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Thüringer Orgeln - Lukaskantorei Stuttgart

Thüringer Orgeln - Lukaskantorei Stuttgart

Thüringer Orgeln – jenseits von Silbermann Orgelreise nach Thüringen II Das landschaftlich so reizvolle Kulturland Thüringen – das Land der Reformation, der klassischen Dichtung, der Bach-Familie und: der Orgeln! Es birgt einen unermesslichen Reichtum an gut erhaltenen historischen Instrumenten, Klangdokumente ihrer Zeit, von denen viele eine Ahnung von der Klangwelt vermitteln können, die auch Johann Sebastian Bach geprägt hat. Auch diese Orgelfahrt wird in mancherlei Hinsicht eine Entdeckungsreise sein. In scheinbar entlegenen Dorfkirchen erleben wir prächtige Barockorgeln mit gravitätischen und anrührenden Klängen, mit einer beträchtlichen Zahl von „lieblichen“ Acht-Fuß-Registern, die einst zur „wohlbestallten Kirchen- Music“ erklungen sind. Manche Orgeln liegen so nahe beieinander, dass wir sie sogar „erwandern“ können. Auch die kunstvoll ausgestatteten Räume und die anmutige Landschaft werden ihren Teil dazu beitragen, dass diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden wird. Herzlich willkommen und: Gute Reise! Hans-Eugen Ekert Stefan Lust Wichtige Telefonnummern während der Reise: Hans-Eugen Ekert mobil: 0176 / 23 14 12 98 Stefan Lust mobil: 015 20 / 21 02 965 Landhotel Klostermühle: 03 68 73 / 24 690 Henfstädt Impressum: Hans-Eugen Ekert (Texte), Gunhild Cremer (Bilder), Stefan Lust (Layout) 2

Bad Neustadt an der Saale, Karmelitenkirche Noch auf dem Weg nach Thüringen, an der Fränkischen Saale, befindet sich eine Orgel, an der man nicht vorbeifahren sollte: Ihrer herausragenden Qualität wegen, aber auch, weil vielfache Beziehungen zwischen der fränkischen und der thüringischen Orgellandschaft bestehen. Gebaut hat sie 1722 Ignaz Samuel Will aus Würzburg, der dort einige große Instrumente fertigte, die aber leider im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Erst bei der Restaurierung durch Gebrüder Hoffmann aus Ostheim vor der Rhön 1972 wurde er als Erbauer aufgrund eines Zettels in der Windlade nachgewiesen: „INRI in nomine Sanctissime Trinitatis Patris et filij et Spiritus Sancti Beatissimaque Virginis Maria Hoc organum factum est a me Joann Ignatius Samuel Will Orgelmacher in Würtzburg Anno 1722, undt ich Will, sooft diese orgel lauten wü…, daß auch in meinem namen Gott der Almächtige undt seine libe Mutter gelobet werdte Amen, derjenige der Es witerum Eröffnet, den bitte Er bette vor meine arme sehl.“ Im Ensemble mit der beeindruckenden Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert, der kühnen Barockkanzel von Joseph Kessler (18. Jh.), der Lorettokapelle mit der schwarzen Madonna aus dem späten Mittelalter und der lichten Annenkapelle steht sie wahrhaft raumbeherrschend auf der Westempore und erscheint wie eine geöffnete Monstranz. Es ist schon sehr bemerkenswert, dass eine einmanualige Orgel aus der Bachzeit 6 labiale Achtfußregister hat. Die Bifaria, eine Salicional-Schwebung, ist in vielen barocken mainfränkischen Orgeln zu finden. Die Viola da Gamba ist in Bass und Diskant geteilt, was beim Continuospiel sehr hilfreich sein kann: Man registriert z. B. die Copel 8’ (Gedeckt) und fügt im Bass Viola da Gamba 8’ hinzu und bekommt dadurch eine schöne Zeichnung der Bassstimme. Die Grundregister haben eine gute Klangverschmelzung und bieten großen Farbenreichtum, klingen zusammen aber immer transparent. Bad Neustadt an der Saale, Karmelitenkirche Ignaz Samuel Will, Würzburg 1722 Restauriert 1972 durch Fa. Hoffmann, Ostheim vor der Rhön Teilrestauriert 1994 durch Fa. Hey, Urspringen/Rhön Manual CDEFGA - c’’’ (kurze Oktave, Normalklaviatur neu, nicht vorhandene Töne Oktavrepetitionen) Principal 8’ Prospekt 1972 Viola da Gamba 8’ geteilt in Bass und Diskant Salicional 8’ Bifaria 8’ Schwebung Quintade 8’ Copel 8’ Holz gedeckt, steht ganz hinten im Gehäuse Octav 4’ Quinte 3’ Superoctav 2’ Sexquialtera 1-2fach 1972 Mixtur 4-5fach Pedal CDEFGA – a (kurze Oktav, Klaviatur neu, Oktavrepetitionen) Subbaß 16’ Octavbaß 8’ Posaune 8’ Pedalkoppel 3

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