Jahresbericht (PDF, 1 MB) - Karussell Baden

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Jahresbericht (PDF, 1 MB) - Karussell Baden

Jahresbericht 2011

Inhaltsverzeichnis

Editorial 3

Rückblick der Betriebsleitung 4

Schenk mir eine Geschichte 6

Deutschkurs für Kleinkinder 9

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Selbsthilfegruppe Postnatale / Postpartale Depression 12

Karussell 2011 in Zahlen 14

Ein gelungenes Sommerfest 2011 16

Wir danken ganz herzlich 18

Kontaktadressen 19

Kirchplatz 3, 5400 Baden

Telefon 056 222 47 44

info@karussell-baden.ch

www.karussell-baden.ch

Hauptsponsor

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Editorial

Liebe Mitglieder, liebe Gönner

Immer wieder freue ich mich über den lebhaften Betrieb im Karussell. Und

immer wieder stossen neue Gesichter zu uns. Sie bringen neue Ideen, möchten

mithelfen und bringen neuen Schwung in unseren Betrieb. Im Januar hat unsere

neue Co-­‐Betriebsleiterin Meruana Fischer ihre Arbeit aufgenommen. Wir hatten

von Anfang an das Gefühl, dass Meruana so gut ins Karussell passt, als wäre sie

schon immer da gewesen. An der letzten GV konnten wir drei neue

Vorstandsmitglieder wählen, welche mittlerweile schon gar nicht mehr

wegzudenken sind. Und für unsere Spielgruppe haben wir ebenfalls eine neue

Leiterin gefunden, welche ihre Aufgabe mit grossem Herz und Engagement

wahrnimmt. Auch in der Chinderhüeti und im Café haben wir neue Frauen

gefunden, die mit grosser Freude unseren kleinen Betrieb mitgestalten und am

Leben erhalten.

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Form auch immer � tun dies

ehrenamtlich und alle sind sie mit Herz und Seele dabei. Das Jahr 2011 war das

Jahr der Freiwilligenarbeit und so möchte ich mich bei all unseren Freiwilligen

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unser Vorstand, ohne deren zuverlässigen Einsatz das Karussell nicht

funktionieren würde. Aber auch allen weiteren guten Seelen die sich in anderer

Form bei uns eingebracht haben sende ich ein grosses Dankeschön!

Trotz erfreulichem Betrieb arbeitet der Vorstand auf Hochtouren am

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Weiterentwicklung des Familienzentrums nur mit einem Umzug in geeignetere

Räumlichkeiten und mit der Erhöhung des Pensums der Betriebsleitung möglich

ist. Vorgesehen ist, dass das Projekt im Frühjahr 2012 den involvierten

Gemeinden vorgelegt werden kann und somit auch politische Beschlüsse gefällt

werden können. Und so starten wir voller Hoffnung ins neue Jahr mit dem Ziel

unserem Karussell bald wieder einen grossen neuen Anstoss geben zu können.

Es grüsst Euch herzlich

Franziska Konrad

Präsidentin

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Rückblick der Betriebsleiterin

Sätze und Gegensätze

Einblicke ins Karusselljahr der beiden Betriebsleiterinnen Katleen De Beukeleer

und Meruana Fischer.

Glücksgefühle � Unlust

Letzthin rief eine Frau ins Karussell an; sie kannte niemanden in Baden, gar

niemanden; sie hatte ein kleines Kind, und sie sollte bald heiraten. Sie wisse

nicht einmal, wen sie zu ihrer Hochzeit einladen solle, klagte sie. Ich erklärte ihr,

was das Karussell ist, dass sie einfach ins Café kommen könne und dass sie sich

nicht schämen müsse, wenn sie nicht gut Deutsch könne, weil das bei vielen

Frauen hier so sei. Einige seien schon oft in einer vergleichbaren Situation

gewesen und hätten durch den Besuch des Karussells neue Kontakte knüpfen

können. Die Erleichterung in der Stimme der Frau ... Ja, das löste bei mir

Glücksgefühle aus.

Das Karussell wird für viele Frauen -­‐ manchmal auch für Männer -­‐ unentbehrlich

oder äusserst bedeutungsvoll, weil es ihnen neue Möglichkeiten verschafft, der

Begegnung, des Netzwerks, überhaupt von Lebensfreude.

Unlust bereitet uns allgemein die

beengten Verhältnisse des

Karussells. Zwei-­‐, drei-­‐, viermal pro

Woche müssen wir jemanden

abweisen, der mit Herzblut und

Engagement einen Kurs im

Karussell organisieren, eine Idee

umsetzen oder seine Kreativität

entfalten möchte. Wir haben aber

keinen Platz mehr dafür! So viele

Kurse könnten hier stattfinden,

aber wir haben zuwenig

Möglichkeiten. So bleiben

Initiativen wie anderssprachige Spielgruppen, Baby-­‐Massage, viele

Elternbildungskurse, Geburtstagspartys, Sing-­‐ und Tanzkurse für Kinder,

Krabbelgruppen und vieles andere einfach auf der Strecke.

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Rückblick der Betriebsleiterin

Zentral � versteckt

Baden ist eine aufgeschlossene, zentrale Gemeinde. Es wäre toll, wenn das

Familienzentrum Karussell tatsächlich mehr für die Familien in der Region da

wäre. Aber dazu ist es leider noch zu klein.

Die Funktion von Baden als Zentrumsstadt ist für uns sicher ein Grund weiterhin

dort zu bleiben. Allerdings ist es genau diese Funktion, die es uns nicht leicht

macht, eine neue geeignete Liegenschaft zu finden, denn Wohnraum ist in

Baden beliebt und daher teuer. Das neue Familienzentrum an einer peripheren

Lage wäre aber nicht wünschenswert.

Durch die aktuelle Lage ist das Karussell für neue Besucherinnen oder Besucher

eher ein versteckter Ort, der aber trotzdem eine zentrale Rolle in ihrem Leben

spielen kann. Vielen, die zufällig aufs Karussell gestossen sind, erscheint es als

ein Bijou, eine Art Aladins Wunderlampe.

Entwicklung � Stillstand

Uns freut es immer ungemein, wie sich Frauen hier bei uns entwickeln können.

Am Anfang, das war vor einem knappen Jahr, getraute sich eine unserer

Mitarbeiterinnen kaum, die Kinderhüte alleine zu leiten. Heute ist sie fröhlich

und selbstbewusst und hat die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin angefangen.

Daneben gibt es aber auch Projekte wie den interkulturellen Frauentreff,

Nosotras, Pajaricos die durch die Unterstützung des Karussells richtig in Fahrt

gekommen sind

Was uns hingegen belastet, ist der Umstand, dass wir nicht den natürlichen

Wachstums-­‐impulsen folgen können, sondern immer wieder abbremsen, Gas

zurücknehmen, die Fahrt drosseln müssen oder sogar zum Stillstand kommen.

Umso mehr freuen wir uns auf das Entwicklungsprojekt für das Karussell. Wer

weiss, vielleicht sieht in einem Jahr alles ganz anders aus!!!

Aufgezeichnet von Samia Guemei

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Eine gut ausgebildete Erstsprache

und vielfältige Erfahrungen mit

Bilderbüchern sind die beste

Grundlage für das Erlernen der

deutschen Sprache und das Lesen

lernen. Die Unterstützung der

Eltern ist für die

Sprachentwicklung und -­‐förderung

der Kinder sehr wichtig.

Erfahrungen haben gezeigt, dass

Integrationsförderung in den

ersten Lebensjahren besonders

nachhaltig wirkt.

Diese Erkenntnisse greift das

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Geschichte � ������� ���������

und unterstützt Eltern mit

Migrationshintergrund bei der Sprach-­‐ und Leseförderung ihrer Kinder und

ermutigt sie, ihre Erstsprache zu pflegen. Das Projekt wird vom Schweizerischen

Institut für Kinder-­‐ und Jugendmedien (SIKJM) getragen und vom Amt für

Migration und Integration des Kantons Aargau gefördert.

Seit Herbst 2011 bietet die Stadtbibliothek Baden Bilderbücher in den Sprachen

Albanisch, Kroatisch, Serbisch, Spanisch und Tamil an. Die Auswahl der

Sprachen fand aufgrund einer statistischen Auswertung der in der Region Baden

am meisten vertretenen Sprachen statt.

Bibliotheken sind für das Projekt ideale Partner. Sie liegen zentral, bieten

(fremdsprachige) Medien an und vermitteln eine lesefördernde Atmosphäre.

Mit dem Medienzugang allein ist Sprachförderung allerdings nicht getan. Bei

Kleinkindern ist das Erlernen einer Sprache mit der emotionalen Bindung zu

seinen Bezugspersonen gekoppelt. Daher spielen die Familie und die

interkulturellen Vermittlungspersonen im Projekt eine zentrale Rolle.

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Schenk mir eine Geschichte -­‐ Animationen

Die Stadtbibliothek konnte interessierte Personen aus den jeweiligen

Sprachgruppen als AnimatorIn gewinnen. Diese laden Eltern mit Kindern von 2

bis 6 Jahren dazu ein, Geschichten in ihrer Muttersprache auf verschiedene

Arten zu erleben. Mit Liedern und Versen, Basteln, Bilderbüchern anschauen

und vielem mehr wird die Freude an der eigenen Sprache geweckt. Die Eltern

werden ermutigt, diese Erfahrungen in den Familienalltag zu integrieren. Das

nötige Rüstzeug erhielten die VermittlerInnen in einem dreitägigen Basiskurs

des SIKJM. Die Teilnahme an den offenen Eltern-­‐Kind-­‐Gruppen ist kostenlos. Bei

Hausbesuchen ist eine Anmeldung erforderlich.

Als Animationsort eignen sich nebst der Bibliothek Quartiertreffpunkte oder

Spielplätze, aber auch das Zuhause der Familien. Das Familienzentrum Karussell,

mit seinem interkulturellen Frauentreff und den Angeboten für Familien, ist

bereits gut in der Bevölkerung der Region Baden verankert. Daher war eine

Zusammenarbeit für die Stadtbibliothek naheliegend. Bis Ende 2011 haben in

jeder der 5 Sprachen durchschnittlich 6 Veranstaltungen stattgefunden, was in

der Stadtbibliothek allein nicht zu bewältigen gewesen wäre.

Viele der AnimatorInnen kannten das Karussell bereits als Begegnungsort oder

wurden durch dort stattfindende Anlässe in anderen Sprachen auf das Projekt

aufmerksam. Die Bibliothek erhielt vom SIKJM zwei Materialkisten. Eine wurde

im Karussell platziert und mit Bastelmaterial ergänzt. Aus Platzmangel mussten

die Kisten leider im Estrich untergebracht werden.

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Am gemeinsamen Treffen mit den AnimatorInnen fand ein reger Austausch

statt. Die Rückmeldungen zum Projekt waren durchwegs positiv. Es konnten

viele Personen in einem grossen Einzugsgebiet erreicht werden, sei es durch

Mundpropaganda oder durch Hinweise in der Zeitung und auf den Homepages.

Bei einigen Veranstaltungen waren so viele Personen anwesend, dass es im

Karussell wie in der Stadtbibliothek zu eng wurde.

Dank der guten Zusammenarbeit und den geknüpften Netzwerken wird das

Projekt in diesem Jahr weitergeführt. Die Stadtbibliothek Baden freut sich über

viele neue Gesichter.

Auskunft erteilt Ihnen gerne Rahel Rothen (Di bis Do) unter

Tel. +41(0)56 200 84 20 oder rahel.rothen@baden.ag.ch

www.stadtbibliothek.baden.ch

www.sikjm.ch

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Deutschkurs für Kleinkinder

Wie gut kann man in einer

Stunde pro Woche

fremdsprachigen Kleinkindern

Hochdeutsch beibringen?

Klar ist: Meine Deutschstunde

im Karussell ist ein Baustein in

der bunten Welt der Kinder,

die aus den verschiedensten

Begegnungen besteht, mit

Gleichaltrigen in der

Spielgruppe oder im Kindergarten, älteren Geschwistern, anderen Erwachsenen

und oft sogar mit anderen Deutschlehrerinnen.

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Ich heisse nicht Frau Trummer, sehr wahrscheinlich heisst seine Kindergärtnerin

so, und sein Satz ist grammatikalisch nicht ganz korrekt. Aber als Ilja nach den

Sommerferien zu mir in den Unterricht kam, war er gerade Mal drei Wochen in

der Schweiz und konnte kein Wort Deutsch. Er hat Riesenfortschritte gemacht.

Seine Mutter nimmt auch Deutschkurse und übt auch sehr viel mit ihm. Zudem

besucht er den Kindergarten.

Einmal im Sommer nahm ich Ilja bei der Hand � er war damals mein einziger

Deutschschüler -­‐ und spazierte mit ihm zur Villa Boveri. Er wehrte sich ein

wenig. Es war ihm unheimlich, das gewohnte Zimmerchen im Karussell zu

verlassen. Aber dann hat er sich eingelassen auf die Blumen und die Tiere. Die

Schmetterlinge, die über lila Blumen schwebten, hatten es ihm besonders

angetan. Schmetterling, das Wort, das beim Memo vorkam, konnte er dann

besonders gut aussprechen.

Spannend ist auch das Spannungsfeld der Kulturen. Ich bin zwar ursprünglich

Ägypterin, als 4-­‐jährige kam ich aber in die Schweiz. Und die Schweiz und ihre

sehr spielerische Art des Lernens wurde deshalb auch zu meinem didaktischen

Stil. Ich finde, Kinder, vor allem kleine Kinder, brauchen sehr viel Bewegung.

Und so lasse ich Ilja und Alexander, die beiden fünfjährigen Knaben aus

Russland, manchmal einfach herumtollen. Ich weiss von ihren Müttern, dass die

beiden sogar auf Russisch Lesen und Schreiben können. Ja, und Alexander, der

9


Deutschkurs für Kleinkinder

spricht sogar sehr gut Deutsch. Und wenn er gut drauf ist, erzählt er uns

zusammenhängend von Begegnungen, die er gehabt hat.

Ein ��������������������������������������

im Kreis und jedes Kind darf abwechslungsweise das Häschen in der Kreismitte

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en Kleineren Glück. Sie ahmen mit grossem Eifer die

dazu gehörigen Handbewegungen nach.

Überhaupt sind die beiden 3-­‐jährigen in meiner Gruppe, Sandra aus Mexiko und

Harald aus China, sehr ruhige Kinder. Sie können sich über eine sehr grosse Zeit

sehr gut konzentrieren. Sie lassen sich noch rühren und verzaubern. Zum

Beispiel von Enten, denen sie ihre Namen verraten müssen, und von Glöcklein,

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Wie erfolgreich ist nun mein Deutschunterricht? Auf jeden Fall weiss ich, dass

wir ihn alle lustig finden. Das ist doch ein wichtiger Schritt in eine fremde

Sprache!

Samia Guemei, Journalistin und Germanistin, unterrichtet seit August 2011 im

Karussell Deutsch für Kleinkinder

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Es ist uns eine Freude, im Rahmen

des diesjährigen Jahresberichts

selber auf unser erstes Jahr

zurückzublicken.

Im Februar 2011 starteten wir unser

Projekt, zaghaft zuerst, als

Mikrokosmos sozusagen, aber voller

Enthusiasmus und Tatendrang!

Unser erklärtes Ziel war es, eine

Plattform für unsere Kinder zu

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und Gleichgetriebenen; für Eltern mit spanischem Migrationshintergrund, die zu

Hause mit ihren Kindern Spanisch reden und ihren Kindern auch ausserhalb des

Hauses Zugang zu dieser Sprache vermitteln wollen. Zugleich wollten wir aber

auch den Eltern eine Plattform bieten um sich auszutauschen, um ihre Sprache

zu pfleg������������������������������������

Am Anfang waren wir nur zu zweit mit unseren Kindern; ab Mai gesellte sich

unser erstes Mitglied mit ihren beiden Mädchen dazu. Inzwischen zählen wir

bereits stolze elf Mamis mit ihren insgesamt 16 Kindern. Und zwei weitere

Babys sind bereits unterwegs. Eine richtige Erfolgsgeschichte also, die uns beide

mit Stolz und grosser Freude erfüllt.

Wir singen, basteln, tanzen, lesen, spielen und lachen herzhaft, stets auf

Spanisch und in unermesslicher Vorfreude auf unser jeweiliges Wiedersehen!

Ein herzliches Dankeschön ans Karussell und insbesondere an seine überaus

herzlichen und kompetenten Betriebsleiterinnen dafür, dass sie so

selbstverständlich zum Gelingen unseres Projektes beigetragen haben!

Caroline Conrad, Initiantin

caronline.conrad-­‐behr@gmx.ch

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Selbsthilfegruppe Postnatale / Postpartale Depression

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Oktober 2002 von fünf betroffenen Frauen mit Hilfe des Selbsthilfezentrums

Aargau gegründet. Da das Selbsthilfe-­‐Zentrum ende 2010 die Türen in Baden

schloss und das neue Büro mitsamt dem Gruppenraum erst Anfang 2011 in

Aarau eröffnen würden, mussten wir einen neuen Gruppenraum für unsere

Treffen in Baden finden.

Da ich mit dem Familienzentrum Karussell schon früher Kontakt hatte und ich

auch von der Stellenleiterin des Selbsthilfe-­‐Zentrums darauf aufmerksam

gemacht wurde, fanden wir schnell einen neuen, gemütlichen Gruppenraum im

Familienzentrum. Ein grosser Vorteil ist, dass unsere Zielgruppe stets ein-­‐ und

ausgeht im Familienzentrum und so, falls nötig, schnell Hilfe findet.

Dass das erwartete Baby nicht immer sofort Mutterglück auslöst und Tränen,

Angst und Müdigkeit Begleiter während der ersten Zeit werden können, erleben

leider viele Mamis. Dies belastet sie dann Wochen und sie können es

Niemandem anvertrauen.

Themenbild

Quelle Foto: www.postnatale-­‐depression.ch, Fotos von Carolina Piasecki www.blende.ch

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Selbsthilfegruppe Postnatale / Postpartale Depression

In der Selbsthilfe-­‐Gruppe treffen wir uns jeden ersten Mittwoch im Monat um

19.30 Uhr um uns auszutauschen. Wir möchten Raum bieten, wo alle Sorgen,

Gedanken, auch negative, erschreckende ausgesprochen werden dürfen. Die

Frauen können in der kleinen Gruppe einfach mal ihre Sorgen abladen,

Gedanken teilen, sich verstanden fühlen.

Wir sind/waren Alle selbst betroffen von der Postnatalen Depression und

können von unseren Erfahrungen über den Austausch gegenseitig profitieren.

Dabei geht es nicht immer nur um das Krankheitsbild der Postnatalen

Depression, sondern sehr oft auch um die alltäglichen Sorgen und

Herausforderungen des Mutterseins, wie Geburtsverarbeitung, Stillen,

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Depression natürlich zusätzlich herausfordern. Gerade letzteres, Kontakt zu

anderen Mamis knüpfen, ist für viele am Anfang schwierig und es freut uns mit

unserer Gruppe auch einen Teil zum Ziel des Familienzentrums Karussell

beitragen zu können.

Susanne Röthlisberger

Kontakt, Info & Anmeldung: susanne@postnatale-­‐depression.ch

Infos zur Krankheit finden Sie auf der Website des Vereins Postnatale

Depression Schweiz www.postnatale-­‐depression.ch

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Karussell 2011 in Zahlen

Betrieb und Organisation

Das Haus � 100m² verteilt auf 4 Stockwerken

� Parterre: Betriebsleitung, Infothek, Spielecke

� 1. Stock: Café/Kursraum mit Spielecke, Küche

� 2. Stock: Spielzimmer (Kinderhütedienst),

Bad mit Wickelmöglichkeit

� 3. Stock: Fachstelle Kinder & Familien

Die Angebote � Offenes Café, Themencafé

� Offene Kinderhüeti und Spielgruppe

� Bastelnachmittage

� Kurse für Kinder und Erwachsene

� Deutschkurs für Kleinkinder

� Fröhliches Haareschneiden

� Babysittervermittlung

� Infothek

Öffnungszeiten � von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr

frei zugänglich, 45 Wochen / Jahr

BesucherInnen � 779 Kinder aus 22 Gemeinden in der Kinderhüeti,

im Deutschkurs und in der Spielgruppe

� 415 Erwachsene mit 442 Kindern aus 31 Gemeinden

im Café

� 390 Stunden Belegung ausserhalb unseres Angebotes

� 1400 BesucherInnen ausserhalb Café und Hüeti,

wovon 538 Kinder

� Total 3040 Besucher inkl. Kinder

� 5970 Zugriffe auf die Karussell-­‐Website

MitarbeiterInnen � 2 Betriebsleiterinnen, je 25 Stellenprozent

� 27 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

� 1 Putzfrau, ca. 2 Std./Woche

� 1 Babysittervermittlerin, ca. 1,5 Std./Woche

� 1 Spielgruppenleiterin, ca. 3,5 Std./Woche

Verein � 105 Mitglieder, 40 Gönner aus 30 Gemeinden

� 7 Vorstandsmitglieder

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Karussell 2011 in Zahlen

Finanzen

Aufwand

rund Fr. ������

Ertrag

rund Fr. ������

Gewinn

rund Fr. 100

davon Betrieb Fr. ������

Miete Unterhalt Fr. ������

Personal Fr. ������

PR Fr. �����

davon Betrieb Fr. ������

Gemeindebeiträge Fr. ������

Kirchenbeiträge Fr. �����

Spende Hausmiete Fr. ������

Mitglieder Fr. �����

Spenden / Gönner Fr. ������

Die genauen Zahlen zur Rechnung finden sich ab 10. März 2012 auf unserer

Website.

Freiwilligenarbeit

Geleistete Stunden 2011 zirka 78 Stellenprozent

(ohne entlöhnte Stunden oder 1509 Stunden

der Betriebsleitung, der Spielgruppenleiterin,

der Babysittervermittlerin und der Putzfrau)

davon Mitarbeiterinnen 966 Std.

Andere 33 Std.

Vorstand 510 Std.

Wirtschaftlicher Wert (Annahme Fr. 35.-­‐/Std.) Fr. ������

Effektiv ausbezahlte Entschädigung Fr. ������

Gratisarbeit im Wert von Fr. ������

Infos zur Freiwilligenarbeit auf:

www.bfs.admin.ch > Themen > Wirtschaftliche und soziale Situation der

Bevölkerung > Unbezahlte Arbeit

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Ein gelungenes Sommerfest 2011

Buntes Treiben auf dem Kirchplatz vor dem

Familienzentrum Karussell erfüllte die Luft mit

Fröhlichkeit. Wohin man schaute, entdeckte man

lachende, neugierige, konzentrierte und spielende

Kinder. Das Highlight des Platzes schien die immer

voll besetzte Bastelecke zu sein. Dort wurde

fleissig kreativ gebastelt, geklebt und gemalt.

Gleich daneben konnte man tolle und fantasievoll

angemalte Gesichter bewundern. Gar einer,

fasste Mut und fing selber an sich sein Gesicht

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Eine Warteschlange hat sich sofort

beim sehr beliebten Ponyreiten

gebildet. Die Kinderaugen glänzten

vor Erwartung, während sie auf ihren

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Dann wenn sie auf dem Pony über

den Kirchplatz geführt wurden, waren

sie ganz in ihrem Glück versunken und wollten gar nicht mehr runter. Doch wie

alles, hat auch ein Ponyritt sein Ende, und da gab es doch hin und wieder eine

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Neu war das Angebot ein Familienportrait-­‐Foto machen zu lassen. Auf dem

Kirchplatz war ein gemütliches Sofa hingestellt, wo sich Familien von einer

Fotografin ablichten lassen konnten.

Vor dem Café und Kuchenstand lief einem

das Wasser im Munde zusammen. Feine

und leckere gebackene Köstlichkeiten von

unseren interkulturellen Frauen wurden

mit viel Freude und Herz angeboten. Wie

jedes Jahr durfte auch dieses Mal das

obligatorische Popcorn nicht fehlen.

16


Ein gelungenes Sommerfest 2011

Gegen 16.00 Uhr stiegen dann

einige Eltern mit ihren Kindern in

den 1. Stock, um sich im

gemütlichen Raum ein lebendig

erzähltes Märchen anzuhören und

nach dem bewegenden Nachmittag

in die Ruhe zu kommen.

Wir danken allen freiwillig Engagierten für ihren tollen Einsatz, der das

Sommerfest überhaupt erst möglich machte. Unser Dank gilt aber auch allen

Eltern und Kindern, die das Fest besucht und belebt haben.

Meruana Fischer, Betriebsleiterin

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����� ������������������ Institutionen, ���������� Gönnerinnen, ���

Spendern und den Freiwilligen!

Finanzielle Unterstützung (Erwähnung ab Fr. 100.� )

Katholische Kirchgemeinde Baden

Stadt Baden

Pro Juventute Aargau

Josef und Margrit Killer Schmidli Stiftung

Einwohnergemeinde Wettingen

Verein Mittagstisch Baden

Gemeinde Wettingen

Kovats zum scharfen Aug, Baden

Brockenstube Gemeinnütziger Frauenverein Baden

Einwohnergemeinde Ennetbaden

Einwohnergemeinde Obersiggenthal, Nussbaumen

Katholische Kirchgemeinde Wettingen

Quartierverein Limmat rechts, Baden

Stadtcasino Baden AG

Migros Baden

Moser�s Backparadies, Baden

Business & Professional Women, Baden

Reformierte Kirchgemeinde Baden

Aargauer Kantonaler Sozialdienst

Paul Konrad, Ennetbaden

4. / 5. Klasse Remetschwil

Frauengemeinschaft St. Anton, Wettingen

Raiffeisenbank Lägern-­‐Baregg, Wettingen

Neuenschwander Hansjürg und Katharina, Baden

Apotheke Wyss & Co, Baden

Guerne Jennifer und Kieferndorf Frederick, Fislisbach

Augenoptik Kuhn, Baden

Fueter Halder AG, Baden

Margaritha Muelli-­‐Meier, Baden

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Unsere beiden charmanten Betriebsleiterinnen Katleen De Beukeleer (links) und Meruana

Fischer (rechts) zusammen mit Mona Liem (Mitte) Fotografin des Karussells

Kontaktadresse Vorstand

Franziska Konrad, Birkenweg 18a, 5412 Gebenstorf

056 222 32 92, gmuer.konrad@bluewin.ch

Kontaktadresse Betriebsleitung

Meruana Fischer und Katleen De Beukeleer

Kirchplatz 3, 5400 Baden

056 222 47 44, info@karussell-­‐baden.ch

Hauptsponsor

© Karussell 02.2012 � Redaktion: Karussell � Produktion: Karussell � Druck: onlinedruck.ch

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