Lehrbericht 2005 - Universität Koblenz · Landau

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Lehrbericht 2005 - Universität Koblenz · Landau

Forschungs- und Lehrbericht 2005

Fachbereich 3: Mathematik / Naturwissenschaften

Universität Koblenz-Landau

Campus Koblenz

Dezember 2005


Copyright: Fachbereich 3: Mathematik / Naturwissenschaften,

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Copyright des Umschlagfotos: Universität Koblenz-Landau, Foto: Andreas Lang

Das Umschlagfoto zeigt das Gebäude G des Campus Metternich der Universität Koblenz-Landau, Koblenz

Gestaltung: Prof. Dr. Peter Pottinger, Elfriede van der Zalm

Druck: Copy-Print-Center Hamacher GmbH

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Vorwort

Der Mathematisch/Naturwissenschaftliche Fachbereich umfasst die drei Institute:

• Institut für Integrierte Naturwissenschaften

• Mathematisches Institut

• Institut für Sportwissenschaft,

wobei sich das Institut für Integrierte Naturwissenschaften aufgliedert in die Abteilungen

Biologie, Chemie, Geographie und Physik. Diese Aufgliederung in Institute und Abteilungen

schlägt sich auch in den Forschungs- und Lehrberichten nieder.

Nach wie vor findet eine intensive Vorbereitung für die Einführung von Bachelor- und

Masterstudiengängen statt. Diese Vorbereitung bezieht sich vorrangig auf die

Lehramtsausbildung, die künftig in Bachelor- und Masterstudiengängen geschehen soll.

Arbeitsgruppen, die die curricularen Grundlagen hierfür schaffen sollen, haben zum größten

Teil ihre Arbeit beendet. Eine ministerielle Veröffentlichung dieser curricularen Standards

wird in Kürze erfolgen. Die für die nächsten Jahre geplante Umstellung der Studiengänge

stellt eine große Herausforderung sowohl inhaltlicher als auch personeller Art für den

Fachbereich dar. Dies gilt insbesondere für die Übergangsphase, weil dort sowohl die

Studierenden der bisherigen Studiengänge als auch die Studierenden der neuen Studiengänge

angemessen ausgebildet werden müssen.

Der vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften konzipierte Bachelor- und

Masterstudiengang Ecological Impact Assessment hat im Sommersemester 2005 den

Studienbetrieb erfolgreich aufgenommen, nachdem im vorausgehenden Wintersemester die

Akkreditierung dieses Studienganges erfolgte. Hervorzuheben ist, dass es sich bei diesem

Studiengang um ein interdisziplinäres, anwendungs- und zukunftsorientiertes Angebot

handelt. Der im Jahre 2004 geschlossene Kooperationsvertrag mit dem Bundesamt für

Gewässerkunde hat für den Studiengang Ecological Impact Assessment sehr positive

Auswirkungen. Zum einen kann hierdurch ein angemessenes Lehrangebot bereitgestellt und

zum anderen der Anwendungsbezug vertieft werden. Mit diesem Studiengang wird auch ein

ausgewogeneres Verhältnis zwischen lehramtsbezogenen und nicht-lehramtsbezogenen

Studiengängen hergestellt.

Der Berichtszeitraum des Forschungs- und Lehrberichtes umfasst im Wesentlichen das

akademische Jahr 2004/2005, d. h. das Wintersemester 2004/2005 und das Sommersemester

2005. In einigen Teilen geht er allerdings darüber hinaus. Dies betrifft im Forschungsbericht

die Übersicht über die Publikationstätigkeit (ab 2001) und die Drittmitteleinwerbung (ab

2003), um auch längerfristige Tendenzen aufzuzeigen. Im Lehrbericht ist der

Berichtszeitraum nur bei der Analyse der Prüfungsleistungen (ab 1995) erweitert, da sonst in

vielen Studiengängen die Fallzahlen für eine aussagefähige Analyse zu klein wären.

Die Forschungsaktivitäten der drei Institute umfassen eine Vielzahl von Einzelprojekten.

Hierbei überwiegt die Anzahl der fachwissenschaftlichen gegenüber den fachdidaktisch

orientierten Projekten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hatte in den letzten Jahren im

Mathematisch/Naturwissenschaftlichen Fachbereich stets einen hohen Stellenwert. Dieser

wird nun noch einmal vergrößert durch das Zusammenwachsen der einzelnen Fachdisziplinen

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Biologie, Chemie, Geographie und Physik innerhalb des Instituts für Integrierte

Naturwissenschaften und die daraus resultierenden gemeinsamen Forschungsaktivitäten.

Die Finanzierung der Forschungsprojekte und das Volumen der Drittmitteleinwerbung haben

sich nicht nennenswert verändert: BMBF und DFG als Großförderer sind ebenso vertreten

wie z.B. Landesministerien.

Ferner hat der Mathematisch/Naturwissenschaftliche Fachbereich die wissenschaftliche

Verantwortung für die vom Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung

angebotenen Masterstudiengänge Energiemanagement und Gesundheitsmanagement

übernommen. Hiermit hat der Mathematisch/Naturwissenschaftliche Fachbereich zur

Einwerbung von erheblichen Drittmitteln beigetragen, da diese beiden Studiengänge in der

Projektphase von der Bund-Länder-Kommission finanziert werden.

In dem Teil des Lehrberichtes werden unter anderem folgende Merkmale aufgezeigt:

• Fachübergreifend werden die Entwicklungen in den vorhandenen Studiengängen

beschrieben.

• Die Fluktuation der Studierendenzahlen seit 1995 erlaubt das Aufzeigen langfristiger

fächerspezifischer Entwicklungen in den einzelnen Studiengängen.

• Prüfungszahlen und Ergebnisse werden in Zusammenhang mit der Studiendauer und

Studiensituation fächerspezifisch diskutiert.

Allen, die zum Gelingen dieses Forschungs- und Lehrberichtes beigetragen haben, gilt mein

Dank, stellvertretend für all diese Personen möchte ich mich bei Frau van der Zalm bedanken,

die wesentlich an der Erstellung des Berichtes beteiligt war.

Koblenz,

Dezember 2005

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort ..................................................................................................................................... 3

1. Forschungsbericht des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften............................ 7

1.1 Abteilungen und Arbeitsgruppen (Übersicht)............................................................ 7

1.2 Forschungsprojekte .................................................................................................... 9

1.3 Externe Aktivitäten im Jahr 2005............................................................................. 45

1.4 Veröffentlichungen................................................................................................... 49

1.5 Drittmitteleinwerbung .............................................................................................. 55

1.6 Kolloquien................................................................................................................ 57

2. Forschungsbericht des Mathematischen Instituts........................................................... 59

2.1 Arbeitsgruppen ......................................................................................................... 59

2.2 Forschungsprojekte .................................................................................................. 60

2.3 Externe Aktivitäten 2005 ......................................................................................... 70

2.4 Veröffentlichungen................................................................................................... 74

2.5 Drittmitteleinwerbung (in Euro)............................................................................... 75

2.6 Kolloquiumsreihen................................................................................................... 76

3. Forschungsbericht des Instituts für Sportwissenschaft.................................................. 77

3.1 Arbeitsgruppen ......................................................................................................... 77

3.2 Forschungsprojekte .................................................................................................. 78

3.3 Externe Aktivitäten im Jahr 2005............................................................................. 89

3.4 Veröffentlichungen................................................................................................... 91

3.5 Drittmitteleinwerbung .............................................................................................. 92

Lehrbericht ............................................................................................................................. 93

1. Institutsübergreifende Aspekte der Lehre....................................................................... 94

1.1 Lehrsituation............................................................................................................. 94

1.2 Frauenförderung ....................................................................................................... 95

1.3 Preisgekrönte Abschlussarbeiten.............................................................................. 97

1.4 Statistische Daten ..................................................................................................... 98

1.5 Abschlussarbeiten................................................................................................... 108

2. Lehrbericht des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften ................................... 111

2.1 Lehrbericht der Abteilung Biologie.............................................................................. 113

2.1.1 Veranstaltungsangebot ....................................................................................... 113

2.1.2 Lehrsituation....................................................................................................... 117

2.1.3 Studiensituation.................................................................................................. 117

2.1.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums ................................ 118

2.1.5 Statistische Daten ............................................................................................... 121

2.1.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen ................................................................. 132

5


2.2 Lehrbericht der Abteilung Chemie .............................................................................. 133

2.2.1 Veranstaltungsangebot ....................................................................................... 133

2.2.2 Lehrsituation....................................................................................................... 136

2.2.3 Studiensituation.................................................................................................. 137

2.2.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums ................................ 137

2.2.5 Statistische Daten ............................................................................................... 138

2.2.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen ................................................................. 143

2.3 Lehrbericht der Abteilung Geographie........................................................................ 144

2.3.1 Veranstaltungsangebot ....................................................................................... 144

2.3.2 Lehrsituation....................................................................................................... 150

2.3.3 Studiensituation.................................................................................................. 151

2.3.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums ................................ 151

2.3.5 Statistische Daten ............................................................................................... 152

2.3.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen ................................................................. 163

2.4 Lehrbericht der Abteilung Physik................................................................................ 164

2.4.1 Veranstaltungsangebot ....................................................................................... 164

2.4.2 Lehrsituation....................................................................................................... 168

2.4.3 Studiensituation.................................................................................................. 169

2.4.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums ................................ 169

2.4.5 Statistische Daten ............................................................................................... 170

2.4.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen ................................................................. 180

3. Lehrbericht des Mathematischen Instituts.................................................................... 181

3.1 Veranstaltungsangebot ........................................................................................... 181

3.2 Lehrsituation........................................................................................................... 188

3.3 Studiensituation...................................................................................................... 190

3.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums .................................... 190

3.5 Statistische Daten ................................................................................................... 191

3.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen ..................................................................... 201

4. Lehrbericht des Instituts für Sportwissenschaft ........................................................... 202

4.1 Veranstaltungsangebot ........................................................................................... 202

4.2 Lehrsituation........................................................................................................... 214

4.3 Studiensituation...................................................................................................... 215

4.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums .................................... 216

4.5 Statistische Daten ................................................................................................... 217

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1. Forschungsbericht des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften

Die vorliegende Übersicht dokumentiert die Forschungsaktivitäten der vier Abteilungen des

im Jahre 2003 neugegründeten Instituts. Die Abteilung Biologie umfasst drei, die Abteilungen

Chemie, Geographie und Physik jeweils zwei Arbeitsgruppen (siehe 1.1). Ein Ziel der Fusion

der vier Abteilungen ist die Nutzung von Synergieeffekten in der Forschung. Bereits im

Gründungsjahr bestanden drei interdisziplinäre Projekte (siehe 1.2.1), an denen jeweils drei

Arbeitsgruppen beteiligt sind. Selbstverständlich werden die wissenschaftlichen Einzelprojekte

(siehe 1.2.2) der neun Arbeitsgruppen wie bisher fortgeführt, die Kontinuität der

Forschungsschwerpunkte bleibt gewährleistet. Die meisten Projekte sind langfristig angelegt

und integrieren wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen von Staatsexamens-, Diplom-

und Doktorarbeiten (siehe Lehrbericht). Die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten werden der

Fachwelt sowohl durch Vorträge auf Tagungen (siehe 1.3) als auch durch wissenschaftliche

Publikationen, meist in internationalen Zeitschriften mit peer review, präsentiert (siehe 1.2

und 1.4). Übersichten zu externen Aktivitäten, Drittmittelförderung und Publikationstätigkeit

runden den Forschungsbericht ab. Für eine schnelle und kontinuierlich aktualisierte Übersicht

der Forschungs- und Lehraktivität sei auf die Homepages der vier Abteilungen des Instituts

verwiesen.

1.1 Abteilungen und Arbeitsgruppen (Übersicht)

1.1.1 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Botanik

Leiter:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Mitarbeiter (planmäßig):

Dr. rer. nat. Dorothee Killmann (seit 01.07.2005)

Mitarbeiter (außerplanmäßig):

Kumelachew Yeshitela M.sc. (seit 01.03.2005)

Dipl. Biol. Jörg Hilgers

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Taxonomische Schwerpunkte: Lichenes, Bryophyta, Scrophulariaceae, Balsaminaceae

Geographische Schwerpunkte: Mitteleuropa, Afrika, Madagaskar.

Fachgebiete: Ökologie, Systematik

1.1.2 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Zoologie

Leiter:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch

Mitarbeiter (planmäßig):

PD Dr. rer. nat. Thomas Wagner

Mitarbeiter (außerplanmäßig):

Dipl. Biol. Christoph Leskovar

Dipl. Biol. Norbert Juraske

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Taxonomische Schwerpunkte: Amphibia, Reptilia, Arthropoda

Geographische Schwerpunkte: Europa, Mittelmeerraum, Südamerika, Afrika.

Fachgebiete: Ökologie, Physiologie, Systematik.

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1.1.3 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Limnologie (an der Biologisch-ökologischen

Station)

Leiter:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch

Mitarbeiter (planmäßig):

Dipl.-Ing. agrar. Dorothée Karger

Mitarbeiter (außerplanmäßig):

Dipl.-Biol. Nicolai Mette

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Taxonomische Schwerpunkte: Cladocera, Copepoda, Rotatoria, Ciliata, Annelida,

Nematoda.

Geographische Schwerpunkte: Europa

Fachgebiete: Limnologie, Systematik

1.1.4 Abteilung Chemie: Arbeitsgruppe Anorganische Chemie (Organometall- und

Koordinationschemie):

Leiter:

Prof. Dr. Joachim Scholz scholz@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Eugen Burbach burbach@uni-koblenz.de

Dipl.-Chem. Holger Dörr doerr@uni-koblenz.de

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Organometall- und Koordinationschemie der Übergangsmetalle und Lanthanide,

Anwendung metallorganischer Verbindungen in der organisch-chemischen Synthese,

Entwicklung neuer Katalysatoren für die Olefinpolymerisation

1.1.5 Abteilung Chemie: Arbeitsgruppe Organische Chemie

Leiter:

Prof. Dr. Herbert Breuer breuer@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Edith Nitsche enitsche@uni-koblenz.de

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Redoxverhalten bioaktiver Moleküle, reaktionsmechanistische Betrachtungen exemplarischer

Versuche in der organischen Chemie

1.1.6 Abteilung Geographie: Arbeitsgruppe Anthropogeographie

Leiter:

Prof. Dr. Rainer Graafen graafen@uni-koblenz.de

Mitarbeiter (planmäßig):

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck nbeck@uni-koblenz.de

Mitarbeiter (außerplanmäßig):

Drs. Peter Burggraaff

Emeritus:

Prof. Dr. Heinz Fischer (Schwerpunkt: Physische Geographie)

Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppenschwerpunkte

Thematisch: Wirtschafts- und Rechtsgeographie, Siedlungsgeographie, Bevölkerungsgeographie,

Landeskunde der Bundesrepublik Deutschland, Didaktik der Geographie,

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Regionalisierung

Regional: Rheinland-Pfalz, Deutschland, Südosteuropa, Asien

1.1.7 Abteilung Geographie: Arbeitsgruppe Physische Geographie

Leiter:

Prof. Dr. Dieter König dkoenig@uni-koblenz.de

Mitarbeiter (planmäßig):

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck nbeck@uni-koblenz.de

Mitarbeiter (außerplanmäßig):

apl. Prof. Dr. Joachim Loeper

Emeritus:

Prof. Dr. Heinz Fischer

Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppenschwerpunkte

Thematisch: Geomorphologie, Geoökologie, Hydro- und Bodengeographie, Geologie,

Vegetationsgeographie, Entwicklungsländerforschung, Agrarökosystemforschung,

Geotopforschung, Landeskunde der Bundesrepublik Deutschland

Regional: Rheinland-Pfalz, Deutschland, Mittelmeerraum, Ostafrika

1.1.8 Abteilung Physik: Arbeitsgruppe Informationsverarbeitung

Leiter:

Prof. Dr. Herbert Druxes druxes@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Merten Joost merten.joost@uni-koblenz.de

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Analyse der Informations-Ausbreitung und -verarbeitung in verschieden

dimensionierten Systemen im Nah- und Fern-Feld bis hin zu Simulationen am PC.

1.1.9 Abteilung Physik: Arbeitsgruppe Photonik

Leiter:

Prof. Dr. Alfons Stahlhofen

Mitarbeiter:

Dr. Igor Drozdov

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Untersuchung der Ausbreitung elektromagnetischer Felder unter Berücksichtigung

statischer (geometrischer) und dynamischer Eigenschaften des Strahls mit Fokus auf

die Reflexion/ Transmission an dielektrischen Grenzflächen. Anwendung der Resultate

auf spektroskopische Fragestellungen und neue Materialien.

1.2 Forschungsprojekte

1.2.1 Interdisziplinäre Projekte, in denen mehrere Arbeitsgruppen kooperieren

1.2.1.1 Projekt: Selbstgesteuertes Lernen in den Naturwissenschaften anhand von

Freihand-Experimenten in einem blended – learning – Kontext

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Alfons A. Stahlhofen; Prof. Dr. Joachim Scholz; Dr. E. Nitsche (Abt.

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Chemie); Dipl.-Ing., Dipl. Päd. Peter Ferdinand (Institut für Wissensmedien)

Externe Partner:

3 Schulen aus dem Großraum Koblenz

Projektbeschreibung:

In den Jahren 2002 bis 2004 bearbeiteten die Abteilungen Biologie, Chemie und Physik

des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Institut

für Wissensmedien ein Projekt im Rahmen der Ganztagsschul-Forschung (siehe

Forschungsbericht 2004). In dem Projekt wird jetzt untersucht, inwieweit

selbstgesteuertes Lernen anhand von Freihandexperimenten, unterstützt durch ein

blended learning – Konzept die Nachhaltigkeit naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung

fördert.

Projektbeginn: 01. 08. 2005

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Institut für Integrierte Naturwissenschaften & Institut für Wissensmedien (2004)

Abschlußbericht zum Projekt an das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend,

(2004)

1.2.1.2 Projekt: Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Université Nationale du

Rwanda und mit dem Institut de Recherche Scientifique et Technologique du

Rwanda in Lehre und Forschung, u. a. im Rahmen des Projekts „Jüngere

Veränderungen in der Kulturlandschaft Rwandas“

Beteiligte Arbeitsgruppen:

Anthropogeographie: Prof. Dr. Rainer Graafen; Botanik: Prof. Dr. Eberhard Fischer;

Physische Geographie: apl. Prof. Dr. Nordwin Beck, Prof. Dr. Dieter König

Partner:

Prof. Dr. C. Karangwa, Recteur de l’Université Nationale du Rwanda

Faculté d’Agronomie, Faculté des Sciences Naturelles et Appliqués, Faculté des

Sciences Economiques, Sociales et de Gestion und Département de Géographie an der

Faculté des Lettres der Université Nationale du Rwanda ; Institut de Recherche

Scientifique et Technologique du Rwanda

Projektbeschreibung:

Die seit 1999 bestehende Hochschulpartnerschaft umfasst die Zusammenarbeit in

Forschung und Lehre auf den Gebieten: Agrarwissenschaften, Biologie, Chemie

Geographie, Pharmazie und Informatik. Im Rahmen des o.g. Projektes werden

Untersuchungen zu jüngeren Veränderungen in der Kulturlandschaft, insbesondere im

Bereich von Neusiedlungsprojekten durchgeführt: Entwicklung der kleinbäuerlichen

Produktion, Problem der Landschaftsdegradation unter besonderer Berücksichtigung

der Veränderung der Biodiversität, Veränderung aktueller geomorphologisch-pedologischer

Prozesse (z.B. Bodenerosion). Ziel ist die Erarbeitung von Lösungsperspektiven

für eine nachhaltige Landnutzung.

Drittmittelgeber:

Landesregierung Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern

Projektbeginn: 01. 01. 2001

Stand: Laufend

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Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Beck, N.: Geomorphologische Untersuchungen in Ostrwanda. In: Fischer, H.; R.

Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-

Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium.

Koblenz 2004. S. 39-54.

• Graafen, R.: Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen

Neusiedlungen (imidugudu). In: Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.):

Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in

der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium. Koblenz 2004.

• König, D. und E. Fischer: Wissenschaftliche Kooperation zwischen Universitäten und

Forschungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz und Rwanda. In: Fischer, H.; R. Graafen

und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und

Rwanda. Sonderheft in der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium. Koblenz

2003.

• König, D.: Projet Agricole et Social Interuniversitaire – Ergebnisse aus 18 Jahren

Zusammenarbeit mit der Université Nationale du Rwanda. In: Fischer, H.; R. Graafen

und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und

Rwanda. Sonderheft in der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium. Koblenz

2003.

• König, D. (mit Kurzbeiträgen von S. Enger und S. Seidel): „Afrika für Anfänger“ -

eine Exkursion des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften der Universität

Koblenz in das Partnerland Rwanda. In: Ministerium des Innern und für Sport

Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Rwanda-Revue 2/2003.

1.2.1.3 Projekt: Spannungsfeld Naturschutz, Landwirtschaft, Dorfentwicklung und

Tourismus: Synergieeffekte in der Nutzung des Meerfelder Maars (Vulkaneifel)

Beteiligte Arbeitsgruppen:

Anthropogeographie: Prof. Dr. Rainer Graafen, Drs. Peter Burggraaff; Botanik: Prof.

Dr. Eberhard Fischer; Zoologie: Prof. Dr. Ulrich Sinsch

Externer Partner:

Ministerium für Umwelt und Forsten (Rheinland-Pfalz; Landeshauptarchiv Rheinland-

Pfalz)

Projektbeschreibung:

Die Kultur- und Naturlandschaft des Maarkessels von Meerfeld soll in einem

innovativen Ansatz als Modell für eine nachhaltige Nutzung etabliert werden, die

sowohl den Landschaftscharakter und das Naturschutzgebiet Meerfelder Maar erhält

als auch die ökonomische Grundlage für die Lokalbevölkerung mit

Tourismusentwicklung und landwirtschaftlicher Bearbeitung sichert.

Projektbeginn: 01.01.2003

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Neupert, G. (2003): Einfluss von anthropogenen Nährstoffeinträgen, Restaurierungsmaßnahmen

und atmosphärischen Einträgen auf Trophie und hydrochemischer

Dynamik (1991-2001) des Windsbornkratersees und des Meerfelder Maars

(Vulkaneifel). Diplomarbeit, 55S.

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1.2.2 Einzelprojekte, gegliedert nach Abteilungen und Arbeitsgruppen

1.2.2.1 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Botanik

Projekt: Einfluss anthropogener und natürlicher Fragmentierung auf die Diversität der

Flora und Vegetation in Bergregenwäldern Ostafrikas (BIOTA Ost E04)

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer, Dr. Dorothee Killmann, Dr. Arnhild Althof (bis 02.05),

Kumelachew Yeshitela M. sc.

Externe Partner:

National Museums of Kenya, Department of Botany, Nairobi

International Center for Research on Agroforestry ICRAF, Nairobi

Projektbeschreibung:

Einfluss anthropogener und natürlicher Fragmentierung auf die Diversität der Flora und

Vegetation in Bergregenwäldern Ostafrikas (BIOTA Ost E04) In drei isolierten

Regenwäldern, dem guineo-congolischen Kakamega-Forest/Kenya, dem afromontanen

Regenwald am Mt. Kenya (in Phase 1) sowie im Budongo Forest/Uganda (seit Beginn

Phase 2 Juni 2004) soll die Diversität der Flora und Vegetation in Primärwäldern,

Sekundärwäldern sowie in Waldfragmenten erfasst werden. Die Vegetation der

Probeflächen soll nach der pflanzensoziologischen Methode aufgenommen werden, um

sowohl qualitative als auch quantitative Auswertungen zu ermöglichen. Entlang eines

Höhengradienten sowie eines Störungsgradienten über Primärwald, Sekundärwald mit

unterschiedlichen anthrogenen Störungen und Waldfragmente soll die alpha, beta und

gamma-Diversität ermittelt werden. Als Flächen soll die Skala eines Hektars oder 1/10-

Hektars genutzt werden: Diese Flächengrößen werden in vielen Projekten genutzt und

ermöglichen eine Vergleichbarkeit der Daten. Die floristische Bearbeitung wird auf ca.

100 Plots (0.1 ha) pro Untersuchungsgebiet durchgeführt (Gesamtfläche je 1 km 2 ). Hier

soll zunächst das möglichst vollständige Inventar an Gefäßpflanzen und ihre

Vergesellschaftung erfasst werden sowie zusätzlich das Inventar epiphytischer Flechten

und Moose. Im Rahmen dieser Untersuchungen soll auch der Grundlagenfrage

nachgegangen werden, ob es eine Korrelation zwischen Biodiversität und Stabilität in

isolierten Habitaten gibt und welchen Einfluss abiotische Störungen und biotische

Interaktionen auf die Biodiversität fragmentierter Habitate haben. Zusätzlich sollen

Populationsgröße und Struktur ausgewählter Indikatorarten (ibs. Impatiens,

Orchidaceae, div. Moose und Flechten) näher erforscht werden. Ziel des Vorhabens ist

es, zu untersuchen, in welchem Ausmaß sich die alpha-Diversität in verschiedenen

Waldfragmenten durch unterschiedliche anthropogene oder natürliche Störfaktoren

verändert. Weiter soll erfasst werden, welche Unterschiede zwischen den

Waldstandorten unterschiedlicher Struktur, Fragmentierung und Entfernung voneinander

bestehen und welche Faktoren (Strukturparameter des Habitats, abiotische Einflüsse)

die räumliche Verteilung der Flora und Vegetation bedingen. Ein weiteres Ziel

der Untersuchungen ist es, geeignete Indikatoren zur Beurteilung und Bewertung

(RBA) zentral- und ostafrikanischer Waldstandorte herauszuarbeiten und zu zeigen,

inwieweit Bergregenwälder noch genutzt werden können, um die Biodiversität zu

erhalten. Das geplante Vorhaben ist in eine Reihe vergleichender Untersuchungen auf

unterschiedlichen hierarchischen Ebenen der Biodiversität angesiedelt.

Drittmittelgeber: BMBF

Projektbeginn: 01.03.2001

Projektende: 31.05.2007

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Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• ALTHOF, A. & FISCHER, E. (2003): The vegetation of Kakamega Forest – a result of

human impact? Posterabstract GTÖ 2003 – 16. Jahrestagung in Rostock: 87.

• FISCHER, E., KILLMANN, D. & SOLGA, A. (2003): Diversity of epiphytic lichens and

bryophytes on Mount Kenya – Comparison of natural and anthropogenic habitat

fragmentation along an altitudinal rainforest transect. Posterabstract GTÖ 2003 – 16.

Jahrestagung in Rostock: 107.

• MWACHALA, G., FISCHER, E. & MUASYA, M. (2004): Morphological Analysis of

Dracaena L. (Ruscaceae) in Central and East Africa. Posterabstract. Afrika-

Symposium Museum Alexander Koenig, Mai 2004.

Projekt: Systematik und Evolution der Gattung Impatiens

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Externe Partner:

Prof. Dr. P. Kuepfer, Institut de Botanique, Université de Neuchâtel

Elisette Rahelivololona, Parc Botanique et Zoologique Tsimbazaza, Antananarivo,

Madagaskar

Projektbeschreibung:

Die Gattung Impatiens hat ihre Diversitätszentren in den Gebirgen Afrikas, in Madagaskar,

Indien mit Himalaya und China. Erstmals konnten die zentralafrikanischen

Vertreter der Gattung Impatiens (Balsaminaceae) anhand von Lebendmaterial revidiert

werden, was zur Aufstellung neuer Taxa führte. Untersuchungen zur Samenmorphologie

des Impatiens niamniamensis-Komplexes zeigten Anpassungen an epiphytische

Lebensweise in Gestalt von haarartigen, spiralig verstärkten Testa-Zellen. Zur Zeit

werden in Zusammenarbeit mit Prof. Phillippe Kuepfer/Université Neuchâtel molekulare

Untersuchungen an der Gattung durchgeführt, um Aufschlüsse über die Evolution

zu erhalten. Von besonderem Interesse sind die Impatiens-Arten Madagaskars, da hier

erheblich mehr Arten als im kontinentalen Afrika vorkommen. Eine Revision dieser

Taxa ist in Zusammenarbeit mit Elisette Rahelivololona/Parc Botanique et Zoologique

de Tsimbazaza in Antananarivo/Madagaskar in Arbeit. 46 neue Arten werden in

diesem Jahr beschrieben werden (Fischer, Rahelivlolona & Wohlhauser in prep.). Auf

Madagaskar hat sich eine Gruppe von Arten ohne Sporn (subgenus Trimorphopetalum)

entwickelt, deren Evolution im Detail untersucht werden soll.

Projektbeginn: 1.1.1999

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• FISCHER, E. & RAHELIVOLOLONA, E. (2002): New taxa of Impatiens (Balsaminaceae)

from Madagascar. I. Adansonia sér. 3, 24 : 271-291.

• FISCHER, E., WOHLHAUSER, S. & RAHELIVOLOLONA, E. (2003): New taxa of Impatiens

(Balsaminaceae) from Madagascar II. A collection from Masoala Peninsula.

Adansonia sér. 3, 25 : 17-31.

• FISCHER, E.; DHETCHUVI, J.-P. & NTAGANDA, C. (2003): A new species of Impatiens

(Balsaminaceae) from Nyungwe Forest, Rwanda. Systematics and Geography of

Plants 73: 91-101.

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14

• FISCHER, E. (2003): Balsaminaceae. In: KUBITZKI, K. (Ed.): The Families and Genera

of Vascular Plants VI: 20-25. Springer.

• RAHELIVOLOLONA, E., FISCHER, E. & WOHLHAUSER, S. (2003): Balsaminaceae. In:

GOODMAN, S.M. & BENSTEAD, J.P. (eds.): The Natural History of Madagascar. The

University of Chicago Press: 402-409.

• YUAN, Y.-M, SONG, Y., GEUTEN, K., RAHELIVOLOLONA, E., WOHLHAUSER, S.,

FISCHER, E., SMETS, E. & KUEPFER, P. (2004): Phylogeny and biogeography of

Balsaminaceae inferred from ITS sequences. Taxon 53(2): 391-403.

• FISCHER, E. & RAHELIVOLOLONA, E. (2004): New taxa of Impatiens (Balsaminaceae)

from Madagascar III. Adansonia sér. 3, 26: 37-52.

• FISCHER, E. & RAHELIVOLOLONA, E. (2004): A new epiphytic species of Impatiens

(Balsaminaceae) from the Comoro Islands. Adansonia sér. 3, 26: 93-95.

• FISCHER, E. & RAHELIVOLOLONA, E. (2004): Diversity of Impatiens (Balsaminaceae)

in Madagascar. Abstract Symposium “Madagascar – un jardin d’evolution en danger.

Semaines Culturelles Germano-Malagasy, Antananarivo.

Projekt: Systematik und Ökologie der Scrophulariaceae

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Externe Partner:

Prof. Dr. W.Barthlott, Botanisches Institut der Universität Bonn

Dr. T. Borsch, Botanisches Institut der Universität Bonn

Prof. Dr. D. Bartels, Botanisches Institut der Universität Bonn

Projektbeschreibung:

Seit 1986 wird die Großsystematik der Rachenblütler mit Schwerpunkt auf der Unterfamilie

der Gratioloideae untersucht. Die Scrophulariaceae sind kein Monophylum,

sondern vielmehr polyphyletisch. Im Rahmen der Bearbeitung für Kubitzki, Families

and Genera of Vascular Plants (Fischer, submitted) werden 8 monophyletische Unterfamilien

unterschieden, die auch als eigene Familien aufgefasst werden könnten. Erstmals

wurden die afrikanischen und madegassischen Lindernieae revidiert und Monographien

der Gattungen Stemodiopsis und Dopatrium sowie der madegassischen

Alectra-Arten (Unterfamilie Rhinanthoideae) erstellt. Diese Arbeiten führten zur

Aufstellung mehrerer neuer Taxa (Gattungen und Arten). Innerhalb der Lindernieae

haben sich auf Extremstandorten (Lateritkrusten, Inselberge) poikilohydrische Taxa in

den Gattungen Lindernia (z.B. L. yaundensis) und Craterostigma entwickelt. Zwei

Gattungen, Crepidorhopalon und Hartliella haben Schwermetall-Pflanzen entwickelt,

die in den Kupfergebieten des südlichen Zentralafrika auftreten. Derzeit sind verschiedene

größere Publikationen in Vorbereitung oder bereits erschienen. Dabei

handelt es sich um die Darstellung dieser Familie in verschiedenen Florenwerken:

Hegi, Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Standard-Florenliste der Bundesrepublik

Deutschland (Fischer 1999), Flora of Ethiopia (eingereicht), Flore du Madagascar et

des Comores (eingereicht) und Flore d´Afrique Centrale (Congo-Kinshasa-Rwanda-

Burundi) (Fischer 1999). Als eine der wichtigsten Arbeiten wird im Laufe dieses Jahres

die Bearbeitung der Scrophulariaceen (incl. Orobanchaceen) (eingereicht),

Lentibulariaceen (eingereicht), Bignoniaceen (in prep.) und Myoporaceen für Kubitzki,

Families and Genera of Vascular Plants abgeschlossen. Die Scrophulariaceen und ihr

systematisches Umfeld sollen auch zukünftig weiter erforscht werden. Neben

klassischen Revisionen einzelner Gruppen unter Verwendung morphologischanatomischer

Merkmale und autökologischen Arbeiten, ibs. zur Blütenbiologie, wird


im Laufe des nächsten Jahres mit einer großangelegten molekularen Analyse der

Rachenblütler auf der Basis von Chloroplasten-DNA unter Verwendung des Gens

matK in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Barthlott in Bonn begonnen werden.

Neben Studien zu heimischen Scrophulariaceen (z.B. Euphrasia, Rhinanthus,

Melampyrum) sollen auch synökologische Arbeiten mit naturschutzrelevanten

Fragestellungen durchgeführt werden.

Projektbeginn: 1986

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• FISCHER, E. (2003): Scrophulariaceae. In: GOODMAN, S.M.& BENSTEAD, J.P. (eds.):

The Natural History of Madagascar. The University of Chicago Press: 417-421.

• FISCHER, E., THEISEN, I. & LOHMANN, L. (2004): Bignoniaceae. In: KADEREIT, J.W.

(Ed.): The Families and Genera of Vascular Plants VII: 9-38. Springer.

• FISCHER, E., BARTHLOTT, W., SEINE, R. & THEISEN, I. (2004): Lentibulariaceae. In:

KADEREIT, J.W. (Ed.): The Families and Genera of Vascular Plants VII: 276-282.

Springer.

• THEISEN, E. & FISCHER, E. (2004): Myoporaceae. In: KADEREIT, J.W. (Ed.): The

Families and Genera of Vascular Plants VII: 289-292. Springer.

• FISCHER, E. (2004): Scrophulariaceae. In: KADEREIT, J.W. (Ed.): The Families and

Genera of Vascular Plants VII: 333-432. Springer.

• HOFMANN, H.-P. & FISCHER, E. (2004): Generic delimitation of Sopubia Buch.-Ham.

(Scrophulariaceae) – The Asian taxa and the new genus Parasopubia. Bot. Jahrb. Syst.

125: 341-375.

• RAHMANZADEH, R., MÜLLER, K., FISCHER, E., BARTELS, D. & BORSCH, T. (2005) :

Linderniaceae and Gratiolaceae are further lineages distinct from Scrophulariaceae

(Lamiales). Plant Biology 7: 1-11.

• HOFMANN, H.-P. & FISCHER, E.: Sopubia duvigneaudiana H.-P. Hofmann & Eb. Fisch.

- a (not so) new species from Katanga (Congo-Kinshasa) . Systematics and Geography

of Plants 74: 340-345.

• FISCHER, E.: Scrophulariaceae. In: HEDBERG, I. & EDWARDS, S. (Eds.): Flora of

Ethiopia and Eritrea: 1-91 (in press).

• FISCHER, E.: Scrophulariaceae (Bacopa, Craterostigma, Lindernia, Pseudosopubia,

Rhabdotospermum, Stemodiopsis, Verbascum). In: THULIN, M.. (Ed.): Flora of

Somalia (in press).

• FISCHER, E.: Scrophulariacées. In : Flore de Madagascar et des Comores. Paris (in

press).

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Projekt: Flora und Vegetation der Regen- und Nebelwälder am Zentralafrikanischen

Graben

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Externe Partner:

Institut de Recherche Scientifique et Technologique (IRST)Rwanda

Université Nationale du Rwanda, Museum of Natural History Nairobi

Projektbeschreibung:

Im Rahmen eines seit 1984 durchgeführten Projektes konnte die Waldvegetation in

Rwanda und Congo-Kinshasa (=Zaïre) untersucht werden. Erstmalig entstand eine

detaillierte Vegetationskarte eines Regenwaldgebietes, des Kahuzi-Biega

Nationalparkes auf Satellitenbildbasis. Vergleichende Studien konnten

Gemeinsamkeiten (vikariierende oder sogar identische Arten) zwischen den ökologisch

ähnlichen Heidebuschbeständen Makaronesiens und Zentralafrikas aufzeigen. Sie

lassen den Schluss zu, dass es sich hier um vikariierende Pflanzengesellschaften

handelt. Im Rahmen eines Projektes wird die Vegetation der Hochgebirge (Mt. Kahuzi,

Virunga-Vulkane, Mt. Elgon, Mt. Kenya) vergleichend untersucht. Die

Untersuchungen an Regen- und Nebelwäldern in Zentral- und Ostafrika (Rwanda,

Uganda, Kenya) sollen fortgesetzt werden. Neben synökologischen Arbeiten soll die

Autökologie ausgewählter Taxa studiert werden. Seit 1999 besteht eine Partnerschaft

mit dem Institut de Recherche Scientifique et Technologique (IRST) in Butare sowie

mit der Université Nationale du Rwanda in Butare. Im Rahmen dieser Kooperation sind

interdisziplinäre Projekte zur Biodiversität in der Kulturlandschaft, zur Erfassung der

letzten Nebelwälder sowie zur Untersuchung ausgewählter Arten der traditionellen

Medizin in Arbeit. Dabei sollen auch die in Rwanda endemischen Arten besonders

berücksichtigt werden, z.B. die erst 1987 entdeckte und nur in der heißen Quelle

Mashyuza bei Nyakabuye nachgewiesene Seerose Nymphaea thermarum.

Drittmittelgeber:

Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz (1989-1998, 2001-2005)

GTZ (1989-1991)

Projektbeginn: 1984

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• FISCHER, E. (2004): Flora und Vegetation der Bergwälder Rwandas – eine Übersicht.

Koblenzer Geograph. Koll. 26, 20 Jahre Länderpartnerschaft Rheinland-Pfalz-

Rwanda: 55-77.

• DHETCHUVI, J.-B. & FISCHER, E. : A new species of Aframomum (Zingiberaceae) from

Rwanda. Syst. Geogr. Plants (in press).

• DHETCHUVI, J.-B.M.M. & FISCHER, E.: Two new species of Renealmia

(Zingiberaceae) from Rwanda. Syst. Geogr. Plants (in press).

Projekt: Systematik, Diversität und Ökologie der Moosflora Ostafrikas

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Externe Partner:

Prof. Dr. Tamas Pócs, Eger, Ungarn

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Projektbeschreibung:

Im Rahmen ökologischer Untersuchungen an epiphyllen und epiphytischen Moosen in

Ostafrika (Rwanda, Kenya, Uganda) konnten einige für die Wissenschaft neue Arten

gefunden werden. Ziel ist es, eine Moosflora des Landes Rwanda zu erstellen, die eine

Bestimmung erstmalig erlauben soll. Daneben soll über ein Computerprogramm

(Visual Bryophytes) eine Bestimmung mit Hilfe von Bildern auch für bryologisch nicht

versierte Kollegen ermöglicht werden.

Drittmittelgeber:

BMBF

Projektbeginn: 1999

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• BUCHBENDER, V. & FISCHER, E. (2004): Drepanolejeunea vandenberghenii

(Jungermanniopsida: Lejeuneaceae) a previously overlooked new species from

Rwanda including comments on Drepanolejeunea physaefolia and Harpalejeunea

fischeri. Journal of Bryology 26: 273-283.

• HEINRICHS, J., LINDNER, M., GRADSTEIN, R., GROTH, H., BUCHBENDER, V., SOLGA, A.

& FISCHER, E. (2005): Origin and subdivision of Plagiochila in tropical Africa. Taxon

54(2): 317-333.

• BUCHBENDER, V. & FISCHER, E.: Gigaspermum streimannii (Bryopsida:

Gigaspermaceae), a new species from Rwanda. Journal of Bryology (in press).

Projekt: Systematik und Ökologie Flechtenflora Mitteleuropas und Ostafrikas

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer, Dr. Dorothee Killmann, Kumelachew Yeshitela

Externe Partner:

Prof. Dr. Emmanuel Sérusiaux/Liège

Projektbeschreibung:

Flechten stehen seit längerem im Mittelpunkt des Interesses. Neben Untersuchungen an

epiphyllen, blattbewohnenden Arten in Deutschland, die dort erstmals dokumentiert

werden konnten, entstanden Arbeiten zu tropischen Flechten im Projekt BIOTA Ost

E04 sowie im Projekt Rwanda. Dort soll die Flechtendiversität entlang von

Störungsgradienten über Primärwälder, Sekundärwälder und Offenlandflächen die

Bedeutung von Flechten als Bioindikatoren aufzeigen. Seit 1999 wurden in einem vom

Ministerium für Forschung, Lehre und Weiterbildung des Landes Rheinland-Pfalz

geförderten Projekt die epiphytischen Flechten und Moose als Bioindikatoren im

Westerwald erfasst.

Drittmittelgeber:

Ministerium für Forschung, Lehre und Weiterbildung Rheinland-Pfalz (Kapitel 1512,

1999-2002)

Projektbeginn: 1987

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen: (seit 2002)

• Killmann, D. (2002): Bemerkenswerte Funde epiphytischer Flechten in Nordrhein-

Westfalen. Decheniana 155: 55-58.

17


18

• Killmann, D. & Fischer, E. (2002): Weitere bemerkenswerte Flechten- und

Moosfunde aus Westerwald und Lahntal. Hessische Floristische Briefe 51: 21-28.

• KILLMANN, D. & FISCHER, E. (2003): Exponierte Felsstandorte als Refugien seltener

und gefährdeter Flechtenarten in Westerwald und Lahntal. Hessische Floristische

Briefe 52: 77-86.

• KILLMANN, D., FISCHER, E. & Sérusiaux, E. (2004): Erstnachweis einer epiphyllen

Flechtengemeinschaft (Fellhaneretum myrtillicolae SPIER & APTROOT) auf Blättern

von Buxus sempervirens in Deutschland. Decheniana 157: 99-101.

• FISCHER, E. & KILLMANN, D. (2004): Diversität der Flechtenflora in Westerwald,

Lahntal und angrenzenden Gebieten. Fauna Flora Rheinland-Pfalz Beiheft 29: 1-143.

• ELIX, J.A., FISCHER, E. & KILLMANN, D.(2005): New saxicolous species of

Hypotrachyna and Parmotrema (Parmeliaceae) from Rwanda. Lichenologist 37: 101-

104.

• KILLMANN, D. & FISCHER, E.: Additions to the lichen flora of Rwanda, East Africa.

• Part 1: Introduction and new records. Willdenowia (in press).

• SÉRUSIAUX, E., FISCHER, E. & KILLMANN, D.: Nyungwea, a new genus of lichens with

goniocysts-producing stipes from Rwanda (Africa). Lichenologist (in press).

Projekt: Systematik und Ökologie der Farnpflanzen Europas und Zentralafrikas

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Eberhard Fischer

Externe Partner:

Dr. W. Lobin, Botanisches Institut der Universität Bonn

Projektbeschreibung:

Neben Studien zur Verbreitung und Soziologie ausgewählter Arten in Mitteleuropa ist

die Bestimmungsflora der Farnpflanzen Europas innerhalb des Standardwerkes "Gams,

Kleine Kryptogamenflora" (mit W. Lobin) zu nennen, deren überarbeitete englische

Version gerade bei Harley Books im Druck ist. Nach Abschluss der Bearbeitung der

Farnflora auf den Kapverdischen Inseln (zusammen mit W. Lobin und J. Ormonde,

Beih. Nova Hedwigia) steht derzeit die Farnflora Zentralafrikas (Ost-Zaire/Congo und

Rwanda) im Mittelpunkt. Dabei kann auf ökologische Untersuchungen zurückgegriffen

werden, die M. Becker im Rahmen seiner Diplomarbeit im Kahuzi-Biega-Nationalpark

(Ost-Congo) durchgeführt hat. Geplant sind eine Farnflora des Kahuzi-Biega (mit W.

Lobin und M. Becker) sowie eine Farnflora von Rwanda (mit W. Lobin).

Projektbeginn: 1984

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• FISCHER, E. & LOBIN, W.: Pteridophyta. In: FREY, W.; FRAHM, J.-P.; FISCHER, E.;

LOBIN, W. (Hrsg.): The Bryophytes and Pteridophytes of Europe. Harley Books (in

press).

1.2.2.2 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Zoologie

Projekt: Populationsökologie palaearktischer Amphibienarten in fragmentierten

Sekundärhabitaten


Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Dipl.-Biol. Christoph Leskovar, Susanne Grünig, Vera Ströhl

Projektbeschreibung:

Bufo calamita, B. viridis: Bestand und Fortpflanzungsbiologie von Kreuzkröten-

Metapopulationen wurden seit 1986 zunächst in St. Augustin bei Bonn und

anschließend ab 1997 in Urmitz bei Koblenz untersucht. An letzterem Standort

kommen Kreuz-, Wechsel- und Erdkröte syntop vor. Daher standen in den letzten

Jahren die Dynamik der lokalen und temporalen Teilpopulationen von Kreuz- und

Wechselkröte sowie die Konkurrenz zwischen beiden Arten im Vordergrund der

Untersuchungen. Radiotelemetrie, harmonischer Radar, PIT- und Microtag-Markierungen

wurden angewandt, um den Individuenaustausch zwischen Lokalitäten und das

Timing der Fortpflanzung zu bestimmen. Mittels Allozym-Elektrophorese werden der

genetische Austausch zwischen den Lokalpopulationen sowie eventuelle

Hybridisierungen untersucht.

Bombina variegata: Seit 2004 werden die populationsökologischen Besonderheiten

einer Gelbbauchunkenpopulation auf dem Standortübungsplatz Schmittenhöhe bei

Koblenz analysiert. Skelettochronologische Untersuchungen zur Demographie sowie

die lokale Dynamik der Laichplatznutzung und Fekunditätsmessungen dienen der

Beschreibung der life history-Parameter.

Triturus cristatus, T. vulgaris: Seit 1995 werden auf demselben Militärgelände

Struktur und Dynamik der dortigen Molchpopulationen mit Schwerpunkt auf dem als

gefährdet eingestuften Kammmolch untersucht. Trotz einer um rund 50% reduzierten

Lebenserwartung gegenüber Vergleichpopulationen sind die Bestände langfristig stabil,

da die Störungen durch den Übungsbetrieb nicht nur die Mortalitätsrate erhöhen,

sondern eben auch wesentlich für den Erhalt von nutzbaren Lebensräumen sorgen.

Drittmittelgeber:

DFG, DAAD, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung (Kapitel

1512), Umweltministerium (Artenschutzstipendien)

Projektbeginn: 01. 05. 1986

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• SINSCH, U., KELTSCH, M. (2002): Die Fekundität von Kreuzkröten (Bufo calamita) und

Wechselkröten (B. viridis) in einem rheinischen Auskiesungsgebiet. Z. Feldherpetologie

9: 1-15.

• KELTSCH, M., SINSCH, U. (2002): Phenotypic plasticity in larval growth and

metamorphic traits of the green toad (Bufo viridis). Zoology - Analysis of Complex

Systems 105, Suppl. V: 19.

• Sinsch, U., Lang, V., Wiemer, R., Wirtz, S. (2003): Dynamik einer Kammmolch-

Metapopulation (Triturus cristatus) auf militärischem Übungsgelände

(Schmittenhöhe, Koblenz): 1. Phänologie, Wettereinfluss und Ortstreue. Zeitschrift für

Feldherpetologie 10: 193-210.

• Sinsch, U., Lang, V., Wiemer, R. (2003): Dynamik einer Kammmolch-

Metapopulation (Triturus cristatus) auf militärischem Übungsgelände

(Schmittenhöhe, Koblenz): 2. Saisonale Variation der Bestände in zwei Laichgewässern.

Zeitschrift für Feldherpetologie 10: 211-227.

• Sinsch, U., Lang, V., Wiemer, R. (2003): Dynamik einer Kammmolch-

Metapopulation (Triturus cristatus) auf militärischem Übungsgelände (Schmittenhöhe,

Koblenz): 3. Altersstruktur. Zeitschrift für Feldherpetologie 10: 229-244.

• LESKOVAR, C., WAGNER, T., SINSCH, U. (2004): Saisonale Dynamik des Nahrungsspektrums

syntoper Kreuz- (Bufo calamita) und Wechselkröten-Populationen (B.

19


20

viridis) in einem rheinischen Auskiesungsgebiet. In: Zeitschrift für Feldherpetologie

11: 83-103.

• LESKOVAR, C. & SINSCH, U. (2005): Harmonic direction finding: a novel tool to

monitor the dispersal of small-sized anurans. Herpetological Journal 15: 173-180.

• SINSCH, U. (2005): Orientation and navigation in Amphibia. Marine and Freshwater

Behaviour and Physiology (in press).

• OROMI, N., SANUY, D. & SINSCH, U. (2005): Histological traces of growth during

winter and of slowed growth during summer in the phalanges of natterjack toads (Bufo

calamita). 13th OGM SEH (Bonn) (in press).

• SINSCH, A., SCHÄFER, R. & SINSCH, U (2005).: The homing behaviour of displaced

smooth newts Triturus vulgaris. 13th OGM SEH (Bonn) (in press).

• SINSCH, U., LEHMANN, H. & A. GEIGER (2006): Zur potentiellen und realisierten

Lebenserwartung von Kreuzkröten (Bufo calamita). Zeitschrift für Feldherpetologie

(in press).

• LESKOVAR, C., OROMI, N., SANUY, D. & SINSCH, U. (2006): Demographic life history

traits of reproductive natterjack toads (Bufo calamita) vary between northern and

southern latitudes. Amphibia-Reptilia (in press).

Projekt: Systematik und Phylogenie der Froschlurche (Amphibia, Anura)

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Dipl.-Biol. Norbert Juraske

Externe Partner:

Prof. Dr. Hans Schneider, Zoologisches Institut der Universität Bonn

Dr. Ugur Kaya, Ege University, Izmir, Türkei

Prof. Dr. Hüsein Arikan, Ege University, Izmir, Türkei

Dr. Adolfo Martino, Ecologia, Universidad Nacional de Rio Cuarto, Argentinien

Lic. Juan Carlos Acosta, Universidad Nacional de San Juan, Argentinien

Projektbeschreibung:

Rana: Die Wasserfroscharten Europas und Asiens sind mit klassisch-morphologischen

Methoden nur schwer oder nicht unterscheidbar. Daher werden vor allem bioakustische

Merkmale des Paarungsrufes zur Artbestimmung herangezogen, aber auch

chemotaxonische und morphometrische Merkmale. Die bisherigen Untersuchungen

haben zu einer taxonomischen Neubewertung des Rana ridibunda- und des Rana

lessonae-Komplexes geführt. Die Arten des Rana ridibunda-Komplexes umfassen nun

neben der Nominatart R. balcanica, R. bedriagae und R. perezi. Die Arten des Rana

lessonae-Komplexes umfassen nun neben der Nominatart R. bergeri und R. epeirotica

Odontophrynus: Bioakustische, morphometrische und enzymelektrophoretische

Analyse des taxonomischen Status verschiedener Populationen der in Argentinien und

Brasilien verbreiteten Anuren-Gattung Odontophrynus. Bislang untersuchte Arten: O.

achalensis, O. americanus, O. occidentalis und Neubeschreibung von O. cordobae. Zur

Zeit werden zu O. achalensis gerechnete Populationen aus der Sierra de San Luis und

O. lavillai sowie O. barrioi aus der Provinz La Rioja untersucht.

Hemiphractinae: Systematik und Evolution der neotropischen Beutelfrösche aus Perú

und Ecuador werden anhand von bioakustischen und morphologischen Merkmalen

untersucht. Die taxonomische Abgrenzung von Arten betrifft die Gattungen

Gastrotheca, Flectonotus und Stefania.

Telmatobiinae: Der taxonomische Status vieler andiner Populationen von

leptodactyliden Fröschen der Telmatobiinae ist ebenso unklar wie die phylogenetischen

Beziehungen zwischen den acht Gattungen. Schwerpunkt der Untersuchungen sind


Vertreter der Gattungen Alsodes, Batrachophrynus und Telmatobius. Mit enzymelektrophoretischen,

morphologischen, osteologischen und histologischen Methoden

werden die Arten voneinander abgegrenzt und ihre Verwandtschaftsbeziehungen

untersucht.

Drittmittelgeber: DAAD

Projektbeginn: 01. 01. 1990

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• SINSCH, U., SCHNEIDER, H., KAYA, U., ARIKAN, H. (2002): The water frogs (Anura:

Ranidae) of Turkey: a morphometric view on systematics. Herpetological Journal 12:

141-153.

• MARTINO, A.; SINSCH, U. (2002): Speciation by polyploidy in Odontophrynus

americanus. In: Journal of Zoology. London; 2002; Bd. 257, S. 67-81.

• Sinsch, U., Martino, A. & L. Sinsch (2003): Allozymes, blood cells and advertisement

calls: speciation in the genus Odontophrynus. Posterabstract - VI Congreso

Latinoamericano de Herpetologia, Lima, Peru: 98.

• SINSCH, U. & N. JURASKE (2003): Vocalizations in Hemiphractinae: taxonomic and

phylogenetic implications. Posterabstract - VI Congreso Latinoamericano de

Herpetologia, Lima, Peru: 98.

• SINSCH, U. (2003): Taxonomic status and phylogenetic relationships of Central

Peruvian Telmatobiinae. Vortragsabstract - VI Congreso Latinoamericano de

Herpetologia, Lima, Peru: 99.

• SINSCH, U., HEIN, K., GLUMP, B. (2005): Reassessment of central Peruvian

Telmatobiinae (genera Batrachophrynus and Telmatobius) - 3. Osteology, palmar

morphology and skin histology. Monographia en Herpetologia (in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N. (2005): The advertisement calls of marsupial frogs

(Hylidae: Hemiphractinae): I. Gastrotheca marsupiata-group. 13th OGM SEH (Bonn)

(in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N. (2005): The advertisement calls of marsupial frogs

(Hylidae: Hemiphractinae): II. Gastrotheca plumbea-group. 13th OGM SEH (Bonn)

(in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N. (2005): The advertisement calls of marsupial frogs

(Hylidae: Hemiphractinae): III. Flectonotus spp. 13th OGM SEH (Bonn) (in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N. (2005): The advertisement calls of marsupial frogs

(Hylidae: Hemiphractinae): IV. Stefania spp. 13th OGM SEH (Bonn) (in press).

Projekt: Diversität und Ökologie baumkronenbewohnender Arthropoden in zentral-

und ostafrikanischen Wäldern

Beteiligte Personen:

PD Dr. Thomas Wagner

Externe Partner:

Dr. Wolfram Freund, Alexandra Patt, Museum Koenig, Bonn

Dr. Wanja Kinuthia, National Museums of Kenya, Nairobi

Projektbeschreibung:

Im Mittelpunkt der seit 1993 durchgeführten Arbeiten stehen Untersuchungen zu den

strukturierenden Mechanismen der Arthropodenfauna in Baumkronen tropischer Wälder.

Dazu wurden umfangreiche Untersuchungen zum Einfluss von Baumart, Waldtyp,

Waldnutzung und der Saisonalität auf die Baumkronenfauna durchgeführt. Während

21


22

vieler Forschungsreisen nach Rwanda, Kivu, Uganda, Kenya und Tanzania und konnte

bisher eine ca. 820.000 Arthropoden erfasst werden. Ein aktueller Schwerpunkt der

Forschungen gilt dem Einfluss von Degradation und Fragmentierung auf die Arthropodenfauna

in tropischen Wäldern. Dazu wurden auch populationsgenetische Studien

an unterschiedlich vagilen Käferarten im Kakamega Forest, Kenya durchgeführt. Im

Rahmen dieser Untersuchungen sind mehrere Abschlussarbeiten betreut worden.

Im Jahre 2005 wurde die Auswertung des Datenmaterials aus dem Kakamega Forest,

Kenya abgeschlossen (Dissertationen W. Freund, A. Patt). Das Projekt wird nun mit

Schwerpunkt auf den Budongo Forest, Uganda weitergeführt, wo an Arbeiten aus den

1990-Jahren angeknüpft wird.

Drittmittelgeber:

BMBF, Projekt BIOTA-Ost-Afrika für BAT IIa/2 und Reisemittel

Projektbeginn: 01. 01. 2001 (an der Universität Koblenz-Landau)

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• SCHULZ, A. & WAGNER, Th. (2002): Influence of forest type and tree species on

canopy ants (Hymenoptera: Formicidae) in Budongo Forest, Uganda. – Oecologia

133: 224–232.

• WAGNER, Th. (2003): Seasonality of canopy beetles in Uganda. – S. 146–158 in:

BASSET, Y., NOVOTNY, V., MILLER, S. E. & R. L. KITCHING (Hrsg.) Arthropods of

Tropical Forests – Spatio-temporal dynamics and resource use in the canopy.

Cambridge University Press. Cambridge, U.K.

• BALLERIO, A. & WAGNER, TH. (2005). Ecology and Diversity of Canopy associated

Ceratocanthidae (Insecta: Coleoptera, Scarabaeoidea) in an afrotropical Rainforest. –

SS. 125–132 in: HUBER, B. A., SINCLAIR, B. J. & K.-H. LAMPE (Hrsg.) African

Biodiversity – Molecules, Organisms, Ecosystems. Springer Science + Business,

Projekt: Taxonomie, Phylogenie und Biogeographie afrikanischer Galerucinae

(Chrysomelidae, Coleoptera)

Beteiligte Personen:

PD Dr. Thomas Wagner, Dipl.-Biol. Sabine Kortenhaus, Stefan Esch, Nicole Schmidt,

Robert Sauerborn

Externe Partner:

PD Dr. Bernhard Misof, Dipl.-Biol. Helmut Bolz, Museum Koenig, Bonn

Dr. Christoph Häuser, Staatl. Museum für Naturkunde, Stuttgart

Dipl.-Biol. Eva-Maria Levermann, Bonn

Projektbeschreibung:

Seit 1997 werden Teilgruppen afrikanischer Galerucinae (Chrysomelidae) einer taxonomisch-phylogenetischen

Analyse unterzogen. Die Kenntnis dieser Käfer war bisher

sehr lückenhaft und basierte auf den modernen Ansprüchen nicht mehr genügende

Beschreibungen. Neben den in Afrika selbst gesammelten Käfern stehen bisher etwa

60.000 Sammlungsbelege aus allen größeren Museen zur Verfügung, die im Laufe der

letzten Jahre zumeist auch besucht wurden. Die Revisionen weiterer artenreicher und

für die Phylogenie der Gruppe bedeutender Taxa (Candezea, Galerudophia) konnten

im Berichtsjahr mit Publikationen abgeschlossen werden.

Der elektronische Typenkatalog für die afrotropischen Galerucinae wurde nahezu

abgeschlossen. Mehrere Museen wurden besucht in 2005 besucht um die primären


Typen zu fotografieren und dazugehörige Sammlungsdaten zu erfassen. Mit ca. 90 %

aller beschriebenen Taxa ist dieser Katalog nahezu vollendet und wir Anfang 2006 per

Internet (Über das SYSTAX-Projekt, Universität Ulm) allgemein verfügbar sein.

Drittmittelgeber:

DFG, BMBF seit IV.2003

Projektbeginn: 01. 01. 2001

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• WAGNER, Th. (2002). Revision of Afrotropical Monolepta species (Coleoptera,

Chrysomelidae, Galerucinae). Part III: Species with red elytra and yellow prothorax,

including description of new species. – Deutsche Entomologische Zeitschrift 49: 27–

45.

• WAGNER, TH. & SCHERZ, X. (2002). Afrocandezea gen. nov. from tropical Africa

(Coleoptera: Chrysomelidae, Galerucinae). – Entomologische Zeitschrift 112: 357–

362.

• WAGNER, Th. (2003). Present status of a taxonomic revision of afrotropical Monolepta

and related groups (Galerucinae). – S. 133–146 in: FURTH, D. G. (Hrsg.) Special

Topics in Leaf Beetle Biology. Proceedings V. International Symposium on the

Chrysomelidae, Foz do Iguacu 2000. Pensoft. Sofia.

• FREUND, W. & WAGNER, Th. (2003): Revision of Bonesioides LABOISSIERE, 1925

(Coleoptera; Chrysomelidae; Galerucinae) from continental Africa. – Journal of

Natural History 37: 1915–1976.

• WAGNER, Th. & FREUND, W. (2003): Revision of Barombiella violacea (JACOBY,

1984) (Coleoptera: Chrysomelidae, Galerucinae). – Entomologische Zeitschrift 113:

258–262.

• WAGNER, Th. (2003): Revision of afrotropical Monolepta Chevrolat, 1837

(Coleoptera, Chrysomelidae, Galerucinae). – Part IV: Species with red head and

thorax and black elytra or black elytra with red apex, with description of new species.

– Annales Sciences Zoologiques, Miscellanea 49: 37–89.

• WAGNER, Th. (2004): Phylogeny of Afrotropical Monolepta and related taxa

(Galerucinae). – SS. 75–84 in: JOLIVET, P., SANTIAGO-BLAY, J. A. & M. SCHMITT

(Hrsg.) New Developments in the Biology of Chrysomelidae. Academic Publishing.

The Hague.

• PATT, A., MISOF, B., WAGNER, Th. & NAUMANN, C. M. (2004): Characterization of

microsatellite loci in Amphitmetus transversus (Kolbe, 1897) (Coleoptera,

Curculionidae). – Molecular Ecology Notes 4: 188–190.

• PATT, A., MISOF, M., WAGNER, Th. & NAUMANN, C. M. (2004): Isolation and

characterization of microsatellite loci in Monolepta vincta Gerstaecker, 1871

(Coleoptera, Chrysomelidae, Galerucinae). – Molecular Ecology Notes 4: 572–574.

• STEINER, I. & TH. WAGNER (2005). Afronaumannia gen. nov., a new monophyletic

group of leaf beetles from Africa (Coleoptera: Chrysomelidae, Galerucinae). –

Entomologische Zeitschrift 115: 15–24.

• BOLZ, H. & WAGNER, TH. (2005): Revision of Galerudolphia Hincks, 1949

(Coleoptera: Chrysomelidae). – Insect Systematics and Evolution 35: 361–400.

• WAGNER, Th. & KURTSCHEID, A. (2005): Revision of Candezea CHAPUIS, 1879

(Coleoptera, Chrysomelidae, Galerucinae) from continental Africa. – Journal of

Natural History 39: 2591–2641.

23


24

• WAGNER, Th. (2005): Revision of the vincta Species-group of Monolepta Chevrolat,

1837 from Africa, Arabia and the Near East (Coleoptera, Chrysomelidae,

Galerucinae). – Bonner Zoologische Beiträge 52: 255–282.

• KÜPER, W., WAGNER, Th. & BARTHLOTT, W. (2005): Diversity Patterns of Plants and

Phytophagous Beetles in Sub-Saharan Africa. – Bonner Zoologische Beiträge 52:

283–289.

Projekt: Faunistik der Käfer in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

Beteiligte Personen:

PD Dr. Thomas Wagner

Torben Kölkebeck, Tanja Rieger, Christina Arzbächer

Projektbeschreibung:

Seit 14 Jahren werden Arbeiten zur Faunistik von Käfern, vor allem in verschiedenen

Lebensräumen im Rheinland durchgeführt. Dabei steht die Erstellung lokaler Käfer-

Faunen im Mittelpunkt (siehe auch Publikationsliste). Besonders intensiv wurden auch

Stadtökosysteme (Botanischer Garten in Bonn) bearbeitet. In diesem Rahmen werden

im Berichtsjahr zwei Staatsexamensarbeiten zur Faunistik und Ökologie der Käfer auf

dem Übungsplatz Schmittenhöhe, Koblenz durchgeführt.

Projektbeginn: 01. 01. 2001 (an der Universität Koblenz-Landau)

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• WAGNER, Th. (2002): Zur Käferfauna (Coleoptera) einer Kiesgrube im Neuwieder

Becken. – Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Rheinischer Koleopterologen 12: 45–

63.

Projekt: Nahrungsökologie von Würgern (Laniidae) und Greifvögeln

Beteiligte Personen:

Dr. Thomas Wagner

Partner:

Dr. Manfred Hölker, Arbeitsgemeinschaft Ornithologie, Soest

Projektbeschreibung:

Es wird die Nahrungsökologie und das Nahrungsspektrum von Neuntöter (Lanius

collurio), Raubwürger (Lanius excubitor) und Rotkopfwürger (Lanius senator) in

mitteleuropäischen Brutpopulationen auf Basis von Gewölle-Analyse untersucht.

Zudem wurden im Berichtsjahr weitere nahrungsökologische Untersuchungen an

Gewöllen der Wiesenweihe aus der Soester Börde durchgeführt.

Projektbeginn: 01. 01. 2001 (an der Universität Koblenz-Landau)

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• HÖLKER, M. & TH. WAGNER (2006): Untersuchungen zur Nahrungsökologie von

Wiesenweihen Circus pygargus in der ackerbaulich geprägten Feldlandschaft der

Hellwegbörde/Nordrhein-Westfalen. Vogelwelt (im Druck).


1.2.2.3 Abteilung Biologie: Arbeitsgruppe Limnologie

Projekt: Biodiversität, Biomonitoring und Ecological Impact Assessment in drei Seen

der Vulkaneifel

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Dipl.-Ing. Dorothée Karger, Silke Bartsch, Judith Zilliken

Externe Partner:

Dr. Heike Kappes, Universität zu Köln

Projektbeschreibung:

Der dystrophe Windsbornkratersee und das Meerfelder Maar liegen in unmittelbarer

Nähe der Biologisch-Ökologischen Station der Abteilung Biologie. Beide Seen sind

durch menschlichen Einfluss stark eutrophiert und seit rund 20 Jahre auf dem Weg der

Regeneration durch Phosphat-Eliminierung. In einem Langzeit-Monitoring (> 10 Jahre)

werden Artenlisten für die pelagischen, litoralen und benthischen Biozönosen

aufgestellt und die Sukzession und Bestandsveränderungen einiger Indikatorgruppen

(Rotatoria, Cladocera, Copepoda) erfasst. Ziel der Untersuchungen ist die Abschätzung

des anthropogenen Einflusses auf die abiotischen Bedingungen in den Seen. Die

Veränderungen in der Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften (qualitativ:

Artenverlust bzw. Zugewinn; quantitativ: Abundanzen einzelner Arten) werden auf

Zusammenhänge mit der Trophie der Seen und ihrer Veränderung untersucht. Seit

2003 wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich auch das

Pulvermaar in diese Untersuchungen miteinbezogen.

Drittmittelgeber:

Ministerium für Umwelt, Rheinland-Pfalz

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung (Kapitel 1512)

Forschungszentrum Jülich (seit 2003)

Projektbeginn: 01. 12. 1992

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (seit 2002):

• KAPPES, H., SINSCH. U. (2002): Morphological variation in Bosmina longirostris (O.F.

Müller, 1785) (Crustacea: Cladocera): Consequence of cyclomorphosis or indication

of cryptic species. J. Zool. Syst. Evol. Research 40: 113-122.

• SINSCH, U.; KAPPES, H.;. KARGER, D. (2002): Pelagic community and nutrient

dynamics in the humic crater lake Windsborn (Eifel, Germany). In: Shallow Lakes –

Abstracts of the International conference on limnology, Balatonfüred, Hungary, 220.

• KAPPES, H. (2002): Impact of abiotic factors on the cladoceran coenosis in a

dystrophic-eutrophic shallow lake durings its recovery from eutrophication. Deutsche

Gesellschaft für Limnologie (Kiel 2001): 245-247.

• KAPPES, H., SINSCH. U. (2002): Temperature- and predator-induced phenotypic

plasticity in Bosmina cornuta and B. pellucida (Crustacea: Cladocera). Freshwater

Biology 47(10): 1944-1955.

• KAPPES, H., S. ZAENKER & K. CÖLLN (2002): Vorkommen von Niphargus

schellenbergi Karaman, 1932 (Crustacea: Amphipoda) in der Eifel. Fauna Flora

Rheinland-Pfalz, im Druck.

• KAPPES, H. (2002): Mollusken (Mollusca: Gastropoda et Bivalvia) der NSG

"Reihenkrater Mosenberg" und "Horngraben und Kleine Kyll" bei Bettenfeld (Kreis

Bernkastel-Wittlich, Eifel). Mitt. dtsch. malakozool. Ges. 68: 23-29.

• KAPPES, H. (2003): Zusammenstellung der Ruderfußkrebse (Crustacea: Copepoda) der

Eifel. Dendrocopos 30: 91-101.

25


26

• KAPPES, H. (2003): Beitrag zur Kenntnis des Zooplanktons der Eifelgewässer.

Dendrocopos 30: 103-112.

• KAPPES, H. & SINSCH, U. (2005): Tolerance of Ceriodaphnia quadrangula and

Diaphanosoma brachyurum (Crustacea: Cladocera) to experimental soft water

acidification. Hydrobiologia 534: 109-115.

• KAPPES, H. & SINSCH, U. (2005): Species- and clone-specific responses to

environmental stimuli in the cladocerans Bosmina cornuta and B. pellucida – a

comparison with Daphnia. Marine and Freshwater Behaviour and Physiology (in

press).

• SINSCH, U., KARGER, D. (2006): Limnologische Untersuchungen in der Vulkaneifel:

vom Meerfelder Maar zum Windsbornkratersee. Koblenz Geographische Beiträge (in

press).

Projekt: Biodiversität und Ökologie des Makrozoobenthos mitteleuropäischer Ströme

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Dipl. Biol. Nicolai Mette, Dipl.-Geogr. Eva Becker

Projektbeschreibung:

Die Biozönose der Sedimente großer Flüsse unterliegt häufigen Veränderungen durch

wechselnde Nutzung und Kontamination, durch Invasion von Neozoen und durch

klimatische Einflüsse. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde

untersuchen wir vor allem die Mosel (IKSMS-Monitoring), Neckar und Elbe.

Vorhandene Datenbanken werden mittels moderner ökologischer Methoden auf Trends

in der Artenzusammensetzung der lokalen Biozönosen und potentiellen Einflüssen von

Kontamination untersucht. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen die

Arthropoda, Mollusca, Annelida und Nematoda.

Drittmittelgeber:

Bundesanstalt für Gewässerkunde

Projektbeginn: 01. 09. 2003

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Mette, N., Sinsch, U., Koop, J. (2004): Die Makrozoobenthos-Biozönosen von Elbe-

und Neckar-Sedimenten. Abstract, Deutsche Gesellschaft für Limnologie

(Jahrestagung Potsdam 2004).

1.2.2.4 Abteilung Chemie; Arbeitsgruppe Anorganische Chemie

Projekt: Synthese und Charakterisierung neuartiger Enamid- und Azaallylkomplexe

der Lanthanoide für die Herstellung von Polymerisationskatalysatoren

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Joachim Scholz, Dipl.-Chem. Holger Dörr

Externe Partner:

Dr. Helmar Görls

Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Jena

Dr. Sven K. H. Thiele

Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL)


Projektbeschreibung:

Neuartige Azaallyl- und Enamidkomplexe der Lanthanoide werden durch ein neues

Syntheseverfahren hergestellt und hinsichtlich ihrer strukturellen Eigenschaften und

ihres Reaktionsverhaltens untersucht. In Gegenwart von Organoaluminiumverbindungen

oder anderen Co-Katalysatoren werden ihre katalytischen Eigenschaften bei der

Polymerisation von Dienen getestet.

Drittmittelgeber:

Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL),

zusätzlich ab 2003 DFG (im Rahmen des von der DFG aufgelegten Schwerpunktprogrammes

„Lanthanoidspezifische Funktionalitäten in Molekül und Material“ (SPP

1166)

Stand: Das laufende Projekt ist ein Bestandteil des von der DFG aufgelegten Schwerpunktprogrammes

„Lanthanoidspezifische Funktionalitäten in Molekül und Material“ (SPP

1166) und wird bis 2006 durch die DFG gefördert.

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• V. Lorenz, H. Görls, J. Scholz, Alkali Metal induced C−C Coupling of 1-Aza-1,3dienes:

Generation of a New Versatile Azaallyl Ligand and its Application in

Organolanthanide Chemistry, Poster, Workshop on Rare Earth Elements, Mainz, 10. -

12. 10. 2002.

• V. Lorenz, H. Görls, J. Scholz, Reduktion eines 1-Aza-1,3-diens zum 1-Azabut-2-en-

1,4-diyl-Dianion: ein ungewöhnlicher Reaktionsverlauf, Angew. Chem. 2003, 115,

2356 - 60; Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 2003, 42, 2253 - 2257.

• V. Lorenz, H. Görls, S. K. H. Thiele, J. Scholz, Between enamide and azaallyl

structure: Novel flexible N-chelate ligands in the lanthanide chemistry,

Organometallics., 2005, 24, 797 - 800.

• J. Scholz, V. Lorenz, H. Görls, Reaction of 1-Aza-1,3-dienes with Alkali Metals:

Reductive Coupling of α,β-Unsaturated Imines to Hex-1,5-dien-1,6-diamides,

Organometallics, 2005 (im Druck).

• Patent WO 2004/076504 A2 (10. 09. 2004): Process for Homo or Copolymerization of

Conjugated Olefines, S. K.-H. Thiele, D. R. Howard, J. Scholz, V. Lorenz (DOW

Global Technologies, Inc., Midland, US; Universität Koblenz-Landau, Germany).

Projekt:αααα-Wasserstoff-Eliminierung aus 1-Aza-1,3-dien-Komplexen: Ein Weg zu neuartigen

metallacyclischen Alkylidenkomplexe der frühen Übergangsmetalle und

der Lanthanoide

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Joachim Scholz, Dipl.-Chem. Holger Dörr

Externe Partner:

Dr. Helmar Görls

Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Jena

Projektbeschreibung:

Ausgehend von 1-Aza-1,3-dien-Komplexen der frühen Übergangsmetalle lassen sich

durch α-H-Eliminierung metallacyclische Alkyliden-Komplexe herstellen. Es ist das

Ziel, diesen neuartigen Syntheseweg auf ausgewählte Lanthanoid-Komplexe zu

übertragen und die neuen Alkylidenkomplexe hinsichtlich ihres Reaktionsverhaltens

und möglicher Anwendungen zu untersuchen.

27


Drittmittelgeber:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (01. 04. 2000 - 31. 03. 2003),

seit 2003: Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL)

Stand: Das laufende Projekt wird gegenwärtig durch Drittmitteleinwerbungen von

Industriepartnern (Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL), DOW

Chemical) finanziert. Ein Antrag zur weiteren Förderung durch die DFG ab 2006

wurde im September 2005 gestellt.

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• V. Lorenz, H. Görls, J. Scholz, Reduktion eines 1-Aza-1,3-diens zum 1-Azabut-2-en-

1,4-diyl-Dianion: ein ungewöhnlicher Reaktionsverlauf, Angew. Chem. 2003, 115,

2356 - 60; Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 2003, 42, 2253 - 2257.

• J. Scholz, St. Kahlert, H. Görls, Monoazadiene Complexes of Early Transition Metals.

Part 5. Synthesis and Structure of the First Homoleptic 1-Aza-1,3-diene Titanium

Complex: A Tightrope Walk Between Ligand Coordination and Ligand Coupling,

Organometallics 2004, 23, 1594 - 1603.

• J. Scholz, H. Görls, α-H-Elimination from Homoleptic Bis(1-aza-1,3-diene) Titanium:

Formation of a New Metallacyclic Titanium Alkylidene Complex, Organometallics,

2004, 23, 320 - 322.

Projekt: Praktische Anwendungen von Übergangsmetall- und Lanthanoidkomplexen

mit N-Liganden

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Joachim Scholz, Dipl.-Chem. Holger Dörr

Externe Partner:

Dr. Helmar Görls

Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Jena

Projektbeschreibung:

Im Rahmen dieses Projektes werden N-Heterodien-Komplexe der frühen

Übergangsmetalle und Lanthanoide als Synthesebausteine in ausgewählten, praktisch

relevanten organischen Synthesen, z.B. C-C-Verknüpfungsreaktionen, eingesetzt.

Durch zielgerichtetes Ausnutzen von Struktur-Wirkungs-Prinzipien ist mit diesen

Komplexen beispielsweise die Stabilisierung reaktiver Zwischenstufen und die

Aktivierung "kleiner" Moleküle (Stickstoff, Methan usw.) möglich. Es ist das Ziel,

mit Hilfe der N-Heterodiene als "Steuerliganden" die Selektivität dieser Reaktionen

zu erhöhen.

Drittmittelgeber:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (01. 04. 2000 - 31. 03. 2003),

gegenwärtig: Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL).

Stand: Das laufende Projekt wird gegenwärtig noch durch Drittmitteleinwerbungen von

Industriepartnern finanziert. Ein Antrag zu weiteren Förderung durch die DFG ab

2006 wurde im September 2005 gestellt.

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• J. Scholz, G. A. Hadi, K.-H. Thiele, H. Görls, R. Weimann, H. Schumann, J. Sieler,

1,4-Diaza-1,3-diene (DAD) Complexes of Early Transition Elements. Syntheses,

Structures and Molecular Dynamics of Mono- and Bis(η 5 -cyclopentadienyl)titanium-,

zirconium- und hafnium(DAD) Complexes. Crystal- and Molecular Structures of

28


CpTi(DAD)CH 2 Ph, [CpTi(DAD)] 2 O, CpZr[(DAD)(N∩O)] and Cp 2 Hf(DAD). J.

Organomet. Chem. 2001, 626, 243 - 259.

• J. Scholz, H. Görls, Reaction of Ketones with 1,4-Diaza-1,3-diene Zirconium and

Hafnium Complexes: First Example of a 1,3-Dipolar Cycloaddition Reaction of 1,4-

Diaza-1,3-diene Complexes of Early Transition Metals. Inorg. Chem. 1996, 35, 4378 -

4382.

• H. Görls, J. Scholz, [(tBu-DAD)Ti(η 2 -OCPh 2)] 2Mg(Cl) 2(THF): Synthesis and

molecular structure of a dimeric titanium ketone complex. J. Organomet. Chem. 2001,

626, 168 - 171.

• J. Scholz, H. Görls, H. Schumann, R. Weimann, Reaction of Samarium 1,4-Diaza-1,3diene

Complexes with Ketones: Generation of a New Versatile Tridentate Ligand via

1,3-dipolar Cycloaddition. Organometallics 2001, 20, 4394 - 4402.

• J. Scholz, H. Görls, 1,4-Diaza-1,3-diene (DAD) Complexes of Early Transition

Metals. Synthesis and Structural Characterization of (tBu-DAD)ZrCl(Cl) 3Zr(tBu-

DAD)(THF) and its Reaction with Benzophenone. J. Organomet. Chem. 2002, 648, 87

- 92.

Projekt: Metallorganische Verbindungen der Übergangsmetalle als Katalysatorkomponenten

für die Herstellung von Polymeren

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Joachim Scholz, Dipl.-Chem. Holger Dörr

Externe Partner:

Dr. Sven K.-H. Thiele

Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH, Schkopau (BSL)

Projektbeschreibung:

Im Rahmen dieses Projektes werden Organometallverbindungen der frühen

Übergangsmetalle und der Lanthanoide synthetisiert und strukturell charakterisiert.

Ausgewählte Komplexe werden hinsichtlich ihrer katalytischen Aktivität bei der

Polymerisation von Olefinen und Dienen getestet. Es ist das Ziel, anhand von Stuktur-

Wirkungs-Beziehungen Aussagen über die Aktivität und Selektivität von

Katalysatoren zu treffen.

Drittmittelgeber:

Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH Schkopau (BSL)

Stand: Beginn 2001 (F+E-Vereinbarung), Abschluss geplant 2005

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• J. Scholz, H. Görls, 1,4-Diaza-1,3-diene niobium halogenides: synthesis and X-ray

crystal structures of (tBu-DAD)NbCl 3(THF), (tBu-DAD) 2NbCl, and [(tBu-

DAD)NbCl 4 ](H 3 NtBu). Polyhedron, 2002, 21, 305 - 312.

• Patent WO 2004/076504 A2 (10. 09. 2004): Process for Homo or Copolymerization of

Conjugated Olefines, S. K.-H. Thiele, D. R. Howard, J. Scholz, V. Lorenz (DOW

Global Technologies, Inc., Midland, US; Universität Koblenz-Landau, Germany).

1.2.2.5 Abteilung Chemie, Arbeitsgruppe Organische Chemie

Projekt: Untersuchungen zur Aufklärung antioxidativer Eigenschaften von sekundären

Pflanzenstoffen

29


Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Herbert Breuer, Jean Pierre Nkurunziza

Projektbeschreibung:

Am Beispiel der Pflanze Syzygium aromaticum (Gewürznelke) wird die antioxidative

Wirkung von Inhaltsstoffen (Flavonoide und Gerbstoffe, z.B. Derivate des Catechins

und der Gallussäure) untersucht. Träger des antioxidativen Potentials dieser Verbindungen

sind die phenolischen Hydroxylgruppen. Zur Charakterisierung der polyphenolischen

Verbindungen werden NMR-spektroskopische und chromatographische

Verfahren angewandt. Ziel ist es, Voraussagen über die Wirksamkeit von

Verbindungen hinsichtlich ihrer antioxidativen und anticancerogenen Eigenschaften

zu treffen.

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Jean Pierre Nkurunziza, Dissertation, Universität Koblenz-Landau, 2004.

1.2.2.6 Abteilung Geographie: Arbeitsgruppe Anthropogeographie

Projekt: Flüchtlingssiedlungen in Rwanda

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen

Externer Partner:

Institut de Recherche Scientifique et Technologique (IRST) Rwanda

Projektbeschreibung:

Seit Mitte 1996 kehrten etwa 2,5 Mio. Flüchtlinge nach Rwanda zurück, die während

des Bürgerkrieges in den Nachbarstaaten Sicherheit gesucht hatten. Im Krieg wurde in

Rwanda ein Großteil ihrer ohnehin einfachen Hütten zerstört. Die meisten der nach

1996 in ihre Heimat zurückgekommenen Flüchtlinge fanden daher keine Unterkunft

mehr vor. Damit stand die rwandesische Regierung vor der extrem schwierigen

Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit für viele 100.000 Familien, Wohnraum auf dem

Land zu schaffen. Sie bestimmte, dass die neuen Siedlungen nicht in der traditionellen

Streusiedlungsform der urugo angelegt werden sollten; urugo sind Einzelgehöfte mit

größerem Abstand zu den nächsten Gehöften. Vielmehr entschied sie sich für die

Gründung von vielen hundert neuen geschlossenen Dörfern (imidugudu). In

Zusammenarbeit mit der Universität in Butare sollen die vielfältigen Auswirkungen der

zahlreichen neuen Dörfer auf die Landschaft untersucht und Verbesserungsmöglichkeiten

für die Lebensbedingungen in den neuen Siedlungen erarbeitet werden.

Projektbeginn: 01. 10. 1999

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Graafen, R.: Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen

Neusiedlungen (imidugudu). In: Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.):

Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in

der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium. Koblenz 2004, S. 121-130.

• Belinger, N.: „Imidugudu“ (Flüchtlingssiedlungen) in Rwanda: Untersuchung der drei

ausgewählten Siedlungen Amashya, Musange und Rugarama unter Berücksichtigung

physiognomischer Merkmale. (Staatsexamensarbeit, Koblenz 2005).

30


Projekt: Auswirkungen der Strukturfonds der Europäischen Union

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen

Externer Partner:

Bundesministerium für Wirtschaft

Projektbeschreibung:

Die Europäische Union verfolgt das Ziel, in allen Regionen der Mitgliedsstaaten

möglichst gleichwertige Wirtschafts- und Lebensbedingungen zu schaffen. Besonders

für die benachteiligten peripheren Regionen hat sie Gelder (Strukturfonds) bereitgestellt,

um die dortigen Lebensbedingungen zu verbessern. In meinem Projekt

untersuche ich im Rahmen von Feldarbeiten, für einzelne Regionen (vor allem in den

Benelux-Staaten und Italien), welche konkreten Maßnahmen tatsächlich mit den

Geldern durchgeführt werden konnten und welche direkten und indirekten räumlichen

Auswirkungen sie bewirkt haben.

Projektbeginn: 1998

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Korn, Th.: Die Europäische Regionalpolitik unter wirtschaftsgeographischer

Betrachtung. Koblenz 2004.

Projekt: Entwicklung von Industrie und Gewerbe im UNESCO-Welterbe Mittelrheintal

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen, Drs. Peter Burggraaff

Externer Partner:

Landesamt für Denkmalpflege, Mainz

Projektbeschreibung:

Mit der Ausweisung des Mittelrheintals von Koblenz bis Bingen bzw. Rüdesheim zum

Welterbe der UNESCO soll sichergestellt werden, dass diese Landschaft in ihrer im

Laufe der Jahrhunderte erfolgten Ausprägung der Nachwelt weitgehend erhalten bleibt.

Wenn die Kulturlandschaft des Mittelrheintals vor Veränderungen auch besonders zu

schützen ist, so bedeutet dies nicht, dass sie völlig konserviert werden soll und dass

jegliche bauliche Veränderungen durch neue Industrie- und Gewerbebetriebe verboten

sind. Dürften keine neuen Industrie- und Gewerbebetriebe mit weiteren Arbeitsplätzen

mehr errichtet werden, dann hätte dies noch stärker als bisher eine Abwanderung der

Bevölkerung zur Folge. In welcher Form sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten

Industrie, Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe im Mittelrheintal werden entwickeln

können, ist daher sehr ungewiss. Ein Ziel des Projekts ist, Konzepte dafür zu entwickeln,

welche Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe im Mittelrheintal in

den nächsten Jahrzehnten neu angesiedelt werden könnten und wo dies geschehen

könnte, ohne dass dadurch der Zweck der Ausweisung zum Welterbe unterlaufen wird.

Drittmittelgeber: Freundeskreis der Universität

Projektbeginn: 01. 08. 2004

Stand: Laufend

31


Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Graafen, R.: Bimsgewinnung und Bimsverarbeitung. In: Gränitz, F.; Grundmann, L.

(Hrsg.): Das Mittelrheinische Becken (Landschaften in Deutschland - Werte der

deutschen Heimat, Bd. 65). Köln, Weimar, Wien, 2003, S. 61-65.

• Graafen, R.: Friedrichssegen - Bergbausiedlung im Unteren Lahntal. In: Koblenzer

Geographisches Kolloquium. Jg., 25, 2003, S. 84-98.

• Graafen, R.: Bendorf. In: Gränitz, F.; Grundmann, L. (Hrsg.): Das Mittelrheinische

Becken (Landschaften in Deutschland - Werte der deutschen Heimat, Bd. 65). Köln,

Weimar, Wien, 2003, S. 128-136.

Projekt: Aufbau eines Ost-West-Seminars mit Schwerpunkt Bulgarien

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen

Externer Partner:

Prof. Dr. Alexander Federov, Vizerektor und Leiter der internationalen Beziehungen

der Universität Sofia

Projektbeschreibung:

Osteuropa zählt zu denjenigen Regionen der Welt, die mit dem Zerfall des

kommunistischen Systems vor besonders schwierige Aufgaben gestellt waren. Die

Gründung neuer Staaten sowie die Neuordnung der politischen, gesellschaftlichen und

wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb der Staaten haben eine nahezu unübersehbare

Menge an Problemen mit sich gebracht. Anfang 2004 ist an der Abteilung Geographie

in Koblenz ein Ost-West-Seminar eingerichtet worden, dessen Leitung Prof. Dr.

Graafen übernommen hat. Eine der Aufgaben des Seminars ist, siedlungs- und

wirtschaftsgeographische Untersuchungen in Osteuropa, vor allem in Bulgarien,

durchzuführen. Dabei geht es z. B. um die Fragen, wie die Siedlungsentwicklung in

Bulgarien durch Instrumente der Raumordnung und Landesplanung optimal gesteuert

werden kann und an welchen Orten neue Industrie- und Gewerbegebiete angesiedelt

werden sollen.

Drittmittelgeber: Honorarkonsulat von Bulgarien in Rheinland-Pfalz

Projektbeginn: 01. 02. 2004

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Graafen, R. (zusammen mit Hapke, R.): Raumordnung und Landesplanung. Unterricht

Geographie, Bd.16. Aulis Verlag Deubner, Köln, 2004

Projekt: Arbeitskreis Landes- und Volkskunde (ALV) am Geographischen Institut der

Universität in Koblenz

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck (Vorsitzender), Prof. Dr. Rainer Graafen, Prof. Dr. Dieter

König

Externe Partner:

Dipl.-Ing. (FH) H.-J. Fromm, Landesvermessungsamt Koblenz

Projektbeschreibung:

Die Jahrestagungen finden seit 1995 statt. Die letzten drei Tagungen haben sich mit

32


folgenden Themen beschäftigt:

Raumwirksamkeit christlicher Glaubensgemeinschaften und religiöser Gruppen (2002)

Geisteshaltung und Siedlungsgestaltung (2003)

Exkursionen in Rheinhessen und im Rheinischen Schiefergebirge (2004)

Exkursionen im Rheinischen Schiefergebirge und Rhein-Main-Gebiet (2005)

Projektbeginn: 01. 01. 1995

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (Auswahl):

• Beck, N. (Hrsg.): Raumwirksamkeit christlicher Glaubensgemeinschaften und

religiöser Gruppen. Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde. Bd. 2,

Koblenz 2003, 93 S.

• Beck, N.: Die olympischen Winterspiele im Lande der Mormonen. In: Schriften des

Arbeitskreises Landes- und Volkskunde, Bd. 2, Koblenz 2003, S. 86-93.

• Beck, N. (Hrsg.): Geisteshaltung und Siedlungsgestaltung. Siedlungsentwicklung von

der Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert. Schriften des Arbeitskreises Landes- und

Volkskunde, Band 3, Koblenz 2004, S. 1-147.

• Beck, N.: Geisteshaltung und Siedlungsgestaltung am Beispiel von Mainz. In:

Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde, Bd. 3, Koblenz 2004, S. 13-53.

• Fischer, H.: Kult- oder Kulturlandschaft? – Beispiele zur Religionsgeographie. In:

Raumwirksamkeit christlicher Glaubensgemeinschaften und religiöser Gruppen.

Koblenz 2003. In: Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde, Beck. Bd 2,

S. 1-13.

• Graafen, R.: Friedrichssegen – Bergbausiedlung im unteren Lahntal. In: Koblenzer

Geographisches Kolloquium, Jg. 25. Koblenz 2003, S. 84 – 98.

Projekt: Rechtsvorschriften zum Umwelt- und Kulturlandschaftsschutz

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen

Externer Partner:

Arbeitsgruppe Angewandte Historische Geographie, Bonn

Projektbeschreibung:

Die natürliche Umwelt des Menschen und im speziellen die von ihm gestaltete

Landschaft (Kulturlandschaft) sind, vor allem durch die immer schneller

fortschreitende Technisierung, zunehmend von gravierenden Beeinträchtigungen und

Zerstörungen bedroht. Es gilt daher zu erforschen, wie effektiv die derzeitigen

Rechtsvorschriften zum Umwelt- und Kulturlandschaftsschutz tatsächlich sind und in

wie weit sie zu einem noch effektiveren Schutz verbessert werden könnten. Aktuelle

Beiträge zu diesem Thema werden in der Zeitschrift „Kulturlandschaft“ veröffentlicht;

Prof. Dr. Rainer Graafen ist Mitglied des Redaktionsteams der Zeitschrift

„Kulturlandschaft“ und veröffentlicht dort regelmäßig Aufsätze.

Projektbeginn: 1995

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Burggraaff, P. u. K.-D. Kleefeld: Erweiterung der Geschichtsstraße über die gesamte

Verbandsgemeinde Kelberg. - Köln und Kelberg 2005.

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• Burggraaff, P. u. K.-D. Kleefeld u. B. Lange, mit Beiträgen des Landschaftsverbandes

Rheinland (Umweltamt, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege, Rheinischen Amt

für Denkmalpflege): Kulturlandschaft und Kulturelles Erbe. Vorstudie zum Masterplan

der Regionale 2010. Köln 2005

• Burggraaff, P. u. K.-D. Kleefeld, B. Hoeke u. T. Korn: Kulturgüterschutz durch UVP.

Evaluierung von Planungen im Rahmen der Beteiligung des Rheinischen Amtes für

Bodendenkmalpflege. Wirksamkeit hinsichtlich der Berücksichtigung des kulturellen

Erbes unter besonderer Berücksichtigung des archäologischen Kulturgutes. Teilprojekt

der Arbeitsgruppe 3 innerhalb Planarch. Protection of the Cultural Heritage within

EIA Evaluation of Plans during the Consultation of the Rheinisches Amt für

Bodendenkmalpflege Effectiveness Regarding the Consideration of the Cultural

Heritage and, in particular, of the Archaeological Heritage Sub-project of the Working

Group 3 within Planarch 2. Final Report. Koblenz 2005.

• Burggraaff, P., K.-D. Kleefeld, E. Knieps u. T. Otten: Arbeitskreis „Kulturelles Erbe in

der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)“ und das Forschungsprojekt Planarch. In:

Kulturlandschaft digital – Forschung und Anwendung Tagungsdokumentation 2005.

Köln 2005 (Beiträge zur Landesentwicklung, 58), S. 201-212.

• Graafen, R. (Hrsg.): Kulturlandschaft - Zeitschrift für Angewandte Historische

Geographie. Bonn. 2002, 2003, 2004.

• Graafen, R.: Immissionsschutzrecht. (105 S.) Koblenz 2005.

Projekt: Handel und Handelssiedlungen im tibetischen Himalaya

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rainer Graafen

Externer Partner:

Geographical Institute of Tribhuvan University, Kathmandu

Projektbeschreibung:

Der Gebirgszug des Himalaya mit einer Höhe von mehr als 8.000 m stellt eine

gigantische natürliche Barriere zwischen Tibet und dem indischen Subkontinent dar.

Handelswege zwischen diesen beiden Regionen konzentrieren sich auf die wenigen

Täler, die den Himalaya in Nord-Süd-Richtung durchqueren. Aufgabe des von der

DFG finanzierten Forschungsprojekts war es, die Auswirkungen des Handels auf die in

den Tälern gelegenen Siedlungen zu untersuchen.

Drittmittelgeber:

DFG, Summe der Drittmittel: 332.340 Euro (Personalmittel: 230.090 Euro, Sachmittel:

102250 Euro). Sonstige Fördermittel: Sach- und Reisekosten.

Projektbeginn: 01. 01. 1992

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Graafen, R.: The Importance of Trade for Kagbeni. In: Phole, P.; Haffner, W. (Hrsg.):

Kagbeni. Contributions to the Village’s History and Geography (Giessener

Geographische Schriften, H. 77). 2004, S. 247-252.


Projekt: Hunsrück – ein deutsches Mittelgebirge im landschaftlichen Überblick und im

Detail

Beteiligte Personen:

Prof. (em.) Dr. Heinz Fischer

Externer Partner:

Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz

Projektbeschreibung:

Das Projekt hat die geographisch-landeskundliche Dokumentation eines typischen

deutschen Mittelgebirges zum Ziel.

Projektbeginn: 01. 09. 2003

Stand: Laufend

1.2.2.7 Abteilung Geographie, Arbeitsgruppe Physische Geographie

Projekt: Geotopschutz / GEOTOP

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck, Prof. (em.) Dr. Heinz Fischer, apl. Prof. Dr. Joachim

Loeper

Partner:

Heinz Lempertz, Deutsche Vulkanologische Gesellschaft

Projektbeschreibung:

GEOTOP ist ein Projekt, in dessen Ablauf "Geotope" als für Forschung und Lehre

wichtige steinerne Zeugen der Erdgeschichte erfasst, beschrieben, bewertet und ggf.

unter Schutz gestellt werden.

Projektbeginn: 01. 01. 1997

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Fischer, H.: Naturschutz und Geotopschutz: zwei Begriffe, ein Ziel. In: Mens agitat

molem. Mannheim 2003, S. 98 – 110 (= Abhandlungen d. Humboldt-Gesellschaft, Bd.

18).

Projekt: Agricole et Social Interuniversitaire Mainz/Butare (Rwanda)

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Dieter König

Prof. Dr. Jörg Grunert, Geographisches Institut der Universität Mainz

Partner:

Université Nationale du Rwanda

Projektbeschreibung:

Seit 1985 arbeiten die Université Nationale du Rwanda und die Universität Mainz im

Rahmen dieses Universitäts-Partnerschaftsprojektes an der Optimierung der Methoden

des Ökologischen Landbaus in den Tropen. Ziel ist die Entwicklung eines an die

ökologischen und sozioökonomischen Bedingungen Rwandas angepassten, der

Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit dienenden standortgerechten

35


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Landnutzungssystems, das mit Hilfe der Integration von Bäumen und Sträuchern in die

Kulturflächen (Agro-forst-wirtschaft) sowie durch ein Wirtschaften in weitgehend

geschlossenen Kreisläufen mit hoher Biomasseproduktion eine Regeneration und

Stabilisierung der Bodenfruchtbarkeit bewirkt. Forschungsschwerpunkte im Projekt

sind u.a. biologische Bodenschutz- und Bodenverbesserungsmaßnahmen, die

Integration insbesondere einheimischer Baumarten in das Anbausystem sowie die

Verbesserung degradierter Böden mit Hilfe von Mulch, Kompost sowie durch

Anwendung lokal verfügbarer Gesteinsmehle.

Drittmittelgeber:

Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz (das Projekt ist an

der Universität Mainz angesiedelt, Herr König ist einer der beiden Antragsteller)

Projektbeginn: 01. 09. 1985

Stand: laufend; das Projekt ist zeitlich nicht limitiert

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• König. D.: Perspektiven der landwirtschaftlichen Entwicklung in Rwanda. In:

Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Rwanda-

Revue 2/2001, Mainz 2001, S. 4-11.

• König. D. u. E. Fischer: Wissenschaftliche Kooperation mit der Nationaluniversität

von Rwanda und mit dem Institut de Recherche Scientifique et Technologique du

Rwanda. In : Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche

Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe

Koblenzer geographisches Kolloquium. Koblenz 2004, S. 7-16.

• König, D u. J. Altstätter.: Untersuchungen zur Entwicklung des Baumstockwerks in

einem adulten Agroforstsystem im Projet Agricole et Sociale Interuniversitaire. In:

Fischer, H., R. Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation

zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe Koblenzer

geographisches Kolloquium. Koblenz 2004, S. 107-120.

Projekt: Möglichkeiten zur Verbesserung des dezentralen Hochwasserschutzes im

Einzugsgebiet der Nahe

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Dieter König

Partner:

Kulturamt Simmern

Projektbeschreibung:

Möglichkeiten zur Verbesserung des dezentralen Hochwasserschutzes im Einzugsgebiet

der Nahe durch Analyse der Abflusssituation in zwei kleinen Teileinzugsgebieten

der Nahe im südlichen Hunsrück: Messung des oberflächigen Abflusses und

wichtiger abflussrelevanter Parameter (u.a. der Infiltrationsrate bei künstlicher Beregnung

und der Wasserleitfähigkeiten), Kartierung der Reliefformen, der Landnutzung

sowie abflusshemmender und –fördernder Strukturen im Gelände. Die Veränderung

dieser Parameter durch im Rahmen des Naheprogramms durchgeführte Maßnahmen

zum dezentralen Hochwasserschutz werden dokumentiert und bewertet.

Drittmittelgeber:

bis 2001: Zentrum für Umweltforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Projektbeginn: 01. 01. 1998

Stand: Laufend


Projektbezogene Veröffentlichungen:

• König. D.: Dezentraler Hochwasserschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen im

Einzugsgebiet der Nahe. In: Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.): Koblenzer

Geographisches Kolloquium Bd. 24., Koblenz. 2002, S. 37-54

Projekt: Hochwassermanagement in Entstehungsgebieten - Vorsorge aus forstlicher und

wasserwirtschaftlicher Sicht und Folgeprojekt: Hochwasserentstehung in Waldgebieten

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Dieter König

Partner:

Forstliche Versuchsanstalt Trippstadt

Geographisches Institut der Universität Mainz

Institut für Geowissenschaften der Universität Mainz

Projektbeschreibung:

Analyse der Abflusssituation in einem bewaldeten Einzugsgebiet im Soonwald auf der

Grundlage von kontinuierlichen Messungen des Niederschlags und des oberflächigen

Abflusses sowie der Erfassung wichtiger abflussrelevanter Parameter wie Vegetationsbedeckung,

Aufbau der Bodenprofile, Infiltrationsrate und Wasserleitfähigkeit der

Böden, Interflow. Besonderes Augenmerk gilt dabei der abflussfördernden Wirkung

linearer Strukturen (Fahrspuren in Rückegassen, Drainagegräben, Wegenetz einschl.

Wegseitengräben), die im Rahmen von Geländeexperimenten (Beregnungsversuche auf

0,64 bis 100 m² großen Flächen) untersucht wird.

Drittmittelgeber:

Forstliche Versuchsanstalt Trippstadt / Land Rheinland-Pfalz

Projektbeginn: 01. 10. 1998

Stand: Laufend

Projekt: Geoökologisch-geomorphologische Prozessforschung im Mittelrheintal

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Dieter König, Daniela Hinse, M.A.

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projekts erfolgt eine Untersuchung der Böden und der geoökologischgeomorphologischen

Prozessdynamik, insbesondere der Wasser- und Stofftransporte

und der damit einhergehenden Veränderung wichtiger geoökologischer Parameter

entlang eines Querprofils durch das Mittelrheintal.

Drittmittelgeber:

Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur; Kapitel 1512:

Neue Technologien und Umwelt

Projektbeginn: 01. 10. 2001

Projektende: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Hinse, D.: Veränderung ausgewählter Bodenparameter entlang einer Hangcatena im

Oberen Mittelrheintal (Magisterarbeit, Koblenz 2003).

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Projekt: „Abflussgeschehen in Einzugsgebieten kleiner Mittelgebirgsbäche am Beispiel

des Sulzbaches (Pfälzer Bergland)“

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Dieter König, zwei studentische Hilfskräfte

Partner:

Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz

Projektbeschreibung:

Das Projekt umfasst die Analyse der Abflussprozesse in dem ca. zehn

Quadratkilometer großen Einzugsgebiet des Sulzbaches. Hierzu gehören u. a. die

Messung wichtiger Klimaparameter an einer eigens eingerichteten Messstation,

kontinuierliche Abflussmessungen an Pegeln und Messungen der Abflussspende

entlang des gesamten Wasserlaufes sowie an der Einmündung wichtiger Zuflüsse.

Darüber hinaus werden abflussrelevante Parameter, beispielsweise die

Korngrößenzusammensetzung und Infiltrationskapazität der Böden sowie die

jahreszeitliche Veränderung der Bodenfeuchte entlang zweier Hangcatenen erfasst.

Drittmittelgeber:

Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz

Projektbeginn: 01. 08. 2003

Stand: Laufend

Projekt: Reliefentwicklung und Böden in Rwanda

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck

Partner:

Dr. C. Karangwa, IRST, Universität von Butare

Projektbeschreibung:

Die geologisch-morphologischen Entwicklungsphasen reichen von der proterozoischen

Geosynklinale über die Orogenese des Kibarien-Gebirges und die Phase der

Rumpfflächenbildung bis zu den heutigen Oberflächenformen, die sich nach der

Hebung seit der Kreide und dem Tertiär herausbildeten. Der Osten Rwandas zeigt

ineinander geschachtelte Flächenniveaus, der Westen ist als Hebungsgebiet durch den

Einbruch des Ostafrikanischen Grabens gekennzeichnet. Das Gneis- und Granitgebiet

der Plutone von Umutara ist ein Ausraumgebiet mit Altflächen im Gegensatz zu den

umgebenden Hochgebieten der Quarzite, die Schichtstufen ausbilden. Herauspräparierte

Quarzitrippen belegen in den vorgelagerten Schieferzonen Pedimentationsvorgänge.

An Böden sind Leptosole, Ferralsole, Pisolithe, Vertisole, Pseudogleye und

Auelehme angetroffen worden. In den Talbereichen liegt umgelagertes Material, es

sind „gewaschene Sande“ verbreitet, die arm sind an Ton und Eisenoxiden. Entlang

von Fahrwegen im Hangkolluvium und Saprolith wurde Grabenerosion beobachtet und

im Ferralsol waren durch Rutschungen an den Steilhängen der Straßeneinschnitte

Abtragungen im Dekameterbereich festzustellen. In Zusammenarbeit mit dem IRST

und der Universität in Butare sollen Grundlagen für die Erstellung einer naturräumlichen

Gliederung erarbeitet werden.

Projektbeginn: Oktober 1999

Stand: Laufend

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Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Beck, N.: Reliefentwicklung und Böden in Rwanda. In: Koblenzer Geographisches

Kolloquium, Bd.22, Koblenz 2000, S. 63-85.

• Beck, N.: Geomorphologische Untersuchungen in Ost-Rwanda. In: Fischer, H.; R.

Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation zwischen Rheinland-

Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe: Koblenzer Geographisches Kolloquium.

Koblenz 2004. S. 39-54.

Projekt: Naturräume, Vulkanrelief und Rohstoffvorkommen in der Eifel und im

Mittelrheinischen Becken

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck, Prof. (em.) Dr. Heinz Fischer

Partner:

Landespflege im Landkreis Mayen-Koblenz

Projektbeschreibung:

Wissenschaftliche Begleitung beim Bimsabbau und anderen vulkanischen Rohstoffen

in der Eifel, dem Mittelrheinischen Becken und Laacher-See-Gebiet.

Drittmittelgeber: Bimsabbau Laacher-See

Projektbeginn: März 1998

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Beck, N. : Vulkanismus in der Eifel. In: Fischer, H., R. Graafen und D. König (Hrsg.):

Koblenzer Geographisches Kolloquium, Koblenz, 2003, S. 7-25

Projekt Geographie der Meere und Küsten (Physische Geographie)

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck

Projektbeschreibung:

Untersuchungen zur Bildung jüngerer Formen in den durch tropische

Tiefenverwitterung und Krustenbildungen gekennzeichneten Steilküsten in

Südwestindien und die Veränderungen im Bereich der Strandgebiete der Flachküsten in

Südwestindien (Goa)

Projektbeginn: 01. 07. 2001

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Beck, N.: Formbildungen an der tropischen Küste SW-Indien (Goa). In: Beck, N.

(Hrsg.) Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde, Bd. 4. Koblenz 2005

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Projekt: Relief und Landwirtschaft in Rheinhessen

Beteiligte Personen:

apl. Prof. Dr. Nordwin Beck

Projektbeschreibung:

Aufgrund der unterschiedlichen Standorte im Relief wurden verschiedene Nutzungsarten

entwickelt, die in enger Anpassung an die ökologischen Verhältnisse betrieben

werden.

Projektbeginn: 01. 05. 1999

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Beck, N.; H.-E. Roesch: Exkursionsführer vom 23.10.2004: Die Entstehung der

Bergfußflächen und die Entwicklung der Kulturlandschaft in Rheinhessen..

1.2.2.8 Abteilung Physik: Arbeitsgruppe Nah-Feld Optik

Projekt: Grundlagen der Nah-Feld Optik

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Herbert Druxes, Prof. Dr. Alfons A. Stahlhofen, Dr. Merten Joost

Externe Partner:

Prof. G. Nimtz, II. Physikal. Inst., Universität zu Köln

Projektbeschreibung:

In der Nah-Feld Optik werden mit Hilfe evaneszenter Moden die physikalischen Eigenschaften

mesoskopischer und nanoskopischer Systeme bis hin zum atomaren Bereich

untersucht. Dies gilt auch für die verschiedenen Formen der Nah-Feld Mikroskopie, die

durch die Physik elektromagnetischer evaneszenter Moden bestimmt wird.

Der einfallende Strahl erfährt eine Fülle von Verschiebungen und Modifikationen, die

von den Vorhersagen der geometrischen Optik abweichen und die in der Nah-Feld

Optik (wie auch in allen Lehrbüchern der Physik) bisher in unzulässiger Weise

vernachlässigt wurden. Dies gilt insbesondere für die Goos-Hänchen Verschiebung und

die Winkelverschiebung. Die Goos-Hänchen Verschiebung beschreibt eine

longitudinale Verschiebung des Strahls in der Einfallsebene, die theoretisch und

experimentell untersucht wird. Die ebenfalls untersuchte Winkelverschiebung

beschreibt die Abweichung vom klassischen Reflexionsgesetz. Die Bedeutung der

Resultate für die Spektroskopie und optische Systeme wird zur Zeit untersucht.

Projektbeginn: 02. 01. 1999

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Stahlhofen, A. A.: Comment on „Frustrated total internal reflection“ by M. Zanella et

al., American Journal of Physics, 2004; Bd. 72, 412

Projekt: Superluminale Phänomene und Tunneleffekt

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Herbert Druxes, Prof. Dr. Alfons Stahlhofen

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Externe Partner:

Prof. G. Nimtz, II. Physikal. Inst., Universität zu Köln

Projektbeschreibung:

In dem Projekt wird die Ausbreitung elektromagnetischer evaneszenter Moden und die

damit verbundene Signalausbreitung untersucht. Die in verschiedenen Experimenten

gemessenen photonischen Tunnelzeiten, die superluminalen

Ausbreitungsgeschwindigkeiten entsprechen, konnten im Fall der frustrierten

Totalreflexion theoretisch reproduziert werden. Dabei stellte sich heraus, dass die

Barriere (ein Luftspalt zwischen zwei Prismen) selbst instantan durchquert wird, wobei

die gemessene endliche Tunnelzeit von der Goos-Hänchen Verschiebung verursacht

wird. Zur Zeit wird untersucht, inwieweit weitere Abweichungen der Strahlausbreitung

von der geometrischen Optik weitere unabhängige Zeitskalen für die photonische

Tunnelzeit definieren. Es wurde gezeigt, dass die gemessenen superluminalen

Gruppengeschwindigkeiten mit superluminalen Signalgeschwindigkeiten identifiziert

werden können. Dazu war es notwendig, die in der Physik im allgemeinen verwendete

mathematische Definition eines Signals nach Sommerfeld/ Brillouin durch eine

physikalische Definition zu ersetzen, die sowohl die Eigenschaften des

Übertragungskanals als auch die Frequenzbandbegrenzung und endliche zeitliche

Dauer eines Signals berücksichtigt. Diese Strategie erlaubt zu zeigen, dass die

gemessenen superluminalen Signalgeschwindigkeiten zwar die sogenannte Einstein-

Kausalität verletzen (welche subluminale Signalgeschwindigkeiten fordert), das

Kausalitätsprinzip selbst jedoch nicht berührt wird.

Projektbeginn: 01. 08. 1997

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Stahlhofen, A. A.: Superluminal Signals (eingeladener Vortrag). In Proc. of the

Conference „Space Transportation and Industrial Applications 2003 (STAIF 03)“,

Albuquerque (NM), 2003; AIP Conference Proceedings, Bd. 654, S. 25

• Stahlhofen, A. A.; Druxes, H.: Von superluminalem Licht zu superluminalen

Signalen, Posterbeitrag zur DPG Frühjahrstagung 2003, Sektion Didaktik der Physik

(Augsburg 2003).

Projekt: Didaktik der Physik

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Herbert Druxes, Prof. Dr. Alfons Stahlhofen

Projektbeschreibung:

Spezielle Probleme aus verschiedenen Gebieten der Physik, die grundlegende Fragen

aufwerfen und einer Aufbereitung für die schulische/universitäre Lehre zugänglich

erscheinen, werden elementarisiert und so aufbereitet, dass sie von Interessierten in der

Lehre verwendet werden können.

Projektbeginn: 02. 01. 2000

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Stahlhofen, A. A.: Pauli and the Runge-Lenz-vector, American Journal of Physics

2004; Bd. 72, S. 10

41


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• Stahlhofen, A. A.: Shift operator properties of the Lenz vector, American Journal of

Physics 2005, Bd. 73, S. 581

• Stahlhofen, A. A.: Relativistic trajectories and the Runge-Lenz vector, American

Journal of Physics 2005, Bd. 73, S. 581

Projekt: JAPI

Beteiligte Personen:

Dr. Merten Joost

Projektbeschreibung:

JAPI ist eine OPEN SOURCE Bibliothek zum Erstellen von graphischen Benutzerschnittstellen.

Es baut auf dem AWT des JAVA Toolkits auf, und bietet dessen

Funktionalität den klassischen Programmiersprachen an. Zur Zeit werden die Sprachen

Basic, C, Fortran und Pascal in über 20 Compilern/Interpretern unterstützt. JAPI

zeichnet sich durch folgende Punkte aus: JAPI ist einfacher zu lernen als alle bekannten

GUI Toolkits. Da auf objektorientierte Programmierung verzichtet wurde, kann es

bereits von Anfängern mit wenig Programmiererfahrung verwendet werden. JAPI ist

plattformunabhängig. Zur Zeit werden alle Windowsplattformen sowie Linux und

Solaris unterstützt. Eine Applikation kann durch einfaches Neukompilieren auf eine

andere Plattform gebracht werden. JAPI ist sprachenunabhängig. JAPI bietet Schnittstellen

zu gängigen Compilern der Programmiersprachen C, Pascal und Fortran. Auch

ein Basic Interpreter wird unterstützt.

Projektbeginn: 02. 10. 2000

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• JAPI Programmier- und Referenzhandbuch, www.japi.de (2003)

Projekt: Paralleles Rendern

Beteiligte Personen:

Dr. Merten Joost

Externe Partner:

Prof. Dr. Wolfram Schiffmann, FernUniv. Hagen

Projektbeschreibung:

Paralleles Rendern, d.h. die realistische Darstellung künstlicher Szenen, ist bei vielen

Kinofilmen ein gängiges Verfahren. In sogenannten Renderfarmen werden auf einer

großen Anzahl von Rechnern einzelne Filmbilder berechnet, und anschließend zu

einem Film zusammen geschnitten. Das Projekt paralleles Rendern verfolgt eine andere

Zielsetzung: Einzelne Rechner berechnen kein vollständiges Bild, sondern nur einen

Teilausschnitt einer Szene und stellt diesen Ausschnitt auf einem Monitor dar. Dadurch

lassen sich mehrere Monitore zu einer Gesamtleinwand zusammenschalten und

beispielsweise eine Rundumsicht ermöglichen. Die Berechnung und Darstellung muss

dabei in Echtzeit erfolgen. Erreicht wird dieses Ziel, indem die alle existierenden

OpenGL Befehle umgesetzt und parallelisiert werden. Vorteil dieses Verfahren ist, dass

keine speziellen Anwendungen entworfen werden müssen, da prinzipiell alle bereits

bestehende OpenGL-Programme sich so parallelisieren lassen. Die Umsetzung der ca.

130 OpenGL Befehle steht kurz vor der Vollendung.


Projektbeginn: 01. 12. 2004

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Tomaszek, W.: Entwicklung eines OpenGL Servers, Studienarbeit, Univ. Koblenz

2005.

1.2.2.9 Abteilung Physik: Arbeitsgruppe Photonik

Projekt: Reflexion und Transmission an dielektrischen Grenzflächen

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Alfons A. Stahlhofen

Externe Partner:

Prof. G. Nimtz, II. Physikal. Inst., Univ. zu Köln

Projektbeschreibung:

Im Jahr 2000 wurde in Deutschland das Jahrhundert des Photons mit vielen

weitreichenden Zielen proklamiert. Vor diesem ehrgeizigen Hintergrund ist es

interessant zu sehen, dass selbst so elementare Prozesse wie der der Reflexion an

dielektrischen Grenzflächen, beziehungsweise Reflexion/ Transmission im Fall

mehrerer Grenzflächen nicht vollständig verstanden ist. Dies gilt insbesondere für den

Bereich der partiellen Reflexion, die entgegen der Vorhersagen der geometrischen

Optik wie der Bereich der Totalreflexion von diversen Modifikationen und

Verschiebungen des einfallenden Strahls geprägt ist. Diese Effekte resultieren von

statischen (geometrischen) und dynamischen Eigenschaften des einfallenden Strahls.

Das Ziel des Projektes ist die theoretische und experimentelle Ermittlung der

Größenordnungen der Modifikationen und Verschiebungen, sowie die Identifikation

der dafür verantwortlichen Parameter.

In einem zweiten Schritt werden die Resultate auf optisch aktive Materialien sowie auf

die erst kürzlich entdeckten Metamaterialien mit einem effektiven negativen

Brechungsindex übertragen. Die Resultate haben Anwendungen im Bereich der

Nanotechnologie, der Optoelektronik und der Nah-Feld Optik.

Projektbeginn: 02.01.2002

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Stahlhofen, A. A.: Comment on “Influence of total reflection on the imaging quality of

optical systems” von A. Miks u.a., Journal Optical Society of America A, im Druck.

• Müller, D.; Tharanga, D.; Stahlofen, A. A.; Nimtz, G.: On the anomalous Goos-

Hänchen shift, zur Veröffentlichung eingereicht (Physical Review Letters)

Projekt: Mathematische Photonik

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Alfons A. Stahlhofen

Externe Partner:

Prof. Raouf Bennaceur & Dr. Hichem Eleuch & Dominique Elser, Lab. de Phys. de la

Mat. Cond., Univ. Tunis (Tunesien)

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Projektbeschreibung:

Aus den Projekten „Superluminale Phänomene und Tunneleffekt“ sowie „Reflexion an

dielektrischen Grenzflächen“ ergeben sich spezielle mathematische Fragestellungen,

deren Resultate für die theoretische Modellierung der jeweils betrachteten Phänomene

relevant sind. Die Resultate können auf diejenigen Bereiche der nichtlinearen Optik

und der Quantenmechanik übertragen werden, die durch Differentialgleichungen mit

einer äquivalenten mathematischen Struktur beschrieben werden. Die Bandbreite der

Anwendungen reicht dabei von der Ausbreitung von Elektronen (respektive Photonen)

in speziellen Medien mit einer effektiven ortsabhängigen Masse (in Medien mit einem

ortsabhängigen Brechungsindex).

Projektbeginn: 02.01.2003

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Stahlhofen, A. A.: Susy, Gauss, Heun and Physics: a magic square?, Journal of

Physics A 2004; Bd 37, 10129

Projekt: Angewandte Umweltwissenschaften

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Alfons A. Stahlhofen; Prof. Dr. Herbert Druxes

Externe Partner:

Dipl.-Ing. Christian Deichmüller; Dipl.-Ing. (FH) Helmut Kerschsieper; Hr. Michael

Hohlbach

Projektbeschreibung:

Es werden Fragen des Lärmschutzes sowie des Schutzes vor nichtionisierenden

Strahlen (Elektrosmog) untersucht. Im Bereich des Lärmschutzes konnte ein sofortiger

Handlungsbedarf in sensiblen Bereichen wie Kindergärten nachgewiesen werden, da

dort die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte (soweit vorhanden) deutlich

überschritten werden. Im Bereich des Elektrosmogs wird zur Zeit die aktuelle

Belastung von Patienten und Personal in einem Krankenhaus untersucht.

Ferner ist eine Untersuchung der Folgen der Elektrosmog-Exposition der Beschäftigten

am Campus Koblenz aufgrund der dort vorhandenen Mobilfunkantenne geplant.

Projektbeginn: 02. 07. 2004

Stand: Laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Kerschsieper, H.; Deichmüller, Ch.; Stahlhofen, A. A.: Freizeitlärm: vernachläßigbarer

Hintergrundeffekt oder nichttriviale Exposition?, Zeitschrift für

Lärmbelästigung, zur Veröffentlichung angenommen

• Stahlhofen, A. A.: Elektrosmog in der Schule? Praxis der Naturwissenschaften,

Physik in der Schule 2004; Bd. 53, S. 34

44


1.3 Externe Aktivitäten im Jahr 2005

1.3.1 Externe Vorträge

N. Beck

Formbildungen an der tropischen Küste SW-Indiens (Goa). Vortrag auf der 23.

Jahrestagung des Arbeitskreises „Geographie der Meere und Küsten“ vom 28. –

30.04.2005, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

P. Burggraaff

Cultural heritage in the Environmental Impact Assessment in Germany (Rhinesland).

Vortrag auf der Sitzung der Planung-Archäologie-Arbeitsgruppe am 07.12.2004 in

Manchester.

Die Eifel. Eine kulturlandschaftliche Einführung. Einführungsvortrag des Lehrgangs

für Wanderführer am 7.4.2005 in Kelberg.

Cultural heritage in the Environmental Impact Assessment. Guidelines. Vortrag auf

der Sitzung der Planung-Archäologie-Arbeitsgruppe am 9.8.2005 in London.

E. Fischer

Diversity of Impatiens (Balsaminaceae) in Madagascar. Eingeladener Vortrag,

Semaines Culturelles Germano-Malagasy, Symposium Madagascar: un jardin

d’evolution en danger. 5.10.2004.

R. Graafen

Beachtung historischer Elemente der Kulturlandschaft im Rahmen von

Umweltverträglichkeitsprüfungen. Vortrag auf der Tagung des Landschaftsverbandes

Rheinland vom 04. – 05.11.2004 in Bonn über die einheitliche Anwendung der

Vorschriften zur Umweltverträglichkeitsprüfung in den Staaten der EU.

Die Entstehung und Entwicklung des Ost-West-Seminars. Vortrag auf den Deutsch-

Bulgarischen Hochschultagen vom 29. – 31.05.2005 in Koblenz.

D. König

„Conservation et amélioration de la productivité des sols dans des systèmes

agroforestiers au Rwanda” – Vortrag auf der Jahrestagung des Réseau Erosion et

Gestion Conservatoire des Eaux et des Sols bei der Agence Universitaire de la

Francophonie, Paris am 14. Januar 2005

„Zusammenarbeit mit der Nationaluniversität von Rwanda und dem IRST in

Forschung und Lehre“ – Vortrag mit Prof. Dr. E. Fischer aus Anlass des Besuchs des

Botschafters der Republik Rwanda, SE James Gasana, an der Universität Koblenz-

Landau am 4. Februar 2005

„Von Artenvielfalt bis Zersiedlung – Projekte im Rahmen der

Universitätspartnerschaft mit Rwanda“ – Vortrag mit Prof. Dr. E. Fischer im Rahmen

der Sommeruniversität Koblenz am 16. Juni 2005

„Anthropogene Veränderungen des Abflusses aus Waldgebieten im Rheinischen

Schiefergebirge“ – Vortrag auf der Sitzung des Arbeitskreises Hydrologie auf dem

55. Deutschen Geographentag 2005 in Trier am 6. Oktober 2005

„Agroforesterie au Rwanda: son efficacité et ses limites” – Vortrag im Rahmen der

Journées scientifiques régionales du Réseau Erosion et Gestion Conservatoire des

Eaux et des Sols vom 25. bis 27. Oktober 2005 in Antananarivo, Madagaskar

45


J. Loeper

Akkreditierung und Gütesiegel im Fernstudium. Vortrag auf der Jahrestagung der

Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium in

Hannover am 16.09.04

J. Scholz

“Synthese von Alkylidenkomplexen der Lanthanoide”, Vortrag auf dem DFG-

Kolloquium zum Schwerpunktprogramm SPP 1166, 29./30. November 2005, Bonn-

Röttgen.

U. Sinsch

Do gravel pits compensate for the loss of riparian flood plains?

A 15-years case study on Central European natterjack toads (B. calamita).

Eingeladener Vortrag, Naturhistorisches Musueum, Barcelona, Spanien, 5.5.2005

The genus Odontophrynus (Anura: Leptodactylidae) in Argentina: distribution,

taxonomy and phylogeny. 5 th Word Congress of Herpetology, Stellenbosch,

Südafrika, 21.6.2005

Demographic life history traits of reproductive natterjack toads (Bufo calamita) vary

between northern and southern latitudes. 13th OGM SEH Bonn, 29.9.2005

Histological traces of growth during winter and of slowed growth during summer in

the phalanges of natterjack toads (Bufo calamita). 13th OGM SEH Bonn, 29.9.2005

A. Stahlhofen

„Reflection and Transmission at Interfaces: from geometrical optics to physics“ Max-

Planck-Arbeitsgruppe für Photonik, Erlangen (April 2005)

„Superluminal Signals“ Inst. f. Angewandte Mathematik, Univ. Bonn (April 2005)

T. Wagner

Revision afrotropischer Galerucinae – Eine Zwischenbilanz nach 10 Jahren.

Jahrestagung der Gesellschaft für Biologische Systematik, Basel, Schweiz, 14.

9.2005

Diversität afrikanischer Blattkäfer. 18. Westdeutscher Entomologentag, 19.11.2005,

Düsseldorf.

1.3.2 Mitarbeit in externen Gremien

N. Beck

Mitglied des Arbeitskreises für Geomorphologie, des Arbeitskreises für

Paläopedologie, des Arbeitskreises Geographie der Meere und Küsten, Mitglied der

deutschen Quartärvereinigung, Mitglied der Rheinischen Naturforschenden

Gesellschaft, Vorsitzender des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde seit 1995 und

Herausgeber der „Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde“, Mitglied

des wissenschaftlichen Beirates des Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseums in Bad

Sobernheim.

P. Burggraaff

Mitglied des Projektbeirates „Klosterlandschaft Heisterbach im Naturpark

Siebengebirge“. Oberdollendorf

Mitglied im Projektbeirat „Geschichtsstraße um den Hochkelberg“ der

Verbandsgemeinde Kelberg. Kelberg

Mitglied im Arbeitskreis „Geographie des ländlichen Raumes“. Münster

46


Mitglied im Arbeitskreis „Kulturelles Erbe in der Umweltverträglichkeitsprüfung“.

Köln

Mitglied im Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung im Mitteleuropa.

Bonn

Mitherausgeber der Zeitschrift „Kulturlandschaft. Zeitschrift für Angewandte

Historische Geographie“. Bonn

Redaktion der Zeitschrift Siedlungsforschung. Archäologie – Geschichte –

Geographie. Bonn

Ausbilder von Kulturlandschaftsführern. Bonn und Kelberg

Korrespondent der niederländischen Fachzeitschrift „Historisch-Geografisch

Tijdschrift“, Utrecht

E. Fischer

Vorsitzender der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz

GNOR (seit 1999)

Vorsitzender des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens (seit

2003)

H. Fischer

Ständiger Sekretär des Akademischen Rates der Humboldt-Gesellschaft für

Wissenschaft, Kunst und Bildung e.V. und Herausgeber der „Abhandlungen der

Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung e.V.“, Mannheim.

Zweiter Vorsitzender des Arbeitskreises „Militärgeographie und Geopolitik“, Berlin.

Wissenschaftlicher Beirat des Fördervereins für das Landesmuseum Koblenz.

Ordentliches Mitglied und Mitarbeiter der „Higher Education Study Group“ der Royal

Geographical Society, London.

R. Graafen

Mitherausgeber der Zeitschrift „Kulturlandschaft“, Bonn

Leiter des Ost-West-Seminars; in Verbindung mit dem bulgarischen Honorarkonsulat

in Rheinland-Pfalz, Koblenz

Vorsitzender des Prüfungsausschusses beim Zentrum für Fernstudien und Universitäre

Weiterbildung an der Universität in Koblenz

D. König

Mitglied der Arbeitskreise „Bodengeographie“, „Geomorphologie“, „Hydrologie“ und

„Naturgefahren/Naturrisiken“ der Deutschen Gesellschaft für Geographie

Deutscher Repräsentant und Europarepräsentant des Réseau Erosion et Gestion

Conservatoire des Eaux et des Sols (internationales Forschungsnetzwerk zur Bodenerosion

und Bodenerhaltung, Paris)

Mitglied im Redaktionsausschuss der Zeitschrift: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von CARE Deutschland

J. Loeper

Mitglied im Internat. Council for Distance Education (ICDE), im European Distance

Education Network (EDEN), Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für

Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien DGWF e.V., Mitglied in der

Arbeitsgemeinschaft Fernstudien (AG-F) in der DGWF (hier Vorsitzender des

Sprecherrates), im Weiterbildungsbeirat der Stadt und des Landkreises Koblenz, im

Expertenkreis Weiterbildung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft

47


48

sowie im Gutachterteam der internationalen Stiftung für Qualität bei Bachelor- und

Masterstudiengängen (FIBAA)

U. Sinsch

Editorial board: Zeitschrift für Feldherpetologie (seit 2000)

Editorial board: Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research (seit

2001)

A. Stahlhofen

Arbeitskreis Nichtionisierende Strahlung (AK NIR) des Fachverbandes

Strahlenschutz, Köln

Forschungsnetzwerk Ganztagsschulen, Dortmund

T. Wagner

Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rheinischer Koleopterologen (seit 1998)

Vorsitzender des Internationalen Entomologischen Vereins (seit 2002)

Editorial board: Journal of Afrotropical Zoology (seit 2004)

Editor-in-Chief: Entomologische Zeitschrift (seit 2004)

1.3.3 Beteiligungen an und Organisation von Tagungen

N. Beck

Ausrichter der 23. Jahrestagung des Arbeitskreises „Geographie der Meere und

Küsten“ an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz vom 28. bis

30.04.2005

Ausrichtung der 11. Jahrestagung des „Arbeitskreises Landes- und Volkskunde“

(ALV) am Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Abteilung Geographie, an der

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz am 04.06.2005

Veranstaltung der Herbstexkursion des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde am

22.10.2005: Referent Dr. H.-J. Fromm, Thema: „Genetische Stadtentwicklung,

dargestellt am Beispiel der Stadt Boppard“.

Mitwirkung bei der Tagung des Wissenschaftlichen Beirates des Rheinland-

Pfälzischen Freilichtmuseums Bad Sobernheim am 22.04.2005 und 04.11.2005 in

Bad Sobernheim

Teilnahme am 55. Deutschen Geographentag, Trier vom 02. – 06.10.2005 mit

anschließender Exkursion: Geomorphologie von Rheinhessen und dem

Mittelrheintal.

R. Graafen

Jahrestagung des Arbeitskreises für genetische Siedlungsforschung in Mitteleuropa

vom 23. bis 24.09.2004 in Mainz

Tagung des Landesverbandes Rheinland vom 04. bis 05.11.2004 in Bonn über die

einheitliche Anwendung der Vorschriften zur Umweltverträglichkeit in den Staaten

der EU.

Deutsch-Bulgarische Hochschultage vom 29. – 31.05.2005 in Koblenz

D. König

Jahrestagung des Réseau Erosion et Gestion Conservatoire des Eaux et des Sols bei

der Agence Universitaire de la Francophonie, Paris am 14. und 15. Januar 2005

Deutsch-bulgarische Hochschultage an der Universität Koblenz am 29. – 31.05.2005

55. Deutscher Geographentag 2005 in Trier vom 3. bis 8. Oktober 2005


Journées scientifiques régionales du Réseau Erosion et Gestion Conservatoire des

Eaux et des Sols vom 25. bis 27. Oktober 2005 in Antananarivo, Madagaskar

J. Loeper

LEARNTEC in Karlsruhe 10.-13.02.2004

DGWF Jahrestagung in Hannover 15.-17.09.2004

J. Scholz

XVIII. Tage der Seltenen Erden, 30. 11. - 02. 12. 2005, Bonn

U. Sinsch

5 th World Congress of Herpetology, Stellenbosch, Südafrika, 19.-24.6.2005

13th Ordinary General Meeting Societas Europaea Herpetologica, Bonn, 27.9.-

2.10.2005

A. Stahlhofen

„Reflexion und Transmission an dielektrischen Grenzflächen“ (Poster), DFG-

Rundtisch-Gespräch, Bad Honnef (Juni 2005)

T. Wagner

4 th International Canopy Conference, 10.–17.7.2005, Leipzig

Jahrestagung der Gesellschaft für Biologische Systematik, 13.–16.9.2005, Basel

16. Westdeutscher Entomologentag, 19.–20.11.2005, Düsseldorf

1.3.4 Besuch von Gastwissenschaftlern

Neus Oromi Gastgeber: Prof. Dr. U. Sinsch

Universidad de Lleida, Spanien (Februar, September 2005)

Prof. Dr. Delfi Sanuy Gastgeber: Prof. Dr. U. Sinsch

Universidad de Lleida, Spanien (Februar, September 2005)

M.Sc. Eldad Elron Gastgeber: Prof. Dr. U. Sinsch

University of Tel Aviv, Israel (September 2005)

Prof. Dr. Ismael di Tada Gastgeber: Prof. Dr. U. Sinsch

Universidad Nacional de Rio Cuarto, Argentina (September 2005)

Dr. Geoffrey Mwachala Gastgeber: Prof. Dr. E. Fischer

National Museums of Kenya, Nairobi (August 2005)

Dr. Abraham Muthama Muasya Gastgeber: Prof. Dr. E. Fischer

National Museums of Kenya, Nairobi (August 2005)

SE Eugene Gasana Gastgeber: Prof. Dr. D. König

Botschafter der Republik Rwanda (Februar 2005)

1.4 Veröffentlichungen

1.4.1 Übersicht

A = Zeitschriften- und Buchbeiträge

B = Monographien, Sammelbände

C = Kurzmitteilungen

49


Arbeitsgruppen Botanik

Fischer;

2001 A

B

C

50

Killmann

7

1

4

Zoologie

Sinsch;

Wagner

10

-

6

Limnologie

Sinsch;

Kappes, Karger

4

1

-

Abteilung

Biologie

insgesamt

Summe 2002 12 16 5 33

2002 A

B

C

10

-

-

Summe 2003 10 11 8 29

2003 A

B

C

19

-

2

Summe 2003 21 12 2 35

2004 A

B

C

17

-

2

Summe 2004 19 13 3 35

2005 A

B

C

12

-

-

Summe 2005 12 20 2 34

Insgesamt 74 72 20 166

9

-

2

9

-

3

11

-

2

Arbeitsgruppen Anorganische Chemie Organische Chemie Abteilung Chemie

Scholz

Breuer

insgesamt

2001 A

6

1

7

B

-

-

-

C

-

-

-

Summe 2001 6 1 7

2002 A

5

-

5

B

-

-

-

C

1

-

-

Summe 2002 5 - 5

2003 A

5

-

5

B

-

-

-

C

-

-

-

Summe 2003 5 - 5

2004 A

5

-

5

B

-

-

-

C

-

-

-

Summe 2004 5 - 5

2005 A

3

-

3

B

-

-

-

C

-

-

-

Summe 2005 3 - 3

Insgesamt 24 1 25

12

-

8

5

-

3

2

-

-

2

-

1

2

-

-

21

2

10

24

-

5

30

-

5

30

-

5

26

-

8


Arbeitsgruppen Anthropogeographie

Graafen; Beck

Burggraaff

2001 A

B

C

12

4

4

Physische Geographie

König, Beck, Loeper,

Fischer, F., Fischer, H.

(bis 1999)

4

-

-

Abteilung Geographie

insgesamt

Summe 2001 20 4 24

2002 A

B

C

10

2

1

Summe 2002 13 9 22

2003 A

B

C

7

4

1

Summe 2003 12 13 25

2004 A

B

C

6

6

-

Summe 2004 12 10 22

2005 A

B

C

6

4

-

Summe 2005 10 3 13

Insgesamt 67 39 106

Arbeitsgruppen Informationsverarbeitung

Druxes;

2003 A

B

C

Stahlhofen, Joost

2

-

-

6

3

-

10

3

-

4

6

-

2

1

Photonik

Stahlhofen, Droszdov

-

-

-

-

16

4

4

16

5

1

17

7

1

10

12

-

8

5

-

Abteilung Physik

insgesamt

Summe 2003 2 2

2004 A

B

C

4

1

-

Summe 2004 5 5 10

2005 A

B

C

-

-

-

Summe 2005 - 5 5

Insgesamt 7 10 17

2

3

-

5

-

-

2

-

-

6

4

-

5

-

-

51


1.4.2 Publikationen, die im Jahr 2005 erschienen sind

1.4.2.1 Zeitschriften- und Buchbeiträge sowie Monographien

• BOECKING, O. & TH. WAGNER (2005): Einfache Bestimmungshilfe für den Kleinen

Beutenkäfer Aethina tumida - Vergleich und Unterscheidung von einheimischen

Nitiduliden. Institut für Bienenkunde Celle

• BOLZ, H. & WAGNER, TH. (2005): Revision of Galerudolphia Hincks, 1949

(Coleoptera: Chrysomelidae). – Insect Systematics and Evolution 35: 361–400.

• BUCHBENDER, V. & FISCHER, E.: Gigaspermum streimannii (Bryopsida:

Gigaspermaceae), a new species from Rwanda. Journal of Bryology (in press)

• DHETCHUVI, J.-B.M.M. & FISCHER, E.: Two new species of Renealmia

(Zingiberaceae) from Rwanda. Syst. Geogr. Plants (in press)

• DHETCHUVI, J.-B. & FISCHER, E. : A new species of Aframomum (Zingiberaceae) from

Rwanda. Syst. Geogr. Plants (in press)

• ELIX, J.A., FISCHER, E. & KILLMANN, D. (2005): New saxicolous species of

Hypotrachyna and Parmotrema (Parmeliaceae) from Rwanda. Lichenologist 37: 101-

104.

• FISCHER, E.: Scrophulariaceae. In: HEDBERG, I. & EDWARDS, S. (Eds.): Flora of

Ethiopia and Eritrea (in press).

• FISCHER, E.: Scrophulariacées. In : Flore de Madagascar et des Comores. Paris (in

press).

• FISCHER, E.: Scrophulariaceae (Bacopa, Craterostigma, Lindernia, Pseudosopubia,

Rhabdotospermum, Stemodiopsis, Verbascum). In: THULIN, M.. (Ed.): Flora of

Somalia (in press).

• FISCHER, E. & LOBIN, W.: Pteridophyta. In: FREY, W.; FRAHM, J.-P.; FISCHER, E.;

LOBIN, W. (Hrsg.): The Bryophytes and Pteridophytes of Europe. Harley Books (in

press).

• HEINRICHS, J., LINDNER, M., GRADSTEIN, R., GROTH, H., BUCHBENDER, V., SOLGA, A.

& FISCHER, E. (2005): Origin and subdivision of Plagiochila in tropical Africa. Taxon

54(2): 317-333.

• HÖLKER, M. & TH. WAGNER (2006): Untersuchungen zur Nahrungsökologie von

Wiesenweihen Circus pygargus in der ackerbaulich geprägten Feldlandschaft der

Hellwegbörde/Nordrhein-Westfalen. Vogelwelt (im Druck).

• HOFMANN, H.-P. & FISCHER, E.: Sopubia duvigneaudiana H.-P. Hofmann & Eb. Fisch.

- a (not so) new species from Katanga (Congo-Kinshasa) . Systematics and Geography

of Plants 74: 340-345.

• KAPPES, H. & SINSCH, U.: Tolerance of Ceriodaphnia quadrangula and

Diaphanosoma brachyurum (Crustacea: Cladocera) to experimental soft water

acidification. Hydrobiologia 534: 109-115.

• KAPPES, H. & SINSCH, U.: Species- and clone-specific responses to environmental

stimuli in the cladocerans Bosmina cornuta and B. pellucida – a comparison with

Daphnia. Marine and Freshwater Behaviour and Physiology (in press).

• KILLMANN, D. & FISCHER, E.: Additions to the lichen flora of Rwanda, East Africa.

Part 1: Introduction and new records. Willdenowia (in press).

• KÜPER, W., WAGNER, Th. & BARTHLOTT, W. (2005): Diversity Patterns of Plants and

Phytophagous Beetles in Sub-Saharan Africa. – Bonner Zoologische Beiträge 52:

283–289.

• LESKOVAR, C. & SINSCH, U.: Harmonic direction finding: a novel tool to monitor the

dispersal of small-sized anurans. Herpetological Journal 15: 173-180.

52


• LESKOVAR, C., OROMI, N., SANUY, D. & SINSCH, U.: Demographic life history traits of

reproductive natterjack toads (Bufo calamita) vary between northern and southern

latitudes. Amphibia-Reptilia (in press).

• RAHMANZADEH, R., MÜLLER, K., FISCHER, E., BARTELS, D. & BORSCH, T. (2005) :

Linderniaceae and Gratiolaceae are further lineages distinct from Scrophulariaceae

(Lamiales). Plant Biology 7: 1-11.

• SÉRUSIAUX, E., FISCHER, E. & KILLMANN, D. : Nyungwea, a new genus of lichens with

goniocysts-producing stipes from Rwanda (Africa). Lichenologist (in press).

• SINSCH, U.: Orientation and navigation in Amphibia. Marine and Freshwater

Behaviour and Physiology (in press).

• SINSCH, U., LEHMANN, H. & A. GEIGER: Zur potentiellen und realisierten

Lebenserwartung von Kreuzkröten (Bufo calamita). Zeitschrift für Feldherpetologie

(in press).

• STEINER, I. & Th. WAGNER (2005). Afronaumannia gen. nov., a new monophyletic

group of leaf beetles from Africa (Coleoptera: Chrysomelidae, Galerucinae). –

Entomologische Zeitschrift 115: 15–24.

• WAGNER, Th & KURTSCHEID, A. (2005): Revision of Candezea CHAPUIS, 1879

(Coleoptera, Chrysomelidae, Galerucinae) from continental Africa. – Journal of

Natural History 39: 2591–2641.

• WAGNER, Th. (2005): Revision of the vincta Species-group of Monolepta Chevrolat,

1837 from Africa, Arabia and the Near East (Coleoptera, Chrysomelidae,

Galerucinae). – Bonner Zoologische Beiträge 52: 255–282.

• Between Enamide and Azaallyl Structures: Novel Flexible N-Chelate Ligands in the

Lanthanide Chemistry V. Lorenz, S. K.-H. Thiele, H. Görls, J. Scholz,

Organometallics 2005, 24, 797 - 800

• Reaction of 1-Aza-1,3-dienes with Alkali Metals: Reductive Coupling of α,β-

Unsaturated Imines to Hex-1,5-dien-1,6-diamides

J. Scholz, V. Lorenz, H. Görls, Organometallics 2005, 24, im Druck.

• Beck, N.: Geisteshaltung und Siedlungsgestaltung am Beispiel von Mainz. In: Beck,

N. (Hrsg.), Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde, Koblenz 2004, S.

13-53.

• Beck, N. (Hrsg.): Geisteshaltung und Siedlungsgestaltung. Siedlungsentwicklung von

der Steinzeit bis zum 20. Jh. In: Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde,

Band 3, Koblenz 2004, S. 1-147.

• Burggraaff, P. u. K.-D. Kleefeld: Erweiterung der Geschichtsstraße über die gesamte

Verbandsgemeinde Kelberg. - Köln und Kelberg 2005.

• Burggraaff, P.; K.-D. Kleefeld u. B. Lange und Beiträgen des Landschaftsverbandes

Rheinland (Umweltamt, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege, Rheinischen Amt

für Denkmalpflege): Kulturlandschaft und Kulturelles Erbe. Vorstudie zum Masterplan

der Regionale 2010. Köln 2005

• Burggraaff, P. u. K.-D. Kleefeld, B. Hoeke u. T. Korn: Kulturgüterschutz durch UVP.

Evaluierung von Planungen im Rahmen der Beteiligung des Rheinischen Amtes für

Bodendenkmalpflege. Wirksamkeit hinsichtlich der Berücksichtigung des kulturellen

Erbes unter besonderer Berücksichtigung des archäologischen Kulturgutes. Teilprojekt

der Arbeitsgruppe 3 innerhalb Planarch. Protection of the Cultural Heritage within

EIA Evaluation of Plans during the Consultation of the Rheinisches Amt für

Bodendenkmalpflege Effectiveness Regarding the Consideration of the Cultural

53


54

Heritage and, in particular, of the Archaeological Heritage Sub-project of the Working

Group 3 within Planarch 2. Final Report. Koblenz 2005.

• Burggraaff, P., K.-D. Kleefeld, E. Knieps u. T. Otten: Arbeitskreis „Kulturelles Erbe in

der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)“ und das Forschungsprojekt Planarch. In:

Kulturlandschaft digital – Forschung und Anwendung Tagungsdokumentation 2005.

Köln 2005 (Beiträge zur Landesentwicklung, 58), S. 201-212.

• Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.): Koblenzer geographisches Kolloquium.

Jahresheft 2005. Koblenz.

• Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation

zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe Koblenzer

geographisches Kolloquium. Koblenz 2004

• Graafen, R.: Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen

Neusiedlungen (Imidugudu). In: Koblenzer geographisches Kolloquium. Jg. 26, 2004,

S. 121-130.

• Graafen, R.: The Importance of Trade for Kagbeni. In: Pohle, P.; Haffner, W. (Hrsg.):

Kagbeni. Contributions to the Village´s History and Geography (Giessener

Geographische Schriften, H. 77). 2004, S. 247-252.

• Graafen, R.: Immissionsschutzrecht (105 S.). Koblenz 2005.

• König. D. u. E. Fischer: Wissenschaftliche Kooperation mit der Nationaluniversität

von Rwanda und mit dem Institut de Recherche Scientifique et Technologique du

Rwanda. In : Fischer, H.; R. Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche

Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe

Koblenzer geographisches Kolloquium. Koblenz 2004, S. 7-16.

• König, D u. J. Altstätter.: Untersuchungen zur Entwicklung des Baumstockwerks in

einem adulten Agroforstsystem im Projet Agricole et Sociale Interuniversitaire. In:

Fischer, H., R. Graafen und D. König (Hrsg.): Wissenschaftliche Kooperation

zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda. Sonderheft in der Reihe Koblenzer

geographisches Kolloquium. Koblenz 2004, S. 107-120.

• König, D.: Conservation et amélioration de la productivité des sols dans des systèmes

agroforestiers au Rwanda. In : Roose, E. et al.: Gestion de la Biomasse, Erosion et

Séquestration du Carbone / Land use, Erosion and Carbon Sequestration. Montpellier

2004. S. 41-49. (= Bulletin Réseau Erosion 23).

• König, D.: Agroforesterie au Rwanda: son efficacité et ses limites. In : Actes des

Journées scientifiques régionales du Réseau Erosion et Gestion Conservatoire des

Eaux et des Sols du 25. au 27. octobre 2005. Antananarivo 2005.

• Stahlhofen, A. A.: Shift operator properties of the Lenz vector, American Journal of

Physics 2005, Bd. 73, S. 581

• Stahlhofen, A. A.: Relativistic trajectories and the Runge-Lenz vector, American

Journal of Physics 2005, Bd. 73, S. 581

• Stahlhofen, A. A.: Comment on “Influence of total reflection on the imaging quality of

optical systems” von A. Miks u.a., Journal Optical Society of America A, im Druck.

• Müller, D.; Tharanga, D.; Stahlhofen, A. A.; Nimtz, G.: On the anomalous Goos-

Hänchen shift, zur Veröffentlichung eingereicht (Physical Review Letters)

• Kerschsieper, H.; Deichmüller, Ch.; Stahlhofen, A. A.: Freizeitlärm:

vernachlässigbarer Hintergrundeffekt oder nichttriviale Exposition?, Zeitschrift für

Lärmbekämpfung, zur Veröffentlichung angenommen


1.4.2.2 Kurzmitteilungen

• DI TADA, I. & SINSCH, U.: Relase call structure of the neotropical toad Bufo schneideri.

13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

• LESKOVAR, C., OROMI, N., SANUY, D. & SINSCH, U.: Demographic life history traits of

reproductive natterjack toads (Bufo calamita) vary between northern and southern

latitudes. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

• OROMI, N., SANUY, D. & SINSCH, U.: Histological traces of growth during winter and

of slowed growth during summer in the phalanges of natterjack toads (Bufo calamita).

13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

• SINSCH, U.: The genus Odontophrynus (Anura: Leptodactylidae) in Argentina:

distribution, taxonomy and phylogeny. 5 th WCH, Book of abstracts: 92.

• SINSCH, A., SCHÄFER, R. & SINSCH, U.: The homing behaviour of displaced smooth

newts Triturus vulgaris. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N.: The advertisement calls of marsupial frogs (Hylidae:

Hemiphractinae): I. Gastrotheca marsupiata-group. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in

press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N.: The advertisement calls of marsupial frogs (Hylidae:

Hemiphractinae): II. Gastrotheca plumbea-group. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in

press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N.: The advertisement calls of marsupial frogs (Hylidae:

Hemiphractinae): III. Flectonotus spp. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

• SINSCH, U. & JURASKE, N.: The advertisement calls of marsupial frogs (Hylidae:

Hemiphractinae): IV. Stefania spp. 13th OGM SEH (Bonn 2005) (in press).

1.5 Drittmitteleinwerbung

InstitutsprojekteAnthropogeographie,

Botanik,

Physische

Geographie:

Rwanda

Chemie,

Informationsverarbeitung,

Zoologie:

Ganztagsschule

2003 2004 2005 Summe

(Innenministerium)

17.200

(Freundeskreis)

66.000

(Innenministerium)

17.200

(Innenministerium)

17.100

83.200 17.200 17.100 117.500

55


Arbeitsgruppe 2003 2004 2005 Summe

Botanik:

E. Fischer

E. Fischer

Zoologie:

U. Sinsch

U. Sinsch

Th. Wagner

Th. Wagner

Limnologie:

U. Sinsch

Abteilung

Biologie

ArbeitsgruppeAnorganische

Chemie

J. Scholz

Organische

Chemie

H. Breuer

Abteilung

Chemie

ArbeitsgruppeAnthropogeographie:

R. Graafen

R. Graafen

R. Graafen

Physische

Geographie:

D. König

Abteilung

Geographie

56

(BIOTA) 16.000

(DAAD) 5.670

(SGD Süd) 2.100

(A. Koenig Stiftung)3.050

(BMBF) 8.500

(BA für Gewässerkunde)

78.000

(Forschungszentrum

Jülich) 10.000

(BioPAT) 5.578

(DFG) 1.229

(BMBF) 9.500

(Forschungszentrum

Jülich) 19.372

(BIOTA) 91.877

(DFG) 1.319

(DAAD) 3.665

(BMBF) 11.000

(Forschungszentrum

Jülich) 19.372

123.320 35.679 127.233 286.232

2003 2004 2005 Summe

DFG 29.385

Dow/BSL 3.500

DFG 30.000

Dow/BSL 3.500

DFG 30.000

Fonds der Chemischen

Industrie 8.000

Robert Bosch Stiftung

21.000

32.885 33.500 59.000 125.385

2003 2004 2005 Summe

(Freundeskr.) 25.000

(Landschaftsverb.) 8.000

(Freundeskr.) 25.000

(Landschaftsverb.) 12.000

Honorark. Bulg. 15.000

(LA f. Wasserwirtsch.)

15.400

(DAAD) 6.000

15.400 33.000 58.000 106.400


ArbeitsgruppeInformationsverarbeitung:

H. Druxes

Abteilung

Physik

1.6 Kolloquien

2003 2004 2005 Summe

(Eduard-Rhein-

Stiftung) 500

1.6.1 Wintersemester 2004/2005

(Eduard-Rhein-

Stiftung) 500

Institut für Integrierte Naturwissenschaften,

04.11.04 Prof. Dr. Klaus v. Klitzing

MPI f. Festkörperforschg.

Stuttgart

Abteilung Biologie:

30.11.04 Dr. Jochen Koop

(Bundesanstalt für

Gewässerkunde)

14.12.04 Dipl.-Biol. Nicolai Mette

Univ. Koblenz-Landau

04.01.05 Stefan Werding

Univ. Koblenz-Landau

25.01.05 Dipl.-Umweltw.

Markus Rink

Univ. Koblenz-Landau

Abteilung Geographie:

29.11.04 PD Dr. Hans-Joachim

Büchner

17.01.05 Prof. Dr. Heinz-Günther

Borck

(Eduard-Rhein-

Stiftung) 500

(Volksbank

Mittelrhein) 3000

(psd-Bank) 300

500 500 3.800 4.800

Einsteins Nobelpreis und die moderne

Nanoelektronik

Über den Einfluß der Stoffwechselleistung

limnischer Crustaceen (Amphipoden,

Daphnien) auf deren Verbreitung und

Wechselwirkungen mit im Gewässer gelösten

anorganischen Salzen und Nährstoffen

Das Makrozoobenthos von Elbe und Neckar

in kontaminierten Sedimenten

Die Befreiungsrufe türkischer Wasserfrösche:

Neues von Rana ridibunda und Rana

bedriagae

Radiotelemetrische Untersuchungen am

Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Einblicke in die erstaunliche

Entwicklungsdynamik saharischer Oasen

1200 Jahre deutsch-bulgarische Beziehungen

31.01.05 OT Klaus Schneemann Geo aus einer Hand – Der Geoinformationsdienst

der Bundeswehr unter besonderer

Berücksichtigung des Einsatzes von

Geographischen Informationssystemen

1.6.2 Sommersemester 2005

Institut für Integrierte Naturwissenschaften,

30.06.05 Prof. Dr. Jürgen Runge Von Wüsten und Wäldern … Landschafts- und

Universität Frankfurt Klimageschichte Zentralafrikas

57


Abteilung Biologie:

10.05.05 PD Dr. Werner Manz

(Bundesanstalt für

Gewässerkunde)

14.06.2005 M.sc.Kumelachew

Yeshitela (Univ. Koblenz-

Landau)

03.08.2005 Dipl. Biol. Arnhild Althof

(Univ. Koblenz-Landau)

Abteilung Geographie:

09.05.05 Dr. Birgit Heuser-

Hildebrandt, Mainz

58

06.06.05 PD Dr. Susanne Albrecht

Stuttgart

11.07.05 Prof. Dr. em. Heinz Fischer

Koblenz

Forschung an der Schnittstelle: Was kann die

mikrobielle Ökologie für die EU-

Wasserrahmenrichtlinie leisten

Forest Genetic Resuources - Conservation in

Ethiopia

Human Impact on Flora and Vegetation of

Kakamega Forest, Kenya - Structure,

distribution and disturbance of plant

communities in an East African rainforest

Die Hochwasserkatastrophe von 1784 in

Mainz. Ursachen, Auswirkungen und Krisenmanagement

Neue Formen der Arbeit: Prozesse und

Strategien aus geographischer Sicht

Krakau – ein stadtgeographischer Streifzug


2. Forschungsbericht des Mathematischen Instituts

2.1 Arbeitsgruppen

2.1.1 Arbeitsgruppe 1

Leiter:

Prof. Dr. Rolfdieter Frank frank@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Max Schröder

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Geometrie, Didaktik der Mathematik

2.1.2 Arbeitsgruppe 2

Leiter:

Prof. Dr. Peter Pottinger pottinge@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Norbert Heinrich

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Analysis und Angewandte Mathematik, insbesondere Interpolations- und

Approximationstheorie.

2.1.3 Arbeitsgruppe 3

Leiter:

Prof. Dr. Harald Riede riede@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Akad. Dir Lutz Warlich

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Reelle Analysis, Strukturtheorie der lokalkonvexen Räume, Ausgewählte Probleme der

Zahlentheorie, Elementargeometrie

2.1.4 Arbeitsgruppe 4

Leiter:

JProf. Dr. Barbara Rüdiger Mastandrea ruediger@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

keine

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Stochastische Analysis und ihre Anwendungen in den Naturwissenschaften.

Zufallsprozesse und stochastische Differentialgleichungen mit Gaußschem und nicht-

Gaußschem Rauschen auf endlich und unendlich –dimensionalen Räumen.

Anwendungen auf die statistische Mechanik und Fluktuationstheorie, wie auch der

Finanzmathematik

59


2.1.5 Arbeitsgruppe 5

Leiter:

Prof. Dr. Peter Ullrich ullrich@uni-koblenz.de

Mitarbeiter:

Dr. Igor Kharif

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

Algebra, Didaktik der Mathematik der Sekundarstufen, Geschichte der Mathematik

.

2.1.6 Sonder-Arbeitsgruppe Computerlernumgebungen (AGCLU):

Leitung:

Prof. Wolfgang Fraunholz, w.fraunholz@uni-koblenz.de

Prof. Dr. Peter Ullrich, Dr. Max Schröder

Mitarbeiter:

12 studentische Mitarbeiter

Kurzbeschreibung des Arbeitsgruppenschwerpunkts

60

Die AGCLU hat sich die Aufgabe gesetzt, Computerlernumgebungen für den

Sekundar- und den Tertiarbereich zu entwickeln und zu erproben. Dies erfolgt mit einer

Gruppe studentischer Mitarbeiter und weitgehend mit Drittmitteln.

Eine Einzelbeschreibung findet sich unter den Forschungsprojekten 2.2.1 bis 2.2.4.

2.2 Forschungsprojekte

2.2.1 Projekt: Entwicklung einer Computerlernumgebung zur Linearen Algebra unter

Nutzung eines Computer-Algebra-Systems für Studierende der Anfangssemester

Beteiligte Personen:

Prof. Wolfgang Fraunholz, Dr. Max Schröder

studentische Mitarbeiter

Partner:

Arbeitsgruppe MuPAD (Prof. Fuchssteiner) Universität Paderborn

Cornelsen Verlag Berlin

Projektbeschreibung:

Es wurde eine Computerlernumgebung zur Linearen Algebra für die gymnasiale

Oberstufe und die Anfangssemester der Universität entwickelt, bei dem konsequent das

Computer-Algebra-System MuPAD mit CalcControls und GraphControls eingesetzt

wird. Die Computerlernumgebung steht seit 2004 im Netz der Universität für alle

Studierenden zur Verfügung.

Drittmittelgeber:

Cornelsen Verlag Berlin

Projektbeginn: 1999

Stand: abgeschlossen in 2003

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Fraunholz, W.: Vektoren und Matrizen. München; TR-Verlagsunion; 1998; 7. Aufl.


• Fraunholz, W.: A computer aided learning environment for linear algebra using the

computer algebra system MuPAD, Proceedings of ICTMT 5. Klagenfurt; 2002

• Fraunholz, W.: Computerunterstütztes Experimentieren in der Linearen Algebra, in:

Henn H.-W. (Hrsg.): Beiträge zum Mathematikunterricht 2003

• Fraunholz, W.: Möglichkeiten und Grenzen problemorientierten Arbeitens beim

computer- gestützten Lernen, dargestellt an einer Lernumgebung zur Linearen

Algebra, in Bender P./Herget W./Weigand H.-G. (Hrsg.): Lehr- und Lernprogramme

für den Mathematikunterricht, 2003

• Fraunholz W./Schröder M.: Lernprogramm LINEARE ALGEBRA, Cornelsen Verlag

2003

2.2.2 Projekt: Multimediale CD-ROMs als Informationssysteme

Beteiligte Personen:

Prof. Wolfgang Fraunholz

Studentische Mitarbeiter

Partner:

Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Raiffeisenbank Neuwied

Evangelische Kirche des Rheinlands

ZFUW

Institut für Integrative Bildung

Projektbeschreibung:

Es werden Informationssysteme als multimediale CD-ROMs zu verschiedenen Themen

gestaltet.

Eine Reihe von CDs sind fertig gestellt, andere in Arbeit.

Drittmittelgeber:

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Raiffeisenbank Neuwied

Evangelische Kirche des Rheinlands

Projektbeginn: 1997

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• CD-ROM „50 Jahre Rheinland-Pfalz“

• CD-ROM „Denkmal Digital – Die Nieverner Hütte“

• CD-ROM „Let´s do the Blues“

• CD-ROM „Fremdsprachen in Grund- und Hauptschule“ .

• CD-ROM „Friedrich Wilhelm Raiffeisen“

2.2.3 Projekt: Mathematische Grundlagen für Ingenieure

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Peter Pottinger

Projektbeschreibung:

Erarbeitung von Mathematischen Grundlagen für die Ausbildung von Ingenieuren.

Projektbeginn: März 2005

61


Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Mathematische Grundlagen, Studienbrief des ZFUW, S. 1 – 141

2.2.4 Projektionskonstanten

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Peter Pottinger

Projektbeschreibung:

Es werden Methoden zur Berechnung von relativen und absoluten Projektionskonstanten

endlich-dimensionaler normierter Vektorräume untersucht.

Projektbeginn: 01.10.2000

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Pottinger, P.: Absolute Projektionskonstanten endlich-dimensionaler Vektorräume in

C k (I). Acta Mathematica – Revue d’Analyse Numerique et de Theorie de

l’Approximation (2001) 213-218

2.2.5 Projekt: Reichweitenbestimmung für endliche Basen

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Harald Riede

Externe Mitwirkende:

Prof. Dr. Gerd Hofmeister, Universität Mainz

Prof. Dr. Erich Härtter, Universität Mainz,

Prof. Dr. Harald Scheid, Universität Wuppertal

Projektbeschreibung:

Nur für maximal 3-elementige Basen natürlicher Zahlen verfügt man bisher über

effektive Algorithmen zur lokalen Reichweitenbestimmung. Ziel ist es u. a., diese

Schranke zu überwinden, Voraussetzung dazu, die vorhandenen Algorithmen (voran

den selbst entwickelten) besser zu ‘verstehen’.

