Bildende Kunst und Literatur

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Bildende Kunst und Literatur

EDITORISCHE VORBEMERKUNG

›Brief an Dr. Alfons Paquet‹

Deutsche Ausgaben:

1930 Psychoanal. Bewegung, Bd. 2 (5) (Sept.–Okt.), 419.

1934 G. S., Bd. 12, 406–7.

1948 G. W., Bd. 14, 545–6.

›Ansprache im Frankfurter Goethe-Haus‹

Deutsche Ausgaben:

1930 Psychoanal. Bewegung, Bd. 2 (5) (Sept.–Okt.), 421–6.

1934 G. S., Bd. 12, 408–11.

1948 G. W., Bd. 14, 547–50.

Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt war 1927 gestiftet worden und sollte

alljährlich »einer mit ihrem Schaffen bereits zur Geltung gelangten Persön-

lichkeit zuerkannt werden, deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken

Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist«. Die ersten drei Empfänger des

Preises waren Stefan George, Albert Schweitzer und Leopold Ziegler. Die

Summe betrug 10 000 Reichsmark.

Auf Vorschlag von Dr. Alfons Paquet, eines bekannten Schriftstellers und des

Sekretärs des Kuratoriums des Goethe-Preises, wurde beschlossen, im Jahre

1930 den Preis Sigmund Freud zu verleihen. Paquet teilte ihm dies in einem

Brief vom 26. Juli 1930 mit (Freud hielt sich in den Sommerferien im Salz-

kammergut auf); der Brief Paquets wurde in der Psychoanalytischen Bewe-

gung, Bd. 2, 417–18, abgedruckt. Es heißt dort unter anderem: »Indem das

Kuratorium Ihnen, sehr verehrter Herr Professor, den Preis zuerkennt, wünscht

es die hohe Wertung zum Ausdruck zu bringen, die es den umwälzenden Wir-

kungen der von Ihnen geschaffenen neuen Forschungsformen auf die gestal-

tenden Kräfte unserer Zeit beimißt. In streng naturwissenschaftlicher Methode,

zugleich in kühner Deutung der von Dichtern geprägten Gleichnisse hat Ihre

Forschung einen Zugang zu den Triebkräften der Seele gebahnt und dadurch

die Möglichkeit geschaffen, Entstehen und Aufbau vieler Kulturformen in ihrer

Wurzel zu verstehen und Krankheiten zu heilen, zu denen die ärztliche Kunst

bisher den Schlüssel nicht besaß. Ihre Psychologie hat aber nicht nur die ärzt-

liche Wissenschaft, sondern auch die Vorstellungen der Künstler und Seelsorger,

der Geschichtsschreiber und Erzieher aufgewühlt und bereichert.«

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