PDF Kursana Magazin Sommer/Herbst 2012 (2.54 MB

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ERFAHRUNGEN

Neugierig auf Neues

MAGAZIN

Sommer | Herbst 2012

25 Jahre Kursana


Liebe Leserin, lieber Leser,

Jörg Braesecke,

Inhalt

Vorsitzender der Geschäftsführung

Kursana

„Wo Bürokratie wächst, verkümmert das Leben“, heißt

es zu Recht. Wir bei Kursana stellen unsere Arbeit in

den Dienst des Lebens. Immer neu – und immer so, wie

jeder Einzelne der über 13.600 Bewohner, die uns vertrauen,

es braucht.

Dazu nehmen wir und die Pflegekräfte uns Zeit. Zeit, um

zuzuhören – den Bewohnern, den Angehörigen und auch

einander. Ein lebendiges Miteinander. Deshalb sind die

regelmäßigen Angehörigenbefragungen und das Beschwerdemanagement

für uns wichtige Instrumente.

Hier verbindet sich lebendige Erfahrung mit systematischer

Auswertung. Lob, Anregungen und Kritik setzen

wir in die alltägliche Arbeit um.

Zu der Gewissenhaftigkeit, mit der wir uns unserer

Aufgabe widmen, gehören Transparenz und Qualität.

Beide sind Basis der Kursana Unternehmenskultur. Interne

und freiwillige Qualitätskontrollen – beispielsweise

unsere regelmäßigen Zertifizierungen durch den TÜV

Rheinland – ergänzen die staatlichen Kontrollinstanzen.

Wir arbeiten mit allen Prüfinstitutionen konstruktiv zusammen,

um unsere Leistung stetig zu verbessern und

das Optimum für die Bewohner zu erreichen.

Aus mehr als einem Vierteljahrhundert Erfahrung kennen

wir die Ansprüche an ein wohnliches, sicheres

Zuhause. Die Ansprüche der Bewohner von morgen

und übermorgen werden vielleicht wieder andere sein.

Tradition und Innovation tragen wir daher an 116 Stand -

orten Rechnung: In fast ausschließlich neuen Häusern,

mit 80 Prozent Einzelzimmern. Ich lade Sie ein, mehr

über Kursana zu erfahren – beim Lesen des Magazins

und beim Leben in einem unserer Häuser.

Es grüßt Sie herzlich

Das Titelthema ERFAHRUNGEN

Neugierig auf Neues – Die Geschichten,

Porträts und Reportagen auf den nächsten

Seiten handeln von Menschen, denen sich

unbekannte Sichtweisen eröffnen.

04 Kursana sagt DANKE

Ob als Chorleiter oder in einem Literaturkreis –

Ehrenamtliche geben ihr Können weiter

06 Landung im neuen Leben

Professor Dr. Peter Meyer-Dohm hebt ab: zu

einer Entdeckungstour per Segelflugzeug

10 Gummitwist & Gameboy

In Buchholz – und anderswo – klappt das

Miteinander von Jung und Alt

13 Zwei rechts, zwei links

Großmütter lernten Stricken noch in der Schule

– Bewohner lernen von Bewohnern

14 Kindheit im Krieg

Ein Gesprächskreis hilft, traumatisierende

Kriegserinnerungen aufzuarbeiten

16 Loslassen lernen

Bei Demenzerkrankungen finden Angehörige

Halt und Verständnis in Gesprächsgruppen

18 Weiter-Entwicklung

Mit 52 Jahren wagt Petra Meyer den Schritt

zurück auf die Schulbank – mit Erfolg

20 Ältesten-Rat

Über 100-Jährige, denen man ihr Alter nicht

ansieht – zwei verraten ihr Lebensrezept

Titelbild: „Ready for take off“: Pilot John Aschoff (rechts) und sein

prominenter Passagier Professor Dr. Peter Meyer-Dohm, 82


22 Fertig zum Einzug

Die Zahl der Kursana Häuser wächst weiter.

Dahinter stehen verlässliche Partner

24 Jugendwahn adé

Als Christa Höhs 1994 ihre Agentur „Senior

Models“ gründete, betrat sie Neuland

27 „Es geht um Lebensqualität“

Qualitätsmanager Marco Skeirat erläutert, wie

Kursana Qualität gewährleistet

28 Parkinson: Offenheit hilft

Über 250.000 Menschen leiden an Parkinson.

Es gibt gute Methoden zur Linderung

30 „Soziale Kontakte pflegen“

Professor Dr. Ursula Lehr, Gerontologin und

ehemalige Bundesministerin, im Gespräch

32 Streiflichter

Ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt an

Aktivitäten der Kursana Häuser

35 Der Rosen-Flüsterer

Durch Fritz Schröters Einzug blühen nicht nur

die Rosen in der Frankfurter Villa auf

36 Senioren-gerecht

Praktisch, komfortabel und geeignet für Senioren –

Produkte, initiiert von „Grauwert“

38 Rätseln & Gewinnen

40 Impressum

10

24

35

32

3


ERFAHRUNGEN

Neugierig auf Neues

Wir besitzen Erfahrungen, wir machen

täglich neue Erfahrungen und wir teilen

Erfahrungen.

Erfahrungen sind ein ständiges Geben und

Nehmen.

Die Geschichten, Porträts und Reportagen

auf den nächsten Seiten handeln von Menschen,

denen sich unbekannte Sichtweisen

eröffnen.

„Der Mensch hat dreierlei Wege,

klug zu handeln:

durch Nachdenken ist der edelste,

durch Nachahmen der einfachste,

durch Erfahrung ist der bitterste.“

(Konfuzius)

4 I Das Titelthema

... Dagmar Resch, 51, „Familienmanagerin“.

Sie packt im Domizil Vaihingen bei jedem

Fest mit an und schmückt im ganzen Haus.

... Helmut Wüst, 65, pensionierter Musik lehrer.

Er gründete im Domizil Siegen ei nen

Chor und leitet jede Woche die Proben.

... Andrea-Dagmar Quiring, 51, Trauerbegleiterin.

Sie organisiert im Domizil

Berlin-Marzahn Trauer- und Gedenkfeiern.


... Maritta Henke, 59, Mathematikerin.

Sie leitet in der Residenz Wedel einmal im

Monat einen religiösen Gesprächskreis.

Kursana sagt

Danke

bei allen Ehrenamtlichen,

die ihr Wissen und Können

weitergeben. Stellvertretend bei ...

... Reinhold Waldecker, 70, Verteidigungs -

attaché a. D.; er parliert französisch und

unterstützt im Domizil Lappersdorf.

... dem Plattdeutsch-Kreis um Erika Moldenhauer,

79. Er erfreut Bewohner im Domizil

Grimmen mit Liedern und Lyrik in Mundart.

... Sabine Beate Lehnert, 53, Kirchenmalermeisterin

und Restauratorin. Sie leitet in der

Residenz Prien einen Aquarellmalerei-Kurs.

... Sigrid Battmer, 63, Dozentin und Lebens -

beraterin. Sie veranstaltet in der Villa

Hannover einen anregenden Literaturkreis.

5


Landung im neuen Leben

Erfahrungen gesammelt hat er viele. Und immer noch ist er gespannt auf neue.

„Der Mensch will einfach hoch hinaus“, ist Professor Dr. Peter Meyer-Dohm, 82,

aus der Kursana Villa Hannover überzeugt. Und hebt ab: zu einer Entdeckungstour

im Segelflugzeug.

Am Südrand des Harzes türmen

sich dunkle Wolkenberge. Aufziehender

Hochnebel gibt nur wenig

von der Schönheit der Landschaft

frei. Irgendwo oben

kämpft die Sonne gegen

das dicke Grau

an, schafft es hin und

wieder sogar, mit ein paar Strahlen

hindurch zu kommen. John Aschoff,

31, mit mehr als 3.000 Starts und

Landungen ein sehr erfahrener Pilot,

steuert das Motorsegelflugzeug

„Superdimona HK 36“ in einer weiten

Rechtskurve an Bad Lauterberg

vorbei. Der Wind pfeift an der Cockpithaube,

rüttelt am Flugzeug und

lässt es nie ganz in Ruhe.

Nichts für ängstliche Naturen

– also gerade richtig für

seinen Passagier. Peter

6 I Das Titelthema

„Über den Wolken

muss die Freiheit

wohl grenzenlos sein“

Meyer-Dohm schaut aus 300 Metern

Höhe aus dem Cockpit, drückt sich

ganz nah ans Plexiglas, will nichts

verpassen da unten. Spürt nicht mal

die kleinen Luftlöcher,

die den Motorsegler

schaukeln lassen. Sieht

einen breiten Streifen

unter sich, der sich von Nord nach

Süd durch die Landschaft zieht, nur

unterbrochen von ein paar Türmen.

Die ehemalige Grenze zwischen Ost

und West. Dem 82-Jährigen kommen

Erinnerungen. „Kurz nach dem Mauerfall

bin ich im Auftrag von Volkswagen

nach Zwickau in die Trabant-

Schmiede der DDR gefahren.“ Es

ging darum, das Unternehmen fit zu

machen für den Übergang von der

Plan- in die Marktwirtschaft. „Da haben

wir alle voneinander gelernt“,

sagt er lapidar.

Lebenslanges Lernen – für den gebürtigen

Hamburger ist das der Motor.

Nach dem Studium der Wirtschafts-

und Sozialwissenschaften folgten

Promotion und Habilitation. Er lehrte

an der Ruhr-Universität Bochum,

war deren Rektor und gehörte

dem Wissenschaftlichen

Beirat des

Bundes ministers für

Wirtschaftliche Zu -

sam menarbeit an.

Er hat einen Ehren -

dok tortitel und wurde

für seine wissenschaftlichen

und

bildungspolitischen

Verdien ste mit dem

Bundes verdienst -

kreuz 1. Klasse aus -

gezeichnet.


8 I Das Titelthema

Hattorf am Harz: Von hier aus starten Pilot John Aschoff und Passagier Peter Meyer-Dohm

zur Entdeckungstour. Weil die Thermik heute nicht reicht, wird kurzerhand in einen Motorsegler

umgestiegen ... bis es für den „Flieger“ und seine Gattin wieder zurückgeht in die

Kursana Villa Hannover – mit Direktor Rainer Frühsammers Hundemaskottchen „Chanel“

„Entwicklung basiert auf der Verbindung

von Erfahrung und Visionen“,

sagt der Professor, der beileibe

kein trockener Theoretiker ist:

In den 80er Jahren wurde er Leiter

des Zentralen Bildungswesens/

Personalentwicklung der Volkswagen

AG in Wolfsburg. Um die Entwicklung

der Bildung machte sich Peter

Meyer-Dohm in verschiedenen Gremien

verdient. Und das ist immer noch

so. „Ich bringe halt meine Erfahrung

ein“, sagt er beispielsweise über sein

Engagement in Kommissionen

zur „Errichtung

neuer Schulen“.

Er hat als Fachbeirat

die „Neue Schule Wolfsburg“, in der

es eine individuelle Begabtenförderung

gibt, mit auf den Weg gebracht.

Das alles erzählt er nach dem Rundflug.

Denn während des Fliegens gibt

es wenig zu besprechen, dafür umso

mehr zu bestaunen. „Über den Wolken

... muss die Freiheit wohl grenzenlos

sein ...“, summt er ein altes Lied von

Reinhard Mey. Der Pilot nickt. John

Aschoff, der kurz vor dem Abschluss

seines Medizin-Studiums in Göttingen

steht und „nebenbei“ der Sohn

ist von Renate Springborn-Aschoff,

Direktorin des Kursana Domizils Bad

Lauterberg, zieht den Motorsegler mit

Hilfe der 115 PS in die Höhe. Will so

die an diesem Tag geringe Thermik

besser nutzen, denn ansonsten wird

ohne Motor gesegelt.

„Etwas Neues zu

wagen gibt Energie“

Der Motorsegler gleitet inzwischen

über das Eichsfeld. Mitten darin

taucht Duderstadt auf. Die Wolken

haben ihr Grau verloren, sind aber

im Kampf gegen die Sonne weiterhin

Sieger. Der Pilot setzt zu einer

langen Rechtskurve an, steuert dann

wieder gen Norden. Mit 170 Stundenkilometern

fliegt der Motorsegler

zurück zum Landeplatz Hattorf

am Harz. Irgendwo dahinten liegt

Braunschweig, nebenan Hannover.

In einem Dorf bei Braunschweig ha-

ben Peter Meyer-Dohm

und seine Frau Uta,

74, gelernte Buchhändlerin,

lange Jahre

gelebt. Nicht weit weg wohnen

auch zwei ihrer Kinder und die beiden

Enkelkinder. Inzwischen haben

die Senioren ihr großes Haus gegen

eine 60-Quadratmeter-Suite in der

Kursana Villa Hannover getauscht.

Plus ein separat angemietetes Arbeitszimmer,

denn „ich brauche die

Bücher um mich herum.“ Trotzdem

keine leichte Entscheidung, aber aus

Sicht von Peter Meyer-Dohm eine

konsequente.

„Der Mensch baut sich ein großes

Haus, hat eine große Wohnung, einen

großen Garten. Alles Dinge also,

die einem ja eigentlich dienen sollen.

Im Alter aber dienen plötzlich

wir diesen Dingen, die damit früher

oder später zur Last werden.“ So

spricht der Ökonom. Und weiß sich da


völlig einig mit seiner Frau.

„Viele treffen eine solche

Entscheidung erst dann, wenn es

nicht mehr weitergeht. Wir hingegen

haben es zu einem Zeitpunkt

getan, an dem wir noch etwas davon

haben können“, ergänzt Uta Meyer-

Dohm, die den Motorsegelflug vom

Boden aus beobachtet

hat. Sie freut sich auf

den Rundum-Service,

den die Kur sana Villa

bietet: „Das ist wie in einem Nobel-

Hotel.“ Auch die vielen Veranstaltungen

und die neuen Kontakte reizen

sie und ihren Gatten.

Die „Superdimona“ setzt zur Landung

an. Ein paar Meter noch, ein

paar Wackler, ein kurzer Hupfer, die

Maschine rollt aus. Die Cockpithaube

Stichwort Segelflug

„Ich bringe gerne

die Erfahrung ein“

Nahezu schwerelos der Sonne entgegen, frei wie ein Vogel durch

die Lüfte gleiten: Diesen Menschheitstraum haben sich die

Segelflieger zu eigen gemacht. Pionier des Segelflugs ist Otto

Lilienthal, der Ende des 19. Jahrhunderts mit seinem Hängegleiter

das Grundprinzip des Fliegens „mit einem Apparat schwerer

als Luft“ bewies. An der Art des Fliegens hat sich seitdem nichts

geändert: Segelflugzeuge nutzen Aufwinde, um Höhe und Geschwindigkeit

zu gewinnen. Die „Flugapparate“ heute sind allerdings

High-Tech-Objekte – mit bis zu 30 Metern Spannweite und

gefertigt aus faserverstärkten Kunststoffen. Das hat in den letzten

Jahren die Weltrekorde buchstäblich in die Höhe schnellen

öffnet sich. Pilot und „Co-Pilot“ nehmen

die Kopfhörer ab. Gemeinsam

schieben sie die Maschine zurück

in den Hangar. Ein Händedruck als

Dankeschön an John Aschoff. „Eine

tolle Erfahrung! Das musste ich einfach

mal ausprobieren.“ Um dann

mit einem Lächeln zu ergänzen: „Was

hätte ich eigentlich

tun müssen, wenn es

dem Piloten oben

schlecht geworden

wäre?“ „So wie ich Sie einschätze,

wäre Ihnen schon etwas eingefallen“,

erwidert der Pilot gelassen.

Wohnen in der Villa

In einer der acht Kursana Villen zu

wohnen, ist schon etwas Besonderes.

Wer hier lebt, genießt höchsten Wohnkomfort,

stilvolles Ambiente und eine

exklusive Lage. Die Kursana Villa in

Hannover beispielsweise ist ein denkmal

geschütztes Gebäude im renommierten

Zooviertel. Hinzu kommen an allen

Stand orten ein erstklassiger Service

sowie ein niveauvolles Kultur- und Aktivitäten-Programm.

Fachpersonal sorgt für

eine umfangreiche und individuelle

Betreuung. Eine maß ge schneiderte

Komfortpflege im Apparte ment ergänzt

im Bedarfsfall die Betreuung; außerdem

gibt es einen separat geführten Komfort-Demenz-Wohnbereich,

der Bewohnern

mit eingeschränkten kognitiven

Fähigkei ten ein sicheres und behütetes

Zuhause bietet.

lassen: bis auf 15.400 Meter Höhe und einen Streckenrekord

– übrigens von einem Deutschen gehalten – von 3.009 Kilometern.

Der Segelflugsport ist bei uns längst keine Mutprobe für

Sonderlinge mehr. Es gibt über 32.000 lizenzierte Pilotinnen und

Piloten und rund 7.700 Segelflugzeuge. Eine Untergruppe bilden

die Motorsegelflugzeuge, bei denen der aufwändige Start per

Seilwinde oder Flugzeugschlepp entfällt.

Informationen: Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28,

38108 Braunschweig, Telefon: 05 31 . 2 35 40 - 0

Internet: www.daec.de

9


Gummitwist & Gameboy

Bewohner des Kursana Domizils Buchholz und die Kinder des benachbarten Kindergartens

besuchen einander regelmäßig. Und gemeinsam veranstalten alle Buchholzer

erstmals „Olympische Spiele“ für Jung und Alt.

Damenquartett beim Teekränzchen:

Loni Homann & Edith Gostomczyk, Anna & Sofia

10 I Das Titelthema

Eine wilde Verfolgungsjagd

ist im Gang. Anna, 4, und Sofia, 4,

drehen ihre Prinzessinnen im Kreis,

doch Simon, 5, und Kevin, 5, haben

sich die Teufel gepackt und setzen

den fliehenden Prinzessinnen nach.

Der Wachmann des Kasperletheaters

versucht, die Teufelei zu stoppen.

„Ich kann nicht mehr“, lacht Josef

Sindern schließlich erschöpft. So viel


getobt hat der 94-Jährige schon lange

nicht mehr. Der stattliche Mann

im dunklen Anzug mit Einstecktuch,

den die Kinder „Jupp“ nennen dürfen,

ist passionierter Puppenspieler.

Seit Tagen

hat er sich auf den Besuch

im benachbarten

Kindergarten gefreut. „Bei fünf eigenen

Enkeln bleibt man jung“, sagt er

und konzentriert sich wieder auf das

Kasperletheater.

Doch zum Ausruhen ist keine Zeit,

denn jetzt steht Gummitwist auf dem

Programm. „Das kennen die Kinder

von heute gar nicht mehr“, erklärt

Kindergärtnerin Dörte Bartl, 46.

Fünf Bewohner des benachbarten

Kursana Domizils sind zu Besuch im

Kindergarten. Die Senioren möchten

den Kindern vorführen,

womit sie einst

gespielt haben. Und

ihnen beweisen, dass

man zum Spielen nie zu alt ist …

„Mit Kindern bleibt

man jung“

„Generationen fürund

miteinander“

„Kasperle“ Josef Sindern, 94, hat gut Lachen

... umringt von den „Prinzessinnen“ Anna, 4,

und Sofia, 4, sowie „Teufelchen“ Simon, 5

Loni Homann mit Anna und Sofia posiert

mit einem alten Puppenwagen

aus Urgroßmutters Zeiten. „Ich hatte

nicht viele Spielsachen“, erinnert

sich die über 80-Jährige.

„Wir lebten nahe am

Wald und waren jede

freie Minute in der Natur.“

Edith Gostomczyk, 83, die einst

in England gewohnt hat, wird richtig

nostalgisch. Sie schwärmt von

einem knallroten britischen Kinderwagenmodell,

in das sie heute noch

vernarrt ist. „Durch den Kontakt mit

den Kindern erfahren wir vor allem,

wie die Welt heute tickt. Es ist erstaunlich,

wie viel die Kleinen schon

von den Medien verstehen.“

Andrea Buro, 44, die Direktorin des

Kur sana Domizils, hat diesen Kontakt

organisiert. Regelmäßig

besucht der Kindergarten

die Be wohner

des Domizils. Und umgekehrt.

Die Senioren, sagt sie,

Generationen-Treffpunkte

„Jung zu Jung und Alt zu Alt, jeder sich an

sein’s Gleichen halt’.“ Dieses altdeutsche

Sprichwort hat längst keine Gültigkeit

mehr – zumindest in den Kursana Häusern.

Denn inzwischen gibt es in fast allen

Domizilen, Residenzen und Villen gelebte

Kooperationen mit Kindergärten, Horten

und Schulen. Wir tauschen Erfahrungen

aus, heißt die Devise, wenn zum Beispiel

Domizil-Bewohner von Schwedt bis Weiden

als Vorleser in die Kindertagesstätten

gehen, wenn von Weimar bis Bonn

und von Mömbris bis Reinbek gemeinsam

gebastelt, gesungen und musiziert wird.

Oder in Potsdam, Eisenhüttenstadt und

Seelze Kinder zu gemeinsamen Feiern ins

Haus kommen. Mit Schulkindern finden

in Berlin-Marzahn vierzehntägige Spielenachmittage

statt, in Stavenhagen regelmäßige

Bilderausstellungen oder in Bad

Lauterberg ein wöchentlicher Gesprächskreis.

In Berlin-Lichtenberg kommt es

zu täglichen Treffen in der Hofpause der

Grundschule ... denn Schule und Domizil

liegen sich direkt gegenüber und die

Bewohner können auf den Pausenhof

blicken. Auch das hält jung.

11


12 I Das Titelthema

Hau...Ruck...Donald...Duck...Micky...Maus...Raus – Das Hüpfspiel Gummitwist ist uralt und

von Buchholz bis Peking auf der ganzen Welt beliebt. Ebenso beliebt: Puppen im Kinderwagen

spazieren fahren und den Geschichten von Großmüttern lauschen

seien jederzeit für außergewöhnliche

Aktionen zu begeistern und die

Kinder lernten einen respektvollen

und entspannten Umgang mit Alter

und Gebrechlichkeit.

Das Engagement des Domizils entspricht

der Philosophie der Stadt

Buchholz, die sich

verstärkt für gene- „Wir sind ein

rationenübergreifende tolles Team“

Projekte einsetzt. „Wir

wollen die Familienstadt am Rande

von Hamburg sein“, sagt Andrea Buro.

Erstmals findet in diesem Jahr eine

„Generationen-Olympiade“ statt.

Mitinitiator ist das Kursana Domizil.

„Sport und Spiel, Buchholz macht

mobil – Generationen für- und miteinander“,

lautet das Motto. Teilnahmebedingung:

Vier Personen

müssen gemeinsam mindestens

100 Jahre alt sein. Die Teams konkurrieren

in Disziplinen wie Crocket,

der finnischen Wikingerschach-

Variante „Möllky“, Softball und

Boule. Und neben

den guten alten Ratespielen

gibt’s auch

Computer-Herausforderungen

mit „Gameboy“ und „Nintendo

Wii“. Während andere noch

über die Gruppenzusammensetzung

beraten, ist für Anna, Sofia,

Simon, Kevin und Josef Sindern

klar: „Wir sind ein tolles Team.“


Zwei rechts, zwei links

Großmütter lernten es noch in der Schule. Doch langsam geriet das Stricken

in Vergessenheit. Dagegen hilft nur, das Können weiter zu geben. So wie im

Kursana Domizil Schneeberg. Jeden Dienstag trifft sich dort der Strickkreis.

Ingrid Brandner greift an die

Stricknadeln ihrer Nachbarin. „Fester,

aber nicht zu fest. Die Hände

müssen locker bleiben.“

Die 83-Jährige ist

eine gestrenge „Lehrerin“,

aber auch eine

mit Witz. „Wir üben das so lange, bis

wir im Finstern stricken können.“ Für

die ehemalige Weberin aus Schlema

ist das natürlich kein Problem.

Im Alter von vier Jahren hat sie den

geschickten Umgang mit Wolle und

Nadeln von ihrer Mutter gelernt – und

kann es bis heute. Die „Schülerin“

an ihrer Seite, Ergotherapeutin Doreen

Tautenhahn, 33, hat das Stricken

einst auch gelernt: „Mit neun

Jahren. Aber als Jugendliche hatte

ich es schon wieder verlernt.“ Nun

fängt sie damit in ihrer Freizeit wieder

von vorn an. „Das ist nicht altmo-

„Die Hände müssen

locker bleiben“

disch, das kommt wieder in Mode“,

sagt sie. Das finden auch Annemarie

Höll, 80, und Hilde Kreißig, 85.

Die beiden Bewohnerinnen

lassen sich die

Dienstagstreffs nicht

entgehen, schauen

sich gern diesen oder jenen Trick ab,

probieren neue Muster aus.

Wenn es ihre Zeit erlaubt, ist auch

Katrin Rings, 50, die Direktorin des

Hauses, mit dabei. Sie hatte übrigens

die Idee dazu, geboren nach

einem „Schockerlebnis“,

wie sie lächelnd

sagt: Zur Ausgestaltung

des Hauses brachte sie

ihre Puppe aus Kindheitstagen mit

und setzte sie in einen Puppenwagen.

Eines Tages war die Puppe verschwunden,

um wenig später wieder

aufzutauchen – neu „eingestrickt“.

Maschen aufnehmen, Maschen verkreuzen, Maschen abketten: Stricklehrerin Ingrid Brandner, 83,

zeigt geduldig, wie Kunstwerke aus Wolle entstehen

Natürlich von Ingrid Brandner. Die

Idee für die Strick-Runde war geboren

– unter der Leitung der 83-jährigen

„Lehrerin“, die von sich sagt:

„Ich bin ja eigentlich nicht der gesellige

Typ. Aber jetzt macht es mir

richtig Spaß.“

Der Treff hat sich inzwischen herumgesprochen.

Auch, weil hier schicke

Pullover oder bunte Schals nicht für

den Eigenbedarf gefertigt werden. „Im

Herbst wollen wir auf einem Basar

die Sachen verkaufen und den Erlös

für soziale Projekte in

„Stricken ist nicht Schneeberg spenden“,

altmodisch“ sagt die Direktorin. Bis

dahin will auch Ergotherapeutin

Doreen Tautenhahn einen

Pullover mit zwei gleich langen

Ärmeln fertig haben.

13


„Erinnern Sie sich noch an

den 1. September 1939?“ Als Alexander

Kaestner diese Frage stellt, ist es,

als seien neun Glühbirnen gleichzeitig

angegangen – alle Senioren im Akti-

vitätsraum wissen genau,

was sie gemacht

haben am Tag, als

Deutschland den Krieg

begann. „Nach der Meldung im Radio

bin ich direkt mit dem Rad zu meiner

Schwester gerast. Ich sehe sie noch

vor mir, wie sie sich erschrocken im

Bett aufrichtet“, sagt beispielsweise

Hedi Hesselbach, 88. Der Moment, in

dem sich das Leben schlagartig veränderte,

wird mehr als sieben Jahrzehnte

später wieder lebendig.

14 I Das Titelthema

„Der Vergangenheit

Raum geben“

Kindheit

im Krieg

„Der Vergangenheit Raum geben,

sich mitteilen und sich so selbst auf

die Spur kommen. Das machen wir

hier“, sagt Alexander Kaestner, 70.

Der pensionierte evangelische Pfar-

rer und die Diplom-

Pädagogin Stephanie

Ludwig, 50, haben den

Gesprächskreis ins

Leben gerufen. Die Teilnehmer in der

Frankfurter Kursana Villa sind zwischen

1917 und 1927 geboren. „Oft

entsteht jetzt im Alter das Bedürfnis,

die Erfahrungen aus dem Krieg

zu teilen“, sagt Stephanie Ludwig.

„Wir erleben Menschen, die von ihren

Erlebnissen träumen. Plötzlich

kommt eine Erinnerung, ein Gefühl

Lebenserfahrung aufarbeiten. Für die Gener

ation, deren Kindheit und Jugend durch den

Zweiten Weltkrieg geprägt wurde, ist das eine

besondere Herausforderung. Ein Gesprächskreis

in der Villa Frankfurt hilft dabei.

Zeitsprung von mehr als acht Jahrzehnten:

Elisabeth Maria Koch als Kleinkind – und heute

hoch“, ergänzt Alexander Kaestner.

Auslöser können Geräusche, Düfte,

Lieder, Fotos sein. „Bei Gewitter hat

meine Mutter immer noch Angst, das

ist für sie wie ein Bombenhagel“,

sagt Eva Oppel. Die 50-Jährige ist

Gast in der Seniorenrunde.

Gesprächsleiterin Stephanie Ludwig

geht es um noch mehr: „Kindheitserlebnisse

haben – ob sie nun ausgesprochen

werden oder unausgesprochen

bleiben – Auswirkungen auf die

nachfolgenden Generationen.“ Auch

in ihrer Familie war das so: „Bei uns

musste immer alles aufgegessen werden.

Ich habe oft geweint als Kind,

weil ich dazu gezwungen wurde.“


Lebensmittel wegzuwerfen ist für

die Kriegsgeneration fast unmöglich.

Da sind sich alle im Gesprächskreis

einig. „Wer so gehungert hat wie wir,

der wirft Essen nicht weg“, sagt auch

Waltraud Bachmann, 85. Die gebürtige

Ostpreußin war als junge Frau fünf

Jahre in russischer Gefangenschaft.

Mehr will sie darüber nicht sagen.

Denn auch das Schweigen hat seinen

Platz in dieser Runde. „Manche Menschen

haben abgeschlossen mit der

Vergangenheit. Den Sack gewissermaßen

zugemacht“, zeigt der Pfarrer

Verständnis. Sollte das Erinnern alte

Wunden aufreißen, würde er an Psychotherapeuten

zu einer professionel-

len Betreuung verweisen.

„Achtsamkeit ist wichtig“,

sagt er. Oft hat das

Erinnern aber auch eine

klärende Wirkung. „Wir erleben immer

wieder, dass Senioren plötzlich noch

einmal wichtige Orte ihrer Kindheit

sehen möchten“, sagt Stephanie Ludwig.

„Oft kommen Angehörige mit und

Schnappschüsse aus der Kindheit: (v.l.n.r.)

Inge Kluge, 83, Otto Hell, 87, und Gertrud

Rothmeier, 91, bei der Einschulung und

(unten) mit Geschwistern

erfahren bisher unbekannte Seiten ihres

Vaters oder ihrer Mutter.“ Nicht nur

Schrecken, sondern auch schöne Erfahrungen

kommen zur Sprache. Das

Bild wird kompletter.

Das Tabu, das oft jahrzehntelang auf

den Kindheits- und Jugenderfahrungen

lastete, wird in der Gesprächsrunde

gelockert. „Das tut gut“, sagt Hedi

Hesselbach. Ihren eigenen Kindern

hat sie fast nichts aus ihrer Kindheit

im Krieg erzählt. „Aber den Enkeln!

Die haben alles aufgesogen wie ein

Schwamm.“ Vor einer Weile hat die

vielfache Groß- und Urgroßmutter

in ihren Unterlagen die Zeichnung

eines Enkels gefunden. Als Zehnjäh-

riger hat er ein klei-

„Wer gehungert hat, nes Plakat gemacht:

wirft kein Essen weg“ „Keine Gewalt. Keinen

Krieg, weil niemand

siegt.“ Daneben ein durchgestrichenes

Hakenkreuz. „Ich habe mir

das Blatt gerahmt und aufgehängt.

Das ist aktuell. Wir sollten aus unseren

Erfahrungen lernen.“

Die Kinder- und Jugendfotos

auf dieser Seite ...

... stammen aus einem Fotowettbewerb

der Kursana Residenz Regensburg.

Deren Bewohner waren dazu aufgerufen,

ihre schönsten Kindheitsfotos einzureichen.

„Wir waren über die positive Resonanz

überrascht“, sagt Residenz-Verwaltungsleiter

Heinrich Peters. Eine Auswahl

der Fotos, vergrößert und gerahmt, ziert

inzwischen das Restaurant der „Castra

Regina“. Zur Gewinnerin des Fotowettbewerbs

kürte eine Jury die Bewohnerin

Elisabeth Maria Koch, 86 (auf dem Kindheitsfoto

oben links). Ihr Gewinn: eine

Drei-Tages-Reise in die Kursana Residenz

Bad Pyrmont. Auf dem Programm stand

dort unter anderem ein Besuch des Kurparks

mit seinem Palmengarten und den

subtropischen Gewächsen. Und – auf

besonderen Wunsch der Regensburgerin

– ein Gedankenaustausch mit dem

Bewohnerbeirat. Denn Elisabeth Maria

Koch ist im „Nebenberuf“ die Vorsitzende

des Beirats in ihrer Heimatresidenz.

15


16 I Das Titelthema

Erfahrungen austauschen

– Zuversicht gewinnen

Angehörige von Demenzkranken sind

besonders gefordert – und sie brauchen

Unterstützung. „Der erste und schwierigste

Schritt ist, sich die Krankheit

einzugestehen“, sagt Heike von Lützau-

Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen

Alzheimer Gesellschaft. Selbsthilfe- und

Gesprächsgruppen sind eine anerkannte

Hilfe. In den Villen, Residenzen und Domizilen

bei Kursana treffen sich Angehörige

in unterschiedlichen Gruppen. So gibt

es beispielsweise in der Residenz Hamburg-Niendorf

einen Austausch für Partner

von dementiell Erkrankten, in der Villa

Wiesbaden leitet der Geschäftsführer der

Alzheimer Gesellschaft einen Gesprächskreis,

im Domizil Potsdam entstand eine

Angehörigengruppe in Zusammenarbeit

mit der Krankenkasse, und in Nienhagen

hat sich aus einer Vortragsreihe eine Selbsthilfegruppe

gebildet.


Loslassen lernen

Wenn Eltern oder Partner an Demenz erkranken, gerät auch für die Angehörigen die

Welt aus den Fugen. Halt und Verständnis finden viele in Gesprächsgruppen – wie in

den Kursana Häusern.

„Regenbogen“ – so heißt die

Angehörigen-Gruppe, die einmal

monatlich im Kursana Domizil Lingen

zusammenkommt. Die Idee zur

Gründung hatte Helene Kraus. „Die

Angehörigen hatten ein dringendes

Bedürfnis nach Austausch. Es gibt so

viel Unsicherheit, wenn ein Angehöriger

dement ist“, sagt die stellvertretende

Pflegedienstleiterin.

Gruppenmitglied Barbara van der

Stad bestätigt das: „Die erste Zeit

mit der Krankheit meiner Mutter war

schlimm für mich.“ 2008 erhielt die

– inzwischen 75-Jährige – die Diagnose

Alzheimer. „Das hat mir Angst

gemacht. Außerdem

kam ich sehr schlecht

mit ihren Veränderungen

zurecht.“ Die Rollen

zwischen Mutter und Tochter verkehrten

sich ins Gegenteil. „Meine

Mutter, die immer für mich da war,

verschwand zunehmend.“ Als besonders

einschneidend ist für sie ein gemeinsamer

Besuch am Grab des Vaters

in Erinnerung. Die Mutter fragte

ungerührt, wer denn dort beerdigt

sei. „Das hat mir sehr weh getan.“

Ihre Trauer, Wut und Verzweiflung

kann Barbara van der Stad in der

„Ich bin jetzt viel

entspannter“

Selbsthilfegruppe teilen. „Hier haben

alle ähnliche Erfahrungen“, sagt

die dreifache Mutter. Während Außenstehende

oft verständnislos

seien, nachfragten,

warum man einen Elternteil

oder Partner

in eine Pflegeeinrichtung

und Betreuung „abschiebe“,

wissen andere Betroffene, was die

Demenz-Erkrankung eines Angehörigen

bedeutet. „Irgendwann geht es

nicht anders. Die Krankheit erfordert

ein Loslassen. Die Beziehung

ändert sich. Man muss das für sich

annehmen“, sagt Barbara van der

Stad, „es ist ein Lernprozess.“ Es

hilft ihr, dass sie ihre

Mutter vom einfühlsamen

Fachpersonal

rund um die Uhr betreut

weiß. Auch das Fachwissen,

das die Pflege-Mitarbeiter mit den

Angehörigen teilen, hat sie weitergebracht.

„Wir haben erfahren, in

welcher Welt die Demenzkranken

leben – und wie wir einen Zugang

dorthin finden können.“

Inzwischen kann sich Barbara van

der Stad über einen neuen Zugang zu

ihrer Mutter freuen. „Sie sucht jetzt

viel mehr körperliche Nähe. Das ist

„Es gibt so viel

Unsicherheit“

wunderbar. So intensive Zärtlichkeit

hatten wir früher nicht.“ Bei Spaziergängen

in der Natur, wenn der kleine

Hund der Familie auf ihren Schoß

springt oder wenn sie

Bayrisch hört, freue

sich die Mutter aufrichtig.

„Mich macht

es so glücklich, wenn ich sie lachen

höre“, sagt die Tochter. „Ich habe

gelernt, den Moment zu genießen.“

Trotzdem, gesteht sie ein, tauchten

hin und wieder Bedenken, Ängste

und Unsicherheiten auf. „Alle Gedanken,

die einem durch den Kopf

gehen, kann man in der Gruppe äußern.

Hier gibt es keine Tabus. Das

ist befreiend.“ In der Gruppe hat

Barbara van der Stad auch gelernt,

auf sich selbst zu achten und ihre

Bedürfnisse ernst zu nehmen. „Ich

gönne mir, dass ich nicht zu meiner

Mutter fahre, wenn ich gestresst

bin. Schließlich weiß ich, dass sie

im beschützen Bereich im Domizil

in guten Händen ist. Die Gruppe

hat mir mein schlechtes Gewissen

genommen“, sagt sie und fügt hinzu:

„Die Kinder und mein Mann meinen,

dass ich jetzt viel entspannter

bin – und das tut uns allen gut.“

17


Weiter-Entwicklung

Mit 52 Jahren wagt Petra Meyer den Schritt zurück auf die Schulbank. Die dreifache

Mutter macht eine Ausbildung zur Pflegefachkraft – als eine der ältesten Schülerinnen

in ihrer Klasse. Bereits jetzt arbeitet sie als Pflegehelferin im Demenz-Wohnbereich.

18 I Das Titelthema

Kaum hat Petra Meyer einen

Fuß durch die Tür des Demenz-Wohnbereichs

„Neewe“ gesetzt, hakt sich

Hilde Schäfer schon bei ihr ein. Die

90-Jährige will genau wissen, warum

sich die beiden so lange nicht

begegnet sind. „Ich war doch wieder

in der Berufsschule“, erklärt ihr Petra

Meyer. Die beiden Frauen kennen

sich seit Jahren, denn auch schon vor

ihrer Ausbildung hat Petra Meyer im

Demenz-Wohnbereich

des Kursana Domizils

Seligenstadt gearbei -

tet, damals als Pflegehelferin.

„Die Entscheidung für den

Pflegeberuf habe ich nie bereut“,

meint sie, „man sagt mir Geduld und

Einfühlungsvermögen nach. Altenpflege

ist ein Beruf mitten im Leben

und nah am Menschen.“

Nicht nur auf dem Wohnbereich staunt

man über die erfahrene Schülerin.

„An meinem ersten Berufsschultag

vor rund einem Jahr hielten mich meine

Mitschüler für eine Lehrerin“, erzählt

Petra Meyer und lacht, „da bin

ich die Henne unter lauter Küken.“

Mittlerweile hat sie sich an die fragenden

Blicke gewöhnt und empfin-

„Die Entscheidung

habe ich nie bereut“

det ihre Lebens- und Berufserfahrung

als großen Vorteil. Zum Beispiel

im Fach „Pflege“. Da kennt sie sich

aus. Als Pflegehelferin beschränkte

sich ihre Arbeit aber auf den hauswirtschaftlichen

Bereich und auf die

Grundpflege wie das Waschen und

Anziehen der Bewohner. „Dass ich

viele Dinge nicht machen durfte, hat

mich oft gestört“, erklärt Petra Meyer.

Sie will die gesamte pflegerische

Arbeit leisten. Als ausgebildeteAltenpflegerin

wird das so sein.

Schon jetzt darf die

Pflegeschülerin unter Anleitung beispielsweise

Verbände wechseln und

Medikamente verabreichen.

Trotz ihrer Erfahrung benötigte sie

aber besonders am Anfang Unterstützung

von den Jüngeren. „Meine

Schulzeit war über 30 Jahre her, das

Lernen fiel mir schwer“, erinnert sie

sich an ihre ersten Wochen in der

Berufsschule. Praktisch, dass die

jüngste ihrer drei Töchter zum selben

Zeitpunkt auf ein Berufliches Gymnasium

wechselte. Die Schwerpunkte

der 17-jährigen Angelina Meyer: Gesundheitslehre

und -ökonomie.

Azubi Petra Meyer im Tageseinsatz: Im Gespräch mit Bewohnerin Hilde Schäfer, 90 (oben),

bei der Medikamentenausgabe unter Anleitung (Mitte) und beim gemeinsamen Lernen mit

Tochter Angelina, 17 (unten)


„Dass ich einmal mit meiner Mutter

zusammen lernen würde, hätte ich

mir früher nicht vorstellen können“,

erzählt Angelina Meyer. Sie half,

als ihre Mutter anfangs von Selbst-

zweifeln und Versagensängsten

geplagt „Ich bin die Henne

wurde. Und: Die Be- unter lauter Küken“

geisterung ihrer Mutter

für die Pflege schwappte auf sie

über. Seit Ende letzten Jahres hilft

der Teenager in der sozialen Be-

treuung bei Kursana aus. Natürlich

auch im Demenz-Wohnbereich von

Petra Meyer.

Mutter und Tochter lernen voneinander.

„Die Körperzellen und ihre

Strukturen konnte ich

mir einfach nicht merken.

Bis Angelina mir

einen Reim als Eselsbrücke

genannt hat“, erinnert sich

Petra Meyer, „seitdem habe ich die

Zellen nicht mehr vergessen.“ Die

„Etwas Gutes tun, Lächeln ernten“ – Ausbildung in der Altenpflege

„Gute Pflege sucht guten Nachwuchs“, lautet der Titel einer

neuen Kursana Broschüre zur Ausbildung in der Altenpflege.

Mit derzeit 415 Auszubildenden zählen die Kursana Einrichtungen

bereits jetzt zu den größten privaten Ausbildern

in der Pflege. Und der Bedarf wächst weiter.

„Altenpfleger/-in werden – eine kluge Entscheidung“,

ist das Motto der Broschüre, die

sich in Aufmachung und Sprache gezielt an

Schüler und Schulabgänger wendet.

„Etwas Gutes tun, Lächeln ernten,

jeden Tag. Ich bin froh, dass ich mich

für diesen Beruf entschieden habe“,

wird zum Beispiel Benjamin Blaß,

25, vom Kursana Domizil Eisenhüttenstadt

zitiert. Detailliert

und anschaulich gibt die kleine

Publikation einen Überblick

über den Berufsalltag eines

Infos über Stellenangebote und Karriere -

möglich keiten erhalten Sie unter dem Stichwort

„Jobs & Karriere“ auf der Kursana Website

www.kursana.de

Schulnoten beweisen das: Aus einer

Vier im Fach Anatomie ist mittlerweile

eine glatte Eins geworden und

die erste Zwischenprüfung bestand

sie im Frühjahr mit „gut“. Seitdem

sind die Selbstzweifel vergessen und

Petra Meyer ist sich sicher: In zwei

Jahren arbeitet sie noch immer im

Demenz-Wohnbereich „Neewe“.

Dann aber als Pflegefachkraft.

Azubis und listet alles Wissenswerte zum Beruf und zu Kursana

auf – darunter auch einen Test: „Reif für die Altenpflege?“

Fazit: Eine Entscheidungshilfe, die Optimismus ausstrahlt und

das auch mit Zahlen belegt. „93 Prozent unserer Auszubildenden

würden Freunden die Ausbildung bei Kursana

empfehlen.“

19


Ältesten-Rat

Ich bin ein Autonarr

„Wie ich über 100 geworden bin? Ich bin an allem interessiert – mit

Autos kenne ich mich nach wie vor aus – und bin gern unter Menschen.

Ich lege Wert auf adrette Kleidung und gepflegtes Äußeres ...

und freue mich auf mein Viertele Wein im Café des Domizils.“

20 I Das Zitat

Alfons Hochstuhl, 102, lebt im Kursana Domizil Rastatt. Der Baden-

Badener baute nach dem Krieg ein Taxi- und Güternahverkehrs-

Unter nehmen auf. Noch heute ist er stolz, „nie einen Punkt in Flensburg“

erhalten zu haben. Er gilt als „Gentleman der alten Schule“.


Arbeit ist mein Leben

„Was das Geheimnis meines Alters ist? Arbeit. Ich bin noch mit

90 in die Firma gegangen. Fit hält mich die Familie: zwei Kinder,

vier Enkel und zwei Urenkel. Unser Familientreff ist Kursana. Da

sitzen wir nachmittags bei Kaffee und Kuchen im Café.“

Richard Kappler, 100, lebt mit seiner Frau Charlotte, 87, seit vier

Jahren in der Kursana Residenz Hamburg-Niendorf. Der Hamburger

übernahm das Hausrat- und Eisenwarengeschäft „direkt am Michel“

vom Vater; heute führt es die 4. Generation erfolgreich weiter.

21


Fertig zum Einzug

Die Zahl der Kursana Häuser in Deutschland wächst stetig. Schwerpunkt sind neue

Pflegeeinrichtungen. Zudem entstand jüngst ein Betreutes Wohnen in Berlin.

Kursana Domizil Dreieich

Das Domizil im Vorland des Odenwalds

bietet Platz für 103 Senioren

in komfortablen Zimmern mit

stufenfreiem Bad. Angeboten werden

alle Pflegeformen. Für dementiell

erkrankte Bewohner befindet

sich im Obergeschoss ein eigener,

sicherer Bereich mit umfassender

Betreuung. Kurzzeitpflegeplätze

runden die Palette ab, damit sich

pflegende Angehörige eine Auszeit

gönnen können.

Kursana Domizil Griesheim

Griesheim liegt als grüne Oase vor

den Toren Darmstadts im Herzen

des Rhein-Main-Gebietes. Die Pflegeeinrichtung

hat Platz für 120 Bewohner,

davon 102 in Einzelzimmern.

In die hellen und freundlichen Zimmer

können eigene Möbel- und Erin-

22 I Die Expansion

nerungsstücke mitgebracht werden.

Der Neubau verfügt über wohnliche

Gemeinschaftsräume, Gartenanlage,

Dachterrasse und Restaurant.

Kursana Domizil Berlin-Landsberger

Tor / Erweiterung

Das Domizil am nordöstlichen Stadtrand

Berlins ist eine großzügig gebaute

Wohnanlage. Es gibt einen

Pflegebereich für bis zu 99 Bewohner

und – als Besonderheit bei den

Kursana Domizilen – 150 Wohnungen,

in denen Betreutes Wohnen an-

geboten wird. 33 davon sind in diesem

Jahr neu entstanden: Ein- bis

Zwei-Zimmer-Appartements mit Bad,

moderner Einbauküche und Balkon.

Kursana Domizil Kriftel

Das Domizil ist Herzstück eines neu

entstehenden Pflegezentrums und

bietet seinen bis zu 104 Bewohnern

einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit.

Qualitativ hochwertige

Service-, Betreuungs- und Pflegeangebote

stehen zur Verfügung, dazu

wohnliche Gemeinschaftsräume

und ein Restaurant. In der Nachbarschaft

entsteht Betreutes Wohnen

und ein Kindergarten. Die Eröffnung

wird vorraussichtlich Anfang

2013 sein. Kriftel liegt direkt vor den

Toren Frankfurts.


Großzügige, klare Formen, viel Raum zum Entspannen und Kommunizieren und helle,

freundliche Einzelzimmer: Das zeichnet eine moderne Senioreneinrichtung aus

„Architektur muss

Menschen dienen“

Die Hamburger Immobilien- und Bauträger AG (HIBA)

hat mit Kursana bereits sieben Domizile geplant oder

gebaut. Der Vorstand Thomas Eichentopf im Gespräch.

Sie gelten als Spezialist für Seniorenbauen.

Wann ist ein Wohn-

und Pflegeheim gelungen?

Wenn die Bewohner sich darin wohlfühlen

und das Haus als ihr Zuhause

annehmen. Es sollte eine Umgebung

sein, in der man in Würde

altern kann. Das ist das Wichtigste.

Das klingt abstrakt ...

Der Bau zeitgemäßer Senioreneinrichtungen

ist anspruchsvoll. Wir haben

als Planer und Umsetzer eine enorme

Anzahl baurechtlicher Bestimmungen

zu beachten und natürlich

auch die Kosten im Blick zu behalten.

Kursana muss die Einrichtungen

ja auf lange Sicht wirtschaftlich

und solide betreiben können, auch

im Interesse der Bewohner und ihrer

Angehörigen.

Die Ansprüche an Pflegeeinrichtungen

steigen. Bleibt Raum für

eine individuelle Note?

Kursana hat diesen Anspruch. So

liegt die Wohnfläche pro Person

bei Kursana mit 22 Quadratmetern

weit über dem allgemeinen Standard.

Außerdem legt unser Partner

großen Wert auf eine helle und

freundliche Raumatmosphäre, auf

möglichst großzügige Balkone, Terrassen

und Gartenanlagen, auch auf

hochwertige Materialien sowie auf

einen offenen, fast schon hotelartigen

Eingangsbereich.

Was bedeutet das für die Zu sam -

menarbeit?

Das passt zu unserer Haltung als Architekten.

Wir sehen uns nicht als

Künstler. Wir wollen keine schrille,

aufdringliche Architektur, sondern

eine, die sich zurücknimmt. Sie

muss den Menschen dienen. Offenheit,

Durchlässigkeit und Interaktion

sind dafür genauso wichtig wie persönliche

Rückzugsräume oder kurze

Wege zu den Gemeinschaftseinrichtungen.

Unsere Partner bei Kursana

haben da klare Vorstellungen.

Ihr eigener Vater lebte in einem

Seniorenheim. Hilft das, die

Wün sche von Älteren besser zu

kennen?

Auf jeden Fall. Leben in einem Seniorenheim

heißt ja, seine Historie,

sein Leben auf das Wesentliche zu

konzentrieren. Ich wünsche allen

Senioren genügend Privatraum und

genügend Platz für die Erinnerungen

eines langen Lebens.

Wie werden die Seniorenheime

aussehen, wenn Sie im Alter

Ihres Vaters sind?

Sie werden wohl öfter in Zentrumsnähe

angesiedelt sein. Die Erkenntnis

setzt sich durch, dass Senioren am

Leben teilhaben wollen. Der Trend

geht zu Wohngruppen; es gibt erste

integrierte Wohngemeinschaften.

Thomas Eichentopf,

56, ist Vorstand der

Hamburger Immobilien-

und Bauträger

AG (HIBA). Er ist

Diplom-Ingenieur

und Architekt.

23


Jugendwahn adé

Als Christa Höhs 1994 ihre Agentur „Senior Models“ gründete, betrat sie

Neuland. Denn Mannequins jenseits der 30 waren Exoten. Das hat sich

geändert. Kursana Bewohnerinnen warfen einen Blick hinter die Kulissen.

24 I Die Erkundung


„Wenn Senioren in der Werbung

auftauchten, dann nur für den

Zipperleinmarkt“, erinnert sich Christa

Höhs an die Anfänge in den 1990er

Jahren. Die gebürtige Hamburgerin

wollte das ändern: „Als

ich die Agentur gründete,

war es die ersteSeniorenvermittlung

weltweit.“ 18 Jahre später hat

sich die Branche grundlegend gewandelt.

Rund ein halbes Dutzend

Agenturen in Deutschland sind auf

Senioren spezialisiert. Allein Christa

Höhs hat annähernd 1.000 Models

im Alter zwischen 30 und 94 Jahren

in ihrer Kartei.

In schlichtem, locker fallendem beigen

Rollkragen-Oberteil und einer

bequemen Hose sitzt die 70-Jährige

entspannt am PC in ihrer Agentur

in München-Sendling. Sedcards

einiger ihrer Models zieren ein Regal.

Davor stehen zwei Damen aus

der Kursana Villa München – und

staunen über die Fotos. „Wie jung

ist die denn?“, will Else-Helga Wächter,

90, wissen und zeigt auf das

Foto einer grauhaarigen Frau. „Raten

Sie mal“, lächelt die Agenturchefin.

„60“, schätzt die zweite

Besucherin, Klara Kosellek,

85. Damit liegt sie mehr als

Erfahrungsaustausch: Pionierin

Christa Höhs (Mitte) erläutert ihren

Besucherinnen Klara Kosellek (links)

und Else-Helga Wächter (rechts) das

Erfolgsprinzip ihrer Agentur

„Ausstrahlung ist unabhängig

vom Alter“

zehn Jahre unter dem tatsächlichen

Alter. Beim Rätseln über das Alter

der Models greifen die Besucherinnen

grundsätzlich zu tief. „Weil die

Frauen so lange im Berufsleben ste-

hen und auf sich achten,

bleiben sie einfach

länger jung“, ist

die Theorie der pensionierten

Apothekerin Klara Kosellek.

Was sie nicht sagt: Auch ihr

sieht man das Alter nicht an.

Die beiden Seniorinnen aus der

Kursana Villa München sind von ih-

rer Gastgeberin und

deren Agentur begeistert:

„Das ist toll,

was Sie hier machen“,

sagt Klara Kosellek und fügt hinzu:

„Trotzdem finde ich, es sollte noch

mehr Senioren in den Medien und

in der Werbung geben.“

Die Pionierin Christa Höhs zeigt die

Gesichter des Alters – mit Selbstbewusstsein,

Fröhlichkeit und Natürlichkeit.

„Das Alter ist eine Lebensphase,

in der Schönheit ebenso

ihren Platz hat wie in allen anderen

„Alter war das

schlimmste Tabu“

Phasen“, findet sie. Klara Kosellek

stimmt ihr zu: „Persönliche Entwicklung

hört schließlich nicht auf im Alter.“

Ihre eigene Lebensgeschichte

belegt das: Erst mit Mitte 60 hat sie

zum ersten Mal geheiratet – einen

Italiener, mit dem sie jahrelang in

Mailand lebte. Selbstbewusstsein

und Schönheitssinn – auch im Alter,

darauf legt Else-Helga Wächter

ebenfalls Wert. Sie trägt bevorzugt

Designerkleidung, die sie sorgsam

und gekonnt mit Schmuck und Accessoires

kombiniert. Ihre perfekt

manikürten und lackierten Fingernä-

gel begleiten die BerlinerUnternehmerwitwe

seit ihrem 16.

Lebensjahr. „In Würde

alt werden, darum geht es“, betont

die 90-Jährige.

Die Modelagenturchefin geht noch

einen Schritt weiter: Es komme

darauf an, das Alter zu würdigen.

Als sie mit ihrer Agentur auf den

25


Markt kam, „war Alter das schlimmste

Tabu.“ Erfolgsmarken wie Nivea

oder Dove hätten sich als erste getraut,

dieses Tabu zu brechen – und

das Alter in seiner Schönheit darzustellen.

Für ältere Menschen als

Werbeträger sprechen längst auch

klare Fakten wie die Alterspyramide.

Senioren als Konsumenten sind eine

wachsende Zielgruppe. „Die Nach-

frage steigt ständig“,

sagt Christa Höhs.

Buchungen kommen

aus fast allen Branchen

– von Kosmetik über Luxusgüter

bis hin zu Versicherungen oder

Automarken.

Seniormodels punkten mit Erfahrung

und Glaubwürdigkeit. „Sie stehen zu

dem, was sie erlebt haben, strahlen

Gelassenheit und Güte aus“, so die

Agenturchefin. Gefragt ist nicht die

überwältigende Schönheit,

sondern dass jemand sympathisch

wirkt, Typ „nette

Leute von nebenan.“ Auf

Neue Erfahrung: So fühlt es sich

an als Model. Bei einem Shooting

mit dem Münchner Fotografen

Robert von Aufschnaiter probieren

sich Else-Helga Wächter (Seite 24)

und Klara Kosellek als Models aus.

Ihr Fazit: Das macht Spaß, ist aber

auch sehr anstrengend. Mirsada

Mougios, Friseurin der Kursana

Villa München, sorgt für das

passende Make-up

26 I Die Erkundung

„Die Schönheit liegt

in den Augen“

eine positive Ausstrahlung komme

es an, wenn man als Model Erfolg

haben will. „Die Ausstrahlung ist unabhängig

vom Alter“, weiß Christa

Höhs. „Die Schönheit liegt in den

Augen – wenn die strahlen, dann

überzeugt der Mensch.“

Von den zahlreichen Bewerbungen

an ihre Agentur kommt aber nur ein

sehr geringer Anteil

in die engere Wahl.

„Bei rund 95 Prozent

der Bewerber

winke ich ab“,

sagt die Chefin. „Mein

Bauchgefühl sagt, ob jemand

passt.“ Nach einer

Bewerbung mit einem

Porträt und einem gelungenen

Schnappschuss

der ganzen Figur werden

mögliche Kandidaten zu

einem persönlichen Gespräch eingeladen.

„Wer als Model arbeiten

will, muss belastbar, diszipliniert,

pünktlich und auch anpassungsfähig

sein.“ Und die letztendliche

Entscheidung ist Chefsache: „Ich

nehme niemanden in die Kartei

auf, den ich nicht persönlich gesehen

habe und von dem ich meine,

ihn auch vermitteln zu können.“


„Es geht um

Lebensqualität“

Freiwillige Prüfungen durch den TÜV Rheinland,

Zertifizierungen und ein umfangreiches Qualitätsmanagement.

Das zeichnet Kursana aus und führt

zu Bestnoten. Qualitätsmanager Marco Skeirat

erläutert, was dahinter steckt.

Wie kann man Qualität

managen?

Indem wir unsere genauen Ziele definieren

und auch festlegen, wie wir

sie erreichen wollen. Damit werden

Abläufe überprüfbar und sie können

auch verbessert werden. Ein Handbuch,

das jährlich überarbeitet wird,

legt Ziele, Abläufe, Dokumentationsverfahren,

Zeitpläne und so weiter

fest. Vieles, das früher aus dem

Bauch heraus oder sehr unterschiedlich

gemacht wurde, wird durch das

Qualitätsmanagement systematisiert.

Welche Rolle spielen dabei

Erfahrungen?

Eine zentrale Rolle! Sie bilden die Basis

für das, was wir festlegen. Qualitätsmanagement

basiert auf Erfahrungen.

Beispielsweise?

... bei der Sturzprophylaxe. Sie hat

zum Ziel, Stürze und ihre Folgen zu

vermeiden, indem ursächliche Gefahren

und Risiken erkannt und nach

Möglichkeit beseitigt werden. Davon

abgesehen gibt es viele weitere Felder,

von der Ernährung bis zu Therapien.

Als gelernter Krankenpfleger

sind Sie ein Mann der Praxis.

Inwiefern nutzt Ihnen dies heute?

Erfahrungen jeder Art – ob fachlich

oder menschlich – helfen natürlich.

Ich kann mich dadurch besser in die

Arbeitsprozesse, die die Mitarbeiter

durchführen, hineinversetzen und

weiß, was vor Ort von ihnen geleistet

wird. Wichtig ist es auch, dass ich

die gleiche Sprache wie die Mitarbeiter

in den Einrichtungen spreche.

Woran erkennen Sie Qualität?

Sie ist messbar und überprüfbar.

Beispielsweise durch den Medizinischen

Dienst der Krankenversicherung

(MDK) oder durch unsere

internen Audits. Der aktuelle

Notendurchschnitt der MDK-Qualitätsprüfungen

für alle unsere Häuser

liegt bei 1,2. Das ist super und

wir sind stolz darauf.

Wie verbessern Sie Qualität?

Wichtig ist uns das Urteil von unabhängiger

Seite. Wir führen interne

Audits durch, lassen die Häuser jährlich

vom TÜV zertifizieren und reali-

Zur Person

Marco Skeirat, Jahrgang 1972, hat den Pflegeberuf

von der Pike auf gelernt. Nach einer

Krankenpflegeausbildung arbeitete er zehn

Jahre lang im Krankenhaus und absolvierte

ein Pflegemanagement-Studium. Seit 2008

ist er Leiter des Zentralen Qualitätsmanagements

bei Kursana.

sieren regelmäßig Angehörigenbefragungen.

Intern sorgen regionale

Qualitätsmanager dafür, dass Verbesserungen

umgesetzt werden. Ein

weiterer wichtiger Baustein ist die

Fort- und Weiterbildung. Dafür haben

wir unsere eigene Kursana Akademie

mit sieben Schulungszentren

in ganz Deutschland.

Kommt das Qualitätsmanagement

je zu einem Abschluss?

Nein. Es ist ja unsere Aufgabe, für

stetige Verbesserungen zu sorgen.

Wir wollen, dass unsere Bewohner

sehr gut versorgt werden. Die Qualitätssicherung

hat deshalb höchste

Priorität und ist ein permanenter

Prozess, der nie aufhört.

Noch eine persönliche Frage:

Prägt das Qualitätsmanagement

Ihr Privatleben?

Ja, ich gehe strukturiert an die meisten

Dinge heran. Wahrscheinlich

ist mir das inzwischen in Fleisch

und Blut übergegangen.

27


Johannes Paul II.

(1920 – 2005)

polnischer Papst

(Karol Józef Wojtyła)

Parkinson: Offenheit hilft

Über 250.000 Menschen in Deutschland leiden an Parkinson. Viele Prominente

gehören dazu. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar, aber es gibt gute Methoden

zur Linderung. Und man kann trotz Parkinson uralt werden.

Das Aufstehen wird zur Tortur.

Der Kopf will, doch der Körper

spielt nicht mit. „Oft kann ich mein

Bein plötzlich nicht beugen und meine

Bewegungen frieren kurzzeitig ein.

In der Therapie habe ich gelernt, mir

in solchen Momenten einen großen

Stein vorzustellen, den ich überwinden

muss“, berichtet Rolf Schnatenberg.

Der 62-Jährige ist seit über zehn

Jahren von Parkinson betroffen. Diese

Krankheit ist im Volksmund auch

unter dem Namen Schüttellähmung

bekannt und nicht nur eine Alters-

28 I Die Gesundheit

Ottfried Fischer

(geb. 1953)

deutscher Schauspieler

(„Bulle von Tölz“)

Johnny Cash

(1932 – 2003)

amerikanischer Country-Sänger

(„I walk the line“)

krankheit: Jeder zehnte Parkinsonpatient

erkrankt um das vierzigste

Lebensjahr.

Das so genannte „Freezing-Phänomen“,

akute Gleichgewichtsstörungen,

starre Gesichtszüge und steife

Muskeln sind typische Symptome für

die Betroffenen. Ihr Gehirn

leidet unter dem

rapiden Abbau des

Botenstoffs Dopamin,

der die Steuerung von Bewegungen

und der Feinmotorik regelt.

„Bewegung ist

sehr wichtig“

Katharine Hepburn

(1907 – 2003)

amerikanische Schauspielerin

(„African Queen“)

Eine Heilung ist bislang nicht möglich.

Verschiedene Methoden können

aber zumindest den körperlichen

Verfall aufhalten und die Krankheit

eindämmen. „Zusätzlich zur medikamentösen

Behandlung sind vor

allem therapeutische Angebote wie

Physiotherapie, Ergotherapie und

Logopädie sinnvoll“,

sagt Friedrich-Wilhelm

Mehrhoff, Geschäftsführer

der deutschen

Parkinson Vereinigung (dPV). Auch

viel Bewegung, zum Beispiel durch


Raimund Harmstorf

(1939 – 1998)

deutscher Schauspieler

(„Der Seewolf“)

Tanzkurse, die das Taktgefühl schulen,

ist wichtig. Eine verbesserte

Feinmotorik ermöglichen Töpfern,

Seidenmalerei oder Zeichnen. „Als

neue Bewegungstherapie setzen wir

auf die BIG-Methode. Hier liegt der

Schwerpunkt der Übungen auf großvolumigen

Bewegungen, die den Körper

fordern“, erklärt der Experte der

Selbsthilfe-Organisation.

„Die Bewegungen von Armen und

Beinen bilden das beste Training für

einen Parkinsonpatienten“,

sagt auch Petra

Schlegel, Direktorin

des Kursana Domizils

Eisenhüttenstadt. Ihre Empfehlung:

regelmäßiges Wandern oder zumindest

ausgedehnte Spaziergänge, solange

man dazu in der Lage ist.

Rolf Schnatenberg hat für sich das

Nordic Walking entdeckt. Und zur

zusätzlichen therapeutischen Unterstützung

trifft er sich in regelmäßigen

Abständen mit einem Psycholo-

Michael J. Fox

(geb. 1961)

amerikanischer Schauspieler

(„Zurück in die Zukunft“)

„Weg vom Maximum,

hin zum Optimum“

gen: „Es hilft, sich mit der Krankheit

auseinanderzusetzen und das eigene

Schicksal zu akzeptieren. Denn mit

der Diag nose ‚Morbus Parkinson’ verändert

sich das Leben komplett. Weg

vom Maximum, hin zum Optimum,

heißt jetzt meine Devise im Alltag.“

Zu einem offenen Umgang mit der

Krankheit rät auch Professor Dr.

Claudia Trenkwalder. Die Neurologin

und Chefärztin der Paracelsus-Elena-

Klinik in Kassel, einem Zentrum für

Parkinson-Syndrome

und Bewegungsstörungen,

betont: „Die

Krank heit zu verheim -

lichen ist der falsche Weg. Nur Offen -

heit hilft.“ Das propagiert auch der ehemalige

Boxchampion Muhammad Ali.

Er ist gerade 80 Jahre alt geworden.

Mehr Informationen, vor allem über

Selbst hilfegruppen:

Deutsche Parkinson Vereinigung e. V. (dPV)

www.parkinson-vereinigung.de

Telefon: 0 21 31 . 74 02 70

Peter Hofmann

(1944 – 2010)

Opern-Tenor („Lohengrin“)

und Pop-Musiker

Muhammad Ali

(geb. 1942)

vielfacher Boxchampion

im Schwergewicht

Woher der Name

„Parkinson-Krankheit“

stammt

Der Londoner Arzt James Parkinson

beschrieb das Krankheitsbild 1817

erstmals. Er berichtete von Patienten,

die unter unwillkürlichen Zitterbewegungen

litten und nannte die Erkrankung

„shaking palsy“: Schüttellähmung.

Heute wissen wir, dass diese Bezeichnung

falsch ist, denn es handelt sich

um keine Lähmung, sondern um eine

Beeinträchtigung der Muskeln durch

eine Fehlsteuerung über das Gehirn.

Dennoch ist der Krankheitsname geblieben:

Parkinson-Krankheit, Morbus

Parkinson oder auch Parkinson-

Syndrom. Seit über 150 Jahren wird

nach wirksamen Therapien geforscht.

Parkinson gilt weiterhin als unheilbar.

Hoffnung gibt es durch neuere Zellforschungen,

bei denen Hautzellen in

Nervenzellen umgewandelt werden.

29


„Soziale Kontakte pflegen“

Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft ist eine Herausforderung für die

professionelle Altenpflege. Professor Dr. Ursula Lehr, Gerontologin und ehemalige

Bundesministerin, wagt einen Ausblick in das Jahr 2050.

Lebenserwartung Neugeborener in Jahren

100

90

80

70

60

50

30 I Im Gespräch

Frauen

Männer

40

1900 1910

Pflegende Angehörige – ist das

ein zukunftsfähiges Modell?

Derzeit werden noch rund 60 Prozent

aller Pflegebedürftigen zuhause

von ihren Angehörigen betreut.

Diese Zahl ist allerdings rückläufig.

Viele Ältere von morgen haben nur

wenige Kinder oder sind kinderlos,

so dass sich die Nachfahren die Pflege

nicht teilen können. Immer häufiger

leben die Kinder zudem weit weg

vom Wohnort der Eltern. Hauptpflegepersonen

sind meistens die (Ehe-)

Partner oder aber die Töchter, die

zudem noch berufstätig sind. Die

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

ist eine der Herausforderungen unserer

Zeit.

Was bedeutet das für die Alten -

pflege?

Wenn wir an dem Grundsatz „ambulant

vor stationär“ festhalten, müssen

neue Formen des Wohnens im

Alter erprobt werden: Wohngemeinschaften,

Hausgemeinschaften, Ge-

nerationenwohnen oder „Wohnen

im Quartier“. Formen, in denen die

Nachbarschaft die Familie ersetzt

und die professionelle Pflege unterstützt.

Hier geht Kursana mit gutem

Beispiel voran.

Wohin entwickelt sich die Gesell -

schaft?

Wir leben in einer Gesellschaft des

langen Lebens. Altern ist zwar keine

Krankheit, aber die Wahrscheinlichkeit,

krank zu werden, wächst

mit zunehmendem Alter. Auch wenn

wir heute gesünder alt werden als

Generationen vor uns, wird der Anteil

der Hilfe- und Pflegebedürftigen

steigen. Heute sind rund 2,4 Millionen

ältere Menschen auf professionelle

Hilfe angewiesen.

Setzt sich dieser Trend fort?

Wahrscheinlich, denn die Lebenserwartung

der Menschen ist weiter

steigend. Vor allem die Gruppe der

über 80-Jährigen wird sich in den

1926 1934 1950 1960 1970 1980


nächsten 30 Jahren nahezu verdreifachen.

Bis zum Jahr 2020 werden wir

mehr als eine Million über 90-Jährige

haben. Wenn man bedenkt, dass

in der Gruppe der über 90-Jährigen

etwa ein Drittel dementiell erkrankt

ist, ahnt man, was auf unsere Gesellschaft

zukommt.

Was muss Altenpflege leisten?

Die Grundforderung im Altenpflegegesetz

lautet: „Rehabilitation vor

Pflege“. Das umfasst zum einen die

Prävention, zum anderen die Förderung

der Selbstständigkeit jedes

Einzelnen. Auch ein kranker Mensch

hat noch Anteile von Gesundheit,

die gefördert werden müssen, zum

Beispiel durch körperliche Aktivierung,

durch Training der kognitiven

Fähigkeiten und Förderung sozialer

Kontakte.

Wie sieht das Seniorenheim der

Zukunft aus?

Es ist flexibel gestaltet und bietet

„Wohnen mit Service“. Das heißt,

jeder Bewohner bewahrt sich so viel

Selbstständigkeit wie möglich und

erhält so viele Hilfe- und Serviceleistungen

wie nötig. Viele Einrichtungen

bieten – wie Kursana – neben

den Pflegebereichen mit Vollversorgung

auch „betreutes Wohnen“ an.

Hier leben ältere Menschen in ihren

eigenen Appartements und können

bei Bedarf die Dienstleistungen des

Hauses nutzen. Auch Wohngemeinschaften,

in denen sich mehrere Bewohner

Gemeinschaftsräume teilen

und in familiärer Atmosphäre soziale

Kontakte pflegen, sind gefragt.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die

älteren Menschen ein Zuhause finden,

in dem sie sich wohl fühlen.

Quelle: Bis 1950 Statistisches Reichsamt, danach Statistisches Bundesamt

1990 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060

Zur Person

Die Psychologin Professor Dr. Ursula

Lehr, Jahrgang 1930, ist wegbereitende

Wissenschaftlerin auf dem Gebiet

der Erforschung und Gestaltung des

Alterns. Sie war von 1988 bis 1991

Bundesministerin für Jugend, Familie,

Frauen und Gesundheit. Im Auftrag

der Landesregierung Baden-Württemberg

gründete sie 1986 das Institut

für Gerontologie und 1995 das Deutsche

Zentrum für Altersforschung in

Heidel berg. Sie war Präsidentin der

Deutschen Gesellschaft der Gerontologie

und Geriatrie und ist seit 2009

Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft

der Seniorenorganisationen

(BAGSO).

31 31


Streiflichter

Diese Rubrik stellt einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt

der Veranstaltungen, Engagements und Besonderheiten

der 116 Kursana Häuser vor.

Aus den Residenzen

Residenzen haben einen hotelähnlichen

Charakter, es gibt Ein- bis Drei-

Zimmer-Appartements. Bei Bedarf

stehen eine Vielzahl an Serviceleistungen

zur Verfügung – bis zur Pflege

im Appartement oder im integrierten

Pflegewohnbereich mit komfortablen

Einzel- und Doppelzimmern.

Alt-Russische Klänge

Den Klang der Domra – der am russischen

Zarenhof einst sehr beliebten

Laute – vernimmt man nicht

alle Tage. Bei einem Konzert in der

Residenz Krefeld brachte die Musikerin

Natalia Anchutina, begleitet

von Lothar Freund am Piano, das

Zupfinstrument zum Erklingen. Auf

dem Programm standen unter anderem

Werke von Rachmaninow und

Camille Saint-Saens.

32 I Aus den Häusern

Freude auf vier Pfoten

Sympathieträger zum Streicheln.

Wenn der Mischling „Tex“ einmal

wöchentlich schwanzwedelnd die

Bewohner der Residenz Refrath

begrüßt, strahlen alle Gesichter.

„Hunde sind Türöffner zu den Herzen

der Menschen“, erklärt Besitzerin

Marita Matthes, 56. Seit über

vier Jahren besucht sie mit ihrem Rüden

die Residenz: „Es ist schön zu

sehen, wie sich Menschen freuen.“

Krebs-Selbsthilfe-Aktion

„Wir hatten eine überwältigende Resonanz“,

freut sich Minna Gromzig, Direktorin

der Residenz Bad Pyrmont.

Das Haus war Gastgeber einer Ver-

anstaltung, bei der sich Selbsthilfegruppen

rund um das Thema Krebs

präsentierten. „Das zeigt, wie der

verantwortungsbewusste Umgang

mit der Krankheit Krebs den Menschen

auf der Seele liegt“, betont

die Mitorganisatorin.

Von wegen halbstark …

„Cooles Outfit“, freut sich Karla Schulz,

81, als Philip den Raum betritt. Philip

ist einer der „Sozialen Jungs Hamburg“

aus der Stadtteilschule, die mittwochs

die Bewohner der Residenz Hamburg-

Niendorf besuchen, mit ihnen spielen

und spazierengehen. Das Projekt

richtet sich an Schüler im Alter zwischen

12 und 17 Jahren, die sich in

der Kinder- oder Seniorenbetreuung

engagieren wollen.


Aus den Domizilen

Kursana Domizile bieten pflegebedürftigen

Senioren aller Pflegestufen

ein sicheres und selbstbestimmtes

Leben. Die Häuser entsprechen

dem neuesten Stand an Wohnkomfort

und Funktionalität. Zentraler Bestandteil:

die 24-Stunden-Betreuung.

Angeboten werden auch Sonderpflegeformen

wie Dementenbetreuung.

Alte junge Liebe

Bei den Blumen scheiden sich ihre

Geister. Ansonsten sind sie ein Herz

und eine Seele. Hildegard Wildfang,

91, liebt den Flieder, ihr Mann Erwin

Wildfang, 96, den Duft von Rosen.

Seit 70 Jahren sind die beiden ein

Paar. Im Domizil Alzey haben sie

nun die Gnadenhochzeit gefeiert. Ihr

Lebensmotto: „Wir tolerieren die Interessen

des anderen.“

Klänge aus alten Zeiten

Heinz Gernoth, 75, ist waschechter

Berliner und gibt alle zwei Wochen ein

Konzert im Domizil Berlin-Marzahn.

Eine Gage nimmt er nicht. „Wenn die

Zuhörer schunkeln, lachen, weinen,

in Erinnerungen schwelgen, dann ist

das für mich der größte Lohn“, so

der Geiger. Das Repertoire reicht

vom „Weißen Rössl“ bis hin zu Hits

aus der UFA-Zeit.

Lachen als Medizin

„Der ist aber riesig“, murmelt Bewohnerin

Renate Kuhlmann, 83, im

Domizil Bremen. „Gestatten: Antonio

Lang“, stellt sich der 2,45-Meter-Riese

vor. „Ich habe den Auftrag,

jeder schönen Frau die Hand zu küssen

und auf den Schränken Staub zu

wischen“, ergänzt der Stelzenmann.

Er und die Clowns Susanne Gramp

und Pablo Keller bringen die Senioren

regelmäßig zum Lachen.

Glücklich über 107 Jahre

Sie war die älteste Kursana Bewohnerin

bundesweit: Am 6. April

fei erte Elisabeth Bücker im Domizil

Berlin-Landsberger Tor den

107. Geburtstag. Seit 2002 fühlte

sie sich dort rundum gut versorgt.

Fröhlich und gut gelaunt nahm sie

an dem Ehrentag Blumengeschenke

und eine große Torte entgegen

(siehe Foto). Am 28. April hörte ihr

Herz auf zu schlagen.

Barfuß die Sinne anregen

„Ein Barfußweg regt alle Sinne an

und er ist Teil unserer Erinnerungsarbeit“,

sagt Roland Penzenstadler,

Direktor des Domizils Donzdorf. Jetzt

wurde dort eine solche Strecke eingeweiht:

mit Waldboden und Baumrinde,

Sand, Splitt und Schotter oder

Betonpflaster. Das Projekt ist Teil

einer Bildungspartnerschaft zwischen

Domizil, der örtlichen Schule

und der Stadt.

Männer am Werkeln

Sie sägen, feilen und hämmern: In

der Werkstatt im Domizil Lingen

bleiben Männer meist unter sich.

Doch die Leitung hat eine Frau. Heilerziehungspflegerin

Anja Janßen, 31,

organisiert die montägliche Werkstattrunde.

Auch viele Männer aus

dem Bereich „Junge Pflege“ freuen

sich über das Angebot.

33


Aus den Villen

Außergewöhnliche Lage und exklusive

räumliche Ausstattung zeichnen

die acht Villen aus. Jede bietet drei

individuelle Wohnformen: Premium-

Wohnen, Komfortpflege und spezielle

Komfort-Demenzpflege. Die Senioren

leben in stilvollem Gründerzeit-

Ambiente mit höchstem Wohnkomfort.

Sissi für Senioren

Der aus TV und Radio bekannte

„Meister der Verwandlung“, Herbert

Helken, gab ein Gastspiel in der Villa

Oberursel. Ob Goethe oder Heinz

Erhardt – der Schauspieler beherrscht

Mimik und Gesten dieser Berühmtheiten

perfekt. Und als Kaiserin Sissi

erobert Herbert Helken auch das

letzte Herz im Zuschauerraum.

„Freund und Kupferstecher“

Einen Monat lang arbeitete Giorgio

Antonello, 77, in der Villa Wiesbaden

täglich an seinem Pharaonen-

Bild, bevor er mit dem Ergebnis zufrieden

war. Die Leidenschaft für

Kupferstiche hat der ehemalige

Maschinenbautechniker aus den

Dolomiten vor 20 Jahren entdeckt.

Für sein Erstlingswerk „Die zwölf

Apostel“ gewann er prompt einen

34 I Aus den Häusern

Preis – und der Erzbischof von Fulda

erwarb das Werk.

It’s Bridge Time

Dr. Ursula von Usslar, 77, ist leidenschaftliche

Bridge-Spielerin. Nach einem

Kurs für die Bewohner der Villa

Hannover gibt sie mittlerweile den

Schülern des benachbarten Gymna -

siums regelmäßigen Unterricht. „In

Hannover kommt niemand, der Bridge

spielt, an dieser Dame vorbei“, berichtet

Direktor Rainer Frühsammer,

49, stolz. Er selbst war auch schon

mit von der Partie.

Ein Hauch Fernost

In der Villa Reinbek wird eine besondere

Art des Fitnesstrainings erfolgreich

praktiziert: Qi Gong nennt

sich die altchinesische Meditations-,

Konzentrations- und Bewegungslehre.

Noch geht der fernöstliche

Name den Bewohnern nur schwer

über die Lippen – man nennt es

lieber „Atemgymnastik”. Welcher

Begriff auch verwendet wird, das

Ergebnis spricht offenkundig für sich.

Stemmen, heben, halten

Ein wöchentliches Hantel-Training

absolvieren die Bewohner der Villa

München. Dabei beweisen vor

allem Frauen große Ausdauer bei

den „Balance-und-Kraft“-Einheiten.

Erika Kahl lächelt selbst noch beim

Gewichte-Stemmen. „Ich strenge

mich an, weil ich eine neue künstliche

Hüfte habe“, erklärt die 90-Jährige,

„und so werde ich schneller

wieder fit.“


Der Rosen-Flüsterer

„Ich blühe hier auf“, sagt Fritz Schröter über sein Leben in der Kursana Villa Frankfurt.

Sein Einzug hat allerdings auch den Rosengarten zu neuem Leben erweckt.

„Im Frühjahr entferne ich

alle vertrockneten Knospen. Die verwelkten

Blüten müssen im Sommer

regelmäßig abgeschnitten werden,

damit die Triebe nachkommen können.

Dann blühen sie sogar mehrfach.“

Mit Hingabe spricht Fritz

Schröter, 84, über sein Hobby.

Morgens geht der gelernte Steinmetz

gerne durch den Rosengarten

der Villa Frankfurt, schaut hier und

da, ob auch alles wächst und gedeiht.

„Dann stehen die Bewohnerinnen

am Fenster und winken ‚Fritzi’

zu“, erzählt seine Tischnachbarin

Marie-Luise Teichler. Den Kose -

namen „Fritzi“ haben

ihm die Damen der

Villa gegeben. Kaum

läuft Fritz Schröter

durchs Haus, gibt es strahlende

Gesichter. „Er ist unser Schatz“,

schmunzelt auch Mitbewohnerin

Hedi Hesselbach, 88.

Das war nicht immer so, denn der

84-Jährige hat ein schweres Leben

hinter sich. „Ich habe Tag und Nacht

im Steinmetzbetrieb der Schwiegereltern

gearbeitet“, erinnert er sich,

„da blieb wenig Zeit für andere Dinge.

Das Einzige, was mir immer Spaß

gemacht hat, war die Wochenendarbeit

im Garten.“

„Ich erlebe die beste

Zeit meines Lebens“

Vor zwei Jahren zog er in die Frankfurter

Villa, nachdem er schon zehn

Jahre als Witwer gelebt hatte. „Anfangs

hat er kaum ‚Guten Tag‘ gesagt,

so schüchtern war er“, erinnert

sich Hedi Hesselbach. Doch das ist

längst Geschichte. „Im Grunde genommen

bin ich hier erst aufgeblüht

und erlebe nun die beste Zeit meines

Lebens“, erzählt er mit einem

charmanten Lächeln, den Tischnachbarinnen

zugewandt.

„Unsere Villa hat tatsächlich vielen

Senioren neuen Lebensmut gegeben“,

bestätigt Frankfurts Direktor

Hans-Walter Kappes, 46, „dazu

tragen die familiäre

Atmos phäre und

die wohnliche Ausstattung

des Hauses

bei.“ Das Ambiente genießt auch

Fritz Schröter abends im gemütlichen

Kamin zimmer. Allerdings

im Juni ohne „seine“ Damen. Da

ist Fernsehen bei Wein, Knabbereien

und Fachsimpeleien angesagt

– die Fußball-Europameisterschaft

fordert den ganzen Mann.

Am nächsten Morgen beim Gang

durch den Rosengarten sind Niederlagen-Kummer

und Sieges-

Jubel schon wieder vergessen:

Nun zählen nur noch die Rosen.

35


Senioren-gerecht

Praktisch, komfortabel und besonders

geeignet für Senioren. So lautet der

Auftrag von „Grauwert“. Das Hamburger

Leicht Wäsche aufhängen

Die Wäscheklammer „Becco“ aus formverleimtem

Buchenholz hat zwei breite

Schenkel und eine glatte sowie robuste

Oberfläche. Ein Zusammendrücken

der Schenkel, wie bei herkömmlichen

Wäscheklammern, entfällt. Die Handhabung

wird erleichtert, wenn Kraft in

den Fingern fehlt. Unterstützend wirkt

die kreisrunde Öffnung, die Finger

Kräfteschonend

Stecker lösen

oder Daumen aufnimmt und Flexibilität

in der Benutzung gewährleistet.

Dank der geschwungenen Bauweise,

die Ästhetik und Funktionalität vereint,

kann die Klammer unterschiedlich

dicke Textilien fassen.

Weitere Informationen unter

www.akademie-gestaltung.de

Das patentierte Steckermodul „EVOline Plug“ drückt

sich durch Hebelkraft selbst aus der Steckdose und

muss nicht gezogen werden. Außerdem können vor

einer Steckdose platzierte Möbelstücke nahezu bündig

mit der Wand abschließen und lassen sich somit

flexibler im Raum aufstellen. Für diese benutzerfreundliche

Entwicklung gab es den Designpreis des Landes

Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen unter www.schulte.com

36 I Die Neuheiten

Büro berät Unternehmen bei Entwicklung

und Design von Produkten. Wir stellen

aktuelle Projekte vor.

Bequem Kleidung

anziehen

Die in der Praxis bewährte Anziehhilfe „LiftBoy“ unterstützt

Menschen mit eingeschränktem Bewegungsapparat,

beispielsweise nach Knie- oder Hüftoperationen.

Hose, Rock oder Unterwäsche werden an den

stabilen Ledergurt geklemmt und bequem hochgezogen

– nachdem zuvor die Füße in das Kleidungsstück

geschlüpft sind. Dabei finden die Hände in zwei festen

Schlaufen sicheren Halt.

Weitere Informationen unter www.proaktivo.de


„Optimale Lösungen für alle“

Er ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Designer. Mathias

Knigge, 42, Geschäftsführer des 2004 gegründeten

Hamburger Büros „Grauwert“, erläutert das Konzept.

Worauf kommt es bei Ihrer Zielgruppe an?

Wir beraten Unternehmen dabei, keine Spezialprodukte

für Senioren zu entwickeln, sondern arbeiten an

Lösungen, die generationenübergreifend nutzbar sind.

Ob bei Dienstleistungen oder Produkten des täglichen

Lebens: Die Ansprüche ändern sich im Alter. Statt der

Behebung von Defiziten geht es uns um attraktive Konzepte

– mit Spaßfaktor.

Was ist typisch für die Produkte von morgen?

Sie zeichnen sich durch hohe Wertschätzung für die

Zielgruppe aus. Der Konsument steht im Mittelpunkt,

wir berücksichtigen neben den Kompetenzen der Se-

Sanfter Sport

machen

Bewegung ohne Überforderung, darauf kommt es an.

Der Bewegungsparcours „Giro Vitale“ fördert die Mobilität

von Senioren. Die in Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten

entwickelten Elemente wie Arm-Zug oder

Pendelscheibe erzielen auch bei „sanften“ Übungen

spürbare Kraft- und Koordinationseffekte. Der Rad-Trainer,

der auf Bänken unter freiem Himmel ein bequemes

Fahrradfahren im Sitzen ermöglicht, wurde 2011

mit dem Internationalen Design-Preis Baden-Württemberg

ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.giro-vitale.de

nioren auch gestalterische und ästhetische Faktoren.

Das ansprechende Aussehen ist sehr wichtig. Darauf

legen auch Senioren großen Wert.

Ist bei den Unternehmen viel Überzeugungsarbeit

nötig?

Ich merke, dass der Beratungsbedarf zunimmt. Pures

Verkaufen macht bei altersspezifischen Bedürfnissen

keinen Sinn: Nur wenn die Vorteile von veränderten Produkten

leicht zu erkennen sind, richten sich die Menschen

zum Beispiel in ihrer Wohnung entsprechend ein.

Wann sind neue Konzepte erfolgreich?

Wenn die Angebote unauffällig, aber wirkungsvoll verändert

werden, so dass es nur dem Fachmann auffällt.

Ansonsten gilt: Wir brauchen nicht optimale Lösungen

für ältere Menschen, sondern für alle.

37


Rätseln & Gewinnen

Kennen Sie des Rätsels Lösung?

Dann schicken Sie eine Postkarte an:

Kursana Magazin, Am Milchbornsberg 12,

51429 Bergisch Gladbach.

Oder: Geben Sie Ihre Postkarte einfach an der Rezeption

einer der Kursana Einrichtungen ab. Einsendeschluss

ist der 31. August 2012.

K

F

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Haltegestell

Berührungsverbote

Sichtschutz

deutschfranz.

TV-

Sender

Singvögel

10

Ga

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H T

38

O

Abk.:

einheitl.

Trägerfrequenz

Fischkutter

japanischer

Politiker

† 1909

7

Ballrückspiel

beim

Tennis

lockeres,

netzartiges

Gewebe

Stadt

an der

Sieg

8

3

Nachtmahr,

Drude

Spion

Kücheneinrichtung

Vorname

der

Riefenstahl

denkende

Seele

(Plato)

schlendern,flanieren

weißes

liturgisches

Gewand

2

Fastnachtsruf

einschließen

(milit.)

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

4

Mit etwas Glück gewinnen Sie ein Vierteljahr lang

jeden Monat einen Blumenstrauß.

Herzlichen Glückwunsch! Herr Dittmar Nebcke

aus Reinbek ist der Gewinner der letzten Ausgabe.

Das Lösungswort lautete „Geburtsland“.

6

dt. Rundfunksender

(Abk.)

Autor von

‚Ariane‘

† 1931

Vorname

d. Rennfahrers

Prost

Dreifingerfaultier

Frauenkurzname

Treibballspiel

zu Pferd

Elfenkönig

Fußballmannschaft

Lebensumfeld

5

künstlicheWeltsprache

chem.

Zeichen

für Eisen

demoskop.

Institut

(Abk.)

1

Männername

span.

Doppelkonsonant

ein

Streichinstrument

westgerman.Volksstamm

9

Lebensgefährtin

Lennons

(Yoko)

Z

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FLUGWETTER


Deutschland Standorte

Aurich

Kursana Domizil –

Betreuung & Pflege

Die Kursana Domizile bieten Betreuung

und Pflege in einer gemütlichen Wohn -

atmosphäre. In komfortabel ausgestatteten

Einzel- und Doppelzimmern, mit eigenem

barrierefreiem Duschbad, werden die

Bewohner individuell gepflegt und umsorgt.

Wedel Hamburg Stavenhagen

Oststeinbek Reinbek Stralendorf

Rastow

Buchholz

Bremen

Grimmen Greifswald

Torgelow

Schwedt

Lingen

Celle

Nienhagen

Hannover

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Barsinghausen Potsdam

Berlin

Eisenhüttenstadt

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Kursana Residenz –

Servicewohnen & Pflege

In der Kursana Residenz erwartet die

Bewohner unabhängiges und komfortables

Wohnen im Appartement mit zahlreichen

Serviceleistungen inklusive. Bei Bedarf

können auch Pflegedienstleistungen in

Anspruch genommen werden.

Residenz

Villa

Domizil für Senioren

Domizil für Behinderte

Domizil in Bau

Privatklinik

Schweiz

Österreich

Wörgl

St. Gallen

Linz Donautor Wien-Tivoli

Warmbad-Villach

Kursana Villa –

Premium-Wohnen & Komfortpflege

In der Kursana Villa genießen die Bewohner

Premium-Wohnen und Komfortpflege in

einem stilvollen Gründerzeit-Ambiente.

Eine maßgeschneiderte Rundum-Betreuung

und ein erstklassiger Service suchen

ihresgleichen.


v Aktiv am Leben teilnehmen

v Unterstützung in jeder Lebenslage

v Sicherheit und Geborgenheit

v Service und Komfort genießen

v Gemeinschaft macht stark

Kursana Residenzen GmbH

Mauerstraße 85

10117 Berlin

Telefon 0 30 . 20 25 - 20 00

Telefax 0 30 . 20 25 - 20 99

kursana@dussmann.de

www.kursana.de

Impressum

Kursana Magazin

Ein Unternehmen

der Dussmann Gruppe

Kursana Residenzen GmbH

Mauerstraße 85, 10117 Berlin

Telefon 0 30 . 20 25 25 25

Herausgeber

Jörg Braesecke (V.i.S.d.P.)

Chefredaktion

Michaela Mehls

E-Mail: mehls@dussmann.de

Koordination

Dieter Gaarz

E-Mail: gaarz@media-team-gaarz.de

Redaktionelle Mitarbeit

Anette Bergermann, Claudia Deppermann,

Kursana ist

TÜV-zertifiziert

Diana Haß, Martina Krüger, Kirsten Metternich,

Dr. Inge Pett, Christine Reguigne, Frank-

Michael Rall, Silke Ruhnke, Dirk Schariott,

Franca Schön, Carolin Spies

Fotos und Illustrationen

Andreas Bischof, Robert von Aufschnaiter,

Claudia Deppermann, dpa/picture alliance,

Linda Dreisen, Claudia Guenther, Diana

Haß, Christian Jungeblodt, Martina Krüger,

Kursana, Kirsten Metternich, Alena May, Olaf

Staschik, Elke Weinert, Matthias Wuttig

Layout und Satz

Dussmann Stiftung & Co. KGaA

Abteilung Marketingkommunikation

Druck und Versand

Brandenburgische Universitätsdruckerei

und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

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