scania bewegt 2013-01

scania.de

scania bewegt 2013-01

FAHRZEUGE | DIENSTLEISTUNGEN | TRENDS 1.2013 WWW.SCANIA.DE

scAniA

Apps

Fahrzeug im Blick –

egal wann, egal wo

Seite 9

werkstatt

Service für alle Marken

Seite 24

Technik

Feuerwehr mit

top AusstAttung

Seite 18

BEWEGT

Busreisen

höchster

komFort

Seite 14

#1

Branchenlösung

Fit for the forest

Schneller und sicherer

Holztransport

Seite 12

euro 6 im einsAtz

Möhren

umweltfreundlich

transportiert


www.zf.com/bus

ZF sollte drin sein.

Denn EcoLife entlastet

Fahrer und Budget.

EcoLife: mehr Leistung, weniger Kosten. Das moderne, überlegene 6-Gang-Auto mat getriebe über zeugt nicht

nur durch höhere Leistung in allen Verkehrssituationen, sondern reduziert auch die Betriebskosten von Bussen

nachhaltig. Weil die Software TopoDyn Life den Kraft stoff verbrauch senkt. Weil der Primärretarder verschleißfreies

Bremsen ermöglicht. Und EcoLife schont die Umwelt. Weil es den Abgasausstoß und die Feinstaub-

belastung vermindert. Weil Busse mit EcoLife leiser unterwegs sind. Sechs Gänge sind besser als drei!

EcoLife. Wirtschaftlicher, ökologischer, komfortabler.

Antriebs- und Fahrwerktechnik


inhalt

Scania bewegt 1.2013

09 App für unterwegs

Neue App von Scania für Smartphones

und Tablets informiert über die Fahrzeugflotte.

19 Scania Rent

Eine große Bandbreite an Dienstleistungen rund um die

Vermietflotte sorgt für maßgeschneiderte Kundenlösungen.

22 Faire Partnerschaft

Nicht nur bei den Fahrzeugen, sondern auch in Sachen

Finanzierung und Versicherung setzt die Spedition TSL

auf Scania Finance.

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt. Seite 4

Euro 6: Glomb Container Dienst aus Bremerhaven. Seite 7

Technik: Euro-6-Motoren. Seite 8

Porträt: Kunststoffrecycling. Seite 10

Feuerwehr-Technik: Feuerwehrfahrzeughersteller Lentner. Seite 16

Feuerwehr-Technik: Freiwillige Feuerwehr Böblingen. Seite 17

Porträt: Metten Fleischwaren setzt auf Scania. Seite 20

Service: Gewinnspiel. Seite 26

22

09

19

Editorial

„Wir setzen auf langfristige

Partnerschaft mit unseren

Kunden und den gemeinsamen

Erfolg.“

Dirk Fritzsch, Direktor Parts und Service

Scania Deutschland Österreich

liebe leserinnen und liebe leser,

uNSer wIChtIgSteS themA Im JAhr 2013 sind und bleiben Sie,

unsere Kunden. Um Ihr Geschäft erfolgreich und effizient zu gestalten,

arbeiten wir am weiteren Ausbau und der Professionalisierung

unseres Dienstleistungsangebotes. So bieten wir in unserem Netz

mit 149 Werkstätten in Deutschland den Rundum-Service für Ihren

kompletten Fuhrpark: Wir kümmern uns um Ihre Lkw, gleich welcher

Marke, und natürlich um die Trailer und Anhänger, auch dort

markenunabhängig. Ein Beispiel hierzu lesen Sie in dieser Ausgabe

ab Seite 24.

SIe SolleN SICh gANz AuF Ihr KerNgeSChäFt konzentrieren

können, Scania kümmert sich mit seiner Servicekompetenz um den

Fuhrpark. Aber nicht nur das, wir bieten zahlreiche Dienstleistungspakete

rund um Lkw und Bus an, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen:

Scania Fleet Management System, Reparatur- und Wartungsverträge

sowie Trailerservice, um nur einige zu nennen. Einer unserer

Kunden, der das komplette Angebot nutzt, wird ebenfalls in dieser

Ausgabe vorgestellt (Seite 22).

Für SCANIA hAt DIe gute KuNDeNbezIehuNg höchste Priorität.

Eine für beide Seiten profitable Beziehung ist aus unserer Sicht

die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit. Wir unterstützen

Sie dabei, in Ihrem Geschäft erfolgreich zu sein. Lassen Sie sich von

unserer Leistungsfähigkeit und von unseren maßgeschneiderten

Lösungen überzeugen. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2013

und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserer Organisation.

herzlIChSt, Ihr DIrK FrItzSCh

Impressum

SCANIA bewegt · 16. JAhrgANg · 1. AuSgAbe · ISSN 1867-3104

herausgeber

Scania Deutschland GmbH

Verantwortlich für

den herausgeber

Mikael Lundqvist

Anschrift

Redaktion SCANIA BEWEGT

c/o Scania Deutschland GmbH

Sieglinde Michaelis

August-Horch-Str. 10

D-56070 Koblenz

Telefon: 02 61/8 97-2 08

Telefax: 02 61/8 97-4 05

scania.bewegt@scania.de

Deutsche Internetadresse

www.scania.de

realisation/Projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäftsbereich

des ETM Verlags

Auch bei Facebook und Twitter:

Autoren dieser Ausgabe

Markus Bauer, Walther Bruckschen,

Matthias Gaul, Joachim

Geiger, Paul Göttl, Martin Häußermann,

Martin Heying, Nicole de

Jong, Scania, Cari Simmons,

Karin Weidenbacher, Oliver Willms

Fotos

Walther Bruckschen, Empl,

Matthias Gaul, Joachim Geiger,

Glomb, Martin Häußermann,

Martin Heying, Nicole de Jong,

kuebauch.net, Scania, TSL,

Karin Weidenbacher

grafik und Produktion

Simone Strobel,

Stephanie Tarateta

Anzeigen

Oliver Trost

Telefon: 07 11/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

facebook.com/scania.deutschland

Bettina Pfeffer

Telefon 07 11/7 84 98-63

bettina.pfeffer@etmservices.de

Verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

Telefax: 07 11/7 84 98-0

www.etm-verlag.de

Druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Auflage: 25.950 Exemplare

twitter.com/ScaniaDE

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit

ausdrücklicher Genehmigung von Scania Deutschland. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 3


News

14 Motoren

Ende des Jahres wird es 14 Euro-6-Motoren bei Scania

geben. Nachdem die 13-Liter-Motoren für Euro 6 bestellbar

sind und sich im Einsatz beweisen, stockt Scania im Laufe

des Jahres sein Angebot an Euro-6-Aggregaten deutlich

auf. Jetzt folgen vier 9-Liter-Motoren sowie zwei Gasmotoren,

die das Angebot komplettieren.

7.000ste Auslieferung

für Knirsch

Scania Partner Martin Knirsch Kraftfahrzeuge GmbH in Karlsruhe

hat 2012 das 7.000ste Scania Neufahrzeug ausgeliefert. Andreas

Schütz (2. v. re.), Geschäftsführer des Recyclingzentrums Kömpf

in Calw, nahm den R 560 entgegen. Manfred Zingler (re.), Händlerbetreuung

Verkauf Lkw Scania Deutschland, übergab bei derselben

Gelegenheit eine Urkunde für den 7.000sten verkauften

Scania Lkw an Heiko (li.) und Andreas Knirsch, Geschäftsführer

von Knirsch Kraftfahrzeuge.

Joachim Hertle,

Regionaldirektor Scania

München Nürnberg

Gerhard Lauster,

Regionaldirektor Scania

Stuttgart/Möglingen

Jahrbuch Nummer 6

Bereits zum sechsten Mal bringt der Wieland

Verlag das Scania Jahrbuch auf den Markt.

Auf 160 Seiten berichtet Autor und Fotograf

Felix Jacoby von Scania Preziosen aus ganz

Europa. Dazu zählen aufwändige Supertrucks,

detailverliebt restaurierte Oldtimer oder

ausgeklügelte Spezialfahrzeuge. Dabei blickt

der Autor auch über den technischen Tellerrand

hinaus und erzählt, welche Menschen hinter

einem solchen Truck stehen. Das Buch ist

erhältlich zum Preis von 29,90 Euro unter der

ISBN-Nummer 978-3-938711-61-3.

Neuer

Direktor

Frank Koschatzky hat

zum 1. Oktober 2012

die Position als Direktor

Verkauf Busse Scania

Deutschland Österreich

von seinem Vorgänger

Joachim Hertle übernommen.

Koschatzky war bereits

von 1998 bis 2000 als

Vertriebsleiter Omnibusse

bei Scania Deutschland in

Koblenz tätig. Zwischen

2001 und seinem erneuten

Wechsel zu Scania

arbeitete Koschatzky im

Daimler-Konzern, zuletzt

als Vorsitzender der Geschäftsführung

Daimler

Buses und Evobus Polska.

Wolfgang Clement,

Regionaldirektor Scania

Berlin Hannover

Ökoglobe für Scania ccaP

Scania belegte mit der vorausschauenden

Geschwindigkeitsregelanlage CCAP den dritten

Platz des Umweltpreises Ökoglobe in der Kategorie

Antriebe und Antriebsstrang. CCAP erfasst per GPS

und integrierten Karten die Streckentopografie im

Voraus und hilft so, Kraftstoff zu sparen. Der Ökoglobe

wird jährlich verliehen von den DEVK Versicherungen,

dem TÜV Rheinland, dem Finanzen Verlag, Artinvestor

und dem Ökoglobe-Institut der Universität Duisburg-

Essen. Bereits im Sommer hatte die Scania CCAP den

KS-Energie- und Umweltpreis 2012 gewonnen.

Personalien

Wolfgang Clement hat am 1. November 2012 die

Verantwortung als Regionaldirektor für die Region

Berlin Hannover übernommen. Von 2001 bis 2004

verantwortete Clement für Scania die Region Gera.

Danach war er bis September 2012 für Iveco tätig. Er

folgt auf Gerhard Lauster, der seit dem 1. September

2012 als Regionaldirektor für Stuttgart/Möglingen

zuständig ist. Lauster, seit 2006 bei Scania, folgt auf Jörg

Dillmann, der nun in der Scania Deutschland Zentrale in

Koblenz den Bereich Gebrauchtwagen und Vermietung

verantwortet. Seit Oktober leitet Joachim Hertle die

Region Scania München Nürnberg. Hertle arbeitet seit

2004 in verschiedenen Funktionen für Scania, zuletzt

als Direktor Busse Scania Deutschland Österreich.

4 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Verkehrsrecht 2013

Österreich:

Ab Januar will die Regierung das Strafmaß

für Bagatelldelikte deutlich erhöhen. Ab

2013 beträgt die Obergrenze für Organmandate

(Zahlung beim Beamten) 90 Euro, für

Anonymverfügungen (Strafzettel per Post)

365 Euro.

Frankreich:

Ab März droht ein weiteres Bußgeld. Ab

dann müssen Fahrer immer gültige Alkoholtester

an Bord haben. Sonst müssen sie mit

elf Euro Strafe rechnen.

Scania Bielefeld an

neuem Standort

Der scania servicestützpunkt Bielefeld zieht um.

Der neue standort in Bad salzuflen liegt rund 20

kilometer vom alten entfernt. scania Bielefeld,

gegründet 1991, bietet einen 24-stunden-notfallservice

für Busse, lkw und anhänger an. Zudem

überprüfen die Bielefelder analoge und digitale

Fahrtenschreiber sowie toll-collect-Geräte.

außerdem wartet der stützpunkt industriemotoren

und stromerzeuger und verkauft scania

ersatzteile. Die adresse von scania Bielefeld für

die region Ostwestfalen-lippe: röntgenstraße

33, 32107 Bad salzuflen. tel.: 0 25 21 / 1 87 11-0

Flugzeugschlepper

mit Scania Power

scania liefert bis 2022 die Motoren für

3.000 Flugzeugschlepper vom typ taxibot

(israel aerospace industries). Die

hubschlepper gibt es in einer schmalen

Version für den airbus a320 sowie einer

breiten Version für den massigen

a380. Der kleine schlepper hat zwei

9-liter-Motoren mit je 400 Ps an Bord.

DeutschlanD:

Nach dem 19.1.2013 ausgestellte Führerscheine

sind nur noch 15 Jahre gültig.

Zudem verschärft der Bund deutschlandweit

die Umweltzonen. Wiesbaden, Mainz

und Mönchengladbach werden 2013 erstmals

zur Umweltzone. Zum Jahresbeginn

will das Bundeskartellamt die sogenannte

Markttransparenzstelle einrichten. Verbraucher

sollen sich so in Echtzeit auf einem

Online-Portal über die aktuellen Kraftstoffpreise

informieren können.

„Wir setzen auf

kurzfristige Flexibilität,

ohne das

langfristige

Wachstum aus

dem Fokus zu

verlieren.“

Alexander Vlaskamp,

Geschäftsführer Scania

Deutschland Österreich

Die großen schlepper befeuern zwei

16-liter-V8 mit 770 Ps. Beide schleppermodelle

erfüllen den tier 4i-standard.

Die schlepper schieben die Flugzeuge

vom Flughafengebäude auf die rollbahn.

Das soll große Mengen kerosin

sparen, bei gleichsam niedrigem Dieselverbrauch

für die schlepper. Die

neuen schlepper haben bereits erste

tests mit einer schweren Boeing 747

bestanden.

Reißverschluss gilt

nicht immer

Text: Markus Bauer, Scania

Das Amtsgericht München hat nun entschieden, dass das

Reißverschlusssystem nur dann gilt, wenn eine Spur wegfällt.

Falls eine Fahrspur nur durch ein Hindernis versperrt ist, gilt

dies nicht. Geklagt hatte eine Cabrio-Fahrerin, die an einer

solchen Engstelle durch Behinderung einen Unfall hatte, weil

sie auf den Reißverschluss vertraute. Nach dem Verfahren

blieb die Klägerin auf ihren Kosten von gut

2.000 Euro sitzen. Der Unfall beruhe auf dem

Spurwechsel der Klägerin. Sie hätte alles tun

müssen, um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

auszuschließen. Die

Beklagte habe ihr im Gegenzug den

Spurwechsel nicht ermöglichen

müssen, da keine Spur weggefallen

sei.

Neues Händlergebiet

Kerpen Koblenz

Scania hat die beiden Händlergebiete Scania Kerpen und

Scania Koblenz zur neuen Region Scania Kerpen Koblenz

zusammengefasst. Der bisherige Kerpener Regionaldirektor

Christian Hottgenroth leitet nun auch das neu gegründete

Gebiet Scania Kerpen Koblenz.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 5


Euro 6

Text und Fotos: Joachim Geiger

Grün zieht Gut

Für den Möhrenproduzenten Hans Brocker KG ist eine hohe Qualität im Prozessablauf

die Geschäftsgrundlage. Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine nachhaltige Logistik.

Mit Scania Euro 6 will das Unternehmen jetzt seinen CO 2 -Fußabdruck verkleinern.

Scania

Euro 6 ist

ein Beitrag

zur Verbesserung

der

Ökobilanz

unserer

Kunden.”

Hans-Jürgen Brocker,

Geschäftsführer der

Hans Brocker KG.

D

ie Hans Brocker kG im niederrheinischen

Willich ist hierzulande einer der Big Player beim

Anbau und Vertrieb von Möhren. Auch im 32 Einheiten

starken Fuhrpark dreht Brocker ein großes

Rad. Über zwei Dutzend Scania V8 schickt das Unternehmen

auf die Straße, um die Zentrallager von Groß- und

Einzelhandel mit dem gesunden Gemüse zu versorgen. Die

Lkw sind sieben Tage die Woche auf Achse, am Jahresende

stehen im Schnitt pro Fahrzeug 200.000 Kilometer auf dem

Tacho. Seit Mitte Oktober 2012 gehen die Möhren auch mit

einem Lkw auf die Reise, der seine Kraft aus einem Sechszylinder

mit speziellen Eigenschaften schöpft. Auf den ersten

Blick unterscheidet sich der in der eleganten Hausfarbe

„Chili red“ lackierte Scania R 480 nicht von seinen großen

Brüdern. Nur die mit einem dezenten grünen Rahmen versehene

Null in der Typenbezeichnung an der Front deutet

darauf hin, dass in diesem Lkw eine Motortechnologie

steckt, die Partikeln und Stickstoffoxiden besonders wirksam

zu Leibe rückt.

„Unser Ziel ist eine möglichst umweltfreundliche Logistik.

Für die Lkw gilt daher höchste Effizienz und minimaler

Energieeinsatz“, erklärt Geschäftsführer Hans-Jürgen

Brocker, der im Unternehmen bereits mit Fotovoltaik-

Anlage, Wasseraufbereitung und Abfallmanagement die

grüne Karte spielt. Für den neuen Scania R 480 ist die Erfüllung

der Abgasnorm Euro 6 die Eintrittskarte in den Fuhrpark.

„Mit diesem Fahrzeug tragen wir dazu bei, die Ökobilanz

unserer Kunden zu verbessern“, erklärt Brocker. Die

Ansprüche an den Neuzugang sind hoch, denn in Bezug

auf Fahrleistungen und Fahrer spielt der Brocker-Fuhrpark

in der Champions League.

FaHrstil, VerBraUcH Und emissionen von Kohlendioxid

analysiert Hans-Jürgen Brocker Woche für Woche mit

Hilfe des Scania Fleet Managements. Für die Fahrer gilt die

Zurückhaltung mit dem Gaspedal als hohe Tugend. Die

meisten Scania Lkw genehmigen sich zwischen 25,8 und

28,2 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Auch das vorausschauende

Fahren haben die Fahrer perfektioniert. Starke

Bremsvorgänge? Die muss Brocker mit der Lupe suchen.

Die Fahrer lassen ihr Fahrzeug im Schnitt mit 18 Prozent der

Laufleistung im Schubbetrieb rollen, im Leerlauf dieseln

die Motoren gerade mal mit sechs Prozent der Motorlaufzeit.

Wie sich der neue Scania R 480 im Fuhrpark schlägt?

Für einen belastbaren Vergleich ist es noch zu früh. Zudem

hängt viel vom Fahrer ab, ob der Einstand am Ende gelingt.

Mit Niki Hoppenkamps hat Brocker jedenfalls den geeigneten

Kandidaten gefunden. Der 33-Jährige greift seit eineinhalb

Jahren für das Unternehmen ans Steuer und hat sich

dabei bestens bewährt. Die Übergabe des neuen Scania ist

dafür die standesgemäße Anerkennung.

Die Farbe Grün in der Scania Typenbezeichnung steht für ein

Triebwerk, das bereits die Abgasnorm Euro 6 erfüllt.

Der neue Scania ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern mit

Scania Euro 6 auch ein besonders sauberes Fahrzeug.

6 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


EURO 6

Text: Nicole de Jong, Fotos: Nicole de Jong, Glomb

Pink als Markenzeichen

Glomb Container Dienst

aus Bremerhaven testet

derzeit einen Scania Euro 6.

Der verbraucht allen

Vorhersagen zum Trotz ein

bis zwei Liter weniger Sprit

als ein Euro-5-Lkw.

T

hink pink!“, lautet das Motto der Glomb

Container Dienst GmbH mit Sitz in Bremerhaven.

Die pink lackierten Lkw sind

echte Hingucker. Sigward Glomb Senior

wählte die Farbe einst, um dem Diebstahl seiner

Sattelauflieger vorzubeugen. Heute wirkt das

Pink als Markenzeichen. Glomb arbeitet schwerpunktmäßig

im Seecontainerverkehr. 80 Fahrer

sind täglich von und nach den deutschen Häfen

unterwegs, um Import- und Exportware ins Landesinnere

zu bringen oder von dort zu holen. 40

von 60 eigenen Lkw laufen im Nahverkehr, überwiegend

zwischen Bremerhaven, Bremen und

Hamburg. Die restlichen Fahrzeuge erledigen den

Fernverkehr.

Vor fünf Jahren hat Glomb die ersten zwei

Scania in die Flotte aufgenommen. Heute fahren

für das Unternehmen 22 Fahrzeuge der Marke mit

dem Greif im Logo. „Wir sind bei Scania gelandet,

weil die Fahrzeuge einen guten Ruf haben und

die Fahrer die Lkw lieben“, sagt Geschäftsführer

Sigward Glomb Junior. Die Qualität stimme.

Der Kundendienst funktioniere hervorragend.

Außerdem arbeite die Vertragswerkstatt, die in der

Nähe des Firmenstandortes ansässig ist, schnell

und zuverlässig. „Hier wird uns auch kurzfristig

geholfen.“

Das Unternehmen fährt Sattelzugmaschinen

mit zwei und drei Achsen, weil es auch Spezialtransporte

mit Tiefladern erledigt. Dafür sind

einige Züge mit 500 PS unterwegs, im Nahverkehr

reichen 400 PS. Alle Scania Lkw sind mit den

Fernverkehrsfahrerhäusern CG19 Highline und

CR19 Topline ausgestattet. Glomb ist überzeugt,

mit guten Arbeitsbedingungen die Mitarbeiter

motivieren zu können. „So gehen sie täglich mit

Freude an ihre Aufgaben“, sagt er. Ein Mitarbeiter

ist zurzeit besonders glücklich. Er darf sechs

Monate lang den neuen Scania R 440 Euro 6 im

Echtbetrieb testen. „Er will nichts anderes mehr

haben“, berichtet Glomb. Das Fahrzeug laufe

problemlos und durchzugsstark. Die Elektronik

Der Firmensitz

von Glomb

in Bremerhaven

liegt nur wenige

Meter von der

Nordsee entfernt.

Täglich transportieren

die Fahrer

Importware ins

Landesinnere und

Exportprodukte

zum Hafen.

arbeite fehlerlos. Der Firmenchef selbst ist ebenso

sehr zufrieden: „Allen Unkenrufen zum Trotz verbraucht

unser Euro 6 im Schnitt 24 oder 25 Liter

auf 100 Kilometer. Das sind 1,5 bis 2 Liter weniger,

als der Euro 5 benötigt, und weniger, als der neuen

Technik vorausgesagt wurde.“ Der Verbrauch am

Zusatzstoff AdBlue für den Katalysator sei sogar

erheblich geringer als beim Vorgänger. „Das sind

gute Werte“, lobt der Unternehmer.

