Download - Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

kvsh.de

Download - Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

2005

Sonderheft

Nordlicht

Herausgegeben von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

A K T U E L L

ERFOLGSGESCHICHTE

QUALITÄTSZIRKEL


2 INHALT

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ÄRZTE

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Jubiläum: Der Qualitätszirkel und diabetologische

Arbeitskreis „Diabetologie rund um die

Schlei“ feierte im zurückliegenden Sommer

sein achtjähriges Bestehen.

EDITORIAL

von Dr. Klaus Bittmann

GRUSSWORT

von Dr. Gitta Trauernicht

ZWÖLF JAHRE HAUSÄRZTLICHER

QUALITÄTSZIRKEL

Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme.

QUALITÄTSARBEIT TROTZ

BÜROKRATISCHER HÜRDEN

Der QZ bringt den entscheidenden Antrieb.

ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

ZUM THEMA DMP-DIABETES

Ein Thema, das Unmut hervorrief.

EIN ECHTER LUSTGEWINN

QZ bringt außerdem echte Effektivität.

DMP MACHT VOR

QUALITÄTSZIRKELN NICHT HALT

Versorgung der Patienten in DMP.

„LESEN ALLEIN REICHT

EBEN NICHT AUS“

Interview mit Dr. Hans Jewan, Moderator.

SUBSTITUTION IST EINE

SCHWIERIGE AUFGABE

Substituierende Ärzte kämpfen mit ganz

speziellen Problemen.

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PSYCHOTHERAPIE QZ

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Aufwertung: In den 90er Jahren haben sich Qualitätszirkel

im Norden etabliert. Seit der Einführung

von Disease-Management-Programmen

bekommen sie nun einen neuen Stellenwert.

ARZT UND SOZIALARBEITER

Der Nutzen von Qualitätszirkeln zeigt sich

insbesondere in der Drogensubstitution.

AM ANFANG WAR AQUA:

QUALITÄTSZIRKEL IN

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Qualitätszirkel haben sich durchgesetzt.

EINE LANGE TRADITION:

PSYCHOTHERAPEUTISCHE

QUALITÄTSZIRKEL

Neugier und Offenheit bestimmen die Arbeit

psychotherapeutischer Qualitätszirkel.

ANERKENNUNG VON

SUPERVISIONS- UND

INTERVISIONSKREISEN

Gelten Supervisions- und Intervisionsgruppen

als Qualitätszirkel, müssen die

Arbeitsweisen erweitert werden.

QUALITÄTSZIRKEL-ABGRENZUNG

ZU ANDEREN KOLLEGIALEN AR-

BEITSGRUPPEN

TRADITIONELLE ARBEITSWEISE

ODER QUALITÄTSZIRKEL?

Ein Gespräch mit Psychiater Dr. Uwe Bannert

über die Anerkennung von Intervision, Supervision

und Balintgruppen als Qualitätszirkel.

BALINTGRUPPENARBEIT

Qualitätssicherung durch Selbstevaluation.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


18 32

LERNEN

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Rückblick: Psychotherapeutische Qualitätssicherung

hat eine lange Tradition. Schon bei der

Konstituierung der Psychotherapie als Leistung

der Gesetzlichen Krankenkassen wurde eine

Qualitätssicherung vorgeschrieben.

QUALITÄT IST KEINE HEXEREI

Das NORDLICHT hat zwei Qualitätszirkel besucht:

Den neusten Präventionszirkel in Ostholstein

und den Kieler Hexentreff.

FORTBILDUNG

AUF HOHEM NIVEAU

Die Fortbildungsrate ist in Schleswig-

Holstein überdurchschnittlich hoch.

... UND WENN DIE MOTIVATION

ERST NACHLÄSST

Wie kann man an diesem neuralgischen

Punkt ansetzen?

GEWINNEN UND MOTIVIEREN

Moderatoren - Ein Erfahrungsbericht.

„DIE NIEDERGELASSENEN

ÄRZTE WOLLEN ES WISSEN“ -

Sinn und Zukunft von Qualitätszirkelarbeit

Interview mit Dr. Franziska Diel, KBV.

DIE IMPULSGEBER

In diesem Jahr von der KBV ausgebildet,

wollen sechs Tutoren aus Schleswig-Holstein

die Moderatoren im Land tatkräftig

unterstützen.

DAMIT ENTSCHEIDUNGEN IM

PRAXISALLTAG LEICHTER WERDEN

Train the trainer - unter diesem Motto läuft

die Tutorenausbildung in Schleswig-Holstein.

SERVICE

INHALT 3

Hilfestellung: Bei einem Moderatorentreffen in

Segeberg wurde über Sorgen und Nöte in den

einzelnen Zirkeln berichtet. Es gab Tipps, wie

die Motivation bei den Teilnehmern wieder zum

Leben erweckt werden kann.

ZAHLEN UND FAKTEN

GRUNDSÄTZE

ADRESSEN DER QUALITÄTSZIRKEL

IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

HILFREICHE INTERNETADRESSEN

SONDERAUSGABE DES NORDLICHT AKTUELL

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung

Schleswig-Holstein

Herausgeber:

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

Dr. Klaus Bittmann (Vorsitzender, v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Tanja Baranski, Dietrich Bartz, Regina Steffen,

Angelika Ströbel, Kathrin Zander

Anschrift der Redaktion:

Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg

Tel.: 04551 / 883-292, Fax: 04551 / 883-374

http//www.kvsh.de, Email: regina.steffen@kvsh.de

Grafik: LayoutDeluxe, Hamburg

Druck: Grafik + Druck, Kiel

Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis

des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit

die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“),

ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint

(„die Ärztin“). Die Redaktion bittet um Verständnis der

Leserinnen und Leser.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

IMPRESSUM

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4 EDITORIAL

QUALITÄT, QUALITÄT, QUALITÄT ...

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein erstellt dieses kleine

Sonderheft, um Einblick und Auskunft zu geben über die umfassende Qualitätszirkelarbeit.

Die Erkenntnis und das Wissen, das wir für unser verantwortungsvolles

Handeln innerhalb einer Arztpraxis, bei Diagnostik und Therapie der vielfältigen

und komplexen Krankheitsbilder für unsere Patienten und auch für

uns selbst Erfahrungsaustausch und Eigenkontrolle benötigen, ist ebenso alt,

wie die Geschichte der Ärzteschaft. Eine Selbstverständlichkeit unseres Berufsstandes,

die erst in neuerer Zeit der Textur in Gesetzestexte, Verordnungen

und Richtlinien bedurfte.

Das Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) vom 01.01.93 wurde um Regelungen

erweitert, die explizit die Förderung bzw. Sicherung der Qualität medizinischer

Versorgung in § 135 SGB V beinhalten. Die KBV hat daraufhin am

03.05.1993 Richtlinien für Verfahren zur Qualitätssicherung beschlossen,

mit einem Schwerpunkt auf die Errichtung von ärztlichen Qualitätszirkeln.

Bei Durchsicht meiner Unterlagen stelle ich mit Erstaunen fest, dass es

ebenfalls bereits Anfang 1993 war, als ich im Namen der KVSH zusammen

mit Hans Köhler am ersten Moderatorentraining für Qualitätszirkel in Göttingen

teilnahm - bereits im Herbst 1993 hat die KVSH erste Seminare zum

Moderatorentraining in Bad Segeberg gestartet. Die Qualitätsabteilung

wurde erweitert um das Aufgabengebiet: Betreuung und Begleitung von

Qualitätszirkeln, hier wirkt Frau Regina Steffen engagiert und allseits anerkannt.

Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich als Initiatoren oder Moderatoren

für die Weiterentwicklung der Qualitätszirkelarbeit eingesetzt. Weit

über 200 Qualitätszirkel sind anerkannt, fachspezifisch, fach- und sektorenübergreifend,

indikationsbezogen oder - und das ist neu - pflichtgemäß.

Wir hatten die Qualitätszirkelarbeit mit Überzeugung gestartet, nicht nur

mit dem Ziel der Qualitätsförderung, sondern auch, um mit dem Prinzip

der Freiwilligkeit zu demonstrieren, dass Qualität zum Selbstverständnis

unseres Handelns gehört. Es war zu erwarten, dass bei wachsender Bürokratisierung

und wachsendem Misstrauen der Normgeber in unserem Lande

qualitätssichernde und kontrollierende Maßnahmen verpflichtend in Versorgungsverträge

aufgenommen werden, hier wurde die Freiwilligkeit verlassen

und der Ursprungsgedanke zur Qualitätszirkelarbeit instrumentalisiert.

Inzwischen ist von uns allen gewollte Qualität und deren Förderung aus

Selbstverständnis zur Pflicht geworden, sei es als Fortbildung, sei es unter dem

Begriff Qualitätsmanagement in der Praxis. Die KVSH sieht hierbei nicht

ihre Aufgabe darin, Ärztinnen und Ärzte, psychologische Psychotherapeutinnen

und psychologische Psychotherapeuten zu drangsalieren, sondern

Sie bei Ihrer Arbeit zu unterstützen und praxisnah zu begleiten.

Die Zeit rein innerärztlich qualitätssichernder und -fördernder Maßnahmen

ist vorbei. Nun müssen wir offensiv und öffentlich unser Engagement

für Qualität ärztlichen Handelns darstellen, tun dies durch Veröffentlichung

von Qualitätsberichten und auch durch dieses Sonderheft.

DR. KLAUS BITTMANN, KVSH

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Dr. Gitta Trauernicht,

Gesundheitsministerin

Schleswig-Holstein

Sehr geehrte Damen und Herren,

GRUSSWORT 5

die Qualitätsanforderungen in der ambulanten Medizin haben in den letzten

Jahren zunehmende Bedeutung in der gesundheitspolitischen Diskussion

erlangt. Dabei hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wesentliche

Voraussetzung für die Akzeptanz von qualitätssichernden Maßnahmen die

eigenverantwortliche Entwicklung und Umsetzung durch die Berufsangehörigen

selbst ist.

Ganz in diesem Sinne arbeiten in Schleswig-Holstein über 200 Qualitätszirkel

mit dem Ziel, durch systematische Dokumentation und Diskussion

Versorgungsroutinen in der alltäglichen Arbeit aufzuzeigen und damit zu

Qualitätssicherung beizutragen. Anfängliche Zweifel sind mittlerweile der

Überzeugung gewichen, dass es hier nicht um das "Aushorchen des Nachbarn",

sondern um den Austausch von Erfahrungen und um gemeinsame

Problemlösungen geht. Damit soll sowohl die Prozess- als auch die Ergebnisqualität

in den Praxen ständig weiter verbessert werden.

Von Anfang an hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

diese Arbeit, insbesondere durch die Qualifizierung von Moderatorinnen

und Moderatoren, unterstützt und fortlaufend begleitet. Dafür bedanke ich

mich auch im Namen der Patientinnen und Patienten, denen letztlich die Erfahrungen

aus dem interkollegialen Diskurs in der ärztlichen und psychotherapeutischen

Behandlung zugute kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gitta Trauernicht

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


6 ÄRZTE

ZWÖLF JAHRE HAUSÄRZTLICHER

QUALITÄTSZIRKEL LÜBECK

Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme: Was wurde erreicht?

Was bringt diese Arbeit im Praxisalltag? Sollten wir etwas anders machen?

PROF. H. C. DR. JENS-MARTIN

TRÄDER, ARZT FÜR

ALLGEMEINMEDIZIN, LÜBECK

Häufigkeit:

Wir treffen uns mit einer Gruppe

von 14 Teilnehmern einmal im Monat

für zwei Stunden. Die Termine

liegen im Prinzip für ein ganzes Jahr im Voraus fest – das hat

den Vorteil der Verlässlichkeit und der guten Planbarkeit für

die Mitglieder.

Teilnehmer:

Von den Teilnehmern sind elf Allgemeinärzte und hausärztlich

tätige Internisten, dazu ein Laborarzt, ein Pneumologe

und ein Gastroenterologe am Zirkel beteiligt. Drei der

Teilnehmer sind Frauen, elf Männer. Ein großer Teil ist seit

Anbeginn im Zirkel, einige sind später hinzugekommen. Das

ursprüngliche Ziel, in einer Art „Schneeballsystem“ den Zirkel

jedes Jahr zu teilen, um so immer mehr Ärztinnen und

Ärzte in Qualitätszirkel einzubinden, haben wir verlassen

müssen, da wir uns nicht so recht voneinander trennen mochten.

Diese Tatsache hat sich aber auch als Vorteil erwiesen,

da man für die Zirkelarbeit – ähnlich wie bei einer Balintgruppe

– eine Menge Vertrauen und persönliche Kenntnis

der verschiedenen Persönlichkeiten braucht.

Themenwahl:

Von den Teilnehmern werden diverse Themenvorschläge

eingebracht. Als Thema wird dasjenige gewählt, das die größte

Zustimmung bei den Teilnehmern erfährt. Ein Thema, das

ein „Veto“ auch nur eines Zirkelmitgliedes erhält, scheidet

aus. Manchmal hat sich ergeben, dass wir ein Thema um einige

Zeit zurückgestellt haben, weil wir uns noch nicht „reif“

dafür fanden. Diese „Reifezeit“ hat einigen Themen offensichtlich

gut getan.

Bearbeitungsdauer:

Wir bearbeiten jeweils ein Thema über einen längeren Zeitraum

– beim ersten Thema waren es noch zwei Jahre, jetzt

haben wir einen Zyklus von circa einem Jahr pro Thema. Die

Dauer beim ersten Thema war wahrscheinlich durch notwendige

gruppendynamische Prozesse und Lernprozesse

des Moderators bei der Leitung von Gruppen bedingt. Diese

Prozesse haben sich aber positiv auf die weitere Arbeit ausgewirkt.

Der Jahresrhythmus scheint mir für die gängigen

Themen ein Minimum zu sein.

Exkurse:

Bei jedem Thema ergeben sich Unterthemen ("Exkurse"),

die spontan aufkommen und nach Möglichkeit auch so spontan

in die Zirkelarbeit integriert werden sollten. Diese Exkurse

sind sehr interessant und werden normalerweise die Zirkelarbeit

befruchten. Damit die Themenbearbeitung zeitlich

nicht allzu stark beeinflusst wird, sollte der Moderator mit

Augenmaß diese Exkurse auf ihre Zirkelverträglichkeit prüfen

und notfalls einen für alle Seiten gangbaren Weg zum Abschluss

finden. Wenn sich herausstellt, dass ein Exkursthema

viele Zirkelteilnehmer stark interessiert, kann man sogar eine

eigene Zirkelsitzung unter dieses Thema stellen. Exkurse sind

also erwünscht. Diese zusätzlichen Facetten eines gewählten

Themas bereichern die Abende – vor allem wohl dadurch,

dass diese Exkurse spontan entstehen. Ein Exkurs, der nicht

alle interessiert, wird sich nicht fortentwickeln, andere, die

auf große spontane Resonanz stoßen, werden sehr fruchtbar.

Es zeigt sich hier eine Art von Darwinismus ("evolutionäre

Qualitätsauswahl"), wenn man so will ...

Methodik:

Die Themen werden durch Fallvorstellungen (Karteikarte),

Dokumentation der eigenen Vorgehensweisen im Praxisalltag

sowie durch die Einladung von externen Experten aufgelockert.

Videosequenzen aus der Sprechstunde haben wir

noch nicht benutzt – es ist auch ein Problem des Aufwandes,

der ohne Hilfe von Außenstehenden (wissenschaftliche Mitarbeiter

o. ä.) nicht einfach zu lösen sein wird.

Dokumentation:

Sehr oft haben wir jeweils vor und nach der Zirkelarbeit

eine Dokumentation unseres Praxisalltags bezüglich des gewählten

Themas durchgeführt. Andere Zirkelthemen haben

wir mit dem Versuch der Entwicklung einer Leitlinie abgeschlossen,

wiederum andere haben als „Elaborat“ einen „Lauf-

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


zettel“ zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Hausärzten

und Gebietsärzten hervorgebracht. Immer gab es von

jeder Sitzung ein ausführliches Protokoll. Diese zusammengefassten

Protokolle sowie die Ergebnisse der Dokumentationen,

die Leitlinien und Laufzettel wurden am Ende jedes

Themas zu einer Broschüre zusammengefasst und den Teilnehmern

als Erinnerung überlassen. Über einige Themen

wurden Artikel in entsprechenden Zeitschriften veröffentlicht.

Die innerliche Belohnung der Teilnehmer für deren

Mühe erscheint wichtig, genauso wie das Heraustragen

der Ergebnisse auf ein Forum der Diskussion.

Erfahrungen:

Die Erfahrung bei der Themenwahl

zeigte, dass wir uns eigentlich

immer verschätzt hatten:

Die zunächst „einfach“ erscheinenden

Themen stellten

sich als komplizierter

und weitläufiger heraus als

angenommen. So waren

die Themen „Leitsymptom

Husten“, „Schilddrüse“,

„Hypertonie und Mittäter“

zeitaufwändiger und schwerer,

„Diabetes Typ 2“, „Erkrankungen

der Leber“ und

„Schwindel – unser alltägliches

Problem“ eher gut zu bearbeiten

und damit leichter.

Beim Zirkel zum Thema „Arthritis“

haben wir es uns selbst schwerer gemacht,

als notwendig gewesen wäre, weil wir vom

gewählten Thema abgewichen sind und

einen Teil der Zeit auch für die Unterthemen

Osteoporose, Arthrose, aktivierte

Arthrose, Gelenkersatz und arthroskopischeOperationstechniken

verwandt haben. Ohne diese

weitreichenden Exkurse wäre das

Thema wahrscheinlich eher zu

beenden gewesen.

Die vermeintliche Vereinfachung, durch

externe Experten ein Thema schneller und besser

„in den Griff“ zu bekommen, stellte sich häufig als Irrtum

heraus. Eher scheinen Fallvorstellungen und die Diskussionen

darüber für die Zirkelarbeit essentiell notwendig

zu sein. Dennoch ist die Einbindung von niedergelassenen

Gebietsärzten und verantwortlichen hausarztfreundlichen

Krankenhausärzten unbedingt zu empfehlen – nicht zuletzt

deshalb, weil man so neue kommunikative Pfade anlegt oder

bestehende Pfade reaktiviert.

Eine Beschleunigung der Arbeit und eine raschere Themenfolge

werden an der Trägheit des menschlichen Wesens

scheitern – es braucht halt seine Zeit, bis sich Verhaltens-

ÄRZTE 7

weisen, die sich über zehn, fünfzehn oder gar zwanzig Jahre

einschleifen konnten, ändern werden. Das kann nur durch

Konstanz des Themas, Kontinuität der Gruppe und ausreichende

Zeit zur Änderung der Einstellung möglich sein.

Ausblick:

Was würde ich anders machen, wenn ich nochmals mit

einem Zirkel anfangen würde? Wahrscheinlich wenig. Hilfreich

ist es, den Zirkel mit zwei Moderatoren zu leiten – so

haben wir es die ersten drei Jahre gehalten. Entlastend ist

es, wenn die Protokolle im Turnus von allen

Mitgliedern im Wechsel geschrieben werden.

Hierbei ist es allerdings erforderlich,

dass man sich auf ein Datenträgerformat

einigt (Papier oder

Diskette). Angenehm ist es,

wenn man die Aufgabe, externe

Experten anzusprechen,

einzuladen, einzuweisen,

vorzustellen und am

Abend zu betreuen, auf verschiedene

Schultern verteilen

kann.

Wünschen würden wir

uns eine Institution für die

Aufgabe, uns die Elaborate

anderer Zirkel, die unsere oder

zumindest ähnliche Themen bearbeitet

haben, zugänglich zu machen.

Dann könnte man diese Gedanken

kritisch durchdenken und in die

eigene Arbeit einfließen lassen. Gleichfalls

könnte eine bundesweit tätige „Clearingstelle“

die verschiedenen Leitlinienentwürfe

sichten, zusammenfassen und neu

editiert herausgeben.

Da die „Leitlinien-Medizin“, wie

sie abschätzig genannt wird, in Zukunft

mehr und mehr in unseren

Alltag eingreifen wird, ist es

wichtig, dass wir diese Leitlinien

von der Basis für die Hausarztpraxis

mitgestalten. Somit hat der Qualitätszirkel

– neben dem kollegialen, dem psychohygienischen

und dem Fortbildungsaspekt – auch noch eine

berufspolitische Dimension.

So gestalten wir nun seit über zehn Jahren unseren Qualitätszirkel

in Lübeck. Es macht uns, glaube ich für alle Teilnehmer

sagen zu können, weiterhin Spaß. Die Arbeit gibt

uns Kraft und hat nebenbei den Zweck, den ärztlichen Alltag

in der Praxis immer wieder neu zu durchleuchten und kritisch

zu hinterfragen.

Und wenn nichts dazwischen kommt, werden wir auch

den zwanzigsten Geburtstag ohne allzu große Abnutzungserscheinungen

begehen können...

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


8 ÄRZTE

QUALITÄTSARBEIT TROTZ

BÜROKRATISCHER HÜRDEN

In der Dynamik des Qualitätsmanagements ist der QZ der entscheidende Antrieb,

so die Erfahrung in Schleswig an der Schlei.

Erfolge nur

durch

effektive

Prävention

DR. CARSTEN PETERSEN,

ARZT FÜR INNERE MEDIZIN, DIABETOLOGE,

SCHLESWIG

Recht unspektakulär feierte der Qualitätszirkel

und diabetologische Arbeitskreis

„Diabetologie rund um die Schlei“ im zurückliegenden

Sommer sein achtjähriges Bestehen.

Gegründet wurde dieser Arbeitskreis im Juni

1996 von acht allgemeinärztlichen und internistischen

Kolleginnen und Kollegen aus dem KV-

Bezirk Schleswig-Flensburg und unmittelbar angrenzenden

Regionen. Da „D SL 0 2“, so das KVoffizielle

Kürzel des Qualitätszirkels, zu sehr an

einen Kaninchenzüchter-Verein erinnert und die

Zusammensetzung der Teilnehmerschaft die Regions-

und Kreisgrenzen überschreitet, avancierte

die Tochter der Ostsee zur Namensgeberin des

Qualitätszirkels.

Tradition

In den acht Jahren seines Bestehens blickt der

QZ auf knapp 50 Arbeitskreissitzungen in zwei- bis

viermonatigen Abständen und eine Vielzahl vom

QZ mitinitiierter Fortbildungs-Veranstaltungen

und Workshops auf dem Gebiet der Diabetologie

zurück. Qualitätsfördernde Maßnahmen haben

in der Diabetologie national und international

bereits eine lange Tradition. Angesichts einer

weltweit stetig steigenden Diabetes-Morbidität

mit den Folgen hoher Gesundheitskosten und

schweren individuellen Leidens, hatte bereits

1989 die Internationale Diabetes Federation (IDF)

und die WHO in der „St.-Vincent-Declaration“

klare und strikte Qualitätsforderungen gestellt,

um die Situation der Diabetiker weltweit zu verbessern.

Die St.-Vincent-Declaration hat die

Funktion eines gesundheitspolitischen Ziels, sie

wurde als Dokument EUR/RC41/10 von 50 regionalen

und nationalen Gesundheitsministern

in Europa unterzeichnet.

Zielforderungen

Die Zielforderungen der St.-Vincent-Deklaration

zur Verbesserung der Ergebnisqualität sind

nach wie vor aktuell:

1. Schwangerschaftsverlauf (pregnancy outcome)

von Diabetikerinnen wie bei Nicht-Diabetikerinnen.

2. Reduktion Diabetes-bedingter Erblindungen

um 33 Prozent.

3. Reduktion des Eintretens Diabetes-bedingten

terminalen Nierenversagens um 33 Prozent.

4. Reduktion von Major-Amputationen bei Menschen

mit Diabetes um 50 Prozent.

5. Reduktion der KHK-Morbidität und -Mortalität

bei Diabetikern.

Diese Ziele der Tertiärprävention, sprich: Verminderung

von Erblindungen, Nierenversagen

und Amputation, können nur auf einer effektiveren

Sekundärprävention basieren. Das erfordert

eine breite Verbesserung der Versorgung von

Patienten mit Diabetes mellitus auf der Basis von

Patientenschulung, Stoffwechseloptimierung, regelmäßigen

Screenings auf diabetische Sekundärerkrankungen

und dem rechtzeitigen Einleiten

therapeutischer Interventionen (Blutdrucksenkung,

Laserkoagulation etc.). Angesichts der

weltweit stetig steigenden Prävalenz des Diabetes

- die IDF prognostiziert für das Jahr 2025 333

Millionen Menschen mit Diabetes - erscheint der

reparative Ansatz in der Diabetesbehandlung allein

zum Scheitern verurteilt. Die Anstrengungen

zur Diabetes-Prävention müssen dringend

verstärkt werden und bereits im Kindesalter beginnen!

Austausch

Acht Jahre Qualitätszirkel „Diabetologie rund

um die Schlei“ stehen für einen intensiven interkollegialen

Austausch über diabetologische Fragestellungen

und Probleme. Dass sich diese Form

der Fortbildung durch besondere Effektivität aus-

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


zeichnet, mag einerseits an der Kontinuität der

Teilnahme, andererseits auch an der zunehmenden

Zahl der TeilnehmerInnen des QZ abzulesen

sein. Von anfangs acht Personen ist dieser Kreis

auf mittlerweile 30 angestiegen und hat sich in

seinem fachlichen Spektrum erweitert, auch nehmen

regelmäßig einige Klinikärzte teil. Mit der

im Jahr 2000 in Kraft getretenen Vereinbarung

über eine abgestufte, flächendeckende ambulante

Versorgung und Schulung von Patienten

mit Diabetes mellitus (Primärkassen-Vereinbarung)

erweiterte sich die Funktion des QZ zum

diabetologischen Arbeitskreis für die teilnehmenden

Ärztinnen und Ärzte der Versorgungsebenen

I, II und III. Seit 2002 besteht eine Zusammenarbeit

mit dem Praxisnetz Schleswig.

Ebenfalls 2002 bildete der QZ den Kristallisationspunkt

für die Gründung der „Schulungsgemeinschaft

Schleswig und Umgebung e.V.“, in

der sich Praxen, die die Diabetikerschulungen

anbieten, zusammengeschlossen haben, um die

Qualität und Kontinuität des Schulungsangebots

für Typ-2-Diabetiker zu verbessern.

Modellprojekt

Seit knapp zwei Jahren beschäftigen wir uns

mit dem Thema Diabetes-Prävention und planen

dazu ein regionales Modellprojekt. Es gilt der

Herausforderung zu begegnen, dem Diabetes

mellitus Typ 2 als dem häufigsten, schwersten

und kostenträchtigsten Krankheitsbild wirkungsvoll

vorzubeugen und bereits die Frühstadien

wirksamer zu behandeln.

ÄRZTE 9

Einzelkämpferdasein

Was zeichnet diese QZ-Arbeit aus? Wie kann über

eine lange Zeit die aktive Arbeit im Qualitätszirkel

interessant bleiben? Fragen, die sicher mehr

als eine Antwort brauchen.

„Die Chemie muss stimmen!“ - eine generelle

Voraussetzung für eine lange und kontinuierliche

Zusammenarbeit, ist die Bereitschaft miteinander

zu reden, sachlich und kollegial ohne

akademische Höhenflüge. Im Vordergrund steht

ein gleichberechtigter interkollegialer Austausch.

„bottom-up-Prinzip": Der QZ als Mittel der

Qualitätsförderung ist keine „angeordnete Maßnahme“,

sondern findet auf freiwilliger Basis statt.

Die Reflexion des Praxisalltags spielt eine wichtige

Rolle für den Erfahrungsaustausch und hilft mit,

die Situation des „Einzelkämpferdaseins“ zu verbessern

und gemeinsam nach Lösungen für aktuelle

Behandlungsprobleme zu suchen.

Methodik

Die „Patienten-Fallkonferenz“ stellt in diesem

Zusammenhang eine wichtige und häufig angewandte

Methodik des diabetologischen QZ dar.

Sie ist naturgemäß praxisbezogen und die Diskussion

der anonymisierten Fallsituation, insbesondere

des „schwierigen Falles“, ermöglicht das

gemeinsame Bearbeiten häufig auftretender Behandlungsprobleme.

Elemente der „evidence based medicine“ fließen

in Form verschiedener Leitlinien (DDG, Ärztekammer

Sachsen, Policy-Group-Empfehlungen)

mit ein und werden diskutiert.

Dokumentationsbögen

Die mit viel Ärger und Unmut verbundene

plötzliche Einführung des DMP Typ-2-Diabetes

zum 3. Quartal 2003 hat längere Zeit die sachliche

Diskussion gegenüber dem berechtigten Wunsch

„Luft abzulassen“ in den Hintergrund treten lassen.

Administrative Probleme mit dem Ausfüllen

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


10 ÄRZTE

der Dokumentationsbögen, bürokratische Fallstricke

und Stress mit DMP-Datenstellen, überforderten

Krankenkassen und auch der KVSH bei

der insgesamt miserabel vorbereiteten Einführung

des DMP.

Auch wenn es Mühe und Geld kostet, so lohnt

sich der Aufwand, die Komplikationen der Krankheit

machen Diabetes erst richtig teuer: Schlecht

eingestellte Diabetes-Patienten beanspruchen

etwa das Zehnfache der Gesundheitsressourcen

wie Stoffwechseloptimierte. Verbesserung der Behandlungsqualität

kann selbstverständlich nicht

zum Nulltarif erfolgen. Strukturverträge haben

DMP - ein Thema, das in 2004 bei vielen

Ärztinnen und Ärzten im Lande Unmut

hervorrief: „Welchen Nutzen haben

unsere Patienten?“ „Bürokratie und

Aufwand stehen in keinem Verhältnis.“

„Keine Möglichkeit für individuelle Entscheidungen.“

„Umfangreiche Dokumentationsbögen.“

„Schlechte Honorierung.“

„Steigen wir aus - oder machen wir

weiter?“ Diese Frage wurde - initiiert

von einem Qualitätszirkel - landauf und

EIN ECHTER LUSTGEWINN

DR. MED. VOLKER VON KÜGELGEN,

ALLGEMEINARZT, KIEL

Während der Ausbildung in

den verschiedenen Kliniken

und Instituten war der permanente

Austausch mit den Kollegen

selbstverständlicher Teil des Alltags.

Nach Niederlassung als Einzelkämpfer

in eigener Praxis kocht man intellektuell

bald sozusagen im eigenen Saft,

wenn man das Gespräch mit den Kollegen

abreißen lässt. Das Ergebnis ist

bei der Halbwertszeit medizinischen

Wissens eine schleichende Katastrophe.

Lustgewinn

An Effektivität und Lustgewinn

schwer zu schlagen ist für mich die Mo-

1999 den Weg in die richtige Richtung eingeschlagen,

dagegen ist mit der gegenwärtigen

Struktur des „Disease-Management-Programms“

niemand so recht glücklich.

Die Verbesserung der Diabetestherapie ist selten

eine Frage neuer Medikamente, sondern in

erster Linie flächendeckender Verbreitung erprobter

Behandlungswege. Einen wichtigen Beitrag

dazu können nach unserer Erfahrung diabetologische

Arbeitskreise und Qualitätszirkel

leisten.

Es gibt viel zu tun, nur gemeinsam können wir

etwas erreichen.

ERFAHRUNGSAUSTAUSCH ZUM THEMA DMP DIABETES

landab diskutiert. Die KVSH hat den

Moderatoren dieser Qualitätszirkel erstmalig

im April eine Plattform zum Erfahrungsaustausch

geboten. Kritik am

Disease-Management-Programm

wurde geübt, fixiert und - wie Moderatoren

dies gut können - mögliche Problemlösungen

erarbeitet. Moderatoren

und KV verabredeten mit Arbeitsaufträgen

ein neues Treffen. Im August erarbeiteten

Moderatoren einen Forderungskatalog.

deration von - und die Mitarbeit in -

Qualitätszirkeln seit etwa sechs Jahren

geworden. Damit kann kein Frontalvortrag

eines noch so berühmten Spezialisten

mithalten, keine noch so qualifiziert

beschickte Veranstaltung der

An Effektivität und Lustgewinn

schwer zu schlagen

Dr. med.Volker von Kügelgen

Pharmaindustrie, kaum ein Kongress,

keine Lektüre eines Fachbuchs oder eines

gut geschriebenen Artikels der

Fachpresse.

Austausch

Die Dichte des Austauschs, die im

Laufe der Treffen zu erreichende Ver-

Diesen Forderungskatalog nahm das

neu gewählte Vorstandsmitglied zum

Anlass, alle an einen Tisch zu bringen.

Am 09. Februar 2005 ist man - so Ralf

Büchner - einen wichtigen qualitativen

Schritt zum gegenseitigen und basisnahen

Verständnis vorangekommen.

Der Dank galt allen Beteiligten, Moderatoren

und Kassenvertretern. Man verabredete,

den Dialog mit der Basis (den

Moderatoren) im April fortzusetzen.

REGINA STEFFEN, KVSH

trautheit mit der Denkweise der Kollegen,

Teilnahme an ihren Erfahrungen,

ihrem speziellen Wissen sind anders

schwer zu erreichen. Auf einmal gibt es

wieder ein Forum für Austausch, auch

eine Spielwiese für die mehr oder minder

liebenswerten Verschrobenheiten,

die uns alle prägen, einen Marktplatz

auch, man redet ja nicht nur über Medizin

miteinander, auch Politik findet

im Qualitätszirkel statt. Wir-Gefühl entsteht

so nebenbei und die „Gartenzäune“

zwischen den Teilnehmern

schwinden zusehends.

Für all dieses opfert man Zeit und

Kraft, bekommt aber dafür reichlich zurück.

Unterm Strich: Die Sache lohnt

sich. Dafür waren etwa hundert Abende

während der letzten sechs Jahre eine

sinnvolle Investition.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


DMP MACHT VOR

QUALITÄTSZIRKELN NICHT HALT

DR. MED. VOLKER VON KÜGELGEN,

ALLGEMEINARZT, KIEL

Der Kieler Qualitätszirkel Diabetes, einer

der schon am längsten bestehenden im

Lande (seit dem 10.01.1995, ca. 65 Sitzungen),

erfreut sich eines lebhaften Zuspruchs

einer großen Zahl von Kollegen, auch aus der etwas

weiteren Umgebung von Kiel, und hat im

Laufe seines Bestehens manch stürmische Sitzung

erlebt. Manchmal gab es wissenschaftliche

Höhepunkte, manchmal waren Probleme der Alltagsdiabetologie

im Zentrum des Geschehens,

manchmal haben auch auswärtige Referenten

zur Mehrung unseres Wissens beigetragen und

manchmal hat uns das Tagesgeschäft mit den

Vorgaben der Kassen zu hitzigen Diskussionen

veranlasst.

Ärgernis

So war das allgemeine Ärgernis DMP-Diabetes

Gegenstand einer mehr politischen Diskussion,

da es hierbei nicht nur um Fragen der Qualität

der Betreuung unserer Patienten geht, sondern

auch um erhebliche Beschränkungen der

Therapiefreiheit, das Verhältnis zu unseren Patienten,

zu den Kassen, die interkollegiale Zusammenarbeit

der verschiedenen Versorgungsebenen

und natürlich auch ums leidige Geldproblem.

Interesse

Das Ergebnis unserer Diskussionen hat offenbar

im ganzen Lande ein größeres Interesse gefunden.

Die von uns formulierten Thesen sind in

fast allen Zirkeln diskutiert worden und haben

letztlich zu einer in unserem Lande besonders

zurückhaltenden Einstellung zum DMP geführt.

Die KV gab das Forum für Treffen der Moderatoren

der Zirkel Diabetes in unserem Lande, die Abgeordnetenversammlung

der KV hat das Thema

mehrfach diskutiert und inzwischen ist Einiges

ÄRZTE 11

Diabetes-Patienten werden in Disease-Management-Programmen versorgt, da es dabei

um Qualität geht, also auch ein Thema für den Diabetes-Qualitätszirkel in Kiel.

in Bewegung geraten. Die Bögen wurden vereinfacht,

die Auswertungsstelle gewechselt, Forderungen

sind formuliert worden, von deren Erfüllung

bis zum Jahresende die Fortführung des

DMP Diabetes in unserem KV-Bereich abhängig

sein wird.

Kernforderungen sind:

• Das Gleichstellungsprinzip: Angemeldete und

nicht angemeldete Patienten (aus welchem

Grund auch immer) müssen gleich gut behandelt

werden dürfen (Schulung, Wechsel der Versorgungsebene,

Unterweisung von Angehörigen)

und natürlich auch gleich gute Honorare

auslösen.

• Der Verwaltungsaufwand muss weiter reduziert

werden.

• Eine Stelle bei der KV ist einzurichten, bei der

kassenseitige Übergriffe gemeldet werden können

wie Aufforderung zum Arztwechsel und

ähnliche Eingriffe in die Therapiefreiheit.

• Sofern flankierende Maßnahmen zum DMP wie

Curaplan, Raucherentwöhnung, Hypertonikerschulung,

Bewegungsprogramme von Ärzten

angeboten werden, muss die Bezahlung dafür

der Kalkulation bei Durchführung bei den Kassen

entsprechen.

• Weitere Forderung, aber ohne Aussicht auf Verwirklichung:

Abkoppelung der DMP vom Risikostrukturausgleich

(RSA)!

Immerhin fühlen wir uns mehrheitlich dadurch

vergewaltigt, dass durch Einschreibung eines

Patienten in DMP Diabetes über 500 Euro monatlich

aus dem RSA den Kassen zur Verfügung

gestellt werden und somit viel mehr Geldfluss

zur Verfügung der Kassen ausgelöst wird, als

wir nach den kümmerlichen Ergebnissen in

unserer Abrechnung uns träumen lassen. Will

sagen: Wenn wir nicht genug Patienten rekrutieren,

sinkt der Punktwert! So einfach ist das.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


12 ÄRZTE

„LESEN ALLEIN

REICHT EBEN NICHT AUS“

Interview mit Dr. Hans Jewan, Allgemeinarzt in Neumünster und Moderator

eines QZ (hausärztlich) und eines Arbeitskreises Diabetes.

Wie lange arbeiten Sie schon in QZ?

Jewan: Der hausärztliche Qualitätszirkel

besteht schon seit Februar 1997.

Ich habe damals immer darauf gewartet,

dass jemand einen QZ gründet,

aber es passierte einfach nicht.

Also habe ich das selbst in die Hand

genommen, ein Moderatorenseminar

vom AQUA-Institut besucht und einen

hausärztlichen QZ gegründet. Dazu

habe ich mir 20 Kollegen ausgesucht,

von denen ich annahm, dass ich mit ihnen gut und vertrauensvoll

zusammenarbeiten kann, und dann ging es los. Die

erste Sitzung fand dann in meinem Wartezimmer statt.

Worin bestand für Sie die Hauptmotivation,einen QZ zu gründen?

Jewan: Der interkollegiale Austausch war mir wichtig und

ich bin überzeugt, dass QZ-Arbeit eine überaus fruchtbare

und sinnbringende Angelegenheit ist. Man gewinnt dadurch

soviel an Erfahrungen und neuen Erkenntnissen, das kann

man durch Lesen allein überhaupt nicht schaffen. Ich erinnere

mich noch gut an das erste Thema, das wir damals behandelt

haben. Es waren die „Schulterschmerzen“. Von den

damals 20 „Mitbegründern“ sind heute immer noch 14 dabei,

zwei Kollegen sind neu dazu gekommen, so dass wir jetzt

16 Mitglieder haben.

Sind auch Klinikärzte dabei?

Jewan: Nein, wir haben nur Niedergelassene bei uns. Es

besteht aber ein sehr gutes Verhältnis zu verschiedenen Klinikärzten

und wir haben schon mehrfach QZs mit Referenten

und Experten aus Kliniken oder auch vom Gesundheitsamt

(Thema Heimaufsicht) organisiert. Da kamen schon erstaunliche

Dinge zu Tage, z. B. dass die Krankenhäuser mit

dem Verordnen von Medikamenten keine Probleme haben,

wir aber schon.

Haben sich ihre Hoffnungen, die Sie auf die QZ-Arbeit gesetzt

hatten, bis heute bestätigt?

Jewan: Eindeutig und ohne Einschränkung. Interessant wird

alles durch die Vielschichtigkeit der Themen. Da wird fast alles

abgedeckt, z. B. Psychopharmaka beim Hausarzt. Jeder erzählt

aus seiner Praxis, was er benutzt, für welchen Fall er welches

Medikament einsetzt. Dabei kam heraus, dass es im wesentlichen

zehn Medikamente sind, die alles abdecken. Wir

halten alle Arbeits- und Diskussionsergebnisse im Protokoll

fest, so dass nichts verloren geht.

Wie schafft man es, einen QZ über einen so langen Zeitraum

interessant zu halten?

Jewan: Als sehr gut haben sich in diesem Zusammenhang

„Serien“ über bestimmte Medikamentengruppen erwiesen

(Hypertonika oder Psychopharmaka). Da ist Themenkontinuität

gewahrt und jeder Arzt bleibt am Ball. In den QZ kann

jeder seine Ideen einbringen. Unser Prinzip ist es, durchaus

manchmal an der Oberfläche zu bleiben, möglichst viele

Themen abzuhandeln. Über diesen Ansatz kann man geteilter

Meinung sein. Gut ist, dass wir so sehr schnell auf Themen

reagieren können, die aktuell in der Praxis auflaufen, z.

B. das Thema „Heimaufsicht“. Letztlich läuft alles auf die gleichen

Fragestellungen hinaus: Wie gehen wir damit um? Was

machen wir, wenn ein Patient mit dieser Problematik kommt?

Wie reagiert man angemessen? Das wird abgefragt, jeder erzählt

aus dem Praxisalltag. Dann wird sortiert und geordnet.

Schön ist es natürlich, wenn es zu einem Aha-Effekt kommt.

Am Ende äußert sich dann oft der eingeladene Experte.

Wie sieht es mit der Altersstruktur im QZ aus?

Jewan: Wir haben von Mitte 30 bis 63 alles vertreten, überwiegend

Hausarztinternisten und Allgemeinmediziner.

Sie moderieren ja auch noch einen Arbeitskreis Diabetes.Wo liegen

die Unterschiede zum hausärztlichen QZ?

Jewan: Dieser Arbeitskreis ist völlig anders aufgebaut und

nicht mit dem QZ vergleichbar. Zum einen ist er mit über 50

Mitgliedern eindeutig zu groß, aber das liegt am völlig anderen

Ansatz. Die Kollegen müssen ja am Arbeitskreis teilnehmen,

um am DMP Diabetes teilnehmen zu können.

Wie unterstützt Sie die KV?

Jewan: Ich glaube, die KV würde mich gut unterstützen, aber

ich brauche eigentlich keine Hilfe mehr. Das läuft von alleine.

Ich oder die Kollegen kommen klar mit dem, was wir haben.

Ist die QZ-Arbeit wissenschaftlich fundiert?

Jewan: Ich denke schon, denn wenn Sie überlegen, dass jede

unserer Praxen im Schnitt 800 Scheine hat, dann haben wir

bei 16 QZ-Mitgliedern etwa 20.000 Patienten, die pro Quartal

durch die Praxen laufen. Das ist ein ungeheurer Erfahrungspool,

den kaum eine wissenschaftliche Studie aufbringen kann. Da

haben sich außerdem in den 10, 20 Jahren praktischer Arbeit

Erfahrungswerte gebildet, die nicht zu toppen sind. Selbstverständlich

werden auch Leitlinien benutzt und diskutiert.

Wie schaffen Sie das rein zeitlich?

Jewan: Durch intensive Nutzung meines PC zum Schreiben,

Faxen und Mailen.

DAS INTERVIEW FÜHRTE JAKOB WILDER, KVSH

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


SUBSTITUTION IST EINE

SCHWIERIGE AUFGABE

GERHARD MÖBIUS,

ARZT FÜR ALLGEMEINMEDIZIN,

NEUMÜNSTER

Eine Substitutionsbehandlung heroinabhängiger

Patienten wurde

von einzelnen Kollegen bereits

Anfang der 90er Jahre in unserer Stadt

durchgeführt. Auf Initiative der Drogenhilfe

und Beratung Neumünster und substituierender

Ärzte konstituierte sich dann am 28.10.1998 der Qualitätszirkel

substituierender Ärzte in Neumünster und Umgebung

QNM06.

Drogenberatung

Ziel: Erarbeiten von Leitlinien für die Substitutionsbehandlung

in Übereinstimmung mit der Drogenhilfe und Beratung,

die für die psychosoziale Begleitung verantwortlich

zeichneten. Seit 1998 trifft sich der Qualitätszirkel durchschnittlich

sechsmal im Jahr in den Räumen der Drogenhilfe

und Beratung in Neumünster. Neben den Kollegen aus unserer

Stadt sind auch die Kollegen aus der JVA sowie aus den

umliegenden Orten (Hohenweststedt, Bordesholm, Preetz)

dabei. Seit Anfang des Jahres 2004 bereichert auch der Leiter

der Kieler Drogenambulanz unsere gemeinsame Arbeit.

Leitlinien

Zusammen mit den Mitarbeitern der Drogenhilfe und Beratung

haben wir in der Vergangenheit Leitlinien für die Substitution

von Drogenkranken erarbeitet. Absprachen und ein

gemeinsames Vorgehen führten zu einer Verbesserung im

Umgang mit "Doppelsubstitution". So ist es schon lange vor

der Meldepflicht bei der Bundesopiumstelle in Neumünster

zu keiner Doppelsubstitution mehr gekommen. Neben dem

Abgleich der Substituiertenliste (und dazu gehören auch die

Neumünsteraner, die die Drogenambulanz in Kiel besuchen)

gehören Fallvorstellungen und Diskussionen zu unserer regelmäßigen

Arbeit. Zu speziellen Themen wie Substitution

in der JVA, Substitution und Fahrtüchtigkeit, Diagnostik und

Behandlung der Hepatitis C, Arbeitsfähigkeit und Vermittlung

von Substituierten, Suchtbehandlung bei Migranten,

Substitutionsbehandlung mittels Akupunktur, Substitution

ÄRZTE 13

Substituierende Ärzte kämpfen mit ganz speziellen Problemen. Gerade deshalb ist der

Qualitätszirkel in Neumünster für Methadon-Ärzte unentbehrlich.

mit Buprenorphin, psychiatrische Co-Morbidität bei Suchterkrankungen

und Drogenproblematik aus der Sicht der Polizei

bedienten wir uns externen Sachverstandes. In Krogaspe,

Hof Rabenhorst, besuchten wir eine therapeutische Einrichtung.

Für die nahe Zukunft beabsichtigen wir, die Drogenambulanz

in neuen Räumen zu besuchen. Zu dem Thema:

"Auswirkungen von Hartz IV auf die Substituierten" ist die

Ladung eines Fachmannes aus dem Arbeitsamt geplant. Ich

denke, ich kann im Namen aller KollegInnen sprechen, wenn

ich unsere nicht immer leichte Arbeit als befriedigend bezeichne.

Dies, auch wenn sie - gemessen an dem harten Endpunkt

Drogenfreiheit - selten erfolgreich ist.

Drogenambulanz

Nicht zufrieden

kann man darüber

sein, dass zwar fünf

Neumünsteraner

Ärzte knapp 80 Drogenkrankesubstituieren,

jedoch noch

immer knapp 30 Patienten

in die Drogenambulanz

nach Kiel

fahren müssen, weil sie in Neumünster keinen Therapeuten

finden. Die Gründe dafür sind nicht einheitlich. Vom Qualitätszirkel

ist bei Kollegen schon mehrfach aber völlig erfolglos

um eine Mitarbeit geworben worden. Dabei ist durchaus

nachvollziehbar, dass die zeit- und geldintensive suchttherapeutische

Qualifikation mit der Aussicht auf Patienten, die

oft nicht gerade zur Zierde einer Praxis gereichen, Bewerber

für eine solche Qualifikation nicht in Strömen herbeilockt.

Nicht umsonst sind alle am Zirkel teilnehmenden Kollegen als

"alte Hasen" in den Genuss der Übergangsregelung gekommen.

Ermächtigung

Um auch diese Art der Behandlung von Drogenkranken sicherzustellen,

sollte sich die KVSH vielleicht überlegen, die

Qualifikation für den Bewerber kostenneutral zu gestalten. Zu

begrüßen sind die Bemühungen, Krankenhausärzte, da wo es

notwendig ist, zur Substitutionsbehandlung zu ermächtigen.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


14 ÄRZTE

ARZT UND

SOZIALARBEITER

Der Nutzen von Qualitätszirkeln zeigt sich insbesondere in

der Drogensubstitution. Bei der Vielfältigkeit der Probleme dieser

Patienten ist Austausch unter Ärzten unbedingt notwendig.

DR. ROSEMARIE IDELBERGER,

ÄRZTIN FÜR ALLGEMEINMEDIZIN UND

PSYCHOTHERAPIE, KIEL

Alle fünf bis sechs Wochen treffen sich nach

der Praxisarbeit acht bis elf Kollegen aus

Kiel (einer scheut nicht den Weg aus

Preetz) wiederum im Wartezimmer einer Praxis.

Das verbindende Gemeinsame ist die Arbeit mit

Suchtpatienten, insbesondere die Substitutionsbehandlung

Drogenabhängiger. Die Art der verschiedenen

Praxen ist so unterschiedlich wie die

Charaktere: Der Kollege aus der Drogenambulanz

mit über 300 Patienten, der Kollege aus der

Fachpraxis mit 50 Patienten und die Kollegin aus

der Einzelpraxis mit nur zehn Substitutionspatienten.

Und dann ist da noch der Kollege aus der

Justizvollzugsanstalt, der sich über mangelnden

Zulauf nicht beklagen kann, denn viele der Inhaftierten

sind drogenabhängig.

Erfahrungsaustausch

Feste Themen mit Referenten wechseln ab mit

Abenden voller Erfahrungsaustausch. Unsere

Frage: "Wo schicken wir Jugendliche mit exzessivem

Haschischkonsum zum Entzug hin?", führt

zur Einladung der Leiterin von Bokholt. Selbst

wir, die wir meinen die Szene zu kennen, staunen

über neue Wege der Jugendlichen, sich in exzessivem

Ausmaß Haschisch zuzuführen. "Was

passiert in den großen Entzugsabteilungen der

Psychiatrischen Kliniken? Stimmt das, was die

Abhängigen uns erzählen, dass man jetzt als Paar

in die Therapie gehen kann?" Der Leiter der

Suchtabteilung des Psychiatriums klärt uns auf.

Andere Fragen wie Wechsel der Substitutionsmittel

in der Schwangerschaft, damit das Neugeborene

weniger Entzugsbeschwerden hat, führen

auch schon mal dazu, dass Studien und Fachbücher

gelesen werden, um aus den Erfahrungen

anderer zu lernen. Was ist mit der Polizeiar-

beit in Kiel? Kann sich die Zusammenarbeit verbessern?

Ein Abend mit einem zuständigen Kriminalbeamten

wird folgen.

Arzt-Patientenkontakt

Oder die neue Abrechnung EBM 2000 plus! Die

Abrechnungsziffer für Methadonvergabe kann in

Zukunft nur angesetzt werden, wenn ein persönlicher

Arzt-Patientenkontakt stattgefunden

hat. Keine Arzthelferin mehr in der Vergabe - sondern

der Arzt persönlich! Die Erklärungen in der

Runde gehen von "am grünen Tisch ausgedacht

ohne Praxiserfahrung" bis "die wollen die Substitutionsbehandlung

drastisch reduzieren". Das

ist ein Fall für den Berufsverband DSÄ, dessen

erster Vorsitzender zu unserem Kreis gehört.

Und dann gibt es noch Probleme ganz anderer

Art, z. B. wie bekomme ich die Kollegen nach spätestens

zwei Stunden dazu, dass sie nach Hause

gehen? Mehr oder weniger sanft werden manche

Diskutierende auf die Straße geschoben, wo sie ihr

Gespräch fortsetzen.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


QUALITÄTSZIRKEL

AM ANFANG WAR AQUA: QUALITÄTS-

ZIRKEL IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

In den 90er Jahren haben sich Qualitätszirkel im Norden etabliert. Seit der Einführung

von Disease-Management-Programmen bekommen sie nun einen neuen Stellenwert.

REGINA STEFFEN, KVSH

Jeder weiß viel – doch gemeinsam

wissen alle mehr! Mit dieser Maxime

informierte Dr. Klaus Bittmann,

Vorsitzender und Qualitätssicherungsbeauftragter

der KVSH 1994

Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holstein

über Qualitätszirkelarbeit. Ein

Qualitätszirkel – so Bittmann 1994 –

ist eine Gruppe motivierter und engagierter Ärztinnen und

Ärzte. Wir haben 2004 mittlerweile über 200 anerkannte Qualitätszirkel,

festgeschriebene Regeln und die ersten Pflicht-

Qualitätszirkel.

Anfänge

Anfang der 90er Jahre besuchten die Herren Dr. Klaus Bittmann

und Dr. Hans-Herbert Köhler aus Schleswig-Holstein

das erste über die Kassenärztliche Bundesvereinigung angebotene

Moderatoren-Seminar. Die Trainer waren Wissenschaftler

des Institutes für angewandte Qualitätsförderung

und Forschung im Gesundheitswesen GmbH in Göttingen

(AQUA). Bereits 1993 arbeitete in Schleswig-Holstein der erste

Qualitätszirkel zum Thema Diabetes. Das erste Moderatorentraining

in Schleswig-Holstein fand im Oktober 1994

statt und in demselben Jahr haben in Schleswig-Holstein

nachweislich fünf Qualitätszirkel kontinuierlich gearbeitet.

Qualitätszirkel

Ende 1994 wurden dann die Maßnahmen der Qualitätssicherung

im Hause der KVSH in der Abteilung Qualitätssicherung

und Verträge nach den Richtlinien gebündelt, der

Bereich Qualitätszirkel gehörte als Instrument zur Verbesserung

der Ergebnisqualität selbstverständlich dazu. Auf Grundlage

des § 75 Abs. 7 SGB V (vormals § 135 a. a. O.) sind die

Qualitätszirkel als Verfahren der Qualitätssicherung beschrieben.

Qualitätszirkel verfolgen im Gegensatz zu Schulungen

weniger die Vermittlung neuen medizinischen Fachwissens.

Ziel ist es, durch systematische Dokumentation und

Diskussion Versorgungsroutinen im Praxisalltag bewusst zu

machen, um so Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

Qualitätszirkel sind nicht homogen, sondern unterscheiden

sich in der Art der vermittelten Inhalte, der Organisation

sowie in Dauer und Periodizität. Dieses Spektrum führt in

manchen Fällen dazu, dass die ursprüngliche Aufgabe der

Qualitätssicherung und -förderung in den Hintergrund tritt.

Ungesteuerte Gruppenarbeit (Vorwurf: Stammtisch) ist

ebenso wenig zielführend wie extern gesteuerte, pharmaindustriegesponserte

Zirkel (aus KVSH-Qualitätsbericht 2003).

Im Jahr 2002 hat die KBV gemeinsam mit den KVen der Länder

an einem Konzept gearbeitet, um neue Impulse zu liefern.

Die KVSH hat sechs Interessenten benannt, die an dem

so genannten „Tutorenkonzept“ in 2004 teilgenommen haben.

Das Tutorenkonzept wurde den Moderatoren am 03.12.2003

von Dr. Franziska Diel, Referentin bei der KBV, vorgestellt.

Für Interessierte haben wir ihren Vortrag auf unserer homepage

www.kvsh.de eingestellt.

Rahmendaten

Eine von der KVSH vorgenommene Auswertung von Angaben

der Moderatoren anerkannter Qualitätszirkel stellt

sich per 31.12.2004 wie folgt dar:

Anzahl Qualitätszirkel (anerkannt und dokumentiert) 264

Arbeitskreise Diabetes 29

Anzahl dokumentierter Sitzungen 1.449

Treffen je Zirkel (durchschn.) 5

Dauer der Sitzungen (durchschn. Std.) 2,30

Gruppengröße (durchschn.) 14

Anwesenheit (durchschn. je Treffen) 9

bei Arbeitskreis Diabetes 16

Kosten für Material (durchschn. je Sitzung) 36

Anzahl Ärzte und PT insgesamt,

die 2004 an einem QZ teilgenommen haben 3.878

In 2004 haben insgesamt 264 Qualitätszirkel aktiv (mindestens

zwei Sitzungen in 2004) gearbeitet.

Die KVSH unterstützt und fördert die Qualitätszirkelarbeit,

u. a. mit der Zahlung einer pauschalen Aufwandsentschädigung

in Höhe von 77 Euro je Treffen. An die Moderatoren

wurden 2004 insgesamt 108.801 Euro gezahlt.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

15


16

QUALITÄTSZIRKEL

AQUA

Seit 01.01.2004 hat die

KVSH die Evaluation der

Qualitätszirkelarbeit extern

vergeben. Das Institut für angewandte

Qualitätsförderung

und Forschung im Gesundheitswesen

GmbH (AQUA) ist

mit einem evaluativen Monitoring

beauftragt. Interessierte können

sich auf unserer Internetseite

kvsh.de informieren. Prof. Dr. Gerlach,

Leiter des Institutes für Allgemeinmedizin

und kooperierender

Partner von AQUA, hat anlässlich eines

Moderatorentreffens auch die Evaluation

vorgestellt. Der Vortrag ist auf unserer Internetseite

eingestellt.

DMP – Qualitätszirkelarbeit

Eine Verbesserung der Qualität der Versorgung von

Typ 2 Diabetikern ist Ziel von Vereinbarungen zwischen Kassen

und KV.

Hier die Bestimmung zu den diabetologischen Arbeitskreisen:

1. Die KVSH richtet diabetologische Arbeitskreise ein.

2. Teilnehmer der diabetologischen Arbeitskreise sind die

an dieser Ergänzungsvereinbarung teilnehmenden Ärzte.

Die Teilnahme von Ärzten der stationären Versorgung

sowie weiterer Ärzte (z. B. Nephrologen, Neurologen

und Ophtalmologen) wird angeregt. Bei Bedarf werden

Diabetes-Berater, Diabetes-Assistenten, orthopädische

Schuhmacher und/oder Fußpfleger mit einbezogen.

3. Die diabetologischen Arbeitskreise haben folgende Aufgaben:

• Fallvorstellungen auf der Grundlage anonymisierter

Patientendaten mit Erörtertung von Strategien zur Erreichung

der Therapieziele und zur Verbesserung der

Prozessqualität in und zwischen den einzelnen Versorgungsebenen,

• Wissenstransfer neuer auf dem Gebiet der Diabetologie

gewonnener Erkenntnisse einschließlich Durchführen

von praktischen Übungen für die beteiligten

Ärzte,

• Zusammenarbeit mit nichtärztlichen Heilberufen,

• Festlegung von individuellen Therapiezielen für Problempatienten

bzw. Feststellung der Eignung eines Patienten

zu einer kontinuierlichen intensivierten Betreuung

und Beratung im Sinne der Vereinbarung.

Mit der ersten Diabetes-Vereinbarung in Schleswig-Holstein

begann im Jahr 2000 auch die Suche nach geeigneten

Moderatoren bzw. vorhandene Moderatoren zu motivieren,

ihren Qualitätszirkel im Sinne der Vereinbarung durchzuführen.

In Schleswig-Holstein arbeiten z. Z. 30 dieser diabetologischen

Arbeitskreise.

QUALITÄTSZIRKEL-LANDSCHAFT SH

Zeitraum: 01.01.2004-31.12.2004

Qualitätszirkel: 264

Diabetes Arbeitskreise: 29

In bewegten DMP-Zeiten hat der Erfahrungsaustausch der

Moderatoren dieser Diabetes-Qualitätszirkel einen großen

Stellenwert. Die KVSH bietet – auch auf Wunsch einiger Moderatoren

– die Plattform zum Erfahrungsaustausch.

Top down

Auch dieses strukturierte, sektorenübergreifende Behandlungsprogramm

verpflichtet den teilnehmenden Arzt

nach § 6 Absatz 5 Satz 6 an Qualitätszirkeln teilzunehmen.

Weitere Disease-Management-Programme warten und es ist

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig zu

vermuten, dass die Mitarbeit in Qualitätszirkeln schriftlich

verankert zur Qualitätsverbesserung top down installiert

wird.

Qualitätszirkel sind weder Wunderwaffe noch Allheilmittel

und eine jeweils festgeschriebene Verpflichtung von oben

(top down) steht der Qualitätszirkelweisheit „bottom up“ diametral

entgegen. Aber die Zeichen der Zeit sind gesetzt,

wollen an der vertragsärztlichen Versorgung Teilnehmende

vertragsärztlich tätig sein, müssen vertragsärztliche Rahmenbedingungen

auch erfüllt werden. Hier gilt es nun vorhandene

Strukturen zu nutzen und bestehende Qualitätszirkel

rechtzeitig einzubeziehen.

Fortbildungspunkte

Qualitätszirkelarbeit ist eine von der Ärztekammer anerkannte

Fortbildungsmaßnahme. Durch die KVSH anerkannte

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Qualitätszirkelarbeit wird mit vier Punkten je Treffen bewertet.

Die KVSH bietet hier für alle TeilnehmerInnen eines Qualitätszirkels

einen besonderen Service: Für das Jahr 2004 wurden

3.878 Bescheinigungen über geleistete anerkannte Qualitätszirkelarbeit

ausgestellt. Dies bedeutet auch, dass genausoviele

„Fortbildungskonten“ – nämlich 3.878 – geführt

werden mussten, die nach jedem Treffen mit vier Punkten

aufgewertet wurden.

Moderatorentrainings

Ziel dieser Seminare ist, Informationen über Qualitätszirkel

und ärztliche Qualitätssicherung zu vermitteln. Außerdem

werden die TeilnehmerInnen die Moderation einer

Gruppe bis hin zur Planung von Projekten erproben.

QUALITÄTSZIRKEL

Seminare und Refreshing

Für Moderatoren haben wir uns viel vorgenommen. Anfang

März hat bereits eine Informationsveranstaltung zum Qualitätsmanagement

stattgefunden. Wir werden zu diversen

Themen die Plattform zum Erfahrungsaustausch bieten. Refresherkurse

und Informationsveranstaltungen werden geplant.

Regeln für Qualitätszirkel

Der „Rahmen“ für die Qualitätszirkelarbeit in Schleswig-

Holstein sind die Grundsätze des Vorstandes zur Gestaltung,

Durchführung und Anerkennung von Qualitätszirkeln.

CHARAKTERISTIK ODER WAS MACHT EINEN QZ AUS?

Nach den Qualitätssicherungsrichtlinien, den Grundsätzen

des Vorstandes der KVSH und dem Statut

der Ärztekammer (Fortbildungspunkte) hier noch

einmal das Wichtigste zur festgeschriebenen Arbeitsweise

eines Qualitätszirkels:

Zu einem Qualitätszirkel schließen sich ca. fünf bis fünfzehn

Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. In der

Regel sind dies an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende

Ärztinnen und Ärzte, PsychotherapeutInnen

und ärztliche PsychotherapeutInnen. Die KVSH fördert und

unterstützt auch die Zusammenarbeit zwischen Klinik und

Praxis. Alle Teilnehmer sind gleichberechtigte Experten ihrer

eigenen Praxis.

Die Gruppe trifft sich kontinuierlich. In Schleswig-Holstein

haben wir für das Jahr 2003 ermittelt, dass ein Qualitätszirkel

sich fünfmal im Jahr trifft und aus durchschnittlich

zehn Teilnehmern besteht, die jeweils 2,5 Stunden ihr

eigenes Handeln reflektierten.

Die inhaltlich-sachliche Arbeit verläuft themenzentriert,

d. h. die TeilnehmerInnen einigen sich zunächst in einer

Gruppendiskussion auf einen für sie relevanten Problembereich.

Themen können sich auf alle möglichen Bereiche

ärztlichen Handelns beziehen (auf die Praxisorganisation,

eine Diagnose, eine Behandlungsart, Probleme der Arzt-

Patienten-Beziehung usw.).

Die Qualitätszirkelteilnehmer überlegen sich nun Methoden,

wie sie den Versorgungszustand in ihrer Praxis, bezogen

auf dieses Problem, erheben und verändern können.

Ausgehend von einer genauen Situationsanalyse werden

Verbesserungen (in klinischer, organisatorischer, kommunikativer

etc. Hinsicht) angestrebt.

Im Idealfall ist der Maßstab dieser Veränderung eine Handlungsleitlinie.

Diese wird von der Gruppe, je nach individuellen

bzw. gruppeninternen Schwerpunkten, festgesetzt

und stützt sich möglichst auf die Evidenz aus der Literatur.

Die möglichen Verbesserungen und auch der Weg, wie Ver-

besserungen umgesetzt werden können, sollten festgelegt

werden.

Jeder Teilnehmer versucht dann in der praktischen Umsetzung

- der Implementierungsphase - diese Leitlinie umzusetzen.

Die Effektivität der durch die Handlungsleitlinie

festgelegten Veränderungen wird dann überprüft. Der Qualitätszirkel

selbst entscheidet, wann für sie dieses Thema

erfolgreich zum Abschluss gebracht ist und widmet sich

dem nächsten Thema.

In Qualitätszirkeln wird also der Qualitätszyklus als Fortbildungsmöglichkeit

durchlaufen. Dieser Prozess - diese

Gruppenarbeit im Expertenkreis - wird von Moderatoren

unterstützt und arbeitet wie oben beschrieben:

• erfahrungsbezogen

• problemzentriert

• systematisch

• kontinuierlich

• fallbezogen

• zielgerichtet.

Die Arbeit in Qualitätszirkeln wird dokumentiert, auch

- für die KVSH wichtig - mit zwei Dokumentationsbögen,

wobei einer zusammen mit einer von den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern des Qualitätszirkels abgezeichnete

Anwesenheitsliste - relativ zeitnah zu dem jeweiligen Treffen

- an die KVSH gefaxt wird. Der andere Dokumentationsbogen

wird - ebenfalls zeitnah zum Treffen - an das

beauftragte wissenschaftliche Institut, AQUA, gefaxt. Zum

einen unterstützt die KVSH Qualitätszirkelarbeit u. a. mit der

Zahlung einer pauschalen Aufwandsentschädigung in Höhe

von 77 Euro. Zum anderen stellen wir sicher, dass Moderatoren

und Teilnehmern Fortbildungspunkte gutgeschrieben

werden. Zu Beginn eines Jahres haben wir "Jahresbescheinigungen"

über "geleistete Qualitätszirkelarbeit"

ausgestellt. Diese Bescheinigung kann dann bei der Ärztekammer

eingereicht werden und findet Berücksichtigung

beim Fortbildungszertifikat der Ärztekammer.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

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18 PSYCHOTHERAPIE

EINE LANGE TRADITION:

PSYCHOTHERAPEUTISCHE

QUALITÄTSZIRKEL

Neugier und Offenheit bestimmen die Arbeit psychotherapeutischer Qualitätszirkel.

GERHARD LEINZ,

FACHARZT FÜR PSYCHIATRIE

UND PSYCHOTHERAPIE,

WATTENBEK/BORDESHOLM

Psychotherapeutische Qualitätssicherung

hat eine lange Tradition.

Schon bei der Konstituierung

der Psychotherapie als Leistung

der Gesetzlichen Krankenkassen wurde eine Qualitätssicherung

vorgeschrieben. Die Durchführung psychotherapeutischer

Leistungen ist antragspflichtig und muss von Gutachtern

genehmigt werden.

Der kollegiale Austausch (und die kollegiale Beratung über

Patienten als "Intervision") hat unter Psychotherapeuten

eine lange Tradition. Auch die Zusammenarbeit von ÄrztInnen

und PsychologInnen hat Tradition. So wurde schon 1968

in Schleswig-Holstein die Norddeutsche Gesellschaft für die

Anwendung der Tiefenpsychologie mit dem Ziel des Austausches

und der Fortbildung gegründet. Ich arbeite seit vielen

Jahren in Intervisionsrunden mit.

Anfangsprobleme:

Somit war die Frage, wie sich das bestehende, bewährte System

der psychotherapeutischen Qualitätssicherung mit den

Vorgaben bezüglich einer Anerkennung als Qualitätszirkelarbeit

in Einklang zu bringen war. Dabei waren auch Widerstände

zu überwinden. Manche fragten: Wieso sollen wir uns

anpassen? Wir machen das doch schon viel länger! Die Widerstände

bezüglich Einführung psychotherapeutischer Qualitätszirkel

waren jedoch überwindbar. Seit 1998 moderiere ich

psychotherapeutische Qualitätszirkel.

Besonderes

Psychotherapeutische Qualitätszirkel sind zumeist fallorientiert.

Das heißt es wird an konkreten Fällen gearbeitet.

Psychotherapeutische Qualitätszirkel (insbesondere die tiefenpsychologischen)

zeichnen sich durch das Interesse der

Teilnehmer aus, durchaus "persönlich" hinterfragt (kritisiert)

zu werden. Die/der den Fall vorstellende Therapeutin/The-

rapeut hat ein Interesse von den anderen auf die so genannten

"blinden Flecke" aufmerksam gemacht zu werden. Dies

setzt eine Vertrautheit der Teilnehmer untereinander voraus.

Psychotherapeutische Qualitätszirkel treffen sich deshalb in

möglichst konstanter Besetzung über Jahre.

Entwicklungen:

Neu ist ein von mir angeregter schulenübergreifender Austausch

von TiefenpsychologInnen und VerhaltenstherapeutInnen.

Diesen Qualitätszirkel gibt es seit Ende 2000. Die Erfahrungen

sind sehr positiv. Die Arbeit in diesem Qualitätszirkel

ist mehr geprägt von Neugier und Offenheit: Wie macht

Ihr es? Wie verstehen wir es, was Ihr da macht? Dies führt

weg von der rein destruktiven, die andere Therapiemethode

ausgrenzen wollenden Konkurrenz (wir machen es besser!)

hin zur konstruktiven Konkurrenz (was können wir voneinander

lernen?) und damit auch zur besseren Abstimmung

der angebotenen Therapien an die Erfordernisse der Patientenbehandlung.

DR. MED. PETER HOLLMANN,

ARZT FÜR PSYCHOTHERAPEUTI-

SCHE MEDIZIN, PREETZ

Dem Qualitätszirkel

Psychotherapie im

Kreis Plön gehören

etwa 15 Psychologische und

Ärztliche Psychotherapeutinnen

und Psychotherapeuten an, die im Kreis Plön niedergelassen

sind. Es sind die in der GKV angebotenen Therapiemethoden

vertreten. So arbeiten KollegInnen mit verhaltenstherapeutischer

als auch tiefenpsychologischer Ausbildung

mit. Moderator ist der Preetzer Nervenarzt Dr. Peter

Hollmann, der auch Arzt für Psychotherapeutische Medizin

ist. Die Treffen finden in der Psychiatrischen Tagesklinik Preetz

(Träger: Arbeitsgemeinschaft Brücke) statt, die auch die Aufwandsentschädigung

von 77 Euro erhält für Raummiete und

Sekretariatsaufgaben (Versand von Einladungen, Therapeu-

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


ten-Liste, Vermittlung freier Therapieplätze im Sinne der ehemaligen

Aufgabe der Koordinierungsstelle Psychotherapie).

Regelmäßige Teilnehmer des Qualitätszirkels sind auch Ärztliche

Psychotherapeuten der Abteilung für Psychiatrie am

Kreiskrankenhaus Preetz. In diesem Sinne praktizieren wir

bereits ein Integrationsmodell zur besseren Vernetzung ambulanter

und stationärer Leistungserbringer. Das zeigt sich

deutlich in der effizienteren, kostengünstigeren und qualitätsgesicherten

Versorgung von Patienten im Alltag von

Niedergelassenen und Klinikern.

Qualitätssicherung

Unter den niedergelassenen ärztlichen KollegInnen sind

übrigens zahlreiche Fachrichtungen vertreten: Innere Medizin,

Nervenheilkunde, Frauenheilkunde, Psychotherapeutische

Medizin, Psychiatrie und Kinderheilkunde. Hauptthema

des Zirkels ist natürlich die Qualitätssicherung durch neue

Qualitätssicherungs-Modelle. Obwohl die Psychotherapeuten

durch Supervision, Intervision, Balint-Gruppen-Arbeit,

Genehmigungspflicht zu erbringender Leistungen im Gutachterverfahren

usw. bereits an der Spitze der Qualitätssicherung

in der GKV liegen, werden ständig weitere Optimierungen

der Qualitätssicherung versucht. So haben wir

uns eingehend mit neuen Modellen von Berufsverbänden

und Krankenkassen auseinandergesetzt und diese auch konkret

im Praxisalltag erprobt.

Vernetzung

Ein weiteres Schwerpunkt-Thema war die Vernetzung und

Zusammenarbeit mit psychiatrischer Klinik und psychiatrischer

Tagesklinik bzw. mit psychosomatisch-psychotherapeutischen

Fachabteilungen außerhalb des Kreises. Eng damit

verbunden war die Erarbeitung von Leitlinien für die

Notfallversorgung, ein Thema, das wiederholt behandelt

wurde, weil es häufiger nachgefragt wurde. Daneben standen

einzelne Patienten-Gruppen (z. B. ältere Menschen, jüngere

Menschen) und verschiedene Krankheitsbilder (z. B.

posttraumatische Belastungsstörung)

im Mittelpukt oder auch

der Umgang mit krisenhaften

Zuspitzungen (z.

B. Suizidalität). Bei

PSYCHOTHERAPIE 19

der Besprechung von Krankheitsbildern waren Fallvignetten

hilfreich, um die Prozessqualität zu betrachten. Bei der Ergebnisqualität

wurde die Gesamtbehandlung im Rückblick

betrachtet; durch einen gegliederten Sitzungsablauf konnten

die Gesprächsergebnisse hinsichtlich konsensfähiger allgemeiner

Schlussfolgerungen (auch im Sinne benutzter und

diskutierter Behandlungs-Leitlinien) zusammengefasst werden

(Ergebnisqualität). Fragen der Strukturqualität wie Praxisorganisation,

Ausbildungs- und Fortbildungsstand und

regionale Versorgungsgesichtspunkte wurden regelmäßig betrachtet.

Unser Qualitätszirkel ist von der Kassenärztlichen Vereinigung

anerkannt. Angewandte Hilfsmittel, Techniken: Pinnwand,

Diskussion, Impulsreferat, Flipchart. Benutzte Unterlagen

und Daten: Literatur, Statistiken, Fallvignetten.

DIPL.-PSYCH. ANTJE DOLL,

PREETZ

PITT-Psychoimaginative Psychotherapie

bei traumatisierten

Menschen wurde von den

psychotherapeutisch Tätigen gegründet,

die sich derzeit in der Psychoimaginativen

Psychotherapie (PITT R) bei

Dr. Luise Reddemann weiterbilden lassen. Wir beschäftigen

uns im Qualitätszirkel mit den Möglichkeiten der Umsetzung

des Erlernten und Erfahrenen im stationären und ambulanten

setting, explorieren Therapieangebote für traumatisierte

Menschen, stellen Diagnostik, Behandlungspläne

und Therapieverläufe vor. Schwerpunkt des Qualitätszirkels

ist die Vertiefung und Verfestigung des bisher Erlernten, der

Austausch über eigene Erfahrungen, die kollegiale Intervision,

das Recherchieren und Prüfen methodenintegrativer

Ansätze, der Austausch und die Verständigung über die eigenen

Methoden hinaus und die Erlangung von mehr Sicherheit

und Routine im Umgang mit unterschiedlich traumatisierten

Menschen. Weiteres Anliegen unserer Arbeit ist

hier zudem, eine Kooperation zwischen einzelnen BehandlungsanbieterInnen

vor Ort, d. h. regional zu explorieren und

Brücken der Verständigung zwischen verhaltenstherapeutisch

und analytischen bzw. tiefenpsychologisch-fundiert

arbeitenden KollegInnen

zu schlagen.

Wir treffen uns einmal

im Quartal. Interessierte

melden sich bitte

unter Tel. 04342 - 1617,

Fax: 04342 - 2514, email:antje.doll@jessenlenz.com."

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


20 PSYCHOTHERAPIE

ANERKENNUNG VON SUPERVISIONS-

UND INTERVISIONSKREISEN

Gelten Supervisions- und Intervisionsgruppen als Qualitätszirkel,

müssen die Arbeitsweisen erweitert werden.

DR. UWE BANNERT,

PSYCHIATER, BAD SEGEBERG

Es steht außer Frage, dass ärztliche und

psychologische Psychotherapeuten und

Psychotherapeutinnen traditionsgemäß

ein hohes Maß der Selbstverpflichtung zur Fortbildung

praktiziert haben. Hierzu gehörte jeher

die freiwillige Mitarbeit in einem Supervisionsbzw.

Intervisionskreis. Dies diente der grundsätzlichen

Qualitätssicherung der eigenen Arbeit

und der Hilfestellung bei therapeutischen Problemen

im Einzelfall.

Normierung

Die Qualitätszirkelarbeit in Schleswig-Holstein

ist für viele Fachbereiche inzwischen flächendeckend

etabliert. Sie unterliegt einer fachübergreifenden

Normierung ihrer Vorgehensweisen.

Die Leiter eines Qualitätszirkels erhalten als Moderatoren

jeder Sitzung eine Unkostenpauschale

von 77 Euro. Die Teilnahme an anerkannten Qualitätszirkeln

wird mit Fortbildungspunkten berücksichtigt.

Sie dient dem Nachweis der persönlichen

Bemühungen zur Qualitätssicherung

im Fachgebiet gegenüber der Ärztekammer und

den Krankenkassen.

Die Begrifflichkeiten der Supervision/lntervision

von verhaltenstherapeutischen Arbeitskreisen

bzw. tiefen psychologisch/analytischen Arbeitskreisen

sind nicht deckungsgleich mit denen

der Qualitätszirkelarbeit. Die Qualitätszirkelarbeit

umfasst neben der Betrachtung der Prozessqualität,

wie sie in Fallvorstellungen zur Sprache

kommt, auch die Berücksichtigung von Strukturqualität

und Ergebnisqualität.

Praxisorganisation

Mit Strukturqualität sind Fragen der Praxisorganisation,

der Praxisausstattung, des Ausbildungsstandes

und des Versorgungsgrades in einer

Region gemeint, mit Ergebnisqualität nicht so sehr

das Ergebnis der einzelnen Behandlungsstunde,

sondern das Ergebnis der Gesamtbehandlung im

Rückblick. Die Erfassung dieser Kriterien dient u.

a. auch der Vorbereitung von Kosten-/Nutzenanalysen

in der ambulanten Medizin unter den

Bedingungen begrenzter finanzieller Ressourcen.

Anerkennung

Wenn ein Intervisions- bzw. Supervisionsarbeitskreis

sich auch diesen Fragestellungen widmen

möchte, um in den Genuss einer Anerkennung

als Qualitätszirkel zu kommen, so ist eine Erweiterung

ihrer bisherigen Arbeitsweisen um

diese Gesichtspunkte notwendig. Eine entsprechende

Gliederung des Sitzungsablaufes durch

den Moderator und eine entsprechende Dokumentation

der Gesprächsergebnisse hinsichtlich

konsensfähiger allgemeiner Schlussfolgerungen

sind vorzunehmen, um als Qualitätszirkel im

Sinne der Förderungsrichtlinien zu gelten.

Konkret könnte dies heißen, dass nach der Betrachtung

einer Fallgeschichte im Ergebnis kurz

stichwortartig festgehalten wird, welche allgemeinen

Schlussfolgerungen konsensfähig in der

Gruppe waren, die über den behandelten Einzelfall

hinausgehen. Dies kann auch bedeuten,

dass eingangs oder zum Abschluss einer Sitzung

allgemeinere Themen der psychotherapeutischen

Versorgung besprochen werden, die der Förderung

der Sicherstellung dienen.

Unbedenklichkeit

Wenn diese Gesichtspunkte mit berücksichtigt

sind, erscheint es unbedenklich, den bestehenden

Supervisions- und Intervisionsgruppen

wie auch den bestehenden Balintgruppen die Anerkennung

als Qualitätszirkel zuzusprechen. Inwieweit

dies kollidieren könnte mit Weiterbildungsrichtlinien

der Ärztekammer, müsste bedarfsweise

geprüft werden. Sofern dort methodisch

„lupenreine“ Vorgehensweisen gefordert

werden, könnten hier möglicherweise Reibungspunkte

entstehen.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


PSYCHOTHERAPIE 21

TRADITIONELLE ARBEITSWEISE

ODER QUALITÄTSZIRKEL?

Ein Gespräch mit Psychiater Dr. Uwe Bannert über die Anerkennung von Intervision,

Supervision und Balintgruppen als Qualitätszirkel.

Herr Dr. Bannert, wir werden oft von Psychotherapeuten

gefragt, wie müssen wir Intervision,

Supervision oder Balintgruppenarbeit ergänzen,

um die Anforderungen an einen QZ zu erfüllen?

Was antworten Sie auf diese Frage?

Bannert: Die traditionellen Arbeitsweisen einer

Supervisionsgruppe, Intervisionsgruppe oder

Balintgruppe (im Folgenden vereinfacht Balintgruppen)

haben in methodisch unterschiedlicher

Weise und mit unterschiedlich zusammengesetzten

Teilnehmern hauptsächlich ein Ziel: Sie

dienen der Verbesserung einer irgendwie blokkierten

Therapeut-Patienten-Beziehung im Verlauf

einer längeren Behandlung. Sie verbessern

also die Qualität einer speziellen Behandlung zu

einem ganz speziellen Zeitpunkt. Theoretische

Verallgemeinerungen sind nicht das eigentliche

Lernziel. Eher so etwas wie eine allmähliche Verbesserung

des Therapeuten als Werkzeug der Behandlung,

insbesondere durch immer bessere

Kenntnis der eigenen unbewussten Schwächen

und Fehler.

Qualitätszirkel streben theoretische, verallgemeinernde

Ergebnisse an, die allen Therapeuten

in allen ähnlichen Behandlungssituationen

Orientierung bieten können. Wenn also jemand

Husten hat, wird diskutiert, wie jeder dies bisher

behandelt hat und was nach Mehrheitsmeinung

allgemein verbessert werden könnte. Es geht also

um Fakten, praktische Ergebnisse, allgemein anerkanntes

oder gesichertes Wissen und hieraus

ableitbare Qualitätsverbesserung für alle ähnlichen

Störungen.

Qualitätszirkel

streben theoretische,verallgemeinernde

Ergebnisse an,

die allen

Therapeuten in

allen ähnlichen

Behandlungssituationen

Orientierung

bieten können.

In Balintgruppen u. ä. geht es um Einfühlung

und Veränderung von inneren Einstellungen beim

Therapeuten, um einen ins Stocken geratenen Behandlungsweg

zu verbessern. Dies geschieht über

Bilder, Phantasien und Gefühle der Gruppenteilnehmer,

über die möglichst spontan und durch

Theorie möglichst ungestört gesprochen wird. Ergebnisse

solcher Arbeit sind nur selten zu verallgemeinern

und erst eine häufige Teilnahme an solchen

Gruppensitzungen bewirkt eine allmähliche

Verbesserung in der Anwendung psychotherapeutischer

Standards bei allen Teilnehmern.

Was bedeutet das konkret für den einzelnen QZ,

der sich in dieser Thematik gegründet hat? Wie

kann der jetzt auf diese Arbeitsweisen aufsatteln,

um die Anforderungen an einen QZ zu erfüllen?

Bannert: Notwendig ist eine Erweiterung der

behandelten Themen, des methodischen Vorgehens

und eine Protokollierung von Ergebnissen,

die über eine spezielle Therapiesituation hinausgehen.

Dies ist zunächst ein formaler Schritt, er ist

aber leicht machbar. Also z. B.: Am Beispiel dieser

heute durchgearbeiteten Krise lernen wir

auch, wie wichtig es ganz allgemein ist, klare Absprachen

zu treffen, telefonisch erreichbar zu

sein oder für Vertretung bei Abwesenheit zu sorgen,

wenn etwa ein Patient zunächst unausgesprochen

verärgert über eine Abwesenheit des

Arztes war und die Behandlung dadurch zeitweise

blockiert ist. Wir könnten z. B. miteinander

folgende organisatorische Absprachen treffen,

um unsere Erreichbarkeit kollektiv zu verbessern.

Wenn ein Arbeitskreis solche Verallgemeinerungen

thematisch separiert und dann extrahiert

oder als einen separaten Sitzungsteil auch

getrennt bearbeitet, dann kann er die formalen

Voraussetzungen zur Anerkennung als QZ leicht

erfüllen.

Ist es immer sinnvoll, dass diese traditionellen Arbeitsweisen

aufgebrochen werden und dann in

Qualitätszirkelarbeit münden oder sagen Sie auch,

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


22 PSYCHOTHERAPIE

Intensives Arbeiten in einem Supervisionskreis.

Sollen hier Qualitätsstandards gelten, müssen

bisherige Arbeitsweisen erweitert werden.

es muss nicht zwangsläufig zu einer Qualitätszirkelarbeit

kommen?

Bannert: Das Heraustreten aus der Innenschau

der Gefühlsreaktionen, Phantasien über einen Patienten,

Einfällen zu möglichen therapeutischen

Interventionen, verändert natürlich die Arbeitsatmosphäre

erheblich. Je stärker ein solcher Arbeitskreis

der Weiterbildung dient, um so störender

mag dies empfunden werden. Wenn in einen

sehr persönlichen Austausch dann plötzlich theoretische

Argumente einfließen, unterbricht dies

den eigentlich zu erlernenden Gebrauch eigener

Spontanität und Gefühlsreaktionen als Werkzeug

der Behandlung psychisch gestörter Patienten.

Ausbildungsgruppen sind auch nicht zur Erfüllung

von Auflagen der KV betroffen, so dass QZ-Arbeit

für diese eher ein störendes Beiwerk sein kann.

Meßbar im

eigentlichen

Sinn sind

Gefühle und ihre

Veränderungen

natürlich nicht.

Für niedergelassene Praktiker aus der flächendeckenden

Versorgung liegt die eigene Ausbildung

abgeschlossen vor. Eine Ergänzung um

zusätzliche, vielleicht auch zunächst ungewohnte

neue Elemente erscheint dann eher möglich. Ich

sehe in einer Verquickung der individuell ausgerichteten

traditionellen Arbeit um Elemente

der harten, oftmals von wirtschaftlichen Zynismen

geprägten Versorgungswirklichkeit eine sehr

sinnvolle Ergänzung. Ein einzelner, oft isoliert

arbeitender Therapeut braucht nicht nur Gruppenunterstützung

beim Aushalten schwer gestörter

Patienten, sondern auch Solidarität in der

Bewältigung bürokratischer Auflagen und vorgegebener

Beschränkungen aus wirtschaftlichen

Gründen. Auch unter Bedingungen rationierter

Medizin eigene Qualitätsstandards möglichst

einzuhalten ist eine Aufgabe, die niemand mehr

heute so einfach bewältigen kann.

Kann nun Balintarbeit im Ergebnis gemessen werden?

Bannert: Messbar im eigentlichen Sinn sind

Gefühle und ihre Veränderungen natürlich nicht.

Die Verhaltenstherapie hat es da etwas leichter,

weil sie in ihrer Methode statistisch klarer definiert

ist. Über Fragebögen lassen sich auch innere

Einstellungsveränderungen indirekt ermitteln.

Für QZ-Arbeit bei Therapeuten ist der

Schwerpunkt allerdings eher die Strukturqualität,

vielleicht noch Ermittlung von Ergebnisqualität.

In der traditionellen Arbeit wird durchaus

auch in Folgesitzungen nach dem weiteren

Erfolg einer besprochenen Behandlung gefragt.

Eine Dokumentation der Ergebnisse bzw. jedes

einzelnen Schrittes findet in diesen Gruppen nicht

statt?

Bannert: Bisher nicht. Das ist wohl etwas, was

KV und Kassen sich so unter psychotherpeutischer

Arbeit vorstellen. Aber sowenig, wie ein

seelisches Chaos sich klar in einzelne Elemente

zergliedern lässt, sowenig gibt es klare Instrumente

zur schrittweisen Ordnung des Chaos.

Auch hier ist die Verhaltenstherapie dichter dran,

dies erfüllen zu können. Aber die traditionellen

Balintgruppen, Supervisions/Intervisionsgruppen

haben ja gerade den Zweck, Therapeuten

die Begegnung mit Chaotischem zu ermöglichen

im Unterschied zu einer klar definierten Einzelstörung.

Etwas Disziplinierung zu mehr methodischem

Denken und definiertem Vorgehen kann

als Ergänzung aber niemandem schaden.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Psychologischen

und Ärztlichen Psychotherapeuten allgemein

im Bereich QZ und dann auch QM perspektivisch?

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Bannert: Für die Verhaltenstherapie sind mit

den Begriffen Evaluation, Strukturqualität, Prozessqualität

und Ergebnisqualität keine Schwierigkeiten

verbunden. Sie sind mit dem aktuellen

methodischen Mainstream weit mehr konform

als die tiefenpsychologisch/analytischen Schulen.

In den letzten Jahren hat sich aber auch bei

diesen eine Menge entwickelt. Schon mit der systematisierten

Diagnostik nach ICD 10 war ein

Einstieg verbunden, der mit operationalisierten

Manualen zu Konflikten und Strukturdefiziten

(OPCD) eine praktikable Fortsetzung gefunden

hat. Diese überindividuell, weil definiert vergleichbaren

Weisen einer Befunderhebung eignen

sich gut für einen Gebrauch auch in Qualitätszirkeln

nach KV-Standard. Allerdings darf nie

vergessen werden: Ein real lebender Mensch mit

seinen Tränen entzieht sich jeder Statistik und

verliert seine Würde in operationalisierten Konzepten.

Deshalb sind die hergebrachten Weisen

der Qualitätsverbesserung psychotherapeuti-

Die Gradwanderung zwischen Balint-

Gruppe und anerkanntem Qualitätszirkel

wird durch den Beitrag von Dr. Uwe

Bannert und dem Interview von Kathrin Zander

sehr deutlich. Prof. Ferdinand Gerlach, einer der

Väter der Qualitätszirkelarbeit in Deutschland

hat sowohl Parallelen als auch Unterschiede zwischen

Qualitätszirkelarbeit und bekannten ärztlichen

Arbeitsgruppen in seinem Buch „Qualitätsförderung

in Praxis und Klinik”, erschienen

im Thieme-Verlag, in der abgedruckten Tabelle

(siehe rechts) dargestellt.

Balint-Gruppenarbeit ist also grundsätzlich

keine Qualitätszirkelarbeit, zweifelsfrei aber eine

Maßnahme der Qualitätssicherung wie Gunda B.

Severloh-Sträter im nachfolgenden Beitrag anschaulich

darstellt.

DIETRICH BARTZ, KVSH

Abgrenzung von Qualitätszirkeln zu anderen

kollegialen Arbeitsgruppen (nach Bahrs u.

Mitarbeiter 1994) aus: Qualitätsförderung aus

Praxis und Klinik, von Prof. Ferdinand.

M. Gerlach, Thieme-Verlag.

schen Handelns unverzichtbar und sie können

keinesfalls ersetzt werden durch die vermeintlich

moderneren Verfahren der QZ. In beiden Begriffswelten

sich auszukennen kann das besondere

Vermögen von Psychotherapeuten werden.

Vielleicht werden, wie die wechselnden Modeströmungen

der letzten Jahrzehnte zeigen, auch

die somatischen Disziplinen hiervon wieder einmal

phasenweise profitieren. Wenn nämlich die

Grenzen des genetisch-technisch-molekularen

Denkens in der Medizin erreicht werden und zumindest

zeitweise wieder der Mensch mit seinem

Leid (nicht seinen Leiden und Gebrechen) zum

Mittelpunkt

hilfreichen ärztlichen Handelns wird.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE KATHRIN ZANDER,

KVSH

von durch

PSYCHOTHERAPIE 23

QUALITÄTSZIRKEL-ABGRENZUNG ZU

ANDEREN KOLLEGIALEN ARBEITSGRUPPEN

QUALITÄTSZIRKEL UNTERSCHEIDEN SICH

Akademischer Wissenschaft Interkollegialen Rahmen

Praxisbezug

Traditioneller Fortbildung Eigene Expertenschaft

Themenzentrierung

Fallrekonstruktion

Kontinuität

Balint-Gruppe Objektivierbare Dokumentationen

Themenwahl

Rolle des Moderators

Ärztestammtisch Systematik

Befristung

Zielbezug

Selbsthilfegruppe Systematik

Zielbezug

Gruppenzusammensetzung

Befristung

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


24 PSYCHOTHERAPIE

BALINTGRUPPENARBEIT

Qualitätssicherung durch Selbstevaluation.

GUNDULA-B. SEVERLOH-STRÄTER,

PRAKT. ÄRZTIN, FACHÄRZTIN FÜR PSYCHO-

THERPEUTISCHE MEDIZIN, BAD OLDESLOE

Was ist eine Balintgruppe?

Benannt wird diese Gruppenmethode nach

dem ungarischen Arzt und Psychoanalytiker M.

Balint, der vor über 50 Jahren eine Verbesserung

der psychotherapeutischen Kompetenz von nicht

psychotherapeutisch-tätigen Ärzten im Rahmen

ihrer Praxis und ihrer Kliniktätigkeit erreichen

wollte.

In einer Balintgruppe treffen sich acht bis zwölf

ÄrztInnen aus möglichst vielfältigen Fachrichtungen

und PsychologInnen aus dem ambulanten

Bereich unter der Moderation eines ausgebildeten

psychotherapeutisch/-analytischen Leiters/-in

in regelmäßigen z. B. vierwöchigem Abstand.

In einem freien Vortrag eines Teilnehmers wird

eine Arzt (Psychologen)-Patienten-Beziehung dargestellt,

in der es zu Problemen gekommen ist

oder die dem Kollegen unklar erscheint. Das heißt

es geht in der Schilderung, in der sehr wohl auch

sachlich-fachliche Aspekte zur Sprache kommen,

vor allem um das spezifisch persönliche Wechselgeschehen

zwischen Arzt und Patient, was wir

in der Balintarbeit die BEZIEHUNG nennen.

Aus der beschreibenden Schilderung entsteht

in der Gruppe ein erlebnis- und gefühlsnaher

Eindruck vom Referenten, vom Patienten und

von der Beziehung zueinander. Die anderen Teilnehmer

der Gruppe können nach Beendigung

der Ausführungen dem Referenten kurze Nachfragen

stellen. Anschließend zieht sich der Vortragende

zurück und betrachtet aus der Distanz

das Gruppengeschehen.

Die anderen Teilnehmer beginnen nun in freier

Assoziation ihre Eindrücke, ihre Gefühle (auch

entstandenen Körpergefühle) und Fantasien einzugeben.

Angeregt durch den Moderator können

zur Phantasieanregung Elemente der Imagination

und Skulpturbildung mit eingebunden werden.

Hieraus entsteht ein komplexes Bild der Arzt-

Patienten-Beziehung.

Die Balintgruppe bildet quasi den Resonanzboden

oder den Spiegel für die unterschiedlichen

unbewussten Aspekte dieser Arzt-Patienten-Begegnung.

Zum Schluss einer Balintsitzung, die meist eineinhalb

Stunden dauert, wird der Referent in die

Runde zurückgebeten und gibt kurz Rückmeldung,

wie er das Geschehen erlebt hat und welche

Aspekte ihm selbstreflektiert deutlich geworden

sind. Wichtig ist, dass in einer Gruppe

möglichst die unterschiedlichen Sichtweisen stehen

bleiben können und ein nicht bewertender

Raum die Basis für die Zusammenarbeit bildet.

Bei einer der nächsten Gruppensitzungen gibt

der Referent noch einmal aus dem zeitlichen Abstand

heraus Rückmeldung, wie es ihm im erneuten

Arzt-Patienten-Kontakt ergangen ist oder

in einer ähnlichen Arzt-Patienten-Beziehung.

Die Balintgruppe widmet sich in der beschriebenen

Weise solchen Interaktionsprozessen, die

in einem Therapieprozess ein entscheidender

Faktor sind für das Zustandekommen eines Therapieergebnisses.

Der Arzt wird in seiner eigenen Emotionalität

als Beziehungspartner (Subjekt) angesprochen

und hat gleichzeitig die Rolle des Beobachters.

Diese Doppelfunktion macht es den Behandelnden

oft schwer, eine Unterscheidung zu treffen

und bietet die Plattform für Missverständisse und

emotionale Reibungsverluste in der ärztlichen

und therapeutischen Tätigkeit.

Eine Fallgeschichte:

Eine ca. 35-jährige Kollegin schildert in ihrer

Erzählung die Begegnung mit einer 70jährigen

Patienten, die bettlägerig durch einen Apoplex

sei. Diese Frau ginge der Kollegin auf die Nerven.

Bei den Hausbesuchen sei die Patientin immer

sehr missmutig, depressiv verstimmt und schildere

vorwurfsvoll wechselnde Befindlichkeitsstörungen.

Den therapeutischen Maßnahmen

gegenüber verhalte sie sich sehr manipulativ, Verordnungen

hielte sie nicht ein.

Die Hausbesuche macht die Kollegin regelmäßig

höchst ungern, wobei sie sich bemühe,

medizinisch alles korrekt zu machen. Sie wisse,

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


dass es dem hinzugezogenen Pflegedienst ähnlich

ergehe. Die Kinder der Patientin hielten sich im

Hintergrund. Es gäbe nur selten Besuche bei der

Patientin.

Die Kollegin, sonst eher ruhig und besonnen,

wirkt aggressiv, gespannt und äußert ihre Spannung

durch Bewegungsunruhe. Die Balintgruppe

reagiert zunächst zurückhaltend, versachlichend;

„keiner verspürt Lust, den Hausbesuch zu wagen“.

• Es tauchen Phantasien und Fragen auf (ich

beschränke mich hier auf die wesentlichen)

• Wieso knüpft die Patientin in dieser negativen,

missmutigen Art und Weise den Kontakt?

• Wieso verstärkt die Kollegin, trotz ihrer verspürten

Unlustgefühle, ihr Bemühen „korrekt

ärztlich“ mit dieser Patientin umzugehen?

• Wieso löst der vorwurfsvolle Gesichtsausdruck

der Patientin „Genervtsein“, Ärger und

Missmut bei der Kollegin aus?

Die Resonanz der Gruppenteilnehmer spaltet

sich in die Fraktion derer, die sich mit der hilflosen

Situation der bettlägrigen Patientin identifizieren.

Den missmutigen Gesichtsausdruck und

die vorwurfsvolle Haltung der Patientin wird als

aggressive Abwehr der Trauer einer in der Phantasie

der Teilnehmer einst agilen, resoluten Frau

verstanden.

Andere aus der Gruppe reagieren wie die Referentin

verärgert und aggressiv, als „Blitzableiter“

für die Lebensunzufriedenheit der Patientin

herhalten zu müssen. Unbewusst steht diese Patientin

für die Wunschvorstellungen der Ärztin,

die ihr Helfen abhängig macht von der Dankbarkeit

und Anerkennung der Patientin. Die Patientin

wiederum delegiert die Verantwortung für

ihre Beschwerden und für ihr Lebensschicksal an

die Kollegin.

Die Ärztin hatte sich in die Psychodynamik dieser

Patientin so sehr hineinziehen lassen, dass

sie nur noch ihr eigenes Genervtsein über den

Missmut der Patientin spüren konnte und sich

darin verstrickt hatte. Diese so genannten

“Gegenübertragungsphänomene” gilt es mit Hilfe

der Gruppe über das Erleben zu entschlüsseln:

Einerseits welcher unbewusste Anteil wird

durch diese Patientin in der Ärztin auf Grund ihrer

eigenen Biographie angestoßen und andererseits

welche Beziehungsdynamik der Patientin

inszeniert sich in der affektiven Resonanz der

Kollegin.

Nach der Bearbeitung in der Gruppe berichtete

die Kollegin später, dass sie mit dieser Patientin

und ähnlichen Patiententypen besser und

gelassener umgehen könne. Ihre eigene Erwar-

tungshaltung über „Helfen“ Anerkennung zu bekommen

und sich dafür anzustrengen zu müssen,

veränderte sich.

Die Lebensunzufriedenheit der Patientin und

die begleitende Vereinsamung konnte die Kollegin

als individuellen Aspekt des Beziehungs- und

Krankheitsgeschehens der Patientin verstehen.

Über diese emotionale Differenzierung fand die

Kollegin einen veränderten neuen Zugang.

Stärken und Möglichkeiten der Balintgruppenarbeit

zur Qualitätssicherung:

So wird durch Balintgruppenarbeit eine permanente

Selbstreflexion und Überprüfung eines

ganzheitlichen Behandlungsgeschehens angestoßen.

Die Balintgrupppe ermöglicht die Erweiterung

der Sichtweise und bietet sich als fortlaufendes

nicht wertendes Korrektiv im Sinne einer

Qualitätskontrolle durch die Beteiligten selbst

an.

Selbstevaluation als Weg zur Qualitätssicherung

stellt eine hervorragende Möglichkeit dar,

emotionale Blockaden im Wechselgeschehen

schnell und effizient aufzugreifen und verändern

zu können. Dadurch werden Reibungsverluste in

Behandlungen vermieden und manche Therapie

erfolgreicher. Der Behandler betreibt eine Art

Psychohygiene, gibt sich selbst die Möglichkeit,

flexibler und freier mit seinen Patienten umzugehen.

Es geht um persönlich erlebte Erfahrung und

den Mut, sich in der Balintgruppe authentisch zu

zeigen.

Eine Möglichkeit, vielleicht auch für Sie....!

PSYCHOTHERAPIE 25

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


26 QUALITÄTSZIRKEL

QUALITÄT IST KEINE HEXEREI

In Schleswig-Holstein bilden sich immer mehr ärztliche Qualitätszirkel.

Über 200 sind es bereits. Das NORDLICHT hat zwei besucht: Den neusten Präventionszirkel

in Ostholstein und den Kieler Hexentreff.

VON GUNTHER SOSNA, JOURNALIST

Autobahn Lübeck/Puttgarden. An der Anschlussstelle

Lensahn geht es runter von der A1 und weiter nach Kabelhorst

und Rüting. Ortsnamen, die man vielleicht

schon gehört hat, sich aber nicht wirklich sicher ist, und doch,

die Richtung stimmt: Es geht nach Dahme. Das Ostseeheilbad

liegt am Südhang der holsteinischen Höhenkette an der

Lübecker Bucht. Der Kurort bietet Besuchern einen 6,5 Kilometer

langen steinfreien, feinsandigen und flach abfallenden

Strand, eine Promenade mit Seebrücke, ein Meerwasserhallenbad

mit Außenbecken, zwei Hundestrände und einen

FKK-Strandabschnitt, steht in einem Werbeprospekt, der

für den Ort um Touristen buhlt. Aber all das interessiert heute

nicht.

Qualitätszirkel QOH21

Nein, der ärztliche Qualitätszirkel (QZ) des Städtchens ist

gefragt. Und die Antworten hierzu finden sich in der Leuchtturmstraße,

genauer in der Praxis von Dr. Matthias Weber,

37 Jahre alt, Facharzt für Allgemeinmedizin und seit wenigen

Monaten Moderator des Präventionszirkels Ost-Holstein.

Der wird bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) unter

dem Kürzel QOH21 geführt. Natürlich sachlich und nüchtern,

hat man sich in Dahme doch erst seit Ende letzten Jahres

in dem QZ zusammen gefunden. "Einen eigenen Namen

haben wir uns noch nicht gegeben", sagt Weber, "auch wenn

sich die Abkürzung QOH21 nicht wirklich gut anhört". Da

sind die Frauenärztinnen der Landeshauptstadt schon weiter,

doch dazu später mehr.

2003 haben in Schleswig-Holstein gut 50 Prozent aller niedergelassenen

Ärzte und Psychotherapeuten an mindestens einem

Treffen der landesweit über 200 Qualitätszirkel teilgenommen,

wie die Ärztezeitung zu berichten weiß. Insgesamt

führt der Qualitätsbericht der KV aus dem gleichen Jahr 1.125

QZ-Treffen auf. Zehn Jahre vorher, 1993, wurde im Land der

JISHU KANRIS- QUALITÄT AUF DIE JAPANISCHE ART

Qualitätszirkel (QZ) wurden Anfang der fünfziger Jahre

in der japanischen Wirtschaft immer beliebter. Durch die so

genannten Jishu Kanris, die innerbetrieblichen Arbeitskreise,

wollten die Unternehmen das Wissen, die Ideen und

die Erfahrung ihrer Mitarbeiter aktivieren, um die Qualität

der Produkte zu verbessern, die Fehlerquoten zu minimieren,

die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen und insgesamt

das Leistungspotential des Personals besser auszuschöpfen.

Außerdem erhoffte man sich durch die zwar freiwilligen,

aber dennoch organisierten Treffen eine Verbesserung des

Betriebsklimas, einen Motivationsschub für die Belegschaft

und eine Steigerung der Bereitschaft für das Wohl des Unternehmens

Verantwortung zu tragen. In den sechziger Jahren

wurden Qualitätszirkel in den USA eingeführt, in den

achtziger Jahren erreichten sie Deutschland. Doch trotz aller

positiven Effekte werden noch heute seitens der Wirtschaft

vor der Durchführung von Qualitätszirkeln neben

der Frage nach dem Nutzen die Faktoren Zeit und Kosten

gegenübergestellt. Oft genug wird dann Abstand von den

QZs genommen, da diese vor allem sehr zeitintensiv sind.

Die ersten ärztlichen Qualitätszirkel entstanden in Deutschland

zu Beginn der neunziger Jahre. Die Qualitätssicherungsrichtlinien

der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

dienten dabei als Basis, um im Rahmen der QZs den fachlichen

Austausch unter den niedergelassenen Ärzten voranzutreiben.

Dies auch aus der Erfahrung heraus, dass konventionelle

Fortbildungen und Seminare nicht das Wissen

aus der alltäglichen Praxis der Vertragsärzte widerspiegeln.

Durch die Vorstellung von und die Diskussion über Fallbeispiele

aus dem Tagesgeschäft, werden "Versorgungsroutinen

bewusst gemacht und Impulse zu einer klinischen

Verhaltensänderung gegeben", wie es in einem KBV-Referat

zum Thema Qualitätsmanagement aus dem Jahr 2003

heißt. Und weiter steht dort, dass Qualitätszirkel eine Plattform

darstellen, um "den Niedergelassenen sowohl neue

fachliche Inhalte als auch methodische oder organisatorische

Anforderungen zu vermitteln". Informationen unter

www.quality.de, www.qm-world.de im Internet. (guso)

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


erste QZ gegründet - Diabetes war das Thema. Zurück

nach Dahme, in den Besuchsraum der Weber’schen Praxis.

Ein heller Raum, hinten am Fenster steht ein Flipchart

(verleiht die KV), der Tisch ist zur Tafel umfunktioniert: Käseplatte,

Fischhäppchen, Krabben, Mineralwasser, gelbe Servietten

und Budweiser aus der Flasche. Die sechs Mitglieder

des Zirkels schaffen sich ein Stück Gemütlichkeit. "Das gehört

dazu", sagt Weber, der sich um das Catering gekümmert hat.

Aber nicht nur das leibliche Wohl der Zirkelteilnehmer liegt

dem Moderator am Herzen. "Einer muss die Organisation

übernehmen." Dazu gehört die Aufbereitung der Themenvorschläge,

die Suche nach passenden Referenten oder das

Einreichen der Teilnehmerliste oder des grasgrünen Anforderungsbogens

bei der KV. Viele Kleinigkeiten, die "erledigt

werden wollen", wie Weber bemerkt.

Ein Ort zum Dampf ablassen

Der Referent des heutigen Abends, dem zweiten Treffen

des QOH21 überhaupt, kommt aus den Reihen der KV. Roman

Kämpf ist Experte in Abrechnungsangelegenheiten und "seit

über drei Jahrzehnten im Geschäft", wie man erfährt. Aus

gegebenem Anlass ist er aus Bad Segeberg angereist. Schließlich

geht es um den EBM 2000plus, der im April gekommen

ist, um Ordinationskomplexe, Abrechnungsschlüssel und,

etwas weg vom eigentlichen Thema, um die Praxisgebühr.

Kaum angeschnitten, führt die "Never ending Story" in der

eher ruhigen und bedachten Runde zu hitzigen Monologen.

Die Sinnhaftigkeit stellen alle in Frage, da das Arzt-Patienten-Verhältnis

leiden würde, so die einhellige Meinung. "Wie

soll ich dem Patienten erklären", meint eine Teilnehmerin,

"dass er abends als Notfall zehn Euro hinlegen muss und am

QUALITÄTSZIRKEL 27

nächsten Morgen in der Praxis für die Versorgung noch mal

zahlen soll, weil es zufällig sein erster Besuch im Quartal ist?"

Vorschläge lassen nicht lange auf sich warten. Um Verständnis

bitten, ein Infoschreiben vorbereiten oder schlicht "aufs

Geld verzichten". Aber das geht nun einmal nicht. Auch

darin herrscht Einigkeit. "Das Gespräch mit den Kollegen

dient in erster Linie dazu, Erfahrungen auszutauschen

und Lösungen zu finden", so Weber. "Und hin

und wieder kann man einfach Dampf ablassen."

Persönlicher Dialog statt Proseminar

Am 17. November saß man erstmals offiziell zusammen.

Die anschließende Anerkennung des QZ durch die KV verlief

unproblematisch, ebenso die Erstellung von Bescheinigungen

mit der Gutschrift der Fortbildungspunkte - die Ärztekammer

vergibt vier für die Teilnahme an einem von der KV

anerkannten QZ. Und schon damals war der Kreis der Anwesenden

überschaubar. So soll es in Dahme auch bleiben.

"Sechs bis zwölf Teilnehmer sind für einen Qualitätszirkel

die optimale Größe", erklärt Weber, "sonst bilden sich

Grüppchen und du hast eventuell sogar Außenseiter".

Dieser soziologische Aspekt wurde im Rahmen des

Moderatorentrainings ausführlich erläutert.

Weber weiter: "Zirkel, die 60, 70 oder

noch mehr Besucher haben, bewegen

sich auf dem Niveau eines Proseminars.

Da bleibt der persönliche Dialog

auf der Strecke". Zustimmendes

Nicken am Tisch.

Schon werden Ideen für das nächste

Treffen gesammelt: Praxismanagement, Optimierung der Abläufe,

wer stellt welche Fachliteratur vor, gibt es neue Software,

wer will wann in den Urlaub, wer könnte die Vertretung

übernehmen? "Die Themenpalette ist unerschöpflich",

sagt Weber, "nur die Zeit reicht nie wirklich aus". Zwei Stunden

sind um, der Zirkel löst sich auf - für dieses Mal.

Statt Saunaklub, ein Hexentreffen

Machen wir einen Sprung nach Molfsee, in das Hotel-Restaurant

Bärenkrug. Ländlich, gediegen, etwas konservativ

vielleicht. Hier, keine fünf Kilometer von Kiel entfernt, haben

sich die Frauenärztinnen der Region zum Qualitätszirkel

Hexentreff gesammelt. Der Name ist Programm, Herren sind

in der Minderheit. Den 18 Ärztinnen steht ein Mann gegenüber:

Dr. Juliusz Marek Doniec, Oberarzt der chirurgischen

Universitätsklinik Kiel und Spezialist für Endoskopie, referiert

über die Abtragung von Polypen im Enddarm. "Das Therapiekonzept

sieht vor, die Polypen bis circa drei Zentimeter

endoskopisch und die größeren operativ zu behandeln",

erklärt Dr. Doniec, der 2003 die Ergebnisse seiner klinischen

Arbeit publizierte, dem aufmerksamen Forum. "Es ist aus

der Literatur bekannt, dass fast alle Polypen bis zu einer Länge

von 20 Zentimetern erfolgreich endoskopisch behandelt werden

können." Keine Frage, die „Hexen“ haben mit dem 45-

Jährigen einen Hochkaräter als Gast.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


28 QUALITÄTSZIRKEL

"Wir bemühen uns um Experten, die uns fachlich über

den neusten Stand informieren", sagt Angelika Besch-Reese,

eine von zwei Moderatorinnen der Hexen und ein Urgestein

des Zirkels. Seit sie sich 1984 mit ihrer Praxis in Kiel niederließ,

ist sie dabei. Damals nannte sich das Ganze noch Klönkreis,

und war ein lockerer Zusammenschluss von Gynäkologinnen,

die sich "regelmäßig zum fachlichen und privaten

Gespräch" trafen, wie sich die Medizinerin erinnert. Fünf

Ärztinnen waren es anfänglich, dann zehn, dann dreizehn.

Und es wurden immer mehr. 1997 wandelte sich die informelle

Runde in einen anerkannten Qualitätszirkel. Doris

Scharrel, die andere Moderatorin, erinnert sich, dass die

männlichen Kollegen keine Frauen bei ihren Meetings haben

wollten, weil sie im Anschluss an die Gespräche "gerne

in die Sauna gingen". Da war die Weiblichkeit nicht erwünscht.

"Also haben wir unseren eigenen Kreis gegründet." Und

prompt hatte man einen Namen weg - Hexentreffen. "Den

haben uns die Herren Kollegen gegeben", ergänzt Angelika

Besch-Reese, die sich noch zwei Jahre um den Zirkel kümmern

will. Dann soll Schluss sein. Dass hier der Eindruck

entstünde, der Hexenzirkel hätte was gegen Männer, dem

stellt sich Besch-Reese energisch entgegen: “Wir haben einen

intensiven fachlichen Austausch mit den Kollegen der

Parkklinik. Das ist mir genauso wichtig, wie unsere Arbeit

hier im Frauenzirkel.”

Der schönste Polyp

Doniec berichtet von Forschungen in Nordamerika, Studien

mit US-Marinesoldaten und dass "leider viele Patienten mit

gutartigen kolorektalen Polypen immer noch operiert werden".

Über einen Beamer spielt er im Zeitraffer einen endoskopischen

Eingriff ab und kündigt verschmitzt an: "Meine

Damen, zum Schluss zeige ich ihnen meinen schönsten Polypen".

Zurückhaltendes Gelächter.

Vier- bis fünfmal im Jahr kommen bis zu 28 Ärztinnen zum

Hexentreffen, sprechen über Probleme mit Angestellten, erörtern

Steuerfragen oder fachspezifische sowie psychologische

Aspekte, die sich aus dem täglichen Kontakt mit den Patientinnen

ergeben. Da kommt die Frage nach den Möglichkeiten

der Trauerbewältigung genauso aufs Tapet wie die nach

dem Umgang mit Patientenängsten. "Da haben wir keine Berührungsprobleme,

das gehört schließlich zu unserer Tätigkeit",

sagt Doris Scharrel, die im Angesicht der Themenfülle

dennoch wieder mehr Bezug zum Alltäglichen fordert. "Wir

KONTAKTE

Informationen zum

Präventionszirkel Ost-Holstein

(QOH21) erhalten interessierte

telefonisch bei Dr. med. Matthias

Weber unter 04364 47 06 97.

brauchen verstärkt Vorträge und Erfahrungsberichte aus den

eigenen Reihen", sagt sie, "Expertenreferate alleine genügen

nicht". Dabei ist der Wissensdurst der Medizinerinnen, die

teilweise aus Rendsburg, Eckernförde und sogar Schleswig

anreisen, gewaltig und vielseitig zugleich, wie ein Blick auf

die Themenliste verrät. Da finden sich sexuelle Probleme von

Patienten, Nachtod-Erfahrungen, Igelleistungen, Chirurgie,

Orthopädie und Qualitätsstandards in der Praxis.

„Hexen“ auch in Pinneberg gefragt

Der Ablauf eines Zirkeltreffs gliedert sich bei den "Hexen"

in zwei Teile. Da ist zum einen ein Referat mit anschließender

Diskussion, zum anderen die Vorstellung von Fallbeispielen.

"Dabei wird eine Kleinigkeit gegessen und getrunken",

sagt Angelika Besch-Reese. Private Gespräche kommen

dann nicht zu kurz. Klar, denn ein Zirkel hat ja auch etwas

mit Networking zu tun. "Wir nutzen den Qualitätszirkel außerdem

zum Gedankenaustausch und zur Unterstützung neu

niedergelassener Kolleginnen", so Besch-Reese weiter. Ein

neuer Termin und die dazugehörigen Themen werden jeweils

am Ende einer aktuellen Veranstaltung festgelegt. "14

Tage vorher gibt es über meine Praxis ein Erinnerungsfax",

sagt Angelika Besch-Reese, die darauf Wert legt, "Spielregeln

einzuhalten". Wer dem Hexentreffen mehrfach fernbleibt,

erhält keine Einladung mehr. "Der hat dann offensichtlich

kein Interesse". Auch sonst sind Frauenärztinnen gut organisiert.

Wer fährt zum Impfseminar? Wie setzt sich die Fahrgemeinschaft

zusammen? Wenig wird dem Zufall überlassen.

Und gefragt sind die „Hexen“ ebenfalls. Regelmäßig klopfen

Selbsthilfegruppen an, ob eine Frauenärztin als Gastreferentin

zur Verfügung stehen könnte. Das Gleiche gilt für

Kolleginnen, die nicht abgeneigt sind, sich das eine oder andere

abzuschauen. "Eine Frauenärztin aus Pinneberg hat

sich angekündigt. Sie möchte im Kreis auch einen Zirkel aufbauen

und bei uns erfahren, wie man dabei vorgehen kann",

sagt Doris Scharrel, die hofft, dass das Beispiel des Hexentreffens

bei den Ärztinnen insgesamt Schule macht. Den

Schlussakkord am heutigen Abend setzt der Gast Dr. Juliusz

Marek Doniec: "Meine Damen, der Polyp."

Über den Hexentreff

gibt Angelika Besch-

Reese (re.) Auskunft

unter der Telefonnummer

0431 31 28

72 oder Doris Scharrel

unter 0431 54 40 58

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


MARTIN BEYER, TATJANA BLAZEJEWSKI,

FERDINAND M. GERLACH (INSTITUT FÜR

ALLGEMEINMEDIZIN, KLINIKUM DER

JOHANN WOLFGANG GOETHE-UNIVERSITÄT,

FRANKFURT/MAIN

AQUA-INSTITUT FÜR ANGEWANDTE

QUALITÄTSFÖRDERUNG UND FORSCHUNG

IM GESUNDHEITSWESEN GMBH,

GÖTTINGEN)

Im Bereich der KV Schleswig-Holstein sind inzwischen

etwa 264 Qualitätszirkel (QZ) aktiv.

Rein rechnerisch bedeutet dies bei einer

durchschnittlichen Gruppengröße von 15 Teilnehmern,

dass jeder der rund 4.400 niedergelassenen

Vertragsärzte und -psychotherapeuten sich

an mindestens einem QZ beteiligt. Seit Anfang

2004 wird die Arbeit dieser Qualitätszirkel in der

niedergelassenen und psychotherapeutischen

Versorgung vom unabhängigen AQUA-Institut

dokumentiert. Nach neun Monaten dieser Basisdokumentation

nehmen bereits 89 Prozent der

Moderatoren daran teil und dokumentieren die

Arbeit ihres QZ. Da das AQUA-Institut die Basisdokumentation

auch in drei anderen KV-Bereichen

(Bremen, Sachsen-Anhalt und Westfalen-

Lippe) durchführt, sind Vergleiche mit diesen Regionen

möglich.

Aufschwung

Qualitätsförderung durch die Arbeit in ärztlichen

Qualitätszirkeln hat in Deutschland seit

den Anfängen im Jahr 1992/93 einen ungeahnten

Aufschwung genommen. Nach den letzten

Übersichtszahlen der KBV (Gerlach F. M.,

Diel, F.: Entwicklung der Qualitätszirkel in

Deutschland - Eine kritische Bestandsaufnahme,

Workshop „Qualitätszirkel im Gesundheitswesen

- 10 Jahre erfolgreiche Breitenimplementierung“,

Göttingen, 05.09.2003) gab es Mitte 2003 bereits

5.468 QZ mit geschätzt 50.000 Teilnehmern in der

ambulanten und psychotherapeutischen Versor-

gung in Deutschland. Dies bedeutet, dass sich

bundesweit etwa jeder zweite Vertragsarzt/psychotherapeut

an dieser Arbeit beteiligt. Nach

den genannten Zahlen liegt der Anteil in Schleswig-Holstein

noch wesentlich höher. Im Jahre

2000 hatten wir zudem eine Recherche auf europäischer

Ebene durchgeführt. Deutschland befand

sich damals mit einer Beteiligung von etwa

20 Prozent der niedergelassenen Ärzteschaft hinter

Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Dänemark

und Großbritannien mit jeweils über 70

Prozent noch im Mittelfeld; heute entspricht die

Intensität dieser Arbeit durchaus jenen Werten,

LERNEN

FORTBILDUNG AUF HOHEM NIVEAU

Im Vergleich zu anderen Ländern liegt die Fortbildungsrate der Vertragsärzte und

Psychotherapeuten in Qualitätszirkeln in Schleswig-Holstein über dem Durchschnitt.

Dabei ist die Zufriedenheit der Teilnehmer gut und besser.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

29


30

LERNEN

FACHGRUPPENGLIEDERUNG

Nervenheilkunde/

Psychotherapie

35%

Dermatologie

2%

Chirurgie

1%

Innere

Spezialgebiete

6%

Innere Medizin

12%

Kinderheilkunde

5%

Gynäkologie

3%

Allgemeinmeduizin/

hausärztliche QZ

27%

wobei als Besonderheit zu berücksichtigen ist,

dass in Deutschland die niedergelassenen Fachspezialisten

einen überwiegenden Teil dieser Arbeit

beitragen.

Etablierungsphase

Die KVSH hatte sich bereits früh (1994/95) für

die Unterstützung der QZ entschieden. In diesen

ersten Jahren hatte das AQUA-Institut die Etablierungsphase

bereits dokumentiert. Im Oktober

1995 waren erst 28 QZ mit geschätzt etwa

420 Mitgliedern bekannt. Mittels der Basisdokumentation

ist nunmehr die ganze Breite der

zwischenzeitlichen Entwicklung erkennbar.

Das Konzept der Basisdokumentation umfasst

die Dokumentation der einzelnen Qualitätszirkelsitzungen

auf einem Dokumentationsbogen

(im Archiv des AQUA-Instituts sind inzwischen

Daten aus über 12.800 Sitzungen aller Fachgruppen

verfügbar), die Erstellung vierteljährlicher

Berichte an die KV und die Moderatoren, sowie

ein halbjährliches individuelles Feedback an die

einzelnen Qualitätszirkel. Als zusätzlicher Service

für die Moderatoren ist mit den Quartalsberichten

auch eine Themenübersicht aus fachgleichen

oder -verwandten QZ verfügbar.

In Schleswig-Holstein beteiligen sich derzeit

237 QZ mit über 3.500 Teilnehmern an der Basisdokumentation.

Fast 940 Sitzungen sind inzwischen

dokumentiert, wobei eine ganze Reihe

von Moderatoren bereits die „papierlose“, internetbasierte

Eingabemöglichkeit unter www.basisdokumentation.aqua-institut.de

nutzt.

Die Fachgruppenzusammensetzung geht aus

Abb. 1 hervor: Alle Fachgruppen in der ambulanten

Versorgung sind hierbei vertreten, wobei

Schwerpunkte im hausärztlichen Bereich (27 Prozent),

in der Nervenheilkunde und Psychothera-

Orthopädie

3%

HNO

3%

Urologie

1%

Augenheilkunde

1%

Spezielle Therapien/

Zusatzbez.

0,4%

Sonstige Gebiete

(z.B. Radiologie)

0,4%

Ohne Gebietsbez.

1%

Abb. 1

Fachgruppengliederung

der

Qualitätszirkel in

Schleswig-Holstein

(Stand Nov. 2004,

n=237)

Abb. 2

Ergebnisse der

Qualitätszirkelsitzungen

in Schleswig-Holstein

(Stand: Nov. 2004,

n=885 Sitzungen)

pie (zus. 35 Prozent) sowie in der Inneren Medizin

(incl. Spezialgebiete 18 Prozent) erkennbar

sind.

Räumlich konzentrieren sich zahlreiche QZ in

Kiel (49) und Lübeck (43), aber auch im ländlichen

Raum gibt es inzwischen zahlreiche QZ (z.

B. neun QZ in Ostholstein oder 15 QZ in Nordfriesland).

Übrigens werden etwa 35 Prozent der

QZ von Ärztinnen moderiert.

Gestaltung

Die inhaltliche Auswertung der Sitzungsthemen

und der Tagesordnung zeigt auf, dass die

weit überwiegende Zahl der Sitzungen (derzeit

88 Prozent) medizinische bzw. psychotherapeutische

Themen im engeren Sinne zum Gegenstand

haben, während berufspolitische oder vertragsärztliche

Themen nur 7,5 Prozent der Sitzungen

ausmachen. Bei der inhaltlichen Gestaltung

der Sitzungszeit hat die themenbezogene

Sitzungszeit einen Anteil von derzeit 86 Prozent,

während nur etwa zehn Prozent der Zeit für Diskussionen

eher allgemeinen Inhalts verwendet

werden. Neben „klassischen Themen“ der Arbeit,

wie z. B. Diabetes, Pharmakotherapie, psychotherapeutische

Fallarbeit zeigt die Themenaufstellung

auch zahlreiche innovative Themenstellungen,

wie z. B. Integrierte Versorgung oder Qualitätsmanagement.

Diese Daten widersprechen klar einem in der

Öffentlichkeit immer noch vertretenen Bild von

Qualitätszirkeln als primär berufspolitischen

Stammtischen oder aber reinen „Selbsterfahrungsgruppen“.

Zusätzlich kann festgestellt werden,

dass in etwa 55 Prozent der Sitzungen eine

typisch qualitätszirkelgerechte Arbeitsweise gewählt

wird, indem objektivierbare Daten aus der

eigenen Praxisrealität wie z. B. Daten und Stati-

ERGEBNISSE DER

QUALITÄTSZIRKELSITZUNGEN

Bestätigung des

Vorgehens

Änderung des

Vorgehens

kollegiale

Absprache

Leitlinie

kein Ergebnis

erzielbar

(Angaben aus 885 Sitzungen, keine Angaben aus 53 Sitzungen; Mehrfachnennungen möglich)

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

0

6 %

26 %

29 %

39 %

61 %

10 20 30 40 50 60 70


stiken aus der EDV, Karteikarten oder Patientenakten,

spezielle Dokumentationsbögen, oder wo

angebracht ausführliche Fallvorstellungen zu

Grunde gelegt werden.

Die Art der Ergebnisse der QZ-Sitzungen sind

in Abb. 2 dargestellt. In 61 Prozent der Sitzungen

kommt es zu kollegialen Absprachen über das

zukünftige Vorgehen, in 39 Prozent wird sogar

eine QZ-interne Leitlinie formuliert. Während

das bisherige Vorgehen in 26 Prozent der Sitzungen

bestätigt wird, führen die QZ-Sitzungen in

29 Prozent der Fälle zu einer Änderung des bisherigen

Vorgehens.

Zufriedenheit

Die Zufriedenheit (im Urteil der Moderatoren)

mit dem Verlauf der QZ-Sitzungen ist relativ hoch:

In Schulnoten ausgedrückt werden die Gruppenatmosphäre

mit etwa 1,8 und der sachliche

Ertrag mit 1,9 bewertet. Kritischer sehen die Moderatoren

ihre eigene Rolle bei der Unterstützung

der Gruppe: Die Zufriedenheit in dieser Rolle wird

mit 2,2 bewertet.

Ein wesentlicher Punkt, nämlich die freiwillig

durch Teilnehmer und Moderatoren erbrachte

Leistung im Dienst der Qualitätsförderung in der

vertragsärztlichen Versorgung sei ebenfalls unterstrichen.

Während der materielle Aufwand (derzeit

etwa 66 Euro) durch die Aufwandsentschädigung

der KV wohl weitgehend gedeckt werden

kann, wird der Zeitaufwand von den Teilnehmern

und Moderatoren weitgehend unentgeltlich und

freiwillig erbracht. Für die ersten neun Monate

des laufenden Jahres kann geschätzt werden, dass

bei etwa 940 Sitzungen mit durchschnittlich 120

Minuten Dauer und 15 Teilnehmern allein für die

Sitzungen (ohne Vorbereitung und Fahrt) ein freiwilliger

Leistungsbeitrag von 28.200 Arbeitsstunden

für die Qualitätsförderung in der KVSH

erbracht wurde.

Nutzen

Bringt Qualitätszirkelarbeit etwas? Richard Grol

(Grol, R. „The Power of the Peers“. Referat beim

Workshop „Qualitätszirkel im Gesundheitswesen

- Zehn Jahre erfolgreiche Breitenimplementierung“,

Göttingen, 05.09.2003), einer der „Entdecker“ der

Qualitätszirkelmethodik für die Medizin, spricht

angesichts der Verbreitung und Beliebtheit geradezu

von „the power of the peers“, also der Macht

durch gleichberechtigte, freiwillige Gruppenarbeit

für die Lösung von Qualitätsproblemen. Er

hebt insbesondere die Möglichkeit hervor, dass

hier von Kollegen in der gleichen Versorgungssituation

gelernt werden kann, wobei die Infor-

mationen - in der kollegialen Diskussion - eine

besondere Konkretheit und Glaubwürdigkeit besitzen.

Das eigene Handeln in der Praxis kann so

in Frage gestellt und überprüft werden, insbesondere,

wenn QZ auf ihre Lösungen für Qualitätsprobleme

immer wieder zurückkommen und

den Erfolg prüfen („Qualitätskreislauf“). Grol folgert,

dass QZ so etwas wie das „Rückgrat“ der

Qualitätsförderung bilden können, insbesondere,

wenn diese Aktivitäten mit Aktivitäten wie persönlicher

Fortbildung und professioneller Entwicklung,

Qualitätsmanagement und Praxisassessment

und der Verbesserung einer strukturierten

Versorgung verknüpft werden.

Beteiligung

Im Vergleich zu anderen KV-Bereichen, in denen

die Basisdokumentation durchgeführt wird,

ist die Beteiligung an QZ in Schleswig-Holstein

besonders hoch. In den genannten anderen KV-

Bereichen liegt sie bei 40 bis 70 Prozent. In den

sachlichen Kennzeichen der QZ-Arbeit (Themenwahl,

Methodik) haben alle KV-Bereiche ein

hohes Niveau erreicht. Die Zufriedenheit der Moderatoren

und vermutlich auch der Teilnehmer

in Schleswig-Holstein ist im Regionalvergleich

überdurchschnittlich.

KORRESPONDENZADRESSE:

DIPL.-SOZ. MARTIN BEYER,

INSTITUT FÜR ALLGEMEINMEDIZIN,

KLINIKUM DER

JOHANN WOLFGANG GOETHE-UNIVERSITÄT,

THEODOR-STERN-KAI 7,

60590 FRANKFURT,

TEL. 069-6301-56 87,

BEYER@ALLGEMEINMEDIZIN.UNI-FRANKFURT.DE

LERNEN

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

31


32 LERNEN

...UND WENN DIE MOTIVATION

ERST NACHLÄSST

Bei einem Moderatorentreffen in Segeberg berichten viele über Sorgen und Nöte

in den einzelnen Zirkeln und geben selber Tipps, wie erlahmende Motivation bei den

Teilnehmern wieder zum Leben erweckt werden kann.

Ausgebildete

Moderatoren:

Dr. Wilfried Bönke,

Allgemeinarzt in

Oldenburg,

Dr. Harald

Buermann,

Internist in Lübeck,

Dr. Christoph

Steen, Internist in

Lübeck,

und

Dr. Peter Schröder,

Kinderarzt

in Nortorf

ANGELIKA STRÖBEL, REGINA STEFFEN, KVSH

Beim vorweih(nächt)lichen Moderatorentreffen

am 01. Dezember drehte sich alles

um Lust und Frust im Qualitätszirkelgeschäft.

Für Zündstoff sorgte die Basisevaluation

der QZ-Arbeit in SH. Außerdem auf dem Programm:

Die Vorstellung der ersten Schleswig-Holsteiner

Tutoren.

Kuschelfaktor

Abends 20.00 Uhr im Abgeordnetensaal der

Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

Einstimmung mit fachlichem Plausch, Kaffeetassengeklapper,

Mandarinenduft. Um Erfahrungen

auszutauschen, Probleme zu diskutieren, und Bilanz

der Qualitätszirkelarbeit in Schleswig-Holstein

zu ziehen, haben sich 37 Moderatoren auf

den Weg nach Bad Segeberg gemacht - zu später

Stunde und freiwillig. Die Themen, die an diesem

Abend behandelt werden, sind sorgfältig ausgewählt.

Es geht um Motivation und Evaluation und

um neue Konzepte in der QZ-Arbeit.

Motivation

Immer wieder gibt es Äußerungen von Moderatorinnen

und Moderatoren, die eine abnehmende

Motivation ihrer QZ-Teilnehmer beobachten.

Wie also lassen sich die Teilnehmer eines

QZ zu mehr aktiver Mitarbeit ermuntern und welche

Möglichkeiten gibt es, Anreize für die freiwillige

Mitarbeit zu schaffen? "Mein QZ kommt in

die Jahre", so der Titel des Vortrages von Prof. Dr.

Jens-Martin Träder. Der Allgemeinmediziner,

selbst seit langem Moderator, weiß um die Probleme,

die entstehen, wenn die erste Euphorie

erst einmal verpufft ist. Die Anwesenheit bröckelt

die Besetzung wird inkonsistent, Teilnehmer sind

nur noch äußerlich anwesend und delegierte Aufgaben

werden nur teilweise oder gar nicht mehr

erledigt. Wichtig sei es, Qualitätsmanagement in

die Zirkelarbeit zu integrieren, so Träder. Aufgabe

des Moderators ist es, Schwierigkeiten zu erkennen

und zu fokussieren, entsprechende Lösungswege

zu finden und Probleme zu beseitigen.

Häufig helfen schon Kleinigkeiten, die QZ-

Schwindsucht zu therapieren.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


“Wichtig ist es,

QM in die

Zirkelarbeit zu

integrieren”

Prof. h. c. Dr.

Jens-Martin Träder,

Allgemeinmediziner

Zweiergespräche

So sollten Sitzungen möglichst frühzeitig geplant

und fixe Termine vereinbart werden. Außerdem

bietet sich an, behandelte Themen und Aufgaben

per Rundfax einschließlich Protokoll wieder

ins Gedächtnis zu rufen. Grundsätzlich sollten

Inhalte möglichst über mehrere Sitzungen

aufgebaut werden, um der Selektion durch die

Teilnehmer - die Guten ins Kröpfchen, die

Schlechten ins Töpfchen - entgegenzuwirken.

Was aber tun, wenn alle Teilnehmer anwesend

sind, aber kaum einer arbeitet aktiv mit? Stille

Teilnehmer lassen sich häufig aus der Reserve

locken, indem sie direkt angesprochen und um

ihre Meinung gebeten werden. Störende Zweiergespräche

sollte der Moderator auf freundliche

Art und Weise unterbinden.

Evaluation

Weiterer Programmpunkt des Abends: Die Evaluation

der Qualitätszirkelarbeit in SH. Wie ist die

QZ-Arbeit zur Zeit positioniert, wie entwickelt sie

sich? Regina Steffen (KV), zusammen mit Kathrin

Zander (KV) verantwortlich für die Koordination

der QZ-Arbeit, berichtet hier zunächst über Altes,

Neues, Stolpersteine, stellt die derzeitige QZ-Landschaft

vor, benennt die Grundsätze der QZ-Arbeit

und geht auf das Problem der aufgenötigten Zirkelarbeit

im Rahmen von Disease-Management-

Programmen ein. Dann die Nachfrage eines Moderators:

"Wem nützt die Evaluation und was kostet

das Ganze? Hier schwingt die Meinung vieler

Anwesender mit. Die Basisdokumentation durch

das externe Institut AQUA ist für viele ModeratorInnen

nur wenig aussagekräftig und zu teuer.

Selbstbeweihräucherung

Der Evaluationsfragebogen sei mehr "Kuschelsoziologie",

die eine "Selbstbeweihräuche-

LERNEN 33

rung des Moderators" abfragt, als ein nützliches

Bewertungsinstrument für die Qualitätszirkelarbeit,

so die Anmerkung eines Teilnehmenden.

Die Diskussion entbrennt, viel Ärger macht sich

Luft - besonders darüber, dass kein Vertreter des

Institutes die Zeit gefunden hat, beim Moderatorentreffen

zugegen zu sein. Aber auch die Vorteile

der Evaluation durch AQUA und Verbesserungsvorschläge

werden herausgearbeitet. AQUA

begleitet die QZ-Arbeit in mehreren Bundesländern,

und das schon über viele Jahre, verfügt also

über eine große Datenbasis, die Längsschnittund

Ländervergleiche ermöglicht.

Schließlich einigt sich die Gruppe in kurzer Abstimmung

darauf, ihren Unmut schriftlich an

AQUA zu übermitteln. Außerdem ist geplant eine

Arbeitsgruppe zu gründen, die in Zusammenarbeit

mit AQUA an einer Verbesserung der Evaluation

arbeitet.

Konzepte

Nach viel Dampfablassen und angeregter Diskussion

ergreifen gegen Ende der Veranstaltung

die Tutoren das Wort. Die von der KBV ausgebildeten

sechs Tutoren, zwei Frauen und vier Männer,

werden den Moderatoren zukünftig als Trainer

zur Verfügung stehen. Interkollegiale Wissensvermittlung

ist das Stichwort. In der Ausbildung

zum/r TutorIn haben sie "neues Werkzeug

für die Qualitätszirkelarbeit an die Hand bekommen",

Dramaturgien entwickelt und das Rollenbild

des Moderators erörtert.

Ausgangspunkt für gute QZ-Arbeit ist demnach

ein klares Setting. Welche Ziele hat der Qualitätszirkel

und welcher Nutzen wird angestrebt?

Dabei kommt dem Moderator u. a. die Aufgabe zu

- und hier schließt sich der Kreis - Anregungen

zu geben, für ausreichend Motivation zu sorgen.

Authentisch sollten Moderatoren sein und sinnstiftend.

Das Werkzeug für die strukturierte QZ-Arbeit:

Die Methoden und Instrumente der Evidenzbasierten

Medizin, die Arbeit mit Leitlinien

und Patientenfallkonferenzen.

Alle Moderatoren sind herzlich zu einem weiteren

Ausbildungsschritt eingeladen!

Zu guter Letzt: Bewährtes gut bewertet, offenes

Arbeitsklima, ehrliche Diskussion, lebhafte

Debatte, gute knapp gehaltene Vorträge sind

schriftliche Statements dieses Treffens. KVSH ist

gefragt: mehr praktische Anleitungen, QZ-Nachschulungen,

Refresherkurse, EBM-Seminare und

immer wieder der Wunsch nach einer Plattform,

Erfahrungen auszutauschen. Die KVSH wird das

Erfolgsmodell "Erfahrungsaustausch" wieder auflegen

müssen.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


34 LERNEN

GEWINNEN UND MOTIVIEREN

Moderatorentraining - Ein Erfahrungsbericht.

FLORIAN KUCHLER, PROVADIS,

FRANKFURT

Erwartungen

Immer wieder werden wir Trainer mit

den Befürchtungen der Teilnehmer bei

deren Ankunft konfrontiert. Ein Wochenende

in einem geschlossenen, womöglich

sogar abgedunkelten Seminarraum,

hunderte von Folien, zwei Tage ermüdender Monolog,

Langeweile. Und das Grauen nimmt kein Ende. - Na ja,

wenigstens gibt es ja Punkte. - Oder ist der Nutzen vielleicht

doch größer?

Konzept

Die Firma Provadis betreut seit vielen Jahren die Ausbildung

ärztlicher Qualitätszirkelmoderatoren in Schleswig-

Holstein. Etwa drei Seminare werden von der Kassenärztlichen

Vereinigung pro Jahr angeboten. Die Anmeldelisten

sind mittlerweile zu Wartelisten geworden. Oberstes didaktisches

Ziel dieser Seminare ist es, den Teilnehmenden die

praktische Anwendung des gelernten Stoffes zu vermitteln.

Das Konzept der Provadis sieht dabei eine Reihe spezieller

Maßnahmen vor:

Wir lassen die Teilnehmer interaktiv in Gruppen die wesentlichen

Inhalte erarbeiten. Der Lerneffekt, diese auch anzuwenden,

wird dadurch besonders gesteigert. Die Inhalte

selbst gleich auszuprobieren und Herausforderungen und

Chancen der neuen Methoden am eigenen Leib kennen zu

lernen, senkt die Hemmschwelle, einmal erworbene Fähigkeiten

auch im Alltag anzuwenden.

1) Auswahl eines Themas

Was wollen wir untersuchen?

Wie wollen wir die Qualität beurteilen?

5) Beobachtung, ob

Veränderungen

eingetreten sind

(Evaluation) Welche

Barrieren stehen einer

Veränderung entgegen?

2) Analyse der Praxisrealität

Wie sieht das Routinehandeln aus?

3) Zielvorstellungen formulieren

Was soll erreicht werden?

Was können wir besser machen?

4) Planung und Umsetzung von Veränderungen

Wie wollen wir in Zukunft vorgehen?

Visualisiert

In keinem unserer Seminare werden mehr Folien gezeigt,

als Teilnehmer anwesend sind, so dass in einem Qualitätszirkelseminar

mit nicht mehr als 16 Folien gerechnet werden

muss. Statt dessen leitet der Trainer eine visualisierte

Gruppendiskussion. Visualisiert wird der Verlauf des Seminars

mit den Methoden der Moderation an Flipchart und

Pinnwand. Die Teilnehmer lernen dabei, gleichzeitig die jeweils

geeignete Technik richtig einzusetzen, wie auch die

Prinzipien und die Steuerung der Motivation einer Gruppe zu

nutzen.

Insgesamt gilt für uns Trainer: Spaß, Humor und Konzentration

sind die Grundfaktoren der Lernatmosphäre im Qualitätszirkelseminar.

Wichtig ist dabei für uns Trainer, die

schwierige Gratwanderung zwischen Humor und Konzentration

zu finden. Die Teilnehmer werden nicht nur in allen

wesentlichen Methoden kompetent gemacht, sondern Sie

werden auch ermutigt, diese Methoden sofort selbst anzuwenden

und den größtmöglichen Nutzen für die eigene tägliche

Arbeit daraus zu ziehen.

Technik

Wir arbeiten auf den Seminaren mit den Medien Pinnwand

und Flipchart. Mittels farbiger Karten werden Ideen

gesammelt, strukturiert und Problemlösungen zu spezifischen

Fragestellungen aus dem Themenfeld Qualität erarbeitet.

Neben diesen visualisierenden Techniken werden im Seminar

die spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen

der Rolle eines Moderators behandelt und in Übungen

direkt ausprobiert. Der Moderator ist der Strukturgeber

eines Qualitätszirkels. Er steuert die Gruppe durch gezielte

Fragen, ohne inhaltlich aktiv zu werden. Gerade hier liegt die

Crux, wenn der Moderator selbst, wie so häufig, ein engagierter

Teilnehmer ist. Wie ich damit als Moderator umgehe

ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätszirkelseminare.

Ein Beispiel der praktischen Anwendung: Das Winterer-

Schema zur moderierten Fallvorstellung.

Neben den eher klassischen Moderationstechniken werden

auch Techniken vermittelt, um die Fallvorstellungen, die häufig

ein Thema in Qualitätszirkeln sind, effizienter und effektiver

zu gestalten. Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst

gute Ergebnisse zu erzielen. Denn nichts ist frustrierender,

als eine vierstündige "Schön, dass wir einmal darüber geredet

haben"-Sitzung. Hierzu verwendet Provadis das Winterer-

Schema zur moderierten Fallvorstellung (s. Abb.).

Auf zwei Pinnwänden werden die Überschriften "Patient

und Anamnese", "Diagnose", "Rat der Kollegen" und "Was

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Abb.

Bearbeitungsweg

in der moderierten

Fallvorstellung nach

Winterer-Schema

Patient und

Anamnese

Diagnose

nehme ich mit?" aufgeführt. Unter Patient und Anamnese

werden die Kollegen durch den Moderator gebeten, Fragen

zum Befund des Patienten an den Vortragenden zu stellen. Ziel

ist es, alle möglichen Informationen über den Patienten für

alle sichtbar zu machen. Häufig treten bereits hier neue Gesichtspunkte

für den behandelnden Arzt auf, die wertvoll für

sein weiteres Vorgehen sind. Allerdings dürfen hier noch

keine Aussagen getroffen oder Ratschläge gegeben werden.

Dies zu steuern ist dabei eine Kernaufgabe des Moderators.

Unter dem zweiten Punkt arbeiten die Teilnehmer des Qualitätszirkels

mögliche Diagnosen heraus. Dann erst dürfen

die Kollegen Ratschläge geben. Als besonders ertragreich hat

sich hier eine interdisziplinäre Zusammensetzung des Zirkels

erwiesen. Zum Schluss nimmt der Vortragende die Punkte

heraus, die für ihn von besonderem Interesse waren, und

fügt sie unter "Was nehme ich mit?" ein. Damit werden die Ergebnisse

konkret und für alle sichtbar. Die Visualisierung erleichtert

eine mögliche Dokumentation.

Reizthemen

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass immer wieder

von Seiten der Teilnehmenden bestimmte Themen Diskussionsraum

im Seminar einnehmen. Ein Reizthema der ersten

Monate des Jahres 2004 war das Thema Qualitätsmanagement,

insbesondere die Dokumentation von Prozessen

und Strukturen und der damit verbundene Arbeitsaufwand.

Seit der Gesetzgeber beschlossen hat, die verpflichtende Einführung

eines Qualitätsmanagementsystems gesetzlich festzuschreiben,

haben sich Ängste und Sorgen breit gemacht, die

erst sukzessive die Erkenntnis der Vorteile eines Qualitätsmanagementsystems

sichtbar werden lassen.

Verunsicherung

Diese Fragestellung wiederum tendiert dazu, leicht in eine

allgemeine berufspolitische Diskussion abzugleiten. Die Gesundheitsreform

hat hierzu viel Gesprächsstoff geliefert. Neue

Vergütungsmodelle und die Einführung der Praxisgebühr

haben zumindest vorübergehend für Verunsicherung unter

der Ärzteschaft gesorgt. Es erweist sich immer als besonders

Rat der

Kollegen

LERNEN 35

Was nehme

ich mit?

schwierig, diese Diskussion nicht ausufern zu lassen. Es besteht

Ärger seitens der Teilnehmenden, eine Änderung der

Situation kann aber während des Seminars nicht herbeigeführt

werden. Die Diskussion ist also in diesem Zusammenhang

fruchtlos und führt ausschließlich dazu, dass wertvolle

Zeit für die eigentlichen Inhalte zum Thema Qualitätszirkelmoderation

verloren gehen kann.

Gerade an diesen Stellen erweist es sich als sinnvoll, dass

die Veranstaltungen neben professionellen Trainern von ein

bis zwei Mitarbeiterinnen der Kassenärztlichen Vereinigung

auch während des Wochenendes begleitet werden. Diese stehen

den Teilnehmenden während des gesamten Seminars

Rede und Antwort zu allen Fragen, und diese Gelegenheit

wird von den Teilnehmenden gerne und ausgiebig genutzt -

ein Service, der eine besondere Dienstleistung der Kassenärztlichen

Vereinigung Schleswig Holstein ist.

Fazit

Alles in allem bestätigen uns unsere Teilnehmer am Sonntagnachmittag,

dass die Befürchtungen, die sie zu Beginn

hegten, nicht eingetreten sind, dass sie etwas dazu gelernt

haben und dass sie sich schon darauf freuen, ihre erste eigene

Moderation durchzuführen. Die Mischung der Teilnehmer

aus Medizinern und Psychotherapeuten, die zunächst

häufig Skepsis unter den Teilnehmern hervorruft, wird

im Verlauf der zwei Tage immer stärker als befruchtend empfunden.

Für den Trainer besteht die Schwierigkeit, die beiden

Gruppen, die auf Grund ihrer Profession unterschiedliche

Schwerpunkte in ihrer Qualitätszirkelarbeit haben, immer

wieder zusammenzuführen.

Am Ende des Wochenendes melden uns die meisten Teilnehmer

zurück, dass wir sie gewonnen haben für die vielfältigen

Moderationsmethoden, für die Arbeit in Qualitätszirkeln

und dass sie motiviert sind, die Ergebnisqualität ihrer

Praxis, ausgedrückt in Geld oder Freizeit, zu erhöhen.

Wenn wir als Trainer ein solches Feedback erhalten, dann

wissen wir, dass unsere Arbeit erfolgreich war und dass wir damit

auch etwas zur Qualitätssicherung in der vertragsärztlichen

Praxis beigetragen haben.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


36 LERNEN

„DIE NIEDERGELASSENEN

ÄRZTE WOLLEN ES WISSEN“

Interview mit Dr. Franziska Diel (KBV) über Sinn und Zukunft von Qualitätszirkelarbeit.

Was hat KVen und somit die KBV bewogen,

initiativ zu werden?

Diel: Die Qualitätszirkelarbeit der

Niedergelassenen entwickelte sich seit

den frühen neunziger Jahren in

Deutschland zu einer Erfolgsgeschichte

der Qualitätsförderung durch

die Profession. In den Qualitätssicherungsrichtlinien

der KBV werden sie

daher als ein vorrangiges Verfahren der

Qualitätssicherung genannt, und die Methode, Ziele und Inhalte

definiert. Trotz der großen Verbreitung der Zirkel und einer

Beteiligung zwischen 30 bis 50 Prozent der Niedergelassenen

zeigte sich nach einer Dekade die Notwendigkeit, neue

Impulse zu setzen: Die Moderatoren der Zirkel, auf deren

Schultern einseitig nicht nur die Vor- und Nachbereitung,

sondern auch die Motivation und inhaltliche Gestaltung liegen,

wünschten Anregungen; nicht alle Zirkel gestalteten ihre

Sitzungen auf strukturierte Weise und im Sinne der Qualitätszirkelrichtlinie;

neue Themen und Instrumente ärztlichen

und psychotherapeutischen Handelns wurden relevant,

wie beispielsweise Evidenz-basierte Medizin, Leitlinien,

Rückmeldesysteme im Rahmen von DMPs oder Internetrecherchen.

Hier war der Ansatzpunkt der KBV und der

KVen, mit der Entwicklung von so genannten Qualitätszirkel-Dramaturgien

und deren Einführung in Qualitätszirkel

ein weiteres Angebot bereitzustellen.

Welche Erfahrungen wurden in der Vergangenheit gesammelt?

Diel: Qualitätszirkel sind ein hervorragendes Instrument der

Qualitätsförderung, da sie über das Prinzip des interkollegialen

Erfahrungsaustausches in vertrauensvoller Atmosphäre

eine Reflektion der eigenen Arbeit ermöglichen. Idealerweise

erfolgt dies datengestützt, also durch Auswertung eigener

Versorgungsdaten. Die Akzeptanz durch die Niedergelassenen

ist sehr hoch, da ihr konkreter Arbeitsalltag im Mittelpunkt

steht. Indem Versorgungsroutinen bewusst gemacht

werden, wird eine Basis geschaffen, um tatsächlich auch Verhaltensänderungen,

beispielsweise bei der Pharmakotherapie,

anzustoßen. Von den bislang 67 Tutoren aus neun KVen,

die im Rahmen eines Train-the-Trainer Konzeptes durch die

KBV in den fachlichen und methodisch-didaktischen Grundlagen

der entwickelten Dramaturgien fortgebildet wurden,

ist das Konzept sehr positiv aufgenommen worden. Bisher

stehen folgende vier Dramaturgien zum Einsatz zur Verfügung:

• Patientenfallkonferenz,

• Rückmeldesysteme,

• Evidenz-basierte Medizin/Leitlinien

• Verfahrensanweisungen.

Diese Dramaturgien sind einschließlich Hintergrundinformationen,

Ablaufplänen und Moderationsplakaten für die

Zirkelsitzung im „Handbuch Qualitätszirkel“ der KBV veröffentlicht

worden. In fünf KVen haben die ausgebildeten Tutoren,

teilweise in Kooperation mit Kollegen aus anderen

KVen, ihr Wissen bereits im Rahmen von Großveranstaltungen

an die Moderatoren weitergegeben.

Wie bewerten Sie den praktischen Nutzen für die einzelnen

QZ-TeilnehmerInnen?

Diel: Für die Niedergelassenen als Qualitätszirkelteilnehmer

ergibt sich Nutzen in verschiedener Hinsicht. Zum einen

werden der Ablauf und die inhaltliche Gestaltung der

Zirkelsitzungen stärker strukturiert, mit Medien und einer

Dokumentation der Ergebnisse ergänzt und somit in der Regel

effektiver gestaltet. Zum anderen werden neue Themenfelder

wie Umgang mit und Schlussfolgerungen aus Rükkmeldeberichten,

Literaturrecherche, Arbeit mit Leitlinien

oder Evidenz-basierte Entscheidungsfindung inhaltlich aufbereitet.

Dies ermöglicht einen Wissens- und Kompetenzzuwachs.

Wie geht es weiter? Gibt es weitere Planungen für die Zukunft?

Diel: Für das Jahr 2005 ist die Entwicklung von zwei weiteren

Dramaturgien geplant: „Qualitätsmanagement/ QEP ®

(Qualität und Entwicklung in Praxen; das QM-System der

KVen/KBV)“ und „Fehlermanagement“. Für die bereits fortgebildeten

Tutoren werden Supervisionsveranstaltungen

durchgeführt, u. a. zur Vorbereitung weiterer regionaler Moderatorenfortbildungen

und ein nationales Tutorentreffen

veranstaltet. Dies sieht neben einem Erfahrungsaustausch

vor, den Tutoren Kompetenzen in der eigenständigen Entwicklung

von Dramaturgien zu vermitteln, um das Konzept

nachhaltig in den einzelnen KVen voranzutreiben, verbreiten

und pflegen zu können.

DIE FRAGEN STELLTE JAKOB WILDER, KVSH

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


DIE IMPULSGEBER

LERNEN 37

Von der KBV ausgebildet, wollen sechs Schleswig-Holsteiner Tutoren die Moderatoren

von Qualitätszirkeln im Land tatkräftig unterstützen.

Drei von sechs

Tutoren:

Dr. Andreas Kohl,

Dr. Bernd Jurkschat

und Dr. Lothar

Imhof

ANGELIKA STRÖBEL, KVSH

Eine Menge Motivation bringen Sie mit. Was

sie dazugelernt haben, möchten sie gerne

an Interessierte weitergeben. Am 27. 0ktober

2004 trafen sich die frisch gebackenen Tutoren

zum ersten Mal im Hause der KVSH, um erste

Ideen zur Umsetzung des Tutorenkonzeptes

der KBV zusammenzutragen. Ziel des Tutorenkonzeptes,

das mit seiner Projektphase bereits

2003 startete, ist die Förderung und Weiterentwicklung

der QZ-Arbeit.

Arbeit

QZ-Arbeit ist ein unentbehrliches Instrument

zur Qualitätssicherung in der Medizin. Die Vorteile

liegen klar auf der Hand. Dort, wo sich das Versorgungsgeschehen

abspielt, werden zentrale

Probleme identifiziert, Informationen verdichtet,

fachliches Wissen und methodische Kompetenz

werden im gegenseitigen Austausch hinzugewonnen

und können auf direktem Wege zum

Einsatz kommen. Der Grundsatz der Freiwilligkeit

trägt hier wesentlich zur Zufriedenheit der

Teilnehmenden bei, steigert die Motivation zur

Mitarbeit und zur praktischen Umsetzung des

Erlernten.

Mitwachsen

Veränderungen im Gesundheitswesen, die steigenden

Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit

in der Medizin führen dazu, dass die Kluft

zwischen praktischer QZ-Arbeit und den Anforderungen

an dieses Instrument immer größer

werden. Das Tutorenkonzept will diese Kluft überwinden

und ein stetiges Mitwachsen der Qualitätszirkelarbeit

gewährleisten. Die Aufgaben der

Tutoren werden vielfältig sein. Nach dem „Trainthe-Trainer-Prinzip“

sollen neue Impulse in die

QZ getragen werden. Es geht darum, strukturierte

Ablaufpläne für die Qualitätszirkelarbeit zu entwickeln,

aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse

für die Niedergelassenen aufzuarbeiten und entsprechende

Methoden und Instrumente über die

Moderatoren in die Qualitätszirkel zu tragen. Eine

weitere wesentliche Aktivität besteht darin, relevante

Themen aus dem Versorgungsalltag zu identifizieren.

Impulsgeber

Die Schleswig-Holsteiner Impulsgeber (siehe

Foto) wurden von der KVSH für diese Aufgabe

ausgewählt. Alle Tutoren verfügen über langjährige

Moderatorenerfahrung und leiten kontinuierlich

einen oder mehrere Qualitätszirkel. An

drei mal drei Tagen letzten Jahres haben sie gebüffelt,

sich mit Patientenfallkonferenzen, Verfahrensanweisungen,

Evidenz-basierter Medizin

und Leitlinien auseinander gesetzt. Sie werden

kontinuierlich an sich arbeiten, immer wieder

Neues lernen - so sieht es das Tutorenkonzept

vor. Geplant sind jährliche Tutoren-Schulungen.

Die erste Bad Segeberger Zusammenkunft der

Tutoren war fruchtbar. Neben dem Angebot, einzelne

Qualitätszirkel prozess- und themenzentriert

zu unterstützen, findet im Juni ein Trainingswochenende

für alle Moderatoren in Schleswig-Holstein

statt.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


38 LERNEN

DAMIT ENTSCHEIDUNGEN IM

PRAXISALLTAG LEICHTER WERDEN

Train the trainer - unter diesem Motto werden in Schleswig-Holstein Moderatoren für ihre

Qualitätszirkelarbeit von Tutoren geschult.

Dr. Bernd Jurkschat

Dr. Andreas Kohl

DR. BERND JURKSCHAT, ORTHOPÄDE,

HENSTEDT-ULZBURG,

DR. ANDREAS KOHL, ARZT FÜR

KINDER- UND JUGENDMEDIZIN, KIEL

Es war ein schöner Samstagmorgen im August

1997, als ich mich, durch die Kollegen

meines schon seit vier Jahren bestehenden

Fortbildungszirkels gedrängt, auf den Weg

nach Bad Segeberg zur Moderatorenausbildung

machte. Ach wie lästig und überflüssig... Unterwegs

auf der B 404 wurde ich im Radio ständig

von der gerade nachts verunglückten Lady Di verfolgt.

Dann gab es eine professionelle Zwei-Tage-

Fortbildung, die mich verunsicherte, ob Moderation

und kollegiale, themenorientierte Meinungsfindung

überhaupt zueinander passen.

Meinen im Folgenden genannten Kollegen mag

es ähnlich ergangen sein.

Mediengurus

Inzwischen, sieben Jahre später, gibt es allein

im Bereich der KV Schleswig-Holstein über 400

ausgebildete QZ-Moderatoren und mehr als 200

aktive, anerkannte Qulitätszirkel.

Von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

wurde 2002 ein Konzept erarbeitet, das die Aufgabe

der Qualitätssicherung und –förderung

durch die Qualitätszirkel-Arbeit stärker in den

Vordergrund stellt. Bundesweit unterschiedlich

haben die Kassenärztlichen Vereinigungen darauf

reagiert. Das Programm wurde den Moderatoren

in SH bereits im Dezember 2003 durch

Dr. Franziska Diel, Referentin bei der KBV, vorgestellt.

Es sieht eine Beratung der QZ-Moderatoren

durch eben nicht fachfremde Mediengurus,

sondern in speziellen Methoden ausgebildete

Moderatoren-Kollegen vor. Bundesweit wurden

nun 67 so genannte Tutoren aus neun Kassenärztlichen

Vereinigungen ausgebildet.

Die KVSH hat die KollegenInnen Dr. Karin Bucher,

Dr. Lothar Imhof, Dr. Bernd Jurkschat,

Dr. Andreas Kohl, Rosemarie Müller-Mette und

Dr. Christian Schöning benannt, an dem Tutorenkonzept

im Jahr 2004 teilzunehmen. Das waren

für uns bisher drei verlängerte Wochenenden,

mit unwahrscheinlich interessanten Einblicken

in Techniken und Methoden der Evidenzbasierten

Medizin (EbM), Patientenfallkonferenzen,

Leitlinienarbeit, Arbeit mit Rückmeldesystemen,

Grundlagen der Gruppenleitung in

ärztlichen Qualitätszirkeln, Internetrecherche bis

hin zur Erstellung Evidenz-basierter Verfahrensanleitungen.

Im vertragsärztlichen Bereich des

Gesundheitssystems ist für die zukünftige Gestaltung

von Versorgungsprozessen die Integration

von strukturierten Dokumentationsvorgaben

geplant.

Weiterentwicklung

Es entsteht für die klinische Arbeit in den vertragsärztlichen

Praxen die Notwendigkeit einer

Weiterentwicklung der eigenen, bisher geübten

Versorgungspraxis. Die KVSH hat die Notwendigkeit

erkannt, die Vertragsärzte bei dieser Entwicklung

zu unterstützen. Daraus leiten sich spezielle

Anforderungen an die QZ-Gestaltung und

auch an die Qualitätszirkelmoderation ab. Wegweisend

ist die Erkenntnis, dass der klassische

QZ unter der Leitung eines ausgebildeten Moderators

die ideale Plattform für die Fort- und

Weiterbildung ist.

Es resultiert die Anforderung, dass QZ-Sitzungen

nach einer formal und inhaltlich klar gegliederten

Dramaturgie ablaufen sollen. Darunter

wird ein Konzept zur Durchführung der QZ-Sitzung

verstanden, das einen klaren Rahmen vorgibt,

ohne den Moderator in der individuellen Anpassung

an die Erfordernisse und Wünsche der einzelnen

QZ-Teilnehmer wesentlich einzuschränken.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Wegbegleitung

Aufgabe der Tutoren (KBV Tutor QZ) soll es sein,

die QZ-Moderatoren auf ihrem weiteren Weg zu

begleiten und mit ihnen gemeinsam die neuen

gesetzlichen Anforderungen zu implementieren.

Den Methoden und Strategien der Evidenz-basierten

Medizin fallen dabei eine zentrale Rolle

zu; seit dem 01.01.2004 besonders auch für die

Disease-Management-Programme (§137 SGB V).

Die Praxis der EbM nach Sackett bedeutet:

• Ableitung einer relevanten, beantwortbaren

Frage aus dem klinischen Fall

• Planung und Durchführung einer Recherche

der klinischen Literatur

• Kritische Bewertung der recherchierten Literatur

(Evidenz) bezüglich Validität/Brauchbarkeit

• Anwendung der ausgewählten und bewerteten

Evidenz beim individuellen Fall

• Bewertung der eigenen Leistung.

Der fachliche Austausch mit Kollegen im Rahmen

der QZ-Arbeit erleichtert den Praxisalltag

und die Umsetzung von Entscheidungen. Unsicherheiten

und Probleme im Zusammenhang

mit EbM können diskutiert und gelöst werden.

Strategie

Doch es reicht

allein nicht aus,

das Richtige mit

EbM zu ermitteln. Es

muss das Richtige auch

richtig und zum richtigen

Zeitpunkt

beim richtigen

Patienten umgesetzt

werden.

Dazu ist eine

wirksame Strategie

durch Einführung

eines systematischen

Qualitätsmanagements erforderlich.

Hierbei wird unter anderem

der Gebrauch von Leitlinien

und deren kritische Beurteilung

helfen.

Die künftige Weiterbildung der QZ-

Moderatoren in Schleswig-Holstein soll

durch ein „Train the Trainer“-Prinzip

unterstützt werden, das sich am vorhandenen

Wissens- und Kenntnisstand orientieren

soll. Vermittelt und erlernt werden

sollen die Dramaturgien, die Methoden

und Instrumente der Evidenz-basierten

Medizin und als

Voraussetzung für diese Ar-

beit die Fähigkeit einer suffizienten Gruppenleitung.

Im Rahmen der Moderatorenfortbildung der

KVSH war in Bad Segeberg am 01.12.2004 eine

erste Vorstellung der Tutoren und des Gesamtkonzeptes

erfolgt. Am 24. und 25. Juni 2005 findet

ein zweitägiges Wochenendseminar für QZ-Moderatoren

aus SH statt, mit dem Ziel, die oben

angeführten Inhalte mit Leben zu erfüllen. Nachfolgend

wollen wir Tutoren regionale Ansprechpartner

für die QZ-Moderatoren sein und so bei

ihrer Arbeit unterstützen.

TTT (Train The Trainer) gilt auch für Tutoren,

Supervision, Tutorentreffen und Mitgestaltung

von Veranstaltungen in anderen KVen. Also bin

ich sicher bald wieder auf der B 404 in Richtung

Süden, weiß aber jetzt deutlich besser warum

und wofür.

LERNEN 39

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


40

SERVICE

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


ZAHLEN UND FAKTEN

Im Jahr 2003 haben 203 Qualitätszirkel und 26

Arbeitskreise Diabetes regelmäßig dokumentiert.

Einen Zuwachs erkennt man zum Jahr

2004, da haben 235 Qualitätszirkel und 29 Diabetische

Arbeitskreise regelmäßig dokumentiert.

Anzahl Qualitätszirkel 264 Qualitätszirkel, 29 Arbeitskreise Diabetes

Anzahl dokumentierter Sitzungen 1.449

Treffen je Zirkel (durchschnittlich) 5

Dauer der Sitzungen (durchschnittlich/Stunden) 2,30

Gruppengröße (durchschnittlich) 14

Anwesenheit (durchschnittlich je Treffen) 9 TN bei QZ, 16 TN bei AK Diabetes

Anzahl Ärzte und PT insgesamt,

die 2004 an QZ teilgenommen haben 3.878

Verleih an Kommunikationstechnik im Jahr 2003: 12 Moderationstafeln 12 Flipcharts

Verleih an Kommunikationstechnik im Jahr 2004: 14 Moderationstafeln 9 Flipcharts

Aufwandsentschädigung im Jahr 2001 54.682,67 EURO

Aufwandsentschädigung im Jahr 2002 70.378,00 EURO

Aufwandsentschädigung im Jahr 2003 87.309,00 EURO

Aufwandsentschädigung im Jahr 2004 108.801,00 EURO

Ihre Ansprechpartner:

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

Bismarckallee 1-6

23795 Bad Segeberg

Tel. 04551 883 292 + 883 382

Fax 04551 883 374

Regina Steffen mail: regina.steffen@kvsh.de

Kathrin Zander mail: kathrin.zander@kvsh.de

ANERKANNTE QUALITÄTSZIRKELARBEIT

BRINGT FORTBILDUNGSPUNKTE

In 2004 wurden bisher 85 (Stand: 26.11.04) Qualitätszirkel

anerkannt, drei Qualitätszirkel mussten

abgelehnt werden. Es wurden für das Jahr

2004 insgesamt 3.878 Fortbildungs- (Jahres-)Bescheinigungen

ausgestellt.

Besonderer Service der KVSH

Für 2004 hat die KVSH den TeilnehmerInnen in gewohnter Weise Jahresbescheinigungen mit

der Gesamtpunktzahl zur Verfügung gestellt.

Das Statut der Ärztekammer wird gemeinsam, also von KV und ÄK, wie folgt interpretiert:

Anzahl der Fortbildungspunkte je QZ-Treffen

Rückwirkend zum 01.01.2004 erhalten ärztliche TeilnehmerInnen eines von der KVSH anerkannten

Qualitätszirkels vier Fortbildungspunkte je dokumentierter Sitzung (lt. Kategorie C: drei

Punkte für 120 Minuten plus ein Zusatzpunkt für einen QZ bis zu vier Stunden).

Der Moderator erhält zusätzlich einen weiteren Fortbildungspunkt, also fünf Punkte je Qualitätszirkeltreffen

(Kategorie F).

SERVICE

Tanja Baranski

schreibt die

Fortbildungsbescheinigungen

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

41


42 SERVICE

GRUNDSÄTZE DES

VORSTANDES DER KVSH

zur Gestaltung, Durchführung und Anerkennung von

Qualitätszirkeln in Schleswig-Holstein.

INHALT

Definition „Qualitätszirkel“ (Aufgaben/Ziele, Arbeitsweise/Methodik,

Dokumentation, Evaluation)

Anerkennung

Förderung

Moderatoren

Datenschutz

Unabhängigkeit

Ihre Ansprechpartner: Regina Steffen,

Kathrin Zander

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

Körperschaft des öffentlichen Rechts,

Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg

Tel. 04551/ 883-292 und -382

Fax. 04551/ 883-374

eMail: Regina.Steffen@kvsh.de,

Kathrin.Zander@kvsh.de

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-

Holstein unterstützt Qualitätszirkelarbeit ausdrücklich und

beschließt folgende Grundsätze:

Definition

Ärztinnen und Ärzte beschreiben im Rahmen einer kollegialen

Diskussion unter Leitung einer/s Moderatorin/s praxisbezogen

ihre eigene ärztliche Handlungsweise, vergleichen

sie mit Kolleginnen und Kollegen oder mit vorgegebenen

Qualitätsstandards und bewerten sie.

Qualitätszirkel dienen der Weiterqualifizierung durch kritische

Überprüfung der eigenen Tätigkeit. Sie ermöglichen

Lernprozesse auf der Basis der Erfahrungen der Teilnehmer.

Die Begrifflichkeiten der Supervision/Intervision von verhaltenstherapeutischen

Arbeitskreisen bzw. tiefenpsychologisch/analytischen

Arbeitskreisen sind nicht deckungsgleich

mit denen der Qualitätszirkelarbeit.

Wenn ein Intervisions- bzw. Supervisionsarbeitskreis sich

auch diesen Fragenstellungen widmen möchte, so ist eine

Erweiterung der traditionellen Arbeit um nachfolgende Gesichtspunkte

notwendig.

Jede(r) ist Experte(in) ihrer/seiner Praxis. Ein solches Verfahren

integriert das Wissen und die Initiative aller Beteiligten.

Aufgaben und Ziele von Qualitätszirkeln

Qualitätszirkel haben im einzelnen folgende Aufgaben und

Ziele (Qualitätssicherungsrichtlinien)

- Beschreibung – wenn möglich – Abbildung der eigenen Tätigkeit

und Praxisrealität

- Vergleich mit teilnehmenden Kollegen und Erfahrungsaustausch

- Analyse und Bewertung der eigenen Tätigkeit nach Qualitätskriterien

- Feststellung von Übereinstimmungen mit bestehenden

Leitlinien, Identifizierung und Begründung von Abweichungen,

Modifikation vorhandener Leitlinien gemäß den

Bedingungen der ambulanten Praxis

- Entwicklung und Anwendung praktikabler Problemlösungen

- Überprüfung der Ergebnisse angewandter Problemlösungen

- Patientenzufriedenheit als übergeordnetes Ziel.

Arbeitsweise und Methodik

Qualitätszirkel bestehen aus einem festen Teilnehmerkreis.

Die Teilnahme ist in der Regel freiwillig. Ca. 5 - 20 TeilnehmerInnen

schließen sich zu einem Qualitätszirkel zusammen.

Ein Qualitätszirkel arbeitet:

- themenkonzentriert

- kontinuierlich

- unterstützt durch einen geschulten Moderator

- mit Einsatz technischer Hilfsmittel und Moderations-Methoden

- mit externer Hilfe (Experten, Leitlinien)

- mit abschließender Selbstbewertung

Aufgrund von Erfahrungen erscheint eine Qualitätszirkelsitzung

von zwei Sunden sinnvoll; ein Qualitätszirkel sollte mindestens

viermal im Jahr zusammenkommen.

Dokumentation

Die Dokumentation wird mit einem dafür vorgesehenen Dokumentationsbogen

(weiß) vorgenommen. Dieser Bogen

wird an aqua, Institut für angewandte Qualitätsförderung

und Forschung im Gesundheitswesen in Göttingen, gesendet.

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


Dieses Institut wurde von der KVSH mit der wissenschaftlichen

Begleitung der Qualitätszirkelarbeit beauftragt.

Evaluation

Die Evaluation der Arbeitsergebnisse ist essentielle Bedingung

für die Effizienz von Qualitätszirkeln. Analysiert und bewertet

werden soll, ob und inwieweit die mit den Qualitätszirkeln

verfolgten Ziele erreicht wurden – bzw. warum dies

nicht der Fall war. Drei Aspekte sollten überprüft werden:

- Arbeitsweise des Qualitätszirkels

- Verbesserung der Qualität in Diagnostik und Therapie

- Fortbildungseffekt.

Anerkennung

Auf Antrag werden Qualitätszirkel durch die KVSH schriftlich

anerkannt bei:

- Leitung des Qualitätszirkels durch eine/n von der KVSH geschulten

ModeratorIn

- Teilnahme des Moderators an der vertragsärztlichen Versorgung

in Schleswig-Holstein

- Nennung eines Themenschwerpunktes

- Angabe der Zusammensetzung

- Dokumentation gegenüber der KVSH oder einer von ihr

beauftragten Stelle

- Durchführung der Qualitätszirkel in SH.

Abweichend hiervon ist eine Anerkennung im Einzelfall durch

den Qualitätssicherungsbeauftragten der KVSH möglich.

Die KVSH bietet folgende Seminare an:

- Moderatorentraining

- Erfahrungsaustausch der Moderatoren

- Supervision

- Auffrischung Moderatorentraining.

Förderung

Der Vorstand der KVSH unterstützt anerkannte Qualitätszirkel

ausdrücklich, u. a. mit folgenden Maßnahmen:

- Bekanntmachung des QZ-Angebotes

- Gewinnung und Unterstützung von Moderatoren

- Organisatorische Vorbereitung und Begleitung der Qualitätszirkelseminare

- Koordinierung verschiedener Qualitätszirkel

- Je nach Bedarf Vermittlung von Experten

- Bereitstellung von Räumen, Material und Kommunikationsmöglichkeiten

- Publikationen im NORDLICHT.

Jedes dokumentierte Treffen eines Qualitätszirkels wird mit

einer pauschalen Aufwandsentschädigung von 77 Euro für

den Moderator honoriert. Dieser Betrag gelangt zur Anweisung,

wenn der Anforderungsbogen (grün) zusammen mit der

Anwesenheitsliste eingereicht wurde. Dieser grüne Bogen ist

relativ zeitnah nach dem Treffen bei der KVSH einzureichen.

Eine rückwirkende Honorierung ist nur über einen Zeitraum

von drei Monaten nach dem jeweiligen Treffen möglich.

Der Vorstand prüft im Einzelnen inwieweit weitere Unterstützung

möglich ist.

SERVICE 43

Moderatoren

Für die Anerkennung zum Moderator ist die Teilnahme an

einem von der KVSH durchgeführten bzw. einem von der

KVSH anerkannten Moderatorentraining Voraussetzung. Der

Einsatz eines Co-Moderators ist wünschenswert. Die KVSH

bietet entsprechende Seminare an.

Datenschutz

Bei der Arbeit in Qualitätszirkeln sind die Bestimmungen

über den Schutz der Patientendaten und die ärztliche Schweigepflicht

zu beachten. Über Arzt- bzw. Patientendaten haben

die Beteiligten Stillschweigen zu wahren.

Unabhängigkeit

Die inhaltliche Qualitätszirkelarbeit ist unabhängig und von

kommerziellen und werbenden Interessen Dritter frei.

Bad Segeberg, den 02. Dezember 2003

DER VORSTAND DER KVSH

Geändert durch Vorstandsbeschluss vom 02.03.04 (Anerkennung

durch QS-Beauftragten)

REGINA STEFFEN, KVSH

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


44 ADRESSEN

ADRESSEN DER

QUALITÄTSZIRKEL

(die einer Veröffentlichung zugestimmt haben).

KREIS DITHMARSCHEN

Diabetischer QZ; Dr. med. Gunter Fangerau

Hindenburgstr. 16, 25704 Meldorf ............................04832 - 90 40 ............04832 - 904 20 ........................praxisdr.fangerau@t-online.de

Gynäkologischer QZ Dithmarschen; Dr. med. Heinz Petersen

Österstr. 6, 25704 Meldorf ..........................................04832 - 88 44 ............04832 - 24 27..................................dres.petersen@t-online.de

Kompetenzzentrum Gesundheit; Dr. med. Christian Schöning

Goethestraße 24b, 25541 Brunsbüttel ............................................................ ....................................................................................................

QZ Heide; Dr. med. Dipl.-Ing. Dieter Helmut Kuntze

Bahnhofstraße 1c, 25746 Heide ................................0481 - 891 15 ............0481 - 891 16 ....................................kuntze.roos@freenet.de

Qualitätszirkel HNO; Dr. Eberhard Schauwienold

Friedrichstr. 44, 25746 Heide ....................................0481 - 643 07 ............0481 - 610 35 ................................schauwienold@t-online.de

QZ Versorgungszentrum, Dr. med. Diego Lopez Gamarra

Delbrückstr. 2, 25541 Brunsbüttel ..............................04852 - 922 71 ..........04852 - 922 72..........................................LopezG@t-online.de

QZ QM-Handbuch, Dr. med. Diego Lopez Gamarra

Delbrückstr. 2, 25541 Brunsbüttel ..............................04852 - 922 71 ..........04852 - 922 72..........................................LopezG@t-online.de

DIABETES-ARBEITSKREIS

Dr. med. Wolfgang Kölbel

Woldsenstraße 3, 25813 Husum ................................04841 - 897 70 .......... ....................................................................................................

STADT FLENSBURG

Arbeitskreis Psychosomatik und Psychotherapie Flensburg; Margarete Malzer-Gertz

Große Straße 18, 24937 Flensburg ............................0461 - 182 84 47 ......0461 - 480 83 02 ..........................................schlieker@foni.net

........................................................................................0461 - 909 03 50 ......0461 - 909 03 52 ............................margaretemalzer@gmx.de

Diabetes Arbeitskreis/QZ-Flensburg, Dr. med. Robert Winkler

Süderhofenden 12, 24937 Flensburg ........................0461 - 257 25 ............0461 - 18 21 90 ....................................dr.-r-winkler-@foni.net

Essstörungen FADER, Margarete Malzer-Gertz

Große Str. 18, 24937 Flensburg ..................................0461 - 909 03 50 ........0461 - 909 03 52....................................malzer-gertz@foni.net

Gastroenterologischer Arbeitskreis Nord mit QZ Gastroenterologie, Dr. med. Wulf Staemmler

Ev.-luth. Diakonissenanstalt, 24939 Flensburg ........0461 - 812 01 ............0461 - 812 13 49 ............................ staemmlerwu@diakofl.de

Kinderärzte Flensburg, Dr. med. Helmut Outzen junior

Bismarckstr. 72, 24943 Flensburg ............................0461 - 120 47............0461 - 132 30........................................outzenfl@t-online.de

Kinderärzte-Sonographie SH, Dr. med. Helmut Outzen junior

Bismarckstr. 72, 24943 Flensburg ..............................0461 - 120 47 ............0461 - 132 30 ..........................................outzenfl@t-online.de

QZ Akupunktur, Dr. med. Tim Zidorn

Marrensdamm 12 a , 24944 Flensburg........................0461 - 360 38 ............0461 - 360 86 ............................................dr-zidorn@foni.net

QZ Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik, Dr. med. Frank Steinhoff

Friedrich-Ebert-Str. 22-24, 24937 Flensburg ..............0461 - 18 13 53 ..........0461 - 252 17 ....................................frank.steinhoff@web.de

Strahlentherapie in Schleswig-Holstein Dr. med. Hans-Jürgen Brodersen

Waldstr. 17, 24939 Flensburg ....................................0461 - 816 24 42 ........0461 - 816 20 18 ..................strahlentherapie-nord@gmx.de

Urolog. Onkologischer QZ (FL, SL, NF), Dr. med. Dietrich Sauerland

Birkenhof 75, 24944 Flensburg ..................................0461 - 31 19 50 ..........0461 - 31 03 95 ......................................acerland@t-online.de

QZ Interdisziplinäre Psychosomatik, Dipl.-Psych. Fritz Bothe

Helledal 9, 24975 Rüllschau ......................................04634 - 93 10 00 ........04634 - 93 10 01..................................fritz.bothe@t-online.de

Sexualforschung u. Psychotherapie, Dipl.-Psych. Martina Gaschae

Kompagniestr. 9, 24937 Flensburg ..............................0461 - 263 78 ............0461 - 182 42 69............................................gaschae@foni.net

HNO-Qualitätszirkel Flensburg, Dr. med. Helmut Oehne

Nikolaikirchhof 5, 24937 Flensburg ............................0461 - 247 49 ............0461 - 220 12 ..............................................................................

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


ADRESSEN

QZ Orthopädie, Dr. med. Tim Zidorn

Marrensdamm 12a, 24944 Flensburg ........................0461 - 360 38 ............0461 - 360 86 ..........................................dr-zidorn@foni.net

DIABETES-ARBEITSKREIS

Dr. med. Robert Winkler

Süderhofenden 12, 24937 Flensburg ........................0461 - 257 25 ............ ....................................................................................................

HERZOGTUM LAUENBURG

QZ Depression, Dr. med. Monika Schliffke

Dechower Weg 4, 23909 Ratzeburg ............................04541 - 358 5 ............04541 - 843 91 ....................................mschliffke@t-online.de

QZ Hohegeest (Allgemeinmed./Pneumologisch), Dr. med. Wolfgang Zachgo

Norderstr. 12, 21501 Geesthacht ................................04152 - 73061............04152 - 81865 ................................info@mikloweit-zachgo.de

QZ Schmerztherapie, Dr. med. Monika Schliffke

Dechower Weg 4, 23909 Ratzeburg ............................04541 - 358 5 ............04541 - 843 91 ....................................mschliffke@t-online.de

DIABETES-ARBEITSKREIS

Dr. med. Manfred Blauth

Bauhof 2, 23879 Mölln ................................................04542 - 836 600 ........ ....................................................................................................

STADT KIEL

QZ Akupunktur, Dr. med. Hans-Ulrich Hecker

Segeberger Landstr. 81, 24145 Kiel..............................0431 - 711 166 ..........0431 - 714 718 ..............................................www.go3docs.de

QZ Akupunktur, Dr. med. Diana Layton-Jessen

Feldstraße 77, 24105 Kiel..............................................0431 - 802 293 ..........0431 - 895 06 74 ........................................................................

Allgemeinmed. QZ Kiel Mitte, Dr. med. Ursula Hiedl

Zastrowstr. 44, 24114 Kiel ..........................................0431 - 189 44 ............0431 - 189 19 ..............................................................................

Art. Hypertonie u. Folgeerkrankungen, Dr. med. Michael Wittwer

Sedanstr. 16 a, 24116 Kiel ..........................................0431 - 850 41 ............0431 - 805 456 ..........................................wittwer@nc-kiel.de

Dermatologischer QZ Kiel , Dr. med. Stephanie Denzer-Fuerst

Herzog-Friedrich-Str. 21, 24103 Kiel ..........................0431 - 672 088 ..........0431 - 634 50 ........praxis-drdenzer-drkietzmann@t-online.de

Dermatologentreff, Dr. med. Harald Brüning

Holtenauer Str. 114 a, 24105 Kiel ..............................0431 - 726 064 ..........0431 - 722 010 ..........................................................................

QZ Frauengesundheit, Dr. med. Karin Bucher

Schönberger Str. 72 - 74, 24148 Kiel ..........................0431 - 747 79 ............0431 - 747 77 ..............................................................................

Die niedergelassenen Nervenärzte Kiels, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Dr. med. Peter Horstmann

Elisabethstr. 68, 24143 Kiel ........................................0431 - 562 782 ..........0431 - 579 624 1 ..................................drhorstmann@cs.com

Doris Scharrel

Eichkoppelweg 74, 24119 Kronshagen ......................0431 - 544 058 ..........0431 - 548 163 ............................................................................

Gynäkologischer QZ in Kiel, Rainer-Gerald Schilling

Holtenauer Str. 77, 24105 Kiel ....................................0431 - 563 031 ..........0431 - 561 523 ..................................rainer.schilling@web.de

Gyn - Kiel I, Dr. med. Heiko Giesel

Knooper Weg 4, 24103 Kiel ........................................0431 - 337 103 ..........0431 - 300 288 ..................................heiko.giesel@t-online.de

Hexentreffen, Angelika Besch-Reese

Eckernförder Str. 403, 24107 Kiel .................................................................... ....................................................................................................

HNO-Ärzte in Kiel, Dr. med. Jörg-Andreas Löffler

Holtenauer Straße 270, 24106 Kiel ............................0431 - 339 70 ............0431-339 712 2 ..........................................................................

Integrative Medizin, Dr. Ute Heinzow-Schlegelberger

Blücherplatz 11, 24105 Kiel ........................................0431 - 872 05 ............0431 - 802 274 ............................schlegelberger@t-online.de

Kardiologie Kiel / Kreis Plön, Prof. Dr. med. Eike Hoberg

Compass-Reha-Centrum, 24149 Kiel ........................0431 - 209 040 8 ........0431 - 209 041 9 ..........................compass-reha@t-online.de

Katathym imaginative Psychotherapie, Dr. med. Marie-Luise Crayen

Düvelsbeker Weg 47, 24106 Kiel ................................0431 - 556 665 ..........0431 - 557 897 5 ........................................................................

Kieler Gynäkologen, Dr. med. Ioannis Dellios

Wulfsbrook 18, 24113 Kiel ..........................................0431 - 681 234 ..........0431 - 681 239 ........................................j.dellios@t-online.de

Nephrologischer QZ, Dr. med. Michael Wittwer

Holtenauer Str. 129, 24118 Kiel ..................................0431 - 850 41 ............0431 - 805 456 ..........................dialyse-hdz-kiel@t-online.de

Psychotherapie u. Berufspolitik, Dr. med. Marie-Luise Crayen

Düvelsbeker Weg 47, 24106 Kiel ................................0431 - 556 665 ..........0431 - 557 897 5 ........................................................................

QZ Homöopathie Kiel, Dr. med. Ottoni Habura-Flüh

Holstenstr. 69-71, 24103 Kiel ......................................0431 - 919 50 ............ ....................................................................................................

QZ Onkologie, Prof. Dr. med. Frank Gieseler, Klinik für Allgemeine Innere Medizin,

Universitätsklinikum Kiel, 24105 Kiel ........................0431 - 597 146 4 ........0431 - 597 127 2 (Sekr.) ..............sekretariat-gieseler@web.de

........................................................................................0431 - 597 124 8 ...... ....................................................................................................

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

45


46 ADRESSEN

QZ Psychotherapie, Dr. med. Angelica Uhde

Niemannsweg 41, 24105 Kiel ......................................0431 - 56 01 96 60 ....0431 - 64 37 48 ..........................................................................

Sexualforschung u. Psychotherapie, Dr. med. Maria Oehlen

Arndtplatz 6, 24116 Kiel ..................................................0431 - 149 00 02 ..........0431 - 369 91 71 ..............................................................................

Supervisiongruppe im Rahmen der NGaT, Gisela Wilde

Kirchhofsallee 1, 24214 Gettorf ......................................04346 - 41 35 00 ..........04346 - 60 24 69 ....................................gisela.wilde@kielnet.net

Tiefenpsychologisch orientierte Intervisionsgruppe im Rahmen der NGaT; Dr. med. Dorothea Tente

Holtenauer Str. 276; 24106 Kiel ......................................0431 - 33 58 90 (AB) ............................................................................d.tente@t-online.de

Überregionale Supervisionsgruppe RD-NMS-KI; Dipl.-Psych. Dr. phil. Ernst-Eckart Korth

Dorfstr. 18; 24220 Flintbek ..............................................04347 - 70 90 88 ..........04347 - 70 90 89 ................................................korth@t-online.de

DIABETES-ARBEITSKREISE

Michael Huber

Jütlandring 2; 24109 Kiel ..................................................0431 - 52 20 11 .......... ..........................................................................................................

Dr. med. Helmut Kleinwechter

Alter Markt 11; 24103 Kiel ................................................0431 - 958 07 .............. ..........................................................................................................

Dr. med. Gustav Meinke

Feldstraße 125; 24105 Kiel ................................................0431 - 80 68 06 .......... ..........................................................................................................

Matthias Seusing

Dr. med. Rosemarie Idelberger

Rüsterstraße 33; 24146 Kiel ..............................................0431 - 78 11 13 .......... ..........................................................................................................

STADT LÜBECK

Akupunktur / TCM Lübeck 1, Dr. med. Claus Maschler

Moislinger Allee 2, 23558 Lübeck ....................................0451 - 86 57 60 ............0451 - 86 10 12 ................................................................................

Akupunktur II, Dr. med. Frank Niebuhr

Mühlenstr. 70, 23552 Lübeck ........................................0451 - 773 43 ..............0451 - 79 48 35 ..........................................info@niebuhr-ruser.de

Allgemeinmedizin Marli, Dr. med. Mario Bartsch

Roonstr. 3, 23566 Lübeck ..................................................0451 - 631 82 ..............0451 - 610 14 88 ..........................................dr.m.bartsch@gmx.de

Augenärztlicher QZ Schleswig-Holstein, Dr. med. Helmut Machemer

Königstr. 123-125, 23552 Lübeck......................................0451 - 751 41 ..............0451 - 751 17 ..............................helmut.machemer@t-online.de

QZ Geriatrie (Geriatrie-Team-Lübeck), Dr. med. Michael Grosse

Musterbahn 5 a, 23552 Lübeck ........................................0451 - 763 99 ..............0451 - 763 69 ....................................................................................

Hausärztlicher QZ Lübeck, Prof. h. c. Dr. med. Jens-Martin Träder

Peter-Monnik-Weg 3, 23562 Lübeck ..............................0451 - 50 18 16 ............0451 - 50 35 73 ..............................................traeder@tekmed.de

Interdisziplinärer onkologischer QZ Lübeck, Dr. med. Andreas Turzynski

Pferdemarkt 12, 23552 Lübeck ........................................0451 - 785 11 ..............0451 - 730 32 ..............................................turzynski@debitel.net

Lübecker Dermatologen, Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Jürgen Kreusch

Moislinger Allee 95, 23558 Lübeck ................................0451 - 815 51 ..............0451 - 815 51 ................................................j.kreusch@derma.de

Orthopädisch-radiologischer QZ, Dr. med. Christian Hauschild

Steinrader Weg 2, 23558 Lübeck ....................................0451 - 433 73 .............. ........................................................orthopaede_luebeck@web.de

Niedergelassene PsychoanalytikerInnen und PsychotherapeutInnen Lübeck, Dr. med. Hannes Kuhn

Uhlandtstr. 26 a, 235564 Lübeck ....................................0451 - 79 60 68 ............ ............................................................................kuhn_hl@gmx.de

Psychotherapie, Dr. med. Bern Carriere

Weberkoppel 70, 23562 Lübeck ......................................0451 - 59 66 02 ............ ..........................................................................................................

Psychotherapie Lübeck, Dr. med. Elke Richter-Popp

Lange Reihe 9, 23568 Lübeck ..........................................0451 - 350 10 ..............0451 - 62 48 96 ......................................dr.richter-popp@web.de

QZ Gyn HL, Dr. med. Bernd-Otfried Schulz

Heiligen-Geist-Kamp 4, 23568 Lübeck ..........................0451 - 666 13 ..............0451 - 62 29 65 ................................................................................

QZ Homöopathie Lübeck, Dr. med. Michael Hoffmann

Marlistr. 101, 23566 Lübeck ............................................0451 - 669 67 ..............0451 - 611 05 19 ..............................................................................

QZ Kinder- u. Jugendärzte Lübeck und Umgebung, Dr. med. Rudolf Hoehne

Neuhofer Strasse 18, 23858 Reinfeld ..............................04533 - 45 20 ..............04533 - 57 29 ............................dr.rudolf.hoehne@onlinemed.de

QZ Kücknitzer Ärzte, Dr. med. Heinrich Brandt

Westpreußenring 35, 23569 Lübeck ..............................0451 - 30 14 44 ............0451 - 384 67 84 ..............................info@medizin-kuecknitz.de

..................................................................................................................................................................................http://www.medizin-kuecknitz.de

QZ Osteoporose in Lübeck, Dr. med. Christian Hauschild

Steinrader Weg 2, 23558 Lübeck ....................................0451 - 433 73 .............. ........................................................orthopaede_luebeck@web.de

QZ Palliativmedizin, Dr. med. Dietmar Kissinger-Moritz

Fegefeuer 12 - 14, 23552 Lübeck ....................................0451 - 396 88 00 ........0451 - 396 88 01 ........................d.kissinger-moritz@t-online.de

Zirkel Lübecker Chirurgen, Dr. med. Jochen Hartmann

Königstr. 17, 23552 Lübeck ..............................................0451 - 740 67 ..............0451 - 704 813 ....................................u.j.hartmann@t-online.de

QZ Herz-Kreislauf-Lübeck , Dr. med. Robert Schulz

Niendorfer Str. 50-56, 23560 Lübeck ..............................0451 - 80 50 50 ............0451 - 809 26 68 ..........................Dr.Robert-Schulz@t-online.de

QZ Qualitätsbesserung in der Dermatologischen Praxis, Dr. med. Werner Behrens

Dr.-Julius-Leber-Str. 13, 23552 Lübeck ......................0451-775 35 ..............0451-798 24 12 ......................................w.behrens@derma.de

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


ADRESSEN

Interdisziplinärer QZ MUKI, Dr. Dr. med. Barbara Viehmann

Hansestr. 43 a, 23558 Lübeck ..................................0451 - 899 32 72 ........0451 - 899 32 74 ........................................................................

Urologischer QZ Lübeck, Dr. med. Christian Höppner

Schüsselbuden 10-12, 23552 Lübeck ......................0451-777 92 ..............0451-739 02 ................................................................................

DIABETES ARBEITSKREIS

Dr. med. Christoph Steen

Moislinger Mühlenweg 60, 23560 Lübeck ....................0451 - 801 111 .......... ....................................................................................................

STADT NEUMÜNSTER

Arbeitskreis Psychotherapie Neumünster, Dipl.-Psych. Christine Dickenhorst-Grittner

Schubertstr. 13, 24534 Neumünster ..........................04321 - 40 38 92 ........04321 - 40 39 92 ................dickenhorst-grittner@t-online.de

Neumünster 99, Dr. med. Karl-Friedrich Gruenewald

Rendsburger Str. 33, 24534 Neumünster ..................04321 - 160 38 ..........04321 - 165 94 ............................................................................

Psychotherapie-Neumünster Zentrum, Dipl.-Psych. Torsten Schaak

Fürsthof 6 , 24534 Neumünster ..................................04321 - 40 01 29 ........04321 - 40 47 92 ........................................................................

QHN (QZ Hausärzte Neumünster), Dr. med. Hans Jewan

Christianstr. 20, 24534 Neumünster ..........................04321 - 444 03 ..........04321 - 474 89 ..................................jewan.hans@t-online.de

AK tiefenpsychol. fundierte PT im Bereich Kiel-NMS, Maren Hofmann

Großflecken 39, 24534 Neumünster ..........................04321 - 40 41 86 ........04321 - 40 41 86 ..........www.psychotherapie-neumuenster.de

QZ Arbeitskreis Psychotherapie Neumünster, Dipl.-Psych. Christine Dickenhorst-Grittner

Schubertstr. 13, 24534 Neumünster................................04321 - 40 38 92..........04321 - 40 39 92 ....................dickenhorst-grittner@t-online.de

DIABETES ARBEITSKREIS

Dr. med. Hans Jewan

Christianstraße 20, 24534 Neumünster ....................04321 - 444 03 ..........04321 - 4 74 89 ....................................jewan.hans@t-online.de

KREIS NORDFRIESLAND

Akupunktur in Nordfriesland, Dr. med. Christine Haberkorn

Suederstr. 5, 25821 Bredstedt ......................................04671 - 33 57 ............04671 - 63 71 ..............................................habko@freenet.de

Allgemeinärztlicher QZ auf Sylt, Dr. med. Angelika Eccius

Neue Str. 3, 25980 Westerland ........................................................................ ....................................................................................................

Eiderstedter Ärzte, Dr. med. Frauke Mehret

Johann-Adolf-Str. 25, 25832 Tönning ........................04861 - 228................04861 - 69 00 94 ........................................................................

Interdisziplinärer QZ in Nordfriesland, Dr. med. Wolfgang Kölbel

Woldsenstraße 3, 25813 Husum ................................04841 - 897 70 ..........04841 - 89 77 26 ..................w.koelbelmildstedt@t-online.de

Interdisziplinärer QZ palliativmed. Problem- u. Notfälle, Ralf Büchner

Am Bahnhof 14, 25294 Klanxbüll ..............................04668 - 211................04668 - 212............................................ralf.buechner@dgn.de

QZ Föhr, Helmut Marczinkowski

Schulweg 3, 25938 Midlum ........................................04681 - 4555..............04861 - 45 23..............................marczinkowski@inselarzt.de

QZ Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, Ingke Ketels-Dammann

Eiderstedter Ring 28, 25836 Garding ........................04862 - 171 70 ..........04862 - 10 26 37 ........................................................................

QZ-Kinderärzte Westküste, Dr. med. Hartwig Johannsen

Norderstrasse 50, 25813 Husum ................................04841 - 30 22 ............04841 - 87 01 23 ........................................................................

DIABETES ARBEITSKREIS

Dr. med. Wolfgang Kölbel

Woldsenstraße 3, 25813 Husum ................................04841 - 897 70 .......... ....................................................................................................

KREIS OSTHOLSTEIN

Hausärztlicher QZ Eutin/Malente, Dr. med. Hannelore Wächtler

Dorfstr. 27, 23701 Eutin ..............................................04521 - 715 26 ..........04521 - 715 35 ..........................hannelore.waechtler@dgn.de

Intervisionsgruppe Malente, Gisela Wilde

Kirchhofsallee 1, 24214 Gettorf ..................................04346 - 41 35 00 ........04346 - 60 24 69 ................................gisela.wilde@kielnet.net

Manuelle Therapiekonzepte in der ärztlichen Praxis, Dr. med. Ulrich Siemssen

Lübecker Str. 52, 23611 Bad Schwartau ....................0451 - 234 34 ............ ....................................................................................................

Neustädter Hausärzte, Dr. med. Uwe Bartels

Waschgrabenstr. 8 - 10, 23730 Neustadt ..................04561 - 43 06 ............04561 - 161 17 ............................................udrbartels.aol.com

Rheumatologischer Arbeitskreis, Dr. med. Harald Markus

Fegefeuer 12-14, 23552 Lübeck ..................................0451 - 397 36 31 ........0451 - 396 88 02 ........................................................................

QZ Hausärztliche Versorgung, Dr. med. Uwe Schewe

Bgm.-Lafrenz-Str. 4, 23769 Burg/Fehmarn (Klinik) ......04371 - 50 41 40 ........04371 - 50 41 64 ..................schewe@ostholstein-kliniken.de

............................................................................................................................04371 - 96 98 (privat)..................dr.uwe.schewe@t-online.de

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. med. Götz-Michael Ahrens

Schuhstraße 22, 23758 Oldenburg ............................04361 - 40 05 ............ ....................................................................................................

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

47


48 ADRESSEN

Dr. med. Arnd Schreckenberg

Bahnhofstr. 37-39, 23714 Bad Malente ......................04523 - 44 22 ............04523 - 59 05 ..............................................................................

KREIS PINNEBERG

Interdisziplinäre Arbeit in der ambulanten Medizin der Qualitätsgemeinschaft Medizin Pinneberg (QMP), Dr. med. Ulrike Kittner

Exerzierplatz 14, 24103 Kiel

QZ Akupunktur in Wedel, Dr. med. Joachim Decker

Bahnhofstr. 36 A, 22880 Wedel ....................................04103 - 38 23 ............04103 - 56 91 ..............................................................................

QZ Allgemeinmedizin im Kreis Pinneberg, Dr. med. Sara Elasari-Gruß

Kreuzmoor 8a, 25436 Uetersen ..................................04122 - 70 20 ............04122 - 29 72 ..................................dr.saraelasari@t-online.de

QZ Suchttherapie, STZ-Drogenberatung Elmshorn - Frau Minde

Mühlendamm 17, 25337 Elmshorn ............................04121 - 409 10 ..........04121 - 40 91 40 ....................stz-elmshorn@therapiehilfe.de

QZ Überregionales Brustkrebsmanagement, Dr. med. Kurt Meyerhoff

Bahnhofstraße 29 - 31, 25421 Pinneberg....................04101 - 541 80 ..........04101 - 54 18 29 ..........................................................................

Kinderanästhesie in der Zahnheilkunde, Dr. med. Harald Heinemann

Hattsmoor 32, 22417 Hamburg ..................................0179 - 706 91 43 ........040 - 53 04 80 15 ........................................................................

Orthopädischer Qualitätszirkel Pinneberg, Dr. med. Frank Stalling

Am Markt 3, 25436 Uetersen ......................................04122 - 20 43 ............04122 - 20 44................................................F.Stalling@gmx.de

QZ Der chronische Schmerz, Dr. med. Joachim Decker

Bahnhofstraße 36a, 22880 Wedel ................................04103 - 38 23 ............04103 - 56 91 ..............................................................................

DIABETES-ARBEITSKREIS

Dr. med. Bernd Thormählen

Schulstraße 46-50, 25335 Elmshorn ..........................04121 - 26 22 22 ...... ....................................................................................................

Schulungsgemeinschaft Südholstein, Dr. med. Dimitra Margaritidou-Weber

Feldbehnstr. 4 a, 25451 Quickborn ............................04106 - 20 84 ............04106 - 62 14 57 ..........................DresDMWeber@t-online.de

KREIS PLÖN

Frauen & Psychotherapie, Dipl.-Psych. Antje Doll

Lohmühlenweg 79 c, 24211 Preetz ............................04342 - 16 17 ............04342 - 25 14 ........................................antje.doll@kielnet.net

Hausärztlicher QZ Preetz, Klaus-Alfred Ronneberger

Bahnhofstr. 25, 24211 Preetz ......................................04342 - 716 16 ..........04342 - 716 18 ......................ronneberger@newyorkcity.com

Psychotherapie Kiel/Raisdorf, Dipl.-Psych. Jörg-U. Schlender

Bahnhofstr. 26, 24223 Raisdorf ..................................04307 - 70 30 ............04307 - 81 04 82 ......................praxis-schlender@t-online.de

QZ Homöopathie Plön, Dr. med. Ottoni Habura-Flüh

Holstenstr. 69-71, 24103 Kiel ......................................0431 - 919 50 ............ ....................................................................................................

QZ Psychotherapie Kreis Plön, Dr. med. Peter Hollmann

Löptiner Str. 21, 24211 Preetz ......................................04342 - 71 98 72 ........ ....................................................................................................

Diabetes Qualitätszirkel Laboe, Dr. Hege Kjos-Poetsch

Hafenstr. 2, 24235 Laboe ............................................04343 - 13 00 ............04343 - 13 80 ..............................................................................

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. med. Wolfram Pelz

Markt 19, 24211 Preetz ................................................04342 - 10 20 ............ ....................................................................................................

Dr. Hege Kjos-Poetsch

Hafenstr. 2, 24235 Laboe ............................................04343 - 13 00 ............ ....................................................................................................

Kai Hochmann

Lütjenburger Str. 7, 24306 Plön ..................................04522 - 27 27 ............04522 - 27 33 ..............................................................................

KREIS RENDSBURG-ECKERNFÖRDE

Allgemeinärztlicher QZ in Rendsburg, Holger Elbing

Lornsenstr. 18, 24768 Rendsburg.................................................................... ....................................................................................................

Differentielle (Verhaltenstherapie-Tiefenpsychologie) psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung, Gerhard Leinz

Wilhelm-Stabe-Str. 4, 24582 Wattenbek ....................04322 - 66 97 ............04322 - 69 11 26 ........................................................................

Hausärztliche Medizin - heute und morgen, Wolfgang Müller-Wellensiek

Rendsburger Str. 18, 24340 Eckernförde ....................04351 - 33 36 ............04351 - 64 08 ..........................................muelwel@t-online.de

HNO-Zirkel (Preetz-Kiel-NMS-RD), Dr. med. Juergen Kleeberg

Am Grünen Kranz 2, 24768 Rendsburg ......................04331 - 775 12 ..........04331 - 723 45 ............................................................................

KJPP - QZ kinder- u. jugendpsychiatrischer/-psychotherapeutischer QZ, Dr. med. Ingrid Johannsen

Parkallee 10 C, 24782 Büdelsdorf ..............................04331 - 303 63 ..........04331 - 304 88 ................................ingrid.johannsen@dgn.de

Pädiatrie (Kinderärztlicher QZ), Dr. med. Peter Schröder

Hohenwestedter Str. 28, 24589 Nortorf ......................04392 - 44 02 ............04392 - 84 03 23 ....................dr.peter.schroeder@t-online.de

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


ADRESSEN

Pharmakotherapie, Michael Sturm

Hohe Str. 26, 24806 Hohn ............................................04335 - 927 40 ..........04335 - 92 74 44..................................michael.sturm@mqr.de

Psycho-Netz Rendsburg, Gisela Wilde

Kirchhofsallee 1, 24214 Gettorf ..................................04346 - 41 35 00 ........04346 - 60 24 69 ................................gisela.wilde@kielnet.net

QZ ambulanter Neurochirurgen SH, Dr. med. Jochen Leifeld

Eckernförder Str. 48-52, 24768 Rendsburg ....................04331 - 78 10 00 ........04331 - 78 10 01 ........................................................................

QZ Asthmaschulung, Dr. med. Peter Schröder

Hohenwestedter Str. 28, 24589 Nortorf ......................04392 - 44 02 ............04392 - 84 03 23 ....................dr.peter.schroeder@t-online.de

QZ Rendsburger Schmerzkonferenz, Dr. med. Jochen Leifeld

Eckernförder Str. 48-52, 24768 Rendsburg ....................04331 - 78 10 00 ........04331 - 78 10 01 ........................................................................

QZ-Psychotherapie-Eckernförde, Dipl.-Psych. Theodor Schneider

Wischkamper Bogen 2, 24229 Schwedeneck ....................04308 - 696................04308 - 18 27 49 ..........................theoschneider@t-online.de

Interdisziplinärer QZ, Rainer Maack

Herrenstr. 8 a, 24214 Gettorf ....................................04346 - 50 33 ............04346-50 34 ................................................ramaget@gmx.de

QZ Praxisverbund am Ochsenkopf, Harm Piening

Ochsenkopf 12, 24340 Eckernförde ............................04351 - 71 23 06 ........04351 - 71 23 08 ........................................................................

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. med. Falk Buettner

Wulfsteert 30, 24340 Eckernförde ..............................04351 - 40 04 ............ ....................................................................................................

Dr. med. Ulf Ratje

Prinzenstraße 5, 24340 Eckernförde ..........................04351 - 813 19 .......... ....................................................................................................

Dr. med. Jens Carstens

Hauptstraße 12a, 24251 Osdorf ..................................04346 - 89 91 ............ ....................................................................................................

Carl Culemeyer

Bergstraße 17, 24358 Ascheffel ..................................04353 - 95 95 ............ ....................................................................................................

Holger Elbing

Lornsenstraße 18, 24768 Eckernförde ........................04331 - 759 73/78 97 70 ................................................................................................

Dr. med. Dieter Mühlhoff

Klein-Nordseer-Str. 5, 24242 Felde ............................04340 - 10 11 ............ ....................................................................................................

KREIS SCHLESWIG-FLENSBURG

FAEST - Flensburger Amb. Adipositas Esssucht Therapiekonzept, Martina Schellbach

Flensburger Str. 4a, 24975 Husby ..............................04634 - 14 90 ............04634 - 93 05 07 ..................martina.schellbach@t-online.de

Nervenärztlicher QZ, Dr. med. Dietrich Buske

Plessenstr. 13, 24837 Schleswig ..................................04621 - 227 26 ..........04621 - 270 40 ............................................................................

Psychotherapie Praxisnetz Schleswig, Dr. med. Mechthild Hauck

Lutherstr. 12a, 24837 Schleswig ................................04621 - 224 28 .......... ....................................................................................................

Psychotherapie - Psychosomatik, Dr. med. Karl-Heinz Reger

Stadtweg 9, 24837 Schleswig ......................................04621 - 201 11 .......... ....................................................................................................

QZ - GHMS, Horst Ehmsen

Hauptstrasse 50, 24994 Medelby ..............................04605 - 760................04605 - 946 ............................................ehmsen@t-online.de

QZ Kappeln, Martin Hauß

Schleswiger Str. 3, 24376 Kappeln ..............................04642 - 22 34 ............ ....................................................................................................

Schleswig-Husumer Schmerzkonsilium, Dr. med. Harald Lucius

Postfach 1309, 24823 Schleswig ..................................04621 - 83 11 20 ........04621 - 83 48 74 ..............................................hlucius@fksl.de

Tiefenpsychologie, Martina Schellbach

Flensburger Str. 4a, 24975 Husby ..............................04634 - 14 90 ............04634 - 93 05 07 ..................martina.schellbach@t-online.de

QZ Psych.-Akut Hausärzte-Psychotherapeuten-Kooperation, Dipl.-Psych. Fritz Bothe

Helledal 9, 24975 Rüllschau ......................................04634 - 93 10 00 ........04634 - 93 10 01..................................fritz.bothe@t-online.de

QZ Psychotraumatologie, Martina Schellbach

Flensburger Str. 4 a, 24975 Husby ..............................04634 - 14 90 ............04634 - 93 05 07 ................................fritz.bothe@t-online.de

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. med. Holger Hamann

Hauptstraße 20a, 25879 Süderstapel ..........................04883 - 999 10 .......... ....................................................................................................

Dr. med. Carsten Petersen

Lutherstraße 16, 24837 Schleswig ..............................04621 - 243 64 ..........04621 - 202 09 ............................................................................

KREIS SEGEBERG

Interdisziplinärer QZ Osteoporose, Dr. med. Bernd Jurkschat

Hamburger Str. 6, 24558 Henstedt-Ulzburg ............04193 - 912 22 ..........04193 - 940 79 ............................................................................

Orthopädischer QZ Bad Bramstedt, Dr. med. Wolfgang Bankmann

Ochsenzoller Str. 207, 22848 Norderstedt ..................040 - 52 54 01 ............040 - 52 19 33 14 ........................................................................

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005

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50 ADRESSEN

Psychotherapie Bad Segeberg, Sylvia Collier

Hamburger Str. 29, 23795 Bad Segeberg ....................04551 - 96 03 60 ........04551 - 96 03 60 ..........................................................................

QZ Drogensubstitution Kaltenkirchen, Dr. med. Toni Koudmani

Dorfstraße 5 b, 24628 Hartenholm ............................04195 - 13 14 ............04195 - 13 64 ..............................................................................

QZ Drogensubstitution Bad Segeberg, Thomas Michel

Gartenstr. 17, 23795 Bad Segeberg ..............................04551 - 843 58 ..........04551 - 845 41....................................................arzt@ats-sh.de

QZ Integrierte Hörsystemeversorgung, Dr. med. Jan Löhler

Marienbeeck 1, 24576 Bad Bramstedt ......................04192 - 819 27 54 ....04192 - 819 27 56............praxis@kurzarzt-bad-bramstedt.de

QZ Klinik und Praxis, Dr. med. Joyce-Teodora Kupper

Hauptstraße 38, 25469 Halstenbek ................................................................ ....................................................................................................

QZ Bad Bramstedt, Dr. med. Jan Löhler

Marienbeeck 1, 24576 Bad Bramstedt ........................04192 - 819 27 54 ......04192 - 819 27 56 ............praxis@hnoarzt-bad_bramstedt.de

Interdisziplinärer Qualitätszirkel Kaltenkirchen, Dr. med. Carsten Wahn

Brauerstr. 11, 24568 Kaltenkirchen ............................04191 - 95 48 90 ........04191 - 95 53 56 ..........................................................................

Schulungsgemeinschaft Südholstein, Dr. med. Dimitra Margaritidou-Weber

Feldbehnstr. 4 a, 25451 Quickborn ............................04106 - 20 84 ............04106 - 62 14 57 ..........................DresDMWeber@t-online.de

QZ Ärztenetz Uetersen-Tornesch, Dr. med. Sara Elsari-Gruß

Kreuzmoor 8 a, 25436 Uetersen ..................................04122 - 70 29 ............04122 - 29 72 ................................dr.SaraElasari@t-online.de

DIABETES-ARBEITSKREIS

Rosemarie Müller-Mette

Ebereschenweg 2, 22850 Norderstedt ........................040 - 529 28 33 ........ ....................................................................................................

KREIS STEINBURG

FQI, Dr. med. August Palatsik

Dorfstr. 17, 25566 Lägerdorf ........................................04828 - 91 14 ............04828 - 585 ..................................dr.palatsik@onlinehome.de

Gynäkologischer QZ Steinburg, Peter Schelkle

Viktoriastrasse 11, 25524 Itzehoe ..............................04821 - 27 37 ............04821 - 54 09 ..............................................................................

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. Thomas Gaede

Suder Allee 28, 25524 Itzehoe ....................................04821 - 743 23 ..........04821 - 71 74 34 ..........................................................................

KREIS STORMARN

ADS/ ADHS in der Praxis, Dr. med. Lothar Imhof

Wulsdorfer Weg 127, 22926 Ahrensburg ....................04102 - 82 26 36 ........04102 - 82 26 37 ........................................imhof@prosona.de

Arbeitskreis Stormarner Psychotherapeuten, Hannah-Roswitha Wicke

Poststr. 7, 22946 Trittau ..............................................04154 - 81278............ ....................................................................................................

Homöopathie Stormarn, Dr. med. Wolfgang Cohrdes

Rathausplatz 34, 22926 Ahrensburg ........................04102 - 540 07 ..........04102 - 540 30 ............................................................................

Theorie u. Praxis der Psychotherapie für Dozenten in der psychother. Weiterbildung an Ärzte, Dr. med. Gisela Thies

Tegeleck 27, 23843 Bad Oldesloe ................................04531 - 82 17 00 ........04531 - 821 70..........................................giselathies@aol.com

QZ - DSSP / Stormarn, Dr. med. Dietrich Trebe

Salinenstraße 37, 23843 Bad Oldesloe ......................04531 - 861 85 ..........04531 - 88 69 86 ..................................dr.dieter.trebe@web.de

QZ Psychotherapie, Dipl.-Psych. Rainer P. Lang

Buchenweg 2, 23858 Reinfeld ....................................04533 - 613 63 ..........04533 - 611 21........................................rainerlang@rplang.de

QZ ROR, Dr. med. Karl D. Trebe

Salinenstraße 37, 23843 Bad Oldesloe ......................04531 - 861 85 ..........04531 - 88 69 86..................................dr.dieter-trebe@web.de

QZ Innere Medizin, Dr. med. Berend Thorade

Hagener Allee 21, 22926 Ahrensburg ..........................04102 - 57015............04102 - 13 85 ..............................................praxis@thorade.de

Fachärztlich übergreifender QZ (Hausärztlich), Beate Radtke

Rausdorfer Str. 50, 22946 Trittau ................................04154 - 30 77 ............ ....................................................................................................

QZ-KJstorm Stormarner Kinder- u. Jugendärzte, Dr. med. Henning Schloon

Markt 14, 21509 Glinde ................................................040 - 711 22 22 ..........040 - 71 09 55 08 ......................henning-schloon@uminfo.de

Verbesserung d. Psychotherapie, Qualität u.Versorgung in der Region Stormarn, Gundula-Beate Severloh-Sträter

Hindenburgstr. 52, 23843 Bad Oldesloe ....................04531 - 89 69 00 ........04531 - 89 69 00 ..........................................................................

DIABETES ARBEITSKREISE

Dr. med. Eugen Altwicker

Raiffeisenpassage 15, 23858 Reinfeld ........................04533 - 79 10 64 ........04533 - 79 10 66..................................Dr.E.Altwicker@gmx.de

Birgit Löffler-Burmeister

Lohe 4, 22926 Ahrensburg ..........................................04102 - 583 06 ..........04533 - 79 10 66........praxis-richers-burmeister@t-online.de

Nordlicht SONDERHEFT qualitätszirkel | 2005


SERVICE

INTERESSANTE INTERNETSEITEN FÜR IHRE

QUALITÄTSZIRKELARBEIT:

www.kvsh.de

www.kbv.de

www.aeksh.de/

www.pksh.de

www.bäk.de

www.bptk.de

www.aqua-institut.de

www.basisdokumantation.aquainstitut.de

www.g-ba.de/

www.iqwig.de/

www.aezq.de/

www.leitlinien.de

www.q-m-a.de

www.patienten-information.de

www.versorgungsforschung.net

www.medizin-evidenz.de

www.leitlinien-wissen.de

Hier gibt es wichtige Informationen zur Qualitätszirkelarbeit in Schleswig-Holstein.

Kontaktadressen von Qualitätszirkelmoderatoren, Ausbildungsinhalte der Moderatorenschulungen

und diverse Download-Möglichkeiten (Grundsätze des Vorstandes

der KVSH zur Qualitätszirkelarbeit, interessante Vorträge zum Thema, Dokumentationsbögen

und Formulare für die Aufwandsentschädigung).

Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Internetauftritt der Ärztekammer Schleswig-Holstein (aeksh) und der Psychotherapeutenkammer

(pksh) Schleswig-Holstein. Wenn es um Fort- und Weiterbildung

geht, sind Sie hier richtig.

Homepages der Bundesärztekammer und

der Bundespsychotherapeutenkammer.

Homepage von AQUA, Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im

Gesundheitswesen GmbH. Externes Institut, das die Evaluation der Qualitätszirkelarbeit

u. a. in Schleswig-Holstein übernommen hat.

Auf der Seite http://www.basisdokumentation.aqua-institut.de können Moderatorinnen

und Moderatoren aus Schleswig-Holstein seit diesem Jahr die Qualitätszirkel-

Dokumentation auch Online eingeben.

Internetseite des Gemeinsamen Bundesausschusses. Informationen zu Besetzungen,

Aufgaben, Beschlüssen, Richtlinien usw. Ein Newsletter kann abonniert werden.

Brandneue Homepage des seit diesem Jahr existierenden Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit

im Gesundheitswesen. Hier gibt es Publikationen zur Bewertung von

Evidenz-basierten Leitlinien, Nutzenbewertung von Arzneimitteln, Empfehlungen zu

Disease-Management-Programmen und auch Patienteninformationen.

Homepage des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Gemeinsame

Einrichtung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

zur Unterstützung der beiden Institutionen bei ihren Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung

der ärztlichen Berufsausübung.

Die ÄZQ bietet im Internet ausführliche Informationsseiten zu diversen Themen.

Leitlinien-Informations- und Recherche-Dienst des Ärztlichen Zentrums für Qualität

in der Medizin. Im Angebot sind sämtliche Links zu Leitlinien oder Leitlinienanbietern.

Gesucht werden kann nach Leitlinienanbietern oder nach Leitlinienthemen.

Das Informations- und Fortbildungsprogramm für Qualitätsmanagement in der Ambulanten

Versorgung. Hier finden Sie Informationen zur Qualitätszirkelarbeit als ein

Instrument des Qualitätsmanagements.

Patienteninformationsseite der ÄZQ. Qualitätsgeprüfte Behandlungsinformationen

für Patienten und Laien.

Internetplattform zum Thema Versorgungsforschung.

Allgemeiner Informationsdienst zur Evidenz in der Medizin

Online-Fortbildungsprogramm. Gemeinsames Projekt mit der Universität Witten-

Herdeke - hier können Fortbildungspunkte gesammelt werden.

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