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Der Hof Steveling (Foto

Der Hof Steveling (Foto 1959) auf dem Bilde noch zu sehen: Im Vordergrund die Eisenbahnschienen, zwischen Mauer und Haus verlief die Straße. GESCHICHTE eines Hofes der ehemaligen Bauernschaft Grundschöttel in der Herrschaft Volmarstein Inhaltsverzeichnis zum sechsten Aufsatz 1. Kapitel: Köln, Mark, Preußen - und der Hof Steveling 2. Kapitel: Handel und Wandel um 1800 - Der erste Feldhaus auf Steveling, Caspar Diedrich 3. Kapitel: Friedrich Peter Feldhaus und die Erben - Alltag auf Steveling - Steveling und die Reichsgründung 4. Kapitel: Der "Kaufmann" Gustav Adolf Feldhaus - Kapital und Gewerbe zwischen Loh und Schmandbruch 40

Mit dieser Darstellung soll das Familieninteresse des Stevelinger Hofes wie auch die interessierte Allgemeinheit bedient werden, indem beispielhaft ein Beitrag für die bäuerliche und gewerbliche Entwicklung unseres heimischen Bereiches geliefert werden soll. Es versteht sich, dass vornehmlich die vorliegenden Stevelinger Dokumente zu Wort kommen. Über unseren Hof Steveling haben in mehr oder weniger ausführlicher Weise Lehrer Ernst Lindscheidt (in "Use laiwe Häime"Nr. 1,1925) und Friedrich Thörner ("Alte Schätze-neu entdeckt", 1989) geschrieben, wobei sich Thörner wohl im Wesentlichen auf Lindscheidt stützt. Diesem haben ja die Stevelinger Dokumente vorgelegen, so dass es jetzt darum gehen könnte, das Eine oder Andere zu verdeutlichen, hervorzuheben oder in einem weiteren Schritt besondere Aspekte unter Hinzuziehung anderer Arbeiten zu beleuchten. Anbieten würden sich Themen wie die verkehrliche Verbindung von Ruhr und Ennepe (Chausseebau Loh-Vogelsang), die Schlebusch- Harkorter Kohlenbahn, die Förderung gewerblicher Erschließung durch Stevelinger Land und Geld. Die Darstellung versteht sich nicht streng wissenschaftlich, sondern unterhaltsam informativ, aber der Wirklichkeit unbedingt verbunden. Bibliographische Angaben erscheinen in Klammern, aber auch am Ende zusammengefasst mit einem kurzen Inhaltsverzeichnis. 1. Kapitel: Köln, Mark, Preußen - und der Hof Steveling Die 12 Einzelhöfe der Grundschöttler Bauernschaft, später Gemeinde Grundschöttel, wie sie im Schatzbuch der Grafschaft Mark 1486 genannt werden, reichen wahrscheinlich in die karolingische Zeit zurück. Struktur der Ansiedlung und Art der Gebäude von Bauernhöfen haben ein langes Gedächtnis. Eine gewisse Verteilungssystematik der Einzelhöfe, geordnet nach Bauern-schaften, ist nicht zu verkennen. Der Heimatforscher Karl Siepmann führt die Ordnung auf germanische Hundertschaften bzw. Sippenverbände zurück (Siepmann a.a.O.) und betont die Eigenart der Hofanlagen u.a. ihre Lage an Quellen und Teichen, auch das Vorhandensein von Kellerbrunnen in den Bauernhäusern, was auch für Steveling zutrifft. Das einschneidende Geschichtsereignis wird die Eroberung Sachsens durch Karl d. Großen gewesen sein, der sich 775 hier in unserem Gebiet , einem fränkisch -sächsischen Grenzgebiet, befand und die Sigiburg (Hohensyburg) eroberte. Er mag dabei die uralte Straße Köln, Wupper, Ennepe gezogen sein(die weiter über Herdecke oder Schwerte nach Soest führte). Die kirchliche und lehnsrechtliche Hoheit der Kölner Erzbischöfe mit der typischen Entwicklungsrichtung nach Nordosten entstand. Mit der Errichtung eines kölnischen "Oberhofes" sei in Volmarstein zu rechnen. Dieser muss dann um 1100 in eine Burg umgewandelt worden sein (Kindlinger a.a.O.), Anzeichen dafür, dass Volmarstein die Nachbar-Oberhöfe in Hagen und Schwelm (noch heute dort die Bezeichnung "Fronhof") überholt hatte. Die Herren von Volmarstein begannen als Mannen des Erzbischofs ihren Dienst. Ihre Bedeutung wird sichtbar, indem deren Familienangehörige Äbte in Werden und Domherren am Kölner Dom werden. Mit der Politik der Kölner Erzbischöfe bekam Volmarstein bis zum Ende des 13. Jahrhunderts eine besondere strategische Bedeutung. Wohl im Nachklang dessen zählte Volmarstein im Jahre 1307 zu den "oppida" des kölnischen Westfalens (Ernst Dossmann: Auf den Spuren der Grafen von der Mark a.a.O., 41

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