Historisches Museum Bern Musée Historique de Berne

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Historisches Museum Bern Musée Historique de Berne

Historisches Museum Bern

Musée Historique de Berne

Jahresbericht 2010


Inhalt

Editorial

3 Ein Jahr des Übergangs

Resonanz

4 Statistik

5 Gäste

Ausstellungen und Events

6 Wechselausstellung «James Cook und

die Entdeckung der Südsee»

8 Einstein-Ausstellung in China

9 Kabinettausstellung «Die Antike im Münzbild»

Gastausstellung «Bern New Bern»

10 Tapisserien

11 Konservierung Münsterfiguren

12 Donationen und Partnerschaften

Bedeutender Sammlungszugang

13 Kutschen von Elisabeth de Meuron-von Tscharner

14 Schenkungen

Sammlungen

16 Abteilung Archäologie

Abteilung Ethnographie

17 Historische Abteilung

Münzkabinett

18 Leihverkehr

Publikationen

20 Ausstellungskatalog «James Cook und die Entdeckung

der Südsee»

Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen

Museum «Die Familie von Mülinen»

21 Bibliographie

23 Stiftungsträger/Baukommission KUBUS

24 Personal

Jahresrechnung 2010

26 Bilanz und Erfolgsrechnung

30 Kommentar und Statistik

32 Revisionsbericht

Verein zur Förderung des Bernischen

Historischen Museums

34 Vorstand

Mitgliederbestand

Die 109. Hauptversammlung

35 Veranstaltungen

36 Publikationen des Bernischen

Historischen Museums seit 1969

Wechselausstellung «James Cook und die Entdeckung der Südsee»: Blick in den Raum Sandwich

Inseln/Hawaii mit dem Götterbild (ki’i hulu manu) im Vordergrund sowie einem Ausschnitt aus dem

Kupferstich «Young Man from the Sandwich Islands (Hawaii)» von John Webber im Hintergrund.


Editorial

Ein Jahr des Übergangs

Das Jahr 2010 war für das Bernische Historische Museum ein

Jahr des Übergangs: Seit Beginn des Jahres amtet ein gegenüber

der bisherigen Aufsichtskommission deutlich verkleinerter und

erneuerter Stiftungsrat als oberstes Organ der Stiftung. Und am

1. März 2010 trat ich meine neue Stelle als Direktor des Bernischen

Historischen Museums an. Der Stiftungsrat hat mich beauftragt,

im Haus am Helvetiaplatz klare Organisationsstrukturen

zu schaffen und allen vier Museumsaufgaben (Sammeln,

Bewahren, Forschen und Ausstellen) die nötige Aufmerksamkeit

zu schenken.

Der Restrukturierungsprozess bescherte den Mitarbeitenden

des Museums eine Phase der Verunsicherung und stellte

hohe Anforderungen an sie. Am 1. November 2010 konnte

das neue Organigramm in Kraft gesetzt werden. Damit verfügt

das Bernische Historische Museum über eine zeitgemässe

Organisationsstruktur.

Im Berichtsjahr präsentierte das Museum vier sehr unterschiedliche

Ausstellungen: die kleine Sammlungsausstellung

«Die antike Welt im Münzbild», die Gastausstellung «Bern New

Bern» des Vereins 300 Jahre New Bern, die selbst produzierte

Wanderausstellung «Albert Einstein (1879–1955)» in China und

die grosse Wechselausstellung «James Cook und die Entdeckung

der Südsee». In diesem Kooperationsprojekt mit der

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

in Bonn und mit dem Völkerkundemuseum Wien stand neben

James Cook und der Südsee John Webber im Mittelpunkt.

Der Maler der dritten Cook-Reise mit Berner Wurzeln hat vor

mehr als 200 Jahren seine Sammlung ethnographischer Objekte

aus dem Pazifik seiner Heimatstadt Bern als Dank für die Unterstützung

bei seiner Ausbildung zum Maler vermacht. Diese

Sammlung ist Teil des Grundstocks der ethnographischen

Sammlung des Museums und machte die Ausstellung über

«James Cook und die Entdeckung der Südsee» überhaupt erst

möglich. Neben den eigenen Beständen konnten rund 300 Leihgaben,

die alle von den drei Reisen James Cooks stammen, gezeigt

werden. Die Ausstellung war der Höhepunkt des Jahres

2010 und fand beim Publikum grossen Zuspruch.

Ein Museum und seine Aufgaben können mit einem Eisberg

verglichen werden: Die Ausstellungen entsprechen dem

aus dem Wasser ragenden Teil und das Sammeln, Bewahren und

Erforschen dem Teil unter der Wasseroberfläche. Das Publikum

sieht in der Regel nur die Spitze des Eisbergs, diese gäbe es aber

ohne den um ein Vielfaches grösseren, unter dem Wasser verborgenen

Teil nicht. Nachhaltige Ausstellungstätigkeit ist ohne

seriöses Sammeln, Bewahren und Konservieren sowie Erforschen

und Dokumentieren nicht möglich. Im Berichtsjahr

wurden viele Arbeiten an diesem Fundament geleistet, die nach

aussen nicht unmittelbar sichtbar sind: Die gesamte Sammlung

der Abteilung Archäologie, Teile der Keramik-, Gemälde- und

Silbersammlung sowie die gesamte Münzsammlung wurden in

die neuen Depoträumlichkeiten im KUBUS überführt. Dazu

wurde eine Bestandesaufnahme über Umfang und Tiefe der

Erschliessung insbesondere der umfangreichen Sammlungen

der Historischen Abteilung durchgeführt. Auf dieser Grundlage

können die nötigen Erschliessungsarbeiten in den kommenden

Jahren überhaupt erst geplant werden.

Bereits im Jahresbericht 2008 war in Aussicht gestellt worden,

im ersten Obergeschoss des Altbaus die flämischen Tapisserien

zusammen mit weiteren Glanzstücken der Mittelaltersammlung

unter Verwendung von Teilen der Wechselausstellung

«Karl der Kühne» dauerhaft zu präsentieren. Eine Expertentagung

im November 2010 ergab, dass dieses Vorhaben so mit

gutem Gewissen nicht umsetzbar ist. Insbesondere die vier

Cäsartapisserien, so die einhellige Meinung der interna tio nalen

Expertenrunde, bedürfen vorher einer sorgfältigen konservatorischen

Behandlung. Diese wird nun geplant, wobei der-

zeit noch nicht absehbar ist, wie lange diese Arbeiten dauern

werden.

In diesem Jahr des Übergangs hat das Bernische Historische

Museum daran gearbeitet, die Weichen für eine erfolgreiche

Zukunft zu stellen. Diese Arbeit zeitigt nicht immer sofort sichtbare

Resultate, sie zahlt sich aber mittel- und langfristig aus.

Dabei haben viele mitgeholfen: An erster Stelle die Mitarbeitenden

des Museums, aber auch der neue Stiftungsrat, unsere

Finanzierungsträger sowie die vielen Freunde und Freundinnen

des Museums. Ihnen allen danke ich für ihre Unterstützung

herzlich.

Dr. Jakob Messerli, Direktor

Jahresbericht 2010 3


Resonanz

Besucherzahlen

Dauerausstellungen inkl. Kabinettausstellung 10 537

«Die antike Welt im Münzbild» (1. 1. –16. 5. 2010)

einstein Museum 19 613

Gastausstellung «bern New bern» (1. 1. –16. 5. 2010) 7 722

Wechselausstellung «James cook und 34 966

die entdeckung der südsee» (7. 10. – 31. 12. 2010)

Total Besucher (ohne Museumsnacht) 72 838

Museumsnacht 7 935

Total Besucher (mit Museumsnacht) 80 773

Führungen Dauerausstellungen

steinzeit, Kelten, römer 25

Kunst aus asien und ozeanien 1

altägypten 2

Vom Frühmittelalter bis zum ancien régime 21

Der berner silberschatz 1

bern und das 20. Jahrhundert 10

orientalische sammlung 11

indianer 6

andere 2

total Führungen Daueraustellungen 79

davon öffentliche Führungen 42

Führungen Einstein Museum

Privat gebuchte Führungen 77

Öffentliche Führungen

Führungen Kabinettausstellung

«Die antike Welt im Münzbild» (1. 1. –16. 5. 2010)

1

Privat gebuchte Führungen 10

Öffentliche Führungen

Führungen Gastausstellung «Bern New Bern» (1. 1. –16. 5. 2010)

5

Privat gebuchte Führungen 118

Öffentliche Führungen

Architekturführungen KUBUS

4

Privat gebuchte Führungen 26

Öffentliche Führungen

Führungen Wechselausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee» (bis 31. 12. 2010)

2

Privat gebuchte Führungen 334

Öffentliche Führungen 7

total Führungen sonderausstellungen 584

Total Führungen 663

Ausleihe Audio- und Videoguides

audioguide einstein 2 187

Videoguide einstein (für Gehörlose und hörbehinderte) 7

audioguide «James cook» erwachsene (bis 31. 12. 2010) 5 547

audioguide «James cook» Kinder (bis 31. 12. 2010) 1 573

Total 9 314

4 historisches MuseuM berN

Besucherstatistik

1989 45 000

1990 40 000

1991 71 000 Gold der helvetier

1992 55 000

1993 52 000

1994 49 000

1995 41 000

1996 52 000

1997 67 000 Walk on the wilde side

1998 45 000

1999 48 000

2000 54 000

2001 80 000 bildersturm/edle Wirkung

2002 56 000 edle Wirkung/steinzeit/asien

2003 84 000 steinzeit/asien/Krieg und Frieden/Mittelalterspektakel

2004 59 000 erlebniswelt Museum

2005 187 000 albert einstein/erlebnispark/energiespektakel

2006 195 000 albert einstein/erlebnispark

2007 75 000 berns Weg in die Moderne/erlebnispark/einstein Museum

2008 155 625 einstein Museum/Karl der Kühne/Mittelalterspektakel/albrecht von haller

2009 130 562 einstein Museum/Kunst der Kelten/albrecht von haller

2010 80 773 einstein Museum/Die antike Welt im Münzbild/James cook und die entdeckung der südsee/bern New bern


Besuch des neuseeländischen Kulturministers

Am 3. November 2010 hat Christopher Finlayson (Mitte),

Kulturminister und Attorney General Neuseelands, die Ausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee» im Bernischen

Historischen Museum besucht. Der Kurator der Ausstellung,

Dr. Thomas Psota (rechts), und der Direktor des

Museums, Dr. Jakob Messerli (links), haben die neuseeländische

Delegation durch die Wechselausstellung über den britischen

Seefahrer und seine drei Expeditionen in den Pazifik geführt.

Finlayson war sehr angetan von der Ausstellung und hat

im Gästebuch festgehalten: «A wonderful exhibition. I look

forward to ongoing collaboration between our two countries in

the cultural area.»

Staatsbesuch Türkei

Hayrünnisa Gül (Mitte), die Ehefrau des türkischen Staatspräsidenten

Abdullah Gül, und Roland Hausin (rechts), der

Ehemann von Bundespräsidentin Doris Leuthard, haben am

25. November 2010 im Rahmen des Besuchs des türkischen

Staatspräsidenten in der Schweiz das Einstein Museum besichtigt.

Sie wurden von Dr. Jakob Messerli (links), Direktor des

Bernischen Historischen Museums, durch die Ausstellung zu

Leben und Werk des weltberühmten Phy sikers geführt.

Jahresbericht 2010 5


Ausstellungen und Events

Wechselausstellung «James Cook und

die Entdeckung der Südsee»

Zwischen 1768 und 1780 unternahm der britische Seefahrer

James Cook drei Expeditionen in die damals noch in grossen

Teilen unbekannten Weiten des Pazifiks. Seine Reisen veränderten

sowohl das Weltbild der Europäer als auch die Welt der

Menschen im Pazifik grundlegend. Im Unterschied zu den

Ent deckungsreisen der Spanier und Portugiesen im 16. und

17. Jahrhundert waren die Expeditionen Cooks im Zeitalter der

Aufklärung in erster Linie Forschungsreisen zur Erkundung bisher

unbekannter Meere und Länder. Sie haben das Wissen in

Navigation, Kartographie, Astronomie, Naturkunde und Geographie

massgeblich erweitert. Cook war ein hervorragender

Kartograph, der auf seinen Reisen Tausende von Kilometern

Küstenlinie vermass und kartierte. Auf den Schiffen fuhren,

ganz im Geiste der Aufklärung, auch Naturwissenschaftler mit,

die auf den Reisen eine Vielzahl bisher unbekannter Pflanzen

und Tiere entdeckten, dokumentierten und klassifizierten.

Neben den Wissenschaftlern hatte Cook auf allen drei Reisen

Maler und Zeichner dabei. Sie hielten die unbekannten

Landschaften, Menschen und ihre Lebensformen fest und dokumentierten

die Tier- und Pflanzenwelt. Expeditionsmaler der

dritten Reise (1776–80) war John Webber, ein Maler bernischer

Herkunft. Im Alter von 24 Jahren wurde John Webber 1776 als

Maler für Cooks dritte Reise ausgewählt. Als er vier Jahre später

nach London zurückkehrte, hatte Webber nicht nur rund 320

Skizzen und Zeichnungen im Gepäck, die er später in Ölbilder

und Kupferstiche umsetzte, sondern auch eine Sammlung von

rund 120 Objekten aus der Südsee. 1790 vermachte er seiner

Vaterstadt Bern diese «Südseesachen» aus Dankbarkeit für die

6 historisches MuseuM berN

gewährte Unterstützung bei seiner Ausbildung. Diese pazifischen

Werke zählen heute zum Grundstock der Ethnographischen

Sammlung des Bernischen Historischen Museums.

Erst durch die Webber-Sammlung wurde die Ausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee» im Bernischen

Historischen Museum möglich. Bereits 2007 begann eine Kooperation

mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland und der Universität Göttingen sowie mit

dem Völkerkundemuseum Wien. Thomas Psota, der Leiter der

Ethnographischen Abteilung am Bernischen Historischen Museum,

war von Anfang an Mitglied der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe,

welche die Ausstellungsidee entwickelte. Ziel der

Ausstellung war es, erstmals eine repräsentative Auswahl aus

jenen 2000 Objekten aus der Südsee, die von Cook und seinen

Männern vor mehr als 200 Jahren nach Europa gebracht wurden,

zu präsentieren. Heute sind diese Objekte die letzten Zeugnisse

der bis zu den Reisen von Cook vom Westen unberührt

gebliebenen Kulturen des Pazifiks. Nachdem die Ausstellung

2009/10 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland in Bonn und 2010 im Völkerkundemuseum

Wien gezeigt worden war, konnte sie am 6. Oktober 2010 in

Bern eröffnet werden.

Mit rund 400 Objekten war die Ausstellung in Bern reich

dotiert: Zeugnisse alter Kulturen des Pazifiks, Bilder und wissenschaftliche

Zeichnungen sowie Objekte zu Navigation und Seefahrt

zeichneten ein vielfältiges Bild des pazifischen Raums, seiner

Bewohner, der Expeditionsreisen unter James Cook und der

Begegnungen zwischen den zwei Welten. Die Ausstellung war

klar strukturiert und folgte chronologisch den drei Reisen, die

jeweils durch ein Kurzvideo eingeleitet wurden. Besonders her-


vorzuheben ist ein eindrückliches, massstabsgetreues Modell der

Endeavour, des Schiffs der ersten Reise, samt Besatzung und allen

mitgeführten Vorräten, das speziell für die Ausstellung in

Bern hergestellt wurde und beim Publikum auf grosse Resonanz

stiess. Ebenfalls exklusiv in Bern konnte das berühmteste Bild

von John Webber, ein Porträt der Häuptlingstochter Poedua, gezeigt

werden. Neben den Kurzvideos zu den drei Reisen vertieften

14 Videoanimationen einzelne Objektensembles oder Ereignisse.

Eindrücklich war die Gestaltung der Ausstellung mit

mehreren raumhohen Porträts von Menschen aus der Südsee,

denen Cook begegnet war und die nun in der Ausstellung gleichsam

die Besucher und Besucherinnen beobachteten.

In der Ausstellung konnten Leihgaben von rund 40 Institutionen

aus aller Welt gezeigt werden. Die damit verbundenen

Koordinations- und Logistikarbeiten sowie der Aufbau der Ausstellung

waren dementsprechend komplex und aufwändig.

Trotzdem gelang es dank grossem Einsatz aller Beteiligten, die

Ausstellung in lediglich drei Wochen aufzubauen.

Neben einem iPod-Audioguide für Erwachsene in Deutsch,

Französisch und Englisch, der auch als Download für das eigene

iPhone zur Verfügung stand, wurde ein spezieller Audioguide

für Kinder in Deutsch und Französisch angeboten. Für Schulen

standen umfangreiche didaktische Materialien auf der Website

des Museums zur Verfügung. Erstmals wurden unter dem Titel

«Tours for Teens» spezielle Führungen für Jugendliche durch

Jugendliche angeboten.

Der Katalog zur Ausstellung in Deutsch und Englisch entstand

ebenfalls in Zusammenarbeit zwischen der Kunst- und

Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, dem Völkerkundemuseum

Wien und dem Bernischen Historischen Museum.

In Bern erschien zusätzlich eine Ausgabe des Katalogs in

Französisch.

Projektleitung: Gabriele Keck, Thomas Psota, Susan Marti

Wissenschaftliche Leitung: Thomas Psota

Marketing & Kommunikation: Suzanne Mennel, Michèle Thüring

Gestaltung: Raphaël Barbier

Realisierung: Ausstellungsteam Bernisches Historisches Museum

Kooperationspartner und Konzept: Kunst- und Ausstellungshalle der

Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Museum für Völkerkunde, Wien,

Bernisches Historisches Museum

Jahresbericht 2010 7


Ausstellungen und Events

Die Berner Albert Einstein-Ausstellung in China

Als Albert Einstein 1905 die berühmte Formel E = mc 2 formulierte

und damit die Vorstellung von Raum und Zeit grundlegend

auf den Kopf stellte, lebte er in Bern. Das Bernische Historische

Museum präsentierte deshalb in den Jahren 2005 und

2006 anlässlich des 100. Jahrestags der speziellen Relativitätstheorie

die Wechselausstellung «Albert Einstein (1879–1955)». Diese

war mit 350 000 verkauften Eintritten ein Grosserfolg und ist

seit 2007 in reduziertem Umfang im Bernischen Historischen

Museum in Form einer Dauerausstellung zu sehen. Die aufwändig

inszenierte Ausstellung zeigt über 200 Originalobjekte, Text-

und Filmdokumente. Sie beleuchtet Einsteins Biographie vor

dem Hintergrund der Weltgeschichte und gibt Einblick in seine

bahnbrechenden Erkenntnisse in der Physik.

Auf Anregung eines in der Schweiz lebenden Chinesen

suchte das Bernische Historische Museum im Anschluss an die

Wechselausstellung Partner in China, um die Einstein-Ausstellung

im Reich der Mitte zu zeigen. Die Suche gestaltete sich indessen

schwierig. Kein Museum in China war bereit, die Kosten

für die Übernahme der Berner Einstein-Ausstellung zu tragen.

Erst als Präsenz Schweiz als Teil des Eidgenössischen Departements

für auswärtige Angelegenheiten die Chinatournee der

Ausstellung finanzierte, um diese für die Landeskommunikation

und das 60-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen

zwischen der Schweiz und China zu nutzen, konnten Partner

in China gefunden werden.

Die Ausstellung «Albert Einstein (1879–1955)» des Bernischen

Historischen Museums tourt zurzeit durch Science Centers

und Wissenschaftsmuseen in China. In Peking, der ersten

8 historisches MuseuM berN

Station, wurde sie vom 1. Juni bis 6. Oktober 2010 im China

Science and Technology Museum gezeigt (Bild links: Eröffnung

in Peking) und von rund 200 000 Personen besucht. Daraufhin

zog die Schau nach Guangzhou, wo sie vom 19. November 2010

bis 13. März 2011 im Guangdong Science Center (Bild rechts)

Halt machte.

Für die zweijährige Tournee durch China wurde die Berner

Ausstellung in einer Kopie komplett neu aufgebaut und zusätzlich

ins Chinesische übersetzt. Die Originalausstellung ist nach

wie vor in Bern zu sehen. Einzig einzelne Originale wie Einsteins

Pass und seine Uhr sind nach China gereist und darum im Moment

in Bern als Faksimile zu sehen. Aus dem Auftritt in China

resultiert für das Bernische Historische Museum kein finanzieller

Gewinn. Einen Nutzen generiert sie indessen für die Schweiz

und im Speziellen für die Stadt Bern, indem die Ausstellung in

China ein positives Bild der Schweiz und der Bundeshauptstadt

transportiert und verankern hilft.

Parallel zur Ausstellung wurden vom Wissenschaftsnetz

swissnex China Begleitprogramme zur Ausstellung organisiert.

So referierten etwa der Schweizer Nobelpreisträger Kurt Wüthrich

sowie führende Wissenschafter aus China über die heutige

Bedeutung des Werks von Albert Einstein.

Die China-Tour steht unter dem Patronat von Bundesrätin

Micheline Calmy-Rey und dem chinesischen Aussenminister

Yang Jiechi.


Kabinettausstellung «Die antike Welt im Münzbild –

Spitzenstücke aus der Münzensammlung des Historischen

Museums Bern»

Bis zum 16. Mai 2010 wurde im neuen Ausstellungssaal die Kabinettausstellung

«Die antike Welt im Münzbild» gezeigt. Die

am 2. Dezember 2009 eröffnete rund 150 m 2 grosse Schau war

gleichzeitig wie die Gastausstellung «Bern New Bern» für das

Publikum zugänglich.

Im Mittelpunkt der kleinen, aber feinen Ausstellung standen

die Münzbilder, die auf vielfältige Weise Einblick in das Leben

in der antiken Welt geben. Griechische Vasen und Skulpturen

der römischen Kaiserzeit aus der Antikensammlung des

Museums ergänzten die Präsentation und erlaubten direkte

Querbezüge zwischen Münzen und anderen Kunstgattungen.

Da die Darstellungen auf den kleinen Münzen häufig nicht

leicht zu erkennen sind, erschlossen in der Ausstellung zahlreiche

Computeranimationen die Münzen in Vergrösserung, so

dass ihre eindrückliche Schönheit erst richtig erlebbar wurde.

Insgesamt sahen rund 650 Besucher die Ausstellung, 26

öffentliche und private Führungen wurden gezählt. Erwartungsgemäss

befanden sich unter den geführten Gruppen in

erster Linie Schulklassen, die mit ihren Geschichts- und Lateinlehrern

die Ausstellung besuchten.

Die Ausstellung ermöglichte es, einen sonst wenig beachteten

Sammlungsbestand mit verhältnismässig wenig Aufwand

zur Geltung zu bringen.

Konzept: Daniel Schmutz

Produktion: Ausstellungsteam Bernisches Historisches Museum

Gastausstellung «Bern New Bern»

Zum ersten Mal stellte das Bernische Historische Museum seinen

neuen Wechselausstellungssaal einem externen Veranstalter

zur Verfügung. Berns Tochterstadt New Bern in North Carolina

feierte im Jahr 2010 ihr 300-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass

würdigte der Verein «300 Jahre New Bern» das Jubiläum mit

der Ausstellung «Bern New Bern» in den Räumen des KUBUS.

In elf Szenen führte die Ausstellung das Publikum durch die

bewegte Geschichte von New Bern und dokumentierte die

Geschichte der Bernischen Auswanderung im frühen 18. Jahrhundert.

Abenteuerlust und Unternehmergeist bewogen den Berner

Patrizier Christoph von Graffenried (1661 – 1743) im Jahre 1710

zur Auswanderung. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter gründete

er die Stadt New Bern im heutigen US-Bundesstaat North Carolina.

Dank seinen Kontakten zur englischen Krone gelang es

ihm, in der neuen Heimat eine Existenz aufzubauen. Die Entwicklung

der neu gegründeten Siedlung wurde jedoch bald einmal

durch wirtschaftliche Not und den Krieg zwischen Indianern

und Engländern gehemmt. Christoph von Graffenried

wurde von Indianern gefangen genommen, später freigelassen

und kehrte alsbald in die Heimat zurück, um neue Mittel für

seine Kolonie aufzutreiben – dies allerdings erfolglos. Er blieb

in seiner alten Heimat und wurde Schlossherr zu Worb. Nichtsdestotrotz

entwickelte sich New Bern unter von Graffenrieds

Nachfahren zu einer prosperierenden Kleinstadt in den USA.

Die Gastausstellung wurde vom 4. Dezember 2009 bis am

16. Mai 2010 gezeigt und lockte insgesamt 9 384 Besucherinnen

und Besucher an.

Jahresbericht 2010 9


Ausstellungen und Events

Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle erläutert die gegenwärtige Stützkonstruktion

der vierten Cäsartapisserie.

Spätmittelalterliche Tapisserien im Museum:

Expertengespräch zu den «Cäsartapisserien»

Historische Tapisserien sind bekanntlich äusserst fragile, lichtempfindliche

und instabile Gewebe, die ursprünglich nicht für

eine dauerhafte Präsentation konzipiert waren. Museen mit grossen

Tapisserienbeständen wie das Metropolitan Museum of Art

in New York oder das Kunsthistorische Museum in Wien zeigen

deshalb ihre Bildteppiche im Wechsel und gönnen den Objekten

zwischendurch mehrjährige «Ruhepausen» im Depot. Für den

zwar kleinen, aber erlesenen Bestand an flämischen Tapisserien

des Bernischen Historischen Museums befriedigt diese Lösung

weniger. Das Museum nahm daher die geplante Wiedereinrichtung

des ersten Obergeschosses zum Anlass, die bisherige frei

hängende Präsentationsweise der Cäsartapisserien zu überdenken

und mit Fachleuten aus dem In- und Ausland zu diskutieren.

So kamen am 26./27. November 2010 auf Einladung des Lehrstuhls

für Geschichte der textilen Künste an der Universität Bern

(Prof. Birgitt Borkopp-Restle) und des Bernischen Historischen

Museums Experten aus dem In- und Ausland zusammen.

Weil für ein optimales Resultat Wissen aus verschiedenen

Disziplinen gefragt ist, setzte sich die Gesprächsrunde aus unterschiedlichen

Fachleuten zusammen. Experten zur Raumklimatisierung

und Ausstellungstechnik, Textilkonservatoren und

Kuratorinnen von Museen mit grossen Textilsammlungen aus

der Schweiz, aus Wien (Kunsthistorisches Museum), München

(Bayerisches Nationalmuseum), Köln (Museum Schnütgen),

Berlin, Suffolk und New York (The Metropolitan Museum of

10 historisches MuseuM berN

Stützkonstruktion auf der Rückseite mit in den 1960er-Jahren

aufgenähten Zickzackbändern aus Leinen.

Art) berichteten von ihren Erfahrungen und Forschungen. Ziel

der Präsentation solcher im Grunde nicht für ein dauerhaftes

Zeigen geschaffenen Werke ist es, die historische Bedeutung und

den ästhetischen Rang der kostbaren Textilien zu vermitteln

und gleichzeitig den hohen konservatorischen Ansprüchen der

fragilen Werke Rechnung zu tragen.

Die Gegenüberstellung von Erkenntnissen aus verschiedenen

Fachrichtungen machte deutlich, wie komplex die Situation

ist. Es spielt nicht nur eine Rolle, ob die Tapisserien frei hängend

(wie es der ursprünglichen historischen Präsentationsweise entspricht)

oder mit Auflage gezeigt werden, sondern ebenso, welche

Luftströmungen in den Ausstellungsräumen herrschen, wie

die Mauern eines alten Gebäudes auf jahreszeitliche Temperatur-

und Feuchtigkeitsschwankungen reagieren, mit welchen

Schadstoffpartikeln die Aussenluft belastet ist, und welche Materialien

im ganzen Raum zur Anwendung kommen.

Eine explizite Empfehlung der Expertenrunde ist es denn

auch, dieses Zusammenspiel aller Faktoren im Auge zu be halten,

eine adäquate Vermittlung der notwendigen Massnahmen dem

Publikum gegenüber mit eingeschlossen. Einigkeit herrschte

ebenso darüber, dass in der Regel eine Präsentation mit Auflage

einer freien Hängung vorzuziehen ist, und dann die jetzt rückseitig

aufgenähten Stützbänder, deren Material (Leinen) auf

Feuchtigkeitsschwankungen anders reagiert als die Wolle und

Seide der Wirkereien, entbehrlich sind. Welche Massnahmen in

welcher Reihenfolge sinnvoll umzusetzen sind, wird gegenwärtig

evaluiert.


Eine der Konsolfiguren mit dem Kopf des Königs Salomon, vor und nach der Reinigung und Festigung.

Konservatorische Massnahmen an Figuren

des Münsterportals

Die Figuren von den Gewänden des Hauptportals des Berner

Münsters befinden sich seit 1982 im Bernischen Historischen

Museum. Seitdem sind sie Bestandteil der Dauerausstellung.

Bisher wurden an ihnen nur geringe Unterhaltsarbeiten ausgeführt.

Trotz der für die Objekte klimatisch besseren Situation

im Vergleich zu ihrem ursprünglichen Standort verändert sich

das Material. Die Figuren altern. Ihre z. T. starke Verschmutzung

und teilweise drohender Materialverlust waren der Anlass für

eine Untersuchung der Figurengruppe mit dem Ziel, konservierende

Arbeiten in Angriff zu nehmen.

Bei der Zustandsanalyse durch den Restaurator Urs Zumbrunn

im Berichtsjahr traten auch kaum sichtbare Schäden

deutlich zu Tage. Unter der die Figuren bedeckenden Schmutzschicht

sandet der grüne Stein oder bildet schalenartige Abplatzungen.

Damit schwindet die Substanz und verliert in ihrem

natürlichen Alterungsprozess die Festigkeit. Die darüber befindliche

polychrome Fassung verliert ihre Verbindung mit dem

Sandstein und löst sich in Schollen ab. Die Degeneration von

Bindemitteln der Fassungsschichten führt ebenfalls zu Span-

nungen und Schollenbildung. Aufgrund des partiellen Bindemittelverlusts

kreiden einige der farbigen Bereiche leicht.

In einer ersten Phase konnten durch Urs Zumbrunn im Berichtsjahr

die zehn Skulpturen der klugen und törichten Jungfrauen

mit ihren Konsolen und Baldachinen bearbeitet werden.

Die auf die jeweiligen Erfordernisse einzelner Partien angepasste

Vorgehensweise bei der Reinigung und Festigung ermög lichte

das Sichern der gefährdeten Bereiche. Der oberflächlich angegriffene

Sandstein wurde gefestigt. Der Schalenbildung wurde,

sofern möglich, durch Hinterfüllung und Kittung der Risse begegnet.

Die Arbeiten wurden begleitet von einer Dokumentation

in Bild und Text.

In den nächsten Jahren werden die konservatorischen

Massnahmen an den Figuren des Münsterportals fortgesetzt

und als nächstes die Archivoltenfiguren des Weltgerichtsportals

bearbeitet.

Jahresbericht 2010 11


Donationen und Partnerschaften

Wir bedanken uns bei unseren Trägern, Partnerinnen und Partnern,

Gönnerinnen und Gönnern für ihre wertvolle Unterstützung,

ihr grosses Engagement und die angenehme Zusammenarbeit.

Ausstellung «Albert Einstein (1879 – 1955)»

auf Tour in China

Im Juni 2010 startete die Tour der Wechselausstellung über

Albert Einstein durch China in Beijing und anschliessend in

Guangzhou. Wir danken für die finanzielle und organisatorische

Unterstützung sowie für die Sachleistungen von:

– Präsenz Schweiz, Eidgenössisches Departement für auswärtige

Angelegenheiten EDA

– Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF

– Lotteriefonds des Kantons Bern

– Eidgenössische Technische Hochschule ETH Zürich

– Universität Bern

– Longines

Bern Tourismus

Wechselausstellung «James Cook und die Entdeckung

der Südsee»

Die Ausstellung über James Cook hätte ohne grosszügige fi nanzielle

Unterstützung nicht im gleichen Ausmass realisiert werden

können. Kreative und überraschende Kommunikationsmassnahmen

haben unser Kommunikationsbudget massgeblich

entlastet. Dafür danken wir allen Partnerinnen und Partnern,

Gönnerinnen und Gönnern ganz herzlich. Wir danken:

– Lotteriefonds des Kantons Bern

– Burgergemeinde Bern

Berner Kantonalbank BEKB

– Stanley Thomas Johnson Stiftung

– Susann Häusler Stiftung

– Ernst Göhner Stiftung

– Burgerliche Gesellschaft zu Kaufleuten

– Stiftung Vinetum

– Stiftung 3F Organisation

– Hans Imholz-Stiftung

– The Ahrenkiel Group

– Loeb

– Der Bund

– Löwen-Garage AG

– BLS AG

Bernmobil

– Hotel Kreuz

– Hotel Allegro

– Hotel Bellevue

– Marc Blackburn

12 historisches MuseuM berN

Finanzielle Unterstützung für diverse Projekte

und Publikationen

Glanzlicht «Die Familie von Mülinen – eine Adelsgeschichte

im Spiegel des Familienarchivs»

Die Publikation in der Reihe «Glanzlichter aus dem Bernischen

Historischen Museum» über die Familie von Mülinen wurde

unterstützt von:

– Pascale von Mülinen-Kuntschen, Coppet

– Claude von Salis-von Mülinen, Neuchâtel

– Jacqueline und Giovanni de Molo-Veillon, Genf

– Emmanuelle Kuntschen, Zürich

– Régine Grobet-Kuntschen, Genf

– Jean-Martin Kuntschen, Genf

– Elisabeth Manon von Heeren-von Mülinen, Bern

– Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

Einrichtung Neubau KUBUS

Wir danken der Firma USM U. Schärer Söhne AG in Münsingen

ganz herzlich für die wertvolle Unterstützung bei der Einrichtung

des Neubaus KUBUS.

Weiterer Dank

An dieser Stelle möchten wir insbesondere auch all jenen Gönnerinnen

und Gönnern danken, die nicht namentlich erwähnt

werden möchten und auch denjenigen, die grosszügige Bei träge

zur freien Verfügung des Museums oder für andere Projekte gespendet

haben.

Unterstützung für Projekte, deren Umsetzung noch bevorsteht,

werden bei deren Realisierung verdankt.


Bedeutender Sammlungszugang

Reisekalesche mit Glasvorsatz, um 1850/60, Koffer um 1900. Erbaut

von Wagenbauer A. Hofmann, Bern. Das Fahrzeug konnte ein-

oder zweispännig mit Kutscher gefahren werden oder nach Entfernung

des Glasvorsatzes als offene Kalesche mit Halbverdeck.

Vis-à-vis mit Korbsitzen und Halbverdeck aus Leder,

um 1850/60, Koffer um 1900.

Berner Wagen mit schwingend aufgehängten Sitzen, um 1820/40.

Aus dem Nachlass von Elisabeth de Meuron-von Tscharner

(1882–1980) hat das Museum drei seltene Fahrzeuge übernommen.

Es handelt sich zum einen um eine Reisekalesche mit Glasvorsatz,

gebaut um 1850/60 von Wagenbauer A. Hofmann in

Bern. Das zweite Fahrzeug ist ein «Vis-à-vis» mit Korbsitzen

und Halbverdeck aus Leder, um 1850/60 von unbekanntem Erbauer

hergestellt. Solche Gefährte sind heute sehr selten. Das

dritte Fahrzeug ist ein Berner Wagen mit schwingend aufgehängten

Sitzen, um 1820/40 von einem unbekannten Erbauer

gefertigt. Dieses eigentlich weit verbreitete Fahrzeug zeichnet

sich durch eine unüblich luxuriöse Ausstattung aus. Einzelne

Teile der drei Fahrzeuge wurden Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert

fachgerecht ergänzt, so. z. B. mit Wagenkoffer oder Laternen.

Die hervorragend konservierten Fahrzeuge sind wegen

ihrer Provenienz aus einer alten Berner Patrizierfamilie, wegen

der aufwändigen handwerklichen Ausführung und wegen des

ungewöhnlich guten Erhaltungszustands dank der während

Jahrzehnten erfolgten sorgfältigen Pflege von aussergewöhnlich

grossem musealem Wert. Sie dokumentieren den Fuhrpark

einer Berner Patrizierfamilie in der zweiten Hälfte des 19. und

zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Jahresbericht 2010 13


Schenkungen

Im Jahr 2010 durfte das Museum seinen Sammlungen wiederum

zahlreiche Schenkungen hinzufügen. Den nachfolgend genannten

Institutionen und Personen sei dafür herzlich gedankt.

Bern, Bern Tourismus: Berner Monopoly, 2010

Bern, EWB: u. a. zwei Modelle des Gaswerkareals im Marzili,

E. 19. Jh. und A. 20. Jh.; 6 Messgeräte, 1. H. 20. Jh.

Bern, OK Grand-Prix von Bern: Goldmedaille (Prototyp)

des Grand-Prix von Bern, 2010

Bern, Staatsarchiv des Kantons Bern: Chronik der Berner

Schultheissen, Seidendruck, 18. Jh.; zwei Fahnen der Landesgruppe

der NSDAP Schweiz, um 1940; 24 Münzen

und Medaillen, 17.–20. Jh.

Bern, Swissmint: Belegexemplare der Schweizer Münzprägung,

2010

Bern, Tiefbauamt der Stadt: Technisches Gerät zum Zeichnen

von Plänen, um 1950–1965, u. a. Planbeschriftungs-

Apparat «Leroy», USA, um 1965, und Pantograph «Ott»,

Bayern, um 1950

Bern, Universität, Institut für Medizingeschiche: zwei Uniformen

für Pflegerinnen, um 1950

Winterthur, Stiftung Winterthurer Sozialarchiv: Jeton Berner

Spielfest, 1913

14 historisches MuseuM berN

Ackermann, Rahel, Münchenstein: zwei entwertete Münzen

aus Malaysia, 20. Jh.

Anliker, Christian, Bern: Seifenkiste, Originalverpackung

mit 50 kg Kernseife, Melchnau, um 1940; Reklameteller

«Fritz Schmid/Handlung Melchnau», um 1940

Berchtold, Marianne, Bern: Berner Fasnacht-Plakette, 2010

Biland, Anne-Marie, Bern: Puppenwagen «Wisa Gloria»

und drei Puppen, 2. H. 1950er-Jahre; Radio «Mediator»,

um 1958; Transistor-Radio «Nordmende», um 1965

Brugger-Blanc, Lilly, Bern: Dreiteiliges Salontischlein-Set

und Papierkorb, um 1955

Burkhard-Schaad, Beatrice (1930–2010), Langenthal: Kaffeemaschine,

Arbon, 1957; Diorama einer Landschaft in

Goldrahmen, um 1800 (Legat)

Caballero Diaz, Eva, Honduras: Modell eines Maya-Kalenders

Diffey, Rösli, Köniz: Buffet «Sideboard» der Firma Sproll,

Gasel/Köniz, um 1935

Erb, Caroline, Bern: u. a. Behandlungsstuhl, Augentafeln und

Medikamente aus der Augenarztpraxis von Dr. Max Erb

(1888–1946), Bern, um 1925

Favre, Marcel, Aarberg: 730 Aquarelle (Militaria und Pflanzen)

von Pierre Favre (1911–1997), dazu Vorlagen und Drucke

Feitknecht, Thomas, Bern: Silberbecher «Die Berner

Liedertafel ihrem treuen Activmitglied Adolf von Steiger

1885–1910»; Fotoporträt von Adolf von Steiger (1859–

1925), A. 20. Jh.; Druckstock der Zeitung «Der Bund»,

Titelkopf, gebraucht bis 1987; Medaille «150 Jahre Der

Bund», 1985

Flückiger, Hildegard, Bern: Ballkleid mit Jacke aus seegrüner

Seide, 1948; Ballkleid aus weisser Seide mit eingewobenen

schwarzen Samtranken, 1954; hellblaues Deux-Pièce aus

St. Galler-Stickerei, 1957

Glatthard, Heidy, Bern: Druckgraphik, Reproduktion um

1940, nach Ölgemälde von Joseph Reinhart (1749–1829)


Haco AG, Gümligen: ein Satz mit 20 Aerometern, Auer & Cie.

AG, Zürich, um 1950

Hitz-Dupraz, Alfred und Marthe, Burgdorf: Frauenkleid

aus bedrucktem Leinen und Strohhut, um 1850

Hohl, Annelies, Zürich: ein Paar Damenschlittschuhe aus

Fohlenfell, um 1935

Huber, Kalinka, Bern: Schwarzweissfotos mit Negativen:

zwei Fotos mit Zeppelin über Bern, 1928, und neun Fotos

zur Mobilisation, Bern, September 1939

Iseli, Elisabeth, Bern: Tranchierbesteck mit Silbergriffen,

um 1900

Jenzer, Markus, La Tour-de-Peilz: Pass und Familienbüchlein

des Bäckermeisters Alfred Jenzer (1885–1945); 16 Kunstpostkarten

nach Ölgemälden des Donators, 1981–2008

Jezler, Elke, Bern: Architektur-Modell des Zentrums Paul Klee,

2005

Kläy-Trechsel, Bettina, Bremgarten BE: zwei Paar Kinderschuhe,

um 1940; Schneiderschere, E. 19. Jh.; Totschläger,

Deutsches Reichspatent, E. 19. Jh.

Knowles, Vicky, Wilmington NC, USA: Polo-Leibchen zum

300. Geburtstag von New Bern, 2010

Kohler, Patricia, Fribourg: bemalter Rindenbaststoff (tapa)

mit Herrschermotiven aus Tonga

Kramer, Simon, Steffisburg: sieben Porträts, Zeichnungen,

aus der Familie Haller, A. 19. Jh., u. a. Clara v. Greyerz-

Forster (1787–1839) und Tochter Ida Haller-v. Greyerz

(1820–1913)

Lengweiler-Lutz, Verena, Gümligen: Urkunde der Dienstbotenstiftung

Thun zum fünfjährigen Dienstjubiläum

von Gertrud Gfeller, 1965

Maeder Marsili, Irène, Bern: Medaille, 2010

Maeder-Hotz, Regula, Vordemwald AG: Schnapsflasche

«Demme & Krebs/Spirituosenfabrik/Bern», 20. Jh.

Mulinen, Pascale de, Coppet: Verdienstorden des souveränen

Malteser Ritterordens und Prins Carl-Medaille verliehen

an Frédéric de Mulinen (1928–2008), 1993/94

Müller, Felix, Bern: vier Münzen aus Ungarn und Rumänien,

20. Jh.

Neuenschwander, Ursula, Bern: Milchkrug und Teekrug,

Manufaktur Schramberg, 2. H. 19. Jh.

Reich, Heinz, Ittigen: u. a. Glasgemälde «Statt Bern» 1618;

13 Glasgemälde von Ernst Linck (1875–1935 ), mit Darstellungen

verschiedener Berufe, um 1922; Werkzeug

aus der Kunstglaserei Reich, 1. H. 20. Jh.

Roth, Paul und Susi, Interlaken: Bügeleisenofen, Schweizer

Fabrikat, aus einer Wäscherei im Breitenrain, Bern,

2. H. 19. Jh.

Rütte, David von, Interlaken: Kinderwagen «Royal Eka»,

mit Weidengeflecht, um 1950

Stern, Pietro und Regula, Brione s/M: Fotoalbum aus dem

Nachlass Jakob Wiedmer-Stern (1876–1928), Direktor

Bernisches Historisches Museum 1905–1910

Schweizer, Simon, Bern: zwei Münzen aus Deutschland, 21. Jh.

Schweizer, Ursula, Bern: sechs Münzen und Medaillen,

19.–20. Jh.

Wetzel, Cuno, Urtenen-Schönbühl: Goalie-Handschuhe von

Diego Benaglio, getragen an der Fussball-WM am 21. Juni

2010 im Spiel gegen Chile

Wiedmer, Theodor, Bern: 14 Weibelschilder des Kantons Bern,

E. 18. / A. 19. Jh.

Jahresbericht 2010 15


Sammlungen

Abteilung Archäologie

Die Hauptarbeit im Berichtsjahr betraf den Umzug der Abteilung

vom Westflügel im Altbau in den Neubau KUBUS. Er begann

noch in der Altjahreswoche 2009 mit den Büros. Die Archive

folgten 2010. Nach logistischen Vorabklärungen ging es in

den Monaten März bis April an den Transport des gesamten Depots:

2220 Schubladen plus zahlreiche Grossformate (Mosaiken,

Lackprofile, Keramik etc.). Obwohl zum Teil sehr fragile Objekte

bewegt werden mussten, glückte der Umzug ohne die geringste

Schadensmeldung, was der sorgfältigen Arbeit zahlreicher

interner und externer Hilfskräfte zu verdanken ist. Die

Fundobjekte können am neuen Ort materialgerecht und ihrem

Zustand gemäss in einem trockenen bzw. feuchten Klima gelagert

werden. Noch ausstehend ist die definitive Ordnung und

Neubeschriftung in den Compactus-Anlagen.

Aus Anlass des Umzugs wurden die Archivbestände (Pläne,

Ausgrabungsdokumentationen, Bilder, Fotos) reorganisiert, die

Akten neu geordnet und ergänzt. Mit der Konservierung von

Eisenobjekten konnte wiederum der Archäologische Dienst

des Kantons Bern und das Schweizerische Landesmuseum in

Zürich beauftragt werden. Die gemeinsam mit dem Universitätsinstitut

für Archäologische Wissenschaften unterhaltene Bibliothek

erfuhr von Seiten des Museums eine Ergänzung um 115

Einheiten. Mögliche Themen für eine Wechselausstellung im

Zeitraum 2013/2014 wurden evaluiert, ausgearbeitet und mit

dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern eine Absichtserklärung

für eine Ausstellung «Pfahlbauer» unterzeichnet.

Eine Revision der zum Teil lange zurück reichenden Dauerleihgaben

wurde weit vorangetrieben. Bis die Leihfristen in 16

Fällen verlängert werden konnten (betrifft 150 Objekte), waren

verschiedene Abklärungen vor Ort nötig. In drei Fällen mussten

die Leihgaben zurückgezogen werden (betrifft 30 Objekte).

Für 39 Fachleute aus dem In- und Ausland wurden zu Studienzwecken

die Depotbestände zur Verfügung gestellt.

Neun Leihanfragen und Verlängerungen bezogen sich auf

Ausstellungen sowie Ausleihen zu Studien- und Konservierungszwecken

ausser Haus. Dies betraf 194 Objekte. Unter anderem

konnten damit Ausstellungen in Karlsruhe und Völklingen

bestückt werden.

16 historisches MuseuM berN

Abteilung Ethnographie

Nachdem zu Beginn des Jahres die neuen Büros im KUBUS bezogen

waren, bildeten die Vorbereitungsarbeiten für die Wechselausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee»

den Schwerpunkt der Tätigkeit im Berichtsjahr. James Cooks

drei Reisen, die vielen pazifischen Inseln und Küsten sowie weit

über 400 Objekte mussten in eine verständliche Erzählstruktur

gebracht werden. Eine zusätzliche Herausforderung bildeten

die hohen konservatorischen Anforderungen, welche die fragilen

und meist aus organischen Materialien bestehenden Objekte

stellten. Der Aufbau der komplexen Ausstellung erfolgte

durch das eingespielte Aufbauteam in lediglich drei Wochen

und am 6. Oktober 2010 konnte die Ausstellung feierlich eröffnet

werden.

Im Sommer endete nach einer kurzen Verlängerung die

wissenschaftliche Mitarbeit von Mirjam Lüpold. Überschneidend

machte sich eine neue Assistentin, Nadia Stöcklin, mit dem

Projekt James Cook vertraut und unterstützte den Abteilungsleiter

und Kurator dieser Ausstellung bei der Bearbeitung von

Objektgruppen und Beschriftungen.

Mit Führungen zu Themen für alle Altersstufen, darunter

erfreulicherweise auch Schulklassen, konnten auch die Dauerausstellungen

den Besucherinnen und Besuchern näher gebracht

werden. Zahlreiche Anfragen betrafen die ganze Breite

der aussereuropäischen Sammlungen.

Dank zwei Schenkungen und projektbezogenen Ankäufen

konnte auch 2010 ein bescheidener Sammlungszuwachs erreicht

werden. Die Ausleihen im Jahr 2010 mit gesamthaft 136 Objekten

waren wieder recht umfangreich und beinhalteten verschiedenste

Dienstleistungen, waren jedoch wie immer auch mit bereichernden

Kontakten zu anderen Museen und Institutionen

verbunden.


Historische Abteilung

Das wohl einschneidendste Ereignis im Berichtsjahr war für die

Historische Abteilung der Umzug der Büros der Konservatorinnen

und Konservatoren, des Sekretariats sowie eines Teils des

Abteilungsarchivs in den Büroturm des Neubaus KUBUS. Hier

sind nun die meisten Mitarbeitenden der Abteilung auf dem

gleichen Stockwerk in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht,

was die Zusammenarbeit erheblich vereinfacht.

An Neueingängen des Berichtsjahrs sind besonders drei

Kutschen des 19. Jahrhunderts aus dem Besitz der bekannten

Berner Aristokratin Elisabeth de Meuron (1882–1980) zu erwähnen

(vgl. S. 13). In die Sammlung aufgenommen wurden

u. a. auch 16 Weibelschilder des Kantons Bern, insgesamt 728

Aquarelle des Künstlers Pierre Favre (1911–1997), der militärische

Uniformen des 17.–20. Jahrhunderts dokumentierte, und

zwei Modelle des Gaswerkareals im Marzili (Ende 19./Anfang

20. Jahrhundert).

Insgesamt 17 Ausleihgesuchen mit 232 Objekten für Ausstellungen

im In- und Ausland konnte im Berichtsjahr stattgegeben

werden. 17 hochkarätige Porzellanobjekte reisten nach

Dresden für eine Ausstellung über das Meissner Porzellan, ein

Altersporträt des Prinzen Eugen war an einer Prinz-Eugen-Ausstellung

in Wien zu sehen und 55 Objekte bildeten den Grundstock

für die Einstein-Wanderausstellung, die an zwei Stationen

in China gezeigt wurde. Eine Holzräderuhr konnte der Uhrensammlung

Kellenberger in Winterthur für weitere vier Jahre als

Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden.

Am elektronischen Inventar der Historischen Abteilung

wurde im Berichtsjahr laufend weitergearbeitet. Weiterhin wurden

Einträge aus den alten Inventarbüchern in die Datenbank

eingegeben, die Daten wurden vereinheitlich und auch die Beschlagwortung

machte Fortschritte. Weitergeführt wurde auch

die Erfassung der in der Dauerausstellung im Schloss Oberhofen

ausgestellten Objekte im Besitz des Bernischen Historischen

Museums und die Überführung der noch in den Depots

des Schlosses verbliebenen Objekte in die Depots des Museums.

Fortschritte machte auch der Umzug von Objekten in die

neuen Depoträume des Erweiterungsbaus KUBUS, besonders

im Bereich der Keramik, der Gemälde und der Silberobjekte.

Die Restaurierung der beim Hochwasser von 2005 beschädigten

Objekte lief während des ganzen Jahres auf Hochtouren;

der grösste Teil der betroffenen Objekte sollte Ende 2011 fertig

restauriert sein.

Münzkabinett

Das wichtigste Ereignis des Berichtsjahrs war der Umzug der

Münzensammlung vom Altbau, wo sie seit der Gründung des

Museums untergebracht war, in den Neubau KUBUS. Zu diesem

Zweck mussten alle rund 2000 Schubladen, in denen die

Münzen aufbewahrt werden, durchnummeriert und anschliessend

von Hand an den neuen Standort getragen werden. Dem

erfahrenen hausinternen Logistikteam unter der Leitung von

Simon Schweizer ist es zu verdanken, dass der Transport ohne

jeden Zwischenfall abgeschlossen werden konnte. Die Münzen

lagern nun im KUBUS unter klimatisch und sicherheitstechnisch

günstigeren Bedingungen als im Altbau.

Bis zum 16. Mai war im neuen Ausstellungssaal die Ausstellung

«Die antike Welt im Münzbild» zu sehen. Die Betreuung

der Ausstellung und die Vermittlung im Rahmen von öffentlichen

und privaten Führungen war eine wesentliche Aufgabe des

Münzkabinetts während der Laufzeit der Ausstellung.

Als Neueingänge konnten u. a. 24 Münzen und Medaillen

vom Staatsarchiv des Kantons Bern übernommen werden. Darunter

befinden sich auch Geschenke, die Berner Magistraten

bei offiziellen Anlässen übergeben worden waren.

Trotz des Umzugs machte die Weiterführung des elektronischen

Inventars Fortschritte. Dank dem Einsatz einer Praktikantin

konnten 650 Fotos in die Datenbank übernommen werden,

womit die Anzahl der bebilderten Datensätze auf rund

40 600 anstieg (von insgesamt 46 000 inventarisierten Objekten).

Neu sind die Bestände der Bibliothek des Münzkabinetts

auch online abrufbar. Auf der Website des Inventars der Fundmünzen

der Schweiz (www.fundmuenzen.ch) sind die entsprechenden

Informationen in einer Datenbank zugänglich.

Zu den Alltagsarbeiten gehörten die Betreuung von 55 Personen,

die das Münzkabinett im Berichtsjahr besuchten, die Beantwortung

von 25 teilweise umfangreichen Anfragen und die

Abwicklung von zwei Ausleihgesuchen mit insgesamt 54 Objekten.

An Forschungsprojekten, bei denen die Bestände des Münzkabinetts

eine wichtige Rolle spielen, sind besonders die Aufarbeitung

der Aargauer Fundmünzen durch Hugo Doppler, die

Bearbeitung der keltischen Fundmünzen der Schweiz durch Michael

Nick und die Erstellung eines Katalogs der Basler Medaillen

durch Christian Winterstein zu erwähnen.

Eine Gruppe Studierender der Klassischen Archäologie der

Universität Bern besuchte die Ausstellung «Die antike Welt im

Münzbild» und erhielt eine Einführung in die Sammlungsgeschichte

des Münzkabinetts.

Jahresbericht 2010 17


Leihverkehr

Ausleihen

total 559 Objekte

China

Guangzhou, Guangdong Science Center (GSC).

– Ausstellung «Albert Einstein (1879–1955)»: 55 Objekte

Peking, China Science and Technology Museum (CSTM).

– Ausstellung «Albert Einstein (1879–1955)»: 55 Objekte

Deutschland

Bonn, Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland.

– Ausstellung «James Cook und die Entdeckung der

Südsee»: 43 Objekte

Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

– Ausstellung «Triumph der blauen Schwerter – Meissner

Porzellan für Adel und Bürgertum 1710–1815»:

17 Objekte

Karlsruhe, Badisches Landesmuseum.

– Ausstellung «Jungsteinzeit im Umbruch»: 41 Objekte

Völklingen, Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

– Ausstellung «Die Kelten – Druiden, Fürsten, Krieger»:

1 Objekt

Österreich

Wien, Österreichische Galerie Belvedere.

– Ausstellung «Prinz Eugen – Feldherr, Philosoph und

Kunstfreund. Der edle Ritter als Kulturheros»: 1 Objekt

Wien, Museum für Völkerkunde.

– Ausstellung «Sitting Bull und seine Welt»: 20 Objekte

Wien, Museum für Völkerkunde.

– Ausstellung «James Cook und die Entdeckung der

Südsee»: 47 Objekte

Schweiz

Affoltern a. Albis, Schweizerisches Nationalmuseum,

Sammlungszentrum.

– zu Studienzwecken: 6 Objekte

Avenches, Site et Musée Romains.

– Ausstellung «palais en puzzle»: 2 Objekte

Basel, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.

– Ausstellung: «Ausgegraben! Schweizer Archäologen

erforschen die griechische Stadt Eretria»: 5 Objekte

Bern, Gesellschaft zu Ober-Gerwern.

– Präsentation «Saal der Gesellschaft zu Ober-Gerwern»:

1 Objekt

18 historisches MuseuM berN

Bern, Schweizerisches Schützenmuseum Bern.

– Ausstellung «Schützenschatz auf der Museumsinsel»:

2 Objekte

Bern, Staatsarchiv des Kantons Bern.

– Ausstellung «Museumsnacht 2010»: 13 Objekte

Bern, Universität, Institut für Ur- und Frühgeschichte

und Archäologie der Römischen Provinzen.

– Lehrveranstaltung: 61 Objekte

Bern, Universitätsbibliothek Bern.

– Ausstellung «Geburtsstunde der modernen Schule.

175 Jahre Volksschule im Kanton Bern»: 2 Objekte

Biel, Musée Schwab.

– Ausstellung «Mercure & Cie»: 30 Objekte

Brig, Museum Stockalperpalast.

– Ausstellung «Urgeschichtliche Besiedlung im Ober wallis»:

8 Objekte

Freiburg, Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.

– Ausstellung «Jagd. Von Menschen, Tieren und Sagen»:

1 Objekt

Hilterfingen, Stiftung Schloss Hünegg.

– Ausstellung «Hilterfingen und Hünibach – Ja damals!»:

25 Objekte

Jegenstorf, Schloss.

– Ausstellung «General Guisan. Gedenkausstellung zum

50. Todestag»: 1 Objekt

Neuhausen, Heinrich und Henri Moser Stiftung.

– Dauerausstellung: 26 Objekte

Oberhofen, Schloss.

– Ausstellung «Wo einst des Grafen Kutschen standen – die

Dependenzen im Wandel»: 33 Objekte.

– Dauerausstellung: 1 Objekt

Schwarzenburg, Regionalmuseum Schwarzwasser.

– Sonderausstellung 2010: 17 Objekte

Schwyz, Schweizerisches Nationalmuseum, Forum der

Schweizer Geschichte.

– Ausstellung «Trachten auf dem Laufsteg»: 2 Objekte

Winterthur, Münzkabinett und Antikensammlung der

Stadt Winterthur.

– Ausstellung «Gold und Silber: Neues Geld im Spätmittelalter»:

40 Objekte

Winterthur, Uhrensammlung Kellenberger.

– Ausstellung «Die Davoser Holzräderuhr ‹Ura Tavo›»:

1 Objekt

– Dauerausstellung «Gastspiel»: 1 Objekt

Zürich, Verein Ausstellung 2 Grad c/o Stiftung Mercator

Schweiz.

– Ausstellung «2 Grad – Das Wetter, der Mensch und sein

Klima»: 1 Objekt


Leihnahmen für die Ausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee»

total 302 Objekte

Australien

– Canberra, National Library of Australia: 3 Objekte

– Canberra, National Portrait Gallery: 1 Objekt

– Sydney, State Library of New South Wales, Mitchell

Library: 11 Objekte

Deutschland

– Berlin, Freie Universität Berlin Dahlem; Botanischer

Garten und Botanisches Museum: 2 Objekte

– Bremen, Kunsthalle: 1 Objekt

– Dessau, Kulturstiftung Dessau/Wörlitz: 6 Objekte

– Dessau, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt: 1 Objekt

– Frankfurt a. Main, Museum der Weltkulturen: 1 Objekt

– Hamburg, Internationales Maritimes Museum: 4 Objekte

– Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum: 3 Objekte

– Herrnhut, Unitätsarchiv: 1 Objekt

– Herrnhut, Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche

Ethnographische Sammlungen Sachsen, Staatliche Kunstsammlungen

Dresden: 23 Objekte

– Leipzig, Museum für Völkerkunde/Grassimuseum:

1 Objekt

– Tübingen, Ethnographische Sammlung der Universität:

1 Objekt

Grossbritannien

– Cambridge, Fitzwilliam Museum: 1 Objekt

– Cambridge, Museum of Archaeology and Anthropology,

University of Cambridge CUMAA: 22 Objekte

– Edinburgh, National Museums Scotland: 4 Objekte

– Exeter, Royal Albert Memorial Museum/Art Gallery:

3 Objekte

– Glasgow, Hunterian Museum and Art Gallery: 3 Objekte

– London, British Museum: 55 Objekte

– London, Ministry of Defence Art Collection: 1 Objekt

– London, National Maritime Museum Greenwich:

25 Objekte

– London, National Portrait Gallery: 1 Objekt

– London, Natural History Museum: 13 Objekte

– London, Royal Collection Trust: 1 Objekt

– London, Victoria & Albert Museum: 2 Objekte

– Oxford, Pitt Rivers Museum, Anthropology and World

Archaeology, University of Oxford: 61 Objekte

– o. O., Privatsammlung: 1 Objekt

Italien

– Firenze, Museo di Storia Naturale: 5 Objekte

Österreich

– Wien, Museum für Völkerkunde: 21 Objekte

– Wien, Naturhistorisches Museum: 3 Objekte

Schweiz

Bern, Kunstmuseum: 1 Objekt

– Jegenstorf, Stiftung Schloss Jegenstorf: 5 Objekte

– Lausanne, Musée monétaire cantonal: 1 Objekt

– o. O., Privatsammlung: 1 Objekt

– o. O., Privatsammlung: 1 Objekt

USA

– Honolulu/Hawaii, Mark & Carolyn Blackburn:

12 Objekte

Jahresbericht 2010 19


Publikationen

Ausstellungskatalog

20 historisches MuseuM berN

James Cook und die Entdeckung der Südsee.

Hrsg. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland, Bonn/Museum für

Völkerkunde, Wien/Historisches Museum Bern.

München/Zürich 2009.

James Cook and the Exploration of the Pacific.

Ed. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland, Bonn/Museum für Völkerkunde,

Wien/Historisches Museum Bern. Thames

& Hudson, London 2009.

James Cook et la Découverte du Pacific. Ed.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik

Deutschland, Bonn/Museum für Völkerkunde,

Vienne/Musée Historique de Berne.

Imprimerie nationale Editions, Paris 2010.

James Cook (1728–1779) gelang es erstmals,

Neuseeland, Australien und die Inselwelt der

Südsee zu kartieren. Mit drei grossen Expeditionsreisen

vervollständigte er das neuzeitliche

Bild von der Erde und widerlegte die

Vorstellung von einem mythischen Südkontinent.

Begleitet wurde er auf allen drei Reisen

jeweils von internationalen Forscherteams,

welche im Zeitalter der europäischen Aufklärung

in einer Vielzahl von Disziplinen neue

Erkenntnisse beitragen konnten: in Geographie,

Navigation, Astronomie, Naturgeschichte,

Botanik und Zoologie. Prachtvolle Gemälde

und Zeichnungen der mitreisenden Maler

haben den wissbegierigen Blick der Entdecker

auf die exotischen Szenerien eingefangen. Da-

rüber hinaus haben diese Reisen die Begründung

einer neuen Wissenschaft er möglicht,

der Ethnologie. Das Katalogbuch erschliesst

rund 500 ethnographische, natur- und kunsthistorische

Objekte, die auf Cooks Reisen

gesammelt wurden und so nach Europa

kamen.

Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum 21

Peter Niederhäuser: Die Familie von Mülinen –

eine Adelsgeschichte im Spiegel des Familienarchivs.

Die wenigsten Familien können auf eine über

700-jährige Geschichte zurückblicken und ein

Archiv vorweisen, das vom Mittelalter bis in

die Gegenwart reicht. Zu diesen Geschlechtern

zählt die Adelsfamilie von Mülinen, die

zuerst im Aargau, später in Bern zu den einflussreichen

Familien gehörte. Die neuste

Ausgabe der Reihe «Glanzlichter aus dem

Bernischen Historischen Museum» stellt die

Familie sowie ausgewählte Dokumente und

Objekte aus dem Archiv vor. Sie ermöglicht

einen überraschenden Blick auf den schweizerischen

Adel im Wandel der Zeit.


Bibliographie

Müller, Felix: Bern-Engehalbinsel: Latène- und römerzeitliche

Funde aus den Tempeln auf dem Engemeisterfeld.

In: Ch. Ebnöther und R. Schatzmann (Hrsg.), Oleum non

perdidit. Festschr. Stephanie Martin-Kilcher. Antiqua 47,

Basel 2010, S. 253–266.

Psota, Thomas: Entdecker mit Stift und Skizzenblock. In:

Damals, Kulturzeitschrift, 9/2010, S. 72–77.

Reichen, Quirinus: Besprechung von: Reto Müller: Das wild

gewordene Element: Gesellschaftliche Reaktionen auf

die beiden Hochwasser im Schweizer Mittelland von 1852

und 1876. Berner Beiträge zur Regionalgeschichte, Bd. 2,

Nordhausen 2004. In: Berner Zeitschrift für Geschichte,

1/2010, S. 106–107.

Reichen, Quirinus: Besprechung von: Stephanie Summermatter:

Die Überschwemmungen von 1868 in der Schweiz:

Unmittelbare Reaktion und längerfristige Prävention

mit näherer Betrachtung des Kantons Wallis. Berner Beiträge

zur Regionalgeschichte, Bd. 5, Nordhausen 2005.

In: Berner Zeitschrift für Geschichte, 1/2010, S. 117–118.

Reichen, Quirinus: Besprechung von: Bärner Müschterli,

Anek doten und Originale, vorgestellt von J. Harald Wäber.

CD, Burgerbibliothek Bern (Hrsg.), Muri 2009. In:

Berner Zeitschrift für Geschichte, 2/2010, S. 167.

Reichen, Quirinus: Besprechung von: Jürg A. Meier: Vivat

Hollandia. Zur Geschichte der Schweizer in holländischen

Diensten 1740–1795. Griffwaffen und Uniformen. Schweizerische

Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen

GMS, Heft 29, Wettingen 2008. In: Berner Zeitschrift für

Geschichte, 2/2010, S. 184.

Jahresbericht 2010 21


Alt – das schlossartige Museum mit den Dauerausstellungen – und Neu – der im Jahr 2010

bezogene KUBUS mit einem 1000 m 2 grossen Wechselausstellungsraum, Depots und Büros –

fliessen beim Bernischen Historischen Museum zu einer Einheit zusammen.

22 historisches MuseuM berN


Stiftungsträger/Baukommission KUBUS

v. l. Dr. Jürg Wichtermann, Hans Georg Brunner, Dr. Christoph Stalder,

Angelina Keller und Paul Nyffeler. Auf dem Bild fehlen: Ester Meier

und Dr. Christophe von Werdt.

Stiftungsträger

Kanton Bern

Stadt Bern/Regionalkonferenz Bern-Mittelland

Burgergemeinde Bern

Wir danken den Stiftungsträgern für ihre Unterstützung und ihr

Engagement zum Wohl des Hauses.

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat trat zu vier ordentlichen und vier ausserordentlichen

Sitzungen zusammen. Der Finanzausschuss tagte zur

Vorbereitung der finanziellen Geschäfte vier Mal.

Per 1. Januar 2010 wurde das neue Reglement für das Bernische

Historische Museum in Kraft gesetzt. Dieses Reglement

präzisiert wo nötig den Stiftungszweck und legt die Aufgaben

und Zuständigkeiten des Stiftungsrats mit seinem Präsidium,

seinen Ausschüssen, der Direktorin oder des Direktors sowie die

Organisation des Bernischen Historischen Museums fest.

Mit der Reglementsänderung wurde auch die Zusammensetzung

des Stiftungsrats neu festgelegt. Der Stiftungsrat wurde

verkleinert und besteht neu aus sieben bis neun Mitgliedern.

Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern sind berechtigt, je zwei

Mitglieder als ihre Vertretung zu delegieren. Die übrigen

Mitglieder werden vom Stiftungsrat gewählt. Bei der Zusammensetzung

des Stiftungsrats wird ein ausgewogenes Verhältnis

der Geschlechter und der Generationen angestrebt.

Mitglieder des Stiftungsrats

Präsident

Christoph Stalder, Dr. iur., Fürsprecher, Grossrat

Vizepräsident

Christophe von Werdt, Dr. phil., Leiter Schweizerische

Osteuropa bibliothek

Vom Regierungsrat des Kantons Bern gewählt

Christoph Stalder, Dr. iur., Fürsprecher, Grossrat

Angelina Keller, lic. phil., Amt für Kultur, Erziehungsdirektion

des Kantons Bern

Vom Gemeinderat der Stadt Bern gewählt

Ester Meier, Abteilungsleiterin, Amt für Erwachsenen- und

Kindesschutz der Stadt Bern

Jürg Wichtermann, Dr. iur., Rechtsanwalt, Stadtschreiber

Vom Kleinen Burgerrat der Burgergemeinde Bern gewählt

Hans Georg Brunner, Fürsprecher, Notar

Christophe von Werdt, Dr. phil., Leiter Schweizerische

Osteuropa bibliothek

Vom Stiftungsrat gewählt (Vertreter der Regionalkonferenz

Bern-Mittelland)

Paul Nyffeler, Bankdirektor

Finanzausschuss

Paul Nyffeler (Vorsitz)

Hans Georg Brunner

Ester Meier

Mitglieder der Baukommission KUBUS

Ueli Laedrach, Präsident, dipl. Architekt ETH BSA SIA SWB

Erwin Maurer, Projektleiter, dipl. Architekt ETH

Irène Maeder Marsili, Fürsprecherin, ehem. Stadtschreiberin

Jürg Schweizer, Dr. phil., ehem. kant. Denkmalpfleger

Peter Martig, Prof. Dr. phil., Staatsarchivar

Emil Erne, Dr. phil., Stadtarchivar

Claude Marbach, :mlzd architekten, Planung, Architekt HTL

(nicht stimmberechtigt)

Bernhard Anliker, Schori Anliker Jäggi Architekten, Bauleitung,

Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

Daniel Schori, Schori Anliker Jäggi Architekten, Bauleitung,

Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

Die letzte Sitzung der Baukommission fand am 26. Oktober

2010 statt.

Jahresbericht 2010 23


Personal

v. l. Prof. Dr. Felix Müller, Dr. Thomas Psota, Dr. Jakob Messerli,

Georg Pulver, Michèle Thüring, Daniel Schmutz.

Das Bernische Historische Museum beschäftigt 80 Mitar beitende,

die sich insgesamt 52.5 100-Prozent-Stellen teilen.

Geschäftsleitung

Dr. phil. hist. Jakob Messerli, Direktor (Eintritt 1. 3. 2010),

Leiter Ausstellungen a. i. (ab 1. 11. 2010)

lic. phil. Gabriele Keck, Direktorin a. i. (bis 28. 2. 2010),

Vizedirektorin (bis 31. 10. 2010), Leiterin Dienstleistungen

(bis 31. 10. 2010)

Prof. Dr. phil. Felix Müller, Stv. Direktor, Abteilungsleiter

Archäologie

Dr. phil. Thomas Psota, Abteilungsleiter Ethnographie

lic. phil. Daniel Schmutz, Abteilungsleiter Historische

Abteilung a. i.

lic. phil. Michèle Thüring, Leiterin Marketing & Kommu -

nikation (Eintritt 1. 8. 2010)

Georg Pulver, Leiter Verwaltung (Eintritt 1. 11. 2010)

Stab

Barbara Hirsig, Direktionsassistentin

Dr. phil. hist. Béatrice Chissalé, Generalsekretärin

(bis 31. 12. 2010)

Sammlungen

Abteilung Archäologie

Prof. Dr. phil. Felix Müller, Stv. Direktor, Abteilungsleiter

Archäologie, Konservator

lic. phil. Sabine Bolliger Schreyer, Konservatorin

Jolanda Studer, Abteilungssekretärin

24 historisches MuseuM berN

Abteilung Ethnographie

Dr. phil. Thomas Psota, Abteilungsleiter Ethnographie,

Konservator

lic. phil. Françoise Linder, wissenschaftliche Assistentin

lic. phil. Mirjam Lüpold, wissenschaftliche Assistentin

(Austritt 31. 7. 2010)

lic. phil. Nadia Stöcklin, wissenschaftliche Assistentin

(Eintritt 1. 4. 2010)

Ursula Mollet, Abteilungssekretärin

Historische Abteilung

lic. phil. Daniel Schmutz, Abteilungsleiter Historische

Abteilung a. i., Konservator Numismatik

lic. phil. Marianne Berchtold, Konservatorin 19./20. Jahrhundert

lic. phil. Gabriele Keck, Konservatorin Mittelalter

lic. phil. Regula Luginbühl Wirz, Konservatorin Kunsthandwerk

und Gemälde

lic. phil. Quirinus Reichen, Konservator Frühe Neuzeit, Waffen

Dr. phil. Susan Marti, Konservatorin Mittelalter/Ausstellungsmanagement

lic. phil. Elke Jezler-Hübner, Fachreferentin Keramik/

Porzellan und Musikinstrumente, Textredaktion

(Austritt 31. 7. 2010)

Daniela Zbinden, Dokumentation und Redaktion

Inventar datenbank

lic. phil. Regula Wyss, IT Software-Applikationen,

Leiterin Zentrale Dienste a. i. (bis 28. 2. 2010)

Flora Tarelli, Abteilungssekretärin

Restaurierung

Tino Zagermann, Leiter Restaurierung, Restaurierung/

Konservierung techn. Geräte

Karen Christie-Lanz, Restaurierung/Konservierung Textilien

Susanne Stadler, Restaurierung/Konservierung Gemälde

und Skulpturen

Carolin Grünig, Restaurierung/Konservierung

Nadine Kilchhofer, Restaurierung/Konservierung Polster

Martha Mundschin, Restaurierung/Konservierung

techn. Geräte

Denise Madsack, Assistentin Restaurierung

Fotografie

Yvonne Hurni, Fotografin (Austritt 31. 12. 2010)

Christine Moor, Assistentin Fotografie, Archivierung


Ausstellungen

Dr. phil. hist. Jakob Messerli, Direktor (Eintritt 1. 3. 2010),

Leiter Ausstellungen a. i. (ab 1. 11. 2010)

lic. phil. Raphaël Barbier, Ausstellungsgestalter

Urs Wüthrich, Leitung Schreinerei

Bruno Lüthi, Schreiner

Stefan Bigler, Schreiner (Austritt 30. 4. 2010)

Marketing & Kommunikation

lic. phil. Michèle Thüring, Leiterin Marketing & Kommunikation

(Eintritt 1. 8. 2010)

Suzanne Mennel, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit

(Austritt 31. 10. 2010)

Frida Wechsler, Koordinatorin für Sponsoring

Besucherservice

lic. phil. Franziska Zürcher Mindrup, Co-Leiterin

Besucherservice (Austritt 31. 7. 2010)

Barbara Gredinger, Co-Leiterin Besucherservice und

Leiterin Besucherservice a. i. (ab 1. 8. 2010)

Hélène Maloigne, Assistentin Leiterin Besucherservice

(Austritt 30. 4. 2010)

Rosmarie Ammon, Kasse/Shop/Loge/Telefon

Anita Arnold, Shop/Loge

Heidi Baumann, Kasse/Shop/Loge/Telefon

Susanne Qualig-Zbinden, Kasse/Shop/Loge/Telefon

Renate Wist-Werthmüller, Kasse/Shop/Loge/Telefon

Claudio Bernet, Aufsicht

Cora Bobst, Aufsicht

Heidy Corpataux, Aufsicht

Roberto Donati, Aufsicht

Yasuko Gremli, Aufsicht

Fritz Grünig, Aufsicht

Gertrud Grünig, Aufsicht/int. Postdienst

Carla Kohli, Aufsicht

Mohamed Laiaida, Aufsicht

Annalise Lingg-Schwab, Aufsicht/int. Postdienst

Monique Mischler, Aufsicht/int. Postdienst

Christine Moor, Aufsicht

Eliane Müller, Aufsicht

Jiri Neustupny, Aufsicht

Robyn Schumacher, Aufsicht

Rita Siegfried, Aufsicht

Niklaus Steiner, Aufsicht

Uta Weingart, Aufsicht

Niklaus Wenger, Aufsicht

Erika Winzeler, Aufsicht

Verwaltung

Georg Pulver, Leiter Verwaltung (Eintritt 1. 11. 2010)

Dr. phil. hist. Béatrice Chissalé, Leiterin Verwaltung a. i.

(bis 31. 10. 2010)

Daniela Liechti, Buchhalterin

Esther Zaugg, Sachbearbeiterin Verwaltung

Martin Mütschard, Personalverantwortlicher

Urs Reinhard, IT-Verantwortlicher

Depotverwaltung/Logistik

lic. phil. Simon Schweizer, Leiter Depotverwaltung/Logistik

Carolin Grünig, Depotbetreuerin

Jan Baumann, Mitarbeiter Depot (Austritt 28. 2. 2010)

Raphael Frey, Mitarbeiter Depot

Thomas Garofalo, Mitarbeiter Depot

Christian Grünig, Mitarbeiter Depot (Austritt 31. 10. 2010)

Andreas Streiff, Mitarbeiter Depot

Betriebstechnik

Martin Dubach, Leiter Betriebstechnik (Elektroinstallationen/

Alarmsysteme)

Andreas Bach, Betriebstechniker (Parkanlagen/Immobilien)

Michael Vogt, Betriebstechniker (Klimatechnik/Sanitärinstallationen)

Rudolf Wegmüller, Betriebstechniker (Gebäude- und

Ausstellungsunterhalt/Schliesssysteme)

Reinigung

Heidi Tschanz, Leiterin Reinigung

Lütfiye Kürekci, Mitarbeiterin Reinigung

Flore Markaj, Mitarbeiterin Reinigung

Pushpalatha Suthesen, Mitarbeiterin Reinigung

Jahresbericht 2010 25


Jahresrechnung 2010

Bilanz per 31. Dezember 2010

26 historisches MuseuM berN

Aktiven Rechnung 2010 Rechnung 2009 *

Kassen 51 001 47 228

banken, Post 829 377 1 394 176

banken Kubus 9 838 1 200 868

banken Fonds und Legate 119 967 232 776

Wertschriften Fonds und Legate 800 000 0

Debitoren und sonstige Forderungen 310 448 170 886

aktive rechnungsabgrenzungen 553 061 1 014 099

Vorräte 97 062 114 000

Total Umlaufvermögen 2 770 754 4 174 032

einrichtungen 351 660 626 800

immobilien 2 514 875 1 105 626

immobilien Fonds und Legate 39 001 336 521

Total Anlagevermögen 2 905 536 2 068 947

Total Aktiven 5 676 290 6 242 979

Passiven Rechnung 2010 Rechnung 2009

Kreditoren 431 736 982 086

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1 210 000 1 000 000

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 197 501 0

Passive rechnungsabgrenzungen 1 002 776 1 721 202

hypotheken 275 000 325 000

rückstellungen 668 016 1 316 874

Fonds und Legate 969 402 572 240

Total Fremdkapital 4 754 431 5 917 402

rücklagen 593 000 0

reserve gemäss Leistungsvereinbarung 200 000 200 000

Gewinnvortrag 125 577 112 993

reingewinn 3 282 12 584

Total Eigenkapital 921 859 325 577

Total Passiven 5 676 290 6 242 979

* Vorjahresbeträge wurden nachträglich gerundet, einzelne summen weisen rundungsdifferenzen auf.


Erfolgsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Aufwand Rechnung 2010 Rechnung 2009 *

Löhne/Gehälter 4 883 234 4 860 991

sozialversicherungsbeiträge 795 737 798 326

Übrige Personalkosten 32 164 38 751

unterhalt Gebäude 158 923 100 080

unterhalt technische anlagen 300 149 291 539

informatik 200 452 271 551

allg. Verwaltungs- und betriebsaufwand 754 742 976 728

Werkstoffe, Verbrauchsmaterial 151 808 217 145

anschaffung Mobilien, anlagen, einrichtungen 130 300 957 188

Leistungen Dritter (ohne eDV) 2 169 079 1 396 333

Mieten und einrichtungen Depots 580 377 490 323

Versicherungen, steuern, Gebühren 298 482 206 863

Finanzaufwand 12 309 24 369

ankäufe sammlung und bibliothek 82 250 213 397

einkauf handelswaren 121 184 175 507

Marketing, Pr, Kommunikation 379 351 590 578

abschreibungen, Wertberichtigungen 385 370 353 374

Übrige aufwendungen 0 92 015

ausserordentlicher aufwand 0 1 912

bestandskorrekturen 41 238 23 314

aufwände Fonds und Legate 0 97 305

Zuweisung an zweckgebundenes Fondsvermögen 0 13 066

Total Aufwand 11 477 149 12 190 655

Ertrag Rechnung 2010 Rechnung 2009

eintritte 891 154 1 656 811

Dienstleistungen 394 207 408 678

Verkäufe 331 171 648 127

Versicherungsleistungen 621 745 532 109

Finanzerträge 3 077 2 590

immobilienerträge 228 601 106 874

Nebenerlöse 10 841 10 354

beiträge Finanzierungsträger 6 540 002 6 540 002

a. o. beiträge Finanzierungsträger 564 156 134 985

unterstützungsbeiträge 1 146 528 564 748

Lotteriefonds 255 863 100 000

sponsoring 263 086 1 292 590

Fondsentnahmen/auflösung rücklagen 230 000 95 000

erträge Fonds und Legate 0 110 372

Total Ertrag 11 480 431 12 203 239

Reingewinn 3 282 12 584

* Vorjahresbeträge wurden nachträglich gerundet, einzelne summen weisen rundungsdifferenzen auf.

Jahresbericht 2010 27


Anhang

1. Angaben nach OR Art. 663b

1.1 Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven, Aktiven unter Eigentumsvorbehalt

es besteht ein Namensschuldbrief im 1. rang (burgerliche ersparniskasse) in höhe von chF 400 000, lastend auf Grundbuchblatt

bern Nr. 321 Kreis iV.

1.2 Brandversicherungswerte der Sachanlagen 2010 2009

einrichtungen (ohne sammlungen, ohne Deposita) VW 8 000 000 8 000 000

Personaleffekten, Debitorenausstände, Kosten er 4 000 000 4 000 000

sammlungen (ohne Deposita) er 10 000 000 10 000 000

Deposita VW 20 000 000 20 000 000

immobilien VW 67 007 200 53 747 700

1.3 Risikobeurteilung

Der stiftungsrat hat bei den Geschäftsberatungen laufend risikobeurteilungen vorgenommen und soweit notwendig Massnahmen veranlasst,

um risiken zu vermeiden oder zu verringern.

2. Angaben nach Art. 3 Abs. 2 der Verordnung über die Aufsicht über die Stiftungen und die Vorsorgeeinrichtungen

2.1 Organisation

Der Zweck der stiftung bernisches historisches Museum ist die sammlung, Konservierung, Dokumentierung und Präsentation

von Zeugnissen entscheidenden Werts der staats- und kulturgeschichtlichen epochen.

28 historisches MuseuM berN

Die stiftung ist im handelsregister des Kantons bern unter ch-035. 7. 009–473–3 eingetragen. Die Grundlagen bilden

– die stiftungsurkunde vom 28. Januar 1898,

– das reglement für das bernische historische Museum vom 20. November 2009,

– das reglement internes Kontrollsystem vom 28. November 2003 mit Änderungen vom 26. Juni 2006,

der subventionsvertrag 2008 –2011 vom 19. oktober 2006.

2.2 Stiftungsrat

stalder christoph, Präsident, kollektiv zu zweien

von Werdt christophe, Vizepräsident, kollektiv zu zweien

brunner hans Georg, Mitglied, ohne Zeichnungsberechtigung

Keller angelina, Mitglied, ohne Zeichnungsberechtigung

Meier ester, Mitglied, ohne Zeichnungsberechtigung

Nyffeler Paul, Mitglied, ohne Zeichnungsberechtigung

Wichtermann Jürg, Mitglied, ohne Zeichnungsberechtigung

2.3 Weitere Zeichnungsberechtigte (alle kollektiv zu zweien)

Messerli Jakob, Direktor (seit 1. 3. 2010)

Müller Felix, stv. Direktor

Keck Gabriele, Vizedirektorin (bis 28. 2. 2010 Direktorin a. i.)

chissalé béatrice, Generalsekretärin (bis 31. 10. 2010 Leiterin Verwaltung a. i.)

thüring Michèle, Leiterin Marketing & Kommunikation (seit 1. 8. 2010)

Pulver Georg, Leiter Verwaltung (seit 1. 11. 2010)

2.4 Revisionsstelle

t & r aG, sägeweg 11, 3073 Gümligen


3. Erläuterungen zur Jahresrechnung

3.1 Immobilien

Gebäudetechnische anlagen altbau und bistro steinhalle chF 957 422 (Vorjahr: chF 1 105 626),

erweiterungsbau Kubus chF 1 557 455 (chF -28).

3.2 Bilanzierung Erweiterungsbau KUBUS

Der erweiterungsbau Kubus ist in höhe der ursprünglich geplanten baukosten von chF 25 838 000 durch beiträge der Finanzierungsträger

und Dritter finanziert. Gemäss Leistungsvereinbarung werden die baukosten mit den beiträgen verrechnet und soweit weder aktiviert noch

abgeschrieben. ausstehende, verbindlich zugesagte beiträge der träger sind als sonstige Forderungen ausgewiesen; eine Überzahlung eines

trägers als sonstige Verbindlichkeit.

Die tatsächlichen baukosten gemäss definitiver bauabrechnung belaufen sich auf chF 27 959 319. Die Überschreitung ist hauptsächlich auf

die teuerung seit dem Kostenvoranschlag (2004) zurückzuführen, rund chF 213 000 sind nicht durch die teuerung erklärbare Mehrkosten.

Für die Mehrkosten wird 2011 ein neues beitragsgesuch an die träger gerichtet, ein träger hat bereits 2010 einen zusätzlichen beitrag gesprochen

und bezahlt. Der anteil an den gesamten baukosten, der zum bilanzstichtag nicht finanziert war, ist unter immobilien aktiviert.

3.3 Rückstellungen und Rücklagen*

Eingangssaldo + Bildung Umgliederung – Verwendung – Auflösung Ausgangssaldo

rückstellungen Personal 199 853 + 124 200 324 053

rückstellung bau Kubus 545 339 201 376 343 963

rückstellung unterhalt Kubus 37 333 37 333 0

rücklagen unterhalt bistro 30 000 30 000

rücklagen übrige 384 200 230 523 – 124 200 87 523 403 000

rücklagen betriebsbeitrag Kubus 320 000 160 000 160 000

Total 1 316 873 430 375 0 124 856 361 376 1 261 016

Die Verpflichtungen aus Ferien- und Zeitguthaben wurden im berichtsjahr von rücklagen zu rückstellungen umgegliedert.

Die rücklagen werden ab 2010 im eigenkapital ausgewiesen.

3.4 Fonds und Legate

Das historische Museum bern hat seit seinem bestehen verschiedene Vermögenswerte geschenkt erhalten und ist

bei Vermächtnissen an andere institutionen (z. b. burgergemeinde bern) begünstigt.

Zweckbindungen, unantastbare stammkapitalien:

Fonds und Legate Zweck unantastbares Stammkapital

bärenkasse besucherbezogene Leistungen –

hallwilfonds Verlegung hallwilzimmer 89 000

Legat K. J. G. Wyss sel. keine Zweckbestimmung –

Legat hans Wyss ankäufe historische abteilung, insbes. bernensia 100 000

e. e. Zurbrügg-Fonds keine Zweckbestimmung 297 520

ochs-Legat ankäufe archäologische sammlung und Münzkabinett –

Legat v. steiger ankäufe altertümer, Münzen und Medaillen –

bundesstadt-Fonds keine Zweckbestimmung –

Total 486 520

Die aktiven und das Vermögen der Fonds und Legate sind in der bilanz ausgewiesen. Die bewegungen werden ab 2010

nur bilanziell abgebildet, die einzelheiten sind aus der bestandsentwicklung ersichtlich.

bestandsentwicklung*:

Bestand 1. 1. Zunahme Abnahme Bestand 31. 12.

bärenkasse 5 859 84 – 5 943

hallwilfonds 108 068 1 556 – 109 623

Legat K. J. G. Wyss sel. 544 8 – 551

Legat hans Wyss 101 672 1 464 – 103 136

e. e. Zurbrügg-Fonds 308 274 386 907 798 694 384

ochs-Legat 25 162 1 571 – 26 733

Legat v. steiger 20 125 6 333 – 26 457

bundesstadt-Fonds 2 537 70 037 70 000 2 573

Total 572 240 467 959 70 798 969 402

im berichtsjahr wurde ein Miteigentumsanteil an einer altstadtliegenschaft, der sich im besitz des e. e. Zurbrügg-Fonds befand,

im Zuge des Verkaufs der betreffenden Liegenschaft veräussert. Der Gegenwert wurde zusammen mit überschüssigen flüssigen

Fondsmitteln in Kassenobligationen angelegt.

*Durch die rundung auf ganze Franken weisen einzelne summen rundungsdifferenzen auf.

Jahresbericht 2010 29


Jahresrechnung 2010

Kommentar und Statistik

Das Geschäftsjahr 2010 schliesst mit einem ausgeglichenen,

knapp positiven Ergebnis ab. Dies ist auf Sparsamkeit und Zurückhaltung

bei allen über den unmittelbaren, kurzfristigen Bedarf

hinausgehenden Ausgaben zurückzuführen. Bei präventiven

und substanzerhaltenden Massnahmen an Sammlung und

Infrastruktur besteht erheblicher Nachholbedarf, im Rahmen

des Möglichen wurden dafür zu Lasten der Rechnung 2010

Rücklagen gebildet (vgl. Anhang, Ziff. 3.3).

Das Bilanzbild ist geprägt durch den Abschluss der Bauabrechnung

für den Erweiterungsbau KUBUS (vgl. Anhang, Ziff.

3.2). Die Liquidität ging im Berichtsjahr gegenüber dem sehr

hohen Stand im Vorjahr etwas zurück. Auf der Passivseite ist

eine Zunahme des Fondsvermögens zu verzeichnen (vgl. Anhang,

Ziff. 3.4).

Der Ertrag aus Eintritten belief sich auf rund CHF 891 000

gegenüber CHF 1 657 000 im Vorjahr. Der Rückgang steht im

Zusammenhang mit der Dauer der grossen Wechselausstellungen:

Fanden im Vorjahr während insgesamt 32 Wochen Wechselausstellungen

(Albrecht von Haller, Kunst der Kelten) statt,

so entfielen auf das Berichtsjahr nur 10 Wochen der Wechselausstellung

James Cook.

30 historisches MuseuM berN

Entwicklung Ertrag Eintritte, Dienstleistungen, Shop

98 800

92 300

206 300

187 300

195 700

210 900

150 300

197 900

418 300

233 600

1989

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

243 900

2000 413 200

2001 1 087 000

2002 968 400

2003 1 655 250

2004 769 700

2005 3 528 850

2006 3 478 800

2007 1 132 250

2008 3 606 000

2009 2 714 000

2010 1 616 500


Zusammensetzung Ertrag 2010

Kanton bern, betriebsbeitrag 2 180 000

Kanton bern, Zusatzbeitrag (für brandschutzmassnahmen im altbau) 188 052

stadt bern, betriebsbeitrag 1 460 000

stadt bern, Zusatzbeitrag (für brandschutzmassnahmen im altbau) 188 052

regionalkonferenz, betriebsbeitrag 720 002

burgergemeinde, betriebsbeitrag 2 180 000

burgergemeinde, Zusatzbeitrag (für brandschutzmassnahmen im altbau) 188 052

Lotteriefonds (pro rata) 255 863

Förderverein 29 777

Fondsentnahmen 70 000

auflösung rücklagen 160 000

Versicherungsleistungen 621 745

betriebsertrag (s. u.) 3 238 888

Total Ertrag 11 480 431

betriebsertrag (s. u.) 28.2 %

Versicherungsleistungen 5.4 %

auflösung rücklagen 1.4 %

Fondsentnahmen 0.6 %

Förderverein 0.3 %

Lotteriefonds (pro rata) 2.2 %

burgergemeinde, Zusatzbeitrag 1.6 %

Zusammensetzung Betriebsertrag 2010

eintritte 27.5 %

Dienstleistungen 12.2 %

Verkäufe (shop) 10.2 %

sponsoring und Projektbeiträge

Dritter 42.6 %

Übriger ertrag 7.5 %

Kanton bern, betriebsbeitrag 19.0 %

Kanton bern, Zusatzbeitrag 1.6 %

stadt bern, betriebsbeitrag 12.7 %

stadt bern, Zusatzbeitrag 1.6 %

regionalkonferenz, betriebsbeitrag 6.3 %

burgergemeinde, betriebsbeitrag 19.0 %

eintritte 891 154

Dienstleistungen 394 207

Verkäufe (shop) 331 171

sponsoring und Projektbeiträge Dritter 1 379 838

Übriger ertrag 242 518

Total Betriebsertrag 3 238 888

Jahresbericht 2010 31


Revisionsstelle

32 historisches MuseuM berN


Das Einstein Museum wird auch von ausländischen Gästen rege besucht und trägt damit nicht nur massgeblich

zum guten Ruf sondern auch zum positiven Ergebnis des Bernischen Historischen Museums bei.

Jahresbericht 2010 33


Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

Der bisherige Präsident Prof. Dr. Peter Martig und

seine Nachfolgerin Annelies Hüssy.

Vorstand

Präsident/in: Prof. Dr. Peter Martig (bis 30. 6. 2010),

lic. phil. Annelies Hüssy (ab 1. 7. 2010)

Vizepräsidentin: lic. phil. Annelies Hüssy (bis 30. 6. 2010),

lic. phil. Kalinka Huber (ab 1. 7. 2010)

Kassierin: lic. phil. Kalinka Huber

Sekretär/in: lic. phil. Gabriele Keck, Direktorin a. i.

(von Amtes wegen, bis 30. 4. 2010), Dr. Jakob Messerli.,

Direktor (von Amtes wegen, ab 1. 5. 2010)

Dr. iur. Christoph Stalder, Präsident des Stiftungsrats des

Bernischen Historischen Museums (von Amtes wegen)

lic. phil. écon. Ulrich von Bonstetten

Daniel Brunner, Notar

Benno von Wattenwyl

Dr. Christophe von Werdt

Konstituierung des Vorstands

Seit dem 1. Juli 2010 ist Annelies Hüssy neue Präsidentin des Fördervereins.

Zur gleichen Zeit übernahm Kalinka Huber das Amt

der Vizepräsidentin. Bis ein neues Vorstandsmitglied für die

Aufgabe der Kassierin gewählt wird, übt Kalinka Huber beide

Funktionen aus.

Mitgliederbestand und Mutationen

Im Jahr 2010 konnte der Verein 33 Neueintritte verzeichnen.

Dem standen 73 Austritte gegenüber. Auf Jahresende setzte sich

der Mitgliederbestand wie folgt zusammen:

einzelmitglieder 614

Mitglieder aus ehepaarmitgliedschaften 360 720

Kollektivmitglieder 45

Gönner 25

einmal-Zahlende 33

ehrenmitglieder 5

Frei-Mitglieder 2

Familien-Mitglieder 1 4

Insgesamt 1448

34 historisches MuseuM berN

Im Berichtsjahr verlor der Verein folgende Mitglieder durch den

Tod:

Dr. Jean Pfanner, Bern; Rudolf Thomann, Bern; Charlotte

Grütter, Gümligen; Rudolf Fatzer, Bern; Heinz Ramseier, Muri;

Thomas Gelzer, Bern; Beatrice Burkhard-Schaad, Langenthal;

Annemarie Kaiser, Bern; Max Lienhard, Muri; Alice Urfer,

Solothurn; Marlise Zesiger, Bern; Irmgard Bartlome, Köniz;

Lilian Miesch, Muri; Hans-Ulrich und Marianne Neuenschwander,

Bern; Monica Albisser-Anker, Münchenbuchsee; Heinrich

Münger, Hünibach.

Die 109. Hauptversammlung

An der 109. Hauptversammlung vom 12. Juni 2010, welche im

Klösterli und im Schloss Oberhofen stattfand, begrüsste der

Präsident 116 anwesende Mitglieder und Gäste.

Trakt. 2, Bericht über die Tätigkeit des Vereins im Jahr 2009 und

Jahresrechnung 2009

Der Präsident verweist auf die 75 Neueintritte im vergangenen

Jahr, eine erfreuliche Entwicklung, für welche er sich über

Jahre eingesetzt hat. Das Vereinsvermögen belief sich Ende 2009

auf CHF 252 856.63, über CHF 20 000 flossen dank der Vereinsreisen

in die Kasse. Die Kassierin verliest den Revisionsbericht

und dankt der Buchhalterin, Esther Zaugg, für ihre stets sorgfältige

Arbeit.

Beschluss: Die Versammlung genehmigt die Jahresrechnung

2009 einstimmig und erteilt dem Vorstand Décharge.

Trakt 4, Bericht über die Tätigkeiten und Vorhaben des Museums

durch den Direktor des Bernischen Historischen Museums

Der neue Direktor des Museums, Jakob Messerli, hat das Museum

und sein engagiertes, hochmotiviertes Team in seiner erst

kurzen Zeit im neuen Amt gut kennen gelernt. Er erläuterte den

Anwesenden anhand eines eingängigen Bildes die Aktivitäten

des Museums. Ausstellungen und Grundlagenarbeit (sammeln,

bewahren/konservieren, erforschen/erschliessen) bilden die

Hauptaufgaben des Museums. Die Grundlagenarbeit, vor allem

das Bewahren und Erschliessen der Bestände, wird in den kommenden

Jahren beträchtliche Kräfte binden. Im Oktober wird

die Ausstellung zu Captain Cook eröffnet, für die nächsten Jahre

ist eine Ausstellung zu den Pfahlbauten geplant. Sie hängt mit

der Eingabe um Aufnahme der Pfahlbauten auf die Liste des

Weltkulturerbes von sechs Alpenländern bei der UNESCO zusammen

und soll voraussichtlich 2013 oder 2014 gezeigt werden.

Die finanzielle Lage des Museums wird in den kommenden Jahren

nicht einfach sein, da weniger Mittel zur Verfügung stehen

werden als in der Vergangenheit; der KUBUS bindet ungefähr


CHF 450 000 jährlich (Nettobetriebskosten), zudem werden

weniger Gelder aus dem Lotteriefonds ans Museum fliessen als

bisher. Jakob Messerli dankt dem Förderverein für seine Unterstützung

und freut sich auf die gemeinsame Arbeit zum Wohl

des Museums.

Trakt 5, Wahlen

Der Präsident gibt bekannt, dass er und Claudine Ammann aus

dem Vorstand zurücktreten werden. Er dankt für die schöne Zusammenarbeit

im Vorstand. Dieser besteht nun aus acht Personen.

Die Nachfolge im Vorstand für ihn und Claudine Ammann

ist noch offen. Er schlägt im Namen des Vorstands Annelies

Hüssy, die vormalige Kassierin und bisherige Vizepräsidentin,

für das Präsidium vor.

Beschluss: die Mitglieder wählen Annelies Hüssy mit grossem

Applaus zur Präsidentin des Vereins. Die neu gewählte Präsidentin

dankt dem scheidenden Präsidenten für seinen grossen

Einsatz zugunsten von Förderverein und Museum und die stets

angenehme Zusammenarbeit im Vorstand während der vergangenen

Jahre.

Trakt 6, Varia

Peter Martig und Jakob Messerli geben Auskunft über die Einstein-Ausstellung,

die gegenwärtig an verschiedenen Stationen

in China gezeigt wird. Die Ausstellung ist ähnlich aufgebaut wie

in Bern, da jedoch mehr Raum zur Verfügung steht, ist die

Präsentation grosszügiger. Ein bedeutender Teil der gezeigten

Gegenstände sind Duplikate, einige Originale sind mitgereist.

Das Interesse in China an Albert Einstein ist sehr gross, ebenso

das Interesse an der Schweiz als Wissenschafts-, Forschungs-

und Bildungsstandort.

Vera Heuberger lädt die Anwesenden zu einem Imbiss ins

Schloss Oberhofen ein und ermuntert die Anwesenden, sich die

sanierten Dépendencen anzuschauen. Im Park sind noch Instandsetzungsarbeiten

im Gang, weshalb nicht alle Wege offen

waren.

Veranstaltungen

Jahresausflug

Am Jahresausflug vom 29. August 2010 nahmen 42 Personen teil.

Der Ausflug führte dieses Jahr in die Suisse Romande. Am Vormittag

besuchten die Teilnehmenden das Musée Olympique in

Lausanne und am Nachmittag die Fondation Bodmer in Cologny,

wo die Gruppe unter kundiger Führung das neu gebaute

Musée Bodmer mit seiner spektakulären Architektur kennen lernen

konnte.

Vereinsreisen

Im Jahr 2010 führte die Vereinsreise nach Como. Während der

Fahrt nach Como machte die Gruppe im Tessin halt, um die

traumhaft gelegene romanische Kirche San Carlo di Negren tino

zu besichtigen. In Como stand der Besuch diverser Sehenswürdigkeiten

auf dem Programm (Dom, Broletto, San Fedele,

Santa Cecilia, etc.). Nach einer Fahrt ins Hügelgebiet der

Brianza folgte die Besichtigung der romanischen Kirchen in

Galliano und Agliate. Eine andere Art der Kultur erlebte die

Gruppe in Monza am legendären Autorennen. Danach folgten

der Besuch des Doms von Monza und des Dommuseums. Auf

der Rückfahrt nach Como blieb noch Zeit, um die Rund-

kirche San Tomé in Almenno San Bartolomeo und die Kirche

Ma donna del Castello in Almenno S. Salvatore zu besuchen. In

Capo di Ponte besuchten die Reisenden am nächsten Tag die

prähistorischen Ritzzeichnungen, ein Weltkulturerbe. Weitere

Kirchen und Kapellen wurden in Saronno und Castelseprio besichtigt.

Nach einer wunderschönen Fahrt dem Comersee entlang

besuchten die Teilnehmenden die Abbazia di Piona auf einer

Halbinsel im See. Auf der Heimreise wurden noch der

Palazzo Besta in Teglio, die bemerkenswerte Kirche Santa Maria

del Tiglio, der Garten der Villa Carlotta in Tremezzo, die Kopie

von Leonardos Abendmahl in Ponte Capriasca und die Kirche

San Nicola in Giornico besichtigt.

Vernissagen, Ausstellungen, Führungen und Ausflüge

9. – 15. Mai: Erste Vereinsreise nach Como

30. Mai – 5. Juni: Zweite Vereinsreise nach Como

12. Juni: Hauptversammlung in Oberhofen

22. – 28. August: Dritte Vereinsreise nach Como

29. August: Jahresausflug

6. Oktober: Vernissage der Wechselausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee»

19. + 21. Oktober: Führungen durch die Wechselausstellung

«James Cook und die Entdeckung der Südsee»

Die Wechselausstellung «James Cook und die Entdeckung der

Südsee» stiess bei den Mitgliedern auf grosses Interesse. Im Oktober

besuchten über 500 Mitglieder die Führungen von

Dr. Thomas Psota und seinem Team. Wie gewohnt wurde ein

Apéro serviert.

Jahresbericht 2010 35


Publikationen des Bernischen Historischen Museums seit 1969

Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum

1 Felix Müller: Das keltische Schatzkästlein. Schmuck als

Zier und Zeichen. Bern/Zürich 1999 (vergriffen).

2 Vera Heuberger, mit Beiträgen von Anne Wanner-Jean-

Richard und Manuel Kehrli: Bilderwelt des Himmelbetts.

Gestickte Bettbordüren der Spätrenaissance. Bern/Zürich

2000.

3 Quirinus Reichen und Karen Christie: Das Schnittmusterbuch

von Salomon Erb. «Livre des Chefs d’Oeuvre de la

Maistrise des Tailleurs de Berne, 1730». Bern/Zürich 2000.

4 Anna Rapp Buri und Monica Stucky-Schürer: Leben

und Tod des heiligen Vinzenz. Vier Chorbehänge von 1515

aus dem Berner Münster. Bern/Zürich 2000.

5 Daniel Schmutz und Martin Lory: Geld – Preise – Löhne.

Ein Streifzug durch die Berner Wirtschaftsgeschichte.

Bern/Zürich 2001.

6 Annemarie Stauffer: Himmel und Hölle in Gold und

Seide. Der «Goldene Ornat» des Aymon de Montfalcon

aus der Kathedrale von Lausanne. Bern/Zürich 2001.

Annemarie Stauffer: D’or et de soie ou les voies du salut.

Les ornements sacerdotaux d’Aymon de Montfalcon,

évêque de Lausanne (Reflets des collections du Musée

d’Histoire de Berne). Berne/Zurich 2001.

7 Thomas Psota: Grabschätze aus Altägypten. Gaben für

die Reise ins Jenseits. Bern/Zürich 2001.

8 Geneviève Lüscher: Die Hydria von Grächwil. Ein griechisches

Prunkgefäss aus Tarent. Bern/Zürich 2001.

9 Annemarie Kaufmann-Heinimann: Dea Artio, die Bärengöttin

von Muri. Römische Bronzestatuetten aus einem

ländlichen Heiligtum. Bern/Zürich 2002.

10 Thomas Psota: Samsara und Nirvana. Sakrale Skulpturen

aus Indien und Südostasien. Bern/Zürich 2002.

11 Peter Jezler/Peter Martig, mit Katalogbeiträgen von

Barbara Studer, Nicolas Barras, Vinzenz Bartlome, Peter

Hurni, Quirinus Reichen, Daniel Schmutz: Von Krieg und

Frieden. Bern und die Eidgenossen bis 1800. Bern/Zürich

2003.

36 historisches MuseuM berN

11A Peter Jezler/Peter Martig, avec des contributions de

Barbara Studer, Nicolas Barras, Vinzenz Bartlome, Peter

Hurni, Quirinus Reichen, Daniel Schmutz: Guerre et paix.

Berne et les Confédérés jusqu’en 1800 (Reflets des collections

du Musée historique de Berne). Berne/Zurich 2003.

12 Andreina d’Agliano/Elke Jezler-Hübner, mit einem Beitrag

von Vera Heuberger: Edles Gedeck. Frühes Meissener

Porzellan aus der Sammlung Kocher. Bern/Zürich 2003.

13 Sabine Bolliger Schreyer: Pfahlbau und Uferdorf. Leben in

der Steinzeit und Bronzezeit. Bern/Zürich 2004.

14 Thomas Psota und Susanne Christina Jost: Indianer und

Europäer. Begegnungen in der Neuen Welt. Bern/Zürich

2004.

15 Thomas Richter: Wunderkammer. Kunst, Natur und Wissenschaft

in Renaissance und Barock. Bern/Zürich 2005.

16 Thomas Richter: Der Berner Silberschatz. Trinkgeschirre

und Ehrengaben aus Renaissance und Barock. Bern/

Zürich 2006.

17 Sabine Bolliger Schreyer: Römische Mosaiken. Wohnen

und Baden in der Antike. Bern/Zürich 2006.

18 Quirinus Reichen: Entfesselte Elemente. Katastrophenbewältigung

und Solidarität im Lauf der Zeit. Bern/

Zürich 2006.

19 Adriano Boschetti-Maradi: Geschirr für Stadt und Land.

Berner Töpferei seit dem 16. Jahrhundert. Bern/Zürich

2007.

20 Regula Luginbühl Wirz: Die Gründung der Stadt Bern.

Gemäldezyklus von Humbert Mareschet aus dem Berner

Rathaus 1584–86. Bern/Zürich 2009.

21 Peter Niederhäuser: Die Familie von Mülinen – eine

Adelsgeschichte im Spiegel des Familienarchivs.

Bern/Zürich 2010.


Schriften des Bernischen Historischen Museums

1 Balázs Kapossy und Tünde Maradi: Freiheit, Einheit und

Staatsgewalt auf Münzen und Medaillen. Sammlung

Herman Gyllenhaal. Bern 1998.

2 Felix Müller (Hrsg.): Münsingen-Rain, ein Markstein

der keltischen Archäologie. Funde, Befunde und Methoden

im Vergleich. Akten Internationales Kolloquium

«Das keltische Gräberfeld von Münsingen-Rain 1906–

1996», Münsingen/Bern, 9.–12. Oktober 1996. Bern 1998.

3 Brigitte Bachmann-Geiser: Europäische Musikinstrumente

im Bernischen Historischen Museum. Die Sammlung

als Spiegel bernischer Musikkultur. Unter Mitarbeit von

Werner Aeschbacher, Karl Burri, Alain Girard, Jörg Gobeli,

Hans Gugger, Raymond Meylan, François Seydoux,

Beat Wolf. Bern 2001.

4 René Wyss, Toni Rey, Felix Müller: Gewässerfunde aus

Port und Umgebung. Katalog der latène- und römerzeitlichen

Funde aus der Zihl. Unter Mitarbeit von Simone

Benguerel, Isabelle Dohme, Ursula Kilchör und Adrian

N. Lanzrein. Bern 2002.

5 Martin A. Guggisberg (Hrsg.): Die Hydria von Grächwil.

Zur Funktion und Rezeption mediterraner Importe in

Mitteleuropa im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Akten Internationales

Kolloquium anlässlich des 150. Jahrestages

der Entdeckung der Hydria von Grächwil, organisiert

durch das Institut für Archäologie des Mittelmeerraumes

der Universität Bern, 12.–13. Oktober 2001. Bern 2004.

6 Johannes Tripps: «Den Würmern wirst Du Wildbret

sein». Der Berner Totentanz des Niklaus Manuel Deutsch

in den Aquarellkopien von Albrecht Kauw (1649). Bern

2005.

6A Johannes Tripps: «Tu seras le festin des vers». La Danse

macabre de Niklaus Manuel Deutsch à Berne, d’apres les

copies à la gouache d‹Albrecht Kauw (1649). Bern 2006.

7 Christoph Mörgeli, Uli Wunderlich: Berner Totentänze.

Makabres aus Bern vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Bern 2006.

8 Adriano Boschetti-Maradi: Gefässkeramik und Hafnerei

in der Frühen Neuzeit im Kanton Bern. Bern 2006.

9 Stefanie Martin-Kilcher und Regula Schatzmann (Hrsg.):

Das römische Heiligtum von Thun-Allmendingen, die

Regio Lindensis und die Alpen. Bern 2009.

Ausstellungskataloge und Begleitbücher

Die Burgunderbeute und Werke burgundischer Hofkunst.

Ausstellungskatalog Bernisches Historisches Museum,

18. 5.–20. 9. 1969. Bern 1969 (vergriffen).

Rudolf Minger und Robert Grimm. Der schweizerische Weg

zum Sozialstaat. Ausstellung im Bernischen Historischen

Museum 6. 11. 1981–31. 1. 1982. Schulpraxis/Schweizerische

Lehrerzeitung Nr. 42, Okt. 1981.

Bern 1750–1850. Ein Kanton im Wandel. Ausstellung des

Bernischen Historischen Museums und des Historischen

Instituts der Universität Bern 1982/1983. Bern 1982

(zweisprachig dt./frz.).

Lesen Schreiben Rechnen. Die bernische Volksschule und ihre

Geschichte. Eine Ausstellung im Bernischen Historischen

Museum zum 150jährigen Bestehen des Staatsseminars.

Bern 1983 (zweisprachig dt./frz.).

Ernst Johannes Kläy und Daniel Kessler: Trauminseln – Inselträume.

Die Republik der Malediven im Spiegel westlicher

Vorstellungen. Begleitpublikation zur gleichnamigen

Ausstellung des Bernischen Historischen Museums, 1986–

1988. Bern 1986.

Berner Täufertum und Reformation im Dialog. Eine Ausstellung

zum 450jährigen Jubiläum der Täuferdisputation

in Bern 1538–1988 im Bernischen Historischen Museum.

Bern 1988.

Dario Gamboni, Georg Germann und François de Capitani

(Hrsg.): Zeichen der Freiheit. Das Bild der Republik

in der Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts. 21. Europäische

Kunstausstellung unter dem Patronat des Europarates,

Bernisches Historisches Museum und Kunstmuseum

Bern. Bern 1991.

Dario Gamboni, Georg German et François de Capitani (ed.):

Emblèmes de la liberté. L’image de la république dans l’art

du XVI e au XX e siècle. 21 e exposition du conseil de

l’Europe, Musée d’histoire de Berne et Musée des beauxarts

de Berne. Berne 1991.

Emotionen: konserviert – katalogisiert – präsentiert.

Aus stellungskatalog Bernisches Historisches Museum,

16. 10. 1992–12. 4. 1993. Bern 1992.

Thomas Psota: Goldglanz und Schatten. Eine Sammlung ostjavanischer

Wayang-Figuren. Ausstellung im Bernischen

Historischen Museum. Bern 1993.

Georg Germann und Thomas Lörtscher (Hrsg.): «währschafft,

nuzlich und schön». Bernische Architekturzeichnungen

des 18. Jahrhunderts. 20. 10. 1994–29. 1. 1995.

Bern 1994.

Jahresbericht 2010 37


Publikationen des Bernischen Historischen Museums seit 1969

Biographien. Ausstellungskatalog Bernisches Historisches

Museum, 21. 10. 1995–8. 4. 1996. Bern 1995.

«Einer Eidgenossenschaft zu Lob». Entwürfe zu Schweizer

Glasgemälden des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Scheibenriss-Sammlung

Wyss. Ausstellungskatalog Bernisches

Historisches Museum, 22. 11. 1996–2. 3. 1997. Bern 1996.

Martin Illi, Quirinus Reichen u. a.: Zwischen Entsetzen und

Frohlocken. Vom Ancien Régime zum Bundesstaat

1798–1848. Ausstellungskatalog Bernisches Historisches

Museum. Bern/Zürich 1998.

Françoise Linder und Thomas Psota: Die grosse Stille. Malerei

und Skulptur aus Japan. Ausstellungskatalog Bernisches

Historisches Museum, 11. 11. 1999–12. 3. 2000. Bern 1999.

Cécile Dupeux, Peter Jezler und Jean Wirth (Hrsg.): Bildersturm

– Wahnsinn oder Gottes Wille? Ausstellungskatalog

Bern, Historisches Museum/Strassburg, Musée de

l’Œuvre Notre-Dame. Bern/Strassburg/Zürich 2000

(vergriffen).

Cécile Dupeux, Peter Jezler et Jean Wirth (eds.): Iconoclasme.

Vie et mort de l’image médiévale. Catalogue d’exposition:

Berne, Musée d’Histoire/Strasbourg, Musée de l’Œuvre

Notre-Dame. Berne/Strasbourg/Zurich 2001 (épuisé).

Ze’ev Rosenkranz: Albert Einstein – privat und ganz persönlich.

Herausgeber: Albert Einstein-Archiv, Jüdische

National- und Universitätsbibliothek, Hebräische Universität

Jerusalem, Historisches Museum Bern, Verlag Neue

Zürcher Zeitung. Begleitbuch zur Ausstellung «Albert

Einstein (1879–1955)». Zürich 2004, 2. erw. Aufl. 2005.

Ze’ev Rosenkranz: Albert Einstein – derrière l’image. Édition

augmentée par Barbara Wolff en collaboration avec

le Musée Historique de Berne. Publié par: The Albert

Einstein Archives, The Jewish National and University

Library, The Hebrew University of Jerusalem, Musée

Historique de Berne, Éditions Neue Zürcher Zeitung.

Zurich 2005.

Berner Pioniergeist/L’Esprit pionnier bernois/Bern’s pioneering

Spirit. Begleitbuch zur Ausstellung «Jungfrau, Hofer

und Ragusa – Berns Weg in die Moderne». – Mit Beiträgen

von Marianne Berchtold, Alex Gertschen, Bernhard

Giger, Peter Jezler, Elke Jezler-Hübner, Beat Kappeler,

Thomas Psota, Quirinus Reichen, Anne Schmidt, Daniel

Schmutz, Roger Seiler, Konrad Tobler, Alexandra Vlachos,

Alexander Weber und Christophe von Werdt. Erschienen

auf Deutsch, Französisch und Englisch, Bern 2007.

Karl der Kühne (1433–1477). Kunst, Krieg und Hofkultur,

hrsg. von Susan Marti, Till-Holger Borchert und Gabriele

Keck. Historisches Museum Bern/Bruggemuseum &

Groeningemuseum Brügge. Mercatorfonds, Brüssel

38 historisches MuseuM berN

2008. Lizenzausgaben: Verlag Neue Zürcher Zeitung für

die deutsche Ausgabe in der Schweiz, Belser Verlag

Stuttgart für die deutsche Ausgabe in Deutschland und

Österreich.

Charles le Téméraire (1433–1477). Faste et déclin de la Cour de

Bourgogne, sous la direction de Susan Marti, Till-Holger

Borchert et Gabriele Keck. Musée Historique de Berne/

Bruggemuseum & Groeningemuseum Bruges. Fonds Mercator,

Bruxelles 2008. Distribution de l’édition française

en Suisse: Éditions Neue Zürcher Zeitung, Zurich.

Karel de Stoute (1433–1477). Pracht & Praal in Bourgondië.

Editors Susan Marti, Till-Holger Borchert & Gabriele

Keck. Historisches Museum Bern/Bruggemuseum &

Groeningemuseum Brugge/Kunsthistorisches Museum

Wenen. Mercatorfonds, Brussels 2009.

Charles the Bold (1433–1477). Splendour of Burgundy. Editors

Susan Marti, Till-Holger Borchert and Gabriele Keck.

Historisches Museum Bern/Bruggemuseum & Groeningemuseum

Bruges/Kunsthistorisches Museum Vienna.

Mercatorfonds, Brussels 2009.

Karl der Kühne (1433–1477). Glanz und Untergang des letzten

Herzogs von Burgund, hrsg. von Susan Marti, Till-Holger

Borchert und Gabriele Keck. Historisches Museum

Bern/Bruggemuseum & Groeningemuseum Brügge/

Kunst historisches Museum Wien. Mercatorfonds, Brüssel,

2. Aufl. 2009.

Charles le Téméraire (1433–1477). Splendeurs de la cour de

Bourgogne, sous la direction de Susan Marti, Till-Holger

Borchert et Gabriele Keck. Musée Historique de Berne/

Bruggemuseum & Groeningemuseum Bruges/Kunsthistorisches

Museum de Vienne. Fonds Mercator, Bruxelles,

2 ème ed. 2009.

Kunst der Kelten 700 v. Chr. – 700 n. Chr. Begleitbuch zur

Ausstellung «Kunst der Kelten» vom 18. Juni bis 18. Oktober

2009. Felix Müller, mit Beiträgen von Sabine Bolliger

Schreyer, Jean-Jacques Charpy, Jana Čižmárˇová, Rupert

Gebhard, Martin A. Guggisberg, Vincent Guichard, Thomas

Hoppe, Fraser Hunter, Ernst Künzl, Daniel Schmutz,

Natalie Venclova und Nina Willburger. Hrsg. Historisches

Museum Bern und Landesmuseum Württemberg Stuttgart.

Bern/Brüssel 2009.

L’art des Celtes 700 av. J.-C. – 700 apr. J.-C. Ouvrage accompagnant

l’exposition «L’art des Celtes» du 18 juin au

18 octobre 2009. Felix Müller, avec des contributions de

Sabine Bolliger Schreyer, Jean-Jacques Charpy, Jana

Čižmárˇová, Rupert Gebhard, Martin A. Guggisberg, Vincent

Guichard, Thomas Hoppe, Fraser Hunter, Ernst

Künzl, Daniel Schmutz, Natalie Venclova und Nina Will-


urger. Edit. Musée Historique de Berne et Landesmuseum

Württemberg Stuttgart, Bruxelles 2009.

Art of the Celts 700 BC to AD 700. Companion book to the

exhibition «Art of the Celts» from 18 th June to 18 th

October 2009. Felix Müller, with contributions of Sabine

Bolliger Schreyer, Jean-Jacques Charpy, Jana Čižmárˇová,

Rupert Gebhard, Martin A. Guggisberg, Vincent

Guichard, Thomas Hoppe, Fraser Hunter, Ernst Künzl,

Daniel Schmutz, Natalie Venclova and Nina Willburger.

Editors Historisches Museum Bern and Landesmuseum

Württemberg Stuttgart, Brussels 2009.

James Cook und die Entdeckung der Südsee. Hrsg. Kunst-

und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,

Bonn/Museum für Völkerkunde, Wien/Historisches

Museum Bern. München/Zürich 2009.

James Cook and the Exploration of the Pacific. Editors Kunst-

und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,

Bonn/Museum für Völkerkunde, Wien/Historisches

Museum Bern. Thames & Hudson, London 2009.

James Cook et la Découverte du Pacific. Ed. Kunst- und Ausstellungshalle

der Bundesrepublik Deutschland, Bonn/

Museum für Völkerkunde, Vienne/Musée Historique de

Berne. Imprimerie nationale Editions, Paris 2010.

Gestaltung: Bernet & Schönenberger, Zürich

Fotos: Historisches Museum Bern, Schweizer Illustrierte /

Kurt Reichenbach, Zürich (S. 3), Alexander Gempeler, Bern (S. 22)

Druck: Stämpfli Publikationen AG, Bern

© Bernisches Historisches Museum, Bern 2011

Jahresbericht 2010 39


Bernisches Historisches Museum Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99

info@bhm.ch, www.bhm.ch

Anmeldung für Führungen: Telefon +41 31 350 77 33

Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

c/o Bernisches Historisches Museum, Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99

Das Bernische Historische Museum ist eine Stiftung.

Stiftungsträger sind Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern,

unterstützt von der Regionalkonferenz Bern.

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