Konzerte im Radio - WDR 3

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Konzerte im Radio - WDR 3

Konzerte

im Radio

Sendungen im Januar und Februar

1|2.13

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wdr 3. Aus Lust am Hören.


Foto © wdr/Friday

wdr3.de : Sendungen wdr3.de

Konzerte im Radio

wdr Sinfonieorchester Köln

wdr Rundfunkchor Köln

wdr Big Band Köln

wdr 3 Konzert | Mo – Sa, 20:05

wdr 3 Jazz | Mo – Sa, 22:00

wdr 3 Sonntagskonzert | So, 10:05

wdr 3 Musikhaus | So, 13:04

wdr 3. Aus Lust am Hören.

dienstag

1. Januar · 11:15

wdr 3 Spezial

Neujahrskonzert der

Wiener Philharmoniker

josef strauss

Die Soubrette, Polka op. 109

johann strauss

Kuss-Walzer, op. 400

josef strauss

Theater-Quadrille, op. 213

johann strauss

Aus den Bergen, Walzer, op. 292

franz von suppé

Leichte Cavallerie, Ouvertüre

josef strauss

Sphärenklänge, Walzer, op. 235

Die Spinnerin,

Polka französisch, op. 192

richard wagner

Vorspiel zum 3. Akt der Oper

»Lohengrin«

joseph hellmesberger

Unter vier Augen

josef strauss

Hesperusbahnen, Walzer,

op. 279

Galoppin, Polka schnell, op. 237

josef lanner

Steyrische Tänze, op. 165

johann strauss

Melodien Quadrille, op. 112

giuseppe verdi

Prestissimo, Ballettmusik aus

dem 3. Akt der Oper

»Don Carlos«

johann strauss

Wo die Zitronen blüh’n, Walzer,

op. 364

johann strauss (vater)

Erinnerungen an Ernst oder

Der Carneval

in Venedig, Fantasie, op. 126

josef strauss

Plappermäulchen, Polka

schnell, op. 245

JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 3

live

wiener philharmoniker © richard schuster

Wiener Philharmoniker

Leitung: Franz Welser-Möst

Übertragung aus dem Großen

Saal des Musikvereins in Wien

Beschwingter Auftakt: Wie jedes

Jahr laden die Wiener Philharmoniker

zu ihrem traditionsreichen

Galakonzert, um mit einem walzer-

und polkaseligen Programm

allen Hörern ein »Prosit Neujahr«

zu wünschen.

Im goldenen Saal des Musikvereins

erklingt neben Werken der

Strauss-Dynastie und ihrer Zeitgenossen

traditionell aber auch

Musik der Jubilare des neuen

Jahres, diesmal von Wagner und

Verdi, deren 200. Geburtstag

anno 2013 gefeiert werden wird.

Die Leitung dieses Konzerts, das

weltweit in Radio- und Fernsehstationen

live übertragen wird,

übernimmt nach dem großen

Erfolg 2011 erneut der österreichische

Dirigent Franz Welser-

Möst.


nicola jürgensen © uwe arens

4 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 5

dienstag erstsendung

1. Januar · 20:05

wdr 3 Kammerkonzerte in NRW

»Dans la Nuit«

gabriel fauré

Après Un Rêve

hector berlioz

Le Spectre de la Rose

aus »Les Nuits d’Été«

jules massenet

Méditation aus »Thais«

igor strawinskij

Drei Stücke für Klarinette solo

claude debussy

Images I für Klavier

camille saint-saëns

Sonate für Klarinette und

Klavier op. 167

reynaldo hahn

Lieder in der Bearbeitung

für Klarinette und Klavier

frédéric chopin

Nocturne cis-moll op. posthum

Scherzo b-moll op. 31

francois borne

Fantasie nach Themen aus

»Carmen« von Georges Bizet

Nicola Jürgensen · Klarinette

Matthias Kirschnereit · Klavier

matthias kirschnereit © steven haberland

Aufnahme vom 9. Dezember

2012 aus dem Kulturhaus

Lüdenscheid

Dans la nuit – unter diesem

Motto laden die Klarinettistin

Nicola Jürgensen und der Pianist

Matthias Kirschnereit zu

einem bunten kammermusikalischen

Abend auf wdr 3 ein.

Stimmungsvolle französische

Werke von Hector Berlioz bis

Claude Debussy beschwören

musikalische Impressionen

voller düsterer Poesie und verliebtem

Klagen, geheimnisvollem

Spuk und Zauberei herauf –

und auch ein russischer Kobold

wie Igor Strawinskij wirkt so im

nächtlichen Dunkel nicht weiter

befremdlich ...

alpenklezmer © christoph giese

mittwoch erstsendung

2. Januar · 20:05

A jiddisch-dajtsche Mischpoke

Alpenklezmer &

Voices of Ashkenaz

Andrea Pancur,

Lorin Sklamberg · Gesang

Ilya Shneyveys ·

Akkordeon, Klavier

Alex Haas · Kontrabass

Roman Seehorn · Perkussion

Svetlana Kundish · Gesang

Deborah Strauss ·

Geige, Gesang

Andreas Schmitges ·

Gesang, Gitarre

Thomas Fritze·

Kontrabass, Gesang

Aufnahmen vom 18. Oktober

aus dem Musiktheater im Revier

Konzert-Premieren krönten die

dritten Gelsenkirchener »Klezmerwelten«:

zwei international

besetzte Ensembles knüpften

historische Bande zwischen

ostjüdischer Tradition und Klängen

aus deutschen Landen.

Mehr als ein halbes Jahr forschte

der Gitarrist Andreas Schmitges

in Archiven, um nun seine Fundstücke

mit den Voices of Ashkenaz

vorzustellen, den »Stimmen

aus Deutschland«: mit der amerikanischen

Geigerin Deborah

Strauss, der israelischen Sängerin

Svetlana Kundish und dem

Bassisten Thomas Fritze.

Eine aberwitzig anmutende Fusion

versucht die Sängerin Andrea

Pancur bei ihrem Projekt Alpenklezmer.

Mit Lorin Sklamberg

als dem maßgeblichen Sänger

des US-Klezmerrevivals und

dem lettischen Tastenmann Ilya

Shneyveys, mit Alex Haas am

Kontrabass und Roman Seehorn

am Schlagwerk gelingt ihr ein

kunstvoller und zugleich ungekünstelter

Spagat zwischen

bay rischen Jodlern und chassidischem

Nigun, zwischen Bulgar

und Zwiefachem.


6 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 7

donnerstag erstsendung

3. Januar · 20:05

wdr Jazz Meeting

Oscar Giunta Quinteto

Juan Cruz de Urquiza ·

tp, flgh

Ramiro Flores · sax

Hernan Jacinto · p

Jeronimo Carmona · b

Oscar Giunta · dr

Lynne Arriale Quartet

Lynne Arriale · p

Tony Lakatos · ss, ts

Martin Gjakonovski · b

Guido May · dr

Aufnahmen vom 8. Juni 2012 bei

den Hildener Jazztagen und vom

17. Mai 2012 beim Jazzfest Bonn

Ein wdr Jazz Meeting mit Top-

Jazz aus Süd- und Nordamerika:

mit dem argentinischen Oscar

Giunta Quinteto von den Hildener

Jazztagen 2012 und dem

Lynne Arriale Quartet vom Jazzfest

Bonn 2012.

Der argentinische Schlagzeuger

Oscar Giunta gastierte 2012 das

erste Mal in Deutschland und

sorg te bei den Hildener Jazztagen

für einen Höhepunkt. 1975

in Argentinien geboren, gilt er

in seinem Heimatland als die unumstrittene

Nr. 1 seines Faches.

Sein Quinteto ist mit exzellen ten

Kollegen besetzt, im swingenden,

modernen Straight-Ahead-

Jazz und im jazzmusikalischen

Latein gleichermaßen versiert.

Auch wenn die von Chick Corea,

Herbie Hancock und Keith Jarrett

beeinflusste Lynne Arriale sich

längst einen Namen als Pianistin

erspielt hat, so wird ihr bis

heute in unregelmäßigen Abständen

die Frage gestellt: »Sind

Sie eine Vokalistin?« Beim Jazz-

Fest Bonn gastierte die Amerikanerin,

die vor ihrem Wechsel ins

Jazz-Terrain jahrelang als Klassikpianistin

aufgetreten ist,

nicht – wie so häufig – im Trio,

sondern mit einem mit deutschen

Musikern besetzten

Quartett.

oscar giunta © jens fussan

lyriarte© arne schultz

freitag erstsendung

4. Januar · 20:05

Rosenkranzsonaten

heinrich ignaz

franz biber

Sonaten über die Mysterien

des Rosenkranzes:

Die fünf freudenhaften

Mysterien

Die fünf schmerzensreichen

Mysterien

Die fünf glorreichen Mysterien

Ensemble Lyriarte

Rüdiger Lotter · Barockvioline

Olga Watts · Cembalo,

Truhenorgel

Axel Wolf · Laute, Theorbe

Aufnahme vom 28. Mai 2012

vom Inselfestival Hombroich

im Rahmen der Reihe

wdr 3 Alte Musik in NRW

»Dies alles habe ich zur Ehre

der fünfzehn heiligen Mysterien

geweiht, weil Ihr diese glühend

fördert.« Mit diesen Worten widmete

Heinrich Ignaz Franz Biber

um 1674 seinem Dienstherren,

dem Salzburger Erzbischof Max

Gandolph von Kuenburg eine

reich verzierte Sammlung mit

ungewöhnlichen Violinsonaten.

Jede dieser Sonaten bezieht

sich auf eines der Mysterien des

Rosenkranzes, für die der Erzbischof

eine besondere Vorliebe

hatte. Ihm mögen diese Sonaten

dazu gedient haben, sich in

seine Meditationen zu vertiefen.

Biber jedenfalls empfahl sich

damit nicht nur als ausdrucksvoller

Komponist, sondern

auch als extravaganter Violinvirtu

ose. Kein Wunder, dass

Max Gandolph ihn einige Zeit

später zu seinem Kapellmeister

mach te. Das Ensemble Lyriarte

um den Geiger Rüdiger Lotter

hat Bibers Rosenkranzsonaten

beim diesjährigen Inselfestival

Hom broich vorgestellt.


8 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 9

samstag

5. Januar · 19:00

LIVE aus der MET

Les Troyens

Oper in fünf Akten

von Hector Berlioz

Cassandre (Kassandra),

trojanische Prophetin:

Deborah Voigt

Didon (Dido), Königin

von Karthago: Susan Graham

Anna, ihre Schwester:

Karen Cargill

Énée (Aeneas), trojanischer

Held: Marcello Giordani

Iopas, Dichter: Eric Cutler

Chorèbe (Coroebus),

Cassandres Verlobter:

Dwayne Croft

Narbal, Minister der Dido:

Kwangchul Youn

Chor und Orchester der

Metropolitan Opera

Leitung: Fabio Luisi

live

Zeitversetzte Übertragung

aus der Metropolitan Opera,

New York

cassandra © marty sohl/metropolitan opera

Fünf Stunden Musik, riesiges

Rollenaufgebot, opulente Orchesterbesetzung:

Zu Berlioz’

Lebzeiten war diese monumentale

Oper unaufführbar, noch

heute ist eine komplette Inszenierung

geradezu eine Rarität.

Die Metropolitan Opera bringt

die epische Tragédie lyrique

nach Vergils Aeneis mit einem

internationalen Star-Ensemble

auf die Bühne.

In fünf Akten und zwei Handlungssträngen

schildert Berlioz

den Untergang Trojas und die

Erlebnisse des trojanischen

Helden Aeneas samt seiner

fatalen Liebe zu der karthagischen

Königin Dido. Gerne wird

von dieser »Doppel-Oper« nur

einer der beiden Teile gegeben,

nur alle Jubeljahre ist das Meister

werk in Gänze zu erleben –

etwa 2003, als Berlioz’ 200.

Geburtstag begangen wurde

und auch die MET den französischen

Komponisten mit einer

Gesamtaufführung würdigte.

Diese hochgelobte Inszenierung

wird nun reaktiviert; neu ist hingegen

die Besetzung der Solopartien:

Zu dem prominenten

Ensemble zählen unter anderem

Susan Graham, die seit vielen

Jahren ihr Faible für das französische

Repertoire und insbesondere

Berlioz pflegt, und Deborah

Voigt, die schon in der Gesamtaufnahme

dieser Oper von 1993

mitwirkte.

sonntag erstsendung

6. Januar · 20:05

Mozartfest Würzburg

joseph leopold eybler

Follia a più strumenti

nach Arcangelo Corelli

antonio salieri

Sinfonie D-dur »Namenstag«

wolfgang amadeus

mozart

Sinfonia concertante Es-dur

für Oboe, Klarinette, Horn

und Fagott KV 297b

wolfgang amadeus

mozart

Sinfonie Nr. 36 C-dur KV 425

»Linzer«

Manuel Bilz · Oboe

Nicola Jürgensen · Klarinette

Ole Kristian Dahl · Fagott

Paul van Zelm · Horn

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Reinhard Goebel

Aufnahme vom 23. Juni 2012

aus dem Kaisersaal der

Residenz Würzburg

paul van zelm © thomas kost/wdr

nicola jürgensen

© thomas kost/wdr

Eile war geboten: Ȇber Hals

und Kopf« musste Mozart eine

Sinfonie schreiben, weil er bei

einem Aufenthalt in Linz spontan

die Einladung zu einem Konzert

angenommen hatte – ohne ein

passendes Werk im Reisegepäck

zu haben. Heraus kam binnen

vier Tagen die Linzer, die allem

Zeitdruck zum Trotz ein Feuerwerk

an brillanten Ideen bietet

und zu Mozarts Meisterwerken

gehört.

Kaum weniger spontan entstand

bei einer Rast in Paris seine Sinfonia

concertante: Das Angebot,

bei den berühmten Concerts

spirituels zu reüssieren, ließ

sich Mozart nicht entgehen; er

schrieb umgehend ein virtuoses

Werk für seine Reisebegleitung,

die brillanten Bläser der Mannheimer

Hofkapelle.

Im Würzburger Konzert waren

es die Solo-Bläser des wdr Sinfonieorchesters,

die mit diesem

Konzert ihr Können bewiesen –

unter der Leitung von Reinhard

Goebel, dem profunden Kenner

der historisch informierten Aufführungspraxis,

die auch dem

Kölner Klangkörper ein Anliegen

ist. Mit Eyblers Orchestrierung

von Corellis Follia-Variationen

und Salieris Namenstag-Sinfonie

rundeten zwei Werke von

Mozarts engen Kollegen und

Konkurrenten aus Wien den

Würzburger Abend ab.


10 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 11

montag

7. Januar · 20:05

Die wdr Jazzpreise

2004 bis 2007

Musik von Claudio Puntin,

Florian Ross, Sebastian Sternal,

Charlie Mariano, Markus

Stockhausen

Am 1. Februar wird der wdr

j a z z pr ei s zum neunten Mal

verliehen, der erste im Rahmen

des neuen wdr 3 jazzfests.

Grund genug, in zwei wdr

3-Konzert-Sendungen noch einmal

zurückzublättern und die

früheren wdr-Jazzpreisträger

Revue passieren zu lassen.

Auf die in der wdr Jazzpreis-

Kategorie »Komposition« ausgezeichneten

Frank Reinshagen

(2004), Marko Lackner (2005),

Florian Ross (2006) und Jesse

Milliner (2007) wird ebenso ein

Schwerpunkt gelegt wie auf die

Preisträger in der Kategorie

»Improvisation«: Claudio Puntin

(2004), Markus Stockhausen

(2005), Matthias Schriefl (2006)

und Sebastian Sternal (2007).

Seit 2006 wird der Nachwuchs

nicht mehr dem Ehrenpreis zugeordnet,

sondern hat eine eigene

Kategorie erhalten. Gerne erinnert

man sich zum Beispiel an

die Big Band der Musikschule

Brühl, die 2006 ausgezeichnet

wurde. Oder an den Ehrenpreisträger

2007, Charlie Mariano,

der zwei Jahre später verstarb.

florian ross © florianross.de

oberon trio © oberontrio.com

dienstag erstsendung

8. Januar · 20:05

wdr 3 Concerti discreti Bonn

carl philipp

emanuel bach

Sonate für Klavier, Violine

und Violoncello Wq 91/3

ludwig van beethoven

Trio c-moll op. 1/3

wolfgang rihm

Fremde Szene III

robert schumann

Trio g-moll op. 110

Oberon Trio

Henja Semmler · Violine

Rouven Schirmer · Violoncello

Jonathan Aner · Klavier

Aufnahme vom 19. November

2012 aus dem Arithmeum Bonn

Neben dem Streichquartett zählt

das Klaviertrio zu den beliebtesten

Formationen der Kammermusik.

Zwei Streicher, ein Tasteninstrument:

in dieser Kombination

haben die Komponisten

schon im Barock eine große Vielfalt

an Ausdrucksmöglichkeiten

entdeckt, und von der Klassik

bis zur Moderne hat sich in der

Folge ein stattliches Repertoire

für diese Besetzung entwickelt.

Der große Reichtum an technischen

und klanglichen Möglichkeiten

für Violine, Violoncello

und Klavier wird vom Oberon

Trio mit Werken von Carl Philipp

Emanuel Bach, Ludwig van

Beet hoven, Wolfgang Rihm und

Robert Schumann entfaltet.


12 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 13

mittwoch erstsendung

9. Januar · 20:05

Forum Alte Musik Köln

»Windy Moments«

Kammermusik der Romantik

für Bläser und Klavier

claude paul taffanel

Quintett g-moll

für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn

und Fagott

michail glinka

Trio pathétique d-moll

für Pianoforte, Klarinette

und Fagott

ludwig thuille

Sextett B-dur op. 6

für Flöte, Oboe, Klarinette,

Horn, Fagott und Pianoforte

Martin Sandhoff · Flöte

Michael Niesemann · Oboe

Eric Hoeprich · Klarinette

Veit Scholz · Fagott

Teunis van der Zwart · Horn

Alexander Melnikov · Hammerflügel

Aufnahme vom 28. Oktober

2012 aus dem Museum für

Angewandte Kunst in Köln

alexander melnikov © marco borggreve

Der Traversflötist Martin Sandhoff,

vier seiner Bläserkollegen

und der Pianist Alexander Melnikov

präsentieren romantische

Kammermusik in einem ungewohnten

Klangbild: auf dem originalen

Instrumentarium des

19. Jahrhunderts.

Die Musik der Romantik ist auch

Alte Musik, betonen Martin

Sand hoff und seine Ensemblekollegen,

allesamt renommierte

Solisten, die sich für dieses Konzert

in Sextett-Formation zusammengefunden

haben. Immerhin

ist das jüngste Stück in ihrem

Programm vor 126 Jahren komponiert

worden und das älteste

vor 180 Jahren. Diese Werke

wurden noch für Instrumente

anderer Mensur geschrieben,

die auch eine etwas andere

Spieltechnik erfordern – und so

klingt es eben in den Nuancen

auch reizvoll anders, wenn die

sechs Musiker die ebenso virtuosen

wie charmanten Erfolgsstücke

von Claude Paul Taffanel,

Michail Glinka und Ludwig

Thuille im Forum Alte Musik

Köln vorstellen.

global strings © musiccontact

donnerstag erstsendung

10. Januar · 20:05

Oppermanns Global Strings

Franziska Urton (D) · Violine

Sally Clarke (D/Aus) · Viola

Johanna Stein (D) · Cello

Barbara Pfeifer (D) · Viola

da Gamba

Ben Tai Trawinski (D) · Bass

Enkh Jargal (Mongolei) ·

Pferdekopfgeige

Nikola Parov (Bulgarien) ·

Gadulka

Cynthia Oppermann (USA/D/F) ·

Harfe

Jatinder Thakur (Indien) · Tablas

Rüdiger Oppermann (EU) ·

Keltische Harfen, e-harp

Aufnahme vom 21. November

2012 aus der Aula der Freien

Waldorfschule Bochum-Langendreer

Nach 25 Jahren erfolgreicher

»Klangwelten«-Tourneen erfüllt

ihr Initiator sich einen silbernen

Traum: er präsentiert ein Programm

mit eigenen Kompositionen

im Klanggewand von Streich -

instrumenten unterschied lichster

Provenienz.

Zwei Jahre lang hat Rüdiger

Oppermann, der Harfenist, der

in seiner Jugend auch Cello und

später Gambe gespielt hat, an

den Arrangements gearbeitet,

unterstützt wiederum von Musikern

aus ganz verschiedenen

Stilbereichen: Rainer Granzin

mit Jazz-Hintergrund, Boris

Joffe aus der klassischen Neuen

Musik, Russudan Meipariani

mit minimalistisch geprägten

und aus der georgischen Klangwelt

gespeisten Ideen, Thomas

König, dessen eigene Werke an

Phillip Glass erinnern. Und

selbst verständlich schimmern

aus diesen »Silber-Klangwelten«

Streichinstrumentenfarben

in allerschönster Vielfalt.


14 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 15

freitag

11. Januar · 20:05

wdr 3 Städtekonzerte NRW

maurice ravel

Le tombeau de Couperin

(Bearbeitung für Orchester)

krzysztof meyer

Chansons d’un rêveur

solitaire ua

maurice ravel

Pavane pour une infante

défunte

witold lutoslawski

Konzert für Orchester

Claudia Barainsky, Sopran

Düsseldorfer Symphoniker

Leitung: Andrey Boreyko

live

Übertragung aus der Tonhalle

Düsseldorf

claudia barainsky © peter adamikgreve

Im »Planetarium der Musik«,

wie die Tonhalle gerne genannt

wird, sucht Generalmusikdirektor

Andrey Boreyko auch in dieser

Saison den Kunst-Kosmos

nach neuen Konstellationen ab –

und betrachtet diesmal die Anziehungskraft

der französischen

Musik auf die polnischen Komponisten

Krzysztof Meyer und

Witold Lutosławski.

Bei Lutosławski ist es die Musiksprache:

In seinem frühen

Schaffen und seinem späten

Werk scheint der französische

Impressionismus durch. Nicht

zuletzt in seinem populären

Konzert für Orchester klingt

dieser Einfluss an, auch wenn

der Warschauer Tonsetzer sich

gerade in jenen Jahren nach dem

zweiten Weltkrieg einem folkloristischen

Nationalstil zugewandt

hatte.

Bei Krzysztof Meyer ist es die

Musik der Sprache: »Ich liebe

das Französische, gerade in Verbindung

mit Gesang« – so erklärt

der Krakauer Komponist die Entstehung

seiner fünf Orchesterlieder,

in denen er Gedichte seines

Lieblingspoeten Paul Verlaine

vertont hat. Für die Uraufführung

dieses Auftragswerks

konnte die Tonhalle die renommierte

Berliner Sopranistin

Claudia Barainsky gewinnen.

victoria mullova © dpa

samstag erstsendung

12. Januar · 20:05

Alte Musik bei Kerzenschein:

Solo Bach

Suiten und Partiten von Johann

Sebastian Bach für Violine und

Violoncello solo

johann sebastian bach

Partita Nr. 3 E-dur

für Violine BWV 1006

Suite Nr. 5 c- moll

für Violoncello BWV 1011

Suite Nr. 6 D-dur

für Violoncello BWV 1012

Partita Nr. 2 d-moll

für Violine BWV 1004

Viktoria Mullova · Violine

Pieter Wispelwey · Violoncello

Aufnahme vom 13. Oktober

2012 aus der Philharmonie

Essen

»In seiner Jugend bis zum ziemlich

herannahenden Alter spielte

er die Violine rein und durchdringend

… Er verstand die Möglichkeiten

aller Geigeninstrumente

vollkommen.« Die Rede ist von

Johann Sebastian Bach, heute

wie seinerzeit vor allem als

Tas tenvirtuose bekannt; und

der das sagte, wusste wovon

er sprach: der Bach-Sohn Carl

Philipp Emanuel. Vor allem

zwischen 1717 und 1723, als

»Director derer Cammer-Musique«

am Hof von Anhalt-Köthen,

komponierte Johann Sebastian

Bach neben bedeutenden Klavier-

und Kammermusikzyklen

auch großartige Sammelwerke

für Violine bzw. für Violoncello

solo. Die russische Geigerin

Viktoria Mullova und der holländische

Cellist Pieter Wispelwey

bieten Kostproben aus diesem

ganz eigenen virtuos-exquisiten

Repertoire des späteren

Thomas kantors.

pieter wispelwey © pieterwispelwey


16 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 17

sonntag

13. Januar · 20:05

König Arthus

Lyrisches Drama in drei Akten

von Ernest Chausson

König Arthus: Gino Quilico

Guenièvre, seine Gemahlin:

Teresa Zylis-Gara

Mordred, sein Neffe:

René Massis

Lancelot, Ritter der Tafelrunde:

Gösta Winbergh

Lyonnel, sein Schildknappe:

Gérard Friedmann

Allan, ein alter Schildknappe:

François Loup

Merlin, Zauberer:

Gilles Cachemaille

Choeurs de Radio France

Nouvel Orchestre

Philharmonique

Leitung: Armin Jordan

gino quilico © alsteartists.com

Chaussons schwelgerische Vertonung

der Arthus-Legende mit

Tristan-Anleihen und Impressionismus-Anklängen

konzentriert

sich auf die leidenschaftliche

Liebe Guenièvres zu Lancelot

und schildert die verheerenden

Folgen: Der Ehebruch seiner

Gemahlin und der Treuebruch

seines Tafelritters zerstören

Arthus’ Ideal einer tugendhaften

Welt und münden in Krieg

und Tod.

Mit 24 Jahren hatte Chausson

Wagners Tristan und Isolde

gehört und daraufhin den Entschluss

gefasst, Komponist zu

werden. Fast zehn seiner noch

verbleibenden zwanzig Lebensjahre

arbeitete Chausson hernach

an Le Roi Arthus; die Oper

wurde erst posthum aufgeführt,

dann postwendend als gallischer

Tristan abgetan und ist

deshalb bis heute kaum zu

hören. Die exzellente Einspielung

von 1985 unter der Leitung

von Armin Jordan bietet die

rare Gelegenheit, Chaussons

sagenhaftes Arthus-Epos mit

einer exquisiten Besetzung zu

erleben.

der junge chor aachen

© Rolf Kretzschmar

montag erstsendung

14. Januar · 20:05

Córdoba lejana y sola

Chormusik auf Texte

von Federico Garcia Lorca

augustin barrios

Julia Florida (Barcarola)

für Gitarre Solo

einojuhani rautavaara

Suite de Lorca für Chor

a cappella

lugio legnani

Zwei Capricen aus den

36 Capricen für Gitarre solo

manuel oltra

Tres canciones de amor

für Chor a cappella

isaac albéniz

Asturias für Gitarre Solo

mario castelnuovo-

tedesco

Romancero Gitano, Teil 1 bis 7

für Chor und Gitarre

Gergö Olgyay, Gitarre

Der Junge Chor Aachen

Leitung: Fritz ter Wey

Aufnahme vom 24. Juni 2012

aus der Kirche St. Martin in

Wassenberg-Steinkirchen

Ein Gitarrist aus Ungarn, der die

spanische Musik liebt; dazu ein

Chor aus Aachen, der sich mit

den unterschiedlichsten Musikstilen

auskennt; schließlich ein

ungewöhnlicher Aufführungsort:

Es war schon ein ganz besonderes

Konzert, das wdr 3 im Selfkant,

dem westlichsten Zipfel

Nordrhein-Westfalens, aufgenommen

hat.

Seit dem zweiten Weltkrieg war

die Kirche St. Martin in Wassenberg-Steinkirchen

eine Ruine,

denn kurz vor Ende der Kampfhandlungen

hatten die anrückenden

Truppen noch das Dach des

Gotteshauses weggeschossen.

Nach Jahrzehnten des Verfalls

und der Vernachlässigung haben

sich Anwohner der Kirche angenommen.

Sie sorgten dafür, dass

das Dach wieder hergestellt und

das feuchte Gemäuer getrocknet

wurde. Inzwischen finden in dem

neo-romanischen Bau wieder

Messen und Konzerte statt.

Der Junge Chor Aachen, der 1966

als studentischer Kammerchor

gegründet wurde und seither in

der Fachwelt in hohem Ansehen

steht, hat für St. Martin ein Programm

erarbeitet, das unter der

Überschrift »Córdoba, lejana y

sola« (Córdoba, fern und allein)

stand und Vertonungen von

Texten des großen spanischen

Dichters Federico Garcia Lorca

gewidmet war.


18 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 19

dienstag erstsendung

15. Januar · 20:05

wdr 3 Kammerkonzerte in NRW

wolfgang amadeus

mozart

Streichquartett Nr. 21

D-dur KV 575

jürg baur

Streichquartett Nr. 3

in einem Satz (1952)

giuseppe verdi

Streichquartett e-moll

Aufnahme vom 13.Januar 2013

aus der Aula des Gymnasiums

Odenthal

Schumann-Quartett

Erik Schumann · Violine

Ken Schumann · Violine

Ayako Goto · Viola

Mark Schumann · Violoncello

Osaka, Reggio Emilia, Graz: das

sind die Austragungsorte großer

internationaler Musikwettbewerbe,

wo sich auch das junge

deutsche Schumann-Quartett

bereits in die Preisträgerlisten

eingeschrieben hat. In seiner

derzeitigen Besetzung mit den

Brüdern Erik und Ken (Violine)

sowie Mark Schumann (Violoncello)

und der Bratschistin Ayako

Goto hat das Ensemble auch an

den wdr 3 Open Auditions teilgenommen

– und wurde »vom

Fleck weg« zu einem eigenen

Kammerkonzert engagiert. In

unserer Sendung stellt es die

bereits große Breite seines

Repertoires mit Werken von

Jürg Baur, Wolfgang Amadeus

Mozart und Giuseppe Verdi

unter Beweis.

sima bina © fars media

mittwoch

16. Januar · 20:05

Sima Bina Ensemble live

Lieder aus Khorasan

Alireza Shirvani · Dotar, Gesang

Amir Abbas Zare ·

Setar, Daf, Dayere

Daud Khan Sadozai · Robab

Ghulam Nejrabi ·

afghanische Perkussion

Yama Karim · Tabla

Zabi Habibkhan · Harmonium

Übertragung aus

dem Kammermusiksaal

der Rudolf-Oetker-Halle,

Bielefeld

live

Schon im Alter von neun Jahren

trat sie im Iranischen Rundfunk

auf – unter der Ägide ihres Vaters

Ahmad Bina, eines Meisters

der klassischen iranischen

Musik und Dichters, der die

Tex te zu vielen ihrer frühen

Lieder schrieb. Außer für den

klassi schen »radif« und seine

Ge sang s te c h n i k b e g a n n S i m a

Bina aber in jungen Jahren

auch schon, sich für die musikalischen

Traditionen der verschiedenen

Landschaften Persiens

zu interessieren. Nach ihrem

Examen an der Universität von

Teheran 1969 vervollkommnete

sie ihre Kenntnisse und ihren

Gesang bei dem klassischen

Meister Davami. Ab 1979 aber

widmete sie sich zunehmend

der Erforschung von Volksmusik,

vor allem der ihrer Heimat

Khorasan, einer historischen

Region, die sich über den Nordosten

des Irans und West-

Afghanistans erstreckt. Hier hat

sie auch ent legene Landstriche

bereist und fast vergessene

Musik wiederentdeckt.

Ein erlesenes Ensemble iranischer

und afghanischer Musiker

bringt diese musikalischen

Schätze auf die Bühne – in einer

Aufführung, bei der Sima Bina

selber aus gesundheitlichen

Gründen leider nicht mitwirken

kann.

köster/schultze © wdr/lutz voigtländer

donnerstag erstsendung

17. Januar · 20:05

Die wdr jazzpreise

2008 bis 2011

Musik von Niels Klein, Gabriel

Pérez, Frederik Köster, Pablo

Held, Jonas Burgwinkel, Robert

Landfermann und Hubert Nuss

Kurz vor Verleihung der neuen,

der neunten wdr jazzpreise

blättert wdr 3 noch einmal

zurück auf die Ausgezeichneten

der vergangenen Jahre.

Das sind zunächst die Preisträger

in der Kategorie »Komposition«:

Gabriel Pérez (2008),

Steffen Schorn (2009), Stefan

Schultze (2010) sowie Niels

Klein (2011).

Dazu die als Improvisatoren

ausgezeichneten Hubert Nuss

(2008), Robert Landfermann

und Jonas Burgwinkel (2009),

Frederick Köster (2010) sowie

Pablo Held (2011).

Dank seiner Spitzenstellung

bleibt das Bundesjazzorchester

aus der Kategorie »Nachwuchs«

(2010) sozusagen beständig in

Erinnerung. Und ähnliches lässt

sich auch über die Ehrenpreise

2011 an die Jazzabteilungen der

Musikhochschule Köln sowie

der Folkwang Hochschule sagen.


20 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 21

freitag

18. Januar · 20:05

wdr Sinfoniekonzert

ludwig van beethoven

Leonoren-Ouvertüre Nr. 2

C-dur op. 72a

kimmo hakola

Konzert für Violine und

Orchester ua

dmitrij schostakowitsch

Sinfonie Nr. 8 c-moll op. 65

John Storgårds · Violine

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Jukka-Pekka Saraste

Übertragung aus der Kölner

Philharmonie

live samstag

19. Januar · 20:05

live

john storgards © marco borggreve

Beziehungsreiche Premiere:

Mit Hakolas Violinkonzert unterstreicht

der finnische Chefdirigent

seinen Einsatz für die

Musik seiner Heimat; Sarastes

Landsmann John Storgårds,

diesmal als Geiger auf der Bühne,

dirigierte einst schon das

Debüt von Hakolas Klarinettenkonzert.

Mit eben jenem Werk

hat das wdr Sinfonieorchester

Köln 2009 in einem mitreißenden

Konzert den Namen Kimmo

Hakola in unseren Breiten bekannt

gemacht – und damit den

Grundstein für das heute uraufgeführte

Auftragswerk des wdr

gelegt.

Davor und danach setzt Saraste

Musik, die das Stichwort »Maskerade«

verbindet: Beethovens

zweite Leonoren-Ouvertüre erklang

anlässlich der Uraufführung

seiner Befreiungsoper, in

der die Titelheldin als »Fidelio«

in Männertracht ihren Gatten

rettet. Schostakowitschs Achte

wurde bei der Premiere 1943

als Spiegelung der furchtbaren

Tragödie des Krieges angekündigt,

um Stalins Regime auf die

fal sche Fährte zu führen – indes

vertonte Schostakowitsch den

Schrecken des Lebens eines

Intellektuellen in der damaligen

Zeit.

vocal journey © hochschule für musik & tanz köln

voc.cologne 2013

You are the new day

thomas morley

Hard by a crystal fountain

I love, alas, I love thee

Now is the month of Maying

john wilbye

Weep, weep mine eyes

Draw on, sweet night

libby larsen

Four Valentines

camille saint-saëns

Romance du Soir

Sérénade d’hiver

edward bairstow

Music, when soft Voiles die

arthur sullivan

The long day closes

sowie

»Songs in close harmony –

Music from the lighter side of

The King’s Singers repertoire«

Vocal Journey

King’s Singers

Übertragung aus dem Konzertsaal

der Musikhochschule Köln

Jedes Jahr im Januar versammeln

sich Chöre und Vokalensembles

(vorwiegend) aus dem studentischen

Milieu in Köln, um sich

im Bereich der Populären Vokalmusik

weiterzubilden, professionelle

Impulse und Anregungen

zu sammeln und sich von Fachleuten

auf die Sprünge helfen

zu lassen. »voc.cologne« heißt

dieses Treffen, in dessen Mittelpunkt

stets ein großes Konzert

mit einem Star-Ensemble des

genre-übergreifenden Singens

steht.

Diesmal kommen die weltberühmten

King’s Singers in die

Hochschule für Musik und Tanz

Köln, um gemeinsam mit Vocal

Journey (dem Jazz/Pop-Chor der

HfMT Köln) aufzutreten. wdr 3

ist, wie immer in den letzten

Jahren, live dabei.


22 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 23

sonntag erstsendung

20. Januar · 20:05

Carmen

Oper in vier Akten

von Georges Bizet

Carmen: Magdalena Kožená,

Mezzosopran

Don José: Jonas Kaufmann,

Tenor

Micaëla: Genia Kühmeier,

Sopran

Escamillo: Kostas Smoriginas,

Bariton

Zuniga: Christian van Horn,

Bassbariton

Moralès: Andrè Schuen,

Bassbariton

Frasquita: Christina Landshamer,

Sopran

Mercédès: Rachel Frenkel,

Mezzosopran

Remendado: Jean-Paul

Fouchécourt,Tenor

Dancaïre: Simone del Savio,

Bariton

Chor der Deutschen

Staatsoper Berlin

Einstudierung:

Eberhard Friedrich

Kinderchor der Deutschen

Staatsoper Berlin

Einstudierung:

Vinzenz Weissenburger

Berliner Philharmoniker

Leitung: Simon Rattle

simon rattle © dpa

Simon Rattle hat Bizets Oper

Carmen mit den Berliner Philharmonikern

in einer Neuaufnahme

mit der Starbesetzung

Magdalena Kožená in der Titelrolle

und Jonas Kaufmann als

Don José neu eingespielt und

erstmals bei den Salzburger

Osterfestspielen 2012 präsentiert.

Die Aufnahme zeichnet

sich durch einen schlanken und

beweglichen Klang aus und präsentiert

auch die französischen

Dialoge anstelle der später

nachkomponierten Rezitative.

göksel baktagir © göksel baktagir

montag erstsendung

21. Januar · 20:05

Klanglandschaft Bosporus

Göksel Baktagir & Sumru

Ağıryürüyen

Sumru Agˇıryürüyen · Gesang

Göksel Baktagir · Kanun

Efrén López · Ud, Drehleier,

bundlose Gitarre

Tuna Coşkun · Violine

Aufnahme vom 15. Dezember

2012 aus dem Theater an der

Ruhr, Mülheim

tuna coşkun © tuna coşkun

Bereits zum zweiten Mal gas tiert

Göksel Baktagir, einer der Großmeister

unter den türki schen Kanunspielern,

mit einem aktuellen

Projekt im Rahmen der Klanglandschaften:

gemeinsam mit

der ungemein facettenrei chen

Sängerin Sumru Agˇıryürüyen,

deren Stil vom traditionellen

türkischen Repertoire genauso

geprägt ist wie von der freien

Improvisation, zeichnet er in

Songs Passing Through Istanbul

ein musikalisches Portrait

der multikulturellen musikalischen

Traditionen am Bosporus.

Zu hören ist Musik unterschiedlicher

Bevölkerungsgruppen,

die sich alle im Laufe der Jahrhunderte

in Istanbul niedergelassen

und im musikalischen

Repertoire der Stadt ihre Spuren

hinterlassen haben. Da finden

sich neben türkischen auch sephardische,

griechische, armenische

oder balkan-türkische

Stücke. Das Duo wird komplettiert

von dem talentierten jungen

Violinisten Tuna Cos¸kun und

dem gleich mehrere Instrumente

in Perfektion beherrschenden

Spanier Efrén López, der in nahezu

allen Gattungen mediterraner

Musik zu Hause ist.


kirill gerstein © kirillgerstein.com

24 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 25

dienstag erstsendung

22. Januar · 20:05

wdr 3 Kammerkonzerte in NRW

joseph haydn

Variationen f-moll Hob XVII:6

johannes brahms

Drei Intermezzi op. 117

Walzer op. 39

franz liszt

Sonate h-moll

Kirill Gerstein · Klavier

Aufnahme vom 18. Januar 2013

aus dem Zeughaus, Neuss

Wenn der Pianist Kirill Gerstein

seinen Auftritt angesagt hat,

erwartet das Publikum stets ein

außergewöhnliches Musikereignis.

Gerstein gilt als wahrer

Paradiesvogel des Klaviers: der

gebürtige Russe konnte nach

einer klassischen Ausbildung

in die USA übersiedeln, um am

Bostoner Berklee College of

Music eine Ausbildung zum Jazz-

Pianisten anzutreten. Später

schloss er an der berühmten

New Yorker Juilliard School seine

klassische Ausbildung ab und

ist also in beiden musikalischen

Sphären gleichermaßen zuhause.

Dass die Erfahrung mit

dem Jazz auch die Interpretationen

klassisch-romantischer

Musik bereichern kann, lässt

Gerstein seine Hörer in Meisterwerken

von Johannes Brahms,

Joseph Haydn und Franz Liszt

miterleben.

mittwoch erstsendung

23. Januar · 20:05

Beethoven und Ferdinand Ries

Biographisch-

musikalische Notizen

ludwig van beethoven

Variierte Themen aus op. 105

und op. 107

ferdinand ries

Sonate für Flöte und Klavier

Es-dur op. 169

ludwig van beethoven

Serenade für Flöte und Klavier

D-dur op. 41

ferdinand ries

Fantasia für Flöte und Klavier

op. 133 Nr. 2

franz schubert

Introduktion, Thema und Variationen

über »Ihr Blümlein alle«

e-moll D 802

Lesung aus den

Biographischen Notizen

über Ludwig van Beethoven

Michael Faust · Flöte

Sheila Arnold · Fortepiano

Bernt Hahn · Sprecher

Aufnahme vom 14. November

2012 aus dem Kammermusiksaal

im Beethoven-Haus, Bonn

michael faust © wdr/thomas kost

Nicht nur als Musiker, auch als

Menschen standen Ludwig van

Beethoven und Ferdinand Ries

im regen Austausch. Dem sind

Michael Faust, Sheila Arnold

und Bernt Hahn in Wort und

Musik auf der Spur.

Sie kannten sich aus Bonner

Tagen: Ludwig van Beethoven

war bei dem Vater von Ferdi nand

Ries in die Lehre gegangen.

Später unterrichtete er seinerseits

den jungen Ferdinand und

führte ihn in die Wiener Gesellschaft

ein. Zwar ging Ries bald

als Virtuose, Dirigent, Konzertveranstalter

und Komponist

eigene Wege, dennoch blieb er

Beethoven immer verbunden.

Ein wdr 3-Konzertmitschnitt

aus dem Kammermusiksaal des

Beethoven-Hauses Bonn geht

dieser Musikerfreundschaft

nach und wirft dabei auch einen

Blick auf Franz Schubert, der

Beethoven hochachtungsvoll

aus der Ferne verehrte. Ries

dagegen kannte den großen

Wiener Meister wie kaum ein

anderer und ließ die Nachwelt

in seinen Biographischen Notizen

über Ludwig van Beethoven

daran teilhaben.


26 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 27

donnerstag erstsendung

24. Januar · 20:05

ensembl[:E:]uropa [35]

maria de alvear

Open Sunshine (2012)

für acht Stimmen und Ensemble

Kompositionsauftrag des wdr

ua

christian wolff

Trust (2012)

für Ensemble ua

petr cígler

Über das farbige Licht

der Doppelsterne (2012)

für Ensemble ua

petr kotík

Nine (2012)

für vier Bläser, vier Streicher

und Klavier

Kompositionsauftrag

der Ostravská banda ua

alex mincek

ohne Titel (2012)

für Ensemble ua

Sängerinnen des Chors

Ars Choralis Coeln

(bei de Alvear)

Ostravská banda,

Ostrava/Tschechien

Leitung: Petr Kotík

Moderation: Kornelia Bittmann

Aufnahme vom 19. Januar 2013

aus dem Funkhaus Wallrafplatz,

Köln

Ostravská banda ist mehr als

nur der Name eines Ensembles,

es ist zu einer Institution geworden

(zu dem ein Festival und ein

CD-Label gehört), das sich zur

Aufgabe gemacht hat, den Austausch

zwischen Tschechien und

dem Rest der Welt zu gewährleisten.

Der seit Jahrzehn ten international

operierende Leiter Petr

Kotík hat das Ensemble geprägt.

Das Programm wird neben Uraufführungen

von Christian

Wolff, Petr Cígler und Petr Kotík

auch ein Auftragswerk des wdr

von der in Köln lebenden spanischen

Komponistin Maria de

Alvear enthalten.

ron carter © wikipedia/la manchù

freitag live

25. Januar · 20:05

Ron Carter &

wdr Big Band Köln

Ron Carter · b

wdr Big Band Köln

Leitung: Dennis Mackrel

Übertragung aus der Kölner

Philharmonie

Mit über 2000 Alben ist Ron

Carter ohne Zweifel der meistaufgenommene

Bassist der Jazzgeschichte.

Diese gigantische

Diskographie hat der Musiker

aus Michigan über mehr als

sechs Jahrzehnte hinweg aufgetürmt.

Seine ersten Platten

spielte er Anfang der 60er-Jahre

gemeinsam mit Kollegen wie

Eric Dolphy und Don Ellis ein –

Projekte, die stilbildend für den

Modern Jazz wurden. Dann folgten

die großen Jahre an der Seite

von Miles Davis, Wayne Shorter

und Herbie Hancock, die allesamt

nicht auf seine Mitwirkung

verzichten wollten. Ron Carters

suggestive Basslinien prägten

Generationen von Musikern. Als

Professor des City College of

New York und der ehrwürdigen

Juilliard School genoss er höchstes

Ansehen. Ron Carter bevorzugte

stets die Arbeit in kleineren

Besetzungen; ihn mit einer

Big Band zu hören, ist eher eine

Seltenheit – und damit natürlich

auch eine besondere Ehre. Für

die Konzerte mit der wdr Big

Band bringt er sein eigenes

Repertoire mit, das die Erfahrungen

eines halben Jahrhunderts

der Jazzgeschichte reflektiert.


28 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 29

samstag live

26. Januar · 20:05

LIVE aus der MET

La Rondine

Lyrische Komödie in drei

Akten von Giacomo Puccini

Magda, Mätresse Rambaldos:

Kristine Opolais

Lisette, Dienstmädchen

Magdas: Anna Christy

Ruggero, Geliebter Magdas:

Giuseppe Filianoti

Prunier, Dichter: Marius Brenciu

Rambaldo, Bankier:

Dwayne Croft

Chor und Orchester

der Metropolitan Opera

Leitung: Ion Marin

Übertragung aus der Metropolitan

Opera, New York

la rondine © ken howard/metropolitan opera

So traurig kann eine Komödie

enden: Magda, Mätresse des

reichen Rambaldo, glaubt an

die wahre, unschuldige Liebe,

findet sie in dem idealistischen

Ruggero und verliert sie wegen

ihrer unrühmlichen Vergangenheit.

Puccinis Dreiakter inszeniert

die Metropolitan Opera mit

einer hochkarätigen Besetzung

rund um die lettische Sopranistin

Kristine Opolais.

So einfach der Plot der Oper, so

schwierig gestalteten sich ihre

Ausführung und Aufführung:

Die Auftraggeber in Wien hätten

gerne eine Operette im Stile des

Straussschen Rosenkavaliers

gehabt; das komplexe Libretto

ließ Puccini fast verzweifeln,

der Erste Weltkrieg brachte den

italienischen Komponisten und

seine Oper zwischen alle Fronten

des europäischen Kunstbetriebs.

Schließlich erlebte La

Rondine 1917 eine glänzende

Premiere – allerdings im neutralen

Monte Carlo. Fast hundert

Jahre später setzt die MET diese

lyrische Komödie zum dritten

Mal auf ihren Spielplan – und

greift erneut auf die erfolgrei che

Londoner Inszenierung von

Nicolas Joël zurück, eine Koproduktion

des Royal Opera House

Covent Garden und des Théâtre

du Capitole de Toulouse.

sonntag erstsendung

27. Januar · 20:05

Warten auf Godot

von Samuel Beckett

aus dem Französischen

von Elmar Tophoven

Regie: der Autor

Produktion: RIAS 1976

Estragon: Horst Bollmann

Wladimir: Stefan Wigger

Lucky: Klaus Herm

Pozzo: Carl Raddatz

Ein Junge: Torsten Sense

Kunstkopfstereophonie

samuel beckett © picture alliance

Die Aufnahme dokumentiert in

einer Kunstkopf-Produktion

Samuel Becketts eigene Inszenierung,

die am 8. März 1975 am

Berliner Schillertheater Premiere

hatte. Das Stück, das im Januar

1953 in Paris uraufgeführt worden

war, begründete Becketts

Weltruhm.

Die Funktion des Dialogs scheint

einzig die zu sein, das Warten

zu registrieren und die Langeweile

erträglich zu machen. In

den mal banal realistischen,

mal burlesken oder von Tiefsinn

und Ironie jäh durchblitzten

Wechselreden der vier Hauptpersonen

wird kein Ausweg aus

der problematischen Situation

des Wartenden gefunden. Das

Denken geschieht um seiner

selbst willen. Es ist Spiel und

Kunst und als solches Ort möglicher

Freiheit. In der ungeheuren

Verwirrung ist eines klar:

Wir warten auf Godot.


30 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 31

montag erstsendung

28. Januar · 20:05

Junge BläserPhilharmonie NRW

james barnes

Sinfonie Nr. 3 op. 89

»Die Tragische«

reveriano soutullo/

juan vert

(Arr. Douglas McLain)

La Leyenda del Beso

astor piazzolla

Oblivion

engelbert humperdinck

(Arr. Eiji Suzuki)

Abendsegen und Traumpantomime

aus der Oper

»Hänsel und Gretel«

maurice hamers

Chameleon

nino rota

(Arr. Marcel Peeters)

Filmmusik

Junge BläserPhilharmonie NRW

Leitung: Harry Vorselen

Aufnahme vom 20. Januar 2013

aus dem Schauplatz Langenfeld

Die Junge BläserPhilharmonie

NRW sorgt für frischen Wind: In

diesem Auswahlorchester spielen

hochbegabte Nachwuchsmusiker

des Landes, aufstrebende

Spitzentalente zwischen 15

und 25 Jahren, meist Preisträger

bei »Jugend musiziert« – sie

sind die Profis von morgen.

In konzentrierten, intensiven

Arbeitsphasen perfektionieren

die gut 60 MusikerInnen ihr Können,

an originalen oder arrangierten

Werken fast aller musikalischer

Epochen optimieren

sie ihr Zusammenspiel – und in

europaweiten Konzerten und

Tourneen präsentieren sie

schließ lich das Ergebnis ihrer

Arbeit. Sein aktuelles Programm

stellt das Jugendblasorchester

in diesem Konzert vor; das Spektrum

reicht von den tragischen

Tönen der dritten Barnes-Sinfonie

bis zu den stimmungsvollen

Klängen eines Nino Rota-Portraits,

das seine Filmmusiken

von La Strada bis Der Pate

Revue passieren lässt.

junge bläserphilharmonie © andreas zimmer

dienstag erstsendung

29. Januar · 20:05

wdr 3 Kammerkonzerte in NRW

felix mendelssohn

bartholdy

Streichquartett D-dur op. 44,1

emmanuel séjourné

Konzert für Marimba und

Streicher

claude debussy

Streichquartett g-moll op. 10

ney rosauro

Konzert für Marimba und

Streicher op. 12

Katarzyna Myćka ·

Marimbaphon

Mandelring-Quartett

Sebastian Schmidt · Violine

Nanette Schmidt · Violine

Roland Glassl · Viola

Bernhard Schmidt · Violoncello

Aufnahme vom 20. Januar 2013

aus der Schlosskapelle Jülich

katarzyna mycka © andreas zimmer

Ein außergewöhnliches Programm

bieten die Schlagzeugerin

Katarzyna Mycka und das

Mandelring-Quartett: Meisterwerke

des Streichquartett-

Reper toires treffen auf zeitgenössische

Konzertstücke. Kann

das Mandelring-Quartett in

Werken von Felix Mendelssohn

Bartholdy und Claude Debussy

die hohe Kunst seines Ensemblespiels

unter Beweis stellen, so

übernimmt es in den Konzerten

von Emmanuel Séjourné und

Ney Rosauro »nur« die Rolle des

musikalischen Assistenten. Die

polnische Marimbaphon-Virtuosin

Katarzyna Myćka entfaltet

dabei den großen Reichtum an

Klangvielfalt und Brillanz ihres

Instruments und lässt spürbar

werden, weshalb ihr der Ehrentitel

»Die mit den Schlägeln

tanzt« verliehen worden ist.


32 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 33

mittwoch erstsendung

30. Januar · 20:05

Bluegrass Jamboree!

Voices of America

Audie Blaylock & Redline,

Bearfoot

Caleb Klauder & Reeb Willms

Aufnahme vom 11. Dezember

2012 aus der Bonner Harmonie

Die jüngste Ausgabe des Tourneefestivals

Bluegrass Jamboree!

steht ganz im Zeichen der

Stimme. Bei aller instrumentalen

Virtuosität – zentral im Bluegrass-Konzept

– fasziniert die

Musik mindestens genauso stark

durch den Gesang. Hervorgegangen

aus der uralten Balladentradition

des keltischen Kulturkreises,

haben sich die Bluegrass

Songs in der Begegnung

mit anderen Kulturen des östlichen

Südens der USA zu einer

eigenen Form entwickelt. Prägend

und neu ist vor allem virtuose

Mehrstimmigkeit, die den

archaischen Balladen noch fehlte.

Ob im intensiven Stimmen-

Duett der frühen authentischen

ländlichen Musik, im komplexen

Dreistimmigkeits-Rausch der

Bluegrass-Harmonien oder dem

swingenden schwarzen Groove

von Spiritual und Gospel – Gänse

haut-Feeling ist garantiert,

gute Stimmen berühren immer.

audie blaylock & redline © musiccontact

donnerstag erstsendung

31. Januar · 20:05

Forum Alte Musik Köln

NeoBarock

Metamorphosen –

Johann Sebastian Bach

in seinen eigenen Konzert-

Bearbeitungen

johann sebastian bach

Sonate d-moll

für zwei Violinen und

Basso continuo

Rekonstruktion der Urfassung

von BWV 1043 von Volker Möller

Konzert g-moll

für Cembalo, Streicher und

Basso continuo, BWV 1058

Bearbeitung von BWV 1041

von Johann Sebastian Bach

Konzert d-moll

für Violine, Streicher und

Basso continuo

Rekonstruktion der Urfassung

von BWV 1052 von Volker Möller

Konzert Es-dur

für Viola, Streicher und

Basso continuo

Rekonstruktion der Urfassung

von BWV 1053 von

Wilfried Fischer

Konzert D-dur

für drei Violinen und

Basso continuo

Rekonstruktion der Urfassung

von BWV 1064 von Volker Möller

NeoBarock

Volker Möller · Violine

Maren Ries · Violine/Viola

Anne von Hoff · Violine/Viola

Katka Ozaki · Violine

Johannes Platz · Viola

Ariane Spiegel · Violoncello

Tobias Lampelzammer · Violone

Fritz Siebert · Cembalo

Aufnahme vom

25. November 2012 aus

der Trinitatiskirche Köln

Im Barockzeitalter gehörten

Bearbeitungen eigener und

fremder Kompositionen zum

Tagesgeschäft eines jeden

Komponisten. Das Phänomen

»reloaded« ist also keine Erfindung

unserer Zeit! Ein Meister

dieser musikalischen Zweitverwertung

war Johann Sebastian

Bach höchstpersönlich.

Das Kölner Ensemble NeoBarock

präsentierte unter dem Motto

»Metamorphosen« Urfassungen

von Instrumentalkonzerten

Johann Sebastian Bachs, die

heute nur in dessen späteren

Bearbeitungen bekannt sind,

bzw. heute populäre Konzerte

des Meisters in seinen späte ren,

heute unbekannten Bearbeitungen.

Das Ensemble NeoBarock

hat sich in den vergangenen Jahren

auf musikalische Metamorphosen

dieser Art spezialisiert.

Dabei geht es den Musikern

allerdings nie darum, das einzig

wahre Original herauszufiltern,

sondern zu zeigen, mit welcher

Lebendigkeit und Flexibilität im

Barockzeitalter auf Strömungen

des Zeitgeschmacks und nicht

zuletzt auf Aufführungsbedingungen

reagiert wurde.


34 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013

Das wdr 3-Konzert der Woche

samstags 13:04

samstag

5. Januar 2013 · 13:04

Aus der Neuen Welt

john corigliano

Promenade Ouverture

aaron copland

Konzert für Klarinette und

Streichorchester

antonín dvor˘ák

Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95

»Aus der Neuen Welt«

Thorsten Johanns · Klarinette

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Yutaka Sado

Mike Litt & Bianca Hauda

(1live) · Moderation

Aufnahme vom 6. Dezember 2012

aus der Kölner Philharmonie im

Rahmen der Konzertreihe

»1live in der Philharmonie«

Erstsendung

samstag

12. Januar 2013 · 13:04

Tage Alter Musik Herne 2012:

Die Zehn Gebote

»Du sollst deinen Vater

und deine Mutter ehren!«

Bach & Söhne

wilhelm friedemann

bach

Sonate B-dur für Flöte, Violine

und Basso continuo, Fk 50

johann christian bach

Sonate III Es-dur,

aus: Quatro sonate notturne,

Leipzig 1763 für zwei Violinen

und Basso continuo

johann sebastian bach

Französische Suite c-moll

für Cembalo, BWV 813

carl philipp

emanuel bach

Triosonate c-moll »Sanguineus

und Melancholicus«

für zwei Violinen und Basso

continuo, Wq 161,1

Triosonate B-dur für Flöte, Violine

und Basso continuo, Wq 161,2

johann christian bach

Chromatische Fuge über

B–A–C–H für Cembalo

johann sebastian bach

Sonate G-dur für Violine und

obligates Cembalo BWV 1019a

johann christian bach

Quintett D-dur für Flöte, zwei

Violinen, Violoncello und

obligates Cembalo op. 22,1

Lyriarte

Marion Treupel-Frank ·

Traversflöte

Rüdiger Lotter · Shunske Sato,

Violine

Pavel Serbin · Violoncello

Olga Watts · Cembalo

Axel Wolf · Laute

Aufnahme vom 8. November

2012 aus der Kreuzkirche Herne

(Erstsendung:

22. November 2012)

samstag

19. Januar 2013 · 13:04

»Dans la Nuit«

gabriel fauré

Après Un Rêve

hector berlioz

Le Spectre de la Rose aus

»Les Nuits d’Été«

jules massenet

Méditation aus »Thais«

igor strawinskij

Drei Stücke für Klarinette solo

claude debussy

Images I für Klavier

camille saint-saëns

Sonate für Klarinette und

Klavier op. 167

reynaldo hahn

Lieder in der Bearbeitung

für Klarinette und Klavier

frédéric chopin

Nocturne cis-moll op. posthum

Scherzo b-moll op. 31

francois borne

Fantasie nach Themen aus

»Carmen« von Georges Bizet

Nicola Jürgensen · Klarinette

Matthias Kirschnereit · Klavier

Aufnahme vom 9. Dezember

2012 aus dem Kulturhaus

Lüdenscheid

(Erstsendung: 1. Januar 2013)

JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO

samstag

26. Januar 2013 · 13:04

Balladen

35

robert schumann

Zigeunerleben op. 29 Nr. 3

ludwig van beethoven

Meeresstille und glückliche

Fahrt op. 112

Kantate für gemischten Chor

und Orchester

felix mendelssohn

bartholdy

Meeresstille und

glückliche Fahrt op. 27

Konzertouvertüre für Orchester

hugo wolf

Der Feuerreiter

Ballade für gemischten Chor

und Orchester

paul dukas

Der Zauberlehrling

Sinfonisches Scherzo nach

einer Ballade von Goethe

Rufus Beck · Sprecher

wdr Rundfunkchor Köln

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: David Marlow

Mike Litt & Bianca Hauda

(1live) · Moderation

Aufnahme vom 10. Januar 2013

aus der Kölner Philharmonie

im Rahmen der Konzertreihe

»1live in der Philharmonie«

Erstsendung


36 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013

samstag

2. Februar 2013 · 13:04

A jiddisch-dajtsche Mischpoke

Alpenklezmer &

Voices of Ashkenaz

Aufnahmen eines Doppelkonzerts

beim Gelsenkirchener

Festival »Klezmerwelten«

Aufnahme vom

18. Oktober 2012 aus

dem Musiktheater im Revier

(Erstsendung: 2. Januar 2013)

samstag

9. Februar 2013 · 13:04

Musik der Zeit

Orgel-Punkte

giacinto scelsi

Hymnos (1963)

für Orgel und zwei Orchester

francesco filidei

Fiori di Fiori (2012)

für Orchester ua

olivier messiaen

La ville d’en haut (1987)

für Klavier, Bläser und

Schlagzeug

györgy ligeti

Lontano (1967) für Orchester

christophe bertrand

Okhtor (2010) für Orchester de

Francesco Filidei · Orgel

Paulo Alvares · Klavier

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Emilio Pomàrico

Aufnahme vom 1. Februar 2013

aus der Kölner Philharmonie

(Erstsendung: 1. Februar 2013)

samstag

16. Februar 2013 · 13:04

Bundesjugendorchester

ludwig van beethoven

Ouvertüre zu Goethes

Trauerspiel »Egmont«

benjamin britten

Klavierkonzert op. 13

igor strawinskij

Petruschka (1946)

Markus Schirmer · Klavier

Bundesjugendorchester

Leitung: Michael Sanderling

Aufnahme vom 20. Januar 2013

aus der Tonhalle Düsseldorf

(Erstsendung: 6. Februar 2013)

samstag

23. Februar 2013 · 13:04

Pilgerfahrt und Feuerwerk

claude debussy

Suite bergamasque

Ondine

La terasse des audiences au

clair de lune

Feux d’artifice

aus: Préludes Heft II

L’Isle joyeuse

franz liszt

Sposalizio

Il Penseroso

Sonett di Petrarca Nr. 104

Sonett di Petrarca Nr. 123

Après une lecture de Dante

aus: Années de pelerinage,

Deuxieme annee: Italie, HS 161

Fotos © wdr/Mauritius, K. Mohr, Imago, wdr/T. Kost

frédéric chopin

(Bearbeitung: Franz Liszt)

Meine Freuden Nr. 5, op. 74

aus »Polnische Lieder«

camille saint-saëns

Étude en forme de valse

Des-dur, op. 52,6

Bertrand Chamayou · Klavier

Aufnahme vom 6. Juli 2012 im

Rahmen des Klavier-Festivals

Ruhr aus dem

Museum Folkwang, Essen

(Erstsendung: 15. Februar 2013)

JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO

bertrand chamayou © richard dumas

37

wdr 3. Aus Lust am Hören.


38 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 39

freitag

1. Februar · 20:05

Musik der Zeit [4]

Orgel-Punkte

giacinto scelsi

Hymnos (1963)

für Orgel und zwei Orchester

francesco filidei

Fiori di Fiori (2012)

für Orchester ua

olivier messiaen

La ville d’en haut (1987)

für Klavier, Bläser und

Schlagzeug

györgy ligeti

Lontano(1967) für Orchester

christophe bertrand

Okhtor (2010) für Orchester de

Francesco Filidei, Orgel

Paulo Alvares, Klavier

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Emilio Pomàrico

Übertragung aus der Kölner

Philharmonie

live

Jede Orgel hat ihren eigenen

Klang. Das gilt für die echte Orgel

bei Giacinto Scelsi, aber auch

für die fünf Instrumente aus

Rom und Paris, die Francesco

Filidei mit den Mitteln des Sinfonieorchesters

simuliert. Eine

Ahnung des Jenseits vermittelt

hingegen Olivier Messiaens

himmlische Orgel, während

György Ligeti und Christophe

Bertrand ihre Musik am farb -

li chen und dynamischen Potential

der Orgel messen.

francesco filidei © kyoko nagashima

samstag live

2. Februar · 20:05

wdr 3 jazzfest 2013

Cologne Contemporary Jazz

Orchestra & Ryan Truesdell

Rudresh Mahanthappa’s

Gamak

Sebastian Sternal Trio

Verleihung des

wdr jazzpreises 2013

wdr Big Band

Leitung: Ansgar Striepens

jazzpreis »Komposition«

Matthias Bröde · harp

jazzpreis »Improvisation«

Karsten Mützelfeldt

jazzpreis »Ehrenpreis«

JJO NRW

jazzpreis »Nachwuchs«

Claudio Puntin

Orchestre National de Jazz

Adam Baldych &

The Baltic Gang

Liam Noble

liam noble © noorie parvez

Übertragung aus dem wdr

Funkhaus sowie Aufnahmen

vom 31. Januar, 1. und 2. Februar

aus dem Stadtgarten, Köln

wdr 3 lädt Sie ein zu spannenden

Konzerten bei der Premiere

unseres Jazzfests!

Das wdr 3 jazzfest möchte die

Brücken im Jazz aufzeigen, die

von Europa aus in die USA geschlagen

werden. Auftreten wird

unter anderem das Cologne

Contemporary Jazz Orchestra

mit den vom Amerikaner Ryan

Truesdell entdeckten, hierzulande

nicht gehörten Gil-Evans-

Arrangements.

Mit der wdr Big Band Köln, die

bei der neunten wdr jazzpreis-

Verleihung wieder Auszüge aus

dem Werk des Gewinners in der

Sparte »Komposition« aufführt,

unterstreichen wir die Bedeutung

unseres wdr jazzpreises.

Michael Rüsenberg und Herbert

Uhlir moderieren durch einen

Abend mit Livekonzerten und

Mitschnitten von den Vortagen.

Das wdr 3 Konzert ist der Auftakt

zur anschließenden 49.

gemeinsamen Ö1/wdr 3 Jazznacht.


40 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 41

sonntag live

3. Februar · 20:05

Der fliegende Holländer

Romantische Oper

in drei Aufzügen von Richard

Wagner (Urfassung 1841)

Donald, ein schottischer

Seefahrer: Franz-Josef Selig

Senta, seine Tochter:

Astrid Weber

Georg, ein Jäger: Jörg Dürmüller

Mary, Sentas Amme:

Simone Schröder

Der Steuermann Donalds:

Kobie van Rensburg

Der Holländer: Terje Stensvold

wdr Rundfunkchor Köln

Prager Kammerchor

Cappella Coloniensis

Leitung: Bruno Weil

Wagners frühe Oper Der fliegende

Holländer hat die Cappella

Coloniensis 2004 in der Pariser

Urfassung von 1841 aufgenommen.

Es handelte sich dabei um

die weltweit erste Einspielung

einer Wagner-Oper auf Originalinstrumenten.

franz josef selig © anne hoffmann

»Die Urfassung des Fliegenden

Holländers unterscheidet sich

von den späteren Bearbeitun gen

in wesentlichen Punkten: es ist

eine einaktige Oper, unterteilt

in drei ineinander übergehende

Aufzüge. Außerdem spielt der

›Urholländer‹ nicht in Norwegen,

sondern an der schottischen

Küste. In der Urfassung steht die

Senta-Ballade noch einen Ganzton

höher in a-moll, was an die

Sängerin dieser Partie stimmlich

ganz andere Anforderungen

stellt. Besonders interessant

sind die Unterschiede in der Instrumentation:

Wagner fordert

z.B. ausdrücklich, dass Ventil-

und Naturhörner zusammenspielen,

genauso Ventil- und

Naturtrompeten sowie die Verwendung

der Ophikleide anstelle

der heutigen Basstuba. Daraus

resultiert ein transparenterer

und deutlicherer Orchesterklang.

Auch die Orchestersprache bei

der Urfassung zeigt die Verwurzelung

Wagners in der Operntradition

seiner Zeit, insbesondere

der französischen Oper.

Dies hatte Konsequenzen für

die Besetzung der Gesangspartien:

Gefordert waren im

Zusammenklang mit den historischen

Instrumenten leichtere,

beweglichere Stimmen als bei

Wagner sonst üblich.

montag erstsendung

4. Februar · 20:05

Klanglandschaft Iran

Ensemble Mezrab

feat. Sepideh Raissadat

Sepideh Raissadat · Gesang

Hamid Motebassem ·

Tar und Setar

Arman Sigarchi · Barbat

Pejman Zahedian · Setar

Ramin Azimian · Bam-Tar

Naghmeh Farahmand ·

Perkussion

Aufnahme vom 20. Januar 2013

aus der Stadthalle Mülheim/

Ruhr

arman sigarchi © mezrab

Hamid Motebassem, geboren

1958 in Mashad/Iran: seit 1986

lebt der persische Tar-Virtuose

und Komponist in Europa. Seine

junge Kollegin, die charismatische

Sängerin Sepideh Raissadat,

geboren 1980 in Teheran,

verließ ihre Heimat erst kürzlich

wegen des Auftrittsverbots für

Solosängerinnen. Der Name

Hamid Motebassem ist in der

Musikszene eng verbunden mit

hervorragenden Ensembles wie

z.B. den von ihm gegründeten

Formationen Dastan und Mezrab.

Und er profilierte sich mit

mehr als 20 Alben und Projek ten

wie In the Name of the Red Rose

oder Simorq, die vom wdr oder

auch dem Fernsehen der bbc

publikumswirksam ausgestrahlt

wurden. Seine eigenen Kompositionen

basieren auf der klassischen

Musik Persiens, die er

mit einem weltgewandten, ganz

zeitgenössischen Musikverständnis

interpretiert und weiterentwickelt.

Sepideh Raissadat,

Schülerin der berühmten

Sängerin Parissa, studierte

Musikethnologie und konzertierte

in Italien. Ihr Forschungsinteresse

gilt aktuell der Musik

der Sassaniden. Im Ensemble

Mezrab findet sie kongeniale

Partner für ihr musikalisches

Konzept.


42 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 43

dienstag erstsendung

5. Februar · 20:05

Junge Künstler stellen sich vor

robert schumann

Ein Faschingschwank

aus Wien op. 26

Anke Pan · Klavier

sergej prokofjew

Sonate Nr. 2 D-dur op. 94 a

Johanna Buckard · Violine

Christian Köhn · Klavier

georg friedrich händel

»Why do the nations?«

aus dem Oratorium

»The Messiah«

gaetano donizetti

»Bella siccome un angelo«

aus der Oper »Don Pasquale«

hugo wolf

Der Tambour

franz schubert

An den Mond

erich wilhelm korngold

»Mein Sehnen, mein Wähnen«

aus der Oper »Die Tote Stadt«

sergej rachmaninow

Son

modest mussorgskij

Lied des Mephistopheles

aus Goethes Faust

Maximilian Krummen · Bariton

Eleonora Reznik · Klavier

johann sebastian bach

Auszüge aus: Suite Nr. 1

für Cello G-dur

(bearbeitet für Marimbaphon)

michio kitazume

Side by Side für Solo Percussion

(Bongos, Congas, zwei Tom-

Toms, Bass Drum mit Pedal)

clemens fieguth © privat

emmanuel séjourné

Concerto for Marimba and

Strings 1. Satz

(mit Klavierbegleitung)

Clemens Fieguth · Schlagzeug

Michael Decker · Klavier

Aufnahme vom

22. November 2012 aus

dem Foyer der GenRe, Köln

Seit 20 Jahren präsentiert wdr 3

jährlich vier vielversprechende

junge Musiker aus allen Bereichen

von Gesang und Instrumentalspiel.

Diesmal haben sich die

Pianistin Anke Pan, die Geigerin

Johanna Buckard, der Bariton

Maximilian Krummen und der

Schlagzeuger Clemens Fieguth

angesagt. Einer von ihnen wird

durch eine unabhängige Jury für

ein stattliches Förderstipendium

ausgezeichnet sein – wer die

oder der Glückliche ist, erfahren

Sie in der Sendung.

mittwoch erstsendung

6. Februar · 20:05

Bundesjugendorchester

ludwig van beethoven

Ouvertüre zu Goethes

Trauerspiel »Egmont«

benjamin britten

Klavierkonzert op. 13

igor strawinskij

Petruschka

Markus Schirmer · Klavier

Bundesjugendorchester

Leitung: Michael Sanderling

Aufnahme vom 20. Januar 2013

aus der Tonhalle, Düsseldorf

markus schirmer © big shot

Vom heroischen Egmont bis zum

expressiven Petruschka. Das

Bundesjugendorchester überzeugt

mit großer Bandbreite

und Vitalität. Kein Wunder, denn

hier spielen die besten Nachwuchsmusiker

Deutschlands.

Die Elite von morgen trifft die

Stars von heute, wie den österreichischen

Ausnahmepianisten

Markus Schirmer, der neben den

großen Klassikern auch Ausgefallenes

liebt. So auch das selten

gespielte Klavierkonzert von

Benjamin Britten, dessen Geburtstag

sich in diesem Jahr zum

100. Mal jährt.

Britten verarbeitet in seinem

Konzert verschiedenste Spielarten

des Klaviers wie musikalische

Figuren oder perkussive

Elemente und nutzt dabei den

kompletten Tonumfang des Instrumentes

aus. Damit kommt er

zwei Qualitäten von Markus

Schirmer sehr entgegen, die seine

steile Karriere mitbegründet

haben: Geballte Energie und

konzentrierte Ausdruckskraft.


landfermann-manderscheidoetz-grammss

© privat

jochen rueckert © konstantin klein

44 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 45

donnerstag erstsendung

7. Februar · 20:05

KLAENG Festival 2012

Sebastian Gille Quartett

Sebastian Gille · sax

Pablo Held · p

Robert Landfermann · b

Jonas Burgwinkel · dr

Landfermann-Manderscheid-

Oetz-Gramss

Robert Landfermann · b

Dieter Manderscheid · b

Joscha Oetz · b

Sebastian Gramss · b

Jochen Rückert Quartett

Jochen Rückert · dr

Lage Lund · g

Mark Turner · ts

Orlando LeFleming · b

Aufnahme vom 16. Oktober

2012 aus dem Subway, Köln

Zum dritten Male veranstaltete

das Kölner Jazzmusiker-Kollektiv

KLAENG sein kleines, aber feines

Festival im Subway, einem

Ort, der Jahrzehnte für Jazz

stand, heute aber – bis auf die

KLAENG-Aktivitäten – in dieser

Hinsicht verwaist ist.

Das derzeitige Schwergewicht

des Jazz in Köln, das Pablo Held

Trio, dient diesmal dem Hamburger

Saxofonisten Sebastian Gille

als Begleitband. In den tiefen

Lagen ihrer Kontrabässe tauschen

sich Prof. Dieter Manderscheid

von der Musikhochschule

Köln und drei seiner besten

Ex-Studenten aus. Und aus New

York schaut Jochen Rückert,

einer der besten deutschen Jazz-

Schlagzeuger, in seiner einstigen

Heimatstadt vorbei – allein

der Saxofonist in seinem neuen

Quartett, Mark Turner, ist schon

höchste Aufmerksamkeit wert.

freitag live

8. Februar · 20:05

wdr 3 Städtekonzerte NRW

Philharmonie Südwestfalen

bedr˘ich smetána

Ouvertüre zur Oper

»Das Geheimnis«

jan václav vor˘ ís˘ek

Sinfonie D-dur op. 24

josef suk

Fantasie für Violine und

Orchester op. 24

antonín dvor˘ ák

Heroisches Lied op. 111

Ivan Ženatý · Violine

Philharmonie Südwestfalen

Leitung:

Charles Olivieri-Munroe

Übertragung aus dem

Apollo-Theater, Siegen

Böhmen zu Gast in Siegen: Von

Voříšek bis Suk widmet sich die

Philharmonie Südwestfalen

musikalischen Raritäten und

Ent deckungen aus dem Werkkatalog

tschechischer Tonkünstler.

Der unbekannteste ist dabei

Schubert-Freund Jan Václav

Voříšek, dessen »früher Tod

eine fühlbare Lücke« hinterließ,

wie ein zeitgenössisches Lexikon

schrieb. Weit berühmter sind

Josef Suk und seine Fantasie für

Violine und Orchester. Als Solisten

erleben wir Ivan Ženatý, der

zur Zeit als der bedeutendste

tschechische Geiger seiner

Generation gehandelt wird.

Von den böhmischen Komponisten-Stars

Dvořák und Smetána

gibt es eher selten Gespieltes

zu hören. Für alle gilt jedoch,

was besagtes Lexikon schon

über Voříšek schrieb: »Über den

classischen Werth seiner Composition

sind doch sämmtliche

Musikkenner einig.«

ivan z˘enaty´ © tomas lebr


46 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 47

samstag live

9. Februar · 19:00

LIVE aus der MET

Der Liebestrank

Opera buffa in zwei Akten

von Gaetano Donizetti

Adina: Anna Netrebko

Nemorino: Matthew Polenzani

Belcore: Mariusz Kwiecien

Dulcamara: Erwin Schrott

Gianetta: Anne-Carolyn Bird

Chor und Orchester der

Metropolitan Opera

Leitung: Maurizio Benini

Übertragung aus der Metropolitan

Opera, New York

Wer fest genug daran glaubt, hat

oft Erfolg. So gelingt es in Donizettis

Oper Der Liebestrank dem

jungen Bauern Nemorino, die

reiche und hübsche Adina zu erobern

– mit Hilfe zweier Flaschen

Bordeaux, die er für einen wirkungsvollen

Liebestrank hält.

Donizettis 1832 uraufgeführtes

Lustspiel L’Elisir d’amore vereint

die quirlige Heiterkeit italienischer

Buffo-Opern mit

schmachtenden Tenor-Szenen

und erfreut sich nach wie vor

größter Beliebtheit. Die aktuelle

Aufführung der New Yorker

MET überzeugt durch eine

herausragende Starbesetzung:

Matthew Polenzani, lyrischer

Tenor, in der MET nach über 250

Aufführungen so gut wie zu Hause,

glänzt als Nemorino mit Kraft

und Sensibilität. Anna Netrebko,

Primadonna assoluta auf allen

großen Bühnen, brilliert in der

Hauptrolle der Adina und erntete

bei der Premiere immer wieder

Szenenapplaus und begeisterte

Bravo-Rufe.

der liebestrank © ken howard-metropolitan opera

sonntag erstsendung

10. Februar · 20:05

Forum Alte Musik Köln

»Come again« – John Dowland

zum 450. Geburtstag

john dowland

Lachrimæ or Seaven Teares

and other consort music, 1604

(Auszüge)

sowie Musik von

samuel scheidt, louis

de moys, william brade,

orlando die lasso,

johann sommer,

johann schop, gabriel

voigt länder, thomas

simpson, melchior

borchgrevinck, michael

praeto rius u.a.

Dorothee Mields · Sopran

Hamburger Ratsmusik

Leitung: Simone Eckert

Aufnahme vom 13. Januar 2013

aus der Trinitatiskirche Köln

dorothee mields © annelies van der vegt

Die Melancholie war sein

Markenzeichen: durch die

Lachrimae-Pavanæ, die Pavane

der Tränen, gelangte John

Dowland in ganz Europa zu

Ruhm. Die Sopranistin Dorothee

Mields und die Hamburger

Rats musik gaben dem elisabetha

nischen Komponisten

ein Ständchen zum 450. Geburtstag.

Nichts wünschte sich John Dowland

sehnlicher, als eine Anstellung

als Lautenist am Hofe von

Queen Elizabeth zu erhalten.

Als er erkannte, dass seine

Hoffnungen vergeblich waren,

verließ er England. Er wirkte an

den Höfen in Wolfenbüttel und

Kassel, reiste über die Alpen

nach Italien und diente acht

Jahre lang in der Hofkapelle des

dänischen Königs Christian IV.

Dort erschien 1604 seine berühmte

Lachrimae-Pavanæ, die

innerhalb weniger Jahre in ganz

Europa bekannt wurde.

Doch John Dowland war nicht

nur ein Meister der melancholischen

Musik; ebenso komponierte

er schwungvolle

Tanzlieder und vertonte humoristische

Texte. Seine Consort-

Kompositionen gehören zum

Feinsten, was die englische

Musik der Renaissance zu bieten

hat. Die Sopranistin Dorothee

Mields und die Hamburger

Ratsmusik sind dem Charme

der Dowland-Lieder erlegen –

im Forum Alte Musik Köln

präsentierten sie originale

Komposi tionen des englischen

Meisters und Bearbeitungen

seiner Werke aus kontinentalen

Quellen des 17. Jahrhunderts.


48 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 49

montag erstsendung

11. Februar · 20:05

Jazzfest Berlin 2012 (I)

Geri Allen & Timelime

Geri Allen · p

Kenny Davis · b

Kassa Overall · dr

Archie Shepp Quartett

Archie Shepp · ts

Amina Claudine Myers · p, keyb

Wayne Dockery · b

Steve McCraven · dr

Aufnahmen vom 1. bis 3.

November 2012 aus dem Haus

der Berliner Festspiele

archie shepp © monette berthomier

Das Jazzfest Berlin erfindet sich

neu: Die 49. Ausgabe des Jazzfestes

ist unter dem neuen

künstlerischen Leiter und langjährigen

wdr 3 Jazz-Autor

Dr. Bert Noglik entstanden und

überaus gut gelungen. Noglik

versucht mit seinen thematischen

Programm-Bögen die

beiden Eckpunkte der improvisierten

Musik in Beziehung

zu setzen. Die Verbindungen

zwischen den verschiedenen

US-amerikanischen und europäischen

Jazzszenen sind vielfältig

und mittlerweile begegnen

sie sich auf Augenhöhe.

Diese musikalischen Bezüge

werden in drei wdr 3 Konzerten

vom Jazzfest Berlin 2012 hörbar.

Zwei beeindruckende Auftritte

der US-amerikanischen

Seite stellt Karsten Mützelfeldt

in dieser Sendung vor.

dienstag erstsendung

12. Februar · 20:05

»Karneval einmal klassisch«

Opus 00, zweimol Null!

Ein Programm in zwei

Auf zügen nebst Zugaben

Burkard Sondermeier

und seine Camarata Carneval

Aufnahme vom 26. Januar 2013

im Kunsthaus Seelscheid

burkard sondermeier © sondermeier

Karneval und E-Musik? Was hat

denn ernste Musik im Karneval

zu suchen? Eigentlich: Nichts.

Wenn denn E-Musik immer

ernst wäre. Aber die Zahl der

Kompositionen und Kompositiönchen

mit heiterem Charakter

füllt in den Archiven der

Klassischen Musik so manche

Ecke, die Burkard Sondermeier,

von Natur aus Stöberer, das

ganze Jahr hindurch aufstöbert.

Das Ergebnis präsentiert er mit

zunehmendem Erfolg in Köln

und mittlerweile weit darüber

hinaus. wdr 3 ist zu Gast im

»Stammhaus« der Veranstaltung,

dem Kunsthaus Seelscheid,

und sendet am Karnevalsdienstag,

was Sondermeier

und seiner »Camarata Carnaval«

so einfällt.


50 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 51

mittwoch live

13. Februar · 20:05

Volosi

Streicherdrive, Karpatenfeuer

Krzysztof Lasón · Geige

Zbigniew Michałek · Geige

Stanisław Lasón · Cello

Jan Kaczmarzyk · Bratsche,

Dudelsack

Robert Waszut · Kontrabass

Übertragung aus dem

Kammermusiksaal der Rudolf-

Oetker-Halle, Bielefeld

Als vor einigen Jahren der an der

Szymanowski-Musikakademie

in Katowice ausgebildete Geiger

Krzysztof Lasón für seine

Hochzeitsfeier eine Tanzkapelle

brauchte und neben seinem Cello

spielenden Bruder Staszek

auch ein paar Volksmusikanten

aus den Bergen engagierte, war

dies ungeahnt die Geburtsstunde

eines ganz besonderen musikalischen

Projekts: »Vołosi«

bedeutet »Walachen«, bezeichnet

also romanische Minderheiten

in Südosteuropa, die,

ähnlich wie bei den Roma, in

den Augen der slawischen

Mehrheitsbevölkerungen eine

Aura von Andersartigkeit umgibt.

Und ›anders‹, obgleich

auch irgendwie vertraut, ist die

Musik der Vołosi: ungeheuer

energetisch, zupackend, mitreißend,

ein Feuer, das aus dem

Funkenflug zwischen klassischer

Virtuosität und hochgebirglerischem

Tanzboden-

Drive entsteht – genährt vom

kulturellen Treibgut des heutigen

urbanen Polen ebenso wie

vom Holz der polnisch-slowakisch-ukrainisch-ungarischrumänischen

Karpatenwälder.

volosi © volosi

donnerstag erstsendung

14. Februar · 20:05

Very British

Gesänge und Geschichten

aus Großbritannien

thomas tallis

Spem in Alium

Motette für 40 Stimmen

edward cowie

The Lyre Bird Motet

ralph vaughan williams

Ausschnitte aus

der Messe g-moll

und andere Werke

Rolf Seelmann-Eggebert ·

Rezitation

wdr Rundfunkchor Köln

Leitung: Nicholas Kok

Aufnahme vom 2. Februar 2013

aus der Trinitatiskirche, Köln

nicholas kok © rayfieldallied

Dieses A-cappella-Konzert

des wdr Rundfunkchores Köln

steht ganz im Zeichen Großbritan

niens. Auf dem Programm

finden sich hochkarätige Werke

britischer Komponisten aus verschiedenen

Epochen: unter

anderem Thomas Tallis, Henry

Purcell und Ralph Vaughan

Williams.

Thomas Tallis war seinerzeit

hauptsächlich als Komponist

geistlicher Vokalwerke bekannt.

Von ihm wird sein berühmtes

Spem in Alium erklingen,

eine Motette für 40 Solostimmen,

die auf einem Text aus

dem biblischen Buch Judit basiert.

Es folgt eine Auswahl von

Chören aus Henry Purcells The

Fairy Queen sowie Ausschnitte

aus Ralph Vaughan Williams

Messe in g-moll. Werke von

Charles Villiers Stanford, Edward

Elgar und Jonathan Harvey

runden das Programm ab.

Wer könnte besser durch einen

britischen Abend begleiten als

der Adels- und Großbritannien-

Spezialist Rolf Seelmann-

Eggebert? Den meisten ist der

ehemalige ard-Studioleiter in

London als Fernseh-Experte

für Alles rund um die Royals

bekannt. Dennoch wird er bei

diesem Konzertabend zeigen,

dass England nicht nur aus der

Queen besteht. Dirigent dieses

Konzertes ist der Engländer

Nicholas Kok, der sich sowohl

in der Interpretation alter als

auch neuer Musik einen Namen

gemacht hat.


52 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 53

freitag erstsendung

15. Februar · 20:05

Pilgerfahrt und Feuerwerk

claude debussy

Suite bergamasque

Ondine

La terasse des audiences

au clair de lune

Feux d’artifice

aus: Préludes Heft II

L’Isle joyeuse

franz liszt

Sposalizio

Il Penseroso

Sonett di Petrarca Nr. 104

Sonett di Petrarca Nr. 123

Après une lecture de Dante

aus: Années de pèlerinage,

Deuxieme annee: Italie, HS 161

frédéric chopin

(Bearbeitung: Franz Liszt)

Meine Freuden Nr. 5, op. 74

aus: Polnische Lieder

camille saint-saëns

Étude en forme de valse

Des-dur, op. 52,6

Bertrand Chamayou · Klavier

Aufnahme vom 6. Juli 2012 im

Rahmen des Klavier-Festivals

Ruhr aus dem Museum Folkwang,

Essen

Jahrelang ist der Wanderer unterwegs.

Er durchstreift kreuz

und quer die Schweiz, lässt sich

vom Heimweh übermannen,

zieht ruhelos weiter nach Italien,

berauscht sich an Petrarca-Sonetten

und Michelangelo-

Statuen und wendet sich am

Ende dem Absoluten und Ewigen

zu. Die Pilgerfahrt, die

Franz Liszt in seinen Années de

pèlerinage beschreibt, sind auf

vielfache Weise zu deuten: Als

klassische Bildungsreise, als

Selbstfindungs-Prozess,

als Entwicklungsstadien einer

Künstlerseele, als Lebensreise.

Der französische Pianist

Bertrand Chamayou setzt sich

seit Jahren intensiv mit Liszt

auseinander und hat beim Klavierfestival

Ruhr das Publikum

mit den Années de pèlerinage

begeistert. Traumverlorenes,

Poetisches und Tänzerisches

von Claude Debussy steht ebenfalls

auf dem Programm. Chopin

und Saint-Saëns runden den

Klavierabend ab, der zu den Höhepunkten

des Festival zählte.

bertrand chamayou © richard dumas

samstag live

16. Februar · 19:00

LIVE aus der MET

Rigoletto

Tragische Oper in drei Akten

von Giuseppe Verdi

Herzog von Mantua:

Piotr Beczala

Rigoletto: Željko Lučić

Gilda: Diana Damrau

Sparafucile: Štefan Kocán

Maddalena: Oksana Volkova

Chor und Orchester der

Metropolitan Opera

Leitung: Michele Mariotti

Übertragung aus der Metropolitan

Opera, New York

z˘eljko luc˘ic ´© nick heavican-metropolitan opera rayfieldallied

Arbeit und Privatleben lassen

sich nicht immer voneinander

trennen. Das erfährt auch Rigoletto,

beruflich gewissenloser

Hofnarr, privat überbehütender

Vater, der seine Tochter an die

eigenen Rachepläne verliert.

Anlässlich des 200. Geburtstags

des Komponisten gibt es in

New York eine Zeitreise für Verdis

Rigoletto: Regisseur Michael

Mayer transportiert die Tragödie

aus dem Mantua des 16.

Jahrhunderts in das Las Vegas

der 1960er Jahre: »Es ging mir

darum, in der jüngeren Vergangenheit

eine Welt zu finden, die

die Dekadenz des herzoglichen

Palastes erfasst, eine Welt, in

der die Beteiligten nach immer

mehr Macht, Geld und Schönheit

streben.«

Die Besetzung ist bewährt erstklassig:

Verdi-Spezialist Željko

Lučić als Titelheld und Diana

Damrau als seine Tochter Gilda

überzeugten bereits mit glänzenden

Vorstellungen im MET-

Rigoletto 2011.


54 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 55

sonntag erstsendung

17. Februar · 20:05

Le vin herbé

Weltliches Oratorium in drei

Teilen von Frank Martin

Libretto von Georg Binding

nach dem Roman de Tristan

et Yseult von Joseph Bédier

Isot: Sandrine Piau

Tristan: Steve Davislim

Brangäne: Jutta Böhnert

Isot die Weißhändige:

Hildegard Wiedemann

Isots Mutter: Ulrike Bartsch

Kaherdin: Joachim Buhrmann

König Marke: Johann E.

de la Paz Zaens

Herzog Hoel/Ein Greis:

Roland Hartmann

RIAS Kammerchor

Scharoun-Ensemble der

Berliner Philharmoniker

Leitung: Daniel Reuss

Die ewige Liste literarischer

Liebesgeschichten führen eindeutig

sie an: Tristan und

Isolde. Ihre im 12. Jahrhundert

erstmals niedergeschriebene

»estoire« beinhaltet alles, was

ein guter Roman braucht – oder

gutes Musiktheater: großes Gefühl,

der Reiz des Verbotenen,

Spannung, Heimlichkeit, Zauberei,

die Übertretung sittlicher

Normen und am Ende gar der

Liebestod. Zwischen 1938 und

1941 schuf der Schweizer Komponist

Frank Martin seine Lesart

dieses mittelalterlichen

Bestsellers – und zwar nicht als

Oper, sondern als kammermusikalisches,

transzendentales

weltliches Oratorium für zwölf

Singstimmen, sieben Streicher

und Klavier. Es ist auch Martins

sehr eigene Antwort auf Wagner,

mit der dem Außenseiter

der internationale Durchbruch

gelang.

sandrine piau © sandrine expilly

montag erstsendung

18. Februar · 20:05

My Sweet Canary

Hommage an Roza Eskenazi

Yota Nega, Mehtap Demir

und Mor Karbasi · Gesang

Kyriakos Gouventas · Geige

Dimitris Mystakidis ·

Gitarre, Gesang

Pavlos Pafranidis · Bouzouki

Mumin Sesler · Quanun

Dimitris Baslam · Kontrabass

Huseyin Karabulut · Perkussion

Aufnahme vom 7. Juli 2012

aus dem Innenhof der

Heidecksburg, Rudolstadt

Ein jüdisches Mädchen aus

Konstantinopel war die erste

Schallplattendiva Griechenlands:

Roza Eskenazi. Das TFF

widmete ihr ein glamouröses

Nachtkonzert mit griechischtürkisch-israelischenSängerinnen

und Virtuosen. Sarah

Skinazi wurde 1890 in ärmlichen

Verhältnissen am Bosporus

geboren, mit ihrer Familie

zog sie als Jugendliche nach

Thessaloniki, wo es ebenfalls

eine große sephardische Gemeinde

gab. Deren Lebenswelt

wurde 1917 durch einen verheerenden

Großbrand weitgehend

zerstört. Nach dem Weltkrieg

und der Massenflucht von kleinasiatischen

Griechen in die

europäisch-griechischen Metropolen,

vor allem Athen mit

seinem Hafen Piräus, entstanden

dort in einem neuen, ganz

eigenartigen Milieu die musikalischen

Genres der Smyrnaika

(Lieder aus Smyrna) und der

Rembetika. Diese Großstadtlieder

singen von Nostalgie

und Eigensinn, von Zärtlichkeit

und der Härte des Lebens,

vom Haschisch und der Liebe.

Sarah fasste Fuß als Sängerin

in Athen, doch es dauerte mehr

als zehn Jahre, bis sie 1928

ihre erste Schallplatte veröffent

lichen konnte – als Roza

Eskenazi.

roza eskenazi © privat


56 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 57

dienstag live

19. Februar · 20:05

wdr 3 Städtekonzerte NRW

Bergische Symphoniker

hugo alfvén

Orchestersuite »Der Bergkönig«

(Bergakungen) op. 37

kurt magnus atterberg

Konzert für Violoncello und

Orchester op. 21

jean sibelius

Sinfonie Nr. 7 C-dur op. 105

Gustav Rivinius · Violoncello

Bergische Symphoniker

Leitung: Peter Kuhn

Übertragung aus dem

Konzertsaal Solingen

gustav rivinius © wildundleisemuenchen.de

Elchtest mit den Bergischen

Symphonikern: Neben Musik

des finnischen Nationalkomponisten

Jean Sibelius gibt es

Entdeckenswertes aus schwedischer

Feder.

Kurt Magnus Atterberg gilt

selbst unter Musikern als ein

großer Unbekannter, sein poetisches

Cellokonzert ist für den

bergischen Generalmusikdirektor

Peter Kuhn eine wunderbare

Entdeckung. Solist Gustav Rivinius

überzeugt durch ebenso

lebendige wie kraftvolle Interpretation.Fantasiereich-abenteuerlich

wird es in Hugo Alfvéns

Orchestersuite, die aus

seinem Ballett Der Bergkönig

entstanden ist, einer sagenhaften

Geschichte um ein junges

Liebespaar, einen grausamen

Bergkönig und ebenso

gutmütige wie rachsüchtige

Trolle. Zum Abschluss folgt mit

Sibelius’ siebter Sinfonie eines

seiner häufiger gespielten

Werke.

mittwoch erstsendung

20. Februar · 20:05

wdr 3 Kammerkonzerte in NRW

claude debussy

En blanc et noir

francis poulenc

Sonate 1953

anton arenskij

Suite Nr. 3, op. 33

sergej prokofjew

Cinderella-Suite

(bearbeitet von A. Gotlieb)

witold lutoslawski

Variationen über ein Thema

von Paganini

Klavierduo Genova & Dimitrov

Aglika Genova

Luben Dimitrov

Aufnahme vom 11. Februar 2013

aus dem Kammermusiksaal der

Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld

Seitdem sie 1996 den Münchener

ard-Wettbewerb gewonnen

haben, zählen Aglika

Genova und Luben Dimitrov zu

den weltweit führenden Klavierduos.

Als »symbiotisches Fabelwesen

mit vier Händen« werden

sie von der Presse gefeiert, und

das Publikum begeistert sich an

ihrer einzigartigen Mischung

aus Brillanz und Stilsicherheit.

Mit Werken von Anton Arenskij,

Claude Debussy, Witold Lutoslawski,

Francis Poulenc und

Sergej Prokofjew stellen sie

auch an diesem Konzertabend

den großen Reichtum ihres

Repertoires unter Beweis.

genova/dimitrov © irène zandel


wso © wdr/thomas kost

58 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 59

donnerstag live

21. Februar · 20:05

wdr 3 Spezial

wdr=Kultur=Gut (3)

Der Letzte stellt den Ton ab? –

Klassische Musik im Radio

Diskussion mit Publikum live

aus dem wdr Funkhaus Köln

Moderation: Uwe Schulz

Klassische Musik hat eine einzigartige

Tradition in der Kulturlandschaft

Deutschlands, und

sie ist seit jeher ein fester Bestandteil

der öffentlich-rechtlichen

Radioprogramme. Allerdings

kommt immer wieder die

Frage auf, wie viele Menschen

heute noch klassische Musik

hören.

Stimmt also die alte Gleichung:

Wer sich für Kultur und anspruchsvolle

Musik interessiert,

mag auch Sinfonie und

Streichquartett? Gehören Kulturradio

und Klassik untrennbar

zusammen? Wer hört heute und

in Zukunft klassische Musik?

In der dritten Folge der öffentlichen

Kulturdebatte

wdr=Kultur=Gut diskutiert

Moderator Uwe Schulz live in

wdr 3 und vor Ort im Funkhaus

am Wallrafplatz mit Radiomachern,

Wissenschaftlern, Kulturschaffenden

und natürlich

mit dem Publikum.

Der Eintritt ist frei. Fragen an

die Podiumsteilnehmer können

auch über www.wdr3.de eingebracht

werden.

christian gerhaher © jim rakete/sonyclassical

freitag live

22. Februar · 20:05

Wiener Espressivo

richard wagner

Ouvertüre zu »Tannhäuser«

gustav mahler

Fünf Lieder nach Gedichten

von Friedrich Rückert

für Singstimme und Klavier

franz schubert

Sinfonie Nr. 8 C-dur D 944

Große C-dur-Sinfonie

Christian Gerhaher, Bariton

wdr Sinfonieorchester Köln

Leitung: Andris Nelsons

Übertragung aus der Kölner

Philharmonie

Romantisches Kontrastprogramm:

Im Konzert des wdr

Sinfonieorchesters treffen

große Gesten symphonischer

Musik auf die Intimität subtiler

Liedkompositionen.

Lyrische und klar akzentuierte

Darbietung ist also gefragt –

und die kommt in diesem Konzert

von Christian Gerhaher,

der »aus Liedern mitreißende

Minidramen« macht, weshalb

seine Mahler-Interpretationen

international hoch geschätzt

werden.

Ausdrucksstärke wird auch in

Schuberts großer C-dur-Sinfonie

verlangt: »Hier ist außer

meisterhafter Technik noch

Leben in allen Fasern« urteilt

Komponisten-Kollege Robert

Schumann. Andris Nelsons,

Chefdirigent des Birmingham

Symphony Orchestra und einer

der begehrtesten jungen Dirigenten

in der internationalen

Musikszene, überzeugt mit

Verve und Brillanz.


60 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 61

samstag live

23. Februar · 20:05

ensembl[:E:]uropa [36]

øyvind torvund

Willibald Motor Landscape

(2012)

für Klarinette, Violoncello,

Gitarre, Keyboard, Schlagzeug

und CD, mit Unterstützung des

Komponistenes Vederlagsfond

de

aldo clementi

Ricercare (2002) für Gitarre

Lento (1984) für Violoncello

Dedica (1998) für Klarinette,

Violoncello und Klavier

martin schüttler

Selbstversuch, die Andern

(2012) für Ensemble

Kompositionsauftrag des wdr

ua

trond reinholdtsen

Unsichtbare Musik (2009)

für Sopran, Klarinette, Violoncello,

Gitarre, Klavier, Schlagzeug,

Komponist und Samples

asamisimasa

Janne Berglund · Sopran

Rolf Borch · Klarinette

Håkon Mørch Stene ·

Schlagzeug

Anders Førisdal · Gitarre

Ellen Ugelvik · Klavier

Tanja Orning · Violoncello

Übertragung aus dem Funkhaus

Wallrafplatz, Köln

Ensemble asamisimasa ist eine

eingeschworene Gemeinschaft

von sechs Musikern, die besonders

auf der Suche nach einem

Repertoire mit experimentellem

Charakter ist, was sich u. a. in

der vielfältigen Erweiterung

des Instrumentariums durch

Alltagsgerät, Low-Tech und

Bastelarbeiten zeigt. Das Programm

wird neben Werken von

Øyvind Torvund, Aldo Clementi

und Trond Reinholdtsen auch

die Uraufführung eines im Auftrag

des wdr geschriebenen

Werkes von Martin Schüttler

bieten.

asamisimasa © nicki twang

sonntag

24. Februar · 20:05

Der Stellvertreter

von Rolf Hochhuth

Regie: Erwin Piscator

Produktion: Hessischer

Rundfunk 1963

Papst Pius XII.: Dieter Borsche

Pater Riccardo: Günther Tabor

Julia Lucani: Maria Becker

Luccani Senior: Rudolf Fernau

Dr. Lothar Lucani:

Jürgen Thormann

Ordensgeneral: J. P. Dornseif

Apostolischer Nuntius:

Hans Albert Martens

Kardinal: Hans Nielsen

Graf Fontana: Malte Jaeger

Witzel: Martin Hirte

Salzer: Fritz Tillmann

Gerstein:

Siegfried Wischnewski

Jacobson: Ernst Ronnecker

Die Uraufführung vor 50 Jahren,

am 20. Februar 1963 in Berlin,

in der Regie von Erwin Piscator,

löste einen Skandal aus. Es kam

zu Protesten und Demonstrationen

auf der einen Seite, auf

der anderen Seite bewirkte der

Theaterstoff eine längst fällige

Diskussion über die Rolle der

Kirche im Dritten Reich.

Das umstrittene Stück handelt

von dem Versuch des SS-Offiziers

Gerstein und des jungen

Jesuitenpaters Riccardo Fontana,

den Vatikan über den

Holocaust zu informieren und

dadurch einen Protest gegen

Hitler zu veranlassen. Der Versuch

prallt an Papst Pius XII.

ab, worauf sich der enttäuschte

Pater freiwillig einem Transport

nach Auschwitz anschließt und

dabei ums Leben kommt.

Wegen der Brisanz des Themas

wurde Hochhuths Stellvertreter

über Deutschland hinaus zu

einem vielgespielten Stück

und 2002 von Constantin Costa-

Gavras verfilmt.

rolf hochhuth © jdapd/clemens bilan


simon nabatov/nils wogram © friedrich von hülsen

62 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 63

montag erstsendung

25. Februar · 20:05

Jazzfest Berlin 2012 (II)

Simon Nabatov/Nils Wogram

Simon Nabatov · p

Nils Wogram · tb

Michel Portal Quartett

Michel Portal · b, cl, sax

Louis Sclavis · as, cl, bcl

Bruno Chevillon · b

Daniel Humair · d

Aufnahmen vom 2. und

3. November 2012 aus dem

Haus der Berliner Festspiele

Die 49. Ausgabe des Jazzfestes

Berlin thematisiert unter ihrem

neuen künstlerischen Leiter

Dr. Bert Noglik die Jazz-Beziehungen

zwischen den USA und

Europa. In drei wdr 3-Konzerten

vom Jazzfest Berlin 2012

werden diese unterschiedlichen

Konzepte vorgestellt: heute

zwei Generationen herausragender

europäischer Musiker.

Die französische Improvisations

szene ist mit den führenden

Holzbläsern des Landes

vertreten, Michel Portal und

Louis Sclavis. Deutschland

mit einem mehrteiligen Bandprojekt

des Posaunisten Nils

Wogram.

dienstag erstsendung

26. Februar · 20:05

wdr 3 Alte Musik in NRW

Melancholia oder: Die Kunst,

aus einem Augenblick eine

ganze Welt zu erschaffen

johann georg

weichenberger

Prelude g-moll

wenzel ludwig radolt

Concerto II - Symphonia g-moll

johann georg

weichenberger

Fantasia g-moll

johann joseph fux

Partita ex g K 320

johann jacob froberger

Suite [XXX] Plainte faite a

Londres pour passer la

melancolie, laquelle se joue

lentement avec discretion

johann joseph fux

Partita E 64

heinrich ignaz

franz biber

Sonata XVI Passagalia

johann joseph fux

Rondeau: Allegro ma

comodamente,

aus »Partita« ex G K 321

Saitsiing

Ulli Engel, Elisabeth

Wiesbauer · Violine

Katie Stephens · Violoncello

Hubert Hoffmann · Arciliuto

Erich Traxler · Cembalo

Aufnahme vom 25. Januar 2013

aus Schloss Rheydt,

Mönchengladbach

Das Neuartige an dem von

Publikum wie Presse enthusiastisch

gefeierten österreichischen

Ensemble mag sich vielleicht

erst auf den zweiten Blick

erschließen: saitsiing realisiert

keine herkömmlichen Konzertprogramme,

sondern sorgfältig

aufeinander bezogene und abgestimmte

poetische Konzepte.

In der Zwiesprache der Künste

untereinander wird vermeintlich

»Altbekanntes« in neuem Licht

erlebt. Bewusst sucht saitsiing

die Gegenüberstellung von

Standardwerken »Alter Musik«

mit neuen, unerhörten Schätzen,

die es aus ihrem bibliothekarischen

Dornröschenschlaf

einer klingenden Realität zurückgibt.

Ein ebenso spannendes

wie höchst vergnügliches

Unterfangen! Im Programm

»Melancholia« präsentiert

saitsiing Werke von Johann

Jacob Froberger, Heinrich Ignaz

Franz Biber, Johann Georg

Weichenberger, Johann Joseph

Fux und anderen.


64 WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013 JANUAR · FEBRUAR 2013 | WDR 3 KONZERTE IM RADIO 65

mittwoch live

27. Februar · 20:05

Schemen

carl loewe

Der Nöck

franz schubert

Der Zwerg

Die Bürgschaft

franz lachner

Die Meerfrau

hans pfitzner

Wasserfahrt

Die Fischerkinder

franz liszt

Loreley

hugo wolf

Ritter Kurts Brautfahrt

franz lachner

Der wunde Ritter

wilhelm killmayer

Schön Rotraut

franz lachner

Ein Traumbild

carl loewe

Edward

robert schumann

Belsazar

carl loewe

Tom der Reimer

hugo wolf

Feuerreiter

Christoph Prégardien · Tenor

Michael Gees · Klavier

Übertragung aus dem

Belgischen Haus, Köln

christoph prégariden/michael gees © prégardien-gees

Der berühmte Tenor Christoph

Prégardien und sein fantasievoller

Klavierpartner Michael

Gees haben sich von dem Thema

»Schemen« anregen lassen

und zeigen in ihrem Konzert

einen wahrhaft märchenhaften

Schemenreigen. Zwerg, Nöck

und Loreley, sagenhafte Reisen

zu Wasser und zu Lande, Alttestamentarisches

und Schottisches

in Vertonungen von

der Romantik bis zur Moderne

laden zum Träumen, Genießen

und Gruseln ein – und da darf

natürlich der berühmt-berüchtigte

Feuerreiter nicht fehlen.

donnerstag erstsendung

28. Februar · 20:05

musikFabrik im wdr

In der Wildnis

oscar bettison

Livre des Sauvages (2012)

für großes Ensemble

Europäische Erstaufführung

brian ferneyhough

Finis Terrae (2012)

für sechs Stimmen

und Ensemble de

jorge e. lópez

Blue Cliffs

(1985– 88, rev. 1992/93)

für Ensemble

Ensemble musikFabrik

Leitung: Emilio Pomàrico

Aufnahme vom

24. November 2012 aus dem

Funkhaus Wallrafplatz, Köln

Gerade das scheinbar Primitive

und Atavistische übt auf fortschrittliche

Künstler häufig

einen unwiderstehlichen Reiz

aus. Die Skulpturen und Kostüme

alter Kulturen faszinieren

Komponisten und Maler des

20. und 21. Jahrhunderts ebenso

wie die Rituale und Bräuche

von Ureinwohnern. Bis heute ist

dieser Bann ungebrochen.

Knapp 100 Jahre, nachdem Igor

Strawinskijs Sacre du printemps

wie eine Naturgewalt

über die Musikwelt hereingebrochen

ist, wildert auch das

Konzertprogramm der musik-

Fabrik im Reich des Ungezähmten

– oder dem, was Menschen

sich darunter vorstellen.

Oscar Bettisons Livre des Sauvages

bezieht sich auf die bizarren

Vorstellungen, die weiße

Siedler von der Welt der amerikanischen

Ureinwohner hatten:

von »seltsamen, teilweise

mörderischen Tieren« und von

»alten Handelsschiffen und ketzerischen

Zeremonien« handelt

seine Musik, in der minimalistische

Patterns ins Stolpern geraten

und die harmonische Welt

von ungewöhnlichen Klangerzeugern

durchlöchert wird.


66

WDR 3 KONZERTE IM RADIO | JANUAR · FEBRUAR 2013

Brian Ferneyhough lässt eine

Klanglawine über ein Vokalensemble

hereinbrechen: Unter

dem Geröll funkeln Diamanten.

Die Musik von Jorge E. López

sucht ebenfalls die Nähe zu Naturbildern,

wie sie im buddhistischen

Hekiganroku festgehalten

sind, der »Niederschrift von

der Smaragdenen Felswand«.

Sie folgt dabei allein ihren inneren

Gesetzen: »nach außen

gekehrt ist das Äquivalent des

Unbewussten die Wildnis.«

musikfabrik © musikfabrik.eu

31.1. – 3. 2. 2013

Köln | Funkhaus Wallrafplatz

und Stadtgarten Köln

ndr Bigband | Orchestre National de Jazz | wdr Big Band

Rudresh Mahanthappa’s Gamak u.v.a.

Karten: ab 19,90 Euro inkl. VVK-Gebühren

bei Köln-Ticket, www.koelnticket.de

Sendung:

wdr 3/Ö1 Jazznacht, Sa/So, 2./3. 2. 2013, 20:05 – 6:00

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