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Inhalt:

Konzept der Schule zur Einführung der flexiblen

Schuleingangsphase

Organisationsform: Jahrgangsklassen

I. Zur Situation der Schule

�Lage und räumliche Gegebenheiten der Schule, Schülerschaft, Eltern usw.

�Gründe für die jahrgangsbezogene Organisationsform der FLEX

�Beteiligung von Gremien

II. Eingangsdiagnostik

1. Vor der Einschulung

2. Nach der Einschulung

2.1 Allgemeines Verhalten

2.2 Deutsch – Voraussetzungen für das Erlernen des Lesens und Schreibens

2.3 Mathematik

III. Formen der Feststellung der Lernentwicklung im weiteren Verlauf des 1. und

2. Schuljahres

�Deutsch (Lesen, Schreiben)

�Mathematik

IV. Förderplanung - Förderpläne

�Deutsch

� Mathematik

V. Organisatorische Formen

�Innere Differenzierung

�Äußere Differenzierung

�Verfahren zum längeren oder kürzeren Verbleib in Klasse 1 oder 2 (insgesamt 1-3 Jahre)

VI. Ausblick

�Lehrerfortbildung

�Evaluation

Albert-Schweitzer-Schule

Städtische Gemeinschaftsgrundschule

Zum Hedelsberg 13

50999 Köln

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005


I. Zur Situation der Schule

Lage und räumliche Gegebenheiten der Schule, Schülerschaft und Eltern

Die GGS Zum Hedelsberg ist die einzige Schule in Köln-Weiß. Dieser Stadtteil liegt im Kölner

den im Weißer Rheinbogen. Die ursprünglich dörfliche Struktur des Stadtteils änderte sich in

den letzten Jahrzehnten durch die Entstehung verschiedener Neubaugebiete mit vorwiegend Ein-

teils auch Mehrfamilienhäusern auf vormals landwirtschaftlich genutztem Gelände. Die Schule ist

immer noch im Wachstum begriffen. Die zur Zeit 245 Kinder besuchen 10 Klassen. Jeweils zwei

Jahrgänge sind zwei-, zwei weitere dreizügig. Die Klassenräume befinden sich fast alle im 1.

Obergeschoss des Schulgebäudes. Nur ein Klassenraum ist im Erdgeschoss.

Schüler- und Elternschaft sind weitgehend dem bürgerlichen Mittelstand zuzuordnen. Diese

bildungsnahe Bevölkerung ist der Schule gegenüber sehr aufgeschlossen, fordert von ihr aber auch

qualitativ hochwertige Arbeit. Aufgrund dieser Voraussetzungen hatte und hat die Schule stets ein

hohes Leistungsniveau und einen recht großen Anteil von Schülern, die nach dem 4. Schuljahr ein

Gymnasium besuchen.

Gründe für die jahrgangsbezogene Organisationsform der FLEX

In einer Reihe von Lehrerkonferenzen und kollegiumsinternen Fortbildungen (Moderation Frau

Kienle) beschäftigte sich das Kollegium im Schuljahr 2003/2004 eingehend mit der Thematik. Im

Mai 2004 hospitierten wir einen ganzen Vormittag an einer Schule mit jahrgangsübergreifendem

Unterricht. Die pädagogischen Vorteile des jahrgangsübergreifenden Unterricht stellten sich der

überwiegenden Mehrheit des Kollegiums noch nicht überzeugend dar.

Ein Teil der Elternschaft befürchtet, dass nach Einführung eines jahrgangsübergreifenden

Unterrichts das hohe Leistungsniveau der Schule nicht gehalten werden könne. Andere Eltern (und

Lehrer) sehen hingegen auch Vorteile für den jahrgangsübergreifenden Unterricht vor allem für das

soziale Lernen und für Kinder, die länger oder kürzer als zwei Jahre für die Schuleingangsphase

brauchen.

Beteiligung von Gremien (Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, Schulkonferenzbeschluss)

Die Lehrerkonferenz sprach sich im Juni 2004 für die jahrgangsbezogene Organisationsform der

Schuleingangsphase aus. Nach Diskussion auf Klassenpflegschaftssitzungen und in der Schulpflegschaft

beschloss die Schulkonferenz im Oktober 2004 für das Schuljahr 2005 / 2006 die

jahrgangsbezogene Organisationsform. Diese Entscheidung ist jedoch nicht endgültig. Nach

Konzepterstellung und ersten Erfahrungen soll im Schuljahr 2005/2006 erneut über die

Organisationsform – jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend – beraten werden.

II. Eingangsdiagnostik

1. Vor der Einschulung

Wenn Ursachen für zu erwartende Lernschwierigkeiten bereits frühzeitig festgestellt werden, kann

die Zeit vor der Einschulung bereits für den Ausgleich von Defiziten genutzt werden. Die

Förderung findet dann schon in den Kindergärten statt. Möglich ist – besonders bei der

Sprachförderung - auch eine Förderung in der Schule. Oft wird auch eine logopädischer Unterricht

oder eine Ergotherapie vor und auch noch nach der Einschulung durchgeführt. Die vertrauensvolle

Zusammenarbeit aller an der Förderung das Kindes beteiligten Kräfte – Eltern, Erzieher, Lehrer,

ggs. Logopäden und Therapeuten – ist zum Wohle des Kindes dringend erforderlich.

Die Eingangsdiagnostik beginnt schon mit der Schulanmeldung – also bereits etwa

10 Monate vor Schulbeginn. In Zukunft soll sich diese an unserer Schule voraussichtlich über drei

Tage (bisher: zwei Tage) erstrecken. Mindestens zwei Kolleginnen sollen beteiligt sein, von denen

eine einen Beobachtungsbogen (Anlage 1) ausfüllt. Auch ein kurzer Sprachtest wird durchgeführt.

Für das ganze Verfahren werden 10 – 15 Minuten pro Kind eingeplant.

Mit schriftlichem Einverständnis der Eltern werden zu einzelnen Kindern Gespräche

mit den Kindergärten geführt. Vereinzelte Hospitationen in den Kindergärten durch Lehrkräfte

der Schule (evtl. Schulleitung) finden nach Absprache statt. Die Zusammenarbeit mit den

Kindergärten wird weiter intensiviert. Der schon Tradition gewordene Gedankenaustausch

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005


zwischen Schule und den umliegenden Kindergärten im Januar jeden Jahres umfasst – wie bisher –

auch das Thema „Übergang vom Kindergarten in die Grundschule“ .

Die Kinder, die auf Antrag der Eltern vorzeitig eingeschult werden sollen, sowie die

schulpflichtigen Kinder, bei denen bei der Schulanmeldung und / oder der

Schuleingangsuntersuchung durch das Gesundheitsamt entsprechende Auffälligkeiten festgestellt

wurden, nehmen noch vor der Einschulung an einem Unterrichtsspiel, dem Kieler

Einschulungsverfahren (Durchführung. kurz nach den Osterferien), teil. Hierbei werden Hilfen für

die Einschulungsentscheidung der „Kann-Kinder“ und für die vorschulische und schulische

Förderung der schulpflichtigen Kinder gewonnen.

2. Nach der Einschulung

Oft werden die Ursachen für Lernschwierigkeiten durch die vorschulische Förderung noch nicht

(vollständig) behoben sein, manchmal stellen sie sich auch erst nach der Einschulung heraus. Das

möglichst frühzeitige Erkennen von Lernschwierigkeiten und das Aufzuspüren der Ursachen dafür

ist Aufgabe der Förderdiagnostik nach der Einschulung.

2.1 Allgemeines Verhalten, sensomotorische Entwicklung

Ein Kennenlernnachmittag kurz nach der Einschulung kann gute Aufschlüsse u.a. über den

Entwicklungsstand und die soziale Kompetenz geben.

Die Diagnostik um Unterricht erfolgt zunächst über die Lehrerbeobachtung.

Beobachtungen des allgemeinen Verhaltens sowie im Hinblick auf die sensomotorische

Entwicklung (taktil-kinästhetische Wahrnehmung und vestibuläre Wahrnehmung) werden

schriftlich festgehalten. Eine gute Hilfe bietet dazu der Katalog der Beobachtungsfragen von

Luckfiel und Braun (Anlage 2). (Aus: „Schuleingangsphase : Neu gestalten“, Cornelsen Verlag

Scriptor 2004, S. 74-76).

2.2 Deutsch – Voraussetzungen für das Erlernen des Lesens und Schreibens (nach:

Breuer/Weuffen „Lernschwierigkeiten am Schulanfang“ Beltz-Verlag 2000, S. 22 uff.)

Die Bedeutung sprachbezogener Wahrnehmungsbereiche als Voraussetzung für das

Erlernen des Lesen und Schreibens ist inzwischen nachgewiesen. Es handelt sich um folgende

Wahrnehmungsbereiche:

� die optisch-graphomotorische Differenzierungsfähigkeit

� die phonematisch-akustische Differenzierungsfähigkeit

� die kinästhetisch-artikulatorische Differenzierungsfähigkeit

� die melodisch-intonatorische Differenzierungsfähigkeit und

� die rhythmisch-strukturierende Differenzierungsfähigkeit

Breuer/Weuffen haben drei Differenzierungsproben (DP0, DP1, DP2) entwickelt, mit denen man

die oben genannten fünf Wahrnehmungsbereiche überprüfen kann. Für die schulische Arbeit sind

vor allem DP1 und DP2 von Bedeutung (DP0 ist für vier- bis fünfjährige Kinder). Die DP1

(Anlage 1), die bereits bei der Schulanmeldung durchgeführt wurde, wird kurz nach Schulbeginn

nochmals mit den Schülern durchgeführt, die besondere Lernschwierigkeiten im

Anfangsunterricht (Lesen- und Schreibenlernen) haben. In den darauf folgenden Monaten erfolgt

für diese Kinder eine intensive Sprachwahrnehmungsförderung. Gefördert werden speziell die

Bereiche, in denen mit der DP1 Defizite festgestellt wurden. Die DP2 (Anlage 3a/3b) wird Mitte

bis Ende des 2. Schulhalbjahres des 1. Schuljahres mit jenen Schülern durchgeführt, die trotz bisher

erfolgter Sprachwahrnehmungsförderung nach wie vor große Mühen beim Schreiben- und

Lesenlernen haben.

Außerdem können zu Beginn des ersten Schuljahrs die Diagnosebögen zur Lesekompetenz aus

„Attraktive Grundschule: Jedes Kind fordern und fördern“ Raabe 2004 gut eingesetzt werden:

D 2.3-1 (Anlag 4) Diagnosebogen „Bilder vergleichen“

D 2.3-5 (AnlageA5) Diagnosebogen „Wem gehört welche Luftballon?“ Kontrollbogen hierzu:

(Anlage 5B)

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005


2.3 Mathematik

Die unten genannten Leistungen und Fähigkeiten sind bedeutsam für Lernerfolge im Fach

Mathematik. An unserer Schule werden im Anfangsunterricht bei Kindern mit Lernschwierigkeiten

im mathematischen Bereich eine auf das einzelne Kind zugeschnittene Auswahl aus den folgenden

Diagnosebögen eingesetzt:

� Motorische Leistungen (Anlage 6) (aus „Attraktive Grundschule: Jedes Kind fordern und

fördern.“ Dr. J. Raabe, Stuttgart 2003, Tab. D 3.1-1)

� Sinnesleistungen (Anlage 7) (aus „Attraktive Grundschule: Jedes Kind fordern und

fördern.“ Dr. J. Raabe, Stuttgart 2003, Tab. D 3.1-2)

� Zahlbegriffsbildung (Anlage 8) (aus „Attraktive Grundschule: Jedes Kind fordern und

fördern.“ Dr. J. Raabe, Stuttgart 2003, Tab. D 3.1-3)

� Operieren im Zahlraum bis 20 (evtl. nur bis 10) (Anlage 9) (differenzierte

Lernzielkontrolle aus Wittmann-Buch)

� kognitive Grundfähigkeiten (Anlage 10) (Aufgabenauswahl nach J.H. Lorenz, aus

„Schuleingangsphase neu gestalten“ Cornelsen Sriptor 2004, S. 96 f.) wie:

� Figur-Grundwahrnehmung

� Präpositionen

� Visuelle Ähnlichkeit

� Komperative

� Reihenfolge

� Kategorien

III. Formen der Feststellung der Lernentwicklung im weiteren Verlauf des 1. und

2. Schuljahres

Grundlage hierfür sind weiterhin Lehrerbeobachtungen aus dem Unterricht, aber auch – besonders

bei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf – die im Folgenden aufgeführten Diagnosebögen (aus

„Attraktive Grundschule: Jedes Kind fordern und fördern“ Raabe-Verlag 2003):

Deutsch – Lesen

Die folgenden Diagnosebögen dienen auch der Übung und können wiederholt eingesetzt werden.

Es geht um das schnelle Erfassen von Buchstabenkombinationen und Wörtern.

Im ersten Abschnitt von „Lesen wie der Blitz“ geht es im Bereich der Konzentration um das

Abgleichen von Buchstabenkombinationen, die mittels einer kleinen Karteikarte kurz aufgedeckt

werden. Stimmen die Buchstaben überein? Ist die Leserichtung richtig?

Im Zentrum des 2. Abschnitts steht die Konzentrationsfähigkeit in Hinblick auf schnelle

Informationsaufnahme.

D 2.3-3 (Anlage11) Lesen wie der Blitz

D 2.3-7 (Anlage12) Kontrollbogen zu „Lesen wie der Blitz“

Ende des 1. Schuljahres

Bei dem folgenden Diagnosebogen geht es um den Aspekt der Automatisierung. Wortbausteine

sollen erfasst werden. Hat ein Schüler im 2. Abschnitt Schwierigkeiten mit der Anzahl der Silben,

so sollte ihm geraten werden, die Silben, die er beim Lesen gefunden hat, zu unterstreichen. So

kann er sich besser im Text orientieren.

D 2.3-9 (Anlage13) Diagnosebogen „Wortbausteine“

D 2.3-11 (Anlage14a und 14b) Zweigliedriger Kontrollbogen „Wortbausteine“

Anfang des 2. Schuljahres

D 2.3-13 (Anlage 15) soll verpflichtend für alle nach der Hälfte des 2. Schuljahres durchgeführt

werden.

Deutsch – Schreiben (nach Sommer-Stumpenhorst „Unterrichtsbegleitende Diagnostik:

Rechtschreiben“ in „Schuleingangsphase: neu gestalten“ Cornelsen Scriptor 2004)

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005


Zur Schreibdiagnostik wird ca. alle 8-10 Wochen (Vorschlag für Klasse 1: November, Januar,

Mai/Juni) das gleiche Bilddiktat durchgeführt (Anlage16) Die Kinder (und Eltern) erhalten eine

Rückmeldung über ihren Lernfortschritt (dokumentiert an anderen selbst geschriebenen Wörtern),

das Bilddiktat selbst wird aber nicht mehr gezeigt und natürlich dürfen in der Zwischenzeit diese

Wörter auch nicht speziell geübt werden. So lässt sich gerade im Anfangsunterricht der Fortschritt

dokumentieren.

Wenn die Kinder die Laut-Buchstaben-Zuordnung weitgehend beherrschen, tritt an die Stelle des

Bilddiktats ein kurzer lauttreuer Text, den die Kinder (evtl. in kleinen Gruppen, evtl. nach

Tonband mit Kopfhörern) nach Diktat schreiben. Um die Rechtschreibkompetenz der Kinder

messen zu können, sollte ein unbekannter Text verwendet werden, da sonst eher die Merkfähigkeit

und der Fleiß als die Rechtschreibleistung gemessen werden. Auch hier ist eine ähnliche

Vorgehensweise wie beim Bilddiktat (s.o.) sinnvoll.

Beispieltext:

Die Ampel ist grün. – Die Autos warten. – Kinder gehen auf die andere Seite. – Nun

schaltet die Ampel um. – Franz möchte noch hinüberlaufen. – Da bremst der rote

Wagen scharf. – Franz, das war eng!

(Vorschlag für Klasse 2: November, Januar, Mai/Juni)

Selbstverständlich sind auch die selbstverfassten Texte der Kinder ständige Grundlage zur

Ermittlung des Lernstandes beim Verfassen von Texten und im Rechtschreiben.

Mathematik

Differenzierte Lernzielkontrollen werden mit allen Schülern in Anlehnung an das eingeführte

Unterrichtswerk Das Zahlenbuch durchgeführt.

Die Diagnosebögen aus dem Raabe-Verlag (Anlagen 6 – 10) (siehe: II. Eingangsdiagnostik:

Mathematik) können bei Kindern mit besonderem Förderbedarf wiederholt eingesetzt werden.

IV. Förderplanung - Förderpläne

Jedes Kind hat einen Anspruch darauf, gefördert zu werden. Das heißt: Sowohl

leistungsschwache als auch (besonders) begabte Kinder müssen gefördert werden.

Jeder gute Unterricht ist auch Förderunterricht!

Auf der Grundlage der unter II und III genannten Diagnoseverfahren wird bereits nach den ersten

Schulwochen (am besten) für jedes Kind - zumindest aber für die Kinder mit besonderem

Förderbedarf - ein Förderplan erstellt, der Lehrern (z. B. auch dem Förderlehrer, der nicht immer

der Klassenlehrer sein kann) und Eltern über Förderinhalte, -material und -ziele informiert. Auch

mit dem Kind selbst wird in altersgemäßer Weise über seinen Lernstand und die nächsten

Förderziele gesprochen.

Der Prozess der Förderplanung (nach Müller in „Eingangsstufe neu gestalten“ S. 158):

1. Bestandsaufnahme: den gegenwärtigen Lern- und Entwicklungsstand wahrnehmen

2. Prioritätensetzung: den vordringlichen Förderbedarf festlegen

3. Planung: ausgewählte Maßnahmen, Lernsituationen und -arrangements ableiten,

stichpunktartig dokumentieren

4. Umsetzung: die geplanten Maßnahmen realisieren und stichpunktartig dokumentieren

5. Evaluation und Fortschreibung: die Umsetzung auswerten, weiterführende

Ziele/Maßnahmen setzen oder Ziele/Maßnahmen korrigieren

Beispiel für einen Förderplan (entnommen aus „Schuleingangsphase neu gestalten“ Cornelson

SCRIPTOR, Berlin 2004 hier: Peter Müller S. 161) : siehe Anlage 17

Ein leeres Formblatt für einen Förderplan findet sich unter Anlage 18.

V. Organisatorische Formen

Förderunterricht praktizieren wir in folgenden Organisationsformen:

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005


Im binnendifferenzierten Klassenunterricht wird mit Hilfe von gezielt ausgewählten Aufgaben

und Materialien das individuelle Lernvermögen und der Leistungsstand des einzelnen Kindes

berücksichtigt.

Darüber hinaus wird es einen jahrgangsübergreifenden Förderunterunterricht im Umfang von

3 Wochenstunden (zwei Stunden Deutsch, eine Stunde Mathematik) geben. Leistungsschwache

Kinder des 2. Schuljahres nehmen in diesen Stunden am Unterricht des 1 Schuljahres, besonders

leistungsstarke Kinder des 1. Schuljahres an dem des 2. Schuljahres teil. Die Eltern der betroffenen

Kinder werden zuvor in einem Gespräch informiert und über die Vorteile aufgeteilt. Die

Klassenlehrerin erstellt für jedes Kind, das am jahrgangsübergreifenden Förderunterricht teilnimmt

einen Förderplan, nach dem auch in den jahrgangsübergreifenden Unterrichtsstunden gearbeitet

wird.

Diese Organisationsform ermöglicht einerseits eine effiziente Förderung und bietet Kindern, die die

Schuleingangsphase in nur einem Jahr durchlaufen, bzw. denen, die dafür drei Jahre (statt der

üblichen zwei) benötigen die Möglichkeit, die zukünftige Klasse, die Lehrerin und den Lernstoff

kennen zu lernen.

Damit der jahrgangsübergreifende Förderunterricht für die Schülerinnen und Schüler mit einem

geringeren organisatorischen Aufwand verbunden ist, werden die Räumlichkeiten der einzelnen

Klassen innerhalb der Schule so getauscht, dass sich die ersten und zweiten Schuljahre

zusammen auf einem Flur befinden. Hierfür ist der vordere Trakt (über dem Haupteingang )

vorgesehen. Die dritten und vierten Schuljahre ziehen in den hinteren Trakt.

VI. Ausblick

1. Lehrerfortbildung

Im zweiten Schulhalbjahr des Schuljahrs 2004/2005 bildet sich das Lehrerkollegium zu folgenden

Themen fort:

a)Der neue Mathematiklehrplan am 1.3.2005 (Moderation Frau Berger/Frau Freihöfer)

b)Teamarbeit / Teamentwicklung am 18.04.2005 (Ganztagsfortbildung mit

Jennissen/Kastirke)

Beide Fortbildungen berücksichtigen besonders Aspekte der flexiblen Schuleingangsphase.

Außerdem finden im zweiten Schulhalbjahr Lehrerkonferenzen mit dem Themenschwerpunkt

„Erstellen von Förderplänen“ ( in Deutsch und Mathematik) statt.

2. Evaluation

Der jahrgangsübergreifende Förderunterricht (siehe oben) wird bereits in diesem Schuljahr (im 2.

Schulhalbjahr) ausprobiert (Probelauf).

Eine erste Evaluation findet bereits während und nach dem Probelauf statt. Erkenntnisse hieraus

werden im neuen Schuljahr berücksichtigt (gegebenenfalls bereits bei der Erstellung des

Hauptstundenplans).

Eine zweite Evaluation – bei der auch Eltern und Kinder mit einbezogen werden – erfolgt zum

Ende des Schuljahrs 2005 / 2006.

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Konzept für die jahrgangsbezogene FLEX der GGS Zum Hedelsberg Stand: 23.02.2005

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