Das passt auf keine Kuhhaut!

mediendenk.de

Das passt auf keine Kuhhaut!

Photo: stocksnapper @ photocase.de

Dorfmafia aus

CSU & PNP

Das passt auf keine Kuhhaut!

Klicken, was die Stadt bewegt: www.buergerblick.de

Tel: 0851 9346649 E-Mail: info@buergerblick.de

Ab Seite 16

Abitur-Skandal

Aufstand

der Lehrer

Seite 14

Nr.

Oberhaus-Premiere

Bewegende

Burgfestspiele

Seite 27

27

Sommer 09

1 Euro


2 ANZEIGEN

Mai 2009

2 ANZEIGEN

Juli/ Dez./Jan. August 2009

Käse, Schinken, Feinkost und viele Geschenkideen

Visitenkarte 22.09.2006 9:57 Uhr Seite 1

���������������

������������

���������������������� ���� �� ��

����������������������������������������������

Wir bedanken uns herzlich bei allen

Kunden, die uns auch in diesem

harten Jahr treugeblieben sind.

Ihnen Allen ein frohes Fest und

ein glückliches neues Jahr 2009!

Ihr Modehaus Simader Team

Kanzleisitz in der Mariahilfstraße 2

Wir beraten Privatleute und Unternehmer in

zivil-, wirtschafts- und vermögensrechtlichen Angelegenheiten.

Die Rechtsanwaltskanzlei Flisek + Galla wünscht allen Passauerinnen

und Passauern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2009.

RA Christian Flisek • RA Sven Galla • RA Markus Ihle • RAin Monika Majcher-Byell

Rechtsanwaltskanzlei Flisek + Galla, Mariahilfstr. 2, 94032 Passau, Tel.: 0851/851 77-0, Fax: 0851/ 851 77-17, Email: info@anwalt-passau.de


Seite 16

Seite 17

Juli/ August 2009

Mit Rat und Tat

„Ombudsmann“ nennt sich im Nach-

barland Österreich ein Redakteur, der

Lesern hilft, die sich selbst nicht mehr

zu helfen wissen: Er schlichtet Streitig-

keiten mit Behörden, kümmert sich um

Kundenreklamationen und gibt denen

eine Stimme, die nicht gehört werden.

Der Service ist kostenlos und dient der

„Leser-Blatt-Bindung“. „Bild hilft“, die

Kampagne des großen Boulevardblat-

tes, ist heute ebenso verschwunden wie

viele andere Service-Redaktionen. Sie

wurden wegrationalisiert.

Wir lassen in dieser Ausgabe den Om-

budsmann wieder aufleben.

Ein Hilferuf war von besonderer Art:

Er kam von den neuen Gemeinderäten

aus Tittling, die eine unabhängige

Berichterstattung vermissen. Die

Dorfmafia regiert dort dreister als ein

Groschenroman es erfinden könnte.

Der CSU-Ortsvorsitzende, Parteifreund

der beiden Bürgermeister, leitet

die Geschäfte der Heimatzeitung

„Passauer Neue Presse“. Hier hat einer

wirklich alle Fäden in der Hand.

Der zweite Hilferuf kommt von einem

Studenten, der von seinem Mobilfunkbetreiber

abgezockt wurde.

Die schamlose Gebührenfalle bei

manchen Hotlines - ein Thema, das

viele ärgert.

EDITORIAL

An meiner ehemaligen Schule, dem

Adalbert-Stifter-Gymnasium, hängt

der Haussegen zwischen Lehrern und

Schülern schief. Ausgerechnet ein

Abiturient, der als Nachwuchsjournalist

zum Aushängeschild wurde, ging

in der Abizeitung mit seiner persönlichen

Kritik zu weit. Lehreraufstand

am ASG.

Tierfreunde und Jäger, das geht offenbar

nie zusammen. Wie hoch bei einem

Konflikt die Emotionen schlagen,

zeigt ein Prozess vorm Amtsgericht.

Eine Katzenbesitzerin führt einen erbitterten

Kampf gegen die Jäger.

Im selben Gericht musst ich wenige

Tage zuvor als Zeuge auftreten. Beim

Verfahren gegen einen bekannten

Neonazi stellte sich heraus, dass meine

Pressefotos die ausschlaggebenden

Indizien für seine Verurteilung sind.

Weil Staatsanwalt und Angeklagter

in Berufung gehen, sehen wir uns vor

dem Landgericht wieder. Muss ich vor

diesen blauen Nazi-Augen Angst haben?

Die nächste Bürgerblick-Ausgabe

erscheint nach der Sommerpause im

September.

Eine anregende Lektüre wünscht

Hubert Denk

Seite 14

Seite 23

Seite 21

3

Heimatzeitungen holen sich

neuerdings einen Hauch Ame-

rika in die Redaktion, den

"Newsdeskmanager". Er soll die

große, weite Welt der Nachrich-

ten anrühren wie der Barkeeper

einen raffinierten Drink.

Photo: Tobias Köhler


4 sdf Juli/ August 2009

Juli/ August 2009 Rubrik

5

Luftsprünge beim SV Schalding-Heining

Bilder des Monats

Die erste Mannschaft des Sportvereins Schalding-Heining stieg auf in die Bayernliga.

Die Männer, so haben wir in den vielen Pressefotos gesehen, feierten

mit Weißbier. Die ganze Stadt ist stolz auf sie. Wie Freude noch aussehen kann,

machen ihnen die Mädchen ihrer B-Jugend vor. Auf der Wiese im Stadion springen

auf Kommando von Bürgerblick-Fotograf Alexander Eckmeier (v.l.): Elena

(Tor), Tanja (Abwehr), Patricia (Mittelfeld), Franziska (Abwehr), Franziska

(Sturm), Sophie (Libero), Lisa (Mittelfeld), Christina (Abwehr), Anja (Sturm),

Lisa und Sabrina (beide Mittelfeld). Frauenfußball ist schwer im Kommen.

Photo: Alexander Eckmeier


6

Medizinerkunst und Mutterliebe

Spezialisten der Unfallklinik in Salzburg haben der

14-jährigen Realschülerin Stephanie aus Aicha Vorm

Wald einen abgetrennten Unterarm wieder angenäht.

Sie wird ihre Finger bald bewegen können. Zu dieser

ungewöhnlichen Geschichte der medizinischen

Kunst gehört auch eine ungewöhnliche Mutterliebe:

Jeden Tag pendelt die dreifache Mutter Christine B.

(39) auf der 140 Kilometer langen Strecke zwischen

Heimat und Klinik, damit sie ihre älteste Tochter

auf der Intensivstation trösten und ihre Kleinen zu

Hause versorgen kann. Beim Spielen auf einem Granitwerksgelände

hatte sich eine tonnenschwere Platte

gelöst und die Schülerin getroffen. Unser Foto zeigt,

dass die Patientin nach wenigen Tagen schon etwas

lächeln kann.

sdf Juli/ August 2009

Juli/ August 2009 Rubrik

Bilder des Monats

7

Photo: Tobias Köhler


8 sdf Juli/ August 2009

Juli/ August 2009 Rubrik

9

Bilder des Monats

Weltklasse in der Provinz

Tief in ihr Spiel versunken sieht die 25-jährige Georgierin

Lisa Batiashvili so anmutig aus wie ihre

Musik klingt. Man kennt sie in New York, London,

Berlin. Schon im zarten Alter von 16 sorgte sie für

Furore. 2008 gewann sie den großen Echo-Klassik-

Preis. Nun verzauberte sie bei den Europäischen

Festspielwochen. Da ist sie nicht die einzige. Intendant

von Freyberg schafft es alljährlich, die neuen

Sterne am Klassikhimmel in der Provinz zu versammeln.

(wie den Oboisten Albrecht Mayer, siehe

Seite 28).

Photo: Tobias Köhler


10 sdf Juli/ August 2009

Juli/ August 2009 Rubrik

11

Bilder des Monats

Feuerwehrübung 1905

am Ludwigsplatz

Die Dampfspritze raucht, Männer

mit Helmen klettern über Holzleitern

in die Häuser oder sichern

den Rettungsschlauch. Zum Landesfeuerwehrtag

1905 wurde auf

dem Ludwigsplatz der Ernstfall

geprobt. Die Straßen konnten die

Schaulustigen kaum fassen, denn

damals, ohne Fernsehen und Internet,

waren solche Vorführungen

echte Spektakel. Schaulustige

stiegen sogar aufs Dach der heutigen

VR-Bank.

Photo: Stadtarchiv/ Feuerwehrarchiv


12 ANZEIGEN

WIR DRUCKEN

JEDE FARBE

UND DEN

BÜRGERBLICK

Tel.: 0851 41045

Fax: 0851 40168

druckerei@tutte.de

TUTTE DRUCKEREI GmbH

Juli/ August 2009

12 ANZEIGEN

Mähen Sie sich reich: JETZT

mindestens 750€ für Ihr Altgerät *

*Bei Neukauf eines Rasentraktors; bei Rasenmähern mind 80 Euro. Gilt nicht für Sonderpreise.

Ihr Partner für Kommunal- und Gartentechnik

Wir führen auch PKW-Anhänger,

Holzspalter, Kreissägen u. Öfen

Spitalhofstr. 102 (direkt bei Penny-Markt) in

94032 Passau-Auerbach - 0851-96629970

Wir beraten Sie gern.


Juli/ August 2009 BLICK AUF MEINUNGEN

Leserbrief zum letzten Titelthema "Die Ökolüge - Verrat an den Bäumen"

Was bitte schön ist komisch, wenn

betroffene Bürger diese geplante

Baumschutzverordnung (BSV) als

bürokratisches Monster bezeichnen?

Bin ich kein freier Bürger in einem

freien Land? Habe ich kein Recht,

meine Meinung zu einer Sache, die

ich nicht richtig finde, zu äußern?

Da könnte man schon sagen, dass

grüner Fundamentalismus beängstigende

Formen annimmt. Sie schreiben

von einer Pressekampagne gegen

den Baumschutz. Ist ihr Rundumschlag

nicht eine Gegenkampagne?

Herr Mangold ist nicht umgefallen,

sondern hat sich nur an sein Wahlversprechen

„sich für mehr Bürgernähe

einzusetzen“ erinnert.

Was ist höher zu bewerten, der

Wunsch der Allgemeinheit auf möglichst

viel Grün, ohne möglichst wenig

Eigenleistung, oder das Recht

des Eigentümers, auf eine ihm gemäße

Nutzung seines Grundstückes?

Außerdem sägt kaum jemand

seine einmal gepflanzten Bäume,

grundlos um… Zu berücksichtigen

ist hier, dass es mitunter auch Klagen

von Nachbarn, wegen zu großer

Verschattung ihres Besitzes gibt. Der

Geschafft! Augenarzt Dr. Liebsch (41) gibt seine Unterschriftenlisten im Rathaus ab.

Initiator Dr. Roland Liebsch kämpft für Radfahrer

Mensch braucht nicht nur Grün, er

braucht auch Licht und Sonne.

Für den Schutz der Bäume auf öffentlichen

Grund bedarf es keiner

BSV, hier genügen entsprechende

Regelungen der Behördenchefs, mit

Einbeziehung des Umweltamtes, damit

nicht wieder so etwas passiert,

wie beim Vermessungsamt. Wem

Passau noch immer nicht Grün genug

ist, der muss sich fragen lassen, ob es

sein kann, dass er vor lauter Wald die

Bäume nicht mehr sieht.

Gilda Spöckner,

Passau-Innstadt

Bürgerbegehren mit Gegenwind

Augenarzt Dr. Roland Liebsch freut sich, dass er

weit mehr als die 2.500 erforderlichen Unterschriften

für sein Fahrrad-Bürgerbegehren gesammelt

hat. Aber er spürt Gegenwind aus dem Rathaus.

Schlechte Beschilderung,

enger Verkehrsraum, gesperrte

Fussgängerzonen.

Als der Bayerische Rundfunk

Fahrradtouristen in

der Dreiflüssestadt befragte,

fielen die Noten mangelhaft

aus. Manche Stadträte

wollen das Problem nicht

wahrhaben.

Als Anfang Juni eine

63-Jährige Grazerin bei ei-

nem Unfall in der Innstadt

schwer verletzt wurde, war

dies der Heimatzeitung keine

Zeile wert. Die Touristin

war von einem Autofahrer

abgedrängt worden und

kam mit Knochenbrüchen

in die Klinik.

Von fehlenden Radwegen

will der Initiator des Bürgerbegehrens,

Dr. Liebsch,

gar nicht erst reden. Es geht

ihm zunächst nur um die

Freigabe der breiten Fußgängerzonen

in der Neuen

Mitte.

Jeder Radfahrer mehr

bedeutet weniger Stau, Abgase

und Lärm. Bei Bürgerversammlungen,

wie zuletzt

in Auerbach, wird am meisten

über die Ärgernisse des

Autoverkehrs geschimpft.

Dann das Absurde: Als OB

Jürgen Dupper testweise

die Versammlung zum Rad-

Bürgerbegehren abstimmen

lässt, zeigt eine deutliche

Mehrheit den Radfahrern

die Rote Karte.

Liebsch befürchtet, dass

das Rathaus sich von solchen

Abstimmungen beeinflussen

lässt. "Man weiß

doch, dass auf solchen Bürgerversammlungen

immer

dieselben Kritiker gehen."

Unterstützung bekommt

er vor allem von dem Grünen-K

reisvorsitzenden

Boris Burkert. Er lud ödp-

Bürgermeister Urban Mangold

zu einer Testfahrt mit

dem Radl ein, um ihm zu

überzeugen: Wer es mit der

Umwelt ernst nimmt, muss

als Politiker auch mal unbequem

sein.

Rathaus

13

Was Vandalismus

uns kostet

Besprühte Wände,

ausgerupfte Blumen, gestohlene

Schilder - ein

Schaden von 200.000

Euro entstehen der Stadt

und ihren Töchtern jährlich

durch Vandalismus.

"Das Geld wäre in Sportvereinen

und Kindergärten

besser angelegt",

gab FWG-Chef Alois

Feuerer zu bedenken.

Nach warmen Sommernächten,

die das Partyvolk

ins Freie treibt,

müssen komunale Helfer

zur Müllbeseitigung

ausrücken - 50.000 Euro

pro Jahr. Studien haben

gezeigt, dass gepflegte

Räume Zerstörungswut

und Kriminalität eher

verhindern.

Ordnungsamtchef Josef

Zacher nannte als

wirkungsvolle Maßnahmen

die Videoüberwachung

am Busbahnhof,

die vorgezogene Sperrstunde

in der Altstadt

und das Alkoholverbot

auf Grünanlagen. Um

den Schaden der "jungen

Wilden" in Relation

zu setzen: 87.000 Euro

sind jährlich im Haushalt

für die Instandhaltung

der Wasserfläche

an der "Cagnes-Sur-

Mer"-Promenade eingeplant.

Baumschutz

gestorben

Gegen die Stimmen

von Karl Synek (Grüne)

und Paul Kastner

(ödp) wurde eine neue

Baumschutzverordnung

abgelehnt. Die

Debatte war vergiftet,

weil Grundbesitzerverein

und CSU die privaten

Gartenbesitzer aufgewiegelt

hatten. Der

Schutz von alten Parks

und Biergärten ist nun

auch gestorben.

Photo: Tobias Köhler


14 BLICK AUF DIE GESELLSCHAFT

Juli/ August 2009

Wenn Schülerkritik zu persönlich wird

Lehreraufstand am ASG

Eine Lehrerin klagte bisher vergeblich: Der BGH hat erlaubt, dass auf der Internetseite spickmich.de

Schüler ihre Pauker benoten. Am Adalbert-Stifter-Gymnasium wäre ein ähnlicher Fall

von Lehrerkritik fast in einem ungewöhnlichen Boykott eskaliert.

In der Abiturzeitung

„Ciao“ zog der junge Chefredakteur

derart über eine

angeblich unfähige Englischlehrerin

her, dass die

Frau am Boden zerstört

war. Erst gab es Tränen,

dann erboster Aufstand

der Lehrer.

Wie weit darf Schülerkritik

gegen Lehrer gehen?

Am Ende der Schulzeit

wird diese Frage zum

Prüfstein für Abiturreden

und -zeitungen. Aktuelles

Beispiel „Adalbert-Stifter-

Gymnasium“. Abiturient

Raphael Geiger schmuggelte

er in seine Abi-Zeitung

einen Beitrag über

eine Lehrerin, die aus seiner

Sicht in ihrem Beruf

fehl am Platz ist. „Die große

Fehlwahl“ betitelte er

seinen Artikel auf Seite 66

in dem Heft „Ciao“, das für

Lehrer 3 Euro kostet.

Er geht mit der Pädagogin

um die Mitte 30,

die seinen Leistungskurs

Englisch führte, nicht

zimperlich um. Sie habe

Frischer Wind

bei der FDP

Mit seiner Gegenkandidatur

für den Kreisvorsitz

der FDP Passau-Stadt forderte

Finanzberater Korbinian

Faltner (Foto) eine

Kampfabstimmung heraus.

offenbar „alle Arten der

Unterrichtsgestaltung“ aus

der Zeit ihres Referendariats

„erfolgreich vergessen“:

„Wieso soll man sich auch

für einen Haufen Schüler

viel Mühe geben, die ja

noch nicht einmal Abitur

haben?“, formuliert

er spitz. Er kritisiert

ihren Benotungseifer,

den „psychischen

Terror“, den sie ausgeübt

habe, und ihren

„uninspirierten

Unterricht“.

Die Lehrerschelte

wiegt umso schwerer,

da der Autor

schon hohe journalistischeAnerkennung

bekommen hat.

Das Schülermagazin

„Rückenwind“ belegte

unter seiner Federführung

Platz 1

beim Spiegel-Wettbewerb;

er initiierte Medienduelle

zwischen dem jüdischen

Promi Michel Friedman

und dem streitbaren Kulturkritiker

Matthias Ma-

Mit 13:20 Stimmen musste

sich sich der bisherige

Vorsitzende Rolf Frommelt

(65) aus dem Amt verabschieden

- trotz Wahlempfehlung

von MdB Dr.

Max Stadler (FDP). „Wir

müssen den bundesweiten

Aufwind nutzen“, brachte

sich der 30-jährige Faltner

ins Spiel. Langfristig sei es

besser, im Team zu arbeiten.

So könne man mehr

bewegen. Versteckte Kritik

an der bisherigen Führung?

Frommelt wurde auf

Vorschlag seines Nachfolgers

zum Ehrenvorsitzenden

gewählt.

tussek. War seine Abrechnung

nun die Extremform

von Spickmich.de? „Das

ist die ehrliche Form, denn

über dem Beitrag steht

mein Name,“ bringt Geiger

vor. Im Internet seien die

Lehrerbewertungen ano-

Rückenwindchef Raphael Geiger:

Bei Lehrerkritik zu weit gegangen?

nym.

Die kritisierte Lehrkraft,

so erzählt man sich an der

Schule, brach in Tränen

aus. Gegenüber dem Bürgerblick

wollte sie sich aber

Sportliche

Stadtwerke

Einmal im Jahr darf

sich Stadtwerke-Chef

Gottfried Weindler über

einen Siegerpokal freuen

(Foto): zum dritten Mal

in Folge holten sich seine

Mitarbeiter den Titel

„Passaus sportlichste Behörde“.

Er selbst stieß die

Kugel 5,62 Meter.

Beim 43. Behördensportfest,

organisiert vom

Stadtrat und Polizeibeamten

Siegfried Kapfer,

traten 130 Frauen und

Männer aus elf Ämtern

und Dienststellen an.

nicht äußern. Ihre Kollegen

zeigten sich solidarisch

und sammelten Unterschriften

gegen das Pamphlet.

Man plante einen

massiven Gegenschlag: die

Lehrer verabredeten sich,

die Verabschiedung ihrer

Abiturienten zu boykottieren.

Erst eine

beherzte Vermittlung

des Elternbeirats verhinderte

den Eklat.

„Lehrer sind häufig

narzisstisch, weil sie

permanent zu einer

R o l l e n t ä u s c h u n g

gezwungen werden.

Vor ihren Klassen

und Kursen geben sie

den besseren Menschen“,

verteidigt

der Deutschlehrer

Heino Bosselmann

online grundsätzlich

die Redefreiheit von

Schülern und schreibt über

spickmich.de: „Ich würde

mich lieber dort bewertet

sehen als etwa mit einem

unflätigen Graffiti auf dem

Schulklo.“

Platz 2 belegte die Sparkasse,

gefolgt vom Team

der Stadtverwaltung.

Medienpreis

Rückenwind

räumt ab

Beim Spiegel-Preis

für Schülerzeitungen

hat das Adalbert-

Stifter- Gymnasium

(ASG) schon zweimal

bundesweit den ersten

Rang belegt. Jetzt

holten sich die Jungredakteure

des Magazins

„Rückenwind“

ihre bislang höchst dotierte

Auszeichnung:

5.000 Euro von der

AOK, die den „Medienpreis

zur Förderung

des journalistischen

Nachwuches“ seit

2003 jährlich auslobt.

Erstmals ging der bundesweite

„Ehrenpreis“

damit an eine Schülerzeitung.

„Die Jury

hat offenbar unsere

Serie über das Thema

„Suchtverhalten von

Jugendlichen“ beeindruckt“,

sagt der neue

„Rückenwind“-Chefredakteur

Alexander

Eckmeier (18). Acht

Schüler befassten sich

mit Schlankheitswahn,

Computerspielen, Depressionen

und Selbstverstümmelung.

Überraschung

für K-Schule

Die körperbehinderten

Kinder der Schule in

Grubweg verdanken der

„Passauer Runde“ das erste

Rollstuhlkarussell, ein

technisches Wunderwerk

eines Tiefenbacher Metallbauers.

Die Überraschung

bei einem Sommerempfang

am 24. Juli enthüllt,zu dem

Benef i z- Organisator in

Claudia Gugger-Bessinger

die Honoratioren der Stadt

einlädt. Sie hat mit einem

Promi-Kochkurs Spenden

gesammelt.

Photos: SWP, Duden Verlag


Juli/ August 2009 BLICK AUF KIRCHE & KULTUR

„Ich habe mit der Kirche

nichts mehr am Hut gehabt,

aber dann besuchte ich sogar

wieder Sonntagsmessen“,

sagt ein Familienvater

aus Grubweg.

Eine schönere Würdigung

kann es für Pfarrer

Josef Hirsch nicht geben.

Mit seiner gewinnenden

Art gelang es ihm, verlorene

Schäfchen zurückzuholen.

Sein Verlust wird

die Grubweger noch lange

Scharfrichter Walter Landshuter - Lebensbeichte auf der Proli-Bühne

Vom Prügelknaben zum Promi-Wirt

Das ist der Scharfrichter!“,

flüstert der Fremdenführer

im Arkadenhof. Die

Eindringlinge starren ehrfurchtsvoll

auf den unrasierten

Mann, der stets schwarze

Kleidung trägt.

„In solchen Momenten ist

mir bewusst, ich bin zum

Museumsstück geworden",

erzählt der 63-jährige Wirt

Walter Landshuter. Mit

einem - aus Sicht biederer

Bürger - "unanständigen

Haufen" hat er in den 70er

Jahren die Kulturstätte

des linken Widerstandes

gegründet. Sie erwarb sich

bundesweiten Ruf als Kabarettistenschmiede.

Auf fremder Bühne, als

Gast im Philosophischen

Cafe im Proli, legte Landshuter,

63, eine Lebensbeichte

ab: "Ich war immer der

Prügelknabe", gestand er

dem Moderator Philosophie-

Professor Thomas Mohrs.

"Vor 30 Jahren herrschten

Tod im Heiligen Land

Das letzte Lächeln

von Pfarrer Hirsch

Im Pilgerbus zum "Tal der tausend Höhlen" bei Jerusalem schoss eine

Reiseleiterin dieses heitere Foto vom Stadtpfarrer Josef Hirsch. Wenige

Stunden später ereilte ihn im heiligen Land ein plötzlicher Herztod.

schmerzen.

Nur fünf Tage sollte seine

Tour durchs heilige Land

dauern. Er war unterwegs

mit einer kleinen Gruppe

von Reisekaufleuten und

Kirchenvertretern, darunter

der 79-jährige Pater

Benno Mayer vom Benediktinerstift

Göttweig.

Er berichtet als Augenzeuge

von der Tragödie:

"Wir waren etwa 30 Kilometer

südlich von Jerusa-

Machtstrukturen, die provokant

durchbrochen werden

mussten", berichtet er. Manche

kennen sie nur noch vom

Hörensagen: die Feudalherr-

lem. Es herrschte diese extreme,

aber trockene Hitze.

Auf dem Fußmarsch über

einen sandigen Weg von

einer Ausgrabungsstätte

zum Bus ist Pfarrer Hirsch

einfach umgefallen".

Herzstillstand, ein

schmerzloser Sekundentod.

"Ein Orthopäde aus der

Reisegruppe bemühte sich

als erster um die Wiederbelebung,

von einem nahen

schaft der CSU, die damals

mit 70 Prozent Wählerstimmen

Aufmüpfige ignorieren

konnte, der erzkonservative

PNP-Chefredakteur, dessen

Militärstützpunkt eilten

Sanitäter mit einem Sauerstoff-Aggregat

herbei",

erzählt der Benediktinermönch.

Dann habe er die

Sterbegebete gesprochen,

alle standen unter Schock.

Der Herzinfarkt im Heiligen

Land war Erlösung

von einem Leiden: Pfarrer

Hirsch hatte zuletzt immer

starke Medikamente dabei

und war erblich vorbelastet

.

Walter Landshuter (63) liebt guten Weinen und böse Provokationen: "Ich mache meinen

Mund nicht mehr so häufig auf wie früher auf, aber ich hoffe, ich bin mir treu geblieben".

Bruder über das Bistumsblatt

herrschte.

Die Polizei sprengte das

Rebellenstück „Himmelskonferenz“,

denn auf der

Seelsorger

im Stress

15

Der Priestermangel

schlägt durch: Ilzstadtpfarrer

Michael Hüttner

(53, Foto) muss nun

auch Grubweg betreuen

- doppelt so viele

Taufen, Hochzeiten

und Begräbnisse. Darunter

leidet Seelsorge.

Weil die alten Strukturen

personell und finanziell

nicht mehr zu

bewältigen sind, legt

der Bischof Pfarreien

zusammen.

Bühne wird die Heilige

Jungfrau Maria zum zweiten

Mal schwanger und als

gichtkranker Greis quält

sich Gottvater am Stock.

„Da war es mit der künstlerischen

Freiheit vorbei“,

sagt Landshuter. Es folgten

Blasphemie-Prozesse und

der Boykott der PNP.

Landshuter bekennt:

Streng katholisches Elternhaus

und Klosterschule

hätten ihn zum „gewalttätigen

Menschen“ gemacht.

Der Vater erzog ihn durch

Prügel, die Nonne bestrafte

ihn mit dem Stock fürs Bettnässen.

Im Schülerheim ging

die „Ohrfeigerei“ mit System

weiter: eine Watsch´n

für eine 5, zwei für eine 6.

Mit 31 Jahren sitzt er vor

seinem neuen Lokal, erblickt

einen ehemaligen

Peiniger und hätte zurückschlagen

können. "Aber da

war kein richtiger Hass mehr

da", sagt er.

Photos: Tobias Köhler (2), Bettine Scheidleder


16 BLICK AUF DEN

Sondereinsatz für die freie Presse

Triumph über schwarzen Sumpf

Wenn dieser Bürgerblick als Leseprobe in den nächsten Tagen an alle Haushalte im Raum Tittling verteilt wird,

dann ist dies ein kleiner Sieg für die „freie Presse“. Denn bislang gab es dort keine unabhängige Berichterstattung.

Die Schwarzen und die PNP diktieren, was für die Bürger wichtig ist: Der CSU-Ortsvorsitzende im Gemeinderat

ist zugleich Geschäftsführer der Heimatzeitung! Hier der erste Bericht aus einem anderen Blickwinkel.

Tittling - Der 24. Juni

wird in die Geschichte

des Marktes eingehen:

Die CSU-Spezlwirtschaft

zwischen Rathaus, Wirtschaft

und Presse bekam

Andächtig: Rainer Fürst,

PNP-Geschäftsführer und

CSU-Ortschef.

einen deutlichen Dämpfer.

Ein Transparenz-Antrag

neuer Gemeinderäte,

der im März mit knapper

Mehrheit durchgegangen

war, zeigt endlich Wirkung.

Auf der verwaisten

Pressebank sitzen in dieser

durchaus brisanten

Gemei nderat s sit z u ng

als Beobachter erstmals

Reporter vom unabhängigen

Monatsmagazin

Bürgerblick. Denn einen

aufrechten Heimatreporter

für Tittling gibt es

nicht. Die Berichte kommen

offenbar entweder

direkt aus dem Bürgermeisterbüro

oder, was

selten der Fall ist, aus der

Feder der Schwester des

PNP-Geschäftsführers

Rainer Fürst. Wenn sie

die Pressebank drückt,

erblickt sie ihren Bruder

gegenüber. Fürst sitzt als

CSU-Ortsvorsitzender im

Gemeinderat.

Als die Bürgerblick-Reporter

über eine Fotografiererlaubnis

abstimmen

lassen, guckt Fürst ziemlich

irritiert. Schließlich

kennt er seine Leute.

Es gibt zunächst wirklich

nur Gutes zu berichten:

In dem 3.700-Einwohner-Ort

soll für

2,5 Millionen Euro der

Marktplatz zum Prachtstück

werden.

„Es muss nicht billig sein,

gefallen muss es uns“,

bringt ein Gemeinderat

die Wünsche der Runde

auf den Punkt. Ein Satz,

den Rathausreporter in

verschuldeten Städten

wie in Passau noch nie

gehört haben. Es ist uns

schon bei den Tischgetränken

aufgefallen: In

der Dreiflüssestadt begnügen

sich die Stadträte

mit einer Hausabfüllung,

prickelndem "Stadtwerke-

Wasser", hier gibt es "San

Pellegrino" und Alztaler

Markensäfte.

Der PNP-Fürst bleibt

in dieser Sitzung auffällig

schweigsam. Vor

allem beim letzten Tagesordnungspunkt

10,

als es schließlich um den

Politsumpf geht, den er

mit vielen anderen stets

mitgetragen hat: In selbstherrlicher

Manier hat

der CSU-Bürgermeister

jahrelang am Gemeinderat

vorbei regiert, seinem

Parteispezl, dem Neumeier

Willi jun., offensichtlich

alle Planungsaufträge

zugeschanzt.

„Einmal hat dieser Architekt

schon im Internet

mit Plänen für ein Projekt

geworben, über das

wir noch gar nicht informiert

waren“, beschreibt

SPD-Mann Bernhard

Grum den Missstand.

Die Planungshoheit des

Gemeinderates stand nur

mehr auf geduldigem auf

Papier.

Bis zum 17. März. Da

sorgt der Polizeibeamte

Hans Kuffner, ein neues

ÜW-Gemeinderatsmitglied,

für frischen Wind.

„Ich habe mich bei einer

kostenlosen Schulung

über Kommunalrecht

erstmal schlaugemacht“,

erzählt er. Er fordert, die

Alleingänge des Bürgermeisters

zu unterbinden.

Obwohl sein Antrag fast

wortgetreu in der BayerischemGemeindeverordnung

steht, stimmt

die CSU geschlossen dagegen.

Auch PNP-Chef

Fürst ficht für den Filz.

Trotzdem gelingt der

Coup. Der Antrag „für

mehr Transparenz und

Ehrlichkeit“ geht mit

einer Stimme Mehrheit

durch, weil der Neumeier

Willi – vielleicht aus gutem

Grund – der Sitzung

fern geblieben ist.

Nach dieser Niederlage

diktieren die Tittlinger

PNP-Drähte den Ton in

der Presse: Die JU darf

die Kämpfer gegen den

Filz als „borniert“ schelten

und behaupten, sie

würden nicht zum Wohle

der Bürger handeln. Das

Pamphlet wird in der PNP

abgedruckt. Von der Vetternwirtschaft

erfahren

die Leser nichts.

Nun feiern die Tittlinger

Rebellen einen leisen

Triumph. Gegen die

Stimmen der CSU – der

Neumeier Willi war zum

Glück wieder nicht da

– wurde erstmals ein Planungsauftrag

an ein neues

Büro vergeben. Und: Der

Gegenschlag von CSU-

Vizebürgermeister Karl-

Heinz Grubmüller ging in

die Hose. Er hatte „Antrag

auf Rücknahme des

Beschlusses“ gestellt, der

am 17. März ein Stück Demokratie

zurückgebracht

hatte. Erst polterte er,

dann nahm er seinen Antrag

zurück und es kam

zu einem versöhnlichen

Ende: Man will jetzt wieder

offen und ehrlich über

alles reden. Offenen und

ehrlichen Lokaljournalismus

hätten die Tittlinger

auch verdient.

Typisches Bild aus dem Tittlinger Gemeinderat: Die CSUler (links) und die beiden Blauhemden, CSU-Bürgermeister Waldemar Bloch und sein Vize

Karl-Heinz Grubmüller, stimmen gegen SPD, Grüne und Überparteiliche.


BRENNPUNKT

Bürgerblick als Ombudsmann

Studenten aus

Gebührenfalle befreit

Eine SMS 19 Cent – aber

ein Telefonat mit dem Kundenberater

kostet 13,13

Euro. Und als der 21-jährige

Student Eric die Abzocke

seines Mobilfunk-Anbieters

reklamieren will, findet er

sich in einem Mahlstrom

von Computeransagen und

standardisierten Mitteilungen

wieder. Am Ende stehen

die Mahnung eines Inkassobüros

über 298,25 Euro und

die Erkenntnis, dass gute

Kundenbetreuung unbezahlbar

ist.

Als der Potsdamer im

vergangenen Herbst sein

Studium der Staatswissenschaften

in Passau begann,

bedeutete dies eine einschneidende

Veränderung

auch in seinem Telefonverhalten.

Eltern und Freunde

800 Kilometer entfernt.

Abzocke an

der Hotline

Telefonanbieter können

sich bei solchen Kunden

die Hände reiben, die oft

zu Pauschaltarifen aufrüsten,

denn diese garantieren

feste Monatseinnahmen.

Auch Eric wurde bei seinem

Anbieter E-Plus zum

wertvolleren Kunden, wollte

nun statt 12 mindestens

32 Euro im Monat ausge-

ben. Doch dafür wurde

er nicht belohnt, sondern

eher bestraft. Denn für das

Gespräch, in dem er sich

über den neuen Vertrag

informierte, veranschlagte

die E-plus umgehend 13,13

Euro.

Der Hochschüler reklamierte

die Gebühren und

holte sich das per Einzugsermächtigung

abgebuchte

Geld über seine Bank zurück.

Um nicht noch einmal

so unerwartete Ausgaben

zu haben, widerrief

er die Einzugsermächtigung

und bezahlte von da

an per Überweisung die

tatsächlich angefallenen

Gebühren. „Geholfen hat

es nichts“, erinnert er sich.

Das Unternehmen habe

dreist weiterhin abgebucht.

Streng genommen begeht

jemand, der sich ohne

gültige Erlaubnis an fremden

Konten bedient, einen

Betrugsversuch. Für die

Rücklastschrift des Beratungsgesprächsberechnete

E-Plus ihm weitere 15

Euro,

Eric sperrte sich, und E-

Plus sperrte sein Handy.

Allerdings, so steht es im

klein gedruckten Knebelvertrag,

gehörte das Lastschriftverfahren

zu den

Vertragsbedingungen.

Etliche Briefe und Faxe

gingen hin und her, vom

Telefonunternehmen meist

automatisierte Computerschreiben.

Die Sperrung

seiner Karte im Januar

brachte den Studenten entgültig

auf die Palme. Keine

Leistung, keine Geschäftsgrundlage.

Er kündigte den

Vertrag.

Mittlerweile war Frühling

und beim Mobilfunkanbieter

muss erstmals

ein Mensch über den Fall

gestolpert sein. Nach fast

einem halben Jahr wurde

dem Passauer Studenten

erklärt, dass man auf die

13,13 Euro gerne verzichten

würde, weil ein zufriedener

Kunde wichtiger sei.

Doch zu diesem Zeitpunkt

war Eric längst kein Kunde

mehr.

Die automatisierte Betreuung

lief ungeachtet

dessen bis zum Inkassoverfahren.

Mahngebühren,

Beratungsgebühren, Rücklastschriftkosten

sowie die

Monatspauschalen bis zum

Ende der Vertragslaufzeit

summierten sich. Aus

strittigen 13,13 Euro waren

298,25 geworden.

Zu dieser Zeit schaltete

Eric den Bürgerblick ein.

Und auf dessen Anfrage

reagierte die E-Plus Pressestelle

– ganz anders als

der Kunden-Service – zerknirscht.

„Hier ist offenbar

einiges unglücklich

gelaufen, mehr kann ich

dazu nicht sagen“, hieß

es vom Pressesprecher

Klaus Schulze-Löwenberg

Geheimer Ortstermin: Tempo 100 am Dreiburgensee eine Zumutung für Badegäste?

In der Dreiflüssestadt

wird jedes Straßenschild

mit Bürgern und Stadträten

diskutiert, in Tittling

wird ein gefordertes Tempolimit

zur Geheimaktion.

"Wir werden über solche

Ortstermine nicht informiert,"

klagt ein Gemein-

derat. Der Bürgermeister

macht sie zur Chefsache.

Tourismusverein und

Grundstücksbesitzer Peter

Höltl ziehen am selben

Strang: Die Museumsstraße

am Dreiburgensee sollte

verkehrsberuhigt werden!

Tempo 100 sei eine

Zumutung für die Badegäste.

Wegen Lärm und

Gefahr beim Überqueren

der Straße (Parkplätze

gegenüber). Eine Straßenunterführung

wird nicht

angenommen, weil sie ungünstig

liegt.

Die bisherige Beschil-

17

Student Eric (21) und E-plus - unerfreulicher Streit über

acht Monate zwischen Gebührenwucher und Kartensperre.

derung ist unlogisch: Wer

aus östlicher Richtung

kommt, darf mit Tempo

100 vorbeifahren, in Gegenrichtung

Tempo 70.

Mit Sicherheit würde

von einem Tempolimit

der Inhaber des dortigen

Brotzeitstüberls pro-

Solche Einzelfälle seien

bedauerlich. Außerdem

ging 24 Stunden später bei

Eric ein Fax ein: Wenn er

sein Handy zurückschicke,

trete man von allen Forderungen

zurück und entlasse

ihn vorzeitig aus dem

Vertrag – ohne zu zögern

nahm er an.“

vitieren. Wohl deshalb

schiebt der Bürgermeister

die Entscheidung auf die

lange Bank und verweist

auf das Landratsamt. Der

Wirt zählt angeblich zu

seinen Erzfeinden.

Der Ortstermin findet

übrigens am 14. Juli statt.

Photos: Tobias Köhler (3)


18 ANZEIGEN

NEU ab 01.04.2009:

� � � � � � � � � � � � � � � � � �

Juli/ August 2009

+

ÖkoStrom für Passau!

+

Nutzen Sie mit ÖkoStrom die Kraft des Wassers

und steigen Sie auf unseren neuen Stromtarif* um:

Verbrauchspreis: 20,49 Cent/kWh inkl. 19 % USt.

Grundpreis: 8,33 Euro/Monat inkl. 19 % Ust.

Strom aus 100 % Wasserkraft

mit Preisgarantie bis 31.12.2010!

Wir beraten Sie gerne:

0851 560-490

*Dieser Tarif gilt nur im Netzgebiet der Stadtwerke Passau GmbH.

Ihre

Stadtwerke Passau GmbH • Regensburger Str. 29 • 94036 Passau • 0851 560-490

www.stadtwerke-passau.de servicezentrum@stadtwerke-passau.de

�������������������������������

���������

��������������������������������

���������������������

+

Der Energiemix von ÖkoStrom setzt sich aus 0 % Kernkraft, 0 % fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 100 % erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind

��������������

�����������������

���������������������������

����������

0 g/kWh CO -Emissionen und 0 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden. Der Energiemix in Deutschland setzt sich im Durchschnitt aus 24 % Kernkraft, 61 % fossilen und

2

sonstigen Energieträgern sowie 15 % erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind 541 g/kWh CO -Emissionen und 0,0007 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden.

2


Juli/ August 2009 BLICK INS GERICHT

Ehemaliger Chef vom Dienst kehrt zurück

Verlegerin holt reife Männer

PNP-Erbin Simone Tucci-Diekmann setzt weiterhin auf die Erfahrung reifer Männer: Ein bekanntes

Gesicht aus den 80er Jahren wird zurückgeholt, Horst Gottschall, der ehemalige Chef vom

Dienst und spätere Leiter des Druckzentrums, soll ab 1. August die Chefredaktion verstärken.

Seitdem der in Ungnade

gefallene Vizechefredakteur

Konrad Kellermann

zurück an den Schreibtisch

seiner Heimatredaktion in

Plattling geschickt wurde,

besteht eine große Lücke:

Wer kümmert sich um Personalangelegenheiten

und

die Abstimmung zwischen

Redaktion und Technik?

Hier soll nun Horst Gottschall

als "Redaktionsmanager"

eingreifen und die

Chefredaktion verstärken.

Chefredakteur Ernst

Fuchs steht seit dem Wechsel

seines Stellvertreters

Werner Windpassinger in

die Landkreisredaktion

(siehe rechts) etwas einsam

an der Redaktionsspitze

im Medienzentrum von

Der Passaur Heimatforscher

Heinz Kellermann

blättert weitgehend unbekannte

Seiten unserer Geschichte

auf: „Die Front

des Zweiten Weltkrieges erreichte

auch Passau“ heißt

sein neuestes Buch aus der

Reihe „Passauer Wolf“.

Auf 251 Seiten mit 100,

teilweise unveröffentlichten

Bildern, ordnet er die

Ereignisse aus diesen verworrenen

Tagen.

„Ein bemerkenswerter

Beitrag zur Aufarbeitung

der regionalen Geschichte

und eine wichtige Informationsquelle

für kommende

Generationen“, würdigt

Stadtarchivar Richard

Schaffner das Werk. Viele

Zeitzeugen seien zu Wort

gekommen.

Sperrwies.

Gottschall hat sich nach

seinem Ausscheiden aus

der PNP erst in Tschechien

und zuletzt als Führungskraft

im Verlagswesen in

Oberösterreich verdingt.

Auf einen 60plus-Mann

setzt die Verlegerin nach

wie vor am Nachrichtentisch

der Zentralredaktion:

Gerd Hertle, ein ehemaliger

Bildzeitungs-Redakteur,

trainiert hier die Mannschaft

nach harter Boulevardschule

und handelte

sich Beschwerdebriefe des

Bayerischen Journalistenverbandes

ein. Sein Umgangston

und seine Manieren

wurden gerügt, seine

Art sei "menschenunwürdig".

Die umstrittene Per-

Besonders wichtig waren

Kellermann die Luftangriffe

auf Passau, die sogenannten

Russenmorde

und das Schicksal der mit

Sprengsätzen präparierten

Passauer Brücken. Er

schildert den Einmarsch

der US-Truppen in der

Dreiflüssestadt, das Verhalten

der SS-Leute und

die Schlüsselfigur auf deutscher

Seite, Generalmajor

Erich Hassenstein. Als er

dort am 1. Mai 1945 eintraf,

lehnte er die Kapitulation

vor den Amerikanern ab.

Tags darauf hat er sich im

Gefechtsstand erschossen.

Herausgeber sind Kulturreferent

Dr. Max Brunner

und das Stadtarchiv. 14,80

Euro, erhältlich im Stadtarchiv

und im Buchhandel.

Horst Gottschall

sonalie war auch Thema

einer großen Krisenkonferenz

der PNP-Redakteure.

Abozahlen auf

Tiefststand

Die Abozahlen sinken

weiter, ein bundesweiter

Trend. Im ersten Quar-

tal 2009 wurde unter Lokalchef

Michael Koch mit

27.524 Stück (Stadt und

Landkreis Passau) ein neuer

Tiefststand erreicht. Koch

fühlt sich allerdings bestätigt:

"Als ich übernahm,

lag der Abo-Rückgang bei

minus 1,36 Prozent, jetzt

bei 0,88." Ausgewählte

Haushalte sollen nun eine

Woche gratis die PNP bekommen,

dann wird telefonisch

nachgefragt, ob man

Kunde werden möchte.

Der Aboschwund soll

letztendlich der Grund dafür

gewesen sein, dass der

langjährige Lokalchef Helmuth

Rücker im Vorjahr

geschasst wurde und die

Verlegerin einen rigorosen

Sparkurs aufnahm.

Heimatforscher Kellermann beschreibt die letzten Kriegstage

General erschoss sich in Ingling

PNP-Ticker

19

Chefredaktion:

Vize tritt zurück

Verzweiflung oder

Frust? Vize-Chefredakteur

Werner Windpassinger,

der erst im

März vom Bistumsblatt

in die PNP-Chefredaktion

geholt wurde, stieg

vom Treppchen und

trat die Nachfolge des

scheidenden Landkreis-

Chefs Stefan Dorner an,

der - wie berichtet - als

Vize-Lokalchef zur tz-

München ging.

Angeblich haben andere

Redakteure, den

Dorner-Posten dankend

abgelehnt. „In der

jetzigen Situation ein

Schleudersitz", heißt es.

Neue Personalie in

der Stadtredaktion:

Lokalchef Michael

Koch ernannte zu seiner

Stellvertreterin die

jüngste Redakteurin

im Team, die 38-jährige

Elke Zanner. Ihre

Begeisterung war gedämpft.

Lange Gesichter

bei älteren Anwärtern

wie Jörg Klotzek

und Christian Karl.

1945 wurde die Kaiserin-Elisabeth-Brücke, die Eisenbahnverbindung über den Inn, gesprengt.

Von den ursprünglich vier Ecktürmen ist heute nur noch einer übrig.

Photos: Stadtarchiv Passau, Xing.de


20 BLICK AUF DIE UNIVERSITÄT

Juli/ August 2009

Wettbewerb

Top-Model Uni

Die Uni Passau im

Schönheitswettbewerb:

139 Universitäten und

Hochschulen zählt

Deutschland, 21 hat

das Studentenmagazin

„Unicum“ für den

Wettbewerb „Welche

Uni hat den schönsten

Campus?“ nominiert.

Die Studenten können

im Internet kostenlos

für ihren Favoriten

stimmen: www.campus.

unicum.de. Zusätzlich

fließen Bewertungen

von Architekturexperten

ein. Konkurrenten

der Dreiflüssestadt-Uni

liegen unter anderem

in Bremen, Bochum,

Friedrichshafe und

Karlsruhe. Der Wettbewerb

endet am 31. Juli.

Der Gewinner wird am

3. August bekannt gegeben.

Noch schöner

als auf dem schönsten

Campus könnte es übrigens

auf Ibiza sein: Eine

Reise dorthin verlost

Unicum unter allen, die

abstimmen.

www.campus.unicum.de

Podiumsdiskussion der Passauer Politiktage 2009

Außer Phrasen nichts gewesen

Die Studenten kamen in Scharen, sie hofften auf Antworten auf die ganz großen Fragen in der

aktuellen Krise. Doch die Spitzenpolitiker boten ihnen alles andere als konkrete Antworten.

v.o.: Moderator

Stephan-

Andreas Casdorff,

Sven

Giegold (Grüne),

Hubertus

Heil (SPD).

Teure Pflichtlektüre

Jagd nach Studientexten wird härter

Studiengebühren reißen

auch in Passau ein großes

Loch in die studentische

Haushaltskasse. Dass zu

Semesterbeginn auch noch

teure Bücheranschaffungen

fällig sind, ärgert. Denn

eine wichtige Anlaufstelle

für billigere Textbeschaf-

fung ist seit dem Sommersemester

ausgefallen: Der

günstigste Copyshop an der

Uni legt keine Skripte von

empfohlener Vorlesungs-

und Seminarlektüre mehr

aus. Weder der Betreiber

noch die Uni sagen, wieso.

Es gibt zwar Lehrbuchbe-

"Wer gestaltet Politik, wenn Staat und

Markt versagen?" Bei der abschließenden

Podiumsdiskussion der Passauer

Politiktage trafen sich Politgrößen wie

Linke-Fraktionsvorsitzender Gregor

Gysi und SPD-Generalsekretär Hubertus

Heil zum Schlagabtausch an der

Uni. Das Audimax war zum Bersten

gefüllt. Zimperlich gingen

die Gäste, darunter

auch Prof. Dr. Heinrich

Oberreuter von

der Universität Passau,

Grünen-Mitglied Sven

Giegold, FDP-Bundesgeschäftsführer

Hans-

Jürgen Beerfeltz und der

bayerische CSU-Finanzminister

Georg Fahrenschon

nicht miteinander

um. Die Einkommenssteuererhöhung

war nur

ein Teil der hitzigen Debatte.

Jemand mit 1,3 fachemDurchschnittsverdienst

würde heute mit

dem Höchststeuersatz

belastet, dies sei "eine

Bestrafung", sagte Fahrenschon.

Auch Gregor

Gysi holte aus: Im internationalen

Vergleich seien die Geringverdiener

in Deutschland am stärksten

belastet“. FDP-Mann Beerfeltz sagte

für 2010 eine erneute Steuererhöhung

auf uns zukommen. „Gegen diese

Taschengeld-Empfängergesellschaft

der Bundesregierung wehren wir uns."

Hubertus Heil fragte rhetorisch, ob es

sinnvoll sei, in der Krise zu sparen -

stände in der Bibliothek,

die jährlich sogar aufgestockt

werden. Doch bei

gut besuchten Vorlesungen

reicht der Bestand nicht

aus. Schon zu Semesterbeginn

sind die Bücher entliehen,

etliche Kommilitonen

stehen ohne da.

Gregor Gysi (Die Linke).

ohne Wirtschaftswachstum könne ein

Haushalt nicht in Ordnung gebracht

werden. Sven Giegold versuchte, die

Diskussion auf die globale Dimension

von Themen wie Klimawandel,

Armut, Bildung und Krise zu lenken

– national sei dies nicht zu bewältigen.

Scharf schoss er gegen die SPD:

„Man kann nicht in zwanzig

neue Kohlekraftwerke

investieren und

gleichzeitig sagen, wir

machen Klimaschutz.“

Professor Oberreuter

betonte, dass vieles seit

Jahrzehnten diskutiert

werde. Diskussionen

sollten endlich mit den

Bürgern geführt werden,

das könne Glaubwürdigkeit

für die Parteien

zurückbringen.

Auch Moderator Stephan-Adreas

Casdorff

("Der Tagessspiegel")

wollte von den Politikern

Neues hören: "Sagen

Sie ungewöhnliche

Dinge mit gewöhnlichen

Worten" - doch

sein Appell schien wenig

zu fruchten. Es wurde viel geredet,

neu war wenig. Dass die Spitzenpolitiker

für die Studenten hautnah zu erleben

waren, schien die Besonderheit

der Politiktage 2009. Die Studenten

der Hochschulgruppe GoverNet bewiesen

mit der Premiere der Veranstaltung

Engagement und Organisationstalent.

(rs)

Zudem ärgern sich Studenten

über inoffizielle

„Zwangslektüre“. Literaturhinweise

einiger Dozenten

sind zwar offiziell

nur "Empfehlungen", inoffiziell

aber unverzichtbar

für ihre Veranstaltungen.

Anklingen lassen verein-

Prof. Dr. HeinrichOberreuter,

Georg

Fahrenschon

(CSU), Hans-

Jürgen Beerfeltz

(FDP).

zelte Studenten, dass es

gerade Eigenpublikationen

der Dozenten sind, die

gerne von ihnen „empfohlen“

werden. Dann diente

der Griff ins schmale Studentenbudget

letztlich der

Auflagensteigerung des

Professors.

Photos: Hubert Denkt, Tobias Köhler


Juli/ August 2009

Reporter Hubert Denk

Denkwürdiger Prozess um Hakenkreuzfotos

Muss ich vor diesen blauen

Nazi-Augen Angst haben?

Ich stand schon wegen Falschparkens vor Gericht, wegen Beamtenbeleidigung und wegen Zivilklagen von Ex-OB Zankl.

Aber als Hauptzeuge gegen einen Neonazi - das ist neu. Und dass sich der Täter nach einem Aufsehen erregenden Prozess

dann auch noch auf seine unschuldigen blauen Augen berufen würde, hätte ich am allerwenigsten erwartet.

Am Montag, 15. Juni, sitze

ich im Passauer Amtsgericht

Thomas Wulff gegenüber,

einem führenden

Neonazi aus Hamburg, der

sich wegen Verwendung

ver fassu ngsfei nd l icher

Symbole verantworten

muss (siehe Kasten). Doch

zunächst versucht sein

Rechts-Anwalt Jürgen Rieger,

mich in die Mangel zu

nehmen. „Hatten sie eine

Ausnahmegenehmigung?“,

fragt er gleich zu Beginn

mit Blick auf meine Beweisfotos

vom Friedhof.

Er weiß offenbar nicht,

dass für einen Journalisten

allein schon die Erwähnung

solch bürokratischer

Regeln provozierend

klingt. „Ich habe schon oft

auf Friedhöfen fotografiert

und noch nie eine gehabt“,

gebe ich etwas forsch zurück.

Schließlich bestimmt

das öffentliche Interesse

meine Arbeit und nicht

kommunale Paragraphen.

Der Einstieg ist mir

scheinbar gelungen, ich

habe Oberwasser und denke

keine Sekunde mehr

darüber nach, dass ich ei-

Staatsanwalt geht in Berufung

Dieses Beweisfoto soll Wulff in den Knast bringen

26. Juli 2008, Friedhof St.

Korona. Vor rund 80 Spitzenvertretern

der rechtsextremen

Szene legt der Hamburger

Neonaziführer Thomas

Wulff eine Reichskriegsfahne

mit Hakenkreuz auf den

versenkten Sarg. Die Grabbeigabe

soll der letzte Wille

eines verstorbenen Altnazis

gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft

lässt das Beweisstück wieder

ausgraben und Einsatzleiter

Alois Mannichl wird daraufhin

von rechten Fanatikern

der "Grabschändung" bezichtigt.

Ein Motiv für das ungeklärte

Messerattentat auf den

Polizeibeamten vom Dezember

vorigen Jahres?

Verbotene Grabbeigabe.

Der Passauer Amtsrichter stützte

sich auf die Beweisfotos im Bürgerblick

und verurteilte Wulff wegen

des illegalen Akts zu 120 Tagessätzen

zu je zehn Euro verurteilt. Der

Neonazi ging in Berufung und der

Staatsanwalt auch: Er wollte Wulff

im Knast sehen, weil dieser sich

nach elf einschlägigen Vorstrafen

als "uneinsichtig" zeigte.

gentlich dem schärfsten

Juristen der rechten Szene

gegenübersitze. Ungewollt

bringe ich dann die Zuhörer

sogar zum Lachen. Als

Rieger mich fragt, wie ich

damals angezogen gewesen

sei, zähle ich langsam, als

sei die Frage besonders

BLICK INS GERICHT

knifflig, auf: „eine Hose….

ein Hemd…. eine Jacke.“

Tatsächlich waren die

schwarzen Kleider zusammen

mit meinem sowieso

immer kurz geschorenen

Schädel eine willkommene

Tarnung. So fiel ich inmitten

der versammelten

rechtsextremen „Elite“

nicht auf, als ich mit meiner

Pressekamera die Fotos

schoss. Ein Journalistenkollege,

der

g leich z eit ig

auch zur Anti-

fa-Szene zählt,

hatte weniger

Glück: Ihn

haben die

Rechten nach

der Trauerfeier

verprügelt

und schwer

verletzt.

