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Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 3/2006 - HSG Alumni ...

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<strong>Das</strong> <strong>Alumni</strong>-<strong>Magazin</strong> <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> 3/<strong>2006</strong><br />

Hochschulverein 1956–1981<br />

Ungarnflüchtlinge an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum und GV


Die neue Weltsprache heisst IFRS<br />

Curriculum based on<br />

International<br />

Financial Reporting<br />

<strong>St</strong>andards ®<br />

LEHRGANG FÜR INTERNATIONALE RECHNUNGSLEGUNG<br />

Diploma<br />

as IFRS/IAS Accountant<br />

Eine Kooperation von Controller Akademie und Ernst & Young<br />

DIESER LEHRGANG BRINGT SIE WEITER<br />

Der berufsbegleitende Lehrgang findet zwischen 30. August <strong>2006</strong> und Juni 2007 statt und schliesst ab<br />

mit dem «Diploma as IFRS/IAS Accountant, Certified by Controller Akademie and Ernst & Young».<br />

Der Lehrgang richtet sich vor allem an Entscheidungsträger und Fachleute <strong>der</strong> Rechnungslegung<br />

mit höheren Fachabschlüssen o<strong>der</strong> <strong>Universität</strong>sstudium.<br />

In nächster Zukunft werden viele Unternehmen auf die International Financial Reporting <strong>St</strong>andards<br />

IFRS umstellen. Entscheidungsträger und Fachleute müssen sich nun die notwendigen Kenntnisse<br />

aneignen. Die Lehrgänge vermitteln das nötige Praxiswissen, um die IFRS/IAS kompetent anzuwenden.<br />

BERATUNG, PROGRAMM UND RESERVATION<br />

Controller Akademie, Hohlstrasse 550, 8048 Zürich<br />

www.controller-akademie.ch, Telefon 043 211 51 90, Fax 043 211 51 92, info@controller-akademie.ch<br />

Patronat:<br />

<strong>Universität</strong> Zürich<br />

Institut für Rechnungswesen und Controlling


Editorial 3/<strong>2006</strong><br />

Eine bewegte<br />

und bewegende Zeit<br />

Die Jahre 1956 bis 1981 waren<br />

eine bewegte Zeit für die damalige<br />

Handelshochschule bzw.<br />

Hochschule <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>. Der Neubau<br />

auf dem Rosenberg war<br />

ein Meilenstein in <strong>der</strong> Geschichte<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> wie auch des<br />

Hochschulvereins. Unermüdlich<br />

sammelte dieser Gel<strong>der</strong>, um<br />

eine mo<strong>der</strong>ne Infrastruktur zu<br />

schaffen.<br />

Gesammelt haben die Ehemaligen<br />

aber auch für die 31 Ungarnflüchtlinge,<br />

die durch den Volksaufstand<br />

1956 in Ungarn in die<br />

Schweiz flüchteten und an <strong>der</strong><br />

Handelshochschule aufgenommen<br />

werden konnten. Die sechziger<br />

und siebziger Jahre waren<br />

geprägt von <strong>der</strong> Gründung des<br />

«International <strong>St</strong>udents’ Committee»<br />

(ISC) durch engagierte<br />

<strong>St</strong>udierende aus fünf Nationen.<br />

<strong>Das</strong> heutige <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> Symposium<br />

war die positive Antwort<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>.Galler <strong>St</strong>udierenden auf<br />

die Umbruchsituation jener<br />

Jahre.Auch die Weiterbildungsstufe<br />

hat eine lange Tradition,<br />

die ihren Ursprung in den sechziger<br />

Jahren hat. Aus dem Gedanken<br />

eines «geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurses<br />

für Ehemalige»<br />

geboren, engagierte sich <strong>der</strong><br />

Hochschulverein für die Gründung<br />

einer Weiterbildungsstufe.<br />

<strong>Das</strong>s die Jubiläumsanlässe von<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> so erfolgreich sind,<br />

ist auch Ihnen, allen Alumnae<br />

und <strong>Alumni</strong>, zu verdanken.Wir<br />

freuen uns weiterhin über Ihre<br />

Erinnerungen, Anregungen und<br />

Beiträge (Zuschriften bitte an<br />

alma@freicom.ch).<br />

Roger Tinner, Chefredaktor<br />

03 Uniball <strong>2006</strong>: Traumtänzer auf dem Campus<br />

04 <strong>St</strong>.Galler Hochschulverein von 1956 bis 1981 · Der zweite Teil <strong>der</strong> Geschichte<br />

des Hochschulvereins war geprägt durch den Neubau <strong>der</strong> Hochschule,<br />

die Aufnahme von Ungarnflüchtlingen, die Gründung des ISC und <strong>der</strong> Weiterbildungsstufe<br />

und den Kauf des ersten Kleincomputers.<br />

05 Die Ungarnhilfe 1956 – ein bemerkenswertes Kapitel Hochschulgeschichte<br />

· Der Ehemalige Kasimir M. Magyar erzählt die traurige Geschichte<br />

des Volksaufstands in Ungarn.<br />

10 Netzwerke werden immer wichtiger für Schweizer Unternehmen ·<br />

Ellen Enkel analysiert den Nutzen von Netzwerken für die Wirtschaft.<br />

13 Ausgebuchte <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz im Engadin<br />

14 Rudolf Villiger – <strong>der</strong> Vater des «geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurses» · Die<br />

Gründung <strong>der</strong> Weiterbildungsstufe geht unter an<strong>der</strong>em auf den engagierten<br />

Ehemaligen Rudolf Villiger zurück. <strong>Das</strong> spannende Porträt zeigt einen Unternehmer,<br />

<strong>der</strong> mit 77 Jahren noch Karriere macht.<br />

19 <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum <strong>2006</strong> · <strong>Das</strong> diesjährige <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum vereinte<br />

über 200 Ehemalige in den Olma Hallen und bot spannende Referate zum<br />

Thema «Unternehmertum und Innovation Schweiz».<br />

22 Generalversammlung <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> <strong>2006</strong><br />

28 Dies academicus <strong>2006</strong> · Der diesjährige Dies academicus stand ganz im<br />

Zeichen des Jubiläums «75 Jahre <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>».<br />

29 Uni aktuell<br />

33 <strong>St</strong>udentische Initiativen im Porträt: Bankers’ Club<br />

34 <strong>St</strong>art up: Manuel P. Nappo und sein Unternehmen «Creative Assets»<br />

36 EMBA <strong>Alumni</strong><br />

37 <strong>Alumni</strong> Clubs<br />

38 <strong>HSG</strong> Shop<br />

39 Aus dem <strong>Alumni</strong> Büro<br />

40 Bücherseite<br />

41 Terminkalen<strong>der</strong> drittes Quartal <strong>2006</strong><br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

1


Wir suchen Hochschulabsolventen, die nicht mit <strong>der</strong> erstbesten Lösung zufrieden sind. www.mckinsey.ch<br />

Ruf Lanz


President’s<br />

Corner<br />

Liebe Alumnae, liebe <strong>Alumni</strong><br />

Es hat mich ausserordentlich<br />

gefreut, dass wir insgesamt mehrere<br />

hun<strong>der</strong>t <strong>Alumni</strong> an unserer <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong>-Lounge am Uniball, am<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum und an <strong>der</strong><br />

Jubiläumsfeier begrüssen und mit<br />

ihnen auf das Jubiläum anstossen<br />

konnten. Wir blicken nun mit grosser<br />

Vorfreude auf das nächste<br />

Highlight des Jahres, die dritte internationale<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz<br />

im September.<br />

Mein beson<strong>der</strong>er Dank gilt den<br />

Mitglie<strong>der</strong>n, die an <strong>der</strong> Generalversammlung<br />

anwesend waren und<br />

dem neu gewählten Vorstand ihr<br />

Vertrauen ausgesprochen haben.<br />

Im August wird <strong>der</strong> neue Vorstand<br />

zu einem ganztägigen Workshop zusammenkommen,<br />

um die Achievements<br />

<strong>der</strong> abgelaufenen Amtsperiode<br />

zu evaluieren und die Ziele für<br />

die nächsten drei Jahre festzulegen.<br />

Nachdem wir seit Ende <strong>der</strong><br />

neunziger Jahre grosse Fortschritte<br />

bei Ausbau und Professionalisierung<br />

des Dienstleistungsangebots<br />

gemacht haben, gilt es, die Aktivitäten<br />

im Friend-, Brain- und Fundraising<br />

in den kommenden Jahren<br />

auf eine breitere Basis zu stellen.<br />

Urs Landolf,<br />

Präsident <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Uniball <strong>2006</strong>: Traumtänzer<br />

auf dem Campus<br />

Die Ballkommission hat den Uniball mit <strong>der</strong> Unterstützung von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

auf den Campus unserer Alma Mater zurückgebracht – ein wun<strong>der</strong>barer<br />

Anlass mit Ehemaligen, <strong>St</strong>udierenden und Dozierenden.<br />

Balleröffnung durch die Debütantinnen und Debütanten: Die Aula verwandelt sich in<br />

einen Ballsaal. Bild: <strong>St</strong>udio unArtig<br />

Von Katharina Rhomberg<br />

Am 29. April fand <strong>der</strong> Uniball zum<br />

ersten Mal nach vielen Jahren wie<strong>der</strong><br />

auf dem Campus <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> statt. Nach<br />

einem festlichen Bankett im Bibliotheksgebäude<br />

wurden die Gäste ins<br />

alte Gebäude gebeten, wo <strong>der</strong> Empfang<br />

schon vorbereitet war. Die <strong>Universität</strong>sräumlichkeiten<br />

verwandelten<br />

sich unter dem Motto Traumtänzer in<br />

Bars, Lounges, Bühnen und einen<br />

grossen Tanzsaal in <strong>der</strong> Aula. Sogar<br />

eine kleine Kunstgalerie wurde inmitten<br />

des sonst so grauen Gebäudes<br />

eingerichtet.<br />

Vielfältiges Programm<br />

Nach <strong>der</strong> offiziellen Balleröffnung<br />

mit Debütanten und Festrednern gab<br />

es nicht nur für begeisterte Tänzer ein<br />

attraktives Programm. So konnte man<br />

den Klängen <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> BigBand und<br />

des Uniorchesters lauschen, sich bei<br />

den Aufführungen des <strong>St</strong>udententhea-<br />

ters amüsieren o<strong>der</strong> sich in den verschiedenen<br />

Lounges gemütlich bei<br />

einem Drink unterhalten. Schliesslich<br />

gab als Mitternachtseinlage ein professionelles<br />

Tanzpaar aus London lateinamerikanische<br />

Hüftschwünge zum<br />

Besten.<br />

Ausklang <strong>der</strong> Ballsaison<br />

Anlässlich des Jubiläums von <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> wurden in <strong>der</strong> «<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Lounge» Ehemalige, <strong>St</strong>udierende, Dozierende<br />

und alle an<strong>der</strong>en Ballgäste<br />

willkommen geheissen. Peter Madsen,<br />

ein <strong>St</strong>arpianist aus New York, sorgte<br />

mit seinen Jazzmelodien für eine<br />

grossartige und gemütliche <strong>St</strong>immung<br />

in <strong>der</strong> mit wun<strong>der</strong>schönen Lichteffekten<br />

gestalteten Lounge. Auch wenn<br />

er es wohl eher gewöhnt ist, auf den<br />

grossen Bühnen <strong>der</strong> Welt aufzutreten,<br />

unterhielt er mit sichtlicher und hörbarer<br />

Freude das kleine Ballpublikum<br />

und sorgte damit für einen wun<strong>der</strong>schönen<br />

Ausklang <strong>der</strong> Ballsaison.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

3


75 jahre hsg alumni<br />

<strong>St</strong>.Galler Hochschulverein<br />

von 1956 bis 1981<br />

Im zweiten Teil <strong>der</strong> Geschichte des Hochschulvereins werden einige Eckpunkte zwischen den Jahren 1956 bis 1981<br />

vorgestellt. Diese Zeit war geprägt vom Neubau <strong>der</strong> Hochschule, <strong>der</strong> Aufnahme von Ungarnflüchtlingen, <strong>der</strong> Gründung<br />

des ISC und <strong>der</strong> Weiterbildungsstufe sowie dem Kauf des ersten Kleincomputers.<br />

Von Anina Fleischmann<br />

<strong>Das</strong> Wintersemester 1956/57 ging<br />

als das «Ungarn-Semester» in die Geschichte<br />

<strong>der</strong> Hochschule ein. Dank<br />

zahlreicher Spenden wurde es möglich,<br />

31 aus Ungarn geflüchtete <strong>St</strong>udierende<br />

an <strong>der</strong> Handelshochschule<br />

aufzunehmen (siehe Artikel auf <strong>der</strong><br />

folgenden Seite). Unter Rektor Walter<br />

Adolf Jöhr entstand in den frühen<br />

sechziger Jahren die neue Hochschulanlage<br />

auf dem Rosenberg. Der Neubau<br />

sollte mehr Platz bieten und alle<br />

Institute unter einem Dach vereinen.<br />

<strong>Das</strong>s in dieser Zeit auch die mo<strong>der</strong>ne<br />

Kunst Einzug in den Neubau hielt,<br />

war nicht nur Jöhr, son<strong>der</strong>n auch Professor<br />

Eduard Naegeli zu verdanken.<br />

Werke von Hans Arp, Georges Braque,<br />

Pablo Picasso, Joan Miro und an<strong>der</strong>en<br />

Künstlern begleiteten die <strong>St</strong>udierenden<br />

fortan durch den Alltag.<br />

4 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Neubau <strong>der</strong> Hochschule<br />

geför<strong>der</strong>t<br />

Wesentlich beteiligt an <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ung<br />

und Finanzierung des Neubaus<br />

war <strong>der</strong> Hochschulverein unter <strong>der</strong><br />

Präsidentschaft von Curt E. Wild (von<br />

1932 bis 1964). Unermüdlich sammelte<br />

er Spenden und erweiterte den Mitglie<strong>der</strong>kreis<br />

<strong>der</strong> Ehemaligen. Mit einem<br />

Mitglie<strong>der</strong>bestand von mehr als 2700<br />

Ehemaligen im Jahr 1964 gab er sein<br />

Amt an Walter Rheiner (von 1964 bis<br />

1969) ab. Rheiner machte sich sodann<br />

daran, die Weiterbildungsstufe aufzubauen.<br />

Bereits 1965 wurde im Hochschulverein<br />

die Idee geboren, einen «geistigen<br />

Wie<strong>der</strong>holungskurs» für Ehemalige<br />

zu initiieren (siehe auch Artikel<br />

auf Seite 14). 1968 wurde die Weiterbildungsstufe<br />

schliesslich gegründet<br />

und unter Adrian Hemmer kontinuierlich<br />

ausgebaut.<br />

<strong>Das</strong> International <strong>St</strong>udent’s Committee (ISC) wurde 1969 gegründet. Dieses Jahr<br />

wurde das <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> Symposium (www.stgallen-symposium.org) bereits zum 36. Mal<br />

durchgeführt. Bild: <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> Symposium<br />

Gründung des ISC<br />

Diese Zeit war auch geprägt von<br />

<strong>der</strong> «Achtundsechziger Bewegung». An<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> gingen die <strong>St</strong>udentenproteste<br />

weitgehend ohne grosse Wellen zu<br />

werfen vorüber. Was nicht bedeutet,<br />

dass die <strong>St</strong>udierenden nicht auch Aktivitäten<br />

entwickelten. So gründeten<br />

fünf <strong>St</strong>udierende aus <strong>der</strong> Schweiz,<br />

Österreich, Deutschland, Holland und<br />

Norwegen das «International <strong>St</strong>udents’<br />

Committee» (ISC) und organisierten<br />

ein erstes Management-Symposium<br />

an ihrer Alma Mater. Dieses hat sich<br />

in seiner 36-jährigen Geschichte zu<br />

einer <strong>der</strong> bedeutendsten Wirtschaftsveranstaltungen<br />

in <strong>der</strong> Schweiz entwickelt.<br />

Beginn <strong>der</strong> EDV-Epoche<br />

Heinz R. Wuffli (1969 bis 1982)<br />

hatte ab 1969 während 13 Jahren die<br />

Präsidentschaft inne. Seine beson<strong>der</strong>e<br />

Leistung war die Sammelaktion<br />

für den Kauf des ersten Kleincomputers<br />

an <strong>der</strong> Hochschule für rund<br />

400’000 Franken. Dies war <strong>der</strong> Beginn<br />

<strong>der</strong> EDV-Epoche und <strong>der</strong> Hochschulverein<br />

hatte sich einmal mehr<br />

als zukunftsweisende <strong>St</strong>ütze für die<br />

Lehre erwiesen.<br />

Ab 1978 wurden alle Absolventen<br />

automatisch Mitglied in <strong>der</strong> Ehemaligen-Organisation.<br />

Alsdann stieg <strong>der</strong><br />

Mitglie<strong>der</strong>bestand auf über 5000 Personen<br />

an.<br />

Wie sich <strong>der</strong> Hochschulverein von 1982<br />

bis heute entwickelt hat, erfahren Sie in<br />

<strong>der</strong> nächsten Ausgabe <strong>der</strong> «alma».<br />

Über Ihre Anregungen und schönen Erinnerungen<br />

an diese Zeit freuen wir uns<br />

(E-Mail an alma@freicom.ch).


Die Ungarnhilfe 1956 – ein bemerkenswertes<br />

Kapitel Hochschulgeschichte<br />

Der Volksaufstand in Ungarn und seine Nie<strong>der</strong>schlagung 1956 läuteten ein bewegendes Kapitel <strong>der</strong> Geschichte<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> ein. Kasmir M. Magyar beleuchtet in seinem fundierten Artikel vielfältige Aspekte und<br />

Wechselwirkungen.<br />

Engagiert sammelten <strong>St</strong>udenten für die Ungarnflüchtlinge, die an <strong>der</strong> Handelshochschule<br />

aufgenommen wurden. Quelle: <strong>St</strong>aatsarchiv <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Von Prof. Dr. Dr. h.c. Kasimir M. Magyar<br />

Am 23. Oktober 1956 entstand in<br />

Ungarn innerhalb von wenigen <strong>St</strong>unden<br />

aus einer friedlichen Kundgebung<br />

ein Aufstand breiter Bevölkerungskreise.<br />

Daraus ist nach <strong>der</strong> ersten Intervention<br />

<strong>der</strong> Sowjettruppen tags<br />

darauf – ebenso schnell und ebenso<br />

unerwartet – ein national motivierter<br />

Freiheitskampf geworden.<br />

<strong>St</strong>udierende als Auslöser<br />

Die Reformbewegung ging von<br />

den <strong>St</strong>udenten aus. Sie formulierten<br />

einen Katalog von 16 Punkten, <strong>der</strong><br />

überwiegend die demokratische Umgestaltung<br />

des Systems, nicht aber<br />

dessen <strong>St</strong>urz zum Ziel hatte. Sie beschlossen,<br />

am folgenden Tag eine<br />

Massenkundgebung durchzuführen.<br />

Die Parteiführung reagierte auf die<br />

Kundgebungsabsicht am 23. Oktober<br />

morgens mit einem Verbot. Schnell<br />

wurde jedoch klar, dass niemand im<br />

<strong>St</strong>ande ist, diese zu verhin<strong>der</strong>n. Deswegen<br />

wurde das Verbot in den Mittagsstunden<br />

aufgehoben.<br />

Am selben Tag setzten sich an zwei<br />

Orten in Budapest Demonstrationszüge<br />

in Bewegung. Von den Seitenstrassen<br />

des Budapester Ringes schlossen<br />

sich Arbeiter und Angestellte in unvorstellbaren<br />

Mengen dem Demonstrationszug<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>udenten und Intellektuellen<br />

an. Am späteren Nachmittag<br />

befanden sich auf dem grossen Kossuth-Platz<br />

vor dem Parlament rund<br />

200’000 Menschen. Von dort zog ein<br />

Grossteil <strong>der</strong> aufgebrachten Menge<br />

zum Radiogebäude und verlangte, dass<br />

die For<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenschaft<br />

vom Sen<strong>der</strong> bekannt gegeben werden.<br />

Die Leitung des Radios wies das An-<br />

sinnen kategorisch zurück. Mit <strong>der</strong> Belagerung<br />

des Radiogebäudes und mit<br />

den ersten Schüssen <strong>der</strong> Radiowache<br />

verwandelte sich die friedliche Kundgebung<br />

in eine bewaffnete Auseinan<strong>der</strong>setzung.<br />

Am 24. Oktober, morgens<br />

4.30 Uhr, griffen sowjetische Panzer in<br />

das Geschehen ein. Auf dem Kossuth-<br />

Platz kam es am Vormittag zu einem<br />

Blutbad. Am 25. Oktober übertrug sich<br />

<strong>der</strong> Aufstand von <strong>der</strong> <strong>St</strong>adt Budapest<br />

auf das ganze Land. Die Regierung von<br />

Imre Nagy machte den Aufständischen<br />

immer neue Zugeständnisse und versprach,<br />

Verhandlungen über den Abzug<br />

<strong>der</strong> russischen Truppen einzuleiten.<br />

Der Aufstand liess sich aber nicht<br />

mehr eindämmen. Im Gegenteil, er<br />

dehnte sich immer mehr aus. In Budapest<br />

kam es zu erbitterten <strong>St</strong>rassenkämpfen.<br />

Die sowjetischen Truppen<br />

griffen immer mehr in die Auseinan<strong>der</strong>setzung<br />

zwischen den Wi<strong>der</strong>standskämpfern<br />

und <strong>der</strong> kommunistischen<br />

Sicherheitspolizei ein.<br />

Am 26. und 27. Oktober lief ein<br />

grosser Teil <strong>der</strong> ungarischen Armee zu<br />

den Aufständischen über. In den letzten<br />

Oktobertagen begannen die seit<br />

Jahren in Ungarn stationierten russischen<br />

Soldaten zu realisieren, dass aus<br />

<strong>der</strong> friedlichen Kundgebung ein Volksaufstand<br />

geworden war. Weil sie von<br />

<strong>der</strong> einheimischen Bevölkerung – trotz<br />

des Hasses auf die Sowjets – stets anständig<br />

und gut behandelt wurden,<br />

verweigerten sie mehr und mehr den<br />

Schiessbefehl. In dieser für die Aufständischen<br />

höchst willkommenen Einstellung<br />

lag eine <strong>der</strong> Ursachen, dass<br />

grosse Teile <strong>der</strong> sowjetischen Truppen<br />

ausgetauscht werden mussten.<br />

Schnelle Reaktion <strong>der</strong><br />

<strong>St</strong>. Galler <strong>St</strong>udentenschaft<br />

Seit dem Abend des 23. Oktober<br />

nahm die schweizerische Bevölkerung<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

5


Ehemalige erzählen<br />

Diese Absolventen und ehemaligen Vorstandsmitglie<strong>der</strong> des Hochschulvereins haben zwischen 1956 und 1981<br />

in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> studiert und erinnern sich an ihre Zeit an <strong>der</strong> damaligen Handelshochschule.<br />

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzen<strong>der</strong><br />

des Vorstands<br />

und des Group Executive<br />

Committee, Deutsche<br />

Bank AG, lic. oec. <strong>HSG</strong><br />

1972, Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1977<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> hat die Bedeutung <strong>der</strong> Vernetzung<br />

<strong>der</strong> Absolventen untereinan<strong>der</strong> und<br />

<strong>der</strong> Beziehungspflege zur Alma Mater sehr<br />

früh erkannt – viel früher als dies an an<strong>der</strong>en<br />

Hochschulen in Kontinentaleuropa <strong>der</strong><br />

Fall war. <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> gehört untrennbar zur<br />

<strong>HSG</strong>. Ich wünsche dem Verein viel Glück und<br />

Erfolg in den nächsten 75 Jahren.<br />

6 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Dr. Hans-Rudolf Merz,<br />

Bundesrat,<br />

Dr. rer. publ. <strong>HSG</strong> 1971<br />

Während über 20 Jahren gehörte ich dem<br />

Vorstand des Hochschulvereins an. Aus diesem<br />

ist eine <strong>Alumni</strong>-Organisation geworden,<br />

die hohen Ansprüchen genügt und die dem<br />

guten Ruf <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> gerecht<br />

wird, ja diesen stützt. Zum Jubiläum gebührt<br />

<strong>der</strong> Grün<strong>der</strong>generation und den nachfolgenden<br />

Trägern des Hochschulvereins <strong>der</strong> Dank<br />

<strong>der</strong> <strong>Alumni</strong> in aller Welt. Vivat, crescat, floreat!<br />

Ivan Pictet, Teilhaber<br />

Pictet & Cie. Privatbankiers,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1970<br />

Zu meiner Zeit hatte es drei Mal weniger<br />

<strong>St</strong>udenten als heute und die wenigen Frauen<br />

waren fast alle Nonnen o<strong>der</strong> Volontäre für die<br />

Entwicklungshilfe. Ich erinnere mich auch an<br />

den ersten Computer: Er war riesig, aber ich<br />

durfte ihn nie benutzen! Noch immer bin ich<br />

stolz, an dieser Hochschule studiert zu haben<br />

und freue mich, dass unsere Bank und <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

gemeinsame Projekte betreiben.<br />

Dr. Martha Niquille,<br />

Präsidentin des Kantonsgerichts<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>,<br />

lic. rer. publ. <strong>HSG</strong> 1979,<br />

Dr. rer. publ. <strong>HSG</strong> 1983<br />

Als ich dem damaligen Hochschulverein<br />

beitrat, dachte ich nicht an eine bewusste Vernetzung.<br />

Vielmehr erschien mir <strong>der</strong> Beitritt<br />

eine Selbstverständlichkeit, gleichsam eine<br />

Verbindung zu meiner Ausbildungsstätte und<br />

einer schönen <strong>St</strong>udienzeit. Aus heutiger Sicht<br />

und als Einwohnerin des Kantons <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

sehe – und schätze – ich die aktive Unterstützung<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> durch die <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>.<br />

Fürst Hans-Adam II. von<br />

und zu Liechtenstein,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1969<br />

Gerne erinnere ich mich an meine <strong>St</strong>udentenzeit<br />

in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>, die nun rund 40 Jahre<br />

zurückliegt. Bei meinen vielfältigen Tätigkeiten<br />

im Geschäftsleben und in <strong>der</strong> Politik war<br />

ich über die breite und intensive Ausbildung<br />

sehr dankbar. <strong>Das</strong> <strong>St</strong>udium in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> war<br />

sowohl Grundlage als auch Anregung, sich<br />

ständig weiterzubilden, was in unserer schnelllebigen<br />

Zeit wichtiger denn je ist.<br />

Dr. Hanspeter Danuser,<br />

Kur- und Verkehrsdirektor<br />

<strong>St</strong>.Moritz,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1973<br />

Die <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> sind diesen September<br />

nicht zufällig in <strong>St</strong>.Moritz. Sie feiern 75 Jahre<br />

<strong>Alumni</strong>, <strong>St</strong>.Moritz zelebriert 150 Jahre Hotellerie<br />

– herzliche Gratulation! Noblesse oblige –<br />

ad multos annos!<br />

Dr. H.-U. Doerig, vollamtl.<br />

Vizepräsident u. VR<br />

<strong>der</strong> Credit Suisse Group,<br />

Chairman Risk Commitee,<br />

lic. rer. publ. <strong>HSG</strong><br />

1964, Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1967<br />

Der damalige Hochschulverein leistete mit<br />

geringen Mitteln einen zusätzlichen Beitrag<br />

zur verbesserten Positionierung und zum<br />

wachsenden Ansehen <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>. Der Verein<br />

war die erste allgemein zugängliche Organisation<br />

zur stärkeren, ja lebenslangen Identifikation<br />

<strong>der</strong> Absolventen und Absolventinnen<br />

mit <strong>der</strong> heutigen <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>.<br />

Luitwin Gisbert von<br />

Boch-Galhau, stv. Aufsichtsratsvorsitzen<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Villeroy & Boch AG,<br />

Mettlach/Saar,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1961<br />

Meine Zeit in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> von 1957 bis 1961<br />

war für mich Grundstein meiner beruflichen<br />

Laufbahn. Die Kombination von theoretischer<br />

und praktischer Ausbildung war ein ganz<br />

wesentlicher Fundus in meinem Leben. Der<br />

Hochschulverein spielte eine hervorragende<br />

Rolle, führte die <strong>St</strong>udierenden zusammen und<br />

verhalf vor allem den Auslän<strong>der</strong>n zu einer raschen<br />

Integration in unserem Hochschulleben.<br />

Juan F. Gut, Direktor<br />

des Eidgenössischen Personalamts<br />

EPA, lic. rer.<br />

publ. <strong>HSG</strong> 1974<br />

Die <strong>St</strong>udienzeit an <strong>der</strong> «alten <strong>HSG</strong>» erlebte<br />

ich als eine Zeit des Aufbruchs, <strong>der</strong> beginnenden<br />

Neuausrichtung – was für mich und<br />

meine Karriere nicht ohne Folgen blieb –<br />

auch im Hinblick auf meine sportlichen Aktivitäten!


grossen Anteil an den Vorkommnissen.<br />

Im Namen <strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenschaft<br />

<strong>der</strong> Handelshochschule <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> riefen<br />

Joseph Kleemann, Max Lehner<br />

und Rolf Schweizer am 29. Oktober<br />

im «<strong>St</strong>.Galler Tagblatt» zur Sympathiekundgebung<br />

für den Freiheitskampf<br />

in Ungarn auf. Die von den Schülern<br />

<strong>der</strong> Kantons- und Verkehrsschule und<br />

von den <strong>St</strong>udenten <strong>der</strong> Handelshochschule<br />

organisierte Kundgebung setzte<br />

sich um 19.30 Uhr an <strong>der</strong> Notkerstrasse<br />

in Gang. Es war ein Schweigemarsch,<br />

<strong>der</strong> gerade darum tiefen Eindruck<br />

machte. Immer mehr Menschen<br />

schlossen sich dem Zug auf seinem<br />

Weg zum Marktplatz an. Dort ergriff<br />

zuerst <strong>der</strong> Rektor <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, Prof. Dr.<br />

Wolfhart F. Bürgi, das Wort. «Noch vor<br />

zwei Wochen hätte es niemand für<br />

möglich gehalten, was heute in Osteuropa<br />

geschieht: Menschen erheben<br />

sich und opfern das einzige Gut, das<br />

ihnen geblieben ist, ihr Leben, um das<br />

an<strong>der</strong>e Gut wie<strong>der</strong> zu erlangen, welches<br />

das Leben erst lebenswert macht,<br />

nämlich die Freiheit.» Nach dem Rektor<br />

sprach Max Lehner als Vertreter<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenschaft. Seine mit Akklamation<br />

aller Anwesenden angenommene<br />

Resolution hatte folgenden Wortlaut:<br />

«Wir sind von den Ereignissen in<br />

Ungarn tief beeindruckt. Junge Menschen<br />

in unserem Alter haben durch<br />

ihre unerschrockene Haltung <strong>der</strong> freien<br />

Welt gezeigt, was die Freiheit bedeutet.<br />

Auch wir stehen ein für die<br />

Freiheit und die Werte echter Demokratie.<br />

Deshalb ist das Opfer <strong>der</strong><br />

ungarischen Jugend auch für uns gebracht.<br />

Wir <strong>St</strong>udenten tun, was wir<br />

können: Wir spenden Blut und sammeln<br />

Geld.»<br />

Unrealistischer Siegestraum<br />

Nur eine Woche nach dem Ausbruch<br />

<strong>der</strong> Revolution erlagen viele<br />

Ungarn <strong>der</strong> trügerischen Hoffnung,<br />

gesiegt zu haben. Am 28. Oktober befahl<br />

Ministerpräsident Imre Nagy die<br />

Einstellung des Feuers. Und am 30.<br />

Oktober anerkannte er, dass eine Revolution<br />

im Gang war. Noch während<br />

in Ungarn eine Konsolidierung in Gang<br />

zu kommen schien, entschied sich<br />

Nikita S. Chruschtschow, den Auf-<br />

stand nie<strong>der</strong>zuschlagen. Der zum Chef<br />

<strong>der</strong> Gegenregierung ernannte János<br />

Kádár wurde nach Moskau geholt, wo<br />

er die ihm zugeteilte Rolle akzeptierte.<br />

Zur Vorbereitung <strong>der</strong> zweiten militärischen<br />

Intervention überschritten<br />

erste Truppen am 1. November die<br />

sowjet-ungarische Grenze. Imre Nagy<br />

wurde informiert. Die sowjet-ungarischen<br />

Verhandlungen über den Abzug<br />

<strong>der</strong> sowjetischen Truppen vom 3. November<br />

waren ein Ablenkungsmanöver.<br />

Am Abend wurde die ungarische<br />

Regierungsdelegation im sowjetischen<br />

Hauptquartier in Budapest<br />

verhaftet. Im Morgengrauen des nasskalten<br />

Sonntags vom 4. November begann<br />

die Sowjetarmee mit <strong>der</strong> rücksichtslosen<br />

und gewaltsamen Nie<strong>der</strong>schlagung<br />

<strong>der</strong> ungarischen Revolution.<br />

Obschon Wi<strong>der</strong>stand militärisch<br />

zweck- und hoffnungslos war, setzten<br />

die Aufständischen ihren Kampf noch<br />

während rund einer Woche fort. Am<br />

11. November hatten die Sowjets die<br />

Ungarn militärisch in <strong>der</strong> Hand.<br />

Öffnung <strong>der</strong> Schweizer Grenze<br />

Als die Sowjettruppen zurückkamen,<br />

war klar, dass es für die Revolution<br />

keine Chance mehr gab. Diese<br />

bittere Erkenntnis löste einen Massenexodus<br />

nach dem Westen aus. Es begann<br />

die leidvolle Entwicklung, die dazu<br />

führte, dass Ungarn – zusammen<br />

mit «Nachzüglern» – den Verlust von<br />

rund einer Viertelmillion Menschen<br />

zu beklagen hatte. Der Bundesrat hatte<br />

am 6. November beschlossen, die<br />

Grenzen für die Ungarn zu öffnen<br />

und – zumindest in einer ersten Phase<br />

– 10’000 Flüchtlinge aufzunehmen.<br />

Mit seinem raschen Entscheid leitete<br />

<strong>der</strong> Bundesrat eine Hilfsaktion historischen<br />

Ausmasses ein.<br />

An einer erneuten Grosskundgebung<br />

am 6. November auf dem<br />

<strong>St</strong>.Galler Klosterhof wurde eine mächtige<br />

Flammenfackel als Symbol für das<br />

unauslöschbare Licht <strong>der</strong> Freiheit entzündet.<br />

Vor 15’000 <strong>St</strong>.Gallerinnen und<br />

<strong>St</strong>.Gallern scheute sich Prof. Dr. Georg<br />

Thürer nicht, in seiner Ansprache die<br />

Dinge beim Namen zu nennen. Er<br />

geisselte schonungslos die russische<br />

Hinterlist und zynische Gewalt: «Un-<br />

ter dem Vorwand von Verhandlungen<br />

schämte sich die Grossmacht <strong>der</strong> Sowjetunion<br />

nicht, in <strong>der</strong> gemeinen Weise<br />

von Wegelagerern die Vertrauensleute<br />

<strong>der</strong> zuversichtlichen Ungarn in<br />

einen Hinterhalt zu locken und dann<br />

neuerdings über die Nation herzufallen.<br />

Wir sagen es frei heraus, auf<br />

freier Erde und unter freiem Himmel,<br />

aus dem Gewissen eines Volkes, das<br />

sich durch keine Kolonialpläne belastet<br />

weiss und durch keinen Erbhass<br />

vorbestraft ist: Wir erheben Protest<br />

dagegen, dass ein Volk sich aufwirft<br />

zum Vogt über ein an<strong>der</strong>es, dass Russland<br />

mit Gewalt die Ungarn knutet<br />

und damit die Zusage <strong>der</strong> Freiheit<br />

bricht, welche das Naturrecht und das<br />

Völkerrecht <strong>der</strong> Vereinten Nationen,<br />

denen sich auch die Sowjetunion verpflichtet<br />

hat, jedem <strong>St</strong>aatswesen zubilligt.»<br />

Die Solidarität für die ungarischen <strong>St</strong>udenten<br />

war bei <strong>St</strong>udierenden und Ehemaligen<br />

gross.<br />

Quelle: <strong>St</strong>aatsarchiv <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

7


Ehemalige erzählen<br />

Diese Absolventen und ehemaligen Vorstandsmitglie<strong>der</strong> des Hochschulvereins haben zwischen 1956 und 1981<br />

in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> studiert und erinnern sich an ihre Zeit an <strong>der</strong> damaligen Handelshochschule.<br />

Dr. Heinz Rudolf Wuffli,<br />

Präsident des Hochschulvereins<br />

von 1969 bis<br />

1982, lic. oec. <strong>HSG</strong> 1951,<br />

Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1954<br />

Von 1969 bis 1982 hatte ich die Ehre, den<br />

damaligen <strong>St</strong>.Galler Hochschulverein zu präsidieren.<br />

Erwähnenswert ist vielleicht die<br />

Sammlung zur Beschaffung eines Kleincomputers<br />

mit einer Anzahl von Terminals zum<br />

Beginn <strong>der</strong> EDV-Ausbildung. Diese Initiative<br />

ergab 1972 über 400’000 Franken. <strong>Das</strong> war<br />

<strong>der</strong> Beginn <strong>der</strong> EDV-Epoche an <strong>der</strong> Hochschule.<br />

Dr. Elmar Le<strong>der</strong>gerber,<br />

<strong>St</strong>adtpräsident Zürich,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1971,<br />

Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1979<br />

Aus <strong>der</strong> Zeit, als ich in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> mein<br />

<strong>St</strong>udium begann, ist mir <strong>der</strong> neue, damals<br />

hochmo<strong>der</strong>ne Hochschulbau – bestückt mit<br />

einer Vielzahl eindrücklicher, mo<strong>der</strong>ner Kunstobjekte<br />

– als stärkster Eindruck geblieben.<br />

François Loeb, Grün<strong>der</strong><br />

des Warenhauses Loeb in<br />

Bern, lic. oec. <strong>HSG</strong> 1965<br />

<strong>Alumni</strong>? Kommt das Wort von «alumette»?<br />

Sind wir von <strong>der</strong> Wissenschaft Erleuchtete?<br />

Da gefiel mir das Wort Ehemaliger doch besser.<br />

Es war bodenständig, hatte <strong>St</strong>.Galler <strong>St</strong>allgeruch.<br />

Ich bin ein Ewiggestriger und halt e<br />

Bärner Gring und will Ehemaliger bleiben<br />

liebe Erleuchtete, liebe <strong>Alumni</strong>, egal woher<br />

das Wort auch stammt.<br />

8 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Margret Kiener Nellen,<br />

Nationalrätin,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1981<br />

Ich freue mich über den steigenden Frauenanteil<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>!<br />

Prof. Dr. Hans Peter<br />

Fagagnini, Delegierter des<br />

Verwaltungsrates und<br />

Dozent des <strong>St</strong>.Galler Management<br />

Instituts SGMI,<br />

Dr. rer. publ. <strong>HSG</strong> 1974<br />

Ich gratuliere <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> zum 75-jährigen<br />

Bestehen und wünsche ihr mehr als<br />

nochmals so viele Jahre. Dabei stelle ich fest,<br />

dass ich von den 75 Jahren <strong>der</strong>en 40 Jahre<br />

miterleben durfte. Mein Eindruck: Die <strong>St</strong>.Galler<br />

<strong>Alumni</strong> tragen viel zur Verbundenheit über<br />

die <strong>St</strong>udienjahre hinaus bei. Man geht kaum<br />

fehl, von einem eigentlichen Korpsgeist zu<br />

sprechen. Darauf können wir stolz sein.<br />

Erich Walser, Präsident<br />

des Verwaltungsrates<br />

und CEO <strong>der</strong> Helvetia<br />

Patria Gruppe,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1972<br />

Damals als <strong>St</strong>udent habe ich den Hochschulverein<br />

offen gesagt kaum wahrgenommen,<br />

jedenfalls ignoriert. Heute habe ich grossen<br />

Respekt vor <strong>der</strong> Dichte des Netzwerks,<br />

<strong>der</strong> Qualität <strong>der</strong> Dienstleistungen und <strong>der</strong> initiativen<br />

Grundhaltung von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>.<br />

Dr. Frank Schnewlin,<br />

Chief Executive Officer<br />

Bâloise Holding,<br />

Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1977<br />

Ein eindrücklicher Wandel: Die Handelshochschule<br />

wurde zu einer <strong>Universität</strong> und die<br />

<strong>Alumni</strong> vom lokalen Altherrenclub zu einem<br />

professionellen, internationalen Netzwerk,<br />

fokussiert auf Geschäft, permanente Weiterbildung<br />

und persönliche Entwicklung, mit<br />

garantiert lebenslänglichem «Return on Education».<br />

Dr. Henri B. Meier, ehemaliger<br />

Finanzchef Roche<br />

und Unternehmer,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong> 1963,<br />

Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1969<br />

Ich bin hocherfreut, dass die <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

«Unternehmertum» zum Motto des 75-Jahr-<br />

Jubiläums erkoren haben. Die Ausbildung<br />

und För<strong>der</strong>ung von Unternehmern ist zu Beginn<br />

des 21. Jahrhun<strong>der</strong>ts zusammen mit <strong>der</strong><br />

Kanalisierung von Risikokapital die wichtigste<br />

Aufgabe <strong>der</strong> Wachstumspolitik Kontinentaleuropas.<br />

Rudolf Villiger, Unternehmer,<br />

lic. oec. <strong>HSG</strong><br />

1953, Dr. oec. <strong>HSG</strong> 1957<br />

Während <strong>der</strong> sechziger Jahre war ich Mitglied<br />

im Vorstand des Hochschulvereins. Nach<br />

einer Sitzung kam mir auf <strong>der</strong> Rückreise nach<br />

Zürich die Idee, einen «geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurs»<br />

für Ehemalige zu initiieren. Die<br />

Idee stiess auf einhellige Zustimmung. Sodann<br />

wurde die Gründung <strong>der</strong> Weiterbildungsstufe<br />

unter Prof. Ulrich an die Hand genommen<br />

(siehe auch Artikel auf Seite 14).


Willi Geiger engagiert sich<br />

Am düsteren Sonntagvormittag<br />

des 25. November erreichte den Rektoratssekretär<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, Professor Dr.<br />

Willi Geiger, in seinem telefonlosen<br />

Elternhaus in Schaffhausen ein Telegramm.<br />

Prorektor Dr. Walter A. Jöhr<br />

for<strong>der</strong>te ihn auf, ihn so rasch als möglich<br />

anzurufen. Geiger erfuhr, dass<br />

sich die Schwester des Prorektors,<br />

Marianne Jöhr, im Dienst <strong>der</strong> Ungarnhilfe<br />

des Schweizerischen Roten<br />

Kreuzes in Wien aufhielt. Sie hatte<br />

ihrem Bru<strong>der</strong> am Vorabend berichtet,<br />

dass «sich unter den Flüchtlingen zahlreiche<br />

<strong>St</strong>udenten befinden, <strong>St</strong>udenten,<br />

die für die Befreiung ihres Vaterlandes<br />

vom sowjetischen Joch gekämpft<br />

haben und nun nicht im <strong>St</strong>ich<br />

gelassen werden dürfen». Geiger erhielt<br />

den Auftrag, bei <strong>der</strong> Auswahl<br />

von Flüchtlingsstudenten für die<br />

Schweiz mitzuwirken und flog tags<br />

darauf nach Wien. Dort traf er Vertreter<br />

des Verbandes <strong>der</strong> Schweizerischen<br />

<strong>St</strong>udentenschaften und <strong>der</strong> <strong>St</strong>udentischen<br />

Direkthilfe Schweiz-Ungarn.<br />

Bereits am 2. Dezember fuhr<br />

Willi Geiger mit etwa 200 <strong>St</strong>udenten<br />

in die Schweiz zurück. Buchstäblich<br />

über Nacht organisierte sich die <strong>St</strong>udentenschaft<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> für den Empfang<br />

und die Betreuung <strong>der</strong> ungarischen<br />

Flüchtlingsstudenten. Geiger<br />

und <strong>der</strong> spätere Nationalrat Dr. Hans<br />

Oester, damals Präsident <strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenschaft,<br />

schufen zusammen mit den<br />

fe<strong>der</strong>führenden studentischen Gehilfen<br />

Josef Kleemann, Hansheiri Dahinden<br />

und Peter Somm eine «Ungarische<br />

<strong>St</strong>udentenhilfe».<br />

Sofortiger Beginn des<br />

Deutschunterrichts<br />

Viele <strong>der</strong> Ungarn sprachen nur wenig,<br />

manche sogar fast kein Deutsch.<br />

Der unmittelbare Beginn des systematischen<br />

Deutschunterrichts hatte<br />

zwei Ziele. Erstens sollten die Flüchtlinge<br />

sofort erkennen, dass von ihnen<br />

eine Leistung erwartet wurde. Zweitens<br />

sollte er es Professor Thürer und<br />

seinen studentischen Helfern erlauben,<br />

erste Erfahrungen beim Unterricht<br />

<strong>der</strong> Ungarn zu sammeln. Im Dezember<br />

überschlugen sich die positi-<br />

ven Ereignisse, die die studentische<br />

Ungarnhilfe an <strong>der</strong> Handelshochschule<br />

betreffen. Unter <strong>der</strong> Leitung von<br />

Willi Geiger entstand innert kürzester<br />

Zeit ein zahlenmässig respektables<br />

Team, das sofort durch erfolgreiches<br />

Handeln aufgefallen ist.<br />

Die <strong>St</strong>.Galler <strong>St</strong>udenten wollten<br />

aber nicht nur organisieren, son<strong>der</strong>n<br />

auch selbst einen aktiven Beitrag leisten.<br />

Die Kosten <strong>der</strong> Organisation wurden<br />

von <strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenschaft getragen.<br />

Die Verbindungen und akademischen<br />

Vereine hatten es sich nicht nur<br />

zur Pflicht gemacht, für die geistige<br />

Betreuung <strong>der</strong> heimatlosen Kommilitonen<br />

besorgt zu sein, son<strong>der</strong>n sie<br />

liessen jedem ungarischen <strong>St</strong>udenten<br />

im Monat ein Taschengeld von 50<br />

Franken zufliessen. Die gesamte Aktion<br />

wurde in engster Zusammenarbeit<br />

mit dem Rektorat durchgeführt,<br />

das beschlossen hatte, den Flüchtlingen<br />

das Schulgeld zu erlassen. Neben den<br />

bereits durchgeführten waren noch<br />

weitere Sammelaktionen geplant.<br />

Nicht nur geför<strong>der</strong>t,<br />

auch gefor<strong>der</strong>t<br />

Willi Geiger informierte im Januar<br />

1957 die ungarischen Flüchtlingsstudenten<br />

über eine gewisse Prüfungspflicht<br />

bereits am Ende des laufenden<br />

Wintersemesters. Die Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

waren natürlich nicht so<br />

hoch, wie sie es üblicherweise nach<br />

vier Semestern sind. Man hatte auch<br />

den Sprachschwierigkeiten wohlwollend<br />

Rechnung getragen. Die meisten,<br />

die zu den drei Vorprüfungen angetreten<br />

waren, erzielten durchaus gute<br />

Ergebnisse. Nur wenige hatten eine<br />

«Ehrenrunde» zu absolvieren. Der<br />

wichtigste Grund dieser von <strong>der</strong><br />

Hochschulleitung angeordneten «Kleinen<br />

Zwischenexamen» bestand darin,<br />

auch denjenigen die Legitimation zum<br />

<strong>St</strong>udium zu verschaffen, die über in<br />

<strong>der</strong> Schweiz nicht nachprüfbare o<strong>der</strong><br />

über gar keine <strong>St</strong>udienausweise verfügten.<br />

Derjenige, <strong>der</strong> als erster kam, wurde<br />

– nach nur sieben <strong>St</strong>udiensemestern<br />

– auch als erster fertig. László Alföldi<br />

erwarb im Frühling 1960 als erster<br />

ungarischer Flüchtlingsstudent<br />

das Lizentiatsdiplom. Bis Herbst 1964<br />

erhielten 26 <strong>der</strong> Ungarn ihr <strong>HSG</strong>-Diplom.<br />

In den nächsten Jahren folgten<br />

noch «Nachzügler», die auch meistens<br />

später begonnen o<strong>der</strong> ihr <strong>St</strong>udium<br />

durch Auslandsemester – vor allem<br />

zum Erlernen an<strong>der</strong>er Sprachen – unterbrochen<br />

hatten. Einige besuchten<br />

im Anschluss an das Grundstudium<br />

die Doktorantenseminare. Im Frühling<br />

1965 erhielt Miklós Gaál als erster<br />

das Doktordiplom.<br />

Am 23. April 1972 wurde Willi<br />

Geiger in den <strong>St</strong>.Galler Regierungsrat<br />

gewählt. Als er die <strong>HSG</strong> im Sommer<br />

1972 verliess, war die hochschulinterne<br />

Ungarnhilfe abgeschlossen. Anstelle<br />

<strong>der</strong> ursprünglich vorgesehenen 20<br />

hatten schliesslich 50 ungarische<br />

Flüchtlingsstudenten an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> studiert.<br />

Willi Geiger war seit November<br />

1956 Herz und Motor, Kopf und Seele<br />

dieses grossen Hochschulprojektes<br />

gewesen.<br />

Zum Autor<br />

Kasimir M. Magyar, Prof. Dr. Dr. h.c., wurde<br />

1935 in <strong>der</strong> ungarischen Puszta geboren und<br />

1956 in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> «wie<strong>der</strong>geboren». Er ist<br />

Unternehmer, Honorarprofessor und Ehrendoktor<br />

<strong>der</strong> Saint-<strong>St</strong>ephan <strong>Universität</strong> in Budapest.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

9


wissenschaft und praxis<br />

Netzwerke werden immer wichtiger für<br />

Schweizer Unternehmen<br />

Netzwerke schaffen nicht nur die Basis für den Wissenstransfer, son<strong>der</strong>n können auch eingesetzt werden, um<br />

innerhalb o<strong>der</strong> ausserhalb des Unternehmens die Innovationskraft zu steigern. Auch das <strong>Alumni</strong>-Netzwerk ist<br />

sehr effektiv, denn die Vernetzung von Menschen geschieht einfacher, wenn man den gleichen Hintergrund hat.<br />

Von Dr. Ellen Enkel<br />

In technologie- und wissensintensiven<br />

Branchen führte das hohe Risiko<br />

von Innovationen in den 90er Jahren<br />

des letzten Jahrhun<strong>der</strong>ts nicht nur zu<br />

einer Reduktion <strong>der</strong> Fertigungs- und<br />

Entwicklungstiefe, son<strong>der</strong>n auch zu<br />

einer vermehrten Bildung von Allianzen<br />

verschiedener Unternehmen zur<br />

gemeinsamen Aufdeckung von Kundenwünschen.<br />

Diese Tendenz zur<br />

unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit<br />

zeigt sich auch beim<br />

Innovationsprozess. Bereits 1995 enthielten<br />

interne Innovationen einen<br />

externen Wissensinput in Höhe von<br />

34 bis 65 Prozent.<br />

Die deutliche Zunahme <strong>der</strong> Abhängigkeit<br />

innovativer Firmen von externen<br />

Organisationen als Quelle neuer<br />

Technologien zeigt sich im unternehmerischen<br />

Alltag. Interessant ist, dass<br />

ein positiver Zusammenhang zwischen<br />

<strong>der</strong> Nutzung externer Wissensquellen<br />

und dem Anteil neuer Produkte am<br />

Gesamtumsatz sowie <strong>der</strong> Wettbewerbsfähigkeit<br />

nachgewiesen werden<br />

kann. Neben dem Aufbau neuen Wissens<br />

werden häufig auch eine Reihe<br />

weiterer Motivationen wie Zeiteinsparung,<br />

Kostenteilung und -senkung,<br />

Marktzugang und -stärkung, Risikoreduzierung,<br />

Zugang zu Ressourcen<br />

wie Know-how, Patente, Sachmittel<br />

und Finanzen sowie die Nutzung von<br />

Synergien angegeben.<br />

Beziehungsnetzwerke<br />

Insbeson<strong>der</strong>e unternehmensübergreifende<br />

Beziehungsnetzwerke bieten<br />

eine Möglichkeit, die Innovationsper-<br />

Externe Quellen <strong>der</strong> Innovationsaktivitäten (Arvanitis et al., 2002)<br />

Anteil innovieren<strong>der</strong> Firmen mit Nutzung<br />

externer Wissensquellen<br />

10 alma 3/<strong>2006</strong><br />

80%<br />

70%<br />

60%<br />

50%<br />

40%<br />

30%<br />

20%<br />

10%<br />

0%<br />

Lieferanten Kunden Wissenschaft Konkurrenten An<strong>der</strong>e Quellen<br />

formance zu steigern. Typischerweise<br />

spezialisieren sich Unternehmen in<br />

wissensintensiven Industrien auf die<br />

Integration externer Wissensquellen,<br />

da <strong>der</strong>en Wissensbedarf nicht allein<br />

durch die internen Anstrengungen befriedigt<br />

werden kann. In <strong>der</strong> Vergangenheit<br />

waren Wissenslieferanten und<br />

-vermittler (Knowledge-Broker) in<br />

kleinen o<strong>der</strong> mittelständischen Unternehmen<br />

zu finden. Sie agierten als<br />

Wissensintermediäre o<strong>der</strong> -entwickler<br />

für grössere Unternehmen, bzw.<br />

für das nachfolgende Unternehmen<br />

<strong>der</strong> Wertschöpfungskette. Heutzutage<br />

stimmt diese Einschränkung nicht<br />

mehr, selbst Grossunternehmen wie<br />

DaimlerChrysler agieren in diesem<br />

Bereich.<br />

Schweizer Unternehmen sind, gemessen<br />

an <strong>der</strong> Nutzung firmenexterner<br />

Schweiz<br />

Deutschland<br />

Frankreich<br />

Dänemark<br />

Norwegen<br />

Irland


Wissensquellen, in ein im internationalen<br />

Vergleich sehr dicht geknüpftes<br />

Netzwerk eingebunden. Beson<strong>der</strong>s<br />

eng sind die Beziehungen zu wissenschaftsbezogenen<br />

Quellen. Die Kontakte<br />

zu Konkurrenten und allgemeinen<br />

Quellen wie Tagungen, Messen<br />

o<strong>der</strong> Ausstellungen spielen bei <strong>der</strong><br />

Wissensbeschaffung eine mittlere<br />

Rolle, während <strong>der</strong> konzerninterne<br />

Wissensaustausch und <strong>der</strong>jenige mit<br />

Lieferanten und Kunden im Vergleich<br />

zum Ausland von geringerer Bedeutung<br />

sind. Die Abbildung auf Seite<br />

10 stellt für innovative Firmen die<br />

Nutzungsintensität <strong>der</strong> externen Wissensquellen<br />

dar.<br />

Unklar ist hingegen, wo das Optimum<br />

einer Industrie bezüglich Investitionen<br />

in den Aufbau von eigenem<br />

Wissen bzw. die Integration externen<br />

Wissens liegt. Wie die unten<br />

dargestellte Abbildung deutlich zeigt,<br />

sind gerade Kooperationen zwischen<br />

Wissenschaft und Unternehmen bisher<br />

ungenügend genutzt worden. Dies<br />

ist in Anbetracht des in <strong>Universität</strong>en<br />

und Forschungseinrichtungen gespeicherten<br />

und verfügbaren aktuellen<br />

Wissens erstaunlich und, unter volks-<br />

wirtschaftlichem Nutzen betrachtet,<br />

schädlich für eine Gesellschaft, die alle<br />

verfügbaren Wissensquellen nutzen<br />

muss, um ihre Innovationskraft zu<br />

stärken. Hier bietet sich gerade für<br />

<strong>Alumni</strong>-Netzwerke ein wichtiger Ankerpunkt,<br />

denn <strong>Alumni</strong> können leichter<br />

den Kontakt zur ehemaligen Alma<br />

Mater herstellen, wissen vielfach besser<br />

über die aktuellen Aktivitäten und<br />

Forschungsvorhaben ihrer ehemaligen<br />

Institute Bescheid und können<br />

durch den Kontakt zu an<strong>der</strong>en ehemaligen<br />

<strong>St</strong>udienkollegen leichter ein<br />

Netzwerk knüpfen. <strong>Das</strong> Vernetzen ist<br />

ein «People Business» und lebt von<br />

persönlichen Kontakten und gemeinsamen<br />

Interessen – egal ob aus beruflichen<br />

o<strong>der</strong> privaten Gründen Netzwerke<br />

aufgebaut o<strong>der</strong> gepflegt werden<br />

sollen.<br />

F&E-Netzwerke<br />

Netzwerke können Wissensträger<br />

auch innerhalb des Unternehmens miteinan<strong>der</strong><br />

verbinden, damit diese Wissen<br />

austauschen und neues Wissen<br />

entwickeln, das gerade in <strong>der</strong> Forschung<br />

und Entwicklung für Innovationen<br />

von beson<strong>der</strong>er Bedeutung ist.<br />

Fünf-Ebenen-Modell des multinationalen Unternehmens (Gassmann und Enkel, 2005)<br />

Informelle<br />

Verbindungen<br />

Netzwerke<br />

Projekte +<br />

Prozesse<br />

Hierarchie +<br />

Funktion<br />

Regional +<br />

Legal<br />

Diese Wissensträger sind in herkömmlichen<br />

Unternehmen oftmals<br />

durch hierarchische o<strong>der</strong> funktionale<br />

Barrieren voneinan<strong>der</strong> getrennt und<br />

können ihr Wissen nicht austauschen<br />

o<strong>der</strong> gemeinsam neues Wissen entwickeln.<br />

Ein Beispiel verdeutlicht diese<br />

Funktion noch besser: Ein grosser internationaler<br />

Automobilkonzern kann<br />

solche Netzwerke z.B. dazu einsetzen,<br />

um seine Entwickler im Forschungsfeld<br />

«Aktive Sicherheit» aus den unterschiedlichen<br />

Bereichen (Powertrain,<br />

Chassis, etc.) miteinan<strong>der</strong> zu verbinden.<br />

Da die Entwicklungsabteilungen<br />

verschiedener Plattformen o<strong>der</strong> Baureihen<br />

unabhängig voneinan<strong>der</strong> agieren,<br />

vielleicht sogar regional unabhängig<br />

handeln, sind diese Entwickler<br />

nicht über ihre Plattform und Län<strong>der</strong><br />

hinweg miteinan<strong>der</strong> verbunden. Trotzdem<br />

wäre es für das Unternehmen<br />

von grossem Vorteil, hier einen Wissensaustausch<br />

zu för<strong>der</strong>n und damit<br />

Parallelentwicklungen zu verhin<strong>der</strong>n<br />

und den Produktentwicklungsprozess<br />

zu verkürzen, vielleicht sogar zusätzliche<br />

Kosteneinsparungen durch<br />

Gleichteileentwicklung. Zusätzlich<br />

können Netzwerke in <strong>der</strong> Forschung<br />

und Entwicklung externe Wissensträger<br />

wie Kunden, Zulieferer, Partner<br />

an<strong>der</strong>er Industrien o<strong>der</strong> Forschungseinrichtungen<br />

beiziehen, um so Innovationen<br />

zu beschleunigen o<strong>der</strong><br />

manchmal auch erst zu ermöglichen.<br />

Eine Untersuchung von 230 Netzwerken<br />

hat ergeben, dass <strong>der</strong> Nutzen<br />

für das Unternehmen dann am höchsten<br />

ist, wenn die folgenden generellen<br />

Erfolgsfaktoren beachtet werden:<br />

– Die einzelnen Netzwerke müssen in<br />

einem System miteinan<strong>der</strong> verbunden<br />

sein und alle dem gleichen<br />

strategischen Ziel – entwe<strong>der</strong> Innovationssteigerung,Effizienzsteigerung<br />

o<strong>der</strong> Risikominimierung –<br />

dienen.<br />

– Die operativen Ziele eines Netzwerkes,<br />

z.B. <strong>der</strong> Technologietransfer<br />

im Bereich «Aktive Sicherheit»<br />

o<strong>der</strong> die Definition von Richtlinien<br />

in <strong>der</strong> Entwicklung von Turbinen,<br />

sind vom strategischen Ziel abgeleitet<br />

und brechen dieses in über-<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

11


Dr.Ellen Enkel ist die Leiterin des Kompetenzzentrums<br />

Open Innovation am Institut<br />

für Technologiemanagement <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>.<br />

schaubare und operative Einzelziele<br />

für jedes Netzwerk herunter.<br />

– Die Erfüllung dieser operativen Ziele<br />

sollte regelmässig überprüft und<br />

durch Verän<strong>der</strong>ungen in <strong>der</strong> Ausrichtung<br />

und Zusammensetzung<br />

des Netzwerkes gegengesteuert<br />

werden.<br />

– Jedes operative Ziel legt ein Wissensziel<br />

zugrunde. Soll ein Netzwerk<br />

eine gemeinsame Wissensbasis für<br />

Anzeige<br />

12 alma 3/<strong>2006</strong><br />

die Entwicklung schaffen, müssen<br />

Personen mit entsprechendem implizitem<br />

Wissen in einem Netzwerk<br />

kombiniert werden, welche dann<br />

dieses Wissen austauschen, dabei<br />

neues Wissen entwickeln und dieses<br />

z.B. in einer elektronischen<br />

Datenbank o<strong>der</strong> auf einer Website<br />

zur Verfügung stellen. Aus implizitem<br />

Wissen soll explizites Wissen<br />

gemacht werden. Mit diesem Wissensziel<br />

sind eine Reihe an<strong>der</strong>er<br />

Faktoren verbunden, z.B. die Auswahl<br />

<strong>der</strong> geeigneten Teilnehmer,<br />

die För<strong>der</strong>ung des Prozesses durch<br />

geeignete Instrumente, regelmässige<br />

Treffen, Anreize usw.<br />

– Die Kultur des Unternehmens bestimmt<br />

zunächst die Kultur innerhalb<br />

<strong>der</strong> Wissensnetzwerke und damit<br />

auch die Art und Weise seines Arbeitens.<br />

Auch wenn wissensbasierte<br />

Organisationsformen mit <strong>der</strong><br />

Zeit eine eigene Kultur herausbil-<br />

den können und damit ihrerseits<br />

zur kulturellen Verän<strong>der</strong>ung des<br />

Gesamtunternehmens beitragen,<br />

geschieht dies über einen längeren<br />

Zeitraum.<br />

– Wie jede Aktivität in <strong>der</strong> F&E ist<br />

auch eine aktive Teilnahme in<br />

Netzwerken nur dann für Mitarbeiter<br />

attraktiv, wenn sie auch einen<br />

persönlichen Mehrwert in ihrer<br />

Arbeit sehen. Dies kann z.B. mit<br />

einer erhöhten Wahrnehmung als<br />

Experte in einem Technologiebereich<br />

beim Management zusammenhängen<br />

o<strong>der</strong> mit einer Zeitersparnis<br />

im persönlichen Tagesgeschäft.<br />

Neben dem individuellen Mitarbeiter<br />

muss auch sein Linienvorgesetzter<br />

einen Mehrwert für seinen Bereich<br />

erkennen, an<strong>der</strong>enfalls steht<br />

die Auffor<strong>der</strong>ung, seine Mitarbeiter<br />

für die Netzwerkarbeit freizustellen,<br />

einem ständigen Kampf um<br />

Ressourcen gegenüber.<br />

Hoher Innovationsdruck<br />

Zusammenfassend lässt sich sagen,<br />

dass die Integration externen Wissens<br />

und die effiziente und effektive Zusammenarbeit<br />

mit an<strong>der</strong>en Unternehmen<br />

und Wissensträgern im eigenen<br />

Unternehmen zukünftig einen noch<br />

höheren <strong>St</strong>ellenwert erhalten werden.<br />

Die immer kürzeren Innovationszyklen,<br />

<strong>der</strong> härtere Wettbewerbsdruck<br />

durch Globalisierung, aber auch begrenzte<br />

F&E-Budgets vergrössern<br />

den Druck auf Unternehmen, immer<br />

schneller und kostengünstiger erfolgreiche<br />

Innovationen zu erzeugen<br />

bzw. Wissen aufzubauen. Nur eine<br />

Integration interner und externer Wissensträger<br />

kann helfen, das notwendige<br />

Innovationspotential zu erzielen.<br />

Netzwerke bieten hier eine exzellente<br />

Gelegenheit, sowohl die wichtigsten<br />

internen Wissensträger, über geografische,<br />

hierarchische und funktionale<br />

Grenzen hinweg miteinan<strong>der</strong><br />

zu verbinden, als auch externe Wissensquellen<br />

wie Kunden, Lieferanten,<br />

komplementäre Unternehmen o<strong>der</strong><br />

Forschungsinstitute miteinan<strong>der</strong> in<br />

Verbindung zu bringen und neues<br />

Wissen und Innovationen zu entwickeln.


Ausgebuchte <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz<br />

im Engadin<br />

René Zeier, Präsident des Organisationskomitees <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz, spricht über die Tagung vom 7. bis<br />

9. September <strong>2006</strong> im Engadin und stellt sein engagiertes Team vor.<br />

Interview: Anina Fleischmann<br />

Anina Fleischmann: Die <strong>Alumni</strong><br />

Konferenz vom 7. bis 9. September<br />

im Engadin ist bereits ausverkauft.<br />

Was ist das Geheimnis des Erfolgs?<br />

René Zeier: Von Erfolg kann erst<br />

dann gesprochen werden, wenn die<br />

Konferenz aus Teilnehmersicht gut<br />

durchgeführt worden ist. <strong>Das</strong>s <strong>der</strong> Anlass<br />

aber ausgebucht ist und sogar eine<br />

Warteliste von rund 40 Personen existiert,<br />

freut das gesamte OK-Team sehr.<br />

Dieses ist denn auch für die bisherige<br />

Leistung verantwortlich. Es scheint uns<br />

gelungen zu sein, eine ansprechende<br />

Programmgestaltung gefunden zu haben,<br />

bei <strong>der</strong> die angeführten Speakers<br />

sowie das Preis-/Leistungsverhältnis<br />

auf gutes Echo stiessen. Ferner glaube<br />

ich, dass <strong>der</strong> Planungsablauf – zuerst<br />

Speakers, dann Sponsoren und schliesslich<br />

Teilnehmende – mithalf, die gewünschte<br />

Nachfrage zu erzielen. Dr.<br />

Hanspeter Danusers Argument, dass es<br />

klar am Ort <strong>St</strong>.Moritz liege, lasse ich<br />

auch gelten.<br />

Welches werden die Highlights<br />

sein?<br />

Die zwei Tage im Engadin werden<br />

von Vielfalt geprägt sein, die als Rahmen<br />

des Wie<strong>der</strong>sehens von Ehemaligen<br />

dient. Im Beson<strong>der</strong>en freue ich<br />

mich auf das Kommen von Hansruedi<br />

Bühler, dem ehemaligen Sportchef <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong>. Er wird am Donnerstagabend<br />

seine während <strong>der</strong> Konferenz geleiteten<br />

Fitnessblöcke ankündigen. Viele<br />

freuen sich auf Sergio Marchionnes<br />

Referat am Freitagnachmittag; ebenso<br />

wird das Gespräch mit Helmut Maucher<br />

mit Spannung erwartet. Den<br />

Schlusspunkt dieses Anlasses prägt<br />

Emil <strong>St</strong>einberger. Aus seiner Sicht wird<br />

er das Konferenz-Thema «– aber was<br />

bringt uns denn nun wirklich weiter?»<br />

beleuchten.<br />

Was können die Teilnehmenden<br />

<strong>der</strong> Konferenz für sich mitnehmen?<br />

Ziel <strong>der</strong> Konferenz ist es einerseits,<br />

dass ein Wissens-Update von Ehemaligen<br />

durch <strong>HSG</strong>-Professoren und<br />

Praktiker stattfindet. An<strong>der</strong>erseits soll<br />

das Netzwerk unter Ehemaligen gestärkt<br />

werden. Die angebotenen Sportaktivitäten<br />

und die zahlreichen Pausen<br />

sowie Late-Night-Opportunities erlauben<br />

es, Kontakte intensiv zu pflegen.<br />

Hinter <strong>der</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz<br />

steht ein engagiertes Organisationskomitee.<br />

Könnten Sie die einzelnen<br />

Mitglie<strong>der</strong> kurz vorstellen?<br />

Als Vizepräsident und Kommunikationsverantwortlicher<br />

hat Linus<br />

Fuchs unter an<strong>der</strong>em die Konferenz-<br />

Broschüre sowie die Homepage<br />

www.alumnikonferenz.ch realisiert.<br />

Er leitet die Corporate Publishing-<br />

Agentur Yesway. Helen-Deborah Maier<br />

konnte die Speakers überzeugen, im<br />

wun<strong>der</strong>schönen Engadin die <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> mit neuen Erkenntnissen zu<br />

versehen. Sie leitet bei Cisalpino den<br />

Bereich Marketing and Communication.<br />

Bjørn Johansson, Initiator <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz, leistete wertvolle<br />

Dienste bei <strong>der</strong> Suche von Referenten.<br />

<strong>St</strong>ephan Peyer ist es gelungen,<br />

das Konferenzkonzept an die<br />

Sponsoren zu verkaufen. Er koordiniert<br />

die Präsenz <strong>der</strong> Unterstützer vor<br />

Ort. Seine Unternehmensberatungsfirma<br />

Vendbridge fokussiert sich auf<br />

die Optimierung von Verkaufsprozessen.<br />

Ageeth Walti zieht als Finanzchefin<br />

wesentliche Fäden <strong>der</strong> Konferenz.<br />

Als Leiterin Corporate Services/CFO<br />

verantwortet sie bei <strong>der</strong> Industrieholding<br />

Cham die Bereiche Finanzen und<br />

René Zeier organisiert mit seinem Team<br />

die <strong>Alumni</strong> Konferenz<br />

Kommunikation. Franziska Rohner,<br />

ehemalige Geschäftsführerin von <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong>, ist für das Rahmenprogramm<br />

sowie für die Koordination mit den<br />

Hotels zuständig. In <strong>der</strong> Funktion <strong>der</strong><br />

stellvertretenden Geschäftsführerin<br />

arbeitet sie bei <strong>der</strong> <strong>St</strong>iftung Vivamos<br />

Mejor. Philipp Kotsopoulos, <strong>der</strong>zeitiger<br />

Geschäftsführer von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>, trägt<br />

die Verantwortung für die gesamte<br />

Teilnehmeradministration. Als Verantwortlicher<br />

<strong>der</strong> Konferenz habe<br />

schliesslich ich das Glück, mit einem<br />

hochmotivierten Team zusammenarbeiten<br />

zu dürfen. Ab August <strong>2006</strong><br />

werde ich die Leitung <strong>der</strong> Höheren<br />

Fachschule für Tourismus HFT in Luzern<br />

übernehmen sowie am Institut<br />

für Tourismuswirtschaft ITW tätig sein.<br />

Gibt es schon eine Vorschau<br />

auf die <strong>Alumni</strong> Konferenz 2007?<br />

Die nächste <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz<br />

wird im Jahr 2008 stattfinden.<br />

Meine Nachfolge ist bereits geregelt.<br />

Im Engadin werde ich das Zepter mit<br />

gutem Gewissen an eine sehr initiative<br />

Unternehmerin übergeben dürfen. Details<br />

verrate ich heute noch nicht.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

13


ehemalige im porträt<br />

Rudolf Villiger – <strong>der</strong> Vater des<br />

«geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurses»<br />

Wer bei Villiger nur an <strong>St</strong>umpen und Velos denkt, liegt in diesem Fall ziemlich falsch. Rudolf Villiger prägte das<br />

Warenhaus Globus, provozierte mit seinem kulturellen Engagement und fühlte sich stets <strong>der</strong> Alma Mater verpflichtet.<br />

Die Weiterbildungsstufe – als herausragendes Beispiel – geht unter an<strong>der</strong>em auf seine Initiative zurück.<br />

Rudolf Villiger hat es geschafft, eine wertvolle Hans-Arp-Skulptur an die <strong>HSG</strong> zu holen.<br />

Von Anina Fleischmann<br />

Rudolf Villiger und die Skulptur von<br />

Hans Arp vor dem A-Gebäude <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> verbindet eine gemeinsame<br />

Geschichte. <strong>Das</strong>s das umstrittene<br />

Kunstwerk seinen Platz neben<br />

dem <strong>HSG</strong>-Biotop gefunden hat,<br />

ist dem Alumnus Villiger zu verdanken.<br />

Doch nicht nur mit dieser Skulptur<br />

prägte er das Erscheinungsbild <strong>der</strong><br />

<strong>Universität</strong> mit.<br />

Denkschule mit hohem Anteil<br />

an Führungsmethodik<br />

Begonnen hat die spannende Laufbahn<br />

des heute 77-jährigen Rudolf<br />

Villiger im Kanton Aargau. Nach dem<br />

Handelsdiplom an <strong>der</strong> Kantonsschule<br />

Aarau machte er die Maturität in Lausanne.<br />

«Ich hatte damals genug von<br />

<strong>der</strong> Schule und wollte in die Arbeitswelt<br />

hinausgehen», erinnert sich Villiger.<br />

Nach einem Jahr als Assistent in<br />

einem Unternehmen habe er aber gemerkt,<br />

dass ihn diese Routine-Arbeit<br />

14 alma 3/<strong>2006</strong><br />

langweilt und er noch vieles lernen<br />

wollte. Zu jener Zeit habe es für ambitionierte<br />

junge Leute wie ihn nur einen<br />

einzigen Weg gegeben: Der Gang<br />

nach <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>.<br />

Als er 1950 sein betriebswirtschaftliches<br />

<strong>St</strong>udium begann, war die Hochschule<br />

noch an <strong>der</strong> Notkerstrasse untergebracht.<br />

«Ich habe in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> eine<br />

wun<strong>der</strong>bare und faszinierende Zeit verbracht»,<br />

schwärmt Villiger. «Ich erlebte<br />

die Ausbildung als Denkschule mit einem<br />

hohen Anteil an Führungsmethodik.»<br />

Als <strong>St</strong>udent habe man zwar viel<br />

Freizeit gehabt, die er zum Reiten, für<br />

Treffen mit Farbenbrü<strong>der</strong>n und die Zeitungslektüre<br />

im legendären Café Seeger<br />

nutzte. Man sei aber auch stark gefor<strong>der</strong>t<br />

gewesen, da einen die Professoren<br />

kannten und man sich nicht «durchschlängeln»<br />

konnte. Für die Abnahme<br />

<strong>der</strong> schriftlichen Doktoratsprüfung in<br />

Recht sei man beispielsweise allein in<br />

die Bibliothek eingesperrt worden und<br />

habe fünf <strong>St</strong>unden Zeit gehabt, mit<br />

Hilfe <strong>der</strong> Literatur einen Fall zu lösen.<br />

<strong>St</strong>olz, in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> zu studieren<br />

«Wir waren stolz, an einer europaweit<br />

bekannten Elite-Hochschule zu<br />

studieren. Mit wenigen Worten kann<br />

ich den Charakter <strong>der</strong> damaligen Handelshochschule<br />

so beschreiben: Geist –<br />

Kompetenz – Fairness – Humor», so<br />

Villiger. Er ist überzeugt, dass die<br />

Handelshochschule ihren guten Ruf <strong>der</strong><br />

hochkarätigen Riege an Professoren<br />

verdankte: Persönlichkeiten wie Walter<br />

Adolf Jöhr, Emil Küng, Theo Keller,<br />

Otto Konstantin Kaufmann, Hans Nawiasky,<br />

Walther Hug, Hans Ulrich,<br />

Eduard Naegeli und Arthur Lisowsky<br />

verfügten über erstklassiges Wissen,<br />

hohe Kompetenz und eine gewichtige<br />

Präsenz in den Medien und in bedeutenden<br />

Organisationen. <strong>Das</strong>s dieser<br />

Schwung auch die <strong>St</strong>udenten beeinflusst<br />

hat, zeigt <strong>der</strong> Kollegenkreis Villigers:<br />

Kommilitonen wie Prof. Walter<br />

Schluep (sel.), Heinz Wuffli, Hans Ith,<br />

Prof. Robert <strong>St</strong>ärkle, Hans-Rudolf<br />

<strong>St</strong>u<strong>der</strong>, Wolfgang Heberlein o<strong>der</strong> auch<br />

Walter Hefti haben nach dem <strong>St</strong>udium<br />

allesamt eine steile Karriere gemacht<br />

und festigten den Ruf ihrer Alma Mater<br />

als eine «Ka<strong>der</strong>schmiede» erster Güte.<br />

Initiant und För<strong>der</strong>er <strong>der</strong><br />

Weiterbildungsstufe<br />

Villiger war ein engagierter <strong>St</strong>udent,<br />

<strong>der</strong> durch sein Verhandlungsgeschick<br />

und seine Ambitionen vielen ausseruniversitären<br />

Engagements nachging.<br />

Zuerst war er Leiter des «Arbeitskreises<br />

mo<strong>der</strong>ner Kunst» und arbeitete eng<br />

mit dem «Vater <strong>der</strong> zeitgenössischen<br />

Kunst an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>», Prof. Naegeli, zusammen.<br />

Ausserdem war er Präsident<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>udentenverbindung Bodania,<br />

Vorstand des Hochschulvereins, Mitgrün<strong>der</strong><br />

des Akademikerhauses und<br />

20 Jahre lang Präsident des Beirats<br />

<strong>der</strong> Weiterbildungsstufe. Mit <strong>der</strong> Idee<br />

eines «geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurses


Villiger zeigte nicht nur heimischen Unternehmen, was das Geheimnis guter Führung<br />

ist, er baute für den Bund eine Genossenschaft in Ruanda auf (im Bild bei einer Verkaufsschulung).<br />

für Ehemalige» initiierte er die Schaffung<br />

des Weiterbildungsprogramms,<br />

das heute ein wichtiges <strong>St</strong>andbein <strong>der</strong><br />

<strong>Universität</strong> geworden ist.<br />

Nach seinem Lizenziat 1953, zwei<br />

Semestern an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> Zürich<br />

und seinem anschliessenden Doktorat<br />

zum Thema «Industrial Design aus betriebswirtschaftlicher<br />

Sicht» in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

(Abschluss 1957) trat er seine erste<br />

<strong>St</strong>elle bei «den <strong>Magazin</strong>en zum Globus»<br />

in Zürich an. Zu dieser ersten Anstellung<br />

kam er durch Zufall: Aus einem<br />

geplanten 20-minütigen Interview mit<br />

dem damaligen Globus-Direktor, Peter<br />

Kaufmann, wurde ein zweieinhalbstündiges<br />

Gespräch, das mit einem<br />

Arbeitsangebot endete.<br />

Für Aufsehen gesorgt<br />

Bereits im ersten Jahr bei «den <strong>Magazin</strong>en<br />

zum Globus» konnte er den<br />

damaligen Direktor, E. Hans Mahler,<br />

davon überzeugen, das Werk von Hans<br />

Arp zu sponsern. Mit dessen Einwilligung<br />

wurde nicht nur die zeitgenössische<br />

Kunstsammlung an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

erweitert, son<strong>der</strong>n auch ein <strong>St</strong>urm des<br />

Protests gegenüber dem damals revolutionären<br />

Kunstverständnis an <strong>der</strong><br />

Hochschule ausgelöst.<br />

Schon mit 31 Jahren wurde Rudolf<br />

Villiger zum Leiter Zentraleinkauf für<br />

die gesamte Gruppe ernannt. Wenige<br />

Jahre später stieg er in die Geschäftsleitung<br />

des Unternehmens auf und<br />

entwickelte den Globus mit viel Geschick<br />

und Bahn brechenden Ideen<br />

zum innovativsten Detailhändler des<br />

deutschsprachigen Raums.<br />

In den 70er-Jahren machte er sich<br />

selbständig und präsidierte verschiedene<br />

Konzerne wie Sika. Von 1973 bis<br />

1988 war Villiger zusätzlich als Lehrbeauftragter<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> tätig und för<strong>der</strong>te<br />

den Ehrgeiz seiner <strong>St</strong>udierenden<br />

mit ungewöhnlichen didaktischen Methoden.<br />

Beispielsweise offerierte er<br />

allen, die ihm eine gute Lösung zu<br />

einem Problem präsentierten, ein<br />

Abendessen im Restaurant Sonne. <strong>Das</strong><br />

Angebot war verlockend und Villiger<br />

bezahlte am Schluss die Zeche mehrerer<br />

Dutzend <strong>St</strong>udenten.<br />

Erfahrungen an junge Unternehmer<br />

weitergeben<br />

Auch mit 77 Jahren denkt Villiger<br />

nicht an Ruhestand: Er ist noch immer<br />

zu 60 Prozent in seiner Firma Perconcept<br />

AG tätig. Auch als Autor betriebswirtschaftlicher<br />

Bücher sowie als Gutachter,<br />

Berater und Coach von Führungspersönlichkeiten<br />

ist er gefragt.<br />

Was er in seinen vielen Jahren als Führungspersönlichkeit<br />

an Erfolgen und<br />

Nie<strong>der</strong>lagen erfahren hat, gibt er heute<br />

an junge Unternehmer weiter. Oft rät er<br />

Führungspersönlichkeiten, wie<strong>der</strong> mehr<br />

mit den Menschen umzugehen statt vor<br />

dem Computer zu sitzen und eine Flut<br />

an E-Mails zu beantworten.<br />

Seine Frau Doris folgte Rudolf Villiger<br />

1964 nach Ruanda, wo sie heirateten.<br />

Er baute damals in einem einjährigen<br />

Einsatz für die Schweizer Regierung<br />

eine landesweit tätige Genossenschaft<br />

auf. Der Vater von drei<br />

Kin<strong>der</strong>n begeistert sich in seiner Freizeit<br />

für den Pfer<strong>der</strong>ennsport, spielt<br />

Tennis, wan<strong>der</strong>t und geniesst Musik<br />

und Literatur. In seinem Leben hat er<br />

über 150 Publikationen verfasst und<br />

möchte noch lange keine Ruhe geben.<br />

«Ich will neugierig bleiben – das ist<br />

mein Lebenselixier», sagt Villiger.<br />

Entstehung<br />

<strong>der</strong> Weiterbildungsstufe<br />

Rudolf Villiger hatte in den 60er-Jahren die<br />

Idee, einen «geistigen Wie<strong>der</strong>holungskurs für<br />

Ehemalige» zu etablieren. Er organisierte ein<br />

Treffen, dem <strong>der</strong> Rektor beiwohnte. Dieser<br />

trug die Idee in den Senat und erhielt volle<br />

Unterstützung. Prof. Hans Ulrich wurde mit<br />

<strong>der</strong> Erarbeitung eines Konzepts für die Weiterbildungsstufe<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> beauftragt.<br />

Dieser übernahm sodann die Leitung, gründete<br />

einen Vorstand und einen Beirat. Erster<br />

Leiter war Dr. Bruno Bircher, <strong>der</strong> das Projekt<br />

in Schwung brachte. 1972 übernahm Dr.<br />

Adrian Hemmer die Leitung, die er bis zu seiner<br />

Pensionierung in diesem Jahr innehat.<br />

Während 35 Jahren kreierte er über 560 Veranstaltungen<br />

und leitete die Weiterbildungsstufe<br />

mit nie versiegendem Ideenreichtum und<br />

grosser Klugheit.Während dieser Zeit besuchten<br />

über 40’000Teilnehmer, darunter viele Ehemalige<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>, die Seminare.<br />

Seit 30 Jahren trifft sich Villiger einmal<br />

jährlich mit ehemaligen <strong>St</strong>udienkollegen<br />

zum Wan<strong>der</strong>n.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

15


projekt campus<br />

Spen<strong>der</strong>liste «Campus» – sind Sie schon dabei?<br />

Neben zahlreichen verbindlichen Zusagen von Spen<strong>der</strong>n, die sich noch nicht für ein spezielles Engagement entschieden haben, wurden bereits 2 Platin-,<br />

7 Gold-, 31 Silber- und 107 Bronze-Spen<strong>der</strong>n, die Bibliothek, die Sauna, <strong>der</strong> Fitness- und Spieleraum und 12 Gästezimmer übernommen. Insgesamt belaufen<br />

sich die schriftlichen Zusagen damit auf über 8 Millionen Franken. Die Spen<strong>der</strong> sind (<strong>St</strong>and: 13. Juni <strong>2006</strong>):<br />

· ABB Schweiz AG<br />

· Paul und Ann-Kristin Achleitner<br />

· Dr. Josef Ackermann<br />

· Dr. Kurt und Verena Alig<br />

· AFG Arbonia-Forster-Gruppe<br />

· Heinz Allenspach<br />

· <strong>Alumni</strong> Amici <strong>HSG</strong><br />

· Appenzeller Kantonalbank<br />

· AV Bodania<br />

· Altherrenverband <strong>der</strong> AV Mercuria<br />

San <strong>Gallen</strong>sis<br />

· AVIA Osterwal<strong>der</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> AG<br />

· Bain & Company<br />

· Bank Julius Bär & Co. AG<br />

· Bankenvereinigung <strong>der</strong> <strong>St</strong>adt<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

· Basler Versicherungen<br />

· Christoph Baumgartner<br />

· Dr. Markus Berni<br />

· Bibus Holding AG<br />

· Felix Bibus<br />

· Rudolf Bindella Weinbau-Weinhandel<br />

AG<br />

· Bischoff Textil AG <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

· Brauerei Schützengarten AG<br />

· Dr. oec. Max Bruggmann,<br />

a. Präsident Hochschulverein<br />

· C.Vanoli AG<br />

· Bruno Catella<br />

· Centrum Bank Vaduz<br />

· Ciba Speciality Chemicals<br />

· Clariant International Led.<br />

· Competence Network AG,<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

· CPH Chemie+Papier Holding<br />

· CPMi AG Customer Performance<br />

Management<br />

· Credit Suisse Group<br />

· Danzas Holding Ltd, Basel<br />

· Debrunner Acifer-Gruppe<br />

· Deutsche Bank AG<br />

· Diethelm Keller Group<br />

· Dr. Hans-Ulrich Doerig<br />

· Jean-Evrard Dominicé<br />

· Dr. Bjorn Johansson Associates AG<br />

· Dreyer & Hillmann <strong>St</strong>iftung<br />

· Dubler Hotel- und Tourismusberatung<br />

· Ecoscientia <strong>St</strong>iftung<br />

· Rudolf E. Ehrbar<br />

· <strong>St</strong>efan und Hajo Engelke<br />

· Dr. Martin und Barbara Epple<br />

· Ernst Göhner <strong>St</strong>iftung<br />

· Manuel Etter<br />

· Arthur Eugster<br />

· Maria & Fritz Fahrni<br />

· Christian Fischbacher<br />

· Fishing Club<br />

· forma vitrum ag<br />

· Dr. Egmond Frommelt<br />

· Frutiger AG<br />

· Oskar Gasser<br />

· Geberit Verwaltungs AG<br />

· Daniela S. Geissbühler<br />

· Karl Gernandt<br />

· Peter Gmür<br />

· Lucas Gnehm & Christine<br />

Huschke Gnehm<br />

· Dr. Hans-Ulrich Gysi<br />

· Harro Haberbeck<br />

· Beat Halter<br />

· Karl-Erivan W. Haub<br />

· Bénédict Hentsch<br />

· Helvetia Patria Versicherungen<br />

· Heugümper Club Zürich<br />

· Hilti Foundation<br />

· Holcim Ltd<br />

· Hotel Hof Weissbad<br />

· Dr. Pirmin Hotz<br />

· ISC Foundation<br />

· Peter Jansen<br />

· Maximilian Kastka<br />

· Keramik Laufen<br />

· Pascal Koller<br />

· Dr. Lucy und Gebi Küng-<br />

Shankleman<br />

· René Lemmenmeier<br />

· Kessler & Co AG<br />

· James Ladner & Thomas Ladner<br />

· Johann Jakob La Roche<br />

· Dr. Willi Leimer<br />

· Eckhard Marshing<br />

· Martin Leber<br />

· Dr. Silvio Leoni<br />

· LGT Gruppe Vaduz<br />

· Harald Link<br />

· Dr. Max Link<br />

· Lista Holding AG<br />

· Armin Locher<br />

· LxBxH Gauch AG<br />

· Eckhard Marshing<br />

· Martel AG <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

· Wolfram Martel und Andrea<br />

Martel Fus<br />

· Max Pfister Baubüro AG<br />

· McKinsey & Company Inc.<br />

· Dr. Alfred Meili<br />

· Thomas D. Meyer<br />

· <strong>St</strong>efan Min<strong>der</strong> & Dr. Carmen Kobe<br />

· Dr. <strong>St</strong>ephan und Martina Mohren<br />

· MS Management Service AG<br />

· Sylvie Mutschler-von Specht<br />

· Nahrin AG<br />

· namics ag<br />

· nbd-consulting,<br />

Christian Müntener<br />

· Nestlé<br />

· N.N.<br />

· Jochen Nölke<br />

· Alexan<strong>der</strong> C. Notter<br />

· René B. Ott<br />

· Otto’s AG<br />

· Dr. oec. Emilio Pagani<br />

· Pictet & Cie Banquiers<br />

· Dr. Dirk C.W. Plump<br />

· PricewaterhouseCoopers AG<br />

· Emanuel und Marianne Probst<br />

· Hubertus Rechberg<br />

· Peter Reland<br />

· Malte Richter<br />

· Jon W. Ringvold<br />

· Tore W. Ringvold<br />

· Willy Roos<br />

· Rösslitor Bücher AG<br />

· Dr. oec.Wilfried Rutz<br />

· Salzmann AG<br />

· Thomas Schmidheiny<br />

· Dr. Ralph Schmitz-Dräger<br />

· Drs. Albert R. Schuitemaker<br />

· Dr. André-Michael Schultz<br />

· SGOC – San <strong>Gallen</strong>ses Oeconomiae<br />

Comites<br />

· Raiffeisen Gruppe<br />

· Ursula R. Seifert<br />

· Dr. Heinz und Anita Seiler<br />

· Serono<br />

· Dr. Gralf und Silvia Sieghold<br />

· Andreas N. Somogyi<br />

· <strong>St</strong>.Galler Kantonalbank<br />

· <strong>St</strong>.Galler Tagblatt AG<br />

· Dr. Andreas E. <strong>St</strong>einmann<br />

· Swiss Re<br />

· Prof. Dr. Konstantin Theile<br />

· Hans Thöni<br />

· Thurgauer Kantonalbank<br />

· Dr. Ulrich Tueshause<br />

· UBS AG<br />

· Dr. oec. Martin Ulmer<br />

· Ungarische Flüchtlingsstudenten<br />

1956<br />

· Universal Finanz Holding AG<br />

· Johannes von Heyl<br />

· S.D. Fürst Hans-Adam II von<br />

und zu Liechtenstein<br />

· Martin von Walterskirchen<br />

· VP Bank Vaduz<br />

· Matthias von Westphalen<br />

· Arthur Wäger<br />

· Wagner AG<br />

· <strong>St</strong>efan Wäspi<br />

· Dr. oec. Carla Wassmer,<br />

a. Präsidentin Hochschulverein<br />

· Anette Weber<br />

· Jürgen Westphal<br />

· Madeleine Winterling-Roesle<br />

· Bernd Wolff<br />

· Dr. Heinz R.Wuffli<br />

· Prof. Dr. Rolf Wun<strong>der</strong>er<br />

· XL Insurance Switzerland<br />

· Zehn<strong>der</strong> Group<br />

· Dieter Zerndt<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

17


mein spen<strong>der</strong>-commitment<br />

Window of fame<br />

Spen<strong>der</strong>leistung<br />

«Platin-Spen<strong>der</strong>» > CHF 200’000<br />

EUR 140’000<br />

«Gold-Spen<strong>der</strong>» je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

«Silber-Spen<strong>der</strong>» je CHF 20’000<br />

EUR 14’000<br />

«Bronze-Spen<strong>der</strong>» je CHF 5’000<br />

Raum-Benennung<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

EUR 3’500<br />

Objekt Spen<strong>der</strong>leistung<br />

Gästezimmer je CHF 50’000<br />

EUR 35’000<br />

Aufenthalts-/Verbindungsbereich je CHF 500’000<br />

EUR 350’000<br />

Sauna je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Fitnessraum je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Kegelbahn je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Spiel-/Entspannungsraum je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Bibliothek je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Tiefgarage je CHF 100’000<br />

EUR 70’000<br />

Gewünschte Benennung auf Window of fame o<strong>der</strong> Raum<br />

Bitte ausfüllen und Kopie faxen an +41 71 224 30 11<br />

Reservation (Anzahl) Unterschrift / Datum<br />

Reservation (Anzahl) Unterschrift / Datum<br />

– bereits vergeben –<br />

– bereits vergeben –<br />

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Spen<strong>der</strong>


Unternehmertum und Fussball<br />

hsg alumni forum<br />

<strong>Das</strong> diesjährige <strong>Alumni</strong> Forum fand in den Olma-Hallen statt. Über 200 Ehemalige genossen die spannenden<br />

Referate sowie die anschliessende Jubiläums-Generalversammlung, die Eröffnung <strong>der</strong> Fussball-WM und das Geburtstagsfest<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>.<br />

Von Anina Fleischmann<br />

<strong>Das</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum <strong>2006</strong><br />

stand ganz im Zeichen des Jubiläums<br />

«75 Jahre <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>». Bei strahlend<br />

schönem Wetter reisten über 200 Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer an, um<br />

sich gemeinsam auf das Tagungsthema<br />

«Unternehmertum und Innovation in<br />

<strong>der</strong> Schweiz – wo gehen wir hin?» einzulassen.<br />

Rektor Ernst Mohr begrüsste<br />

die Gäste und lobte das Engagement<br />

und den Erfolg von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> als<br />

eine <strong>der</strong> stärksten, wenn nicht <strong>der</strong> besten<br />

<strong>Alumni</strong>-Organisationen Europas.<br />

Bjørn Johansson führte traditionellerweise<br />

in die Tagung ein und Thomas<br />

Bolliger aus dem <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Friendraising-Team<br />

stellte die hochkarätigen<br />

Referenten vor.<br />

Oehlers Augenzwinkern<br />

Der erste Referent, Edgar Oehler,<br />

Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats<br />

<strong>der</strong> AFG Arbonia-Forster-<br />

Holding AG, analysierte die Grundlagen<br />

für das Unternehmertum in <strong>der</strong><br />

Schweiz. Er erklärte, welche <strong>St</strong>ärken<br />

und Schwächen die Schweiz im internationalen<br />

Wettbewerb hat und welche<br />

Chancen und Gefahren dadurch<br />

entstehen. Zum Abschluss seines Referats<br />

blickte er augenzwinkernd auf<br />

seine Zeit als Assistent an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

zurück.<br />

Biegers Grün<strong>der</strong>park<br />

Thomas Bieger, Direktor des Instituts<br />

für Öffentliche Dienstleistungen<br />

und Tourismus (IDT-<strong>HSG</strong>), zeigte die<br />

Entwicklung <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> als unternehmerische<br />

Organisation auf. Früher<br />

sei die <strong>HSG</strong> für die Wirtschaft lediglich<br />

Zulieferin von Wissen und ausgebildeten<br />

Absolventen gewesen, heute<br />

machten die Institute mehr als 48 Millionen<br />

Franken Umsatz. Die Entwicklung<br />

von einer «Forschungsstätte im<br />

Elfenbeinturm» zu einer wettbewerbs-<br />

Anton Gunzinger von <strong>der</strong> Supercomputing Systems AG erzählt den rund 200 Teilnehmenden<br />

seine Erfolgsstory.<br />

fähigen Organisation mit Spin-offs,<br />

einer Executive School, verschiedenen<br />

Kompetenzzentren und Joint Ventures<br />

sei eine Entwicklung, die <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> eine<br />

Vorreiterrolle im Vergleich zu an<strong>der</strong>en<br />

<strong>Universität</strong>en sichere. Er ermunterte<br />

die Zuhörerinnen und Zuhörer, offen<br />

gegenüber jungen Leuten zu sein und<br />

Firmengründungen zu unterstützen.<br />

Seine Vision ist es, eine Art «Grün<strong>der</strong>park»<br />

zu schaffen, wo Unternehmertum<br />

und Lehre noch mehr verschmelzen.<br />

Schawinskis<br />

«Quasi-Berufsverbot»<br />

Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski,<br />

<strong>der</strong> ebenfalls in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> studiert<br />

hat, plädierte für eine Kultur des<br />

permanenten Hinterfragens. Nur so<br />

könnten Innovationen entstehen, meinte<br />

er. «Ein innovativer Fernsehmacher<br />

hat im Land des TV-Monopols quasi<br />

Berufsverbot», spielte Schawinski auf<br />

seine gescheiterte Etablierung eines<br />

Privatsen<strong>der</strong>s in <strong>der</strong> Schweiz an. Als<br />

er schliesslich nach Deutschland auswan<strong>der</strong>te,<br />

habe ihn niemand gekannt<br />

und man habe ihn als Schweizer erst<br />

belächelt. «In deutschen Unternehmen<br />

herrscht eine völlig an<strong>der</strong>e Führungskultur,<br />

wo <strong>der</strong> Chef den Ton angibt<br />

und die an<strong>der</strong>en diesem folgen. Ich<br />

musste meine Mitarbeiter zuerst zu<br />

mehr Verantwortung erziehen und sie<br />

zu Mitunternehmern machen.» Er selber<br />

sei sehr nah an den Mitarbeitern:<br />

An Castings o<strong>der</strong> beim Dreh ist er bereits<br />

anwesend und nimmt Einfluss.<br />

Friedlis Lifetime-Job<br />

Ob die Schweiz und die USA voneinan<strong>der</strong><br />

lernen könnten, erörterte<br />

Peter Friedli, Präsident des Verwal-<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

19


An <strong>der</strong> Podiumsdiskussion sprachen die Referenten über «Chancen und Gefahren <strong>der</strong><br />

Schweiz im globalen Konkurrenzkampf».<br />

tungsrats <strong>der</strong> New Venturetec AG. Er<br />

sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen<br />

den Län<strong>der</strong>n; so seien beide<br />

ähnlich positioniert und sehr innovativ.<br />

Aus seiner eigenen Erfahrung<br />

erzählte er von <strong>der</strong> Gründung seines<br />

Unternehmens und den Fehlern, die<br />

er dabei gemacht hat. «Ein Unternehmen<br />

zu gründen, ist ein Lifetime-Job.<br />

Es braucht viel Willen, Instinkt und<br />

Risikobereitschaft», sagte er. Gleichzeitig<br />

sei <strong>der</strong> Aufbau einer Firma aber<br />

die schönste Erfahrung, die man machen<br />

könne. Gelernt habe er, dass man<br />

nie auf jemanden hören solle, son<strong>der</strong>n<br />

sich selber vertraut und seinen<br />

Bauch entscheiden lässt.<br />

20 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Gunzingers Chance<br />

Ähnliche Erfahrungen hat auch<br />

Anton Gunzinger, Grün<strong>der</strong> <strong>der</strong> Supercomputing<br />

Systems AG, gemacht. Er<br />

habe einmal den Fehler gemacht, auf<br />

an<strong>der</strong>e zu hören. Dadurch sei er fast<br />

gescheitert. Er erzählte den Gästen,<br />

dass er als einfacher Bauernsohn<br />

schon mit 15 Jahren den Traum gehabt<br />

habe, Computer zu bauen. Nach<br />

einer Lehre absolvierte er die Fachhochschule,<br />

danach die ETH und<br />

schliesslich ein Doktorat. Danach<br />

gründete er mit einem Partner ein<br />

eigenes Unternehmen und baute den<br />

schnellsten Rechner <strong>der</strong> Welt. Geschafft<br />

hat er es zwar ins Time Maga-<br />

Roger Schawinski, Geschäftsführer von<br />

Sat.1, begeisterte die Zuhörer.<br />

zine als einer <strong>der</strong> 100 «Lea<strong>der</strong>s» des<br />

nächsten Jahrtausends, doch verkauft<br />

hat er seine Geräte kaum. Mit einem<br />

Schuldenberg von einer halben Million<br />

Franken sei er schliesslich fast<br />

am Ende gewesen. Eine Trennung<br />

von seinem Partner habe ihm aber<br />

wie<strong>der</strong> Luft gegeben und er erarbeitete<br />

sich systematisch das Wissen, um<br />

erfolgreich zu verkaufen. Heute produziert<br />

Supercomputing Systems AG<br />

keine Hardware mehr, son<strong>der</strong>n hat<br />

sich auf die Entwicklung von Kundenlösungen<br />

spezialisiert. «Je<strong>der</strong> Tag<br />

ist eine Chance, Neues zu lernen und<br />

sich zu verbessern», ist so auch sein<br />

Motto.<br />

Greppers Cash Cows<br />

Theo H. Grepper hat aus einem<br />

Familienbetrieb ein international tätiges<br />

Unternehmen gemacht. Nach<br />

seiner Lehre als Velomechaniker hat<br />

er das elterliche Velo-Geschäft gekauft<br />

und kontinuierlich expandiert.<br />

Schliesslich gründete er die Firma<br />

PLIM und spezialisierte sich auf das<br />

Design, die Entwicklung, die Produktion<br />

und den Vertrieb von Fahrrä<strong>der</strong>n,<br />

Helmen, Elektronik und Lifestyle-Pro-<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>-Präsident Urs Landolf<br />

(2. von links) freut sich über die Anwesenheit<br />

einiger seiner Vorgänger:<br />

Wolfram Martel, Carla Wassmer, Max<br />

Bruggmann und Wilfried Rutz (v.l.n.r.).


In <strong>der</strong> Sportsbar verfolg-<br />

ten Fussballbegeisterte<br />

das Eröffnungsspiel <strong>der</strong><br />

Weltmeisterschaft.<br />

dukten. Und dies sowohl für den<br />

Massen- wie auch den High End-<br />

Markt. Durch die starke Diversifizierung<br />

gehören heute BMW, Aldi, Lidl<br />

o<strong>der</strong> Tchibo zu seinen Kunden. «Unsere<br />

<strong>St</strong>rategie ist, Cash Cows zu generieren<br />

und diese auszuschlachten», gab<br />

er den <strong>Alumni</strong> mit auf den Weg.<br />

Johanssons Charme<br />

Am Nachmittag führten die Referenten<br />

traditionell Workshops mit<br />

den Teilnehmern durch. Diese boten<br />

spannende Einblicke in die Erfahrungen<br />

gestandener Unternehmer, die<br />

alle ihre guten und schlechten Erfahrungen<br />

gemacht haben. Auch die<br />

Panel-Diskussion zum Thema «Chancen<br />

und Gefahren <strong>der</strong> Schweiz im<br />

globalen Konkurrenzkampf. Konkrete<br />

Lösungsansätze zum Erfolg» brachte<br />

spannende Erkenntnisse und neue<br />

Impulse. Zusätzlich zu den Referenten<br />

des Tages diskutierte Paola Ghillani,<br />

ehemalige CEO <strong>der</strong> Max Havelaar<br />

<strong>St</strong>iftung, mit. Geleitet wurde die<br />

Diskussion mit viel Charme von Bjørn<br />

Johansson.<br />

Landolfs Timing<br />

Urs Landolf, Präsident <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>,<br />

leitete schliesslich zur Generalversammlung<br />

(Protokoll dazu siehe<br />

Seite 22) über. Nur wenige Minuten<br />

nach Beginn des Eröffnungsspiels<br />

<strong>der</strong> Fussball-Weltmeisterschaft konnte<br />

Landolf die Generalversammlung<br />

<strong>2006</strong> abschliessen und die Gäste in<br />

Die Jubiläumsfeier von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> bot die Gelegenheit, sich kennenzulernen.<br />

die eigens eingerichtete Sportsbar<br />

bitten.<br />

Zahlreiche Fussballbegeisterte verbrachten<br />

den weiteren Abend in den<br />

Olma Hallen bei Fussball, Speis und<br />

Trank. Die beiden Ehemaligen Mathieu<br />

Jaus und Markus Laub vom Management<br />

des FC Basel kommentierten das<br />

erste Spiel <strong>der</strong> Weltmeisterschaft in<br />

Deutschland.<br />

Am anschliessenden Nachtessen<br />

bot sich die Gelegenheit, auf das Jubiläum<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> anzustossen<br />

und die Überraschung, eine Geburtstagstorte<br />

bestehend aus mehr als 200<br />

<strong>St</strong>ück Kuchen, zu geniessen.<br />

Voranzeige<br />

<strong>Das</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum und die Generalversammlung<br />

finden im nächsten Jahr<br />

am Freitag, 8. Juni 2007, statt.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

21


generalversammlung hsg alumni<br />

Protokoll <strong>der</strong> Generalversammlung <strong>2006</strong><br />

1 Begrüssung<br />

Der Präsident, Dr. Urs Landolf, begrüsst<br />

die 99 anwesenden Mitglie<strong>der</strong><br />

zur Generalversammlung <strong>2006</strong> und<br />

freut sich, im diesjährigen Jubiläumsjahr<br />

so viele Mitglie<strong>der</strong> und Gäste begrüssen<br />

zu dürfen, die mit dem Verein<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> das 75-jährige Bestehen<br />

feiern. Einen beson<strong>der</strong>en Gruss richtet<br />

er an die Alt-Präsidentin des Vereins,<br />

Frau Dr. Carla Wassmer sowie die<br />

Alt-Präsidenten Herrn Dr. Max Bruggmann,<br />

Herrn Wilfried Rutz und Herrn<br />

Wolfram Martel. Er freut sich über die<br />

Anwesenheit <strong>der</strong> Alt-Rektoren <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes An<strong>der</strong>egg,<br />

Herrn Prof. Dr. Dres. hc. Rolf<br />

Dubs, Herrn Prof. Dr. Alfred Meier<br />

und Herrn Prof. Dr. Peter Gomez.<br />

Ausserdem begrüsst er herzlich<br />

den <strong>Universität</strong>srat Herrn Dr. Heinz<br />

Peter Christen, Herrn Rektor Prof. PhD<br />

Ernst Mohr, Herrn Prorektor Prof. Dr.<br />

Thomas Bieger, Herrn Prorektor Prof.<br />

Dr. Thomas Dyllick und Herrn Verwaltungsdirektor<br />

Markus Brönnimann,<br />

den <strong>St</strong>udentenschaftspräsidenten Herrn<br />

Andreas Hellmann und seinen Nachfolger<br />

Florian Düvelius. Weiter werden<br />

die anwesenden Vorstandsmitglie<strong>der</strong><br />

des Vereins, Kathrin Kuster,<br />

Bruno Bauer, Dr. Alexan<strong>der</strong> Herzog,<br />

Dr. Martin Huser, Dr. Bjørn Johansson,<br />

Bernhard Moerker und Alexan<strong>der</strong><br />

Notter sowie das <strong>St</strong>iftugsratsmitglied<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>, Dr.<br />

René Käppeli, die anwesenden OK-<br />

Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> dritten internationalen<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz, Dr. René Zeier<br />

und Linus Fuchs, sowie Herr Dr.<br />

Markus Frank begrüsst. Der Präsident<br />

begrüsst ausserdem Dr. Thomas Bolliger,<br />

Mitwirken<strong>der</strong> im Ressort Friend<br />

und Mitorganisator des <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Forums <strong>2006</strong>, den Revisor, Herrn<br />

Matthieu Jaus, den Geschäftsführer,<br />

Herrn Philipp Kotsopoulos und Frau<br />

Daniela Ruf, Verantwortliche für das<br />

Sekretariat.<br />

Urs Landolf informiert, dass die<br />

Traktanden Nr. 10 und 11 getauscht<br />

werden, da in <strong>der</strong> Einladung die fal-<br />

22 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Präsident Urs Landolf begrüsste die Teilnehmenden <strong>der</strong> Generalversammlung<br />

sche Reihenfolge gewählt wurde. Gegen<br />

die Traktanden werden keine Einwände<br />

erhoben. <strong>Das</strong> Protokoll führt<br />

Daniela Ruf. Als <strong>St</strong>immenzähler werden<br />

Herr Prof. Dr. Thomas Bieger und<br />

Herr Wolfram Martel bestimmt.<br />

2 Genehmigung des Protokolls<br />

<strong>der</strong> GV vom 10. Juni 2005<br />

Urs Landolf informiert, dass die<br />

letztjährige Generalversammlung in<br />

Anwesenheit von 142 Mitglie<strong>der</strong>n am<br />

10. Juni 2005 im Weiterbildungszentrum<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> stattfand.<br />

<strong>Das</strong> Protokoll wurde in <strong>der</strong> alma<br />

3/2005 auf den Seiten 30 bis 35 veröffentlicht<br />

und ist in <strong>der</strong> GV-Broschüre<br />

abgedruckt, die den Anwesenden<br />

vorliegt. <strong>Das</strong> Protokoll wird einstimmig<br />

genehmigt.<br />

3 Präsentation und Abnahme<br />

des Jahresberichts des<br />

Präsidenten<br />

Der Jahresbericht wird vom Präsidenten,<br />

Dr. Urs Landolf, vorgetragen.<br />

Er beginnt mit den Berichten aus den<br />

drei Ressorts Friend, Brain und Fund,<br />

gefolgt von einer Erwähnung weiterer<br />

Initiativen sowie einem Überblick<br />

über die Vergabungen, die <strong>der</strong> Vorstand<br />

im letzten Jahr bewilligt hat.<br />

Im Ressort Friend ist zunächst das<br />

heutige dritte <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum mit<br />

rund 200 Teilnehmern zum Thema<br />

«Unternehmertum und Innovation<br />

Schweiz – wo gehen wir hin?» zu erwähnen.<br />

Urs Landolf dankt allen Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmern, den<br />

Referenten sowie den Organisatoren<br />

Bjørn Johansson und Thomas Bolliger<br />

für den gelungenen Anlass.<br />

Ausserdem steht als nächster grosser<br />

Anlass die dritte internationale<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz, die vom 7.<br />

bis 9. September im Engadin stattfindet<br />

und bereits vier Wochen nach <strong>der</strong><br />

Ankündigung ausgebucht war, vor<br />

<strong>der</strong> Tür. Man freut sich auf eine spannende<br />

Konferenz in einem wun<strong>der</strong>vollen<br />

Ambiente. <strong>Das</strong> OK unter Leitung<br />

von René Zeier leistet sehr gute<br />

Arbeit.<br />

Im November 2005 wurden die<br />

Präsidenten <strong>der</strong> weltweiten <strong>Alumni</strong><br />

Clubs zum zweiten internationalen


<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Meeting nach<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> eingeladen. Mit dabei waren<br />

diesmal auch die Altherren-Präsidenten<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>.Galler Verbindungen. Nachdem<br />

das erste Club Meeting 2004 eine<br />

Plattform zum ersten Kennen lernen<br />

geboten und erste Impulse geliefert<br />

hatte, konnten im zweiten Meeting<br />

mit rund 40 Teilnehmern sehr konkrete<br />

Ergebnisse erarbeitet werden, die<br />

auf die Weiterentwicklung und Intensivierung<br />

<strong>der</strong> Zusammenarbeit zwischen<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> als Dachorganisation,<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> und den <strong>Alumni</strong> Clubs<br />

und Verbindungen abzielen.<br />

Als ein Follow-up aus dem Club<br />

Meeting konnte im Mai eine Kooperation<br />

mit dem EDA erzielt werden.<br />

Gemeinsam mit dem EDA hat <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> die Schweizer Botschafter<br />

und Generalkonsule an 19 <strong>St</strong>andorten<br />

über die Existenz <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Clubs informiert und eine Aufnahme<br />

bzw. Intensivierung <strong>der</strong> teilweise<br />

schon bestehenden Kooperationen<br />

angeregt. <strong>Das</strong> bislang eingegangene,<br />

durchweg positive Feedback lässt darauf<br />

schliessen, dass diese Form <strong>der</strong><br />

Kooperation ein grosses Potential<br />

sowohl für die Schweizer Vertretungen<br />

im Ausland als auch die lokalen<br />

<strong>Alumni</strong> Clubs bietet. <strong>Das</strong> dritte <strong>Alumni</strong><br />

Club Meeting ist für Frühjahr 2007<br />

geplant.<br />

Im Dezember vergangenen Jahres<br />

konnte das Competence Network live<br />

geschaltet werden. Diese neue<br />

Plattform, die mit <strong>der</strong> <strong>St</strong>.Galler Softwarefirma<br />

Umantis entwickelt wurde,<br />

bietet eine umfangreiche Erweiterung<br />

des bestehenden alumniWebs. Zusätzlich<br />

zu den Adressdaten können<br />

jetzt auch ausführliche Profile mit Angaben<br />

zu Ausbildung, Berufserfahrung<br />

und Fachkompetenzen angelegt<br />

werden. Mit detaillierten Suchmöglichkeiten<br />

soll das Competence Network<br />

den Wissens- und Erfahrungsaustausch<br />

sowie das Community Buildung<br />

unter den <strong>Alumni</strong> entscheidend<br />

för<strong>der</strong>n. <strong>Das</strong> Competence Network<br />

finden Sie auf <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Website<br />

www.alumni.unisg.ch, <strong>der</strong> Einstieg<br />

für die Anlegung eines Profils<br />

ist <strong>der</strong>selbe wie <strong>der</strong> für die Adressän<strong>der</strong>ung.<br />

Ebenfalls im Dezember wurde eine<br />

Neuauflage des Mitglie<strong>der</strong>verzeichnisses<br />

«who’s who» herausgebracht, in<br />

dem mittlerweile rund 16’300 <strong>Alumni</strong><br />

verzeichnet sind.<br />

Als ein neues Format im Friendraising<br />

plant <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>, im Herbst<br />

einen gemeinsamen Event mit <strong>der</strong><br />

<strong>Alumni</strong>-Vereinigung <strong>der</strong> ETH Zürich,<br />

den ETH <strong>Alumni</strong>, zu veranstalten. Passend<br />

zum Motto unseres Jubiläumsjahres<br />

wird sich <strong>der</strong> Event mit dem<br />

Thema «Entrepreneurship» befassen<br />

und vor allem auf jüngere <strong>Alumni</strong><br />

bei<strong>der</strong> Hochschulen abzielen, die<br />

unternehmerisch aktiv o<strong>der</strong> interessiert<br />

sind.<br />

Ein weiteres neues Format ist die<br />

Initiative «Young Chapter», mit <strong>der</strong> man<br />

neue Anlässe für die jüngeren <strong>Alumni</strong><br />

in den Schweizer Grossstädten konzipieren<br />

möchte.<br />

Der <strong>HSG</strong> Shop, ein Joint Venture<br />

mit <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, konnte im Jahr 2005 seinen<br />

Umsatz deutlich steigern und das<br />

Geschäftsjahr mit einer schwarzen<br />

Null abschliessen. Der Shop wird seit<br />

April von den zwei Bachelor-<strong>St</strong>udenten<br />

Laurens Jansz und Philipp Estermann<br />

betreut, die die Leitung von Olivia<br />

Fraude übernommen haben. Olivia<br />

Fraude sei an dieser <strong>St</strong>elle herzlich<br />

für ihr Engagement und das erfolgreiche<br />

Geschäftsjahr gedankt.<br />

Im Ressort Brain hat es ebenfalls<br />

eine Vielzahl neuer Entwicklungen<br />

gegeben. An <strong>der</strong> letztjährigen GV<br />

wurde eine Intensivierung <strong>der</strong> Kooperation<br />

mit <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> im Mentoring-<br />

Programm angekündigt. Mittlerweile<br />

trägt diese Kooperation erste Früchte –<br />

es konnte zum Beispiel eine erste<br />

Evaluation des Programmes abgeschlossen<br />

werden, ausserdem wurden<br />

entscheidende Fortschritte beim Monitoring<br />

<strong>der</strong> Mentoring-Beziehungen<br />

erzielt. <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> finanziert seit<br />

letztem Jahr eine 50 Prozent-<strong>St</strong>elle für<br />

das Programm und unterstützt die<br />

<strong>HSG</strong> massgeblich bei <strong>der</strong> Gewinnung<br />

von Mentorinnen und Mentoren aus<br />

dem Kreise <strong>der</strong> <strong>Alumni</strong>. Für den Mentoring-Jahrgang<br />

2005–2007 konnten<br />

insgesamt 187 neue Mentorinnen und<br />

Mentoren gewonnen werden, die 192<br />

<strong>St</strong>udierende ab dem 3. Semester be-<br />

treuen. Insgesamt werden im Programm<br />

<strong>der</strong>zeit 390 <strong>St</strong>udierende von<br />

ebenso vielen Mentorinnen und Mentoren<br />

betreut, von denen rund zwei<br />

Drittel Ehemalige <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> sind. Urs<br />

Landolf bedankt sich bei allen <strong>Alumni</strong>,<br />

die sich im Mentoring-Programm<br />

engagieren und ruft diejenigen, die<br />

noch nicht teilnehmen, dazu auf, sich<br />

ebenfalls zu beteiligen.<br />

<strong>Das</strong> Projekt Career Services nimmt<br />

konkretere Züge an – eine neue IT-<br />

Plattform, die die Basis für Career<br />

Services für <strong>St</strong>udierende und <strong>Alumni</strong><br />

werden soll, wird <strong>der</strong>zeit entwickelt.<br />

Über diese neue Plattform sollen<br />

künftig auch das Forum <strong>HSG</strong> und<br />

weitere Recruiting-Events an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

abgewickelt werden, so dass Unternehmen<br />

ein zentraler Anlaufpunkt für<br />

Recruiting-Angelegenheiten geboten<br />

werden kann. Der Zeitplan für den<br />

Roll-out <strong>der</strong> Job-Plattform für <strong>Alumni</strong><br />

wird <strong>der</strong>zeit erarbeitet.<br />

Im Ressort Fund steht weiterhin<br />

das Projekt Campus mit einem Volumen<br />

von 12,2 Millionen Franken im<br />

Vor<strong>der</strong>grund. In <strong>der</strong> vergangenen 12<br />

Monaten konnte <strong>der</strong> <strong>St</strong>and <strong>der</strong> Spendenzusagen<br />

für den Campus um rund<br />

200’000 Franken auf CHF 8,3 Mio<br />

erhöht werden, von denen rund CHF<br />

7,7 Mio bereits einbezahlt wurden.<br />

Die Finanzierung des Projekts mit<br />

einem Umfang von CHF 12,2 Mio ist<br />

durch eine Finanzierungssage einer<br />

Bank gesichert. Einen herzlichen Dank<br />

richtet Urs Landolf an die neuen<br />

Spen<strong>der</strong>innen und Spen<strong>der</strong>, die das<br />

Projekt im vergangenen Jahr durch<br />

ihren Beitrag massgeblich unterstützt<br />

haben.<br />

Mit <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> befindet man sich<br />

zurzeit in einem intensiven Dialog<br />

darüber, wie das Fundraising zukünftig<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> aufgestellt sein sollte.<br />

<strong>Das</strong> Ziel dabei ist, langfristig tragfähige<br />

<strong>St</strong>rukturen zu schaffen, um eine<br />

professionelle Mittelakquisition für<br />

wichtige universitäre Projekte, die<br />

nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert<br />

werden können, zu gewährleisten.<br />

Zum 75. Jubiläum <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

sind eine Reihe weiterer Aktivitäten<br />

geplant bzw. bereits gelaufen, zu denen<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

23


man laufend über alma, Newsletter<br />

und Website informiert. Der Übersicht<br />

halber erwähnt Urs Landolf diese daher<br />

nur kurz:<br />

– Die Geschichte <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

wird in einer vierteiligen Jubiläumsreihe<br />

<strong>der</strong> alma behandelt, <strong>der</strong><br />

zweite Teil erscheint Ende Juni;<br />

– Am Uniball vom 29. April gab es<br />

eine <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Lounge, die den<br />

Ballteilnehmern eine entspannte<br />

Atmosphäre mit Jazzmusik bot;<br />

– <strong>Das</strong> Jubiläum wird ausserdem heute<br />

Abend ab ca. 20.00 Uhr gefeiert;<br />

– Der Dies academicus von morgen<br />

wird sich ebenfalls mit dem Thema<br />

befassen;<br />

– In Kooperation mit dem Schweizerischen<br />

Institut für KMU an <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong> ist eine Publikation zum Thema<br />

«Entrepreneurship» geplant, in<br />

<strong>der</strong> verschiedene Unternehmerinnen<br />

und Unternehmer aus dem<br />

Kreise <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> portraitiert<br />

werden und das <strong>HSG</strong>-Unternehmertum<br />

aus verschiedenen<br />

Blickwinkeln beleuchtet werden<br />

soll;<br />

– Zur Finanzierung diverser Zusatz-<br />

Engagements von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>,<br />

u.a. im Mentoring-Programm und<br />

im Projekt Career Services, wurde<br />

die Spendenaktion «75 Jahre - 75<br />

Franken» lanciert, über die man<br />

die Mitglie<strong>der</strong> mit <strong>der</strong> Rechnung<br />

über den Mitgliedsbeitrag im April<br />

informiert hat. Bislang haben<br />

mehr als 2000 <strong>Alumni</strong> auf den Aufruf<br />

reagiert und man hofft auf weitere<br />

Unterstützung.<br />

In den vergangenen zwölf Monaten<br />

wurden folgende Projekte und Initiativen<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> durch Vergabungen<br />

unterstützt:<br />

– Dies academicus 2005:<br />

CHF 25’000.–<br />

– Projekt «National Model United<br />

Nations»: CHF 5000.–<br />

– Seminar «Zwischen Recht und Psychologie<br />

– die ersten Schweizer<br />

Richterinnen im Dialog» (Kompetenzzentrum<br />

für Rechtspsychologie):<br />

CHF 5000.–<br />

– Toxic.fm: CHF 5000.–<br />

– Unichor: CHF 2000.–<br />

24 alma 3/<strong>2006</strong><br />

– Uniorchester: CHF 2000.–<br />

– Projekt «Willem C. Moot Court»:<br />

CHF 1000.–<br />

Der Präsident bedankt sich abschliessend<br />

bei den zahlreichen Sponsoren,<br />

Inserenten und För<strong>der</strong>ern, die<br />

die Produktion <strong>der</strong> Publikationen ermöglichen<br />

und einige <strong>der</strong> Events massgeblich<br />

för<strong>der</strong>n.<br />

Ausserdem dankt er dem ehrenamtlich<br />

arbeitenden Vorstand ausserordentlich<br />

für die gute Zusammenarbeit.<br />

<strong>Das</strong> wachsende Angebot von<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> kann nur realisiert werden,<br />

da sich zahlreiche Ehemalige dazu<br />

entschieden, in ihrer knappen Freizeit<br />

ihrer <strong>Alumni</strong>-Organisation und<br />

damit ihrer Alma Mater etwas zurückzugeben.<br />

Weiterhin dankt er den ehrenamtlich<br />

engagierten Kolleginnen und<br />

Kollegen ausserhalb des Vorstands,<br />

vor allem im Friendraising, sowie dem<br />

Team in <strong>der</strong> Geschäftsstelle für seine<br />

ausgezeichnete Arbeit. <strong>Das</strong> Kernteam<br />

bestehend aus Philipp Kotsopoulos<br />

und Daniela Ruf und wird zurzeit<br />

unterstützt durch die studentischen<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Katharina<br />

Rhomberg, Martina Urech,<br />

Christoph Aeschbacher, Dominik<br />

Benner und Andreas Keller.<br />

Der Geschäftsbericht wird einstimmig<br />

von den Anwesenden angenommen.<br />

4 Jahresbericht über die<br />

<strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Urs Landolf informiert, dass an <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> GV jeweils auch über die<br />

Geschäfte <strong>der</strong> <strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

orientiert wird, obwohl das oberste <strong>St</strong>iftungsgremium<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>iftungsrat ist.<br />

Über die <strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> werden<br />

<strong>der</strong>zeit zwei Projekte betreut: Der<br />

Campus für das Weiterbildungszentrum,<br />

über den im folgenden Traktandum<br />

orientiert wird, sowie die Gatterstrasse<br />

9 – ein Gebäude auf dem Rosenberg,<br />

das durch die <strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> gekauft wurde und in dem<br />

seit Frühling letzten Jahres die Kin<strong>der</strong>krippe<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> beheimatet ist.<br />

Auf <strong>der</strong> Aktiv-Seite <strong>der</strong> Bilanz <strong>der</strong><br />

<strong>St</strong>iftung ist ein Anstieg des Umlaufvermögens<br />

um rund CHF 830’000.– auf<br />

CHF 7,6 Mio zu verzeichnen, <strong>der</strong> in erster<br />

Linie durch einbezahlte Campus-<br />

Spenden verursacht wurde. Netto<br />

wurde den zweckbestimmten Fonds<br />

rund CHF 802’000.– zugeführt, was<br />

als Anstieg des Fremdkapitals auf <strong>der</strong><br />

Passiv-Seite zum Ausdruck kommt.<br />

<strong>Das</strong> Eigenkapital hat sich um rund<br />

CHF 9500.– auf CHF 97’000.– erhöht,<br />

es resultiert eine Bilanzsumme von<br />

rund CHF 8,6 Mio.<br />

Die Erfolgsrechnung glie<strong>der</strong>t sich<br />

in die drei Bestandteile Campus, Gatterstrasse<br />

9 und übriger Verwaltungsaufwand.<br />

Für das Projekt Campus<br />

wurden Spenden in Höhe von rund<br />

CHF 840’000.– einbezahlt, die zu 100<br />

Prozent dem entsprechenden Fonds<br />

zugewiesen wurden, so dass für die<br />

Erfolgsrechnung eine Null resultiert.<br />

Der Posten Gatterstrasse 9 konnte mit<br />

einem Nettoertrag von rund CHF<br />

15’000.– abgeschlossen werden. Abzüglich<br />

des übrigen Verwaltungsaufwands<br />

von CHF 5000.– resultiert ein<br />

Gewinn von rund CHF 9500.–.<br />

Im <strong>St</strong>iftungsrat hat es im April einen<br />

personellen Wechsel gegeben. Als neuer<br />

Verwaltungsdirektor <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> ist<br />

Markus Brönnimann ex officio in den<br />

<strong>St</strong>iftungsrat gewählt worden und<br />

übernimmt den Platz vom bisherigen<br />

Verwaltungsdirektor Markus Frank.<br />

In seiner Funktion als Executive Director<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> Executive School und<br />

Mitglied des Projektausschusses Campus<br />

bleibt Markus Frank ständiger<br />

Gast <strong>der</strong> <strong>St</strong>iftungsratssitzungen.<br />

5 Kurzbericht <strong>St</strong>and Projekt<br />

Campus<br />

Urs Landolf informiert, dass das<br />

<strong>St</strong>.Galler Verwaltungsgericht die Beschwerde<br />

<strong>der</strong> Anwohner gegen den<br />

Bau des Campus in seiner Sitzung<br />

vom Donnerstag, 8. Juni <strong>2006</strong>, abgewiesen<br />

hat. Man wertet dies als wichtigen<br />

Meilenstein für das Projekt, müsse<br />

jedoch noch abwarten, ob die Einsprecher<br />

den Weg des Rekurses an<br />

das Bundesgericht gehen werden, bevor<br />

Aussagen über den Baubeginn des<br />

Campus gemacht werden können.<br />

Der Bau des ersten Teilprojekts –<br />

<strong>der</strong> Bau neuer Hörsäle und die Erweiterung<br />

<strong>der</strong> Tiefgarage – wurde am


Die anwesenden Mitglie<strong>der</strong> sprachen auch in diesem Jahr dem Vorstand ihr Vertrauen<br />

aus.<br />

19. April mit einem feierlichen Spatenstich<br />

begonnen. Urs Landolf unterstreicht<br />

die vorbildlich organisierte<br />

Zusammenarbeit zwischen Hochbauamt,<br />

<strong>Universität</strong> und <strong>St</strong>iftung <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> und dankt den anwesenden<br />

Projekt-Beteiligten Markus Frank,<br />

René Käppeli und Bruno Bauer für<br />

ihre ausgezeichnete Arbeit.<br />

6 Jahresrechnung 2005<br />

Der Präsident übergibt das Wort<br />

an den Quästor, Herrn Dr. Alexan<strong>der</strong><br />

Herzog, <strong>der</strong> die Jahresrechnung 2005<br />

erläutert.<br />

Bei den Erträgen aus Mitglie<strong>der</strong>beiträgen/Spenden<br />

sei im Vergleich<br />

zum Vorjahr ein erfreuliches Plus von<br />

CHF 20000.– auszumachen. Da die<br />

Inserateeinnahmen für «alma» und<br />

«who’s who» die Erwartungen jedoch<br />

nicht erfüllen konnten, resultiert ein<br />

Verlust von rund CHF 31’000.–. Eine<br />

Herausfor<strong>der</strong>ung sind die Publikationen<br />

«alma» und «who’s who», die sich<br />

seit 2001 nicht selbst getragen haben<br />

und <strong>der</strong>en Defizit kontinuierlich angestiegen<br />

ist. Des weiteren zeigt eine<br />

Analyse, dass die Kosten des laufenden<br />

Betriebs für Administration,<br />

Personal und Verwaltung gemessen<br />

als Anteil <strong>der</strong> Erträge aus Mitglie<strong>der</strong>-<br />

beiträgen seit 2001 konstant um 60<br />

Prozent betragen hat und in den letzten<br />

zwei Jahren sogar gesenkt wurde.<br />

Dies sei ein Ausweis des guten Wirtschaftens.<br />

Schlussendlich zeigt die Erfolgsrechnung<br />

einen im Vergleich zum<br />

Vorjahr höheren Betriebsertrag, was<br />

den Erträgen aus Mitgliedschaft und<br />

Spenden zuzuweisen ist. Auf <strong>der</strong> Ausgabeseite<br />

verbucht man die hohen<br />

Ausgaben für das «who’s who» sowie<br />

die für die «alma».<br />

7 Bericht <strong>der</strong> Revisoren<br />

und Abnahme <strong>der</strong> Jahresrechnung<br />

2005<br />

Der Präsident, Dr. Urs Landolf,<br />

übergibt das Wort dem anwesenden<br />

Revisor, Herrn Matthieu Jaus. Der Bericht<br />

liegt den Mitglie<strong>der</strong>n vor. Der<br />

Revisor schlägt vor, die Jahresrechnung<br />

2005 ohne Einschränkungen zu<br />

genehmigen. Sie wird einstimmig<br />

genehmigt.<br />

8 Zwischenbericht<br />

Finanzen <strong>2006</strong><br />

Der Quästor, Dr. Alexan<strong>der</strong> Herzog,<br />

erläutert die Än<strong>der</strong>ungen, die<br />

am Budget <strong>2006</strong> vorgenommen wurden.<br />

Die Erträge aus Mitglie<strong>der</strong>beiträgen/Spenden<br />

wurden um CHF 5000.–<br />

erhöht. <strong>Das</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum wird<br />

neu mit CHF 48’000.– budgetiert und<br />

die Erträge aus Publikationen/Projekten<br />

mit CHF 30’000.–, so dass insgesamt<br />

ein um CHF 28’000.– erhöhter<br />

Ertrag resultiert.<br />

Einige Positionen beim Aufwand<br />

wurden angepasst. Die Druckkosten<br />

hat man um CHF 10’000.– nach unten<br />

angepasst, dafür die Ausgaben für Redaktion/Medien/Informatik<br />

um CHF<br />

5000.– und das <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum<br />

um CHF 10’000.– erhöht. <strong>Das</strong> <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> Club Meeting wird mit CHF<br />

Null eingetragen, da <strong>der</strong> Event erst<br />

wie<strong>der</strong> 2007 stattfinden wird. Der<br />

übrige Aufwand aus Vergabungen<br />

und Publikationen, Fonds wurde im<br />

Hinblick auf die zusätzlichen Aktivitäten<br />

im Rahmen des Jubiläums auf<br />

CHF 25’000.– aufgestockt. Ebenfalls<br />

musste <strong>der</strong> Lohnaufwand auf CHF<br />

283’000.– erhöht werden, da eine zusätzliche<br />

studentische Mitarbeiterin<br />

zur Koordination und Organisation<br />

<strong>der</strong> Jubiläumsaktivitäten eingestellt<br />

wurde. Weitere diverse Anpassungen<br />

auf <strong>der</strong> Aufwand-Seite führen zu einer<br />

Netto-Erhöhung des budgetierten<br />

Aufwands um CHF 32’000.–.<br />

<strong>Das</strong> revidierte Budget schliesst mit<br />

einem Gewinn nach <strong>St</strong>euern in Höhe<br />

von CHF 1000.–.<br />

9 Entlastung des Vorstands<br />

Prof. Dr. Dres. hc. Rolf Dubs wird<br />

bestimmt, die Abstimmung zur Entlastung<br />

des Vorstands zu leiten. Dem<br />

Vorstand wird unter grossem Applaus<br />

die Decharge erteilt.<br />

10 Jahresbeiträge 2007<br />

Der Quästor, Dr. Alexan<strong>der</strong> Herzog,<br />

informiert, dass <strong>der</strong> Vorstand <strong>der</strong><br />

GV ein neues Beitragsmodell zur Abstimmung<br />

unterbreiten möchte, das<br />

folgende Beitragsstruktur vorsieht:<br />

Gratis-Mitgliedschaft für Absolventen<br />

im ersten Jahr nach dem Abschluss<br />

(wie bisher), Junior-Mitgliedschaft für<br />

Bachelor-Absolventen (1. Jahr gratis,<br />

die folgenden 3 Jahre CHF 50.– pro<br />

Jahr), Jahresmitgliedschaft CHF 100.–<br />

(bisher CHF 50.–), Kollektivmitglied-<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

25


schaft CHF 200.– pro Jahr (wie bisher),<br />

Mitgliedschaft auf Lebenszeit einmalig<br />

CHF 2000.– (bisher CHF 1000.–).<br />

Er übergibt das Wort an Urs Landolf,<br />

<strong>der</strong> die Hintergründe des neuen<br />

Beitragsmodells erläutert. Die letzte<br />

Beitragserhöhung liegt mittlerweile<br />

neun Jahre zurück (1998). Damals hat<br />

man die Jahresmitgliedschaft von CHF<br />

25.– auf CHF 50.– und die lebenslange<br />

Mitgliedschaft von CHF 500.– auf<br />

CHF 1000.– erhöht. Die damals angestrebten<br />

Ziele wie die Professionalisierung<br />

des Friend- und Fundraising,<br />

Implementierung einer neuen Organisationsstruktur<br />

für den Verein sowie<br />

<strong>der</strong> Aufbau und die Professionalisierung<br />

des <strong>Alumni</strong>-Büros wurden<br />

erreicht und sogar übertroffen.<br />

Nachdem die erste Phase <strong>der</strong> Professionalisierung<br />

abgeschlossen ist,<br />

besteht jedoch noch grosser Handlungsbedarf,<br />

um das Dienstleistungsangebot<br />

so auszubauen, dass z.B. je-<br />

de/r Ehemalige an mindestens einem<br />

Anlass im Jahr teilnehmen kann, eine<br />

bessere Betreuung <strong>der</strong> Mitglie<strong>der</strong> und<br />

<strong>der</strong> <strong>Alumni</strong> Clubs gewährleistet werden<br />

kann und die Fundraising-Aktivitäten<br />

in langfristig tragfähige <strong>St</strong>rukturen<br />

überführt werden können. Mit<br />

<strong>der</strong> gegenwärtigen Organisation, die<br />

durch knappe finanzielle und personelle<br />

Ressourcen gekennzeichnet ist,<br />

lassen sich diese Weiterentwicklungen<br />

kaum realisieren. <strong>Das</strong> neue Beitragsmodell<br />

wird daher vorgeschlagen,<br />

um die Entwicklung von <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> nachhaltig zu för<strong>der</strong>n.<br />

Nach kurzer Diskussion wird das<br />

neue Beitragsmodell mit zwei Gegenstimmen<br />

und sieben <strong>St</strong>immenthaltungen<br />

genehmigt.<br />

11 Präsentation und Abnahme<br />

des Budgets 2007<br />

Der Quästor, Dr. Alexan<strong>der</strong> Herzog,<br />

stellt das Budget für das Jahr 2007 vor.<br />

pop-T: Technik für Nichttechniker.<br />

Sind Sie «Nicht-Techniker», wollen aber wissen, was<br />

technisch machbar ist und wie es ungefähr funktioniert?<br />

Der Zertifi katslehrgang populäre Technik pop T vermittelt<br />

in einem Semester breites Wissen aus Chemie, Biotechnologie,<br />

Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik.<br />

Er richtet sich an Fachleute, die ihr technisches Wissen<br />

erweitern, aber nicht zu tief abstützen möchten wie:<br />

Betriebswirte in technisch orientierten Unternehmen<br />

Jurist/innen mit Klienten aus dem technischen Umfeld<br />

Bankfachleute im Kreditwesen<br />

Führungskräfte, die neue <strong>St</strong>rategien erarbeiten und<br />

umsetzen<br />

Die Erträge aus Mitglie<strong>der</strong>beiträgen<br />

betragen CHF 1’000’000.– und<br />

reflektieren das neue Beitragsmodell.<br />

Mit <strong>der</strong> bisherigen Beitragsstruktur<br />

hätte man auf Erträge in<br />

Höhe von CHF 670’000.– abgezielt,<br />

so dass durch das neue Beitragsmodell<br />

zusätzliche Mittel in Höhe<br />

von CHF 330’000.– generiert werden.<br />

Diese zusätzlichen Mittel sollen in<br />

den Bereichen Anlässe & Projekte<br />

(CHF 100’000.–), Informatik (CHF<br />

100’000.–), Verstärkung <strong>der</strong> Geschäftsstelle<br />

(CHF 40’000.–), Zuführung<br />

an einen Reservefonds (CHF<br />

50’000.–) sowie als Beitrag ans Defizit<br />

<strong>der</strong> Publikationen «alma» und<br />

«who’s who» (CHF 40’000.–) eingesetzt<br />

werden.<br />

Des Weiteren erscheint im Jahr<br />

2007 wie<strong>der</strong> ein «who’s who», so<br />

dass die Erträge aus Inseraten/Werbeflächen<br />

und <strong>der</strong> Aufwand für<br />

Druck, Versand/Porto/Verpackung ent-<br />

Melden Sie sich jetzt an!<br />

<strong>St</strong>art: 27. Oktober <strong>2006</strong><br />

Anmeldeschluss: 13. Oktober <strong>2006</strong><br />

Zürcher Hochschule Winterthur<br />

Departement Technik, Informatik und<br />

Naturwissenschaften<br />

www.zhwin.ch/weiterbildung/<br />

Telefon 052 267 77 91, E-Mail info@zhwin.ch<br />

Wo Wissen praktisch ist.<br />

Mitglied <strong>der</strong> Zürcher Fachhochschule


sprechend nach oben angepasst<br />

wurden.<br />

<strong>Das</strong> Budget 2007 wird von den<br />

Anwesenden einstimmig angenommen.<br />

12 Wahl des Vorstands<br />

Urs Landolf erklärt, dass die dreijährige<br />

Amtsperiode dieses Jahr wie<strong>der</strong><br />

ausläuft. Ausgenommen von Peter<br />

Hogenkamp, Johannes Kiess und<br />

Dr. Dorle Vallen<strong>der</strong> stellen sich alle<br />

Vorstandsmitglie<strong>der</strong> zur Wie<strong>der</strong>wahl.<br />

Der Präsident bedankt sich herzlich<br />

bei den Rücktretenden für den grossen<br />

Einsatz im Vorstand und verliest<br />

die Laudatio.<br />

Urs Landolf erläutert, dass man<br />

sich im Vorstand darauf geeinigt hat,<br />

Linus Fuchs, OK-Vizepräsident <strong>der</strong><br />

dritten internationalen <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Konferenz, als neues Vorstandsmitglied<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> vorzuschlagen.<br />

Er gibt das Wort an Linus Fuchs, <strong>der</strong><br />

sich kurz vorstellt und sich für die Arbeit<br />

im Vorstand ausspricht.<br />

Die Anwesenden stimmen dem<br />

Antrag, Linus Fuchs in den Vorstand<br />

zu wählen, einstimmig zu.<br />

Prof. Dr. Dres. hc. Rolf Dubs<br />

schlägt den anwesenden GV-Teilnehmern<br />

vor, die 14 Vorstandsmitglie<strong>der</strong>,<br />

die sich zur Wie<strong>der</strong>wahl stellen, erneut<br />

zu wählen. Es sind dies Bruno<br />

Bauer, Bettina Hein, Alexan<strong>der</strong> Herzog,<br />

Martin Huser, Bjørn Johansson,<br />

Andreas Kirchschläger, Christian<br />

König, Kathrin Kuster, Urs Landolf,<br />

Bernhard Moerker, Alexan<strong>der</strong> Notter,<br />

Oliver Pabst, Werner Schiesser und<br />

Udo Schiller. Dem Vorschlag wird<br />

einstimmig zugestimmt. Ausserdem<br />

spricht er sich sehr positiv über den<br />

Präsidenten, Dr. Urs Landolf, aus und<br />

würde sich freuen, wenn auch dieser<br />

seine zweite Amtsperiode antreten<br />

könnte. Der Vorschlag wird mit grossem<br />

Applaus bestätigt.<br />

13 Wahl <strong>der</strong> Revisionsstelle<br />

Urs Landolf informiert, dass die<br />

dreijährige Amtsperiode <strong>der</strong> Revisionsstelle<br />

in diesem Jahr abgelaufen<br />

ist und dass sich die bisherigen Revisoren<br />

Mathieu Jaus und Christian<br />

Zanettin verdankenswerter Weise für<br />

weitere drei Jahre zur Verfügung stellen.<br />

Im Namen des Vorstands beantragt<br />

<strong>der</strong> Präsident, Mathieu Jaus<br />

und Christian Zanettin für weitere drei<br />

Jahre als Revisoren des Vereins zu<br />

bestätigen.<br />

Der Vorschlag wird einstimmig angenommen,<br />

den Revisoren wird mit<br />

Applaus für die geleistete Arbeit gedankt.<br />

14 Anträge<br />

Im Namen des Vorstands, <strong>der</strong> einstimmig<br />

darüber abgestimmt hat, beantragt<br />

<strong>der</strong> Präsident, Alt-Rektor Prof.<br />

Dr. Peter Gomez zum Ehrenmitglied<br />

des Vereins zu wählen. Urs Landolf<br />

erläutert, dass die Aktivitäten von<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> während Peter Gomez’<br />

sechsjähriger Amtszeit als Rektor<br />

von 1999 bis 2005 auch dank seiner<br />

grossen Unterstützung entscheidend<br />

ausgebaut wurden. In <strong>der</strong> wichtigen<br />

Phase <strong>der</strong> Professionalisierung war<br />

er stets ein grosser Befürworter <strong>der</strong><br />

durch den Verein beschlossenen<br />

Massnahmen für den Ausbau zu<br />

einer professionellen <strong>Alumni</strong>-Organisation.<br />

Er war und ist nicht nur ein starker<br />

Fürsprecher für <strong>Alumni</strong>-Belange<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, son<strong>der</strong>n hat als Rektor<br />

stets ein grosses Mass an seiner Zeit<br />

für <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Anlässe und -Projekte<br />

zur Verfügung gestellt, was durch<br />

die Teilnehmer und die Organisatoren<br />

<strong>der</strong> jeweiligen Anlässe stets sehr geschätzt<br />

wurde. Nicht zuletzt hat er<br />

wichtige Grundlagen gelegt für die<br />

exzellenten Beziehungen und den<br />

intensiven Austausch, die <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> Vorstand heute mit dem Rektorat<br />

pflegt.<br />

Als Dank für diesen grossen Einsatz<br />

erachtet <strong>der</strong> Vorstand es als angemessen,<br />

Peter Gomez zum Ehrenmitglied<br />

zu wählen.<br />

Die Generalversammlung stimmt<br />

diesem Antrag einstimmig und mit<br />

Applaus zu.<br />

15 Varia<br />

Es gibt keine Wortmeldungen unter<br />

Varia.<br />

GV <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

9. Juni <strong>2006</strong><br />

Olma Messen <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Protokollführerin: Daniela Ruf<br />

<strong>Das</strong> <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Forum und die Generalversammlung<br />

finden im nächsten Jahr<br />

am Freitag, 8. Juni 2007 statt.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

27


uni aktuell<br />

Dies academicus <strong>2006</strong> im Zeichen<br />

des Jubiläums «75 Jahre <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>»<br />

Der diesjährige Dies academicus war ganz dem Geburtstag <strong>der</strong> Ehemaligen-Vereinigung gewidmet. Zu Ehrendoktorwürden<br />

kamen <strong>der</strong> Philosoph und Publizist Dr. Hans Saner, Basel, Professor Michael J. Brennan von <strong>der</strong><br />

University of California, Professorin Olivia S. Mitchell von <strong>der</strong> Wharton School <strong>der</strong> University of Pennsylvania<br />

und Prof. Dr. Erich Schanze von <strong>der</strong> Philipps-<strong>Universität</strong> Marburg.<br />

Der Einzug fand bei strahlend schönem<br />

Wetter statt.<br />

Der traditionelle Dies academicus<br />

wurde von zahlreichen Gästen aus<br />

Wissenschaft, Wirtschaft und Politik<br />

aus dem In- und Ausland besucht. Gastregion<br />

am diesjährigen Festtag war<br />

<strong>der</strong> Kantonsteil Sarganserland. Der<br />

Basler Philosoph und Publizist, Dr.<br />

Hans Saner, erhielt den Dr. rer. publ.<br />

h.c. «für sein publizistisches Wirken,<br />

das stets grundlegende Fragen des gesellschaftlichen<br />

Zusammenlebens im<br />

Blick hat». Prof Michael J. Brennan von<br />

<strong>der</strong> University of California erhielt das<br />

Ehrendoktorat (Dr. oec. h.c.) für «seine<br />

bahnbrechende Forschung in Finanzwirtschaft,<br />

insbeson<strong>der</strong>e in den Bereichen<br />

<strong>der</strong> Optionspreisbildung, <strong>der</strong><br />

Finanzmärkte, <strong>der</strong> Bewertung von Finanzanlagen<br />

und <strong>der</strong> Unternehmens-<br />

28 alma 3/<strong>2006</strong><br />

finanzierung, und seine Verdienste um<br />

die Wissenschaftsgemeinschaft im Finanzbereich».<br />

Ebenfalls einen Dr. oec.<br />

h.c. bekam die US-Amerikanerin Prof.<br />

Olivia S. Mitchell, University of Pennsylvania,<br />

für «ihre bahnbrechenden<br />

Beiträge zu Theorie und Praxis <strong>der</strong> Alterssicherung<br />

und <strong>der</strong>en Finanzierung<br />

sowie ihre Verdienste um die Wissenschaftsgemeinschaft<br />

und Entscheidungsträger<br />

aus aller Welt». Prof. Dr.<br />

Erich Schanze von <strong>der</strong> Philipps <strong>Universität</strong><br />

Marburg wurde mit dem Ehrendoktorat<br />

<strong>der</strong> Rechtswissenschaft (Dr.<br />

iur. h.c) ausgezeichnet. «Die <strong>HSG</strong> würdigt<br />

damit einen bedeutenden Vertreter<br />

des Law and Economics-Ansatzes,<br />

<strong>der</strong> mit seinem engagierten Wirken wesentlich<br />

zur Etablierung dieser Denkrichtung<br />

beigetragen hat». Rektor<br />

Ernst Mohr dankte ihm auch für sein<br />

Engagement als Lehrbeauftrager für<br />

Ökonomische Analyse des Rechts und<br />

für seine Mitwirkung bei <strong>der</strong> Konzipierung<br />

des M.L.E.-Programmes.<br />

Dank an Kanton <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Die <strong>St</strong>udentenschaft <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

verlieh gleich drei Preise: Der Mentorpreis<br />

ging als Dank an die gesamte<br />

Bevölkerung des Kantons <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> für<br />

die immerwährende Unterstützung<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> und <strong>der</strong> <strong>St</strong>udierenden,<br />

insbeson<strong>der</strong>e auch für ihr JA bei <strong>der</strong><br />

Abstimmung zu den <strong>HSG</strong>-Bauvorlagen.<br />

Den Crédit Suisse Award for Best<br />

Teaching erhielt Prof. Dr. Kerstin<br />

Odendahl, Professorin für Völkerund<br />

Europarecht, und den Preis für die<br />

beste kulturwissenschaftliche Bachelor<br />

Arbeit erhielt Linda Morgenthaler,<br />

B.A. Den Latsis-Preis <strong>2006</strong> durfte PD<br />

Dr. phil. Hans Bernhard Schmid entgegennehmen.<br />

Der För<strong>der</strong>preis des Akademischen<br />

Klubs zur Auszeichnung einer<br />

wissenschaftlichen Arbeit eines Angehörigen<br />

einer Partneruniversität <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong> erhielten Prof. Daniel Chudnovsky<br />

und Germán Pupato von <strong>der</strong> Universidad<br />

de San Andrés, Buenos Aires.<br />

Rektor Ernst Mohr (links) und Regierungsrat Hans-Ulrich <strong>St</strong>öckling (rechts) mit den Ehrendoktoren<br />

des Dies academicus und Festredner Wolfgang Schürer (2.v.r.) in ihrer Mitte.


Farbenfroh zeigten sich die<br />

Verbindungen am diesjährigen<br />

Dies academicus.<br />

Zuvor hielt <strong>HSG</strong>-Ehrendoktor Prof.<br />

Dr. h.c. Wolfgang Schürer die Festansprache.<br />

Er legte ein Plädoyer für ein<br />

neues Selbstverständnis <strong>der</strong> <strong>Universität</strong>sgemeinschaft<br />

ab. Schürer, <strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

<strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> seit vierzig Jahren<br />

verbunden und als Grün<strong>der</strong> des ISC-<br />

Management-Symposiums ein Wegbereiter<br />

internationaler Anerkennung<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> ist, appellierte an die <strong>Universität</strong>sgemeinschaft,<br />

die in hohem Ausmass<br />

vorhandenen Fähigkeiten, Talente<br />

und Ressourcen vermehrt gemeinschaftlich<br />

statt einzeln zu mobilisieren.<br />

Eine ganz beson<strong>der</strong>e Rolle könne dabei<br />

die Organisation <strong>der</strong> <strong>Alumni</strong> spielen.<br />

Der Wettbewerb universitärer Ausbildung<br />

werde vermehrt Programme<br />

und Ausbildungsstätten an <strong>St</strong>elle von<br />

Titeln in den Vor<strong>der</strong>grund rücken.<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> müsse deshalb seine strategischen<br />

<strong>St</strong>ärken durch interkulturellen<br />

Von Säulen und Heiligen<br />

179 Absolvent(inn)en erhielten am Graduation Day vom Samstag, 6. Mai, an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> ihren Bachelor of Arts <strong>HSG</strong><br />

(B.A. <strong>HSG</strong>) und 108 Absolvent(inn)en erhielten den Master of Arts <strong>HSG</strong> (M.A. <strong>HSG</strong>). Der Rektor sprach zum Thema<br />

«Von Säulen und Heiligen».<br />

Der Graduation Day am 6. Mai<br />

wurde gefeiert: Neben <strong>der</strong> Diplomübergabe<br />

in <strong>der</strong> Aula wurde ein ansprechendes<br />

ganztägiges Rahmenprogramm<br />

auf dem Campus veranstaltet.<br />

Dieses begann bereits morgens mit<br />

<strong>St</strong>adtführungen in <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>. Auf dem<br />

Campus wurde bis zum Abend vieles<br />

geboten: Prof. Dr. Franz Jaeger gab<br />

eine Kostprobe einer Vorlesung und<br />

beeindruckte das Publikum mit einer<br />

differenzierten Bewertung des Wirtschaftsstandortes<br />

Schweiz im internationalen<br />

Vergleich. Zudem gab es<br />

Kunstführungen unter dem Motto<br />

und interdisziplinären Fokus ergänzen,<br />

um so dem Umbruch durch die Globalisierung<br />

besser entsprechen zu können.<br />

Geburtstagswünsche für <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong><br />

Der Rektor, Prof. Ernst Mohr, PhD,<br />

stellte die Verbundenheit mit <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

ins Zentrum seiner Begrüssungsansprache<br />

– nicht nur diejenige <strong>der</strong> anwesenden<br />

Gäste, son<strong>der</strong>n vor allem auch<br />

«Kunst und Wissenschaft im Dialog»<br />

mit Mitglie<strong>der</strong>n des studentischen Vereins<br />

«proArte», <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> Shop verkaufte<br />

<strong>HSG</strong>-Produkte, und die <strong>St</strong>.Galler «Gassenküche»<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>iftung Suchthilfe sorgte<br />

für die Verpflegung. Eine Ausstellung<br />

im Hauptgebäude gab Einblicke, Rückblicke<br />

und Ausblicke ins <strong>St</strong>udium.<br />

Den Höhepunkt des Tages bildete<br />

die feierliche Diplom-Übergabe in<br />

<strong>der</strong> Aula durch den Rektor, Prof. Ernst<br />

Mohr PhD. In seiner Rede «Von Säulen<br />

und Heiligen» sprach Rektor Mohr<br />

über Karriere, Erfolg und Rampenlicht.<br />

Am Abend feierten die frisch<br />

<strong>der</strong> Ehemaligen, <strong>der</strong>en Verein den 75.<br />

Geburtstag feiert. Der diesjährige Dies<br />

stehe denn ganz im Zeichen dieses Jubiläums.<br />

Deshalb kam erstmals auch<br />

<strong>Alumni</strong>-Präsident Urs Landolf im Festakt<br />

zu Wort. Er betonte die Wichtigkeit,<br />

dass sich alle Ehemaligen weiterhin<br />

für ihre Alma Mater engagierten.<br />

Bisher sei viel erreicht worden, doch<br />

man wolle sich noch lange nicht ausruhen.<br />

Graduierten: Die Graduation Party<br />

stieg in <strong>der</strong> Färberei Sittertobel, veranstaltet<br />

von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>.<br />

Begrüssungs-Package von<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Urs Landolf, Präsident von <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong>, gratulierte den Absolventinnen<br />

und Absolventen ebenfalls zu ihrem<br />

Abschluss und begrüsste sie gleichzeitig<br />

als frisch gebackene «<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>».<br />

Um sie mit <strong>der</strong> Ehemaligenorganisation<br />

vertraut zu machen, überreichte<br />

er diesen das «who’s new» und das<br />

«who’s who».<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

29


Peter Gomez neuer<br />

Verwaltungsratspräsident<br />

<strong>der</strong> SWX<br />

Der ehemalige Rektor <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, Peter Gomez,<br />

wurde im Frühjahr zum neuen Verwaltungsratspräsidenten<br />

des Vereins SWX Swiss Exchange<br />

gewählt.<br />

Prof. Dr. Peter Gomez war von1999 bis 2005<br />

Rektor <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>, wo er die<br />

Bologna-Reform umsetzte. Er leitet heute als<br />

Gründungsdekan die Executive School of Management,<br />

Technology and Law <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> und ist Direktor des Instituts<br />

für Betriebswirtschaft.Er wird diese Aufgaben<br />

weiterhin wahrnehmen, allerdings mit einem<br />

reduzierten Pensum. Mit <strong>der</strong> Wahl folgte die<br />

Generalversammlung einstimmig dem Wahlvorschlag<br />

des Verwaltungsrats vom 24. März.<br />

Gleichzeitig wurde Gomez als Mitglied <strong>der</strong><br />

Zulassungsstelle gewählt.<br />

Projekt Campus:<br />

Meilenstein für das<br />

Bauprojekt<br />

<strong>Das</strong> Projekt «Campus für das Weiterbildungszentrum»<br />

hat einen wichtigen Meilenstein<br />

genommen: <strong>Das</strong> <strong>St</strong>.Galler Verwaltungsgericht<br />

hat die Beschwerde verschiedener Anwohner,<br />

die sich gegen die Zonenkonformität<br />

des Campus richtete, in seiner Sitzung vom<br />

8. Juni abgewiesen. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses<br />

<strong>der</strong> alma war allerdings<br />

noch nicht bekannt, ob die Einsprecher Rekurs<br />

erheben. Ein verbindlicher Termin für<br />

den Baubeginn des «Campus» konnte daher<br />

noch nicht bekannt gegeben werden.<br />

<strong>Das</strong> zweite Teilprojekt <strong>der</strong> WBZ-Erweiterung,<br />

<strong>der</strong> durch Bund und Kanton finanzierte Bau<br />

von neuen Hörsälen sowie die Erweiterung<br />

<strong>der</strong> Tiefgarage, wurde am 19. April <strong>2006</strong> mit<br />

einem feierlichen Spatenstich gestartet.<br />

Während <strong>der</strong> Bauarbeiten wird die Weiterbildungsstufe<br />

ihr Kursangebot im Weiterbildungszentrum<br />

<strong>der</strong> Lista AG in Degersheim<br />

SG fortführen.<br />

30 alma 3/<strong>2006</strong><br />

<strong>St</strong>.Galler Handelstag mit<br />

über 450 Teilnehmern<br />

Unter dem Titel «Mehrwertkonzepte im Discountzeitalter» trafen sich am<br />

23. Mai über 450 Teilnehmende zum 2. <strong>St</strong>.Galler Handelstag. Prominente<br />

Vertreter Schweizer und internationaler Firmen diskutierten darüber, wie<br />

man durch Mehrwert dem «Geiz ist geil»-Trend entgegenwirken kann.<br />

Die Macher des <strong>St</strong>.Galler Handelstags,<br />

das Institut für Marketing und<br />

Handel (IMH-<strong>HSG</strong>) und vornehmlich<br />

Prof. Thomas Rudolf, haben es geschafft,<br />

namhafte Persönlichkeiten aus<br />

den Bereichen Lebensmittel, Sport, Unterhaltungselektronik,<br />

Kosmetik o<strong>der</strong><br />

Textil an die Tagung zu holen. Neben<br />

Referaten wurden themenspezifische<br />

Diskussionsrunden mit den Speakers<br />

organisiert. Ziel <strong>der</strong> Tagung war es, Entscheidungsträgern<br />

aus Wirtschaft, Gesellschaft<br />

und Wissenschaft im Rahmen<br />

einer ganztägigen Veranstaltung neue<br />

Impulse zu geben, um <strong>der</strong> Gefahr<br />

drohen<strong>der</strong> Wertschöpfungsverluste in<br />

Handel und Industrie zu begegnen.<br />

Rahmenprogramm<br />

Am <strong>St</strong>.Galler Handelstag wurde<br />

die <strong>St</strong>udie «Der Schweizer Handel –<br />

Konsumententrends <strong>2006</strong>» erstmals<br />

dem Publikum vorgestellt. Diese liefert<br />

zukunftsgerichtete Ergebnisse zu<br />

Mehrwertkonzepten in unterschiedlichen<br />

Branchen.<br />

In den Pausen bestand jeweils die<br />

Gelegenheit, sich durch neue Produkte<br />

diverser Unternehmen wie<br />

Nestlé, Barilla o<strong>der</strong> Yardo durchzuprobieren.<br />

Auch die Verleihung des «Swiss<br />

Customer Awards» stiess auf grosse<br />

Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung<br />

fand in den Olma Hallen statt.<br />

Kontakte zu Norwegen<br />

«nachhaltig» verstärkt<br />

Anlässlich des <strong>St</strong>aatsbesuchs von König Harald V von Norwegen und von<br />

Bundespräsident Leuenberger an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> fand am 6. April<br />

<strong>2006</strong> eine schweizerisch-norwegische Tagung zum Thema «Nachhaltigkeit<br />

als Herausfor<strong>der</strong>ung für die Wirtschaft» statt.<br />

Die Kontakte <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> zu Norwegen<br />

haben Tradition. Jetzt werden<br />

diese Verbindungen frisch belebt. Den<br />

Auftakt machte die schweizerischnorwegische<br />

Tagung zu nachhaltigem<br />

Wirtschaften. Hochrangige Vertreter<br />

<strong>der</strong> Politik nahmen zu diesen Fragen<br />

<strong>St</strong>ellung. Im Rahmen ihres <strong>St</strong>aatsbesuchs<br />

wandten sich auch König<br />

Harald V von Norwegen und Bundespräsident<br />

Leuenberger mit Kurzbeiträgen<br />

zum Thema <strong>der</strong> Tagung an das<br />

Auditorium.<br />

Der Rektor <strong>der</strong> Norwegian School<br />

of Management Oslo, Prof. Henjesand,<br />

und <strong>der</strong> <strong>St</strong>.Galler Rektor Ernst Mohr beteiligten<br />

sich ebenfalls an den Diskussionen.<br />

Sie konnten zwei Ergebnisse<br />

bekannt geben, die durch diesen Anlass<br />

vermittelt wurden: Zum einen wird<br />

ein Doktoranden-Austauschprogramm<br />

zwischen den beiden <strong>Universität</strong>en<br />

eingerichtet, zum an<strong>der</strong>en haben Vertreter<br />

von <strong>St</strong>udentenorganisationen in<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> und Oslo auch eine fachbezogene<br />

Zusammenarbeit beschlossen.


<strong>HSG</strong>-Golfmeisterschaft für <strong>St</strong>udierende<br />

und Ehemalige<br />

Golf ist nicht nur für <strong>Alumni</strong>, son<strong>der</strong>n auch für <strong>St</strong>udierende attraktiv. Der Sport verbindet jung und alt und hilft<br />

mit, das <strong>Alumni</strong>-Netzwerk in einer sportlichen Weise zu nutzen.<br />

Von Leonz E<strong>der</strong><br />

Organisiert vom <strong>Universität</strong>ssport<br />

und dem Golf & Country Club Erlen<br />

trafen sich am 23. Mai knapp 30 <strong>St</strong>udierende<br />

und <strong>Alumni</strong> zur traditionellen<br />

<strong>HSG</strong>-Golfmeisterschaft in Erlen.<br />

Bei dem von <strong>der</strong> Firma Abacus gesponsorten<br />

Turnier waren die Kontakte<br />

zwischen den <strong>St</strong>udierenden und<br />

Ehemaligen ebenso wichtig wie die<br />

sportlichen Resultate. Die Sieger in<br />

<strong>der</strong> Kategorie «Brutto Hcp Pro bis<br />

18.0» hiessen <strong>St</strong>efan Fraude bei den<br />

<strong>St</strong>udenten und Franco G. Bianchi bei<br />

den Ehemaligen. In <strong>der</strong> Kategorie<br />

«Netto Hcp 18.1 bis PR» gewannen Maximilian<br />

Henke (<strong>St</strong>udenten) und Jérome<br />

Trachsel (Ehemalige/Gäste).<br />

Die <strong>HSG</strong> in Bewegung<br />

<strong>Das</strong>s Sport und Bewegung auch die geistige Fitness för<strong>der</strong>t, ist wohl allen<br />

bekannt. Grund genug für 300 <strong>St</strong>udierende und <strong>HSG</strong>-Angestellte, eine<br />

neue Sportart auszuprobieren.<br />

Von Leonz E<strong>der</strong><br />

Mit <strong>der</strong> Veranstaltung «hsgbewegt»<br />

machte <strong>der</strong> <strong>Universität</strong>ssport am 31. Mai<br />

bei <strong>St</strong>udierenden und <strong>HSG</strong>-Angestellten<br />

nicht nur auf das vielfältige<br />

Bewegungsangebot an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> aufmerksam, son<strong>der</strong>n motivierte<br />

insbeson<strong>der</strong>e viele <strong>HSG</strong>-Mitarbeitende<br />

zur Teilnahme an einer<br />

Unterrichtseinheit. Von Dance Aerobic<br />

über Jazztanz und Kung Fu über<br />

Power Yoga, Pilates und Rückentraining,<br />

von Indoor Cycling und Indoor<br />

Rowing über Body-Pump, Krafttraining<br />

und Ballspiele reichte die Palette<br />

<strong>St</strong>udierende und Ehemalige massen ihr Können auf dem Golfplatz.<br />

des Sportprogramms, welches nicht<br />

nur in den Sporträumen, son<strong>der</strong>n<br />

auch in den Foyers A und B durchgeführt<br />

wurde. Die beiden Prorektoren<br />

Thomas Bieger und Bernhard Ehrenzeller<br />

wirkten dabei ebenso als Motivatoren<br />

wie praktisch sämtliche Bereichsleitenden<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong>-Verwaltung.<br />

Rund 300 Teilnehmende profitierten<br />

von diesem Anlass.<br />

Vielfältige Sportarten wurden<br />

<strong>HSG</strong>-Angestellten und <strong>St</strong>udierenden<br />

an <strong>der</strong> Veranstaltung<br />

«hsgbewegt» vorgestellt.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

31


impressum<br />

uni aktuell<br />

Unternehmerschule<br />

an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Die neue Executive School of Management, Technology and Law wird massgeblich von Henri B. Meier unterstützt.<br />

2007 startet eine «Summer School» zu Unternehmertum und Wachstum.<br />

Henri B. Meier, früherer Divisionsleiter<br />

<strong>der</strong> Weltbank, langjähriger Finanzchef<br />

<strong>der</strong> Roche und heute Grün<strong>der</strong><br />

von Risikokapitalgesellschaften<br />

im Biotech-Bereich, sieht zwei Gründe<br />

für die stagnierende Wirtschaft<br />

Kontinentaleuropas und vor allem <strong>der</strong><br />

Schweiz: Mangelnde Ausbildung und<br />

För<strong>der</strong>ung von jungen Unternehmern<br />

und fehlendes Risikokapital für Gründungsunternehmen<br />

<strong>der</strong> Spitzentechnologie.<br />

Seit Jahren setzt er sich für<br />

eine Verbesserung <strong>der</strong> finanziellen<br />

Situation von Gründungsunternehmen<br />

ein. Nun will er auch bei <strong>der</strong> Ausbildung<br />

und För<strong>der</strong>ung von Jungunternehmern<br />

einen Akzent setzen.<br />

Unterstützung von<br />

Führungskräften<br />

Die <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> beabsichtigt,<br />

im Rahmen ihrer Executive<br />

<strong>Das</strong> <strong>Alumni</strong>-<strong>Magazin</strong> <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> (bis 1997: «<strong>St</strong>.Galler Hochschulnachrichten»)<br />

ISSN 1422-5980<br />

7. Jahrgang, Nr. 3/<strong>2006</strong><br />

Auflage: 18’500 Exemplare<br />

Erscheinungsweise: alle 3 Monate<br />

Herausgeber:<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> und Rektorat <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Verlagsleitung:<br />

Philipp Kotsopoulos<br />

32 alma 3/<strong>2006</strong><br />

School of Management, Technology<br />

and Law eine Unternehmerschule zu<br />

gründen. Diese soll Führungskräfte in<br />

allen Phasen des Lebenszyklus eines<br />

Unternehmens – von <strong>der</strong> Pionierphase<br />

bis zur Reifephase – bei <strong>der</strong> Entwicklung<br />

ihrer unternehmerischen Fähigkeiten<br />

unterstützen.<br />

Unternehmertum und<br />

Wachstum<br />

Als erster Schritt wird 2007 eine<br />

«Summer School» zu Unternehmertum<br />

und Wachstum angeboten, die zu einem<br />

Diplomabschluss führt. Diese<br />

soll Führungskräfte von Unternehmen<br />

<strong>der</strong> Spitzentechnologie anziehen,<br />

wobei kein akademischer Erstabschluss<br />

gefor<strong>der</strong>t wird. Später sollen<br />

weitere Ausbildungsangebote und<br />

eine Netzwerk-Plattform entwickelt<br />

werden.<br />

Chefredaktion:<br />

Roger Tinner · Anina Fleischmann (<strong>St</strong>v.)<br />

Beiträge:<br />

Philipp Kotsopoulos · Urs Landolf · Katharina<br />

Rhomberg · Kasimir M. Magyar · Ellen Enkel ·<br />

Leonz E<strong>der</strong> · Anna Beck · Roger Tinner ·<br />

Reto Pfändler · Anina Fleischmann<br />

Gestaltung:<br />

freicom AG, <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Druck:<br />

Zollikofer AG, <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Redaktion/Anzeigen:<br />

alma · freicom beziehungsmanagement und<br />

kommunikation ag · rorschacherstrasse 304 ·<br />

9016 st.gallen · telefon 0842 120 120 · telefax<br />

071 282 21 30 · alma@freicom.ch<br />

Von Henri B. Meier unterstützt<br />

Mit seiner «HBM-<strong>St</strong>iftung zur Schaffung<br />

und För<strong>der</strong>ung einer Unternehmerschule<br />

an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>»<br />

wird Henri B. Meier diesem Leuchtturmprojekt<br />

beträchtliche Mittel zur<br />

Verfügung stellen. Diese belaufen sich<br />

für die nächsten drei Jahre auf insgesamt<br />

drei Millionen Franken.<br />

«Wir sind glücklich, dass wir mit<br />

Henri B. Meier, Alumnus <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, einen<br />

prominenten <strong>St</strong>ifter und För<strong>der</strong>er<br />

für dieses Projekt gewinnen konnten»,<br />

sagte Ernst Mohr, Rektor <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>. Für die Executive School<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> wird die Unternehmerschule<br />

eine tragende Säule ihres künftigen<br />

Portfolios werden.<br />

Mehr Informationen unter<br />

www.es.unisg.ch<br />

Adressän<strong>der</strong>ungen:<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

Dufourstrasse 50<br />

CH-9000 <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Telefon +41 71 224 30 10<br />

Telefax +41 71 224 30 11<br />

alumni@unisg.ch<br />

Anzeigenpreise:<br />

auf Anfrage<br />

Internet:<br />

www.alumni.unisg.ch


studentische initiativen<br />

Bankers’ Club – ein Sprungbrett in<br />

die Bankenwelt<br />

Adrett gekleidet präsentiert sich <strong>der</strong> Vorstand des Bankers’ Club an einem sonnigen Nachmittag an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>. Der<br />

Verein verlangt von seinen Mitglie<strong>der</strong>n aber nicht etwa einen «Dress Code», son<strong>der</strong>n lediglich ein starkes Interesse<br />

an Banken und Finanzen und steht somit allen <strong>St</strong>udierenden offen. Gemeinsam ist den Mitglie<strong>der</strong>n dennoch eine<br />

gesunde Portion Ehrgeiz und das Ziel einer erfolgreichen Karriere in <strong>der</strong> Finanzindustrie.<br />

Helmuth Daniel Balser, Nicolas Baumgartner,Abhik <strong>Das</strong> (Präsident), Christian Haux<br />

(Vizepräsident) und Vanessa Voss bilden den Vorstand des Bankers’ Club (v.l.n.r.).<br />

Von Anina Fleischmann<br />

Der Bankers’ Club blickt auf eine<br />

lange Tradition zurück. Als Projekt des<br />

Schweizerischen Instituts für Banken<br />

und Finanzen wurde er 1986 von engagierten<br />

<strong>St</strong>udierenden <strong>der</strong> ehemaligen<br />

Vertiefungsrichtungen Bankwirtschaft<br />

und Finanzen und Kapitalmärkte ins<br />

Leben gerufen. Mit dem Zweck, die<br />

während des <strong>St</strong>udiums gewonnenen<br />

Kontakte <strong>der</strong> <strong>St</strong>udierenden dieser beiden<br />

Vertiefungsrichtungen zu stärken<br />

und damit Kontakte über die Dauer<br />

<strong>der</strong> <strong>St</strong>udienzeit hinaus zu schaffen,<br />

begann man sich zu gesellschaftlichen<br />

Anlässen zu treffen. Bald organisierte<br />

<strong>der</strong> Club auch eine Vielzahl von Veranstaltungen<br />

mit Unternehmen – vom<br />

Besuch <strong>der</strong> Schweizerischen Nationalbank<br />

bis hin zu Workshops mit Vertretern<br />

aus dem Investment Banking.<br />

Heute gehören dem Bankers’ Club<br />

mehr als 600 Mitglie<strong>der</strong> an, davon rund<br />

400 <strong>Alumni</strong>. Wichtigster Zweck des<br />

Clubs ist es, den Kontakt und die<br />

Kommunikation zwischen <strong>St</strong>udierenden,<br />

Ehemaligen und dem Institut zu<br />

för<strong>der</strong>n. Als Brücke zwischen Wissenschaft<br />

und Praxis versteht sich <strong>der</strong><br />

Bankers’ Club in diesem Zusammenhang<br />

auch als Ansprechpartner für<br />

Firmen und will eine Vielfalt von Kooperationsmöglichkeiten<br />

bieten.<br />

Zusammenarbeit mit dem CSC<br />

Der Club wurde ursprünglich gegründet,<br />

um eine Plattform für Banken<br />

und an<strong>der</strong>e Finanzinstitute zur Rekrutierung<br />

von Absolventen zu schaffen.<br />

Mit dem Career Service Center (CSC),<br />

das aktiv <strong>St</strong>ellen an Absolventen vermittelt,<br />

ist eine Situation entstanden,<br />

die eine Zusammenarbeit statt einer<br />

Konkurrenzierung erfor<strong>der</strong>t. Laut Abhik<br />

<strong>Das</strong>, Präsident des Bankers’ Club,<br />

sei es eine Herausfor<strong>der</strong>ung, die Rollen<br />

untereinan<strong>der</strong> neu zu definieren.<br />

Doch die Zusammenarbeit klappe bereits<br />

gut. Schon seien viele Veranstaltungen<br />

zusammengelegt worden, so<br />

zum Beispiel die «Investment Banking<br />

Days», die im Herbst 2005 zum ersten<br />

Mal stattfanden. Hier organisieren <strong>der</strong><br />

Bankers’ Club und das CSC Workshops<br />

und Erstrundeninterviews mit interessierten<br />

Investmentbanken. «Dieses Jahr<br />

werden auch Podiumsdiskussionen<br />

veranstaltet. Diese bieten den Bewerbern<br />

neben den Workshops die Möglichkeit,<br />

sich in einem grösseren Rahmen<br />

und ohne Konkurrenzdruck auszutauschen»,<br />

erklärt Vizepräsident<br />

Christian Haux.<br />

Verbunden mit Bankers’ Club<br />

<strong>Alumni</strong><br />

Der Vorstand des Klubs steckt viel<br />

Zeit in die Organisation verschiedener<br />

Anlässe. Mit dem Mitgliedschaftsbeitrag<br />

– einmalig 100 Franken – werden<br />

die Aktivitäten und Projekte des Vereins<br />

mitfinanziert. Neben den Fachveranstaltungen<br />

treffen sich die Mitglie<strong>der</strong><br />

des Bankers’ Club jeweils im informellen<br />

Rahmen zu Anlässen wie <strong>der</strong> jährlichen<br />

Riverrafting-Tour auf dem Vor<strong>der</strong>rhein.<br />

Gleichzeitig wird <strong>der</strong> Kontakt<br />

mit den Bankers’ Club-<strong>Alumni</strong> gepflegt.<br />

«Wir versuchen, starke Beziehungen zu<br />

den Ehemaligen aufzubauen. Gerne<br />

möchten wir die Kontakte weiter vertiefen<br />

und das Netzwerk vor allem im<br />

Raum Genf ausbauen, wo wir im Gegensatz<br />

zu Zürich, Frankfurt o<strong>der</strong> London<br />

erst wenige Kontakte zu Banken<br />

haben», so die Vorstandsmitglie<strong>der</strong><br />

Vanessa Voss und Helmuth Balser.<br />

Für die Zukunft wünschen sich die<br />

Vorstandsmitglie<strong>der</strong> eine intensivere<br />

Zusammenarbeit mit den <strong>Alumni</strong> und<br />

dem Institut für Banken und Finanzen.<br />

Auch eine eigene jährliche Publikation<br />

steht auf <strong>der</strong> Agenda des Clubs.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

33


start up<br />

Manuel P. Nappo: Im Auftrag ihrer<br />

(Brand-) Majestät<br />

Der Täter fährt meistens im Auto einer deutschen Marke vor. Was seit den 70-er Jahren so mancher James Bond-<br />

Verfilmung o<strong>der</strong> amerikanischen Krimiserie die Spannung nahm, das sogenannte Product Placement o<strong>der</strong> Entertainment<br />

Marketing, wird heutzutage intensiver und vielfältiger denn je praktiziert. Mit zunehmen<strong>der</strong> Bedeutung<br />

auch in Europa und in <strong>der</strong> Schweiz. <strong>HSG</strong>-Absolvent Manuel P. Nappo mischt mit seinem Beratungsunternehmen<br />

«Creative Assets» in dieser Branche munter mit.<br />

Von Reto Pfändler<br />

Manuel P. Nappo ist stolz darauf,<br />

dass er drei Rektoren an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> erlebt<br />

hat. Er war einer, <strong>der</strong> das <strong>St</strong>udentenleben<br />

in vollen Zügen genoss und<br />

von Austauschsemestern, Zwischenjahren<br />

und ausgedehnten Reisen profitierte.<br />

Der <strong>St</strong>udent, <strong>der</strong> in Italien,<br />

«dem Land <strong>der</strong> schönen Frauen und<br />

schlechten Filme», aufwuchs, schloss<br />

nach acht Jahren <strong>St</strong>udium schliesslich<br />

im Herbst 1999 sein Lizenziat in International<br />

Management ab. Danach<br />

begann er seine Karriere im Marketing<br />

von Red Bull. Neben seiner Arbeit als<br />

«Sampling Manager» war er zuständig<br />

für das Entertainment Marketing. Dies<br />

bedeutete bei Red Bull vor allem das<br />

Filmsponsoring, das «Celebrity Marketing»<br />

und die Betreuung von Events<br />

wie die Red Bull Music Academy. «In<br />

dieser Funktion erfuhr ich, wie stark<br />

man eine Marke entwickeln kann. Es<br />

gibt unzählige neue Möglichkeiten, die<br />

man nutzen kann», sagt Nappo.<br />

Product Placement:<br />

Ursprung in Hollywood<br />

Nappo interessierte sich schon immer<br />

stark dafür, wie man ein Produkt<br />

durch das Medium Film stärken und<br />

so Image- und Marktanteile dazu gewinnen<br />

kann. Mit «Creative Assets»<br />

bietet Manuel Nappo eine Plattform<br />

34 alma 3/<strong>2006</strong><br />

zwischen <strong>der</strong> Filmindustrie und Unternehmen,<br />

die ihre Marken in Filmund<br />

TV-Formaten platzieren. «Obwohl<br />

das Entertainment Marketing in den<br />

USA schon in den 80-er Jahren gang<br />

und gäbe war, hinkt Europa noch immer<br />

hinterher.» Nappo erzählt, dass die<br />

Geschichte des Entertainment Marketings<br />

die Geschichte Hollywoods sei.<br />

In den frühen 60-er Jahren etablierte<br />

sich in US-Filmen das Product Placement.<br />

In den 70-er Jahren wurden vor<br />

allem Tabak und Alkohol in Filmen<br />

und Serien platziert. Der Film «E.T.»<br />

aus dem Jahr 1982 galt als Meilenstein<br />

in <strong>der</strong> Geschichte des Product Placements.<br />

Nach einer Filmszene, in <strong>der</strong><br />

E.T. mit Bonbons <strong>der</strong> Marke «Reese’s<br />

Pieces» von Hershey gelockt wurde,<br />

stiegen die Verkäufe des Produkts um<br />

80 Prozent an.<br />

Zunehmende Bedeutung auch<br />

in europäischen Formaten<br />

Doch nicht nur Ausserirdische setzen<br />

Süssigkeiten ins Bild. Als Beispiele<br />

aus dem deutschsprachigen Raum<br />

können Thomas Gottschalk mit seinen<br />

Haribo-Fruchtgummis o<strong>der</strong> Götz George<br />

als Ermittler Schimanski mit Paroli-Bonbons<br />

genannt werden. Nappo<br />

erklärt, dass Werbung in Filmen und<br />

Serien aber auch hierzulande immer<br />

stärker an Bedeutung gewinnt. <strong>Das</strong><br />

Geschäft rund um die Platzierung von<br />

Manuel P. Nappo hat sich auf Entertainment<br />

Marketing spezialisiert.<br />

Produkten in Film- und TV-Formaten<br />

kann mittlerweile so weit gehen, dass<br />

für einen Sponsor ein Drehbuch zum<br />

Teil umgeschrieben wird.<br />

Manchen geht dies jedoch zu weit,<br />

und vor allem wenn die Umsetzung<br />

allzu dreist ist, regt sich Wi<strong>der</strong>stand.<br />

Schlechte Beispiele neueren Datums<br />

sind die deutsche Endlosserie «Marienhof»<br />

o<strong>der</strong> gewisse Serien des Schweizer<br />

Fernsehens. Gerade im Fernsehbereich<br />

– an<strong>der</strong>s als bei Filmen – seien<br />

die Sen<strong>der</strong> gefor<strong>der</strong>t, die Grenzen <strong>der</strong><br />

Werbemöglichkeiten eindeutig zu klären,<br />

for<strong>der</strong>t etwa Urs Meier, Lehrbeauftragter<br />

für Medienethik an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong><br />

Zürich.<br />

Product Placement ist heute ein fester<br />

Bestandteil im Film-Business.


Erste Entertainment Marketing<br />

Agentur in <strong>der</strong> Schweiz<br />

Manuel P. Nappo hat den Trend<br />

aus den USA erkannt und sich entschieden,<br />

Entertainment Marketing als<br />

Erster auch in <strong>der</strong> Schweiz anzubieten.<br />

Seit Anfang Jahr ist seine Firma<br />

«Creative Assets» operativ tätig. <strong>Das</strong><br />

Beratungsunternehmen hat sich ganz<br />

auf den Bereich «Bewegtes Bild», das<br />

heisst Filme und filmverwandte Medien,<br />

spezialisiert. In den vier Dienstleistungsbereichen<br />

«Product Integration»,<br />

«Talent Support», «Entertainment<br />

Events» und «Special Projects» berät<br />

Nappo Kunden aus unterschiedlichen<br />

Branchen. Von <strong>der</strong> Suche nach Serien,<br />

Shows und Spielfilmen für Markenund<br />

Produktplatzierungen über die<br />

Integration von bekannten Persönlichkeiten<br />

in Sendeformate o<strong>der</strong> das<br />

Sponsern von Produkten am Set bis<br />

hin zur Suche nach geeigneten Events<br />

als Plattform für die Produktpromotion<br />

bietet er Hilfestellung. «Je nach<br />

Wunsch des Kunden gehen wir noch<br />

weiter und entwickeln individuelle<br />

Vermarktungskonzepte», sagt Nappo.<br />

Marken glaubwürdig in die<br />

Filmhandlung einbauen<br />

«Es gibt heute kein Hin<strong>der</strong>nis mehr,<br />

Entertainment Marketing auch in <strong>der</strong><br />

Schweiz einzusetzen. Ich denke, die<br />

Zukunft des Marketings liegt darin,<br />

die Marken weiter zu emotionalisieren,<br />

das heisst sie zum Beispiel in die<br />

Handlung eines Films glaubwürdig<br />

einzubauen. Dann kann man nicht<br />

einfach umschalten, ohne einen Teil<br />

des Films zu verpassen», so Nappo.<br />

<strong>Das</strong> Ziel sei es, mit <strong>der</strong> «neuen Waffe<br />

im Marketing-Arsenal» den Neuigkeitswert<br />

dieses Instruments auszunutzen<br />

und eine Emotionalisierung<br />

<strong>der</strong> Marke zu erreichen.<br />

Was <strong>der</strong> Uhrenhersteller «Chopard»<br />

im Film «Basic Instinct 2» geschafft hat,<br />

strebt <strong>HSG</strong>-Alumnus Nappo aktuell<br />

im neuen Schweizer Film «Marcello<br />

Marcello» an. In diesem Sommer wird<br />

<strong>der</strong> Film an <strong>der</strong> Amalfi-Küste im Dekor<br />

<strong>der</strong> 50er-Jahre gedreht. Er soll die<br />

Kulisse bieten für Produkte, die zum<br />

Film passen und geschickt in die Szenerie<br />

eingefügt werden können. Die<br />

Schwierigkeit dabei ist laut Nappo,<br />

dass eigentlich nur wenige Produkte<br />

in Frage kämen, weil <strong>der</strong> Film nicht<br />

hier und heute spiele.<br />

Legendäre Beispiele in <strong>der</strong><br />

Filmgeschichte<br />

James Bond muss nicht einmal<br />

herhalten, um legendäre Beispiele aus<br />

<strong>der</strong> Unterhaltungsindustrie anführen<br />

zu können. Wohl unbezahlt und trotzdem<br />

<strong>St</strong>il bildend waren James Dean<br />

und Marlon Brando, die das weisse<br />

T-Shirt zum Kultkleidungsstück erhoben.<br />

Neueren Datums ist das Beispiel<br />

von Nicole Kidman im Film «Eyes wide<br />

shut» von <strong>St</strong>anley Kubrick und ihre<br />

darin getragene Schweizer Unterwäsche.<br />

Als erstes professionelles Product<br />

Placement überhaupt gilt <strong>der</strong> Alfa<br />

Romeo in dem Film «Die Reifeprüfung»<br />

mit Dustin Hoffman.<br />

Im WM-Fieber<br />

Nappo ist ein sehr engagierter<br />

Alumnus. Man trifft ihn an <strong>Alumni</strong>-Foren<br />

o<strong>der</strong> an Anlässen des Zürcher<br />

<strong>Alumni</strong>-Clubs. Er engagiert sich gerne<br />

für die Alma Mater, unter an<strong>der</strong>em hat<br />

er die 1. <strong>Alumni</strong> Konferenz in Interlaken<br />

mitorganisiert. «Ich möchte <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong> etwas zurückgeben für die starke<br />

Marke, die uns <strong>Alumni</strong> ein Leben<br />

lang verbindet. <strong>Das</strong> Netzwerk kann<br />

ich vor allem jetzt als Jungunternehmer<br />

gut nutzen.»<br />

Doch nicht nur für die <strong>HSG</strong> engagiert<br />

sich Nappo. Zurzeit widmet sich<br />

<strong>der</strong> Vater eines zweijährigen Sohns<br />

nebenbei noch seinem neuesten Projekt<br />

für die Fussball-WM: Zusammen<br />

mit sechs Kollegen produziert er für<br />

den Sen<strong>der</strong> «VIVA» die Fussball-Satire-<br />

Sendung «BallaBalla». Und wie bei<br />

allem, was er im Leben bisher angerissen<br />

und verfolgt hat, sind Manuel<br />

Nappo auch bei dieser Idee zwei<br />

Dinge beson<strong>der</strong>s wichtig: Über sich<br />

selber lachen zu können, und das leidenschaftliche<br />

Verfolgen selbst gesteckter<br />

Ziele, ohne dabei das Geniesserische<br />

daran und dabei zu vergessen.<br />

Nappo: «Ich glaube an das, was<br />

ich anpacke und habe das Privileg,<br />

das machen zu können, was mir Spass<br />

macht.»<br />

Vielfältige Formen<br />

von Placement<br />

Wer sich die Mühe nähme, einen Tag lang die<br />

Augen nicht vom Fernseher zu lassen, könnte<br />

einen bunten <strong>St</strong>rauss an Placement-Variationen<br />

aufzählen. Als Grundlage für einen<br />

Selbsttest seien hier einige wesentliche Formen<br />

kurz beschrieben. Für ausführlichere<br />

Informationen sei auf den entsprechenden<br />

Eintrag in Wikipedia verwiesen.<br />

Corporate Placement: Hier wird beispielsweise<br />

das Unternehmen direkt genannt<br />

o<strong>der</strong> ein Logo gezeigt. Manchmal bekommt<br />

eine Firma auch in Filmen die Möglichkeit,<br />

ihre Unternehmenskultur vorzustellen.<br />

Service Placement: Hier stehen beson<strong>der</strong>e<br />

Dienstleistungen im Vor<strong>der</strong>grund. Vor<br />

allem Visa und American Express stellen ihre<br />

Kreditkartendienste in vielen Filmen vor.<br />

Country Placement: Placement bietet<br />

sich auch für Regionen und Län<strong>der</strong> an. Beispiele<br />

sind Neuseeland o<strong>der</strong> Prag. Nach <strong>der</strong><br />

Verfilmung von «Der Herr <strong>der</strong> Ringe» reisten<br />

viele Fans an die Drehorte. In Prag fand<br />

ein regelrechter Boom statt, nachdem dort<br />

«Mission: Impossible» gedreht worden war.<br />

Idea- o<strong>der</strong> Image Placement: <strong>Das</strong> Idea<br />

Placement bindet bestimmte Themen o<strong>der</strong><br />

Ideologien wie Umweltschutz o<strong>der</strong> auch Krankheiten<br />

in eine Handlung ein. Als Beispiel ist<br />

hier die «Lindenstrasse» zu nennen, die sich<br />

immer mit aktuellen Themen befasst.<br />

Negatives Product Placement: Product<br />

Placement kann auch im umgekehrten Sinn<br />

verwendet werden, um bestimmte Produkte<br />

zu diskreditieren. So fällt zum Beispiel beim<br />

Betrachten von US-amerikanischen Polizeifilmen<br />

seit den 70-er Jahren auf, dass die<br />

Übeltäter häufig deutsche Autos fahren,<br />

woran schon oft in einer frühen Phase <strong>der</strong><br />

Filmhandlung <strong>der</strong> noch nicht überführte<br />

Mör<strong>der</strong> für den Zuschauer zu erkennen ist.<br />

Zwiespältige Personen o<strong>der</strong> Aussenseiter<br />

fahren häufig einen Volvo.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

35


36<br />

emba alumni<br />

How to do business in China?<br />

Sie lieben den Duft von «Syzygium jambos» und «Paeonia lutea»? O<strong>der</strong> möchten Sie lieber mit «Hoya Unda Namdanga»<br />

einsteigen? Wenn Ihnen diese Begriffe chinesisch vorkommen, dann befinden Sie sich auf einer olfaktorischen<br />

Reise von China in die Schweiz.<br />

<strong>St</strong>even Bauhofer von Schindler kennt sich mit wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen<br />

China und <strong>der</strong> Schweiz aus.<br />

Von Anna Beck, EMBA 15<br />

Vielversprechend präsentierten sich<br />

die Referatsthemen an <strong>der</strong> 28. Weiterbildungsveranstaltung<br />

<strong>der</strong> <strong>Alumni</strong> des<br />

EMBA <strong>HSG</strong> vom 3./4. März <strong>2006</strong> zum<br />

Thema «How to do business in China?».<br />

Referenten wie Jakob Züger, CEO<br />

<strong>der</strong> Schindler Aufzüge AG, Zheng Han,<br />

Doktorand an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, Kurt Härri,<br />

Mitglied <strong>der</strong> Geschäftsleitung Schindler<br />

Aufzüge AG, Josef Mondl, Managing<br />

Director Sino-Swiss, Rolf Schaumann,<br />

Präsident des Verwaltungsrates<br />

von ABB Schweiz und Dr. Roman Kaiser,<br />

Director Natural Scents Givaudan<br />

Schweiz AG, erklärten die Unterschiede<br />

zwischen China und <strong>der</strong> Schweiz.<br />

Nachhaltige Entwicklung?<br />

1978 startete China die Politik <strong>der</strong><br />

schrittweisen Öffnung nach aussen.<br />

Seither befindet sich China in einem<br />

rasanten Urbanisierungsprozess, welcher<br />

den Konsum und die Investitionen<br />

in die Höhe treiben. <strong>Das</strong> BIP-Wachstum<br />

<strong>der</strong> letzten zwanzig Jahren liegt<br />

bei 9.4 Prozent. Die Vision <strong>der</strong> chinesischen<br />

Regierung für 2020 ist es, die<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

drittgrösste Wirtschaftsmacht <strong>der</strong> Welt<br />

zu werden. Jede zweite Digitalkamera,<br />

jedes dritte Handy und jede vierte<br />

Waschmaschine weltweit werden bereits<br />

heute in China gefertigt. Zum<br />

grossen Flaschenhals für die wirtschaftliche<br />

Entwicklung in China wird<br />

<strong>der</strong> Energiebedarf werden. Fragen zur<br />

Umweltverschmutzung o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Ausbreitung<br />

von Krankheiten tauchen<br />

plötzlich auf. Auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Seite eröffnen<br />

sich für westliche Unternehmen<br />

grosse Chancen: Rund 400 <strong>der</strong><br />

500 weltgrössten Unternehmen haben<br />

in China bereits ihre F&E-Zentren.<br />

Dabei könnten die Gegensätze<br />

nicht grösser sein. Im Landesinneren<br />

und in Westchina herrscht z.T. grösste<br />

Armut. In Shanghai und an<strong>der</strong>en<br />

Wirtschaftszentren dagegen gibt es<br />

Milliardäre. Durch die Diskrepanz steigt<br />

die Gefahr <strong>der</strong> sozialen Instabilität rasant.<br />

Solche Entwicklungen stellen<br />

grosse Herausfor<strong>der</strong>ungen an das Bildungssystem.<br />

Es werden qualifizierte<br />

Fachkräfte gebraucht, die gut Englisch<br />

sprechen und in <strong>der</strong> Arbeitswelt eingeglie<strong>der</strong>t<br />

werden können. Noch hält<br />

das Wachstum an Arbeitsplätzen aber<br />

nicht mit <strong>der</strong> Bevölkerungsentwicklung<br />

Schritt. Was die Zukunft hier insgesamt<br />

bringt, ist also offen und für<br />

uns alle von höchster Brisanz.<br />

Angeregte Diskussionen<br />

Während den Pausen und dem<br />

festlichen Abendessen wurde über<br />

die Unterschiede von chinesischen<br />

und westlichen Verhaltensweisen und<br />

<strong>der</strong>en Auswirkungen im Management<br />

o<strong>der</strong> für das Management geredet. Am<br />

Samstag holte uns die Generalversammlung<br />

<strong>der</strong> EMBA <strong>Alumni</strong> sanft in<br />

die Realität zurück. Und wer noch<br />

aufnahmebereit war, konnte gegen<br />

Mittag in wun<strong>der</strong>baren Düften schwelgen<br />

und so zwischen China und <strong>der</strong><br />

Schweiz hin- und her reisen.<br />

«Fiirabig-Veranstaltung» am<br />

4. September mit Prof. Dubs<br />

Die jährliche Abendveranstaltung <strong>der</strong><br />

EMBA <strong>HSG</strong> dient dem informellen Networking<br />

und dem Austausch über aktuelle<br />

Management-Themen. Der allseits<br />

bekannte und erfahrene Professor Rolf<br />

Dubs wird zum Thema «Gesellschaftliche<br />

Perspektiven und die Konsequenzen<br />

für das Management» referieren.<br />

EMBA <strong>HSG</strong> Abgänger gesucht!<br />

Welche EMBA <strong>Alumni</strong> haben Projekte,<br />

die während <strong>der</strong> Executive MBA Ausbildungszeit<br />

o<strong>der</strong> im Rahmen <strong>der</strong> Diplomarbeit<br />

entwickelt wurden, später mit <strong>der</strong><br />

Gründung eines (eigenen) Unternehmens<br />

in die Realität umgesetzt? Gerne würden<br />

wir euch kennen lernen.Bitte meldet euch<br />

bei Sophie Ober (sophie.ober@comit.ch).<br />

Adressän<strong>der</strong>ungen<br />

Bitte än<strong>der</strong>t eure Angaben direkt unter<br />

www.alumni.unisg.ch/adresskorrektur.


«Meet me at the Pool Bar» –<br />

<strong>Alumni</strong> Club Miami International<br />

alumni clubs<br />

Der <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Miami ist noch nicht einmal ein Jahr alt. Gegründet von Eric Schmid will die nun fünfte<br />

<strong>der</strong>artige Vereinigung in den USA ihren Mitglie<strong>der</strong>n aber einiges bieten. Er erzählt, wie es zur Clubgründung<br />

kam.<br />

Ich gründete den <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club<br />

in Miami im vergangenen Oktober<br />

2005 zusammen mit Ralph Kinkhammer.<br />

Hier in Florida bin ich als CEO<br />

einer Getränkefirma tätig, die Mineralwasser<br />

aus Europa importiert. In den<br />

USA lebe ich aber schon seit 1986. Die<br />

meiste Zeit meiner Karriere bis zum<br />

Ende des Internet-Hypes im Jahr 2001<br />

verbrachte ich im Silicon Valley, wo<br />

ich mehrere Firmen mitbegründet und<br />

geführt habe. Während diesen 15 Jahren<br />

habe ich nie einen Alumnus getroffen.<br />

<strong>Das</strong> än<strong>der</strong>te sich mit <strong>der</strong><br />

Rückkehr nach Chicago.<br />

Wie<strong>der</strong> Schweizerdeutsch<br />

Zu meiner Überraschung wurde<br />

ich vom Chicago <strong>Alumni</strong> Club herzlich<br />

empfangen und begann nach vielen<br />

Jahren wie<strong>der</strong> Schweizerdeutsch zu<br />

sprechen, was für mich zuerst sehr ungewohnt<br />

war. Nach einer Weile hatten<br />

wir in Chicago eine kleine Gruppe zusammen,<br />

mit <strong>der</strong> wir gerne Wochenendtrips<br />

nach Miami unternahmen.<br />

Diese Ausflüge brachten uns alle<br />

noch näher zusammen und ich entscheid,<br />

dass wir einen <strong>Alumni</strong> Club in<br />

Miami haben sollten, <strong>der</strong> nicht nur einen<br />

regelmässigen <strong>St</strong>amm durchführt,<br />

son<strong>der</strong>n auch Events organisiert, an<br />

die <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> aus <strong>der</strong> ganzen Welt<br />

eingeladen werden sollen.<br />

Da ich in Basel geboren und aufgewachsen<br />

bin, entschied ich, dass<br />

die «Art Basel Miami Beach» – seit<br />

ihren Anfängen im Jahr 2001 gilt sie als<br />

eine <strong>der</strong> angesehensten internationalen<br />

Kunstmessen in den USA – ein grossartiger<br />

Anlass für die Gründung wäre.<br />

Ich diskutierte die Idee mit Adriano<br />

Rampini aus Chicago und wir luden<br />

<strong>Alumni</strong> aus New York, Chicago, San<br />

Francisco, München und London zum<br />

Event ein. Zum Anlass mit Namen «Art<br />

Basel <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Weekend in Miami»<br />

gehörten ein Abendessen im Delano<br />

Hotel am Freitagabend und ein<br />

«<strong>St</strong>ammtisch» in einem italienischen<br />

Restaurant am Samstag. Beiden Nachtessen<br />

folgte eine Tour durch die besten<br />

Bars und Clubs in South Beach.<br />

Wir bekamen etwa 20 Anmeldungen<br />

von Personen, die alle für ein Wochenende<br />

nach Miami flogen. Der Grundstein<br />

für den <strong>Alumni</strong> Club in Miami<br />

war gelegt.<br />

Beson<strong>der</strong>s geehrt war ich durch<br />

die Anwesenheit des Club-Präsidenten<br />

Claus von Campenhausen und<br />

seiner Frau Britta aus New York und<br />

von Johann Schiessl aus München. Johann<br />

entschloss sich innerhalb einer<br />

Woche, nach Miami zu fliegen, nachdem<br />

er von dem Event gehört hatte.<br />

Am Tag genossen wir die aussergewöhnlichen<br />

Arbeiten von renommierten<br />

Künstlern und innovativen Newcomern;<br />

am Abend lockte das bunte<br />

Nachtleben in Miami. Alle haben sich<br />

prächtig amüsiert und sind eingeladen,<br />

unserem <strong>St</strong>amm beizutreten, wann<br />

immer ihre Reise nach Miami führt.<br />

Für Miami-Events besuchen Sie<br />

www.alumni.unisg.ch, um zur Mailingliste<br />

hinzugefügt zu werden, schreiben<br />

Sie an eric.schmid@alumni.unisg.ch.<br />

Der <strong>Alumni</strong> Club in Miami trifft sich<br />

jeden zweiten Donnerstag im Monat<br />

ab 20.00 Uhr. Treffpunkt ist die Pool<br />

Bar des Hotels Victor am Ocean Drive<br />

in Miami Beach. Eine eigene Internetseite<br />

ist in Planung.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

37


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<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>» auf <strong>der</strong> Rückseite<br />

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«Norske Siviløkonomer»:<br />

<strong>Das</strong> who’s who <strong>der</strong> norwegischen <strong>Alumni</strong><br />

Schon in den späten 60-er Jahren hat <strong>der</strong> engagierte norwegische <strong>St</strong>udent Terje Wølner-Hanssen begonnen, die<br />

Adressdaten seiner Kommilitonen aus <strong>der</strong> Heimat zu sammeln. Zum 75-Jahr-Jubiläum von <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> erscheint<br />

das Verzeichnis in <strong>der</strong> dritten Auflage.<br />

Im Jahr 1969, als es eine grosse<br />

norwegische <strong>St</strong>udenten-Community<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong> gab und die <strong>HSG</strong> faktisch<br />

eine <strong>der</strong> wichtigsten Wirtschafts-Ausbildungsstätten<br />

für Norwegen war,<br />

machte sich <strong>der</strong> norwegische <strong>St</strong>udent<br />

Terje Wølner-Hanssen daran, ein Verzeichnis<br />

sämtlicher norwegischer<br />

<strong>HSG</strong>-Absolventen zusammenzustellen.<br />

Nach sechs Monaten Recherchearbeit<br />

konnten die Adressen von 130<br />

norwegischen Ehemaligen, kombiniert<br />

mit Informationen zum <strong>St</strong>udium<br />

an <strong>der</strong> <strong>HSG</strong>, publiziert werden. <strong>Das</strong><br />

Verzeichnis «Norske Siviløkonomer fra<br />

Hochschule <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>» wurde damals<br />

an norwegischen Schulen verteilt, um<br />

Werbung für die <strong>HSG</strong> zu machen.<br />

Wachsendes Netzwerk<br />

Nachdem Georg Wessel mit ANSA<br />

<strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> (Allianz norwegischer <strong>St</strong>udenten<br />

im Ausland) im Jahr 1990 eine<br />

Neuauflage produzierte, hat Terje<br />

Wølner-Hanssen es pünktlich zum<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Jubiläum wie<strong>der</strong> gewagt:<br />

Mittlerweile unterstützt durch mo<strong>der</strong>ne<br />

Kommunikationstechnik, dadurch<br />

aber nicht min<strong>der</strong> engagiert, hat er<br />

die Produktion <strong>der</strong> dritten Auflage des<br />

«Norweger who’s who» vorangetrieben<br />

und umgesetzt. <strong>Das</strong> Verzeichnis,<br />

das inzwischen rund 400 norwegische<br />

<strong>Alumni</strong> und wie<strong>der</strong>um umfassende<br />

Informationen über das <strong>St</strong>udium an<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> in norwegischer Sprache enthält,<br />

wird diesmal knapp 400 norwegischen<br />

Schulen zur Verfügung gestellt<br />

und im Rahmen von weiteren<br />

Aktionen des <strong>Universität</strong>smarketings<br />

eingesetzt.<br />

Terje Wølner-Hanssen sei an dieser<br />

<strong>St</strong>elle ein grosser Dank für seinen<br />

unermüdlichen Einsatz ausgesprochen.<br />

Die Publikation wäre nicht möglich<br />

gewesen ohne die Unterstützung<br />

durch das ISC, das Uni-Marketing <strong>der</strong><br />

<strong>HSG</strong>, ANSA sowie <strong>der</strong> Inserenten und<br />

Sponsoren, denen ebenfalls ein herzliches<br />

Dankeschön gilt.<br />

Unternehmer/-innen gesucht!<br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> plant mit dem Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen (KMU-<strong>HSG</strong>) das erste<br />

«Ehemaligen-Unternehmerverzeichnis». Ehemalige, die eine eigene Firma gegründet haben, sind aufgefor<strong>der</strong>t, ihre<br />

Koordinaten zu melden.<br />

Die <strong>HSG</strong> gilt als «unternehmerische<br />

<strong>Universität</strong>». Abgesehen von einzelnen<br />

Personen, die man persönlich kennt<br />

und über die man an Anlässen o<strong>der</strong><br />

in <strong>der</strong> Presse erfährt, hat jedoch niemand<br />

einen Überblick darüber, wer<br />

die Unternehmerinnen und Unternehmer<br />

unter den <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> sind.<br />

<strong>Das</strong> Schweizerische Institut für<br />

Klein- und Mittelunternehmen (KMU-<br />

<strong>HSG</strong>) und <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> wollen dem<br />

Abhilfe schaffen und das erste «Ehe-<br />

39<br />

maligen-Unternehmerverzeichnis» entwickeln.<br />

Die erste Version dieses Verzeichnisses<br />

soll als Teil einer Publikation<br />

über das <strong>HSG</strong>-Unternehmertum<br />

erscheinen, an <strong>der</strong> bei <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong><br />

und am KMU-<strong>HSG</strong> zurzeit intensiv gearbeitet<br />

wird.<br />

Diese Publikation soll das Unternehmertum<br />

unserer Alma Mater in<br />

möglichst grosser Zahl und Breite präsentieren<br />

und daher brauchen wir<br />

Ihre Mithilfe.<br />

aus dem alumni büro<br />

Gestern und heute: <strong>Das</strong> «Norweger<br />

who’s who» von 1969,1990 und <strong>2006</strong><br />

Vergabungen<br />

An seiner Frühjahrssitzung hat <strong>der</strong> <strong>HSG</strong><br />

<strong>Alumni</strong> Vorstand folgenden Initiativen an<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong> Vergabungen<br />

von je CHF 5000.– zugesprochen:<br />

· Toxic.fm<br />

· Seminar «Zwischen Recht und Psychologie<br />

– die ersten Richterinnen <strong>der</strong><br />

Schweiz im Dialog»<br />

Sind Sie Unternehmer/in und haben an<br />

<strong>der</strong> <strong>HSG</strong> studiert? Dann bitten wir Sie,<br />

uns folgende Angaben zukommen zu lassen:<br />

Name/Vorname, Firma bzw. Firmen,<br />

Branche, Land, Gründungsjahr, Anzahl<br />

Mitarbeiter, weitere <strong>St</strong>ichworte.<br />

Bitte mit Betreff «Unternehmerverzeichnis»<br />

an: <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong>, Dufourstr. 50, CH-<br />

9000 <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong>, E-Mail: alumni@unisg.ch,<br />

Fax: +41 (0)71 224 30 11.<br />

alma 3/<strong>2006</strong><br />

39


ücherseite<br />

Neuerscheinungen Ehemaliger<br />

40 alma 3/<strong>2006</strong><br />

Sascha Spoun, Werner<br />

Wun<strong>der</strong>lich (Hrsg.)<br />

«<strong>St</strong>udienziel Persönlichkeit.<br />

Beiträge zum Bildungsauftrag<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> heute»<br />

Die Autoren befassen sich in diesem<br />

Buch mit Inhalten und Zielen des<br />

<strong>Universität</strong>sstudiums. Vor allem stellen<br />

sie die Frage, wie eine praxisbezogene,<br />

fachspezifische Ausbildung<br />

mit einer humanistischen Werten verpflichteten<br />

Bildung <strong>der</strong> Persönlichkeit<br />

verbunden werden kann. Wissenschaftler,<br />

Künstler und Journalisten<br />

setzen sich in diesem Band mit dem<br />

Begriff von Person und Persönlichkeit<br />

auseinan<strong>der</strong>, mit dem Wert klassischer<br />

Bildung und humanistischer<br />

Kenntnisse sowie mit den Möglichkeiten,<br />

an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> kulturelle<br />

und soziale Kompetenzen zu vermitteln.<br />

<strong>Das</strong> Buch fokussiert sich darauf,<br />

wie man die Persönlichkeitsför<strong>der</strong>ung<br />

im <strong>St</strong>udium praktisch umsetzen kann<br />

und was bei <strong>der</strong> Konzeption des <strong>St</strong>udiengangs<br />

beachtet werden muss.<br />

Sascha Spoun, Werner Wun<strong>der</strong>lich<br />

(Hrsg.): «<strong>St</strong>udienziel Persönlichkeit.<br />

Beiträge zum Bildungsauftrag<br />

<strong>der</strong> <strong>Universität</strong> heute».<br />

Campus Verlag, 464 Seiten, erschienen<br />

2005. Im Fachbuchhandel<br />

erhältlich.<br />

Thomas H. Davenport, Marius<br />

Leibold, Sven Voelpel<br />

«<strong>St</strong>rategic Management in the<br />

Innovation Economy: <strong>St</strong>rategic<br />

Approaches and Tools for Dynamic<br />

Innovation Capabilities»<br />

Dieses englischsprachige Buch<br />

wurde von Alumnus Sven Voelpel mitverfasst.<br />

Die Autoren zeigen anschaulich<br />

neue strategische Innovationskonzepte<br />

und Werkzeuge zur Zielerreichung<br />

auf. Die Botschaft dieses<br />

Buches ist, dass in <strong>der</strong> heutigen Zeit<br />

Wissensnetzwerke immer wichtiger<br />

werden und darum neue Formen des<br />

strategischen Managements gefragt<br />

sind. <strong>Das</strong> Buch wurde für Führungskräfte<br />

wie für <strong>St</strong>udierende ausgerichtet<br />

und bietet eine Mischung aus Managementtheorie,<br />

ausgewählten Artikeln<br />

prominenter Lehrbeauftragter<br />

und einer grossen Sammlung an Case<br />

<strong>St</strong>udies zu unterschiedlichen Unternehmen<br />

und Branchen.<br />

Thomas H. Davenport, Marius<br />

Leibold, Sven Voelpel: «<strong>St</strong>rategic Management<br />

in the Innovation Economy:<br />

<strong>St</strong>rategic Approaches and Tools<br />

for Dynamic Innovation Capabilities».<br />

Publicis Kommunikationsagentur<br />

GmbH, 444 Seiten, erschienen<br />

<strong>2006</strong>. Im Fachbuchhandel erhältlich.<br />

Hans Vettiger<br />

«Einführung in die Betriebswirtschafts-<br />

und Managementlehre:<br />

Begriffe, Konzepte und<br />

aktuelle Beispiele»<br />

Dieses Grundlagenwerk gibt einen<br />

Einblick in die Welt <strong>der</strong> Betriebswirtschaft.<br />

Es zeigt anschaulich, wie<br />

ein Unternehmen funktioniert und<br />

welche Unternehmensmodelle es gibt.<br />

So richtet sich dieses Buch auch an<br />

<strong>St</strong>udierende und Interessierte ohne<br />

Vorkenntnisse, die anhand konkreter<br />

Praxisbeispiele lernen wollen. Hans<br />

Vettinger hat an <strong>der</strong> <strong>Universität</strong> <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

Betriebswirtschaft studiert und<br />

auch darin promoviert. Heute arbeitet<br />

er in <strong>der</strong> Managementausbildung<br />

und -weiterbildung und ist Professor<br />

für Unternehmensführung an <strong>der</strong><br />

Fachhochschule Ostschweiz.<br />

Hans Vettiger: «Einführung in<br />

die Betriebswirtschafts- und Managementlehre:<br />

Begriffe, Konzepte<br />

und aktuelle Beispiele». Verlag Rüegger,<br />

140 Seiten, erschienen <strong>2006</strong>.<br />

Im Fachbuchhandel erhältlich.


Juli<br />

5. Juli <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club London: <strong>St</strong>amm<br />

7 pm, Henry’s Cafe Bar, 80 Piccadilly, London<br />

W1J 8HX<br />

lucas.gnehm@alumni.unisg.ch<br />

christian.katz@alumni.unisg.ch<br />

5. Juli <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Rhein-Main: <strong>HSG</strong>-Mittagstisch<br />

12.00–14.00 Uhr, Kuffler & Bucher, Opernplatz 2,<br />

Frankfurt am Main<br />

Um Anmeldung wird gebeten bis 3. Juli<br />

peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch<br />

9. Juli <strong>2006</strong><br />

CEMS <strong>Alumni</strong> Association Switzerland:<br />

CEMS @ Montreux: Carlos Santana live in concert<br />

18.00 Uhr<br />

florian.gnielinski@alumni.unisg.ch<br />

www.cems.ch<br />

9. Juli <strong>2006</strong><br />

Dalenades: Familienbrunch<br />

Details folgen!<br />

hermann.stern@alumni.unisg.ch<br />

14. Juli <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Chicago/Midwest: <strong>St</strong>amm<br />

ab 18.00 Uhr, Ort: TBD<br />

marius.ronge@alumni.unisg.ch<br />

14. Juli <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club <strong>St</strong>uttgart: <strong>St</strong>amm<br />

ab 20.00 Uhr, Bar Ampulle, <strong>St</strong>uttgart-West<br />

(Augustenstrasse 31a)<br />

frank.hofmann@alumni.unisg.ch<br />

25. Juli <strong>2006</strong><br />

EMBA-<strong>St</strong>amm Bern: <strong>St</strong>amm<br />

18.00–19.30 Uhr, Restaurant Altes Tramdepot<br />

(beim Bärengraben)<br />

www.altestramdepot.ch<br />

peter.matthys@alumni.unisg.ch<br />

August<br />

2. August <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club London: <strong>St</strong>amm<br />

7 pm, Henry’s Cafe Bar, 80 Piccadilly, London<br />

W1J 8HX<br />

lucas.gnehm@alumni.unisg.ch<br />

christian.katz@alumni.unisg.ch<br />

3. August <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> in Asia (Singapore): Singapore <strong>Alumni</strong><br />

Meeting at the Swiss Club in Singapore<br />

alexan<strong>der</strong>.melchers@alumni.unisg.ch<br />

7. August <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Prag: <strong>St</strong>amm<br />

19.30 Uhr, Ort:TBA<br />

joachim.schaefer@alumni.unisg.ch<br />

11. August <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Chicago/Midwest: <strong>St</strong>amm<br />

ab 18.00 Uhr, Ort:TBD<br />

marius.ronge@alumni.unisg.ch<br />

25. August <strong>2006</strong><br />

connexHR: Erfahrungsaustausch<br />

ab 9.00 Uhr in Winterthur bei Sulzer,<br />

Thema Management Development<br />

connexhr@gmx.ch<br />

www.connexHr.ch<br />

25.August <strong>2006</strong><br />

Ostschweizer <strong>St</strong>awi: <strong>St</strong>amm<br />

12.15 Uhr, Restaurant Traube, Goliathgasse 37,<br />

9000 <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

manfred.linke@alumni.unisg.ch<br />

29.August <strong>2006</strong><br />

EMBA-<strong>St</strong>amm Bern: <strong>St</strong>amm<br />

18.00–19.30 Uhr, Restaurant Altes Tramdepot<br />

(beim Bärengraben)<br />

www.altestramdepot.ch<br />

peter.matthys@alumni.unisg.ch<br />

September<br />

5. September <strong>2006</strong><br />

CEMS <strong>Alumni</strong> Association Switzerland:<br />

Afterwork Chill-Out<br />

20.00 Uhr, Kaufleuten Lounge<br />

judith-rahel.seitz@alumni.unisg.ch<br />

www.cems.ch<br />

5. September <strong>2006</strong><br />

Heugümper-Club: <strong>St</strong>amm<br />

robert.lebrecht@alumni.unisg.ch<br />

5. September <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club New York: <strong>St</strong>amm<br />

Weitere Informationen und Anmeldung bei:<br />

claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch<br />

3. Quartal<br />

6. September <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club London: <strong>St</strong>amm<br />

7 pm, Henry’s Cafe Bar, 80 Piccadilly, London<br />

W1J 8HX<br />

lucas.gnehm@alumni.unisg.ch<br />

christian.katz@alumni.unisg.ch<br />

6. September <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Rhein-Main: <strong>HSG</strong>-Mittagstisch<br />

12.00–14.00 Uhr, Kuffler & Bucher, Opernplatz 2,<br />

Frankfurt am Main<br />

Um Anmeldung wird gebeten bis 4. September<br />

peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch<br />

7.–9. September <strong>2006</strong><br />

3. Internationale <strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Konferenz im<br />

herrlichen <strong>St</strong>.Moritz,Thema: «<strong>Das</strong> Pendel<br />

<strong>der</strong> Wirtschaft – aber was bringt uns weiter?»<br />

www.alumnikonferenz.ch<br />

15. September <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Chicago/Midwest: <strong>St</strong>amm<br />

ab 18.00 Uhr, Ort:TBD<br />

marius.ronge@alumni.unisg.ch<br />

19. September <strong>2006</strong><br />

EMBA-<strong>St</strong>amm Bern: <strong>St</strong>amm<br />

18.00–19.30 Uhr, Restaurant Altes Tramdepot<br />

(beim Bärengraben)<br />

www.altestramdepot.ch<br />

peter.matthys@alumni.unisg.ch<br />

21. September <strong>2006</strong><br />

Dalenades: Herbst-<strong>St</strong>amm im Club zum<br />

Rennweg (Members Only)<br />

www.dalenades.com<br />

hermann.stern@alumni.unisg.ch<br />

21. September <strong>2006</strong><br />

<strong>HSG</strong> <strong>Alumni</strong> Club Köln/Bonn: Diskussionsabend<br />

www.hsginnrw.de<br />

horst.herbstleb@alumni.unisg.ch<br />

21. September <strong>2006</strong><br />

Ostschweizer <strong>St</strong>awi: <strong>St</strong>amm<br />

12.15 Uhr, Restaurant Traube, Goliathgasse 37,<br />

9000 <strong>St</strong>.<strong>Gallen</strong><br />

manfred.linke@alumni.unisg.ch<br />

30. September <strong>2006</strong><br />

Dalenades: Oktoberfest München<br />

(Käferzelt)<br />

www.dalenades.com<br />

hermann.stern@alumni.unisg.ch


<strong>Das</strong> Online-<br />

<strong>St</strong>udium für alle<br />

mit Fernweh:<br />

swiss.com<br />

Lesen Sie die Seiten auf swiss.com, um Ihr Wissen über günstige Flugangebote zu vergrössern. Jeweils am Mittwoch macht<br />

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