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Verbrauchsmaterial - Druckereien

Verbrauchsmaterial - Druckereien

Jürgen Zietlow

Jürgen Zietlow Chefredakteur MEDIEN, Autor und Medienexperte. EDITORIAL Wenige Druckereien haben sich auf den Weg gemacht und sondieren gerade, welche Umweltschutzmaßnahmen sie sich finanziell und personell leisten können. Mit welcher Motivation? Ist es echte Überzeugung? Vielleicht Angst? Kollektiver Zwang? Emotionen? Imagegründe? Sparsamkeit? Nach meiner Überzeugung hängt die Frage der Motivation vom Wissen über das Thema ab. Die Nachrichtenflut im Internet verstärkt das Bedürfnis von Branchenteilnehmern, Zusammenhänge über nachhaltige Themen zu erfahren, quasi die Story hinter den Tagesnews, die im Internet oft fix, kleinteilig und flüchtig sind. Die Motivation für dieses Printmedium war, dem Bedarf an vertiefenden und neu sortierten Informationen nachzukommen. Als Brücke ins Internet finden Sie einige Hundert Links zu weiteren Informationen und PDF-Dokumentationen, die wir deshalb häufig nur angeteasert haben. Warum das Rad zweimal erfinden? Der Blick über den Tellerrand unserer Branche ist unumgänglich, denn nachhaltige Medienproduktion ist nur Teil eines weit größeren Ganzen. So entstand Raum für Fragen, die paradoxerweise fast schon philosophisch anmuten, beispielsweise warum wir uns engagieren und nicht nur mit was? CO2 dürften die meistgebrauchten Buchstaben der vergangenen zwei Jahrzehnte sein. Diese Buchstaben sind Leitbild und Leitwährung zugleich – und zwar für beinahe jede Umweltschutzmaßnahme, die im Endeffekt fast immer dem Zweck der Klimarettung dient. Da das Weltklima der Urknall aller Handlungen war/ist, sozusagen die Mutter der Emotionen, andererseits aber immer seltener darüber berichtet wird, wollten wir uns nochmals erinnern. Wie war das noch mit dem Wetter? Wie funktionieren welche Treibhausgase, wie viel gibt es davon in der Atmosphäre und welchen Einfluss hat der Mensch auf das Klima? Es gibt hochdotierte Wissenschaftler, die kräftig an dem Glaubensfundament sägen. Das Einmaleins im Umweltschutz: Wir haben uns die derzeitige Debatte angeschaut und ab Seite 12 zusammengefasst, obgleich die Energiewende längst schon mit anderen Emotionen und Argumenten hätte geladen werden können. So oder so: Der Klima-/Umweltzug rollt und hat seit den 80-er Jahren konkrete Mechanismen ausgelöst, denken wir an die Kyoto-Abkommen und die heute daraus bestehenden CO 2 -Workflows zwischen Industriestaaten, die wir ab Seite 16 beschreiben, ebenso wie die Energiewende ab Seite 20. Die Druckbranche leidet unter der schwachen Binnenkonjunktur und wird zudem durch höhere Strompreise und sonstige Abgaben belastet. Ab Seite 22 fragen wir, warum viele Druckereien bei Umweltschutzmaßnahmen und Zertifizierungen noch zögern, denn Druckereien, die sich auf den Weg gemacht haben und sich ihr Umweltengagement offiziell auch bestätigen lassen, profitieren nicht nur durch einen Imagegewinn. Immer häufiger hört man von Amortisation der Kosten. Ab Seite 24 finden Sie die derzeit gängigsten Managementsysteme und Umweltsiegel, die auch für umweltfreundliche Verbrauchsmaterialien ausgestellt werden (Saphira Eco-Produktlinie, FSC etc.). Ab Seite 40 beschäftigen wir uns mit den Irrtümern, beispielsweise bezüglich diverser Biobegriffe wie E10 etc. Diskussionen, die unserer Branche stark geschadet haben. Viele Prozesse sind noch nicht fertig und auch das Recyclingsystem geht nach Ansicht des renommierten Professors für Verfahrenstechnik, Michael Braungart, noch in die falsche Richtung (vgl. Seite 54/55). Soweit Druckereien auch aus diesen Gründen lieber noch warten, so bedeutet das längst nicht immer, dass andere Bemühungen ausbleiben. Die Onlinesuchmaschine ECOPRINDEX Einleitung (vgl. ab Seite 56) bewertet auch solche Maßnahmen, die von Printbuyern sonst kaum gewürdigt werden. Trotz aller Diskussionen: Ab Seite 60 zeigen wir Leuchtturmprojekte, wie die Druckstudio Gruppe oder die Druckerei Oeding, die zeigen, wie gut der ganzheitlich nachhaltige Ansatz funktionieren kann. Diese und weitere Druckereien haben mittlerweile auch den Stellenwert des Marketings erkannt. Wie wichtig gerade die Kommunikation mit den Kunden ist und dass oftmals eine Art „to-go“-Marketingkit fehlt, um wichtige Botschaften schnell und einfach zu transportieren, zeigt die Umfrage ab Seite 68, die die Druckerei Lokay gemeinsam mit der GPG initiiert hat. Soweit sich die Stimmung nicht weiter verschlechtert und sich Druckereien um entsprechende Förderung bemühen, die wir auf Seite 78 vorstellen, wird auch unsere Branche noch weit grüner als bisher. Noch sind es real nur einige Hände voll Unternehmen, die das Thema tatsächlich glaubhaft anpacken. Aufgrund des großen Informationsbedarfs haben wir ab Seite 80 einige affine Messen und Brancheninitiativen für Sie zusammengefasst, nebst weiteren Buch- und Linktipps. Diese Energiewende hat weit größere Dimensionen als die Wiedervereinigung. Es ist eine Zeitenwende. Nach wie vor fehlen emotionale Visualisierungen, wie unsere Welt im Jahre 2050 aussehen könnte: ganz sicher umweltfreundlicher und vielleicht sogar weltweit gerechter. Die Grundlagen sind global vergleichbare Arbeitsbedingungen, damit die Kosten der Energiewende auch hierzulande fairer verteilt werden können. Die Gretchenfrage wird sein, ob sich u. a. chinesische Unternehmen an unsere Arbeitsbedingungen anpassen werden oder wir uns sukzessive an chinesische, was derzeit eher der Trend zu sein scheint. Jürgen Zietlow Nachhaltige Medienproduktion Medien 3

Aus dem Magazin KLIMAWANDEL 08 Wie viel Wetter macht der Mensch? Stand der Wissenschaft über das Wettersystem. 12 Umweltland abgebrannt? Klimadebatte: Zusammenfassung der Diskussion über den anthropogenen Treibhauseffekt. MECHANISMEN & ENERGIEWENDE 16 Kyoto hat ausgedient Zusammenfassung über Funktionen und Mechanismen zur Finanzierung der Energiewende. 20 Altmaier muss es richten Die Energiewende in Deutschland ist eine Herkulesaufgabe. Wo stehen wir heute, wer bezahlt eigentlich die Energiewende und warum gibt es zunehmend Kritik? OFFIZIELLE MASSNAHMEN 24 Apropos Ablasshandel Der Ausgleich von CO 2 -Emissionen, die beim Druckprozess anfallen, hat sich durchgesetzt. Wir blicken auf den Status und haben die drei größten Anbieter interviewt. 32 Offizielle Nachweise: Privileg nur für die Großen? Viele Druckereien scheuen derzeit noch Kosten und Aufwand in Verbindung mit diversen Zertifizierungen im Umweltprozess. Wir fassen den Stand der Dinge zusammen und zeigen die wichtigsten Umweltsysteme und Labels. VERBRAUCHSMATERIAL 40 Papier, Strom, Wasser U. a.: Warum Wassersparen gerade das Gegenteil vom Gewollten bewirkt und wann Ökostrom wirklich echt ist. 42 Moderator FSC Die Zertifizierung von Druckereien durch den FSC ist nicht frei von Kritik. Die einen schwören auf die Produktkettenzertifizierung, andere kritisieren den Mechanismus: Aktueller Status. 44 Heidelberger Druck: Die Lücke geschlossen Die Heidelberger Druckmaschinen AG erweitert mit der speziellen Produktlinie „Saphira Eco“ ihr Angebot an hochqualitativen Verbrauchsmaterialien und vergibt ihr Qualitätssiegel an Druckereien, die die Materialien konsequent einsetzen. 46 Alles bio? Bio-PVC, Biosprit, Biodruckfarben. E10 vor dem Aus: Warum Biosprit vielleicht doch noch eine gute Chance hat. 48 Wie nachhaltig können Plastikkarten sein? Im Gespräch mit dem Geschäftsführer der auf die Plastikkartenproduktion spezialisierten Manhillen Drucktechnik GmbH über Kritik und Alternativen zur Bio-Plastikkarte. 50 Neschen: Umweltschutz made in Germany Bei Digitaldruckmedien, Folien und Klebern ist die Umweltfrage oft nicht einfach zu beantworten. Diplom-Kaufmann und Kommunikationsexperte Frank Seemann beschäftigt sich seit Jahren mit nachhaltigen Lösungen für bestimmte Digitaldruckmedien. RECYCLING & TECHNIK 52 Kleine Teile, großes Risiko? Eine der Hauptattraktionen der drupa 2012 war Benny Landas Nanografie-Innovation. Stellen Nanopartikel Risiken für die Gesundheit dar? 54 Cradle to Cradle und das Dilemma mit der Nachhaltigkeit Chefredakteur Jürgen Zietlow im Gespräch mit Prof. Dr. Braungart, der den Nachhaltigkeitsbegriff neu erfinden und das bestehende Recyclingsystem revolutionieren will. 4 Medien Nachhaltige Medienproduktion 08 16 24 40 54

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