Der Amtsrichter

hat

sich während

meines Verhörs

durch

Rieger in seinem

Stuhl zurückgelehnt,

die Arme verschränkt

und

geschwiegen.

Auch dann,

als ich, etwas

ungewöhnlich

für einen

Zeugen, selbst

eine Frage an den Angeklagten

formuliere:

„Mich würde zu gern

interessieren, wo

Sie die Fahne versteckt

hatten. Ich

glaube, in Ihrer

linken Tasche“,hal-

te ich dem Neonazi vor.

Auf meinen Videoaufnahmen

habe ich gesehen, dass

er während des Trauerzugs

mehrmals prüfend an

diese Jackentasche fasste.

Schlagfertig reagiert Wulff

im Gerichtssaal: Er greift

auch jetzt in seine linke

Tasche und zeigt sein Mobiltelefon:

„Sehen Sie, da

habe ich mein Handy immer

drin“.

Ich habe gar nicht gewusst,

dass Rechte auch

Geist haben können, denke

ich. Und mir wird klar,

warum Hohlköpfe zu diesem

Mann begeistert aufschauen.

Fanatische Ideologie

geschickt verpackt

hinter einer charmanten

Fassade.

Der Richter verurteilt

Wulff letztlich zu 1.200

Euro Geldstrafe. Muss ich

jetzt Angst vor Vergeltung

haben? Nach dem Urteil

begegnen wir uns zwischen

Tür und Angel. „Sie können

berühmt werden, wenn

Sie überall erzählen,

wie Sie jetzt von

Nazis verf

o l g t

u n d

21

bedroht werden. Jeder

wird Ihnen glauben“, sagt

er. Und fügt hinzu: „Sie

sehen meine lächelnden,

stahlblauen Augen – kann

so einer böse sein?“

Verurteilt in Passau: Hamburger

Neonaziführer Thomas Wulff (46).

Photos: Tobias Köhler, Hubert Denk, Alexander Eckmeier


22 ANZEIGEN Juli/ August 2009

Endlich eine hilfreiche Information

bezüglich Ihrer Ohren!

Erschienen im Selbstverlag

www.dasgesundeohr.de

Verlag Bad Füssing Juni

2004 zu bestellen bei:

Privatpraxis Dr. med Lutz Wilden

Kurallee 16 . D-94072 Bad Füssing

Tel. 08531-980198 . Fax 08531-980119

email: info@dr-wilden.de . www.dr-wilden.de

Hanf ist ein vielseitig einsetzbarer

Rohstoff. Hanf und Schokolade

hat es sich zur Aufgabe gemacht,

exklusive Mode aus den feinsten

Hanf für Sie zu entwerfen und

zu produzieren.

Natürlich schadstofffrei und

aus Überzeugung made in

Germany.

Sie lieben das Besondere und

wir beraten Sie gerne.

HANF&

Schokolade

München

Belgradstr. 6, 80796 München

Tel. +49 (0) 89 38 35 69 82

www.hanf-und-schokolade.de

Passau

Heuwinkel 8, 94032 Passau

Tel. +49 (0) 851 98 90 305


Sechs Katzen hat sie schon verloren

Erbitterter Kampf

gegen die Jäger

Frau de Contes stört. Die 57

Jahre alte schmale Dame mit den

grauen Haaren stört Leute, die sich

bewaffnet in Wald und Flur verstecken

und auf Tiere schießen. Durch

ihre bloße Anwesenheit. Laut Bußgeldbescheid

des Landratsamtes

auch durch "Pfeifen, Rufen, Händeklatschen".

So vereitele Frau de

Contes ihnen die Jagd, klagen die

Jäger. Die französische Dolmetscherin

dagegen sieht in den Jägern

die Verantwortlichen für den Tod

von sechs ihrer geliebten Katzen –

und um weiteres Blutvergießen zu

verhindern, will sie weiter stören.

„Ich liebe meine Katzen und lasse

sie mir nicht von den Jägern abknallen“,

erklärt de Contes ihre permanenten

Streifzüge durch Wald und

Wiesen. Sie sei mehrmals am Tag

unterwegs, um ihre Haustiere zu

rufen und einzusammeln. Sie besitzt

noch sieben.

Lizenz zum Töten

Die Jäger dagegen, unterstützt

vom Landratsamt, fühlen sich wegen

des bayerischen Jagdgesetzes

im Recht. Das berechtigt sie tatsächlich

„wildernde Hunde und

Katze zu töten. (…) Katzen gelten

als wildernd, wenn sie im Jagdrevier

in einer Entfernung von mehr als

300 Meter vom nächsten bewohnten

Gebäude angetroffen werden.“

De Contes will den Jägern einen

Strich durch die Rechnung machen.

Denn erstens wollten Jäger nicht

gesehen werden, wenn sie Haustiere

erschießen, meint die Dolmet-

BLICK AUF DIE TIERWELT

scherin. Zweitens besage ein juristischer

Kommentar, dass Jäger selbst

jenseits der 300 Meter keine Katzen

erschießen dürften, die sich „in Begleitung

oder im Einwirkungsbereich

eines Menschen“ befänden.

Im Juni ging der Streit vor das

Amtsgericht. Wegen 16 angeblicher

störender Eingriffe in das Jagdwesen

sollte de Contes ein vom

Landratsamt verhängtes Bußgeld

von 630 Euro zahlen. Keine Seite

will zunächst nachgeben. Mehr als

ein Dutzend Zeugen werden aufgeboten,

doch der Richter kann in

keinem der vorgetragenen Fälle ein

„Vergrämen des Wildes“ erkennen.

Stets fehlt der Nachweis, dass de

Contes den Jägern vorsätzlich die

Tour vermasselt hat, und es fehlt

auch das verscheuchte Wild in den

Aufzeichnungen der Jäger.

Dann taucht plötzlich neues mutmaßliches

Belastungsmaterial auf.

Der Sohn des Jagdpächters bringt

Protokolle vor, die Störungen belegen

sollen. De Contes empört sich

derart über die Vorwürfe, dass sie

unter Androhung eines Ordnungsgeldes

beruhigt werden muss. Der

Richter lässt offen, ob und wie er

das neue Material bewerten wird –

er schaffte es, den Jagd-Schlamassel

aufzulösen. Das Verfahren wird

mit Zustimmung beider Seiten einstellt.

De Contes muss lediglich ihren

Anwalt und die eigenen Auslagen

zahlen, alles andere übernimmt

die Staatskasse.

Doch im September geht der

Streit vor dem Zivilgericht weiter.

Werden der Anwohnerin die Spaziergänge

verboten? Sie sagt: „Ich lasse

mich nicht einschüchtern.“ Durch ihre

Spaziergänge habe sie ein Jahr lang den

Tod weiterer Katzen verhindert. „Und

das ist, was für mich zählt.“

Behördenfrau als Buhmann

Klägerin Verena Schwarz, die Justiziarin

des Landratsamts, wurde bei

diesem Prozess zum Prügelknaben.

Ihr elektronischer Briefkasten wurde

von empörten Tierschützern zugemüllt,

weil sie der Einstellung des Verfahrens

nicht sofort zugestimmt hatte. Amtsrichter

Klaus Fruth konnte sich die Bemerkung

nicht verkneifen: „Es geht hier

nicht um ihr Geld, die Kosten zahlt die

Staatskasse.“ Als die Beamtin am zweiten

Prozesstag mit Halskrause erschien,

fragte er bange: „Das wird doch nicht

mit unserem Verfahren zu tun haben?“.

Sie konnte beruhigen: ein Schleudertrauma

nach einem Autounfall.

Impressum

Herausgeber und

Chefredakteur

Hubert J. Denk

Kapuzinerstr. 19

94032 Passau

Telefon 0851 93 46 649

Fax 0851 93 46 801

www.buergerblick.de

info@buergerblick.de

Redaktion

Rebecca Struck, Phillipp

Saure, Tobias Köhler,

Fabian Pechstein,

Alexander Eckmeier,

Stefan Schatt

Produktion

Lukas Musilek

Anzeigen

Doris Bock

werbung@buergerblick.de

Vertrieb

Michael Sedlacek

abo@buergerblick.de

Tobias Tauscher

Online-Technik

Michael Schön, München

Druck

Tutte Druckerei GmbH,

Salzweg

23

Photo: Tobias Köhler


24 150 Jahre Jubiläum

1859 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Passau

Aus mutigen Turnern

wurden Lebensretter

Die Feuerwehrvereine gehören zu den einflussreichsten Netzwerken unserer Gesellschaft: Sie

sind tief verwurzelt in der Geschichte und genießen höchsten Respekt für ihr Tun. Die Passauer

Feuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Am Anfang standen mutige Turner.

Der Turnverein Passau

1862 in der Jahnstraße

und die Freiwillige Feuerwehr

sind eng miteinander

verbunden. „Die wenigsten

wissen, dass dieser

Sportverein auf Druck der

ersten Feuerwehrmänner

gegründet wurde“, erzählt

Ex-Stadtbrandrat Josef

Aschenbrenner. Der Sportverein

sollte den Nachwuchs

sichern. Denn für

die Einsätze brauchte man

durchtrainierte Männer.

Sie sollten mühelos mehrere

Stockwerke erklimmen

können, um Leben zu retten.

Die Steigergruppen

waren die ersten Helden.

Gründung nach

Großbrand

„Alle wollten befehlen,

keiner wollte gehorchen“,

beschreibt ein Chronist

das Chaos unter den Helfern

bei einem Brand in der

Brunngasse am 25. August

1859. Sechs Häuser samt

Rückgebäude wurden ein

1904 zerstörte ein Feuer das

Südhaus der Löwenbrauerei.

Einer der ersten großen Einsätze

der Passauer Wehr.

Atelierfoto vom Gründungsjahr 1859: die sogenannte Steigergruppe. Neun Männer in weißen

Anzügen, mit silbernem Helm und Sicherungsgurt, kletterten bei Einsätzen in schwindelnde

Höhen. Nach ihren Namen forscht heute Ex-Stadtbrandrat Josef Aschenbrenner.

Raub der Flammen. Der

Schock saß tief.

Keine zwei Monate später,

am 15. Oktober 1859,

war der Gründungstag der

Freiwilligen Feuerwehr.

Damals waren die

Brandhelfer eingeteilt

in drei Klassen: Steiger,

Schlauchführer und Spritzenmänner.Brandschutzverordnungen

gab es nach

den verheerenden großen

Stadtbränden im 17. Jahr-

hundert bereits unter den

Fürstbischöfen, aber die

Brandbekämpfung selbst

war nicht organisiert. Die

Bürger griffen selbst zum

Wassereimer, bildeten Ketten

zu Brunnen und Fluss.

Technik ersetzt

Muskelkraft

Heute zählt die Passauer

Feuerwehr knapp 200 Mitglieder.

Muskelkraft wurde

durch modernste Technik

ersetzt.

Als 1905 der Landesfeuerwehrtag

abgehalten

wurde, übten die Brandhelfer

den Ernstfall am

Ludwigsplatz. Die Menschen

staunten dicht gedrängt

über das Spektakel.

Die Szenerie gleicht einer

Vorstellung von Artisten.

Die hölzernen Drehleitern

mit Eisenbeschlag ließen

sich ausfahren bis zum

vierten Stock. Sie rollten

Juli/ August 2009

die besten

NETZWERKE

enden mit e.V.

auf Speichenrädern mit

zwei Metern Durchmesser.

Vor dem Gebäude des Gewerbevereins,

der heutigen

VR-Bank, pfiff die Dampfspritze,

Baujahr 1887.

Die alten Schwarzweiß

-Fotos werden vom Stadtarchiv

digitalisiert. "Bisher

haben wir rund 3800 Motive

erfasst und bearbeitet",

sagt Mitarbeiter Günther

Eckerl.

Helden der

letzten Kriegstage

Eine Bronzetafel am

Haus Wittgasse Nummer

9 erinnert an die wohl

tapferste Tat Passauer

Feuerwehrmänner. In den

letzten Kriegstagen kamen

bei einem Granatbeschuss

der anrückenden Amerikaner

zehn Helfer ums

Leben - Feuerwehrmitglieder

und Sanitäter. Sie

wollten löschen und retten.

Die Feuerwehr wurde alarmiert,

als die ersten beiden

Häuser im Bratfischwinkel

durch Phosphor in Brand

gerieten. Kommandant

Adolf Burke rückte mit

dem 1. Löschzug aus und

wurde als einer der ersten

von Granatsplittern getroffen.

Dasselbe Schicksal ereilte

seine Kameraden.

"Weil Feuerwehrmänner

damals schwarze Helme

trugen, wurden sie von den

Amerikanern vermutlich

für SS-Leute gehalten",

vermutet Josef Heueck,

langjähriger Feuerwehrvorsitzender,

in einem

PNP-Beitrag über die Errichtung

einer Gedenktafel

vom 31. Oktober 1980.

Photos: Stadtarchiv / Feuerwehrarchiv


Juli/ August 2009

Jubiläumsschau am Ludwigsplatz

Rote Technik, die begeistert

fotos:

panther

Auf dem Ludwigsplatz standen

die Zuschauermassen wie gebannt,

als vor mehr als 100 Jahren

Steiger, Schlauchführer und Spritzenmänner

mit Geschick und Mus-

Finanz-Spritze für unsere Stadt:

Flughafenlöschfahrzeug "Panther"

"Panther" nennen sich die größten Löschfahrzeuge, die

auf Flughäfen weltweit im Einsatz sind. Preis der mobilen

Löschkanonen je nach Ausstattung: 490.000 bis 1,1

Millionen Euro. Hersteller ist die oberösterreichische

Firma Rosenbauer, die in Passau eine Filiale betreibt:

Ein Teil der jährlich rund 100 produzierten Panther für

den Weltmarkt wird in Kooperation mit dem LKW-Betrieb

Paul im Neuburger Wald gebaut. Das spült kräftige

Gewerbesteuereinnahmen in unser Stadtsäckel.

kelkraft ihre Leistung zeigten (siehe

Panoramabild Seite 10/ 11). Zum

150-jährigen Feuerwehr-Jubiläum

glänzten roter Lack und feine Technik.

