Steiermark Report April 2008 - einseitige Ansicht - Kommunikation ...

kommunikation.steiermark.at

Steiermark Report April 2008 - einseitige Ansicht - Kommunikation ...

Foto: © Steiermark Tourismus, Foto: R. Lamm

steiermark

report04-08

www.landespressedienst.steiermark.at

www.medienzentrum.steiermark.at

Verwaltung

Honig als „bittere Pille“ –

umstrittener Spritzmitteleinsatz

gegen Feuerbrand.

Seite 5

Chronik

Aus für Fichten–Monokultur:

Mischwälder halten

den steirischen Wald

gesund.

Seite 7

Kultur

Freizeitparadies für

Kunstsinnige – der

österreichische Skulpturenpark

ist wieder geöffnet.

Seite 17


Verwaltung

Chronik

Kultur

SteirerBlitze

3

4

4

5

6

7

8

8

9

9

10

10

10

11

12

12

12

13

14

14

14

15

16

16

17

18

19

19

20

20

21

Wir über uns

E-Government unter Strom

Erfreuliche Halbzeitbilanz

Das Land im Gespräch

Ämter – Aus sieben mach‘ eins

Die richtige Mischung macht‘s

Slowenien ist Präsident

Südosteuropa Akademie

Automobilindustrie in Graz

Klimaschutz made in Styria

Die kija Steiermark meint

Aus dem Vollen schöpfen

Steirischer Seenbericht

Wasser schützen – sparsam nützen

Gesundheit

Tödlicher Blutzucker im Griff

Lust auf Natur

Civil–Protection–Server

Esskultur im Bauernhaus

Probe für den Ernstfall

one2one für Singles

Millionen für steirische Strassen

„Vergesst mir die kleinen Leute nicht“

KAGes–Vorstand neu

„Klimek intensiv“

Geschichten zur Geschichte

1918 – 1938 – 1968 – 2008

Freizeitparadies für Kunstinteressierte

... miramondo multiplo ...

Steirische Musikerlebniswochen

SteirerBlitze


www.landespressedienst.steiermark.at


Zum Titelbild

Apfelkulturen, wie in unserem Bild auf

der Sausaler Weinstraße, könnten von

Rohdungen bedroht sein, wenn der

Feuerbrand uneingeschränkt weiter wüten

kann. Mehr dazu auf Seite 4.

Impressum

Eigentümer und Herausgeber:

Amt der Steiermärkischen Landesregierung,

FA 1C – Landespressedienst, Hofgasse 16,

8010 Graz

Chefredaktion:

Dr. Dieter Rupnik,

Tel. 0316/877-4037,

Fax 0316/877-3188,

landespressedienst@stmk.gv.at

Chefin vom Dienst:

Brigitte Rosenberger

Redakteure:

Dr. Dieter Rupnik, Mag. Ingeborg Farcher,

Mag. Markus Gruber, Sabine Jammernegg,

Rüdeger Frizberg

Textbeiträge:

Barbara E. Steidl, Dr. Ilse Groß, Sepp Reinprecht,

Josef Bauer, Andreas Kreminger

Druck:

MSS Digitaldruck GmbH, Kalsdorf bei Graz

Erscheinungsort:

Graz

Hergestellt auf chlorfrei gebleichtem Papier

zurück zum Inhalt

© Steiermark Tourismus, Foto: R. Lamm

Alles neu macht nicht

nur der Mai, sondern

manchmal auch der

März – zumindest im Sekretariat

des Landespressedienstes.

Brigitte Rosenberger,

unsere dienstälteste Mitarbeiterin,

verlässt den Landespressedienst

nach 20 Jahren

– Gott sei Dank nur vorübergehend.

Der Grund ist ein sehr

erfreulicher: Im Juni wird im

Hause Rosenberger Nachwuchs

erwartet. So leid es

uns tut, nun einige Zeit auf

die scheinbar unerschöpfliche

„Wissensquelle“ zu verzichten

(Brigitte, wie ist das damals

gelaufen, wie haben wir das

gemacht, wo könnte das abgelegt

sein und so weiter und so

fort), so sehr freuen wir uns

natürlich mit ihr.

Freud´ und Leid liegen oft nah

beieinander, leider. Kaum

stand das Datum fest, an dem

Brigitte Rosenberger die „Geschäfte“

an unseren bewährten

Lehrling Sabrina

Kaufmann übergibt, hörten

wir die schreckliche Nachricht,

dass Sabrina nach

einem schweren Verkehrsunfall

auf der Intensivstation

Wir über uns:

Pressedienst

erwartet

Nachwuchs

Mag. Inge Farcher

Stv. Leiterin des Landespressedienstes

Kolumne Chronik Kultur

liegt. Das war für uns alle ein

schwerer Schock. Nach einigem

Bangen stand fest,

dass sie überleben wird.

Umso mehr freut es uns, dass

sie vor einigen Tagen in häusliche

Pflege entlassen werden

konnte. Wir drücken ihr alle

fest die Daumen, dass sie

bald vollkommen gesund wird

und uns wieder verstärken

kann.

Glücklicherweise erhielten wir

neue Unterstützung, zuerst

für einige Zeit von Lehrling

Phillipp Müller und – quasi in

der letzten Minute – in der

Person von Eveline Aigner, bisher

„rechte Hand“ des Pressereferates

von Landesrat Ing.

Manfred Wegscheider. Die Einschulung

in den sehr umfangreichen

Arbeitsbereich fiel

aber naturgemäß sehr kurz

aus … Deshalb gleich vorweg

eine Bitte um Nachsicht: Falls

in den nächsten Wochen das

eine oder andere nicht in der

gewohnten Promptheit erledigt

wird – wir bemühen uns,

wieder in die „Gänge“ zu kommen,

aber 20 Jahre Erfahrung

lassen sich einfach nicht von

heute auf morgen ersetzen …

Brigitte Rosenberger übergab die „Sekretariats-Staffette“ am 21. März an

Eveline Aigner.

3



Elektronisch unterstützte Verwaltung – vom Strombonus über Heizkostenzuschuss

zur Hubschrauberaussenlandegenehmigung: Dipl.-Ing.

Franz Grandits, Leiter der Stabstelle E-Government, sorgt mit seinem

Team dafür, dass die Steirerinnen und Steirer rasch und unkompliziert

zu ihren Genehmigungen oder ihrem Geld kommen und gleichzeitig der

Verwaltungsaufwand für das Land minimiert wird.

E-Government unter Strom

4

zurück zum Inhalt

Markus Gruber

Rund 23.000 Anträge zum

Strombonus wurden in

den ersten 14 Tagen bereits

elektronisch verarbeitet –

händisch wäre diese Zahl nur

mit mehreren Dutzend Mitarbeitern

in der gleichen Zeit zu bewältigen.

„Mit der elektronischen

Abwicklung bekommen die Bürgerinnen

und Bürger ihr Geld

früher und gleichzeitig wird der

Aufwand für die Administration

geringer“, erläutert der Leiter

der Stabstelle die Vorteile dieser

E-Government-Anwendung. Das

sogenannte One-Stop-Prinzip

Erfreuliche Halbzeitbilanz

Die Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode nahm Landeshauptmann Mag. Franz Voves am

26. März zum Anlass, eine Zwischenbilanz der Arbeit der steirischen Landesregierung zu

ziehen.

Diese Bilanz könne sich wirklich

sehen lassen, es sei inhaltlich viel

weitergegangen, so Voves. „Zwei

der drei neuen österreichischen

Spitzenforschungszentren konnten

in die Steiermark geholt werden.

Mit 3,6 Prozent hat die Steiermark

die höchste

Forschungsquote aller Bundesländer.“

Aber auch die Wirtschaft entwickle

sich sehr positiv: Die Steiermark

kann sich über die

höchsten Wirtschaftswachstumszuwächse

freuen. Auch sei mit der

Unterzeichnung des „Steirischen

Beschäftigungspaktes“ zwischen

dem Land, dem Arbeitsmarktser-

macht es möglich: „Es bedeutet,

man lässt den Bürger nicht in

einenr Amtstube einen Beleg holen

und schickt ihn dann zur

nächsten. Er kann vielmehr bei

der ersten Anlaufstelle seinen

Antrag voll und ganz abwickeln“,

erklärt Grandits. Besonders interessant

sind elektronische Formulare

in all jenen Bereichen, in

denen tausende Anträge gleichzeitig

erwartet werden wie zum

Beispiel beim Strombonus. „Die

Entwicklung von vollelektronischen

Anwendungen ist zeitund

koordinierungsintensiv, zahlt

vice und den Sozialpartnern eine

wichtige Weiche in Richtung Beschäftigungssicherung

gestellt

worden.

Ein großer Erfolg sei es auch,

wenn von den rund 10,5 Milliarden

Euro an österreichweiten Infrastrukturinvestitionen

sechs Milliarden

auf die Steiermark

entfallen. Neben der Regionenförderung

„Regionext“ hob Voves vor

allem das S-Bahn-Engagement

von Verkehrslandesrätin Mag. Kristina

Edlinger-Ploder, die „Wohnbeihilfe

Neu“ von Soziallandesrat

Dr. Kurt Flecker sowie die Schaf-

sich aber dennoch aus, denn:

„Ist eine E-Formular erst einmal

programmiert, können wir weitere

Anwendungen, die nach

dem selben Prinzip funktionieren,

relativ rasch erstellen. Ein

ähnliches Schema haben wir in

Strombonus - Fakten:

Inge Farcher

Landeshauptmann Voves zog in der

Orangerie im Burggarten eine

erfreuliche Halbzeit-Bilanz.

fung der steirischen Modellregionen

für die „Neue Mittelschule“

und die Abschaffung der Studiengebühren

an den landeseigenen

Fachhochschulen durch Bildungslandesrätin

Dr. Bettina Vollath als

zukunftsweisend hervor. Das auch

der steirische Tourismus (Ressort

Landeshauptmann-Stv. Hermann

Schützenhöfer) von Zuwachs zu

Foto: Landespressedienst, Grafik: Gruber

der Gewerbeanmeldung. Eine

weitere interessante Anwendung

wäre im Bereich der Wohnbauförderung.

Dafür ist allerdings noch

die Frage der elektronischen

Übermittlung von Einkommensnachweisen

zu lösen.“

Höhe: 70 Euro; Antrag von 12.3. bis 11.8.2008; BezieherInnen von

Wohnbeihilfe oder Heizkostenzuschuss erhalten den Strombonus automatisch.

Infos: www.soziales.steiermark.at/strombonus

Hotline: 0800/808101.

Foto: Landespressedienst, Grafik: Gruber

Zuwachs eile und man auf gutem

Wege sei, die ambitionierten steirischen

Umweltziele (1 Quadratmeter

Solarfläche pro Steirer bis

2015) zu erreichen, runde die erfreuliche

Bilanz ab, so Voves.

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze

Foto:


Das Land

im Gespräch

Antibiotika im heimischen Imkerhonig oder umfangreiche

Rodungen dort, wo seit Generationen blühende Obstkulturen

weite Landschaften prägen – gibt es in der neu

aufgeflammten Feuerbrand-Diskussion tatsächlich nur

diese Extrem-Szenarien? Ein entschiedenes Nein in

dieser Frage kommt vom Leiter der der Fachabteilung

10B – Landwirtschaftliches Versuchszentrum, Dipl.-Ing.

Josef Pusterhofer im folgenden Interview mit Landespressechef

Dr. Dieter Rupnik. Und eines gleich vorweg:

ein aufwändiges Honig-Monitoring-System“ soll verhindern,

dass mit Spritzmitteln kontaminierter Honig in den

Handel kommt.

Landespressedienst: Wie schon

vor rund 150 Jahren die Reblaus

und in jüngster Vergangenheit der

Maiswurzelbohrer hat auch das

gefährliche Feuerbrand-Bakterium

den Weg aus Amerika zu uns ge-

funden und stellt vor allem die

Erwerbsobstbauern vor eine alles

entscheidende Existenzfrage. Die

Pharmaindustrie sieht sich in der

Lage, für den Einsatz gegen den

Feuerbrand ein Antibioticum an-

zubieten, aber offensichtlich kein

Allheilmittel ohne jede Art von Ne-

benwirkungen. Denn nun fürch-

ten Imker um ihren Honigabsatz,

wenn der Feuerbrand chemisch

bekämpft wird und Rückstände

im heimischen Honig hinterlas-

sen.

Dipl.-Ing. Josef Pusterhofer: Feuerbrand

ist eine hochinfektiöse

Bakterienerkrankung, die vorwiegend

Rosengewächse, wozu auch

Apfel und Birne zählen, befällt.

Erstmals in der Steiermark festgestellt

wurde diese Erkrankung im

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Landespressechef Dr. Dieter Rupnik im Gespräch

mit dem Landwirtschaftsexperten

Dipl.-Ing. Josef Pusterhofer

Jahre 2000 im Ennstal, 2003 erfolgte

ein größeres Auftreten. Damals

mussten fünf Hektar Erwerbsobstanlagen

gerodet

werden, 2007 waren es 24. Aber

ab 2003 zeigte die Befallskurve

steil nach unten, die Zahl der Verdachtsfälle

fiel rasant und 2006

hatten wir nur noch drei bestätigte

Verdachtsfälle. Die Bedrohung

durch den Feuerbrand

schien so gut wie ausgestanden

zu sein. Umso überraschender

war das äußerst massive Auftreten

im Vorjahr, 540 Betriebe waren

betroffen, jetzt musste eine

andere Bekämpfungsstrategie her.

Man konnte nun nicht mehr nur

roden, sondern musste versuchen,

die Anlagen mit Rückschnitt

zu sanieren. Um sich aber ein

klares Bild darüber machen zu

können, was der Feuerbrand anrichten

kann, sollte man auch

folgende wirtschaftliche Fakten

kennen: Es gibt in der Steiermark

rund 6.000 Hektar Apfel- und Bir-

nenanlagen, wobei der Apfel klar

dominiert. Der steirische Obstbau

stellt einen Produktionswert von

90 Millionen Euro dar. Das sind

neun Prozent vom gesamten Produktionswert

der Landwirtschaft.

Landespressedienst : Wie lauten

nach der katastrophalen Entwicklung

im vergangenen Jahr die Prognosen

für dieses Jahr?

Pusterhofer: Für das Auftreten

des Feuerbrandes sind die klimatischen

Bedingungen ein ganz wesentlicher

Parameter und auf

Grund des massiven Auftretens

im Vorjahr ist ein großes Infektionspotential

vorhanden. Die Frage

ist, wie wird das Wetter während

der Apfel- und Birnenblüte

sein. Da geht es um die für die

Vermehrung des Feuerbrandbakteriums

wichtigen Parameter Tagesdurchschnittstemperatur,Temperatursumme

und Feuchtigkeit.

Landespressedienst: Nun hat die

Pharmaindustrie den Erwerbsobstbauern

ein Mittel in die Hand

gegeben, das sie gegen den Feuerbrand

anwenden könnten, aber

jetzt befürchten Imker schwere

Vertrauenseinbußen in das Produkt

Honig beim Konsumenten,

dass ihr Produkt unverkäuflich

sein wird.

Pusterhofer: Auf Grund der Vorjahressituation

hat sich die Obstwirtschaft

schon sehr frühzeitig

mit den Imkerverbänden ins Einvernehmen

gesetzt und den Ein-

Verwaltung Chronik Kultur

Foto: Landespressedienst, Grafik: Gruber

satz streptomycinhältiger Pflanzenschützmittel

abzuchecken. Es

konnte ein Einvernehmen dahingehend

erzielt werden, dass die

Anwendung der streptomycinhältigen

Pflanzenschutzmittel an

strengste Auflagen zu binden ist,

die Qualität des Honigs zu gewährleisten

ist und die Imker, falls

erforderlich, schadlos zu halten

sind.

Landespressedienst Brauchen

sich die Imker also keine allzu

großen Sorgen zu machen?

Pusterhofer: Die Zulassungsbedingungen

sehen unter anderem

vor, dass der Bezug dieser Pflanzenschutzmittel

nur mit einer

amtlichen Bestätigung über die

erforderliche Menge möglich ist

und Anwendungen erst nach

einem Warndiensthinweis des

Landes auf Grund einer akuten

Gefahr des Feuerbrandauftretens

zulässig sind. Darüber hinaus ist

dann jede Anwendung zu melden.

Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen

werden, dass es bei

einem Einsatz zu Rückständen im

Honig kommt. Wir führen daher

ein aufwändiges Honig-Monitoring

durch, um sicherstellen zu können,

dass kein kontaminierter Honig

in Verkehr gebracht wird.

5



Das Umsiedelungskarussell in der steirischen

Landesverwaltung dreht sich weiter – nachdem

im Vormonat die Zentralkanzlei die

Räumlichkeiten der alten Landesdruckerei

bezogen hat, ist nunmehr das „Haus der

Gesundheit“ aktuell an der Reihe.

Ämter: Aus sieben mach eins

Dieter Rupnik

Im Juli 2005 fiel für dieses

Haus der Gesundheit am

Standort des alten Tierambulatoriums

am Zimmermannplatz

15 direkt neben der Gebietskrankenkasse

gelegen der Grundsatzbeschluss

der Landesregierung,

eineinhalb Jahre später die

Grundsteinlegung und nunmehr

kann das Gebäude sukzessive besiedelt

werden.

Mag. Christine Klug, in ihrer Eigenschaft

als Leiterin der Abteilung

2 – Zentrale Dienste auch für

Raumbewirtschaftung und Umsiedelungen

aller Arten zuständig,

sieht im Haus der Gesundheit

Sparpotentiale für die Verwaltung

und einen kundenfreundlicheren

6

zurück zum Inhalt

Freut sich über das gelungene Projekt „Haus der

Gesundheit“ – Abteilung 2-Leiterin Mag. Christine Klug.

Im Vordergrund das alte „Tierspital“ eingebettet

in das Neubau-Ensemble.

Foto: Landespressedeinst

Zugang für die Bevölkerung zu

den Ämtern: „Die am neuen

Standort zusammengezogenen

Dienststellen sind derzeit an sieben

verschiedenen Standorten in

der Stadt untergebracht. Sämtliche

Leistungen werden nunmehr

den Bürgerinnen und Bürgern an

einem Standort in unmittelbarer

Nähe der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse

angeboten, die

bisherigen Standorte werden aufgelassen

oder mit anderen Landesdienststellen

nachbesiedelt.“

Die 4.000 vom Land angemieteten

Quadratmeter an Büroflächen

sind die neue Heimat der

Fachabteilungen 8A – Sanitätsrecht

und Krankenanstalten und

8B – Gesundheitswesen (Landessanitätsdirektion)

und 8C – Veterinärwesen

(Veterinärdiektion), die

sich aber schon dort befunden

hatte. Dazu kommen noch Einrichtungen,

die in einer fachlichen

Nähe zum Gesundheitswesen stehen

wie der Gesundheitsfond

Steiermark, die Gesundheitsausbildung,

die Drogenberatungsstelle

des Landes sowie VIVID – Fachstelle

für Suchtprävention und die

Patientenanwaltschaft.

Christine Klug: „In den 140 Büros

werden nach Abschluss der Umsiedelungsaktion

voraussichtlich

im Mai 180 Landesbedienstete

arbeiten.“ Das von der SOB-Bauträger

GmbH aus Leoben errich-

Foto: Landespressedienst

tete Gebäude ist barrierefrei gestaltet

und entspricht den

modernsten Anforderungen an

Brandschutz und Bürotechnik.

Ein Lebensmittelgeschäft, ein

Cafe- und Restaurantbetrieb,

Wohnungen und eine Tiefgarage

mit 330 Stellplätzen sorgen für

einen guten Mix in dem auch architektonisch

interessanten Gebäudekomplex,

der das alte, unter

Denkmalschutz stehende

Tierspital in die Gesamtkonzeption

mit einbezieht.

Was die „Sparmeister“ des

Landes besonders freut, ist die

Tatsache, dass gut 60 Prozent

der Büromöbel den Umzug von

den alten Büros in die neuen mitmachen

können, sie fügen sich

harmonisch in die neuen Gegebenheiten

ein. Sämtliche Einheiten

mit Publikumsverkehr sind

im Parterre untergebracht, so

auch die Impfstelle und die Patientenanwaltschaft.

Und für die

Kleinen gibt es sogar eine Kinderspielecke.

Erreichbar sind die neuen Dienststellen

bestens mit den Öffis mit

Haltestellen fast vor der Haustüre.

Mag. Christine Klug mit ihrem Mitarbeiter-Team,

das für eine reibungslose

Umsiedelung verantwortlich ist.

Alles muss passen – vom Bürosessel

bis zum Glasfaserkabelanschluss.

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


Die richtige Mischung machts´

Inge Farcher

Beim Zusammenleben der Menschen versucht der Gesetzgeber u.a. mit Gesellschaftspolitik

regelnd einzugreifen. Auch beim Wald mischt die Politik mit. So wurde beispielsweise

österreichweit definiert, welche Waldgemeinschaften in welchen Regionen optimale

Bedingungen vorfinden. Bei Aufforstungen müssen sich die Waldbesitzer nach diesem Plan

richten.

Landesforstdirektor Dr.

Josef Kalhs: „Es ist nicht

jeder Baum für jede Region

geeignet: Abhängig von der

Höhenlage, der Bodenbeschaffenheit

und dem jeweiligen Kleinklima

gedeihen entweder Laubbäume

oder Nadelbäume bzw.

Bodendecker wie Latschen besonders

gut. Biologen und Forstleute

haben sämtliche österreichischen

Regionen genau unter

die Lupe genommen und sie in

unterschiedliche Herkunftsgebiete

unterteilt, in denen bestimmte

Waldgesellschaften besonders

gut gedeihen.“

Als Herkunftsgebiet bezeichnet

man Regionen mit annähernd

gleichen ökologischen Gegebenheiten

wie zum Beispiel ähnlich

hohe oder geringe Niederschlagsmengen,

ähnliche Temperaturverläufe

oder annähernd

gleiche Bodenverhältnisse. Um

die Herkunftsgebiete feiner zu

untergliedern, wurden sogenannte

Höhenstufen eingeführt, da

auch innerhalb eines Wuchsge-

www.landespressedienst.steiermark.at

��

Herkunftsgebiet

1.3 Subkontinentale Innenalpen

2.2 Nördliche Zwischenalpen

3.1 Östliche Zwischenalpen

3.2 Östl. Zwischenalpen / Süd

4.1 Nördl. Randalpen / West

4.2 Nördl. Randalpen / Ost

5.3 Ost- u. mittelsteir. Bergland

5.4 Weststeir. Bergland

8.2 Subillyrisches Hügel- und

Terassenland

zurück zum Inhalt

bietes mit unterschiedlicher Höhenlage

unterschiedliche ökologische

Bedingungen für die

Waldbäume vorherrschen. Die

Steiermark ist beispielsweise in

neun Herkunftsgebiete aufgeteilt,

die alle ganz bestimmte

Leitgesellschaften wie beispielsweise

einen Fichten-Tannen-Wald

oder einen Eichen-Hainbuchenwald

aufweisen. Dazu kommen

je nach Standort und Höhenlage

weitere Baumarten wie Kiefern,

Ahorn, Erlen, Eichen oder Lärchen

etc.

„Die in den einzelnen Herkunftsgebieten

und Höhenstufen natürlich

vorkommenden Baumarten

haben sich im Laufe der Jahrtausende

sowohl genetisch als

auch vom Erscheinungsbild und

der Wuchsform her an die ökologischen

Gegebenheiten ihrer

Umgebung angepasst. „Ein

gutes Beispiel für die genetische

Anpassung ist der unterschiedliche

Austriebszeitpunkt von

Pflanzen gleicher Baumarten

aus unterschiedlichen Herkunfts-

Leitgesellschaft

sub- bis hochmontaner Fichtenwald

submontaner u. montaner Fichtenwald

Fichten-Tannen-Wald

Fichten-Tannen-Wald

Fichten-Tannen-Buchen-Wald

Fichten-Tannen-Buchen-Wald

mittelmont. Fichten-Tannen-Buchen-Wald

mittelmont. Fichten-Tannen-Buchen-Wald

submontaner Eichen-Hainbuchenwald

gebieten und Höhenstufen“ erklärt

Dipl.-Ing. Reinhold Klausbauer

von den steirischen

Landesforstgärten.

Diese Herkunftsgebiete sind seit

1956 im Forstgesetz geregelt

und jeder Waldbesitzer (sofern

er nicht selbst eine forstliche

Ausbildung hat oder Forstpersonal

beschäftigt) ist angehalten,

so Kalhs, sich bei den Bezirksförstern

des Landes oder der

Kammer zu erkundigen, welche

Baumarten bzw. in welchem Mischungsverhältnis

für genau seinen

Wald optimal sind. „Wir hätten

dieses Gesetz schon viel

früher gebraucht, die größten

´Aufforstungssünden´ wurden

von Kriegsende bis in die 60iger

und 70iger Jahre begangen.“

Das Forstgesetz wird ständig aktualisiert,

die letzte Verordnung

ist knapp zwei Jahre alt. Händler

und Forstgärten müssen sich

genau an diesen Standortplan

und die Empfehlungen halten,

sonst drohen Verwaltungsstra-

Verwaltung Chronik Kultur

Fotos: Fachabteilung 10C

fen. Das kann bis zum Entzug

der Berechtigung gehen. Gerade

jetzt bei den vielerorts nach den

Stürmen Paula und Emma notwendigen

Aufforstungen ist es

für die Waldbesitzer wichtig,

sich beraten zu lassen. Denn

wenn einmal aus Unwissen oder

aus kurzfristigen Ertragsüberlegungen

die ´falschen´ Bäume

gesetzt wurden, pflanzt sich

durch die Naturverjüngung der

Fehler im wahrsten Sinne des

Wortes fort.“ Kalhs appelliert

deshalb an alle steirischen Waldbesitzer

„die Bedürfnisse der

Baumarten zu beachten“. Das

bringe langfristig gesehen auch

den besten Ertrag. „Der Boden

ist nicht austauschbar, die Bäume

schon. In Mulden mit tiefgründigem

feuchtem Boden gedeiht

beispielsweise die Tanne

sehr gut, die Buche dagegen

liebt es wärmer und gedeiht auf

Hügel- oder Bergrücken. Das

richtige Mischungsverhältnis ist

auch wichtig. Bei Standorten,

die für mehrere Baumarten gut

geeignet sind, sollen unbedingt

Mischwälder begründet werden

und nicht eine Baumart dominierend

sein.“

www.wald.steiermark.at

7



8

Rund 300 Großveranstaltungen hat

die Regierung in Laibach in diesem

Halbjahr der Präsidentschaft abzuwickeln.

„Die Kosten dafür sind hoch, aber

in Slowenien herrscht keinerlei EU-Skep-

sis“, zeigte sich Botschafter Petric erfreut

über die positive Grundeinstellung der Slowenen

gegenüber der Europäischen Union.

Als „das große außenpolitische Problem,

das es zu meistern galt“ empfand Petric

die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo:

Südosteuropa Akademie

Markus Gruber

zurück zum Inhalt

Seit 1. Jänner 2008 hat Slowenien die Präsidentschaft der

Europäischen Union inne. Die bisherige Arbeit und mögliche

Erfolgschancen bei der Umsetzung europapolitischer Themen

durch einen der kleinsten der 27 EU-Mitgliedsstaaten beurteilte

der Slowenische Botschafter in Österreich, Univ.-Prof. Dr. Ernest

Petric, im Rahmen eines Café Europa mit dem Titel „Halbzeit-

Bilanz zur EU-Präsidentschaft Sloweniens“ Ende März im

Medienzentrum Steiermark.

Slowenien ist Präsident

Josef Bauer und Markus Gruber

„Unabhängigkeit unter internationaler

Kontrolle ist die beste Lösung“

„Ich bin davon überzeugt, dass dies im

Großen und Ganzen gut gelungen ist.“ Der

Blick in die Zukunft ist für Petric besonders

wichtig: Wo werden die kleine Republik Kosovo

und der große Bruder Serbien in 20

Jahren sein? Aus seiner Sicht wäre

es eine schöne Vision, beide

Staaten im Jahr 2028 als Mitglieder

der EU in einem friedvollen Miteinander

zu sehen. Derzeit sei die

Unabhängigkeit unter internationaler Kontrolle

die beste Lösung – sowohl für die Albaner

im Kosovo, die nicht in einem serbischen

Staat leben wollen als auch für die

Serben im Kosovo, denen besonderer

Schutz zuteil werden müsse. Die wirt-

„US Europe - Towards a Multicultural Continent“ war der Titel

einer Podiumsdiskussion die Mitte März von der Südosteuropa

Akademie in Zusammenarbeit mit dem Landespressedienst und

dem EuropeDirect-Informationsnetzwerk Steiermark der

Europaabteilung des Landes veranstaltet wurde.

Mit der Vizerektorin der Universität

Graz Univ.-Prof. Mag. Dr. Roberta

Maierhofer und dem Leiter

des Institutes für Soziologie

Univ.-Prof. Mag. Dr. Manfred Prisching

stellten zwei ausgewiesene

Amerika–Experten ihre Sicht der

Position Europas als Teil eines

Weltsystems aber auch die verschiedenen

Aspekte der europä-

Foto: Landespressedienst

ischen Identität dar. Unter der

sympathischen Moderation von

Mag. Ulrika Krawagna wurde

auch der Frage nachgegangen,

wie sich Europa in Zukunft positioniert

und ob es einmal eine

Art „Vereinigte Staaten von Europa“

geben werde. Die Veranstaltung

wurde wieder „live“ aus

dem Medienzentrum Steiermark

ins Internet übertragen. So hatte

das Publikum im Saal sowie

rund 200 Internetzuseher die

Möglichkeit, Fragen an das Podium

zu stellen.

Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung

ist auf folgender

Homepage zu finden:

www.europa.steiermark.at

schaftliche Entwicklung sei für die gesamte

Region – besonders auch für Albanien – von

größter Bedeutung. Völlig außer Streit

sieht Petric die Zukunft Kroatiens: Dieses

Land gehöre zur Europäischen Union. „Und

zwar sobald wie nur möglich. Wir wollen

aber den gesamten Westbalkan zur EU

bringen“, zeigte der slowenische Botschafter

seine persönliche Perspektive für die

Region auf.

Abschließend wünschte der Leiter der Europaabteilung

Mag. Ludwig Rader dem 72jährigen

Petric alles Gute für die Zukunft

– voraussichtlich als Verfassungsrichter in

Slowenien.

Foto: Universität Graz

Südosteuropa-Akademie im Medienzentrum

Steiermark mit

Univ.-Prof. Mag. Dr. Manfred

Prisching und der Vizerektorin

der Karl-Franzens-Universität

Graz, Univ.-Prof. Mag. Dr. Roberta

Maierhofer.

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


370 Firmen der Automobilbranche aus 20 Ländern trafen

sich Mitte März 2008 in der Grazer Stadthalle zu einem

„Come2Graz“. Als Gäste des Internationalisierungscenter

Steiermark (ICS) rückten international wichtige Player

einmal mehr die Bedeutung des Wettbewerbsstandorts

Graz ins internationale Licht.

Automobilindustrie in Graz

Die Zukunft der Automobilindustrie

stand im Mittelpunkt

der Vorträge von

Zukunftsforscher Matthias Horx

und Dr. Uwe Thien von der Magna

Steyr Fahrzeugtechnik. Horx

führte vor Augen, dass die Geschichte

des Automobils „die Historie

einer höchst effektiven

Mensch-Maschine Anpassung,

also eine technosoziale Evolution

ist. Das Auto hat in einem radikalen

Prozess nicht nur die Fortbewegung

verändert, sondern

auch die Siedlungs- und Einkaufsstrukturen,

die Art und Wei-

Das Internationalisierungscenter

Steiermark (ICS), ECO WORLD

STYRIA und der Oberösterreichische

Energiesparverband waren

die Veranstalter dieses als internationale

Kooperationsbörse

gestalteten Events im Rahmen der

Energiesparmesse Wels.

Alleine mit ihren im Jahr 2006

erzeugten Produkten haben acht

Firmen aus diesem Bereich eine

CO2-Einsparung von 6,3 Millionen

Tonnen ermöglicht. Damit ist das

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Besichtigung des Pinzgauers durch LTAbg. Manfred Kainz (CEO

TCM international), Dr. Uwe Thien (Magna Steyr), Dr. Karl-Heinz

Dernoscheg (Geschäftsführer ICS), Matthias Horx (v.l.)

Markus Gruber

se wie wir Zeit, Geschwindigkeit

und Raum wahrnehmen und wie

wir Beziehung, Familie und Beruf

ausüben“.

Die Frage, ob Erkenntnisse der

globalen Erwärmung die Entwicklung

der Automobilindustrie

bremsen werden, beantwortete

er folgendermaßen: „Der Traum

der individuellen Fortbewegung

wurde von einem elitären Produkt,

das nur für die oberen

Zehntausend zur Verfügung

stand, zu einem individuellen

Massen-Phänomen, an dem je-

Kyoto-Ziel der Steiermark, die

CO2-Reduktion von 5,72 Tonnen

bis 2010, bereits rechnerisch erreicht.

„Darüber hinaus erzielten

die Mitgliedsunternehmen von

ECO WORLD STYRIA im Jahr

2006 einen Umsatzsprung von 15

Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Die steirische Wirtschaftsförderung

wird diesen erfolgreichen

Tendenzen auch in der Förderpolitik

2008 mit einem Klimabonus

Rechnung tragen“, betont Wirt-

der partizipieren kann. Wir werden

diese Geschichte nicht abbrechen,

sondern weiter

fortschreiben, variieren, anpassen

und multiplizieren – unter

den neuen Bedingungen der Globalisierung

und heiklerer Energie.

Der menschliche Geist ist

erfindungsreich.“ Wie erfindungsreich

der menschliche Geist sein

kann, führte Dr. Thien mit seinem

Beitrag über technische

Fortschritte des 21. Jahrhunderts

vor Augen. Neben Einblicken

in alternative Antriebssysteme

präsentierte Thien auch

Klimaschutz made in Styria Rüdeger Frizberg

Zwölf steirische Unternehmen von ECO WORLD STYRIA, dem Umwelttechnik-Netzwerk

der Steiermark, stellten auf der Energiesparmesse in Wels ihre Produkte aus.

schaftslandesrat Dr. Christian

Buchmann.

Im Rahmen dieser Veranstaltung

wurde auch der neue „Productguide

2008“ mit rund 100 Top-Produkten

führender steirischer Unternehmen

in den Bereichen

Biomasse, Solar, Abfall, Wasser

und Energieeffizienz vorgestellt.

Er soll Interessenten eine rasche

Übersicht über die Produkte und

deren Anbieter ermöglichen.

Verwaltung Chronik Kultur

Foto: ICS

das Konzept des Steyr-Daimler-

Puch Pinzgauers mit Biogasantrieb.

Von den Ausführungen

konnte man sich vor Ort überzeugen

– der Prototyp des Pinzgauers

zählte zu den Attraktionen

des Abends. Dr. Karl-Heinz

Dernoscheg, Geschäftsführer des

ICS, zog nach einem gelungenen

Abend das Resümee, „dass die

Steiermark auf internationalem

Parkett durchaus tanzen kann

und auch in Zukunft die Entwicklungen

der Automobilindustrie

nicht verschlafen wird.“

Foto: ECO WORLD STYRIA

Ing. Bernhard Puttinger (Geschäftsführer

von ECO WORLD STYRIA,

Landesrat Dr. Christian Buchmann und

Dr. Paul Rübig (MEP) (v.l.)

9


Die Steiermark meint:

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

In der März-Ausgabe habe ich angekündigt,

in den folgenden Monaten

die UN-Kinderrechtekonvention vorzustellen.

Ein guter Anlass, gleich

mit einer Meldung zu beginnen, die

Art. 27 zum Inhalt hat.

Am 5. März wurde Frau Landesrätin

Dr.in Bettina Vollath von der Katholischen

Jugend Steiermark und der

Kinder- und Jugendanwaltschaft

Steiermark ein Positionspapier zum

Thema „Jugendarmut“ mit der Bitte

überreicht, sich nicht nur in ihren

eigenen Arbeitsbereichen Jugend,

Frauen, Familie und Bildung für die

Bekämpfung von Jugendarmut einzusetzen,

sondern dies wann immer

es möglich ist, auch in den Bereichen

Wirtschaft und Medien zu

tun, was von ihr sehr gerne zugesagt

wurde!

Dass Landesrätin Dr.in Bettina

Vollath nicht nur die Verankerung

der UN-Kinderrechte-Konvention in

die Bundesverfassung, sondern


10

zurück zum Inhalt

auch in die Landesverfassung ein

großes Anliegen ist, wissen wir seit

Herbst 2007, wo sie einen dahingehenden

Antrag in den Landtag eingebracht

hat. Die Zustimmung einiger

Abgeordneter war, wie sie uns

mitgeteilt hat, noch etwas zurückhaltend.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – so

hoffen wir, dass der eher verhaltenen

Begeisterung die Zustimmung

folgt und die Steiermark das

vierte Bundesland nach Oberösterreich,

Salzburg und Vorarlberg sein

wird, das die UN-Kinderrechtekonvention

in die Landesverfassung

aufnimmt.

Artikel 27

Das Recht des Kindes auf einen angemessenen

Lebensstandard.

Barbara E. Steidl

Kinder- und Jugendanwaltschaft

Steiermark

v.l.n.r.: Christina Landgraf (Kath.Jugend Steiermark), Steffi Pratter (Schülerin der

Ursulinen), Mag.a Sonja Hiebler (Junge Kirche), Christina Tieber (Schülerin der

Ursulinen), Barbara Steidl (KIJA STEIERMARK), Landesrätin Dr.in Bettina Vollath,

Mag.a Christiana Glettler (Referentin der Kath. Jugend Steiermark).

Infos:

Barbara E. Steidl, kija – kinder+jugendanwaltschaft Steiermark

Nikolaiplatz 4a, 8020 Graz

Telefon: 0316/877-4923, 4921, Fax: 0316/877- 4925

barbara.steidl@stmk.gv.at oder kija@stmk.gv.at, www.kija.at

Urlaub: aus

Inge Farcher

Dank der vielfältigen Tourismusangebote werden

in- und ausländische Besucher in der Steiermark

auch diesen Sommer die Qual der Wahl haben.

Bewegung, Wellness, Kultur, Familienausflug-

Packages und Kulinarik zählen zu den wichtigsten

Steiermarktouristik-Säulen.

Alles neu macht der Mai: Zum ersten Mal lädt die

Steiermark zum Gourmetreisefestival ein. „Von 21.

bis 24. Mai wird die Steiermark zum kulinarischen

Nabel der Welt. Elf der besten und kreativsten Köche aus

drei Kontinenten werden unter der Patronanz von Johann

Lafer, dem kulinarischen Botschafter der Steiermark, an

zehn verschiedenen Orten aufkochen,“ machte Steiermark

Tourismus-Chef Georg Bliem bei der Präsentation „Die

Steiermark im Sommer 08“ bereits Gusto. „So können wir

unseren Ruf als Kulinariumdestination festigen. Da passt

der World Sauvignon Congress Ende August in Graz perfekt

dazu.“

Neben der Kampagne „Den Sommer spüren“, die sich auf

die Bereiche Wandern, Radfahren und Mountainbiken konzentriert,

soll die Familienoffensive „Kinderparadies Steiermark

mit speziellen Familienangeboten die Steiermark als

das Familienurlaubsland par excellence positionieren.

Fortsetzung auf Seite 11...

Steirischer Seenbericht

Zustand der steirischen Seen hervorragend

In der Steiermark werden seit 1999 die großen Seen des

Landes regelmäßig auf ihren Zustand hin untersucht. Die Untersuchungen

werden von der Fachabteilung 17C, Referat Gewässeraufsicht,

zweimal jährlich – im Frühjahr und im Sommer

- durchgeführt. Grundsätzliches Ziel des Seenmonitorings

ist die Ermittlung und Überwachung des trophischen Zustands

der untersuchten Gewässer: sprich ob es eine nachhaltige

Veränderung des Ökosystems gibt. Dadurch sollen mögliche

Bedrohungen rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls

geeignete Maßnahmen gesetzt werden. Die Ergebnisse wurden

nun erstmals im „Steirischen Seenbericht“ veröffentlicht.

Sie geben Grund zur Freude: „Die großen natürlichen steirischen

Seen sind in einem hervorragenden ökologischen Zustand!

Die seit 1999 laufenden Untersuchungen zeigen in nahezu

allen Parametern positive Ergebnisse,“ zieht Umwelt-

Landesrat Manfred Wegscheider eine positive Bilanz.

www.luis.steiermark.at

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


dem Vollen schöpfen …

Fortsetzung von Seite 10...

Trotz des ausgezeichneten

Touristik-Angebots sei der

Sommer 08 noch lange keine

„g´mahte Wiesn´“, betonte

Tourismuslandesrat LH-Stv.

Hermann Schützenhöfer. „Die

vergangene Saison hat traumhafte

Zuwachsraten gebracht.

Darum wird es bereits ein gro-

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Die Urlauber können beim steirischen Urlaubsangebot aus dem Vollen schöpfen

ßer Erfolg sein, wenn wir die Vorjahresergebnisse

halten können.“

Die gute Nachricht: Die Reiselust

der Österreicher ist auf Rekordhöhe.

45 Prozent der Österreicher

wollen in diesem Jahr sicher ver-

www.steiermark.com

Wasser schützen - sparsam nützen

Rüdeger Frizberg

Die UN-Generalversammlung hat das Jahr 2008 zum „International

Year of Sanitation“, zum Internationalen Jahr der Sanitären Grundversorgung

erklärt.

In diesem Zusammenhang

sollte mit dem Motto des Weltwassertages

2008 am 22.

März „Water and Sanitation“,

die Bedeutung dieser Ressource

für jeden Einzelnen in Erinnerung

gerufen werden.

Die Tatsache, dass wöchentlich

rund 42.000 Menschen an

den Folgen mangelnder Wasserqualität

sterben, 1,2 Milliarden

Menschen keinen Zugang

zu einwandfreiem Trinkwasser

haben und 2,5 Milliarden Menschen

keine den sanitären Erfordernissen

entsprechende Abwasserentsorgung

zur Verfügung

steht, zeigt, dass im Bereich der

Abwasserver- und Entsorgung

noch gewaltige Anstrengungen nötig

sind.

Auch wenn die Steiermark mit ihren

großen Wasserreserven, dem

„Weissen Gold“ gegenüber vielen

Regionen auf der Erde privilegiert

ist, gilt es mit dieser Ressource

reisen. Bei den Deutschen sind

es sogar 71 Prozent. Ungewöhnlich

viele polnische Besucher erwartet

sich heuer Tourismus-

Chef Bliem. „Obwohl in der

Steiermark kein einziges WM-

sorgsam und sparsam

umzugehen

und dem Bürger

dieses Privileg be-

Foto: privat

wusst zu machen.

„Wir haben in der Steiermark

Verantwortung übernommen

und im Bereich der Trinkwasserversorgung

mit dem Wassernetzwerk

Steiermark einen effizienten

Ausgleich zwischen dem

Norden und dem Süden geschaffen“,

sagt der für die stei-

Verwaltung Chronik Kultur

Foto: Tourismus Steiermark

Spiel ausgetragen wird, kann die

Steiermark als Urlaubsland abseits

des Trubel punkten. Wir

rechnen damit, dass an die

150.000 Polen in der Steiermark

übernachten werden, weil

die Fans nahe bei „ihren“ Klubs

sein wollen, die in der Steiermark

untergebracht sind.“

rische Wasserwirtschaft zuständige

Landesrat Johann Seitinger.

Das Motto „Schützen und sparsam

nützen“ bedeutet für Seitinger

auch, dass es mit Sicherheit

keinen Ausverkauf des steirischen

Wassers geben wird.

11


Gesundheit

Endlich ist es Frühling und die Feinstaubbelastung

lässt nach! Betrifft

uns das Problem erst wieder im

nächsten Winter?

Wissenschaftliche Studien und eine

Auswertung des Österreichischen

Umweltbundesamtes zeigen Zusammenhänge

zwischen dem Feinstaubgehalt

der Umgebungsluft und gesundheitlichen

Beeinträchtigungen

auf.

Vereinfacht gilt: Je höher die Feinstaub-Konzentration,

desto größer

das Gesundheitsrisiko.

Erkrankungen der Atemwege und

Schädigungen des Herz-Kreislauf-

Systems stehen im Vordergrund.

Da derzeit keine exakten Grenzwerte

definiert werden können, deren Unterschreitung

eine Gesundheitsgefährdung

ausschließen, ist die

höchst mögliche Verringerung der

Feinstaubbelastung anzustreben.

Der Körper ist auf Dauer nicht in der

Lage große Mengen eingedrungener

Partikel ausreichend zu neutralisieren

bzw. zu eliminieren, sodass die

Vermeidung der Exposition die einzig

Ziel führende Maßnahme ist.

Auch wenn dieses lufthygienische

Problem durch die Wetterlage und

den vermehrten Hausbrand in den

Wintermonaten besonders dramatisch

ist, darf nicht vergessen werden,

dass das Thema immer aktuell

ist, zumal Straßenverkehr und Industrie

ganzjährig für Feinstaub-

Emissionen sorgen.

Von medizinischer Seite muss auch

auf die Feinstaubbelastung durch

das Tabakrauchen eingegangen wer-


Dr. Ilse Groß

Fachabteilung 8B – Gesundheitswesen

Sanitätsdirektion

Feinstaub und Gesundheit

12

zurück zum Inhalt

den. In Innenräumen werden durch

den Zigarettenrauch sehr große

Mengen an feinsten Partikeln freigesetzt.

Das begrenzte Raumluftvolumen

führt zu enormen Feinstaub-

Konzentrationen, die besonders auf

die Gesundheit von Kindern nachteilige

Auswirkungen haben.

Viele Abteilungen des Amtes der

Steiermärkischen Landesregierung

sind involviert, wenn es darum geht

umweltrelevante und umweltpolitische

Maßnahmen zu erarbeiten.

Konzepte werden erstellt, über Reglementierungen

wird nachgedacht

und Infrastrukturverbesserungen

erfolgen.

Alle Vorschläge und Erkenntnisse

helfen nicht die Problematik in den

Griff zu bekommen, wenn nicht jeder

Bürger seinen persönlichen Beitrag

leistet.

Jeder ist aufgefordert die Nutzung

seines Autos zu überdenken, Alternativen

zu entwickeln, Heizmethoden

zu optimieren oder die Diskussion

zum Anlass zu nehmen, um die

Rauchgewohnheiten zu ändern bzw.

mit dem Rauchen aufzuhören.

Bedrohliche Schlagzeilen während

der Wintermonate sollen nicht der

Anlass für eine kurzzeitige und vorübergehende

Verhaltensänderung

sein, sondern unser Gesundheitsbewusstsein

und die Eigenverantwortung

mögen dazu beitragen, dass

Feinstaub in der Luft ganzjährig und

generell keinen Risikofaktor und somit

keine reale Gefährdung unserer

Gesundheit darstellt.

Infos:

Amtsärztin Dr. Ilse Groß, MAS,

Fachabteilung 8B – Gesundheitswesen (Sanitätsdirektion)

Paulustorgasse 4, 8010 Graz

Telefon: 0316/877-3549, Fax: 0316/877-3555

ilse.gross@stmk.gv.at

www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

Tödlicher Blutzu

Rüdeger Frizberg

Lange wurde es nicht erkannt: Auch bei gesunden

Menschen verursachen Traumata nach Unfällen

oder chirurgischen Eingriffen oft erhöhte Blutzuckerwerte.

Diese wurden besonders bei Intensivpatienten

mit einer erhöhten Sterblichkeit in Zusammenhang

gebracht. Die Med Uni Graz, das

Joanneum Research und die TU Graz haben zusammen

mit Partnern aus sieben EU-Ländern mit

„Clinicip“ ein Behandlungssystem entwickelt, das

die Sterblichkeit von Intensivpatienten um bis zu 42

Prozent senken kann und zusätzlich Kosten spart.

Die Idee zu Clinicip (Closed loop insulin infusion for critically

ill patients) stammt von Grazer Wissenschaftern.

Dipl.-Ing. Manfred Bodenlenz vom Institut für medizinische

Systemtechnik am Joanneum Research skizziert die Wirkungsweise:

„Bei diesem System werden die Blutzuckerwerte von

Intensivpatienten durch Sensoren in den erforderlichen Zeitabständen

gemessen und direkt an eine intelligente Insulinpumpe

übermittelt. Das dort installierte Programm errechnet daraus die

erforderliche Menge an Insulin, das mit dieser dem Patienten in

einem weiteren Schritt verabreicht wird. In der ersten Entwicklungsstufe

von Clinicip müssen die Glukosemesswerte noch wie

bisher über ein Laborgerät gemessen und manuell eingegeben

werden. In der zweiten gibt es dann bereits Sensoren, welche die

Meßwerte direkt an das Programm in der Pumpe weitergeben.“

Fortsetzung auf Seite 13...

Lust auf Natur

„Bildung Neu“ in Naturpark Akademie

Die Naturpark Akademie Steiermark will wieder Lust machen

auf Natur. So lädt zum Beispiel am 19. April der Naturpark

Südsteirisches Weinland zum gemeinsamen Kochen und Verkosten

der Feld-, Wald- und Wiesenküche nach Pössnitz bei

Leutschach ein. Unter dem Motto „Wenn`s zwickt und zwackt“

werden am 11. April 2008 im Naturpark Mürzer Oberland alte

Hausmittel vorgestellt und gemeinsam praktisch zubereitet.

Und wer gerne selbst Milchprodukte wie Joghurt oder Frischkäse

zubereitet, der kann das am 25. April 2008 im Naturpark

Sölktäler. Die Referentinnen und Referenten sind Menschen

die mit der Joghurt- und Käseherstellung experimentieren,

Menschen die eine Almschule oder ein altes

Winzerhaus zu einem Kultur- und Bildungszentrum reifen lassen

oder den Sommer auf der Alm verbringen. Einfach reich

an Geschichte, Identität und außergewöhnlichen Fähigkeiten.

www.naturparkakademie.at

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


cker im Griff

Das System kann sich sogar auf

die individuelle Situation jedes

einzelnen Patienten einstellen:

Bei laufenden Abweichungen der

Blutzuckerwerte von einer gewissen

Bandbreite werden die Messzeitpunkte

automatisch so verändert,

dass rechtzeitig durch

Insulininjektionen auf eine veränderte

Situation reagiert werden

kann.

Untersuchungen an der Universität

in Leuven (Belgien) haben gezeigt,

dass mit dieser Behandlung

die Sterblichkeit von

Intensivpatienten um bis zu 42

Prozent gesenkt werden kann.

Auch die Wahrscheinlichkeit von

Dauerkomplikationen bei Patienten

verringert sich bei dieser

Behandlungsmethode. Bisher

www.landespressedienst.steiermark.at

��

Oberarzt Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Smolle

(links) und Priv.-Doz Dipl.-Ing. Dr. Martin

Ellmerer erklären die neue Behandlungsmethode,

mit der die Sterblichkeit von

Intensivpatienten um bis zu 42 Prozent

gesenkt werden soll.

Fortsetzung von Seite 12...

Civil-Protection-Server

Gefahrenanalyse per Mausklick

zurück zum Inhalt

Foto: MedUni Graz

wurden Tests an rund 400 Patienten

gemeinsam mit den Partnerinstitutionen

durchgeführt.

Clinicip wird in seiner ersten Phase

– noch ohne die direkte Verbindung

zwischen Computer und

Patient für die Glukosemessung

– im Jahr 2009 flächendeckend

einsetzbar sein.

Für die vollautomatisierte Variante

werden noch einige Tests benötigt.

„Als intelligentes System soll

es in einer weiteren Entwicklungsphase

auch helfen, die Probleme

bei einer eventuellen Medikamentenunverträglichkeit

zu beseiti-

Die punktgenaue Abstimmung von Einsatzplänen ermöglicht der

Civil-Protection-Server des Landes Steiermark. Von ihm sind die

von der Wildbach- und Lawinenverbauung erstellten Gefahrenzonenpläne

im Falle eines Hochwassers per Mausklick abrufbar. „Dadurch

wird es den Katastrophenschutzbehörden, aber auch den

Blaulichtorganisationen erleichtert, ihre Einsätze punktgenau, abgestimmt

auf mögliche Naturbedrohungen, zu planen“, hebt Landeshauptmann

Mag. Franz Voves die Vorteile dieser neuen Einrichtung

hervor. Für die Erstellung dieser Pläne werden jährlich 15

Millionen Euro – davon ein Viertel vom Land Steiermark – aufgewendet.

346 Gemeinden in der Steiermark sind von Hochwasser

führenden Wildbächen und Lawinenabgängen bedroht. Für 260

von ihnen sind bereits Gefahrenzonenpläne erstellt.

gen: Dabei könnte das System

selbst regelnd die Verträglichkeit

von Medikamenten überprüfen

und die Bandbreiten möglicher

zu verabreichender Dosen errechnen“,

beschreibt der wissenschaftliche

Leiter des Projektes,

Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Martin

Ellmerer eine der weiteren Anwendungsmöglichkeiten

des Systems,

das völlig neue Dimensionen

der medizinischen

Behandlung eröffnet. Darüber

hinaus ermöglicht es auch eine

drastische Einsparung von rund

1.200 Euro pro Patient durch

eine kürzere Verweildauer der Pa-

Verwaltung Chronik Kultur

tienten im Intensiv- und im stationären

Bereich und einen geringeren

Aufwand, durch ein

vermindertes Auftreten von Komplikationen.

Das mit elf Millionen Euro budgetierte

EU-Projekt Clinicip hatte

sich EU-weit gegen zahlreiche Förderungswerber

durchgesetzt und

lief über vier Jahre. Der Forschungsstandort

Graz war dabei

nicht nur von seiner wissenschaftlichen

Kapazität her sehr erfolgreich

– 30 Prozent der EU-Förderungen

für das Projekt konnten

für Graz gewonnen werden.

Esskultur im Bauernhaus

Saisonstart im Freilichtmuseum Stübing

Mit dem Schwerpunkt „Esskultur im Bauernhaus“ startete Ende

März die Saison im Freilichtmuseum Stübing. 2008 wartet wieder

ein tolles Veranstaltungsprogramm auf alle Besucher: Am 15.

Juni findet für junge Besucher der „Kindererlebnistag“ statt, an

dem lustige Stationen mit spannenden alten Spielen und kreativen

Basteltechniken geboten werden. Am 28. September den

traditionellen Erlebnistag, an dem altes Handwerk und Brauchtum

wiederentdeckt werden kann. Weiters gibt es neben den täglichen

Handwerksvorführungen für Interessierte anregende Kurse

in Zusammenarbeit mit dem Steirischen Volksliedwerk, die Einblicke

geben in alte Techniken und dem damit verbundenen

Brauchtum.

www.stuebing.at

13



Probe für den Ernstfall

Inge Farcher und Sepp Reinprecht

Bange Stunden des Ausharrens mussten Hunderte Skifahrer auf dem Dachstein

miterleben, nachdem die Dachstein-Südwand-Bahn aufgrund eines technischen

Defektes über einen längeren Zeitraum ausgefallen war. Zum Zeitpunkt des

Ausfalles befanden sich rund 80 Personen in den beiden Kabinen der Bahn, 700

weitere Wintersportler auf den Pisten.

Gemeinsam mit der Bergrettung

leiteten Mitarbeiter

der Dachstein-Südwand-Bahn

sofort die notwendigen

Rettungsmaßnahmen

ein: Mittels Abseilen und durch

eine Bergegondel, aber auch

durch den Einsatz von Hubschraubern

wurden die Menschen in den

Kabinen aus ihrer misslichen Lage

befreit. Hunderte Ski-Urlauber

wurden ins Tal geleitet bzw. per

Helikopter oder Materialseilbahn

vom Berg abtransportiert. Glücklicherweise

waren diese Szenarien

nicht bittere Realität, sondern An-

one2one für Singles

Mit der Unterstützung des For-

schungsprojektes one2one der

Grazer Technischen Universität

reagiert das Land Steiermark auf

diesen Trend in der demographischen

Entwicklung. Ziel von

one2one ist die gleichzeitige Optimierung

des Wohnkomforts, der

Raumnutzung und der Kosten. Architekturstudenten

der TU Graz

haben im Rahmen dieses Projekts

Prototypen von „Minimalwohnungen“

entwickelt, die diesen An-

14

zurück zum Inhalt

Gondel der Dachstein-Südwand-Bahn

direkt unter der Bergstation mit

ihrem „Sky Walk“.

nahmen eines Planspieles, das

die Planaibahnen in Zusammenarbeit

mit der Katastrophenschutzabteilung

des Landes Steiermark

und der Bezirkshauptmannschaft

Liezen Ende Februar

in der Ramsau durchführten. Der

Katastrophenschutzreferent des

Bezirkes, Hans-Peter Scheb, hatte

die Koordination zwischen den

Behörden, Einsatzorganisationen

und der Bahnbetreiber übernommen

– für die Vorbereitung der

einzelnen Lagen zeichneten der

technische Leiter der Dachstein-

Südwand-Bahn, Karl Höflehner,

Rüdeger Frizberg

Immer mehr Menschen leben in Single-Haushalten. Für immer mehr Menschen

ist ihre Wohnung zugleich ihre Arbeitsstätte.

forderungen genügen: In einer auf

20 Quadratmeter beschränkten

Variante steht ein 13 Quadratmeter

großer Raum im Zentrum, der

durch die variable Anordnung der

Einrichtungselemente von der Küche

zum Wohn- oder Schlafzimmer

umfunktioniert werden kann.

Eine andere Variante lässt durch

die Elementbauweise der Möbel

und Wände die Grenzen zwischen

Bauwerk und Einrichtung verschwinden.

Alle Prototypen kön-

der Leiter der Landeswarnzentrale,

Ing. Gerald Pizzera, und

ÖAMTC-Flugretter Albert Prugger

verantwortlich. Übungsleiter Dr.

Kurt Kalcher, Vorstand der Katastrophenschutzabteilung,unterstreicht

die Bedeutung dieses

Planspieles: „Derartige Übungen

dienen vor allem dazu, die einzelnen

Alarmpläne dahingehend zu

prüfen, ob sie in der Praxis umsetzbar

sind.“ Der Bezirkshauptmann

von Liezen, Dr. Kurt Rabl,

leitete den Führungsstab, dem

nen als einzelne erweiterbare

Bauobjekte

oder als mehrgeschossige,

verdichtete Wohnanlage realisiert

werden. „Heute gilt es, mit

Modellversuchen und einer effizienten

Wohnbauforschung den

rasch wechselnden Wohnbedürfnissen

der Bürger, aber auch den

Vorgaben der Ökologie und der

Raumordnung Rechnung zu tragen.

Universitäre Projekte leisten

dabei einen wichtigen Beitrag“,

Foto: Kowatsch

Landesrat Seitinger mit Studenten der

TU Graz.

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze

Foto: Dachstein / Raffalt

auch der Leiter der politischen

Expositur Gröbming, Dr. Florian

Waldner, der Ramsauer Bürgermeister

Helmut Schrempf und

der Geschäftsführer der Planaibahnen,

Mag. Ernst Trummer,

angehörten. In der Einsatzleitung

waren mit Feuerwehr, Rotem

Kreuz, Polizei, Bergrettung, Bundesheer,

Flugrettung und Alpinpolizei

sämtliche relevanten Einsatzorganisationen

vertreten,

angereichert mit Vertretern der

Bezirkshauptmannschaft, der Lawinenwarnkommissionen,

der

Dachstein-Südwand-Bahn sowie

des Kriseninterventionsteams des

Landes Steiermark. Der technische

Support wurde von Dipl.-

Ing. Christian Ekhart von der Firma

„icomedias“ geleistet.

betont der zuständige Landesrat

Johann Seitinger die Notwendigkeit

neuer Wege im Wohnbau. Mit

dem betreuten Wohnen und dem

Mehrgenerationenwohnen wurden

vom Land Steiermark bereits

Schritte in diese Richtung gesetzt.


Millionen für steirische Strassen

Inge Farcher

Die größten Brocken im

Bauprogramm 2008 sind

der Lückenschluss auf

der Brucker Schnellstraße S 35,

der zweite Teil der A2-Generalsanierung

zwischen Gleisdorf West

und Laßnitzhöhe sowie die Generalsanierung

des Tanzenbergtunnels

auf der Semmering Schnellstraße

S 6“, freut sich Verkehrslandesrätin

Mag. Kristina

Edlinger-Polder über das ambitionierteAsfinag–Investitionsprogramm.

„Die Herausforderung besteht

darin, die Bauarbeiten so zu planen,

dass die Behinderungen für

die Verkehrsteilnehmer so gering

wie möglich ausfallen“, so ASFI-

NAG-Vorstandsdirektor Alois

Schedl. „Erschwerend kommt die

Fußball–Europameisterschaft im

Juni hinzu. Während dieses Groß-

Events wird es auf den Hauptverbindungen

zwischen den Spielstätten

keine Behinderungen

durch Baumaßnahmen geben.“

Auch wenn in Graz keine Spiele

der EURO 2008 stattfinden – die

Blumau-L439

Hühnerbachbrücke

Seit 27. März ist der 200

Meter lange Abschnitt halbseitig

gesperrt. Auch eine

Komplettsperre von maximal

fünf Tagen ist notwendig.

Termin und Umleitungsstrecke

werden über Vorwegweiser

und Medien angekündigt.

Die Gesamtbauzeit beträgt

etwa zwei Monate.

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Der Rubel rollt auf den steirischen Straßen. 241 Millionen

Euro wird die Asfinag heuer in das hochrangige

Straßennetz in der Steiermark investieren. Während für

die Neubauprojekte in Summe 141 Millionen Euro

verwendet werden, fließen 100 Millionen in Sanierungen

des bestehenden Streckennetzes.

Steiermark ist verkehrstechnisch

eine Drehscheibe zwischen den

Austragungsorten Wien, Klagenfurt

und Salzburg. „Daher war

auch die Planung der Projekte

eine große Herausforderung.

Durch das Versprechen, die

Haupt-Korridore im Juni baustellenfrei

zu halten, ergibt sich automatisch

eine Häufung der Arbeiten

in der zweiten Jahreshälfte“,

bittet Vorstandsdirektor Schedl

die Verkehrsteilnehmer schon

jetzt um Verständnis.

Rechtzeitig zum Anpfiff der

EURO geht die Generalsanierung

des Tanzenbergtunnels auf der

Semmering Schnellstraße S 6 in

die Halbzeitpause. Die Röhre der

Richtungsfahrbahn Wien wird mit

Weizklamm

B64-Rechbergstraße

In den nächsten zwei Wochen

werden Ankervorrichtungen

für 100 Steher, die

die etwa einen Kilometer lange

Netzverbauung tragen

sollen, gebohrt. Für die Montage

werden Hubschrauber

eingesetzt. Die Arbeiten

sollten bis Ende April abgeschlossen

sein.

5. Juni 2008 für den Verkehr freigegeben.

Mit der Erneuerung der

zweiten Röhre wird nach Ende

der EURO und nach dem ersten

Sommer–Reisewochenende am 8.

Juli 2008 begonnen. Die Fertigstellung

dieses 32-Millionen-Euro

Projektes ist für den 2. März

2009 geplant.

Nach dem Finale der EURO fällt

der Startschuss für zwei Großprojekte

im Großraum Graz. Die

Generalsanierung der Süd Autobahn

A 2 zwischen Gleisdorf

West und Laßnitzhöhe geht in die

zweite Halbzeit. Baubeginn ist

der 1. Juli 2008. Das erste Ferien–Reise–Wochenende

sowie das

Ende der EURO 2008 werden abgewartet.

Erneuert wird die Rich-

Kurve-Fernitz

L371 bei Fernitz

Die scharfe Kurve im Bereich

Pfarrkirche/Kindergarten ist

ein Gefahrenpunkt im Ortsbereich

der Gemeinde Fernitz.

Seit 25. März wird die

Fahrbahn abgefräst. Dazu

wird der Abschnitt während

der viermonatigen Bauzeit

halbseitig gesperrt. Kurzzeitig

gibt es eine Totalsperre.

Verwaltung Chronik Kultur

Foto: Fachabteilung 18B

tungsfahrbahn Graz. Während

der Sommermonate (8. Juli – 2.

September) steht auch die Generalsanierung

des A2-Autobahn-

Zubringers Mooskirchen (Länge:

2,5 Kilometer mit acht Brückenobjekten)

auf dem Programm.

Die Anschlussstelle wird in diesem

Zeitraum gesperrt sein, der

Verkehr über die Anschlussstellen

Steinberg beziehungsweise Lieboch

umgeleitet.

Die großen Neubauprojekte der

ASFINAG in der Steiermark sind

voll im Zeitplan. Baubeginn für

die Fürstenfelder Schnellstraße S

7 ist für das Jahr 2010 (Riegersdorf

– Dobersdorf) beziehungsweise

2011 (Dobersdorf

– Heiligenkreuz) vorgesehen. Beide

Abschnitte sollen 2014 für

den Verkehr freigegeben werden.

Die Gesamtkosten liegen bei 499

Millionen Euro. Der Lückenschluss

der Brucker Schnellstraße

S 35 (Projektkosten: 203 Millionen

Euro) wird im Sommer

2010 abgeschlossen sein“, ist

Alois Schedl überzeugt.

Lahnsattel

B23-Brückenbau

Geiger- und Lippbauernbrücke

auf der Lahnsattelstraße

in Mürzsteg (B23) sind

knapp 60 Jahre alt. Ein Neubau

der beiden Brücken ist

dringend erforderlich. Die

Bauarbeiten beginnen im

April. Während der Bauzeit

wird der Verkehr über eine

Notbrücke umgeleitet.

15



Prominente, sozial überaus engagierte Persönlichkeiten

erhielten die „Großen Josef Krainer -Preise 2008“.

Steiermark-heute“-Moderatorin Christine Brunnsteiner,

Superior Mag. Karl Schauer, Generalanwalt Dr. Christian

Konrad und General i.R. Karl Majcen als Initiatoren

der Renovierung der Mariazeller Basilika sowie

die Wirtschaftmathematikerin Univ.-Prof. Dr. Ulrike

Leopold-Wildburger kündigten ganz im Sinn von

Ökonomierat Josef Krainer in den Dankensworten an,

das Preisgeld karitativen Zwecken zu spenden.

„Vergesst mir die kleinen Leute

Kurt Fröhlich

An eines von vielen Leitmotiven

von ÖkonomieratAlt-Landeshauptmann

Josef Krainer erinnerte

Erster Landeshauptmann-Stellvertreter

Hermann Schützenhöfer

bei der Josef Krainer-Preisverleihung,

die erstmals in der

Aula der Alten Universität in der

Grazer Hofgasse stattfand.

KAGes-Vorstand neu

16

zurück zum Inhalt

„Schon in den 1930er Jahren

rief er in Kobenz eine Winterhilfsaktion

für in Not geratende

Land- und Bauarbeiter ins Leben“,

betonte Schützenhöfer,

der auch den „Visionär und Re-

Mitte März präsentierte Gesundheitslandesrat

Mag. Helmut Hirt im Medienzentrum Steiermark

die drei neuen Vorstände der steirischen Krankenhausgesellschaft

KAGes.

Neuer Vorstandsvorsitzender der

KAGes für die nächsten fünf Jahre

ist Dipl.-Ing. Werner Leodolter.

In sein Ressort fallen Personalund

juristische Angelegenheiten,

Interne Revision, Unternehmensstrategie

und Beteiligungen. Die

Funktion des Medizinvorstandes

übernimmt Univ.-Prof. Dr. Michael

E. Höllwarth. Er leitet den Aufgabenbereich

Medizin und Pflege.

Finanzvorstand ist Diplom-Kran-

Markus Gruber

kenhausbetriebswirt Ernst Fartek.

In seine Kompetenz fallen künftig

das Finanzmanagement sowie die

Sparte Controlling. Für Landesrat

Hirt haben die Umsetzung des

Regionalen Strukturplans Steier-

former Josef Krainer senior“

würdigte. Dieser forderte bereits

in den 1950er Jahren den

„kleinen Grenzverkehr“, initiierte

die steirische Grenzlandförderung

und erlebte rund zwei

mark, die damit verbundene Umstrukturierung

sowie die Einhaltung

der Finanzierungsvereinbarung

von Land Steiermark und

KAGes in den Jahren 2007 bis

2011 inklusive der Erschließung

Jahre vor seinem Tod am 28.

November 1971 einen großen

Erfolg. Am 12. Oktober 1969

eröffneten Bundespräsident

Franz Jonas und Jugoslawiens

Staatspräsidenten Josip Broz

KAGes neu: Univ.-Prof. Dr. Michael Höllwarth, Landesrat Mag. Helmut Hirt, Finanzvorstand

Ernst Fartek und Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Werner Leodolter. (v.l.)

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze

Foto: Landespressedienst; Grafik: Gruber

neuer Geschäftsfelder Priorität.

Als Ziel der Spitalspolitik nannte

Hirt einen kontinuierlichen und

qualitativen Fortschritt in der Gesundheitsversorgung

bei einer

kontrollierten Kostenentwicklung.


nicht“

„Tito“ die neue Murbrücke in

Bad Radkersburg. Bei der Eröffnung

des Festaktes betonte

Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer,

Obmann des „Josef Krainer

– Steirisches Gedenkwerk“, die-

„Klimek intensiv“

Gleich zwei Ausstellungen von

Gerda Klimek gibt es in der

Steiermark von Ende März bis

Ende Juni 2008. Die Steiermärkische

Landesbibliothek und das

Österreichische Kabarettarchiv

präsentieren in Graz und in Straden

bei freiem Eintritt Ausstellungen

mit Werken der vielseitigen

Künstlerin.

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Foto: Fischer

se Preise werden in Erinnerung

an das Wirken von Josef Krainer

vergeben, um den mit ihm

untrennbar verbundenen schöpferischen

Geist in unserem Bundesland

zu bewahren. Er be-

Rüdeger Frizberg

Ende März präsentierte sie in der Orangerie des Grazer Burggartens

im Beisein von Landeshauptmann Mag. Franz Voves ihr

neuestes Buch mit dem Titel „Mit dem Finger im Spinat“.

Termine Graz:

Sepp Trummer, Gerda Klimek und

Landeshauptmann Mag. Franz Voves

bei der Präsentation von Klimeks

neuestem Buch „Mit dem Finger im

Spinat“ in der Orangerie des Grazer

Burggartens (v.l.).

28. März bis 28. April in der Steiermärkischen

Landesbibliothek

8010 Graz, Kalchberggasse 2,

Mo – Fr. jeweils 8:30 – 17:00 Uhr

(von links stehend):

Landeshauptmann-Vize Hermann Schützenhöfer,

Dipl.-Ing. Herbert Willmann, Dipl.-Ing. Dr. Michael Donoser,

MMMag. Dr. Thomas Penz, Univ.-Doz. Dr. Peter Fickert,

Univ.-Doz. Dr. Ernst Kozeschnik, Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer

und Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Krainer.

(sitzend von links):

Superior Pater Mag. Karl Schauer, Christine Brunnsteiner,

Univ.-Prof. Dr. Ulrike Leopold-Wildburger

und General a.D. Karl Majcen.

grüßte die Familie von

Landeshauptmann a.D. Dr.

Josef Krainer, seine Nachfolgerin

im Amt Waltraud Klasnic,

Wirtschaftslandesrat Dr. Christian

Buchmann, Walburga

Foto: Harry Stuhlhofer

Kontakt:

www.landesbibliothek.steiermark.at

Tel: 0316 877-4600

Termine Straden:

1. Mai bis 25. Juni im Österrei-

Verwaltung Chronik Kultur

Beutl, Zweite Präsidentin des

Landtag Steiermark, Vizekanzler

a.D. Dipl.-Ing. Josef Riegler,

die früheren Minister Diplomkauffrau

Ruth Feldgrill Zankel

und Dr. Rudolf Streicher, sowie

Landesrat a.D. Erich Pöltl, die

früheren Landtagspräsidenten

Franz Wegart und Dipl.-Ing.

Franz Hasiba und viele mehr.

chischen Kabarretarchiv, täglich

von 10:00 – 17:00 Uhr

Kontakt:

www.kabarettarchiv.at

Tel: 03473-20008

17



Geschichten zur Geschichte

130 Jahre Weizklammstraße

Rüdeger Frizberg

Die Straße durch die Weizklamm gilt als besonders witterungsanfällig

und kostenintensiv in der Erhaltung. Ihre Errichtung vor 130 Jahren war

eine technische Meisterleistung und brachte der Region einen großen

wirtschaftlichen Aufschwung.

Vor der Fertigstellung der

Straße konnte die Weizklamm

von Fußgängern

nur über zwei halsbrecherische

Steige, auf denen über 40 Meter

tiefe Abgründe einfach nur Baumstämme

gelegt waren, passiert

werden: Beide Steige wurden immer

wieder von Unwettern weggerissen.

Fuhrwerke konnten nur

das oft unpassierbare Bett des

Weizbaches als Fahrtrasse benützen.

Tote und Verletzte waren damals

keine Seltenheit, weil Fuhrwerke

mitten in der Klamm von

Unwettern überrascht wurden.

Lange Zeit hatten die in einem

abgelegenen Talkessel isolierten

Gemeinden Fladnitz und Passail

auf eine Verbesserung dieser so

gefährlichen Verkehrsanbindung

an Weiz gedrängt. Auch die breite

Bevölkerung war für den Bau einer

Straße durch die Klamm.

Eine Gefährdung des Wachtelkönigs

bestand damals offensichtlich

nicht.

Nach der Prüfung einer Ende

1873 von den Gemeinden gemachten

Eingabe an den Steiermärkischen

Landtag beschloss

dieser 1874 eine Entwurfsausarbeitung.

Der vom Landesbauamt

1876 vorgelegte Entwurf sah vier

Abschnitte vor: Der erste, ca. 1,4

Kilometer lang, führte von Passail

weg in Richtung Klamm und war

mit 3.700 Gulden veranschlagt.

Der zweite mit rund 3,7 Kilometern

reichte bis zur Wasserscheide

Lamgraben und kostete

27.000 Gulden. Mit 53.3000 Gulden

am teuersten war der 3,4 Kilometer

lange Abschnitt direkt in

der Weizklamm. Die restliche

Strecke bis Weiz mit 5,6 Kilome-

18

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze

zurück zum Inhalt

tern kostete 12.000 Gulden. Am

14. April 1877 genehmigte der

Landtag den Bau und die Übernahme

der Kosten bis zu 82.300

Gulden. Welche Bedeutung die

Straße für die Bevölkerung damals

hatte, lässt sich an deren

großen Natural- und Geldopfern

dafür erkennen: Unter Anderem

brachten 112 Weizer Bürger die

für damalige Verhältnisse sehr

hohe Summe von 4.452 Gulden

auf. Der Beitrag der Anrainergemeinden

und einzelner Bürger

belief sich auf insgesamt 39.394

Gulden. Die Weizer Sparkasse

erklärte sich zu einem Darlehen

von 10.000 Gulden bereit, das

„im Ernstfall“ nicht zurückgezahlt

werden brauchte.

Den Bauauftrag erhielt die Firma

Pratschniker & Co aus Stein bei

Laibach. Sie hatte das günstigste

und für sie letztendlich verlustreiche

Angebot gelegt, weil sie

nach dem Auslaufen eines Großauftrages

unbedingt ihre Stammbelegschaft

erhalten und mit diesem

Auftrag auch die laufenden

Kosten ihres Maschinenparks finanzieren

wollte. Im Mai 1878

wurde der junge Diplomingenieur

Guido Edler von Toncourt als

Bauführer engagiert. Seine Ingenieurskanzlei

und das Verwaltungsbüro

für die Baustelle waren

in der nahen Steffelmühle untergebracht.

Die notdürftigen Unterkünfte

für die Arbeiter befanden

sich in Bauernhäusern oder

Scheunen. Es wird von einem

durch die Unvorsichtigkeit eines

Arbeiters ausgelösten Brand

eines Bauernhauses im Winter

1878 berichtet, bei dem die

Quartiergeber für die Arbeiter ihr

Leopold Farnleitner,

Franz Hauser und

Hans Ritz haben die

Geschichte der Weizklammstraße

in ihrem

Buch „Weiz, Geschichte

und

Geschichten“ beschrieben.

Wirtschafts- und Wohnhaus verloren.

Ihr Neugeborenes konnten

sie vor dem Flammentod nur retten,

indem sie es durch das Fenster

in den weichen Schnee warfen.

Dank der umsichtigen Bauleitung

durch Toncourt machte der technisch

anspruchsvolle Bau gute

Fortschritte. Die Mühsal der Arbeit

lässt sich erahnen, wenn

man bedenkt, dass für einen halben

Meter Vortrieb in den Stein

– etwa für Sprengungen - 3800

Hammerschläge notwendig waren.

Dabei waren zwei Arbeiter

beschäftigt, einer, der den Hammer

schlug und ein zweiter, der

nach jedem Schlag den Meisel

nachdrehen musste. Trotzdem

konnten die Arbeiten bereits im

September 1879 abgeschlossen

werden. Obwohl der Auftrag verlustreich

war, lud die Baufirma

die Weizer Bevölkerung zur Eröffnung

ein. Alle waren von der sich

in die Natur einfügenden Trassenführung

begeistert.

Direkt an der Straße entstanden

mehrere Labestationen für die

Pferde. Viele neue Gasthäuser,

wie etwa der „Felsenkeller“,

sorgten für die oft auch über das

unbedingte Erfordernis hinausgehende

Labung mancher Kutscher.

Aber nicht nur direkt an der Straße,

sondern in der ganzen Region,

brachte die Straße einen wirtschaftlichen

Aufschwung.

Für Guido von Toncourt bedeutete

dieses Projekt den Beginn einer

großen Karriere: Er wurde

danach in den Staatsdienst übernommen

und mit einer Reihe von

Aufgaben an der Südostgrenze

der Monarchie beauftragt. Zuerst

Leiter des technischen Dienstes

zur Schiffbarmachung des Pruth

(Rumänien), stieg er danach weiter

zum Schifffahrtsinspektor

und Vorsitzenden des Schiedsgerichtes

für Schifffahrtsangelegenheiten

auf. Den Naturbegeisterten

zum Trost: Auch im Falle des

Baues des Weizklammtunnels

würde die unter seiner Leitung

erbaute Weizklammstraße erhalten

bleiben.

Foto: Helmuth Gschuanes


Die Endziffer der Jahreszahl 2008 ruft Erinnerungen an bedeutende

historische Ereignisse hervor: Das Ende des 1. Weltkrieges 1918, den

Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938

sowie die Protestwelle für mehr Freiheit und Demokratie des Jahres

1968.

Waldweiher, Lotusblütenteiche, Labyrinthe und Rosengärten als

Kulisse für 60 Skulpturen meist heimischer Künstlerinnen und

Künstler. Nach der Winterpause öffnet der Österreichische Skulpturenpark

bei den Schwarzl Teichen ab 1. April wieder seine Pforten.

Der sieben Hektar große Österreichische

Skulpturenpark ist

nicht nur eines der schönsten

„Geheimnisse“ im Süden von

Graz, er bereichert das Landesmuseum

Joanneum auch um

eine wichtige Facette zeitgenössischer

Kunst. Skulpturenpark-

Leiterin Dr. Elisabeth Fiedler:

„Gezeigt wird punktuell die Geschichte

der Skulptur, von der

klassischen Plastik über die Erweiterung

zur Möbelskulptur bis

hin zu konzeptuellen Arbeiten.

Gefundene Objekte, Naturkunst-

www.landespressedienst.steiermark.at

��

1918-1938-1968-2008

Inge Farcher

Nach dem Motto „Erinnern

ist Grundstein für

die Zukunft“ hat Kultur-

uns an einschneidende historische

Ereignisse, die das politische

und gesellschaftliche Lelandesrat

LH-Stv. Dr. Kurt Fleben nachhaltig verändert

cker auf dem Kulturserver ein haben.“ Flecker initiiert und för-

Kalendarium eingerichtet, das

von Veranstaltern befüllbar

dert diesbezüglich Aktivitäten,

und allgemein zugänglich

ist. www.kultur.steiermark.

at/8888 stellt einen Teil der

www.kultur.steiermark.at/8888

steirischen Aktivitäten im Zuge die von Ausstellungen z.B. über

des Gedenkjahres dar – im dop- den Widerstand in der Steierpelten

Sinne. Es ist selbst Teil mark 1938, die Sanierung jü-

des Gedenkjahres und es bietet discher Friedhöfe, die Errichtung

Platz für andere Teile, sich zu eines Mahnmals an der Burg-

präsentieren. „2008 erinnern wir mauer bis hin zu Vortragsreihen,

Inge Farcher

zurück zum Inhalt

stücke, Landschaftsplastik, Gartenskulpturen

und Interventionen

– den Besucherinnen und Besuchern

offenbart sich das gesamte

zeitgenössische Vokabular der

Skulptur.“

Der Skulpurenpark lockt jetzt im

Frühling mit einem vielfältigen

Programm. Kinder ab sechs Jahren

lernen bis September an jedem

letzten Samstag im Monat

im Workshop „Kugelmax trifft

Drahtmarie“ spielerisch Skulpturen

begreifen. Ebenfalls auf

Kinder- und Jugendgruppen

Diskussionsveranstaltungen und

der Internet-Plattform www.kultur.steiermark.at/8888

reichen.

Flecker: „Sie soll allen Gedenkjahr-Aktivitäten

zur Verfügung

stehen. Im Rahmen von 8888

sollen nicht nur die vom Kulturreferat

des Landes Steiermark

geförderten Aktivitäten

beschrieben und angekündigt

werden. Ich möchte hiermit

alle VeranstalterInnen aufrufen,

auch ihren Beitrag auf ´8888´

zu platzieren und so die Plattform

und das Gedenkjahr zu erweitern

und zu bereichern.“

Freizeitparadies für Kunstinteressierte

Foto: Landesmuseum Joanneum

Skulptur „Betonboot“ vom steirischen Künstler Michael Schuster,

dem in der Neuen Galerie Graz derzeit eine eigene Ausstellung

gewidmet ist.

zugeschnitten ist der Workshop

„Raum erleben. Raum gestalten“.

An jedem letzten Sonntag im Monat

um 11.00 Uhr können Interessierte

am Rundgang „Kunst

und Natur. Die Landschaftskonzeption

Dieter Kienasts“ teilnehmen.

An den ersten drei Sonntagen

im Monat werden um 11.00

Uhr weiters geführte Überblicks-

Chronik Kultur SteirerBlitze

Kulturlandesrat LH-

Stv. Flecker hat auf

dem Kulturserver

des Landes eine

Internet-Plattform

eingerichtet, bei der

Gedenkjahr-Veranstaltungen

angekündigt und abgerufen

werden können.

Foto: Büro Flecker, Grafik: Gruber

rundgänge geboten. Alle Führungen

werden auf Anfrage auch

außerhalb dieser Zeiten angeboten,

ebenso wie maßgeschneiderte

Angebote für Busreiseoder

Schulgruppen oder spezielle

Angebote wie die „Rätselreise

durch den Skulpturenpark“.

www.skulpturenpark.at

19



Foto: Landesmuseum Joanneum

Diese Klanginstallation

war von 4. bis 24. März

im Medienkunstlabor

des Grazer Kunsthauses zu sehen

und zu hören.

Hörbilder und kleine Szenen,

die aus der Phantasie kommen

und über die Klanginstallation

mit der Wirklichkeit konfrontiert

werden, erweisen sich dabei als

fragile, in sich geschlossene

20

zurück zum Inhalt

Miramondo multiplo…. lautet der Titel, unter dem die 1968 in Graz

geborene Olga Neuwirth in einer Klanginstallation die verschiedenen Welten

des Subjektiven und des Objektiven zu einer Einheit zu verbinden versucht.

… miramondo multiplo …

Rüdeger Frizberg

Welten, die vom „aggressiven

AUSSEN“ der realen Welt ständig

bedroht zu sein scheinen.

Anhand des auf einem Videoscreen

sichtbar gemachten

Schreibvorganges beim Komponieren

wird der Weg einer künstlerischen

Idee aus der Phantasie

des Künstlers in die Realität

nachgezeichnet. Als akustisches

Steirische Musikerlebniswochen

Rüdeger Frizberg

Bereits zum vierten Mal findet heuer die Steirische Musikerlebniswoche

für Kinder im Johann-Joseph-Fux-Konservatorium statt.

Unter dem Motto „Spielerisch

die Welt der Musik und des Theaters

erforschen“ können Kinder

im Alter von sieben bis zwölf

Jahren unter der Anleitung erfahrener

Pädagogen die verschiedensten

Instrumente vom

Dudelsack bis zur Trommel,

Tänze und Rhythmen sowie das

heuer zum ersten Mal stattfindende

Musiktheater kennen lernen.

„Musik bringt Spaß und

trägt durch das Erkennen der

eigenen Fähigkeiten dazu bei,

das Selbstbewusstsein zu stärken“,

sagt die für das steirische

Musikschulwesen verantwortliche

Landesrätin Dr. Bettina

Vollath.

Termine:

7. bis 11. Juli und 14. bis 18.

Juli 2008 jeweils von 9:00 bis

18:00 Uhr in den Räumlichkeiten

des Johann–Joseph–Fux–

Konservatoriums. Am Ende der

Musikerlebniswoche findet ein

Abschlusskonzert statt. Die Teil-

Material dient dabei Neuwirths

Trompetenkonzert, das bei den

Salzburger Festspielen im Jahr

2006 von den Wiener Philharmonikern

unter Pierre Boulez

zusammen mit dem Solisten

Håkan Hardenberger uraufgeführt

wurde.

Olga Neuwirth studierte Komposition

am Conservatory of

Music in San Francisco und besuchte

dort auch das Art College

für Malerei und Film. We-

nahme kostet 150 Euro inklusive

Mittagessen, Getränke und Betreuung.

Bei der Anmeldung von

zwei Kindern (Geschwister) oder

gegen die Vorlage des steirischen

Familienpasses gibt es

eine Ermäßigung von 20 Euro.

Anmeldungen bis 30. April bei

sentliche Anregungen erfuhr sie

durch Begegnungen mit Luigi

Nono und Elfriede Jelinek.

Das Medienkunstlabor des Grazer

Kunsthauses versucht Kunst

mit Wissenschaft und Forschung

zu verbinden. Diese drei

Bereiche sollen auch Säulen

eines Dialoges zwischen der

Kunst und den neuen Technologien

sein. Dabei wird eine Zusammenarbeit

mit den jeweiligen

Instituten der Hochschulen

angestrebt.

Foto: Fachabteilung 6E

Projektleiterin Gabriele Zengerer,

Fachabteilung 6E Musikschulwesen,

Entenplatz

1b, 8020 Graz.

Tel. 0316-877-6159

FAX: 877-6155;

e-mail:

gabriela.zengerer@stmk.gv.at

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


Ausnahme-Winzerin Monika Strehn, Franz „Lipizzaner Franzl“

Eccher, Melitta Wagner und Hofrat Johannes Pinczolits.

Beide gehören dem Dachverband der österreichisch-ausländischen

Gesellschaften (PaN für Partner aller Nationen) an,

und was sich international recht segensreich auswirkt, tut

es in der engeren Heimat ganz besonders. Der größte steirische

Beamtenversicher und so nebenbei Buschenschankbetreiber

in Heiligenkreuz am Waasen im Süden von Graz,

Franz „Lipizzaner Franzl“ Eccher und der Protokollchef der

burgenländischen Landesregierung Johannes Pinczolits,

dem man ruhig als exzellenten Kenner der burgenländische

Weinszene bezeichnen darf, haben eine Weinverkostung

beim Lipizzaner Franzl vereinbart. Dazu lud Johannes Pinczolits

die Ausnahme-Winzerin Monika Strehn aus Deutschkreuz,

seine Mitarbeiterin Melitta Wagner und eine erkleckliche

Anzahl jener Flascherln roten Inhaltes, die den Ruf

des Burgenlandes in die Welt trugen, ins Auto. Freunde des

extrem gepflegten Tropfens werden nun beim Lipizzaner

Franzl auch Medaillen-Weine wie Pandur, Syrah oder das

berühmte PaN-Cuvèe auf der Weinkarte finden. So ferne

Franzl&Freunde etwas übrig lassen.

Landeshauptmann

Franz

Voves, Botschafter

Massimo

Spinetti und

Angelo Urban,

Honorarkonsul

der Republik

Italien, in der

Grazer Burg.

Der Botschafter von Italien Dr. Massimo Spinetti stattete Anfang

März Landeshauptmann Mag. Franz Voves in der Grazer Burg seinen

Antrittsbesuch ab. Im Mittelpunkt der Gespräche standen zahlreiche

gemeinsame EU-Projekte im Rahmen der Matriosca-Initiative sowie

das für 29. April anberaumte Präsidententreffen (auf Einladung von

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer kommen die Staatschefs von

Deutschland, Italien, Finnland, Lettland, Polen, Portugal und Ungarn

nach Graz), an dem auch der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano

teilnehmen wird. „Norditalienische Regionen und die Steiermark

arbeiten in zahlreichen grenzüberschreitenden EU-Projekten

zusammen,“ lobte LH Voves. Er unterstrich die richtungsweisende

Neuorientierung der regionalen Zusammenarbeit durch die Matriosca-Gemeinschaftsprojekte

im Alpen-Adria-Pannonia-Raum und betonte

die Bedeutung des Engagements der italienischen Regionen

Friaul und Julisch-Venetien.

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Foto: Landespressedienst

Foto: Landespressedienst

„Es war klar, dass das Buchprojekt

„Bosnien und Herzegowina –

Ein vergessenes Land“ ohne

Sponsoren nicht realisiert werden

kann. Dann sah ich zufällig im

steirischen Fernsehen einen Bericht

vom Besuch des Landeshauptmanns

in Bosnien-Herzegowina

und wusste, wen ich als

erstes fragen würde!“ Die Grazer

Fotokünstlerin Silvia Schilcher

hatte den richtigen Riecher - Landeshauptmann

Mag. Franz Voves,

gerade von dieser Reise zurückgekehrt,

hatte sofort ein offenes Ohr

für ihr Anliegen. Die Co-Autoren

Silvia Schilcher und Dipl. Ing. Helmut

Strobl konnten so mit der

tatkräftigen Unterstützung von Dr.

Christian Brandstätter vom gleichnamigen

Verlag ihre Idee in die

Tat umsetzen. Der Bildband ist

das Ergebnis mehrerer Reisen

durch Bosnien Herzegowina, bei

Beim allerersten Treffen hatte

der Vorstand der Abteilung 14

Mag. Stephan Hochfellner Wirtschaftslandesrat

Dr. Christian

Buchmann gegenüber die prophetische

Aussage getan: „Lieber

Christian, ich habe sechs

Wirtschaftslandesräte überstanden,

du bist der erste Landesrat,

der mich überstehen

wird!“ Dies hat sich nun bewahrheitet

– Hochfellner tritt

mit 1. Mai 2008 in den wohlverdienten

Ruhestand. Nach

seinem Volkswirtschaftsstudium

in Innsbruck hat Hochfellner

1971 in Graz beim WIFI in

der Wirtschaftskammer Steiermark

als Betriebsberater und

Seminarleiter begonnen. 1975

ist er in den Landesdienst eingetreten

und hat in der Wirtschaftsabteilung

als Referent

angefangen. Landesrat Nr. 1,

Anton Peltzmann war auf ihn

aufmerksam geworden und hat

ihn in sein Ressort geholt.

Hochfellner hat es sich nicht

leicht gemacht, sondern war

immer für die wahren Heraus-

Verwaltung SteirerBlitze Kultur

Landeshauptmann Franz Voves mit Gattin Ingrid, die

Autoren Silvia Schilcher und Helmut Strobl bei der

Buchpräsentation im Grazer Stadtmuseum.

denen Silvia Schilcher mit ihrer

Kamera Landschaften, Menschen,

vom Krieg zerstörte Gebäude und

Friedhöfe festhielt und der ehemalige

Grazer Kulturstadtrat Helmut

Strobl 70 Interviews mit Menschen

verschiedenster ethnischer

und religiöser Zugehörigkeit

führte. Am 14. März wurde das

Buch vor zahlreichem Publikum

im Grazer Stadtmuseum erstmals

präsentiert.

Foto: privat

Sagt nach 33 Jahren Landesdienst Adieu

– Mag. Stephan Hochfellner, dem

Wirtschaftslandesrat Dr. Christian

Buchmann in einer kleinen Feier alles

Gute für den Ruhestand wünschte.

forderungen des Wirtschaftsressorts

zuständig, nämlich für die

Sanierungen. Deswegen konnte er

auch scherzhaft von sich sagen:

„Wer mich kennt, ist insolvent!“

Da Hochfellner dem Rotwein

durchaus „medizinische“ Qualitäten

zuspricht Abends gerne einen

(medizinischen) Schluck davon

nimmt, hat ihm Landesrat

Buchmann mit einer kleinen, sehr

feinen Auswahl an Rotweinen den

Abschiedsschmerz gemildert.

21

Foto: Frankl



Sie wird sich im Laufe ihrer neunmonatigen Öffnungsdauer ständig

verändern. Daher sollte man sie öfter besuchen – die Ausstellung

„Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Sammlung Aleph“ im Grazer

Kunsthaus. Bei der Eröffnung Anfang März konnte das Grazer

Kunsthaus den Andrang der vielen interessierten Besucher, unter

ihnen Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Bürgermeister Mag.

Siegfried Nagl, kaum bewältigen. Die Kuratoren Adam Budak

(Kunsthaus Graz) und Daniela Zymann (Thyssen-Bornemisza Art

Contemporary) lehnten sich bei der Entwicklung der Ausstellung

stark an die Erzählung „Das Aleph“ von Jorge Lius Borges (1899-

1986) an. Landeshauptmann Voves umriss in seiner Eröffnungsrede

die mannigfache Funktion moderner Kunst: „Kunst ist kreative Wissenschaft,

Chance für den Dialog und ein Mittel der Bewusstseinserweiterung.“

Für Bürgermeister Nagl „… ist das Grazer Kunsthaus

ein Botschafter der Stadt Graz und der Steiermark, wenn es darum

geht, moderne Kunst einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.“ Die

Ausstellung ist bis 26. Oktober geöffnet.

Eine Tonne Papier in einer Minute, lautet

die beeindruckende Kennziffer einer

der beiden riesigen Papiermaschinen

von Sappi Gratkorn. Da ist es

verständlich, dass die Mitarbeiter um- Foto: sappi

fassend in Sicherheitsfragen geschult

und zur Selbstverantwortung angehalten werden. Denn so rasant

wie hier bei einer falschen Einstellung oder einer anderen

Panne Geld vernichtet wird, ist es unumgänglich, dass der Mitarbeiter

selbst schnell und richtig reagiert. Dieses Beispiel und

viele andere Kennzahlen präsentiert von Direktor Dr. Max Oberhumer

sowie eine spannende Führung durch die beeindruckenden

Produktionshallen von Sappi Gratkorn faszinierten die

Pressereferenten der steirischen Einsatzorganisationen beim

22

Ex-Direktor DI Rupert Vötsch führte

die Kat-Treff-Mitglieder durch das

Gratkorner Werk – Hübel, Farcher,

Braunsar, Mlaker, Kemeter,

Weinelt, Feyerer, Richter und

Schweiger

zurück zum Inhalt

Foto: Christian Jungwirth

Landeshauptmann Mag. Franz Voves, Francesca von Habsburg, Vorsitzende

der Stiftung Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Bürgermeister Mag.

Siegfried Nagl und der Intendant des Grazer Kunsthauses Peter Pakesch

bei der Eröffnung der Ausstellung “Thyssen-Bornemisca Art Contemporary,

Sammlung als Aleph“ im Grazer Kunsthaus. (v.l.)

Die Starköche

Didi Dorner,

Hermann

Schützenhöfer

und Jürgen Pichler.

Feinspitze haben noch zwei Monate Zeit, geplante Fastenkuren

unterzubringen, bevor zwölf internationale Starköche aus drei

Kontinenten von 21. bis 24. Mai zum GourmetReise-Festival in

die Steiermark laden. Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer

präsentierte Ende März im Grazer Schlossbergrestaurant

das viertägige Programm: So werden Leonard Cernko

vom Top-Hotel Ritz Carlton in Moskau, Oyvind Naesheim vom

Restaurant „Nobu“ in Honkong und Wolfgang von Wieser vom

Hotel „Bellagio“ in Las Vegas aufkochen. Schauplätze der

Koch-Spitzenleistungen werden das Schlossberghotel, das

Parkhotel und der Landhauskeller in Graz sein sowie die Hotels

Ederer in Weiz, Schloss Obermayerhofen in Sebersdorf (Oststeiermark)

und das Hotel Burg Deutschlandsberg. Auch der

steirische Starkoch Didi Dorner, mit drei Hauben und einem

Michelin-Stern der höchstdekorierte steirische Koch, wird dabei

sein. „Die Steiermark ist das Land des guten Geschmacks.

Von der Brettljause bis zum Sechs-Gang-Haubenmenü zählen

wir uns zur Weltspitze im kulinarischen Bereich. Mit den Botschaftern

des guten Geschmacks – den Wirten, den Hoteliers

und den Winzern bauen wir unsere Erfolgsmarke ´Kulinarium

Steiermark` weiter aus“, lässt Schützenhöfer noch einiges an

Essanstrengungen erwarten – aber zum Glück ist die Steiermark

ja auch ein Wellness-Land.

zweiten Kat–Treff in diesem Jahr am 27. März. Umweltauszeichnungen

hat Sappi Gratkorn schon viele erhalten, jetzt will

das Unternehmen zum sichersten Papierwerk Europas werden.

Eine Maßnahme – die rund 100 Lehrlinge schon während der

Lehre zu Sicherheitskräften auszubilden – wurde bereits prämiert.

Diskutiert wurden beim Kat-Treff auch Katastrophenschutzübungen,

bei denen das Unternehmen in Zukunft auch

die steirischen Einsatzorganisationen aktiv einbinden will.

Foto: Landespressedienst

Kolumne Verwaltung Chronik Kultur SteirerBlitze


Samariterbund-Präsident Landtagsabgeordneter a.D. Kurt Gennaro,

Landeshauptmann Mag. Franz Voves mit einer Samariter-Mitarbeiterin

und der Steiermark-Vertreterin von Novomatic, Patricia Polanz

sowie dem geschäftsführenden Präsidenten des Samariterbundes,

Peter Scherling, bei der Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges im

Hof des ehemaligen Priesterseminars in Graz. (v.l.)

Einen Wert von 78.000 Euro stellt der nach den Wünschen

des Grazer Samariterbundes umgebaute VW-Transporter dar,

der Mitte März von Patricia Polanz - Steiermark-Vertreterin

des Glücksspielkonzerns Novomatic - seiner neuen Bestimmung

übergeben wurde. Landeshauptmann Mag. Franz Voves

begrüßte die großzügige Spende des österreichischen Unternehmens

und dankte den Initiatoren und Mitarbeitern des

Samariterbundes für den Einsatz für Menschen in Not: „Die

Einsatzorganisationen und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind der Kitt unserer Gesellschaft,

über alle politischen und ideologischen Grenzen hinaus. Ich

danke allen Beteiligten, dem Glücksspielkonzern Novomatic

und deren Tochterfirma Admiral-Sportwetten GmbH für diese

großzügige Spende.“

Bei der Osterjause in der Grazer Burg: Margot Sabathi, Manfred Lieleg vom

Weingut Adam-Lieleg, Anna Bauer vom Hofladen Bauer, Franz Deutschmann

von der Hofkäserei Deutschmann, Erwin Sabathi, Landeshauptmann-Stv.

Hermann Schützenhöfer und Stefan Langmann vom Weingut Langmann-Lex.

www.landespressedienst.steiermark.at

��

zurück zum Inhalt

Foto: Landespressedienst

Foto: Land Steiermark

Zum Feinschmeckerausflug in das Kulinarium Steiermark lud Landeshauptmann-Stv.

Hermann Schützenhöfer die Vertreter der steirischen

Medien bei der bereits traditionellen Osterjause Ende März in seine

Amtsräume in der Grazer Burg. Zahlreiche Vertreter aus dem Print-,

TV- und Radiobereich nutzten die Gelegenheit zum Smalltalk nebst

Verkostung der verschiedensten steirischen Schinken- und Käsersorten.

Den nötigen Flüssigkeitsgehalt garantierten die Weingüter Sabathi

und Lieleg mit den besten steirischen Weinen. Für die musikalische

Untermalung sorgten die „jazzbanditen“.

Landeshauptmann-

Stellvertreter Hermann

Schützenhöfer in

„Golf-Pose“ bei der

Präsentation der

Steiermark Golf Card.

Die neue Steiermark Golf

Card für alle steirischen

Golfplätze lässt ab sofort

die Herzen der Golf-Fans

höher schlagen. Mitte März

wurde sie von Landeshauptmann-Stv.

Hermann

Schützenhöfer und dem

Geschäftsführer von Steiermark

Tourismus, Georg

Bliem im Hotel Wiesler in

Graz präsentiert. „Mit der

neuen Steiermark Golf

Foto: Land Steiermark

Card können die Golf-Fans

unkompliziert eine möglichst große Anzahl an verschiedenen Plätzen

zu einem sehr vernünftigen Preis bespielen. So gesehen ist die neue

Card ein richtiges hole in one“, schwärmt Bliem von deren Vorzügen.

Für Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer ist dieses Golfangebot

im Grünen Herz Österreichs in zweierlei Hinsicht wichtig: „Zum

einen erhöht es die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des steirischen

Tourismusangebotes, zum anderen ist es ein wertvoller Umsatzbringer.“

Landeshauptmann

Mag.

Franz Voves

überreichte an

Andreas

Rauch und

seine Gattin

Gabriele das

steirische Landeswappen.

Foto: Landespressedienst

Mit der kleinsten Waage der Welt als Geschenk wurde Landeshauptmann

Mag. Franz Voves kürzlich bei der Überreichung des Landeswappens

an die Firma Rauch Waagen überrascht. „Die Firma Rauch

ist ein guter Beweis dafür, welchen Beitrag vor allem Klein- und Mittelbetriebe

für das Wirtschaftswachstum in der Steiermark leisten.

Neben der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen konnte auch

das Interesse bei jungen Menschen für den Lehrberuf Waagen-Hersteller

gesteigert werden“, so LH Voves in seinen Begrüßungsworten.

Mehrere hundert verschiedene Waagen-Typen finden sich in der

Produkt-Palette der Grazer Firma „Rauch Waagen“ in der Liebenauer

Hauptstraße. So zum Beispiel eine Industriewaage die bis

zu 6.000 Kilogramm wiegen kann sowie auch eine ganz normale

Küchenwaage.

Verwaltung SteirerBlitze Kultur

23


Mehr Informationen auf unserer Homepage

www.landespressedienst.steiermark.at

www.medienzentrum.steiermark.at

Erscheinungsort und Verlagspostamt: 8010 Graz, P.b.b. GZ02Z034177M

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine