Jahresbericht 2010/2011 (PDF 2,1 MB) - Innere Mission München

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Jahresbericht 2010/2011 (PDF 2,1 MB) - Innere Mission München

goja

Fachstelle für

Jungenarbeit

Jahresbericht 2010/2011

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


1 Inhalt

1 Inhalt....................................................................................................................................................................................................................................................................2

2 Trotz eines starken Teams - wie viel goja ist machbar? .................................................................................................................................................................3

3 Beschreibung und Konzeption der Einrichtung..................................................................................................................................................................................5

3.1 Leistungen von goja...........................................................................................................................................................................................................................5

3.2 Ziele von goja.......................................................................................................................................................................................................................................6

3.3 Wir arbeiten dafür, dass..................................................................................................................................................................................................................7

4 Vernetzung mit Kooperationspartnern.................................................................................................................................................................................................7

4.1 Fachliche Kooperationen und deren Gestaltung ...................................................................................................................................................................8

4.5 Tagungen................................................................................................................................................................................................................................................9

5 Außenansichten von goja.............................................................................................................................................................................................................................9

5.1 Rückmeldungen von Jungs in Seminaren…...........................................................................................................................................................................10

5.2 Testimonials – so denken andere über goja…....................................................................................................................................................................12

5.3 Einsichten und Ansichten über goja und Jungenarbeit......................................................................................................................................................22

6 Veranstaltungsübersicht 2010/2011 der Schulprojekte................................................................................................................................................................29

7 C-Training in Kooperation mit dem Referat für Bildung und Sport.......................................................................................................................................37

8 Weitere Arbeitsschwerpunkte von goja............................................................................................................................................................................................38

9 Räumliche Ausstattung ..............................................................................................................................................................................................................................38

10 Jungenarbeit braucht Qualifikation – lebenslanges Lernen gilt auch für uns........................................................................................................................38

11 Infrastruktur und Manpower – Personalbedarf, Ausstattung und Räumlichkeiten ...........................................................................................................39

12 Pläne, Vorhaben und Ziele für das Schuljahr 2011/2012.............................................................................................................................................................40

12.1 Geplante Leistungen und Angebote.........................................................................................................................................................................................40

12.2 gojahrsempfang im Januar 2013.................................................................................................................................................................................................40

13 Zum Schluss...................................................................................................................................................................................................................................................41

14 Impressum......................................................................................................................................................................................................................................................42

15 Referenzen und Dank an unsere Kunden..........................................................................................................................................................................................43

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2 Trotz eines starken Teams - wie viel goja ist machbar?

Das Schuljahr ist am Ende und auch unsere Kräfte. Im Berichtszeitraum 2010/2011 haben die Mitarbeitenden von goja 144 Projekte

durchgeführt. Für das folgende Schuljahr gab es inzwischen soviele Anfragen, dass wir auf den Frühling und Sommer vertrösten mussten. Im

September war dann unser Auftragsbuch endgültig voll und inzwischen mussten wir ca. 80 Veranstaltungen absagen.

Schauen wir uns aber doch noch einmal die Zahl 144 Projekte genauer an:

Die Kern-Angebote von goja sind zum überwiegenden Teil Klassenseminare, die in der Regel 5 bis 6 Schulstunden dauern. Ungefähr 20% der

Veranstaltungen sind Workshops von zwei oder drei Schulstunden. Je nach Auftrag und Klassensituation.

Im letzten Schuljahr haben wir unseren Qualitätsanspruch weitgehendst umgesetzt und sind bei ca. 65% der Veranstaltungen mit zwei

Referenten in die Klasse gegangen. So benötigte eine goja-Veranstaltung im Gesamtdurchschnitt einen Zeitaufwand von netto 7,0

Personenstunden. Hinzu kommen vorsichtig gerechnet ca 3,0 Stunden Fahrtzeiten. Bei ca. 30% aller Veranstaltungen findet ein

Vorbereitungstreffen, bzw. eigens terminiertes Nachbereitungstreffen statt, so dass hier noch einmal bei einem Zeitaufwand von 3,5 Stunden

pro Vor- oder Nachtreffen ca. 120 Stunden jährlich zu Buche schlagen.

1010 Netto-Seminar-Stunden + 600 Fahrt-Stunden + 120 Netto-Vortreffen-Stunden = 1.730 Netto-Stunden im Rahmen von Schulprojekten.

Im Bereich der Regelförderung hat goja im Berichtszeitraum derzeit eine 40-Stunden-Stelle. Bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen sind dies

1.776 Stunden im Jahr. Bei einer operativen Auslastung von 1.730 Stunden bleiben dem goja-Team also genau 46 Stunden für Vor- und

Nachbereitung, Teambesprechungen, Berichte, Verwaltung, Koordination etc. Alleine die überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft aller

Kollegen, eine Vielzahl von Plusstunden und die Mitarbeit von Praktikanten haben die Bewältigung dieser Anforderderungen ermöglicht.

Als das Schuljahr zu Ende ging, war den Mitarbeitern im goja-Team klar, dass es nicht mehr so weiter gehen darf. Die Belalstung hatte alle an

den Rande der Erschöpfung gebracht und zum Teil auch schon zu ernsthaften stressbedingten gesundheitliche Problemen geführt. Mit der

Sommerpause haben wir uns in Bezug auf unsere Möglichkeiten und Ressourcen neu positioniert. Unser bisheriges Motto „geht nicht – gibt’s

nicht“ wurde durch ein strenges Controlling modifiziert und müsste nun lauten: „wir arbeiten gerne mit Ihnen – aber nur wenn wir die

Ressourcen dafür haben.“ Unserer Berechnung nach wurde goja durch das Stadtjugendamt mit Ressourcen für durchschnittlich 7,5 Projekte

im Monat ausgestattet. Diese Zahl wird nun wieder ernsthaft zur Richtschnur unserer Ressourcenbemessung. Für unsere

Kooperationspartnerinnen und unsere Kunden leider mit dem großen Nachteil, dass wir für weniger Projekte zur Verfügung stehen.

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Trotzdem! Wir hatten ein tolles Jahr.

Unser Team ist personell stabil geblieben, zusammengewachsen und hat eine neue Qualität der Zusammenarbeit erreicht.

Kollege Markus Burchert fordert nicht nur gegenüber den Jungen die Reflexion und Veränderung von männlicher Rolle, sondern ist mit

bestem Beispiel vorangegangen. Aufgrund seiner einjährigen Elternzeit von April 2011 bis April 2012 hat er seine Arbeitszeit bei goja auf

zwei Stunden gekürzt, macht vormittags bei seinen Söhnen Jungenförderung und übernimmt Teile der Familienarbeit. Der ganzen Familie

Glückwunsch und alles Gute. Patrick McCarthy beendete sein Studium (auch Glückwunsch), übernahm von Markus frei gewordene Stunden

und konnte durch unser C-Training, welches vom städtischen Schulreferat finanziert wurde, fast auf eine volle Stelle aufbauen. Jan Wienforth

arbeitet aufgrund weiterer Projektmittel 10 Stunden für Projekte wie DareBoys und die Koordination des Ak Jungenarbeit. Ein weiterer

personeller Glücksgriff war, dass wir Fabian Eickert, der auf jahrelange ehrenamtliche Jugendarbeit in der Evangelischen Jugend München

zurückblicken kann und seinen Ausbildungsberuf nicht mehr ausüben will, als Praktikant vor seinem Sozialpädagogikstudium gewinnen

konnten. Ohne ihn hätte wir vieles gar nicht umsetzen können.

So standen uns im Berichtszeitraum insgesamt 1,5 Stellen für Fachkräft zur Verfügung sowie eine halbe Praktikanten-Stelle. Große

Unterstützung erhielten wir durch die nicht finanzierte Zuarbeit der Verwaltung des Jugendhilfeverbundes. Das Herumjonglieren mit

unterschiedlichen Stellenanteilen und die Ungewissheit, wie welche Stelle über welche Mittel finanziert werden kann und die dazugehörige

Mittel-Akquise war oft mühselig und schafft eine gewisse Unruhe und Unsicherheit. Aber wir konnten alles optimal meistern.

Soziale Arbeit ist eine professionelle Tätigkeit, die durch eine die Gesellschaft repräsentierende Institution getragen wird. Jungenarbeit

erfordert neben fachlicher Kompetenz eine klare parteiliche Haltung in Bezug auf die Themen, Kooperationsstrukturen und die strukturelle

Implementierung. Hier sind wir im Berichtszeitraum ein großes Stück weitergekommen. Goja ist keine Two-Men-Show mehr, sondern wir

können wirklich von einer Einrichtung sprechen. Arbeitsteilung und personale Diversität verdeutlichen dies und bieten viele Chancen und

eine neue Qualität.

Die Einbindung in die Innere Mission München und den Evangelischen Jugendhilfeverbund München und die vielen internen Kooperationen

bewähren sich und sind eingeschliffen. Hier haben wir einerseits Sicherheit, andererseits auch viel Unterstützung, Wohlwollen aber auch

Gestaltungsräume.

Die Zusammenarbeit mit den Münchner Mädcheneinrichtungen Amanda, Imma und Mira hat sich auch in diesem Jahr erfreulich und

erfolgreich entwickelt und spezifische Jungen- und Mädchenförderung hat in einer Vielzahl gemeinsamer reflektierter koedukativer Projekte

einen hohen Stellenwert bekommen. Von der Zusammenarbeit und dem Austausch mit den Frauen haben wir einen großen persönlichen

und fachlichen Gewinn.

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Ebenfalls haben wir auch unsere Vernetzungsfunktion im Bereich der Münchner Jungenarbeitsszene ausgebaut. Goja übernimmt mit dem

neuen Schuljahr die Moderation und Koordination des Arbeitskreis Jungenarbeit, den bisher Ferdinand Walser durch Input-Seminare

organisiert hat. Luis Teuber wird ab Sommer die Funktion des Sprechers der Sprecherrates im Netzwerk Jungenarbeit übernehmen und hier

die Vernetzung und Qualifizierung der Münchner Jungenarbeit verstärkt in dieser Rolle im Blick haben.

Jungenarbeit in München veändert sich. Stephan Maurer, der Beauftragte für die Belange von Jungen und jungen Männern, hat im Juli seine

Stelle gewechselt. Wir wünschen, dir Stephan, dass du das Thema Jungenarbeit und Jungenförderung erfolgeich in deine Arbeit im

Sozialbürgerhaus einbringst. Danke werden wir dir im Abschlusskapitel.

Nach diesem kleinen Einblick in die Arbeit des Schuljahres 2010/2011 wollen wir dieses mal, anläßlich von fünf Jahren goja, neben eigenen

Berichten auch Außenansichten unserer Kooperationspartnerinnen und -Partner vorstellen. Wir wünschen Ihnen eine interessante und

unterhaltsame Lektüre

Jan Wienforth, Markus Burchert, Patrick McCarthy und Luis Teuber

Fachreferenten für genderorientierte Jungenarbeit

München-Pasing, im Dezember 2011

3 Beschreibung und Konzeption der Einrichtung

3.1 Leistungen von goja

goja, die Fachstelle für genderorientierte Jungenarbeit, ist eine Einrichtung des Evangelischen Jugendhilfeverbunds München.

goja versteht sich als Unterstützung für Schulen und Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Jugendhilfe im Bereich der

geschlechtssensiblen Arbeit mit Jungen und der Jungenarbeit sowie Jungenpädagogik.

goja arbeitet präventiv im Sinne von Jugendbildung überall dort, wo Jungen in ihrer Entwicklung gefördert werden.

goja bietet im Sinne der Jugendhilfe in Schulen Kriseninterventionen bei geschlechtsspezifischen Jungenproblemen und bei Gewaltproblemen.

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goja bietet Seminare und Veranstaltungen für Jungen an. Schwerpunkte sind: Gender-Learning, soziale Kompetenz, Gewaltprävention,

Lebens– und Berufsplanung, Sexualität und Körperbewusstsein. Die Veranstaltungen werden vor allem im geschlechtsspezifischen als auch im

reflektiert-koedukativen Setting durchgeführt.

goja berät Lehrer(innen) und Pädagog(inn)en bei Gender-Themen und - Problemen und sucht aktiv mit ihnen nach Lösungen.

goja bietet jungenspezifische Fortbildungen an für Lehrer, Pädagog(inn)en und andere Fachkräfte im sozialen Bereich.

goja berät Jungen im Sinne von Jungenarbeit bei „Jungenproblemen“

goja berät Väter und Mütter im Sinne von Jungenarbeit bei erzieherischen Problemen mit Jungen und vermittelt Hilfen

goja kooperiert mit anderen Einrichtungen der geschlechtsspezifischen Jungen- und Mädchenarbeit in München und bundesweit.

goja berät und unterstützt mit YoungDaddies jugendliche und junge Väter bei der positiven Bewältigung ihrer Vaterschaft.

goja bietet mit DareBoys Jungenfördrung speziell für Grundschüler im Rahmen von Ganztagsklassen an

goja bietet mit C-Training - Sozialkompetenztraining und Antigewalttraining für Schüler weiterführender Schulen an

goja sieht sich in der Verantwortung die Jungenarbeit in München weiterzuentwickeln und bietet durch den Arbeitskreis Jungenarbeit des

Netzwerkes Jungenarbeit Intervisions- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Jungenarbeiter aller Träger und Einrichtungen.

3.2 Ziele von goja

�� Weiterentwicklung von Geschlechtergerechtigkeit und Eintreten gegen Benachteiligungsstrukturen für Mädchen und Jungen

�� Förderung von emotionaler und sozialer Kompetenz, Rollenflexibilität und Genderbewusstsein bei Buben

�� Beratung von Fachkräften in Einrichtungen und exemplarische Kooperation bei Projekten der Jungenarbeit

�� Weiterbildung von Fachkräften im Bereich der Jungenförderung, der Jungenarbeit und Cross-gender-Works

�� Weiterentwicklung der Gendergerechtigkeit und Genderorientierung in den Einrichtungen der Inneren Mission München, der

Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit und in den Schulen

�� Geschlechtsspezifische Förderung von Schülern im Primarbereich

�� Geschlechtsspezifische Gewaltprävention und Intervention bei Konflikten in Schulklassen

�� Beratung und Betreuung von Buben in Krisen

�� Beratung von Eltern bei erzieherischen Problemen mit Jungen und Vermittlung von Hilfen

�� Vernetzung von Jungenarbeit in München

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3.3 Wir arbeiten dafür, dass

… Buben ein Gespür für Geschlechtergerechtigkeit bekommen und unter diesem Blickwinkel ihre Lebensperspektive entwickeln.

… Buben die Möglichkeit bekommen, sich mit männlichen Rollenbildern auseinander zu setzen und die hegemoniale Männlichkeit zu

hinterfragen. So können sie einen eigenen Weg ihrer männlichen Identitätsfindung gehen.

… Buben ihre Stärken und Schwächen erkennen und sich diese eingestehen. So können sie ihre sozialen Fähigkeiten zum Bestandteil ihrer

„neuen Männlichkeit“ machen.

… Buben sich mit Leib und Seele entdecken und zu einem gesunden männlichen Körperbewusstsein gelangen.

… Buben Gewalt und Gewaltstrukturen untereinander sowie zwischen Männern und Frauen erkennen und gewaltfreien Umgang

miteinander erleben und erlernen.

… Männer und Frauen in sozialen Einrichtungen und im Bildungssystem für die Bedürfnisse von Jungen sensibilisiert werden und sich aktiv für

eine geschlechtsspezifische Förderung gerade von Jungen einsetzen.

...Väter und Mütter sich den unterschiedlichen Herausforderungen von Jungen und Mädchen bewusst werden und unter diesem Blick

Partner und Partnerinnen für Orientierung und Wachstum werden.

...Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen in Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe .

4 Vernetzung mit Kooperationspartnern

Im Verlauf des vergangenen Schuljahres wurden bestehende Kooperationsvereinbarungen mit Einrichtungen, die ähnliche Schwerpunkte im

Bereich der genderbewussten Jungenarbeit oder der Mädchenarbeit haben, überprüft und weiter ausgebaut. Aktiv kooperiert hat goja mit:

�� Amanda - Projekt für Mädchen und junge Frauen

�� Zora - Gruppen für Mädchen und junge Frauen von Imma e.V.

�� Mira Mädchenbildung

�� Münchner Väterbüro

�� Väternetzwerk München

�� Inkomm – Projektzentrum interkulturelle Kommunikation

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�� MIM – Münchner Informationszentrum für Männer

�� Netzwerk Jungenarbeit München

�� Fachforum Mädchenarbeit in München

�� Pädagogisches Institut der LHM

�� Gesundheitsreferat der LHM

�� Unterschiedlichsten Trägerinnen von Schulsozialarbeit in Schulen der Landeshauptstadt München

�� Fachabteilung 3 des Referates für Bildung und Sport

�� Kibs – Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle von männlichen Opfern sexueller Gewalt

�� Pro Familia München

�� Kinderschutzbund

�� Internationales Jugendzentrum Haidhausen der Inneren Mission München

�� Einrichtungen des Evangelischen Jugendhilfeverbundes der Inneren Mission München

�� AGFP – Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik

�� Hochschule München und Katholische Stiftungsfachhochschule München

�� Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

��

4.1 Fachliche Kooperationen und deren Gestaltung

Jungenarbeit in München erfordert, unserem Verständnis nach, Vernetzung und Kooperation. In diesem Zusammenhang sind wir

Netzwerkpartner im bundesweiten Netzwerk „neue-wege-fuer-jungs.de“. Des Weiteren beteiligen wir uns aktiv im Netzwerk Jungenarbeit

München und am Input AK Jungenarbeit, dessen Leitung wir ab Sommer 2011 übernehmen werden. Durch Luis Teuber ist goja seit 2008

auch im Sprecherrat des Netzwerkes Jungenarbeit vertreten. Er wird ab Sommer 2012 die Rolle des Sprechers übernehmen. Wir nahmen

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egelmäßig am Plenum des Netzwerks teil und übernahmen in unterschiedlichen Zusammenhängen Referententätigkeiten. Kontakte

bestehen zur Hochschule München und zur Katholischen Stiftungsfachhochschule

4.5 Tagungen

An folgenden Tagungen und Veranstaltungen nahmen wir im Berichtszeitraum teil:

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�� Fachtagung neue Wege für Jungs „Vielfalt als Ziel von Jungenarbeit“ 15. bis 17. September in Passau

�� Tagung und Gründungsversammlung der Bundsarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit, 28. bis 29. März 2011 in Hannover

�� „Es geht um’s Ganze“, Tagung zur schülergerechten Ganztagsschule der Evang. Jugendsozialarbeit Bayern, 30.11.2010

�� Neztwerkplenum Jungenarbeit in München, 18. Februar 2011

�� „Wie lernen Kinder und Jugendliche am erfolgreichsten?“ – Starnberger Wochenende des Instituts für Zusammenarbeit im

Erziehungsbereich, 15. bis 17. Oktober 2010

5 Außenansichten von goja

Wir verzichten in unserer pädagogischen Arbeit sehr bewusst darauf Geschlechterstereotype zu verwenden, aber diesmal muss es doch

endlich gesagt werden:

Männern wird nachgesagt, dass sie im Unterschied zu Frauen, sehr früh das Thema der Außendarstellung perfektionieren.

Wer kennt in Gruppen und Gremien nicht diese Männer, deren einigstes Ziel die SelfperforMANce zu sein scheint. Dauerndes Labern,

diese Siegesgewissheit und oft auch die körperliche ausladende Präsenz in ausgesuchter jahrelang trainierter Körperhaltung und Sitzposition.

Die Männer, die – obwohl 80% anwesende Frauen – 70% des Gesprächsbeitrages einbringen und darin scheinbar kein Problem sehen,

sondern sich hierzu berechtigt fühlen.

Gender by drugs ist ein Thema für Jungen und Männer. Gender bei perforMance ist ein anderes Problem, eher für den ausgewachsenen

Jungen. Selbstkritisch wird sich hier vielleicht auch mancher Leser ertappt fühlen?

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Auch wir goja-Mitarbeiter wurden im weitesten Sinne als Männer sozialisiert und konstruieren unsere Männlichkeit gelegentlich noch immer

anhand stereotyper Modelle. Ein Jahresbericht ist daher neben dem Alltag die große Versuchung, diesen Drang nach Selbstdarstellung

exzessiv auszuleben. Unsere Jahresberichte sind ein zentrales Instrument der Öffentlichkeitsarbeit und sie gehen auch an die Steuerung. Von

der Qualität unserer Außendarstellung hängt auch ab, wie viel Geld wir der Münchner Sozialpolitik wert sind. Der Jahresbericht ist

schlechthin so die Plattform für Selbstüberschätzung und Prahlerei. Und auch wir von goja hätten es – wie manche anderen Männer – drauf,

35 Seiten abseits jeglicher Realität über den Glanz unser Unternehmung zu schreiben. Fünf Jahre goja wären hierfür die Chance.

Dieser Versuchung wollten wir widerstehen. Daher lassen wir dieses Jahr im Jahresbericht nicht uns, sondern unsere Kunden und

Kundinnen, die Netzwerkpartner und Neztwerkpartnerinnen, unsere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner und Kolleginnen

und Kollegen zu Wort kommen. Die Beiträge sind Originaltöne. Herzlichen Dank allen, die zu diesem bunten Bild beigetragen haben.

5.1 Rückmeldungen von Jungs in Seminaren…

Die Reflexion der Seminare gehört in der Regel zum Abschluss unserer Seminare. Ein Blitzlicht oder eine kurze graphische Rückmeldung. Ein

paar Impressionen in Bezug auf die Benotung von Seminaren.

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5.2 Testimonials – so denken andere über goja…

Werner Pilz (Dipl. Sozialpädagoge FH, Kinderschutz e.V, AEH Milbertshofen):

„Ohne die goja-Männer und ihren Einsatz für eine

geschlechterreflektierte Jungenarbeit in München würde es z.B. den

Arbeitskreis Jungenarbeit und das Netzwerkplenum in der aktuellen Form

nicht geben!“

Thomas Peter (Realschulleherer, stellvertretender Schulleiter der

Adalbert-Stifter-Realschule München):

„Mit goja haben die Schulen einen zuverlässigen Partner für die Durchführung

und Weiterentwicklung von Projekten gefunden.“

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Dr. Reinhard Winter (Diplompädagoge, Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen, Sozial – und

Geschlechterforscher):

„Goja taugt was: Genderorientierung stellt ein zentrales Qualitätsmerkmal für

die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dar; und Jungenarbeit unterstützt

Jungen in ihrer Lebensbewältigung. Deshalb ist goja nicht nur sinnvoll, sondern

doppelt wichtig!“

Miriam Göbel (Dipl. Sozialpädagogin (FH), zum Berichtszeitraum Projektleiterin bei JOBTrain Junior

von IBPRO):

„Im Rahmen des Projektes JOBTrain Junior hatte ich 2010/2011 Gelegenheit mit GOJA zusammen

zu arbeiten. Die fachlich kompetente und offene Art von Jan Wienforth und seinen Kollegen hat

mich als Projektleitung überzeugt. Doch viel wichtiger war die Begeisterung der jungen Männer aus

unserem Projekt, die sich schon Tage im Voraus auf die Besuche von goja freuten. Sie haben gerne

und begeistert an den Diskussionen und Aktionen teilgenommen. Auch kritische Geister unter

ihnen gaben zu, von den Gesprächen profitiert zu haben. Eine bessere Bestätigung für gute Arbeit

kann ich mir kaum vorstellen.“

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Daniel Wettlaufer (Dipl.-Sozialarbeiter (FH), Schulsozialarbeit an der HS Fürstenrieder Straße,

STÜPS des Vereins „schule-beruf“:

„5 Jahre goja! WOW! Jungs- weiter so!“

Klaus Zintl, Andreas Hohenberger und Christian Hofberger (Sozialarbeiter beim

Kinderschutz e.V., AEH Feldmoching/Hasenbergl):

„Die Zusammenarbeit mit Euch ist fantastisch

und bereichernd.“

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Prof. Dr. Gerd Stecklina Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Lehrgebiet Theorie

und Geschichte Sozialer Arbeit):

„Erst die offene Art der Mitarbeiter von goja, ihre Kompetenzen und fachliche

Versiertheit machen es möglich, die vielfältigen Anforderungen verschiedener

Seiten an die organisatorische und inhaltliche Arbeit zu meistern sowie

Mann-Sein von heute greifbar werden zu lassen.“

Tuna Döger M.A., Pädagogischer Mitarbeiter bei INKOMM Projektzentrum der AWO und Anti-

Aggressivitätstrainer:

„Für mich ist goja eine dynamische Seele, die sich ununterbrochen für die

Jungenarbeit einsetzt“

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Steffi Kaindl, Lehrerin, Referentin bei Zora-Gruppen von IMMA e.V.:

„Oder: Ein schrulliges Team,

das eine Vielfalt an

facettenreichen

Männervorbildern

wirken lässt.“

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WITZIG

ORIGINELL

JA – ZUPACKEND

AUFMERKSAM

R ENGAGIERT

…… I N

S SCHRULLIG

C C U

H HEITER T

GEIL

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CHARMANT

H

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Florian Tiedt, Realschullehrer, Koordinator der Jungenbeauftragten an den Städitschen Realschulen

in München:

„goja – kompetent und ausgebucht!“

Andrea Fühner, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Leitung der Zora-Gruppen von IMMA e.V. :

„Danke goja für die Förderung von Jungen auf dem

Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit!“

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Steffi Sfeir, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Aniaggressivitäts- und Coolnesstrainerin bei Zora-Gruppen

von IMMA e.V. :

„Ich suche meine männlichen Anteile in der Arbeit

und goja ist immer wieder auf der Suche nach den

weiblichen Anteilen.“

Silke Neukirchen, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) bei Zora-Gruppen von IMMA e.V.:

„Fall es nötig ist ein Meuterei in einer Klasse zu

verhindern, würde ich Euch mitnehmen!“

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Thomas Viola Rieske, (Diplompsychologe, promoviert an der Technischen Universität Berlin über

pädagogische Handlungsmuster in der Jungenarbeit):

„Die Fachstelle für genderorientierte Jungenarbeit leistet einen

außerordentlich wichtigen Beitrag für die Annäherung an eine

Geschlechterdemokratie und die Verbesserung der Lebenssituation

von Jungen (und Mädchen). Viel Erfolg bei der weiteren Arbeit!“

Wolfgang Sorg (Realschullehrer und Jungenbeauftragter an der Städtischen Maria-Probst-

Realschule München):

„Liebe Freunde von goja !

Alle Jahre wieder kommt Ihr an unsere Schule und begleitet unsere

Jungs auf ihrem steinigen Weg der Findung ihrer Männlichkeit. Für

das Übernehmen dieser verantwortungsvollen Aufgabe danken wir

Euch recht herzlich.“

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Hannelore Güntner (Leitung der Kontakt- und Informationsstelle für Mädchendarbeit von IMMA e.V.,

Vertreterin des Fachforums Mädchenarbeit im KoopMaja):

„Ich bin froh, dass die Kollegen von goja mit Jungen in München auf

diese geschlechtssensible und parteiliche Weise arbeiten. Nur wenn

auch die Jungen für sich neue Perspektiven und verändertes

Verhalten entdecken können, wird es zukünftig Gleichwertigkeit in

der Differenz und damit ein breites Spektrum von Lebensentwürfen

jenseits einer geschlechtlichen Zuordnung geben.“

Michael von Wirth, (Dipl.-Pädagoge, Mädchen- und Jungentreff & Jugendberatung „Das Muspilli“ in

Oberföhring des KJR München Stadt, Koordinator des Arbeitskreises Jungenarbeit:

„goja ist ein Leuchtturm der

Münchener Jungenarbeit.“

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Susanne Oberhauser-Knott (Dipl.-Psychologin, für goja verantwortliche Gesamtleitung des

Evangelischen Jugendhilfeverbunds München, Inneren Mission e.V.):

„GOJA hat einen Engel,

der ihr zuflüstert

wachse, wachse.“

Susanne DehlerSozialpädagogin (B.A.) bei Zora-Gruppen von IMMA e.V.:

GoJa ist für mich die Milch in der

geschlechtersensiblen Kinderschokolade

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5.3 Einsichten und Ansichten über goja und Jungenarbeit

Amanda – Projekt für Mädchen und Junge Frauen (Elisabeth Kretschmer-Marx, Kirsten Hellwig,

Monika Schmidt, Zsuzsanna Sándor, Elena Goldfids) – unsere Kooperationspartnerinnen unter

anderem im Bereich von „Mädchen und Jungen stärken“-Seminaren, Interventionsprojekten und

Sexualpädagogischen Seminaren

Geburtstagsgedicht für goja

sehr frei nach Joachim Ringelnatz

Ach wie schön, dass Ihr geboren seid!

Freu´n wir uns, dass wir Euch haben,

Wir von Eurer Arbeit guten Gaben

Profitieren können von Zeit zu Zeit

Mögt Ihr immer voller Kraft sein,

Bei Gesundheit und mit gutem Mut,

Mit uns zusammen, nicht allein.

So gefällt es den amandas gut!

Viel zu tun, das habt Ihr schon,

Drum muss sich frau auch oft gedulden.

Doch dann folgt meist des Wartens Lohn

Und der heißt: Kooperation!

Zeitmanagement – das ist ja wichtig

Denn Frau´nprojekte gibt es drei!

Und alle wollen – das ist richtig,

Dass Zeit für sie wohl übrig sei!

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Neue Männer – durchgegendert

Braucht das Land, und auch die Stadt,

Weil nur dann sich was verändert

Und der Fortschritt Chancen hat!

Männer, die auch kochen können

Leck´ren Kaffee und noch mehr,

Die den Frauen alles gönnen.

Wo kommen diese Männer her?

Bestimmt nicht von der Insel Machos

Denn die wollen wir hier nicht!

Wir – die Frauen von der Venus

Freuen uns: Sie sind in Sicht!

Da kommt ja schon der Luis an

Und sagt: „Ich habe immer Zeit!“

So tolle Ideen er schon ersann,

Ist er für Neues stets bereit!

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Er ist auch sehr innovativ,

Probiert das Taxi fahren ohne Geld.

Zu Hilfe er amanda rief

Und schon in Ordnung war die Welt!

Auch Markus ist ein goja-Mann,

Von Null auf Hundert in zehn Sekunden

Rauscht er mit seinem Porsche an

Und hat die Schnelligkeit erfunden!

Doch durfte er nun ganz viel Zeit

Sich nehmen für ´ne Vaterpause

Entdeckt dabei die Langsamkeit

Macht Jungenarbeit nun zu Hause!

Der Patrick kam aus Irland her

Drum will er auch so gerne

Das „ä“ in seinem Namen hör´n

So sagt man´s in der Ferne!

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Er ist dynamisch und recht jung,

Termine hat er in der Planung,

Jongliert gern mit fünf Bällen rum,

Hat von Performance sehr viel Ahnung!

Und auch der Jan, der ist ganz schlau

Beschäftigt sich mit Wissenschaft,

Und nimmt das alles sehr genau.

Dem Jan, dem wünschen wir viel Kraft!

Liebe gojas, macht so weiter,

Wachset und vermehret Euch,

Damit wir gemeinsam und hoffentlich

heiter

Arbeiten am ganzen „Geschlechterzeuch“!

Dass es Euch gibt, das freut uns sehr

Und Eure schönen Feste

Und nach des Dichtens hin und her

Wünschen wir Euch das Beste!

Eure amandas

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Von links: Patrick McCarthy, Elena Golfidis, Zsuzsa Sándor, Elisabeth Kretschmer-Marx,

Kirsten Hellwig, Monika Schmidt, Markus Burchert

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Zora Gruppen und Schulprojekt von Imma e.V (Andrea Fühner, Steffi Sfeir Steph Braun Sabine

Eisler Silke Neukirchen Susanne Dehler, Steffi Kaindl – unsere Kooperationspartnerinnen unter

anderem im Bereich von „Klassenschiff“-Seminaren, Balance of Power etc.

Vielen dank für die „five“

Seit dem Start von goja 2006 gibt es eine kontinuierliche Zusammenarbeit von goja und. Zora In den ersten Arbeitstreffen ging es um Bedarf

und mögliche Formen der Zusammenarbeit, aber auch um eine Annäherung, einer schon lange bestehenden Einrichtung der Mädchenarbeit

und der neuen Stelle für Jungenarbeit.

Vorsichtig näherten wir uns und goja sich dem Thema Gewalt an. Die Inhalte der Projekte sollten sich aus folgenden Themen

zusammensetzten:

- Was sind Jungenwelten?

- Zusammenarbeit der Jungen untereinander auch im Sinne von Auseinandersetzung

- Jungenbewusstsein und Jungensolidarität entwickeln

- Probleme herausfinden, die aus dem „Junge sein“ resultieren

- Hinführung zum Thema Gewalt – Gewalt unter Jungen

Die Zora Mitarbeiterinnen luden darauf hin goja zu einer Hospitation in ein Schulprojekt ein und wir bekamen folgende Rückmeldung von

ihnen:

Souverän, routiniert, nicht wertend, eigene Stellung beziehend aber andere Haltung zulassend, Frauen und Mädchen solidarisch,

unideologisch, trotzdem feministisch und parteilich.

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

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Das Eis war wohl gebrochen und eine weitere Zusammenarbeit mit Zora im Bereich der Gewaltprävention reif. Goja entwickelte ein

Projekt mit dem Thema „Standhalten ohne Faust“ für Jungen und bot es parallel zu unserem Gewaltpräventionsprojekt an Schulen an.

Marktorientiert und solidarisch boten Goja ihre Projekte schon damals zum gleichen Preis an.

Seit 2009 konnten wir Goja für ein neues Präventionsprojekt „Klassenschiff “für die 5. und 6. Klassen in München gewinnen. In diesem

Projekt geht es um Rollenfindung, Zusammenarbeit und Konfliktfähigkeit im Klassenverbund. Wir arbeiten intensiv mit den Schülerinnen und

Schülern in geschlechtsgemischten und geschlechtshomogenen Gruppen.

Wir haben gemerkt, wie viel Spaß es macht auch mal mit Jungs und vor allem mit männlichen Kollegen zu arbeiten. Ein tolle Erfahrung, die

uns die Unterschiede und auch die Gemeinsamkeiten beider Geschlechter aufzeigt.

Wir freuen uns auf eine weitere gute und bereichernde Zusammenarbeit.

Eurer Zora Team

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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Von links: Andrea Fühner, Steph Braun, Claudia Schmidt, Steffi Sfeir, Susanne Dehler und Silke Neukirchen

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Mira Mädchenbildung von schule beruf e.V. (Dora Kirchner, Katja Kühn und Nicole Lindenthal)

unsere Kooperationspartnerinnen unter anderem im Bereich von Berufsbildungsseminaren und an

der Balthasar-neumann-Realschule

Vor ungefähr 5 Jahren

da kam der Goja angefahren,

hat sich in München festgesetzt

und sich auch gleich ganz viel vernetzt.

In Neuhausen unterm Dachjuchhee

trifft mira ihn auf einen Tee

und ist berauscht von ihrem Glück:

„Endlich hab’ ich ein Gegenstück!“

Gojas großes Ziel – das sind die Jungs

und mal ganz ehrlich, so unter uns:

S’ war wirklich an der Zeit

und nur Goja war dazu bereit.

Mit Energie und Kompetenz

unterstützen sie noch jeden Stenz

mit Themen, die für Jungs sind wichtig

und mira findet das sehr richtig.

Mit Gewaltprävention und Zukunftsplan

ist es noch lange nicht getan.

Auch soziale Kompetenz und Selbstvertrauen

versucht Goja mit ihnen aufzubauen.

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Bereits ein Jahr nach Gojas Gründung

kommt es mit mira zur ersten Zündung.

Eine Zukunftsplanung in zweisamer Koop

wird alles and’re als ein Flopp.

Geschlechtsdifferenzierte Arbeit ist beiden relevant.

Da liegt die Zusammenarbeit auf der Hand.

Bei Arbeitskreisen oder Stellungnahmen

schaffen sie für Geschlechter einen Rahmen,

Für Jugendliche setzen sie sich beide ein –

für die Jungs und für die Mädchen, so muss das sein!

mira wünscht Euch drum von ganzem Herz

für die nächsten Fünf viel Glück und auch viel Scherz.

Bleibt unbedingt am Thema dran,

dann freut sich jeder Bub und jeder Mann.

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Susanne Schneider, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) von der Caritas Schulsozialarbeit/Jas Mittelschule

Implerstraße, Implerstraße 35, 81371 München

Alles Gute zum Geburtstag!

Seit dem Schuljahr 2008/2009 waren die Mitarbeiter von Goja jedes Schuljahr mit Projekten an der Hauptschule (jetzt Mittelschule) an der

Implerstraße. Die Arbeit von Goja mit den Jungen der 7. bis 9. Jahrgangsstufe ist immer geprägt von Einfühlungsvermögen, Respekt und

Lösungsorientierung für die jeweilige Thematik der Jugendlichen. Die Goja-Mitarbeiter finden schnell Zugang zu den Jungen. Die

Zusammenarbeit mit Goja ist für uns eine Bereicherung, da die Fachlichkeit der Jungenarbeiter zu einer erweiterten Sichtweise und zur

Bearbeitung der Problematik in einer Klasse beiträgt.

Wir freuen uns auf die weitere Kooperation!

Gregor Prüfer, Pädagoge M.A und Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Jungenarbeiter in München, Mitglied

im Sperecherrat des Netzwerk Jungenarbeit München

Von Goja haben wir noch lange nicht genug!

Hurra, hurra, hurra! So lässt sich kurz die Reaktion beschreiben, als es seinerzeit hieß, dass es eine neue Stelle für die Jungenarbeit in

München geben würde. Ein Stadtratsbeschluss mit vielen Auswirkungen. In der Vernetzung der Jungenarbeit war damals viel in Bewegung

und es war nicht abzusehen wie sich alles weiterentwickeln würde. Die Münchner Leitlinien für die Jungenarbeit waren gerade kurz vor

Abschluss: ein Erfolg! Die Ressourcen für Vernetzung waren gering und die Kooperation lebte davon, was jeder Jungenarbeiter von den

Trägereinrichtungen an Engagement gestattet bekam und von ehrenamtlichen Engagement über die Dienstzeiten hinweg. Das die Vernetzung

noch funktionierte: auch ein Erfolg! Dass es jetzt eine städtisch finanzierte Stelle zur Durchführung von Jungenangeboten geben sollte: ein

toller Erfolg!

Es dauerte noch eine Weile bis bekannt wurde, wo denn die neue Einrichtung angesiedelt sein sollte, wer die Trägerschaft übernehmen

würde und welche Kollegen die Aufgabe übernehmen würden, Jungenarbeit in der Praxis voranzutreiben und zu leisten.

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Jungenarbeit

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Neben der Freude auf Seiten der Jungenarbeit gab es andere, die mindestens ebenso gespannt waren: Münchner Einrichtungen der

Mädchenarbeit. Wie oft hatte es Anfragen gegeben, welche Jungenarbeiter Kooperieren könnten, um bei Angeboten für Mädchen zeitgleich

die Jungen nicht nur zu beschäftigen sondern um sinnvolle und sich gegenseitig ergänzende Angebote durch zu führen? Wie oft wurde die

kurze Liste der Freiberufler und Studenten abtelefoniert um am Ende doch keinen männlichen Pädagogen mit freien Ressourcen zu finden? –

Viel zu oft, frustrierend oft.

Diese Zeiten sollten nun vorbei sein. Die Kollegen von Goja haben sich inzwischen einen soliden Namen gemacht und sind aus der

fachlichen Landschaft gar nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich als verlässliche und hoch geschätzte Kollegen bewiesen und stehen für

Qualität und Erfolg in der Münchner Jungenarbeitsvernetzung. Aber genug haben wir von Goja noch lange nicht! Die Kollegen Luis Teuber,

Markus Burchert, Patric McCarthy und Jan Wienforth können sich trotz ihrer Unermüdlichkeit noch lange nicht zurücklehnen. Der Bedarf

ist groß. Manchen Anfragen bleiben ohne Chance auf Durchführung, nur mit der vagen Hoffnung auf das nächste Jahr getröstet. - Goja, ein

Retter in der Not? – Schon so oft, aber halt nicht immer!

Ich freue mich mit den Kollegen um die kürzlich bewilligte Stellenerweiterung und möchte Goja noch etwas sagen: Weiter so!

Und: Danke für alles was Ihr Jungen mit auf Ihren Weg geben habt! Danke für Eure solidarische und konstruktive Haltung in der

Kooperation mit der Jungenarbeit und mit der Mädchenarbeit in München! Danke für den gemeinsamen Weg!

Gregor Prüfer

Pfarrer Kai T. Garben, Theologe und Rechtsassesor, Abteilungsleiter der Kinder-, Jugend- und

Familienhilfe der Inneren Mission Münche e.V.

Es ist Zeit für die Enkel des dummen August

„Die dumme Augustine“ von Otfried Preußler und Herbert Lentz erschien bereits 1972. Darin wird das Leben der dummen Augustine

geschildert, die die Ehefrau des im Zirkus arbeitenden dummen August ist. Und während der dumme August als Clown alle Leute zum

Lachen bringt, kümmert sich seine dumme Augustine um die gemeinsamen Kinder und den Haushalt. Eigene Hoffnungen, auch einmal als

Clown alle Menschen im Zirkus zum Lachen zu bringen, kann die dumme Augustine zwar haben, aber es bleiben nur Träume. Erst als der

dumme August ausfällt, springt sie erfolgreich ein und zeigt allen, dass sie als dumme Augustine bei den Kindern und am Herd in ihrem

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umfassenden Handlungspotential vollkommen unterschätzt worden ist. Fortan arbeitet sie sowohl in der häuslichen Versorgung der Kinder

als auch im Zirkus als Clown, um den dummen August zu unterstützen. Und dieser hilft bei der Kinderversorgung und im Haushalt, um seine

Frau zu entlasten, damit auch sie sich entsprechend ihrer Wünsche und Fähigkeiten verwirklichen kann.

Die Wurzeln der genderorientierte Mädchenarbeit und die Emanzipation der Frau reichen mindestens bis in die Zeit der Entstehung dieses

Buches hinein. Die geschlechtsspezifische Frauenarbeit zeigte bald sehr deutlich, dass auch die Jungen in einer sich stark ändernden

Gesellschaft eine eigene geschlechtsspezifische Unterstützung brauch(t)en. Fragen nach der –auch sexuellen- männlichen Identität,

Partnerschaft, nach männlichen Vorbildern, die Orientierung in der Vielfalt unserer Gesellschaft und dem adäquaten Konfliktverhalten sind

heute unter anderem Themen, mit denen sich die jungen Männer beschäftigen müssen.

Den dummen August hätten einzelne Themen sicher auch interessiert. Als Zielgruppen von „goja“ – der „GenderOrientierten JungenArbeit

sitzen heute aber eher seine Söhne, insbesondere aber dessen Enkel in Workshops dieses sehr gelungenes Kooperationsprojekt des

Evangelischen Jugendhilfeverbunds der Inneren Mission München mit dem Stadtjugendamt München.

Ihnen vom Team „goja“ vielen Dank für die bisherige fachliche herausragende geleistete Arbeit und auch weiterhin Gottes Segen für Sie und

die Begleitung der jungen Männer der Stadt München.

Kai T. Garben

6 Veranstaltungsübersicht 2010/2011 der Schulprojekte

17% mehr Projekte und Seminare als im Vorjahr und weiterhin eine gute Streuung der Zielgruppen lassen uns mit den Leistungen des letzten

Jahres zufrieden sein. Die Anfragen kamen ausschließlich über persönliche Empfehlungen, Anfragen unserer Kooperationspartner(innen) und

Folgeaufträgen von Stammkunden(innen) zustande.

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Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Bezeichnung

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

Workshop Wiesntraining 2010 21./22./23.09.2010 9

Seminarreihe

Seminarreihe

Seminar

Seminar

Mädchen & Jungen

stärken

Berufs- &

Lebensplaung

Junge sein - Mann

werden

Selbstvertrauen

stärken

29./30.09.2010 2

06.10. & 25.11. 4

14.10. 1

20./21./28.10. 3

Seminarreihe Mann werden spezial 22./29.10. 2

Projektreihe Klassenschiff I Oktober/Dezember 5

Projektreihe Klassenschiff II November/Januar 5

Kooperationspartner(innen)

Berufsschule

Einzelhandel Mitte

Hauptschule

Knappertsbusch

Ernst-Barlach-

Realschule

Hauptschule

Wiesentfelser

Erich-Kästner-

Realschule

EuroTrainings-

Center

HS Echardinger

Grünstreifen

Carl-von-Linde-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Mitte Gewaltprävention 100

Englschalking Klassengemeinschaft 20

Schwabing Lebensplanung 16

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

10. Klassen - 16-

22J.

6. Klasse - 12

Jahre

10. Klasse, 16-

17Jahre

Aubing Sexualpädagogik 9 6. Klasse - 11-13 J.

Hasenbergl Selbstbehauptung 48 5. Klasse - 10-12 J.

Mitte Gendersensibilisierung 8 16-24 Jahre

Berg am Laim Klassengemeinschaft 15

Westend Klassengemeinschaft 15

Seminarreihe Gender spezial 04./09./14.11. 3 IB Pro - Jobtrain Gendersensibilisierung 10

Seminar

Seminarreihe

Junge sein - Mann

werden spezial

Mädchen & Jungen

stärken

11.11. 2

24.11. & 02.12. 2

Wilhelm-Busch-

Realschule

Hauptschule

Weilerstr.

Neuperlach

Gender-Beziehung-

Rollen

Au Klassengemeinschaft 14

20

5. Klasse - 10-

12Jahre

6. Klasse - 11-

13Jahre

9. Klassen, 15-16

Jahre

5. Klasse, 10-

12Jahre

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Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Workshop

Seminar

Seminar

Bezeichnung

sex. Belästigung am

Arbeitsplatz

Grenzen setzen und

achten

Junge sein – Mann

werden – spezial

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

15.11. & 01./08./09.12. 8

29.11. 1

06.12. 2

Seminar Konflikttraining 20./21.12. 2

Projektreihe

Seminarreihe

Seminar

Seminar

Seminar

Seminar

Seminarreihe

SKT - Balance of

Power

Selbstvertrauen

stärken

Selbstvertrauen

stärken - Refresher

Junge sein - Mann

werden

Junge sein - Mann

werden - spezial

Jungen und Mädchen

stärken

Berufs-und

Lebensplanung

Kooperationspartner(innen)

Berufsschule

Einzelhandel Mitte

Hauptschule

Implerstr.

Hauptschule

Implerstr.

Helen-Keller-

Realschule

Januar/Februar 2011 5 SPFZ-Schererplatz Pasing

12./13.01.2011 2

19.01. & 01.02.2011 2

25./26.01.2011 3

08.02.2011 1

09. bis 10.02.2011 2

10.02. & 03.03 4

Elly-Heuss-

Realschule

Hauptschule

Lehrer-Wirth-

Straße

Erich-Kästner-

Realschule

Ricarda-Huch-

Realschule

Ludwig-Thoma-

Realschule

Ernst-Barlach-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Mitte Gewaltprävention 100

Sendling Gewaltprävention 12

Sendling Gender-Sexpäd. 22

Johanneskirchen Selbstreflexion 25

Giesing

Antigewalt-

Selbstbehauptung

Klassengemeinschaft /

Selbstvertrauen stärken

Messstadt Riem Selbstbehauptung 20

Hasenbergl Sex.Päd. 38

Schwabing

Ramersdorf

Schwabing

Berufsbildung,

Rollenreflexion,

Sexualpädagogik

Gewaltprävention,

Sozialtraining

Lebensplanung -

Genderblick

8

11

15

15

18

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

11. Klassen - 17-

24J.

7. Klasse, 13-

14Jahre

7. Klassen, 13-

14Jahre

7. Klassen - 13-14

Jahre

6. Klasse, 12-13

Jahre

6. Klasse, 12-13

Jahre.

7. Klassen, 13-14

Jahre

6. Klassen, 12-13

Jahre

7. Klasse, 13 – 14

Jahre

5. Klasse, 11-12

Jahre

9. Klassen, 15-17

Jahre

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genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Seminar

Seminarreihe

Seminar

Seminar

Bezeichnung

Junge sein - Mann

werden

Mädchen & Jungen

stärken

Junge sein - Mann

werden

Selbstvertrauen macht

Männer

Seminarreihe Balance of Power

Seminarreihe

Junge sein - Mann

werden

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

24.02. & 01./02./03.03. 4

16./23.02. 2

24.02. 2

11., 16., 25. 2. /

03., 18., 22. 3.

2., 16.,24., 30.März

2011

02./16./23. März 3

Seminarreihe Balance of Power 26. / 30.März 2

Seminar

Seminar

Seminar

Junge sein - Mann

werden

Gewalt und

Männlichkeit

Junge sein - Mann

werden

15.03. und 17.03. 2011 2

30.03. / 06.04.2011 2

07.04.2011 1

7

6

Kooperationspartner(innen)

Willi-Graf-

Gymnasium

Hauptschule

Cincinatti

Hauptschule

Winthirplatz

Berufsschule

Einzelhandel Nord

Hauptschule

Lehrer-Wirth

AEH Kinderschutz

Feldmoching/

Hasenbergl

Lehrer-Wirth-

Schule

Maria-Probst-

Realschule

Fritdjov-Nansen-

Realschule

Ludwig-Thoma-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Schwabing Sex.Päd. 43

Fasangarten Klassengemeinschaft 11

Neuhausen Sex.päd. 21

Moosach Selbstbehauptung 70

Messestadt Riem Selbstbehauptung 36

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

6. Klassen, 12-13

Jahre

6. Klasse, 12-

13Jahre

6. Klasse, 12-13

Jahre

11. Klasse, 17 – 21

Jahre

6. Klassen, 12-13

Jahre

Hasenbergl Sex.Päd. 15 10-14 Jahre

Messestadt Selbstbehauptung

Sendling Sexualpädagogik 28

Haidhausen

Männlichkeit,

Gewaltprävention,

Rollenreflexion,

Sozialkompetenz

Ramersdorf Sexualpädagogik 13

29

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

6. Klasse, 12 – 14

Jahre

8. Klasse, 14 – 16

Jahre

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

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genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Bezeichnung

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

Seminarreihe Im Kontakt 31.03 - 12.04.2011 2

Workshops

Seminar

Boys’ Day - Vor- und

Nachbereitung

Jungen und Mädchen

stärken

13. / 15.04.2011 4

03./05.05.2011 2

Seminarreihe Balance of Power 04.05. bis 08.06. 2011 5

Seminar Dareboys 2.0 06. - 27.05.2011 4

Seminar Männergespräche

21.01 - 11:03 - 13.05. -

08.07.2011

Seminar Selbstvertrauen 16.05.2011 2

Projekt

Seminar

Seminar

Seminar

ObenOhne - Das

Jungencamp

Jungen und Mädchen

stärken

Junge sein - Mann

werden

Junge sein - Mann

werden

27.06 - 01.07.2011 15

05./07. 072011 2

40.730 1

Seminar Lebensplanung 31. Mai 1

4

Kooperationspartner(innen)

Anni -Braun -

Sprachheischule

Hermann-Frieb-

Realschule

Thonmas-Mann-

Gymnasium

Sonderpädagogisch

es Förderzentrum

Fröttmaninger

Straße

Wiesentfelder

Grundschule

IB Pro

JobTrainJunior

Baltasar-Neumann-

Realschule

Willi-Graf-

Gymnasium

Ludwig-Thoma-

Realschule

Wilhelm-Busch-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Johanneskirchen

Prävention sexueller

Übergriffe, Umgang von

Mädchen und Jungen

Anzahl der

Teilnehmer

Schwabing Berufsorientierung 42

Sendling

Am Hart

Haidhausen

Am Hart

Schwabing

Ramersdorf

Gewaltprävention,

Sozialtraining

Gewaltprävention,

Sozialtraining

12

16

Genderlernen 9

Berufsbildung,

Rollenreflexion,

Sexualpädagogik

Gewaltprävention,

Sozialtraining

Rollenreflexion,

Sozialkompetenz,

Gemeinschaft,

Gewaltprävention

Gewaltprävention,

Sozialtraining

9

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

7 Klasse, 13 – 15

Jahre

7. Klasse, 13 – 15

Jahre

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

6. Klasse, 12 bis 15

Jahre

1 - 4.Klasse, 6 – 10

Jahre

9 17-23 Jahre

26

100

Neuperlach Sexualpädagogik 14

09. Jun 11 1 Hs Fromundstraße Giesing Sexualpädagogik 16

Ernst-Barlach-

Realschule

Schwabing Berufsbildung 14

16

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

8. Klasse, 14 bis 17

Jahre

5. Klasse, 11-12

Jahre

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

7. Klasse, 13 bis 14

Jahre

9. Klasse, 15 – 17

Jahre

Seite 33 von 43

Fachstelle für

genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Bezeichnung

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

Workshop Wiesntraining 2010 21./22./23.09.2010 9

Seminarreihe

Seminarreihe

Seminar

Mädchen & Jungen

stärken

Berufs- &

Lebensplaung

Junge sein - Mann

werden

Kooperationspartner(innen)

Berufsschule

Einzelhandel Mitte

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Mitte Gewaltprävention 100

29./30.09.2010 2 HS Knappertsbusch Englschalking Klassengemeinschaft 20

06.10. & 25.11. 4

14.10. 1

Ernst-Barlach-

Realschule

Hauptschule

Wiesentfelser

Schwabing Lebensplanung 16

Aubing Sexpäd 9

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

10. Klassen - 16-22

Jahre

6. Klasse, 12 – 14

Jahre

10. Klasse,16-17

Jahre

6. Klasse, 11-13

Jahre

Seminar

Selbstvertrauen

stärken

20./21./28.10. 3

Erich-Kästner-

Realschule

Hasenbergl Selbstbehauptung 48

5. Klasse, 10-12

Jahre

Seminarreihe Mann werden spezial 22./29.10. 2

EuroTrainingsCente

r

Mitte Gendersensibilisierung 8 16-24 Jahre

Projektreihe Klassenschiff I Oktober 5

HS Echardinger

Grünstreifen

Berg am Laim Klassengemeinschaft 15

5. Klasse, 10-12

Jahre

Projektreihe Klassenschiff II November 5

Carl-von-Linde-

Realschule

Westend Klassengemeinschaft 15 6. Klasse, 11-13J.

Seminarreihe Gender spezial 04./09./14.11. 3 IB Pro - Jobtrain Gendersensibilisierung 10 17-21 Jahre

Seminar

Seminarreihe

Workshop

Seminar

Junge sein - Mann

werden spezial

Mädchen & Jungen

stärken

sex. Belästigung am

Arbeitsplatz

Grenzen setzen und

achten

11.11. 2

24.11. & 02.12. 2

15.11. & 01./08./09.12. 8

29.11. 1

Seminar JsMw spezial 06.12. 2

Seminar Konflikttraining 20./21.12. 2

Projektreihe

Seminarreihe

Seminar

SKT - Balance of

Power

Selbstvertrauen

stärken

Selbstvertrauen

stärken - Refresh

Wilhelm-Busch-

Realschule

Hauptschule

Weilerstr.

Berufsschule

Einzelhandel Mitte

Hauptschule

Implerstr.

Hauptschule

Implerstr.

Helen-Keller-

Realschule

Neuperlach

Januar/Februar 2011 5 SPFZ-Schererplatz Pasing

12./13.01.2011 2

19.01. & 01.02.2011 2

Elly-Heuss-

Realschule

Hauptschule

Lehrer-Wirth

Gender-Beziehung-

Rollen

Au Klassengemeinschaft 14

Mitte Gewaltprävention 100

Sendling Gewaltprävention 12

Sendling Gender-Sexpäd. 22

Johanneskirchen Selbstreflexion 25

Giesing

Antigewalt-

Selbstbehauptung

Klassengemeinschaft /

Selbstvertrauen stärken

Messstadt Riem Selbstbehauptung 20

20

8

11

9. Klassen, 15-16

Jahre

5. Klasse, 10-12

Jahre

11. Klassen, 17-24

Jahre

7. Klasse, 13-14

Jahre

7. Klassen, 13-14

Jahre

7. Klassen, 13-14

Jahre

6. Klasse, 12-13

Jahre

6. Klasse, 12-13

Jahre

7. Klassen, 13-14

Jahre

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genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

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Art der

Versanstaltung

Seminar

Seminar

Seminar

Bezeichnung

Junge sein - Mann

werden

Junge sein - Mann

werden - spezial

Jungen und Mädchen

stärken

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

25./26.01.2011 3

08.02.2011 1

09. bis 10.02.2011 2

Kooperationspartner(innen)

Erich-Kästner-

Realschule

Ricarda-Huch-

Realschule

Ludwig-Thoma-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Hasenbergl Sex.Päd. 38

Schwabing

Ramersdorf

Berufsbildung,

Rollenreflexion,

Sexualpädagogik

Gewaltprävention,

Sozialtraining

15

15

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

6. Klassen, 12-13

Jahre

7. Klasse, 13-14

Jahre

5. Klasse, 10-12

Jahre

Seminarreihe

Berufs-und

Lebensplanung

10.02. & 03.03 4

Ernst-Barlach-

Realschule

Schwabing

Lebensplanung -

Genderblick

18

9. Klassen, 15-17

Jahre

Seminar

Junge sein - Mann

werden

24.02. & 01./02./03.03. 4

Willi-Graf-

Gymnasium

Schwabing Sex.Päd. 43

6. Klassen, 12-13

Jahre

Seminarreihe

Mädchen & Jungen

stärken

16./23.02. 2

Hauptschule

Cincinatti

Fasangarten Klassengemeinschaft 11

6. Klasse, 12-13

Jahre

Seminar

Junge sein - Mann

werden

24.02. 2

Hauptschule

Winthirplatz

Neuhausen Sex.päd. 21

6. Klasse, 12-13

Jahre

Seminar

Selbstvertrauen macht

Männer

11., 16., 25. Februar /

03., 18., 22. März

7

Berufsschule

Einzelhandel Nord

Moosach Selbstbehauptung 70

11. Klassen, 17 – 22

Jahre

Seminarreihe Balance of Power

2., 16.,24., 30.März

2011

6 HS Lehrer-Wirth Messestadt Riem Selbstbehauptung 36

6. Klassen, 12-13

Jahre

Seminarreihe

Junge sein - Mann

werden

02./16./23. März 3

AEH Kinderschutz

Feldmoching/

Hasenbergl

Hasenbergl Sexualpädagogik 15 10-14 Jahre

Seminarreihe Balance of Power 26. / 30.März 2

Lehrer-Wirth-

Schule

Messestadt Selbstbehauptung

6. Klasse, 12 – 14

Jahre

Seminar

Junge sein - Mann

werden

15.03. und 17.03. 2011 2

Maria-Probst-

Realschule

Sendling Sexualpädagogik

Männlichkeit,

28

6. Klasse, 12 – 14

Jahre

Seminar

Gewalt und

Männlichkeit

30.03. / 06.04.2011 2

Fritdjov-Nansen-

Realschule

Haidhausen

Gewaltprävention,

Rollenreflexion,

Sozialkompetenz

29

8. Klasse, 14 – 16

Jahre

Seminar

Junge sein - Mann

werden

07.04.2011 1

Ludwig-Thoma-

Realschule

Ramersdorf Sexualpädagogik 13

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

Seminarreihe Im Kontakt 31.03 - 12.04.2011 2

Anni -Braun -

Schule

Johanneskirchen

Prävention sexueller

Übergriffe, Umgang von

Mädchen und Jungen

12

7. Klasse, 13 – 15

Jahre

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Fachstelle für

genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Art der

Versanstaltung

Workshops

Seminar

Bezeichnung

boysday - Vor- und

Nachbereitung

Jungen und Mädchen

stärken

gefördert durch die Landeshauptstadt München

Datum der

Veranstaltung

Anzahl der

Einzelveranstaltungen

13. / 15.04.2011 4

03./05.05.2011 2

Seminarreihe Balance of Power 04.05. bis 08.06. 2011 5

Seminar Dareboys 2.0 06. - 27.05.2011 4

Seminar Männergespräche

21.01 - 11:03 - 13.05. -

08.07.2011

Seminar Selbstvertrauen 16.05.2011 2

Projekt

Seminar

Seminar

Seminar

ObenOhne - Das

Jungencamp

Jungen und Mädchen

stärken

Junge sein - Mann

werden

Junge sein - Mann

werden

27.06 - 01.07.2011 15

05./07. 072011 2

4. Juni 2011 1

Seminar Lebensplanung 31. Mai 2011 1

4

Kooperationspartner(innen)

Hermann-Frieb-

Realschule

Thonmas-Mann-

Gymnasium

Sonderpädagogisch

es Förderzentrum

Fröttmaninger

Straße

Wiesentfelder

Grundschule

IB Pro

JobTrainJunior

Baltasar-Neumann-

Realschule

Willi-Graf-

Gymnasium

Ludwig-Thoma-

Realschule

Wilhelm-Busch-

Realschule

Stadtteil Zielsetzung

Anzahl der

Teilnehmer

Schwabing Berufsorientierung 42

Sendling

Am Hart

Haidhausen

Am Hart

Schwabing

Ramersdorf

Gewaltprävention,

Sozialtraining

Gewaltprävention,

Sozialtraining

16

9

Jahrgangsstufe

Alter der

Teilnemer

7. Klasse, 13 – 15

Jahre

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

6. Klasse, 12 bis 15

Jahre

Genderlernen 9 1 - 4. Klasse

Berufsbildung,

Rollenreflexion,

Sexualpädagogik

Gewaltprävention,

Sozialtraining

Rollenreflexion,

Sozialkompetenz,

Gemeinschaft,

Gewaltprävention

Gewaltprävention,

Sozialtraining

9 17-23 Jahre

26

100

Neuperlach Sexualpädagogik 14

09. Jun 2011 1 Hs Fromundstraße Giesing Sexualpädagogik 16

Ernst-Barlach-

Realschule

Schwabing Berufsbildung 14

gesamt 144 1108

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

8. Klasse, 14 bis 17

Jahre

16 5. Klasse, 16 Jahre

6. Klasse, 12 bis 14

Jahre

7. Klasse, 13 – 15

Jahre

9. Klasse, 15 – 17

Jahre

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Fachstelle für

genderorientierte

Jungenarbeit

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


7 C-Training in Kooperation mit dem Referat für Bildung und Sport

Mit dem C-Training beschreitet Goja ein weiteres Mal neue Pfade für die Münchner Jungen. Wer unsere Jahresberichte aufmerksam liest,

dem wird aufgefallen sein, dass ein ähnlicher Begriff bereits vor zwei Jahren aufgetaucht ist: CoolTrain. Wir reden hier von dem gleichen

Sozialkompetenztraining, aber nicht von demselben. Auch dieses Training findet wieder in Kooperation mit dem F3 (Fachabteilung für

Münchner Realschulen des Referats für Bildung und Sport) statt und wird von diesem gefördert.

Das erste Training legte den Schwerpunkt mehr auf die Gewaltprävention in verschiedenen Ansätzen. Unsere Erfahrung bei den

beiden ersten Trainings zeigte jedoch, dass die Ansätze des Coolness-Training®-Konzeptes nicht die Bedürfnisse und Problemlagen der

Schüler treffen.

Daher haben wir das Konzept auf Basis des Modells der „6Cs der positiven Jugendentwicklung“ von Richard M. Lerner weiterentwickelt. Die

sechs Cs nach Lerner beinhalten Ressourcen, die Jugendliche kompetent, stark und selbstbewusst machen. Die Begriffe sind im Einzelnen.

Competence (soziale und fachliche Kompetenz), Confidence (Vertrauen), Connection (Bindung), Character (Charakter), Caring (Fürsorge

und Mitgefühl) und Contribution (Beteiligung). Diese sechs Bereiche sind voneinander abhängig und müssen daher gemeinsam Fokus bleiben,

will man ein positive Jugendentwicklung erreichen. Unser Ziel ist es, ausgehend von diesen Cs, die Ressourcen und Fähigkeiten der Jungen

weiterzuentwickeln. Für unsere spezifische Arbeit haben wir dieses Modell um drei weitere Cs ergänzt und zwar Challenge

(Herausforderung), Coolness (ruhigbleiben) und Compensation (Ausgleich): Letztgenannter ist besonders wichtig, denn es geht für die

Jungen auch darum, die täglichen Anforderungen im Sinne des Variablenmodells von Männlichkeit auszubalancieren. (Reinhard Winter) und

sich nicht dem Diktat hegemonialer Männlichkeit, also den „Vorgaben“ der Gesellschaft, zu beugen.

Soweit der Theorie – Hintergrund. In der Praxis bedeutete dies, dass wir uns ca. ein halbes Jahr mit zehn Jungen einmal die Woche in zwei

Gruppen a fünf Personen trafen um sie zu unterstützen, an sich zu arbeiten. Die Räume stellte uns das IJZ (Internationale Jugendzentrum in

Neuhausen) freundlicherweise zu Verfügung. Bei den Treffen hatten wir verschiedene Schwerpunkte, an denen sich die Jungen meist

interessiert und motiviert beteiligten und auch viel Persönliches einbrachten. Das war sicher nicht immer leicht, da wir viel vo n Ihnen

verlangten, unter anderem ihre Verhaltensweisen genau beleuchteten und uns auch mit Verletzungen in der Vergangenheit beschäftigten. Es

ging um Selbstbeherrschung, Empathie, und ebenso um Gewalterlebnisse, wie auch Ausübung von solcher. Methodisch setzen wir sowohl auf

Gespräche, wie auch das Konfrontieren und das eigene Erleben. Zur Vertiefung des Gelernten unternahmen wir eine erlebnispädagogische

Rafting-Tour, wo die Jugendlichen an eigene Grenze gebracht wurden und direkt erleben konnten wie wichtig Teamwork ist.

Wir unterstützten die Schüler jedoch nicht nur in den Treffen, sondern hielten auch engen Kontakt zu den Schulen und begleiteten sie

sowohl bei Gerichtsterminen, wie auch bei Disziplinarverfahren oder Schulproblemen.

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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Jungenarbeit

Evangelischer

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Der Kurs wurde von den Teilnehmern, den Schulen und auch uns als sehr positiv und hilfreich wahrgenommen, deshalb bieten wir ihn auch

im laufenden Schuljahr wieder an.

8 Weitere Arbeitsschwerpunkte von goja

Im Berichtszeitraum führten die Mitarbeitenden zusätzlich noch beim Projekt DareBoys im Rahmen der Gebundenen Ganztagsklasse 3g der

Grundschule an der Walliser Straße eine kontinuierliche Jungengruppe von 45 Minuten über ein Halbjahr durch. Die Mädchengruppe wurde

begleitet von der im Ganztagsbereich verantwortlichen Sozialpädagogin der Inneren Mission. Das Projekt YoungDaddies wurde von Peter

Eckhardt weiterhin umgesetzt und es kam zu 6 Beratungen jugendlicher Väter. Die Mitarbeitenden von goja führten drei Weiterbildungen für

Lehrer Münchner Schulen durch.

9 Räumliche Ausstattung

Unser Pasinger Büro an der Landsbergerstraße 476, unter dem Dach des Evangelischen Jugendhilfeverbunds, dient uns als Konzept- und

Ideenschmiede sowie als Stützpunkt für geschlechtsreflektierte Genderpädagogik. Die Kooperation mit den anderen ambulanten und

stationären Einrichtungen im Bereich der Hilfen zur Erziehung und die Anbindung an die Evangelische Schulsozialarbeit München wirken sich

fördernd und positiv aus.

Die Ausstattung an Materialien und Fachliteratur wurde nochmals erweitert. Die goja-Mitarbeitenden teilen sich die Büroplätze mit

Mitarbeitenden anderer Bereiche.

Neben den öffentlichen Möglichkeiten des MVV stehen uns auch Car-Sharing Fahrzeuge von Stattauto zur Verfügung.

10 Jungenarbeit braucht Qualifikation –

lebenslanges Lernen gilt auch für uns

Weiterbildung und Fortbildung ist für die Weiterentwicklung der Qualität von goja ein wichtiger Baustein.

Jan Wienforth macht derzeit sein Masterstudium „ Angewandte Sozial- und Bildungswissenschaften“, Luis Teuber macht beim IFZE (Institut

für Zusammenarbeit im Erziehungsbereich) eine vierjährige Weiterbildung zum Erziehungsmediator und machte im Berichtszeitraum eine

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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Jungenarbeit

Evangelischer

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dreitägige Fortbildung zur Mobbing-Interventionsstrategie „No Blame approach“. Markus Burchert macht die intensive Fortbildung

„Systemisches Arbeiten mit Familien“. Patrick McCarthy begann mit einer 10-tägigen Fortbildung für Leitungskräfte der Inneren Mission. Alle

goja-Mitarbeiter nahmen an der Fortbildung „Schnuppertag Kampfesspiele“ der Aktion Jugendschutz teil. Fabi Eickert machte eine

Fortbildung „Abenteuer Schule – Erlebnispädagogik in der Schule“

Bei den Kosten der Fort- und Weiterbildungen werden die Mitarbeitenden merklich von der Inneren Mission unterstützt. Mindestens fünf

Fortbildungstage werden als Arbeitszeit anerkannt.

11 Infrastruktur und Manpower – Personalbedarf, Ausstattung und

Räumlichkeiten

Im Berichtszeitraum waren folgende Mitarbeitenden für goja tätig:

gefördert durch die Landeshauptstadt München

�� Markus Burchert, Dipl.-Sozialpädagoge (FH) im Umfang von 20 Stunden, ab Mai 2011 bis April aufgrund der Elternzeit auf 2 Std.

reduziert, zusätzlich tätig im Bereich der Ambulanten Erziehungshilfen Neuhausen

�� Jan Wienforth, Dipl.-Sozialpädagoge (FH) im Umfang von 10 Stunden, zusätzlich tätig im Bereich der Evangelischen

Schulszozialarbeit an der Grundschule Grafinger Straße

�� Patrick S. McCarthy, Erzieher und Sozialarbeiter (B.A.) im Umfang von 20 Stunden, seit Mai als Elternzeitvertretung mit 38

Stunden

�� Peter Eckhardt, Dipl.-Sozialpädagoge (FH) mit 1 Stunde für YoungDaddies, zusätzlich tätig bei der Evangelischen Ferienerholung

und im Väterbüro München

�� Luis Teuber, Dipl.-Sozialpädagog (FH) mit 20 Stunden, zusätzlich tätig als Leitung der Evangelischen Schulsozialarbeit München

�� Fabian Eickert, Studierender der Sozialen Arbeit, Freiberuflicher Mitarbeiter und Jahrespraktikant

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Jungenarbeit

Markus Burchert

Peter Eckardt

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


12 Pläne, Vorhaben und Ziele für das Schuljahr 2010/2011

12.1 Geplante Leistungen in Planung

gefördert durch die Landeshauptstadt München

�� „Klassenschiff“ – Sozialkompetenztraining für Unterstufe im Umfang von 5 Seminareinheiten (in Kooperation mit Zora)

�� DareBoys, Jungenförderung im Primarbereich (auch in Kooperation mit Evangelischer Schulsozialarbeit) an der Walliser

Grundschule

�� YoungDaddies

�� Ausbau der Jungenberatung

�� Durchführung von C-Training in Kooperation mit F 3 des Referats für Bildung und Sport

�� Implementierung eines systematischen Evaluationsstandards

�� Erweiterung des Stellenplanes und Organisationsoptimierung

12.2 gojahrsempfang im Januar 2013

Als Treffpunkt zur Vernetzung bestens geeignet, und kulinarisch ohnehin immer vom feinsten: die Tradition des gojahrsempfangs wird auch

im kommenden Jahr beibehalten. Somit freuen wir uns schon jetzt, Sie am Donnerstag, den 31. Januar 2013 in unserem Ladenbüro in Pasing

begrüßen zu dürfen. Einladungen werden Ihnen schriftlich oder per E-Mail zu gesandt.

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genderorientierte

Jungenarbeit

Patrick S. McCarthy

Jan Wienforth

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


13 Zum Schluss

Das Schuljahr 2010/2011 war einerseits davon geprägt, wieder einmal festzustellen, dass die Ressourcen von goja zu knapp sind.

Andererseits auch durch eine Vielzahl von gelungenen Projekten. Aufwändige Öffentlichkeitsarbeit war nie nötig. Wir haben den Eindruck in

der Münchner und bundesdeutschen Jungenarbeit angekommen zu sein und freuen uns über ein sehr gutes Image. Unsere Arbeit ist als hoch

qualifiziert anerkannt.

Nach fünf Jahren goja wollen wir auch dieses Mal wieder Danke sagen.

Gott sei Dank dafür, dass bei der Vielzahl von Seminaren in den letzten Jahren den Jungen und Mädchen, die uns anvertraut sind, niemals

irgendein Unfall oder ein Leid in unseren Veranstaltungen widerfahren ist. Dank auch, dass wir Kolleginnen und Kollegen in diesen Jahre vor

persönlichem Unglück verschont geblieben sind.

Unser Dank geht an die Kolleginnen der Münchner Mädchenprojekte. Mit Euch verbringen wir viel Zeit unserer Arbeit und euch verdanken

wir einen großen Teil unseres Erfolges und unserer Marktakzeptanz.

Herzlichen Dank an die Kolleginnen von Zora: Andrea, Silke, Steffi S., Dinora, Steffi K., Steph und Susanne. Unser Klassenschiff und die

anderen Veranstaltungen sind dank der guten und schönen Kooperation ein großer Erfolg.

Vielen Dank an Dora Kirchner, Katja Kühn und Nicole Lindenthal von mira für die stetige und zuverlässige Kooperation im Bereich Berufs-

und Lebensplanung.

Vielen Dank an Elena, Elisabeth, Kirsten sowie Monika und Zsuzsa von amanda; es ist schön mit euch zusammen zu arbeiten und wir

werden hoffentlich bald mehr Ressourcen für die vielen Projekte haben. Elisabeth, dir ganz besonderen Dank und alles Gute bei deiner

neuen Tätigkeit.

Danke und Grüße auch an Sabine Wieninger und Hannelore Güntner von IMMA für die erfolgreiche gemeinsam Netzwerk- und

Lobbyarbeit für Jungen und Mädchen.

Danke an alle Kollegen aus dem Sprecherrat, dem Netzwerkplenum Jungenarbeit sowie dem AK-Jungenarbeit, herzlichen Dank vor allem an

Ferdinand Walser, der dieses Jahr seine Funktion als Sprecher des Netzwerkes Jungenarbeit beendet hat. Danke auch den Kolleginnen und

Kollegen im KoopMaja.

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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genderorientierte

Jungenarbeit

Tanja Priller u. Pia Scherle

Luis Teuber

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


Danke möchten wir natürlich auch den genderaktiven Lehrern und Lehrerinnen der vielen Schulen, mit denen wir dieses Jahr

zusammengearbeitet haben. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Jungenbeauftragten der Münchner Schulen, vor allem an Florian Tiedt

und Anne Glaab, die die geschlechtsspezifische Arbeit an den Realschulen koordinieren.

Und nicht vergessen möchten wir beim Danken den unzähligen Schulsozialarbeiter(innen), die uns vor allem an den Hauptschulen immer

wieder ins Boot holen und sich dafür einsetzen, dass Genderprojekte an den Schulen durchgeführt werden können.

Herzlichen Dank auch an Frau Seifert und Herrn Adomat von F3 des Referats für Bildung und sport für die unkomplizierte und

vertrauensvolle Zusammenarbeit beim C-Training.

Und: größter Gruß und Dank an alle Kolleg(inn)en des Evangelischen Jugendhilfeverbunds für die fachlichen, kollegialen und auch

zwischenmenschlichen Begegnungen und in der Verwaltung der Inneren Mission Diesmal Danke auch vor allem an Isabelle Meisner, Pia

Scherle und Tanja Priller, ohne deren Backoffice-Unterstützung goja gar nicht arbeitsfähig wäre.

Besten Dank selbstverständlich auch an die Verantwortlichen der Inneren Mission München, allen voran unserem Abteilungsleiter Herrn Kai

T. Garben sowie der Leiterin des Evangelischen Jugendhilfeverbundes München, Frau Susanne Oberhauser-Knott, für das Vertrauen und die

tolle Unterstützung!

Unser Dank geht ebenso an alle Verantwortlichen der Stadt München, die sich für goja engagieren. Herrn Fischer, Frau Brunner und

besonders Stephan Maurer, der leider im Sommer 2011 seine Tätigkeit als Beauftragter für die Belange von Jungen und jungen Männern im

Stadtjugendamt beendet hat. Stephan, wir danken dir für deine vielfältige und solidarische Unterstützung und die Unterstützung durch das

ganze Produktteam der Münchner Jugendsozialarbeit.

Luis Teuber, Markus Burchert, Jan Wienforth und Patrick McCarthy im Dezember 2011

14 Impressum

Innere Mission München e.V. – Diakonie in München und Oberbayern

Evangelischer Jugendhilfeverbund München

Goja – Fachstelle für Jungenarbeit

Luis Teuber, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Fachbereichsleitung

Landsberger Straße 476, 81241 München, Tel. 0 89 - 82 08 79 16, Fax 0 89 - 82 08 79 29

lteuber@goja-muenchen.de, goja@im-muenchen.de, www.goja-muenchen.de

gefördert durch die Landeshauptstadt München

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genderorientierte

Jungenarbeit

Fabi Eickert

Evangelischer

Jugendhilfeverbund


15 Referenzen und Dank an unsere Kunden

Über 5000 Jungen haben wir im Rahmen unserer Projekte erreicht. Wir danken allen Schulen und Jungen für ihr

Vertrauen und die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Grundschulen

Grundschule an der Walliser Straße, Grundschule an der Wiesentfelser Straße, Montessori-Grundschule Großhadern

Grundschule an der Farinelli-Straße, Grundschule an der Grafinger Straße

Hauptschulen: Hauptschule am Echardinger Grünstreifen, Hauptschule am Gotzinger Platz, Hauptschule an der Cincinnatistraße,

Hauptschule an der Eduard-Spranger-Straße, Hauptschule an der Feldbergstraße, Hauptschule an der Fromundstraße, Hauptschule an der

Führichstraße, Hauptschule an der Implerstraße, Hauptschule an der Knappertsbuschstraße, Hauptschule an der Lehrer-Wirth-Straße,

Hauptschule an der Ridler-Straße, Hauptschule an der Toni-Pflülf-Straße, Hauptschule an der Weilerstraße, Hauptschule an der

Wiesentfelserstraße, Hauptschule an der Winthirstraße

Realschulen:

Arthur-Kutscher-Realschule, Balthasar-Neumann-Realschule, Carl-Spitzweg-Realschule, Carl-von-Linde-Realschule, Elly-Heus-Realschule,

Erich-Kästner-Realschule, Ernst-Barlach-Realschule, Fridjof-Nansen-Realschule, Helen-Keller-Realschule, Hermann-Frieb-Realschule, Josefvon-Frauenhofer-Realschule,

Ludwig-Thoma-Realschul, Maria -Probst-Realschule, Realschule an der Blutenburg, Ricarda-Huch-Realschule,

Rudolf-Diesel-Realschule, Werner-von-Siemens-Realschule, Willhelm-Busch-Realschule, Willhelm-Röntgen-Realschule

Gymnasien:

Dom-Gymnasium Freising, Elsa-Brandström-Gymnasium, Luisen-Gymnasium, Thomas-Mann-Gymnasium, Willi-Graf-Gymnasium

Sonstige Schulen:

Staatliche Wirtschaftschule Pasing, Stadtjugendamt München, Tagesheim an der Keilbertstraße, Tagesheimschule an der Hochstraße,

Verein für Sozialarbeit (BMF), Willy-Brand-Gesamtschule, Wirtschaftsschule Begemann

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