InfoRetica - Rhätische Bahn

rhb.ch

InfoRetica - Rhätische Bahn

Nr. 3 / September 2012

InfoRetica

Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn

Periodico della Ferrovia retica

Periodica da la Viafier retica

Am Puls der Unternehmung

Gramper der

Rhätischen Bahn

am Lej Nair


In dieser Ausgabe

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Direktion

La Voce della direzione

Generalversammlung 2012

Interview mit Martin Gredig und Markus Barth

Glacier Express Sommerprogramm in Disentis

Neues Broschürenkonzept

Erbenkampagne

Neue Funkfernsteuerung

Austauschprogramm RhB und MOB

Cargo Grischa

BahnJournalisten auf Besuch

Stichkontrolle bei der RhB

Inframation

Medienbahn

Damals, vor 30 Jahren

Die Tödi-Greina-Bahn

Neues in Kürze

Kaderanlass in Bergün

PeKo

Lehrabschlussfeier 2012

login-Woche

login Go-Tag

Spezielle Fracht am Vereina

Netzweit auf Schusters Rappen

Personalchronik

Spontan

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (sb), s.beeli@rhb.ch

Seraina Hartmann (sh), s.hartmann@rhb.ch

Frontbild: «Am Puls der Unternehmung»

von Andy Mettler

Nächster Redaktionsschluss: 2. November 2012

Auflage: 3200 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

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Editorial

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Auszug aus der «Seite des Direktors», RhB-Nachrichten

1/1989: «… Im letzten Jahrhundert sprach man

von der Ostalpenbahn, die man aus europäischer

Sicht als notwendig erachtete. Heute diskutieren wir

wieder dieses Thema unter dem Titel Neue Eisenbahn

Alpentransversale (NEAT), unter dem Druck der sich

immer enger zusammenschliessenden Europäischen

Gemeinschaft … Auch die RhB steht mitten in einer

grossartigen Ausbauphase. Ich denke dabei an Vereina,

die unterirdische Einführung der Arosalinie in den

Bahnhof Chur (…), die Bestellung einer neuen Generation

Streckenlokomotiven, die neue Kommunikationstechnik,

den EDV-gestützten Support des Verkaufs

usw.»

Heute mögen wir über den «State of the RhB» des damaligen

Direktors Jürg Hatz staunen – möglicherweise

auch zustimmend lächeln. Viele seiner Einschätzungen

und Prognosen sind eingetroffen, Visionen von

enormer Bedeutung wurden realisiert oder stehen

kurz vor der Vollendung. Die «Europäische Gemeinschaft»

hat sich zwischenzeitlich zu einem aus 27

europäischen Staaten bestehenden Staatenverbund

namens Europäische Union (EU) entwickelt, die NEAT

ist zum Teil bereits in Betrieb (Lötschberg-Basistunnel)

und beim Kernstück, dem 57 Kilometer langen Gotthardbasistunnel,

sieht man buchstäblich auch schon

das Licht am Ende des Tunnels.

Und wo befindet sich die RhB heute, verglichen zur

Standortbestimmung von 1989? Wie hat sie sich entwickelt?

Sind Visionen in die Tat umgesetzt worden?

Wenn ich als Beispiel des technischen Fortschritts in

dieser Zeitspanne die damals im Kundendienst eingesetzte

ultramoderne und knallrote IBM-Kugelkopfschreibmaschine

mit Korrekturtaste (ja, Markus Lipp,

neidisch waren wir auf deine IBM …) mit der heutigen

totalen lokalen und globalen Vernetzung dank Intra-

und Internet sowie den Social media Plattformen anführe,

bin ich geneigt, von einer «technischen Revolution»

zu sprechen. Die Vereinalinie ist bereits seit

13 Jahren erfolgreich in Betrieb, über 100-jährige

Brücken sehen heute aus wie neu, zig Tunnels wurden

saniert, Doppelspurstrecken gebaut und Bahnhöfe

renoviert und modernisiert. Kurz auf den Punkt gebracht:

Die RhB hat sich in den vergangenen 23 Jahren

extrem entwickelt; sie hat sich zu einer modernen,

komfortablen, leistungsstarken Bahn gemausert und

gleichzeitig den Spagat geschafft, ihren typisch bündnerischen

Charme zu bewahren.

«Ja und?» werden Sie sich fragen. Was will mir Peider

Härtli mit diesen (bekannten) Weisheiten sagen? Die

Tatsache, dass ich mich sozusagen auf der Zielgeraden

meiner beruflichen Laufbahn befinde, hat mich dazu

bewogen, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen.

24 Jahre RhB durfte ich miterleben und unsere Bahn

als kleines Rädchen in der komplexen «RhB-Maschinerie»

mitgestalten. Als verantwortlicher Mediensprecher

durfte ich seit 1989 zu wichtigen, banalen,

amüsanten, lustigen, ernsten oder brisanten Themen

Kommentare verfassen und über die Medien an die

Öffentlichkeit tragen. Hand aufs Herz, liebe Kollegin,

lieber Kollege: Nehmen Sie sich die Zeit für einen

Rückblick seit Ihrem Start bei der RhB. Auch Sie werden

über die rasante Entwicklung unserer Unternehmung

staunen – ob Sie nun auf ein Jahr, zehn Jahre,

20 Jahre oder 40 Jahre RhB zurückblicken dürfen.


Editoriale

Di Peider Härtli

Gentili collaboratrici, stimati collaboratori

Proponiamo un estratto dalla «Pagina del Direttore»,

rivista della FR risalente al gennaio del 1989: «… Nel

secolo scorso i fari erano puntati sulla linea delle Alpi

orientali, che dal punto di vista europeo era ritenuta

necessaria. La tematica, oggi ribattezzata Nuova Trasversale

Ferroviaria Alpina (NFTA), viene discussa con le

pressioni di una Comunità europea sempre più compatta

… Anche la FR sta vivendo una fase di grandiosi

ampliamenti. Penso al Vereina, al tunnel della linea

di Arosa fin sotto la stazione di Coira (…), all’acquisizione

di una nuova generazione di locomotrici, alla nuova

tecnica di comunicazione, al supporto informatico alla

vendita, ecc …»

Leggendo queste righe annuiamo, forse compiaciuti, e

ammiriamo la lungimiranza dell’allora Direttore Jürg

Hatz e della sua «visione della FR». Molte delle sue

valutazione e previsioni si sono avverate, progetti di

immane importanza sono stati portati a termine o lo

saranno in tempi brevi. La «Comunità europea» nel

frattempo si è evoluta, diventando quel legame tra 27

stati europei che denominiamo Unione europea (Ue),

la NFTA è già in parte operativa (galleria di base del

Lötschber) e per il suo pezzo forte, il traforo di base del

Gottardo di 57 chilometri, si può letteralmente affermare

di vedere già la luce in fondo al tunnel.

Ma oggi la FR dove si colloca, rispetto all’analisi della

situazione del 1989? E come si è evoluta? Le visioni

sono state concretizzate? Se per riassumere il progresso

in campo tecnico di questo lasso di tempo traggo

spunto dall‘esempio dell’ultramoderna macchina da

scrivere rosso fuoco della IBM con stampante a sfera e

tasto di correzione (lo ammetto, Markus Lipp, eravamo

invidiosissimi della tua IBM …) utilizzata a quei

tempi nel servizio clientela, e lo paragono all’odierna

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

realtà di un mondo locale e globale in cui tutti sono

collegati grazie a Intranet, Internet e alle piattaforme

dei social network sono effettivamente tentato di

parlare di una «rivoluzione tecnologica». La linea del

Vereina è già operativa con successo da 13 anni, ponti

centenari sembrano nuovi, innumerevoli tunnel

sono stati ristrutturati, tratte a doppio binario sono

state costruite e stazioni modernizzate e risanate. Per

farla breve: in questi ultimi 23 anni la FR ha percorso

moltissima strada; si è imposta come ferrovia moderna,

agevole e performante ed è riuscita a mantenere

il suo charme tipicamente grigione.

«Beh, e allora?» vi chiederete. Cosa mi vuole suggerire

P. Härtli con queste (note) perle di saggezza? Il fatto

che mi trovi per così dire sulla dirittura d’arrivo del

mio percorso professionale mi ha motivato a lanciare

un’occhiata allo specchietto retrovisore. Per 24 anni

ho potuto vivere in prima persona la realtà della FR e

modellare la nostra ferrovia, piccolo ingranaggio del

complesso «macchinario FR». In veste di addetto

stampa, dal 1989 ho avuto occasione di commentare

argomenti importanti, banali, divertenti, ridicoli, seri

o scottanti e renderli di dominio pubblico attraverso i

media. Diciamoci la verità, gentile collega e stimato

collega: ritagliatevi il tempo per passare in rassegna

gli anni trascorsi sinora dal vostro ingresso nella FR.

Sono certo che anche voi – dopo uno, dieci, 20 o addirittura

40 anni di servizio – vi meraviglierete di

quanto sia progredita in fretta la nostra ferrovia.

Mit besten Grüssen – con i migliori saluti –cordialmaing:

Peider Härtli


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Die Stimme der Direktion

Von Hans Amacker

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

«Die Stimme der Direktion»: Eigentlich stimmt dieser Titel

gar nicht. Wenn schon denn schon sollte es heissen

«Ein Text der Direktion». Für mich ist das nicht das Gleiche.

Damit meine ich, dass das gesprochene Wort im

persönlichen Kontakt durch nichts zu ersetzen ist.

Mein Ziel ist es denn auch, dies möglichst oft zu machen.

Ich schätze den direkten Kontakt mit Ihnen ausserordentlich.

Auch wenn es manchmal nur ein kurzes

«Grüezi und Adieu» ist. Dass es nicht immer möglich ist

ein längeres Gespräch zu führen ist klar. Aber sagen Sie

es mir, wenn der «Schuh irgendwo ganz besonders

drückt». Ich kann Ihnen vielleicht nicht abschliessend

Antwort geben, aber ich kann Ihnen umgehend sagen,

wie weiter und wen Sie kontaktieren können.

Sie fragen sich vielleicht auch, ob wichtige Themen am

Direktor oder an der Geschäftsleitung vorbeigehen?

Nein, das darf nicht sein!

Es gibt verschiedene Kanäle um dies zu verhindern: Ihre

Vorgesetzten, die Bereichspersonalleiter oder die PeKo

und allenfalls SEV oder transfair. Und natürlich das Mitarbeitergespräch

(MAG). Haben Sie Vertrauen in diese

Kanäle. Auch ich bin sehr daran interessiert, dass die

Informationen fliessen und die Kommunikation schnell

und transparent ist. Ich bin besorgt dafür und kann Ihnen

versichern, dass vor allem in den regelmässigen Gesprächen

zwischen den Geschäftsbereichsleitern und

mir Personalanliegen Priorität haben.

Und dann sind noch die Mitarbeitergespräche (MAG). Ich

kann zwar nicht alle lesen oder gar persönlich führen,

aber ich werde diesen Herbst 100 MAG-Formulare nach

dem Zufallsprinzip auswählen und diese lesen. So will

ich einen möglichst repräsentativen Querschnitt durch

diese Führungsgespräche erhalten und den Puls der Un-

ternehmung fühlen. Ich kann mir damit auch ein Bild

machen, ob die intensiven Schulungen bei Ihren Chefs

und Chefinnen «angekommen» sind und wir damit das

Versprechen nach Vereinfachung und nach Transparenz

erfüllen konnten. Lassen Sie die Geschäftsleitung wissen,

wie die neuen MAG bei Ihnen angekommen sind

und schicken Sie ein Mail an Ihre Bereichspersonalleiter.

Danke.

Zum Schluss noch einen Blick auf den aktuellen Geschäftsgang.

Ich versuche das wiederum in der Eisenbahnersprache

zu machen: «Einfahrsignal grün, Ausfahrtvorsignal

orange». Was heisst das? Die RhB ist

2012 auf Budget-Kurs und wir können das avisierte Ziel

eines ausgeglichenen Ergebnisses aus heutiger Sicht

Ende Jahr wohl erreichen. Das ist erfreulich. Möglich

wurde dies primär durch eine strenge Kostenkontrolle.

Vielen Dank all jenen, die hier aktiv mitgeholfen haben

zu sparen. Und wir müssen 2013 dringend auf dem

«Weg der Tugend» bleiben, denn die Ertragsaussichten

sind unter anderem wegen Tourismus und Währung

weiterhin nicht besonders rosig. Das sagen die meisten

Prognostiker.

Es braucht deshalb das Engagement und den Willen von

uns allen, die Kosten der RhB im Griff zu behalten und

jeden Franken vor dem Ausgeben zweimal umzudrehen.

So wie wir es im privaten Bereich auch machen würden.

Danke.

Ich freue mich auf ein nächstes persönliches Gespräch

mit Ihnen, irgendwo auf dem Netz der RhB.

Herzliche Grüsse

Hans Amacker


La voce della direzione

Di Hans Amacker

Care collaboratrici, cari collaboratori,

«La Voce della Direzione»: in realtà questo titolo non è

affatto pertinente. Se proprio vogliamo usare un titolo,

dovrebbe essere «Un testo della Direzione». Per me

non è la stessa cosa. Intendo dire che nel contatto personale

la parola parlata è insostituibile.

Il mio intento è quindi di farlo il più spesso possibile.

Ritengo importantissimo il contatto diretto con voi,

anche se a volte si tratta solo di un breve «Salve e arrivederci».

È chiaro che non è sempre possibile fare

grandi discorsi, tuttavia avvisatemi quando si presenta

qualche «punto particolarmente dolente». Forse non

potrò darvi una risposta conclusiva, ma potrò dirvi subito

come procedere e chi contattare.

Forse vi chiederete anche se temi importanti vengono

trascurati dal Direttore o dalla Direzione? No, non può

essere!

Esistono diversi canali per impedirlo: i vostri superiori,

il responsabile di area o la commissione del personale

ed eventualmente il SEV o transfair. E naturalmente il

colloquio con i collaboratori (MAG). Abbiate fiducia in

questi canali. Anch’io sono particolarmente interessato

a che il flusso di informazioni sia scorrevole e la comunicazione

veloce e trasparente. Me ne sto occupando e

posso assicurarvi che soprattutto nel corso dei regolari

colloqui che ho con i responsabili di divisione, le questioni

personali hanno la priorità.

Poi ci sono ancora i colloqui con i collaboratori (MAG).

Non posso certo leggerli tutti o addirittura condurli

personalmente, tuttavia in autunno sceglierò a caso

100 formulari dei colloqui e li leggerò. Voglio avere in

tal modo un quadro il più possibile rappresentativo di

questi colloqui con i dirigenti e sentire il polso

dell’azienda. Così facendo riuscirò anche a farmi

un’idea se i corsi di formazione intensivi sono «arrivati»

ai vostri capi e se quindi siamo riusciti a mantenere

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

la promessa di semplificazione e trasparenza. Fate sapere

alla Direzione come sono stati accolti i nuovi colloqui

con i collaboratori e inviate una Email ai vostri

responsabili di area. Grazie

Per concludere, consentitemi di dare uno sguardo

all’attuale andamento degli affari. Cercherò di farlo

ancora una volta nel linguaggio dei ferrovieri. «Segnale

d’entrata verde, segnale di preavviso d’uscita arancione».

Cosa voglio dire con questo? Nel 2012 l’andamento

della Fr è conforme alle previsioni e, dal punto

di vista attuale, saremo certamente in grado di raggiungere

a fine anno l’obiettivo prefissato di un risultato

in pareggio. Questa è una lieta notizia. Ciò è stato

possibile soprattutto grazie a un più rigido controllo

delle spese. Un vivo ringraziamento a tutti coloro che

hanno contribuito attivamente a risparmiare. Per il

2013 dobbiamo assolutamente mantenerci su questa

strada virtuosa, dato che tra l’altro per problemi legati

al turismo e alla valuta, le prospettive di utili continueranno

ad essere non particolarmente rosee. Questo

è quanto afferma la maggior parte degli analisti.

Quindi sono necessari l’impegno e la volontà di noi

tutti per contenere le spese della Fr e ponderare bene

ogni spesa. Esattamente come faremmo nel privato.

Grazie.

In attesa di un prossimo colloquio personale con voi in

qualche punto della rete della Fr, porgo

Cordiali saluti

Hans Amacker

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124. Generalversammlung der RhB in Trun

Text von Peider Härtli, Bilder von Caspar Frey und swiss-image

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Auszug aus der Rede von VR-Präsident Stefan Engler

Die RhB blickt, trotz einem schwierigen wirtschaftlichen

Umfeld auf ein positives 2011 zurück. Das gute Ergebnis

ist insbesondere durch eine erfreuliche Ertragsentwicklung

im Personen- und Autoreiseverkehr geprägt.

Der Gesamtertrag im Personenreiseverkehr erreichte

92,5 Millionen Franken, womit das Vorjahres-Rekordergebnis

beinahe wiederholt werden konnte.

Die Erträge im Autoreiseverkehr haben auch 2011 erneut

zugelegt. Mit 13,8 Millionen Franken lag dieser über den

bereits hohen Vorjahreswerten. Mit 473 000 beförderten

Fahrzeugen wurde wieder ein gutes Ergebnis erzielt.

Der Güterverkehr blickt unter anderem auch aufgrund

der Frankenstärke auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück.

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um

3,4 % auf 704 000 Tonnen gesteigert werden. Der Anteil

am kombinierten Verkehr nahm um 38 % zu. Der Ertrag

lag mit 19,8 Mio. Franken 3,4 % über dem Vorjahr, vermochte

aber die Erwartungen nicht ganz zu erfüllen.

Erfolg hat auch bei der RhB einen Namen. Bei der RhB

waren es Ende 2011 genau 1402 Namen, verteilt auf

1325 Stellenprozente. Alle Mitarbeitenden haben in einem

intensiven Jahr massgeblich und mit vorbildlichem

Engagement dazu beigetragen, dass unsere Bahn auf

Kurs ist. Unseren Mitarbeitenden gebührt an dieser Stelle

ein ganz grosses Dankeschön. Tanka vielmol, engraziel

fitg, grazie di cuore!

Stefan Engler.

Weitere Höhepunkte und Schwerpunkte 2011 waren:

n Eröffnung ALLEGRA-Halle in Landquart

n Sanierung Kreisviadukt Brusio

n Eröffnung des umgebauten Bahnhofs Zernez

n Eröffnung des Dienstleistungszentrums Bergün

n Umbau Samedan

Die RhB will auch in Zukunft auf der Erfolgsschiene weiter

fahren und ihre Kunden begeistern. Wie wir das

schaffen wollen und vor welchen Herausforderungen

die RhB steht, darüber wird Ihnen nun unser Direktor

Hans Amacker mit seinem kurzen Ausblick in die Zukunft

Auskunft geben.

Auszug aus der Rede von Direktor Hans Amacker

Die RhB steht wie andere touristisch ausgerichtete Unternehmungen

im Kanton unter dem starken Einfluss

der Euroschwäche. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung

verfolgen die Geschäftsentwicklung sehr

präzise. Wir wollen nicht nur jammern, sondern haben

auch gehandelt: Wir haben die Verkaufsförderung intensiviert

und vorbehaltene Massnahmen – also Budgetanpassungen

– definiert. Wir gehen somit davon aus,

dass die Ergebnisziele trotz der ungünstigen Wirtschafts-

und Währungssituation erreicht werden können.

Verkaufsförderung, was heisst das? Zusammen mit

Graubünden Ferien und anderen Bündner Destinationen

hat die RhB die Bearbeitung neuer Märkte wie Indien,

China oder Polen und Tschechien massiv verstärkt.

Für die RhB sind aber auch der einheimische Markt


Schweiz sowie Primärmärkte wie Deutschland nach wie

vor sehr wichtig (Marketingregel: wichtig ist es auch

bestehende Kunden zu behalten, nicht nur neue zu

gewinnen).

Dies gilt auch für unsere Stammkunden, die Pendler:

Dank neuen Stammnetztriebzügen mit Niederflurwagen

wird das Angebot ab diesem Herbst deutlich attraktiver.

Wir freuen uns sehr auf die Inbetriebnahme dieser modernen

und kundenfreundlichen Fahrzeuge.

Ferner rüstet sich die RhB für die Einführung des

Halbstundentaktes. Ab Ende 2014 wird jede zweite

Stunde ein zweiter schneller IC von Zürich aus Landquart

und Chur erreichen. Die RhB nimmt diese in Richtung

Davos und via Vereina nach St. Moritz ab. Ferner soll zu

Hauptverkehrszeiten unter der Woche zwischen Chur

und Ilanz auch ein Halbstundentakt angeboten werden.

Durch den verlängerten Einsatz der rund 40-jährigen

Stammnetzpendelzüge hilft die RhB den öffentlichen

Haushalt zu entlasten. Neues Rollmaterial soll ab 2018

zum Einsatz gelangen.

Der Substanzerhaltungs- und Erneuerungsdruck der RhB

ist nicht nur bei der Infrastruktur, sondern auch beim

Rollmaterial sehr gross. Zudem hat die RhB die Vorgaben

aus dem Behindertengleichstellungsgesetz zu erfüllen.

Aus diesem Grund plant die RhB in den nächsten Jahren

– und früher als ursprünglich vorgesehen – zusätzliche

Steuerwagen mit Niederflureinstieg zu beschaffen. Damit

erhält jeder Zug mindestens einen niveaugleichen

Hans Amacker.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Zugang und gleichzeitig kann eine Verpendelung und

somit eine Produktivitätssteigerung erzielt werden.

Weitere, grosse Anstrengungen stehen auch beim

Güterverkehr bevor, sei es in der Effizienzsteigerung

oder in der Marktbearbeitung. Dass die RhB zu ihrem

Güterverkehr steht, zeigt auch der in diesem Jahr geplante

Bau des Güterumschlagszentrums in Schnaus. Die

RhB entlastet somit auch die Surselva weiterhin deutlich

vom Lastwagenverkehr. Und vor allem: letzten Winter

hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine sichere

Erschliessung der Bündner Täler bei sehr schwierigen

Wetterverhältnissen mit dem Schienengüterverkehr ist.

Dank Albula und Vereina können wir eine sehr hohe

Zuverlässigkeit anbieten.

Beim neuen Albulatunnel laufen die Arbeiten auf Hochtouren

und wir sind kurz vor Abgabe der Pläne für das

Baubewilligungs- bzw. Plangenehmigungsverfahren.

Das ist ein ganz wichtiger Meilenstein. Enorm wichtig ist

auch die anstehende Genehmigung der Kredite durch

das Bundesparlament diesen Sommer. Dank der bereits

erfolgten Genehmigung von CHF 40 Mio. als Kantonsanteil,

hat der Grosse Rat des Kantons Graubünden

frühzeitig die Weichen richtig gestellt. Geplanter Baubeginn

ist in rund zwei Jahren.

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Interview mit Martin Gredig und Markus Barth

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Seit dem 1. März 2012 leitet Martin Gredig (47) den

Geschäftsbereich Finanzen und seit dem 1. Juni 2012

steht Markus Barth (38) dem Geschäftsbereich Produktion

vor. Martin Gredig wechselte von der Repower, wo er

während 12 Jahren CFO und Mitglied der Geschäftsleitung

war, zur RhB und Markus Barth war bis Februar 2012 Vorsitzender

der Geschäftsleitung der Stadtbus Chur AG bevor

er sozusagen von der Strasse auf die Schiene wechselte.

Nachdem die zwei neuen GL-Mitglieder nun bereits einige

Zeit «RhB-Luft» geschnuppert haben, haben wir

von der Redaktion der InfoRetica mit ihnen über

erste Eindrücke im neuen beruflichen Umfeld, Ideen, Visionen,

aber auch über ganz persönliche Ansichten und

Anliegen gesprochen.

Redaktion: Wie habt ihr unsere Bahn vor eurem

Übertritt wahrgenommen? Oder anders ausgedrückt:

Wie ist das Image der RhB in der breiten Öffentlichkeit?

Martin Gredig: Die RhB war für mich ein sympathischer

Dienstleister mit starker Verankerung in der Bevölkerung

und in der Politik. Bahnfahren ist und war für mich

sowohl geschäftlich wie auch privat sehr angenehm:

Man ist mit dem Chauffeur unterwegs, hat freundliche

Betreuung, meist gute Gesellschaft und während der

Fahrt Bewegungsfreiheit. Das ist insbesondere für das

Reisen mit Kindern ein wichtiger Trumpf der Bahn.

Markus Barth: Ich habe die RhB und ihren Wandel in

der kürzeren Vergangenheit sehr positiv wahrgenommen.

Bis vor einigen Jahren hatte sie bei mir schon noch

ein etwas verstaubtes Image.

Markus Barth.

Redaktion: … und nun, nach einigen Monaten als

Bereichsleiter: Hat sich eure Einschätzung der RhB

als Unternehmen bestätigt? Entspricht die «reale»

RhB euren früheren Vorstellungen?

Markus Barth: Trotz meines guten Eindrucks wurde ich

positiv überrascht. Innerhalb der RhB herrschen eine

Dynamik und ein enorm grosser Einsatzwille, welche ich

ihr als Aussenstehender nicht zugetraut hätte.

Martin Gredig: Die Wahrnehmung von Aussen ist bestätigt.

Die Innenwelt des Systems RhB kenne ich jetzt nach

ein paar Monaten auch zu einem guten Teil. Ich denke,

meine Einschätzungen und die vermittelten Informationen

zum Unternehmen, welche ich vor der Annahme

der Stelle hatte, waren richtig.

Martin Gredig: «Die aktuelle strategische

Weichenstellung bei der RhB hat

mich fasziniert.»

Redaktion: Martin Gredig, du blickst auf eine intensive

Laufbahn in der Finanzwelt – am Schluss als CFO

und Mitglied der GL bei Repower – zurück und du,

Markus Barth, bist aufgrund deiner Führungstätigkeit

bei PostAuto Schweiz und beim Churer Stadtbus

im öffentlichen Verkehr ideal vernetzt. Welches war

für euch die Herausforderung, die Geschicke der RhB

in Zukunft mitzugestalten?

Martin Gredig: Wo ich bei der Gestaltung aktiv mitwirken

kann, ist mein Platz. Die aktuelle strategische Weichenstellung

bei der RhB hat mich fasziniert. Zudem


wollte ich mein Handwerk als Finanzmensch nochmals

in einer anderen fachlichen Welt anwenden. Der öffentliche

Verkehr ist nun nach Bank und Energie die dritte

Branche.

Markus Barth: Die Bahn bewegt. Und dies nicht nur

physisch. Die RhB fasziniert durch ihre einzigartige

Kombination aus moderner Technik und Tradition. Hinzu

kommt die grosse Bedeutung für unseren Kanton, sei es

als Verkehrsträger, in aber auch für dessen Wirtschaft

und Tourismus. Diese spannende Verknüpfung in meiner

Funktion bildete für mich einen Anreiz, welchem ich

nicht widerstehen konnte.

Markus Barth: «Mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern steht und fällt

der Erfolg unseres Unternehmens.»

Redaktion: Wie wichtig ist für euch der Kontakt zu

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Habt ihr

bereits alle kennengelernt?

Martin Gredig: Mir ist der Kontakt zu den Mitarbeitenden

sehr wichtig. Ich möchte verstehen, wer was macht.

Mit welchen Herausforderungen und Themen sich die

Menschen befassen, interessiert mich sehr. Das Kennen

der Zusammenhänge ermöglicht mir, die reale Welt in

die Finanzwelt zu übertragen. Dieser Bezug hinter den

Zahlen ermöglicht erst fundierte Entscheide zu treffen.

Dabei ist dann auch immer wieder zu bedenken, was

das für die Mitarbeitenden, Kunden, Geschäftspartner

etc. bedeutet – also Menschen.

Martin Gredig.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Markus Barth: Die Nähe zu den Mitarbeitenden ist mir

sehr wichtig. Mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

steht und fällt der Erfolg unseres Unternehmens. Die

Führungscrew ist gefordert, wenn es um Strategie und

Rahmenbedingungen geht. Für die Umsetzung sind aber

auch motivierte, leistungs- und kundenorientierte

Mitarbeitende unerlässlich, damit die Leistung in der

angestrebten Qualität erbracht wird. Leider habe ich

noch nicht alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

kennengelernt. Ich bleibe dran und werde im Rahmen

meiner Flächeneinsätze sicher rasch mein gesamtes

Team kennen lernen.

Redaktion: Als ausgesprochene Touristenbahn spürt

die RhB derzeit eine steife Brise in Form von ausbleibenden

Gästen aus dem Euroraum aufgrund des

starken Schweizer Frankens. Dazu kommt noch das

bisherige durchzogene Wetter, welches sogar Tagesausflügler

aus der Schweiz abhaltet, unseren Kanton

zu besuchen. Steht dem klassischen Tourismus im

Alpenraum eine fundamentale Trendwende bevor?

Markus Barth: Ich gehe davon aus, dass der Schweizer

Franken längerfristig auf dem heutigen Niveau bleibt.

Beim Wetter bin ich optimistischer und vertraue auf einen

goldenen Herbst mit viel Sonnenschein! Aber auch

bei guter Witterung werden Tourismusorganisationen

und wir stärker gefordert sein. Wir sind zu einer noch

effizienteren Produktion gezwungen und Angebote

müssen noch faszinierender werden, damit (Fahr-)

Gäste Graubünden die Treue halten oder erstmals besuchen.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Martin Gredig: Meiner Meinung nach sind wir mitten in

einem enormen globalen gesellschaftlichen Wandel. Da

ändert sich auch das Freizeitverhalten. Der Tourismus

und damit auch wir bei der RhB müssen die bestehenden

Angebote hinterfragen und mit innovativen Ideen

die geänderten Bedürfnisse der Kunden erfüllen. Damit

gelingt es uns die RhB so zu verändern, dass wir auch in

Zukunft ein wichtiges Element in Tourismus und Verkehr

unserer Regionen sind.

Redaktion: Die RhB steht in der Schweiz in Konkurrenz

mit zahlreichen schönen Bahnen. Worin unterscheidet

sich die RhB von anderen Bahnen, bzw. was

hat die RhB, was andere Bahnen nicht haben?

Markus Barth: Die einzigartig schöne Gegend mit vielen

aussergewöhnlichen Destinationen, ein breites Angebot

mit Topmarken wie Bernina- und Glacier Express sowie

das exklusive UNESCO Welterbe Label, zahlreiche eindrückliche

Kunstbauten und nicht zuletzt überaus

freundliche Mitarbeitende.

Martin Gredig: Wir sind einfach sympathisch, haben

einen einmaligen und ganzheitlichen Auftritt. Dadurch

sind wir unverkennbar. Das touristische Element geht

vielen Bahnen ab. Unternehmerisch gesehen, wäre

noch genauer zu diskutieren, was genau die Konkurrenz

ist. Das ist ein Strategiethema in der Geschäftsleitung

und im Verwaltungsrat.

Redaktion: Eine ganz persönliche Frage: Als Geschäfts

bereichsleiter führt ihr viele Mitarbeitende

und besitzt zweifelsohne enorme Stärken. Hand

aufs Herz: Wo liegen eure Schwächen?

Markus Barth: Diese zu nennen, würde den Rahmen

dieser InfoRetica-Ausgabe sprengen.

Martin Gredig: Kaffee und Kuchen.

Redaktion: Martin Gredig, Markus Barth, die Redaktion

dankt ganz herzlich für das spannende Gespräch

und wünscht euch viel Freude und Erfolg bei euren

anspruchsvollen Aufgaben!


Sunatibas überraschen Glacier Express-Gäste

Von Karin Furger

Es ist kurz vor halb ein Uhr auf dem Perron in Disentis/

Mustér. Der Alpkäse wird noch schnell zurechtgerückt,

die handgestrickten Socken zurechtgezupft. Die Schweizer

Fahnen am Verkaufsstand flattern im Wind, die Produkte

der lokalen Hersteller sind aufgebaut und auch

die Mitglieder der «sunatibas» aus Sedrun haben ihre

Alphörner in Position gebracht. Dann fahren sie auch

schon ein, die ersten beiden der insgesamt acht Glacier

Express-Züge. Die ersten Kunden stehen bereits auf dem

Perron und wollen mit eigenen Augen sehen, welche

Überraschung ihnen der Zugbegleiter versprochen hat.

Andere beäugen das Treiben noch etwas skeptisch durch

die Panoramafenster. Aber die Alphornklänge machen

dann doch neugierig. Um die Alphorngruppe hat sich

schon eine Menschentraube gebildet. Es wird aufmerksam

gelauscht und wild geknipst. Nicht nur die asiatischen

Gäste sind von diesem Stück Schweizer Folklore

und Tradition begeistert, auch den Schweizer Gästen

gefällt es sehr. Claire Vollbrecht, die Besitzerin des Verkaufsstandes,

hat einiges zu tun. «Der Käse ist von der

Sennaria gleich da drüben», erklärt sie einem Paar

während sie auf die Sennaria gegenüber zeigt …

Was hier an einem sonnigen Julitag auf dem Perron in

Disentis/Mustér beobachtet wurde, ist Teil des neuen

Glacier Express Sommerprogramms. Das Pilotprojekt

wurde in diesem Sommer in den Monaten Juli und

August durchgeführt. Jährlich geniessen rund 200 000

Fahrgäste die Fahrt im Glacier Express. Die Kundschaft

ist bunt gemischt und international geprägt. Auf der

Die Gäste des Glacier Express sind sichtlich von der Überraschung in Disentis/Mustér begeistert.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

rund 8-stündigen Fahrt von St. Moritz/Davos nach

Zermatt, macht jeder der acht Glacier Express-Züge Halt

in Disentis/Mustér. Während der Aufenthaltszeit (15–40

Minuten) haben die Fahrgäste dank dieser neuen Inszenierung

nun Gelegenheit, lokale Produkte zu kaufen

und ein Stück Schweizer Tradition zu erleben. Vom Sommerprogramm

profitieren sowohl die Glacier Express-

Kunden wie auch die Region. Denn während es den

Glacier Express-Gästen den Aufenthalt verkürzt und

ihnen ein Schweizer Erlebnis bringt, bietet sich auch der

Region eine ideale Plattform. Hier können lokale Produkte

verkauft und die Region mit ihren Traditionen einem

internationalen Publikum näher gebracht werden.

Selbstgemachtes Birnenbrot aus der lokalen Bäckerei,

Alpkäse und viele weitere Spezialitäten von verschiedenen

lokalen Produzenten verkauft Claire Vollbrecht an

ihrem Stand. Weiter sorgen die Alphorngruppe «sunatibas»,

die Trachtengruppe Disentis und weitere Akteure

für ein einmaliges Erlebnis bei den Glacier Express-Kunden.

… In Disentis/Mustér ist es inzwischen kurz nach halb

drei. Die letzten beiden Glacier Express-Züge machen

sich auf die Weiterfahrt Richtung Chur. Noch den letzten

Gästen zuwinken und dann geht es ans Zusammenpacken.

Das Bahnhofpersonal ist schon zur Stelle, um

beim Transport der Waren zu helfen. Die Alphorngruppe

macht sich ebenfalls auf den Heimweg. Morgen wird

Barla Monego mit Spinnrad und Tracht den Glacier

Express-Gästen ein Stück Heimat weitergeben.

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Klare «Conturen»

Von Alexandra Liebermann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Von 50 auf 20 Imprimate: Die RhB definierte das

Sortiment an Werbemitteln neu. Ein frisches Konzept

verknüpft Marketing, Corporate Publishing, E-Marketing,

Social Media und PR auf elegante Weise.

Das Konzept entwickelte die RhB in einem unkonventionellen

Abstimmungsprozess. Produktmanager, Vertriebs-

und Marketingverantwortliche verschiedener

Stufen warben für ihre Ideen, legten alle Vor- und

Nachteile bestehender Werbemittel und neuen Varianten

dar. Was nicht überzeugte, fiel weg. Dieser Prozess

half und machte Mut, auf Dinge zu verzichten bzw. sich

von einzelnen Werbemitteln zu verabschieden. Und er

öffnete Chancen, Neues zu entwickeln.

Die Chance, Neues zu entwickeln

Die RhB schafft mit dem neuen Konzept eine Bahnerlebniswelt,

die auf unterschiedlichen Kanälen erlebbar

wird. Das Konzept, konzentriert auf die Marketingkommunikation,

bündelt Elemente von Corporate Publishing/Unternehmenskommunikation,

PR/Storytelling

und E-Kommunikation/Social Media sowie Ansätze des

Content Marketings. Damit kombiniert es Kommunikationskanäle

verschiedenster Art – formal, inhaltlich und

zeitlich aufeinander abgestimmt. Jedes Werbemittel

und jeder Kanal hat ein klares Profil.

Neues Magazin und Erlebniskarten

Das neue Magazin «Contura» macht über journalistisch

aufbereitete Geschichten Lust auf die RhB und ihre Angebote

(Image, Mood-making, Storytelling). «Contura»

präsentiert über Hintergründe, Geschichten und Personen

die Angebote der RhB – und vermittelt so Wissen

über die Region, die Bahn und die regionale Kultur. Das

Magazin spricht alle Zielgruppen im In- und Ausland an,

weckt Interesse und baut über Menschen und Geschichten

eine Beziehung zur RhB auf. Die aufbereiteten

Inhalte im Magazin sind zeitlos. Das Magazin erhält

damit einen Sammel-Charakter.

Kunden vor Ort erhalten zusätzlich Erlebniskarten, die

detailliertere Informationen zu den Angeboten (Preise,

Fahrpläne etc.) enthalten und auf Regionen und Zielgruppen

abgestimmt sind. Sie vereinfachen die Orientierung

und bieten einen geografischen Überblick über

die gesamte Erlebniswelt der RhB.

Stärkung unserer Erlebnisbahn

Die RhB stärkt mit dem neuen Broschürenkonzept ihre

Position als Erlebnisbahn. Sie profiliert sich einerseits

durch innovative Imprimate und Plattformen, andererseits

über innovative Angebote und Tipps, die im Magazin

journalistisch aufbereitet werden. Die RhB setzt

Trends im Aufbau von iPad-Magazinen und multimedialen

(Bahn-)Erlebniswelten.

Die neuen Imprimate sowie Online-Publikationen und

die iPad-Version des Magazins steigern das Image der

Rhätischen Bahn als initiative und innovative Transportdienstleisterin.

Die Kundenzufriedenheit bzw. Kundenbindung

entwickelt sich positiv. Das zeigen die ersten

Auswertungen der Rückmeldungen zu den neuen

Werbe mitteln. Das Cross-Selling wird durch Storytelling

und Bündeln der Kommunikationsangebote verstärkt.

Über Content- und Suchmaschinenmarketing werden

vor allem im Internet neue Kunden mit spezifischen Interessen

erreicht. Das innovative Content-Marketing der

RhB zieht und kommt an. Eine detaillierte Auswertung

nimmt die RhB Ende 2012 vor.


Feedback von Kunden:

Just received my copy of «Contura» and was very impressed

… with the content … the information … and

the printing quality. Thank you and much appreciated. I

visit Klosters every summer via the RhB. Contura gives

me new ideas of what and where to visit. Thanks again.

Washington (USA)

Idea meravigliosa per essere costantemente informati

sulla Ferrovia retica. Milano (IT)

Well designed and presented. Many could take a lesson

from you. Mount Barker (AUS)

Herzlichen Dank für die spannenden Unterlagen und

Gratulation zum neuen Magazin «Contura»! Gefällt mir

wirklich sehr: erlebnisorientiert und gleich mit dem

passenden Ausflugsangebot dazu.

Geschäftsleitung Schweiz Tourismus

Mein Kompliment zu Eurem neuen Magazin «Contura»!

Schön gemacht mit (auch für Einheimische!) sehr

lesens werten Texten. Engadiner Post

Das hätte ich nicht gedacht: Am Donnerstagabend das

neue RhB-Magazin Contura via E-Mail bestellt, und schon

am Samstagmorgen im Briefkasten! Eine starke Leistung,

vielen Dank! Mit Freude habe ich Contura durchgesehen

und gelesen und ich muss sagen, es ist mit Abstand und

in jeder Beziehung (Inhalt, Umfang, Gestaltung) das

beste und schönste Magazin im öV, das mir bekannt ist,

VIA (SBB), Streifzug (BLS), einfachretour (MGB), aarexpress

(AAR-Bus und Bahn), Bordmagazin Zürichseeschifffahrt,

usw. werden um Längen geschlagen, einzig das

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Magazin der Schiffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee

kommt einigermassen hin. Da Contura von der RhB

kommt, ist es ja eigentlich auch klar, dass es so ist.

Herzliche Gratulation und nochmals vielen Dank für die

prompte Zustellung! Nun warte ich gespannt auf die

nächste Ausgabe in einem Jahr. Gränichen (CH)

Corporate Publishing

Journalistische und periodische Unternehmenskommunikation,

beispielsweise die Mitarbeiterzeitung.

E-Marketing

auch Online Marketing genannt, sind alle Marketing-Massnahmen,

die mit Hilfe des Internets erfolgen können.

Social Media

Soziale Medien bezeichnen digitale Medien und Technologien,

die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen

und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.

PR

Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit

Die neue Erlebniskarte. www.webwandern.ch

Storytelling

Zu deutsch: «Geschichten erzählen», im Vergleich zu abstrakter

Information haben Geschichten den Vorteil, verständlicher zu

sein, stärker im Gedächtnis zu bleiben und Sinn und Identität

stiften zu können.

Content Marketing

Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden,

beratenden und unterhaltenden Inhalten die Leser

anspricht.

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Zweites Gewinnerwochenende

von Geni Rohner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

«Die ganze Schweiz kann erben» – die zweite Kampag

ne ist angelaufen und steckt bereits in der Umsetzung.

Ende Juni durften wiederum drei Gewinnergruppen –

dieses Mal mit den Eurodancers aus Zürich, den Lacrosse

KSC Chur und dem EHC Arosa – ein nicht alltägliches

Erlebniswochenende in Graubünden erleben.

Für die Organisatoren war es erneut eine interessante

Herausforderung, für die vorwiegend jungen Leute ein

adäquates Reiseprogramm zusammenzustellen. Aufgrund

der zahlreichen positiven Rückmeldungen ist

das Wochenende gut angekommen. Nachstehend eine

kurze Zusammenfassung von 48 intensiven Stunden …

Dieses Jahr stand die Albulalinie im Fokus und man logierte

deshalb mit der Gesellschaft im nahen Savognin

im trendigen Cube Hotel. Der Auftakt erfolgte mit einer

Barbecue-Party auf der Hotelterrasse. Der herrliche,

warme Sommerabend liess die Zeit nur allzu schnell

vergehen und für einige Teilnehmer war bereits die

erste Nacht an der Hotelbar viel zu kurz …

Nach dem Frühstücksbüffet erwartete die Gewinner in

Tiefencastel der «Erlebniszug Albula» zu einer abwechslungsreichen

Fahrt durchs Albulatal. Die Passage des

berühmten 65 m hohen Landwasserviadukts war für

viele eine Premiere! Im abgelegenen verträumten Weiler

von Stuls war der erste Filmhalt vorgesehen. Eindrücklich,

wie hier die Zeit stehen geblieben ist. Der

Bahnhof, das Wärterhaus wie auch die verschiedenen

Stallungen stammen immer noch aus der Anfangszeit

des Bahnbetriebs. Ebenfalls Geschichte studieren

konnte man beim Besuch des neu eröffneten Bahnmuseums

Albula in Bergün. Hier fand auch ein weiteres

Filmshooting für den geplanten Videoclip statt. Das

verdiente Mittagessen gab es auf der herrlichen Sonnenterrasse

des Kurhaus Bergün – eben erst kürzlich

zum historischen Hotel des Jahres 2012 gekürt! Am

Nachmittag stand der Trottiplausch Preda – Bergün auf

dem Programm. Auf der Rückfahrt mit dem Extrazug

wurde in Filisur ein weiterer Halt eingelegt: ein Novum

dürfte das Abdrehen einer Krokodillok auf der Drehscheibe

gewesen sein. Der Lokführer hat es auf jeden

Fall genossen, von 10 jungen, attraktiven Damen einmal

um 360 Grad gedreht zu werden … Nach der Rückkehr

im Hotel erwartete uns der idyllische Lai Barnagn

(im Winter parkieren hier Autos!) zum erfrischenden

Baden. Bevor im Restaurant Piz Mitgel ein Bündner

Abendessen serviert wurde, mussten die drei Gruppen

nochmals zum Fotoshooting. Vor allem für die Mitglieder

des EHC Arosa dürfte es komisch gewirkt haben, in

der grössten Sommerhitze in der vollen Eishockey-

Montur dem Fotografen Model zu stehen. Aber die

Jungs nahmen es locker… Auch die zweite Nacht war

für zahlreiche Teilnehmer sehr kurz – dieses Mal war

der Besuch der Cube-Disco der Grund.

Der Sonntag begann sehr sportlich! Jedermann fasste

ein sogenanntes «Fungerät» (Monsterroller, Mountaincart,

Downhillroller) und liess sich mit der Sesselbahn

nach Tigignas hochfahren. Spätestens bei der anschliessenden

Talfahrt erwachte auch der letzte Träumer und

genoss die rassige Fahrt hinunter nach Savognin.

Gegen 11 Uhr trieb der Hunger die Schar ins Bergrestaurant,

wo ein reichhaltiger Älpler-Brunch auf uns wartete.

Frisch gestärkt stand nun die letzte «Übung» auf dem

Programm: Besuch des Seilparks mit dem längsten «Flying

Fox» der Schweiz! Nervenkitzel war angesagt (siehe

auch «Neues in Kürze»). Unter kundiger Führung absolvierten

die Jungen den Seil-Parcours hoch oben in den

Tannenwipfeln. Einmal war aber auch hier genug und

alle freuten sich, nochmals in den Badesee zu tauchen,

um erfrischt die Heimfahrt anzutreten.

Derzeit können auch Einzelpersonen erben. Seit Mitte August

2012 läuft die neueste Erbkampagne mit attraktiven und zum

Teil auch sehr exklusiven Erbschaften! Die aktuellen Angebote

sind unter www.rhb.ch/erben ersichtlich. Eine Teilnahme für

Mitarbeitende der RhB ist ausgeschlossen.


Ffst zu Tmf 89, was heisst das?

Von Urs Hugentobler

Hinter dem Kürzel Ffst Tmf 89 steht die Funkfernsteuerung

zum Traktor 89. Im Güterumschlagszentrum von

Samedan (GUZO) ist sie täglich im Einsatz. Anto Lujic ist

der versierteste Bediener von uns Dreien. Er bringt im

Alleingang dieselbe Rangierleistung wie ein Zweierteam.

Im Alleingang kann punktgenau gefahren werden, respektive

die Geschwindigkeit kann ganz dynamisch zur

Anwendung kommen. Das Rangieren mit Funkfernsteuerung

verlangt vom Mitarbeiter mehr ab, bringt aber

auch den Vorteil mit sich, dass keine Verständigungsschwierigkeiten

entstehen können. Der Mitarbeiter ist

selbst für alles rund ums Fahren verantwortlich. Er befindet

sich immer an der Spitze der Komposition oder

hat den Standort so gewählt, dass er die vorbeiziehende

Rangierbewegung zuverlässig überblicken kann.

Bei der RhB kennt man schon seit etlichen Jahren die

Funkfernsteuerung. Über den Einsatz einer Ffst im Rangierbetrieb

scheiden sich jedoch die Geister. Es gibt einen

Kreis derer, die die Ffst am liebsten ganz verbieten würden

und es gibt welche, die die Ffst verbreiteter einsetzen

möchten. Zu Letzteren gehören wir Mitarbeiter des Güterverkehrs.

Netzweit betrachtet, wird die Ffst nur im GUZO

täglich eingesetzt. Dies ist aus Sicht des Schreibenden

schade und nicht ökonomisch, können doch mit diesem

Gerät die Personalkosten tief gehalten werden.

Solange keine Rangierbewegungen in der Neigung ausgeführt

werden müssen, ist praktisch keine Einschränkung

gegenüber dem Zweimannbetrieb zu verzeichnen,

im Gegenteil. Mit der Ffst zu fahren bringt dem Personal

den Vorteil, die Fahrdynamik zeitverzugslos selbst zu

steuern. Wohl braucht es Fingerspitzengefühl und einiges

an Erfahrung, weil grundsätzlich im Ffst-Betrieb die Rangierkomposition

nur mit der Rangierbremse des Traktors

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

gebremst wird. Auf die Hauptleitung (Vakuumbremse)

kann, ausser im Notfall, nicht eingewirkt werden.

Ursprünglich war der Einsatz der Ffst in der Fläche breit

vorgesehen und auch Bestandteil des Einsatzkonzepts

beim Lösch- und Rettungszug Vereina.

Die orange Funkfernsteuerung ist in die Jahre gekommen.

Ersatzteile zu bekommen ist schwierig und speziell

die Leistungen ihrer Batterien lässt zum Teil schwer zu

wünschen übrig. Wir stellen das jeweils beim Austausch

der Traktoren im Falle von Unterhaltsintervallen unseres

Tmf 89 fest. Da kann es vorkommen, dass die Sendeleistung

der Ffst eines Ersatztraktors bereits nach 2 Güterwagen

erschöpft ist und die Verbindung abbricht, was

dann eine Notbremsung auslöst.

Die Stationstraktoren der Serie 111–120 verfügen nicht

über die Funkfernsteuerausrüstung, obwohl sie äusserlich

einem Traktor der Serie 85–90 zum Verwechseln

ähnlich sehen. Einzig das kleine «f» bei der Fahrzeuganschrift

verweist auf die Möglichkeit zum funkferngesteuerten

Betrieb hin. Beim Bahndienst sind die Traktoren 85

(Davos), 86 (Pontresina), 87 (Ilanz) und 88 (Springerfahrzeug)

mit Funkfernsteuerung ausgerüstet. Über die

Häufigkeit des funkferngesteuerten Einsatzes liegen dem

Schreibenden keine Kennzahlen vor. Typengleiche Funkfernsteuerungen

sind auch in den Gmf Fahrzeugen 242

und 243 vorhanden. Nach und nach werden die alten

orangen Ffst durch die neuen Gelben ersetzt.

Übrigens: Bei anderen Bahnen kommen auch Funkfernsteuerungen

zum Einsatz. Sogar bei Zügen mit Personenbeförderung.

So bei der ehemaligen RHB (der Rorschach

Heiden Bahn), welche jetzt zu den Appenzeller

Bahnen gehört.

Es ist unschwer zu erkennen, welche Ffst mehr Tragekomfort aufweist. Grundsätzlich wird die Ffst einhändig bedient.

Mit dem Joystick werden die Befehle «Fahren»

und «Bremsen» erteilt.

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Austauschprogramm RhB/MOB Sommer 2012

Von Rita Hofer und Sandro Triacca

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Erlebnisse von Rita Hofer

Im Frühling wurden wir angefragt, ob Interesse für ein

Austauschprogramm zwischen der Rhätischen Bahn und

der Montreux-Berner Oberland-Bahn bestehe. Vier Monate

von Zweisimmen nach Samedan, ich dachte mir

«Ja warum nicht?». So bot sich die Chance, ein anderes

Bahnunternehmen und eine neue Gegend kennenzulernen.

Als ich die Zusage erhielt, freute ich mich sehr

und nahm top motiviert die Herausforderung im Bündnerland

an.

Zur Vorbereitung lernte ich das ganze Netz der RhB kennen.

Das war nicht so einfach, da dieses sehr umfassend

ist und hierzulande niemand wusste wie man

Stationen wie: «S-chanf, Cinuos-chel-Brail oder Sumvitg-Cumpadials»

ausspricht.

Also packte ich die Koffer für den Sommer. Nach einer

Woche wusste ich, dass ich die Koffer ein bisschen falsch

gepackt habe. Da es im Engadin sehr kühl war, musste

ich mir noch Handschuhe organisieren. Nach einer Einführung,

Zimmerbezug und Material abgabe, ging es am

zweiten Tag, unter Anleitung des Zugbegleiters Christian

Ticar, gleich richtig los. Die erste Überraschung erlebte

ich beim Aufschreiben von Güterzügen. Güterzüge? –

bei der MOB gibt es keinen Güterverkehr mehr. Später,

auf der Fahrt nach Tirano bemerkte ich, dass mein tadelloses

Französisch gut für die Klientel ab Montreux,

aber weniger für die Fahrgäste ab Italien geeignet ist.

Mittels Einsatz von Hand und Fuss, klappte die Verständigung

aber meistens. Die Instruk tionstage waren knapp

bemessen, aber das hilfsbereite RhB-Team stand mir

allzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Das Spezielle war ja, dass ich in der Uniform der MOB

gearbeitet habe. Das war sehr amüsant: Zum Beispiel

Lokführer die mich nicht erkannten und alleine weiterfahren

wollten oder Reisende die das «goldenpass»

Logo erkannten, sprachen mich immer wieder an.

«Hmmm wer hat sich jetzt verfahren? Sie oder ich» oder

«nächster Halt Gstaad» … Das gab immer wieder lustige

Gespräche.

Das Arbeiten bei der Rhätischen Bahn machte mir richtig

viel Freude. Ich habe die Zeit im Engadin sehr genossen.

Alle haben mich herzlich aufgenommen und wir haben

viel zusammen unternommen. Schade, dass der Sommer

so schnell vorbei gegangen ist. Von mir aus hätte

man das Programm noch verlängern können. Ich werde

nun sicher öfters in Graubünden vorbeischauen und die

Skipisten unsicher machen. Ich bin gespannt wie die

Landschaft im Winter aussieht.

Ich habe meinen Horizont erweitern können und in der

Zwischenzeit ein bisschen Italienisch gelernt, viele gute

Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen.

Solche Experimente sollte man mehr anbieten.

Vielen, vielen Dank an beide Bahnunternehmungen, die

mir dies ermöglicht haben! Merci!

Erlebnisse von Sandro Triacca

Mein Interesse zu diesem Angebot war sofort geweckt.

Bot sich doch so die einmalige Gelegenheit, meine

Sprachkenntnisse zu verbessern und einen anderen

Betrieb kennenzulernen.

Rita Hofer bei der Zugabfertigung. Sandro Triacca bei der Kontrolle im «Golden Pass Panoramic».


Nach der Zusage hiess es für mich erstmals Französisch

büffeln sowie meinen Geografie-Horizont zu erweitern.

Ende April war es endlich soweit und ich reiste schwer

beladen ins Berner Oberland, gespannt, was mich dort

erwarten würde. Am ersten Instruktionstag schon die

erste Überraschung: Die Zugbegleiter der MOB müssen

handgeschriebene Billette für den Waadtländer Tarifverbund

Mobilis ausstellen. Aber nach ein wenig Üben

ging das dann ganz gut. Zudem wurde mir an diesem

Tag das ganze Team vorgestellt, von welchem ich super

aufgenommen wurde. Alle waren jederzeit sehr hilfsbereit!

Viele Sachen waren anders als daheim bei der

RhB. So fährt die MOB zum Teil mit Zügen mit gemischter

Bremse, das heisst, Wagen mit Druckluft sowie Vakuum

im gleichen Zug. Die ganze Organisation um die

Bedarfshalte gestaltet sich ebenso speziell. Der Zugbegleiter

muss dem Lokführer per Funk, oder wenn

nicht vorhanden, mit einem kurzen Besuch auf dem

Führerstand die Haltewünsche übermitteln. Viele Stationen

auf dem Netz der MOB haben keine Billettautomaten,

da werden oft Billette auf dem Zug verkauft. Nach

den Instruktionstagen konnte ich selbständig auf Zügen

wie «Golden Pass Panoramic», «Golden Pass Classic»

und auf Regionalzügen arbeiten.

Nach wenigen Tagen hatten wir die erste Panne, mein

Zug hatte eine Lokstörung. Dies natürlich ausgerechnet

auf der Waadtländer Seite, wo auf der Zugleitstelle nur

Französisch gesprochen wird und der Lokführer zudem

selbstverständlich ein «Welscher» war. Die Situation

haben wir aber gemeinsam gemeistert.

Rita Hofer schreibt die für sie nicht mehr so bekannten

Güterwagen auf.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Die Tatsache, dass ich mit der RhB-Uniform arbeitete,

führte zu vielen interessanten Gesprächen und der

allergrösste Teil der Fahrgäste fand diese Idee des Austausches

super. Da sagte eines Tages ein Fahrgast im

heiligen Ernst, dass die Uniform nicht auf die MOB

gehöre, aber andere Unternehmen ja nicht besser

seien, er habe letzte Woche im Engadin Ferien gemacht

und da sei ihm auf einem RhB-Zug genau das Gleiche

passiert! Danach fing er an zu grinsen und wünschte

mir viel Erfolg.

Es war immer etwas los während meiner Zeit auf der

MOB und ich konnte einige neue Freundschaften knüpfen.

Sehr gefreut haben mich auch die Zeichen der

Wertschätzung. Einmal hat mich der Leiter Zugpersonal

Express Claudio Melcher persönlich besucht und ist eine

komplette Tour mitgefahren, ein anderes Mal hat mir

der Direktor der MOB, Herr Oberson einen Kaffee bezahlt,

begleitet mit den Worten: «Schön sind Sie bei uns!».

Nun sind die vier Monate schon um. Wehmut war definitiv

dabei, als ich am 31. August 2012 meinen letzten

Zug auf der MOB begleitete. Das Austauschprogramm

finde ich auf jeden Fall einen Riesenerfolg, ich habe

während dieser Zeit sehr viel gelernt und durfte auch

viele nette Menschen kennenlernen. Ich werde Zweisimmen

nun regelmässig besuchen.

Ein riesengrosses Dankeschön geht an alle, welche den

Austausch möglich gemacht haben sowie an alle Personen,

die mich unterstützt haben!

Sandro Triacca im Regionalzug nach Zweisimmen.

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Cargo Grischa baut Bahntransporte aus

Von Contardo Blumenthal

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Als Bündner Transportunternehmen ist die Cargo Grischa

AG der Spezialist für Logistikaufgaben im Kanton

Graubünden und in der ganzen Schweiz. Aus wirtschaftlichen

und ökologischen Gründen arbeitet die

Cargo Grischa AG im Kanton Graubünden eng mit der

Rhätischen Bahn zusammen und hat sich auf den

kombinierten Güterverkehr spezialisiert.

Die Cargo Grischa AG wurde 1995 gegründet und ist

eine Tochterunternehmung der Christian Cavegn AG

Landquart. Das Firmendomizil der beiden Firmen

befindet sich unmittelbar neben dem RhB-Güterumschlagszentrum

(GUZ) in Landquart.

Seit 17 Jahren darf die Rhätische Bahn im Auftrag der

Cargo Grischa AG Stückgüter ab Landquart nach Südbünden

transportieren. Die Stückgüter werden jeweils

direkt aus dem Umschlags- und Verteillager Landquart

über die Verladerampe in RhB-Schiebewandwagen

verladen, welche täglich auf das private

Anschlussgleis der Firma Cavegn Transporte gestellt und

dort auch wieder abgeholt werden.

Die Cargo Grischa AG konnte die Stückguttransporte in

den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Der

erfreuliche Volumenanstieg hatte zur Folge, dass die

Verladerampenlänge nicht mehr ausreichte, um genügend

Bahnwagen zum Belad aufzustellen.

Eine Millioneninvestition in die Zukunft

Damit die Cargo Grischa AG die Stückgüter auch zukünftig

ausschliesslich mit der Bahn nach Südbünden

transportieren kann, wurde in den Monaten November/Dezember

2011 die Verladerampe um ca. 25 Meter

verlängert, die gesamte Gleisanlage erneuert und das

Firmengelände frisch asphaltiert. Um die Stückgüter

auch während der Bauphase mit der Bahn nach Südbünden

zu befördern, wurden diese per Lkw zum

Freiverlad des RhB-Güterumschlagszentrums Landquart

geführt und dort wiederum in Bahnwagen verladen.

Die Umsetzung des Bauprojektes erfolgte in

einer Rekordzeit von nur vier Wochen. Die Länge der

Verladerampe ermöglicht neu einen gleichzeitigen Be-

oder Entlad von vier RhB-Schiebewandwagen und

bedeutet eine Kapazitätssteigerung von 25 %. Bei

Bedarf ist eine weitere Rampenverlängerung jederzeit

möglich. Zudem wurde die Lagerfläche massiv vergrössert,

um in Zukunft auch Lagerkunden zu integrieren.

An das bestehende Gebäude wurden neue Büroräume

angebaut, welche die Cargo Grischa AG in neuem

Glanz erscheinen lassen.

Die RhB hat sich auf die Fahne geschrieben, Cargo Grischa

bei der Bündelung der Stückgüter in Landquart

und die anschliessende Weiterbeförderung per Bahn

zu unterstützen und Neukunden zu diesem ökologisch

sinnvollen Beitrag für Graubünden zu begeistern.

Gleiseinbau. Ein Gleisabschnitt ist eingebaut. Rampenverlängerung mit neuem Gleis.

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Portrait

Cargo Grischa AG

Löserstrasse

7302 Landquart

Tel. 081 300 06 16

Fax. 081 300 06 19

info@cargogrischa.ch

www.cargogrischa.ch

«Ökologische Transporte aus den Bündner Bergen» – das ist

nicht nur unsere Werbebotschaft, sondern viel mehr unser

Leitspruch, auf dem unsere tägliche Transportarbeit aufbaut.

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Natur

bewusst und versuchen, immer möglichst ökologisch zu

handeln. Dabei spielt die Verlagerung von Gütertransporten

auf die Bahn eine zentrale Rolle. Die enge Zusammenarbeit

mit der Rhätischen Bahn ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer

Tätigkeit. So werden beispielsweise die per Bahn ins Engadin

transportierten Güter von unseren einheimischen Chauffeuren

dem Kunden zugestellt.

Neben ökologischen Transporten legen wir sehr grossen Wert

auf Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und nicht zuletzt auf ein

ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis.

Seit der Gründung 1995 leiten die Brüder Markus Caviezel

(Geschäftsführer) und Martin Caviezel (Betriebsleiter) die

Geschicke der Cargo Grischa AG. Zurzeit sind 28 Mitarbeitende

beschäftigt und es stehen 22 Lastwagen für Sie im

täglichen Einsatz.

Das Kerngeschäft ist der Stückguttransport. Vom Paket bis

zur Wagenladung wird innert 24 Stunden jeder Ort in der

Schweiz beliefert. Sendungen, die bis 7.30 Uhr am Umschlagszentrum

in Landquart angeliefert werden, erreichen

gleichentags ihren Empfänger im Kanton Graubünden und

im Liechtenstein.

Portrait

Christian Cavegn AG

Löserstrasse

CH-7302 Landquart

Tel.: +41 81 300 08 18

Fax: +41 81 300 08 28

E-Mail: info@chr-cavegn.ch

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Unternehmensgruppe

Zahlen und Fakten:

Hauptsitz: Landquart

Gründung: 1916

Unternehmensform: Familien-Aktiengesellschaft

Mitarbeitende: ca. 280

Fahrzeuge: ca. 200

Infrastruktur: 8 Verteilzentren

TK- und Frischinfrastruktur

Umschlags- und Lagermöglichkeiten

Reinigungsmöglichkeiten

Reparaturwerkstätten

Zertifizierung: ISO 9001: 2000

Tochtergesellschaften: Frigotransport AG, Basel

Thalmann Transporte AG,

Bischofszell

Transports Cavegn SA, Gressy

Cargo Grischa AG, Chur

Dienstleistungen:

n Lebensmitteldistribution

n Lebensmittellogistik

n Tiefkühltransporte/Kühltransporte/Temperaturgeführte

Transporte

n Stückguttransporte

Neubau Büroräume Cargo Grischa AG. Areal nach dem Umbau.

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Grosses Potenzial und riesige Überraschung

Von Jasmin Epp

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Rund 13 Milliarden Tonnenkilometer werden laut dem

Bundesamt für Statistik (BFS) jährlich im Schweizer Binnenverkehr

erbracht. Ein Viertel davon wird auf Schienen

transportiert. Der Anteil des Schienenverkehrs soll

in den nächsten Jahren weiter erhöht werden – doch

ist diese Alternative den steigenden Ansprüchen gewachsen?

Referenten aus den Gebieten des Güter- und

öffentlichen Verkehrs zeigten sich an der Güterverkehrsreise

2012 der BahnJournalisten Schweiz optimistisch.

Schluss- und gleichzeitig Höhe punkt dieser Medienreise

bildete der Besuch der RhB in Untervaz und

Samedan. An der zweitägigen Medienreise nahmen 28

Reise- und Verkehrsjournalisten unter der Leitung von

Kurt Metz teil.

Wie das BFS hervorhebt, spielen Wirtschaftswachstum

und die zunehmende Handelsverflechtung in der

arbeitsteiligen Gesellschaft eine wichtige Rolle im Binnenverkehr:

Rohstoffversorgung für Unternehmen, Konsumgüter

für Privathaushalte und der globale Handel

führen zu einem Anstieg an Transportleistungen. Allein

in der Schweiz haben diese gemäss Erhebung des BFS

zwischen 1993 und 2010 auf der Strasse um 50 Prozent

und auf der Schiene um 34 Prozent zugenommen. Ziel

der schweizerischen Verkehrspolitik ist es, den Güterverkehr

von der Strasse vermehrt auf die Schiene zu verlagern.

Am 2. Juni 2012 hat der Bundesrat eine erste

Aussprache zu den Stossrichtungen geführt.

Pioniergeist bringt Innovation

Unter dem Motto «Hat der Schweizer Binnengüterverkehr

auf der Schiene noch Perspektiven?» haben auch 18

Referenten am 22. und 23. August 2012 im Rahmen der

Güterverkehrsreise der BahnJournalisten Schweiz Stellung

zur Thematik genommen. Trotz dem Druck, der auf dem

Güterverkehr durch Priorisierung des Personenverkehrs

lastet, harter inter- und intramodaler Konkurrenz, der

in Europa höchsten Trassenpreise von bis zu CHF 12.00

pro Zugkilometer und somit geringer Rentabilität auf

kurzen Strecken, blicken die Referenten positiv in die

Zukunft. Die Innovationskraft von Schweizer Transportunternehmen

bringt flexibles und international einsetzbares

Rollmaterial. Die politischen und raumplanerischen Rahmenbedingungen

wie die Entwicklung eines nationalen

Schienengüter-Verkehrskonzepts mit geeigneten Flächen

für den Güterumschlag treiben die Umstellung von der

Strasse auf die Schiene voran. Das Potenzial ist also

gross. Reiseorganisator Kurt Metz folgert richtig: «Ja, es

gibt eine Chance, doch gibt es einiges rasch anzupacken».

Überraschung in Samedan

Um den Erfolg und das Potenzial des Schienengüterverkehrs

zu illustrieren, ermöglichten mehrere Transportunternehmen

einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen.

Während der Rangierbahnhof Limmattal, einer

der grössten und leistungsfähigsten Rangierbahnhöfe

Europas, durch seine ausgeklügelte Logistik oder die

Holcim AG in Untervaz durch die Mengen an täglich

transportierten Zements beeindruckte, war es der

höchstgelegene Container-Terminal Europas, der die

Gäste zum Staunen und Lächeln brachte. Im Güterumschlagszentrum

Oberengadin (GUZO) in Samedan war der

rote Teppich, nach einem Transfer vom Bahnhof zum

Güterumschlag mit dem offenen Aussichtswagen, bereits

für die Bahnjournalisten und Referenten ausgerollt.

Eine kurze Darbietung sollte die Rangierarbeiten am

Kombiterminal demonstrieren. Während sich der Kran

mit dem Container langsam senkte, war die Überraschung

gross: Urs Hugentobler, Leiter des GUZO, und seine

Partnerin Sandra Hugentobler, begrüssten ihre Besucher

mit Alphornklängen aus dem Container. Die ganze

Familie verwöhnte die Reisegruppe mit einem Apéro,

kühlte sie während der Pause mit Glacés ab und verpflegte

sie mit einem z’Vieri für die Rückreise. Das Rahmenprogramm

der Familie Hugentobler zeigte sich

ebenso innovativ wie der RhB-Güterverkehr selbst.

Die Autorin Jasmin Epp. Urs Hugentobler in seinem Element.


Die Stichkontrolle bei der RhB

Von Roland Egger und Marcel Bachofen

Die Geburtsstunde der Stichkontrolle fand im 1984 statt,

als die Rhätischen Bahn im Vorortsverkehr zwischen

Küblis und Thusis den kondukteurlosen Betrieb eingeführt

hat. Bis zum Jahr 1996 wurde die Stichkontrolle

vom gesamten Zugpersonal durchgeführt. Diese Arbeit

war bei vielen Zugbegleitern unbeliebt, sodass man

eine Stichkontrollgruppe einführte. Diese besteht heute

aus fünf Mitarbeitenden im Norden, welche die Aufgaben

hauptamtlich ausführen, sowie drei Mitarbeitenden

im Süden, die neben dem normalen Zugdienst sporadisch

im Stichdienst eingesetzt werden.

Selbständiger Einsatz, vielseitiges Tätigkeitsfeld

Die Stichkontrolleure lösen sich untereinander ab, organisieren

sich selbst und legen die täglichen Einsätze im

gegenseitigen Einvernehmen fest. Für jeden Einsatz

wird ein Kontrollbericht verfasst. Im Weiteren werden

die Stichkontrolleure auch für Beobachtungen (Vandalismus)

und spezielle Erhebungen beigezogen. Sondereinsätze

am WEF, bei Open Airs oder am Churer Fest

gehören ebenso zu ihren Tätigkeiten.

Ausserdem zeichnen sie sich für den Support der Zugpersonalgeräte

(ZPG) verantwortlich. Dabei beheben sie

Defekte an den Verkaufsgeräten und unterstützen ihre

Kollegen bei Störungen.

Zusammenarbeit mit Transportpolizei

Der Stichkontrolldienst ist insbesondere abends und an

Wochenenden mit erhöhten Risiken verbunden. Die zunehmende

Gewaltbereitschaft von verschiedenen

Gruppierungen unserer Gesellschaft erfordert den Einsatz

von Zweierteams. Für die ausführenden Mitarbeiter

ist die Herausforderung auf den Zügen gross, ab und zu

auch belastend. Ausfällige Partygänger, hartnäckige und

renitente Fahrgäste machen ihnen manchmal das Leben

Das Stichteam.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

schwer. Zunehmend wird daher die Transportpolizei

(TPO) hinzugezogen. Diese Zusammenarbeit funktioniert

sehr gut. Vielfach werden Einsätze mit der TPO abgesprochen

und gemeinsam durchgeführt.

Weiterbildung

Eine regelmässige Weiterbildung ist wichtig. Jährlich

werden praxisnahe Situationen und Verhaltensweisen

geübt. Dabei steht die Deeskalation im Vordergrund,

obschon auch Selbstverteidigung und der korrekte

Umgang mit Pfefferspray thematisiert werden.

In all den Jahren haben sich natürlich auch heitere

Erlebnisse zugetragen:

Beispielsweise jener Fahrgast, der die gültige Fahrkarte

vor lauter Schreck aus dem Fenster hat fallen lassen oder

jener, welcher sich der Kontrolle mittels Flucht durch ein

ebensolches entzog. Einmal musste ein nicht mehr ansprechbarer

Trunkenbold am Endbahnhof direkt in die

Hände seiner grimmigen Ehefrau übergeben werden.

Statistik und Inkasso

Das Verhalten von ungefähr zwei von 100 Fahrgästen ist

zu beanstanden. Sei dies mangels Einhaltung unserer

Benutzerordnung (Vandalismus, Rauchen, etc.) oder

eben wegen Reisen ohne gültigen Fahrausweis. Die

Schwarzfahrerquote liegt bei 0.9 %. Die Rechnungsstellung

und Nachbearbeitung ist an das Kompetenzzentrum

Einnahmesicherung der SBB ausgelagert.

Die enge Zusammenarbeit auf der Stichkontrolle und die

gemeinsamen Erlebnisse haben die Gruppe zusammengeschweisst.

So trifft man sich oft auch in der Freizeit

und unternimmt eine gemeinsame Reise – natürlich

immer mit gültigem Fahrausweis.

Weiterbildung. Die Stichkontrolle im Einsatz.

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Inframation

Von Reto Sidler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Brandlöschanlage für die Gleichrichter der Berninalinie

Da schon der Ausfall nur einer Gleichrichteranlage am

Bernina zu Einschränkungen im Bahnbetrieb führen

kann, wurden in diesem Jahr in allen Gleichrichtergebäuden

automatische Gaslöschanlagen installiert.

Dazu gehören Brand- und Rauchmelder, Flaschenbatterien

mit dem Löschmittel SinorixTM N2/AR sowie das

Rohrleitungsnetz und die Düsen. Bei dem eingesetzten

Löschmittel handelt es sich um ökologisch unbedenkliche

sowie geruchs- und farblose Naturgase für eine

schnelle und zuverlässige Löschung. Dieses Mittel ist für

den Menschen nicht gesundheitsschädigend. Zudem

sind diese Löschmittel elektrisch nicht leitend, und es

entstehen keine Reaktionsprodukte bei Kontakt mit

Feuer. Das verhindert Schäden an den Einrichtungen.

Bei einer Auslösung im Brandfall kann die Anlage nach

erfolgter Reparatur ohne zusätzliche Massnahmen, mit

Ausnahme der Wiederbefüllung der Flaschen, wieder in

Betrieb genommen werden. Dadurch kann der Unterbruch

der Energieversorgung auf eine möglichst kurze

Zeit begrenzt werden.

Perron in Madulain

Die Perronanlage in Madulain ist seit dem Abbruch des

Kreuzungsgleises nur provisorisch geflickt. Von August

bis Oktober 2012 wird ein neuer, 200 Meter langer

Hochperron erstellt. Damit erfüllt Madulain auch die

Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Brandlöschanlage für die Gleichrichter der

Berninalinie.

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Perron in Madulain.

Sanierung der ungesicherten Bahnübergänge

Die Sanierung der zahlreichen ungesicherten Bahnübergänge

in unserem Netz macht Fortschritte.

Von August bis Oktober 2012 wird in Davos Frauenkirch

von der Schrankenanlage bei km 53.562 her eine neue

Zufahrt zu den Liegenschaften unterhalb des Zeughauses

gebaut. Der ungesicherte Bahnübergang bei km 53.682

direkt auf die Kantonsstrasse kann damit aufgehoben

werden. Die Umsetzung dieser relativ einfachen Lösung

erforderte jahrelange Verhandlungen.

Zwischen Reichenau-Tamins und Bonaduz wird der

Bahnübergang bei km 26.054 dank einer neuen Überführung

aufgehoben. Die Bauarbeiten erfolgen von August

bis Oktober 2012. Auf der gleichen Strecke wurden

die beiden landwirtschaftlichen Bahnübergänge bei

km 25.435 und 26.486 mit sogenannten manuellen Bedarfsschranken

gesichert. Die berechtigten Landwirte

können die verschlossenen Schranken öffnen und den

Bahnübergang in Absprache mit dem RCC befahren. Die

Schranken sind in der Sicherungsanlage nicht eingebunden,

die Sicherung erfolgt über die Absprache mit dem

RCC. Diese Lösung soll auch noch bei einigen weiteren,

wenig benutzten Bahnübergängen angewendet werden.

Zwischen Haspelgrube und Arosa wurde der Bahnübergang

von km 23.552 zu km 23.635 verschoben. Damit

konnten genügende Sichtverhältnisse erreicht werden

und der Bahnübergang ist als ungesicherter Übergang

weiterhin zulässig.

Sanierung der ungesicherten Bahnübergänge.


Medienbahn

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

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Damals, vor 30 Jahren

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012


Die Tödi-Greina-Bahn

Von Gian Brüngger

Mit der Inbetriebnahme der Linie Reichenau-Tamins –

Ilanz 1903 und der Fortsetzung nach Disentis/Mustér vor

hundert Jahren als Schmalspurbahn, sind einstweilen

andere Projekte verstummt. Erst Mitte der Sechzigerjahre

liess das Aktionskomitee Pro Tödi-Greina-Bahn ein

Projekt für eine Normalspurbahn von Ziegelbrücke nach

Biasca mit 96,5 Kilometer Länge, davon 79,9 Kilometer

als Neubaustrecke und einem Anschluss Chur – Trun von

45,3 Kilometer, projektieren.

Mit dem Entscheid des Schweizer Volks 1869, den Gotthard

zu bauen und auf die Lukmanierbahn zu verzichten,

lösten sich alle Bündner Alpenbahnträume in Nichts

auf. Als dann die Bündner selber ihr Schmalspurnetz

ausbauten, konnte wenigstens im Kanton ein Teil der

Eisenbahnprojekte realisiert werden.

Mit dem Bau und der Eröffnung der Lötschbergbahn

1913 machten die Ostschweizer Kantone wieder auf die

ungerechte Verteilung der Alpenbahnen in Bern aufmerksam.

Es kam dann bis Ende des letzten Jahrhunderts

wieder zu neu aufgeflammten Ostalpenbahnversprechen.

Als Ostalpenbahn ist jedoch in erster Linie die Splügenbahn

gemeint. Diese wäre von der Linienführung und

der Neigung her die bessere und direktere Alpenbahn

gewesen, hätten unsere südlichen Nachbarn die Pläne

nicht mit Desinteresse verfolgt.

Die projektierte Linie war nicht als Konkurrenz zur Splügenbahn

gedacht, sondern als Alternative zu einem

künftigen Gotthard-Basistunnel vorgeschlagen worden

und wies folgende technische Daten auf:

Maximalsteigung: 15 Promille

Minimalkurvenradius: 900 m

Scheitelhöhe: 856 m ü. M.

Gesamtlänge: Ziegelbrücke – Biasca 96,5 km

Davon Neubau 79,9 km

Anschluss Chur – Trun 45,3 km

Tunnellängen: Töditunnel: je nach Variante

14,5 bis 19,9 km

Greinatunnel: je nach Variante 27,2 bis 35,5 km

Fahrzeit: Ziegelbrücke – Biasca (Schnellzüge):

50 Minuten

Chur – Biasca (Schnellzüge):

50 Minuten

Weiter heisst es im Prospekt:

Das Tödi-Greina-Projekt wird offiziell von den Kantonsregierungen

der Kantone Graubünden, Appenzell-

Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden, St. Gallen,

Thurgau und Glarus unterstützt. Diese bilden mit der

Tessiner Vereinigung Pro Tödi-Greina-Bahn zusammen

das Aktionskomitee Pro Tödi-Greina-Bahn, dessen Beratungsstelle,

Leonhardstrasse 25, Zürich 1 zu weiterer

Auskunft zur Verfügung steht.

Heute wissen wir, dass daraus nichts geworden ist und

der Gotthard-Basistunnel bereits mit zwei Röhren von je

57 km gebaut ist und in vier Jahren in Betrieb gehen soll.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Eugen Cantieni und Beat Lüthi.

Herzliche Gratulation!

Von Simon Rageth

Die Hörerinnen und Hörer von Radio Rumantsch konnten

im Vorfeld zum 100-Jahr-Jubiläum Chur – Disentis/

Mustér täglich eine Tageskarte der RhB gewinnen. Fünf

Personen qualifizierten sich für den Final. Folgende

Frage mussten die Finalisten beantworten: «Wann hatte

Peider Härtli, Leiter der Unternehmenskommunikation

der RhB, seinen ersten Arbeitstag bei der Rhätischen

Bahn?» Dem Datum am nächsten kam Rico Seeli aus

Landquart. Er meinte, dass Peider Härtli am 1. März

1981 seinen ersten Arbeitstag hatte. Die richtige Antwort

lautete: 1. März 1989. Herzliche Gratulation dem Sieger

Rico Seeli. Wir wünschen eine gute Fahrt mit dem gewonnenen

BÜGA.

Domino Day

Von Eugen Rohner

Voller Stolz präsentierten unsere zwei Praktikanten

Gabriel Wappler und Christian Nänni den Gästen die 30

Trottis bei der Ankunft in Preda. Dabei wäre die ganze

Übung ums Haar in die Hosen gegangen: kurz vor Ankunft

der Gesellschaft kippte das letzte Trotti um und

riss alle andern mit (Dominoeffekt).

Letzter Arbeitstag

Von Jakob Salutt

Am 23. August war unser Beat Lüthi ein letztes Mal als

Zugbegleiter im Dienste der Rhätischen Bahn unterwegs.

Nach 26 Jahren treuer Pflichterfüllung begab sich Beat

in den wohlverdienten Ruhestand.

Das Zugpersonal wünscht Beat zu seiner Pensionierung

alles Gute und dass er den neuen Lebensabschnitt in

bester Gesundheit richtig geniessen kann.

Vielen herzlichen Dank für deinen Einsatz!


Peter Kuhn beweist die

Multifunktionalität der

RhB-Mitarbeitenden.

Josef Signer bei der

Überquerung des

Rheins bei Versam für

die Installation des

Feuerwerkes.

Bundesrätlicher Besuch

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Anfangs Juli war der Gesamtbundesrat auf seiner jährlichen

Ausflugsreise unterwegs im Bündnerland. Der

Bundesrat erwies auch der Rhätischen Bahn die Ehre

eines Besuchs und fuhr mit dem Piano Barwagen. Direktor

Hans Amacker erhielt dabei eine «Privataudienz» und

durfte dem Bundesrat die RhB präsentieren. Auch zu

Ehren kamen die Bahnhöfe St. Moritz und Scuol-Tarasp,

welche den Bundesrat herzlich willkommen hiessen.

100 Jahre Chur – Disentis/Mustér

Von Arno Bezzola

Anlässlich der Festivitäten Chur-Disentis/Mustér waren

Josef Signer, Pascal Zäch, Arno Bezzola (Fahrleitung

Landquart), und Peter Kuhn (Signaltafeln infra) zur Mithilfe

bei der Installation des bengalischen Feuers in der

Rheinschlucht bei Versam aufgeboten.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Flying Fox Vera.

Tarzan Vera.

Hilfe, wer rettet mich aus den Bäumen?

Von Eugen Rohner

Nicht schlecht staunte Vera Stiffler, als sie anlässlich des

Erben-Erlebniswochenendes in luftiger Baumhöhe (ca.

20 Meter über Boden; Seilpark Savognin) plötzlich weder

ein noch aus wusste. Trotz Top-Ausrüstung (Helm,

Handschuhe und Klettersteigset) kamen ihr plötzlich

Zweifel, ob ihr «Flying Fox» die Traverse wohl überstehen

würde … Hält das Seil? Auf was hat sie sich hier eingelassen?

Dabei versprach der Prospekt Vergnügen und

Adrenalin, wie Tarzan von Baum zu Baum durch die Lüfte

schweben, zwischen den Bäumen hindurch fliegen und

die herrlichen Aussichten auf die Surseser Bergwelt geniessen.

Ein Zurück gab es nicht mehr; hinten standen bereits

weitere Kandidaten, die den Adrenalin-Kick auch noch

spüren wollten. Vera zauderte, spürte den immer höher

steigenden Puls, hatte zudem noch schwache Beine und

stellte sich immer weitere Fragen. Was, wenn ich nicht

rüber komme? Endlich, nach endlosen Minuten des

Wartens wagte sie den Flug ins «Leere». Man hörte das

Surren der Räder, sie flog, ihre Beine zappelten in der

Luft, der Jauchzer blieb jedoch aus. Die Landung auf der

Plattform klappte und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

Wow, es war spannend und nun kehrte auch der

Spass zurück. Die nächsten Abschnitte schaffte sie spielend

… Ein unvergleichliches Abenteuer wurde versprochen

– der Organisator hat Wort gehalten; es war mega,

mega cool!

PS: Der erste Flug wurde filmisch festgehalten und kann

auf Wunsch bei Vertrieb-Kommunikation angefordert

werden.

Alois Carigiet als LGB-Topmodell

Text von Peider Härtli

Bild von Hendrik Hauschild

Anlässlich der Jubifeier 100 Jahre Chur – Disentis/Mustér

fand die Taufe des Zweispannungstriebzuges 3515 in Trun

statt. Ein Bild dazu haben wir in der letzten InfoRetica auf

Seite 16 platziert. Auf Wunsch des Mitherausgebers des

Magazins Volldampf, Hendrik Hauschild, haben unsere

Leute vor Ort die Frontanzeige kurzfristig geändert. So

wird Hendrik Hauschild das Bild in einer der kommenden

Ausgaben der LGB-Club-News veröffentlichen.

Hauschild: «Das Jubi-Wochenende war einfach klasse.

Einen speziellen Dank an Lokführer David Stapfer für die

spontane Umsetzung meiner Idee».


Kundenbefragung am Vereina

Von Felix Ulber

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Im Juli fand, ergänzend zur jährlichen Kundenzufriedenheitsbefragung,

erstmals eine Befragung der Autofahrer

zum Reiseverhalten am Vereina statt. In Selfranga

interviewte ein Marktforschungsinstitut 50 Benutzer des

Autoverlades, weitere 50 Personen wurden auf dem

Flüelapass befragt. Die Antworten liefern uns Aufschlüsse

darüber, welche Gründe für oder gegen den Autoverlad

sprechen, wann dieser Entscheid gefällt wird, was

ihn kurzfristig noch beeinflussen kann und wie das

Preis-Leistungsverhältnis eingeschätzt wird. Die Ergebnisse

unterstützen das Produktmanagement bei der

Planung der Marketingmassnahmen und bei der Festlegung

der Preisstrategie der nächsten Jahre.

Eisenbahner Schweizer Meisterschaft 2013

Von Fabian Maasch

Der Herbst naht und somit auch eine neue Eishockey-

Saison, eine Jubiläumssaison für den EHC Barracuda. Wir

feiern dieses Jahr unser 20-jähriges Clubjubiläum und

dürfen zudem die 20. Schweizer Meisterschaft der

Eisenbahner ausrichten. Diese findet am 25. und

26. März 2013 in Arosa statt. Wir würden uns über freiwillige

Helfer für einen oder beide Tage sehr freuen.

Kontaktpersonen sind Fabian Maasch, Roger Tschirky

(beide Zugpersonal Chur), Tobias Perini (Zugpersonal

Davos), René Bärtsch (Mopla Zugpersonal / Zugpersonal

Chur) sowie Marco Schmid (Dispo Landquart). Besucher

sind während beiden Tagen ebenfalls herzlich eingeladen,

uns lautstark zu unterstützen. Es wird eine Festwirtschaft

mit Speis und Trank geführt. Also dann, bis

zur SM 2013 in Arosa. HOPP Barracuda!

Der Weg zum Neuwagen …

Text von Peider Härtli

Bild KAPO GR

Pech – oder besser gesagt Glück im Unglück – hatte dieser

unvorsichtige Automobilist aus Grossbritannien als

er ohne anzuhalten auf den Bahnübergang zwischen

Davos Dorf und Davos Platz die sich senkende Bahnschranke

missachtete und das Fahrzeug damit innerhalb

der Bahnschranken einschloss. Der Fahrer konnte sich

rechtzeitig vor dem nahenden Zug retten, das Fahrzeug

war jedoch nach der Kollision mit dem Triebzug «Cologna»

schrottreif. Der Weg zum Neuwagen war jedoch

nicht weit, wie der Blick durch die Zugfenster eindrücklich

verrät …

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Eine Visitenkarte für den Bundesrat?

Bundesrat Johann Schneider Ammann flankiert

von Walter Sommer (links) und Victor Zindel

(rechts).

Parc Ela Fest in Tiefencastel

Von Patrick Schneider

Am 23. Juni 2012 hat der Parc Ela in Tiefencastel die

Anerkennung als grösster «Regionaler Naturpark von

nationaler Bedeutung» gefeiert. Einen Tag lang konnten

die Besucherinnen und Besucher die Vielfalt des

Naturparks erleben. Neben verschiedenen Personen

aus Politik und Wirtschaft, wie RhB-Verwaltungsratspräsident

Stefan Engler und Bündner Regierungspräsidentin

Barbara Janom Steiner, nahmen rund 2500 Personen

bei schönstem Wetter an der Feier teil.

Anhand einer Fotowand des berühmten Landwasserviaduktes

wurde auch die Präsenz der Rhätischen Bahn

im Parkgebiet sehr gut aufgezeigt. Den Besuchern bot

sich zudem die Gelegenheit, vor dem Viadukt ein Foto

zu machen und sich dieses direkt als Postkarte ausdrucken

zu lassen.

Für die offizielle Übergabe des Labels konnte der Bundesrat

Johann Schneider Ammann gewonnen werden.

Vielleicht konnte der Bundesrat nach dem Gespräch

mit Victor Zindel auch für die Rhätische Bahn gewonnen

werden – dass ein Teil der UNESCO Welterbestrecke

mitten durch den Parc Ela führt, ist spätestens seit der

Labelfeier sicherlich auch dem Bundesrat bekannt. Für

weitere Auskünfte steht ansonsten Victor in Zukunft

sicherlich gerne bereit.


Ein Schiff made in Graubünden …

Von Pit und Tinka Altweg-Scheffmacher

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

«Wir haben heute ein Foto von Alain Bassin bekommen.

Herr Bassin arbeitete 1974 in Davos auf der Post und baute

in der alten Kehrichtverbrennung in Laret ein Segelschiff.

Das Schiff musste er so konstruieren, dass es per

RhB durch die Kehrtunnels wieder von Davos-Laret hinunter

transportiert werden konnte. Das Schiff wurde in

Rapallo Cinque Terre gewässert und Alain Bassin umsegelte

damit die Welt, über Südamerika nach Neuseeland.

Dort lernte er seine Frau kennen und segelte dann weiter

über Australien, Madagaskar, Karibik und wieder zurück

nach Marseille. Dort gründete er mit seiner Frau eine

Familie, war Posthalter in Troi Torrent. Unsere Tochter

lernte nun per Zufall den Sohn von Marianne und Alain

Bassain kennen und ist nun vor zwei Wochen nach Neuseeland

ausgewandert. Wir waren im Juli mit Rob in

Laret und haben nachgeforscht, wo sein Vater das Schiff

gebaut hat.»

Abschiedsfahrt Beat Betschart

Vom Team Davos

Am 24. Juli 2012 absolvierte Beat Betschart nach acht

Jahren RhB seine letzte Dienstfahrt für die RhB. Das

Bahnhofteam Davos verabschiedete Beat und seine

durchaus bekannte Giraffe gebührend. Alles Gute auf

deinem weiteren Weg, Beat!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Zegna Schmid (Schlussläuferin), Michi Ackermann

(700 m Läufer), Gion Stiffler (Schütze), Andrin

Sprecher (Hindernisläufer), Roman Hauser

(Ruderer), Bruno Kohler (Bergläufer), Markus Isler

(Inline-Skater), Andy Alig (Strassenläufer), Felix

Bürkli (Radfahrer), Martin Rubli (Schwimmer).

Andrin Sprecher beim erklettern der Fahnenstange.

Lokführer an der 65. Arosa Sportstafette

Von Markus Isler

Das Jahr 2012! Kann das nur ein Zufall sein? Das Jahr der

olympischen Spiele in London, und das Jahr der 65.

Arosa Sportstafette mit Beteiligung der RhB! In diesem

olympischen Jahr wagten es am 12. August zehn unerschrockene

Lokführer, an der Arosa Sportstafette teilzunehmen.

Diese einzigartige Sportstafette auf der traditionsreichen

Strecke zwischen Untersee und Obersee

startet wie gewohnt mit der Schwimmdisziplin und

endet nach 6,5 km mit der Schlussläuferin auf der Sportanlage

Ochsenbühl. Dazwischen wird der Stafettenstab

durch acht weitere Athleten bis ins Ziel weitergegeben.

Dazu zählen die anspruchsvollen Disziplinen Berglauf,

Rudern, Radfahren, 700 m-Lauf, Inline-Skaten, Strassenlauf,

Hindernisklettern und Luftgewehrschiessen.

Sämtliche zehn Disziplinen wurden durch unsere Hobby-

aber auch Laien-Sportler bravourös gemeistert, was im

Spitzensport einer Höchstleistung gleichkommt. Die

Mannschaft zeigte sich indes auch zufrieden, bei der

erstmaligen Teilnahme gleich den 30. Rang von insgesamt

55 startenden Teams erkämpft zu haben. Mit dieser

Rangierung wird das Team im nächsten Jahr sicher zu

den Gejagten gehören. Bei der anschliessenden kleinen

«Siegesfeier» wurden Fehler knallhart aufgezeigt und

bereits neue Strategien erarbeitet … Die isotonischen

Getränke wichen nun mehr und mehr der Marke

«Calanda» und so wurde noch lange weiter an der Technik

gefeilt, diskutiert und gelacht. Die zehn Lokführer

entschlossen sich spontan zur nächstjährigen Wiederteilnahme!

Vielleicht erhalten wir ja weitere Gegner aus

den Reihen der RhB …

In diesem Sinne, allen Teilnehmern und Betreuern ein

herzliches Dankeschön und alles Gute bei Euren künftigen

Trainingseinheiten …


Temporäres Grafitto

Text von Jolanda Picenoni

Bild von Edi Luzi

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Am 15. Juli 2012 stellte der Fahrdienst Samedan frühmorgens

fest, dass die Bahnwagen A1261 und B2349

versprayt waren. Die Polizei wurde umgehend aufgeboten.

Dank der Aufmerksamkeit eines Lokführers, wurden

die Verdächtigen gefasst. Die beiden Bahnwagen wurden

noch gleichentags nach Landquart zur Grossreinigung

überführt und sind seither wieder täglich im Einsatz.

Katzen würden RhB-Bänke wählen

Text von Peider Härtli

Bild von Ulrich Merz

Katzen sind bekanntlich sehr wählerisch. So auch dieses

Tigerli, welches sich für ein Nickerchen in Bergün/Bravuogn

eine Designerbank der RhB ausgesucht hat.

Gleichzeitig bietet die Bank auch eine vorzügliche Plattform

zur Überwachung, was im Bahnhof grad so läuft.

Und vielleicht lässt sich auch noch ein Zweibeiner nieder

und verwöhnt es mit Streicheleinheiten und Whiskas.

Denn: Katzen würden nicht nur RhB-Bänke wählen und

Whiskas kaufen, sondern auch RhB fahren.

Rote Köpfe auf der Rot Platte

Von Peider Härtli

Zu allem entschlossen starteten am 31. Juli acht besonders

sportliche KollegInnen das «Unternehmen Rot

Platte». Mit Erfolg, wie das (nicht bearbeitete!) Bild belegt!

Bei hervorragendem Wetter (für eine derart harte

Herausforderung ist es eh immer viel zu heiss …) meisterte

die Gruppe alle Etappenorte: Kleinwaldegg – Abzweigung

Montalin – Am Chasper sis Bänkli – Steilwand

– Rot Platte-Sattel. Die grandiose Leistung wurde dann

auch mit einer traumhaften Aussicht von der Rot Platte

auf Chur belohnt. Ganz Mutige wagten sogar einen Blick

von ganz vorne am Abgrund!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Diplomfeier Lokomotivführer

Von Leo Caluori

Nach 15-monatiger Ausbildungszeit haben Zegna

Schmid, Patrik Gerig, Enrico Guler, Patrick Marending,

Andrin Sprecher, Carlo Cortesi und Franco Romana die

Ausbildung zur Lokführerin, respektive zum Lokführer,

erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen einer kleinen

Diplomfeier am 7. Juni 2012 durften sie aus den Händen

von Direktor Hans Amacker ihr Diplom entgegennehmen.

Hans Amacker und Leiter Produktion, Markus

Barth, würdigte in seiner Ansprache den erfolgreichen

Abschluss der Ausbildung und wünschte der frischgebackenen

Lokomotivführerin und den Lokomotivführern

viel Freude und Befriedigung in ihrer neuen, verantwortungsvollen

Funktion.

Herzlichen Glückwunsch!

Musik, die durch die Täler reist

Von Simon Rageth

Ende August war die Sängerin und Musikerin Corin Curschellas

mit ihrem achtköpfigen Ensemble «suisse miniature»

unterwegs durch Graubünden. Im Reisegepäck

der Musiker fanden sich Walserlieder aus Davos, dem

Prättigau und Schanfigg, chanzuns und canzuns in verschiedenen

romanischen Idiomen und Canzoni popolari

del Grigioni italiano. Die Band reiste mit der RhB von

einem Konzertort zum nächsten. Das Ensemble sass auf

der Reise jedoch nicht still, im Gegenteil. Auf den Strecken

zwischen den Konzertorten verwandelten die 8

MusikerInnen die Wagons in mobile Konzertsäle und

liessen ihre Musik durch die Abteile und zum Fenster

hinaus in die Täler klingen.

10-Jahr-Jubiläum von login

Von Sara Riesen

login, der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs,

feierte am 5. September 2012 sein zehnjähriges

Bestehen. 1528 Lernende, Mitarbeitende, Partner und

Gäste trafen sich im Stade de Suisse in Bern, um den

Weltrekord als grösstes menschliches Mosaik zu knacken.

Das Bild zeigte das Gleisbauer-Sujet der aktuellen

Werbekampagne «filmreife Momente». Dank des tatkräftigen

Einsatzes aller Teilnehmenden war es nach

zehn Minuten geschafft: der Weltrekord war geknackt!

Die bisherige Rekordmarke lag bei 1458 Personen.


Kaderanlass in Bergün

Von Eric Wyss

Nur einen Monat nach der Eröffnung des Bahnmuseums,

nämlich am 29. Juni, fand dort bereits ein Kaderanlass

statt. Ganz nach dem Tagesmotto, «Kader RhB – auf

Kurs», wurde am Vormittag ein Querschnitt durch die

aktuellen Projekte sowie ein Management Update zu

den neusten Zahlen präsentiert.

Bei wunderschönem Wetter konnte das Mittagessen auf

dem Platz vor dem Museum genossen werden. Die Kadermitarbeitenden

nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen

Austausch, zur Informationsbeschaffung oder

einfach zu einem Schwatz.

Am Nachmittag erfolgte ein Input zu Leitbild, Vision und

Werten. Im Zentrum standen die von den bestehenden

Unternehmenswerten abgeleiteten Werte, welche als

Leitsätze im neuen Mitarbeitergespräch (MAG) dienen.

Die Verhaltens- und Führungskriterien für das neue Mitarbeitergespräch,

wurden im Vorfeld gemeinsam mit

Peko und Vertretern aus der Linie entwickelt.

Die Kadermitarbeitenden hatten die Vorbereitungsaufgabe,

Fotos und Bilder, welche sie mit den Werten assoziieren,

mitzubringen. In Bergün bestand die Aufgabe

nun darin, diese Bilder zu einem Gesamtbild zusammenzufügen

und so die Werte zu visualisieren.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

So entstanden Collagen zu den vier «neuen» Werten:

Begeistere – «ich bin aufmerksam»

Lerne – «ich bin neugierig»

Handle – «ich bin verantwortlich»

Geh mit gutem Beispiel voran – «ich bin Vorbild».

In den Collagen, zeigten die Kadermitarbeitenden ihre

Inputs, Ideen, Vorstellungen und Wünsche. Diese Bilder

werden die Räume bei den MAG Schulungen schmücken

und die Teilnehmenden an ihre Vorstellungen erinnern.

Bei einer kurzen Führung im Bahnmuseum, hatten die

Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die erste

Wechselausstellung zu geniessen und in die indische

Bahnwelt einzutauchen. Dabei entdeckte manch einer

der Besucher ein früheres Arbeitsmittel im Museum,

welches er für seine Aufgaben noch brauchte oder erkannte

auf den ausgestellten Bildern Eisenbahner, mit

denen er selber noch zusammengearbeitet hatte.

Ganz im Sinne einer gesunden Lebensweise und des

BGM wurde der Apéro zum Abschluss von der BlueCocktail

Bar serviert. Die alkoholfreie BlueCocktail Bar bietet

eine attraktive und genussvolle Alternative zu alkoholischen

Getränken. Bei Apple Cooler, Ipanema oder Berry

Dream und den Klängen des Duo Zanolari, fand der

Kaderanlass bei sommerlichen Temperaturen seinen Abschluss.

Das HR-Team hat sich sehr gefreut, diesen Anlass organisieren

zu dürfen und hatte grossen Spass daran.

Das HR-Team (rechts) das zum guten Gelingen beigetragen hat mit (v.l.n.r.) Sonja Lubini, Leiterin Personal Infrastruktur, Esther Lüdi,

Support, Rico Wenk, Leiter Personal Vertrieb/Produktion/Stab, Urs Brunett, Leiter Personal Finanzen, Tanja Fiala, Personalfachfrau,

Eric Wyss, Projektleiter, Carmen Prevost, Personalentwicklerin und Astrid Schmid, Leiterin Personal Rollmaterial.

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Das Wort der PeKo

Von Roger Tschirky

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ich erinnere euch gerne daran, dass die PeKo für das Personal

der RhB da ist. Wir setzen uns für die Anliegen der

Mitarbeitenden ein, sofern es nicht um Zeit und Geld geht,

dies obliegt den Gewerkschaften. Das Ziel der PeKo ist,

dass die Mitarbeitenden zufrieden ihrer Arbeit nachgehen

können und sich um und am Arbeitsplatz wohlfühlen. Die

PeKo wird jedoch nicht von alleine aktiv. Die PeKo wartet

darauf, bis ihr aktiv werdet und uns kontaktiert.

Wir haben mit Stephanie Rielle La Bella und Eric Wyss

zwei Ansprechpartner, welche unsere Anliegen entgegen

nehmen und die Umsetzungen prüfen. Wir, der

PeKo Präsident, und Vizepräsident, haben alle sechs

Wochen ein Treffen mit ihnen. Es sind gute, ehrliche

und kons truktive Sitzungen, bei denen Probleme, Ängste

und Anliegen der Mitarbeitenden ernst genommen

werden und wir auch Informationen seitens der RhB erhalten.

Die PeKo erhält immer mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit

bei der RhB. Die Zusammenarbeit mit dem

Leiter Materialwirtschaft Stefan Ackermann und Leiter

Risk Roli Hofmann verlaufen sehr erfreulich und wir

hoffen, dass sich andere ein Beispiel nehmen, wie die

Zusammenarbeit funktionieren kann. Beim Lok– und

Zugpersonal finden monatlich Sitzungen mit den Leitern

statt. Es nützt allen, wenn die RhB mit der PeKo und die

PeKo mit der RhB zusammenarbeiten.

Ihr habt auch auf dem Intranet eine Pendenzenliste, wo

ihr nachlesen könnt, was für Geschäfte anstehen und

was in der PeKo so läuft.

Was ich in unserer Unternehmung ein bisschen vermisse

ist die «alte Kinderstube», viele schauen nur noch für

sich. Zuerst komme ich, danach wieder ich, dann lange

nichts mehr, dann kommen erst die anderen. Man lernt

relativ früh im Leben, dass man «nehmen und geben»

soll, dies ist aus meiner Sicht oftmals verloren gegangen.

Das Leben, ob privat oder bei der Arbeit, steht und fällt

mit dem Prinzip «Geben und Nehmen». Es erleichtert

die Arbeit untereinander. Wenn wir ehrlich sind, fahren

wir mit einer geschlossenen Teamarbeit besser, als wenn

jeder seine eigenen Interessen verfolgt. Es kann und

darf doch in der heutigen Zeit nicht sein, dass wir nur

auf die Fehler der Kolleginnen und Kollegen warten, um

sie zu verpfeifen … Wo sind wir? Wo gearbeitet wird,

passieren Fehler. Dies ist auch nicht schlimm. Man soll

zu den Fehlern stehen, daraus lernen und sie nicht mehr

machen. Es wäre ganz einfach.

Ein Ziel muss auch sein, dass wir miteinander reden und

uns gegenseitig unterstützen. Es soll aber nicht ein Freipass

werden und alles unter den Tisch gekehrt werden.

Es braucht auch Eigenverantwortung, jeder Mitarbeitende

kennt seine Aufgaben und Pflichten, er sollte merken,

wenn er jemanden warten lässt oder vernachlässigt,

wenn er seiner Arbeit nicht nachgeht. Immer kann und

darf man nicht wegschauen, in diesem Fall sucht das

Gespräch miteinander und klärt die Sache gemeinsam.

Wir haben immer ein offenes Ohr für euch, wir haben

auch die Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu erreichen.

Es liegt an euch, wie viel Arbeit die PeKo hat, was wir für

euch versuchen oder prüfen sollen, um es zu ändern. Es

ist allen klar, Wunder können wir keine bewirken, aber

einen Versuch ist es immer wert … Die nächste Sitzung

zwischen der PeKo Unternehmung und der PeKo Fläche

findet am 1. Oktober 2012 statt.

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Freude, Spass

und gute Zusammenarbeit bei der RhB.

Hinten v.l.n.r.: Emil Strub, Rollmatrial, Beat Gansner, Vertrieb, Roger Tschirky, Zugpersonal, Urs Marugg, Stab und Finanzen.

Vorne v.l.n.r.: Jürg Wielath, Infrastruktur, Heinz Zwicky, Produktion, Reto Mathiuet, Lokpersonal.


Lehrabschlussfeier in Landquart

Von Laurène Kröpfli und Markus Cadosch

Heiss ging es her, am 28. Juni, an der diesjährigen Lehrabschlussfeier

in den RhB-Hauptwerkstätten Landquart.

Dies lag einerseits daran, dass es einer der wirklichen

Sommertage 2012 war, andererseits heizte Edwin Lombris

mit seinem mobilen Pizza-Service ebenfalls noch

zünftig ein. Er sorgte so aber auch dafür, dass alle rund

120 Anwesenden genug und vor allem feines Essen bekamen.

Vor dem Essen überbrachte Regierungsrat Martin Jäger

Grüsse und Glückwünsche der Bündner Regierung. Anschliessend

richtete auch Ivo Hutter, als «Hausherr» der

RhB-Werkstätten, ein paar Worte an die erfolgreichen

Anlage- und Apparatebauer, Automatiker, Gleisbauer,

Informatiker, Logistiker/innen, Kaufleute, Konstrukteure

und Polymechaniker sowie ihren eingeladenen Berufsbildner/innen.

Schon vor dem Anlass sorgten fleissige Helfer/innen für

eine stimmungsvolle Atmosphäre und dank der tollen

Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des RhB-

Lagers in Landquart (Hilfe beim Aufbau der Logistik) und

der RhB-Hauptwerkstätten (Platz zur Verfügung stellen,

Abläufe so umorganisieren, dass der Festplatz frühzeitig

genutzt werden konnte) wurde der Anlass auch dieses

Jahr wieder ein Erfolg. Herzlichen Dank an alle Beteiligten

für die sehr gute Zusammenarbeit!

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2012

Nach dem Essen wurden Erinnerungen ausgetauscht,

die Infrastruktur des Caterers auf ihre Party-Tauglichkeit

überprüft und ganz einfach die Gelegenheit zum Austausch

in dieser munteren Runde genutzt. Die Freude

über den erreichten Erfolg war den Lernenden und auch

den Berufsbildner/innen deutlich anzusehen. Die Welt

des Verkehrs ist um viele motivierte und erfolgreiche

Berufsleute reicher. Vielen Dank an die Berufsbildner/

innen für ihre Arbeit! Wir gratulieren zudem allen Lehrabgänger/innen

zum erfolgreichen Abschluss und wünschen

für die Zukunft von Herzen alles Gute!

Regierungsrat Martin Jäger. Ivo Hutter, Leiter Rollmaterial.

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Achtung – fertig – login

Von Walter Järmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012 Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2012

Am Dienstag, 7. August 2012, herrschte im Campus Sursee

reger Betrieb wie in einem Ameisenhaufen. 313

junge Menschen mit prall gefüllten Koffern und Reisetaschen

marschierten in einer nicht enden wollenden

Schlange vom Bahnhof zum Campus. Zig Berufe waren

vertreten, wie Kaufleute öV und Reisebüro, Automatiker,

Gleisbauer, Informatiker, Konstrukteure, Logistiker

und Polymechaniker. Unter den vielen Lernenden waren

auch 34 Lernende, welche auf einem Lehrplatz der

RhB die praktische Berufsausbildung starten werden.

Die Spannung der Lernenden war spürbar, was wird sie

wohl in der login Woche zum Lehrstart erwarten?

Christof Spöring, Geschäftsführer von login, begrüsste

die neuen Lernenden in der Aula. Auf einen Punkt gebracht

meinte er: Drei Leitmotive wolle er ihnen mit

zum Lehrstart geben, nämlich:

n Die Ferien sind vorbei.

n Die Welt des Verkehrs braucht jede/jeden Lernende/n,

denn ohne kompetente Fachleute würde der öV nicht

funktionieren.

n Alle Lernenden, egal in welchem Beruf, sind gleichwertig

und gleich wichtig.

Am Nachmittag gings in den berufsspezifischen Klassen

los – zusammen mit dem/der Ausbildungsleiter/in –

mit Vorstellungsrunde und gegenseitigem Kennenlernen,

Lehrablauf verstehen, ins Berufsbildungs-ABC

hinein schnuppern und erste Erfahrungen als Lebensunternehmer/in

sammeln. Höhepunkt war, wie alle

Jahre wieder, die login-Trophy. 39 Teams mit Lernenden

unterschiedlicher Berufe planten akribisch eine

Reise kreuz und quer durch die Schweiz. Jedes Team

hatte eine Spezialaufgabe bei einer Mitgliedsfirma zu

erfüllen und mit wählbaren Etappenzielen, bei denen

sie ein Rätsel zu lösen hatten, konnten Punkte gesam-

melt werden. Bei schönstem Sommerwetter schwärmten

die 8-er Teams aus. Anzutreffen waren die «gelben»

Lernenden in Chur, Genève, Basel, Flüelen – in

der ganzen Schweiz. Sie haben sich im wahrsten Sinne

des Wortes in der Welt des Verkehrs bewegt. Am Freitag

konnten auf dem «Marktplatz» die kreativen und kunstvollen

Reiseplakate der login-Trophy bestaunt und

prämiert werden. Tolle Preise gabs zu gewinnen. Die

login-Woche-Zeit verging wie im Flug – zum Schluss

hörte man Stimmen der Lernenden wie: was, schon

vorbei, mega cool, neue Kollegen/Kolleginnen kennen

gelernt, lässig, klasse!, unbeschreiblich, viele Informationen

über die Lehre erhalten. Dennoch – die Lernenden

mochten es kaum noch erwarten, endlich am

Lehrplatz arbeiten zu dürfen, endlich die Berufspraxis

kennen zu lernen. Nach dem RhB Go-Tag wars dann

am Dienstag, 14. August, soweit! Wir wünschen allen

Lernenden eine lehrreiche und spannende Grundausbildung

auf ihren Lehrplätzen.

Insgesamt 772 junge Leute (Deutschschweiz: 623 Lernende;

Romandie: 108 Lernende; Tessin; 41 Lernende)

starteten das erste Lehrjahr oder ein Praktikumsjahr

bei login, dem Ausbildungsverbund in der Welt des

Verkehrs.

Übrigens, Eindrücke aus der login-Woche Sursee können

angeschaut werden unter www.youtube.com mit

dem Suchbegriff «login Woche 2012». Ausbildungsleiter

André Mastel hat einmal mehr einen kurzweiligen

und unterhaltsamen Film zusammen geschnitten.


GO-Tag der Rhätischen Bahn

Von Manuela Marty

Nach der login-Woche in Sursee waren wir alle gespannt

auf den GO-Tag der RhB. Wir freuten uns auf die

bekannten Gesichter der vorherigen Woche und auf die

neuen Erfahrungen bei der RhB. Als wir ankamen und

im Verwaltungsratssaal Platz nehmen durften, haben

wir uns gefragt, was uns wohl erwarten würde. Herr

Florin hat sich uns vorgestellt und uns die RhB durch

eine Präsentation etwas näher gebracht. Danach wurden

wir in kunterbunt gemischten Gruppen eingeteilt.

Die verschiedenen Gruppen durften an einen zugewiesenen

Ort im Kanton Graubünden fahren.

Die Gruppen:

n Chur/Landquart

n Arosa

n Davos

n Disentis/Mustér

n Ilanz/Flims

In verschiedenen Orten mussten Aufgaben erfüllt und

ein Beweisfoto geschossen werden. Wir bekamen einen

Fotoapparat, einen Laptop und einen Glücksbringer

in Form eines Stoffsteinbocks in die Hand gedrückt.

Unser Steinbock nannten wir Giachen. Auf dem Laptop

hatten wir die Aufgabe, eine Präsentation mit Bildern

der Reise zu machen.

Ich war in der Gruppe «Arosa» und nach ein paar letzten

Anweisungen eilten wir zum Bahnhof, wo wir 50

Minuten in der brütenden Hitze auf unseren Zug warteten.

Auf der Fahrt hinauf hatten wir viel zu lachen

und nach einer Weile kam dann auch schon unsere

erste Aufgabe: Der Langwieser Viadukt. Wir machten

Fotos davon und Giachen wurde im Fenster eingeklemmt,

damit er auch auf dem Foto war und ist dabei

fast aus dem Zug gefallen. In Arosa angekommen, hat

uns Michi Benker am Bahnhof empfangen und uns etwas

vom Bahnhof und Arosa erzählt. Danach gingen

wir weiter zu unseren Aufgaben. Eine Aufgabe war, ein

Foto mit uns in einem Pedalo zu machen. Da das Pedalo

fahren aber zehn Franken die halbe Stunde kostet, sind

wir nur eingestiegen, haben ein Foto gemacht und

sind wieder ausgestiegen. Wir besorgten uns noch ein

Souvenir von Arosa und liefen zum Eichhörnchenweg.

Mit Nüssen bepackt, machten wir uns auf die Suche.

Wir fütterten sie und machten das verlangte Foto. Am

Bahnhof machten wir noch mit Alexi Sonder ein Erinnerungsfoto

und mussten uns schon wieder auf den

Weg nach Chur machen.

Auf der Reise haben wir zu zweit unsere Präsentation

gemacht, was gar nicht so einfach war, weil unsere

Fotografin über 120 Bilder gemacht hat und wir die

besten 20 auswählen mussten. Wir kamen mit dem

Programm nicht so zurecht, weil wir uns neuere Versionen

gewohnt sind. Zurück im RhB-Gebäude stellten

alle Gruppen nacheinender ihre Reise vor. Für die beste

Vorstellung gab es einen Eintritt ins Thermalbad

Scuol-Tarasp zu gewinnen. Meine Gruppe hat den

zweiten Platz gemacht und die Gruppe «Davos» hat

gewonnen.

Zum Schluss hat Direktor Amacker noch eine interessante

Rede gehalten und dann war der Tag auch schon

vorbei.

Es war ein toller, interessanter und lehrreicher Tag. Wir

haben viele neue Einblicke in die RhB erhalten und

Graubünden wieder ein bisschen besser kennen gelernt.

Es war ein schöner und aufregender Schritt ins Berufsleben.

Jetzt sind wir alle bereit, um mit der Lehre zu

beginnen.

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Spezielle Fracht am Vereina

Von Jacqueline Keller

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

Den Kanton per Ross und Wagen zu durchqueren war

schon ein lang gehegter Wunsch meiner Mutter (und

auch von mir). Eine Tour zu finden, die auch dem Zugpferd

angemessen dimensioniert sein musste, war

nicht ganz einfach, weist doch unser Kanton auch bei

kurzen Wegstrecken etwelche Höhenunterschiede auf.

Die Wanderfahrt sollte sechs Tage dauern und von

Landquart durchs Prättigau via Flüela ins Engadin,

weiter ins Val Roseg dann über La Punt und über den

Albulapass nach Lenzerheide wieder zurück nach

Landquart führen. Um wenigstens einen Pass ins Engadin

zu umgehen, respektive zu unterqueren, bot sich

der Vereinatunnel an.

Unser Pferd ist zwar nur ein Pony aber trotzdem zu

gross um als Velo im Gepäckwagen reisen zu dürfen.

Auch als Auto oder als Töff konnte man unsere Laila

(wie das Pony heisst) nicht bezeichnen. So nahm meine

Mutter mit dem Verantwortlichen des Auto verlads,

Erhard Wattenhofer, in Selfranga Kontakt auf und nach

einigen Abklärungen wurde eine Lösung gefunden.

Meine Mutter nahm die erste Etappe am 6. August 2012

von Landquart nach Selfranga alleine unter die Füsse,

da ich an diesem Tag am Bernina verweilte. Wir trafen

uns jedoch in Klosters, um dann gemeinsam nach Selfranga

zu fahren. Leider gab es einige Probleme, weil ich

aus Gründen, die ich hier nicht erwähnen möchte, in

Tirano den Zug verpasste. Nach einigen Telefonaten hin

und her konnten wir aber auch dieses Problem elegant

In Selfranga warten wir auf den Zug. Laila genisst die Aussicht aus dem

Steuerwagen.

lösen. Die verbliebene Zeit reichte doch noch aus, um

unser Pony planmässig und gemeinsam zu verladen.

Da Laila recht nervenstark ist, kam sie nicht einmal auf

die Idee, sich vor dem Zug zu fürchten. Bei der Abfahrt

begann der Zug zu rumpeln und schütteln – offenbar

völlig überraschend für unser Pony. Nach ein paar nervösen

Blicken links und rechts war ihre Welt wieder in

Ordnung. Als wir wieder ans Tageslicht kamen, schien

sie etwas irritiert zu sein – war es doch eine recht kurze

«Nacht». Nachdem wir das Pony und die Kutsche ausgeladen

hatten und noch einige Worte mit dem Verlader

gewechselt hatten, nahmen wir noch das kurze

Stück nach Susch unter die Füsse respektive Hufe.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei

Erhard Wattenhofer für die tadellose Organisation, den

Verladern in Selfranga und Sagliains und dem Lokführer

für die Hilfsbereitschaft und den tollen Service

bedanken.

Ich denke, dies war ein einmaliges Erlebnis und ich

glaube nicht, dass sich die meisten Ponybesitzer der

Schweiz auch eine Ponyfahrt durch den Vereinatunnel

wünschen. Es ist schliesslich immer noch ein Autoverlad

und kein Ponyverlad!

Übrigens: der Rest unserer Ponyreise klappte ausgezeichnet

und wir trafen am Samstag fahrplanmässig

und gesund in Landquart ein.

Gut in Sagliains angekommen.


Das ganze RhB-Netz gerockt

Von Christian Karl*

Wie hat mein Wanderprojekt entlang des RhB-Netzes

angefangen?

1994, beim ersten Bergün-Besuch, wurde der Eisenbahn-Lehrpfad

nach Preda in Angriff genommen. Wegen

teilweise bis zu 100 cm Schnee wurde der Versuch

jedoch beim Rugnux-Viadukt gestoppt, aber der Anfang

war gemacht.

In den folgenden Jahren wanderten wir dann die wichtigsten

Abschnitte der Albula- und Berninabahn, sowie

der Strecke Filisur – Davos Monstein ab, oft auch mehrfach.

Irgendwann wurde es eintönig und ich fuhr gezielt,

und ohne Kinder, im Sommer wie im Herbst nach Graubünden,

um fehlende Streckenabschnitte abzulaufen.

Vor etwa drei Jahren stand der Entschluss dann fest: Ich

werde die restlichen Lücken schliessen und das gesamte

Netz der RhB ablaufen! Die letzten Urlaubstage der vergangenen

Jahre wurden dann für solche Touren bzw.

Lückenschliesser wie Davos Monstein – Davos Frauenkirch,

Küblis – Schiers oder Landquart – Schiers geopfert.

Aber auch diese Wege sind hochinteressant, auch wenn

sie abseits von Touristenpfaden liegen. Bei einigen dieser

Touren begleitete mich Lokführer Martin Schmutz,

den ich vor einigen Jahren kennenlernte und welcher in

der Freizeit auch gerne mal einen Herrenrock trägt.

Wandern entlang der Schynschlucht

Wenn man mit der RhB durch die herrliche Landschaft

fährt, kommen die Eindrücke zu kurz. Auch kann man

nicht an den schönsten Orten länger verweilen. Beim

Wandern geht das: Dort, wo es einem gefällt, macht

man Pause und lässt die Landschaft auf sich wirken.

Man saugt die Landschaft quasi auf, aber keine Angst, es

ist noch genügend für alle da. Ich erlaube mir, etwas

Werbung für nicht so bekannte Wanderwege wie Albula

oder Bernina zu machen. Da wäre z. B. die «Alte Schyn»,

Passüberquerung. Kurze Röcke in Langwies, Martin Schmutz

und Christian Karl.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

die hauptsächlich von Mountainbikern genutzt wird,

jedoch auch für Wanderer höchst interessant sein kann.

Die Tour startet in Tiefencastel, von wo aus man auf dem

ausgeschilderten Weg zunächst bis zur Kirche «Mistail»

(901 m ü. M.) gelangt. Von dort gehts weiter zu einer

Kreuzung der Stasse nach Alvaschein. Hier kann man

dem unteren Fussweg oder der wenig befahrenen Strasse

nach Alvaschein folgen. In Alvaschein gibt es eine

Verpflegungsmöglichkeit im Hotel «Alpenblick». Gestärkt

geht man weiter und folgt dem oberen Weg bis

Nivagl (1035 m ü. M.). Nun folgt ein steiler Anstieg bis

Muldain (1210 m ü. M.). Es ist zu empfehlen, die Tour

möglichst früh zu beginnen, um diesen Anstieg nicht in

der Mittagshitze zu erleben.

Der Weg verläuft eben, später talwärts und bietet grossartige

Ausblicke auf die Schyn-Schlucht und die Rhätische

Bahn. Es sind einige Tunnel zu durchqueren. Eine

kleine Taschenlampe ist deshalb von Vorteil.

Auf einer Höhe von knapp tausend Höhenmetern zweigt

ein Pfad steil nach unten Richtung Parnegl und Sils ab.

Am Elektrizitätswerk sind wir im Grund auf knapp

700 m ü. M. angekommen. Jetzt geht es eigentlich nur

noch flach hin bis Thusis. Man kann Sils umlaufen und

an der Autobahn den Weg direkt nach Thusis nehmen

oder über Sils, wo noch mehrere Einkehrmöglichkeiten

vorhanden sind. Von da führt ebenfalls ein Fussweg bis

nach Thusis zum Bahnhof.

Vielleicht habe ich ihr Interesse geweckt, schliesslich

haben Sie nicht die weite Anreise von München, sondern

die Wanderwege liegen quasi vor ihrer Haustür.

* Christian Karl ist Administrator bei der Regio Bahn

München

Auf dem Wiesnerviadukt.

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Personalchronik

vom 2. Juni – 1. September 2012

Eintritte

Austritte

Hansjörg Andrist als Sachbearbeiter, Landquart

Mattia Bellotti als Gleismonteur/Verkehrswegbauer, Pontresina

Marco Bichsel als Lokführer-Anwärter

Gabriel Biveroni als Lokführer-Anwärter

Christian Buchli als Fahrdienstleiter/NPS, Landquart

Andri Cantieni als Kaufmann Betrieb und Verkauf, Arosa und Untervaz

Sandro Christandl als Fachspezialist Elektro, Landquart

Placi Coray als Leiter Elektrowerkstatt, Landquart

Luca Della Ca als Visiteur, St. Moritz

Ricarda Dettmann als Kauffrau B & V, Pontresina

Nathanael Fellberius als Gleismonteur/Verkehrswegbauer, Thusis

Ladina Gredig als Marketing Spezialistin Tourismus, Bergün

Susanne Grimm als Lokführer-Anwärterin

Thomas Hermann als Lokführer-Anwärter

Sarah Hubert als Assistentin, Chur

Beat Hug als Bauleiter, Chur

Ivo Kellenberger als Fahrdienstleiter/NPS, Landquart

Danilo Marchesi als Gleismonteur/Verkehrswegbauer, Pontresina

Stefan Miescher als Fachspezialist FZU, Landquart

Andri Schmidt als Lokführer-Anwärter

Patrik Senti als IT Supporter, Chur

Urs Tanner als Projektleiter, Chur

Remo Thöny als Zugbegleiter Samedan

Manfred Weiss als Bahnmeister, Landquart

Daniel Peter Zahnd als Leiter Applikationsmanagement, Chur

H E R Z L I C H W I L L K O M M E N !

Vlado Antic als Gruppenleiter Bahndienst, Landquart

Beat Beschart als Lokführer, Davos

Heinz Boxler als Lokführer, Landquart

Jonas Clement als Servicetechniker FZU, Landquart

Susanna Denoth als Betriebsdisponentin, Pontresina

Michel Geiser als Lokführer, Samedan

Martina Hagger-Luzi als Lackiererin, Landquart

Christian Köppl als Lokführer, Landquart

Beat Meisser als IT Supporter, Chur

Gian-Fadri Melcher als Zugführer, Chur

Annina Mutzner-Schlegel als Betriebsdisponentin, Scuol

Dane Riedi als Spezialhandwerker, Landquart

Matthias Schaufelberger als Kaufmann Betrieb und Verkauf, Pontresina

Stefan Steiner als Leiter Dienstleistungszentrum, Bergün

Marcus Anton Schneller als Leiter Applikationsmanagement, Chur

Rafael Stutz als Betriebsangestellter, Landquart

Manuela Zuber als Fahrdienstleiterin, Samedan

A L L E S G U T E F Ü R D I E Z U K U N F T !


Pensionierungen

Dienstjubiläen

Peter Davatz, Lokführer, Landquart

Luigi Ferrari, Leiter Bahnhof Campocologno

Jakob Kalberer, Leiter Dienstbereich, Landquart

Beat Lüthi, Zugbegleiter, Chur

Peter Müller, Fahrdienstleiter, Landquart

Jakob Schlegel, Lagerist, Landquart

A L L E S G U T E I M R U H E S T A N D !

25 Dienstjahre

Pasquale Colloca, Spezialhandwerker, Landquart

Paolo Da Canal, Betriebsangestellter / Kranführer, Landquart

Sergio De Matteo, Gruppenleiter, St. Moritz

Max Deplazes, Zugführer, Disentis/Mustér

Hanspeter Hauser, Lokführer, Chur

Andreas Langenegger, Sachbearbeiter Vertriebssysteme, Chur

Albino Rodigari, Gleismonteur, Zernez

Cristiano Rossi, Betriebsangestellter, Poschiavo

Martin Stössel, Fachspezialist Netzplanung, Chur

Emil Strub, Visiteur, Landquart

Rainer Vogel, Betriebsangestellter, Chur

Hans Waldburger, Spezialhandwerker, Landquart

40 Dienstjahre

Heinrich Ryffel

Leiter Netzsteuerung

Landquart

H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H !

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

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Markus Barth

Leiter Produktion

Spontan

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3 / 2012

DEINE SPONTANE MEINUNG …

… zum Tod von Neil Armstrong?

Ein grosser Schritt für Neil Armstrong,

ein kleiner für die Welt.

… zum Rücktritt von Lance Armstrong?

Trotz (oder dank) Doping ein beeindruckender

Sportler.

… zur InfoRetica?

Coole Sache.

Mit wem würdest Du gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Mit meiner Frau.

Und mit wem nicht?

Gegen ein feines Essen ist auch in

schlechter Gesellschaft nichts einzuwenden.

Martin Gredig

Leiter Finanzen

Im Alter von 82 sicher ein erfülltes

Leben gelebt, einen äusserst

symbolträchtigen Schritt für die

Menschheit getan und dabei

bescheiden geblieben – Chapeau!

Schade, dass im Sport so oft betro gen

wird; schade, dass Leute durch

öffentlichen Druck und Medien

zermürbt werden.

Fördert den Zusammenhalt und

vermittelt einen super Einblick ins

Innenleben der RhB.

Mit meiner Frau.

Joker.

Ivo Hutter

Leiter Rollmaterial

Eine Legende wurde zu Grabe

getragen.

Noch eine Legende, welche beerdigt

wurde.

Die InfoRetica ist wie die RhB:

pünktlich, zuverlässig und manchmal

überraschend.

Mit Magdalena Neuner und

Selina Gasparin.

Es gibt schon Repräsentanten von

Lieferanten, mit denen ein gemeinsames

Nachtessen nicht unbedingt

sein müsste …


Ihre Karriere im

öffentlichen Verkehr

Fachfrau / Fachmann öffentlicher Vehrkehr

Sie arbeiten in der Branche öV und möchten Ihre breiten Kenntnisse von offizieller Seite anerkennen lassen?

Oder suchen Sie nach einer umfassenden Weiterbildung, um sich auf Fach- und Führungsaufgaben vorzubereiten?

Dann ist der Lehrgang zur/zum Fachfrau/Fachmann öV mit eidg. Fachausweis genau das Richtige für Sie!

Der nächste Lehrgang bei login, dem Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs, startet im März 2013

in Olten.

Alle Information zur dreisemestrigen Weiterbildung finden Sie auf www.login.org.

HOFER BSW


Die ganze Schweiz kann erben.

Jetzt sind Sie am Zug: die Erbtage der Rhätischen Bahn

Eine einzige Meisterleistung: Die über 100 Jahre alte Bahnstrecke über Albula und Bernina

gilt als Paradestück der Bahnpionierzeit – und sie gehört zum UNESCO Welterbe. Dieses Erbe

teilt die RhB mit der ganzen Schweiz und verlost bis zum 12. Dezember exklusive Angebote

im UNESCO Welterbe. Melden Sie sich an und profitieren Sie. Viel Glück!

Erlebnisse erben: das erwartet Sie

Ein Schlittelplausch in Bergün, eine Party in der rollenden Piano-Bar für Sie und Ihre Freun-

de oder Übernachtungen im UNESCO Welterbe: Für jeden Geschmack hält die RhB Erlebnisse

bereit. Eine Übersicht aller Erbtage finden Sie unter www.rhb.ch/erben

Erbtage gewinnen: so funktionierts

Bis zum 12. Dezember schalten wir unter www.rhb.ch/erben laufend exklusive Erbangebo-

te auf. Mitarbeitende der RhB sind vom Wettbewerb ausgeschlossen – Aktivieren Sie Ihre

Familie und Freunde!

Mitmachen & gewinnen

www.rhb.ch/erben

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