Jahresbericht 2010 - bei der Paracelsus-Kliniken Deutschland ...

para.work.conquest.cms.net

Jahresbericht 2010 - bei der Paracelsus-Kliniken Deutschland ...

PARACELSUS-KLINIKEN 2010

„Auf hohem Niveau –

wirtschaftlich, medizinisch

und menschlich“


Inhalt

Vorwort des Gesellschafters ......................................................................... 3

Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden und der Geschäftsführer........................... 5

Leitsätze unserer Arbeit ................................................................................... 6

1 ABTEILUNGEN DER KONZERNZENTRALE IM PORTRÄT

Personalwesen und Rechtsabteilung ................................................................. 10

Marketing und Kommunikation .......................................................................... 15

2 SCHWERPUNKTTHEMEN

25 Jahre Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland ................................................... 20

Festakt in der erweiterten Paracelsus-Wiehengebirgsklinik Bad Essen ............ 24

40 Jahre Paracelsus-Klinik Osnabrück ................................................................ 28

3 PORTRÄT: AKUT-KRANKENHAUS

Paracelsus-Klinik Zwickau...................................................................................... 32

4 PORTRÄT: REHA-KLINIK

Paracelsus-Roswitha-Klinik Bad Gandersheim ...................................................... 40

5 AKUT-KRANKENHÄUSER

Meilensteine 2010 und Perspektiven 2011 ......................................................... 48

6 REHA-KLINIKEN

Meilensteine 2010 und Perspektiven 2011 ......................................................... 66

7 KONZERNABSCHLUSS

Konzernabschluss 2010 ...................................................................................... 80

8 ANHANG

Organe der Paracelsus-Kliniken ......................................................................... 93

Regionaldirektoren der Paracelsus-Kliniken ...................................................... 100

Adressen ............................................................................................................. 104


2

Dr. med. Manfred Georg Krukemeyer

Gesellschafter


Vorwort des Gesellschafters

Zielgerichtete Investitionen verbunden mit erfolgreichen Neustrukturierungen: Auf diesen

Nenner lässt sich unsere Unternehmenspolitik im Jahr 2010 bringen. Die Paracelsus-

Kliniken haben trotz der unsicheren Konjunkturlage in ihre Einrichtungen investiert – im

Interesse der Patienten und Kostenträger und nicht zuletzt für bessere Arbeitsbedingungen

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei richten wir den Blick stets auf die Ste i -

gerung der Produktivität und der Qualität unserer Gesundheitsangebote. Unsere Arbeit

hat auch im vergangenen Jahr Früchte getragen.

Im Februar konnten wir das 40-jährige Jubiläum der Paracelsus-Klinik Osnabrück feiern.

Bereits im Jahr 1970 – zur Eröffnung – war unser Stammhaus ein Krankenhaus mit mo -

dernster Versorgungsform. Heute ist die Paracelsus-Klinik, die ihr medizinisches Spektrum

auf aktuelle Anforderungen des Gesundheitsmarktes ausgerichtet hat, aus der deutschen

Gesundheitslandschaft nicht mehr wegzudenken. Im April wurde der Erweiterungsbau

der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik in Bad Essen feierlich eröffnet. Die Bettenzahl stieg

von 110 auf jetzt 146. Zahlreiche neue Therapie- und Funktionsräume wurden geschaffen.

5,5 Millionen Euro flossen in den Bau der Reha-Klinik. Die Patienten, die hier behandelt

werden, nutzen das besondere Angebot und unterziehen sich einer suchtmedizini -

schen und orthopädischen Rehabilitation. Die Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland sichert

die medizinische Versorgung für die Bewohner, Gäste und Patienten vom Festland. Im Juli

1985 ging die „Inselklinik“ in die Trägerschaft unseres Unternehmens. 2010 wurde das Jubiläum

gebührend gefeiert. Mehr als zehn Millionen Euro hat der Konzern in die Klinik investiert.

Moderne Operationssäle, eine Intensiveinheit, umfangreiche Röntgen- und Labordiagnostik

und eine große Physiotherapie sorgen für eine umfassende medizinische und

pflegerische Betreuung. Pionierarbeit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der

Gründung der Abteilung für Neurologie und der Spezialisierung auf an Parkinson erkrankte

Patienten geleistet. Neue Strukturen schaffen, sich von Altem verabschieden: Das ist auch

das Anliegen bei unserem komplett modernisierten Klinikstandort Henstedt-Ulzburg.

Unser Augenmerk richtet sich hier auf die effektivere Organisation von patientenfernen

Bereichen wie den Patiententransport. Ziel ist es, Ärzte und Pflegekräfte zu entlasten.

Wir freuen uns über Patienten, die sich bei uns wohlfühlen, uns weiterempfehlen und

wiederkommen. Die Paracelsus-Kliniken stehen für Qualität auf hohem Niveau – per sön -

lich, menschlich, medizinisch und pflegerisch. Das Jahr 2011 stellt große Erwartungen

an das Management und an mich als Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung.

Diese werden wir erfüllen. Wir haben schon jetzt erfolgreich die Verschuldung reduziert,

die Kredite zurückgefahren und die Finanzen konsolidiert.

Dr. med. Manfred Georg Krukemeyer

Gesellschafter

Vorwort

3


4

Hansjoachim Fruschki

Aufsichtsratsvorsitzender

Alfred Felscher

Geschäftsführer

Peter Clausing

Geschäftsführer

(bis 31.12.2010)

Frank J. Alemany

Geschäftsführer


Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden

und der Geschäftsführer

Das Jahr 2010 stand für die Paracelsus-Kliniken im Zeichen von Konsolidierung, Transparenz

und Wettbewerb. Viel Geld hat das Unternehmen bereitgestellt, um neue Strukturen

zu schaffen, dies gilt insbesondere für die Standortkonzentration in Henstedt-

Ulzburg. Parallelstrukturen wurden abgebaut und neue medizinische Angebote ent -

wickelt. Die Verweildauer in den 18 Krankenhäusern ist stetig gesunken, die Behandlungsfälle

dagegen sind gestiegen. Allerdings kommt es uns nicht nur auf die Zahlen

an, sondern auch im gleichen Umfang auf die Qualität unserer Behandlung.

Sektorenübergreifendes Arbeiten und Denken sowie absolute Transparenz der Prozesse

sind für uns unverzichtbar. Die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung –

wenn möglich aus einer Hand – ist ein absolutes Muss. Nur so ist es möglich, vorhandene

Effizienzreserven an der Sektorengrenze zu heben und Fehlsteuerungen zu vermeiden.

Im Bereich Rehabilitation agieren wir seit fünf Jahren erfolgreich mit dem Kompetenznetz

Onkologische Rehabilitation. Mittlerweile sind rehabilitationsonkologische Versorgungs -

pfade erarbeitet und im Einsatz. Das sichert unseren Patienten eine hohe Betreuungsqua -

lität. An der Weiterentwicklung wird kontinuierlich gearbeitet. Im August 2010 wurde nun

auch der Startschuss für das Kompetenznetz Orthopädische Rehabilitation gegeben.

Der Gesundheitsmarkt ist ständig in Bewegung. Gerade für uns als privater Träger ist

das eine besondere Herausforderung. Hierzu zählt auch die immer schwieriger werden -

de Suche nach bestens ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften. Patientensicherheit

und -zufriedenheit stehen für uns im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. In diesem Zusammenhang

gilt es, Behandlungsprozesse immer wieder zu durchleuchten, Schwachstellen

zu identifizieren und Lösungen zu finden. Damit sorgen wir untereinander für mehr

Ver trauen und werden dafür auch von unseren Patienten belohnt, wie die regelmäßigen

Patientenumfragen zeigen.

Der Druck auch auf unser Unternehmen wächst. Nur wer gut auf die Zukunft vorbereitet

ist, wird diesem Druck standhalten. Mit wirtschaftlicher und medizinischer Kompetenz

schaffen die Paracelsus-Kliniken Verlässlichkeit und werden die zukünftigen Entwicklungen

bewältigen. Hierbei wird uns das außerordentliche Engagement und die Kompetenz

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen, für deren Arbeit wir an dieser Stelle ausdrücklich

Dank sagen.

Hansjoachim Fruschki

Aufsichtsratsvorsitzender

Peter Clausing

Geschäftsführer

Alfred Felscher

Geschäftsführer

Frank J. Alemany

Geschäftsführer

Vorwort

5


6

Leitsätze unserer Arbeit

„Wir arbeiten stets für das

Wohl unserer Patientinnen

und Patienten.“

■ Deshalb achten wir jeden Menschen als indi

viduelle Persönlichkeit und respektieren

seine Rechte und Bedürfnisse.

■ Deshalb ist Sinn und Zweck all unseres Handelns

die Behandlung von Kranken und die

Linderung ihrer Beschwerden.

■ Deshalb sehen wir uns als modernes Dienstleistungsunternehmen,

für das die Zufriedenheit

seiner „Kunden“ oberste Priorität hat.

„Wir leisten höchste

medizinische und

pflegerische Qualität.“

■ Deshalb überführen wir neue medizinische

Erkenntnisse und fortschrittliche Verfahren

umgehend in den Alltag unserer Kliniken.

■ Deshalb betreiben wir ein aktives und

systematisches Qualitätsmanagement.

■ Deshalb erwarten wir von unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern eine

hohe Professionalität und stets vollen

Einsatz.


„Wir sehen den Menschen

und seine gesundheitliche

Versorgung als Ganzes.“

■ Deshalb berücksichtigen wir bei der Behandlung

unserer Patientinnen und Patienten

nicht nur die körperliche, sondern ebenso

die geistige, seelische und soziale Ebene.

■ Deshalb ist für uns die enge Zusammenarbeit

von Akutversorgung und Rehabilitation

gelebte Praxis.

■ Deshalb werden wir den mit unseren Praxiskliniken

begonnenen Weg der Integration

von ambulanter und stationärer Versorgung

konsequent weitergehen.

„Wir setzen auf die Kompetenz

unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.“

■ Deshalb spielt bei uns neben einer

guten Aus-, die regelmäßige Fort- und

Weiterbildung eine zentrale Rolle in der

Qualifizierung unseres Teams.

■ Deshalb sind für uns Mitarbeitermotivation

und -zufriedenheit wichtige Faktoren für

unseren Erfolg.

■ Deshalb praktizieren wir einen dezentralen

und kooperativen Führungsstil, geprägt

von Vertrauen, Transparenz, persönlicher

Wertschätzung und Respekt.

„Wir handeln effizient

und wirtschaftlich.“

■ Deshalb sind wir unternehmerisch

erfolgreich, können in die Zukunft

investieren und somit Arbeitsplätze

sichern.

■ Deshalb nutzen wir vielfältige Synergie-

und Verbundeffekte und

können so selbst kleine Einrichtungen

in ländlichen Regionen erfolgreich

betreiben.

■ Deshalb können wir als privater

Träger Aufgaben öffentlicher

Gesundheitsversorgung langfristig

übernehmen und damit helfen,

diese sicherzustellen.

7


8

1 Abteilungen

der

Konzernzentrale

im Porträt

„Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

im Inneren sowie eine aktive und glaub -

würdige Darstellung unserer Leistungsstärke

nach außen sind wesentliche Elemente des

Unternehmenserfolges.”


1 Abteilungen der Konzernzentrale

9


10

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

Unter einheitlicher Führung:

Das Personalwesen und die Rechtsabteilung

In der Zentrale der Paracelsus-Kliniken

Deutschland in Osnabrück sind die Ab -

teilungen Zentrales Personalwesen sowie

die Rechts abteilung angesiedelt. Seit dem

1. Januar 2011 stehen die beiden unter

der einheitlichen Führung des Juristen und

Fach anwalts Frank Thörner. Dieser leitet

bereits seit März 2009 die Rechtsabteilung

der Paracelsus-Kliniken Deutschland. Fortan

hat er neben seinem bisherigen Auf gaben -

gebiet der Koordination sämtlicher Rechts -

aufgaben, insbesondere der Bearbeitung

arbeits- und betriebsverfassungsrechtlicher

Grundsatzangelegenheiten, die strategi-

Der Jurist Frank Thörner leitet seit dem 1.1.2011 die beiden

Abteilungen Zentrales Personalwesen und Recht.

sche Verantwortung für den Bereich Per -

sonal inne. Unterstützt wird er dabei weiterhin

von dem Direktor des Zentralen Per -

sonal wesens und den Personalabteilungen

an den einzelnen Klinikstandorten.

Enge Verzahnung

Die Zusammenführung ist erfolgt, um die

beiden Abteilungen Personal und Recht

operativ und strategisch noch enger aufeinander

auszurichten. Ohnehin gibt es viele

Schnitt stellen zwischen den Bereichen. So

arbeitet die Rechtsabteilung aufgrund ihrer

arbeitsrechtlichen Speziali sierung seit jeher

historisch eng mit dem Zentralen Personal -

wesen zusammen.

Ziel ist es, Ent schei dungswege weiter zu

verkürzen und Kom petenzen zu bündeln.

Auf diese Weise wollen die Paracelsus-

Kliniken sich noch stärker an Markterfor der -

nissen orientieren und notwendige Akti -

vitäten aus einer Hand entwickeln. „Die

Steu erung des Aufbaus von Personal ent -

wicklungskonzepten gehört zu den wesentlichen

Aufgaben, denen wir uns in den

kommenden Jahren stellen werden müssen“,

so Frank Thörner. In der Position als

Ressortleiter ist der Prokurist unmittelbar

der Geschäftsführung unterstellt.

Mitarbeiter prägen Bild der Kliniken

Wer heute im Gesundheitswesen tätig ist,

trifft auf ein Umfeld, welches ihn extrem

fordert. Das gilt auch für die rund 5.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des

Paracelsus-Konzerns. Ihre Leistungen stellen

im Gesamtkonzern zwar einen großen

Kostenblock dar, deren zentraler Beitrag

zum Unternehmenserfolg der Paracelsus-


Kliniken Deutschland unbestritten ist. Letzt -

endlich sind es die Fähigkeiten, das Ver -

halten und die Persönlichkeit der einzelnen

Menschen, die das positive Bild der Klini k e n

entscheidend prägen.

Die Paracelsus-Kliniken wollen jeden Ar -

beitsplatz durch vielfältige Methoden wie

die Delegation von Auf gaben, flexible

Arbeitszeiten und leistungsgerechte Ve r -

gütung so attraktiv und mitarbeitergerecht

wie möglich gestalten. Die Motivation

über durchschnittlich qualifizierter Mitar bei ter

auf allen Ebenen wird durch die Schaffung

interessanter und verantwortungsvoller

Arbeitsplätze gefördert. Trotz der Größe

des Gesamtunternehmens er mög licht die

dezentrale Organisations struktur der Klinik -

gruppe vielen Mitar bei tern ein hohes Maß

an Eigenverant wort ung.

Das bereits er probte Personalentwick lungs -

konzept hat dazu geführt, dass in allen

Funktions be reichen ausreichend Fachkräfte

zur Verfü gung stehen. Dies wurde auch

unterstützt durch einen optimierten Inter -

netauftritt, bei dem in der Rubrik „Karriere"

die Mit arbeiterorien tierung und moderne

Füh rungsstruktur dargestellt werden und

ein Kontakt zu den Paracelsus-Kliniken für

jeden Bewerber per E-Mail möglich ist.

System der kooperativen Führung

Für die Mitarbeiterinnen und Mitar beiter

des Unternehmens, aber auch für potenzielle

Bewerber ist das in allen Klini ken

gelebte System der kooperativen Führung

sehr attraktiv. Das ist auch durch ein offensives

Bewerbermarketing mittlerweile

durchgängig bekannt.

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

Einheitlicher Tarifvertrag

Seit nunmehr sechs Jahren existiert im

Konzern für alle Paracelsus-Kliniken ein

Manteltarifvertrag, der einheitlich alle

Rahmenbedingungen des Arbeits verhält -

nisses regelt. Ferner wurde mit der Dienst -

leistungsgewerkschaft ver.di ein Ein grup -

pierungs- und Entgelt tarifvertrag für Ärzte

verhandelt, welcher eine Vergütung analog

dem Abschluss Marburger Bund mit VKA-

Kliniken gewährleistet.

Der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter

bei den Paracelsus-Kliniken Deutschland

geltende Manteltarifvertrag stellt einen starken

ordnungspolitischen Vorteil dar. Der

Manteltarifvertrag enthält folgende wesentliche

Inhalte:

■ Flexibles Weihnachtsgeld, welches den

Konzern besser steuerbar macht

■ Flexible Jahresarbeitszeiten, die eine

bessere Steuerung bei unterschiedlichen

Auslastungen gewährleisten und Einspa-

rungen bei den Mehrarbeitsvergütungen

mit sich bringen

■ Jahresarbeitszeitkonten, die es möglich

machen, saisonabhängige Auslastung

oder Belegungsschwankungen besser

auszugleichen und zuschlagspflichtige

Mehrarbeitsstunden zu vermeiden

■ Möglichkeit der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, Altersteilzeit über sechs

Jahre in Block- oder Teilzeitmodellen zu

Konditionen oberhalb des gesetzlichen

Niveaus in Anspruch zu nehmen.

Im Rahmen der vertrauensvollen Zusam menarbeit

mit den Arbeitnehmerver tre tun gen,

aber auch mit der Dienstleis tungs ge werk -

schaft ver.di wurde im Tarifvertrag für Aus -

11


12

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

Das Team der Personal- und Rechtsabteilung (von links): Günther Tillmann, Angelika Voß, Martina Hochleitner,

Stefanie Wellmann und der Ressortleiter Frank Thörner.

legungsdifferenzen zu tarifvertraglichen

Regelungen eine gemeinsame Clearing -

stelle der Betriebsparteien eingerichtet,

die zur Vereinheitlichung der Hand habung

des Tarifvertrages maßgeblich beiträgt.

Unternehmen setzt auf Qualifizierung

Ein hohes Qualifikationsniveau und lebenslanges

Lernen liegen im gemeinsamen In -

teresse von Beschäftigten und Arbeit geber.

Qualifizierung dient der Steigerung von

Effektivität und Effizienz sowie der Nach -

wuchs förder ung und der Steigerung von

beschäftigungs be zogenen Kompetenzen.

Die Paracelsus-Kliniken Deutschland ver -

stehen Quali f i zie rung als Teil der Personal -

entwicklung.

Vor diesem Hintergrund stellt Qualifi zie rung

nach dem Manteltarifvertrag ein An gebot

dar, welches durch Betriebsver ein barungen

an den einzelnen Standorten wahrgenommen

und ausgestaltet werden kann. Tarif -

vertraglich vorgesehene Qualifi kations maß -

nahmen sind:

■ Die Weiterentwicklung der fachlichen,

metho dischen und sozialen Kompetenzen

für die übertragenen Tätigkeiten

(Erhaltungsqualifizierung)

■ Der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen

(Fort- und Weiterbildung)

■ Die Qualifizierung zur Arbeitsplatz siche-

rung (Qualifizierung für eine andere

Tätigkeit)

■ Die Einarbeitung nach längerer Abwe sen-

heit (Wiedereinstiegsqualifizierung)

Tarifvertrag für Auszubildende

Daneben wurde im Jahre 2009 zur weiteren

Entwicklung der einheitlichen Tarif struk tur


ein Tarifvertrag für Auszubildende der

Paracelsus-Kliniken abgeschlossen. Dieser

Tarifvertrag gilt für alle Personen in den

Paracelsus-Kliniken, die in einem staatlich

anerkannten oder als staatlich anerkannt

geltenden Ausbildungsberuf nach dem

Berufsbildungsgesetz (BBiG) ausgebildet

werden, sowie für sämtliche Schülerin nen

und Schüler in Gesundheits- und Kranken -

pflege, Gesundheits- und Kinde r kranken -

pflege, Entbindungs- und Alten pflege, die

in den Paracelsus-Kliniken ausgebildet werden.

Im Sinne der besonderen Berück sich -

tigung profitieren die Auszu bil denden bei

den Paracelsus-Kliniken Deut schland daher

sowohl von den Rahmenbe dingungen

im Manteltarifvertrag als auch von den zu -

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

sätzlichen Regelungen wie Familien heim -

fahrten in dem entsprechenden Aus zubil -

dendentarifvertrag. Bisher wurden in den

Paracelsus-Kliniken unterschiedliche Tarif -

regelungen angewendet, zum Beispiel

BAT, Pri vat kliniken Bayern, Privat kliniken

Nieder sachsen und freie Vergütun gen.

Da die Mi t arbeiterinnen und Mitar be iter in

Einzel ver trägen die Anwendung des Man -

tel tarif vertrages zu fast 100 Prozent akzeptiert

haben, haben die Paracelsus-Kliniken

heute durchgängig einheitliche manteltarifvertragliche

Bedingungen.

Bei den Verhandlungen über den Mantel -

tarifvertrag wurde ebenfalls vereinbart,

einen neuen konzerneinheitlichen Entgel t -

Ein starker ordnungspolitischer Rahmen: Seit sechs Jahren existiert im Unternehmen ein für sämtliche Paracelsus-Kliniken

gültiger Manteltarifvertrag, der einheitlich alle Rahmenbedingungen des Arbeits verhält nisses regelt.

13


14

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

tarifvertrag zu verhandeln. Es ist wesentliche

Aufgabe des Zentralen Personalwesens,

die Tarifvereinheitlichung aus ordnungspo -

litischen Gründen weiter voranzutreiben.

Ferner werden sämtliche Führungskräfte,

wie die Leitenden Verwaltungsdirektoren,

Regionaldirektoren und Verwaltungs direk -

toren der einzelnen Standorte, aber auch

die Chefärzte arbeitsvertraglich durch die

Zentrale Personal abteilung begleitet und

unterstützt.

Unterstützung für Führungskräfte

Die Zentrale Personalabteilung bereitet zu -

dem die Konzeptionierung und Umsetzung

von Förderungs- und Entwicklungs maß nah -

men, die sich am Bedarf des Unterneh mens

und dessen Potenzialen orientieren, vor und

unterstützt die Fach- und Führungs kräfte an

Die Basis: Das Bürgerliche Gesetzbuch bildet die

Grundlage der Arbeit der Rechtsabteilung.

den einzelnen Standorten bei personalwirtschaftlichen,

rechtlichen und personalbeschaffungstechnischen

Entscheidungs fin dun -

gen. Die Fach- und Führungskräfte werden

in allen Fragen von dem Personal be reich

informiert und beraten. Ferner koordiniert

die Personalabteilung in der Zentrale die

rechtssichere Abbildung der Durchfüh -

rungs wege zur betrieblichen Al ters ver so rgung

und nimmt an Abstim mungs- und

Entschei dungsprozessen im Unternehmen

teil, insbesondere an Vertrags- und Eini -

gungs verhand lun gen mit dem Ge samt -

betriebsrat und dessen Gremien.

In enger Zusammenarbeit mit der Rechts -

abteilung werden Gesamtbetriebs- und

Betriebsvereinbarungen an den einzelnen

Standorten vorbereitet und abgestimmt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von

Familie und Beruf, der demografischen Ent -

wicklung und den Trends auf dem Arbeits -

markt in Gesundheitsberufen widmet sich

ein wesentlicher Teil der Personalarbeit der

arbeitnehmerfreundlichen Ausg estaltung

der arbeitszeitlichen Rahmenbedingungen.

Die Paracelsus-Kliniken haben seit 2002

eine arbeitnehmerfinanzierte Altersver sor -

gung und fördern Beiträge der Mitarbeiter

mit nunmehr 16 Prozent der Ersparnisse.

Darüber hinaus gewährt das Unter neh men

in allen Akut-Krankenhäusern eine Alters -

vorsorge entweder im Rahmen der VBL

oder ZVK beziehungsweise auch durch

Direkt vorsorgemodelle.


Die Leistungsstärke nach außen vermitteln:

Marketing und Kommunikation

Die Entwicklung des Gesundheitsmarktes

macht es auch für die Paracelsus-Kliniken

immer wichtiger, ihr Leistungsspektrum

einer noch breiteren Öffentlichkeit zu prä -

sentieren. Effektives Handeln im Markt be -

darf zudem einer umfangreichen Leis tungs -

kommunikation mit externen und in ternen

Zielgruppen. In diesem Sinne richtet sich

der Bereich Marketing und Kommu nikation

neu aus. Dabei werden die Be dürfnisse der

Hauptzielgruppen des Ge sundheitsmarktes

beachtet und synchronisiert. Hierbei wer den

Patienten, Angehö rige, zuweisende Ärzte

und Kostenträger als externe Zielgruppen

und ärztliche und nicht ärztliche Mitarbeiter

als interne Ziel gruppen angesehen. Im

Zuge der politisch gewollten Patienten sou -

veränität wählen Patienten immer häufiger

ihre Gesundheits leistungen auf der Grund -

lage der ihnen zur Verfügung stehenden

Informationen nach eigenen Präferenzen

aus. Dabei orientieren sie sich an ihren Er -

fahrungen und Erfahrungen Dritter, nehmen

die Berichterstattung in Rundfunk, TV und

Presse wahr und rech er chieren gezielt im

Internet. Kranken häu ser, die in der Öffent -

lichkeit bekannt sind und ihr medizinisches

und sonstiges Leis tungsspektrum einer

breiten Öffent lich keit zielgerichtet präsentieren,

werden bei der Krankenhausauswahl

be vorzugt. Um diesen Anforderungen ge -

recht zu werden, sind zahlreiche Kom mu ni -

ka tionsmaßnahmen eingeführt worden.

Vier mal zwölf: Paracelsus-Partner-News

Der gedruckte Newsletter der Paracelsus-

Kliniken, der vier Mal im Jahr neben der

Zentral- in elf verschiedenen Regional aus -

gaben erscheint, stößt seit Einführung im

Jahr 2004 auf eine außer ordentlich hohe

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

Aufmerksamkeit und ist auch Teil der Zu -

weiser kommunikation. Der Ver teiler kreis

wird kontinuierlich ausgebaut. Zahl reiche

An fragen und Resonanzen be stä ti gen das

überdurchschnittlich hohe Interesse an den

Nachrichten der Para celsus-Kliniken. Auf

den Internetseiten steht der Newsletter

den Partnern auch digital zur Verfügung.

Ende 2010 wurde die Gestaltung des

Newsletters überarbeitet, seit Anfang 2011

erscheint er in einem neuen Design.

Nina Knauer kümmert sich in Osnabrück um die Darstellung des

Konzerns und die Kommunikation der Kliniken nach außen.

15


16

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

Die „PPN“ vor und nach dem Refresh: Seit sechs Jahren informiert der Newsletter in elf verschiedenen Regionalausgaben

regelmäßig die Partner der Kliniken über Neuigkeiten – von Helgoland in der Nordsee bis Scheidegg im Allgäu.

Auch auf Englisch: der Internet-Auftritt

Das Internet hat für alle Zielgruppen eine

große Bedeutung. Immer häufiger nutzen

Patienten, sonstige Interessierte, aber auch

Zuweiser die Möglichkeit, sich mit Hilfe des

Internets über Krankheiten und Krankheits -

bilder sowie über das Leistungsspektrum

der jeweiligen Kliniken zu informieren. Da -

mit die Paracelsus-Kliniken bei der In ternet-

Recherche hohe Trefferquoten erzielen, werden

stetig Aktualisierungen vorge nommen

und neue Module wie Grußkartenservice,

Babyalbum, virtuelle Rundgänge, Inte gra -

tion von Videos und Foren in den bestehen -

den, konzerneinheitlichen Auftritt ein ge bun -

den. Die Kon zernseiten sind ab August

2010 auch auf Englisch erreichbar. Die Op -

timierung der zuweiserbezogenen Seiten ist

ein wichtiger Aufgaben schwer punkt, der in

den folgenden Monaten von Marketing mit -

arbeitern in den Kliniken erarbeitet wird.

Interne Kommunikation: das Intranet

Um die Vernetzung zwischen den Kliniken

zu stärken, ist ein konzernweites Intranet in

Bearbeitung. Durch die Implementierung

eines Intranets soll der Austausch zwischen

den Kliniken im Allgemeinen sowie in den

Berufsgruppen vereinfacht und intensiviert

werden. In einem ersten Schritt werden

Dokumentendatenbanken und Foren zur

Kommunikation eingebunden. Das System

wurde im September 2010 den Paracelsus-

Verwaltungsdirektoren, -Chefärzten und

-Pflegedienstleitern vorgestellt.

Hohe Transparenz: der Jahresbericht

Der Jahresbericht der Paracelsus-Kliniken

ist zu einem festen Medium geworden. Er

stellt die aktuelle Ist-Situation des Konzerns

dar, verdeutlicht die wesentlichen Schwer -

punkte und zeigt Handlungs per spek tiven

der Paracelsus-Kliniken auf. Darüber hinaus

informiert er über Konzern kenn zahlen und

bietet somit die Gelegen heit, Transparenz

gegenüber der Öffent lichkeit zu schaffen

und Vertrauen bei den Ziel gruppen her zu -

stellen. Die Veröffentlichung des Jahres -

berichtes erfolgt jeweils im zwei ten Quartal

des folgenden Geschäfts jahres.

Vor Ort präsent: Kongresse & Messen

Kongresse und Messen bieten den Para cel -

sus-Kliniken eine gute Möglichkeit, sich als


Anbieter für Gesundheitsdienst leis tun gen

zu präsentieren. Neben der Platzierung von

Paracelsus-Referenten im Kongress pro gramm

stellt ein Messestand das Leis tungs spek trum

der Paracelsus-Kliniken dar. Die interaktive

Einbindung der Kongress teilnehmer fördert

die Kommunikation mit den Zielgruppen.

Die Para cel sus-Kliniken präsentieren sich

regelmäßig auf folgenden Kon gressen:

■ Personalkongress der MHH, Hannover

bzw. Köln

■ Gesundheitskongress des Westens,

Essen

■ Hauptstadtkongress Medizin und

Gesundheit, Berlin

■ Gesundheitswirtschaftskongress,

Hamburg

■ Europäischer Gesundheitskongress,

München

■ Kongress der Deutschen Vereinigung

der Sozialdienste, Münster

■ Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft,

Hamburg

■ Perspektiven und Karriere, Deutsches

Ärzteblatt, Berlin und Hamburg

Mit Vorträgen und in Diskussionsrunden wirkt

die Paracelsus-Führungsebene aktiv an den

Kongressen mit. Zusätzlich nehmen die ein -

zelnen Paracelsus-Kliniken vor Ort an zahl -

reichen Veranstaltungen wie Messen, Ge -

sund heitstagen und Kon gres sen teil und

prä sentie ren dort ihr Leistungsspektrum.

Auf einen Blick: Flyer & Broschüren

Im Bereich der Print-Medien halten die Pa ra -

celsus-Kliniken diverse Flyer und Bro schü ren

in einheitlichem Corporate Design für In te -

ressierte vor. Seit 2006 werden re gel mä ßig

monothematische Bro schüren er stellt. Bis -

1 Abteilungen der Konzernzentrale im Porträt

her sind folgende Broschüren erschienen:

■ „Brustkrebs – Informationen gegen die

Angst“

■ „Prostatakrebs – Mehr Sicherheit für

jeden Mann“

■ „Therapieren mit Strahlen“

■ „Neurochirurgie: Richtig diagnostizieren

– optimal behandeln“

■ „Hirntumore und Rückenleiden: So gut

hilft die Neurochirurgie“

■ „Kompetenznetz Onkologische Rehabilitation

– Gemeinsam gegen den Krebs“

Die Veröffentlichung von Artikeln in Publi -

kums zeitschriften mit dem Angebot, die

Bro schü ren kostenlos anzufordern, brachte

eine äußerst positive Resonanz.

Im Fokus: Personalmarketing

Das Gesundheitswesen steht vor der He raus -

forderung des Ärztemangels. Die Bun des -

regie rung appelliert an die Kran ken häuser,

die Arbeitsbedingungen für Ärzte zu ver bes -

sern. Die Paracelsus-Kliniken prä sentieren

sich als attraktiver Arbei t geber. Um dies noch

nachhaltiger zu kommuni zi eren, erarbeitet

die Marketing-Abteilung gemeinsam mit der

Abteilung Zentrales Personalwesen ge eig -

nete Medien zur Ak quise. Hierzu zählen

■ konzernweit einheitliche Stellenanzeigen,

■ Informationsbroschüren zur Arztakquise,

■ „Imagefilme u. v. m.

Neue Leitung

Im April 2011 wird die Abteilung wieder kom -

plettiert. Simone Hoffmann übernimmt die

Position „Direktorin Unternehmens kom mu ni -

kation und Marketing“. Sie wird sich maß geb -

lich um die interne und externe Kom munika -

tion des Unternehmens kümmern.

17


18

2 Schwerpunktthema


Schwerpunktthemen:

Drei Kliniken,

drei Feierlichkeiten

in 2010

„Jubiläumsfeiern sind Ausdruck einer

großen Verlässlichkeit. Das Unternehmen

ist sich der Bedeutung seiner Kliniken als

Partner der Städte und Gemeinden und

als Arbeitgeber sehr bewusst.“

2

19


20

2 Schwerpunktthema

25 Jahre Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland

Seit 1985 gehört das Krankenhaus auf der

Hochseeinsel Helgoland zum Paracelsus-

Konzern. Aus diesem Anlass feierte die Klinik

am 1. Juli mit geladenen Gästen.

Investiert, modernisiert, umstrukturiert

Vor 25 Jahren hatte die Klinik gerade mal

20 Betten. Sieben Millionen Euro Sonderförderung

des Landes Schleswig-Holstein

und erhebliche Eigenmittel flossen unmittelbar

nach der Übernahme in das Krankenhaus

für einen Anbau und die Sanierung des

Haupthauses. Schon 1986 wurde Richtfest

gefeiert. Inzwischen hat der Konzern mehr

als zehn Millionen Euro in das Krankenhaus

investiert. 39 Betten, moderne Operations -

säle, eine Intensiveinheit, zahlreiche Röntgen-

und Labordiagnostik und eine umfang -

reiche Physiotherapie sorgen für eine um -

fassende Be treuung der Inselbewohner und

ihrer Kur gäste. Für die ambulante ärzt liche

Versor gung in den Disziplinen Frauen hei l -

kunde, Orthopädie, Kinderheilkunde, Kiefer -

ortho pädie, HNO und Dermatologie stellt

das Krankenhaus Räume und technische

und pflegerische Leistungen zur Verfügung.

Dass die Paracelsus-Nordsee klinik nach

höchsten Qualitätsstandards arbeitet, zeigt

die erfolgreiche Rezertifizie rung nach DIN

EN ISO 9001:2008. Mit der geschaffenen

Abteilung für Neurologie und der Speziali -

sierung auf an Parkinson erkrankte Patienten

leisteten die Mitarbeiter Pionierarbeit, um

auch Patienten vom Festland zur Behandlung

„auf die Insel“ zu holen.

Festakt bei strahlendem Sonnenschein

Zahlreiche Gäste kamen bei strahlendem

Sommerwetter zur Feier in die Klinik. Neben

Gesellschafter Dr. Manfred G. Kruke meyer,

dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans joachim

Fruschki und der Geschäftsführung waren

auch der frühere Chefarzt Dr. Gerhard Siegismund,

Neurologin Dr. Andrea Wegener und

Hautarzt Dr. Reinhart Hundertmark angereist.

Dr. Krukemeyer bedankte sich bei der Ge -

meinde für die langjährige Zusammen arbeit,

würdigte den einzigartigen Zusammenhalt

der Mitarbeiter und gab die Zusage für

mindestens weitere 25 Jahre Trägerschaft.

Verwaltungsdirektor Markus Tewes sagte:

„Wir profitieren jeden Tag von der hervor -

ragenden Zusammenarbeit mit der Paracelsus-Elena-Klinik

in Kassel.“

Standort mit Zukunft

Silke Seemann vom Ministerium für Arbeit,

Soziales und Gesundheit des Landes Schles -

wig-Holstein hob die Sicherstellung der

qualitativ hochwertigen Versorgung trotz

niedriger Patientenzahlen in der Paracelsus-

Nordseeklinik hervor und betonte, dass das

Land die Existenz der Klinik weiterhin unterstützen

wird. Bürgermeister Frank Botter verwies

auf die vielen neu entstandenen Freundschaften

zwischen Patienten vom Festland

und Insulanern im Laufe der letzten 25 Jahre.

Abschließend blickte er in die Zukunft, in der

er die Klinik in das Sicherheitskonzept der

Offshore-Windpark-Be treiber ein gebunden

sieht. Dr. Holger Uhlig lobte die gute Zusammenarbeit

mit den Hausärzten, den Kliniken

am Festland, dem Rettungsdienst, DGzRS

und SAR. Hans-Jürgen Mayhack, Landesbe -

auftragter der Deutschen Parkinson Vereinigung

e.V., bestätigte schließlich den fami -

liä ren Charakter der Klinik und hob die persönliche

Betreuung hervor. Alles in allem

war es eine gelungene Feier, die sicherlich

in 25 Jahren wiederholt werden wird.


2 Schwerpunktthema

Festakt auf Deutschlands einziger Hochseeinsel: Die Leitung der Klinik feierte mit der Führungsebene des Konzerns und vielen

geladenen Gästen die 25-jährige Zugehörigkeit der Nordseeklinik auf Helgoland zu den Paracelsus-Kliniken Deutschland.

21


22

2 Schwerpunktthema

Die Paracelsus-Nordseeklinik im Wandel der Zeit

1985/86

Vor 25 Jahren investierte

Paracelsus in die umfassende

Modernisierung und den Ausbau

der Nordseeklinik – ein

damals wegweisender Schritt,

der sich bis heute auszahlt.

2010

Bei der Eröffnungsfeier im

Jahr 1986 schaute sich

Dr. Manfred Georg Kruke -

meyer die Aus stattung der

Klinik genau an, ebenso

2010 bei der Jubiläumsfeier.


1985/86

2010

Zeitgemäße Ausstattung im

Wandel: Die Blicke in Zimmer

der Klinik – oben 1986, unten

2010 – belegen, wie sich die

Anforderung an Patienten -

freundlichkeit verändert hat.

Tradition: Einst zeigte sich Para -

celsus-Gründer Prof. Hartmut

Krukemeyer auf Helgoland mit

Frauen in landestypischer Kleidung,

2010 ist es sein Sohn mit

Kindern im Nordsee-Outfit.

2 Schwerpunktthema

23


24

2 Schwerpunktthema

Festakt in der erweiterten Wiehengebirgsklinik

Umfassend erweitert

Seit Mitte Februar 2010 können der Erwei -

terungsbau der Wiehengebirgsklinik und

der Neubau der physiotherapeutischen Ab -

teilung genutzt werden. Mit der Inbetriebnahme

der neuen Räumlichkeiten wurde die

Bettenzahl der Klinik von 110 auf 146 er -

weitert. Die zusätzlichen Betten dienen vor

al l em der Umsetzung des neuen Konzeptes

der integrierten suchtmedizinischen und

orthopädischen Rehabilitation (ISOR). Dar -

über hinaus wurden zahlreiche neue Funktionsräume

wie weitere Gruppen- und The -

rapieräume, ärztliche Büros und Behandlungszimmer,

Pflegediensträume sowie

Therapeutenbüros geschaffen. Kernstück

ist die schöne und mit modernsten Geräten

ausgestattete Physiotherapie.

In die Zukunft investiert

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste hat die

Paracelsus-Wiehengebirgsklinik am 15. April

die Fertigstellung des Erweiterungsbaus

ge feiert. „Investitionen haben mit Vertrauen

zu tun“, sagte der Gesellschafter

der Para celsus-Kliniken Dr. Manfred Georg

Krukemeyer auf der Feierstunde. Nach

einleitenden Worten von Geschäftsführer

Frank J. Alemany betonte Dr. Krukemeyer,

dass Investitionen und eine Erweiterung

der Ka pazitäten in der Größenordnung,

wie sie in Hüsede vollzogen wurde, nicht

selbstverständlich sind.

Bekenntnis zum Standort

In einem Grußwort verwies der Erste Kreisrat

Reinhold Kassing auf die vertrauens -

volle und verlässliche Zusammenarbeit

zwischen Politik und den Bad Essener

Paracelsus-Kli niken: „Das ist ein Standort,

an dem Zukunft gestaltet wird.“ Bürger -

meister Günter Har meyer bekräftigte den

Stellenwert des Wirt schaftszweiges G e -

sundheit. „Mit der Berg hofklinik, der Witte -

kindklinik und der Wiehengebirgsklinik

gehören die Paracelsus-Kliniken zu den

größten Arbeitgebern in der Ge meinde.“

Die Ortschaft Hüsede und der Klinikstand -

ort seien in ihrer Entwicklung eng miteinander

verbunden.

Innovatives Konzept

Nach den Grußworten von Marie-Luise

Delsa als Vertreterin der DRV Bund und

Dr. Weissinger vom Fachverband Sucht

stellte Dr. Caspar F. Sieveking das neue ISOR-

Konzept für integrierte such tme dizi nische

und or thopädische Rehabilitation vor. Dieses

Konzept richtet sich an Patienten, die nicht

nur unter einer Suchterkrankung leiden,

sondern auch unter einer rehabili tations -

bedürftigen Beeinträchtigung des Be we -

gungsapparates. ISOR beruht auf der Er -

kenntnis, dass viele Lebensumstände, die

Anlass zu vermehrtem Suchtmittelkonsum

geben, zugleich auch die Chronifizierung

schmerzhafter orthopädischer Leiden be -

günstigen. Das Konzept sieht daher vor,

dass die Rehabilitation der Suchterkran -

kung einerseits und des orthopädischen

Leidens andererseits nicht nacheinander

oder unverbunden nebeneinander erfolgen,

sondern miteinander verzahnt wird.

Dadurch erge ben sich sowohl für die Sucht -

rehabilitation als auch für die Beein träch -

tigung des Be wegungs apparates bessere

Erfolgsaussich ten. Zudem wird bei ISOR

die Behandlungszeit der Ent wöh nungs the -

rapie optimal für eine ganz heit liche Rehabilitation

genutzt.


2 Schwerpunktthema

Ein starkes Zeichen für den Standort Bad Essen:

Die umfassende Erweiterung und Modernisierung

der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik wurde mit

vielen Gästen aus dem Gesundheitswesen und

der Politik sowie der gesamten Führungsebene

des Konzerns gefeiert.

25


26

2 Schwerpunktthema

Die Wiehengebirgsklinik im Wandel der Zeit

1988 schloss sich an Haus 1 – die

„Villa“ – und Haus 2 ein Wald -

stück an. Nun befindet sich dort

eine klinikinterne Strasse. Rechts

hinten das Haus 6, hinten links

die neue Physiotherapie.

2010

Nicht nur die Fotoaufnahmen

sind inzwischen in Farbe – auch

bei der Gestaltung der Räume

und der Einrichtung wird Wert

auf warme Töne gelegt, etwa im

heutigen Speisesaal der Klinik.


2010

In den Anfangsjahren war die Villa von

Wiese und Wald umgeben. Heute befinden

sich dort die Mehrzweckhalle und die neue,

mit modernsten Geräten ausgestattete

Physiotherapie. Hinter der Holzwand rechts

verbirgt sich der Freibereich der Sauna.

2 Schwerpunktthema

27


28

2 Schwerpunktthema

40 Jahre Paracelsus-Klinik Osnabrück

Am 10. Februar feierte die Paracelsus-Klinik

Osnabrück ihr 40-jähriges Bestehen. Anläss -

lich des Jubiläums konnte die Klinik 300 g e -

ladene Gäste am Natruper Holz empfangen.

Vertreter der Politik, der Kran ken kassen, der

Mitarbeiter und anderer Krankenhäuser sind

der Einladung zur Feierstunde gefolgt.

Prominente Gäste

Grußworte sprachen die Staatssekretärin im

Niedersächsischen Ministerium für Soziales,

Frauen, Familie und Gesundheit Dr. Christine

Hawighorst, der Oberbürgermeister

der Stadt Osnabrück Boris Pistorius sowie

der Geschäftsführer der Paracelsus-Kliniken

Deutschland Peter Clausing. Dieser bestä -

tigte, dass die Klinik als Stammhaus des

Kon zerns von ganz besonderer Bedeutung

sei. Er selbst kümmere sich gemeinsam mit

der Klinikleitung um die Belange des Hau -

ses und werde weiterhin dafür Sorge tragen,

dass das Krankenhaus strategisch günstig

für die Zukunft aufgestellt wird. Als Mitglied

des Wissenschaftlichen Beirats der Paracelsus-Kliniken

Deutschland hielt Prof. Dr. J.-

Mat thias Graf von der Schulenburg die Fest -

rede. Er machte deutlich, dass Kliniken das

Zentrum des Gesundheitssystems sind. Dies

gelte nicht nur für den Bürger als Patienten,

sondern auch für die Vermittlung und Wei -

terentwicklung des medizinischen Wissens.

In dem gemeinsamen Vortrag des Ärztlichen

Direktors Prof. Dr. Wolfgang Wagner und

des Verwaltungsdirektors Henrik Räwer wur -

de auf unterhaltsame Weise bestätigt, dass

die Klinik in den vergangenen Jahren das

medizinische Leistungsspektrum auf aktuelle

Anforderungen des Gesundheitsmarktes

eingestellt hat.

Erste Praxisklinik Deutschlands

Im Februar 1970 eröffnete die Paracelsus-

Klinik Osnabrück ihre Pforten. Als erste

Praxisklinik in Deutschland stellt sie das

Stammhaus der Klinikgruppe dar. Bereits

damals war sie ein Krankenhaus mit mo -

dernster Versorgungsform. Mit dem Kon -

zept der Praxisklinik konnten sich erstmalig

lei ten de Kranken haus ärzte als Kassen ärzte

niederlassen. Ihre Praxen hatten sie im Ge -

bäude der Paracelsus-Klinik Osnabrück. Da -

durch wurde eine hervorragende Verzahnung

zwischen ambulanter und stationärer Versor -

gung realisiert. Durch die Nähe von Praxis

und Krankenhaus war es für die Ärzte mög -

lich, die niedergelassene Versorgung mit der

klinischen zu verbinden und die Patienten

sowohl ambulant als auch stationär zu behandeln.

Noch heute besitzt die Klinik eine

Schlüsselstellung für die medizinische Versorgung

der Stadt und der Region. Schwer -

punkte sind die Neuro chirurgie, Neurologie,

Strahlentherapie so wie die Nuklearmedizin,

für die die Paracelsus-Klinik überregional

bekannt ist. In der Neurochirurgie ist die

Klinik ein Haus der Maximalversorgung.

Hochmoderne Ausstattung

Die Versorgung von Krebspatienten wurde

2008 durch die Integration des Strah len zen -

trums optimiert. Nach einem Jahr Bau zeit

wurde die ausge glie der te Strahlenklinik an

das Haupthaus am Natruper Holz an ge bun -

den. Die Strah len klinik wur de mit Medizintechnik

der neuesten Generation ausgestattet

und verfügt heute über modernste Behandlungsmethoden.

Damit zählt die Strahlen -

therapie der Para celsus-Klinik zu den größten

Spezialkliniken für Geschwulst- und Schilddrüsenerkrankungen

in Deutschland.


2 Schwerpunktthema

Pünktlich zum Jubiläum waren die umfassenden Umbaumaßnahmen des Stammhauses der Paracelsus-Kliniken Deutschland

fertiggestellt. Zum Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens waren zahlreiche Gäste der Einladung nach Osnabrück gefolgt.

29


30

2 Schwerpunktthema

Die Paracelsus-Klinik Osnabrück im Wandel der Zeit

1970

1970 wurde Am Natruper Holz

mit der ersten Paracelsus-Klinik

der Grundstein einer Erfolgsgeschichte

gelegt. 2010 erstrahlt

die modernisierte Klinik

in neuem Glanz.

2010

Anfangs waren die Patienten -

zimmer spärlich eingerichtet.

Heute machen eine komfortable

Ausstattung, schönes Design und

Service aller Art den Aufenthalt

so angenehm wie möglich.


1970

2010

Die Häubchen sind passé –

geblieben ist der Anspruch,

den Aufenthalt jedes Patienten

freundlich und kompetent

zu begleiten und so zu seiner

Genesung beizutragen.

Auch die Empfangshalle der

Paracelsus-Klinik Osnabrück

hat sich verändert: Oben bei

der Eröffnung der Klinik 1970,

unten im heutigen modernen

und ansprechenden Design.

2 Schwerpunktthema

31


32

3 Porträt:

Paracelsus-Klinik

Zwickau

„Nur eine m odern ausgestattete

Klinik kann den Menschen umfang -

reiche Heilungs chancen bie ten.“


3 Porträt: Akut-Krankenhaus

33


34

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

Vom Bergarbeiterkrankenhaus zur hochmodernen

Klinik für die gesamte Region

Ein Stuhl, ein Tisch, fünf Betten

Die Wurzeln der heutigen Paracelsus-Klinik

Zwickau reichen bis in das Jahr 1948 zu -

rück. Mit der Einrichtung einer Sanitäts -

stelle in der ehemaligen Zwickauer Kaserne

mit einem Stuhl, einem Tisch und fünf

Betten begann die medizinische Entwicklung

der heutigen Klinik. Ein Jahr später,

die Sanitätsstelle war bereits wegen Überlastung

in das ehemalige Finanzamt (das

heutige Haupthaus der Klinik) verlegt worden,

führten ein eigenes Labor, ein Röntgenapparat

und eine eigene Apotheke zur

Ve r besserung der Patientenbetreuung.

Zum 1. Januar 1950 wurde die Sanitäts stel le

zu einer eigenständigen medizinischen Einrichtung

erklärt und war fortan die Berg -

arbeiter-Poliklinik Wismut der Wismut AG

Medizinische Kompetenz: Prä-, intra- und postoperative Behandlungen

der Patienten werden nach modernsten Methoden gewähr leistet.

Zwickau. Das medizinische Leistungsspektrum

wurde erweitert und auch in baulicher

Hinsicht gab es sichtbare Veränderungen.

Zwischen 1953 und 1978 wurden zum Bei -

spiel ein Speisesaal, ein Schwesternheim,

das Heizhaus und ein Anbau für die Chir ur -

gie realisiert. Ständig waren auch Sanie run -

gen im Gange. 1990 zählte das Krankenhaus

243 Betten und 300 Beschäftigte.

1991 wur de das einstige Bergarbeiterkran -

kenhaus in das Paracelsus-Unternehmen

als Paracelsus-Klinik Zwickau übernommen.

Ausbau und Modernisierung

Für die Bevölkerung in und weit um Zwickau

stellt die systematische Modernisierung der

Klinik mit gegenwärtig 210 Betten für die

medizinische Regelversorgung ein wich ti ges

Angebot zur Verfügung. Nur eine m odern

ausgestattete Klinik kann den Menschen

wirklich umfangreiche Heilungs chancen

bie ten. Alle Ärzte und das ge sam te Klinikteam

freuen sich, durch die großen Mo der -

ni sie rungsmaßnahmen jedem einzelnen

Patienten noch besser helfen zu können.

Die Paracelsus-Klinik Zwickau wird als

Kran kenhaus der Regelversorgung mit den

Fachabteilungen Innere Medizin und Chi r -

urgie, den schwerpunktorientierten Disziplinen

Neurologie und Neurochirurgie, der

Anästhesie und Intensivmedizin sowie der

Belegabteilung Urologie geführt. Die prä-,

intra- und postoperative Patientenversor -

gung wird nach modernsten Methoden

gewähr leistet. Die Intensivmedizin ist in

enger Zu sammenarbeit mit den Vertretern

ver schie dener Fachgebiete in einer inte r -

diszi plinä ren Einheit zusammengefasst.

Allen operativen und konservativen Fach-


Runderneuert: Der Neubau mit drei Pflegebereichen, Intensivstation, komplettem OP-Bereich, Zentralsteri lisation

sowie Küche und Personalspeise raum wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro realisiert.

bereichen steht eine leistungsfähige und

technisch hoch ausgestattete Fachabtei -

lung für Anästhesie und Intensivmedizin zur

Seite. Jähr lich werden in der Paracelsus-

Klinik Zwickau etwa 7.000 Patienten stationär

und 10.000 Patienten ambulant behandelt.

Gründung des MVZ Zwickau

Ende 2005 wurde an der Paracelsus-Klinik

das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ)

Zwickau gegründet. Es dient zur Verbes -

serung der ambulanten Versorgung in den

Fachbereichen Neurochirurgie, Neurologie

und Anästhesiologie/Spezielle Schmerz the -

rapie. Diese moderne Behandlungs mög -

lichkeit in der Medizin gewährleistet für die

Patienten der Region eine engere Vernetzung

ambulanter und klinischer Leistungen.

Menschlichkeit als Klinikphilosophie

Krankenhäuser sind die Einrichtungsstätten,

an denen der medizinische Fortschritt und

die technologischen Entwicklungen und

Erfahrungen unmittelbar an den Patienten

weitergegeben werden. Aber nicht nur

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

35


36

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

In dem freund lich gestalteten Eingangsbereich gibt es neben einem zentralen Informationspunkt, an dem Patienten und

Besucher immer ein offenes Ohr für ihre Fragen finden, einen Friseur sowie einen Kiosk mit Imbiss.

medizinischer Fortschritt im Sinne der Tec h -

nologie ist für die Qualität eines Kran ken -

hauses ausschlaggebend, sondern auch

menschliche Zuwendung, Einfühlungsvermögen

und fürsorgliche Pflege. Sie sind,

ebenso wie die modernsten Einrichtungen,

für den Patienten unerlässlich und tragen

im großen Maße zu seiner baldigen Genesung

bei.

Dieser Gewissheit Folge leistend, hat die

Klinik bis in die Gegenwart hinein stän dige

Veränderungen erfahren und wird dies

auch in der Zukunft tun. So arbeiten in der

Paracelsus-Klinik heute 320 Beschäf t igte.

Die überwiegende Mehrheit der Be schäf -

tigten kommt aus der Region und kann da -

her das lokal übliche Be sondere im mensch -

lichen Miteinander und die Betonung der

menschlichen Umgangsformen unter ei nan -

der in die Klinik philosophie mit einbringen.

Umfassende Baumaßnahmen

Seit Übernahme der Klinik durch den neu -

en Träger wurden viele kleinere bau liche

Maßnahmen durchgeführt, die auf die

Verbes serung der medizinischen Mög lich -

keiten und den Patientenkomfort gerichtet

waren. Erst mit der Inbetrieb nahme des

Ersatz neu baus im März 2002 und der Fertigstellung

der Sanierung des Altbaus im

Sommer 2005 haben die operativen Fach -


disziplinen und die Innere Ab teilung mo -

dernste Untersuchungs- und Behandlungs -

möglichkeiten erhalten.

Die Patienten sind in freundlichen Zimmern

mit Sanitärzelle und Fernseher untergebracht.

Gleichzeitig wurde die medizinischtechnische

Ausstattung den hohen Anfor -

de rungen angepasst. Darüber hinaus wurde

2005 der patienten- und besucher freund -

liche Eingangsbereich seiner Bestimmung

über ge ben. Hier gibt es einen zentralen Informationspunkt,

einen Friseur sowie einen

Kiosk mit Imbiss. Der Zugang zur Klinik

wur de behindertengerecht gestaltet. Dazu

ge hören auch Parkplätze in un mittel barer

Nähe des Ein gangs. Die Um gestal tung der

Klinikzufahrt und des Parks bildeten den

Abschluss der umfangreichen Investitionsmaßnahmen

des ersten Bauabschnitts.

In Sanierung und Neubau investiert

Mit einem Investitionsvolumen von rund

28 Millionen Euro – 22,9 Millionen Euro

waren Fördermittel des Krankenhausbau -

programms des Freistaates Sachsen –

wurden der Neu bau mit drei Pflegeberei -

chen, Intensivstation, komplettem OP-

Bereich, Zentralsteri lisation sowie Küche

und Personalspeise raum realisiert und

die Altbausubstanz des Hauptgebäudes

saniert.

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

37


38

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

Neue Neurologie vor Fertigstellung

Das Ende der 1950er Jahre errichtete

„Neu rologiegebäude“ weist erhebliche

bauphysikalische Mängel auf. Eine weitere

klinische Nutzung ist auf Grund des Ge -

bäude zuschnittes nach heutigen Gesichts -

punkten wenig sinnvoll, eine Sanierung

wirtschaftlich nicht zu vertreten. Folge rich -

tig wurde ein „Ersatzneubau Neurologie“

bei der Fördermittelbehörde ange meldet.

Nach den erforderlichen Planungs- und

Abstimmungsprozessen erfolgten die Planungs-

und schließlich die Baufreigabe. Im

vierten Quartal 2009 begannen die Tief bau -

arbeiten. Der extreme Winter 2009/2010

verzö ger te den Beginn des Hochbaues.

Im Oktober 2010 konnte der ersten Bauab -

schnitt des Rohbaus über ge ben werden.

Ende des ersten Halbjahres 2011 sollen in

diesem neuen Gebäudeteil die Physiotherapie,

die neurologische Funktionsdiagnostik,

ein Pflegeteilbereich Neurologie mit IMC so -

wie der klinische Arztdienst der Neurologie,

Neurochirurgie und Anästhesie seiner Be -

stimmung über geben werden.

Mit dem Teilabriss der freigezogenen Be -

reiche des „alten“ Neurologiegebäudes

320 Mitarbeiter sind heute in der Paracelsus-Klinik Zwickau beschäftigt. Die überwiegende Mehrheit stammt aus der

näheren Umgebung und kann daher das regional Übliche im Miteinander in die Klinik philosophie einbringen.


Komfort und Qualität: Die umfassend modernisierte Klinik bietet ihren Patienten eine leistungsstarke Medizin und eine

persönlich-menschliche Betreuung in einer angenehmen Atmosphäre.

wird Baufreiheit für den zweiten Bauabschnitt

des Ersatzneubaus geschaffen. Es

wird sich die Fertigstellung des Komplexes

mit Laborbereich, zweitem Pflegebereich

Neurologie sowie Flächen für den Einkauf

und den Wirtschafts- und Versorgungs -

dienst anschließen. Der Restabriss und die

Gestaltung der Außenanlagen sollten 2012

den Abschluss dieser Maßnahme bilden.

Von der angemeldeten Fördersumme von

etwa sieben Millionen Euro werden vom

Freistaat Sachsen rund fünf Millionen Fördermittel

zur Verfügung gestellt. Der Eigen -

anteil beläuft sich auf zwei Millionen Euro.

Für die Zukunft gerüstet

Mit der Fertigstellung dieser Maßnahme

präsentiert sich die Paracelsus-Klinik

Betten

Mitarbeiter

Stationäre

Patienten pro Jahr

Durchschnittliche

Verweildauer

3 Porträt: Akut-Krankenhaus

Zwickau fortan als moderner, innovativer Anbieter

von medizinischen stationären und

ambulan ten Leistungen für die Patienten der

südwestsächsischen Region.

Die Klinik in Zahlen

210

320

6.914

8,1 Tage

39


40

4 Porträt: Reha-Klinik


Porträt:

Paracelsus-

Roswitha-Klinik

Bad Gandersheim

„Die innovativen verhaltens- und sozial -

medizinischen Rehabilitationsprogramme

der Klinik hatten für die Entwicklung in anderen

Einrichtungen eine Motorfunktion.“

4

41


42

4 Porträt: Reha-Klinik

20 Jahre innovative Rehabilitation für Menschen mit

psychischen und psychosomatischen Erkrankungen

Erfolgreiche psychosomatische Reha

Am 9. Dezember 2010 feierte die Paracel -

sus-Roswitha-Klinik in Bad Gandersheim

einen runden Geburtstag: Seit 20 Jahren

werden hier Patienten mit psychosomatischen

und psychischen Erkrankungen er -

folg reich rehabilitiert.

Am 1.1.1989 übernahmen die Paracelsus-

Kliniken Deutschland die damalige internis -

tisch-orthopädische Kurklinik aus dem Nach -

lass eines privaten Klinikbetreibers. Wegen

eines steigenden Bedarfs wurde auf Wunsch

der Rentenversicherung (damals BfA) ab

1990 die Spezialisierung der Klinik für die

Versorgung psychosomatisch Er krankter

schrittweise vorbereitet, bis am 1.11.1990

der Startschuss für eine 60-Betten-Ab tei lung

in der Klinik fiel. Da die verhaltenstherapeutisch-verhaltensmedizinische

Ausrichtung

der Klinik von Renten- und Kranken ver siche -

Willkommen: Bei mehr als drei von vier Patienten hat der

Aufenthalt in der Roswitha-Klinik nachhaltig positive Wirkung.

rung besonders ge schätzt wurde, konnte in

den folgenden Jahren unter Leitung des

Chefarztes Dr. med. Claus Jacobi, der eine

doppelte Facharztqualifikation als Internist

und Ner venarzt vorweist, die Bet ten zahl

schrittweise erhöht werden. Nur dadurch

war in der Zeit der „Kurkrise“ 1996/1997

ein Überleben der Klinik möglich.

Besonders hilfreich war der Nachweis einer

erfolgreichen Rehabilitation, der von Be ginn

an in jährlichen Tätigkeitsberichten immer

wieder geführt werden konnte. Seit 1997 ist

die gesamte Paracelsus-Roswitha-Klinik als

Fachklinik vollständig auf die Be handlung

von psychischen und psycho somatischen

Erkrankungen spezialisiert.

Innovativer Standort Bad Gandersheim

Bad Gandersheim liegt am Fuße des Harzes

in einer landschaftlich reizvollen Umge bung

im Städtedreieck zwischen Hil des heim,

Braun schweig und Göttingen. Die alte Kul -

turstadt – Wirkungsstätte der ersten deutschen

Dichterin Roswitha von Ganders heim

– hat wegen ihrer Solequelle seit den 1930er

Jahren Kurstatus. Neben der Paracelsus-

Roswitha-Klinik betreiben die Paracelsus-

Kliniken Deutschland am Stand ort Bad

Gandersheim noch drei weitere Kliniken mit

orthopädischer und onkologischer Aus -

richtung sowie ein Institut für Ar beits- und

Sozialmedizin. Durch die Nutz ung dieses

konsiliarischen Verbundes der Paracelsus-

Rehabilitationskliniken in Bad Gandersheim

ist eine hochkompetente fachärztliche Ver -

sorgung aller Patienten möglich.

In den letzten Jahren wurde die Zusammen -

arbeit der Paracelsus-Kliniken Bad Gan -


Wie ein Bienen wa ben netz breitet sich die Klinik über einen Südhang nahe des Kurparks aus.

Dadurch verfügen alle 175 Einzelzimmer über einen eigenen nach Süden ausgerichteten Balkon.

ders heim durch die Übertragung von be -

währten Behandlungskonzepten der Para -

celsus-Roswitha-Klinik in Richtung einer

Inte grier ten Verhaltensmedizinischen Reha -

bilitation (IVR) ausgebaut. So wurden

innovative verhaltens- und so zialmedi zi -

nische Reha bi li tations prog ramme wie die

Psycho onkologie in der Para celsus-Klinik

am See, die verhaltensmedizinische Or tho -

pädie und die medizinisch-berufliche

orthopädische Reha bilitation in der Para -

celsus-Klinik an der Gande in Zu sam men -

arbeit mit der Para celsus-Roswitha-Klinik

realisiert und wissenschaftlich erfolg reich

etabliert. In der Feier stunde zum 20. Ge -

burtstag der Psychoso matik in der Para cel -

sus-Roswitha-Klinik be tonte der Geschäfts -

führer der Paracelsus-Kliniken Deutschland,

Peter Clausing, ausdrücklich, welch starke

Motorfunktion dies für die übrigen Re ha -

bilitationskliniken der Paracel sus-Gruppe

hatte.

Bio-psycho-soziales Konzept als Basis

Seit den frühen 1990er Jahren gewann das

bio-psycho-soziale Krankheits- und Gesund -

heitskonzept in der Medizin an Be deut ung

– ganz be son ders in der Rehabilitations -

medizin wegen seiner Schwerpunktsetzung

auf die Behand lung chronischer Erkran kun -

4 Porträt: Reha-Klinik

Paracelsus-Roswitha-Klinik: Veränderung der Depressivität 2010

(n= 538 konsekutive depressive Patienten, BDI bei Aufnahme >13)

30

25

20

15

10

5

25,8

BDI-Aufnahme

Grenzwert keine Depression

13,5

BDI-Entlassung

43


44

4 Porträt: Reha-Klinik

gen. In zahlreichen wissenschaftlichen The -

rapie studien gelang der Wirksamkeits -

nachweis dieser neuen Methoden. Ihnen

gemeinsam war die Abkehr von der über -

holten Tren nung von Körper und Psyche

und damit auch von einem linear-monokausalen

Ursachen- und Behandlungs ver -

ständ nis zugunsten einer multifaktoriellen

beziehungsweise -modalen Sicht.

In der Paracelsus-Roswitha-Klinik entschied

man sich ferner wegen der wissenschaftlich

überzeugend nachgewiesenen Effizienz

von kognitiv-behavioristischer Psycho the -

rapie (Ver haltenstherapie) für diese Be -

hand lungs richtung, die bis heute durch

Einbeziehung neuerer neurobiologischer

Erkenntnisse ständig weiterentwickelt

werden konnte.

Fähigkeit zum Selbstmanagement

Diese klare bio-psycho-soziale und ver hal -

tens therapeutische oder -medizi nische

Ausrichtung wird von den Rehabilitanden

sehr positiv beurteilt, führt sie doch über

eine Steigerung von Selbst manage ment -

fähigkeiten zu einer Verbesserung von

Selbstwertgefühl und Autonomie der Be -

troffenen. Neben dem kognitiv-verhaltens -

therapeutischen Psychotherapie schwer -

punkt, der das Ziel hat, den Patienten

„Hilfe zur Selbsthilfe“ zu vermitteln, wird –

Hilfe zur Selbsthilfe: Ziel der an einem bio-psycho-sozialen Konzept ausgerichteten Behandlung ist es, über eine Steigerung

von Selbst manage ment fähigkeiten das Selbstwertgefühl und die Autonomie der Be troffenen zu stärken.


Spezialisiert auf die Be handlung von psychischen und psycho somatischen Erkrankungen: In den verschiedenen

psychotherapeutischen Angeboten haben die Patienten die Möglichkeit, heilsame Schritte zu machen.

auf ebenfalls empirisch gut gesicherter

Basis – ein überwiegend aktivierendes

sport- und bewegungstherapeutisches Be -

handlungsprogramm durchgeführt. Hierzu

zählt auch das mit Parvital gesicherte

moderne Ernährungs- und Diätberatungs -

konzept. Für den meist mitbetroffenen

sozialen Bereich – Schwierig keiten im beruflichen

und privaten Umfeld – der psycho -

somatischen Patienten wird ergänzend ein

umfangreiches sozialpädagogisches und

ergotherapeutisches Behandlungsangebot

vorgehalten.

Besondere Architektur der Klinik

In einer reizvollen architek tonischen Bau -

weise breitet sich die Klinik – fast wie ein

Bienen wa ben netz – über einen Südhang

in unmittelbarer Nähe zum Kurpark aus.

Die 175 Einzelzimmer verfügen dadurch

alle über einen eigenen nach Süden ausgerichteten

Balkon. Zu den Funktionsräumen

ge hört eine vor zwei Jahren komplett neu

eingerichtete große Turnhalle sowei ein

neu gestaltetes physiotherapeutisches Be -

handlungs zen trum.

Spezielle Behandlungsindikationen

Neben der üblichen Behandlung sämtlicher

affektiver Störungen (vorwiegend depressiver

Syndrome), neurotischer Belastungs- und

somatoformer Störungen, psychischer Stö -

rungen im Zusammenhang mit körperlichen

Erkrankungen und Persönlichkeits störungen

werden in der Klinik besonders häufig körperliche

Miterkrankungen aus dem neuro -

logischen, orthopädischen und internistischen

Fach mitbehandelt, soweit verhaltensmedizinische

Maßnahmen zur Bewältigung

von Krankheit und Risiko faktoren erforder-

4 Porträt: Reha-Klinik

45


46

4 Porträt: Reha-Klinik

lich sind. Besondere Schwerpunkte der

Klinik liegen in der Behandlung von

■ depressiven Episoden,

■ Angst- und Paniksyndromen,

■ sozialen sowie körperbezogenen

Ängsten,

■ Stresserkrankungen wie Burn-out,

beruflichen Erschöpfungszuständen,

Schlafstörungen,

■ chronischen Schmerzen und

■ chronisch-komplexem Tinnitus.

Die Behandlung erfolgt durch das multipro

fessionelle therapeutische Team aus

Ärzten, Diplom-Psychologen, Sport- und

Bewegungstherapeuten, Physio-, Kunstund

Ergotherapeuten, Sozial päda go gen,

Diätassistenten und qualifizierten Pfle ge -

kräften.

Der informierte Patient

Großer Wert wird auf die Vermittlung von

wissenschaftlich fundierten krankheitsbezogenen

Informationen durch Bibliotherapie,

Schulungs- und Informationsseminare (etwa

zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hyper to nie

oder einem vernünftigem Umgang mit

Psycho pha rma ka) und Nichtrauchertraining

zur Änderung eines häufig selbst schädigen -

den Lebens stils der Pa tien ten und auf eine

Geist und Körper: Neben dem pychotherapeutischen Schwerpunkt hat sich das aktivierende Sport- und

bewegungstherapeutische Behandlungsprogramm als ausgesprochen positiv erwiesen.


Welch erfolgreiche und qualitätsvolle Arbeit das gesamte Team der Klinik leistet, wird in wissenschaftlichen

Untersuchungen, in externen Audits und in regelmäßigen Patientenbefragungen immer wieder belegt.

ausführliche Vorbereitung des Transfers in

den Alltag (Stichwort Nach sor geaktivitäten)

gelegt.

Umfassendes Qualitätsmanagement

Bereits seit 1991 erfolgt in der Paracelsus-

Roswitha-Klinik eine systematische Basis -

doku mentation der Aufnahmebefunde,

Thera piedaten und Abschlussdiagnostik

unter Einschluss von Patienten selbst be ur -

tei lun gen. Hieraus ergaben sich zahlreiche

wissenschaftliche Publikationen und eine

Zu sammenarbeit mit verschiedenen psycho -

therapeutischen Fachgesell schaften. 1991

bis 2004 wurde ferner eine systema tische

Ein-Jahres-Katamnese zur Beurtei lung des

langfristigen Therapieerfolgs der Reha bi -

litationsmaßnahmen durchgeführt.

Hierbei konnte eine nachhaltige positive

Wirkung der Behandlung bei 78 Prozent

der 5.500 teil nehmenden Patienten

(Rücklauf quote 67 Prozent) nachgewiesen

werden. Die Paracelsus Roswitha-Klinik

wurde 2003 als eine der ersten psycho -

somatischen Re ha bilitationskliniken nach

dem neu entwickelten Verfahren IQMP-

Reha für ihr internes Qualitätsmanagement

zertifiziert. Mehrmals wurde die Klinik

rezertifiziert, zu letzt nach DIN EN ISO

9001:2008. Die im Rahmen des Paracelsusweiten

Qualitätsmanage ments seit Jahren

durch geführten Be fragungen zeigen zu -

dem, dass auch die Patien ten mit den Leis -

tungen der Roswitha-Klinik sehr zufrieden

sind.

Die Klinik in Zahlen

Betten

Mitarbeiter

Stationäre

Patienten pro Jahr

Durchschnittliche

Verweildauer

4 Porträt: Reha-Klinik

175

121

1.650

38 Tage

47


48

5 Akut-Krankenhäuser:

Meilensteine 2010

und

Perspektiven 2011

„Die Früchte ihrer Arbeit können die

Paracelsus-Kliniken täglich ernten: Die

Kundenzufriedenheit, die medizinische

Qualität und die Wirtschaftlichkeit steigen.“


5 Akut-Krankenhäuser

49


50

5 Akut-Krankenhäuser

VORWORT

Mehr Wettbewerb

Die deutschen Krankenhäuser haben ein hartes Jahr hinter sich. Darin eingeschlossen sind auch

die Akut-Krankenhäuser unseres Unternehmens. Die Mittelzuflüsse sind zwar höher ausgefallen

als noch 2009, jedoch lassen die gesetzlichen Einsparmaßnahmen die Schere zwischen Kosten

und Erlösen weiter deutlich auseinandergehen. Höhere Sozialversicherungsbeiträge und feststehende

Tarifabschlüsse sind einige Gründe dafür.

Um langfristig erfolgreich zu sein – und das zeigt unsere bisherige Geschichte – ist es not wen dig,

Wirtschaftlichkeit und Qualität gleichzeitig zu optimieren. Hier sind wir auf einem sehr guten

Weg. Zum einen definieren wir für jedes unserer Krankenhäuser das strategische Leistungspektrum

und bilden medizinische Schwerpunkte heraus. Zum anderen sind unsere Krankenhäuser

prozessorientiert strukturiert. Die Früchte dieser Arbeit können wir täglich ernten: Kundenzu -

friedenheit, medizinische Qualität und Wirtschaftlichkeit steigen.

Die starke abteilungsbezogene Organisation in den Krankenhäusern ist bei uns auf dem Rückzug.

Ressourcen können mit der Krankenhausorganisation von morgen neu erschlossen werden.

Der Kernprozess von der Aufnahme bis zur Entlassung des Patienten ist dabei der Takt -

geber für das gesamte Krankenhaus.

Doch die Auswirkungen zeigen sich nicht nur in nüchternen Zahlen, sondern auch in der Zu -

friedenheit unserer Patienten. Sie bescheinigen uns eine gute Organisation ihres Aufenthaltes

in einer Paracelsus-Klinik und ein aufeinander abgestimmtes Miteinander der Berufsgruppen.

Investitionen in medizinische Geräte, Gebäude, vor allem aber in das Personal sind ebenso

erforderlich, damit wir konkurrenzfähig bleiben. Hier setzen die Paracelsus-Kliniken auch auf

die Kooperation zwischen dem ambulanten und dem stationären Bereich – im Interesse der

Patienten und einer effektiveren Behandlung.

Die Einführung des DRG-Fallpauschalensystems hat die Leistungstransparenz in Krankenhäusern,

also auch in den Paracelsus-Kliniken deutlich gesteigert. Die politisch gewünschten

Effekte auf die Krankenhausverweildauer sind eingetreten. Völlig ausgeblendet bleibt jedoch

die Lenkungsfunktion der Preise. Auf Preissteigerungen wird verzichtet. Die Festsetzung von

Einheitspreisen bringt keinen Fortschritt. Differenzierte Preise, die unter anderem den Ort der

Leistungserbringung, die Qualität und die angebotene Leistungsmenge berücksichtigen, sind

gefordert. Denn was bringt ein Qualitätswettbewerb ohne Preiswettbewerb? Ziel muss daher

ein Preis-Leistungs-Wettbewerb sein, an dem auch die Patienten mitwirken.


Paracelsus-Klinik Adorf/Schöneck

Fokus auf MVZ

Mit dem Zusammenschluss der beiden Stand -

orte Adorf und Schöneck zu einer Klinik

wurden auch die Weichen zu einer neuen

strukturellen Veränderung des Leistungs -

angebotes gestellt. Dabei spielt der Ausbau

der Medizinischen Versorgungszentren eine

wichtige Rolle, um die ambulante und sta -

tionäre Versor gung weiter zu verzahnen.

So wurde zum 1.4.2010 die allgemeinmedizinischen

Praxis aus Oelsnitz in das MVZ

Schöneck II und die Praxis für Neurologie/

Psychatrie am MVZ Standort Adorf eingebracht.

Zudem wurde ein Regionalzentrum

für ambulante und stationäre Schmerztherapie

aufgebaut. Neue, moderne Diagnostik

und Therapieverfahren sollen besonders

den Menschen mit chronischen Schmerzen

zur Heilung oder Linderung verhelfen. Ein

multiprofessionelles Behandlungsteam von

Schmerztherapeuten, Neurologen/Psy chia -

tern und Reha und physikalischen Fach -

ärzten ermöglicht eine Optimierung in der

Behandlung des Patienten.

Ebenfalls im April hat die Klinik den lang -

jährig tätigen Verwaltungsdirektor der Klinik

Adorf Wolfgang Franz in den Ruhestand

ver abschiedet.

Entbindungsabteilung geschlossen

Die demografische Entwicklung und der

Geburtenrückgang in den letzten Jahren

veranlasst den Träger der Paracelsus-Klinik

Adorf/Schöneck, beim Sächsischen Ministe -

rium für Soziales die Schließung der Entbindungsabteilung

und die Umwandlung

der Hauptabteilung Frauenheilkunde in eine

Belegabteilung zu beantragen. Nicht nur

wirtschaftliche Gründe, sondern auch die

Beibehaltung der hohen Anforderungen in

den Qualitätsstandards haben zu dieser

Entscheidung geführt.

Geriatrische Abteilung im Aufbau

Im September 2010 wurde mit der Erarbei -

tung einer Konzeption zur vernetzten geria -

trischen Versorgung des Vogtlandes begonnen.

Als erster Klinikträger im Vogtland

hat sich Paracelsus als Modellregion bei ei -

ner Ausschreibung des Freistaates Sachsen

beworben. Die fachlich-personellen und die

räumlich-technischen Voraussetzungen sind

für die Betreibung der Geriatrie am Klinikstandort

Adorf vorhanden, so dass eine

strukturelle Neuausrichtung für das Fach ge -

biet Geriatrie, das im Krankenhausbedarfsplan

2012 erstmalig ausgewiesen wird, be -

sonders günstig ist. 2011 wird mit den Vorbereitungen

für den fachlichen Aufbau der

Abteilung begonnen.

5 Akut-Krankenhäuser

Spezialisiert auf die Linderung von chronischen Schmerzen:

das multiprofessionelle Team des neuen Schmerztherapiezentrums.

51


52

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik Bad Ems

Die Paracelsus-Klinik Bad Ems wird als Praxis -

klinik ge führt. Das heißt, ambulante und sta -

tio näre Patientenversorgung durch niedergelassene

Ärzte findet unter einem Dach statt.

Als Haus der Grund- und Regelversorgung

stellt die Klinik die wohnortnahe stationäre

Patientenversorgung des mittleren Rhein-

Lahn-Kreises sowie des angrenzenden Wes -

terwaldkreises sicher. Darüber hinaus hat sie

spezialisierte Schwerpunkte gebildet, die ein

weitaus größeres Einzugsgebiet besitzen.

Top-Gerät

Im Frühjahr 2010 ist der bisherige Computertomograf

(CT) der Klinik durch ein hoch mo -

dernes, schnelleres und besseres Modell

ersetzt worden. Die kürzeren Unter such ungs -

zeiten sind schonender und weniger belastend.

Hinzu kommt eine verbesserte Bild -

qualität. Die Vernetzung mit dem Bundes -

wehr Zentralkrankenhaus (BWZK), die bei

Notfällen einen zügigen Befund durch Tele -

radiologie ermöglicht, besteht weiterhin.

Schwerpunkt Endoprothetik: Vor allem bei jungen Patienten erzielen die Ärzte

der Klinik gute Erfolge mit nur etwa elf Zentimeter langen Hüftprothesen.

Marketingabteilung etabliert

Mit dem Ziel, die Patienten- und Kunden -

orientierung erfolgreich umzusetzen, hat

die neu geschaffene Abteilung Marketing

ihre Arbeit aufgenommen. Unter anderem

wird verstärkt auf Einweisermanagement

und Umfragen gesetzt. Die hieraus gewonnen

Erkenntnisse ermöglichen eine Vielzahl

zielgerichteter Maßnahmen in 2011. Die

positiven Ergebnisse aus Patienten- und

Mitarbeiterbefragungen bestätigen, dass

sich Paracelsus-Klinik Bad Ems auf dem

richtigen Weg befindet.

Integrative Hauptabteilungen

Die Paracelsus-Klinik Bad Ems gehört zu

den Vorreitern zur Etablierung des patientenfreundlichen

und wirtschaftlichen Beleg -

arztsystems. Unter Weiterführung dieser

Erfolgsgeschichte finden aktuell Gespräche

über ein neues Konzept zur Einführung

integrativer Hauptabteilungen im Bereich

Chirurgie, Orthopädie, Neuro chirurgie und

Anästhesie statt. Ziel ist es, diese fit für

die wirtschaftlichen Herausforderungen

des sich wandelnden Gesundheitssystems

zu machen. Darüber hinaus wird auch der

geplante OP-Neubau mit aller Kraft voran -

getrieben.

Neue Spezialisten

Die Paracelsus-Klinik Bad Ems hat die HNO-

Abteilung zum Jahreswechsel 2010/2011

neu besetzt. Mit Prof. Michael Schröter und

Dr. Ravi Subramanian ist es der Klinik ge -

lungen, erfahrene Praktiker als Belegärzte

für die Klinik zu gewinnen und das Versor -

gungsangebot auch im Bereich der Hals-

Nasen-Ohren-Heilkunde langfristig sicher -

zustellen.


Paracelsus-Kurfürstenklinik Bremen

Interdisziplinäre Schmerztherapie

Seit Anfang 2010 bietet die Paracelsus-Kurfürstenklinik

Bremen eine Interdisziplinäre

Schmerztherapie für Rückenschmerzpatienten

an. Hierbei durchlaufen Patienten ein

fünftägiges Programm, in dessen Verlauf

sie verschiedene diagnostische und the ra -

peu tische Maßnahmen erfahren. Zudem

finden bei Bedarf auch Gespräche mit einer

Schmerz-Psychotherapeutin statt, um der

Ursache chronischer Beschwerden auf den

Grund zu gehen. In diesem Zusammenhang

wurden viele Prozesse optimiert, so dass

sich im Vergleich zum üblichen Behand -

lungs ab lauf der Aufwand für Ärzte, Personal

und Patienten verringert. Kein Patient verlässt

am Ende der Therapie die Klinik, ohne

eine konkrete Empfehlung für die weitere

Behandlung zu erhalten.

Hohe Zufriedenheit

Patienten, Ärzte und alle Interessierte können

mit dem Bremer Krankenhausspiegel

(www.bremer-krankenhausspiegel.de) die

Qualität der Krankenhäuser im Land Bremen

vergleichen. Neben den Resultaten der ex -

ternen Qualitätssicherung stehen Informationsangebote

mit medizinischen Erklärungen

zu den Behandlungsgebieten und die

Ergebnisse einer Patientenbefragung im

Mittel punkt. Die aktuelle Befragung belegt

eine sehr hohe Zufriedenheit in den Be -

reichen Betreuung und Behandlung durch

Ärzte- und Pflegepersonal sowie allgemein

eine hohe Zufriedenheit während des Klini k -

auf enthaltes. Bei der Bewertung des Arzt-

Patienten-Verhältnisses sowie des Pflege-

Patienten-Verhältnisses steht die Klinik an

erster Stelle. Der Statistik zufolge empfehlen

98 Prozent aller Patienten die Klinik weiter.

Bessere Energieeffizienz

Die Paracelsus-Kurfürstenklinik verfügt jetzt

über eine moderne Gebäudeleittechnik.

Dank dieser können sämtliche technische

Anlagen – von der Heizungsanlage über

Klimaanlagen in den OPs bis hin zur Warm -

wasseraufb e rei tung – per Bildschirm kon -

trolliert und ge steuert werden. Das ist

ins gesamt ein Beitrag zur Verbesserung

der Energie effizienz der Klinik und des betrieblichen

Umweltschutzes.

Investitionen geplant

In den nächsten Monaten wird besonders

in die Ausstattung der Kurfürstenklinik investiert,

damit sich die Patienten auch in

Zukunft wohl füh len. So steht 2011 die Nass -

zellensanie rung an. Die baulichen Entwick -

lungs mög lich keiten sind begrenzt, so dass

intensiv nach Möglichkeiten der Erweiterung

– insbesondere der OP-Kapazitäten – ge -

sucht wird.

5 Akut-Krankenhäuser

Interdisziplinäre Schmerztherapie: Die Kurfürstenklinik bietet Patienten

mit chronischen Rückenschmerzen eine neu struk turierte Hilfe an.

53


54

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik Golzheim

Modernisierung der Endoskopie

2010 wurde die Endoskopieabteilung der

größten urologischen Fachklinik Deutschlands

umfassend modernisiert. So hat die

Klinik neue, hochmoderne Uroskope an -

geschafft. Diese multifunktionalen Urologie -

geräte decken eine große Bandbreite an

Anwendungen ab – von Röntgenuntersu -

chungen über endo-urologische und perkutane

Eingriffe bis hin zu Bauchspie ge lungen,

Urodynamik- und Ultraschalluntersuchungen.

Bei der Renovierung der Klinik stand der Patientenservice ganz oben auf

der Agenda. So verfügt jetzt jeder über ein eigenes TV-Gerät am Bett.

Verglichen mit herkömmlichen Standardbildverstärkern

bedeutet dies sowohl Zeiter spar -

nis bei der Untersuchung als auch geringere

Strah lungsdosis für den Patienten. Die hoch -

auf lösenden Bilder erhöhen die diagnos -

tische Sicherheit, da feins te Details dar ge -

stellt werden können und der Urologe die

Bilder ohne Qualitätsverlust ansehen kann.

Investitionen in Patientensicherheit

Am 1.10.2010 hat die Golzheimer Klinik ein

umfassendes MRSA-Screening eingeführt.

Seitdem unterzieht sie jeden stationär auf -

genommenen Patienten einem Test auf den

sogenannten Methicillinresis tenten Staphylococcus

aureus, kurz MRSA. Ein Bündel von

Maßnahmen soll nun die Pa ti en tensicherheit

in Golzheim weiter op timieren.

Mehr Komfort im Zimmer

Die Renovierungsarbeiten in der Golzheimer

Klinik schreiten weiter voran. Nachdem die

Sanierung der Zimmer und Nasszellen fast

abgeschlossen ist, wurden die Flure komplett

neu gestrichen und die Beschilderung

erneuert. In den frisch renovierten Kranken -

zimmern verfügt jeder Patient jetzt über ein

eigenes TV-Gerät direkt am Krankenbett.

Weiterhin wurden eine neue Telefon anlage

und eine moderne Brandmeldezentrale

angeschafft.

Ausblick

Im Jahr 2011 plant die Klinik die Einführung

der Elastographie zur Diagnose des Pros -

tatakarzinoms. Bei diesem bildgebenden

Verfahren kann tumorverdächtiges Gewebe

farblich auf einem Ultraschallmonitor sichtbar

gemacht werden. Dabei wird die Elas -

tizität des Gewebes gemessen. Da Tumor -

gewebe in der Regel härter als gesundes

Gewebe ist, können so verdächtige Areale

aufgespürt werden.

Der neue Chefarzt der Anästhesie Dr. Ulrich

Ringeler hat innerhalb kürzester Zeit ge -

meinsam mit dem Arzt- und Pflege dienst ein

Akutschmerzmanagement aufgebaut. Für

2011 strebt er eine Zertifizierung durch die

Gesellschaft für qualifizierte Schmerz the rapie

Certkom e.V. an. Hierfür werden alle Mit ar -

beiter des Hauses speziell geschult.


Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland

Jubiläum gefeiert

Die Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland

blickt zurück auf 25 erfolgreiche Jahre. In

dem Krankenhaus auf Deutschlands ein -

ziger Hoch seeinsel wird eine umfassende

medizinische und pflegerische Betreuung

der Insel be wo h ner und der Kurgäste ge -

währleistet. Hinzu kommt, dass sich die

Klinik als aus ge wie se ne Spezial abtei lung für

die Behandlung aller Parkinson-Syndrome

einen her vorrag en den Ruf erworben hat,

weswegen viele Parkinson-Patienten nicht

den Weg auf die Insel scheuen. Seit 25

Jahren liegt das Haupt augenmerk der Arbeit

der Mitarbeiter auf der ganzheit lichen

pflegerischen Be treuung der Patienten.

Anfang Juni feierte die Klinik ihr 25-jähriges

Jubiläum mit einem großen Festakt, zu dem

sie zahlreiche Gäste aus Politik und Gesund -

heitswesen auf Helgo land begrüßen konnte.

Die überschaubare Größe der Klinik und

der damit verbundene familiäre Charakter

üben einen ganz besonderen Charme auf

die Patienten und deren Angehörige aus.

Viele Patienten bestätigen den sehr persönlichen

Charakter der Behandlung, die auch

die menschliche Komponente einschließt.

Da nehmen die Patienten auch gern die

Überfahrt vom Festland zur Insel in Kauf.

Nach Unglück Hilfe geleistet

Wenige Tage nach der 25-Jahr-Feier fegte

eine zerstörerische Windhose über die Insel

und verletzte elf Menschen, die zum Teil in

der Nordseeklinik behandelt werden konn -

ten. Durch den Rettungsdienst der Klinik,

der im Auftrag der Rettungsdienst Kooperation

in Schleswig-Holstein (RKiSH) seinen

Sitz in der Nordseeklinik hat, konnten die

Retter schnell vor Ort sein und Schwerverletzte

auf das Festland fliegen.

Ausblick

Für das Jahr 2011 stehen die Wiederbesetzungen

der Positionen im Ärztlichen Dienst

im Vordergrund. So werden die Position des

Chefarztes sowie die Stelle des Oberarztes

neu besetzt. Auch das Gastarztsystem hat

sich etabliert. 2011 wird es wieder die Be -

reiche Frauenheilkunde, Orthopädie, Kin derheil

kunde, Kieferorthopädie, Augenhei l -

kunde, HNO und auch Dermatologie abdecken.

Hier stellt die Nordseeklinik die

Räumlich keiten sowie die technischen und

pflege ri schen Leistungen wie bisher zur Verfügung,

um die Versorgung aller Bereiche für

die Patienten gewährleisten zu können.

5 Akut-Krankenhäuser

Nothilfe: Bei einer Windhose konnten die Nordseeklinik und der ansässige

Rettungsdienst den Verletzten schnell helfen.

55


56

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik Hemer

Positive Entwicklung

Die Paracelsus-Klinik Hemer kann auf ein

erfolgreiches Jahr 2010 zurückblicken. So

haben sich in den beiden Hauptabteilungen

die Fallzahlen positiv entwickelt. In der internistischen

Abteilung konnte durch den

Chefarztwechsel 2009 ein erweitertes Spektrum

in der Gastroenterologie und der Kar -

Hochmodernes Verfahren: Bei der Endosonographie können

Ultraschallbilder im Inneren des Körpers aufgenommen werden.

di o logie angeboten werden, welches be -

son ders durch die niedergelassenen Ärzte

(Hausärzte) angenommen wird. Für 2011

ist eine intensive Stärkung des Bereiches

der Diabetologie vorgesehen. Zur Unterstützung

der fachlichen Kompetenz des

Chefarztes wird im kommenden Jahr eine

Diabetesberaterin eingestellt. In der Chi -

rurgie verbesserten sich insbesondere die

Zahlen bei den endoprothetischen Versor -

gungen. Nach einem Anstieg der Fallzahlen

von 11,5 Prozent 2009 konnte 2010 noch mals

ein Wachstum von 9,5 Prozent verzeichnet

werden. Diese positive Entwicklung in der

chirurgischen Abteilung soll durch die Erweiterung

des OP-Spektrums durch einen

Neurochirurgen mit Schwerpunkt Wirbel -

säulenchirurgie in den kommenden Jahren

noch gesteigert werden.

Lob in AOK-Studie Endoprothetik

Auch die AOK bescheinigt der Paracelsus-

Klinik in ihrem NRW-weiten Klinikvergleich

eine überdurchschnittlich gute Qualität im

Bereich der Endoprothetik. Die Qualitäts -

indikatoren aus dem QSR-Verfahren der AOK

gehören zu den verlässlichsten Informations -

quellen zur Qualitätsbeurteilung von Kran -

kenhäusern. Sie bieten gegenüber anderen

Verfahren zur Qualitätssicherung den Vorteil,

auch Aussagen über die langfristige Qualität

von Behandlungen treffen zu können.

Patientenmanagement

Umfassende Betreuung aus einer Hand –

so lautet das Motto der 2010 erstmals ein -

ge setzten Fallmanager. Sie begleiten den

Patienten durch seinen Krankenhausaufent -

halt und sind für die zeitgerechte Koordi na -

tion und Dokumentation zuständig. Hierbei

unterstützen sie die Patienten in allen so zi a -

len Belangen, etwa bei Themen wie Reha -

bilitation oder Pflegestufenbeantragung.

Palliativmedizin

Wie sehr sich der 2009 eröffnete palliativ -

medizinische Schwerpunkt der internistischen

Abteilung etabliert hat, lässt sich deutlich an

den wachsenden Patientenzahlen ablesen.

Aufgrund dieser Entwicklung wurden zehn

palliativmedizinische Betten für die Aufna h me

in den Krankenhausbedarfsplan NRW be an -

tragt.


Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg/Kaltenkirchen

Zukunftsweisendes Konzept

Hinter der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg/

Kaltenkirchen liegt ein Jahr, das von vielen

Veränderungen geprägt war. Zentrales Thema

war die Baumaßnahme in Henstedt-Ulz -

burg, bei der ein neues zukunftsweisendes

Krankenhaus konzept realisiert wird. Hierfür

stehen etwa die räumliche Nähe von ZNA

und Funktionsdiagnostik. Auch die Patientenzimmer

wurden mit zeitgemäßem Komfort

versehen. Die sukzessive Inbetriebnahme ist

für Februar und März geplant, die Eröffnungsfeier

findet am 9.4.2011 statt.

Ein anderes wichtiges Projekt war die Anpassung

des Personals an das prognostizierte

Leistungsgeschehen sowie dessen „Einmessung“

auf die zukünftigen Erfor der nisse in

Einhäusigkeit. In Folge der beiden Sozial -

pläne der Jahre 2009 und 2010 ist eine Altersstruktur

der Mitarbeiter mit hohen Durchschnittskosten

entstanden. Diese birgt ne -

ben wirtschaftlichem Optimierungs potenzial

mittelfristig Risiken. Um diesen Prozess aktiv

zu steuern, sollen in den Folgejahren Mit ar -

beiter durch Einzelvereinba rungen zum Aus -

scheiden bewegt und durch jüngere, vor zugs -

weise eigene Auszubildende ersetzt werden.

Ausbau von medizinischen Zentren

Von medizinischer Bedeutung wird die Einhäusigkeit

sein, da der Zentrengedanke im

Sinne von Qualität und Wirtschaftlichkeit

an einem Standort gelebt werden kann.

Brust- und Bauchzentrum bestehen weiter,

das Perinatalzentrum Level 3 wurde mit Be -

scheid der Planungsbehörde institutionali -

siert. Für 2011 sind die Zertifizierungen für

das Darm- und das regionale Traumazentrum

in Planung. In 2010 stieg die Geburten -

zahl um 16,7 Prozent. Der Zuwachs lag deutlich

über dem schon selbst erfreu lichen Bundestrend.

Die Leistungen der Haupt- und

Belegabteilungen im internistischen wie im

operativen Bereich hingegen blieben deutlich

hinter den Erwartungen zurück. Auch die

Trennung von einem neurochirurgischen

Konsiliararzt hatte Negativaus wir kungen auf

Fallzahl und CMI. Ab April 2011 wird durch

die Hinzunahme der orthopä dischen Beleg -

ärzte (MedBaltic) als Ersatz für den Wegfall

eines chirurgischen Belegoperateurs ein

Anstieg CMI-starker Fälle erwartet.

Vertrauen stärken

Baulich wird das Jahr 2011 geprägt sein

von der Inbetriebnahme des Neubaus,

insbe sondere des Funktionstrakts, und in

Folge der Leistungsverlagerung aus Kal -

tenkirchen nach Henstedt-Ulzburg von der

Neuorganisation der Belegarzt- und Zu -

weiserstruktur. Es gilt, das Vertrauen der

niedergelassenen Ärzte in der Region einschließlich

Norderstedt in die medizinische

Leistungsfähigkeit zu stärken.

5 Akut-Krankenhäuser

„Geborgen gebären“: Immer mehr Frauen tun das in der neu gestalteten

Entbindungsstation in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg.

57


58

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik Karlsruhe

Gesteigerte Behandlungsqualität

2010 konnte unter dem Chefarzt und Ärzt -

lichen Direktor Dr. Matthias Hauschild der

orthopädische Schwerpunkt der Klinik mit

der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen

weiter ausgebaut werden. Be -

sonderes Augenmerk erhält hier der multimodale

Therapieansatz, der das Zusammenspiel

von somatischen, psychischen und

sozialen Faktoren in die Behandlung chronischer

Schmerzpatienten einbezieht. Die

Fachabteilung für Allgemein- und Vis ze ral -

chirurgie unter der Leitung von Chef arzt

Dr. Martin Ulrich verfügt seit Jahresbeginn

2010 über eine Videolaparoskopieanlage

in HDTV-Technik mit Dokumentationssystem,

Ultraschalldissektionsinstrumenten und Argon-Beamer

zur Blutstillung. Dies er mög -

licht den Ausbau der minimal-invasiven

Eingriffe in der Schlüssellochtechnik.

WIR MACHEN MIT!

Die Patientensicherheit stärken: Die Klinik hat sich an

der bundesweiten Aktion „Saubere Hände“ beteiligt.

Plakatdesign: Praxis Page, www.praxis-page.de

Erfolgreich zertifiziert

Die Karlsruher Klinik wurde unter der Regie

von Chefarzt Dr. Jürgen Bergschmidt im

Juni 2010 als Traumazentrum nach den Richt -

linien der Deutschen Gesellschaft für Unfall -

chirurgie zertifiziert. Dies konnte durch eine

optimale Abstimmung der Klinikprozesse

zur Versor gung Schwerverletzter auf die Be -

dür f nisse traumatisierter Patienten erreicht

werden. Diagnostische und therapeutische

Maß nahmen greifen nach einem ausge -

feilten syste matischen Plan Hand in Hand

und gewähr leisten so die bestmögliche

zeit- und prioritätenorientierte Versorgung

der Patienten.

Tag der offenen Tür

Am 8. Mai 2010 öffnete die Paracelsus-Klinik

Karlsruhe ihre Pforten für alle interessierten

Besucher. Besuchermagnet war der Men ta l -

parcours, bei dem Interessierte ihr Gedächtnis

auf die Probe stellen konnten. Das umfangreiche

Kinderprogramm mit Ultraschall -

untersuchungen des eigenen Bauches

stieß bei den jungen Besuchern auf großen

Zuspruch.

Geplanter Ausbau

Für das Jahr 2011 ist der Ausbau der Ab -

teilung für Innere Medizin geplant. Die

Patientenversorgung wird ab Frühjahr 2011

durch die diagnostischen Möglichkeiten

mit Hilfe eines hochmodernen endos ko -

pischen Ultraschallgeräts ge steigert wer -

den. Mit dieser Zukunfts techno logie und

dank der fachlichen Verstärkung durch

einen spezialisierten Oberarzt kann der

Schwerpunkt Gastroenterologie unter

Chefarzt Dr. Joachim Aspacher gestärkt

werden.


Paracelsus-Elena-Klinik Kassel

Wegweisende Studien

Im vergangenen Jahr hat die Paracelsus-

Elena-Klinik von der Michael J. Fox Foundation

(MJFF) den Status einer „Michael J. Fox

Study Site“ erhalten, also eines offiziellen

Studienstandortes innerhalb der multizentrischen

Progressionsmarker-Studie (PPMI).

Neben der Elena-Klinik erteilte die MJFF

diesen Titel nur drei weiteren Einrichtungen

in Europa. Die PPMI Studie birgt das Potenzial

zur rascheren Entwicklung wegweisender

Behandlungskonzepte für die Parkinson -

erkrankung und zur verbesserten Diagnostik

von Parkinsonpatienten. Das Profil der Elena-

Klinik wird stärker auf Patienten mit neuro -

degenerativen Erkrankungen ausgerichtet.

Anlässlich der bereits seit einem Jahr erfolg -

reich laufenden DeNoPa-Studie kamen mehr

als 200 Gäste zu einer öffentlichen Veranstal -

tung, an der als Ehrengast die Hessische

Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva

Kühne-Hörmann, teilnahm. Die Paracelsus-

Elena-Klinik zeigt einmal mehr, dass sie seit

Jahren eine feste Größe in der Region und

auch weit darüber hinaus ist.

Zusätzliche Angebote

Um zu einer verbesserten Versorgung von

Parkinsonpatienten und einer höheren Produktivität

und Qualität beizutragen, fand

in der Paracelsus-Elena-Klinik erneut eine

erfolgreiche Fortbildung zur Parkinson

Nurse statt. Neben vier zweitägigen Blockseminaren

gehörte auch eine zweiwöchige

Hospitationsphase zum Programm. Neu

eingeführt in der Paracelsus-Elena-Klinik ist

eine Spezialsprechstunde für ataktische Bewegungsstörungen,

durchgeführt von Prof.

Katrin Bürk, Leiterin der Ataxie-Ambulanz

der Universitätsklinik Marburg alle vier

Wochen. Sie nimmt die Differenzialdiagnosen

zum Morbus Parkinson in den Blick.

Kooperation im Bereich Orthopädie

Einen speziellen Konsiliardienst für ortho pä -

dische Fragen bietet die PEKK seit 2010

in Zusammenarbeit mit der Vitos Orthopä -

di schen Klinik Kassel an. Alle zwei Wochen

ergänzt Dr. Voigt aus der Orthopädischen

Klinik Kassel die umfassende klinische Versorgung

von Patienten mit Bewegungs stö -

rungen. Im Gegenzug können die Patienten

der Orthopädischen Klinik den Neurologen

der PEKK Dr. Michael Fischer konsultieren.

Über 2.000 vollstationäre Patienten wurden

in 2010 in der Paracelsus-Elena-Klinik behandelt.

Ziel ist es, diese Zahl 2011 erneut

zu erreichen oder sogar zu überschreiten.

5 Akut-Krankenhäuser

Beim Auftakttreffen des Fortbildungskurses Parkinson Nurse in Kassel:

Pflegedienstleiter Arno Kühnel, Magdalena Kaminski, Vorsitzende der

Deutschen Parkinson Vereinigung, und Oberarzt Dr. Jens Ebentheuer.

59


60

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik am Silbersee Langenhagen

Hochmoderner OP-Bereich

Einen Meilenstein für die Klinik stellte 2010

die Erweiterung und Modernisierung des OP-

Bereichs dar. Finanziert mit 1,5 Millionen Euro

aus dem Konjunkturpaket II sowie weiteren

500.000 Euro aus konzerneigenen Mitteln

wurde im Sommer der neuer Operationssaal

in Betrieb genommen. Die Paracelsus-Klinik

verfügt damit über einen der modernsten

Operationssäle für Endoprothetik überhaupt.

Der Saal zeichnet sich durch höchste

Hygienestandards aus, insbesondere durch

Die Paracelsus-Klinik Langenhagen verfügt jetzt über einen der

modernsten Operationssäle für Endoprothetik in ganz Deutschland.

einen laminaren Luftstrom. In dem Saal sind

zudem modernste Ergonomie am Arbeits -

platz und innovative Medizintechnik optimal

miteinander verbunden.

Ein anderer Höhepunkt war der Gesundheits -

tag der Klinik, der am 31. Oktober mit dem

Titel „Arthrose – Der Weg zur Schmerzfreiheit“

stattfand. Eine Vielzahl von Vorträgen

rund um das Thema Gelenke sowie ein abwechslungsreiches

Rahmenprogramm zogen

mehr als 2.000 Besucher an.

Kooperationen verstärkt

Der Bereich der Hauptabteilung Innere

Medizin konnte weiter ausgebaut werden.

Dank der guten Reputation des Teams unter

Chefarzt Dr. Michael Neubauer wurden die

Beziehungen mit Zuweisern sowie Kooperationsgesprächen

mit anderen Kliniken ver -

tieft. Insbesondere die Zusammen arbeit mit

der Medizinischen Hochschule Hannover

soll verstärkt vorangetrieben werden. Ziel

sind ein gegenseitiger Austausch von Assistenzärzten

sowie Kooperationen über die

Kardiologie und Pathologie hinaus.

Der Bereich Geburtshilfe konnte ebenfalls

einen erfreulichen Anstieg verzeichnen. Mit

807 Neugeborenen verzeichnete die Klinik

einen Anstieg um sechs Prozent.

Neue Pflegedienstleiterin

Im Pflegebereich, dem personell stärksten

Bereich der Klinik, hat es einen Führun gs -

wechsel gegeben. Seit Juli 2010 ist Melitta

Keller als neue Pflegedienstleiterin und Mitglied

der Krankenhausleitung mit viel Engagement

für diesen Bereich zuständig.

Die Paracelsus-Klinik am Silbersee konnte

einen Großteil des Außengeländes inklusive

des klinikeigenen Sees neu gestalten. Mit

externer Unterstützung und viel Eigenleistung

wurden neue Wege und Sitzgelegenheiten

für die Patienten geschaffen.

Schwerpunkt Endoprothetik

Für 2011 steht die weitere Stärkung der

Endoprothetik auf der Agen da. Gab es in

2005 nur 49 derartige Eingriffe, waren es

in 2010 schon bereits 400 – mit weiterhin

steigender Tendenz.


Paracelsus-Klinik München

Auf dem neuesten Stand

Die Paracelsus-Klinik München setzte auch

2010 alles daran, die erfolgreiche Positio -

nierung in der Münchner Klinik-Landschaft

zu festigen und neue Ziele umzusetzen. So

hat sich die Klinik für die Fortbildung ihrer

Pflegekräfte engagiert. Im vergangenen

Jahr nahmen 38 von insgesamt 60 Pflege -

kräften freiwillig an je fünf Online-Seminaren

des Certified-Nursing-Education-Fortbildungsprogramms

(CNE) teil, die Kosten für

die Premiumlizenzen wurden von der Klinik

getragen.

Im Dezember 2010 übernahm die Krankenschwester

und bisherige Stationsleiterin

Jutta Kaltenegger die Leitung des Pflege -

dienstes. Sie ist bereits seit 1979 in der

Paracelsus-Klinik München tätig.

Zentrum für Krankengymnastik

Bereits seit Anfang 2010 ist das „Zentrum

für Krankengymnastik im mednord“ für die

Physiotherapie in der Klinik zuständig. Lei -

terin Ulrike Westenrieder und ihre Kollegen

sind wochentags im Hause. Zu ihren Auf ga -

ben gehören unter anderem die Mobilisation

und die Lymphdrainagen.

Externes Labor

Ebenfalls Anfang 2010 begann die Zusammenarbeit

der Klinik mit einem externen

Labor. Ein Kurier holt die Proben um 9 Uhr

ab, die Ergebnisse können nach 1,5 Stunden

über eine Hotline abgerufen und ausgedruckt

werden. So lassen sich Personal-,

Material- und Mietkosten einsparen. Im

Zuge der Auflösung des hauseigenen La -

bors verkaufte die Klinik einige Geräte

günstig an den Verein Globolab e.V., der

damit ein Krankenhaus in Sierra Leone unterstützte.

Für das Röntgen kaufte die Klinik

2010 einen zweiten C-Bogen, der rund

100.000 Euro kostete. Mit Hilfe des zweiten

Geräts ist es möglich, mehr Patienten in

kürzerer Zeit optimal zu untersuchen.

Spezielle Sprechstunden eingerichtet

Weiter professionalisiert wurde die Patien -

tenaufnahme. Seither nimmt die Klinik die

meisten Patienten erst am Tage der Operation

nüchtern auf. Damit die notwendigen

Papiere, Laborwerte und Röntgenaufnahmen

rechtzeitig vorliegen, bieten je ein

Arzt und eine Pflegekraft seit 2010 spezielle

Sprechstunden an.

Um Interessierte über ihr Leistungsspektrum

umfassend und ansprechend zu informieren,

hat die Paracelsus-Klinik eine neue Image -

broschüre ge stalten lassen. Dazu passend

sind Einlegeblätter, Flyer, Formulare und

Poster entstan den.

5 Akut-Krankenhäuser

Nils Niederstebruch hat sich darum gekümmert, dass Geräte aus

dem einstigen Klinik labor inzwischen in einem Krankenhaus in Sierra

Leone zum Einsatz kommen.

61


62

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Berit-Klinik Niederteufen

Die Paracelsus-Berit-Klinik hat 2010 die

selbst ge steckten Ziele erreicht. So konnten

die geplanten Leistungs- und Finanzvorgaben

übertroffen und die Produktivität der

Klinik erhöht werden. Die Umsetzung der

neuen Strategie zum „Kompetenzzentrum

für Eingriffe am Bewegungsapparat und

nachgelagerter Rehabilitation“ ist im Jahr

2010 ebenfalls sehr erfolgreich vorange -

trieben worden. In Zahlen: Die Anzahl der

Operationen hat sich gegenüber dem Jahr

2009 um 22 Prozent erhöht, von 1.104 auf

1.350, die meisten im ortho pädi schen Be -

reich. Die Akquisition von Ärzten in der Kernkompetenz

Orthopädie, die nötig ist, um

die zusätzlichen Kapazitäten im Neu bau aus -

zulasten, konnte frühzeitig gesichert werden.

Spitzentreffen in der Schweiz vor Bergkulisse

(von links): Peter Schnitzler (Sekretär des

Verwaltungsrates), Dr. Michael Hüppli (Vewaltungsrat),

Alfred Felscher (Präsident des Verwaltungsrates), Peder

Koch (Direktor der Berit Klinik) und Dr. Manfred Georg

Krukemeyer (Gesellschafter der Paracelsus-Kliniken).

Einzigartiges Angebot

Die Kombination von Akutaufenthalt und

Rehabilitation im gleichen Haus ist einmalig

in der Schweiz. Dies hat für den Genesungs -

prozess der Patienten große Vorteile und

sorgt für eine optimale integrierte Si tuation

für Patienten, Krankenkassen und Klinik.

Befragungen von Patienten haben ergeben,

dass sie mit den Leistungen der Klinik sehr

zufrieden sind, die Ergebnisse sind insgesamt

ausgezeichnet. Die höchsten Zu frie den -

heitswerte wurden in den Bereichen ärzt -

liche Leistungen, Pflege und Küche er zielt.

Positiv ist auch die ausgesprochen niedrige

Personalfluktuation zu werten (elf Prozent).

Ein weiterer Erfolg: Dank einer erfolgreichen

Medienarbeit konnte der Bekanntheitsgrad

der Klinik signifikant erhöht werden. Im Mai

2010 wurde der Geschäftsfüh rer Finanzen

und Controlling des Paracelsus-Konzerns,

Alfred Felscher, von der General versamm -

lung der Berit-Klinik zum Präsi den ten des

Verwaltungsrates ge wählt.

Perspektiven 2011

Für das Jahr 2011 stehen folgende Entwicklungsschritte

im Vordergrund:

■ Die Klinik plant eine konsequente Umsetzung

der Strategie zum Kompetenzzentrum

für Eingriffe am Bewegungsapparat und

nachgelagerter Rehabilitation.

■ Die Klinik setzt alles daran, bei der Patientenzufriedenheit

weiterhin zu den besten 30

ausgewerteten Kliniken zu sein.

■ Die Einführung von „Diagnosebezogenen

Fallgruppen“ (DRG) soll vorbereitet werden.

■ Durch eine kontinuierliche Öffentlichkeits -

arbeit soll der Bekanntheitsgrad der Klinik

weiter gesteigert werden.


Paracelsus-Klinik Osnabrück

Führende Stellung in Strahlentherapie

Auch nach dem 40-jährigen Jubiläum hat

das frisch renovierte Stammhaus der Para -

celsus-Kliniken seine Leistungsfähigkeit mit

weiteren Modernisierungen optimiert. So

hat die Strahlenklinik ihre führende medizinische

Stellung in der Region ausgebaut.

Beispielsweise sind mit der Stereotaxie und

der temporären Brachytherapie zwei wei -

tere innovative Verfahren etabliert worden,

die noch bessere Behandlungserfolge in

der Krebstherapie ermöglichen. Die Klinik

verfügt über drei neue Bestrah lungsgeräte

mit der Möglichkeit der Stereotaxie.

Neue patientengerechte Verfahren bieten

auch die anderen Abteilungen der Osna -

brücker Paracelsus-Klinik an. Vorreiter sind

die Para celsus-Mediziner und ihre Koopera -

tions partner unter anderem mit dem urologischen

Spicking, dem Leber-Afterloading

so wie minimal-invasiven Techniken zur Wir -

bel säulen-Stabilisierung in der Neuro chi rur -

gie. Einzigartig ist in der Region das neue

HNO-Schwindel-Zentrum, das in Kooperation

mit der Praxis Dr. Oostvogel und Dr. Schmidt

die Möglichkeit bietet, Gleichgewichtsbe -

schwerden schnell, exakt und unter einem

Dach zu diagnostizieren und eine passgenaue

Behandlung einzuleiten.

Noch mehr Komfort

Die 2010 abgeschlossene Modernisierung

der Klinik wird 2011 durch weitere patientenfreundliche

Maßnahmen ergänzt. Im Bauteil B

werden Dreibettzimmer zu 18 Ein- und Zwei -

bettzimmern umgewandelt. Im Bauteil C

wer den zwei Dreibettzimmer zu Einbett -

zimmern für die palliative Behandlung von

Pati enten samt Aufent haltsmöglichkeiten für

Angehörige umgebaut. Erhebliche Vorteile

bringt auch die erfolgte Einführung der

Modulversorgung, die durch eine Automatisierung

bei Bestellung und Auslieferung

sicherstellt, dass jederzeit ausreichend

Medikamente und medizinischer Bedarf zur

Verfügung stehen. So wird das Erreichen

eines Mindestbestands auto ma tisch von

einem Versor gungs assistenten erfasst.

Zusatzqualifikation Pflegeexperte

Innovative Wege beschreitet die Klinik auch

bei der pflegerischen Versorgung. In einer

intern entwickelten Zertifikatsweiterbildung

haben die ersten Pflegekräfte eine Zusatz -

qualifikation zum Pflegeexperten erworben.

Ziel sind Spezialisten, die alle pflegerischen

Ziele und medizinischen Therapiemaßnahmen

koordinieren und den Patienten durch

den Klinikalltag führen.

5 Akut-Krankenhäuser

Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) hat

die Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie un ter Leitung

von Prof. Hartlapp und Prof. Frühauf (rechts) als „De sig nated Center of

Integrated Onco logy and Palliative Care“ ausgezeichnet.

63


64

5 Akut-Krankenhäuser

Paracelsus-Klinik Reichenbach

Ausbau der ambulanten Versorgung

Im Jahr 2010 wurden in der Paracelsus-

Klinik Reichenbach 7.264 stationäre und

9.611 ambulante Patienten versorgt. Ins -

gesamt wurden 3.247 stationäre und 640

ambulante Operationen durchgeführt,

234 Kinder kamen im Klinikum zur Welt.

Um die am bulante Versorgung zu ver bes -

sern, wurde das Medizinische Versor gungs -

zentrum Reichenbach I um einen urologischen

Fachbereich in Plauen erweitert.

In Medizintechnik investiert

Als erstes Krankenhaus in Deutschland

setzt die Paracelsus-Klinik Reichenbach

das neue Durchleuchtungsgerät D²RS ein,

das ge mein sam von den Firmen Stephanix

und Canon entwickelt wurde. Die Klinik

wird da mit zum deutschen Referenzhaus.

Durch den Einsatz des vollständig inte -

Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben: Mitte Juli 2010 feierte die

Klinik die Grundsteinlegung für die Kindertagesstätte „Pffiffiküsse“.

grierten und digitalen Gerätes ist eine noch

schnellere und optimalere Versorgung der

Patienten mö g lich.

Zertifizierung und Qualitätssiegel

Im Rahmen des IV-Vertrags zur Integrierten

Versorgung Orthopädie im Westsächsischen

Raum wurden der Paracelsus-Klinik und wei te -

ren IV-Partnern im Februar 2010 das DGIV-

Qualitätssiegel Integrierte Versor gung verliehen.

Durch die Zertifizierung als Lo ka les

Traumazentrum im TraumaNetzwerk D DGU

TNW Westsachsen im April kann das Kli ni kum

nun noch besser zur ortsnahen Versorgung

von Schwerstverletzten beitragen.

Familienfreundlichkeit

Am 1. Juni 2010 wurde der erste Spatenstich

für die Kindertagesstätte „Pfiffiküsse“

ausgeführt. Bereits am 15. Juli wurde der

Grundstein gelegt und am 16. September

Richtfest gefeiert. Noch im Jahr 2011 wird

die Tagesstätte eröffnet werden. Der Kin der -

garten wird eine öffent liche Einrichtung sein,

die den Mitarbeitern der Netzwerkpartner

ein Belegungsvorrecht einräumt, aber auch

anderen Eltern offensteht.

Klinikum erhält Wirtschaftspreis

Die Oskar-Patzelt-Stiftung ehrte die Para cel -

sus-Klinik als Finalisten im „Großen Preis des

Mittelstandes“. Grund für die Aus zeich nung

ist die familienfreundliche Unter neh mens -

politik und die Arbeit des Mana ge ments,

das trotz dreifachen Eigentü mer wechsels

innerhalb von fünf Jahren und einer an ge -

spannten Ärztesituation eine Um satz stei ge -

rung erreichte und kontinu ierlich investiert.

Insgesamt waren 3.581 Un ter nehmen nominiert

worden, davon 290 aus Sachsen.


5 Akut-Krankenhäuser

65


66

6 Reha-Krankenhäuser


Reha-Kliniken:

Meilensteine 2010

und

Perspektiven 2011

„Selbst neue Behandlungskonzepte auf

den Weg zu bringen – das ist Teil des

Selbstverständnisses des Unternehmens,

und damit machen sich die Paracelsus-

Kliniken bundesweit immer wieder einen

Namen.“

6

67


68

6 Reha-Kliniken

VORWORT

Maßgeschneiderte Strategie

Bereits bis 2020 wird die Zahl der über 80-Jährigen von derzeit rund vier Millionen auf sechs

Millionen Menschen steigen – also um rund 50 Prozent. Die Zahl der Menschen im Erwerbs -

alter wird dagegen um acht Prozent zurückgehen. Eine immer älter werdende Gesell schaft

fordert neue Lösungsansätze. Die Paracelsus-Kliniken können hierbei auf ihre mehr als 35jährige

Erfahrung als einer der großen privaten Anbieter im Gesundheitswesen zurückgreifen.

Der Ruf nach von der Politik veranlassten konzertierten Aktionen ist für die Paracelsus-Kli ni ken

nicht zufriedenstellend. Selbst neue Behandlungskonzepte auf den Weg zu bringen – das ist

Teil des Selbstverständnisses des Unternehmens, und genau damit machen sich die Paracelsus-

Kliniken bundesweit immer wieder einen Namen. Ziel ist es, bei knappen finan ziellen Mitteln

ein hohes Leistungsniveau zu erhalten. Die Rehabilitation nimmt dabei einen wichtigen Stellenwert

ein. Sie muss maßgeschneidert für jeden Einzelnen sein. Dies ist der erste Schritt zur

nachhaltigen Verbesserung der Versorgungssituation bundesweit. Rehabilitation vor Pflege –

dieser Grundsatz ist für die Paracelsus-Kliniken bindend.

Das aktuellste Beispiel ist die Etablierung des nachhaltigen und ganzheitlichen Konzeptes

„Integrierte suchtmedizinische und orthopädische Rehabilitation“ in der Paracelsus-Wiehen -

gebirgsklinik Bad Essen. Diese in Deutschland erstmalig praktizierte Therapie ist auf Patienten

zugeschnitten, die nicht nur unter einer Suchterkrankung, sondern auch unter einer rehabilitationsbedürftigen

Beeinträchtigung des Bewegungsapparates leiden. Das Konzept sieht

eine enge Verzahnung der Rehabilitation vor. Der Nutzen für den Patienten ist besonders

hoch: Die Behandlungszeit der Entwöhnungstherapie wird optimal für eine ganzheitliche

Rehabilitation genutzt. Eine schnellstmögliche und vor allem dauerhafte Genesung der Betroffenen

– sowohl physisch als auch psychisch – steht dabei im Vordergrund.

Die Paracelsus-Kliniken sind aber nicht nur ein Gesundheitsunternehmen – sie sind auch

Arbeitgeber und nehmen als solcher eine große Verantwortung wahr. Beispielsweise in Bad

Essen gehören die Paracelsus-Kliniken zu den größten Arbeitgebern der Region. Sie sind

damit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Das Gesundheitsunternehmen verkörpert Attraktivität

und Leistungsfähigkeit und untermauert dadurch, dass es ein verlässlicher Partner für

die jeweilige Region ist.

Für das Unternehmen ist klar, dass es seine unternehmerischen Entscheidungen unbeeinflusst

von staatlicher Planung trifft. Auf diese Weise kann es Trends und Entwicklungen nicht

nur erkennen, sondern auch zur Anwendung bringen. Die demografische Entwicklung und

nicht zuletzt die Erhöhung des Rentenalters zeigen, dass der Bedarf an diesen Einrichtungen

gestiegen ist. Der Paracelsus-Konzern führt in seinen Reha-Kliniken zunehmend altersge rechte

Angebote wie Seniorenorientierte Orthopädische Anschlussheilbehandlung (SOA) ein und ist

gut für die Zukunft gerüstet. Die Rehabilitation ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft.


Paracelsus-Klinik Am Schillergarten Bad Elster

Zahlreiche Kooperationen

Die Paracelsus-Klinik Am Schillergarten ist

nicht nur Initiatorin für medizinische Symposien,

sie öffnet ihre Türen auch für Selbst -

hilfegruppen der Region und steht im Rahmen

bewährter Kooperationen in ständigem

Austausch mit ihren regionalen Partnern.

Ende Januar 2010 fand der 6. Onkologi sche

Workshop statt. Themen waren Neuro -

pathologie, Neuroradiologie neurogener

Tumore, Tumor chirurgie, metastasierte ko -

lorektale und Mamma-Karzinome sowie

fachspezifischen Diskussionen.

Traditionell findet in der Klinik in Kooperation

mit dem Deutschen Sportärztebund

und der Deutschen Gesellschaft für Sport -

medizin und Prävention eine sport me di zi -

nische Weiterbildungsveranstaltung statt. Das

19. Elsteraner Sportärztesymposium im

Fe bruar stand unter dem Thema „Skisport,

Klettern, Naturheilverfahren, kardiologische

Aspekte, Gelenküberlastung, Medi-Taping“.

Im November war die Klinik Gastgeberin der

13. Jahrestagung des Sächsischen Sport ärzte -

bundes und eines Kurses zur Erlangung der

Zusatz bezeichnung „Sportmedizin“.

Reha-Tag in Bad Elster

Zum siebten Mal beteiligte sich die Klinik am

Deutschen Reha-Tag, diesmal mit einem be -

gehbaren Bauchspeicheldrüsenmodell. Seit

15 Jahren ist die Paracelsus-Klinik Bad Elster

Gastgeberin der Tagung für Mitarbei ter in nen

und Mitarbeiter der Tumorberatungsstellen

und Kliniksozialdienste der Sächsischen

Krebsgesellschaft im Auftrag des Sächsi -

schen Staats ministeriums. Das Programm

fand auch 2010 wieder großen Zuspruch.

Ausgezeichneter Service

Im Juli stellten sich die Mitarbeiter mit Spannung

dem Audit „Geprüfte Kliniken mit Top

Service“ durch die Firma EXCON. Die Klinik

erreichte fünf von fünf Servicesternen.

Seit Oktober 2010 stehen sechs Plätze für

teilstationäre Patienten in neu einge rich te -

ten Räumen der Klinik zur Verfügung. In

diesem Zusammenhang wurde ein Flyer zur

Weitergabe an Kostenträger sowie weitere

externe Partner erstellt.

Digitales Managementsystem

Die Klinik plant den Ausbau des digitalen

Managementsystems durch ein Gefahrstoff -

kataster. Ziel der Arbeitsgruppe „Nachsorge“

im onkologischen Fachbereich sind

weitere Maßnahmen zur Verbesserung der

Nachsorge auf Basis der Kriterien aus der

Arbeit des Onkologischen Kompetenz -

netzes. Außerdem soll der Service ge danke

in der Mitarbeiterschaft weiter ge stärkt

werden, vor allem hinsichtlich der erneuten

Zertifizierung „Top Service“ in 2011.

6 Reha-Kliniken

Ausgezeichnet: Die Paracelsus-Klinik Am Schillergarten in Bad Elster hat

für ihre Servicequalität fünf Top-Services-Sterne erhalten.

69


70

6 Reha-Kliniken

Paracelsus-Berghofklinik Bad Essen

„Mann – Sucht – Frau“

Die Berghofklinik ist eine Einrichtung zur Behandlung

von alkohol- bzw. medikamentenabhängigen

Menschen. Gemeinsam mit der

auf dem gleichen Gelände am Rande des

Kurortes Bad Essen auf dem Kamm des

Wiehengebirges liegenden Wittekindklinik

zur Behandlung von psychischen und psycho -

somatischen Erkrankungen bildet sie das

Paracelsus-Therapiezentrum Bad Essen.

Am 4. September fand das Ehemaligen tref -

fen der Klinik statt, das sich diesmal mit den

Beim Ehemaligen tref fen in der Berghofklinik sprach Dr. Subkowski über

die unterschiedlichen Wege von Frauen und Männern in die Sucht.

geschlechtspezi fischen Abhängigkeits er kran -

kungen be schäf tigte. Dr. Peter Subkowski,

Ärztlicher Direktor des Paracelsus-Therapie -

zentrums, zeigte in seinem Vortrag auf, wie

unterschied lich die Ausprägungen sein können,

die Männer und Frauen in die Sucht

führen – Männer insbesondere über Alkohol,

Frau en vor wie gend über Medikamenten ab -

hän gig keit und Essstörungen. Im Anschluss

nutzten die rund 400 ehemaligen Patienten

und An ge hörigen die Gelegenheit zum Ge -

spräch mit Therapeuten und Mitpatienten.

Traditionell berichteten Ehemalige am Nachmittag

von ihren Erfahrungen mit ihrer Sucht

und gaben mit persönlichen Erlebnissen auch

aktuellen Patienten eine Perspektive.

Therapieangebot erweitert

Mit der Einführung einer Cannabis-Gruppe

reagiert die Ärztliche Leitung der Klinik auf

einen Anstieg der an einer Cannabis- Ab -

hängigkeit erkrankten Patienten und auf ihre

therapeutischen Besonderheiten. Ziel ist eine

Auseinandersetzung mit den Folgen und der

Psychodynamik des Konsums von Cannabis.

Ambulant und stationär

Versicherte der Deutschen Rentenversiche -

rung (DRV) Braunschweig/Hannover, DRV

Nord und DRV Oldenburg/Bremen können

seit 2010 in der Paracelsus-Berghofklinik

den statio nä ren Teil ihrer Kombinations -

behandlung durchführen. Die Kombi-Nord

ermöglicht eine flexible Gestaltung von

ambulanten und stationären Therapie mög -

lichkeiten in Form von Modulen.

Rezertifizierung gelungen

Zusammen mit der Paracelsus-Wittekindklinik

wurde die Paracelsus-Berghofklinik

im Mai 2010 durch die LGA InterCert nach

den Kriterien der DIN EN ISO 9001:2008

und IQMP-Reha Manual 3.0 erfolgreich

rezertifiziert. Damit werden alle Paracelsus-

Kliniken in Bad Essen den gesetzlichen An -

forderungen gerecht, wo nach zukünftig

lediglich Rehabilitations einrichtungen be -

legt werden dürfen, die über ein aner kann -

tes Zertifikat verfügen.


Paraclesus-Wiehengebirgsklinik Bad Essen

Einzigartiges Konzept

Anfang 2010 ist das Behandlungsspektrum

der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik ergänzt

worden. In der psychosomatischen Fachkli -

nik zur Behandlung von alkohol- und medi -

kamen tenabhängig erkrankten Menschen

werden nun neben den bisherigen Schwerpunkten

Sucht/Angst, Depression und der

Behandlung multimorbider und älterer

Sucht kranker auch Suchtpatienten mit

einem zusätzlich diagnostiziertem orthopä -

dischen Leiden behandelt: Die Integrierte

suchtmedizinische und orthopädische Rehabilitation

(ISOR) ist einzigartig in Deutschland

und bezieht sich insbesondere auf die

gemeinsamen psychischen Chronifizierungsfaktoren

innerhalb des biopsychosozialen

Krankheitsmodells. Aufgrund des innova -

tiven Charakters erhält das ISOR-Konzept

eine wissenschaftliche Begleitung durch

Mitarbeiter des Lehrstuhls für Versorgungs -

systemforschung und Grund lagen der Qua -

litätssicherung in der Rehabi litation der

Charité in Berlin.

Vor diesem Hintergrund fand in der Wiehen -

gebirgsklinik im November die Fachtagung

„Sucht und chronischer Schmerz“ statt.

Dr. Caspar Sieveking, Chefarzt der Wiehen -

gebirgsklinik, stellte das ISOR-Konzept vor

und informierte über die Indikativgruppe

„Schmerz erfolgreich bewältigen“, die als

psycho edukative Gruppe neben der Gruppen-

und Einzelpsychotherapie sowie neben

der Ergo- und Physiotherapie stattfindet.

Erweiterung abgeschlossen

Einhergehend mit der Konzepterweiterung

wurden die baulichen Voraussetzungen zur

Behandlung der neuen Patientenklientel

6 Reha-Kliniken

Beste Bedingungen: Beim ISOR-Programm kommen die modernen

Trainingsgeräte in der neuen Physiotherapie zum Einsatz.

geschaffen. Neben dem Bau eines weiteren

Bettenhauses wurden die Ergotherapie und

die physikalische Abteilung neu gebaut,

hochmodern ausgestattet und den aktuel len

Bedürfnissen angepasst.

Qualität bestätigt

Im Mai 2010 erfolgte die Rezertifizierung

der Wiehengebirgsklinik nach den Kriterien

der DIN EN ISO 9001:2008 und nach IQMP-

Reha Manual Version 3.0. Insgesamt be -

scheinigten die Auditoren der Paracelsus-

Wiehengebirgs klinik ein funktionierendes

Qualitätsmanagementsystem, das die Klinik

befähigt, die dargestellten Dienstleistungen

zu erfüllen. Somit darf sich die Klinik bis

zur Rezertifizierung weiterhin mit den Gütesiegeln

der DIN EN ISO und EQR (Exzellente

Qualität in der Rehabilitation) präsentieren.

71


72

6 Reha-Kliniken

Paracelsus-Wittekindklinik Bad Essen

Viele Neuerungen

Die Paracelsus-Wittekindklinik blickt auf ein

ereignis reiches Jahr 2010 zurück. So konnte

sie die Deutsche Rentenversicherung Bund

als federführenden Leistungsträger gewinnen,

zudem wurde sie von der Barmer GEK

als plusklinik anerkannt. Weitere Meilensteine

im vergangenen Jahr waren die R e -

novierung eines Gebäudeteils, die Rezertifizierung

nach DIN EN ISO 9001:2008 und

IQMP-Reha 3.0 und die Einstellung weiterer

Mit arbeiter.

Innovatives Behandlungskonzept

Im Zentrum stand aber Anfang 2010 die Ein -

führung eines neues Behandlungs kon zepts,

das bis zum Ende des Jahres weiterent -

wickelt wurde. Das Konzept, das auf einem

tiefenpsychologisch analytischen Rahmen

basiert, darüber hinaus aber verhaltens -

therapeutische Elemente enthält, hilft den

Rehabilitanden bei der Wiedererlangung

einer selbstständigen Lebensweise auf

verschiedenen emotionalen, kognitiven,

phy siologischen und motorischen Ebenen.

Neue Leitungsstruktur

Im Zuge der erfolgten Konzeptänderung

wurden Dr. Katja Linnemann zur Chefärztin

der Paracelsus-Wittekindklinik und Dr. Peter

Subkowski zum Ärztlichen Direktor des

Therapiezentrums ernannt. Zudem erfolgten

Qualifizie rungsmaßnahmen des berufsübergreifenden

Behandlungsteams.

Auch nach der konzeptionellen Neuaus -

richtung verfügt die Paracelsus-Witte kind -

klinik über 100 Reha bilitationsplätze zur integrierten

Behandlung von Patienten mit

Depressionen, Angst, Schmerz, Ess- und

Persönlichkeitsstörungen. Insgesamt sollen

durch die genannten Optimie rungen die

Struktur- und Behandlungsqua li tät für die

Rehabilitanden weiter erhöht und die wirt -

schaftliche Situation der Klinik nachhaltig

verbessert werden.

Sich regen bringt Segen: Die

Ergotherapie fordert von den

Patienten den integrierten Einsatz

ihrer sensomotorischen, geistigen

und zwischenmenschlichen

Fähigkeiten.


Paracelsus-Klinik am See Bad Gandersheim

Etablierung und Ausbau von Netzwerken

Die Selbsthilfevereinigung für Stomaträger

und Menschen mit Darmkrebs richtete ihr

30-jähriges Bestehen der Regionalgruppe

Südniedersachsen im Rahmen eines Stoma-

Symposiums in der Klinik am See aus. Im

Sommer fand zum 20. Mal das Onkologie -

symposium statt, an dem über 100 Interessenten

teilnahmen. Mehrere Selbsthilfegruppen,

überwiegend aus Niedersachsen,

besuchten die Klinik und überzeugten sich

von der hohen Fachkompetenz und dem

breiten Leistungsspektrum. Erfolgreich verlief

auch die zweite Paracelsus-Gesundheits -

messe, die mit der orthopädi schen Para cel -

sus-Klinik an der Gande ausge richtet wurde.

Alljährlich bietet die Klinik den Sozialdiens -

ten und Pflegeüberleitungen aus den Akut-

Krankenhäusern eine qualitativ hochwertige

Fortbildung an. Die Tagung 2010 fokus sier -

te sich auf ein Thema aus der Urologie:

„Sexualität und Krebs“. Das Programm fand

großen Zuspruch bei den Teilnehmern.

Mitarbeiter der Klinik referierten zu medizinischen

und psychoonkologischen Themen

im „Onkologischen Zentrum Osnabrück“,

im Knappschaftskrankenhaus Dortmund, in

Leipzig im Rahmen der Weiterbildung Psychosoziale

Onkologie, beim Patienten kon -

gress der Universität Göttingen sowie auf

Einladung verschiedener Selbsthilfegruppen.

Die Klinik am See akquiriert potenzielle Ko -

operationspartner in zertifizierten Tumor -

zentren der Akut-Krankenhäuser, um eine

fach übergreifende Kooperation mit hoher

medizinischer, therapeutischer und Servicequalität

anzubieten. Eine weitere Maßnah me

wird 2011 die Erweiterung des Angebots

von Reha- und Sozialberatungen in onkologischen

Arztpraxen darstellen.

Nachsorge optimieren

Ergänzende Maßnahmen zur Verbesserung

der Nachsorge sind zeitnah vorgesehen.

Neben der Einführung einer Patientennachsorgemappe

ist eine Individualisierung des

Internet-Auftritts der Klinik durch Filmsequen -

zen aus den verschiedenen Abteilungen für

ehemalige Patienten als „Reminder“ für

Übungen, Tipps und Verbesserungen der

Nachsorge geplant. Ferner ist die Implemen -

tierung eines geschützten Chatrooms an ge -

dacht, verlinkt durch die Homepage der

Klinik, in dem Patienten sich austauschen

und psychoonkologisch begleitet werden

können. Angestrebt wird eine Integration

der Klinik in die Ausbildungsprogramme der

Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psycho -

onkologie (dapo), etwa durch die Integration

von Praktikanten im Rahmen einer psycho -

onko logischen Ausbildung.

6 Reha-Kliniken

Die Paracelsus-Klinik am See arbeitet eng mit Selbsthilfegruppen

zusammen. Hier ist die SHG „Männer mit Krebs“ aus Goslar zu Gast.

73


74

6 Reha-Kliniken

Paracelsus-Klinik an der Gande Bad Gandersheim

Neu strukturiert

Die Breite des Therapiespektrums hat eine

Neuaufteilung der Klinik in zwei Abteilungen

erforderlich gemacht:

■ Verhaltensmedizinische orthopädische

Rehabilitation (VMO) und Integrierte berufs -

orientierte orthopädische Rehabilitation

(IMBO) unter der Leitung von Dr. Désirée

Herbold

■ Orthopädische Rehabilitation (OR)/An -

schlussrehabilitation (AR) und Seniorenorientierte

Anschlussrehabilitation (SOA) unter

der Leitung von Dr. Linda Geiger-Kötzler,

die ihre Stelle am 1.4.2010 angetreten hat.

IMBO hat eigene Abteilung

Im Herbst wurde die Abteilung Integrierte

medizinisch berufsorientierte orthopädische

Rehabilitation (IMBO) mit 40 Betten er öff net.

Das IMBO-Programm läuft bereits seit 2006

an der Klinik und stellt eines der nachhal -

tigsten orthopädischen Rehabilitationsprogramme

dar. Die Paracelsus-Klinik wurde

von der Deutschen Rentenversiche rung

Bund in eine Multicenterstudie zum Manage-

Im vergangenen Jahr wurde die interne Struktur der Paracelsus-

Klinik an der Gande an die neuen Leistungsangebote angepasst.

ment der Zuweisung von Versicher ten durch

die Kostenträger in spezielle Be rufsorien tier -

te Orthopädische Rehabilitationsprogramme

(MBOR-Management) aufgenommen.

Die Paracelsus-Klinik erhielt die Weiterbildungsermächtigung

für das Fachgebiet

Orthopädie und Unfallchirurgie für zwölf

Monate sowie für das Fachgebiet Physika -

lische und Rehabilitative Medizin vorläufig

für zunächst 13 Monate. Die Weiterbi ldungs -

ermächtigungen für die Zusatz bezeich nun -

gen Physikalische Therapie und Balneologie

und Sozialmedizin (beide 12 Monate) be -

stehen weiter. Die Paracelsus-Klinik an der

Gande schloss sich außerdem dem von der

Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen

eingeleiteten Allgemeinmedizinischen Wei -

terbildungsverbund Bad Gandersheim an.

Perspektiven

Die Klinik intensiviert die Zusammenarbeit

mit ihren orthopädischen Paracelsus-Schwes -

ter kliniken durch ein interdisziplinäres Mit -

arbei ter symposium im Januar 2011. Die

Chef ärztinnen der Klinik an der Gande stre -

ben die Erweiterung der ärztlichen Weiter -

bildungsermächtigung für das Fachgebiet

Physikalische und Rehabilitative Medizin an.

Dr. Herbold plant zudem die Zulassung zur

Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung

Spezielle Schmerz therapie. Dazu wird in der

Paracelsus-Klinik an der Gande eine inter -

diszipli näre Schmerz konferenz eingerichtet.

Die Ab teilung Verhaltensmedizinisch ortho -

pädische Rehabilitation (VMO) wird ihr therapeutisches

Spektrum durch die Durchführung

einer sport wissen schaftlichen Dissertation

über die Aus wirkung von Bewegungsprogrammen

erweitern.


Paracelsus-Parkklinik Bad Münster

am Stein-Ebernburg

Konzept überarbeitet

Mit neuen Konzepten hat sich die Klinik den

wachsenden Herausforderungen des Ge -

sundheitswesens, den neuen Anforderungen

der Kostenträger und den Erwartungen

der Patienten an eine Mutter/Vater-Kind-

Vorsorgemaßnahme gestellt. So wurde mit

der Unterstützung des Chefarztes Dr. Wolfgang

Kuhn das bestehende Therapie kon -

zept der Parkklinik überarbeitet.

Klimatherapie eingeführt

Ergänzt wurde das Therapieangebot um

die Klimatherapie, bei der die „Freiluft-

Klima anlage“ der Gradierwerke im Kurpark

und das nahegelegene Salinental als ge -

sunde Hintergrundkulisse für die Bewegungstherapie

der Mütter und Kinder im

Freien genutzt wird. Mit dieser Klimathe -

rapie stellt die Klinik auch ganz bewusst

ihren Standort vorteil, ihre Lage im größten

Frei luftinhalatorium Europas in den Mittel -

punkt, um sich im Wettbewerb mit anderen

Mutter-Kind-Kliniken noch besser profilie -

ren zu können.

Neue Angebote

Auch das Therapieangebot wurde um neue

Schwerpunktkuren im Bereich Trennung,

Burn-out und ADS/ADHS erweitert. Außerdem

hat die Klinik das Vortragsprogramm

im Bereich Gesundheitsbildung ausgebaut.

Als prominentes Zugpferd für die ADS/ADHS-

Schwerpunktkuren gelang es der Klinik, den

ehemaligen achtfachen österreichischen

Champion im Amateurboxen Conny König

zu gewinnen. Beim Zirkeltraining mit Conny

König, bei dem „die Fäuste fliegen“, haben

Aggressionen keinen Platz. Im Gegenteil:

Frust und Stress werden abgebaut, denn

sie erhalten ein gesteuertes Ventil. Mit der

speziell von König entwickelten „King-5-

Boxtherapie“ für ADS/ADHS-Kinder stieg

der Boxer Anfang 2010 so erfolgreich ins

Therapiekonzept der Parkklinik ein, dass

seine Boxtherapie bei den Kuren im Sommer

schon zum festen Angebot gehörte.

Gemeinsam mit einer Ebernburger Kinderbuchautorin

bietet die Paracelsus-Parkklinik

auch ein neues Freizeitprogramm für die

kleinen Patienten an. Schon seit mehreren

Jahren arbeitet die Paracelsus-Rotenfels -

klinik im Rahmen von Bilderausstellungen

mit der hiesigen Autorin zusammen. Im

Sommer 2010 hat die Künstlerin nun auch

mit der Parkklinik ein Projekt gestartet. Seitdem

unterhält ihre Bilderbuchreihe „Der

verwandelte Hund“ die Mütter und Kinder

bei Vorleseabenden.

6 Reha-Kliniken

Ein neues Angebot mit „durchschlagendem Erfolg“: Der frühere

Champion Conny König zeigt, wie Frust und Stress bei ADS/ADHS-

Kindern durch Boxen gezielt abgebaut werden können.

75


76

6 Reha-Kliniken

Paracelsus-Rotenfelsklinik Bad Münster

am Stein-Ebernburg

Anerkannte Qualität

Seit 2006 ist die Paracelsus-Rotenfelsklinik

nach DIN EN ISO 9001:2000 und IQMP-

Reha zertifiziert, seit 2009 auch nach der

aktuellen Version DIN EN ISO 9001:2008.

Das ständige Bemühen, die ärztlichen,

therapeutischen und pflegerischen Be-

Nordic Walking im romantischen Nahetal: Patienten können

in der Rotenfelsklinik zahlreiche Bewegungsangebote nutzen.

handlungsstandards und Arbeitsprozesse

weiterzuentwickeln, dient der permanenten

Patientenorientierung und trägt nachweislich

zu einer hohen Patientenzufriedenheit

bei. So konnte auch die Weiterbildung von

zwei Masseuren und medizinischen Bademeistern

zu Physiotherapeuten erfolgreich

von der Klinik unterstützt werden.

Fort- und Weiterbildung gefördert

Interne Fortbildungsmaßnahmen, insbe -

sondere im pflegerischen Bereich, sind

wesentliche Bausteine dafür, dass sich die

Patienten auf eine qualitativ hochwertige

medizinische Behandlung und Betreuung

verlassen können. Darüber hinaus ist das

große Engagement einzelner Mitarbeiter

her vo r zuheben, die sich durch Zusatz qua -

lifi ka tionen weiteres Know-how angeeignet

haben.

Erfolgreiches Audit

Ein besonderer Akzent lag auf der Weiter -

entwicklung der Führungskräfte, um so

den Veränderungen im Arbeitsmarkt professionell

zu begegnen beziehungsweise

die Mitarbei ter durch ständige Verbe sse -

rung der Rahmenbedingungen für ihren

Arbeitsplatz zu begeistern. Letztendlich

wirkt sich dies auch in der Mitarbeiterzu -

friedenheit aus. Das bestätigte auch das

erste Über wach ungsaudit nach der Rezer -

tifizierung im Jahr 2009, das im November

2010 durchgeführt wurde.

Auch das Engagement im nichtmedizini -

schen Bereich trägt zu einer angenehmen

und behaglichen Atmosphäre für jeden

Patienten während seines Klinikaufent -

haltes bei. So konnte im vergangenen Jahr

das Angebot in der Cafeteria ausgebaut

werden, was bei Patienten und Besuchern

auf positive Resonanz stieß.

Kunst in der Klinik

Eine feste und bewährte Größe im vergangenen

Jahr waren auch wieder die Bilderausstellungen,

die regelmäßig alle drei

Monate Küns tlern aus der Region die Mög -

lichkeit bie ten, sich mit ihren Werken einem

größeren Publikum zu präsentieren. Die

immer an einem Freitag stattfindenden

Ausstellungseröffnungen stellen auch für

die Patienten im Klinikalltag eine willkom -

mene Abwechs lung dar.


Paracelsus-Klinik Pfaffenberg Bad Sachsa

Vorteile durch Netzwerk

Die Bedeutung zertifizierter Tumorzentren

wächst. Neben erfolgreich bestehenden

Partnerschaften mit den Darmzentren Harz

und Halle gehört die Paracelsus-Harz-Klinik

seit 2009 auch zum interdisziplinären

Netz werk des Hautkrebszentrums Harz.

Dr. Jürgen Schwamborn, Leitender Chefarzt

der Klinik, steht den Kollegen in den Zen -

tren in der onkologischen Rehabilitation

fachlich zur Seite. Durch fachübergreifende

Ko op e ration können viele Fälle kurzfristiger

besprochen und gebotene Maßnahmen

schnell in die Wege geleitet werden. So

wird eine hohe medizinische Qualität und

eine an den individuellen Bedürfnissen der

Patienten orientierte Behandlung erreicht.

Die Qualitätssicherung und die Weiter ent -

wicklung des Qualitätsmanagementsystems

(QM) der Klinik zählten auch in 2009 zu

einer wesentlichen Aufgabe, um die Zu frie -

denheit der Patienten permanent zu er -

höhen. Ein besonderes Ziel bestand darin,

den Anforderungen der neuen Norm DIN

EN ISO 9001:2008 gerecht zu werden. Auf

die Wirksamkeit des etablierten QM und

die zeitnahe Umsetzung der Anforderungen

ist das gesamte Team der Paracelsus-Harz-

Klinik besonders stolz. Aufgrund der wachsenden

Nachfrage in der Prävention wurde

das Angebot im vergangenen Jahr noch -

mals erweitert. Im Mittel punkt standen

dabei insbesondere die Themen „Ge sunde

Ernäh rung“ und „Herz-Kreis lauf“.

Ergotherapie mit neuem Gesicht

Der in 2009 begonnene Umbau der Ergo -

therapie wird fortgesetzt. Ziel ist es, die

Quali tät der medizinischen Versorgung

weiter zu steigern. Neben der Entstehung

neuer Behandlungsräume wird vor allem das

therapeutische Behand lungs spektrum er wei -

tert. Dem erhöhten Be darf an Therapie maß -

nahmen zur Schmerzbe wältigung be gegnet

die Klinik zum Beispiel mit der Planung eines

Snoezelraums, der als eine Form der Ent span -

nungstherapie haup tsächlich für Schmerz pa -

tienten Anwen dung finden wird.

Gesundheitstraining

Das Gesundheitstraining in der Paracelsus-

Harz-Klinik ist ein zentraler Behandlungs -

baustein. Durch ständige Optimierung

bereits bestehender Angebote sind bis

heute neun indikationsspezifische Curricula

der Deutschen Rentenversicherung Bund im

Gesundheitstrainingsprogramm der Klinik

implementiert. Dazu zählen die Themen -

schwerpunkte wie Tumorerkrankungen,

Diabetes und Gewichtsreduktion. Die Schu -

lungsangebote werden von den Pa tienten

mit großem Interesse angenommen.

Im ergotherapeutischen Bereich der Klinik ist das Programm

im Zuge des Umbaus weiter ergänzt worden.

6 Reha-Kliniken

77


78

6 Reha-Kliniken

Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode

Rehabilitationserfolg sichern

2010 hat die Klinik die Zu sammenarbeit mit

regionalen und überregionalen Selbsthilfegruppen

weiter ausgebaut. So fand im

Sommer bereits zum achten Mal die ILCO-

Tagung in Bad Suderode statt. Ein neues

Angebot der Selbsthilfegruppe „Leben mit

Krebs“ ist speziell an den Bedürfnissen

jüngerer Pati enten ausgerichtet. Mit Unterstützung

der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft

wurde ein ganz besonderes

Projekt ins Leben gerufen: „Den Helfern

Hilfe geben“ – Supervisionen und Weiter -

bildungen für Selbsthilfegruppenleiter.

Öffentlichkeitsarbeit gestärkt

Schon traditionell veranstaltet die Paracelsus-

Harz-Klinik alle zwei Jahre eine Tagung für

Sozialarbeiter in Krankenhäusern. Im September

waren wieder viele Sozialarbeiter,

aber auch Vertreter von Selbsthilfegruppen

Vor allem im Rahmen der Diabetesbehandlung ist die Diät- und

Ernährungsberatung in der Paracelsus-Harz-Klinik von großer Bedeutung.

der Einladung gefolgt. Unter dem Motto

„Recht zeitig handeln – Reha sichert Zukunft“

fand 2010 der siebte Deutsche Reha-Tag

im Rahmen des 13. Diabetikertages in der

Paracelsus-Harz-Klinik statt.

Mit dem Abschluss des Umbaus und der

Erweiterung der Ergotherapie bereichern

neue Angebote das Behandlungsspektrum

der Harz-Klinik. Neben einem zusätzlichen

Therapieraum für Kleingruppen wurde ein

Snoezelraum eingerichtet, der vor allem in

der Behandlung von Schmerzpatienten und

Patienten mit akuten Schlafstörungen Anwendung

findet.

Von Jubiläum bis Patientensicherheit

Im Jahr 2011 feiert die Paracelsus-Harz-

Klinik ein ganz besonderes Jubiläum – die

20-jährige Zugehörigkeit zum Paracelsus-

Konzern unter der erfolgreichen Leitung von

Verwaltungsdirektorin Ilona Heinze mit Unterstützung

ihres gesamten Klinikteams. Im

Rahmen eines Entwicklungsprojektes ist geplant,

die Umsetzung eines Expertenstandards

„Entlassungsmanagement“ in Zusammenarbeit

mit einem externen Homecare -

unternehmen durchzuführen. Mit dem Kon -

zept soll die Nachsorgeorganisation der

Klinik verbessert werden. Erklärtes Ziel für

2011 ist die Rezertifizie rung nach DIN EN

ISO 9001:2008, IQMP-Reha sowie nach

MAAS-BGW, um die Leistungsfähigkeit des

etablierten Qualitätsmanagementsystems

unter Beweis zu stellen. Die Neumöblierung

aller Patientenzimmer wird 2011 fertigge -

stellt werden. Die Erweiterung des Schwes -

ternnotrufsystems mit neuer Hard- und

Software trägt wesentlich zur Erhöhung der

Patientensicherheit bei.


Paracelsus-Klinik Scheidegg

Neue Angebote

Zur Behandlung von starkem Übergewicht

(Adipositas), einem der Hauptrisikofaktoren

für Krebserkrankungen, hat die Paracelsus-

Klinik ein multimodales Programm zur Ge -

wichtsnormalisierung eingeführt. Patienten

mit einem Body-Mass-Index > 30 wird neben

einem medizinisch-kontrollierten Lehrprogramm

eine ausgewogene Sport- und Bewegungstherapie

angeboten. Zusätzlich

erhalten sie ein Schulungsprogramm sowie

begleitende Unterstützung durch die am

Projekt beteiligten Psychologen.

Wegen der steigenden Zahl von Patienten

nach Bauchoperation hat die Klinik ein neues

Kleingruppenkonzept eingeführt. Es ist

speziell auf die reduzierte körperliche und

muskuläre Belastbarkeit dieser Patienten

abgestimmt und umfasst physiotherapeu -

tische Behandlungsansätze und -module.

Infolge der großen Nachfrage wurde die

Zahl der Gruppen bereits verdoppelt.

Sportprogramm erweitert

Mit der Umstrukturierung einer Vollzeitstelle

vom physikalischen Bereich in den aktiven

Sportbereich hat die Klinik ihre Perso nal -

struktur im bewegungstherapeutischen

Bereich angepasst. Damit wurde die Voraussetzung

geschaffen, das bewegungstherapeutische

Programm zu erweitern, indem

zusätzliche Sportgruppen angeboten werden.

Gleichzeitig wurden bestehende An -

gebote aufgrund der medizinischen Pa ti en -

ten anforderungen weiter differenziert.

Belege für hohe Qualität

Die Klinikleitung hat die Orientierung an den

Therapie-Standards für Rehabilitation in der

Indikation Brustkrebs der Deutschen Rentenversicherung

(DRV) als übergreifendes

Klinikziel definiert. Ende 2010 wurde festgestellt,

dass sie in mehr als der Hälfte der

Therapiemodule den Standard bereits übertrifft.

In der regelmäßigen DRV-Qualitäts -

untersuchung hat die Paracelsus-Klinik

Scheidegg als siebtbeste onkologische Klinik

Die Scheidegger Klinik hat ihr Sport- und bewegungs -

therapeutisches Programm erweitert.

deutschlandweit abgeschlossen und hat

89,2 Qualitätspunkte erreicht. Die Ergebnisse

beziehen sich auf den Zeitraum 2009

bis zum 1. Quartal 2010. Damit verbesserte

die Klinik ihre hervorragenden Ergebnisse

der vorigen Befragung aus dem Zeitraum

2007/2008 noch einmal.

Geplante Neuerungen

2011 sollen die Räumlichkeiten des Restaurants

und der Cafeteria renoviert und er -

weitert werden. Ziel ist es, das Angebot für

die Patienten zu verbessern. Außerdem

wird ein neues Serviceangebot eingeführt:

Die Klinik beabsichtigt das Internet in die

Patienten zimmer zu bringen.

6 Reha-Kliniken

79


80

7 Konzernabschluss


Konzernabschluss 2010

„Die Paracelsus-Mannschaft ist bereit,

die Herausforderungen, die an das

Unternehmen herangetragen werden,

anzunehmen.“

7

81


82

7 Konzernabschluss

Gespräch mit Geschäftsführer Alfred Felscher

über das Konzernergebnis 2010

Herr Felscher, mit dem Jahresbericht

2010 legen Sie ein Konzernergebnis vor,

das nur knapp in den schwarzen Zahlen

ist. Wie beurteilen Sie dieses Ergebnis?

Wir können damit nicht zufrieden sein. Aber

wenn Sie sich das operative Ergebnis im

beigefügten Zahlenwerk anschauen, wird

deutlich, dass bei einer Umsatzsteigerung

Alfred Felscher, Geschäftsführer Controlling und

Finanzen sowie Sprecher der Geschäftsführung der

Paracelsus-Kliniken Deutschland

im Konzern von 2,9 Prozent der EBITDA –

das ist das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen

und Steuern – deutlich gesteigert

werden konnte. Das zeigt zunächst, dass

die meisten unserer Kliniken gut aufgestellt

sind und sehr positiv zur Konzernentwicklung

beigetragen haben. Erhebliche ne -

gative Einflüsse kommen aus dem Bereich

der Unternehmensbesteuerung sowie aus

der Umstellung der Rechnungslegung, da

in 2010 erstmals ge mäß den gesetzlichen

Vorschriften nach dem so genannten Bilanz -

rechtsmoderni sie rungsgesetz (BilMoG)

bilanziert wurde. Von allen Einmaleffekten

haben aber die Sa nierung und Zusammen -

legung der Stand orte Henstedt-Ulzburg

und Kaltenkirchen das Er gebnis am stärks -

ten negativ beeinflusst. Während die reinen

Baumaßnahmen vollständig im Rahmen

des Kosten- und Zeitbudgets durchgeführt

werden konnten, haben die Sanierung

und die Umzugsak tivitäten bei laufendem

Be trieb zu erheb lichen Einbrüchen bei

den Fallzahlen und damit bei den Umsatz -

erlösen geführt. Fer ner musste die Orga -

nisation optimiert und ein Sozialplan um -

ge setzt werden. Die Kos ten hierfür sind

ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung

enthalten.

In 2009 die Finanzkrise, in 2010 Henstedt-Ulzburg

– Sie wirken dennoch

optimistisch. Warum?

Erstens: Da alle diese Sachverhalte im

Zahlenwerk des Geschäftsjahres 2010 ihren

Niederschlag gefunden haben, sind wir

zuversichtlich, dass 2011 von deutlichen

Ergebnisverbesserungen geprägt sein wird.

In Henstedt-Ulzburg sind alle Weichen für

einen zukünftig erfolgreichen Klinikbetrieb

gestellt. Zweitens: Weil ich Vertrauen in

unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

habe. Ich erlebe die Paracelsus-Mannschaft

als eine sehr engagierte, die bereit ist,

die Herausforderungen, die an uns als

Unternehmen herangetragen werden, an -

zunehmen. Und das ist ebenfalls ein un-


schätzbares Gut. Wir sind in vielen Be rei -

chen auf einem guten Weg: Controlling,

Personal entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit

– um nur einige wenige zu nennen.

Was sind denn die Herausforderungen

der kommenden Jahre?

Wir müssen unsere Ertragskraft auf hohem

Niveau stabilisieren beziehungsweise noch

ver bessern. Zur Sicherung der Ertragskraft

gilt es, Fallzahlen weiter zu steigern. Ein

weiteres Ziel muss es sein wie in der Vergangenheit

kontinuierlich und verlässlich

Schulden abzubauen, um mit den so ge -

schaffenen Freiräumen neue Investitionen

zu tätigen, etwa in unsere Organisationen

sowie in Immobilien. Hier gilt es, ständig

Ab läufe, bauliche Gegebenheiten sowie

die Medizintechnik auf aktuellstem Stand

zu halten.

Ist denn auch der Erwerb neuer Einrichtungen

geplant?

Wir wollen nicht ausschließen, dass wir uns

weiterhin an Akquisitionsverfahren beteiligen.

Wir wollen mit Augenmaß wachsen.

Im vergangenen Jahr haben wir ein neues

Controllingsystem installiert, um noch bes -

ser analysieren zu können, welche Bereiche

profitabel sind und wo man noch nachsteu -

ern müsste. Und dann müssen wir immer

wieder genau hinschauen, ob wir in den patientenfernen

Bereichen bereits alle verfüg -

baren Einsparpotenziale gehoben haben.

Um weiterhin Akut-Medizin und Reha-Maßnahmen

auf hohem Niveau anzubieten,

müssen wir vielleicht auch kreative, bislang

unentdeckte Wege finden und gehen. Denn

eines ist klar: Die öffentliche Hand kann uns

nur bedingt finanziell unterstützen.

… aber das sind Bedingungen, unter

denen fast alle Einrichtungen im Gesundheitswesen

leiden.

Das stimmt und das ist auch ein kleiner

Trost – gleiche Voraussetzung für alle. Nun

kommt es eben darauf an, überzeugende

Wege zu finden. Ich lade alle Beschäftigten

ein, hier in einen Dialog mit den jeweiligen

Vorgesetzten und auch mit der Geschäftsführung

zu treten.

Seit Januar 2011 sind Sie Sprecher der

Geschäftsführung bei den Paracelsus-

Kliniken. Was wünschen Sie sich am

meisten von Ihren Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern?

Zunächst mal wünsche ich mir für jede Mit -

arbeiterin und jeden Mitarbeiter, dass sie

und er bei den Paracelsus-Kliniken Freude

an der Arbeit hat. Denn nur, wer morgens

gerne zur Arbeit kommt, ist produktiv.

Arbeit ist zwar manchmal ein Muss, im

Großen und Ganzen sollte sie aber für den

Einzelnen bereichernd sein. Und dann

wünsche ich mir, dass wir alle Verantwortung

für das Gesamtunternehmen über -

nehmen. Der Satz ist oft bemüht, aber des -

halb nicht weniger wahr: Alle für einen,

einer für alle. Gerade bei Henstedt-Ulzburg

macht sich das bemerkbar: Dieser Standort

zieht unser Jahresergebnis mächtig nach

unten. Aber gemeinsam mit allen anderen

Einrichtungen können wir dieses Ergebnis

weitgehend wettmachen. Hier zeigt sich:

Jede einzelne Einrichtung ist wichtig, aber

erst gemeinsam sind wir die Paracelsus-

Kliniken Deutschland.

Sehr geehrter Herr Felscher, danke für

das Gespräch.

7 Konzernabschluss

83


84

7 Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Zeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2010

In Tausend Euro 2010* 2009 2008

Umsatzerlöse 335.809 326.320 313.771

Sonstige betriebliche Erträge 18.349 19.197 15.394

Personalaufwand 200.678 199.643 186.713

Materialaufwand 86.169 86.716 82.570

Zwischenergebnis 67.311 59.158 59.882

Ergebnis aus der Krankenhausförderung 12.352 13.569 11.829

Abschreibungen 22.427 20.595 20.745

Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.699 45.835 41.335

Zwischenergebnis 10.537 6.297 9.631

Finanzergebnis -8.609 -5.348 – 5.846

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.928 949 3.785

Steuern 1.912 507 1.161

Konzernjahresüberschuss 227 442 2.624

* vorläufig (Stand 04.05.2011)


Umsatzerlöse

Mio. Euro

340

330

320

310

300

290

280

2006 2007 2008 2009 2010

7 Konzernabschluss

85


86

7 Konzernabschluss

Bilanz

Aktiva

In Tausend Euro 31.12.2010* 31.12.2009 31.12.2008

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände 7.967 8.277 8.951

Sachanlagen 279.358 273.953 279.435

Finanzanlagen 1.509 4.696 4.505

Umlaufvermögen

288.834 286.926 292.891

Vorräte 7.099 6.494 6.404

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 60.643 63.877 55.726

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.950 7.407 6.782

78.692 77.778 68.912

Rechnungsabgrenzungsposten 1.387 975 961

Bilanzsumme 368.913 365.679 362.764

Passiva

In Tausend Euro 31.12.2010* 31.12.2009 31.12.2008

Eigenkapital

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung

20.923 21.677 23.519

des Sachanlagevermögens 133.732 132.554 135.505

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen 43.936 40.713 39.237

Sonstige Rückstellungen 24.832 27.242 22.639

Verbindlichkeiten

68.768 67.955 61.876

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 114.007 100.601 102.601

Übrige Verbindlichkeiten 30.687 42.885 39.251

144.694 143.486 141.852

Rechnungsabgrenzungsposten 796 7 12

Bilanzsumme 368.913 365.679 362.764

* vorläufig (Stand 04.05.2011)


Langfristige Bankverbindlichkeiten: Valutierung zum 31.12.

110

105

100

95

90

85

2006 2007 2008 2009 2010

Langfristige Bankverbindlichkeiten: Entwicklungsstruktur

Projektfinanzierung

Tilgung

Mio. Euro

Mio. Euro

12,8

13,0

6,4

2007 2008

12,5

5,2

2009

11,0

23,3

2010

10,6

87


88

7 Konzernabschluss

Statistische Daten

Segment

1. Anzahl der Einrichtungen

+/– %

('10 vs. '09)

2010 2009 2008 2007

Akut 18 18 18 19

Reha 13 13 13 12

Ambulante Einrichtungen 9 10 10 10

2. Bettenanzahl

Akut – 3,0 % 2.105 2.169 2.257 2.347

Reha + 1,8 % 2.041 2.005 1.999 1.834

3. Fallzahlen

Akut – 0,2 % 79.548 79.747 81.782 81.385

Reha – 3,2 % 25.073 25.890 25.580 23.419

4. Verweildauer (Tage)

Akut – 3,3 % 6,7 6,9 7,1 7,3

Reha + 1,3 % 26,4 26,1 25,9 26,2

5. Mitarbeiter

Konzern (inkl. Berit) + 1,4 % 4.999 4.932 5.098 5.102


Dienstarten: So schlüsselt sich die Mitarbeiterschaft der Paracelsus-Kliniken auf

3%

9%

13 %

11 %

8% 1%

9%

12 %

34 %

Ärztlicher Dienst 12 %

Pflegedienst 34 %

Med.-Tech. Dienst 9 %

Funktionsdienst 11 %

Klinisches Hauspersonal/Wirtschaftsdienst 9 %

Technischer Dienst 3 %

Verwaltungsdienst/Med. Schreibdienst 13 %

Therapeutischer Dienst 8 %

Sonstiges Personal/Sonderdienst 1 %

Gesamt 100 %

7 Konzernabschluss

89


90

7 Konzernabschluss

Kennzahlen der Unternehmensentwicklung

Konzernüberblick

In Tausend Euro 2010* 2009 2008 2007

Umsatzerlöse 335.809 326.320 313.771 302.055

Materialaufwand 86.169 86.716 82.570 73.571

Personalaufwand 200.678 199.643 186.713 182.342

Abschreibungen 22.427 20.595 20.745 22.420

Konzerngewinn 227 422 2.624 3.765

EBT 1.818 837 3.597 4.862

% vs. Umsatz 0,5 % 0,3 % 1,1 % 1,6 %

EBIT 10.561 6.325 10.012 11.240

% vs. Umsatz 3,1 % 1,9 % 3,2 % 3,7 %

EBITDA 20.636 13.348 18.928 20.272

% vs. Umsatz 6,1 % 4,1 % 6,0 % 6,7 %

Sachanlagen 279.357 273.953 279.435 285.115

Eigenkapital 20.923 21.677 23.519 23.870

Eigenkapitalrendite % 8,7 % 3,9 % 15,3 % 20,4 %

Bilanzsumme 368.913 365.679 362.764 370.904

Investitionen 25.997 21.000 14.800 40.200

* vorläufig (Stand 04.05.2011)


Umsatz und Bilanz

7 Konzernabschluss

2010* 2009 2008

Mio. Euro % Mio. Euro % Mio. Euro %

Umsatz 335,8 100,0 326,3 100,0 313,8 100,0

Personalaufwand 200,7 59,8 199,6 61,2 186,7 59,5

Sachaufwand 132,8 39,5 132,6 40,6 123,9 39,5

EBITDA 20,6 6,1 13,3 4,1 18,9 6,0

Ergebnis nach Steuern 0,2 0,1 0,4 0,1 2,6 0,8

Bilanzsumme 368,5 100,0 365,6 100,0 362,7 100,0

Eigenkapital 20,9 5,7 21,6 5,9 23,5 6,5

Wirtschaftliches Eigenkapital** 154,6 41,9 154,2 42,2 159,0 43,8

Langfristige Bankverbindlichkeiten 102,5 27,8 89,8 24,6 95,6 26,4

Finanzmittelbestand 10,9 3,0 7,4 2,0 6,8 1,9

Investitionen 25,9 7,0 21,0 5,7 14,8 4,1

* vorläufig (Stand 04.05.2011)

** Eigenkapital inkl. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

91


92

8 Anhang


Organe der

Paracelsus-Kliniken

1. Die Gesellschafterversammlung

2. Der Aufsichtsrat

Der Prüfungsausschuss

Der Gesundheitsausschuss

(Wissenschaftlicher Beirat)

3. Die Geschäftsführung

8 Anhang

93


94

8 Anhang/Organe

1. Die Gesellschafterversammlung

Dr. med. Manfred Georg Krukemeyer

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der

Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA


2. Der Aufsichtsrat

Für die Paracelsus-Kliniken Deutschland besteht ein Aufsichtsrat

aus zwölf Mitgliedern. Sie werden von der Gesell schafter ver -

sammlung bestellt bezieh ungsweise von den Arbeit nehmern des

Unternehmens gewählt.

Die Aufgaben, Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats sind im

Mitbestimmungs- und im Aktiengesetz geregelt.

Für besondere Aufgabenbereiche kann der Aufsichtsrat Ausschüs -

se einsetzen. Sie sollen die Beratungen des Aufsichtsrats in ihren

jeweiligen Zuständigkeitsbereichen vorbereiten und unterstützen,

Informationen beschaffen und Entscheidungsvorschläge ausarbeiten.

Der Aufsichtsrat der Paracelsus-Kliniken Deutschland hat der -

zeit folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss

Gesundheitsausschuss (Wissenschaftlicher Beirat)

8 Anhang/Organe

95


96

8 Anhang/Organe

Mitglieder des Aufsichtsrats

Hansjoachim Fruschki

Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrats, ehe ma -

liger Vorsitzender des Vorstands der Deut -

schen Angestellten Krankenkasse, Hamburg

Manfred Steinchen*

Crimmitschau, stellvertretender Vorsitzender

des Aufsichtsrats, Ingenieur für Medizintechnik

in der Paracelsus-Klinik Zwickau

Axel Denker*

Ostercappeln, Betriebshandwerker und

freigestelltes Betriebsratsmitglied in der

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Dr. Oliver Dilcher*

Berlin, Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich

Betriebs- und Branchenpolitik der

Gewerkschaft ver.di Bundesverwaltung

Sigrid Ehrmann*

Karlsruhe, Krankenschwester und Vorsitzen -

de des Betriebsrats der Paracelsus-Kliniken

Deutschland

Dr. Werner Gerdelmann

Linz, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des

VdAK/AEV (verstorben am 8.4.2011)

Wilfried Gleitze

Münster, Erster Direktor und Vorsitzender

der Ge schäftsführung der Landes ver siche -

rungs anstalt (LVA) Westfalen und Vorsit -

zender des erweiterten Direktoriums der

Deutschen Rentenversicherung Bund

(seit 1.1.2011)

Dr. Claus Jacobi*

Göttingen, Ärztlicher Direktor der Paracelsus-Kliniken

in Bad Gandersheim

Hans Koller

Teufen AR/Schweiz, ehemaliger Direktor

und Delegierter des Verwaltungsrats der

Paracelsus-Berit-Klinik Niederteufen,

Mitglied des Verwaltungsrats

(bis 31. Dezember 2010)

Dr. Christopher Schroeder

Hamburg, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Dr. Margret Steffen*

Berlin, Gewerkschaftssekretärin für den

Fachbereich Gesundheitspolitik der Gewerkschaft

ver.di Bundesverwaltung

Franz Wiesing

Osnabrück, ehemaliger Leitender Verwaltungsdirektor

der Paracelsus-Kliniken

Deutschland

*) Arbeitnehmervertreter


Mitglieder des

Prüfungsausschusses

Hansjoachim Fruschki

Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der

Deut schen Angestellten Krankenkasse,

Hamburg

Dr. Oliver Dilcher*

Berlin, Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich

Betriebs- und Branchenpolitik der

Gewerkschaft ver.di Bundesverwaltung

Sigrid Ehrmann*

Karlsruhe, Krankenschwester und Vorsitz en de

des Betriebsrats der Paracelsus-Kliniken

Deutschland

Dr. Christopher Schroeder

Hamburg, Wirtschaftsprüfer und Steuer -

berater

Manfred Steinchen*

Crimmitschau, stellvertretender Vorsitzender

des Aufsichtsrats, Ingenieur für Medizintechnik

in der Paracelsus-Klinik Zwickau

*) Arbeitnehmervertreter

8 Anhang/Organe

97


98

8 Anhang/Organe

Mitglieder des Gesundheitsausschusses

(Wissenschaftlicher Beirat)

Hansjoachim Fruschki

Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der

Deut schen Angestellten Krankenkasse,

Hamburg

Wilfried Gleitze

Münster, Erster Direktor und Vorsitzender

der Ge schäftsführung der Landes ver siche -

rungs anstalt (LVA) Westfalen und Vorsit -

zender des erweiterten Direktoriums der

Deutschen Rentenversicherung Bund

Dr. Claus Jacobi*

Göttingen, Ärztlicher Direktor der Paracelsus-

Kliniken in Bad Gandersheim

Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus

Hamburg, Dekan des Universitätsklinikums

Hamburg-Eppendorf

Dr. Rolf Koschorrek

Bad Bramstedt, Zahnarzt und seit 2005

Mitglied des deutschen Bundestages

Prof. Dr. Johann-Matthias Graf von

der Schulenburg

Hannover, Ordinarius für Wirtschaftswissen -

schaften der Universität Hannover, Direktor

des Instituts für Versicherungsbetriebslehre,

Sprecher der Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie

und Vorsitzender des Vorstands

des Kompetenzzentrums für Versiche -

rungswissenschaften GmbH

Karl-Dieter Voß

Essen, Vorstandsmitglied des Spitzen -

verbandes Bund der Kranken kassen

*) Arbeitnehmervertreter


3. Die Geschäftsführung

Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für die

strategische Unternehmensführung. Daneben sorgt sie für die

organisatorischen Rahmenbedingungen zur effizienten Verfolgung

der unternehmerischen Zielsetzung.

Geschäftsführer der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co.

KGaA sind:

Alfred Felscher (Sprecher, seit 1.1.2011)

Frank J. Alemany

Peter Clausing (am 31.12.2010 ausgeschieden)

8 Anhang/Organe

99


100

8 Anhang/Regionaldirektoren

Regionaldirektoren

der Paracelsus-Kliniken

Um den Akutbereich zu stärken, haben die Paracelsus-Kliniken

Deutschand zum 1. Januar 2010 eine neue re gio nale Direk tions -

ebene eingeführt. Fortan betreuen drei Regional direktoren neben

ihrem jeweiligen Stammhaus weitere Paracelsus-Kliniken.


Josef Jürgens

Als Regionaldirektor Nord ist

Josef Jürgens neben seinem

Stammhaus, der Paracelsus-

Kurfürstenklinik Bremen, für die

Akut-Krankenhäuser in Helgo -

land, Henstedt-Ulzburg, Hannover

und Kassel zuständig.

Herr Jürgens wurde 1963 in Emsdetten

im Münsterland geboren.

An der Fachhochschule Osna -

brück erwarb er 1990 den Titel

Diplom-Kaufmann Betriebs -

wirtschaft in Einrichtungen des

Gesundheitswesens. In seiner ersten beruflichen Station war er

in den folgenden drei Jahren Assistent der Geschäftsleitung des

St. Josefs-Hospitals Bochum-Linden.

1993 erfolgte der Wechsel zu den Paracelsus-Kliniken Deutschland

nach Osnabrück, wo er als Assistent der Unternehmens leitung in

der Konzernzentrale tätig war. Von 1997 bis 1999 war er Verwaltungsdirektor

der Paracelsus-Parkklinik und der Paracelsus-Rotenfelsklinik

in Bad Münster am Stein-Ebernburg. Von hier wechselte

er in den Norden: Seit nunmehr zwölf Jahren ist er Verwaltungs -

direktor der Paracelsus-Kurfürstenklinik Bremen. Parallel dazu hatte

er in verschiedenen Paracelsus-Akuthäusern die kommissarische

Leitung inne.

8 Anhang/Regionaldirektoren

101


102

8 Anhang/Regionaldirektoren

Gerd Schneider

Gerd Schneider ist seit mehr als

30 Jahren für die Paracelsus-

Kliniken tätig. Als Regionaldirektor

Süd/West ist er für die Para -

celsus-Kliniken in Bad Ems, Golz -

heim, Hemer, Karlsruhe und

München zuständig.

Geboren 1951, war Herr Schneider

nach seiner Ausbildung in

Berlin und Erlangen sieben Jahre

lang in der Herzchirurgie an der

Universitätsklinik Erlangen tätig.

Von dort wechselte er 1979 an

die Paracelsus-Klinik Bad Ems, wo er für die Planung, den Aufbau

und die Inbetriebnahme zahlreicher Funktionsbereiche zuständig

war. Seit Mitte der 1980er-Jahre gehört er dem Management der

Klinik an, zudem arbeitete er an Krankenhausprojekten des Konzerns

im In- und Ausland mit.

1989 wechselte er als Verwaltungsdirektor nach Düsseldorf und

lenkte dort zunächst die Geschicke der damaligen Privat-Klinik in

Düsseldorf. Dieser folgten noch die Kliniken in Neuss und Golz -

heim. 1993 kehrt er dann als Verwaltungsdirektor an die Bad Emser

Paracelsus-Klinik zurück. Unter seiner Leitung erfolgten dort wei -

tere Umbaumaßnamen. Seit 2008 vergrößerte sich sein Zuständig -

keitsbereich noch um die Paracelsus-Klinik in Karlsruhe und ab

2010 um die Paracelsus-Klinik in Hemer.

Gerd Schneider engagiert sich auch als ehrenamtlicher Richter am

Amtsgericht Karlsruhe.


Peter Zeidler

Der langjährige Verwaltungs -

direktor der Paracelsus-Klinik

Adorf/Schöneck ist inzwischen

Regional direktor mit Sitz in

Zwickau für die Krankenhäuser in

Adorf/Schöneck, Reichenbach

und Zwickau.

Peter Zeidler wurde 1956 in Bad

Elster geboren und besuchte in

der Musikstadt Markneukirchen

die Polytechnische Oberschule.

1975 machte er seinen Abschluss

an der Medizinischen Fachschule

Plauen als Krankenpfleger. Später erwarb er die Qualifikation zum

OP-Pfleger und übernahm schließlich die Leitung der OP-Abtei -

lung am Krankenhaus Schöneck. 1991 wurde er vom Landkreis

Klingenthal in die Funktion des Verwaltungsdirektors berufen.

1993 ist die Klinik privatisiert worden und sie kam unter die Trägerschaft

der Paracelsus-Kliniken Deutschland. Herr Zeidler gestaltete

diesen Übergang als Verwaltungsdirektor aktiv mit. In der Folge -

zeit hat er parallel zu dieser Tätigkeit an der Akademie für Kran ken -

hausmanagement in Ingolstadt ein Studium zum Diplom-Krankenhausbetriebswirt

abgeschlossen.

8 Anhang/Regionaldirektoren

103


104

8 Anhang/Adressen

Adressen

Adorf

Paracelsus-Klinik Adorf/Schöneck

Sorger Straße 51

08626 Adorf

Tel. 037423 79-0

Fax 037423 79-199

adorf@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

adorf

Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf 1

Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf 2

(seit 01.07.2010)

Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf 3

(seit 01.01.2011)

Sorger Straße 51

08626 Adorf

Tel. 037423 79-0

Fax 037423 79-2712

mvz@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

adorf-schoeneck

Bad Elster

Paracelsus-Klinik Am Schillergarten

Martin-Andersen-Nexö-Straße 10

08645 Bad Elster

Tel. 0374 3770-0

Fax 0374 3770-3999

bad_elster@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

bad_elster

Bad Ems

Paracelsus-Klinik Bad Ems

Taunusallee 7–11

56130 Bad Ems

Tel. 02603 600-0

Fax 02603 130-20

bad_ems@pk-mx.de

www.paracelsuskliniken.de/bad_ems

Bad Essen

Paracelsus-Berghofklinik

Empterweg 5

49152 Bad Essen

Tel. 05472 935-00

Fax 05472 935-222

berghofklinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

berghofklinik

Paracelsus-Wittekindklinik

Empterweg 5

49152 Bad Essen

Tel. 05472 935-00

Fax 05472 935-222

wittekindklinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

wittekindklinik

Paracelsus-Wiehengebirgsklinik

Kokenrottstraße 71

49152 Bad Essen

Tel. 05472 405-0

Fax 05472 405-310

wiehengebirgsklinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

wiehengebirgsklinik

Bad Gandersheim

Paracelsus-Klinik am See

Dehneweg 6

37581 Bad Gandersheim

Tel. 05382 939-0

Fax 05382 939-101

klinik_am_see@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

klinik_am_see

Paracelsus-Klinik an der Gande

Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a

37581 Bad Gandersheim

Tel. 05382 917-0

Fax 05382 917-599

klinik_an_der_gande@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

klinik_an_der_gande

Paracelsus-Osterberg-Klinik

Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 4

37581 Bad Gandersheim

Tel. 05382 707-0

Fax 05382 707-601

osterberg-klinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

osterberg-klinik

Paracelsus-Roswitha-Klinik

Hildesheimer Straße 6

37581 Bad Gandersheim

Tel. 05382 74-0

Fax 05382 74-473

roswitha-klinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

roswitha-klinik

Bad Münster

Paracelsus-Parkklinik

Kurhausstraße 27

55583 Bad Münster am Stein

Tel. 06708 81-0

Fax 06708 1302

parkklinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

parkklinik

Paracelsus-Rotenfelsklinik

Kurhausstraße 8

55583 Bad Münster am Stein

Tel. 06708 81-0

Fax 06708 1302

rotenfelsklinik@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

rotenfelsklinik

Bad Sachsa

Paracelsus-Klinik Pfaffenberg

Pfaffenbergstraße 6

37441 Bad Sachsa

Tel. 05523 302-0

Fax 05523 302-100

bad_sachsa@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

bad_sachsa

Bad Suderode

Paracelsus-Harz-Klinik

Paracelsusstraße 1

06507 Bad Suderode

Tel. 039485 99-0

Fax 039485 99-802

bad_suderode@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

bad_suderode

Bremen

Paracelsus-Kurfürstenklinik

Bremen

In der Vahr 65

28329 Bremen

Tel. 0421 4683-0

Fax 0421 4683-555

bremen@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/bremen

Medizinisches Zentrum der

Paracelsus-Kurfürstenklinik Bremen

In der Vahr 65

28329 Bremen

Tel. 0421 46 83-545

Fax 0421 46 83-546

Düsseldorf

Paracelsus-Klinik Golzheim

Friedrich-Lau-Straße 11

40474 Düsseldorf

Tel. 0211 438-60

Fax 0211 438-0987

duesseldorf@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

duesseldorf

Helgoland

Paracelsus-Nordseeklinik

Invasorenpfad

27498 Helgoland

Tel. 04725 803-0

Fax 04725 803-127

helgoland@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/helgo l a nd

Hemer

Paracelsus-Klinik Hemer GmbH

Breddestraße 22

58675 Hemer

Tel. 02372 903-0

Fax 02372 903-208

hemer@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/hemer


Henstedt-Ulzburg

Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg

Wilstedter Straße 134

24558 Henstedt-Ulzburg

Tel. 04193 70-0

Fax 04193 70-10 19

henstedt@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/henstedt

Medizinisches Versorgungszentrum an

der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg

Beckersbergstraße 2

24558 Henstedt-Ulzburg

Tel. 04193 70-0

Fax 04193 70-1019

(seit 01.01.2011)

Kaltenkirchen

Paracelsus-Klinik Henstedt-

Ulzburg/Kaltenkirchen

Alvesloher Straße 29

24568 Kaltenkirchen

Tel. 04191 96-0

Fax 04191 96-1021

kaltenkirchen@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

kaltenkirchen

Karlsruhe

Paracelsus-Klinik Karlsruhe

Raiherwiesenstraße 15–17

76227 Karlsruhe

Tel. 0721 4091-0

Fax 0721 4066-42

karlsruhe@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/karlsruhe

Medizinisches Versorgungszentrum

Karlsruhe

Gritznerstraße 11

76221 Karlsruhe

Tel. 0721 4091-70 50

karlsruhe@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/karlsruhe

Kassel

Paracelsus-Elena-Klinik Kassel

Klinikstraße 16

34128 Kassel

Tel. 0561 6009-0

Fax 0561 6009-125

kassel@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/kassel

Langenhagen

Paracelsus-Klinik

am Silbersee Hannover

Oertzeweg 24

30851 Langenhagen

Tel. 0511 7794-0

Fax 0511 7794-641

langenhagen@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

langenhagen

München

Paracelsus-Klinik München

Klingsorstraße 5

81927 München

Tel. 089 920050

Fax 089 917756

muenchen@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/muenchen

Niederteufen (Schweiz)

Paracelsus-Berit-Klinik

Steinweg 1

CH-9052 Niederteufen

Tel. +41 71335 06-06

Fax +41 71335 06-33

berit@klinik.ch

www.privatklinik.ch

Osnabrück

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Am Natruper Holz 69

49076 Osnabrück

Tel. 0541 966-0

Fax 0541 681353

osnabrueck@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

osnabrueck

Abteilung für Experimentelle

Strahlentherapie

Lürmannstraße 38/40

49076 Osnabrück

Medizinisches Zentrum für

Tumordiag nos tik und -therapie

der Paracelsus-Klinik Osnabrück

Am Natruper Holz 69

49076 Osnabrück

Tel. 0541 966-4800

Fax 0541 681137

osnabrueck@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

osnabrueck

Medizinisches Zentrum für

Neur o lo gie, Neurochirurgie und

Innere Medizin der Paracelsus-

Klinik Osnabrück

Am Natruper Holz 69

49076 Osnabrück

Tel. 0541 966-3040

Fax 0541 966-3046

osnabrueck@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

osnabrueck

Konzernzentrale

Sedanstraße 109

49076 Osnabrück

Tel. 0541 6692-0

Fax 0541 6692-129

info@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de

Reichenbach

Paracelsus-Klinik Reichenbach

GmbH

Plauensche Straße 37

08468 Reichenbach

Tel. 03765 54-0

Fax 03765 54-0

reichenbach@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

reichenbach

Medizinisches Versorgungszentrum

Reichenbach

Plauensche Straße 37

08468 Reichenbach

Tel. 03765 54-0

Fax 03765 54-8241

reichenbach@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

reichenbach

Scheidegg

Paracelsus-Klinik

Kurstraße 5

88175 Scheidegg

Tel. 08381 501-0

Fax 08381 501-248

scheidegg@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

scheidegg

Schöneck

Paracelsus-Klinik Adorf/Schöneck

Albertplatz 1

08261 Schöneck

Tel. 037464 85-0

Fax 037464 85-1712

schoeneck@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

schoeneck

Ambulanter Pflegedienst der

Paracelsus-Klinik Schöneck

Albertplatz 1

08261 Schöneck

Tel. 037464 85-0

Fax 037464 85-1712

Medizinisches Versorgungszentrum

Schöneck

Albertplatz 1

08261 Schöneck

Tel. 037464 85-0

Fax 037464 85-1712

mvz@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

adorf-schoeneck

Zwickau

Paracelsus-Klinik Zwickau

Werdauer Straße 68

08008 Zwickau

Tel. 0375 59-00

Fax 0375 523937

zwickau@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

zwickau

Medizinisches Versorgungszentrum

Zwickau

Werdauer Straße 68

08008 Zwickau

Tel. 0375 590-4000

Fax 0375 590-1845

mvz.zwickau@pk-mx.de

www.paracelsus-kliniken.de/

zwickau


Akut-Krankenhäuser Reha-Kliniken

Ambulante Einrichtungen

Paracelsus-Klinik Adorf/

Schöneck, Standort Adorf

Paracelsus-Klinik Bad Ems

Paracelsus-Kurfürstenklinik

Bremen

Paracelsus-Klinik Golzheim

Düsseldorf

Paracelsus-Nordseeklinik

Helgoland

Paracelsus-Klinik Hemer

Paracelsus-Klinik Henstedt-

Ulzburg

Paracelsus-Klinik Kaltenkirchen

Paracelsus-Klinik Karlsruhe

Paracelsus-Elena-Klinik Kassel

Paracelsus-Klinik am Silbersee

Hannover-Langenhagen

Paracelsus-Klinik München

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Am Natruper Holz

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Lürmannstraße

Paracelsus-Klinik Reichenbach

Paracelsus-Klinik Adorf/

Schöneck, Standort Schöneck

Paracelsus-Klinik Zwickau

� In der Schweiz:

Paracelsus-Berit-Klinik

Niederteufen

Paracelsus-Klinik

Am Schillergarten Bad Elster

Paracelsus-Berghofklinik

Bad Essen

Paracelsus-Wittekindklinik

Bad Essen

Paracelsus-Wiehengebirgs kli nik

Bad Essen

Paracelsus-Klinik am See

Bad Gandersheim

Paracelsus-Klinik an der Gande

Bad Gandersheim

Paracelsus-Osterberg-Klinik

Bad Gandersheim

Paracelsus-Roswitha-Klinik

Bad Gandersheim

Paracelsus-Parkklinik

Bad Münster am Stein

Paracelsus-Rotenfelsklinik

Bad Münster am Stein

Paracelsus-Klinik Pfaffenberg

Bad Sachsa

Paracelsus-Harz-Klinik

Bad Suderode

Paracelsus-Klinik Scheidegg

� Ambulanter Pflegedienst der

Paracelsus-Klinik Schöneck

� Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf

(MVZ Adorf 1)

� Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf

(MVZ Adorf 2)

� Medizinisches Versorgungszentrum

Adorf

(MVZ Adorf 3)

� Medizinisches Versorgungszentrum

Bremen

� Medizinisches Versorgungszentrum

Henstedf-Ulzburg

� Medizinisches Versorgungszentrum

Karlsruhe

� Medizinisches Zentrum für

Tumordiagnostik und -therapie

der Paracelsus-Klinik Osna brück

(MVZ Osnabrück 1)

� Medizinisches Zentrum für

Neurologie, Neuro chirurgie

und Innere Medizin an der

Paracelsus-Klinik Osnabrück

(MVZ Osnabrück 2)

� Medizinisches Versorgungszentrum

Reichenbach

� Medizinisches Versorgungszentrum

Schöneck

� Medizinisches Versorgungszentrum

Zwickau


Standorte der Paracelsus-Kliniken

Paracelsus-Standorte

Hauptstädte der Bundesländer

Akut-Krankenhäuser

Rehabilitationskliniken

Ambulante Einrichtungen

Düsseldorf

Düsseldorf-

Golzheim

Saarbrücken

Helgoland

Nordseeklinik

Osnabrück

Bremen

Klinik Osnabrück

Lürmannstraße

MVZ Osnabrück 1

MVZ Osnabrück 2

Kurfürstenklinik

MVZ Bremen

Wiesbaden

Mainz

Hemer

Klinik Hemer

IMPRESSUM

Herausgeber: Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA, Osnabrück

Redaktion, Gestaltung und Lithografie: HEALTH-CARE-COM GmbH, Frankfurt am Main

Fotografie: Paracelsus-Kliniken; Bert Bostelmann, Frankfurt am Main

Druck: Druckhaus Berlin-Mitte GmbH

Kiel

Henstedt-Ulzburg

Klinik

Henstedt-Ulzburg

MVZ Henstedt-Ulzburg

Hamburg Schwerin

Kassel

Bad Ems

Klinik Bad Ems

Elena-Klinik

Bad Münster

Parkklinik

Rotenfelsklinik

Bad Essen

Berghofklinik

Wiehengebirgsklinik

Wittekindklinik

Karlsruhe

Bad Sachsa

Klinik Pfaffenberg

Klinik Karlsruhe

MVZ Karlsruhe

Stuttgart

Niederteufen (CH)

Berit-Klinik

Kaltenkirchen

Klinik Kaltenkirchen

Hannover-

Langenhagen

Klinik am Silbersee

Bad Gandersheim

Erfurt

Klinik am See

Roswitha-Klinik

Klinik an der Gande

Osterberg-Klinik

Bad Elster

Magdeburg

Reichenbach

Klinik Am

Schillergarten

Scheidegg

Klinik Scheidegg

Potsdam

Klinik Reichenbach

MVZ Reichenbach

München

Klinik München

Berlin

Bad Suderode

Harz-Klinik

Zwickau

Klinik Zwickau

MVZ Zwickau

Dresden

Schöneck

Klinik Adorf/Schöneck

Adorf Amb. Pflegedienst

Klinik Adorf/ MVZ Schöneck

Schöneck

MVZ Adorf 1

MVZ Adorf 2

MVZ Adorf 3

Stand: April 2011


Kliniken

Mitarbeiter

Patientenzahlen

Umsatz*

Paracelsus in Zahlen

Investitionen*

2008

41

5.098

Langfristige

Bankverbindlichkeiten*

* in Mio. Euro

107.362

313,8

2009

14,8

41

95,6

4.932

105.637

326,3

2010**

21,0

** vorläufig (Stand 13.4.2011)

40

89,8

4.999

104.621

335,8

2011

(Estimation)

26,0

43

102,5

5.200

110.000

346,7

20,0

100,0

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine