Landschaftskonzept Schweiz - Schweizer Informationssystem ...

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landschaftskonzept

Schv^eiz


• Partnerschaft Landscfiaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Externe Unterstützung

Graphische Gestaltung

Zitierung

Herausgeber

Vertrieb

Impressum

Die Ziele und Massnahmen wurdenerarbeitet durch Vertreter folgender raumwirksäm tätiger

Bundesstellen: (Bezeichnungen der Departemente und Bundesstellen ab 1.1.1998)

Bundesamt fur, Kultur (BAK.)

Landeshydrologie- und -geologie (LHG)

Bundesamt für Raumplanung (BRP) , i

Eidgenossisches Departement fur Verteidigung, Bevölkerungsschutz '

und Sport (VBS), Generalsekretariat

Eidgenossiche Sportschule Magglingen (ESSM)

Amt für Bundesbauten (AFB)

Bundesamt fur Wirtschaft und Arbeit (BWA)

Bundesamt fur Landwirtscliaft (BLW)

Bundesamt fur Verkehr (BAV)

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)

Bundesamt für Wasserwirtschaft (BWW)

Bundesamt fur Energie (BFE)

Bundesamt fur Strassenbau (ASTRA)

Bundesamt fur Umwelt, Wald Und Landschaft (BUWAL)

^ Eidgenossische'Forstdirektion; Abteilungen Stoffe, Boden, Biotechnologie;

Jjewässerschutz; Luftreinhaltung; Lärmbek.ampfung

Eidgenössisches Starkstrommspektorat (EStI)

Schweizerische Bundesbahnen (SBB), Generaldi,rektion

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)

Projektleitung Landschaftskonzept Schweiz, verantworflich ' 1

Enrico Burgi, Chef Abteilung Landschaftsschutz (Leitung) .

Pia Klay (Ziele)

Gilbert Thélm (Partnergespràche/Massnahmen)

Bruno Stephan Walder (Managepient/Inf ormation) *

Walter Zeh (Grundlagen)

Infraconsult AG, Bern (Partnergespräche) ' ' ,

eco, Belp (Kantonsbeffagung)

Matthias Stj-emlow, Rickenbach bei Wil (Redaktion/Support) ' ' >

MARTWerbung ASW, Murten

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) et âl.: 1998

Landschaftskonzept Schweiz

Teil I KONZEPT; Teil II BERICHT

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft/Bundesamt für Raumplanung (Hrsg.) 175 S.

in Reihe: Konzepte und Sachpläne (Axt. 13 RPG), BRP, Bern

© Bundesamt fur Umwelt, Wald und Landschaft ,

(BUWAL)/Bundesamt für Raumplanung (BRP)

Hinweise auf weitere Publikationen zum Landschaftskonzept Schweiz auf der dritten

Umschlagseite

BBL/EDMZ, 3003 Bern; www.admin.ch/edmz

Bestellnummer (Deutsch): 310.Ì34d .

11.99ND100010V10150

Landschaftskonzept Schweiz.

Download PDF: www.umwelt-schweiz.ch/publikationen

(eine gedruckte Fassung ist nicht mehr erhältlich)

Code: VU-8004-D


ILseradlssl^i(^ftsk@I^Dsepil , Schweiz:

Teil I KONZEPT

Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

Sachziele

vom Bundesrat am 19. Dezember 1997 als Konzept

nach Art. 13 des Bundesgesetzes über die Raumplanung

gutgeheissen.

Teil I KONZEPT ist für die zuständigen Bundesstellen

verbindlich. Die Kantone berücksichtigen

die Ziele des Konzeptes in der kantonalen Richtplanung

nach ihrem Ermessen.

Einleitung

Massnahmen

vom Bundesrat am 7 9. Dezember als Grundlage nach

Art 13 des Bundesgesetzes über die Raumplanung zur

Kenntnis genommen

Teil II BERICHT ist für die zuständigen Bundesstellen

eine massgebende Grundlage zur

Umsetzung und Realisierung des Landschaftskonzeptes

Schweiz. Für die Kantone hat er

orientierenden Charakter.

Landschaftskonzept Schweiz

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landschaftskonzept Schweiz


Landschaftskonzept Schweiz

Tei! S KONZEPT

Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

Sachziele

vom Bundesrat am 19. Dezember 1997 als Konzept nach Art. 13 des

Bundesgesetzes über die Raumplanung gutgeheissen

Wirkung

Die zuständigen Bundesstellen berücksichtigen bei ihrer Aufgabenerfüllung

die Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz (Teil I KON­

ZEPT). Die Kantone berücksichtigen die Ziele in der kantonalen

Richtplanung nach ihrem Ermessen.

Hinweis

Die Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft sowie die Sachziele

in den Politikbereichen wurden durch die zuständigen Bundesstellen

gemeinsam mit dem BUWAL erarbeitet und aufeinander

abgestimmt.

Teil I KONZEPT

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Landschaftskonzept Schweiz

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Partnerschaft Landschaft

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Insieme per il

Ziele zu den

Qualitäten von Natur

und Landschaft

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•j Naturlandschaften, natürliche Landschaftsformen und -elemente in ihrer Eigenart,

j Vielfalt und Schönheit erhalten

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Lebensräume für die Erhaltung der vielfältigen, heimischen Flora und Fauna

sicherstellen, aufwerten und vernetzen

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D/e Bundesstellen berücksichtigen die Allgemeinen

Ziele bei ihren Tätigkeiten. .

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• Teil I KONZEPT

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Partnerschaft Landschaft

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Insieme per il paesaggio

Ziele zur nachhaltigen

Nutzung

Nutzungen auf die natürlichen Standortverhältnisse ausrichten; die Regenerationsfahigkeit

erneuerbarer Ressourcen ermöglichen

Eingriffe in- die Landschaft minimieren,; den Landschaftsverbrauch durch überlagernde

Nutzungen vermindern.

Nichterneuerbare Ressourcen der Landschaft erhalten., Ersatzstoffe 1 verwenden

und unabdingbare Nutzungen haushälterisch vornehmen

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Bauten/ Infrastrukturen und andere Anlagen auf das notwendige Minimum

beschränken, zusammenfassen und zusammenhängende Lebensräume schaffen.

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Die Bundesstellen berücksichtigen die Allgemeinen

Ziele bei ihren Tätigkeiten.

Teil I.KONZEPT

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Ziele zur nachhaltigen

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Bei Nutzungen und Eingriffen die Eigenart und Qualität des Ortes wahren und

aufwerten. - . - • •

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Übergänge zwischen Nutzungen als naturnahe Lebensräume und zur Gestaltung

der Landschaft erhalten und schaffen.

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Vielfältige und abgestufte Nutzungen erhalten und neu schaffen

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A\J f ^^ l j Intensiv genutzte Landschaften, insbesondere Siedlungsgebiete, ökologisch

i , { * , i-J^* y aufwerten und lebenswert gestalten

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Die Bundesstellen berücksichtigen die Allgemeinen

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Teil I KONZEPT

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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1 Bundesbauten und -anlagen 2 Energie 3 Sport, Freizeit und Tourismus

7 Natur-. Natur-, Landschafts- Lani und Heimâtschutz

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6 Luftfahrt

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11 Wald 12 Wasserbau 13 Wasserkraftnutzung

Laridschaftskonzept Schweiz

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Bundesbauten und -anlagen

Energie

Sport, Freizeit und Tourismus

Landesverteidigung

Landwirtschaft

Luftfahrt

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Raumplanung

Regionalpolitik

Verkehr

Wald

Wasserbau

Wasserkraftnutzung

Hinweis

Mit der Umsetzung der Sachziele durch die zuständigen Bundesstellen

sollen die Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

in den Politikbereichen des Bundes verstärkt werden.

Teil I KONZEPT

11

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Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

. Insieme per- il paesaggio

1 Allgemeine Hinweise •

* Für bundeseigene Bauten und Anlagen sind die Baufaçhorgane des Bundes

I zuständig (ziviler Bereich; militärischer Bereich; ETH-Bereich); für Natio- .

! nalstrassert sowie Bauten.und Anlagen der SBB die Bundesstellen gemäss

i Politikbereich 10 Verkehr. Diese Bundesstellen tragen gemäss Art. 2a-und 3

NHG eine besondere Verantwortung bei der Umsetzung der Ziele des Land-

^ schaftskonzeptes Schweiz LKS Bereits in der Konzeptphase, aber auch -im ;

rt,, Rahmen von Bauprojekten (Neubauten, Sanierungen),ergeben sich, meist ,

-^1 Gelegenheiten zur Optimierung der Bauten, und Anlagen im Hmblick auf •

v —^ ihre Auswirkungen auf Natur und Landschaft, und für die Umsetzung der :

- \' ! Ziele des LKS

Der Standortwahl fur Bundesbauten ist m Hinsicht auf die Einfügung in das j

- bestehende Siedlungsgefuge, einen schonenden Umgang mit den Res- j

sourcen und ein minimiertes Verkehrsaufkommen grössfe Beachtung zu :

schenken

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Landschaftskonzept Schweiz

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

D/e zuständigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

Bei Neubauten sind die ökologischen und landschaftlichen Aspekte überall zu

berücksichtigen.

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*,&„•^\^rj ! %, sq^ unumgänglich sind, ist auf eine landschaftsschonende Projektierung und

der Vermietung von Bauten und Anlagen des Bundes und seiner

Erhaltung ökologischer Werte zu achten.

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insjemeperil

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Allgemeine Hinweise

Fur die Umsetzung der Energiepolitik des Bundes sind das Bundesamt fur

Energie (BFE), das Eidgenossische Starkstrommspektorat (EStl) und das Bundesamt

fur Wasserwirtschaft (BWW) zustandig. Von Seiten des Natur- und

Landschaftsschutzes sind neben der Versorgungsinfrastruktur gemäss Art. 2b

des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

(Ubertragungsleitungen, Unterwerke, Rohrleitungen) insbesondere Energieerzeugungsanlagen

relevant.

Die Thematik der Wasserkraftnutzung wird in Pohtikbereich 13 Wasserkraftnutzung

behandelt.

Im Bereich Energie wird das «Konzept Ubertragungsleitungen» erarbeitet Es

wird mit dem Landschaftskonzept Schweiz abgestimmt

Standortgebundene technische Anlagen (Unterwerke, Energieproduktionsanlagen)

bzw. Versorgungsinfrastrukturen (Ubertragungsleitungen) sind weiterhin

notig. Bei ihrer Bewilligung gelten die gesetzlichen Bestimmungen

(Spezialgesetze, Art. 2b NHG). Die Planung von Ubertragungsleitungen richtet

sich nach dem in Arbeitstehenden «Konzept Ubertragungsleitungen» und

nach dei Verordnung über das Plangenehmigungsveifahren von Staikstromanlagen,

wobei auf eine möglichst gute Integration in die Landschaft zu

achten ist.

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Laiidschaftskonzept Schweiz

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SACHZIELE

Verbindlichkeit

Partnerschaft Landschaft

Tartenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Die zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

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Bei der Leitungsfuhrung ausserhalb der Siedlung ist aus verschiedenen Alternativen

nach Möglichkeit die landschaftsvertraglichste auszuwählen.

X.J.:..LS. 1

Siedlungen, bundesrechtlich geschützte Landschaften (Art. 5 NHG) sowie kantonale

Landschaftsschutzgebiete wenn möglich von Freileitungen freihalten. Wenn

sich eine Durchquerung mit einer Leitung nicht vermeiden lasst, ist in erster

Priorität eine Verkabelung vorzusehen, soweit technisch möglich und kostenmâssig

angemessen.

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Fur die Linienführung von Leitungen im Alpenraum ist das «Konzept Ubertragungsleitungen»

massgebend, wobei neue Leitungen bestehende Korridore benutzen.

Die Naturdynamik (Erosion, Lawinen, Auen, Flusse) soll bei der Wahl von

Mastenstandorten und bei der Rohrleitungsführung berücksichtigt werden.

Keine Mastenstandorte und keine Rohrleitungen in geschützten und schutzwürdigen

Lebensraumen gemäss Art. 18 NHG.

Schutz der Avifauna vor den Gefahren von Freileitungen.

Oberirdische Anlageteile der Gasversorgung soweit möglich in Siedlungsraume

(Industriezonen) integrieren.

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Teil I KONZEPT

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il. paesaggio

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Allgemeine Hinweise

Die Landschaften der Schweiz sind dank ihrer Erlebnisqualitàt für Freizeitaktivitäten

und Tourismus-von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig erbringt der

Tourismus wichtige volkswirtschaftliche Leistungen, Insbesondere im Berggebiet

ermöglicht er teilweise Vefdienstmòglichkeiten; welche eine Bewirtschaftung

und Pflege der traditionellen Kulturlandschaft zulassen. Aspekte des Sports, des

Tourismus und der Freizeit, wo sie einen Bezug zu Natur und Landschaft haben,

werden durch verschiedene Bundesstellen (Eidg. Sportschule Magglingen,

ESSM; Bundesamt für Verkehr, BAV; Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit, BWA;

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL) behandelt. Eine eindeutige

Kompetenzzuweisung an-den Dienst für Tourismus im BWA besteht-för die

Tourismuspolitik des Bundes sowie an das Bundesamt für Verkehr (BAV) rm Be-

. reich-der Touristischen, Transportanlagen (TTA).--l%s.BÂV hat gemäss Art. _2b , und

*ä des Bundesgesetzes über'den 'Natur- und Heimaischutz (NHG) die Pflicht, im

Konzessionsverfahren die'Aspekte des Natur-, Lan'dschafts- und Helmatséhutzes

zu" berücksichtigen. Die-'heutige TTA-Konzessionspolitik basiert auf dem

Schweizerischen Tourismüskonzept sowie dem .daraus abgeleiteten Konzessionskonzept

und soll grundsätzlich in ahnlicher Weise weiterverfolgt werden.

Das Landschaftskonzept-Schweiz wurde mit dem «Bericht über die Tourismuspolitik

des Bundes vom 29. Mai 1996», dem-«Nationalen SpOrtanlagenkofizept

(NASAK)», deni.'«Tourismusprotokoll» Her «Alpenkonventiomv und

/dëÉtf «Aktionsplan UmwpJ-t%d Gesundheit» abgestimmt. -' ''-;'

Bezüglich der Konzessionferung von Neuerschfiessungen mit touristischen

Transportanlagen (UVP-pffichtige Anlagen gemäss Anhang 60.1 der Verordnung I

zur"-Umweltverträglichkeitsprüfung, UVPV) macht das BAV folgenden j

Vorbehalt: Neuerschtiessüngen sind gemäss der konstanten Praxis in »

Ausnahmefällen zulassig, sofern die entsprechenden Projekte beziehungsweise

Zqnen als Festsetzung im ^kantonalen Richtplan aufgenqmmen sind und das ,

Vorhaben den Bestimmungen von Art. 3 Abs. 1-3 LKV entspricht. Fur Hoch- ^

gèbìrgserschliessungen gelten .zusätzliche Restriktionen (Art. 7 der Luftseil- f

'-bäHnkonzessionierungsverqrdnung, LKV).

landschaftskonzept Schweiz

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Sport, Freizeit und Tourismus

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Allgemeine Hinweise

Fur die Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Landesverteidigung ist das

Departement fur Verteidigung, Bevolkerungsschutz und Sport (VBS) verantwortlich

Das VBS hat gemäss Art 2a und 3 des Bundesgesetzes über den

Natur- und Heimatschutz (NHG) die Pflicht, bei seinen Aufgaben die Aspekte

des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen Das VBS

kann insbesondere im Rahmen der Bewirtschaftung der Liegenschaften in

seinem Einflussbereich Beitrage zum Landschaftskonzept Schweiz LKS leisten

Durch die militärische Nutzung kann in der Landschaft jene Dynamik ausgelost

werden, welche fur spezifische Naturwerte (z B Ruderalflachen mit

Pioniervegetation) notwendig ist Diese sachdienliche Punktion des Betriebs

wird anerkannt und ist, wo mogitch, zu erhalten

Das VBS formuliert einen generellen Vorbehalt der Landesverteidigung

gegenüber jenen Zielen des LKS, welche den Auftrag des VBS tangieren Em y^

besonderer Vorbehalt muss auch bezüglich Umbauten, Ausbauten und unter "~^

Umstanden Neubauten fn hochalpinen Landschaften angebracht werden &*;,,?#;

Die Ziele des LKS im Politikbereich Landesverteidigung werden im «Sach- K-,£rr

plan Waffen- und Schiessplatze» gemäss Art 13 RPG abgestimmt

Landschaftskonzept Schweiz

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Landesverteidigung

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Allgemeine Hinweise

Fur die Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Landwirtschaft ist das

Bundesamt fur Landwirtschaft (BLW) verantwortlich. Das BLW hat gemäss

Art. 79 des Landwirtschaftsgeselzes (LwG) sowie Art. 2c und 3 des Bundesgesetzes

über den Natur- und Heimatschutz (NHG) die Pflicht, bei semen

Subventionsentscheiden die"Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

zu berücksichtigen. Die Landwirtschaft pflegt und nutzt weite Teile

der Landschaft und hat dadiffch eine wichtige Funktion bei der Gestaltung

der Kulturiandschafl. Die Bundespolitik foidert eine natur- und landschaftsverlragliche

Landwirtschaft. -

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Insieme per il paesaggio

Allgemeine Hinweise

Die Luftfahrt ist ein Teil des schweizerischen Verkehrssystems In diesem

Politikbereich besteht eine umfassende Zuständigkeit des Bundes Die Zivilluftfahrt

(das Fliegen mit Hangegleitern teilweise eingeschlossen) liegt im

Verantwortdngsbereich des Bundesamtes fur Zivilluftfahrt (BAZL), fur die

Militärluftfahrt ist die Luftwaffe (LW) zustandig Das BAZL hat gemäss Art 2b

und 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) die

Pflicht, bei seinen Entscheiden die Aspekte des Natur-, Lahdschafts- und

Heimatschutzes zu berücksichtigen

Im Bereich Luftfahrt wird der «Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)» erarbeitet

Dieser Sachplan wird mit dem Landschaftskonzept Schweiz LKS koordiniert

Die Zivilluftfahrt ist von ihrer Natur her grenzüberschreitend und somit m

internationale Abkommen eingebunden, dies gilt es zu beachten

Luftfahrt und Naherholung erganzen und konkurrieren sich gleichzeitig

Flugplatze sind einerseits oft selbst wesentlicher Teil von Naherholungsgebieten,

attraktives Ausflugsziel, Freizeitanlage im weitesten Sinn Sie enthalten

auch ökologisch wertvolle, nicht allgemein zugangliche Freiflachen

Andererseits werden An- und Abflugwege wenn möglich um besiedelte

Gebiete herumgeführt In der Umgebung der Siedlungen befinden sich aber

die Naherholungsgebiete, wo der Fluglarm ebenfalls stören kann Dieser

Ambivalenz muss auch das LKS gebührend Rechnung tragen Wenn Uberflugbeschrankungen

festzulegen sind, dürfen diese den Verkehr mit Luftfahrzeugen

auch bei ungunstigen Wetterbedingungen nicht verunmoglichen

Ausserdem müssen sie nachvollziehbar und durchsetzbar sein

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Partnerschaft Landschaft

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Insieme per il paesaggio

Die zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

Zum Schutz der Natur sollen in dem von der Verordnung über die Infrastruktur der

Luftfahrt (VIL, Art. 53) vorgegebenen Rahmen in genau bezeichneten Gebieten für

bestimmte Kategorien von Luftfahrzeugen Start-, Lande- oder Uberflugbeschrankungen

festgelegt werden.

Im Rahmen z des «Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)» sind regional koordinierte

(öffentliche) Helikopterflugplätze anzustreben.

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Fur die Bezeichnung von Gebirgslandeplätzen sind im «Sachplan Infrastruktur der

Luftfahrt (SIL)» Kriterien und Vorgaben festzulegen, welche die Berücksichtigung

von Natur- und Landschaftsschutz sicherstellen.

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Luftfahrtspezifische Schutzziele zu einzelnen hochalpinen Gebieten des Bundesinventars

der Landschaften und Naturdenkmaler von nationaler Bedeutung

(BLN) festlegen.

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Aufwertung der ungenutzten Zwischenräume in Flugplatzarealen zu ökologischen

Ausgleichsflachen unter Vorbehalt der Sicherheitsvorschriften (u.a. Vogelschlag)

der Luftfahrt und von zukunftigen Ausbaubedurfnissen.

Durch entsprechende Auflagen bei den Flugplatzbewilligungen und -konzessionen

die ökologische Aufwertung geeigneter Flachen fördern.

Der Schutz von Wildtierlebensraumen wird mit dem Hangegleiterbetrieb koordiniert.

Teil I KONZEPT

23


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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Allgemeine Hinweise

Der Aufgabenbereich des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes beim •

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Bund ist sowohl Sektoralpolitik als auch Querschnittsaufgabe. Er umfasst den __^ •-_.-. - A -. > - ^, ,•-.— •

Arten- und Biotopschutz, die Erarbeitung von Grundlagen, das Erstellen der fS^^j^p^'^à^ .: "'%"' ' ' ^ ä ^ ^ ^

Inventare von Objekten nationaler Bedeutung, die Erstellung von Mitbe- ._ _ /~;C: '•' -TL" ~ ^r''-^ \^ " ^

richten und die Beratung der Partnerämter bei Bundesaufgaben, die Unter-

Stützung.der Kantone bei der •Erfüllun'g.ihrer Aufgaben, den gezielten Einsatz

von Förderungsihsttumenten und.die-Qffentlichkeitsarbeit.

In diesêfripolitikbereich werden die Ziele des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

als Sektoralpolitik des-.'Bundesamtes für Umwelt, Wald und

Landschaft (


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

D/e zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

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m Die von Menschen ausgehenden Einflüsse auf Natur und Landschaft so gestalten,

dass keine zusätzlichen Arten in die Roten Listen kommen. Weitverbreitete Arten

in ihrem Bestand nicht durch anthropogene Einflüsse reduzieren.

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Gefährdete Arten und deren Lebensräume soweit erhalten, dass keine Art in der

Gefâhrdungseinstufung schlechter klassiert werden muss, und dass die Zahl der

Arten in den Roten Listen jahrlich um 1% reduziert werden kann.

,- ~*~,~, Das grobmaschige Mosaik von national wichtigen Lebensräumen (Inventare)

w,^ „ '-/; innerhalb von 10 Jah'ren vervollständigen und zusammen mit regionalen und lokalen

Lebensräumen zu einem Netz ausbauen.

m&j» In den nächsten zehn Jahren im Talgebiet auf mindestens 10 % der Fläche ökologisch

wertvolle Lebensräume schaffen und in den Lebensraumverbund einbeziehen.

In Räumen mit (einigermassen) intaktem Lebensraumverbund den Anteil ökologisch

wichtiger Flächen nicht verkleinern.

Die Erlebnisqualität der Landschaft erhalten und das Erleben von Natur und

Landschaft im direkten Wohnumfeld fordern.

I

Die angewandte Forschung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung von Natur,

Landschaft und dem baulichen Erbe fördern.

Die Entwicklung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt überwachen und

darüber informieren.

Die Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit der Biotop-, Landschafts- und

Ortsbildinventare verbessern.

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Teil I KONZEPT

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Insieme per il paesaggio

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Landschaftskonzept Schweiz

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Natur-, Landschaftsund

Heimatschutz Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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I Zur Durchsetzung eines wirksamen Schutzes und einer nachhaltigen Nutzung von

Natur und Landschaft unterstutzt das BUWAL die bei Bundesaufgaben verantwortlichen

Partner.

IS Bei der Optimierung der Verfahren bei Bundesaufgaben mitwirken und die

Interessen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes vertreten.

1 Im Uberschnittsbereich von «Natur-, Landschafts- und Heimatschutz» mit den

übrigen Bereichen des «Umweltschutzes» die Zusammenarbeit vertiefen,

Synergien erkennen und nutzen.

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Eine nachhaltige Landschaftsentwicklung durch Nutzungs- und Förderungsstrategien

nach dem Prinzip der Integration in die Sektoralpolitiken unterstutzen.

Ml Durch Leistungsauftrage und Globalbudgets Verfahren vereinfachen und

( { Kompetenzen stufengerecht zuweisen.

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Erfolgskontrolle und Qualitätssicherung der Massnahmen des Natur-, Landschaftsund

Heimatschutzes als Instrumente aufbauen und durchfuhren.

Im Rahmen von internationalen Aktivitäten die nachhaltige Entwicklung von

Natur, Landschaft und baulichem Erbe fördern, insbesondere beim Vollzug von

bestehenden Konventionen.

Wasser mit seinen vielfaltigen Erscheinungsformen in der Landschaft besser erlebbar

werden lassen.

Gebiete, in denen ein Defizit an biologischer und landschaftlicher Vielfalt besteht,

ökologisch und gestalterisch aufwerten.

Die Öffentlichkeit fur die Werte von Natur, Landschaft und baulichem Erbe und

deren schonende Entwicklung sensibilisieren. Die Anliegen einer besseren

Gestaltung und Aufwertung der Landschaft als Bestandteil einer nachhaltigen

Landschaftsentwicklung adressatengerecht vermitteln.

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Teil I KONZEPT

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Allgemeine Hinweise

Ziele der Raumplanung gemäss Bundesverfassung sind die zweckmassige

Nutzung des Bodens, die geordnete Besiedlung des Landes sowie die

F"* Trennung des Baugebietes vom Nichtbaugebiet Damit ist die Raumplanung

^ j ein umfassender Optimierungsprozess und ein wichtiges Mittel der Raum-

, ordnungspolitik Das Bundesamt fur Raumplanung (BRP) koordiniert die

Umsetzung der Bundespolitik im Bereich der Raumplanung, es wird von der

Raumordnungskonferenz des Bundes (ROK) unterstutzt

Landschaftskonzept Schweiz

28


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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D/e zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

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Boden durch zweckmässige Zuweisung vielfaltiger und überlagernder Nutzungen

sowie durch differenzierte Nutzungsordnung so nutzen, dass sich Natur und

Landschaft optimal entwickeln können.

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

j Allgemeine Hinweise

j Fur die Umsetzung der Bundespohtik im Bereich Regionalpolitik ist das

' Bundesamt fur Wirtschaft und Arbeit (BWA) zustandig Das BWA hat gemäss

I Art 2c und 3 NHG die Pflicht, bei seinen Subventionsentscheiden die

! Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen

Aus der Sicht des BWA hat die Forderung der Wettbewerbsfähigkeit, die

j Erhaltung der dezentralen ländlichen Besiedlung und die ausgewogene rej

gionale Entwicklung Priorität Diese Entwicklung muss - insbesondere durch

die Berücksichtigung kulturraumlicher und soziokultureller Rahmenbedingungen

der betroffenen Regionen - nachhaltig sein und damit auch den

Werten des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes Rechnung tragen Die

Gemeinschaftsaufgabe «Regionalpolitik» wird nach dem Prinzip der Sub

sidiarjtat umgesetzt

Landschaftskonzept Schweiz

30


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RegHomalpoIitik

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Die zuständigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

^ ^ ^ ^ S ^ ^ ^ ^ ^ ^^ ^' Ie ' e ^^ Landschaftskonzeptes Schweiz regionsspezifisch umsetzen und in die

^MLl__'t5 v ^^^ i^~^ raumrelevanten Konzepte und Programme integrieren.

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Konzepte und Programme mit Schwerpunkt Natur und Landschaft, die zu einer

nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen, fordern.

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Die kantonalen und regionalen Partner der Regionalpolitik in die Lage versetzen,

die Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz umzusetzen (z.B. mit Arbeitshilfen).

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Die Arbeiten (Konzeptey Programme und Projekte) an guten Beispielen orientieren

und diese gemeinsam mit dem Bund zu einem Qualitätssicherungsinstrument

weiterentwickeln.

UE ^TT? v*--a

Schutz-, Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen im Bereich Natur und Landschaft als

integrale Bestandteile der Projekte behandeln.

j

Externe Kosten und Nutzen aus dem Bereich Natur und Landschaft als Bestandteil

des Projektes anerkennen und integrieren.

T IT

Finanzielle Beitrage an Projekte, die in einem erheblichen Widerspruch zu den

Zielen des Landschaftskonzeptes Schweiz stehen, ablehnen.

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Teil I KONZEPT

31


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Allgemeine Hinweise

Fur die Umsetzung der BundespoJftik im Bereich Verkehr (Strasse und

Schiene}* und insbesondere fur die Beurteilung der Verkehrsprojekte sind das

Bundesamt fur Verkehr (BAV) und das Bundesamt fur Strassen (ASTRA) ver- ^

antwortlich BAV, ASTRA und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB)

haben gemäss Art 2 und 3 des Bundesgesetzes über Natur- und Heimatschtitz^(NHG)

die Pflicht, bei ihren Aufgaben (Planungeji, ProjektierungeJi,"Bewilligungen,

Subventionen) die Aspekte des. Natur-, Landschafts-

and Heimatschutzes zu berücksichtigen Infrasfrukturvorhaben (Autobahnbau;

Neue Al pentransversale, NEAT) stehen als «Flachenverbtaucher»

m einem grundsätzlichen Konflikt zum Landschaftsschutz Neubauprojekte

bieten aber auch die Möglichkeit, Massnahmen zugunsten des Natur-,

Landschate- und Heimatschutzes zu fordern Fuss-, Wander- und Radwege

ermöglichen ein unmittelbares Erleben von Natur und Landschaft, sie werden

von den Kantonen und Gemeinden angelegt und unterhalten

Die Ziele itn.vPoliti!


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

SÄCHZIEilE Ì^f%gtJ

yerbindlichkeit ^

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Die zuständigen Bundesstellen berücksichtigen die,

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

Förderung des öffentlichen Verkehrs, welcher die Bildung von dezentralen

Schwerpunkten in der Siedlungsentwicklung begünstigt, sowie der Fusswegverbindungen

und der Radwege.

^••3|'1 Durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossene Bereiche intensiver nutzen.

Bei der Beurteilung der Zweckmässigkeit neuer Vorhaben berücksichtigt die

• zustandige Stelle die Verträglichkeit mit Natur und Landschaft, wobei sie auch

Aufwertungsmöglichkeiten evaluiert.

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Die Trennwirkung neuer und bestehender Verkehrsanlagen minimieren.

I

Unbefriedigende, durch Verkehrsanlagen hervorgerufene Zustände für Natur und

Landschaft bei Um- oder Ausbauten im Rahmen des sachlich und finanziell

Vertretbaren sanieren.

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Zusammenhang mit Lärmschutzprojekten zur Gestaltung von Landschaften,

insbesondere in Siedlungen, beitragen und die negativen Auswirkungen auf Natur

und Landschaft minimieren.

Mit begleitenden Instrumenten der Qualitätssicherung bei Projektierung, Bau und

Unterhalt von Verkehrsanlagen die Umsetzung des Natur- und Landschaftsschutzes

optimieren.

Ho.

Unbenutzte oder an Verkehrsanlagen angrenzende Flächen wo möglich als Aus-

^ gleichsflächen (Art. 18b Abs. 1 NHG) freihalten.

Das bestehende Strassennetz bei der Planung von Umfahrungsstrassen einbeziehen.

Insbesondere im zu entlastenden Siedlungsgebiet Verkehr dauerhaft

reduzieren.

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Teil I KONZEPT

33


Partnerschaft Landschaft

Partenaires'pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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Allgemeine Hinweise ' • fft^fs-h "• i^$S& ^ ^ M ^ i ^

Für die Oberaufsicht bei der Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Wald, ^%^^^^^^^'k.\}.^- ^'ffj |l §

Jagd und Schutz der Wildtiere istdie-Eidgeriössische Forstdirektion, (F+Ë)) dés 'fä^r % . : *'^ : Ül

''^"t V '^ 'ri j - •> , - •>•«^.-vf«.. r'C i "

dem Natui-, Landschafls- und Heimatschutz Rechnung zu tragen Geslulzt 'M"

auf die BUWAL-mternen Mitberichte dei Abteilungen Natur und Landschaft -^•"^-.«tì Ü^ö ^^

' (N+L) fallt die Abteilung WaldeiHaltung und Jagd (W+J) die Entscheide übet

die Subventionsgeschafte und beurteilt die Rodungsgesuche

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Landschaftskorizept Schweiz

34 ' " ' . .

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

D/e zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten

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Ätl Bewirtschaftung und Pflege des Waldes sind auf die Grundsatze des naturnahen

riyj Waldbaus auszurichten

Bei sämtlichen raumwirksamen Massnahmen nach WaG sind die Aspekte des

Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen

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Insieme per il paesaggio

Allgemeine Hinweise

Für den Wasserbau ist das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BWW) zustandig..

Es: fet gemäss Art. 2c Und 3 des Bündesgesetzes über den Natur- und

Heimatschutz (NHG) die Pflicht, bei seinen Subventionsentscheideh die

Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen

Die Arbeit des BWW steht im Spannungsfeld zwischen dem Schutz von

Menschen und Sachgütern vor Überschwemmung und dem schonenden

Umgang mit den Gewässern. Hier findet bei jedem Projekt eine Interessenabwägung

statt, wobei die Rahmenbedingungen meist durch andere Politikbereiche

gesetzt werden (z.B. Bau von Strassen in potentiellen Uberflutungsgebieten

bedingt verstärkten Hochwasserschutz). Das neue Wasserbaugesetz

bietet zusammen mit den einschlagigen Artikeln im Gewasserschutz- und im

Fischereigesetz eine gute Grundlage für die Umsetzung der Ziele des

Landschaftskonzeptes Schweiz.

Die «Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft» sind im konkreten Fall mit

den Zielsetzungen im Bereich des Wasseibaus abzustimmen.

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Landschaftskonzept Schweiz

36

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SACHZIELE

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Insieme per il paesaggio

Verbindlichkeit Die zustandigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

Natürliche Vielfalt an Fliessgewassern (z.B. erodierende Steilufer, Kolke) und

gewasserökologische Qualitäten (Breiten, Stromungsverhältnisse) erhalten, soweit

möglich wiederherstellen und nur in begründeten Fallen (Interessenabwägung)

schmälern.

..r.f.

Fördern einer natürlichen Dynamik, insbesondere- und gezielt in potentiellen

Überflutungsgebieten, sowie Wiederherstellung eines ausgeglichenen Geschiebehaushalts.

_L

Hochwasserschutz.in erster Linie mit geeigneten raumplânerischen Massnahmen

und durch naturnahen Gewässerunterhalt sicherstellen; bauliche Eingriffe minimieren.

Minimierung der Eingriffe in naturnahe Gewässer. Gesamthaft keine Schmälerung

der Natur- und Landschaftswerte innerhalb des Projektperimeters, wenn nötig

durch Ersatzmassnahmen Ausgleich schaffen.

'tL'7 •' X

Soweit die natürlichen Bedingungen gegeben sind, Fliessgewässer durchgehend

fischgängig halten und ihre Uferzonen als Wanderkorridore für Kleinfauna erhalten.

IT

Bei der Erneuerung von baulichen Hochwasserschutzmassnahmen eine natur- und

umweltschonende Lösung anstreben. Wo möglich ökologisch nachteilige

Schutzbauten nicht erneuern respektive durch ökologisch zweckmässigere ersetzen.

Renaturierung fördern, insbesondere auf den bundeseigenen Parzellen.

I

Die natürliche Wechselwirkung zwischen ober- und unterirdischen Gewässern

erhalten resp. wiederherstellen.

* - • TEIE

Sicherung eines angemessenen Raumes für die Fliessgewässer, damit naturnahe

Hochwasserschutzmassnahmen und langfristig die vielfältigen Gewasserfunktionen

sichergestellt werden können.

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Teil I KONZEPT

37


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Insieme per il paesaggio

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Allgemeine Hinweise

Fachstelle für die Wasserkraftnutzung auf Bundesebene ist das Bundesamt für

Wasserwirtschaft (BWW). Sie hat bei der Erteilung von Konzessionen gemäss

Art. 2b und 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

die Pflicht die Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen

.-/Das Verfügungsrqcht über die Gewässer und die,-Nutzbarmachung

der'entsprechenden' SVasserkräfte steht'"den- Kantonefrföder nach

deren Gesetzgebung anderen verfügungsberechtigten'Gemeinwesen zu. Bei

internationalen Gewässern erteîJt der Bund das Sondernutzungsrecht unter

Beizug der beteiligten Kantone. Dient ein Kraftwerk der Versorgung der Bundesbahnen,

so-jichtet sich dasJJaubewilligungsyerfabren nach dem Eisen-

b^hnrecht "Oitv', \ --"---;?.- ~-"Q: - '.-•'.

Öer Bund-' : übtl||'|"Öfeeraüfsiel3t|üt3er"d(e WäSSiJ|raftnut?ang-~aQfe. , "Er prüft

dabei namentitefr'tìie zwecknïaiëîgç Nlitzbànrhàehung der Wassefkräfte. Die

Wasserkraft ist die einzige heutê : 'Àuantitativ relevante einheimische Energiequelle.

Sie soll auch künftig eiaen wichtigen Teil der schweizerischen Volkswirtschaft

bilden. Die mittlere Stromproduktion aus der Wasserkraft soll gemäss

dem Programm Energie 2ûÔ0__des Bundesrates bis ins Jahr 2000 um 5% •_

gesteigert werden, was durch^dfe. Optimierupg'ibestehender -AÄ'! 1 !^ 11 unc '

durch Neuanlagen erreichtwerïJéwkann, •^J5 : *î -'•''$&£'" -

Die «Allgemeinen Ziele Naturünd Landschaft£sînd im koökreteh'Hall mit

den Zielsetzungen im Bereich der Wasserkraftnutzung abzustimmen.

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Landschaftskonzept Schweiz

38

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Wasserkraftoutzu

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Insieme per il paesaggio

Die zuständigen Bundesstellen berücksichtigen die

Sachziele bei ihren Tätigkeiten.

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"Al Standortgebundene Anlagen für die Wasserkraftnutzung im naturnahen ländlichen

Raum, soweit technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar, in erschlossenen

Räumen realisieren ohne wesentliche Beeinträchtigung schutzwürdiger Biotope.

X

Minimierung der Eingriffe innerhalb des Projektperimeters, um Naturhaushalt und

Natur- und Landschaftswerte zu erhalten. Gesamthaft durch Ersatzmassnahmen

angemessenen Ausgleich schaffen.

Bei der Erneuerung von Wasserkraftnutzungsanlagen natur- und umweltschonende

Losungen anstreben. Wo technisch und wirtschaftlich möglich, ökologisch

nachteilige Bauten nicht erneuern respektive durch ökologisch zweckmässigere

ersetzen.

Teil I KONZEPT

39


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Bildnachweis

Teil I KONZEPT

BAZL

BW,W '

Siegfried Eigstlër, Thun

Ashvin Gatha, Blonay

Hans Kobi, Documenta natura, Bern

Beat Krähenbühl, Baar

Henri Leuzinger, Rheinfelden

SWISSAIR Photo, Zürich-

VBS . . .

Bruno Stephan Walder, BUWAL ' .

Helgard Zeh, Worb

Landschaftskonzept Schweiz

40

Seiten 22/23

Seiten 3.8/39

Seiten 2/3

Seiten 4-9

Seiten 36/37

Seiten 24-27.

Seiten 34/35

Seiten 28/29

Seiten 18/19

Seiten 12-17, 20/21,30/31

Seiten 32/33


Ë V§li I

Einleitung.

iViassnahmen

vom Bundesrat am 19. Dezember 1997 als Grundlage nach Art. 13

des Bundesgesetzes über die Raumplanung zur Kenntnis genommen

Die zustäridigen Bundesstellen sind aufgefordert, im Rahmen ihrer

Priöritätensetzung/ ihrer personellen Möglichkeiten und der. ihnen

zur Verfüguhg stehenden Kredite die vorgesehenen Massnahmen

zu konkretisieren, zu aktualisieren und zu realisieren..

Hinweis

Die Massnahmen in den Politikbereichen, wurden.durch die zuständigen

Bundesstellen gemeinsam mit dem BUWAL erarbeitet und

. aufeinander abgestimmt. Die Allgemeinen Ziele Nqtur und Landschaft

und die Sachziele'in den Politikbereichen des Bundes (Teil I

KONZEPT) sind im Teil II BERICHT - erweitert um die sachlichen

und räumlichen Prioritäten - zur Orientierung nochmals aufgeführt.

Dadurch wird der Überblick über das Landschaftskonzept Schweiz

ermöglicht. Für die Umsetzung durch die zuständigen Bundesstellen

werden die Prioritäten in räumlicher und sachlicher Hinsicht

(Stossrichtungen «Erhalten» und «Fördern») aufgezeigt.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT

1

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

' Insieme per il paesaggio


Partnerschàtt'Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme peril paesaggio

' Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT

2 •• . • •'


EINLEITUNG 5

.1. Politische und rechtliche Abstützung '5

2. Ausgangslage 8

3. Vorgehen 12

4. ' Inhalt, Zweck und Prioritäten, 13

5. Koordination mit den Planungen und Projekten des Bundes 17

6. Wirkung für Bund und Kantone . '. 18

7. • Realisierung und Aktualisierung .• - 21

8. Finanzielle und personelle Konsequenzen 23

9. Erläuterungen zu den Zielen und Massnahmen .26

ZIELE UND MASSNAHMEN 29

Allgemeine Ziele Natur und Landschaff 29

Sachziele und Massnahmen in den Polifikbereichen 33

des Bundes

ANHANG

Bundesbaufen und Anlagen

Energie

Sport, Freizeit und Tourismus

Landesverteidigung

Landwirtschaft

Luftfahrt \

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Raumplanung

Régionalpolifik

Verkehr

Wald

Wasserbau

Wasserkraftnutzung

Raumtypen

Glossar

Bildnachweis

Abkürzungsverzeichnis

34

38

42

48

52

58

62

84

88

92

100

106

112

118

125

130

•131

Landschaftskonzept Schweiz /Teil II BERICHT / Inhalt

' 3

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

i Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landschaftskonzept Schweiz / Teil- II BERICHT

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1. Politische und rechtliche Abstützung

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Mit dem Landschaftskonzept Schweiz (LKS) werden folgende politischen Politische Abstützung

Forderungen erfüllt:

• Mit dem Postulat Ott vom 4. Juni 1985 wurde der Bundesrat ersucht, Beschlüsse

für geeignete Massnahmen vorzubereiten, um den Natur- und Heimatschutz

des Bundes in finanzieller, personeller, konzeptioneller und organisatorischer

Hinsicht zu stärken. Mit dem «Bericht über die Massnahmen zur Raumordnungspolitik:

Realisierungsprogramm» vom 27. November 1989 (BB1 1990 I

1002) wurde das Postulat Ott abgeschrieben.

Als eine von acht Schwerpunktmassnahmen zur Raumordnungspolitik hat

der Bundesrat mit dem Realisierungsprogramm 1989 (Massnahme 2.02.1) dem

Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) den folgenden Auftrag erteilt:

«Erarbeitung von Grundlagen über Zustand und Zukunft der Landschaft und

Formulierung eines Konzeptes zur Verstärkung der Anliegen des Landschaftsschutzes

beim Vollzug" raumwirksamer Tätigkeiten von Bund und Kantonen.»

Das Konzept soll insbesondere Strategien zum Arten- und Biotopschutz, zur

ökologischen Ausgleichsfunktion in der Landschaft und zur Landschaftsgestaltung

präzisieren. Zur besonderen Mitwirkung an den Konzeptarbeiten .

waren das Bundesamt für Raumplanung (BRP), das Bundesamt für Landwirtschaft

(BLW) sowie die Raumplanungskonferenz des Bundes (RPK, heute

Raumordnungskonferenz, ROK) einzubeziehen.

Im Bericht über die Massnahmen des Bundes zur Raumordnungspolitik: Realisierungsprogramm

1996-1999 (BB1 1996 IH 627) ist das Landschaftskonzept

Schweiz als Massnahme 2.04.1 aufgenommen.

• Mit der Ratifizierung des in Rio 1992 unterzeichneten Übereinkommens der

Vereinten Nationen über die Biologische Vielfalt hat der Bund 1994 bestätigt,

dass er in diesem Bereich eine aktive Förderungspolitik anstrebt. Insbesondere

geht es darum, einen Aktionsplan für die nachhaltige Entwicklung in der

Schweiz zu erarbeiten. Das Landschaftskonzept Schweiz übernimmt zum zentralen

Themenkreis der biologischen Vielfalt eine wichtige Rolle in der konkreten

Umsetzung der Stossrichtungen von Rio (Agenda21, Übereinkommen der

Vereinten Nationen über die Biologische Vielfalt) beziehungsweise des Aktionsplans.

Das LKS verstärkt durch seine Zielsetzungen in den Politikbereichen die

Umsetzung der weiteren, auch durch die Schweiz ratifizierten internationalen

Übereinkommen (zum Beispiel «Ramsar», «Bonn», «Bern»). Zur Paneuro- t

päischen Strategie für die biologische und landschaftliche Vielfalt ist das

LKS ein konkreter Beitrag, um das Aktionsthema 2 «Integration der Anliegen

des Natur- und Landschaftsschutzes in die Sektoralpolitiken» umzusetzen.

Lahdschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

5


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Rechtliche Abstützung Das Landschaftskonzept Schweiz stützt sich auf folgende Rechtsgrundlagen:

i

• Der Bund hat im Bereich Natur-, Landschafts- und Heimatschutz verschiedene

Kompetenzen und Pflichten, gestützt auf Art. 24 sex " :5 Abs. 2-5 BV sowie

das Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

und die entsprechende Verordnung vom 16. Januar 1991 (NHV):

• Arten- und Biotopschutz: Der Bund ist befugt, Bestimmungen zum Schutze

der Tier- und Pflanzenwelt zu erlassen (Art. 24 sex,es Abs. 4 BV). Deni

Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten ist durch die Erhaltung

genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere geeignete Massnahmen

entgegenzuwirken (Art. 18 NHG). Der Bundesrat bezeichnet nach Anhören der

Kantone die Biotope von nationaler Bedeutung sowie die Moore und

Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung,

bestimmt deren Lage und legt die Schutzziele fest (Art. 18a und 23a NHG).

Zum Schutze bedrohter oder sonst schützenswerter Pflanzen und Tierarten

erlässt der Bundesrat entsprechende Listen («Rote Listen»; Art. 20,NHG).

• Grundlagen und Inventare: vDer Bund unterstützt die Kantone in der

Erfüllung ihrer Aufgaben im Natur- und Heimatschutz sowie der

Denkmalpflege (Art. 1b NHG), beispielsweise indem er Grundlagen erarbeitet.

Der Bundesrat erstellt nach Anhören der Kantone Inventare von Objekten von

nationaler Bedeutung; die Inventare sind nicht abschliessend,' regelmässig zu

überprüfen und zu bereinigen (Art. 5, 18 und 23 NHG).

• Bundesaufgaben: Der Bund und die Kantone sind verpflichtet, in Erfüllung

von Bundesaufgaben im gesamten Raum das heimatliche Landschafts- und

Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler zu schonen

' ' , und, wo das allgemeine Interesse überwiegt, Ungeschmälert zu erhalten (Art.

24 sex,es Abs. 2 und 5 BV, Art. 3 NHG). Unter Erfüllung einer Bundesaufgabe ist

zu verstehen: Die Planung, Errichtung und Veränderung von Infrastrukturvorhaben

des Bundes sowie seiner Anstalten und Betriebe; die Erteilung von

Konzessionen und Bewilligungen; die Gewährung von Beiträgen an Planungen,

Werke und Anlagen^Art. 2 NHG). Der Bund und die Kantone erfüllen

diese Pflicht, indem sie: eigene Bauten und Anlagen entsprechend gestalten

und .unterhalten oder gänzlich auf ihre Errichtung verzichten (Art. 3 Abs. 2

Bst a NHG); Konzessionen und Bewilligungen nur unter Bedingungen oder

Auflagen erteilen oder aber verweigern (Art. 3 Abs. 2 B'st. b NHG); Beiträge

nur bedingt gewähren oder ablehnen (Art, 3 Abs. 2 Bst. c NHG).

• Förderungsinstrumente: Der Bund kann Bestrebungen des Natur- und

Heimatschutzes und der Denkmalpflege unterstützen, indem er an die Kosten

der Erhaltung, des Erwerbs, der Pflege, Erforschung und Dokumentation von

schützenswerten Landschaften, Ortsbildern, geschichtlichen Stätten oder

Natur- und Kulturdenkmälern Beiträge gewährt (Art. 24 sexies Abs. 3 BV, Art.

13ff. NHG). Zudem kann efr die Lehre und Forschung sowie die Aus- und

Weiterbildung von Fachleuten fördern (Art. 1 Bst. e und Art. 14 NHG). Im

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung


Arten- und Biotopschutz ist der Bund verpflichtet, die Bezeichnung der Biotope

von nationaler Bedeutung zu finanzieren und sich mit Abgeltungen von

60-90 Prozent an den Kosteh für Schutz- undUnterhaltsmassnahmen zu beteiligen

(Art. 18d NHG). ' _ - •

• Öffentlichkeitsarbeit: Bund und Kantone sorgen für die Information und Beratung

der Behörden und der Öffentlichkeit über die Bedeutung und den Zustand

von Natur und Landschaft. Sie empfehlen geeignete Schutz- und Unterhaltsmassnahmen

(Art. 25a NHG). Der Bund kann Beiträge ausrichten an die

Öffentlichkeitsarbeit. Wenn sie im gesamtschweizerischen Interesse liegt, •

kann er sie selber durchführen oder auf seine Kosten ausführen lassen (Art. 14'

• NHG). . - -. . '• •

• Fuss- und Wanderwege: Der Bund stellt, gestützt auf Art. 37quater BV, Grundsätze

auf für Fuss- und Wanderwege. Füsswegnetze erschliessen frei zugänglich

' und möglichst gefahrlos begehbar u.a. Wohngebiete und Haltestellen des öffentlichen

Verkehrs (Art. 2 und' 6 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über

Fuss- und Wanderwege, FWG). Wanderwegnetze erschliessen insbesondere für

die Erholung geeignete Gebiete, schöne Landschaften, kulturelle Sehenswürdig-

• keiten u.a. (Art. 3 FWG)., Die Anforderungen des FWG an Fuss-, und Wanderwegnetze

sind eng verbunden mit- den Anliegen des Naïur-, Landschafts- und

Heimatschutzes. Der Bund erarbeitet mit dem Landschaftschaftskonzept

Schweiz eine. Grundlage, aufweiche sich die Kantone bei der.Plànung von Fussund

Wanderwegnetzen stützen können (Art. .11 FWG).

• Raumplanung: Konzepte und Sachpläne nach Artikel 13 des Bundesgesetzes

vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG) sind ein wichtiges Planungs-

• instrument des- Bundes. Sie ermöglichen dem Bund, Seine; raumwirksamen

Tätigkeiten, abzustimmen, seine Planungspflicht zu erfüllen, seine komplexen

. raumordnungspolitischen Aufgaben zu bewältigen und derart die Raumordnungsziele

besser zu erreichen.

Das LKS ist ein Konzept nach Artikel '13, RPG. Für den Bund ist das LKS eine

massgebende Grundlage, um seine raumwirksamen Tätigkeiten -'ausgerichtet

auf die Ziele • und Planüngsgrundsätze des RPG sowie den Zweck und die

Pflichten des NHG - zu erfüllen und um mehr Kohärenz in seinem raumwirksamen

Handeln zu erzielen. Mit dem LKS werden - gestützt auf die partnerschaftlich

erarbeiteten Ziele und Massnahmen - Anforderungen des Natur-,

Landschâfts- und Heimatschutzes formuliert (Art. 1 NHV),. welche beim .

Vollzug von Aufgaben im Zuständigkeitsbereich des Bundes nach Art. 1 NHG

sowie bei der Erfüllung von Bundesäufgaben nach Art. 2 NHG durch die zuständigen

.Behörden des Bundes und der Kantone zu berucksfehtigen sind (Art. 3

NHG): • . '

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


3^1

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Zwischen Druck und

Entlastung

Natur- und

Landschaftssschutz:

Aufbau und

Errungenschaften einer

gemeinsamen Aufgabe

Landschaft Schweiz -

Wohin? Wege zu einer

nachhaltigen

Landschaftsentwicklung

2. Ausgangstage

Die Ausgangslage für die Erarbeitung des Landschaftskonzeptes Schweiz ist im

Bericht «Landschaft zwischen gestern und morgen» ausführlich dargestellt und

kann wie folgt zusammengefasst werden:

Landschaft verändert sich laufend, in den letzten Jahrzehnten aufgrund tiefgreifender

Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft schneller und grundlegender als

je zuvor. Das Resultat: Die Schweiz hat an regional charakteristischen Landschaftselementen

und natumahem Lebensraum für Pflanzen und Tiere eingebüsst.

Diese generelle Entwicklung zeigt sich in allen ökologisch oder flächenmässig

wichtigen Lebensräumen. Die schleichenden Beeinträchtigungen enyeisen sich als

besonders problematisch. Eine grundlegende Trendwende zur Entlastung von

Natur und Landschaft, wie sie das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung fordert, ist

noch nicht eingeleitet. Dennoch sind erste Ergebnisse durch den Vollzug der bestehenden

Rechtsgrundlagen sichtbar.

Mit den raschen Veränderungen von Natur, Landschaft und baulichem Erbe haben

sich auch die Bestrebungen und Initiativen zu ihrem Schutz intensiviert. Die entstandene

Umweltgesetzgebüng zielt auf einen vorbeugenden Schutz aller natürlichen

Lebensgrundlagen, von Tieren und Pflanzen als Lebensgemeinschaften sowie

der Landschaft als Lebensraum. Der Natur-, Landschafts- und Heimatschutz wurde

als gemeinsame Aufgabe' in der Gesellschaft rechtlich verankert. Kantone;

Gemeinden und der Bund treten dabei als Träger auf. Akteure sind neben den staatlichen

Stellen auch die Burgerinnen und Bürger, die UmWeltorganisationen, die

Wissenschaft und Forschung sowie die Wirtschaft. In Zukunft wird es zunehmend

wichtiger, dass alle Beteiligten ihre Verantwortung besser wahrnehmen.

Welche menschlichen Einflüsse in Zukunft die biologische und landschaftliche

Vielfalt prägen, wird oft bereits lange vorher entschieden. Es kommt also darauf

an, frühzeitig zukunftstaugliche Entscheide zu treffen und sich danach zu verhalten.

Gerade heute ergeben sich dafür gute Möglichkeiten. Im Umfeld des Natur,

Landschafts- und Heimatschutzes ist vieles im Umbruch. Chancen und Spiehäume

für eine Neuausrichtung sind jetzt zu erkennen und zu gestalten. Sei es in den landschaftsrelevanten

Politikbereichen wie der Landwirtschaft, im Wald, oder beim

Verkehr, sei es in der Siedlungsentwicklung und -gestaltung oder generell beim

Beschreiten neuer Wege und Partnerschaften. Leitprinzip ist die nachhaltige

Landschaftsentwicklung.

' Der Bericht «Landschaft zwischen gestern und morgen» ist eine Grundlage nach Art. 13

RPG fur die Erarbeitung des Landschaftskonzeptes Schweiz. Er entspricht mit geringfügigen

Änderungen dem Bericht Landschaftskonzept Schweiz, Teil I Grundlagen, Anhörung der

Kantone, Dezember 1996, BUWAL (Hrsg.); publiziert im Herbst 1998

Vertrieb EDMZ, 3000 Bern, Bestellnummer: 310 135 d

Landschaftskonzept Schweiz /Teil 11 BERICHT / Einleitung

8


Natur-, Landschafts- und Heimatschutz beim Bund ist einerseits eine Sektoralpolitik

mit ihren Aufgaben - wahrgenommen durch das BUWAL und das Bundesamt

für Kultur (BAK). Andererseits stellen sie eine Querschnittsaufgabe dar, die

von allen mit raumwirksamen Aufgaben (zum Beispiel Bundesaufgaben) befassten

Bundesämtern spezifisch wahrgenommen wird. Die Ausgangslage und der Handlungsbedarf

im Natur-, Landschafts- und Heimatschutz wurden durch die entsprechenden

Bundesstellen formuliert-. Sie bilden die Grundlage für die Erarbeitung

der Sachziele und Massnahmen des Landschaftskonzeptes Schweiz.

Die Ausgangslage und der Handlungsbedarf in den Politikbereichen des

Bundes lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Bundesbauten und -anlagen: Der Bund hat eine Vorbildfunktion, wenn er

eigene Bauten und Anlagen realisiert oder erneuert. Über Ausbildung und

durch ökologisch und gestalterisch wirkungsvolle Massnahmen nimmt er die

Verpflichtung verstärkt wahr.

Energie: Anlagen zum Transport von Energie sind landschaftsrelevant. Sie

können besser gebündelt, häufiger verkabelt und frühzeitig mit den Anliegen

des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes koordiniert werden.

Sport, Freizeit und Tourismus: Die Landschaft wird als eigentliche Basis

der Tourismuswirtschaft und der Freizeitaktivitäten immer wichtiger. Sie darf

nicht durch kurzsichtige Interessen in ihrer Substanz beeinträchtigt werden.

Auf der institutionellen Ebene des Bundes sind die Ziele und Massnahmen

besser zu koordinieren. Diei Bevölkerung und die Gäste sollen für die Auswirkungen

ihrer Aktivitäten sensibilisiert werden.

Landesverteidigung: Die Nutzung der Landflächen und der militärischen

Bauten und Anlagen ist durch die Armeereform im Wandel. Zugleich gibt es

grosse ökologische Aufwertungspotentiale bei den verbleibenden Flächen

und Anlagen. Sie sind auch im Rahmen der Verwirklichung des Umweltleitbildes

des VBS zu nutzen.

Landwirtschaft: Die Neuorientierung der Landwirtschaftspolitik betrifft

40% der Landesfläche und kommt den Anliegen des Landschaftskonzeptes

Schweiz durch extensivere Produktion und ökologische Ausgleichsleistungen

entgegen. Die neue Paxis wird auf der Stufe Betrieb geschaffen. Eine

Schlüsselrolle hat deshalb die Förderung der Beratung.

vgl Anmerkung Seite 8

Landschaffskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

9

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Sektoralpolitik und

Querschnittsaufgabe

Ausgangslage und

Handlungsbedarf in den

Politikbereichen


IH Luftfahrt: Auf den Flugplätzen und in deren Umfeld sind die ökologischen

Potentiale besser zu nutzen. Bei den Landestellen sowie einzelnen nationalen

Schutzlgebieten sollen die Immissionen durch Fluglärm und die Standortkonkurrenz

mit den Schutzanliegen geordnet werden. Bei der Hängegleiter-

Fliegerei ist der Schutz von Lebensräumen von Wildtieren besser zu berücksichtigen.

JÜ" Natur-, Landschafts- und Heimatschutz: Die biologische und landschaftliche

Vielfalt ist auch im raschen Wandel langfristig zu erhalten und zu fördern.

Die Schutzanliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes sind

transparent zu machen und beim Vollzug raumwirksamer Tätigkeiten besser

zu gewichten - innerhalb und ausserhalb von Schutzgebieten. Mit den anderen

raumwirksamen Politikbereichen des Bundes, die zum Vollzug des

Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes beitragen, ist Kohärenz zu erreichen

und kontraproduktive Anreize sind abzubauen. Im Werte- und

Strukturwandel sind Spielräume zu erkennen, Synergien zu nutzen und neue

Wege zu beschreiten für eine nachhaltige Landschaftsentwicklung.

© Raumplanung: Die demographischen und wirtschaftlichen Veränderungen

und der gesellschaftliche Wandel bewirken weiterhin Druck auf den knappen

Boden, auf das Prinzip der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet und

damit auch auf Natur und Landschaft. Die vielfältigen Funktionen des

gesamten Lebens- und Wirtschaftsraumes erfordern ein von allen Ebenen

getragenes Konzept der räumlichen Ordnung, um erwünschte Entwicklungen

zu fördern und unerwünschte, nachteilige Auswirkungen zu beschranken.

£> Regionalpolitik: Gegenüber der bisherigen Regionalpolitik ist neu auch der

ländliche Raum ausserhalb des Berggebietes mit seiner wirtschaftlichen,

sozialen und baulichen Entwicklung ein Thema. Die Landschaft und ihre

nachhaltige Nutzung sind die Basis für eine Optimierung der wirtschaftlichen

Entwicklung inr Spannungsfeld zwischen Überlastung und Unterentwicklung,

Nutzung und Schutz.

00 Verkehr: Verkehrsanlagen beeinträchtigen Natur und Landschaft generell.

Deshalb ist die Abklärung des Bedarfs und die optimale Projektierung unter

Einbezug der Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes aus

ökologischen und finanziellen Gründen wichtig. Zum Abbau der

Zielkonflikte kann die Förderung des öffentlichen Verkehrs, des Fahrrad- und

Fussgängerverkehrs beitragen.

00 Wald: Der Wald ist mit fast einem Drittel der Landesfläche bedeutender und

beständiger Gestalter der Landschaft. Die verschiedenen Waldfunktionen

(Schutz-, Nutz- und Lebensraumfunktion) sind regional von unterschiedhcher

Bedeutung. Die verschiedenen Formen der Waldnutzung müssen der

qualitativen und der quantitativen Walderhaltung Rechnung tragen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung


Wasserbau: In das Gewässersystem wurde stark eingegriffen.'. Viele Gewässer

können ihre Funktionen, zum Beispiel als Lebens- und Erholungsüaum,

.-.nicht genügend erfüllen. Die Revitalisierung ist deshalb anerkannt:

Gewässer brauchen mehr Raum an geeigneten Orten. Natumahe Gewässerräume

sind wegen ihrer Bedeutung für Hochwasserschutz, biologische

Vielfalt und Erholung besonders zu fördern.

Wasserkraftnutzung: Die vorgesehene Erhöhung der Energiegewinnung

aus Gewässern ist mit Konflikten verbunden. Soweit sich die Interessen nicht

ausschliessen, führen der Dialog und die gegenseitige Anerkennung zur

-Optimierung neuer und bestehender Projekte..

Lahdschaftskonzept Schweiz / Teil 11 BERICHT / Einleitung

' 1 1

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Partnerschaftliches

Vorgehen

Breite Mitwirkung der

kantonalen Fachstellen

Gezielte

Informationstätigkeit ,

Anhörung und

Mitwirkung

3. Vorgehen

Unter dem Leitmotiv «Partnerschaft Landschaft» hat das federführende BUWAL

die Vorbereitungsarbeiten zum Landschaftskonzept Schweiz mit einer Befragung

der kantonalen Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz 1992 begonnen. Auf

der Basis allgemeiner Ziele wurden 1994/95 in intensiver Zusammenarbeit mit

den betroffenen Partnerämtem beim Bund die Ziele und Massnahmen erarbeitet

und 1996 in einer Ämterkonsultation mit den Bundesämtern für die Anhörung und

Mitwirkung bereinigt.

Die kantonalen Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz hatten im Erarbeitungsprozess

mehrmals Gelegenheit zur aktiven Mitwirkung. Dank engagierter

Mitarbeit von fünfzehn kantonalen Fachstellen ist zudem ein eigenständiger

Bericht «Kantonsmodule» s eitstanden. Mit den 21 Beiträgen werden konkrete

Umsetzungsbeispiele zu Themenbereichen des LKS auf kantonaler Ebene zur

Diskussion gestellt - zum Beispiel kantonale Konzepte Natur und Landschaft,

Landschaftsentwicklungskonzepte, Erarbeitung von Managementinstrumenten im

Natur- und Landschaftsschutz.

Auch Fachorganisätionen Und Institute von Hochschulen, die sich- mit Natur- und

Landschaftsschutz befassen, konnten ihre Anliegen einbringen.

An der dritten Ministerkonferenz «Umwelt für Europa» im Oktober 1995 in Sofia,

am «Global Biodiversity Forum» im November 1995 in Djakarta, âm Kongress

«Naturschutz im Dialog» zum Europäischen Naturschutzjahr 1995 im November

1995 in Lugano, an der internationalen Konferenz «Natur für Ost und West» im

Oktober 1997 in Basel sowie an verschiedenen Fachveranstaltungen wurde das

LKS präsentiert.

Am 17. Dezember 1996 eröffnete das Eidg. Departement des Innern bei den Kantonen

die Anhörung nach Art. 13 Abs. 2 RPG sowie die Information und Mitwirkung

von Organisationen, Verbänden und Parteien. Über die Tagespresse und

durch Anzeige im Bundesblatt wurde die Bevölkerung im Februar 1997 zur

Mitwirkung nach Art. 4 RPG eingeladen. Die Ergebnisse der Anhörung und Mitwirkung

sowie der Ämterkonsultation vom September 1997 sind in die

Konzeptüberarbeitung eingeflossen.

s Der Bericht «Kantonsmodule» ist eine Information nach Art. 13 RPG zum Landschaftskonzept

Schweiz und entspricht dem Bericht Landschaffskonzept Schweiz, Teil 111 Kantonsmodule,

Anhörung der Kantone, Dezember 1996, BUWAL (Hrsg.) Publiziert im Juli 1998 als Teil der

CD-ROM «Innovative Wege fur Natur und Landschaft».

Vertrieb: EDMZ, 3000, Bern; Bestellnummer 310.133

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

12


4. Inhalt Zweck und Prioriäten

Das Landschaftskonzept Schweiz beinhaltet Inhalt

Teil I KONZEPT

Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

Sachziele

Teil II BERICHT

' Einleitung

Massnahmen

' Die. sechzehn Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft zeigen auf, 1 welche Qualitäten

von Natur und Landschaft zu erhalten und zu'fördern sind und woran sich

eine.nachhaltige Nutzung orientieren soll.

Die Sachziele konkretisieren die Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft und tragen

zu deren Umsetzung in den Politikbereichen bei. Die Sachziele und die zur

Realisierung vorgesehenen 'Massnahmqn wurden insbesondere • zum Arten- und

.Biotopschutz, zum ökologischen Ausgleich, zur nachhaltigen Nutzung sowie zur

Landschaftsgestaltung und -entwicklung formuliert. • •

. Landschqftskonzept Sc'hweiz / Teil, II BERICHT / Einleitung

^i?-^vf

.Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Allgemeine Ziele

Aufbau der Ziele und Massnahmen

Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

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Sachziele Sachziele

Massnahmen Massnahmen

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s

QQ Bundesbauten und-anlagen

^] Energie

§] Sport, Freizeit und Tourismus

^2 Landesverteidigung

§3 Landwirtschaft

^ Luftfahrt

^| Natur-, Landschaftsund

Heimatschutz

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

14

Prioritktensetzung nach

- Stossrichtung

o Erhalten

-^ Fordern

- Raumtypen '

Prioritatensetzung nach

- Stossrichtung

o Erhalten

-* Fordern

- Raumtypen ^

[^1 Raumplanung

fP Regionalpolitik'

E] Verkehr

[H Wald

f^ Wasserbau

Hl Wasserkraftnutzuns


Mit dem Landschaftskonzept Schweiz soll erreicht werden, dass

• die Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes bei den raumwirksamen

Tätigkeiten und Aufgaben des Bundes verstärkt werden;

• bei Bundesaufgaben die Nutzungen auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden.

Dabei soll der Handlungsspielraum von Nutzem und Schützern gewahrt bleiben,

um eine schonende Entwicklung in der Landschaft anzustreben;

• eine möglichst kohärente Bundespolitik Natur und Landschaft zum Tragen

kommt;

• der Vollzug des NHG .durch die Bundesstellen auf einer koordinierten Zielorientierung

erfolgt und durch entsprechende Massnahmen unterstützt wird;

• bei Bundesaufgaben allen beteiligten Partnern frühzeitig bekannt ist, welche

Anforderungen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes der Bund berücksichtigt

und in die Interessenabwägung einbezieht, wenn er eigene Bauten

und Anlagen erstellt, Konzessionen und Bewilligungen erteilt oder Beiträge

gewährt;

• der Dialog zwischen allen bei Bundesaufgaben beteiligten Partnern, seitens der

Nutzung und des Schutzes, gefördert wird und dadurch im Sinne einer modernen

Verwaltungsfuhrung die Verfahren verkürzt und Planungskosten für Projekte

gesenkt werden;

• den Kantonen bekannt ist, welche Massnahmen der Bund im Politikbereich

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz mittelfristig vorsieht.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

15

Zweck

-, — —Il 1 ^ " — . _

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


**" I

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio'

Prioritäten

Bei der Erarbeitung und für die Realisierung haben die Bundesstellen die Prioritäten

wie folgt gesetzt: .

• Im Landschaftskonzept Schweiz wurden prioritäre Ziele und Massnahmen

aufgenommen, die geeignet sind, die Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

im Vollzug des NHG zu- verstärken.-, •* . . •

• «Fördern»: das bedeutet Landschaft aufwerten und gestalten überalldort, wp in

den letzten Jahrzehnten Defizite an biologischer und landschaftlicher Vielfalt

entstanden sind.'Dies.e Stossrichtung hat im LKS erste Priorität. In den verblie-

-, benen wertvollen Landschaften, Biotopen sowie bei Kulturelementen hat die

Stossrichtung «Erhalten» (Schutz- • und • Pflegemassnahmén) weiterhin Bedeutung.

' • •

• Räumliche Schwerpunkte für die Umsetzung der Ziele wurden a;uf der Basis

einer vereinfachten Raumtypisierung (siehe, Anhang), festgelegt. Der Hand-

• ' lungsbedarf für die Stossrichtung «Fördern» ist besonders im intensiv genutzten

.Mittelland und im Agglomerationsraum gegeben: . . •

• .Zeitliche Prioritäten haben die Bundesstellen mit einer gestaffelten Realisie-

., rang der Massnahmen gesetzt. , ' .'

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

16'


5. Koordination mit den Planungen und Projekten

des Bundes

Das Landschaftskonzept Schweiz ist auf den Bericht dés Bundesrates vom 22. Mai

1996 über die «Grundzüge der Raumordnung Schweiz» abgestimmt. Insbesondere

folgende Strategien werden durch das LKS aufgenommen und durch die Sachziele

und Massnahmen konkret, umgesetzt: «LändEche Räume stärken», «Natur und-

Landschaft schonen», «Erneuerung und Stärkung der Städte» und «Agglomeratio-'

nen in ihrer Ausdehnung begrenzen und räumlich strukturieren».

Auf die bestehenden Sachpläne «Fruchtfolgeflächen "(FFF)» und «AlpTransit»

sowie auf das" «Nationale 'Sportanlagenkonzept (NASAK)», den «Bericht über die

Tourismuspolitik des Bundes» , das «Tourismüsprotokoll» der «Alpenkonvention»

sowie die Aktionspläne «Nachhaltige Entwicklung. Aktionsplan für die Schweiz»

'und «Umwelt und Gesundheit» ist .das* LKS abgestimmt. Es ist koordiniert mit

anderen laufenden Arbeiten, an Sachplänen und Konzepten des Bundes,-den Sachplänen

«Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)» und «Waffen- und Schiessplätze» sowie

dem «Konzept Übertragungsleitungen».

Die Umsetzung der Ziele sowie die Konkretisierung, Aktualisierung und Realisierung

der Massnahmen durch die Bundesstellen wird vor dem Hintergrund folgender

übergeordneter Projekte des Bundes erfolgen: «Haushaltsziel 2001», «Neuordnung

Finanzausgleich», «Verfahrenskoordination des Bundes», «Regierungsund-Verwaltungsreform».

, -. -

Ländschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

17 "

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Allgemeine Wirkung

Nur im

Kompetenzbereich

des Bundes

Räumliche Wirkung

Verbindlichkeit der Ziele

fur den Bund

6. Wirkung für Bund und Kantone

Die Verbindlichkeit des Landschaftskonzeptes Schweiz richtet sich nach dem Spezialgesetz

(NHG) sowie nach den Bestimmungen der Raumplanung (RPG, RPV).

Das Landschaftskonzept Schweiz beinhaltet nur Ziele und Massnahmen im

Kompetenzbereich des Bundes. Es ändert nichts an der bestehenden Kompetenzverteilung

innerhalb des Bundes und zwischen Bund und Kantonen; die Spezialgesetzgebungen

in den Politikbereichen gehen unverändert dem Konzept vor. Das

LKS schafft weder neue Gesetze noch Verordnungen. Es ist somit ein Planungsund

Koordinationsinstrument zur Umsetzung der Natur-, Landschafts- und

Heimatschutzpolitik des Bundes.

Auch trifft das LKS - im Gegensatz zu den Sachplänen des Bundes oder zur kantonalen

Richtplanung - keine räumlichen Festlegungen. Räumlich entfaltet das

LKS dann eine Wirkung, wenn beispielsweise im Zusammenhang mit der Erfüllung

von Bundesaufgaben nach Art. 2 NHG oder mit einem Bundesinventar nach

Art. 5, 18 oder 23 NHG die Ziele im konkreten Fall umgesetzt werden. Räumliche

Prioritätensetzungen werden in einer allgemeinen, raumtypisierten Form getroffen

('zum Beispiel ökologischer Ausgleich im Talgebiet) und in wenigen Fällen nur

dort geographisch genauer definiert, wo eine Kompetenz des Bundes vorliegt (zum

Beispiel Bewilligungskompetenz im Zusammenhang mit der Linienführung von

Übertragungsleitungen im Alpenraum). Für weitergehende räumliche Festlegungen,

beispielsweise in Form von Bundesinventaren, gelten die Spezialbestimmungen

des NHG bzw. RPG (vgl. Teil II BERICHT, Massnahme 7.11).

Die Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz (Teil I KONZEPT) sind für die

zuständigen Behörden des Bundes verbindlich. Sie sind eine mittel- bis langfristige

Zielorientierung. Die zustandigen Bundesstellen sorgen dafür, dass sie -

• bei der Erfüllung von Bundesaufgaben nach Art. 2 NHG die-Allgemeinen

Ziele Natur und Landschaft in der Interessenabwägung für ihren Entscheid berücksichtigen

und die Sachziele in den Politikbereichen umsetzen;

• bei Rechtserlassen sowie bei Konzepten und Sachplänen die Ziele des LKS

als Anforderungen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes berücksichtigen;

• bei ihren übrigen Tätigkeiten (zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit) im Sinne

einer kohärenten Bundespolitik Natur und Landschaft die Ziele des LKS beachten.

Die noch in Erarbeitung stehenden sowie die geplanten Konzepte und Sachpläne

des Bundes sind mit dem LKS abzustimmen.

Lcmdschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

18


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Die zuständigen Behörden der Kantone berücksichtigen die Ziele des Land- Berücksichtigung der

schaftskonzeptes Schweiz wie folgt: Ziele durch die Kantone

• bei delegierten Bundesaufgaben an die Kantone hat das LKS die gleiche

Verbindlichkeit wie für die Bundesstellen. Dies betrifft im heutigen Zeitpunkt

nur die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für Bauten und Anlagen ausserhalb

der Bauzone (Art. 24 RPG, Politikbereich Nr. 8, Raumplanung);

• bei der Erfüllung von Bundesaufgaben (Art. 3 NHG) berücksichtigen sie das

LKS analog der BunÜesbehörden. Bei landschaftsrelevanten Vorhaben im Überschnittsbereich

der Kompetenzen'von Bund und Kantonen (zum Beispiel bei

Subventionsgesuchen, Art. 2c NHG) gilt: Für die Prüfung, ob ein Projekt den

Zielen des LKS entspricht, kann das LKS subsidiär durch ein adäquates, räumlich

konkretisiertes Konzept auf kantonaler Stufe abgelöst werden. Das können

beispielsweise der kantonale Richtplan, ein kantonales oder regionales

LandschaftsentwicMungskonzept oder ein themenbezogener Sachplan sein;

• in der Richtplanung berücksichtigen sie die Ziele des LKS. Sie entscheiden

indessen in ihrem Ermessen, welche Ziele des LKS für ihre Verhältnisse von

Bedeutung sind und wie sie diese Inhalte zweckmässig in die Anpassung und

Überarbeitung der kantonalen Richtplanung einbeziehen. Bei den Sachzielen

sind einzelne davon, die besonders richtplanrelevant erscheinen, speziell gekennzeichnet

(Vorschlag des Bundes). Diese Kennzeichnungen haben orientierenden

Charakter (vgl. Teil II BERICHT). Mit der Einreichung ihrer Richtpläne

,und deren Anpassungen an den Bund geben die Kantone bekannt, wie die

Berücksichtigung der Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz erfolgt ist.

Auf Gemeinden und Grundeigentümer entfaltet das Landschaftskonzept Schweiz Wirkung auf Gemeinden

je nach Spezialgesetzgebung nur eine indirekte Wirkung im Zusammenhang mit und Grundeigentümer

der Erfüllung von Bundesaufgaben nach Art. 2 NHG.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

19


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pou,r le paysage

Insieme per il paesaggio

Wirkung des LKS auf Bund, Kantone und Gemeinden

Bund

Kantone

Gemeinden

\ M x*

ÏÏ

Allgem. Ziele

Natur und

Landschaft

n ^

Sachziele

äl §J -

Massnahmen

"l^- 1

i/

Zieiorientierung ,

verbindlich für Bund, für Kantone bei delegierten

Bundesaufgaben

Realisierung

schrittweise durch Bundesstellen

â"

Zusammenarbeit

zwischen Bund und Kantonen ^»ei Bundesaufgaben

Grundlage für kantonale Richtplanung

Mitwirkung

der Kantone bei der Realisierung durch Bundesstellen

OrientierungshiJfe für Gemeinden bei Bundesaufgaben

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Emleitunc

20


7. Realisierung und Aktualisierung

Die Verantwortung für die Umsetzung des Konzeptes (Ziele) und die Realisierung

der Massnahmen ihrer Politikbereiche tragen die zuständigen Bundes,stellen.

Die Umsetzung der Ziele ist zeitlich nicht limitiert und erfolgt durch

die zuständigen Bundestellen laufend in ihrer Aufgabenerfiillung. Das BUWAL

unterstützt diese Bundesstellen fachlich bei der Umsetzung der Ziele und bei der

Realisierung der Massnahmen. •• -

Die Massnahmen des Landschaftskonzeptes Schweiz (Teil 11 BERICHT) wurden

durch die zuständigen Bundesstellen gemeinsanä mit dem BUWAL erarbeitet. Die

zuständigen Bundesstellen sind aufgefordert, die Massnahmen zu konkretisieren,

zu aktualisieren und, zu realisieren. Die Realisierung durch die Bundes :

stellen erfolgt im Rahmen ihrer Prioritätehsetzung, ihrer personellen Möglichkeiten

und der ihnen zur Verfügung stehenden Kredite. Dabei sind die übergeordneten

Projekte des Bundes (vgl. Kapitel 5, Seilte 17) zu berücksichtigeni

Für jede Massnahme'erarbeiten die bezeichneten federführenden Bundesstellen

zusammen mit. den aufgeführten Partnern (Stellen des Bundes, .Fachämter der

Kantone, Ümweltorganisationen, Verbände und .Forschungsinstitutionen) einen

Vorgehens- und Zeitplan und legen soweit sinnvoll- und machbar die Erfolgskontrolle

fest. Sie bezeichnen für jede Massnahme eine für die Realisierung verantwortliche

Dienststelle. -

Die Realisierung der Massnahmen erfolgt möglichst in den Jahren 1998:2006-.

Die in den einzelnen Massnahmen vorgesehenen Zeithorizonte (1. Phase: ab 1998;,

2. Phase: ab 2002) sind.Richttermine. Sie können durch die zuständigen Bundesstellen

innerhalb des Realisierungszeitraumes verschoben werden (vgl. Graphik

Seite 22). ' ' ; • ' -.

Das BUWAL sorgt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesstellen für die

Nachfûhrùng und Aktualisierung der Ziele des LKS (Teil I KONZEPT) sowie für

aktuelle und zuverlässige Angaben über den .Fortgang der Massnahmenreâli-"

sierung. In die Nachführung und Aktualisierung der Ziele werden insbesondere •

auch das.Bundesamt für Raumplanung (BRP) sowie die Raumordnungskonferenz

des Bundes (ROK) einbezogen. • ' • ' ' .

•Das Eidg. Departement'für " Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

(UVEK)/BUWAL informiert die Kantone, interessierte Kreise uiid die Öffentlichkeit

über den Inhalt und die Umsetzung des Landschaftskonzeptes Schweiz.

Die federführenden Bundesstellen informieren das BUWAL alle zwei Jahre über

den Fortgang der Realisierung der Massnahmen (vereinfachtes Reporting). Möglichst

bis im Jahr 2006 schliessen die federführenden Bundesstellen die Massnahmen

in ihrem Zuständigkeitsbereich - soweit zweckmässig-und machbar - mit

einer Erfolgskohtrolle ab. Das Reporting dient als Informationsinstrument. Es gibt

Auskunft über den Stand und- das ' weitere Vorgehen bei der Massnahmen-.

realisierung sowie über die durchgeführten Erfolgskontrollen.

Lcmdschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

21

Partnerschaft'Landschaft

Partenaires pour le paysage

• • Insieme per iLpaesaggio

Verantwortung für

Umsetzung und

Realisierung

Konkretisierung und.

Erfolgskontrolle .

Zeitraum 1998-2006

Nachführung,

Aktualisierung und

Information durch das

EVED/BUWAL

Reporting und Bericht


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Realisierung: Phasen und Ablauf

In Zusammenarbeit mit den zustandigen Bundesstellen erstattet das UVEK dem

Bundesrat in den Jahren 2002 und 2007 Bericht über die Massnahmenrealisierung

und deren Erfolg sowie über den Stand der Umsetzung der Ziele des LKS Der

Bericht im Jahr 2007 dient im weiteren als Beurteilungsgrundlage, ob das

Landschaftskonzept Schweiz als Konzept bzw als Grundlage nach Art. 13 RPG

überprüft und nötigenfalls in Teilen angepasst oder gesamthaft überarbeitet werden

soll.

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

o

D

O'

o

1. Phase

J\

V >

2. Phase

o o

Umsetzung der Ziele durch die zuständigen Bundesstellen bei ihrer Aufgabenerfüllung

Schrittweise Realisierung befristeter Massnahmen durch die zuständigen Bundesstellen

Realisierung von Massnahmen durch die zuständigen Bundesstellen laufend im

Vollzug des NHG

Vereinfachtes Reporting der Bundesstellen an das UVEK

Bericht UVEK an den Bundesrat

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

22

1


8. Finanzielle und personelle Konsequenzen

Das NHG versteht den Natur-, Landschafts- und Heimatschutz als SektoralpoMk

(Fachstellen: BUWAL, BAK) und als Querschnittsaufgabe der raumwirksam tätigen

Bundesstellen. In der dreissigjährigen Praxis haben die Bundesbehörden bei

Bundesaufgaben sowie bei Planungen und konzeptionellen Tätigkeiten gemeinsam

mit den Fachstellen Massnahmen ergriffen, um die Vollzugspraxis des NHG

laufend zu verbessern. An dieser Vollzugspraxis ändert das Landschaftskonzept

Schweiz in finanzieller Hinsicht nichts.

Die Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz werden im Rahmen des laufenden

Vollzugs des NHG umgesetzt. Die aujs der Konkretisierung der Massnahmen

des Landschaftskonzeptes Schweiz hervorgehenden Projekte werden *

durch die zuständigen Bundesstellen im Rahmen ihrer Prioritätensetzung,

ihrer personellen Möglichkeiten und der ihnen zur Verfügung stehenden Kredite

realisiert. Mit dem Landschaftskonzept Schweiz wird kein zusätzlicher

Finanz- oder Personalbedarf begründet.

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Zur Kostenwirksamkeit der Massnahmen des LKS können folgende Bereiche Kostenwirksamkeit

unterschieden werden:

• Massnahmen in der Sektoralpolitik Natur-, Landschafts- und Heimatschutz:

Bei diesen Massnahmen handelt es sich um laufende Aufgaben des

Bundes im Vollzug des NHG durch die Fachstellen BUWAL und BAK. Sie sind

bereits Bestandteil des Mehrjahresprogrammes und der Finanzplanung dieser

beiden Bundesstellen, welche durch das LKS nicht verändert werden.

• Wegleitungeri, Richtlinien, und Grundlagen: Die Erstellung neuer und die

Anpassung bestehender Vollzugsinstrumente an veränderte Verhältnisse sind direkt

kostenwirksam. Das BUWAL als federführende oder mitwirkende Behörde wird

etwa die Hälfte der auf acht Jahre verteilten, gesamthaft geschätzten Kosten von ca.

zwei Millionen Franken aus seinem Budget iibemehmen. Für die Restfinanzierung

legen die zuständigen Bundesstellen im Rahmen ihrer Budgetkompetenzen und

unter Berücksichtigung ihrer Aufgaben wie bisher die Prioritäten fest.

• Bundesaufgaben nach Art. 2 NHG: Seit Inkrafttreten des NHG vor dreissig

Jahren gilt es als unbestritten, dass Massnahmen zur Berücksichtigung des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes Bestandteil der Projekte und ihrer Kosten sind.

An diesem Grundsatz ändert das LKS nichts. Es führt gegenüber heute im Vollzug -

des NHG auch nicht zu zusätzlichen Anforderungen an die Projekte. Vielmehr sollen

die mit dem LKS transparent gemachten Anforderungen zweckmässig in den

Projekten umgesetzt werden. Durch den früheren Einbezug aller beteiligten Partner

werden die Verfahren optimiert, was insgesamt zu einer Kostenreduktion beitragen

dürfte. Wie sich die Gesamtbilanz der im Einzelfall kosteneinsparenden, kostenneutralen

oder kostensteigemden Massnahmen zugunsten des Natur-, Landschafts-

Landschaftskonzept Schweiz / Teil 11 BERICHT / Einleitung

23


und Heimatschutzes präsentiert,-ist daher nicht allein von der Umsetzung des LKS

abhängig, sondern von den eingereichten Projekten sowie deren Qualität und kann

erst nach einigen Jahren der weiteren Vollzugspraxis des NHG beurteilt werden.

• Bauten und Anlagen des Bundes (Bundesaufgaben nach Art. 2a NHG): Das

LKS gibt hier eine Zielorientierung für die Eingliederung in die Landschaft und

für die Gestaltung sowie für den Unterhalt. Für den Unterhalt, zum Beispiel bei

natumah gestalteten Umgebungsflächen, darf in den meisten Fällen mit einer

Kostensenkung und einem verbesserten Nutzen gerechnet werden.

• Konzessionen und Bewilligungen (Bundesaufgaben nach Art. 2b NHG):

Das LKS führt gesamthaft nicht zu einer Veränderung der Bewilligungs- und

Konzessionspraxis des Bundes und ändert nichts am Verursacherprinzip.

• Beiträge (Bundesaufgaben nach Art. 2c NHG) und Subventionen: In diesem

Bereich soll das LKS über'die Beitrage und Subventionen eine Forderung

der Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes bewirken. Insbesondere

in den Bereichen Landwirtschaft, Regionalpolitik, Verkehr, Wald und

Wasserbau sollen die bestehenden Finanzmittel vermehrt zu einer nachhaltigen

Entwicklung der Schweiz beitragen. Diese Entwicklung ist in mehreren Bereichen

eingeleitet (z.B. Neuorientierung in der Agrarpolitik, neue Gesetzge-

A bungen im Wald und im Wasserbau). Die Umsetzung von Massnahmen des

LKS ist daher in diesen Politikbereichen weitgehend abhängig von den jährlichen

Budgetentscheiden des Parlamentes, zum Beispiel für die Abgeltung ökologischer

Leistungen in der Landwirtschaft (Art. 31b LwG) oder für Beiträge

des Bundes für Hochwasserschutzmassnahmen. Das LKS entfaltet im Bereich,

der Beiträge und Subventionen keine kostensteigemde Wirkung, bringt jedoch

einen zielgerichteteren Einsatz der finanziellen Mittel zugunsten des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes.

; • Programme: Vereinzelt werden auch Programme, z.B. in den Politikbereichen

. Wald und Wasserbau, postuliert. Hier bestimmen allein die Kantone, wie weit sie

ein solches' Programm fördern und damit auch finanzielle Mittel einsetzen wollen.

Der Bund unterstützt solche Programme finanziell auf der Basis der bestehenden

Gesetzgebung.

• Richtplanung der Kantone: Die allfälligen Folgekosten des LKS gehen nicht

über den laufenden Vollzug des RPG hinaus. Für die Kantone besteht in der

Richtplanung eine grundsätzliche Pflicht, Konzepte und Sachpläne des Bundes

zu berücksichtigen (Art. 6 Abs. 4 RPG). Da es im Ermessen der Kantone liegt zu

entscheiden, welche Ziele des LKS für ihrp Verhältnisse von Bedeutung sind und

wie sie diese Inhalte zweckmässig in die kantonale Richtplanung einbeziehen,

entscheiden' sie über die allfälligen Planungskosten.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einjeitung


Die Realisierung der Massnahmen des Landschaftskonzeptes Schweizbenö- Kein personeller

tigt keine zusätzlichen Stellen. Natur- , Landschafts- und Heimatschutz ist seit Mehrbedarf

der Inkraftsetzung des NHG im Jahr 1967 für die Bundesstellen eine Verpflichtung,

auf welche sie sich eingerichtet haben. Die bisherige Zusammenarbeit zwischen

den Fachstellen BUWAL und-BAK einerseits und den raumwirksam tätigen

Bundesstellen andererseits wird mit der Realisierung der Massnahmen verstärkt.

Diesen punktuell und über acht Jahre verteilt vermehrten Aktivitäten steht jedoch

ein geringerer Aufwand in Eihzelgeschäften gegenüber, sodass insgesamt durch

das Landschaftskonzept Schweiz kein personeller Mehrbedarf ausgelöst wird.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

25

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Grundsätze

Stossrichtungen bei den

Zielen

Erhalten

Fördern

Raumtypen für die

Prioritätensetzung

9. Erläuterungen zu den Zielen und Massnahmen

Die Ziele des Landschaftskonzeptes Schweiz basieren auf vier Grundsätzen:

Natur und Landschaft für uns und die kommenden Generationen erhalten.

i Den Eigenwert von Natur und Landschaft anerkennen, und bewahren.

Die Landschaft als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen« erhalten '

und fördern. --

j Die Landschaft als Heimat, Kulturgut, Wirtschafts- und Erholungsraum

nachhaltig entwickeln.

Diese Grundsätze des nachhaltigen Handelns sind von ethischen Werten der

Verantwortung, der Achtung und der Rücksichtnahme gegenüber den Qualitäten

von Natur und Landschaft getragen., Als- Kulturwesen sind wir - selbst Teil der

'Natur - zu dieser Ethik verpflichtet. Gegenüber der Mitwelt und den kommenden

Generationen verhalten wir uns verantwortungsvoll und achten die Eigenwerte von

Natur und •Landschaft. Wir nehmen bei unseren Handlungen, insbesondere bei

Eingriffen, Rücksicht auf die Eigenentwicklung von Naturprozessen, auf die natürliche

und landschaftliche Schönheit und Eigenart sowie auf die kulturellen Bedeutungen

iij der Landschaft.

*

Mit dem Landschaftskonzept Schweiz wird eine nachhaltige * Landschaftsentwicklung

angestrebt. Nachhaltigkeit bezogen auf Natur und Landschaft bedeutet

erstens die Erhaltung von anerkannten Werten, insbesondere der Vitalität und

Schönheit der Kulturlandschaft. Zweitens die Aufwertung von Defizitgebieten und

drittens die nachhaltige Nutzung. Für die Umsetzung der Ziele werden zwei

Stossrichtungen verfolgt. «Erhalten» beinhaltet Schutz- und Pflegemassnahmen in

den verbliebenen wertvollen Landschaften, Biotopen sowie bei Kulturelementen.

«Fördern» umfasst das Aufwerten bestehender und das Schaffen neuer Elemente

und Strukturen. Diese Stossrichtung ist vor allem im intensiv genutzten Mittelland

und im Agglomerationsraum relevant. In diesen Gebieten sind heute die biologische

Vielfalt und das landschaftliche Erlebnispotential oft gering. Die Lebens- und

Erlebnisqualität solcher Landschaften ist deshalb zu verbessern. Besonderes

Gewicht kommt dabei ihrer Gestaltung zu. Grundsätze der Landschaftsgestaltung

ergeben sich aus den Zielen.

Aufgrund der Entwicklung der Kulturlandschaft Schweiz und der Gefährdungspotehtiale

für Natur, Landschaft und bauhches Erbe ergeben sich die folgenden

fünf Raumtypen: Naturraum; natumaher ländlicher Raum; ländlicher Raum im

Hügel- und Berggebiet; ländlicher Raum im Mittelland/Tallagen und Agglomera-

.tionsraum (vgl. Anhang). Diese Raumtypisierung eignet sich sowohl für eine grossräumige

Betrachtungsweise wie beispielsweise für die Hochalpen oder das

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Einleitung

26


Napfgebiet als auch für eine kleinräumige, mosaikartige Differenzierung, wie sie

sich in der vielfältigen, eher Meinstrakturierten Schweizer Kulturlandschaft herausgebildet

hat. Diese Raumtypen dienen als Orientierungshilfe für die schwerpunktmässige

Umsetzung der Ziele. Eine weitergehende räumliche Konkretisierung

ist nicht vorgesehen.

Soweit sachlich gegeben sollen die Ziele in allen Räumen umgesetzt werden, prioritär

jedoch dort, wo noch besondere Natur- und Kultufwerte vorhanden und teilweise

gefährdet sind, beziehungsweise Wo Defizite in der biologischen und landschaftlichen

Vielfalt bestehen. Entsprechend wurden raumspezifisch Prioritäten

gesetzt, wo ein besonderer Umsetzungsbedarf für die Stossrichtungen «Erhalten»

oder «Fördern» besteht. Zu den instrumenteilen Zielen ergeben sich keine räumlichen

Prioritäten für die Umsetzung, da sie generelle Wirkung entfalten sollen.

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Raumtypischer

Umsetzungsbedarf

Die Sachziele unterstützen und konkretisieren die Umsetzung der Allgemeinen Ziele Sachziele: Hinweise zum

Natur und Landschaft in den Politikbereichen. Meistens tragen verschiedene Mass- Gesamtzusammenhang

nahmen zur Umsetzung eines Sachzieles bei. Die Sachziele sind mit entspechenden LKS

Hinweisen versehen, die den Gesamtzusammenhang des LKS verdeutlichen.

Vereinzelte Sachziele, die für die Richtplanung besonders relevant erscheinen, sind

mit der Markierung «Kantonale Richtplanung» versehen. Die Berücksichtigung

dieser Sachziele durch die Kantone ist als Vorschlag des Bundes zu verstehen.

Die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für Bauten und Anlagen ausserhalb

der Bauzone (Art. 24 RPQ) ist eine an die Kantone delegierte Bundesaufgabe. Drei

Ziele im Politikbereich Raumplanung (vgl. Seite 85) sind durch die Kantone beim

Vollzug von Art. 24 RPG zu beachten.

Die von den Bundesstellen zur Realisierung vorgesehenen Massnahmen sind nach

einem einheitlichen Raster beschrieben:

• die Einleitungstexte umschreiben in groben Zügen die Ausgangslage, die sachlichen

Zielsetzungen und das Vorgehen. Sie dienen als Basis für die Konkretisierung

der Massnahmen;

• die federführende Bundesstelle, die für die Realisierung verantwortlich ist;

• die zur Mitarbeit einzubeziehenden Behörden, Verbände, Organisationen und

weitere Kreise;

• der Zeithorizont für die Realisierung von 1998 bis spätestens 2006. Es liegt in

der Kompetenz der federführenden Bundesstellen, die aufgeführten Richttermine

innerhalb dieses Zeithorizontes zu verändern. Laufende Aufgaben im Vollzug

des NHG sind .als solche bezeichnet;

• die Finanzierung: «laufendes Budget» bedeutet, dass die Massnahme im Rahmen

der Kredite für die ordentlichen Vollzugstätigkeiten der betreffenden Bundesstelle

finanziert wird. In diesen Fällen legt die zuständige Bundesstelle die

Prioritäten im Rahmen ihrer Budgetkompetenzen und unter Berücksichtigung

ihrer bisherigen Aufgaben sowie der ihr zur Verfügung stehenden Kredite fest.

«Keine Zusatzkosten» heisst, dass die Realisierung der Massnahme keine bis

geringe Kosten verursacht, die nicht budgetrelevant sind.

Landschaftskonzept Schweiz


«SacSfs'-^JiVf-

,«**^aî

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme peril paesaggio

Landschaftskonzept Schweiz / Teil H'BERICHT

28


ZIELE U » MÄSSCmMMil V^teSÄ*^ «•«»-TfcSS

Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

Die sechzehn Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft gelten als generelle langfristige

Zielorientiemng- für die landschaftsrelevanten Aktivitäten des Bundes. Sie

formulieren einen Handlungsrahmen für die Erhaltung und Förderung von

Naturwerten und Kulturwerten in der Landschaft. Und sie zeigen auf, woran sich

Nutzungen prioritär zu orientieren haben, damit sie auf Nachhaltigkeit und haushälterischen

Umgang mit Ressourcen ausgerichtet tverden, Natur und Landschaft

schonen oder gar aufwerten.

Naturwerte

^PWPgfiifc i^jtrk,

.•.-JT- /S" :^i tt

haushälterisch, schonend, aufwertend

/- r

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Ziele Natur und Landschaft

29

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Naturlandschaften

Eigehentwicklung

Wasser und Leben

Biotope und Arten

. Kulturlandschaften

Wertvolle Kulturobjekte

Ausgleichsräume

Verbundenheit

lemeorùe idte-

Wcaîw une imnernhd^

Ziele zu den Qualitäten von

Natur und Landschaft

:S!äSSMMi^^

Naturlandschaften, natürliche Landschaftsfoïmexi und '

-elemente in ihrer Eigenart, Vielfalt und'Schönheit

erhalten. . .' ' .

•Freiräume für die Eigenentwicklung und Dynamik der

Natur zulassen. ' • '

Wasser in .der. Landschaft aufwerten. . .•'.••.•'•

Lebensräutae fur die .Erhaltung der viélfaltlgeni. heimischen

Flora und Fauna sicherstellen, aufwerten und vernetzen.

' • /. , ; . •

iMm«M©

Kulturiandschaften in ihrer Eigenart,. Vielfalt und

Schönheit schonend'eritwickèln und,ihre Geschichte und

Bedeutung ablesbar halten-, • '

Schöne oder einmalige Kulturlandschaften und Siedlungen

sowie kulturhistorisch bedeutungsvolle Stätten" ',

. und Denkmäler in einem siiingebenden Umfeld erhalten.

Ruhige und vielfältige Aüisgleichsräume erhalten und

schaffen. ' ,, .' ''•.'•'•

Die Verbundenheit mit Natur, Landschaft und Kulturgut

stärken., • , ••

vgl. Erläuterungen Seite 26 ffv-

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'.• • ":"'••.•..-• -"•'• -"


ÄügemooGTi® Ziele

WcäüOT und hmmês&bmfà

Ziele zur nachhalfigen Nutzung

Nutzungen auf die naturlichen Standortverhaltnisse ausrichten,

die Regenerationsfahigkeit erneuerbarer

Ressourcen ermöglichen

Eingriffe in die Landschaft minimieren, den Landschaftsverbrauch

durch überlagernde Nutzungen vermindern

Nichterneuerbare Ressourcen der Landschaft erhalten,

Ersatzstoffe verwenden und unabdingbare Nutzungen

haushälterisch vornehmen

Bauten, Infrastrukturen und andere Anlagen auf das

notwendige Minimum beschranken, zusammenfassen

und zusammenhangende Lebensraume schaffen

§§$§i^imommäMEm$mtä4mä - *.

Bei Nutzungen und Eingriffen die Eigenart und

Qualltat des Ortes wahren und aufwerten

1

Übergänge zwischen Nutzungen als naturnahe

Lebensraume und zur Gestaltung der Landschaft

erhalten und schaffen

Vielfaltige und abgestufte Nutzungen erhalten und

neu schaffen

Intensiv genutzte Landschaften, insbesondere Siedlungsgebiete,

ökologisch aufwerten und lebenswert gestalten

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

£„0 E

S .ÏÏ o> "3 m

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o erhalten -> fordern

Definitionen Raumtypen siehe Anhang

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Ziele Natur und Landschaft


31

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Standortverhältnisse

Minimale Eingriffe

Begrenzte Ressourcen

Nutzungen konzentrieren

Besonderheit eines Ortes

Saume

Vielfalt der Nutzungen

Ökologische Aufwertung


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT

32


SdcEiziefle und Mcassncahmersi

in den Politikherekhen des Bundes

fcU

Bundesbaufen und -anlagen

Energie

Sparì, Freizeit und Tourismus

Landwirtschaft

Luftfahrt

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Raumplanung

Regionalpolitik

Verkehr

Wasserbau

Wasserkraftnutzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele und Massnahmen

33

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


. Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour leipaysage

Insieme per il paesaggio

BurDdesbeayfieiri) une -@ini


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Bundesbaufen und -anlagen

Bei Neubauten sind die ökologischen und landschaftlichen

Aspekte überall zu berücksichtigen (z.B. bei

Gesamtkonzepten, durch enge Zusammenarbeit der AFB-

Grundlagenstelle [GR3] und Vertretern des BUWAL,

ökologischen Baubegleitungen). [Massnahmen 1.01,

1.03; Nutzungen konzentrieren, Begrenzte Ressourcen]

Bei Sanierungen bestehender Anlagen ist konsequent eine

Verbesserung der ökologischen Situation anzustreben (im

Sinne von «continuous improvement» nach ISO 14001).

ELfi [Massnahmen 1.01, 1.02, 1.03; Ökologische Aufwertung]

«'S

Die erforderlichen Planungsgrundlagen für alle Umweltschutzbereiche

sind genau zu spezifizieren. [Massnahmen

1.01, 1.03; Nutzungen konzentrieren]

Nutzung und Gestaltung der Umgebung bestehender Bauten

und Anlagen sind im Rahmen der Möglichkeiten hinsichtlich

dem Ziel der überlagernden Nutzung oder der

Aspekte des Naturschutzes zu optimieren. [Massnahmen

1.01, 1.02; Minimale Eingriffe]

Wo Bauten und Anlagen in hochalpinen Landschaften aus

betrieblichen Gründen unumgänglich sind, ist auf eine

landschaftsschonende Projektierung und Gestaltung zu

1 achten. [Massnahme 1.01,; Naturlandschaften]

Beim Verkauf und der Vermietung von Bauten und Anlagen

des Bundes und seiner Betriebe ist auf die Erhaltung

ökologischer Werte zu achten. [Massnahme 1.01;

Besonderheit eines Ortes]

Bestehende, besonders erhaltenswerte Bausubstanz ist zu

schonen, bestehende Ressourcen sind zu nutzen. [Massnahme

1.01; Wertvolle Kulturobjekte]

Sachziele

Z Z-2 ^X ^S < S

o erhalten

-^ fordern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

35

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

"Bundesbauten und

-anlagen


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

i^^ÄÄ

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

t


Bundesbauïen und -anlagen D

Massnahmen

Intensivierung der Zusammenarbeit im konzeptionellen Bereich .'H ^j 'fx-y

(SMeßrim^agen,]^^

Die an einem Bauvorhaben des Bundes beteiligten Stellen sind aufgrund der Bauverordnung

vom 18.12.1991 (Art. 3 Abs. 3)' den ökologischen Belangen verpflichtet.

In dieser Hinsicht.bedeutende Weichenstellüngen erfolgen bereits in den ersten

Konzeptphasen (0.1 und insbesondere 0.2). Zum Zweck der Entlastung der nachfolgenden

Projektie^ungs- und Verfahrensschritte werden das BUWAL sowie weitere,

mitinteressierte Stellen bei wichtigen Bauvorhaben bereits auf Stufe Grundlagen

einbezogen. • -

Koordinationsstellen, DOB

Benützerorganisationen, BUWÂL, GS VBS

' • ab 1998 (teilweise realisiert)

laufendes Budget

Seminarien betreffs Zusammenarbeit bei Bauvorhaben

Landschaffskpnzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

' 37

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


iç+w-^y

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

iieircpe

Jà£J!3\.M2«è.: .J%~L.-..

Allgemeine Hinweise

Für die Umsetzung der Energiepolitik des Bundes sind das Bundesamt für Energie

(BFE), das Eidgenössische Stàrkstrominspektorat (EStI) und das Bundesamt für

Wasserwirtschaft (BWW) zustandig. / Von Seiten des Natur- und Landschaftsschutzes

sind neben der Versorgungsinfrastruktur gemäss Art. 2b des Bundesgesetzes

über den Natur- und Heimatschütz (NHG) (Übertragungsleitungen, Unterwerke,

Rohrleitungen) insbesondere Energieerzeugungsanlagen relevant.

Die Thematik der Wasserkraftnutzung Wird m Pohtikbereich 13 Wasserkraftnutzung

behandelt.

Im Bereich Energie wird das «Konzept Übertragungsleitungen» erarbeitet. Es wird

mit dem Landschaftskonzept Schweiz abgestimmt. <

Standortgebundene technische Anlagen (Unterwerke, Energieproduktionsanlagen)

bzw. Versorgungsinfrastrukturen (Übertragungsleitungen) sind weiterhin nötig. Bei

ihrer Bewilligung gelten die gesetzlichen Bestimmungen (Spezialgesetze, Art. 2b

NHG). Die Planung von Übertragungsleitungen richtet sich nach dem in Arbeit stehenden

«Konzept Übertragungsleitungen» und nach der Verordnung über das

Plangenehmigungsverfahren von Starkstromanlagen, wobei auf eine möglichst

gute Integration in die Landschaft zu achten ist.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

38


Energie ^

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang I l-ä I

- Cd •* S


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

^

J %H'*- ^^^"'ßM^ "^„.t*

â Energie

Mossoiiolhimeini

"itfajtiml^iamtëriaiialysièl^

Bis heute besteht seitens der Leitungsbauer eine Informationsliicke bezüglich der

'Beurteilungskriterien, welche im Bereich Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

anzuwenden sind. Im Rahmen der Konfliktlösungsgruppe Übertragungsleitungen

(KGUe) wird ein Konsens bezüglich natur- und landschaftsrelevanter Kriterien zur

Beurteilung Von Projekten angestrebt. Auf dieser Basis soll ein Leitfaden für die

Praxis erarbeitet und verbreitet werden, in welchem auch die Aspekte von Verkabelungen

behandelt werden.

KGUe, Energie 2000

BUWAL N+L, BUWAL F+D, EStI, BEW, BRP, SBB, ENHK, interessierte

Kantone und Kreise (z.B. VSE, Umweltverbände)

ab 1998 _

laufendes Budget

• Erarbeitung und Veröffentlichung Leitfaden bis 1999

• Überprüfung der Zweckmassigkeit des Leitfadens bis 2005

** s l'>

Konkrete Massnahmen zum Schutz der Avifauna vor Freileitungen sind durch

BUWAL, EStI und weitere Interessierte auszuarbeiten.

BUWAL

EStI

ab 1998

laufendes Budget

• 1998 Veröffentlichung der Resultate als Wegleitung oder Empfehlung

• 2002 Überprüfung der Zweckmässigkeit

'Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

40


Energie â

Soweit aus technischen Gründen möglich, soll die Umgebung von Unterwerken

natumah gestaltet werden. Die Bewilligungsbehörden verfügen entsprechende

Auflagen.

BAV, EStI Federführung

BUWAL, AFB Mitarbeit

laufend Zeithorizont

Kosteneinsparungen möglich Finanzierung

Zur Optimierung des Planungsprozesses sind relevante Informationen zu Natur-,

Landschafts- und Heimatschutz möglichst breit an die Projektanten von Leitungen

(Freileitungen, Rohrleitungen) und Hochbauten (Unterwerke, Druckreduzierählagen)

zu vermitteln.

BUWAL Federführung

BEW, EStI, ERI Mitarbeit

ab 2002 Zeithorizont

laufendes Budget Finanzierung

Erarbeitung von Merkblättern Nächster Schritt

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

41

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

pxsxrfî, IF[r@fe@Dî , uimd Toyrismniys

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Allgemeine Hinweise

Die Landschaften der Schweiz sind dank ihrer Erlebnisqualität fur Freizeitaktivitaten

und Tourismus von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig erbringt derTourismus wichtige

volkswirtschaftliche Leistungen. Insbesondere im Berggebiet ermöglicht er teilweise

Verdienstmöglichkeiten, welche eine Bewirtschaftung und Pflege der traditionellen

Kulturlandschaft zulassen. Aspekte des Sports, des Tourismus und der Freizeit,

wo sie einen Bezug zu Natur und Landschaft haben, werden durch verschiedene Bundesstellen

(ESSM, BAV, BWA, BUWAL) behandelt. Eine eindeutige Kompetenzzuweisung

an den Dienst für Tourismus im BIGA besteht für die Tourismuspolitik des

Bundes sowie an das BAV im Bereich der Touristischen Transportanlagen (TTA). Das

BAV hat gemäss Art. 2b und 3'des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz

(NHG) die Pflicht, im Konzessionsverfahren die Aspekte des Natur-, Landschafts-

,und Heimatschutzes zu berücksichtigen. Die heutige TTA-Stonzessionspolitik basiert

auf dem Schweizerischen Tourismuskonzept sowie dem daraus abgeleiteten Konzessionskonzept

und soll grundsätzlich in ähnlicher Weise weiterverfolgt werden.

Das Landschaftskonzept Schweiz wurde mit dem «Bericht über die Tourismuspolitik

des Bundes vom 29. Mai 1996», dem «Nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK)»,

dem «Tourismusprotokoll» der «Alpenkonvention» und dem «Aktionsplan Umwelt

und Gesundheit» abgestimmt.

Bezüglich der Konzessionierung von Neuerschliessungen mit touristischen Transportanlagen

(UVP-pflichtige Anlagen gemäss Anhang 60.1 UVPV) macht das BAV

folgenden Vorbehalt: Neuerschliessungen sind gemäss der konstanten Praxis in

Ausnahmefällen zulässig, sofern die entsprechenden Projekte beziehungsweise Zonen

als Festsetzung im kantonalen Richtplan aufgenommen sind und das Vorhaben

den Bestimmungen von Art. 3 Abs. 1-3 LKV entspricht. Für Hochgebirgserschhessungen

gelten zusätzliche Restriktionen (Art. 7 LKV).

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

42


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Sport, Freizeit und Tourismus

Entwicklungen im Freizeit- und Tourismusbereich sind

im Rahmen der Zuständigkeit auf Bundesebene mitzugestalten

und sich daraus ergebende Aktivitäten sind zu

koordinieren. Die Tourismuspolitik berücksichtigt die

kulturlandschaftlichen Vorzüge der Schweiz. [Massnahmen

3.01, 3.02, 3.04]

Schäden und Belastungen, die im Zusammenhang mit

Freizeit- und Tourismusaktivitàten entstehen, werden

minimiert. Das Beheben von Schaden und Belastungen,

die nicht vermieden werden können, erfolgt soweit möglich

nach dem Verursacherprinzip. [Massnahmen 3.02,

3.03; 3.04,3.05, 3.07, 3.09; Standortverhältnisse]

Die Bevölkerung wird mittels handlungsorientierter Informationen

und Anreize zu einem möglichst natur- und

landschaftsschonenden Freizeitverhalten angeregt.

[Massnahmen 3.02, 3.03, 3.04, 3.05, 3.06, 3.07; Verbundenheit]

ÎU Erhalten eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen

durch touristische Transportanlagen erschlossenen und

nichterschlossenen Räumen. [Massnahmen 3.04, 3.08,

3.09; Nutzungen konzentrieren]

El Vermeiden der mechanischen Erschliessung besonders

H wertvoller Landschaften. [Massnahmen 3.08, 3.09;

Hl Naturlandschaften]

Beschränkung der mechanischen Erschliessung des

Hochgebirges auf wenige Gebiete mit überdurchschnittlicher

Eignung im Bereich grösserer 'Tourismusorte.

[Massnahmen 3.08, 3.09; Naturlandschaften]

Beschränkung der mechanischen Erschliessung neuer

Gebiete auf Entwicklungsräume mit überdurchschnittlichen

Standortvorteilen. [Massnahmen 3.08, 3.09;

Standortverhältnisse]

Sachziele

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

'^HM^I

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Federführung

, Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte '

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

S Sport, Freizeit und Tourismus

MeassrnKSohmein

Als koordinierendes Gremium des Bundes wird ein Arbeitskreis für Freizeit und

Umwelt eingesetzt. In ihm sind neben den Bundesstellen auch weitere betroffene

Kreise integriert (Kantone, Regionen, Verbände, Forschung, Produzenten). Die

politischen Zielsetzungen und deren Umsetzung in den Bereichen

Freizeit/Tounsmus sowie Natur- und Landschaftsschutz werden im Arbeitskreis

aufeinander abgestimmt. Das LKS, das Tourismuskonzept von 1979, der «Bericht

über die Tourismuspolitik des Bundes» sowie das «Tourismusprotokoll» der

Alpenkonvention bilden dazu die Grundlagen.

BUWAL

betroffene Bundesstellen, ENHK, interessierte Kantone, weitere interessierte

Kreise (z.B. BEREG, STV)

ab 1998

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe zur Festlegung des institutionellen und inhaltlichen

Rahmens

• Antrag an Bundesrat zur Bildung des Arbeitskreises

• Erarbeitung von gemeinsamen Empfehlungen zur Abstimmung von

Konzepten und Massnahmen

Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der traditionellen Kulturlandschaft isî für

den schweizerischen Tourismus von besonderer Bedeutung. Insbesoiadere die

Objekte der Bundesinventare (BLN, ISOS, IVS) stellen eine wichtige touristische

Attraktion dar. In Pilotprojekten soll aufgezeigt werden, wie solche Gebiete touri-stisch

besser genutzt, ohne die Schutzziele in Frage zu stellen, und gleichzeitig '

bestehende Belastungen minimiert und neue landschaftliche Qualitäten geschaffen

werden können.

BUWAL

BWA, BAK, Kantone, interessierte Verbände

ab 2002

laufendes Budget

Aufnahme des Themas in Arbeitskreis

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

44


Sport, Freizeit und Tourismus &

.Aufbauend auf bestehenden Grundlagen und den Erfahrungen von Veranstaltern

sollen wichtige Informationen zur möglichst umweltverträglichen Organisation

und Durchführung von Grossveranstaltungen in einer praxisorientierten Form

zusammengefasst werden. Soweit möglich soll das Handbuch Qualitäts-Standards

beinhalten. Das Handbuch soll sich sowohl an Veranstalter, wie auch an (Bewilligungs-)Behörden

richten und diesen als Arbeitshilfe dienen. Der Bund bietet

soweit notig Ausbildung und Beratungen zur Anwendung des Handbuches an.

BUWAL, ESSM

interessierte Kantone, BWA, BAG, interessierte Organisationen (z.B. SOV)

ab 1998

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe / Aufnahme des Themas im Arbeitskreis

• Festlegung des inhaltlichen Rahmeiis und des Arbeitsprogrammes

• Erarbeitung des Handbuches auf der Basis bestehender Grundlagen

• Abklärung des Ausbildungsbedarfs und Formulierung eines

Ausbildungskonzeptes

»K^,«.., ->^^;s||*p«f^

Zur Sensibilisierung von nicht in Verbänden organisierten Sportlerinnen und

Sportlern sowie von Erholungssuchenden für die Auswirkungen ihrer Aktivitäten

auf Natur und Landschaft betreibt oder unterstützt der Bund Informationskampagnen.

Die Informationen wejrden adressatengerecht und segmentspezifisch

aufgearbeitet. Neben Informationen sollen auch am Beispiel von Pilotprojekten

Anreize für umweltschonendes Freizeitverhalten aufgezeigt werden.

Arbeitskreis für Freizeit und Umwelt, BUWAL

ESSM, BWA, BAG, interessierte Kantone, interessierte Verbände (BEREG, SOV,

STV, Verband schweizerischer Fabrikanten, Lieferanten und Agenten von

Sportartikeln SPAF, Schweizerischer Sporthandlerverband Asmas)

ab 2002

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe / Aufnahme des Themas im Arbeitskreis

• Erarbeitung eines Konzeptes

• Umsetzungsprogramm

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

45

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

1S1 M

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

-

^wüif^^©

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

' Nächste Schritte

Sport, Freizeit' und Tourismus

Mcissmolhmeirû

Der Anteil des Freizeitverkehrs am Gesamtverkehrsvolumen weist ein kontinuierliches

Wachstum auf und macht heute mehr als 50% aus. Gleichzeitig stellt der

Verkehr für viele Erholungsgebiete das Problem Nummer eins dar. Zusammen mit

Veranstaltern, Transportunternehmen und anderen Betroffenen fördert der Bund

die Freizeitmobilität zu Fuss, mit dem Velo und mit den öffentlichen Verkéhrsmitteìn.

Insbesondere bei einem finanziellen Engagement des Bundes ist die Umweltbelastung

durch den Verkehr auf ein Minimum zu beschränken. Es soll modellhaft

dargestellt werden, wie ein grosstmöglicher Anteil der Personentransporte

mit umweltschonenden Verkehrsmitteln bewältigt werden kann. Geeignete Beispiele

sind besondere Anlässe wie die EXPO 2001 und Olympia 2006.

BUWAL, BAV, UVEK, D. GVF, VBS

BWA, BAG, SBB, ETH, interessierte Kantone, interessierte Kreise (z.B. ARF)

ab 1998

keine Zusatzkosten

• Bildung einer Arbeitsgruppe / Aufnahme des Themas im Arbeitskreis

• Feststellung des Handlungsspielraumes und der nötigen Interventionsmittel

• im Hinblick auf EXPO 2001 Formulierung von Rahmenbedingungen für den

Verkehr '

to/ ~~~ ~

Bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, Behörden und Veranstaltern etc.

(Multiplikatoren) werden die Konflikte zwischen Freizeitaktivität/Sport sowie

Natur und Landschaft thematisiert, um das Problembewusstsein zu fördern und

umweltschonende Verhaltensweisen zu erlernen. Dazu werden entsprechende

Lehrmittel und andere Unterlagen erarbeitet und soweit nötig ergänzt sowie den

Kantonen, Organisationen, Verbänden und weiteren Interessierten zur Verfügung

gestellt. ' "

ESSM

BWA, BUWAL, BAG, ETH, interessierte Verbände (z.B. SOV, SAC)

ab 1998

laufendes Budget

• Bestandesaufnahme aktuelles Angebot / Lücken

• Erarbeitung eines Konzeptes \

• Umsetzungsprogramm

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

46


Sport, Freizeit' und Tourismus J^

- ; , ; Anwehdungsorientiërte Forschung zu^denAuswirkungen des

Die persönliche Motivation und Erwartungshaltungen sind wichtige Parameter des

individuellen Freizeitverhaltens. Deshalb sind in der Forschung zum Schutz von

Natur und Landschaft vor negativen Auswirkungen der Freizeitaktivitäten gesellschaftliche

Fragestellungen miteinzubeziehen.

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* w ^' î TOjffi%rifofta

BUWAL

BWA, BAG, interessierte Kantone, interessierte Organisationen,

Forschungsinstitutionen

' ab 1998

keine Zusatzkosten

Umsetzungsprogramm

Zur sachgerechten Umsetzung des konzessionspolitischen Oberziels «Erhaltung

eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen erschlossenen und nichterschlossenen

Räumen» soll eine Vollzugshilfe erarbeitet werden (Raumordnungspolitik: Realisierungsprogramm

1996-1999, 2.15.2).

âïOii

Federführung

Mitarbeit

^/*

^vS^^I-^^

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

BRP Federführung

BAV, BUWAL, BWA Mitarbeit

ab 1998 Zeithorizont

laufendes Budget Finanzierung

• Bildung einer Arbeitsgruppe und Festlegung eines Programmes Nächste Schritte

• Formulierung eines Auftrags zur Erarbeitung eines Entwurfs /

Um die räumlichen und ökologischen Auswirkungen der TTA-Konzessionspolitik

beurteilen, zu können, ist periodisch eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Für die

Einführung der Erfolgskontrolle ist ein Konzept zu erarbeiten.

BAV

BWA, BUWAL, BRP, interessierte Kreise

ab 2002

laufendes Budget

• Bildung einer Konzeptgruppe BAV und BUWAL

• Festlegung eines Arbeitsprogrammes

• Erarbeitung eines Konzeptes

• Bilanz '

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

47

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

;Spòrt,~Freizeit und

Tourismus


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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Allgemeine Hinweise

Für die Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Landesverteidigung ist das

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verantwortlich.

Das VBS hat gemäss Art. 2a und 3 des Bundesgesetzes über den Natur- nnd

Heimatschutz (NHG) die Pflicht, bei seinen Aufgaben die Aspekte des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen. Das VBS kann msbesondere

im Rahmen der Bewirtschaftung der Liegenschaften in seinem Einflussbereich

Beitrage zum Landschaftskonzept Schweiz LKS leisten. ^

Durch die militärische Nutzung kann in der Landschaft jene Dynamik ausgelost

werden, welche für spezifische Naturwerte (z.B. Ruderalflächen mit Pioniervegetation)

notwendig ist. Diese sachdienliche Funktion des Betriebs wird anerkannt

und ist, wo möglich, zu erhalten.

Das VBS formuliert einen generellen Vorbehalt der Landesverteidigung gegenüber

jenen Zielen des LKS, welche den Auftrag des VBS tangieren. Ein besonderer Vorbehalt

muss auch bezüglich Umbauten, Ausbauten und unter Umständen Neubauten

in hochalpinen Landschaften angebracht werden.

Die Ziele des LKS im Politikbereiph Landesverteidigung werden im «Sachplan

Waffen- und Schiessplatze» gemäss Art. 13 RPG abgestimmt.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

48


vgl Erläuterungen Seite 2ó ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Die durch die militärische Nutzung (bzw. «Nicht-

I Nutzung») entstandenen Naturwerte sind unter Berücksichtigung

der Bedürfnisse des Betriebs zu erhalten, zu

! pflegen und zu erganzen. [Massnahmen 4.01, 4.02, 4.04,

4.05; Besonderheit eines Ortes]

Mit geeigneten Massnahmen bestehende naturnahe

Flächen (z.B. Panzersperren) erhalten und, soweit sinnvoll,

weitere Beiträge zur Biotop Vernetzung leisten.

HB.

[Massnahmen 4.02, 4.05; Biotope und Arten]

Im Rahmen von Liquidationen von Objekten die Erhaltung

kultureller und ökologischer Werte beachten sowie

den ökologischen Ausgleich nach Art. 18b Abs. 2

NHG fördern. [Massnahme 4.05; Ökologische Aufwertung]

Dl Soweit aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes

zweckmässig, die traditionelle, nachhaltige Bewirtschaftung

in wirtschaftlichen Grenzlagen im Einflussbereich

des VBS fördern. [Massnahmen ,4.03, 4.05; Standortverhältnisse]

Im Einflussbereich des VBS eine Bewirtschaftung der

landwirtschaftlichen Nutzflächen nach den Grundsätzen

der IP oder des biologischen Landbaus fördern. [Massnahmen

4.03, 4.05; Vielfalt der Nutzungen].

Landesverteidigung «5,

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

49

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

~ ^^^^KSÔ^

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte


4} Landesverteidigung

M^ssrû^Simera

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Die Ausbildung im Bereich Natur-, Landschafts- und Heimatschutz im VBS und

der Armee wird auf- und ausgebaut. Das Ziel ist die Sensibilisierung von Angehörigen

der Armee und Mitarbeiterinnen des VBS für Natur- und Landschaftsschutzprobleme.

Mit gezielter Ausbildung soll insbesondere eine zuständigkeitsorientierte

(verantwortungsorientierte) Aus- und Weiterbildung der Führungskrafte

erfolgen.

VBS

BUWAL ' - '

ab 1998

laufendes Budget

• Konzept Umweltausbildung erarbeiten bi's 1998

• Ausbildung sicherstellen

tm )&sÊsmM^ms^^iSm>mù\

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Das VBS erarbeitet eine Übersicht über die natur- und landschaftsbezogenen

Qualitäten des von ihm verwalteten Grundeigentums sowie der weiteren wichtigen

Waffen-, Schiess- und Übungsplätze bzw. ein Inventar der Naturwerte in seinem

Verantwortungsbereich und dem Potential für weitere Massnahmen zur ökologischen

Aufwertung. Das VBS setzt sich im Rahmen des Betriebes für den Erhalt

von Naturwerten ein und ergänzt nach Möglichkeit das Netz der Biotope. Bei (zivilen)

Nutzungsansprüchen auf Geländen im Verantwortungsbereich des VBS, insbesondere

auf bundeseigenen Grundstücken, erhalten Natur- und Landschaftsschutz

eine hohe Priorität.

VBS

BUWAL, Kantone

ab 2002

laufendes Budget

Konzept erstellen, Koordination bis 1998

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

50


Landesverteidigung

Massnahmen

Ökologische Massnahmen im Einflussbereich des VBS 4.03

Das VBS unterstützt die natumahe Landwirtschaft und die traditionelle, nachhaltige

landwirtschaftliche Bewirtschaftung durch Auflagen in Pachtverträgen oder

durch technische/materielle Unterstützung. Die Grundlagen dazu werden vom

VBS, BUWAL und BLW erarbeitet.

VBS

BUWAL, BLW

ab 1998

laufendes Budget

Grundlagen erarbeiten

VBS und BUWAL betreiben eine Erfolgskontrolle aus Sicht des VBS-Betriebes

und des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes. Ziele sind das Lernen aus abgeschlossenen

Projekten und die Motivation für alle Beteiligten. Ökologische Baubegleitung

und Elfolgskontrolle müssen integrierter Bestandteil der Projektplanung

werden (insbesondere UVP-Projektè). Wichtig ist aber auch eine Erfolgskontrolle

der ökologischen Massnahmen im VBS-Betrieb.

VBS

BUWAL

ab 1998

laufendes Budget

• Integration des Anliegens in das Umweltleitbild VBS

• Abstimmung und Koordination mit Bundesämtern und

Kantonen

• projektbezogen ab 1998 umsetzen

Militärische Bauten und Ählägen mit hohem Okölogiscbefinf

historischem und kulturellem Wert erfassen"

Der Natur- und Denkmalschutz bei obsoleten, militärischen Kampf- und.

Führungsbauten soll, insbesondere im Zusammenhang mit deren Liquidation, mit

Hilfe eines verwaltungsintemen Inventars (ADAB) berücksichtigt werden.

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

VBS, GST Federführung

BAK, EKD, BUWAL, ENHK, AFB Mitarbeit

laufend Zeithorizont

laufendes Budget Finanzierung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

51

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landesverteidigung


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour l'e paysage

Insieme per il paesaggio

Lea GÌ d wîrïïse h®$i.

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Allgemeine Hinweise . -

•Für"'die Umsetzung der Bundespolitik.im Bereich Landwirtschaft ist das Bundesamt:

für Landwirtschaft (BLW) verantwortlich. Das BLW hat gemäss Art 79-.'dès

LandWirtschaftsgesetzes (LwG) sowie, Art. 2c und 3 des Buhdesgesetzes über den

Natur- und Heimatschutz (NHG) die Pflicht, bei seinen Subventionsèntscheiden die--

Aspekte, dès Natur-, Làndschafts-' und Heimatschutzes zu fcerüclcsichtigen. E>ie

Landwirtschaft pflegt und nutzt weite'Teile der Ländschaft und hat dadurch eine,

wichtige Funktion bei der Gestaltung der'Kulturlandschaft. Die Bundespolitik fördert

eine natur- und .landschaftsverträgliche Landwirtschaft.

Landschdftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

52 ' ' '• • • ' • .


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

I Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche soll in absehbarer

Zeit mit besonders umweltschonenden Methoden

| bewirtschaftet werden. [Massnahmen 5.01, 5.06; Standortverhältnisse]

Im Talgebiet sollen in absehbarer Zeit 65'000 ha Landwirtschaftliche

Nutzfläche (LN) als qualitativ wertvolle

ökologische Ausgleichsflächen bewirtschaftet werden.

Damit wird die Erhaltung der -heimischen Artenvielfalt

gefördert. [Massnahmen 5.01, 5.02, 5.03, 5.04, 5.05,

5.06; Vielfalt der Nutzungen]

Ökologische Ausgleichsflächen sollen in ökologischen

Vorranggebieten verstärkt gefördert werden. [Massnahmen

5.01, 5.02, 5.03, 5.04, 5.05, 5.06; Ökologische

! Außvertung]

EO Traditionelle Kulturarten sowie kulturlandschaftsge-

-schichtlich oder ökologisch wertvolle Bewirtschaftungsformen

(wie Wassermatten und Streuenutzung -von Flachmooren)

werden unterstützt. [Massnahmen 5.01, 5.02,

5.05, 5.06, 5.07; Wertvolle Kulturobjekte]

Die Arten- und Lebehsraumvielfalt wird bei grösseren,

raumrelevanten Strukturverbesserungsmassnahmen durch

die Integration ökologischer Ausgleichsmassnahmen

sowie projektbedingter, Ersatzmassnahmen erhalten und

gefördert. [Massnahmen 5.01, 5.02, 5.05, 5.06; Ökologische

Außvertung]

Strukturverbesserungsmassnahmen tragen der schonenden

Entwicklung der Kulturlandschaft Rechnung. [Massnahmen

5.01, 5.03, 5.04, 5.05, 5.Q6; Kulturlandschaften]

Strukturverbesserungsmassnahmen unterstützen die Entwicklung

einer standortangepassten landwirtschaftlichen

Bewirtschaftung im Sinne der Ziele des Landschaftskonzeptes

Schweiz, z.B. die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung

in Grenzertragslagen. [Massnahmen 5.01, 5.05,

5.06; Standortverhältnisse]

Landwirtschaft 0

a

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

53

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Î^Kdritoncilë^I

Richtplanung


'•**-'- ,

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landwirïschafi'

assnahmen

iB^lI^lHllnstrumenté:djer^^Landwirtschaftspolitik

Das BLW prüft, wie die Instrumente der Landwirtschaftspolitik mit den Zielen des

Landschaftskonzeptes Schweiz in Übereinstimmung gebracht werden können.

Federführung BLW

Mitarbeit BUWAL

Zeithorizont 2005

Finanzierung laufendes Budget

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

USH^HSIM

Das BLW sieht ökologische Förderungsmassnahmen im Rahmen der Landwirtschaftsgesetzgebung

vor, um die angestrebten ökologischen Ausgleichsflächen von

65'000 ha im Talgebiet zu erreichen. Die Förderungsmassnahmen sind so auszugestalten,

dass ein langfristiger Fortbestand der ökologischen Ausgleichsmassnahmen

in ökologischen Vorranggebieten angestrebt werden kann. Besondere Quahtäten

werden ergänzend über Beiträge für ökologischen Ausgleich mit regionaler und

lokaler Bedeutung im Rahmen des Natur- und Heimatschutzgesetzes gefördert.

BLW

BUWAL, BRP

2005

laufendes Budget

Für eine sachdienliche und effiziente Weiterentwicklung getroffener Förderprogramme

für den ökologischen Ausgleich im Rahmen der agrarpolitischen Massnahmen

ist eine Evaluation der Programme sinnvoll. Zu diesem Zweck dient das

vom Bundesamt für Landwirtschaft erstellte Eyaluationsprogramm. In Zusammenarbeit

mit dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft sowie den fachlich

zuständigen eidgenössischen Forschungsanstalten ist das Programm umzusetzen.

BLW

BUWAL, FAL, RAC, IUL

laufend

laufendes Budget -

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

54


Landwirtschaft

Ökologischer Ausgleich: Grundlagen für die gezielte Umsetzung

•;:-:-.• .. : ~idurch/Bildung und Bejratungg

Für die Ausdehnung von ökologischen Ausgleichsflächen sind die finanziellen

Anreize, die auf dem Landwirtschafts- und dem Natur- und Heimatschutzgesetz

basieren, von entscheidender Bedeutung. Die Qualität dieser Flächen wird hingegen

von der Kenntnis der Bewirtschafter über die ökologischen Zusammenhänge

und deren sachgerechten Anlage und Pflege stark beeinflusst. Eine partnerschaftliche

Umsetzung durch Bildung und Beratung spielt dabei eine entscheidende

Rolle.

Hauptaufgaben:

1. Eine optimale Förderung der Artenvielfalt kann nur erreicht werden, wenn die

Anlage und Pflege ökologischer Ausgleichsflachen räumlich und sachlich richtig

auf die regionalen Verhältnisse abgestimmt werden. Die Landwirtschaftliche-

Beratungszentrale Lindau (LBL) und der Service Romand de Vulgarisation

Agricole (SRVA) erarbeiten hierzu die notwendigen Beratungsgrundlagen und

Hilfsmittel und verbreiten das Wissen im Rahmen von Weiterbildungskursen fur

kantonale Bildungs- und Beratungskräfte und weitere Interessierte.

2. Der Informations- und Ausbildungsstand der Anleger und Pfleger von ökologischen

Ausgleichsflächen ist zu verbessern. Die Bauemfamilien müssen so ausgebildet

werden, dass sie in der Lage sind, die ökologischen Ausgleichsflächen

und Uferstreifen sachgerecht anzulegen, zu pflegen und kostepgünstig ins Betriebskonzept

einzubeziehen. Diese Weiterbildung und Beratung wird primär

durch die kantonalen Stellen sichergestellt. Sie werden dabei durch die Beratungszentren

unterstützt, indem diese Weiterbildungskurse und bei Bedarf vor

Ort direkte Unterstützung anbieten.

3. Der Bund unterstützt das Nationale Forum für den ökologischen Ausgleich als

aktive Koordinationsstelle für alle betroffenen Partner beim Vollzug des ökologischen

Ausgleiches.

mm

BLW, BUWAL Federführung

interessierte Kantone, Forschungsstellen, interessierte Organisationen, BRP Mitarbeit

seit 1996 laufend Zeithorizont

laufendes Budget Finanzierung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

55

"Landwirtschafff

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

§> Landwirtschaft

M^ssEDcelhirìriera

Die Wegleitung «Natur- und Heimatschutz bei Meliorationen» datiert von 1983. In

der Zwischenzeit ist der Meliorationsbereich durch verschiedene neue Rechtsnormen,

neue agrarpolitischè Rahmenbedingungen und Entwicklungen beeinflusst

worden (UVPV, Tierschutz, Gewässerschutz, Verfahren usw.). In der revidierten

Form soll die genannte "Wegleitung diesen Veränderungen Rechnung tragen und die

Ziele des LKS berücksichtigen. Dabei soll auch die harmonische Einpassung landwirtschaftlicher

Hochbauten in die Landschaft behandelt werden.

Federführung SIA

Mitarbeit BLW, BUWAL, Fach- und Berufsverbände

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung laufendes Budget

Die Aufrechterhaltung kulturlandschaftsgeschichtlich oder ökologisch wertvoller

Bewirtschaftungsformen kann durch Integralprojekte sichergestellt werden, die

sämtliche naturräumlichen, soziokulturellen und nutzungsorientierten Aspekte

einschliessen und den jeweils geeigneten Trägem zuweisen. Dieser Projekttyp lässt

eine Kostenverteilung unter Berücksichtigung der Interessenlage zu. Er wird im

Leitbild «Moderne Meliorationen als Chance» unter dem Begriff «kommunale

Gesamtprojekte» vorgezeichnet und soll in Zukunft prioritär gefördert werden.

Federführung fallweise zu bestimmen

Mitarbeit alle betroffenen Institutionen

Zeithorizont laufend (seit 1993)

Finanzierung laufendes Budget und Projektkredite

Landschaftskonzepf Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

56


Landwirtschaft' «S"

Massnahmen

'Erhaltung genetischer Ressourcen im Bereich taitówirlschaft imd^rnährto^ 5.07

Die genetische Vielfalt dient der Sicherstellung der Ernährung und ermöglicht in

•der landwirtschaftlichen Produktionstechnik die natürlichen Regulationsmechanismen

auszunutzen. Zur Anpassung der Kulturpflanzen und Nutziiere an neue

Umwelt- und Gesundheitsverhältnisse sowie zur Befriedigung zukünftiger

Konsumbedürfnisse ist die Erhaltung von Kulturarten (Pflanzen und Tiere) und

den verwendeten Wildarten notwendig. Hauptaufgaben sind die Erarbeitung und

Umsetzung eines nationalen Aktionsplanes gemäss den Vorgaben des Internationalen

Aktionsplanes der FAO zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung phytogenetischef

Ressourcen in Ernährung und Landwirtschaft.

BLW Federführung

BÜWAL, Eidg. ForSchungsaiistalten, Hochschulen, , Mitarbeit

. . . . Organisationen und Firmen .

; seit, 19.83, Daueraufgabe Zeithorizont

Gemäss Bundesratsbeschluss vom 1,0. Juni 1996 über die Umsetzung des Finanzierung

Aktionsplanes der FAO zur Erhaltung und'nachhaltigen Nutzung der 'phytogenetischen

Ressourcen für Emährungünd Landwirtschaft sollen die damit verbünde- f.

. nen finanziellen Auswirkungen in: einem Bericht vorgelegt werden.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

'•' • • "• ' . 57

^^aKSvJ^^^^Ì"

tijäffiiwiftsthäfr?

Partnerscliaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per [1 paesaggio


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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

*


Luftfahrt g

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang i 1-5

Zum Schutz der Natur sollen in dem von der Verordnung

über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, Art. 53) vorgegebenen

Rahmen in genau bezeichneten Gebieten für- bestimmte

Kategorien von Luftfahrzeugen Start-, Landeoder

Überflugbeschränkungen festgelegt werden. [Massnahme

6.01; Ausgleichsräume]

Im Rahmen des .«Sachplans Infrastruktur der Luftfalirt

(SIL)» sind regional koordinierte (öffentliche) Helikopterflugplâtze

' anzustreben. ' [Massnahme siehe SIL;

I Nutzungen konzentrieren]

Für die Bezeichnung von Gebirgslandeplätzen sind im

«Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)» Kriterien

und Vorgaben festzulegen, welche die Berücksichtigung

von Natur- und Landschaftsschutz sicherstellen. [Massnahme

siehe SIL; Naturlandschaften]

ÌLuftfahrtspezifische Schutzziele zu einzelnen hochalpinen

Gebieten des Bundesinventars der Landschaften und

Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) festlegen.

[Massnahme 6.02; Naturlandschaften]

Aufwertung der ungenutzten Zwischenräume in Flugplatzarealen

zu ökologischen Ausgleichsflächen unter

Vorbehalt der Sicherheitsvorschriften (u.a. Vogelschlag)

der Luftfahrt und von zukünftigen Äusbaubedürfnissen.

[Massnahme 6.03; Ökologische Aufwertung]

Durch entsprechende Auflagen bei den Flugplatzbewilligungen

und -konzessionen die ökologische Aufwertung

geeigneter Flächen fördern. [Massnahme 6.03; Vielfalt

der Nutzungen]

Der Schutz von Wildtierlebensräumen wird mit dem

Hängegleiterbetrieb koordiniert. [Massnahme 6.04; Biotope

und Arten]

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

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^LüiFiHFährt

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

~ Kantonale "

EishipJsflußgj


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

ôl Luftfahrt

.(sassnsi iranien

Im Rahmen der VIL (Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt, Art. 53) sind

zum Schutze der Natur Gebiete auszuscheiden, in denen durch geeignete Massnahmen

die unerwünschten Auswirkungen der Luftfahrt minimiert werden können.

Zur Bestimmung geeigneter Gebiete und Massnahmen sind vorerst Grundlagen

und Beurteilungskriterien zu erarbeiten. Auf dieser Basis sind Gebiete auszuscheiden

und zweckmässige Massnahmen zu bestimmen.

Federführung • BUWAL, BAZL

Mitarbeit VBS

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung keine Zusatzkosten

Nächste Schritte • Erarbeitung von Grundlagen, Kriterien

• Umsetzung

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Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Seh ritte

In Zusammenarbeit mit dem VBS (Luftwaffe) sind im «Sachplan Infrastruktur

Luftfahrt (SIL)» einzelne hochalpine BLN-Gebiete (oder Teile davon), die sich

besonders für die stille Erholung eignen, als Ruhezonen auszuscheiden. In diesen

Gebieten sind den Verhältnissen angepasste Start-, Lande- oder Überflugsbeschränkungen

zu erlassen. Zur Bestimmung geeigneter Gebiete sind vorerst

Grundlagen und Beurteilungskriterien zu erarbeiten.

BAZL

VBS, BUWAL, BRP, ENHK

ab 1998

keine Zusatzkosten

• Erarbeitung von Grundlagen, Kriterien

• Umsetzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

60


Luftfahrt P^

Massnahmen

Ökologische Aufwertung von FlugplatzàrëaleiiN &03

Flugplatzareale bestehen zu einem beträchtüchen Teil aus Flächen, welche aus

Sicherheitsgründen nicht bebaut und nur beschränkt genutet werden dürfen.

Solche Flächen eignen sich zur ökologischen Aufwertung, sie können zu ökologischen

Ausgleichsflächen umgestaltet werden. Dazu sind in den Flugplatzbewilligungen

und -konzessionen entsprechende Auflagen (Bewirtschaftung, Düngerverbot

etc.),aufzunehmen. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die Sicherheitsvorschriften

auch in Zukunft eingehalten werden können, und dass zukünftige

Ausbaubedürfnisse nicht verunmöglicht werden. Es sind entsprechende Regelungen

(z.B. provisorischer Schutz, Flexibilität bei der Abgrenzung von ökologischen

Flächen) zu erarbeiten. An * einem Beispiel soll die Umsetzung dieser

Massnahme demonstriert werden (Promotionsprojekt).

BAZL

VBS, BUWAL, BLW

ab 2002

laufendes Budget

Promotionsprojekt realisieren

Umsetzung auf anderen Flugplätzen

Der Bund unterstützt Projekte zur Sensibilisierung und Ausbildung von Pilotinnen

und Piloten von Hängegleitem sowie Projekte zur Koordination des regionalen

Flugbetriebes von Hängegleitem mit dem Schutz von Wildtierlebensraumen.

BUWAL

BAZL, interessierte Verbände (z.B. Aerosuisse) und regionale Organisationen

ab 1998

laufendes Budget

• Umsetzung des Ausbildungskonzeptes der

AG «Flugobjekte.und Wildtiere»

• Weiterbearbeitung der laufenden Projekte

• Umsetzung Art. 53 VIL (Leitfaden)

• Anwendung des Leitfadens unterstützen

(Publikation, Beratung)

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

eafîyir-, LcairödscSiKSite- uiradl

Heom^f-sehyte

Allgemeine Hinweise

Der Aufgabenbereich des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes beim Bund ist

sowohl Sektoralpolitik als auch Querschnittsaufgabe. Er umfasst den Arten- und

Biotopschutz, die Erarbeitung von Grundlagen, das Erstellen der Inventare Von

Objekten nationale/Bedeutung, die Erstellung von Mitberichten und die Beratung

der Partnerämter bei Bundesaufgaben, die Unterstützung der Kantone bei der

Erfüllung ihrer Aufgaben, den gezielten Einsatz von Forderungsinstrumenten und

die Öffentlichkeitsarbeit.

In diesem Politikbereich werden die Ziele des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

als Sektoralpolitik des Bundesamtes für Umwelt, \Vald und Landschaft

(BUWAL) und des Bundesamtes für Kultur (BAK) dargestellt. Bei Zielen,

welche einen Bezug zu Querschnittsaufgaben haben, sind das BUWAL bzw. BAK

gemeinsam mit den zuständigen Bundesstellen für deren Umsetzung verantwortlich.

Ziele aus anderen Umweltschutzbereichen sind, soweit sie einen Bezug zu Natur-,

Landschafts- und Heimatschutz habbri, ebenfalls berücksichtigt.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

62


Natur-, Landschafts- und Heimafschutz

Saehziele

vgl Erlauferungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang i 1-3

Grundlagen und Inventare / Biotop- und Artenschutz

Die von Menschen ausgehenden Einflüsse auf Natur und

Landschaft so gestalten, dass keine zusätzlichen Arten in

die Roten Listen kommen. Weitverbreitete Arten in ihrem

Bestand nicht durch anthropogene Einflüsse reduzieren.

[Massnahmen 7.01, 7.02, 7.06, 7.17, 7.19; Biotope und

Arten]

Gefährdete Arten und deren Lebensräume soweit erhalten,

dass keine Art in der Gefahrdungseinstufung schlechter

klassiert werden muss, und dass die Zahl der Arten in den

Roten Listen -jährlich um 1% reduziert werden kann.

[Massnahmen 7.01, 7.02, 7.03; Biotope und Arten]

Das grobmaschige Mosaik von national wichtigen

Lebensräumen (Inventare) innerhalb von 10 Jahren vervollständigen

und zusammen mit regionalen und lokalen

Lebensräumen zu einem Netz ausbauen. [Massnahmen

7.03, 7.04, 7.05, 7.11; Biotope und Arten]

In den nächsten zehn Jahren im Talgebiet auf mindestens

10 % der Fläche ökologisch und landschaftlich wertvolle

Lebensräume schaffen und in den Lebensraumverbund

einbeziehen. In Räumen mit (einigermassen) intaktem Lebensraumverbund

den Anteil ökologisch wichtiger Flächen

nicht verkleinem. [Massnahmen 7.04, 7.05; Biotope

und Arten, Ökologische Aufwertung]

Ol Die Erlebnisqualität der Landschaft erhalten und das Ergi

leben von Natur und Landschaft im direkten Wohnumfeld

«1 fordern. [Massnahmen 7.06, 7.07, 7.20, 7.21; Ausgleichs-

9 räume, Verbundenheit, Besonderheit eines Ortes, Ökologim

sehe Aufwertung]

E Die

angewandte Forschung im Bereich der nachhaltigen

Entwicklung von Natur, Landschaft und dem baulichen

Erbe fördern. [Massnahmen'7.08, 7.09, 7.24, 7.31, 7.32]

| Die Entwicklung der biologischen und landschaftlichen

Vielfalt überwachen und darüber informieren. [Massnahme

7.10]

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-^ fordern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

63

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

ïfïKantonalëj

|Richtp)anujigj

i Natu r-p La ndsc hdfts-~

und Heimatschutz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

£?r • Nafur-, Landschafts- und Heimafschuîz

feielhìzidb

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

I Die Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit der Biotop-,

Landschafts- und Ortsbildinventare verbessern. [Massnah:

men 7.11, 7.12,7.13]

;

Bundesaufgaben

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Zur Durchsetzung eines wirksamen Schutzes und einer

nachhaltigen Nutzung von Natur und Landschaft unterstützt

das BUWAL die bei Bundesaufgaben verantwortlicheji

Partner. [Massnahmen 7.11, 7.13,-7.14, 7.15, 7.17,

7.18,7.31]

Bei der Optimierung der Verfahren 'b&i 'Bundesaufgaben

mitwirken und die Interessen des Natur-, Landschafts- und

Heimatschutzes vertreten. [Massnahme 7.16] '

Im Überschnittsbereich von «Natur-, Landschafts- und

Heimatschutz» mit den übrigen Bereichen des «Umweltschutzes»

die Zusammenarbeit vertiefen, Synergien

erkennen und nutzen. [Massnahmen 7.17,7.18,7.19,7.20,

7.21,7.22,7.23]'

Querschnittsbezogene Akzente und Öffentlichkeitsarbeit

m Eine nachhaltige Landschaftsentwicklung durch Nutzungs-

und Forderungsstrategien nach dem Prinzip der

Integration in die Sektoralpohtiken unterstützen. [Massnahmen

7.23, 7.24, 7.25, 7.26]

Durch Leistungsaufträge und Globalbudgets Verfahren

vereinfachen und Kompetenzen stufengerecht zuweisen.

[Massnahme 7.27]

Erfolgskontrolle Und Qualitätssicherung der Massnahmen

1 des "Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes als Instrumente

aufbauen und durchführen. [Massnahmen 7.28,

7.29]

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-^ fördern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

64

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• vgl. Erläuterungen Seite 26 ff.

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Natur-, Landschaffs- und Heimafschütz J)

Im Rahmen von internationalen Aktivitäten die nachhaltige

Entwicklung von Natur,', Landschaft und-baulichem

Erbe fördern, insbesondere beim Vollzug von bestehen-'den

Konventionen. [Massnahme 7.30] * '

Hg Wassermit seinen vielfältigen Erscheinungsformen in der

Landschaft besser erlebbar werden lassen. [Massnahmen

1- 7.05, 7.31; Wasser und Leben]

Gebiete, in denen ein Defizit an biologischer' und landschaftlicher

Vielfalt besteht, ökologisch jmd gestalterisch

aufwerten. [Massnahmen' 7.04,, 7.06, 7.32;, Ökologische,

Aufwertung, Besonderheit eines: Ortes, Säume, Vielfalt

der Nutzungen]

Die Öffentlichkeit für die Werte .vpn Natur, Landschaft

und baulichem Erbe und deren schonende Entwicklung,'

sensibilisieren. Die Anliegen einer besseren Gestaltung

und Aufwertung der. Landschaft als Bestandteil einer

nachhaltigen Landsch'aftsentwicklung adressatengerecht , -

vermitteln.. [Massnahmen 7.31, 732, 7.33, 7.34; Verbun- •

denheit, Naturlandschaften,'Èigenentwicklûng, Wasser,

und Leben, Kulturlandschaften]/ < .

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Landschaffskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

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Partnerschaft Landschaft

Partenaîres pour ie paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

'Ké^ytîl'M^

'j}\ Natur-, Landschafts- und Heimafschutz

Mossru^iimeri

In den nächsten 10 Jahren sind für die national und international geschützten und

gefährdeten Arten und Populationen Artenschutzkonzepte zu erstellen und parallel

dazu umzusetzen. Das Wissen über die ökologischen Ansprüche und die

Verbreitung aller Arten ist,zu verbessern.

Federführung BUWAL Natur und Landschaft

Mitarbeit interessierte kantonale Fachstellen

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung laufendes Budget

Nächste Schritte • Artenschutzkonzepte erstellen

• Umsetzung

Die Roten Listen sind einer Revision zu unterziehen. Dabei sind/ generell die

lUCN-Kriterien anzuwenden, damit die Vergleichbarkeit unter den einzelnen

Listen und zwischen den gleichen Listen in einer Zeitreihe möglich wird. Eine

rechtliche Verbesserung der Stellung der Roten Listen wird geprüft.

Federführung BUWAL Natur und Landschaft

Mitarbeit interessierte kantonale Fachstellen, interessierte Organisationen

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung laufendes Budget

Landschaftskonzept Schweiz / Teil 11 BERICHT / Massnahmen

66


Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Massnahmen

Potential für grossräumige Naturvorranggebiete prüfen 7.03

In Zusammenarbeit mit interessierten Kantonen und Kreisen soll geprüft werden,

welche verschiedenen Formen grossräumiger Naturvorranggebiete (z.B. Biosphärenreservate)

möglich sind und wo diese realisiert werden könnten. Es geht

um einen neuen Blick auf grössere räumliche und funktionale Zusammeiüiänge

auf der Basis vorhandener Gebiete und regionalpolitischer Gegebenheiten.

BUWAL Natur und Landschaft

interessierte Kantone,, interessierte Kreise

ab 1998

laufendes Budget

Bildung einer Arbeitsgruppe

Ökologischer Ausgleich: Vorranggebiete ermitteln

Vorranggebiete für den ökologischen Ausgleich in landwirtschaftlichen Gunstlagen

auf nationaler Ebene erfassen und vorschlagen". Auf dieser Basis Prioritäten

bei den NHG-Beiträgen in Zusammenarbeit mit den Kantonen festlegen.

BUWAL Natur und Landschaft

betroffene Bundesstellen, ENHK, kantonale Fachstellen

ab 1998

4.02, 5.02, 5.03, 5.04, 6.03

laufendes Budget

• Prüfen der Ergebnisse der laufenden Studie

• Abklärung mit den Kantonen

• Umsetzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

67

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster'Schritt

7.04

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

^Ndtur-, LänäscHäjftsund

Heimatschutz


Ss^^^r-^^—S^^ß

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

- '-'-'VM

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

um

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

V Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

M


Natur-, Landschaffs- und Heimafschufz -£?

:Lfe£ehfai|föMÄ

Attraktive Fuss- und Wanderwegenetze und reaktivierte historische Verkehrswege

sind wichtige Voraussetzungen zur Förderung der Lebensqualität in der Siedlung

(z.B. weniger Lärm, Fussgängersicherheit),. der Erholung, des Landschaftserlebnisses

und des Tourismus, der Gesundheit sowie des bewussten und sparsamen

Umgangs mit Energie und den weiteren Ressourcen der Umwelt. Die

Bestrebungen des Bundes zur Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs, insbesondere

des Gehens zu Fuss, sind zu verstärken und durch Nutzen von Synergien

zu optimieren.

BUWAL Natur und Landschaft

BUWAL Luftreinhaltung, BUWAL Lärmbekämpfung, BAG, BEW,

D. GVF, interessierte Kantone, interessierte Organisationen

(z.B. ARF, SAW, Schweiz Tourismus; SAC)

ab 1998

3.02, 3.05

keine Zusatzkosten

• Kontaktgruppe bilden

• Schwerpunkte setzen

• Synergien nutzen z.B. mit Aktionsplan

«Umwelt und Gesundheit» und «Energie 2000»

Grundlagen und Strategien erarbeiten, um die Akzeptanz der verschiedenen Landschaftsnutzer

für eine nachhaltige Entwicklung zu erhöhen. Die Zusammenarbeit

mit Hochschulen, Nutzergrappen und weiteren interessierten Kreisen (Nationalfonds,

Forschungsschwerpunkt «Kulturlandschaft» in Österreich) verstärken und

Synergien besser nutzen.

BUWAL Natur und Landschaft

BAK, interessierte Bundesämter, Forschungsstellen (z;.B. WSL, Hochschulen,

SANW), interessierte Kantone, Nutzergrappen

ab 1998

3.07

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe

• Grundlagen zusammenstellen

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

69

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

und Heimatschütz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Natur-, Landschafts- und Heimatschuiz

issncïnmen

^jy^l^eatggsçhutz: Grundlagen schaffen

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächster Schritt

pm^mmwzMg^itiiixxwiMi

Fachliche Grundlagen erarbeiten sowie rechtliche Grundlagen des Geotopschutzes

im Vergleich mit dem Biotopschutz prüfen und allenfalls neue Bestimmungen vorschlagen.

Die wissenschafthche und pädagogische Bedeutung von Geotopen laufend

beachten und den geologischen Aspekt im Landschaftsschutz (z.B. geologische

Aufschlüsse beim Bau von Verkehrsinfrastruktur) berücksichtigen. Raumrelevant

tätige Bundésstellen für das Thema Geotope sensibilisieren.

BUWAL Natur und Landschaft

LHG, SANW, interessierte kantonale Fachstellen, interessierte Kreise

(z.B. AG Geotopschutz Schweiz)

ab 1998

laufendes Budget

• Arbeitsgruppe bilden

• rechtliche Grundlagen prüfen

• Öffentlichkeitsarbeit

Ein System zur Überwachung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt ist zu

schaffen. Die Ergebnisse der Überwachungen dienen als Grundlage für die Berichterstattung,

als Hilfsmittel für Landschaftsentwicklungskonzepte und zur Frühwarnung.

Bestehende natur-, landschafts- und heimatschutzrelevante Datenbestände

sind nachzufühlen und zu ergänzen. Die Verknüpfung mit anderen Datenbeständen

dçr Umweltbeobachtung im Rahmen der AGUB und dçr IKUB und die

Integration in neue Untersuchungen wird unterstützt. Die Daten und ihre Interpretation

sollen zu der im Aufbau befindenden Erfolgskontrolle im Bereich Natur,

Landschafts- und Heimatschutz beitragen.

BUWAL Natur und Landschaft

BFS, AGUB, IKUB, interessierte Kantone, interessierte Kreise (z.B. WSL,

CSCF, CRSF, SANW)

laufend

8.05

laufendes Budget

Schaffen eines Überwachungssystems für die biologische und landschaftliche

Vielfalt

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

70


Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Massnahmen

Inventare als Konzept und Sachpläne des Bundes;

Die verschiedenen Bundesmventare vervollständigen und abstimmen In geeigneter

Form soll eine Übersicht der bestehenden Inventare zusammengestellt werden

Umsetzung der Motionen Bisig (M95 3272) und Maissen (M95 3312) Die Inventare

zu Konzepten bzw Sachplanen des Bundes erklaren

BUWAL Natur und Landschaft

BRP, interessierte Kantone

ab 1998

8 03, 8 06

laufendes Budget

konzeptionelle Arbeiten

Sachplan erarbeiten und festlegen

Eine verbesserte Formulierung der Schutzziele ist anzustreben und fur die einzelnen

Objekte sind klare Schutzkonzepte zur Zielerreichung zu erarbeiten

BUWAL Natur und Landschaft

ENHK, interessierte Kantone

ab' 1998

3 02

laufendes Budget

Überprüfen der Schutzziele

Verknüpfen mit Sachplan Landschaft

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

71

MI*

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

INatyn-f __

|yri âj^ëîmatscHuÎgj


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

^ : ^of

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

%

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

V Natur-, Landschafts- und Heimatschulz

M


Natur-, Landschafîs- und Heimatschutz V

Massue li men

Grundlagendes Natur-, Landschafts- und Hëimatsphutzè|;'s

Wiederkehrende Frage- und Problemstellungen im Bereich des Natur-, Landschafts-

und Heimatschutzes sind auf grundsätzlicher Ebene zusammen mit den

zuständigen Bundesstellen zu klären und weiterhin in Form von bereichsspezifischen

Wegleitungen den Interessierten zugänglich zu machen. Hinweise zum Umgang

mit Schutzgebieten und empfindlichen Lebensräumen, Grundsätze zur Gestaltung

sowie Prinzipien der ökologischen Begleitung bei der Realisierung sollen

zur Optimierung von Bauvorhaben und zur Entlastung der Bewilligungsverfahren

beitragen.

BUWAL Natur und Landschaft, BAK

zuständige Bundesstellen

laufend

1.01, 2.01, 5.05, 10.01, 10.03, 10.11, 13.01

laufendes Budget

Bei grösseren Bauprojekten (im Bereich empfindlicher Lebensräume auch bei

kleineren Projekten) wird zusammen mit den zuständigen Bundesstellen für den

möglichst frühzeitigen Einbezug der Fachstellen und für die gesetzeskonforme

Berücksichtigung der Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes gesorgt.

Mittels direkter, frühzeitiger Kontakte zwischen den fur das Bauprojekt zuständigen

Stellen mit dem BUWAL und dem BAK sollen Konflikte im späteren

Bewilligungsverfahren minimiert sowie ""zeit- und kostenintensive Projektänderungen

vermieden werden. " .

BUWAL Natur und Landschaft, BAK

zuständige Bundesstellen

laufend

1.03

keine Zusatzkosten ~

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

73

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont ,

Koordination mit

Finanzierung

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

.Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

INatur^landschäftsj

•junä HeimatscKutz , :


.vìr*«~*^3

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Massnditmen

^KÄ^I?^ • Ì;À^§^3&^% y^tt ^ÇhnologiefMgen

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Wo der Bund die Anwendung neuer Technologien oder Entwicklungen abschätzt,

sollen auch die Auswirkungen in Bezug auf den Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

abgeklärt werden. Beim Auftreten von nachweisbaren oder voraussehbaren

Problemen werden bei zuständigen Stellen Auflagen oder der Verzicht beantragt.

zuständiges Bundesamt, BUWAL

BUWAL Natur und Landschaft, interessierte Kreise (z.B. S ANW)

ab 1998

variabel „von Fall zu Fall

Zusammenarbeit aufbauen

Bei der Bearbeitung von Bundesaufgaben fjür die Bündelung von Verkehrsanlagen

und elektrischen Freileitungen sorgen und durch raumplanerische Massnahmen

mit der Siedlungsentwicklung und mit dem Immissionsschutz abstimmen.

Federführung BUWAL Natur und Landschaft, zustandige Bundesstellen

Mitarbeit BRP, interessierte Kantone

Zeithorizont laufend

Finanzierung keine Zusatzkosten '

Landschaftskonzept Schweiz / Teil 11 BERICHT / Massnahmen

74


Natur-, Landschaffs- und Heimatschutz

Massnahmen

Schutz der Lebensräume vor übermässigen Schadstoffeinträgen

aus der Atmosphäre,

Zum Schutz der Natur und zur Erhaltung der Lebensräume sind Schadstoffeinträge

und Emissionen soweit zu reduzieren, dass die Imniissionsgrenzwerte (IWG) der

Luftreinhalte-Verordnung (LRV) sowie die «critical loads/levels» gemäss der

UN/ECE-Konvention über weiträumige, grenzüberschreitende Luftverunreinigungen

eingehalten werden. Die Schweiz beteiligt sich weiterhin an den

internationalen Arbeiten zur Ermittlung von kritischen Belastungswerten und setzt

sich für eine entsprechende Verschärfung der Protokolle zum Übereinkommen

über weiträumige, grenzüberschreitende Luftverunreinigung von 19-79 ein.

7.19

BUWAL Luftreinhaltung Federführung

BUWAL Natur und Landschaft, Mitarbeit

BUWAL Eidg. Forstdirektion, interessierte Kreise

laufend Zeithorizorit

keine Zusatzkosten Finanzierung

Bodensfunktionsfähig, erhaltene

Die Entsiegelung und Revitalisierung von Boden fördern. Bei der Strategie der

bauhchen Verdichtung ist dem Aspekt von Grünflächen und entsiegeltem Boden

genügend Raum zu geben.

BUWAL Stoffe, Boden, Biotechnologie

BUWAL Natur und Landschaft, BRP, interessierte Kantone

ab 1998

laufendes Budget

• Klären der Grundsatzfragen

• Umsetzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

75

S2@,

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont"

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft J-andschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

JNatur-v Landschaftsund

Heimatschutz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit,

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

V Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

McossineiiimerB

Zur Verhinderung oder Reduktion von Lärmimmissionen in geeigneten Gebieten

(naturnahe Landschaften, BLN-Gebiete, wichtige Erholungsräume) ist eine

Wegleitung auszuarbeiten. Die Wegleitung soll Möglichkeiten aufzeigen, wie ergänzend

zu den Instrumenten der Lärmschutzverordnung die Ruhe oder die einer

Landschaft eigenen Geräusche erhalten oder wiederhergestellt werden können.

BUWAL Lärmbekämpfung

BÙWAL Natur,und Landschaft, betroffene Bundesstellen, interessierte Kantone

ab 1998

6.02, 11.06, 11.07

laufendes Budget

Erarbeiten einer Wegleitung

Zur Minimierung der landwirtschaftsbedingten Schadstoffeinträge in Gewässer

sind die geschützten und gesetzlich vorgeschriebenen Uferzonen durch freiwillige

Vereinbarungen mit den Bewirtschaftem zu ergänzen und als natumaher Gewässerraum

zu gestalten. Den Gewässern ist genügend Raum zu geben, damit die verschiedenen

Gewässerfunktionen sichergestellt werden können.

BUWAL Gewässerschutz und Fischerei, BUWAL Natur und Landschaft

BLW, BWW

ab 1998

keine Zusatzkosten

Kompetenzen und Umsetzungsmöglichkeiten klären

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

76


Natur-, Landschafts- und Heimafschufz

Finanzierungsmodell für sanierungsbedürftige

..-•^GeiwasseriStrëcke^atmckëlnï

Die Sanierung von Gewässerstrecken, die durch Wasserentnahme beeinträchtigt

sind, insbesondere in inventarisierten Gebieten (Inventare nach NHG), kann nicht

ohne Entschädigung erfolgen. Ein Finanzierungsmodell basierend auf Lenkungsabgaben

oder einem Wasser-Rappen ist zu entwickeln.

«.•aBBu^MHMHnaa«

BUWAL Gewässerschutz und Fischerei

BUWAL Natur und Landschaft, BWW, interessierte Kantone

ab 1998

keine Zusatzkosten

Entwickeln eines Finanzierungsmodells

^»i^A'nreizeWcK^

RtftUmgangimijy^

Anreizsysteme zur nachhaltigen Entwicklung von Natur 1 und Landschaft sowie

zum schonenden Umgang mit kulturhistorischen Stätten zusammen mit den

Nutzem schaffen und ausbauen. Strategien erarbeiten und Musterbeispiele nachhaltigen

Umgangs mit Natur, Landschaft und bauhchem Erbe dokumentieren, weiterverbreiten

und umsetzen.

BUWAL Natur und Landschaft

interessierte Kreise (z.B. Hochschulen, SAC)

ab 1998

9.01

laufendes Budget

• Strategie erarbeiten

• Anwendungsbereiche bestimmen

• Umsetzung von Modellprojekten

Landschaftskonzept Schweiz /"Teil II BERICHT / Massnahmen

77

7-.23

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

und Heimatschutz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

'•*


Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Massnahmen

Globalsubventionen H 7.2/

Mit Globalbudgets an die kantonalen Fachstellen werden die Geschäftsabläufe zur

Erfüllung ihrer Aufgaben im Bereich des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

vereinfacht. Mit den Kantonen werden Leistungsaufträge vereinbart.

BUWAL Natur und Landschaft

Kantone

ab 1998

laufendes Budget

siehe Projekt «Neuer Finanzausgleich»

u ; -.-- ^Ei^gsfe^TOlle^ßi^mä^^

Für jedes Bundesinventar wird eine Erfolgskontrolle aufgebaut und durchgeführt.

Sie dient der Sicherung der Qualität der geschützten Objekte. Korrekturen der

Pflegemassnahmen und der Schutzziele können frühzeitig erfolgen und Mängel im

Vollzug behoben werden. Es werden Standard-Methoden erarbeitet, an welche die

Kantone anknüpfen können.

BUWAL Natur und Landschaft

betroffene Bundesstellen, ENHK, interessierte Kantone

ab 1998

laufendes Budget

• Aufbau der Erfolgskontrolle

• Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen

Landschaftskonzept Schweiz / Teil 11 BERICHT / Massnahmen

79

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Laratschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

und Heimatschutz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

V Natur-, Landschafts- und Heimafschutz

ßÄQissmiQilhiimieira

/*•


Natur-, Landschaffs- und Heimaischuiz W

^ssMEDBinein

Bei der Erfüllung von Bundesaufgaben soll dem Element Wasser besondere Aufmerksamkeit

geschenkt werden. Insbesonders sollen die Möglichkeiten von offe-

nnd ^ ah ^ Ge T Seimbmnëea ' VOn Synergien ** dem Hochwasserschutz

und der Quditatsverbesserung des Wassers am Beispiel voh Projekten geprüft

Werden. Die Erarbeitung von übergeordneten Konzepten soll beispielhaft gefördert

werden um dem Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungsformen in der

L^dschaft mehr Raum zu geben. Zudem soll eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit

die ökologische und ästhetische Bedeutung des Wassers aufzeigen.

BUWAL Natur und Landschaft, BWW

BUWAL Gewässerschutz und Fischerei, BRP, interessierte Kantone,

interessierte Kreise

laufend

• 12.02, 12.03, 12.05

laufendes Budget

• Partnerschaften bilden

• geeignete Konzepte unterstützen

• Öffentlichkeitsarbeit

Boaandschaftsverändemdcn Eingriffen soll eine ökologische und ästhetische Aufwertung

der Landschaft als öffentliches Gut angestrebt werden. Die Landschaftsgestaltung

braucht dabei eine gesamtheitliche Betrachtungsweise, welche den

Qualitäten wie Schönheit, Vielfalt und Eigenart gerecht wird oder die ZugängUchkeit

berücksichtigt. Dabei sind bisher zuwenig geklarte Fragen in einer breiten

Diskussion zu behandeln. Grundlagen und eine Wegleitung werden erarbeitet die

aufzeigen, wie das Thema berücksichtigt werden kann.

, ^ „ _ , - BUWAL Natur und Landschaft, BAK

betroffene Bundesstellen, ENHK, WSL, interessierte Kantone, Hochschulen

ab 1998

4.02, 5.05, 6.03, 10.01, 10.07

" laufendes Budget

• Bilden eines Forums «Landschaftsgestaltung»

• Erarbeiten einer Wegleitung

1 • Umsetzung

Landschqftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

81

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

(•^WJÏ^-

^

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insiemq per il paesaggio


^X ** ^x}"

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Koordination mit

Finanzierung

Nächste Schritte

Natur-, Landschafts- und Heimaïschuiz

^ssiM Hirnen

ß&rtrierschäftenfür die Öffentlichkeitsarbeit stärken und neue schaffen

Bei der Öffentlichkeitsarbeit Synergien für eine adressatengerechte und kreative

Umsetzung der Anliegen einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung nutzen. Die

-Zusammenarbeit mit den Medien fördern. Die direkte Zugänglichkeit zu Informationen

verbessern. Trägerschaften, die sich auf eine breitenwirksame Information

über Zustand von Natur und Landschaft und Wege zu einem schonenden Umgang

mit den Leben&grundlagen und dem baulichen Erbe spezialisiert haben, stärken

und mit ihnen vermehrt zusammenarbeiten. Partnerschaften mit Nutzergruppen

eingehen, um die Bevölkerung für die Werte von Natur, Landschaft und baulichem

Erbe und ihre Pflege zu sensibilisieren.

BUWAL Natur und Landschaft, BAK und interessierte Bundesämter

interessierte Kantone, Medien, interessierte Organisationen, Nutzergruppen

ab 1998 '

3.04, 5.04, 11.09

laufendes Budget

• Partnerschaften bilden

• kreative Beispiele adressatengerechter Öffentlichkeitsarbeit erarbeiten

und^umsetzen

Die Anliegen und Umsetzungsmoglichkeiten einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung

werden vermehrt in die Aus- und Weiterbildung integriert.

Federführung BUWAL Natur und Landschaft, BAK

Mitarbeit Institutionen, interessierte Organisationen

Zeithorizont ab 1998

Koordination mit 3.06, 4.01, 5.04, 6.04, 9.01,10.02, 12.01

Finanzierung laufendes Budget

Nächster Schritt Partnerschaften bilden

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

82


Natur-, Landschafts- und Heimatschutz

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

'" 8.3

Partnerschaft tandschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Natur-, Landschaftsund

Heimatschutz


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

[&@ym[pD®BTi(

Allgemeine Hinweise

Ziele der Raumplanung gemäss Bundesverfassung sind die zweckmässige Nutzung

des Bodens, die geordnete Besiedlung des Landes sowie die Trennung des

Baugebietes, vom Nichtbaugebièt. Damit ist die Raumplanung ein umfassender

Optimierungsprozess und ein wichtiges Mittel der Raumordnungspolitik. Das'

Bundesamt für Raumplanung (BRP) koordiniert die Umsetzung der Bundespolitik

im Bereich der Raumplanung; es wird von der Raumordnungskonferenz des

Bundes (ROK) unterstützt.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

84


Raumplanung Q

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang £ l-S

ö O CD

1

Boden durch zweckmässige Zuweisung vielfältiger und

überlagernder Nutzungen sowie durch differenzierte Nutzungsordnung

so nutzen, dass sich Natur und Landschaft

optimal entwickeln können. [Massnahmen 8.01, 8.02,

8.04; Minimale Eingriffe] '

Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

durch die dezentrale Konzentration der Besiedlung unterstützen.

[Massnahmen 8.01, 8.02, 8.04, 8.05; Kulturlandschaften]

1

Ausdehnung der Siedlungen begrenzen, Siedlungen nach

innen entwickeln und mit Mass verdichten, Nichtsiedlungsgebiete

vom Siedlungsdruck entlasten. [Massnahmen

8.02, 8.04, 8.05; Nutzungen konzentrieren]

Belastende Nutzungen, insbesondere Bauten und Anlagen

der Infrastruktur, unter Berücksichtigung der gesamträumlichen

Entwicklung, des Landschaftsschutzes und

des Immissionsschutzes räumlich konzentrieren und bündeln.

[Massnahmen 8.02, 8.04; Nutzungen konzentrieren]

Mit raumplanerischen Mitteln eine nachhaltige Bewirtschaftung

der Landwirtschaftsflächen fördern. [Massnahmen

8.01, 8.02, 8.04, 8.05; Standortverhältnisse]

Schutzwürdige Natur- und Külturobjekte sowie Landschaften

erhalten." [Massnahmen 8.02, 8.04, 8.05; Wertvolle

Kulturobjekte]

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

85

^Raumplanung

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Zm N^KÄffSÄ

iRicKtf)lqhurig ,i


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Raumplanung

Massnahmen

SiÖI Revidierte B.estimmungen RPG (bzw. RPV) erläutern

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Erläuterungen zum Vollzug der revidierten Bestimmungen und zur Beachtung der

Anliegen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes bei der Umschreibung der

zonenkonformen Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone und den Ausnahmen

für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen verfügbar machen.

BRP

BLW, BUWAL, BAK, BJ '

auf Inkrafttreten Revision RPG (bzw. RPV)

keine Zusatzkosten / laufendes Budget

abhängig von der Beratung der Revisionsvorlage des RPG im Parlament

|stratëgiènjiei^ç|ftïazugè:derJlaumordrijuìg Schweiz um^etzçir

Zu entwickelnde konzeptionelle Vorstellungen über die raumplanerische Behandlung

von ländlichen Gebieten und von Agglomerationsgebieten sowie Grundlagen

zur räumlichen Vernetzung der Schweiz mit Europa mit dem Landschaftskonzept

Schweiz abstimmen (vgl. «Realisierungsprogramm 1996-1999», 1.01.1/2/3).

Federführung BRP

Mitarbeit ROK, BWA, BAV, BUWAL, D. GVF

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung keine Zusatzkosten / laufendes Budget

iâaïîaMiAlofl^^^

Aus dem LKS resultierende Anforderungen an die Konzepte, Sachpläne und Bauvorhaben

des Bundes verdeutlichen.

Federführung BRP, für Sachbereiche zuständige Bundesstelle

Mitarbeit ROK

Zeithorizont laufend

Finanzierung keine Zusatzkosten / laufendes Budget

Nächster Schritt Einbezug in die laufenden Arbeiten der zuständigen Bundesstellen

Raumplanung^

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

86


Raumplanung |?|

Massnahmen

Kohärenz im raumwirksamen Handeln erzielen

Die Bundesstellen integrieren das LKS adäquat in ihre Planungen und beraten die

Kantone bei der Berücksichtigung des JJKS in der kantonalen Richtplanung.

BRP

BUWAL, für Sachbereich zuständige Bundesstelle

laufend

keine Zusatzkosten / laufendes Budget

Informationsarbeit

Veränäerühgen der Ländschaft dpîiumênïiferen^

Im Rahmen des Programmes «Raumbeobachtung Schweiz» die Veränderungen

der Landschaft, der Bodennutzung und der Strukturen dokumentieren und Entwicklungen

aufzeigen.

BRP

ENHK, BFS, BUWAL

laufend

keine Zusatzkosten / laufendes Budget '

• Veröffentlichung «Vademecum Raumplanung Schweiz»

• Veröffentlichung der Untersuchung über Siedlungsstruktur Schweiz

• Neuausrichtung der Untersuchung über Veränderungen der

Landschaft

Raumplanungsrechtliche Wirkung Von Buridesihvënïarëiîl;

Realisierung erfolgt im Rahmen der Bearbeitung der Motionen Maissen und Bisig.

l

BUWAL, BRP, BAK

interessierte Kantone

ab 1998

keine Zusatzkosten

• konzeptionelle Arbeiten

• ' Umsetzung

Landschaftskonzepf Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

- 87

8.04;

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

SSùî

mi

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

'Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

j:Raùmplqnung||jff|^S_


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

D^egi^inicalp^liiriik

Allgemeine Hinweise

Für die Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Regionalpolitik ist das Bundesamt

für Wirtschaft und Arbeit (BWA) zuständig. Das BWA hat gemäss Art. 2c und

3 NHG die Pflicht, bei seinen Subventionsentscheiden die Aspekte des Natur-;

Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen.

'Aus der Sicht des BWAhat die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, die Erhaltung

der dezentralen ländlichen Besiedlung und die ausgewogene regionale Entwicklung

Priorität. Diese Entwicklung muss - insbesondere durch die Berücksichtigung kulturräumlicher

und soziokuUureller Rahmenbedingunêen der betroffenen Regionen

- nachhaltig sein und damit auch den Werten des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

Rechnung tragen. Die Gemeinschaftsaufgabe «Regionalpolitik» wird

nach dem Prinzip der Subsidiarität umgesetzt.

Landschafekonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

88


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Ziele des Landschaftskonzeptes Schweizr regionsspezifisch

umsetzen und in die raumrelevanten Konzepte und

Programme integrieren. [Massnahmen 9.01, 9.02, 9.04]

Konzepte und Programme mit Schwerpunkt Natur und

Landschaft, die zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen

Entwicklung beitragen, fördern. [Massnahmen 9.02,

9.04; Standortverhältnisse]

Die kantonalen und regionalen Partner der Regionalpolitik

in die Lage versetzen, die Ziele des LKS umzusetzen

(z.B. mit Arbeitshilfen). [Massnahmen 9.01,

9.O2; 9.04]

IDie Arbeiten (Konzepte, Programme und Projekte) an

guten Beispielen orientieren und diese gemeinsam mit

dem Bund zu einem Qualitatssicherungsinstrument weiterentwickeln."

[Massnahmen 9.03, 9.04]

Schutz-, Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen im Bereich

Natur und Landschaft als integrale Bestandteile der Pro-

Ijekte behandeln. [Massnahmen 9.01, 9.02, 9.03, 9.04;

Ökologische Aufwertung]

Externe Kosten und Nutzen aus dem Bereich Natur und

Landschaft als Bestandteil des Projektes anerkennen und

integrieren. [Massnahmen 9.01, 9.02, 9.03, 9.04]

Finanzielle Beiträge an Projekte, die in einem erheblichen

Widerspruch zu den Zielen des LKS stehen, ablehnen.

[Massnahmen 9.01, 9.02, 9.03, 9.04; Kulturlandschaften]

Regionalpolifik ^

S^chzîeBe

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

89

: Reg i b n a I politi k

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour fe paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

%||flf|fe%;§l(0

Jî^JZ

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

E^j Regionalpolitik

Mos&iMhffsien

fi&nwëhaùtig^h^

Die schweizerische Regionalpolitik kennt als eines ihrer zentralen Instrumente die

Gewährung von Investitionshilfen im Rahmen der Massnahmen zum IHG. Diese

Finanzhilfe beeinflusst die Entwicklung in den Regionen und ist daher ein,relevantes

Instrument zur Umsetzung der Ziele des LKS im Rahmen der Tätigkeiten

des Bundes. Zur frühzeitigen Information der Subventionsempfänger über die

natur- und landschaftsrelevanten Qualitätsanforderungen an die Projekte sind die

entsprechenden Richtlinien anzuwenden und weiterzuentwickeln. Denkbar sind

neue Arbeitshilfen, eine Verstärkung der Aus- und Weiterbildungsanstrengungen

und die Integration von Natur- und Landschaftsspezialisten in regionale Organe.

BWA Abt. Regionalpolitik

BUWAL, BLW, ENHK

ab 1998

laufendes Budget / keine Zusatzkosten

• Entwürfe regionaler.Entwicklungskonzepte überprüfen

• Information der Kantone und Regionen über die Auswirkungen des LKS auf

die Subventionspolitik

• Umsetzung

Die Regionalpolitik erhält neue Schwerpunkte ihrer Tätigkeit im ländlichen Raum.

Kooperationsprojekte sollen, mit Finanzhilfen gefördert werden. Ziele und Inhalte

des LKS sind im Sinne einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise zu berücksichtigen.

Die Zusammenarbeit auf Bundesebene dient als Grundlage für entsprechende

Regelungen mit Kantonen, Regionen und Gemeinden.

BWA Abt. Regionalpolitik

BUWAL, BRP, BLW

ab 1998 - '

laufendes Budget / keine Zusatzkosten

• Erarbeitung der formellen und materiellen Zusammenarbeitsregelung zwischen

BWA Abt. Regionalpolitik und'BUWAL

• Umsetzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

90


Regionalpolitik

Massnahmen

Qualitätssicherungsinstrument

Zur Verbesserung von Konzepten, Programmen und Projekten sollen gute Beispiele

bezeichnet werden, welche als Grundlage für die Beurteilung ähnlicher

Produkte dienen sollen (z.B. Minimalanforderungen aus der Sicht des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes). In der Evaluation der Regionalpolitik durch

das BWA wird das LKS berücksichtigt.

BWA Abt. Regionalpolitik

BUWAL, Fachstellen interessierter Kantone

ab 1998

laufendes Budget

• Zusammenstellung einer Arbeitsgruppe

• Vorgehen beschliessen

• Zeitplan für die Erarbeitung des

Qualitätssicherangsmstrumentes festlegen

Berücksichtigung LKS bei Sprechung ; von FinanzhilfenH

Finanzielle Beiträge an Projekte, die in einem erheblichen Widerspruch zu den

Zielen des LKS stehen, ablehnen. Finanzhilfen werden nur gewahrt, wenn für die

Region verbindliche Grundlagen der Landschaftsentwicklung und zum Schutz von

Lebensräumen bestehen.

BWA Abt. Regionalpolitik

BUWAL, Fachstellen interessierter Kantone

laufend

laufendes Budget / keine Zusatzkosten

Information der Kantone und Regionen

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

91

9.03

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Ä0


^^^^l

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

D® VerkeEw

Mu- A^^T^v,

V-A^

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Verkehr 0®

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang 1-°

-^ ta

° o>

| Förderung des öffentlichen Verkehrs, welcher die Bildung

von dezentralen Schwerpunkten in der Siedlungsentwicklung

begünstigt, sowie der.Fusswegverbindungen und' der Radwege.

[Massnahmen 10.08,10.12; Nutzungen konzentrieren]

Durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossene Bereiche

intensiver nutzen. [Massnahmen 10.05, 10.08,

10.09; Vielfalt der Nutzungen]

Bei der Beurteilung der Zweckmässigkeit neuer Vorhaben

berücksichtigt die zustandige Stelle die Verträglichkeit mit

Natur und Landschaft, wobei sie auch Auf wertungsmöglichkeiten

evaluiert. [Massnahmen 10.09; Kulturlandschaften]

LEB Die Trennwirkung neuer und bestehender Verkehrsanlagen

minimieren. [Massnahmen 10.01, 10.02, 10.03,

10.04, 10.07, 10.10, 10.11; Säume]

Unbefriedigende, durch Verkehrsanlagen hervorgerufene

Zustände für Natur und Landschaft bei Um- oder Ausbauten

im Rahmen des sachlich und finanziell Vertretbaren

sanieren. [Massnahmen 10.01, 10.03, 10.06, 10.07,

10.11; Ökologische Aufwertung]

Im Zusammenhang mit Lärmschutzprojekten zur Gestaltung

von Landschaften, insbesondere in Siedlungen, beitragen und

die negativen Auswirkungen auf Natur und Landschaft minimieren.'[Massnahmen

10.01,10.04; Ökologische Aufwertung]

1

Mit begleitenden Instrumenten der Qualitätssicherung bei

Projektierung, Bau und Unterhalt von Verkehrsanlagen

die Umsetzung des Natur- und Landschaftsschutzes optimieren.

[Massnahmen 10.01, 10.02, 10.07, 10.11; Nutzungen

konzentrieren]

Unbenutzte oder an Verkehrsanlagen angrenzende Flächen

wo möglich als Ausgleichsflächen (Art. 18b Abs. 1

NHG) freihalten. [Massnahmen 10.02, 10.11; Säume]

|H Das bestehende Strassennetz bei der Planung von Umfahm

rungsstrassen einbeziehen. Insbesondere im zu entlastenm

den Siedlungsgebiet Verkehr dauerhaft reduzieren.

pfj [Massnahme 10.12; Ausgleichsräume] '

-

•8 1

-1 1

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Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

93

O erhalten

-^ fordern

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

|Riçhtplanung|

rei ^ LI I n *i\* 111 • J11* Vi


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

•*£&

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Verkehr

dssnanme

^eglejtürig «N^tur- und latìdschaftsschonender Bau und Unterhalt von

^jéke^sanlagën» ;

Zu den Bereichen Planung, Bau, Renaturierung und Unterhalt von Verkehrsanlagen

sollen Empfehlungen erarbeitet werden, welche einen schonenden

Umgang mit Natur und Landschaft ermöglichen. Insbesondere sind Fragen wie

ökologische Ersatzmassnahmen sowie Empfehlungen zur Minimierung der

Trennwirkung praxisnah darzustellen.

BUWAL

BAV, ASTRA, SBB, BLW, kantonale Tiefbauämter, interessierte Verbände

(z.B. ARF, VSS)

ab 2002

laufendes Budget

Bildung einer Arbeitsgruppe und Festlegung eines Arbeitsprogrammes

tossmäift ....

Zar Optimierung der Bau- und Unterhaltsarbeiten in bezug auf den Natur- und

Landschaftsschutz soll das Wissen der direkt beteiligten Fachleute (z.B. auch

Angestellte für den Unterhalt der Anlagen) in Zusammenarbeit mit den Kantonen

vertieft werden.

BUWAL

SBB, Fachverbände, SANU, interessierte Kantone

ab 1998

laufendes Budget, selbsttragende Kurse

• Erarbeitung eines Aus- und Weiterbildungskonzeptes in Zusammenarbeit mit

Fachverbänden^und Schulen

• Durchführung von Kursen

Yerkehr Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

94


Verkehr yûM

Massnahmen

Empfehlungen für Wildüberführungen bei Strassen und Bahnen

Wüdtierpopulationeri sollen durch Verkehrsachsen möglichst wenig gefährdet

werden. Eine zur Erhaltung betroffener Populationen notwendige, verkehrsachsenquerende

Durchlässigkeit wird angestrebt. Der Einsatz angemessener baulicher

Massnahmen zu diesen Zwecken (Wildzäune, Wildtierpassagen) wird in

Empfehlungen erläutert.

' • • ; BAV

kantonale Tiefbauämter, ASTRA, SBB, BUWAL

ab 1998

laufendes Budget

Empfehlungen erarbeiten (bis' 1999) '

laufende Umsetzung... .

Koordination mit Massnahme 10.01. sicherstellen

Wo ausreichend Platz vorhanden ist, sollen als Lärmschutzmassnahme entlang von

Verkehrsinfrastrukturen ;soweit finanziell tragbar Terrainmodulationen oder die

Aufschüttung von Wällen der Erstellung von Wänden vorgezogen werden. Wällehaben

ökologisch grosse Vorteile gegenüber Wänden und sind im allgemeinen,

auch landschaftsverträglicher. - " '

BUWAL

interessierte Verbände (z.B. VSS), kantonale Tiefb'auämter, ASTRA, SBB, BAV

• ' • . laufend

-, laufendes Budget

• Überarbeitung der Wegleitung «Einfügung von Stützmauern

, und Lärmschutzwänden in die Landschaft»

• Umsetzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

' 95

10.03

— . | --»»— _.

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung "

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung ,.

Nächste Schritte '

^iFlceiir-;

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme "per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Wi Verkehr

j^Qssmahmein)

\

K^ÄäFeoäSi^^^^ in w^wm* W-

Auf der Basis geplanter Untersuchungen auf dem Gebiet der Lebensraumzerschneidung

(z.B. 10.03 und 10.10 sowie COST-Aktion 341 «Habitatsfragmentation»)

wird die Aufnahme der Landschaftswerte in der Monetarisierung externer

Umweltkosten erforscht. Die umfassende Berücksichtigung und kostenmässige

Bewertung (externe, sozial? Kosten) von Natur und Landschaft in Zusammenhang

mit Verkehrsanlagen soll besonders beachtet werden (z.B. im Rahmen einer

Zweckmässigkeitsbeurteilung von Verkehrsvorhaben.

D. GVF

BUWAL, ASTRA, interessierte Kreise >

ab 1998

laufendes Budget '

• Erarbeitung eines Forschungskonzeptes

• Umsetzung

UGUS® mOjHQg&Himiff^

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

H^ililMB^

£$*¥? 'WJ^C'"»

Auf der Basis der 1995 erschienenen Wegleitung zu Art. 28 des Bundesgesetzes

über die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer (MinVG) ist

raschmòglichst eine Wirkungskontrolle aufzubauen. Es geht zürn feeispiel um die

systematische Erfassung der durch Art. 28 MinVG finanzierten Massnahmen

zugunsten des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes.

BUWAL

ASTRA, BAK

ab 1998

laufendes Budget

• Erarbeitung eines Controlling-Konzeptes

• Durchführung der Wirkungskontrolle

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

96


Verkehr G©

Sanierung von bestehenden verkehrsbedirigteri

Landschaftsbeeinträchtigungien

Im Zusammenhang mit dem Um- und Ausbau von bestehenden Verkehrsanlagen

bietet sich die Gelegenheit, einen Beitrag an die Sanierung von Schäden an Natur

und Landschaft zu leisten. Diese Sanierungen können mit Massnahmen fur den

ökologischen Ausgleich und mit Ersatzmassnahmen kombiniert werden. Im

Rahmen der Möglichkeiten sollen entsprechende Massnahmen unterstützt bzw.'

gefördert werden. Der erweiterte Projektperimeter muss für alle Parteien akzeptabel

festgelegt werden und die Verhältnismässigkeit muss gewahrt bleiben.

mM^^-vma

' BUWAL, zuständige Behörde

EVED, BAV, D. GVF, SBB, ASTRA, Transportuntemehmungen, Kantone

ab 2002

laufendes Budget

• Problemanalyse

• Arbeitsprogramm mit Prioritätensetzung

tx%>


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme-per il paesaggio

il!»

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Verkehr

«dssîieiiîiiien

^atì|m|enàtìal jse M â^r ^I^^^iRftRS

Zur Bestimmung der landschaftsverträglichsten Variante im Rahmen der Vorprojektierung

einer Infrastruktur sind entsprechende Verfahrensanweisungen zu

^erarbeiten und zu erlassen.'Diese Empfehlungen sollen unter Berücksichtigung des

Minimalkostenprinzips Ziel und Inhalt der Variantenanalyse umschreiben und

Kriterien zur Beurteilung der Laadschaftsvertraglichkeit'beinhalten (Entscheidungsgrundlagen

bei widersprechenden Zielen im Plangenehmigungsverfahren).

zuständige Behörde

SBB, BUWAL, ASTRA, BAK, kantonale Tiefbauàmter, interessierte Verbände

(z.B. VSS)

ab 1998 . -

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe und Festlegung eines Arbeitsprogrammes

• Festlegung der Art und Weise der Anwendung

• Umsetzung v

f Jy* SÄ .'..'•«* àkisP" 4JJBS Ss, • «vt*'^-"--••.'•»

h«.«.-'..-••»»»-* jy«W?-r— V.--.J-* -.; .

Als Grundlage für die Planung neuer Verkehrswege und für die Erstellung eines

Konzeptes zur Wiederherstellung der Durchlässigkeit von Verkehrsbauten wird

eine Karte der Schweiz mit allen übergeordneten Wildtier-Wanderkorridoren erarbeitet.

BUWAL

kantonale Tiefbauämter, ASTRA, BAV

ab 1998

laufendes Budget

• Arbeitsgruppe bilden

• Auftrag formulieren und vergeben

• Koordination mit Massnahme 10.03 sicherstellen

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT /. Massnahmen

98


Verkehr M

Massnahmen

Naturnaher Unterhalt von Böschungen

Strassen- und Bahnborde bieten günstige Voraussetzung für die Entwicklung von

Trocken- und Magerstandorten. Die zuständigen Stellen unterstützen die natumahe

und schonende Bewirtschaftung durch Auflagen in Pachtverträgen. Im Rahmen

des LKS erarbeiten VBS, BUWAL und BLW eine Wegleitung zur Erstellung von

Pachtverträgen zur ökologischen Bewirtschaftung, welche, soweit möglich, für die

Bewirtschaftung von Strassen- und Bahnboschungen angewendet werden sollen.

laufendes Budget

Erarbeitung Wegleitung

Umsetzung

Anhand von Fallbeispielen soll aufgezeigt werden, wie das Siedlungsgebiet als Lebensraum

mit organisatorischen, baulichen und anderen Massnahmen wirksam

entlastet und verkehrsberuhigt werden kann.

BUWAL

interessierte Verbände (z.B. ARE), ASTRA, BAK, BAV, kantonale Tiefbauämter

* * ab 1998

laufendes Budget

• Bildung einer'Arbeitsgruppe

• Grobkonzept

• externer Auftrag

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

10,11

BUWAL Federführung

SBB,BLW • Mitarbeit

ab 2002 Zeithorizont

99

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

J. ät-v.«ii.ii .a.-iiifi tu "ifliifct'ii , il-'••'•• "S" • t.-*-' 1 ' iia- .y -.-.'s. B',ii"-AJdAi«

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

VeFßiKf


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

"^SJ

Weald

'***:&* ..« gsysp r 4. 0j î -

Allgemeine Hinweise

Für die Oberaufsicht bei der Umsetzung der Bundespolitik im Bereich Wald, Jagd

und Schutz der Wildtiere ist die Eidgenössische Forstdirektion (F+D) des

Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) zuständig. Gemäss

Waldgesetz (WaG) besteht die Pflicht für einen natumahen, nachhaltigen Waldbau.

Inabesondere besteht nach Art. 5 WaG bei Rodungen die Pflicht, dem Natur-,

Landsohafts- und Heimatschutz Rechnung zu tragen. Gestützt auf die BUWALintemen

Mitberichte der Abteilungen Natur und Landschaft (N+L) fällt die Abteilung

Walderhaltung und Jagd (W+J) die Entscheide über die Subventionsgeschäfte

und beurteilt die Rodungsgesuche.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

100


Wald P

ertele

vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang I I- 5 I S

• o g, o o

"Bewirtschaftung und Pflege des Waldes sind auf die

Grundsätze des natumahen Waldbaus auszurichten. [Massnahmen

11.02, 11.09, 11.11, 11.12; Standortverhältnisse]

Bei sämtlichen raumwirksamen Massnahmen'nach WaG

sind die Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes

zu berücksichtigen. [Massnahmen 11.01, 11.02,

11.10, 11.11; Kulturlandschaften]

Vom Grundsatz der Walderhaltung kann nur in begründeten

Ausnahmefällen und im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung

abgewichen werden. [Massnahmen 11.01,

11.02, 11.07; Standortverhältnisse]

IDer Rodungsersatz ist hinsichtlich der Ziele des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes zu optimieren.

[Massnahmen 11.01, 11.02, 11.10; Biotope und Arten]

Besonders gefährdete und seltene Waldgesellschaften und

Waldformen sind zu erhalten und werden gefördert.

[Massnahmen 11.01, 11.02, 11.03, 11.04, 11.05, 11.10,

11.12; Biotope und Arten]

Durch Waldreservate und Ruhezonen sind genügend

grosse Waldökosysteme zu erhalten oder zu schaffen -

ohne Beeinträchtigung für die Flora, als Kemlebensräume

für die Fauna oder als Räume mit besonderem landschaftlichem

Wert. [Massnalimen 11.02, 11.03, 11.04, 11.05,

11.06, 11.07; Ausgleichsräume]

Der ökologisch wertvolle Lebensraum Waldrand ist zu

erhalten und als solcher zu fördern. [Massnahmen 11.01,

11.02, 11.08, 11.09, 11.10; Säume] -

überbetriebliche forstliche Planung, beispielsweise Waldentwicklungsplanung

E a H,^ a =2 g*

Il ï §> ÏS œg

oc Ss E— DÎ =

Z^ Ji ^S < E

o erhalten

-^ fördern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

101

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

if SÄ,

ssaür


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieipe per il paesaggio

Wald

Bei Infrastruktur- und Rohstoffabbauvorhaben können gleichwertige Varianten

ausserhalb des Waldes bevorzugt werden. Bei der Beurteilung entsprechender Rodungsgesuche

sind die besonderen und begründeten Interessen der Landwirtschaft,

des Natur- und Landschaftsschutzes sowie weitere öffentliche Interessen gleichwertig

zu berücksichtigen. Bei Rohstoffabbauvorhaben sind im Rahmen der kantonalen

Planung der Standort- und Bedarfsnachweis sowie die Abbaupriorität darzutun.

Federführung Rodungsbewilligungsbehörden

Mitarbeit interessierte Kantone

Zeithorizont laufend

Finanzierung keine Zusatzkosten

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Die Eidg. Forstdirektion erarbeitet ein forstliches' Controlling. Dabei werden die

Anliegen der Abteilungen Natur- und Landschaftsschutz (N+L) berücksichtigt. Im

Rahmen der Erfolgskontrolle sind auch die Aspekte des Natur-, Landschafts- und

Heimatschutzes zu erfassen (z.B. zu den bereichsspezifischen Zielen des LKS).

Ziele, Indikatoren und Methoden zur Verifizierung sind im gemeinsamen Handlungsbereich

durch die betroffenen Stellen zu definieren. Aus den Ergebnissen der

Erfolgskontrolle sind die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Angestrebt wird

ein Instrument zur Qualitätssicherung (z.B. Minimalanforderungen aus der Sicht

des N+L). ' '

BUWAL Eidg. Forstdirektion

BUWAL N+L, andere betroffene Stellen (Bund und Kantone), ENHK

ab 1.998

keine Zusatzkosten.

• Einbezug des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes beim Aufbau des

Controllings der Eidg. Forstdirektion

• Vereinbarung (F+D und N+L) betreffend Berücksichtigung der Anliegen von

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz im Rahmen der neuen forstlichen Subventionspolitik

• evtl. Festlegung von zusätzlichem Handlungsbedarf (Rodungsersatz, seltene

Waldgesellschaften)

? l?|II$PJd« Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

102


Wald

Massnahmen

Grundlagen Förderung von Waldreservaten

Der Bund stellt bestimmte Grundlagen, insbesondere zur Erhaltung und Förderung

.. seltener Waldgesellschaften und -formen, zur Verfügung (z.B. Waldatlas der

'WSL)., ' • ' . •

BUWAL Eidg. Forstdii;ektion, WSL

ab 1998

keine Zusatzkosten

, Erstellen der.Grundlagen

Wàld-Wildmanagéniént«

Die Eidgenössische Forstdirektion unterstützt die Kantone, bei der Erarbeitung

regionaler Konzepte zur Wildschadenverhütung. Der Bund stellt dazu bestimmte

Grundlagen.zur Verfügung (z.B. Wegleitung Wildschadenverhütung).

BUWAL Eidg. Fòrstdifektion

. Kantone

ab 1998

• keine Zusatzkosten

Erstellen der Grundlagen

Die Eidgenössische Forstdirektiori unterstützt die Kantone bei'der Erarbeitung von

Waldreservatskonzepten. Dabei erheben sie die besonders gefährdeten und seltenen

Waldgesellschaften und Waldformen als erforderliche Entscheidungsgrundlage.

. BUWAL Eidg.'Forstdirektion :

Forstdienste interessierter Kantone, BUWAL N+L

ab 1998

keine Zusatzkosten

Erstellen der Grundlagen

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

• 103

11.03

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont-

Finanzierung '

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

. Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il .paesaggio


K^^^-^^^}

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

'O'O Wald

MossFiì^ihmen

Der Bund unterstützt im Rahmen der forstlichen Planung finanziell die Erarbeitung

von kantonalen Konzepten für Ruhezonen zugunsten der Fauna, wobei die Zusammenarbeit

Forstdienst, Jagd, Tourismus usw. erforderlich ist. Insbesondere ist die

Erholungsnutzung zu bündeln. Bis heute unerschlossene Geländekammern von

besonderem ökologischem und landschafüichem Wert dürfen nur noch in

Ausnahmefällen erschlossen werden (z.B. Schutzfunktion). \ i

Federführung BUWAL Eidg. Forstdirektion, interessierte Kantone

Mitarbeit weitere betroffene Kreise

Zeithorizont laufend

Finanzierung keine Zusatzkosten

Zur Erarbeitung der Konzepte für Ruhezonen stellt der Bund Grundlagen zur

Verfügung (z.B. Auswirkungen von-Freizeitaktivitäten).

Federführung BUWAL

Mitarbeit weitere betroffene Kreise -

Zeithorizont ab 1998

Finanzierung < laufendes Budget

Nächster Schritt Erarbeitung Grundlagen

/

Die Kantone fördern stufige Waldränder in Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft

und Natur-, Landschafts- und Heimatschutz. Das BUWAL unterstützt

diese Bestrebungen z.B. im Rahmen von waldbaulichen Projekten.

Federführung BUWAL Eidg. Forstdirektion, interessierte Kantone

Mitarbeit interessierte Fachstellen N+L sowie kantonale Landwirtschaftsämter

Zeithorizont laufend

Finanzierung Kredite Eidg. Forstdirektion

Landschaftskonzept Schweiz/ Teil II BERICHT / Massnahmen

104


Wald Hg

Massnahmen

Informationskönzept zugunsten, nätjiirnaher Waldbèwirtschaftung;

Das BUWAL erarbeitet ein Informations-ZUmsetzungskonzept über die Bedeutung

des Lebensraums Wald (Grundlage z.B. Broschüre SBN: «Waldränder ökologisch

aufwerten»).

BUWAL Eidg. Forstdirektion

interessierte Kantone, weitere betroffene Kreise (z.B. Pro Natura)

ab 1998

laufendes Budget

• Erarbeitung des Konzeptes

• Umsetzen des Konzeptes, Massnahme 11.12

Im Rahmen der Kosten-ZWirksamkeitsanalyse werden Methoden entwickelt, welche

die Werte von Natur und Landschaft berücksichtigen.

11.09

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

BUWAL Eidg. Forstdirektion Federführung

ENHK, BUWAL Àbt. Landschaft, Kantone, weitere Kreise Mitarbeit

ab 2002 Zeithorizont

keine Zusatzkosten Finanzierung

• Entwicklung der Methode Nächste Schritte

• Einbau in neue Förderungspolitik der Eidg. Forst;direktion

Abwehr von Naturgefahren mit sanften Methoden

Bei Massnahmen zur Abwehr von Naturgefahren werden die raumplanerischen

Massnahmen gefördert. Biologische und organisatorische (Frühwarnungen) werden

wenn möglich baulichen Massnahmen vorgezogen.

Kantone

BUWAL Eidg. Forstdirektion, Sektion Naturgefahren, BRP

laufend

keine Zusatzkosten

Durch den Bund werden die Minimalelemente des natumahen Waldbaus unter

Beizug von Forschung und Praxis erarbeitet. '

BUWAL Eidg. Forstdirektion

ENHK, WSL, ETH

ab 1998

keine Zusatzkosten

• Entwickeln der Minimalelemente

• Publikation von Beiträgen zum natumahen Waldbau

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

105

11.11

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

MM

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


.M "'lIlMllU'l •"'*"" II HI, ,-

Partne/schatt Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il

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Allgemeine Hinweise

Für den Wasserbau ist das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BWW) zuständig. Es

hat gemäss Art. 2c und 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz

(NHG) die Pflicht, bei seinen Subventionseùtscheiden die Aspekte des Natur-,

Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen. Die Arbeit des BWW steht

im Spannungsfeld zwischen dem Schutz von Menschen und Sachgütem vor Überschwemmung

und dem schonenden Umgang mit den Gewässern. Hier findet bei

jedem Projekt eine Interessenäbwägung statt, wobei die Rahipenbedingungen meist

durch andere Politikbereiche gesetzt werden (z.B. Bau von Strassen in potentiellen

Überflutungsgebieten bedingt verstärkten Hochwasserschutz). Das neue Wasserbaugesetz

bietet zusammen mit den einschlägigen Artikeln im Gewässerschutzund

im Fischereigesetz eine gute Grundlage für die Umsetzung der Ziele des

Landschaftskonzeptes Schweiz.

Die «Allgemeinen Ziele Natur und Landschaft» sind im konkreten Fall mit den

Zielsetzungen im Bereich des Wasserbaus abzustimmen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

106


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang


Natürliche Vielfalt an Fliessgewässem (z.B. erodierende

Steilufer, Kolke) und gewässerökologische Qualitäten

(Breiten, Strömungsverhaltnisse) erhalten, soweit möglich

wiederherstellen und nur in begründeten Fällen

(Interessenabwägung) schmälern. [Massnahmen 12.01,

12.02, 12.04; Wasser und Leben]

Fördern einer natürlichen Dynamik, insbesondere und

gezielt in potentiellen Überflutungsgebieten, sowie

| Wiederherstellung eines ausgeglichenen Geschiebehaushalts.

[Massnahmen 12.01,12.02,12.03, 12.04; JEigenentwicklung]

Hochwasserschutz in erster Linie mit geeigneten raumplanerischen

Massnahmen und durch natumahen Gewässerunterhalt

sicherstellen; bauliche Eingriffe minimieren.

[Massnahmen 12.01,12.02,12.03,12.04; Nutzungen konzentrieren]

Minimierung der Eingriffe in natumahe Gewässer. Gesamthaft

keine Schmälerung der Natur- und Landschaftswerte

innerhalb des Projektperimeters, wenn notig durch

Ersatzmassnahmen Ausgleich schaffen. [Massnahmen

12.01, 12.02, 12.03, 12.04; Besonderheit des Ortes]

Soweit die natürlichen Bedingungen gegeben sind,

Fliessgewasser durchgehend fischgängig halten und ihre

Uferzonen als Wanderkorridore fur Kleinfauna erhalten.

[Massnahmen 12.01, 12.03, 12.04; Biotope und Arten]

Bei der Erneuerung von baulichen Hochwasserschutzmassnahmen

eine natur- und umweltschonende Lösung anstreben.

Wo möglich ökologisch nachteilige Schutzbauten

nicht erneuern respektive durch ökologisch zweckmässigere

ersetzen. [Massnahmen 12.01, 12.02,12.03, 12.04; Ökologische

Aufwertung]

Wasserbau

Sachziele

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t-? 3S fordern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

107

Wässerbau

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage.

Insieme per il paesaggio

. Kantonale

Richtplanung


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Wasserbau

eiciisieïe

vgl. Erläuterungen Seite 26 ff.

* Definition Raumtypen siehe Anhang

IIIJRenaturierüng fördern, insbesondere auf den bundeseige-

9 nen Parzellen. [Massnahmen 12.01, 12.Q2, 12;.03, 12.04,

^12.05; Ökologische Aufwertung]

Die natürliche Wechselwirkung zwischen ober- und unter-

I irdischen. Gewässern erhalten resp. wiederherstellen.

[Massnahmen. 12.01, .Ì2.03, 12.04; Wasser und Leben].

|F|j Sicherung, eines angemessenen Raumes für die Fliessge-

^ wässer, damit naturriahe Hochwasserschutzmassnahmen

Kund langfristig Mie vielfältigen Gewässerfunktionen

M'sichergestellt werden können. [Massnahme 12.03; Wasser

IH und Leben] . . ' ~

Wasserbau^ Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

108

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O erhalten

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Wasserbau

Massnahmen

Informations- und Ausbildungskanipagnen Ä01

Die Stossrichtungen der neuen Bundesgesetze wie Gewässerschutzgesetz (GschG)

oder Wasserbaugesetz (WBG) sind in der Praxis vielerorts zuwenig bekannt. Dies

wirkt sich auf die Qualität der Projekte, die beim Bund eingereicht werden, aus. In

enger Zusammenarbeit mit den Fachverbänden und der SANU sollen die Inhalte

der neuen Gesetze bei den Ingenieuren besser verbreitet werden. Die Wegleitung

«Hochwasserschutz an Fliessgewässern» soll überarbeitet werden.

BWW, BUWAL

BLW, BUWAL Eidg. Forstdirektion, Fachverbände, SANU,

interessierte Kantone

ab 1998

laufendes Budget

Programm erarbeiten und laufend umsetzen

Durch natumahen Gewässerunterhalt kann in vielen Fällen effizient und ohne

erhebliche Investitionen in Bauten und Anlägen Hochwasserschutz betrieben werden.

Durch entsprechende Massnahmen des Gewässerunterhalts kann auch die

Revitalisierung von Gewässern gefördert werden. In einem ersten Schritt sind die

bisherigen Erfahrungen einiger Kantone auszuwerten und in Wegleitungen zur

Erarbeitung von Unterhaltskonzepten und zur Ausbildung von Unterhaltsequipen

weiterzugeben. Es ist zu prüfen, ob für den natumahen Gewässerunterhalt vermehrt

auch Zivildienstleistende eingesetzt werden könnten.

BWW

BUWAL, BLW, interessierte Kantone

ab 2001

laufendes Budget

Auftrag Studie Erfahrungsauswertung

Wegleitung / Arbeitshilfe

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

109

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Wasserbau

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Wasserbau

fFöwler'ungintegraler Hpch^asserschutzkonzepte

Integrale Hochwasserschutzkonzepte, in denen insbesondere Massnahmen des

Hochwasserschutzes, der Raumnutzung und des ökologischen Ausgleichs aufeinander

abgestimmt werden, sind zu fördern. Die integralen Hochwasserschutzkonzepte

sollen in die Richtplanung einfliessen und im Rahmen der Nutzungsplanung

umgesetzt werden. Der Bund stellt den Kantonen Grundlagen zur Beurteilung

des Gewässerzustandes und zur Erfassung des Renatunerungsbedarfs

und zur Beurteilung des Kosten-Nutzenverhältnisses von Massnahmen zur Verfügung.

BWW

Fachstellen von Bund, interessierte Kantone und Gemeinden

ab 2000

laufendes Budget

• Empfehlungen ausarbeiten

• Umsetzung in Richtplanung

• Wegleitung Raumbedarf Flies§gewässer

• im Rahmen der Projektbeurteilung: Überprüfung der Umsetzung

Um die Wirkung der Hochwasserschutzpolitik beurteilen zu können, soll diese

penodisch auf ihren Erfolg hin überprüft werden. Im Rahmen der Erfolgskontrolle

sind auch die Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes zu erfassen. Als Arbeitsinstrument

steht das Programm «FLIP» zur Verfügung, welches Auskunft über

die laufenden Projekte, Auflagen und Subventionsbedingungen gibt und damit eine

wasserbauliche Erfolgskontrolle ermöglicht. Beurteilungsmassstäbe und

Indikatoren betreffend Natur- und Landschaftsschutz sind zu ergänzen.

BWW

BLJWAL, interessierte Kantone,

ab 1999 (gezielte Stichproben)

laufendes Budget

• Erarbeitung Beurteilungshilfe

• gezielte Stichproben beurteilen

Wasserbau' Landschaftskonzept Schweiz / Jeil II BERICHT / Massnahmen

110


Wasserbau

Renaturierung Jliessgewässer auf Bundesparzellen

Im Sinne einer Pilotaktion mit Vorbildcharakter sollen Fliessgewässer auf Bundesparzellen

renaturiert werden. Dies geschieht in Absprache .mit den Nutzem der

Flächen und unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse. Es ist zu prüfen, ob für

. diese Arbeiten audi Zivildienstleistende eingesetzt werden könnten.

BWW

.betroffene Nutzer

ab 2002'

laufendes Budget-

Potential abklären. .

Massnahmenpfogramm erstellen .

Umsetzen

Landschaftskonzept. Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

111

12,05

Federführung

Mitarbeit

.Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Wasserbau

Partnerscl)aft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


x^v«

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme peni paesaggio

^^^

W©]§§©[rkra{Ffîrayfeyini<

as' » ^s *

Allgemeine Hinweise

Fachstelle für die Wasserkraftnutzung auf Bundesebene ist das Bundesamt für Wasserwirtschaft

*(BWW). Sie hat bei der Erteilung von Konzessionen gemäss Art. 2b

und 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) die Pflicht;

die Aspekte des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes zu berücksichtigen. Das

Verfugungsrecht über die Gewässer und die Nutzbarmachung der entsprechenden

Wasserkräfte steht den Kantonen oder nach deren Gesetzgebung anderen verfügungsberechtigten

Gemeinwesen zu. Bei internationalen Gewässern erteilt der

Bund das Sondemutzungsrecht unter Beizug der beteiligten Kantone. Dient ein

Kraftwerk der Versorgung der Bundesbahnen, so richtet sich das Baubewilligungsverfahren

nach dem Eisenbahnrecht.

Der Bund übt die Oberaufsicht über die Wasserkraftnutzung aus. Er prüft dabei

namentlich die zweckmässige Nutzbarmachung der Wasserkräfte. Die Wasserkraft

ist die einzige heute quantitativ relevante einheimische Energiequelle. Sie soll auch

künftig einen wichtigen Teil der schweizerischen Volkswirtschaft bilden. Die mitt-"

1ère Stromproduktion aus der Wasserkraft soll gemäss dem Programm Energie

2000 des Bundesrates bis ins Jahr 2000 um 5% gesteigert werden, was durch die

Optimierung'bestehender Anlagen und durch Neuanlagen erreicht werden kann.

Die «Allgemeinen Ziele .Natur und Landschaft» sind im konkreten Fall mit den

Zielsetzungen im Bereich der Wasserkraftnutzung abzustimmen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Allgemeine Hinweise

112


vgl Erläuterungen Seite 26 ff

* Definition Raumtypen siehe Anhang

Standortgebundene Anlagen für die Wasserkraftnutzung

im natumahen ländlichen Raum, soweit technisch möglich

und wirtschaftlich vertretbar, in erschlossenen

Räumen realisieren ohne wesentliche Beeinträchtigung

schutzwürdiger Biotope. [Massnahme. 13.02; Standortverhältnisse]

Minimierung der Eingriffe innerhalb des Projektperimeters,

um Naturhaushalt und Natur- und Landschaftswerte

zu erhalten. Gesamthaft durch Ersatzmassnahmen angemessenen

Ausgleich schaffen. [Massnahme 13.02;

Nutzungen konzentrieren]

Bei der Erneuerung von Wasserkraftnutzungsanlagen

natur- und umweltschonende Lösungen anstreben. Wo

technisch und,wirtschaftlich möglich, ökologisch nachteilige

Bauten nicht erneuern respektive durch ökologisch

zweckmässigere ersetzen. [Massnahmen 13.01, 13.02;

Ökologische Aufwertung]

Wasserkraft n ufzu ng

Sachziele

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Landschaffskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Sachziele

113

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Wasserkraftnutzung


Paçtnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächster Schritt

&afëngtâ

Federführung

Mitarbeit

Zeithorizont

Finanzierung

Nächste Schritte

Wasserkraftnutzung

assnahmeei

S#egUìitìirig «Natur; und^^^ümweitspKöhenäe Lösung bei der Erneuerung

|i:ò|^^assjerkraftnutzun^^ :

Zur Optimierung von Projekten im Bereich der Erneuerung von Wasserkraftwerken

soll das Fachwissen des Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes allen

interessierten Kreisen zugänglich gemacht werden. Dazu erarbeiten das BWW und

das BUWAL mit weiteren interessierten Stellen (z.B. ENHK, WWK, Verbände)

eine Wegleitung.

BWW, BUWAL

BRP, interessierte Verbände

ab 2000

gemeinsame Finanzierung auf Stufe Bund

Bildung einer Arbeitsgruppe

Zur Koordination der Erfolgskontrolle in den Politikbereichen 13 und 7 wird ein

gemeinsames Konzept erarbeitet, damit die Aspekte des Natur-, Landschafts- und

Heimatschutzes mitberucksichtigt werden. Die Indikatoren zur Erfassung der

Wirkung im Bereich Natur und Landschaft werden gemeinsam festgelegt.

BWW, BUWAL

interessierte Kantone

ab 2002 bzw. nach Abschluss von Massnahme 13.01 v

laufendes Budget

• Bildung einer Arbeitsgruppe und Festlegung des Arbeitsprogrammes

• Erarbeitung des Konzeptes

Wässerkraftnutzung Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

114


Wasserkraffnutzung

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Massnahmen

. ' • . • • 115

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour lepaysage

Insieme per il paesaggio

'Wasserkraffnutzung


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT

116


Lahdschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

- ' • 117

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

tnsieme-per il paesaggio


Partnerschaft. Landschaft

Partenaires pour le paysage

•Insieme per il paesaggio

Bei der Konkretisierung der Ziele und Massnahmen des LKS werden die Prio-

- .rität'en, nach Raumtypen differenziert gesetzt. Aufgrund der räumlichen Entwicklung

der Kulturlandschaft Schweiz und der Gefährdungspotentiale für Natur

und Landschaft ergeben sich für "diese Prioritätensetzung fünf Raumtypen. Diese

sind sowohl Basis für.eine grossräumige Betrachtungsweise (z.B. Hochälpen, Em-,mental)

als auch^für eine kleinräumige, mosaikartige Differenzierung, die sich z.B..

auf engem Raum in und um skitouristische Zentren ergibt.

Diese Raumtypisierung ist parallel mit der Konkretisierung der Ziele entwickelt .

und- in-den Partnergesprächen mit- den Bundesstellen abgestimmt worden. Die

Fordemng nach raumspezifischen Prioritätensetzüngen im Landschaftskonzept

Schweiz wurde durch die kantonalen Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz

eingebracht. ~

.Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

IIS


Naturraum

Weitgehend durch menschliche Tätigkeit beziehungsweise Nutzungen unbeeinflusste

Gebiete, abgesehen beispielsweise von Schadstoffeintragungen aus der

Luft. Insbesondere dem Naturraum zuzurechnen smd ungenutzte Gebiete der

Hochalpen, unberührte Auen (auch im Mittelland), ungenutzter Wald beziehungsweise

Waldreservate, der Nationalpark, nicht genutzte Naturschutzgebiete.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

119

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

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Naturnaher ländlicher Raum

Mehrheitlich nicht dauerbesiedelte Gebiete mit schonender, das heisst extensiver

land- .und forstwirtschaftlicher und/odejr touristischer Nutzung; mit geringem

Fremds,toffeintrag und ökologisch wertvollen Flächen. Insbesondere fallen darunter

entsprechende Sömmerungs- und Alpungsgebiete sowie Maiensässe, grossere

Gebiete wie zum Beispiel Waldgebiete, Flachmoore, Landwirtschaftsgebiete mit

überwiegend extensiver Bewirtschaftung und geringer bis mittlerer Erschliessungsdichte

(z.B. Wytweiden des Jura, Randen).

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

120


-, -»v ma'- HìfmJW!&* 3iZ> \M:t%àJm

Ländlicher Raum im Hügel- und Berggebiet

Dauersiedlungsgebiet mit Streu- oder Dorfsiedlungen, mit teilweise intensiver

landwirtschaftlicher Nutzung und mittlerer Erschhessungsdichte (landwirtschaftliche

Nutzflächen, forstwirtschaftlich genutzte Walder, Gewässer). Im allgemeinen

harmonisch gewachsene, ästhetisch wertvolle Kulturlandschaft mit Flächen von

unterschiedlichem ökologischem Wert, mit geringem bis mittlerem Grad der wirtschaftlichen

Entwicklung und nicht stark neuzeitlich überprägten Siedlungen.

Beispiele: Emmental, Napfgebiet, Entlebuch, Toggenburg, inneralpine und südalpine

Täler ohne grössere Talebenen, Falten- und Tafeljura.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

121

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Ländlicher Raum im Mittelland und in Tallagen

Dauersiedlungsgebiet mit intensiver landwirtschaftlicher (landwirtschaftliche

Nutzflachen) und fcqrstwirtschafthcher Nutzung, einschliesslich der Talgebiete

inneralpmer und sudalpmer Taler sowie grossflachiger Ackerbaugebiete im Jura,

Flachen von geringem ökologischem Wert, hoher Erschhessungsdichte und hohem

Grad der wirtschaftlichen Entwicklung sowie stark neuzeitlich uberpragte Siedlungen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

122


Agglomerationsraum

Gross- und Mittelstädte einschliesslich der Vorortssiedlungen m der ganzen

Schweiz gemäss Abgrenzung des Bundesamtes fur Statistik, 1993, zusatzlich isolierte

skitouristische Zentren, inklusive der darin eingeschlossenen und in unmittelbarer

Umgebung hegenden landwirtschaftlichen Nutzflachen, Wäldern und Gewässern

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

123


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

.' Insieme per il paesaggio

Landschaffskonzept Schweiz / Teil II BER]CHT / Anhang

•124


©lessar

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Landwirtschaftliche Art der Bodennutzung, die auf nebeneinanderliegenden Flä- abgestufte Nutzung

chen ein Mosaik von verschiedenen Nutzungsintensitäten (von extensiv bis inten- -

siv) entstehen lässt.

Um die biologische Vielfalt in der Schweiz-zu erhalten, muss in erster Linie die biologische Vielfalt,

Vielfalt an Lebensräumen mit ihren räumlichen und zeitlichen Abfolgen im Raum Ärtenvielfalt

erhalten und gefördert werden.

Kommentar:

Es geht um Artenvielfalt, Strukturvielfalt, um räumliche (Mosaikstruktur) und zeitliche

Vielfalt (Sukzession), um Strategiediversität (Anpassungsfähigkeit der Arten),

um Interdependenz-Vielfalt (biozönotische Abhängigkeiten).

Die Kriterien wie Diversität und Reife sind nicht gegeneinander abzuwägen, sondern

haben ihre Bedeutung je nach Lebensraum und Kontext. Z.B. Hochmoore

sind artenarme, reife Oekosysteme mit einem sehr hohen Alter (ca. lO'OOO Jahre).

Ein Biotop ist die Lebensstätte einer Organismengemeinschaft geprägt durch die Biotop

Qesamtheit der physikalischen und chemischen Standortfaktorèn.

Der Begriff Biotop wird synonym zum Begriff Lebensraum verwendet.

Natur und Landschaft haben ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene "Zeit für Eigenentwicklung

Entwicklung und Evolution. Eigenentwicklung zulassen heisst, keine Ansprüche

an eine sich selbst überlassene Fläche haben, nicht eingreifen und das Entstehende

tolerieren.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

t

125


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Eigenwert von Natur Wert, den Natur und Landschaft an sich und in sich haben, weil sie so sind, wie sie

und Landschaft sind. Natur und Landschaft werden als Zwecke an sich selbst begriffen, ohne Mittel

oder (ökonomischen) Nutzen für etwas anderes zu sein. So, wie sie sind, sind

sie schön und gut.

Kommentar:

Werte sind z.B. ästhetische (schön) und ethische (gut) Geltungsansprüche. Sie stellen

einen Zielkonsens (von uns Menschen) dar und geben Auskunft über erstrebenswerte

Einstellungen und Handlungen. Werte können tradiert sein oder neu

gesetzt werden.

Der Eigenwert Von Natur und Landschaft lässt sich sowohl philosophisch wie religiös

(jüdisch-christlich) begründen. Mit dem Begriff «Entelechie» bestimmte

schon Aristoteles, dass Naturdinge ihr Ziel in sich selbst haben. In der Schöpfungsgeschichte

bewertete der Schöpfer die von ihm geschaffenen Naturdinge als gut.

Vom Eigenwert lässt sich auch dann sprechen, wenn Natur und Landschaft kulturell

verwandelt sind. Dass Werte gelten sollen, ist imijier wieder eine erkennende

und anerkennende Setzung des Menschen.

Gewisse Umweltethiker begründen den Eigenwert mit dem Interessse auch bewusstseinsloser

Lebewesen an der Erhaltung und vollen Entfaltung ihres Lebens.

Geotope Geotope sind Landschaftsteile, welche die Geschichte der Erde, des Lebens und

des Klimas in besonders typischer und anschaulicher Weisç dokumentieren. Dank

ihrer besonderen Ausstattung und Ausprägung spielen sie eine Schlüsselrolle für

das Verständnis der erdgeschichtlichen Zusammenhänge und der Laijidschaftsentwicklung.

Je nach dem, ob die prägenden Prozesse abgeschlossen oder noch im

Gang sind, handelt es sich um statische oder aktive Geotope. Beispiele von Geotopen:

Gesteinsformationen mit erdwissenschaftlich wertvollen Gesteinsstrukturen,

Fossil- oder Minerallagerstätten; landschaftsgeschichtlich wertvolle Geländeformen

wie Moränenwälle, geoökologisch wertvolle aktive Landschaftszellen

mit Erdpyramiden, Dolinen, Schluchten oder unverbaute Schwemmebenen

und Deltas.

Kulturlandschaft, Räumliche Einheit, die aufgrund ihrer eigenständigen, historischen Entwicklung

Kulturraum bezüglich der Ausprägung ihrer materiellen und geistigen Kultur ein nach aussen

abgrenzbares Individuum darstellt.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

126


Landschaft umfasst den gesamten Raum, innerhalb und ausserhalb von Sied- Landschaft

lungen. Landschaft ist das Entstandene und Werdende natürlicher Faktoren wie

Untergrund, Boden, Wasser, Luft, Licht, Klima, Fauna und Flora im Zusammenspiel

mit kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren.

Das Landschaftskonzept Schweiz stellt unser Verhältnis zur Landschaft ins Zentrum.

Es geht deshalb von einem ganzheitlichen Landschaftsverständnis aus. Aspekte

der Wahrnehmung, Bewertung und Identifikation werden darin ebenso einbezogen

wie die Interessen an der Nutzung. Als Lebens- und Wirtschaftsraum

bleibt die .Landschaft dann langfristig nutzbar, wenn es dem Menschen gelingt,

ihre Ressourcen sparsamer und effizienter zu nutzen.

Die Bestimmung «nachhaltige Entwicklung» lehnt sich an die Definition des % Nachhaltigkeit

Departementalen Ausschusses Rio von 1996 an: «Nachhaltig ist eine Entwicklung,

wenn sie die Bedürfnisse aller Länder und Bevölkerungsgruppen der heutigen

Generation erfüllt, ohne dass dadurch die Fähigkeit künftiger Generationen beeinträchtigt

wird, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, und wenn sie die landschaftliche

und biologische Vielfalt gewährleistet.» Dazu gehört die nachhaltige Nutzung der

emeuerbaren Ressourcen. Die Regenerationsfähigkeit des Bodens muss erhalten

bleiben. Die Nutzung nichtemeuerbarer Ressourcen minimieren und unabdingbare

Nutzungen haushälterisch vornehmen.

Partnerschaft LandsBhaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Dynamik, die nicht durch menschliche Eingriffe verändert oder eingeschränkt ist. natürliche Dynamik

Kommentar:

Besonders in Auen und Urwaldreservaten soll natürliche Dynamik wieder zum

Zuge komme. Es ist die Idee des dynamisch-abschirmehden Naturschutzes, der die

Ansicht vertritt, dass natürliche Prozesse nur im natürlichen Umfeld ablaufen können.

Die enormen Flachen, die wegen den weitreichenden anthropogenen Einflüssen

gefordert werden, sollten nicht em Hinderniss sein, auch kleinflächig natürliche

Prozesse zuzulassend

Ohne direkten menschlichen Einfluss 1 entstandene, jedoch vom Menschen verän- naturnah

derte Biotope sowie Kulturlandbiotope, die sich durch eine höhere Artenvielfalt

und durch das Vorkommen seltener Arten von den intensiv bewirtschafteten Flächen

abheben. Voraussetzung hierfür sind Nährstoffarmut und/oder dynamische

Landschaftsvorgänge.

Kommentar:

Die meisten natumahen Lebensraumtypen haben ein erhebliches Alter. Lebensgemeinschaften

(Biozönosen) benötigen oft sehr lange Zeiträume um «auszureifen»,

also ein typisches Artenspektrum und eine typische Abundanzverteilung zu

erreichen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

127


WÄM»—> i! * , ' V -«£

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

Naturraum Räumliche Einheit, die von der Natur und ihren natürlichen Landschaftselementen

bestimmt wird.

überlagernde Nutzung Multifunktionale, d.h. merhfache, simultane oder zeitlich verschobene Nutzung

von Räumen zugunsten der Förderung von Lebensraumqualitäten. ,

Kommentar:

Entmischung v^on Nutzungen u.a. durch die strikte Festlegung der Nutzungszonen

nach RPG (Bauzonen, Landwirtschaftszonen, Schutzzonen) ohne qualitative Auflagen

hat zu Monotonisierung deri Landschaft und zu Landschaftsverschleiss

geführt. Dem Aspekt der Täumlichen und zeitlichen Dynamik und Überlagerung

von Nutzungen muss mehr Rechnung getragen werden. Idee einer Raumplanung

als dynamisches und nicht statisches System.

ökologischer Ausgleich Der ökologische Ausgleich, bezeichnet-Massnahmen, die der Erhaltung und Wiederherstellung

von natumahen Lebensräumen mitten in der intensiv genutzten Kulturlandschaft

oder im dicht besiedelten Gebiet dienen.

ökologische

Vorranggebiete

Ökologische Vorranggebiete im Landwirtschaftsgebiet sind Gebiete, wo aus wichtigen

Gründen des Umwelt- sowie des Natur- und Landschaftsschutzes eine Konzentration

von ökologischen Ausgleichsflächen .erwünscht ist. Als wichtige

Gründe gelten:

• Die dringliche Sanierung eines geschädigten Gebietes, oder

• ein hohes ökologisches Potential, das es zu erhalten oder zu verbessern gilt, oder

• die günstige geographische Lage als Vemetzungsgebiet zwischen wertvollen

Räumen.

Die Konzentration ökologischer Ausgleichsflächen in optimaler Disposition und

Qualität zielt auf die Erbringung einer maximalen ökologischen Leistung, sei es

zum Schutz gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume, sei es zur Förderung der

einheimischen Artenvielfalt, insbesondere durch die Schaffung von Übergangsräumen,

oder sei es zum Schutz von Grundwasser, Oberflächengewässem und Böden

vor dem Eintrag von Schadstoffen und anderen Belastungen.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

128


Seltene Arten kommen in der Schweiz nur in einer oder wenigen Populationen

oder als Individuen vor. Gefährdung kann z.B. durch menschliche Einflüsse, «Katastrophen»,

populationsgenetische Vorgänge oder Isolation entstehen.

Kommentar:

Seltenheit bedeutet nicht unbedingt zugleich auch Bedrohtheit. Auch häufige

Arten sind bei schneller Rückgangsrate bedroht. Seltenheit muss abgeklärt werden.

Sind Arten oder Lebensräume selten, weil diese von Natur aus selten sind

oder weil sie durch die Aktivitäten der Menschen selten geworden sind? Im Naturschutz

wird heute nicht nur den seltenen, sondern auch den «normalen» Arten und

Lebensräumen Beachtung geschenkt.

Übergangsräume (auch Säume oder Ökotone genannt) sind Räume, die sich im

Grenzbereich zwischen zwei verschiedenen Lebensraumtypen befinden, so z.B.

zwischen Land und Wasser (Uferbereiche), zwischen Landwirtschaftsfläche und

bestockter Fläche (Waldrand, Hecke), zwischen unproduktiver und produktiver

Fläche (Kiesabbauflächen) usw. In diesen Räumen findet ein reger ökologischer

Austausch statt und sie beherbergen eine besonders hohe Artenvielfalt, weil sich

dort nicht nur die spezifischen Arten, die an solche Grenzbereiche gebunden sind,

ansiedeln, sondern auch die Arten der beiden Nachbarsäume. Übergangsräume

erfüllen auch eine Vernetzungsfunktion und dienen als Refugium.

Im Zusammenhang mit dem ökologischen Ausgleich sind Übergangsräume Elemente

natumaher Gestaltungen im Siedlungsraum. Sie beleben das Landschaftsbild

und machen Landschaften als Erholungsräume attraktiver. Obwohl Übergangsräume

zwischen den Hauptnutzungen als schmale Säume nur wenige Flächenprozente

im Kulturland beanspruchen, sind sie im Sinne einer nachhaltigen

Nutzung und der Stossrichtung «Fördern» strategisch besonders wirksam. Dies

erfordert eine parzellenübergreifende Gestaltung.

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

129

seltene Arten,

gefährdete Arteii

Übergangsräume

Partnersctiaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

DlOru^CE

Teil H BERICHT

Culterra, Sölothum ' -

BAZL • • • . ' • ' ' ' • ' ,"-

BV^W : . .'

Hans Kobi, Documenta'natura, Bern

Beat Krähenbühl, Baar

Henri Leuzinger, Rheinfelden "• "

Schweiz. Stiftungfür Landschaftschutz und -pflege

SWISSAIR Photo, Zürich : .

VBS'-.- ..'.".'."... • : ' • " • •

Bruno Stephan Walder, BUWAL ....

Haiis Weiss,, Bern.;

Helgard Zéh, Wofb ' • ' • ' .

Landschaftskönzept Schweiz / Teil II BERICHT / Anhang

130 . • . ' • ' ' • . • " "

• Seite 121-

Seite 58

Seite 112

, Seite Ì06

• Seite 62

. , • Seite Ì00

;. Seite 12D

. ..Seite 84, 122,. 123.

. . Seite 48

Seiten 29; 34, 38, 42, 52, 88

•..;.• Seite 119

Seite 92


Bezeichnungen der Departemente und Bundesstellen ab 1.1.1998

AD AB

AFB

AGUB

ARF

ASTRA

BAG

BAK

BAKOM

BAV

BAZL

BEREG

BEW

BPS

BJ

BLN

BLW

BRP

BUWAL

BWA

BWW

CRSF

CSCF

D. GVF

DOB

EKD

ENHK

ERI

ESSM

EStI

ESTV

ETH

EW

F+D

FAQ

FÀL

HF

FLIP

FWG

Arbeitsgruppe Natur- und Denkmalschutz bei militärischen

Kampf- und Führungsbauten

Amt für Bundesbauten

Arbeitsgruppe Umweltbeobachtung

Arbeitsgemeinschaft Recht für Fussgänger

Bundesamt für Strassen

Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Kultur

Bundesamt für Kommunikation

Bundesamt für Verkehr

Bundesamt für Zivilluftfahrt

Schweizerische Beratungsgruppe für Regionen und

Gemeinden

Bundesamt für Energiewirtschaft

Bundesamt für Statistik

Bundesamt für Justiz

Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von

nationaler Bedeutung

Bundesamt für Landwirtschaft

Bundesamt für Raumplanung

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft

• Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit

Bundesamt für Wasserwirtschaft

Centre du réseau suisse de floristique (ZDSF, Zentrum des

Daten-Verbundnetzes der Schweizer Flora)

Centre suisse de cartographie de la faune (SZKF,

Schweizerisches Zentrum für Kartografische Erfassung

der Fauna)

Dienst für Gesamtverkehrsfragen

Dienstleistungsorgane für das Bauwesen

Eidg. Kommission für Denkmalpflege

Eidg. Natur- tind Heimatschutzkommission

Eidg. Rohrleitungsinspektorat

Eidg. Sportschule Magglingen

Eidg. Starkstrominspektorat

Eidg. Steuerverwaltung

Eidg. Technische Hochschule

Elektrizitätswerke

Eidg. Forstdirektion

Food and Agriculture Organization

Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie

Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus

Computerprogramm (Flussbau-Informationsprojekt)

Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Abkurzungsverzeichnis

131

fc*£*^äs5S^»«~* ,

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio


Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il paesaggio

GS

GST

GVK

IHG

IKUB

INSA

IP

IRENA

ISO

ISOS

IVS

IUCN

IUL

KDM

KGS

KGUe

KTU

LHG

LKS

LKV

LWG

MinVG

N+L

NEAT

NHG

NHV

NIKE

PNUE

RAG

ROK

RPG

RPV

SAG

SANU

'S ANW

SAW

SBB

SBN

SIA ,

SPAF

SOV -

STV

Generalsekretariat

Generalstab

Gesamtverkehrskommission

Investitionshilfegesetz

Informations- und Koordinationsorgan Umweltbeobachtung

Inventar der neueren Schweizer Architektur

Integrierte Produktion

Inventar der rechtskräftig geschützten Naturschutzgebiete

International Standardization Organization

Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz

Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz

International Union of Conservation of Nature

(neu: World Conservation Union)

Institut für Umweltschutz und Landwirtschaft

Kunstdenkmäler der Schweiz

Kulturgüterschutz

Konfliktlösungsgruppe Übertragungsleitungen

Konzessionierte Transportunternehmungen

Landeshydrologie und -geologie

Landschaftskonzept Schweiz

Luftseilbahnkonzessionierungsverordnung

Landwirtschaftsgesetz

Bundesgesetz über die Verwendung der zweckgebundenen

Mineralölsteuer

Natur und Landschaft

Neue Alpentransversale '

Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz

Verordnung über den Natur- und Heimatschutz

Nationale Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung

Programme des Nations Unies pour l'environnement

Eidg. Forschungsanstalt für Pflanzenbau

Raumordnungskonferenz des Bundes

Raumplanungsgesetz

Raumplanungsverordnung

Schweizer Alpen-Club

Schweizerische.Ausbildungsstätte für Natur- und

Umweltschutz

Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften

Schweizer Wanderwege

Schweizerische Bundesbahnen

Schweizerischer Bund für Naturschutz

Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein

Verband Schweizerischer Fabrikanten, Lieferanten und

Agenten von Sportartikeln

Schweizerischer Olympischer Verband

Schweizerischer Tourismusverband

Landschaftskonzept Schweiz / Teil II BERICHT / Abkurzungsverzeichnis

132


TTA •

'UN/ECE

UVEK

UVP .

UVPV-

VBS

VIL

VSD

VSE

VSK

VSS-

WaG

WSL

WWK

Touristische Transportanlagen .

United Nations/Economic Commission for Europe

Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und

Kommunikation .

Ümweltverträglichkeitsprüfung

Verordnung zur Umweltverträglichkeitsprüfung

Èidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz

und Sport .

Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt

Vereinigung Schweizer Denkmalpfleger

Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke

Verband Schweizerischer Kantonsarchäologen

Verband Schweizerischer Strassenfachleute

Waldgesetz.

Eidg. Forschurigsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft

Eidg. Wasserwirtschaftskommission , .

133

^1

Partnerschaft Landschaft

Partenaires pour le paysage

Insieme per il-paesaggio


Publikationen zum

Landschaftskonzept Schweiz

Landschaftskonzept Schweiz

Teil I KONZEPT; Teil II BERICHT '

Bern 1998

Bestellnummer: 310.134d

Landschaft zwischen

gestern und morgen

Grundlagen zum

Landschaftskonzept Schweiz

Bern 1998

. Bestellnummer: 310.135d

Landschaftskonzept Schweiz

Kurzfassung

Bern 1999

Bestellnummer: 310.137d

Set Landschaftskonzept Schweiz

in Kartonbox (412. , 708), enthaftend:

310.134d, 310.135d, 310.137d

Bestellnummer 310.13'8d

Innovative Wege für

Natur und Landschaft

Einzefideen; Konzepte und

Instrumente der Kantone;

Hinweise zum Landschaftskonzept

Schweiz (Teil I KONZEPT)

CD-ROM und Audio-CD

(deutsch und franzosisch)

Bern 1998

Bestellnummer: 310.133

Vertrieb: '

BBL/EDMZ; 3003 Bern

Fax +41 31'992 00 23

. www.admi/i.ch/edmz

e-mail zivil.verkauf@edmz.admm.ch

Les publications concernant

la conception-«Paysage suisse»

Conception «Paysage suisse»

Partie I CONCEPTION;

Partie II RAPPORT

-Berne 1998,

Numéro de commande: 310.134f

Paysage entre hier et demain

Principes de base de la

conception «Paysage suisse»

Berne 1998

Numéro de commande: 310,135f

Conception «Paysage suisse»

Condensé

Berne 1999

Numéro de commande: 310.137f

Set conception «Paysage suisse»

en coffret (412.708), contenant: , •

310.134f, 310-.135f, 310.137f

Numéro de commande: 310.138f

Solutions novatrices pour

la nature et le paysage

Idées spécifiques; Conceptions et

instruments des cantons; Références

à la conception «Paysage suisse» ,

(Partie I CONCEPTION)

CD-ROM et CD audio

(français et allemand)

Berne 1998

Numéro de commande: 310.133

Distribution:

OFCL/EDMZ, 3003 Berne

fax +41 31 992 00 23

www admm.ch/edmz

e-mail zivil.verkauf@edmz.admin.ch

Partners for landscape

Partenaires pour le paysage

Partnerschaft Landschaft

Le pubblicazioni relative alla

concezione «Paesaggio svizzero»

Concezione «Paesaggio svizzero»

Parte I CONCEZIONE;

Parte II RAPPORTO

Berna 1998

Numero di ordinazione: 310.134i

Paesaggio tra passato e futuro

Fondamenti della

concezione «Paesaggio svizzero»

Berna 1998

Numero di ordinazione: 310.135i

Concezione «Paesaggio svizzero»

Compendio

Berna 1999

Numero di ordinazione: 310.1371

Set concezione «Paesaggio svizzero»

in cofanetto (412.708), contenente:

310.134Ì, 310.135Ì, 310.137Ì

Numero di ordinazione: 310,138i

Distribuzione:

UFCL/EDMZ, 30Ò3 Berna

fax +41 31 992 00 23

www.admin.ch/edmz

e-mail zivil.verkauf@edmz.admin.ch

The publication about the

Swiss Landscape Concept

Swiss Landscape Concept

Brochure, Berne 1998

Order number: 310.137éng

Distribution:

Swiss Federal Office for

Printing and Material, 3003 Berne

fax +41 31 992 00 23

www.admin.ch/edmz

e-mail zivil.verkauf@edmz.admin.ch

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