NAI DE 2012-06.indd - Missionswerk Mitternachtsruf

mnr.ch

NAI DE 2012-06.indd - Missionswerk Mitternachtsruf

Zwischen Patriarchen

und Massakern • 11

ISRAEL

NACHRICHTEN AUS

NACHRICHTEN AUS

Nr. 06 – Juni 2012

Sechs Tage

im Juni 1967

BETH-SHALOM

Wer plaudert bei der Presse über

militärische Pläne Israels? • 12


Das neuste Buch von Norbert Lieth

Naherwartung

Biblische Theologie

im Licht der Wiederkunft Jesu

Dieses Buch richtet den

Focus in besonderer Weise

auf die Rückkehr unseres

Herrn Jesus Christus. Es

behandelt die biblische

Grundlage und Lehre der

Naherwartung und zeigt

auf, welche Konsequenzen

diese Erwartungshaltung

auf das Leben des einzelnen

Christen und die

Gemeinde haben sollte.

– Lassen Sie sich wieder

ganz neu für die Wiederkunft

unseres Herrn Jesus

sensibilisieren!

Neuheit!

Leben in der

Neuheit!

Gebunden, 480 Seiten, Bestell-Nr. 180005

CHF 20.00, EUR 14.00


Liebe Israelfreunde

EDITORIAL 3

Wer schon einmal in einem israelischen Supermarkt das

riesige Angebot von Milchprodukten gesehen hat, der kann

kaum glauben, dass so etwas in einem trockenen Land wie

Israel überhaupt möglich ist. Es ist der israelischen Landwirtschaft

gelungen, eine Milchproduktion aufzubauen, die sich

nicht nur mit derjenigen klassischer Agrarländer vergleichen

lässt, sondern die sogar an die Weltspitze vorgedrungen ist.

Eine veröffentlichte Statistik zeigt, dass die durchschnittliche

Jahresproduktion einer israelischen Kuh von 10,208 Kilo diejenige der USA (9,331 kg) und

der EU-Länder (6,139 kg) übersteigt.

In Hesekiel 38,12 steht geschrieben, dass Gog aus dem Land Magog bei seinem Überfall

auf Israel über ein Land kommen wird, das die wiederaufgebauten Trümmerstätten

bewohnt und sich Viehbesitz und andere Habe erworben hat. Interessant ist, dass hier

der Viehbesitz an erster Stelle erwähnt wird und Israel heute tatsächlich für seinen Erfolg

in der Viehwirtschaft bekannt ist.

Besucher Israels können verständlicherweise oft nicht begreifen, warum die Bibel

dieses Land ein Land, überfliessend von Milch und Honig, nennt, besonders wenn sie

aus grünen und mit Niederschlägen gesegneten Nationen kommen. Doch der Erfolg der

modernen israelischen Landwirtschaft zeigt, wie die Bibel auch diesbezüglich recht hat.

Dies gilt gleichermassen für die Produktion von Honig, denn auch auf diesem Gebiet ist

Israel sehr erfolgreich. Durch die Erfüllung dieser Aussage im Buch Hesekiel wird aber auch

klar, dass die Vorbedingungen für den vorausgesagten Überfall dabei sind, einzutreten.

Israel ist jedoch nicht nur auf dem Gebiet der Landwirtschaft sehr erfolgreich, sondern

auch auf vielen anderen Gebieten, was natürlich Neid erregt, besonders bei seinen

Nachbarn, die unter ähnlichen Bedingungen leben, jedoch lange nicht so erfolgreich sind.

In den letzten Jahren ist nicht nur in der Landwirtschaft eine grosse Entwicklung

festzustellen, sondern auch im Bauwesen. Auf diesem Gebiet ist eine intensive, moderne

Bautätigkeit im Gange, wie sie früher nicht festzustellen war. Hochhäuser, moderne Strassen

und Eisenbahnen werden gebaut, sodass das Land auch auf diesem Gebiet westlichen

Ländern immer ähnlicher wird und sie teilweise sogar überholt.

Das Hauptmotiv des Überfalls von Gog aus dem Land Magog wird in der Bibel denn

auch als ein sehr niedriges angegeben, nämlich zu rauben, zu plündern und Beute zu

machen. Die gegenwärtige rasante Entwicklung trägt entscheidend dazu bei, dass das

einst öde Land immer mehr zu einem begehrenswerten Land wird, wodurch man sich

das in Hesekiel 38,12-13 angegebene Motiv für den Überfall auf Israel immer besser

plastisch vorstellen kann.

Zur gegenwärtigen modernen Entwicklung in Israel tragen unter anderem Investitionen

von reichen Juden aus dem Ausland entscheidend bei. Das bedeutet, dass sie die

Lage Israels als relativ sicher einschätzen und somit ihre Investitionen nicht als gefährdet

ansehen, was früher nicht gerade der Fall war. Bezeichnenderweise wird in Hesekiel 38

dreimal gesagt, dass sich Israel vor dem Überfall auf sein Land in relativer Sicherheit wähnt

(V 8.11.14). Das Einzige, was diesbezüglich noch fehlt, ist das, was am Ende von Vers 11

steht: Sie alle wohnen sicher, ohne Mauern und Riegel und Tore.

Die Frage ist nun: Bedingt diese Aussage einen Frieden mit den Palästinensern, da heute

Mauern und Riegel und Tore gebaut werden, um vor Überfällen sicher zu sein? Eigentlich

müsste damit eine gewisse Sicherheitsregelung als Vorbedingung vorausgesetzt werden.

Fasziniert von der immer wieder Erstaunen erregenden Erfüllung des Wortes Gottes

grüsst Sie herzlich mit Shalom

Ihr Fredi Winkler

Muslimische Leugnung der jüdischen Geschichte

Jerusalems. Seite 19

Israelis sind zufrieden und glücklich. Seite 21

Titel

4 Sechs Tage im Juni 1967

6 Der Zugang zur Klagemauer

7 Pro und Kontra Gross-Israel

Hintergrundinformationen aus Israel

8 Kurzmeldungen

10 Der Sinai: eine «Spielwiese für

Terroristen»

11 Zwischen Patriarchen und

Massakern

12 Wer plaudert bei der Presse über

militärische Pläne Israels?

13 Schicksalhafte Begegnung und

einflussreiche Freundschaft

14 Entschädigungsforderung

für jüdische Flüchtlinge aus

arabischen Staaten

19 Muslimische Leugnung der

jüdischen Geschichte Jerusalems

20 Der Christenhass des Grossmuftis

von Saudi-Arabien

21 Israelis sind zufrieden und

glücklich

22 Jahresbericht des IWF zu Israel

23 Israelische Antwort auf

weltweites Problem

24 Effektivere Schlaganfall-

Erstversorgung

24 Forschungszentren in Israel hoch

im Kurs

26 Mit Herz und Seele im Einsatz

27 Vom Model zur Panzerinstrukteurin

Bibel und Israel

29 Bedeutende Aspekte im Buch

Josua – Teil I


4 TITEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Zu dieser

Ausgabe

Sechstagekrieg: Er war eines

der grössten Wunder Gottes in der

Geschichte des modernen Staates

Israel. Aber wie bei jedem grossen

und positiven Ereignis gibt es auch

Schattenseiten. So gab es nämlich in

der Geschichte des Staates Israel seit

1967 immer wieder ein Auf und Ab,

wie wir das auch als Christen erleben.

Lesen Sie die Titel-Beiträge ab Seite 4.

Gross-Israel: Die Verheissungen

über die biblischen Grenzen (z.B.

4.Mo 34,1-12; Jos 1,4) haben sich

bis heute nie ganz erfüllt. Dennoch

wird es eines Tages soweit kommen.

Die weiteste Ausdehnung erfuhr Israel

unter König Salomo. Daher werden

sich alle ausstehenden Verheissungen

über die Grenzen des Landes Israel

noch erfüllen. Dann werden wir ein

Gross-Israel haben. Viele Ausleger der

Schrift glauben, dass dies während des

Tausendjährigen Friedensreiches Jesu

Christi kommen wird. Seite 7 und 29.

Vertrauen: Wenn Israel Freunden

wie die USA nicht mehr vertrauen

kann, weil sie militärische Geheimnisse

ausplaudern, kommt es in eine

sehr schwierige Lage. Lesen Sie den

Beitrag ab Seite 12.

Historisches Unrecht: Über die

jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen

Staaten hört man in der Weltpresse

herzlich wenig. Doch diese zum

Himmel schreiende Ungerechtigkeit

soll hier einmal kommuniziert werden.

Lesen Sie ab Seite 14.

Islam gegen Juden und Christen:

Der Islam gehört zu den schärfsten

Gegnern von Juden und Christen.

Diese Wahrheit wird vehement bekämpft.

Lesen Sie die beiden Artikel

ab Seite 19.

Wie es sich in Israel lebt: Israels

Lebensqualität und Wirtschaft im grossen

Vergleich. Lesen Sie unbedingt die

beiden Berichte ab Seite 21.

Fragen der Wissenschaft: Israel

bietet Lösungen. Lesen Sie die drei

Beiträge ab Seite 23.

Zwei auf der richtigen Seite:

Lesen Sie die bewegende Geschichte

von zwei Menschen, die sich kompromisslos

auf die Seite Israels gestellt

haben und in der Armee dienen. Ab

Seite 26. CM �

4 TITEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Sechs Tage

im Juni 1967

Im Juni 2012 jährt sich der Sechstagekrieg zum 45. Mal.

Er veränderte das damals junge Land auf vielen Ebenen.

Dies wirkt bis auf den heutigen Tag nach, weshalb wir

einen Blick sowohl auf die damaligen Ereignisse als auch

auf aktuelle Implikationen werfen wollen.

Mahnmal in Latrun/Israel


Antje Naujoks

NAI-Korrespondentin in Beer Sheva,

Israel

Israelis verbinden den Sechstagekrieg

bis heute nicht nur mit einem ihrer

grössten militärischen Siege, sondern

sehen darin die Abwendung der «Vernichtung

des jüdischen Staates», die die

arabischen Staaten deklariert hatten.

Die israelische Armee führte einen Präventivschlag

aus, den die Israelis als

Verteidigungsmassnahme ansahen.

Der Krieg begann am Morgen des

5. Juni 1967 mit einem Überraschungsangriff

auf Ägypten. Die Luftstreitkräfte

des damals erst 19 Jahre jungen Staates

Israel, der in seiner kurzen Geschichte

bereits zwei Kriege überstanden hatte

(Unabhängigkeitskrieg 1948, Suez-

Krise 1956), legten in wenigen Stunden

die ägyptischen Geschwader lahm. Das

war Israels Antwort auf die ägyptische

Blockade der Meerenge von Tiran,

die für die israelische Schifffahrt von

grosser Bedeutung war. Doch auch der

von Ägyptens Präsident Nasser zuvor

erzwungene Abzug der UN-Truppen von

der Sinai-Halbinsel und der Aufmarsch

ägyptischer Soldaten direkt vor Israels

Haustür trug zur Eskalation bei. Aus

israelischer Sicht ging es um die Existenz

des Landes, hatte doch Nasser unter

anderem verkündet: «Unser grundlegendes

Ziel ist die Vernichtung Israels.

Das arabische Volk will kämpfen.» Die

Bedrohung wurde immer realer, weil

sich die Nachbarn zusammenschlossen.

Im November 1966 schlossen Ägypten

und Syrien einen Verteidigungspakt. Im

wikipedia

Mai 1967 ging Ägypten einen weiteren

Verteidigungsvertrag mit Jordanien ein.

Israels Empfinden, von demnächst gemeinsam

losschlagenden Feinden eingekreist

zu sein, wurde am 4. Juni durch die

Bekräftigung des jordanisch-ägyptischen

Verteidigungspaktes bestärkt, dem sich

auch noch der Irak anschloss.

Der Kriegsverlauf ist legendär, denn

das in der Unterzahl befindliche Israel

errang an allen Fronten Siege; dies zudem

in wenigen Tagen. Der Krieg endete

bereits am 10. Juni. Generalstabschef

Yitzhak Rabin wurde nachfolgend die

Ehre zuteil, dem Krieg einen offiziellen

Namen zu geben. Er wählte die passendste

Bezeichnung: Sechstagekrieg.

In diesem Artikel auf die einzelnen

Abläufe einzugehen, würde den Rahmen

sprengen. Grundsätzlich festhalten kann

man: Israel gelang es in kürzester Zeit,

die ägyptische, jordanische und syrische

Luftwaffe auszuschalten, was dem Land

die absolute Luftüberlegenheit brachte.

Parallel dazu rückten Bodentruppen

gegen die ägyptischen Stellungen auf

wikipedia

Gamal A. Nasser:

«Unser grundlegendes

Ziel ist

die Vernichtung

Israels. Das arabische

Volk will

kämpfen.»

wikipedia

5

Yitzhak Rabin.

Er wählte die

passendste

Bezeichnung:

Sechstagekrieg

dem von Nasser zwangsweise remilitarisierten

Sinai vor. Das empfindlich

getroffene Ägypten verkündete damals

Ab dem 9. Juni kam es auf den von Syrien

kontrollierten Golanhöhen ebenfalls zu

Kampfhandlungen

jedoch, «im Anmarsch auf Tel Aviv» zu

sein und forderte von Jordanien, in den

Kampf einzutreten. Israel liess Jordanien

jedoch wissen, keine feindlichen Absichten

zu haben und bat, nicht in den Krieg

einzutreten. Als Antwort beschoss König

Hussein daraufhin Jerusalem sowie Tel

Aviv. Am 6. und 7. Juni drangen israelische

Truppen weit in den Sinai vor.

Sie erreichten am 8. Juni die Ufer des

strategisch bedeutsamen Suezkanals.

Unterdessen hatten israelische Truppen

auch in Jerusalem die jordanischen Soldaten

zurückgedrängt. Ab dem 9. Juni

kam es auf den von Syrien kontrollierten

Golanhöhen ebenfalls zu Kampfhandlungen.

Das kleine Israel kämpfte gegen

drei seiner vier Anrainerstaaten, die

ihm zahlenmässig haushoch überlegen

waren.

Das Ergebnis des Krieges: Israel

stand am 10. Juni als Sieger auf dem

Feld. Die israelische Armee hatte Territo-

Israelische Bodentruppen rückten gegen die

ägyptischen Stellungen auf dem von Nasser

zwangsweise remilitarisierten Sinai vor.


6 TITEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

rien erobert, die ein Vielfaches der Fläche

des Staates nach dem Unabhängigkeitskrieg

ausmachten. Die israelische Armee

stand auf den einstmals von Syrien

kontrollierten Golan-Höhen, hatte die

ägyptische Sinaihalbinsel mitsamt Gazastreifen

erobert und die jordanischen

Truppen nicht nur aus Jerusalem, sondern

aus dem gesamten Westjordanland

zurückgedrängt.

Bereits am 11. Juni wurde das letzte

Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet.

Während Israel sich in einer neuen

und nicht einmal angestrebten Situation

Der Zugang zur Klagemauer

Die jüdische Führung in Erez Israel

hatte den UN-Teilungsplan von 1947

angenommen und verkündete mit Abzug

der britischen Mandatsmacht den

Staat Israel. Kurz nach der Deklaration

marschierten die Armeen von sechs

arabischen Staaten (Ägypten, Jordanien,

Syrien, Libanon, Irak und Saudi-Arabien)

auf das Land zu. Den Unabhängigkeitskrieg

musste Israel zahlenmässig unterlegen

und mit nur wenigen militärischen

Mitteln bestreiten. Das Land zahlte einen

hohen Preis, denn der Krieg forderte

das Leben von rund einem Prozent der

Gesamtbevölkerung. Doch aus Sicht aller

Juden in der Welt gab es noch etwas

anderes zu beklagen: Die Vertreibung

der seit vielen Generationen in der Jerusalemer

Altstadt lebenden jüdischen

Familien und der Verlust des Zugangs

zur heiligsten Stätte des Judentums:

der Klagemauer, dem Überrest des einstigen

Tempelkomplexes, wo man nach

jüdischen Glauben Gott am nächsten ist.

Laut Teilungsplan hätte Jerusalem

unter internationale Verwaltung kommen

sollen, unter anderem, um allen Religionen

freien Zugang zu ihren heiligen

Stätten zu gewähren. Unter jordanischer

befand, verkündeten die arabischen Verlierer

im August 1967 einen Grundsatz,

der als «Dreimal klares Nein» bekannt

wurde und an dem sie viele Jahre lang

festhalten sollten: «Kein Frieden mit

Israel, keine Verhandlungen mit Israel,

keine Anerkennung Israels.» �

Im Zuge des Sechstagekrieges ging ein Foto um die Welt, das

man bis heute als eines der symbolträchtigsten für das gesamte

jüdische Volk bezeichnen kann: Drei der israelischen Soldaten,

die 1967 in der Jerusalemer Altstadt kämpften, stehen an der

Klagemauer.

Herrschaft sah das anders aus: Juden

hatten keinen Zugang mehr zur Klagemauer.

Die Klagemauer war über Jahrhunderte

das Ziel jüdischer Pilger. Die ersten

historischen Erwähnungen betender

Juden an diesem Überbleibsel der Westmauer

des Tempels datieren aus dem 4.

Jahrhundert n.Chr. Von einer Westmauer

berichten historische Quellen erstmals ab

dem 11. Jahrhundert, während der Begriff

Klagemauer erst im 19. Jahrhundert geprägt

wurde. Juden nennen diese Stätte

zumeist «Kotel», was wörtlich «Mauer»

bedeutet. Die Mauer blieb nach der Zerstörung

des Zweiten Tempels durch die

Römer im Jahre 70 n.Chr. stehen.

Wegen der Siedlungsschichten, die

sich über die Jahrhunderte aufgetürmt

Bei still gesprochenen Gebeten wenden sich Juden, wo immer

sie auf der Welt auch leben, seit Jahrhunderten in Richtung

Tempel. Wer vor Ort ist, sucht für seine Gebete jene Stätte auf,

die man dem Allerheiligsten als am nächsten glaubt – die

Klagemauer.

haben, ragt die einstmals imposante

westliche Umfassungsmauer des Tempels

heute nur noch 19 Meter über der

Erde in die Höhe. Dabei ist lediglich

eine Länge von 57 Metern überirdisch

zugänglich. Zur Zeit des Zweiten Tempels

beteten Juden auf dem Tempelberg

selbst, doch schon damals war ein Teil

– das Allerheiligste – nur dem Hohepriester

zugänglich (zudem nur einmal

im Jahr, am Yom Kippur). Da das Wissen

verloren gegangen ist, wo genau sich

dieser heiligste aller Orte befand, ist es

gläubigen Juden bis auf den heutigen Tag

untersagt, den Tempelberg zu betreten.

Trotzdem befindet sich hier nach jüdischem

Glauben «das Tor zum Himmel,

das offen ist, Gebete zu erhören». Bei

still gesprochenen Gebeten wenden sich


Juden, wo immer sie auf der Welt auch

leben, seit Jahrhunderten in Richtung

Tempel. Wer vor Ort ist, sucht für seine

Gebete jene Stätte auf, die man dem

Allerheiligsten als am nächsten glaubt

– die Klagemauer.

Doch nicht immer hatten Juden Zugang

zum Heiligtum. Unter römischer

Herrschaft und bis in die Zeit von Konstantin

I. (Übergang zum 3. Jahrhundert

n.Chr.) war es Juden nur einmal im Jahr

erlaubt, die Stadt zu betreten, um den

Verlust des Tempels zu beklagen. 425

n.Chr. durften sich Juden zwar wieder in

der Stadt niederlassen, doch das sollte

nicht Bestand haben. Die in den nachfolgenden

Jahrhunderten immer wieder

wechselnden Herrscher beschränkten

oder verboten den Zugang. Erst im 16.

Jahrhundert, zu Beginn der osmanischen

Herrschaft, wurde Juden das Gebet an

der Klagemauer wieder gestattet. Im

Ersten Weltkrieg verboten die Türken

dies allerdings wieder auf Druck der

Muslime der Stadt. 1915 wurde der Zugang

zur Klagemauer ganz gesperrt. Der

Brite Allenby, der mit seinen Truppen

im Dezember 1917 in Jerusalem einzog,

gab den Zugang wieder frei. Daraufhin

wurde diese für Juden heilige Stätte

zum Schauplatz erbitterter Anfeindungen

durch Araber, die die Briten nie

ernsthaft unter Kontrolle zu bringen

versuchten.

Pro und Kontra Gross-Israel

Der säkular geprägte Staat Israel

fand sich aufgrund des militärischen

Sieges von 1967 an biblischen Stätten

wieder, die von erstrangiger Bedeutung

sind, wie beispielsweise die Jerusalemer

Altstadt mit der Klagemauer oder die

Patriarchenstadt Hebron. Dabei war

Israel nach dem Krieg mit einer Situation

konfrontiert, die es weder geplant

noch beabsichtigt hatte. Noch am ersten

Kriegstag, am 5. Juni 1967, hatte sich

Generalstabschef Yitzhak Rabin gegen

Gebietseroberungen ausgesprochen.

Dies tat er vor allem im Hinblick auf

Jordanien, dem gegenüber Israel keine

Kriegsabsichten hegte. Doch die an

Jordanien gerichtete Bitte, nicht in den

Krieg einzutreten, wurde von König

Hussein mit Waffenfeuer beantwortet.

Während nicht nur Israelis, sondern

Juden weltweit über die Aufhebung der

Teilung der Stadt Jerusalem und den

freien Zugang zur Klagemauer jubelten,

setzte unmittelbar nach Kriegsende eine

Diskussion über die israelische Präsenz

im Westjordanland ein.

Dieser Teil der Eroberung wurde für

Israel letztlich nur zu einem Scheinsieg,

der viele Fragen aufwarf; zunächst

stärkte er jedoch die Radikalen auf

beiden Seiten. Die Vertreter eines Gross-

Israels waren vor 1967 eine mehr oder

wenige belächelte Minderheit. Nach

1967 erhielten sie Aufwind, und schon

bald wurde ihr Siedlungsdrang seitens

der Regierung sogar unterstützt und

gefördert. Auf der anderen Seite gerieten

die nationalistisch eingestellten Pan-

Arabisten wegen Nassers Niederlage in

Erklärungsnot, was dazu führte, dass

die extremen Islamisten Rückenwind

bekamen. Die PLO geriet damals erstmals

in die Defensive, während die

Muslimbrüder immer populärer wurden.

Beide Entwicklungen setzten sich bis

heute fort: Vor allem nach den Osloer

Friedensverträgen begannen die israelischen

Siedler, versprengte Vorposten

zu gründen. Auf der palästinensischen

Seite trug diese Entwicklung letztlich

zur Gründung der Hamas bei, die weit

über den Gazastreifen hinaus aktiv ist.

In Israel werden heute hitzige Debatten

darüber geführt, ob man am Westjordanland

festhalten soll bzw. muss oder ob

man dies aus sehr verschiedenen Gründen

nicht darf – ein Thema, das nicht nur

in der Knesset, sondern in der gesamten

Gesellschaft kontrovers diskutiert wird,

heute wie bereits vor 45 Jahren schon.

Nur wenige Tage nach dem Sechstagekrieg

diskutierten Israels Politiker

und Militärs die neue Realität der israelischen

Präsenz im Westjordanland.

Wenige Wochen später meldete sich

die intellektuelle Elite des Landes mit

Manifesten zu Wort – pro und kontra.

In diesen Diskussionen wurden strategische,

politische, wirtschaftliche,

demografische, vor allem aber auch

moralisch-philosophische und religiös

geprägte Argumente angeführt. Es gab

diverse Lösungsvorschläge. Einerlei, wie

damals und wie heute die Realität vor

Ort aussieht, so kommt immer wieder

im Kern eine Frage zum Tragen, an der

sich die Geister grundlegend scheiden:

Gross-Israel.

7

Der Krieg von 1948 brachte Israel die

ersehnte Souveränität, allerdings begleitet

vom Verlust des Zugangs zur Klagemauer

… bis zu jenen schicksalhaften Tagen

im Juni 1967, als emotional überwältigte

Fallschirmjäger an der Klagemauer für

ihre gefallenen Kameraden beten konnten,

Staatsgründer David Ben-Gurion fassungslos

über den Zustand der Mauer an

der Stätte stand (an dem Heiligtum hing

ein Strassenschild und eine öffentliche

Toilette befand sich gleich nebenan) und

Generalstabschef Yitzhak Rabin dort mit

seinen Soldaten die israelische Nationalhymne

HaTikwa (Die Hoffnung) in der Gewissheit

anstimmte, dass Juden hier fortan

ungehindert würden beten können. AN �

Zeev Jabotinsky

wikipedia

Die Juden in

aller Welt beziehen

sich auf

Israel mit dem

Begriff Erez Israel

oder die biblischeBezeichnung

«Erez Israel

HaShlema», also das «vollständige Land

Israel». Wie sieht die Ausdehnung jenes

Landes aus, das Gott dem jüdischen

Volk verhiess? In 1. Mose 15,18-21 ist

von einem Land zwischen dem «Strom

Ägyptens» und «bis an den grossen Strom

des Euphrat» die Rede. In 4. Mose umfasst

das Gebiet die ägyptische Provinz

Kanaan, die sich vom Negev bis zum

Süd-Libanon erstreckt und den Jordan

als östliche Begrenzung benennt. Das in

Hesekiel 47,15-20 beschriebene Gebiet

unterscheidet sich davon nur unwesentlich,

das heisst, es umfasst in jedem Fall

das Westjordanland.

Die Diskussion um die Grenzen des

Landes war schon ein zentrales Thema

der Zionistischen Bewegung, spätestens

ab den 1920 Jahren, als sich die Strömung

des Revisionistischen Zionismus

zu formen begann. Unter der Leitung

von Zeev Jabotinsky forderten die Revisionisten

nämlich die Errichtung eines

jüdischen Staates «an beiden Seiten des

Jordans». Auch wenn die momentane

geo-politische Lage dies nicht zulässt,

stehen sich in der israelischen Gesellschaft

doch nach wie vor zwei Gruppen

gegenüber: Für die eine Gruppe ist das

Westjordanland besetzt, für die andere

ist das Gebiet befreit. AN �


8 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Kurzmeldungen

• Die soziale Protestbewegung meldete

sich mit Demonstrationen zurück,

da die Lebenshaltungskosten

in Israel weiter rasant steigen. Zum

Beispiel wurde Anfang Jahr der

Strompreis angehoben und stieg im

April 2012 erneut um satte 9 %. Die

Mieten stiegen seit dem Frühjahr um

rund 10 %.

• Das israelische Parlament verabschiedete

ein Gesetz, das zukünftig

untersagt, untergewichtige Models

(Body-Mass-Index unter 18,5) in

kommerzieller Werbung zu präsentieren.

• Israel schloss mit der EU ein neues

Luftverkehrsabkommen, das ab

2017 europäischen Fluggesellschaften

ermöglicht, Israel von jedem

beliebigen Flughafen in der EU anzufliegen.

Umgekehrt werden Flüge

aus Israel auf jedem Flughafen der

EU landen können.

• Judea Pearl, der 1936 in Tel Aviv geboren

wurde und am Technion Haifa

studierte, wurde mit dem Turing-

Preis ausgezeichnet, der als Nobelpreis

in den Computerwissenschaften

gilt. Er ist übrigens der Vater des

Journalisten Daniel Pearl, der 2002

in Pakistan ermordete wurde.

• In Israel werden mittlerweile 50 %

aller Plastikflaschen recycelt. Damit

überholt Israel sogar Europa, wo

48 % Plastikflaschen wiederverwertet

werden. Die USA kommen nur

auf 29 %.

• Israelische Sicherheitsbehörden bestätigten,

dass sich der Attentäter

von Toulouse 2010 kurz in Israel

aufhielt. Er reiste für drei Tage über

die Allenby-Brücke aus Jordanien

ein. Heute weiss man, dass dies ein

Zwischenstopp seiner Afghanistan-

Reise war.

• Oppositionsführerin Tzippi Livneh,

deren Partei Kadima (von Ariel

Sharon gegründet) bei den letzten

Knesset-Wahlen die meisten Stimmen

errang, unterlag bei der Wahl

zum Parteivorsitz haushoch. Shaul

Mofas stellte sie mit mehr als 60 %

der Stimmen ins Abseits.

• Israel beschäftigt sich zusammen

mit Zypern mit der zukünftigen

Erdgasförderung aus den vor wenigen

Jahren entdeckten Vorkommen.

Kürzlich gab Israel bekannt, dass

Exporte in erster Linie an arabische

Nachbarstaaten gehen sollen.

• Am sogenannten «Tag der Erde»

erwartete die israelische Armee

aus den Anrainerstaaten einen Protestansturm

auf die Grenzen des

Landes. Doch an dem Tag nahmen

mehr Personen am legendären Tel-

Aviv-Marathon (25.000 Läufer) teil,

als sich an den Grenzen einfanden.

• Die arabischen Staaten riefen zum

Boykott des deutschen Sportartikelherstellers

Adidas auf, weil die Firma

zu den offiziellen Sponsoren des

Tel-Aviv-Marathons gehörte, den in

diesem Jahr übrigens ein Kenianer

gewann.

• Eine Studie des Landesamtes für Statistik

belegt: In Israel besteht weiterhin

eine starke Verbindung zwischen

Religiosität und Anzahl der Kinder.

Die Geburtsrate unter ultraorthodoxen

Frauen liegt bei 6,5 Kindern,

während säkulare Israelinnen auf

durchschnittlich 2,1 Kinder kommen.

• Israel hat im Hinblick auf die Vogelwelt

Einzigartiges zu bieten. Daher

beschloss die Regierung, 5,6 Millionen

Euro für den Bau von vier neuen

Vogelbeobachtungsstationen im

Negev und in Galiläa bereitzustellen

und die drei bestehenden Stationen

umfassend zu renovieren.

• Auf der Autobahn nach Tel Aviv wurde

auf einer Sonderschnellspur die

weltweit erste variable Mautgebühr

eingeführt, deren Höhe sich nach

dem Verkehrsaufkommen richtet.

Das Konzept erweist sich als so erfolgreich,

dass es nunmehr auch in

den Stauregionen um Haifa eingesetzt

werden soll.

• Am diesjährigen Israel-Festival werden

Chöre, Orchester sowie Tanz- und

Theatergruppen aus insgesamt zwölf

Ländern teilnehmen. Zudem werden

zahllose eintrittsfreie Veranstaltungen

rund um das Festival angeboten.

• Fussballsensation in Israel: Der

kleine Verein Hapoel Ironi Kiryat

Shmona, der erst in der vergangenen

Saison wieder in die 1. Liga aufgestiegen

war, wurde Landesmeister.

Der Verein bricht damit eine Tradition,

denn 20 Jahre lang machten vier

grosse Klubs aus Tel Aviv, Haifa und

Jerusalem den Meistertitel unter sich

aus.

• Das kürzlich von der Hebräischen

Universität Jerusalem online geschaltete

Einstein-Archiv erweist sich als

Mega-Erfolg. Alleine in den ersten

fünf Tagen haben 650.000 Nutzer aus

160 Ländern die Seiten mit mehr als

80.000 Dokumenten über 21 Millionen

Mal angeklickt.

• Der israelische Künstler Frank Meisler

erhielt das Bundesverdienstkreuz

1. Klasse der BRD. Er habe mit seinen

Werken dazu beigetragen, so der

deutsche Botschafter in Tel Aviv bei

der Verleihung, «dass bedeutsame

Aspekte des Holocaust nicht in Vergessenheit

geraten».

• Kurz vor Pessach schlugen im südlichsten

Ferienressort Israels, in

Eilat, zwei Grad-Raketen ein. Bei

diesen Angriffen, die unzweifelhaft

vom Sinai aus lanciert wurden, kam

niemand zu Schaden.

• Eine 26-jährige israelische Araberin

aus Haifa gewann als erste Araberin

einen der populärsten israelischen

Gesangswettbewerbe für Nachwuchstalente.

• Der israelische Bademoden-Hersteller

«Diva» feierte kürzlich seinen 70.

Geburtstag und kann stolz behaupten,

weiterhin in mehr als 40 Länder

zu exportieren, darunter nicht nur

Deutschland, sondern auch einige

arabische Staaten.

• Der 18-jährige jordanische Kronprinz

Hussein Ben Abdullah besuchte

heimlich den Jerusalemer Tempelberg,

um in der Al-Aqsa-Moschee zu

beten. Es wurde betont, dass es sich

um einen ausschliesslich religiös motivierten

Besuch handelte.

• Der Bau des höchsten Gebäudes in

Israel wurde genehmigt. Das Gebäude

mit Geschäften, Büros und Wohnungen

auf 70 Stockwerken wird 241

Metern messen und in Givatayim am

Übergang zu Tel Aviv gebaut.

• Zum ersten Mal, seit 1979 der israelisch-ägyptische

Friedensvertrag

geschlossen wurde, konnte in der

israelischen Botschaft in Kairo der

traditionelle Sederabend zu Beginn

des Pessach-Festes aus Sicherheitsgründen

nicht gefeiert werden.

• Ein jüdischer Student wurde in Kiew

am ersten Abend des Pessach-Festes

beim Verlassen einer Synagoge angegriffen

und schwer verletzt. Das Opfer

dieses antisemitischen Übergriffs

wurde zur medizinischen Versorgung

nach Israel geflogen und ist auf dem

Weg der Besserung.

• Soldaten der Militärpolizei nahmen

am Übergang Beka’ot im Jordantal


9

einen Palästinenser fest, der sieben

Sprengsätze auf sich trug. Der Mann

wurde durchsucht, da er sich auffällig

verhielt. Man fand bei ihm nicht

nur Sprengsätze, sondern auch noch

Messer und Munition. Kein Einzelfall

in den letzten Wochen.

• Über die Pessach-Feiertage forderte

der See Genezareth zwei Todesopfer.

Die israelischen Touristen schätzten

die Veränderungen der Uferlinie und

der Strömungen aufgrund des ungewöhnlich

hohen Wasserstandes anscheinend

falsch ein und bezahlten

das mit ihrem Leben.

• Zum israelischen Holocaust-Gedenktag

reiste erstmals eine Delegation

der europäischen Vereinigung der

Roma und Sinti nach Israel. Dazu

hiess es, dass man an der Seite des

jüdischen Volkes auch der eigenen

Opfer des NS-Regimes gedenken

wolle. In Israel leben noch 198.000

jüdische Überlebende.

• Die Stadt Haifa belebte zu Pessach

2012 eine alte Tradition: Die Blumenausstellung,

die sich über 9 Pavillons

erstreckte, zog 150.000 Besucher

an.

• Eine in einem israelischen Gefängnis

inhaftierte Palästinenserin machte

mit einem Hungerstreik Schlagzeilen.

Sie erreichte ihre Freilassung ins

Exil in den Gazastreifen. Nunmehr

drohen weitere enttäuschte Häftlinge,

die unter anderem nicht gegen

Gilad Shalit freikamen, ebenfalls mit

Hungerstreik.

• Neuester Trend: Schnürsenkel zu einem

Davidstern (Hexagramm) knüpfen.

Anleitung unter: http://www.

fieggen.com/shoelace/hexagramla

cing.htm

• In Galiläa, nahe der Grenze zum Libanon,

entdeckte man die extrem

seltene Blume «Galilee fumitory»

(Fumaria thuretii boiss, auf Deutsch

«gewöhnlicher Erdrauch» genannt),

die ein namhafter israelischer Botaniker

zuletzt 1948 sichtete. Die Blume

steht auf der Liste der vom Aussterben

bedrohten Pflanzen.

• Die am Weizmann-Institut in der probiotischen

Biologie tätige Forscherin

Dr. Naama Geva Zatorsky wurde von

der UNESCO mit einem der angesehensten

Preise für Nachwuchswissenschaftler

ausgezeichnet. Der mit

30.000 Euro dotierte Preis wird vom

Kosmetikkonzern L’Oreal gesponsert.

AN �

ISRAELKONFERENZ IN

BUDAPEST

AUF DER DONAU 14.—15. Juli 2012

Margareteninsel

Donauknie

Budapest

Hotel Danubius Health Spa Resort

Unser Konferenzschiff «Budapest»

9

REFERENTEN

Norbert Lieth

Vorstandsmitglied des Missionswerkes Mitternachtsruf

Dr. Kálmán Mészáros

Präsident des ungarischen Baptistenbundes

János Szeverényi

Vorsitzender der Missionsabteilung

der Lutherischen Kirche in Ungarn

UNTERKUNFT

Danubius Health Spa Resort Margitsziget ****

H-1138 Budapest, Margitsziget

Das Hotel liegt mitten in Budapest auf der Margareteninsel

«Margitsziget». Parkplätze sind vorhanden.

TAGUNGSORT AUF DER DONAU

Die simultan übersetzten Vorträge werden auf dem

Schiff «Budapest» gehalten. Ein einmaliges Erlebnis!

PREISE UND WEITERE INFOS

Kosten pro Nacht EUR 80.00 mit Frühstücksbüffet

Die Kosten sind pro Zimmer berechnet

Einzelzimmer: EUR 70.00 pro Nacht

Anmeldungsmöglichkeiten:

13.–16. Juli, 3 Nächte, Kosten: EUR 240.00,

inklusive Frühstück und Schifffahrt

14.–16. Juli, 2 Nächte, Kosten: EUR 160.00,

inklusive Frühstück und Schifffahrt

Verpfl egung ist auf dem Schiff auf eigene Kosten möglich.

Ankunft: Eigene Anfahrt. Anreise möglich ab Freitag,

13. Juli 2012, 14:00. Gäste, die mit dem Flugzeug kommen,

können wir auf Wunsch selbstverständlich vom Flughafen

Budapest abholen.

ANMELDUNG DIREKT AN

Missionswerk Mitternachtsruf Ungarn

H-1135 Budapest, Paloc utca 2

E-mail: ejfel@t-online.hu

Telefon Elisabeth Nagy (spricht deutsch): 0036 30 630 78 23

PROGRAMM AUF DEM SCHIFF

Freitagabend Stadtrundfahrt durch das jüdische Viertel von

Budapest inkl. Kaffee und Kuchen in einer jüdischen Cafeteria,

Dauer 3 Stunden. (fakultativ, Kosten EUR 24.00).

Samstagabend Folkloreabend mit Zigeunermusik und mit

Abendessen in Budapest (fakultativ, Kosten EUR 30.00).

Samstag 14. Juli, 14:00 bis ca. 19:00, Sonntag, 15. Juli 10:00

bis ca. 12:00 Schifffahrt auf der Donau, musikalische Darbietungen

von den Charis-Sängern und der Gruppe «Sabbath

Song», Vorträge von Norbert Lieth, Dr. Kálmán Mészáros

und János Szeverényi. Informationen von Erzsébet Nagy

und Gusztav Fodor. Erklärungen der Sehenswürdigkeiten entlang

unserer Schiffsroute.


10 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

«LAND GEGEN FRIEDE

Der Sinai: eine «Spielwiese für Terroristen»

In den letzten Monaten wurde Israel wiederholt vom Sinai aus angegriffen.

Der Sinai ist rund 61.000 Quadratkilometer

gross, dreimal so gross wie der

ganze Staat Israel, der es gerade einmal

auf die Fläche des deutschen Bundeslandes

Hessen bringt. Es ist eine weitläufige

Wüste mit nur wenigen Städten,

die zumeist die südliche Küstenspitze

säumen und bei Europäern beliebte

Ferienressorts sind. Früher stiess man

hier ausschliesslich auf Beduinen, die

heute noch die Hälfte der 1,3 Millionen

Einwohner stellen. Internationale Bedeutung

hat das Gebiet wegen des 1869

eingeweihten Suezkanals.

Entwicklungen rund um diesen Kanal

brachten Israel den zweiten Krieg

seiner Geschichte. Nach dem Ersten

Weltkrieg herrschten hier die Briten,

die sich zusammen mit den Franzosen

die Mehrheitsrechte an der Suez-Kanal-Gesellschaft

sicherten. Ägyptens

Präsident Nasser liess die Gesellschaft

1956 verstaatlichen, um «koloniale

Einflüsse einzudämmen». Nachfolgend

entwickelte sich ein diplomatisches

Geplänkel, in das Grossbritannien,

Frankreich, die USA und die UdSSR

involviert waren. Schlussendlich sprachen

doch noch die Waffen. Am 26. Oktober

1956 marschierten israelische

Truppen in den Gazastreifen und die

Sinai-Halbinsel ein. Wenig später begannen

auch britische und französische

Bombardements. Israel zog sich

im Frühjahr 1957 wieder aus dem Gebiet

zurück. Nasser war weiterhin an

der Macht, aber wenigstens wurde eine

UN-Truppe ins Leben gerufen, die für

Israel als Puffer zu den Ägyptern fungierte,

sodass die Schifffahrt aus dem

israelischen Eilat am Roten Meer wieder

möglich war.

Im Zuge des Sechstagekrieges kam

der Sinai unter israelische Kontrolle.

Israel errichtete dort militärische Befestigungslinien,

die zwischen 1968

und 1970 immer wieder von Ägypten

angegriffen wurden. Es war ein Zermürbungskrieg.

Im Jom-Kippur-Krieg von

1973 kam es dann zu ausserordentlich

heftigen Gefechten. Dennoch blieb der

Sinai teilweise unter israelischer Kontrolle.

Im Rahmen des Friedensvertrages

von 1979 stimmte Israel zu, sich

aus dem Gebiet zurückzuziehen. Die

offizielle Übergabe an Ägypten erfolgte

1982 und damit auch die Stationierung

von UN-Truppen, um das Gebiet zu demilitarisieren.

Es war das erste Mal, dass Israel

die Politik «Land gegen Frieden» umsetzte.

Die Räumung der israelischen

Siedlung Yamit ist für einen Teil der israelischen

Bürger bis heute ein Trauma,

denn Israel holte die Bewohner Yamits

gewaltsam aus ihren Häusern. Daraufhin

liessen sich viele im jüdischen Siedlungsgürtel

Gush Katif im Gazastreifen

nieder. 2005 wurde dann auf Geheiss

von Ariel Sharon auch der Gazastreifen

geräumt. Für etliche Familien war es

die zweite zwangsweise Räumung – für

viele zudem aus einem Gebiet, das sie

dem Volk als von Gott zugesprochen

betrachten – aus Gross-Israel. Nicht

nur die nachfolgenden Entwicklungen

im Gazastreifen, sondern die sich inzwischen

immer mehr zuspitzende Sicherheitslage

im Sinai wirft bei vielen

Israelis – auch bei denen, die keinerlei

Gross-Israel-Aspirationen hegen – die

Frage auf, ob man durch die Rückgabe

von Land tatsächlich in den Genuss von

Frieden kommen kann.

Lange Zeit galt die etwas über 200

Kilometer lange Grenze Israels zu Ägypten

als ruhig. Diese ist recht durchlässig.

Da Ägypten die Beduinen des Sinai

vernachlässigte und Not die Menschen

bekanntlich erfinderisch macht, erblühte

hier der Drogenschmuggel. Wegen

der Entwicklungen in Afrika kommen

darüber hinaus schon seit Jahren illegale

Migranten über diese Grenze nach

Israel. Zur Zuspitzung der Lage trugen

zwei weitere politische Entwicklungen

bei: die Hamas-Machtübernahme im Gazastreifen

und der «Arabische Frühling»

in Ägypten und anderen Staaten Nordafrikas.

Längst werden hier nicht mehr

nur Drogen, sondern vor allem auch

Waffen geschmuggelt.

Im Sinai wimmelt es mittlerweile

von Terroristen. Wenngleich hier mit israelischer

Zustimmung mehr ägyptische

Soldaten stationiert sind, so räumen sie

zum Beispiel nachts wichtige Strassenkontrollen

– aus Angst vor Anschlägen.

Viele Beduinen scheinen nämlich auf

den Gehaltslisten von Terrororganisationen

zu stehen. Dazu gehört längst

nicht nur die Hamas, denn auch die al-

Qaida agiert im Sinai.

Die Folgen sind massiv: Im Sinai

trainieren Terroristen ihr Handwerk.

Der Waffenschmuggel floriert immens.

Die Anschläge mehren sich, und zwar

nicht nur auf die Gaspipeline, die Israel

und Jordanien mit ägyptischem Gas versorgt.

Vielmehr gibt es nun sogar Raketenangriffe

(die zwei Grad-Raketen, die

kürzlich vom Sinai auf Eilat abgefeuert

wurden, sollen aus libyschen Arsenalen

stammen) und Terrorüberfälle schwappen

über die Grenze. Israel hat keine

Handhabe, um diese «Spielwiese für Terroristen»

zu kontrollieren. Zum Schutz

des eigenen Landes kann man lediglich

versuchen, die Grenze undurchlässiger

zu machen, weshalb Israel 2011 mit

dem Bau eines rund 500 Millionen Euro

teuren Grenzzauns begann. AN �


HEBRON

Zwischen Patriarchen und Massakern

Erst kürzlich machte Hebron wieder Schlagzeilen, weil israelische Siedler über Strohmänner ein weiteres Haus

von Palästinensern kauften. Jede kleine Veränderung lässt die Wogen in der Stadt, die sowohl für Juden als auch

für Muslime ein religiöses und politisches Symbol ist, hochschwappen.

Hebron gilt als verschlafenes Nest,

obwohl rund 170.000 Menschen in

der Stadt leben. Nach Jerusalem sind

es gerade einmal 30 Kilometer. Die

Stadt zählt zu den ältesten ununterbrochen

besiedelten Städten der Welt (ab

3. Jahrtausend v.Chr.). Sie wird in der

Bibel mehrfach erwähnt und dort auch

Kirjat-Arba oder Mamre genannt. In

Hebron stösst man auf einen massiven

Bau: die Machpela, die Höhle der Patriarchen.

Die Bibel berichtet, dass hier

Sarah, die Ehefrau Abrahams, starb

und Abraham die in Hebron herrschenden

Hetiter um eine Grabstätte bat. «So

wurde der Acker Ephrons bei Machpelah,

der Mamre gegenüberliegt, der Acker samt

der Höhle, die darin ist, auch alle Bäume

auf dem Acker und innerhalb aller seiner

Grenzen, dem Abraham als Eigentum be-

Neue Musik-CD!

Musical Mission Team

Chor der Bob Jones Universität, USA

Diese CD ist die Aufzeichnung eines Live-

Konzerts in der Zionhalle im Rahmen einer

Europa-Tournee und enthält 22 altbekannte,

beliebte geistliche Lieder – in

Englisch und Deutsch. Gesungen werden

sie von Studenten der Bob Jones University

in Amerika unter der Leitung von Dr.

William McCauley. Alle Sänger haben

wunderbare, zum Teil professionell ausgebildete

Stimmen, ein wirklich herrliches

Hörerlebnis.

Audio-CD, Bestell-Nr. 131808

CHF 17.00, EUR 12.00

stätigt vor den Augen der Hetiter und aller,

die zum Tor seiner Stadt eingingen» (1.Mo

23,17-18). In dem erwähnten Gebäude,

der Machpela, beten Juden an den Gräbern

der drei Erzväter Abraham, Isaak

und Jakob und deren Ehefrauen Sarah,

Rebekka und Lea. Doch auch Christen

und Muslime erachten diese Stätte und

die Erzväter als heilig.

Diese heilige Stätte war es auch, die

der Stadt immer wieder Blutvergiessen

einbrachte. Im 6. Jahrhundert n.Chr.

liess der byzantinische Kaiser Justinian

eine Kirche über dem Grab errichten,

die von den nachfolgenden arabischen

Herrschern zerstört wurde. Der Kreuzfahrer

Gottfried von Bouillon liess hier

1100 n.Chr. ein Augustinerkloster errichten,

doch schon 1187 sollte mit

der Eroberung durch den muslimischen

11

Feldherrn Saladin eine lange arabischmuslimische

Herrschaft beginnen, während

der die Stadt 1516 unter osmanische

Herrschaft kam. 1917 fiel sie an

die Briten, 1948 an die Jordanier, 1967

an Israel und 1998 vereinbarten Israel

und die Palästinensische Autonomiebehörde

eine verwaltungstechnische

Teilung. Diese Teilung wurde übrigens,

wenngleich sehr zögerlich, unter dem

damals (wie heute) amtierenden Ministerpräsidenten

Benjamin Netanjahu

umgesetzt, der zuvor im Wahlkampf

versprochen hatte, dass «Israel keine

einzige Stadt im Westjordanland zurückgeben

werde».

Hebron spielt im jüdischen Glauben

eine besondere Rolle. Nicht nur wegen

der Patriarchengräber, sondern auch

wegen der Salbung König Davids in


12 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

dieser Stadt. Nach der Vertreibung der

Juden aus Spanien im Zuge der Inquisition

1492 entwickelte sich eine grössere

jüdische Ansiedlung in Hebron.

1929 fand diese traditionsreiche jüdische

Gemeinde ein jähes Ende, denn

der damalige Grossmufti von Jerusalem,

Haddsch Amin Al-Husseini (der später

engen Kontakt zu Adolf Hitler pflegte),

VERRATSVORWURF

In der Machpela beten Juden an den

Gräbern der drei Erzväter Abraham, Isaak

und Jakob und deren Ehefrauen Sarah,

Rebekka und Lea. Doch auch Christen und

Muslime erachten diese Stätte und die

Erzväter als heilig.

machte gegen eine jüdische Präsenz in

muslimischen Städten mobil. Alleine

in Hebron wurden 67 Juden teilweise

brutalst abgeschlachtet. Das seit Jahrtausenden

als heilige Stätte verehrte

Hebron wurde dadurch zum Symbol des

jüdisch-zionistischen Ringens um eine

souveräne jüdische Heimstätte im Land

der Väter. Im Unabhängigkeitskrieg von

1948 verlor der Staat Israel nicht nur

den Zugang zu Jerusalem mitsamt Klagemauer,

sondern auch zu Hebron.

Sowohl aufgrund der biblischen als

auch der zionistischen Geschichte kam

der Wiederbesiedlung von Hebron nach

der Einnahme durch die israelische Armee

im Sechstagekrieg eine ganz besondere

Bedeutung zu. Versprengt in der

Hebroner Altstadt, liessen sich in der

Folge um Rabbi Moshe Levinger wieder

jüdische Israelis nieder. Die etwas ausserhalb

liegende Siedlung Kiryat Arba

wurde 1968 gegründet (eingeweiht von

Shimon Peres). In Hebron leben heute

Wer plaudert bei der Presse über

militärische Pläne Israels?

Vor einigen Wochen staunte die Welt über Nachrichten, die das Magazin

«Foreign Policy» veröffentlichte. Wer sie ausgeplaudert hat, ist immer

noch nicht belegt. Dafür ist klar, warum die Informationen durchsickern

sollten: Ein israelischer Angriff auf den Iran sollte vereitelt werden.

Im Bericht hiess es unter anderem,

die Israelischen Luftstreitkräfte hätten

kürzlich Zugang zu Luftstützpunkten

in Aserbaidschan erhalten; sie hätten

also in unmittelbarer Nähe zum Iran

eine Basis. Und weiter hiess es, die israelischen

Piloten könnten somit nach

ihren Angriffen im Iran auf insgesamt

acht Luftstützpunkten landen. Zudem

würden dort zu Aufklärungszwecken

Drohnen stationiert werden und israelische

Rettungsteams vor Ort sein. Weiter

wurde im Bericht dargelegt, dass

die US-amerikanische Regierung über

diese Entwicklung besorgt sei, da sie

auf einen bevorstehenden israelischen

Angriff auf den Iran hindeuten würde.

Die Zeitung zitierte einen hochrangigen

Angehörigen der US-Administration,

der behauptete: «Israel soll sich den

Zugang zu diesen Stützpunkten in Aserbaidschan

käuflich erworben haben.»

In Israel waren Politiker und Regierungsbeamte

ziemlich entsetzt, dass so

etwas veröffentlicht worden war. Eine

offizielle Bestätigung blieb natürlich

aus. Trotzdem scheint, wie so oft bei

Gerüchten, irgendetwas daran wahr zu

sein. Diesbezüglich spielt vor allem eine

Rolle, dass das Auftanken der Kampfjets

in so grosser Entfernung eines der

grössten Probleme Israels ist. Solche

rund 1000 jüdische Israelis, in Kiryat

Arba 8000.

Die blutige Geschichte der Stadt

hatte 1929 mit dem Massaker an den

jüdischen Bewohnern einen Höhepunkt,

jedoch kein Ende erreicht: 1980 kam es

zu einem weiteren Massaker, das extremistische

Araber an den jüdischen Einwohnern

der Stadt verübten. 1994 wendete

sich die Geschichte, indem der Arzt

Baruch Goldstein, der in Kiryat Arba lebte,

in der heiligsten Stätte Hebrons, der

Machpela-Höhle, 29 Muslime ermordete.

Wenngleich das Stadtgebiet mehrheitlich

den palästinensischen Behörden

untersteht, besteht weiterhin die

sogenannte Zone H2, in der die von

Siedlern bewohnten Häuser der Stadt

liegen. Immer wieder kommt es zu Konfrontationen

beider Seiten, wie kürzlich

wegen eines von Siedlern erworbenen

und bezogenen Hauses. Israels Regierung

liess dieses Haus vorerst wieder

räumen, um den juristischen Status zu

klären, bevor sich da eine weitere Gruppe

von Siedlern etablierte. Die religiöse

und politische Zerklüftung der Stadt

kommt auch rundum die Machpela-

Höhle zum Ausdruck, denn Juden und

Muslime beten hier während strikt getrennter

Gebetszeiten. AN �

Stützpunkte in Aserbaidschan würden

das Auftanken in der Luft überflüssig

machen. Die Publikation in «Foreign

Policy» machte diese Option nun jedoch

zunichte. Folglich kann man schlussfolgern,

dass die Quelle, die diese Informationen

preisgegeben hat, genau dieses

Ziel verfolgte – die Vereitelung eines

militärischen Angriffs Israels.

Es sollten nur wenige Tage vergehen,

bis vermeintliches Licht in die


Angelegenheit kam. John Bolton, der

während der Regierungszeit von George

W. Bush als US-Botschafter bei den Vereinten

Nationen amtierte, stellte öffentlich

die Behauptung in den Raum, dass

hinter diesen detaillierten Angaben niemand

anders als die Obama-Regierung

stehe. Diesbezüglich meinte Bolton:

«Schon lange herrscht in der gegenwärtigen

US-Regierung die Meinung vor,

dass ein israelischer Angriff schlimmer

wäre als Atomwaffen im Besitz des

Iran. Vor diesem Hintergrund wurden

diese Angaben veröffentlicht, damit der

Iran über die Vorgänge genau im Bild

ist. Preisgegebene Geheimnisse nehmen

diesen Vorbereitungen den Wind

NETANJAHU UND ROMNEY

aus den Segeln.» Weiter führte Bolton

aus, dass es einen solchen Fall noch

nie gegeben habe, das heisst, dass noch

nie zuvor geheime Pläne eines Bündnispartners

wissentlich preisgegeben worden

seien.

Bolton, der als Republikaner zu den

Gegnern der demokratischen Obama-

Regierung gehört, stellte diese Behauptungen

in einem Interview auf, das er

dem US-Nachrichtensender Fox News

gab. Zum ersten Mal sei es zu einer

solchen Weitergabe von Geheimnissen

unter Bündnispartner im Februar 2012

gekommen, erläuterte Bolton. Damals

hatte der US-Verteidigungsminister

Leon Panetta öffentlich gesagt, dass Is-

Schicksalhafte Begegnung und einflussreiche

Freundschaft

13

rael den Iran Anfang April anzugreifen

gedenke. Bolton meinte in seinem Interview

an Israel gerichtet: «Israel, bereite

dich auf weitere Preisgaben deiner Geheimnisse

vor!»

Darüber hinaus machte Bolton seine

persönliche Haltung zum Thema

unmissverständlich deutlich: «Das ist

einfach kein korrektes Verhalten unter

Bündnispartnern, unter guten Freunden,

vor allem nicht gegenüber einem

guten Freund, der sich einer existenziellen

Bedrohung ausgesetzt sieht.» An

den US-Präsidenten gerichtet, meinte

Bolton: «Herr Präsident, nicht Israel,

sondern der Iran verkörpert hier die Bedrohung.»

ZL �

Sie wuchsen in sehr unterschiedlichen sozialen Umfeldern auf. Der eine als reicher Mormone im US-Bundesstaat

Michigan, der andere als Jude des Mittelstandes in Jerusalem. Und dennoch kreuzten sich ihre Wege vor 36 Jahren.

Seither halten sie Kontakt: Mitt Romney und Benjamin Netanjahu.

Der gegenwärtig amtierende israelische

Ministerpräsident Benjamin

Netanjahu wurde 1949 in Tel Aviv geboren,

wuchs jedoch in Jerusalem auf.

Zwischenzeitlich lebte er mit seiner

Familie einige Jahre in den USA, wohin

er nach seinem Wehrdienst in Israel zurückkehrte,

um am angesehenen MIT

zu studieren. Mitt Romney wurde 1947

in Detroit im US-Bundesstaat Michigan

als Sohn einer Mormonen-Familie geboren.

Er studierte an der renommierten

Harvard-Universität und arbeitete anschliessend

für die im US-Bundesstaat

Massachusetts niedergelassene Firma

Boston Consulting Group. Das tat auch

Benjamin Netanjahu, der noch während

seines Studiums für diese Firmen

zu arbeiten begann. Seit ihrem Zusammentreffen

als Mitarbeiter dieser Firma

halten der heute als israelischer Ministerpräsident

amtierende Netanjahu und

der mittlerweile zum ernsthaftesten

republikanischen Kandidaten für das

US-Präsidentschaftsamt aufgestiegene

Romney Kontakt. Es soll sich um einen

freundschaftlichen, gar herzlichen Kontakt

handeln, über den bis vor Kurzem

nur wenige Bescheid wussten.

Ein Zusammentreffen dieser beiden

Männer ist wohl als Zufall zu bezeich-

nen. Angesichts der heutigen Positionen

dieser beiden Politiker scheint es jedoch

eine schicksalhafte Fügung zu sein, die

enorme Bedeutung haben könnte.

Beide schlossen ihr Studium mit

Auszeichnung ab, weshalb ihnen damals

– in den 1970er Jahren – die

besten Jobangebote der namhaftesten

Firmen winkten. Doch ausgerechnet

die Firma «Boston Consulting Group»

zählte nicht zu diesen Top-Firmen. Sie

galt nicht als marktführend, sondern

vielmehr als etwas hinterherhinkend,

wenn nicht sogar als Aussenseiterin.

Dennoch entschieden sich sowohl Netanjahu

als auch Romney ausgerechnet

für diese Firma, wo sich ihre Wege 1976

kreuzten.

Sie arbeiteten zwar nie gemeinsam

am gleichen Projekt, trafen aber den-

noch in den Büros der Firma aufeinander.

Sie sollen sich sympathisch gewesen

sein, sodass eine Freundschaft

entstand. In der Presse hiess es, beide

hätten schnell festgestellt, dass sie eine

ähnliche Weltanschauung hatten – dies

trotz ihrer so sehr unterschiedlichen

Herkunftshintergründe. Zudem wurde

im Rahmen ihrer Arbeit für die Firma

klar, dass sie beide zielstrebig auf Erfolgskurs

waren und die Eigenschaft besassen,

Einfluss auf andere Menschen

auszuüben.

Wenngleich sich ihre Wege schon

bald wieder trennen sollten, hielten sie

Kontakt. Zunächst soll es, so Berichte

der israelischen Presse, lediglich ein

sporadischer Kontakt gewesen sein.

Das änderte sich, als Romney 2002 in

die Politik ging und zum Gouverneur


14 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

von Massachusetts gewählt wurde, zu

einer Zeit, als Netanjahu schon plus/minus

zwei Jahrzehnte lang in der israelischen

Politik aktiv war. Beim damaligen

Wahlsieg von Romney amtierte Netanjahu

bereits als israelischer Finanzminister.

Er soll Romney in der Folge bei

professionellen Fragen zurate gezogen

haben. Romney seinerseits soll dabei

AUSGLEICH

geholfen haben, dass US-Finanzfirmen

ihre Kontakte zum Iran einschränkten –

schon vor einem Jahrzehnt für Israel ein

enorm wichtiges Thema.

Heute bekommt diese Freundschaft

eine noch ganz andere Bedeutung. Es

sind nur wenige derartige Fälle bekannt:

eine langjährige Freundschaft zwischen

Männern, die zu einflussreichen Poli-

3 Jahre Volltanken.

Deine Bibelschule.

www.bibel-center.de

einfach scannen

mehr erfahren

Bibel-Center, Freie

Theologische Fachschule

58339 Breckerfeld

Telefon 0 23 38/10 71

tikern aufstiegen. Wenn man bedenkt,

dass hier zudem noch von einem israelischen

und einem amerikanischen

Politiker die Rede ist, so bekommt das

eine noch viel grössere Relevanz – erst

recht, wenn man weiss, was Romney

kürzlich öffentlich über seine Freundschaft

zu Netanjahu sagte: «Wir verstehen

uns ohne grosse Worte.» ZL �

Entschädigungsforderung für jüdische Flüchtlinge aus

arabischen Staaten

In zahlreichen arabischen Staaten bestanden blühende jüdische Gemeinden, die nach 1948 erloschen. Wegen der

Gründung des Staates Israel wurden die Juden in diesen Ländern angefeindet und mussten fliehen, oftmals ohne

ihre Habe mitnehmen zu können.

Die Vereinigung «Justice for Jews

from Arab Countries» (Gerechtigkeit

für Juden aus arabischen Ländern)

wurde 2002 in den USA ins Leben gerufen.

Auch in Israel sind unterschiedliche

Vereinigungen mit dem Ziel

tätig, Entschädigungen für Juden zu

erreichen, die nach der Gründung des

Staates Israel aus arabischen Ländern

fliehen mussten. Es handelt sich dabei

um Juden, die einst unter anderem in

Marokko, Algerien, Libyen, Ägypten,

im Libanon und Jemen, in Syrien, im

Iran und Irak lebten. Von 1948 bis in

die frühen 1970er Jahre flohen aus

diesen und anderen Israel feindlich

gesinnten Ländern rund eine Million

Juden. Die grosse Mehrheit kam nach

Israel. Zwischen 1948 und 1951 wan-

derten 260.000 Juden aus arabischen

Ländern ein und bis 1972 nochmals

600.000.

Viele erzählen herzzerreissende

Geschichten über ein einstmals gut

situiertes Leben in friedlicher Koexistenz

mit den Nachbarn, über die ersten

Anfeindungen und Übergriffe sowie

über die häufig gefährliche Flucht. Einige

konnten die Flucht heimlich planen,

andere mussten überstützt alles

zurücklassen. Doch selbst wer noch

Besitztümer verkaufen konnte, erhielt

selten einen realen Preis. Viele dieser

Flüchtlinge trafen daher mehr oder weniger

mittellos in Israel ein. Häufig ging

ihre schwierige Geschichte auch nach

der Flucht noch weiter, indem sich das

Drama aufgrund einer alles andere als

reibungslos verlaufenden Integration in

Israel fortsetzte.

Erst im Jahr 2010 erkannte das israelische

Parlament, die Knesset, die

Notwendigkeit, die Rechte jener Juden

zu sichern, die gezwungen worden waren,

ihr Eigentum und Vermögen in arabischen

Ländern zurückzulassen. Diese

Initiative ging auf den Beschluss des

US-Repräsentantenhauses vom April

2008 zurück, der als Teil des Friedensprozesses

eine Entschädigung für Juden

aus arabischen Ländern anstrebte. Man

braucht nicht im Detail auszuführen,

dass sich seither an der grosspolitischen

Lage im Nahen Osten viel verändert

hat. Der Friedensprozess liegt

brach, die arabischen Länder sind im

Umbruch und das Unrecht, das den Misrachim

– wie die orientalischen Juden in

Israel genannt werden – widerfuhr, wurde

nicht ausgeglichen.

Im April 2012 fand nun in Israel die

erste von der Regierung geförderte Konferenz

zum Thema statt, die unter der

Leitung des stellvertretenden Aussenministers

Danny Ayalon stand. Dabei

rief Ayalon unter anderem die Arabische

Liga auf, «Verantwortung zu übernehmen

und zuzugeben, dass die Mitgliedstaaten

dafür verantwortlich sind, dass

Juden fliehen mussten». Darüber hinaus

führte er aus, dass die Entschädigung

für die jüdischen Flüchtlinge aus arabischen

Ländern ein integraler Bestandteil

zukünftiger Verhandlungen und/

oder Abkommen sein müsse.

In diesem Zusammenhang wies er

ferner darauf hin, dass rund 50 Prozent


der israelischen Bürger Familien mit

Flüchtlingshintergrund aus arabischen

Ländern hätten. So wie der Staat Israel

Anmeldung & Infos

diese Flüchtlinge aufgenommen habe,

so müssten sich auch die arabischen

Nationen um die Integration der Flücht-

Beth-Shalom

Israelreisen 2012

Jugendreise

5. bis 17. August 2012

mit Nathanael Winkler

Preise* ohne Flug ab CHF 1’293.–, EUR 1’070.– / mit Flug ab CHF 1’973.–, EUR 1’650.–

Wanderreise

11. bis 21. Oktober 2012

mit Thomas Lieth

Preise* ohne Flug ab CHF 1’450.–, EUR 1’200.– / mit Flug ab CHF 2’280.–, EUR 1’840.–

Schweiz:

Ringwiesenstrasse 12a

CH 8600 Dübendorf

Tel. 0041 (0)44 952 14 18

Fax 0041 (0)44 952 14 19

Deutschland:

Kaltenbrunnenstrasse 7

DE 79807 Lottstetten

Tel. 0049 (0)7745 8001

Fax 0049 (0)7745 201

E-Mail:

reisen@beth-shalom.ch

Internet:

www.mnr.ch

www.beth-shalom.co.il

* Preise gültig ab 26 Teilnehmern auf Basis Doppelzimmer mit Halbpension. Reisepreis mit Flug in CHF: ab Zürich, in EUR: ab Frankfurt. Es gelten die Reisebedingungen

von Schechinger-Tours, die bei uns angefordert werden können oder online unter www.schechinger-tours.de/service/reisebedingungen.html ersichtlich sind.

15

Von 1948 bis in die frühen 1970er Jahre flohen

aus arabischen Ländern rund eine Million

Juden nach Israel.

linge aus dem einstigen britischen Mandatsgebiet

Palästina in ihren Ländern

bemühen. «Flüchtlinge anzuerkennen

und sich um sie zu kümmern, ist nicht

nur eine Angelegenheit der historischen

Gerechtigkeit», sagte Ayalon auf der

Konferenz, «sondern auf der Grundlage

der UN-Resolution 242 sogar eine Verpflichtung.»

Die zahlreichen Teilnehmer der

Konferenz begrüssten zudem Ayalons

Initiative, die Angelegenheit erneut vor

den Vereinten Nationen zur Sprache zu

bringen. Breite Zustimmung fand auch

ein Videoclip über diese historische

Ungerechtigkeit, die im Internet einsehbar

ist unter: http://www.mfa.gov.il/

MFA/About+the+Ministry/Deputy_Foreign_Minister/Press/Ayalon_new_video_Truth_About_Refugees-Dec_2011.

htm AN �

Homepage der Vereinigung:

www.justiceforjews.com


Mitternachtsruf Alle Termine im Überblick

16 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

B

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Büchertisch vorhanden

H

Handzettel erhältlich

Rufen Sie uns an

Deutschland: 07745 8001

Schweiz: 044 952 14 14

Agenda vom 01.06. bis 31.07.2012

K

Organisierter Kinderhütedienst

Änderungen vorbehalten. Die Agenda im Internet, immer aktuell: www.mitternachtsruf.ch

Fr 01.06. 19:30 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Samuel Rindlisbacher B H

Sa 02.06. bis 11.06. DE 72178 Waldachtal - Vesperweiler Erholungsheim Waldesruhe, Auchtertstrasse 10 Marcel Malgo B H

Sa 02.06. 09:30 CH 8600 Dübendorf Mitternachtsruf-Haus, Ringwiesenstrasse 12a Johannes Vogel (WOBI) B

Sa 02.06. 19:30 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Samuel Rindlisbacher B H

So 03.06. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Erich Maag K

So 03.06. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Nathanael Winkler B K

So 03.06. 11:00 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Samuel Rindlisbacher B H

So 03.06. 14:30 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Samuel Rindlisbacher B H

So 03.06. 16:30 CH 4803 Vordemwald EFG-Gemeinde, Zofingerstrasse 12 Erich und Sonja Maag B H

So 10.06. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Thomas Lieth K

So 10.06. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Samuel Rindlisbacher B K

Fr 15.06. 20:00 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Norbert Lieth B H

Sa 16.06. 09:00 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Alexander Seibel B H

Sa 16.06. 10:30 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Norbert Lieth B H

Sa 16.06. 15:30 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Alexander Seibel B H

Sa 16.06. 17:00 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Norbert Lieth B H

Sa 16.06. 20:00 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Alexander Seibel B H

So 17.06. 09:00 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Norbert Lieth B H

So 17.06. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Samuel Rindlisbacher K

So 17.06. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Marcel Malgo B K

So 17.06. 10:15 CH 8192 Zweidlen-Glattfelden Spinnerei-Lettenstrasse Nathanael Winkler B H

So 17.06. 10:30 DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein Bibel und Erholungsheim Haus Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25 Alexander Seibel B H

Mi 20.06. 19:30 CH 3600 Thun Paulus Kapelle (EMK), Klosestrasse 10 Erich und Sonja Maag B H


Fr 22.06. 20:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Hans Peter Royer B H

Sa 23.06. 19:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Hans Peter Royer B H

So 24.06. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Marcel Malgo K

So 24.06. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Hans Peter Royer B H K

Di 26.06. bis 06.07. USA Columbia / Virginia Elia Morise

Do 28.06. 19:30 DE 70372 Stuttgart Kleiner Kursaal, Königsplatz 1 Erich und Sonja Maag B H

So 01.07. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Peter Blaser K

So 01.07. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

Mo 02.07. 19:30 DE 91555 Feuchtwangen Schranne Saal, Untere Torstrasse 3 Erich und Sonja Maag B H

Di 03.07. 19:30 DE 68169 Mannheim Gemeindezentrum, Paul-Gerhardt-Strasse 6 Erich und Sonja Maag B H

Mi 04.07. 19:30 DE 57072 Siegen Kongresszentrum, Siegerlandhalle, Atrium Saal, Koblenzer Str. Erich und Sonja Maag B H

Do 05.07. 19:30 DE 42285 Wuppertal (Barmen) CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe, Bundeshöhe 7 Erich und Sonja Maag B H

Fr 06.07. 19:30 DE 34117 Kassel CVJM Kassel, Wolfsschlucht Erich und Sonja Maag B H

Sa 07.07. 15:00 DE 30625 Hannover Gemeindezentrum, Helstorfer Str. 21 (Nähe med. Hochschule) Erich und Sonja Maag B H

Sa 07.07. 19:30 DE 41065 Mönchengladbach Haus der Evangeliumsverkündigung, Sophienstrasse 23a Thomas Lieth B H

So 08.07. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 René Malgo K

So 08.07. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

So 08.07. 10:00 DE 41065 Mönchengladbach Haus der Evangeliumsverkündigung, Sophienstrasse 23a Thomas Lieth B H

So 08.07. 16:00 DE 08280 Aue/Sachsen Kulturhaus «Aue», Goethe-Strasse 2 Erich und Sonja Maag B H

Mo 09.07. 19:30 DE 99089 Erfurt CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a Erich und Sonja Maag B H

Di 10.07. 19:30 DE 80637 München Innere Mission München, Landshuter Allee 40 Erich und Sonja Maag B H

Fr 13.07. 16:00 AT 7111 Parndorf MNR-FREUNDESTREFFEN Hotel Pannonia Tower, Gewerbestrasse 3 Norbert Lieth B H

Sa 14.07. bis 15.07. Ungarn Danubius Health Spa Resort Matgitsziget, 1138 Budapest, Margitsziget Israelkonferenz H

So 15.07. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Samuel Rindlisbacher K

So 15.07. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Marcel Malgo B K

So 15.07. 16:00 DE 79618 Rheinfelden Schloss Beuggen, Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte Samuel Rindlisbacher B H

So 22.07. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Markus Wüthrich K

So 22.07. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Thomas Lieth B K

17

So 22.07. 10:15 CH 8192 Zweidlen-Glattfelden Spinnerei-Lettenstrasse René Malgo B H

So 29.07. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Marcel Malgo K

So 29.07. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Thomas Lieth B K


18 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Die Osterkonferenz 2012 auf CD

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Do. 5. April 20:00

Marcel Malgo

Audio-CD

Bestell-Nr. 100195

CHF 4.50, EUR 3.50

So. 8. April 10:00

Norbert Lieth

Audio-CD

Bestell-Nr. 100199

CHF 4.50, EUR 3.50

NEU

Fr. 6. April 10:00

Eros Pasquini

Audio-CD

Bestell-Nr. 100196

CHF 4.50, EUR 3.50

So. 8. April 14:00

Meno Kalisher

Audio-CD

Bestell-Nr. 100201

CHF 4.50, EUR 3.50

Fr. 6. April 14:00

Norbert Lieth

Audio-CD

Bestell-Nr. 100197

CHF 4.50, EUR 3.50

Mo. 9. April 10:00

Meno Kalisher

Audio-CD

Bestell-Nr. 100202

CHF 4.50, EUR 3.50

Fr. 6. April 17:00

Eros Pasquini

Audio-CD

Bestell-Nr. 100198

CHF 4.50, EUR 3.50

Mo. 9. April 14:00

Norbert Lieth

Audio-CD

Bestell-Nr. 100203

CHF 4.50, EUR 3.50

RENALD E. SHOWERS

Die Lieder

(ohne Samstagabend-

Programm)

Audio-CD

Bestell-Nr. 100204

CHF 12.00, EUR 8.00

Alle Vortrags-CDs als Multipack

(ohne Lieder-CD)

8 Audio-CDs, Bestell-Nr. 140004

CHF 30.00, EUR 23.00

Alle Vorträge auf

einer MP3-CD

(ohne Lieder)

MP3-CD, Bestell-Nr. 111006

CHF 14.00, EUR 10.00

Was ist MP3? Jeder DVD-Player und jeder Computer

kann CDs dieses Formats abspielen. Möglich

ist dies auch bei modernen CD-Playern, auf

denen ein Hinweis betreffs MP3 steht.

Es gibt wirklich einen

Unterschied

Was ist Gottes Endziel in der Geschichte? Welche Bedeutung

haben die verschiedenen Bundesschlüsse in der Bibel? Welches

Verhältnis haben Christen zum mosaischen Gesetz? Werden

sich Gottes Verheissungen an Israel in einem realen

1000-jährigen Reich auf dieser Erde unter der Herrschaft

Christi erfüllen oder sind sie rein geistlich zu verstehen? In

verständlicher, einleuchtender Art und Weise gibt der Autor

fundierte Antwort auf diese Fragen.

Gebunden, 219 Seiten

Bestell-Nr. 170017

CHF 8.90, EUR 7.50


ZUNEHMENDE TENDENZ

Muslimische Leugnung der jüdischen Geschichte

Jerusalems

Juden in aller Welt haben für Jerusalem einen besonderen Platz in ihrem Herzen reserviert. Alle haben eine Verbundenheit

zu Jerusalem, sei es über die Religion, persönliche Erlebnisse oder als Zionisten und Israelfreunde.

Was für Juden glasklar ist – Jerusalem

ist der Mittelpunkt, ja das Herzstück

des Judentums und des Staates

Israel –, leugnen Millionen andere Menschen

hartnäckig. In der islamischen

Welt, in der die Begriffe Israel und Juden

häufig als Schimpfworte benutzt

werden, ist die Ansicht immer weiter

verbreitet, dass Juden keinerlei historische

Verbindung zu Jerusalem hätten.

Im Zuge dessen werden viele absurde

Argumente angeführt, zum Beispiel: Es

habe niemals einen jüdischen Tempel

gegeben. Die Geschichten um die legendären

Könige Israels, David, Salomo

und andere, seien frei erfunden. Jerusalem

sei schon immer eine arabische

Stadt gewesen, und sie werde dies auch

in Zukunft bleiben.

Zweifellos ist jedes Thema in Verbindung

mit Jerusalem heikel und lässt

Emotionen aufwallen. Hier spielt nicht

nur Religion und Glaube eine zentrale

Rolle, sondern auch Ideologie und in

diesem Fall Propaganda. Muslimische

Araber schrecken nicht davor zurück,

harte Fakten, wie beispielsweise archäologische

Funde, einfach umzudeuten.

Einige archäologische Funde

werden ignoriert, andere einfach als

Fälschung bezeichnet oder es werden

gar haarsträubende Geschichten erfunden.

Oftmals steht dabei nicht der Islam

im Mittelpunkt, sondern der arabische

bzw. insbesondere der palästinensische

Kontext.

Dennoch gibt es etliche Bereiche,

wie beispielsweise antike Gebräuche,

die die Tradition der jüdischen Verbundenheit

mit Jerusalem über Jahrhunderte

belegen. Dazu gehören unter

anderem:

• Juden verrichten ihre Gebete immer

nach Jerusalem, zum Tempel

gewandt. Muslime hingegen beten

Richtung Mekka; muslimische Gräber

sind Richtung Mekka ausgerichtet.

• Die Heiligen Schreine in den Synagogen

in aller Welt, in denen die

Thora-Rollen aufbewahrt werden,

sind Richtung Jerusalem ausgerichtet.

• Viele jüdische Gebete zu bedeutsamen

Feiertagen, wie an Jom Kippur,

am ersten Abend des Pessach-

Festes (Sederabend), die schon seit

Generationen in ein und derselben

Formel gesprochen werden, enden

mit dem Satz: «Im nächsten Jahr in

Jerusalem.»

• Jeden Sommer halten Juden in aller

Welt im Verlauf von drei Wochen

Trauerriten ein, um der Zerstörung

der jüdischen Tempel in Jerusalem

zu gedenken.

• Jeder jüdische Bräutigam muss unter

dem Hochzeitsbaldachin zum

Abschluss der Trauung im Gedenken

an die zerstörten Tempel ein

Glas zertreten und Psalm 137,5 rezitieren:

«Wenn ich dich je vergesse,

Jerusalem, dann soll mir die rechte

Hand verdorren.»

• Jerusalem wird im Alten Testament

349 Mal erwähnt. Zion, das Synonym

für Jerusalem, wird weitere 108

Mal erwähnt. Im Koran sucht man

das Wort Jerusalem hingegen vergeblich.

• Zwar gab es Perioden, in denen die

Juden nicht in Jerusalem wohnen

19

durften, aber dennoch waren sie immer

präsent. Bei Ende der osmanischen

Herrschaft im Jahr 1917 zählte

Jerusalem 65.000 Einwohner, von

denen 45.000 Juden waren. 1948

lebten insgesamt 100.000 Einwohner

in der Stadt, von denen 65.000

Juden waren.

Diese und andere Fakten hatte wohl

bereits der angesehene Historiker Martin

Gilbert vor Augen, als er schrieb: «Jerusalem

ist nicht einfach nur irgendeine

weitere Stadt, sondern sowohl in spiritueller

als auch physischer Hinsicht das

Herzstück der Geschichte des jüdischen

Volkes.» ZL �


20 HINTERGRUNDINFORMATIONEN 20 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Unser christlich geführtes Seniorenzentrum

Zion bietet in seinen hellen und grosszügig

gestalteten Räumen 61 BewohnerInnen sowie

den Mietern in den zehn Seniorenwohnungen

ein wohnliches Zuhause. Mit aktivierender

Betreuung und individuell den Bedürfnissen

der Bewohner angepasster Pflege wird die

Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit

der Bewohner angestrebt.

Nun suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung

eine motivierte

Dipl. Pflegefachperson

(HF, DNII, DNI, FAGE, FABE)

und eine(n)

Pflegeassistentin/..en

Wir bieten:

- sowohl Vollzeitstelle als auch Teilzeitstelle

(auch mit geringem Arbeitspensum)

- Möglichkeit von Halbtagesdiensten

- engagiertes und motiviertes Team

- zeitgemässe Arbeitsbedingungen und

Arbeitszeiten

- kontinuierliche Weiterbildung

- Gratisparkplätze und vergünstigtes

Essen

Ihr Profil:

- Sie arbeiten professionell und sind zuverlässig,

hilfsbereit und teamfähig.

- Sie achten ältere Menschen, wahren ihre

Würde und begegnen ihnen in liebevoller

Weise.

- Sie sind in der Lage, Verantwortung

wahrzunehmen und können mit unterschiedlichem

Arbeitsanfall sowie Belastungen

umgehen.

- Neuen Herausforderungen gegenüber

sind Sie aufgeschlossen.

- Ausserdem sprechen Sie gut Schweizerdeutsch

/ Deutsch und können sich

auch schriftlich ausdrücken.

Dann erwarten wir gerne Ihre schriftliche Bewerbung

mit Foto.

Seniorenzentrum Zion

Herr W. el Khouri

Ringwiesenstrasse 14

CH-8600 Dübendorf

post@sz-zion.ch • www.sz-zion.ch

WELTWEITE IGNORANZ

Der Christenhass des Grossmuftis

von Saudi-Arabien

Es sind erschreckende Vorgänge, die in der Welt kaum wahrgenommen

werden. Es handelt sich um muslimisch-religiöse Schiedssprüche, die ein

einziges Ziel haben: Die Anwesenheit von Christen in der Welt des Islam

zu verunmöglichen.

Stellen Sie sich einmal vor, dass

beispielsweise die katholische Kirche

mit einem päpstlichen Edikt anordnen

würde, alle Moscheen in Europa seien

zu schliessen und die Gebäude dem

Erdboden gleichzumachen. Vermutlich

käme es in der weltweiten Presse zu

einem Aufschrei der Empörung und

auf den Strassen zu Unruhen. Schnell

wären die Worte Intoleranz, Vorurteile

und extreme Islamophobie in vieler

Munde, sodass man davon ausgehen

kann, dass eine solche Anweisung in

der demokratischen Welt des Westens,

vor allem in Europa, niemals umgesetzt

werden könnte. Anders sieht es

hingegen im Nahen Osten aus. Hier geschieht

so etwas tatsächlich, nur sind

hier Christen die Zielscheibe.

Im März 2012 reiste eine Delegation

aus Kuwait nach Saudi-Arabien, um

die Meinung des Grossmuftis einzuholen,

der den klangvollen Namen Abd

al-Aziz Ibn Abd Allah Ibn Muhammad

Ibn Abd al-Lateef Aal ash-Shaikh

trägt. Man wollte hören, was diese

muslimische Religionsautorität zum

Vorschlag eines kuwaitischen Parlamentsmitglieds

meint. Der kuwaitische

Parlamentarier hatte in einer Gesetzesvorlage

gefordert, «alle Kirchen

dem Erdboden gleichzumachen». Die

Antwort des Grossmuftis fiel deutlich

aus: «Kuwait ist seit der Zeit des Propheten

Mohammed ein Teil der arabischen

Nation, weshalb es angebracht

ist, dass in dieser Nation keine Kirchen

existieren. Alle Kirchen müssen

zerstört werden.»

Der Grossmufti beruft sich in seinem

Urteil auf eines der Vermächtnisse

des Begründers des Islam. Auf

seinem Sterbebett soll der Prophet

Mohammed noch einen islamischen

Hadith, eine prophetische Anweisung,

verkündet haben. Er soll demzufolge

das Verbot ausgesprochen haben,

«dass auf der arabischen Halbinsel

zwei Religionen bestehen». Unterm

Strich heisst das: In der Region kann

es nur den Islam und ausschliesslich

den Islam geben.

Doch jetzt könnte man fragen, wer

ist dieser Mann überhaupt, dass er so

ein Urteil fällt? Der Grossmufti gilt als

die höchste und richtungsweisende

Autorität in allen islamisch-religiösen

Angelegenheiten. Der 1940 im saudiarabischen

Riad geborene Mann, der

1960 nach einem angeborenen Augenleiden

ganz erblindete, amtiert

zugleich als Vorsitzender des grossen

Rates der Weisen, der «Uleima». Sein

Urteil ist bindend. Es lässt keinerlei

Handlungsspielraum. Missverständnisse

sind ausgeschlossen. Dennoch

nahmen nur wenige Medien der westlichen

Welt diese Vorgänge wahr, nur

hier und da war ein leiser Aufschrei einiger

katholischer Bischöfe zu hören,

der schnell verklang.

Lediglich ein Mann scheint die Sache

ernsthaft zu verfolgen. Er versucht

immer wieder, mit Publikationen über

die Vorgänge und Folgen aufzuklären.

Der Wissenschaftler Raymond Ibrahim

ist Experte für Nahost- und Islamwissenschaften.

Er wurde in den USA

als Kind ägyptischer Eltern geboren

und wuchs sowohl in den Vereinigten

Staaten als auch im Nahen Osten

auf. Ibrahim publizierte nicht nur den

Schiedsspruch des saudi-arabischen

Grossmuftis, sondern wies in den letzten

Wochen immer wieder daraufhin,

dass ihm Beweise zur Zerstörung von

Kirchen und Klöstern in der arabischen

Welt vorliegen. Er bezeichnete

das Schweigen des Westens in dieser

Angelegenheit als «Skandal». Weiter

führte er aus, dass dies lediglich zeige,

«wie sehr die Medien, die Welt der

Wissenschaften, aber auch die Politiker

des Westens einer Vogel-Strauss-

Politik ergeben sind». ZL �

Homepage von Raymond Ibrahim:

www.raymondibrahim.com


STATISTIKEN

Israelis sind zufrieden und

glücklich

Der Staat Israel macht in der Welt mehrheitlich negative Schlagzeilen.

Touristen fürchten oftmals eine Reise in das Land, denn die Medien porträtieren

es als fast ausschliesslich krisengeschüttelt. Israelis hingegen sind

Menschen, die nicht nur zufrieden, sondern glücklich durchs Leben gehen.

Bezüglich der durchschnittlichen

Lebenserwartung liegt Israel gegenwärtig

im weltweiten Vergleich auf

Platz fünf. Die durchschnittliche Lebenserwartung

liegt bei 81,6 Jahren

und beträgt inzwischen satte 13 Jahre

mehr als bei Gründung des Staates

Israel vor 64 Jahren. Die Inflation, die

Israelis früher einmal Kopfzerbrechen

bereitete, betrug im letzten Jahr gerade

einmal 2,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit

erreichte mit sechs Prozent einen historischen

Tiefpunkt und lässt Staaten wie

die USA und etliche europäische Länder

vor Neid erblassen. Früher einmal hatte

Israel mit einer extremen Verschuldung

zu ringen. In Spitzenzeiten stieg

die Staatsverschuldung auf 210 Prozent

des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Im

letzten Jahr betrug sie lediglich 67 Prozent

des BIP. Wenngleich die Lebenshaltungskosten

in Israel nicht gerade

niedrig sind, tragen diese und andere

harte Fakten dennoch dazu bei, dass

Israelis ein sicheres Fundament spüren

und sich glücklich schätzen.

Dieses Gefühl muss man als eine

subjektive Empfindung bezeichnen.

Trotzdem wurde sie kürzlich in einer objektiven

Studie aufgegriffen, die von den

Vereinten Nationen in Auftrag gegeben

wurde und die diese subjektive Empfindung

mit harten Fakten bestätigte. Im

Rahmen dieser Studie sollte ermittelt

werden, ob die Bürger eines Landes

21

glücklich und zufrieden sind. Dafür betrachtete

und verglich man unterschiedliche

Parameter des «Lebensstandards».

In dieser Liste von 156 Staaten bringt

es Israel auf den 14. Platz.

Die Parameter, die ermittelt werden,

um einen Vergleich des von Land

zu Land unterschiedlichen Lebensstandards

erstellen zu können, sind sehr

umfassend und beziehen sich keineswegs

nur auf die eingangs angeführten

Daten, sondern erfassen zudem persönliche

Angaben, darunter: Gesundheit,

Sicherheit am Arbeitsplatz, Fragen zur

Familie und zum sozialen Umfeld, aber

auch Fragen nach dem Gefühl der politischen

Freiheit und Fragen nach der

Meinung zu beispielsweise Korruption

im öffentlichen Sektor und die Auswirkungen

für das eigene Leben. Diese und

andere Parameter ermöglichen eine umfassende

Einstufung, die in Relation zu

anderen Ländern gesetzt werden kann.

Laut dieses weltweiten Vergleichs,

der vom «Earth Institute» der amerikanischen

Columbia-Universität anlässlich

eines UN-Gipfeltreffens zum Thema

veröffentlicht wurde, sind die Bürger

von Dänemark, Finnland, Norwegen

und Holland am glücklichsten. Die USA

schafften es auf den 11. Platz. Schlusslichter

sind unter anderem Benin und

Togo. Und vielleicht interessiert noch

diese Angabe: Der Iran rangiert auf

Platz 84. ZL �

Israelis sind

Menschen, die nicht

nur zufrieden,

sondern glücklich

durchs Leben

gehen. Spontane

Tanzeinlage von

Fussgängern auf der

Jerusalemer Ben-

Yehuda-Strasse.

D-Tour

Thomas Lieth

DLM

21

Tournee durch

Deutschland von

Erich und Sonja Maag

Sie hören eine Botschaft zum Thema:

«Endzeit und trotzdem

ein Leben im Sieg»

Do. 28.06.2012, 19.30 Uhr

70372 Stuttgart

Kleiner Kursaal, Königsplatz 1

Mo. 02.07.2012, 19.30 Uhr

91555 Feuchtwangen

Schranne Saal, Untere Torstrasse 3

Di. 03.07.2012, 19.30 Uhr

68169 Mannheim

Gemeindezentrum, Paul-Gerhardt-Strasse 6

Mi. 04.07.2012, 19.30 Uhr

57072 Siegen

Kongresszentrum, Siegerlandhalle, Atrium

Saal, Koblenzer Str.

Do. 05.07.2012, 19.30 Uhr

42285 Wuppertal (Barmen)

CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe,

Bundeshöhe 7

Fr. 06.07.2012, 19.30 Uhr

34117 Kassel

CVJM Kassel, Wolfsschlucht

Sa. 07.07.2012, 15.00 Uhr

30625 Hannover

Gemeindezentrum, Helstorfer Str. 21 (Nähe

med. Hochschule)

So. 08.07.2012, 16.00 Uhr

08280 Aue/Sachsen

Kulturhaus «Aue», Goethe-Strasse 2

Mo. 09.07.2012, 19.30 Uhr

99089 Erfurt

CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a

Di. 10.07.2012, 19.30 Uhr

80637 München

Innere Mission München, Landshuter Allee 40

Herzlich willkommen!


VANGELISATION

Neue Musik-CD

131805 „Last Minute-Livekonzert“

12 Euro bzw. 17 CHF

Freitag, 22.06.2012, 20.00 Uhr

Wie gnädig ist Gott?

Samstag, 23.06.2012, 19.00 Uhr

Muss man Gott fürchten?

Sonntag, 24.06.2012, 10.00 Uhr

DLM

22 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

BEMERKENSWERT

Jahresbericht des IWF zu Israel

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gibt regelmässig Jahresberichte zu

einzelnen Ländern heraus. Diese Organisation unter der Schirmherrschaft der

Vereinten Nationen bestätigt erneut: Israels Wirtschaft ist stark und stabil.

Wörtlich heisst es in dem Bericht:

«Die israelische Wirtschaft bleibt stark,

mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP),

das 2011 um 4,7 Prozent gewachsen

ist.» Zwar sei die weltweite Krise an

Israel ebenfalls nicht spurlos vorbeigegangen,

so wurde im Bericht festgehalten,

doch habe sie das Wachstum

lediglich verlangsamt und sei sehr viel

weniger stark abgebremst als in vielen

anderen Industrieländern. Dazu beigetragen

haben laut IWF der «robuste

private Verbrauch und das gute Investmentklima».

Zudem wurde betont, dass Israels

Wirtschaft auf sehr starken Fundamenten

aufbaut: «Die Inflation und Inflationserwartung

liegen lediglich bei ein

bis drei Prozent, die Arbeitslosigkeit

befindet sich auf einem historischen

mit Hans Peter Royer

Glaube und Zweifel

Zionshalle

Ringwiesenstrasse 15

CH 8600 Dübendorf

Tiefpunkt, die internationale Nettoeinlagenposition

ist im Plus und die öffentlichen

Schulden sinken kontinuierlich

und liegen inzwischen bei weniger als

75 Prozent des BIP.» Zu diesem Gesamtbild

trägt der institutionelle Rahmen

der israelischen Wirtschaft bei,

wie beispielsweise die geltenden Steuergesetze

und die vorbildliche Arbeit

der israelischen Landesbank, «Bank of

Israel», unter der Leitung von Gouverneur

Stanley Fischer.

Zu diesen Schlussfolgerungen

kommt der IWF aufgrund eines Vergleichs

vieler Länder anhand von

unterschiedlichen Parametern, die diverse

Wirtschaftsbereiche eines Landes

bewerten wie die Regierungspolitik,

die Arbeit einzelner Ministerien, den

Kapitalmarkt, die Börse, die Arbeitslo-

Hans Peter Royer

ist Pädagoge, Skilehrer,

Bergführer und

stellvertretender Leiter der

Fackelträger-Bewegung. Er

entwickelte die sogenannte

Christuszentrierte Erlebnispädagogik.

Hans Peter Royer ist verheiratet,

Vater von drei Kindern und wohnt in der Steiermark in

Österreich. Er ist als Redner bei Tagungen und auf Konferenzen

sehr gefragt. Schwerpunkt seiner Verkündigung ist: nicht

krampfhaft durch eigenes Bemühen «heilig» werden zu wollen,

sondern Gott das Management zu überlassen.

Er ist Autor mehrerer Bücher.

sigkeit, die Inflation, die Investmentförderung

und -absicherung, die Verschuldung

oder das Schuldenmanagement.

Der IWF hob im Rahmen des Jahresberichts

zur israelischen Wirtschaft vor allem

die Stabilität des Finanzsektors und

das Wachstumspotenzial hervor.

Der IWF geht für 2012 von einem

BIP-Wachstum von 2,8 Prozent aus und

hielt zudem fest, dass die israelische

Wirtschaft aufgrund der Einkünfte aus

den entdeckten Erdgasfeldern weiter

prosperieren werde. Allerdings wurde

als negative Entwicklung erwähnt, dass

die sozioökonomischen Klüfte in Israel

auf besorgniserregende Weise grösser

werden. AN �

Eintritt frei!


LEBENSRETTEND

Israelische Antwort auf weltweites

Problem

In Krankenhäusern wird Patienten das Leben gerettet. Zugleich geschieht

es jedoch immer wieder auch, dass ausgerechnet ein Krankenhausaufenthalt

zum Tod von Patienten führt. Ein israelischer Wissenschaftler fand

eine Antwort, wie man Patienten besser schützen kann.

Wenn davon die Rede ist, dass ein

Krankenhausaufenthalt die Ursache für

eine Erkrankung ist, die im schlimmsten

Fall sogar zum Tod führen kann,

so weiss man: Hier geht es um unerwünschte

Infektionen aufgrund von

Killerbakterien, denen man mit Antibiotika

nicht zu Leibe rücken kann. Solche

gegen Antibiotika resistente Keime

verbreiten sich immer mehr. Es wird geschätzt,

dass allein in Deutschland jährlich

40.000 Patienten wegen Infektionen

sterben, die sie sich während einer

Behandlung im Krankenhaus zuziehen.

Ein israelischer Wissenschaftler entwickelte

inzwischen ein Schnellverfahren

zur Erkennung solcher Keime, was zu

deren Eindämmung beitragen soll.

Prof. Nathan Citri forschte früher

einmal an der Hebräischen Universität

Jerusalem. Da er jedoch bereits 91

Lebensjahre zählt, hat er schon lange

den Status Emeritus, doch seinen

Ruhestand kann man getrost als «Unruhestand»

bezeichnen. Der vorstehend

beschriebene Missstand bereitete ihm

so grosse Sorgen, dass er weiterhin

forschte und nun eine Lösung präsentierte,

die zumindest dazu beiträgt, die

Verbreitung solcher Infektionen effektiver

einzudämmen, sprich: Seine Innovation

wird Patienten das Leben retten.

Bei Massnahmen gegen solche Killerbakterien

geht es üblicherweise um

eine umfangreiche Hygiene, über die

Patienten und Besucher aufgeklärt werden.

Auch forscht man nach Wegen, wie

man diesen Killer-Bakterien erneut mit

Medikamenten beikommen könnte. Und

noch ein weiteres Element spielt eine

entscheidende Rolle: Eine schnelle Erkennung,

um die Ausbreitung zu unterbinden.

In Krankenhäusern wird Patienten das Leben

gerettet. Zugleich geschieht es jedoch immer

wieder auch, dass ausgerechnet ein

Krankenhausaufenthalt zum Tod

von Patienten führt.

23

An diesem Punkt setzt die Entwicklung

von Prof. Citri an. Tritt ein ungeklärter

schwerer Infektionsfall auf, so

laufen Tests an. Doch der Labornachweis

dauert rund fünf Tage – wertvolle

Zeit, wenn es darum geht, etwas für den

betroffenen Patienten zu tun. Überdies

kann sich der Keim in diesen Tagen

ungehindert weiterverbreiten. Die chemischen

Tests von Prof. Citri erbringen

aufgrund von Urin- oder Blutproben

hingegen fast umgehend Ergebnisse,

sodass sofort gehandelt werden kann.

Prof. Citri war übrigens der erste

Wissenschaftler der Hebräischen Universität

Jerusalem, der ein Patent beantragte.

Das war bereits 1958! Seine

gegenwärtige Innovation wird von Yissum,

der Gesellschaft für angewandte

Forschung dieser renommierten Hochschule,

vermarktet. ZL �

REFERENTEN

23

Prophetie-

Wochenende

in Bad Windsheim

28.09. bis 30.09.2012

Norbert Lieth

Vorstandsmitglied des Missionswerkes

Mitternachtsruf

Dr. Elia Morise

Ägyptischer Missionar und

Islamkenner (deutschsprachig)

mit speziellem Seminar

über den Islam

TAGUNGSORT UND UNTERKUNFT

Tagungshotel Residenz

Bad Windsheim*****

PREIS PRO TAG UND PERSON

ab EUR 99.00

Im Preis inbegriffen: Vollpension,

alkoholfreie Getränke und je eine Kaffeepause

am Vor- und Nachmittag

Tagesgäste: mit Verpfl egung EUR 34.00

ANMELDUNG DIREKT AN

Residenz Bad Windsheim Hotel & Spa

Erkenbrechtallee 33

D-91438 Bad Windsheim

Telefon: +49(0)9841/910

Telefax: +49(0)9841/912663

www.residenz-badwindsheim.de

e-mail: hotel@residenz-badwindsheim.de

PROGRAMM

• Fr. 28.09. 20:00 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 09:00 > Dr. Elia Morise

• Sa. 29.09. 10:30 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 15:30 > Dr. Elia Morise

• Sa. 29.09. 17:00 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 20:00 > Dr. Elia Morise

• So. 30.09. 09:00 > Norbert Lieth

• So. 30.09. 10:30 > Dr. Elia Morise


24 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

AUS ISRAELS LABORS

Effektivere Schlaganfall-Erstversorgung

Schlaganfälle sind heimtückisch. Rechtzeitig erkannt, kann man die negativen Folgen mindern. Eine israelische

Firma hofft, durch ein innovatives Medikament die Erstversorgung wesentlich effektiver zu machen.

Die ersten Stunden der Versorgung

eines Patienten, der einen Schlaganfall

erlitten hat, sind entscheidend. Bei einem

Schlaganfall kommt es zum Ausfall

der Funktionen des zentralen Nervensystems

und einer kritischen Störung

der Blutversorgung des Gehirns. Manchmal

kündigt sich ein Schlaganfall mit

Vorzeichen an, doch sehr häufig ist es

eine plötzlich auftretende Erkrankung.

Schlaganfälle können in unterschiedlichen

Formen und Ausmassen auftreten.

Wichtig ist, den Patienten medizinisch

schnell und richtig zu versorgen. Dabei

werden intravenöse oder intraarterielle

Medikamente verabreicht, die ein

Blutgerinnsel auflösen sollen. Diese Behandlungsform

gilt als effektiv, wenn sie

nicht später als drei Stunden nach dem

Schlaganfall erfolgt. Je später eine solche

Therapie zur Anwendung kommt, desto

schlechter sind die Erfolgsaussichten.

Hinzu kommt, dass die Medikamente zugleich

die Gefahr einer Gehirnblutung erhöhen.

In wenigen Fällen kann man eine

sogenannte Neurothrombektomie durchführen,

in deren Zuge das Blutgerinnsel

mittels eines Katheders aufgelöst wird.

Bei vielen Patienten kommt es dennoch

zu schweren Folgeschäden.

Bisher hat die moderne Medizin

keine andere Antwort auf dieses immer

weiter verbreitete Problem. Genau

an diesem Punkt setzt eine israelische

Biotechnologie-Firma namens Thrombotech

mit ihrer Forschung an. Es ist

eine kleine Firma, die gegenwärtig lediglich

sechs Angestellte zählt. Hier

verfolgte man zur Lösung des Prob-

RASANTE NACHFRAGE

lems einen innovativen Ansatz. Dieser

widmet sich nicht der Entwicklung eines

neuartigen Medikaments, sondern

vielmehr der Verbesserung des bestehenden

Medikaments zur Auflösung

des Blutgerinnsels.

Mediziner verabreichen im Falle

eines Schlaganfalls Medikamente, die

unter der Bezeichnung Thrombolyse

bekannt sind und auf dem Enzym TPA

basieren. Die Firma Thrombotech arbeitete

nun an einer Weiterentwicklung.

Das Endergebnis ist ein synthetisches

Peptid namens THR-18. Hergestellt

wurde es in den Laboren des Universitätsklinikums

Hadassah im Jerusalemer

Stadtteil Ein Kerem.

Wird dieses Peptid verabreicht, so

bindet es sich an das Enzym TPA, sodass

dies wesentlich effektiver und schneller

wirkt. Zudem stellte man fest, dass das

Peptid dieses Enzym daran hindert, andere

Blutgefässe in Mitleidenschaft zu

ziehen, sodass dadurch die Gefahr von

unerwünschten Gehirnblutungen stark

minimiert wird.

Forschungszentren in Israel hoch im Kurs

Die Forschungen der Firma belegen

eindeutig, dass dieses synthetische

Peptid das Medikament nicht

nur schneller und noch besser wirken

lässt, sondern sogar noch Hilfe bis zu

neun Stunden nach einem Schlaganfall

verspricht. Damit steigt die Zeit, die

zur Erstversorgung eines Patienten

von grösster Bedeutung ist, von drei

auf signifikante neun Stunden an. Dr.

Ruth Ben Yakar, leitende Geschäftsführerin

von Thrombotech, verweist

diesbezüglich auf Statistiken: Man

könne dadurch 85 Prozent der betroffenen

Patienten besser helfen. Das

bedeutet zum einen Leben zu retten,

zum anderen die Folgeerscheinungen

für unzählige Patienten stark zu minimieren.

Gegenwärtig laufen bereits klinische

Tests. Man geht davon aus, dass

diese medizinische Innovation in rund

fünf Jahren die erforderlichen Zulassungen

erhält, um dann weltweit zum Wohl

von Schlaganfallpatienten eingesetzt zu

werden. ZL �

Als innovationsfreudiges Hightech-Land zieht Israel die Aufmerksamkeit vieler Konzerne der unterschiedlichsten

Wirtschaftssektoren auf sich. Zahllose westliche Konzerne unterhalten Forschungs- und Entwicklungszentren im

Land, für die sich auch immer mehr Firmen aus Fernost interessieren.

Was haben der chinesische Computerkonzern

Lenovo und die chinesische

Internetfirma Tencent mit dem ameri-

kanischen Automobilhersteller Ford gemeinsam?

Auf den ersten Blick nichts,

doch wenn man nach Israel schaut, so

ist das anders. Während bisher vor allem

amerikanische sowie europäische

Unternehmen Forschungs- und Entwick-


lungszentren in Israel unterhalten, interessieren

sich für solche Labors

mittlerweile sogar Konzerne aus

Fernost, insbesondere chinesische

Unternehmen.

Die Liste der namhaften Firmen,

die Forschungs- und Entwicklungszentren

in Israel unterhalten,

ist lang, sehr lang.

Sie ist insbesondere beeindruckend,

wenn man die

Grösse des Staates Israel

berücksichtigt: Google,

Intel, Microsoft, SAP,

General Motors, Ford,

die Deutsche Telekom,

die italienische Telcom

und die spanische Telefonica.

Und nicht zu

vergessen der Konzern

Apple, der erst kürzlich

mit dem Aufkauf einer israelischen

Firma die Grundlage

für den Aufbau eines eigenen

Forschungs- und Entwicklungszentrums

legte. Gefragt

sind die israelische Innovationsfreudigkeit,

der Ideenreichtum

der israelischen Experten und

die Anreize, die die israelische

Wirtschaft bieten. Die

Hightech-Industrie, Telekommunikationsfirmen,

Automobilkonzerne sowie

Unternehmen, die sich mit

Lebenswissenschaften und

Cleantech (sauberen Technologien)

beschäftigen, oder solche, die

Nano-Technologie einsetzen, haben

Israel als Forschungsstandort entdeckt,

um ihre Produkte immer

weiter zu verbessern und ihre

Firmen an der Weltmarktspitze

konkurrenzfähig zu halten.

Für Israels Wirtschaftsgefüge

sind diese Forschungs-

und Entwicklungszentren ein

bedeutsamer Faktor. Laut Angaben

des israelischen Zentralbüros

für Statistik waren im vergangenen

Jahr in solchen Zentren rund 27.000

israelische Bürger beschäftigt. Diese

Angestellten machen rund 45

Prozent des gesamten Forschungs-

und Entwicklungsbereichs aus, denn

neben den ausländischen Konzernen

unterhalten natürlich auch israelische

Firmen solche Zentren. Auf diese Weise

MITTERNACHTSRUF-FREUNDESTREFFEN

IN ÖSTERREICH

AT 7111 Parndorf

Hotel Pannonia Tower, Gewerbestrasse 3

Fr, 13.07.2012, 16.00 Uhr

Sie hören eine biblisch-prophetische Botschaft von

Norbert Lieth

25

investierten ausländische Konzerne alleine

im Jahr 2009 rund zwölf Milliarden

US-Dollar (rund neun Milliarden Euro)

in Israel. Und jedes Jahr wächst diese

Summe.

Yoram Yaacovi ist Leiter eines Forschungs-

und Entwicklungszentrums,

das Microsoft schon seit längerer Zeit

in Israel unterhält. Zugleich steht er

dem Forum aller 26 grossen internationalen

Forschungs- und Entwicklungszentren

vor, die bisher in Israel

gegründet wurden. «Für internationale

Konzerne», führte er aus, «ist Israel

ein interessanter Ort. Nicht wegen der

Grösse des Wirtschaftsmarktes oder

gar wegen niedriger Investitionskosten,

sondern wegen des technologischen

Standards, der bahnbrechenden Ideen,

der Dynamik und Initiative, die hier an

den Tag gelegt werden.» Er fügte hinzu,

dass sich dies längst auch in Fernost

herumgesprochen habe. Genau darum

baut nicht nur der amerikanische Automobilhersteller

Ford sein Forschungs-

und Entwicklungszentrum in Israel auf,

vielmehr strecken auch asiatische und

vor allem chinesische Konzerne ihre

Fühler aus. ZL �

Herzlich willkommen!


26 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

VON DEN MARINES ZU DEN IDF

Mit Herz und Seele im Einsatz

Mit 19 Jahren schien Mark Blank klar, was er in seinem Leben machen würde. Er besuchte eine US-Militärschule,

auf der er das College abschliessen und zum Marine ausgebildet werden wollte. Inzwischen ist er mit 22 Jahren

jedoch Berufssoldat der israelischen Armee.

Mark Blank wuchs in Los Angeles

auf, bis er als 13-Jähriger mit seiner Familie

an die Ostküste der USA zog. Sein

Vater bezeichnet sich als orthodoxer

Jude, seine Mutter war zum Judentum

übergetreten. Sie liessen sich in East

Brunswick im Bundesstaat New Jersey

nieder. Hier schloss sich die Familie einer

der örtlichen Synagogengemeinden

an. Die drei Söhne waren unter anderem

in jüdischen Jugendbewegungen aktiv.

Mit 16 verkündete Mark seinen Eltern,

dass er im Rahmen eines besonderen

Austauschprogramms einige Monate in

Israel zur Schule gehen wolle. Sie hatten

nichts dagegen, denn die Familie Blank

fühlt sich nicht nur dem Judentum, sondern

auch dem Staat Israel stark verbunden.

So besuchte er zusammen mit 60

Jugendlichen aus den USA und Kanada

ein Sommerschulprogramm des Tichon

Ramah Yerushalayim.

Während seines Aufenthalts in Israel

lernte er Hebräisch und baute eine noch

engere emotionale Verbundenheit mit

Land und Leuten auf. «Als wir im Unterricht

mehr über den Golan lernten, machten

wir sogar einen Ausflug dorthin. Und

als wir über Bar Kochba und über den

Aufstand gegen die Römer unterrichtet

wurden, wandelten wir auf den Spuren

dieses antiken jüdischen Nationalhelden.

Geschichte wurde lebendig, insbesondere

die Geschichte meiner antiken und modernen

Vorväter», sagte der heute 22-jährige

Mark dazu in einem Interview. «Es

war eine fantastische Erfahrung.»

Als er seinen Eltern mitteilte, dass er

sich einem Kibbuz anschliessen und danach

bei der israelischen Armee dienen

wolle, intervenierten sie. Da ihr Sohn

noch minderjährig war, hatten sie das

Sagen. Er sollte in die USA zurückkehren,

um erst einmal seine Schulbildung

zu vervollständigen. So kehrte Mark,

schwer verliebt in das Land und seine

Leute, als gehorsamer Sohn in die USA

zurück. Schon damals war ihm jedoch

klar, dass er eine militärische Laufbahn

einschlagen würde, sodass seine Eltern

zustimmten, ihn auf ein US-Militärinternat

zu schicken. Auf dem angesehenen

Militärcollege Citadel in Charleston (South

Carolina) sollte er seine Schulbildung

abschliessen und parallel zum Offizier bei

den Marines ausgebildet werden. «Für

mich war das eine ideale Kombination,

die auch den Vorstellungen meiner Eltern

gerecht wurde», sagte er rückblickend.

Dann kam der 27. Dezember 2008,

jener Tag, an dem die israelische Armee

die Militäroperation «Gegossenes Blei»

lancierte. Nichts hielt den jungen Mann

mehr in den USA. Drei Tage bevor er

nach den Feiertagen ins Militärinternat

hätte zurückkehren sollen, beschloss er,

die Ausbildung abzubrechen, nach Israel

einzuwandern und seine militärische

Laufbahn bei der israelischen Armee

fortzusetzen. Wenige Monate später wurde

sein Traum Wirklichkeit.

Inzwischen dient er in einer kämpfenden

Einheit. Er hat es zum Ingenieur

einer besonderen Truppe gebracht und

steht gerade davor, sich als Berufssoldat

zu verpflichten. Über seine Geschichte

berichtete zunächst die lokale Zeitung

seiner neuen Heimatstadt Ashdod. So

wurde die Armeeleitung auf die besondere

Geschichte dieses jungen Mannes

aufmerksam und lud ihn ein, an einem

Galaspendenabend zugunsten israelischer

Soldaten in den USA teilzunehmen.

Im Zuge der Berichterstattung verriet

Mark, dass seine Eltern mittlerweile hinter

ihm stehen. «Sie sind sehr stolz auf

mich. Sicherlich wäre ich ein guter Marine

geworden, doch hier, so glaube ich,

kann ich sehr viel mehr beitragen», sagte

der junge Mann, der mit der Einwanderung

den hebräischen Vornamen Maor

angenommen hat. ZL �

Mark Blank: «Als wir im Unterricht mehr über

den Golan lernten, machten wir sogar einen

Ausflug dorthin. Und als wir über Bar Kochba

und über den Aufstand gegen die Römer

unterrichtet wurden, wandelten wir auf den

Spuren dieses antiken jüdischen Nationalhelden.

Geschichte wurde lebendig, insbesondere

die Geschichte meiner antiken und

modernen Vorväter»


DER LAUF DES LEBENS

Vom Model zur Panzerinstrukteurin

Sie ist erst 20 Jahre alt. Sie war die erste religiöse Jüdin, die an einem Model-Nachwuchswettbewerb in den USA

teilnahm. Inzwischen dient sie in der israelischen Armee und unterweist andere Soldaten in der Kunst des Panzerfahrens.

Esther Petrack wurde in Jerusalem

geboren, lebte in den letzten Jahren jedoch

in den USA, wohin ihre Eltern ausgewandert

waren. Dort begann sie, ihren

Traum von einer Model-Karriere zu

verfolgen. Sie bewarb sich bei America’s

Next Top Model. Ihre Teilnahme erregte

viel Aufsehen, da sie eine praktizierende

Jüdin ist. Vor diesem Hintergrund diskutierten

diverse Kreise, ob es sich für eine

fromme Jüdin – selbst bezeichnet sie

sich als modern-orthodox – schickt, als

Model aufzutreten. Ausserdem war in

diesem Zusammenhang die Einhaltung

der Sabbat-Ruhe ein in der Öffentlichkeit

diskutiertes Thema. Sie selbst gab

dazu an, dass sie weiterhin ihr religiös

geprägtes Leben führe, die Gesetze halte

und nicht der Ansicht sei, dass dies

mit einer Model-Karriere kollidiere.

In der Castingshow belegte Petrack

letztlich den siebten Platz. Unmittelbar

danach sollte sich ihr Leben grundlegend

verändern und eine Wendung

nehmen, die sie selbst wohl am allerwenigsten

vermutet hätte. Sie kehrte nach

Israel zurück, denn sie wollte wieder

Zeit in dem Land verbringen, wo sie geboren

worden und herangewachsen war.

Sie schrieb sich bei zwei israelischen

Modelagenturen ein und auch zum Studium

an der Hebräischen Universität.

Doch das Studium hat sie inzwischen

auf Eis gelegt, um etwas ganz anderes

zu machen: Sie dient bei der israelischen

Armee und bringt Soldaten bei, wie man

einen Panzer manövriert.

Während ihres Israelaufenthalts

kam die inzwischen 20-Jährige zur Überzeugung,

dass sie dauerhaft in Israel leben

wollte. Als Re-Immigrantin war sie

in ihrem Alter jedoch verpflichtet, Wehrdienst

zu leisten. Das war für sie auch

vollkommen in Ordnung, denn schon früher

– in den USA – hatte sie sich sozial

engagiert, weil es ihr wichtig war, etwas

für die Allgemeinheit zu tun. Die Armee

bot der jungen Frau einen Bürojob an,

27

der es ihr ermöglicht hätte, in gewissem

Masse weiterhin als Model zu arbeiten,

doch das lehnte sie ab. Sie machte ihre

Grundausbildung und nahm ihren Dienst

beim Panzerkorps auf, bei dem sie als

Ausbilderin für Panzerfahrer den Rest

ihres Wehrdienstes leisten wird.

In einem Interview, das die Presseabteilung

der israelischen Armee veröffentlichte,

sagte sie unter anderem: «Ich

wollte etwas machen, das ich nach meiner

Armeezeit nie mehr würde machen

können.» Sie bezeichnete die Arbeit als

«körperlich sehr anstrengend, aber auch

als mentale und intellektuelle Herausforderung.»

Trotzdem denkt sie nicht

daran, ihre Model-Karriere aufzugeben.

«Obwohl ich mir einstweilen meine Fingernägel

total ruiniert habe», merkte sie

im Interview lachend an. AN �

Herzliche

Einladung …

Thomas Lieth

spricht in

Mönchengladbach

Haus der Evangeliumsverkündigung

Sophienstrasse 23a

DE 41065 Mönchengladbach

Sa. 07.07.2012, 19.30 Uhr

Thema:«Ein Blinder wird sehend»

S0. 08.07.2012, 10.00 Uhr

Thema:«Die Blindheit der Sehenden»

Immer auf den neusten Stand:

www.mnr.ch/agenda


28 BIBEL UND ISRAEL

Neue Nachrichten Broschüren aus Israel • 06/2012 von Norbert Lieth

brisant und hochaktuell!

Neu! Neu! Neu!

Neu! Neu! Neu!

Der neue Katalog

ist da: Bestellen Sie ihn jetzt, damit

Sie in Ruhe unser gesamtes Verlagsangebot

durchstöbern können.

NORBERT LIETH

Der grosse Irrtum des

Antisemitismus

Wie sieht es heute im Nahen Osten aus? Wir sehen, dass die

Feindschaft gegen Israel zunimmt. Die ganze Welt scheint auf

die antisemitischen Diffamierungen zu hören. Sie wird eingelullt

und kann nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden.

Dabei gerät Israel immer mehr in Bedrängnis. Erfahren Sie

anhand der Geschichte von Königin Esther, wie der allmächtige

Gott trotzdem die Kontrolle behält - damals und heute!

Broschüre, 24 Seiten

Bestell-Nr. 180240

CHF 1.50, EUR 1.00

NORBERT LIETH

Das aber sollst du wissen

Die Worte «Das aber sollst du wissen» sind die Einleitung zu einem

Text, der die letzten Tage vor der Wiederkunft Jesu beschreibt.

Diese Beschreibung ist aktueller denn je – sie weist

auf das hin, was wir täglich in den Medien präsentiert bekommen:

Revolutionen, politische Umwälzungen, religiöse Veränderungen,

Finanzkrisen, Anarchie und Werteverfall. Wohin treibt

unsere Welt? Lesen Sie mehr darüber in dieser Broschüre

Broschüre, 24 Seiten

Bestell-Nr. 180007

CHF 1.50, EUR 1.00


Hat Gott Seine

Verheissungen erfüllt?

Bedeutende Aspekte

im Buch Josua – Teil I

Zu einem biblischen Verständnis von Josua 21,43-45. Teil 6.

Dr. Greg Harris

Professor für biblische Auslegung an

The Master’s Seminary, Autor und Pastor

einer Gemeinde in Kalifornien

Drei wesentliche Passagen im Buch

Josua helfen, Josua 21,43-45 angemessen

auszulegen: 1. Gottes erster Befehl

an Josua (1,1-4); 2. die Aufteilung des

Landes unter das Volk Israel (13-21),

was eine eigene Einheit innerhalb des

Buches ist; 3. und die Zusammenfassung,

mit der Gott diese Einheit eröffnet

(13,1-7).

Gottes erster Befehl an Josua (1,1-

4) begann mit spezifischen Angaben

zum Grenzverlauf, mit denen Josua gut

vertraut gewesen sein dürfte: «Und es

geschah nach dem Tod Moses, des Knechtes

des Herrn, da sprach der Herr zu Josua:

Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache

dich nun auf, ziehe über den Jordan dort,

du und dieses ganze Volk, in das Land, das

ich ihnen gebe, den Kindern Israels! Jeden

Ort, auf den eure Fusssohlen treten, habe ich

euch gegeben, wie ich es Mose verheissen

habe. Von der Wüste und dem Libanon dort

bis zum grossen Strom Euphrat, das ganze

Land der Hetiter, und bis zu dem grossen

Meer, wo die Sonne untergeht, soll euer

Gebiet reichen.»

Die Erwähnung des Euphrats in

Josua 1,4 ist äusserst bedeutend. Erstens,

wie bereits aufgezeigt, hatte Gott

den Euphrat schon viermal als Teil der

Landesgrenzen genannt [s. Teil 4]: zu-

nächst bei der Bestätigung des abrahamitischen

Bundes (1.Mo 15,18), dann am

Sinai, vor der Bestätigung des Bundes

mit Mose (2.Mo 23,31), und schliesslich

zweimal in 5. Mose (1,7; 11,24). Zweitens

ist Josua 1,4 die einzige Stelle im

ganzen Buch Josua, in der der Euphrat

vorkommt; allerdings finden wir keinen

einzigen Hinweis darauf, dass die Israeliten

sich jemals aufgemacht hätten, diese

Gegend zu erkunden, so wie sie einige

Jahrzehnte zuvor das Land erkunden

liessen (4.Mo 13). Damals war Josua

einer der zwölf Kundschafter gewesen.

Überdies wurde auch keinem der Stämme

Israels ein Landstrich am Euphrat

als Anteil zugewiesen. Es sollte auch zur

Kenntnis genommen werden, dass Josua

die Verheissungen und die Warnungen

aus 3. Mose 26 und 5. Mose 28-30 (die ja

erst vor Kurzem gegeben worden waren)

recht gut kannte, ebenso wie die endgültige

Zukunftshoffnung sowohl für das

Land als auch für das Volk Israel, wie

sie in 3. Mose 26,40-45 offenbart wurde. 1

Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt,

der häufig von denjenigen vernachlässigt

wird, die Josua 21,43-45 als Beleg dafür

zitieren, dass Gott die Landesverheissungen

des abrahamitischen Bundes

bereits erfüllt habe, ist die beschriebene

Aufteilung des Landes in Josua 13-21.

Josua 13-21 ist ein Segment innerhalb

des Buches, und die einzelnen Kapitel

müssen in diesem Zusammenhang

gesehen werden. Tatsächlich sind die

BIBEL UND ISRAEL 29

drei Schlussverse dieses Abschnitts in

Josua 21,43-45 «eine herrliche Zusammenfassung»

der Landaufteilung. 2 Die

Eröffnung dieses Abschnitts (Jos 13,1)

ist insofern äusserst wichtig, als hier

Gott selbst sowohl das von Ihm bereits

Erreichte bewertete als auch das, was

noch zu vollbringen war: «Als nun Josua

alt und wohlbetagt war, sprach der Herr zu

ihm: Du bist alt und wohlbetagt geworden,

doch es bleibt noch sehr viel Land einzunehmen.»

Jahwe skizzierte dann Gebiete

innerhalb des Landes, die ein Teil von

dem «noch sehr viel Land» waren, das

eingenommen werden musste:

«Dies aber ist das Land, das noch

einzunehmen bleibt: nämlich alle Bezirke

der Philister und das ganze Geschuri: vom

Sihor an, der östlich von Ägypten fliesst,

bis zu dem Gebiet von Ekron, nach Norden

zu, das zu den Kanaanitern gerechnet wird,

die fünf Fürsten der Philister, nämlich der

von Gaza, der von Asdod, der von Askalon,

der von Gat, der von Ekron; auch die

Awwiter; gegen Süden das ganze Land der

Kanaaniter, und Maara der Zidonier, bis

nach Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;

dazu das Land der Gibliter und der ganze

Libanon, gegen Aufgang der Sonne, von

Baal-Gad an, am Fuss des Berges Hermon,

bis man nach Hamat kommt: alle, die im

Bergland wohnen, vom Libanon an bis

Misrephot-Majim, und alle Zidonier. Ich

will sie vor den Söhnen Israels vertreiben;

teile sie nur als Erbbesitz unter Israel durch

das Los, so wie ich dir geboten habe! So

teile nun dieses Land als Erbe aus unter

die neun Stämme und den halben Stamm

Manasse!» (Jos 13,2-7).

Weil Josua 13,1-7 also über Teile des

Landes Kanaan spricht, steht ausser

Frage, dass Israel in den Tagen Josuas

nie das ganze Land besessen hat,

wie es Gott im abrahamitischen Bund

festgelegt hatte – ganz zu schweigen

vom zusätzlichen Hinweis in Josua 1,4

auf das Gebiet am Euphrat, das sich

nun wirklich ausserhalb des bereits

eingenommenen Landes befand. Dieses

offensichtliche Versagen, das ganze von

Gott verheissene Land einzunehmen,

wird sowohl im dispensationalistischen

als auch im gegnerischen Lager betont.

Bezüglich der Landesverheissungen an

Israel vertreten einige die klare Lehre,

dass «die Israeliten nie in den unbestrittenen

Besitz des ganzen verheissenen

Landes in seiner vollen Ausdehnung

bis an die in 4. Mose 34,1-12 festgelegten

Grenzen gekommen sind; so

haben sie zum Beispiel nie Tyrus und


30 HINTERGRUNDINFORMATIONEN SOFORTHILFE BIBEL UND ISRAEL

FÜR ISRAEL AUS ISRAEL

Nachrichten aus Israel • 06/2012

Sidon erobert». 3 John Bright schreibt,

die Verheissung habe erst «begonnen,

erfüllt zu werden – wenngleich sie nie

vollständig erfüllt wurde –, als ihnen

das verheissene Land gegeben wurde». 4

Richard S. Hess bemerkt den Kontrast

zwischen der Treue Gottes und Israels

unvollständigem Gehorsam und fügt

hinzu: «Daher kommt die Tendenz, hier

einen Prozess der Enteignung zu sehen.

Israel hatte unter Gott begonnen, aber

dann versagte das Volk und konnte es

nicht vollenden. Dieses Versagen war

eine Folge ihres Ungehorsams – sie hatten

versagt, den Prozess der Landnahme

bis zum Ende durchzuziehen.» 5 Mabie

erklärt eingehender, wie unvollständig

Israel zu Lebzeiten Josuas das Land

erobert hatte:

«Es wird allgemein angenommen

(das ist aber im Allgemeinen eine Fehldeutung),

dass nur im Buch der Richter

die Unvollständigkeit der Landnahme

thematisiert wird. Sowohl Josua als auch

Richter reflektieren die Realität unbesiegter

Völker, Städte und Regionen.

Tatsächlich kommt nach der Aufzählung

der besiegten Könige [Jos 12] eine abschreckende

Liste der nicht eingenommenen

Regionen vom tiefsten Süden

bis zum äussersten Norden, besonders

in der Küstenebene, im Tal Jesreel und

den Tälern um Beth Schean (Jos 13,1-

6.13). Ähnlich werden während der

Landverteilung andere nicht eingenommene

Gebiete erwähnt (vgl. Jos 15,63;

16,10; 17,11-16). So werden am Zelt der

Begegnung in Silo die Israeliten gerügt,

weil sie ‹lässig waren›, das Land einzunehmen

– sieben Stämme hatten ihr Erbe

noch nicht erhalten (Jos 18,1-3).» 6

Davis macht eine gute Zusammenfassung

von Josua 13,1: «In gewisser

Hinsicht waren diese Regionen Grenzgebiete

Israels. Daraus lässt sich ableiten,

dass Israel im Kerngebiet Kanaans ein

hohes Mass an Überlegenheit erzielt

hatte. Nicht, dass diese Überlegenheit

absolut gewesen wäre, aber sie war

beträchtlich.» 7

Josua 21,43-45 beschliesst also

die Kapitel der Landverteilung und ist

daher von strategischer Bedeutung für

das Verständnis des gesamten Buches:

«Diese Passage ist eine theologische

Schlussfolgerung des ganzen Buches bis

zu diesem Punkt … Der Herausgeber betont

hier die Vollständigkeit von Gottes

Werk … In welcher politischen Situation

auch immer Israel sich in einer späteren

Generation befinden sollte – ob Reichs-

teilung oder der Fall des Nordreichs oder

dann die Zerstörung Jerusalems und das

Exil –, Israel konnte nicht Gott dafür

verantwortlich machen. Gott war treu

und hatte für Israel alles getan, was er

versprochen hatte. Die Schuld lag bei

Israel, nicht bei Gott.» 8

Nachdem er Israels Versagen, das

Land vollständig in Besitz zu nehmen,

angemerkt hat, beklagt Davis, dass die

wahre Bedeutung von Josua 21,43-45

von manchen vernachlässigt wird, und

fügt mit beredten Worten hinzu: «Zuletzt

müssen wir das grossartige Zeugnis von

Jahwes Treue ansehen. Diese Passage

ist das theologische Herzstück des

Buches Josua; sie ist ein bewusster

Widerhall von 1,1-9 (vgl. bes. V 2-3

und 5-6) und zieht einen Schlussstrich

unter alles Vorangegangene. Dies ist die

Halsschlagader des Buches. Und doch,

in zwei in den letzten zwanzig Jahren

veröffentlichten, grossen Kommentaren

wurden dieser Stelle nur neun bzw. fünf

Zeilen gewidmet – ein unverzeihlicher

Fehler.» 9 �

1 William D. Barrick bemerkt: «Interessanterweise

wird das Land selbst als eigenständiger

Bündnispartner behandelt. Es kann die Erneuerung

für die entgangenen Sabbate entgegennehmen

(V 33-34.43)» (Barrick, «Eschatological

Significance of Leviticus 26», 117).

2 David M. Howard, Jr., Joshua in The New

American Commentary, Hrsg. E. Ray Clendenen

(Nashville: Broadman and Holman,

1998), 397.

3 Keil und Delitzsch, Joshua, Judges, Ruth, 1

and 2 Samuel, 157.

4 John Bright, A History of Israel, 3. Aufl. (Philadelphia:

Westminster, 1981), 96-97.

5 Richard S. Hess, Joshua: An Introduction

and Commentary, in Tyndale Old Testament

Commentaries, ed. D. J. Wiseman (Downers

Grove, Ill: Intervarsity Press, 1996), 285.

6 F. J. Mabie, «Geographical Extent of Israel»,

in Dictionary of the Old Testament: Historical

Books. Bill T. Arnold and H. G. M. Williamson

eds. (Downers Grove, Ill: Intervarsity Press,

2005), 318.

7 Dale Ralph Davis, No Falling Words: Expositions

of the Book of Joshua, 110-11.

8 Trent C. Butler, Joshua in Word Biblical Commentary,

David A. Hubbard and Glenn W.

Barker, gen eds. (Waco, Texas: Word Books,

1983), 234-35.

9 Dale Ralph Davis, No Failing Words, 157.

Nachrichten aus Israel ®

Schweiz:

Missionswerk Mitternachtsruf

Abteilung Beth-Shalom

Ringwiesenstrasse 12a

®

CH 8600 Dübendorf

Tel. 0041 (0)44 952 14 17

Fax 0041 (0)44 952 14 19

E-Mail: beth-shalom@mnr.ch

Deutschland:

Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.

Abteilung Beth-Shalom

Kaltenbrunnenstrasse 7

DE 79807 Lottstetten

Tel. 0049 (0)7745 8001

Fax 0049 (0)7745 201

E-Mail: beth-shalom@mnr.ch

Zeitschriften Schweiz:

Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom

«Nachrichten aus Israel»

Ringwiesenstrasse 12a, CH 8600 Dübendorf

Tel. 0041 (0)44 952 14 15, Fax 0041 (0)44 952 14 11

E-Mail: nai@mnr.ch

Deutschland:

Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom

«Nachrichten aus Israel»

Kaltenbrunnenstrasse 7, DE 79807 Lottstetten

Tel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201

E-Mail: nai@mnr.ch

Die «Nachrichten aus Israel» erscheinen auch in

englischer, französischer, holländischer, portugiesischer,

rumänischer, spanischer und ungarischer Sprache.

Erscheinungsweise: monatlich.

Abonnementspreise jährlich:

Der regelmässige Bezug der Zeitschrift in der Schweiz,

Deutschland und Österreich bedingt Kosten von jährlich

15 EUR / 24 CHF. Übrige Länder, Preis auf Anfrage

Einzahlungen Schweiz:

Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom

Postfinance, IBAN: CH52 0900 0000 8001 1535 0,

BIC: POFICHBEXXX

oder ZKB, IBAN: CH59 0070 0115 2007 7269 5,

BIC: ZKBKCHZZ80A

Einzahlungen Deutschland:

Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom

Sparkasse Hochrhein, Waldshut,

IBAN: DE36 6845 2290 0006 6006 70, BIC: SKHRDE6W

Einzahlungen Österreich:

Allgemeine Sparkasse Oberösterreich, Linz,

IBAN AT33 2032 0000 0011 8902, BIC: ASPKAT2LXXX

Herstellung: GU-Print AG, Zürich

Israelreisen:

Missionswerk Mitternachtsruf

Abteilung Beth-Shalom-Reisen

Ringwiesenstrasse 12 a, CH 8600 Dübendorf

Tel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19

E-Mail: reisen@mnr.ch

Gästehaus:

Beth-Shalom, P.O.B. 6208, Hanassi Avenue 110

IL 31060 Haifa-Carmel, Israel

Tel. 00972 4 837 74 81, Fax 00972 4 837 24 43

E-Mail: beth-shalom-israel@mnr.ch

Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis Stückwerk

ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich ihre

persönliche Sicht dar.

Für die Inhalte der fremden Webseiten, auf die verwiesen

wurde, wird keine Haftungsverpflichtung übernommen.

Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der

Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden

Seiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige

Gestaltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der verknüpften

Seiten haben wir keinerlei Einfluss. Für illegale, fehlerhafte

oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die

aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener

Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite,

auf die verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf

die jeweilige Veröffentlichung lediglich hinweist.

Initialen der Autoren und Quellenangaben in dieser Ausgabe:

ZL = Zwi Lidar; CM = Conno Malgo; AN = Antje Naujoks


Anmeldungen direkt im Bibel- und Erholungsheim Felsengrund, Weltenschwanner Strasse 25

DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein. Tel.: +49 (0)7053 92660 oder info@haus-felsen-grund.de

Prophetie-Konferenz

Zavelstein

Dem Glauben

Zukunft geben

mit Norbert Lieth

und Alexander Seibel

Norbert Lieth,

Verkündiger, Bibellehrer und

Vorstandsmitglied des

Missionswerkes Mitternachtsruf

Alexander Seibel,

vollzeitlich, weltweit tätiger

Verkündiger des Evangeliums

mit Schwerpunkt Apologetik

Freitag, 15.06.2012, 20:00 Uhr

Samstag, 16.06.2012

09:00 Uhr, 10:30 Uhr,

15:30 Uhr, 17:00 Uhr, 20:00 Uhr

Sonntag, 17.06.2012, 09:00 Uhr, 10:30 Uhr

Bibel- und Erholungsheim

Haus Felsengrund

Weltenschwanner Strasse 25

DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein


Israel

Konferenz

01.–02.09.2012

Das Programm

Sa. 01.09. 15:30

Fredi Winkler,

Dr. Mordechai Waron

Sa. 01.09. 19:30

Jurek Schulz

So. 02.09. 10:00

Norbert Lieth

So. 02.09. 14:30

Jurek Schulz

Die Vorträge werden

musi kalisch umrahmt

Zionshalle

Ringwiesenstrasse 15

CH 8600 Dübendorf

Norbert Lieth

gehört dem Vorstand

des Mitternachtsruf

an.

Seine Botschaft

be inhaltet die biblische

Prophetie

und Israel.

Jurek Schulz

messianischer

Jude, ist theologischer

Referent

der Arbeitsgemeinschaft

für

das messianische

Zeugnis an Israel

(www.amzi.org).

Fredi Winkler

Leiter des Beth-

Shalom-Gästehauses

in Haifa,

Israel. Er ist zudem

diplomierter

Reiseleiter.

In den Pausen bieten wir Ihnen ein reichhaltiges Angebot

an israelischen Produkten und ein kostenloses

Mittagessen mit orientalischen Spezialitäten!

www.mitternachtsruf.ch www.beth-shalom.ch

Israel ist und bleibt ein Generalthema. Je mehr wir

zeitlich fortschreiten, desto aktueller wird es.

Gottes souveräner Plan steht fest und es scheint,

dass wir der Planvollendung stark entgegensteuern.

Mit Jurek Schulz haben wir einen kompetenten,

messianisch-gläubigen Redner aus Hamburg

gewinnen können, der uns diesbezüglich

viel zu sagen hat.

Dr. Mordechai

Waron

ist der ehemalige

Chefarzt des

Assaf-Harofeh-

Kranken hauses in

Israel.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine