Geplantes Steinkohle-Doppelblock-Kraftwerk der RWE in Arneburg

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Geplantes Steinkohle-Doppelblock-Kraftwerk der RWE in Arneburg

2. Warum will RWE dieses Kohlekraftwerk in Arneburg bauen?

RWE sucht händeringend nach einem Standort, weil der Bau des geplanten Doppelblocks,

der mit zwei weiteren bereits 2007 bei Hitachi Power Europe geordert wurde, im November

2007 in Ensdorf, Saarland, und danach 2008 an zwei weiteren Standorten in Griechenland

am Widerstand der Bevölkerung scheiterte. Die beiden anderen Doppelblöcke sind entweder

in Eemshaven (Niederlande) an der Emsmündung genehmigt oder in Hamm (NRW) im Bau.

Wer sind die Rheinisch-Westfälischen-Elektrizitätswerke - RWE

Die RWE sind eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen, die Strom erzeugt und verkauft,

Gas und Wasser verteilt und die durch Beteiligungen in Deutschland und anderen

europäischen Ländern große Anteile an deren Energieversorgung hält. RWE schöpft bis zum

Endverbraucher über Tochterfirmen und deren Beteiligungen an Stadt- und Gemeindewerken

Gewinne aus der Verteilerkette ab.

Aktionärsstruktur der RWE (Stand Dezember 2008)

• 260 000 Aktionäre besitzen 562,4 Mio. Aktien

• 79 % aller RWE Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten

Davon entfallen auf

- Deutschland 39 %

- USA/Kanada 17 %

- Großbritannien/Irland 11 %

- Kontinentaleuropa ohne D 11 %

- übrige 1 %

Institutionelle Aktionäre sind die RW Energie-Beteiligungsgesellschaft 15 %, Capital

Research und Management 5 % und sonstige institutionelle Aktionäre 59 % (Investment-

und Pensionsfonds, Gemeinden und Landkreise)

Die restlichen Anteile sind Privataktionäre (14 %), Eigene Aktien der RWE (6 %) und

Belegschaftsaktionäre (1 %).

Weitere Informationen findet man unter: http://de.wikipedia.org/wiki/RWE

Eine gründlich recherchierte und kritische Studie „Investition in Ineffizienz und Wahnwitz.

Die Geschäfte von RWE“ erschien 2007 bei Urgewald

https://www.urgewald.de/index.php?page=4-70-392

RWE und die drei anderen Energiemonopole

In Deutschland gibt es nur noch vier große Stromerzeuger (RWE, E.ON, Vattenfall und

EnBW) die rund als 90 Prozent des Strommarktes beherrschen.

Siehe Kurzstudie Prof. Uwe Leprich, HTW Saarland:

http://www.htw-saarland.de/fb-wi/personal/dozenten/leprich/publikationen/Leprich

%20Kurzstudie%202008%20EVU%20Gewinne%2019022009.pdf

Die Konzerngewinne der vier deutschen Energiekonzerne verdreifachten sich zwischen

2002 und 2007 und betrugen für diesen Zeitraum knapp 80 Mrd. €. 2007 schnellten die

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