Europameister Bronze Europameister Bronze - Kanuverband

kanuverband.at

Europameister Bronze Europameister Bronze - Kanuverband

Helmut Oblinger

P. b. b. Verlagspostamt 5280 Braunau . Aufgabepostamt 4020 Linz . Sponsoring Post . Nr. 03Z035351 S

österreichischer kanu sport

Die Zeitschrift des Österreichischen Kanuverbandes 2005

Europameister

Oblinger-Peters - Schmid - Kuhnle

Bronze

Fotos: © Birke - www.alakarte.de


Österreichs

Kanusport, die 3.!

> Wie versprochen,

es gibt eine

Sommer-nummer.

Gar nicht so leicht,

zuerst kommen

keine Be-richte

aber dann! Bis

mein Computer

streikt, na ja ,dazu

braucht's nicht viel,

nur einige große Fotos und er ist voll. Einzige

Abhilfe wäre ein gleichmäßiger Artikelfluss

bis zur nächsten "Deadline", übrigens, die ist

am 31.12.2005.

Allen Übersendern von Artikeln ein herzlicher

Dank, ohne Eure Mitarbeit gäbe es keine Zeitung

nur ein paar Blätter mit Verlautbarungen

und vielleicht Ergebnissen.

Stichwort Ergebnisse, ich glaube alle OKV-ler

freuten sich mit Helmut Oblinger über seinen

Europameistertitel, und die Bronzemedaille

der Damen, den vierten Platz von Violetta

Oblinger-Peters und über das Abschneiden

der übrigen Österreicher. Auch die einsamen

Kämpfer im WW-Weltcup, Gerhard und

Mathias Schmid leisteten gewaltiges und

weckten wehmütige Erinnerungen an vergan-

Herren K 1

Rang Name Verein

1. Oblinger Helmut Forelle Teefix Steyr

2. Natmessnig Herwig KV Klagenfurt

3. Eplinger Alexander NFKC StoraEnso YBBS

4. Hudetz Harald KV Klagenfurt

5. Eplinger Christoph NFKC StoraEnso YBBS

6. Spiegl Mathias Paddelsport Tulln

7. Grabner Jakob NFKC StoraEnso YBBS

8. Filzwieser Manuel KC Glanegg

9. Veigl Dominik NFKC StoraEnso YBBS

10. Brezina Benedikt Paddelsport Tulln

11. Zöttl Armin NF Höflein

12. Becke Gregor KC Braunau

13. Scherwitzl Dominik KC Glanegg

14. Preisl Herbert NF Höflein

14. Spiegl Lukas Paddelsport Tulln

16. Brezina Dominik Paddelsport Tulln

17. Nußbaummüller Harald NFKC StoraEnso YBBS

18. Kremslehner Wolfgang UKK Wien

gene Österreichische Erfolge in der Wildwasserabfahrt.

Auch im Flachwasser gingen die

Lichter noch nicht ganz aus, der Damenzweier

Schlitzer-Schwarz beweist es. Allen

Verantwortlichen - Aktiven und Betreuern

ein Dankeschön für ihren Einsatz und viel

Erfolg in der laufenden Saison.

Noch etwas persönliches. Zu meinen

"GEDANKEN" in der vorigen Nummer erntete

ich überraschend viel Zustimmung aber auch

Kritik, die ich beide dankbar angenommen

habe denn

1. zeigt es, die Zeitung wird gelesen,

2. die Leser denken über den Artikel nach

und

3. haben zum Thema eine eigene Meinung.

Nur ein Spezialist glaubte mich etwas, sagen

wir am unteren Niveau, beschimpfen zu

müssen, er versteht's sicher nicht besser.

Der Großteil dieser Nummer ist den Tourensport

- Breitensport gewidmet. Berichte

aus den Vereinen über Veranstaltungen und

Gemeinschaftsfahrten, von Kursen, von Faltbootgruppen

und einiges über Canadier sind

vertreten. Vielleicht gibt es Euch Anregungen,

selbst für Euch neue Wege im Kanusport

einzuschlagen, etwas anderes zu versuchen

oder vielleicht gar, den einen oder anderen

Artikel für unsere Kanuzeitung zu verfassen.

Ich würde mich freuen!

Euer Günter J. Goldbach, Pressereferent

Österreichische Staatsmeisterschaft

Slalom 2005

österreichischer kanu sport

Damen K 1

2

Inhalt:

> Europameister 04

> Generalversammlung 06

> Weltcup Flach- & Wildwasser 07

> Wildwasserstrecke Wien 08

> Struktur & Freestyle 10

> Yukon River Kanu Tour 12

> Costa Rica 14

> ...aus den Vereinen 17

> Frühlingsimpressionen 18

> ...aus den Vereinen 20

> Tagliamento 23

Impressum

Medieninhaber, Verleger, Redaktion:

Österreichischer Kanu Verband, Gießereistr. 8, A 5280

Braunau / Inn, Austria

Schriftleitung - für den Inhalt verantwortlich:

Günter J. GOLDBACH Gumppstr. 21a, 6020 Innsbruck,

Austria; E-Mail: redaktion@okv.at

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht immer

den Standpunkt des Verbandes bzw des Schriftleiters wieder.

Auch für die Richtigkeit des Inhalts ist der Verfasser

zuständig. Artikel können aus wichtigen- redaktionellen

- Gründen gekürzt wiedergegeben werden.

Erscheinungsort: A 5280 Braunau / Inn, Austria

Layout: bit-pool Büro für Gestaltung, Anton-Rauch-Str. 27,

A 6020 Innsbruck, Austria; www.bit-pool.com

Druck: sandler print&more, Krummnußbaum 42,

3671 Marbach; www.sandler.at

Der Österreischische Kanu Verband im Internet: www.

kanuverband.at.

1. Oblinger Violetta Forelle Teefix Steyr

2. Kuhnle Corinna NF Höflein

3. Schmid Julia KV Klagenfurt

4. Dangl Iris NFKC StoraEnso YBBS

v.l.n.r.: Natmessing, Oblinger, Eplinger

v.l.n.r.: Schmid, Oblinger, Kuhnle

Eplinger Paul


Liebe Sportsfreunde!

> Die Europameisterschaften

im Kanu-

Slalom zeigten tolle

Leistungen unserer

N a t i o n a l mannschaft.

Österreichs

Team war die

Überraschung dieserEuropameisterschaft

mit Gold und

Bronze. Gezielte Vorbereitung und Harmonie

auf allen Ebenen führte zu diesen Erfolgen

die für den Kanuverband von sehr großer

Bedeutung sind. Herzliche Gratulation an

alle Sportler und Mitarbeiter. Bei dieser

Gelegenheit wünsche ich dem Team für die

WM in Sydney Ende September viel Erfolg.

Auch auf dem Finanzsektor gibt es einen großen

Erfolg für den Kanusport zu melden. Die

Einreichung der Projekte des Kanuverbandes

im Rahmen der "Besonderen Bundes-

Sportförderung" gemäß § 9 des Bundesförderungsgesetzes

wurden am 04.07.2005 laut

Beschluss des Ausschusses für strukturverbessernde

Maßnahmen für die Jahre 2005 und

2006 dem Verband zusätzliche Mittel in der

Höhe von 270.200,00 Euro genehmigt.

Bei positiver Entwicklung ist eine Verlängerung

bis 2008 in Aussicht gestellt.

Die genannten Fördermittel sind für die

eingereichten Maßnahmen und Personen

zweckgewidmet und können nur im Rahmen

der drei geförderten Bereiche

Bereich Trainer und Betreuer

185.000,00 Euro

Bereich Nachwuchs

36.300,00 Euro

Bereich Infrastruktur Sekretariat

48.900,00 Euro

entsprechend abgerechnet werden.

Aufgrund dieser Förderungen kann die

Betreuung der Sportler stark verbessert werden.

Im Slalom können jetzt zu den beiden

hauptamtlichen Trainern Jernej Abramic und

Mag. Dr. Manuel Köhler auch Techniktrainer

Jim Jayes und Sportwissenschaftler Dipl.

Phys. Mag. Dr. Alexander Aichner für die Int.

Großeinsätze WM, EM, Weltcup und Trainingslager

eingesetzt werden.

Im Flachwasser konnte damit das Provisorium

mit Matyus Zsolt in ein fixes Arbeitsverhältnis

gestellt werden. Dazu kommt noch Vasile

Lehaci als weiterer Trainer.

Im Nachwuchsbereich ist die Förderung zum

Großteil für Trainingsangebote für Schulen

und Schulsportwochen ausgelegt.

Im Bereich Förderung Infrastruktur kann das

Sekretariat jetzt ganztägig besetzt werden.

Eine schon lange fällige Notwendigkeit. Mit

Petra Lisec wird dies bereits umgesetzt.

Dass diese zusätzlichen Finanzmittel aber

auch eine große Verantwortung gegenüber

dem Förderer darstellen brauche ich wohl

nicht erwähnen.

Mit dem neuen Flachwasser Bundestrainer

aus Ungarn und dem Einsatz von Vasile Lehaci

gibt es jetzt im Flachwasserbereich wohl die

letzte und einmalige Chance dieses Angebot

entsprechend zu nützen. Sollte dies nicht der

Fall sein so werden die Mittel vom Förderer

2006 für Flachwasser eingestellt. Der neue

Bundestrainer, in den letzten Jahren ungarischer

Jugend-Nationaltrainer, ist für den

ge-samten Sportbetrieb zuständig und wird

je nach Bedarf im LZ Ottensheim und in Wien

eingesetzt. Vasile Lehaci arbeitet vorwiegend

im LZ Ottensheim. Zur konstruktiven Mitarbeit

stehen die Türen offen.

Als Optimist bin ich noch immer der Meinung

dass auch im Flachwasser mit gezielter

Zusammenarbeit der Schritt zur internationalen

Spitze mit entsprechender Ausdauer

machbar ist. Unser Damen K 2 ist am Weg

3

österreichischer kanu sport

dazu. Wie hoch aber die Limits für Peking liegen

möchte ich kurz in Erinnerung bringen:

A-Leistung

WM 1. bis 5. Platz oder erstes Fünftel,

jedoch maximal 12. Platz

EM erstes Sechstel,

jedoch maximal 10. Platz

WC 1. - 5. Platz

B-Leistung

WM erstes Drittel,

jedoch maximal 20. Platz

EM erstes Viertel,

jedoch maximal 15. Platz

Gewertet werden nur die Olympischen

Disziplinen. Für die Qualifikation ist 2007 eine

A und B Leistung notwendig. Ein Medaillengewinn

bei WM oder EM gilt als Qualifikation,

allerdings erst ab 2007. Die Bestätigung der

Leistung muß 2008 noch einmal erbracht

werden.

Abschließend möchte ich mich bei allen

bedanken die mir bei der am 2. April abgehaltenen

Generalversammlung das Vertrauen

für die nächsten 3 Jahre ausgesprochen

haben. Ich werde mich bemühen diesen großen

Vertrauensvorschuss von 96% mit dem

Vorstand entsprechend umzusetzen.

Unsere neuen Mitarbeiter:

Matyus Zsolt, geb. 24.05.1969, verheiratet,

3 Kinder, Trainerausbildung Uni Budapest,

9 Jahre Leistungssportler, 11 Jahre Vereinstrainer,

2 Jahre Nationaltrainer Jugend

Aufgabengebiet:

- Ausarbeitung Trainingsprogramme

- Organisieren Trainingslager

- Dokumentation von Leistungserhebungen

- Koordination Vereinstrainer

- Talentsuche und Betreuung

Walter Aumayr

Präsident

Petra Lisec, geb. 30.10.1971, ledig

je 4 Jahre Volks- u. Hauptschule, 4 Jahre

Oberstufenrealgymnasium, 3 Jahre Lehrberuf

Reiseverkehrkaufmann Österr. Verkehrsbüro

mit Lehrabschluß, Scharinger Reisebüro,

Brodschelm Reisebüro, Leiterin Global Reisen


OK Tacen

> Nach Jahren harter Trainingsarbeit, von

Erfolgen und Rückschlägen begleitet, steht der

32 jährige Oberösterrei-cher nun ganz oben

auf der Erfolgslei-ter, er ist Europameister.

Nicht im Vorübergehen, sondern nach einer

starken und strategisch klugen, dynamischen

Fahrt gelang es ihm, vom 4. Platz

im Semifinale diese Europameister-schaft zu

gewinnen. Ein toller Erfolg den er schon lange

verdient und den er sich hart erarbeitet hat.

Sein Erfolg beweist, das auch Vertreter kleiner

Sportnationen bei richtigem Einsatz und

passendem Umfeld durchaus Chan-cen in der

Welt des Spitzensports haben. Er war aber

nicht als Einzel-kämpfer in Tacen am Start,

seine Gattin, Violetta Oblinger-Peters, errang

den 4. Platz in der Einzelwertung und zusammen

mit den Nachwuchsfahrerinnen Corinna

Kuhnle und Julia Schmid die Bronzemedaille

im Mannschaftsbewerb.

In der Herren K1 Mannschaft belegte

Österreich mit Oblinger-Hudetz-

Nat-messnig den 4. Platz von 18 Mann-

schaften. Im Einzelbewerb der Damen

erreichte Corinna Kuhnle den 18. und

Birke - www.alakarte.de

Helmut Oblinger

Europameister

Bronze für

die erst 16 jährige Julia Schmid den

30. Platz. Eine besondere Talentprobe

legte Leopold Fuchs im C1 mit seinem

9. Platz im Finale ab. Peter Draxl wurde 22.. Die

Brüder Gerhard und Mathias Schmid belegten

österreichischer kanu sport

4

Österreichs Damenmannschaft mit

Oblinger - Kuhnle - Schmid

Birke - www.alakarte.de

im C 2 den 18. Rang. Nun das gute Abschneiden

unserer jungen Teammitglieder kommt nicht

von ungefähr, viel Trainingsarbeit, ein gutes

Mannschaftsklima, ein Betreuerteam mit

den Trainern Abramcic und Dr. Köhler sowie

den persönlichen Betreu-ern von Violetta

OK Tacen OK Tacen


und Helmut Oblinger taten ein übriges. Ja,

richtig gelesen, es wurden vom OKV alle

Bootsklassen beschickt. Seit langem startete

eine Damen K1 Mannschaft und gewann

sogar eine Medaille!

Allen, den Aktiven und allen Betreuern,

herzliche Gratulation zu diesen Leistungen

und diesem Erfolg. Es heißt, das der Erfolg

viele Väter hat, nun dies stimmt im Falle

Helmut Oblingers sicher. Da ist zuerst Helmut

Oblinger sen., einst selbst ein österreichische

Spitzenfahrer, seine Vereine, zuerst

Graz dann Braunau und nun Forelle Steyr,

seine verschiedenen Trainer und Betreuer,

die verschiedenen Förderer und Sponsoren

wie Top Sport-Austria, die Sporthilfe, das

Bundesheer, das Land Oberösterreich, die

Energie AG, Volksbank und Teekanne. Und

auch der Österreichische Kanu Verband, der

den Sportlern ja erst die Möglichkeit bietet,

an nationalen Meisterschaften und internationalen

Großveranstaltungen teilzuneh-

men und der auch das nötige Umfeld,

die Veranstaltungen, die dazu nötigen

Funktionäre, die Betreu-ung zur Ausübung

des Spitzensports bereitstellt und die dazu

nötigen Mittel beschafft. Alle diese und noch

einige andere sind die Väter des Erfolges, die

einen mehr, die anderen weniger - aber alle

braucht es!

Neben diesen Vätern braucht es aber auch

Menschen mit, ja sagen wir, Visionen. Der

Sportdirektor Prof. Helmar Steindl ist ein solcher.

Selbst ein ehemaliger Weltklassepaddler

im C 2, will er, das Österreicher wieder in

allen Bootsklassen an den Start gehen. Und er

ist auf dem besten Weg dazu. Aber er ist kein

Träumer, er ist ein erfolgreicher Kanulehrer,

5

österreichischer kanu sport

Birke - www.alakarte.de

Trainer und ein einfallsreicher Funktionär.

Seine Idee, wie beim ÖSV, kleine

Trainingsgruppen zu bilden, die bei

Grosswettkämpfen am Betreuersektor

OK Tacen

zusammenarbeiten, scheint, wie die

Europameisterschaft zeigt, aufzugehen.

Sicher, alle Arbeit, besonders im Sport auf

diesem Niveau, geht nicht immer ohne, na ja,

atmosphärische Störungen über die Bühne,

aber bei einigermaßen guten Willen glätten

sich die Wogen dann doch. Und sonst gibt es

ja noch den Präsidenten, der Ruhe stiftet.

Auf jeden Fall, der OKV hat wieder eine junge

Slalommannschaft, die mit Violetta und

Helmut Oblinger hervorragende Vorbilder

im eigenem Team hat. So gesehen kann man

allen Betei-ligten nur noch mal gratulieren

und viel Erfolg bei den weiteren Bewerben

und zur WM 2005 wünschen.

OK Tacen OK Tacen

gg


Generalversammlung

2005 am 2. April in Linz

> Bei der HV waren 25 Vereine mit 1727

Stimmen, der Ehrenpräsident Rudolf

ZINGROSCH, das Ehrenmitglied Max RAUB und

als besonderer Gast der Landessportdirektor

für Oberösterreich, Herr Alfred HARTL anwesend.

Zu Beginn gedachte die Versammlung des im

Vorjahr verstorbenen Gründungsmitgliedes

des OKV, Herrn Franz POPOCHVICH, der großen

Anteil an der erfolgreichen Entwicklung

unseres Verbandes hatte.

Präsident Aumayr zog eine positive Bilanz der

abgelaufenen Jahre, berichtete über sportliche

Erfolge und über die erfreulich gute

Zusammenarbeit mit BSO, Topsport AUSTRIA,

ÖOC und HSZ. Er gratulierte Trainer Manuel

KÖHLER zum Doktortitel und würdigte seine

erfolgreiche Tätigkeit für den OKV. Weiters

sprach er Prof. Helmar STEINDL seinen Dank

für seinen Einsatz und seine Arbeit aus.

Zur Zeit läuft in OÖ ein Nachwuchsprojekt

unter Vasile LEHACI für Flachwasser und in

Wien bemüht sich eine Gruppe unter der

Leitung von Mag. Wolfgang KREMSLEHNER

und Mag. Michael KUGLER um den Bau einer

künstlichen Slalomstrecke.

Vize DI Manfred POCK berichtete über sportliche

und strukturelle Erfolge aber auch über

Probleme deren Ursachen und Folgen zu

besprechen und zu lösen seien.

Vize Dietmar SCHLÖGLMANN bedauerte, daß

sich kein Sportler für Athen qualifizieren

konnte, verwies aber auf die WC Erfolge von

Petra SCHLITZER und Vicki SCHWARZ die

wieder zu Hoffnung Anlass geben. Er lobte

auch die vorbildliche Nachwuchsarbeit des

PSV.

Im WW sind für Peking bereits die Weichen

gestellt, oberstes Ziel ist die Heranführung

der Nachwuchssportler an die Spitze. Mehrere

Trainingsteams unter den Trainern ABRAMCIC

und Dr. KÖHLER arbeiten daran.

Bereichsleiter Wandersport, Hans HUBER, fordert

dass dem Breitensport mehr Bedeutung

zugemessen wird, sind doch mehr als 90%

der Mitglieder Breitensportler. Er berichtete

von Gesprächen in Hinblick auf geplante

Fahrverbote und Sperren. Auch herrsche

großes Interesse an Schnupper und

Anfängerkursen und Schulsportwochen. Vize

DI M. POCK dankte an dieser Steel Hans

HUBER für seinen unermüdlichen Einsatz für

unseren Sport.

Lehrwarte: In der abgelaufenen Periode kann

eine positive Bilanz gezogen werden. Das

Interesse ist groß, das Kursangebot wurde

durch Freestyle und Canadiertechnik erweitert.

In der nun folgenden Unterbrechung richtete

der LSO Direktor Alfred HARTL Worte

der Anerkennung an die Verantwortlichen

des OKV. Er lobte den OKV als einen erfolgreichen

Verband, dem Dank des Einsatzes

seiner Funktionäre und der Aktiven sehr viel

gelungen ist. Er versprach die weitere Unterstützung

des Landes und wünschte allen

Anwesenden alles Gute für die Zukunft. Es

folgten Ehrungen für verdiente Funktionäre:

Hermann SALZNER für unermüdlichen

Einsatz auf der Regattastrecke Ottensheim,

Dietmar FRIES für die jahrelange Betreuung

der TID und Gerhard BOSINA für seine

Verdienste um den Marathonsport.

Nun ging es mit RAFTING weiter. Rafting

ist seit 4 Jahren beim Verband hatte schöne

sportliche Erfolge, die Wettkampfstrecke in

Wildalpen wurde erneuert, die Zusammenarbeit

mit dem OKV funktioniert gut, die

Präsentation in der Kanuzeitung muß verbessert

werden.

FREESTILE - Rodeo ist jetzt offiziell in der

ICF, es kann in den nächsten 3 Jahren zur 1.

offiziellen WM kommen. Bis dorthin wird es

wegen der BSO Richtlinien weiterhin nur ÖM

und keine Staatsmeisterschaften geben.

DRACHENBOOT ebenfalls neu, da muß man

die Zukunft abwarten,

PRESSE. Heuer gibt es eine Sommernummer,

die Referate, Vereine und Mitglieder werden

um Mitarbeit gebeten.

MARATHON: Kein Sportler konnte sich für

die WM qualifizieren, der Referent dankt

für die gute Zusammenarbeit und wünscht

seinen Nachfolger alles Gute.

TID: Die 49. TID funktionierte bestens, auch

an der Schwachstelle Wien konnte ein neuer

Standort gefunden werden. Die Vorbereitungen

zur 50. TID heben bereits begonnen, der

scheidende Referent sagt seinen Nachfolger

die volle Unterstützung zu.

KONTROLLE: Die Finanzgebarung ist sehr

gut nachvollziehbar und übersichtlich. Der

ge-stellte Antrag, den Kassier zu entlasten,

wurde einstimmig angenommen. Es folgte

der Antrag, den gesamten übrigen Vorstand

zu entlasten, dem wurde einstimmig nachgekommen.

Bei den nun folgenden Neuwahlen wurde

zuerst Walter AUMAYR wieder zum

Präsidenten gewählt. Er bedankte sich für

das erneute Vertrauen. Seine erste Aufgabe

österreichischer kanu sport

6

wird die Ausarbeitung neuer, gesetzkonformer

Statuten sein, die bei der nächsten HV

der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt

werden.

Bei den Neuwahlen gab es einige Probleme,

für die Referate Lehrwarte- und Trainerausbildung

und für Freestyle war die Meldung

der Kandidaten von ihren Vereinen vergessen

worden. Nach längerer Debatte genehmigte

die HV einstimmig die Nachnominierung der

anwesenden Kandidaten.

Bei der Wahl wurden alle vorgeschlagenen

Kandidaten gewählt, neu im Vorstand

sind Mag. Wolfgang HÖCHTL für Marathon,

Stefan STEFFEL für Freestyle und Janis Rene

KAUDELKA für die TID.

Nun ging es um die Beiträge, der Vorstand

schlug vor, um den Vereinen einen Anreiz

zu bieten wirklich alle ihrer Mitglieder zu

melden, den Kopfbeitrag von Euro 5 auf Euro

2.- zu senken. Nach einigen Bedenken um

eine eventuelle Machtverschiebung durch

Mit-gliederzuwachs einzelner Sparten bei

Abstimmungen siegte die Vernunft und der

Antrag wurde einstimmig angenommen.

Dafür wird die Auszahlung der Totomittel

ausgesetzt. Nach abschließenden Worten

des Präsidenten schloss die Versammlung

um 13:40 Uhr.

gg

DER NEUE

VORSTAND

DES OKV :

Präsident: Walter AUMAYR

Vizepräsidenten: DI Manfred POCK,

DI Dietmar SCHLÖGLMANN, DKFM Wolfram

STEINWENDTNER

Finanzreferent: Georg SCHWARZMAIR

Schriftführer: Erwin HUBER

Sportdirektoren Rennsport:

Wolfgang RENZ, Harald MARKTLER

Sportdirektoren Wildwasser:

Prof. Helmar STEINDL, Paul EPLINGER

Bereichsleiter Marathon:

Mag. Wolfgang HÖCHTL

Bereichsleiter Freestyle : Stefan STEFFEL

Bereichsleiter Wandersport + Polo:

Hans HUBER

Bereichsleiter Trainer- und Lehrwartereferat:

Ing. Peter REITHMAIER

Pressereferent: Günter J. GOLDBACH

Bereichsleiter TID: Janis Rene KAUDELKA

Kontrolle: Robert HUBER, Dietmar PRESSLER,

Franz ENGL

Schiedsgericht: Mag. Gerhard PEINHAUPT,

Mag. Wolfgang KREMSLEHNER, Peter

FAUSTER, Wilhelm SCHATZ, Heinz RODINGER


Flachwasser Welt Cup II

vom 27.5. - 29.5.2005 in Duisburg

Petra Schlitzer und Viktoria Schwarz paddelten

in die Weltspitze und holten über

200m Silber!

> Gut vorbereitet und mit viel Selbstvertrauen

gingen unsere beiden Damen beherzt im K2

über 200m und 500m an den Start und erreichten

mit ihrem Vorlaufsieg über 200m den

Direkteinzug ins Finale! Als Vorlaufschnellste

zeigten sie der Konkurrenz, dass sie im Finale

ein Wörtchen mitreden werden, was sie dann

auch eindrucksvoll mit ihrem 2. Platz bestätigten!

Umso beachtlicher ist ihr Erfolg, da von den

grossen Kajaknationen wie z.B. Polen oder

Deutschland jeweils die 2 stärksten Boote an

den Start gingen und die Kanutinnen dieser

Nationen um ihre EM u. WM Tickets fuhren!

Besonders erfreulich und wichtig für Vicky und

Petra ist auch das Erreichen des A Finales über

die olympische Distanz von 500m. Im Finale

wurde unser Zweier jedoch durch Wellen eines

Kampfrichterbootes etwas aus dem Rhythmus

gebracht, ohne dieses Missgeschick wäre auch

hier eine noch bessere Platzierung als der 8.

Platz möglich gewesen! Abgerundet wurden

die ausgezeichneten Leistungen der Damen

durch den 5. Platz im B-Finale K1 über 500m

von Petra!

Ich bin überzeugt, dass uns unsere Mädels

auch bei den bevorstehenden Europa- und

Welt-meisterschaften für die sie sich durch

ihre Leistungen fix qualifiziert haben positiv

überraschen werden! Natürlich sollen hier

auch unsere beiden Kanuten Günter Briedl

und Daniel Janisch lobend erwähnt sein, die

sich tapfer in der Bootsklasse mit der grössten

Leistungs-dichte und den meisten Teilnehmern

dem K1 der Herren über alle Distanzen durch

den Wettkampf schlugen!

Welt Cup in

> Nachdem Gerhard Schmid noch eine wichtige

Prüfung seines Medizinstudiums abgelegt

hatte ging es am 9.Mai los in Richtung Nottingham.

Die erste Nacht verbrachten die Sportler

in London wo am Morgen das böse Erwachen

auf sie wartete, der Motor ihres Autos war

"gone". Mit Mietwagen und selbstgebastelten

Dachträ-ger ging es dann weiter.

Mittwochabend endlich in Nottingham wo der

erste Bewerb, ein Sprint, stattfand. Hier konnten

die besten Einzelergebnisse dieser Rennen

erzielt werden. Gerhard wurde 7. und ließ viele

höher eingeschätzte Teilnehmer hinter sich,

sein Bruder Mathias wurde 15.

Anschließend ging es zum Washburn River,

das Wetter wurde zunehmend britischer. Beim

Classic wurde Gerhard 11. sein "kleiner" Bruder

wurde 26. Der 3. und 4. Lauf zum Welt Cup fand

in Irland statt, das bedeutete 10 Stunden zu fahren.

Auf der grünen Insel erwies sich der Sprint

als sehr anspruchsvoll. Ein 13. und ein 20. Platz

waren das Ergebnis. In der Classic meldete sich

Gerhard mit einem 10.Platz wieder in der Spitze

zurück, Mathias wurde 22. Überraschend war

der Zwischenstand im Welt Cup. Gerhard lag

auf Platz 4, Mathias auf Platz 15. Am 23. Mai

ging es nach Wales, nach Bala am Tryweryn

7

österreichischer kanu sport

Günter erreichte mit großem Einsatz über

200m und 1000m und Daniel über 500m und

1000m jeweils das Semifinale!

Wolfgang Renz

Rennsportdirektor-Flachwasser

Wildwasser Abfahrts

Großbritannien und Irland

River. Hier gab es nur wenig Trai-ningsmöglichkeit,

einmal am Tag und bei sehr geringen

Wasserstand. Der sehr anspruchsvolle Kurs

beanspruchte das Material auch sehr stark und

ohne Trainingsboote war die Vorbereitung nicht

optimal und so konnten unsere Athleten nicht

an die vorherigen Erfolge anknüpfen, Ger-hard

belegte im Sprint Platz 13 ,in der Classic ging

es besser, Platz 13 für Gerhard und Platz 25

für Mathias. Im Gesamt Welt Cup landeten sie

auf Patz 13 und 22. Zurück ging es, da sie kein

Fahrzeug mehr hatten, mit dem kroatischen

Team. Für die beiden Sportler gab es kaum eine

Pause, da sie Ende Juni im C2 bei den Slalom

- Europameisterschaften im Einsatz waren.

Peter Draxl


Projekt:

Künstliche Wildwasserstrecke in Wien

> Letzten September trafen sich beim

Gar-tenfest anlässlich der Hochzeit meines

Bruders Franz einige Paddler. Im Gespräch

bedauerten wir, dass für Wien zwar künstliche

Wildwasserstrecken geplant, aber keine

bis jetzt verwirklicht wurde. Da ich mich

gerne an meine Zeit als Slalomfahrer zurückerinnere

und auch meine Söhne paddeln,

erklärte ich mich bereit, den Projektleiter zu

machen und zu schauen, ob wir nicht doch

ein Projekt realisieren können.

Also recherchierte ich zuerst beim Stadtbauamt.

Dort war man sehr kooperativ und

überließ mir großzügig alle vorhandenen

Unterlagen über eine im Jahr 2002 geplante

Strecke beim Nußdorfer Wehr, am Beginn

des Donaukanals. Das geplante Projekt war

toll, mit Tiefgarage für 100 Stellplätze,

Bootshaus mit allen Arten von Kanus und

Kajaks, einem Panoramarestaurant und einer

ca. 500 m langen Strecke mit hydraulisch

verstellbaren Einbauten. Die Zahlen für den

laufenden Betrieb wurden sehr optimistisch

angenommen. Die Investitionssumme hätte

EUR 15 Mio betragen. Darin waren allerdings

noch nicht die Grundstückskosten und

die Übersiedlung der MA 48 (Müllabfuhr)

enthalten. Die MA 48 hat nämlich auf dem

geplanten Gelände eine Garage und eine

Lehrwerkstätte. Diese zusätzlichen Kosten

hätten die Projektkosten verdoppelt, was den

Stadtvätern denn doch zuviel war.

Wir entwarfen eine kleinere Variante, die

ohne dem Areal der MA 48 auskommt und

bauten sogar ein Modell im Maßstab 1:100:

Der Lokalaugenschein im November 2004

ergab, dass quer durch die für die Strecke

vorgesehene Wiese eine Spundwand bis auf

den Wiener Neustädter Tegel in 33 m Tiefe

geht. Diese dicht zu halten ist sehr aufwändig

und teuer. Weiters müsste das ablaufende

Wasser ca. 100 m durch das Gelände

der MA 48 abgeleitet werden, wo es einen

Fettabscheider und einen Kanal quert. Dieser

Tunnelbau für die Entwässerung von 15 m 3

wäre ebenfalls sehr kostenintensiv geworden.

Da der verbleibende Platz für die restliche

Infrastruktur wie Parkplätze und Bootshaus

recht eng wäre und der Niveauunterschied

zwischen Donau und Donaukanal nach

Inbetriebnahme eines Kleinkraftwerkes bei

der Schemmerlbrücke nur mehr 3 m statt der

geplanten 5 m beträgt, machten wir uns auf

die Suche nach einem besseren Standort.

Im Dezember 2004 konnten wir mit

dem zuständigen Bauingenieur des

Kraftwerks Greifenstein das Areal rund um

das Kraftwerk auf Tauglichkeit für eine

Wildwasserstrecke inspizieren. Auch hier

war die Hilfsbereitschaft erstaunlich hoch

und wir bekamen umgehend Kopien von

Plänen. Auf einem hatte er sogar einen für

ihn vorstellbaren Streckenverlauf skizziert.

Im Jänner 2005 analysierten wir einige

Standorte auf der Donauinsel gemeinsam

mit dem dort zuständigen Bauingenieur der

MA 45 (Wasserbau). Da wir eine Strecke mit

natürlichem Gefälle verwirklichen wollten

damit die Betriebskosten durch eine Pumplösung

nicht unnötig in die Höhe getrieben

österreichischer kanu sport

8

werden, schied die Donauinsel aus. Das

gestaute Donauwasser darf nämlich nicht

in die Neue Donau gelangen, da dort das

Wasser im Normalfall Badewasserqualität

hat. Beim Kraftwerk Freudenau gibt es

linksufrig einen Fischauf- und -abstieg der

nicht verändert werden darf. Die zuständige

Dame beim Verbund hat mir mitgeteilt, dass

sie dort schon einige Paddler herausgeholt

hat und dass sich an der Widmung sicher

nichts ändern wird - schade!

Also arbeiteten wir im Feburar 2005 ein

Grobkonzept für den Standort Greifenstein

aus. Dieses ist unter http://www-greifenstein.tgm.ac.at

downloadbar. Dank Walter

Aumayr wurde es ein offizielles Projekt

des Österreichischen Kanuverbandes, was

die Chancen einer Umsetzung beträchtlich

steigert. So durften wir das Projekt bei

der Generalversammlung des Kanuverbandes

präsentieren, wofür ich ein Modell im

Maßstab 1:2000 baute:

Mag. Michael Kugler, Co-Projektleiter,

gestaltete für den Vortrag bei der Generalversammlung

eine Power-Point Präsentation.

Gemeinsam präsentierten wir das Projekt

und es bestand reges Interesse daran. Wir

reichten das Projekt bei den Grundeigentümern

Verbund Austrian Hydro Power AG

ein und präsentierten es bei der via donau

(Wasserstraßendirektion) welcher auch ein

Teil des geplanten Areals gehört. Von beiden

Eigentümern haben wir mittlerweile

Stellungnahmen, dass sie sich ein derartiges

Projekt prinzipiell vorstellen können.

Im April 2005 hatten wir eine Besprechung

mit dem obersten Sportbeamten des Bundeskanzleramtes.

Dort wurde relativ rasch

klar, dass eine Strecke in Wien gewünscht

wird. Im Rahmen eines Konzeptes für den


Aufbau einer Mannschaft für die Olympischen

Spiele 2012 kann eine derartige Strecke als

Infrastrukturmaßnahme dargestellt werden,

aber eben nur im Raum Wien.

Also fanden wir uns Anfang Mai 2005 wieder

auf der Donauinsel ein. Diesmal beim

Ruderzentrum bei der Steinspornbrücke.

Dort haben wir ein Areal zwischen

Steinspornbrücke und Pumpwerk gefunden

auf welchem die Errichtung einer künstlichen

Wildwasserstrecke möglich sein sollte.

Die Infrastruktur wie Leistungszentrum,

Bootshaus, Restaurant und Parkplätze sind

beim Ruderzentrum schon vorhanden, bzw.

sollen sogar noch weiter ausgebaut werden.

Die Ruderer sind erfreut über eine zusätzliche

Nutzung. Das heißt, wir müssen nur die

Strek-ke errichten. Die Kosten dafür belaufen

sich laut Hydrostadium auf EUR 3-5 Mio. Das

Wasser muß dort zwar gepumpt werden, doch

die Kosten für die Betriebsstunde sollten sich

mit EUR 100,- bis 160,- in Grenzen halten.

Dafür haben wir aber Badewasserqualität und

sollten die Strecke gut vermarkten können um

die laufenden Betriebskosten zu decken.

Bezüglich Marktforschung bearbeiten zwei

Diplomandinnen am Institut für Tourismus

und Freizeitwirtschaft der WU Wien das

Thema im Rahmen ihrer Diplomarbeiten. An

zwei Handelsakademien in Wien arbeiten

insgesamt vier Projektgruppen an Marketing-

und Controlling-Themen. Die Ergebnisse

werden im Februar 2006 präsentiert. Die

Ergebnisse des ersten Projekttages könnt ihr

unter www.kanuverband.at nachlesen.

Unser Präsident Walter Aumayr hat ein

Ansuchen um Fördermittel für die Machbarkeitsstudien

eingereicht und wir sollten

gegen Ende Juli Bescheid bekommen, welche

Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Wer über den weiteren Projektfortschritt

informiert werden will oder Anregungen zum

Projekt hat, schickt mir einfach ein Email

an wolfgang.kremslehner@kremslehnerhote

ls.at. Ich maile Pro-jekt-Updates, sobald es

wieder etwas Berich-tenswertes gibt.

Mag. Wolfgang Kremslehner,

UKK Wien,

Projektleiter Wildwasserzentrum Wien

9

österreichischer kanu sport

AUF-

RUF!

Liebe Freunde des Wassersports,

Für die Umsetzung und Realisierung des Projektes

Wildwasserzentrum Wien, benötigen wir

Eure Hilfe! Im Rahmen einer wissenschaftlichen

Studie an der Wirtschaftsuniversität Wien

be-schäftigen sich zwei Studentinnen mit einer

Potentialanalyse für dieses Projekt.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist ein

Fragebogen, der sich vor allem an Wassersportler

und Sportbegeisterte richtet. Ziel des

Fragebogens ist eine Erhebung der gewünschten

Angebote und Zusatzleistungen sowie Eure

Wünsche und Anregungen für das Wildwasserzentrum

Wien kennen zu lernen.

Bitte informiert Euch ab Mitte Juli auf www.

kanuverband.at oder www.kajak.at über den

Fragebogen, und unterstützt uns bei der

Evaluierung dieser wichtigen Punkte durch das

zahlreiche Ausfüllen des Online-Fragebogens.

Leitet diese Info auch an befreundete Sportler und

Interessierte weiter, damit wir Eure Wünsche

und Anliegen in unsere Konzeption und in die

wis-senschaftliche Studie miteinbeziehen können.

Danke für Eure Unterstützung!

F. Moser und S. Mihalits - Diplomandinnen

Mag. W. Kremslehner - Projektleiter


Das Kanufreestyle ist seinen Kinderschuhen

entwachsen. Einige Jahre hats gedauert,

am Anfang konnte es weder laufen noch

reden, doch schon die ersten Freestyler wussten,

es würde bald mit vielen Stimmen sprechen.

Nun steht die Disziplin Kanufreestyle als

Jugendlicher in der Familie des Kanusports.

Schon ist ein nicht unbeträchtlicher Teil

der neu abgesetzten Boote "riverrunner",

"Spielboote" und "Rodeoschüsseln". Namhafte

Kajakproduzenten werden nicht müde,

von Jahr zu Jahr neue Modelle für den

Freestylesektor auf den Markt zu bringen.

Nicht erst seit dieser Saison liegt auf den

Dachträger der Kajakfahrer neben dem

"Dickschiff" fürs Grobe das kleine Freestylekajak

- weil damit selbst bei Niederwasser

immer irgendwo was geht. Auch zeigt

die junge Disziplin durchaus Einfluss auf

Etabliertes am Fluss: Fahre ich bei einer

Walze oder Welle weiter oder ist sie es wert

ein wenig mit ihr zu spielen. Die neuen

Boote faszinieren durch die Möglichkeit aus

dem Walzenhoppeln ein seitliches Surfen

zu machen oder an die Kerze weitere Enden

dranzuhängen.

Struktur & Freestyle?

Wie schon bisher, so stellen sich auch in

dieser Phase der Entwicklung einer Sportart

immer wieder Fragen, deren Beantwortung

den Verlauf des Prozesses für bestimmte Zeit

beeinflussen. Als wichtigste Frage aus der

Sicht des Referates Kanufreestyle erscheint

im Moment, wie sich die in der Wahrnehmung

der Freestyler angelegte Irritation des gleichzeitigen

Denkens von "Freestyle" und "Struktur"

in der Praxis auflösen lässt. Denn in

der Bedeutung der Wörter an sich ist kein

Widerspruch angelegt: Struktur ist etwas

Tragendes und Förderndes, nichts Einschränkendes.

Aufgaben des Referates Kanufreestyle

> Das Referat Kanufreestyle bemüht sich nun

um die Schaffung dieser Strukturen innerhalb

des OKVs. Es geht ihm um die Initiation

von Sozial- und Wettkampfstrukturen,

sowie um die Bewusstmachung und die

Kommunikation bestehender rechtlicher und

finanzieller Strukturen. Das Bemühen um ein

gutes "Gerüst" in den genannten Bereichen

sieht das Referat Kanufreestyle als wichtige

Aufgabe. Eine präsentable Veranstaltung, die

man im Ansinnen ein solches Gerüst zu bieten

organisiert hat, war die im Juni 2005 stattfindende

Lehrwartekoordination. Der OKV bzw.

das Referat Kanufreestyle luden zur Auseinandersetzung

mit dem Thema "Rodeo" an die

Isarwalze nach Plattling. Die Ausschreibung

der Koordination sowie die Übernahme der

Kosten erfolgte durch den OKV (organisatorische

und finanzielle Struktur). Die Abwicklung

vor Ort oblag dem Kursleiter bzw. dem Lehrbeauftragten

(organisatorische Struktur).

Der Anstoß von sozialen Strukturen ergab

sich durch gegenseitiges Kennenlernen der

Teilnehmer bzw. der Kursleitung. Auf die

Vermittlung von Fertigkeiten und die Erweiterung

von Wissen durch diese Koordination

darf man hoffen. Als Resümee kann man

von einer gelungenen Koordination sprechen:

Wissen und Telefonnummern wurden ausgetauscht.

Belebung der Freestyle-Wettkampfszene

> Wie schaut es mit den Voraussetzungen

für ein gelingendes Tun im Bereich des Wettkampfsport

aus? Sich über den Wettkampfsport

Gedanken zu machen ist insofern wichtig,

als dass über die Erfolge bei nationalen

und internationalen Vergleichen die Gelder

der finanziellen Fördereinrichtungen an den

OKV zugeteilt werden. Ohne Erfolge weniger/

kein Geld. Deshalb hier einige interessante

Impulse zur Belebung der Wettkampfszene

österreichischer kanu sport

10

bzw. zur Steigerung der Leistungsbereitschaft

der österreichischen Freestyle-Athleten:

Seit 2004 ist Kanu-Freestyle offizielle Disziplin

des ECA (European Canoe Associa-tion), der

nächste Schritt, nämlich die Auf-nahme in

die ICF (International Canoe Federation) ist

so gut wie sicher, sodass dadurch bereits die

nächsten Weltmeister-schaften eine offizielle

WM ist, sowie ab diesem Zeitpunkt offizielle

Staatsmeisterschaf-ten (und "nicht nur" österr.

Meisterschaften) organisiert werden können.

Diese Aufwertung der Freestyle-Disziplinen

schafft die Möglich-keit einer Annäherung an

diversen finanzielle Fördereinrichtungen.

Im Moment ist es nur ein Gedankenspiel,

aber könnte sich beispielsweise die österr.

Sporthilfe einem Freestyle-Athleten verschließen,

der einen vorderen Rang bei einer

offiziellen EM oder WM vorweisen kann? -

wohl kaum. Also der Appell an die Freestyler -

Gas geben, reinhängen, damit von Seiten der

Sportler alles passt, wenns so weit ist! Auch

die Unterbringung einer Rodeo-Nachwuchshoffnung

in der HSNS ist von Verbandsseite

denkbar… wenn die Resultate stimmen. Wär

doch nicht schlecht, den Grundwehrdienst am

Wasser zu verbringen oder?

Kontakt: www.kanuverband.at

(->bereiche -> alle bereiche ->rodeo)

ssteffel@hotmail.com

Mittermayer / Steffel


50 Jahre

Jubiläum

des NFKC

StoraEnso

YBBS

> Am 28. und 29. Mai 2005 feierte der

Naturfreunde Kanu Club Ybbs sein 50 -

jähriges Bestehen. Der NFKC ist ja längst

bis über die Landesgrenzen bekannt, als

Veranstalter vieler Rennen und gesellschaftlichen

Festen, als Teilnehmer bei EM

und WM, sind die Ybbser Sportler ständig

in ganz Europa unterwegs, und das schon

über Jahrzehnte. Der Jubiläumsslalom war

am Samstag eine gelungene Veranstaltung,

an die 60 Starter wagten sich in die

Fluten der Donau. Bei der Siegerehrung

konnte Bürgermeister Anton Sirlinger,

Sportstadt-rat Alois Schroll und Stadtrat

Josef Nawratil die neuen Stadtmeister 2005

im Kanu Slalom Iris Dangl und Alexander

Ep-linger beglückwünschen.

Am Abend war an der Donaulände ein Punk

Rock Konzert mit der Gruppe Vakuumflasks,

die der Jugend einheizte. Am Sonntag feierte

der NFKC StoraEnso Ybbs im Rahmen

eines Festaktes sein 50-jähriges Bestehen.

Eine Foto Ausstellung von Adi Stöckl zeigte

die Anfänge bis zur Jetztzeit in schönen

Fotos, diese kann man noch 2 Monate in

seinem Atelier bewundern. Obmann Franz

Engl konnte sehr viele Ehrengäste im schönen

Vereinshaus in Angern begrüßen. Im

Beisein von Bürgermeister Sirlinger, den

Stadträten Brachinger, Schroll, Nawratil

CANADIER -

CANOEING

eine alte Sportart die eine Wiedergeburt

erlebt!

> Wer verbindet beim Anblick eines

Canadiers nicht romantische Jugendträume

oder Erinnerungen mit diesen,

den Booten der indianischen Ureinwohner

Amerikas nachempfundenen Sportgeräten?

In einem Prospekt las ich in etwa: "Es

gibt verschiedene Wege, Glück und

Zufriedenheit zu erfahren - einer davon

liegt am Wasser: Canadierfahren auf

stillen Seen, großen und kleinen Flüssen,

dahingleiten oder mit raschen Paddelschlägen

durch quirlige Stromschnellen

zu fahren. Canadierfahren ist Entspannung

pur, der Alltag bleibt schon nach

kurzer Zeit am Ufer zurück. Ob Du allein

die Einsamkeit auf dem Wasser suchst

oder mit der Familie oder Freunden

unterwegs bist: Ein Canadier eröffnet

viele Erlebnisswelten."

Und es gibt verschiedene Wege, Canadier

zu fahren, den Sport zu erlernen. Z.B.

bei einem Schnupperkurs wie er von

Vereinen angeboten wird, in einer guten

Kanuschule oder, etwas mühevoller, im

Selbstunterricht. Es gibt jede Menge

Literatur, manche sehr gut, manche gut

und manche ist totaler Unsinn. Am besten

man informiert sich unverbindlich

bei einem Club, einer Kanuschule oder

bei einem Bootshändler. Wichtig ist

nur, man ist sich über seine Wünsche,

Vorstellungen und seine Fähigkeiten im

klaren.

Einer, der sich über seine Möglichkeiten

genau im klaren ist, ist Franz. M. Huly,

für dessen Impressionen einer Kanu Tour

in diesem Heft ich mich sehr herzlich

bedanken möchte.

Gg

11

österreichischer kanu sport

und Laher, dem Vertreter der Sponsorfirma

StoraEnso Moser, Sparkasse Direktor

Hoffmann, einer Abordnung der Bundesleitung

der Naturfreunde, und Walter

Aumayr vom Österreichischen Kanuverband

würdigte Naturfreunde Obmann

Gerhard Hubmayr die Verdienste des NFKC.

Insbesondere die Verdienste der Familie

Kappelmüller. Wilhelm Kappelmüller als

Gründer des Vereines, der unter Mithilfe

seiner Gattin Hermine, den Grundstein für

eine erfolgreiche Vereinsarbeit legte und

Leopold Kappelmüller der die Geschicke

in Jahrzehntelanger Arbeit weiterleitete

wurden für ihre besonderen Verdienste

mit einer Ehrung bedacht. Für die vielen

Glückwünsche möchte sich der NFKC

StoraEnso Ybbs bei allen Gratulanten recht

herzlich bedanken.

> C a n a d i e r -

veranstaltungen

2005:

SALZACH CANADIERTAGE: 3.+4. September

von Oberndorf bis Salzachmündung,

Anmeldungen, Auskünfte: KC WILDSHUT, zH.

Hans HUBER, Reith 26, A 5120 St. Pantaleon,

e-mail: hans.huber@kcw.at oder Programm

nachlesen unter www.kanuverband.at.

TIROLER CANADIERTAG: am 24. September

am INN

Anmeldungen, Auskünfte bei C&KC-Günter J.

Goldbach, Gumppstr.21a, 6020 Innsbruck

e-mail: ckc_goldbach@tele2.at oder unter

www.kanuverband.at


1. Tag: Einsteig Deep Creek Lake Laberge, Seelänge 48 km, 1. Nacht Ptarmigan Point, Lake Laberge.

2. Tag: Lake Laberge, Einfahrt Lower Laberge, Thirty-Mile-River, 2. Nacht Parks Campsite.

3. Tag: Einmündung Teslin River in den Yukon River; 3. Nacht Hootalinqua.

4. Tag: Shipyard Island, Dampfer Evely oder Norcom, Hootalinqua - Einmündung Big Salmon River in den Yukon River,

Cyrs Dredge Camp, Ericksons Slough; 4. Nacht Ericksons Wood Camp

5. Tag: Little Salmon Station, Indianerfriedhof, Einmündung Little Salmon River in den Yukon River, Eagle Bluff, Klondike

Highway, Camp Kanu People; 5. Nacht Carmacks.

6. Tag: Rückfahrt von Carmacks nach Whitehorse auf Klondike Highway.


© Fotografie & Grafik by F. M. Huly, 4112 St. Gotthard


Costa Rica

> Vor 30 Stunden noch im feuchtkalten Mitteleuropa

und jetzt sind die 5 Gringos aus A, D

und CH im subtropischen Costa Rica! 2h fahren

wir noch vom Flughafen SAN JOSE bis zu unserem

Quartier in LA VIRGEN, für das letzte Stück

rauf zu unserem Quartier Finca Pedro braucht

unser Fahrer 3 Anläufe, zu steil ist der morastige

Weg! Nicht weit von hier ist der POZO AZUL

mit einem fahrbaren 10m Wasserfall, die Boote

müsste man aber ein Stück rein und wieder

raustragen, wir sind lieber faul und besuchen

diesen herrlichen Badeplatz ohne Schiffe!

Unser Einstiegsbach ist der einfachere

MITTLERE SARAPIQUI (bis WWIII), mit flotten

Schwällen, manchmal verblockt, fließt er unweit

der Straße durch schöne Landschaft. Die

einheimischen Kinder fahren mit den altbewährten

Reifenschläuchen runter, auch einmal

eine bessere Spur wie wir! Am nächsten Tag

wollen wir auf richtiges WW, also auf zum

OBEREN SARAPIQUI (WWIV). Pedro bringt uns

mit seinem 30 Jahre alten Landrover zum Ein-

stieg, der grüne Fluss startet hier gleich mit

einer verblockten Gefällestrecke, wow! Im Zick

Zack geht's zwischen den Blöcken durch, dann

wird's wuchtig und steiler "mit dem Hauptwasser

runter und nicht in die Löcher" lautet

unser Plan, der auch so halbwegs funktioniert!

Nach kurzer Entspannungsfahrt kommt der

nächste steilere verblockte Schwall, hier

quetscht sich die arme Heike ihre Fingern

blutig, sie muss abbrechen und 1km am Ufer

zurück, das dauert 1h. Mit einem "bis zum

Heiraten wird's wieder gut" verabschieden wir

uns…

Die ersten 2km bringen teilweise unübersichtliche

Schwierigkeiten am laufenden Band, uns

wird gar nicht langweilig! Eine Stelle heißt ME

GUSTA, das bedeutet "Mir gefällt's", uns gefällt

dieser löchrige Katarakt aber erst nach eingehender

Begutachtung! Die Schwierigkeiten

nehmen ab, jetzt haben wir auch beide Augen

für den Regenwald des SARAPIQUI, dichte

Vegetation bis runter zum Wasser, riesige

Bäume, eindrucksvoll bis zum Ausstieg! Am

Abend lernen wir das Nationalgericht der Costa

Ricaner (Ticos) kennen: Das "Casado" ist ein

deftiges Gericht mit Bohnen, Reis, Gemüse,

Fleisch, Huhn oder Fisch mit einer scharfen

Chili Soße, dazu gibt es gutes "Imperial" Bier,

leider macht sich hier die Unsitte der Amis

breit, das Bier mit Eiswürfeln zu servieren…

Der nächste Fluss ist der OBERE TORO, die Fahrt

auf dem grüngrauen Fluss beginnt in einer

herrlichen Urwaldschlucht mit flotten Schwall-

österreichischer kanu sport

14

strecken, Prallwänden, Stufen, Walzen und

Löchern! Raftguides haben uns vor dem gefährlichen

5. Rapid gewarnt, gespannt fahren wir

um jede Kurve, war das jetzt ein Rapid oder

nicht? Wir finden die Stelle, eine Gefällestrecke

mit Felsen und Löchern in der Ausfahrt, aber

halb so wild, wir haben uns umsonst gefürchtet!

Ab halber Strecke nehmen die Schwierigkeiten

ab, trotzdem zeigt uns der Toro immer

wieder seine Hörner und überrascht uns mit

schwierigeren Stellen! Die Schlucht geht zu

Ende, der Fluss wird breiter, teilt sich öfter in

mehrere Arme, die sich dann mit wuchtigen

Wellenzügen wieder vereinen. Der Toro ist ein

Highlight in Costa Rica!

SUCIO heißt unser letzter Fluss in diesem

Gebiet, SUCIO bedeutet "der Schmutzige",

eisen- und schwefelhaltiges Lavageschiebe färben

das Wasser braun, diese Suppe hinterlässt


überall eine raue Schicht, schmeckt etwas

bitter und brennt in den Augen! Der SUCIO

hat oft starke Hochwässer die das gesamte

Flussbett immer wieder umpflügen, die Stellen

verändern sich jährlich. Wir haben relativ viel

Wasser, trotzdem lauern viele Blöcke nur knapp

unter der trüben Wasseroberfläche und wollen

uns aus dem Konzept bringen, aber wir wollen

hier nicht mit der Birne unter Wasser! Oft verengt

sich der Fluss und donnert steile Katarakte

runter, erreicht hier WWV, manche Stellen sind

uns zu heiss… Nach 2/3 der Strecke mündet der

RIO PATRIA und verdoppelt die Wassermenge,

na Halleluja… Wider Erwarten nehmen die

Schwierigkeiten aber ab, mit relativ offenem

WWIV und manchmal über 2m hohen Wellen

geht's dem Ausstieg entgegen. So und nach

dieser aufregenden Fahrt haben wir uns ein

paar Tage Erholung an der KARIBIK verdient!

Report Teil 2

Pura Vida

Die Karibikküste taugt uns, faulenzen, baden,

schnorcheln, abends spielen Bob Marleys

Nachkommen in ganz CAHUITA spitzen

Reggae, die Leute sind locker, der karibische

Rum schmeckt auch nicht schlecht! Das ist

"Pura Vida" das "wahre Leben", so lautet auch

ein Gruß der Ticos. Wir hätten es noch ein paar

Tage ausgehalten, aber wir haben da noch ein

paar Bäche offen!

Drum fahren wir mit dem Autobus nach

TURRIALBA und steigen im Hotel Interamericano

ab, das ist der Treffpunkt der Bootfahrer. Der

nette Manager Luis organisiert auch rasch

einen Chauffeur, Martin wird uns für 60$ zu

den Flüssen bringen.

CASA MAQUINA oder POWERHOUSE RUN ist

unser erster Abschnitt auf dem REVENTAZON.

Am Einstieg wartet eine leicht verblockte

Aufwärmstrecke, nach 300m kommt das trübe

Kraftwerkswasser zurück, unsere Geruchssensoren

melden leider nicht die beste Wasserqualität!

Ab hier geht's dann erst richtig

los, wuchtiges WWIV mit Rapids, Wellen,

Verblok-kungen, Walzen und Löcher bietet der

REVENTAZON. Öfter teilt sich der Fluss in mehrere

Arme, am besten mit dem Hauptwasser

fahren, denn die schmäleren Arme enden gerne

in Baumfallen und bei dem Tempo ist das echt

gefährlich.

In der zweiten Hälfte nehmen die

Schwierigkeiten ab, nur COLANDER das heißt

"Sieb", eine Gefällestrecke mit Blöcken und

Löchern gilt es noch richtig zu erwischen!

Das letzte Stück wird einfach und schließlich

zahm, 1km müssen wir noch über den LAGO

ANGOSTURA bis zum Ausstieg löffeln. Das

Wasser war wirklich nicht besonders, abends

schmerzen die Lauscher... Zum Glück kennen

die Ticos ein altes Hausrezept, "Guarro", das ist

ein hochprozentiger Fusel in die Ohren tropfen,

nach 5min sind die kleinen Viecherln alle

erledigt! Der Wasserstand am REVENTAZON ist

optimal, unsere nächste Fahrt wird der PERALTA

RUN sein, ein Wuchtwasserklassiker mit hohen

Wellen. Martin fährt uns zum Einstieg, sehr

wenig Wasser hier, aber der Chauffeur und die

Locals meinen nach 20min paddeln werden

wir das rückgeleitete Wasser erreichen, also

los. Wir schlängeln uns zwischen den Blöcken

durch, 20min, 40min, 60min und noch immer

15

österreichischer kanu sport

kein Wasser... Es rumpelt immer mehr, über

feuchte Kellertreppen runterpoltern, mit den

Händen vorwärts schieben, oft müssen wir aussteigen

und die Boote über die Felsen schleifen

weil zuwenig Wasser da ist, sch... Nach etwa

3-4km für die wir fast 3h und 75% unserer

Nerven gebraucht haben, sehen wir am Ufer

ein paar junge Ticos, sie sind mit ihrem 4WD

hier runter gefahren und feiern eine Party. Erst

etliche km weiter gibt es wieder Wasser, hier

ist es fast immer trocken, meinen sie... Nein,

wir wollen nicht weiter, Schluss mit Canyoning!

Wir sehen Dachträger auf dem Allrad und bitten

die Ticos ob sie uns samt den Booten nach

TURRIALBA bringen können, mit 20$ steigt der

Deal. Die Kajaks binden wir mit den Wurfsäcken

aufs Dach, dann geht's einen steilen Weg aus

der Schlucht raus, die Fahrt mit den bekifften

Burschen ist spannend, die Musik im Auto

ein Hammer! Zurück im Quartier stellen wir

fest, dass wir statt beim PERALTA RUN auf

PERALTA DRIES ausgesetzt worden sind, dieser

Abschnitt ist abgeleitet und nur sehr selten bei

Dammüberlauf fahrbar!!!

Am PEJIBAYE haben wir mehr Glück, hier ist

genug Wasser, grün und klar! Der erste km ist

herrliches WWIV mit verblockten Slaloms, engen

Durchfahrten, Gefällestrecken und Stufen, 3x

besichtigen wir. Dann wird's eine Spur leichter,

abwechslungsreiches WW in einer schönen

schmalen Waldschlucht.

Leicht verblockte Schwälle mit meist deutlich

erkennbaren Durchfahrten, wir achten auf

Baumhindernisse finden aber Kuhhindernisse!

Eine Kuh soll ans andere Ufer gebracht werden,

da helfen wir mit und bringen das Seil auf die

andere Seite. Das arme Tier kriegt so panische

Angst, dass es sich im Wasser niederlegt und

zu ertrinken droht... Aber Muh wird kein Fall

für den Fleischer, mit ziehen und schieben wird

sie doch noch ins Trockene gebracht! Der Hund

möchte auch ans andere Ufer schwimmen, wird

aber abgetrieben und nimmt einen Vollwasch-


gang in der folgenden Stufe, Bernd fischt ihn

raus, mit solchen Bergeaktionen haben wir auf

diesem schönen Fluss aber nicht gerechnet!

Die Folgestrecke verläuft weniger spektakulär,

auf einfachem WWII-III erreichen wir den

Ausstieg.

Report Teil 3

Pacuare

Ja was hat uns denn der Santa Claus geschenkt,

eine 2 Tagesfahrt auf dem Highlight Costa

Ricas - dem PACUARE! Wir schließen uns

einer Raftpartie an, die nehmen unser Zeug

für die Nacht auf ihrem Gummibus mit. Leider

ist das Wetter nicht so besonders, obwohl

Trockenzeit ist regnet es viel, das Wasser ist

braun statt grün... Der erste Rapid kommt

bald, zwischen Blöcken und Prallwand ist der

goldene Mittelweg zu finden. Mit ganz schön

wuchtigen Schwällen geht's vorwärts, besonders

bei engen Gefällestrecken bilden sich hohe

Wellen und Walzen, dazwischen gibt's aber

immer wieder ruhige Stücke zum Bestaunen

der grünen Schlucht.

Einen Hilfspegel mit Farbkleckser gibt es hier,

von grün (NW) über orange, weiß und rot (HW)

geht die Skala, wir sehen heute nur rot! Die

Rapids überraschen uns manchmal mit nicht

einfach zu erkennenden Löchern, da heißt es

ordentlich löffeln. Eindrucksvolle Wasserfälle

bringen zusätzliches H2O, der höchste ist der

HUACAS FALL, dieser liegt zwischen den Stellen

UPPER und LOWER HUACAS, das bedeutet so in

etwa oberer und unter Friedhof in der Sprache

der Eingeborenen, UPPER HUACAS ist eine verblockte

Gefällestrecke mit Löchern.

LOWER HUACAS ist seit dem letzten großen

HW deutlich schwerer, wird jetzt tw. mit WWV

bewertet und ist auch gefährlich. Nicht zu

unterschätzen sind das Loch und der unterspül-

te Felsen am l Ufer, die letzten Jahre sind hier

mehrere Personen gestorben. Wir freuen uns

diese Stelle gut erwischt zu haben, und noch

mehr freuen wir uns auf den nahen Ausstieg,

hier gibt es Cerveza aus der Eisbox der Rafter,

sind ja doch klasse Burschen die Gummibusfahrer!

Aus der 100% dichten Gepäcktonne rinnt das

Wasser, Frank freut sich, sein Schlafsack war

ganz unten und hat alles aufgesaugt! Oberhalb

unseres Camps wohnen Indigenas in einer einfachen

Hütte mit Feuerstelle und Lehmboden, die

Cabecaresfamilie lebt von ein paar Bana-nenstauden,

die Zivilisation ist Stunden entfernt.

Die Nacht ist schwül, um 23:00 hat es noch

immer fast 30°C und sicher 120% Luft-feuchtigkeit!

In der Nacht hat der Regen nachgelassen,

der Wasserstand ist ein wenig gesunken.

Mit ein paar leichteren Rapids beginnt unsere

heutige Fahrt, nach 2km kommt wieder ein

Doppelpack, UPPER und LOWER CIMARRONES,

WWIV. Die erste Stelle ist eine relativ steile

Gefällestufe, die zweite ein verblockter, wuchtiger

Schwall mit ordentlich Gefälle und einem

bösen Loch in der Mitte, das schnappt auch

gern einmal ein Raft!

Gegen Ende der Fahrt erreichen wir DOS

MONTANAS, der PACUARE fließt hier durch

eine kurze, schmale Schlucht, ein fotogener

Rast-platz. Das letzte Stück bietet der Fluss nur

noch wenig Schwierigkeiten, die Rafts lassen

sich treiben und übersehen fast den riesigen

Baum, der seit heute einen 20m breiten Arm

absperrt...

österreichischer kanu sport

16

UPPER UPPER PACUARE ist unser letzter Fluss,

wir haben eine lange holprige Anfahrt von

TURRIALBA, Bernd weiß jetzt auch was "Casco"

heißt, er hat seinen Helm vergessen und hier ist

nirgends ein Casco aufzutreiben... Trage mein

Boot runter zum Einstieg, sehe mich plötzlich

Aug in Aug einer über 1m langen aufgerichteten

grünen Schlange gegenüber. Gestern haben

wir erfahren, dass in Costa Rica jährlich 2000

Menschen von Schlangen gebissen werden,

möchte nicht Nr. 2001 werden und werfe den

Blunt auf das Vieh! Das Boot wird vorsichtig

geborgen, das grüne Tier hat sich zum Glück

verzogen. Der Fluss bietet klares offenes WW in

einer einsamen Dschungellandschaft, Schwälle,

Blöcke und langsam zunehmende Schwierigkeiten.

Das Gefälle wird mehr, die Blöcke größer,

die Durchfahrten unübersichtlich, wir steigen

öfter aus um die beste Spur zu finden und

achten heute besonders auf Schlangen! Im

Mittelteil zeigt sich der UPPER UPPER ein

längeres Stück von seiner ruhigen Seite um

dann gegen Ende wieder ganz schön verblockte

WWIV Katarakte zu bilden. Der PACUARE ist

wirklich ein Highlight und bietet mit seinen

unterschiedlich schwierigen Abschnitten WW

für jeden in faszinierender Landschaft.

Am PAZIFIK war es zu heiß, drum sind wir noch

in die Berge, am höchsten Berg Costa Ricas dem

CERRO CHIRRIPO war frieren angesagt, statt

Aussicht gab es Regen... Ein super Kajakurlaub

geht zu Ende, wir wollen alle wieder einmal

hierher kommen, zu den freundlichen Ticos, die

uns vielleicht wieder mit einem "Pura Vida!" in

ihrem schönen Land empfangen.


Der Kanu

Club

> Wie jedes Jahr unternahm der KCW

unter der Führung von Hans Huber, unserem

BIG BOSS, auch 2005 eine Paddeltour

nach Südfrankreich.

Trotz der für diese Jahreszeit eher kühlen

und regnerischen Witterung herrschte "Volles

Programm" - zumindest für einige von uns

unerschütterlichen Paddlern. Ein besonderes

Highlight neben den bekannten Wan-derflüssen

wie Durance und Konsorten war sicherlich

die Guil. Zusätzlich zur unglaublich dramatischen

Landschaft, die man schon während

der Anfahrt von Embrun durch Schluchten

erlebt, durften wir Wildwasser vom Feinsten

genießen. Je nach Können bietet sie alles was

des Paddlers Herz begehrt.

Von WW II bis unfahrbar, je nach Streckenabschnitt.

Wir entschieden uns für die obere

Guil. Zuerst wählten wir eine Aufwärmstrecke

in WW II - III. Der Einstieg, und damit die

Länge dieses Abschnittes, kann beliebig weit

oben gewählt werden. Letztendlich erreicht

man beim Chateau Queyras die markante

Klamm. Kurz und knackig wie wir zu sagen

pflegen. Mit durchgehend WW IV(+) zwängt

sich die Guil über unzählige kleine Abfälle

und Katerakte durch eine teilweise nur 2m

breite Klamm. Da sprudelt es manchmal

schon ordentlich.

Die Klamm kann von der Straße und/oder

Kletterstieg aus recht gut besichtigt werden,

würden wir auch empfehlen. Außerdem

eine recht gute Möglichkeit tolle Bilder zu

erhalten. Nach ca. 1km ist dieser Ritt dann

leider auch schon wieder vorbei. Die Klamm

öffnet sich, und ein schönes Kehrwasser

bietet sich zum Sammeln an. Dann noch

ein kleiner offener Katerakt zum Abschluss

und eine genussvolle Tour ist beendet. Man

sollte hierbei etwas Zeit einplanen um auf

dem Rückweg die Passstraße über den Col d'

Max auf der Claree

Wildshut

Big Boss mit Anhang auf der Durance

Izoard zu nehmen. Mit dem Auto auf 2360hm.

Selbst der eine oder andere Radfahrer quält

sich über diesen Pass - alle Hochachtung vor

diesen ausdauernden Jungs. Dort warten eine

unglaubliche Weitsicht, ein beeindruckender

Kanu Club

Braunau

> Walter Aumayr, der den KC Braunau

1968 gegründet hat, übergibt nach 38

Jahren Obmannschaft die Führung an

Erwin Huber.

Der Verein kann auf eine beachtliche Liste von

ehemaligen österreichischen Spitzensportlern,

Weltmeistern und Olympiateilnehmern

verweisen und hat sich vor allem mit internationalen

Veranstaltungen einen Namen gemacht.

Weltcupbewerbe und Junioren Weltmeisterschaften

in der Regatta und Kanuslalom

in Lofer, Mayrhofen und Landeck gingen

unter der Federführung von Walter Aumayr

auf das Konto der Braunauer und bescherten

dem Kanuverband große internationale Anerkennung.

Dass der neue Obmann nicht mehr ganz so

neu ist, wissen nicht nur die Insider. Erwin

Huber ist 1969 dem Verein beigetreten und

hat nach einer aktiven Sportlerlaufbahn im

17

österreichischer kanu sport

in Südfrankreich

Blick über die Alpen und vielleicht sogar noch

Schnee. Anschließend noch ein Spaziergang

in Briançon um den Tag bei einem guten

Espresso oder etwas Ähnlichem ausklingen zu

lassen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Manfred am Anfang der Guil-Klamm "Entlein" - auf der Ubay

Juniorenbereich die stellvertretende Obmannschaft

1984 übernommen. Man will allerdings,

so die neue Vereinsführung, in Zukunft

mehr auf den Breitensport achten, für die

Senioren und Familien regelmäßig Fahrten

bzw. Kurse organisieren und sich an Projekten

mit Outdooraktivitäten beteiligen. Sollte sich

daraus die (der) eine oder andere leistungswillige

SportlerIn herauskristallisieren, gibt es

natürlich beste Unterstützung. Erwin Huber

setzt dabei vor allem auf Teamgeist und

Kooperation.

Erwin Huber

v.l.n.r.: Gerhard Huber, Heinz Kämmerer,

Walter Aumayr, Erwin Huber, Franz Baier


Frühlings

impressionen -

wenn die Bäche wieder lebendig werden.

> Das zeitige Frühjahr ist die beste Zeit um den Flüssen nördlich der Donau einen Besuch abzustatten. Nur wenige Tage im Jahr herrscht

hier ein passender Wasserstand, wer die Bäche paddeln will muss zumeist noch vor Ostern kommen.

Impressionen stammen von www.kajak.at Kajaksport in Österreich - Zusammengestellt von Thomas Rettenbacher

Auf der Feldaist im Mühlviertel. Sie gehört

zusammen mit Naarn, Waldaist und Großer

Rodl zu den lohnendsten Zielen. Das

Zeitfenster für eine Befahrung ist nur kurz,

meist ist nach 2 - 3 Wochen das Wasser

schon wieder am Ablaufen.

Auf der Feldaist

Im Waldviertel verhält es sich ähnlich, wenn

auch der Obere Kamp oft etwas länger fahrbar

bleibt. Die Schwierigkeiten sind deutlich leichter

als Flüsse des benachbarten Mühlviertels,

der Kamp mit seinen Quellflüssen und die

Große Krems sind hier wohl die am häufigsten

befahrenen Bäche.

Große Rodl - schönster Fluß im Mühlviertel

Immer noch eher unbekannt ist, dass auch der

bayrische Wald ein lohnendes Ziel darstellt.

Ilz und Wolfsteiner Ohe sind sehr empfehlenswerte

Paddelziele und haben oft auch

erstaunlich lange fahrbare Wasserstände.

Große Ysper im Grenzgebiet

zwischen Wald - und Mühlviertel.

österreichischer kanu sport

18


19

österreichischer kanu sport

Erst jetzt setzt auch südlich der Donau die

lang ersehnte Schneeschmelze ein. Der

Ötscherbach - Quellfluss der Erlauf - ist

ein absolutes Landschaftjuwel. Wer zu bald

kommt hat mit großen Schneemassen im

Tal zu kämpfen, zu spät und dem Bach fehlt

das nötige Wasser. Außerdem muss man sich

beim Weg zum Einstieg unbedingt an die

Regeln halten, 2 Stunden Fußmarsch auf der

gesperrten Forststrasse sind nötig.

Wolfsteiner Ohe - bayrischer Wald

Anfang Mai haben fast alle Alpenbäche dann

tolle Wasserstände. Lediglich die höher liegenden

Gletschflüsse werden noch einige Zeit

Niederwasser haben. Um Pfingsten beginnt

die Paddelsaison dann so richtig. So mancher

fährt an die Soca um dort festzustellen, dass

auch viele Andere dieselbe Idee hatten.

Ausweichmöglichkeiten gibt es aber viele,

manche Regionen wie zum Beispiel das obere

Salzachtal liegen überhaupt fernab der üblichen

Wildwasserziele.

auf dem Ötscherbach

Spätestens jetzt wird auch das Wanderpaddeln

und Familienurlaube interessant. Immer

mehr im Gespräch ist auch das Paddeln mit

dem Nachwuchs, das ja auch sehr viel Spaß

machen kann.

auf der Rauriser Ache

Das abwechslungsreiche Frühjahr ist zu Ende

- spätestens im Sommer bricht dann zumindest

im Osten Österreichs die große Dürre

aus und es heist beharrlich auf ausgiebige

Regenfälle zu warten. Wer kann stattet den

Gletscherbächen einen Besuch ab, die gerade

jetzt traumhafte Verhältnisse bieten. Bleibt zu

hoffen dass dies auch noch lange so bleibt,

denn es sind leider auf unseren Flüssen viele

Kraftwerksprojekte geplant!

die Paddelkids kommen!


Kajakschnuppertag

> für die Schüler und Scholerinnen der

Landwirtschaftlichen und Gärtnerischen

Handelsschule LFS Grottenhof-Hardt

unter Zusammenarbeit zwischen Kajakclub

Wikinger und Grazer Kanuclub

Am Montag, den 13. Juni haben sich der

Obmann des Kajakclub Wikinger, Paul Klement

mit Gattin, Boots- und Fahrtenwart Rudi

Buchegge und als Vertretung des Grazer

Kanuclubs, Christoph Hesse, am Thalersee zu

einer Kajakeinführungseinheit für die Schüler

und Schülerinnen der Landwirtschaftlichen und

Gärtnerischen Handelsschule LFS Grottenhof-

Hardt (www.grottenhof.com) eingefunden.

Traumhaftes Wetter und gut gelaunte

Schüler, was will man mehr. Paul begrüßt alle

Teilnehmer recht herzlich und nach einer kurzen

Bescheibung der verschiedenen vorhandenen

Bootstypen (Wanderboot, Wildwasser-kajak bis

hin zum Rodeoboot) geht es auch gleich zur

Sache. Einmal die Paddelbrücke vorgezeigt und

schon stürzen sich die Schüler einer nach dem

anderen unter Anweisung von Paul in den zwar

trüben aber schon fast Badetemperatur habenden

Thalersee. Die Schüler müsssen erkennen,

daß das Gerade-ausfahren gar nicht mal so einfach

ist, aber mit Hilfe von Tipps von Paul, Rudi

und Christoph klappt es dann doch, auch wenn

es auf dem Bild oben rechts etwas durcheinander

und unkontrolliert wirken mag. Ein beson-

ders gut begabter Schüler hat sich dann auch

noch von Christoph überreden lassen einen

"Klippenstart" vom Steg zu machen. Nicht

schlecht fürs erste mal im Boot! Das Wetter

hat gehalten und alle hatten einen großen

Spaß and der ganzen Sache. Ein Dankeschön

gebührt auch Herrn Steinwidder, der seiner

Klasse diesen Tag organisiert hat. Vielleicht

ergeben sich auf diese Weise ja noch öfter mal

so schöne Zusammen-arbeiten zwischen den

beiden Klubs.

Text und Bilder Christoph Hesse

LSV 1990

Kitzbühel - Kanu

> Nach dem Anpaddeln auf der Ache war

die Gruppe sehr motiviert und trifft sich seither

regelmäßig einmal pro Woche zu einer

Ausfahrt. Dabei wird die Technik verbessert

und Grenzbereiche erprobt. Unser Club ist sehr

vielseitig und betreibt neben dem Kajaksport

noch Radfahren, Canyoning, Ski-rollen und

Paragleiten. Diese Vielseitigkeit tragen zum

Zusammenhalt und zur Gemüt-lichkeit unse-

österreichischer kanu sport

20

rer kleinen Gruppe bei. Auch ein Kajakkurs

mit Orientierungslauf wurde im Rahmen der

Sportprojekttage mit 22 Teilnehmern organisiert.

Im Herbst wollen wir auf der Soca den

Saisonabschluss zünftig begehen.

Franz PUCKL jun, Sektionsleiter


Die Faltboote sind zurück

> Faltbootfreunde Kärnten setzen neue

Akzente im Wanderpaddeln

Wanderpaddler sind oft Einzelgänger, die

sich maximal in kleinen Grüppchen ihrem

Hobby widmen. Dies trifft im Besonderen

auf die Faltbootfahrer zu, deren Geräte in

unserem Bereich nahezu in Vergessenheit

geraten sind.

Und trotzdem gibt es sie! Auch in Kärnten, wo

sie sich jetzt etwas fester zusammengeschlossen

haben. Der Kajak-Verein Klagenfurt ist

die Anlaufstelle für gut zehn Faltbootfahrer,

die seit dem Jahre 2004 gemeinsame Touren

> Der ATSV Steyr, Sektion Kayak veranstaltete

ein Sicherheitswochenende am

4. und 5. Juni 2005 in St. Pankraz bei

Hinterstoder.

Von der Planung bis zur Durchführung einer

Wildwasserfahrt gibt es viel zu beachten.

Worauf es sich wirklich zu achten lohnt, wurde

am 4./5. Juni 2005 beim Sicherheits-training

des ATSV Steyr, Sektion Kayak erarbeitet.

"Sollte es doch einmal zu einer unvorhergesehen

Situation kommen, haben wir die

Mö-glichkeiten der Soforthilfe an diesem

Wochenende trainieren und lernen können",

erklärt Erwin Kargl, Sektionsleiter des ATSV

Steyr, "Ein Sanitäter des Notarztwagenteams

unternehmen. Auch Festbootpaddler schließen

sich gerne. Die Ziele waren bisher vor

allem in Kärnten und in Oberitalien, wo sich

in den Lagunen und ihren Zuflüssen besonders

reizvolle Touren unternehmen lassen.

Der Höhepunkt des heurigen Frühjahres war

zweifelsohne die Teilnahme an der Vogalonga,

einer touristischen Paddel- und Ruderveranstaltung

über 30 km in der Lagune von

Venedig. Start und Ziel ist jeweils im Zentrum

von Venedig in der Nähe des Markusplatzes.

Bei der heurigen 31. Auflage haben nahezu

1500 Sportler in fast 600 Booten daran teil-

Rast auf der Elbe in der Sächsischen Schweiz Die Drau in Oberkärnten ist ein

idealer Fluss für Wanderpaddler

Kirchdorf, der selber leidenschaftlicher Kajakfahrer

ist, hat für uns einen speziell auf

Kajak-fahrer abgestimmten Erste Hilfe Kurs

gehalten."

16 Erwachsene, vom Anfänger bis zum erfahrenen

Kajakfahrer und 6 Kinder haben sehr motiviert

mitgemacht. Wurfsackbergungen, Bergen

eines ohnmächtigen Schwimmers, Seilwinden,

Paddelhaken, Strömungslehre und Erste Hilfe

konnten wir üben. Techniken am Wehr und

anderes wurde noch ausführlich besprochen

und diskutiert.

Trotz des schlechten Wetters sind wir mehr

geschwommen als gepaddelt. Jeder der Teilnehmer

hat von den Übungen im Trockenen

und am Fluss profitieren können.

21

österreichischer kanu sport

Vor dem Start zur Vogalonga 2005

genommen. Mitglieder der Faltbootfreunde

Kärnten unternehmen heuer im Sommer auch

ausgedehnte Reisen im Osten Deutschlands

und in Alaska und Kanada.

Seit kurzem verfügen die Faltbootfreunde

Kärnten auch über eine eigene Homepage,

die über ihre Aktivitäten informiert. Sie ist

unter der Adresse www.faltbootfreunde.at.tt

abrufbar. Die ausführliche Linksammlung ist

sicherlich für alle Wanderpaddler nützlich. Es

lohnt sich also, die Seite zu besuchen.

Dietmar Innerwinkler

Der Weissensee im Herbst

Sicherheit am Wildwasser

Zum Abschluss sind wir die Obere Steyr von

Hinterstoder nach St. Pankraz gefahren und

haben dabei das Gelernte bei starker Strömung

noch ein paar Mal üben können und müssen.

Ablauf:

Samstag: 10 - 13 Theorie und Trockentraining,

15 - 17 Übungen am fließenden Wasser

(Teichlmündung)

Sonntag: 10 - 13 Erste Hilfe, 15 - 17 Übungen

am fließenden Wasser (Obere Steyr)

Einstimmig haben wir für nächstes Jahr eine

Fortsetzung unserer Sicherheitstrainings beschlossen.

Mehr Informationen gibt es auf

unserer Homepage http://www.kayak.at.

Erwin Kargl


Canadierschnupperkurs

CANOE & KAYAK CLUB INNSBRUCK 30.4.+1.5.2005.

> Unterstützt vom Wandersportreferat des gramm entwickelt und umgesetzt. Statt mit 2

OKV und - personell und mit Material - vom Bootstrailern fuhren wir mit einem, aber gro-

TWV Kanusport Innsbruck wurde auch heuer ßen Trailer und mehreren PKWs mit Dachträein

Schnupperkurs für Canadier durchgeführt. gern. Die Obfrau des TWV wurde zu einem

Obwohl am Meldeschluss beinahe ausgebucht, Lehrwart ins Boot gezwungen und so kamen

mussten noch einige Nachmeldungen ange- wir zu unseren Lehrerteams und den nötigen

nommen werden. Dann erkrankte jedoch ein Begleit - sprich Bergebooten. Insgesamt waren

Ausbildner der ein Anhängerfreundliches Auto 12 Canadierboote im Einsatz. Zuerst am Inns-

besitzt, es wurde eng und unter den Verantbrucker Baggersee die Grundbegriffe gepaukt

wortlichen heftig beraten und ein Notpro- und am Nachmittag bereits am Inn die ersten

> In Tirol ist es seit mehr als 20 Jahren keinen

Kanuclub gelungen ein Bootshaus neu zu

bauen oder umzubauen. Nur der KC Kramsach

unter seinen Obmann Gerry Braune war verrückt

genug dieses Vorhaben zu wagen. Und Gratulation,

es ist hervorragend gelungen!

gg

> An der Brandenberger Ache, bei Mariatal, stand

einmal ein zwar ehrwürdiger, weil alt und von

der Sonne über Jahrzehnte gebräunt, aber baufälliger

Holzschuppen, den eine Gruppe wackerer

KajakerInnen liebevoll ihr Bootshaus nannte. Da

sich ihr Klub stetig vergrößerte, und das Haus

trotz Sanierungsarbeiten stetig weiter dem Lauf

der Dinge folgte, entschied der Vorstand nach

Absprache mit den Mitgliedern, das Grund-stück

zu kaufen und ein neues Bootshaus in Eigenregie

zu errichten. Nach intensiven Gesprä-chen und

Verhandlungen mit dem Besitzer im Frühjahr

2003, ging es an die Planung. Nachdem die notwenigen

finanziellen Mittel und Subven-tionen

besorgt worden waren, konnte es an Hand eines

von Tom Schlögl entworfenen Modells Ende

März 2004 losgehen.

Innerhalb von zwei Tagen wurde das alte Haus

mit roher Gewalt mehr als dem Erdboden gleich

gemacht, der angefallene Bauschutt abtransportiert

und die Grube für die Betonierungsarbeiten

mit Baustahl vorbereitet. Trotz aufwändiger Verschalung

und Abstützungen war es mehr als

spannend, als der Druck der grauen Masse die

ganze Konstruktion zum Ächzen brachte. Nachdem

der restliche Teil gemauert worden war,

konnte das eigentliche Haus gezimmert werden.

Dank der steten Mithilfe vieler Mitglieder

und unaufhörlicher Dauerpower einiger Weniger

wurde das Werk tatsächlich vollbracht! Im

Herbst 2004, nach ca. 2000 Arbeitsstunden,

17.500 Euro und vieler blauer Daumen, war

unser neues Bootshaus fit für den Winter. Natürlich

ging es 2005 weiter. Trotz sprudelnder

Brandy rafften sich einige dazu auf, am Innenausbau

(Verkleidung, Boden, Kellerisolation,

Treppe, Möbel, ...) und an Außenarbeiten (Dach,

Dachrinnen, Windläden, ...) weiter zu "werkeln".

Ein bedenklich niedriger Kontostand und

immer wieder anfallende Kosten konnten durch

Idea-lismus, Spenden, Förderungen und kleinere

Veranstaltungen im neuen Bootshaus gerade

bangen Paddelminuten am fließendem Wasser.

Anscheinend hatten unsere Schüler gut aufgepasst,

es klappte recht gut und kein Team ging

baden. Die Abschlussbesprechung wurde bei

Eiskaffee abgehalten und das Programm für

den nächsten Tag besprochen.

Am Sonntag stand eine leichte Wanderfahrt

mit Lagerfeuer und grillen am Programm.

Unterwegs wurde aber noch heftig geübt und

einige Spezialübungen - ohne Schwimmeinlagen

- durchgeführt. Sogar unsere tierischen

Mitpaddler genossen diesen Tag. Den Teilnehmern

wurde dabei auch der schonende

Umgang mit der Natur demonstriert. Sie

staunten nicht schlecht über das mitgeführte

Brennholz und die Geschwindigkeit mit der

die Feuerstellen eingerichtet wurden. Auch

die abschließende Säuberung des Lagerplatzes

zeigte den Teilnehmern, das man ohne großen

Zeitaufwand "Naturfreundlich" unterwegs sein

kann. Auch heuer fanden die Teilnehmer diesen

Schnupperkurs als ein tolles Erlebnis, aber

doch viel zu kurz. Das Angebot beider Vereine,

bei den jeweiligen Übungsabenden weitere

Canadiererfahrungen zu sammeln, wurde

heuer aber, wahrscheinlich aus Bindungsängsten,

kaum genutzt. Für nächstes Jahr haben

wir ein neues Konzept in Arbeit an dem wir

noch etwas feilen müssen.

gg

KC KRAMSACH

"Schaffa, schaffa Hüsle baua,

Brandy fahr'n und Jaus'n kaua!"

österreichischer kanu sport

22

noch abgefangen werden. Es ist nicht zuletzt der

Vision und dem totalen Einsatz unseres Präsidenten

Gerhard Braune zu verdanken, dass das

Projekt "Bootshaus neu" überhaupt realisiert

werden konnte. Wenn auch für die endgültige

Fertigstellung noch einiges an Arbeit und Geld

nötig sein wird, so blickt schon jetzt ein engagierter

Verein stolz auf sein neues Heim, welches

sicherlich dank seiner fantastischen Lage Anreiz

für PaddlerInnen sein wird, diesem Verein beizutreten,

und für viele BrandybezwingerInnen

einen krönenden Abschluss der Fahrt darstellen

kann.


Tagliamento

ein Abstecher in den Süden

> Die sonnenhungrigsten Mitglieder des TWV

- Kanusport Innsbruck, Ulli, Nina, Martin, Klaus,

Verena, Gernot und ich, Lies, beschlossen schon

früh im Jahr nicht mehr länger auf die Sonne

zu warten, sondern ihr ein wenig entgegen zu

kommen. Ideal angeboten hatte sich nach längerem

Suchen in Zeitschriften und Internet der

Tagliamento in den Karnischen Alpen im Friaul.

Am 1. Mai 2005 starteten wir das Unternehmen

und trafen uns bei der Europabrücke

morgens um 10 Uhr. Nach einer unstressigen

Anreise über Kreuzpass und Pustertal erreichten

wir am frühen Nachmittag den Fluss unserer

Wünsche in der Nähe von Gemona. Wegen des

äußerst weitläufigen Flussbetts war es ohne

Ortskenntnisse nicht so einfach die geeignete

Einstiegstelle zu finden. Ein einheimischer

und sehr liebenswürdiger Italiener führte uns

mit seinem Auto zur Einstiegs-stelle, die, wie

er erwähnte, er selbst mit seinem Kajak auch

benutzte. Auf die auf Englisch gestellte Frage,

ob es möglich sei unter den beiden Brücken

durchzupaddeln erklärte er uns: " Rreally eassy".

In unserer Spache hieß das allerdings "schlicht

unmöglich". Wir beluden unsere Boote, 3

Canadier und ein Kajak, und fuhren die ca.

400 m zur ersten Brücke. Dort treidelten wir

dann unsere voll beladenen Boote über das

auch für das Kajak nicht befahrbare Wehr. An

diesem Abend fuhren wir nur wenige Meter

bis zu unserem ersten Übernachtungsplatz. Wir

genossen hier einen herrlich warmen, gemütlichen

Abend.

Am nächsten Morgen luden wir unsere Ausrüstung

wieder in die Boote und fuhren auf dem

langsam fließenden Fluss zur nächsten Brücke

und damit zur nächsten Stufe. Wiederum war

sie "Rreally eassy" nicht befahrbar, ja auch

nicht treidelbar. Uns blieb nichts anderes übrig

als zu übertragen. Mit vereinten Kräften hoben

wir Gepäck und Boote an und seilten alles

ab und transportierten sämtliche Gerätschaft

über große und kleinere Gesteinshaufen zum

nächstmöglichen Einstieg, sehr zum Gaudium

ortsansässiger Ziegen. Endlich booteten wir ein,

der Flussführer versprach ja auch keine weiteren

Portagen. Anfangs war das Wasser flach und an

manchen Stellen mussten wir die langen und

schwer beladenen Zweiercanadier anschieben,

mit den Paddeln oder auch zu Fuß. Aber nach

einiger Zeit kam der Fluss mehr und mehr in

Fahrt. Durch verschiedene Zuläufe erhöhte sich

der Wasserstand und in Kombination mit dem

Gefälle von geschätzten 3 Promille erreichten

wir eine Fahrgeschwindigkeit von, wiederum

geschätzten, 10 - 12 km/h. Eine freundliche

Sonne lachte in ihrer ganzen Pracht während

der gesamten Fahrt auf uns Sonnenhungrige

herab und wir genossen den landschaftlichen

Reiz in vollen Zügen. Hier im Mittellauf, wo

das Tal sehr weit ist, zweigt sich der Fluss oft

in mehrere Arme auf. Bei dem Wasserstand

den wir zur Verfügung hatten ist es zielführend,

auf gut bewässerten Strömungen zu bleiben.

Mittags legten wir eine ausgiebige Pause ein.

Leichter Wind blies uns Kühlung auf der weiteren

Fahrt zu. Der Fluss mäandert hier das gesamte

Flussbett aus, in dem vielfarbiges Gestein bunt

aus dem Wasser schimmert. Die Landschaft ist

mediterran felsig, mit Sträu-chern und Bäumen

an den Ufern. Um ca. 16 Uhr beschlossen wir ein

Lager für die Nacht aufzuschlagen und wählten

eine einladende Uferböschung mit Sträuchern

als Schatten-spender zum Lagerplatz. Die Zelte

23

österreichischer kanu sport

waren bald aufgestellt, mit ihnen Gaskocher

und Küchen-gerät und bald gab es Chilly,

Spargel, Nudeln und andere Köstlichkeiten zum

Abendessen. Die Sonne versank allmählich rot

am Horizont in unserem Rücken und mit der

Dämmerung begannen Nachtigallen zu singen.

Sie sangen die ganze Nacht bis zum Morgen, ein

seltener Genuss in unserer lauten Zeit.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück,

starteten wir die letzte, leider nur mehr kurze

Etappe, hatte uns der Fluss mit seinen

schnellfließenden Wässern doch sehr

vorangeholfen. Hier in diesem Abschnitt verzweigt

sich der Tagliamento noch einmal ausgiebig. Wir

folgten dem Hauptlauf und versuchten dabei,

die linke Flusshälfte zu bevorzugen, wollten wir

doch an der linken Uferseite anlegen. Dadurch

gerieten wir auch einmal in ziemlich niedriges

Wasser und zogen dann unsere Boote wieder

in die Hauptströmung zurück. Kurz bevor wir

die Ausstiegsstelle erreichten beutelte eine gut

getarnte Gegenströmung nach einem Zwickel

unsere Boote kräftig durch, gleichsam als kleiner

Gruß dieses wirklich schönen Flussabschnittes,

den wir während der letzten 3 Tage befahren

hatten. Die Ausstiegstelle unter der Ponte

Pinzano, nächst Dignano war ideal zu erreichen.

Das mittlerweile erheblich leichtere Gepäck und

die Boote wurden geborgen, die in der Nähe

abgestellten Autos geholt und bald nahmen

wir mit einer Träne im Knopfloch Abschied von

diesen herrlich sonnigen Frühlingstagen auf

einem Fluss, der noch in seinem ursprünglichen

Bett machen kann, was ihm gefällt. Hoffen

wir, in unser aller Interesse, dass es so bleiben

möge.

Elisabeth Polleross


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