Aufrufe
vor 5 Jahren

als PDF

als PDF

F21 ©

F21 © 1/11

Stimmungen & Schwingungen F21 © 1/11 Liebe Leserin, lieber Leser, ob es nicht schon genug Galerien in Frankfurt hätte, wurde ich gefragt. Sie sehen schon: es war ein Schweizer, der exakt nachrechnen konnte. Ja kann es denn zu viele geben, war meine spontane Gegenfrage. Die blieb außer einem milden Lächeln unbeantwortet. War ohnedies nur eine rhetorische Frage, glaube ich. Mir war es dabei, als ob ich gefragt würde, ob es nicht schon genügend Kunst hätte, um die Sprachform beizubehalten. Also irgendwie auch unterschwellig die Frage nach dem Sinn der Kunst – und einem angemessenen Volumen dafür. So ganz nebenbei inklusive Anspielung darauf, ob man damit überhaupt noch „Geld machen“ kann. Und nicht zuletzt die im Unterton mitschwingende Bewertung, dass Kunst mangels Inhalten doch sowieso seinen Sinn verliert. Wer aber bestimmt, dass Kunst lukrativ, angemessen und zwingend inhaltsreich sein muss? Das ist ja so ähnlich wie die Behauptung, dass Kunst ja wohl in erster Linie den Schöngeist zu befriedigen hätte. Ich habe keine abschließenden Antworten auf diese Fragen. Doch ich habe Freude an der Beschäftigung damit. Und wie kommt man leichter mit Künstlern in einen Dialog, als als Betreiber einer Galerie, als eines der möglichen Bindeglieder zwischen schaffenden und konsumierenden Kunstinteressierten? Die neue artig galerie erhebt keinerlei Ansprüche darauf, bedeutend, wirtschaftlich erfolgreich oder richtungsweisend zu sein. Sie ist lediglich darauf ausgerichtet, ein Teil des vorgenannten Dialoges zu sein. Sie will spannend sein, überraschend, lebensfroh, auch zeitkritisch und Missstände aufzeigend, lebendig und mutig in vielerlei Hinsicht. Vor allen Dingen wird sie „frankfurterisch“ sein. Das im Logo vorgesetzte „F21“ ist kein Kürzel der Adresse, sondern steht für Frankfurt und das 21. Jahrhundert – das Hier und Jetzt. Editorial An Stelle klassischer Kataloge wird es mit jeder Ausstellung ein kleines Magazin geben: F21. So in etwa wie Opernprogramme, die neben Werk- und Inhaltsangaben auch Begleitinformationen als Lesestoff anbieten und ein Themenspektrum befördern. So; jetzt wissen Sie, was ich so denke und plane. Lassen Sie uns doch einfach darüber miteinander sprechen. Besuchen Sie mich in der Fahrgasse 21 und teilen mir Ihre Gedanken mit. Kaffee, Tee oder eine Erfrischung habe ich vorbereitet. Und meine Neugierde setzen Sie bitte voraus. Viel Freude bei der Lektüre, Ihr Heinz-Frank zu Franken 3