VA Technologie AG Geschäftsbericht 2002

haas.vincent16

VA Technologie AG Geschäftsbericht 2002

VA Technologie AG

geschäftsbericht

sustainable solutions. for a better life.

zweitausendzwei


sustainable solutions. for a better life.

Die Vision lebt. Nunmehr schon über

ein Jahr. Und die Mitarbeiter? Sie leben

die Vision. Und was Sie dabei erleben,

haben Sie heuer auf der Konzernwerkstatt

der VA TECH ausgetauscht. Welche

Auswirkungen diese Vision auf Ihre Beziehungen

zu Kunden, Kollegen und Aktionären

hat, warum das Prinzip der

Nachhaltigkeit bis ins Privatleben hineinwirkt

und welche Interaktionen

es zwischen Musik und Vision gibt,

all das war Thema auf der letzten

Konzernwerkstatt. Musik ist

auch die Klammer, die den Geschäftsbericht

2002 nachhaltig

beeinflusst. Musik als Quelle

der Inspiration, als Unterhaltung,

als Lebenshaltung. Was

geniale Komponisten und kreative Manager

verbindet ist einmal mehr die Vision.

Nur wer von einer

starken Idee inspiriert ist, vermag Höchstleistungen

zu erbringen. Und die Welt

nachhaltig positiv zu beeinflussen.


geschäftsbericht

zweitausendzwei


YYMandoline gespielt von Paul Hannan, VAII, Canonsburg,USA


So let’s play our

sustainable solutions.

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YY INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort des Aufsichtsratvorsitzenden

Vorwort des Vorstandes

Unsere Vision

Unsere Geschäfte

Unsere globale Präsenz

Unsere Strategie

Unsere Struktur

Konzernführung – Corporate Governance

Unsere Aktie

Unsere Innovationen

Unsere Mitarbeiter

Unser gesellschaftliches Engagement

Highlights 2002

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf 2002

Ausblick 2003

Unternehmensbereich Metallurgietechnik

Unternehmensbereich Hydraulische Energieerzeugung

Unternehmensbereich Energieübertragung und -verteilung

Unternehmensbereich Wassertechnik

Unternehmensbereich Infrastruktur

Bericht des Aufsichtsrates

Jahresabschluss 2002 des VA TECH Konzerns

Facts and Figures

Technisches Glossar

Betriebswirtschaftliches Glossar

03 INHALT


VORWORT DES AUFSICHTSRATVORSITZENDEN

04

Wir haben die Herausforderung

gemeinsam angenommen.

YY Sehr geehrte Damen und Herren!

In meiner langjährigen beruflichen Laufbahn in einem deutschen Maschinen- und Anlagenbaukonzern

und schließlich seit knapp zwei Jahren im Vorstand der ÖIAG, durfte ich die verschiedensten Branchen

kennen lernen. Resümierend möchte ich feststellen, dass die Branche der VA TECH, also das internationale

Technologie-, System- und Servicegeschäft zu den faszinierendsten, aber auch zu den

schwierigsten zählt. Dies gilt sowohl in technischer, als auch in kaufmännisch-finanzieller und persönlich-sozialer

Hinsicht. Nach den tiefgreifenden Veränderungen der Märkte und des Sektors in den

letzten Jahren bestehen nach wie vor instabile Rahmenbedingungen, strukturelle Überkapazitäten

gepaart mit Zurückhaltung der Kunden bei Anlageninvestitionen. Dies resultiert in anhaltendem Preisdruck

und einer Disparität zwischen Risiko- und Ertragspotenzialen für die Anbieter.

Dieses Umfeld voller Herausforderungen macht eine klare Positionierung im Markt sowie eine präzise

Differenzierung vom Wettbewerb unabdingbar. Die VA TECH hat diese Herausforderung angenommen

und sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Zum einen in den Geschäften: War die VA TECH

bei ihrer Gründung Mitte der Neunzigerjahre noch eine exportorientierte Engineering-Gruppe mit breit

gefächertem Leistungsportfolio, so präsentiert sie sich heute als fokussiertes globales Technologie- und

Serviceunternehmen mit knapp 60% internationalen Mitarbeitern und Kerngeschäften mit Weltgeltung.

Dies alleine wäre jedoch noch nicht genug für langfristigen Erfolg. Marktpositionen und Abgrenzungen

von der Konkurrenz spielen sich heute mehr denn je bei den sogenannten „Soft Facts“ ab.

Auch hier hat die VA TECH einen Meilenstein gesetzt mit einem Visions- und Unternehmens-Entwicklungsprozess,

der hunderte internationale Führungskräfte mit einschloss. In zwei Konzernwerkstätten

durfte ich die Entstehung dieses neuen Geistes der „sustainable solutions. for a better life.“ persönlich

miterleben. Mit der Zielsetzung, aus der kreativen Verbindung von Ökonomie, Ökologie und sozialer

Verantwortung Geschäfte zu machen wurde – so meine ich – eine solide Richtschnur für langfristigen

unternehmerischen Erfolg gelegt.


Dr. Peter Michaelis

Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Technologie AG

Und schließlich: Die VA TECH ist in Summe kleiner als manch großer Wettbewerber. Dies muss nicht

unbedingt ein Nachteil sein, wenn es gelingt, schneller, flexibler und präziser auf Kundenwünsche einzugehen.

Vor allem aber ist der homogene Auftritt als ein Unternehmen – nach außen und innen – entscheidend.

Dieser Anforderung haben wir im Aufsichtsrat durch eine neue Führungsstruktur Rechnung

getragen. Neben dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand sind die Sprecher der Kerngeschäfts-Unternehmensbereiche

in Personalunion auch Mitglieder des VA TECH-Vorstandes. Diese

neue Struktur wird die Konzernintegration stärken und das Risikomanagement weiter verbessern. Herr

Dr. Georg Antesberger ist Ende November 2002 aus dem Vorstand ausgeschieden, mein Dank für seine

verdienstvolle Tätigkeit.

Bereits die ersten Erfahrungen mit dem neuen Vorstandsteam stimmen mich positiv: Mit einem erneuerten

VA TECH-Geist, einer klaren Vision und höchstem Augenmerk auf nachhaltiger Ergebnisverbesserung

muss es gelingen, das Jahr 2003 mit einem positiven Jahresergebnis abzuschließen. Das VA TECH

Management hat dafür das volle Vertrauen des Aufsichtsrates.

Im Jahr 2002 wurde der Österreichische Corporate Governance Kodex geschaffen. Die VA TECH hat sich

mit einstimmiger Genehmigung des Aufsichtsrates vom 18. Dezember 2002 zur Einhaltung dieses Kodex

verpflichtet. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leistung und Überwachung eines Unternehmens

und schafft Standards für jene Unternehmen, die sich auf der Basis freiwilliger Selbstverpflichtung zu

ihm bekennen.

Ich danke der Konzernführung und allen Mitarbeitern der VA TECH für ihre Leistungen und den hohen

Einsatz im abgelaufenen Jahr. Ich bin überzeugt, dass die VA TECH großartige Potenziale für eine attraktive

Zukunft aufweist und vertraue auf Führungskräfte und Mitarbeiter, diese Chancen zu nutzen.

Dr. Peter Michaelis

Vorsitzender des Aufsichsrates


Dr. Erich Becker

Vorsitzender des Vorstandes

VORWORT DES VORSTANDES

06

Dr. Roland Scharb

Stellvertretender

Vorsitzender des Vorstandes

Wertschaffung mit Fokus

auf Nachhaltigkeit.

YY Sehr geehrte Damen und Herren!

Dipl. Ing. Gerhard Falch

Mitglied des Vorstandes

Ein ereignisreiches Jahr 2002 liegt hinter uns. Werfen wir zunächst einen Blick auf die internationalen

Güter- und Kapitalmärkte. Auch das abgelaufene Jahr 2002 war so wie das Vorjahr von einem deutlichen

Konjunkturabschwung gekennzeichnet. Stagnation in den Industriestaaten Nordamerikas und Europas,

wachsende Angst vor Terrorismus, sowie politische Instabilität und Finanzkrisen in vielen Dritte-Welt-

Ländern hielten weiter an. Lichtblicke waren die zentral- und osteuropäischen Reformländer sowie Asien,

allen voran China mit recht soliden Wachstumsraten. Global blieben sowohl die Investitionsneigung der

Wirtschaft, als auch der private Konsum hinter den Erwartungen zurück. In Europa wurden die Wirtschaftsprognosen

führender Institute laufend zurückgenommen – ein schwieriges Umfeld für internationale

Unternehmen, die zu ihren Budgets und Planungen stehen müssen.

Die Stahlindustrie, die ca. ein Viertel unseres Kundenkreises repräsentiert, blieb weiterhin von starker

Zurückhaltung bei Anlageninvestitionen geprägt. Etwas freundlicher zeigte sich die Lage in den Sektoren

Energie und Infrastruktur, in denen wir drei Viertel unserer Geschäfte tätigen. Getragen vom global kontinuierlich

steigenden Lebensstandard und damit Energieverbrauch zeigten die Märkte der Energieerzeugung

und -übertragung eine stabile Entwicklung. Auch die Nachfrage nach elektromechanischen Infrastrukturleistungen

in Zentraleuropa war zufriedenstellend. Einzig die Marktentwicklung für Anlagen zur

Wasserreinigung und Abwasserbehandlung war – vor allem im kommunalen Bereich des Schlüsselmarktes

Deutschland – stark rückläufig. Die internationalen Kapitalmärkte reagierten sensibel auf die weltweiten

Instabilitäten – praktisch alle Leitbörsen verzeichneten das dritte aufeinander folgende Jahr Aktien-Kursverluste

– eine harte Geduldprobe für Finanzinstitutionen, Unternehmen und nicht zuletzt Privataktionäre.

Wenden wir uns nun der VA TECH zu. Unser Konzern ist noch relativ jung – er wurde vor knapp zehn Jahren

Ende 1993 aus dem Maschinen- und Anlagenbaubereich der österreichischen verstaatlichten Industrie

gegründet. Die mehrheitliche Privatisierung im Mai 1994 über die Wiener Börse, als bis dato größter

österreichischer Börsegang mit sofortiger Aufnahme in den Fließhandel, gelang sehr erfolgreich. Die

nächsten Jahre brachten starkes Wachstum in Geschäftsvolumen, Ergebnis und auch im Kursverlauf,

getragen von Großaufträgen aus den jungen Industriestaaten.

1998 löste die Asienkrise weltweite Wirtschafts- und Finanzturbulenzen aus, verbunden mit Rezessionen

in den betroffenen Märkten. In der Folge kam es zu beschleunigter Deregulierung und Liberalisierung der

Energiemärkte, zur Privatisierung der Stahlindustrie und des Infrastrukturbereiches. Die zuliefernde Kapitalgüterindustrie

wiederum reagierte mit massiven Restrukturierungen, Konzentrationen und weiterer

Globalisierung verbunden mit dem Ausscheiden einiger Konkurrenten. Die Folge waren drastische Rückgänge

der Aktienkurse in dieser Branche.


Christian Habegger

Mitglied des Vorstandes

Ing. Klaus Brenner

Mitglied des Vorstandes

Mag. Klaus Sernetz

Mitglied des Vorstandes

Die VA TECH war in diesem tiefgreifenden Veränderungsprozess ein aktiver Spieler. 30% der Geschäfte

des früheren breitgefächerten Engineering-Konglomerats wurden devestiert. Die Kerngeschäfte haben wir

durch gezielte Akquisitionen gestärkt, sodass dort ein 80%-Wachstum – organisch und akquiriert –, in

den letzten vier Jahren erzielt werden konnte. In die Restrukturierung der Metallurgietechnik flossen 250

Mio. EUR, sodass sich mit um ein Viertel niedrigerer Kostenstruktur die Schlagkraft am Markt bedeutend

verbesserte. Die Restrukturierung und Abgabe der Austrian Energy, die Abschreibung der Beteiligung an

der insolventen Babcock sowie die Restrukturierung der Wassertechnik kosteten zusammen weitere 300

Mio. EUR. Dem gegenüber standen insgesamt 200 Mio. EUR aus der Abgabe der Nicht-Kerngeschäfte

der Mechanischen Anlagentechnik, der Transport- und Montagesysteme sowie der voestalpine Aktien.

Dieser erfolgreiche strukturelle Wandel – einzigartig in der Branche – brachte uns in internationale Top-

Positionen in den Kerngeschäften mit attraktiven Wachstumspotenzialen.

Heute präsentiert sich die VA TECH als fokussiertes Technologie- und Serviceunternehmen mit globaler

Geschäftstätigkeit und einem klaren Profil: 75% unserer Geschäfte sind im langfristig stabilen Energieund

Infrastrukturbereich mit niedriger Zyklizität, 25% in der Metallurgietechnik. Der Schwerpunkt des

Auftragseinganges liegt im soliden Heimmarkt Europa, in welchem ein 50%-Wachstum in den letzten fünf

Jahren erreicht werden konnte. Das Risikoprofil des Konzerns hat sich wesentlich gebessert mit breiterer

Projektbasis im Auftragsstand und einer durchschnittlichen Auftragsgröße, die heute mit 470 Tausend EUR

um ein Drittel niedriger ist, als noch vor vier Jahren mit 711 Tausend EUR. Was brachte das abgelaufene

Jahr 2002 für unseren Konzern? Nach dem vergleichbaren Auftragseingang in Höhe von 4.349 Mio. EUR

des Vorjahres konnte ein Auftragseingang von 4.125 Mio. EUR erzielt werden – die Folge einer auf Ergebnisqualität

gerichteten Auftragshereinnahme und ein Vertrauensbeweis unserer über 5.000 Kunden, gerade

in schwierigen Zeiten. Der Auftragsstand betrug 3.961 Mio. EUR und liegt damit in Höhe des Jahresumsatzes

von 3.872 Mio. EUR, welcher auf dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres war.

Das operative Ergebnis zeigt aufgrund der deutlichen Verbesserung im EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern

und Firmenwertamortisation) von den vergleichbaren 70 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 129 Mio.

EUR, eine äußerst positive Entwicklung. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns

konnte von den vergleichbaren 7 Mio. EUR im Vorjahr auf 83 Mio. EUR gesteigert werden und erreichte

somit das Ergebnis des Jahres 2001 inklusive aller Sondereffekte. Der Jahresfehlbetrag betrug minus

93 Mio. EUR – er konnte somit auf dem Niveau des publizierten Ergebnisses der ersten neun Monate

2002 stabilisiert werden.


Gitarre, gespielt von Dr. Roland Scharb auf der Konzernwerkstatt 2003

Erfreulich waren der gelungene Turnaround der Metallurgietechnik mit einem positiven operativen Ergebnis

in 2002 sowie die solide Geschäftsentwicklung in der Hydraulischen Energieerzeugung, der Energieübertragung

und -verteilung sowie der Infrastruktur. Die Wassertechnik befindet sich derzeit in einer

Restrukturierungsphase.

Die Eigenkapitalquote betrug 13,9% zum Ultimo 2002, die Nettoliquidität war mit 83 Mio. EUR positiv.

Nach Jahren der Restrukturierung mit Druck auf Cash Flows konnte im Jahr 2002 wieder ein positiver

Free Cash Flow (plus 101 Mio. EUR) erwirtschaftet werden.

Unsere künftige Stoßrichtung ist durch unsere Konzernstrategie in vier Punkten klar definiert:

YY Neben dem Heimmarkt Europa fokussieren wir auf Schlüsselmärkte mit Wachstumspotenzial. Drei Viertel

unseres Geschäftes kommen aus nur zwölf Ländern, die außereuropäischen Schwerpunkte lagen früher

in Südostasien, dann in Nordamerika, derzeit in China. Die kommende Integration von zehn neuen Mitgliedsstaaten

in die EU wird hier eine Fülle von Chancen bieten.

YY Ausbau des Automations- und Servicegeschäftes. Neben dem Anlagen- und System-Business bringen

solche Aufträge reduzierte Projektgrößen, mehr Wertschöpfung im eigenen Haus und bessere Margen.

Unser Ziel ist es, in drei Jahren einen Automations- und Serviceanteil von 25% unserer Geschäfte zu erzielen.

Über 1.500 errichtete oder modernisierte Stahlwerke sowie 25.000 installierte Wasserkraft-Turbinen

stellen eine hervorragende Ausgangsbasis dafür dar.

YY Fokus auf nachhaltige Lösungen und erneuerbare Energien. Wir verfügen über führende Technologien

und Services, welche Erneuerbarkeit, Nachhaltigkeit und hohen Kundennutzen über den gesamten Lebenszyklus

der Anlage sicherstellen. Unser Ziel ist eine „win-win“-Situation von Ökonomie und Ökologie

getragen von sozialer und kultureller Verantwortung.

YY

Nachhaltige Steigerung der Ertragskraft. Hier liegt noch ein wesentliches Potenzial vor uns. Es gilt, die

Top-Wettbewerbspositionen in solide Gewinnmargen und attraktive Returns für unsere Aktionäre umzuwandeln.

Unsere finanziellen Ziele sind sehr ehrgeizig: langfristig streben wir eine operative Marge von

8%, einen Return auf das eingesetzte Kapital von 15%, eine Eigenkapitalquote von 20% sowie die nachhaltige

Generierung von Free Cash Flows an.


Für das laufende Jahr 2003 erwarten wir auf Basis der heutigen Markteinschätzung einen Auftragseingang

und Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres mit einem deutlich gesteigerten operativen

Ergebnis und einem positiven Nettoergebnis.

Was ist unsere Vision und wo stehen wir heute in der Umsetzung? Anfang 2002 wurde ein wichtiger

Meilenstein erreicht. In einem intensiven Konzern-Workshop mit über 400 internationalen Führungskräften

konnten die Kernelemente unserer Vision gemeinsam erarbeitet werden. Bei einer „Visions-Road

Show“ des Vorstandes in 16 Standorten haben wir mit über 600 Führungskräften Umsetzungsschritte diskutiert

und in der Konzernwerkstatt letzten Jänner auf einem Marktplatz von 30 Standorten präsentiert.

Wir sind erst am Anfang des Weges zu „VA TECH. sustainable solutions. for a better life.“ aber wir sind

fest entschlossen, diesen faszinierenden Pfad der Identitätsbildung und Konzernentwicklung zügig weiterzugehen.

Dabei ist auch unser „Leadership Programm“ von zentraler Bedeutung. Kein fertiger, standardisierter

Werkzeugkasten mit Management-Praktiken, sondern ein maßgeschneiderter Prozess der

gemeinsamen Entwicklung von Führungskompetenzen – mit einer Reihe von internen Projekten der Verbesserung

unserer Leistungsprozesse. Eine intensive Veranstaltung mit Wochenendanteilen, herausfordernden

Outdoor-Übungen und durchwegs begeisterten Rückmeldungen der über 400 internationalen

Teilnehmer. Mehr über diese und andere Aspekte unseres integrierten „CHANCE“-Konzern-Entwicklungsprozesses

auf den nächsten Seiten.

Was werden die nächsten Jahre bringen? Wir werden voraussichtlich auch weiterhin in schwierigen, volatilen

internationalen Märkten operieren. Wir erwarten daher Auftragseingänge und Umsätze in der Größenordnung

des Vorjahres. Das Hauptaugenmerk liegt auf der weiteren signifikanten Verbesserung der Ergebnisse,

auf dem Cash Flow und der Eigenkapitalbasis.

Die Metallurgietechnik wird sich vom Großanlagenbauer zum Technologie-, Automations- und Servicepartner

mit Life Cycle-Service für die Stahl- und Aluminiumindustrie entwickeln. Die Hydro-Energieerzeugung

wird ihre führende Position bei nachhaltigen und erneuerbaren Lösungen stärken mit besonderem

Schwerpunkt auf Rehabilitation, Dienstleistungen und Life Cycle-Lösungen. Nach Jahren des Wachstums

wird der Bereich Energieübertragung und -verteilung seine Position konsolidieren mit weiterer Expansion

bei Automation und Dienstleistungen. Die Wassertechnik-Sparte muss heuer ihre Ergebnisse wesentlich

verbessern. Der Unternehmensbereich Infrastruktur wird seine starke Marktposition in Zentraleuropa weiter

ausbauen. Die künftigen neuen EU-Mitgliedsstaaten bieten hier ausgezeichnete Potenziale.

Auf den Punkt gebracht: Wertschaffung ist unser Anliegen, in ökonomischer aber auch ökologischer und

sozialer Hinsicht. Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern werden nachhaltige Lösungen entwickelt,

um die Qualität des Lebens zu verbessern. Mit einem Wort: „VA TECH. sustainable solutions. for a better

life.“

Unser Dank gilt allen Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern für Ihr Vertrauen und die hervorragende

Zusammenarbeit. Dank an alle Aktionäre sowie an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Leistung

und ihren vorbildlichen Einsatz. Gemeinsam werden wir die VA TECH wieder zu einem ertragsstarken Unternehmen

machen, in dem es Freude macht zu arbeiten, und auf das wir zu Recht stolz sein dürfen.

Dipl. Ing. Gerhard Falch

Mitglied des Vorstandes

Dr. Erich Becker

Vorsitzender des Vorstandes

Christian Habegger

Mitglied des Vorstandes

Dr. Roland Scharb

Mitglied des Vorstandes

Ing. Klaus Brenner

Mitglied des Vorstandes

Mag. Klaus Sernetz

Mitglied des Vorstandes


UNSERE VISION

10

Am Anfang war die Vision.

Was ist eine Vision? –

Eine intellektuelle Höchstleistung

Einzelner oder das Ergebnis

eines breiten Identitätsfindungsprozesses?

Bei der VA TECH war

es beides. Am Anfang stand

die Idee der „sustainable solutions“,

eines authentischen Bekenntnisses

zu Nachhaltigkeit als

Richtschnur unseres unternehmerischen

Handelns.

Dieser Ansatz wurde in einem Team unter Einbeziehung von Nachwuchsführungskräften – „den Jungen

Wilden“ – zu einer Vision ausformuliert. Schließlich haben wir diese Gedanken bei der VA TECH Konzernwerkstatt

im Jänner 2002 mit über 400 internationalen Führungskräften in einem kreativen Prozess

(im „Open Space“ der Pyramide des Wiener City Clubs) diskutiert und aufgearbeitet. Daraus sind nachstehende

fünf Leitsätze entstanden, an denen wir unsere Aktivitäten ausrichten – unter dem Motto

VA TECH. sustainable solutions. for a better life.“


Posaune, gespielt von Karl-Heinz Gesslein, VA TECH WABAG, Kulmbach, BRD


UNSERE VISION

12

Unsere Vision auf dem Weg.

Eine Vision ist nur so gut, wie sie kommuniziert, verstanden, interpretiert und schließlich wie

selbstverständlich „gelebt“ wird. Also machten wir uns auf den Weg. In 18 Vorstandsworkshops

an 16 internationalen Standorten des Konzerns in Europa und Übersee wurde die Vision mit zusammen

über 600 Führungskräften diskutiert sowie eine Vielzahl an Umsetzungsschritten, bezogen

auf Kunden, Investoren, Mitarbeiter und den Konzern, erarbeitet.


1. VA TECH ist ein führendes globales

Technologie- und Serviceunternehmen.

Unser Anliegen ist es, Wert zu schaffen.

2. Gemeinsam mit unseren Kunden

weltweit entwickeln wir nachhaltige

Lösungen, um die Lebensqualität zu

verbessern. Wir sind der kundenorientierte,

innovative und zuverlässige

Partner.

3. Unseren Aktionären bieten wir

attraktive, vorhersehbare Renditen

auf das eingesetzte Kapital.

4. Es sind unsere Mitarbeiter, die

diese Dinge in die Tat umsetzen auf der

Basis von Vertrauen, Fairness und

Integrität. Daher fördern wir Kreativität,

Vielfalt und persönliche Entwicklung.

5. Was letztlich für uns zählt sind

Leistung, Einsatz und die Bereitschaft

zur Veränderung.


UNSERE VISION

14

Unsere Vision lebt:

Die Konzernwerkstatt 2003.

Die zweite Konzernwerkstatt im Jänner dieses

Jahres gestaltete sich dann zu einem farbigen

Marktplatz von 30 Standorten und 6 Konzernthemen,

wo neben Produkten und Leistungen

auch die Beiträge zur Visions-Umsetzung angesprochen

wurden. Ein wichtiger

Meilenstein ist erreicht: Unsere

YY Mitarbeiter präsentieren

„ihre” Vision. Wie sieht Nachhaltigkeit

in Pittsburgh aus, wie

in Windhoek? Was machen wir

mit der Vision, was macht sie

mit uns? Faszinierende und inspirierendeAugenzeugenberichte

aus allen Teilen der Welt.

Vision ist definiert, im Konzern

kommuniziert und erste Beiträge

zur Umsetzung wurden geleistet.

Sind wir damit schon am Ziel?

Sicherlich nicht, aber am

Anfang eines faszinierenden Prozesses der Identitätsbildung

und Integration eines führenden

globalen Technologie- und Serviceunternehmens

– unserer VA TECH.


UNSERE GESCHÄFTE

16

Sitar gespielt von Amita Lugger


Wir arbeiten für Millionen. Menschen.

„… Gemeinsam mit unseren Kunden weltweit entwickeln wir nachhaltige Lösungen,

um die Lebensqualität zu verbessern. Wir sind der kundenorientierte, innovative und

zuverlässige Partner …“, aus der VA TECH-Vision.

Wir tragen mit unseren innovativen und nachhaltigen Technologien und Lösungen zu

einer öko-effizienten Versorgung der Gesellschaft bei und zwar durch:

YY Turbinen und Generatoren zur

Produktion von 100.000 GWh Strom

aus erneuerbaren Energiequellen für

100 Mio. Menschen

YY High Voltage-Übertragungsanlagen

zur Energieübertragung an 400 Mio.

Menschen

YY Anlagen zur Wasserversorgung von

200 Mio. Menschen, Wasserentsorgung

für 130 Mio. Menschen

YY Unterstützung unserer Kunden mit

Infrastrukturlösungen zur Reduktion

des Energiebedarfes

YY Metallurgische Anlagen zur Produktion

von 150 Mio. Tonnen Stahl –

dies entspricht dem durchschnittlichen

Jahresbedarf der EU


18

Lassen wir die Fakten sprechen.

Nachhaltigkeit ist mehr als ein Wort.

UNSERE GESCHÄFTE

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau (VAI) ist ein weltweit führendes Engineering- und Anlagenbauunternehmen

für die globale Stahlindustrie und den Flachwalzsektor der Aluminiumindustrie. VAI bietet ein breites Spektrum

von Technologien am letzten Stand der Technik – vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt. VAI ist einzigartig in

ihrem umfassenden Leistungsangebot für metallurgische Prozesse, Automationslösungen und Services. Mit

diesem Leistungsangebot wird der gesamte Lebenszyklus der Kundenanlagen abgedeckt.

Metallurgietechnik

POSITION: Top 2 global

GESCHÄFTSVOLUMEN : 1.050 Mio. EUR

MITARBEITER: 3.364

STRATEGIE: - Neuausrichtung vom Schwerpunkt Großanlagenbau zum

Technologie-, Automations- und Servicepartner der Stahl-

und Aluminiumindustrie

- Nachhaltige, deutliche Steigerung der Ertragskraft nach

Abschluss des Restrukturierungsprogrammes 2001/2002

PRODUKTE UND LEISTUNGEN: Mineral- und Reduktionstechnik; Metallurgieverbund; Stahlerzeugungs-,

Stranggieß- und Umwelttechnik; Walzwerks-,

Bandbehandlungs- und Rohrerzeugungstechnik; Automation,

Metallurgie-Services

1) Auftragseingang

1)


Hydraulische Energieerzeugung

POSITION: Top 2 global

1)

GESCHÄFTSVOLUMEN : 1.011 Mio EUR

MITARBEITER: 3.098

STRATEGIE: - Stärkung der weltweiten Top 2 Position, Ausbau der

Marktführerschaft bei Compact Hydro, Modernisierung

und Services

- Nachhaltige Sicherstellung der guten Ertragskraft

PRODUKTE UND LEISTUNGEN: Large Hydro (schlüsselfertige Kraftwerke); Compact Hydro

(Wasserkraftwerke bis 15 MW); Hydro Service (Profitabilitäts-

und Wertsteigerung bestehender Kraftwerke);

Combined Cycle (Gas-Kombikraftwerke)

1) Auftragseingang

VA TECH HYDRO ist ein globaler Anbieter elektromechanischer Ausrüstungen und Dienstleistungen ("Water to

Wire") für Wasserkraftwerke. VA TECH HYDRO ist einer der weltweit größten Anbieter im Markt für hydraulische

Energieerzeugung mit einer führenden Position im Wachstumsmarkt der Kraftwerkserneuerung.


UNSERE GESCHÄFTE

20

Nachhaltigkeit ist für uns nicht Image, sondern gelebtes

unternehmerisches Handeln. Wirtschaftliche Aktivität

und soziale Verantwortung sind für uns keine Gegensätze,

sondern eröffnen uns neue Einsichten und Chancen.

VA TECH Transmission & Distribution ist ein international führender Anbieter von elektrischen Stromübertragungs-

und Verteilungssystemen und bietet integrierte Systemlösungen sowie Spitzentechnologien, die individuell

auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden.

Energieübertragung und -verteilung

POSITION: Top 3 global in der Hochspannung

ai informatics ist internationaler Anbieter von

IT- Gesamtlösungen und Partner für Unter-

1)

GESCHÄFTSVOLUMEN : 1.208 Mio. EUR nehmen aus Industrie, Telekom, Handel, sowie

den privaten und öffentlichen Dienstlei-

MITARBEITER: 6.541

stungssektor.

STRATEGIE: - Festigung der globalen Top 3 Position in der Hochspannung,

Ausbau Automation und

ai

Services

informatics is an international supplier of

- Ausbau der Geschäftsstruktur information in den technology außereuropäischen

solutions serving cu-

Kernmärkten

stomers in industry, telecommunications,

- Nachhaltige Sicherstellung commerce, der Ertragskraft and the private and public service

sectors.

PRODUKTE UND LEISTUNGEN: Schlüsselfertige Hochspannungsanlagen in konventioneller sowie

kompakter, gasisolierter Bauweise, Leistungs- und Trennschalter,

GIS-Systeme, Produkt- und Netz-Services; Automation, Steuerungsund

Schutztechnik; Leistungstransformatoren bis 1.300 MVA,

765 kV Spezialtransformatoren, Transformatorenkomponenten.

1) Auftragseingang


Wassertechnik

POSITION: Internationaler Player, Marktführer

in Deutschland, Schweiz, Rumänien

und Indien, Nummer drei weltweit

im Wassertechnik-Anlagenbau

GESCHÄFTSVOLUMEN : 225 Mio. EUR

MITARBEITER: 788

STRATEGIE: - Konzentration auf Kernmärkte und Strukturbereinigung

- Refokussierung und Konsolidierung

PRODUKTE UND LEISTUNGEN: Trinkwasseraufbereitung, Industrie- und Betriebswasseraufbereitung,

Meer- und Brackwasserentsalzung, Kommunale

Abwasserreinigung, Industrielle Abwasserreinigung, Fließbettsysteme.

Betriebsführung und Betriebsmanagement

1) Auftragseingang

VA TECH WABAG ist ein internationaler Anbieter mit umfassender Kompetenz in der Wassertechnologie.

Das Full-Service-Angebot reicht von Beratung, Planung, Finanzierung und Errichtung sowie Inbetriebnahme

bis hin zum After Sales Service und zur Betriebsführung von Anlagen und Systemen.

Infrastruktur

POSITION: Top 3 Zentraleuropa

GESCHÄFTSVOLUMEN : 742 Mio. EUR

MITARBEITER: 3.571

STRATEGIE: - Ausbau Marktführerschaft in Zentraleuropa, Entwicklung

zur führenden zentraleuropäischen „Infrastructure Company“

- Fortführung der regionalen Expansion bei Erhalt der

attraktiven Kapitalrendite

- Forcierung der Automatisierungskompetenz

PRODUKTE UND LEISTUNGEN: Elektromechanische, elektronische und ganzheitliche,

haustechnische Systeme, Anlagen und Dienstleistungen in

den Bereichen Industrieanlagen, Gebäudetechnik,

Energieversorgung, Automation, Antriebstechnik und Facility

Management; IT Services

1) Auftragseingang

1)

1)

VA TECH ELIN EBG ist ein führender Anbieter elektromechanischer, elektronischer und ganzheitlich haustechnischer

Systeme, Anlagen und Dienstleistungen. Unsere Lösungskompetenz umfasst die Bereiche Industrieanlagen,

Gebäudetechnik, Energieversorgung, Automation, Antriebstechnik und Facility Management.

ai informatics ist internationaler Anbieter von IT Gesamtlösungen und Partner für Unternehmen aus der

Industrie, Telekom, Handel sowie den privaten und öffentlichen Dienstleistungssektoren.


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GLOBALE PRÄSENZ

Weltweit nachhaltig präsent.

NORDAMERIKA

Auftragseingang (Mio. EUR) 370

Mitarbeiter 1.342

Stützpunkte und

Gesellschaften 29

SÜDAMERIKA

Auftragseingang (Mio. EUR) 96

Mitarbeiter 294

Stützpunkte und

Gesellschaften 19

EUROPA

Auftragseingang (Mio. EUR) 2604

Mitarbeiter 14.964

Stützpunkte und

Gesellschaften 172


NAHER/MITTLERER

OSTEN/AFRIKA

Auftragseingang (Mio. EUR) 338

Mitarbeiter 145

Stützpunkte und

Gesellschaften 24

ASIEN/PAZIFIK

Auftragseingang (Mio. EUR) 718

Mitarbeiter 980

Stützpunkte und

Gesellschaften 53


UNSERE STRATEGIE

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Global Player.

Erfolgreiche Portfolio-Fokussierung und Restrukturierung

Die VA TECH hat sich in den letzten vier Jahren vom Engineering-Konglomerat mit breit gefächerter Produktpalette

zu einem fokussierten, globalen Technologie- und Serviceunternehmen entwickelt. Als Resultat

von Akquisitionen und Joint Ventures konnte der Umsatz in den Kerngeschäften um 1.400 Mio. EUR gesteigert

und 11.000 neue, internationale Mitarbeiter für den Konzern gewonnen werden.

Auf der anderen Seite haben wir uns von Nicht-Kerngeschäften, wie der Konventionellen Thermischen Energieerzeugung,

der Umwelttechnik (Müllverbrennung, Gasreinigung), der Mechanischen Anlagentechnik sowie

der Transport- und Montagsysteme getrennt. Dazu kommen tiefgreifende Restrukturierungen, vor allem

in der Metallurgietechnik sowie in der Wassertechnik. Dies resultierte in einem Rückgang im Geschäftsvolumen

in Höhe von 1.000 Mio. EUR, 15.100 Mitarbeiter verliesen den Konzern. Dieser Fokussierungs- und Restrukturierungsprozess

ist in seinem Ausmaß einzigartig in unserer Branche. Mit einem Mittelaufwand von

gesamt 800 Mio. EUR wurden Bereiche akquiriert bzw. restrukturiert. 30% des Geschäftes wurde abgegeben,

in den Kerngeschäften konnte ein Wachstum im Geschäftsvolumen – organisch und akquiriert – von

1.800 Mio. EUR oder 80% seit 1998 erzielt werden.

Top Position in den Kerngeschäften

YY Erfolgreiche Portfolio-

Fokussierung und

Restrukturierung

YY Top Position in den

Kerngeschäften

YY Nachhaltige Ergebnisverbesserung

als vorrangiges Ziel

Durch den Veränderungsprozess der letzten Jahre basiert unsere Geschäftstätigkeit nunmehr zu 75% auf

Energie und Infrastruktur und zu 25% auf Metallurgietechnik. Wir zählen heute zu den globalen Marktführern

in der Metallurgietechnik, der Hydraulischen Energieerzeugung und der Hochspannungsenergieübertragung

und -verteilung. Im elektromechanischen Infrastruktur-Engineering und -service verfügen wir über eine

führende Position in den regionalen Kernmärkten Zentral- und Osteuropas. Die Wassertechnik, welche nicht

zu den Kerngeschäften der VA TECH zählt, hält eine starke internationale Marktstellung mit dem Schwerpunkt

im deutschen Markt.

In der regionalen Betrachtung unseres Geschäftes kann klar von einem Heimmarkt Europa gesprochen werden.

Etwa 60% unseres jährlichen Auftragseinganges kommen aus Europa – ein Potenzial, auf dem wir aufbauen

können. Die vorgesehene Erweiterung der Europäischen Union wird auch für unsere Branchen längerfristig

wirksames Wachstumspotenzial bringen.


Nachhaltige Ergebnisverbesserung als vorrangiges Ziel

Nach der erfolgreichen Integration der erworbenen Unternehmen hat nunmehr die nachhaltige

Ergebnisverbesserung durch kontinuierliche Produktivitätssteigerung höchste Priorität.

Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren unserer Geschäfte zählt – neben der Entwicklung innovativer

Technologien und Services – ein standardisiertes Projektmanagement. Darin inkludiert

ist sowohl die professionelle Abwicklung unserer 15.700 Projekte im Auftragsstand, als

auch das Management potenzieller Risken und der Fokus auf Cash-Management auf allen

operativen Ebenen.

Das Risikoprofil unserer Geschäfte hat sich in den letzten Jahren verbessert. Die durchschnittliche

Auftragsgröße unserer Projekte ist von 711.000 EUR im Jahr 1998 auf 470.000

EUR im Jahr 2002 gesunken. Die geringere Abhängigkeit von Großprojekten zeigt sich auch

in unserem Auftragsstand. Aufträge mit einer Größenordnung von jeweils über 100 Mio. EUR

gingen von 25% unseres Auftragsstandes im Jahr 1998 auf 12% in 2002 zurück.

Der Fokus auf eine solide Liquidität des Konzerns ist uns besonders wichtig. Mit einer positiven

Netto-Liquidität von 83 Mio. EUR (16% im Verhältnis zum Eigenkapital) liegen wir im

Branchenvergleich auf einem überdurchschnittlich guten Niveau.

Strategie und Finanzziele

YY

Wohin geht die Reise? Ausgehend von unserer Vision „Sustainable solutions. for a better

life“ liegt unsere Strategie in folgenden Schwerpunkten:

Fokus auf Schlüsselmärkte mit hohem Wachstumspotenzial

YY Ausbau der Automations- und Servicegeschäfte

YY Schwerpunktsetzung auf nachhaltige Lösungen und erneuerbare Energien

YY Nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft durch effizienzsteigernde Maßnahmen

YY

Unsere finanziellen Ziele sind ehrgeizig. Langfristig streben wir an:

eine attraktive Kapitalrendite mit einem ROCE (Return on Capital Employed) von 15%

YY eine operative Marge als ROS (Return on Sales, EBITA/Umsatz) von 8%

YY eine solide Eigenkapitalquote von 20%

YY

eine nachhaltige Generierung von Free Cash Flows

Als global tätiges Unternehmen sehen wir uns neben dem Shareholder Value auch einem

„Sustainable Value“ verpflichtet. In diesem Sinne haben wir klare Grundsätze für Nachhaltigkeit,

Umwelt- und Sozialstandards für die VA TECH erarbeitet. Wir sind überzeugt, dass

nachhaltiges Handeln und wirtschaftliche Prinzipien keine Gegensätze sind, sondern einander

bedingen und fördern.

Weiteres dazu finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2002 der VA TECH.


26

UNSERE STRUKTUR

Integrierte Konzernführung.

VA Technologie AG

Gerhard Falch

Metallurgietechnik

VOEST-ALPINE

Industrieanlagenbau

Gerhard Falch

(Vorsitzender)

Erich Ennsbrunner

Karl Gruber

Karl Schwaha

Christian Habegger

Hydraulische

Energieerzeugung

VA Tech Hydro

Christian Habegger

(Vorsitzender)

Alfred Friedinger

Franz Strohmer

Helmuth

Tschabuschnig

Funktionsbereiche

-Strategie, Kommunikation und Investor

Relations: Wolfgang Schwaiger

-Personal: Lorenz Held

-Finanzmanagement: Walter Lindner

-Controlling, Bilanzen und Steuern:

Franz Blumenschein

-Recht: Bernhard Starzer

-Konzernrevision/Systemauditing: Ernst Bühl

Erich Becker Roland Scharb

Vorsitzender des Vorstandes Finanzvorstand

Klaus Brenner 1)

Energieübertragung

und

-verteilung

VA TECH

Transmission

& Distribution

Klaus Brenner

(Vorsitzender)

Klaus Rinnerberger

Erich Becker 2)

Wassertechnik

VA TECH WABAG

Roman Pongrácz

(Vorsitzender)

Gerhard Jantscher

Günter Heisler

Klaus Sernetz

Infrastruktur

VA TECH

ELIN EBG

Klaus Sernetz

(Vorsitzender)

Stefan Hase

Herbert Kaufmann

ai informatics

Servicegesellschaften

-VA TECH Finance: Walter Lindner, Alfred Gabler

-VA TECH International: Johann Allerstorfer

-VA TECH Patente: Andreas Schweighofer

1)

am 2.12.2002 bestellt, vorbehaltlich einer Satzungsänderung, die in der Hauptversammlung am 29.4.2003 beantragt wird.

2)

Vertretung der Wassertechnik im Vorstand der VA Technologie AG


DR. ERICH BECKER

ist seit 1. 9. 1999 Vorsitzender des Vorstandes der VA Technologie AG und für die Funktionsbereiche

Strategie, Kommunikation und Investor Relations, Personalmanagement, Konzernrevision,

Informationstechnologie und e-business sowie den Unternehmensbereich

Wassertechnik verantwortlich. Vor seiner Bestellung zum Vorsitzenden des Vorstandes der

VA Technologie AG war Erich Becker Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Industrieholding

AG und zuständig für zahlreiche Privatisierungen österreichischer Industrieunternehmen.

Erich Becker (Jahrgang 1941) ist verheiratet und hat 3 Kinder. Sein privates Interesse

liegt vor allem auf kulturellem Gebiet in verschiedenen Ausprägungsformen.

DR. ROLAND SCHARB

ist seit Dezember 2002 stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der VA Technologie

AG und als Finanzvorstand für die Funktionsbereiche Finanzmanagement, Controlling, Bilanzen

und Steuern sowie Recht und Versicherungen verantwortlich. Zusätzlich obliegt ihm

die Verantwortung für die Servicegesellschaften VA TECH International und VA TECH Finance.

Vor seiner Bestellung in die VA Technologie AG im Jahre 1998 war Scharb Sprecher des

Vorstandes der ELIN Energieversorgung. Roland Scharb (Jahrgang 1946) ist verheiratet und

hat 1 Kind. Privat genießt er Reisen mit seinem Motorrad, Schifahren sowie Musik, die er

auch selbst ausübt.

DIPL. ING. GERHARD FALCH

ist seit Dezember 2002 Mitglied des Vorstandes der VA Technologie AG und für den Unternehmensbereich

Metallurgietechnik verantwortlich (Vorsitzender des Vorstandes der VOEST-

ALPINE Industrieanlagenbau). Darüber hinaus ist er für die Servicegesellschaft VA TECH

Patente zuständig. Gerhard Falch (Jahrgang 1948) ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Privat schätzt er wirkliche Freunde und liebt den Tarock, sowohl als strategisches als auch

als operatives Training.

CHRISTIAN HABEGGER

ist seit Dezember 2002 Mitglied des Vorstandes der VA Technologie AG

und für den Unternehmensbereich Hydraulische Energieerzeugung verantwortlich.

(Vorsitzender des Vorstandes der VA TECH HYDRO)

Christian Habegger (Jahrgang 1944) hat 3 Kinder.

Sein privates Interesse liegt in der Schönheit der Natur und der sich damit bietenden

Möglichkeit der Entspannung.

ING. KLAUS BRENNER

wurde im Dezember 2002 zum Mitglied des Vorstandes der VA Technologie AG bestellt 1) .

Er ist für den Unternehmensbereich Energieübertragung und -verteilung verantwortlich

(Vorsitzender des Vorstandes der VA TECH Transmission & Distribution). Klaus Brenner

(Jahrgang 1955) ist verheiratet und hat 2 Kinder. Privat erholt er sich beim Lesen sowie im

Kreise seiner Familie ergänzt durch sportliche Aktivitäten.

MAG. KLAUS SERNETZ

ist seit Dezember 2002 Mitglied des Vorstandes der VA Technologie AG und für den Unternehmensbereich

Infrastruktur verantwortlich (Vorsitzender des Vorstandes der VA TECH

ELIN EBG) und zuständig für die ai informatics.

Klaus Sernetz (Jahrgang 1951) ist verheiratet und hat 5 Kinder, womit er in der Freizeit voll

ausgelastet ist.


DER KONZERN

28

Konzernführung –

Corporate Governance.

DIE ORGANE

DER VORSTAND

leitet das Unternehmen unter eigener Verantwortung und frei von Weisungen von Aktionären, des Aufsichtsrates

oder von anderer Seite. Er ist zur regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat verpflichtet.

Bestimmte Geschäfte der Konzernobergesellschaft und von Konzernunternehmen bedürfen der Genehmigung

des Aufsichtsrates. Die Mitglieder des Vorstandes werden vom Aufsichtsrat bestellt.

DER AUFSICHTSRAT

überwacht die Entwicklung des Unternehmens und die Führung der Geschäfte durch den Vorstand und

stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Vorstand ab. Er nimmt die Berichte des

Vorstandes entgegen, beschließt über die beantragten Geschäfte und stellt den Jahresabschluss fest. Zwei

Drittel der Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt, ein Drittel wird vom

Betriebsrat entsandt. Ein gewähltes Mitglied gehört dem Aufsichtsrat als Vertreter der Interessen der

Kleinaktionäre an.

Der Aufsichtsrat der VA TECH hat einen Bilanzausschuss, einen Strategieausschuss

sowie einen Präsidialausschuss, der zugleich als Personalausschuss

fungiert, gebildet. Im Jahr 2002 haben der Aufsichtsrat und seine

Ausschüsse 12 Sitzungen abgehalten. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

fand eine stetige Kommunikation über die strategische Ausrichtung des

Konzerns und über relevante Themen der Geschäftsentwicklung statt.

DIE HAUPTVERSAMMLUNG

beschließt unter anderem über die Ausschüttung der vom Vorstand vorgeschlagenen

Dividende, wählt die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat sowie den

Abschlussprüfer und entscheidet über bestimmte Angelegenheiten, die für

die Gesellschaft von grundsätzlicher Bedeutung sind oder die in Aktionärsrechte

eingreifen. Die Hauptversammlung beschließt in der Regel mit einfacher Mehrheit der vertretenen

Stimmen, bestimmte Angelegenheiten (z.B. Satzungsänderung, Verschmelzung, Kapitalerhöhung bzw.

-herabsetzung etc.) erfordern eine qualifizierte Mehrheit (meist 75%, in einzelnen Fällen auch mehr). Für die

Aktionäre der VA TECH gilt „one share – one vote“; in der Satzung der VA TECH ist das Stimmrecht jedes

Aktionärs mit 25% der ausgegebenen Aktien beschränkt.

YY Justa Denni, VA TECH SAT, spielt die Steirische Ziehharmonika

YY Eine Übersicht über

wesentliche Bestimmungen des

österreichischen Aktiengesetzes

ist im Anhang zum österreichischen

Corporate Governance

Kodex angeführt.


AUFSICHTSRAT

EHRENVORSITZENDER:

Prof. Herbert KREJCI

Generalsekretär i. R. der Vereinigung

Österreichischer Industrieller

VORSITZENDER:

Dr. Peter MICHAELIS

Mitglied des Vorstandes der Österreichische

Industrieholding AG

STELLVERTRETENDER

VORSITZENDER:

Dkfm. Franz STRUZL

Vorsitzender des Vorstandes der

voestalpine AG

MITGLIEDER:

Mag. Dr. Winfried BRAUMANN

Vorsitzender des Vorstandes der

Frauenthal Holding AG

Komm.-Rat Dkfm.

Karl HOLLWEGER

Generaldirektor i.R. der Österreichische

Industrieholding AG

Dkfm. Dr. Alfred KOCH

Vorsitzender des Vorstandes i. R.

der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik

AG

Dr. Wolfgang LEITNER

Rechtsanwalt, Mitglied des Vorstandes

des Österreichischen

Schutzverbandes der Wertpapierbesitzer

Prof. Dipl.-Ing. Helmut LIST

Vorsitzender der Geschäftsführung

der AVL List Ges. f. Verbrennungskraftmaschinen

und Meßtechnik

mbH

Dr. Paul NILLES

Direktor i.R. des Centre de Recherches

Metallurgiques,

Liege/Belgien

o. Univ.-Prof.

Dr. Christian NOWOTNY

Wirtschaftsuniversität Wien, Abteilung

für Unternehmensrecht

Dkfm. Gerhard RANDA

Vorsitzender des Vorstandes der

Bank Austria AG,

Mitglied des Vorstandes der

Bayerische Hypo-Vereinsbank AG

(bis 17.4.2002)

Dr. Eduard SAXINGER

Rechtsanwalt

Komm.-Rat Alfred WIDMER

Geschäftsführer i.R. der Julius

Blum GmbH

Dipl.-Ing. Rainer WIELTSCH

Mitglied des Vorstandes der Österreichische

Industrieholding AG

(seit 17.4.2002)

Bilanzausschuss:

Peter Michaelis, Franz Struzl, Alfred Koch, Eduard Saxinger, Ernst Artner und Wilhelm Sturm.

VORSTAND

Komm.-Rat Dkfm.

Dr. Erich BECKER

Vorsitzender des Vorstandes

der VA Technologie AG

Dr. Roland SCHARB

Stellvertretender Vorsitzender des

Vorstandes der VA Technologie AG

(ab 18.12.2002; bis dahin Mitglied

des Vorstandes der VA Technologie

AG)

Dr. Georg ANTESBERGER

Mitglied des Vorstandes der VA

Technologie AG (bis 2.12.2002)

Dipl.-Ing. Gerhard FALCH

Vorsitzender des Vorstandes der

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau

GmbH

Mitglied des Vorstandes der VA

Technologie AG (ab 2.12.2002)

Christian HABEGGER

Vorsitzender des Vorstandes der

VA TECH HYDRO GmbH

Mitglied des Vorstandes der VA

Technologie AG (ab 2.12.2002)

Mag. Klaus SERNETZ

Vorsitzender des Vorstandes der

VA TECH ELIN EBG GmbH

Mitglied des Vorstandes der VA

Technologie AG (ab 2.12.2002)

Ing. Ernst ARTNER

Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates

der

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau

GmbH & Co

Anton BENEDER

Vorsitzender des Zentralbetriebsrates

der VA TECH ELIN EBG

GmbH & Co

Vorsitzender der Konzernvertretung

der Arbeitnehmer des VA

TECH Konzerns

Anita BENEDER

Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates

der applied international

informatics AG

Ing. Rudolf RYBICZKA

Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates

der VA TECH WABAG

GmbH

Ing. Wilhelm STURM

Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates

der VA TECH HYDRO

GmbH & Co

Siegfried TROMAIER

Vorsitzender des Zentralbetriebsrates

der VA TECH HYDRO GmbH

& Co / Weiz

Strategieausschuss:

Peter Michaelis, Franz Struzl, Winfried Braumann, Christian Nowotny, Anton Beneder und Siegfried Tromaier.

Ing. Klaus BRENNER

Vorsitzender des Vorstandes der

VA TECH Transmission & Distribution

GmbH

Mitglied des Vorstandes der

VA Technologie AG (bestellt am

2.12.2002 vorbehaltlich einer in

der Hauptversammlung am

29.4.2003 zu beantragenden Änderung

der Satzung in § 5 Abs 1)


DER KONZERN

30

Harmonielehre

für Unternehmen.

Corporate Governance Kodex

Österreichische Aktiengesellschaften, die im Prime Market

der Wiener Börse notieren, unterliegen vielfältigen Regulativen

auf gesetzlicher (Aktiengesetz, Börsegesetz,

etc), verwaltungsrechtlicher (z.B. Emittenten Compliance

Verordnung der Finanzmarkt-Aufsicht) und vertraglicher

Ebene (z.B. Bedingungen für die Teilnahme am Prime Market

der Wiener Börse). Der Österreichische Corporate Governance

Kodex („CG Kodex“) schafft zusätzliche Standards

für jene Unternehmen, die sich auf der Basis freiwilliger

Selbstverpflichtung zu ihm bekennen.

Der CG Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung

und Überwachung eines Unternehmens. Wesentliche

Grundsätze wie

YY Gleichbehandlung aller Aktionäre

YY Transparenz gegenüber den Aktionären

YY Offene Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

YY Vermeidung von Interessenskollisionen von Organmitgliedern

YY Effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer

sollen das Vertrauen insbesondere der internationalen

Investoren in das Unternehmen und seine Führung sowie

in den Finanzplatz Österreich stärken.


Compliance Richtlinie

Am 1. April 2002 ist die von der Bundes-Wertpapieraufsicht (nunmehr Finanzmarkt-Aufsicht) auf Grund des § 82 Abs. 5a

des Börsegesetzes erlassene Emittenten Compliance Verordnung („ECV“) in Kraft getreten. Diese Verordnung regelt –

so ihr Titel – „Grundsätze für die Informationsweitergabe im Unternehmen sowie betreffend organisatorische Maßnahmen

zur Vermeidung von Insiderinformationsmissbrauch für Emittenten“. Zur Umsetzung der ECV hat der Vorstand der

VA Technologie AG eine interne Compliance Richtlinie erlassen und den Leiter des Bereiches Recht der VA Technologie

AG zum Compliance-Verantwortlichen bestellt. Die VA Technologie AG übt ausschließlich eine Holdingfunktion aus und

ist daher gemäß § 4 Abs. (2) ECV als einziger Vertraulichkeitsbereich im Sinne der ECV definiert. Für die Unternehmensbereiche

gelten analoge Regelungen zur Hintanhaltung des Missbrauchs von Insiderinformation.

YY

YY

YY

YY

YY

YY

Die VA TECH hat sich mit einstimmiger Genehmigung des Aufsichtsrates

vom 18. Dezember 2002 zur Einhaltung des CG Kodex

verpflichtet. Die im CG Kodex beschriebenen Rechtsvorschriften,

die für österreichische börsenotierte Aktiengesellschaften generell

und unabhängig von einem Bekenntnis zum CG Kodex gelten

(„L-Regeln“), werden von der VA TECH uneingeschränkt eingehalten.

Die darüber hinaus gehenden verbindlichen Standards des

CG Kodex („C-Regeln“) sind von der VA TECH bereits weitestgehend

realisiert.

Einschränkungen:

Regel 2: Für die Aktionäre der VA TECH gilt „one share – one vote“

mit der Maßgabe, dass das Stimmrecht jedes Aktionärs gemäß

Satzung mit 25% der ausgegebenen Aktien beschränkt ist.

Regel 38: Eine Altersgrenze für die Nominierung von Vorstandsmitgliedern

ist in der Satzung derzeit nicht vorgesehen.

Regel 49: Mandate des Unternehmens an einzelne Mitglieder des

Aufsichtsrates bzw. ihnen nahestehende Unternehmen für Rechtsvertretungen

und andere rechtliche Beratungsleistungen werden in

jedem Fall zu fremdüblichen Konditionen vergeben; sie werden

dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt und im Geschäftsbericht

veröffentlicht, wenn sie aufsichtsratspflichtige Geschäfte

betreffen.

Regel 51: Die Anzahl der Mitglieder im Aufsichtsrat (ohne Arbeitnehmervertreter)

beträgt zwölf und überschreitet damit die vorgeschlagene

Höchstgrenze von zehn.

Regel 54: Eine Altersgrenze für die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern

ist in der Satzung derzeit nicht vorgesehen.

Regel 78: Die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements

durch den Abschlussprüfer ist ab der Abschlussprüfung

für das Geschäftsjahr 2003 vorgesehen.

Das Bekenntnis der VA TECH zum CG Kodex samt Erläuterung der

Abweichungen ist unter www.vatech.at in der Rubrik Investor

Relations veröffentlicht. Der Wortlaut des CG Kodex steht mit weiteren

allgemeinen Erläuterungen in deutscher und englischer Sprache

unter www.corporate-governance.at zur Verfügung.

Steirische Ziehharmonika, gespielt von Justa Denni, VA TECH SAT, Wien


Positive Beziehungen.

UNSERE AKTIE

32

Ein schwieriges Jahr für Aktien

E-piano, gespielt von

Roger Dekumbis, VA TECH HYDRO, Kriens, CH

Alejandro Santamania, VA TECH Escher Wyss, Madrid, E

Roman Kaksal, EZ Praha, Prag, CZ

Das Jahr 2002 war für die Kursentwicklung vieler Unternehmen der Kapitalgüterindustrie ein schwieriges

Jahr. Während die internationalen Leitbörsen durchwegs mit Verlusten das Börsejahr beendeten (Dow Jones/New

York mit -17%, FTSE100/London -24%, DAX/Frankfurt -44%) konnte der ATX der Börse Wien mit

einer positiven Performance von 1% aufwarten. Die Verunsicherung des internationalen Kapitalmarktes wurde

durch rechtswidrige Bilanzmaßnahmen einzelner Unternehmen noch verstärkt. Vor dem Hintergrund der

weltwirtschaftlich gedämpften Erwartungshaltung gerieten Aktien von Unternehmen der Kapitalgüterindustrie

besonders unter Druck. Der Morgan Stanley Capital Goods Index fiel um 26%, der auf Maschinen- und

Anlagenbauwerte konzentrierte Morgan Stanley Machinery Index verlor 7% und der für die Elektrotechnikbranche

aussagekräftige Morgan Stanley Electrical Index sogar 23%. Der Kurs der VA TECH Aktie sank im

Jahr 2002 von 24,69 EUR auf 15,50 EUR (-37%).

Neben dem ungünstigen Branchentrend hat auch die Restrukturierungsnotwendigkeit des Bereiches Wassertechnik

mit ihrer negativen Ergebnisauswirkung dazu beigetragen. Durch den Kursrückgang ist die Marktkapitalisierung

der VA TECH zum Jahresende 2002 auf 229 Mio. EUR gesunken. Dies sind 45% im Verhältnis

zu den buchmäßigen Eigenmitteln von 505 Mio. EUR. Aufgrund der Tatsache, dass das Jahr 2002 mit einem

Jahresfehlbetrag abgeschlossen wurde – dessen Ursache sowohl in den Restrukturierungserfordernissen

der Unternehmensbereiche Metallurgietechnik und Wassertechnik, als auch in der Abschreibung der Beteiligung

am deutschen Unternehmen Babcock Borsig Power liegt – schlägt der Vorstand der Hauptversammlung

vor, keine Dividende für das Jahr 2002 auszubezahlen.

Die Aktionärsstruktur der VA TECH hat sich im abgelaufenen Jahr nicht wesentlich verändert. Die Aktionäre

ÖIAG und voestalpine AG halten nach wie vor 24% bzw. 19,05%. Vom verbleibenden Streubesitz von

56,95% befinden sich ca. 48% in den Portfolios internationaler Investment- und Pensionsfonds – der Großteil

dieser institutionellen Investoren kommt aus Großbritannien und USA. 52% des Streubesitzes sind im

Besitz österreichischer Investoren – deren Aufteilung wurde mit 35% bei institutionellen Anlegern (Investmentfonds,

Versicherungen, Banken) und 65% in privaten Depots (Privatbesitz, Stiftungen, Unternehmen)

erhoben. Im Jahr 1998 hat die VA TECH 250.000 Stück Aktien (1,67% des Grundkapitals) im Rahmen eines

Mitarbeiteraktienprogrammes zurückgekauft, dieses Volumen befindet sich nach wie vor im Bestand der

VA TECH.

Die verstärkte Ausrichtung der VA TECH auf Technologien und Lösungen, die eine nachhaltige Entwicklung

im Sinne einer verbesserten Lebensqualität für uns alle ermöglichen, aber auch die internen Bemühungen

uns ständig in ökonomischen, ökologischen und sozialen Belangen zu verbessern, wurde 2002 auch am Kapitalmarkt

gewürdigt. Seit September 2002 ist die VA TECH Aktie im FTSE4Good Index der Börse London

vertreten. FTSE4Good ist ein Index für sozial verantwortungsvolle Investoren zur Performancemessung von

Unternehmen, welche weltweit anerkannte Standards in Bezug auf ihr allgemeines soziales Verhalten erfüllen.

Der im September 2001 an der Londoner Börse eingeführte Index enthält Unternehmen, die nach Selektionskriterien

aus drei Themenbereichen untersucht werden: YY Nachhaltiges Wirtschaften in

Bezug auf die Umwelt

YY Entwicklung positiver Beziehungen

zu Stakeholdern

YY Unterstützung allgemeiner

Menschenrechte


Kursentwicklung

Index in %, seit 25.5.1994

VA TECH

MSCI Europe (All Countries)

ATX (Börse Wien)

Eigentümerstruktur

19,05% voestalpine AG

24% ÖIAG

Wien (Börse Wien, VA TECH)

London (SEAQ International, London)

New York (ADR-Bank of New York, VATXY)

Frankfurt (Freiverkehr)

Berlin (Freiverkehr)

München (Freiverkehr)

Stuttgart (Freiverkehr)

Hamburg (Freiverkehr)

56,95% Streubesitz

Kursentwicklung

Index in %, seit 31.12.2001

VA TECH

MSCI World Machinery

MSCI Capital Goods

Termine 2003

ATX

MSCI World Electric

Equipment

Ergebnisse

Jahresabschluss 2002 26. März 2003

1. Quartal 2003 22. Mai 2003

1. Halbjahr 2003 28. August 2003

1. – 3. Quartal 2003 20. November 2003

Hauptversammlung 29. April 2003,

Linz Design Center

Dividenden Ex-Tag 6. Mai 2003

Dividenden Zahl-Tag 9. Mai 2003

VA TECH Open Juni 2003

Handelsplätze VA TECH-Wertpapierkennnummern

VA TECH-Wertpapierkennnummer: 0937453

ISIN: AT 0000 937453

ADR-ISIN: US 91819 P 1049

(ISIN: International Securities Identification Number)

Reuters Code: VATE.VI

Bloomberg: VATC AV

AP-Dow Jones: R.VATECH


UNSERE AKTIE

34

„This VA TECH mission

makes a statement about

our commitments to

innovation, reliability and

durability.“

Dudelsack, gespielt von Saskia Konz


Investor Relations von

größter Bedeutung

Gerade in Zeiten einer unsicheren Prognostizierbarkeit

der internationalen Rahmenbedingungen

ist uns die intensive Kommunikation

sowohl mit privaten als auch institutionellen

Investoren ein großes Anliegen. Bereits zur

Selbstverständlichkeit geworden sind unsere

internationalen Road Shows des Vorstandes

zur Präsentation der Halbjahres- und Jahresergebnisse an den für uns wichtigen Finanzplätzen

wie London, New York, Toronto, Boston, Frankfurt und Wien. Ebenfalls zur

Routine geworden sind ständige Kontakte mit Analysten, Bankenvertretern sowie privaten

und institutionellen Investoren – sowohl telefonisch, als auch in zahlreichen

Meetings und Fachkonferenzen. Ein wichtiger Bestandteil unserer jährlichen Kapitalmarktkommunikation

ist das „VA TECH Open“ zu dem wir im Juni 2002 Kapitalmarktvertreter

zu unserem Standort nach Edinburgh eingeladen haben. Neben Fachpräsentationen

zum Thema „Trends in power industry“ hatten unsere Gäste die Möglichkeit

die Transformatorenfertigung des Standortes VA TECH Peebles zu besichtigen.

Darüber hinaus sind wir in nationalen (CIRA – Circle Investor Relations Austria) und internationalen

Fachgremien (IIRF – International

Investor Relations Federation) vertreten,

um die Beziehung zum Kapitalmarkt

und unseren Kommunikations-Standard

Wesentliche Möglichkeiten unseres

7.000 Seiten umfassenden Internet-An-

ständig zu verbessern. Für unsere ca.

14.000 Privataktionäre bieten wir im Rahgebotes

speziell für Aktionäre sind:

men des VA TECH Aktionärsclubs, in dem

YY Abo Service

derzeit ca. 4.000 Personen registriert sind,

sowohl Einladungen zu Großveranstaltun-

YY Kurschart (Entwicklung

pro Tag/Monat/Jahr)

YY aktuelle Kursabfragen per

gen, als auch eine elektronische Betreu-

Mobiltelefon (WAP und SMS)

ung. Ca. 140 Presseaussendungen pro

YY Analystenberichte zur VA TECH

Jahr wurden per elektronischem Abo-Ser-

YY Produktinformationen

YY Technologische News

vice kontinuierlich und zeitgleich an alle In-

YY Finanzterminkalender

teressenten verschickt. Elektronische Me-

YY umfangreiches Downloadcenter

dien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Schon seit dem Jahr 1998 übertragen wir

YY der gesamte Geschäftsbericht im

Internet

YY Glossars mit verschiedenen

die VA TECH Hauptversammlung über un-

Themenschwerpunkten wie

sere Internet-Homepage www.vatech.at.

technische, betriebswirtschaft-

liche oder börserelevante

Informationen

Wenn Sie an der Zusendung von Investor-Relations-Informationen oder an Einladungen

im Rahmen des VA TECH-Aktionärsklubs interessiert sind, beziehungsweise weitere Fragen

haben, steht Ihnen das Investor Relations Team der VA TECH, Wolfgang Schwaiger,

Harald Hagenauer und Gabriele Stimpfl gerne zur Verfügung:

Tel.: (+43/732)6986-9222 Internet:www.vatech.at E-Mail: contact@vatech.at


UNSERE INNOVATIONEN

36

Leonardo 2002: Investition in die Zukunft.

VA TECH Innovationspreis „Leonardo”

Leonardo da Vinci (1452-1519), Renaissancemensch

und Universalgenie, stand Pate für den konzernweiten

LEONARDO-Innovationspreis. Vergeben wurde er heuer

zum sechsten Mal im Rahmen der LEONARDO-Night,

am Vorabend der Konzernwerkstatt. Prämiert wurden

besonders nachhaltig wirkende Projekte, die unsere

Mitarbeiter im letzten Jahr entwickelten. Die Verbindung

zwischen technischer Perfektion und hoher Kreativität

ist jedes Jahr aufs neue Ansporn für unsere Mitarbeiter

aus aller Welt, immer wieder Höchstleistungen zu

erzielen.


Preis für Technologische Innovationen sowie Sonderpreis für „Visionäre Ideen“

Moldshark – Continuous Casting Grain Shaper

Haberl Michael, Pöppl Johann, Resch Helmut; Shan Guo Xin,

Thöne Heinrich, Wimmer Franz

(VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau)

Eine spezielle Konstruktion (Kupferflossen) beim Gießprozess in der Stranggusstechnologie

ermöglicht verbesserte Stahlqualitäten.

Preis für „Innovative Services“

Draft Tube Vortex

Sick Mirjam, Dörfler Peter

(VA TECH HYDRO)

Neue Rechenmethodik für komplexe Strömungsverhältnisse eröffnet neue Möglichkeit

in der Auslegung von Wasserturbinen.

Preis für „Interne Verbesserungen“

Projektportfoliomanagementsystem

Stelzer Willy

(VA TECH ELIN EBG)

Dieses ganzheitliche und konzernweite Projektcontrolling-System ist ein wertvolles Instrument

zur Analyse und Steuerung aller wichtigen TOP-Projekte des Unternehmens.

Sonderpreis „e-Business“

Spares on Wire

Scheiblhofer Markus, Lechner Stefan

(VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau)

Drastische Kostenreduktion im Ersatzteilgeschäft durch eine direkte elektronische

Kommunikation mittels SAP-System zwischen Kunden und der VAI.

Sonderpreis „Smart & Simple“

Spontaneous Response Icon

Wendl Kurt

(VA TECH SAT)

Die Idee eines Icon (EDV-Programmsymbol) im VA TECH Intranet, durch welches alle

Mitarbeiter spontane Ideen rasch und unbürokratisch eingeben können.

Sonderpreise „Sustainable Solutions“

Zero Waste Steelworks

Pirker Hermann, Lehner Joachim, Steins Johannes,

Gennari Udo, Müller Johannes

(VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau)

Zukünftiges Konzept eines sauberen und umweltfreundlichen Stahlwerkes durch

umfassendes Recycling aller Hüttenreststoffe.

ECOBulb

Courtois Gilles, Drevard Dominique, Duflon Pierre,

Fonkenell Jacques, Harb Walter, Hell Johann,

Karnthaler Ernst, Lechner Günter, Lotito Jacques, Monnet Yves

(VA TECH HYDRO)

ECOBulb steht für ein integriertes Energieerzeugungskonzept für Wasserkraftwerke

welches durch technologische Lösungen (Permanentmagneterregung) verbesserte

Einsatzmöglichkeiten bietet.


Neue Prozessmodelle

zur Erzeugung von rostfreiem Stahl. Mitarbeiter der VAI Automations- und

Verfahrensabteilungen entwickelten gemeinsam die Prozessmodelle

durch Zusammenführung der Wissensgebiete Metallurgie, Verfahrens-

Know-how, Prozessautomation und Informationstechnologie. Diese Modelle

ermöglichen eine Optimierung der Rostfreistahlerzeugung für unterschiedlichste

Qualitäten im Hinblick auf die chemische Zusammensetzung

des Stahlbades und den Temperaturverlauf während des Prozesses

und tragen erheblich zur Wirtschaftlichkeit des Stahlwerksbetriebes bei.

Das VAI Automationssystem für Rostfreistahlwerke wurde erstmals Ende 2001 im Stahlwerk ACE-

SITA/Brasilien zur vollsten Zufriedenheit des Kunden implementiert. Weitere Inbetriebnahmen bei

ALZ/Belgien und TAIYUAN/China werden bis Ende des ersten Quartales 2003 abgeschlossen. Beim

Edelstahlerzeuger BÖHLER EDELSTAHL/Österreich wird das VAI Automationssystem auf Grund der

breitgestreuten Produktpalette dieses Erzeugers seine umfassende Funktionalität nachweisen.

Metallurgietechnik

Die ECOBulb Rohrturbine

Für Anwendungen bei kleinen Fluss-Kraftwerken wurde eine neue Generation

COMPACT-Rohrturbinen mit der Bezeichnung ECO Bulb entwickelt.

Diese zeichnet sich durch einen neuen, kostengünstigen direktangetriebenen

Synchron-Generator aus. Es entfällt das bei Kleinturbinen häufig eingesetzte

Getriebe sowie die Erregung und übrige Hilfssysteme. Der erste

Prototyp dieser kostengünstigen und umweltfreundlichen Maschine konnte

im Kraftwerk AUBAS/Frankreich erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Dies erlaubt es, Anlagen mit geringer Dammhöhe wirtschaftlich mit Maschinensätzen auszustatten.

Auf Basis der ersten Erfahrungen sowie Projektierungen für einige Anlagen hat sich VA TECH HYDRO

entschlossen, eine Serie von ECOBulb-Maschinen zu entwickeln, die den Leistungsbereich

von 200 kW bis 5 MW umfassen.

Hydraulische Energieerzeugung

Technologisch

fortschrittliche Netzleitsysteme

zum optimierten Betrieb komplexer elektrischer Übertragungs- und

Verteilnetze. Energieversorgungsunternehmen sind in ihrem Geschäftsumfeld

seit einigen Jahren mit massiven Änderungen durch

Marktliberalisierung, neue Technologien und wachsendes Umweltbewusstsein

konfrontiert. Daraus resultieren zunehmend komplexere Netze,

für deren effizienten Betrieb neue Lösungen verlangt werden. 2002

gründete die VA TECH T&D ein Joint Venture mit der Deutschen PSI AG, Marktführer für große Netzleitsysteme

für elektrische Netze am deutschsprachigen Markt. VA TECH CNI agiert global und liefert

technologisch fortschrittliche Netzleitsysteme für Übertragungs- und Verteilnetze aber auch Multi-

Utility Netze. Eine große Anzahl an Funktionen für Netzleitsysteme steht zur Verfügung, weiters können

auch Automatisierung, Steuerung, Kommunikation sowie Schutzgeräte für Schaltanlagen zusätzlich

angeboten werden.

Energieübertragung und -verteilung


Nachhaltig innovativ.

Membranbelebung

In konventionellen Kläranlagen werden die natürlichen Selbstreinigungsprozesse,

wie sie in allen Gewässern stattfinden, in wesentlich konzentrierterer

Form durchgeführt. Membranbelebungsanlagen funktionieren

nach dem selben Prinzip. Der letzte Schritt, die Nachklärung, wird allerdings

statt durch Absetzen des Klärschlammes in großen Nachklärbecken

durch ein leistungsstärkeres Membrantrennverfahren ersetzt. Die Kombination

des bewährten Belebungsverfahrens und der innovativen Membrantechnologie

bietet eine Reihe von Vorteilen wie hervorragende und keimfreie Wasserqualität. Weiters

ist durch Entfall des Nachklärbeckens und die höhere Abbaukapazität im Belebungsbecken für die Errichtung

der Anlage insgesamt ein wesentlich kleinerer Platzbedarf erforderlich. Derzeit wird das

Gruppenklärwerk Nordkanal für eine Anschlußgröße von 80.000 Einwohnerwerten nach dem Membranbelebungsverfahren

ausgebaut. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung wird das Gruppenklärwerk

Nordkanal die größte Membranbiologie Deutschlands sein.

Wassertechnik

Klima-Windkanal

Der neue weltgrößte Klima-Windkanal für Schienenfahrzeuge in Wien war

für die VA TECH ELIN EBG eine interessante Herausforderung. Vom ICE bis

TGV werden die schnellsten Züge Europas als komplette Garnituren bei

Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h getestet. Für diese Tests werden regelbare

Prüfspannungen zwischen 200 und 4.000 V benötigt. VA TECH ELIN

EBG hat eine Lösung realisiert, die trotz dieses weiten Spannungsbereiches

eine maximale Mess-Genauigkeit garantiert. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft

werden die gesamte technische Gebäudeausrüstung und Elektronik wie Heizung, Lüftung,

Klimatisierung und Sanitäreinrichtung realisiert. Riesige Gebläse und Kälteanlagen mussten mit

entsprechend hohen elektrischen Leistungen versorgt werden. Auch die Regen- bzw. Schneesimulation,

die Dampferzeugung und das Abgassystem für dieselbetriebene Fahrzeuge wurde von VA TECH

ELIN EBG ausgeführt.

Infrastruktur

UNSERE INNOVATIONEN

39


UNSERE MITARBEITER

40

Vision in der Tat.

Unsere Mitarbeiter.

Das CHANCE Projekt

Die bedeutenden Umwälzungen, die in den letzten

Jahren aufgrund von Akquisitionen, Devestitionen

und Restrukturierungen im Konzern stattgefunden

haben, und die Ergebnisse aus unserer erstmals

weltweit durchgeführten Mitarbeiterumfrage waren

die Ausgangsbasis für einen tiefgreifenden Veränderungsprozess,

der in 2001 gestartet wurde. Der

Prozess der Veränderung, der den Namen „CHANCE“ trägt, fokussierte in 2002

im besonderen auf die Umsetzung unserer Vision und die Verbesserung unserer

Führungsleistung. In 18 Visionsworkshops wurden vom Vorstand an 16 Standorten

weltweit 650 Führungskräften und Mitarbeitern vor Ort die Vision erläutert

und über 800 Ideen und Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet.

YY „ …Es sind unsere Mitarbeiter, die diese

Dinge in die Tat umsetzen auf der Basis

von Vertrauen, Fairness und Integrität.

Daher fördern wir Kreativität, Vielfalt und

persönliche Entwicklung. Was letztlich für

uns zählt sind Leistung, Einsatz und die

Bereitschaft zur Veränderung.

(aus der VA TECH Vision)

Seit September 2002 arbeiten ca. 500 Führungskräfte des Konzerns im VA TECH

Leadership Programme an der Verbesserung ihrer persönlichen Führungsleistung.

Intensive Kommunikation und Diskussion von individuellen Karrieremöglichkeiten

wird in der konsequenten Fortsetzung des Führungswerkzeuges „Mitarbeitergespräch“

praktiziert. Höhere Transparenz über aktuelle Jobangebote

haben Interessierte seit Ende 2002 im neuen „Jobcorner“ auf elektronischem

Wege. Online Bewerbungen sind hier ebenso möglich wie das Abonnieren eines

Newsletter, der laufend über neue Jobangebote informiert.

Zur konsequenten Erarbeitung und Umsetzung weiterer Maßnahmen sowie zur

Steuerung des gesamten Veränderungsprozesses wurden Führungskräfte und

Mitarbeiter aus Standorten verschiedener Länder in die dafür gebildete Steuergruppe

integriert.


UNTERNEHMERISCHE

KOMPETENZ

INTERKULTURELLE

KOMPETENZ

PERSÖNLICHE KOMPETENZ

MANAGEMENT KOMPETENZ

SOZIALE

KOMPETENZ

FACHKOMPETENZ

Das VA TECH Leadership Programme,

denn fachliche Kompetenz allein reicht nicht aus!

Die Mitarbeiter im Konzern wünschen sich eine Verbesserung

der Führungsleistung ihrer Chefs. Das war

ein wesentliches Ergebnis aus der VA TECH Mitarbeiterumfrage.

Im Projekt „CHANCE“ wurde dieses für

das Unternehmen bedeutende Thema aufgenommen

und das VA TECH Leadership Programme entwickelt.

Etwa 500 Führungskräfte aus allen Bereichen des VA

TECH Konzerns nehmen an diesem Trainings- und

Entwicklungsprogramm teil. Zielsetzung ist die Verbesserung

der persönlichen Führungsleistung. Dabei

geht es um die sogenannten „soft facts“ wie „persönliche“,

„interkulturelle“ und „soziale“ Kompetenz genauso wie die „hard facts“ der „unternehmerischen“

und „Managementkompetenz“. Die fachliche Befähigung ist eine wesentliche Voraussetzung

für eine Führungskraft, ist aber nicht Thema dieses Programmes. In insgesamt vier Modulen

von je 2,5 Tagen arbeiten die Teilnehmer schwerpunktmäßig an der Entwicklung Ihrer persönlichen

Führungsrolle. Dabei stellen sie in Kleingruppen von ca. 15 Personen aus verschiedenen Ländern,

unterschiedlichen Kulturen und gemischten fachlichen Bereichen die eigene Führungsleistung auf

den Prüfstand. Stärken und Schwächen werden gegenseitig beurteilt sowie in vielen praktischen

Übungen aus dem Führungsalltag ihre persönliche Führungskompetenz weiter entwickelt. Jeweils

ein externer und ein interner Begleiter arbeiten mit den Teilnehmern. Diese Mischung aus externem

Wissen von Trainern und internem Know-how von Führungskräften schafft eine gute Voraussetzung

für ein lern- und erlebnisreiches Programm. Jeweils vier Kleingruppen trainieren gleichzeitig

an einem Ort und dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, in gemischten „Großgruppen“ von

ca. 60 Personen auch Lernerfahrungen auszutauschen und Themen quer durch die Hierarchie und

den Konzern zu bearbeiten. Selbstverständlich nehmen auch die Vorstände des Konzerns an dem

Programm teil. Christian Habegger und Lorenz Held, die mit der Projektleitung des Programmes

betraut sind, nehmen eine Doppelrolle als Teilnehmer und interne Begleiter ein.

YY „Wenn das Programm bei den Teilnehmern eine ähnliche

Aufbruchstimmung auslöst wie bei allen, die an

der Konzipierung und Erstellung des Leadership-

Programmes mitgearbeitet haben, wird sich der gewünschte

Lern- und Erlebniserfolg einstellen.

Die Umsetzung unserer neuen VA TECH VISION und

die Bewältigung der hochgesteckten Ziele sowie die

Zusammenarbeit in Richtung - wir handeln und

fühlen uns als ein Unternehmen - erfordert von den

Führungskräften eine entsprechende persönliche

Entwicklung in den Kompetenzen aus dem Leadership-Programme.“


UNSERE MITARBEITER

42

Unser Anliegen ist es, Wert zu schaffen.

Wertorientierte Management Bonifikation

Zur Unterstützung der nachhaltigen Wertsteigerung

im Konzern wird im Top Management seit 2001 ein

wertorientiertes Management- und Bonifikationssystem

auf Basis EVA (Economic Value Added) eingesetzt.

Grundsätzliches Ziel des EVA Modells ist ein

zielgerichtetes Wertsteigerungsmanagement und

die Beteiligung möglichst vieler Mitarbeiter an der

Wertentwicklung des Konzerns. Die Verbindung von

Wertsteigerung und variabler Vergütung bewirkt,

dass Mitarbeiter und Unternehmen gemeinsame

Ziele verfolgen:

„Aus Mitarbeitern werden Mitunternehmer“.

EVA zeigt, inwieweit das operative Geschäft die Kapitalkosten

verdient und darüber hinaus Wert

schafft. Die Koppelung mit dem Bonifikationssystem

führt dazu, dass die variable Vergütung der

Entscheidungsträger mit Wertsteigerung positiv und

mit Wertvernichtung negativ verknüpft wird. Zur

Schaffung hoher Leistungsanreize wurde dafür im

Wege einer Bonusbank bei hoher Wertsteigerung

die Bonifikation nach „oben“ und zur Berücksichtigung

hoher Wertvernichtung nach „unten“ geöffnet.

Dadurch wird nachhaltig wertorientiertes Entscheidungsverhalten

der Entscheidungsträger gefördert

und ein signifikanter variabler Anteil der Managementvergütung

von der Wertschaffung im jeweiligen

Verantwortungsbereich abhängig gemacht.

Nach der Einführung auf Vorstandsebene wurde das

System in 2001 auf die Top 200 Führungskräfte

weltweit ausgeweitet und in 2002 konsequent weitergeführt.

Aktienoptions-Programm für Führungskräfte

Im Jahr 2002 wurde in Fortsetzung der konsequenten

Wertorientierung, zur Bindung und Gewinnung

von Führungskräften und in Anlehnung an international

übliche Praxis, im VA TECH Konzern ein Aktienoptionsplan

für einen engen Kreis von Vorständen

und ausgewählten Führungskräften des Konzerns

eingeführt, deren Entscheidungen und Tätigkeit von

maßgeblichem Einfluss auf die Entwicklung der

VA TECH sind. Der Konzern sieht darin die Möglichkeit,

dem Kreis der Führungskräfte bei einer besonders

positiven Entwicklung des Unternehmens, die

am Aktienkurs gemessen wird, am Unternehmenserfolg

zu beteiligen und so die Ausrichtung auf

einen nachhaltigen Erfolg des Konzerns zu unterstützen.

Gleichzeitig soll dadurch ein zusätzlicher

Leistungsanreiz und eine stärkere Bindung an den

Konzern geschaffen sowie die Attraktivität des

Unternehmens für internationale Führungskräfte

gesteigert werden. Für die Teilnahme an diesem

Aktienoptions-Programm ist die Erbringung eines

Eigeninvestments in Form von VA TECH-Aktien Voraussetzung.

Die entsprechend dem Eigeninvestment

gewährten Aktienoptionen können zu jeweils

einem Drittel nach einer 2-jährigen Wartezeit ausgeübt

werden, wenn der Aktienkurs um mindestens

15%, 20% bzw. 25% gestiegen ist. Ein hoher Anteil

der Führungskräfte aus 13 verschiedenen Ländern

hat sich an dem Programm beteiligt, sich zu einem

Eigeninvestment von rund einer Million Euro verpflichtet

und damit die Entwicklung vom „Mitarbeiter

zum Miteigentümer“ im VA TECH Konzern sichtbar

dokumentiert.


Das VA TECH International Young Professional Programme

Nach erfolgreichem Abschluss des ersten International Young Professional Programme wurde im

Februar 2002 ein zweites Programm gestartet, um den internationalen Managementnachwuchs

zu sichern. Zielsetzung dieses Programms ist es, die Kandidaten „on-the-job“ für den späteren

Einsatz in Führungs- und Fachfunktionen vorzubereiten. Dazu erhielten sie Gelegenheit im Rahmen

eines 12-monatigen Programms breites Wissen über den VA TECH Konzern zu bekommen

und ihre persönliche Entwicklung, insbesondere Teamfähigkeit, zu fördern. Im Rahmen von verschiedenen

Projektaufgaben kamen sie dabei international in mehreren Unternehmensbereichen

zum Einsatz und hatten gemeinsam ein Konzernprojekt im Bereich der Kommunikation zu bearbeiten.

Im Jänner 2003 wurde das zweite Programm erfolgreich abgeschlossen. Das Programm wurde

zielgerichtet weitergeführt und bedarfsorientiert zum VA TECH International Professional Programme

weiterentwickelt. Der Auswahlprozess für die nächste Runde hat im März 2003 begonnen,

das Programm startet Ende September 2003.

Junge Wilde

Die „Jungen Wilden“ – das ist eine Gruppe von sechs kreativen, kommunikativen und herausfordernden

Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen sowie der VA Technologie AG, die seit

letztem Jahr mittels verschiedener Initiativen besondere Akzente setzt. Ins Leben gerufen wurden

die ‚Jungen Wilden’ durch die CHANCE Steuergruppe zur aktiven Mitgestaltung des Prozesses

der Visionserstellung. Eine weitere Aufgabe hinsichtlich direkter und rascher Kommunikation

über Unternehmensbereiche und Hierarchien hinweg – so auch ihr Auftrag vom VA TECH Vorstand

– waren Feedbacks von jüngeren Mitarbeitern direkt an den VA TECH Vorstand im Rahmen

der Visions-Roadshows. Auch bei der Gestaltung des Leadership Programms standen sie mit Rat

und Tat zur Seite.


Wir engagieren uns nachhaltig. Täglich.

Für die VA TECH als international tätiges Unternehmen ist es nicht nur wichtig, mit Produkten und Diensleistungen

zu einer öko-effizienten Versorgung der Gesellschaft beizutragen. Wir wollen im Rahmen eines verantwortungsvollen

unternehmerischen Handelns auch dort unterstützen, wo rasch und effizient geholfen

werden kann.

Gesellschaftliche Verantwortung ist für uns nicht nur eine Selbstverständlichkeit im Heimmarkt Europa,

sondern auch in allen Ländern, in denen wir tätig sind. Über unsere ökonomischen Ziele hinaus tragen wir

damit Verantwortung, Fortschritt im Einklang mit sozialen Werten sicherzustellen. Unsere Policies und ethischen

Grundsätze, die unsere Geschäftstätigkeit weltweit prägen, bilden die Grundlage für unsere Global

Social Responsibility.

VA TECH und Global Compact

Die VA TECH unterstützt als erstes österreichisches Unternehmen die UN-Initiative „Global Compact“. Sie

wurde von UN-Generalsekretär Kofi Annan erstmals am World Economic Forum im Jahr 1999 in Davos vorgestellt

und umfasst neun Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz.

Unternehmen, die dieser freiwilligen Übereinkunft beitreten, sind gefordert, ihr betriebliches Handeln

an diesen Grundsätzen auszurichten.

Sustainability Board

Zur Verstärkung der Konzernaktivitäten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wurde das VA TECH

Sustainability Board als beratendes Gremium des Vorstandes gegründet. Ein interdisziplinäres Team aus

allen Konzernbereichen und Fachfunktionen (Qualität/Umwelt/Sicherheit, Personal, Organisationsentwicklung,

Strategie und Kommunikation) trifft in regelmäßigen Abständen zusammen.

Mehr über die Nachhaltigkeitspolitik unseres Unternehmens finden Sie in unserem „Nachhaltigkeitsreport

2002“ bzw. im Internet unter www.vatech.at.


Soziales Engagement:

Think global, act local.

UNSER GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

45

Die VA TECH setzt ihre globale Verantwortung laufend in regionalem Engagement um. Die Unterstützung

humanitärer, medizinischer und pädagogischer Projekte ist ein wesentlicher Zugang, die soziale Dimension

der Nachhaltigkeit zu forcieren.

Verantwortung für die nächsten Generationen

Seit dem Jahr 1996 unterhält die VA TECH eine Partnerschaft mit der Vereinigung „Ärzte ohne Grenzen“

und setzt sich derzeit für die Unterstützung eines Krankenhauses und mehrerer Gesundheitszentren in der

Provinz Badakhshan (Afghanistan) ein. Mutter-Kind-Programme bilden das Herzstück des Projekts. Im Rahmen

des Aufbaus der Gesundheitsversorgung in der gesamten Region steht die Verbesserung der medizinischen

Situation von Frauen und Kindern im Vordergrund. Impfprogramme, die Beratung von Schwangeren

und die Schulung von traditionellen Hebammen bilden die Schwerpunkte. In einem Ernährungszentrum

werden unterernährte Kinder sowie stillende und werdende Mütter versorgt. Die Schulung traditioneller

Hebammen ist ebenfalls Teil des Mutter-Kind-Programms.

Faire Geschäftsbeziehungen

Stakeholder sind die zentrale Zielgruppe, wenn es um den Dialogprozess in Sachen Nachhaltigkeit geht.

Die Organisation „FairTrade“ erhielt daher anlässlich der Konzernwerkstatt die Möglichkeit, über Produkte

aus Ländern der Dritten Welt zu informieren und konnte sich über einen nachhaltigen Erfolg freuen: Kaffee

mit dem FairTrade-Gütesiegel wird ab sofort in der Kantine der VA TECH WABAG gekocht.


Masibambane College: Zentrum für Sustainable Technologies

Als einer von mehreren österreichischen Partnern beteiligt sich die VA TECH am Projekt „Masibambane

College“. Das College wurde im Jahr 1996 als hoch qualitatives Ausbildungsprojekt im Township Orange

Farm, Südafrika, gegründet und bietet heute Ausbildungsplätze für rund 400 Schüler. In einem Studentenwettbewerb

wurde ein Grundkonzept für ein multifunktionales Gebäude für die College Community entwickelt,

wobei der Schwerpunkt auf der Umsetzung von Nachhaltigkeitstechnologien liegt. Neben der Aufgabe

als Unterrichtsgebäude soll das geplante Sustainability Technology Center auch Funktionen für die

Gemeinde der örtlichen Bevölkerung erfüllen. Das projektierte Zentrum wird nicht nur klassische Naturwissenschaften

wie Chemie, Physik oder Biologie lehren, sondern auch nachhaltige Technologien und ökologische

Zusammenhänge darstellen.

Talente richtig fördern

Die VA TECH hat die Bedeutung der Dimension erkannt und fördert kreative, talentierte Menschen mit geistigen

Behinderungen. Durch die Unterstützung des Schlosses Hartheim, das mit Mitteln des Landes Oberösterreich

generalsaniert und mit der Landesausstellung „Wert des Lebens“ neu eröffnet wird, leistet die

VA TECH einen beispielgebenden Beitrag zur Verknüpfung von Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur. Ziel des

Projekts ist die Darstellung der Gleichwertigkeit von Leben und die Dokumentation der Kreativität von

geistig behinderten Menschen.


Umweltmanagement mit Zertifikat.

Kundenorientierte Systeme

Die VA TECH als global agierendes Technologie- und Serviceunternehmen bietet eine weite Palette von

Produkten und Dienstleistungen auf einer Vielzahl von Märkten mit unterschiedlichsten Kundenbedürfnissen

an. Zur kontinuierlichen Verbesserung sämtlicher Entwicklungs- und Produktionsprozesse existieren

konzernweite Managementsysteme, die Umwelt-, Qualitäts- und Sicherheitsaspekte gleichermaßen berücksichtigen.

Im Sinne der Kundenfokussierung ist es notwendig, die Managementsysteme der verschiedenen

Konzerngesellschaften den jeweiligen Bedürfnissen der Märkte und der Kunden anzupassen.

Erfolgsfaktor Integration

Über die klassischen Aktivitäten des produktionsbezogenen Umweltschutzes hinaus

müssen Produkte und Lösungen der VA TECH auch im globalen Zusammenhang umweltrelevante

Kriterien wie Effizienzsteigerung, Emissionsreduktion und lange Anlagenlebenszyklen

erfüllen.

Die klassischen Qualitätsmanagementsysteme bilden die Wurzeln für die heute in der VA TECH weit verbreiteten

integrierten Managementsysteme. Sie dienen dem Management der Qualität der Geschäfts- und

Führungsprozesse, der Leistungserbringungsprozesse sowie der Beschaffungsprozesse. Produkt- und Servicequalität,

Umwelt sowie Sicherheit am Arbeitsplatz stellen im Prozessmanagement, ebenso wie Belange

der Aufbau- und Ablauforganisation, ein integriertes Ganzes dar.

Umweltmanagement nach Stufenprogramm

Die VA TECH betreibt weltweit mehr als 250 Vertriebs-, Engineering- und Produktionsstandorte.

Der überwiegende Anteil dieser Standorte weist traditionelle

Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9001 auf.

Die Integration der Themen Umwelt und Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein laufender

Prozess. Die VA TECH hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Integrationsprozess

terminlich zu definieren: Bis Ende 2005 sollen alle wesentlichen

Standorte über ein integriertes Managementsystem verfügen, das sowohl das

Qualitätsmanagement nach ISO 9001 als auch das Umweltmanagement nach

ISO 14001 enthält.

UNSER ENGAGEMENT

47


UNSER GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

48

Kultur ist nachhaltig.

Kunstförderung mit internationalem Ruf

Im Auftrag der Stadt Linz wird am rechten Donauufer nahe des Brückenkopfes das neue

Museumsgebäude Lentos Kunstmuseum Linz für die Neue Galerie errichtet. Der Bau von

Lentos, der von der VA TECH maßgeblich unterstützt wird, wird darüber hinaus auch den internationalen

Ruf der oberösterreichischen Landeshauptstadt als Kulturmetropole festigen.

Kulturpartnerschaft

Die VA TECH ist Hauptsponsor der PRESTO-Vereinigung und unterstützt das Bruckner-Orchester

Linz in der Entwicklung seiner künstlerischen Möglichkeiten. Entstanden ist aus dieser

Initiative eine „Kulturpartnerschaft“ von vorerst drei industriellen Großbetrieben, denen

sich in der Folge noch eine große Bank und die Stadt Linz anschlossen. Die VA TECH hat

mehrfach hervorragende Solisten engagiert, um dem Bruckner-Orchester Linz bei seinen

Auftritten höhere Aufmerksamkeit zu verschaffen.


„Brücken braucht man dort, wo

Grenzen und Umwege bestehen.

Die Fähigkeit und Bereitschaft zu

interkulturellen Brücken nämlich

entsteht besonders dann, wenn

sich Entferntes zufällig begegnet

und wenn diese Begegnung dann

unvergesslich wird.“

VA TECH konnte den künstlerischen Leiter des Bruckner-Orchesters und weltberühmten Dirigenten

Dennis Russell Davies gewinnen, live via Direkteinschaltung aus Linz, einige Worte zum Thema

„Building Bridges“, das die heurige Konzernwerkstatt prägte, zu äußern. So sprach sich Dennis

Russell Davies für eine Überbrückung aller konventionellen Grenzen sowohl in der Musik, als auch

im wirtschaftlichen Leben aus und verriet das Geheimnis, wie es ihm immer wieder gelingt, mit neuen

überraschenden Lösungen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Ein Plädoyer für das Weitergehen,

wider das Repertoire-Denken und für den Teamgeist.

YY

Dennis Russell Davies: „Deshalb habe ich ein Produktionsprinzip: Nichts fest werden lassen, alles

immer neu erschaffen. Jede neue Aufführung ist nur dann wirklich frisch, wenn sie mehr ist als eine

bloße Wiederholung. Es gibt Kommunikationsformen, die die Zielsetzungen und Konzeptionen, die

Modelle, Vorbilder und grundsätzlichen Überzeugungen betreffen, wenn Sie so wollen: die Unternehmensphilosophie.

Wünschen wir uns gegenseitg, dass es uns, in Kooperation mit unseren

Teams, auch weiterhin gelingt, sustainable solutions zustande zu bringen!“


HIGHLIGHTS 2002

50

Sternstunden.

Jänner

VA TECH SAT erhält

wichtigen Auftrag über ein

Schutz- und Steuerungssystem

für ein Umspannwerk

in Brasilien.

Erfolgreiche Inbetriebnahme

einer Stranggießanlage

bei ANGANG Group

Iron & Steel in China führt

zu Folgeauftrag für eine

weitere Anlage.

VA TECH ELIN EBG

wird als Generalunternehmer

mit der Errichtung

des Büro- und Geschäftszentrums

Soravia Center

Zar Osvoboditel in Sofia/Bulgarien

beauftragt.

Februar

VA TECH WABAG erhält

einen Auftrag für die

größte Membrankläranlage

Deutschlands in Karst/

Nordrhein-Westfalen.

Inbetriebnahme des

Stahlwerkes COSIPA nach

nur 26 Monaten Bauzeit

und Folgeauftrag für eine

Vakuumentgasungsanlage.

Das Gesamtprojekt

der VAI umfasst einen

160 t LD-Konverter,

Stranggießanlagen, die

Sekundärmetallurgie und

alle dazugehörigen infrastrukturellenEinrichtungen.

VA TECH ELIN EBG

erhält vom Bundesministerium

für Wirtschaft und

Arbeit den Auftrag für den

Aufbau einer bundesweiten

Immobiliendatenbank

mittels Installation eines

Softwaresystems mit

CAFM (Computer Aided

Facility Management).

VA TECH Transmission &

Distribution wird von Eni-

Power mit der Lieferung

eines 380kV Umspannwerkes

(GIS) für das 800

MW Kombikraftwerk in

Ravenna (Italien) beauftragt.

März

Großauftrag über die

Lieferung neuer Pelton

Turbinen für die Anlagen

Sernf und Niederenbach

in Schwanden in

der Schweiz für

VA TECH HYDRO.

Präsentation des ersten

VA TECH-Nachhaltigkeitsberichtes.

VA TECH ELIN EBG

stärkt die Marktführerschaft

in Zentral- und

Osteuropa durch den

Erwerb der Mehrheitsanteile

am slowakischen

Elektrotechnik-Unternehmen

ARTEP a.s.

VA TECH Transmission &

Distribution unterzeichnet

mit Ceylon Eletricity

Board (CEB) einen Vertrag

für Lieferung, Bau,

Montage und Inbetriebnahme

von zwei

Umspannstationen im

Rahmen des Kukule

Ganga Hydro Electric Power

Project in Sri Lanka.

Klarinette gespielt von Charly Augschöll


April

VA TECH unterzeichnet

als erstes österreichisches

Unternehmen die

UN-Initiative „Global

Compact“.

VA TECH Hauptversammlung

beschließt eine Dividende

von 0,5 EUR je Aktie

für 2001, einen Aktienoptionsplan

für ca. 200

Führungskräfte und wählt

Dipl.-Ing. Rainer Wieltsch,

Mitglied des Vorstandes

der ÖIAG, zum Mitglied

des Aufsichtsrates.

VA TECH HYDRO und

National Electric Coil

(NEC) USA geben eine

strategische Allianz auf

dem Gebiet der Energieerzeugung

aus Wasserkraft

bekannt.

VA

TECH

ELIN EBG

wird die sicherheitstechnischenEinrichtungen

des 8,3 km

langen Gleinalmtunnels

modernisieren und erweitern.

Auftraggeber ist die

ÖSAG (Österreichische

Autobahnen- und Schnellstraßen-Aktiengesellschaft).

VA TECH Transmission &

Distribution kann den ersten

Auftrag für ein Umspannwerk

in Kompaktbauweise

aus standardi-

sierten Komponenten

(SHM) in Vietnam verbuchen.

Der Auftrag sieht

die Errichtung eines neuen

66/15 kV Umspannwerkes

für die Ho Chi

Minh City Power Company

in Xa Lo vor.

Mai

VA TECH HYDRO errichtet

gemeinsam mit MAB

Anlagenbau ein neues

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk

für die Modernisierung

der Fernwärmeversorgung

in München.

VA TECH

WABAG

liefert dazu die

Kesselspeisewasseraufbereitungsanlage.

Auftrag zur Errichtung

eines Pumpspeicherkraftwerkes

in Tongbai (China)

für VA TECH HYDRO.

Start des neuen Managements

der VA TECH

WABAG mit klarem Auftrag

zur Restrukturierung

des Unternehmensbereichs

Wassertechnik.

VA TECH ELIN EBG wird

als Federführer im Konsortium

mit MAB Anlagenbau

Austria von IKEA

Moskau mit der Lieferung

und Errichtung der mechanischen

und elektrotechnischenGebäudeaus-

stattung des IKEA Einkaufszentrums

Rose Lake/Moskau

beauftragt.

Juni

Start des Entwicklungsprojektes

„Straflo –

Matrix“ der Energie AG

Oberösterreich mit

VA TECH HYDRO zur

Weiterentwicklung der

HYDROMATRIX ®

Wasserturbine.

Auftrag der China National

Machinery Import &

Export Corporation für eineAbwasserreinigungsanlage

für die chinesische

Stadt Nantong

(VA TECH WABAG).

Zwei Großaufträge für

VA TECH Transmission &

Distribution für das bisher

größte geplante Kombikraftwerk

Immingham in

North Lincolnshire.

VA TECH ELIN EBG

verstärkt ihre Kompetenz

als Gesamtanbieter in der

Gebäudetechnik durch

Akquisition des Kärntner

HKLS-Unternehmens

„Pfrimer & Mösslacher

Heizung Lüftung

Sanitär GmbH“.

Juli

Auftrag für gasisolierte

Schaltanlage für die

Stromversorgung des

olympischen Dorfes der

Olympischen Spiele in

Athen 2004

(VA TECH Transmission

& Distribution).

Abgabe von 80,1% der

VA TECH ELIN EBG Motoren

an die Traktionssysteme

Austria.

August

VA TECH ELIN EBG

gewinnt Großauftrag für

die gesamte technische

Gebäudeausstattung für

den Neubau des Unfallkrankenhauses

Linz.

September

Aufnahme der VA TECH

in den Nachhaltigkeitsindex

für sozial verantwortungsvolle

Investoren

„FTSE4Good“.

Produktion der einmillionsten

Tonne heißbrikettierten

Eisens bei ORINO-

CO IRON, Venezuela

mit dem von VAI entwickelten

und gelieferten

FINMET ® Verfahren.

Diese Technologie ist

derzeit der einzige kommerziell

produzierende

Feinerz-Direktreduktions-

Prozess.

Oktober

Großauftrag der VA TECH

HYDRO gemeinsam mit

General Electric zur

Errichtung des Gas- und

Dampfturbinenkraftwerkes

COOLKERAGH,

Nordirland.

Turnkey-Auftrag für VAI-

Pomini und VAI-India für

die Erweiterung des Walzwerkes

Bhilai, Indien.

Modernisierung und Automation

der von Jiangtsu

Shagang von Thyssen

Krupp gekauften und von

800 chinesischen Fachleuten

demontierten

Westfalenhütte/Dortmund

im Yangtsekiang-Delta

in China (VAI).


November

VA TECH ELIN EBG erhält von

der AUDI AG (Sparte Werkzeugbau)

im Zuge einer Onlineauktion

den Auftrag für die Lieferung der

elektrotechnischen Ausrüstung

für die Rohbauanlage des Audi

A6 in Neckarsulm, Deutschland.

Gründung eines Joint Ventures

der VA TECH Transmission &

Distribution mit Guangzou Yue

Xin Mechanical and Electrical

Group für Hochspannungsübertragungs-

und -verteilanlagen

für den chinesischen Markt.

VA TECH Transmission &

Distribution erhält von KESH

(KORPORATA ELEKTROENER-

GJITKE SHQIPTARE), dem

staatlichen Energieversorger

Albaniens, einen Auftrag

zur Erweiterung von sieben

110/20 kV Schaltanlagen

in Albanien.

Übergabe der größten europäischenSchlammtrocknungsanlage

mit integrierter Abwasserbehandlung(Membranbioreaktor)

in Daldowie/

Schottland durch VA TECH

WABAG.

ELIN EBG Traction wird für

die NordWestBahn 33 TALENT-

Triebwagen fertigen. Mit diesem

weiteren Auftrag überschreitet

die Triebwagenfamilie die Gesamtstückzahl

von 300 bestellten

Fahrzeugen und zählt zu einer

der erfolgreichsten in Europa.

Dezember

Großauftrag für VA TECH

HYDRO zur Modernisierung des

Fernheizkraftwerkes Linz Mitte

mit Errichtung einer schlüsselfertigen

Gas-Kombianlage mit Fernwärmeauskoppelung.

Ausrüstung des Flusskraftwerkes

Da Pu Guangxi, China mit

Rohrturbinen und Generatoren

durch VA TECH HYDRO.

VA TECH ELIN EBG erhält von

der BMW Group den Auftrag für

die gesamte elektrotechnische

Ausrüstung der Umstrukturierung

der Lackiererei im Werk Regensburg.

Erster internationaler Großauftrag

für VA TECH CNI, das Gemeinschaftsunternehmen

von

VA TECH und PSI. VA TECH CNI

(VA TECH CNI Control, Networks

& Information Management) wird

mit der Lieferung eines Netzleitsystems

für den größten malaysischen

Energieversorger Tenaga

Nasional Berhad (TNB) beauftragt.


Kurze Pause.

Es folgt der Lagebericht über

das Geschäftsjahr 2002

Der in diesem Geschäftsbericht veröffentlichte Lagebericht entspricht der

vollständigen und vom Wirtschaftsprüfer geprüften und bestätigten Version.

Dieser Lagebericht enthält auch Angaben und Prognosen, die sich auf die

zukünftige Entwicklung der Konjunktur und des Konzerns beziehen. Alle Prognosen

stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum Erstellungszeitpunkt

zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden und daher

von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen können.

LAGEBERICHT

53


54

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftslage 2002 mit unterschiedlicher

regionaler Entwicklung

Das Jahr 2002 war durch die laufende Rücknahme der

Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum gekennzeichnet.

Zeigten die ersten Prognosen für 2002 noch Werte

über 3%, wurden diese schon bald nach unten revidiert.

Letztendlich landete das globale Wirtschaftswachstum bei

1,7%, vor allem gestützt durch die Entwicklung in China

(über 7%) und den Ländern Mittel- und Osteuropas einschließlich

Russland (knapp 4%).

In Westeuropa bremste der Konsumrückgang das Wachstum.

Aber auch die Investitionen blieben unverändert niedrig,

und der Zuwachs bei Dienstleistungen hat sich verlangsamt.

Insgesamt hat sich das Wirtschaftswachstum in Westeuropa

nochmals gegenüber dem Vorjahr halbiert (0,7% im Jahr

2002 gegenüber 1,5% im Jahr 2001).

Besonders getroffen wurde die Wirtschaft in der Bundesrepublik

Deutschland, wo das Wachstum nur 0,5% betrug.

Dieses schwache Wachstum stützte sich auf eine positive

Exportentwicklung bei Rückgang der Investitionen und des

privaten Konsums. Etwas besser schnitt Österreich mit

einem Wachstum von 0,9% ab.

Das Investitionsklima der europäischen Eisen- und Stahlindustrie

war nach wie vor gedämpft. Die Rohstahlproduktion

blieb 2002 auf dem Niveau des Vorjahres. Investitionen

wurden primär zur Rationalisierung und Erhöhung der Wertschöpfung

durchgeführt.

Stabiler zeigte sich die Entwicklung auf dem Sektor Energieerzeugung

und -verteilung. Auch hier standen Investitionen

in Ertüchtigung und Revitalisierung von Anlagen im Vordergrund.

Die Wassertechnik war besonders in Deutschland und Österreich

vom Markteinbruch im kommunalen Geschäft betroffen.

Die Staaten Mittel- und Osteuropas setzten 2002 positive

Impulse. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes

blieben die Beitrittskandidaten zur EU auf einem soliden

Wachstumspfad. Der Wachstumsmotor war die gute Binnennachfrage.

Das Wachstum der Beitrittskandidaten betrug

2,2%.

Die positive Kehrtwende der russischen Wirtschaft setzte

sich auch im Jahr 2002 fort. Das Wachstum betrug mehr

als 4% und zeigt nun schon seit drei Jahren einen Anstieg.

Die kritische Lage auf den Finanzmärkten ließ in Nordamerika

das Vertrauen der Verbraucher sinken. Der private

Konsum, der sich bisher als sehr robust erwiesen hatte,

wurde in Folge der Aktienkursverluste labiler.

Das Wachstum betrug 2,2% nicht zuletzt durch die unterstützende

Wirtschaftspolitik der USA. Mehrmalige Leitzins-

senkungen der Notenbank sowie Steuererleichterungen

zur Unterstützung des verfügbaren Einkommens bildeten die

wichtigsten Instrumente.

Trotz eines spürbaren Preisanstieges in der Stahlindustrie im

zweiten Halbjahr 2002 gab es kaum Auswirkungen auf die

Investitionstätigkeit. Der Konsolidierungsprozess in der nordamerikanischen

Stahlindustrie wurde in kleinen Schritten

begonnen.

Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Bereich Energieerzeugung

in den Vereinigten Staaten führte zu einem

Rückgang bei Transformatoren, wobei im Netzbereich eine

stabile Entwicklung erkennbar war.

Lateinamerika hat ein überaus schwieriges Jahr hinter sich

und zeigte insgesamt einen Rückgang von 0,6% gegenüber

dem Vorjahr. Gelitten hat die Region vor allem durch die

Krise in Argentinien. Der Zusammenbruch der Wirtschaftskraft

brachte für die gesamte Region einen Vertrauensverlust.

Unter diesen Voraussetzungen war die Investitionsneigung

insgesamt gedämpft.

Asien stand 2002 im Bann der Binnennachfrage. Der Einbruch

der amerikanischen Konjunktur und die schleppende

Entwicklung in Europa führten zu einem Rückgang der

Exporte und zur Neuorientierung bezüglich Schaffung einer

Basis für eine solide Konsumnachfrage.

China, die einzige Volkswirtschaft, die seit Jahren ununterbrochen

zulegen konnte, wird zunehmend zur Wachstumslokomotive.

Insgesamt betrug das Wachstum in Asien 5,9%, getragen

vor allem von China mit 7,5%.

Die konjunkturelle Sonderstellung Chinas spiegelte sich

auch im Investitionsklima der Eisen- und Stahlindustrie

wider. China verzeichnete eine Produktionssteigerung von

20%, die in hohem Maße durch Neuanlagen gedeckt wurde.

Weiterhin erfreulich ist auch die Investitionstätigkeit im

Bereich Wasserkraft aber auch in der Energieübertragung

und -verteilung.

Die politisch instabile Lage prägte auch die Entwicklung im

Nahen und Mittleren Osten. Insgesamt verzeichnete die

Region ein Wachstum von 2,5%, was angesichts der politischen

Unsicherheit im Irak als gut zu bezeichnen ist. Der

Preisdruck blieb jedoch auch im Jahr 2002 am Energiesektor

hoch.

Eine ausführliche Betrachtung der Marktentwicklung in

den einzelnen Branchen der VA TECH erfolgt in der Berichterstattung

zu den Unternehmensbereichen.

Quellen: Österreichisches WIFO, OECD Outlook; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Sektor-Analysen zu Engineering und Capital Goods von

Investmentbanken.


Geschäftsverlauf 2002

Konsolidierungskreisveränderung

Die wesentliche Veränderung im Vergleich 2002 mit 2001

betrifft den Verkauf der VA TECH Transport- und Montagesysteme

(TMS). Das Unternehmen TMS wurde im November

2001 an die französische GTIE verkauft und per 30. September

2001 entkonsolidiert. Eine weitere Veränderung betrifft

die Abgabe der ELIN EBG Motoren GmbH an die Traktionssysteme

Austria im Juli 2002. Die Gesellschaft wurde per

30. September 2002 entkonsolidiert.

Zur besseren Vergleichbarkeit der Kennzahlen 2002 zu 2001

wurden die Kennzahlen des Jahres 2001 angepasst und

ohne den Buchgewinn aus der Abgabe von voestalpine-

Aktien sowie ohne „Eingestellte Bereiche“ dargestellt

(Eliminierung des Verkaufserlöses aus der per 1. 1. 2001 zu

80,1% abgegebenen VA TECH VOEST MCE sowie der Unternehmensdaten

der im November 2001 verkauften TMS).

Die verbliebenen 19,9% der Beteiligung an der MCE VOEST

wurden im Dezember 2002 an den Mehrheitseigentümer

Andlinger Group abgegeben. Das Unternehmen ai informatics

ist nunmehr dem Unternehmensbereich Infrastruktur

zugeordnet und wird nicht mehr unter „Konzernservices und

Konsolidierung“ geführt.

Auftragslage

Auftragseingang leicht rückläufig

Aufgrund der von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägten

internationalen Wirtschaftslage, war die selektive Auftragshereinnahme

und die Fokussierung auf Aufträge mit

guter Ergebnisqualität ein Ziel des VA TECH-Konzerns. Trotz

dieser restriktiven Politik konnten 4.125 Mio. EUR neuer Aufträge

hereingenommen werden – ein klarer Beweis für hohes

Kundenvertrauen in die Leistungsfähigkeit des Konzerns.

Der Auftragseingang des Jahres 2002 lag mit 4.125 Mio.

EUR um 5% unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres

mit 4.349 Mio. EUR (ohne TMS im Jahr 2001).

Den höchsten Auftragseingang im Jahr 2002 erzielte der

Bereich Energieübertragung und -verteilung mit einem Anteil

von 29% am gesamten Volumen. In der regionalen Betrachtung

dominiert wie in den Vorjahren der Schwerpunkt Europa

mit 63%.

Auftragsstand auf solider Basis

Der Auftragsstand fiel Ende 2002 im Vergleich zum Vorjahr

um 8% auf den Stand von 3.961 Mio. EUR. Dies ist eine

solide Basis und liegt damit in der Höhe des Jahresumsatzes

von 3.872 Mio. EUR.

Die Anteile der Unternehmensbereiche betrugen 24% für

Metallurgietechnik, 35% für Hydraulische Energieerzeugung,

23% für Energieübertragung und -verteilung, 8% für Wassertechnik

und 13% für Infrastruktur; die Position „Konzernservices

und Konsolidierung“ betrug minus 3%.

Auftragseingang kumuliert 2000 – 2002 in Mio. EUR

915 1824 2763 3894 1069 2050 3212 4551

4349

966

1910

1045 2211 2938 4125

2000 2001 2002

� 1. Quartal � 1.-2. Quartal � 1.-3. Quartal � 1.-4. Quartal

––– vergleichbare Basis

Auftragseingang nach Unternehmensbereichen 2002

18% Infrastruktur

5% Wassertechnik

29% Energieübertragung

und -verteilung

–2% Konzernservices und Konsolidierung

Auftragseingang nach Regionen 2002

8% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

18% Asien/Pazifik

2% Südamerika

9% Nordamerika

Auftragsstand nach Unternehmensbereichen 2002

13% Infrastruktur

8% Wassertechnik

23% Energieübertragung

und -verteilung

3011

–3% Konzernservices und Konsolidierung

25% Metallurgietechnik

25% Hydraulische

Energieerzeugung

63% Europa

24% Metallurgietechnik

35% Hydraulische

Energieerzeugung

55


56

Die grundlegende Veränderung der Auftragsstruktur der

letzten Jahre war auch 2002 gut erkennbar. Die Anzahl der

noch nicht endfakturierten Aufträge stieg von 8.878 im Jahre

1998 auf über 15.700 zum Ultimo 2002. Die Auftragsgröße

betrug durchschnittlich 470 TEUR – dies ist ein Rückgang

von 34% seit 1998. Der breite Bestand an Aufträgen verringert

naturgemäß sowohl die Risken als auch die Abhängigkeit

von einzelnen Großprojekten.

Ertragslage

Umsatz auf Vorjahresniveau

2002 wurde die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung

der VA TECH auf das Umsatzkostenverfahren umgestellt.

Damit wird dem internationalen Trend Rechnung

getragen.

Der Umsatz des Jahres 2002 blieb mit 3.872 Mio. EUR auf

dem Niveau von 2001 (3.868 Mio. EUR als vergleichbare

Basis). Im Umsatz sind Zinsen aus dem Saldo der erhaltenen

und geleisteten An- und Teilzahlungen in Höhe von 99 Mio.

EUR enthalten (nach 91 Mio. EUR im Vorjahr).

Den größten Anteil am gesamten Konzernumsatz trug der

Bereich Energieübertragung und -verteilung mit 32% bei, das

stärkste Umsatzwachstum verzeichnete der Unternehmensbereich

Hydraulische Energieerzeugung mit 13%, Europa war

auch gemessen am Umsatz der dominierende Markt des VA

TECH-Konzerns (58%).

Den stärksten Anstieg verzeichnete die Region Asien mit

18% auf 545 Mio. EUR. Die gute Entwicklung in China

sowohl in der Metallurgietechnik als auch in der Energiewirtschaft

war dafür ausschlaggebend.

Unsere Kunden kamen 2002 zu 58% aus Europa – die

bedeutendsten europäischen Länder waren Österreich mit

16% und Deutschland mit 9% vom Gesamtumsatzanteil.

928 1863 2766 3985 846 1792 2743 3999

3868

863 1788 2680 3872

17% Infrastruktur

803

1699

2612

2000 2001 2002

Umsatz nach Unternehmensbereichen 2002

7% Wassertechnik

32% Energieübertragung

und -verteilung

Umsatz nach Regionen 2002

9% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

14% Asien/Pazifik

6% Südamerika

13% Nordamerika

1998 1999 2000 2001 2002

Aufträge im

Auftragsstand 8.878 13.723 20.273 18.396 15.734

Durchschnittliche

Auftragsgröße in TEUR 711 476 362 391 470

Umsatzerlöse kumuliert 2000 – 2002 in Mio. EUR

� 1. Quartal � 1.-2. Quartal � 1.-3. Quartal � 1.-4. Quartal

–––– vergleichbare Basis

–2% Konzernservices und Konsolidierung

26% Metallurgietechnik

20% Hydraulische

Energieerzeugung

58% Europa


Gewinn- und Verlustrechnung

2001 Veränderung

vergleichbare G+V vergleichbare

in Mio. EUR 2000 1) 2001 Basis 2) 2002 Struktur Basis 2)

Umsatzerlöse 3.985 3.999 3.868 3.872 100% 0%

Herstellungskosten –3.319 –3.201 –3.201 83% 0%

Bruttoergebnis 680 667 671 17% +1%

Sonstige betriebliche Erträge 245 173 132 3,4% –24%

Vertriebskosten –285 –280 –245 6,3% –13%

Verwaltungskosten –293 –291 –280 7,2% –4%

Sonstige Aufwendungen –201 –199 –149 3,8% –25%

EBITA 125 146 70 129 3,3% +84%

Abschreibung auf Firmenwerte –32 –63 –63 –46 1,2% –27%

EBIT 93 83 7 83 2,1% +

Finanzergebnis –51 –41 –116 –174 –50%

davon Abschreibung

der Beteiligung Babcock Borsig Power –44

EBT 42 42 –109 –91 +17%

Steuern –9 –36 –30 –14 –53%

Außerordentliches Ergebnis –6 – – – –

Ergebnisanteil Minderheitsbeteiligter 4 26 26 12 –54%

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 30 32 –113 –93 +18%

1) Anwendung des Umsatzkostenverfahrens seit 2002

2) Zur besseren Vergleichbarkeit der Kennzahlen wurden die Ergebnisse des Jahres 2001 um „Eingestellte Bereiche“ (VA TECH TMS und

Verkaufserlös VA TECH VOEST MCE) sowie um den Buchgewinn aus der Abgabe von voestalpine-Aktien bereinigt dargestellt.

Neben dem Umsatz war auch das Bruttoergebnis des Konzerns

auf dem Niveau des Vorjahres (671 Mio. EUR in 2002).

Die Bruttomarge ist daher mit 17% vom Umsatz im Vergleich

zu 2001 konstant geblieben.

Die Verwaltungskosten des Konzerns betrugen 7,2% vom

Umsatz, die Vertriebskosten 6,3%. Alle angeführten Aufwandspositionen

inkludieren Personalkosten sowie Abschreibungen

für die Abnutzung von Wirtschaftsgütern. Die Personalkosten

des Konzerns beliefen sich auf 975 Mio. EUR

(nach 1.038 Mio. EUR 2001) und betrugen somit 25% im

Verhältnis zum Umsatz. Die Abschreibungen (ohne Abschreibungen

auf Firmenwerte) im Jahr 2002 betrugen 73 Mio.

EUR. Die Höhe der Abschreibungen ist in den letzten Jahren

annähernd konstant geblieben. Dies ergibt ein Verhältnis von

2% zum Umsatz – ein Wert, der die geringe Kapitalbindung

in Produktionsanlagen erkennen lässt.

Der überwiegende Teil der Wertschöpfung des Konzerns sind

Engineeringleistungen. Die Fertigung von Anlagenkomponenten

erfolgt lediglich dort, wo es der Erhalt und die Stärkung

der Kernkompetenzen erfordern. In der Abwicklung unserer

Projekte spielt nicht nur die Internationalität unserer Kunden

eine große Rolle, sondern auch die Nutzung der Chancen,

die sich in den globalen Beschaffungsmärkten bieten. Mit

der Einbindung lokaler Zukaufspartner ergeben sich Vorteile

etwa in der Kostenstruktur (lokale Lohnkosten, reduzierte

Transportkosten), in der Projektrealisierung durch die Ausnutzung

von lokalen Finanzierungsmöglichkeiten oder auch

durch die Flexibilität bei der Beschaffung von Produkten und

Leistungen in einer günstigen Währungszone. Ein Fokus in

der Beschaffung wurde auf die Länder China, Korea, Brasilien,

Indien, Türkei und Osteuropa gelegt. Darüber hinaus

werden die Möglichkeiten der elektronischen Beschaffung

(elektronische Katalogsysteme, Auktionen) weiter forciert.

57


58

Ergebnis

Operatives Ergebnis deutlich verbessert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibung

(EBITA) zeigt anhand der deutlichen Verbesserung von

der vergleichbaren Basis von 70 Mio. EUR auf 129 Mio. EUR

eine äußerst positive Entwicklung. In diesem Ergebnis sind

Restrukturierungsaufwendungen in der Höhe von 33 Mio.

EUR inkludiert, vornehmlich in den Bereichen Metallurgietechnik

sowie Energieübertragung und -verteilung.

Den höchsten Beitrag zum EBITA trugen die Unternehmensbereiche

Hydraulische Energieerzeugung mit 62 Mio. EUR

und Energieübertragung und -verteilung mit 60 Mio. EUR bei.

Nach Abzug der Firmenwert-Abschreibung von 46 Mio. EUR

ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des

Konzerns von 83 Mio. EUR. Das EBIT konnte also von den

vergleichbaren 7 Mio. EUR im Vorjahr gesteigert werden und

erreichte somit das Ergebnis des Vorjahres inklusive aller

Sondereffekte in 2001.

Das EBIT des Konzerns setzte sich zusammen aus dem Beitrag

der Metallurgietechnik von 6 Mio. EUR, der Hydraulischen

Energieerzeugung von 56 Mio. EUR, der Energieübertragung

und -verteilung von 50 Mio. EUR, der Wassertechnik

von minus 55 Mio. EUR, des Bereiches Infrastruktur von 32

Mio. EUR sowie von Konzernservices und Konsolidierung mit

minus 6 Mio. EUR. Der negative Ergebnisbeitrag der Wassertechnik

enthält Einmaleffekte wie Restrukturierungskosten

durch den Mitarbeiterabbau, außerordentliche Firmenwertabschreibungen

und negative operative Effekte aus der

Insolvenz der Babcock Borsig Power.

Konzernservices und Konsolidierung beinhalten Aufwendungen

für die Führung des Konzerns, die Ergebnisse der

Servicegesellschaften, Bewegungen in konzernalen Vorsorgen

sowie Ergebniskonsolidierungen zwischen den Unternehmensbereichen.

Das Insolvenzverfahren der Babcock Borsig Power führte

zu Forderungs-Wertberichtigungen von insgesamt 4,7 Mio.

EUR, welche im Konzern-EBIT 2002 enthalten sind.

Das Finanzergebnis betrug im Jahr 2002 minus 174 Mio.

EUR nach minus 116 Mio. EUR auf vergleichbarer Basis in

der Vorjahresperiode. Darin inkludiert ist die Abschreibung

der Beteiligung am deutschen Unternehmen Babcock Borsig

Power in der Höhe des Buchwertes von 44,4 Mio. EUR.

Diese Abwertung war notwendig geworden, nachdem das

Unternehmen Anfang Juli einen Insolvenzantrag gestellt hat

und sich nunmehr in einem Insolvenzverfahren befindet.

Die buchmäßige Abwertung hat keine Auswirkung auf Liquidität

und Cash Flow, belastet allerdings das Ergebnis vor

Steuern (EBT). Dieses belief sich auf minus 91 Mio. EUR

nach minus 109 Mio. EUR im Vorjahr. Der Jahresüberschuss/

-fehlbetrag 2002 lag inklusive der 44,4 Mio. EUR Abschreibung

des Babcock Borsig Power-Anteils bei minus 93 Mio.

EUR (nach minus 113 Mio. EUR auf vergleichbarer Basis der

Vorjahresperiode).

EBITA kumuliert 2000 – 2002 in Mio. EUR

0 65 97 125 34 68

35

88 146 18 36 74 129

2000 2001 2002

EBIT kumuliert 2000 – 2002 in Mio. EUR

3

� 1. Quartal � 1.-2. Quartal � 1.-3. Quartal � 1.-4. Quartal

–––– vergleichbare Basis

–5 52 78 93 26 52

–5

19

2000 2001 2002

64

29

83 11 20 49 83

� 1. Quartal � 1.-2. Quartal � 1.-3. Quartal � 1.-4. Quartal

–––– vergleichbare Basis

Restrukturierungsaufwand 2000 2001 2002

VA TECH-Konzern 30 43 33

Liquidität in Mio. EUR 2000 2001 2002

Bruttoliquidität 913 953 822

– verzinsliches Fremdkapital –766 –974 –739

= Nettoliquidität 147 -21 83

Eigenmittel inkl.

Minderheitenanteile 596 632 505

Verschuldungsgrad (Gearing) % –25% +3% –16%

53

70

7


Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzdarstellung des Konzerns wurde im Vergleich zum

Vorjahr verändert, um den Aspekt der Fristigkeit in der Darstellung

von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten besser

zu berücksichtigen.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 12%

auf 3.647 Mio. EUR reduziert.

Die Vermögensstruktur beinhaltet zu 33% langfristige Vermögensgegenstände.

Das darin inkludierte Sachanlagevermögen

beträgt lediglich 12% der Bilanzsumme und verdeutlicht

die geringe Anlagenintensität im Engineeringgeschäft.

Die Firmenwerte im Anlagevermögen reduzierten sich von

420 Mio. EUR in 2001 auf 378 Mio. EUR in 2002.

In den kurzfristigen Vermögensgegenständen kam es zu

einer Reduktion nahezu aller Positionen, insbesondere bei

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (von 1.250

Mio. EUR auf 1.104 Mio. EUR) und bei Zahlungsmitteln und

-äquivalenten (von 792 Mio. EUR auf 648 Mio. EUR).

Das Eigenkapital inkl. Minderheitenanteile beträgt 505 Mio.

EUR – dies ergibt eine Eigenkapitalquote von 14%. Die

Anlagendeckung – das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen

– beträgt 52%.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind in Summe gesunken,

die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten

um 20% von 630 Mio. EUR auf 502 Mio. EUR reduziert

werden.

Kurzfristige Verbindlichkeiten verringerten sich von 2.401

Mio. EUR auf 2.202 Mio. EUR – dies sind 60% der Bilanzsumme.

Die Summe der verzinslichen Verbindlichkeiten (739 Mio.

EUR) setzt sich aus langfristigen Exportkrediten in der Höhe

von 300 Mio. EUR, sonstigen Langfristkrediten von 267 Mio.

EUR sowie kurzfristigen Geldmarktaufnahmen und Kontokorrentkrediten

von 172 Mio. EUR zusammen.

Die Verteilung langfristig zu kurzfristig beträgt 77%:23%.

Die Verzinsung belief sich Ende 2002 im Durchschnitt auf

3,8% p.a., von der Gesamtsumme sind 19% seitens der

VA TECH besichert.

Das Working Capital, der Saldo der unverzinslichen operativen

Vermögens- und Fremdkapitalpositionen erreichte per

31.12.2002 einen Wert von minus 249 Mio. EUR nach minus

119 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital beträgt somit

minus 6% des Umsatzes (nach minus 3% im Vorjahr).

Liquidität seit Jahresmitte stark verbessert

Die Finanzierungsstruktur des Konzerns hat sich auf Grund

von veränderten Marktbedingungen wie kleineren Auftragsgrößen

und auch in Folge der getätigten Akquisitionen der

letzten Jahre grundsätzlich verändert. Die Kundenanzahlungen

in Prozent des Umsatzes haben sich im Jahr 2002 auf

einem Niveau von 67% stabilisiert (109% in 1999; 70% in

2000; 62% in 2001).

Die Bruttoliquidität des Konzerns – die Summe der liquiden

Mittel – verringerte sich von 953 Mio. EUR im Vorjahr auf

822 Mio. EUR im Jahr 2002. Nach Abzug des verzinslichen

Fremdkapitals von 739 Mio. EUR (nach 974 Mio. EUR in

2001) ergab sich zum Bilanzstichtag ein positiver Saldo.

Die Nettoverschuldung des Vorjahres konnte somit nicht

nur reduziert, sondern sogar in eine positive Nettoliquidität

gebracht werden (plus 83 Mio. EUR nach minus 21 Mio. EUR

in 2001).

Der Verschuldungsgrad (Gearing) betrug somit minus 16%.

Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, als per 30. Juni

2002 die Verschuldung noch 9% betragen hatte. Dies konnte

durch konsequentes Cash Management im ganzen Konzern

sowie durch ein Programm des Verkaufs kurzfristiger Forderungen

in Höhe von 81,9 Mio. EUR erzielt werden.

Veränderung

Bilanz (Kurzfassung) in Mio. EUR 2000 2001 2002 Struktur 2001/2002

Langfristige Vermögensgegenstände 1.550 1.384 1.186 33% –14%

Kurzfristige Vermögensgegenstände 2.390 2.749 2.461 67% –10%

Aktiva 3.940 4.133 3.647 100% –12%

Eigenkapital inkl. Minderheitenanteile 596 632 505 14% –20%

Langfristige Verbindlichkeiten 1.072 1.100 940 26% –15%

Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.272 2.401 2.202 60% –8%

Passiva 3.940 4.133 3.647 100% –12%

59


60

Cash Flow, Investitionen, Akquisitionen

Free Cash Flow wieder positiv

Der Cash Flow aus dem Ergebnis war im Jahr 2002 mit

20 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Der Cash Flow aus der

Betriebstätigkeit in Höhe von plus 97 entwickelte sich aufgrund

des aktiven Debitoren- und Kreditorenmanagements

positiv.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug 4 Mio. EUR

in 2002. Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände

beliefen sich auf 71 Mio. EUR nach

89 Mio. EUR im Vorjahr. Im Jahr 2002 gab es keine herausragende

Einzelinvestition, sondern hauptsächlich Ersatzund

Rationalisierungsinvestitionen. 30% davon betreffen

Investitionen in die Informationstechnologie. Investitionen

wurden größtenteils in Europa und Nordamerika getätigt.

Die Investitionen in Beteiligungen betrugen 27 Mio. EUR

im Jahr 2002 nach 50 Mio. EUR in der Vorjahresperiode.

Im Jahr 2002 gab es keine nennenswerten Großakquisitionen.

Somit ergibt sich für das Jahr 2002 erfreulicherweise ein

positiver Free Cash Flow von 101 Mio. EUR (nach minus

82 Mio. EUR in 2001).

Im Jahr 2002 wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

um 257 Mio EUR reduziert. Dies war die wesentlichste

Cash Flow-Veränderung im Finanzierungsbereich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. April 2002

wurde eine bedingte Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Millionen

Aktien im Zuge eines Stock Option Programmes genehmigt.

1) Cash Flow aus dem Ergebnis

2) Sachanlagevermögen/Immaterielle Vermögensgegenstände

3) Kaufpreis bzw. Neugründungen

Kennzahlen der Akquisitionen der letzten Jahre

in Mio. EUR SEHV 5) Escher Wyss 1) KME 1) WABAG 1) FPR 2) EZ Praha 2)

1) Kennzahlen des Jahres 1999

2) Kennzahlen des Akquisitionsjahres 1998

3) Kennzahlen des Konsolidierungszeitraumes (1.4.1999 – 31.12.1999)

4) inklusive übernommene Zahlungsmittel

5) Schneider Electric High Voltage und Hochspannungs-Transformatoren, Zahlen 2000

6) Aktualisierte Werte gemäß 31. 12. 2002

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Cash Flow aus dem Ergebnis 46 –10 20

+ Veränderung

Working Capital –199 –192 +77

= Cash Flow aus der

Betriebstätigkeit –153 –202 97

+ Cash Flow aus der

Investitionstätigkeit –109 120 4

= Free Cash Flow –262 –82 101

Cash Flow, Investitionen und Akquisitionen

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Cash Flow 1) 46 –10 20

Invest. SAV/IV 2) 126 89 71

Investitionen in Beteiligungen 3) 153 50 27

Umsatz 360 191 283 115 3) 357 107

Mitarbeiter 2.435 1.545 1.326 415 3) 3.300 1.427

Kaufpreis 4) – 130 56 24 196 16

Goodwill 6) 0 80 151 13 94 9

Erstkonsolidierung 1.1.2001 1.1.2000 31.12.1999 1.4.1999 1.1.1999 1.1.1998


Ergebnis- und wertorientierte Kennzahlen 2000 – 2002

Nachstehende Tabelle zeigt die wichtigsten Ergebnis-

Ratios sowie ausgewählte wertorientierte Kennzahlen des

Konzerns.

Der Return on Sales (ROS) ist im Jahr 2002 von 3,7% auf

3,3% zurückgegangen, da im Vergleich zum Vorjahr eine

geringere außerordentliche Goodwill-Abschreibung im Ergebnis

enthalten ist. Bereinigt um diesen Sondereffekt ist der

ROS im Vergleichszeitraum annähernd konstant geblieben.

Der Return on Capital Employed (ROCE) ist im Vergleich

zum Vorjahr von 1,9% auf 1,2% zurückgegangen, obwohl

das durchschnittliche Capital Employed des Konzerns vor

allem durch konsequentes Working Capital-Management von

1.929 Mio. EUR auf 1.821 Mio. EUR reduziert werden konnte.

Der Rückgang des ROCE im Jahr 2002 ist neben der

bereits erwähnten geringeren außerordentlichen Goodwill-

Abschreibung auf einen höheren Steueraufwand für ausländische

Gesellschaften und Betriebsstätten zurückzuführen.

Ergebnis-Ratios 2000 2001 2002

ROS 1) VA TECH-Konzern % 3,1 3,7 3,3

UB Metallurgietechnik % –2,5 –6,4 1,6

UB Hydraulische Energieerzeugung % 5,1 6,5 8,1

UB Energieübertragung und -verteilung % 6,8 5,3 4,8

UB Wassertechnik % 3,8 3,0 –13,5

UB Infrastruktur 5) % 5,0 4,8 5,4

ROE 2) VA TECH-Konzern % 6,4 5,5 –17,9

ROCE 3) VA TECH-Konzern % 2,6 1,9 1,2

UB Metallurgietechnik % –4,5 –10,4 –0,5

UB Hydraulische Energieerzeugung % 5,6 7,3 8,6

UB Energieübertragung und -verteilung % 3,2 6,2 5,8

UB Wassertechnik % 3,8 3,5 –39,2

UB Infrastruktur 5) % 5,0 8,3 5,1

WACC 4) VA TECH-Konzern % 8,4 8,5 8,0

Durchschnittliches Capital Employed

VA TECH-Konzern Mio. EUR 1.911 1.929 1.821

UB Metallurgietechnik Mio. EUR 690 666 591

UB Hydraulische Energieerzeugung Mio. EUR 266 286 295

UB Energieübertragung und -verteilung Mio. EUR 443 600 655

UB Wassertechnik Mio. EUR 124 80 81

UB Infrastruktur 5) Mio. EUR 215 268 269

Konzernservices und Konsolidierung Mio. EUR 173 29 –70

1) ROS = EBITA/Umsatz

2) ROE = Jahresergebnis plus Ergebnis aus abgegebenen Geschäften/durchschnittliches Eigenkapital

3) ROCE = NOPAT (Operatives Ergebnis nach Steuern)/durchschnittliches eingesetztes Kapital

4) Weighted Average Cost of Capital

5) Kennzahlen in 2000: VA TECH ELIN EBG; ab 2001 VA TECH ELIN EBG und ai informatics

61


62

Risikomanagement

Das erfolgreiche Managen von Risken ist ein wesentlicher

Erfolgsfaktor, speziell im Engineering-Geschäft der Kapitalgüterindustrie.

Hier gilt es Risikopotenziale zu identifizieren,

zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern.

Ein grundsätzlicher Einflussfaktor der Risikobeurteilung ist

jener der konjunkturellen Entwicklung. Da jede Branche zum

Teil zyklischen Trends ausgesetzt ist, ist die vorausschauende

Beurteilung der Angebots- und Nachfragesituation von

großer Bedeutung.

Im Branchenmix der VA TECH hat es sich gezeigt, dass die

Branchenkonjunkturen unserer Kundengruppen (Metallurgie,

Energie, Infrastruktur) unterschiedlichen Trends folgen

und auch unterschiedliche Zyklusspitzen aufweisen.

Dadurch kann teilweise ein Zyklusausgleich erreicht werden.

Das Projektgeschäft birgt Risiken in sich, die von Unsicherheiten

zum Zeitpunkt der Angebotslegung bzw. Auftragshereinnahme

bis hin zur vertragskonformen Projektdurchführung

reichen können. Zum Management dieser Risiken

bestehen für jeden Unternehmensbereich der VA TECH

geschäftsspezifische Projektmanagement-Richtlinien.

Projekte mit bestimmten Risikoindikatoren sind bereits vor

Angebotslegung dem Vorstand der VA TECH vorzulegen.

Integraler Bestandteil jeder Auftragskalkulation ist die Erstellung

einer Risikoanalyse sowie eines Risikoabsicherungskonzeptes,

die quartalsweise aktualisiert werden. Die Risikoanalyse

umfaßt auch geographische Risiken in Form individueller

Länderratings. Die Entwicklung der Projekte wird in

den Unternehmensbereichen im Rahmen des institutionalisierten

Projektmonitorings laufend verfolgt. Weiters werden

einzelne Projekte zum Teil bereits projektbegleitend durch

die Interne Revision geprüft.

Die Veränderung der Projektstruktur auf die gesunkene

durchschnittliche Auftragsgröße führt naturgemäß zu einer

verbesserten Risikostreuung.

Für die Behandlung von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken,

Veranlagungsrisken oder auch für Haftungsübernahmen ist

ein internes Kontrollsystem implementiert. Durch Konzernrichtlinien

wird das Risikomanagement im Finanzbereich

grundsätzlich geregelt, durch gepooltes Know-how im Konzerntreasury

operativ unterstützt.

Ein wesentliches Element des konzernalen Risikomanagementsystems

ist die Konzernrevision, deren Aufgabe es

unter anderem ist, Defizite sowohl in ablauforganisatorischen

Prozessen als auch bei der Vorprojektierung und Abwicklung

von Projekten aufzuzeigen und geeignete Maßnahmen zu

veranlassen.

Forschung und Entwicklung

Im VA TECH Konzern wurden im Jahr 2002 86 Mio. EUR

für Produkt- und Verfahrensinnovation aufgewendet.

Der Schwerpunkt wurde verstärkt auf Entwicklungsprojekte

gelegt, die auf höchste Profitabilität und Kundennutzen

abzielen. Die Metallurgietechnik tendiert zu kleineren und

mittleren Innovationsprojekten zur Optimierung der Prozesse

nachdem sich Großvorhaben, wie etwa EUROSTRIP ® ,

zur Zeit bereits in der Marktumsetzungsphase befinden.

Am Sektor hydraulischer Maschinen werden durch innovative

Verbesserungen in der Konstruktion und Auslegung weitere

wirtschaftlich interessante Perspektiven für verbesserte Einsatzmöglichkeiten

von Turbinen ermöglicht (z.B. STRAFLO-

MATRIX TM ).

Im Bereich Energieübertragung und -verteilung liegt der

Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten in Lösungen

für das Management komplexer elektrischer Netze und zur

Optimierung vor Übertragungssystemen.

Durch den fortschreitenden Liberalisierungsprozess kommt

es weiterhin zu fokussierten Lösungen in der Sparte Automatisierungs-,

Steuer- und Schutzsysteme.

Produkt- und Verfahrensinnovation 2000 – 2002

in Mio. EUR

98 95 86

2000 2001 2002

Produkt- und Verfahrensinnovation nach

Unternehmensbereichen 2002

11% Infrastruktur

4% Wassertechnik

36% Energieübertragung

und -verteilung

31% Metallurgietechnik

18% Hydraulische

Energieerzeugung

Die Unternehmensbereiche, deren Wettbewerbsstärke durch

technologische Produkt- und Verfahrensentwicklungen gekennzeichnet

sind, wie etwa Metallurgietechnik oder Energieübertragung

und -verteilung, haben einen relativ höheren

Innovationsaufwand als jene mit hohem Dienstleistungsanteil

(z.B. Infrastruktur).

Wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Innovationstätigkeit

sind nationale und internationale Kooperationen mit Forschungszentren

und Universitäten. So arbeitet die VA TECH

mit 190 Instituten in 15 Ländern zusammen: wie den Universitäten

Linz, Graz, Wien, Leoben, FH Hagenberg, Austrian

Research Centers; Stuttgart, Aachen, Braunschweig, Bremen,

Clausthal, Dresden, Wismar, Jena, Karlsruhe, Leuna,

Hannover, Freiberg; Lausanne; Padova; Pretoria, Natal;

Orleans; Leicester, Strathclyde, Sheffield, Cambridge,

Oxford; Carnegie Mellon, Chicago; Beijing sowie mit den


Instituten Fraunhofer; Laboratorité de Machines Hydrauliques

(CH), Fluid Dynamics (CH), Laboratoire de Mecanique des

Fluides (CH), Wissenschaftliches Rechnen (CH), Strömungsmechanik

und Hydraulische Strömungsmaschinen (D), Christian

Doppler (A), Zentrum für Elektronenmikroskopie (A); Fundamentals

Limited (UK); Centre de Physique Atomique de

Toulouse (F), Institute National Polytechnique de Grenoble

(F); Centro Electrotechnico Spezimentale (I) und den Metallurgischen

Forschungsinstituten CRM/Belgien, IRSID/Frankreich,

CSM/Italien, MEFOS/Schweden und RIST/Korea.

In Summe war ein Mitarbeiteräquivalent von ca. 560 Mitarbeitern

in Forschungs- und Entwicklungsprojekten tätig.

Die VA TECH verfügt derzeit über 5.000 Patente und

Patentanmeldungen, ein sichtbares Zeichen unserer starken

technologischen Wettbewerbsposition.

Zur Förderung und zur Realisierung neuer Ideen im Konzern

wird alljährlich der Ideenwettbewerb „VA TECH Leonardo“

durchgeführt – nähere Informationen unter „Unsere Innovationen“.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Belegschaft des Konzerns bestand per 31. Dezember

2002 aus 17.725 Mitarbeitern. Der Rückgang um 6%

gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Restrukturierungsmaßnahmen

und strukturellen Veränderungen in den jeweiligen

Unternehmensbereichen.

Mitarbeiter nach

Unternehmensbereichen 2000 2001 2002

Metallurgietechnik 4.136 4.012 3.364

Hydraulische

Energieerzeugung 2.955 3.151 3.098

Energieübertragung und

-verteilung 4.367 6.691 6.541

Wassertechnik 835 827 788

Infrastruktur 1) 8.871 4.004 3.571

Sonstige 177 162 363

Gesamt 21.341 18.847 17.725

1) inkl. ai informatics

Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter

25% Universitäts- und

Fachhochschulabsolventen

10% Sonstige

Mitarbeiter

34% Mitarbeiter mit

Mittelschulausbildung

31% Mitarbeiter mit technischer Fachausbildung

Der Anteil der ausgebildeten Techniker beträgt 51%. Mehr

als die Hälfte der Mitarbeiter verfügt über einen Universitäts-,

Fachhochschul- bzw. höheren Schulabschluss. Für Aus- und

Weiterbildungsmaßnahmen wurden 2002 über 6 Mio. EUR

investiert. Nicht nur die Ausbildung von Mitarbeitern in

Technologie- und Servicebereichen sondern auch die der

Lehrlinge (2% der Mitarbeiter) ist für die Qualität unserer

Produkte und Dienstleistungen von großer Bedeutung.

Weitere Informationen zum Thema Personal- und Organisationsentwicklung

finden Sie unter „Unsere Mitarbeiter“.

Mitarbeiter nach Ländern

(in Prozent) 2000 2001 2002

Österreich 48 42 44

Frankreich 3 10 10

UK 8 9 10

Deutschland 13 8 8

Italien 1 4 4

Indien 4 5 3

Tschechien 4 3 3

Mexiko 3 3 3

USA 3 3 3

Schweiz 2 2 2

Sonstiges Europa 4 3 3

Sonstige weltweit 7 8 7

Ausblick für 2003

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin

relativ unsicher und sind von Zurückhaltung bei Investitionen

geprägt. Die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren

auch für 2003 eher schwierige Marktbedingungen.

Neben rein wirtschaftlichen Unsicherheiten (wie restriktives

Investitionsverhalten der Kapitalgüterindustrie, Überkapazitäten

in der Stahlindustrie), führt die politische Instabilität in

einzelnen Regionen zu einer insgesamt bescheidenen Erwartungshaltung

hinsichtlich Verbesserung der Weltkonjunktur.

Vor diesem Hintergrund wird in Westeuropa mit einem

Wachstum von ca. 2% gerechnet, das vom Konsum getragen

sein sollte. Das Wachstum in Deutschland wird wiederum

unter dem Wert von Westeuropa liegen. Österreich dürfte

aus derzeitiger Sicht leicht über dem europäischen Schnitt

liegen.

Die Staaten Mittel- und Osteuropas bleiben auf einem soliden

Wachstumspfad. Das Wachstum insgesamt wird rund

3% betragen.

Für die USA wird mit einem im Vergleich zum Vorjahr etwas

verbesserten Wachstum von 2,6% gerechnet.

Die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen dürften in

Lateinamerika weiterhin angespannt sein. Die Prognosen für

die Region lassen ein Wachstum von 3% erwarten.

Bleibt als Motor für das globale Wachstum Asien, vor allem

China, dessen Wirtschaft über 7% wachsen wird. Asien

insgesamt wird nach Ansicht der Wirtschaftsforscher ein

Wachstum von etwa 6% erreichen.

63


64

Weltweites Marktvolumen im metallurgischen

Anlagenbau stabil

Das weltweite Marktvolumen im metallurgischen Anlagenbau

sollte sich zwischen 6 und 7 Mrd. EUR stabilisieren.

In Westeuropa ist weiterhin überwiegend mit Modernisierungsaufträgen

zu rechnen. Die Länder Osteuropas zeigen

eine Verbesserung.

Trotz des spürbaren Preisanstieges bei Stahlprodukten in

Nordamerika, bleiben die Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit

der Stahlproduzenten bescheiden.

Lateinamerika bleibt politisch instabil, was die Investitionsbereitschaft

negativ beeinflusst.

In Asien ist nur moderates Wachstum zu erwarten. Als positive

Ausnahme stellt sich der chinesische Markt dar, für den

auch heuer kräftige Nachfrageimpulse erwartet werden.

Stabile Entwicklung im Energiebereich, jedoch zurückhaltende

Investitionsbereitschaft vor allem in den USA.

Insgesamt zeigt die Elektrizitätswirtschaft weiterhin solides

Wachstum und somit Investitionsbereitschaft.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt bei Modernisierung

und Effizienzsteigerung und weniger beim Neubau

großer Wasserkraftwerke.

Eine Ausnahme stellen vor allem die Länder China, Brasilien,

Türkei und Indien dar, die auf Wasserkraft fokussiert sind

und ein stabiles Potenzial für Neuanlagen zeigen.

Das Service und Rehab-Business ist in Europa insgesamt

leicht wachsend, in den USA gleichbleibend.

Bei Gas-Kombi-Kraftwerken ist mit keiner kurzfristigen

Erholung des US-Marktes, wohl aber mit einer stabilen

Entwicklung in Europa zu rechnen.

Energieübertragung und -verteilung mit unterschiedlichen

Tendenzen

Als Folge des steigenden Strombedarfes weltweit, wird

auch weiterhin ein Wachstum im Bereich Energieübertragung

und -verteilung prognostiziert. Kurzfristig betrachtet, sind

die regionalen Ausprägungen allerdings unterschiedlich.

Das Investitionsumfeld in Europa sollte auch 2003 stabil

bleiben. In Nordamerika ist mit keinen Verbesserungen der

Nachfragesituation zu rechnen, auch von Südamerika gehen

nur geringe Impulse aus. Der Markt im Nahen/Mittleren

Osten ist vom derzeitigen Konfliktpotenzial beeinträchtigt.

In Asien – insbesonders in China – wird mit einem positiven

Investitionsklima gerechnet.

Wassertechnik von zurückhaltendem Investitionsklima

stark beeinträchtigt

Trotz eines allgemein hohen Marktpotenzials sowohl im

Bereich Trinkwasseraufbereitung als auch Abwasserentsorgung

ist eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft in

Zentraleuropa festzustellen. Speziell für das Kommunal-

geschäft in Deutschland wird keine Besserung prognostiziert,

was vor allem mit Budgetrestriktionen zusammenhängt.

Unverändert positive Entwicklungen werden vor allem für

die Schlüsselmärkte Osteuropa – treibende Kraft ist der EU-

Beitritt, Asien – klarer Umweltschwerpunkt nach wirtschaftlicher

Erholung – sowie Nordafrika – starke Nachfrage nach

sauberem Trinkwasser und Ersatzgeschäft von Altanlagen –

erwartet.

Infrastruktur in stabiler Konjunktursituation

Das prognostizierte niedrige Wirtschaftswachstum in Westeuropa

wie auch in Österreich lässt für die elektromechanische

Anlagentechnik und Infrastrukturdiensleistungen keine

großen Wachstumsimpulse erwarten – jedoch ein weiterhin

stabiles Geschäftsvolumen in den Segmenten Gebäudetechnik,

Industrie, Utilities und Facility Management. In Osteuropa

ist mit deutlichen Investitionsimpulsen zu rechnen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die IT-Branche

lassen noch keine Besserung erwarten. Die Märkte in Osteuropa

zeigen auch in diesem Geschäft Nachholbedarf.

VA TECH Konzern

Im Geschäftsjahr 2003 sind die internationalen Rahmenbedingungen

weiterhin von politischen Unwägbarkeiten und

zurückhaltender Investitionsneigung geprägt.

Im Falle einer Kriegssituation im Mittleren Osten sind Auswirkungen

auf die Kapitalgüterindustrie schwer prognostizierbar.

Wir erwarten für 2003 einen Auftragseingang und Umsatz in

der Größenordnung des Vorjahres. Hauptziel des Jahres ist

die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft durch weitere

effizienzsteigernde Maßnahmen und Kostenreduktionen

sowie die Sicherstellung einer guten Liquiditätslage des

Konzerns.

Für die kommenden Jahre sind keine größeren Anlageninvestitionen

geplant. Aus heutiger Sicht sind 2003 auch

keine signifikanten Akquisitionen vorgesehen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen

in der Metallurgietechnik und trotz der ungünstigen

Marktsituation in der Wassertechnik wollen wir das operative

Ergebnis im Jahr 2003 deutlich steigern und auch ein

klar positives Nettoergebnis erzielen.

Wie schon aus der Jahresverteilung der Kennzahlen der

letzten Jahre ersichtlich, wird der größere Teil der Umsatzund

Ergebnisrealisierung im zweiten Halbjahr erfolgen.

Besondere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

31. Dezember 2002

Nach dem Bilanzstichtag per 31. Dezember 2002 ergaben

sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse.


Entwicklung der

fünf Unternehmensbereiche

der VA TECH 2002.

ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSBEREICHE

65


66

Metallurgietechnik

Branchenumfeld – Stahlproduktion in China

bringt positive Impulse

Die Entwicklung unserer Kundenmärkte in der Stahl- und

Aluminiumindustrie war im Jahr 2002 geprägt von der

gedämpften internationalen Konjunktursituation sowie von

weiteren Unternehmenskonzentrationen.

Die Rohstahlproduktion – ein wichtiger Indikator der Branchenentwicklung

– erhöhte sich weltweit von 850 Mio. Tonnen

in 2001 auf den Rekordwert von 900 Mio. Tonnen in

2002 (+6%). Dabei war allein die Volksrepublik China für

eine Zunahme von 30 Mio. Tonnen verantwortlich (Steigerung

um 20%). Der weitere Produktionsanstieg verteilte sich auf

den Rest der Welt.

Produktionskapazität und Rohstahlproduktion 2002

Produktions- Rohstahl-

Produktionsveränderung

in Mio. Tonnen kapazität produktion 2001/2002

EU (15) 204 159 ± 0%

China 200 182 + 20,3%

Japan 144 108 + 4,7%

USA 108 92 + 2,5%

Russland 73 59 + 1,9%

Ukraine 57 34 + 2,9%

Sonstige 340 266 + 4,7%

Welt 1126 900 + 5,9%

Quelle: OECD; IISI (International Iron and Steel Institute)

Stahlverbrauch pro Kopf 2002 in kg Fertigstahl

EU (15) 368

Europa sonstige 167

GUS 119

Nordamerika 276

Südamerika 78

Afrika 28

Mittlerer Osten 138

China 152

Asien (außer China) 101

Welt gesamt 140

Quelle: IISI (International Iron and Steel Institute);

Short Range Outlook for Steel Demand, Oktober 2002

Während die Produktion in der EU stagnierte, konnten andere

wichtige Stahlerzeugungsregionen wie die GUS, Nordamerika

und Japan leichte Anstiege verzeichnen. Die Zunahme

in Nordamerika ist in erster Linie auf den beginnenden

Konsolidierungsprozess der US-Stahlindustrie bei gleichzeitigem

Wirksamwerden der Importzölle zurückzuführen.

Infolge der dadurch erzeugten Angebotsverknappung stiegen

die US-Stahlpreise im Vergleich zu 2001 um bis zu 60%.

In geringerem Umfang schlugen diese Preiserhöhungen auf

den Weltmarkt durch. Der Höhepunkt der Preisentwicklung

wurde im dritten Quartal erreicht, seitdem zeichnet sich eine

Abflachung ab.

Die Weltproduktion an Aluminium ist im Jahr 2002 auf etwa

26 Mio. Tonnen gestiegen. Weitere Produktionszuwächse

werden unter anderem in China, Brasilien, USA und Kanada

erwartet.

Marktentwicklung – Investitionsklima regional

verbessert

Für die VA TECH als Anbieter von metallurgischen Anlagen,

Automationssystemen sowie Serviceleistungen zeigte sich

das Investitionsklima vor dem Hintergrund der beschriebenen

Branchenentwicklung im Hinblick auf den chinesischen, aber

auch den russischen Markt, verbessert.

Das weltweite Vergabevolumen 2002 betrug etwa 7 Mrd.

EURO, nachdem die Entwicklung in den letzten Jahren stetig

rückläufig war. Seit 1997 ist damit der Markt von ursprünglich

10,5 Mrd. EUR p.a. um mehr als 30% zurückgegangen.

Der Schwerpunkt der Investitionen lag auch im Jahr 2002

bei Modernisierungen. Projekte zur Produktivitätssteigerung

sowie für Anlagen im Endproduktbereich (Kaltwalzwerke,

Bandbehandlungsanlagen) wurden vorrangig durchgeführt.

Dieser Trend führt dazu, dass die Einzelauftragsgrößen

abnehmen und vermehrt kleinere Projekte vergeben werden.

Der Preis- und Konditionendruck ist nach wie vor äußerst

stark.

In der Metallurgietechnik setzen wir auf nachhaltige Technologien

und Lösungen. Wir verfügen über „best available

technologies“, die es unseren Kunden ermöglichen, die weltweit

strengsten Umweltvorschriften einzuhalten. Mit unseren

Technologien und den von uns errichteten Anlagen tragen

wir zur Produktion von 150 Mio. Tonnen Stahl pro Jahr bei –

dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch der

EU.

In Westeuropa zeigte sich eine stabile Investitionstätigkeit

besonders bei Modernisierungsprojekten. Das geringe Wirtschaftswachstum

konnte keine positiven Impulse für den Bau

von Neuanlagen setzen. In Osteuropa/GUS war eine leicht

verbesserte Nachfrage spürbar. In Nordamerika haben die

Preiserhöhungen noch zu keiner Steigerung der Investitionstätigkeit

geführt. Brasilien als der für die Stahlindustrie mit

Abstand wichtigste südamerikanische Markt blieb stabil.

Die positive Sonderentwicklung in China dominierte das

Geschehen am asiatischen Markt.


Geschäftsverlauf Metallurgietechnik

Turnaround bringt positives EBIT

Der Auftragseingang der Metallurgietechnik entwickelte

sich im vierten Quartal 2002 gut, sodass für das Gesamtjahr

eine Steigerung um 5% auf 1.050 Mio. EUR erzielt werden

konnte. Der Umsatz lag mit 1.024 Mio. EUR um 8% unter

dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die weitgehend abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen

führten zu einem Aufwärtstrend im Ergebnis.

Der positive Ergebnisbeitrag im vierten Quartal brachte ein

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 6,1 Mio. EUR

in 2002.

Die wesentliche Maßnahme des Restrukturierungsprogrammes

war die Anpassung der eigenen Engineering-Kapazität

auf ein jährliches Weltmarktvolumen von 6 bis 7 Mrd. EUR.

Es erfolgte eine massive Reduktion der Kostenstruktur um

etwa 100 Mio. EUR sowie eine Erhöhung der Produktivität.

Der Personalstand ist im Vergleich zum Jahresende 2001

um 16% auf 3.364 Mitarbeiter gesunken, bei gleichzeitig

gestiegenem Auftragseingang.

In der regionalen Betrachtung des Auftragseinganges kamen

die neuen Aufträge hauptsächlich aus Europa (54% des

Auftragseinganges) sowie Asien/Pazifik (29%). Bedeutende

Aufträge waren der Wiederaufbau eines Hochofens für

CORUS/UK im Werk Port Talbot, eine Stranggießanlage für

ISPAT SIDEX/Rumänien und ein Walzwerk für einen schwedischen

Kunden. Aus China kamen Aufträge von der ZHANG-

JIAGANG SHAGANG Gruppe (2-Strang-Brammenanlage)

und WUHAN IRON & STEEL (Modernisierung von Brammenanlagen)

sowie die Modernisierung eines Kaltwalzwerkes

(BENXI IRON & STEEL) und eines integrierten Hüttenwerkes

(JIANGSU SHAGANG GROUP). Des weiteren konnte der

Turn-Key-Auftrag zur Lieferung einer Einstrang-Brammenstranggießanlage

für NISHNIJ TAGIL/Russland in Kraft

gesetzt werden (Auftragswert 77 Mio. EUR).

Neben diesen Aufträgen im Anlagenbau hat sich auch das

Automationsgeschäft u.a. durch die Aufträge bei SEVER-

STAL, NANJING, PANZHIHUA und voestalpine Stahl positiv

entwickelt. Im Service-Bereich entwickelt sich das offlinemaintenance

Geschäft in den USA trotz des schwierigen

Marktumfeldes zufriedenstellend. Das Joint Venture mit

STEEL RELATED TECHNOLOGY für Caster Maintenance im

Werk Decatur der NUCOR/USA ist erfolgreich angelaufen.

Chinesischer Markt weiterhin von großer Bedeutung

Mit einem Auftragseingang von 274 Mio. EUR erwies

sich der chinesische Markt als bedeutende Säule für die

Metallurgietechnik.

Ein weiterer positiver Aspekt des Jahres 2002 ist der Auftrag

für NANJING IRON & STEEL/China wegen des Technologieverbundes

von Stranggieß- und Walzwerkstechnik. Geliefert

wird eine Stranggießanlage mit der weltweit größten Breitenabmessung

für Brammen, welche im direkten Verbund mit

einem ebenfalls von VAI zu liefernden Grobblech/Steckelwalzwerk

zu Breitband und Grobblech verarbeitet werden.

Kennzahlen Metallurgietechnik

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Auftragseingang 1.080 1.004 1.050

Auftragsstand 1.196 1.120 954

Umsatz 1.055 1.114 1.024

EBITA –26,4 –71,8 15,9

EBIT –36,4 –110,9 6,1

ROS –2,5% –6,4% 1,6%

ROCE –4,5% –10,4% –0,5%

Mitarbeiter 4.136 4.012 3.364

Metallurgietechnik

Umsatz in Mio. EUR

1055 1114 1024

2000 2001 2002

Auftragseingang Metallurgietechnik

nach Regionen 2002

6% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

29% Asien/Pazifik

2% Südamerika

9% Nordamerika

Umsatz Metallurgietechnik

nach Regionen 2002

54% Europa

30% Asien/Pazifik 7% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

9% Südamerika

8% Nordamerika

Metallurgietechnik

EBIT in Mio. EUR

–36 –111 6

2000 2001 2002

46% Europa

67


68

Branchenumfeld in der Energietechnik

Branchenumfeld der Unternehmensbereiche –

Hydraulische Energieerzeugung sowie Energieübertragung

und -verteilung

Das Jahr 2002 war im Hinblick auf die Stromproduktion von

einigen – regional stark unterschiedlichen – Trends geprägt.

Die weltweite Stromproduktion steigt nach wie vor kontinuierlich

an. Auf Grund der Tatsache, dass derzeit etwa

1,6 Mrd. Menschen über keinen oder nur unzureichenden

Zugang zu elektrischer Energie verfügen, und der Bedarf

durch Bevölkerungsentwicklung und Industrialisierung in

Wachstums- und Schwellenländern weiter vorhanden ist,

kann von einer kontinuierlichen Steigerung ausgegangen

werden. Elektrizität ist eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen

Wohlstand und bietet eine Chance für nachhaltige

Entwicklung, auch in benachteiligten Regionen.

Die zukünftige Bedeutung der einzelnen Energieträger wird

von der regionalen Verfügbarkeit und den damit verbundenen

Kosten, aber auch von der internationalen Umwelt- und

Klimapolitik beeinflusst.

Besonders die europäischen Staaten nehmen eine aktive

Haltung zur Forcierung erneuerbarer Energieformen ein.

Die erneuerbaren Energieträger (wie etwa Wasserkraft,

Geothermie, Wind) tragen mit ca. 20% zur weltweiten Stromproduktion

bei, 96% davon wird durch die Wasserkraft mit

ca. 2.690.000 Mio. MWh abgedeckt.

Wasserkraft trägt wesentlich zur Reduktion von Treibhausgasen

bei. Ohne Wasserkraft wäre die globale CO 2-Emission

aus der Stromproduktion im Jahr 2020 um 51% höher als

1990.

Zahlreiche politische Ziele wie etwa die Reduktion der Abhängigkeit

von fossilen Brennstoffen oder die internationalen

Verpflichtungen zur weiteren Reduktion von Treibhausgasemissionen

(wie etwa CO 2) führten zur Einführung diverser

Anreizsysteme, um in erneuerbare Energieformen zu investieren.

Obwohl beim Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in

Johannesburg keine internationalen Zielwerte für den Einsatz

erneuerbarer Energieträger vereinbart wurden, haben viele

europäische Staaten ihre Bereitschaft bekundet, dies freiwillig

zu tun.

Der zukünftige Handel mit CO 2-Zertifikaten wird sich ebenfalls

belebend auf alle Investitionstätigkeiten auswirken,

die auf Effizienzsteigerung bestehender Kraftwerke oder auf

die Substitution durch CO 2-mindernde Energiegewinnung

ausgerichtet sind.

Gemäß internationalen Prognosen wird der Energieträger

Gas auf Grund der hohen Effizienz bei geringen Investitionskosten

weiter an Bedeutung gewinnen. Auch der Umweltaspekt

ist bei CO 2-Emissionen, die lediglich 30% im Vergleich

zu Kohlekraftwerken betragen, von besonderer Bedeutung.

Die weltweite Entwicklung der Energieversorgung, die stark

vom Wirtschaftswachstum abhängt, wird auch vom Fortschritt

der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung

der Energiewirtschaft geprägt.

Das Wachstum des Elektrizitätsverbrauches wird derzeit auf

etwa 2,7% pro Jahr geschätzt, was eine jährliche Steigerung

von 370 Mrd. kWh bedeutet. Der weltweite pro Kopf Verbrauch

an elektrischer Energie (in kWh) variiert regional zwischen

8.100 in den OECD Ländern bis zu 1.000 in China,

500 in Asien oder Afrika, während der Weltdurchschnitt bei

2.340 liegt.

Durch die Deregulierung werden neue Bedürfnisse für gesteigerte

Energieeffizienz geschaffen, die Automationslösungen

und technische Entwicklungen vorantreiben. Der Trend zum

weiteren Ausbau der dezentralen Energieerzeugung verlangt

nach neuen Lösungsansätzen für Versorgungssicherheit und

Netzstabilität in den Energiesystemen.

Stromerzeugung Durchschnittl.

1990 – 2001 Wachstum p.a.

in Mrd. kWh 1990 2001 1990 – 2001

Nordamerika 3.776 4.756 2,1%

Zentral- und Südamerika 509 802 4,2%

Europa 2.844 3.464 1,8%

CIS 1.726 1.286 –2,7%

Mittlerer Osten 246 496 6,6%

Afrika 325 444 2,9%

Ferner Osten 2.472 4.436 5,5%

Welt gesamt 11.899 15.684 2,5%

Quelle: BP Statistics 2002

Stromerzeugung

nach Energieträgern in % 1990 2000 2010 2020

Öl 11 10 9 10

Gas 15 19 22 26

Kohle 38 34 33 31

Nuklear 16 17 15 12

Erneuerbare Energieträger 20 20 21 21

Gesamt 100 100 100 100

Quelle: Energy Information Administration/

International Energy Outlook 2001

Elektrizitätsverbrauch 1990 – 2020 Mittleres Wachstum

in Mrd. kWh 1990 1999 2005 2010 2015 2020 p.a. 1999 – 2020

Industrieländer 6.385 7.517 8.620 9.446 10.281 11.151 1,9 %

Osteuropa/GUS 1.906 1.452 1.651 1.807 2.006 2.173 1,9 %

Entwicklungsländer 2.258 3.863 4.912 6.127 7.549 9.082 4,2 %

Welt Gesamt 10.549 12.833 15.182 17.380 19.835 22.407 2,7 %

Quelle: Energy Information Administration, International Energy Outlook 2002

Stromerzeugung der erneuerbaren Energieträger

in Mrd. kWh

Wasserkraft 2.690

Geothermie 49

Wind 23

Solarthermie 0,9

Photovoltaik 0,7

Rest: Biomasse, etc. 36,4

Gesamt ca. 2.800

Quelle: IWR 2000


Hydraulische Energieerzeugung

Kennzahlen Hydraulische Energieerzeugung

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Auftragseingang 637 1.059 1.011

Auftragsstand 978 1.444 1.397

Umsatz 738 671 758

EBITA 37,9 43,6 61,7

EBIT 33,2 38,4 56,5

ROS 5,1% 6,5% 8,1%

ROCE 5,6% 7,3% 8,6%

Mitarbeiter 2.955 3.151 3.098

Hydraulische

Energieerzeugung

Umsatz in Mio. EUR

738 671 758

2000 2001 2002

Auftragseingang Hydraulische Energieerzeugung

nach Regionen 2002

4% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

25% Asien/Pazifik

1% Südamerika

6% Nordamerika

Umsatz Hydraulische Energieerzeugung

nach Regionen 2002

5% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

7% Asien/Pazifik

2% Südamerika

22% Nordamerika

Hydraulische

Energieerzeugung

EBIT in Mio. EUR

33 38 56

2000 2001 2002

64% Europa

64% Europa

Marktentwicklung

Hydraulische Energieerzeugung

VA TECH ist weltweit als internationaler Player im Wasserkraftsektor,

und als Anbieter von Komponenten und Turnkey-

Anlagen für Gas-/Kombikraftwerke vorrangig in Europa tätig.

Bei Wasserkraftwerken zeigte sich ein positives Investitionsklima

vor allem bei Erneuerungsprojekten in Europa, aber

auch bei Neuanlagen in Übersee.

Basis der Erneuerungs- und Serviceaktivitäten ist die Referenzbasis

von ca. 25.000 installierten Turbinen weltweit.

Alle Arten von Wasserkraft sind nun auch offiziell beim

Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg als

erneuerbare Energie klassifiziert worden. Über unsere Turbinen

und Generatoren tragen wir mit 100.000 GWh pro Jahr

an erneuerbarer Energie zur Energieversorgung bei – dies

entspricht dem Bedarf von ca. 100 Mio. Menschen. Durch

unsere Produkte und Leistungen werden 350 Mio. Tonnen

CO 2 jährlich eingespart.

Das Marktvolumen für elektromechanische Komponenten

und Dienstleistungen von Wasserkraftwerken bleibt mit etwa

2,6 Mrd. EUR pro Jahr konstant.

Zunehmende Bedeutung erlangen wieder Pumpspeicherkraftwerke,

die durch ihre Fähigkeit der Energiespeicherung

und Energiegewinn zur Spitzenlastabdeckung wesentlich zur

Flexibilität der Stromversorgung beitragen. Bei Gas-Kombikraftwerken

in dem für uns relevanten Heimmarkt Europa

konnte auch 2002 ein unverändertes Investitionsverhalten

festgestellt werden. Die erfolgreiche Kooperation mit

GENERAL ELECTRIC/USA wird weiter fortgesetzt.

In Europa war 2002 ein positives Investitionsklima zu

verzeichnen. Dazu beigetragen haben auch nationale

Maßnahmen zur Forcierung erneuerbarer Energiequellen.

Das Überangebot in Nordamerika und die negativen Auswirkungen

nach der Insolvenz einiger Energieproduzenten

führte dort zu reduzierten Investitionen, was sich in Projektverschiebungen

am Markt äußerte. In Südamerika ist die

Investitionstätigkeit auf Grund der instabilen wirtschaftlichen

und politischen Situation einiger Staaten auf niedrigem

Niveau.

Am asiatischen Markt bestätigte sich 2002 die hohe Erwartungshaltung

für China. Die wirtschaftliche Entwicklung und

der damit verbundene Elektrizitätsbedarf ergeben weiterhin

ein gutes Wachstumspotenzial für die Wasserkraft.

69


70

Geschäftsverlauf

Hydraulische Energieerzeugung

Weiter gute Entwicklung

Der Auftragseingang 2002 lag mit 1.011 Mio. EUR nur

geringfügig unter dem Rekordniveau des Vorjahres.

Geschäftsbedingt erfolgt die Auftragsvergabe nicht kontinuierlich.

Nach einem guten ersten Halbjahr und geringeren

Auftragszugängen im dritten Quartal dieses Jahres war im

vierten Quartal wieder ein Anstieg der Auftragseingänge zu

verzeichnen.

Der Umsatz lag mit 758 Mio. EUR um 13% über dem

Vergleichswert des Vorjahres, das Ergebnis vor Zinsen und

Steuern erhöhte sich um 47% auf 56,5 Mio. EUR.

Der Mitarbeiterstand ist von 3.151 auf 3.098 leicht zurückgegangen.

Die regionale Verteilung der Aufträge des Jahres 2002 zeigt

ein sehr starkes Europa mit 64% vor Asien/Pazifik mit 25%.

Bedeutende Projekte des Jahres in der Wasserkraft kamen

aus China, darunter das Pumpspeicherkraftwerk TONGBAI,

mit einer installierten Kapazität von 1.224 MW weltweit eines

der größten dieser Art, oder das Pumpspeicherkraftwerk

LANG YA SHAN. Weitere wichtige Aufträge sind die Folgeaufträge

für die Erneuerung der Kraftwerke EISERNES TOR I

und II/Rumänien und die Errichtung des Laufkraftwerkes

ERMENEK in der Türkei. Im Bereich Gaskombikraftwerke ist

insbesonders COOLKEERAGH/Nordirland hervorzuheben.

Kraftwerksaufträge für große Pumpspeicherwerke

in China

Die beiden Turnkey Pumpspeicheranlagen TONGBAI/Provinz

Zheijiang (1.224 MW) und LANG YA SHAN/Provinz Anhui

(658 MW) werden mit ihren reversiblen Francisturbinen und

Motorgeneratoren wertvollen Spitzenstrom für China produzieren.

TONGBAI ist eines der weltweit größten in dieser

Bauart. Hier kommt unter anderem das vollintegrierte Automationssystem

NEPTUN zur Anwendung, das auch den

höchsten Anforderungen der Zukunft gerecht wird.

Wachstum bei Service- und Erneuerungsgeschäften

Äußerst positiv entwickelte sich auch der Markt zur Erneuerung

von Wasserkraftwerken in Großbritannien aufgrund der

Förderung erneuerbarer Energie durch die Gesetzgebung.

Mit der Hereinnahme der schottischen Aufträge AIGAS,

KILMORACK und GAUR kann sich die VA TECH HYDRO

mit Recht als Nummer Eins am britischen Markt im Rehabgeschäft

bezeichnen.

Weitere Erfolge bei Gaskombikraftwerken

Ein Großauftrag zur Errichtung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes

COOLKEERAGH in Nordirland, das in Zusammenarbeit

mit GENERAL ELECTRIC errichtet wird, wurde im

November erteilt. Ein weiterer wichtiger Auftragseingang

in diesem Geschäftsbereich ist das Kraftwerk LINZ MITTE/

Österreich. Für das Kraftwerk MÜNCHEN SÜD HKW/

Deutschland wurden die Engineeringleistungen beauftragt.

Energieübertragung

und -verteilung

Kennzahlen Energieübertragung und -verteilung

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Auftragseingang 661 1.350 1.208

Auftragsstand 589 1.082 930

Umsatz 752 1.197 1.258

EBITA 51,2 64,0 60,2

EBIT 38,1 49,9 50,0

ROS 6,8% 5,3% 4,8%

ROCE 3,2% 6,2% 5,8%

Mitarbeiter 4.367 6.691 6.541

Energieübertragung

und -verteilung

Umsatz in Mio. EUR

752 1197 1258

2000 2001 2002

Auftragseingang Energieübertragung und -verteilung

nach Regionen 2002

18% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

9% Asien/Pazifik

5% Südamerika

19% Nordamerika

Umsatz Energieübertragung und -verteilung

nach Regionen 2002

16% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

11% Asien/Pazifik

10% Südamerika

21% Nordamerika

Energieübertragung

und -verteilung

EBIT in Mio. EUR

38 50 50

2000 2001 2002

49% Europa

42% Europa


Marktentwicklung

Energieübertragung und -verteilung

VA TECH T&D ist ein führender Anbieter für Energieversorgungsanlagen,

Komponenten und Dienstleistungen, speziell

im Bereich der Hochspannung (über 72 kV). Wir entwickeln

für unseren Kunden hochqualitative und nachhaltige Lösungen

und Produkte zur Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer

Energie.

Über die weltweit installierten Anlagen werden mehr als

400 Millionen Menschen mit hochwertiger elektrischer Energie

versorgt. Mit dem Fokus des Leistungsangebotes auf

Hochspannung ist VA TECH T&D in jedem Marktsegment

tätig, in welchem Energie über größere Distanzen wirtschaftlich

zu übertragen und zu verteilen ist.

Der Weltmarkt für Hochspannungsübertragung und -verteilung

blieb 2002 mit etwas über 11 Mrd. EUR unverändert.

Schlüsselländer wie China zeigen jedoch Wachstumsraten

von über 5%, bedingt durch ihre spezielle Wirtschaftslage.

Die Liberalisierung hat regional betrachtet unterschiedliche

Auswirkungen. Drei generelle Trends sind hervorzuheben:

• Neben der Qualität wird immer mehr die Wirtschaftlichkeit

zum Anreiz für Investitionen.

• Der Energiehandel und der Zusammenschluss von Elektrizitätsversorgern

führt zu komplexeren Netzstrukturen.

• Die strategische Neuorientierung einiger Energieversorgungsunternehmen

eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten

für die Industrie.

Mit ihren Technologien und Leistungsangeboten nutzt VA

TECH T&D diese neuen Geschäftschancen in einem veränderten

Marktumfeld. Produkte und Systeme werden noch

kostenbewusster gestaltet, ohne aber dabei die hohen

Qualitätsstandards zu vernachlässigen.

In Europa ist die Entwicklung der Märkte bei fortschreitender

Liberalisierung stabil. In einigen Bereichen ist das Transformatorengeschäft

vom Marktrückgang in den USA betroffen.

Länder im Mittleren Osten und Asien zeigen positive Wachstumstendenzen,

jedoch mit Verzögerungen von Investitionen

in der zweiten Jahreshälfte 2002. China wächst weiter mit

rund 5%, Südamerika (Brasilien) wird seine Investitionspolitik

neu orientieren.

Geschäftsverlauf

Energieübertragung und -verteilung

Akquisitionen, Konsolidierungskreisveränderungen

Im zweiten Quartal 2002 wurde das Unternehmen

VA TECH CNI – ein Joint Venture mit dem deutschen Unternehmen

PSI – in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Kontinuierliche Geschäftsentwicklung

Der Auftragseingang im Bereich Energieübertragung und

–verteilung lag im Jahr 2002 mit 1.208 Mio. EUR um 11%

unter dem Rekordwert des Vorjahres, welcher durch zwei

Großaufträge geprägt war. Der Umsatz stieg im Vergleich

zum Vorjahreswert um 5% auf 1.258 Mio. EUR, nachdem

das vierte Quartal wieder eine gute Entwicklung zeigte.

Das operative Ergebnis des Unternehmensbereiches (EBIT)

lag mit 50 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau.

Der Personalstand per Ende 2002 von 6.541 Mitarbeitern

zeigt eine Reduktion von 2% im Jahresvergleich. Diese

Nettoveränderung ist das Ergebnis von Restrukturierungsmaßnahmen

in Europa und dem Aufbau von Ressourcen

in außereuropäischen Zielmärkten sowie im Automationsgeschäft.

Gemessen am Auftragseingang bildeten Europa (49%) und

Nordamerika (19%) die stärksten Regionen des Jahres.

Die größten Aufträge des Jahres waren Aufträge aus Algerien,

und zwar ein Projekt zur schlüsselfertigen Errichtung

zweier Umspannwerke für SONATRACH ENGINEERING,

sowie Innenraumschaltanlagen für SONELGAZ.

Aus Großbritannien kamen Aufträge für Schaltanlagen und

Transformatoren für die NATIONAL GRID COMPANY, sowie

ebenfalls Schaltanlagen und Transformatoren für das Kraftwerk

IMMINGHAM (Schottland).

VA TECH CNI – ein neues Joint Venture im Bereich

der Netzleittechnik

Mitte 2002 gründeten VA TECH SAT und das deutsche

Unternehmen PSI das Unternehmen VA TECH CNI, ein

Gemeinschaftsunternehmen auf dem Markt der Netzleittechnik.

VA TECH CNI ist ein „one-stop-supplier“ für Komplettlösungen

im Bereich Netzwerkmanagement und Netzwerksteuerung

für Energieversorgungsunternehmen und erweitert somit

die Technologiebasis des Konzerns. Der erste Auftrag für

das neue Unternehmen zur Lieferung eines Steuerungssystems

für Kuala Lumpur und die angrenzenden Bezirke kam

aus Malaysia.

Neues Joint Venture in China

VA TECH T&D gründete gemeinsam mit GUANGZHOU

YUEXIN M&E GROUP im August 2002 ein Joint Venture,

dessen Serviceangebot von Projektierung über Fertigung,

Lieferung und Prüfung bis zur Montage und Inbetriebnahme

von elektrischen Anlagen auf dem Gebiet der Hochspannungsübertragung

und -verteilung bis zu 550 kV reicht.

Am gleichen Standort existiert bereits ein Joint Venture für

Transformatoren, welches Leistungstransformatoren produziert.

Schaltanlagen für das bisher größte Kombikraftwerk

Großbritanniens

Das Kombikraftwerk IMMINGHAM in North Lincolnshire wird

nicht nur das größte jemals in Großbritannien errichtete

Kombikraftwerk, sondern auch das umweltfreundlichste und

effizienteste in ganz Europa sein. VA TECH T&D erhielt bei

diesem Projekt einen Auftrag zur Projektierung, Lieferung

und Montage einer aus acht Feldern bestehenden 400 kV

Innenraumschaltanlagen für die Humber Ölraffinerie. Weiters

werden für das 730 MW Kombikraftwerk vier Transformatoren

geliefert.

71


72

Wassertechnik

Kennzahlen Wassertechnik

in Mio. EUR 2000 2001 2002

Auftragseingang 325 335 225

Auftragsstand 368 369 298

Umsatz 317 317 275

EBITA 12,1 9,7 –37,1

EBIT 12,1 9,1 –54,7

ROS 3,8% 3,0% –13,5%

ROCE 3,8% 3,5% –39,2%

Mitarbeiter 835 827 788

Wassertechnik

Umsatz in Mio. EUR

317 317 275

2000 2001 2002

Auftragseingang Wassertechnik

nach Regionen 2002

9% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

25% Asien/Pazifik

1% Südamerika

0% Nordamerika

Umsatz Wassertechnik nach Regionen 2002

7% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

17% Asien/Pazifik

1% Südamerika

1% Nordamerika

Wassertechnik

EBIT in Mio. EUR

12 9

–55

2000 2001 2002

65% Europa

74% Europa

Branchenumfeld Wassertechnik

Da knapp 97% der Wasserreserven der Welt Salzwasser

und somit nicht als Trinkwasser oder zur Verwendung in der

Industrie geeignet sind, ist die Wasserversorgung, aber auch

die Abwasserentsorgung, eine elementare Herausforderung

der Völkergemeinschaft. Zusätzlich hat Wasser als knappe

Ressource auch einen immer stärker werdenden Einfluss auf

die Entwicklung in den Industrieländern.

Derzeit leben nach internationaler Schätzung ca. 1,1 Mrd.

Menschen weltweit ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser

und 2,5 Mrd. Menschen ohne adäquate Abwasserentsorgungssysteme.

Bei der Weltkonferenz für nachhaltige Entwicklung

in Johannesburg wurde vereinbart, diesen Anteil

bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Nach Schätzungen der

UN anlässlich des Beginns des „Jahres des Frischwassers

2003“ sind Investitionen in Höhe von 600 Mrd. Dollar nötig,

um allein die Wasserversorgung bis 2010 sicherzustellen.

Marktentwicklung Wassertechnik

Die Wassertechnikaktivitäten der VA TECH konzentrieren sich

größtenteils auf den Heimmarkt Europa. Neben den Kundengruppen

der Kommunen und öffentlichen Versorgungsunternehmen

werden auch spezielle Industriezweige mit Lösungen

zur Industriewasser- und Industrieabwasseraufbereitung

beliefert. Das relevante Marktvolumen für Anlagen der Wasseraufbereitung

und Abwassertechnik beträgt jährlich etwa

8 bis 9 Mrd. EUR mit regional unterschiedlichen Wachstumsraten.

Während in den Industriestaaten strengere gesetzliche Auflagen

(Schadstoffgrenzwerte bzw. Auflagen zur Schlammbehandlung)

die treibenden Marktkräfte waren, stellt in den

Entwicklungsländern die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung

und Abwasserbehandlung den wesentlichen Impuls

dar.

Wir tragen mit unseren Anlagen und Technologien wesentlich

zur nachhaltigen Entwicklung bei. Unsere Anlagen versorgen

derzeit 200 Mio. Menschen mit Trinkwasser und entsorgen

das Abwasser von 130 Mio. Menschen. Ein weiterer Schwerpunkt

unserer Aktivitäten ist kommunales und industrielles

Wasser-Recycling.

Das Jahr 2002 brachte eine ausgesprochen schwierige

Entwicklung, die von verzögerten Auftragsvergaben auf

Grund der unsicheren konjunkturellen Situation geprägt war.

Besonders in Österreich und Deutschland wirkte sich der

Markteinbruch im kommunalen Geschäft negativ aus.

Positive Tendenzen waren hingegen in Frankreich, aber auch

in den neuen EU-Beitrittsländern, feststellbar.

Außerhalb Europas haben sich vor allem die Länder Indien

und China als stabile Märkte erwiesen. Ganz allgemein

steigt gleichzeitig mit der Erholung der asiatischen Wirtschaft

auch die Bedeutung von Wasser- und Abwasserbehandlung

sowohl im kommunalen als auch im industriellen

Sektor.

Im Nahen/Mittleren Osten sind steigender Trinkwasserbedarf

und der Bedarf an Anlagen-Rehabilitation die Treiber der

Nachfrage. Immer mehr Regierungen, wie etwa in Ägypten,

ebnen den Weg für Private Sector Participation, und der

Zugang zu internationalen Finanzierungen wird zunehmend

erleichtert. Allerdings ist die Durchführung solcher Projekte

nach wie vor von Verzögerungen geprägt.


Geschäftsverlauf Wassertechnik

Unternehmensbereich in Restrukturierung

Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs blieb im

Jahr 2002 mit 225 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen

zurück (minus 33% im Vergleich zum Vorjahr). Dieser Rückgang

ist wesentlich durch die Verschiebung von einigen

Großprojekten gekennzeichnet, deren in Kraft treten im

ersten Halbjahr 2003 erwartet wird. Der Umsatz verzeichnete

einen Rückgang um 13% auf 275 Mio. EUR. Das Ergebnis

vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug minus 54,7 Mio. EUR,

wesentlich geprägt von der rückläufigen Umsatzentwicklung

und der Kostenüberschreitung bei bestehenden Projekten.

Inkludiert sind auch Einmaleffekte wie Restrukturierungskosten

durch den Mitarbeiterabbau im Lauf des Jahres,

außerordentliche Firmenwertabschreibungen und negative

operative Effekte aus der Insolvenz der Babcock Borsig

Power.

Der Personalstand lag per Ende Dezember bei 788 Mitarbeitern.

In den nächsten Monaten gilt es einerseits die

gegenüber dem Vorjahr rückläufige Umsatzentwicklung

umzukehren und andererseits weitere kostenreduzierende

Maßnahmen zu setzen.

Die Schwerpunktmaßnahmen zur erfolgreichen Restrukturierung

des Unternehmensbereichs sind:

• Die Redimensionierung der Niederlassungen in Deutschland

– hier mussten zwei Standorte geschlossen werden.

• Die Konzentration der internationalen Vertriebsstruktur

auf Schwerpunktländer. So erfolgte etwa ein Rückzug aus

dem südamerikanischen Raum bei gleichzeitiger Stärkung

der Präsenz in Indien und China.

• Die Straffung des Produkt- und Leistungsspektrums etwa

durch die Konzentration der Serviceaktivitäten in Deutschland

oder die Suche nach Partnerschaften bei diversen

Produktfeldern.

• Die Optimierung der Strukturen und Prozesse. Dadurch

werden die Eigenkosten um 15% gesenkt und Prozesse

wie Einkauf oder Projektmanagement wesentlich verbessert.

Die auftragsstärksten Regionen in 2002 waren Europa (65%)

und Asien/Pazifik (25%). Die positive Geschäftsentwicklung

in Indien zeigte sich durch den Auftragserhalt von zwei

Abwasserreinigungsanlagen in BANGALORE und einer

Anlage in KALKUTTA. Bedeutende Projekte zur Errichtung

von Trinkwasseranlagen konnten in IASI/Rumänien sowie

UERIKON/Schweiz gewonnen werden. Weiters erfolgte die

erfolgreiche Übergabe der größten europäischen Schlammtrocknungsanlage

mit integrierter Abwasserbehandlung

(Membranbioreaktor) in DALDOWIE/Schottland. Der Bereich

Entsalzung konnte erneut einen Auftrag in Saudi Arabien

(Al Wasia) gewinnen.

Infrastruktur

Branchenumfeld Infrastruktur

Infrastrukturelle Dienstleistungen sind stark regional dominierte

Geschäftsaktivitäten für die Hauptkundengruppen

Energieversorger, Industrie, Kommunen und Gebäudeerrichter.

Die Marktentwicklung ist grundsätzlich an die konjunkturelle

Situation der Industrie und die Vergabetätigkeit der

öffentlichen Auftraggeber gekoppelt. In allen Branchen ist

die Partnerschaft über den Lebenszyklus von Anlagen von

großer Bedeutung. Maßgeschneiderte Lösungen für elektromechanische

Systeme sind gefragt. Ein weiterer Trend ist

die Gesamtvergabe von Bau- und Infrastrukturleistungen

speziell bei der Neuerrichtung industrieller Anlagen.

Innovative Energiemanagementsysteme, Automation und

Leittechnik sowie moderne Anlagentechnologien sind der

Schlüssel zur nachhaltigen effizienten Energienutzung.

Im Bereich der Informationstechnologie erfolgte auf Grund

der reduzierten Wachstumsprognosen ein beschleunigter

Konzentrationsprozess. Durch die unsichere Konjunktursituation

wurden viele Investitionsvorhaben in Industrie- und

Handelsunternehmen verschoben.

Marktentwicklung Infrastruktur

Infrastrukturdienstleistungen tragen wesentlich zur nachhaltigen

Entwicklung bei. Unser wichtigstes Ziel ist die Energieeffizienz.

Die nachhaltige und ganzheitliche Betrachtung

des Anlagen-Lebenszyklus steht daher im Mittelpunkt. Es ist

unser Bestreben, unsere Kunden bei der Reduktion ihres

Energiebedarfes zu beraten, neue moderne Lösungsansätze

aufzuzeigen und diese über unser Leistungsportfolio anzubieten.

Nachhaltige Kundenbeziehungen sichern 80% des Jahresumsatzes

mit einer konstanten Gruppe von Schlüsselkunden.

Der Markt für Infrastrukturleistungen ist stark an die konjunkturelle

Entwicklung der einzelnen Länder gekoppelt. Während

sich die prognostizierte wirtschaftliche Belebung in Österreich

nach Aussagen von Wirtschaftsforschungsinstituten

weiter verzögert und sich derzeit eine eher stagnierende

Tendenz darstellt, kann in den angrenzenden Ländern Mittelund

Osteuropas eine kontinuierlich stabile Entwicklung festgestellt

werden. Durch die bevorstehende Aufnahme von

zehn Staaten Mittel- und Osteuropas in die EU werden auch

positive Impulse für Infrastrukturdienstleistungen erwartet.

Derzeit liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Beitrittskandidaten

um 50% unter dem EU-Durchschnitt.

Die Marktnachfrage und die Geschäftsaktivitäten im Bereich

Gebäudetechnik und Antriebstechnik entwickeln sich zufriedenstellend.

Investitionen bei Energieversorgern und Industrie

sind vorrangig durch Modernisierung und Anlagenersatz

bei stabiler Auftragslage gekennzeichnet. Überdurchschnittliche

Investitionstätigkeit zeigt unverändert die Automobilindustrie.

In der Informationstechnologie verursachte die reduzierte

Investitionstätigkeit einen erhöhten Preis- und Margendruck.

Gute Marktchancen bieten Dienstleistungen wie IT-Outsourcing,

die sofort wirksame Kostenvorteile und Effizienzsteigerung

bewirken. Das Geschäft mit Anwendungssoftware und

Infrastrukturlösungen entwickelte sich rückläufig und war

durch Anpassungsmaßnahmen gekennzeichnet.

73


74

Kennzahlen Infrastruktur

in Mio. EUR 2000 1) 2001 1) 2001 2) 2002 2)

Auftragseingang 592 607 709 742

Auftragsstand 290 330 419 504

Umsatz 572 568 642 639

EBITA 28,6 27,2 30,6 34,2

EBIT 27,6 25,9 28,5 31,6

ROS 5,0% 4,8% 4,8% 5,4%

ROCE 5,0% 9,6% 8,3% 5,1%

Mitarbeiter 3.666 3.560 4.004 3.571

1) Kennzahlen VATECH ELIN EBG

2) Kennzahlen VATECH ELIN EBG und ai informatics

Infrastruktur

Umsatz in Mio. EUR

572 568 642 639

2000 1) 2001 1) 2001 2) 2002 2)

Auftragseingang Infrastruktur nach Regionen 2002

1% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

14% restliches

Europa

8% Tschechien

11% Deutschland

Umsatz Infrastruktur nach Regionen 2002

1% Naher und Mittlerer

Osten, Afrika

10% restliches

Europa

11% Tschechien

10% Deutschland

Infrastruktur

EBIT in Mio. EUR

28 26 29 32

2000 1) 2001 1) 2001 2) 2002 2)

66% Österreich

68% Österreich

Geschäftsverlauf Infrastruktur

Konsolidierungkreisveränderung

Das Unternehmen ai informatics ist nunmehr dem Unternehmensbereich

Infrastruktur zugeordnet und wird nicht

mehr unter „Konzernservices und Konsolidierung“ geführt.

Dieses Dienstleistungsunternehmen ist im Sektor Informationstechnologie

tätig und erwirtschaftete im Jahr 2002

einen Umsatz von 68 Mio. EUR mit rund 380 Mitarbeitern.

Die ELIN EBG Motoren GmbH wurde zu 80,1% an das

Unternehmen Traktionssysteme Austria abgegeben und per

30. 9. 2002 entkonsolidiert.

Stabile Geschäftsentwicklung

Der Auftragseingang des Jahres 2002 verbesserte sich um

5% auf 742 Mio. EUR, wobei die größten Aufträge aus

Österreich kamen, wie etwa Antriebssysteme für die Wiener

U-Bahn oder elektrotechnische Ausrüstung für das Unfallkrankenhaus

Linz. Der Umsatz war mit 639 Mio. EUR auf

Vorjahresniveau, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

erhöhte sich auf 31,6 Mio. EUR.

Der Personalstand betrug zum Jahresende 3.571 Mitarbeiter

(minus 11%).

Verstärkung der Marktposition in

Mittel- und Osteuropa

Mit dem im März 2002 erfolgten Erwerb der Mehrheitsanteile

am slowakischen Elektrotechnik-Unternehmen ARTEP a.s.,

mit Sitz in Kosice, wurde die Expansion in der Slowakei im

Bereich der Elektrotechnik fortgesetzt. Darüberhinaus wurde

mit der russischen Elektromontagefirma TSN GmbH ein Projektierungs-Joint

Venture in St. Petersburg gegründet. Ziel

ist der weitere Ausbau der Marktposition und die Optimierung

der Ertragskraft der VA TECH ELIN EBG in Russland,

die auch mit 51% den Mehrheitsanteil an dem Joint Venture

hält.

Mit der Übernahme des Unternehmens Pfrimer & Mösslacher

GmbH in Klagenfurt erfolgte eine Vervollständigung der Aktivitäten

in der technischen Gebäudeausstattung im Süden

Österreichs. Das Unternehmen verfügt über technologische

Stärken im Krankenhaussektor und in der Halbleiterindustrie.

Verkauf der ELIN EBG Motoren GmbH

Im Juli 2002 wurden 80,1% der ELIN EBG Motoren GmbH

an das Unternehmen Traktionssysteme Austria abgegeben.

Die ELIN EBG Motoren GmbH mit ca. 200 Mitarbeitern und

einem Umsatz von 36 Mio. EUR wird sich am Standort Weiz

wie bisher auf die Bereiche Elektromotoren für industrielle

Anwendungen sowie Generatoren für die Energieerzeugung

aus Windkraft und dezentralen Energiesystemen konzentrieren.


Bericht des Aufsichtsrates

an die Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Geschäftsjahres 2002

die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben

wahrgenommen. Zu diesem Zweck wurden mehrere Sitzungen

des Aufsichtsrates, des Bilanzausschusses und des

Strategieausschusses abgehalten. Der Vorstand hat dem

Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über den

Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft Auskunft

gegeben und hierbei auch über die Lage der Konzerngesellschaften

berichtet. Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand

vorgelegten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss

für das Geschäftsjahr 2002, den Vorschlag für

die Gewinnverteilung, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr 2002 geprüft und in

seiner Sitzung vom 25. März 2003 gebilligt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2002 ist damit

gemäß § 125 Abs. 3 Aktiengesetz festgestellt.

Der Jahresabschluss der VA Technologie AG und der Konzernabschluss

für das Geschäftsjahr 2002, der Lagebericht

sowie der Konzernlagebericht wurden von dem in der 10.

ordentlichen Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer,

der KPMG Alpen-Treuhand Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs

GmbH geprüft. Gemäß § 96 Abs. (2) AktG teilt

der Aufsichtsrat mit, dass diese Prüfungen nach ihrem

abschließenden Ergebnis zu keinen Beanstandungen Anlass

gegeben haben.

Auf Grund der uneingeschränkten Bestätigungsvermerke

des Abschlussprüfers

a) entsprechen die Buchführung und der Jahresabschluss

der VA Technologie AG für das Geschäftsjahr 2002 den

gesetzlichen Vorschriften, vermittelt der Jahresabschluss

für das Geschäftsjahr 2002 unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsgemäßer Buchführung ein möglichst

getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Gesellschaft und steht der Lagebericht im Einklang

mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2002;

b) vermittelt der Konzernabschluss nach Überzeugung des

Abschlussprüfers in allen wesentlichen Belangen ein

getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

zum 31. Dezember 2002 sowie der Ertragslage und

der Zahlungsströme des Geschäftsjahres 2002 in Übereinstimmung

mit den International Financial Reporting

Standards (IFRS).

Wien, am 25. März 2003

Dr. Peter Michaelis

Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Technologie AG

75


JAHRESABSCHLUSS 2002

76


Jahresabschluss 2002. VA TECH.

Der Jahresabschluss der VA Technologie AG (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr 2002

ist in diesem Geschäftsbericht nicht enthalten, wird Ihnen jedoch auf Wunsch zugesandt.

Wenden Sie sich bitte an:

VA Technologie AG

Kommunikation und Investor Relations, A-4031 Linz, Lunzerstaße 64

Tel. (+43/732) 6986-9222, Fax (+43/732) 6980-3416, E-Mail: contact@vatech.at

Rundungshinweis:

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung

automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.


78

Gewinn- und Verlustrechnung

VA TECH-Konzern

VA TECH-KONZERN FORTZUFÜHRENDE EINGESTELLTE

GESAMT BEREICHE BEREICHE

(TEUR) ANHANG 2002 2001 2002 2001 2002 2001

Umsatzerlöse 1) (1) 3.871.558 3.998.627 3.871.558 3.867.545 0 131.083

Herstellungskosten der zur Erzielung

der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen –3.200.795 –3.318.612 –3.200.795 –3.200.821 0 –117.791

Bruttoergebnis 670.763 680.015 670.763 666.724 0 13.292

Sonstige betriebliche Erträge (2) 132.406 245.471 132.406 172.627 0 72.844

Vertriebskosten –245.027 –285.041 –245.027 –279.808 0 –5.233

Verwaltungskosten –279.788 –292.671 –279.788 –290.570 0 –2.101

Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) –149.478 –201.495 –149.478 –199.405 0 –2.090

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor

Abschreibungen auf Firmenwerte (EBITA) 128.875 146.280 128.875 69.568 0 76.712

Abschreibungen auf Firmenwerte –45.553 –63.028 –45.553 –62.495 –533

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 83.323 83.252 83.323 7.073 0 76.179

Zinsenergebnis 2) (5) –137.766 –107.291 –137.766 –104.759 0 –2.533

Beteiligungsergebnis (6) 5.160 80.708 5.160 80.708 0 0

Sonstiges Finanzergebnis (7) –41.431 –14.878 –41.431 –14.878 0 0

Finanzergebnis –174.036 –41.462 –174.036 –38.929 0 –2.533

Ergebnis vor Steuern (EBT) –90.714 41.791 –90.714 –31.856 0 73.646

Steuern (8) –14.006 –35.905 –14.006 –37.032 0 1.127

Ergebnisanteil Minderheitsbeteiligter 11.717 25.984 11.717 25.984 0 0

Jahresüberschuss/-fehlbetrag –93.002 31.870 –93.002 –42.904 0 74.774

1) davon Zinsen aus erhaltenen/

geleisteten Anzahlungen (1) 98.806 93.829 98.806 91.448 0 2.381

2) Zinsenergebnis ohne Umgliederung

von Zinsen aus erhaltenen/

geleisteten Anzahlungen (5) –38.960 –13.462 –38.960 –13.310 0 –152

Im Umlauf befindliche Aktien

(gewichteter Durchschnitt) Stk 14.750.000 14.750.000

Gewinn/Verlust je Aktie

(Jahresüberschuss/-fehlbetrag) EUR –6 2

Vorgeschlagene Dividende TEUR 0 7.500

Vorgeschlagene Dividende je Aktie EUR 0 1


Bilanz

VA TECH-Konzern

(TEUR) ANHANG 31. 12. 2002 31. 12. 2001

AKTIVA

Sachanlagen (9) 451.126 519.504

Immaterielle Vermögensgegenstände (10) 27.233 32.050

Firmenwerte (11) 377.577 420.196

Finanzanlagen (12) 124.807 120.371

Geleistete Anzahlungen (netto) (15) 5.096 1.827

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 68.189 98.218

Sonstige verzinsliche Forderungen (17) 48.269 54.673

Sonstige unverzinsliche Forderungen (18) 15.678 66.332

Latente Steuern (13) 67.809 70.259

Langfristige Vermögensgegenstände 1.185.783 1.383.430

Vorräte (14) 286.085 349.456

Geleistete Anzahlungen (netto) (15) 42.689 47.537

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 1.104.125 1.250.491

Sonstige verzinsliche Forderungen (17) 63.396 42.161

Sonstige unverzinsliche Forderungen (18) 316.709 267.350

Zahlungsmittel und -äquivalente (19) 648.033 792.396

Kurzfristige Vermögensgegenstände 2.461.037 2.749.392

Aktiva 3.646.820 4.132.821

PASSIVA

Grundkapital 109.050 109.050

Kapitalrücklagen 267.258 267.258

Gewinnrücklagen 85.307 201.231

Eigenkapital 461.614 577.539

Minderheitenanteile 43.597 54.722

Eigenkapital inkl. Minderheitenanteile (20) 505.211 632.261

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 502.243 630.400

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (22) 2.192 10.069

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder (24) 283.992 295.136

Latente Steuern (13) 28.855 29.563

Erhaltene Anzahlungen (23) 57.410 52.965

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (26) 16.143 40.428

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (27) 48.610 41.535

Langfristige Verbindlichkeiten 939.445 1.100.095

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 129.106 257.451

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (22) 674.637 770.070

Erhaltene Anzahlungen (23) 341.784 449.701

Sonstige Rückstellungen (25) 490.417 551.093

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (26) 91.633 45.143

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (27) 474.588 327.008

Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.202.164 2.400.465

Passiva 3.646.820 4.132.821

79


80

Kapitalflussrechnung

VA TECH-Konzern

(TEUR) ANHANG 2002 2001

Ergebnis vor Steuern –90.714 41.791

� Verluste/Gewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen –29.449 –174.443

� Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 1) 161.282 135.898

� Nettodotierung/-auflösung Sozialkapital und langfristige Rückstellungen –7.577 30

� Zahlungswirksame Steuern –13.516 –12.971

Cash Flow aus dem Ergebnis (28) 20.027 –9.696

� Senkung/Erhöhung Vorräte 55.929 –22.779

� Senkung/Erhöhung Geleistete Anzahlungen 1.569 35.541

� Senkung/Erhöhung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 164.649 –124.748

� Senkung/Erhöhung Sonstige unverzinsliche Forderungen –43.624 20.842

� Erhöhung/Senkung Erhaltene Anzahlungen –102.914 50.512

� Erhöhung/Senkung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –97.259 –51.553

� Erhöhung/Senkung Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 158.082 –16.186

� Erhöhung/Senkung kurzfristige Rückstellungen –59.759 –83.934

Cash Flow aus der Betriebstätigkeit (29) 96.700 –202.001

+ Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Beteiligungen 97.857 181.769

– Zugänge in das Anlagevermögen mit Ausnahme der Beteiligungen –73.107 –93.536

� Investitionen/Devestitionen in Beteiligungen –20.299 33.025

� Sonstiges (Währungsumrechnungsdifferenzen,

Änderung Konsolidierungskreis) 0 –991

Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (30) 4.451 120.267

Free Cash Flow 101.151 –81.733

� Rückkauf eigene Aktien, Gesellschaftereinlagen 4.943 3.580

+ Genussscheinkapital, Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln –13 –200

– Ausschüttungen an Gesellschafter und Minderheitengesellschafter –7.489 –19.092

� Sonstiges (Währungsumrechnungsdifferenzen,

Änderung Konsolidierungskreis) 2.894 0

� Erhöhung/Senkung Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –256.502 240.989

� Erhöhung/Senkung von sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten/Forderungen 10.652 –43.714

Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich (31) –245.515 181.563

Netto-Zunahme/Abnahme Liquide Mittel –144.364 99.830

Differenz Finanzmittelfonds –144.364 99.830

+ Anfangsbestand des Finanzmittelfonds 792.396 692.566

= Endbestand des Finanzmittelfonds 648.033 792.396

davon liquide Mittel 237.047 388.508

davon Wertpapiere Umlaufvermögen 396.138 391.758

davon Forderungen aus Konzernclearing 14.847 12.130

bezahlte Zinsen 2) –59.959 –61.928

erhaltene Zinsen 2) 37.632 54.572

an Aktionäre der VA Technologie AG bezahlte Dividenden –7.374 –18.000

erhaltene Dividenden 7.564 10.918

1) inklusive Abschreibung der Beteiligung an der Babcock Borsig Power GmbH in Höhe von 44.433 TEUR

2) Vorjahreszahlen wurden angepasst


Entwicklung des Eigenkapitals

VA TECH-Konzern

Neu-

Grund- Kapital- bewertungs- Gewinn-

(TEUR) kapital Rücklagen Rücklage Rücklagen Gesamt

Stand 1. 1. 2002 109.050 267.258 2.832 198.400 577.539

Differenzen aus der

Währungsumrechnung 0 0 0 –15.425 –15.425

Sonstige Veränderungen 0 0 –2.832 2.823 –9

Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung

berücksichtigte Eigenmittelveränderungen 0 0 –2.832 –12.602 –15.434

Periodenergebnis 0 0 0 –93.002 –93.002

Dividenden 0 0 0 –7.489 –7.489

Stand 31. 12. 2002 109.050 267.258 0 85.307 461.614

Stand 1. 1. 2001 109.050 267.258 1.043 198.596 575.946

Differenzen aus der Währungsumrechnung 0 0 0 11.039 11.039

Sonstige Veränderungen 0 0 1.789 –25.105 –23.316

Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung

berücksichtigte Eigenmittelveränderungen 0 0 1.789 –14.066 –12.278

Periodenergebnis 0 0 0 31.870 31.870

Dividenden 0 0 0 –18.000 –18.000

Stand 31. 12. 2001 109.050 267.258 2.832 198.400 577.539

81


82

Konzernanhang 2002

VA TECH-Konzern

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Angaben und Konsolidierungsgrundsätze

Die VA Technologie AG (VA TECH) ist ein Technologie- und

Serviceunternehmen mit Sitz in Österreich. Der Konzern

verfügt über führende internationale Positionen in den Bereichen

Metallurgietechnik, Hydraulische Energieerzeugung,

Energieübertragung und -verteilung, Wassertechnik sowie

Infrastruktur. Diese fünf Unternehmensbereiche dienen

der branchenorientierten strategischen Ausrichtung der

Geschäfte. Die Konzernzentrale, die VA Technologie AG,

befindet sich in Linz, Lunzerstraße 64, Österreich.

Der Konzernabschluss der VA Technologie AG entspricht den

für das Geschäftsjahr 2002 gültigen International Financial

Reporting Standards (IFRS).

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungsund

Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse

der Tochterunternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses

aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der VA Technologie AG

38 inländische (2001: 33) und 84 ausländische Tochterunternehmen

(2001 : 86) einbezogen, bei denen der VA Technologie

AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte

zusteht oder einheitliche Leitung beziehungsweise

industrielle Führung ausgeübt wird.

Die Namen der einbezogenen Unternehmen sowie jener

Unternehmen, die nicht konsolidiert werden, können dem

beiliegenden Beteiligungsspiegel entnommen werden.

Darin sind alle Beteiligungen des VA TECH-Konzerns mit

einem Geschäftsanteil von mindestens 20% angeführt.

Änderung des Vollkonsolidierungskreises 2002

(ohne Berücksichtigung konzerninterner gesellschaftsrechtlicher

Umgründungen)

Datum der

Erstkonsolidierungen Erstkonsolidierung Bemerkung

Control Network and

Information Management 1. 1. Gründung

VA TECH ELIN EBG GmbH 9. 7. Gründung

VA TECH ELIN EBG

Haustechnik GmbH 9. 7. Gründung

VA TECH ELIN EBG

Elektronik GmbH 10. 7. Gründung

VA TECH Finance GmbH 19. 7. Gründung

VA TECH T&D GmbH 5. 9. Gründung

VA TECH Consulting GmbH 14. 11. Gründung

Datum der

Entkonsolidierung Entkonsolidierung Bemerkung

VA TECH ELIN EBG

Motoren GmbH 30. 9. Verkauf

VA TECH Asset Management

(Ireland) Ltd. 1. 1. Liquidation

FUCHS Systemtechnik Inc. 1. 1. Entkonsolidierung

Konzernfremde Anteile am Eigenkapital der einbezogenen

Unternehmen werden als gesonderte Position dargestellt.

Die im Jahresergebnis enthaltenen und anderen Gesellschaftern

zustehenden Ergebnisanteile werden in der Konzern-Gewinn-

und -Verlustrechnung getrennt ausgewiesen.

Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen auf

die Vermögens- und Ertragslage

Die Änderungen des Konsolidierungskreises 2002 haben

keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage.

In der Gewinn- und Verlustrechnung der Vergleichsperiode

2001 (eingestellte Bereiche) sind der Entkonsolidierungserfolg

der MCE-Gruppe inkl TMS Gesellschaften sowie die

Gewinn- und Verlustrechnung der TMS-Gesellschaften vom

1. Jänner bis 30. September 2001 dargestellt. Die Auswirkungen

auf die Ertragslage sind aus dem Gewinn- und

Verlustrechnungstableau ersichtlich.

Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einzelnen einbezogenen in- und

ausländischen Gesellschaften wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses

aufgestellt, von Wirtschaftsprüfern geprüft

und gemäß International Financial Reporting Standards unter

der Fiktion der rechtlichen Einheit zusammengefasst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode.

Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen

Anteile mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals des

Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet.

Aktive Unterschiedsbeträge werden stillen Reserven zugeordnet.

Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als

Firmenwert erfasst und entsprechend ihrer wirtschaftlichen

Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen sowie sonstige

Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten

und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss

einbezogenen Tochterunternehmen aufgerechnet.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragseliminierung sind

sämtliche Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen

Lieferungen und Leistungen aufgerechnet worden.

Zwischenergebnisse aus Anlagenübertragungen im Konzern

werden, soweit sie wesentlich sind, ergebniswirksam eliminiert.

Ebenso werden die wesentlichen Zwischengewinne in

den Konzernvorräten eliminiert.


Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten

grundsätzlich zum Umrechnungskurs des Entstehungstages

bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag

mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht

monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip

bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs

der Erstbuchung ausgewiesen.

Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer

Posten werden erfolgswirksam erfasst.

Die Konzernwährung ist der EURO (EUR). Die funktionale

Währung ausländischer Tochterunternehmen ist grundsätzlich

die jeweilige Landeswährung.

Demnach wird die modifizierte Stichtagskursmethode für

die Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Gesellschaften

angewendet. Entsprechend werden alle Bilanzposten

mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Währungsdifferenzen, die auf den Anteil der VA TECH entfallen,

sind offen mit den Gewinnrücklagen und, soweit sie

auf den Fremdanteil entfallen, mit den Anteilen Konzernfremder

verrechnet. Die Vorschriften des IAS 29 (Rechnungslegung

in Hochinflationsländern) finden im Konzernabschluss

wegen Unwesentlichkeit derzeit keine Anwendung.

Aufwendungen und Erträge werden mit dem durchschnittlichen

Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Entsteht im Zusammenhang mit dem Erwerb einer wirtschaftlich

selbständigen Teileinheit (Tochtergesellschaft) ein

Firmenwert, wird dieser bereits bei der Erstkonsolidierung

in Konzernwährung ermittelt.

Wechselkursveränderungen sind insbesondere bei folgenden

Währungen wesentlich für den Konzernabschluss:

Stichtagskurs Stichtagskurs Veränderung

(je EUR) 30. 12. 2002 28. 12. 2001 in %

GBP (Britische Pfund) 0,6505 0,6085 6,90%

USD (US Dollar) 1,0487 0,8813 18,99%

Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen ergeben

bei der Umrechnung der Bilanzpositionen einbezogener

Gesellschaften eine erfolgsneutrale Eigenmittelveränderung

in Höhe von –15.425 TEUR (Vorjahr: 11.039 TEUR). Diese

ist in der Entwicklung des Eigenkapitals unter Währungsumrechnungsdifferenzen

ausgewiesen.

Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen

Rechnungslegungsvorschriften und den IFRS

Forderungen aus der Auftragsfertigung: Nach österreichischem

Rechnungslegungsgesetz sind Umsätze und Gewinne

erst bei Fakturierung an den Kunden zu realisieren (completed

contract method). Unter IFRS wird eine Auftragsfertigung

entsprechend der percentage of completion method nach

dem Leistungsfortschritt mit anteiliger Gewinnrealisierung

abgerechnet, wobei der Fertigstellungsgrad entsprechend

dem Kostenanfall in Relation zu den geschätzten Gesamtkosten

(cost to cost method) ermittelt wird.

Latente Steuern: Nach österreichischer Rechnungslegung

sind passive latente Steuern nur insoweit zu bilden, als temporäre

Differenzen erfolgswirksam entstanden sind, während

für aktive latente Steuern ein Aktivierungswahlrecht besteht.

Auf Verlustvorträge ist nach herrschender Meinung keine

Bildung von aktiven latenten Steuern zulässig. Gemäß den

Bestimmungen der IFRS sind für alle temporären Differenzen

unter Verwendung eines gegenwärtig gültigen Steuersatzes

latente Steuern anzusetzen, das gilt auch in Zusammenhang

mit steuerlichen Verlustvorträgen, soweit diese voraussichtlich

durch zukünftige steuerliche Gewinne verbraucht werden

können.

Pensionsrückstellungen: Gemäß österreichischer Rechnungslegung

werden Pensionsrückstellungen überwiegend

ohne Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen nach dem

Teilwertverfahren (Abzinsungssatz 6%) gebildet. Nach IFRS

basiert die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen auf

dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Marktzinssatz

von 5,5% (2001: 5,5%) und einer Gehaltssteigerungsrate

von 3,0% (2001: 3,0%).

Firmenwerte: Die österreichische Rechnungslegung sieht für

die Behandlung von Firmenwerten mehrere Wahlrechte vor.

Diese können direkt mit Rücklagen verrechnet werden oder

aktiviert und planmäßig über 5 Jahre oder (bei erworbenen

Firmenwerten) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben

werden. Nach IFRS sind Firmenwerte zwingend

zu aktivieren und planmäßig abzuschreiben, wobei die Nutzungsdauer

oft längerfristiger eingeschätzt wird.

Wertpapiere: Wertpapiere, welche nicht bestimmt sind,

dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (available for sale),

werden zu Börsekursen zum Bilanzstichtag (mark-to-market)

oder zu Rücknahmewerten bilanziert. Demnach sind gemäß

IFRS, im Gegensatz zur österreichischen Rechnungslegung,

Aufwertungen über die Anschaffungskosten zulässig. Bestimmte

Finanzinstrumente werden nach IAS 39 zum Fair

Value bewertet.

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich

keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Zeitpunkt der Gewinnrealisierung

Erträge gelten grundsätzlich mit Gefahrenübergang (zum

Zeitpunkt der Übertragung der Risiken und Verwertungschancen)

beziehungsweise der Erbringung der Leistung als

realisiert. Zinsenerträge werden unter Berücksichtigung der

Effektivverzinsung ebenso wie Lizenzerträge und Vermietungserträge

zeitanteilig realisiert.

Um periodengerecht den Fortschritt der Auftragsarbeiten und

die performance des Unternehmens wiederzugeben, wird –

83


84

gemäss IAS 11 (Construction Contracts) – bei Fertigungsaufträgen

auf Basis einer verlässlichen Ermittlung von Fertigstellungsgrad,

Gesamtkosten und Gesamterlösen eine zeitanteilige

Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt

(percentage-of-completion method) unterstellt.

Sachanlagevermögen, Immaterielles Anlagevermögen

und Firmenwerte

Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren

Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden,

soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen

Nutzungsdauer abgeschrieben. Die aktivierten Vermögensgegenstände

können sowohl materieller als auch immaterieller

Art (zum Beispiel Konzessionen) sein. Unbewegliches

sowie bewegliches Sachanlagevermögen wird in der Regel

linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen,

wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist

und Ereignisse erkennen lassen, dass der Buchwert nicht

realisierbar ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im

Zugangsjahr voll abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten

werden als Aufwand erfasst. Erneuerungs- und

Erhaltungsaufwendungen, welche die Nutzungsdauer eines

Vermögensgegenstandes verlängern, werden aktiviert. Die

Herstellungskosten werden entsprechend der voraussichtlichen

Nutzungsdauer und beginnend mit der Fertigstellung

beziehungsweise Inbetriebnahme der betreffenden Anlagen

planmäßig abgeschrieben.

In der Regel werden folgende voraussichtiche Nutzungsdauern

unterstellt, wobei aufgrund individueller Gegebenheiten

Abweichungen möglich sind:

Jahre

Gebäude 20 –50

Technische Anlagen und Maschinen 5–10

Betriebs- und Geschäftsausstattung 4– 8

Rechte 3–10

Firmenwerte 5–20

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden gemäß

IAS 40 (Investment Property) mit ihren Anschaffungs- oder

Herstellungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen

Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entsprechend den Bestimmungen der IFRS sind im Konzernabschluss

unter den Sachanlagen auch Gegenstände aktiviert,

die auf Basis von Leasingverträgen genutzt werden.

Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern im Wesentlichen

alle Risiken und Chancen inne hat, die mit der Nutzung

der Vermögensgegenstände verbunden sind, werden

als Finanzierungsleasing behandelt. Die den Leasingvereinbarungen

zugrundeliegenden Gegenstände werden gemäß

dem aktuellen Wert der kapitalisierten Leasingzahlungen zum

Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer

abgeschrieben. Den aktivierten Vermögensgegenständen

steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch

offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasingverträge

werden als Operating-Leasing behandelt und dem Vermieter

oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als

Aufwand verrechnet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (im Wesentlichen

Konzessionen) werden zu Anschaffungskosten bewertet

und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach

der linearen Methode abgeschrieben.

Treten bei Vermögensgegenständen Hinweise für Wertminderungen

auf und liegen die Barwerte der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse

unter den Buchwerten, erfolgt gemäß IAS

36 (Impairment of Assets) eine Abwertung auf den niedrigeren

beizulegenden Wert.

Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge

werden als positive Firmenwerte, beziehungsweise

im Falle negativer Unterschiedsbeträge als Reduktion positiver

Firmenwerte ausgewiesen. Für die positiven Firmenwerte

wird nach IAS 22 (revised 1998) eine Nutzungsdauer von

maximal zwanzig Jahren angesetzt. Ergänzend dazu werden

verbleibende Firmenwerte zum Bilanzstichtag im Hinblick

auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Die Überprüfung

des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens erfolgt

unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode auf

Basis von geplanten Ergebnissen. Als bewertete Einheit

(cash generating unit) wird jeweils die kleinste Einheit herangezogen,

der der überprüfte Firmenwert auch auf einer

voraussichtlich stetigen Basis zugeordnet werden kann.

Die Amortisierung der Firmenwerte wird in der Gewinn- und

Verlustrechnung unter den Positionen „Abschreibungen auf

Firmenwerte“ (goodwill) und „Sonstige betriebliche Erträge“

(negativer goodwill) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß

IAS 28 – sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter

Bedeutung handelt – grundsätzlich at equity bewertet.

Dabei werden grundsätzlich dieselben Bewertungsmethoden

wie für vollkonsolidierte Unternehmen angewandt. Die übrigen

Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise

mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten

angesetzt.

Verzinsliche Ausleihungen sind, soweit nicht Wertabschläge

erforderlich sind, zu Nennwerten bilanziert; unverzinsliche

oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert

abgezinst. Wertpapiere, die bis zur Endfälligkeit gehalten

werden („held to maturity“), sind zu Anschaffungskosten oder

– bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung – zu niedrigeren

Markt- oder Börsekursen bewertet. Andere Wertpapiere

werden zu Marktwerten angesetzt, wobei Bewertungsänderungen

in der Gewinn- und Verlustrechnung

berücksichtigt werden („available for sale“).

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder

Herstellungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös.

Die Einsatzermittlung erfolgt grundsätzlich

mittels gewogenem Durchschnittspreisverfahren.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren

Aufwendungen sowie alle variablen und fixen Gemeinkosten.


Vertriebskosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung

werden nicht in die Herstellungskosten miteinbezogen. Die

im Zusammenhang mit der Herstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen

werden nicht aktiviert.

Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden

zu Nennwerten bilanziert, dabei werden für erkennbare

Einzelrisiken Wertabschläge vorgenommen. Das allgemeine

Forderungsrisiko wird grundsätzlich auf Basis von Erfahrungswerten

der Vergangenheit berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem zum Bilanzstichtag

gültigen Devisenmittelkurs beziehungsweise im Fall

von Kurssicherungen mit dem gesicherten Kurs bewertet.

Wertpapiere

Wertpapiere, welche nicht die Voraussetzungen für held-tomaturity-investments

erfüllen (available for sale), werden zu

Börsekursen zum Bilanzstichtag (mark-to-market) oder zu

Rücknahmewerten bilanziert. Bewertungsänderungen werden

in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit in einzelnen Finanzdienstleistungsgesellschaften mit

Wertpapieren gehandelt wird, werden diese zum Marktwert

bewertet, wobei sämtliche Wertänderungen erfolgswirksam

werden (held for trading).

Zahlungsmittel und -äquivalente

Das kurzfristige Finanzvermögen wird zu Tageswerten

angesetzt. Die ursprünglichen Laufzeiten der hierin ausgewiesenen

Finanzmittel bei Kreditinstituten und Wertpapieren

erstrecken sich auf nicht mehr als drei Monate. Forderungen

aus Finanzierung und Clearing, soweit sich ihre Laufzeit auf

weniger als drei Monate beläuft, sind ebenfalls unter dieser

Bilanzposition ausgewiesen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt,

der nach kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag

erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen,

erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns

abzudecken. Dabei wird jeweils der Betrag angesetzt,

der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der

wahrscheinlichste ergibt.

Für künftige Abfertigungsverpflichtungen bilden die Konzerngesellschaften

entsprechende Rückstellungen. Die Bewertung

der künftigen Abfertigungsverpflichtungen erfolgt nach

versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Pensionsrückstellungen der inländischen und ausländischen

Tochterunternehmen werden aufgrund versicherungsmathematischer

Gutachten unter Anwendung der projected unit

credit method ermittelt. Dabei werden die voraussichtlich

zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der

Aktivzeit der Mitarbeiter bis zum Pensionseintritt verteilt.

Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt.

Aus Änderungen versicherungsmathematischer Schätzannahmen

(Sterblichkeitswahrscheinlichkeit, Fluktuationsrate,

Frühpensionierungsverhalten, aktueller Marktzinssatz erstrangiger

festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau

und -trends, erwartete Erträge aus dem zweckgebundenen

Vermögen eines allfälligen Pensionsfonds) ergeben sich zum

jeweiligen Bilanzstichtag wertmäßige Auswirkungen, die als

versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bezeichnet

werden.

Zur Glättung von Schwankungen des Barwertes der Verpflichtungen

wird die Korridormethode gemäß IAS 19.92

angewandt. Die Nettoaufwendungen der Periode werden

aufgrund eines durch einen Aktuar erstellten versicherungsmathematischen

Vorschaugutachtens zu Beginn des

Geschäftsjahres ermittelt. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine

Nachrechnung. Weicht der Barwert der Verpflichtungen auf

Basis des Vorschaugutachtens mehr als zehn Prozent vom

in der Nachrechnung ermittelten Barwert ab, wird der über

den Korridor hinausgehende Unterschiedsbetrag, beginnend

mit dem folgenden Geschäftsjahr, auf die durchschnittliche

Restarbeitszeit verteilt nachgeholt.

Jubiläumsgeldrückstellungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen ermittelt.

Die zur Berechnung der Sozialkapitalrückstellung gesetzten

Prämissen für Abzinsung, Gehaltssteigerung sowie langfristige

Verzinsung des Fondsvermögens variieren entsprechend

der wirtschaftlichen Situation des Landes. Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten

werden nach landesspezifischen

Sterbetafeln berechnet. Ein allfälliger Fluktuationsabschlag

wird unternehmensspezifisch angesetzt.

Im Wesentlichen werden folgende Parameter unterstellt:

2002 2002

Nachrechnung Vorschau 2001

Marktzinssatz

(Diskontierungszinssatz) 5,50% 5,50% 5,50%

Gehaltssteigerungsrate

Erwartete langfristige

Verzinsung des

3,00% 3,00% 3,00%

Fondsvermögens aktuell 6,00% 6,00%

Pensionsalter – Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre 56,5 Jahre

Pensionsalter – Männer 61,5 Jahre 61,5 Jahre 61,5 Jahre

Sterbetafeln

Heubeck

1998

Heubeck

1998

Heubeck

1998

Restrukturierungsrückstellungen werden gemäß IAS 37 bei

Vorliegen eines ausreichend detailiert formulierten Planes vor

dem Bilanzstichtag eingestellt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren

Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Abgrenzung Latenter Steuern. In Übereinstimmung mit

IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen

zwischen Steuerbilanz und Bilanz gemäß

IFRS in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Aktive

und passive latente Steuern werden, soweit möglich, gegeneinander

verrechnet. Verbleibende aktive latente Steuern

(einschließlich jener aus Verlustvorträgen) werden im Allgemeinen

mit Bewertungsabschlägen zwischen 60% und

85% angesetzt. Die latenten Steuern werden für österreichische

Unternehmen mit einem Steuersatz von 34% ermittelt.

Für ausländische Unternehmen wird der jeweilige lokale

85


86

Steuersatz zugrunde gelegt. Für die Abgrenzung werden

allenfalls bereits fixierte künftige Steuersätze angewendet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Nennwert oder dem höheren

Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten

werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs

bewertet.

Verwendung von Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen

und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für

Vermögensgegenstände, Schulden und finanzielle Verpflichtungen

zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen

des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen

Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Der Grundsatz des true and fair view wird auch bei der

Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird erstmalig im Umsatzkostenverfahren

dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend

angepasst.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2002 setzen sich wie

folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Umsatzerlöse 3.871.558 3.998.627

Erlöse aus der Auftragsfertigung 3.772.752 3.904.798

Zinsensaldo aus erhaltenen/

geleisteten Anzahlungen 98.806 93.829

Die Erträge aus der Auftragsfertigung beinhalten die entsprechend

dem Grad der Fertigstellung des jeweiligen

Auftrags (percentage-of-completion-method) periodisierten

Teilgewinne. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades

erfolgt im Wesentlichen nach der cost to cost method.

Die im Rahmen der Auftragsfertigung erzielbaren Projekterlöse

werden wesentlich durch Zahlungskonditionen beeinflusst.

In der Regel werden langfristige unverzinsliche

Anzahlungen vereinbart. Durch die Berücksichtigung von

anteiligen Zinsen auf Anzahlungen in den Umsatzerlösen

wird eine von der Projektfinanzierung losgelöste Darstellung

der Umsatzerlöse erreicht. Zinsen aus der hohen projektspezifischen

Anzahlungssituation werden daher als zusätzliche

Umsatzkomponente betrachtet. Zur Berechnung dieser

Größe wird vereinfacht der Saldo aus erhaltenen (passivisch

ausgewiesenen beziehungsweise aktivisch saldierten) und

geleisteten An- und Teilzahlungen mit einem Zinssatz von

4% verzinst (2001: 4%).

Die Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen und

Regionen sind im Einzelnen bei den Segmentinformationen

dargestellt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt

zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Sonstige betriebliche Erträge 132.406 245.471

Erträge aus dem Abgang vom

und der Zuschreibung zum

Anlagevermögen (mit Ausnahme

der Finanzanlagen) 29.071 97.118

Erträge aus der Auflösung

von Rückstellungen 42.678 27.612

Forschungsförderung 4.794 3.782

Miet-/Leasingerträge 7.072 7.676

Versicherungserträge 5.270 7.859

Übrige 43.521 101.424

Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen resultieren

im Wesentlichen aus dem Abgang von zwei Liegenschaften.

In der Vergleichsperiode 2001 war insbesondere

der Erfolg aus der Entkonsolidierung der MCE-Gruppe

(inkl. TMS-Gesellschaften) enthalten. Die Erträge aus der

Auflösung von Rückstellungen betreffen insbesondere

Rückstellungen für abgerechnete Projekte.

3. Materialaufwand und Abschreibungen

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten

sind Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene

Herstellungsleistungen von 2.238.525 TEUR (2001:

2.315.139 TEUR) sowie Abschreibungen auf Sachanlagen

und immaterielle Vermögensgegenstände von 72.072 TEUR

(2001: 84.228 TEUR) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie

folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Sonstige betriebliche Aufwendungen –149.478 –201.495

Steuern, mit Ausnahmen von

Steuern vom Einkommen und Ertrag –2.300 –8.119

Forschungs- und Entwicklungskosten

–67.440 –86.582

Devisenkursverluste –5.936 –7.242

Restrukturierungsaufwendungen –20.044 –50.028

Wertberichtigungen für

sonstige Forderungen –18.005 –710

Prozesskosten –1.369 –702

Übrige –34.384 –48.112

Unter Berücksichtigung der in den übrigen Positionen der

Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Restrukturierungsaufwendungen

ergibt sich ein Gesamtrestrukturierungsaufwand

von 36,5 Mio. EUR (2001: 70,0 Mio. EUR).

Im Vergleichsjahr 2001 stand dem die Auflösung des negativen

Firmenwerts aus der Erstkonsolidierung der VA TECH

Schneider High Voltage GmbH von 27 Mio. EUR gegenüber.


5. Zinsenergebnis

Das Zinsenergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Zinsenergebnis –137.766 –107.291

Zinsensaldo aus erhaltenen/

geleisteten Anzahlungen –98.806 –93.829

Zinsenergebnis (ohne Umgliederung

des Zinsensaldos) –38.960 –13.462

Zinsen- und ähnliche Erträge 40.839 57.779

Zinsen- und ähnliche

Aufwendungen –66.429 –59.727

Zinsenerträge aus

Sicherungsgeschäften 19.054 19.231

Zinsenaufwendungen aus

Sicherungsgeschäften –16.315 –16.388

Sozialkapitalzinsen –16.109 –14.357

Hinsichtlich des Zinsensaldos aus erhaltenen und geleisteten

Anzahlungen (ist als Umsatzkomponente zu betrachten) wird

auf Punkt (1) Umsatzerlöse verwiesen.

Der Rückgang beim Zinsenergebnis (ohne Umgliederung

des Zinsensaldos) resultiert unter anderem aus einem

rückläufigen Veranlagungsvolumen und damit gesunkenen

Zinsen- und ähnlichen Erträgen.

Die Sozialkapitalzinsen betreffen die Zinsentangente im

Rahmen der Dotierung von Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen.

6. Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Beteiligungsergebnis 5.160 80.708

Erträge aus Beteiligungen

Sonstige verbundene

Unternehmen 5.767 2.539

Sonstige Unternehmen 6.453 8.379

Erträge aus Gewinngemeinschaften

(Organschaften) 266 0

Erträge aus dem Abgang

von Beteiligungen 1.235 78.407

Abschreibungen auf Beteiligungen –5.494 –7.198

Sonstige Aufwendungen

aus Beteiligungen

Sonstige verbundene

Unternehmen –64 –1.419

Sonstige Unternehmen –3.003 0

Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses resultiert

insbesondere aus der Veräußerung von 3.606.000 Aktien der

voestalpine AG in 2001.

7. Sonstiges Finanzergebnis

Das Sonstige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Sonstiges Finanzergebnis –41.431 –14.878

Erträge aus dem Abgang von und

der Zuschreibung zu Finanzanlagen

und Wertpapieren des Umlaufvermögens

5.087 4.346

Aufwendungen aus Finanzanlagen

und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

–46.518 –19.224

Die negative Veränderung im Sonstigen Finanzergebnis

resultiert insbesondere aus der vollständigen Abschreibung

der insolventen zehnprozentigen Beteiligung an der

Babcock Borsig Power GmbH, Oberhausen, in Höhe von

44.433 TEUR.

8. Steuern

Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt die

durchschnittliche Steuerquote 15% (2001: –86%). Der Unterschied

zum Österreichischen Körperschaftsteuersatz von

derzeit 34% lässt sich anhand untenstehender Überleitung

nachvollziehen.

(TEUR) 2002 2001

Steuerquote 15% –86%

Steuerfreie Erträge, nicht absetzbare

Aufwendungen 6% –42%

Unterschied zu ausländischen

Steuersätzen 0% 2%

Veränderung der Wertberichtigung

auf aktive latente Steuern –53% 84%

Verbvrauch bestehender

Verlustvorträge 5% –2%

Sonstige permanente Differenzen,

aperiodische Steuern –7% 10%

Erwartete Steuerquote –34% –34%

87


88

Erläuterungen zur Bilanz

9. Sachanlagen

In den Sachanlagen sind die folgenden Positionen

zusammengefasst:

(TEUR) 2002 2001

Sachanlagen 451.126 519.504

Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich

Bauten auf fremdem Grund 255.330 304.477

Technische Anlagen und Maschinen 122.909 140.291

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 63.256 65.709

Geleistete Anzahlungen und

Anlagen in Bau 9.631 9.027

Eine detaillierte Aufgliederung der in der Konzernbilanz

zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens und

ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2002 ist im Anlagenspiegel

angegeben.

Im Bilanzposten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund

sind Grundwerte von TEUR 46.661 (2001: 53.268 TEUR)

enthalten.

Verfügungsbeschränkungen oder als Sicherheiten gewährte

Vermögensgegenstände liegen in Höhe von TEUR 34.858

(2001: 21.867 TEUR) vor.

Es bestehen nur unwesentliche Verpflichtungen in Zusammenhang

mit dem Erwerb von Sachanlagen, die nicht im

Jahresabschluss enthalten sind.

In den Sachanlagen sind Immobilien enthalten, die gemäß

IAS 40 als Investment Property gelten. Der Buchwert beträgt

rund 10.500 TEUR und entspricht zirka dem Verkehrswert.

Finanzierungsleasing

Im Konzernabschluss sind unter den Sachanlagen Gegenstände

enthalten, die auf der Basis von Finanzierungsleasingverträgen

genutzt werden. Finanzierungsleasingverträge

bestehen im Wesentlichen für Betriebsgebäude

von Konzerngesellschaften am Standort Wien.

(TEUR) 2002 2001

Sachanlagevermögen: Nettobuchwerte

zum Bilanzstichtag 16.799 36.090

Mindestleasingzahlungen zum

Bilanzstichtag 19.795 43.366

Barwert der Mindestleasingzahlungen

bis zu einem Jahr 2.674 4.774

Barwert der Mindestleasingzahlungen

länger als ein Jahr und

bis zu fünf Jahren 7.397 12.841

Barwert der Mindestleasingzahlungen

länger als fünf Jahre 11.240 19.959

Zugrundeliegender Zinssatz 5,5% 5,5%

Operating-Leasingverhältnisse

Neben den Finanzierungsleasingverträgen bestehen Verpflichtungen

aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen für

Sachanlagen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden

(Operating-Lease).

(TEUR) 2002 2001

Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen

aufgrund von

unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen:

242.347 169.004

Bis zu einem Jahr 38.623 30.540

Länger als ein Jahr und

bis zu fünf Jahren 143.701 97.234

Länger als fünf Jahre 60.023 41.230

Summe der künftigen Leasingzahlungen

zum Bilanzstichtag,

deren Erhalt aufgrund von unkündbaren

Untermietverhältnissen

erwartet wird 856 515

Zahlungen aus Leasingverhältnissen

und Untermietverhältnissen, die im

Periodenergebnis enthalten sind 22.767 18.042

10. Immaterielle Vermögensgegenstände

In den Immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende

Posten zusammengefasst:

(TEUR) 2002 2001

Immaterielle Vermögenswerte 27.233 32.050

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte/Vorteile

sowie daraus abgeleitete Lizenzen 24.045 28.076

Geleistete Anzahlungen 0 325

Entwicklungskosten 3.188 3.649

Eine detaillierte Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten

Posten des Immateriellen Anlagevermögens und

ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2002 ist dem Anlagenspiegel

zu entnehmen.

Entwicklungskosten werden nur insoweit aktiviert, als die

notwendigen Voraussetzungen gemäß IAS 38, Research

and Development Costs, gegeben sind. Forschungskosten

werden im Sinne von IAS 38 nicht aktiviert und fließen dementsprechend

unmittelbar und zur Gänze in die Gewinn- und

Verlustrechnung ein.

11. Firmenwerte

Der Zugang aus Firmenwerten resultiert aus aktiven Unterschiedsbeträgen

erstmalig in den Konzernabschluss einbezogener

Tochterunternehmen, soweit diese stillen Reserven

nicht zugeordnet werden konnten. Die Entwicklung der

Firmenwerte stellt sich wie folgt dar:


VA TECH

Hydraulische Energieüber- Sonstige und VA TECH-

Metallurgie- Energie- tragung und Wasser- Infra- -Konsoli- Konzern

(TEUR) technik erzeugung -verteilung technik struktur dierung Gesamt

Stand per 31. 12. 2001 173.186 86.819 108.663 30.819 11.194 9.514 420.196

Zugänge 2.704 0 0 0 1.798 0 4.501

Planmäßige Firmenwertabschreibung –9.753 –5.188 –9.395 –1.813 –1.923 –942 –29.014

Außerplanmäßige Firmenwertabschreibung 0 0 –809 –15.730 0 0 –16.539

Verbrauch/Auflösung negativer Firmenwerte 0 0 0 0 0 420 420

Währungsdifferenzen –820 0 –1.168 0 0 0 –1.987

Stand per 31. 12. 2002 165.317 81.631 97.291 13.276 11.070 8.992 377.577

Negative Firmenwerte im Ausmaß von 422 TEUR (2001:

842 TEUR) sind in den Firmenwerten saldiert dargestellt.

Neben den planmäßigen Abschreibungen von Firmenwerten

von 29.014 TEUR (2001: 28.327 TEUR) wurden im Unternehmensbereich

Wassertechnik aufgrund von negativen

Marktentwicklungen außerplanmäßige Firmenwertabschreibungen

von 15.730 TEUR vorgenommen. Das Berechnungsmodell

für die Ermittlung des Nutzungswerts der Firmenwerte

ba-siert auf der Discounted Cash-Flow-Methode mit einem

Abzinsungsfaktor von 8,0%. Das unternehmensspezifische

Risiko wurde bei den geplanten Cash-Flows berücksichtigt.

12. Finanzanlagen

Die Position Finanzanlagen gliedert sich wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Finanzanlagen 124.807 120.371

Anteile an verbundenen

Unternehmen 29.017 21.343

Anteile an Unternehmen mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht 715 0

Ausleihungen an verbundene

Unternehmen 1.177 1.763

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 92 318

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 1.085 1.445

Sonstige Beteiligungen 22.192 22.781

Wertpapiere (Wertrechte)

des Anlagevermögens 62.597 63.656

Sonstige Ausleihungen 9.109 10.828

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 482 100

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 8.627 10.728

Detaillierte Informationen zu den Konzernbeteiligungen

(Anteile von mehr als 20%) sind dem Beteiligungsspiegel zu

entnehmen. Eigenkapital und Jahresergebnis ausländischer

Gesellschaften sind darin zum Stichtagskurs auf EUR umgerechnet

und in EUR 1.000 (TEUR) angegeben.

13. Latente Steuern

Entsprechend dem bilanzorientierten Ansatz zur Berechnung

von latenten Steuern ergeben sich nach IAS für die wesentlichen

Bilanzposten untenstehende aktive und passive latente

Steuern. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit

möglich, gegeneinander verrechnet. Verbleibende aktive

latente Steuern (einschließlich jener aus Verlustvorträgen)

werden entsprechend ihrer mittelfristigen Verwertbarkeit im

Allgemeinen zwischen 15% und 40% angesetzt. Bei ausländischen

Verlustvorträgen sind überwiegend keine aktiven

Latenzen angesetzt, da eine Realisierung nicht ausreichend

gesichert ist.

Aktiva Passiva

(TEUR) 2002 2001 2002 2001

Beteiligungen 517.706 319.485 0 0

Forderungen und

Vorräte 54.590 0 –41.966 –108.384

Sozialkapital 43.992 44.403 –81 –34

Sonstige 46.304 326.217 –131.972–125.962

Steuerliche

Verlustvorträge 807.494 779.750 0 0

Abzüglich Saldierung

mit Passiven Latenzen –89.151 –147.430 89.151 147.430

Abzüglich Bewertungsabschläge

–1.201.444 –1.140.872 0 0

Basis Latenzen 179.491 181.553 –84.868 –86.950

Steuersatz 34% 34% 34% 34%

Stand Latenzen 61.027 61.728 –28.855 –29.563

Latenzen aus

Konsolidierung 6.782 8.531 0 0

Latente Steuern 67.809 70.259 –28.855 –29.563

Die Veränderung der latenten Steuern wurde in Höhe von

490 TEUR (2001: 26.463) aufwandswirksam berücksichtigt.

Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen

an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerabgrenzungen

gebildet.

Per Jahresende 2002 bestehen insgesamt steuerliche Verlustvorträge

von rund 800 Mio. EUR. Rund 600 Mio. EUR

davon betreffen österreichische Verlustvorträge.

Für österreichische Verlustvorträge bestehen keine, für

ausländische Verlustvorträge bestehen unterschiedliche

Verfallzeiten.

89


90

14. Vorräte

Die Position Vorräte gliedert sich wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Vorräte 286.085 349.456

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97.743 94.961

Unfertige Erzeugnisse 12.515 15.196

Fertige Erzeugnisse 14.108 18.506

Handelswaren 3.998 5.438

Noch nicht abrechenbare

Leistungen 157.721 215.355

Hierauf erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen –32.272 –32.156

Die Vorräte wurden in Höhe von 18.677 TEUR

(2001: 29.902 TEUR) wertberichtigt.

15. Geleistete Anzahlungen

Die Bilanzposition Geleistete Anzahlungen setzt sich aus

folgenden Posten zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Geleistete Anzahlungen 47.785 49.364

Mit einer Restlaufzeit von bis zu

einem Jahr (netto) 42.689 47.537

Mit einer Restlaufzeit von bis zu

einem Jahr (brutto) 69.935 87.159

Hierauf erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen –27.246 –39.622

Mit einer Restlaufzeit von mehr

als einem Jahr (netto) 5.096 1.827

Mit einer Restlaufzeit von mehr

als einem Jahr (brutto) 5.096 2.325

Hierauf erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen 0 –498

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen setzt sich aus folgenden Posten zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 1.172.314 1.348.709

Forderungen gegenüber Dritten 669.146 773.250

Forderungen aus Auftragsfertigung 2.619.030 2.467.169

Hierauf erhaltene Anzahlungen –2.142.155 –1.913.475

Forderungen gegenüber

verbundenen Unternehmen 21.973 19.289

Forderungen gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 4.320 2.476

Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 1.172.314 1.348.709

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 1.104.125 1.250.491

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 68.189 98.218

(TEUR) 2002 2001

Forderungen aus Auftragsfertigung 2.619.030 2.467.169

Bis zum Stichtag angefallene

Kosten (sämtlicher zum Stichtag

nicht abgerechneter Aufträge) 2.375.250 2.308.942

Bis zum Stichtag angefallene

Gewinne (sämtlicher zum Stichtag

nicht abgerechneter Aufträge) 334.899 258.041

Kumulierte Verluste

(sämtlicher zum Stichtag

nicht abgerechneter Aufträge) –91.119 –99.814

Einbehalte seitens Kunden 6.320 8.038

Die Risikoanalyse im Anlagenbaugeschäft orientiert sich an

einem im VA TECH-Konzern standardisierten Risikoerfassungssystem

mit quartalsweiser Aktualisierung. Um auftretenden

Risiken bei der Schätzung der voraussichtlichen

Gesamterlöse Rechnung zu tragen, werden je nach spezifischer

Risikolage der einzelnen Geschäftsbereiche Wertberichtigungen

auf Forderungen aus der Auftragsfertigung

vorgenommen.

17. Sonstige verzinsliche Forderungen

Die Position Sonstige verzinsliche Forderungen gliedert sich

wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Sonstige verzinsliche Forderungen 111.665 96.834

Forderungen aus Finanzierung

und Clearing (verzinslich) 7.299 4.255

Gegenüber verbundenen

Unternehmen 7.299 4.255

Mit einer Restlaufzeit von

drei Monaten bis zu einem Jahr 7.040 2.874

Mit einer Restlaufzeit von

mehr als einem Jahr 259 1.381

Übrige verzinsliche Forderungen 104.366 92.579

Mit einer Restlaufzeit von

drei Monaten bis zu einem Jahr 56.356 39.287

Mit einer Restlaufzeit von

mehr als einem Jahr 48.010 53.292

18. Sonstige unverzinsliche Forderungen

Die Bilanzposition Sonstige unverzinsliche Forderungen setzt

sich aus folgenden Posten zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Sonstige unverzinsliche

Forderungen 332.387 333.682

Sonstige Wertpapiere und Anteile 1 44.433

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 1 44.433

Übrige unverzinsliche Forderungen 332.386 289.249

Mit einer Restlaufzeit von

drei Monaten bis zu einem Jahr 316.709 267.350

Mit einer Restlaufzeit von

mehr als einem Jahr 15.677 21.899

Aufgrund der Insolvenz der zehnprozentigen Beteiligung an

der Babcock Borsig Power GmbH wurde der gesamte Buchwert

von 44.433 TEUR abgeschrieben.


19. Zahlungsmittel und -äquivalente

(TEUR) 2002 2001

Zahlungsmittel und -äquivalente 648.033 792.396

Kassenbestand, Schecks 8.888 4.815

Guthaben bei Kreditinstituten

mit einer Restlaufzeit

von bis zu drei Monaten 228.159 383.693

Wertpapiere mit einer Restlaufzeit

von bis zu drei Monaten 396.138 391.758

Forderungen aus Finanzierung und

Clearing mit einer Restlaufzeit

von bis zu drei Monaten 14.848 12.130

Gegenüber verbundenen

Unternehmen 14.848 11.846

Gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 0 284

Liquidität

(TEUR) 2002 2001

Nettoliquidität (kurz- und langfristig) 83.171 –20.534

Bruttoliquidität 822.295 952.887

Zahlungsmittel und -äquivalente 648.033 792.396

Sonstige verzinsliche Forderungen 111.665 96.834

Wertpapiere (Wertrechte)

des Anlagevermögens 62.597 63.657

Verzinsliche Verbindlichkeiten –739.124 –973.421

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten –631.349 –887.851

Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten –107.775 –85.570

Aktives Debitoren- und Kreditorenmanagement sowie ein

Programm zum Verkauf von kurzfristigen Forderungen in

Höhe von 81.863 TEUR bewirkten eine deutliche Verbesserung

der Liquidität in 2002.

Struktur der veranlagten Bruttoliquidität

zum Bilanzstichtag

(in Prozenten) 2002 2001

Geldmarkt 44% 47%

Investment Fonds 56% 53%

Struktur der verzinslichen Verbindlichkeiten

zum Bilanzstichtag

(TEUR) 2002 2001

Verzinsliche Verbindlichkeiten 739.124 973.421

davon kurzfristige Geldmarktforderungen,Kontokorrentüberziehungen

und sonstige

verzinsliche Verbindlichkeiten 172.271 247.459

davon langfristige Exportkredite 299.969 374.332

davon sonstige Langfristkredite 266.884 351.630

Verzinsliche Verbindlichkeiten 739.124 973.421

davon unbesichert 601.649 829.145

davon durch Wertpapiere oder

Hypotheken besichert 137.475 144.276

20. Eigenkapital

Das Eigenkapital des VA TECH-Konzerns setzt sich wie folgt

zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Eigenkapital inkl.

Minderheitenanteile 505.211 632.261

Eigenkapital 461.614 577.539

Einbezahltes Grundkapital 109.050 109.050

Kapitalrücklagen 267.258 267.258

Gebundene Kapitalrücklagen 133.210 133.210

Nicht gebundene Kapitalrücklagen 134.048 134.048

Gewinnrücklagen 85.306 201.231

Anteile in Fremdbesitz 43.597 54.722

Das Grundkapital der VA Technologie AG setzt sich aus

15 Mio. Stückaktien zusammen.

Um Mitarbeitern des VA TECH-Konzerns im Rahmen eines

Optionsmodells die Gelegenheit zu geben, an dessen Wertentwicklung

teilzunehmen, wurden im Geschäftsjahr 1999

250.000 VA TECH Aktien erworben. Unter Berücksichtigung

der Aktien in Eigenbesitz waren während des Geschäftsjahres

14,75 Mio. Stückaktien in Umlauf.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. April 2002

wurde der Vorstand ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung

für die Einräumung von Aktienoptionen zu beschließen.

Die Ermächtigung betrifft eine bedingte Kapitalerhöhung von

bis zu 1,5 Mio. Stückaktien mit einem Mindestausgabekurs

von 7,27 EUR je Aktie, ist auf 5 Jahre begrenzt und bedingt

die Zustimmung des Aufsichtsrates.

Die Kapitalrücklagen stammen aus der Einbringung von Vermögensgegenständen

aus der Gründungszeit der VA Technologie

AG und sind um die eigenen Anteile reduziert. Die

Gewinnrücklagen enthalten die Währungsumrechnungsdifferenzen

und die freien Gewinnrücklagen, den Gewinn/Verlust

der Periode sowie die Ergebnisvorträge aus Vorperioden.

Details zum Eigenkapital des VA TECH-Konzerns sind der

Entwicklung des Eigenkapitals zu entnehmen.

21. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(TEUR) 2002 2001

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 631.349 887.851

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 502.243 630.400

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 129.106 257.451

Der durchschnittliche Zinssatz der zum Bilanzstichtag aushaftenden

langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

liegt bei 3,8% (2001: 4,3%), für das Gesamtportfolio

bei 3,8% (2001: 4,1%). Die Durchschnittslaufzeit

beträgt 3,6 Jahre (2001: 3,5 Jahre) für Langfristkredite,

beziehungsweise 2,9 Jahre (2001: 2,7 Jahre) für das

Gesamtportfolio.

91


92

22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(TEUR) 2002 2001

Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen 676.829 780.139

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 2.192 10.069

gegenüber Dritten 2.192 10.044

gegenüber verbundenen

Unternehmen 0 25

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 674.637 770.070

gegenüber Dritten 663.404 756.363

gegenüber verbundenen

Unternehmen 9.526 12.767

gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.707 940

23. Erhaltene Anzahlungen

(TEUR) 2002 2001

Erhaltene Anzahlungen 399.194 502.666

Mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 57.410 52.965

Mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 341.784 449.701

Von den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von

2.201.674 TEUR (2001: 1.985.751 TEUR) aktivisch abgesetzt.

24, 25. Rückstellungen

24. Rückstellungen für Pensionen,

Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und

Jubiläumsgelder gliedern sich wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Rückstellungen für Pensionen,

Abfertigungen und Jubiläumsgelder 283.992 295.136

Rückstellungen für Pensionen 91.231 112.692

Rückstellungen für Abfertigungen 165.812 154.889

Rückstellungen für Jubiläumsgelder 26.949 27.555

Für einzelne Mitarbeiter der VA TECH bestehen aufgrund

individueller dienstvertraglicher Regelungen Verpflichtungen,

ab dem Pensionseintritt einen Pensionszuschuss zu leisten.

Für die Höhe der individuellen Versorgungsleistungen ist

grundsätzlich die Dauer der Dienstzugehörigkeit maßgeblich;

für Angestellte und gewerbliche Arbeitnehmer bemißt sich

die Altersrente im Wesentlichen nach dem Letztbezug beziehungsweise

einem Festbetrag. Die Finanzierung leistungsorientierter

Versorgungszusagen – bei denen das Unternehmen

einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert –

erfolgt im Wesentlichen durch Bildung von Pensionsrückstellungen.

Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen

und der zur Deckung dieser Verpflichtungen notwendigen

Aufwendungen erfolgt nach dem gemäß IAS 19 (Employee

Benefits) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren

(Projected-Unit-Credit-Method). Hierbei werden nicht nur

die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften,

sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen

dieser Bemessungsgrößen bei der Bewertung berücksichtigt.

Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen

setzt sich gemäß versicherungsmathematischer

Bewertung wie nachstehend zusammen:

Rückstellungsspiegel des

VA TECH-Konzerns per 31.12.2002

Stand

Änderung

Währungs- Konsolidie- Verbrauch/ Umgliede- Stand

(TEUR) 1.1. 2002 differenzen rungskreis Auflösung Zuweisung rungen 31.12.2002

Rückstellungen für Pensionen,

Abfertigungen und Jubiläumsgelder 295.136 -704 -4.819 30.920 33.618 -8.318 283.992

Steuerrückstellungen

Rückstellungen für sonstige

18.565 -1.758 -491 25.143 26.582 -18 17.737

Personalaufwendungen 11.916 -670 -382 6.944 8.193 -3.215 8.898

Projektrückstellungen

Rückstellungen für

abgerechnete Projekte 320.809 -6.674 -806 176.802 171.112 -771 306.868

Rückstellungen für

nicht abgerechnete Projekte 62.377 -3.504 -196 43.869 31.679 2.119 48.605

383.186 -10.178 -1.002 220.672 202.792 1.347 355.473

Übrige Rückstellungen

Rückstellungen für Restrukturierungen 52.129 -1.601 0 34.676 19.840 494 36.186

Andere, Übrige Rückstellungen 85.297 -2.183 -115 42.024 26.112 5.036 72.123

137.426 -3.784 -115 76.700 45.952 5.530 108.309

Summe Rückstellungen 846.229 -17.093 -6.810 360.379 317.136 -4.675 774.409

in % der Bilanzsumme 20,5% 21,2%


(TEUR) 2002 2001

Pensionsverpflichtungen

Versicherungsmathematischer

Barwert der Pensionsverpflichtungen

Barwert der Versorgungsansprüche

(DBO) – funded 244.632 225.065

Barwert der Versorgungsansprüche

(DBO) – unfunded 55.793 83.364

Anwartschaftsbarwert 300.425 308.429

Marktwert des Fondsvermögens –169.708 –188.186

Erwartete Pensionsverpflichtung

abzüglich Fondsvermögen 130.717 120.243

Nicht berücksichtigte versicherungsmathematische

Gewinne/Verluste –39.486 –7.551

Rückstellungen für Pensionen 91.231 112.692

Das von Pensionskassen verwaltete Fondsvermögen ist

hauptsächlich in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und

Immobilien angelegt.

(TEUR) 2002 2001

Abfertigungsverpflichtungen

Versicherungsmathematischer Barwert

der Abfertigungsverpflichtungen

Barwert der Versorgungsansprüche

(DBO) – unfunded 182.784 166.599

Anwartschaftsbarwert 182.784 166.599

Nicht berücksichtigte versicherungsmathematische

Gewinne/Verluste –16.972 –11.710

Rückstellungen für Abfertigungen 165.812 154.889

Die Nettoaufwendungen für die wesentlichen Pensionspläne

setzen sich wie folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Netto-Aufwendungen der Periode

Pensionen 21.459 16.551

Dienstzeitaufwand (Barwert der

im Jahr erworbenen Ansprüche) 11.001 9.629

Kalkulatorischer Zinsenaufwand

der bereits erworbenen Ansprüche 12.901 11.083

Erwartete Verzinsung des

Fondsvermögens –4.841 –3.926

Versicherungsmathematische

Abgrenzungen 438 425

Plankürzungen und -abgeltungen 1.960 –660

Die Pensionsaufwendungen für beitragsorientierte

Pensionspläne betrugen 8.972 TEUR.

Die Nettoaufwendungen im Bereich der Abfertigungsvorsorgen

setzen sich wie folgt zusammen:

(TEUR) 2002 2001

Netto-Aufwendungen der Periode

Abfertigungen 16.666 13.419

Dienstzeitaufwand (Barwert der

im Jahr erworbenen Ansprüche) 9.614 6.263

Kalkulatorischer Zinsenaufwand

der bereits erworbenen Ansprüche 8.049 7.200

Versicherungsmathematische

Abgrenzungen 558 –44

Plankürzungen und -abgeltungen –1.555 0

25. Sonstige Rückstellungen

Projektrückstellungen werden insbesondere für Nachtragskosten,

drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

sowie für Garantien und Gewährleistungen gebildet. Die

Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen als kurzfristig

zu betrachten. Eine detaillierte Darstellung der Rückstellung

kann dem oben angeführten Rückstellungsspiegel

entnommen werden.

26. Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten

(TEUR) 2002 2001

Sonstige verzinsliche

Verbindlichkeiten 107.775 85.570

Sonstige verzinsliche

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 16.143 40.428

Verbindlichkeiten aus Finanzierung

und Clearing 0 331

Gegenüber verbundenen

Unternehmen 0 331

Übrige sonstige verzinsliche

Verbindlichkeiten 16.143 40.097

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit von

bis zu einem Jahr 91.633 45.143

Verbindlichkeiten aus Finanzierung

und Clearing 3.259 7.049

Gegenüber verbundenen

Unternehmen 1.995 6.378

Gegenüber Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 1.264 671

Übrige sonstige verzinsliche

Verbindlichkeiten 88.374 38.095

27. Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

(TEUR) 2002 2001

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 523.198 368.543

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr 48.610 41.535

Einlagen Stiller Gesellschafter 1.817 1.817

Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln 505 518

Übrige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 46.288 39.200

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit

von bis zu einem Jahr 474.588 327.008

Übrige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 437.711 290.716

Rechnungsabgrenzungsposten 36.877 36.292

93


94

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Zahlungsmittelfonds enthält entsprechend den IFRS

nur solche flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens,

deren Ursprungslaufzeit weniger als drei

Monate beträgt. Flüssige Mittel und Wertpapiere mit einer

Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten werden unter

den sonstigen Forderungen ausgewiesen. Auswirkungen

von Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den

jeweiligen Positionen der drei Gliederungsbereiche eliminiert.

28. Cash Flow aus dem Ergebnis

Der Cash Flow aus dem Ergebnis gliedert sich wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Metallurgietechnik –31.977 –95.638

Hydraulische Energieerzeugung 26.925 33.426

Energieübertragung und -verteilung 46.195 18.015

Wassertechnik –47.137 3.613

Infrastruktur 16.361 29.363

VA TECH Sonstige und

Konsolidierung 9.660 1.525

VA TECH-Konzern gesamt 20.027 –9.696

29. Cash Flow aus der Betriebstätigkeit

Der Cash Flow aus der Betriebstätigkeit ergibt sich aus dem

Cash Flow aus dem Ergebnis in Höhe von 20.027 TEUR,

in dem die Abschreibung der Beteiligung an Babcock Borsig

Power von 44.433 TEUR rückgeführt wurde, und aus der

Veränderung des Working Capital in Höhe von 76.673 TEUR.

Die Veränderung des Working Capital ist einerseits auf ein

aktives Debitoren- und Kreditorenmanagement sowie den

Verkauf von kurzfristigen Forderungen zurückzuführen.

Andererseits konnten insbesondere im Unternehmensbereich

Hydraulische Energieerzeugung die erhaltenen Anzahlungen

im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden.

30. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit sind die Devestition

der VA TECH Elin EBG Motoren GmbH und sonstige

Abgänge von Anlagevermögen aus dem Programm der

Reduzierung des nicht betriebsnotwendigen gebundenen

Kapitals enthalten. Die Investitionen in das Anlagevermögen

betreffen unter anderem Zugänge bei Grundstücken und

Gebäuden von 6.516 TEUR (2001: 14.873 TEUR), Maschinen

und Betriebs- und Geschäftsausstattung von 43.300 TEUR

(2001: 45.249 TEUR), geleistete Anzahlungen für Sachanlagen

von 10.584 TEUR (2001: 11.358 TEUR) und sonstige

Zugänge von 12.707 TEUR (2001: 17.885 EUR). Die

Auswirkungen der Veränderungen im Konsolidierungskreis

auf den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit waren in

2002 unwesentlich.

31. Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich ist von einer

signifikanten Reduzierung von Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten geprägt. Per Saldo ergibt sich ein negativer

Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich in Höhe von

245.515 TEUR (2001: +181.563 TEUR).

Sonstige Angaben

Geschäftstypische Haftungsverhältnisse

In der VA TECH Gruppe bestehen insbesondere folgende

geschäftstypische Haftungsverhältnisse:

• Anzahlungsgarantien besichern einen Anspruch des

Kunden auf Rückerstattung der von ihm an eine VA TECH

Konzerngesellschaft geleisteten Anzahlung; ein solcher

Anspruch entsteht in der Regel dann, wenn der Kunde aus

berechtigtem Grund vom Vertrag zurücktritt.

• Erfüllungsgarantien besichern den Anspruch des Kunden

auf Erfüllung von Verpflichtungen aus einem bestimmten

Vertrag.

• Gewährleistungsgarantien besichern den Anspruch des

Kunden auf Erfüllung von Gewährleistungsansprüchen nach

Abnahme einer Anlage.

• Haftrücklassgarantien besichern den Anspruch des Kunden

auf Rückzahlung eines vorzeitig ausbezahlten Teiles

des Vertragspreises, der zur Besicherung von Gewährleistungsansprüchen

des Kunden dient und gemäß Vertrag

erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fällig wäre.

• Patronatserklärungen sind Verpflichtungen der Muttergesellschaft

gegenüber dem Gläubiger einer Konzerngesellschaft,

die betroffene Konzerngesellschaft finanziell

so auszustatten, dass sie ihre Verpflichtungen gegenüber

dem Begünstigten der Patronatserklärung erfüllen kann.

Das Gesamtvolumen der geschäftstypischen Haftungsverhältnisse

beträgt zum Bilanzstichtag 2.687 Mio. EUR (2001:

3.057 Mio. EUR) und unterteilt sich in 1.598 Mio. EUR Bankgarantien

und 1.089 Mio. EUR Konzerngarantien. Insgesamt

sind 503 Mio. EUR in Form von erhaltenen Anzahlungen

auch als Verbindlichkeit bilanziert. Die geschäftstypischen

Haftungsverhältnisse werden soweit erforderlich in der Projektbewertung

berücksichtigt.

Die gemäß IAS 36.28 angabepflichtigen Haftungsverhältnisse

betragen zum Bilanzstichtag 90.179 TEUR

(2001: 120.790 TEUR).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine berichtspflichtigen

sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Projektrisiko

Für jeden Unternehmensbereich der VA TECH bestehen

geschäftsspezifische Projektmanagement-Richtlinien.

Projekte mit bestimmten Risikoindikatoren sind bereits vor

Angebotslegung dem Vorstand der VA TECH vorzulegen.

Integraler Bestandteil jeder Auftragskalkulation ist die Erstellung

einer Risikoanalyse sowie eines Risikoabsicherungskonzeptes,

die quartalsweise aktualisiert werden. Die Risiko-


analyse umfasst auch geographische Risiken in Form individueller

Länderratings. Die Entwicklung der Projekte wird in

den Unternehmensbereichen im Rahmen des institutionalisierten

Projektmonitorings laufend verfolgt. Weiters werden

einzelne Projekte zum Teil bereits projektbegleitend durch

die Interne Revision geprüft.

Risikomanagement im Finanzbereich

(Konzerntreasury)

Das Risikomanagement im Finanzbereich ist durch Konzernrichtlinien

einheitlich geregelt. Unter anderem existieren

Regelungen für die Behandlung des Zins- und Währungsrisikos,

für Haftungsübernahmen sowie für das Counterparty-

Risiko aus Finanzgeschäften. Zur Überwachung und Steuerung

bestehender Risiken im Geld- und Devisenhandel ist ein

den Anforderungen entsprechendes internes Kontrollsystem

implementiert.

Außer speziell zu genehmigenden Transaktionen sind sämtliche

Geld- und Devisenhandelsgeschäfte sowie Zins- und

Währungsrisikoabsicherungsgeschäfte mit dem Konzerntreasury

abzuschließen.

Im Konzerntreasury unterliegen sämtliche Aktivitäten einer

strikten Risiko- und Abwicklungskontrolle. Eckpfeiler ist

die vollständige Funktionstrennung zwischen Handel,

Abwicklung, Interne Kontrolle und Buchhaltung. Die Interne

Kontrolle überwacht unter anderem die Einhaltung aller

Kontrahentenlimits, die der offenen Zins- und Währungspositionen

sowie die Händlerlimits.

Für den langfristigen Veranlagungsbereich in EUR existieren

zentral gestionierte Investmentfonds, an denen die

veranlagenden Konzerngesellschaften Miteigentum im Wege

von Investmentzertifikaten begründen. Die Wertpapierpositionen

werden mit dem Tageswert bilanziert. Zu Zinsrisikoabsicherungszwecken

kommen vorwiegend börsenotierte

Zinsfutures zur Anwendung. Das Währungsrisiko wird vorwiegend

mit Devisentermingeschäften abgesichert.

Hinsichtlich der Struktur der Mittelaufnahmen (verzinsliche

Verbindlichkeiten) verweisen wir auf Punkt (19) Zahlungsmittel

und -äquivalente.

Das Fremdwährungsrisiko ist richtlinien-gemäß von den

Konzerngesellschaften zur Gänze durch Transaktionen mit

dem Konzerntreasury abzusichern. An derivativen Finanzinstrumenten

werden vom Konzerntreasury Devisentermingeschäfte,

Devisenswaps und der Kauf von Fremdwährungsoptionen

eingesetzt.

Zum 31. 12. 2002 bestanden im Fremdwährungskassabuch

des Konzerntreasury folgende offene Positionen:

Unrealisierter Gewinn/Verlust bei

+10% Kurs- –10% Kursänderung

bzw. änderung bzw.

in T-Fremd- historisches historisches

Währung währung in TEUR 12-Monats-Maximum 12-Monats-Minimum

USD –223 –213 –47 –

CAD 101 61 7 –6

GBP 40 62 4 –6

PLN –141 –35 –5 1

CHF –24.806 –17.079 –1.898 376

Diverse 136 14 –14

Summe –1.925 351

Die Bewertung der Fremdwährungspositionen erfolgt mit

den Fremdwährungskassakursen zum Bilanzstichtag. Zum

Bilanzstichtag kamen Forward-Kontrakte zur Absicherung

künftiger Zahlungsströme zum Einsatz. Fremdwährungsoptionen

bzw. andere derivative Produkte wurden nicht verwendet.

Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko

steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus

Finanzpositionen. Die Absicherungstransaktionen werden

durch das Konzerntreasury abgeschlossen. Als derivative

Instrumente sind Forward Rate Agreements, Interest Rate

Swaps, Cross Currency Swaps sowie der Kauf von Zinsoptionen

zugelassen.

Die Finanzinstrumente des Konzerns, und zwar originäre

und derivative, werden regelmäßig im Hinblick ihrer Zinsbindungsdauer

analysiert und einer Sensitivitätsanalyse

unterzogen. Bei dieser Analyse wird eine Parallelverschiebung

der Zinskurve von 0,50% unterstellt.

Zum 31. 12. 2002 zeigt die Analyse folgendes Ergebnis:

1–5 5–10 > 10

(Mio.EUR) < 1 Jahr Jahre Jahre Jahre

Zinsbindungs-Net

Exposure 54,5 –88,9 –1,7 16,5

Als Sensitivität wurde ein Betrag von 0,7 Mio. EUR errechnet.

Die Marktwertberechnung der derivativen Transaktionen im

FX- und im Zinsbereich erfolgt auf Basis der Marktpreise

zum Bilanzstichtag, das sind FX-Kassakurse, Zinssätze und

Volatilitäten. Devisentermingeschäfte, FX-Swaps, Interest

Rate Swaps und Cross Currency Swaps werden mit der

Discounted Value Methode, plain vanilla (Optionen der ersten

Generation) Währungs- und Zinsoptionen mit dem Black

Scholes-, Average Rate Optionen mit dem Merton Reiner

Rubinstein-Modell bewertet.

Im überwiegenden Ausmaß gelangt Hedge-Accounting zur

Anwendung. Bei den bereits existierenden Lieferverträgen,

die auf Fremdwährung lauten, gilt im Wesentlichen, dass

diese Währung nicht Hauswährung beider Vertragspartner

ist. Bei diesen Geschäftsfällen wird von einem eingebetteten

Derivat im Sinne IAS 39.25 ausgegangen, wobei folgende

Annahmen unterstellt werden: De facto lautet der Liefervertrag

auf EURO. Gleichzeitig schließen die Vertragspartner ein

Devisentermingeschäft auf den Zahlungszeitpunkt ab, das

die EUR-Beträge in Fremdwährung synthetisch konvertiert.

Es liegt somit kein Firm Commitment gemäß IAS 39.137ff,

sondern ein mit dem Fair Value zu bewertendes Derivat vor.

Die abgeschlossenen Derivate werden demgemäß vollständig

und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung

erfasst. Gegengleich wird ein Marktwert für das eingebettete

Derivat bzw. für die Wertsteigerung der Forderung eingestellt.

Auf Ebene des Konzerntreasury ist vom VA TECH-Vorstand

ein Value-at-Risk-Limit genehmigt, innerhalb dessen sich

offene Zins- und Währungspositionen bewegen müssen.

Unterstellt wird ein 99%-iges Konfidenzniveau und eine

Behaltedauer der Zins- und Währungs-Positionen von zehn

Tagen. Zum Jahresende wurden folgende Kennzahlen errechnet:

(TEUR)

Fair Value 20.848

Value-at-Risk 277

95


96

Segmentinformationen

Segmentinformationen nach Unternehmensbereichen

(Primärsegmente)

Die fünf Unternehmensbereiche Metallurgietechnik, Hydraulische

Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung,

Wassertechnik sowie Infrastruktur werden als Primärsegmente

gemäß IAS 14 (überarbeitet 1997) herangezogen,

da diese Struktur auch der internen Führungsstruktur beziehungsweise

dem internen Berichtswesen des VA TECH-Konzerns

entspricht.

Der Innenumsatz zeigt die Umsätze zwischen den Unternehmensbereichen.

Diese werden zu marktüblichen Preisen

abgewickelt und entsprechen grundsätzlich denen im

Verhältnis zu fremden Dritten (at arm’s length principle).

Hinsichtlich des Geschäftsverlaufes in den einzelnen Unternehmensbereichen

wird auf die Ausführungen im Lagebericht

verwiesen.

Unternehmensbereich Metallurgietechnik

Der Unternehmensbereich Metallurgietechnik der VA TECH

ist weltweit führend im Engineering- und Anlagenbau der

Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie mit multinationaler

Ausrichtung und besonderen Stärken in Technologie, Automation

und Service.

In den Abschreibungen des Jahres 2001 ist eine außerordentliche

Abwertung von Firmenwerten in Höhe von

27.900 TEUR enthalten.

(TEUR) 2002 2001

Metallurgietechnik

Außenumsatz 1.023.781 1.113.418

Innenumsatz 28 338

EBIT 6.145 –110.875

Vermögen (Aktiva) 1.170.463 1.332.252

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 131.205 94.862

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen 13.260 17.899

Investitionen in Beteiligungen 17.136 46.539

Abschreibungen

(ohne Finanzanlagen) –21.451 –53.325

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 3.364 4.012

Unternehmensbereich Hydraulische Energieerzeugung

Der Unternehmensbereich Hydraulische Energieerzeugung

der VA TECH ist ein globaler Anbieter von elektromechanischen

Ausrüstungen und Serviceleistungen („Water to Wire“)

für Wasserkraftwerke mit einer führenden Position im Wachstumsmarkt

der Kraftwerkserneuerung.

(TEUR) 2002 2001

Hydraulische Energieerzeugung

Außenumsatz 741.302 648.356

Innenumsatz 16.880 22.278

EBIT 56.470 38.417

Vermögen (Aktiva) 637.020 612.134

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 79.220 55.341

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen 11.200 14.532

Investitionen in Beteiligungen 445 9.960

Abschreibungen

(ohne Finanzanlagen) –16.840 –20.029

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 3.098 3.151

Unternehmensbereich Energieübertragung und

-verteilung

Der Unternehmensbereich Energieübertragung und -verteilung

ist ein international führender Anbieter von Systemlösungen

im Bereich von Anlagen für die Übertragung und

Verteilung von elektrischer Energie.

(TEUR) 2002 2001

Energieübertragung und -verteilung

Außenumsatz 1.234.041 1.179.594

Innenumsatz 23.932 17.642

EBIT 50.032 49.921

Vermögen (Aktiva) 1.214.512 1.390.027

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 121.912 110.397

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen 30.507 33.628

Investitionen in Beteiligungen 3.044 680

Abschreibungen

(ohne Finanzanlagen) –40.260 –18.323

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 6.541 6.691

Unternehmensbereich Wassertechnik

Der Unternehmensbereich Wassertechnik ist ein Internationaler

Systemanbieter mit einem weitreichenden Spektrum

an Technologien zur Wasser- und Abwasseraufbereitung und

verfügt über ein weltweites Netz von Geschäftseinheiten.

(TEUR) 2002 2001

Wassertechnik

Außenumsatz 274.448 316.516

Innenumsatz 123 109

EBIT –54.661 9.144

Vermögen (Aktiva) 276.010 293.682

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 26.329 11.929

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen 1.061 1.329

Investitionen in Beteiligungen 240 59

Abschreibungen

(ohne Finanzanlagen) –21.344 –4.910

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 788 827

In den Abschreibungen ist eine außerordentliche Abwertung

von Firmenwerten in Höhe von 15.730 TEUR enthalten.


Unternehmensbereich Infrastruktur

Der Unternehmensbereich Infrastruktur ist ein führender

Anbieter elektromechanischer, elektronischer und ganzheitlicher

haustechnischer Systeme, Anlagen und Dienstleistungen.

Die Lösungskompetenz umfasst die Bereiche Industrieanlagen,

Gebäudetechnik, Energieversorgung, Automation,

Antriebstechnik und Facility Management. Weiters werden

Leistungen der Informationstechnologie wie IT-Outsourcing

angeboten.

(TEUR) 2002 2001

Infrastruktur

Außenumsatz 587.262 603.092

Innenumsatz 52.091 38.465

EBIT 31.567 28.521

Vermögen (Aktiva) 452.024 449.421

Sonstige unverzinsliche

Verbindlichkeiten 81.021 47.955

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen 10.204 15.186

Investitionen in Beteiligungen 5.839 5.404

Abschreibungen

(ohne Finanzanlagen) –13.474 –15.314

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 3.571 4.004

Überleitung der addierten Unternehmensbereiche zum

konsolidierten Konzernabschluss

Summe Sonstige Summe Sonstige

Unter- und VA TECH Unter- und VA TECH

nehmens- Konsoli- Konzern nehmens- Konsoli- Konzern

bereiche dierung Gesamt bereiche dierung Gesamt

(TEUR)

VA TECH Gesamt

2002 2002 2002 2001 2001 2001

Außenumsatz 3.860.834 10.724 3.871.558 3.860.976 137.651 3.998.627

Innenumsatz 93.053 –93.053 0 78.832 –78.832 0

EBIT 89.553 –6.231 83.323 15.128 68.125 83.252

Vermögen (Aktiva) 3.750.029 –103.209 3.646.820 4.077.516 55.306 4.132.821

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

Investitionen in Sachanlagevermögen

439.687 83.511 523.197 320.485 48.058 368.543

und immaterielles Vermögen 66.233 4.580 70.813 82.574 6.791 89.365

Investitionen in Beteiligungen 26.704 474 27.178 62.642 –12.474 50.168

Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) –113.369 –4.256 –117.625 –111.901 –34.171 –146.072

Mitarbeiter (zum Bilanzstichtag) 17.362 363 17.725 18.685 162 18.847

Segmentinformationen nach Regionen

(Sekundärsegmente)

Europa Nordamerika Südamerika

in Mio. EUR 2002 2001 2002 2001 2002 2001

Umsatzerlöse 2.250 2.232 512 600 237 302

Vermögen (Aktiva) 1) 3.203 3.600 232 311 88 91

Investitionen SAV/IV 64 67 4 18 1 1

Naher und Mittlerer VA TECH-Konzern

Asien Osten, Afrika gesamt

in Mio. EUR 2002 2001 2002 2001 2002 2001

Umsatzerlöse 545 460 327 404 3.872 3.999

Vermögen (Aktiva) 93 102 31 29 3.647 4.133

Investitionen SAV/IV 2 2 0 0 71 89

1) das Segment Europa beinhaltet Konsolidierungseffekte von 3.111 Mio. EUR (2001: 3.120 Mio. EUR)

97


98

Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden

Unternehmen

Mit der voestalpine Gruppe, die 19,05% der Anteile an der

VA Technologie AG hält, werden insbesondere im Unternehmensbereich

Metallurgietechnik Geschäftsfälle zu marktüblichen

Konditionen abgewickelt. Die Umsätze des Unternehmensbereiches

Metallurgietechnik zur voestalpine Gruppe

betrugen im Geschäftsjahr 2002 56.951 TEUR (2001:

35.346 TEUR). Die Auftragseingänge betrugen 60.495 TEUR

(2001: 67.046 TEUR).

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Zum Stichtag 31. 12. 2002 waren 17.725 Mitarbeiter (2001:

18.847) bei den in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen beschäftigt. Diese betreffen zu rund einem

Drittel Arbeiter und zu rund zwei Drittel Angestellte. In

den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind

Personalaufwendungen in Höhe von 975.362 TEUR

(2001: 1.063.229 TEUR) enthalten.

Die im Geschäftsjahr 2002 angefallenen Aufwendungen für

Abfertigungen und Pensionen einschließlich solcher der

Tochter- und Enkelgesellschaften verteilen sich wie folgt:

(TEUR) 2002 2001

Abfertigungen und Pensionen 44.647 51.150

Vorstände/Leitende Angestellte 10.077 5.969

Andere Mitarbeiter 34.570 45.181

Für aktive Vorstandsmitglieder der VA Technologie AG wurde

ein Betrag von TEUR 1.465 (2001: TEUR 1.419) und für

ehemalige Vorstandsmitglieder ein Betrag von TEUR 2.599

(2001: TEUR 3.213) an Bezügen aufgewendet. In den Vorstandsbezügen

ist ein variabler Anteil von 24% enthalten.

Linz, am 4. März 2003

VA TECHNOLOGIE AG

Der Vorstand

Zur Vermeidung von Risiken aus leistungsorientierten Pensionszusagen

wurden im Geschäftsjahr 2002 für Vorstandsmitglieder

und leitende Angestellte deren leistungsorientierte

Pensionszusagen in beitragsorientierte Zusagen umgestellt.

In diesem Zusammenhang erfolgte für aktive Vorstandsmitglieder

– unter Verbrauch der bestehenden Rückstellung –

ein Übertrag von 1.421 TEUR an die Pensionskasse.

Im Rahmen eines im Geschäftsjahr 2002 aufgelegten Aktienoptionenprogramms

wurden folgende Optionen an Vorstände

und leitende Angestellte eingeräumt:

Die Optionen können nach einer 2-jährigen Wartezeit zwischen

31. Mai 2004 und 8. Juni 2007 ausgeübt werden.

Eine Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie zum Ausübungspreis

von EUR 25,46. Für im Rahmen des Aktienoptionsplanes

erworbene Aktien besteht keine Behaltefrist.

Die Optionen sind nicht übertragbar und werden entweder

durch genehmigtes bedingtes Kapital oder durch den

Rückerwerb von eigenen Aktien bedient. Der Schätzwert der

eingeräumten Optionen zum Bilanzstichtag beträgt EUR 1,67

je Option (im Zeitpunkt der Einräumung: EUR 12,26).

An die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrates der VA Technologie

AG wurden in der Berichtsperiode 135 TEUR (2001:

161 TEUR) an Bezügen geleistet. Weiters wurden Auslagen

von 62 TEUR (2001: 48 TEUR) ersetzt. An ehemalige Mitglieder

des Aufsichtsrates wurden keine Zahlungen geleistet.

Den Mitgliedern des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates

der VA Technologie AG wurden keine Vorschüsse und

Kredite gewährt.

Anzahl

Optionen 362.376

Vorstände 35.364

Leitende Angestellte 327.012

Dr. Erich Becker Dr. Roland Scharb

Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender

des Vorstandes des Vorstandes

Dipl. Ing. Gerhard Falch Christian Habegger Mag. Klaus Sernetz

Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes


Bericht des Abschlussprüfers und

Bestätigungbericht

An den Aufsichtsrat und die Gesellschafter

der VA Technologie Aktiengesellschaft

Wir haben den vom Vorstand der Gesellschaft zum 31. Dezember

2002 nach den Vor-schriften der International Financial

Reporting Standards (IFRS), übernommen vom International

Accounting Standards Board (IASB), aufgestellten

Konzernabschluss geprüft. Die Konzernrechnungslegung

liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils

zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage

unserer Abschlussprüfung. Die Prüfung der Jahresabschlüsse

von Tochtergesellschaften bzw Unternehmensbereichen

wurde zum Teil durch andere Abschlussprüfer durchgeführt.

Unser Prüfungsurteil beruht – soweit es diese Tochtergesellschaften

bzw. Unternehmensbereiche betrifft – ausschließlich

auf deren Bestätigungen.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich

berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung

von Abschlussprüfungen und unter Beachtung der International

Standards on Auditing der International Federation of

Accountants (IFAC) vorgenommen. Diese Standards erfordern,

die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein

hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann,

ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaus-

Linz, am 4. März 2003

KPMG Alpen-Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

sagen ist. Die Abschlussprüfung schließt eine stichprobengestützte

Prüfung der Nachweise für Beträge und Angaben

im Konzernabschluss ein. Sie umfasst ferner die Beurteilung

der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der

wesentlichen durch die Unternehmensleitung vorgenommenen

Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage

des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser

Prüfungsurteil abgibt.

Hingewiesen wird auf die Anhangangabe zu den Umsatzerlösen

(1) betreffend den Einbezug einer Zinsenkomponente

in die Umsatzerlöse.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss

in allen wesentlichen Belangen ein getreues Bild der Vermögens-

und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2002

und 2001 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme der

Geschäftsjahre 2002 und 2001 in Übereinstimmung mit den

International Financial Reporting Standards (IFRS), übernommen

vom International Accounting Standards Board (IASB).

Nach österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften sind

der Konzernlagebericht und das Vorliegen der gesetzlichen

Voraussetzungen für die Befreiung von der Aufstellung eines

Konzernabschlusses nach österreichischem Recht zu prüfen.

Wir bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss

im Einklang steht und dass die gesetzlichen

Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur

Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem

Recht erfüllt sind.

Mag. Gabriele Lehner Mag. Johann Lummerstorfer

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Bei Veröffentlichung (mit Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung) oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von

der bestätigten Fassung abweichenden Form (z.B. Verkürzung oder Übersetzung in andere Sprachen) darf ohne unsere Genehmigung weder

der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

99


100

Entwicklung des Anlagevermögens

VA TECH-Konzern

Änderung

Währungs- Konsolidie-

1. 1. 2002 differenzen rungskreis Zugänge

I. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,

einschließlich der Bauten auf fremdem Grund

a) mit Wohngebäuden

Grundwert 1.637 0 0 0

Gebäudewert 8.623 –164 0 441

b) mit Geschäfts- oder Fabriksgebäuden

oder anderen Baulichkeiten

Grundwert 54.937 –3.208 0 2.168

Gebäudewert 403.093 –9.309 –31 3.682

c) unbebaute Grundstücke 7.736 –222 0 225

2. Technische Anlagen und Maschinen 386.453 –16.995 –9.342 19.455

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.805 –4.486 –1.880 23.846

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 9.028 –435 –782 10.584

1.103.312 –34.818 –12.035 60.400

II. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 71.823 –655 –261 10.159

2. Geleistete Anzahlungen 325 1 0 0

3. Entwicklungskosten 4.736 0 0 253

76.885 –654 –261 10.413

III. Firmenwerte 501.606 –2.391 0 4.501

davon Negative Firmenwerte –32.821 0 0 0

IV. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.091 –2.745 0 12.953

2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 –20 304 331

3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.513 16 0 75

4. Sonstige Beteiligungen 30.080 –164 –304 13.692

5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht 855 0 0 0

6. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 67.018 0 –1.144 1.999

7. Sonstige Ausleihungen 21.225 0 0 219

156.782 –2.912 –1.144 29.269

Summe Anlagevermögen 1.838.584 –40.775 –13.441 104.583


Abschreibungen

Um- Stand Zu- Kumulierte Buchwert Buchwert des

Abgänge gliederungen 31.12.2002 schreibungen Abschreibungen 31. 12. 2002 31. 12. 2001 Geschäftsjahres

7 0 1.630 0 0 1.630 1.637 0

617 0 8.283 0 2.778 5.505 5.919 385

8.619 2.652 47.931 0 7.526 40.405 44.074 395

45.627 6.792 358.600 0 155.436 203.164 245.290 12.977

2.651 –346 4.742 0 117 4.626 7.557 11

11.980 –1.820 365.770 0 242.861 122.909 140.291 24.785

25.220 1.385 225.449 0 162.193 63.256 65.708 23.438

596 –8.393 9.406 0 –225 9.631 9.028 0

95.317 270 1.021.812 0 570.686 451.126 519.505 61.990

10.631 –20 70.415 0 46.371 24.045 28.076 9.013

279 0 48 0 48 0 325 48

89 371 5.271 0 2.084 3.188 3.649 1.021

10.998 350 75.734 0 48.502 27.233 32.050 10.082

0 –898 502.818 0 125.241 377.577 420.196 45.133

0 0 –32.821 0 –32.399 –422 –841 –420

5.826 687 40.160 0 11.144 29.017 21.343 3.152

0 101 716 0 0 716 0 0

0 0 2.603 0 1.427 1.177 1.763 661

70.554 1.336 –25.914 0 –48.106 22.192 22.781 2.293

0 1 856 0 856 0 0 0

2.404 –1.485 63.984 1.399 1.387 62.597 63.655 175

2.263 323 19.504 0 10.396 9.109 10.829 0

81.048 964 101.911 1.399 –22.897 124.807 120.370 6.281

187.362 686 1.702.275 1.399 721.532 980.743 1.092.121 123.486

101


102

Beteiligungsspiegel

VA TECH-Konzern

Eigenkap. Ergebnis

Kurz- Gesell- Kons. Anteil 31.12.2002 2002 Kons.

Firma zeichen Sitz Land schafter Art in % in TEUR in TEUR Grund Anm.

Unternehmen im Vollkonsoldierungskreis

applied international informatics (Holding) GmbH AIIDH Berlin DE AII KVA 100,00 4.410 a)

applied international informatics AG AII Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 18.387 a)

applied international informatics EOOD AIIBB Sofia BG AII KVA 100,00 1.011 a) S

applied international informatics GmbH AIIGS Düsseldorf DE AIIDH KVA 100,00 17.986 a)

applied international informatics GmbH & Co. KG SEITZ Berlin DE AIIGS KVA 100,00 1.987 a)

ASTA Elektrodraht GmbH ASTAG Oed AT TAD KVI 95,00 3.371 a)

SAT KVI 5,00

ASTA Elektrodraht GmbH & Co ASTA Oed AT TAD KVI 100,00 8.564 a)

British Short Circuit Testing Station Limited BSTS Hebburn GB VATUKTAD KVA 100,00 -1.107 a) S

Coelme Costruzioni Eletromecchaniche S.p.A COELME Santa Maria di Sala IT NMG KVA 100,00 3.104 a)

Deutsche VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH DVAI Düsseldorf DE FUSTD KVA 100,00 20.496 a)

Elektromontazni Zavody Praha a.s EZPRA Praha CZ EEE KVA 94,88 10.985 a) S

ELIN EBG Elektrotechnika Sp.z.o.o. EEP Warschau PL EEE KVA 100,00 181 a) S

ELIN EBG Traction GmbH ETR Wien AT EEE KVI 100,00 15.453 a)

ELIN Seilbahntechnik GmbH & Co KG EST Innsbruck AT EEE KVI 100,00 -255 a)

Entreprise Générale d'Installation et de Construction EGIC Saint Genis Laval FR SEHV_SA KVA 100,00 -819 a)

FUCHS de Mexico, SA de C.V. FUMEX Monterrey MX FUUSA KVA 51,00 1.046 a) S

FUCHS Systems U.K. Ltd FUUK Scunthorpe GB FUSTD KVA 100,00 1.817 a) S

Metal Refinishing and Improvements Inc. MRI Northeast, MD US VASTP KVA 100,00 -1.256 a) S

Middle East Electric Power Projects Company Limited MEEPPCO Riyahd SA TMH KVA 49,00 4.699 a) S

Mill Maintenance Services MMS Pittsburgh US VASTP KVA 100,00 -16 a) S

Nuova Magrini Galileo S.p.A. NMG Stezzano IT TMH KVA 100,00 17.020 a)

P.T.VA TECH South East Asia SEAMET Jakarta ID ARCMET KVA 91,00 1.327 a) S

VAIG KVA 9,00

PT SEHV Indonesia PTSI Jakarta ID SEHV_SA KVA 95,00 715 a) S

NMG KVA 5,00

Roth Manufacturing Corp. Roth Milan, Ohio US VASTP KVA 100,00 318 a) S

Schneider Electric High Voltage s.a.e. SEHV_EGYPT Kairo EG TMH KVA 100,00 734 a) S

Sumitec Inc. Sumitec Benton Harbor US VASTP KVA 100,00 4.773 a) S

VA TECH (UK) Limited VATUKTAD Hebburn GB TMH KVA 100,00 35.969 a) S

VA TECH America Corporation VAIC Pittsburgh US VATI KVA 100,00 6.398 a) S

VA TECH BOUVIER HYDRO SA BH Grenoble FR EEVG KVA 100,00 1.280 a)

VA TECH Clearing GmbH

VA TECH CNI Control, Networks & Information

PARTC Wien AT FIN KVI 100,00 52 a)

Management GmbH CNI Wien AT SATB KVI 60,00 1.494 a)

VA TECH Consulting GmbH VATC Linz AT VA Tech AG KVI 100,00 39 a)

VA TECH Deutschland Beteiligungs GmbH DVAMCE Ravensburg DE EEVG KVA 74,99 50.252 a)

PARTG KVA 25,01

VA TECH EBG Transformatoren GmbH & Co EBGTR Linz AT TAD KVI 100,00 14.742 a)

VA TECH ELIN EBG Elektronik GmbH EELG Wien AT EEE KVI 100,00 25 a)

VA TECH ELIN EBG Elektronik GmbH & Co EEL Wien AT EEE KVI 100,00 12.615 a)

VA TECH ELIN EBG GmbH EEEG Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 35 a)

VA TECH ELIN EBG GmbH & Co EEE Linz AT VA Tech AG KVI 99,90 110.510 a)

PART KVI 0,10

VA TECH ELIN EBG GmbH, Duisburg EED Duisburg DE EEE KVA 100,00 665 a)

VA TECH ELIN EBG Haustechnik GmbH EEIG Wien AT EEE KVI 100,00 31 a)

VA TECH ELIN EBG Haustechnik GmbH & Co EEI Linz AT EEE KVI 99,99 4.016 a)

PART KVI 0,01

VA TECH ELIN EBG VECO Kft. EEU Budapest HU EEE KVA 100,00 490 a) S

VA TECH ELIN Energietechnik GmbH EET Berlin DE TMH KVA 100,00 555 a)

VA TECH ELIN Holec High Voltage B.V. EHH Amersfoort NL ENH KVA 100,00 43.328 a)

VA TECH ELIN NL Holding B.V. ENH Amersfoort NL TMH KVA 100,00 -8.961 a)

VA TECH ELIN Service B.V. ESB Amersfoort NL ENH KVA 100,00 3.618 a)

VA TECH ELIN Transformatoren GmbH ETGG Weiz AT TAD KVI 100,00 422 a)

VA TECH ELIN Transformatoren GmbH & Co ETG Weiz AT TAD KVI 100,00 35.265 a)

VA TECH Elin Transformer Guangzhou Co. Ltd. ETGC Guangzhou CN TAD KVA 63,00 10.218 a) S

VA TECH Escher S.A. de C.V. EWMX Morelia MX EWZK KVA 86,46 166 a) S

EWR KVA 13,54

VA TECH Escher Wyss Flovel Limited EWF New Delhi IN EWR KVA 61,50 -529 a)

VA TECH Escher Wyss GmbH EWR Ravensburg DE DVAMCE KVA 100,00 17.649 a)

VA TECH Escher Wyss S.L. EWE Madrid ES EWZK KVA 100,00 3.092 a)

VA TECH Escher Wyss S.r.l. EWI Schio IT EWZK KVA 100,00 2.523 a)

VA TECH Ferranti-Packard de México, SA de CV FPMEX Guanajuato MX TAD KVA 100,00 11.822 a) S

VA TECH Ferranti-Packard Transformers Ltd FPSCAT St. Catharines CA TAD KVA 100,00 1.244 a) S


Eigenkap. Ergebnis

Kurz- Gesell- Kons. Anteil 31.12.2002 2002 Kons.

Firma zeichen Sitz Land schafter Art in % in TEUR in TEUR Grund Anm.

VA TECH Finance (Deutschland) GmbH VACPF Berlin DE FIN KVA 100,00 2.690 a)

VA TECH Finance Czech Republic s.r.o. VATPRAG Prag CZ FIN KVA 100,00 71 a) S

VA TECH Finance GmbH FING Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 36 a)

VA TECH Finance GmbH & Co FIN Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 15.085 a)

VA TECH Finance Ireland Ltd VATFI Dublin IE FIN KVA 100,00 4.191 a)

VA TECH Hydro AG EWZK Kriens CH EEVG KVA 100,00 13.885 a) S

VA TECH HYDRO AS HY_NOR Jevnaker NO EEVG KVA 51,00 2.425 a)

VA TECH HYDRO GmbH EEVG Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 62.865 a)

VA TECH Hydro GmbH & Co HYDROA Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 73.608 a)

VA TECH Hydro India Private Limited CGELA Mandideep IN EEVG KVA 100,00 652 a) S

VA TECH Insurance Ireland Ltd VATIIL Dublin IE VATRE KVA 100,00 6.812 a)

VA TECH International GmbH VATI Linz AT VA Tech AG KVI 100,00 2.516 a)

VA TECH JST SA JST Lyon FR TAD KVA 100,00 9.771 a)

VA TECH Participation GmbH & Co KEG PART Wien AT VA Tech AG KVI 99,00 43 a)

PARTG KVI 1,00

VA TECH Peebles Transformers Limited PEEB Edinburgh GB TADUK KVA 100,00 21.294 a) S

VA TECH Power & Water GmbH PARTG Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 14.184 a)

VA TECH Properties (Ireland) Ltd PROP Dublin IE VA Tech AG KVA 100,00 5.185 a)

VA TECH Properties (UK) Ltd OPCUK Isle of Man GB VA Tech AG KVA 100,00 26.271 a) S

VA TECH Reinsurance (Ireland) Ltd VATRE Dublin IE FIN KVA 100,00 8.220 a)

VA TECH Reyrolle (Overseas Projects) Limited REYOS Hebburn GB VATUKTAD KVA 100,00 -550 a) S

VA TECH Reyrolle ACP Limited ACP Hebburn GB TADUK KVA 100,00 8.418 a) S

VA TECH Reyrolle Pacific Limited PAC Wellington NZ TMH KVA 100,00 5.863 a) S

VA TECH SAT AG SATSW Hünenberg CH SATB KVA 100,00 548 a) S

VA TECH SAT Beteiligungsverwaltung GmbH SATB Wien AT SAT KVI 100,00 2.261 a)

VA TECH SAT GmbH SAT_M Planegg DE DVAMCE KVA 100,00 3.169 a)

VA TECH SAT GmbH & Co SAT Wien AT HYDROA KVI 49,95 16.643 a)

TAD KVI 49,95

SATG KVI 0,10

VA TECH Schneider High Voltage GmbH TMH Wien AT TAD KVI 60,00 93.241 a)

VA TECH STEM S.p.A. STEM Spini di Gardalo IT TAD KVA 100,00 4.343 a)

VA TECH T & D UK Limited TADUK Hebburn GB TAD KVA 100,00 25.816 a) S

VA TECH T&D GmbH EEVTMG Wien AT TMH KVI 100,00 35 a)

VA TECH T&D GmbH & Co EEVTM Wien AT TMH KVI 100,00 9.482 a)

VA TECH T&D Guangzhou SWGGZ Guangzhou CN SEHV_SA KVA 94,00 470 a) S

VA TECH T&D NL B.V. TADNL Amersfoort NL TAD KVA 100,00 2.274 a)

VA TECH Transformateurs Ferranti-Packard (Québec) Inc FPTRIV Trois Rivières CA TAD KVA 100,00 1.727 a) S

VA TECH Transmissao & Distribuicao Ltda. SEAT Itajai BR TMH KVA 100,00 16.309 a) S

VA TECH Transmission & Distribution GmbH TADG Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 7 a)

VA TECH Transmission & Distribution GmbH & Co KEG TAD Wien AT VA Tech AG KVI 100,00 110.326 a)

VA TECH Transmission & Distribution Limited PRO Hebburn GB VATUKTAD KVA 100,00 27.660 a) S

VA TECH Transmission & Dristribution SA SEHV_SA Grenoble FR TMH KVA 100,00 10.861 a)

VA TECH VOEST MCE Corporation HYDRO_US Charlotte US VAIC KVA 100,00 1.277 a) S

VA TECH WABAG AG, Winterthur CTW Winterthur CH WABAG KVA 100,00 1.900 a)

VA TECH WABAG Belgium SA WABBRU Brüssel BE WABAG KVA 98,00 1.073 a)

CTW KVA 2,00

VA TECH WABAG Deutschland GmbH AEMFU Zwenkau DE WABAG KVA 100,00 1.984 a)

VA TECH WABAG Deutschland GmbH & Co KG WABGER Berlin DE AEMFU KVA 100,00 20.377 a)

VA TECH WABAG GmbH WABAG Wien AT VA Tech AG KVI 99,90 13.624 a)

PART KVI 0,10

VA TECH WABAG Introtec GmbH INTRO Ravensburg DE WABGER KVA 100,00 81 a)

VA TECH WABAG Ltd. (India) WABIND Chennae IN WABAG KVA 100,00 2.827 a) S

VA TECH WABAG UK Ltd. WABADD Adderbury GB WABAG KVA 100,00 618 a) S

VA Technologie AG VA Tech AG Linz AT VA Tech AG KVI 0,00 431.533 a)

VAI CLECIM CLECIM Paris FR VAI KVA 100,00 1.681 a)

VAI COSIM S.A. COSIM Bilbao ES CLECIM KVA 100,00 6.402 a)

VAI Fuchs GmbH FUSTD Legelshurst DE VAIG KVA 100,00 14.882 a)

VAI Industries U.K. Ltd VAIUK Poole GB VAI KVA 100,00 -36.204 a) S

VAI Pomini GmbH POM_L Linz AT POM_I KVI 100,00 1.664 a)

VAI Pomini Inc. POM_US Pittsburgh US POM_I KVA 100,00 452 a) S

VAI Pomini Ltd. POM_UK Sheffield GB POM_I KVA 100,00 -88 a) S

VAI Pomini srl POM_I Castellanza IT VAIG KVA 51,00 4.662 a)

VAST-MILES LLC. MILES Pittsburgh US VASTP KVA 100,00 -2.028 a) S

VOEST-ALPINE Impianti srl VAIM Trezzo IT VAIG KVA 100,00 -1.355 a)

VOEST-ALPINE Industria Ltda VAI-MS Belo Horizonte BR VAIG KVA 100,00 951 a) S

103


104

Eigenkap. Ergebnis

Kurz- Gesell- Kons. Anteil 31.12.2002 2002 Kons.

Firma zeichen Sitz Land schafter Art in % in TEUR in TEUR Grund Anm.

VOEST-ALPINE INDUSTRIAL SERVICES GmbH VAISG Linz AT VAI KVI 100,00 49 a)

VOEST-ALPINE INDUSTRIAL SERVICES GmbH & Co VAIS Linz AT VAI KVI 100,00 1.515 a)

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH VAIG Linz AT VA Tech AG KVI 100,00 13.597 a)

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH & Co VAI Linz AT VA Tech AG KVI 100,00 98.396 a)

VOEST-ALPINE INDUSTRIES (SA) (Pty) Ltd VAISA Johannesburg ZA VAIG KVA 100,00 14 a) S

VOEST-ALPINE Industries Inc VAII Pittsburgh US VAIC KVA 85,00 -44.137 a) S

VAIG KVA 15,00

VOEST-ALPINE Services & Technologies Corp VASTP Pittsburgh US VAIC KVA 100,00 8.871 a) S

Sonstige verbundene Unternehmen

A F Pipework & Engineering Ltd PIPE Scunthorpe GB FUUK KOV 100,00 b) na

Advanced Information Systems S.A. AIS Anderlecht BE VAIG KOV 100,00 -404 2) 204 2) b)

applied international informatics AG AIISS Zürich CH AII KOV 99,98 -616 -460 b)

applied international informatics Computer Service GmbH AIIM Düsseldof DE AIIDH KOV 100,00 11 -42 b)

applied international informatics s.r.o. AIITP Prag CZ AII KOV 100,00 -994 -49 b)

applied international informatics SP z.o.o. AIIPW Warschau PL AII KOV 100,00 -108 -26 b)

applied international informatics SRL AIIRO Bukarest RO AII KOV 100,00 -367 -105 b)

applied international informatics Vertrieb GmbH AIICV Düsseldorf DE AIIDH KOV 100,00 24 1 b)

ARCMET Technologie GmbH ARCMET Linz AT VAI KOV 100,00 3.536 2) 1.279 2) b)

Ashlow Technology Ltd. Ashlow Poole GB VAIUK KOV 100,00 b) na

Betriebsführungsges. GWRA Espenhain m.b.H. ESPEN Espenhain DE WABGER KOV 100,00 51 2) 100 2) b)

Betriebsführungsgesellschaft Nohra mbH. NOHRA Nohra DE WABGER KOV 50,00 107 2) 1 2) b)

DRIVEScom Internet Business Services GmbH DRC Wien AT EEL KOV 100,00 238 -1.100 b)

Dynamic Power Ltd. DYN Hebburn GB TAD KOV 50,00 -614 1) -37 1) b)

Easun Reyrolle Ltd. EASUN Anna Salai IN TAD KOV 25,00 4.602 851 b)

Elin Elmak Elektromekanik Sistemler Ticaret Ltd Sirketi ELM Ankara TR HYDROA KOV 50,00 -10 9 b)

EEVG KOV 50,00

Elin Immobilienverwaltung GmbH EIG Wien AT EEE KOV 100,00 128 18 b)

Elin Immobilienverwaltung GmbH & Co KG EIG-KG Wien AT EEE KOV 99,00 1.098 1.265 b)

EIG KOV 1,00

Elin Iran Commercial and Engineering Co. ELINIRAN Teheran IR EEVG KOV 100,00 b) na

ELIN Seilbahntechnik GmbH ESTG Innsbruck AT EEE KOV 100,00 -7 -2 b)

Encomech Engineering Services Ltd ENCOMECH Epsom GB VAIUK KOV 100,00 853 2) -12 2) b)

Engenharia Hidraulica de Macao Lim. VWMAC Macao CN WABADD KOV 80,00 1.540 2) 885 2) b)

Eugen Remmel Rohrleitungsbau GmbH ERR Ratingen DE MAR KOV 100,00 b) iK

European Electronic Systems Ltd. EES Christchurch GB VAIUK KOV 100,00 51 2) 0 2) b) na

FUCHS Systems Inc FUUSA Pittsburgh US FUSTD KOV 100,00 736 934 b)

FUCHS Systemtechnik (South Africa) (Pty) Ltd FUSA Rivonia ZA FUSTD KOV 100,00 361 2) 93 2) b)

FUCHS Thermal Technology (Pty) Ltd FUTSA Rivonia ZA FUSTD KOV 51,00 0 3) 6 3) b)

INMET INMET Dnepropetrovsk UA VAIG KOV 80,00 10 2) 0 2) b)

Introtec Schwarza GmbH INTROSCH Rudolfsstadt DE WABGER KOV 80,00 91 2) 26 2) b)

IPG Industriepark Graz Grundstücksverwertung GmbH IPGG Wien AT WABAG KOV 99,00 24.123 53 b)

Korf Direct Reduction Ltd KORFDR Glasgow GB DVAI KOV 100,00 3 2) 0 2) b) na

Leitungsbau GmbH LBG Linz AT EEE KOV 50,00 297 94 b)

LinKoMet Engineering spol. s r.o. LinKoMet Kosice SK VAIG KOV 100,00 246 2) 23 2) b) iL

MCE Anlagen- und Rohrleitungsbau GmbH MAR Ratingen DE DVAMCE KOV 100,00 0 0 b) iK

Möller Undernäs Turbin AB MUT Udinäs SE HY_NOR KOV 100,00 b)

P.T. VA TECH Power & Water (Indonesia) ELINDO Jakarta ID EEVG KOV 51,00 279 113 b)

Pfrimer & Mösslacher Heizung Lüftung Sanitär GmbH PMH Klagenfurt AT EEE KOV 100,00 b)

Pfrimer & Mösslacher Heizung, Lüftung, Sanitär GmbH & Co PFRG Klagenfurt AT EEE KOV 100,00 34 -1 b)

Plafog Planungsges.m.b.H. PLAF Kulmbach DE WABAG KOV 100,00 135 2) 4 2) b)

Schneider Electric High Voltage Industry s.a.e SEHVI Kairo EG SEHV_EGYPT KOV 99,50 0 0 b) na

Schneider Electric High Voltage Taiwan Co. Ltd. SEHV_TW Taipeh TW SEHV_SA KOV 100,00 59 2) 27 2) b)

Schneider Electric High Voltage Trading & Distribution 1) LLC SEHVTD Kairo EG SEHV_EGYPT KOV 99,00 14 4 b)

Street Light Vision GmbH SLV Wien AT EEE KOV 100,00 335 -36 b)

The Gulf Reyrolle Ltd GULF Alkobar UA TMH KOV 49,00 139 1) -594 1) b)

VA TECH (Thailand) Limited VATTHAI Bangkok TH PWT KOV 100,00 0 0 b)

VA TECH America do Sul Ltda. VARIO Rio de Janeiro BR VATI KOV 99,98 558 2) 25 2) b)

VA TECH Australia Pty. Ltd VAAUST Melbourne AU VATI KOV 99,99 -1.375 2) -682 2) b)

VA TECH Beijing Ltd VATBE Beijing CN VA Tech AG KOV 100,00 899 106 b)

VA TECH Bouvier Canada Inc. BCI Boucherville CA BH KOV 100,00 -24 -45 b)

VA TECH Chile S.A. MCECHIL Santiago CL EEVG KOV 99,90 -130 -77 b)

VA TECH d.o.o. EECRO Zagreb HR EEE KOV 100,00 60 2) 1 2) b)

VA TECH EBG Transformatoren GmbH EBGG Linz AT TAD KOV 100,00 41 1 b)

VA TECH ELIN EBG SR s.r.o. EESR Bratislava SK EEE KOV 95,02 1.358 -264 b)


Eigenkap. Ergebnis

Kurz- Gesell- Kons. Anteil 31.12.2002 2002 Kons.

Firma zeichen Sitz Land schafter Art in % in TEUR in TEUR Grund Anm.

VA TECH Elin Peru S.A. ELPER Lima PE EEVG KOV 99,00 114 36 b)

HYDROA KOV 1,00

VA TECH ELIN Svenska AB (in Liquidation) ELSV Stockholm SE EEVG KOV 100,00 -9 0 b) iL

VA TECH ELIN USA Corporation AEC Pittsburgh US VAIC KOV 100,00 2.475 165 b)

VA TECH Escher Wyss S.A.C. (in Liquidation) EWPE Moyapampa PE EWR KOV 99,90 -943 -293 b) iL

VA TECH ETR s.r.o. EBG CR Prag CZ EZPRA KOV 84,20 379 0 b)

VA TECH ETS a.s. ETSA Teplice CZ EZPRA KOV 100,00 430 63 b)

VA TECH Holdings (Malaysia) Sdn Bhd VATMY Kuala Lumpur MY VATI KOV 100,00 82 2) 11 2) b)

VA TECH HYDRO Brasil Ltda. VAMEC Sao Paulo BR EEVG KOV 99,99 -1.677 -1.257 b)

VA TECH Industries S.E.A. PTE Ltd VASEA Singapur SG SEAMET KOV 100,00 270 2) 191 2) b)

VA TECH International (Pty) Ltd VASA Randburg ZA EEVG KOV 100,00 110 30 b)

VA TECH International Argentina SA VAARGE Buenos Aires AR VATI KOV 99,90 17 2) -3 2) b)

VA TECH International de Venezuela CA VATEVENCA Caracas VE VATI KOV 100,00 1.336 2) 32 2) b)

VA TECH International México, SA de CV VAMEX Ciud.de Mexico MX VATI KOV 99,96 65 2) -17 2) b)

VA TECH International spol sro VABRA Bratislava SK VATI KOV 100,00 -4 2) 11 2) b)

VA TECH Patente GmbH VATPAG Linz AT VA Tech AG KOV 100,00 38 5 b)

VA TECH Patente GmbH & Co VATPA Wien AT VA Tech AG KOV 100,00 577 305 b)

VA TECH Philippines Inc. VATPHIL Makati PH VATI KOV 100,00 b)

VA TECH Polska Sp.z.o.o VATPO Wroclaw PL VATI KOV 97,50 5 2) 5 2) b)

PART KOV 2,50

VA TECH SAT A/S SATDK Horsholm DK SATB KOV 100,00 128 0 b)

VA TECH SAT GmbH SATG Wien AT TAD KOV 50,00 171 0 b)

HYDROA KOV 50,00

VA TECH SAT Praha s.r.o. SATPRAG Prag CZ SATB KOV 100,00 963 0 b)

VA TECH SAT Spólka z.o.o. EPSAG Krakau PL SATB KOV 91,00 b)

SAT KOV 7,00

VA TECH Transmisón y Distribución S.A. DE C.V. ELMEX Mexico City MX TAD KOV 98,00 -523 -21 b)

VA TECH TSN TSN St. Petersburg RU EEE KOV 51,00 -4 -4 b)

VA TECH WABAG Tunisie SARL VWTUN Tunis TN WABBRU KOV 100,00 55 2) 25 2) b)

VA TECH WABAG Brno spol.Sr.o. VWBNO Brünn CZ WABGER KOV 100,00 137 2) -54 2) b)

VA TECH WABAG France SAS WABFR Levallois Perret FR WABAG KOV 99,75 40 0 b) iG

CTW KOV 0,25

VA TECH WABAG Italia Srl CTA Rom IT WABAG KOV 100,00 32 2) 5 2) b)

VA TECH WABAG Mexico, S.A de C.V. VWMEX Mexico City MX WABAG KOV 99,99 -238 2) -245 2) b)

AEMFU KOV 0,01

VA TECH WABAG SA Pty. Ltd VWSA Johannesburg ZA AEMFU KOV 100,00 47 2) 88 2) b)

VA TECH WABAG Tetra GmbH TETRA Bremen DE AEMFU KOV 100,00 35 2) 1 2) b)

VAI (MALAYSIA) SDN BHD VAI-MAL Kuala Lumpur MY SEAMET KEA 100,00 21 2) -9 2) b)

VAI Automation Inc. VAI MSD Benton Harbor US VAII KEA 100,00 1.305 628 b)

VAI Automation Private LTD INAPL Kalkutta IN VAIG KOV 67,33 643 2) 27 2) b)

INDIA KOV 32,67

VAI Impianti s.p.A. VAIMG Genua IT VAIM KOV 100,00 139 2) -1.538 2) b) iL

VAI India Private LTD INDIA Kalkutta IN VAIG KOV 100,00 -961 2) -1.159 2) b)

VAI Polen Sp. z o.o. VAIPA Krakau PL VAIG KOV 100,00 366 2) 1 2) b)

VAI PRAHA ENGINEERING spol. s r.o. VAIPE Prag CZ VAIG KOV 100,00 -658 2) 312 2) b)

VAI Seuthe GmbH VAISEU Hemer DE VAIG KOV 100,00 -3.525 2) -1.405 2) b)

VAI SIAS S.A.S. SIAS Guyancourt FR VAIG KOV 100,00 b)

VAI TECHNIKA GmbH TECHNIKA Schutterwald DE FUSTD KOV 100,00 161 2) 42 2) b)

VAICO Inc VAICO New York US VAIC KOV 100,00 b) na

VAIS do Brasil Ltda. VAISBR Volta Redonda BR VAIG KOV 100,00 -33 2) -207 2) b)

VA-MIS Trading GmbH VAMIS Linz AT VAI KOV 100,00 2.908 2) 277 2) b)

VATECO Limitada VATECO Bogota CO EEVG KOV 50,00 47 117 b)

TAD KOV 50,00

Venezolana de Inversiones Mineras Veinmica CA VEINMICA Caracas VE VATEVENCA KOV 100,00 b) na

VOEST-ALPINE ANDINA CA

VOEST-ALPINE Ankara Engineering and

VAANDINA Caracas VE VATEVENCA KOV 100,00 b) na

Contracting Ltd Liability Company VAANK Ankara TR VAIG KOV 95,00 b) na

VOEST-ALPINE ENGINEERING spol. s.r.o. VAIPE 2 Prag CZ ARCMET KOV 50,00 b)

VAIG KOV 50,00

VOEST-ALPINE INDUSTRIAL SERVICES (UK) Limited VAISUK London GB VAIG KOV 100,00 -26 2) -172 2) VOEST-ALPINE INDUSTRIAL-SERVICES

b)

SOUTH AFRICA (PTY) 1) LDT VAISSA Meyerton ZA VAIG KOV 100,00 -298 2) -304 2) b)

VOEST-ALPINE Singapore PTE LTD VASING Singapur SG VATI KOV 100,00 118 2) 0 2) b) iL

Wabag Wassertechnische Anlagen GmbH VWSALZ Salzburg AT WABGER KOV 100,00 -1.579 2) -2 2) b) iL

Xi'an Yellow River Coating Center Co. Ltd YRCC Xian City CN EWZK KOV 54,80 2.384 3) -47 3) b) iL

105


106

Eigenkap. Ergebnis

Kurz- Gesell- Kons. Anteil 31.12.2002 2002 Kons.

Firma zeichen Sitz Land schafter Art in % in TEUR in TEUR Grund Anm.

Sonstige Beteiligungen

Chesapeake Heavy Machine CHM Baltimore US VASTP KEA 50,00 680 -80 d)

Shape Technology Ltd. Shape Poole GB VAIUK KEA 50,00 420 2) 418 2) d)

Steel Related Technology LLC. SRT Blytheville US VASTP KEA 50,00 3.966 625 d)

Alp Hydro SA ALPHY Chippis CH EWZK KOS 49,00 618 2) 34 2) g)

Business Center Marchfeld Betriebs GmbH BCM Wien AT EEE KOS 25,00 g)

COELME International Co. Ltd. COELMEInt Patumthani TH COELME KOS 40,00 406 -10 g)

DIATECH DEVELOPMENT LLC Diatech Pittsburgh US AEC KOS 50,00 15 -7 g) na

ec4ec GmbH EC4EC Düsseldorf DE VA Tech AG KOS 20,00 13.037 2) -10.779 2) g)

Electron Automation B.V. ELECTRON Breda NL SATB KOS 40,00 1.296 0 g)

Entrutech Sdn Bhd ENT Kuala Lumpur MY EEIM KOS 80,00 0 2) 243 2) g)

Konsolidierungsgrund Anmerkung

a) lt IAS 27.12 - Vollkonsolidierung (Beherrschung) iG in Gründung

b) Nichteinbeziehung - materiality iK in Konkurs

c) lt IAS 27.13 - Konsolidierungsverbot iL in Liquidation

d) lt IAS 28 - Assoziierte Unternehmen - Equity Methode iA in Ausgleich

e) Joint Ventures - Equity-Methode na nicht aktiv

f) lt IAS 28.8/10 bzw 31.35 - Verbote für Anwendung der Equity-Methode S Währungsumrechnung gemäß Stichtagskursmethode

g) lt IAS 25.23 - Finanzinvestitionen

Bemerkungen Konsolidierungsart

EEVG KOS 20,00

EPE Reyrolle (Malaysia) Sdn. Bhd. ERM Kuala Lumpur MY EEIM KOS 50,00 817 0 g)

TMH KOS 30,00

FUCHS METMASCH METMASCH Cherepovets RU FUSTD KOS 40,00 g)

Ing. Punzenberger COPA-DATA GmbH COPADATA Salzburg AT SAT KOS 30,00 247 0 g)

INGDESI de Venezuela C.A. VIA-Ven Puerto Ordaz VE VIA KOS 100,00 151 2) 17 2) g)

INGDESI S.A. VIA-Arg2 Buenos Aires AR VIA KOS 100,00 356 2) -8 2) g)

INGDESI S.A. VIA-Chile Santiago de Chile CH VIA KOS 100,00 1 2) -1 2) g)

INGDESI S.A. de C.V. VIA-Mex Nuevo Leon MX VIA KOS 100,00 48 2) 42 2) g)

INGEDSI Corp. VIA-USA Delray Beach US VIA KOS 100,00 -39 2) -26 2) g)

International Water Management WABAG GmbH IWW Wien AT WABAG KOS 34,00 35 2) -15 2) g)

Intertube Projekt GmbH Intertube Düsseldorf GE VAI KOS 37,00 g)

IVM Industrieversicherungsmakler GmbH IVM Linz AT VA Tech AG KOS 33,33 255 0 g)

Jordan Electrical Switchgear Co. Ltd. JESCO Amman JO TAD KOS 40,00 522 -142 g)

SAT Systémy automatizacnej techniky, spol sro SATBRAT Bratislava SK SATB KOS 60,00 925 0 g)

Schneider Electric High Voltage (Thailand) Ltd. SEHV-THL Bangkok TH TMH KOS 29,94 4.087 15 g)

S-Invest Beteiligungs GmbH SINV Wien AT EEE KOS 19,00 g)

Studiengesellschaft für Entsorgung von Altfahrzeugen mbH EVA Stuttgart DE VAIG KOS 50,00 150 2) 8 2) g) na

The Hydro Equipment Association Limited

URALMASCH-VOEST Metallurgieanlagen

EQUIP London GB EEVG KOS 33,30 g)

ProjektierungsgesmbH VAIUM Linz AT VAI KOS 50,00 63 2) -180 2) g)

VA TECH ELIN EBG Motoren GmbH EMG Wien AT EEE KOS 19,90 3.558 1.009 g)

VA TECH ELIN Reyrolle Ltd VER Hongkong CN TAD KOS 50,00 46 116 g)

VA TECH International Private Ltd VAINDIA New Delhi IN VATI KOS 40,00 59 2) -3 2) g)

VA TECH Power & Water (Malaysia) Sdn. Bhd. EEIM Kuala Lumpur MY EEVG KOS 30,00 122 4 g)

VA TECH Power & Water Co., Ltd. PWT Bangkok TH TAD KOS 49,00 169 15 g)

VA TECH SAT Sdn Bhd SATMA Sungay Buloh MY EEIM KOS 43,00 1.760 0 g)

SATB KOS 8,00

VAI - INGDESI Automation S.L. VIA Bilbao ES VAI KOS 39,00 g)

VAIG KOS 10,00

VAI-INGDESI Automation Ltd. VIABR Belo Horizonte BR VAIG KOS 51,00 55 2) 1 2) g)

VIA Argentina S.A. VIA-Arg1 Buenos Aires AR VIA KOS 100,00 g)

VOEST-ALPINE MECHATRONICS GmbH VATRON Linz AT VAI KOS 27,00 2.572 2) 959 2) 2) g)

VOEST-ALPINE Technical Services (Nigeria) Ltd VATSN Warri NG VAIG KOS 100,00 -1.072 2) 0 2) g) iL

VOEST-ALPINE Technical Services (Nigeria) Ltd VATSNA Abuja NG VAIG KOS 40,00 -2 2) 0 2) g) na

Wellness & Spa Resort Bad Aussee Entwicklungs GmbH WELL Bad Aussee AT EEE KOS 21,00 g)

Wiener Wasser Technologie GmbH WWT Wien AT WABAG KOS 33,00 32 2) -4 2) g)

Windhoek Goreangab Operating Company (Pty) Ltd. WGOC Windhoek NA VWSA KOS 33,00 g)

1) Eigenkapital und Jahresergebnis per 30. 09. 2002 KVI Vollkonsolidierung - Inland

2) Eigenkapital und Jahresergebnis per 31. 12. 2001 KVA Vollkonsolidierung - Ausland

3) Eigenkapital und Jahresergebnis per 31. 12. 2000 K0V Nicht einbezogene verbundene Unternehmen

K0S Sonstige nicht einbezogene Unternehmen

KEA Einbeziehung nach der Equity-Methode - Ausland

KEI Einbeziehung nach der Equity-Methode - Inland


Facts and Figures

VA TECH-Konzern

Nachstehende Darstellung richtet sich besonders an Investoren

und Finanzanalysten, die für Research-Zwecke an der

Entwicklung der Kennzahlen und Ratios der VA TECH letzten

zehn Jahre sowie an deren Definitionen interessiert sind.

Kennzahlenüberblick

1) IAS ab 1998

2) HGB 1991–1997

3) ab 2000 neue Definition

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 4.125 4.551 3.894 3.570 3.036 3.204 3.239 2.563 2.340 1.969

Auftragsstand Mio. EUR 3.961 4.314 3.709 3.515 2.885 6.229 5.846 4.822 3.895 3.510

Umsatz Mio. EUR 3.872 3.999 3.985 3.447 3.216 2.792 2.437 1.896 2.027 1.632

EBITA Mio. EUR 129 146 125 140 – – – – –

EBIT Mio. EUR 83 83 93 130 83 – – – – –

EBT 1) / Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit 2) Mio. EUR –91 42 42 32 43 134 122 92 82 71

Jahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. EUR –93 32 30 -95 25 110 102 97 71 67

Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 20 –10 46 95 99 162 160 125 150 74

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 71 89 126 112 105 73 73 48 43 40

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 27 50 153 98 224 65 29 121 6 13

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 86 95 98 81 67 82 85 80 73 67

PVI/Umsatz % 2,2 2,4 2,5 2,4 2,1 2,9 3,5 4,2 3,6 4,1

Mitarbeiter 17.725 18.847 21.341 21.711 17.364 17.924 16.616 15.462

ROS % 3,3 3,7 3,1 4,1 2,7 4,8 5,0 4,9 – –

ROE % –17,9 5,5 6,4 4,2 11,3 19,3 19,7 19,1 – –

ROCE 3) % 1,2 1,9 2,6 3,2 5,6 12,4 12,6 13,6 – –

WACC % 8,0 8,5 8,4 8,4 8,8 10,2 10,2 10,2 – –

Durchschnittliches eingesetztes

Kapital 3) Mio. EUR 1.821 1.929 1.911 1.650 1.406 1.098 990 962 – –

Börsekennzahlen

1) Seit einem Rückkauf von 250.000 Aktien 1999 sind 14,75 Mio. Stück Aktien im Umlauf

2) Vorschlag an die Hauptversammlung

Seit 1998 werden im VA TECH-Konzern die Richtlinien der

International Accounting Standards (IAS) angewandt, welche

sich zum Teil von den zuvor verwendeten österreichischen

Rechnungslegungsvorschriften unterscheiden.

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Grundkapital Mio. EUR 109 109 109 109 109 109 109 109 109 –

Anzahl der Aktien Mio. 15 1) 15 1) 15 1) 15 1) 15 15 15 15 15 –

Streubesitz % 56,95 56,95 56,95 56,95 56,95 56,95 56,95 54,75 51,00 –

Dividende Mio. EUR 0 2) 7,5 2) 18 18 36 35 33 30 26 –

Dividende pro Aktie EUR 0 2) 0,5 2) 1,2 1,2 2,4 2,3 2,2 2,0 1,7 –

Dividendenrendite (Ultimo) % – 2,0 3,8 1,8 3,2 1,7 1,8 2,2 2,2 –

Aktienkurs (Ultimo) EUR 15,5 25 32 66 74 139 123 93 80 –

Börsekapitalisierung (Ultimo) Mio. EUR 229 370 480 983 1.108 2.091 1.852 1.395 1.197 –

Gesamtumsatz, Wiener Börse Mio. EUR 397 610 923 1.729 2.554 2.537 1.885 2.528 858 –

Gewichtung im ATX (Ultimo) % 1,6 3,1 2,2 4,4 5,5 10,2 11,6 11,0 11,0 –

Eigenkapital je Aktie EUR 34 42 40 40 50 39 36 33 35 –

KGV (Ultimo) – 11,4 13,3 36,7 13,5 20,0 20,2 16,2 16,6 –

Ergebnis je Aktie EUR –6,3 2,2 2,1 1,8 5,4 7,0 6,1 5,7 4,8 –

107


108

Bilanz

1) ab 2000 neue Definition

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Anlagevermögen Mio. EUR 981 1.092 1.214 1.066 816 531 495 486 467 478

Sachanlagevermögen Mio. EUR 451 520 474 425 324 272 249 226 231 228

Umlaufvermögen Mio. EUR 2.666 3.041 2.726 3.046 2.777 2.768 2.598 2.236 2.103 1.949

Firmenwert Mio. EUR 378 420 469 350 47 – – – – –

Eigenkapital

(inkl. Minderheitenanteile) Mio. EUR 505 632 596 603 749 588 545 489 530 483

Verbindlichkeiten Mio. EUR 3.142 3.501 3.344 3.509 2.843 2.719 2.554 2.259 2.052 1.947

Kurzfristige Verbindlichkeiten Mio. EUR 2.202 2.401 2.272 2.413 2.137 – – – – –

Langfristige Verbindlichkeiten Mio. EUR 940 1.100 1.072 1.096 706 – – – – –

Bilanzsumme Mio. EUR 3.647 4.133 3.940 4.112 3.592 3.307 3.099 2.748 2.582 2.430

Anlagendeckung % 51 58 49 50 92 111 110 100 113 101

Sachanlagenintensität % 12 13 12 10 9 8 8 8 9 9

Eigenmittelquote % 14 15 15 15 21 18 18 18 21 20

Working Capital 1) Mio. EUR –249 –119 –403 –556 –648 – – – – –

Bruttoliquidität Mio. EUR 822 953 913 1.397 1.399 1.561 1.549 1.303 1.361 1.240

Zinspflichtiges Fremdkapital Mio. EUR 739 974 766 963 457 374 307 338 223 246

Nettoliquidität Mio. EUR 83 –21 147 434 942 1.187 1.242 965 1.138 994

Verschuldungsgrad (Gearing) % –16 3 –25 –72 –126 –202 –228 –197 –215 –206

Gewinn- und Verlustrechnung 2)

2) Umsatzkostenverfahren seit 2001

3) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor 1998)

4) Bis 2000 Betriebsleistung

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Umsatzerlöse Mio. EUR 3.872 3.999 3.985 3.447 3.216 2.792 2.437 1.896 2.027 1.632

Materialaufwand und sonstige

bezogene Leistungen Mio. EUR –2.151 –1.790 –1.801 –1.825 –1.482 –1.103 –930 –740

Bruttoergebnis Mio. EUR 671 680

EBITA Mio. EUR 129 146 125 140

EBIT Mio. EUR 83 83 93 130 83 – – – – –

Finanzergebnis Mio. EUR –174 –41 –51 –98 –40 110 93 80 68 83

EBT / EGT 3) Mio. EUR –91 42 42 32 43 134 121 92 82 71

Außerordentliches Ergebnis Mio. EUR – – –6 – – –17 0 10 –6 5

Steuern Mio. EUR –14 –36 –9 –8 42 –7 –19 –5 –5 –9

Ergebnis aus abgegebenen

Geschäften Mio. EUR – – – –122 –57 – – – – –

Ergebnisanteil

Minderheitsbeteiligter Mio. EUR 12 26 4 3 –3 – – – – –

Jahresüberschuss Mio. EUR –93 32 30 –95 25 110 102 97 71 67

Umsatz pro Mitarbeiter TEUR 211 205 180 167 182 155 146 121 140 123

Personalaufwand/Umsatz 4) % 25 27 29 29 27 28 31 34 35 37


Kapitalflussrechnung

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 20 –10 46 95 99 162 160 125 150 74

Cash Flow aus der

Betriebstätigkeit Mio. EUR 97 –202 –153 –48 –70 95 321 125 77 363

Cash Flow aus der

Investitionstätigkeit Mio. EUR 4 120 –109 –241 –253 –125 –58 –120 –51 –120

Free Cash Flow Mio. EUR 101 –82 –262 –289 –323 –30 263 5 26 243

Metallurgietechnik

1) Seit 2000 neue Definition

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 1.050 1.004 1.080 982 891 920 1.106 693 646 446

Auftragsstand Mio. EUR 954 1.120 1.196 1.153 990 2.425 2.142 1.647 1.417 1.283

Umsatz Mio. EUR 1.024 1.114 1.055 858 1.247 631 666 409 445 348

EBITA Mio. EUR 16 –72 –26 50 – – – – – –

EBIT Mio. EUR 6 –111 –36 50 87 – – – – –

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 13 18 19 13 15 14 23 8 – –

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 17 31 17 61 4 1 12 1 – –

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 27 32 40 32 28 35 39 36 29 21

Mitarbeiter 3.364 4.012 4.136 4.322 3.239 3.141 3.032 2.056 – –

ROS % 1,6 –6,4 –2,5 5,9 7,0 9,2 7,0 9,5 6,4 10,0

ROCE 1) % –0,5 –10,4 –4,5 3,2 11,8 16,5 12,9 17,2 – –

WACC % 8,0 8,5 8,5 8,4 8,8 10,4 10,4 10,4 – –

Durchschnittliches

Capital Employed 1) Mio. EUR 591 666 690 680 654 413 335 299 – –

Hydraulische Energieerzeugung

1) Seit 2000 neue Definition

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 1.011 1.059 637 542 – – – – – –

Auftragsstand Mio. EUR 1.397 1.444 978 827 – – – – – –

Umsatz Mio. EUR 758 671 738 436 – – – – – –

EBITA Mio. EUR 62 44 38 30 – – – – – –

EBIT Mio. EUR 56 38 33 30 – – – – – –

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 11 15 12 21 – – – – – –

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 0 6 130 6 – – – – – –

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 15 15 14 10 – – – – – –

Mitarbeiter 3.098 3.151 2.955 1.651 – – – – – –

ROS % 8,1 6,5 5,1 6,9 – – – – – –

ROCE 1) % 8,6 7,3 5,6 – – – – – – –

WACC % 8,0 8,5 8,5 – – – – – – –

Durchschnittliches

Capital Employed 1) Mio. EUR 295 286 266 – – – – – – –

109


110

Energieübertragung und -verteilung

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 1.208 1.350 661 724 – – – – – –

Auftragsstand Mio. EUR 930 1.082 589 663 – – – – – –

Umsatz Mio. EUR 1.258 1.197 752 729 – – – – – –

EBITA Mio. EUR 60 64 51 44 – – – – – –

EBIT Mio. EUR 50 50 38 37 – – – – – –

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 31 34 55 59 – – – – – –

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 3 1 1 3 – – – – – –

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 31 34 24 23 – – – – – –

Mitarbeiter 6.541 6.691 4.367 5.299 – – – – – –

ROS % 4,8 5,3 6,8 6,0 – – – – – –

ROCE 1) % 5,8 6,2 3,2 – – – – – – –

WACC % 8,0 8,5 8,5 – – – – – – –

Durchschnittliches

Capital Employed 1) Mio. EUR 655 600 443 – – – – – – –

Wassertechnik

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 225 335 325 249 – – – – – –

Auftragsstand Mio. EUR 298 369 368 330 – – – – – –

Umsatz Mio. EUR 275 317 317 253 – – – – – –

EBITA Mio. EUR –37 10 12 –12 – – – – – –

EBIT Mio. EUR –55 9 12 –14 – – – – – –

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 1 1 3 4 – – – – – –

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 0 0 2 22 – – – – – –

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 4 4 4 3 – – – – – –

Mitarbeiter 788 827 835 776 – – – – – –

ROS % –13,5 3,0 3,8 –4,9 – – – – – –

ROCE 1) % –39,2 3,5 3,8 –21,7 – – – – – –

WACC % 8,0 8,5 8,5 8,4 – – – – – –

Durchschnittliches

Capital Employed 1) Mio. EUR 81 80 124 90 – – – – – –

Infrastruktur 2)

1) Seit 2000 neue Definition

2) In 2001 VA TECH ELIN EBG; in 2002 VA TECH ELIN EBG und ai informatics

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang Mio. EUR 742 607 1.339 1.239 1.334 929 1.002 826 661 594

Auftragsstand Mio. EUR 504 330 691 674 736 781 809 669 504 535

Umsatz Mio. EUR 639 568 1.307 1.311 1.269 972 849 810 711 632

EBITA Mio. EUR 34 27 59 56 – – – – –

EBIT Mio. EUR 32 26 57 54 –11 – – – – –

Investitionen in Sachanlagevermögen

und immaterielles Vermögen Mio. EUR 10 11 35 36 55 21 18 19 – –

Investitionen in Beteiligungen Mio. EUR 6 5 4 12 16 45 2 27 – –

Produkt- und Verfahrensinnovation

Mio. EUR 9 9 15 13 12 11 9 13 18 16

Mitarbeiter 3.571 3.560 8.871 9.500 10.065 8.597 8.203 8.042 – –

ROS % 5,4 4,8 4,5 4,3 –0,7 3,0 4,4 1,1 2,3 1,8

ROCE 1) % 5,1 9,6 – 10,1 –1,4 5,8 13,0 9,3 – –

WACC % 8,0 8,5 – 8,4 8,8 10,4 10,4 10,4 – –

Durchschnittliches

Capital Employed 1) Mio. EUR 269 204 – 437 455 354 333 323 – –


Strukturanalysen

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragseingang nach

Unternehmensbereichen Mio. EUR 4.125 4.551 3.894 3.570 3.036 3.204 3.239 2.563 2.340 1.969

Metallurgietechnik % 25 22 28 27 29 29 34 27 25 22

Hydraulische Energieerzeugung % 25 23 16 15 – – – – – –

Energieübertragung und -verteilung % 29 30 17 20 – – – – – –

Wassertechnik % 5 8 8 7 – – – – – –

Infrastruktur 1) % 18 13 34 35 44 29 31 32 30 29

Konzernservices und Konsolidierung % –2 4 –3 –4 – – – – – –

Auftragseingang nach Regionen

Europa % 63 55 67 62 71 55 61 62 62 71

Nordamerika % 9 15 17 13 9 5 3 4 – –

Südamerika % 2 6 2 8 8 1 1 3 – –

Asien/Pazifik % 18 14 8 12 6 22 11 27 22 9

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 8 10 6 5 6 17 24 4 11 16

Auftragseingang Metallurgietechnik

nach Regionen Mio. EUR 1.050 1.004 1.080 982 891 920 1.106 693 646 446

Europa % 54 38 56 33 40 22 23 24 – –

Nordamerika % 9 10 22 24 20 14 7 11 – –

Südamerika % 2 8 5 27 20 1 1 5 – –

Asien/Pazifik % 29 37 10 7 11 16 4 53 – –

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 6 7 7 9 9 47 65 7 – –

Auftragseingang

Hydraulische Energieerzeugung

nach Regionen Mio. EUR 1.011 1.059 637 542 – – – – – –

Europa % 64 58 43 42 – – – – – –

Nordamerika % 6 27 37 14 – – – – – –

Südamerika % 1 3 2 2 – – – – – –

Asien/Pazifik % 25 4 9 38 – – – – – –

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 4 8 9 4 – – – – – –

Auftragseingang

Energieübertragung und

-verteilung nach Regionen Mio. EUR 1.208 1.350 661 724 – – – – – –

Europa % 49 37 55 57 – – – – – –

Nordamerika % 19 22 25 22 – – – – – –

Südamerika % 5 12 2 0 – – – – – –

Asien/Pazifik % 9 10 12 14 – – – – – –

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 18 19 6 7 – – – – – –

Auftragseingang

Wassertechnik

nach Regionen Mio. EUR 225 335 325 249 – – – – – –

Europa % 65 57 61 83 – – – – – –

Nordamerika % 0 2 0 0 – – – – – –

Südamerika % 1 0 0 1 – – – – – –

Asien/Pazifik % 25 24 17 9 – – – – – –

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 9 17 22 7 – – – – – –

Auftragseingang

Infrastruktur 1)

nach Regionen Mio. EUR 742 607 1.339 1.239 1.334 929 1.002 826 661 594

Europa % 99 98 96 95 93 94 93 96 – –

Nordamerika % 0 0 1 0 0 1 0 0 – –

Südamerika % 0 0 0 1 2 1 0 0 – –

Asien/Pazifik % 0 1 2 2 3 3 5 2 – –

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 1 1 1 2 2 1 2 2 – –

1) In 2001 VA TECH ELIN EBG; in 2002 VA TECH ELIN EBG und ai informatics

111


112

Strukturanalysen

1) In 2001 VA TECH ELIN EBG; in 2002 VA TECH ELIN EBG und ai informatics

IAS IAS IAS IAS IAS

2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

Auftragsstand nach

Unternehmensbereichen Mio. EUR 3.961 4.314 3.709 3.515 2.885 6.229 5.846 4.822 3.895 3.510

Metallurgietechnik % 24 26 32 33 34 39 37 34 36 37

Hydraulische Energieerzeugung % 35 33 26 24 – – – – – –

Energieübertragung und -verteilung % 23 25 16 19 – – – – – –

Wassertechnik % 8 9 10 9 – – – – – –

Infrastruktur 1) % 13 8 19 19 26 13 14 14 13 15

Konzernservices und Konsolidierung % –3 –1 –3 –4 – – – – – –

Umsatz nach

Unternehmensbereichen Mio. EUR 3.872 3.999 3.985 3.447 3.216 2.792 2.437 1.896 2.027 1.632

Metallurgietechnik % 26 28 26 25 39 23 27 21 22 21

Hydraulische Energieerzeugung % 20 17 19 13 – – – – – –

Energieübertragung u.nd -verteilung % 32 30 19 21 – – – – – –

Wassertechnik % 7 8 8 7 – – – – – –

Infrastruktur 1) % 17 14 33 38 39 35 35 43 35 39

Konzernservices und Konsolidierung % –2 3 –5 –4 – – – – – –

Umsatz nach Regionen

Europa % 58 56 65 65 55 69 73 75 67 67

Nordamerika % 13 15 15 9 6 5 7 5 – –

Südamerika % 6 8 4 3 5 1 1 1 – –

Asien/Pazifik % 14 11 9 11 13 17 9 10 15 10

Naher/Mittlerer Osten, Afrika % 9 10 7 12 21 8 10 9 12 19

Mitarbeiter nach

Unternehmensbereichen 17.725 18.847 21.341 21.711 17.364 17.924 16.616 15.462 – –

Metallurgietechnik % 19 21 19 20 19 18 18 13 – –

Hydraulische Energieerzeugung % 18 17 14 8 – – – – –

Energieübertragung und -verteilung % 37 36 20 24 – – – – – –

Wassertechnik % 4 4 4 4 – – – – – –

Infrastruktur 1) % 20 19 42 44 58 48 49 52 – –

Konzernservices und Konsolidierung % 2 3 1 0 – – – – – –


Technisches Glossar

Metallurgietechnik

Sinteranlagen:

In der Sinteranlage wird eine Mischung aus Feinerz zusammen

mit Koksstaub und den Zuschlägen wie Kalkstein und

Branntkalk auf einem Förderband gezündet und zu einem

Konglomerat (Sinter) zusammengebacken. Der Sinter wird

direkt im Hochofen eingesetzt.

Hochofen:

Die Einsatzstoffe für das Hochofenverfahren sind Erze,

Sinter, Pellets, Koks und Zuschläge. Es werden die in den

Erzen, Sinter und Pellets enthaltenen Eisenoxide reduziert

und zu flüssigem Roheisen geschmolzen. Der Abstich erfolgt

bei ca. 1500° C in flüssiger Form.

COREX ® -Verfahren:

COREX ® ist ein Verfahren zur Erzeugung von flüssigem

Roheisen in Hochofenqualität, bei dem im Gegensatz zum

Hochofen, nicht Koks und Sinter sondern Kohle, Stückerz

und/oder Pellets eingesetzt werden.

LD-Stahlerzeugungsverfahren:

Das LD (Linz/Donawitz)-Verfahren ist ein Verfahren zur

Herstellung von Stahl. Dabei wird Sauerstoff auf das im

Konverter (metallurgisches Gefäß) befindliche flüssige Roheisen

geblasen. Durch die dabei entstehenden physikalischen-chemischen

Reaktionen wird das Roheisen zu Stahl

verarbeitet.

Elektrostahlerzeugung:

Im Elektrolichtbogenofen (mehr als 30% der Weltstahlproduktion

wird im Elektrolichtbogenofen erzeugt) wird die notwendige

Wärme mit Hilfe eines Lichtbogens erzeugt. Drei

Graphitelektroden leiten den elektrischen Strom und bilden

den Lichtbogen zum metallischen Einsatz. Dort entstehen

Temperaturen bis zu 3.500° C. Die hohen Temperaturen

ermöglichen die Schmelzung jeder Stahlsorte bei völliger

Unabhängigkeit vom Einsatz (Schrott, Eisenschwamm,

Roheisen sowie beliebige Mischungen davon).

Stranggießen:

Flüssiger Stahl, im Konverter oder Elektroofen erzeugt, wird

in eine wassergekühlte Kokille (Gießform) gegossen. Der

teilweise erstarrte Stahl wird durch den Gießbogen gezogen

und wird mit Wasser gekühlt, bis er vollständig erstarrt ist.

Nach dem Abkühlen wird der Strang mit Schneidbrennern

in Brammen oder Knüppel getrennt. Brammen sind Einsatzmaterial

in Walzwerken für Flachprodukte (z.B. Bleche für

Automobilindustrie), Knüppel werden in Walzwerken zu Langprodukten

(z. B. Profile oder Stabstahl) weiter verarbeitet.

Walzwerke:

In einem Walzwerk sind alle Betriebsanlagen zusammengefasst,

die zur Herstellung von Walzerzeugnissen erforderlich

sind. Man unterscheidet Warmwalzwerke, bei denen eine

plastische Verformung bei Temperaturen von 700 – 1000° C

stattfindet und Kaltwalzwerke, bei dem der Werkstoff im

kalten Zustand verformt wird und eine Änderung seiner

mechanischen Eigenschaften erfährt.

Bandbeschichtungsanlagen:

Nur wenige Stahlgüter sind ohne zusätzlichen Schutz witterungs-

und korrosionsbeständig. Um Stahl gegen Korrosion

zu schützen und ihm darüber hinaus auch noch ein besonderes

Aussehen zu verleihen, wird er mit Schutzüberzügen

versehen. Es gibt metallische Überzüge (aufspritzen, plattieren,

Tauchbad, Elektrolyse) und nichtmetallische Überzüge

(organisch, anorganische, Kunststoffüberzüge, Anstriche,

Lacke).

Dünnbandgießverfahren (EUROSTRIP ® ):

Ein Verfahren zur Herstellung von Bändern, direkt vom

flüssigen Stahl ohne Zwischenschaltung eines Walzwerkes.

Bei dieser Technologie wird flüssiger Stahl zwischen zwei

rotierende wassergekühlte Rollen gegossen, welcher sofort

zu Band erstarrt. Es bedarf nur weniger Sekunden um flüssigen

Stahl in Warmband (bis zu 2 mm dünn) umzuwandeln.

Hydraulische Energieerzeugung

Laufkraftwerk

Wasserkraftwerk, welches das Wasserangebot eines

Flusses laufend verarbeitet. Laufkraftwerke zeichnen sich

durch große Wassermengen bei relativ kleinen Fallhöhen

(10 – 50 Meter) aus. Laufkraftwerke sichern die Grundlast der

Elektrizitätserzeugung und sind in vielen Fällen mit Kaplanturbinen

oder Rohrturbinen („Bulb“) ausgerüstet.

Speicherkraftwerk

Wasserkraftwerk, welches das Wasserangebot speichert und

bei den Verbrauchsspitzen in elektrische Energie umwandelt.

Speicherkraftwerke zeichnen sich durch eher kleine Wassermengen

bei großer Fallhöhe aus (50 – 1800 Meter) und sind

meistens mit Francisturbinen oder Peltonturbinen bestückt.

Pumpspeicherkraftwerk

Der Unterschied zum Speicherkraftwerk liegt in der maschinellen

Ausrüstung. Pumpspeicherkraftwerke verfügen auch

über Speicherpumpen oder reversible Pumpturbinen. In Zeiten

niedrigen Stromverbrauchs wird Wasser in einen Speicher

hochgepumpt, um es bei Belastungsspitzen wieder in

elektrische Energie umzuwandeln.

Gas-Kombikraftwerk (Combined Cycle)

Modernster thermischer Kraftwerkstyp, bei dem eine Gasturbine

mit einem nachgeschalteten Dampfkreislauf kombiniert

wird und somit höchste Wirkungsgrade erzielt werden.

Der entstandenen Dampf kann entweder wieder zur Stromerzeugung,

als Prozessdampf für die Industrie oder als Fernwärme

genutzt werden.

Kaplanturbine

Bauart einer vom Österreicher Victor Kaplan erfundenen

Wasserturbine, die vor allem bei Flußkraftwerken (Fallhöhen

10–50 Meter, große Wassermengen) eingesetzt wird. Die

Kaplanturbine zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur

der Leitapparat sondern auch die Laufschaufeln verstellbar

sind und so optimal dem Wasserdargebot angepasst

werden können.

Francisturbine

Bauart einer Wasserturbine mit dem breitesten Anwendungsbereich,

diese kann für Fallhöhen von 40 – 800 Meter eingesetzt

werden. Die Francisturbine ist eine einfachregulierte

Turbine, die Laufschaufeln (Anzahl ca. 11–19) sind nicht verstellbar.

Die größten Francisturbinen erreichen eine Leistung

von 750 MW.

Peltonturbine

Bauart einer Wasserturbine für große Fallhöhen (200-1800m).

Die Peltonturbine ist gekennzeichnet durch einen oder

mehrere Wasserstrahlen, die auf speziell geformte Becher

(Anzahl ca. 20) auftreffen und so die kinetische Energie

der Wasserstrahlen in mechanische Energie des Laufrades

umwandeln.

Hydromatrix ®

Eine Vielzahl von kleinen baugleichen Generatorsätzen mit

einer Leistung von je ca. 500 kW, die an einem gemeinsamen

Rahmen in Form einer Matrix angeordnet sind. Diese

113


114

Bauform eignet sich vor allem zum nachträglichen Einbau

in bereits vorhandene Bauwerke wie Schleusenanlagen,

Wehre und Bewässerungsanlagen. Die Anzahl der Einheiten

und damit die Form der Matrix richtet sich stark nach den

baulichen Gegebenheiten einer Anlage.

ECO Bulb TM

Eine neu entwickeklte COMPACT-Rohrturbine für Anwendung

bei kleinen Fluss-Kraftwerken. Sie zeichnet sich durch einen

neuen, kostengünstigen direkt-angetriebenen Synchron-

Generator aus. Es entfällt das bei Kleinturbinen häufig eingesetzte

Getriebe und übrige Hilfssysteme. Baugrößen von

200 kW bis 5 MW.

Straflo-Matrix TM

Weiterentwicklung der HYDROMATRIX ® , neues innovatives

Konzept mit synchronen Straflogeneratoren, Wegfall der

Kondensatorbatterien und vereinfachtem Schutzkonzept.

Sonstige Vorteile wie bei der HYDROMATRIX ® .

Wasserkraftgenerator

Elektrischer Generator geeignet für niedrige Drehzahlen, der

von einer Turbine angetrieben wird. Große Durchmesser bis

zu 10 Meter und kleine Baulängen bis zu 2 Meter kennzeichnen

diesen Typus.

Turbogenerator

Elektrischer Generator, geeignet für hohe Drehzahlen, der

von einer Gas- oder Dampfturbine angetrieben wird. Kleine

Durchmesser bis zu 1,8 Meter und Baulängen von 3 bis

4 Meter kennzeichnen diesen Typus. Die Generatorkühlung

erfolgt entweder durch Luft oder durch Wasserstoff.

Erneuerbare Energie

Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Gezeiten, Geothermie,

Sonnenenergie, etc. Das Vorkommen an erneuerbaren Energieträgern

erscheint praktisch unbegrenzt, da diese Energie

von der Natur laufend zur Verfügung gestellt wird. 20% des

weltweit erzeugten Stroms stammt aus erneuerbaren Energien

(davon ca. 95% aus Wasserkraft; der Rest aus „Neuen

Erneuerbaren“).

Neptun

Ein integriertes Gesamtsystem für die Kraftwerksautomatisierung

auf Basis eines internationalen Standards zur Kontrolle

und Fernüberwachung von Wasserkraftwerken.

Energieübertragung und -verteilung

Liberalisierung

In liberalisierten Strommärkten entsteht durch die Trennung

von Energieerzeugung, Energieübertragung und Energieverteilung,

dem sogenannten Unbundling, ein Wettbewerb unter

den Stromerzeugern der ein Sinken der Strompreise bedingt.

In einem liberalisierten Strommarkt hat jeder Verbraucher

die freie Wahl des Stromerzeugers.

Übertragungsnetz

Transportiert die elektrische Energie von der Energieerzeugung

zum Verteilnetz.

Um die elektrische Energie wirtschaftlich zwischen dem

Erzeuger und dem Verteiler zu transportieren wird das

Übertragungsnetz im allgemeinen mit einer Spannung von

110/220 bis 500 kiloVolt (kV) betrieben, da bei diesen

Spannungen die Übertragungsverluste gering sind. Diese

Netze werden auch als Hochspannungsnetze bezeichnet.

Verteilnetz

Um die elektrische Energie dem Endverbraucher zuzuführen

wird ein Verteilnetz benötigt das im allgemeinen auf Spannungsebenen

zwischen 380 V und 110 kV betrieben wird.

Netze unter 100 Volt bezeichnet man als Niederspannung,

zwischen 1000 Volt und 110 kV liegt der Mittelspannungsbereich.

Unterstation

Eine Unterstation stellt die Verbindung der einzelnen Netzteile

dar, die auf verschiedenen Spannungsebenen betrieben

werden. Das Kernstück einer Unterstation ist der Transformator,

der die Betriebsspannung von einer Spannungsebene

auf eine andere umsetzt. Zusätzlich zum Transformator

kommen in der Unterstation auch Leistungsschalter, Trennschalter

und Meßwandler zum Einsatz.

Transformator

Die in den Kraftwerken mit relativ niedriger Spannung

erzeugte elektrische Energie könnte nur mit hohen Verlusten

an den Endverbraucher weitergeleitet werden, daher wird die

Spannung in einem Transformator auf einen Spannungswert

hochgespannt der proportional der Entfernung ist, über die

die elektrische Energie transportiert werden soll.

Der Transformator beruht auf dem Prinzip, dass die Spannung

in einer Wicklung des Transformators in einer zweiten

Wicklung des Transformators eine Spannung induziert.

Die Höhe der Spannung ist proportional der Anzahl der

Windungen der Wicklung. Im Hochspannungsbereich sind

Leistungstransformatoren (Power-Transformers) bis zu

1300 MVA und bis zu 765 kV im Einsatz.

Leistungsschalter

Ein Schaltgerät, mit dem Teile des Übertragungs- oder

Verteilsystems von der Stromzufuhr abgetrennt werden

können. Im Falle eines auftretenden Fehlers schützt der

Leistungsschalter vor den Folgen einer Überlast oder eines

Kurzschlusses, in dem der Schalter automatisch öffnet

und somit den betroffenen Teil des Systems von der Stromzufuhr

abtrennt.

Luftisolierte Schaltanlage

Die einzelnen spannungsführenden Teile der Schaltanlage

sind von einander und von Erde durch entsprechende

Abstände in der Umgebungsluft getrennt, die ein Überschlagen

der Spannung verhindert. Entsprechend dem

Spannungsniveau sind die einzelnen Isolierabstände entsprechend

groß, was sich in den Abmessungen einer

luftisolierten Schaltanlage niederschlägt.

Innenraumschaltanlage (GIS)

Anstatt einzelne spannungsführende Teile mittels Luft

voneinander zu isolieren wird das Gas Schwefelhexafluorid

(SF6) verwendet, wodurch der Abstand der spannungsführenden

Teile beträchtlich reduziert werden kann. Die

Innenraumschaltanlage ist gekapselt und deren Abmessungen

sind wesentlich kompakter als die einer luftisolierten

Schaltanlage.

Messwandler

Die hohen Spannungen und Ströme eines Energieübertragungs-

oder Verteilsystems werden in Messwandlern zu

Messzwecken auf niedrigere Werte zurückgeführt, die in den

Anzeigeinstrumenten und Schutzsystemen verarbeitet werden

können.

Phasenschieber

Phasenschieber ermöglichen dem Systembetreiber eine

bessere Regelung des aktiven Energieflusses in Stromübertragungssystemen

und damit eine Steigerung der Übertragungseffizienz.


Leistungskompensation

Um die Kapazität von Übertragungsnetzen zu erhöhen und

Spannungsschwankungen bei Laständerungen zu reduzieren

wird eine Leistungskompensation mittels Drosseln oder Kondensatoren

durchgeführt. Die Steuerung der Drosseln oder

Kondensatoren erfolgt mittels Leistungselektronik, die eine

rasche und genaue Regelung der Kompensation ermöglicht.

Stationsautomatisierung

Bei der Stationsautomatisierung kommt digitale Leittechnik

zum Einsatz, die es ermöglicht, den gestiegenen Anforderungen

von Betreibern und Abnehmern in Bezug auf Erhöhung

der Verfügbarkeit der Energieflüsse, der Anpassung der

Unterstationen und Netze und der Reduzierung der Kosten

der Betriebsführung Rechnung zu tragen.

Netzleittechnik

Netzleittechnik beschäftigt sich mit der zentralen Betriebsführung

und Überwachung von elektrischen Hoch- bzw.

Mittelspannungsnetzen, üblicherweise aus einer zentralen

Betriebswarte. Dabei werden relevante elektrische Betriebszustände

dem Bediener über Bildschirme oder Großbildprojektion

dargestellt. Die Daten aus dem geografisch verteilten

elektrischen Prozess werden mittels Fernwirkunterstationen

zum zentralen Leitsystem übertragen. Der Einsatz von Netzleittechnik

führt zu sicherer, wirtschaftlicher und zuverlässiger

Betriebsführung. Zusätzlicher Mehrwert entsteht durch

Austausch mit anderen IT Systemen des Kunden.

Wassertechnik

Wasserrecycling

Wasser ist die Grundlage des Lebens und der industriellen

Produktion. Drei Viertel der Erde sind mit Wasser bedeckt,

aber nur drei Prozent der Wasservorräte sind Süßwasser.

Abwasserentsorgung und -recycling sowie Trinkwasseraufbereitung

gewinnen daher weltweit an Bedeutung.

Operations

Effizientes und kostenbewusstes Betriebsmanagement

gewährleistet unseren Kunden wirtschaftliche Vorteile.

Betriebsführung spannt sich von Dienstleistungsverträgen

zum Betrieb einer bestehenden Anlage bis zu Modellen

für Design, Errichtung, und Betrieb.

Klärschlammtrocknung mit „Direct Feed“

Klärschlammtrocknung im Fließbett erfolgt durch einen

aufwärts gerichteten Gasstrom der körniges Material in

Schwebe hält und trocknet. Bei Direct Feed Systemen wird

der Klärschlamm direkt in den Trockner eingespeist in der

Wirbelschicht zu Granulat konfektioniert und getrocknet.

Industriewasser

Die gesicherte Versorgung mit Wasser der entsprechenden

Qualität die Grundlage jeder industriellen Tätigkeit, der annähernd

90% des durch Menschen verbrauchten Wassers

zugeführt werden. Das Spektrum reicht von Kühlwasser in

Kraftwerken bis hin zu hochreinem Wasser für die Pharmaindustrie.

Abwasserreinigung

Alternativ zu konventionellen Klärwerkstechnologien wird die

Biofiltration wegen ihres geringen Platzbedarfes angewendet.

Für höchst belastete Abwässer steht zusätzlich die Anaerobtechnologie

zur Verfügung, die biologische Verunreinigungen

in Biogas umwandelt. Membran Bioreaktoren, eine Kombination

aus biologischer und Membrantechnologie werden eingesetzt,

sofern die Einleitgrenzwerte dies erfordern.

Infrastruktur

eBEME

Steht für elektronische Bedarfsmeldung und gestattet es

dem Bedarfsträger Bestellungen direkt beim Lieferanten

elektronisch zu platzieren. Mit den Lieferanten werden dazu

elektronische Kataloge entwickelt und im Vorfeld Verträge

abgeschlossen, die Preise, Rabatte, Lieferfähigkeit, Transport,

Verrechnung, etc. regeln.

ePROCUREMENT

Elektronische Beschaffung von Gütern über das Internet

oder EDI-Verbindungen. Bestellungen gehen dabei automatisch

über einen Genehmigungslauf direkt an den Lieferanten,

die Rechnungen direkt an die Buchhaltung. Die

Rechnungsprüfung erfolgt automatisch und eine interne

Verfolgung des Vorgangs wird überflüssig.

Anlagencontracting

Darunter versteht man jene Form des Contractings, bei dem

zum Zwecke der Verbesserung der Energieeffizienz, Anlagen

zur Energieoptimierung errichtet werden. Die Refinanzierung

erfolgt über die Kosteneinsparung durch Energieeffizienz.

Die Vertragsdauer ist je nach Wirtschaftlichkeit des Projektes

individuell zu vereinbaren.

Sicherheits Certifikat Contraktoren (SCC)

Das SCC-System wurde zur Verbesserung der SGU-Standards

(Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz) in besonders

sicherheitssensibilisierten Branchen entwickelt und hat

die kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsleistungen

mit besonderem Schwerpunkt auf Verringerung der Unfallhäufigkeit

als vorrangiges Ziel.

Life-Cycle-Partnerschaft

Ganzheitliche und vorausschauende Unterstützung der

Kunden zur nachhaltigen Wertschaffung. Dafür bietet ein

Unternehmen Leistungen über den kompletten Lebenszyklus

industrieller Anlagen, von der Technologie-Entwicklung

und dem Engineering über Betrieb und Instandhaltung

bis hin zu modernen Automations- und Serviceleistungen.

Facility Management

Ganzheitlicher Ansatz zur Bewirtschaftung von Immobilien.

Im Rahmen des technischen infrastrukturellen und kaufmännischen

Gebäudemanagements wird die Philosophie eines

geschlossenen und homogenen Kreislaufes forciert, der von

der Bereitstellung von Beratungsleistungen über umfassende

Planungs- und Errichteraktivitäten bis zu Betriebs- und Optimierungsaufgaben

reicht. Ziel ist es nachhaltig die Lebenszykluskosten

einer Immobilie zu senken.

115


116

Betriebswirtschaftliches Glossar

Anlagendeckung

Gibt das Eigenkapital (inkl. Minderheitenanteile) in Prozent

des Anlagevermögens an.

Auftragseingang

Alle Aufträge, die im jeweiligen Berichtszeitraum rechtsgültig

abgeschlossen und auch inkraftgesetzt wurden.

Grundsätzlich ist die Bewertung unter IAS gleich wie nach

österreichischen Rechnungslegungsvorschriften (HGB).

Auftragsstand

Bestand zu Beginn des Berichtszeitraumes zuzüglich dem

neuen Auftragseingang und abzüglich der im Berichtszeitraum

als Umsatz realisierten Aufträge. Der unter IAS ausgewiesene

Auftragsstand ist niedriger als der nach HGB

bedingt durch die unterschiedliche Abrechnungsmethode.

Nach IAS werden Aufträge gemäß dem Arbeitsfortschritt

abgerechnet (Percentage of Completion). Unter HGB wurden

Aufträge erst nach Fertigstellung abgerechnet (Final Completion

Method) – daher verblieben die in Durchführung befindlichen

Aufträge zu 100% im Auftragsstand.

Cash Flow aus dem Ergebnis

Ergebnis vor Steuern

� Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen

� Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen

� Nettodotierung-/auflösung Sozialkapital und langfristiger

Rückstellungen

� Zahlungswirksame Steuern

= Cash Flow aus dem Ergebnis

Free Cash Flow

Der Free Cash Flow zeigt die Cash-Generierung inklusive

der Veränderung des Working Capital und nach Berücksichtigung

von Investitionen in Sachanlagenvermögen/

Immaterielles Vermögen sowie Beteiligungen.

Cash Flow aus dem Ergebnis

+ Veränderung Working Capital

= Cash Flow aus der Betriebstätigkeit

+ Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

= Free Cash Flow

Ergebnis aus abgegebenen Geschäften

Erträge und Aufwendungen von Betrieben oder Teilbetrieben,

die im Zusammenhang mit der Stilllegung oder einem Verkauf

nicht mehr im Konzern verbleiben.

Dividendenrendite

Zeigt die Dividende des jeweiligen Jahres bezogen auf den

Aktienkurs zum Ultimo.

EBIT (Earnings before Interest and Taxes)

Entspricht dem operativen Ergebnis vor Hinzurechnung

von Finanzergebnis und Steuern unter Berücksichtigung

der in den Umsatz eingerechneten Zinsen aus dem Saldo

der erhaltenen minus geleisteten An- und Teilzahlungen.

EBITA (Earnings before Interest, Taxes and Amortisation)

Entspricht dem EBIT vor Abzug der Firmenwert-Abschreibung.

EBT (Earnings before Taxes)

Ergebnis vor Steuern (entspricht weitgehend dem vor 1998

unter österreichischen Rechnungslegungsvorschriften verwendeten

„Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“).

Eigenmittelquote

Gibt das Eigenkapital (inkl. Minderheitenanteile) in Prozent

der Bilanzsumme an.

Ergebnis je Aktie

Errechnet sich aus dem Jahresüberschuß dividiert durch die

durchschnittliche Anzahl der Aktien. Gemäß IAS kann das

Ergebnis aus abgegebenen Geschäften zum Jahresergebnis

für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie hinzugezählt

werden. In den Jahren mit HGB-Abschluss wurde analog

dazu auf Basis einer Regelung der ÖVFA (Österreichische

Gesellschaft für Finanzanalyse und Anlageberatung) der

Gewinn je Aktie aus dem Jahresergebnis des Konzerns

abzüglich Minderheitenanteile und außerordentlichem Ergebnis

errechnet.

Ergebnisanteil Minderheitsbeteiligter

Ergebnisanteil, welcher auf Minderheitsbeteiligte entfällt.

Ist der Wert positiv, so wird ein entstandener Verlust in einer

gemeinsamen Gesellschaft anteilig dem Konzernergebnis

gutgeschrieben.

Finanzergebnis

Enthält im wesentlichen das Zinsen- und Beteiligungsergebnis

des Konzerns. Ab 1998 sind die Werte nur mehr bedingt

vergleichbar, da Zinsen aus An- und Teilzahlungen unter IAS

dem Umsatz zugerechnet werden.

Firmenwert

Firmenwerte aus Akquisitionen sind unter HGB mit den

Eigenmitteln verrechnet, unter IAS werden sie aktiviert.

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Entspricht dem Nettoergebnis des Konzerns, beinhaltet unter

IAS die Ergebnisanteile Minderheitsbeteiligter.

Kurs-Gewinn Verhältnis

Aktienkurs zum Jahresultimo im Verhältnis zum Gewinn pro

Aktie.

Liquidität

Zahlungsmittel und -äquivalente

+ Übrige verzinsliche Forderungen

+ Wertpapiere (Wertrechte) und Anteile des

Anlagevermögens

= Bruttoliquidität

– verzinsliche Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,

übrige verzinsliche Verbindlichkeiten

= Nettoliquidität

Mitarbeiter

Alle Arbeiter und Angestellten, die in einem Dienstverhältnis

mit einer VA TECH Konzerngesellschaft im Konsolidierungskreis

stehen (ohne Lehrlinge, ohne Leihpersonal, einschließlich

vorübergehend Abwesende wie z. B. Karenzierte,

Präsenzdiener).

Produkt- und Verfahrensinnovation

Umfasst alle Innovationsaufwendungen von Forschungsund

Entwicklungsaktivitäten im engeren Sinn bis zur Marktüberleitung

neuer Produkte, Verfahren und Anlagen.


ROCE (Return on Capital Employed)

(ab 2000 neue Berechnung – ohne Berücksichtigung von

Sondereffekten)

Misst die Rentabilität des Geschäftes in bezug auf das

eingesetzte Kapital des jeweiligen Geschäftsjahres.

ROCE = Operatives Ergebnis nach Steuern

Durchschnittliches eingesetztes Kapital

Operatives Ergebnis nach Steuern

(NOPAT = Net Operating Profit After Taxes)

EBT (Ergebnis vor Steuern)

+ Zinsenaufwand für verzinsliches Fremdkapital

+ Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

� Verluste / Gewinne aus Anlagenabgängen

+ Zinsanteil von nicht-aktivierten Miet- und Leasingverpflichtungen

– Steuern

= Operatives Ergebnis nach Steuern

Durchschnittliches eingesetztes Kapital

(Average Capital Employed, ab 2000 neue Definition)

Sachanlagevermögen

+ Immaterielles Anlagevermögen

+ Working Capital

+ Bruttoliquidität

+ Barwert nicht-aktivierter Miet- und Leasingverpflichtungen

(Immobilien)

+ Geschäfts- oder Firmenwert vor Abschreibungen

+ Einmalige Kapitaleffekte von Anlagenabgängen und

außerordentliches Ergebnis

= Eingesetztes Kapital

ROE (Return on Equity)

Misst die Rentabilität des Geschäftes bezogen auf das

durchschnittliche Eigenkapital.

ROE = Jahresüberschuss (vor Ergebnis aus abgegebenen

Geschäften) x 100/durchschnittliches Eigenkapital

Risikoprämie

für Aktien 1)

4,5%

Beta-Faktor

Konzern 2)

2,06

Fremdkapital

Kostenersatz

7,7%

Nachsteuerquote

pauschal

(1–30%)

x

Risikoprämie des

Geschäftsfeldes

9,3%

Risikofreier

Zinssatz

5,2%

ROS (Return on Sales)

Zeigt die operative Rentabilität des Unternehmens.

ROS = (EBIT + Firmenwert-Abschreibung) x 100/Umsatz

Sachanlagenintensität

Gibt das Sachanlagevermögen in Prozent der Bilanzsumme

an.

Umsatz

Gemäß der „Percentage of Completion“ Methode erfolgt

die Abrechnung der Aufträge unter IAS nach dem jeweiligen

Fertigstellungsgrad. Unter HGB enthielt der Umsatz die in

dem Betrachtungszeitraum abgerechneten Aufträge (Final

Completion Method).

Ab 1998 werden Zinsen aus dem Saldo der erhaltenen minus

geleisteten An- und Teilzahlungen dem Umsatz zugerechnet

(kalkulatorischer Zinssatz von 4% in 2002).

Verschuldungsgrad (Gearing)

Entspricht dem Verhältnis aus Nettoliquidität zum Eigenkapital

(inkl. Minderheitenanteile).

WACC (Weighted Average Cost of Capital)

Der WACC ist die Maßzahl für die gewichteten Kosten des

eingesetzten Kapitals im Unternehmen.

Für 2002 ergeben sich für den VA TECH Konzern Kapitalkosten

von 8,0% des eingesetzten Kapitals.

Working Capital

Zeigt den durch operative Maßnahmen steuerbaren Saldo

aus Vermögens- und Fremdkapitalpositionen außerhalb des

Veranlagungs- und Finanzierungsbereiches.

Vorräte

+ Geleistete Anzahlungen

+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

+ Sonstige unverzinsliche Forderungen

– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

– Erhaltene Anzahlungen

– Sonstige Rückstellungen

– Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

= Working Capital

Eigenkapitalkosten

EK/GK

14,4%

3)

+ x =

30%

Fremdkapitalkosten

nach Steuern

FK/GK

5,4%

3)

+ x =

70%

Gewichtete

EK-Kosten

4,3%

Gewichtete

FK-Kosten

3,7%

1) Risikoprämie für Aktien: Prozentaufschlag für erwartete höhere Rendite von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren

2) Beta-Faktor: Maßzahl für das geschäftsspezifische Risiko

3) Gewichtung der Kapitalkosten: Entsteht aus dem Verhältnis von Eigenkapital zum Marktwert (EK) und verzinslichem Fremdkapital FZ)

zum verzinslichen Gesamtkapital (GK)

+

WACC

8,0%

117


118

Adressen

VA Technologie AG

Lunzerstraße 64 Penzingerstraße 76

A-4031 Linz A-1140 Wien

Kontaktstellen

Kommunikation und

Investor Relations:

Dr. Wolfgang Schwaiger

DI Harald Hagenauer

Gabriele Stimpfl

Tel.: (+43/732) 6986-9222

Fax: (+43/732) 6986-3416

E-Mail: contact@vatech.at

www.vatech.at

Personal:

Tel.: (+43/732) 6980-4801

Fax: (+43/732) 6986-5696

E-Mail: personal@vatech.at

Mergers and Acquisitions:

Tel.: (+43/732) 89118-4180

Fax: (+43/732) 89100-4103

E-Mail: m&a@vatech.at

VA TECH-Wertpapierkennnummern

ISIN: AT 0000 937453

ADR-ISIN: US 91819 P 1049

(ISIN: International Securities Identification Number)

Termine 2003

Ergebnisse

Jahresabschluss 2002 26. März 2003

1. Quartal 2003 22. Mai 2003

1. Halbjahr 2003 28. August 2003

1. – 3. Quartal 2003 20. November 2003

Hauptversammlung 29. April 2003,

Design Center Linz

Dividenden Ex-Tag 6. Mai 2003

Dividenden Zahl-Tag 9. Mai 2003

VA TECH Open Juni 2003

VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH & Co

Turmstraße 44, Postfach 4

A-4031 Linz

Tel.: (+43/732) 6592-8501

Fax: (+43/732) 6980-8632

E-Mail: contact@vai.at

VA TECH Hydro GmbH & Co

Penzinger Straße 76

A-1141 Wien

Tel.: (+43/1) 89100-2053

Fax: (+43/1) 89100-196

E-Mail: contact@vatech-hydro.com

VA TECH Transmission and

Distribution GmbH & Co

Penzinger Straße 76

A-1141 Wien

Tel.: (+43/1) 89100-2053

Fax: (+43/1) 89100-196

E-Mail: contact@vatech-td.com

VA TECH WABAG GmbH

Siemensstraße 89

A-1210 Wien

Tel.: (+43/1) 25105-4610

Fax: (+43/1) 25105-130

E-Mail: contact@wabag.com

VA TECH ELIN EBG GmbH

Penzinger Straße 76

A-1140 Wien

Tel.: (+43/1) 89990-4017

Fax: (+43/1) 89100-2373

E-Mail: contact@elinebg.at

VA TECH ELIN EBG GmbH

Kraußstraße 1-7

A-4021 Linz

Tel.: (+43/732) 6939-2440

Fax: (+43/732) 6939-2318

E-Mail: contact@elinebg.at

applied international

informatics AG

Handelskai 388

A-1020 Wien

Tel.: (+43/1) 72709-240

Fax: (+43/1) 72709-15

E-Mail: marketing@aiinformatics.com

VA TECH International GmbH

VOEST-ALPINE-Straße 7

A-4031 Linz, Postfach 3

Tel.: (+43/732) 6986-3153

Fax: (+43/732) 6980-3428

E-Mail: contact@vat-i.co.at

VA TECH FINANCE GmbH

Penzinger Straße 76

A-1140 Wien

Tel.: (+43/1) 89118-4130

Fax: (+43/1) 8925481

E-Mail: contact@finance.vatech.at

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