MEINE KLASSIKER

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ÜBER DEN DÄCHERN

VON NIZZA

GWYNETH

PALTROW

ROBERT

DOWNEY JR.

„Über den Dächern von Nizza“ (1955) wird vor allem wegen

des kühnen Kusses in Erinnerung bleiben, den Grace Kelly

Cary Grant kurz nach ihrem ersten Treffen auf die Lippen

drückt. Kelly, eine Amerikanerin mit irisch-deutschen

Wurzeln, war die Hitchcock-Blondine in Vollendung. Der

Meister bezeichnete ihren Sex-Appeal einmal als „indirekt“.

Als er gebeten wurde, das zu erläutern, gab er den vielleicht

freimütigsten Einblick in sein Frauenbild: „Sexuell gesehen

sind die englischen Frauen am interessantesten. Ich habe den

Eindruck, dass die Engländerinnen, die Schwedinnen,

die Norddeutschen und die Skandinavierinnen viel

aufregender sind als die Latinas, die Italienerinnen und die

Französinnen. Sex sollte nicht beworben werden. Ein englisches

Mädchen, das wie eine Lehrerin aussieht, ist dazu in

der Lage, mit Ihnen in ein Taxi zu steigen und Ihnen zu Ihrer

eigenen Überraschung die Hose zu öffnen.“ Der Film „Über

den Dächern von Nizza“ war wohl nicht zuletzt von Hitchcocks

Wunsch motiviert, selbst in diesem Taxi zu sitzen.

Hier beerben Gwyneth Paltrow und Robert Downey jr., beide

derzeit mit „Iron Man“ im Kino, das Traumpaar Kelly/Grant.

FOTO VON NORMAN JEAN ROY

GWYNETH PALTROW: Kleid von Armani Privé, Collier: Neil Lane. ROBERT DOWNEY JR.: Smoking, Hemd und Krawatte, alles von Giorgio Armani, Schuhe: Cole Haan

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