lockt das Ausland die besten

Köpfe mit besseren Arbeits- und Lebensbedingungen.

Nur sind die Auswirkungen

in Peru viel dramatischer. So

hat jeder Peruaner zwar Anspruch auf

eine kostenlose medizinische Grundversorgung,

aber die gibt es eben nur

in den größeren Städten. Das bedeutet

für viele Kranke lange, beschwerliche

Fußmärsche. Wenn sie dann vielleicht

zum ersten Mal in ihrem Leben in eine

Stadt kommen, sind sie hoffnungslos

überfordert. „Wir hatten Fälle, in denen

Menschen tagelang durch die

Stadt irrten auf der Suche nach dem

Krankenhaus“, schildert Dr. Pöhl. „Gerade

die Indios aus den dünn besiedelten

Gebieten sind extrem eingeschüchtert

und haben Angst vor dem persönlichen

Kontakt. Vor allem, wenn sie

plötzlich einem Arzt aus dem Ausland

gegenübersitzen.“

Viele Hilfsteams achten

nicht auf die Nachsorge

Dr. Pöhl bleibt bei dem Bild einer jungen

Frau hängen. Sie blickt entkräftet

in die Kamera, als würde ihr der

aKtuell

Säugling, den sie hält, jeden Moment

aus den Armen gleiten. Kurz nach der

Geburt des Kindes wurde der Vater

von einem Auto überfahren. Ein soziales

Netz, das die Frau auffängt, gibt

es nicht. Das ist Alltag in Peru. Belasten

ihn solche Schicksale nicht? Dr.

Pöhl blickt über seine randlose Brille

hinweg. „Eigentlich nicht. Wir helfen

den Menschen ja“, sagt er. Wieder ist

die Gleichung aufgegangen. Emotional

wird er, wenn er über die Ärzteteams

aus dem Westen redet, die wenige

Tage durchs Land reisen, einige Operationen

durchführen und wieder verschwinden.

„Die schlagen überfallartig

auf, kümmern sich aber nicht um die

Nachsorge.“ Oft muss er mit seinem

Team die Behandlungsfehler dieser

Blitzeinsätze korrigieren – und mühsam

das Vertrauen in die Mediziner wieder

aufbauen, das durch solche Nachlässigkeiten

zerstört wurde. Die Nachsorge

ist daher ein wesentlicher Bestandteil

des Projekts. Die Ärzte kontrollieren,

ob die Wunden gut verheilen und

geben den Müttern Ernährungstipps.

Gerade solche kleinen Details entscheiden

mit darüber, ob die Kinder überleben.

Dem Baby der jungen Frau, die

ihren Mann verloren hat, konnten die

Ärzte helfen – vorerst. Für eine Operation

war es noch zu klein, aber dank

einer Trinkplatte muss es nicht verhungern.

Im nächsten Jahr, wenn der

Gesichtermacher wiederkommt, wird

operiert.

n Mark Berger, LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 55

Bild rechts:

Eine verzweifelte Mutter

mit ihrem Kind

Mutter und Kind nach

gelungener Operation


Kammerpräsident

Dr. Udo Wolter begrüßt

die Teilnehmer

Fotos Mark Berger

Kapitän Wolf

war gleichzeitig auch

der Reiseleiter

aKtuell

schIffsfahrt rund um potsdam

seniorenausflug der landesärztekammer

Regen und grauer Himmel sind

eigentlich nicht die Zutaten für einen

gelungenen Ausflug. Die Seniorenfahrt

der Landesärztekammer

Brandenburg im September hat

aber bewiesen: Ein echter Brandenburger

Arzt lässt sich auch von

durchwachsenem Wetter die Stimmung

nicht verderben.

Pünktlich um 11:30 Uhr wurde die

Gangway der MS Belvedere heruntergelassen.

Die Schiffsbesatzung

hieß ihre 150 Gäste mit einem gut gekühlten

Glas Sekt willkommen, und

nach einer kurzen Begrüßung durch

Dr. Udo Wolter, den Präsidenten der

56 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Landesärztekammer, hieß es auch

schon „Leinen los“ für die fünfstündige

Schiffsfahrt rund um Potsdam. Denn

dass die brandenburgische Hauptstadt

eine Insel ist, wird eigentlich erst beim

Blick auf die Landkarte klar. Ausgangspunkt

war der Hafen im Herzen der

Stadt. Dann ging es erst einmal unter

der berühmten Glienicker Brücke hindurch

für einen kurzen Abstecher nach

Berlin. Von dort führte der Weg über

den Templiner See nach Caputh mit

seinem von Peter Joseph Lenné gestalteten

Schlosspark, in dessen unmittelbarer

Nähe schon Albert Einstein gern

die Sommerurlaube in seinem Landhaus

verbrachte. Die wunderschönen

Flusslandschaften und die malerisch

gelegenen Dörfer der Mark Brandenburg

konnten die Gäste auch unter

Deck beeindrucken, denn bei Regenschauern

und Windböen wagten sich

nur wenige nach oben auf die Aussichtsplattform.

Doch dazu bestand

letztendlich auch kein Anlass: das Duo

„Saitenwind“ unter der Leitung von Dr.

Daniel Sobotta, dem Justiziar der Ärztekammer,

sorgte unter Deck für eine

stimmungsvolle musikalische Untermalung.

Alte Freundschaften pflegen

und neue knüpfen

In dieser lockeren Atmosphäre und

angeregt durch guten Wein und

kulinarische Genüsse, entwickelte

sich schnell eine fröhliche Stimmung.

Wie es sich für eine anständige Seefahrt

gehört wurden im Laufe des Tages

an einem Tisch sogar Lieder angestimmt.

Dank der gelösten Stimmung

bot die Fahrt dann auch reichlich Gelegenheit,

nicht nur alte Bekanntschaften

aufzufrischen, sondern auch neue

Kontakte zu knüpfen. So wie für Luise

Karchniwy-Riemland. Die Chirurgin hat

lange in Strausberg bei der Bundeswehr

gearbeitet – „Kopf und Hände

amputiert und statt dessen Akten gewälzt“,

wie sie es ausdrückt. Dort hatte

sie nur wenig Kontakt zu Kolleginnen

und Kollegen. Daher freut sie sich, jetzt

mit zwei Brandenburger Ärztinnen ins


Gespräch gekommen zu sein und die

ganz unterschiedlichen Erfahrungen

auszutauschen, die man im Berufsleben

gesammelt hat. Heidrun Slaschke

und Birgit Kopp, die mit ihr am Tisch

sitzen, können einiges über die schwierige

Suche nach Nachfolgern für ihre

Landarztpraxen berichten. Doch auch

solche Themen schlagen an diesem

Tag nicht auf die Stimmung. „Schön,

dass man uns Senioren nicht vergisst“,

sagt ein Arzt, und damit sprach er

wohl für die meisten an Bord.

Potsdam hat auch

Ungewöhnliches zu bieten

Nach einer Runde um den Schwielowsee

erreichte die MS Belvedere

auch schon das für sein Blütenfest

bekannte Werder an der Havel. Vom

Wasser aus wurde besonders deutlich,

wie viele architektonische Perlen über

die See- und Flusslandschaft rund um

Potsdam verstreut liegen: die zahlreichen

Schlösser und Herrenhäuser, der

Neue Garten, der Park Glienicke, das

Babelsberger Schloss oder das von

Schinkel errichtete Casino, um nur einige

zu nennen. Doch die Zeit ist auch

hier nicht stehen geblieben: zu den

historischen Bauten gesellt sich immer

mehr moderne Architektur. Dazu

zählen die Villen der in Potsdam reichlich

vertretenen Prominenz, aber auch

profane Bauten wie die des Discounters

ALDI, der wohl als einziger Supermarkt

in Deutschland über eine Filiale

mit eigener Bootsanlegestelle verfügt.

Auch solche Kuriositäten hat Potsdam

eben zu bieten. Die weitere Fahrt führte

über den Sacrow-Paretzer Kanal und

den Jungfernsee zurück in die Landeshauptstadt.

Pünktlich um 17:00 legte die MS Belvedere

wieder im Hafen an. Interessierte

konnten nun auch noch einen Blick

auf die gerade im Bau befindliche Rekonstruktion

des Stadtschlosses wer-

fen. Wo heute noch eine betriebsame

Baustelle mit riesigen Kränen zu sehen

ist, sollen schon in einigen Jahren hinter

einer historischen Fassade die Sitzungen

des brandenburgischen Landtags

stattfinden. Die an beeindruckenden

Bauten nicht gerade arme Potsdamer

Innenstadt wird dann um eine

weitere Attraktion reicher sein. Beim

Verlassen des Schiffs gab es nur zufriedene

Gesichter. „Tolles Essen, tolle

Musik, tolle Stimmung. Das war wirklich

von vorne bis hinten ein wunderbarer

Tag“, fasste ein Arzt beim Verlassen

des Schiffes seine Eindrücke zusammen,

und mit dieser Einschätzung

aKtuell

stand er sicherlich nicht allein da. So

viel Lob freute neben den Organisatorinnen

der Fahrt, Dr. Dagmar Möbius

und Heike Wetterau, natürlich auch

den Kammerpräsidenten. „Die Seniorinnen

und Senioren genießen bei uns

in der Landesärztekammer einen ho-

hen Stellenwert. Da ist es doch selbstverständlich,

dass man sich für ihr jahrzehntelanges

Engagement auch einmal

bedankt“, sagte Dr. Wolter am Rande

Fahrt. Das erklärt auch die starke Präsenz

von Mitarbeitern der Kammer, darunter

auch der Geschäftsführer Herbert

Krahforst. Nach den beiden Seniorenfahrten

im 2011 und der großen,

positiven Resonanz kann also damit

gerechnet werden, dass in den kommenden

Jahren noch weitere Veranstaltungen

folgen.

n Mark Berger, LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 57

Das Duo Saitenwind

sorgte für den

musikalischen Rahmen


aKtuell

marburGer bund:

tarifeinigung zwischen marburger bund

und elbe-elster-Klinikum

Der Marburger Bund LV Berlin/

Brandenburg hat sich mit der

Elbe-Elster Klinikum GmbH auf

neue Tarifbedingungen geeinigt.

Die Tarifänderungen, welche rückwirkend

zum 01.01.2011 in Kraft treten,

sehen u. a. die Zahlung eines Zuschlags

für Nachtarbeit von 4,00 € pro

Stunde vor, eine Erhöhung der Bewertung

der Arbeitszeit im Rahmen von

58 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Bereitschaftsdiensten um jeweils 5 %

je Stufe und eine Rundung auf jeweils

die nächste volle Stunde für die telefonische

Inanspruchnahme während des

Rufdienstes. Darüber hinaus erhalten

Ärzte für mindestens 288 geleistete

Nachtstunden im Rahmen der Bereitschaftsdienste

zwei Zusatzurlaubstage

pro Kalenderjahr sowie die Möglichkeit

zur Entgeltumwandlung über eine tarifliche

Öffnungsklausel.

Demnach gilt ab dem 01.01.2011 die folgende Entgelttabelle:

Tabellenentgelt

Schließlich sind die Tabellenentgelte

für das Jahr 2011 um jeweils 2 % und

für das Jahr 2012 um ein weiteres 1 %

angehoben worden.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom

01.01.2011 bis zum 31.12.2012.

n RA Sebastian Menke, LL.M.

MARBURGER BUND

LV Berlin/Brandenburg

Ab dem 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr

Arzt

3.613,96 €

200 €

3.813,96

3.830.36 €

200 €

4.030,36

3.984,96 €

200 €

4.184,96

4.252,88 €

200 €

4.452,88

4.572,33 €

200 €

4.772,33

Ab dem 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr

Facharzt

Oberarzt

CA­Vertreter

4.733,11 €

300 €

5.033,11

5.969,69 €

300 €

6.269,69

7.118,69 €

300 €

7.418,69

5.155,60 €

300 €

5.455,60

6.376,73 €

300 €

6.676,73

7.649,40 €

300 €

7.949,40

Ab dem 01.01.2011 gilt folgende Entgelttabelle:

5.526,58 €

300 €

5.826,58

6.907,44 €

300 €

7.207,44

Tabellenentgelt

5.742,82 €

300 €

6042,82

6.077,89 €

300 €

6.377,89

Ab dem 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr

Arzt

3.650,10 €

200 €

3.850,10

3.868,66 €

200 €

4.068,66

4.024,81 €

200 €

4.224,81

4.295,41 €

200 €

4.495,41

4.618,06 €

200 €

4.818,06

Ab dem 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr

Facharzt

Oberarzt

CA­Vertreter

4.780,44 €

300 €

5.080,44

6.029,39 €

300 €

6.329,39

7.189,88 €

300 €

7.489,88

5.207,16 €

300 €

5.507,16

6.440,50 €

300 €

6.740,50

7.725,89 €

300 €

8.025,89

5.581,85 €

300 €

5.881,85

6.976,51 €

300 €

7.276,51

5.800,25 €

300 €

6100,25

6.138,67 €

300 €

6.438,67


Dr. Andreas Flemmer

„Gesunde Ernährung ab 40”

So bleiben Sie fit und leistungsfähig

Schlütersche Verlagsgesellschaft,

204 Seiten

ISBN: 978­3­89993­523­3, 16,95 €

„Gesunde Ernährung ab 40“ ist ein

handliches Lesebuch und Nachschlagewerk

für alle, die nicht alt werden

wollen. Es richtet sich zwar in erster Linie

an Frauen, ist aber für das männliche

Geschlecht mit Sicherheit ebenso

Sven­David­Müller,

Christiane Weißenberger

„Ernährungsratgeber

Typ­2 Diabetes”

Genießen erlaubt

Schlütersche Verlagsgesellschaft,

151 Seiten

ISBN 978­3­89993­597­4, 16,95 €

Der Ratgeber verspricht “eine Ernährung,

die Genuss und verbesserte Blutwerte

ermöglicht.“ Es gehört nicht nur

Robert Jütte in Verbindung mit Wolfgang

U. Eckart, Hans­Walter Schmuhl

und Winfried Süß

Medizin und

Nationalsozialismus:

Bilanz und Perspektiven der

Forschung

Wallstein Verlag,

323 Seiten

ISBN 978­3­8353­0659­2, 24,90 €

Nachdem sich die Aufarbeitung der

nationalsozialistischen Vergangenheit

vor allem auf die Protagonisten des

Regimes konzentriert hat, rückt in den

letzten Jahren immer mehr die Verstrickung

von Institutionen und Berufsgruppen

in den Mittelpunkt des Interesses.

Ein Beispiel für diesen Trend ist

die umfangreiche Untersuchung „Das

Amt und die Vergangenheit“ über die

aufschlussreich.

Im Buch werden die zehn wichtigsten

Ernährungsregeln aufgezeigt, die eigentlich

jeder unabhängig von seinem

Alter kennen und beherzigen sollte.

Außerdem informiert das Buch auf sehr

anschauliche Weise, was in unserem

Körper beim Älter werden geschieht.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage,

wie und ob wir unsere biologische Uhr

zurückdrehen, ob wir uns also „jünger

essen“ können. Die Antwort darauf

wird anhand von lebensnahen Beispielen

gegeben. Außerdem widmet sich

die Autorin Fragen zum Immunsystem,

in die Hände eines jeden Typ 2-Diabetikers,

sondern ist darüber hinaus auch

für die Angehörigen sehr hilfreich und

empfehlenswert.

Reich bebildert, gut gegliedert und

auch für Laien verständlich geschrieben

ist es ein schönes Buch.

Zu Beginn steht eine kurze Definition

des Diabetes Mellitus, darauf folgt

ein Überblick über die unterschiedlichen

Behandlungsmöglichkeiten. Das

Kernstück des ersten Teils bildet die

strukturierte Darstellung der wichtigen

Ernährungsbestandteile. Der Leser

erfährt Interessantes darüber, wie

Rolle der deutschen Diplomaten im

Dritten Reich. Das Auswärtige Amt

hat für diesen Schritt viel Lob erfahren,

steht mit diesem Mut zur Aufarbeitung

aber nicht allein da. So füllen die Untersuchungen

über die Rolle der Medizin

im Nationalsozialismus inzwischen

viele Regalmeter.

Warum also noch ein weiteres Buch

zu diesem Thema? Der Medizinhistoriker

Robert Jütte und seine Mitautoren

haben sich mit ihrem Band „Medizin

im Nationalsozialismus“ nicht zum Ziel

gesetzt, neue Sachverhalte aufzudecken.

Das Buch liefert vielmehr einen

Überblick über den aktuellen Stand

der Forschung und ist damit jedem zu

empfehlen, der sich kompakt über das

Thema informieren möchte. Dabei hilft

die Einteilung in große Themenblöcke:

Eugenik und Rassenanthropologie,

Gesundheitswesen, medizinische Forschung

und medizinische Praxis sowie

rezensIert

zu den Wechseljahren und zur Prävention

von Erkrankungen wie Diabetes

Mellitus. Sie gibt wichtige Hinweise,

wie sich diese mit Hilfe der richtigen

Nahrungszusammensetzung vorbeugen

oder abmildern lassen. Das Buch

ist optisch sehr ansprechend gestaltet

und schlüssig aufgebaut und damit jedem

zu empfehlen, der mit Hilfe einer

gezielten Ernährung fit und gesund

bleiben möchte.

n Dipl.-Med. Sigrid Schwark

Omega-3-Fettsäuren, Chrom, Zink,

Zimt und viele weitere Nahrungsbestandteile

im Körper wirken. Der zweite

Teil des Buches beinhaltet 60 tolle

und zum Teil ungewöhnliche Rezeptideen

wie zum Beispiel Kräuteromelett,

Beerencreme oder Zucchinibrot.

Insgesamt ist der Ratgeber damit gut

geeignet für die Schulung von Diabetikern

und eine tolle Unterstützung beim

Leben mit der Krankheit.

n Dipl.-Med. Sigrid Schwark

ein Ausblick auf die Brüche und Kontinuitäten

nach 1945. Die Autoren weisen

außerdem auf die noch immer klaffenden

Forschungslücken hin – etwa

das Schicksal von vielen Tuberkulosekranken

und Sanatoriumsinsassen oder

die Situation in den 18 jüdischen Krankenhäusern,

die es im Dritten Reich

gab.

Das Buch überzeugt mit einer Fülle an

Informationen und Quellen, und gerade

daher schmerzt der Verzicht auf ein

Stichwort- und Namensregister umso

mehr, denn so wird dem Leser die gezielte

Suche nach bestimmten Themen

unnötig erschwert.

n Mark Berger

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 59


personalIa

96 Jahre

MR Dr. med. Annalise Riedel,

Treuenbrietzen

94 Jahre

SR Dr. med. Heinz Andree, Neuenhagen

MR Dr. med. Franz Haar, Beeskow

91 Jahre

SR Dr. med. Heinrich Bauer,

Bad Liebenwerda

90 Jahre

OMR Dr. med. Hans-Joachim Reukauff,

Fürstenwalde /Spree

MR Dr. med. Charlotte Schneider,

Senftenberg

88 Jahre

Dr. med. Gisela Boenicke, Kleinmachnow

Dr. med. Dietrich Kogge, Potsdam

SR Dr. med. Hans Opitz, Wittenberge

86 Jahre

MR Alberto Monti, Woltersdorf

84 Jahre

Dr. med. Rolf Bosse, Cottbus

83 Jahre

MR Dr. med. habil. Heinrich Brückner,

Frankfurt (Oder)

OMR Prof. Dr. sc. med.

Herbert Grünewald, Fürstenwalde

MR Dr. med. Uwe Wriedt, Spremberg

82 Jahre

SR Dr. med. Eve-Marie Hartelt,

Altlandsberg

OMR Dr. jur. Wilfried Krüger,

Frankfurt (Oder)

81 Jahre

MR Dr. sc. med. Rolf Wilhelm, Zepernick

80 Jahre

Dr. med. Barbara Donalies, Eberswalde

Dr. med. Eva Elsner, Zepernick

MR Dr. med. Heinz Hennig, Perleberg

MR Günter Klostermann, Müllrose

MR Dr. med. Wolfgang Pelz,

Potsdam, OT Groß Glienicke

OMR Dr. med. Erik Schuster, Cottbus

79 Jahre

SR Manfred Galuschki,

Stahnsdorf, OT Güterfelde

MR Dr. med. Marianne Holldorf, Zernsdorf

MR Dr. med. Dietrich Kandt, Oranienburg

MR Dr. med. Klaus Kunz, Zeuthen

MR Inge Marasus, Altenhof

Prof. Dr. med. habil. Günter Pasternak,

Teupitz

Georg Schmidt, Fretzdorf

78 Jahre

MR Dr. med. Christa Auster,

Jeserigerhütten

SR Helga Jestel, Kobbeln

OMR Dr. med. Dr. rer. pol.

60 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

wIr GratulIeren

zum Geburtstag im oktober

Erhard Lehmann, Britz

Dr. med. Elena Löwe,

Oberuckersee, OT Warnitz

Prof. Dr. sc. med. Gerda Niebsch,

Fredersdorf

Dr. med. Dietrich Schlief, Potsdam

SR Dr. med. Melitta Tenner, Prösen

77 Jahre

SR Dr. med. Waltraut Bayer,

Teltow-Sigridshorst

Prof. Dr. med. Georg Bein,

Nuthe-Urstromtal

Dr. med. Hans Brosz, Bad Belzig

Dieter Drews, Eichstädt

SR Gisela Ehrhardt, Schöneiche

MR Dr. med. Hans-Joachim Fichler,

Schönow

Dr. med. Dieter Glauch, Hennigsdorf

OMR Dr. med. Horst Gutsche,

Lauchhammer

Dr. med. Dietrich Hannemann, Zeuthen

Dr. med. Angela Hubrich, Zernikow

MR Dr. med. Edith Jaworski, Bad Saarow

Rüdiger Lehmann, Treuenbrietzen

Dr. med. Marianne Ludwig, Lobetal

Dr. med. Dieter Pludra,

Königs Wusterhausen, OT Senzig

Dr. med. Wolfgang Schallert, Zeuthen

Dr. med. Manfred Schkrok, Kolkwitz

MR Dr. med. Günther Tanner, Rhinow

76 Jahre

Dr. med. Dieter Böhm, Brandenburg

Dr. med. Helga Forch, Neuruppin

SR Klara Friese, Falkensee

Dr. med. Dietrich Hessel, Bad Freienwalde

Dr. med. Claus Marquardt,

Hohen Neuendorf

Dr. med. Ursula Port, Woltersdorf

SR Dr. med. Renate Reistel,

Eisenhüttenstadt

Ingrid Rüdiger-Fredrich,

Fürstenwalde/Spree

OMR Prof. Dr. med. habil. Gerd Zucker,

Bad Saarow

75 Jahre

Dr. med. Gisela Bauer, Neuenhagen

Dr. med. Jürgen Beyer, Templin

SR Dr. med. Barbara von Domarus,

Königs Wusterhausen

SR Dr. med. Friedrich-Wilhelm Ender,

Luckenwalde

SR Siegfried Fuß, Kloster Lehnin, OT Grebs

MR Dr. med. Rudi Hentsch, Cottbus

MR Dr. med. Siegfried Kirsch, Guben

Ursula Nünke, Dallgow-Döberitz

OMR Doz. Dr. med. habil.

Manfred Rother, Strausberg

MR Dr. med. Hans-Jürgen Scholz,

Königs Wusterhausen, OT Senzig

Dr. med. Gerhard Weber, Potsdam

MR Dr. med. Wolfgang Wende,

Spremberg

70 Jahre

MR Dr. med. Michael Bismarck,

Spremberg

Renate Breitner, Kleinmachnow

Dr. med. Hinrich Evers, Beelitz

Dr. med. Gerwin Fischer, Wittenberge

MR Dr. med. Manfred Gries, Oranienburg

SR Dr. med. Almut Grunske, Fredersdorf

Dr. med. Viktor Hartung, Eberswalde

Dr. med. Rosita Hecht, Eberswalde

Dr. med. Lothar Kiedrowski,

Hohen Neuendorf, OT Stolpe

Karin Kratzsch, Seelow

SR Helga Krumbach, Päwesin

Dr. med. Monika Kurek, Biesenthal

Dr. med. Günther Lambrecht, Dahlewitz

Dr. med. Karin Mann, Zeuthen

Dr. med. Manfred Mewes, Perleberg

Dipl.-Med. Heinz Nehrig, Lübben

Dr. med. Eberhard Paschold, Bad Belzig

Dr. med. Helmut Paul, Bernau

Dr. med. Regina Pohl, Falkenberg

Helga Runge, Neuenhagen

Dr. med. Karin Schlossarczyk, Falkensee

Dagmar Schmidt, Woltersdorf bei Erkner

Heide Schmidt, Schönfeld

Dr. med. Karl-Heinz Schuster, Ruhland

Dr. med. Peter Seidlitz, Erkner

Helga Thielmann, Wandlitz

Dr. med. Lutz von Versen, Berlin

Angelika Voß, Panketal

MR Dr. med. Klaus Zimmermann, Prenzlau

65 Jahre

Dr. med. Stefan Alt, Berlin

Dr. med. Wolfram Göhre, Templin

Dr. med. Mathias Hahn, Grünheide

Hans-Jürgen Heinrich,

Schorfheide, OT Finowfurt

Dr. med. Ingrid Jungnickel, Potsdam

Dr. med. Gerd Koinzer,

Cottbus, OT Groß Gaglow

Dipl.-Med. Gisela Polzin, Neuruppin

60 Jahre

Dr. med. Torsten Bock, Wentdorf

Viktor Bunkowski, Bernau

Dipl.-Med. Jeanne Fröhner, Finowfurt

Dr. med. Jürgen Haase, Brandenburg

Dipl.-Med. Maja Hanschke, Guben

Dr. med. Eva-Maria Jenzewski, Cottbus

Dr. med. Jörg Kessel, Eberswalde

Dr. med. Silvia Keulen, Potsdam

Dr. med. Thomas Kniffert,

Dallgow-Döberitz, OT Seeburg

Dipl.-Med. Günter Kranke, Herzberg

Renate Kruse, Beeskow

Dr. med. Beate Kuhlmey, Potsdam

Dr. med. Barbara Mahal, Cottbus

Dr. med. Reinhard Puchner, Bernau

Christiane Reiner, Berlin

Dipl.-Med. Renate Schneider,

Lauchhammer

Dipl.-Med. Sabine Schwochow,

Bergholz-Rehbrücke

Gabriele Spiegel, Panketal OT Zepernick

Dipl.-Med. Andreas Ullm, Mühlberg

Dipl.-Med. Annemarie Zobel, Spremberg

Wir bitten unsere Leser, die nicht mit

der Veröffentlichung einverstanden

sind, um rechtzeitige (bis 5. des Vormonats)

Mitteilung (schriftlich oder telefonisch

unter 0355 7801018 oder E-Mail:

angelika.winzer@laekb.de).


die landesärztekammer brandenburg betrauert

den tod der Kolleginnen und Kollegen

SR Dr. med. Marianne Benz

Fürstenwalde

geboren: 05.01.1934

verstorben: 06.03.2011

Dr. med. Gerlinde Bertram

Templin

geboren: 10.08.1925

verstorben: 14.02.2011

Dr. med. Sven Blau

Cottbus

geboren: 07.07.1966

verstorben: 23.08.2011

SR Christel Budewitz

Pritzwalk

geboren: 07.05.1937

verstorben: 05.04.2011

Dr. med. Helmut Dreßler

Zeuthen

geboren: 24.11.1927

verstorben: 03.05.2011

MR Dr. med. Ursula Fricke

Cottbus

geboren: 17.09.1929

verstorben: 18.05.2011

OMR Dr. sc. med. Hagen Gehrke

Petershagen

geboren: 31.01.1935

verstorben: 19.08.2010

SR Dr. med. Elfriede Graef

Storkow

geboren: 29.10.1934

verstorben: 16.12.2010

Dr. med. Bernhard Helbach

Falkensee

geboren: 05.07.1923

verstorben: 15.05.2011

Laura Kiefer

Berlin

geboren: 19.02.1981

verstorben: 02.07.2011

MR Dr. med. Heinz Klavehn

Templin, OT Groß Dölln

geboren: 04.12.1915

verstorben: 24.05.2011

Dr. med. Hans-Gottfried Kletschke

Potsdam

geboren: 15.04.1919

verstorben: 02.02.2011

Dipl.-Med. Sabine Koch

Penkun

geboren: 13.02.1957

verstorben: 23.04.2011

MR Dr. med. Gudrun Kujat

Rathenow

geboren: 31.10.1941

verstorben: 25.06.2011

Dr. med. Ute Kunz

Potsdam

geboren: 15.12.1940

verstorben: 31.03.2011

MR Dr. med. Gisbert Lehmann

Finsterwalde

geboren: 11.02.1943

verstorben: 06.11.2010

Rainer Lehnhardt

Herzberg

geboren: 15.09.1939

verstorben: 04.03.2011

Dr. sc. med. Siegfried Mach

Lindow

geboren: 19.05.1928

verstorben: 09.10.2010

Dr. med. Eckart Masius

Zeschdorf, OT Hohenjesar

geboren: 07.06.1941

verstorben: 14.08.2011

Dr. med. Karin Menz

Woltersdorf

geboren: 15.06.1944

verstorben: 31.03.2011

Dr. med. Diethelm Neubauer

Falkensee

geboren: 08.06.1926

verstorben: 29.03.2011

Gisela Otto

Cottbus

geboren: 02.12.1929

verstorben: 02.05.2011

Dr. med. Ulrich Pfefferle

Märkisch Luch, OT Buschow

geboren: 21.06.1944

verstorben: 28.06.2011

Ursula Ranke

Kleinmachnow

geboren: 26.08.1952

verstorben: 15.03.2011

Dr. med. Ulf Riebe

Woltersdorf

geboren: 04.07.1960

verstorben: 09.07.2011

Manfred Schacht

Fürstenwalde

geboren: 02.06.1938

verstorben: 04.06.2011

Thomas Schirmer

Fürstenberg

geboren: 30.05.1954

verstorben: 17.01.2011

Dr. med. Wolfgang Schleiffer

Frankfurt (Oder)

geboren: 29.12.1943

verstorben: 29.03.2011

Dr. med. Arnd Schletze

Nauen

geboren: 25.12.1943

verstorben: 13.03.2011

Natalie Schmidt

Spremberg

geboren: 02.03.1962

verstorben: 27.04.2011

SR Hans-Jürgen Spiller

Ludwigsfelde

geboren: 11.12.1937

verstorben: 21.01.2011

Dr. med. Ewgeni Stoinow

Forst

geboren: 07.02.1922

verstorben: 04.08.2011

OMR Dr. med. Eckart Stolte

Rüdersdorf

geboren: 25.01.1930

verstorben: 11.06.2011

Dr. med. dent. Claus Vetter

Wulfersdorf

geboren: 16.07.1928

verstorben: 12.01.2011

Dipl.-Med. Volkhard Weber

Am Mellensee

geboren: 01.12.1952

verstorben: 05.05.2011

Dr. med. Helga Winkler

Bad Belzig

geboren: 25.12.1939

verstorben: 29.05.2011

OMR Dr. med. Gerhard Würfel

Frankfurt, Oder

geboren: 08.02.1925

verstorben: 15.02.2011

personalIa

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 61


Fortbildungsangebote

unter www.laekb.de

Rubrik Fortbildung/

Fortbildungstermine

Alle Angaben sind

ohne Garantie. Bei

Rückfragen bitte

direkt an den Veranstalter

wenden.

taGunGen & KonGresse

tagungen und Kongresse

Land Brandenburg und

Berlin

Balintgruppe

jeweils 1. Mittwoch im Monat,

16.00 bis 19.30 Uhr

Teilnehmergebühr: 60 €

Leitung, Ort und Auskunft: ASB Gesundheitszentrum

MVZ Mitte, Frau Seifert,

Franz-Mehring-Straße 23c, 15230 Frankfurt (Oder)

Telefon: (0335) 46 67 13

Qualitätszirkel „Klinische Fallkonferenz

Disease Management Programm

Diabetes mellitus Typ 1 und 2“

19. Okt. 2011

Ort: Seminarzentrum

Auskunft: Asklepios Klinik Birkenwerder,

Hubertusstraße 12 – 22, 16547 Birkenwerder

Telefon: 03303 522142 • Fax: 03303 522222

E-Mail: b.spitzbarth@asklepios.com

Nierenzellkarzinom

19. Okt. 2011, 16.30 bis 18.00 Uhr

Ort: Hörsaal Haus 33

Auskunft: Carl-Thiem-Klinikum, Tumorzentrum,

Thiemstraße 111, 03048 Cottbus

Telefon: 0355 462046 • Fax: 0355 462047

3. Zahnärztlicher Kliniktag

22. Okt. 2011

Ultraschall-Workshop:

DEGUM-zertifizierter Grundkurs

Anästhesiologie I

26./27. Nov. 2011

Teilnehmergebühr: 340 €

Ort und Auskunft:

Klinikum Ernst von Bergmann, Frau Rauhut,

Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam

Telefon: 0331 2414016

E-Mail: jrauhut@klinikumevb.de

Internet: www.kevb.de

Internationales Symposium: Hurting

memories. Remembering as pathogenic

process in individuals and societies

28./29. Okt. 2011

Ort: Schloss Criewen

Teilnehmergebühr: 60 €

Leitung und Auskunft: Prof. Dr. Linden,

Reha-Zentrum Seehof,

Lichterfelder Allee 55, 14513 Teltow

Telefon: 03328 345679 • Fax: 03328 345555

Differenzialdiagnostik

der sekundären Hypertonie 2 P

9. Nov. 2011, 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Panorama-Konferenzraum

Leitung und Auskunft: Prof. Dr. med. Oeff,

Städtisches Klinikum, Klinik für Innere Medizin I,

Hochstraße 29, 14770 Brandenburg

Telefon: 03381 411500 • Fax: 03381 411509

E-Mail: oeff@klinikum-brandenburg.de

19. Potsdamer Balintstudientagung

11./12. Nov. 2011

Teilnehmergebühr: 120 €

Leitung, Ort und Auskunft: Dr. med. Loesch,

Institut für Psychosomatik und Psychotherapie,

Großbeerenstraße 109, 14482 Potsdam

Telefon: 0331 6013637 • Fax: 0331 6013649

E-Mail: institutipp@yahoo.com

62 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

19. Bad Saarower Herbsttagung

12. Nov. 2011

Ort: Hotel Esplanade Bad Saarow

Leitung: PD Dr. Ch. Grüber

Auskunft: Frau Elke Hähle

Telefon: 0355 792666 • Fax: 0355 792696

Internet: www.Allergologenverband-Brandenburg.de

Fallseminar Palliativmedizin

Modul 2: 14. bis 18. Nov. 2011

Modul 3: 23. bis 27. April 2012

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Ort: Potsdam

Leitung: B. Himstedt-Kämpfer, Potsdam

Anmeldung: Akademie für Palliative Care im

Land Brandenburg c/o Hauskrankenpflege für

Jedermann, Frau Stachowicz,

Bauhofstraße 48, 14776 Brandenburg

Fax: 03381 8909516

Moderne Schulterchirurgie 8 P

19. Nov. 2011, 8.30 bis 16.00 Uhr

Ort: Kleist Forum Frankfurt (Oder)

Leitung und Auskunft: Dr. med. U. Weigert,

Klinikum Frankfurt (Oder), Klinik für Orthopädie,

Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt (Oder)

Telefon: 0335 5482630

E-Mail: gf@klinikumffo.de

Internet: www.klinikumffo.de

Konservative Diagnostik und Therapie

des Lungenkarzinoms

23. Nov. 2011, 16.00 Uhr

Ort: Seehotel Mühlenhaus, Sandkrug

Leitung: Dipl.-Med. Kleina

Auskunft: Nordbrandenburgischer Onkologischer

Schwerpunkt e. V., ASKLEPIOS klinikum

Uckermark, Auguststraße 23, 16303 Schwedt

Telefon: 033332 532472

Hämatologisch-zytologischer

Mikroskopierkurs (Teil 3)

24. bis 26. Nov. 2011 in Bad Saarow

Leitung: PD Dr. med. habil. Koch

Teilnehmergebühr: 180 €

Auskunft: HELIOS Klinikum, Institut für Pathologie,

Pieskower Straße 33, 15526 Bad Saarow

Telefon: 033631 73210 • Fax: 033631 73010

E-Mail: pathologie.badsaarow@helios-kliniken.de

Internet: www.saarow-zyto.de

XI. Herz- und Nierentage Cottbus

25./26. Nov. 2011 in Cottbus

Leitung und Auskunft: Prof. Dr. Steinhauer,

Carl-Thiem-Klinikum, Thiemstraße 111, 03046

Cottbus

Telefon: 0355 462220 • Fax: 0355 462240

Qualifikationskurs für Transfusionsbeauftragte

und -verantwortliche

(Block A und B) 16 P

1. und 2. Dez. 2011

Teilnehmergebühr: 150 € pro Block

Auskunft: hospital Laborverbund Brandenburg-

Berlin GmbH

Telefon: 03338 694265 • Fax: 033381 694843

E-Mail: mail@hospital-laborverbund.de

Berufsdermatologie

3. Dez. 2011, 8.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Potsdam-Hermannswerder

Leitung und Auskunft: Dr. med. H.-J. Lüdcke,

Großbeerenstraße 301, 14480 Potsdam

Telefon: 0331 6261004 • Fax: 0331 6261005

E-Mail: hautarztpraxis-luedcke@web.de

Vorlesungszyklus Psychoanalyse

nach Richtlinien zur Weiterbildung der LÄKB

und nach Ausbildungs- und Prüfungsordnung

für Psychologische Psychotherapeuten

Beginn: 7. Jan. 2012

Ort: St. Johanneshaus Cottbus

Teilnehmergebühr: 15 €/Stunde (Psychologen

600 Stunden, Ärzte 400 Stunden)

Leitung: Dr. med. R. Kirchner

Anmeldung bis 1. Nov. 2011

Brandenburgische Akademie für Tiefenpsychologie

und analytische Psychotherapie e. V.,

Finsterwalder Straße 62, 03048 Cottbus

Telefon: 0355 472845 • Fax: 0355 472647

Hypnose zu Heilzwecken

21./22. Jan. 2012 (Grundkurs)

10./11. März 2012 (1. Aufbaukurs)

16./17. Juni 2012 (2. Aufbaukurs)

25./26. Aug. 2012 (3. Aufbaukurs)

6./7. Okt. 2012 (4. Aufbaukurs)

24./25. Nov. 2012 (5. Aufbau/Supervisionskurs)

Anmeldung bis 13. Jan. 2012

Ort: Herzberg (bei Beeskow)

Teilnehmergebühr: Grundkurs 265 €, Aufbaukurse

je 240 €, Supervisionskurs 300 €

Auskunft: Praxis PD Dr. W. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, 16321 Bernau

Telefon/Fax: 03338 5874

E-Mail: dr.zimmermann1@gmx.de

Internet: www.dr-w-zimmermann.de

Suchtmedizinische Grundversorgung

Kursteil A Allgemeine Grundlagen:

10./11. Febr. 2012

Kursteil B Illegale Drogen: 2./3. März 2012

Kursteil C Alkohol, Medikamente, Drogen:

30./31. März 2012

Kursteil D Motivierende Gesprächsführung:

4./5. Mai 2012

Ort: Berlin

Auskunft: Abteilung Fortbildung,

Ärztekammer Berlin,

Friedrichstraße 16, 10969 Berlin

E-Mail: M.Maier@aekb.de

Andere Bundesländer

18. Herbst-Tutorium Progressive

Endoskopie

30. Okt. bis 1. Nov. 2011 in Hamburg

Teilnehmergebühr: 400 €

Auskunft: Tagesklinik Altonaer Straße,

20357 Hamburg

Telefon: 040 432858-0

E-Mail: info@tka-hh.de


Planungsbereich/Arztgruppen

Anästhesie

Übersicht der Entscheidungen des Landesausschusses

der Ärzte und Krankenkassen

des Landes Brandenburg zur Anordnung bzw.

Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen

im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung

Brandenburg nach § 103 Abs. 1 bis 3 SGB V

i.V.m. § 16b Ärzte-ZV

Augen Chirurgie Fachärzte

Intern.

Frauen HNO

Kvbb InformIert

Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses

per 29.08.2011 für die Arztgruppen

in den jeweiligen Planungsbereichen bis einschließlich

des Beschlusses Nr. 54/11. Die für Zulassungen

gesperrten Planungsbereichen/ Arztgruppen

sind mit einem „x“ gekennzeichnet. Die Anzahl der

möglichen Zulassungen in vormals geschlossenen

Planungsbereichen ist in Klammern (...) gesetzt.

* Zulassungsmöglichkeit für ärztl. Psychotherapeuten; ** Zulassungsmöglichkeit für Psychotherapeuten, die ausschließl. Kinder und Jugendliche behandeln

In Regionen der blau gekennzeichneten Bereiche werden Zulassungen gefördert.

Zulassungsanträge sind bis zum 12.12.2011 einzureichen. Im Auswahlverfahren werden nur die Anträge berücksichtigt, die fristgerecht und vollständig bis zu diesem

Termin eingereicht werden.

Hautkrank.

Kinder Nerven

Orthopädie

Psychoth.

Diag.Ra ­

diol.

Potsdam/Stadt x x x x x x x x x (1) x x (1) x

Brandenb. a.d. Havel/

St.Potsdam-Mittelmark

x x x x x x x x x x x x (1)

Havelland (1) x x x x x x x x x x x x

Oberhavel x x x x x x x x x x x x x (15)

Ostprignitz-Ruppin x x x x x x x x x x x x x

Prignitz x x x x x x (1) x x x x x (1)

Teltow-Fläming x (1) x x x x x x x x x x x

Cottbus/Stadt x (1) x x x x x x (1) x 1*/x x x (5)

Dahme-Spreewald x x x x x x x x x x x x x

Elbe-Elster x x x x x x (1) x x x x x x (11)

Oberspreew.-Lausitz x x x x x x x x x x 1*/x x x

Spree-Neiße x (1) x x x x x x x x 2*/x x x

Frankfurt/Stadt/Oder-

Spree

x x x x x x x x x x x x x x

Barnim x (1) x x x x x x x x x x x

Märkisch-Oderland x x x x x (1) x x x x x x (1) (25)

Uckermark (1) x x x x x x x x x 1*/x x x

Öffentliche Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V

In Gebieten, für die der Landesausschuss der Ärzte und

Krankenkassen eine Zulassungssperre angeordnet hat,

schreibt die KV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB V

nach Antragstellung folgende Vertragsarztsitze zur

Nachbesetzung aus:

Bewerbungsfrist bis 10.11.2011

laufende Bewerbungskennziffer: 42/2011

Fachrichtung: Allgemeinmedizin/HÄ

Planungsbereich: Potsdam/Stadt

gewünschter Übergabetermin: 01.01.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 43/2011

Fachrichtung: Allgemeinmedizin/HÄ

Planungsbereich: Frankfurt (Oder)-Oder-Spree

gewünschter Übergabetermin: 01.01.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 44/2011

Fachrichtung: Anästhesiologie

Planungsbereich: Cottbus

gewünschter Übergabetermin: 01.10.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 45/2011

Fachrichtung: Augenheilkunde

Planungsbereich: Havelland

gewünschter Übergabetermin: 01.04.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 46/2011

Fachrichtung: Chirurgie

Planungsbereich: Potsdam/Stadt

gewünschter Übergabetermin: 01.01./01.04.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 47/2011

Fachrichtung: Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Planungsbereich: Brandenburg an der Havel-

Potsdam-Mittelmark

gewünschter Übergabetermin: 01.01.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 48/2011

Fachrichtung: Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Planungsbereich: Oberspreewald-Lausitz

gewünschter Übergabetermin: 2012

laufende Bewerbungskennziffer: 49/2011

Fachrichtung: Innere Medizin/FA

Planungsbereich: Märkisch-Oderland

gewünschter Übergabetermin: 01.04.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 50/2011

Fachrichtung: Orthopädie

Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011 | 63

Urologen

Planungsbereich: Cottbus

gewünschter Übergabetermin: sofort

laufende Bewerbungskennziffer: 51/2011

Fachrichtung: Psychologischer Psychotherapeut

Planungsbereich: Barnim

gewünschter Übergabetermin: 02.01.2012

laufende Bewerbungskennziffer: 52/2011

Fachrichtung: Allgemeinmedizin

(hälftiger Versorgungsauftrag)

Planungsbereich: Frankfurt (Oder)-Oder-Spree

gewünschter Übergabetermin: sofort

Hausärzte

Ansprechpartnerin:

Ingeborg Prößdorf, Telefon: 0331 2309-323 oder

Karin Rettkowski, Telefon: 0331 2309-320.

Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenen

Vertragsarztsitze ist zwingend erforderlich. Sie muss die

Bewerbungskennziffer, die Anschrift, die Telefonnummer,

die Facharztanerkennung sowie Angaben zum möglichen

Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.

Unter dem Stichwort „Ausschreibung“ sind die Unterlagen

bei der KV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str.

103/104, 14473 Potsdam, einzureichen.


Empfehlungen

zur Grippeimpfung für die Praxis

Die Influenza-Saison hat begonnen

Saison 2010/2011

Von Oktober 2010 bis April 2011 wurden

im Land Brandenburg 1989 Influenzafälle gemeldet

(nur labordiagnostisch bestätigte Fälle).

96 % der Erkrankten waren nicht geimpft.

285 Erkrankte mussten hospitalisiert werden. In

875 Fällen wurde das pandemische H1N1-Virus

nachgewiesen. Kinder unter 15 Jahren zeigten

die höchsten Erkrankungsraten (443 Erkrankte

pro 100.000 der Altersgruppe) [SurvNet]. Daher

sind gerade Kinder durch eine Influenza-

Impfung zu schützen.

Von Januar bis April 2011 wurden 45 Krankheitshäufungen

mit 276 Erkrankten übermittelt.

27 Ausbrüche betrafen Privathaushalte, 17

Schulen und Kindertageseinrichtungen. Darüberhinaus

wurde eine Influenzahäufung mit 10

Erkrankten in einer stationären psychiatrischen

Abteilung verzeichnet. Insgesamt wurden drei

Todesfälle durch Influenza übermittelt, darunter

ein 10-jähriges Mädchen ohne Vorerkrankungen

[SurvNet]. Dies zeigt wie schnell und

dramatisch eine Influenza sich entwickeln kann.

Die Meldedaten zeigen immer wieder, dass

gerade ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen

besonders betroffen sind.

luGv, abteIlunG GesundheIt

infeKtionsschutz

Infektionskrankheiten/Impfschutz/Krankenhaushygiene (August 2011 - Auszug)

Infektionsschutz

Infektionskrankheiten/lmpfschutz/Krankenhaushygiene

(August 2011 - Auszug)

Fälle

Kumulativwert

(03.01.2011 – 04.09.2011)*

Adenovirus-K(erato)onjunktivitis 1 9

Lyme-Borreliose 289 872

Campylobacter 346 1655

Creutzfeld-Jacob-Krankheit 2 3

E.-coli-Enteritis 37 230

Norovirus** 78 3455

Rotavirus 34 2660

Ornithose 2 2

Hepatitis E 1 15

Keuchhusten 50 721

MRSA 10 104

Paratyphus 1 1

Windpocken 15 489

* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es

Differenzen zwischen der Summe der Einzelmonate und

dem aktuellen Kumulativwert geben)

** nach RKI-Infobrief Nr. 23: ausschließlich

labordiagnostische Fälle

64 | Brandenburgisches Ärzteblatt 10 •2011

Impfempfehlungen

Im Land Brandenburg wird die Influenza-Impfung

für alle Altersgruppen ohne Einschränkung

– unabhängig von einer möglichen Kostenübernahme

durch die Krankenkassen – öffentlich

empfohlen.

Die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs

für die kommende Saison entspricht der vom

Vorjahr. Aktuelle Informationen sind auf der

Website des Paul Ehrlich Institutes abrufbar

(www.pei.de). Zu beachten ist jedoch, dass die

Impfstoffe erst für Kinder ab dem vollendeten

6. Lebensmonat zugelassen sind.

Die Influenza-Impfung verhindert wirksam

schwere Verläufe, Krankenhauseinweisungen

und somit auch tödliche Verläufe. Sie zeigt bei

Erwachsenen mittleren Alters eine 80 %ige

Schutzrate, bei Kindern und älteren Menschen

bis zu 60 % [CDC 2010].

Hinweise für die Praxis:

• Die Grippeschutzimpfung sollte auch bei Patienten,

die schon im letzten Jahr denselben

Impfstoff erhalten haben, wiederholt werden,

da die Antikörperkonzentration innerhalb von

12 Monaten nach der Impfung abnimmt [Song

at al. 2010].

• Kinder zwischen 6 Monaten und 9 Jahren,

die noch nie gegen Influenza geimpft worden

sind, sollten zwei Impfdosen im Abstand von

4 Wochen erhalten Wissenschaftliche Studien

konnten zeigen, dass so die Schutzwirkung

deutlich erhöht wird [CDC 2010, Fachinformationen].

• Falls ältere Menschen über 60 Jahre noch

keine Pneumokokken-Impfung erhalten haben,

sollte diese gleichzeitig mit einer Influenza-Impfung

durchgeführt werden. Studien

konnten zeigen, dass bei einer gleichzeitigen

Influenza- und Pneumokokken-Impfung durch

Verstärkung der Wirkung die Hospitalisierungsraten

von Influenza, Pneumonie oder invasiven

Pneumokokken-Erkrankungen stark abnahmen

– mit bis zu einer Halbierung der Raten. Darüber

hinaus konnte die durchschnittliche Krankenhausverweildauer

bei einer Erkrankung gesenkt

werden [Christenson et al. 2004].

• Bei Patienten mit einer Hühnereiweißallergie

empfehlen wir, in Anlehnung an das amerikanische

Advisory Committee on Immunization

Practices (ACIP, www.cdc.gov/mmwr), nach

Schwere der allergischen Symptomatik des

Patienten zu differenzieren. Bei Personen, die

nach Genuss von Rührei beschwerdefrei sind,

ist jederzeit eine Impfung mit Impfstoffen auf

der Basis von Hühnereizellen möglich. Patienten,

die mit einer Urtikaria reagieren, können

die Impfung erhalten – jedoch ist eine Nachbeobachtung

von 30 Minuten notwendig [CDC

2011]. Nur bei einer bekannten schweren allergischen

Reaktion ist von der Impfung mit

hühnereiweißhaltigen Impfstoffen abzuraten.

Derzeit steht erstmals in Deutschland ein hühnereiweißfreier

Impfstoff - Preflucel® (Baxter) –

zur Verfügung (siehe auch Paul Ehrlich Institut:

www.pei.de).

• Erkrankungen an einer Narkolepsie sind eher

mit der Influenza-Erkrankung assoziiert als mit

der Impfung [Fang Han et al. 2011].

Surveillance

Als Frühwarnsystem für die Grippeaktivität hat

sich im Land Brandenburg seit 2005 die Surveillance

der fieberhaften Atemwegsinfekte bei

Kindergartenkindern etabliert, die vom Landesamt

für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

jeweils von Oktober des einen bis April

des folgenden Jahres durchgeführt wird. Die

aktuelle epidemiologische Lage wird auf der

Gesundheitsplattform des Landes Brandenburg

(www.gesundheitsplattform.brandenburg.de)

wöchentlich aktuell dargestellt.

Die Literatur zu diesem Artikel ist eingestellt

unter www.gesundheitsplattform.brandenburg.de/influenza

Infektionsschutz auf einen Blick

Das Poster der AG Krankenhaushygiene des

Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

zum Thema „Hygienemanagement

bei ausgewählten Infektionskrankheiten

in der medizinischen Erstversorgung“ liegt jetzt

in dritter, überarbeiteter und erweiterter Auflage

im DIN A 1­Format vor.

Es bietet Empfehlungen zum Prozedere (Kontaktadressen,

Schutz­ und Hygienemaßnahmen)

bei Verdacht auf das Vorliegen von kontagiösen

Erkrankungen und gibt einen schnellen

Überblick zu Eckdaten ausgewählter Infektionskrankheiten.

Sie können das Poster unter: http://www.mugv.

brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.186205.

de herunterladen oder die Druckversion bestellen

beim:

Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz/G2

Wünsdorfer Platz 3, 15806 Zossen

E­mail: Antje.schmidt@lugv.brandenburg.de


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stellenangebote

Fachärztliche Gutachter gesucht

Arbeiten Sie mit beim Marktführer in der Beratung der PKV,

werden Sie Gutachter der IMB Consult. Wir suchen Untersuchungs-

und Aktenlagengutachter im Bereich Psychiatrie.

Promotion und Facharztanerkennung erforderlich. Strikte

Termineinhaltung, PC-Kenntnise, soz.med. Erfahrung unabdingbar.

Weitere Infos: www.imb-consult.de

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FA/FÄ für Radiologie oder Frauenheilkunde

mit Schwerpunkt Mammadiagnostik als Job-Sharing Partner im

Mammographie-Screening Brandenburg gesucht. Anstellung in

Voll-oder Teilzeit, mit und ohne Klinikanbindung möglich.

Tel.: 030 81859179 oder mammographie@me.com

stellengesuch

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Ganzheit in Gesundheit und Bildung

Europäische Akademie

für Ayurveda

Ayurveda

Postgraduale Weiterbildung für Ärzte

Ayurveda als komplementäre Medizin

Mit 150 CME-Fortbildungspunkten durch die LÄK-Berlin zertifiziert

Beginn 03. Febr. 2012 in Berlin, Umfang 30 Tage (berufsbegleitend)

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Kompetenzzentrum

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Ich suche für meine schöne 1991 in Bad Pyrmont/Weserbergland

gegründete Kinder- und Jugendarztpraxis eine/einen

Praxisnachfolger(in) Ende 2012 - 2. Quartal 2013. Die leistungsfähige

Praxis ist gut etabliert und noch ausbaufähig.

Wer sich vorstellen kann in einer wunderschönen Landschaft,

einer renommierten Kurstadt mit hoher Lebensqualität dem

schönsten Beruf der Welt nachzugehen, die/der sollte sich mit

mir in Verbindung setzen.

Prof. Dr. sc. med. Cario, Tel.: 05281-10751 p.

Kurse / seminare / fortbildung

Vortrag & Infoveranstaltung

Berlin: 09. Nov.‘11, 18 – 21 Uhr, Kaiserin Friedrich Stiftung

Hamburg: 02. Nov.’11, 18 – 21 Uhr (bitte anmelden!)

Mit Impulsvorträgen unserer Fachreferenten:

Prof. Dr. Andreas Michalsen, Professur für klinische Naturheilkunde (Charité)

Prof. Dr. Martin Mittwede und Dr. med. Christian Kessler

63633 Birstein · Forsthausstr. 6 · Tel 06054 9131-0 · Fax -36

Studienprogramm & Seminarübersicht: www.ayurveda-akademie.org


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Ein Seminar – alle Fakten zur Existenzgründung.

Die Selbstständigkeit ist der Wunsch vieler Mediziner. Aber für eine erfolgreiche Existenzgründung spielen juris-

tische, betriebswirtschaftliche und steuerliche Aspekte eine wichtige Rolle – ganz gleich, ob Sie eine neue Praxis

gründen oder eine bestehende übernehmen. Stellen Sie deshalb jetzt die Weichen für Ihre Zukunft und besuchen

Sie unser Seminar „Der Weg in die eigene Praxis“. Renommierte Experten vermitteln wichtige Grundlagen rund

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17. November, 18:00 Uhr, Deutsche Bank, Charlottenstraße 40, 14467 Potsdam

Melden Sie sich an unter 01818 - 10061* oder www.deutsche-bank.de/meine-eigene-praxis

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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die; ‹mittelständisch›: der erste Schritt in die Selbstständigkeit;

ermöglicht durch das Expertenwissen

eines kompetenten Partners.


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Wir sind Teil einer starken Gemeinschaft.

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