Das Interesse ist zurückhalten-

der. Attraktionen schauen zwischen

Einkaufsbummel und Eis schlecken.

Mit Hubwagen und Drehleiter demonstrieren

die Feuerwehrleute, dass

sie mit Motorkraft, Hubwagen und

Die größte Löschkanone stand am Nikolakloster. Für uns am Start: Grafiker Lukas (l.) und Student Stefan.

Wettkampf mit Stadträten und Medien:

"Goldener Sandsack" für Bürgerblick

Wenn der Donaupegel auf acht Meter steigt, werden

in der Altstadt die ersten 1500 Sandsäcke benötigt. An

der roten Abfüllanlage, aufgestellt am ZOB, konnten

sich Bürger, Stadträte und Journalisten im Sandsack-

Abfüllen messen. Unter sieben Teams belegte das Trio

vom Bürgerblick den 1. Platz. Grafiker Lukas Musilek,

Abobetreuer Michael Sedlacek und Medienstudent Stefan

Schatt schafften 7,5 Säcke pro Minute. Beim nächsten

Ernstfall werden sie wohl verpflichtet.

25

Drehleiter spielend mehr als

30 Meter hoch hinaus kommen.

Brandbekämpfung ist

längst nicht mehr alles. Die

modernen Einsatzkräfte sind

gerüstet für Strahlen- und

Giftunfälle, zur Bergung von

Menschen in luftiger Höhe

oder unter Wasser und aus

zerstörten Fahrzeugwracks.

"Das Wetter hat perfekt

mitgespielt", freut sich der

Innstädter Feuerwehrmann

Ernst Gremmelspacher.

Doch kaum war die Samstagsschau

vorbei, heulten

die Sirenen. Sintflutartige

Regenfälle überschwemmten

Keller, Garagen und sogar

Häuser: durch undichte

Dachfenster rann eimerweise

Wasser ins Kapfinger-Hochhaus

und übers Erdgeschoss

in die Nibelungenpassage.

Die Sandsäcke, die beim

Wettbewerb auch Bürgerblick-Mitarbeiter

gefüllt hatten,

lagen praktischer weise

in der Nähe. Sie kamen sofort

zum Einsatz.

Photos: Tobias Köhler (1), Alexander Eckmeier (2)


26 ANZEIGEN

Juli/ August 2009

Wir sind nicht käuflich.

Unser Jahresabo schon!

Lesen was die Stadt bewegt - ohne sich zu bewegen ?

Unser Abo machts möglich.

19,90€. 1 Jahr. 10 Ausgaben.

Bestellen Sie noch heute: abo@buergerblick.de oder Telefon

0851 93 46 649.


Juli/ August 2009 BLICK AUF DIE KULTUR

Ausverkaufte Premiere der Burgfestspiele auf Oberhaus

Wenn der Romeo mit der Julia...

‚Romeo und Julia‘ kennt jeder – als Romanze. Und als vulgäre Posse? Auf den Open-Air-Burgfestspielen gab es Liebe

total, romantisch wurde gelitten und obszön gelacht.

Brünftige Jungs aus vornehmem

Haus lungern in

den Straßen, pöbeln Jung

und Alt mit derben Anzüglichkeiten

an, ‚dissen‘ und

penetrieren sich gespielt

gegenseitig - schon aus

Potenzgehabe können sie

von keinem Kampf mit der

Feindesgang lassen. Und

hinter den Villenmauern

beschimpft Papa die Tochter

als „Schlampe, Flittchen,

Satansbraten“. Von kultivierten

Manieren ist wenig

zu spüren.

Einer fällt da aus der Reihe,

macht es aber auch kaum

besser. Schrecklich verknallt

ist er in ein sprödes Mädchen

mit dem ebenso schlimmen

Namen „Rosaline“. Als

unerwidert Liebender heult

er den Mond an. Solches Gebaren

schmeckt mehr nach

emotionalem Kitsch statt

ernster Liebe. Aber dann

trifft er jemand anders, Julia…

Romeo und Julia. Das Liebespaar

schlechthin. Eine

Tragödie, in der das Gefühl

nicht mehr größer, die Welt

nicht mehr kleiner werden

kann. Der Zuschauer hängt

an den Lippen der ekstatisch

Liebenden, gleich ob sie

Worte formen oder küssen.

Wie geht das zusammen?

Was hat das Ensemble des

Landestheaters Niederbayern

angestellt?

Zunächst liegt der Verdacht

nahe, hier moderner

Der konservative Kunstrebell

Der Akt eines Mädchens:

spitze Brüste, Haar blond

und lockig. Gemalt im Stil

der Altmeister, feines Licht-

und Schattenspiel, realistisch

genau. Doch wo sich

im Körperäußeren - Gesicht,

Augen, Mimik – Seele

zeigt, ist die Wirkung ganz

anders. Feistes Wangenrot,

verkniffener Blick, dazu ein

gespreizt-angewidertes Lächeln.

Das Mädchen muss

Hässliches denken – und

wird dabei selbst hässlich.

‚Vanitas‘ lautet der Titel.

Ein Bildnis bezeichnend

für den großen Maler klassischer

Moderne, Otto Dix.

Das Museum moderner

Kunst zeigt einen Querschnitt

seines Gesamtschaffens

und stellt die Technik

der Variation als Klammer

für Dix‘ Œuvre heraus. Schäbig-verzerrte

Lithographien

von Huren wechseln mit heiterenLandschaftsimpressi-

Otto Dix - Vanitas (1932)

onen, verträumt-anmutige

Aquarelle von Kindern

gehen Porträts des ausgemergelten

Jesu voran. Zum

Schluss verstörende Radierungen

der Kriegsschatten,

die in ihrer Wucht einem

Goya nahe kommen.

Sehenswerte Ausstellung,

die einen Reichtum an Stil(-

brechungen) und Themen

zeigt, der neben Dix‘ expressionistischem

Hauptwerk oft

übersehen wird. -ch

Freiluftspiele im Burghof: gelungener Auftakt, volle Ränge.

Radikalinszenierung zu

begegnen. Platonische Gefühlshöhe

bricht man auf die

Schmierigkeit von Softpornos

herunter, aus Grandezza,

Kostümopulenz und Weinpokalen

werden Rohheit,

nackte Leiber und

Plastikwasserflaschen

– und dabei tut man bei

aller Zerrung dem Text

und Ursprungssinn oft

unerträgliche Gewalt

an.

Aber dieser Vorwurf

ist dem Regisseur Heinz

Oliver Karbus keineswegs

zu machen – weder

entblößen sich die Darsteller

noch zerhäckselte

er die Liebesprosa

in rohe Klötze. Was an

Romeo und Julia roh

daherkommt (und auch

das nur dem Inhalt, nie

der Form nach!), ist roh.

Shakespeare selbst ist

Schöpfer dieser wunderbar

unterhaltsamen

Geschmacklosigkeiten,

Sexwitze und pragmatischen

Liebes- und Ehesophistereien.

Schlüpfrige Erotik

Und darin liegt die

große Stärke der Passauer

Inszenierung. Sie gibt

‚Romeo und Julia‘ eine Welt

zurück, die meist von der

reinen Romanze verdrängt

wird, zeigt sich ambivalent,

da sie schlüpfrige Erotik

und Liebesethos zusammenbringt.

Auch die hohe Liebe

zwischen Romeo und Julia

hat ihre komischen Niederungen,

das eine schließt das

andere nicht aus – so hatte es

Shakespeare gesehen. Daher

ist die weitgehende Inhaltstreue

erfrischend, die 2 ¾

Stunden Spieldauer werden

nie lang.

Die Inszenierung

nimmt sich zurück

und lässt wirken:

Shakespeares lebendigeBlankverssprache,

von

Karbus mit Schelm

e n g e s c h i c k

übersetzt. Und

die Burgkulisse.

Die Veste

steigt am keilförmigenFelsmassivzwischen

Ilz und

Donau dicht

und steil empor,

ein mächtiges

Ineinander

von Bollwerk und

Herrschaftsglanz.

Ein Ambien-

27

te, wie es dem Verona des

16. Jahrhundert gut nahe

kommt.

Nahekommen - das gelingt

auch Katharina Elisabeth

Kram. Sie geht in der Rolle

der Julia auf. Anfangs ist sie

knospenhaft schön und vergnügt,

kokettiert mit Romeo.

Aber erst der zweite Teil

fordert sie. Und mit welcher

Grazie und Sinnlichkeit pariert

sie! Ihre verzweifelten

Liebesschreie treffen ins

Mark und geben der Szene

einen bitteren Ernst wie man

es nicht oft auf dem Theater

erlebt. -ch

" K n o s p e n h a f t

schön": Katharina

Elisabeth Kram als

Julia

Photos: Tobias Köhler (2), MMK


28

KULTUR I

Kabarettisten-Urgestein Sigi Zimmerschied

Standpauken

Sigi Zimmerschied betrachtet die Abgründe der tiefen Provinz.

Sigi Zimmerschied, 55, eine unverwüstliche

Größe der deutschen Kabarettistenszene,

lieferte im Scharfrichterhaus

eine viel beklatschte

Premiere seines neues Programms

„Zeitgeister – eine Werksschau“, das

Beste aus seinem 35-jährigen Bühnen-

und Filmleben.

Selbst ECE-Einkaufszentrums-

Managerin Tanja Popp ("Stadtgalerie"),

die heimliche Bürgermeisterin

der Neuen Mitte, ließ sich vom

derbsten bayerischen Derblecker

und Satiriker aufheitern. „Immerhin

Oboe-Meister Albrecht Mayer

Sternstunden

In der Klassikszene reicht nicht

nur musikalische Brillanz. Das Aussehen

muss ebenso stimmen. Hochgewachsen,

langes Haar - das ist der

fränkische Solo-Oboist Albrecht

Mayer. Als Interpret verdrängt er

die Gemäldeporträts großer Komponisten

vom CD-Cover. Die Botschaft

ist klar: ein neues Musikgenie wurde

uns geschenkt, von "Götterfunken"

und der Oboe als "Verführungsinstrument"

ist die Rede.

Doch Albrecht Mayer rechtfertigt

die Erwartungen. 600 Zuhörer in der

Altstadtkirche "St. Michael", durften

es erleben: Hier beherrscht ein

Künstler von Weltrang sein Instrument.

Lässig mit offenem Hemd. Er

spielt Richard Strauß und als Zugabe

die erhebende Bach-Cantate 156.

Der Beifall brandet so frenetisch auf,

dass man Angst haben mochte, die

dicken Putten und schweren Erzengel

würden sich vom Stuckgewölbe

85 Prozent habe ich verstanden, auf

den Rest musste ich mir einen Reim

machen“, bekannte sie in der Pause.

Zimmerschied zählt zu den Urgesteinen

des Passauer Kabaretts und

zeigt den intellektuellen Tieffliegern

im Lachquoten-TV in jeder Hinsicht

den Stinkefinger.

Wer einen Ausflug in Sigis skurille

Vergangenheit machen möchte: Aus

seinem „Konjunkturkoffer“ bietet er

eine filmische Rarität feil - Schartl,

sein Erstlingswerk (1992 bis 1994),

mit jugendfreien "Sexszenen".

lösen. „Das war ein Sternstündchen“,

resümierte freudig erregt Intendant

Pankratz Freiherr von Freyberg. Zu

bescheiden, Herr Intendant, es war

eine Sternstunde.

Er überragt seine Autogrammjäger:

Albrecht Mayer am CD-Verkaufsstand

vor der Jesuitenkirche "St. Michael".

01.07. | Mittwoch 03.07. | Freitag 05.07. | Sonntag

SCHARFRICHTERHAUS

Voices from the storm

English Drama Group

20 Uhr | 7 Euro

ORTSSPITZE JAZZIMZELT

Lionel Loueke Trio: Karibu

Lionel Loueke Trio: Karibu. Das

aktuelle Album des erfolgreichen

Jazzgitaristen aus Benin,

der bereits mit Jazzgrößen wie

Wayne Shorter oder Herbie

Hancock zusammengespielt

hat.

20 Uhr | 20/14 Euro

STEINWEG

Graphische Blätter von

Rupprecht Geiger

Ausstellungseröffnung des Malers

Rupprecht Geiger

19:30 Uhr | frei

STUDIENKIRCHE ST. MICHAEL

Franz Schubert

Symphonie Nr. 7 (Unvollendete)

u.a. Leitung: Enoch zu Guttenburg

- ECHO KLASSIK-Preisträger

2008

19:30 Uhr | ab 15 Euro

02.07. | Donnerstag

PROLI

KARAMELO SANTO

Konzert der bekannten argentinischen

Reggae-/Ska-Band

20 Uhr

ORTSSPITZE - JAZZIMZELT

Tucki & Patti: I remember you

Tuck Andreas (git) und Patti

Cathcart (voc) präsentieren ihr

neues Album

20 Uhr | 20/14 Euro

SCHARFRICHTERHAUS

Zeitgeister – Eine Werkschau

Kabarett von Sigi Zimmerschied

20 Uhr | 20/15 Euro

04.07. | Samstag

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Bruno Jonas -

Bis hierher und weiter.

Kabarett zu aktuellen Themen

aus Politik und Wirtschaft

20 Uhr | 20/16 Euro

05.07. | Sonntag

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Alfred Dorfer - Fremd.

Schwarzer Humor zur Frage

des Lebens.

20 Uhr | 20/14 Euro

REDOUTE

Piano Nobile

Zum 160. Todestag von Fryderyk

Chopin (1810-1849) - 3.

