mag a zin magazin - Weiteren - Dr. Bernd Heidenreich

cdu.frankfurt.main.de

mag a zin magazin - Weiteren - Dr. Bernd Heidenreich

38

Wohnungsbau

Soziale Stabilität

und Stadtbildreparatur

Warum der Rückbau von

Wohnhochhäusern sinnvoll sein kann

Der Vorschlag der Wohnheim GmbH und ihrer Konzernmutter ABG FH, Wohnhochhäuser zurückzubauen, hat

zwei positive Aspekte. Zum einen wäre der Rückbau der in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts

errichteten Gebäude ein Beitrag zur wünschenswerten Reparatur des Stadtbildes. Zum anderen könnten

häufi ge Probleme des sozialen Wohnungsbaus, die insbesondere in Hochhaussiedlungen wie im Mainfeld zu

verzeichnen sind, nachhaltig gelöst werden.

Die bereits seit Jahren in beträchtlicher

Höhe für die Verbesserung der sozialen

Infrastruktur bereitgestellten fi nanziellen

Mittel reichen unter den gegebenen

Bedingungen nicht aus. Vielmehr

sind nachhaltige bauliche und energetische

Maßnahmen angezeigt, die in

Verbindung mit einer verbesserten sozialen

Mischung der BewohnerInnen

und teilweisem Um- bzw. Neubau erst

fi nanziert und auf eine nachhaltige

Grundlage gestellt werden können.

Die Idee eines behutsamen und vor

allem sozialverträglichen Umbaus der

vorhandenen Wohngebäude in Verbindung

mit einer infrastrukturellen

und stadtplanerischen Neukonzeption

könnte aus der spezifi schen Problemsituation

führen, in der sich viele vergleichbare

Wohnanlagen in Frankfurt

am Main befi nden. Dabei müssen selbstverständlich

auch Aspekte des demografi

schen Wa ndels, der Wohn um feldverbesserung,

der Energieeffi zienz der

Gebäude und der Öffnung zum Stadtteil

berücksichtigt werden. Ein solch exemplarisches

Projekt im Niederräder

Mainfeld könnte im Erfolgsfall Vorbild

für vergleichbare Maß nahmen in anderen

Frankfurter Stadt teilen sein.

Behutsamer Umbau

Daher gilt es, diesen Denkanstoß der

Wohnheim GmbH jetzt aufzugreifen

und bei den Bewohnerinnen und Be-

Die Siedlung Mainfeld in Frankfurt-Niederrad vom Main aus gesehen. Bild: Rotberg

wohnern des Mainfelds für eine maximale

Beteiligung an der bereits begonnenen

Planungswerkstatt zu werben.

Die CDU-Fraktion hat deshalb den

Magistrat auf dem Antragsweg gebeten,

zusammen mit der städtischen

Wohnungsbaugesellschaft Wohnheim

GmbH und ihrer Konzernmutter, der

ABG Frankfurt Holding Wohnungsbauund

Beteiligungsgesellschaft mbH, ein

entsprechendes Konzept zu entwickeln.

Wichtigstes Ziel für das Mainfeld ist dabei

eine ausgewogene Bewohnerstruktur,

eine Verbesserung der für das Mainfeld

charakteristischen Zugänge zum Main

sowie der Stadtteilbeziehung zu Alt-

Niederrad im Rahmen der Frei- und

Grünfl ächen planung sowie ein hoher

Von

Lothar Stapf

Wohnungsbaupolitischer

Sprecher der CDU-Fraktion

energetischer Standard der Wohnungen –

Passivhausstandard oder mindestens

30 Prozent unter der zum Zeitpunkt des

Baubeginns aktuellen Energieeinsparverordnung.

Zentrales Anliegen des Antrages

ist die vom Magistrat und den

Wohnungsbaugesellschaften vorzunehmende

Prüfung, ob eine Sanierung im

Bestand oder ein Rückbau der bestehenden

Gebäude sinnvoller und geeigneter

ist, um die vorstehend genannten

Ziele zu verwirklichen. Für uns als CDU-

Fraktion ist besonders wichtig, dass alle

derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner

des Mainfelds, die dies wünschen,

nach Beendigung des Umbaus in

ein erneuertes und lebenswertes Mainfeld

zurückziehen können.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine