Jahresbericht 2010 - Handwerkskammer Dortmund

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Jahresbericht 2010 - Handwerkskammer Dortmund

Handwerk

Bildung

Beratung

Jahresbericht 2010


2 Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Ernst Wölke

Hauptgeschäftsführer (komm.)

Handwerkskammer Dortmund

Reinoldistraße 7 – 9

44135 Dortmund

Telefon: 0231 54 93-0

Telefax: 0231 54 93-116

E-Mail: info@hwk-do.de

www.hwk-do.de

Redaktion:

Jana C. Mielke

PR/Medien

Handwerkskammer Dortmund

Gestaltung & Realisation:

WDD 3C, Werbeagentur GWA

Dortmund


HWK Dortmund weiter auf Modernisierungskurs

Besser als erwartet

ist das Jahr 2010

aus wirtschaftlicher

Sicht verlaufen. Dazu

hat das Handwerk

ein gehöriges Stück

beigetragen. Über

alle Indikatoren hin-

weg, gerade auch

bei Investitionen

und Umsätzen, sah

es spätestens zum

Herbst gut aus für

unsere Betriebe, und

damit natürlich auch für die gesamte Wirtschaft. Das

BIP legte kräftig zu und die Arbeitslosenzahlen gingen

zurück. Konjunktur nach Maß also! Diese positive Entwicklung

wird sich im laufenden Jahr aller Voraussicht

nach fortsetzen. Das lässt sich klar am aktuellen

Geschäftsklima-Index ablesen, der im Vergleich der

letzten zwei Jahrzehnte ein Rekordhoch erreicht hat.

Natürlich wäre für eine mittelfristige Stützung des

Wachstums die Fortführung der Konjunkturpakete

wünschenswert. Doch realistisch besehen kann es staatliche

Unterstützungsprogramme in diesem Umfang

nicht dauerhaft geben. Einzelne, gute Anreizprogramme

für Handwerk und Mittelstand aber schon. Das im

September 2010 von der Bundesregierung verab-

schiedete Energiekonzept ist ein Beispiel dafür. Es birgt

gute Chancen für das Handwerk, vor allem für den Bau-

und Ausbaubereich bei der energetischen Gebäude-

sanierung. Oder auch in puncto Elektromobilität.

Ob nun in diesen Sparten oder aber auf anderen Aktionsfeldern:

Die Innovationskraft des gesamten Handwerks

ist beachtlich, und genau deshalb werden die Betriebe

ihre künftigen Marktchancen auch gut zu nutzen

wissen. Davon bin ich fest überzeugt. Allen voran die

Meister und ihre Teams, die dank umfassender Aus- und

Weiterbildung beste Wertarbeit leisten. Sie füllen die

neue Botschaft unserer Imagekampagne „We made

Made in Germany“ täglich mit Leben. Und tragen dazu

bei, dass die Attraktivität des Handwerks gerade auch

bei Jugendlichen weiter steigt.

Vorwort

Das ist angesichts des fortschreitenden demographischen

Wandels eine immens wichtige Aufgabe. Ob

Unternehmer, Ausbildungsberater oder Ehrenamtsträger:

Wir alle sollten an einem Strang ziehen und möglichst

viele junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk

gewinnen. Dabei müssen wir auch mehr als bisher unser

Augenmerk auf die leistungsfähigen Schüler legen. Die

doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der

Wehrpflicht bieten da in den kommenden Jahren großartige

Chancen. Junge, leistungsbereite Bürger mit ausländischen

Wurzeln schließe ich ausdrücklich ein; sie

bringen zusätzliche sprachliche und kulturelle Kompetenzen

mit, die bei der Gewinnung neuer Kunden und

Märkte im In- und Ausland hilfreich sein werden.

Damit wir als Handwerkskammer Dortmund bei unseren

Mitgliedern als erster Dienstleister rund um Bildung,

Beratung und Betreuung weiter an Zuspruch gewinnen,

setzen wir unseren tief greifenden Modernisierungskurs

konsequent fort. Dabei haben wir uns das mittelfristige

Ziel gesetzt, Kompetenzen besser zu bündeln und Abläufe

weiter zu straffen. Mithin soll die Organisationsstruktur

deutlich optimiert und auch sukzessive verschlankt

werden. Synergien sollen noch stärker als bisher genutzt

werden, um im Sinne unserer fast 20.000 Mitglieds-

betriebe im Kammerbezirk Dortmund besonders profitabel

zu arbeiten.

Der geplante Neubau auf dem Gelände des Bildungszentrums

Ardeystraße ist ein Kernstück dieses weit

reichenden Prozesses. Denn: Alle Mitarbeiter der Handwerkskammer

Dortmund endlich an einem Standort

zusammen zu bringen, birgt viele Vorteile – sowohl für

ein schnelleres, direkteres Miteinander der Beschäftigten

wie auch für dauerhafte Kostensenkungen, ohne

betriebsbedingte Kündigungen. Das größte Plus für

Mitglieder, Kunden und Lehrgangsbesucher wird sein,

dass sich die Kammer Dortmund dank des neuen Hauptsitzes

als leistungsstarke Einheit präsentieren kann.

Otto Kentzler

Handwerkspräsident

3


4 Veranstaltungen

Meisterfeier 2010: Die sichersten Wertpapiere

gibt es immer noch im Handwerk

Weltwirtschaftskrise, Bankenrettungsschirme und

schwankende Aktienkurse. Trotzdem gilt: Die sichersten

Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk. Das war

das Motto der größten Jahresveranstaltung der Handwerkskammer,

der Meisterfeier 2010. 464 Jungmeister

wurden Ende März von ihren Familien und von Repräsen-

tanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Dortmunder

Konzerthaus gefeiert. Präsident Otto Kentzler

betonte, dass sie mit ihrer Qualifikation über beste

Voraussetzungen verfügten, als Unternehmer erfolgreich

zu sein. Er appellierte an die Jungmeister, der breiten

Öffentlichkeit mit ihrer Arbeit zu zeigen, wie modern

und innovativ das Handwerk sei. Regierungspräsident

Helmut Diegel würdigte die neue Handwerkselite als

Leistungsträger und tragende Säule der Gesellschaft.

Doch auch als Meister müsse man weiterhin die Ärmel

hochkrempeln. Dann sei „die Sache mit dem goldenen

Boden gar nicht so abwegig.“

Auf der Bühne: Die 22 Bestmeister ihres Gewerks. Das hat er sich verdient – ein Kuss für den frischgebackenen Meister.

Die aktuelle Entwicklung der beruflichen Bildung stand

im Mittelpunkt der Talkrunde.

Von wegen Krise: Für beste Unterhaltung sorgte die

Kabarettistin Uta Rotermund.


Cem Özdemir zu Gast beim

„Treffpunkt Handwerk“

Als Freund des Handwerks hat sich der Grünen-Vorsitzende

Cem Özdemir beim „Treffpunkt Handwerk“

selbst bezeichnet. Vor rund 300 Gästen stellte Özdemir

im Reinoldisaal die Frage, ob Handwerk und grüne Politik

eigentlich zusammenpassen. Der Bundesvorsitzende

von Bündnis 90/Die Grünen bejahte dies: „Für eine

goldene Zukunft braucht das Handwerk grünen Boden.“

Schon lange sei dies nicht nur seine persönliche Meinung,

sondern auch Auffassung seiner Partei.

Handwerk hat grünen Boden: Dieses Verspechen gelte

sowohl vor als auch nach der Wahl. Özdemir wurde konkret

und sprach sich für einen Green New Deal aus. Denn:

„Das betrifft im großen Umfang auch das Handwerk.“

Er denke hier beispielsweise an die Themen Erneuerbare

Energien, Niedrigenergiehäuser oder auch energieeffiziente

Technologien. Auch Handwerkspräsident Otto

Kentzler zeigte sich davon überzeugt, dass sich Klimaschutz

für den Staat rechne. Denn: „Ein Euro staatliche

Förderung zieht in der Regel neun Euro private Investitionen

nach sich.“

In der Frage des Fachkräftemangels und der Integration

waren sich beide Redner sicher, dass Bildung der Schlüssel

ist. Deutschland finde über Nacht ganz bestimmt keine

neuen Rohstoffe. Schon aus diesem Grund benötige man

die besten Schulen und Universitäten.

Präsident Otto Kentzler (li.) und Vize-Präsident Klaus Feuler (re.)

freuten sich über den Besuch von Grünen-Chef Cem Özdemir.

46 Gesellen geehrt beim

Leistungswettbewerb

Veranstaltungen

„Ein Leben ohne das Handwerk wäre nicht sonderlich

erstrebenswert. Ohne uns geht nämlich so gut wie

nichts“, sagte HWK-Präsident Otto Kentzler beim Empfang

von 46 jungen Gesellen, die beim Leistungswettbewerb

des Deutschen Handwerks 2009 gesiegt hatten.

Er unterstrich, dass sie als Sieger mit ihrem Talent und

Know-how einen großen Schritt in Richtung Karriere im

Handwerk getätigt hätten. 20 von ihnen belegten beim

landesweiten Leistungswettbewerb einen Platz auf

dem Siegertreppchen. Der Schwelmer Steinbildhauer

Martin Rickert erreichte sogar den ersten Platz beim

Bundesentscheid in Halle (Saale) und wurde damit

Bester der Besten.

Reinoldi-Matinee

Im Dezember gab es im Reinoldisaal ein „Weihnachtskonzert

mit Young Professionals.“ Es war das letzte Konzert in

2010, das im Rahmen der Reinoldi-Matinee-Reihe präsentiert

wurde. Gemeinschaftlich dazu eingeladen hatten

die HWK, die Dortmunder Volksbank und die Robert-

Schumann-Hochschule Düsseldorf. Unter der Leitung von

Prof. Thomas Gabrisch, Dekan des Fachbereichs Musik an

der Robert-Schumann-Hochschule, wurden Stücke von

Mozart bis Verdi gespielt. Sopranistin Agnes Lipka und

Bariton Patrick Ruyters nahmen die Zuhörer mit auf eine

Reise durch die weihnachtliche Musikgeschichte.

Sopranistin Agnes Lipka und Bariton Patrick Ruyters stimmten das Publikum im

festlich geschmückten Reinoldisaal auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

5


6 Neues Corporate Design

Modernes Corporate Design bringt

frischen Wind in die Kommunikation

Sukzessive Anpassung an die CD-Vorgaben von „handwerkskammer.de“

Die Handwerkskammer Dortmund ist erster Dienst-

leister und Interessenvertreter für alle ihre Mitgliedsunternehmen.

Das HWK-Team bietet den rd. 20.000

Betrieben zwischen der Hellweg-Lippe-Region (Soest-

Lippstadt/Unna/Hamm), Dortmund und Lünen, Bochum,

Herne, Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis ein breit

gefächertes Leistungsspektrum – besten Service rund

um Beratung, Betreuung und Bildung.

Ziel der vor Jahren von der HWK München gestarteten

CD-Offensive ist es, sich unter dem Dach der Marke

„handwerkskammer.de“ zu präsentieren und für die

Öffentlichkeit als Teil des Ganzen wieder erkennbar

zu sein. Primär sollen sich die Handwerkskammern

als moderne, kompetente Dienstleister vom Handwerk

fürs Handwerk präsentieren können. Sekundär

soll das Handwerk in seiner vielfältigen Gesamtheit

mit diesem neuen, mehrfarbigen Corporate Design

gestalterische Entsprechung finden.

Genau das wird jetzt durch ein modernes Corporate

Design (CD) zusätzlich unterstrichen: Einem Vorstands-

beschluss vom Herbst 2009 folgend wurde im vorigen

Jahr damit begonnen, das Corporate Design der

HWK Dortmund an das der bundesweiten Initiative

„handwerkskammer.de“ anzupassen. Damit gehört die

Dortmunder Kammer zu den vielen Kammern und

Arbeitsgemeinschaften in Deutschland, die sich mittlerweile

für eine Komplett-Übernahme entschieden haben.

In einem ersten Schritt erfolgte nach der Unter-

zeichnung der „Grassauer Erklärung“ zunächst der

Relaunch des Internetauftritts. Kurz darauf wurde der

Angleich der E-Mail-Kommunikation an die neuen

gestalterischen Vorgaben vollzogen. Und nun, seit 2010,

wird das neue Corporate Design auf alle für den regulären

Geschäftsablauf relevanten Dokumente übertragen.

Bis zum Jahreswechsel ist es gelungen, mehr als 160

Dokumente zu aktualisieren bzw. neu zu entwickeln.

Dies betrifft einen Großteil der Geschäftsausstattung,

Präsentationsvorlagen, verschiedenste Prints und Manches

mehr. Erstes „Produkt“ im neuen Look war übrigens

der Jahresbericht 2009.

Auffallend an dem neuen Design ist neben einem neuen

Kammer-Logo und der neuen Hausschrift Arial die Farbsystematik.

So ist der Bereich Handwerk der Farbe Rot

zugeordnet, Bildung der Farbe Gelb und Beratung der

Farbe Grün. Der Bereich Allgemeines wird mit Blau

gekennzeichnet. Hinzu kommt eine Unterteilung der

Dokumente für die Hauptverwaltung und die beiden

Bildungszentren. Natürlich gibt es auch für die neue

Imagekampagne des deutschen Handwerks im neuen

Corporate Design der Handwerkskammer Dortmund

hinreichend Platz; der rote Claim „Das Handwerk. Die

Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ ist nahezu überall

wieder zu finden.


Große Praxisorientierung im Bildungsbereich

QM-System der Dortmunder Kammer wurde erneut zertifiziert

Passgenaue Beratungs- und Bildungsangebote, hohe

Serviceorientierung, vielfältige Nutzwerte für Mitgliedsbetriebe

und Kunden: Das hat sich die Handwerkskammer

Dortmund auf die Fahnen geschrieben und ein Qualitätsmanagement-System

aufgebaut, das im Oktober 2010

erneut zertifiziert wurde. Die Zertifizierungsgesellschaft

für Qualität in Handwerk und Mittelstand, ZDH-Zert,

bescheinigte, dass die Kammerarbeit seit der Einführung

des Systems im Jahr 2004 kontinuierlich zum Vorteil der ca.

20.000 heimischen Handwerksbetriebe weiterentwickelt

worden sei. Geprüft wurden die Bereiche Wirtschaftsförderung,

Interessenvertretung, hoheitliche Aufgaben,

Verwaltung und Bildungszentren. 49 Bildungsangebote

der Handwerkskammer Dortmund wurden außerdem als

Maßnahmen zugelassen, die von der Agentur für Arbeit

gefördert werden können. „Die große Praxisorientierung

der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen verbessert die

Eingliederungschancen der Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt“,

heißt es im Auditbericht.

Zertifizierung

Um auch in Zukunft zu den führenden Dienstleistern im

deutschen Handwerk zu gehören, stellt sich die Handwerkskammer

Dortmund mithilfe des QM-Systems regelmäßig

auf den Prüfstand. Die aktuelle Zertifizierung gilt

bis zum Jahr 2013.

7


8 Imagekampagne

Was wäre das Leben ohne das Handwerk?

Die Imagekampagne des Handwerks sorgt seit ihrem

Start im Januar 2010 in ganz Deutschland für Aufmerksamkeit.

Drei Werbewellen mit tausenden Großplakaten,

Anzeigen in Zeitungen und Aktionen in den Regionen

machten allein im letzten Jahr auf die Bedeutung des

Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft, auf seine

Größe und Innovationskraft aufmerksam. Außerdem

zeigte ein TV- und Kino-Spot, wie das Leben ohne das

Handwerk aussehen würde: www.handwerk.de

Erklärtes Ziel der Kampagne ist es, das Handwerk als

moderne und vielseitige „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“

zu präsentieren. Mit insgesamt 151 Berufen, vom

Augenoptiker bis zum Zweiradmechaniker. Die „Marke“

Handwerk soll in den kommenden fünf Jahren gestärkt,

WWW.HANDWERK.DE

W i r s c h a f f e n

A r b e i t s p l ä t z e .

S o g a r f ü r d i e

S o n n e .

ihre Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit mit überraschenden

Bildern vermittelt werden. Damit sich gerade

junge Menschen für das Handwerk begeistern und die

Berufe als echte Perspektive für die eigene Karriere sehen.

Auch die Handwerksbetriebe und -organisationen

im Kammerbezirk Dortmund haben in 2010 sehr zum

Erfolg der Imagekampagne beigetragen. Zum Beispiel

gleich im Januar durch drei Auftaktpressekonferenzen

in Dortmund, Unna und Bochum. Oder im Sommer durch

Aktionen beim Public Viewing zur WM in Dortmund

und beim Leuchtturmprojekt „Still-Leben“ der Kultur-

hauptstadt RUHR.2010. Oder auch einfach dadurch, dass

sie mit den Kampagnen-Werbemitteln Flagge zeigen für

das Handwerk.

Nimm deine Zukunft in die Hand. In einem von 151 Handwerksberufen.

WWW.WILLKOMMENBEIDENPROFIS.DE

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Fußball und Handwerk sind ein starkes Doppel

Während der Fußballweltmeisterschaft 2010 nutzte die

Handwerkskammer Dortmund die Gelegenheit,

tausende Fußballbegeisterte aller Altersgruppen auf

einmal zu erreichen. Rund um das Public Viewing auf

dem Dortmunder Friedensplatz verdeutlichten Plakate

und Banner der Imagekampagne die Größe und

Vielfalt des Handwerks und seine Nähe zum Sport.

Außerdem wurde bei den Live-Übertragungen

jeden Tag mehrmals der Kampagnenspot gezeigt.

Als Highlight konnte Präsident Otto Kentzler BVB-

Trainer Jürgen Klopp ein T-Shirt im Kampagnen-Look

überreichen (Bild unten).

Klopp zeigte sich begeistert von der Imagekampagne

und zog eine Verbindung zwischen Fußball und Handwerk:

Imagekampagne

„Wie im Fußball ist auch im Handwerk eine gute Aus-

bildung die wichtigste Voraussetzung, um erfolgreich zu

sein. Genau das leistet das Handwerk in Deutschland

mit seinem großen Ausbildungsengagement.“

„Außerdem bietet das Handwerk, genau wie der Fußball,

allen Jugendlichen die Chance zu zeigen, was in

ihnen steckt. Und ohne die Arbeit der Handwerker

wäre Fußball heute gar nicht vorstellbar. Ob Fußballtor,

Stadionwurst, Bier oder die tollen Stadien in Deutschland

- dank der 'Wirtschaftsmacht. Von nebenan' steht

der Fußball nie im Abseits.“

„Deshalb finde ich es wichtig, dass das Handwerk mit

seiner Imagekampagne zeigt, welche Bedeutung es

für die Gesellschaft hat. Ich hoffe, dass viele junge

Menschen so für das Handwerk und eine handwerkliche

Ausbildung begeistert werden können.“

WWW.HANDWERK.DE

Se lbs t be i

e i n e m 0:0 h a b e n

w i r z w e i To r e

ge mac h t .

9


10 Imagekampagne

Kulturhauptstadt Ruhr 2010 – Handwerk mittendrin

So schön kann der Ruhrpott feiern: Drei Millionen

Besucher machten Mitte Juli 2010 die für Autos gesperrte

A40 zwischen Dortmund und Duisburg zum größten

Straßentheater der Welt. Das spektakulärste Projekt der

Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 „Still-Leben“ war

ein Riesenerfolg. Wo sich sonst auf 60 Kilometern Stoßstange

an Stoßstange reiht, bildeten 22.000 Partytische

die längste und schönste Tafel der Welt. Bei dem Fest

der Alltagskulturen mit viel Musik, Tanz und Lesungen

ging zeitweise nichts mehr: Auffahrten mussten sowohl

für die Tisch- als auch für die von Radfahrern und Inlineskatern

genutzte Mobilitätsspur gesperrt werden. Stau

eben. Aber ein fröhlicher, friedlicher und vor allem ein

sympathischer.

Sympathisch zeigte sich auch das Handwerk an zwei

Tischen im Dortmunder Abschnitt Ruhrallee. Unter dem

Motto „Ohne Handwerk keine Kultur“ machten Handwerksbetriebe

und Mitarbeiter der Handwerkskammer

auf die Leistungen der „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“

für das kulturelle Leben aufmerksam. Denn mehr

als ein Drittel aller 151 Handwerksberufe vom Bühnenmaler

über den Maskenbildner bis zum Veranstaltungstechniker

hat einen direkten Bezug zur Kultur. Nicht zu

vergessen die vielen Musikinstrumentenmacher wie die

Geigen- und Klavierbauer oder die Handzug-, Blas- und

Zupfinstrumentenmacher. Leere Bücherregale, karge

Bühnen, nackte Darsteller und Stille im Orchestergraben:

So müsste man sich das kulturelle Angebot ohne das

Handwerk vorstellen.

An der Handwerks-Tafel, die sich ganz im Look der Imagekampagne

präsentierte, herrschte pausenlos großer

Andrang. Malermeister Uwe Walter informierte über

Wohntypen und Wohnkultur, Bildhauerin Katharina

Bock zeigte Skulpturen und Fotograf Sven Jankowski

Bilder zum Thema „Menschen auf der Straße“. Die

Besucher erfuhren außerdem von Orthopädieschuhmachermeister

Alexander Steinicke Überraschendes zum

Thema Lauf- und Schuhkultur und von Tischlermeister

Jörg Rumberg zum Wandel in der Bestattungskultur.

In einem überdimensionalen Gästebuch konnten die

Tischbesucher ihre Gedanken zum Thema Handwerk verewigen.

„Ich hab die Haare schön – vielen Dank an meine

Friseurin“ war da zu lesen. Oder: „Nur Schreiner machen

Frauen glücklich.“ Und: „Handwerk? Find ich gut!“ Gut an

kam das Gästebuch auch bei den Kindern. „Boah, so viele

Berufe gibt es im Handwerk?“ fragte eine Elfjährige. Ein

13-Jähriger schrieb: „Handwerker machen nicht nur Gitarren,

sondern auch Fußballtore? Cool!“ Die ganz Kleinen

malten Bilder zum Handwerk oder liefen begeistert über

den Bewegungsparcours des Orthopädieschuhmachers.

Höhepunkt war der Auftritt von Geigenbaumeister Volker

Bley (Bild unten links). Mit Cello-Schülerinnen hatte er

extra für das „Still-Leben“ das Kampagnen-Lied „Sag

mal, weißt du wie es wär’ ohne sie …“ eingeübt und zog

damit die Besucher, die mit den Handwerkern einen

großen Chor bildeten, in seinen Bann. Ein unvergessliches

Fest der Kulturen – und das Handwerk mittendrin.


Handwerk zeigt Flagge:

Die Werbemittel

sind echte Hingucker

Die Mitgliedsbetriebe aus dem Kammerbezirk Dortmund

können Flagge zeigen für das Handwerk und so direkt zum

Erfolg der Imagekampagne beitragen. Denn: Zum Start

der Kampagne haben sie von der HWK ein kostenfreies

Werbemittelpaket erhalten. Zahlreiche Handwerker haben

die im Paket enthaltenen Aufkleber bereits im Schaufenster

oder an Firmenwagen angebracht. In Verkaufsräumen

und Werkstätten machen die mitgelieferten Poster auf

die Kampagne aufmerksam. Weitere Werbemittel wie der

Kassenteller „Einfach unbezahlbar“, T-Shirts mit neuen

Sprüchen, Schlüsselanhänger, Kaffeebecher, Thekenschilder,

Taschen und witzige Aufkleber in verschiedenen Formaten

gibt es im Werbemittelshop, der laufend erweitert wird:

www.shop-handwerk.de

Darüber hinaus können alle Betriebe beispielsweise

TV- und Radio-Spot, das Kampagnenlied, Onlinebanner,

Anzeigen- und Plakatmotive oder das Logo der Kampagne

herunterladen und im Arbeitsalltag verwenden, etwa für

ihre Internetseiten oder Geschäftsausstattungen. Immer

mehr Handwerker zeigen so Flagge für ihren Wirtschafts-

bereich. Je mehr Betriebe sich beteiligen, desto erfolgreicher

wird die Kampagne. In ganz Deutschland verdeutlicht das

Handwerk so seine Größe und Vielfalt. Alle Motive und

Materialien stehen kostenlos online zum Download bereit:

http://brandmanagement.handwerk.de

Lea, Maya, Amani und Natalie

Imagekampagne

11


12 Handwerksrolle

Erneut Zuwächse beim Unternehmensbestand

Bestandsfestigkeit der Betriebe in der Anlage A besonders hoch

Der Unternehmensbestand hat sich im Jahre 2010

um 31 auf insgesamt 19.581 Unternehmen erhöht. Den

Rückgängen an zulassungspflichtigen Handwerksunter-

nehmen (-102 Betriebe) und handwerksähnlichen

Unternehmen (-32 Betriebe) steht ein Zuwachs von

zulassungsfreien Handwerksunternehmen (+165 Betriebe)

gegenüber.

In den zulassungspflichtigen Handwerken (Anlage A)

weist das Stuckateurhandwerk mit einem Plus von 12 auf

nunmehr 146 Betriebe den stärksten relativen Anstieg

(+ 9 %) auf. Das ist ein sicheres Indiz für die gute Konjunktur

im Bereich der energetischen Gebäudesanierung.

Der aufgrund der „Verjüngung“ des Kraftfahrzeugbestands

durch die zwischenzeitlich ausgelaufene

sogenannte Abwrackprämie für Altfahrzeuge befürchtete

Nachfragerückgang im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk

hat sich nicht in einem Absinken der Unternehmenszahlen

niedergeschlagen. Im Gegenteil: Das

Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk weist ein Plus von 10 %

auf insgesamt 1.204 Unternehmen auf. Der Mitgliederbestand

dieses Handwerks entspricht damit in etwa

dem der beiden Vorjahre.

Anhaltend rückläufig ist die Zahl der Unternehmen in

den zulassungspflichtigen Nahrungsmittelhandwerken

(Bäcker: -3,3 %; Konditoren: -2,8 %; Fleischer: -6,4 %).

Damit hat sich die in 2009 geäußerte Hoffnung, der

Bestandsentwicklung der Mitgliedsunternehmen in 2010

langjährige Rückgang des Unternehmensbestands

dieser Handwerke könnte beendet sein, nicht bestätigt.

Vielmehr hat er sich mit minus 4,6 % wieder verstärkt.

Die seit 2004 zulassungsfreien Handwerke weisen mit

einem Zuwachs von 165 Unternehmen (+ 4,8 %) gegenüber

dem Vorjahr (+ 221 Unternehmen / + 6,9 %) einen

geringeren Anstieg auf. Der Bestand an zulassungs-

freien Handwerksunternehmen hat im Berichtsjahr

gegenüber dem Vorjahr mit nunmehr 3.589 Betrieben

seinen bislang höchsten Stand erreicht.

Im Berichtszeitraum wurden 972 Gewerbetreibende in

der Handwerksrolle (= Verzeichnis der Inhaber zulassungs-

pflichtiger Handwerksbetriebe) und 589 Gewerbetreibende

im Verzeichnis der Inhaber zulassungsfreier

Handwerksbetriebe gelöscht. Dies entspricht einem

Anteil von 8 % bei den zulassungspflichtigen Unternehmen

gegenüber 17,2 % in den zulassungsfreien

Handwerksbetrieben. Der Anteil endgültiger Betriebsaufgaben,

d. h. unter Ausschluss von Sitzverlagerungen,

Betriebsübergaben und -umgründungen, beträgt

ca. 6,3 % im Bereich der zulassungspflichtigen gegenüber

ca. 15,7 % der zulassungsfreien Handwerksunternehmen.

Dies ist ein Indiz dafür, dass die

Bestandsfestigkeit im Bereich der qualifikations-

pflichtigen (zulassungspflichtigen) Handwerke deutlich

höher ist als im Bereich der nicht qualifikationspflichtigen

(zulassungsfreien) Handwerke.

Bestand Mitgliedsunternehmen 01.01.2010 31.12.2010 Veränderung +/-

zulassungspflichtige Handwerke (Anlage A) 12.209 12.107 -102

zulassungsfreie Handwerke (Anlage B1) 3.424 3.589 +165

handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B2) 3.917 3.885 -32

Gesamt 19.550 19.581 +31


Zahl der Neuanträge mit 268 nahezu konstant

Friseure und KFZ-Techniker weiterhin die Spitzenreiter

Trotz der Verunsicherungen, die viele Existenz-

gründer durch die konjunkturellen Turbulenzen der

vergangenen Jahre erfahren mussten, ist die Zahl

der beantragten Sonderbewilligungen im Jahre 2010

im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend konstant

geblieben. Zwei Drittel der 268 Neuanträge verteilen

sich auf neun der insgesamt 41 zulassungspflichtigen

Hand werksgewerbe. Spitzenreiter sind nach wie vor

Friseure (56), KFZ-Techniker (30), Maler und Lackierer

(24), Maurer und Betonbauer (17), Metallbauer (16),

Dachdecker (16), Installateure und Heizungsbauer (14),

Elektrotechniker (12) und Stuckateure (8). Durch eine

Primäre Aufgabe der öffentlich bestellten und vereidigten

Sachverständigen im Handwerk ist die Erstellung von

Gutachten über Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern.

Dabei stehen sie als objektive, unabhängige

Fachleute Gerichten wie privaten Auftraggebern zur

Klärung fachtechnischer Fragen zur Verfügung. Oft lassen

sich langjährige, kostenträchtige Auseinandersetzungen

schon im Vorfeld durch Hinzuziehung eines Sachver-

ständigen vermeiden. Vor Ihrer Bestellung müssen sich

die Sachverständigen einem landesweit einheitlichen

eingehende Beratung der Antragsteller ist es bereits im

Vorfeld gelungen, die Stellung aussichtsloser Anträge

zu vermeiden; aussichtsreiche Antragsverfahren wurden

zeitlich und kostenmäßig gestrafft. Auch konnte gewährleistet

werden, dass es für die Verbraucher keine

Verluste bei der unverzichtbaren Sicherung handwerklicher

Arbeitsqualität gibt. In 112 Verfahren wurden

Überprüfungen der Antragsteller durch Sachverständige

der jeweiligen Gewerbe durchgeführt, um einen

gesicherten Nachweis meistergleicher Kenntnisse und

Fertigkeiten zur selbstständigen Ausübung des je weils

beantragten Handwerks zu erhalten.

Schlichtung ist verstärkt in den Fokus gerückt

Kriterien zur Fortbildung von Sachverständigen werden überarbeitet

Bilanz für 2010

Sachverständige

Anzahl der Sachverständigen 129

Neuvereidigungen 6

Bestellungsgebiete 46

erstellte Gutachten ca. 2.400

Auftraggeber der Gutachten

Private 76,7%

Amtsgerichte 16%

Landgerichte 7%

Oberlandesgerichte 0,3%

Handwerksrolle

Auswahl- und Überprüfungsverfahren stellen, bei dem

die persönliche Eignung der Bewerber und ihre überdurchschnittliche

Fachkunde festgestellt wird. Nach der

Vereidigung wird die hohe Qualifikation durch ständige

Fortbildung sichergestellt. Das in 2010 auf den Weg

gebrachte Punktesystem zur Bewertung der Fortbildung

wurde unter Federführung der HWK Dortmund im landesweiten

Arbeitskreis vom Westdeutschen Handwerkskammertag

(WHKT) zum Sachverständigenwesen nochmals

mittels eines strengen Kriterienkatalogs überarbeitet.

Wichtigste Gewerke

KFZ-Technikerhandwerk 24%

Maurer- und

Betonbauerhandwerk

Installateur- und

Heizungsbauerhandwerk

17%

11%

Dachdeckerhandwerk 8%

13


14 Berufsbildung

Berufliches Traumziel

in greifbarer Nähe

Weiterbildungsstipendium

stärker gefragt

Die Begabtenförderung im Handwerk hat sich zum

Weiterbildungsstipendium entwickelt: Das Förder-

programm der Bundesregierung richtet sich an junge

Menschen mit sehr gutem Ausbildungsabschluss.

Mit diesem Stipendium haben sie die Möglichkeit, in

maximal drei Jahren bis zu 5.100 Euro für Maßnahmen

zu erhalten, um sich gezielt berufsfachlich und fachübergreifend

weiter zu qualifizieren. Das kann etwa bei

der Meistervorbereitung sein oder auch in Form einer

Sprachreise.

33 Stipendiaten haben diese Chance für sich im vorigen

Jahr genutzt – vier mehr als in 2009. Insgesamt wurden

78 Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung,

fachbezogene Lehrgänge sowie berufsbegleitende

Studiengänge gefördert:

Maßnahmen Teilnehmer

Meistervorbereitung 36

Fachkaufmann 12

fachbezogene Seminare 10

Ausbildung der Ausbilder 7

Betriebswirt/Projektgestalter 6

berufsbegleitende Studiengänge 4

Gebäudeenergieberater 3

Kreativität und Innovation standen bei den jungen

Stipendiaten ganz oben. So gab es etwa „Edelstein

fassen“ bei den Goldschmieden und das „Car Wrapping“

im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk.

Dank dieses Stipendiums können sich viele junge

Leistungsträger frei entfalten und trotz mancher

finanzieller Hürden ihrem beruflichen Traumziel ein

großes Stück näher kommen.

Leichter Rückgang bei

den Teilnehmerwochen

Ausbildungsbeitragsvolumen

bleibt konstant

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ist

neben der betrieblichen und schulischen Ausbildung

die dritte Säule im dualen Bildungssystem. Sie dient

als Ergänzung und Unterstützung der betrieblichen

Ausbildung in Mitgliedsunternehmen der Handwerkskammer

Dortmund. Wie die Lehrlingszahlen (-1 %)

verzeichneten auch die Teilnehmerwochen (TNWO)

in den überbetrieblichen Unterweisungsstätten im

Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang:

von 17.866 TNWO in 2009 auf 17.588 TNWO in 2010.

Das entspricht einem Minus von 1,6 %.

Zwischen 2007 bis 2010 wies das Schulungsvolumen

in der überbetrieblichen Ausbildung keine signifikante

Veränderung auf, sowohl bezüglich des Gesamt-

volumens als auch gewerksbezogen, sieht man von

wenigen Ausnahmen ab. Eine solche ist etwa der Metallbereich,

der sich in den letzten Jahren überdurchschnittlich

entwickelte (Anstieg der TNWO um ca. 27 %). Neben der

Auswirkung des seit 2007 stabilen, guten Ausbildungsniveaus

hat auch eine Änderung der Rahmenlehrplanstruktur

(Unterweisung eines zusätzlichen Lehrgangs)

zu dieser Entwicklung beigetragen.

Hinsichtlich der Zuwendungen zur überbetrieblichen

Unterweisung, zusammengesetzt aus Bundes-, Landes-,

EU- und Kammermitteln, lässt sich festhalten: Vor allem

durch eine leichte Erhöhung der lehrgangsbezogenen

EU-/Landesmittelsätze stiegen die gesamten Lehrgangszuschüsse,

die an Bildungszentren des Handwerks

gezahlt wurden, im Vergleich zu 2009 um 2,5 % leicht an.

Die Kammerzuschüsse (ausschlaggebend für die

Berechnung des Ausbildungsbeitrags) blieben mit

2.7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.

Das Gesamtvolumen der Kammermittel hat sich in den

letzten Jahren kaum verändert. Diese für die ausbildungs-

beitragspflichtigen Betriebe positive Entwicklung ist

auch auf gezielte Kostensenkungsmaßnahmen sowie

das erfolgreiche Zusammenwirken der Bildungsträger

im Kammerbezirk Dortmund zurückzuführen.


Hervorragendes Ergebnis:

4.511 neue Lehrverträge

Größte Zuwächse in

den Berufen der Anlage A

4.511 neue Berufsausbildungsverhältnisse waren zum

Jahresende 2010 in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer

Dortmund verzeichnet. Das ist ein Zuwachs

von 3,06 % gegenüber dem Vorjahr (4.377). Das kräftig

gestiegene Ausbildungsengagement der HWK-Mitgliedsbetriebe

wird noch deutlicher, wenn man außerbetriebliche,

öffentlich geförderte Ausbildungsverhältnisse

einmal außen vor lässt und den Blick nur auf die

Entwicklung der betrieblichen Ausbildungsverhältnisse

richtet: 3.917 neue betriebliche Ausbildungsverhältnisse

bedeuten einen Zuwachs von 259 Lehrverträgen im Vergleich

zum Vorjahr und damit ein Plus von 7,08 %.

Die Zuwächse sind fast ausnahmslos in den handwerklichen

Ausbildungsberufen der Anlage A entstanden und

dort vor allem bei den Anlagenmechanikern für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik mit einem Plus von 51 Lehrverträgen,

den Dachdeckern (+ 48), den Elektrotechnikern

für Energie- und Gebäudetechnik (+ 38) sowie den

Kraftfahrzeugmechatronikern (+ 36). Die zahlenmäßig

größten Verluste verzeichnen die Friseure mit minus 23

Ausbildungsverhältnissen, die Bäcker mit einem Minus

von 20 Lehrverträgen sowie die Maler und Lackierer mit

minus 17 Lehrverhältnissen.

Von den insgesamt im Kammerbezirk bestehenden

12.880 Ausbildungsverhältnissen entfiel knapp ein Viertel

(23,8 %) auf Auszubildende weiblichen Geschlechts.

1.001 Auszubildende hatten einen ausländischen Pass;

davon stammten 524 aus der Türkei, 100 aus Italien,

46 aus Griechenland und 30 aus Polen. Die restlichen

ausländischen Auszubildenden verteilten sich auf

36 Länder. Relativ unverändert zeigte sich die schulische

Qualifikation der Ausbildungsbeginner: 47 % verfügten

über einen Hauptschulabschluss, 38,5 % über einen

mittleren Bildungsabschluss und 9,6 % hatten die Fach-

oder Allgemeine Hochschulreife. Knapp vier Prozent

hatten keinen Schulabschluss.

Lehrlingswartebrief

erstmals erschienen

Berufsbildung

Neues Informationsangebot für

Ehrenamtliche im Kammerbezirk

Die Lehrlingswarte im Kammerbezirk Dortmund ge-

hören zu den besonders engagierten Ehrenamtlichen im

Handwerk. Die rund 150 Frauen und Männer aus allen

Innungen sind erste wichtige Ansprechpartner für die

ausbildenden Kollegen wie auch für die Lehrlinge ihres

Handwerks. Unterstützung finden sie selbstverständlich

bei den Bildungsexperten der Handwerkskammer Dortmund,

in persönlichen Gesprächen und bei Seminaren.

Im April vorigen Jahres haben die Lehrlingswarte

die erste Ausgabe des „Lehrlingswartebriefs“ erhalten.

Erklärtes Ziel ist es, diesen ehrenamtlich tätigen

Frauen und Männern mit dem neuen Medium, das zwei

bis drei Mal im Jahr erscheinen soll, kontinuierliche

Unterstützung bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit zu

geben und damit einen möglichst einheitlichen Informationsstand

zu sichern. Schwerpunktthema der ersten

Ausgabe war die „Änderung der Ausbildungszeit“.

15


16 Bildungszentren

Vier Profis beraten zur Weiterbildung

Umfassende Informationen für alle Interessierten

Für Unternehmer und ihre Mitarbeiter ist es nicht immer

ganz einfach, praxisnahe Qualifizierungen zu finden, die

passgenau auf sie zugeschnitten sind. Ist dann das richtige

Angebot gefunden, werden zahlreiche Informationen

benötigt, etwa zu Terminen, Kosten oder Zulassungsvoraussetzungen

für Prüfungen. Auch stellt sich immer die

Frage nach Fördermöglichkeiten, die ja eine finanzielle

Unterstützung bieten oder die Teilnahme an einer Fort-

und Weiterbildung überhaupt erst ermöglichen. Genau

diese professionelle Unterstützung bieten vier Weiterbildungsberater

der HWK Dortmund. Ob Meistervorbereitung,

Lehrgänge zum Betriebswirt (HWK) oder

Schweißkurse – sie haben für alle Interessierten umfängliche

Informationen zu bieten. Selbstverständlich auch

zum Thema „Arbeit bis 67“, bei dem Beratungen zu Personalentwicklungsmöglichkeiten

in Unternehmen und

gesundheitsbedingten Anpassungsqualifikationen zum

Erhalt der Arbeitsfähigkeit an Bedeutung gewinnen.

Kaum ein anderer Bildungsanbieter in der Region ist in

der Lage, derart vielfältig zu beraten, wie es die vier Profis

von der HWK Dortmund können. Das gilt auch und gerade

für Beratungen zu individuellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Dabei geht es etwa um:

Meister-BAföG: Für Erwerbstätige mit Berufsab-

schluss, die sich aufstiegsorientiert weiterbilden,

z. B. zum Meister oder zum Betriebswirt (HWK).

Bildungsscheck NRW: Für Arbeitnehmer aus Unter-

nehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, Berufs-

rückkehrer und Selbstständige in den ersten 5 Jahren.

Bildungsprämie: Für Arbeitssuchende und Erwerbs-

tätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen

25.600 Euro bzw. 51.200 Euro (bei gemeinsamer

Veranlagung) nicht überschreitet.

Begabtenförderung: Für Erwerbstätige mit über-

durchschnittlich gutem Ausbildungsabschluss, die

jünger als 25 Jahre sind (Abschlussprüfung mit

einem Notendurchschnitt von mindestens 1,9

bzw. 87 Punkten oder besonders erfolgreich beim

Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks).

Das Berater-Team unterstützt bei der Beantragung

und stellt als autorisierte Stelle sowohl den Bildungsscheck-NRW

als auch den Prämiengutschein selbst aus.

Fördermittel Anzahl der Beratungen/bewilligte Anträge 2010

Meister-BAföG 687

Bildungsscheck NRW 252

Bildungsprämie 152

Weiterbildungsstipendium 33

Darüber hinaus wurden vielfach Informationen und Hinweise

zu Förder- und Finanzierungsinstrumenten der

örtlichen Arbeitsagenturen wie „WeGebAU“, „Kurzarbeiterförderung“

und „Bildungsgutscheine“ gegeben.

Annett Renk Christian Pfennig Monika Mederski Natascha Herwig


Mehr Transparenz

dank neuer Software

Komplexes Lehrgangssystem

Nach einer intensiven Entwicklungsphase mit zahlreichen

Workshops, an der das Softwarehaus „BuE Bildungs-

und EDV-Dienstleistungskonzepte GmbH“ und die

Fachabteilungen der Handwerkskammer Dortmund

beteiligt waren, wurde im August 2010 eine

neue Lehrgangsverwaltungssoftware mit integriertem

CRM-System in den beiden Bildungszentren eingeführt.

Diese Implementierung war erforderlich, um

eine transparentere Abbildung des sehr komplex

gewordenen modularen Lehrgangssystems zu

ermöglichen. Die Erstellung von Stundenplänen ist

nun einfacher, Planungsschritte und Verwaltungs-

aufgaben können individuell für alle Lehrgänge

hinterlegt und mit einem Wiedervorlagesystem

verknüpft werden.

Statistische Auswertungen, beispielsweise für das

Meister-BAföG, können jetzt schnell und präzise gemäß

den Fördervorgaben erbracht und Mailings zielgruppenspezifisch

direkt aus dem System heraus gestartet

werden. Darüber hinaus ist ein „Gästehaus-Modul“

integriert worden, das eine Verknüpfung zwischen der

Kurs- und der Internatsverwaltung herstellt.

Das neue Lehrgangsverwaltungsprogramm beinhaltet

viele Verbesserungen für die Arbeitsprozesse.

Abgeschlossen ist die Entwicklung aber noch nicht.

Bei neuen Teilnehmeranforderungen bzw. Änderungen

gesetzlicher Vorgaben sind entsprechende Anpassungen

im Programm und in der Verwaltung der Kurse

vorzunehmen. Es ist also ein lebendes System, das von

den Mitarbeitern der Handwerkskammer Dortmund

und der Firma „BuE Bildungs- und EDV-Dienstleistungskonzepte

GmbH“ gemeinsam weiter entwickelt wird.

Erste Einblicke in

Handwerksberufe

NRW-Projekt „Startklar!“

Bildungszentren

Für die Wahl des richtigen Ausbildungsplatzes steht

eines fest: Je früher praktische Erfahrungen gesammelt

und eigene Begabungen erkannt werden, desto besser.

Genau hier setzte das NRW-Projekt „Startklar! Mit

Praxis fit für die Ausbildung“ an, an dem sich auch die

HWK-Bildungszentren sowie die Außerbetriebliche

Ausbildungsstätte Handwerkskammer Dortmund GmbH

beteiligt haben. 269 Schüler haben im vergangenen Jahr

an diesem Berufsorientierungsprojekt teilgenommen.

Aufgeteilt in kleine Gruppen konnten beispielsweise

Schüler der achten Klasse der Dortmunder Heinrich-

Böll-Gesamtschule zwei Wochen lang erste Einblicke in

verschiedene Handwerksberufe gewinnen. Zur Auswahl

standen das Zahntechniker-, Augenoptiker-, Schweißer-,

Zweiradmechaniker-, Dachdecker- und Gerüstbauerhandwerk

sowie der Bereich Bürokaufleute.

Das Projekt „Startklar! Mit Praxis fit für die Ausbildung“

ist ein Angebot speziell für Haupt-, Gesamt- und Förder-

schulen und wird von den nordrhein-westfälischen

Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für

Arbeit, Integration und Soziales, dem Europäischen

Sozialfonds, vom Bundesministerium für Bildung und

Forschung sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-

Westfalen der Bundesagentur für Arbeit finanziert.

Unter Anleitung von Zahntechnikermeister und HWK-Ausbilder

Harald Schweigstill fertigten die Schüler zahntechnische Modelle an.

17


18 Bildungszentren

MPA der Augenoptiker

bei Rodenstock zu Gast

Der Qualifizierung von Meister- und Fortbildungs-

prüfungsausschüssen kommt bei der Handwerkskammer

Dortmund ein hoher Stellenwert zu. Ende September

2010 tagte der Meisterprüfungsausschuss (MPA) der

Augenoptiker bei der Fa. Rodenstock in Frankfurt. Dort

befasste sich der Ausschuss insbesondere mit den Innovationen

bei Gleitsichtgläsern. Am Produktionsstandort

fand u. a. ein intensiver Informationsaustausch mit

einer Mitarbeiterin der Forschungs- und Entwicklungs-

abteilung bei Rodenstock statt. Darüber hinaus hat

Rechtsanwalt Uwe Bütermann praxisnah und mit

aktuellen Fallbeispielen über die rechtliche Stellung der

Meisterprüfungsausschüsse referiert, dem eine lebhafte

Diskussion mit dem Leiter der Meister- und Fortbildungs-

prüfungsabteilung, Detlef Schönberger, folgte.

Demografieberatung

weiterhin Top-Thema

Die Demografieberatung war auch in 2010 ein Top-

Thema bei der Handwerkskammer Dortmund: Insgesamt

wurden hierzu 451 Betriebsbesuche und persönliche

Informations- und Beratungsgespräche durchgeführt.

Kernziel der Beratungen war und ist es, Handwerksunternehmer

dafür zu sensibilisieren, vor dem Hintergrund

des demografischen Wandels vorausschauende

Personalentwicklungsprozesse anzustoßen. Wer auch

in Zukunft zu den Besten gehören will, sollte am besten

schon jetzt in puncto Gesundheitsmanagement, Arbeitsplatzgestaltung,

Weiterbildung und Sicherung des Fachkräftebedarfs

besonders aktiv werden.

Optimale Qualifizierung

durch BüroOffensive

Nach dem Erfolg der ersten BüroOffensive in 2009

hat die ARGE Hagen den Bildungszentren der Handwerkskammer

Dortmund im vorigen Jahr den Auftrag

zur Durchführung einer zweiten erteilt, im Zeitraum

von Juni bis Oktober. Durch eine optimale Qualifizierung

für Bürotätigkeiten im Handwerk, kombiniert mit

betrieblichem Training-on-the-job, sollte um ein

Weiteres älteren Arbeitslosen der Einstieg in ein sozialversicherungspflichtiges

Beschäftigungsverhältnis in

einem Handwerksbetrieb ermöglicht werden.

Die BüroOffensive zielte darauf ab, kaufmännisches

Grundwissen zu vertiefen und praxisorientiert anzuwenden.

Sie fokussierte neben dem erforderlichen

theoretischen Wissen vorrangig praktische Übungen.

Die Orientierung erfolgte an der betrieblichen Büro-

praxis und den entsprechenden Arbeitsabläufen. Die

Teilnehmer waren nach Abschluss der Maßnahme in

der Lage, kaufmännische Aufgabenbereiche besser

zu verstehen und selbstständig zu erledigen. Dieses

passgenau qualifizierte Personal schaffte Entlastung

und Zeitgewinn in vielen beteiligten Handwerksbetrieben

und ermöglichte eine stärkere Konzentration der

Inhaber aufs Kerngeschäft.

BiH-Standards

stehen für hohe Qualität

Der Erfolg von Weiterbildung hängt entscheidend von

der Qualität des Bildungsangebots, seiner Praxistaug-

lichkeit und der Orientierung an den Erfordernissen des

Marktes ab. In der Bildungsinitiative Handwerk (BiH)

hat die Handwerkskammer Dortmund im Verbund

mit 15 weiteren Handwerkskammern gemeinsame

Qualitätsstandards entwickelt, auf die zum Beispiel

die Lehrgangsinhalte, der Umfang der Lehrgänge,

die Teilnahmebedingungen sowie Service- und

Beratungsleistungen ausgerichtet werden. Es soll

nun auf einem gemeinsamen Bildungsportal ver-

marktet werden.


Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt

508.500 Beratungen führen Experten der Handwerksorganisationen

bundesweit jährlich durch. Egal, ob bei

Betriebsgründungen, Finanzierungen, der Umstellung

von Produktionsprozessen oder der Umsetzung neuer

Marketingideen. Die rund 860 Beratungs- und Informationsstellen

sind kompetente Ansprechpartner

für Handwerker in allen Geschäfts- und Lebenslagen.

Unternehmensberatung

12.034 Betriebsberatungen hat allein das Team der

Handwerkskammer (HWK) Dortmund in 2010 durch-

geführt – und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksunternehmen

im Kammerbezirk von der Hellweg-

Region (Kreise Soest und Unna) über Hamm, Dortmund,

Bochum, Herne, Hagen bis zum Ennepe-Ruhr-Kreis nachhaltig

gestärkt.

Delegation aus dem Kosovo zu Gast in Dortmund

Eine Delegation der Wirtschaftskammer Kosovo war Ende

November für zwei Tage zu Besuch bei der Handwerkskammer

Dortmund. Im Mittelpunkt stand der Austausch

zu aktuellen Wirtschaftsthemen, unter anderem zur Rolle

der Kammern in der beruflichen Ausbildung. Handwerkspräsident

Otto Kentzler (2.v.li.) begrüßte die Gäste im

Bildungszentrum Ardeystraße. Er stellte die Imagekam-

pagne des Handwerks vor und erklärte, dass der Fokus der

Kampagne in 2011 auf die Jugend gerichtet werde. „Das

Kosovo hat die jüngste Bevölkerung Europas“, betonte

Vilson Mirdita (3.v.li.), Botschafter der Republik Kosovo.

Besonders wichtig erscheine ihm daher der duale

Bildungsbereich, den man in den nächsten Jahren – nicht

zuletzt auch mit deutscher Hilfe – weiter voranbringen

wolle. Für die duale Berufsausbildung brauche man die

Wirtschaft, im Speziellen das Handwerk.

Der Austausch zu aktuellen Wirtschaftsthemen stand im Mittelpunkt des Besuchs der kosovarischen Delegation.

19


20 Unternehmensberatung

Finanzierung als Schwerpunkt-Thema

Top-Referenten informierten über Kreditprogramme und Bürgschaften

Im vergangenen Jahr war die Finanzierung eines der

Schwerpunkt-Themen in der Arbeit der Unternehmens-

beratung. Sehr zu Recht: Von der Gründung über die

Betriebserweiterung und -verlagerung bis zur Übergabe

oder Übernahme steht dieser Aspekt unternehmerischen

Handelns auf der Prioritätenliste immer ganz oben. Dabei

stehen den Unternehmern viele verschiedene öffentliche

Kreditprogramme sowie Bürgschaften des Landes

zur Absicherung der Kredite zur Verfügung, die in

Anspruch genommen werden können. Wie es am

besten geht, wurde im Mai in der Veranstaltung „So

kommen Sie schneller an Kredite“ deutlich, die die Hand-

werkskammer Dortmund in Kooperation mit der NRW

Bank, der Bürgschaftsbank NRW sowie der Sparkasse

Dortmund und der Dortmunder Volksbank veranstaltete.

Rund 100 Interessierte ließen sich von Top-Referenten

auf den aktuellen Stand der Dinge bringen. Felix

Tenkmann, Direktor der NRW-Bank, gab einen aus-

führlichen Überblick über die verschiedenen Kredit-

programme des Bundes und des Landes. Er erläuterte die

verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und Förder-

ansätze bei den Programmen, z.B. die Zinsoptimierung mit

Reduzierung der Finanzierungskosten, die Risikoteilung bei

Vorbereitung ist die halbe Miete: Die Bankexperten informierten über ihre Entscheidungsabläufe.

nicht ausreichenden Sicherheiten oder die Eigenkapital-

stärkung durch Mezzaninekapital/Nachrangdarlehen.

Die Fördermöglichkeiten der Bürgschaftsbank NRW stellte

deren Geschäftsführer Manfred Thivessen vor. Er verwies

darauf, dass die Selbsthilfeeinrichtung der mittelstän-

dischen Wirtschaft als Bürge einspringe, wenn notwendige

Sicherheiten für eine Finanzierung beim Kreditnehmer

fehlten. Eine Bürgschaft könne gleichwohl fehlende Rentabilität

nicht ersetzen. Die Bürgschaftsbank setze da an, wo

es dem Unternehmer an Sicherheiten fehle, so Thivessen.

Anträge auf öffentliche Kredite und Bürgschaften erfolgen

in der Regel über die Hausbank. Für den Antragsteller

heißt das, er muss zunächst einmal den Bankberater

vor Ort von seiner Idee und den notwendigen Investitionen

überzeugen. Wie man gut vorbereitet in Gespräche mit

der Hausbank geht, verdeutlichten Claudia Märtin von

der Sparkasse Dortmund und Thomas Strege von der

Dortmunder Volksbank. Sie wiesen beispielsweise darauf

hin, dass es bei den benötigten Unterlagen vor allem

um eine gute Beschreibung des Vorhabens gehe,

unterlegt mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Zahlen,

einer Rentabilitätsvorschau und einer Liquiditätsplanung.


Unternehmensberatung

Controlling als Führungsinstrument immer wichtiger

Unternehmensentwicklung durch Kennzahlen transparent machen

Controlling ist ein wichtiges Führungsinstrument für

Betriebsinhaber, um die mögliche Entwicklung des

eigenen Unternehmens jederzeit einschätzen zu können.

Auch kann und wird es dazu genutzt, Kreditgeber und

Banken über die aktuelle Situation zu informieren, um ein

gutes Rating und bessere Zinskonditionen zu erhalten.

Die meisten Unternehmer haben gleichwohl kein Instrumentarium

zur Planung ihrer Daten installiert. Lediglich

alte Informationen in Form von monatlichen betriebswirtschaftlichen

Auswertungen oder aber alte Jahresabschlüsse

stehen ihnen zur Verfügung mit dem Effekt,

dass sie nur grob oder gar nicht abschätzen können,

wie sich das eigene Unternehmen entwickeln könnte.

Die Betriebsberater der Handwerkskammer Dortmund

sind up to date: Sie haben Planungsinstrumente, anhand

derer sie mögliche Entwicklungen darstellen und die

Folgen von unternehmerischen Entscheidungen aufzeigen

können. Dabei werden in einem ersten Schritt die

Vergangenheitsdaten (Istzahlen) aus der Finanzbuchhaltung

eingelesen. Auf Grundlage der bisherigen Entwicklung

und der Erkenntnisse des Unternehmens werden

in einem zweiten Schritt Planungsrechnungen erstellt.

Die bisherigen Istzahlen sowie die Planzahlen werden

dann im Rahmen von verschiedenen Unternehmensberichten

zusammengeführt. Nach Ablauf eines Monats

werden die Planzahlen des Monats mit den Istzahlen

überschrieben. Als Berichte stehen den Handwerks-

unternehmern beispielsweise GuV, Bilanzen, Liquiditätsplanungen,

Cash-Flow-Planungen, Rentabilitätplanungen,

Bewegungsbilanzen etc. zur Verfügung – monatlich,

quartalsweise sowie im Drei- bis Fünfjahresvergleich.

Die Einführung eines Controllinginstruments hat in

jedem Fall Vorteile: Die Auswirkungen unternehme-

rischer Entscheidungen können dargestellt, die Unternehmensentwicklung

durch aussagekräftige Kennzahlen

transparenter gemacht werden. Die Betriebsinhaber

können durch Soll-Ist-Vergleiche die Entwicklung des

Unternehmens besser verstehen und hinterfragen. Auch

können sie ihre Bankpartner laufend über die aktuelle

und geplante Entwicklung des Unternehmens informieren

und dadurch ihr Rating sowie Kreditkonditionen verbes-

sern. Eventuelle Liquiditätsengpässe und Finanzierungs-

schwierigkeiten werden somit rechtzeitig erkannt und

man kann ihnen entgegenwirken.

Die Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen können dank Controlling zeitnah transparent gemacht werden.

21


22 Unternehmensberatung

Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking

Zahlreiche Interessierte bei zwei Veranstaltungen im Frühjahr 2010

Auf der ersten Seite von Google ist es eng geworden

für häufig genutzte Suchbegriffe. Wer dort also einen

guten Platz ergattern will, greift zumeist zu Anzeigen

(AdWords). Das muss man aber nicht unbedingt. Wie es

auch anders geht, wurde bei zwei Veranstaltungen von

der Handwerkskammer Dortmund und dem Bundesinnungsverband

für Orthopädie-Technik im Frühjahr 2010

gezeigt. Es wurden Möglichkeiten vorgestellt, wie Unternehmen

im Ranking (Trefferliste) nach oben gelangen.

Sebastian Erlhofer von der Medienagentur mindshape

aus Köln informierte über die Möglichkeiten der Suchmaschinen-Optimierung,

deren Chancen und Risiken.

Eine kurze Einführung in die Funktionsweisen von

Suchmaschinen schaffte selbst ohne technische

Vorkenntnisse die Grundlage für ein optimales Verständnis

späterer Optimierungs-Strategien. Die zentrale Frage,

wie man die Zielgruppe bestimmt und vor allem, welche

Suchbegriffe von ihr verwendet werden, kam selbstver-

Keine Hexerei: Dank Suchmaschinen-Optimierung gelangen Handwerker in der Trefferliste ganz nach oben.

ständlich auch zur Sprache. Dabei wurde rasch klar, dass

eine Optimierung nur dann erfolgreich sein kann, wenn

man die potenziellen Kunden bereits bei Ihrer Suchanfrage

erreicht. Generell wurde deutlich, dass verschiedene

Websites auch verschiedene Optimierungs-Strategien

erfordern. Suchmaschinen-Optimierung ist ein stetiger,

zirkulärer Prozess. Daher sind Erfolgskontrolle und

erneute Optimierung unerlässlich.

Den 150 Teilnehmern wurde interessantes Know-how

vermittelt, um sich im Bereich der Suchmaschinen-

Optimierung für Google und Co. kompetent bewegen zu

können. Damit erhielten sie nicht nur das Grundlagen-

wissen für die eigenhändige Optimierung, sondern

auch für eine bessere Kommunikation mit Agenturen

und „Technikern“ über dieses Thema. Im Nachgang beider

Veranstaltungen wurde ein Konzept entwickelt, das

mittlerweile fester Bestandteil des Seminarprogramms

der Handwerkskammer Dortmund ist.


Highlights 2010

Januar

Sechs Sachverständige bei der HWK vereidigt

Wurde die Heizung vorschriftsmäßig eingebaut? Ist die

Dachreparatur fachgerecht erfolgt? Wenn es um die

Begutachtung von Handwerkerleistungen, technische

Fragen oder das Überprüfen von Kostenvoranschlägen

und Rechnungen geht, können Sachverständige für Klarheit

sorgen. Sechs neue wurden von Handwerkspräsident

Otto Kentzler und dem Stv. HWK-Hauptgeschäftsführer

Ernst Wölke öffentlich bestellt und vereidigt.

Januar

BMW 320 D für KFZ-Werkstatt gespendet

Die BMW-Niederlassung Dortmund hat einen BMW 320 D

mit einem Vier-Zylinder-Diesel-Aggregat für Schulungszwecke

gespendet. Gotthold Heim, Leiter der Dortmunder

BMW-Niederlassung, übergab das Fahrzeug in der

KFZ-Werkstatt des Bildungszentrums in der Ardey-

straße. Der BMW ist mit einer umfangreichen Sonder-

ausstattung – unter anderem einer Parkdistanzkontrolle,

einer automatischen Geschwindigkeitsregelung und einer

Bremsrückgewinnungsenergieregelung – versehen.

Februar

10 neue Fachwirte für Seniorenwirtschaft

Deutschlandweit sind 33 Millionen Konsumenten älter

als 50 Jahre und verfügen über 46 Prozent der gesamten

Kaufkraft. Ein Markt, der sich auch für das Handwerk

lohnt. Zehn Frauen und Männer haben sich deshalb bei

der Handwerkskammer zu Fachwirten für Beratung und

Verkauf mit dem Schwerpunkt Seniorenwirtschaft ausbilden

lassen. In einer Feierstunde im Bildungszentrum

Ardeystraße überreichte Hauptabteilungsleiter Detlef

Schönberger den Absolventen die Zertifikate.

Highlights 2010

Die neuen Sachverständigen wurden von HWK-Präsident Otto Kentzler

(4.v.li.) und dem Stv. HWK-Hauptgeschäftsführer Ernst Wölke (re.) vereidigt.

BMW-Niederlassungsleiter Gotthold Heim (li.) übergab den Schlüssel

an HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann (2.v.li.).

Die frisch gebackenen Experten zum Thema Seniorenwirtschaft.

23


24 Highlights 2010

Im Mittelpunkt des Vortrags von HWK-Abteilungsleiterin

Martina Schmidt standen Information und Beratung.

Ganz schön spannend: Zweiradmechanikermeister Roman Meinhold

zeigte den Schülerinnen sein Arbeitsgebiet.

HWK-Vize-Präsident Berthold Schröder (Mi.) und Artem Schmidt

vom Salon „Sevals Traum“ geben Tipps für eine Karriere mit Lehre.

März

Seminar für Lehrlingswarte

Im Bildungszentrum Ardeystraße fand ein Seminar für

die Lehrlingswarte der Innungen im Kammerbezirk statt.

Martina Schmidt, Abteilungsleiterin der HWK, informierte

gemeinsam mit Ausbildungsberaterin Gabriele

Robrecht über die zahlreichen Aufgaben, die Lehrlingswarte

erfüllen sollten und berichtete über die wichtigsten

Themen zu Ausbildung und Beruf. Die Teilnehmer

nahmen die Veranstaltung dankend an; einige von ihnen

hatten das Amt des Lehrlingswarts erst kurz zuvor übernommen

und arbeiteten sich gerade in die Materie ein.

April

Girls eroberten das Handwerk

Wer denkt, Mädchen haben im Handwerk nichts verloren,

der irrt. Hiervon konnten sich zumindest die Schülerinnen

von Dortmunder Gymnasien, Gesamt- und

Realschulen ein Bild machen, die am „Girls’ Day“ in den

Bildungszentren Ardeystraße und Hansemann teilnahmen.

Verschiedene HWK-Werkstätten öffneten hierzu

für einen Tag ihre Pforten und gewährten den Mädchen

Einblicke in gewerblich-technische Arbeitsfelder. Im Mittelpunkt

des HWK-Mädchenzukunftstags 2010 stand der

Beruf des Zweiradmechanikers.

Mai

„Zeig’ Flagge! Azubis mit Vielfalt“

Handwerksbetriebe setzen bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter

zunehmend auf kulturelle Vielfalt. In den Räumlichkeiten

der HWK konnten Unternehmer bei der

bundesweit ersten Ausbildungsbörse für Jugendliche

mit Zuwanderungsgeschichte ihre freien Lehrstellen

präsentieren. Diese Börse wurde gemeinsam von der

Agentur für Arbeit Dortmund, dem Arbeits- und Wirtschaftszentrum

(AWZ) Ethnische Ökonomie Nordstadt

und der Handwerkskammer veranstaltet. Ihr Motto:

„Zeig’ Flagge! Azubis mit Vielfalt“.


Juni

Bundesaktionstag Ausbildung

Vielfalt ist eine echte Chance: Davon ist Präsident Otto

Kentzler schon lange überzeugt. So setzt er in seinem

Unternehmen auf junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Zwei von ihnen sind der Lehrling Kirill Zamatin

und der Geselle Ali Suludere, die am Bundesaktionstag

Ausbildung in der Firma Kentzler gemeinsam mit Augenoptikermeisterin

Gülcan Urul und Elektrotechnikermeister

Alija Sulkoski in Aktion traten. Ein halbes Jahr später

wurde Suludere in Bayreuth als bester Nachwuchshandwerker

Deutschlands in seinem Gewerk ausgezeichnet.

Juli

81 Gerüstbau-Lehrlinge freigesprochen

Im Bildungszentrum Hansemann wurden 81 Lehrlinge

aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen,

Hamburg und Schleswig-Holstein freigesprochen. In

ihrer Ausbildung hatten sie ihre theoretischen und

praktischen Fähigkeiten hinreichend unter Beweis

gestellt. Als Lohn für ihre Mühen erhielten sie ihre

Gesellenbriefe bei einer fröhlichen Feierstunde von

Mitgliedern des Prüfungsausschusses überreicht.

Juli

Viktor Gallas zum Ehrenknappen geschlagen

Im wohl kleinsten Bergbaumuseum Deutschlands, der

Kleinzeche des Bergmann-Unterstützungs-Vereins (BUV),

die sich auf dem Gelände des Bildungszentrums

Hansemann befindet, wurde der ehemalige HWK-

Hauptgeschäftsführer Viktor Gallas zum Ehrenknappen

geschlagen. Max Rehfeld, einstiger Reviersteiger und

Museums-Chef, und seine Kumpel verabreichten Gallas

hierzu nach alter Tradition ein paar Schläge mit der

Pannschaufel.

81 Junggesellen feierten im Bildungszentrum Hansemann

ihren wohl verdienten Erfolg.

Highlights 2010

Handwerkspräsident Otto Kentzler ist stolz auf seine Schützlinge (re.),

denen er zu einem erfolgreichen Start in das Berufsleben verholfen hat.

Ein paar Schläge mit der Pannschaufel machten Viktor Gallas zum

Ehrenknappen.

25


26 Highlights 2010

Der Kontakt wird dank Headset und Internet auch aus dem fernen

Griechenland regelmäßig aufrechterhalten.

HWK-Vize-Präsident Berthold Schröder (Mi.), HWK-Geschäftsführer

Wilhelm Hicking (re.) und HWK-Betriebsberater Norbert Kortenjan (li.).

Die Theologen besuchten auch die Werkstatt Sanitär-, Heizungs- und

Klimatechnik im Bildungszentrum Ardeystraße.

August

Meisterschule 2.0 bei den Augenoptikern

Vasilios Vasiliadis lebt und arbeitet da, wo viele gerne

Urlaub machen – im griechischen Thessaloniki. Schon

seit zehn Jahren betreibt der Familienvater dort ein

Augenoptikergeschäft. Um die Angebotspalette erweitern

zu können, nahm er an einem Meisterkurs der HWK

Dortmund teil – per Fernlehrgang. Ausgerüstet mit

Headset und Computer traf sich Vasiliadis mit anderen

E-Learning-Meisterschülern der Kammer im Internet.

Die perfekte Möglichkeit, auch aus der Ferne einen

Meisterkurs zu absolvieren.

September

Wieder Wachstum im Handwerk

Im Handwerk stehen die Zeichen wieder auf Wachstum.

Das belegten die Ergebnisse der Herbst-Umfrage der

HWK Dortmund überaus deutlich. 83 Prozent der befragten

Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage

zufrieden und genau so viele blickten optimistisch

in die Zukunft. „Es sieht gut aus für unseren Wirtschaftsbereich

– und das über alle Indikatoren hinweg. Eine derart

positive Konstellation haben wir in zwei Jahrzehnten

Konjunkturberichterstattung nicht gehabt“, sagte

Berthold Schröder, Vize-Präsident der HWK Dortmund.

Oktober

Pfarrer erkunden das Handwerk

Ungewöhnlich und zum ersten Mal: Pfarrerinnen und

Pfarrer des evangelischen Kirchenkreises Dortmund

Mitte-Nordost machten sich zu Besuchen in verschiedene

Handwerksbetriebe auf. Bei dieser Begegnung haben

die Theologen beispielhaft drei Unternehmen kennengelernt

und später im Bildungszentrum Ardeystraße mit

HWK-Vertretern über die Situation des Handwerks in

Dortmund diskutiert.


Oktober

Sicherer Start in die KFZ-Ausbildung

Mit der KFZ-Innung Dortmund und Lünen, der Maschinen-

und Metall-Berufsgenossenschaft, dem Leopold-

Hoesch-Berufskolleg Dortmund sowie dem Freiherrvom-Stein-Berufskolleg

Unna lud die HWK Dortmund

rund 100 gewerbliche Lehrlinge des Ausbildungsjahres

2010 zu einem Informationstag ins Bildungszentrum

Ardeystraße ein. Das Thema lautete: Sicherer Start in die

KFZ-Ausbildung. Verschiedene Experten informierten

über den sicheren Umgang mit Maschinen und Werkzeugen

und die Arbeit mit Gefahrenstoffen.

November

Diamantener Meisterbrief für Bäckermeister

Vor 60 Jahren, am 3. November 1950, hatte Bäcker-

meister Günter Betzler aus Hamm seine Meister-

prüfung bei der Handwerkskammer Dortmund

erfolgreich abgelegt. Das äußerst seltene Jubiläum

wurde in einer kleinen Feierstunde im Bildungs-

zentrum Ardeystraße begangen. Handwerkskammer-

Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger überreichte

den Diamantenen Meisterbrief.

Dezember

Führend im Handwerk

Mit Otto Kentzler und Klaus Feuler stehen auch in

Zukunft zwei führende Vertreter der Handwerkskammer

Dortmund an der Spitze des deutschen Handwerks. In

Bayreuth wurde der 69-jährige Dortmunder Unternehmer

für weitere drei Jahre zum Präsidenten des Zentralverbands

des Deutschen Handwerks (ZDH) gewählt. Für

den gleichen Zeitraum ist Klaus Feuler von der Vollversammlung

des Deutschen Handwerkskammertages

(DHKT) als Vize-Präsident der Arbeitnehmerseite wiedergewählt

worden. Beide Wahlen erfolgten einstimmig.

Anschaulich wurden die neuen Azubis an das Thema

„Sicheres Arbeiten“ herangeführt.

HWK-Präsident

Otto Kentzler

Highlights 2010

HWK-Hauptabeilungsleiter Detlef Schönberger gratulierte

Bäckermeister Günter Betzler zum 60-jährigen Meisterjubiläum.

HWK-Vize-Präsident

Klaus Feuler

27


28 Vollversammlung

Vollversammlung der HWK Dortmund (2009-2014)

Arbeitgebervertreter

Ordentliches Mitglied Stellvertreter Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Günter Becker

Bäckermeister,

Schwerte

Matthias Behr-Rama

Maler- und Lackierermeister,

Dortmund

Joachim Beinhold

Elektroinstallateurmeister,

Hagen

Thomas Bigge

Elektroinstallateurmeister,

Möhnesee

Reinhard Blesken

Friseurmeister,

Soest

Peter Burmann

Dachdeckermeister,

Dortmund

Franz Cerne

Maler- und Lackierermeister,

Herne

Jörg Dehne

Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister,

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Witten

Walter Derwald

Dipl.-Kfm.,

Dortmund

Klaus Plohmann

Zimmerermeister,

Hagen

Frank Flörecke

Dipl.-Ing.,

Witten

Dirk Goebel

Tischlermeister,

Dortmund

Ulrich Grommes

Dipl.-Ing. für Versorgungstechnik,

Hamm

Josef Christiani

Bäckermeister,

Lippetal

Frank Kolberg

Maler- und Lackierermeister,

Bochum

Michael Römer

Elektrotechnikermeister,

Hagen

Walter Ritzel

Kraftfahrzeugmechanikermeister,

Lippstadt

Wolfgang Mikeleit

Friseurmeister,

Unna

Martin Höhler

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Roland Kram

Dachdeckermeister,

Herne

Hans Jürgen Brocke

Dipl.-Ing.,

Schwelm

Alexander Möckel

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Carsten Schaldach

Elektroinstallateurmeister,

Sprockhövel

Ulrich John

Tischlermeister,

Dortmund

Thomas Lüke

Schlossermeister,

Hamm

Alfons Große-Bley

Dipl.-Ing.,

Bochum

Adam Gungl

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Dortmund

Hans Hausherr

Schweißingenieur,

Herne

Otto Kentzler

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Christoph Knepper

Dipl.-Ing.,

Bergkamen

Clemens Koch

Rohr- und Kanalreiniger,

Lippstadt

Richard Kordt

Bestatter,

Bochum

Frank Kulig

Friseurmeister,

Dortmund

Kai-Gerhard Kullik

Gebäudereinigermeister,

Dortmund

Ingo Lanowski

Friseurmeister,

Hamm

Michael Müller

Fleischermeister,

Hattingen

Norbert Neuhaus

Zahntechnikermeister,

Bochum

Helmut Neuhoff

Bestatter,

Kamen

Markus Schmidt

Maurermeister,

Bochum

Christian Sprenger

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Wolfgang Straht

Elektroinstallateurmeister,

Herne

Hans-Martin Eckey

KFZ-Mechanikermeister,

Dortmund

Heino Szallnaß

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Zentralheizungs- und

Lüftungsbauermeister, Kamen

Hubert Severin

Bestatter,

Fröndenberg

Christian Sternemann

Bestatter,

Bochum

Bernward Freericks

Glasermeister,

Hamm

Gerd Pruschke

Modellbauermeister,

Dortmund

Stefan Ahlers

Friseurmeister,

Hamm

Jürgen Ranft

Fleischermeister,

Schwelm

Rolf Stein

Friseurmeister,

Wetter

Uwe Schäfer

Bestatter,

Bergkamen


Arbeitgebervertreter

Ordentliches Mitglied Stellvertreter Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Edgar Pferner

Friseurmeister,

Witten

Johann Philipps

Gas- und Wasserinstallateurmeister,Zentralheizungsund

Lüftungsbauermeister,

Klempnermeister, Bochum

Berthold Schröder

Zimmerermeister,

Hamm

Erwin Simon

Maler- und Lackierermeister,

Unna

Arbeitnehmervertreter

Peter Legsding

Friseurmeister,

Bochum

Günter Beller

Gas- und Wasserinstallateurmeister,Zentralheizungsund

Lüftungsbauermeister,

Klempnermeister, Bochum

Andreas Schwienhorst

Tischlermeister,

Hamm

Friedrich Korte

Zimmerermeister,

Hamm

Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Wolfgang Breer

Thomas Koßmann

Maler und Lackierer, Dortmund Maler und Lackierer, Hagen

Jan Brune

Maria Krämer

Augenoptiker, Dortmund

Augenoptikerin, Unna

Ingo Einhaus,

Marc Giering

Bau- und Gerätetischler/Werk- Werkpolier,

polier, Dortmund

Datteln

Klaus Feuler

Uwe Schmälter

KFZ-Elektrikermeister,

KFZ-Schlosser,

Fröndenberg

Dortmund

Ralf Gövert

Rainer Bölling

Zentralheizungs- und Lüftungs- Gas- und Wasserinstallateur,

bauer, Herne

Recklinghausen

Barbara Hartmann

Helga Vaupel

Kfm. Angestellte,

Kfm. Angestellte,

Schwelm

Ennepetal

Gritta Huhn

Dipl.-Oec., Bestatterin,

Dortmund

Werner Keiber

Rohrinstallateur, Hamm

Ingo Keppner

Maler,

Herne

Helga Vollmer

Einzelhandelskauffrau,

Dortmund

Torsten Sieke

Industriemechaniker, Soest

Frank Wiciss

Straßenbauer,

Dortmund

Bernhard Steinbrink

Schuhmacher,

Ahlen

Gerhard Steveling

Dipl.-Oec.,

Dachdeckermeister,

Witten

Thomas Vieth

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Bochum

Franz Wapelhorst

Fliesenleger,

Möhnesee

Vollversammlung

Clemens Köhler jun.

Raumausstatter,

Ense

Udo Vaupel

Dipl.-Ing. im Bauingenieurwesen,

Ennepetal

Peter Samsel

Schlossermeister,

Bochum

Markus Mies

Fliesenleger,

Anröchte

Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Meinolf Menzel

Tischlermeister,

Unna

Rainer Neudenberger

Schuhmacher,

Dortmund

Cornelia Paetzel

Raumausstatterin,

Kamen

Jörg Pieper

Goldschmiedemeister,

Lüdinghausen

Joachim Rexhäuser

KFZ-Mechaniker,

Witten

Frank Schultze

Polier,

Dortmund

Martin Stöter

Bäckermeister,

Witten

Dieter Viets

Elektromeister,

Dortmund

Sebastian Sudhoff

Tischler,

Hamm

Ondrej Last

Orthopädieschuhmacher,

Kamen

Martin Meyer

Raumausstatter,

Dortmund

Marina Frielinghaus

Goldschmiedin,

Witten

Peter Hain

KFZ-Mechaniker,

Bönen

Joachim Warzynski

Maurer,

Castrop-Rauxel

Udo Hopmann

Bäcker,

Castrop-Rauxel

Erhard Schurmann

Schlossermeister,

Olfen

29


30 Organisationsplan

Organisationsplan der Handwerkskammer Dortmund

Stab

Hauptgeschäftsführer

Stv. Hauptgeschäftsführer

Qualitätsmanagement

Innenrevision

Controlling

PR/Medien

Vollversammlung • Vorstand • Präsidium

Finanzen/

interne Verwaltungsdienstleistungen

Hauptgeschäftsführer

(komm.)

Ernst Wölke

Hauptgeschäftsführung

Recht/Bildung und

Beitragswesen, Geschäftsführung

BBA

GB 1 GB 2 GB 3

Haushalt

Kasse

Dokumentenmanagement

Gebäudemanagement

Investitionen und Einkauf

Ausbildungsbeitrag

Zuschusswesen

Projektabrechnung

IT-Koordination

Geschäftsführerin

Angelika Weies

Justiziariat

Rechtsaufsicht

Rechtsaufsichtliche

Außenprüfung

Prüfungswesen

Anerkennung ausländ.

Bildungsabschlüsse

Begabtenförderung

Berufsbildung

Ausbildungsberatung

Lehrlingsrolle

Projekte zur Ausbildungs-

und Arbeitsförderung

Handwerksrolle

Gewerberecht

Eintragungsverfahren

Handelsregister-

angelegenheiten

Verbraucherbeschwerden

Beitragswesen

Kammer- und

Ausbildungsbeitrag

Ausnahmebewilligungen

Sachverständigenwesen

Bauschlichtung

Wirtschaftsförderung

Bildungszentren

Personalwesen

Stv. Hauptgeschäftsführer

(komm.)

Wilhelm Hicking

Personalwesen

Personal- und

Organisations-

entwicklung

betriebswirtschaftliche/

technische Unternehmensberatung

Akademie für

Unternehmensführung

Meister- und

Fortbildungsprüfung

Lehrgangsplanung/

Lehrgangsverwaltung

technische

Aus-/Weiterbildung

Meistervorbereitung

Überbetr. Unterweisung

DVS-Kursstätten

BZH-Gerüstbau

Korrosionsschutz

Internat

Stabsstelle

Grundsatzfragen

Wirtschaftsförderung


Kreishandwerkerschaften

Herne

Bochum

Ennepe-

Ruhr

Dortmund

und Lünen

Hagen

Bochum Hagen

Geschäftsstelle:

Springorumallee 10

44795 Bochum

Telefon: 0234 3240-0

Telefax: 0234 3240-100

info@handwerk-bochum.de

www.handwerk-bochum.de

Kreishandwerksmeister:

Johann Philipps

Geschäftsführer:

RA Johannes Motz

Geschäftsstelle

Hamm

Geschäftsstelle

Unna

Hellweg-Lippe

Dortmund und Lünen

Geschäftsstelle:

Lange Reihe 62

44143 Dortmund

Telefon: 0231 5177-0

Telefax: 0231 5177-199

info@handwerk-dortmund.de

www.handwerk-dortmund.de

Kreishandwerksmeister:

Peter Burmann

Hauptgeschäftsführer:

Ass. Günter Reichel

Geschäftsstelle:

Handwerkerstraße 11

58135 Hagen

Telefon: 02331 62468-0

Telefax: 02331 62468-66

info@kh-hagen.de

www.kh-hagen.de

Kreishandwerksmeister:

Joachim Beinhold

Geschäftsführer:

Dr. Michael Plohmann

Geschäftsstelle

Soest

Herne

Geschäftsstelle:

Hermann-Löns-Straße 46

44623 Herne

Telefon: 02323 9541-0

Telefax: 02323 18822

info@kreishandwerkerschaftherne.dewww.kreishandwerkerschaftherne.de

Kreishandwerksmeister:

Hans Hausherr

Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied:

Manfred Hegerfeld

Ennepe-Ruhr

Geschäftsstelle:

Kurt-Schumacher-Straße 18

58452 Witten

Telefon: 02302 28273-0

Telefax: 02302 81206

info@kh-ennepe.de

www.kh-ennepe.de

Kreishandwerksmeister:

Dipl.-Ing. Frank Flörecke

Geschäftsführer:

RA Johannes Motz (komm.)

Kreishandwerkerschaften

Hellweg-Lippe

Geschäftsstelle Soest:

Am Handwerk 4

59494 Soest

Telefon: 02921 892-0

Telefax: 02921 892-212

Geschäftsstelle Hamm:

Sedanstraße 13

59065 Hamm

Telefon: 02381 92160-0

Telefax: 02381 92160-47

Geschäftsstelle Unna:

Nordring 12

59423 Unna

Telefon: 02303 25054-0

Telefax: 02303 25054-99

info@kh-hellweg.de

www.kh-hellweg.de

Kreishandwerksmeister:

Erwin Simon

Hauptgeschäftsführer:

Werner Bastin

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