Glomb wertet alle Daten wöchentlich über

ein Telematiksystem aus. Um sicherzugehen,

dass die Ergebnisse wirklich stimmen, lässt er

Der Euro 6 fährt sehr gute

Werte ein. Und die neue Elektronik

läuft fehlerlos.”

Sigward Glomb, Geschäftsführer Glomb Container Dienst

den Spritverbrauch vom Fahrer beim Tanken

auch manuell errechnen. Ob Glomb das

Fahrzeug am Ende der Testphase übernimmt,

ist noch nicht ganz klar. „Das hängt von den

Konditionen ab“, sagt der Unternehmer. Denn

der Euro 6 kostet im Vergleich zum Euro 5 rund

12.000 Euro mehr. Kaufanreiz für Glomb wäre

einerseits der geringere Spritverbrauch und die

Aussicht, dass für Euro-6-Fahrzeuge aufgrund

der besseren Umweltbilanz möglicherweise

in Kürze weniger Maut bezahlt werden muss.

„Think green!“ könnte daher künftig die Devise

lauten.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 7


Euro 6

Diesel, Gas und Biogas

Schon jetzt bietet Scania verschiedenste Euro-6-Motoren an. Zwei 13-Liter-Motoren

können bereits seit Längerem bestellt werden, jetzt folgen vier neue 9-Liter-Motoren.

Zwei neue Gasmotoren mit ebenso guter Fahrbarkeit wie die Dieselmotoren runden

das Euro-6-Sortiment ab. Ende des Jahres wird es 14 Euro-6-Varianten geben.

Text: Markus Bauer, Fotos: Scania

Euro-6-MotorEn von Scania sind

für jeden Einsatzzweck gewappnet. Die

aktuelle Leistungsspanne reicht vom

250 PS starken 9-Liter-Fünfzylinder bis

zum 13-Liter-Sechszylindermotor mit

480 PS. Davon verlangt ein Großteil nach

Diesel im Tank.

viEr 9-LitEr-FünFzyLindEr bis 360 PS

machen den Anfang. Die neuen 9-Liter-

Dieselmotoren setzen zwei verschiedene

Techniken ein, um Euro 6 zu genügen. Die

Motoren mit 250 und 280 PS (ab Februar

2013) kombinieren Abgasrückführung

(EGR) und Abgasnachbehandlung (SCR).

In den Versionen mit 320 und 360 PS,

bestellbar ab April 2013, verbaut Scania

ausschließlich SCR-Technologie. Wie die

größeren Vertreter zeichnen sich die neuen

9-Liter-Motoren durch hohes Drehmoment

im unteren Drehzahlbereich aus und versprechen

so eine gute Fahrbarkeit.

WEitEr gEht ES Mit viEr 13-Liter-

Sechszylindermotoren mit 370 bis 480 PS.

Davon sind die Versionen mit 440 und 480

PS verfügbar. Drei V8-Motoren bilden die

Königsklasse der Euro-6-Motoren mit dem

Greif und werden erst ab der zweiten Jahreshälfte

2013 vorgestellt. Hinzu kommt ein

Bioethanol-Motor mit neun Liter Hubraum

und entsprechend fünf Zylindern. Er leistet

280 PS. Zusammen mit zwei neuen Gasmotoren

bietet Scania dann das umfangreichste

Motorenprogramm für erneuerbare

Kraftstoffe der ganzen Branche an.

diE nEuEn gaSMotorEn – beide sind

9-Liter-Fünfzylinder – leisten 280 und

340 PS und laufen wahlweise mit Biogas,

Erd- oder Flüssiggas. Gasmotoren arbeiten

nach dem Otto-Prinzip und weisen daher

andere Drehmomentcharakteristika auf

als Dieselmotoren. Dennoch verspricht

Scania die gleiche gute Fahrbarkeit wie bei

ebenso großen Dieselaggregaten. Schon

die Basis stellt zwischen 1.000 und 1.400

Umdre hun gen stramme 1.350 Newtonmeter

Drehmoment zur Verfügung – ungewöhnlich

für einen Gasmotor dieser Leistungsklasse.

Gasmotoren sind bisher prädestiniert für

städtische Transporte, da sie per se niedrigere

Emissionen ausstoßen als ihre Dieselbrüder

und zudem deutlich leiser im Betrieb

sind. Dank der optionalen Zusatztanks, die

eine Reichweite von bis zu 1.100 Kilometer

bringen, und der exzellenten Fahrbarkeit

eignen sich die neuen Gasmotoren auch

für den regionalen Fernverkehr. Die beiden

Gasaggregate sind ab der zweiten Jahreshälfte

2013 bestellbar. Trotz der Euro-6-

Technologie ändert sich für Aufbauer nichts:

Die kompakte Bauweise sorgt dafür, dass

alle Motorenbestandteile auf demselben

Bauraum am Rahmen Platz finden wie bei

Euro-5-Aggregaten.

Sauber und sparsam

Trotz der strengen Euro-6-Vorschriften

kommen die neuen Triebwerke teils

mit weniger Kraftstoff aus als ihre

Euro-5-Vorgänger. Außerdem zeichnen

sie sich durch unverändert gute

Fahrbarkeit aus.

Saubermänner: Vier neue 9-Liter-Aggregate

erfüllen ebenfalls die Euro-6-Norm. Scania

führt die leichteren Versionen mit 250 und

280 PS im Februar ein. Ab April sind die

320 und 360 PS starken Varianten verfügbar.

8 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Service

App

Für unterwegs

Scania Fleet Management, die neue

App von Scania für Smartphones und

Tablets, hält Sie auch unterwegs

auf dem Laufenden.

Text: Cari Simmons, Markus Bauer, Fotos: Scania

Immer mehr Fahrer haben ein Smartphone

oder Tablet in der Tasche – bestenfalls

schon bestückt mit den webbasierten

Apps von Scania. Eine davon ist Scania

Fleet Management, die den mobilen

Arbeitsalltag von Fahrern und Flotten-

managern etwas einfacher machen soll.

Die App ist für Kunden des Fleet Management

Control Pakets kostenlos. Nachdem der

Benutzer die App heruntergeladen hat,

loggt er sich einfach mit seinem Usernamen

für das Fleet Management System ein. Die

Nutzer können ihre Scania Lkw mit der App

in Echtzeit auf Smartphone oder Tablet überwachen

und auf einer integrierten Karte jedes

einzelne Fahrzeug orten.

Dazu tippen sie einfach auf einen Lkw auf der

Karte und erhalten so alle wichtigen Daten.

„Flottenmanager können überprüfen, wie sich

ihre Flotte bewegt, ob das Fahrzeug steht

oder nicht, wie voll der Tank ist, wie der Kilometerstand

ist und wer am Steuer sitzt“, sagt

Karin Rådström, Direktorin Fleet Management

bei Scania. „Der Flottenbetreiber behält so die

Kontrolle über seine Fahrzeuge auch dann,

wenn er gerade nicht am Computer sitzt.“

Zudem kann der Nutzer jeden Fahrer direkt

aus der App heraus anrufen oder ihm eine

Nachricht schicken. Eine weitere praktische

App ist der Scania Dealer Locator. Das kostenlose

Programm soll Fahrern helfen, schnell

die nächste Scania Werkstatt zu finden. Die

App für Android und Apple enthält alle aktuellen

Kontaktinformationen und praktische

Anfahrtsskizzen. „Ein großer Vorteil dieser

Apps ist, dass Sie schnell und einfach auf die

Daten zugreifen können, egal wann und egal

wo“, sagt Rådström.

“Sie können

schnell und

einfach auf die

Daten zugreifen,

egal wann und wo.”

Karin Rådström, Direktorin

Fleet Management bei Scania

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 9


POrtrÄt

Mit neuen und

sauberen Fahrzeugen

fällt man positiv auf.”

Simone Streit, Eu-Rec-Geschäftsführerin

Text und Fotos: Martin Häußermann

Kai Kolle ist eigentlich Disponent bei Eu-Rec.

Doch weil er einen Lkw-Führerschein besitzt,

hilft er bisweilen auch am Steuer aus.

Kreislauf

Für die einen ist es Müll, für die anderen Rohstoff. Die Eu-Rec-

Gruppe kümmert sich um Altpapier und -kunststoff und ihre

Wiederverwertung. Den Transport des Recyclingmaterials

besorgt das Unternehmen selbst mit schicken blauen Sattelzügen

– powered bei Scania.

Die Zahlen erstaunen. „In neuem Papier

steckt derzeit rund 70 Prozent Altpapier“,

weiß Simone Streit, Geschäftsführerin der

Eu-Rec Wertstoffhandels GmbH in Trier.

Dank Recycling werden 80 Prozent aller

weggeworfenen Plastikflaschen, Folien

und anderer Kunststoffe wieder zu neuen

Produkten verarbeitet. Die Lücke zwischen

Müllabfuhr und Wiederverwertern schließt

die Eu-Rec-Gruppe, die Simone Streit

gemeinsam mit ihrem Ehemann Willi Streit

leitet. Der Firmenname steht für Europäisches

Recycling und umfasst im Wesentlichen

Papier und Folien, die im eigenen

Haus fachgerecht verarbeitet werden.

Das Papier kauft Eu-Rec unter anderem

bei kommunalen Entsorgern, Druckereien

oder Verlagshäusern und liefert es direkt an

Papierfabriken. Dahinter stehen langjährige

Kontakte zu Lieferanten und Abnehmern,

ein besonderes logistisches Know-how

sowie ein eigener Fuhrpark. Der bestand

beim Fototermin noch aus fünf Sattelzügen,

wird bei Drucklegung des Magazins aber

schon sechs Züge umfassen. „Wir haben

den eigenen Fuhrpark nicht, weil wir gerne

blaue Autos durch die Gegend schicken,

sondern weil wir damit unseren In- und Output

selbst steuern können“, stellt Willi Streit

klar. „Wir fahren dann, wenn der Kunde die

Ware braucht.“ Diese große Flexibilität

könne ihm kein Fuhrunternehmer bieten.

Die Zugmaschinen stammen alle von

Scania. Den ersten eigenen Lkw, einen

R 420, kaufte Willi Streit im Jahr 2008,

nachdem er sich bei Geschäftspartnern

kundig gemacht hatte: „Der Fuhrparkleiter

10 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Ist der Auflieger mit

Papier gefüllt, wird er mit

einer Plane verschlossen.

wirtschaft

rapeseeds Etanol (sockerrör)

der Papierfabrik Weig sagte mir damals, auszutauschen. Wir fahren gerne mit neuen

für ihn komme nur Scania in Frage.“ Dass Autos“, sagt Simone Streit und fügt hinzu:

er diesem Rat gefolgt ist, hat er noch keine „Mit neuen und sauberen Fahrzeugen fällt

Sekunde bereut, wie er betont: „Die Scania

haben mich sowohl in puncto Zuverlässigkeit

als auch beim Spritverbrauch überzeugt.“

Dem ersten 420er folgte ein zweiter.

Bei der Anschaffung des dritten Scania fragte

er schließlich einen langjährigen Fahrer nach

seinen Wünschen. Der votierte für einen

560er mit V8-Maschine und einer opulenten

Liste an Extras. Dazu gehören unter anderem

Ledersitze, wohnliche Ausstattung des

Fahrerhauses und einige Assistenzsysteme.

„Das hat der Guido einfach mal so hingeschrieben“,

7 berichtet faktarutor Willi Streit lächelnd.

man positiv auf.“ Das bestätigt Disponent

Kai Kolle, der immer wieder Sätze wie diese

am Telefon hört: „Was habt ihr für schöne

Lkw, so was kommt bei uns nicht oft auf den

Hof.“ Was unter anderem daran liegt, dass

bei Eu-Rec jeder Fahrer in der Regel den

„eigenen“ Lkw hat und darauf achtet wie auf

seinen Augapfel. „Oleg beispielsweise hasst

es, mit einem dreckigen Fahrzeug zu fahren,

der kommt sogar samstags rein, um seinen

Zug von Hand zu waschen“, weiß Disponent

Kolle. Die Identifikation mit dem Scania

gehe so weit, dass der Fahrer selbst ihn nur

Simone und Willi Streit

denken noch lange nicht ans

Aufhören, dazu sind die beiden

Unternehmer viel zu agil

und haben viel zu viel Spaß

an ihrer Arbeit. Dennoch

steht der Nachwuchs schon

in den Startlöchern. Willi

Streits Sohn Michael schließt

demnächst seine Ausbildung

zum Lkw-Mechatroniker und

Berufskraftfahrer ab. Der

Er freut sich heute noch über das erstaunte ungern ans Steuer lasse, ergänzt Willi Streit

Gesicht des Etanol Fahrers, (sockerrör) als der R 560 tatsächlich

wie gewünscht Gas (biogas) auf dem Hof stand.

augenzwinkernd.

Biodisel

Er diente als Spezifikation für drei weitere Um WartUNg UNd reparatUr von Zug-

Bestellungen, die bei Scania Trier/Föhren, maschinen und Aufliegern kümmert sich

wo Eu-Rec Stammkunde ist, bereits als Scania Trier/Föhren, schließlich hat Eu-Rec

R 560 „Version Guido“ geführt wird.

für alle Fahrzeuge Reparatur- und Wartungsverträge

abgeschlossen. „Mit diesen

Nachdem der erste scaNia noch ganz Verträgen sind wir in der Kalkulation auf der

traditionell gekauft wurde, erwarb Eu-Rec sicheren Seite“, freut sich Simone Streit.

die folgenden Fahrzeuge im Mietkauf mit „Und mit perfekt gewarteten und gepflegten

Restwertvertrag. „Das gibt uns die Möglich- Fahrzeugen sind wir immer pünktlich beim

keit, die Lkw unkompliziert alle 48 Monate Kunden.“

Die nächste Generation

Michael Streit fährt

mit seinen 18 Jahren

den Scania R 560.

18-Jährige ist bereits im Besitz des Führerscheins

Klasse CE und hilft ab und zu im eigenen Betrieb,

indem er die Zugmaschinen zum Tanken fährt.

Willi Streit ist begeistert von den Fähigkeiten seines

Sohnes: „Der fährt wie eine Eins.“ Aber auch Stapler,

Radlader und Bagger bewegt Streit junior auf dem

Betriebsgelände. „Die Scheine hat er schon mit 15

gemacht“, berichtet der Vater stolz. „Auf Ausbildung

und Weiterqualifizierung wird bei uns generell viel

Wert gelegt“, bestätigt Disponent Kai Kolle. „Wenn ein

Mitarbeiter sich weiterbilden will, wird er dafür bezahlt

von der Arbeit freigestellt.“

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 11


BRANCHENLÖSUNGEN

Text und Fotos: Joachim Geiger

Mit dem aufgesattelten Nachläufer ist der Kombizug

als Solist unterwegs. Diese Konstruktion verbessert

die Rangierfähigkeit im Wald, spart Kraftstoff und sorgt

zudem für einen geringeren Reifenverschleiß.

Alles

im

Griff

Schnelligkeit und Sicherheit sind das A und O im Holztransport. Dazu

braucht es Fahrer, die Fahrzeug und Kran gut beherrschen. Und natürlich

das richtige Equipment. Mit einem acht Einheiten starken Scania Fuhrpark

ist die H. Müller Spedition eine Branchengröße im Sauerland. Das Credo des

Chefs: Basisfahrzeug und Aufbau müssen Lösungen bieten, die dem Holztransporteur

die Arbeit erleichtern.

“Der Scania ist schon ab Werk

optimal für den Aufbau vorbereitet.“

Heinz-Josef Müller, Inhaber der H. Müller Spedition, Eslohe

Die Vorstellung, die Heinz-Josef

Müller im Sägewerk mit seinem

Holzkran gibt, ist reif für den Zirkus.

Konzentriert steuert der Chef der auf

Holztransporte spezialisierten H. Müller Spedition

aus dem nordrhein-westfälischen Eslohe auf

seinem Hochsitz den Kran vom Typ Epsilon S

260 L. Meistens muss Müller mit dem Greifer nur

einmal ansetzen, um die rund 20 Meter langen

Fichtenstämme der Reihe nach in der Gatteranlage

zu platzieren. Dass die Fuhre in knapp neun

Minuten entladen ist, hat mit Zauberei wenig,

mit Erfahrung und dem richtigen Equipment

umso mehr zu tun. Letzteres besteht aus einem

Scania Fuhrpark mit einem Kurzholzzug und

sechs Langholzzügen. Müller selbst steuert einen

Kombizug, mit dem er sowohl Aufträge für Langholz

als auch für Kurzholz annehmen kann.

„Wir fahren für die sägeWerke im Sauerland

von Köln bis Kassel und von Münster bis

Marburg“, beschreibt Müller sein Einsatzgebiet.

Da die Holzpolter häufig an engen und unübersichtlichen

Forstwegen liegen, sind Anfahrt und

Abfuhr selten ein Waldspaziergang. Mit seinem

12 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Scania der Baureihe G mit mittelhohem Fahrgestell

und verstärktem Rahmen marschiert

Müller jedoch souverän über Stock und Stein.

Für genügend Vortrieb sorgt ein Reihenmotor

mit 480 PS. Für Müller ist der Dreiachser als

Basisfahrzeug erste Wahl. „Die Schweden sind

nicht nur enorm stabil und robust, sie lassen

sich auch ab Werk auf die Einsatzbedingungen

abstimmen“, erklärt der Spediteur. Als Beispiel

nennt er den Radstand, der in 20-Zentimeter-

Schritten frei konfigurierbar ist, und die große

SpezialiSt für lang und kurz

Der Kombizug ist für Heinz-Josef Müller das

ideale Fahrzeug, weil er damit Langholz ebenso

wie Kurzholz fahren kann. Herzstück des von

Fahrzeugbauer Ferdinand Müller aufgebauten

Zugs ist die Ladebrücke auf dem hydraulisch

gelenkten Nachläufer. Bei Lastfahrt mit

Langholz liegen die Stämme zwischen den

Schemeln der Ladebrücke. Steht Kurzholz

an, geht der Umbau ruckzuck von der Hand.

Mit dem Holzgreifer wird der bis zu 3,5 Meter

teleskopierbare Langholzschemel auf die

nötige Länge ausgefahren und am Zugfahrzeug

angedockt. Verriegelt wird der Ausschub per

Luftdruck. Die Kombibrücke ermöglicht dann

den Transport von zwei Stößen mit Längen

zwischen drei bis sechs Metern. Ebenfalls ein

Schmankerl: Ladebrücke und Nachläufer lassen

sich ohne Umbau auf das Zugfahrzeug

aufsatteln. In weniger als zwei Minuten ist das

Fahrzeug auf der Plattform platziert.

Heinz-Josef Müller legt bei seinem

Fahrzeug großen Wert auf praktische

Details. Die Trittleiste unter dem

Fahrerhaus ermöglicht ihm den direkten

Zugang von der Kabine auf die

Plattform mit dem Holzkran.

Auswahl an Hinterachsgetrieben mit den entsprechenden

Federsystemen.

Zum perfekten HolZtransporter avanciert

der Scania durch einen Aufbau aus der Werkstatt

des Fahrzeugbauers F. Müller. Das Unternehmen

aus Eslohe-Bremke, das auch seit über 30 Jahren als

Scania Stützpunkt firmiert, genießt als Spezialist für

Forsttechnik einen ausgezeichneten Ruf. Markenzeichen

des Aufbaus ist der Hilfsrahmen für den

zweieinhalb Tonnen schweren Holzkran. Das Bau-

Flexibilität ist Trumpf beim

Kombizug mit dem Holzkran

der 24-Metertonnen-Klasse und

der ausziehbaren Ladebrücke

(oben). Der Hilfsrahmen aus

Feinkornstahl sitzt wie angegossen

(unten).

teil ist aus einem Stück gefertigt, besteht aus Feinkornstahl

und bringt lediglich 1,1 Tonnen auf die

Waage. Passend zum maßgeschneiderten Arbeitsanzug

gibt’s praktische Accessoires. Heinz-Josef Müller

schätzt die Trittleiste auf der linken Seite unter dem

Fahrerhaus, die es dem Fahrer ermöglicht, direkt von

der Kabine auf die Plattform und von dort auf den

Kran zu gelangen. Die hydraulische Kettenspannanlage

an Zugfahrzeug und Nachläufer wiederum ist

ein Zubehör, mit dem die Ladungssicherung schnell

von der Hand geht und das bei Langholz den Einsatz

von zwei Gurten einspart.

Die namensgleicHHeit von Holzspediteur und

Fahrzeugbauer ist nicht zufällig. Heinz-Josef und

Ferdinand Müller sind Cousins, deren Väter bis

Ende 2008 Spedition und Fahrzeugbau gemeinsam

unter dem Dach der Ferdinand Müller OHG

betrieben haben. Mittlerweile gehen die Söhne

eigene Wege, bleiben aber geschäftlich eng verbunden.

Dass Heinz-Josef Müller bei der Wartung

seines Fuhrparks auf Ferdinand Müller vertraut, ist

nicht der Verwandtschaft geschuldet, sondern dem

Service. Der beinhaltet alle Arbeiten an Fahrzeug,

Aufbau und Kran aus einer Hand.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 13


PORTRÄT

Schwarzer Bolide: Der

Scania OmniExpress 3.40,

elf Meter lang und mit Heckeinstieg,

wird seit Anfang

2012 bei VBM als Shuttle­

Fahrzeug eingesetzt.

Text und Fotos: Walther Bruckschen

UnSere gröSSte

Limousine

Seit einem Jahr hat die VBM Busreisen München auch zwei Scania

Fahrzeuge im Einsatz. Das Unternehmen hat sich auf Messen und

Kongresse spezialisiert und bietet seinen Kunden „alles aus einer Hand“.

Schon im ersten Jahr des Bestehens konnte die

Firma aus dem Münchner Osten über 1,5 Millionen

Euro Umsatz erwirtschaften. Darauf ist Geschäftsführer

Bernhard Kolles besonders stolz, handelt

es sich bei VBM doch um eine „Ausgründung“ aus einem

großen Münchner Kraftverkehrsunternehmen im Jahre

2004. Viele der heute beschäftigten 25 Mitarbeiter konnten

übernommen werden, auch so mancher Kunde blieb

bei „seinem“ Kundenbetreuer und wechselte zu VBM.

„Die Kunden buchen nicht bei einer Firma, sondern bei

den Menschen, die dahinterstehen“, erklärt Kolles diese

Entwicklung. Neben Kolles sind das vor allen Dingen die

Mitgesellschafter Andrea Kösling und Florian Unterreitmeier,

die beide in der Kundenbetreuung tätig sind.

Die KunDen, Das sinD vor allem große Unternehmen

und Agenturen sowie Kongressveranstalter. „Wir wickeln

Transportaufträge von einer Person bis 6.000 Personen ab“,

erläutert Andrea Kösling die Bandbreite der Dienstleistung.

Dafür wird ein exklusiver Fuhrpark bereitgehalten: Vom

7er BMW über Opel Insignia und Viano von Mercedes bis

hin zum 60-Sitzer ist alles vertreten. Vor allem der Shuttle-

Service ist ein wichtiges Segment der VBM-Dienstleistung.

„Wir holen beispielsweise Delegationen oder Gruppen am

Flughafen ab und bringen diese ins Kongresszentrum

oder zur Messe“, so Florian Unterreitmeier. Je nach Anzahl

der Teilnehmer werden diese mit der Limousine oder dem

Bus transportiert.

Da vor allem Japanische und chinesische Kunden eine

immer größere Rolle spielen, müssen sich die VBM-Verantwortlichen

auch an deren Gepflogenheiten orientie-

Der ganz in Schwarz

gehaltene Scania Omni­

Express ist eine wahre

Großraum limousine für den

Einsatz im Business­Verkehr.

ren. „Eine deutsche Gruppe mit fünf Personen braucht

in der Regel keinen großen Bus“, so Kolles, „wenn wir

jedoch eine gleiche Anzahl von Gästen aus Japan abholen

sollen, reservieren wir gleich einen 50-Sitzer!“ Der erfahrene

Geschäftsführer erklärt das so: „Im asiatischen Raum

gilt die Sitzplatzanzahl auch als Statussymbol. Das geht

sogar so weit, dass die Gäste einen Anspruch auf Schadenersatz

haben – und zwar nicht nur auf die Kosten des

Bustransports, sondern auf den gesamten Reisepreis,

wenn das Fahrzeug mit weniger Sitzplätzen ausgestattet

ist, als gebucht wurde.“ VBM Busreisen hat sich auf dieses

völlig unterschiedliche japanische Reiserecht eingestellt:

„Es gibt eine Faustregel“, verrät Andrea Kösling: „Je nach

Wichtigkeit der Gruppe gilt: Personenanzahl plus acht

Sitzplätze beziehungsweise 15 Sitzplätze oder bei der VIP-

Gruppe: Anzahl der Personen mal zwei plus zehn zusätzliche

Sitzplätze.“

mit Dieser Formel fährt VBM recht gut. Die Auslastung

der Fahrzeuge ist hoch, notwendige Reparatur- oder Wartungsarbeiten

erfordern viel Geschick in der Disposition.

Rolf Oneis kann ein Lied davon singen. Oneis ist für den

Scania Onmibusverkauf in Bayern zuständig und betreut

VBM schon länger. „Er ist der Grund dafür, dass wir nun

zwei Scania Fahrzeuge im Einsatz haben“, sagt Kolles und

lacht. „Nein, eigentlich kaufen unsere Kunden die Busse,

zumindest indirekt.“ Aus diesem Grund sehen die Fahrzeuge

auch nicht aus wie klassische Reisebusse, die für Kaffeefahrten

verwendet werden. Sie sind schwarz, innen mit

Ledersitzen ausgestattet, haben dunkle Scheiben, Steckdosen

für Laptops an den Tischen und einen abgetrennten

Businessraum. „Unsere Fahrzeuge sind alle sehr dezent“,

14 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


ergänzt Kösling, „tipptopp, ohne Aufkleber oder Ähnliches.

Es sind keine fahrenden Litfaßsäulen. Unsere Fahrer müssen

alle sehr seriös auftreten: Englisch ist Voraussetzung,

gutes Benehmen, Krawatte und ordent liche Kleidung.“

Kolles hat anfang des Jahres einen Scania Touring mit

13,70 Meter Länge in den Fuhrpark geholt und ist sehr

zufrieden damit. „Wir schätzen an Scania nicht nur das

gute Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern vor allen Dingen

den Service. So hat uns Herr Oneis sehr unkompliziert mit

einem Leihfahrzeug unterstützt. Von anderen Premiummarken

habe ich schon mal die Aussage gehört, dass eine

ausgefallene Klimaanlage kein Notfall wäre - und das in

unserem Business!“, echauffiert sich Kolles.

Besonders stolz ist das VBM-Trio jedoch auf den

zweiten Neuzugang von Scania: einen elf Meter langen

OmniExpress 3.40 mit Heckeinstieg. „Das ist unsere größte

Limousine“, schwärmt Andrea Kösling. Der Heckeinstieg

wurde sehr bewusst gewählt: „Da sitzt zwar die Toilette

oben und nimmt zwei Sitzplätze weg, aber wir verlieren

durch den Heckeinstieg keinen Kofferraum und gerade im

Shuttleverkehr vom und zum Flughafen geht es um den

Platz“, erklärt Florian Unterreitmeier. Mit so einem Fahrzeug

könnte man aber auch gut eine Europa-Rundreise

machen, oder? „Wenn Sie das organisieren, machen wir

alles mit“, lacht Kolles, „aber im Ernst: Natürlich fahren wir

auch klassische touristische Routen, zum Beispiel vier bis

sechs Tage, Frankfurt, Salzburg, Schweiz. Die werden dann

aber nicht von uns, sondern von den Agenturen organisiert.

Unser Hauptstandbein liegt sicher auf Messe-, Kongress-

und Shuttle verkehr.“

Unsere Kunden

buchen nicht bei einer

Firma, sondern bei den

Menschen dahinter.“

Bernhard Kolles, Geschäftsführer von

VBM Busreisen München

Der komfortable Fahrerplatz

im Scania OmniExpress.

Innen und außen

schwarz und seriös – der

Scania OmniExpress als

VIP-Fahrzeug.

Blick auf die Bordküche

des Business-Busses.

Der persönliche Draht zu Scania hat eine entscheidende Rolle gespielt: Rolf Oneis von

Scania (li.) mit der Geschäftsführung von VBM (v. li.) Andrea Kösling, Geschäftsführer

Bernhard Kolles und Florian Unterreitmeier.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 15


FEUERWEHR-TECHNIK

Auf MASS

geSchneidert

Der Feuerwehrfahrzeughersteller Lentner fand für ein ungewöhnliches

Projekt mit einem allradgetriebenen Scania P 360 das optimale Träger-

fahrzeug. Der wendige Zweiachser trägt bei nur 2,93 Meter Gesamthöhe

neun Mann Besatzung und das komplette Equipment.

Text: Oliver Willms, Foto: kuehbauch.net

Extrem kompakt und trotzdem voll ausstaffiert -

ein Feuerwehrfahrzeug mit diesen einzigartigen

Eigenschaften steht auf den vier permanent angetriebenen

Rädern eines Scania P 360 CB4x4HHA,

der von den oberbayerischen Feuerwehr-Experten Lentner

für ganz besonders anspruchsvolle Einsatzprofile konstruiert

wurde.

Für brandeilige einsätze in überschwemmungsgefährdeten

Einsatzgebieten wartet der Scania mit respektablen

90 Zentimeter Wattiefe auf, durch die ihn der Allradantrieb

souverän vorwärtsbringt. Eine ganz besondere Herausforderung

für Lentner-Konstrukteur Florian Bauer: „Mit einer

maximalen Fahrzeuggesamthöhe von 293 Zentimetern soll

es möglich sein, alte Bahnunterführungen hindernisfrei zu

durchfahren oder auch in alten Gerätehäusern zu parken.“

trotz 37 zentimeter niedrigerer Bauweise als bei

einem Standard-Fahrzeug nimmt der Scania eine neunköpfige

Feuerwehrbesatzung und DIN-Beladung auf.

Überdies werden 2.000 Liter Löschwasser, eine Schaumdruckzumischanlage

und jede Menge standardisiertes

Feuerwehr-Equipment mit auf der eiligen Fahrt befördert.

Dafür wurde der Löschwassertank flacher gebaut und eine

rahmenfeste Zusatzkabine hinter dem kippbaren P-Fahrerhaus

konstruiert. Sogar das Blaulicht wanderte vom Fahr-

Hochgeländegängiger Flachbau

auf Scania Basis. Das

Lentner- Feuerwehrfahrzeug

bietet Platz für neun Mann

Besatzung und komplettes

Einsatz-Equipment bei unter

drei Meter Gesamthöhe.

zeugdach in Form von LED-Blitzleuchten in die oberen

Aufbaukanten.

Florian bauer freut sich über die robuste Rahmenbauweise,

die entscheidend zum qualitativ hochwertigen

Gesamtfahrzeug beiträgt. Und Scania Verkaufsprofi Matthias

Thiem wirft ein weiteres wichtiges Argument für den

Schweden in den Ring: „Mit der EGR-Motorregelung für

Triebwerke bis 480 PS nimmt der wendige Zweiachser ohne

zusätzliche Betriebsstoffe die geltende Euro-5-Hürde. Das

ist bei vielen Feuerwehren ein echter Pluspunkt!“

techniSche dAten

Lentner-Feuerwehr-Hilfeleistungslöschfahrzeug

20 auf Basis Scania P 360 CB4x4HHA,

13 l Hubraum, 360 PS, Euro 5 EGR, permanenter

Allradantrieb mit Längs- und Quersperren,

Radstand 3.900 Millimeter, Gesamthöhe 2.930

Millimeter, Wattiefe 900 Millimeter, kippbares

Fahrerhaus und rahmenfeste Mannschafts kabine,

GFK-Löschwassertank 2.000 Liter, Schaum 150

Liter, Komplettaus rüstung nach DIN 14530-27,

Leergewicht 11.370 Kilogramm, zulässiges

Gesamtgewicht 18.000 Kilogramm.

16 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Lestrud ex eummodionse dio consenibh eugait lore cor si essissit

aciduis nit at, consent nonsequ amcommo dolore del iustrud erat,

sed do consenim quis ex exercil dipis exercin vel dolore duisim digna

augait la aut exero odo endiam, sim nulpute erostions

Neun Rollcontainer passen

in den Rosenbauer-Aufbau.

Helfer in

der not

“Schnell mit schwerem Gerät am

Einsatzort – Scania macht’s möglich.”

Wolfgang Heim, Freiwillige Feuerwehr Böblingen

Wohnungs- und Fahrzeugbrände, Verkehrsunfälle,

überschwemmte Keller oder die

hilflose Katze auf dem Dach – geht ein Notruf

aus dem Landkreis Böblingen ein, eilt die

Freiwillige Feuerwehr

(FFW) zu Hilfe.

Neun fest angestellte

und 135 ehrenamtliche

Feuerwehrleute

betreuen rund 48.000

Einwohner, aber auch

unfallträchtige Autobahnabschnitte

im

Landkreis. Bis zu 400 Einsätze pro Jahr sind zu erledigen:

Das ist mindestens ein Notfall pro Tag, zu dem die Rüstzüge

von den Wachen in Böblingen und Dagersheim aus eilen.

„Als integrierte Leitstelle ist es ein großer Vorteil, dass all

unsere Kräfte eine Ausbildung zum Ersthelfer und Rettungssanitäter

haben“, sagt der stellvertretende Wachleiter

Wolfgang Heim. Als Leitstellendisponent und Zugführer

koordiniert er die von Fall zu Fall höchst unterschiedlichen

Maßnahmen, die zu einer effizienten Hilfeleistung am Einsatzort

erforderlich sind.

Die FFW Böblingen ist schnell

zur Stelle, wenn Menschen in

brenzlige Situationen geraten.

Immer dabei: ein leicht-

gewichtiger Scania Gerätewagen

mit Rosenbauer-Aufbau, der das

Mitführen schwerer Werkzeuge

und Geräte erlaubt.

Text und Fotos: Karin Weidenmacher

so verschieden wie die einsatzarten sind auch die

Anforderungen an Werkzeug und Gerät. Zwei Einsatzleitfahrzeuge,

sechs Kommando- und

Mannschaftstransportwagen, sechs

Löschfahrzeuge, eine Drehleiter und

fünf Gerätewagen GW-T stehen dazu

bereit. „Vollauf zufrieden sind wir mit

unserem neuen Allrad-Gerätewagen

Technik von Scania, der sich in kürzester Zeit rundum

bewährt hat“, sagt Wolfgang Heim. „Er liegt hervorragend

auf der Straße, ist durchzugsstark, braucht wenig Sprit und

hat eine sehr niedrige Geräuschkulisse.“ Das erleichtert

Absprachen und Funkverkehr auf der Fahrt zum Einsatzort.

der neue P 360 cb4x4hhz mit Dreimann-Truppkabine

und Rosenbauer-Aufbau führt alles mit, was zur technischen

Hilfeleistung vor Ort erforderlich ist. Rollcontainer

erlauben eine rasche Beladung mit Werkzeug und Geräten.

„Das niedrige Leergewicht und neun Tonnen Vorderachslast

machen uns extrem flexibel“, so Heim. „Wir

können neun volle Rollcontainer mitführen und schnell

wechseln.“ Enthalten ist alles, was der Löschzug braucht:

B- und C-Schläuche, Schneidgeräte, Leitern, Atemschutz-

und Absicherungsgeräte, Scheinwerfer, Tauchwasserpumpen

und Absaugeinrichtungen, Sandsäcke, Generator oder

Zusatztanks zur Vor-Ort-Versorgung anderer Einsatzfahrzeuge.

Eingerichtet wurde auch ein Aufenthaltsraum hinter

der Vorderachse, in dem die Löschmannschaft Nachrichten

austauscht und sich vor der Rückfahrt umziehen kann. „Das

war uns wichtig, um später nicht die Wache mit Brandgeruch

oder Chemikalien zu kontaminieren“, so Helm.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 17


FEUERWEHR-TECHNIK

Text: Karin Weidenbacher Fotos: Scania, Empl

Starker LöSchboLide

Das neue Scania HLF 20 überzeugt Feuerwehr-Fachleute durch Gruppenkabine ab Werk,

stabiles Fahrverhalten und einen durchdachten Empl-Aufbau. Extra-Plus: die brandneue H.I.T-Steuerung

der Bedienelemente, mit der Empl verwandte Funktionen kombiniert und leicht bedienbar macht.

Mit 2.000 Liter Wasser und 150 Liter Schaummittel an Bord

donnert das neue Scania Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20

auf den Hof. Begeisterung macht sich unter den anwesenden

Brandschützern breit, die das erste Ergebnis der Kooperation

von Scania und Aufbauspezialist Empl im Feuerwehrsegment beurteilen.

„Das Fahrzeug liegt auch in engen Kurven ruhig und sicher auf der Straße“,

sagt Brandmeister Tim Erdbrügger. Vom Aufbaukonzept beeindruckt ist

Brandinspektor André Storck von der Feuerwehr Vlotho: „Alles ist über-

Drei Geräteräume pro

Fahrzeugseite: Profilschienen

erlauben die

horizontale und vertikale

Verschiebung

der Halterungen und

Ablagen bei Änderung

der Beladung.

sichtlich untergebracht und einfach zu bedienen.“ Besonders die Pumpentechnik

besteche durch ein pfiffiges Konzept für den Einsatzalltag.

4,30 meter beträgt der radstand des ehemaligen Vorführfahrzeugs,

das inzwischen für die Hydro Aluminium Rolled Products GmbH

in Grevenbroich im Einsatz ist. Basis für das Fahrzeug ist ein Scania Fahr-

Im Pumpenstand im

Fahrzeugheck werden

Pumpentechnik und

Druckzumischanlage

über zwei Bildschirme

gesteuert und überwacht

(oben).

Der Scania P 280 mit

Empl-Aufbau fährt

inzwischen für die

Hydro Aluminium

Rolled Products GmbH

in Grevenbroich.

gestell P 280 DB4x2MNB. Gewendet wird auf engen 8,65 Metern. Der

Euro-5-Diesel DC 9 38 mit AGR-Technik leistet 280 PS bei 1.900 Umdrehungen

pro Minute. Ergänzt durch ein ab Werk lieferbares Allison-Automatgetriebe,

Chelsea-Nebenantrieb, Luftfederung an beiden Achsen und

EBS mit Traktionskontrolle, zeichnet sich das HLF 20 durch seine hohe

Fahrstabilität aus – ein wichtiges Kriterium bei Einsatzfahrten.

ein novum ist die ausstattung mit einem Hochdach-Crew Cab

ab Werk – ein weiteres Highlight, zumal Scania seine Fahrerhäuser nach

dem strengen schwedischen Sicherheitsstandard baut. Bei dem Fahrer-

haus gelten die folgenden Innenmaße: 3,10 Meter Länge, 2,15 Meter

Breite und 1,70 Meter Höhe. Die Ganzstahl-Sicherheitskabine CP 31 N

für die Neunmann-Gruppenbesatzung des HLF 20 ist bestens schall-

und wärmeisoliert, da in Schweden der Betrieb bei Minusgraden eher

die Regel als die Ausnahme ist.

der empL-aufbau „fire fighter aLu tech“ ist gewichtsgünstig aus

Aluminium-Sandwichpaneelen auf einem verzinkten Stahlgerippe montiert.

In je drei Geräteräumen pro Fahrzeugseite sind Stromerzeuger, Rettungswerkzeuge

und zahlreiche weitere Geräte zur technischen Hilfeleistung und

Brandbekämpfung sicher verstaut. Vom Gerätefach bis zur Bremsleuchte,

herrscht durchgehend LED-Beleuchtung. Dank „H.I.T.“ springt beim Druck

auf die Taste „Pumpenschnellzugriff“ der Fahrzeugmotor an, die Pumpe wird

eingerückt und eine schnelle Wasserabgabe erfolgt. Pfiffige Detaillösungen

sind Geräteraumklappen, die als Auftritt dienen, oder seitliche „Ampeln“,

die den Füllstand des Löschwassertanks anzeigen.

18 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Scania Rent bietet Fahrzeuge für unterschiedlichste

Transportaufgaben. Der Kunde stellt für seine Miete

die Komponenten zusammen, die er benötigt.

BAUKASTENSYSTEM

Seit 1998 kann man den King of the Road direkt bei Scania mieten. Jetzt hat Jörg Dillmann

die Leitung bei Scania Rent übernommen – das Portfolio ist attraktiver denn je.

Jörg Dillmann ist seit 1984 für Scania

Deutschland tätig. Seit Ende vergangenen

Jahres leitet er den Bereich Scania Rent

und Gebrauchtfahrzeuge.

Text und Fotos: Martin Heying

Scania steht für sicherheit, Zuverlässigkeit,

Leistung, Technologie und Service.

Dieser hohe Standard gilt natürlich

auch für die Vermietflotte der Schweden.

Jörg Dillmann, der bei Scania Deutschland

den Bereich Scania Rent und Gebrauchtfahrzeuge

leitet, möchte diesen guten Ruf noch

weiter ausbauen. „In unseren Leistungen sind wir

schon sehr gut aufgestellt“, meint Dillmann, „wir

sind flexibel, bieten genau die gewünschte Risikoabdeckung

und faire Rückgabekonditionen.“

Auch die Segmente sind breit gefächert: Neben

den Klassikern wie Sattelzugmaschinen und Trailern

für den Fernverkehr bietet Scania Rent auch

Fahrzeuge für den Verteilerverkehr und vor allem

für das Bausegment und den Kommunalbereich

an. „Auch bei der Dienstleistung kommt unsere

Idee vom Baukastensystem zum Tragen“, erläutert

Dillmann, „der Kunde entscheidet, was er braucht,

und wir stricken daraus ein Konzept, das speziell

auf seine Transportaufgabe zugeschnitten ist.“

Mehr als 1.200 einheiten sind durch ein intelligentes

Dispositionssystem jederzeit an jedem

der 19 Scania Standorte verfügbar. Gleichgültig

ob Langzeit­ oder Kurzzeitmiete, ob Abrollkipper

oder Kühlfahrzeug, ob ein einziger Truck

oder eine kleine Flotte, ob Scania Full­Service­

Vertrag oder mehr Eigenbeteiligung, der Kunde

soll aus einer Vielzahl von Möglichkeiten exakt

seinen Bedarf decken können. „Durch diese

Konfektionsleistung führen wir konsequent

die hohe Qualität unserer Fahrzeuge in unserer

Dienstleistung fort“, ist sich Jörg Dillmann

sicher, „einfach, maßgeschneidert und unbürokratisch.“

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 19


PORTRÄT

„Bestes aus Fleisch“ lautet

der Claim von Metten.

Der Scania R 480 mit seiner

markanten Front gibt dafür

den idealen Werbeträger ab.

Text und Fotos: Joachim Geiger

Alles für Die Marke

Natürlich muss ein Lkw die

Disziplinen Wirtschaftlichkeit und

Zuverlässigkeit gut beherrschen.

Wenn aber auch gutes Aussehen

eine Rolle spielt, wird die Auswahl

eng. Metten Fleischwaren setzt auf

Scania, um seine Markenbotschaft

auf die Straße zu bringen.

D

er weiSSe Scania r 480 mit dem auffällig

gestalteten Auflieger sieht aus, als hätten

die Heinzelmännchen die ganze Nacht lang

geschrubbt, um das Fahrzeug auf Hochglanz

zu bringen. Rundum spiegeln die polierten Felgen in der

Sonne, kein Stäubchen stört das Erscheinungsbild, das

die Vorstellung von Reinheit, Sachlichkeit und Sauberkeit

hervorruft. Tatsächlich sind es genau diese Werte, die

in der Produktion und Logistik der Metten Fleischwaren

aus Finnentrop im Sauerland eine wichtige Rolle spielen.

Mit 300 Mitarbeitern fertigt das 1902 gegründete Familienunternehmen

über 80 Produkte rund um Würstchen,

Aufschnitt, Salami und Schinken für den deutschen und

europäischen Lebensmittelhandel. Der Klassiker im Programm

ist die „Dicke Sauerländer Bockwurst“, die Metten

seit 1961 bis heute nach dem gleichen Rezept herstellt.

„Die Qualität Der logiStik muss der Qualität der Produk-

20 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


te entsprechen“, weiß Tobias Metten, Urenkel des Firmengründers

und Marketingleiter des Familienunternehmens.

Im Vordergrund stehen demnach die Transportsicherheit

und die zuverlässige Belieferung der Kunden. Zwar lässt sich

das Unternehmen von externen Speditionen unterstützen,

wenn es um die Feinverteilung zu den Supermärkten geht

oder wenn die Nachfrage wie im Weihnachtsgeschäft besonders

hoch ist. Die Grundlast der Transporte trägt jedoch der

eigene Fuhrpark. Im regionalen Verteilerverkehr sind drei

Einheiten unterwegs, im Fernverkehr nehmen zwei Gliederzüge

und der Sattelzug die Straße unter die Räder.

Dabei macht metten keinerlei Geheimnis aus dem, was

sich im Inneren des mit moderner Transportkühlanlage

sowie Dokumentations­ und Messsystemen ausgestatteten

Kühlkoffers von Schmitz Cargobull befindet. Im Gegenteil.

Der Auflieger mit den schicken Palettenstaukästen unter dem

Rahmen ist eine regelrechte Litfaßsäule mit riesigen Werbeflächen

an den Seiten und am Heck. Bei diesem Transport,

so die in appetitlichen Bildern inszenierte Botschaft, geht es

um die Wurst. Und zwar um Bockwurst aus dem Sauerland,

das im Bild als Idylle mit sanften Hügeln, Wiesen, Äckern

und Wäldern dargestellt wird. Hinter diesem Motiv steckt

sogar eine weitere Markenbotschaft: „Wir kooperieren seit

rund zwei Jahren mit dem Sauerland­Tourismus, um den

Namen und die Marke Sauerland bekannter zu machen.

Unser Truck leistet dazu mit seinen Fahrten kreuz und

quer durch die Bundesrepublik einen handfesten Beitrag“,

erklärt Tobias Metten.

allerDings entfaltet Der auflieger allein nur den

halben Aufmerksamkeitswert. Erst die Kombination mit

dem richtigen Zugfahrzeug setzt gewissermaßen das Ausrufezeichen

hinter die Werbebotschaft. Für Tobias Metten

jedenfalls passen Sauerland und Schweden bestens zusammen,

um die „Dicke Sauerländer Bockwurst“ als kulinarischen

Botschafter ihrer Heimatregion in Szene zu setzen.

Dass dabei das Design des Scania Lkw eine große Rolle

spielt, liegt für den 35­Jährigen klar auf der Hand. „Das markante

Styling unseres Scania sorgt für einen starken Auftritt

unserer Marken auf der Straße“, schwärmt Tobias Metten.

Der Marketing­ Experte setzt den spektakulären Schauwert

des Sattelzugs mittlerweile gezielt für Werbeaktionen

seines Hauses ein. Bei Fototerminen mit der Presse zum

Beispiel kommt das Fahrzeug bevorzugt als Markenbotschafter

zum Einsatz.

anDererseits ist Der scania r 480 trotz dieses Engagements

in erster Linie ein Arbeitsmittel. Auch hier schlägt

sich der Lkw ausgezeichnet. Die regelmäßige Überprüfung

der Transportleistungen belegt, dass das Fahrzeug keinerlei

Grund zur Klage gibt. Bei Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit

liegt der Scania auch nach rund 250.000 Kilometern

voll im grünen Bereich, der Scania Servicestützpunkt

Dolle Fahrzeug­Technik im rund fünf Kilometer entfernten

Lennestadt sieht das Fahrzeug bislang lediglich bei den

regelmäßigen Inspektionen. Für Tobias Metten bleibt daher

nur ein Fazit: Die Anschaffung des Schweden hat sich in

jeder Hinsicht gelohnt. Und ebenso wie Fahrer Thorsten

Sasse ist auch der Marketingleiter stolz auf den bildschönen

Sattelzug von Scania.

Mit der Werbung für die

Dicken Sauerländer ist der

Sattelzug auch ein Botschafter

für die Heimatregion der

Würste.

Thorsten Sasse hegt und pflegt seinen Scania. Beim Kunden tritt der Fahrer als Dienstleister,

aber auch als Markenbotschafter für Metten auf.

Mit unserem

Scania steigern

wir den Aufmerksamkeitswert

für

unsere Werbung.”

Tobias Metten (li.), Leiter Marketing

und Mitglied der Geschäftsleitung von

Metten Fleischwaren, mit Fahrer

Thorsten Sasse.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 21


PORTRÄT

Text: Matthias Gaul, Fotos: Matthias Gaul, TSL

Faire

PartnerschaFt

100 Prozent Scania: Was sich auf den ersten Blick anhört wie ein Werbeslogan,

ist bei der TSL GmbH im hessischen Groß-Umstadt seit Jahren gelebte Firmenphilosophie.

Denn nicht nur der Fuhrpark besteht ausschließlich aus

Fahrzeugen des schwedischen Herstellers, auch in Sachen Finanzierung und

Versicherung setzt das Unternehmen auf die Kraft aus dem Norden, genauer

gesagt auf Scania Finance.

Unscheinbar sieht es von aussen aus, das

vergleichsweise schlichte Firmengebäude der

1994 gegründeten TSL GmbH beim Sportplatz

im hessischen Groß-Umstadt. Auf den ersten

Blick lässt nichts darauf schließen, dass hier Jahresumsätze

von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Hof

steht kein einziges der knapp 50 Fuhrparkfahrzeuge, doch

für Firmengründer und Geschäftsführer Klaus Ellinger ist

genau das ein gutes Zeichen. Denn alle seine Lkw sind bundesweit

unterwegs – und das hauptsächlich für namhafte

Unternehmen der Lebensmittelbranche wie zum Beispiel

die Rewe Group.

„Wirtschaftlichkeit, nachhaltigkeit und Flexibilität

sind unsere wesentlichen Erfolgsfaktoren“, sagt der Firmenchef.

Und damit meint er nicht nur die internen Abläufe in

seinem rund 80 Mitarbeiter starken Betrieb. Effizienz hat

für ihn auch bei der Beschaffung der Fahrzeuge respektive

deren Finanzierung, Wartung und Versicherung oberste

Priorität. Effizienz heißt für den erfolgreichen Spediteur

dabei seit fünf Jahren: Scania. Peu à peu wurde der einstige

Mischfuhrpark umstrukturiert, mittlerweile prangt auf

allen Fahrzeugen das Logo mit dem Greif. Die Entscheidung

für den schwedischen Lkw-Hersteller kam nicht von

ungefähr: „Wir haben schon in der ersten Testphase festgestellt,

dass der Spritverbrauch mit Scania deutlich gesenkt

werden konnte“, erinnert sich Günter Timmsen von der

TSL-Geschäftsleitung. Im Schnitt betrug die Einsparung

drei bis vier Liter. Durchschnittlich liegt der Verbrauch

jetzt bei circa 27,5 Litern je 100 Kilometer. Um das Spritsparpotenzial

der Fahrzeuge voll auszunutzen, schickt das

Unternehmen seine Fahrer regelmäßig in die Trainings der

Scania Fahrer Akademie.

Zur schonung der liquidität im eigenen Unternehmen

ging TSL außerdem dazu über, die Fahrzeuge über Scania

Finance zu finanzieren. „Mobil bleiben, ohne das Kapital

einseitig zu binden, lautet unsere Devise“, betont Klaus

Ellinger. „Auf diese Weise kann das vorhandene Geld im

Unternehmen auch für andere betriebliche Investitionen

genutzt werden“, ergänzt Martin Breidert, der als Account-

Manager von Scania Finance TSL betreut. Darüber hinaus

enge man dadurch die Kreditspielräume bei der Bank nicht

ein. Je nach steuerlicher Abschreibungsvariante – linear

oder degressiv – fällt dabei die Entscheidung fürs Leasing

oder die klassische Finanzierung. Zurzeit werden seitens

TSL hauptsächlich Leasingverträge abgeschlossen, gepaart

jeweils mit den Full-Service-Bausteinen Wartung und

Reparatur.

in gleichem masse Wie für die finanZierung sorgt

Scania bei TSL auch für den passenden Versicherungsschutz.

Ergänzend zur Haftpflicht- und Kaskoversicherung hat

der Logistiker eine sogenannte GAP-Versicherung abge-

22 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Die TSL GmbH setzt in ihrem

Fuhrpark zu 100 Prozent auf

Fahrzeuge von Scania.

Wir pflegen mit Scania eine

exzellente Partnerschaft. Hier

bekommen wir zuverlässig

alles aus einer Hand.“

Klaus Ellinger, Geschäftsführer der TSL GmbH, Groß-Umstadt

Die beiden TSL-Geschäftsführer

Klaus Ellinger (li.) und Günter

Timmsen haben sich auch in Sachen

Finanzierung und Versicherung für

Scania entschieden.

schlossen. Hintergrund: Bei Leasing-Fahrzeugen ersetzt die

Kasko nach einem Totalschaden meistens nur noch den Wiederbeschaffungswert

des Fahrzeugs. Der liegt aber häufig

deutlich unter dem jeweiligen Buchwert laut Leasingvertrag.

Die dadurch entstehende Deckungslücke lässt sich mit der

GAP-Versicherung schließen. „Unsere GAP-Deckung erstattet

zusätzlich noch eine anteilig eventuell geleistete Anzahlung

auf den Finanzierungsvertrag“, hebt Wolfgang Kolodzik,

Versicherungsexperte bei Scania Finance, eine Besonderheit

des Versicherungsschutzes hervor.

NebeN dem VersicheruNgsschutz ist für Klaus Ellinger

freilich auch das Dienstleistungsspektrum von Scania

Finance rund um den Vertrag von Bedeutung. Dies gilt zum

Beispiel für das professionelle Schadenmanagement. Zwar

hält sich die Schadenquote in seinem Fuhrpark in Grenzen

– was auch daran liegt, dass die Fahrer durch ihr in den

Trainings erlerntes vorausschauendes Fahren sehr umsichtig

unterwegs sind. Vor einem Unfall ist aber selbstverständlich

auch TSL nicht gefeit. „Tritt dieser Fall ein, dann

genügt ein Anruf und es wird alles erledigt“, freut sich der

Geschäftsführer. Das bezieht er nicht nur auf die unkomplizierten

Abwicklungsprozesse, sondern auch auf die

kompetente Fahrzeugreparatur, die im Falle TSL bei Scania

Frankfurt/Offenbach erfolgt. „Die Mitarbeiter dort tun

alles, damit unsere Lkw schnell wieder auf die Straße kommen“,

so Ellinger. „Denn nur dort verdienen wir Geld.“

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 23


SERVICE

Text und Fotos: Nicole de Jong

O

bwohl EwErs TransporTE eine

Service für

alle Marken

gemischte Flotte besitzt, lässt das Unternehmen

alle Arbeiten an allen Fahrzeugen

von der Scania Werkstatt in

Hamburg erledigen. „Für uns ist die Nähe zur

Werkstatt entscheidend“, sagt Firmenchef Holger

Ewers. Sein Standort liegt gerade mal einen Kilometer

davon entfernt, sodass er auch zwischendurch

mal einen Lkw in die Werkstatt schicken

kann. Der Ewers-Fuhrpark besteht aus 39 Lkw,

davon 15 Scania Zugmaschinen, und 30 Kühlaufliegern

der Marke Schmitz Cargobull. „Die Monteure

machen komplett alles“, lobt er. Er muss mit

seinen Trailern also nicht in eine zweite Werkstatt.

Das spart ihm eine Menge Zeit, die er im Transportalltag

ohnehin nicht hat.

EwErs isT sEiT über zehn Jahren Kunde bei der

Marke mit dem Greif im Logo und hat mehrere

Serviceverträge für seine Lkw und Auflieger

abgeschlossen. Darin enthalten ist eine Soforthilfe.

Falls mal ein Fahrzeug rund um Hamburg

liegen bleibt, wird es kostenlos in die Werkstatt

abgeschleppt. „Wir bekommen bei Bedarf auch

ein Ersatzfahrzeug“, berichtet er. Das sei zwar

noch nicht nötig gewesen, aber es vermittle ihm

ein sicheres Gefühl.

im scania sysTEm sind sämtliche Wartungsintervalle

hinterlegt, die Werkstatt erinnert den Transporteur

an alle Termine für Sicherheitsprüfungen,

Haupt- und Abgasuntersuchungen. Steht die

Zuteilung der Prüfmarke an, checken die Scania

Monteure alles, eventuelle Mängel beheben sie

sofort. Der Sachverständige von Dekra kommt in

die Werkstatt und nimmt das Fahrzeug ab. „Damit

sparen wir nicht nur Prüfgebühren für eventuelle

Nachprüfungen, sondern auch Zeit, weil wir nicht

erneut zu Dekra müssen“, sagt der Unternehmer.

Und wenn bei Ewers mal außer der Reihe etwas

Scania Hamburg repariert und wartet für

Ewers Transporte alle Lkw. Die Mechaniker

kümmern sich auch um die Trailer.

anliegt, kann er auch ohne Termin bei Scania auf

den Hof fahren. „Uns wird immer schnell geholfen“,

sagt er. Die Mitarbeiter seien so flexibel, wie

er es als Transportdienstleister sein muss.

Da scania auch für die Trailer die meisten

Ersatzteile bevorratet, dauert der Werkstattaufenthalt

in der Regel nicht sehr lange. Und ist

mal ein Teil nicht da, können die Lageristen es

am selben Tag beschaffen. Der Aufliegerhersteller

Schmitz Cargobull ist bereits seit 2003 Scania

Partner in Hamburg. Das Werkstattpersonal ist

aber auch für andere Trailer-Marken bestens

geschult und ausgerüstet. „Komponenten wie

Bremsen und Achsen stammen häufig von denselben

Herstellern, daher spielt die Marke der

Auflieger keine Rolle“, erläutert Gerd Woop,

Technischer Betriebsleiter bei Scania in Hamburg.

Uns wird

immer schnell

geholfen. Wir

können auch mal

ohne Termin auf

den Hof fahren.”

Holger Ewers, Geschäftsführer

Ewers Transporte, Hamburg

„bEi rouTinETErminEn isT das Fahrzeug

spätestens einen halben Tag danach wieder auf

der Straße“, berichtet Ewers. Auch Ladebordwände

können die Monteure reparieren sowie

Unfallverhütungsvorschriften (UVV) überprüfen.

Schnell und zuverlässig. Nur wenn

etwas mit dem Kühlaggregat nicht in Ordnung

ist, muss der Transporteur direkt zu einem der

Aggregathersteller gehen. Deren Werkstätten

liegen aber gleich um die Ecke. Die Öffnungszeiten

der Scania Werkstatt kommen dem

Transportunternehmer sehr entgegen, so kann

er schon frühmorgens oder gegen Abend die

Fahrzeuge zum Service abstellen. In der Regel

versucht er aber, die Termine tagsüber einzuplanen.

Selbst samstags arbeitet das Scania

Team bis 16 Uhr. Und es gibt einen Notdienst,

der 24 Stunden erreichbar ist.

TroTz DEr grössErEn FloTTE würde sich für

Ewers eine eigene Werkstatt nicht rechnen. Die

Kosten für Hallenmiete, Personal und Werkzeuge

wären zu hoch. Zudem müsste das Unternehmen

ständig in Computertechnik und Analysegeräte

investieren, um die moderne Elektronik

der Lkw-Flotte selbst überprüfen und reparieren

zu können. Das wäre bei seinem gemischten

Fuhrpark viel zu aufwendig. Und wenn eines

seiner Fahrzeuge, egal welcher Marke, mal einen

größeren Unfall erleidet, ist er bei der Scania

Werkstatt ebenfalls gut aufgehoben. Denn eine

Abteilung hat sich auf die Reparatur von Schäden

jeglicher Art spezialisiert. Um Kabinen oder

Rahmen wieder in Form zu bringen, stehen eine

Rahmen- und eine Kabinenrichtbank zur Verfügung.

Damit lassen sich seitliche oder senkrechte

Verbiegungen, Verdrehungen oder Diagonalverschiebungen

einfach ausmerzen – ohne alle

Komponenten abbauen zu müssen. Außerdem

haben die Monteure einen Induktionserhitzer,

mit dem sie den Stahlrahmen zum Formen

punktgenau erhitzen können. Je nach Schaden

dauert die Reparatur mehrere Wochen und kann

schon mal 50.000 Euro kosten. „Aber das ist

immer noch günstiger, als sich ein neues Fahrzeug

anschaffen zu müssen“, erläutert Woop.

24 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


Eine für alle: Die Scania Werkstatt in Hamburg erwirtschaftet inzwischen ein Fünftel des Umsatzes mit Fremdmarken, darunter Trailer von Schmitz Cargobull.

Das Scania System erinnert den Kunden an die

Termine für Sicherheitsprüfungen, HU und AU.

Alles in Ordnung: Kfz-Meister Markus Raasch

prüft in der Grube die sauber durchgeführte

Reparatur.

Monteur Horst Johannsen arbeitet seit 28 Jahren

in der Scania Werkstatt. Unfallschäden zu

reparieren ist seine Spezialität.

www.scania.de 1.2013 • SCANIA BEWEGT 25


SERVICE Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

Gewinnspiel

sCAniA BeweGT verlost unter allen richtigen

Ein sendungen zehn scania Jahrbücher von Felix

Jacoby. Die Edition 6 des Jahrbuchs zeigt außergewöhnliche

Lkw der schwedischen Marke aus ganz

Europa. Mitmachen lohnt sich – beantworten Sie die drei

Fragen rechts, stecken Sie den Coupon mit den richtigen

Antworten in ein Kuvert (Absender nicht vergessen)

und senden oder faxen ihn an folgende Adresse:

Scania Deutschland GmbH

sCAniA BeweGT · Stichwort Gewinnspiel

August-Horch-Straße 10 · D-56070 Koblenz

Fax: 02 61/8 97-92 08

Die zehn Gewinner des Modells Scania R 420 Topline mit

Planenauflieger aus dem letzten Rätsel heißen:

Alexander Duhme Thorsten Kunze

Martin Weigand Martin Przywara

Lukas Hinterer Guido Buchholz

Horst Beyer Julian Philipp

Berthold Hoyler Oliver Dahn

Zahlen mit Kreditkarte

Ab sofort haben Sie die Möglichkeit,

Ihre Rechnung nach einer pannenbedingten

Reparatur mit Ihrer Master-

oder VISA-Karte zu bezahlen.

Rufen Sie einfach Ihr

Scania Assistance Center an, wo man

Ihnen weiterhilft. Zusätzlich benötigen

Sie einen Internetanschluss.

GewinnFRAGen

1

2

3

Wie heißt die Hausfarbe des

Möhrenproduzenten Brocker?

Wie hoch ist das Feuerwehrfahrzeug

des Herstellers Lentner?

Woher kommen die Bockwürste

der Firma Metten?

ABsenDeR

Vorname Name Telefon-Nr.

Adresse E-Mail-Adresse

Hiermit erkläre ich mich einverstanden, dass Scania meine angegebenen Daten zu Werbezwecken per Post und

E-Mail nutzen und verarbeiten darf. Scania versichert, dass eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte für Werbezwecke

nicht erfolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Nutzung meiner Daten kann ich jederzeit widersprechen,

es genügt eine kurze schriftliche Mitteilung auf dem Postweg oder per E-Mail.

Mitarbeiter der Scania Deutschland Organisation sind von der Teilnahme

am Gewinnspiel ausgenommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

einsenDesCHlUss:

15. März 2013

Österreich

Scania Assistance – Telefonnummern

+43 1 256 44 11

Deutschland +49 261 887 8888

Polen +48 22 331 22 33

Schweiz +41 800 55 24 00

Belgien +32 2 264 00 00

Frankreich +33 2 414 132 32

Luxemburg +32 2 264 00 00

Niederlande +31 70 418 2666

Tschechische Republik +420 225 020 225

Ungarn +36 209 727 197

Slowakische Republik +421 903 722 048

Dänemark +45 333 270 44

Finnland +358 10 555 24

Estland Tallinn: +372 5153 388, Tartu: +372 5126 333

Pärnu: +372 5071 477, Rakvere: +372 5074 655

Litauen +46 8 52 24 24 24

Lettland +46 8 52 24 24 24, +371 29 44 24 24

Norwegen +47 223 217 00

Schweden +46 42 100 100

Italien +39 0461 996 222

Portugal +34 91 678 9247

Spanien +34 91 678 80 58

Großbritannien 0 800 800 660, +44 1274 301 260

Irland +353 71 963 4000

Bulgarien +359 88 666 0001

Rumänien +40 723 27 27 26

26 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.de


In meiner

Welt zählt

Zeitersparnis.

Und mein Krone.

In der Welt des Transportes zählt eine harte Währung: die Zeit. Nur wer im Alltag wertvolle

Minuten spart, kann auf kurzer und langer Strecke gewinnen. Darum ist es existentiell wichtig,

dass Sie sich auf Qualität, Stabilität und Innovationen von Krone verlassen können. Zum Beispiel

der Mega Liner Automotive: Dank seiner patentierten EasyTarp Plane spart er dem Fahrer beim

Öffnen und Schließen bis zu 15 Minuten. Wertvolle Zeit, mit der Sie täglich rechnen können.

www.krone-trailer.com


Aus einer Hand.

Direkt in Ihren Fuhrpark.

Ob Leasingangebot, Finanzierung oder Versicherungsleistungen: Scania Finance ist Ihr zuverlässiger

Partner für Finanzdienstleistungen rund um Ihren Lkw. Und nicht nur das: auch wenn es um Trailer,

Aufbauten oder Zubehör geht, haben wir ein offenes Ohr für Ihre Wünsche. Und Angebote, die genau

in Ihren finanziellen Rahmen und zu Ihrem Geschäft passen. Jetzt finden Sie, dass Sie mit uns reden

sollten? Finden wir auch. www.scania-finance.de

Scania Finance. Immer an Ihrer Seite.

www.scania-finance.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine