Jahresbericht 2011 - CARITAS - Schweiz

caritas

Jahresbericht 2011 - CARITAS - Schweiz

Antworten 2011

_Was Caritas Schweiz bewirkt

1


2011

2

war geprägt durch wachsende Ungewissheiten in

wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht: Banken-

und Finanzkrise, währungspolitische Turbulenzen und überbe-

werteter Frankenkurs, europäische Unübersichtlichkeiten und

die schwierige Position der Schweiz in diesen veränderten inter-

nationalen Konstellationen. Hinzu kamen die Anzeichen einer

Rezession, die sich in Nachfrageeinbrüchen und im Abbau von

Arbeitsplätzen manifestiert.

Ob dieser schwierigen Entwicklungen geriet eine andere funda-

mentale Krise, die das Caritas-Engagement im vergangenen Jahr

prägte, aus den Schlagzeilen und damit in die Vergessenheit:

Dürre und Hunger in Ostafrika. Rund 13 Millionen Menschen waren

nach Schätzungen der Uno davon betroffen.

Zeiten der Krisen bergen in sich auch die Herausforderung, sich

auf das Wesentliche des eigenen Handelns zu besinnen. In ihrem

Positionspapier «Für eine zukunftsfähige und soziale Schweiz»

formulierte die Caritas drei Leitlinien. Anlass dazu waren die

Wahlen ins eidgenössische Parlament.

Zum einen: Der Entscheid des Parlaments, dass die Entwicklungshilfe

der Schweiz 0,5 Prozent des Bruttonationalprodukts

betragen soll, darf nicht rückgängig gemacht werden. Wie notwendig

und dringend diese Mittel sind, zeigt gerade die Hungerkatastrophe

am Horn von Afrika. Sodann ist Sachlichkeit und

Kompetenz notwendig, um die Ausländer- und Flüchtlingspolitik

zu gestalten. Es ist unzulässig, nationalistische Gefühle zu bedienen,

gleichzeitig aber auf konkrete Lösungs vorschläge zu verzich-


ten. Schliesslich: Vor zwei Jahren hat die Caritas die Erklärung

«Armut halbieren» verabschiedet. Wir machten deutlich, dass in

der Schweiz jede zehnte Person von Armut betroffen ist. Dagegen

muss die Politik ankämpfen. Die Bildungspolitik und die Einführung

von Ergänzungsleistungen für Familien stehen als Lösungsansätze

im Zentrum einer nachhaltigen Armutspolitik.

Ohne Existenzsicherung für alle ist eine stabile und offene Gesellschaft

nicht zu haben. Daran muss die Caritas immer wieder

erinnern – durch ihr praktisches Engagement wie durch ihre

sozialpolitische Stimme.

Dr. Fulvio Caccia Hugo Fasel

Präsident Direktor

3

Rechenschaft ablegen

«Was Caritas Schweiz bewirkt»: Mit dem vorliegenden

Jahresbericht wollen wir in Schwerpunkten über

unsere Hilfe informieren. Sodann wollen wir aufzeigen,

wer in den Genuss unserer Hilfe kommt und worin

diese Hilfe besteht. Den ausführlichen Finanzbericht,

aber auch die Dankesliste unserer zahlreichen Partner

und Gönnerinnen veröffentlichen wir auf unserer

Website www.caritas.ch/jahresbericht.

Inhalt

Editorial 2

International

Unser Einsatz für den Zugang zu Wasser 4

Unser Einsatz für die Opfer der Dürre in Ostafrika 8

Menschenrechte für alle 12

Caritas-Projekte weltweit 14

Schweiz

Unser Einsatz im Kampf gegen Schulden 16

Mit einer Rechtsberatung Asylsuchende begleiten 20

Bergbauern in Not unterstützen 22

Zahlen und Fakten

Finanzen 2011 24

In Kürze 26

Starke Partnerschaften 28

Organe 30


Weshalb

brauchen wir

immer mehr

Wasser?

Wie wichtig Wasser für die Entwicklung der Menschheit ist,

zeigt sich in der Tatsache, dass der Verbrauch von Wasser

doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung. Dabei

bleibt der Grundbedarf an vielen Orten ungedeckt. 900 Millionen

Menschen haben gemäss Uno noch immer keinen

Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die falsche oder zu intensive

Nutzung von Wasser, die Verschmutzung der weltweiten

Wasserressourcen, die Verstädterung, aber auch

schlechtes Management und Verschwendung behindern

effiziente und nachhaltige Wasserversorgungen. Das bringt

dramatische Missstände bei der Hygiene mit sich. 2,6 Milliarden

Menschen können keine sanitären Anlagen nutzen.

Über achtzig Prozent der Erkrankungen und ein Viertel aller

Todesfälle in den Entwicklungsländern sind auf verunreinigtes

Wasser zurückzuführen. Wo Wasser ungerecht verteilt

ist, entstehen auch Hunger und Konflikte.

5


Unser Einsatz für den

Zugang zu Wasser

So vielfältig die Ursachen für den Mangel an sauberem Wasser

sind, so differenziert müssen die Antworten auf das Problem sein.

Caritas Schweiz sucht in ihren Projekten gemeinsam mit Partnerorganisationen

und Betroffenen vor Ort die jeweils passende Lösung.

Sie baut Brunnen, Quellfassungen, Zisternen, Wasserrückhaltebecken

und Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft.

Wasserkomitees, wo Frauen ebenso wie Männer vertreten sind,

sorgen für einen gerechten Zugang und den notwendigen Unterhalt

der Versorgungssysteme. In jedem Wasserprojekt widmet

Caritas der Hygiene besondere Beachtung, so etwa dem Bau von

Latrinen wie auch der Durchführung von Hygiene-Kursen.

Im bolivianischen Cochabamba wurden

in 4 Dörfern Trinkwassersysteme

mit 165 Zapfstellen für 520 Familien,

3 Schulen, 3 Gesundheitsposten und

3 Kindergärten gebaut.

6

Im Südsudan erhielten 3000 Menschen

im Bundesstaat Ost-Äquatoria Zugang zu

Regenwasser aus Felsenbecken und

wurden in Hygienemassnahmen geschult.

Dank einem preiswerten Wasserreinigungssystem

wurden in

Bangladesch rund 500 000 Liter

Wasser behandelt. In 3 Dörfern

profitierten davon 648 Haushalte,

20 Garküchen und 1 Schule.


Caritas-Wasserprojekte in Zahlen

Anzahl Begünstigte der

Caritas-Wasserprojekte

pro Kontinent

7

350 000

300 000

250 000

200 000

150 000

100 000

50 000

0

Afrika

Im Jahr 2011 investierte Caritas Schweiz 3 Millionen

Franken in den Bau von Trinkwasserversorgungen,

sanitären Installationen, Bewässerungssystemen für die

Landwirtschaft sowie in Hygieneprogramme. Insgesamt

erreichte sie in Afrika, Asien, Europa und Amerika mit

ihren Wasserprojekten rund 725 000 Kinder, Frauen und

Männer.

Der Bund erhöhte letztes Jahr das Budget für die

Entwicklungszusammenarbeit mit dem Ziel, insbesondere

die Versorgung der ärmsten Regionen mit Wasser

zu verbessern. Einem Konsortium von acht Schweizer

Hilfswerken, das von Helvetas und Caritas Schweiz

2011 wurden beim Kampf gegen die

Cholera in Haiti 450 000 Personen für

Hygiene und Präventionsmassnahmen

sensibilisiert und 11 200 Hygienekits

verteilt. 5700 Schüler profitierten von

neuen oder reparierten Schullatrinen.

Asien

Europa

Amerika

koordiniert wird, sprach die Direktion für Entwicklung und

Zusammenarbeit (DEZA) insgesamt 12 Millionen Franken

zu. Davon gehen 2,65 Millionen Franken in Projekte der

Caritas Schweiz für über 200 000 Menschen in Äthiopien,

Mali, Südsudan, Somaliland und Bangladesch.

Caritas Schweiz führt Hygieneschulungen mit einem

von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeiteten

Programm durch und hat dieses speziell für Kinder weiterentwickelt.

Das kürzlich patentierte «Children Hygiene

and Sanitation Training» (CHAST) setzt Caritas in Somaliland,

Südsudan, Äthiopien, Kenia, Tansania und neu

auch in Haiti ein. 2011 profitierten davon 108 000 Kinder.

In den tadschikischen Bergdörfern

T. Rahimov und Kubunion schloss Caritas

rund 1200 Personen an dezentrale

und von der Dorfgemeinschaft betriebene

Wassersysteme an.

Auf dem malischen Plateau Dogon

unterstützt Caritas seit 15 Jahren

den Bau von jährlich 2 Staudämmen.

Mit dem Wasser können

pro Damm 3 Hektaren Zwiebeln

bewässert werden.


Wie ist

Ostafrika

wirksam

zu helfen?

Rund 13 Millionen Menschen wurden 2011 Opfer der Hungerkatastrophe

im Osten Afrikas, einer der schwersten

Dürren seit 60 Jahren. Wie konnte es zu dieser humanitären

Tragödie kommen? Die katastrophale Versorgungslage am

Horn von Afrika kann nicht mit der Trockenheit allein erklärt

werden. Tatsache ist beispielsweise, dass die klimatische

Extremsituation jene Regionen traf, die ohnehin eine schwache

und rückständige Landwirtschaft aufweisen.

8


Hilfswerke haben mit ihren Projekten gezeigt, dass die

landwirtschaftliche Produktion in vielen Regionen Afrikas

verbessert werden könnte – mit Terrassierungen, Wiederaufforstung

oder mit Kleindämmen, die das Wasser in der

Regenzeit speichern. Die Regierungen müssten indessen

mit einer Landwirtschaftspolitik nachziehen, welche die

Kleinproduzenten und die Ernährungssicherung ins Zentrum

rückt. So wäre Ostafrika nachhaltig zu helfen.

9


Unser Einsatz für

die Opfer der Dürre

Im Zentrum der Not- und Überlebenshilfe stehen für die Caritas

die Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser, Massnahmen

im Bereich der Hygiene und der Gesundheit sowie die Abgabe

von Nahrungsmitteln an besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen

wie Kleinkinder, schwangere Frauen und stillende

Mütter oder kranke und alte Menschen. In der zweiten Phase der

humanitären Hilfe, der Rehabilitationsphase, die an die Nothilfe

anschliesst, sollen Infrastrukturen der Trinkwasser-Versorgung –

Brunnen, Leitungen, Wasserspeicher und Dämme – wieder hergestellt

und ausgebaut werden. Ebenso gilt es, eine nachhaltige

landwirtschaftliche Produktion zu fördern.

20 000 Menschen erhielten in Kenia in der

nordöstlichen Region Wajir sauberes

Wasser sowie Futter für das Vieh. Zudem

konnten sie durch Mitarbeit bei Gemeinschaftsprojekten

ein bescheidenes

Einkommen erzielen.

10

In der somalischen Region Gedo erhielten

3800 Bauernfamilien Saatgut, um sich auf

die nächste Pflanzperiode vorzubereiten.

In der äthiopischen Region Borena

unterstützte Caritas 775 Haushalte

mit Nahrungsmitteln und stellte

Futter für 1302 Kühe zur Verfügung.


Zu den Projekten am Horn von Afrika

Die Nothilfe im Überblick

Caritas Schweiz realisierte zugunsten der Opfer der

Dürre in Ostafrika 2011 elf Nothilfe-Projekte, und zwar in

Äthiopien, Kenia, Somaliland und Somalia. Das finanzielle

Volumen dieser Projekte belief sich auf 7,4 Millionen

Franken. Erreicht wurden insgesamt 280 000 Menschen.

Für die zweite Phase der humanitären Hilfe, die Rehabilitationsphase,

sind zehn Projekte in der Höhe von

7,3 Millionen Franken geplant.

Ihre Hungerhilfe finanzierte die Caritas über eigene

Spenden und durch Spenden aus dem internationalen

Caritas-Netzwerk. Ausserdem erhielt sie Beiträge der

Glückskette, der Humanitären Hilfe des Bundes (Deza)

und der Humanitären Hilfe der Uno.

Zum Beispiel Äthiopien und Somaliland

Zugang zu Wasser, Verbesserung der Hygiene und medizinische

Unterstützung waren Schwerpunkte in Somaliland

(Hargeisa, Burao), wo die Caritas seit vielen Jahren vor

Ort tätig ist. In der Region Tigray im Norden Äthiopiens

hat ein grosser Teil der Landbevölkerung infolge der

schweren Dürre seine Lebensgrundlagen verloren. In einem

Beschäftigungsprogramm bauten die Bauern 18 Dämme,

welche die Wasserversorgung entscheidend verbessern.

Haushalte, die ihr Vieh verloren haben, wurden mit

Schafen und Ziegen versorgt. Schülerinnen und Schüler

schliesslich erhielten in den Schulen Zusatznahrung.

Damit wurde sichergestellt, dass sie den Schulbesuch

nicht abbrachen.

Kenia – Hilfe für Flüchtlinge und Einheimische

Wajir, Garissa, Turkana (Lodwar), Kericho, Kitui und

Marsabit heissen die Regionen im Norden und Nordosten

Kenias, wo die Caritas Nothilfe leistete. Im Vordergrund

standen drei Bereiche: In Wajir erhielten 20 000 Menschen

sauberes Wasser, aber auch Futter für das Vieh. Ebenso

hatten die Bewohner die Möglichkeit, durch die Mitarbeit

bei Gemeinschaftsprojekten – etwa der Reparatur von

Dämmen und von Wasserreservoirs – Geld für den Erwerb

von Nahrungsmitteln zu verdienen. Auch in Marsabit

gab die Caritas für 25 000 Menschen Trinkwasser ab. Und

in Turkana bekamen 3000 unterernährte Kinder Zusatznahrung,

und 12 000 Schulkinder wurden während

60 Tagen mit einer warmen Mahlzeit verpflegt. Im Flücht-

11

Lodwar

Kericho

Marsabit

Kenia

Adigrat

Äthiopien

Borena

Moyale

Wajir

Garissa

Kitui

Hargeisa

Gedo

Merka

Burao Sool

Somalia

Somaliland

lingslager Kambioos bei Garissa schliesslich, das Familien

aus Somalia Schutz bot, richtete die Caritas Schweiz

1500 Hygienestationen mit Toiletten sowie Wasch- und

Duschgelegenheiten ein. Diese Hilfe kam 24 000 Perso -

nen zugute.

Die Tragödie eines gescheiterten Staates

Besonders schwierig gestaltete sich das humanitäre

Engagement in Somalia, das als «gescheiterter Staat»

gilt. Im Innern des Landes kämpfen Shabab-Islamisten,

regionale Warlords, Clanführer und Soldaten der Übergangsregierung

um die Macht. Aus diesem Grund hat sich

in Somalia die Hungerkrise stark zugespitzt. Auch wenn

das Land dringend eine politische Lösung und das Ende

der Gewalt braucht, ist offensichtlich, dass die hungernde

Bevölkerung auf Hilfe von aussen angewiesen ist.

Deshalb wurde die Caritas zusammen mit ihren

Partnerorganisationen in den Regionen Gedo und Merka

aktiv. Hungernde Familien wurden mit Lebensmitteln,

Trinkwasser und medizinischer Hilfe versorgt. Als Vorbereitung

auf die nächste Pflanzperiode erhielten in der

Region Gedo 3800 Bauern familien Saatgut.


Wie

kommen

Menschen zu

ihren Rechten?

Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde, unabhängig

von Religion, Geschlecht oder Staatszugehörigkeit.

Dies wird heute von fast allen Staaten grundsätzlich anerkannt.

Trotzdem leben unzählige Menschen in Armut oder

werden diskriminiert. Darum werden Menschenrechte erst

dann wirksam, wenn die Staaten sie in ihre Gesetze aufnehmen

und alle Bürger ihre Grundbedürfnisse befriedigen

und ihre Rechte einfordern können.

12


Unser Einsatz für Menschenrechte für alle

Mit ihren Projekten für Menschenrechte und soziale Ge -

rechtigkeit setzt sich Caritas zugunsten von armen und

benachteiligten Bevölkerungsgruppen ein, damit diese an

der Gesellschaft teilhaben und ihr Leben in Würde und

Frieden gestalten können. Caritas unterstützt besonders

verletzliche Gruppen, darunter Frauen, Kinder sowie

indigene Bevölkerungsgruppen und Minderheiten. Im

Jahr 2011 hatten durch die weltweiten Caritas-Projekte

190 000 Menschen Zugang zu sozialen Institutionen,

und 460 000 Personen profitierten von Gesundheitsdiensten.

220 000 Personen lernten in Workshops über Menschenrechte

und Friedensförderung, welche Rechte sie

einfordern und wie sie am politischen Leben teilhaben

können. Dank Bildungsprojekten konnten 120 000 Kinder

und Jugend liche die Primarschule besuchen.

Zum Beispiel Guatemala: In den Regionen Petén und

Ixil hilft Caritas diskriminierten indigenen Gemeinschaften,

damit die Wahrheit des Bürgerkriegs ans Licht kommt

und die Bevölkerung eine Wiedergutmachung vor politischen

Instanzen erfährt. So haben in der Region Ixil

28 indigene Gemeinden ihre Wahrheitsliste beim Nationalen

Entschädigungsprogramm eingereicht. Viele

von ihnen sind durch Militärs oder Paramilitärs von ihrem

Land und aus ihren Dörfern vertrieben worden.

Zum Beispiel Palästina: Dank Caritas erhielten 3500

kriegstraumatisierte Kinder eine Therapie, psychosoziale

Betreuung, Freizeitangebote und Förderunterricht. So

gewinnen sie ihr Selbstvertrauen zurück und können später

als Erwachsene einen Beitrag für den Frieden leisten.

Zum Beispiel Äthiopien: Obwohl heute 80 Prozent aller

Kinder eine Primarschule besuchen können, ist auf dem

Land die Infrastruktur noch schwach, und die Mitarbeit zu

In der Republik Moldau erhielten

150 benachteiligte Jugendliche Zugang

zu Bildung und konnten dank Arbeit,

Einkommen und einer Unterkunft ein

eigenverantwortliches Leben beginnen.

13

Zugang zu

sozialen

Institutionen

19,2

Zugang zur Primarschule

Begünstigte von Caritas-

Menschenrechtsprojekten

nach Thema

In der guatemaltekischen Region Ixil

haben 28 indigene Gemeinden, Opfer

des Bürgerkriegs, Wahrheitsfindung

und Wiedergutmachung eingefordert.

12,1

%

46,5

Zugang zu Gesund-

heitsdiensten

22,2 Besuch eines

Workshops zu

Menschenrechten und

Friedensförderung

Hause und auf dem Feld geht der Schule oft vor. Caritas

trug dazu bei, dass 2011 insgesamt 6750 Kinder die

Schule oder den Kindergarten besuchen konnten.

Zum Beispiel Myanmar: Auf dem steinigen Weg

zu mehr demokratischer Mitwirkung braucht das Land

ausgebil dete Führungspersönlichkeiten, welche die

Bevölkerung nach demokratischen Grundsätzen organisieren

und vernetzen können. 2011 wurden 66 Frauen

und Männer der am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen

sowie 144 Hochschulabsolventinnen und

-absolventen geschult, damit sie eine Schlüsselrolle in

der Entwicklung des Landes und seiner Zivilgesellschaft

übernehmen können.

2011 wurden 300 indische Dienstmädchen

zu ihren Grundrechten

bezüglich Arbeitszeit, Mindestlohn

und Gesundheitsversicherungen

geschult.


Caritas-Projekte

weltweit

1 Im Norden von Äthiopien wurden

2011 unter Einbezug der Bevölkerung

22 Wasserstellen gebaut. Über 10 000

Menschen erhielten dadurch Zugang zu

sauberem Trinkwasser. Neu gebildete

Wasser komitees sind für den Unterhalt

und für Hygienefragen zuständig.

2

In Bangladesch klärte Caritas

zusammen mit einer Partnerorganisation

100 000 Arbeitsmigrantinnen und

-migranten darüber auf, wie sie sich vor

Menschenhandel und Verschuldung

schützen können.

3

In Bolivien hat Caritas 12 Gemeinden

in La Paz so gestärkt, dass sie die

Sozialarbeit für die Ärmsten selbstständig

leisten können. 2011 wurden 138 Freiwillige

geschult, die Gemeinden erhielten

eine Organisationsberatung und sind

nun für die Zukunft gerüstet.

4

Das Friedensförderungsprogramm

multi-ethnischer Gemeinschaften in der

Region Srebrenica/Bratunac in Bosnien

konnte 2011 auf 2 weitere Gemeinden

ausgeweitet werden. Insgesamt engagieren

sich 16 Dorfgemeinschaften mit

demokratischen Kleinprojekten.

5

In Haiti ermöglicht Caritas einerseits

im nordöstlichen Gonaïves und andererseits

im südwestlichen Trou Sable

Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch.

Insgesamt profitierten im

vergangenen Jahr 7080 Kinder und

Jugendliche vom Schulprogramm.

6

Im Bundesstaat Bihar, Indien, haben

858 kastenlose Dalit-Familien 600 Acres

Land mit Planierungen, Säuberungen

und Bewässerungssystemen so weit

entwickelt, dass schliesslich Felder

angebaut werden konnten.

14

31

19

7

In Kolumbien führt Caritas zusammen

mit 10 anderen Organisationen

das Friedensprogramm SUIPPCOL. So

haben sich mit der «Ruta Pacífica»

350 Frauenorganisationen in 9 Regionen

für den Frieden organisiert.

27

10

17

5

7

3

16

18

8

29 Roma-Familien aus dem Kosovo,

die bislang in der Stadt Gjakova am

Rand einer Mülldeponie gelebt hatten,

erhielten ein neues Haus. Zudem ermöglicht

das Projekt den Roma-Kindern

den Schulbesuch und schuf 20 neue

Arbeitsplätze.

9


41

22

34

30

4

15

13

47

39 32

8

38

29

14

11

9

In Mali konnten rund 3000 Prostituierte

durch die Mitgliedschaft bei der

Vereinigung «Danaya So» (Haus des

Vertrauens) ihr Leben verbessern. Für

sie ist unter anderem die monatliche

Gesundheitskontrolle kostenlos.

15

21

36

1

42

46

25

44

40

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26

6

43

2

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28

45

24

48

20

37

23

10

Im nördlichen Nicaragua konnten

200 Bauernfamilien auf ihren Parzellen

mit der Einführung verschiedener

Bodenschutzmassnahmen ihre landwirtschaftlichen

Erträge entscheidend

erhöhen. Zudem erarbeiteten sie Schutzpläne

gegen Überschwemmungen.

11

Im Südsudan stellte Caritas 2011

den Bau eines landwirtschaftlichen

Ausbildungszentrums fertig. Dort werden

künftig Berater der lokalen Landwirtschaftsbehörde,

bäuerliche Genossenschaften

und Bauernfamilien aus- und

weitergebildet.

12

In Muminabad, Tadschikistan,

erwirtschafteten 450 Frauen ein neues

Einkommen in der Milchverarbeitung, im

Gemüseanbau und in der Trocknung von

Heilkräutern und Früchten. Dadurch

erhöhte sich das Haushaltseinkommen

um durchschnittlich 30 Prozent.

13

5800 Bäuerinnen und Bauern konnten

2011 im Tschad bei einer gemeinnützigen

Mikrofinanz-Institution einen

Kredit aufnehmen, um Saatgut zu kaufen,

ihre Produktion zu verbessern und

dadurch ihr Einkommen zu erhöhen.

14 Ägypten

15 Albanien

16 Brasilien

17 Chile

18 Elfenbeinküste

19 Guatemala

20 Indonesien

21 Irak

22 Italien

23 Japan

24 Kambodscha

25 Kenia

26 Kirgistan

27 Kuba

28 Laos

29 Libanon

30 Malta

31 Mexiko

■ Schwerpunktländer

■ Weitere Einsatzländer

Nothilfe 2011

32 Moldau

33 Myanmar

34 Niger

35 Pakistan

36 Palästina

37 Philippinen

38 Ruanda

39 Rumänien

40 Russland

41 Schweiz

42 Somalia

43 Sri Lanka

44 Tansania

45 Thailand

46 Uganda

47 Ukraine

48 Vietnam

In der üblichen, winkelgetreuen

Weltdarstellung erscheinen die

Länder des Nordens weit grösser,

als sie tatsächlich sind. Die hier

abgebildete Peters-Weltkarte stellt

die Grössenverhältnisse richtig dar.

Dafür nimmt sie eine Formverzerrung

in der Äquatorregion in Kauf.


Hilft

Schuldenberatung

gegen Armut?

Wer seine Schulden nicht bezahlen kann, ist selber schuld.

Diese landläufige Meinung greift in vielen Fällen zu kurz.

Denn eine in guten Zeiten eingegangene finanzielle Verpflichtung

kann unversehens zum existenziellen Problem

werden, wenn unplanbare Ereignisse eintreten: der Verlust

der Arbeit, eine schwere Krankheit, eine Scheidung. Plötzlich

häufen sich Berge von Rechnungen, die nicht mehr

fristgerecht bezahlt werden können. Die Erfahrungen der

16


Caritas zeigen, dass heute das Leben sehr vieler Menschen

nicht linear verläuft und häufig von Brüchen gekennzeichnet

ist. Dass in der Schweiz 570 000 Personen mit erheblichen

Kontoüberzügen oder Zahlungsrückständen leben,

erstaunt daher nicht. Es ist höchste Zeit, dass die Gesellschaft

sich dieser Frage annimmt. Ein wirksames Rezept

gegen den Absturz in Überschuldung und Armut ist eine

frühzeitige Schuldenberatung.

17


Unser Einsatz im Kampf

gegen Schulden

Je früher eine Schuldenberatung einsetzt, desto grösser sind die

Erfolgschancen. Das Angebot der Caritas hält die Hürden für Hilfesuchende

so tief wie möglich. Eine Website zu Schuldenfragen,

Online-Beratung, eine telefonische Schuldenhotline sowie ein

dezentrales Netz an gut erreichbaren Schuldenberatungsstellen

gewähren rasche, unkomplizierte Hilfe. Überdies bildet Caritas

Schweiz Migrantinnen und Migranten zu Kursleitern aus, welche

anschliessend ihre Landsleute in deren Muttersprache über Geld,

Konsum sowie Schuldenfragen aufklären und sensibilisieren.

Schliesslich setzt sich Caritas auch politisch für bessere Rahmenbedingungen

im Kampf gegen Überschuldung ein.

Die telefonische Hotline «SOS Schulden»

unter der Nummer 0800 708 708

entspricht einem grossen Bedürfnis.

Alle 15 Minuten geht ein Anruf ein.

18

Die von der Caritas ausgebildeten

Kurs leiterinnen und Kursleiter führten

172 Kurse zu Geld, Konsum und

Schuldenfragen mit insgesamt 1186

Teilnehmern durch.

Im vergangenen Jahr wurde die in

10 Sprachen existierende Website

www.caritas-schuldenberatung.ch

50 000 Mal besucht.


Caritas-Schuldenprojekte in Zahlen

Die Schuldenberatung der Caritas ist in die umfassendere

Sozialberatung integriert und erlaubt es, mit den Betroffenen

auch soziale und familiäre Probleme zu bearbeiten.

2009 ist die Caritas mit der Aduno Gruppe und der

Pro Juventute unter dem Namen «Plan B» eine langfristige

Kooperation eingegangen. In Zusammenarbeit mit den

Regionalen Caritas-Organisationen und weiteren Fachstellen

hat sie das Angebot in der Schuldenberatung und

-prävention stark ausgebaut.

Telefonhotline und Website

Die Hotline «SOS Schulden» ist gratis und kann anonym

in Anspruch genommen werden. 2011 wurden über

die Hotline 2482 telefonische Beratungen durchgeführt.

Die Website www.caritas-schuldenberatung.ch bietet

Antworten auf die wichtigsten Fragen, Tipps für den Alltag

und eine Online-Beratung. Die wichtigsten Inhalte und

ein Schuldentest sind in zehn Sprachen abrufbar. Die

Möglichkeit einer Online-Beratung haben 2011 insgesamt

713 Personen wahrgenommen. Die Rückmeldungen sind

positiv: 91 Prozent der Website-Besucher fanden

die Informationen nützlich, und 98 Prozent der Anrufer

äussern sich zufrieden zur Telefon-Beratung.

19

Persönliche

Beratungen

Online-

Beratungen

17

Schuldenberatungen

in Prozent nach

Beratungsform

25

%

Telefon-

Beratungen

Schuldenberatung

Caritas konnte das schweizweite Angebot der Schuldenberatung

im Rahmen von «Plan B» um zehn Prozent

erweitern. Dies ermöglichte es im vergangenen Jahr,

1058 zusätzlichen Haushalten eine umfassende persönliche

Beratung anzubieten. Die juristische Rückbe ratung

bei Caritas Schweiz unterstützte die regionalen Schuldenberatungsstellen

in 444 Fällen.

Prävention und Öffentlichkeitsarbeit

Caritas bildete 65 Kursleiterinnen und Kursleiter für die

Durchführung von Kursen zu Geld, Konsum und Schulden

aus. Sie informierte über ihr Schuldenberatungs- und

Präventionsangebot und setzte sich dafür ein, dass das

Problem der Überschuldung in der Öffentlichkeit stärker

wahrgenommen wird. Mit Erfolg: Rund 150 Medienberichte

erschienen 2011 zum Engagement der Caritas im

Themenbereich Schulden. Zudem nahm Caritas Stellung

zu politischen Vorstössen zur Schuldenthematik und

führte mit der Fachhochschule Nordwestschweiz eine

Fach tagung zum Thema «Armutsbekämpfung durch

Schuldenberatung» mit 125 Teilnehmern durch.

58


Menschen

dritter

Klasse?

Schlagzeilen über hohe Zuwanderungszahlen, Forderungen

zu deren Einschränkung sowie Unterbringungsprobleme

sorgen für Aufregung in der Asylpolitik. Asylsuchenden

weht in der Schweiz ein rauer Wind entgegen. Dabei geht

vergessen, dass jeder Mensch das Recht hat, in einem

anderen Land ein Asylgesuch zu stellen. Von diesem menschenrechtlichen

Prinzip abgeleitet, haben alle Asylsuchenden

Anspruch auf ein faires und korrektes Verfahren.

20


Mit einer Rechtsberatung Asylsuchende begleiten

Afrika

Äthiopien 3%

Eritrea 18%

Somalia 8%

Übriges Afrika 16%

Herkunft der beratenen

Personen nach Kontinenten.

Sonstige, Staatenlose und

keine Angaben: 1%

Mit ihren zwei Rechtsberatungsstellen in der Zentralschweiz

und im Kanton Freiburg setzt sich Caritas Schweiz

für ein Asylverfahren ein, das sich an den Menschenrechten

und an der Rechtsstaatlichkeit orientiert. Ihre Bera -

tungen haben zum Ziel, den Asylsuchenden die gesetzlichen

Bestimmungen und das Verfahren zu erklären. In

einem ersten Gespräch schätzen die Rechtsberaterinnen

und Rechtsberater von Caritas die Erfolgschancen ihrer

Klientinnen und Klienten ein. Eine Rechtsvertretung der

Asylsuchenden übernimmt Caritas nur, wenn konkrete

Chancen auf Erfolg bestehen: wenn die Voraussetzungen

bezüglich einer Flüchtlingseigenschaft nicht richtig

beurteilt oder nicht genügend geprüft wurden, wenn ein

Wegweisungsentscheid zu Unrecht gefällt wurde oder

wenn schwerwiegende Verfahrensfehler vorliegen.

Gleichzeitig führt Caritas im Auftrag der Innerschweizer

Kantone Obwalden, Schwyz und Zug eine Rückkehrberatungsstelle,

durch die sie rückreisewillige Asylsuchende

bei ihrer Wiedereingliederung in der Heimat begleitet.

Caritas führte im vergangenen Jahr

963 Rechtsberatungen für Asylsuchende

durch. Von den beratenen Personen

stammten die meisten aus Eritrea.

21

Europa

Kosovo 4%

Türkei 4%

Übriges Europa 5%

99 Personen konnten durch eine

Mandatsübernahme der Caritas Schweiz

auf eine kompetente Rechtsvertretung

zählen.

Asien (inkl. Naher Osten)

Afghanistan 7%

China 4%

Irak 5%

Iran 6%

Sri Lanka 9%

Syrien 3%

Übriges Asien inkl. Naher Osten 7%

In Zug und Nidwalden unterstützt Caritas im Auftrag

dieser Kantone zudem unbegleitete minderjährige Asylsuchende.

Schliesslich führt Caritas in den Kantonen

Schwyz und Obwalden Unterbringungszentren.

Im vergangenen Jahr führte Caritas insgesamt

963 Rechtsberatungen für Asylsuchende durch. Die beratenen

Personen stammten aus zahlreichen Staaten:

Am meisten Ratsuchende waren aus Eritrea (18 Prozent),

Sri Lanka (9 Prozent), Afghanistan (7 Prozent) und

Somalia (8 Prozent). In 85 Fällen reichte Caritas eine

Beschwerde ein. Zwei Drittel der Eingaben an das Bundesverwaltungsgericht

wurden gutgeheissen. Im Vergleich

hat das Bundesverwaltungsgericht in den letzten Jahren

lediglich eine allgemeine Gutheissungsquote von zirka

15 Prozent ausgewiesen. Konkret erhielten diese Personen

das Recht auf weitere Abklärungen, einen Eintretensentscheid

oder das Recht auf Asyl. Diese hohe Erfolgs -

quote lässt sich insbesondere auf die strengen Selektionskriterien

bei der Fallübernahme zurückführen.

Bei den beratenen Personen

handelte es sich in 86 Fällen

um Familien mit Kindern und in

877 Fällen um einzelne Asylsuchende.


Warum

brauchen

Bergbauern

Hilfe?

Die Schweizer Berge sind ein Stück Heimat, das von den

Bergbauern gepflegt wird. Doch die Bauern sind unter

Druck: sie müssen wettbewerbsfähige Unternehmer werden

und sich auf dem Markt behaupten. Es gilt, den Strukturwandel

sozialverträglich zu gestalten. Die Solidarität

unter den Regionen darf nicht in Frage gestellt werden.

Und sie zahlt sich aus: Die Bergbauern bewahren eine vielfältige

Kulturlandschaft, die alle geniessen können.

22


Freiwillige unterstützen Bergbauern in Notlagen

Tag für Tag leisten die Bergbauern harte Arbeit an steilen

Hängen. Doch die strenge Arbeit verteilt sich auf immer

weniger Schultern, und am Ende eines langen Tages ist

nur wenig in der Kasse. Da braucht es nicht viel, damit

die Kräfte einer Bergbauernfamilie nicht mehr ausreichen,

um die anfallenden Arbeiten zu bewältigen. Ein Unfall,

eine Krankheit oder eine Schwangerschaft genügen, um

die personellen Ressourcen einer Familie bedrohlich

zu verringern. Ein Erdrutsch, eine Lawine, ein Brand oder

einfach nur eine grössere Reparatur am Haus oder ein

notwendiger Neubau können zusätzliche Arbeit mit sich

bringen, für welche die vorhandenen Hände nicht mehr

ausreichen. Manchmal führt der Dauerdruck ohne Erholung

auch zu einer Situation, die eine Entlastung bei

der Kinderbetreuung, im Haushalt oder auf dem Feld

dringend nötig macht.

Um in solchen Situationen Hilfe zu leisten, vermittelt

Caritas über die Website www.bergeinsatz.ch freiwillige

Helferinnen und Helfer an Bergbauern in Notsituationen.

Diese können die Betroffenen vorübergehend entlasten

und dazu beitragen, dass der Betrieb auch in schwierigen

Verhältnissen aufrecht erhalten bleibt. Umgekehrt sind

die befristeten Einsätze für die Freiwilligen eine Gelegenheit,

sich aktiv zu erholen und gleichzeitig für sich und

andere etwas Sinnvolles zu tun – vom Heuen über

die Kinderbetreuung bis hin zum Bau eines neuen Stalls.

Bei der gemeinsamen Arbeit werden Brücken gebaut,

und es entsteht jene Solidarität, die es zum langfristigen

Gleichgewicht zwischen Stadt und Land braucht.

Im Jahr 2011 leisteten Caritas-Freiwillige

bei 123 Familien Bergeinsätze. Insgesamt

wurde an 6330 Tagen Freiwilligenarbeit

geleistet.

23

Krankheit und

Unfall

20

Bauarbeiten auf

dem Hof

17

Gründe für einen Freiwilligeneinsatz

bei einer

Bergbauernfamilie

Caritas vermittelte im vergangenen Jahr

944 Freiwillige an Bergbauern in der

Deutschschweiz und in der Romandie.

%

Arbeitsüberlastung

Pflege und

Betreuung von

Familienmitgliedern

Im vergangenen Jahr vermittelte Caritas 890 Freiwillige

zwischen 18 und 70 Jahren an 123 Bergbauernfamilien

in der ganzen Schweiz. Die Gründe für diese notwendigen

Bergeinsätze waren: Bauarbeiten auf dem Hof (17 Prozent),

Krankheit und Unfall (20 Prozent), Arbeitsüberlastung

(45 Prozent) sowie Pflege und Betreuung von Familienmitgliedern

(18 Prozent). Caritas leistet mit diesen Einsätzen

einen Beitrag an die Lösung von sozialen Problemen

sowie an den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen, und

sie fördert zudem die Freiwilligenarbeit.

18

45

Der häufigste Grund für einen

Freiwilligeneinsatz war mit

45 Prozent die Arbeitsüberlastung

in der Bergbauernfamilie.


Caritas in Zahlen

Bilanz per 31. Dezember 2011 2011 2010

Aktiven CHF CHF

Flüssige Mittel 11’861’577 13’656’154

Wertschriften 23’593’162 24’515’032

Forderungen 4’827’002 3’650’204

Vorräte 2’242’968 2’275’551

Übriges Umlaufvermögen 4’403’150 588’514

Anlagevermögen 13’116’559 12’841’318

Total Aktiven 60’044’419 57’526’773

Passiven

Kurzfristige Verbindlichkeiten 1’611’037 1’934’910

Langfristige Verbindlichkeiten 3’546’071 4’317’387

Wertschwankungsfonds 274’916 274’916

Fondskapital (zweckgebundene Fonds) 54’118’961 50’496’172

Organisationskapital 493’435 503’389

Total Passiven 60’044’419 57’526’773

Gesamtbetriebsrechnung 2011

Betrieblicher Ertrag und betriebliche Leistungserbringung

Spenden 27’953’091 30’147’533

Beiträge Dritter 33’501’916 35’492’447

Total Ertrag aus Spenden und privaten Beiträgen 61’455’007 65’639’980

Öffentliche Beiträge 24’139’325 20’901’835

Andere betriebliche Erträge (Erträge aus Dienstleistungen) 8’849’510 8’723’988

Total Ertrag 94’443’842 95’265’803

Internationale Zusammenarbeit 53’268’289 55’346’023

Inland-Arbeit 19’661’984 18’992’227

Fairtrade 4’242’241 4’785’020

Kleiderzentrale 1’791’640 1’600’858

Grundlagenforschung und übrige Projektbeiträge 620’880 899’710

Information und Kommunikation (Bildungs- und Informationsarbeit) 1’997’021 2’020’454

Direkte administrative Projektunterstützung (Evaluation, IT, Mieten usw.) 1’650’686 1’697’830

Total Projektaufwand 83’232’742 85’342’120

Sammel- und Fundraising-Aufwand 3’758’621 3’820’255

Übriger administrativer Aufwand 3’696’456 4’267’677

Total administrativer Aufwand 7’455’077 8’087’932

Total Aufwand für die Leistungserbringung 90’687’819 93’430’052

Betriebsergebnis (entspricht dem EBIT) 3’756’023 1’835’750

Finanzerfolg und übriges Ergebnis

Total Finanzergebnis (Wertschriften, Zinsen; netto) 124’595 989’366

Total übriges Ergebnis (Ausserordentliches) –257’829 –496’825

Jahresergebnis (Veränderung der Fonds) 3’622’789 2’328’291

Der ausführliche Finanzbericht ist im Internet einsehbar unter www.caritas.ch/jahresbericht.

24


Herkunft

der Caritas-Erträge

Spenden

Eigene

Erträge

25

29,6

Öffentliche Beiträge und

private Drittmittel

Durch Finanzierungsallianzen mit der Glückskette, dem Bund sowie anderen Partnerorganisationen im In- und Ausland

kann die Caritas die Wirkung jedes gespendeten Frankens mehr als verdreifachen.

Verwendung

der Erträge

Internationale

Zusammenarbeit

Administrative

Unterstützung

9,4

58,7

Abschreibungen 0,4

5,3

Information und Kommunikation

%

%

6,9

35,5

6,6

25,5

21,7

Beiträge

öffentliche

Hand

Private

Beiträge

Dritter

Inland

und Netz

Fairtrade und

Kleiderzentrale

0,4 Grundlagen forschung

Kantone und

Gemeinden

Mittelbeschaffung und

Verwaltung

Projekte

Fundraising

und Werbung

Übriger administrativer

Aufwand

Diese Kennzahlen sind in Übereinstimmung mit den Vorgaben von Swiss GAAP FER 21 und entsprechend den Richtlinien

der Stiftung ZEWO zur Ermittlung des administrativen Aufwandes gemeinnütziger Organisationen erhoben worden.

Bund

übrige

DEZA

2,1

Andere

Organisationen

18,4

21,4

91,8

11,2

%

%

4,1 4,1

22,8

24,1

Internationales

Caritas-

Netzwerk

Glückskette


In Kürze

26

Ferien dank KulturLegi und Reka

Arme Familien können unter Vorweisung eines Caritas-Ausweises, der so

genannten KulturLegi, seit Oktober 2011 unbürokratisch Ferien buchen und

nahezu kostenlos verreisen. Jährlich stellt die Reka in Zusammenarbeit mit

Caritas 100 Ferienarrangements zur Verfügung. Zu einem Solidaritätspreis von

nur 100 Franken kann eine Ferienwohnung oder eine Unterkunft in einer

Jugendherberge für eine Woche gebucht werden. Zudem beteiligt sich die

Reka mit 50 Franken pro Familienmitglied an den Reisekosten.

650 Tonnen Kleider

Junge Leute engagieren sich

Die Caritas-Kleiderzentrale in Waldibrücke sammelte und sortierte 2011 rund

650 Tonnen gebrauchte, gut erhaltene Kleider und Schuhe. 280 Tonnen

gingen an Caritas-Partnerorganisationen weltweit. In der Schweiz konnten

4000 sozial benachteiligte Menschen eingekleidet werden, darunter 1300 im

Auftrag der Winterhilfe Schweiz. Zudem erhielten 1500 Asylsuchende und

Flüchtlinge eine Grundausstattung. Das Sozialunternehmen beschäftigt rund

25 Angestellte, ein Teil davon im Rahmen von Arbeitslosenprojekten.

Zehn Projekte, durchgeführt von insgesamt 150 jungen Leuten, machten

beim youngCaritas-Award 2011 mit. Sie engagierten sich etwa mit Aktionen für

Kinder in Haiti oder für eine vegetarische und faire Mensa. Der Preis ging an

den Rapper Cyphermaischter für sein Lied «Sai» gegen Kinderprostitution.

Den Publikumspreis erhielten die Lehrlinge der Berufsschule Polybau in Uzwil,

die in der bosnischen Stadt Olovo ein Schulhausdach sanierten. Weitere

Projektbeispiele finden sich auf www.youngcaritas.ch.

Caritas-Märkte in Baar, Biel und Baden

Im vergangenen Jahr wurden drei neue Caritas-Märkte eröffnet. Jetzt können

Armutsbetroffene auch in Baar, Biel und Baden von stark vergünstigten

Grundnahrungsmitteln, Frischprodukten und Hygieneartikeln profitieren. Derzeit

gibt es schweizweit 23 Märkte. Der erste öffnete 1992 unter dem Namen

«Carisatt» in Basel. Die Caritas-Märkte sind in der Regel Sozialunternehmen –

ein grosser Teil der Beschäftigten sind Erwerbslose, die durch die befristete

Anstellung ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessern können.


27

Ungleichheiten nehmen zu

Von der besseren Wirtschaftslage konnten in der Schweiz die unteren Einkommensklassen,

Arme und Bedürftige kaum profitieren, wie Caritas im Ende

2011 erschienenen Sozialalmanach feststellte. So hat sich zwischen 1997

und 2008 die Zahl jener verfünffacht, die im Jahr mehr als eine Million Franken

verdienen. Dabei hat das durchschnittliche Bruttoeinkommen seit 1998 preisbereinigt

kaum zugenommen, und laut den Angaben des Bundesamtes für

Statistik sind 8 bis 14,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung armutsgefährdet.

Recycling von Altpflanzenöl auf Bali

Scapa zeichnet für Caritas-Fairtrade

Der Künstler, Autor, Verleger und Designer Ted Scapa verschönerte für den

Caritas-Fairtrade klassische Tassen mit seinen bekannten Cartoons. Die

Porzellantassen sind mit fair gehandeltem Honig aus Guatemala gefüllt und

in drei Designs erhältlich: Bärenglück, Clowns und Tiertreffen. Mit seinem

Engagement unterstützt Ted Scapa benachteiligte Imkerfamilien in Guatemala.

Hotels und Restaurants auf Bali produzieren grosse Mengen Altpflanzenöl,

das bisher direkt in die Umwelt gelangte. Caritas hat in Zusammenarbeit mit

der Stiftung MyClimate und dem Reiseunternehmen Kuoni für das Problem

eine nachhaltige Lösung gefunden: Ein balinesisches Sozialunternehmen

verarbeitet die Abfälle zu Biodiesel und verkauft diesen zum Beispiel an örtliche

Hotels für deren Kleinbusse. Der Verkaufserlös deckt die Betriebskosten.

Caritas-Personalstatistik 2011

Ende 2011 arbeiteten bei Caritas Schweiz 284 Mitarbeitende. Dies entspricht

195 Vollzeitstellen. 60 Prozent der Mitarbeitenden sind weiblich, und rund

75 Prozent aller Angestellten sind in einem Teilzeitpensum tätig. Der Anteil der

Mitarbeitenden mit einem ausländischen Pass beträgt 13,6 Prozent. Zudem

beschäftigt Caritas Schweiz 134 Mitarbeitende im Stundenlohn, vor allem

Dolmetscher. Bei Caritas Schweiz arbeiten schliesslich rund 220 lokal angestellte

Mitarbeitende in Projekten der internationalen Zusammenarbeit.


Starke Partnerschaften

Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern für ihre grosszügige

Unterstützung. Sie alle sind die Partner, die unsere Hilfe

für Menschen in Not erst möglich machen. Diogenes Verlag AG,

Zürich; Azienda elettrica comunale, Ascona; Riccardo’s Oeko Reinigungs-Service,

Giswil; Equipe pastorale du Vallon de St-Imier

et Corgémont; Gemeinde La Punt-Chamues-ch; Augusto Ostini;

Xamas Associated Corporations, Wettingen; Mirko Tomaszewski;

Gemeinde Guttannen; 3. Klasse

Beatrice Conrad Frey,

Ernährungsberaterin und

Primarschule Zentrum, Egg;

Stiftungsrätin SV Stiftung:

«Wir unterstützen die Obst- und

Fondation Ernest Matthey,

Gemüsevergünstigungen in den

Caritas-Märkten, weil uns die

Pully; Blauring Bütschwil; Kan-

Gesundheit von Armutsbetroffenen

am Herzen liegt.»

ton Basel-Stadt; Lions Club

Murten; Monastère Saint-Joseph des Capucines Montorge, Fribourg;

Parrocchia cattolica Sacro Cuore Lugano; ALDI SUISSE

AG, Schwarzenbach SG; Mirabaud & Cie banquiers privés, Basel;

Barbara Fellmann; Comune di Lamone-Cadempino; Gemeinde

Verena Buschle, Leiterin Ferien- Adliswil; Hans C. Klauser-Humhilfe

bei der Reka, zur Zusammenarbeit

von Reka und Caritas: bel-Stiftung, Meilen; Andrea

«Eine Woche Ferien für 100 Franken:

mit diesem Angebot können sich Allemann; Emil und Rosa Rich-

Familien einen Traum erfüllen. Für

viele sind es die ersten gemeinsamen terich-Beck Stiftung, Laufen;

Ferien seit Jahren.»

Mireille Louradour; Migros-Genossenschafts-Bund,

Zürich; Hrvatska Katolicka Misija Zürich;

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA); Fondation

de bienfaisance Jeanne Lovioz, Basel; Rekrutenspiel 16-3, Aarau;

Jean Simond; Lisebeth Gmür; Infotreu GmbH, Würenlos; Peter

Lohri; Les Résidences Emma SA, Orbe; Commune de Pully;

Kolping Grenchen-Bettlach; claro Weltladen Schwyz; DE Planifi-

28


cation SA, Neuchâtel; Kinderkleiderbörse, Seuzach; Kath. Kirch-

gemeinde Oberkirch LU; Kumarathas Tharmalingam; Kanton Uri;

Katholische Albanermission Aarau; Aduno Gruppe, Zürich; Verein

29

Franziska Wenzinger, Gymnasiallehrerin

und Patin von acht

Caritas-Kinderprojekten:

«Es ist eine grausame Vorstellung,

dass Kinder in einer ausweglosen

Situation sind. Darum unterstützen

wir die Caritas-Kinderpatenschaften.»

Polybau, Uzwil; Stadt Bern;

Gilbert Pasquier; Angehrn Cho-

colatier SA, Lausanne; Répu-

blique et Canton du Jura; CERN

Fitness Club, Cern Cedex;

Mösching Gipser & Maler AG, Saanen; Stiftung Heinrich & Julie,

Zug; Schindler Management AG, Ebikon; Kath. Seelsorgeverband

Pfäfers-Valens-Vättis; BASAID Verein für Basishilfe, Basel; Ville de

Neuchâtel; 5./6. Klasse Primarschule Hagen, Illnau; Stepp dekor

AG, Teufen AR; Ev.-ref. Pfarr-

amt Matzingen; Oggier Haus-

Rapper Cyphermaischter,

Gewinner des youngCaritas-

Award 2011:

«Ich möchte mit meiner Musik auf den

Skandal der Kinderprostitution

aufmerksam machen und finanziell

etwas bewegen. Darum gehen

pro verkauftes Exemplar meines Solo-

Albums ‹Regaboga› zwei Franken

an Caritas.»

technik GmbH, Varen; Commune

de Plan-les-Ouates;

Tschalèr Schneider Treuhand

AG, Ilanz; Swiss Life, Zürich;

Beat Odermatt; Juan Antonio Alvarez; Société de la Loterie de

la Suisse Romande; Walter Ackeret; Sanitari e riscaldamento

Die langjährige, im Herbst 2011 Francesco Bettelini, Caslano;

verstorbene Spenderin

Elisabeth Becker war eine treue Singer Jean & Cie SA, La Chaux-

Verfechterin der Caritas-Anliegen.

Sie bemerkte einmal: de-Fonds; Chœur mixte St-Ni-

«Das letzte Hemd hat kein Täschchen.

Das muss man sich täglich über legen, colas, Villars-sur-Glâne; Kreis-

und daher ist eine Nachlass-Spende

zugunsten der Caritas sinnvoll.» schule Bünz, Bünzen; Clariden

Leu SA, Lausanne; ASSiDU SA,

Lugano. Eine ausführliche Liste der Institutionen, Gemeinden,

Kantone und Unternehmen, die Caritas Schweiz im Jahr 2011

unterstützt haben, findet sich auf www.caritas.ch/jahresbericht.


Organe

Fulvio Caccia Michèle

Berger-

Wildhaber

Vorstand

Präsidium

Präsident: Fulvio Caccia, Dr. sc. techn. ETH, Camorino TI

Vizepräsidentin: Michèle Berger-Wildhaber, Apothekerin,

Neuenburg

Felix Gmür, Dr. phil. und Dr. theol., als Generalsekretär

der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), Freiburg (bis

16. Januar 2011); Markus Kappeler, dipl. phil., Verlagsleiter

Schweizerischer Katholischer Jugendverband (SKJV),

Luzern; Ada Marra, lic. ès sc. pol., Nationalrätin VD,

Lausanne; Pierre-Alain Praz, lic. ès sciences écono -

miques et sociales, Direktor Caritas Waadt, Lausanne;

Erwin Tanner, Dr. iur./lic. theol., Generalsekretär Schweizer

Bischofskonferenz (SBK), Freiburg (ab 8. September

2011); Felix Walker, Dr. rer. pol., St. Gallen; Mariangela

Wallimann-Bornatico, lic. iur., Wabern BE

30

Markus

Kappeler

Caritas hilft in der Schweiz und weltweit

Caritas Schweiz ist ein Verein mit Sitz in Luzern. Das

Hilfswerk unterstützt Menschen in Not im Inland und

weltweit in über 40 Ländern. Gemeinsam mit den

Regionalen Caritas-Organisationen hilft Caritas Schweiz

konkret, wo Menschen in der reichen Schweiz von

Armut betroffen sind: Familien, Alleinerziehende, Arbeitslose,

Working Poor. Caritas vermittelt Freiwilligeneinsätze

und betreut Asylsuchende sowie Flüchtlinge.

Weltweit leistet Caritas Nothilfe bei Katastrophen

und ermöglicht Wiederaufbau. Die Entwicklungszusammenarbeit

ist Hilfe zur Selbsthilfe in Bereichen wie

Ernährungssicherung, Wasser, Ökologie, Menschenrechte

sowie Bildung für Kinder und Erwachsene.

Caritas Schweiz ist Mitglied des internationalen Caritas-

Netzwerks, das 162 Organisationen in über 200 Ländern

umfasst.

Ada Marra Pierre-Alain

Praz

Erwin Tanner

Felix Walker Mariangela

Wallimann-

Bornatico

Weitere Vorstandsmitglieder

Franco Angeli-Busi, Locarno; Eva Maria Belser Wyss,

Prof. Dr. iur., Universität Freiburg, Marly FR; Alois Bissig,

Regierungsrat, Römisch-katholische Zentralkonferenz der

Schweiz (RKZ), Ennetbürgen NW; Christoph Bossart,

Direktor Caritas beider Basel, Basel; Sr. Nadja Bühlmann,

lic. iur., Kloster Baldegg, Sursee LU; Verena Bürgi-Burri,

Krankenschwester, Dallenwil NW; Tiziana Frassineti,

lic. ès sciences économiques et sociales, Villars-sur-Glâne

FR; Beatrice Inglin-Buomberger, Professorin Fachhochschule

Nordwestschweiz – HSA Basel (FHNW), Basel;

Markus Köferli, dipl. theol., Bereichsleiter Spezialseelsorge

Zentralkommission Zürich, Zürich; Eric Monneron, lic. ès

lettres, Diakon, Bistum Lausanne, Genf und Freiburg,

Coppet VD; Robert Moser, Diakon und dipl. Maschinenbauingenieur

HTL, Steg VS; Sr. Annemarie Müller, Generalprokuratorin,

Kloster Ilanz, Ilanz GR; Hubert Péquignot,

Direktor Caritas Neuenburg, Neuenburg; Traugott

Rüttimann, Koppigen BE; Margrit Santschi, Katechetin,

Büron LU; Stefanie Schalcher, Ethnologin, Zürich;

Dr. Peter Schmid, Offizial, Bistum Basel, Solothurn;

P. Markus Steiner, dipl. math. ETH, Rektor, Kloster Einsiedeln,

Einsiedeln SZ; Thomas Studer, Direktor Caritas

Bern, Bern; Joseph Thali-Kernen, Diakon, Gesamtleiter

Seelsorgeverband Allschwil-Schönenbuch, Allschwil BL;

Bruno Tresch, Diakon, Bistum Chur, Altdorf UR; Daniel

Walker, lic. phil., MBE HSG, Unternehmer, St. Gallen


Geschäftsstelle Caritas Schweiz

Geschäftsleitung

Direktor: Hugo Fasel, lic. rer. pol.

Bereich Grundlagen: Hugo Fasel (bis 30. November 2011);

Marianne Hochuli, lic. phil. (ab 1. Dezember 2011)

Bereich Inland und Netz: Dr. Carlo Knöpfel

Bereich Finanzen und Administration:

Hans Krummenacher-Wüest, Betriebsökonom FH,

dipl. Wirtschaftsprüfer

Bereich Personal:

Dr. Albert Schnyder (bis 31. August 2011);

Alice Mäder-Wittmer, lic. rer. pol. (ab 1. September 2011)

Bereich Kommunikation: Dr. Odilo Noti

Bereich Internationale Zusammenarbeit:

Norbert Kieliger, lic. rer. pol. (bis 31. März 2011);

Dr. Albert Schnyder (ab 1. April 2011)

Impressum

31

Hugo Fasel Marianne

Hochuli

Qualitätsmanagementsystem

ISO 9001, Reg.-Nr.14075

Titelbild: Yann Arthus-Bertrand/Altitude.

Boote von Sandarbeitern in Kalaban Koro, am Rand von Malis

Hauptstadt Bamako. Die Arbeiter holen den Sand aus dem

Niger-Fluss. Verwendet wird das Material für den Häuserbau

in der schnell wachsenden Stadt.

Bilder: Julie Bergamin, © blackfoto/Fotolia.com, Susi Bodmer/Ex-Press,

Bettina Bühler, Caritas-Bergeinsatz, Caritas Schweiz,

© Jürgen Fälchle/Fotolia.com, Karl Gähwyler, Heike Grasser/

Ex-Press, Beat Hähner/SRF, Daniel Kunz, lauperzemp.ch,

New Ways in Somalia, Gerry Nitsch, Franca Pedrazzetti, Reka,

Andreas Schwaiger, Urs Siegenthaler, Elma den Toom,

© Traveler/Fotolia.com, Alex Voets, Silvia Voser, Pia Zanetti, zVg.

Redaktion: Stefan Gribi, Odilo Noti, Dominique Schärer

Konzept: Spinas Civil Voices, Zürich

Grafik: Evelyne Bieri

Druck: Druckerei Kyburz AG, Dielsdorf

Carlo Knöpfel Hans

Alice Mäder-

Krummenacher-

Wüest

Wittmer

Odilo Noti

Aufsichtsrat Kleiderzentrale

Walter Brogli, Präsident, Weggis LU; Christoph Bossart,

Direktor Caritas beider Basel, Basel; Dr. Carlo Knöpfel,

Mitglied der Geschäftsleitung Caritas Schweiz, Luzern

Geschäftsprüfungskommission

Präsident: Josef Truttmann, eidg. dipl. Buchhalter/

Controller, Horw LU; Dr. Guido Käppeli, Unternehmer,

Schwyz; Ursula Muther-Guntern, lic. phil., Verwalterin der

röm.-kath. Landeskirche Bern, Biel; Dr. Isabelle Zuppiger

Ritter, Amt für Jugend- und Berufsberatung Kanton

Zürich, Rufi SG (bis 31. Mai 2011)

Kontrollstelle

BDO AG, Luzern 2011

Albert

Schnyder

Caritas Schweiz

Bereich Kommunikation

Löwenstrasse 3

Postfach

CH-6002 Luzern

Telefon +41 41 419 22 22

Fax +41 41 419 24 24

E-Mail info@caritas.ch

Postkonto 60-7000-4

Ausführliche Informationen zu aktuellen Projekten finden

Sie auf der Website von Caritas Schweiz: www.caritas.ch


Wir helfen Menschen.

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