Jahresbericht 2011 ESRA Arbeitsintegration - Caritas Thurgau

caritasthurgau

Jahresbericht 2011 ESRA Arbeitsintegration - Caritas Thurgau

Programmübersicht

und Tätigkeitsbericht 2011


Impressum

© ESRA Arbeitsintegration, 2012

Redaktion: Lukas Meyer

Layout: Joss & Partner Werbeagentur AG, Weinfelden

Druck: printagentur by Brüggli, Romanshorn

Auflage: 850 Ex.

Bilder

Titelbild: Urs Siegenthaler

Andreas Schwaiger: Seite 6 rechts

Urs Siegenthaler: Seite 3 links, Seite 5 links, Seite 6 links, Seite 7, Seite 10, Seite 12 rechts,

Seite 13 rechts, Seite 17 links, Seite 18, Seite 19 rechts

ESRA Arbeitsintegration: Seite 2, Seite 3 rechts, Seite 4, Seite 5 rechts, Seite 8, Seite 9,

Seite 11, Seite 12 links, Seite 13 links, Seite 14, Seite 15,

Seite 16, Seite 17 rechts, Seite 19 links


4 Vorwort des Präsidenten

5 Bericht des Geschäftsleiters

6 Statistiken zum Programm und den Teilnehmenden

8 Interview mit dem Werkstattleiter ESRA Recycling Marc Moser

9 Stimmen von Programm-Teilnehmenden

10 ESRA Recycling und Rerec, Sirnach

11 ESRA Caritas-Markt, Weinfelden

12 Bilanz und Betriebsrechung ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

13 Budgetvergleich ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

14 Schlussabrechnung AWA

16 Bilanz- und Betriebsrechnung Verein ESRA

17 Berichte der Kontrollstellen

18 Konsolidierte Bilanz und Betriebsrechnung Verein ESRA

19 Vorstand und Team ESRA Arbeitsintegration

Inhaltsverzeichnis


Vorwort des Präsidenten

Die Wiederverwertung und die Entsorgung von Elektronikschrott

gewinnen in Zeiten knapper Ressourcen

zunehmend an Bedeutung. Mit der Entwicklung

neuer Produkte verändern sich die Arbeitsschritte

und die Bedingungen für unseren Betrieb in Sirnach.

Damit haben wir die Gewissheit, dass es die ESRA

als sehr zeitgemässes Angebot braucht: Wenn es

sie nicht gäbe, müsste man sie neu erfinden.

Obwohl die Bedeutung der Arbeit von ESRA Recycling

unbestritten ist, erlebte ESRA 2011 ein hartes

Jahr. Die Schweizer und die Thurgauer Wirtschaft

befinden sich in einer schwierigen Phase. Vor allem

exportierende Unternehmen, der Detailhandel und

der Tourismus leiden unter der gegenwärtigen Frankenstärke.

In verschiedenen Firmen wurden bereits

Kostensenkungsmassnahmen umgesetzt: Die

Mitarbeitenden arbeiten zum Teil länger. Auch wird

vermehrt im Euroraum beschafft und investiert. Mittelfristig

ist mit einer Verlagerung von Arbeitsplätzen

ins Ausland zu rechnen.

In den gesamtwirtschaftlichen Daten kommen die

Probleme unseres Wirtschaftsstandortes aber noch

kaum zum Ausdruck. Insbesondere bewegt sich die

Arbeitslosigkeit unverändert auf einem tiefen Niveau.

Einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigung leistet

dabei die Bauwirtschaft, die nach wie vor sehr gut

ausgelastet ist.

In Zeiten mit hoher Beschäftigung haben die von

der Arbeitslosenversicherung finanzierten Beschäftigungsprogramme,

so auch ESRA, Auslastungsprobleme.

Dies war im Berichtsjahr 2011 in ausgeprägtem

Mass der Fall, und dies, nachdem unsere

Organisation bereits im Vorjahr unter einer ungenügenden

Auslastung gelitten hatte.

4

Auch das vom Kanton initiierte und finanzierte

Programm «Thurgau Plus 2011» änderte daran

nichts. Mit diesem Programm unterstützt der Kanton

Beschäftigungsprogramme für ausgesteuerte

Personen. Thurgau Plus 2011 sollte die Auswirkungen

der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes

per Anfang April 2011 abfedern, aufgrund der

einmalig mehr als 500 Personen im Kanton ausgesteuert

wurden. Leider wurde dieses Angebot von

den Gemeinden im Kanton aber kaum genutzt.

Gegenwärtig prüft eine gemischte Arbeitsgruppe

mit Vertretern von ESRA und des Kantons Modelle,

wie unsere Auslastung verstetigt werden kann. Die

ungenügende Auslastung der letzten beiden Jahre

machte aber bereits eine schmerzhafte Redimensionierung

und einen Umbau von ESRA nötig.

Auch in der Trägerschaft des Vereins ESRA kommt

es zu Veränderungen. Die Evangelische Landeskirche

und die Evangelische Kirchgemeinde Aadorf-

Aawangen treten aus der Trägerschaft aus. Wir

führen Gespräche, um die Vereinsbasis nach diesen

Austritten gezielt zu verstärken und hoffen, dass das

Vereinsschiff bald wieder in ruhigerer See unterwegs

sein wird.

Peter Maag, Präsident Verein ESRA


Aufgrund der wirtschaftlichen Situation waren wir

2011 gezwungen, unsere Kosten um 30 % zu senken.

Dies ging leider nicht ohne die Schliessung

ganzer Bereiche und eine deutliche Reduktion des

Personals. Unseren Integrationsauftrag haben wir

aber auch im turbulenten 2011 gut erfüllt: Es gelang

uns, den Prozentsatz der Teilnehmenden, für die

während der Programmdauer eine Anschlusslösung

gefunden werden konnte, bei fast 50 % zu halten!

Kurzzeitige, heftige Schwankungen bei den Arbeitslosenzahlen

haben gravierende Auswirkungen auf

Institutionen und Organisationen, die sich mit der

Arbeitslosigkeit bzw. der Integration beschäftigen.

Kaum ist Personal für die Bewältigung eines Ansturms

eingestellt, muss dieses bereits wieder abgebaut

werden.

Von diesem «Handorgeleffekt» war ESRA stark

betroffen. Hatten wir von 2008 bis 2010 einen Anstieg

von Zuweisungen bis auf 268 Teilnehmende

pro Jahr zu verzeichnen, waren es 2011 nur noch

190 Zuweisungen. Gleichzeitig verkürzte sich die

durchschnittliche Dauer, die ein Teilnehmer oder

eine Teilnehmerin im Programm verbrachte, von 4.2

Monaten 2010 auf 3.6 Monate 2011. Weniger Teilnehmende

und kürzere Beteiligungsdauer, das bedeutet

eine schlechtere Auslastung der Infrastruktur

des Programms. Entsprechend mussten wir um

substanziell Kosten zu sparen unsere Dienstleistungen

restrukturieren.

Wir legten im vergangenen Jahr ESRA Office und

das Schreibbüro für Stellensuchende still. Die vordem

getrennten Bereichsleitungen für ESRA Caritas-Markt

und ESRA Recycling werden nun von

einer Person gemeinsam wahrgenommen. Für das

Erstellen des Kompetenzenportfolios konnten wir

eine Kooperation mit der Stiftung Zukunft eingehen.

Einer Forderung unseres Auftraggebers beim Kanton

Thurgau, dem Amt für Wirtschaft und Arbeit,

entsprechend, lagerten wir die beiden Sozialfirmen

Ding-Shop und Haushalts-Fee aus dem Verein

ESRA aus und übergaben sie der Caritas Thurgau.

Die Verluste dieser beiden Betriebe wurden vom

Verein ESRA und von Caritas übernommen. Im

Verlaufe des Jahres entschloss sich Caritas Thurgau

auf Grund der Entwicklung, beide Betriebe zu

schliessen. Die Haushalts-Fee wurde verselbstständigt

und arbeitet heute als «normales» Reinigungsunternehmen

im freien Markt. Der Ding-Shop wird

zum Teil in einen Lagerverkauf ESRA Brocki und

internen Hausdienst umgewandelt, das Restaurant

aber geschlossen. Die jeweiligen Leiter der Firmen

mussten uns in der Folge verlassen.

Diese schmerzlichen Einschnitte haben alle Beteiligten

sehr hart getroffen. Die ausgetretenen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind zum Teil heute noch

arbeitslos, die verbliebenen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter müssen zusätzliche Aufgaben übernehmen.

– Nun steigen die Arbeitslosenzahlen aber bereits

wieder, die Auslastung hat sich verbessert, die

Arbeitslast steigt nochmals.

Dafür sind wir zuversichtlich, dass wir dank den getroffenen

Massnahmen die Kosten im Griff haben

und wieder ruhigere Gewässer ansteuern können.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten,

den Ausgetretenen, den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern, den Mitgliedern des Vorstandes und

den Auftrag gebenden Behörden für das Verständnis,

das Engagement und den Einsatz zu Gunsten

von arbeitslosen Menschen bedanken.

Rupert Summerauer

Bericht des Geschäftsleiters

5


Teilnehmerinnnen und Teilnehmer

Statistiken

Entwicklung Anzahl Teilnehmende 2007 – 2011

300

250

200

150

100

6

50

0

2007

2008

2009

ESRA Office ESRA Caritas-Markt

ESRA Recycling

Total

Entwicklung der Programmeffizienz 2007 – 2011

Prozentualer Anteil der Personen, für die beim Austritt eine Lösung erreicht war

60

50

40

30

20

10

0

2007

2008

2009

2010

2010

2011

Lösungsquote

2011


Altersstruktur 2010 2011

16 – 24 Jahre 56 32

25 – 30 Jahre 52 33

31 – 40 Jahre 40 39

41 – 50 Jahre 54 42

51 – 60 Jahre 44 26

61 – 65 Jahre 9 3

Total 255 175

Geschlecht 2010 2011

Männer 163 99

Frauen 92 76

Total 255 175

Nationalität 2010 2011

Schweizer / Schweizerinnen 122 82

Ausländer / Ausländerinnen 133 93

Total 255 175

Programmdauer (bei Austritt) 2010 2011

weniger als zwei Monate 12 % 22 %

2 – 4 Monate 36 % 37 %

4 – 6 Monate 21 % 21 %

6 – 8 Monate 31 % 20 %

8 – 10 Monate 0 % 0 %

mehr als 10 Monate 0 % 0 %

Durchschnittliche Programmdauer

(in Monaten): 4.2 3.6

Teilnehmerinnnen und Teilnehmer

Statistiken (nur Zuweisungen RAV, ohne Ausgesteuerte der Gemeinden)

24%

43%

53%

21%

15%

2%

22%

18%

20% 22%

37%

19%

57%

47%

Altersstruktur

16 – 24 Jahre

25 – 30 Jahre

31 – 40 Jahre

41 – 50 Jahre

51 – 60 Jahre

61 – 65 Jahre

Geschlecht

Männer

Frauen

Nationalität

Schweizer / in

Ausländer / in

Programmdauer

weniger als 2 Mt.

2 – 4 Mt.

4 – 6 Mt.

6 – 8 Mt.

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Wie funktioniert ein Arbeitsintegrationsprogramm?

Marc Moser, Werkstattleiter ESRA Recycling, im Gespräch mit Lukas Meyer

Was muss man sich unter einem Arbeitsintegrationsprogramm

vorstellen? Wie werden Programm­

Teilnehmende darin unterstützt, wieder eine Stelle

im ersten Arbeitsmarkt zu finden? Marc Moser, der

Werkstattleiter von ESRA Recycling in Sirnach, gibt

Auskunft.

Wie werden neue Teilnehmende in ihre Arbeit

eingeführt?

Wenn jemand neu bei uns ins Arbeitsintegrationsprogramm

Recycling eintritt, bekommt sie oder er

einen Götti zugeteilt. Das ist ein anderer Teilnehmer,

der schon länger dabei ist. Der lernt den neuen an

und zeigt ihm den Betrieb. Zudem können alle jederzeit

mit Fragen zu mir kommen. Es gibt keine blöden

Fragen, das sage ich allen gleich am Anfang. Aber

die Teilnehmenden müssen selber kommen, wenn

sie etwas wissen wollen. Denn hier im ESRA Recycling

soll es möglichst ähnlich zu und her gehen wie in

einem Industriebetrieb. Mein Credo ist: Eigenverantwortung.

Das wird draussen in der Wirtschaft auch

erwartet. Dort steht kein Zuchtmeister hinter einem.

Es gibt eine Holschuld, auch bezüglich Information

und Wissen. Und wer das nicht leistet, der ist in der

Wirtschaft schnell wieder weg.

Vertrauen ist ja gut. Aber geht’s denn ganz

ohne Kontrollen?

Selbstverständlich werden die Teilnehmenden trotz

Eigenverantwortung eng begleitet. Am Stofffluss kann

ich sehen, wie es um den Output im Programm steht.

Zudem kontrolliere ich die Qualität der Arbeit und die

Abwesenheiten. Und ich fülle Beurteilungsbogen für

jeden Teilnehmenden aus. Manchmal fragt auch ein

RAV-Berater persönlich nach, wie sich jemand anstellt

und verhält. Oder er möchte eine Einschätzung,

weshalb jemand noch keine Stelle gefunden hat.

Wie unterstützt ihr die Teilnehmenden bei der

Arbeitssuche?

Beim Eintrittsgespräch vor Arbeitsantritt erfragen

wir, welche Stelle jemand sucht. Wir durchforsten

8

dann jeden Tag die Stellenangebote im Internet

nach diesen Stellenprofilen. Wenn wir etwas finden,

machen wir die jeweiligen Teilnehmenden darauf

aufmerksam. Zudem hängen wir alle Stelleninserate

gut sichtbar bei uns aus. Wer dann Hilfe bei der

Bewerbung braucht, wird auch dabei unterstützt.

Manchmal muss man den Lebenslauf neu gestalten

oder Löcher im Lebenslauf flicken. Wir fordern die

Teilnehmenden auf, fehlende Arbeitszeugnisse zu

beschaffen usw. So halten wir die Teilnehmenden in

Bewegung, damit sie den Mut, die Zuversicht und

die Energie nicht verlieren. Und wir machen noch

mehr. Neulich haben wir beispielsweise einen Maler

mit einem leichten Sehfehler im Programm gehabt.

Wir haben alles unternommen, dass er zu einem

Augenarzt geht und das abklären lässt. Auch das

gehört zu unserem Job.

Profitieren Teilnehmende sonst noch vom

Programm?

Wichtig ist mir die soziale Dimension des Integrationsprogramms.

Vielen tut es nur schon gut, unter

Leuten zu sein, die das gleiche Problem haben wie

sie, und mit ihnen reden zu können. Ausserdem hilft

es dem Selbstwertgefühl, wenn man am Morgen zur

Arbeit fahren kann wie der Nachbar auch.

Zudem kommen immer mehr, die sehr schlecht

Deutsch sprechen. Das macht es für sie sehr

schwierig, einen Job zu finden. Aber hier im Programm

müssen sie Deutsch reden und das hilft. Das

ist eine Art Deutschkurs. Es gibt solche, die können

am Anfang kaum einen Brocken Deutsch. Aber

wenn sie die sechs Monate bei uns gewesen sind,

kann man wirklich auf Deutsch mit ihnen reden.

Eine besondere Herausforderung im Integrationsprogramm

ist dafür die ethnische Vielfalt der Teilnehmenden

und die vielen Personalwechsel. Deshalb

muss man das Soziale hier besonders gut pflegen.


Herr P. ist 20 Jahre alt. Vor vier Jahren schloss er die

obligatorische Schulzeit ab, fand aber keine Lehrstelle.

Deshalb meldete er sich beim Brückenangebot

Thurgau für ein 10. Schuljahr mit Berufspraktika.

Das sei «nicht lässig» gewesen, findet er. Anschliessend

jobbte Herr P. über eine Temporärfirma. Dann

folgte ein Versuch in der Lernwerkstatt Frauenfeld

der Stiftung Zukunft. Aber auch diese Chance konnte

Herr P. nicht erfolgreich nutzen. Eine erneute Zeit

mit Temporärjobs endete schliesslich aus Geldmangel

beim Sozialamt der Gemeinde. Das Sozialamt

verpflichtete ihn, das Arbeitsintegrationsprogramm

bei ESRA Recycling zu absolvieren. Er ist seit knapp

3 Monaten hier.

Ja, das macht schon Sinn, hier im Programm zu sein.

Ich komme gerne, es gibt einen täglichen Ablauf.

Nur: Mehr Geld, als wenn ich bloss beim Sozialamt

wäre, gibt es Ende Monat nicht. Ich gehe arbeiten

und verdiene doch kein Geld. Wenn ich damit Geld

verdienen würde, käme ich jeden Morgen mit einem

Lachen hierher. …

Man hat auch Anrecht darauf, hier eine gewisse Zeit

in der Woche Bewerbungen zu schreiben. Ich suche

eine Lehrstelle als Polybauer oder Installateur. Man

sieht jetzt ja: So ohne Lehre, das ist nicht gut. Aber

gross wählen kann ich nicht.

Herr M., 41 Jahre alt und mit Migrationshintergrund,

ist CNC-Dreher. Bei der letzten Anstellung wurde ihm

gekündigt. Nun ist er seit fünf Monaten arbeitslos. Es

sei sehr schwer, etwas Neues zu finden, sagt Herr M.,

zumal er sich selber als «etwas wählerisch» bezeichnet.

Sein RAV-Berater empfahl ihm das ESRA-Beschäftigungsprogramm.

Er ist seit knapp einem Monat

beim ESRA-Recycling und repariert Computer.

Ich mache diese Computer­Arbeit hier gerne, und

wenn’s zudem noch einer guten Sache hilft, umso

besser. Alles, was ich bisher geflickt habe, wurde im

Shop wieder verkauft. …

Was sagen Programmteilnehmende?

Ich erhoffe mir, dass ich eine feste Stelle finde, auch

dank der Unterstützung durch das Personalbüro

hier. Die formulieren Bewerbungen um. Viele der offenen

Stellen suchen sie raus und hängen sie ans

Anschlagbrett. Und dann kann man diese durchgucken

und sagen, da möchte ich mich bewerben.

Und dann helfen sie. Da wird man gut unterstützt.

Frau O., 31 Jahre, ist nun schon seit vier Monaten im

Arbeitsintegrationsprogramm des Caritas-Marktes

in Weinfelden. Sie sagt klar: «Ich bin nicht freiwillig

hier im Programm. Es ist ein Müssen. Der RAV-Berater

hat mich angemeldet.» Frau O. ist seit einem

halben Jahr nach einer nur 11-monatigen Anstellung

vorher erneut arbeitslos. Die Rahmenfrist läuft noch

drei Monate. Dann wird sie die Arbeitslosen-Entschädigungen

verlieren. Sie bewerbe sich auf alles

Mögliche, nicht nur im Service, wofür sie als Service-

Fachangestellte eine Ausbildung hat.

Wenn man richtig arbeitet, dann ist man am Abend

zufrieden, und Feierabend ist Feierabend. Hier aber

muss man sich abends noch bewerben. Bekommt

Absagen, die man verdauen muss. Und dann droht

die Aussteuerung. Das kriege ich nicht aus dem

Kopf. Klar arbeiten wir hier auch und machen die

Arbeit recht. Aber die eigentliche Hauptsache ist,

wieder eine Stelle zu finden. …

Es ist sehr gut, dass man etwas zu tun hat. Wer

nichts hat, dem fällt irgendwann die Decke auf den

Kopf. …

Die Ladenleiterin ist wirklich super. Man muss ein

Händchen haben für Leute wie uns. Mit ihr gibt’s

auch mal was zu lachen. … Viele, die hier waren,

haben wieder eine Stelle gefunden.

9


RECYCLING

ESRA Recycling und Rerec, Sirnach

Thomas Kunz

An unserem Standort in Sirnach bestehen für Erwerbslose

je nach Eignung und Berufswunsch verschiedenste

Einsatzmöglichkeiten. Wir bieten einfache industrielle

Arbeitsplätze, Einsätze in Lager und Logistik,

aber auch qualifizierende Tätigkeiten in verschiedenen

spezialisierten Werkstätten, Ateliers und Betrieben.

Demontage

In unserem Recyclingzentrum in Sirnach lernen die

Teilnehmenden, Elektro- und Elektronikschrott fachgerecht

zu zerlegen. Die einzelnen Komponenten

von insgesamt 47 Fraktionen werden dem Recycling

oder der Entsorgung zugeführt. Bei der Arbeit können

praktische Erfahrungen im Bereich Materialkunde

und im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen

gesammelt werden.

Materialfluss in Tonnen

1400

1200

1000

800

600

4000

02

200

Lager / Logistik

Personen, die über keine beruflichen Vorkenntnisse

im Bereich Lager und Logistik verfügen, werden mit

der Materie vertraut gemacht. Wir vermitteln Grundkenntnisse

zu Artikelgruppen und Materialtypen;

Teilnehmende lernen die offiziellen Entsorgungsannahmestellen

der Organisationen S.EN.S und SWI-

CO kennen. Sie beherrschen den Ablauf der Wareneingänge

(inklusive Papierfluss) und können Waren

ein- und auslagern; dazu gehört auch der Umgang

mit Gebinden und Paletten, das Erfassen von Warenausgängen,

das Befüllen von Rollcontainern und

das Be- und Entladen von Camions.

10

03

04

05

06

07

Angeliefert

08

09

10

11

Fraktioniert

Rerec (Räumen, Entsorgen, Recyclen)

Rerec übernimmt die Entrümpelung von Kellern

und Estrichen. Was brauchbar ist oder restauriert

werden kann, kommt in die Werkstätten, der Rest

wird fachgerecht entsorgt. Zudem liefert Rerec aus,

was im Laden verkauft wird (s.u.). TeilnehmerInnen

sammeln Erfahrung bei der Organisation fachgerechter

Transporte und der Entsorgung.

Maler-, Holz-, Elektro-, Elektronik- und Velowerkstätten,

Nähatelier

Diese Lernwerkstätten bieten Stellen suchenden

Fach- oder Hilfskräften mit oder ohne in der Schweiz

anerkannter Berufsausbildung eine nachhaltige berufliche

und soziale Integration. Die teilnehmenden

Personen können sich branchenübergreifend (re-)

qualifizieren. Möbel werden aufgefrischt, Haushaltsgeräte

oder Heimelektronik instand gesetzt,

gebrauchte Velos repariert und Textilien verarbeitet.

Die Förderung erfolgt individuell und niveaugerecht.

Verkaufsladen mit Gastrobereich

Die in den Werkstätten aufbereiteten Produkte

werden im Ding-Shop bzw. dem ESRA-Brocki

wieder verkauft. Dadurch gibt es auch in Sirnach

Programmplätze im Verkauf. Im angeschlossenen

Gastro-Bereich lernen die Teilnehmenden unter Einhaltung

der persönlichen und betrieblichen Hygiene

sowie der Lebensmittelgesetzgebung verschiedene

Tätigkeitsbereiche im Gastrobereich kennen.

Kennzahlen 2011

138 Personen profitierten 2011 von einem Beschäftigungsplatz

bei ESRA Recycling und Rerec, ein wahrer

Einbruch im Vergleich zu den 190 Teilnehmenden

das Jahr zuvor. 38 Personen fanden im Verlauf oder

per Ablauf des Programms wieder eine Stelle im ersten

Arbeitsmarkt. Dies entspricht einem Anteil von

37,2 % der ausgetretenen Teilnehmenden.


Die ESRA Lernwerkstatt Verkauf bietet stellenlosen

Frauen und Männern, die Freude am Umgang mit

Menschen haben und zukünftig (wieder) eine Beschäftigung

im Detailhandel / Verkauf anstreben, ein

vielseitiges und interessantes Arbeitsfeld. Angesprochen

sind sowohl gestandene Verkaufsprofis wie

auch Personen, die in ihren bisherigen Tätigkeiten

keine Erfahrung mit Kundenkontakten gemacht haben

und über keine Ausbildung im Verkauf verfügen.

Caritas-Markt und Caritas-Boutique bieten ein

Verkaufsumfeld mit realen Kunden in den Bereichen

Food, Non-Food, Textilien und Möbel, Wohnaccessoires

und Geschenkartikel. Nach Möglichkeit

übernehmen die Programmteilnehmenden die Verantwortung

für einen bestimmten Verkaufsbereich.

In der Lernwerkstatt vermitteln wir theoretische und

praktische Kenntnisse und Fähigkeiten in allen Bereichen,

die für erfolgreiches Verkaufen nötig sind.

Thema sind u.a. das eigene Erscheinungsbild, der

Umgang mit technischen Hilfsmitteln, Betriebsabläufe,

Warenkunde und – ganz wichtig – die Gestaltung

von Verkaufsgesprächen. Die Teilnehmenden

können das Gelernte jeweils sofort in einem realen

Verkaufsumfeld umsetzen und ausprobieren. Diese

Erfahrung in der Verkaufspraxis gibt Sicherheit und

Routine. Und das Feedback der Kunden fördert die

Motivation und Freude an der Arbeit.

In der Lernwerkstatt Verkauf werden auch Selbst-

und Sozialkompetenzen gefördert und beübt: selbständiges

Arbeiten, die Arbeit im Team oder die Leitung

von Gruppen.

Die Tätigkeiten im Caritas-Markt und in der Caritas-

Boutique sind mit viel Bewegung und körperlichem

Einsatz verbunden. Auf gesundheitliche Einschränkungen

kann daher nur bedingt eingegangen werden.

ESRA Caritas-Markt, Weinfelden

Nicht zuletzt ermöglicht die Lernwerkstatt Verkauf,

die beruflichen Kompetenzen und Grenzen der Programm-Teilnehmenden

genau zu erfassen und diese

Kenntnis für ihre erfolgreiche Stellensuche im ersten

Arbeitsmarkt zu nutzen.

Kennzahlen 2011

2011 profitierten 44 der insgesamt 52 Programm-

Teilnehmenden in Weinfelden – 37 Frauen und 7 Männer

– von einem Beschäftigungsplatz bei ESRA Caritas-Markt.

Dies waren klar weniger als im Vorjahr, als

es in Weinfelden total 74 Teilnehmende gab, wovon

49 im Caritas-Markt gearbeitet hatten.

24 Personen fanden im Verlauf oder per Ablauf des

Programms wieder eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt.

Dies entspricht einem Anteil von 68,3 % der

ausgetretenen Teilnehmenden. 2010 hatte die Lösungsquote

in der Lernwerkstatt Verkauf 50 % betragen.

Trotz weniger Teilnehmenden 2011 konnte der Umsatz

gesteigert werden. 2011 wurden durch die

TeilnehmerInnen knapp 300’000 Artikel mit Preisen

ausgezeichnet und in die Verkaufsregale gefüllt, ein

Plus gegenüber dem Vorjahr von 20,5 %. Und sie

bedienten 13 % mehr Kunden an der Kasse.

In der Caritas Boutique verarbeiteten die Teilnehmenden

2,25 Tonnen Kleider (2010: 3,3 Tonnen;

2009: 1 Tonne), sortierten Ware für Dritte aus oder

stellten sie für den Verkauf bereit.

11

Thomas Kunz

CARITAS

M A R K T


Bilanz und Betriebsrechnung

ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

BILANZ 31.12.2011 31.12.2010

Aktiven CHF CHF

Umlaufvermögen 389’100.11 287’786.67

Flüssige Mittel 9’479.09 32’599.13

Kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten 60’659.91 30’801.52

Kurzfristige Forderungen gegenüber

nahestehenden Organisationen 29’914.27 112’905.04

Abrechnungskonto Amt für Wirtschaft

und Arbeit AWA 289’046.84 111’480.98

Anlagevermögen 41’533.30 31’241.90

Sachanlagen 22’025.85 22’017.90

Mietzinsdepot Recycling 19’507.45 9’224.00

Total Aktiven 430’633.41 319’028.57

Passiven

Bankschulden 272’678.53 0.00

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 16’606.05 97’044.25

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber

nahestehenden Organisationen 109’748.83 196’584.32

Passive Rechnungsabgrenzung 7’200.00 3’000.00

Rückstellungen 24’400.00 22’400.00

Total Passiven 430’633.41 319’028.57

BETRIEBSRECHNUNG 2011 2010

Ertrag CHF CHF

Betriebserlöse 106’490.74 149’723.79

Projektkosten BFM 1’875.00 8’250.00

Projektkosten IV 0.00 13’794.00

Projektkosten WSH 37’475.00 0.00

Programmkosten seco 1’236’916.61 1’334’258.35

Diverser Ertrag -829.92 828.41

Total Ertrag 1’381’927.43 1’506’854.55

Aufwand

Personalaufwand und Honorare 930’424.20 969’206.51

Mieten 321’979.65 345’236.63

Unterhalt 10’730.55 44’954.50

Gemeinkosten 118’793.03 147’456.91

Total Aufwand 1’381’927.43 1’506’854.55

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BUDGETVERGLEICH Pro Jahr Pro Tag

Abschluss Budget Abschluss Budget

Jahresplätze PvB 41.83 85

Teilnehmer 175 170

Total TN Tage ohne Bildung 11’440 21’353

Kurstage (Bildung) 227 781

Total TN Tage inkl. Bildung 11’667 22’134

CHF CHF CHF CHF

Betreuungs- und Begleitungskosten 899’419.44 905’251.00 78.62 42.39

Kurskosten der internen Bildungsteile 27’150.96 14’970.00 119.61 19.17

Übrige Kosten 455’357.04 533’389.00 39.80 24.98

Total Kosten inkl. Bildung 1’381’927.44 1’453’610.00 118.45 65.67

Total Kosten ohne Bildung 1’354’776.48 1’438’640.00 118.42 67.37

Erlöse aus Dienstleistungen 105’660.82 173’000.00 9.24 8.10

Netto Ertrag Projektkosten 39’350.00 35’000.00 3.44 1.64

Total Aufwandsminderungen 145’010.82 208’000.00 12.68 9.74

Saldo Kosten alle TN inkl. Bildung 1’236’916.62 1’245’610.00 106.02 56.28

Saldo Kosten alle TN ohne Bildung 1’209’765.66 1’230’640.00 105.75 57.63

Budgetvergleich

ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

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Schlussabrechnung AWA

AVIG* BFM** WSH*** Total

CHF CHF CHF CHF

Programmkosten 1’290’148.43 6’631.77 85’147.23 1’381’927.43

Personalkosten / Bildung 871’733.10 4’577.31 58’769.44 935’079.85

übrige Kosten 391’264.37 2’054.46 26’377.79 419’696.62

Kosten interne Bildung 27’150.96 - - 27’150.96

Aufwandminderung 98’502.85 2’392.22 44’115.75 145’010.82

Erlös aus Dienstleistungen 98’502.85 517.22 6’640.75 105’660.82

Netto Ertrag Projektkosten - 1’875.00 37’475.00 39’350.00

Saldo Programmkosten 1’191’645.58 4’239.55 41’031.48 1’236’916.61

Teilnehmer-Tage / Monate / Jahresplätze

Anzahl Teilnehmende 2011

effektive Anzahl Teilnehmende 175 2 13 190

Total Jahresplätze 41.83 0.22 2.76 44.80

Programmteil

Total Beschäftigungstage 10’665.00 56.00 719.00 11’440.00

Total Beschäftigungsmonate 491.47 2.58 33.13 527.19

Jahresplätze Programmteil 40.96 0.22 2.76 43.93

Anteil in Prozent 93.23% 0.49% 6.28% 100.00%

Interne Bildung

Total Kurstage 227.00 - - -

in Prozent 100.00% - - 100.00%

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AVIG* BFM** WSH*** Total

CHF CHF CHF CHF

Durchschnittskosten (ohne Bildung)

pro Beschäftiungsmonat

Begleitung und Coaching 1’773.71 1’773.71 1’773.71 1’773.71

übrige anrechenbare Kosten 796.10 796.10 796.10 796.10

Total Programm

pro Beschäftigungsmonat 2’569.81 2’569.81 2’569.81 2’569.81

pro Beschäftigungstag 118.42 118.42 118.42 118.42

Interne Bildung

pro Kurstag/TeilnehmerIn 119.61 - - 119.61

Anteile

Erlös aus Dienstleistung

pro Beschäftigungsmonat 200.42 200.42 200.42 200.42

pro Beschäftigungstag 9.24 9.24 9.24 9.24

Ertrag Projektkosten

pro Beschäftigungsmonat - 726.56 1’131.03 74.64

pro Beschäftigungstag - 33.48 52.12 3.44

Anteil aus Aufwandminderung

pro Beschäftigungsmonat 200.42 926.99 1’331.45 275.06

pro Beschäftigungstag 9.24 42.72 61.36 12.68

Saldo Programmkosten

pro Beschäftigungsmonat 2’424.63 1’642.83 1’238.36 2’346.25

pro Beschäftigungstag 111.73 75.71 57.07 108.12

* AVIG Arbeitslosen-Versicherungs-Gesetz

Versicherte Teilnehmende, Zuweisung durch die RAV’s

** BFM Bundesamt für Migration

Anerkannte Flüchtlinge, Zuweisung durch den Thurgauer Flüchtlingsdienst

*** WSH Wirtschaftliche Sozialhilfe

Nicht versicherte Teilnehmende, Zuweisung durch die Gemeinden

Schlussabrechnung AWA

15


Bilanz und Betriebsrechnung

Verein ESRA (ohne ESRA Arbeitsintegrationsprogramm)

BILANZ 31.12.2011* 31.12.2010

Aktiven CHF CHF

Flüssige Mittel 1’896.03 72’515.65

Kurzfristige Forderungen ggn. Dritten - 54’900.55

Kurzfristige Forderungen (intern) - 16’492.65

Kurzfristige Forderungen ggn. Caritas Thurgau - 3’596.85

Mietzinsdepot - 10’251.15

Warenlager - 25’500.00

Investitionen - 14’845.70

Fahrzeuge 2’136.00 23’805.10

Darlehen an Ding-Shop und Haushaltsfee (intern) - 125’000.00

Total Aktiven 4’032.03 346’907.65

Passiven

Kurzfristige Verbindlichkeiten ggn. Dritten - 35’198.04

Kurzfristige Verbindlichkeiten ggn. Caritas Thurgau - 11’653.81

Kurzfristige Verbindlichkeiten (intern) - 16’492.65

Kurzfristige Verbindlichkeiten

ggn. ESRA Arbeitsintegrationsprogramm - 62’510.29

Darlehen von Caritas Thurgau (kurzfristig) - 20’000.00

Darlehen von ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

(kurzfristig) - 50’000.00

Passive Rechnungsabgrenzung - 16’585.80

Darlehen von Caritas Thurgau (langfristig) - 100’000.00

Darlehen von Verein ESRA (intern) - 125’000.00

Rückstellungen Programmkosten - 63’735.32

Rückstellungen Projektkosten - 22’013.85

Vermögen per 1.1. -176’282.10 -141’245.08

Vorschlag (+) / Rückschlag (-) 180’314.14 -35’037.03

Total Passiven 4’032.04 346’907.65

BETRIEBSRECHNUNG 2011 2010

Ertrag CHF CHF

Mitgliederbeiträge 300.00 300.00

Geld- und Naturalspenden 400.00 4’492.00

Kapitalertrag 24.38 2’284.98

Mieteinnahmen 11’984.00 15’784.00

Auflösung Rückstellungen (Fond) 85’749.17 -

Betriebserlös - 349’924.35

Integrationsbeiträge - 148’825.00

Projektbeitrag Caritas - 99’839.45

16


Bilanz und Betriebsrechnung

Verein ESRA (ohne ESRA Arbeitsintegrationsprogramm)

BETRIEBSRECHNUNG 2011 2010

Ertrag CHF CHF

Projektbeitrag diverse - 4000.00

Erlös aus Verkauf AV 1’900.00 -

Darlehensverzicht Caritas Thurgau 90’532.94

Total Ertrag 190’890.49 625’449.78

Aufwand

Material- und Warenaufwand - 51’069.42

Personalaufwand - 443’501.81

Unterhalt, Raum- und Betriebsaufwand - 71’822.70

Gemeinkosten - 53’999.75

Abschreibungen 10’560.00 23’507.35

Kapitalaufwand 16.35 5’042.53

PR und Werbung - 9’427.35

Aufwand ESRA-Projekt - 2’115.90

Total Aufwand 10’576.35 660’486.81

Vorschlag (+) / Rückschlag (-) 180’314.14 -35’037.03

* per 1.1.2011 Uebernahme der Sozialfirmen Ding-Shop und Haushalts-Fee durch die Caritas Thurgau

Berichte der Kontrollstellen

ESRA Arbeitsintegrationsprogramm, Verein ESRA

17


Konsolidierte Bilanz und Betriebsrechnung

Verein ESRA (inkl. ESRA Arbeitsintegrationsprogramm)

BILANZ 31.12.2011* 31.12.2010

Aktiven CHF CHF

Umlaufvermögen 410’503.59 351’264.58

Flüssige Mittel 11’375.12 105’114.78

Kurzfristige Forderungen ggn. Dritten 369’214.20 216’658.20

Kurzfristige Forderungen ggn. Nahestehenden 29’914.27 3’991.60

Warenlager - 25’500.00

Anlagevermögen 24’161.85 60’668.70

Mobiliar, Maschinen, Fahrzeuge 24’161.85 60’668.70

Total Aktiven 434’665.44 411’933.28

Passiven

Fremdkapital 430’633.41 588’215.39

Bankschulden 272’678.53 132’242.29

Kurzfristige Verbindlichkeiten ggn. Dritten 16’606.05 -

Kurzfristige Verbindlichkeiten ggn. Nahestehenden 109’748.83 228’238.13

Passive Rechnungsabgrenzung 7’200.00 19’585.80

langfristige Verbindlichkeiten ggn. Nahestehenden - 100’000.00

Rückstellungen 24’400.00 108’149.17

Eigenkapital 4’032.04 -176’282.11

Verlustvortrag -176’282.10 -141’245.08

Vorschlag / Rückschlag 180’314.14 -35’037.03

Total Passiven 434’665.45 411’933.28

BETRIEBSRECHNUNG 2011 2010

Ertrag CHF CHF

Betriebserlöse 106’490.74 488’723.54

Rückerstattung Personalaufwand WSH - 70’826.20

Programmkosten seco und Diverses 1’236’916.61 1’334’258.35

Mitgliederbeiträge/Spenden 700.00 4’792.00

Integrationsbeiträge 39’350.00 105’869.00

Projektbeitrag Caritas - 99’839.45

Projektbeitrag diverses - 4’000.00

Diverser Ertrag 6’776.46 1’013.39

Darlehensverzicht Caritas Thurgau 90’532.94 -

Auflösung Rückstellungen Verein 85’749.17

Total Ertrag 1’566’515.92 2’109’321.93

Aufwand

Material- und Warenaufwand - 51’069.42

Personalaufwand / Honorare 930’424.20 1’412’697.82

Personalaufwand WSH - 70’825.60

Mieten und Unterhalt 324’147.41 342’446.38

Gemeinkosten 118’809.38 222’903.14

Abschreibungen 12’820.79 44’416.60

Total Aufwand 1’386’201.78 2’144’358.96

Vorschlag / Rückschlag 180’314.14 -35’037.03

* per 1.1.2011 Uebernahme der Sozialfirmen Ding-Shop und Haushalts-Fee durch die Caritas Thurgau

18


Rupert

Summerauer

Käthy

Imark

Lukas

Meyer

Michael

Thomas

ESRA Verein und Arbeitsintegrationsprogramm

Team und Vorstand

Jürg

Giezendanner

Thomas

Kunz

Marc

Moser

Claudia

Huber

Renato

Maciariello

Christina

Schmitter

Mitarbeitende per 31. Dezember 2011

Mitglieder Vorstand

Peter Maag Direktor Industrie- und Handelskammer Thurgau,

Präsident, Weinfelden

Peter Hungerbühler Mitglied Geschäftsleitung KVA Thurgau, Müllheim

Stefan Kormann Vertreter Evangelische Kirchgemeinde Aadorf,

Aadorf

Regula Kummer Vertreterin Evangelischer Kirchenrat

Kanton Thurgau, Schlattingen

Thomas G. Nägeli Vertreter Vorstand Caritas Thurgau, Bottighofen

Walter Thalmann Vertreter Evangelische Kirchgemeinde Sirnach,

Sirnach

ESRA Arbeitsintegrationsprogramm

Geschäftsleitung Rupert Summerauer

Personal, Finanzen, Christina Schmitter

Administration

Qualitätsmanagement Christina Schmitter

Kommunikation Simone Curau-Aepli (bis 31.03.2011),

Lukas Meyer (ab 01.04.2011)

ESRA Recycling und ESRA Rerec, Sirnach

Bereichsleitung Cyrill Oderbolz (bis 31.10.2011),

Thomas Kunz (ab 01.11.2011)

Werkstattleitung Marc Moser

Administration Käthy Imark

Bildung und Beratung Ruedi Hoppe (bis 31.08.2011),

(Coaching) Assiavi Matter-Jans (ab 01.09.2011 bis 31.12.2011),

Cyrill Oderbolz (bis. 31.10.2011),

Thomas Kunz (ab 01.11.2011)

Vorarbeiter Michael Thomas

Chauffeur Jürg Giezendanner

ESRA Caritas-Markt, Weinfelden

Bereichsleitung Thomas Kunz

Verkauf Caritas-Markt Claudia Huber, Roger Lehmann (bis 31.03.2011),

Renato Maciariello (ab 27.06.2011)

Bildung und Beratung Ruedi Hoppe (bis 31.03.2011),

(Coaching) Assiavi Matter-Jans (ab 01.03.2011 bis 31.12.2011)

ESRA Office, Weinfelden

Leitung ESRA Office Renate Joham (bis 30.09.2011)


RECYCLING

CARITAS

M A R K T

R E R E C

BROCKI

ESRA Arbeitsinte grationsprogramm

c / o Caritas Thurgau

Felsenstrasse 11, Postfach, 8570 Weinfelden

Telefon 071 626 80 01, Telefax 071 626 80 35

esra@caritas-thurgau.ch, www.caritas-thurgau.ch / esra

ESRA Recycling

Fischingerstrasse 66, 8370 Sirnach TG

Telefon 071 966 32 77, Telefax 071 966 32 78

esra.recycling@caritas-thurgau.ch

ESRA Caritas-Markt

Felsenstrasse 11, 8570 Weinfelden

Telefon 071 620 04 71, Telefax 071 620 04 72

esra.caritas-markt@caritas-thurgau.ch

ESRA Rerec

Fischingerstrasse 66, 8370 Sirnach TG

Telefon 071 966 32 72, Telefax 071 966 32 78

esra.rerec@caritas-thurgau.ch

ESRA Brocki

Fischingerstrasse 66, 8370 Sirnach TG

Telefon 071 966 23 23, Telefax 071 966 24 25

esra.brocki@caritas-thurgau.ch

TKB Sirnach, 18 20 002.766-09

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