Klaviermatinee mit dem jungen

ukrainischen ZF-Musikpreis-

Gewinner Alexej Gorlatch

11:30 Uhr | 25 Euro

STUDIENKIRCHE

Paulus von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Auf der biblischen Grundlage

des heiligen Apostel Paulus

vollendet der erst 27-Jährige

Bartholdy (1809-1847) sein

erstes Oratorium.

19 Uhr | ab 12 Euro

PROLI

Tango-Café

mit Milonga (Tanzabend)

18 Uhr | frei

06.07. | Montag

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Benefizabend

zugunsten des Lukas-Kern

Kinderheim und der K Schule

Passau. Mit zahlreichen orts

bekannten Künstlern.

20 Uhr | 20/14 Euro

UNIVERSITÄT

Du sollst dir kein Bildnis

machen. Anne Frank und

andere Juden.

Der deutsch-jüdische Profes

sor Michael Wolffsohn von de

Universität der Bundesweh

München über die Bedeutung

des damaligen Bilderverbots.

18:30 Uhr | frei

CINEPLEX

Strajk - Die Heldin von

Danzig

Filmreihe zum Thema

""Deutschland und die Wen

de"". Ein Film des deutschen

Regisseurs Volker Schlöndorf

über die Lebensgeschichte de

wichtigsten Mitgründerin de

polnischen Solidarnośś, Anna

Walentynowicz.

07.07. | Dienstag

Stadttheater / Redoute ProLi

Fürstbischöfliches

Opernhaus

Gottfried-Schäffer-Str.

2+4, 94032 Passau

Tel.: 0851/9291913

theaterkasse@passau.de

www.theater-passau.de

Redoute

Veranstaltungssäle

Gottfried-Schäffer-Str. 2

94032 Passau

Tel.: 0851/92919-36

redoute@passau.de

www.redoute.de

ORTSSPITZE - JAZZIMZELT

David Murray :

Black Saint Quartet.

Der kalifor

nische Sa

xophonis

mit seine

Band. Stil

Freejazz

20 Uhr | 2

Konzerte

25 Euro/18 Euro

Veranstaltungszentrum

Unterer Sand 13, 94032 P

Tel.: 0851/9890148

proli@web.de

www.proli.info


-

-

-

r

r

-

f

r

r

-

-

t

r

:

-

M BLICK

Pro-Li

assau

07.07. | Dienstag 09.07. | Donnerstag 10.07. | Freitag 10.07. | Freitag

11.07. | Samstag

12.07. | Sonntag

ORTSSPITZE - JAZZIMZELT

John Lee Sanders: & The

World Blue Band.

Stevie Wonder und Elton John

kennt er schon… Sanders

kommt mit Band nach Passau,

um das neue Album vorzustellen.

21 Uhr | 2 Konzerte - 25

Euro/18 Euro

08.07. | Mittwoch

UNIVERSITÄT

Bewerben in Deutschland

Die Praxiskontaktstelle mit

Tipps rund um Bewerbungen.

Referentin: Dipl.-Kauffrau Bettina

Caspary. Im Nikolakloster

R 202

18 Uhr | frei

ORTSSPITZE - JAZZIMZELT

Mike Stern Band

Fusionlegende Mike Stern (git)

mit seiner Band auf dem Jazzfest.

Mit von der Partie: Dave

Weckl! Ex-Drummer von Chick

Corea.

20 Uhr | 20 Euro/14 Euro

09.07. | Donnerstag

UNIVERSITÄT

Marat/Sade

Die studentische Theatergruppe

tollMut mit einer Darbietung

des Dramas um die beiden

Jakobiner in der französischen

Revolution. Von Peter Weiss.

Ort: Mensa

20 Uhr | 8/5 Euro

SCHARFRICHTERHAUS

Zeitgeister – Eine Werkschau

Kabarett von Sigi Zimmerschied

20 Uhr | 20/15 Euro

UNIVERSITÄT

Wittgensteins Sprachspiel-

Theorem

Die evangelische Studentengemeinde

über die berühmte

Theorie des österreichischen

Philosophen Ludwig Wittgenstein

(1889-1951). Referent: Prof. Dr.

Wilhelm Lütterfelds. Ort: ESG,

Dietrich-Bonhoeffer-Platz 3

20 Uhr | frei

STUDIENKIRCHE

Semesterabschlusskonzert

Das Passauer Studentenorchester

mit Stücken von

Brahms und Bruckner.

20 Uhr | k.A.

PROLI

JAZZ SESSION

Offene Bühne

20 Uhr | frei

RESTAURANT SCHLOSS ORT

Latin Jazz Night

Gutelaunejazz mit Peter Massink

(sax), Hans Döbl (p), Markus Schlesag

(bs) und Stefan Spatz (dr).

20 Uhr | 8 Euro

10.07. | Freitag

DB-REISEZENTRUM

Ole G. Rotholz am Klavier

Rotholz begann als Vierjähriger Klavier

zu spielen. Nach langer Schaffenspause

tritt er wieder auf.

20 Uhr | 35/20 Euro

VESTE OBERHAUS

Auf den Spuren Galileo

Galilei (1564-1642)

Zum internationalen Jahr der

Astronomie. Über den Dächern

der Stadt, vom höchsten Punkt

der Veste Oberhaus aus, können

die Besucher durch die

Fernrohre der Sternwarte den

Aufgang des Mondes beobachten.

Hinweis: Die Veranstaltung

findet nur bei klarem Himmel

statt!

22 Uhr | frei

PROLI

Kunstnacht

Ausstellung von El Jardinero

(Wolfgang Scheibe): Lampen,

Lichtobjekte und mehr

20 Uhr | frei

ALTSTADT

Kunstnacht

10. Kunstnacht 09 - „Kunst zum

Anfassen und Mitmachen“ stehen

in mehr als 40 Locations

für eine Nacht im Mittelpunkt

und begeistern inzwischen

mehr als 10.000 Besucher.

18 Uhr | frei

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Georg Ringsgwandl „Untersendling“

Zusammen mit seiner Band

präsentiert der bayerische Kabarettist

sein neues Album.

20 Uhr | 20/14 Euro

PROLI

Soul & Funk-Party

Mit den DJs Northern Smile

& Otto

21 Uhr | frei

Eulenspiegel Europäische

Zeltfestival an der Ortspitze Wochen

/ Jazz im Zelt

Universität

www.ew-passau.de

SCHARFRICHTERHAUS

Kunstnacht Passau

Zur Kunst gibt's Kulinarisches

vom Scharfrichtergrill.

18 Uhr | frei

11.07. | Samstag

UNIVERSITÄT

Exkursion

Exkursion mit Dipl.-Ing. Thomas

Herrmann (Neuburg):

LIFE-Natur-Projekt im Vilsengtal,

dreistündige Exkursion.

Treffpunkt: Wanderparkplatz

Mühlham. Veranstalter: ""Haus

am Strom"" & GeoComPass.

Infos/Anmeldung: info@hausamstrom.de

14 Uhr | frei

REDOUTE

Zeitgeister –

Eine Werkschau

Kabarett von Sigi Zimmerschied

20 Uhr | 22/16,50 Euro

UNIVERSITÄT

Marat/Sade

Die studentische Theatergruppe

tollMut mit einer Darbietung

des Dramas um die beiden

Jakobiner in der französischen

Revolution. Von Peter Weiss.

Ort: Mensa

20 Uhr | 8/5 Euro

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Django Asül - Fragil

Der berühmte Comedian

aus Deggendorf stellt

sein neues Programm vor.

20 Uhr | 20/14 Euro

PROLI

Hells Kitchen

Metal-Music mit DJ Pusher

21 Uhr | frei

THERESIENSTR

Straßenfest ""Spiel, Spaß &

Spannung""

Diverse Aktionen vor Geschäften

und Gastronomien, mit

Livemusik bis 22 Uhr. Kinder

erwartet u.a. Hüpfburg u. Puzzlespiele.

Ältere können am großen

City-Quiz teilnehmen und

etwas gewinnen (Anmeldung:

0851/4905290)

Ab 11 Uhr | frei

12.07. | Sonntag

STADTPFARRKIRCHE

Festgottesdienst

Zum Auftakt der Festwoche 150

Jahre Evangelisch - lutherische

Stadtpfarrkirche St. Matthäus.

Musikalisch Gestaltung vom

Kammerchor St. Matthäus,

Werke von Felix Mendelssohn

Bartholdy (1809-1847)

9:30 Uhr | frei

STUDIENKIRCHE

Semesterabschlusskonzert

Das Passauer Studentenorchester

mit Stücken von

Brahms und Bruckner.

16 Uhr | k.A.

REDOUTE

Piano Nobile

4. Klaviermatinee mit Lise

de la Salle - Die international

bekannte Französin (21) spielt

Werke von Chopin und Schumann

11:30 Uhr | 25 Euro

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Die Wellküren - Wellküren

Forever

29

Bayerisches Musikkabarett -

Das Trio um die Schwestern

Moni, Vroni und Burgi.

20 Uhr | 20/14 Euro

PROLI

Salsa-Party

Mit Maria Cristina von MC-

Salsa

19 Uhr | 3 Euro

13.07. | Montag

UNIVERSITÄT

Achtsamkeit lernen!

Aus der Veranstaltungsreihe

Lernwerkstatt Religionsunterricht.

Referent: Professor Dr.

Hans Mendl, Ort: Katholisch-

Theologische Fakultät, HS 2

18 Uhr | frei

UNIVERSITÄT

Marat/Sade

Die studentische Theatergruppe

tollMut mit einer Darbietung

des Dramas um die beiden

Jakobiner in der französischen

Revolution. Von Peter Weiss.

Ort: Mensa

20 Uhr | 8/5 Euro

UNIVERSITÄT

Mensch und Umwelt am

Nanga Parbat (Pakistan)

Ein Vortrag von Prof. Dr. Marcus

Nüsser, Universität Heidelberg.

Verantsalter: GeoComPass. Im

Audimax HS 9

19 Uhr | 2,50/1,50/frei Euro

Weitere Termine auf der

nächsten Seite >>>

Scharfrichterhaus Sonstiges

ScharfrichterHaus Passau

Milchgasse 2 | 94032 Passau

Tel.: 0851 35900

Fax: 0851 2635

info@scharfrichter-haus.de

www.scharfrichter-haus.de

Steinweg, Restaurant Schloss Ort, DB

Reisezentrum, Stadtpfarrkirche St.

Matthäus (Theresienstr.), Veste Oberhaus,

CLAB, Kulturmodell (Bräugasse),

Kunstverein Hl. Geistgasse, Spectrumkirche

Maria Hilf, Studienkirche St.

Michael (Schustergasse), Weißkreuz,

Ortspitze

Photos: Hubert Denk, Tobias Köhler


30 KULTUR I

13.07. | Montag 15.07. | Mittwoch 17.07. | Freitag

17.07. | Freitag

18.07. | Samstag

19.07. | Sonntag

SPECTRUMKIRCHE

800 Jahre Ordensregeln des

Hl. Franz von Assisi

Vortragsreihe, 5. Abend: 800

Jahre Franziskus-Regel. 800

Jahre Franziskaner, Regel und

Leben. Die Gnade der Ursprünge.

Referent: P. Dr. Cornelius

Bohl OFM, München

18:30 Uhr | frei

14.07. | Dienstag

EVANG. STADTPFARRKIRCHE

Das Atos Trio

Zur Festwoche 150 Jahre

Stadtpfarrkirche Evang.-luth.

Stadtpfarrkirche St. Matthäus.

Thomas Hoppe (Klavier), Annette

von Hehn (Violine) & Stefan

Heinemeyer (Violoncello) spielen

Haydn, Schubert und Suk

19:30 Uhr | 24 Euro

UNIVERSITÄT

Marat/Sade

Die studentische Theatergruppe

tollMut mit einer Darbietung

des Dramas um die beiden

Jakobiner in der französischen

Revolution. Von Peter Weiss.

Ort: Mensa

20 Uhr | 8/5 Euro

PROLI

Indie-Alternative-Night

Helles 2 Euro

20 Uhr | frei

15.07. | Mittwoch

UNIVERSITÄT

Thailand

Die verfassungsrechtliche und

politische Lage in Thailand.

Vortrag von Herrn Prof. Dr.

Worachet Pakeerut. Juridicum

HS 14

18:15 Uhr | frei

STEINWEG

Gemälde und Holzschnitte

von Uta Zaumseil

Ausstellungseröffnung. 20 Jahre

nach dem Mauerfall.

17 Uhr | frei

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Han’s Klaffl - 40 Jahre Ferien

…Ein Lehrer

packt an!

KabarettistischesSoloprogramm

über Lehrer,

Schüler und

Eltern. Ort:

Zelt, Ortsspitze

20 Uhr | 20/14 Euro

16.07. | Donnerstag

KUNSTVEREIN

ZWEI PAARE − VIER DIMEN-

SIONEN

Ausstellungseröffnung. Laudatio:

Dr. Martin Ortmeier, Vizepräsident

Kunstverein Passau

e.V. Ort: Heilig-Geist-Gasse 4

19 Uhr | frei

PROLI

CAMPUS CREW meets

CAMPUS ART

Ausstellung

17 Uhr | frei

PROLI

CAMPUS CREW PARTY,

Helles 2 Euro

21 Uhr | frei

17.07. | Freitag

SCHARFRICHTERHAUS

Poetry Slam Openair

im Rathausinnenhof

Dichterwettstreitszenario mit

eigenem Text vor großem Publikum

21 Uhr | 6/4 Euro

PROLI

Frauen und Mädchen in der

extremen Rechten

Referentin: Johanna Sigl. Präsentiert

von PIRA (Passauer

Initiative gegen Rassismus und

Antisemitismus)

19 Uhr | frei

PROLI

BALKAN-PARTY

Mit den DJs La Plus Cool &

Valentin

22 Uhr | 2 Euro

REDOUTE

Sommer-Seniorenkonzert

Ralf Willing und seine alte Knäcker-Band.

Swing, Blues. Bei

gutem Wetter im Rathaushof.

15 Uhr | 3 Euro

KULTURMODELL

Noche Flamenca

“Abrazo Flamenco” (Gitarre/

Gesang, Tanz/Perc.) und “La

Picarona” (Gesang/Tanz) gewähren

einen Einblick in die

facettenreiche Welt dieser

Kunstform mit Tänzen voll flamencoträchtigem

Beben und

Gesängen aus dem Tiefsten

der Seele. Ort: Bräugasse 9

20:30 Uhr | k.A.

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Stadttheater / Redoute ProLi

Fürstbischöfliches

Opernhaus

Gottfried-Schäffer-Str.

2+4, 94032 Passau

Tel.: 0851/9291913

theaterkasse@passau.de

www.theater-passau.de

Redoute

Veranstaltungssäle

Gottfried-Schäffer-Str. 2

94032 Passau

Tel.: 0851/92919-36

redoute@passau.de

www.redoute.de

LaBrassBanda

Fünfköpfige Band aus Oberbayern

mit drei Bläsern,

Schlagzeug und Bass. Mit ihrem

kraftstrotzenden Stilmix

aus Funk, Soul, Mariachi, Punk,

Dub, Ska, Balkan Beats und

Bavarian Style bringen sie jeden

Club zum tanzen. Ort: Zelt,

Ortsspitze.

20 Uhr | 16/12 Euro

Veranstaltungszentrum Pro-Li

Unterer Sand 13, 94032 Passau

Tel.: 0851/9890148

proli@web.de

www.proli.info

CLAB

Fiesta Mexicana

Das Sommerfest!

12 Uhr | frei

DOMINNENHOF

Der Widerspenstigen

Zähmung

10 Jahre Shakespeare Company

Berlin. Komödie in fünf Akten

von William Shakespeare

(ca. 1564-1616)

20:30 Uhr | 22 Euro

18.07. | Samstag

UNIVERSITÄT

Exkursion

Exkursion mit Dipl.-Ing. Otto

Assmann (Obernzell): LIFE-Natur-Projekt

am Jägersteig, dreistündige

Exkursion. Treffpunkt:

Hotel Fohlenhof, Obernzell. Veranstalter:

""Haus am Strom""

& GeoComPass. Infos/Anmeldung:

info@hausamstrom.de

14 Uhr | frei

DREILÄNDERHALLE

Dancevolution

8. Funky-Dance-Night: Mehr

als 200 kleine und große TänzerInnen

zeigen, was sie draufhaben!

Die musikalische Bandbreite

reicht von Ballett über

Musicals bis hin zu StreetDance

und HipHop. Dancevolution

ist ein Tanzstudio zweifacher

Welt- und Europameister. Vorverkauf:

Bücher Pustet, Café

Duft oder per E-Mail: karten@

dancevolution.de

19 Uhr | ab 13 Euro

Universität

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Alf Poier - Satsang

Er hat sich ein Haus gekauft: Es

ist die Botschaft für Bewusstseinserweiterung,

Scheißdreck

und Kunst… Alf Poier über die

Verwirklichung seines Traumes

von eigenen Welt. Kabarett aus

Österreich. Ort: Zelt, Ortsspitze.

20 Uhr | 20/14 Euro

PROLI

U-TURN

Elektro/Drum'n'Bass-Party

mit LiveActs: BUBBLE BEATZ

(Schweiz), VALESTA (Österreich)

und DJ-Sets

21 Uhr | 7/5 Euro

19.07. | Sonntag

RATHAUSSAAL

Piano Nobile

5. Klaviermatinee mit Alice

Sara Ott: Die junge Münchnerin

spielt Stücke von Chopin und

Liszt. Zum 150. Todestag von

Bettina von Arnim, geb. Brentano

(1785-1859)

11:30 Uhr | 25 Euro

BISCHHÖFLICHE RESIDENZ

Georg Friedrich Händels

Auferstehung

Von Stefan

Zweig (1881-

1942), Lesung

mit dem

Schauspieler

Stefan Hunstein.

Zum 250.

Todestag von Georg Friedrich

Händel (1685-1759)

15 Uhr | 16 Euro

PROLI

BLUES SESSION

Offene Blues-Bühne

18 Uhr | frei

ORTSSPITZE

eulenspiegelfestival

Willy Astor & Freunde -

Sound of Island

Einfühlungsvermögen und die

Liebe zu den Klangmöglichkeiten

der Gitarre sind das verbindende

Element dieses sehr breitgefächerten,

vierten Albums von illy

Astor und seiner neuen Band.

Stil: Bossa Nova, Ragtime, Walzer,

Flamenco und Jazz.

20 Uhr | 24 Euro

STUDIENKIRCHE

Abschlusskonzert der EW

Gerhard Oppitz (Klavier) und

die Stuttgarter Philharmoniker

mit Werken von u.a. Beethoven.

Zum 80. Geburtstag des Malers

Arnulf Rainer (*1929)

19:30 Uhr | 18 Euro

20.07. | Montag

UNIVERSITÄT

Die neue Außenpolitik

des US-Präsidenten

Can President

Obama Fix

His Broken

Country? Ein

Vortrag von

Prof. Charles

C o u r t n e y

(hochrangiger US-Diplomat

unter Nixon, Carter, Reagan

und Bush senior)

18:15 Uhr | frei

Eulenspiegel Europäische

Zeltfestival an der Ortspitze Wochen

www.ew-passau.de


M BLICK

20.07. | Montag 25.07. | Samstag 01.08. | Samstag

UNIVERSITÄT

Macht uns die Moral

glücklich?

Moralische Motivation im Anschluss

an Sokrates. Von PD

Dr. Jörg Hardy, FU Berlin. Philosophicum,

HS 4

18 Uhr | frei

21.07. | Dienstag

PROLI

Indie-Alternative-Night

Helles 2 Euro

20 Uhr | frei

23.07. | Donnerstag

PROLI

ZANÉ CHARRON

Akustikkonzert des amerikanischen

Solo-Gitarristen und

Sängers Charron

20 Uhr |

24.07. | Freitag

WEISSKREUZ

Fest am Ort mit

Gankino Circus

Gankino Circus "Zum ersten

Mal in Ihrer Stadt"! Band mit

fränkischen Wurzeln mit einer

Musikmelange aus Folklore

und Jazz-Elementen.

20 Uhr | frei

25.07. | Samstag

PROLI

Antisemitismus und

Antiamerikanismus in der

bayerischen Rechten

Referent: Robert Andreasch.

Präsentiert von PIRA (Passauer

Initiative gegen Rassismus und

Antisemitismus)

19 Uhr | frei

BAHNHOF

Triebwagenfahrt zur Lokwelt

Freilassing

Passau Hbf - Mühldorf - Freilassing

und zurück. Passau Hbf

ab ca. 6:45 Uhr, Pocking ab ca.

7:45 Uhr, inkl. Eintritt in die

Lokwelt

6:45 Uhr | 34 Euro

SCHARFRICHTERHAUS

Des Wahnsinns fette Beute

"A good joke is

our business"

- Best of Marin

Großmann

20 Uhr | 20/15

Euro

26.07. | Sonntag

PROLI

Salsa-Party

Mit Maria Cristina von MC-

Salsa

19 Uhr | 3 Euro

28.07. | Dienstag

PROLI

Indie-Alternative-Night

Helles 2 Euro

20 Uhr | frei

31.07. | Freitag

BRÄUGASSE

Piazza Museo

Zum 5. Mal jährt sich das hochklassige

Jazzfest vor dem Café

Museum. Mit u.a. Duo Volver,

Mammut Horns, Mamadou

Diabate Ensemble & AMMÜ

Quartet incl. Han Bennink

18 Uhr | frei

PROLI

SCHOOLS OUT FOR SUMMER!

Schülerbands feiern Ferien!

Mit u.a. HEAVY RIDE (Gewinner

School Jam 2009)

19 Uhr | frei

BRÄUGASSE

Piazza Museo

Zweiter Tag des Jazzfestivals.

Mit u.a. Martin Gasselberger

Trio, Elisabeth Kontomanou,

Paul Zauner Quartett feat. Pandelis

Karayorgis, Pacora Trio

18 Uhr | frei

09.08. | Sonntag

PROLI

Salsa-Party

Mit Maria Cristina von MC Salsa.

45 Min. Tanzunterricht mit

anschließender Salsa-Nacht!

19 Uhr | 3 Euro

21.08. | Freitag

STUDIENKIRCHE

Euregio - Konzert

Das Euregio Symphonieorchester

spielt Anton Bruckners

Symphonie Nr.7 (Tickets:

01522-7566802)

20 Uhr | 24/12 Euro

23.08. | Sonntag

PROLI

Salsa-Party

Mit Maria Cristina von MC Salsa.

45 Min. Tanzunterricht mit

anschließender Salsa-Nacht!

19 Uhr | 3 Euro

27.08. | Donnerstag

Scharfrichterhaus Sonstiges

ScharfrichterHaus Passau

Milchgasse 2 | 94032 Passau

Tel.: 0851 35900

Fax: 0851 2635

info@scharfrichter-haus.de

www.scharfrichter-haus.de

KUNSTVEREIN

Manfred Mayerle

Ausstellungseröffnung - Der

Münchener Künstler mit scheinbar

monochronen Flächen…

Ort: Heilig-Geist-Gasse 4

19 Uhr | frei

Kulturelle Veranstaltungen

werden kostenlos

veröffentlicht. Ihre Termine

an: kalender@

buergerblick.de

Steinweg, Restaurant Schloss Ort, DB

Reisezentrum, Stadtpfarrkirche St.

Matthäus (Theresienstr.), Veste Oberhaus,

CLAB, Kulturmodell (Bräugasse),

Kunstverein Hl. Geistgasse, Spectrumkirche

Maria Hilf, Studienkirche St.

Michael (Schustergasse), Weißkreuz,

Ortspitze

Ausstellungen im Juli/August

KUNSTVEREIN

Enge der Geschichte und

Weite der bäuerlichen Welt

Lichtbilder von Igor Grossmann und Bruno

Mooser. Ort: Heilig-Geist-Gasse 4

Di-So, 13-18 Uhr

bis 12. Juli

AOK

Niedernburg-Vernissage

Es präsentieren sich die Kunstlehrerinnen und

Schülerinnen des Gisela-Gymnasiums und der

-Realschule

bis 31. Juli

STEINWEG

Geben Sie Gedankenfreiheit!

Gemälde und Zeichnungen von Peter Laher

zum 250. Geburtstag Schillers (1759-1805)

Mo-Fr, 11-12 Uhr, 17-19 Uhr, Mi auch ab

20 Uh

bis 1. August

MARIAHILF, spectrumKirche, Park

Konklave - Holzskulpturen

Bildhauer Andreas Kuhnlein (*1953) bearbeitet

das Holz mit einer Motorsäge und

gestaltet es zu Menschenbildern.

Mo-Fr, 9-17 Uhr

20. Juni bis 7. August

MMK

Otto Dix

Erstmals die Dix-Sammlung (90 Exponate) der

Kulturstiftung der ZF-Passau, die neben bedeutenden

Werken der 20er-Jahre ihren Schwerpunkt

in späten Arbeiten des Künstlers hat.

Siehe Kritik auf Seite 27.

Di-So, 10-18 Uhr | frei

bis 9. August

KUNSTVEREIN

Zwei Paare -

Vier Dimensionen

2 Ehepaare vetreten 4 eigenständige künstlerische

Positionen. Mit Oswald Miedl:

Grafik, Doris Miedl-Pisecky: Malerei, Ingrid

Miura-Grinninger: Keramik, Makoto Miura:

Plastik.

Ort: Heilig-Geist-Gasse 4

Di-So, 13-18 Uhr

17. Juli bis 23. August

STEINWEG

Graphische Blätter von Rupprecht Geiger

Zum 101. Geburtstag des Müncher Malers

Rupprecht Geiger präsentiert das Zentrum

unabhängiger Ausstellungen dessen Werke.

Mo-Fr, 11-12 Uhr, 17-19 Uhr,

Mi auch ab 20 Uhr

bis 31. August

MMK

Marina Schreiber -

Koralline

Mantelzellen

Plastiken aus

elektrischen

Widerständen,

Perlen und

Pailletten. Ein

p r ä g e n d e r

Form- und Gestaltungswille,

verbunden mit

dem Anspruch

auf eine perfekte Umsetzung von eigener

Hand unterscheiden Schreibers Objekte von

den Zufälligkeiten der gegenwärtigen Installationskunst.

Di-So, 10-18 Uhr

18. Juli - 6. September

MMK

Josef Karl Nerud - Figuren

Die Ausstellung „Figuren“ verfolgt den Weg

Neruds von den erfolgversprechenden Anfängen

des jungen Künstlers in den 1930er

Jahren bis in die Nachkriegszeit.

Di-So, 10-18 Uhr

bis 13. September

MMK

Georg Philipp Wörlen und die Gruppe

Fels

Aus Anlass des 55. Todestages des Malers

Georg Philipp Wörlen wird der Künstler als

wichtiger Vertreter der gemäßigten Moderne

vorgestellt.

Di-So, 10-18 Uhr

bis 13. September

31


X

X

X

X

**

PASSAU

Am 24.11.1979 eröff nete in München der erste Media Markt.

X

X

X

X

X X

TESTANGEBOT -

bei Nichtgefallen Geld zurück

bei Rücksendung innerhalb

von 14 Tagen

**

VSZ 06 GP 1266

Bodenstaubsauger

Effi cient Air Dynamics - das neue Aerodynamiksystem von

Siemens, compressor technology - neue innovative Motortechnologie

mit aerodynamischen Gebläseschaufelrädern,

perfekt abgestimmter Luftführung für optimale

Staubaufnahme bei niedrigem Stromverbrauch,

Motor-Sanftanlauf, geräuscharmer Betrieb

auch bei hoher Leistung, Park- und Abstellhilfe,

Aktionsradius 13 m

• Regensburger Str. 37 • Tel.: 0851/95593-0

www.mediamarkt.de

Air fl ow control system

Niedriger Stromverbrauch

Ultra HEPA Hygienefi lterung

Öffnungszeiten: Mo. - Sa. 9.30 - 20.00 Uhr

Keine Mitnahmegarantie.

Alles Abholpreise.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine