Liebe, ist etwas, das sich vermehrt, wenn man es teilt. - Lebensquellen

neugasse11.at

Liebe, ist etwas, das sich vermehrt, wenn man es teilt. - Lebensquellen

Liebe, ist etwas, das

sich vermehrt, wenn man es

teilt.“

www.lebensquellen.eu


LEBENSQUELLEN

Einfach zum Nachdenken ...

WAS FÜR EIN MENSCH KANN ICH

SEIN?

Wer und was bin ich? Was muss ich

tun, um mit mir selbst im Frieden zu

leben? Was kann ich sein, was ich

sein muss?

Nur wenige unter uns finden in all

den Jahren eine Antwort auf diese

Fragen. Strebe ich danach ein

Mensch zu werden, der ich sein

kann und sein soll? Dies mache ich,

indem ich mir die tiefsten Wünsche

ansehe und frage, worin die

Erfüllung zu finden ist?

So frage ich mich, was ich am

liebsten täte und wozu ich mich am

besten eigne. Was in meinem Innern

danach schreit, verwirklicht zu

werden? Die Antworten darauf, was

ich sein könnte und was ich sein

sollte, kommen aus meinem Innern,

ich finde sie in mir selbst.


Aphorismen

oder Lebensweisheiten

Besorgnis befreit das Morgen nicht von den Sorgen, sondern

beraubt das Heute seiner Stärke.

Kennen wir wirklich irgend Jemanden? Wer trägt nicht ein

Gesicht, um ein anderes zu verstecken?

Kein Gestern ist je verschwendet an die, die sich dem heutigen

Tag widmen.

Das Zeichen muss kommen wie die Dämmerung. Du kannst

nicht sehen, wie sie ankommt, aber du weißt, wann sie da ist.

Glücklich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die

Realität zerstören kann.

Glaube ist wie ein Vogel, der in der morgendlichen Finsternis

bereits das Licht spürt.

In jedem Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen

trüb und finster sein.


Aus einer anderen Welt

Lebensquellen

Und wieder blüh'n wie jedes Jahr, viele Blumen im Garten,

schlank und schön. Die reinste Freude ist es, sie zu seh'n in ihrer

Unschuld, wunderbar.

Das Leben ist ganz anders: rauh und hart, nicht lieblich duftend

wie die Blumensterne. Die Freude grüßt oft nur aus weiter Ferne

und Kampf und Mühsal bleibt uns nicht erspart.

Drum dank ich für den Blumengruß, der mir gegeben ist als ein

Geschenk von oben. Ich nehm' ihn freudig in mein Herz hinein.

Er kommt aus einer andern Welt. Er hat mein Herz erhoben und

soll mir stets Symbol der Hoffnung sein.


WINTERZEIT ...

Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende,

die Sonne sinkt schon in den See –

geheimnisvoll, wohin den Blick ich wende,

verschwimmen gänzlich Fern und Näh‘.


LEBENSQUELLEN

Einfach zum Nachdenken ...

DER KLEIDERSTÄNDER

Der Kleiderständer steht in seiner

Ecke

von niemand recht beachtet.

Doch zum Zwecke,

die Mäntel, Hüte, Schirme

aufzuhängen -

gar viele Dinge, die ihn arg

bedrängen -

dazu ist er sehr wohl zu

brauchen, ja!

geduldig steht er in der Ecke da.

Wie ist das denn mit mir? Es

werden Fragen

und Bitten auch an mich

herangetragen,

das Schicksal vieler Menschen

muss ich hören,

geduldig still und niemand darf

ich wehren.

Und wenn ich helfen kann, bin

ich bereit,

ich stehe da für jeden jederzeit.

Wo aber Wort und Weisheit mir

versagen

darf ich die Wünsche einfach

weitertragen.


Die Tugend der Geduld ...

Lebensquellen - OHNE DIE GROSSE TUGEND DER GEDULD

REIFT NICHTS MENSCHLICHES.

Daher gilt:

Nicht gleich dreinschlagen - zuwarten,

nicht gleich niederschreien - zuhören,

nicht gleich schlechtmachen - vertrauen,

nicht nur den eigenen Weg gehen - andere mitnehmen,

sich nicht abkapseln - verstehen,

nicht verurteilen - Toleranz üben,

menschenfreundlich werden.


Geschlechterbild - der Wahrheit ins Auge

blicken ...

Lebensquellen . - Emanzipation ist auch ein Gegenpol zu einer

geschäftigen Gesellschaft, von der sich die aufgeblasene

Männerwelt derart in Beschlag nehmen läßt, dass sie die wirklich

wichtigen Dinge des Lebens glatt übersieht.


Ein rechtes Wort ...

Wie leicht der Lufthauch, der die Flamme erstickt.

Wie schwer, die Kerze erneut zu entzünden.

Ein kaltes Wort tötet und ein sanftes Wort wärmt.

Wenn man das rechte nicht sagt, kann ein Traum verschwinden.


SIEH MICH AN ...

„Ich denke an die Bäume, und wie einfach sie Dinge geschehen

und die Schätze einer Jahreszeit fallen lassen, wie wenig Schmerz

es ihnen (scheinbar) bereitet, das alles von sich zu geben und

sich tief in ihre Wurzeln zurückzuziehen zu Schlaf und

Erneuerung.“

„Sieh mich an“, sagt der Baum: „Ich beuge mich im Wind, ducke

mich im Regen, doch ich bleibe, der ich bin, ein Baum.“

„Sieh mich an“, sagt der Baum: „Ich verändere mich mit jeder

Jahreszeit, einmal bin ich grün, dann braun und dann wieder

grün, aus meinen Knospen werden Blüten und schließlich

fallendes Laub. Aber trotzdem bleibe ich, der ich bin, ein Baum.“

„Sieh mich an“, sagt der Baum: Auf meinen Ästen sitzen

Rotkehlchen, in meinem Stamm hausen Eulen, auf meiner Rinde

kriechen Käfer. Sie nehmen sich von mir, was ich habe, aber

nicht, was ich bin.“

Bin ich nicht auch oft wie ein Baum, der voller Stolz auf falsche

Selbsteinschätzungen beharrt. An allem festhält und sich weigert

Ratschläge anderer zu befolgen? Doch es kommt nicht darauf an,

was wir tun, sondern wie wir es tun ...


Was für ein Mensch kann ich

sein?

Wer und was bin ich? Was muss ich tun, um mit mir selbst im

Frieden zu leben? Was kann ich sein, was ich sein muss?

Nur wenige unter uns finden in all den Jahren eine Antwort auf

diese Fragen. Strebe ich danach ein Mensch zu werden, der ich

sein kann und sein soll? Dies mache ich, indem ich mir die

tiefsten Wünsche ansehe und frage, worin die Erfüllung zu finden

ist?

So frage ich mich, was ich am liebsten täte und wozu ich mich

am besten eigne. Was in meinem Innern danach schreit,

verwirklicht zu werden? Die Antworten darauf, was ich sein

könnte und was ich sein sollte, kommen aus meinem Innern, ich

finde sie in mir selbst.


LEBENSQUELLEN

Einfach zum Nachdenken ...

NOVEMBER IM NEBEL

Ein Rabe dieser düstere Gesell

nimmt Platz auf einem Dachrinnengestell.

Sein Antlitz in der Abendsonne

verspricht uns Düsterkeit statt Wonne.

Dies führt bei nebeligen Tagen

zum Nachdenken und vielen Fragen.

Wir wünschen uns in dieser Zeit,

Licht, ein wenig Stille, aber keine

Einsamkeit.


Wildzeit ...

Das "Hirschlein" mit seinen sanften Augen sieht mich sehr treu

doch fragend an:

Gibt's Menschen, die noch dafür taugen, dass man auf sie

vertrauen kann?


Sehnsucht der Berge ...

Lebensquellen -

Über der Bäume wogende Wipfel - grüßen in blauer Ferne die

Gipfel.

Kommt wir wollen hinübergeh'n, - fröhlich wandern auf

leuchtenden Höh'n.

Wer von der Höhe sieht das Leben, dem ist der schön're Blick

gegeben.


Hoffnungsschimmer ...

Lebensquellen - Wenn weise Menschen sagen: "Die Hoffnung

währet ewiglich", wollen sie daran erinnern, dass wie groß die

Hindernisse auch sein mögen, die Hoffnung auf einen Sieg am

Ende bestehen bleibt. Wenn wir Charakterstärke und einen

ausgeprägten Willen besitzen, werden wir die Hoffnung nie

aufgeben.

Wir werden die Erfahrung machen, dass wir selbst am Rand der

Verzweiflung noch die Kraft finden durchzuhalten, solange wir

auf Erfolg hoffen. Unsere Herzen bleiben stark und tapfer, wenn

Hoffnung uns daran erinnert, dass die Herausforderung so lange

besteht, bis das Spiel vorüber ist.


Tröstlicher Zuspruch ...

Lebensquellen

Ich bin ein alter Mann

und nicht mehr jung und schön.

Ich singe schon "es war einmal"

vom Ende und Vergehn.

Manchmal darf ich noch blühen

in zartem Farbenton.

Das ist für alle Mühen

ein wunderbarer Lohn.

O Mensch, laß es dir sagen:

Bleib jung in deinem Herzen,

dann kannst du auch die Plagen

des Alters leicht verschmerzen.

Du trägst dann noch als Blüten

Geduld und inn'ren Frieden.

Die beiden sollst du hüten,

sie sind von höherer Stelle uns beschieden.


Reisen mit guten Wünschen ...

Lebensquellen: Ich wünsche dir, dass auch du immer wieder

Freude daran hast, die große Welt zu entdecken und das Leben

besser kennen zu lernen, dass dich die Ferne fasziniert und du

deine Heimat liebst, dass du auf fremde Menschen zugehst und

an alten Freunden neue Seiten entdeckst.

Ich wünsche dir aber auch, dass

du neben der großen Welt auch

die kleine Welt in dir kennen

lernst, deine Träume und

geheimen Sehnsüchte, deine

Wünsche und Hoffnungen.


Lehrmeister ...

Lebensquellen -

"Schweigend erblühten die lieblichen Sterne, einer nach dem

andern

auf den unendlichen Wiesen des Himmels, die Vergissmeinnicht

der Engel."

Wir sollten den Wert eines jeden nach seinen Leistungen

bemessen, unabhängig davon, wie alt oder wie jung jemand ist.

Vielleicht auch welche Möglichkeiten einem Menschen in die

Wiege gelegt wurden? Wenn ich die Gelegenheit wahrnehme, von

Menschen, die ich nicht ernstlich als meine Lehrmeister in

Betracht gezogen habe, etwas zu lernen, werde ich daran

erinnert, dass auch ich für andere eine wichtige Rolle spielen

darf.


Zynismus mit dem Hunger in

der Welt

Wachstumsstillstand.

Nur keine Angst. Bei uns

ist alles gesichert,

wir haben alles reichlich.

Eher lassen sich’s die Leute was kosten,

um, wie sie sagen, die Pfunde,

die überflüssigen, wegzukriegen.

Also kein Grund zur Beunruhigung,

es geht uns gut,

zu gut, sag‘ ich immer.

In der (Vor)weihnachtszeit wird von vielen Institutionen

zu spenden gerufen für die, die hungern.

Man weiß ja nicht, ganz unter uns,

ob das stimmt, das alles, aber

ich finde es schrecklich,

das ewige Sammeln,

das führt,

zu gewissen Ermüdungserscheinungen,

Gleichgültigkeit, Gebe-Unlust,

man wird es leid,

als ob man nicht genug hätte, nicht reichlich genug

mit seinen eigenen Sorgen,

sag‘ ich immer.


WIR - ... in "Krisenzeiten"

Wir müssen uns zusammensetzen

Wir müssen uns auseinandersetzen

Wir müssen endlich aufsteh'n

Wir lehnen uns auf

Wir lehnen uns ab

Wir lehnen uns an

Wir finden uns Klasse

Wir finden uns mies

Wir finden uns nie


Advent ...

Advent klingt im Liede, Advent brennt im Herzen,

Advent ist ein Beten vor flackernden Kerzen.

Advent ist ein Dunkel, das dennoch im Licht,

Advent ist ein Warten bis Freude anbricht.

Advent ist ein Wandern auf einsamen Wegen,

Advent ist ein Schreiten dem Christfest entgegen.


Laß mich fliegen, laß mich

fortfliegen ...

Wollen wir nicht alle fortfliegen? Glauben wir

nicht, dass es nicht einen besseren Platz als

unser Zuhause gibt? Der kleine Junge kann

zwar nicht fliegen, aber er kann auf einen Baum klettern und auf

dem Wind reiten. Das Mädchen wiederum fliegt auf den

Schwingen der Phantasie in das Land der Träume.

Aber auch Väter und Mütter haben das Bedürfnis allein oder

gemeinsam fortzufliegen - von der Arbeit, von zu Hause und von

der täglichen Routine. Doch wir wollen alle auch wieder nach

Hause kommen. Wir brauchen die Gewissheit, dass unser

Zuhause ein sicherer Ort ist, wo wir landen können, uns

ausruhen, uns erholen und der Familie und den Freunden

unsere Geschichten erzählen können.

Unser Zuhause ist ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit, doch

wenn wir ihn nie verlassen - selbst nicht für kurze Zeit - werden

wir nie das Bedürfnis verspüren, unsere Träume zu

verwirklichen.


Respekt vor Entscheidungen ...

Wir alle leben unser eigenes Leben, und unsere Entscheidungen

beruhen auf unseren persönlichen Erfahrungen, weshalb es ganz

natürlich ist, dass sie alle anders ausfallen. Der eine beschließt

aus Protest gegen das Atomprogramm ins Gefängnis zu gehen,

der andere zieht es vor, für den Frieden zu beten. Beide arbeiten

für das gleiche Ziel.

Das Recht anderer auf Entscheidungsfreiheit zu respektieren,

selbst wenn sie nicht mit uns übereinstimmen, ist ein Beweis von

Liebe. Vielleicht mögen unsere Geschwister oder Kinder Musik,

die uns verhasst ist, oder vielleicht kleiden sich unsere Tochter

oder unser Sohn ungewöhnlich.

Wie oft versuchen wir, im Namen der Liebe, ihnen unseren

Geschmack aufzuzwingen? Wenn wir den Menschen, die uns

nahestehen, Entscheidungsfreiheit zubilligen, werden auch

unsere Entscheidungen richtiger ausfallen.


Aphorismen oder

Lebensweisheiten ...

Viele unserer Ängste sind dünn wie Seidenpapier, und ein einziger mutiger

Schritt brächte uns sicher hindurch.

Junger Mann, das Geheimnis meines Erfolges liegt darin, dass ich in jungen

Jahren erkannt habe, dass ich nicht Gott war.

Wann immer du hinfällst, hebe etwas auf.

Wessen Glas halb voll (und nicht halbleer) ist, dem muss man nicht beim

Nachschenken helfen.

Massenmedien sind ein nötiger Teil der Demokratie. Aber so viel an

Zynismus und Unsinn hat es noch nie gegeben.

Der Hoffnungsvolle sieht Erfolg, wo andere Misserfolg sehen, und

Sonnenschein, wo andere Schatten und Gewitter erkennen.

Manchmal ist es schlimmer, einen Kampf zu gewinnen als zu verlieren.


Herbergsuche ...

Die Kerzen brennen schon am Kranz,

die Herbergsuche hat begonnen.

Und in dem gütig, milden Glanz

der Lichter blicken wir ganz still versonnen.

Geheimnisvolles Schweigen hüllt uns ein,

Gebete, fromme Lesung, Liederklingen.

Und alles wird zum innerlichen Singen,

nur so kann es adventlich sein.

Herbergsuche: Liederklingen,

Kerzenschimmer, frohes Singen,

Lesung, die man gerne hört –

Zwischendrin wird auch beehrt,

was der Tisch uns angeboten.

Doch das ging auch ohne Noten!


Fleckerlteppich ...

Der Fleckerlteppich ist mein Freund,

ein Sinnbild für das eig’ne Leben,

weil viele Stücke, gut vereint,

zusammen doch ein Ganzes geben.

Der Perserteppich ist gestickt,

in wunderbare Pracht vollendet.

Der Fleckerlteppich nur geflickt,

kein Kunstwerk, das die Augen blendet.

Doch tut er treulich seine Pflicht

und bietet seine Dienste an

für jeden und er zögert nicht,

zu leisten, was er leisten kann.


Wurzelmeditation

Die Wurzel ist gesund im Röntgenbild.

Das ist ein gutes Zeichen. Denn es gilt,

den Zahn doch zu erhalten, wenn es geht,

dass er ganz fest in seiner Reihe steht.

So kommt es letztlich auf die Wurzel an –

auch drin in Deinem Leben, nicht beim Zahn

allein, erst recht bei vielen andern Dingen,

wenn sie gedeihen sollen und gelingen.

Drum lass Dich in der Wurzel nicht verderben!

Ist sie erst faul und brüchig, gibt es Scherben,

die kaum noch jemand weiß zu reparieren,

die keinen Menschen schmücken, niemand zieren.

Bleib innerlich gesund! Bleib gut und rein!

Dann mag das Leben noch so stürmisch sein,

das um Dich tost, Du wirst es niederringen.

Dein ungebroch’nes Herz wird es bezwingen.


Ruf des Lichtes

Nächtliche Lampe mit wärmenden Schein

Leuchtet durchs Fenster ins Dunkel der Nacht.

Lockt mir die Mücken und Falter herein,

Zauber des Lichts mit bezwingender Macht.

Flucht aus dem Dunkel. Sie suchen die Helle,

schwirren und tanzen in gaukelnder Freude

wie eine wiegende, wogende Welle

mit ihren Flügeln so fein wie aus Seide.

Ruft uns das Licht, ja dann folgen wird gerne.

Nicht nur die Sonne, der Mond und die Sterne

Können uns leuchten. Dein Wort noch vielmehr

Strahlt uns ins Leben. Wir danken Dir Herr!


Blick hinüber

Ich bin nicht ganz der Alte mehr. Das Leben

hat viel von mir verlangt. Ich hab’s gegeben

mit frohem Herzen und mit voller Kraft.

Nun hat es mich schon richtig müd gemacht.

Die laute Jugend ist mir schon beschwerlich.

Das geb ich gerne zu und sag ganz ehrlich,

dass ich die stillen Stunden viel mehr liebe

als großen Lärm und äußeres Getriebe.

Meine Jugend ist entschwunden

nimmermehr wird sie gefunden

hier in diesem Erdenleben,

bis ich einstens darf entschweben

heim in jene andre Welt,

welche ew’ge Jugend hält.

Dorthin sollst du mit Vertrauen

glaubend, hoffend, liebend schauen.


Weisheit später Tage

Du mußt oft viele Wege gehen,

um dann den rechten Weg zu finden.

Du mußt im Leben vieles sehn

und auch erfahren, um zu künden,

was wirklich gut und wahr und echt.

Wer nichts erlebt, berät sehr schlecht.

Doch kannst Du manchen Umweg sparen,

trägst Du in großer Ehrlichkeit

Dein Herz zu Gott. Du wirst erfahren

Den Sinn der Zeit und Ewigkeit.


EINE „MODERNE“ ADVENTZEIT ...

• angesichts von Staatskrisen, Währungskrisen, Banken-Wertberichtigungen usw. ...

Wohin man schaut...

Wohin man schaut, ist unsre Welt

voll Ungerechtigkeiten,

da werden Waffen hergestellt,

man hilft den Krieg bereiten.

Als klug gilt, wer an sich nur denkt,

denn jeder will was gelten,

es wird dir nirgends was geschenkt,

so wird die Güte selten.

Und wer nicht ist, wie alle sind,

der macht sich schon verdächtig.

Aha, von daher weht der Wind,

das Vorurteil ist mächtig.

Wer nicht mehr mitkommt, scheidet aus,

heut die, die andern morgen,

für Altersheim und Krankenhaus

da wird der Staat schon sorgen.

Wie soll Vertrauen möglich sein

So wie die Dinge liegen,

der eine legt den andern rein

mit Lügen und Intrigen.


Nichts ist so bewegend,

wie die Entdeckung, dass man nicht allein ist.“


Einfach zum Nachdenken in der Adventzeit:

Ein „Abschiedsgedicht“ eines Freundes, der seinem Krebsleiden erlag.

es war gut für mich …

Ich bat Gott um Stärke,

aber er machte mich schwach,

damit ich bescheiden würde

und demütig

Ich erbat seine Hilfe,

um große Taten zu vollbringen,

aber er machte mich kleinmütig,

damit ich gute Taten vollbrächte.

Ich bat um alle Dinge dieser Welt,

damit ich das Leben genießen könne.

Er aber gab mir das Leben,

damit ich mich freute –

an den kleinen und einfachen Dingen der Welt.

Ich erhielt nichts von dem, was ich

erbat, aber alles, was gut für mich war.


(er)lesenes von Leon de Revagnard

Wer denkt, es ist alles in Ordnung, obwohl nichts in Ordnung ist, der will

auch glauben, es sei alles in Ordnung, weil er angesichts der erahnten

Unordnung resigniert hat.

Der Tempowahn der heutigen Zeit führt dazu, dass ich immer mehr erfahre,

aber immer weniger weiß.

Ein Musiker muss musizieren, ein Maler malen oder ein Dichter schreiben,

um das zu sein, was er sein kann.

Freunde sind Menschen, die dir helfen, mehr du selbst zu sein, mehr der

Mensch zu sein, der du sein solltest.

Wer die Schönheit der Welt bewußt wahrnimmt, zieht daraus ein Leben

lang Kraft und Stärke.

Manche Menschen sind einsam, denn sie errichten Mauern anstelle von

Brücken.

APHORISMEN

Wer sich vorgaukelt, Ziele wären auf einfachem Wege zu erreichen, läuft

Gefahr zu scheitern.

Wessen Glas halb voll (und nicht halbleer) ist, dem muss man nicht beim

Nachschenken helfen.

Massenmedien sind ein nötiger Teil der Demokratie. Aber so viel an

Zynismus und Unsinn hat es noch nie gegeben.


Gedankensplitter

Einfach zum Nachdenken ...

IN UNSRER WELT

In unsrer Welt, so wie sie ist,

da weht ein rauher Wind,

der Mensch muss sehen, wo er bleibt,

es hungert manch ein Kind.

Wir drücken halt ein Auge zu

und sind ganz einfach blind.

In unsrer Welt, so wie sie ist,

bleibt mancher Mensch allein,

wo jeder seinen Vorteil sucht,

da kann nicht Friede sein.

Wir drücken beide Augen zu

und mischen uns nicht ein.

In unsrer Welt, so wie sie ist,

kommt weit, der Böses tut,

wer stark ist, bringt den Schwachen um,

manch einer liegt im Blut.

Wir drücken ihm die Augen zu

und dann ist alles gut.


Text und Fotos: Herbert Wesely

(„Leon de Revagnard“)

Lebensquellen/ Ausgabe Nr. 77

www.lebensquellen.eu

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine