Pfarrblatt Nr. 10 - Pfarrei Schmitten

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Pfarrblatt Nr. 10 - Pfarrei Schmitten

Thema des

mittleren Teils:

Missionssonntag

Pfarrblatt Schmitten

Oktober 2011 Nr. 10

66. Jahrgang

Erscheint monatlich

Katholisches Pfarramt, Telefon 026 496 11 50, PK 17-9057-3


Samstag, 1. Oktober 17.00 Wünnewil Samstag, 22. Oktober 17.00 Wünnewil

17.00 Schmitten 17.00 Ueberstorf

Sonntag, 2. Oktober 7.30 Schmitten Sonntag, 23. Oktober 7.30 Schmitten

9.00 Wünnewil 9.30 Schmitten

Erntedank 9.30 Ueberstorf 10.30 Flamatt

19.00 Flamatt 19.00 Flamatt

Samstag, 8. Oktober 17.00 Wünnewil Samstag, 29. Oktober 17.00 Wünnewil

17.00 Ueberstorf 17.00 Schmitten

Sonntag, 9. Oktober 7.30 Schmitten Sonntag, 30. Oktober 7.30 Schmitten

9.30 Schmitten 9.00 Wünnewil

10.30 Flamatt 9.30 Ueberstorf

19.00 Flamatt 19.00 Flamatt

Samstag, 15. Oktober 17.00 Wünnewil Montag, 31. Oktober 19.00 Wünnewil

17.00 Schmitten

Sonntag, 16. Oktober 7.30 Schmitten

9.00 Wünnewil

9.30 Ueberstorf

19.00 Flamatt

Sonn- und festtägliche

Gottesdienste

im Oktober 2011

Diesem Logo und diesem Aufruf werden Sie in

der nächsten Zeit noch öfters begegnen.

Denn es gehört zu einem Projekt der Diözese

Lausanne, Genf und Freiburg. Auch wir

Deutsch freiburger machen mit.

Sie sind eingeladen, vom ersten Advent 2011

bis November 2012, bei jemandem zuhause, in

der Stube oder am Küchentisch, zusammen das Markusevangelium zu lesen. Lesen Sie mehr

dazu im regionalen Teil dieses Pfarr blat tes.


Wir haben die Wahl!

Liebe Leserin, lieber Leser

Wir sind mitten drin im Wahlherbst, das ist

weder zu übersehen noch zu überhören. Im

Oktober wählen wir unser Bundes par lament.

Wählen gehört zu unserem Alltag: Wir haben

die Wahl zwischen diesem und jenem

Produkt, zwischen verschiedenen Menus im

Restaurant, wir können dieses oder jenes

Fernsehprogramm anschauen, wir können unsere Freizeit so oder so verbringen…

Aber ein Parlament zu wählen ist dann doch noch etwas anderes. Da sprechen wir Frauen und Männern das

Vertrauen aus von denen wir erwarten, dass sie unsere Anliegen in Bern gut zur Sprache bringen, dass sie sich

einsetzen für Werte, die wir als wichtig erachten, dass sie verantwortungsbewusst handeln, unsere Interessen

vertreten und vieles mehr. Ja, unsere Erwartungen sind gross. Und die Erwartungen gehen oft weit auseinander.

Wer die Wahl hat hat die Qual, sagt ein Sprichwort. Es stimmt, denn wählen heisst sich beteiligen. Man kann

nicht einfach unbeteiligt draussen bleiben und dann kritisieren. Wir tragen die Ver ant wortung gemeinsam.

Wer wählen will muss sich informieren, aufmerksam zuhören, sich auseinandersetzen, sich be wusst ma chen,

was diese oder jene Wahl für Konsequenzen hat. Und sich die Frage stellen: Von was lasse ich mich leiten bei

meiner Wahl?

In der Bibel finden wir u. a.einen Massstab, an dem wir uns als Christinnen und Christen immer wieder messen

können. Im Johannes Evangelium steht: «Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und

dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles

geben, um was ihr ihn bittet.» (Joh. 15, 16)

Wir sind also nicht nur Wählende, sondern auch Erwählte. Gott hat uns erwählt, er beteiligt sich am Wohl und

Weh von uns Menschen. Er will Heil und Leben für alle.

Und im Galaterbrief lesen wir: «Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit,

Güte, Treue.» (Gal. 5,22)

Wenn wir uns und alle, die in der Politik Verantwortung tragen mit diesem Massstab messen, dann setzen wir

zwar die Latte hoch aber wir dürfen auch darauf vertrauen, dass wir dem Wohl der Menschen und der Welt

dienen und dass Gott unser Tun begleitet und uns gibt, was wir brauchen.

Wir haben die Wahl! Als Bürgerinnen und Bürger werden wir wichtige Entscheidungen zu treffen haben.

Dass wir mit unseren Entscheidungen dazu beitragen sollen, dass lebenswertes Leben für alle möglich wird

und dass Respekt und Achtung unser Tun bestimmen, das steht nicht zur Wahl. Denn in all den Entscheidungen,

die Sie und ich in der nächsten Zeit treffen werden, gibt es die eine grosse Entscheidung, die vorher war und

die immer sein wird: Die Entscheidung Gottes für uns und Seine Verheissung auf das «Leben in Fülle» für alle.

Ich wünsche uns einen gesegneten Wahlherbst! Rosmarie Bürgy


Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit

Paul Sturny, Pfarrer in Wünnewil Telefon 026 496 11 38

Rosmarie Bürgy, Pfarreileiterin in Ueberstorf Telefon 031 741 02 61

Norbert Talpas, Pastoralassistent in Wünnewil-Flamatt Telefon 031 741 06 24

Nazarij Zatorsky, Vikar, Route de Bertigny 49, Fribourg Telefon 076 507 00 71

Brigitta Aebischer, Pfarreimitarbeiterin in Schmitten Telefon 026 496 11 50

Karol Garbiec, Vikar in Schmitten Telefon 026 496 12 85

GOTTeSdienSTOrdnunG

Oktober 2011

Mit Beginn des Monats Oktober:

Samstagabendgottesdienst um 17.00 uhr

1. Sa. Hl. Theresia vom Kinde Jesu

09.00 Uhr dreissigster für

Ernest Kaeser-Brülhart

17.00 Uhr Vorabendmesse

Jahrmesse für Marcel Spicher, für Rosa

Leh mann, für Alex Lehmann

Stiftmesse für Josef und Regine Roggo-

Zosso, für Alfred und Germaine-Katharina

Zbinden-Lauper

2. 27. Sonntag im Jahreskreis

07.30 Uhr Frühmesse

17.00 Uhr Rosenkranzgebet

in der Bergkapelle

Kollekte für die Katholischen Schulen

5. Mi. Hl. Bruno

08.00 Uhr hl. Messe

7. Fr. Gedenktag Unserer Lieben Frau

vom Rosenkranz

Herz-Jesu-Freitag

08.00 Uhr hl. Messe mit Aussetzung,

Anbetung und Segen

9. 28. Sonntag im Jahreskreis

07.30 Uhr Frühmesse

09.30 Uhr Hauptgottesdienst

1. Jahrmesse für Hildegard Progin

Jahrmesse für Pius Lauper-Waeber, für

René und Josef Tschopp, für Pius Reidy,

Jean und Mathilde Seydoux-Reidy, Marius

Reidy, Marie-Therese und Karl Meury-

Reidy, für Lidwine Reidy-Jungo

Stiftmesse für Peter und Hilda Reidy und

Söhne Hugo und Marius Reidy, und für

Franz Reidy und Pfarrer Josef Reidy, für

Bernadette Reidy-Perler

09.30 uhr Kindergottesdienst im BGZ

17.00 Uhr Rosenkranzgebet

in der Bergkapelle

Kollekte für die Dargebotene Hand

12. Mi. Hl. Maximilian

08.00 Uhr hl. Messe

14. Fr. Hl. Kallistus I.

08.00 Uhr hl. Messe

15. Sa. Hl. Theresia von Ávila

17.00 Uhr Vorabendmesse

Jahrmesse für Anna Fasel-Jungo

Stiftmesse für Seraphine Zosso-Waeber,

für Pauline und Peter Aebischer-Bielmann,

für Paul und Veronika Grossrieder-Per roulaz,

für Arnold Mauron


16. 29. Sonntag im Jahreskreis

07.30 Uhr Frühmesse

17.00 Uhr Rosenkranzgebet

in der Bergkapelle

Kollekte für die Vereinigung der

Brancardiers (Krankenträger) von Bürgeln

19. Mi. Hl. Paul vom Kreuz

08.00 Uhr hl. Messe

21. Fr. Hl. Ursula und Gefährtinnen

08.00 Uhr hl. Messe

23. 30. Sonntag im Jahreskreis /

Missionssonntag

07.30 Uhr Frühmesse

09.30 Uhr Hauptgottesdienst

17.00 Uhr Rosenkranzgebet

in der Bergkapelle

Kollekte für den Ausgleichsfonds

der Weltkirche

Missionsgruppe: Verkauf von Produkten

zum Missionssonntag im BGZ

26. Mi. Hl. Amandus

08.00 Uhr hl. Messe

28. Fr. Hl. Simon und Hl. Judas

08.00 Uhr hl. Messe

29. Sa. Hl. Margarete

17.00 Uhr Vorabendmesse

1. Jahrmesse für Hugo Brülhart

Jahrmesse für Josef Gugler, für Raoul

Aebischer

Stiftmesse für Martin Nösberger, für There

se und Albin Nösberger, für Emil Kaeser,

für Marie Brügger-Kaeser, für Louise Gauch,

für Joseph Boschung

30. 31. Sonntag im Jahreskreis

07.30 Uhr Frühmesse

17.00 Uhr Rosenkranzgebet

in der Bergkapelle

Kollekte für Kirche in Not

Verabschiedung von Marie Spicher,

unserer langjährigen Pfarrhaushälterin

und Aushilfssakristanin

Auf Ende August 2011 konnte sie ihren wohlverdienten

Ruhestand antreten. Während vieler

Jahre erfuhren sowohl Besucher und Bewohner

des Pfarrhauses, wie auch darin Arbeitende,

ihren guten Geist und ihr emsiges Schaffen. Ihr

grosses Geschick für Blumen und Gestecke

sowie ihre grosszügige Gastfreundschaft

mach ten das Pfarrhaus zu einem Ort der

Be gegnung. Die Pflege der Bergkapelle wird

sie weiterführen.

«VERGELT`S GOTT»!

Das nachfolgende Gedicht umschreibt zudem

all die ungenannten und unsichtbaren Ver richtungen,

die nicht nur im Pfarrhaus sondern

auch im Privathaushalt auftreten und wovon

sich wohl noch manche Frau aus unserer Pfarrei

angesprochen fühlt:

«nur Hausfrau»

«Hausfrau», so stand es im Reisepass.

Der junge Zöllner fragte: «Nur das?»

Doch ein vornehmer Mann von nebenan

hörte die Worte und erklärte dann:

«Das Wort Hausfrau sagt sehr viel aus.

Sie ist Herrin und Dienerin im Haus.

Sie muss mit Kindern spazieren gehen,

muss etwas vom Waschen und Bügeln

verstehen.

Sie muss eine gute Köchin sein

und hält daneben die Wohnung rein.

Sie muss verschiedene Wunden verbinden

und Zeit zur Pflege des Säuglings finden.

Ausserdem muss sie nähen und stricken,

ganz zu schweigen vom Löcherflicken.

Am Nachmittag ist sie Gärtnerin

und am Abend bewunderte Gastgeberin.

Sie macht das Haus zu einem Heim,

das ALLES heisst HAUSFRAU sein.

«Hausfrau», so stand es im Pass

geschrieben.

Der Zöllner schaute sie an und wurde

verlegen.

Die Hausfrau bedankte sich beim Herrn

nebenan,

nahm ihren Pass und verreiste dann.


Willkommensgruss

Seit dem 1. September besorgt Astrid Zur kinden,

zusätzlich zu ihrer Anstellung als Ver antwortliche

für den Kirchenschmuck, die anfallenden

Arbeiten im Pfarrhaus.

Wir heissen sie herzlich willkommen und wünschen

ihr Zufriedenheit, viel Freude und wertvolle

Begegnungen.

Dankeschön und herzlich willkommen sagen

die Pfarreiräte, die Mitglieder der Pas to ralgruppe

und des Seelsorgeteams sowie das

Pfarrhausteam

Veranstaltungen

l Geselliger nachmittag

Donnerstag, 6. Oktober: Treff um 13.30 Uhr

im Begegnungszentrum

l Vinzenzverein

Montag, 10. Oktober, um 14.00 Uhr:

Versammlung im BGZ. Alle ehemaligen

Mitglieder sind zu dieser Versammlung

ganz herzlich eingeladen.

l Missionsgruppe

Dienstag, 11. Oktober um 13.30 Uhr:

Nähen und Handarbeiten für die Mission

Sonntag, 23. Oktober, nach dem

Gottesdienst; Verkauf von Produkten

zum Missionssonntag im BGZ

l Landfrauenverein

Mittwoch, 12. Oktober von 14.00–17.00 Uhr:

Giessen von Kerzen aus 100%-tigem

Bienenwachs.

Ort: Kurs- und Ausstellungsgebäude

«Alter Bahnhof», Lanzenhäusern

Treffpunkt: 13.30 oder 19.00 Uhr beim

Parkplatz des Pflegeheims

Anmeldung: erforderlich bis 30. September

bei Pia Jungo, Lanthen 133,

Telefon 026 496 36 31

l KAB

Sonntag 16. Oktober, um 19.30 Uhr:

Lotto im Hotel Zum Weissen Kreuz

l Senioren und Seniorinnen

Donnerstag, 20. Oktober um 14.00 Uhr:

Unterhaltungsnachmittag

l Wandergruppe

Donnerstag, 27. Oktober,

Wanderung nach Buchholz

Besammlung um 13.30 Uhr auf dem

Parkplatz beim Pflegeheim

Im Sakrament der Taufe

Selig sind die

Frieden stiften;

denn sie werden

Gottes Kinder

heissen. (Mt. 5, 9)

Am Sonntag, 21. August, durfte emma Curty,

Tochter des Michael und der Katja, geborene

Schmitt, das Sakrament der Taufe empfangen.

Am Sonntag, 11. September wurden Amélie

Schafer, Tochter des Anton und der Suzanne,

geborene Wenger, Helena Schöpfer, Tochter

des Martin und der Sabine, geborene Lüscher,

Tanja Lauper, Tochter des Alain und der Tanja,

geborene Fasel, durch die Taufe in die Pfarr gemeinschaft

aufgenommen.

Am Samstag, 17. September wurden david

Anic, Sohn des Mijo und der Kaja, geborene

Vardic, Joaquim Angelical, Sohn des Jo -

nathan und der Isabelle, geborene Currat und

am 18. September Julia Tröller, des Patrick

Piller und der Daniela Tröller in die Ge meinschaft

der Glaubenden aufgenommen.

Wir heissen die Täuflinge herzlich willkommen

und wünschen ihnen wie auch ihren Eltern, ein

glückliches und erfülltes Leben und den Segen

Gottes.


Wallfahrt der Seelsorgeeinheit «untere Sense»

Es war einmal mehr ein «geschenkter»

Tag in froher Gemeinschaft. Das ge -

mein same Unter wegs sein, das Beten

und Feiern haben uns bereichert und

uns Kraft geschenkt für den Alltag in

unseren Pfarreien. Wir gingen ein

Stück auf dem Jakobs-Pilgerweg von

Nieder muhren nach Tafers. Mit dem

unten stehenden Gebet haben wir in

der Jakobs Kapelle von Niedermuhren

Gott um Kraft und Segen angerufen.

Viele Pfarreiangehörige aus Schmitten,

Ue bers torf und Wünnewil-Flamatt ha -

ben sich zum Wallfahrtsgottesdienst in

der Kirche St. Martin in Tafers zu den

Pilgern gesellt. Es war ein eindrückliches

Er leb nis und allen, die dazu beigetragen

ha ben, sei herzlich gedankt!

Gott,

lass mich eine offene Muschel sein:

offen zum Empfangen,

offen zum Nehmen,

offen zum Teilen,

offen zum Schenken.

Gott,

lass mich eine offene Muschel werden:

für den Pilgerweg meines Lebens,

für meine Mitmenschen,

für ihre Zuneigung und Liebe,

für ihre Sorgen, Ängste, Nöte.

Gott,

lass mich als offene Muschel leben:

mit der Erfahrung des Unterwegsseins,

mit dem Heiligen Jakobus als Wegbegleiter,

mit deiner befreienden Botschaft,

mit deinem Segen.


Labyrinth

Lebenssymbol – Glaubenssymbol

Eine Erwachsenenbildungsreihe zum Thema:

donnerstag, 10. november 2011, 19.30 – 21.30 uhr

«Das Labyrinth, ein Ursymbol der Menschheit – eine Ganzheitserfahrung»

Mittwoch, 23. november 2011, 19.30 – 21.30 uhr

«Tanz im Labyrinth – eine alte Gebetsform neu belebt» mit Ursula Kiener

(Fachfrau für spirituellen Tanz)

Freitag, 09. dezember 2011, 19.30 – 21.30 uhr

«Advent im Labyrinth – ein Weg der Besinnung und des Innehaltens»

Ort: Arche Bösingen, je nach Witterung finden Teilbereiche des

Kurses im Labyrinth bei der Lourdeskapelle statt.

Leitung: Anita Imwinkelried (Religionspädagogin i.A.)

Dieses Angebot findet im Rahmen meiner Diplomarbeit statt.

Organisation: kath. Pfarrei Bösingen

Kontakt: Anita Imwinkelried, 031 747 98 79

ref. Kirchgemeinde Bösingen

Kontakt: Michael Roth, 031 747 04 60

eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

die Abende können auch als einzelveranstaltungen besucht werden.

Fortsetzung des Pfarreiteils nach dem Dossier


Monat der Weltmission:

Zu Gast bei der Kirche

von Nicaragua

Jung und vernetzt –

«Unsere Kirche gibt uns Hoffnung»

Ein funktionierendes Netzwerk

für eine gerechte Solidarität

«Netzwerk» ist eine Realität, die aus unserer

Welt nicht mehr wegzudenken ist. Wir nützen

das Schienennetz der Bahn, diskutieren über

das Mafianetz, verwenden selbstverständlich

das Stromnetz und leben vor allem in einem

sozialen Netz, das ohne moderne Kommunikationsmittel

nicht mehr vorstellbar ist. Mit den

gut und schnell funktionierenden Netzwerken

der „social media“ waren z. B. die politischen

Umstürze der letzten Monate möglich und erfolgreich.

Das grösste Netzwerk der Welt ist die Kirche, wie erst

unlängst zu lesen war. Es liegt in ihrer Natur, bis an

die Grenzen der Erde zu gehen. Angetrieben wird sie

vom Auftrag des auferstandenen Christus, das Evange-

lium allen Menschen zu verkünden, damit sie ein Leben

in Würde führen können. Missio tut dies in der

Schweiz durch ihre missionarische Animation und

weltweit fördert Missio den Austausch und Ausgleich

zwischen den einzelnen Diözesen. In der diesjährigen

Kampagne stellen wir deshalb das Leben der Kirche im

Apostolischen Vikariat Bluefields in Nicaragua vor.

Ein Apostolisches Vikariat ist die Vorstufe hin zu einer

Diözese und das Vikariat Bluefields an der Atlantikküste

ist auf dem besten Weg, bald eine selbständige

Diözese zu werden, denn es betreibt ein kirchliches

Netzwerk mit einer erstaunlichen Dichte. Das ist nicht

einfach, denn das Gebiet ist riesig. Padre Rodolfo, der

Nationaldirektor von Missio in Nicaragua, ist manchmal

zwölf Stunden mit dem Pferd unterwegs, um in die

entlegenen Dörfer zu kommen. Aber er ist nicht der

Einzige, der sich auf den Weg macht. In regelmässigen

Intervallen besuchen ständige Diakone und die Ver-

Augustinuswerk Dossier 10.11 1

DOSSIER


2

antwortlichen für die Pastoralzonen die Dörfer, um

Feste zu feiern, Neuigkeiten zu bringen und Konflikte

zu lösen. Jedes Dorf hat seinen delegado de la palabra,

den Verantwortlichen für das Wort Gottes. Die Gewissheit,

auch im entlegendsten Dorf Teil des Netzwerkes

Kirche zu sein, musste erst wachsen. Es war ein

langer Prozess.

Bildung mit Weitsicht

und langem Atem

Die Missionare, die mit der Evangelisierung des Vikariates

beauftragt waren, hatten einen langen Atem und

eine grosse Weitsicht. Schon früh begannen die Missionare,

Frauen und Männer auszubilden, damit sie

Verantwortung in ihrem Umfeld übernehmen konnten.

Die Erfahrungen, die mit dem Engagement der Laien

gemacht wurden, waren so positiv, dass das Vikariat

weiterhin viel in die Aus- und Weiterbildung von Laien

investiert.

Ein Schwerpunkt des Vikariates ist die Bildungspastoral

für Kinder und Jugendliche. Dort, wo es der Regierung

nicht gelingt, eine ausreichende Schulbildung zu

gewährleisten, springt die Kirche ein. Sie tut dies mit

Enthusiasmus und Erfolg. Über 800 Lehrerinnen und

Lehrer unterrichten an mehr als 400 Schulen an die

22 000 Kinder und Jugendliche. Neben den schulischen

Aufgaben werden humanistische und christliche

Werte vermittelt, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Angesichts der grossen Drogenproblematik und der

politischen Propaganda wird hier das kritische Denken

gefördert.

Blick über den Horizont

Die Versuchung ist gross, bevorzugt diejenigen zu unterstützen,

die man kennt – und dabei die «Unbekannten»

zu vergessen. Missio arbeitet kontinuierlich am

Netzwerk Familie Kirche, damit auch die entlegendsten

Zonen eingebunden werden in das Netz der Solidarität.

Schliesslich haben alle das Recht, auf unsere Unterstützung

zu zählen. So werden jährlich in aller Welt

über 1'200 Diözesen und 6000 Projekte in der Seelsorge,

Entwicklung und Ausbildung mitgetragen. Auch

das Vikariat Bluefields unserer Gastkirche profitiert

von der Solidargemeinschaft der Weltkirche – mit Erfolg.

Br. Bernard Maillard OFMcap

Direktor Missio

Gebet aus Nicaragua

Jesus-Christus, Weg, Wahrheit und Leben,

menschliches Gesicht von Gott

und göttliches Gesicht vom Menschen,

entzünde in unseren Herzen die Liebe

zum Vater im Himmel

und die Freude

Christinnen und Christen zu sein.

Mach, dass wir uns begegnen

und führe unsere Schritte,

damit wir Dir in der Gemeinschaft

der Kirche folgen

und Dich lieben, die Gabe der Eucharistie

feiern und erleben,

unser Kreuz tragen und

von deiner Sendung beflügelt werden.

Gib uns immerzu das Feuer

Deines Heiligen Geistes,

auf dass er Licht in unseren Geist

bringe und in uns das Verlangen wecke,

Dich zu sehen,

unsere Schwestern und Brüder zu lieben,

ganz besonders die Niedergeschlagenen,

und Dich am Anfang dieses Jahrhunderts

mit Überzeugung zu verkündigen.

Als Deine Jüngerinnen und Jünger,

als Deine Missionarinnen und Missionare

wollen wir uns anstrengen,

damit unsere Völker in Dir in Fülle leben,

und solidarisch eine geschwisterliche

und friedvolle Gesellschaft bauen können.

Jesus-Christus, komm und sende uns aus!

Maria, Mutter der Kirche, bitte für uns.

Amen

Aus dem Pastoralplan des apostolischen Vikariats

Bluefields 2007–2011, Nicaragua

(Anmerkung: Dieses Gebet ist Teil

des Postkartenflyers und wird für die Liturgie

zum Sonntag der Weltmission verwendet.)

Augustinuswerk Dossier 10.11


Von einer Herausforderung zur nächsten

Ganzheitliche Pastoral entlang des Río Coco

Es gibt zwar kein Bild davon, aber bereits damals

in den 70er Jahren, als kleiner Bub, wusste

Floriano, wie man den zum Trocknen ausgelegten

Reis prüft. Auch heute nimmt er ihn

liebevoll in die Hand und es scheint, als ob es

gestern gewesen wäre. Nur, zwischen damals

und heute, liegen viele Jahre, die ihn persönlich,

sein Dorf und die ganze Region stark gefordert

haben.

Floriano ist am Río Coco ganz im Nordosten Nicaraguas

auf die Welt gekommen. Dort hat er seine ersten

Jahre am Fluss verbracht, gefischt, Wasser geschleppt

und beim Reisanpflanzen geholfen. Bis zu dem Tag an

Weihnachten 1981, an dem er mit seinem Vater und

anderen Männern über den Fluss nach Honduras

flüchten musste. Sein Dorf und alle Dörfer am Río Coco

im Gebiet der Miskito, der grössten indigenen Bevölkerungsgruppe

in Nicaragua, wurden aus strategischen

Gründen geleert, die Leute umgesiedelt und die

Häuser niedergebrannt: Die von den USA gesteuerten

und finanzierten Truppen der Contras, zum Teil im

Bündnis mit Angehörigen des Miskitovolkes, kämpften

von Honduras aus gegen die sandinistischen Regierungstruppen

und sollten am Río Coco am Übertritt

nach Nicaragua gehindert werden. Auch der Hauptort

Waspam wurde bombardiert und zu einem grossen

Teil zerstört.

Theologiestudium trotz Flucht

Floriano hatte Glück, denn er konnte trotz der Kriegswirren

und dem Leben in einem Flüchtlingslager zur

Schule gehen und schliesslich, zurück in Nicaragua,

am Kleinen Seminar in Bluefields die Oberstufenausbildung

als Vorbereitung auf sein Theologiestudium in

Managua abschliessen. 1993 wurde er zusammen mit

P. Rodolfo, dem aktuellen Missio-Direktor in Nicaragua,

zum Priester geweiht. Das Volk der Miskito hatte

damit ihre zwei ersten katholischen Priester. Nach

einer Weiterbildung in Rom ist Floriano seit 9 Jahren

Pfarrer der Pfarrei Waspam (mehr als 8 800 km 2 , grösser

als der Kanton Graubünden).

Reis gehört zu den Grundnahrungsmitteln in den ländlichen

Regionen. Aufmerksam untersucht Pater Floriano die

Qualität des Reises in einem Dorf am Rio Coco, Nicaraguas

Besuch in Santa Ana

Wenn P. Floriano heute Reiskörner durch seine Finger

gleiten lässt, tut er das während kurzen oder längeren

Pastoralbesuchen in den Gemeinschaften seiner Pfarrei

entlang des Río Coco. Als ich ihn dabei nach Santa Ana

begleite, werden wir von den Leuten im Dorf ganz herzlich

empfangen. Die Kinder eilen dem Ufer entlang bis

zum Ort, wo unser kleines Motorboot im Lehm anlegt.

Mit uns legt auch ein schwer beladener Einbaum an:

Drei oder vier Frauen bringen in riesigen Behältern

Süsswasser ins Dorf; der Brunnen befindet sich auf der

anderen Seite des Flusses, im Nachbarland Honduras.

Es ist Schwerstarbeit, das Wasser über die Uferböschung

hinauf zu schleppen.

Ganz in der Nähe steht in einer Hütte eine bescheidene

Maschine, die die Spreu vom Reis trennt. Eben sind

zwei junge Burschen auf ihren Pferden eingetroffen

und bringen je einen Sack Reis. Floriano hat die Maschine

dank Kontakten zu Hilfsorganisationen ins Dorf

liefern können. Die Leute sind sehr dankbar für dieses

Gemeinschaftsprojekt, das ihnen ihre Arbeit erleichtert.

Wir spazieren durch das kleine Dorf. Die Hütten stehen

weit auseinander. Die eine oder andere ist neu gestrichen.

Man sagt mir, das sei das Geschenk der Partei an

Augustinuswerk Dossier 10.11 3


4

Die Kapelle des Dorfes Santa Ana am Rio Coco ist zugleich Treffpunkt. Hier werden Neuigkeiten ausgetauscht

ein gutes Mitglied. Sonst hätte niemand die Mittel hier,

um sein Haus neu streichen zu können.

In der Kapelle treffen immer mehr Kinder, Jugendliche

und Männer ein. Spontan erzählen sie ihrem Pfarrer

Floriano und mir – mindestens dann, wenn sie statt

Miskito zu sprechen, ein paar spanische Wörter gebrauchen

– engagiert die letzten Geschehnisse im Dorf. Vor

zwei Wochen war der Río Coco wegen Dauerregen im

Innern des Landes wieder einmal über die Ufer getreten.

Aber zum Glück nur kurz; wenigstens ist nichts kaputt

gegangen. In den Pfahlhäusern blieb alles im Trockenen.

Die Leute machen sich Sorgen wegen dem

Trinkwasser. Dort, wo der Brunnen im Nachbarland

Honduras steht, wollen Landbesitzer das Land besser

nutzen. Damit würde auch der Brunnen zerstört. Floriano

wird die Sache mit Spezialisten in Waspam besprechen

und versuchen eine Lösung zu finden.

Die Präsidentschaftswahlen im November 2011, in mehr

als einem Jahr, sind bereits Gesprächsthema. Nicht weil

man sich für einen Kandidaten entscheiden müsste,

sondern weil im Dorf Konflikte schwelen zwischen den

Leuten, die meistens nur aus materiellem Interesse für

die sandinistische Regierungspartei werben, und den

Leuten, die mit dieser Partei nichts anfangen können.

Zum Abschluss des Treffens singen die versammelten

Leute zusammen mit dem Wortverantwortlichen, der die

Wortgottesdienste am Sonntag leitet, ein Lied. Es ist ihr

Ausdruck des Dankes für den Besuch aus der Schweiz

und die kommende Missio-Kampagne. Sie haben mit

Freude gehört, dass ihre Sorgen und ihr Engagement als

Christinnen und Christen während des Weltmissionsmonats

2011 im Mittelpunkt der Kampagne in der Schweiz

stehen sollen.

Ganzheitliche Pastoral

Zurück im Boot auf dem Fluss, während die Sonne sich

rot färbt und es ein bisschen weniger heiss wird, erzählt

mir Floriano vom Transport von Baumaterial und Nahrungsmitteln,

den er vor ein paar Jahren organisierte,

als ein Wirbelsturm die entlegenste Gemeinschaft seiner

Pfarrei total zerstört hatte. Niemand wollte die Verantwortung

für den Transport übernehmen, weil die Boote

Augustinuswerk Dossier 10.11


über gefährliche Stromschnellen flussaufwärts fahren

mussten. Deshalb ist er selbst mitgefahren. Alles ging

schliesslich gut. Die Gemeinschaft könnte ihre Hütten

wieder aufbauen. Aber die Bootsfahrten – sei es für die

Pastoralbesuche, die Koordination der Gesundheits-

und Bildungspastoral in den Gemeinschaften oder Weiterbildungstage

der Verantwortlichen der Gemeinschaften

– und der Materialtransport auf dem Fluss sind

extrem teuer. Floriano wendet viel Zeit für die Finanzierung

der verschiedenen Pastoralbereiche auf. Aber ohne

sie, findet er, wären seine Aufgaben als Pfarrer nicht

ganzheitlich gelöst. Es wäre für ihn schwierig, Eucharistie

zu feiern, wenn er nicht wüsste, dass die Bewusstseinsbildung

bei Jung und Alt in der Pfarrei nicht vorwärts

geht, die Leute ein Dach über dem Kopf haben

und genug Bohnen und Reis für eine tägliche Mahlzeit.

Gegen zehn Uhr abends, während eines Schlummertrunks

im Pfarrhaus, muss er noch einmal raus: Eine

Frau hat an der Türe geklopft. Ein alter, kranker Mann

ist gestorben. Floriano besucht die Familie, lässt die Totenglocke

läuten und bemüht sich, einen qualifizierten

Laien für die Beerdigung zu finden. Er kann seine Reise

in die Hauptstadt an eine Priesterweiterbildung am anderen

Morgen nicht verschieben. Martin Bernet

Entlegene Dörfer wie Santa Ana am Rio Coco sind nur mit dem Boot zu erreichen

Die Sendung der Kirche in und für die Welt ist weder

einseitig noch einfältig. Sie realisiert sich mit Kopf, Herz

und Hand.

Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Das

hindert die Menschen nicht daran, ihr Schicksal, das

geprägt ist von extremen Klimasituationen, dem Drogenhandel

und der Korruption auf allen Ebenen, in die Hand

zu nehmen. Die Kirche ist dabei eine der wesentlichen

Kräfte, die den Menschen dabei hilft. So gehören zu ihren

vordringlichen Aufgaben die Bildung der Kinder und

Frauen. Durch den Besuch einer Schule lernen sie

grundlegende Kenntnisse wie Lesen, Schreiben und

Rechnen, aber auch ihre Rechte und Pflichten als Bürgerinnen

und Bürger kennen. Mit diesem Wissen sind sie

der Willkür der Mächtigen nicht hilflos und schutzlos

ausgeliefert, selbst wenn vieles noch besser werden kann.

Missio Schweiz setzt sich für den Austausch innerhalb

der Weltkirche ein, indem sie ärmere Diözesen spirituell

und materiell, besonders im Schul- und Bildungsbereich

für Kinder, unterstützt und Impulse von ihnen an die

Kirche in der Schweiz weitergibt. Je nach den persönlichen

Lebensumständen, Fähigkeiten und Talenten kann

sich jede und jeder für diese weltweite Solidar-, Gebetsund

Lerngemeinschaft einsetzen.

Schweizer Bischöfe

Augustinuswerk Dossier 10.11 5


6

Nicaragua

Nicaragua ist das Land der Vulkane

und Seen. Oft wird es von Naturkatastrophen

heimgesucht, vor

allem Wirbelstürmen. Höchster

Berg: Pico Mogotón: 2 438 m. Im

Osten Nicaraguas gibt es indigene

Volksgruppen. Neben der Amtssprache

Spanisch werden verschie -

dene indigene Sprachen gesprochen,

vor allem Miskito (1,7%).

Informationen:

(in Klammer zum Vergleich die Schweiz)

Staatsname: Republik Nicaragua

Unabhängigkeit: 15. September 1821

Hauptstadt: Managua

Fläche: 130 370 km2 (41 277 km2 )

Bevölkerung: ca. 6 Mio. (7,6 Mio.)

Bevölkerung unter 14 Jahren:

33,8% (15,2%)

Bevölkerungswachstum: 1,088%

(0,21%)

Lebenserwartung: 71,9 (81,07)

Durchschnittsalter: 22,9 (41,7)

Säuglingssterblichkeit: 22,64 (4,08)

Amtssprache: Spanisch

Religion: 58,5% Röm.-katholisch,

21,6% Evangelisch,

1,6% Herrnhuter

BIP: ca. 945 US$ (42 600 US$)

Bevölkerung in Armut: ca. 48%

Analphabetenrate: ca. 32%

Quelle: The World Factbook

«Unsere Kirche gibt uns Hoffnung»

Leicht ist sie zu übersehen inmitten der Kinderschar: Ivania Torres,

die kleine Frau mit dem gewinnenden Lächeln. Sie animiert

die kirchliche Kinderarbeit in ihrem Heimatort Muelle de los

Bueyes. Ein Ort, wie so viele andere auch im Osten Nicaraguas,

mit sozialen Problemen und hoher Arbeitslosigkeit. Genau dort

ist die katholische Kirche präsent, mit ihren Frauen und Männern,

die sich vor allem freiwillig in ihren Gemeinschaften engagieren.

So kann sie den Menschen Halt geben. Ivania sagt deshalb

mit einer grossen Selbstverständlichkeit: «Unsere Kirche

gibt uns Hoffnung».

Der ganze Oktober ist der Monat der Weltkirche. Am Weltmissionssonntag,

dem vorletzten Sonntag im Oktober, findet er seinen Höhepunkt. Ein

ganzer Monat steht zur Verfügung, um das Bewusstsein für die Weltkirche

lebendig zu erhalten und zu vertiefen. Am Beispiel einer Gastkirche informiert

Missio jedes Jahr über das Leben und die Nöte eines Teils der Weltkirche.

In diesem Jahr wird eines der ärmsten Länder Lateinamerikas

Augustinuswerk Dossier 10.11


vorgestellt: Nicaragua. Knapp 100 Jahre alt ist die katholische Kirche Nicaraguas.

Weil sie so jung ist, fühlt sie sich den historischen Ursprüngen

der Kirche besonders nahe.

Bildung als Schlüssel für Selbständigkeit

Die östliche Landeshälfte Nicaraguas ist den Kapuzinern anvertraut. Hier

betreuen sie das Apostolische Vikariat Bluefields seit seiner Gründung

1913. Schon früh haben sie erkannt, dass sie in die Bildung investieren

müssen. Neben den Schulen liegt ein Schwerpunkt der pastoralen Arbeit

auf der Aus- und Weiterbildung von Laien: Männer und Frauen werden zu

«Wortverantwortlichen» herangebildet. In ihren oft weit abgelegenen Gemeinschaften

und Dörfern übernehmen diese überzeugten Frauen und

Männer die wichtige Rolle der Präsenz der katholischen Kirche vor Ort.

In ihrer Hand liegt eine grosse Verantwortung. Oft sind sie Mediatioren

zwischen verfeindeten Familien und greifen bei häuslicher Gewalt ein. Es

sind diese positiven Erfahrungen mit «Kirche vor Ort», die für die Menschen

zählen.

In diesem Umfeld ist Ivania aufgewachsen: grosse soziale, wirtschaftliche

und politische Probleme, aber in der Präsenz einer Kirche, die sich nicht

in frommen Zirkeln versteckt. Als wichtiges Mittel der Kommunikation

und Vernetzung gibt es ein pfarreieigenes Radio. Ermuntert durch ihren

Pfarrer wurde sie Mitarbeiterin im Pfarreiradio und konnte Sprechkurse

besuchen und sich journalistisch weiterbilden. Dabei entwickelte sie Kapazitäten,

über die sie gar nicht zu verfügen meinte. Jetzt gestaltet sie aktiv

das Leben der Kirche, über das Pfarreiradio und in der Arbeit mit den

Kindern und sagt voller Überzeugung: «Unsere Kirche gibt uns Hoffnung».

Missionarischer Auftrag

Missio leistet mit seinem weltweiten Engagment einen Beitrag für die

ganzheitliche Entwicklung, besonders für jene Völker, denen dies nur

schwer aus eigener Kraft möglich ist. Karitative, soziale, medizinische und

humanitäre Hilfe ist wichtig. Der Fokus liegt dabei auf der Hilfe für die

Seelsorge der ärmeren Kirchen. Oberstes Gebot ist dabei, ihnen mit Achtung

und Respekt zu begegnen, um so eine Entwicklung hin zur Selbständigkeit

zu fördern. Der zentrale Solidaritätsfonds von Missio garantiert,

dass besonders die ärmsten Teilkirchen nicht vergessen werden. So wird

ihnen die Hilfe zuteil, die sie benötigen. Gerade die armen Ortskirchen

vertrauen auf die regelmässigen Unterstützungen der Weltkirche.

Missio wirbt mit dem sogenannten Postkartenflyer für die Solidarität mit

der Weltkirche auf verschiedenen Ebenen. Der kleine Faltprospekt informiert

über die Arbeit von Missio und die aktuelle Kampagne. Mit dem

abgedruckten Gebet aus Nicaragua lässt sich eine Verbindung im Gebet

herstellen. Ein Grusswort kann mit einer abtrennbaren Karte an die Gläubigen

im Vikariat Bluefields geschickt werden. Und schliesslich besteht

die Möglichkeit, sich mit einer Spende solidarisch zu zeigen mit den Bedürfnissen

der ärmsten Bistümer weltweit. Siegfried Ostermann, Missio

Auszüge aus der Schlussbotschaft

von Aparecida, die für

das Wirken der Kirche nicht

nur in Lateinamerika und

der Karibik von besonderer

Bedeutung ist.

Schlussbotschaft, 2:

«Der Ruf, Jünger und

Missionar zu werden,

verlangt von uns, dass

wir uns eindeutig für

Jesus und sein Evangelium

entscheiden, dass

Glauben und Leben

miteinander übereinstimmen,

dass die Werte

des Reiches Gottes in

uns Fleisch und Blut

annehmen, dass wir zur

Gemeinschaft der Jünger

gehören und dass wir

zum Zeichen des Widerspruchs

und der Veränderung

werden in einer

Welt, die den Konsum

verherrlicht und die

Werte entstellt, die dem

Menschen Würde verleihen.

In einer Welt, die

sich gegen Gottes Liebe

sperrt, wollen wir eine

Gemeinschaft der Liebe

sein, nicht von der Welt,

aber in der Welt und für

die Welt (vgl. Joh 15, 19;

17, 14–16).»

Augustinuswerk Dossier 10.11 7


8

Zutreffend wird missio als

die «Ausgleichskasse der katholischen

Kirche» bezeichnet.

In ihrer Arbeit gliedert sich

Missio in drei unterschiedliche

Bereiche, um so den Bedürfnisse

der Weltkirche gezielt

begegnen zu können.

Im Bereich Weltkirche werden

pastorale und soziale Pro jekte

in mehr als 1 200 Bis tümern

unterstützt; so z. B. der Bau

und Unterhalt von Schu len,

Gemeindehäusern, Gesundheitsstationen und Wai sen häusern, die Besoldung von Seelsorgenden,

Lehrern, Krankenschwestern etc. Im Jahr 2010 wurden von Missio Schweiz konkret neun

derartige Projekte sowie drei Bistümer und 3 Katechesezentren in Afrika mitfinanziert.

Im Bereich Kinder und Jugend unterstützt Missio weltweit Projekte, in denen die schwächsten

Mitglieder der Gesellschaft im Zentrum stehen: Waisen, Strassenkinder, Flüchtlinge, HIV-Infizierte,

Behinderte und viele mehr. So konnten 2010 in Afrika 87 Projekte, in Asien 100 Projekte, in

Südamerika ein Projekt und in Europa zwei Projekte realisiert werden.

Im Bereich Bildung sorgt sich Missio vor allem um die Aus- und Fortbildung von engagierten

Laien, Katechetinnen und Katecheten, Lehrerinnen und Lehrern sowie Ordensleuten und

Priestern. 253 Stipendien konnten 2010 in Afrika vergeben und zwei Seminare unterstützt

werden. Grundbeiträge wurden weiters an 26 Institutionen in Asien und an vier in Lateinamerika

überwiesen.

Die Kollekte vom Weltmissionssonntag wird in allen Pfarrgemeinden

der Welt durchgeführt und ist ein starkes Zeichen

der Solidarität. Sie ermöglicht den finanziellen Ausgleich innerhalb

der katholischen Kirche.

Oktober 2011

Redaktion: Augustinuswerk

CH - 1890 Saint-Maurice

pfarrblatt@staugustin.ch

Texte und Bilder: missio, Freiburg

Schweiz-Liechtenstein,

Route de la Vignettaz 48, Postfach 187, 1709 Freiburg

Telefon 026 425 55 70, Fax 026 425 55 71, Postkonto 17-1220-9

Internet: www.missio.ch

Augustinuswerk Dossier 10.11


Zum Gedenken

✞ Marie Bucheli-nussbaumer

Marie wurde am 25. Januar 1922 als Kind von

Joseph und Marie Nussbaumer-Schneuwly in

Vogelshaus (Bösingen) in eine kinderreiche

Familie hinein geboren. Mit fünf Brüdern und

neun Schwestern erlebte sie eine bewegte

Kindheit und früh galt es mitzuhelfen auf dem

Bauernhof. Sie besuchte mit ihren Ge schwistern

die Primarschule in Bösingen, wie damals

üblich zu Fuss. Der lange Schulweg und die

tägliche körperliche Bewegung gaben ihr die

Ausdauer, die sie während ihres ganzen Le -

bens an den Tag legte.

Obwohl sie in ihrem Zeugnis nur Bestnoten

hatte, war es ihr nicht möglich eine Be rufs ausbildung

zu machen – es kann sein, dass sie

eigentlich Bäuerin werden wollte, denn sie war

jemand der gerne arbeitete und zupackte.

Nach der Schule arbeitete sie in einem Haushalt

in Freiburg. Dabei lernte sie auch die französische

Sprache. Später verbrachte sie ein

Jahr bei der Familie Baeriswyl in Selgiswil bei

Heitenried.

Zu Beginn ihrer 20er Jahre musste sie es mit

körperlichen und psychischen Heraus for de rungen

aufnehmen. Es war zuerst sicher nicht

einfach für sie mit ihrer Epilepsie umzugehen.

Aber zum Glück konnten Medikamente helfen,

dieses Leiden meistens unter Kontrolle zu halten.

Dieser Umstand veränderte ihr Leben

grund legend und machte sie zu einer vorsichtigen

und auch reservierten Frau. Es sollte sie

aber nicht davon abhalten doch noch eine

Familie zu gründen.

Am 11. Februar 1957 trat sie in Schmitten mit

Siegfried Bucheli, welcher auch in Bösingen

aufgewachsen war, vor den Traualtar. In

Schmit ten liessen sie sich nieder, zuerst in

Unterschmitten, wo ihr erster Sohn Peter im

Januar 1958 geboren wurde. 1960 bauten

Siegfried und Marie ihr eigenes Haus im

Hagnet, in der Nähe des Bahnhofs. Der Einzug

in die eigenen vier Wände war ein grosses

Ereignis für alle, auch weil ihr zweiter Sohn

Joseph ein Jahr später dazu kam.

Das Haus und der Garten beanspruchten von

nun an viel Zeit und Energie. Sie war eine

begeisterte Gärtnerin und setzte alles daran,

dass die Umgebung des Hauses immer mit

vielen Blumen, vor allem Geranien, geschmückt

war. Es gab reichlich Gemüse und Früchte zu

verarbeiten. Sie war auch eine begnadete

Näherin; mehrere Jahre nähte sie in Heimarbeit

regelmässig Bäckerkleider.

Sie stellte sich – ohne zu jammern – den Herausforderungen

mit zwei energischen Söh nen

in der Umbruchsperiode der 60er und 70er

Jahre. Sie gab stets ihr Bestes und war immer

zu Hause um ein gutes Essen zu bereiten.

Ferien war ein Fremdwort für sie; aber auch ihr

geliebtes Zuhause hielt sie ab von Reisen und

Ferien. Nur zweimal in ihrem Leben wagte sie

es über die Grenzen der Schweiz hinaus: als

streng gläubige Christin war die Pilgerreise ins

Heilige Land sicher ein Höhepunkt in ihrem

Leben; sie schaffte es sogar mit ihrem Mann

Siegfried im Jahr 1988 nach Amerika um ihren

Sohn Peter zu besuchen. Als ihr Mann 1990

pensioniert wurde, hatten sie mehr Zeit um

zusammen Ausflüge in die nähere Umgebung

zu machen.

Sie freute sich sehr als 1992 ihr erster Enkel

Jan geboren wurde. Mit ihrem Mann übernahm

sie oft die Aufgabe des Babysitters. Sie musste

lange warten bis 2003 und 2006 ihre weiteren

Enkel Kristina und Kai Lin im fernen China

geboren wurden. Sie nahm sie immer wohlwollend

auf, wenn sie ihre Sommerferien in der

Schweiz verbrachten.

2002 starb ihr Gatte und sie war nun allein in

ihrem Haus im Hagnet. Als Sohn Joseph sie

2004 in ihrem Heim am Boden liegend auffand

war klar, dass sie nicht mehr alleine ihr Haus

und den Garten besorgen konnte. Ihr Weg

führte nach Tafers ins Altersheim St. Martin, wo

sie sich gut einlebte obwohl sie jetzt von ihrem

geliebten Schmitten getrennt war.


Ihre Zeit im Altersheim – vor allem nachdem

sie nicht mehr selbständig laufen konnte –

wurde nicht einfacher, aber ihre Söhne, Ge -

schwister und Bekannte besuchten sie regelmässig.

In den letzten Monaten zeigte sie im -

mer mehr eine innere Unruhe, vielleicht auch

weil sie nicht mehr so gut hören und verstehen

konnte. Am Morgen von Maria Him melfahrt, 15.

August 2011 wurde sie be wusst los gefunden

und sie konnte nicht mehr sprechen. Ohne

Schmerzen schlief sie in der Stille des Abends

friedlich ein – intuitiv wollte sie mit Maria in den

Himmel gehen…

Marie war eine fürsorgliche, gewissenhafte und

gläubige Person. Immer fleissig und hilfsbereit,

sie war eine treue und umsorgende Frau und

Mama, welche die christlichen Werte bis zum

letztem Atemzuge vorlebte. Wir werden sie fest

vermissen und in unserem Herzen als einen

tüchtigen, liebevollen und pflichtbewussten

Men schen bewahren.

Die Familie

Buch des Monats

Die biblischen Texte stehen im Ruf, den Men schen

bestimmen zu wollen, was sie zu tun und zu lassen

haben. Doch bei genauerer Betrachtung bietet sich

ein ganz anderes Bild: Nicht moralisieren wollen sie,

sondern mit uns ins Gespräch kommen. Das gilt

ganz besonders für die Gleichnisse im Neuen Testament.

Hermann­Josef Venetz zeigt auf überzeugende

und verständliche Weise: Sie geben keine fixfertigen

Rezepte für ein vorbildliches christliches Leben,

sondern laden ein zu neuen Fragen und ertragen

auch Widerspruch. Das gilt für die Menschen zur Zeit

Jesu wie auch für unsere Zeit. Mit ihrer befreienden

Kraft können sie gerade den heutigen Menschen

neue Horizonte öffnen und ihr Leben bereichern.

Hermann­Josef Venetz, geboren 1938 in Brig, ist emeritierter

Professor für Neues Testament an der Uni versität

Freiburg Schweiz. Für seine wegweisenden Veröffentlichungen

wurde er als Erster mit dem «Preis des

religiösen Buches» der VKB Schweiz ausgezeichnet.

Paulus-Verlag, Freiburg. www.paulusedition.ch

132 Seiten, gebunden; CHF 29.00

Erhältlich in jeder Buchhandlung

oder via Internet – ISBN 978-3-7228-0792-8


✞ ernest Kaeser-

Brülhart,

Bagerstrasse

Ernest wurde am 14. Dezember 1933 in der

Tuftera in Bösingen geboren, Sohn des Peter

und der Anna, geb. Buchs, als zweitältestes

von sieben Kindern. Ernest besuchte sieben

Jahre die Primarschule in Bösingen, anschliessend

zwei Jahre die Sekundarschule in Dü -

dingen. Die Übertrittsprüfung absolvierte er mit

einem Jahr Verspätung, da er auf Grund fehlender

Information seitens der Schule und der

Eltern den Termin nicht wahrnehmen konnte.

Er holte dies ein Jahr später auf eigene Faust

nach. Nach Düdingen fuhr er mit dem Velo, das

z’Mittag gab es bei Tinguelys in Vogelshaus.

Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete

Ernest als Handlanger bei der Baufirma Pürro,

danach begann er die Lehre als Möbelschreiner

bei Josef Gobet in Bösingen. In der Familie

Go bet fand er ein zweites Zuhause und in der

Post nebenan seine zukünftige Frau Agathe

Brülhart von Mariahilf, das damalige «Poschtmiitli»,

das er 1956 heiratete. Nach der Lehre

folgte die RS und anschliessend die Unter offiziersschule

in Bern.

Beruflich folgten nun die Wanderjahre nach

Saanen, Bulle, Bümpliz, zurück zum Lehr -

meister und dann nach Ostermundigen. Von

dort aus besuchte er Abend- und Sams tagskurse

in Bern und bereitete sich so auf die eidgenössische

Schreiner-Meisterprüfung vor.

Die se bestand er 1962 auf dem Bürgenstock.

Ein Meilenstein, auf den er sein Leben lang

stolz war und dies auch sein durfte. Denn diese

Prüfung erforderte viel Können, Ausdauer und

Energie, nicht zuletzt auch von seiner Frau und

der Familie. Diese war mittlerweile auf drei

Kinder angewachsen. Im Herbst des gleichen

Jahres übernahm Ernest die Betriebsleitung

der Firma Vonlanthen in Ried bei Schmitten

und zügelte im schneereichen Winter mit seiner

Familie von Bösingen in die Nähe der

Firma, nach Vetterwil. Zwei Jahre später zügelten

sie erneut, diesmal in ihr eigenes Heim, an

die Bagerstrasse 60 in Schmitten. Es war für

Ernest eine grosse Freude, der ganzen Familie

mit Daniel, Antonia, Peter, Patricia, Heidi und

Pia genügend Platz bieten zu können.

Ernest führte den Betrieb Vonlanthen während

36 Jahren mit Leib und Seele. Er konnte während

dieser Zeit viele, wenn auch nicht alle

Träume verwirklichen. Ernest sagte öfters: «Ich

bin jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen.» Viel

gearbeitet hat er auch privat. So unterstützten

sich die Tuftera-Brüder und Schwäger gegenseitig

beim Bauen der Eigenheime. Abends,

am Wochenende und während der Ferien.

Diese Zeit des Bauens hat Ernest nie vergessen.

Sie gehörte zu seinen liebsten Erin nerungen.

Ernest war ein ausgeglichener Mensch, der im -

mer wieder zwischen den Fronten vermittelte.

Und als geselliger Mensch genoss er das

Vereinsleben: Als Oberturner, als Schütze oder

als Jungwächtler. Er erzählte z.B. gerne vom

Fussmarsch mit der Jungwacht Bösingen nach

Sachseln, als Dank, da die Schweiz vom 2.

Weltkrieg verschont blieb. Später kam das

Foto grafieren als Hobby hinzu. Er war Gründungs

mitglied und langjähriger Präsident des

Fotoclub Sense. Acht Jahre gehörte Ernest

dem Gemeinderat Schmitten an und dreissig

Jahre als Schreiner Fachmann der Freiburger

Lehrlingskommission. Die Liebe zum Holz lebte

er auch privat aus. In seinem eigenen Waldstück

im Rohrholz verbrachte er zusammen mit

seiner Familie viele Stunden mit der Waldpflege.

Nachdem die Kinder selbständig wurden,

konnte Ernest mit Agathe seiner Reiselust frönen.

Und mit seiner Pensionierung konnte er

nun auch seine Enkelkinder geniessen. Mit

Spielen, Basteln und Diskutieren verbrachte er

viel Zeit mit ihnen.

Vor zwei Jahren erlitt Ernest einen Hirnschlag.

Damit hatte seine schwierigste Zeit begonnen,

von der er am Sonntag, 4. September 2011

erlöst wurde.

Die Familie Kaeser-Brülhart trauert um ihren

Gatten, Vater und Grossvater.


Mit Freude dabei!

einsatzplan der Messdiener

für den Monat Oktober 2011

Samstag, 1. Oktober

dreissigster

09.00 Uhr David Portmann

Michael Schneuwly

Vorabendmesse

17.00 Uhr Jan Silvio Amacker

Elton Djoni

Annic Raetzo

Angelina Schmid

Sonntag, 2. Oktober

Frühmesse

07.30 Uhr Livia Boschung

Larissa Gauch

Sonntag, 9. Oktober

Frühmesse

07.30 Uhr Nadja Marro

Jan Zumwald

Hauptgottesdienst

09.30 Uhr Roman Lehmann

Svenja Lehmann

Vanessa Schafer

Micha Spengler

Samstag, 15. Oktober

Vorabendmesse

17.00 Uhr Jeanine Bieri

Nadia Bieri

Marc Jenny

Sven Zurkinden

Sonntag, 16. Oktober

Frühmesse

07.30 Uhr Luc-Emmanuel Joye

Xenia Flavia Schaller

Sonntag, 23. Oktober

Frühmesse

7.30 Uhr Alessia Zosso

Laura Zosso

Hauptgottesdienst

9.30 Uhr Jessica Amstutz

Deborah Amstutz

Lukas Jungo

Nadine Aebischer

Samstag, 29. Oktober

Vorabendmesse

17.00 Uhr Christophe Lehmann

Jan Lehmann

Nicole Zurkinden

Aline Baeriswyl

Sonntag, 30. Oktober

Frühmesse

07.30 Uhr Lia Maria Schneuwly

Pascale Schneuwly

Ein herzlicher Willkommensgruss unseren

neuen Minis. Sie dienen ab Oktober in den verschiedenen

Gottesdiensten und wir wünschen

ihnen dazu viel Freude und Erfüllung.

Die 14 Minis heissen:

Jan Silvio Amacker

Deborah Amstutz

Nadia Bieri

Elton Djoni

Marc Jenny

Lukas Jungo

Jan Lehmann

Svenja Lehmann

Nadja Marro

Vanessa Schafer

Xenia Flavia Schaller

Lia Maria Schneuwly

Carole Spicher

Alessia Zosso


Gemeinsam das Markusevangelium lesen

Mit de Bübla i d'Stùba

Die Vorbereitungen für dieses diözesane Projekt

laufen auf Hochtouren. Gemeinsam das Mar kusevangelium

lesen – das ist die Einladung, das

ist das Angebot – und zwar bei jemandem zu

Hau se, in der Stube, mit alten und neuen Be ­

kannten.

Vom ersten Advent, am 27. November, bis zum No ­

vember 2012 sind Sie eingeladen, mit anderen

zusammen das Markusevangelium zu lesen. In der

Kirche hören wir immer nur kurze Abschnitte aus

den Evangelien. «Mit de Bübla i d'Stùba» will Ge legenheit

geben, ein ganzes Evangelium im Zu sam ­

men hang zu lesen und darüber auszutau schen.

Nicht die Bibelwissenschaft steht im Zentrum sondern

das, was die Botschaft Jesu im Markus evangelium

mit uns macht.

Das Bistumsprojekt setzt das Konzept der «Leben

zeugenden Pastoral» ganz konkret um. Die »pastorale

d'engendrement» legt ein besonderes Schwerge

wicht auf die Lektüre biblischer Texte in kleinen

Gruppen. Gemeinsam die Bibel lesen, die Erfah rungen

der Menschen von damals teilen und ins Ge ­

spräch bringen mit unseren Erfahrungen heute: das

hilft uns unseren Glauben zu vertiefen.

Nach dem Vorbild französischer Diözesen schlägt

unser Bistum das Markusevangelium zur Lektüre

vor. Diese Lektüre mit anschliessendem Austausch

findet in unseren Stuben statt und zwar in allen vier

Bistumskantonen.

Lassen Sie sich ansprechen und informieren Sie

sich noch mehr mit dem Flyer in der Kirche und im

Pfarramt und auf der Webseite www.bueblaidstuba.

ch. Schreiben Sie sich als TeilnehmerIn ein! Öffnen

Sie Ihre Stube, um eine Lesegruppe aufzunehmen.

Als GastgeberIn oder GesprächsleiterIn brauchen

Sie kein Spezialwissen. Die konkrete Anleitung finden

Sie in der Broschüre zum Markusevangelium,

welche an die Lektüregruppen abgegeben wird. Am

7. November, von 19.30 bis 22.00 Uhr, findet im Bildungs

zentrum Burgbühl ein Schnupperabend statt,

an dem Sie erfahren können, wie diese Bibelarbeit

konkret vor sich geht.

Am 27. November findet in Freiburg wie auch in

den drei anderen Bistumskantonen eine feierliche

Eröffnungsveranstaltung statt. In der Kirche St. Paul

von 14.30 bis 17.00 Uhr auf Deutsch und an der

Universität auf Französisch wird das ganze Evange

lium mit musikalischer Umrahmung gelesen. Um

17.30 Uhr findet dann eine zweisprachige und ökumenische

Feier in der Aula der Universität statt, die

mit Musik, Symbolen und Bewegung das Markusjahr

offiziell lanciert.

«Die Pastoral muss die Neugeburt in Christus

zum Ziel haben, die wie eine neue Zeugung er ­

scheint.» Bischofsvikar Marc Donzé

Von 25. bis 27. November wird beim Pythonplatz

mit einem Zelt für das Projekt geworben. Bei Kaffee

und Kuchen kann man sich informieren und miteinander

ins Gespräch kommen.

Im Mittelteil des nächsten Pfarrblattes im November

können Sie auch noch mehr über dieses Projekt

lesen. Und auf www.bueblaidstuba.ch erfahren Sie

laufend das Neuste dazu.

Hans Rahm, Informationsbeauftragter

MO, 7. Nov., 19.30 bis 22.00 Uhr im BZ Burgbühl

Schnupperabend zu «Mit de Bübla i d’Stùba»

Wie lesen wir in der Gruppe? Wie können wir eine

Gruppe animieren? Ausprobieren und konkrete

Anleitung zum Bistumsprojekt «Gemeinsam das

Markusevangelium lesen».

Anmeldung bis 21. Oktober (siehe Agenda­Seite)

REGION


REGION

Bildungshaus Notre-Dame de la Route

1752 Villars-sur-Glâne

026 409 75 00 www.ndroute.ch

SA/SO, 8. bis 9. Oktober

Die Vision der Bergpredigt. Macht euch keine

Sorgen! mit Hermann-Josef Venetz

SA–FR, 8. bis 14. Oktober

Exerzitien mit Beat Altenbach, Elke Rüegger-Haller

SO–SA, 9. bis 15. Oktober

Ignatianische Einzelexerzitien mit P. Meinrad Gyr SJ

SA/SO, 22. bis 23. Oktober

Von der Sohle zur Seele. Die Füsse als Spiegel

unseres inneren Weges mit Marcelle Peter-Hofmann

FR–SO, 28. bis 30. Oktober

Abschied nehmen mit P. Hans Schaller SJ

SO–DO, 30. Oktober bis 3. November

Kurzexerzitien mit P. Beat Altenbach SJ

Oekumenische Behindertenseelsorge

Postfach 166, 1707 Freiburg.

Bernadette und Bernhard Lütolf-Frei;

032 614 47 04; bb.luetolf@bluewin.ch.

www.kath.ch/dfr/oebs

Veranstaltungen der Elternvereinigungen:

insieme Freiburg: 026 321 24 71

cerebral Freiburg: 026 321 15 58

Juseso Regionale Jugendseelsorge

Sandra Berchtold und Andrea Neuhold,

juseso.dfr@bluewin.ch, 079 963 98 67

www.juseso-dfr.ch (neu gestaltet!)

SA, 8. Oktober, 19.00 Uhr

Spirit – Was gibt in deinem Leben den Ton an?

Regionaler Jugendgottesdienst in der Natur

Treffpunkt Kath. Kirchenplatz Schmitten

Adoray Deutschfreiburg

deutschfreiburg@adoray.ch 026 495 30 26

www.adoray.ch

Sonntagabend um 19.30 Uhr (ausser Schulferien)

Salesianum, Avenue de Moléson 21, Freiburg

Lobpreisabend für junge Leute; music – worship –

praisure – input – adoration – community – fun

Centre Ste-Ursule

Rue des Alpes 2, Fribourg

www.centre-ursule.ch, 026 347 14 00

DI, 4. Oktober, 19.00 bis 21.00 Uhr

Malen aus der Tiefe mit Doris Fankhauser

SA, 8. Oktober, 9.30 bis 11.00 Uhr

Lieder des Herzens mit Nelly Kuster

MI, 12. Oktober, 19.30 bis 21.30 Uhr

Tanz als Meditation mit Ursula Kiener

DO, 13. Oktober 11, 20.00 bis 21.15 Uhr

Meditation mit Erwin Ingold

Bildungszentrum Burgbühl

Begegnung – Besinnung – Bildung

1713 St. Antoni – Tel. 026 495 11 73

www.burgbuehl.ch – info@burgbuehl.ch

SA, 1. Oktober, 14.00 bis 22.00 Uhr

SO, 2. Oktober, 9.00 bis 12.30 Uhr.

Lieder von Himmel und Erde – Musik des Herzens

Sakrale Lieder und Tänze mit Barbara Swetina

Informationen und Anmeldung bei: Rita Geiser,

Unterer Rütiberg, 9642 Ebnat Kappel,

Telefon 071 990 05 40, e-mail: rita@comserv.ch.

DI, 11. Oktober, 19.30 bis 22.00 Uhr

Begegnung mit dem Engel. Zwei Bibliodrama-

Abende mit Rita Pürro Spengler, QuerWeltEin

Woher kommst du, wohin willst du? zu Gen 16

Anmeldung für 1 oder 2 Abende bis FR, 30. Sept.

unter 026 495 11 24 oder bildung.dfr@bluewin.ch

Zweiter Abend: DI, 29. Nov., 19.30 bis 22.00 Uhr

Fürchte dich nicht! Bibliodrama zu Lk 1, 26-38

MI, 12. Okt. bis 23. Nov., jeweils 10.00 bis 11.45 Uhr

Kurs Theologie 60plus – Sieben Matineen

Leitung: Rolf Maienfisch, QuerWeltEin

Grundfragen des Lebens und der Religionen, des

Glaubens und der Bibel. Vorträge und Austausch

Anmeldung bis MI, 21. Sept. bei theologiekurse.ch,

12. Okt.: Sinnvoll leben in schnelllebiger Zeit

19. Okt.: Sinn suchen – die Weltreligionen fragen

26. Okt.: Leiden bestehen – oder: wenn wir an

Grenzen stossen

MI, 12. Oktober, 19.30 bis 21.30 Uhr

Wer knackt den Code? Höhepunkte

der Erforschung des Alten Testamentes

Referent: Dr. Thomas Staubli, Dozent für Altes

Testament an der Universität Freiburg

und Leiter des BIBEL+ORIENT Museums

MO, 7. November, 19.30 bis 22.00 Uhr

Mit de Bübla i d’Stùba

Schnupperabend zum Bistums-Projekt

Anmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen:

bis FR, 21. Okt. bei Rita Pürro Spengler, Fachstelle

Erwachsenenbildung, 026 495 11 24 oder per Mail:

bueblaidstuba@bluewin.ch.

FR, 11. November, 18.30 bis 22.30 Uhr

SA, 19. November, 9.00 bis 16.00 Uhr

Mögen Engel dich begleiten:

Schwarzenberger Engelfiguren herstellen

Leitung: Judith Furrer Villa,

Theologin und Kursleiterin vkbfs

Anmeldung bis 15. Oktober an judith.furrer@defka.

ch oder Telefon 026 495 11 14

SOS werdende Mütter –

hilft in Not geratenen Müttern,

Mostereiweg 6, Düdingen,

DO, 13.30–16.30, Tel. 026 492 07 55

Webseite Deutschfreiburgs: www.kath.ch/dfr


Ein neuer Tag beginnt nicht für

alle gleich. Wer gut ausgeschlafen

ist und sich auf den Tag freuen

kann, wird den Tag entsprechend

gut gelaunt beginnen. Es kann aber

auch sein, dass unangenehme Aufgaben

anstehen, Kummer, Angst zu

spüren sind und folglich die Nacht

auch nicht gut war. Es ist gut, wenn

es gelingt, sich auf den Tag einzustimmen

und den Tag als neue

Chance, als neuen Anfang zu erleben.

Jeder Tag ist, ebenso wie die

Nacht, ein Geschenk: Ohne unser

Dazutun gibt es mit verlässlicher

Regelmässigkeit eine Zeit der Ruhe

und eine Zeit der Tätigkeit, der

Arbeit.

✹ Frühzeitig aufstehen,

damit der Tag nicht mit Stress beginnt

✹ Das Kind sanft wecken,

es wach streicheln

✹ Grösseren Kindern einen Wecker

schenken, damit sie selber aufwachen

✹ Die Kinder erzählen lassen,

was sie geträumt haben

Ein neuer Tag beginnt

✹ Anfallende Termine (z. B. Musikkurs…)

in Erinnerung rufen

und Organisatorisches klären

✹ Genug Zeit zum gemütlichen

Frühstücken einplanen

✹ Manchmal gibt es eine Überraschung

zum Frühstück

✹ Morgenmuffel brauchen Zuwendung…

✹ Einen Tagesspruch vom Kalender

lesen

✹ Gott danken, dass er es Morgen

werden lässt

✹ Um Gottes Segen für den Tag bitten

Aus dem Büchlein «Kinder wachsen – eltern auch», Toni Fiung, Kath. Sonntagsblatt Diözese Bozen-Brixen


AZB 1890 Saint-Maurice

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Adressen und Telefonnummern:

Pfarramt Schmitten Brigitta Aebischer, Gwattstrasse 3 026 496 11 50

brigitta.aebischer@pfarrei-schmitten.ch

Priester Pfarrer Paul Sturny, Kurgässli 2, Wünnewil 026 496 11 38

Vikare Nazarij Zatorsky, route de Bertigny 49, 1700 Fribourg 076 507 00 71

Karol Garbiec, Gwattstrasse 3 026 496 12 85

kgarbiec@gmail.com

Pfarr-Resignat Pius Haering, Kaisereggstrasse 12 026 496 19 91

Pfarramt Wünnewil Pfarrer Paul Sturny, Kurgässli 2 026 496 11 38

Pfarramt Ueberstorf Rosmarie Bürgy, Kurgässli 12 031 741 02 61

Pfarramt Flamatt Norbert Talpas, Pastoralassistent 031 741 06 24

Sekretariat und Reservationen Gabriele Zurbriggen-Manz, Gwattstrasse 3 026 496 11 50

Begegnungszentrum geöffnet jeweils Dienstag und Mittwoch von 9.00 – 11.00 Uhr

E-Mail-Adresse: sekretariat@pfarrei-schmitten.ch

Pfarrhaushalt/Kirchenschmuck Astrid Zurkinden 026 496 27 21

Sakristan Markus Zurkinden Natel 079 707 72 06 026 496 27 21

Hilfssakristanin Heidi Kaeser-Riedo, Kaisereggstrasse 2 026 496 24 03

Pfarreirat René Aebischer, Moosacher 3 026 496 29 71

rene.aebischer@pfarrei-schmitten.ch

Gilbert Rudaz, Eigerstrasse 19 026 496 13 39

gilbert.rudaz@pfarrei-schmitten.ch

Elmar Vogelsang, Bodenmattstrasse 30 026 496 23 19

elmar.vogelsang@pfarrei-schmitten.ch

Roland Zosso, Auroraweg 6 026 496 12 09

roland.zosso@pfarrei-schmitten.ch

Irma Boutouchent, Bodenmattstrasse 180 026 496 28 26

irma.boutouchent@pfarrei-schmitten.ch

Pfarreikassier Max Roux 026 496 25 12

pfarreikasse@pfarrei-schmitten.ch

Pastoralgruppe Brigitta Aebischer, Gwattstrasse 3 026 496 11 50

Katechetinnen Brigitta Aebischer, Moosacher 3 026 496 29 71

Roselyne Buchs, Schürlimatt 4, 1736 St. Silvester 026 418 24 70

Rosmarie Bürgy, Kurgässli 12, 3182 Ueberstorf 031 741 02 62

Marie Louise Thierstein, Bachtela, 3178 Bösingen 032 747 90 26

Krankenkommunion Rosmarie Lehmann, Bagerstrasse 11 026 496 21 43

Voreucharistischer Gottesdienst Myriam Spicher, Kaisereggstrasse 17 026 496 24 16

Organistin für Chorbegleitung Chikako Nishikawa, Rue de la Carrière, 1700 Fribourg 077 452 11 79

Organist Roland Mülhauser, Bodenmattstrasse 33 026 496 16 04

Dirigent des Cäcilienvereins Marius Hayoz, Vetterwil 4 026 496 14 68

Bergkapelle Marie Spicher, Bagerstrasse 9C 026 496 19 10

Mühletalkapelle Arthur und Edith Neuhaus, Gwattstrasse 11 026 496 15 01

Behinderten-Betreuung Sabine Brülhart, Berg 89, 3185 Schmitten 079 669 23 15

Christine Labhart, Bächlisbrunnen, 1713 St. Antoni 078 807 02 28

Verein für Hilfsdienste Susanne Lottaz 079 279 12 36

Missionsgruppe Trudy Lehmann, Fillistorf 5 026 496 13 78

Vereine:

Arbeiterverein (KAB) Christine Bütikofer, Präsidentin, Berg 52 026 496 30 56

Cäcilienverein Arno Fasel, Kreuzmattstrasse 22 026 496 19 45

Frauen- und Müttergemeinschaft Ansprechperson: Marie-Françoise Hayoz, Unterdorfstrasse 48 026 496 28 59

Landfrauenverein Marianne Jungo, Präsidentin, Lanthen 171 026 496 13 48

Vinzenzverein Hermann Boschung, Präsident, Kaisereggstrasse 2 026 496 25 66

Jugendteam Sandra Kobel, Oberstockerli 24 026 496 42 69

Musikgesellschaft Elmar Rudaz, Präsident, Friesenheid 026 496 11 15

Partnerschaft Dabrowica Marianne Jaeggi, Sonneggstrasse 16 026 496 16 80

Trachtengruppe Richard Schaller, Bethlehem 2 079 233 52 89

Turnverein SVKT Katja Curty, Schlossmatte 18 026 534 05 60

Turnverein Postfach 62, 3185 Schmitten

JuBla Thomas Renggli, Kreuzmattstrasse 64, Scharleiter 079 480 38 91

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