Projektbeginn: ca. 1995

Stand: laufend, Projektende offen

Projektbezogene Veröffentlichungen (Auswahl):

• Hofmeister, G.: Die dreielementigen Abschnittsbasen, J. reine angew. Math. 339

(1983), 207-214

• Mossige, S.: The Postage Stamp Problem. An algorithm to determinate the h-range.

On the h-range formula. On the extremal basis problem for k=4. Math. Comp.,69

(2000), 325-337

• Riede, H.: Die Bestimmung der h-Reichweite für A={1,a,b}, Mainz Seminarberichte

zur additiven Zahlentheorie, Band 4, Universität Mainz, 2000, S.

• Riede, H.: Reichweitenbestimmung mittels Kettenbrüchen, Festschrift für Harald

Scheid, Klett-Verlag, Stuttgart 2000, S. 200-208

• Riede,H.: Reichweitenbestimmung mittels Kettenbrüchen, in: Mainzer Seminarberichte

zur additiven Zahlentheorie, Band 4, Universität Mainz, 2000, S.121-132

62


• Riede,H.: Ableitung der optimalen Reichweite aus der lokalen im Fall dreielementiger

Basen, Mainzer Seminarberichte zur additiven Zahlentheorie, Band 4, Universität

Mainz, 2000, S. 133-148

• Selmer, E.S.: The Local Postage Stamp Problem, Part 1,2,3, Inst. report No 42,44,57,

Dept. of pure Math., Univ. of Bergen, 1986, 1990

2.2.6 Projekt: Auswirkung der ‘Stabilität’ von Folgenräumen auf die mit ihnen

assoziierten lokalkonvexen Topologien.

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Harald Riede

Projektbeschreibung:

Für einen stabilen, symmetrischen Folgenraum λ und einen beliebigen lokalkonvexen

Raum E ist der mit der ‘ λ-assoziierten’ Topologie versehene Raum E λ i.a. nicht

(fast-) λ-nuklear. Untersucht werden strukturelle Eigenschaften von λ , die die λ-

Nuklearität gewährleisten.

Projektbeginn: ca. 1993

Stand: laufend, Projektende offen

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Riede, H.,: Zu einem Folgenraum assoziierte Topologien, Archiv der Mathematik, 33

(1979), 444-453

• Riede, H.: Fast-λ-nukleare Räume, unveröffentlichtes Manuskript, Bad Honnef, 1998

2.2.7 Projekt: Lösung der Diophantischen Gleichung x 2 – 2y 4 = -1

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Harald Riede

Externe Mitwirkende:

Prof. Dr. Gerd Hofmeister, Universität Mainz

Prof. Dr. Erich Härtter, Universität Mainz,

Prof. Dr. Harald Scheid, Universität Wuppertal

Projektbeschreibung:

Die angegebene Gleichung wurde erstmals 1936 von Ljunggren, dann in einem zweiten

Anlauf 1991 von Steiner/Tsanakis gelöst, beide Male unter außerordentlich großem

beweistechnischen Aufwand. Immer wieder wurde deshalb seither die Forderung nach

einer „elementaren“ Lösung erhoben, so bspw. von Mordell 1963, Guy 1993. Die

bisher erzielten eigenen Entdeckungen hierzu geben Anlass zur Hoffnung hierauf und

sollen weiter verfolgt werden.

Projektbeginn: 8/2003

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Ljunggren, W.. Zur Theorie der Gleichung x 2 + 1 = Dy 4 , Avh. Det Norske Vid.,

Akad., i. Oslo, 1 (1942), Nr. 5

• Mordell, L.J.: The Diophantine Equation y 2 = Dx 4 + 1, Journal London Math. Soc., 39

(1964), 161-164

63


64

• Steiner/Tsanakis, Simplifying the Solution of Ljunggren’s Equation x 2 + 1 = 2y 4 ,

Journal of Number Theory, Acad. Press 37 (1991), 123-132

• Guy, R.K.: Unsolved Problem in Number Theory, Springer, Berlin/New York 1994

• Riede, H.: Die diophantische Gleichung x 2 – 2y 2 = L für beliebiges L�Z,

preprint, Koblenz 2005

2.2.8 Projekt: Verbesserung der Lehre

Beteiligte Personen:

Dr. Hupp, Prof. Dr. Frank, Akad. Dir. Warlich, PD Dr. Zillmer

Projektbeschreibung:

Entwicklung, Erprobung eines Curriculums „Grundlagen des Mathematikunterrichts in

der Primarstufe“ für Studierende des Lehramtes Grund- und Hauptschulen, Fach

Grundschulpädagogik. Entwicklung von Lehrmaterialien.

Projektbeginn: SS 1998

Projektende: offen

2.2.9 Projekt: Symmetrische Figuren

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Rolfdieter Frank

Staatsexamenskandidaten

Projektbeschreibung:

Die Symmetrie von räumlichen Figuren wird durch die Kombination von Raumanschauung,

geschickter Projektion, linearer Algebra und Gruppentheorie untersucht und

dargestellt. Die folgenden Erkenntnisse über reguläre vierdimensionale Polytope sind

neu und sollen nun möglichst einfach bewiesen und soweit möglich visualisiert

werden:

1. Die sechs Isomorphismen zwischen regulären vierdimensionalen Polytopen (siehe

H.S.M. Coxeter, Regular Polytopes, S. 266) lassen sich mit Hilfe einer semilinearen

Abbildung explizit angeben.

2. Die 600 Ecken des 120-Zells verteilen sich auf 20 Petrie-Polygone.

3. Die 120 Ecken des 600-Zells verteilen sich auf 4 Petrie-Polygone, von denen

allerdings 2 zum einbeschriebenen isomorphen Sternpolytop gehören.

4. Die Kantenmittelpunkte und die Flächenmittelpunkte von Kreuzpolytop, 24-Zell und

600-Zell verteilen sich auf die Ecken kongruenter Exemplare des gleichen Polytops.

Dies war bisher nur für die Zellenmittelpunkte bekannt (siehe H.S.M. Coxeter,

Regular Polytopes, S. 305). Folglich ist bei diesen drei Polytopen die Eckenzahl ein

Teiler der Kantenzahl und der Flächenzahl.

Mehrere Veröffentlichungen sind in Vorbereitung; es wurden bisher 8 Staatsexamensarbeiten

geschrieben.

Projektbeginn: 01.01.1999

Stand: laufend


2.2.10 Projekt: Interaktive Numerik

Beteiligte Personen:

Dr. Norbert Heinrich

stud. inf. Andreas Mosig, stud. inf. Stefan Rilling,

stud. inf. Fabian Scheer, stud. inf. Dag Ewering

Projektbeschreibung:

Es werden Seiten für das WWW erstellt, in der numerische Verfahren analytisch und

grafisch beschrieben werden und interaktiv getestet werden können. Die Auswahl der

Verfahren orientiert sich an der Veranstaltung Numerik, die als Bestandteil des

Grundstudiums Lehramt an Realschulen jedes Sommersemester gelesen wird.

Projektbeginn: 01.10.2002

Stand: laufend; ein Java-Applet zur Fixpunktiteration wurde erstellt und wird in Kürze auf

der Internetseite zur Veranstaltung Numerik zur Verfügung gestellt.

2.2.11 Projekt: Räumliches Vorstellungsvermögen

Beteiligte Personen:

PD Dr. Wolfgang Zillmer

Staatsexamenskandidaten

Projektbeschreibung:

Ausgehend von der Bedeutung des räumlichen Vorstellungsvermögens für

verschiedenste Berufe und diverse Alltagssituationen geht es in den Untersuchungen

und theoretischen Arbeiten darum zu erkunden,

a) was Grund- und Hauptschule gegenwärtig bezüglich der Entwicklung eines

guten räumlichen Vorstellungsvermögens bei den Schülern leisten.

b) welche Möglichkeiten und Ansatzpunkte in den unterschiedlichen

Jahrgangsstufen bei der Herausbildung von räumlichen Vorstellungsvermögen

bestehen und diese unter fachdidaktischen Gesichtspunkten zu beschreiben.

Es wurden bisher 10 Staatsexamensarbeiten zu dieser Thematik vergeben.

Veröffentlichungen u. a. in Form von Arbeitsmaterialien für die Hand des Lehrers sind

in Vorbereitung.

Projektbeginn: 01.01.2000

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen

Es ist beabsichtigt, noch im Herbst 2005 die Ergebnisse zu einer Arbeit „Lernwerkstatt

Geometrie in der Grundschule“ zu veröffentlichen.

2.2.12 Projekt: Stochastische Differentialgleichungen mit nicht Gauß’schem Rauschen

auf endlich und unendlich – dimensionalen Räumen und ihre Anwendungen in

der Wissenschaft

Beteiligte Personen:

JProf. Dr. Barbara Rüdiger Mastandrea

Partner:

Prof. Dr. V. Mandrekar, Michigan State University, USA

Diplom. Math. Giacomo Ziglio, Università di Trento, Italien

65


Prof. Dr. S. Albeverio, Universität Bonn

Prof. Dr. S. Sritharan, Wyoming University, Leramie, USA

Projektbeschreibung:

Es wird die Existenz und Eindeutigkeit der Lösungen von stochastischen

Differentialgleichungen (SDG) mit nicht Gaußschem additivem Rauschen auf endlich

und unendlich dimensionalen Räumen untersucht [AMR], [MR], [AR2], [AR3], [RW].

Dazu werden Generatoren und invariante Maße gesucht [ARW], [ARW2]. Die

Pfadlösungen von SDG mit nicht Gaußschem Rauschen sind Zufallsprozesse mit

Sprüngen. Es werden dessen Eigenschaften (wie z.B. Markov – und Stetigkeits -

Eigenschaften, stetige Abhängigkeit der Anfangsdaten) erörtert.

66

Wie im Falle von SDG mit Gaußschem Rauschen haben SDG mit nicht Gauß’schem

Rauschen Anwendungen in der Physik (z.B. Flüssigkeitsdynamik [RS], oder Projekt

2.2.13) als auch in der Finanzmathematik [MR]. Da bis jetzt die Theorie der SDG mit

nicht Gaußschem Rauschen (vor allem auf unendlich dimensionalen Räumen) nicht

genügend untersucht wurde, war die Beschreibung solcher Phänomene noch nicht

ausreichend erforscht.

Es stellte sich unter Anderem heraus, das auch für den Fall von endlich

dimensionalen Räumen, die Literatur zum Teil unterschiedliche Informationen über

grundsätzliche Problemstellungen lieferte, die letztendlich auf die Frage hinausgingen,

wie man denn mathematisch das „additive nicht Gaußsche Rauschen“ definieren soll

(oder genauer auf die Frage, welche Zusammenhänge zwischen den in der Literatur

unterschiedlich gebrachten Definitionen sind). Diese Probleme [Ru], [MR2], sowie

mehrere andere zusammenhängende Problemstellungen wurden inzwischen auf

endlich und unendlich dimensionalen Räumen geklärt [AR], [RZ], [Ru2].

Drittmittelgeber:

SFB 611 (Uni Bonn) seit 2002 , Europäische Gemeinschaft, NATO und Lise Meitner

Stiftung zwischen 1996 und 2002

Projektbeginn: 1996 in Bochum dann Bochum /Bielefeld dann Bonn. Seit 1.10.2003 in der

Universität Koblenz -Landau

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• [AMR] S. Albeverio, V. Mandrekar, B. Rüdiger, Existence of weak solutions for SDEs

and semilinear equations with non Gaussian noise, manuscript

• [AR] Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara, Stochastic integration with respect to

compensated Poisson random measures and the L´evy –Ito decomposition theorem on

separable Banach spaces, Stoch. An. and Appl. , Vol. 23, Nr. 2 (2005).

• [AR2] Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara Infinite dimensional stochastic differential

equations obtained by subordination and related Dirichlet forms, J. Funct. Anal. 204 , no.

1, 122—156, (2003).

• [AR3] Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara , Subordination of quasi –regular Dirichlet

forms, Random Operators and Stochastic Equations, Volume 13, Nr. 1 (2005)

• [ARW] Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara; Wu, Jiang-Lun Invariant measures and

symmetry property of Lévy type operators. Potential Anal. 13, no. 2, 147—168 (2000).

• [ARW2] Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara; Wu, Jiang-Lun Analytic and probabilistic

aspects of Lévy processes and fields in quantum theory. Lévy processes-Theory and

Applications, pag. 187--224, Eds. E. Barndorff –Nielsen, T. Mikosch, S. Resnick,

Birkhäuser Boston, Boston, MA, (2001)


• [MR] A.Mandrekar, B. Rüdiger, Existence and uniqueness of path wise solutions for

stochastic integral equations driven by non Gaussian noise on separable Banach spaces,

preprint SFB 611, Universität Bonn, December (2004), accepted Stoch. Stoch. Rep.

• [MR2] V.Mandrekar, B. Rüdiger, Lévy noises and stochastic integrals on Banach spaces

(preprint SFB 611 april 2005), to appear on “Stochastic Partial Differential Equations

and Applications – VII”, Lecture Notes in Pure and Applied Mathematics, CRC Press

(2005).

• [Ru] B. Rüdiger, Stochastic integration w.r.t. compensated Poisson random measures on

separable Banach spaces, Stoch. Stoch. Rep., Vol. 76 No. 3 (June 2004) .

• [Ru2] B. Rüdiger, Stochastic integration of deterministic and random Banach valued

functions with respect to compensated Poisson random measures and the Lévy -Ito

formula.(Review) “International conference on Stochastic Analysis and Applications",

October 22 -27, 2001, Hammamet, Tunisia , Kluwer Publisher, Dortrecht (2004) .

• [RS] B.Rüdiger, S.Sritharan, Stochastic differential equations with Levy noise applied to

fluid mechanics, in preparation

• [RW] Rüdiger, Barbara; Wu, Jiang-Lun Construction by subordination of processes with

jumps on infinite-dimensional state spaces and corresponding non local Dirichlet forms.

Stochastic processes, physics and geometry: new interplays, II (Leipzig, 1999), 559--571,

CMS Conf. Proc., 29, Amer. Math. Soc., Providence, RI, (2000).

• [RZ] B. Rüdiger, G. Ziglio The Ito formula for Banach valued stochastic integrals

obtained by integration with respect to compensated Poisson random measures, preprint

SFB 611, Universität Bonn, December (2004)

2.2.13 Projekt: Nonlinear fluctuations in lattice models

Beteiligte Personen

JProf. Dr. Barbara Rüdiger-Mastandrea

Externe Forschungszentren:

SFB 611, Uni Bonn, Projekt A6

Externe Personen:

Prof. Dr. E. Presutti (Uni Rom „Tor Vergata“)

Prof. Dr. S. Albeverio

Projektbeschreibung:

Es sollen die kritischen Fluktuationen eines zwei dimensionalen Spinmodelles mit

„Glauber Dynamik“ untersucht werden. Dieses Spinmodell verhält sich im

„hydrodynamischem Limes“ gemäß den thermodynamischen Gesetzten von Van der

Waals (korrigiert von Maxwell).

Die ein–dimensionalen kritischen Fluktuationen wurden im endlichen [BPRS] und im

unendlichen Volumen [FR] schon untersucht. Es wurde bewiesen, dass diese

makroskopisch von einer nicht-linearen SDG mit Gauß’schem Rauschen beschrieben

sind.

Es soll auch untersucht werden, ob in einer anderen Skalierung kritische Fluktuationen

mit unendlich großen Momenten zu beobachten sind. Diese würden durch SDG mit nicht

Gauß’schem Rauschen beschrieben werden.

Projektbeginn: 01.01.2002

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• [BPRS] Bertini, L.; Presutti, E.; Rüdiger, B.; Saada, E.: Dynamical fluctuations at the

67


68

critical point: convergence to a nonlinear stochastic PDE. Teor. Veroyatnost. i

Primenen. 38 (1993), no. 4, 689--741; translation in Theory Probab. Appl., no. 4,

586—629, 38, (1993).

• [FR] Fritz, J.; Rüdiger, B.: Time dependent critical fluctuations of a one-dimensional

local mean field model. Probab. Theory Related Fields 103, no. 3, 381—407, (1995).

• Fritz, J.; Rüdiger, B.: Approximation of a one-dimensional stochastic PDE by local

mean field type lattice systems. Nonlinear stochastic PDEs (Minneapolis, MN, 1994),

111--125, IMA Vol. Math. Appl., 77, Springer, New York, (1996).

• Rüdiger, B.: Derivazione microscopica di equazioni stocastiche non lineari.

Fluttuazioni critiche per modelli di spin di tipo campo medio. Università di Roma

“Tor Vergata” 1996, Ph. D. Thesis

• Rüdiger, B.: Glauber evolution for Kac potentials, analysis of critical fluctuations:

Convergence to a nonlinear stochastic PDE. Micro, Meso and Macro -approaches in

Physics; Proceedings of a NATO Advanced Research Workshop, Leuven, Belgium,

July 19 –23, 1993 editor M. Fannes et al.; Nato/Asi series volume, ser. B., Phys. 324,

271 –274, Plenum Press. (1994).

2.2.14 Projekt: Zufallsprozesse angewandt an Modelle der Finanzmathematik für

Versicherungen

Beteiligte Personen

JProf. Dr. Barbara Rüdiger - Mastandrea

Partner:

Forschungsgruppe der Versicherungsgesellschaft DeBeKa

Leiter: Dr. V. Krafft Mitarbeiter: Dr. P. H. Blum –Barth, Dr. S. Büchner, Dr. U.

Clarenz, Dr. B. Koehler, Dr. J. Eller, Dr. D. Steinmetzler, Dr. E. Smolianskaia.

Staatsexamenkandidatin: Susanne Klein (RS Mathematik/Wirtschaftsmathematik)

Masterstudierender: M. Bukow (Informationsmanagement)

(ab 2006) Dipl. Math. Silvia Popa, University Wyoming, Leramie USA

Prof. Dr. Sritharan, University Wyoming, Leramie USA

(geplant ab Ende 2005) Prof. Dr. Schael, Universität Bonn, Institut Angewandte

Mathematik

Projektbeschreibung:

Im SS 05 hat ein Seminar „Finanzmathematik“ für Lehramtstudenten der Mathematik/

Wirtschaftsmathematik und für Studenten der Informatik stattgefunden. Das Seminar

wurde in Zusammenarbeit zwischen JProf. Dr. Barbara Rüdiger- Mastandrea und der

Forschungsgruppe der Versicherungsgesellschaft Debeka geleitet und betreut. Es wurde

ein gemeinsames Studium der Stochastik und ihre Anwendungen auf die Finanzmathematik

angeboten. Das Seminar hat viel Interesse unter den Studenten erweckt und

es wurden zum Thema noch Examensarbeiten vergeben, wo insbesondere Probleme der

Finanzmathematik erörtert werden, die im Zusammenhang von Investitionen der

Versicherungsgesellschaften auftreten, welche sich den Anforderungen der

Europäischen Gemeinschaft festgelegten Finanzaufsicht an die Versicherungswirtschaft

„Solvency 2“ anpassen

Die in Projekt 2.2.12 analisierten Sprungprozesse werden in mathematischen Modellen

der Finanzmathematik oft gebraucht.

Drittmittelgeber:

Versicherungsgesellschaft DEBEKA, Koblenz (ab 2006)

Projektbeginn: Februar 2005

Stand: laufend


Projektbezogene Examensarbeit:

Frau Susanne Klein (RS Mathematik/Wirtschaftsmathematik)

Thema: „Probleme der Finanzmathematik im Zusammenhang mit Investitionen der

Versicherungsgesellschaft/ Solvency II“

Erster Gutachter: JProf. Dr. B. Rüdiger –Mastandrea, Zweiter Gutachter: Prof. Dr. K. Diller

Betreuer der Examensarbeit sind auch Dr. V. Krafft, Dr. P. H. Blum –Barth, Dr. J. Eller

(DEBEKA)

Projektbezogene Masterarbeit:

Herr M. Bukow (Informatik: Institut für Management)

Thema: (Stochastische Modelle der Finanzmathematik im Zusammenhang mit Investitionen

der Versicherungsgesellschaft) genaues Thema wird gerade vereinbart

Erster Gutachter: JProf. Dr. B. Rüdiger –Mastandrea, Zweiter Gutachter: Prof. Dr K.

Troitzsch

Betreuer der Examensarbeit sind auch Dr. V. Krafft und Mitarbeiter (DEBEKA)

Projektbezogene Veröffentlichungen:

Beispiele von Anwendungen in der Finanzmathematik und Versicherungsmathematik der

stochastischen Integration bzgl. Poisson Masse und Sprungprozesse sind in folgenden

Arbeiten dargestellt:

• A.Mandrekar, B. Rüdiger, Existence and uniqueness of path wise solutions for stochastic

integral equations driven by non Gaussian noise on separable Banach spaces, preprint

SFB 611 february 2003, no. 186, october 2004, submitted .

• A. Mandrekar, B. Rüdiger, Lévy noises and stochastic integrals on Banach spaces to

appear on “Stochastic Partial Differential Equations and Applications – VII”, Lecture

Notes in Pure and Applied Mathematics, CRC Press (2005).

2.2.15 Projekt: Geschichte der Analysis

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. P. Ullrich

Externe Personen:

Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Thiele (Universität Leipzig)

Projektbeschreibung:

Die mathematische Teildisziplin der Analysis hat Ende des 19. Jahrhunderts

insbesondere durch Karl Weierstraß (1815-1897) die Gestalt erlangt, wie sie sich

heutzutage sowohl in Universitätsvorlesungen als auch im Schulunterricht der

Sekundarstufe II präsentiert. Die Untersuchung der Entstehung von Wissen über die

Analysis und dessen Präsentation erfolgt dabei zunächst unter rein

mathematikhistorischen Aspekten; die Querverbindung zu Problemstellungen der

Didaktik der Analysis bis zur Nutzbarmachung für unterrichtliche Lernumgebungen

wird dabei in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut.

Drittmittelgeber:

Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Projektbeginn: 1987 (an der Universität Münster)

Stand: laufend

69


Auswahl aus den projektbezogenen Veröffentlichungen von Peter Ullrich in den letzten

Jahren:

• (gemeinsam mit Jürgen Elstrodt) A real sheet of complex Riemannian function theory:

A recently discovered sketch by Riemann's own hand. Historia Mathematica 26

(1999), 268-288 (1999); russische Übersetzung: Istoriko-matematicheskie

issledovaniya, II. Serie 4(39) (1999), 230-252.

• Karl Weierstraß als (Differential)Geometer. In: Mathesis, Festschrift zum siebzigsten

Geburtstag von Matthias Schramm, hrsg. v. Rüdiger Thiele. Verlag für Geschichte der

Naturwissenschaften und der Technik: Berlin, Diepholz 2000, S. 216-249.

• Geometrical imagination in the mathematics of Karl Weierstraß. In: Studies in History

of Mathematics dedicated to A.P. Youschkevitch (Proceedings of the XXth

International Congress of History of Science, Liége 1997, Vol. XIII), hrsg. v.

Eberhard Knobloch, Jean Mawhin und Serguei S. Demidov. De Diversis Artibus 56

(N.S. 19). Brepols Publishers: Turnhout 2002, S. 297-307.

• Die Weierstraßschen „analytischen Gebilde“: Alternativen zu Riemanns „Flächen“

und Vorboten der komplexen Räume. Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-

Vereinigung 105 (2003), 30-59.

2.2.16 Projekt: Geschichte der Algebra

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. P. Ullrich

Externe Personen:

Prof. Dr. K. Reich (Universität Hamburg)

Projektbeschreibung:

Die Bezeichnung „Algebra“ scheint auf den ersten Blick für zwei völlig verschiedene

Teildisziplinen der Mathematik verwendet zu werden, je nachdem, ob man die Schule

oder die Hochschule betrachtet. Im Rahmen dieses Projekts wird insbesondere die

Entstehung der „Modernen Algebra“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

untersucht, die zu dieser Scheidung geführt hat, wobei ein spezielles Augenmerk auf

die Rolle gerichtet ist, die Emil Artin (1898-1962) in diesem Prozess gespielt hat.

Daneben wird aber auch – in einer Verknüpfung mathematikhistorischer und

fachdidaktischer Fragestellungen – die Entstehung von Konzeptionen der „Algebra im

schulischen Sinne“ erforscht.

Projektbeginn: 1999 (an der Universität Münster)

Stand: laufend

Auswahl aus den projektbezogenen Veröffentlichungen von Peter Ullrich:

• Die Entdeckung der Analogie zwischen Zahl- und Funktionenkörpern: der Ursprung

der „Dedekind-Ringe“. Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 101

(1999), 116-134.

• Emil Artins unveröffentlichte Verallgemeinerung seiner Dissertation. Mitteilungen der

Mathematischen Gesellschaft in Hamburg XIX (2000), 173-194.

2.3 Externe Aktivitäten 2005

2.3.1 Externe Vorträge:

Prof. Dr. Peter Ullrich

Eingeladener Vortrag im Mathematikdidaktischen Kolloquium der Universität

Dortmund am 28.4.2005

70


Eingeladener Vortrag im Mathematikdidaktischen Kolloquium der Universität Wien

am 13.5.2005

Historische Einführung zur Gauß-Vorlesung der Deutschen Mathematiker-

Vereinigung in Braunschweig am 10.6.2005 (auf Einladung der DMV und des

Fachbereichs Mathematik der Technischen Universität Braunschweig)

Eingeladener Vortrag auf dem 4. Internationalen Leibniz-Forum Altdorf-Nürnberg

am 30.6.2005

Eingeladener Vortrag im Kolloquium zur Geschichte und Didaktik der Mathematik

der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am 25.10.2005

Eingeladener Vortrag im Kolloquium „Philosophie der Mathematik“ der

Technischen Universität Kaiserslautern am 12.12.2005

Dr. Igor Kharif

Vortrag in der internationalen Wissenschaftskonferenz (Odessa / Ukraine,

September 2005) „Die weltweite Erfahrung im Bereich der mathematischen- und

EDV- Ausbildung von Ingenieuren und Technikern in der modernen Welt.“

JProf. Dr. Barbara Rüdiger – Mastandrea

Eingeladene Vorträge in Tagungen :

- “Fifth Seminar on Stochastic Analysis, Random Fields and Applications”, Ascona,

Switzerland, May 29 - June 3, 2005. (eingeladener Vortrag)

- Second Joint Meeting of the American Mathematical Society, Deutsche

Mathematiker-Vereinigung, and Österreichische Mathematische Gesellschaft, AMS-

DMV-OeMG meeting in Mainz, 16-19 June, 2005

Session: "Stochastic Analysis on Metric Spaces" (eingeladener Vortrag)

- “Stochastic Partial Differential Equations and Climatology”, ZIF -Zentrum für

interdisziplinäre Forschung, Bielefeld June 8 -10 2005 (eingeladener Vortrag)

- “International Conference on Mathematical Analysis of Random Phenomena”,

Hammamet (Tunisia), Sept. 12 -17, 2005 (eingeladener Vortrag)

Eingeladene Vorträge in Universitäten:

Im „Institut der Angewandten Mathematik, Abteilung Wahrscheinlichkeitstheorie

und Statistik“ Projekt A6, SFB 611 (februar 2005):

2 Doppelvorträge über „Kritische Fluktuationen für ein mikroskopisches Modell in

der thermodynamischen Theorie von Van der Waals –Maxwell“

Eingeladene Vorträge in anderen Institutionen:

Bei der Versicherungsgesellschaft Debeka in Koblenz: (Juni –Oktober 2005): 4

Vorträge über „Eigenschaften von Sprungprozessen“

PD Dr. Wolfgang Zillmer

Vortrag zu Erfahrungen in der Nutzung der Lernplattform webCT in der

mathematikdidaktischen Ausbildung von Lehramtsstudenten; 3. Koblenzer

e-Learning Tage vom 26. – 28. April 2005 an der Universität Koblenz.

2.3.2 Mitarbeit in externen Gremien:

Prof. Wolfgang Fraunholz

Arbeitsgruppe Mathematik zur Entwicklung Curricularer Standards für die

Lehrerausbildung beim Wissenschaftsministerium von Rheinland-Pfalz

71


Prof. Dr. Peter Pottinger

Technologiebeirat

Fachbeiräte des ZFUW

JProf. Dr Barbara Rüdiger-Mastandrea

- Referee Arbeit für “CIVR –Comitato di Indirizzo per la Valutazione della Ricerca

del MIUR “Ministero Italiano Università e Ricerca”, Sezione “Mathematics and

Information Tecnologie”:

Es werden Veröffentlichungen von Italienischen Mathematikern bewertet, die im

Zeitraum 2002 -2004 veröffentlicht wurden. Die Bewertung wird in der Verteilung

von Forschungsgeldern, von Seiten des Ministeriums für Universität und Forschung

in Italien (MIUR), eingesetzt.

- Gründungsmitglied und aktives Mitglied des Sonderforschungsbereiches SFB 611

"Singuläre Phänomene und Skalierung in mathematischen Modellen", Universität

Bonn.

- Mitglied des Forschungszentrum BiBoS, Bielefeld -Bonn -Stochastik

- Mitglied des Nationalen Italienischen Forschungsbereiches "COFIN Mathematische

Physik", welches von Prof. Dr. G. Jona Lasinio geleitet wird.

Prof. Dr. Peter Ullrich

Sprecher des Arbeitskreises „Mathematikgeschichte und Unterricht“ der Gesellschaft

für Didaktik der Mathematik

PD Dr. Wolfgang Zillmer

AG „Vergleichende Untersuchungen zum Mathematikunterricht“ der Gesellschaft für

Didaktik der Mathematik

2.3.3 Beteiligungen an Tagungen:

Prof. Dr. Rolfdieter Frank

Second Joint Meeting of the American Mathematical Society, Deutsche

Mathematiker-Vereinigung, and Österreichische Mathematische Gesellschaft,

Universität Mainz, 16.6.-19.6.2005

Prof. Wolfgang Fraunholz

39. Tagung für Didaktik der Mathematik, Universität Bielefeld, 28.2.-4.3.2005

Teilnahme an der Jahrestagung des Arbeitskreises „Mathematikunterricht und

Informatik“ der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik vom 23.09.-25.09.2005 in

Dillingen/Donau

Prof. Dr. Peter Pottinger

Jahrestagung des Deutschen Mathematikervereinigung in Heidelberg, Sept. 2004

Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik in

Luxemburg, März 2005

JProf. Dr. Barbara Rüdiger – Mastandrea

- „Kultur der Innovation „ Wissen schafft Zukunft, eingeladen vom Ministerium für

Wissenschaft, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz, Schloss Engers, Neuwied 28

-30 Oktober 2004

- „Kultur der Innovation „ Wissen schafft Zukunft, eingeladen vom Ministerium für

Wissenschaft, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz, 8./9. Juli 2005 Mainz,

72


Advena Europa Hotel

- Interdisziplinäre Tagung „Wissenschaftliches Modellieren – Ansprüche und

Kriterien im Zuge der Theoriebildung“, 12/13 November 2004, Begegnungsstätte

Haus Magdalena, Bad Honnef

- Deutscher Hochschulverband “Leitung und Organisation”, Bonn 13.Juli 2005

- “Fifth Seminar on Stochastic Analysis, Random Fields and Applications”, Ascona,

Switzerland, May 29 - June 3, 2005. (eingeladener Vortrag)

- AMS-DMV-OeMG meeting in Mainz, 16-19 June, 2005, Session: "Stochastic

Analysis on Metric Spaces" (eingeladener Vortrag)

- “Stochastic Partial Differential Equations and Climatology”, ZIF -Zentrum für

interdisziplinäre Forschung, Bielefeld June 8 -10 2005, (eingeladener Vortrag)

- “International Conference on Mathematical Analysis of Random Phenomena”,

Hammamet (Tunisia), Sept. 12 -17, 2005 (eingeladener Vortrag)

- International School “SPDE in hydrodynamics: Recent Progress and Prospects”

Corso CIME 28.8. 2005 – 4.9. 2005, Cetraro, Italien

Prof. Dr. Peter Ullrich

39. Tagung für Didaktik der Mathematik, Universität Bielefeld, 28.2.-4.3.2005

Fachtagung Geschichte der Mathematik (9. Tagung der Fachsektion „Geschichte der

Mathematik“ der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und 14. Tagung des

Arbeitskreises „Mathematikgeschichte und Unterricht“ der Gesellschaft für Didaktik

der Mathematik), Rummelsberg bei Nürnberg, 4.5.-8.5.2005

Second Joint Meeting of the American Mathematical Society, Deutsche

Mathematiker-Vereinigung, and Österreichische Mathematische Gesellschaft,

Universität Mainz, 16.6.-19.6.2005

4. Internationales Leibniz-Forum, Altdorf b. Nürnberg, 30.6.-2.7.2005

Dr. Ingrid Hupp

Teilnahme an der 9. Tagung der Fachsektion „Geschichte der Mathematik der

DMV“ und der 14. Tagung des Arbeitskreises „Mathematikgeschichte und

Unterricht der GDM“, vom 04.05.-08.05.2005 in Rummelsberg bei Nürnberg

Teilnahme an dem „4. Internationalen Leibniz-Forum Altdorf-Nürnberg“ mit der

Verleihung des Altdorfer Leibniz-Preises und in Verbindung mit einem „Christian-

Thiel-Kolloquium“, 30.06.-02.07.2005 in Altdorf bei Nürnberg

Dr. Igor Kharif

Vortrag in der internationalen Wissenschaftskonferenz (Odessa / Ukraine,

September 2005) „Die weltweite Erfahrung im Bereich der mathematischen- und

EDV- Ausbildung von Ingenieuren und Technikern in der modernen Welt.“

PD Dr. Wolfgang Zillmer

39. Tagung für Didaktik der Mathematik, Universität Bielefeld, 28.02.-04.03.2005

Tagungen des Arbeitskreis „Vergleichende Untersuchungen zum MU“ im Dezember

2004 und Mai 2005 an der Universität Osnabrück

2.3.4 Besuch von Gastwissenschaftlern:

Prof. Dr. S. Sritharan Gastgeber: JProf. Dr. Barbara Rüdiger-Mastandrea

University of Wyoming, USA

73


2.3.5 Ehrungen

Am 01.08.2005 wurde JProf. Dr. Barbara Rüdiger-Mastandrea zum „Adjunct Associate

Professor“ des Mathematischen Institut der University Wyoming , Leramie, USA, ernannt.

Die Ernennung folgt aus einem Forschungs- und Doktorandenaustausch zwischen dem

Mathematischen Institut der University Wyoming und JProf. Dr. Barbara Rüdiger-

Mastandrea.

2.4 Veröffentlichungen

2.4.1 Publikationen, die im Jahr 2004/2005 (bis Ende Juni 2005) erschienen sind:

Dr. Ingrid Hupp:

• „De Extractione Radicum“ – Wurzelziehen aus historischer Sicht, erschienen in „MU

Der Mathematik-Unterricht“, Heft 6/2004, Jahrgang 50

Prof. Dr. Peter Pottinger

• Mathematische Grundlagen, Studienbrief des ZFUW, S. 1 – 141

Prof. Dr. Harald Riede

• Zerlegung eines Dreiecks, Praxis der Mathematik, Heft 4 (2004), 154-157

• Über das Diagonalverhältnis bei Sehnenvierecken oder ein Andogon zum Satz des

Ptolemaios, Elemente der Mathematik, 59 (2004) 78-82

JProf. Dr. Barbara Rüdiger –Mastandrea

• Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara; Stochastic integration with respect to

compensated Poisson random measures and the Lévy –Ito decomposition theorem on

separable Banach spaces, Stoch. An. and Appl. , Vol. 23, Nr. 2 (2005).

• Albeverio, Sergio; Rüdiger, Barbara , Subordination of quasi –regular Dirichlet

forms, Random Operators and Stochastic Equations, Volume 13, Nr. 1 (2005)

• S. Albeverio, V. Mandrekar, B. Rüdiger, Existence of weak solutions for SDEs and

semilinear equations with non Gaussian noise, manuscript

• V.Mandrekar, B. Rüdiger, Lévy noises and stochastic integrals on Banach spaces

(preprint SFB 611 april 2005), to appear on “Stochastic Partial Differential Equations

and Applications – VII”, Lecture Notes in Pure and Applied Mathematics, CRC

Press (2005).

• V. Mandrekar, B. Rüdiger, Existence and uniqueness of path wise solutions for

stochastic integral equations driven by non Gaussian noise on separable Banach

spaces, preprint SFB 611, Universität Bonn (December 2004), accepted Stoch. Stoch.

Rep.

• B. Rüdiger, G. Ziglio The Ito formula for Banach valued stochastic integrals

obtained by integration with respect to compensated Poisson random measures,

preprint SFB 611, Universität Bonn (December 2004)

• B. Rüdiger, Stochastic integration of deterministic and random Banach valued

functions with respect to compensated Poisson random measures and the Lévy -Ito

formula. (Review) “International conference on Stochastic Analysis and

Applications", October 22 -27, 2001, Hammamet, Tunisia , Kluwer Publisher,

Dortrecht, to appear (2005).

• B. Rüdiger, Stochastic integration w.r.t. compensated Poisson random measures on

separable Banach spaces, Stoch. Stoch. Reports, Vol. 76 No. 3 (June 2004)

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Prof. Dr. Peter Ullrich:

• Johann Radon und die Grundlagen der Computertomographie. Mathematische

Semesterberichte 50 (2004), 143-166.

• „Lieber Freund und Schutzengel!“ … „Herzlich gruesst Dein Deibel.“ -- Über die

Korrespondenz zwischen Friedrich Engel und Eduard Study. In: Wege zu Adam Ries

(Tagungsband der gemeinsamen Jahrestagung der Fachsektion „Geschichte der

Mathematik“ der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und des Arbeitskreises

„Mathematikgeschichte und Unterricht“ der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik,

Erfurt 11.-14.9.2002), hrsg. v. Hartmut Roloff und Manfred Weidauer. Algorismus 43.

ERV Dr. Erwin Rauner Verlag: Augsburg 2004, S. 389-403.

• (Herausgabe, gemeinsam mit Wolfgang Hein) Mathematik im Fluss der Zeit

(Tagungsband der gemeinsamen Jahrestagung der Fachsektion „Geschichte der

Mathematik“ der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und des Arbeitskreises

„Mathematikgeschichte und Unterricht“ der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik,

Attendorn/Neu-Listernohl 28.5.-1.6.2003), Algorismus 44. ERV Dr. Erwin Rauner

Verlag: Augsburg 2004, XVI + 566 Seiten.

• Bernhard Riemann, thesis on the theory of functions of a complex variable (1851). In:

Landmark Writings in Western Mathematics 1640-1940, hrsg. v. Ivor Grattan-

Guinness. Elsevier: Amsterdam et al. 2005, S. 448-459.

• Herkunft, Schul- und Studienzeit von Carl Friedrich Gauß. In: „Wie der Blitz

einschlägt, hat sich das Räthsel gelöst“, Carl Friedrich Gauß in Göttingen, hrsg. v.

Elmar Mittler. Göttinger Bibliotheksschriften 30. Niedersächsische Staats- und

Universitätsbibliothek Göttingen: Göttingen 2005, S. 17-29.

• (gemeinsam mit Hans Schupp) Zerlegen bringt Segen! Mathematische

Semesterberichte 52 (2005), 9-22.

Dr. Wolfgang Zillmer:

• Unterrichtsmethoden aus fachdidaktischer Sicht. Thüringer Institut für

Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, Bad Berka 2004, veröffentlicht

unter www.mathe.ap.th.schule.de (A).

• Algorithmen. Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und

Medien, Bad Berka 2004, veröffentlicht unter www.mathe.ap.th.schule.de (A).

• Frank, Rolfdieter / Warlich, Lutz / Zillmer, Wolfgang: „Qualifikationsprofil –

Lehrerausbildung in Mathematik“. Unveröffentlichtes Manuskript (MA).

• In Vorbereitung 2005: Lernwerkstatt Geometrie im Mathematikunterricht der

Grundschule.

2.5 Drittmitteleinwerbung (in Euro)

Projekt / Arbeitsgruppe 2003 2004 2005 Summe

Arbeitsgruppe

Computerlernumgebungen

(Univ.-Prof. W. Fraunholz)

13.205,84 17.580,00

Arbeitsgruppe 4

Wahrscheinlichkeitsrechnung

und Anwendungen in den

Naturwissenschaften

(JProf. Dr. Rüdiger-Mastandrea)

ca. 600 Euro

(SFB 611 Bonn)

(für Beteiligung

an Tagungen)

ca. 1.900 Euro

(SFB 611 Bonn)

(für Beteiligung

an Tagungen)

Mathematisches Institut 13.205,84 18.180,00 1.900,00 33.285,84

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2.6 Kolloquiumsreihen

2.6.1 Wintersemester 2004/2005

11.11.04 PD Dr. Bernhard Misof

Zoologisches Forschungsinstitut

und Museum

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Alexander König, Bonn

09.12.04 Prof. Dr. Peter Bender

Univ. Paderborn

13.01.05 Dr. Stephan Rosebrock

Pädagogische Hochschule

Karlsruhe

27.01.05 Prof. Dr. Harald Riede

Univ. Koblenz-Landau

2.6.2 Sommersemester 2005

02.06.05 Prof. Dr. Günter Pickert

Univ. Giessen

09.06.05 Dr. Claas Becker, Direktor

Deutsche Bank AG

07.07.05 Prof. Dr. Peter Ullrich

Univ. Koblenz

14.07.05 Prof. Dr. Werner Haussmann

Univ. Duisburg

Zufall und Notwendigkeit bestimmen

Ähnlichkeiten von Organismen. Die Rekonstruktion

von Verwandtschaftsverhältnissen

versucht sich beidem anzunähern.

Die etwas andere Sicht auf die internationalen

Vergleichs-Untersuchungen TIMSS, PISA

und IGLU

Abstraktion beim Mathematiklehren am

Beispiel der Algebra

Überlegungen zur Gleichung x 2 – 2y 4 = -1

Unterscheiden oder identifizieren?

Basel II und interne Kreditrisikomodelle

Einige historische Anmerkungen zur Analysis

Blending-Interpolation und beste L 1 -Approximation


3. Forschungsbericht des Instituts für Sportwissenschaft

3.1 Arbeitsgruppen

3.1.1 Arbeitsgruppe: Bewegungslehre/Biomechanik, Sportmedizin, Trainingslehre

Leiterin:

Prof. Dr. Karin Gruber

Mitarbeiter:

Dr. Reiner Theis

Mitarbeiter (Lehrbeauftragter):

Dr. med. Gerd Blaumeiser (Orthopädie, Sportmedizin, Psychotherapie)

Mitarbeiter (Projekt):

Sabine Juchem (seit 1. 5. 2004)

Valentin Keppler (seit 1. 6. 2004)

Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppenschwerpunkte

- Kinematische Bewegungsanalyse und Messung von Bodenreaktionskräften

- Computermodellierung in der Biomechanik zur Simulation von Bewegungen und zur

Berechnung innerer Kräfte bei sportlichen Bewegungsabläufen

- Laktatanalyse zur Beurteilung der sportlichen Leistungsfähigkeit

- Analyse psychosomatischer Bewegungsstörungen von Kindern im Sportunterricht

3.1.2 Arbeitsgruppe: Sport in Erziehung und Kultur

Leiter:

Prof. Dr. Otto Schantz (ab 1. 4. 2004)

Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppenschwerpunkte

- Werteerziehung durch Sport und im Sport

- Interkulturalität in Sport und Erziehung

- Die Olympische Bewegung als pädagogische Bewegung

- Ideengeschichte der Olympischen Bewegung

- Die Paralympische Bewegung

3.1.3 Arbeitsgruppe: Didaktik, Trainingslehre

Leiter:

Prof. Theo Lautwein (pensioniert ab SS 2003)

Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppenschwerpunkte

- Untersuchung des Einflusses von regelmäßiger körperlicher Aktivität auf die

konditionelle und physiologische Leistungsfähigkeit von Männern ab der 3. Lebens-

dekade

- Einfluß von Bewegung / Sport / Spiel auf die körperliche, motorische und emotionale

Entwicklung von Kindern in der Primarstufe

77


3.2 Forschungsprojekte

3.2.1 Projekt: Kinematische Bewegungsanalyse und Messung von

Bodenreaktionskräften

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Karin Gruber, Dr. Reiner Theis, Sabine Juchem, Valentin Keppler

Christian Neuhaus, Christina Schunk, Marc Ting

Externe Partner:

SIMI Reality Motion Systems GmbH, München

Intec GmbH, Wessling bei München

Projektbeschreibung:

Mit mehreren Digitalkameras werden Bewegungsabläufe in den verschiedensten Sport-

arten aus unterschiedlichen Blickrichtungen gefilmt. Diese Filmsequenzen werden

digital in den Computer eingelesen. Mit Hilfe der Analysesoftware SIMI°Motion

erfolgt zunächst eine geeignete Kalibrierung und anschließend über digitale Abtastung

die zwei- oder dreidimensionale Aufnahme des zeitlichen Verlaufs der Koordinaten

aller Markerpunkte auf der Haut der Versuchsperson. Aus diesen Daten können

Geschwindigkeiten und Beschleunigungen einzelner Körperpunkte sowie die

kinematischen Daten des Gesamtschwerpunkts während der gesamten Bewegung

berechnet werden.

Auf diese Weise kann die Struktur von Bewegungsabläufen genauer untersucht

werden, es sind vergleichende Technikanalysen und auch die Verdeutlichung von

physikalischen Gesetzmäßigkeiten bei Bewegungen möglich.

Im Jahr 2003 wurde dem Institut ein HBFG-Antrag zur Anschaffung eines

Gesamtsystems zur Bewegungsanalyse bewilligt. Damit konnten 4 Digitalkameras mit

einer Aufnahmefrequenz von 80 Bildern/s sowie 2 Hochgeschwindigkeitskameras mit

einer Frequenz von jeweils bis zu 1000 Bilder/s und eine Kraftmessplatte zur Messung

von Bodenreaktionskräften angeschafft werden.

Neben zwei Messcomputern wurde auch die Aufnahme- und Verarbeitungssoftware in

mehreren Lizenzen installiert. Während einer Messung sind die Kameras mit der

Kraftmessplatte synchronisiert. Alle Daten werden direkt an den Messcomputer geleitet

und verarbeitet.

So können auch schnelle sportliche Bewegungsabläufe dreidimensional analysiert und

die dabei auftretenden Bodenreaktionskräfte gemessen und dargestellt werden.

In diesem Jahr wurden Untersuchungen beim Laufen und bei Reaktivsprüngen auf

verschiedenhohe Kastenteile bei gleichzeitiger Messung der Bodenreaktionskräfte

durchgeführt. Dazu wurde erstmals mit selbstentwickelten LED-Dioden, die als

Markerpunkte an den Versuchspersonen angebracht wurden, experimentiert, mit dem

Ziel, die Genauigkeit bei der Abtastung der Markerpunkte zu erhöhen.

Die kinematischen Daten wurden als Input in ein selbstentwickeltes Computermodell

des menschlichen Körpers verwendet und über inverse Dynamik die resultierenden

Gelenkbelastungen während der Bewegungsabläufe berechnet. Die Modellerstellung

erfolgte mit der Software SIMPACK der Firma Intec zur Mehrkörpersystem-

modellierung (MKS).

In einem weiteren Projekt wurde das turnerische Element der Felgrolle in korrekter und

fehlerhafter Ausführung analysiert, um auf diesem Weg neuartige optische

Begleitmaterialien zur modernen Unterrichtsgestaltung im Gerätturnen zu erstellen.

Projektbeginn: 2000

Stand: laufend

78


Projektbezogene Magister- und Examensarbeiten:

• Birtel, Dennis: Untersuchung von Sportschuhen unterschiedlichen Dämpfungs-

verhaltens mittels Bodenreaktionskraftmessung beim Gehen und bei sportlichen

Landungen (in Zusammenarbeit mit Orthopädie-Labor Jäger)

• Buchmann, Nina: Messung von Bodenreaktionskräften mit einer Kraftmessplatte –

Untersuchung der Messtechnik und Anwendung bei sportlichen Bewegungsabläufen

• Burg, Peter: Möglichkeit der Untersuchung von Schlag- und Wurfbewegungen anhand

von Aufnahmen mit Hochgeschwindigkeitskameras

• Beatrix Karr: Biomechanische Bewegungsanalyse des Angriffsschlags beim

Volleyball – durchgeführt mit Aufzeichnungen von Digitalkameras aus verschiedenen

Perspektiven

• Janz, Judith: Untersuchung der Gangveränderung bei Arthrose des Großzehengrundgelenks

im Seitenvergleich mit Hilfe computerunterstützter Bewegungsanalyse (in

Zusammenarbeit mit Orthopädie-Labor Jäger)

• Kinnen, Roland: Untersuchung der Variation von Bodenreaktionskräften infolge

schuhorthopädischer Maßnahmen bei Sportschäden (in Zusammenarbeit mit

Orthopädie-Labor Jäger)

• Michaely, Timo: Experimentelle Untersuchung der Auswirkung verschiedener Schuh-

materialien auf das Bodenreaktionskraft-Verhalten bei Landungen mittels einer Kraft-

messplatte (in Zusammenarbeit mit Orthopädie-Labor Jäger)

• Weber, Volker: Vergleichende Bewegungsanalyse mit Hilfe von Hochgeschwindig-

keitsaufnahmen von Elementen der Rückschlagspiele Badminton und Tennis

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Gruber, K.; Haberkamp, D.; Theis, R.: Untersuchung der Dynamik des Anschwingens

am Reck bis zur vollständigen Riesenfelge mittels Bewegungsanalyse und

Computersimulation. Sport goes Media. Sportwissenschaftlicher Hochschultag,

Münster 21.-23.Sept. 2003. Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft,

2003

• Gruber, K., Brück, N., Lehner, S.: Bewegungsanalyse und Vorwärtssimulation eines

realen Flick-Flacks und einer analog modellierten Bewegung. In: Riehle (Hrsg.):

Biomechanik als Anwendungsforschung, 6. Symposium der dvs-Sektion

Biomechanik, Konstanz, 22.-24. 3. 2001, Schriften der Deutschen Vereinigung für

Sportwissenschaft, 132, 2004, 72-78

• Braun, S., Gruber, K., Theis, R.: Leichtathletik – Kinematische Analyse eines

Laufsprungs. In: Riehle (Hrsg.): Biomechanik als Anwendungsforschung,

6. Symposium der dvs-Sektion Biomechanik, Konstanz, 22.-24. 3. 2001, Schriften der

Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 132, 2004, 278-282

• Jungen, K., Theis, R. Gruber, K.: Kinematische Analyse einer Katzenschraube im

Trampolinturnen. In: Riehle (Hrsg.): Biomechanik als Anwendungsforschung,

6. Symposium der dvs-Sektion Biomechanik, Konstanz, 22.-24. 3. 2001, Schriften der

Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 132, 2004, 298-302

79


3.2.2 Projekt: Computermodellierung in der Biomechanik zur Simulation von

Bewegungen und zur Berechnung innerer Kräfte bei sportlichen Bewegungsabläufen

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Karin Gruber, Dr. Reiner Theis

Sabine Juchem, Valentin Keppler

Externe Partner:

Arbeitsgruppe Biomechanik am Institut für Theoretische Astrophysik der

Universität Tübingen

Prof. Buzug, Medizintechnik, Fachhochschule Koblenz, RheinAhrCampus Remagen

Drs. Simons, Neurochirurgie, MediaParkKlinik Köln

Projektbeschreibung:

Um Aussagen über die Größe von Kraftwirkungen innerhalb des menschlichen Körpers

bei Bewegungsabläufen machen zu können, benötigt man ein physikalisches

Computermodell des menschlichen Körpers. Mit Hilfe eines in seiner Feinstruktur an

die Problemstellung angepassten zwei- bzw. dreidimensionalen Modells und

geeigneten Inputdaten, können über das System der Bewegungsgleichungen innere

Kräfte und Momente berechnet werden.

Als Inputdaten für das Modell können am menschlichen Körper abgenommene Mess-

daten der Kinematik und äußerer Kräfte, wie z. B. Bodenreaktionskräfte, dienen. In

diesem Fall lassen sich über die Methode der inversen Dynamik innere Kräfte

berechnen.

Die Berechnungsmethode der direkten Dynamik erfolgt über die Verwendung von

Algorithmen für die Wirkungsweise der Muskulatur (resultierend übertragener

Momentaufbau in den Gelenken oder Modellierung aktivierter Einzelmuskeln) und

Algorithmen für die äußeren Kräfte (Kraft-Deformations-Deformationsgeschwindig-

keits-Zusammenhang) innerhalb des Computermodells.

Die Entwicklung derartiger Modellierungen werden an unserem Institut mit dem

Programmpaket Simpack erstellt.

In Zusammenarbeit mit der MediaParkKlinik, Köln und der Medizintechnik,

RheinAhrCampus Remagen wurde ein gemeinsamer Antrag an die Stiftung Rheinland-

Pfalz für Innovation gestellt. In diesem Projekt sollen Segmente der Lendenwirbelsäule

modelliert werden, um innere Kraft- und Druckverteilungen bei degenerierten

Bandscheiben vor und nach einer Operation zu berechnen.

Projektbeginn: 2000

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Gruber, K.; Ruder, H.; Denoth, J.; Schneider, K.: A comparative study of impact

dynamics: wobbling mass model versus rigid body models. J. Biomech. 31, 1998, pp.

439-444

• Gruber, K.; Ruder, H.: Simulation of different movements in sports via direct

dynamics. Proceedings of the XVIth international Symposium on Biomechanics in

Sports, Universität Konstanz, 1998

• Gruber, K.; Theis, R.: Computermodellierung in der Biomechanik des Sports.

Uniprisma 20, 2000, S. 6-7

• Gruber, K.; Lehner, S.; Theis, R.; Gietzen, S.; Ruder, H.: Development in modelling

for the analysis of different kinds of movement in sports. Proceedings of the 6 th

Congress of the European College of Sport Science, Cologne 2001, p. 1090

80


3.2.3 Projekt: Laktatanalyse zur Beurteilung der sportlichen Leistungsfähigkeit

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Karin Gruber, Rabea Weber, Stephanie Berger

Externe Partner:

Dr. Sabine Pelzer, Gemeinschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin, Koblenz

Projektbeschreibung:

In Zusammenarbeit mit dem Labor Koblenz für Blutuntersuchungen wurden an

Leistungssportlern verschiedener Sportarten und Laufgruppen in unterschiedlichen

Belastungsphasen Blutproben entnommen und der Laktat- und Glucosegehalt des

Blutes bestimmt.

Damit lassen sich Aussagen über den Trainingszustand und Konsequenzen für die

Trainingsplanung von Leistungssportlern gewinnen. Im Ausdauersport von

Teilnehmern an Volksläufen kann deren konditionelle Verfassung ermittelt werden,

und es können Empfehlungen für die weitere Trainingsgestaltung gegeben werden.

Projektbeginn: 2005

Stand: laufend

3.2.4 Projekt: Jugendliche und die Olympische Bewegung

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Otto Schantz

Externe Partner:

Prof. Dr. Benoît Séguin, University of Ottawa

Internationales Olympisches Komitee

Projektbeschreibung:

Die moderne Olympische Bewegung hat ihren Ursprung in einer pädagogischen Idee,

die maßgeblich von Pierre de Coubertin entwickelt und propagiert wurde. In ihrer mehr

als hundertjährigen Geschichte hat sich diese Bewegung weiterentwickelt, wobei sie in

den letzten Jahren immer stärker von kommerziellen Interessen vereinnahmt wurde.

Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob die olympische Bewegung immer noch

einen pädagogischen Einfluss auf die heutige Jugend ausübt und ob diese Einflüsse

kulturell geprägt sind. Dazu werden in einer ersten Pilotstudie Jugendliche im Alter

von 14 bis 21 Jahren aus 6 verschiedenen Ländern (Deutschland, Frankreich, USA,

Kanada, Kamerun, Australien) zu ihren Kenntnissen und Einstellungen bezüglich der

Olympischen Bewegung befragt. Aufgrund dieser qualitativen Pilotstudie soll ein

Fragebogen erarbeitet werden, der in einer zweiten Projektphase in ausgewählten

Ländern weltweit zum Einsatz kommen soll.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Ottawa geleitet und von dem

I.O.C. unterstützt. Weiterhin sind Kollegen von der University of Missouri, St. Louis,

der Université Marc Bloch, Strasbourg, der Universität Yaoundé, Kamerun, und der

Deakin University, Melbourne, beteiligt.

Mittel: University of Ottawa: 10 000 $

IOC: 10 000 $

Universität Koblenz-Landau: 5000 € (Projektbezogene Berufungsmittel Schantz)

Projektbeginn: 2004

Stand: laufend

81


Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Müller, N. & O. Schantz "Textes choisis de Pierre de Coubertin." Volume 3 :

Pratique sportive. New York, Zurich, Hildesheim: Weidmann 1986.

• Lennartz, K & O. Schantz "The presidency of Sigfrid Edström and the Presidency

of Avery Brundage." (Lennartz:Edström; Schantz: Brundage). Vol. II of:

Boulongne, Y./ Landry, F./ Lennartz, K./ Müller, N., & Schantz, O.: The

International Olympic Committee - One Hundred Years. Lausanne: IOC, 1995.

• Schantz, O. "Valorile educative ale olimpismului contemporan." Buletin

Informativ ale Comitetul Olimpic Român, (1995) 7-8, pp. 25-46.

• Schantz, O. Sport und Leibesübungen als Erziehungsmittel bei Pierre de

Coubertin. Stadion XXVII (2001) pp. 111-123.

• Schantz, O. "Les valeurs éducatives de l’Olympisme contemporain." In Hotz, A.

(Red.) Handeln im Sport in ethischer Verantwortung. Magglingen 1995, pp. 175-

191.

• Schantz, O. "Education sportive et éducation 'olympique' de 1897 à 1997.

Réflexions axiologiques." In: Müller, N. (Dir.). Coubertin et l'Olympisme.

Questions pour l'avenir. Coubertin et Olympisme. Questions for the Future.

Niedernhausen, Strasbourg, Sydney: Schors, CREEC, Walla Walla, 1998, pp. 222-

234.

• Schantz, O. "L'oeuvre pédagogique de Pierre de Coubertin" In: Gleyse, J. (Ed.).

L'éducation physique au XXème siècle. Approche historique et culturelle. Paris:

Vigot, 1999, pp. 101-117.

• Schantz, O. "L'educazione olimpica nel contesto della globalizzazione." A.O.N.I.,

Scuola dello Sport (Eds.). Gli Ideali e la cultura olimpica nell'era della

globalizzazione. I Quaderni dell'A.O.N.I. 2. Roma: Scuola dello Sport, AONI,

1999, pp. 37-51.

3.2.5 Projekt: Zuschauer bei den Paralympischen Spielen

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Otto Schantz

Externe Partner:

Fréderic Reichart, Anne Dinel, C.R.E.E.C., Université Marc Bloch

Internationales Paralympisches Komitee (IPC), Bonn

Projektbeschreibung:

Die Öffentlichkeit behandelt den Behindertensport in der Regel als Stiefkind. Von den

Medien wird er nur wenig beachtet, und die Zuschauerzahlen, die er anzieht, sind

verschwindend gering. Die im gleichen Rhythmus wie die Olympischen Spiele

stattfindenden Paralympischen Spiele bilden dabei jedoch eine Ausnahme. Seit der

Spiele von 1992 in Barcelona ziehen sie Hunderttausende von Zuschauern an. Wer sind

diese Zuschauer? Warum interessieren sie sich für diese Veranstaltung? Betrachten sie

die Spiele als Sportveranstaltung oder als „freak show“? Ziel der Untersuchung ist es,

Antworten auf derartige Fragen zu finden, indem wir die Motive und Einstellungen der

Zuschauer bei den paralympische Spielen analysieren.

Die Untersuchung wurde im Rahmen der Paralympischen Spiele in Athen in und

außerhalb der verschiedenen Sportstätten durchgeführt. Dabei kamen vor allem

ethnographische Methoden zum Einsatz: teilnehmende Beobachtungen, informelle

Befragungen und Tiefeninterviews. Außerdem wurden Bildmaterialien gesammelt, die

im Sinne der visuellen Soziologie auswertbar sind.

Mittel: Materielle und logistische Unterstützung durch das IPC

(Akkreditierungen und Transport innerhalb Athens )

82


Projektbeginn: 2004

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Schantz, O.J. & K. Gilbert (2001). An Ideal Misconstrued: Newspaper Coverage of

the Atlanta Paralympic Games in France and Germany. Sociology of Sport Journal,

18, 1, pp. 69-94.

• Schantz, O. & Marty, C. (1997). The French Press and sports for Persons with a

Disability. In Morisbak, I., Jørgensen, P.E. (Eds.). Quality of Live through Adapted

Physical Activity and Sport. A Lifespan Concept. Conference proceedings of the 10th

International Symposium on adapted Physical Activity. Oslo 6 Beitostølen, Norway,

May 22-26, 1995. Oslo, pp., 72-79.

• Schantz, O. & K. Gilbert (1999). Misconstrued Ideals: Media Coverage of the 1996

Atlanta Paralympic Games - An Analysis of German and French Newspapers. In:

Drouin, D. Lépine, Simard, C. (Eds.) Actifs...Différemment - Active

Living...Differently. Proceedings of the 11 th International Symposium for Adapted

Physical Activity Isapa. Québec, Canada: Institut de Réadaptation en Déficience

Physique de Québec, 248-256.

• Schantz, O. (1999). La mise en scène du corps extraordinaire. Freak show ou

implication éthique de l'esthétique ?. In C.R.E.E.C. (Ed.). La danse une culture en

mouvement. Strasbourg: Université Marc Bloch, 1999. pp. 67-74.

• Schantz, O. (2002). The compatibility of Olympism with Paralympism: Ideal and

Reality. In Olympic Foundation Barcelona (Ed.) Sport and Handicap. CD-ROM.

Olympic Foundation Barcelona.

• Schantz, O.J. (2003). Staging the extraordinary body in dance: Freak show or ethical

implications in aesthetics? In Dinbold, M., Gerber, G. & T. Reinelt (Eds.) Towards a

Society for All – through Adapted Physical Activity. Wien: Manz Verlag, 475-479.

• Schantz, O. (2003). Spectators at the Sydney 2000 Paralympics: A Field Study. In

KOSAPE/IFAPA (Eds.) 14 th International Symposium of Adapted Physical Education.

August 4-7, 2003, Seoul, Korea, 84-85.

3.2.6 Projekt: Paralympic School Days

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Otto Schantz, Dr. Reiner Theis

Externe Partner:

• Prof. Y. Vanlandewijck, Catholic University of Leuven

• Prof. C. Evaggelinou, Aristotle University of Thessaloniki

• Dr. L. Frisenbrudere, Latvian Disabled Children’s and Youth Sport Federation,

Jelgava

• Dr. K. Fröjd, Swedish Development Centre for Disability Sport, Bollnäs

• Dr. M. Kudlacek, Palacky University of Olomouc

• Dr. Bob Price, International Paralympic Committee

• Dr. F. Reichert, Université Marc Bloch, Strasbourg

Projektbeschreibung:

Hauptziel dieses Projekts ist es, bei Schülern der Elementar- und Sekundarstufe I mit

Hilfe des Mediums Sport Kenntnisse über, Verständnis für und Respekt gegenüber

Menschen mit Behinderungen zu entwickeln und zu fördern.

83


84

Das Projekt wird in sechs europäischen Ländern durchgeführt und umfasst folgende

drei Phasen:

1) Entwicklung von Erziehungsprogrammen und -materialien, welche die

jeweiligen kulturellen und schulischen Besonderheiten des Landes

berücksichtigt sollen.

2) Durchführung des Programms in den einzelnen Ländern. In dieser Phase

organisiert jedes Land fünf Aktionstage.

3) Evaluation der Programme und Entwicklung eines Handbuchs mit

Unterrichtsmaterial und Handreichungen für die Lehrer.

Mittel: Materielle und logistische Unterstützung durch das IPC

6600 Euro durch EU-Mittel

Projektbeginn: 2005

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen (Auszug):

• Schantz, O. J. & K. Gilbert (2001). An Ideal Misconstrued: Newspaper Coverage of

the Atlanta Paralympic Games in France and Germany." Sociology of Sport Journal,

18 1, pp. 69-94.

• Schantz, O. (2000). La mise en scène du corps extraordinaire. Freak show ou

implication éthique de l'esthétique ?. In C.R.E.E.C. (Ed.). La danse une culture en

mouvement. Strasbourg: Université Marc Bloch, 1999. pp. 67-74.

• Schantz, O. (2002). The compatibility of Olympism with Paralympism: Ideal and

Reality. In Olympic Foundation Barcelona (Ed.). Sport and Handicap. CD-ROM.

Olympic Foundation Barcelona.

• Schantz, O.J. (2003). Staging the extraordinary body in dance: Freak show or ethical

implications in aesthetics? In Dinbold, M., Gerber, G. & T. Reinelt (Eds.) Towards a

Society for All – through Adapted Physical Activity. Wien: Manz Verlag, 475-479.

• Schantz, O. (1998). Education sportive et éducation 'olympique' de 1897 à 1997.

Réflexions axiologiques. In: Müller, N. (Dir.). Coubertin et l'Olympisme. Questions

pour l'avenir. Coubertin et Olympisme. Questions for the Future. Niedernhausen,

Strasbourg, Sydney: Schors, CREEC, Walla Walla, pp. 222-234.

• Schantz, O. (1999). L'educazione olimpica nel contesto della globalizzazione.

A.O.N.I. & Scuola dello Sport (Eds.). Gli Ideali e la cultura olimpica nell'era della

globalizzazione. Roma: SdS, pp. 37-51.

3.2.7 Projekt: Erforschung von psychomotorischen Auffälligkeiten im Sportunterricht

als Signale von Abweichungen, Auffälligkeiten und krankhaften Veränderungen

in Stadien der psychophysischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Beteiligte Personen:

Dr. med. Gerd Blaumeiser

Externe Partner:

Frau Dr. med. Eva Bergheim-Geyer, Leitende Ärztin

Psychosomatische Klinik für Kinder und Jugendliche, Bad Neuenahr

Projektbeschreibung:

Gesellschaftliche Ausgangsproblematik:

Ca. 25% bis 30% der Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr bedürfen einer psychatrischen

Konsultation. Für die Gesamtbevölkerung besteht eine Erkrankungshäufigkeit

von 20% für Depressionen, von 6% für Angsterkrankungen und von 20% für

Magersucht in der Risikogruppe der 14-18-jährigen. Harmlosere Erkrankungen wie


Tic-Störungen finden sich bei 5-15 % aller Kinder. Zu nennen sind weiterhin seelische

Konflikte, die sich in Bewegungsstörungen zeigen, Abhängigkeit, Sucht und nicht

zuletzt Störungen des Sozialverhaltens, Impulsivität und Gewaltausbrüche. Bis zum 18.

Lebensjahr sind etwa 10 % der Jugendlichen mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Schlussfolgerung: Lehrerinnen und Lehrer werden zwangsläufig mit psychosozialen

Konfliktsituationen der Kinder konfrontiert. Von allen Lehrern befindet sich der Sport-

lehrer in einer besonderen Nähe zu den Schülern, da im Sportunterricht insbesondere

Bewegungsverhalten, Sozialverhalten und emotionales Befinden in Erscheinung treten.

Projekt:

Untersucht wird, inwieweit entwicklungs- und verhaltenspychologische Erkenntnisse

in der pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte an Schulen Berücksichtigung finden, und in

welchem Ausmaß Konflikte in den sozialen Feldern, Familie und Freundeskreis,

Einfluss auf Entwicklung und Verhalten von Kindern nehmen. Dabei ist von großem

Interesse, welche Präventionsmodelle existieren und wie diese weiterentwickelt werden

können.

Projektbeginn: 2002

Stand: laufend

Projektbezogene Examensarbeiten:

• Geisel, Nicole: Sport mit asthmakranken Kindern

• Wolf, Frauke: Die Physiologie der Atmung und deren Auswirkungen auf die

sportliche Leistungsfähigkeit

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Blaumeiser, G.: Schulalltag und Körperhaltung, Extracta Orthopaedica, Ausgabe 3,

Medical Tribune, Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 2003

• Blaumeiser, G.: Schulalltag und orthopädische Psychosomatik, Extracta

Orthopaedica, Ausgabe 5, Medical Tribune, Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 2003

• Blaumeiser, G.: Belastende Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im sozialen

Kontext, Friedrich-Verlag, Seelze, 2003

• Blaumeiser, G.: Die ganzheitliche Wahrnehmung psycho-sozial eingeengter Kinder in

der Schule und im Schulsport, Shaker-Verlag, Aachen, 2003

• Blaumeiser, G: Motorische Auffälligkeiten im Schulsport als Signale einer inneren

Not von Kindern und Jugendlichen, Sportunterricht, 11, Hofmann Verlag, Schorndorf,

2003

3.2.8 Projekt: „Ernährungsgewohnheiten, Körpergewicht, Selbstwertgefühl und

körperliche Fiotness im Kontext mit dem psycho-sozialen Umfeld, dargestellt an

Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse einer Realschule.“

Beteiligte Personen:

Dr.med. Gerd Blaumeiser und die StudentenInnen:

Mario Bischof, Michelle Mayer, Nina Oberdries, Tina Oberdries,

Thomas Waldecker

Externe Partner:

Integrierte Gesamtschule Pollenfeld, Koblenz-Metternich

Projektbeschreibung:

Die vertiefte Erörterung der Zusammenhänge zwischen körperlicher Fitness und

Körpergewicht führt rasch zu dem Ergebnis, dass sowohl die Fitness einerseits als auch

das Gewicht andererseits in vielfältiger Abhängigkeit von psychosozialen

85


86

Umgebungsbedingungen steht. Eine Wechselwir-kung/Korrelation der Aspekte

Körperliche Fitness und Körpergewicht erfordern also eine ausla-dende Betrachtung

und Einbeziehung vieler Lebensbedingungen.

Die Projektgruppe fokussierte die 8. Klasse einer Gesamtschule. Dank der sehr

aufgeschlossenen und bereitwilligen Kooperation der Schulleitung wurden 88

Schülerinnen und Schüler einr 8. Jahr-gangsstufe umfangreichen sportpraktischen und

Fragebogen-Tests unterzogen. Neben wissen-schaftlich bewährten Testverfahren zur

Erfassung der köperlichen Fitness und der psychophysi-schen Befindlichkeit wurde

ergänzend ein eigener Fragebogen eingesetzt und ausgewertet.

Die Ergebnisse sind teilweise ausgewertet und Bestandteil von inzwischen vier fertig

gestellten Examensarbeiten.

Mittel: Eigenmittel

Projektbeginn: 2005

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

Projektbezogene Examensarbeiten:

• Michelle-Eva Mayer: Das, im Sportunterricht erkennbare Selbstwertgefühl von

Kindern einer 8. Klasse im Vergleich zum Erziehungsstil und weiteren psychosozialen

Determinanten.

• Nina Oberdries: Das Körpergewicht von Schülerinnen und Schülern im Kontext mit

physischen, psychischen und sozialen Determinanten, dargestellt an Schülerinnen und

Schülern einer 8. Klasse einer Realschule.

• Tina Oberdries: Die körperliche Fitness in Abhängigkeit vom psycho-sozialen

Umfeld, untersucht an Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse einer Realschule.

• Thomas Waldecker: Ernährungsgewohnheiten von Schülern einer 8. Realschulklasse

im Vergleich zu deren Fitnessstatus.

3.2.9 Projekt: Netzwerkfähige Ausbildungsinhalte, Interaktionsmodelle und Ziel-

projektionen im Schulsport, Vereinssport und Medizin

Beteiligte Personen:

Dr. med. Gerd Blaumeiser

Externe Partner:

F.J. Wüst, Chefredakteur TV-Sender Kanal 10, Koblenz

Projektbeschreibung:

Gesellschaftliche Ausgangsproblematik:

Die Prävalenz vieler physischer und psychischer Erkrankungen, die vielfältigen und

nicht selten zur Frühinvalidität führenden Folgen eines chronischen Bewegungs-

mangels einerseits und die individuellen wie auch gesellschaftlichen Konsequenzen

psychosomatisch auffälliger Familien und der hier heranwachsenden Kinder und

Jungendlichen, scheint von Jahr zu Jahr auffälliger zu werden. Die Medien berichten

über 60 % Haltungsschäden bei Kindern und Jugendlichen. Chronischer

Bewegungsmangel und Fehlernährung als Ausdruck eines defizitären

Gesundheitsbewusstseins ist verantwortlich für frühzeitige muskulo-skelettale

Aufbraucherscheinungen und Herzkreislauf-Erkrankungen.


Ein Drittel der Jungendlichen bis zum 18. Lebensjahr bedarf einer psychiatrischen

Konsultation. Die Zahl der Suizide bei Kindern und Jugendlichen ist im Ansteigen

begriffen, ohne dass z.B. kinder- und jugendpsychiatrische und/oder psychotherapeutische

Anlaufstellen genügend zur Verfügung stehen.

Projekt Hypothese:

Im Fach Schulsport, im Vereinssport und in der (sport)-ärztlichen Praxis könnten alle

hier Verantwortung Tragenden frühzeitig Kenntnis über Defizite in der psychophysischen

Entwicklung erhalten. Wichtige Voraussetzungen sind:

1. Aneignung von Wissen über alters- und entwicklungsassoziierte motorische

Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kindes- und Jugendalter und deren Abweichungen

vom Normalen.

2. Kenntnisse und Erfahrungen über die Physiologie und Pathologie der

Sprechentwicklung im Kindesalter.

3. Aneignung einer professionellen Wahrnehmung metakommunikativer Signale der

Körpersprache wie Mimik, Gestik, Haltung und Bewegung und deren

Abweichungen vom Normalen.

Projekt:

Es wird untersucht, ob im Schulsport, in Sportvereinen und in ärztlichen Handlungs-

bereichen beispielhaft für weitere gesellschaftliche Strukturen vernetzungsfähige

Schwerpunkte, z.B. in Ausbildungsinhalten, Interaktionsmodellen und Zielprojektionen

zu identifizieren sind. Es erfolgt eine wissenschaftliche Datenauswertung aus der

Befragung von Lehrern, Trainern und Ärzten.

Projektbeginn: 2004

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Blaumeiser, G.:Wann entdecken die Krankenkassen den Schulsport, Friedrich-Verlag,

Seelze, 2003

• Blaumeiser, G.: Kinder klagen über Schmerzen am Bewegungsapparat, Shaker-

Verlag, 2003

3.2.10 Projekt: Zum Einfluss regelmäßiger körperlicher Aktivität (Sport / Spiel /

Wandern / Gartenarbeit) auf die konditionelle und physiologische Leistungsfähigkeit

von Männern ab der 3. Lebensdekade

Beteiligte Personen:

Prof. Theo Lautwein

Externe Partner:

DJK-Bundesverband

LSB Rheinland-Pfalz

Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Bonn

Projektbeschreibung:

Es soll festgestellt werden, ob ein allgemeines Konditionstraining (Aerobe Ausdauer,

Kraft, Gelenkigkeit, Geschicklichkeit) von zwei Stunden pro Woche

das motorische Entwicklungsniveau stabilisiert

(Testaufgaben: Dreierhop, Medizinballstoß, Sprint um das Volleyballfeld),

den Abfall physiologischer Leistungsfähigkeit verlangsamt

(Testaufgaben: Feststellung der Vitalkapazität, des 1-Sek.-Wertes),

zu anderen körperwirksamen Aktivitäten motiviert (Fragebogen).

87


88

Ergebnisse, die seit 15 Jahren jeweils im November/Dezember erhoben worden sind,

werden statistisch ausgewertet und mit denen von „Normalpersonen“ verglichen.

Projektbeginn: 01.10.1986

Stand: laufend

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Lautwein, T.: Der Einfluss konditionell-sportlicher Aktivitäten auf den

Alterungsprozess. In: Jakobi, P.; Rösch, E. (Hrsg): Sport nach der Lebensmitte, Mainz

1990, S. 134-157.

• Lautwein, T.: Zum Einfluss eines zweistündigen Sportprogramms/Woche auf die

physiologische und motorische Leistungsfähigkeit von 44-68 jährigen Männern in den

Jahren 1986-1995. In: Menschen im Sport, Köln 1997, S. 334-347

3.2.11 Projekt: Zum Einfluß von Bewegung / Spiel / Sport auf die körperliche,

motorische und emotionale Entwicklung von Kindern in der Primarstufe

Beteiligte Personen:

Prof. Theo Lautwein

Externe Partner:

LSB Rheinland-Pfalz

Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Bonn

Projektbeschreibung:

In einem Langzeitversuch (1. – 4. Klasse) sollen in einer vergleichenden Studie

Effektivität sowie pädagogische Wirksamkeit zwischen der geschlossenen Konzeption

mit herkömmlichen Inhalten (Sportarten) sowie der offenen Vorgehensweise im

Rahmen von Projekten (alternative Inhalte) festgestellt werden.

Projektbezogene Veröffentlichungen:

• Lautwein, T.: Sportlehrer(innen) / Sportethos. In: Grupe O./Muth D. Lexikon der

Ethik im Sport, Schorndorf 1998, S. 510-514

3.2.12 Projekt: Qualitative Befragung von Schülerinnen und Schülern der Hauptschule

und des Gymnasiums über ihre Einstellungen zum Sportunterricht.

Beteiligte Personen:

Dr. Reiner Theis

Externe Partner:

Justus-Liebig-Universität Giessen

Hessisches Kultusministerium in Wiesbaden

Projektbeschreibung:

Soll der Schulsport die im Lehrplan Sport des Landes Hessen allgemeinen Lernziele

wie z.B. die Erhaltung der Gesundheit und Anleitung zu sinnvoller Gestaltung der

Freizeit und die Verbesserung der Lebensqualität auch außerhalb und nach der

Schulzeit positiv vermitteln, muss der Sportunterricht so gestaltet sein, dass diese

Ziele von den Schülern/innen positiv wahrgenommen werden. Gesellschaftlich

bedingte Bewegungsarmut schon im Kindes- und Jugendalter und mangelnde

Motivation im Sportunterricht sind wahrzunehmende Anzeichen, die ein Überdenken

der klassischen Inhalte und Methoden des Sportunterrichts angebracht erscheinen


lassen. Häufig auftretende Disziplinschwierigkeiten und Motivationsdefizite in den

Klassen, gerade auch im Sportunterricht der Hauptschulklassen, sind Themen, denen

sich die Schule stellen muss. Inwieweit die Einstellungen der Schüler und

Schülerinnen zum Sportunterricht zur Lösung dieser Problematik beitragen können,

soll diese Untersuchung zeigen. Denn nur positiv eingestellte Schüler/innen gegenüber

dem Sportunterricht werden die wichtigen Ziele, die in ihm vermittelt werden sollen,

wie „Gesundheit“, „sinnvolle Gestaltung der Freizeit“, „soziale Kompetenz“ usw.

auch in die außerschulische Lebenswelt übertragen.

Ziel des Projektes ist herauszufinden, ob unterschiedliche Einstellungen der

Schüler/innen zum Sportunterricht in der Hauptschule und im Gymnasium existieren

und inwieweit diese sowohl in die neuen Lehrpläne für das Fach Sport bzw. auch in

die universitäre Sportlehrerausbildung berücksichtigt werden müssen.

Die qualitativ angelegte Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Hessischen

Kultusministerium an zwei Gesamtschulen in Hessen durchgeführt. Die

Interviewsequenzen der befragten Hauptschüler/innen und Gymnasiasten/innen

werden nach der qualitativen Forschungsmethode der grounded theory ausgewertet

und mittels des professionellen qualitativen Datenanalyseprogrammes MAXQDA

analysiert.

Projektbeginn: 2003

Stand: laufend

3.3 Externe Aktivitäten im Jahr 2005

3.3.1 Externe Vorträge:

K. Gruber

„Physik des Sports in verschiedenen Beispielen.“

Kolloquiumsvortrag am Institut für Didaktik der Physik, Universität Duisburg Essen,

18.1. 2005

„Physik und Sport – Möglichkeiten einer interdisziplinären Kooperation.“

Kolloquiumsvortrag am Institut für Physik, Universität Erlangen-Nürnberg, 11.4.2005

O. Schantz

“Communication Technology and the Ideology of Olympism. (1896-2001).” Paper

presented at the 1 st Panhellenic Congress on Organization and Management of the

Olympic Games. Sparta, June 25 – 27, 2004.

“Back to the future. – The 1904 Olympics and the integration of athletes with

disabilities.” Paper presented at the International Congress on the 1904 St. Louis

Olympic Games and Anthropology Days: A Centennial Retrospective. St. Louis,

September 10-11, 2004.

“Olympisme – Paralympisme”. Conférencier invité au congrès international “Sport –

Olympisme – Handicap”. Strasbourg, 20.10.2004.

“Organizational structure of sport for persons with disabilities in Germany.” Oral

presentation at the Seminar on Paralympic Education. IPC, Bonn, 19.01.2005.

“Powerplay - The Olympics vs. Paralympics” Lecture as visiting speaker at the

University of Loughborough, 4.03.2005.

“The Paralympic movement and the developing countries.” Key note speech at the 1.

International Conference on Sport and Society, Yaoundé, Cameron, 19.-21.04.2005.

„Pierre de Coubertin als Historiker.” Hauptvortrag bei dem Symposium “Aus der

Olympia- und Diem-Werkstatt.” Köln, 29. 04. 2005.

89


90

“Possible foundations of a Paralympic education.” Symposium on the Paralympic

School Days, University of Thessalonica, Serres, 18. -20. 2005.

“Interdisziplinarität in der Sportwissenschaft” Vortrag beim Symposium zu Ehren der

Proff. M. und H. Letzelter Mainz, 4.11.2005.

R.Theis

„Konzeption und Entwicklung eines Lehrwerks für das Fußballtraining mit 4- bis 8jährigen

Kindern.“ Sportspielsymposium der Deutschen Vereinigung für

Sportwissenschaft (dvs) vom 18.-20.11.2004 in Köln

3.3.2 Mitarbeit in externen Gremien:

K. Gruber

Mitglied des Fakultätentages Sportwissenschaft

Mitglied der European Society of Biomechanics

O. Schantz

Mitglied des Editorial Board der internationalen Fachzeitschrift Stadion

Mitglied des Editorial Board der internationalen Fachzeitschrift Revue STAPS

Mitherausgeber der Schriftenreihe Sport, Culture & Society

Mitglied des Wissenschaftsrates des Internationalen Olympischen Komitees

Mitglied des Vorstandes des Comité International Pierre de Coubertin

"Supervising Professor" beim Internationalen Postgraduiertenseminar an der

Internationalen Olympischen Akademie in Olympia, Griechenland

Mitglied der Arbeitsgruppe des Landes Rheinland-Pfalz zur Erstellung von

Studienstandards für die Lehrerausbildung

Mitglied im Kuratorium Sportwissenschaft des Landessportbundes (LSB)

Rheinland-Pfalz

Mitglied des Fachbereichsrates im weiterbildenden Fernstudiengang

Gesundheitsmanagement

R. Theis

Mitglied des Lehrbeauftragtenteams des Hessischen Fußballverbandes

Mitglied des Autorenteams für die monatlich erscheindende Zeitschriftenbeilage

Praxishilfen für das Kinder- und Jugendtraining im Fußball in der Zeitschrift

Hessenfußball

Mitglied der Pädagogikarbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Schneesport an

Hochschulen

3.3.3 Beteiligungen an und Organisation von Tagungen:

K. Gruber

siehe 3.3.2. Externe Vorträge

O. Schantz

International Congress on the 1904 St. Louis Olympic Games and Anthropology

Days: A Centennial Retrospective. St. Louis, September 10-11, 2004.

Congrès international “Sport – Olympisme – Handicap”. Strasbourg, 20.10.2004.

Seminar on Paralympic Education. IPC, Bonn, 19.01.2005.

1. International Conference on Sport and Society, Yaoundé, Cameron, 19.-

21.04.2005, organisiert vom Sportinstitut Koblenz, der Universität Marc Bloch in

Straßburg, und dem INJS, Yaoundé

Symposium “Aus der Olympia- und Diem-Werkstatt.” Köln, 29. 04. 2005.

Symposium on “Paralympic School Days”, University of Thessalonica, Serres, 18. -


20. 2005.

Symposium zu Ehren der Proff. M. und H. Letzelter Mainz, 4.11.2005

R. Theis

Sportspielsymposium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) vom

18.-20.11.2004 in Köln

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Schneesport an Hochschulen in Hirschegg

vom 17.12.-21.12.2004

Kongress des Internationalen Verbandes Schneesport an Schulen und Hochschulen

vom 31.1. – 5.2.2005 in Bad Hindelang

3.3.4 Besuch von Gastwissenschaftlern

Prof. S. Brownell, PhD, Departement of Anthropology, University of Missouri, St.

Louis; Guest professor at Yale University, Vortrag am 10. 12. 2004 (Gastgeber: Prof.

Dr. O. Schantz)

Qiu Xiaohui, Universität Peking, Forschungsaufenthalt vom 1.11.2005 bis zum

1.11.206 (Gastgeber: Prof. Dr. O. Schantz)

3.4 Veröffentlichungen

3.4.1 Übersicht

Arbeitsgruppen Biomechanik Sportpädagogik Sportmedizin Sport

Gruber, Theis Schantz Blaumeiser insgesamt

2001 A

3

-

3

B

-

-

-

C

1

-

1

D

2

-

2

Summe 2001 6 - 6

2002 A

-

3

3

B

-

-

-

C

-

-

-

D

1

-

1

Summe 2002 1 3 4

2003 A

2

9

11

B

1

3

4

C

1

-

1

D

-

-

-

Summe 2003 4 12 16

2004 A

5

2 7

B

-

-

C

-

-

Summe 2004 5 2 - 7

2005 A

1

2

-

3

B

-

3

-

3

C

-

-

-

-

Summe 2005 1 5 - 6

Insgesamt 17 7 15 39

91


A = Zeitschriften- und Buchbeiträge

B = Monographien, Sammelbände

C = Kurzmitteilungen

D = Selbsterstellte CD-Roms, die über das Sportinstitut erhältlich sind

3.4.2 Publikationen, die im Jahr 2005 erschienen sind:

3.4.2.1 Zeitschriften und Buchbeiträge

• Schantz, O. & K. Lennartz (1.12.2004). “Ο πόλεµος έκοψε το νήµα.” TO BHMA online,

Athen, http://www.in.gr/Reviews/placeholder.asp? lngItemID=9711&lngReviewID=9705

• Schantz, O. (2004). Pierre de Coubertin’s American Studies and their importance fort the

analysis of his early educational campaign, by Stephan Wassong. Book review.

International Journal of Olympic History, 12/3, 71-72.

• Schantz, O. (2005). Changing ideology in the official discourse of the IOC on the

Olympic Wintergames – From Coubertin to Samaranch. In Preuss, H. (Ed.). Olympic

Studies. (im Druck).

• Schantz, O. (2005). “Die Leistungsentwicklung bei den Paralympischen Spielen“ In

Burger, R. (Hrsg.) Festschrift für Prof. Dr. M. Letzelter. (im Druck).

• Schantz, O. (2004). Coubertin’s conception of race. In Brownell, S. (Ed.). Sport Before

the Laughter Left. New York: Routledge.( im Druck).

• Theis, R. (2005). Theoriephasen im Jugendtraining. Hessenfußball - Praxishilfen für das

Kinder- und Jugendtraining, 5/53, 15-16

3.5 Drittmitteleinwerbung

Projekt / Arbeitsgruppe 2003 2004 2005 Summe

Projekt: Biomechanik

Bewegungsanalyse,

Computermodellierung

Freundeskreis der

Universität

Lotto GmbH

Debeka

Projekt: Jugendliche

und die Olympische

Bewegung

University of Ottawa

International Olympic

Committee (IOC)

Projekt: Paralympic

School Day

EU-Mittel

92

€ 166.000,-

€ 45.000.-

€ 500.-

€ 300.-

$ 10.000.-

$ 10.000.-

€ 6600.-

€ 166.000,-

€ 45.800.-

$ 20.000.-

€ 6600.-


Teil II

Lehrbericht

93


1. Institutsübergreifende Aspekte der Lehre

Der Mathematisch/Naturwissenschaftliche Fachbereich mit seinen drei Instituten (Institut für

Integrierte Naturwissenschaften mit den Abteilungen Biologie, Chemie, Geographie und

Physik, Mathematisches Institut, Institut für Sportwissenschaft) bietet folgende Studiengänge

an:

• Bachelor/Masterstudiengang Ecological Impact Assessment

94

• Lehramt für Grund- und Hauptschule

• Lehramt für Realschule

• Lehramt für Sonderschule (nur Grundstudium), eine Einschreibung zu diesem

Studiengang war in Koblenz nur bis zum Wintersemester 2003/2004 möglich.

• Magister Artium

Der grundständige Magisterstudiengang wird von allen Instituten und Abteilungen im

Nebenfach angeboten, während nur in Geographie und Sportwissenschaft das Studium

im Hauptfach möglich ist.

• Nebenfach Diplom Informatik

Studierende des Diplomstudiengangs Informatik haben die Möglichkeit, die

jeweiligen Fachdisziplinen unseres Fachbereiches als Nebenfach im Diplomstudiengang

zu studieren.

Als postgraduale Studiengänge runden das Promotionsstudium (Abschluss: Dr. rer. nat.), der

Weiterbildungs-Diplomstudiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ und die

Masterstudiengänge „Energiemanagement“ und „Gesundheitsmanagement“ (im Fernstudium,

Träger: ZFUW) das Angebot ab.

In den nachfolgenden Untersuchungen sind die Studierendenzahlen des Studiengang

Ecological Impact Assessment noch nicht berücksichtigt und ausgewertet, weil der

Studiengang erst vor kurzem den Studienbetrieb aufgenommen hat.

1.1 Lehrsituation

Der Fachbereich verfügt über folgenden Stellenbestand:

• 15 Professoren mit einem Lehrdeputat von 114 SWS,

• 15,5 Stellen akademischer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit vollem (davon eine mit

halbem) Lehrdeputat (A 13/A 14/A 15/ bzw. BAT IIa) mit zusammen 180 SWS,

• zusätzlich 10 SWS für die Sportpraxis.

Vergleicht man den heutigen Stellenbestand mit den Angaben im Kapazitätsbuch 1993, so ist

bei den Professoren ein Stellenrückgang um 4 (Stand 1993: 19 Professoren), bei den

akademischen Mitarbeitern eine Abnahme um 1,5 (Stand 1993: 17 akad. Mitarbeiter)

festzustellen.


Weiterhin bleibt festzustellen, dass die Mindestausstattung pro Fach von zwei Professoren

und zwei akademischen Mitarbeitern an den Abteilungen für Chemie und Geographie des

Instituts für Integrierte Naturwissenschaften immer noch nicht erreicht ist.

Unter Einschluss der sogenannten kapazitätswirksamen Lehraufträge (50,4 SWS) stand für

das Berichtsjahr ein Lehrangebot von 354,4 SWS bei einer Nachfrage von 483,7 SWS zur

Verfügung.

Tabelle 1.1: Bilanz der Lehrnachfrage

Institut Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Integrierte

Naturwissenschaften

8 64 7 71 25,6 160,6 194,5

Mathematik 5 34 5,5 67 10 111 157,1

Sport

2 16 3 42 14,8 82,8 132,1

+ 10 SWS*

* Zuschlag für die Sportpraxis

Wegen der hohen Studierendenzahlen musste zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen

Ausbildung in den Bereichen Biologie, Geographie und Sport ein Numerus clausus eingeführt

werden. Hierdurch wird in vielen Bereichen – wie die nachfolgenden statistischen

Auswertungen darlegen – der Anstieg der Studierendenzahlen verlangsamt.

1.2 Frauenförderung

1.2.1 Anteil weiblicher Studierender

Der Anteil der weiblichen Studierenden im Fachbereich 3 beträgt im Studienjahr 2004 im

Studiengang Lehramt für Sonderschulen 78,3 % (275 von 351 Studierenden), Lehramt für

Grund- und Hauptschule 73,8 % (764 von 1035), Lehramt für Realschulen 52,5 % (937 von

1785), Magister im Nebenfach 54,6 % (59 von 108), Magister im Hauptfach 45,2 % (90 von

199), Promotion im Nebenfach 31,2 % (5 von 16) und Promotion im Hauptfach 22,2 % (8 von

36). Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass für einen naturwissenschaftlichen Fachbereich ein

überraschend hoher Anteil an weiblichen Studierenden vorhanden ist, der allerdings von den

Lehramtsstudiengängen über den Magisterstudiengang zur Promotion deutlich abnimmt.

Der Frauenanteil unter den Studierenden des naturwissenschaftlichen Fachbereichs variiert

auch fach- und studiengangsspezifisch (Abb. 1.1-1.3). Generell ist zu beobachten, dass der

Frauenanteil in den meisten Fächern wenigstens 50%, häufig sogar erheblich mehr beträgt.

Beim Lehramt an Grund- und Hauptschulen haben nur die traditionell von Frauen wenig

nachgefragten naturwissenschaftlichen Disziplinen Chemie und Physik Quoten unter 50% bei

insgesamt geringen Studentinnenzahlen (Abb. 1.1). Beim Lehramt an Realschulen ist der

Anteil männlicher und weiblicher Studenten ausgeglichener, mit stärkeren Abweichungen bei

der Biologie (zugunsten weiblicher Studierender) und bei der Physik (zugunsten männlicher

Studierender, Abb. 1.2). Beim Lehramt an Sonderschulen ist die Gesamtzahl der Studierenden

so gering, dass sich eine Bewertung der Höhe des Frauenanteiles verbietet (Abb. 1.3). Der

grundständige Magisterstudiengang weist im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine

Steigerung des Frauenanteils auf, die in den meisten Fächern über 50 % liegen (Abb. 1.4).

95


96

100

80

60

40

20

0

71

3

78

276

Biologie Chemie Geographie Mathematik Physik Sport

Abbildung 1.1: Frauenanteil bei den Studierenden des Lehramts an Grund- und Hauptschule.

Das Histogramm zeigt die prozentualen Anteile, die Zahlen über den Säulen geben die

absoluten Studentinnenzahlen wieder.

100

80

60

40

20

0

262

68 193

240

9

327

Biologie Chemie Geographie Mathematik Physik Sport

Abbildung 1.2: Frauenanteil bei den Studierenden des Lehramts an Realschulen. Das

Histogramm zeigt die prozentualen Anteile, die Zahlen über den Säulen geben die absoluten

Studentinnenzahlen wieder.

100

80

60

40

20

0

75

1

42

34

140

Biologie Chemie Geographie Mathematik Physik Sport

Abbildung 1.3: Frauenanteil bei den Studierenden des Lehramts an Sonderschulen. Das

Histogramm zeigt die prozentualen Anteile, die Zahlen über den Säulen geben die absoluten

Studentinnenzahlen wieder.

96

61


100

80

60

40

20

0

Biologie

23 9

Chemie

34

Geographie

5

Mathematik

10

Physik

10

Sport

2

Hauptfach

Nebenfach

Abbildung 1.4: Frauenanteil bei den Studierenden des Magisterstudienganges. Das

Histogramm zeigt die prozentualen Anteile, die Zahlen über den Säulen geben die absoluten

Studentinnenzahlen wieder

1.3 Preisgekrönte Abschlussarbeiten

Im November 2004 erhielten Frau Annja Seidel und Herr Dr. Nkurunziza für ihr

hervorragendes Staatsexamen bzw. für die herausragende Dissertation den Koblenzer

Hochschulpreis, der von dem Förderkreis Wirtschaft und Wissenschaft in der

Hochschulregion Koblenz vergeben wird:

• Annja Seidel, „Selbsteinbeschreibungen des regulären 24-Zells“, Lehramt an

Realschulen, Mathematisches Institut (Betreuer: Prof. Dr. Rolfdieter Frank)

• Dr. Jean-Pierre Nkurunziza, „Biological and Chemical screening of Syzygium species

of Rwanda. Isolation and Identification of Secondary Metabolites of Syzygium

parvifolium“, Dissertation, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Biologie

(Betreuer: Prof. Dr. Eberhard Fischer)

Darüberhinaus vergibt der Mathematisch/Naturwissenschaftliche Fachbereich Preise für

herausragende Abschlussarbeiten.

Im Berichtsjahr wurden von einer Jury, bestehend aus den Institutsleitern des Fachbereichs,

drei Examensarbeiten ausgewählt. Geehrt wurden: Frau Annika Dragon, Herr Johannes

Eckstein, Frau Kathrin Krüll, Herr Helmut Kerschsieper und Frau Stefanie Sabel.

• Annika Dragon, Johannes Eckstein, Kathrin Krüll, „Entwicklung einer Lernwerkstatt

Geometrie für den Mathematikunterricht der Grundschule zu den Themenbereichen:

Topologie, Flächenformen und Körperformen“, Lehramt Grund- und Hauptschule,

Mathematisches Institut (Betreuer: PD Dr. Wolfgang Zillmer)

• Helmut Kerschsieper, „Akustische Umweltverschmutzung durch Lärm im Alltag“,

Diplom Umweltwissenschaft, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Physik

(Betreuer: Prof. Dr. Alfons Stahlhofen)

• Stefanie Sabel, „Leistungen von Frauen in der Mathematik, dargestellt an Maria

Agnesi, Sofya Kovalevskaya und Emmy Noether“, Lehramt Realschule,

Mathematisches Institut (Betreuer: Prof. Wolfgang Fraunholz)

Die Würdigung der Preisträger erfolgte auf der Absolventenfeier am 09.12.2005.

56

97


1.4 Statistische Daten

An dieser Stelle wird nur auf die grundsätzlichen Entwicklungen im Mathematisch / Naturwissenschaftlichen

Fachbereich eingegangen, während die fächerspezifischen Entwicklungen,

die sich teilweise deutlich unterscheiden, in den Einzelberichten der Institute kritisch

betrachtet werden.

1.4.1 Studierendenzahlen seit 1995

Die Nachfrage nach Studiengängen aus den Bereichen Lehramtsausbildung auf der einen

Seite, und Magister und postgraduale wissenschaftliche Weiterbildung auf der anderen, weist

unterschiedliche Entwicklungen auf und wird daher separat dargestellt. Die Zahlen dieser

Bereiche beziehen sich auf die im Fachbereich 3 eingeschriebenen Studenten, während die

Studenten der Fachbereiche 1 und 4, die im Rahmen von interdisziplinären Dienstleistungen

Lehrleistungen in Anspruch nehmen, gesondert aufgeführt werden, ebenso wie die Studenten

des am ZFUW organisatorisch angesiedelten weiterbildenden Fernstudiengangs „Angewandte

Umweltwissenschaften“.

Da die Masterstudiengängen „Energiemanagement“ und „Gesundheitsmanagement“ erst vor

kurzem ihren Betrieb aufgenommen haben, erübrigt sich zum momentanen Zeitpunkt eine

statistische Auswertung.

1.4.1.1 Lehramtsstudiengänge

Die beiden grundständigen Studiengänge Lehramt an Grund- und Hauptschule, Lehramt an

Realschule weisen, trotz der Einführung des Numerus clausus in einigen Bereichen, steigende

Studierendenzahlen aus. Dies ist auch als ein Indiz für eine qualitativ angemessene

Lehramtsausbildung an unserem Campus zu sehen.

Die Nachfrage im Lehramt an Sonderschulen stagniert, zumal an der Abteilung Koblenz seit

dem Wintersemester 2003/2004 keine Studienanfänger aufgenommen werden. (Abb. 1.5, Tab.

1.2)

98


Studierende

1200

1000

800

600

400

200

0

SS 95

WS 95/96

SS 96

WS 96/97

Studierendenzahlen Lehramtsstudiengänge

SS 97

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 99/00

SS 00

WS 00/01

Semester

Abbildung 1.5: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen.

Tabelle 1.2: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahl im Fachbereich 3. Die

Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester, Hauptfach, weiteres Fach (wF), fachdidaktischer

Bereich (FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS 05

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05

GH 489 483 405 441 403 422 416 482 383 400 409 442 409

GH wF 198 192 164 182 160 160 84 166 84 92 111 114 88

GH

Erg.

46 69 64 48 33 39 21 19 11 13 10 7 19

RS 597 581 571 653 588 655 650 796 861 863 901 969 1001

RS

Erg.

39 46 38 28 28 22 10 14 11 11 10 15 16

SO 17 9 11 9 8 19 14 29 24 17 15 7 2

SO wF 5 3 2 11 12 47 59 50 44 10 1

SO

FDB

40 28 32 41 34 63 k.A. 179 145 121 103 34 9

SS 01

WS 01/02

SS 02

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

GH

Real

SO

99


1.4.1.2 Magister und Promotion

Die Anzahl der Studierenden im Magisterstudiengang bleibt in den Hauptfächern Geographie

und Sportwissenschaft trotz des eingeführten Numerus clausus auf einem sehr hohen Niveau.

Das gleiche gilt auch für die Nebenfach-Studierenden im Magisterstudiengang, wenn man die

strukturelle Veränderung des Fachbereiches 3 berücksichtigt, wonach das Institut für

Wirtschaftswissenschaft nunmehr zum Fachbereich Informatik gehört.

Auch die Anzahl der Promovenden (Hauptfach) weist in den letzten Jahren einen erfreulichen

Anstieg aus. Mit der Genehmigung einer eigenständigen Promotionsordnung für den

Mathematisch/Naturwissenschaftlichen Fachbereich (Dr. rer. nat.) ist die Grundlage für

weitere Promotionen in den nächsten Jahren geschaffen worden.

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Nebenfach-Promovenden ausschließlich um

Studenten anderer Fachbereiche handelt, da in der Promotionsordnung unseres Fachbereiches

ein Nebenfach nicht vorgesehen ist.

Studierende

100

120

100

80

60

40

20

0

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

Studierendenzahlen Magister und Promotion

WS 99/00

SS 00

WS 00/01

SS 01

WS 01/02

Semester

SS 02

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

Magister HF

Magister NF

Prom. HF

Prom. NF

Abbildung 1.6: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen im Magister- und Promotionsstudiengang.


Tabelle 1.3: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahlen in den Magister- und

Promotionsstudiengängen des Fachbereichs 3. Die Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester,

Hauptfach (HF) und Nebenfach (NF). Bei den Nebenfachstudenten des

Promotionsstudiengangs handelt es sich ausschließlich um Studierende anderer Fachbereiche,

da die gemeinsame Promotionsordnung der Fachbereiche 3 und 7 kein Nebenfach vorsieht.

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS 05

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05

Magister

HF

49 53 51 53 53 69 72 86 96 102 97 90 84

Magister

NF

32 54 57 67 60 77 82 98 46 57 51 50 38

Prom. HF 14 17 17 17 18 20 21 20 21 19 17 18 20

Prom. NF 14 13 11 12 11 9 10 10 8 9 7 9 10

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass der weit überwiegende Anteil der Studierenden

den Lehramtsstudiengängen zuzuordnen ist.

1.4.1.3 Dienstleistungen an FB 1 und FB 4

Die Diplomstudiengänge Informatik und Computervisualistik des Fachbereichs 4 besitzen

Curricularanteile, die in Form von Dienstleistungen durch die Institute für Mathematik und

Physik erbracht werden (Abb. 1.7, Tab. 1.4). Die Nachfrage nach dieser Dienstleistung hat

sich im Berichtsjahr um ca. 30% erhöht und bindet erhebliche Personalressourcen in beiden

Instituten. Seit WS 2000/01 erbringt das Mathematische Institut ebenfalls Dienstleistungen für

den neuen Bachelor- und Masterstudiengang „Informationsmanagement“ des Fachbereichs 4.

Neben den Dienstleistungen für drei Studiengänge des Fachbereichs 4 erbringt das Mathematische

Institut auch im Studiengang Grundschulpädagogik des Fachbereichs 1 zusätzliche

Lehrleistungen (Abb. 1.7, Tab. 1.4). Hierbei ist die Tendenz zu beobachten, dass die

Nachfrage in allen Bereichen Höchststände erreicht hat, bzw. sich wieder den Höchstständen

annähert. Dies ist für die Serviceleistung der Mathematik im Fachgebiet

Grundschulpädagogik umso erstaunlicher, als auch die Grundschulpädagogik seit einiger Zeit

einen Numerus clausus hat.

101


102

1500

1200

900

600

300

0

SS 95

Diplominformatik und Computervisualistik

WS 95/96

WS 96/97

WS 97/98

Dienstleistungen an Fachbereiche 1 und 4

Grundschulpädagogik

WS 98/99

WS 99/00

Informationsmanagement

Semester

WS 00/01

WS 01/02

WS 02/03

WS 03/04

WS 04/05

Mathe/Physik

Mathematik

Mathematik

Abbildung 1.7: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen im Dienstleistungsbereich

des Fachbereichs 3.

Tabelle 1.4: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahlen im Dienstleistungsbereich

des Fachbereichs 3.

Dipl.-

Inform. und

ComputervisualistikGrundschul-

pädagogik

Information-

management

WS WS WS WS WS WS WS WS WS WS

95/96 96/97 97/98 98/99 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05

775 708 668 667 716 1009 1018 1051 1098 1067 Mathe/

Physik

1434 1384 1324 1143 963 933 1030 1052 1227 1170 Mathe

38 107 165 209 227 Mathe


1.4.1.4 Weiterbildende Fernstudiengänge

Diplomstudiengang Angewandte Umweltwissenschaften

Der Fachbereich 3 hat die fachliche Trägerschaft des weiterbildenden postgradualen Diplomstudiengangs

Angewandte Umweltwissenschaften des ZFUW. Ein Teil der Präsenzveranstaltungen

wird von Mitgliedern des Fachbereichs 3 angeboten und der Großteil der

Abschlussarbeiten wird durch Dozenten des Fachbereichs 3 betreut. Dies dokumentiert die

Bedeutung, die unser Fachbereich der wissenschaftlichen Weiterbildung einräumt. Die

Anzahl der eingeschriebenen Fernstudenten wächst seit Einführung des Studiengangs im WS

1998/99 kontinuierlich (Studienbeginn ist nur im WS möglich, Abb. 1.8, Tab. 1.5).

Studierende

250

200

150

100

50

0

Studierende Weiterbildender Fernstudiengang

'Angewandte Umweltwissenschaften' (seit 1995)

WS 95/96

SS 96

WS 96/97

SS 97

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 99/00

SS 00

WS 00/01

Semester

W.F.A.U. (Diplomstudiengang, seit 1998)

WFU (Zertifikatsstudiengang; 1995 bis 1997)

Gesamt

SS 01

WS 01/02

SS 02

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 05/06

Abbildung 1.8: Fluktuation der Studierendenzahlen im Fernstudiengang: „Angewandte

Umweltwissenschaften“

Tabelle 1.5: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahlen im Fernstudiengang:

„Angewandte Umweltwissenschaften“

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS 05

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05

W.F.A.U. 79 142 121 171 148 179 166 194 178 192 169 195 170

WFU 79 70 48 43 29 27 16 16 15 11 9 7 5

103


Masterstudiengänge Gesundheitsmanagement und Energiemanagement

Im Rahmen zweier von der Bund-Länder-Kommission geförderter Projekte werden vom

ZFUW in Zusammenarbeit mit dem Mathematisch/Naturwissenschaftlichen Fachbereich die

Masterstudiengänge Gesundheitsmanagement und Energiemanagement angeboten.

Beide Studiengänge haben im Berichtszeitraum erfolgreich begonnen. Gegenwärtig studieren

119 Personen im Masterstudiengang Gesundheitsmanagement und 80 im Masterstudiengang

Energiemanagement.

Für beide Studiengänge wird im kommenden Berichtszeitraum die Akkreditierung

vorgenommen werden.

1.4.2 Noten

Die Abschlussnoten der Studierenden in den Lehramtsstudiengängen werden fächerspezifisch

in den Einzellehrberichten der Institute dargestellt und diskutiert. Angesichts der kleinen

Anzahl an Promotionen und Magisterabschlüssen pro Fach wird im Folgenden eine

Übersichtsstatistik der Hochschulabschlüsse im Fachbereich 3 geboten.

1.4.2.1 Promotionen

Seit 1996 wurden 16 graduierte Studenten des Fachbereichs 3 promoviert (Abb. 1.9).

Angesichts der geringen Fallzahl verbietet sich eine statistische Analyse. Es kann lediglich

festgestellt werden, dass sich die meisten Prüfungsleistungen im Bereich zwischen „Cum

laude“ und „Magna cum laude“ bewegen.

104

summa cum

laude

magna cum

laude

cum laude

rite

Promotionen

0 2 4 6 8 10

Dissertation

mündlich

Abbildung 1.9: Histogramm der Bewertung der schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen

der Promovenden des Fachbereichs 3 seit 1996.


1.4.2.2 Magister

Da sich die Studierendenzahlen im Magisterstudiengang erst in den letzten Jahren erhöht

haben, verwundert die geringe Anzahl der bisher abgelegten Zwischen- und Hauptprüfungen

nicht. Ähnlich wie bei der Benotung der Promovenden ist auch hier eine tiefschürfende

Analyse aufgrund der geringen Fallzahlen nicht möglich.

Die seit 1998 in 40 Zwischenprüfungen erzielten Noten liegen um 2 (Abb. 1.10, Tab. 1.6).

Noten

1,0 - 1,4

1,5 - 1,9

2,0 - 2,4

2,5 - 2,9

3,0 - 3,4

3,5 - 3,9

4,0 - 4,4

> 4,5

Magisterzwischenprüfungen

2

5

0 2 4 6 8 10 12 14

Anzahl

Abbildung 1.10: Histogramm der Bewertung der mündlichen Prüfungsleistungen in der

Zwischenprüfung des Magisterstudiengangs seit 1998.

Tabelle 1.6: Bestandene Zwischenprüfungen im Magisterstudiengang nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Jahrgang männl. Weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl Ø-Note

1998 1 1 1,7

1999 2 2 2

2000 1 1 2,7

2001 4 1 5 1,96

2002 4 6 10 2,3

2003 1 4 5 2,08

2004 4 2 6 2,04

2005 5 5 10 2,02

Das Magisterstudium wurde bislang erst von 18 Studierenden erfolgreich abgeschlossen (Tab.

1.7).

9

12

12

105


106

Noten

1,0 - 1,4

1,5 - 1,9

2,0 - 2,4

2,5 - 2,9

3,0 - 3,4

3,5 - 3,9

4,0 - 4,4

> 4,5

Magisterabschlussprüfungen

3

3

0 2 4 6 8 10

5

Anzahl

Abbildung 1.11: Histogramm der Bewertung der Prüfungsleistungen in der Abschlussprüfung

des Magisterstudiengangs seit 1998.

Tabelle 1.7: Bestandene Abschlussprüfungen im Magisterstudiengang nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Jahr männl. weibl. Gesamtnote

Anzahl Anzahl Anzahl Ø-Note

2000 1 1 1,1

2002 1 1 1,6

2003 4 1 5 2,1

2004 6 3 9 2,0

2005 1 1 2 1,5

1.4.2.3 Promotionseignungsprüfungen

Neben promotionsberechtigenden Abschlüssen an anderen Hochschulen räumt die gegenwärtig

gültige Promotionsordnung der naturwissenschaftlichen Fachbereiche in Ausnahmefällen

herausragenden Absolventen des Lehramtsstudiengangs für Realschulen die

Möglichkeit ein, in einem Qualifikationsstudium mit abschließender Eignungsprüfung

nachzuweisen, dass die Fähigkeit zu einem regulären Promotionsstudium vorhanden ist (Tab.

1.8).

Tabelle 1.8: Promotionseignungsprüfungen in Fachbereich 3. Anstelle von Noten wird bei

Erfolg nur das Bestehen attestiert.

Jahrgang Fach bestanden

2001 Geographie ja

2001 Sportwissenschaft ja

2001 Biologie ja

2002 Chemie ja

7


1.4.2.4 Weiterbildende Fernstudiengänge

Da die Masterstudiengänge Energiemanagement und Gesundheitsmanagement erst vor

kurzem begonnen haben, liegen noch keine Absolventenzahlen vor.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich also auf den Diplomstudiengang Angewandte

Umweltwissenschaften.

Seit Einführung dieses Studiengangs haben 106 Fernstudierende den akademischen Grad

„Diplom-Umweltwissenschaftler“ erhalten. Die dabei erzielten Prüfungsleistungen (inklusive

Diplomarbeit) lagen meist im Bereich von 1,5-1,9 (Abb. 1.11, Tab. 1.9). Eine Erklärung für

die überdurchschnittlich guten Prüfungsergebnisse mag in der Erfahrung der Studierenden zu

finden sein, die als Graduierte bereits zuvor ein akademisches Studium erfolgreich

abgeschlossen haben.

Noten

< 1,0

1,0 - 1,4

1,5 - 1,9

2,0 - 2,4

2,5 - 2,9

3,0 - 3,4

3,5 - 3,9

4,0 - 4,4

> 4,4

Abschluss-Noten Fernstudiengang 'Angewandte Umweltwissenschaften'

(1999 - 09/2005)

0 5 10 15 20 25 30 35 40

Abbildung 1.12: Übersicht der Abschlussnoten im Fernstudiengang: „Angewandte Umweltwissenschaften“

seit 1999.

Tabelle 1.9: Bestandene Abschlussprüfungen im Fernstudiengang: „Angewandte Umweltwissenschaften“

nach Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

Jahrgang männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl Ø-Note

1999 4 4 2,05

2000 16 5 21 1,75

2001 12 3 15 1,70

2002 13 5 18 1,79

2003 14 6 20 1,76

2004 7 7 14 1,99

2005 7 7 14 2,03

107


1.5 Abschlussarbeiten

Zur Komplettierung der Übersichtsstatistik werden im folgenden die schriftlichen Arbeiten,

ihre Autoren und Betreuer aufgelistet, die im Rahmen von Habilitationen, Promotionen,

Magister- und Diplomprüfungen im Fachbereich 3 erstellt worden sind. Die wissenschaftlichen

Prüfungsarbeiten als Teilleistung der Lehramtsstudiengänge werden hingegen

fachspezifisch in den Einzellehrberichten der Institute aufgeführt.

1.5.1 Habilitationen

2005 Dr. habil. Thomas Wagner

„Facetten der Biodiversitätsforschung – Arthropden-Gemeinschaften und Artenvielfalt der Käfer in

ostafrikanischen Wäldern“

venia legendi: Zoologie

108

Dr. habil. Werner Manz

Umhabilitation von der Technischen Universität Berlin an die Universität Koblenz-Landau

venia legendi: Mikrobiologie

1.5.2 Promotionen

2005

- Arnhild Althof „Human Impact on Flora and Vegetation of Kakamega Forest, Kenya – Structure,

distribution and disturbance of plant communities in an East African rainforest“

Referent: Prof. Dr. Eberhard Fischer

Koreferent: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott

- Norbert Maczey „The Auchenorrhyncha communities of chalk grassland in southern England“

Referent: Prof. Dr. Eberhard Fischer

Koreferent: Prof. Dr. Ulrich Sinsch

- Geoffrey Mwachala „Systematics and Ecology of Cracaena L. (Ruscaceae) in Central, East and

Southern Africa“

Referent: Prof. Dr. Eberhard Fischer

Koreferent: Dr. Abraham Muthama Muasya

- Edith Nitsche „Exemplarische Lebensmittel als zentrale Basis frühkindlicher Naturbefragung“

Referent: Prof. Dr. Herbert Breuer

Koreferenten: Prof. Dr. Gisela Lück und Prof. Dr. Alfons Stahlhofen


1.5.3 Magisterabschlussarbeiten

2005

- Sabine Juchem „Entwicklung eines physikalischen Menschmodells zur Berechung der Kinematik und

der wirkenden Kräfte bei Landevorgängen im Sport unter Verwendung des Programmpakets SIMPACK

für Mehrkörpersimulation“

Prüfer: Hauptfach Sportwissenschaft: Prof. Dr. Karin Gruber, Prof. Dr. Otto Schantz

Nebenfach Mathematik: Prof. Dr. Peter Pottinger, Prof. Dr. Rolfdieter Frank

Nebenfach Physik: Prof. Dr. Herbert Druxes, Prof. Dr. Alfons Stahlhofen

- Michael Heusch „Die Bevölkerungsentwicklung im Westerwaldkreis im Zeitraum von 1980 – 2002

unter besonderer Berücksichtigung der Wanderungen“

Prüfer: Hauptfach Geographie: Prof. Dr. Rainer Graafen, apl. Prof. Dr. Nordwin Beck

Nebenfach Soziologie: Prof. Dr. Winfried Gebhardt, Prof. Dr. Clemens Albrecht

Nebenfach Wirtschaftswissenschaft: Prof. Dr. Klaus Diller, Dr. Martin Fislake

- Nicole Jenny Schmitz „Inszenierung von Sporthelden: Die Tour de France in ausgesuchten deutschen

Printmedien“

Prüfer: Hauptfach Sportwissenschaft: Prof. Dr. Otto Schantz, Prof. Dr. Karin Gruber

Nebenfach Anglistik: Prof. Dr.Michael Meyer, Prof. Dr. Susanne Niemeier

Nebenfach Psychologie: Prof. Dr. Ruth Rustemeyer, Prof. Dr. Elisabeth Sander

- Laura Becker „Lebensqualität und Angstvermeidung bei Patienten mit Rückenbeschwerden im Rahmen

einer Kräftigungstherapie nach der Kieser-Methode – Eine empirische Untersuchung anhand der

Fragebögen FFbH-R, FABQ und SF-36“

Prüfer: Hauptfach Sportwissenschaft: Prof. Dr. Otto Schantz, Prof. Dr. Karin Gruber

Nebenfach Pädagogik: Prof. Dr. Christian SchrapperDr. Nicole Hoffmann

Nebenfach Wirtschaftswissenschaft: Prof. Dr. Klaus Diller, Dr. Martin Fislake

1.5.4 Diplomarbeiten im Weiterbildenden Fernstudiengang Angewandte Umweltwissenschaften

(WFAU)

2004

- Klaus Steinhauer „Einfluss der Waldstruktur auf die Hügel bauenden Waldameisen-Biozönose im

Wonsheimer Gemeindewald“

Referent: Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität

Koblenz-Landau

Korreferent: HD Dr. habil. Thomas Wagner, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität

Koblenz-Landau

- Helmut Kerschsieper „Akustische Umweltverschmutzung durch Lärm im Alltag“

Referent: Prof. Dr. Alfons Stahlhofen, Universität Koblenz-Landau

Korreferent: Dipl.-Ing. Deichmüller, Stadtplanung Architektur Immissionsschutz, Vallendar

- Burkhard Rohrer „Jüngerer Klimawandel in Ostafrika unter besonderer Berücksichtigung des

Niederschlagsgeschehens in Butare/Rwanda“

Referent: Prof. Dr. Dieter König, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität

Koblenz-Landau

Korreferent: Prof. Dr. Graafen, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität Koblenz-

Landau

2005

- Philipp Greiner „Seenrestaurierung durch Tiefenwasserableitung: Eine Effektivitätsanalyse am Beispiel

des Meerfelder Maars“

Referent: Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität

Koblenz-Landau

Korreferent: HD Dr. Thomas Wagner, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Universität

Koblenz-Landau

109


110

- Verena Robacki „Hydromechanische Dynamik (1991-2002) und Benthasfauna des Meerbachs

(Vulkaneifel) unter besonderer Berücksichtigung anthropogener Störungen“

Referent: Prof. Dr. Ulrich Sinsch, Institut für Biologie, Universität Koblenz-Landau

Korreferent: HD Dr. habil. Thomas Wagner, Institut für Biologie, Universität Koblenz-Landau

- Andreas Möller „Wasserhaushaltsbilanz und Bewertung auf der Siedlungsabfalldeponie (DK II)

"Zentraldeponie Leppe“

Referent: Dr. Albert Tillmann, Deutsche Investitions- und Vermögenstreuhand AG, Essen

Korreferent: Prof. Dr. Joachim Loeper, ZFUW, Universität Koblenz-Landau

- Dr. Angelika Brucker „Leistungsfähigkeit von bewachsenen Bodenfiltern bei der Reinigung hoch

belasteter Waschwässer aus der Außenwirtschaft der Weinbereitung“

Referent: Dipl.-Ing. Thorsten Pollatz, RLP Agroscience GmbH, Neustadt/Weinstraße

Korreferent: Prof. Dr. Herbert Breuer, Institut für Integrierte Naturwissenschaften, Abteilung

Chemie, Universität Koblenz-Landau

Nach erfolgreichem Abschluss des W.F.A.U. mit dem Diplom in Umweltwissenschaften besteht auch die

Möglichkeit, eine Promotion anzuschließen.


2. Lehrbericht des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften

Das Institut für Integrierte Naturwissenschaften, das aus den Abteilungen Biologie, Chemie,

Geographie und Physik besteht, hat zum Sommersemester 2005 den Studiengang "Ecological

Impact Assessment" aufnehmen können, der von allen vier Abteilungen getragen wird. Am

28.2.2005 hatte die Akkreditierungskommission "AQAS" den Studiengang "Ecological

Impact Assessment" mit dem Abschluss "Bachelor of Science" und den Master-Studiengang

"Ecological Impact Assessment in Freshwater Ecosystems" akkreditert. Ecological Impact

Assessment ist eine naturwissenschaftlich basierte, zugleich aber auch ökonomische und

rechtliche Aspekte berücksichtigende Methode zur Abschätzung und Prognose der

ökologischen Auswirkungen von Eingriffen in den Landschaftshaushalt. Dies beinhaltet die

Bereiche Risikoanalyse und -monotoring, Prognose, Risikokommunikation und -verringerung

sowie Risikomanagement. Im Bachelorstudiengang soll das Grundwissen für EcIA-

Generalisten vermittelt werden. Die Studierenden sollen grundlegende Arbeitstechniken

erlernen und die Befähigung zur Vorbereitung strategischer Entscheidungen durch

Datenerhebung und Datenaufbereitung erlangen. Aufbauend auf dem Bachelor-Studiengang

"Ecological Impact Assessment" wird das Institut für Integrierte Naturwissenschaften

voraussichtlich ab dem Sommersemester 2008 den Master-Studiengang "Ecological Impact

Assessment in Freshwater Ecosystems" anbieten.

Der Ende Februar 2005 akkreditierte Bachelor-Studiengang konnte zum Sommersemester

2005 bereits 11 Studierende aufnehmen. Zum Wintersemester 2005/06 können weitere 14

Interessentinnen bzw. Interessenten mit dem Studium beginnen. Im Sommersemester 2005

wurden folgende Lehrveranstaltungen angeboten:

Veranstaltungsangebot EcIA im Sommersemester 2005

Modul 1:

Introduction in Ecological Impact Fr 9-11 Sinsch/

Assessment (IfIN) ME 414 Stahlhofen/

Scholz/

König/

Graafen

Landscape Ecology (Abt. Geographie) Do 12 König

V 2std ME 414

Introduction in Geographical Do 16 Lüllwitz

Information Systems (Abt. Geographie) MG 121

Ü 2std

Modul 2:

Diversity of Organisms (Abt. Biologie) Di 10 Fischer/

V 2std MG 209 Sinsch/

Wagner

Methods of Biodiversity Assessment Mo 14- Fischer/

(Abt. Biologie) 17 Sinsch

Modul 3:

Basis of Chemical Analysis (Abt. Mi 16 Scholz

111


112

Chemie) MG 309

V mit Ü 2std

Applied Analytic Chemistry (Abt. Mo 8.15 Burbach

Chemie) MG 309

Ü 2std

General Chemistry (Abt. Chemie) Mi 14 Scholz

Ü 2std MG 309

Modul 4:

Advection Phenomena in Physical Systems Fr 12 Stahlhofen

(Abt. Physik) MG 419

V 2std

Physical Data Aquisition and Analysis Mi 10 Stahlhofen

(Abt. Physik) MG 414

V/Ü 2std


2.1 Lehrbericht der Abteilung Biologie

Die Abteilung Biologie bietet folgende grundständige Studiengänge an:

- Lehramt für Grund- und Hauptschule

- Lehramt für Realschule.

Für beide Studiengänge wurde im WS 2003/04 ein Numerus clausus eingeführt. Weiterhin ist

Biologie als Nebenfach im Magisterstudiengang und im Diplomstudiengang Informatik

zugelassen. Die Möglichkeit eines Promotionsstudiums (Abschluss: Dr. rer. nat. in Biologie)

steht ebenfalls Absolventen mit der entsprechenden Qualifikation (Diplom, M.Sc. oder

gleichwertig) offen. Im Rahmen des Weiterbildungs-Diplomstudiengangs „Angewandte

Umweltwissenschaften“ des ZFUW und des FB 3 werden regelmäßig Diplomarbeiten betreut.

Nähere Angaben zu Diplom-Abschlüssen und Promotionen können der vorstehenden

Übersichtsstatistik der Hochschulabschlüsse in FB 3 entnommen werden.

Die Hauptziele der Ausbildung unserer Studenten sind daher:

1. Vermittlung theoretischer und praktischer fachwissenschaftlicher Kenntnisse, die in

den Lehramtsstudiengängen speziell an die Lehrpläne der jeweiligen Schultypen

angepasst sind, unter Einbindung der Biologisch-Ökologischen Station in Bettenfeld

für freilandbiologische Veranstaltungen zur Stärkung der Artenkenntnis

(Biodiversität).

2. Vermittlung der fachdidaktischen Grundlagen zur Vermittlung der fachwissenschaftlichen

Kenntnisse an Schüler verschiedener Altersklassen und Schultypen.

3. Einführung in moderne biologische Forschungsmethoden für Magister- und

Promotionsstudenten.

4. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Staatsexamens- und hochschulinternen Prüfungen dienen der Kontrolle des Erreichens

der Lernziele und tragen vor allem bei den Lehramtsstudiengängen der Notwendigkeit

Rechnung, bei den zukünftigen Lehrern profunde Kenntnisse der einheimischen Tier- und

Pflanzenwelt zu verankern. Für eine schnelle und kontinuierliche Übersicht der Lehraktivität

sei auf die Homepage der Abteilung verwiesen: http://www.uni-koblenz.de/~ifin.

2.1.1 Veranstaltungsangebot

Das Angebot akademischer Veranstaltungen der Abteilung Biologie ist geprägt durch die

Anforderungen der Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Lehramt an

Realschulen und Grund- und Hauptschulen. Auf der anderen Seite wirkt sich die personelle

Ausstattung mit zwei Professoren und drei wissenschaftlichen Mitarbeitern so limitierend auf

das Vorlesungsangebot aus, dass wir die Pflichtveranstaltungen meist nur in einem

einjährigen Zyklus anbieten können, die Wahlpflichtveranstaltungen sogar nur in einem

zweijährigen Zyklus. Somit ist gewährleistet, dass jeder Student innerhalb seiner

Regelstudienzeit die Gelegenheit hat, an allen von uns angebotenen Veranstaltungen

teilzunehmen.

2.1.1.1 Wintersemester 2004/2005

3.2.1 Pflanzenphysiologie Do 12 Fischer

V 2std R Mag Dipl - 3./4. Sem. MG 309

113


3.2.2 Allgemeine Botanik I Do 8.30 Fischer

V 2std GH R Mag Dipl - 1./2. Sem. MG 410

3.2.3 Vegetation der Erde Mi 14.30 Fischer

V 2std GH R Mag Dipl MG 409

3.2.4 Bau und Biologie der Moose Fr 9 Fischer

Ü 2std GH R Mag Dipl - ab 3. Sem. MG 216

3.2.5 Zoologische Bestimmungsübungen II: Do 11 Helb

Wirbeltiere MG 216

Ü 2std 14 tägig R Mag Dipl - 1./2. Sem

3.2.6 Vorkommen und Lebensweise von Pilzen Karger

als Blockveranstaltung vor dem WS Biol.-Ökol. Station

11.10. - 15.10.04 Bettenfeld

Ü 2std GH R Mag Dipl - ab 3. Sem.

3.2.7 Limnologische Übungen Frühjahrsaspekt n.b.A. Karger

Blockveranstaltung 14.03. - 18.03.05 Biol.-Ökol. Station

Ü 2std GH R Mag Dipl - ab 3. Sem. Bettenfeld

3.2.8 Mikroskopisch-Botanische Übungen Mi 9 Killmann

Ü 3std GH R Mag Dipl . 1./2. Sem. MG 216

3.2.9 Tierphysiologische Übungen Mo 14 Sinsch

Ü 4std R Mag Dipl - 3./4. Sem. MG 215/MG 216

3.2.10 Allgemeine Zoologie Do 12 Sinsch/

V 4std GH R Mag Dipl - 1./2. Sem. MG 410 Wagner

Fr 10

MG 410

3.2.11 Baupläne der Tiere Di 9 s.t. Leskovar

Ü 4std GH R Mag Dipl - 1./2. Sem. MG 216

3.2.12 Einführung in die Humanbiologie Do 14 Wagner

V 2std GH R - 3./4. Sem. MG 216

3.2.13 Humanbiologische Übungen Fr 12 Wagner

Voraussetzung: Teilnahme an der MG 216

Vorlesung 3.2.12

Ü 2std R - 3./4. Sem.

3.2.14 Zoologische Arbeitstechniken Mi 13 s.t. Wagner

Ü/S 2std GH R - 3./4. Sem. Didaktik MG 216

3.2.15 Exkursionen n.b.A. Braun/

GH R Mag Dipl Fischer/

Sinsch/

Wagner/

N.N.

114


3.2.16 Biologisches Kolloquium Di 12 s.t. Fischer/

14tägig GH R Mag Dipl u. Gasthörer MG 216 Sinsch/

Wagner

3.2.17 Anleitung zum selbständigen wissen- n.V. Fischer/

schaftlichen Arbeiten Labors, Sinsch/

GH R Dozentenzimmer Wagner

3.2.18 Diversität und Biologie der Niederen Pflanzen Do 9 Killmann

Ü 3std GH R Mag Dipl – ab 3. Sem. MG 216

3.2.19 Unterrichtsgestaltung und Unterrichtsbeispiele Do 14 Ruhl

der Sekundarstufe I MK 107

Ü 2std GH R Do 16 Ruhl

MG 216

3.2.20 Ökologie und Systematik der Arthropoden Di 13 Wagner

V 2std GH R Mag Dipl – ab 3. Sem. MG 216

2.1.1.2 Sommersemester 2005

3.2.1 Pflanzenphysiologische Übungen Mo 9 s.t Fischer

Voraussetzung: erfolgreiche Teilnahme MG 215 MG 216

an der Klausur zur Vorlesung Pflanzen-

physiologie im WS 04/05

P 4std R Mag Dipl - 3./4. Semester

3.2.2 Allgemeine Botanik II Do 8.30 Fischer

V 2std GH R Mag Dipl - 1./2. Semester MG 410

3.2.3 Botanische Bestimmungsübungen A: Di 16 Fischer

Ü 2std GH R Mag Dipl - 1./2. Semester MG 216

B: Di 16 N.N.

MF 522

3.2.4 Mehrtägige Bodenexkursionen Karger

18. - 22.04.2005 biol. Station

GH R Mag Dipl Bettenfeld

3.2.5 Mehrtägige Eifel-Exkursion Karger

17. - 21.05.2005 biol. Station

GH R Mag Dipl Bettenfeld

3.2.6 Limnologische Übungen Frühjahr Karger

14. - 18.03.2005 biol. Station

Ü 2std GH R Mag Dipl - 5./6. Semester Bettenfeld

3.2.7 Limnologische Übungen Sommer Karger

15. - 19.08.2005 biol. Station

Ü 2std GH R Mag Dipl - 5./6. Semester Bettenfeld

3.2.8 Didaktik der Gesundheitserziehung: n.b.A. Pommerenke

Analyse von Unterrichtsmodellen

zwei Kurse A und B als Kompaktveran-

115


116

staltung

S 2std GH R

3.2.9 Baupläne der Tiere Mi 9 Leskovar

Ü 4std GH R Mag Dipl - 1./2. Semester MG 216

3.2.10 Allgemeine Tierphysiologie Di 16 Sinsch

V 2std R Mag Dipl - ab 3. Semester MG 410

3.2.11 Akustische Kommunikation 13.30 - 17 Sinsch

Blockveranstaltung 17. - 20.05.2005 MG 216

Ü 2std GH R Mag Dipl - ab 3. Semester

3.2.12 Phylogenetische Systematik der Di 10 Fischer/

Organismen MG 209 Sinsch/

V 2std R Mag Dipl - ab 1. Semester Wagner

3.2.13 Bestimmungsübungen Wirbellose I Fr 10 Wagner

Ü 2std R Mag Dipl - ab 1. Semester MG 216

3.2.14 Faunistische Übungen Do 12 Wagner

Ü 4std GH R Mag Dipl - ab 3. Semester MG 216

3.2.15 Die Schädel der Säugetiere Fr 12 Wagner

S 2std GH R Mag Dipl - ab 3. Semester MG 216

3.2.16 Mikroskopisch-botanische Übungen Di 9 Killmann

Ü 3std GH R Mag Dipl - 1./2. Semester MG 216

3.2.17 Biologisches Kolloquium Di 12 Fischer/

14tägig GH R Mag Dipl MG 216 Sinsch/

Wagner/

N. N.

3.2.18 Anleitung zum selbstständigen wissen- n.V. Fischer/

schaftlichen Arbeiten Dozenten- Sinsch/

GH R zimmer Wagner/

N. N.

3.2.19 Exkursionen n.b.A. Fischer/

GH R Mag Dipl Karger/

Leskovar/

Sinsch/

Wagner

3.2.20 Fachpraktikum 'Biologie' Di vorm. Wagner

P S GH Schule

3.2.21 Medien im Biologieunterricht A: Do 14 Ruhl

2 Parallelkurse MH 010

Ü 2std R - ab 3. Semester B: Do 16 Ruhl

MG 216


2.1.2 Lehrsituation

Durch den dramatischen Anstieg der Studierendenzahlen im Studienjahr 2003 übersteigt die

SWS-Nachfrage das vorhandene Lehrangebot trotz der zwischenzeitlichen Einführung des

NC nach wie vor um fast 100% (Tab. 2.1). Eine Verbesserung dieser unbefriedigenden

Situation wird selbst bei langfristiger Beibehaltung des NCs nur durch eine Aufstockung des

Personals zu erreichen sein.

Tabelle 2.1: Bilanz der Lehrnachfrage

Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Biologie 2 16 3 25 8,2 49,2 83,8

Externe Lehraufträge dienen in einigen Fällen dazu, Pflichtveranstaltungen wie Exkursionen,

Botanische Anfängerübungen und Fachdidaktikveranstaltungen im erforderlichen Umfang

anzubieten, die durch Stellenbesetzungssperre nicht durch die hauptamliche Lehrkraft (Frau

Dr. D. Killmann, ab WS 2005/05) erbracht werden konnten, in allen übrigen Fällen zur

Arrondierung des Lehrangebotes im Bereich der Wahlpflichtveranstaltungen (Tab. 2.2).

Tabelle 2.2: Externe Lehraufträge im Wintersemester 2004/2005 (oben) und im Sommersemester

2005 (unten).

Name Thema SWS

Braun, Manfred Botanische und zoologische Exkursionen 2

Leskovar, Christoph Baupläne der Tiere 4

Dr. Killmann, Dorothee Mikroskopisch-botanische Übungen 3

Diversität und Biologie niederer Pflanzen 3

Ruhl, Andrea Lehrpläne und Unterrichtsgestaltung in der Schule 4

Name Thema SWS

Braun, Manfred Botanische und zoologische Exkursionen 2

Leskovar, Christoph Baupläne der Tiere 4

Dr. Killmann, Dorothee Mikroskopisch-botanische Übungen 3

Dr. Pommerenke, Alfred Didaktik der Gesundheitserziehung 4

Ruhl, Andrea Medien im Biologieunterricht 4

2.1.3 Studiensituation

Die Betreuungsrelation Studenten pro Professor verbesserte sich geringfügig auf nunmehr

123:1 (150:1 in 2004; 108:1 in 2002, 91,5:1 in 2000). Berücksichtigt man die Gesamtzahl der

hauptamtlichen Dozenten, betrug die Betreuungsrelation real 51:1. In Anbetracht dieser

Zahlen kann die augenblickliche Betreuungssituation trotz des größten Einsatzes der

Dozenten und Lehrbeauftragten nur als katastrophal bezeichnet werden und ist ohne

Personalausbau kaum noch verantwortbar.

117


2.1.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums

2.1.4.1 Allgemeines

Eine nachhaltige Verbesserung der Qualität des Studiums ist nur durch eine Verbesserung der

Betreuungsrelation zu erreichen. Sämtliche technischen Hilfsmittel, d.h. Geräteausstattung der

Übungen mit Mikroskopen und Stereolupen, Einbindung von PCs in die Lehrveranstaltungen,

Nutzung audio-visueller Lehrtechniken, sind im Laufe der letzten Jahre weitestgehend

modernisiert bzw. in die Veranstaltungen eingebaut worden. Ein nennenswerter

Verbesserungseffekt mittels weiterer oder anderer technischer Hilfsmittel oder anderer

Lehrtechniken dürfte kaum noch zu erzielen sein. Der Bezug des Campus Metternich erlaubte

zunächst einen Abbau von Parallelveranstaltungen, da die Kapazität der dortigen Kurssäle

(Physiologischer Kurssaal: 8�16 Arbeitsplätze, Morphologischer Kurssaal: 25�40

Arbeitsplätze) größere Kurse ermöglicht. Jedoch erforderte der enorme Anstieg der

Studierendenzahl seit 2003 erneut die Einführung von Parallelveranstaltungen in den

Anfängerkursen. Weiterhin bedingen die zu betreuenden Studentenzahlen pro Kurs nun die

Unterstützung des Dozenten durch studentische Hilfskräfte (erhöhte finanzielle Belastung der

Abteilung zur Verbesserung der Betreuungsrelation).

Im Bereich der Vorlesungen ist die Umstellung von traditionellen Medien wie Tafel,

Tageslicht- und Diaprojektor etc. auf PC-gestützte audio-visuelle Medien (PowerPoint-

Präsentationen) abgeschlossen. Die Nutzung der eLearning Plattform WebCT zur

Unterstützung der Präsenzlehre durch online-Komponenten wurde in den meisten

Lehrveranstaltungen eingebaut und wird weiterhin forciert. Dies beinhaltet die elektronische

Bereitstellung von Vorlesungs- und Kursunterlagen per Internet, um somit ein Dozentenunabhängiges

Vor- und Nachbereiten der Veranstaltungen zu ermöglichen. Kursbegeleitende

dezentrale online-Übungsaufgaben werden in einigen Veranstaltungen (Zool. Anfängerkurs,

Tierphysiologie) durchgeführt.

Die Kompetenz unserer Studenten in bezug auf experimentelle Methoden in der Biologie wird

vor allem in den physiologischen und ökologischen Übungen, die entweder Pflicht oder

Wahlpflicht sind, erworben. Da für zukünftige Lehrer profunde Artenkenntnisse unerlässlich

sind und damit verbunden die Fähigkeit, Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum

korrekt identifizieren zu können, bilden Bestimmungsübungen und Exkursionen einen

integralen Anteil des Pflichtstudiums. Die Biologisch-Ökologische Station in Bettenfeld

(Vulkaneifel) dient unter anderem zur Vertiefung der Artenkenntnisse durch mehrtägige

Aufenthalte. Die Erfahrung dieser Kurse vor Ort ist so prägend, dass nach Abschluss des

Studiums unsere Absolventen die Station auch für Studienaufenthalte mit Schülern nutzen.

Damit werden auch die Bemühungen der Landesregierung unterstützt, zukünftige

Biologielehrer mit der schulischen Umwelterziehung vertraut zu machen. Die Staatsministerin

für Bildung, Frauen und Jugend, Frau Doris Ahnen, verlieh der Station den Titel „Schulnahe

Umwelterziehungseinrichtung“.

Unsere Bemühungen um eine Verbesserung der Qualität des Studiums und wahrscheinlich

auch die Einführung des Numerus clausus haben zu einer fallenden Abbrecherquote während

des ersten Studienjahrs auf das bisher absolute Minimum vom 14% im Jahr 2004 geführt

(siehe 2.1.5.3).

118


2.1.4.2 Studentische Evaluation der Lehrveranstaltungen

Im SS 2005 wurden die Studierenden zum zweiten Mal nach SS 2004 mittels eines

einseitigen, anonymen Fragebogens gebeten, die Lehrveranstaltungen und die Dozenten der

Biologie in bezug auf fachwissenschaftliche und fachdidaktische Qualität zu bewerten. Die

Auswertung der Fragebögen erfolgte durch die Fachschaftsvertreter der Biologie.

Da die detaillierte Darstellung der Einzelergebnisse den Rahmen des Lehrberichtes sprengen

würde, sei an dieser Stelle nur die Gesamtbewertung der jeweiligen Veranstaltung aufgeführt.

Die Studierenden konnten die Veranstaltungen auf einer fünfstufigen Skala zwischen „gut

(=1)“ „schlecht (=5)“ bewerten. Insgesamt ist eine gute bis sehr gute Bewertung der

Veranstaltungen zu verzeichnen. In Vergleich zur Evaluation im SS 04 hat sich die

Bewertung derselben Veranstaltung überall verbessert. Die Auswertungen für die fehlenden

Veranstaltungen lagen zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht vor.

3.2.2 Allgemeine Botanik II (Fischer) 3.2.3 Botanische Bestimmungs-

übungen (Fischer)

N Teilnehmer

10

8

6

4

2

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

24

20

16

12

8

4

0

1 2 3 4 5

3.2.6/7 Limnologische Übungen (Karger) 3.2.8 Didaktik Gesundheitserziehung

(Pommerenke)

N Teilnehmer

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

15

12

9

6

3

0

1 2 3 4 5

3.2.10 Allgemeine Tierphysiologie 3.2.11 Akustische Kommunikation

(Sinsch) (Sinsch)

N Teilnehmer

15

12

9

6

3

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

5

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5

119


3.2.12 Phylogenetische Systematik 3.2.13 Bestimmungsübungen Wirbellose

(Fischer/Sinsch/Wagner) (Wagner)

N Teilnehmer

120

6

5

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

8

6

4

2

0

1 2 3 4 5

3.2.14 Faunistische Übungen (Wagner) 3.2.15 Schädel der Säugetiere (Wagner)

N Teilnehmer

10

8

6

4

2

0

1 2 3 4 5

3.2.16 Mikroskopisch-botanische Übungen (Killmann)

N Teilnehmer

18

15

12

9

6

3

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

5

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5

Abschließend die Evaluation von zwei Veranstaltungen, die Pflichveranstaltungen für die

Studenten der Biologie sind, aber in der fachlichen Verantwortung der Abteilung Chemie

liegen. Die durchweg schlechte Beurteilung dieser Veranstaltungen durch dieselben

Studierenden, die Biologie-Veranstaltungen gut bis sehr gut bewerteten, ist Gegenstand der

Analyse der zuständigen Fachabteilung mit dem Ziel der Verbesserung der Lehre.

3.3.7 Chemie für Biologen (V, Burbach) 3.3.8 Chemie für Biologen

(P, Burbach)

N Teilnehmer

6

5

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5

N Teilnehmer

4

3

2

1

0

1 2 3 4 5


2.1.5 Statistische Daten

2.1.5.1 Studierendenzahlen seit 1995

Die Entwicklung der Studierendenzahl (seit 1995) in den drei grundständigen Studiengängen

zeigt unterschiedliche Trends (Abb. 2.1, Tab. 2.3). Die Studierenden für das Lehramt an

Realschulen stellen traditionell das Gros unserer Studenten und stagnieren seit der NC-

Einführung mit 193 im Berichtsjahr auf hohem Niveau. Durch die Einstellung des

Studiengangs Lehramt an Sonderschulen sind nunmehr auch die letzten Studierenden and

Abschluss ihrer vier Fachsemester nach Landau gewechselt, während sich der Anteil der

Studierenden für Grund- und Hauptschule NC-bedingt stabilisiert hat.

Studierende

250

200

150

100

50

0

SS 95

WS 96/97

SS 97

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 95/96

SS 96

Studierendenzahlen Biologie

WS 99/00

SS 00

Semester

WS 00/01

SS 01

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 01/02

SS 02

Abbildung 2.1: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen.

Tabelle 2.3: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahl in allen angebotenen

Studiengängen des Fachs Biologie. Die Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester,

Hauptfach, weiteres Fach (wF), fachdidaktischer Bereich (FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

GH

Real

SO

121


SS 99 WS SS 00 WS SS 01 WS SS 02 WS SS 03 WS SS 04 WS SS 05

99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05

GH 13 12 12 12 13 10 11 17 17 17 11 12 12

GH wF 39 36 30 32 27 29 10 32 22 27 32 35 27

GH Erg. 5 13 8 4 2 2 1 2 1 1 2 2

RS 116 106 100 125 119 139 138 171 199 186 193 189 193

RS Erg. 4 5 3 2 2 3 1 1 0 0 0 0 0

SO 3 1 2 2 1 5 4 6 7 6 4 2 0

SO wF 0 0 3 1 1 7 5 21 26 21 18 2 0

SO FDB 3 3 3 5 4 5 0 15 21 21 16 6 0

Magister

(Nf)

3 9 3 11 9 16 12 14 17 21 21 22 16

Diplom (Nf) 1 3 4 5 2 5

Promotion

(Hf/Nf)

3/ 4 5/4 4/4 3/3 3/2 3/2 5/2 5/2 8/2 8/2 9/2 8/3 8/4

2.1.5.2 Noten

Die Abschlussnoten der Studierenden reflektieren das Zusammenwirken von wenigstens drei

Faktoren: Leistungsfähigkeit des Studierenden, Qualität des Studiums und prüferspezifische

Notengebung. Die Gewichtung der Einzelfaktoren wird im folgenden für die

Lehramtsstudiengänge, die in Koblenz abgeschlossen werden können, diskutiert. Die

Datenlage umfasst die Abschlussnoten seit SS 1995, die freundlicherweise vom

Landesprüfungsamt zur Verfügung gestellt wurden. Angesichts der wenigen Abschlüsse beim

Magisterstudiengang und Promotion im Fach Biologie wird auf eine fachspezifische Analyse

verzichtet, die Zahlen gehen aber in die vorstehende Übersichtsstatistik der

Hochschulabschlüsse in FB 3 ein.

2.1.5.2.1 Staatsexamen: Lehramt an Realschulen

Seit SS 1995 haben 200 Studierende der Biologie das Staatsexamen beim ersten Versuch

bestanden. Diese Zahl liegt der folgenden Analyse in Bezug auf Noten, Studiendauer etc.

zugrunde. Nicht erfasst sind die Studierenden, die die Staatsexamensprüfung nicht beim

ersten Versuch bestanden haben (N=7).

Die Notenverteilung, gestaffelt in 0,3 Einheiten breite Klassen zwischen 1,0 und 4,5 (d.h.

gerade noch oberhalb 4,5), weist drei deutlich abgesetzte Maxima bei 2,5, 3,7 und 4,5 auf

(Abb. 2.2), d.h. der Gesamtmittelwert wäre wegen fehlender Normalverteilung keine

aussagekräftige Beschreibung und damit sinnlos. Die Abweichung von der Normalverteilung

kommt durch den unproportional hohen Anteil von Studenten mit niedrigen Abschlussnoten

zustande. Dies kann als ein Indiz gewertet werden, dass ein überdurchschnittlich hoher Anteil

von Studierenden mit geringem Leistungsvermögen vertreten war.

122


35

30

25

20

15

10

5

0

3

Note 1,0

7

Note 1,3

6

Note 1,6

15 15

Note 1,9

Note 2,2

31

Note 2,5

Abbildung 2.2: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Biologie im Lehramt für Realschulen

von 200 Studierenden seit SS 1995.

Die Gesamtdauer des Studiums vor Ablegen der Staatsexamensprüfungen zeigt (Abb. 2.3),

dass nur 48 Studenten (=24 %) innerhalb der Regelstudienzeit von sieben Semestern dieses

Ziel erreicht haben und die Studienstruktur als solche einen fristgerechten Abschluss offenbar

nicht verhindert. Dennoch bleibt festzustellen, dass die überwiegende Mehrzahl der

Studierenden erst im 8. Fachsemester ihre Prüfung ablegt.

80

70

60

50

40

30

20

10

0

5. Semester

0

6. Semester

13

7. Semester

35

8. Semester

69

9. Semester

37

10. Semester

30

Note 2,8

21

11. Semester

24

Note 3,1

13

Note 3,4

24

Note 3,7

6 8 6

12. Semester

13. Semester

14. Semester

18

Note 4,0

4

Note 4,3

10

Note 4,5

2 2 1

15. Semester

16. Semester

Abbildung 2.3: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

Eine weitergehende Analyse belegt keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen

der Studiendauer und der Abschlussnote (Abb. 2.4). Es ist allerdings ein schwacher Trend zu

schlechteren Abschlussnoten in höheren Fachsemestern zu beobachten. Somit kann als

erwiesen gelten, dass innerhalb des Regelstudiums nicht nur das notwendige Prüfungswissen

erarbeitet werden kann, sondern auch konzentriertes Arbeiten ausgedrückt durch eine kurze

Studiendauer förderlich für die Abschlussnote ist.

123


124

5

4

3

2

1

0

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 2.4: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt nach

dem Fachsemester des Abschlusses.

Die Aufschlüsselung der Abschlüsse und der Noten nach Semester, in Tabelle 2.4 für SS 95

bis WS 04/05 dargestellt, belegt lediglich einen traditionell stark überwiegenden Frauenanteil

unter den Biologiestudenten, aber keinen zeitlichen Trend in nur eingeschränkt aussagekräftigen

Durchschnittsnoten.

Tabelle 2.4: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Realschulen nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester Männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 1 4 5 2,9

WS 95/96 2 11 13 2,8

SS 96 4 14 18 3,2

WS 96/97 3 5 8 3,0

SS 97 3 8 11 2,8

WS 97/98 5 7 12 2,9

SS 98 3 3 6 3,2

WS 98/99 1 5 6 2,8

SS 99 5 11 16 2,8

WS 99/00 2 9 11 2,8

SS 00 4 8 12 2,7

WS 00/01 1 3 4 3,1

SS 01 3 6 9 3,0

WS 01/02 3 1 4 3,5

SS 02 4 6 10 2,2

WS 02/03 0 4 4 3,7

SS 03 5 5 10 2,2

WS 03/04 4 10 14 2,5

SS 04 6 13 19 2,3

WS 04/05 3 6 9 2,7

SS 95 - WS 04/05 62 139 201 2,8

Abschließend ein Blick auf die Fächerkombination der Studierenden der Biologie (Abb. 2.5).

Etwa die Hälfte der Studierenden kombiniert das Studium der Biologie mit einer anderen

Naturwissenschaft bzw. Mathematik und Geographie, was einer rationalen Studienauswahl in

Hinblick auf die komplementären fachlichen Anforderungen entspricht. Dennoch ist kein


klarer Zusammenhang zwischen der Abschlussnote in Biologie und der Wahl des

Kombinationsfaches zu erkennen (Abb. 2.6).

50

40

30

20

10

0

Chemie

46

Geographie

18

Mathe

31

Physik

4

Sport

44

Englisch

13

Deutsch

19

Bildende Kunst

2

Geschichte

4 4

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 2.5: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Biologie.

0

1

2

3

4

5

Chemie

Geographie

Mathe

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Bildende Kunst

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 2.6: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Biologie!) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

Die breite Streuung der Kombinationsfächer erlaubt den Versuch einer Validierung der

Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Studierenden durch voneinander unabhängige Prüfer

(Abb. 2.7). Unter der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit eines Studenten sich in seinen

beiden Studienfächern nicht gravierend unterscheidet, sollte die Differenz zwischen der

Abschlussnote in Biologie und der Abschlussnote im Kombinationsfach eine Normalverteilung

um die Notendifferenz 0 ergeben. Im Falle der Biologie ergibt sich in der Tat eine

Normalverteilung, allerdings mit einer Notendifferenz von meist +0,5 bis +1. Das heißt, die

Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Biologiestudenten durch die Prüfer im Fach Biologie

liegt um durchschnittlich eine Notenstufe niedriger als bei den korrespondierenden Prüfern im

anderen Fach der Studierenden

13

Musik

Musik

2

125


126

50

40

30

20

10

0

1

Note >=2 besser

Note 1,5 besser

5 5

Note 1 besser

21

Note 0,5 besser

31

Note gleich

Note 0,5 schlechter

44 44

Note 1 schlechter

28

Note 1,5 schlechter

14

Note 2 schlechter

7

Note >=2 schlechter

Abbildung 2.7: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Biologie – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

2.1.5.2.2 Staatsexamen: Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Die geringe Anzahl der Absolventen (N=20) dieses Studiengangs, die Biologie als Fach

abgeschlossen haben, erlaubt keine ähnlich profunden Analysen wie für den vorstehenden

Studiengang. Die Abschlussnoten (Abb. 2.8) und die Anzahl der Fachsemester bis zur

Prüfung (Abb. 2.9) sind wenig aussagekräftig. Immerhin scheint in diesem Studiengang kein

überdurchschnittlich hoher Anteil leistungsschwacher Studierender vorhanden zu sein. Dafür

spricht auch der Anteil der Studierenden, die innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen

haben, der mit 30 % etwas höher ist als beim vorstehenden Studiengang. Der Zusammenhang

zwischen Abschlusssemester und erzielter Note zeigt, dass lange Studiendauern

wahrscheinlich stark mit mangelnder Leistungsfähigkeit zusammenhängen (Abb. 2.10).

4

3

2

1

0

2

Note 1,0

1 1

Note 1,3

Note 1,6

0

Note 1,9

3 3 3 3

Note 2,2

Note 2,5

Note 2,8

1 1

0 0

Abbildung 2.8: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Biologie im Lehramt für Grund- und

Hauptschulen von 20 Studierenden seit SS 1995.

Note 3,1

Note 3,4

Note 3,7

Note 4,0

Note 4,3

2

Note 4,5


6

5

4

3

2

1

0

5. Semester

0

6. Semester

1

7. Semester

5

8. Semester

2

9. Semester

4 4

10. Semester

11. Semester

2 2

12. Semester

13. Semester

0 0

14. Semester

Abbildung 2.9: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

0

1

2

3

4

5

6.

Semester

7.

Semester

8.

Semester

9.

Semester

10.

Semester

11.

Semester

12.

Semester

Abbildung 2.10: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt

nach dem Fachsemester des Abschlusses.

Die Aufschlüsselung der Abschlüsse und der Noten nach Semester, in Tabelle 2.5 für SS 95

bis WS 04/05 dargestellt, belegt lediglich einen traditionell überwiegenden Frauenanteil unter

den Biologiestudenten, aber keinen zeitlichen Trend in nur eingeschränkt aussagekräftigen

Durchschnittsnoten.

127


Tabelle 2.5: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Grund- und Hauptschulen nach

Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

128

Semester männl. Weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 1 0 1 2,0

SS 96 2 4 6 2,3

WS 96/97 0 1 1 2,4

SS 98 1 0 1 30,

WS 98/99 0 2 2 2,6

SS 99 0 2 2 1,5

WS 01/02 0 1 1 2,6

SS 02 0 1 1 4,3

WS 02/03 0 2 2 3,0

SS 03 0 1 1 4,3

WS 03/04 0 1 1 2,5

SS 04 0 1 1 2,8

SS 95 - WS 04/05 4 15 19 2,6

Die Kombinationsfächer beschränken sich auf Mathematik, Englisch und Deutsch (Abb.

2.11). Ein Zusamenhang zwischen Fachwahl und Abschlussnote ist nicht erkennbar (Abb.

2.12).

14

12

10

8

6

4

2

0

3

4

Mathe Englisch Deutsch

Abbildung 2.11: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Biologie.

0

1

2

3

4

5

Mathe Englisch Deutsch

Abbildung 2.12: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Biologie!) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

13


Auch hier sei mit Hilfe der Notengebung in den Kombinationsfächern der Versuch einer

Validierung der Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Studierenden durch voneinander

unabhängige Prüfer erlaubt (Abb. 2.13). Unter der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit

eines Studenten sich in seinen beiden Studienfächern nicht gravierend unterscheidet, sollte die

Differenz zwischen der Abschlussnote in Biologie und der Abschlussnote im

Kombinationsfach eine Normalverteilung um die Notendifferenz 0 ergeben. Im Falle der

Biologie ergibt sich in der Tat eine Normalverteilung mit einer durchschnittlichen

Notendifferenz von 0. Hier stimmt also die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der

Studierenden überein.

6

5

4

3

2

1

0

0

Note >=2 besser

2

Note 1,5 besser

1

Note 1 besser

4

Note 0,5 besser

5

Note gleich

Note 0,5 schlechter

3 3

Note 1 schlechter

2

Note 1,5 schlechter

Note 2 schlechter

0 0

Note >2 schlechter

Abbildung 2.13: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Biologie – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

2.1.5.2.3 Abschlussarbeiten Staatsexamen

Zur Komplettierung der Absolventenstatistik gehört auch die Zusammenstellung der

wissenschaftlichen Prüfungsarbeiten, die im Berichtszeitraum (2004/2005) an der Abteilung

Biologie erstellt worden sind. Es handelt sich um experimentelle, freilandbiologische oder

fachdidaktische Examensarbeiten.

Lehramt an Realschulen

2004

• Drewanz, C. (2004): Revision afrikanischer Blattkäfer (Galerucinae). (Betreuer: T. Wagner)

• Dybionka, C. (2004): Diversität von Marienkäfern (Coccinellidae) in ostafrikanischen Wäldern.

(Betreuer: T. Wagner)

• Hupperich, N. (2004): Diversität der Käferfauna entlang eines Höhengradienten am Mt. Kenya.

(Betreuer: T. Wagner)

• Jahnke, D.E. (2004): Verbreitung und Ökologie der Gattung Asplenium (Pteridophyta: Aspleniaceae) in

Rwanda sowie im angrenzenden Kongo. (Betreuer: E. Fischer)

• Koch, A. (2004): Blutgruppen-Häufigkeiten und Raumbezug: Vom Dorf über die Stadt zum Land

Rheinland-Pfalz. (Betreuer: U. Sinsch)

• Meier, O. (2004): Veränderungen der Biodiversität im Wiedtal: Die Chiroptera um 1940 und heute.

(Betreuer: U. Sinsch)

129


130

• Mergens, D. (2004): Die Vegetation unterschiedlich genutzter Flachmoore im Raum Butare (Ruanda) –

eine pflanzensoziologische Analyse. (Betreuer: E. Fischer)

• Mertgen, S. (2004): Revision afrotropischer Blattkäfer aus der Monolepta-Verwandtschaft. (Betreuer:

T. Wagner)

• Niessen, F. (2004): Die baumbewohnende Arthropodenfauna von Podocarpus entlang eines

Höhentransektes am Mt. Kenya. (Betreuer: T. Wagner)

• Raber, D. (2004): Ethologische Untersuchungen bei Wildschweinen im Gatter während der

Paarungszeit. (Betreuer: T. Wagner)

• Schuh, S. (2004): Sinnesphysiologische Schülerexperimente in der Sekundarstufe I zur Mechano- und

Thermoperzeption. (Betreuer: U. Sinsch)

• Steiner, I. (2004). Taxonomie und Phylogenie afrikanischer Galerucinae (Blattkäfer). (Betreuer:

T. Wagner)

• Jennifer Tolksdorf (2004): Epiphytische Moose als Bioindikatoren für nätürliche und anthropogene

Habitatfragmentierung in unterschiedlichen Waldtypen Ruandas. (Betreuer: E. Fischer)

• Werding, St. (2004): Bioakustische Analyse der Befreiungsrufe türkischer Wasserfrösche (Rana

bedriagae). (Betreuer: U. Sinsch)

• Yongsing, A. (2004): Die Arthropodenfauna auf Tabernaemontana stapfiana am Mt. Kilimandscharo,

Tansania. (Betreuer: T. Wagner)

2005

• Bartsch, S. (2005): Diversität der litoralen Kleinkrebse des Meerfelder Maars und des Windsbornkratersees.

(Betreuer: U. Sinsch)

• Beydekarken, N. (2005): Umweltproblematik in Marokko – Umwelteinstellung und mögliche Wege zur

Sensibilisierung. (Betreuer: E. Fischer)

• Esch, St. (2005): Afropachylepta gen. nov. und Revision verwandter afrotropischer Galerucinen.

(Betreuer: T. Wagner)

• Grünig, S. (2005): Die Gelbbauchunken-Population (Bombina variegata) auf der Schmittenhöhe:

Populationsdynamik (Jolly-Seber-Methode) und Fortpflanzungserfolg im Jahr 2005. (Betreuer:

U. Sinsch)

• Hampl, T. 2005. Die Heuschreckenfauna des Neusiedlersee-Gebietes im Wandel der Zeit. (Betreuer:

T. Wagner)

• Schmidt, N. 2005. Neue Gattungen und Arten afrotropischer Galerucinae. (Betreuer: T. Wagner)

• Sweatt, M. (2005): Demographie einer Gelbbauchunken-Population (Bombina variegata) auf der

Schmittenhöhe (Koblenz). (Betreuer: U. Sinsch)

• Thiel, C. (2005): Epiphylle Moose als Bioindikatoren – Der Einfluss von Habitatfragmentierung und

geographischer Lage auf die Epiphyllenvegetation in Bergwäldern Ostafrikas (Kenya/Rwanda).

(Betreuer: E. Fischer)

• Wendel, M. (2005): Neurophysiologie in der Sekundarstufe I: perzeption und Verarbeitung optischer

Signale. (Betreuer: U. Sinsch)

• Zilliken, J. (2005): Räumliche und zeitliche Verteilung des Phytoplanktons im Meerfelder Maar im Jahr

2005. (Betreuer: U. Sinsch)

2.1.5.3 Abbrecher- und Absolventenquote

Die Analyse der seit vielen Jahren vorliegenden Studierendenstatistiken erlaubt eine

Abschätzung des Verhaltens von Studienjahrgängen in Bezug auf Abbrecher- und

Absolventenquoten. Allerdings ließen die Fallzahlen nur im Studiengang Lehramt für

Realschulen eine aussagekräftige Analyse zu. Die Jahrgangsstärke variierte während der

letzten 10 Jahre zwischen 23 und 108, wobei der bis 2003 starke Trend zu höheren

Anfängerzahlen durch Einführung des NC auf das verkraftbare Maß von ca. 40 reduziert

wurde (Abb. 2.14). Die Ursache dürfte unter anderem auch auf die guten

Einstellungsaussichten in den nächsten Jahren zurückzuführen sein.


120

100

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 2.14: Anfängerzahlen Studierende der Biologie, Lehramt an Realschulen

Die Anzahl der Studierenden pro Jahrgang, die nach dem 2. Semester nicht mehr für das

Biologiestudium eingeschrieben waren, d.h. die „Abbrecher“, zeigte einen von 1993 (22%)

bis 1999 (41%) zunehmenden Trend (Abb. 2.15). In diese Quote gehen sowohl die

Studierenden ein, die das Studienfach innerhalb der Universität gewechselt haben und die das

Studium ganz aufgegeben haben, als auch diejenigen, die den Studienort, aber nicht das Fach

gewechselt haben. Mit Einführung des NCs sank die Abbrecherquote auf nunmehr 12%, d.h.

die Wahl des Studienfaches scheint nun überlegter als bisher getroffen zu werden. Nach

unserer Auffassung spiegelt die zeitliche Variation das Zusammenwirken von wenigstens drei

Faktoren wieder:

1. Ein hoher Anteil der Studienanfänger (ca. 20%) erkennt erst während des ersten

Studienjahrs, dass die realen Themen und Anforderungen des Biologiestudiums nicht

ihren Vorstellungen und Leistungsvermögen entsprechen. Mögliche Abhilfe: Intensive

Studienberatung z.B. in Form eines Vorbereitungskurses, Auswahl nach

Beratungsgesprächen, etc.

2. Sogenannte „Bedarfsprognosen“ für Einstellung in den Schuldienst haben bis vor

wenigen Jahren Lehramtsstudenten der Biologie nahe legt, dass sie nur geringe

Einstellungschancen haben. Diese massive negative Beeinflussung dürfte zu einem

verstärkten Trend geführt haben, in ein aussichtsreicheres Fach zu wechseln.

Umgekehrt hat die plötzliche Erkenntnis, dass in den nächsten Jahren ein

Lehrermangel bevorsteht, und gerade in den Naturwissenschaften der Bedarf nicht

gedeckt wird, sich positiv auf das Studierverhalten ausgewirkt. Mögliche Abhilfe:

Einsatz vorhandener Prognosemodelle für realistischere Bedarfsabschätzungen.

3. Interne Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums, die allerdings durch

den nicht zuverkraftenden Anstieg von Studierendenzahlen kaum noch effektiv sein

können (siehe 2.1.4).

in Prozent

50

40

30

20

10

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 2.15: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Biologie, Lehramt an

Realschulen

131


Die Absolventenquote (Abb. 2.16) fluktuiert zwischen 40 und 60% und zeigt, dass fast alle

Studierenden, die im 3. Semester noch für das Fach Biologie eingeschrieben sind, ihr Studium

erfolgreich abschließen. Unbefriedigend ist die Tatsache, dass eine Reihe von Studierenden

mehr als 10 Semester für den erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigt.

132

in Prozent

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

alle

bis 10.Sem.

Abbildung 2.16: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Biologie, Lehramt an Realschulen

2.1.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen

Stellungnahmen und Minderheitsvoten liegen nicht vor.


2.2 Lehrbericht der Abteilung Chemie

Die Abteilung Chemie bietet folgende grundständige Studiengänge an:

- Lehramt für Grund- und Hauptschule

- Lehramt für Realschule

Das Magisterstudium ist nur im Nebenfach möglich.

An der Abteilung Chemie ist ebenfalls ein Promotionsstudium möglich, für dieses bestehen

zwei Zugangswege:

- Externes Studium mit Abschluss Diplom oder Staatsexamen Gymnasium (Sek. II)

- Studium Lehramt Realschule und zusätzliche Promotionseignungsprüfung

Hauptziele der Ausbildung der Abteilung Chemie:

- Vermittlung fachwissenschaftlicher Kenntnisse, die weitgehend an die Lehrpläne der

jeweiligen Schultypen angepasst sind

- Verknüpfung theoretischer und praktisch-experimenteller Kenntnisse und Fähigkeiten

sowie Vermittlung fachdidaktischer Grundlagen

- Vorstellung aktueller Forschungsgebiete der Chemie, Einführung in moderne

Forschungsmethoden für Promotionsstudenten

- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

2.2.1 Veranstaltungsangebot

Die Abteilung Chemie entspricht in ihrem Lehrangebot den Anforderungen der Studien- und

Prüfungsordnung für die Studiengänge Lehramt an Realschulen sowie Lehramt an Grund- und

Hauptschulen. Auf Grund der begrenzten personellen Ausstattung der Abteilung (zwei

Professoren und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter) ist das Vorlesungsangebot so organisiert,

dass sowohl grundlegende Pflichtveranstaltungen als auch Wahlpflichtveranstaltungen in

einem einjährigen Zyklus angeboten werden. Ab dem Sommersemester 2005 werden die

Veranstaltungen zur Organischen Chemie (3.3.1 und 3.3.2) sowie das Organisch-chemische

Kolloquium für Examenskandidaten vertretungsweise von Herrn PD Dr. M Brehmer

(Universität Mainz) übernommen.

2.2.1.1 Wintersemester 2004/2005

3.3.1 Organische Chemie I Mi 8.30 Breuer

V/Ü 3std b c GH R MG 310

3.3.2 Organische Chemie I Mi 11 Breuer

P 2std b c GH R MG 316/MG 317

3.3.3 Oganisch-chemisches Kolloquium für Di 8.30 Breuer

Examenskandidaten MG 309

K 1std c GH R

3.3.4 Ökochemie Di 10 Breuer

V 2std a b c GH R MG 309

3.3.5 Allgemeine Chemie, Teil 1 Fr 8.15 Burbach

V 2std a b GH R MG 310

133


3.3.6 Allgemeine Chemie, Teil 1 Fr 10 Burbach

P 3std a b GH R MG 316/MG 317

3.3.7 Demonstrationspraktikum Mo 10 – 15.15 Burbach

(Praktikum mit Übungen in Experimental- MG 316/MG 317

vorträgen)

P 6std c R

3.3.8 Chemie für Biologen Di 8.15 Burbach

V 2std a b c GH R MG 310

3.3.9 Chemie für Biologen A: Di 10 Burbach

(in Gruppen) MG 316/MG 317

P 3std a b c GH R B: Di 13.15 Burbach

MG 316/MG 317

3.3.10 Anorganisch-chemisches Kolloquium für Do 15.30 Scholz

Examenskandidaten MG 309

K 1std c GH R

3.3.11 Physikalische Chemie Mi 15.30 Scholz

S 2std a b GH R MG 310

3.3.12 Anorganische Chemie, Teil 1 Do 8.15 Scholz

V/Ü 2std a b GH R MG 310

3.3.13 Anorganische Chemie, Teil 1 A: Do 10 Scholz

(in Gruppen) MG 316/MG 317

P 3std a b GH R B: Do 13 Scholz

MG 316/MG 317

3.3.14 Praxisorientierte Methodik und Didaktik Fr 14 Weizel

im Chemieunterricht MG 316

S 2std b c GH R

3.3.15 Lebensmittelchemie Mi 13.30 Nitsche

S 2std a b GH R MG 316/MG 317

3.3.16 Fachpraktikum Chemie n.V. Scholz

P b c GH

3.3.17 Seminar zur Teilnahme am Fachpraktikum n.V. Scholz

S b c GH

3.3.18 Anleitung zum selbstständigen wissen- n.V. Breuer/

schaftlichen Arbeiten Burbach

3.3.19 Exkursionen und Besichtigungen n.V. Breuer/

Burbach

3.3.20 Tutorium Chemie n.V. N. N.

T 2std GH R

134


2.2.1.2 Sommersemester 2005

3.3.1 Organische Chemie Mi 8.15 Brehmer

V/Ü 2std b c GH R MG 310

3.3.2 Organische Chemie A: Mi 10 Brehmer

P 3std b c GH R MG 316/MG 3

B: Mi 13 Brehmer

MG 316/MG 3

3.3.3 Allgemeine Chemie, Teil 2 Di 8.15 Burbach

V 2std a b GH R MG 310

3.3.4 Allgemeine Chemie, Teil 2 A: Di 10 Burbach

(in Gruppen) MG 316/MG 317

P 3std a b GH R B: Di 13 Burbach

MG 316/MG 317

3.3.5 Stöchimetrie und Chemisches Rechnen Mo 10 Burbach

V/Ü 2std a b GH R MG 317

3.3.6 Physikalische Praktikum Di 14 Dozenten

P 3std a b GH R MG 419 Physik

3.3.7 Chemie für Biologen Fr 8.15 Burbach

V 2std a b c GH R MG 310

3.3.8 Chemie für Biologen Fr 10 Burbach

P 3std a b c GH R MG 316/MG 317

3.3.9 Anorganisch-chemisches Kolloquium für Do 16 Scholz

Examenskandidaten MG 309

K 1std c GH R

3.3.10 Analytische Chemie Mi 16 Scholz

S 2std a b GH R MG 309

3.3.11 Anorganische Chemie, Teil 2 Do 8.15 Scholz

V/Ü 2std a b GH R MG 310

3.3.12 Anorganische Chemie, Teil 2 A: Do 10 Scholz

(in Gruppen) MG 316/MG 317

P 3std a b GH R B: Do 13 Scholz

MG 316/MG 317

3.3.13 Praxisorientierte Methodik und Didaktik Fr 13 Weizel

im Chemieunterricht MG 316/MG 3

S 2std b c GH R

3.3.14 Fachpraktikum Chemie n.V. Scholz

P b c GH

3.3.15 Seminar zur Teilnahme am Fachpraktikum n.V. Scholz

135


3.3.16 Anleitung zum selbstständigen wissen- n.V. Burbach/

schaftlichen Arbeiten Scholz

3.3.17 Exkursionen und Besichtigungen n.V. Burbach/

Scholz

3.3.18 Tutorium Chemie n. V. N. N.

T 2std GH R

3.3.19 Fachdidaktisches Grundseminar Mo 8.15 Weizel

S 2std GH R MG 309

3.3.20 Grundlagen der physiologischen Chemie Do 12.30 Braun

S 2std GH R MG 317

3.3.21 Reaktionsmechanismen der organischen Do 14.30 Breuer

Chemie MG 317

V 1std GH R

3.3.22 Organisch-chemisches Kolloquium für Mi 16 Brehmer

Examenskandidaten MG 317

K 2std GH R

3.3.23 Basics of Analytical Chemistry Mi 16 Scholz

V 2std EcIA MG 310

3.3.24 General Chemistry Mi 14 Scholz

V 2std EcIA MG 317

2.2.2 Lehrsituation

Dem gemessen an den angebotenen SWS quantitativ ausreichenden Lehrangebot steht eine

stetig wachsende Nachfrage durch die Studierenden gegenüber. Unser Ziel besteht deshalb

vorrangig darin, die Qualitatät des bestehenden Lehrangebots hinsichtlich der Themen und

Fachdisziplinen weiter zu verbessern. Natürlich sind wir aber auch weiterhin bestrebt, neue,

moderne und fachübergreifende Veranstaltungen in unser Angebot aufzunehmen. Dieses

Bemühen setzt allerdings angesichts der Personalsituation in der Abteilung Chemie weiterhin

die gezielte Vergabe von externen Lehraufträgen an ausgewiesene Fachleute voraus.

Tabelle 3.1: Bilanz der Lehrnachfrage

Institut Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Chemie 2 16 1 10 5,2 31,2 22,33

Tabelle 3.2: Externe Lehraufträge im Wintersemester 2004/2005 (oben) und im Sommersemester

2005 (unten).

Name Thema SWS

Dr. Braun, Klaus Einführung in die Physiologische Chemie 2

Nitsche, Edith Lebensmittelchemie (Teil 1) 2

Weizel, Burkhard Didaktik und Methodik im Chemieunterricht 2

136


Name Thema SWS

Dr. Braun, Klaus Grundlagen der Physiologischen Chemie 2

Weizel, Burkhard Didaktik und Methodik im Chemieunterricht 2

Experimentelle Unterrichtspraxis 2

2.2.3 Studiensituation

Während im Zeitraum von 1995 bis 2002 ein stetiger Rückgang der Studierendenzahl

registriert wurde, wächst diese Zahl seit dem SS 2003 wieder an. Seit dem WS 2003/04 sind

wir deshalb gezwungen, angesichts der begrenzten Zahl an Praktikumsplätzen (es stehen nur

16 Laborplätze zur Verfügung) die Praktikumsgruppen aufzuteilen. Außerdem bieten wir

zusätzliche Praktikumsveranstaltungen an. Durch die gestiegenen Studierendenzahlen ist die

Betreuungsrelation „Student pro Professor“ auf einen Wert von ca. 31 : 1 angestiegen. Dieses

Verhältnis erlaubt jedoch weiterhin eine zielgerichtete und umfassende Betreuung der

Studierenden und ermöglicht somit eine sehr effektive Gestaltung des Lehrbetriebes.

2.2.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums

- Ständige Überprüfung der Qualität der Lehrveranstaltungen, u.a. durch Vergleiche mit

entsprechenden Veranstaltungen anderer Universitäten (Qualitätsmanagement)

- Auswertung der Ergebnisse der jährlichen in Zusammenarbeit mit der Fachschaft

Chemie durchgeführten Evaluation der Lehrveranstaltungen

- Weiterführung des Prozesses der Umsetzung von inhaltlich neuen Konzeptionen in

den Fächern Allgemeine Chemie und Anorganische Chemie (Nutzung von e-Learning-

Komponenten)

- Inhaltliche Überarbeitung der Lehrveranstaltung Analytische Chemie/Basics of

Analytical Chemistry im Zusammenhang mit dem Beginn des neuen Bachelor-

Studiengangs „Ecological Impact Assessment“

- Beginn der neuen Lehrveranstaltung „General Chemistry“ für Studierende des

Bachelor-Studiengangs „Ecological Impact Assessment“

- Verbesserung der experimentellen Fähigkeiten der Studierenden durch inhaltlich neu

konzipierte und zeitlich ausgedehntere Praktika

- Erweiterung des Angebotes neuer zusätzlicher Lehrveranstaltungen, wie z B.

Einführung in die Physiologische Chemie (Dr. Klaus Braun)

- Seit 2000 werden nahezu alle Staatsexamens-Arbeiten zu praxisnahen Themen in

enger Zusammenarbeit mit chemischen Unternehmen und Einrichtungen in der Region

Koblenz angefertigt. Im August 2005 wurde u.a. mit dem Unternehmen „Zschimmer

& Schwarz“ (Lahnstein) eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

- Geräteausstattung: Die vorhandene Grundausrüstung der Laborarbeitsplätze mit

Glasgeräten entspricht den Standardanforderungen, die Ausstattung

mit technischen Hilfsmitteln und anspruchsvolleren

Geräten (z.B. Schliffapparaturen) ist allerdings immer noch nicht

ausreichend. Nach wie vor äußerst mangelhaft ist die Ausstattung

der Labors mit Geräten für moderne chemisch-analytische

Methoden (Waagen, Spektroskope, Mikroskope, ...), die wenigen

vorhandenen Geräte sind überaltert.

137


Für die Verbesserung und Sicherung der Qualität des Studiums - insbesondere im Hinblick

auf den neuen Studiengang Ecological Impact Assessment - ist eine grundlegende

Erweiterung des Geräteparks und die Einführung moderner chemisch-analytischer Methoden

zwingend. Eine solche Ausstattung ist zudem unabdingbar für die Etablierung eines eigenständigen

und charakteristischen Forschungsprofils innerhalb der Abteilung Chemie und die

Voraussetzung für zukünftige Drittmitteleinwerbungen. Nur auf diesem Weg ist auch die erforderliche

Verknüpfung von Lehre und Forschung unter einem Dach zu erreichen.

2.2.5 Statistische Daten

2.2.5.1 Studierendenzahlen seit 1995

Studierende

Abbildung 3.1: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen.

Dem Rückgang der Studierendenzahl im Zeitraum von 1995 bis 2002 steht seit dem SS 2003

wieder eine stetig steigende Studierendenzahl gegenüber.

Tabelle 3.3: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahl in allen angebotenen

Studiengängen des Fachs Chemie. Die Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester, Hauptfach,

weiteres Fach (wF), fachdidaktischer Bereich (FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05 05

GH 0 0 0 0 0 0 0 1 1 1 1 2 1

GH wF 4 2 3 2 3 4 3 4 4 5 6 6 3

GH Erg. 2 3 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

RS 58 49 43 53 49 44 42 44 42 55 58 75 25

RS Erg. 9 9 7 6 5 3 2 3 4 2 2 2 2

138

120

100

80

60

40

20

0

SS 95

WS 96/97

SS 97

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 95/96

SS 96

Studierendenzahlen Chemie

WS 99/00

SS 00

Semester

WS 00/01

SS 01

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 01/02

SS 02

GH

Real

SO


SO 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0 0 0 0

SO wF 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

SO FDB 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0

Magister 3 2 2 2 3 5 4 9 9 9 8 6 2

(Nf)

Promotion

(Hf/Nf)

2.2.5.2 Noten

3/1 4/1 4/1 4/2 5/2 5/1 6/2 4/1 5/1 3/1 1/1 1/2 0/2

2.2.5.2.1 Staatsexamen: Lehramt an Realschulen

20

15

10

5

0

17

Note 1,0

19

Note 1,3

10

Note 1,6

19

Note 1,9

16

Note 2,2

17

Note 2,5

Abbildung 3.2: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Chemie im Lehramt für Realschulen

von 135 Studierenden seit SS 1995.

Die Veränderungen im Notenspiegel seit 1995 zeigen, dass im Unterschied zu früheren Jahren

das Gros der Studenten gegenwärtig das Chemie-Lehramtsstudium mit einem Notendurchschnitt

von 2,0 - 3,0 abschließt (siehe Tabelle 3.4).

Ein hoher Anteil der Studierenden (ca. 38 %) erreicht den Abschluss des Studiums in der

Regelstudienzeit (bis zum 7. Semester), weitere ca. 30 % der Studierenden benötigen 8

Semester bis zum Ablegen der Staatsexamensprüfung.

40

30

20

10

0

5. Semester

0

6. Semester

12

7. Semester

37 38

8. Semester

9. Semester

19

10. Semester

8

Note 2,8

10

11. Semester

11

Note 3,1

6

Note 3,4

4 4

12. Semester

13. Semester

4

Note 3,7

2

Note 4,0

1 0

14. Semester

15. Semester

5

Note 4,3

3

16. Semester

Abbildung 3.3: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

1

Note 4,5

0

139


Erwartungsgemäß sind die Abschlussnoten in höheren Fachsemestern signifikant schlechter

als bei einem Abschluss in der Regelstudienzeit.

140

0

1

2

3

4

5

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 3.4: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt nach

dem Fachsemester des Abschlusses.

Tabelle 3.4: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Realschulen nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. Weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 3 2 5 1,58

WS 95/96 3 11 14 1,88

SS 96 2 10 12 1,53

WS 96/97 2 1 3 2,43

SS 97 6 5 11 1,96

WS 97/98 6 8 14 1,55

SS 98 3 5 8 2,14

WS 98/99 3 5 8 2,01

SS 99 5 7 12 2,02

WS 99/00 2 3 5 2,04

SS 00 0 5 5 2,62

WS 00/01 2 5 7 2,84

SS 01 2 0 2 3,00

WS 01/02 2 1 3 2,80

SS 02 2 1 3 2,67

WS 02/03 2 4 6 2,27

SS 03 1 5 6 2,4

SS 04 4 3 7 2,6

WS 04/05 0 4 4 2,3

SS 95 - WS 04/05 50 85 135 2,1


50

40

30

20

10

0

Erw. Prüf.

5

Biologie

46

Geographie

8

Mathe

42

Physik

10 9

Sport

Englisch

2

Deutsch

5

Geschichte

2 1

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 3.5: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Chemie.

0

1

2

3

4

Erw. Prüf.

Biologie

Geographie

Mathe

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 3.6: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Chemie) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

40

30

20

10

0

5

Note >=2 besser

14

Note 1,5 besser

20

Note 1 besser

28

Note 0,5 besser

29

Note gleich

15

Note 0,5 schlechter

9

Note 1 schlechter

4

Note 1,5 schlechter

1

Note 2 schlechter

5

5

Note >=2 schlechter

Abbildung 3.7: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Chemie - Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

141


2.2.5.2.2 Staatsexamen: Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Tabelle 3.5: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Grund- und Hauptschulen nach

Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 0 2 2 1,55

WS 97/98 0 1 1 2,00

SS 98 1 0 1 1,10

SS 99 0 1 1 1,00

SS 95 - WS 04/05 1 4 5 1,44

2.2.5.2.3 Abschlussarbeiten Staatsexamen

Examensarbeiten 2004

„Praxisadaptierter Chemie-Unterricht für

pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in der

pharmazeutischen Analytik“

„Von der Traube zum Wein: Beiträge zur

alkoholischen Gärung und zum biologischen

Säureabbau“

Examensarbeiten 2005

"Mechanistische Hinterfragung von ausge-wählten

Experimenten zur Chemie der Polymeren"

"Exemplarische Hinterfragung zu Synthesen und

Reaktionsverhalten ausgewählter einfacher

biochemischer Experimente auf der möglichen

Basis des Atomorbitalmodells"

"Chemische Spurenanalyse von Aluminiumoxidkeramik“

"Entwicklung einer dünnschichtchromatographischen

Methode zur Identifizierung von

Weichmachern in Kunststoffen"

2.2.5.3 Abbrecher- und Absolventenquote

142

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

11/2004 Winkler, Désirée

11/2004 Persch, Susanne

03/2005 Kleinert, Björn

03/2005 Gatzke, Thomas

05/2005 Haberkamp, Anke

05/2005 Hamm, Vanessa

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 3.8: Anfängerzahlen Studierende der Chemie, Lehramt an Realschulen

Prof. Dr. J. Scholz

Prof. Dr. H. Breuer

Prof. Dr. J. Scholz

Prof. Dr. H. Breuer

Prof. Dr. H. Breuer

Prof. Dr. J. Scholz

Prof. Dr. H.Breuer

Prof. Dr. J. Scholz

Prof.Dr. J. Scholz

Prof. Dr. H. Breuer

Prof. Dr. J. Scholz

Prof. Dr. H. Breuer


Seit 2000 wird eine signifikante Zunahme der Anfängerzahlen an Studierenden im Fach

Chemie, Lehramt für Realschulen registriert. Die Zahl der Studienabbrecher hatte im Jahr

2002 einen Höchststand von 50 % erreicht, ist aber im vergangenen Jahr wieder auf einen

Wert von ca. 24 % gefallen.

in Prozent

60

50

40

30

20

10

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 3.9: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Chemie, Lehramt an Realschulen

in Prozent

90

75

60

45

30

15

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

bis 10.Sem.

Abbildung 3.10: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Chemie, Lehramt an Realschulen

2.2.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen

Die Stellungnahmen der Mitarbeiter der Abteilung Chemie zur gegenwärtigen Situation der

Abteilung und der Studierendenzahlen finden in den Kommentaren zu den Grafiken und

Tabellen ihren Niederschlag.

alle

143


2.3 Lehrbericht der Abteilung Geographie

Die Abteilung Geographie bietet folgende grundständige Studiengänge an:

- Lehramt für Realschule

- Lehramt für Grund- und Hauptschule

- Lehramt für Sonderschule (nur Grundstudium)

- Magister Artium (M.A.)

- Promotion

Darüber hinaus leisten die Dozenten der Abteilung Geographie einen Beitrag zur Lehre im

2005 neu eingerichteten BSc.-Studiengang „Ecological Impact Assessment“ und betreuen

Diplomarbeiten, die im Rahmen des Diplom-Studienganges „Angewandte Umweltwissenschaften“

im ZFUW, das dem FB 3 angeschlossen ist, angefertigt werden.

Die Hauptziele der Ausbildung der Studierenden im Fach Geographie sind:

• eine Einführung in moderne Forschungsinhalte und -methoden der Geographie

• die Vermittlung fachwissenschaftlicher Kenntnisse, die in den Lehramtsstudiengängen an

die Lehrpläne der jeweiligen Schultypen und im Magister-Studiengang an die Magister-

Prüfungsordnung angepasst sind

• die Vermittlung fachdidaktischer Grundlagen, die angehenden Lehrern die Weitergabe

ihrer fachwissenschaftlichen Kenntnisse an Schüler verschiedener Altersklassen und

Schultypen ermöglichen

• die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

2.3.1 Veranstaltungsangebot

Das Angebot akademischer Veranstaltungen der Abteilung Geographie ist geprägt durch die

Anforderungen der Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Lehramt an

Realschulen, Grund- und Hauptschulen sowie für den Studiengang Magister Artium. Die

personelle Situation mit zwei planmäßigen Professoren und nur einer (mit einem außerplanmäßigen

Professor besetzten) wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle wirkt sich limitierend auf

das Vorlesungsangebot aus, so dass Pflichtveranstaltungen nur in einem eineinhalb- bis zweijährigen

Zyklus angeboten werden können. Damit ist jedoch gewährleistet, dass jeder Student

innerhalb seiner Regelstudienzeit die Gelegenheit hat, an allen angebotenen Veranstaltungen

teilzunehmen.

2.3.1.1 Wintersemester 2004/2005

144

Vorlesungen

(für alle Semester/alle Studiengänge)

3.4.0 Einführung in das Studium der Mi 10 Graafen/

Geographie ME 414 König/

V 1std (nur am 27.10.) Beck

3.4.1 Wirtschaftsgeographie (Industrie-, Di 8.30 Graafen

Agrar- und Verkehrsgeographie) ME 414

V 2std


3.4.2 Mittelmeerländer Mi 8.30 Graafen

V 2std ME 414

3.4.3 Boden- und Hydrogeographie Di 12 König

V 2std ME 414

3.4.4 Ökosysteme der Erde Do 10 s.t. König

V 2std ME 414

3.4.5 Nordamerika Do 14 Beck

V 2std ME 414

3.4.6 Lagerstättenkunde Mo 12 Loeper

V 2std ME 414

3.2.3 Vegetation der Erde Mi 14.30 Fischer

V 2std MG 209

Proseminare / Übungen im Grundstudium

(alle Studiengänge)

3.4.7 Allgemeine Physische Geographie (mit Mo 10 Beck

Einführung in die Geomorphologie) ME 414

ProS/Ü 2std

3.4.8 Grundlagen des Natur- und Landschafts- Mi 10 Graafen

schutzes ME 414

ProS/Ü 2std

3.4.9 Geologie für Geographen Di 17.30 Goos

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.10 Siedlungsgeographie n.b.A. Burggraaff

ProS/Ü 2std

3.4.11 Medien in der Geographie Mo 16 Kiefer

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.12 Interpretation amtlicher Mo 14 Beck

topographischer Karten ME 414

ProS/Ü 2std

3.4.13 Exkursionen für Studienanfänger n.b.A. Dozenten

ganz- und halbtägig

3.4.14 Europäisches Umweltrecht Do 8.30 Dazert

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.28 Siedlungsgeographie Deutschlands Di 14 Burggraaff

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.29 Kulturlandschaftsforschung Fr 10 Burggraaff

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.31 Balkan mit Schwerpunkt Bulgarien Fr 8 Parvanova/

ProS/Ü 2std ME 414 Georgieva

145


146

Übungen für Fortgeschrittene / Seminare im Hauptstudium

(für Studierende ab 4. Fachsemester nach Maßgabe der jeweiligen

Studienordnungen)

3.4.15 Geoökologie der Sub- und Randtropen Do 12 König

S 2std ME 414

3.4.16 Himalaya, Süd- und Ostasien Di 10 Graafen

S 2std ME 414

3.4.30 Westliches Mitteleuropa – Aspekte Fr 14 Burggraaff

der Regionalen Geographie ME 414

S 2std

3.4.17 Geographisches Kolloquium Mo 16 Graafen/

(nach besonderer Ankündigung) ME 414 König/

K 2std Beck

3.4.18 Karteninterpretation für Fortgeschrittene Fr 12 Beck

Ü 2std ME 414

3.4.19 Geographische Informationssysteme Do 14 Lüllwitz

Ü 2std MG 121

3.4.20 Praktikum/Tutorial: Studienprojekt n.b.A. Fischer/

GEODOK/MORPHÄ (Geomorphologische Beck

Detailuntersuchung und Einführung in

die Detailkartierung)

3.4.21 Praktikum/Tutorial: Jüngere n.b.A. Graafen/

Veränderungen in der Kulturlandschaft König

Rwandas

Geländepraktika und Exkursionen

3.4.22 Große Auslandsexkursion: Teneriffa März 2005 König/

12tägig E. Fischer

3.4.23 Eintägige Exkursionen n.b.A. Dozenten

Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik

(Lehramtsstudiengänge; fachdidaktische Scheine möglich)

3.4.11 Medien in der Geographie Mo 16 Kiefer

ProS/Ü 2std ME 414

3.4.24 Fachpraktikum mit begleitender Übung Di vorm. Beck

P 4std Schule

3.4.25 Der Geographieunterricht in den Do 16 Platten

Klassenstufen 7 und 8 ME 414

2std


3.4.18 Karteninterpretation für Fr 12 Beck

Fortgeschrittene ME 414

Ü 2std

3.4.26 Blockpraktikum n.b.A. Beck

(nach Ankündigung) Schule

4std

3.4.27 Fachpraktikum für Studierende mit n.b.A. Bendler

Studienziel Lehramt an Realschulen Studienseminar

2.3.1.2 Sommersemester 2005

Vorlesungen (für alle Semester/alle Studiengänge)

3.4.0 Einführung in das Studium der Mi 10 Graafen/

Geographie ME 414 König/

1std, einmalig nur am 27.04. Beck

3.4.1 Süd- und Ostasien Di 8.30 Graafen

V 2std ME 414

3.4.2 Klimageographie Di 12 König

V 2std ME 414

3.4.3 Südamerika Do 14 Beck

V 2std ME 414

3.4.4 Geoökologie/Landscape Ecology Do 12 König

V 2std ME 414

3.4.5 Lagerstätten: Entstehung, Bewertung und Mo 12 Loeper

Nutzung ME 414

V 2std

Introduction to Ecological Impact Assessment Fr 9-11 Graafen,

V 2std (davon 1std durch die Abt. Geographie) ME 414 König, u.a.

Proseminare / Übungen im Grundstudium (alle Studiengänge)

3.4.6 Raumordnung und Landesplanung Mi 10 Graafen

Pros/Ü 2std ME 414

3.4.7 Allgemeine Kulturgeographie, Einführung Mo 10 Beck

in die Siedlungsgeographie ME 414

Pros/Ü 2std

3.4.8 Die kulturlandschaftliche Entwicklung Di 14 Burggraaff

der Eifel und die Vermarktung kultur- ME 414

landschaftlicher Potentiale für die

Naherholung und den Tourismus

Pros/Ü 2std

147


3.4.10 Geographie des ländlichen Raumes mit dem Fr 14 Burggraaff

Schwerpunkt „Benachteiligte Regionen“ ME 414

Pros/Ü 2std

3.4.11 Geologie für Geographen Di 17.30 Goos

Pros/Ü 2std ME 414

3.4.12 Didaktik der Geographie - Grundmodule Mo 16 Kirch

und Impulse für einen zeitgemäßen ME 414

Geographieunterricht

Pros/Ü 2std

3.4.13 Karte und Luftbild: Vergleichende Mo 14 Beck

Interpretation ME 414

Pros/Ü 2std

3.4.14 Bodenkunde/Geographie der Böden Fr 12 Beck

Pros/Ü 2std ME 414

3.4.15 Europäisches Umweltrecht Do 17.45 Dazert

Pros/Ü 2std ME 414

3.4.16 Einführung in die Didaktik des Faches Mi 14 Boden

Geographie MG 209

Pros/Ü 2std

148

Übungen für Fortgeschrittene / Seminare im Haupt- und

Aufbaustudium

(für Studierende ab dem 4. Fachsemester nach Maßgabe der jeweiligen

Studienordnungen)

3.4.17 Geographisches Kolloquium Mo 16 Graafen/

K 2std, nach bes. Ankündigung ME 414 König/

Beck

3.4.18 Das Rheinische Schiefergebirge Di 10 Graafen

Ü/S 2std ME 414

3.4.19 Geographische Informationssysteme Do 16 Lüllwitz

Ü/S 2std MA 024

3.4.10 Geographie des ländlichen Raumes mit dem Fr 14 Burggraaff

Schwerpunkt „Benachteiligte Regionen“ ME 414

Pros/Ü 2std

3.4.20 Doktoranden-Kolloquium Mi 16.30 Graafen/

K 2std, nach bes. Ankündigung ME 414 König/

Beck

3.4.21 Praktikum/Tutorial: 'Studienprojekt n.b.A. Fischer/

GEODOK/MORPHÄ' (Einführung in die Beck

Geomorphologische Detailkartierung)


3.4.22 Praktikum/Tutorial: 'Jüngere n.b.A. Graafen/

Veränderungen in der Kulturlandschaft König

Rwandas'

Geländepraktika und Exkursionen

3.4.23 Anthropogeographisches Geländepraktikum Di 14 Burggraaff

(Geländetermine n.b.A.) ME 414

3.4.24 Geoökologisches Geländepraktikum n.b.A. König

„Rwanda“ 13. Sept. – 3. Okt. 2005 MG 219

3.4.25 Große Exkursion in die Schweiz n.b.A. Graafen

3.4.26 Große Exkursion nach Rwanda n.b.A. König

3. – 12. Sept. 2005

3.4.27 Mehrtägige Deutschlandexkursion (I) n.b.A. Beck

3.4.28 Mehrtägige Deutschlandexkursion (II) n.b.A. Beck

3.4.29 Eintägige Exkursion n.b.A. Graafen

3.4.30 Eintägige Exkursion „Mittelrheintal“ n.b.A. König

3.4.31 Weitere eintägige Exkursionen n.b.A. Dozenten

Hinweise auf Exkursionen der Abt. Geographie in Landau:

Niederlande - zweite Sept.-Hälfte Geiger

Norwegen - erste Sept.-Hälfte Köck

Thüringen - zweite April-Hälfte Geiger

Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik

(Lehramtsstudiengänge: *fachdidaktische Scheine möglich)

3.4.32 Fachpraktikum mit begleitender Übung Di vorm. Beck

4std* Schule

3.4.12 Didaktik der Geographie - Grundmodule Mo 16 Kirch

und Impulse für einen zeitgemäßen ME 414

Geographieunterricht

ProS/Ü 2std

3.4.33 Der Geographieunterricht in den Do 16 Platten

Klassenstufen 9 und 10 ME 414

2std*

3.4.14 Bodenkunde/Geographie der Böden Fr 12 Beck

Pros/Ü 2std ME 414

3.4.34 Blockpraktikum n.b.A. Beck

4std Schule

149


3.4.35 Fachpraktikum für Studierende mit n.b.A. Bendler

Studienziel Lehramt an Realschulen Studienseminar

3.4.16 Einführung in die Didaktik des Faches Mi 14 Boden

Geographie MG 209

Pros/Ü 2std

2.3.2 Lehrsituation

Im Berichtszeitraum waren 370 Studierende für ein Studium der Geographie im Haupt- oder

Nebenfach eingeschrieben. Die Zahl der Studierenden hat sich innerhalb der letzten drei Jahre

nahezu verdoppelt. Aus diesem Grunde vermittelt die nachfolgende Tabelle einen nur

unvollständigen Eindruck von der derzeitigen Lehrsituation: Aus dem Kapazitätsbuch

(Tabelle 4.1) lässt sich eine Überlast von 33,5 Prozent ablesen. Die erforderliche Breite des

Lehrangebots kann angesichts der unzureichenden Personalausstattung nur dank zusätzlicher

Lehraufträge gewährleistet werden (vgl. Tab. 4.2), ohne die die Überlast bei 54 Prozent liegen

würde. Angesichts dieser Situation wurde für die Studienjahre 2003/04 bis 2005/06 eine

Zulassungsbeschränkung für das Fach Geographie beantragt, die allerdings nur langfristig zu

einer Verbesserung der Situation beitragen wird (vgl. Kap 2.3.3).

Tabelle 4.1: Bilanz der Lehrnachfrage

Institut Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Geographie 2 16 1 16 5 37 49,39

Tabelle 4.2: Externe Lehraufträge im Wintersemester 2004/2005 (oben) und im Sommersemester

2005 (unten).

Name Thema SWS

Drs. Burggraaff, Peter Siedlungsgeographie Deutschlands 2

Kulturlandschaftsforschung 2

Westliches Mitteleuropa – Aspekte der Regionalen 2

Geographie

Dr. Dazert, Andreas Europäisches Umweltrecht 2

Goos, Hellmut Geologie für Geographen 2

Kirch, Peter Didaktik der Geographie – Grundmodule und Impulse für 2

einen zeitgemäßen Geographieunterricht

Dr. Lüllwitz, Thomas Geographische Informationssysteme 2

Dr. Parvanova, Evelina

Dipl. Geogr. Georgieva

Balkan mit Schwerpunkt Bulgarien 2

Dr. Platten, Helmut Der Geographieunterricht in den Klassenstufen 9 und 10 2

Name Thema SWS

Boden, Marc-Andre Einführung in die Didaktik der Geographie – 2

Drs. Burggraaf, Peter

Lehrplanentwicklung und Unterrichtsgestaltung

Die kulturlandschaftliche Entwicklung der Eifel

Deutschlandexkursion

2

Geographie des ländlichen Raumes mit dem Schwerpunkt 2

„Benachteiligte Regionen“

Dr. Dazert, Andreas Europäisches Umweltrecht 2

150


Goos, Hellmut Geologie für Geographen 2

Kirch, Peter Didaktik der Geographie – Grundmodule und Impulse für 2

einen zeitgemäßen Geographieunterricht

Dr. Lüllwitz, Thomas Geographische Informationssysteme 2

Dr. Platten, Helmut Der Geographieunterricht in den Klassenstufen 5 und 6 2

2.3.3 Studiensituation

Die Studiensituation im Sommersemester 2003 ist aufgrund der in Kap. 2.3.2 dargelegten

Situation als problematisch zu charakterisieren. Zahlreiche Studierende hatten erhebliche

Schwierigkeiten, in die von ihnen gewünschten Übungen und Proseminare aufgenommen zu

werden. Dennoch konnten aus Kapazitätsgründen in der Regel keine Parallelveranstaltungen

angeboten werden. Selbst dort, wo die Schaffung zahlreicher Parallelveranstaltungen unumgänglich

war (etwa bei den im Berichtszeitraum durchgeführten zwölf eintägigen und fünf

mehrtägigen Exkursionen) traten erhebliche Engpässe auf; der entstandene „Rückstau“ muss

in den folgenden Semestern abgebaut werden.

Unklar bleibt, wie in den kommenden Semestern verfahren werden soll, wenn entsprechende

Engpässe im Hauptstudium auftreten, in dem betreuungsintensive Lehrveranstaltungen

dominieren. Zudem sind alle Studierenden verpflichtet, an einer oder an mehreren großen

Exkursionen und/oder Geländepraktika teilzunehmen. Allein von diesem in der

vorlesungsfreien Zeit durchzuführenden Veranstaltungstyp müssten in den kommenden

Jahren zahlreiche Parallelveranstaltungen angeboten werden, um die zu erwartende Nachfrage

zu befriedigen, was mit dem derzeitigen Personalbestand kaum möglich erscheint. Mit

anderen Angeboten, etwa Kursen zu Geographischen Informationssystemen (max.

Teilnehmerzahl: 12) verhält es sich ähnlich. Wenn sich an der Personalsituation nichts ändert

werden Verzögerungen im Studienablauf folglich unvermeidlich. Angesichts eines

Betreuungsverhältnisses, das am Ende des Berichtszeitraums bei 123 Studierenden pro

hauptamtlichem Dozenten lag, ist bei der Betreuung von Abschlussarbeiten ein weiterer

erheblicher Engpass zu erwarten.

2.3.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums

2.3.4.1 Internationalisierung

Die Abteilung Geographie unterhält Kontakte zu mehreren geographischen Instituten im

Ausland (z. B. zu den Geographischen Instituten in Bern, Nimwegen/Wageningen und

Butare/Rwanda). Die in gemeinsamen Projekten mit den Partnerinstituten gewonnenen

Forschungsergebnisse werden den Studierenden in dafür geeigneten Lehrveranstaltungen

(beispielsweise im Rahmen des Geoökologischen Geländepraktikums und der Exkursion nach

Rwanda im September 2005) weitergegeben.

Zugleich erfolgt ein personeller Austausch in der Lehre (letzte Kurzzeitdozentur von Herrn

Prof. Dr. D. König an der Université Nationale du Rwanda im Wintersemester 2003/2004):

eine dreißigstündige Vorlesung und ein dreißigstündiges Geländepraktikum im Hauptstudium

zum Thema „Conservation et amélioration des sols“). Darüber besteht im Rahmen des „Geographischen

Kolloquiums“ (3.4.17) sowie im Rahmen von Tagungsveranstaltungen (letzte internationale

Tagung: „Deutsch-Bulgarische Hochschultage“ vom 29. – 31. Mai 2005, nächste

internationale Tagung zum Thema „20 Jahre Forschungskooperation mit der Nationaluniversität

von Rwanda im Partnerschaftsprojekt ‚Projet Agricole et Sociale Interuniversitaire’“

151


voraussichtlich im November 2005) für Kollegen aus dem Ausland die Möglichkeit, über ihre

Forschungsarbeiten zu berichten oder an der Abteilung Geographie zu arbeiten. So hielt sich

Frau Dancille Mukarubibi, Mitarbeiterin des Institut de Recherche Scientifique et

Technologique du Rwanda im Sommersemester 2002 zwei Monate in Koblenz auf, um

zusammen mit Herrn Prof. Dr. R. Graafen ihre Arbeiten im Projekt „Neusiedlungen in

Rwanda“ fortzusetzen. Umgekehrt reisen seit 2003 in jedem Jahr vier bis fünf Praktikanten

aus Koblenz zu mehrmonatigen Aufenthalten nach Rwanda, um an der Partneruniversität im

Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte über geoökologische Themen zu arbeiten.

Studierenden und Dozenten der Universität Koblenz engagieren sich darüber hinaus in einem

Schulpartnerschaftsprojekt mit der Groupe Scolaire Kinigi, einer Sekundarschule im

Nordwesten von Rwanda, die in den vergangenen zwölf Monaten mit Sachmitteln (14 voll

ausgestattete Computer) sowie mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt werden

konnte. Die Geldmittel dienten der Schaffung eines Computerraumes sowie zum Aufbau der

nötigen Infrastruktur für einen reibungslosen Betrieb der Rechner an der Partnerschule.

2.3.4.2 Weitere Maßnahmen

Um den Studierenden eine optimale Durchführung ihres Studiums zu ermöglichen, bieten die

Dozenten regelmäßig Beratungstermine an. In der Endphase ihres Studiums können die

Studierenden an einem Seminar für Examenskandidaten teilnehmen, in dem besonders

wichtige examensrelevante Problemkreise behandelt werden. Der Betreuung der Doktoranden

dient das Doktoranden-Kolloquium (3.4.20).

Der Studienzeitüberwachung dient unter anderem der zu Beginn und in der Frühphase des

Studiums mehrfach wiederholte Hinweis an die Studierenden, sich frühzeitig zu Exkursionen

und Praktika anzumelden. Eine weitere Studienzeitverkürzung und selbst die Beibehaltung

der derzeitigen relativ kurzen Studienzeiten wird allerdings aufgrund der in Kap. 2.3.2 und

2.3.3 dargelegten Studien- und Lehrsituation ohne personelle Aufstockung kaum möglich

sein.

Die Berufsfähigkeit der Studierenden wird zum einen durch die Vermittlung angewandter

Kenntnisse in Vorlesungen, Seminaren und Übungen (beispielsweise in den Bereichen

„Geoökologie“, „Geographische Informationssysteme“ oder „Europäisches Umweltrecht“),

und zum anderen durch Exkursionen und Praktika gefördert. Studierende in den

Lehramtsstudiengängen nehmen darüber hinaus an Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik teil,

in denen sie die Vermittlung von Kenntnissen im Unterricht (beispielsweise durch den Einsatz

moderner Medien) erlernen. Im Rahmen der universitären Gelände- und Laborpraktika lernen

die Studierenden moderne Arbeitsmethoden der Geographie kennen; darüber hinaus sind die

Magisterstudenten verpflichtet, Praktika in Betrieben oder Behörden zu absolvieren. Die

Dozenten sind den Studierenden bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen in Betrieben und

bei Behörden (z. B. Landesamt für Vermessung und Geobasisdaten, Landesmedienzentrum,

Kreisverwaltungen) behilflich.

2.3.5 Statistische Daten

2.3.5.1 Studierendenzahlen seit 1995

Wie in Abb. 4.1 und Tab. 4.3 dargestellt, stieg die Zahl der Studierenden im Studiengang

Lehramt an Realschulen nach einer Phase relativer Konstanz seit dem WS 2001/02 stark an.

Die Zahl der Studierenden im Studiengang Grund- und Hauptschule stagniert dagegen. Wie

im Studiengang Lehramt an Realschulen sind auch im Magisterstudiengang die

152


Studierendenzahlen nach einer Phase relativer Konstanz seit dem WS 2001/02 deutlich

angestiegen. Aufgrund der Zulassungsbeschränkungen geht die Zahl der Studierenden im

Magisterstudiengang seit 2003 deutlich zurück (Abb. 4.2); während sie sich im gleichfalls

zulassungsbeschränkten Studiengang „Lehramt an Realschulen“ auf hohem Niveau stabilisiert

hat. Im Studiengang „Lehramt an Sonderschulen“, für den seit 2003 keine Studierenden mehr

am Standort Koblenz eingeschrieben werden, sank die Zahl der Studierenden – bedingt durch

den obligaten Wechsel nach Landau nach dem vierten Fachsemester – inzwischen auf Null.

Studierende

250

200

150

100

50

0

SS 95

WS 95/96

WS 96/97

SS 97

WS 97/98

SS 96

SS 98

WS 98/99

Studierendenzahlen Geographie

SS 99

WS 99/00

SS 00

WS 00/01

SS 01

c

Semester

WS 01/02

SS 02

WS 02/03

Abbildung 4.1: Langfristige Veränderung der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen.

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

GH

Real

SO

153


Studierende

Abbildung 4.2: Langfristige Veränderung der Studierendenzahlen im Magisterstudiengang

Tabelle 4.3: Übersicht über die Veränderung der Studierendenzahl in allen angebotenen

Studiengängen des Fachs Geographie. Die Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester,

Hauptfach, weiteres Fach (wF), fachdidaktischer Bereich (FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05 05

GH 10 12 6 7 8 7 8 16 14 13 14 15 12

GH wF 40 44 41 51 41 35 20 32 35 36 45 45 43

GH Erg. 5 5 6 4 2 6 1 0 2 3 1 1 3

RS 89 87 85 98 98 128 137 170 212 196 200 210 224

RS Erg. 15 17 14 10 9 6 3 6 3 5 4 3 3

SO 3 1 1 0 0 3 3 4 4 1 1 0 0

SO wF 0 0 1 0 0 3 6 17 23 20 17 5 1

SO FDB 1 0 0 2 1 3 0 6 8 7 7 2 0

Magister 30/5 35/8 36/9 35/10 35/7 40/10 42/9 48/10 56/6 54/5 50/8 43/4 36/4

(Hf/Nf)

Promotion

(Hf/Nf)

2.3.5.2 Noten

154

60

50

40

30

20

10

0

SS 95

WS 95/96

SS 96

WS 96/97

SS 97

Studierendenzahlen Geographie

Magisterstudiengang

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 00/01

SS 01

WS 01/02

SS 02

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 99/00

SS 00

Semester

3/1 4/1 4/0 4/0 4/0 4/0 4/0 4/0 4/0 4/0 5/0 6/0 8/0

Die nachfolgenden Abbildungen und Tabellen geben – getrennt nach Studienabschlüssen –

Aufschluss über die erreichten Abschlussnoten und über die jeweilige Studiendauer bis zum

Ablegen der entsprechenden Examina. Im Anschluss daran sind jeweils die Durchschnittsnoten

der Abschlussprüfungen in Abhängigkeit von der Studiendauer, die seit 1995 erzielten

Durchschnittsnoten und die Noten in Abhängigkeit vom Zweitfach dargestellt. Aufgrund der

geringen Fallzahlen können die im Folgenden getroffenen Aussagen jedoch nicht als

HF

NF


statistisch signifikante Ergebnisse interpretiert werden, sondern lediglich Tendenzen anzeigen.

Kandidaten, die ihre Abschlussprüfung endgültig nicht bestanden haben, sind in dieser

Statistik nicht erfasst.

2.3.5.2.1 Staatsexamen: Lehramt an Realschulen

Im Studiengang Lehramt an Realschulen wurde die Abschlussprüfung im Mittel nach etwas

mehr als acht Semestern abgelegt und mit der Note „noch gut“ bestanden (Tab. 4.4).

Zwischen Studiendauer und Note besteht dabei ein recht deutlicher Zusammenhang: So

verändert sich die Durchschnittsnote relativ kontinuierlich von „voll gut“ bei einem Abschluss

im 6. Semester zu „befriedigend“ bei einem Abschluss im 11. Fachsemester (vgl. Abb. 4.5;

die sich wieder verbessernden Noten im zwölften und dreizehnten Semester sollten aufgrund

der sehr geringen Fallzahlen nicht überinterpretiert werden).

20

16

12

8

4

0

2

Note 1,0

6

Note 1,3

12

Note 1,6

16

Note 1,9

15

Note 2,2

18

Note 2,5

8

12

7

4

5

1 1

Abbildung 4.3: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Geographie im Lehramt für

Realschulen von 107 Studierenden seit SS 1995.

35

30

25

20

15

10

5

0

5. Semester

2 2

6. Semester

7. Semester

18

8. Semester

31

9. Semester

17

10. Semester

Note 2,8

14

11. Semester

Note 3,1

4

12. Semester

Note 3,4

6

13. Semester

Note 3,7

2

14. Semester

Note 4,0

Note 4,3

Note 4,5

0 1 0

15. Semester

16. Semester

Abbildung 4.4: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

155


156

0

1

2

3

4

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 4.5: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt nach

dem Fachsemester des Abschlusses.

Tabelle 4.4: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Realschulen nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 96 0 1 1 1,9

WS 96/97 1 0 1 1,0

SS 97 1 0 1 3,0

WS 97/98 2 0 2 1,8

SS 98 4 4 8 2,5

WS 98/99 1 3 4 2,1

SS 99 6 3 9 2,3

WS 99/00 0 3 3 1,6

SS 00 6 4 10 1,8

WS 00/01 1 1 2 2,2

SS 01 6 4 10 2,9

WS 01/02 1 3 4 3,0

SS 02 13 7 20 2,3

WS 02/03 2 4 6 2,4

SS 03 1 3 4 2,4

WS 03/04 4 2 6 2,7

SS 04 8 3 11 2,3

WS 04/05 3 2 5 2,4

SS 95 - WS 04/05 60 47 107 2,3

Die weitaus häufigste Fächerkombination im Studiengang Lehramt an Realschulen ist Geographie

und Sport; es folgen die Fächer Biologie, Deutsch und Mathematik. Die Studierenden

mit den oben genannten, am häufigsten mit Geographie kombinierten Fächern schneiden bei

ihren Abschlussprüfungen am schlechtesten (mit Noten um 2,5) ab. Im Mittel um eine Note

bessere Studienabschlüsse erzielten Studierende mit den Zweitfächern Katholische Theologie

und Musik (Abb. 4.7). Im Durchschnitt gute Abschlüsse erzielten Studierende, die eine

Erweiterungsprüfung im Fach Geographie ablegten. Auf die unter 2.3.5.2 gemachten

Einschränkungen bezüglich der statistischen Signifikanz dieser Betrachtungen angesichts der

geringen Fallzahlen sei hier nochmals verwiesen.


Abb. 4.8 zeigt, dass sich die Noten im Fach Geographie im Allgemeinen nicht um nicht mehr

als eine Note von den Ergebnissen im Zweitfach unterscheiden; die Abweichungen nach

beiden Seiten sind (mit 38 : 40 Studierenden) nahezu gleich.

35

30

25

20

15

10

5

0

Erw. Prüf.

8

Biologie

18

Chemie

8

Mathe

10

Physik

4

Sport

29

Englisch

2

Deutsch

16

Geschichte

3 3

Kath. Theol.

Abbildung 4.6: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Geographie.

0

1

2

3

4

Erw. Prüf.

Biologie

Chemie

Mathe

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Geschichte

Kath. Theol.

Abbildung 4.7: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Geographie!) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

Musik

Musik

5

WiWi

WiWi

1

157


158

25

20

15

10

5

0

Note >=2 besser

4 4

Note 1,5 besser

13

Note 1 besser

17

Note 0,5 besser

21

Note gleich

20

Note 0,5 schlechter

14

Note 1 schlechter

6

Note 1,5 schlechter

Note 2 schlechter

0 0

Note >=2 schlechter

Abbildung 4.8: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Geographie – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

2.3.5.2.2 Staatsexamen: Lehramt Grund- und Hauptschulen

Im Studiengang Lehramt an Grund- und Hauptschulen wurde die Abschlussprüfung im Mittel

ebenfalls nach etwas mehr als acht Semestern abgelegt und mit der Note „noch gut“

bestanden (Abb. 4.9 und 4.10; Tab. 4.5). Der tendenzielle Zusammenhang zwischen

Studiendauer und Note wird hier (wenn auch bei sehr geringen Fallzahlen) noch deutlicher:

die Durchschnittsnote verändert sich von „sehr gut“ bei einem Abschluss im 6. Semester zu

„noch befriedigend“ bei einem Abschluss im 10. Fachsemester (Abb. 4.11).

4

3

2

1

0

0

Note 1,0

3

Note 1,3

0

Note 1,6

3

Note 1,9

2 2 2 2

Note 2,2

Note 2,5

Note 2,8

0

2

0 0

Abbildung 4.9: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Geographie im Lehramt für Grund-

und Hauptschulen von 17 Studierenden seit SS 1995.

Note 3,1

Note 3,4

Note 3,7

Note 4,0

Note 4,3

1

Note 4,5


6

5

4

3

2

1

0

5. Semester

0

6. Semester

1

7. Semester

3

8. Semester

5

9. Semester

3 3

10. Semester

11. Semester

0 0

12. Semester

13. Semester

1

14. Semester

0

15. Semester

1

16. Semester

Abbildung 4.10: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

0

1

2

3

4

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 4.11: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt

nach dem Fachsemester des Abschlusses.

Tabelle 4.5: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Grund- und Hauptschulen nach

Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 0 1 1 1,1

SS 96 1 1 2 2,35

SS 98 1 4 5 1,91

WS 98/99 2 1 3 2,86

SS 99 0 2 2 1,95

WS 99/00 0 1 1 2,00

SS 02 1 1 2,8

SS 03 2 0 2 2,45

SS 95 - WS 04/05 8 11 19 2,4

Auch im Studiengang Lehramt an Grund- und Hauptschulen schneiden die Studierenden mit

dem am häufigsten gewählten zweiten Fach (hier: Deutsch) im Mittel am schlechtesten ab;

Studierende mit dem Zweitfach Mathematik erzielten um fast eine Note bessere

Studienabschlüsse (Abb. 4.13). Die Noten im Fach Geographie unterscheiden sich von den

Ergebnissen im zweiten Fach etwas stärker als im Studiengang Lehramt an Realschulen (Abb.

4.14): Zwar sind die Abweichungen nach beiden Seiten mit 5 : 5 gleich häufig; die Abweichungen

nach „links“ (d.h.: bessere Ergebnisse im Fach Geographie) sind jedoch etwas

größer als die Abweichungen nach „rechts“. Die unter 2.3.5.2 gemachten Einschränkungen

0

159


ezüglich der statistischen Signifikanz dieser Betrachtungen gelten im Studiengang Lehramt

an Grund- und Hauptschulen angesichts der geringen Zahl von nur 19 Fällen in besonderer

Weise.

160

8

7

6

5

4

3

2

1

0

5 5

Mathe Englisch Deutsch

Abbildung 4.12: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Geographie.

0

1

2

3

4

Mathe Englisch Deutsch

Abbildung 4.13: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Geographie!) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

8

7

6

5

4

3

2

1

0

2

Note >=2 besser

1

Note 1,5 besser

2

Note 1 besser

0

Note 0,5 besser

7

Note gleich

3

Note 0,5 schlechter

1

Note 1 schlechter

0

Note 1,5 schlechter

7

1

Note 2 schlechter

0

Note >=2 schlechter

Abbildung 4.14: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Geographie – Note 2. Fach“ in

0,5 Einheiten breiten Klassen.

2.3.5.2.3 Abschlussarbeiten


Hinweis: Im Magisterstudiengang (Hauptfach Geographie) erstellte Abschlussarbeiten sowie

von Mitarbeitern der Abteilung Geographie betreute Diplomarbeiten am ZFUW sind in Kap.

1.5 (S. ... ff) nochmals verzeichnet.

Staatsexamen Realschulen

2004

• Bornheim, Andreas (2004): Die vulkanische West- und Hocheifel und das Laacher See

Vulkangebiet. (Erstgutachter: Prof. Dr. Beck; Zweitgutachter: Prof. Dr. Graafen).

• Federhen, Markus (2004): Die Entwicklung der Verkehrswege und der Verkehrsträger unter

besonderer Berücksichtigung des Rheinquerverkehrs im Oberen Mittelrheintal und im

Neuwieder Becken. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Fürstenau, Kay (2004): Wirtschaftsgeographische Aspekte der Stadt München. (Erstgutachter:

Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Merz, Matthias (2004): Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland und sozial-

und wirtschaftsgeographische Folgen in ausgewählten Regionen. (Erstgutachter: Prof. Dr.

Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. König).

2005

• Belinger, Nadja (2005): Imidugudu (Flüchtlingssiedlungen) in Rwanda: Untersuchung der drei

ausgewählten Siedlungen Amashya, Musange und Rugarama unter Berücksichtigung

physiognomischer Merkmale. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr.

König).

• Brücker, Tanja (2005): Die wirtschaftliche Entwicklung der Region Elsaß (Région Alsace)

nach 1945. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. König).

• Eiselen, Antje (2005): Wirtschaftsgeographische Aspekte des Erzgebirges, mit besonderer

Berücksichtigung des Tourismus. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr.

König).

• Görg, Anja Gabriele (2005): Die Entwicklung des Dachschieferabbaus im Rheinischen

Schiefergebirge unter besonderer Berücksichtigung der Schiefergruben von Kaub,

Bundenbach und Mayen. (Erstgutachter: Prof. Dr. Beck; Zweitgutachter: Prof. Dr. Graafen).

• Hirte, Michaela (2005): Die Auswirkungen des Tourismus auf Bad Neuenahr-Ahrweiler seit

dem 2. Weltkrieg. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. König).

• Hülse, Christian (2005): Hochwasserschutz an Rhein und Mosel. (Erstgutachter: Prof. Dr.

König Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Jock, Christian (2005): Die Entwicklung der Landwirtschaft im Westerwald seit dem 20.

Jahrhundert. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Krämer, Patrick (2005): Der Ausbau der Mosel zur Großschifffahrtsstraße von Koblenz bis

Diedenhofen (Thionville) von 1956 bis in die Gegenwart. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen;

Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Potthast, Oliver (2005): Die Verkehrsentwicklung im Oberen Mittelrheintal. (Erstgutachter:

Prof. Dr. N. Beck; Zweitgutachter: Prof. Dr. R. Graafen).

• Rosenbaum, Tobias (2005): Die Böden im Oberen Mittelrheintal. (Erstgutachter: Prof. Dr.

König Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck)

• Schmitz, Marie-Isabel (2005): Hochwasser und Niedrigwasser im Oberen Mittelrheintal unter

besonderer Berücksichtigung des Kauber Pegels. (Erstgutachter: Prof. Dr. Beck;

Zweitgutachter: Prof. Dr. Graafen).

• Schönig, Mike Oliver (2005): Die Entwicklung der Edelsteinbranche und deren Auswirkungen

auf die Stadtentwicklung von Idar-Oberstein aus wirtschaftsgeographischer Sicht.

(Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. König).

• Weinand, Karina (2005): Weinbau und Tourismus im Ahrtal. (Erstgutachter: Prof. Dr.

Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

161


Magisterarbeiten

• Geisbüsch, Jörg: Von der Schiffelwirtschaft zur Wacholderheide - Kulturlandsschaftswandel

in Teilen der Verbandsgemeinde Vordereifel seit dem beginnenden 19. Jahrhundert.

(Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen; Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

• Heusch, Michael: Die Bevölkerungsentwicklung im Westerwaldkreis im Zeitraum von 1980 -

2002 unter besonderer Berücksichtigung der Wanderungen. (Erstgutachter: Prof. Dr. Graafen;

Zweitgutachter: Prof. Dr. Beck).

Diplomarbeiten am WFAU

• Rohrer, Burkhard (2004): Jüngerer Klimawandel in Ostafrika unter besonderer

Berücksichtigung des Niederschlagsgeschehens in Butare/Rwanda. (Erstgutachter: Prof. Dr.

König; Zweitgutachter: Prof. Dr. Graafen).

• Marx, Patrick (2005): Land and natural resource use dynamics of smallholders at Mount

Kilimanjaro in Tanzania. (Erstgutachter: Prof. Dr. König; Zweitgutachter: Prof. Dr. Graafen).

• Möller, Andreas (2005): Wasserhaushaltsbilanz und Bewertung auf der

Siedlungsabfalldeponie "Zentraldeponie Leppe". (Erstbetreuer: Prof. Dr. J. Loeper,

Zweitbetreuer: Dr. A. Tillmann, Essen).

2.3.5.3 Abbrecher- und Absolventenquote

Die Zahl der Studienanfänger im Studiengang Geographie, Lehramt an Realschulen, die in

den Jahren 1997 bis 2001 stets bei 20 bis 30 lag, ist in den Jahren 2002 und 2003 sprunghaft

angestiegen (Abb. 4.15). Mit weit über hundert Studienanfängern allein im Studiengang

„Lehramt an Realschulen“ und nochmals fast hundert Studienanfängern in den übrigen

Studiengängen wurde die Grenze der Aufnahmekapazität in der Abteilung Geographie im

Jahre 2003 deutlich überschritten, so dass für die kommenden Semester eine Zulassungsbeschränkung

verfügt werden musste. In der Folge reduzierten sich die Anfängerzahlen in den

Jahren 2004 und 2005 erheblich.

162

120

100

80

60

40

20

00

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 4.15: Anfängerzahlen Studierende der Geographie, Lehramt an Realschulen

Bei der Betrachtung der Abbrecher- und Absolventenquote ergibt sich ein zwiespältiges Bild.

Der Anteil der Studierenden, die das Studium der Geographie bis zum 3. Fachsemester abgebrochen

haben lag – bei starken interannuellen Schwankungen – in den letzten fünf Jahren im

Mittel bei einem erfreulich niedrigen Werten von 10 Prozent. Im Gegensatz dazu liegt die

Absolventenquote derjenigen Studierenden, die bis 1999 ein Studium der Geographie aufgenommen

haben, (bei sehr starken Schwankungen) nur bei ca. 70 Prozent; über die Gesamtstudiendauer

war also zumindest in der Vergangenheit ein deutlicher höherer Schwund zu

verzeichnen.


in Prozent

50

40

30

20

10

0

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 4.16: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Geographie, Lehramt an

Realschulen

in Prozent

100

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

bis 10.Sem.

Abbildung 4.17: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Geographie, Lehramt an Realschulen

2.3.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen

Stellungnahmen von Einzelpersonen und Minderheitsvoten liegen nicht vor.

alle

163


2.4 Lehrbericht der Abteilung Physik

Die Abteilung Physik bietet folgende grundständige Studiengänge an:

- Lehramt für Grund- und Hauptschule,

- Lehramt für Realschule,

- Lehramt für Sonderschule (Grundstudium).

Weiterhin kann Physik als Nebenfach im Magisterstudium und im Diplomstudiengang

Informatik studiert werden; das Angebot ist insbesondere für Informatikstudenten attraktiv.

Die Möglichkeit einer Promotion zum Dr. rer. nat. in Physik wird leider nur selten

wahrgenommen. Im Rahmen des Weiterbildungs-Diplomstudienganges „Angewandte

Umweltwissenschaften“ des ZFUW und des Fachbereiches 3 werden regelmäßig

Diplomarbeiten betreut. Nähere Angaben hierzu können der vorstehenden Übersichtsstatistik

der Hochschulabschlüsse im Fachbereich 3 entnommen werden.

Die Hauptziele der Ausbildung unserer Studierenden sind daher:

1. Vermittlung theoretischer und praktischer fachwissenschaftlicher Kenntnisse, die sich

in den Lehramtsstudiengängen an den Lehrplänen der jeweiligen Schultypen

orientieren,

2. Vermittlung von Methoden-Kompetenz, die sowohl die erfolgreiche Bearbeitung

physikalischer Fragestellungen erlaubt, als auch fachübergreifend in anderen

Disziplinen eingesetzt werden kann,

3. Vermittlung derjenigen fachdidaktischen Grundlagen, die für einen erfolgreichen

fachwissenschaftlichen Unterricht mit Schülern verschiedener Altersklassen und

Schultypen unabdingbar sind,

4. Einführung in moderne physikalische Forschungsmethoden für Magister- und

Promotionsstudenten,

5. Einführung der Lehramtsstudenten in die physikalische Grundlagenforschung und

deren Resultate, die weite Teile des gegenwärtigen wissenschaftlichen Weltbildes und

auch die Technologien der Alltagswelt beeinflussen,

6. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Staatsexamens- und hochschulinternen Prüfungen dienen der Kontrolle des Erreichens

der Lernziele. Ferner sind speziell die hochschulinternen Prüfungen so konzipiert, dass sie

den Studierenden eine unmittelbare Rückmeldung über den jeweiligen objektiven

Kenntnisstand erlauben; im Fall von Defiziten werden individuell gestaltete Möglichkeiten

der Aufarbeitung angeboten.

2.4.1 Veranstaltungsangebot

Das Angebot akademischer Veranstaltungen der Abteilung Physik ist geprägt durch die

Anforderungen der Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Lehramt an

Realschulen sowie an Grund- und Hauptschulen. Aufgrund der von der Abteilung erbrachten

Dienstleistungen für den Studiengang Informatik in Form von Lehrveranstaltungen und

Praktika im Bereich der Technischen Informatik wirkt sich die personelle Ausstattung mit

zwei Professoren und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern so limitierend auf das

Vorlesungsangebot aus, dass sowohl die Pflicht- als auch die Wahlpflichtveranstaltungen nur

in mehrsemestrigen Zyklen angeboten werden können. Allerdings sind diese so organisiert,

dass jeder Studierende innerhalb der Regelstudienzeit die Gelegenheit hat, an allen laut

Studienordnung notwendigen Veranstaltungen teilzunehmen.

164


2.4.1.1 Wintersemester 2004/2005

Vorlesungen und Übungen

3.5.1 Experimentalphysik I B: Mechanik Di 14 Stahlhofen

V 2std GH R W GP MG 410

3.5.2 Aufgaben zur Experimentalphysik I B Do 16 s.t. Stahlhofen

Ü 2std GH R MG 410

3.5.3 Begleitseminar zur Vorlesung 3.5.1 Mi 12 s.t. Stahlhofen

V/Ü 2std GH R W MG 409

3.5.4 Mathematik für Physiker Fr 14 s.t. Lonz

V 2std a b GH R MG 409

3.5.5 Übung zur Mathematik für Physiker Fr 16 s.t. Lonz

Ü 2std a b GH R MG 409

3.5.6 Didaktik der Physik Fr 11 Herrmann

V/Ü 2std c GH R M Dr Pä MG 422/MG 423a/MG 409

3.5.7 Tutorial 'Aktuelles aus der neuen n.V. Stahlhofen

Physik' MG 410

V 2std c GH R

3.5.8 Experimentalphysik für Fr 9 Nimtz

Fortgeschrittene: Halbleiterphysik MG 409

V 2std c R

3.5.9 Theoretische Physik: Atomphysik n.V. N. N.

V/Ü 3std c GH R M Dr Pä MG 409

Praktika

3.5.10 Physikalisches Praktikum II Mo 14 s.t. Stenzel

P 4std b c GH R MG 422

3.5.11 Demonstrationspraktikum II Do 9 Stahlhofen

P 4std GH R W MG 419

3.5.12 Physik des Sports Fr 14 s.t. Gruber/

S 2std GH R Pä M Dr MG 409 Stahl

3.5.13 Seminar zu ausgewählten Fragen der n.V. Druxes

Physik

S 2std c Dr Pä

3.5.14 Seminar zur Experimentalphysik Do 10 s.t. Druxes/

(offen für alle Physikhörer, Scheiner- MG 409 Stahlhofen

werb nur für Vortrag über die wiss.

Prüfungsarbeit)

Vortragstermine siehe sep. Aushang

S 2std

165


3.5.15 Seminar für Examenskandidaten Mo 12 Druxes

S 2std c GH R MG 504

3.5.16 Anleitung zum selbstständigen n.V. Druxes/

wissenschaftlichen Arbeiten MG 420- Stahlhofen

Ü 3std c Dr Pä R MG 422

3.5.17 Seminar Quanten-Informationsver- n.V. Stahlhofen/

arbeitung MG 419 Joost

S 2std c Dr Pä R Inf

166

Digitalelektronik / Technische Informatik

3.5.18 Technische Informatik C Fr 12 Joost

V 2std c In R GH W MG 410

3.5.19 Übungen zur Technischen Informatik A A: Di 10 Joost/

(in Gruppen) MG 409 Weiland

Bitte achten Sie auf die Aushänge in B: Do 14 Joost/

der Informatik! MG 409 Koch

Ü 2std b In C: N. N.

MG 409

3.5.20 Hardwarepraktikum für Informatiker A: Mo 16-20 Werle/

(in Gruppen) MG 504 Wilbert

Bitte achten Sie auf die Aushänge in B: Di 16-20 Schmitz

der Informatik! MG 504

P 4std a b In C: Mi 10-14 Joost

MG 504

D: Do 16-20 Strackbein

MG 504

Kolloquien

3.5.21 Physikalisches Kolloquium Do 18 n.V. Dozenten

Vortragstermine siehe sep. Aushang oder MG 410

http://www.uni-koblenz.de/~physik/html

K 2std

2.4.1.2 Sommersemester 2005

3.5.1 Experimentalphysik II B: Elektrik Di 14 Stahlhofen

V 2std GH R W GP MG 410

3.5.2 Aufgaben zur Experimentalphysik II B Do 16 s.t. Drozdov

Ü 2std GH R MG 410

3.5.3 Begleitseminar zur Vorlesung 3.5.1 n.V. Drozdov

V/Ü 2std GH R W

3.5.4 Mathematik für Physiker Fr 14 s.t. Drozdov

V 2std a b GH R MG 409


3.5.5 Übung zur Mathematik für Physiker Fr 16 s.t. Drozdov

Ü 2std a b GH R MG 409

3.5.6 Didaktik der Physik Fr 11 Herrmann

V/Ü 2std c GH R M Dr Pä MG 422/MG 423a+MG 409

3.5.7 Experimentalphysik für Fortgeschrittene Fr 9 Nimtz

Mikrowellen MG 409

V 2std c R

3.5.8 Theoretische Physik: Atomphysik n.V. Stahlhofen

V 2std c GH R M Dr Pä MG 409

3.5.9 Übung zur Theoretischen Physik n.V. N. N.

Ü 1std c GH R M Dr Pä MG 409

3.5.10 Physikalisches Praktikum I Mo 14 s.t. Druxes

P 4std b c GH R MG 423a

3.5.11 Demonstrationspraktikum I Do 9 Klein

P 4std GH R W MG 419

3.5.12 Fachpraktikum Physik an Grund- und n.V. Schmitz

Hauptschulen MG 409

P 2std GH

3.5.14 Seminar zu ausgewählten Fragen der n.V. Druxes

Physik

S 2std c Dr Pä

3.5.15 Seminar zur Experimentalphysik Do 10 s.t. Druxes/

(offen für alle Physikhörer, Schein- MG 504 Stahlhofen/

erwerb nur für Vortrag über die N. N.

wissenschaftliche Prüfungsarbeit)

Vortragstermine siehe sep. Aushang

S 2std

3.5.16 Seminar für Examenskandidaten Mi 10 s.t. Druxes

S 2std c GH R MG 504

3.5.17 Anleitung zum selbstständigen wissen- n.V. Druxes/

schaftlichen Arbeiten MG 420 - Stahlhofen/

Ü 3std c Dr Pä R MG 422 N. N.

3.5.18 Physik der Informationsverarbeitung Mo 10 Stahlhofen

S 2std c Dr Inf MG 504

3.5.19 Technische Informatik A Fr 12 s.t. Joost

V 2std a In R GH W MG 410

3.5.20 Übungen zur Technischen Informatik A A: Di 10 s.t. Joost/

(in Gruppen) MG 409 Weiland

Bitte achten Sie auf die Aushänge in B: Do 10 s.t. Joost/

der Informatik ! MG 409 Koch

Ü 2std a In

167


3.5.21 Hardwarepraktikum für Informatiker n.V. Joost/

(in Gruppen) MG 504 N. N.

Bitte achten Sie auf die Aushänge in

der Informatik ! Vorbesprechung: Mi

27.04.05, 12 Uhr, MG 409

P 4std a b In

3.5.22 Physikalisches Kolloquium Do 17 s.t. Dozenten

Vortragstermine siehe sep. Aushang (oder MG 410

http://www.uni-koblenz.de/~physik/html)

K 2std

3.5.23 Physik für Hochbegabte A: Do 14 s.t. Scherlenzky

Ü 2std Hochbegabte Gymnasiasten d.Region MG 419

B: Fr 14 s.t. Scherlenzky

MG 504

C: Sa 10 s.t. Scherlenzky

MG 410

2.4.2 Lehrsituation

Die SWS – Nachfrage ist in etwa ausgeglichen (Tabelle 5.1). Die Übungen und Praktika in

den Lehrveranstaltungen zur Technischen Informatik werden allerdings aufgrund der Vielzahl

der Studierenden in den curricularen Normwerten nicht angemessen berücksichtigt. Weiterhin

muss aufgrund der steigenden Anzahl der Studenten der Informatik mit Nebenfach Physik das

Lehrangebot der Abteilung um spezifische Veranstaltungen für diese Studenten erweitert

werden.

Tabelle 5.1: Bilanz der Lehrnachfrage im Fach Physik.

Institut Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Physik 2 16 2 20 7,2 43,2 38,99

Die Lehrnachfrage wird durch die zu erbringende Lehrleistung im neuen Studiengang

Ecological Impact Assessment, der im Sommersemester 2005 begonnen hat, zusätzlich

vergrößert (siehe Lehrbericht IfIN).

Nur mit Hilfe externer Lehraufträge können alle Pflichtveranstaltungen der Abteilung, die

neben den Lehrveranstaltungen in Physik selbst auch Dienstleistungen für den Studiengang

Informatik beinhalten, aufrechterhalten werden.

Tabelle 5.2: Externe Lehraufträge im Wintersemester 2004/2005 (oben) und im Sommersemester

2005 (unten).

Name Thema SWS

Herrmann, Jürgen Didaktik der Physik (in Verbindung mit Schulpraxis) 2

Lonz, Gabriele Mathematik für Physiker 4

Prof. Dr. Nimtz, Günter Halbleiterphysik 2

Schmitz, Robert Hardwarepraktikum 4

Fachpraktikum 2

Klein, Stefan Physikalisches Praktikum II 4

168


Name Thema SWS

Herrmann, Jürgen Didaktik der Physik (in Verbindung mit Schulpraxis) 2

Klein, Stefan Demonstrationspraktikum 4

Prof. Dr. Nimtz, Günter Mikrowellen 2

Schmitz, Robert Fachpraktikum Grund- und Hauptschule 3

2.4.3 Studiensituation

Bei der Betreuungsrelation Studierende pro Professor ist aufgrund der ab dem SS 04 rapide

ansteigenden Anfängerzahl von Studenten eine kontinuierliche Verschlechterung

festzustellen. Betrachtet man nur die Dienstleistungen für den Diplomstudiengang Informatik,

so beträgt die Betreuungsrelation 411:1, die nur durch umfangreiche Beschäftigung von

studentischen Hilfskräften abgedeckt werden kann. Berücksichtigt man die Physik–

Studierenden in der Regelstudienzeit sowie die Studenten der Informatik mit Nebenfach

Physik, so lautet die Betreuungsrelation Studierende pro Professor von 59 : 1 im SS 05.

Aufgrund der konstant ansteigenden Anfängerrate im Fach Physik und der steigenden Anzahl

von Studenten mit Nebenfach Physik, ist eine weitere Verschlechterung der

Betreuungsrelation vorprogrammiert. Es ist anzumerken, dass die Studierenden der Informatik

mit Nebenfach Physik im Kapazitätsbuch nicht erfasst werden. Aufgrund der geänderten

Darstellung des Kapazitätsbuches kann die bisherige Darstellung der Studierendensituation im

Verhältnis von Vollzeitäquivalenten zu Professoren nicht mehr fortgesetzt werden.

2.4.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums

Eine nachhaltige Verbesserung der Qualität des Studiums ist nur durch eine Verbesserung der

Betreuungsrelation zu erreichen. Die meisten technischen Hilfsmittel, d.h. die

Geräteausstattungen der Experimental- und Demonstrationspraktika sowie die der

Vorlesungen wurden den letzten Jahren modernisiert. Das Hardwarepraktikum wurde

komplett neu gestaltet, wobei insbesondere die Versuche mit digitalelektronischen Inhalten

durch Versuche mit speziellen Inhalten aus der Technischen Informatik ersetzt wurden. Die

verstärkte Einbindung von PCs in die Lehrveranstaltungen sowie die Nutzung audio-visueller

Lehrtechniken - soweit für die jeweilige Veranstaltung sinnvoll – werden langfristig erprobt,

mit dem Versuch, die Ergebnisse dokumentierbar zu machen.

Im Bereich der Vorlesungen und Seminare ist eine Umstellung von traditionellen Medien wie

Tafel, Tageslicht- und Diaprojektor auf PC nur dort sinnvoll, wo Simulationen physikalischer

Phänomene und Prozesse zur Visualisierung abstrakter Fakten eingesetzt werden können.

Parallel dazu wird auch das Ziel verfolgt, die zukünftigen LehrerInnen an eine angemessene

Nutzung des Mediums Internet heranzuführen. Hier gilt es, neben der Vermittlung effektiver

Suchtechniken im WWW eine Sensibilisierung der Studierenden im Hinblick auf eine

kritische Bewertung der dort zugreifbaren Inhalte zu erreichen.

Die Kompetenz unserer Studierenden in Bezug auf experimentelle Methoden in der Physik

wird vor allem in den Experimentalphysik – Praktika erworben. Da bei einer Überprüfung der

vorhandenen Kenntnisse oft Defizite festzustellen sind, deren Wurzeln in der jeweiligen

schulischen Ausbildung liegen, ist langfristig eine neue Konzeption der Praktika notwendig.

Diese reicht von begleitenden Maßnahmen wie zusätzlichen Seminaren – die in der

Studienordnung zur Zeit noch nicht vorgesehen sind, aber dennoch von den Studierenden sehr

gut angenommen werden – über die Konzeption neuer (alltagsbezogener) Versuche bis hin

zur Nutzung neuer Medien wie „virtuellen Praktika“, die sowohl der Vor- als auch der

Nachbereitung der Experimente dienen. Es wird zur Zeit geprüft, inwieweit auch die sinnvolle

Konzeption von Freihandexperimenten in die Praktika integriert werden sollte, was z.B. im

Demonstrationspraktikum bereits der Fall ist.

169


Um die Studierenden an die Methoden und Resultate der aktuellen Forschung heranzuführen

und deren stetig wachsenden Einfluss auf „alltägliche“ Technologien aufzuzeigen, wurde ein

Tutorial „Moderne Physik“ eingerichtet. Diese Veranstaltung wurde ebenfalls – obwohl sie

weder in der Studien- noch in der Prüfungsordnung vorgesehen ist – von den Studierenden

sehr gut angenommen. Aufgrund der aktuellen Personalsituation in der Abteilung Physik kann

diese Veranstaltung allerdings zur Zeit nicht angeboten werden.

Zu einer Sicherung der Qualität der Lehre wurden im WS 04/05 und im SS 05 die im SS 03

begonnene Evaluation der Lehrveranstaltungen durch die Studierenden fortgesetzt. Der den

Studierenden vorgelegte Fragebogen wurde zwischen den Abteilungen des IfIN abgestimmt.

Als Beispiel für die Reaktion der Studierenden wird im Folgenden die Antwort auf die Frage

„Würden Sie diese Veranstaltung weiterempfehlen“ dargestellt, wobei die möglichen

Antworten von „nicht empfehlenswert“ bis „empfehlenswert“ reichen.

170

Evaluation der Veranstaltungen in der Abteilung Physik SS 2005

Studierende

26

25

24

23

22

21

20

19

18

17

16

15

14

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

Vorlesung Experimentalphysik II B

Übung z. Vorlesung Experimentalphysik II B

Vorlesung Atomphysik

Physikalisches Praktikum

Übung z. Vorlesung Atomphysik

Didaktik der Physik

Seminar f. Examenskandidaten

Veranstaltungen

Mathematik f. Physiker

gut

Fachpraktikum

Physikalisches Praktikum f. Chemiker

Die Resultate dieser Evaluation fließen in die weiteren Veranstaltungen ein und wurden bei

der Vorbereitung des WS 2005/ 06 bereits berücksichtigt. Die mittlerweile vorgeschriebene

Evaluation wird in der Zukunft fortgesetzt werden.

2.4.5 Statistische Daten

2.4.5.1 Studierendenzahlen seit 1995

Die Entwicklung der Studierendenzahlen (seit 1995) in den zwei grundständigen

Studiengängen zeigt bis SS 2005 ähnliche Trends (Abb. 5.1, Tab. 5.3). Während die Zahl der

Studierenden für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, die traditionell nur etwa 20%

aller Studierenden ausmacht, sich fast halbierte, nahm im Studiengang Lehramt für

Realschulen die Zahl der Studierenden von einem Spitzenwert von 95 Studierenden im WS

95/96 auf die Zahl von 51 Studierenden im SS 01 ab. Im WS 02/03 und insbesondere im SS

schlecht


03 war ein zufriedenstellender Anstieg der Studierendenzahlen festzustellen. Dieser Trend

setzte sich im SS 05 erfreulicherweise fort.

Dieses Verhalten ist nicht Koblenz-spezifisch, sondern spiegelt allgemein die Akzeptanz und

den Stellenwert der Physik in unserer Gesellschaft und speziell in der gegenwärtigen

Diskussion über grundsätzliche Eckpfeiler des Bildungswesens wider. Daher hat sich die

Deutsche Physikalische Gesellschaft auch zum Ziel gesetzt, mit einer Vielfalt von Aktivitäten

die Bedeutung der Physik für Gesellschaft, Technik und Umwelt aufzuzeigen und so

langfristig eine größere Akzeptanz der Physik in Schule und Gesellschaft zu erreichen, die

sich positiv auf die Studierendenzahlen auswirkt. Die Entwicklung der Studierendenzahlen für

das Lehramt an Realschulen spiegelt somit einen Trend wider, der an allen deutschen

Universitäten beobachtet werden kann.

Studierende

100

80

60

40

20

0

SS 95

WS 96/97

SS 97

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 95/96

SS 96

Studierendenzahlen Physik

WS 99/00

SS 00

Semester

WS 00/01

SS 01

WS 02/03

SS 03

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 01/02

SS 02

Abbildung 5.1: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen.

GH

171

Real

SO


Tabelle 5.3: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahl in allen angebotenen

Studiengängen des Fachs Physik. (Die 25 Studierenden des Dipolmstudienganges Informatik

mit Nebenfach Physik werden in dieser Tabelle nicht berücksichtigt.) Die Zahlen sind

aufgeschlüsselt nach Semester, Hauptfach, weiteres Fach (wF), fachdidaktischer Bereich

(FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS

99 99/00 00 00/01 01 01/02 02 02/03 03 03/04 04 04/05 05

GH 7 5 4 5 3 4 4 5 6 4 5 7 5

GH wF 7 8 5 5 4 5 4 5 5 5 8 10 8

GH Erg. 3 3 5 4 1 1 0 0 0 0 0 0 2

RS 67 66 65 67 49 50 43 45 45 46 58 71 71

RS Erg. 6 7 7 3 3 3 1 1 0 2 0 3 1

SO 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 1 1 1

SO wF 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

SO FDB 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 1 0 0

Magister 2 1 3 3 2 4 4 7 6 9 7 6 5

(Nf)

Promotion

(Hf/Nf)

2.4.5.2 Noten

Die Abschlussnoten der Studierenden reflektieren das Zusammenwirken von wenigstens drei

Faktoren: Leistungsfähigkeit des Studierenden, Qualität des Studiums und prüferspezifische

Notengebung. Die Gewichtung der Einzelfaktoren wird im folgenden für die

Lehramtsstudiengänge, die in Koblenz abgeschlossen werden können, diskutiert. Die

Datenlage umfasst die Abschlussnoten seit SS 1995, die freundlicherweise vom

Landesprüfungsamt zur Verfügung gestellt wurden. Angesichts der wenigen Abschlüsse bei

Magisterstudiengang und Promotion im Fach Physik wird auf eine fachspezifische Analyse

verzichtet, die Zahlen gehen aber in die vorstehende Übersichtsstatistik der

Hochschulabschlüsse im Fachbereich 3 ein.

2.4.5.2.1 Staatsexamen: Lehramt an Realschulen

Seit SS 1995 haben 134 Studierende der Physik das 1. Staatsexamen für das Lehramt an

Realschulen beim ersten Versuch bestanden. Diese Zahl liegt der folgenden Analyse in Bezug

auf Noten, Studiendauer etc. zugrunde. Nicht erfasst sind die Studierenden, die die

Staatsexamensprüfung nicht beim ersten Versuch bestanden haben.

Die Notenverteilung, gestaffelt in 0,3 Einheiten breite Klassen zwischen 1,0 und 4,5 (d.h.

gerade noch oberhalb 4,5), weist fünf deutlich abgesetzte Maxima bei 1,9, 2,5, 3,1, 3,7 und

4,3 auf (Abb. 5.2), d.h. der Gesamtmittelwert wäre wegen fehlender Normalverteilung keine

aussagekräftige Beschreibung und damit sinnlos. Die Abweichung von der Normalverteilung

kommt durch den unproportional hohen Anteil von Studierenden mit niedrigen

Abschlussnoten zustande. Dies kann als ein Indiz gewertet werden, dass das

Leistungsspektrum der Studierenden weit gefächert ist und die ganze Bandbreite der Noten

überdeckt.

172

2/1 2/1 2/1 2/2 1/2 1/2 1/1 1/1 1/2 1/2 1/1 1/1 1/1


18

15

12

9

6

3

0

1

Note 1,0

9

Note 1,3

8

Note 1,6

16

Note 1,9

12

Note 2,2

16

Note 2,5

Abbildung 5.2: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Physik im Lehramt für Realschulen

von 134 Studierenden seit SS 1995.

Die Gesamtdauer des Studiums vor Ablegen der Staatsexamensprüfungen zeigt (Abb. 5.3),

dass 38 Studenten (= 31,1 %) innerhalb der Regelstudienzeit von sieben Semestern dieses Ziel

erreicht haben und somit die Studienstruktur als solche einen fristgerechten Abschluss

offenbar nicht verhindert. Dennoch bleibt festzustellen, dass die überwiegende Mehrzahl der

Studierenden erst im 8. beziehungsweise 9. Fachsemester ihre Prüfung ablegt.

40

30

20

10

0

5. Semester

1

6. Semester

15

7. Semester

27

8. Semester

35

9. Semester

20

10. Semester

8

Note 2,8

14

11. Semester

12

Note 3,1

4

12. Semester

5

Note 3,4

6

13. Semester

16

Note 3,7

4

14. Semester

13

Note 4,0

14

Note 4,3

3

Note 4,5

2 1 1

15. Semester

16. Semester

Abbildung 5.3: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

Eine weitergehende Analyse belegt keinen ursprünglichen Zusammenhang zwischen der

Studiendauer und der Abschlussnote (Abb. 5.4). Es ist allerdings ein schwacher Trend zu

schwächeren Abschlussnoten in höheren Fachsemestern zu beobachten. Somit kann als

erwiesen gelten, dass innerhalb des Regelstudiums nicht nur das notwendige Prüfungswissen

erarbeitet werden kann, sondern auch konzentriertes Arbeiten, ausgedrückt durch eine kurze

Studiendauer, förderlich für die Abschlussnote ist.

Dabei ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass ein Teil der Studierenden zur Sicherung des

Lebensunterhaltes eine fachfremde Arbeit aufnehmen muss. Diese zusätzliche Tätigkeit führt

zwangsweise zu einer Verlängerung des Studiums. Es bleibt zu sehen, inwieweit sich bei der

Umstellung der traditionellen Lehramtsstudiengänge auf konsekutive Bachelor-/

Masterstudiengänge mit einem hohen Anteil an Praktika in der vorlesungsfreien Zeit hier eine

weitere Verschlechterung der Studierendensituation ausbilden wird.

173


174

0

1

2

3

4

5

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 5.4: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt nach

dem Fachsemester des Abschlusses.

Die Aufschlüsselung der Abschlüsse und der Noten nach Semester, in Tabelle 5.4 für SS 95

bis SS 05 zusammengestellt, belegt lediglich einen traditionell schwachen Frauenanteil unter

den Studierenden der Physik, aber keinen zeitlichen Trend in nur eingeschränkt

aussagekräftigen Durchschnittsnoten. Es sollte hier angemerkt werden, dass der Anteil

Studienanfängerinnen in den letzten beiden Semestern überproportional zugenommen hat.

Tabelle 5.4: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Realschulen nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 4 2 6 2,68

WS 95/96 5 6 11 2,25

SS 96 14 4 18 2,89

WS 96/97 2 0 2 2,95

SS 97 7 4 11 2,8

WS 97/98 8 2 10 2,94

SS 98 4 3 7 3,3

WS 98/99 4 2 6 2,42

SS 99 8 3 11 2,39

WS 99/00 2 0 2 3,45

SS 00 11 3 14 2,6

WS 00/01 3 0 3 3,0

SS 01 1 3 4 2,7

WS 01/02 6 2 8 3,05

SS 02 5 1 6 2,87

WS 02/03 1 1 2 2,6

SS 03 3 1 4 2,9

WS 03/04 1 0 1 1,3

SS 04 2 2 4 2,2

WS 04/05 2 1 3 1,9

SS 05 3 1 4 2,2

SS 95 – SS 05 96 41 137 2,6


105

90

75

60

45

30

15

0

Erw. Prüf.

3

Biologie

4

Chemie

10

Geographie

4

Mathe

89

16

Sport

Bildende Kunst

1 1 1 1 4

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol

Kath. Theol.

Abbildung 5.5: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Physik (Lehramt

Realschule).

Abschließend ein Blick auf die Fächerkombination der Studierenden der Physik (Abb. 5.5).

Etwa die Hälfte der Studierenden kombiniert das Studium der Physik mit einer anderen

Naturwissenschaft und vor allem der Mathematik, was einer rationalen Studienauswahl in

Hinblick auf die komplementären fachlichen Anforderungen entspricht. Es sind allerdings

auch viele Kombinationen mit geisteswissenschaftlichen Fächern anzumerken, die nur in

Einzelfällen mit einer guten Abschlussarbeit in Physik verbunden war. Dennoch ist im

allgemeinen kein klarer Zusammenhang zwischen der Abschlussnote in Physik und der Wahl

des Kombinationsfaches zu erkennen (Abb. 5.6).

0

1

2

3

4

5

Erw. Prüf.

Biologie

Chemie

Geographie

Mathe

Sport

Bildende Kunst

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 5.6: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Physik) und Standardabweichung

gestaffelt nach Kombinationsfach.

Die breite Streuung der Kombinationsfächer erlaubt den Versuch einer Validierung der

Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Studierenden durch voneinander unabhängige Prüfer

(Abb. 5.7). Unter der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit eines Studenten sich in seinen

beiden Studienfächern nicht gravierend unterscheidet, sollte die Differenz zwischen der

Abschlussnote in Physik und der Abschlussnote im Kombinationsfach eine Normalverteilung

um die Notendifferenz 0 ergeben. Im Falle der Physik ergibt sich nur eingeschränkt eine

Normalverteilung, allerdings mit zwei prägnanten Notendifferenzen von – 0.5 und – 1.5. Das

heißt, die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Studierenden der Physik durch die Prüfer

im Fach Physik liegt um durchschnittlich eine Notenstufe niedriger als bei den

korrespondierenden Prüfern im anderen Fach der Studierenden. Die Ursache für diese

Diskrepanz erfordert weitere interne Validierungsmaßnahmen.

175


176

40

30

20

10

0

2

Note >=2 besser

4

Note 1,5 besser

9

Note 1 besser

10

Note 0,5 besser

20

Note gleich

38

Note 0,5 schlechter

17

Note 1 schlechter

22

Note 1,5 schlechter

6

Note 2 schlechter

3

Note >=2 schlechter

Abbildung 5.7: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Physik – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

2.4.5.2.2 Staatsexamen: Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Die geringe Anzahl der Absolventen (N=13) dieses Studienganges, die Physik als Fach

abgeschlossen haben, erlaubt keine ähnlichen Analysen wie für den vorstehenden

Studiengang. Die Abschlussnoten (Abb. 5.8) und die Anzahl der Fachsemester bis zur

Prüfung (Abb. 5.9) sind wenig aussagekräftig. Immerhin scheint in diesem Studiengang kein

überdurchschnittlich hoher Anteil leistungsschwacher Studierender vorhanden zu sein.

4

3

2

1

0

0

Note 1,0

1

Note 1,3

0

Note 1,6

1

Note 1,9

3

Note 2,2

1 1

Note 2,5

Note 2,8

0

1

0

1 1

Abbildung 5.8: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Physik im Lehramt für Grund- und

Hauptschulen von 10 Studierenden seit SS 1995.

Note 3,1

Note 3,4

Note 3,7

Note 4,0

Note 4,3

0

Note 4,5


4

3

2

1

0

5. Semester

6. Semester

1

7. Semester

3 3

8. Semester

9. Semester

10. Semester

Abbildung 5.9: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

0

1

2

3

4

6. Semester 7. Semester 8. Semester

Abbildung 5.10: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt

nach dem Fachsemester des Abschlusses.

Die Aufschlüsselung der Abschlüsse und der Noten nach Semester, in Tabelle 5.5 für SS 95

bis WS 03/04 dargestellt, belegt lediglich einen traditionell schwachen Frauenanteil unter den

Studierenden der Physik, aber keinen zeitlichen Trend in nur eingeschränkt aussagekräftigen

Durchschnittsnoten.

Tabelle 5.5: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Grund- und Hauptschulen nach

Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 1 0 1 2,2

WS 96/97 0 1 1 2,2

WS 97/98 2 0 2 1,9

WS 99/00 1 0 1 1,1

SS 00 1 1 2 2,6

SS 03 0 1 1 4,1

WS 03/04 1 0 1 3,9

WS 04/05 1 0 1 3,2

SS 05 2 0 2 2,6

SS 95 – SS 05 9 4 13 2,6

177


Das Kombinationsfach beschränkt sich auf Mathematik (Abb. 5.11).

178

12

10

8

6

4

2

0

13

Mathematik

Abbildung 5.11: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Physik (Lehramt

Grund- und Hauptschule).

Wird nun mit Hilfe der Notengebung in dem Kombinationsfach (Mathematik) der Versuch

einer Validierung der Einschränkung der Leistungsfähigkeit durch voneinander unabhängige

Prüfer unternommen, so zeigt sich ein interessantes Resultat: es treten nur vernachlässigbare

Schwankungen auf und die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Studierenden stimmt

überein.

0

1

2

3

4

Mathematik

Abbildung 5.12: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Physik) und

Standardabweichung gestaffelt nach Kombinationsfach.


5

4

3

2

1

0

Note >=2 besser

0 0

Note 1,5 besser

4

Note 1 besser

1

Note 0,5 besser

3

Note gleich

0

Note 0,5 schlechter

Note 1 schlechter

1 1

Note 1,5 schlechter

Note 2 schlechter

0 0

Note >=2 schlechter

Abbildung 5.13: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Physik – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

2.4.5.2.3 Abschlussarbeiten Staatsexamen

Zur Komplettierung der Absolventenstatistik gehört auch die Zusammenstellung der

wissenschaftlichen Prüfungsarbeiten, die im Betrachtungszeitraum seit 1995 am Institut für

Physik erstellt worden sind. Es handelt sich überwiegend um experimentelle Arbeiten mit

einem punktuell gewichteten theoretischen Anteil, die am Institut für Physik erstellt wurden.

Es wurden allerdings auch einige theoretische Arbeiten sowie Konzepte von Unterrichtsreihen

zu speziellen Fragestellungen angefertigt, die im Unterricht erprobt werden.

Realschulen

2004

• Birkenbach, Marion: Physik des Hörens: Theorie und Demonstrations-Experimente

• Diederich, Heinz: Modelle zum Tunneleffekt

• Lippke, Siegfried: Konzeption, Erprobung und Dokumentation physikalischer

Freihandexperimente für die Schule

2005

• Heinz, Felix: Bestimmung von Naturkonstanten mit schulischen Mitteln

• Mader, Kathrin: Interdisziplinäre Freihand-Experimente aus der Bio-Physik

• Martin, Jens: Numerische Simulation der Reflexion elektromagnetischer Strahlung an

dielektrischen Grenzflächen

• Schütz, Stefan: Alternative Energien - Vorstellungen und Versuche

• Schweitzer, Sven: Mikrowellen im Alltag

• Stephani, Andreas: Parameter der Schallausbreitung

179


2.4.5.3 Abbrecher- und Absolventenquote

180

35

30

25

20

15

10

5

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 5.14: Anfängerzahlen Studierende der Physik, Lehramt an Realschulen

in Prozent

60

50

40

30

20

10

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 5.15: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Physik, Lehramt an

Realschulen

in Prozent

100

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

bis 10.Sem.

Abbildung 5.16: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Physik, Lehramt an Realschulen

2.4.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen

Es liegt kein Minderheiten - Votum vor.

alle


3. Lehrbericht des Mathematischen Instituts

Darstellung der Lehr-, Ausbildungs- und Prüfungsziele

Die Lehr-, Ausbildungs- und Prüfungsziele sind im Wesentlichen mit den Prüfungs- und

Studienordnungen der Studiengänge, in denen Mathematik als Fach oder Bereich auftritt,

vorgegeben. Es sind dies die Studiengänge

• für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen mit dem Hauptfach Mathematik,

• für das Lehramt an Realschulen mit dem Hauptfach Mathematik,

• für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen mit dem Bereich ”Grundlegender

Mathematikunterricht” im Rahmen des Faches Grundschulpädagogik,

• für den Abschluss mit dem Magister Artium mit dem Nebenfach Mathematik,

• für den Abschluss Diplom-Informatiker sowohl im Studiengang „Informatik“ als auch im

Studiengang „Computervisualistik“ mit der Mathematik für Informatiker.

• für den Abschluss Diplom-Informatiker mit Mathematik als Nebenfach

• für den Abschluss Bachelor of Science im Gebiet Informationsmanagement

In den beiden zuletzt genannten Bereichen, die erst vor wenigen Jahren neu eingeführt

wurden, sind die entsprechenden Curricula unterdessen entwickelt und wurden durch ein

thematisch ausgerichtetes Lehrangebot realisiert.

Das studium generale für Hörer aller Fachbereiche konnte im Berichtsjahr nur eingeschränkt

realisiert werden, da die dafür grundsätzlich in Frage kommenden mathematischen

Veranstaltungen auf umfangreichere Vorkenntnisse zurückgreifen müssen. Fächerübergreifendes

Arbeiten findet weiterhin in gemeinsamen Projekten mit Fachvertretern

anderer Disziplinen, u.a. mit der Allgemeinen Didaktik , statt. Dies zeigen etwa die Themen

von schriftlichen Hausarbeiten, insbesondere im Rahmen des Studiengangs “Lehramt an

Grund- und Hauptschulen”.

3.1 Veranstaltungsangebot

3.1.1 Wintersemester 2004/2005

3.6.1 Geometrie Mo 10-12 Schröder

V 4std a GH R MG 310

Mi 10-12

MG 410

3.6.2 Übung zur Geometrie A: Mi 14-16 Schröder

(in Gruppen) MG 309

Ü 2std a GH R B: Do 10-12 Schröder

MG 309

3.6.3 Lineare Algebra I Mo 12-14 Pottinger

V 4std a R MD 028

Di 10-12

ME 011

3.6.4 Übung zur Linearen Algebra I A: Fr 14-16 Heinrich

Ü 2std a R MG 310

181


182

B: Fr 14-16 Kharif

ME 314

3.6.5 Analysis II Mo 14-16 Riede

V 4std a R MG 310

Mi 14-16

MG 310

3.6.6 Übung zu Analysis II A: Do 14-16 Kharif

Ü 2std a R MK 208

B: Fr 12-14 Kharif

ME 314

3.6.7 Mathematik für Informatiker I Mo 10-12 Pottinger/

V 4std a In MD 028 Heinrich

Do 14-16

MD 028

3.6.8 Übung zu Mathematik für Informatiker I A: Mo 12-14 Heinrich

Ü 2std a In MG 410

B: entfällt

C: Di 12-14 Kharif

MG 209

D: Do 16.30 Bürgstein

MG 310

E: enfällt

F: Di 18-20 Gey

MG 310

3.6.9 Diskrete algebraische Strukturen Fr 10-12 Ullrich

V 2std a In MD 028

3.6.10 Übung zu Diskrete algebraische A: Mi 16-17 c.t. Hupp

Strukturen MG 209

Ü 1std a In B: Mi 17-18 c.t. Hupp

MG 209

C: Di 10-11 s.t. Hupp

MG 209

D: Di 11-12 s.t. Hupp

MG 209

E: entfällt

3.6.11 Mathematik für Informatiker III Fr 14-17 Heinrich

V 3std b In MD 028

3.6.12 Übung zu Mathematik für Informatiker A: Di 9-10 Heinrich

III MK 101

Ü 1std b In B: Di 11-12 Kharif

MK 101

C: Di 17-18 Kharif

MK 101

3.6.13 Mathematik für Informationsmanagement Mo 10-12 Riede

V 4std a InfM MG 309


Mi 10-12

MG 309

3.6.14 Übung zu Mathematik für Informations- Do 14-16 Warlich

management MG 310

Ü 2std a InfM

3.6.15 Einführung in die Stochastik Di 10-12 Rüdiger

(Wahlpflichtveranstaltung) MK 107

V 4std b c GH R Mi 10-12

MG 409

3.6.16 Übungen zur Einführung in die Do 10-12 Rüdiger

Stochastik MA 213

Ü 2std b c GH R

3.6.17 Einführung in die Zahlentheorie Mo 14-16 Fraunholz

(Wahlpflichtveranstaltung) ME 113

V 4std b c GH R In Di 10-12

MG 310

3.6.18 Übung zur Einführung in die Zahlentheorie Mi 14-16 Schröder

Ü 2std b c GH R In MG 309

3.6.19 Symmetrische Figuren Mo 16-18 Frank

(Wahlpflichtveranstaltung) MG 310

V 4std b c GH R In Di 16-18

MG 310

3.6.20 Übungen zu Symmetrische Figuren Mi 16-18 Frank

Ü 2std GH R In MG 310

3.6.21 Proseminar (A) Mi 14-16 Warlich

ProS 2std b R MG 209

3.6.22 Proseminar (B) s. Aushang Ullrich

ProS 2std c R

3.6.23 Fachwissenschaftliches Seminar R (A) Di 14-16 Frank

S 2std c R MG 210

3.6.24 Fachwissenschaftliches Seminar R (B) Di 12-14 Hupp

S 2std c R MG 209

3.6.25 Didaktik der Geometrie Di 16-18 Zillmer

V/Ü 2std a b GH R SO ME 011

3.6.26 Fachdidaktisches Seminar R s. Aushang Ullrich

Thema wird noch bekannt gegeben

S 2std c R

3.6.27 Fachdidaktisches Seminar GH Mo 10-12 Zillmer

Thema wird noch bekannt gegeben MG 209

S 2std c R

183


3.6.28 Grundlegender Mathematikunterricht I Mi 14-16 Hupp

V/Ü 2std a b GH GP ME 011

3.6.29 Grundlegender Mathematikunterricht III Do10-12 Ullrich

(Geometrie) ME 011

V/Ü 2std a b GH GP

3.6.30 Grundlegender Mathematikunterricht IV Fr 12-14 Zillmer

V 2std b c GH GP MD 028

3.6.31 Übung zu Grundlegender Mathematik- A: Mi 8-10 Zillmer

unterricht IV MG 209

(in Gruppen) B: Do 14-16 Zillmer

Ü 2std b c GH GP MG 209

C: Do 10-12 Hupp

MG 209

D: Do 12-14 Hupp

MG 209

E: Fr 10-12 Warlich

MG 209

3.6.32 Schwerpunktveranstaltung GMU (A) Fr 8-10 Zillmer

(Entwicklung stochastischer Denk- und MG 209

Arbeitsweise in der Grundschule)

Ü 2std GH GP

3.6.33 Schwerpunktveranstaltung zu GMU (B) Di 14-16 Hupp

(Geometrie) MG 209

Ü 2std b GH GP

3.6.34 Fachpraktikum Mi 9-12 Warlich

P 2std b c GH Schule

3.6.35 Fachpraktikum Do 9-12 Warlich

P 2std b c GH Schule

3.6.36 Fachpraktikum Di 8-12 Zillmer

P 2std b c GH Schule

3.6.37 Fachdidaktisches Seminar R Do 8-10 Zillmer

S 2std c R MG 210

3.6.38 Mathematisches Kolloquium Do 16.30 n.b.A. Dozenten

(Es handelt sich bei diesen Kolloquien MG 209

um Vorträge von Dozenten, die gesondert

angekündigt werden)

K 2std

3.6.39 Proseminar (c) Di 16-18 Hupp

ProS 2std b R MG 209

184


3.1.2 Sommersemester 2005

3.6.1 Mathematik I Mo 10 Schröder

V 4std a GH MG 310

Di 10

MG 310

3.6.2 Übung zu Mathematik I A: Do 10 Schröder

Ü 2std a GH MG 309

B: Do 14 Schröder

MG 309

3.6.3 Mathematik II (Algebra) Mo 10 Frank

V 4std a GH MF 413

Fr 10

MG 310

3.6.4 Übung zu Mathematik II Mi 16 Hupp

Ü 2std a GH MK 107

3.6.5 Analysis I Mo 16 Ullrich

V 4std a R ME 011

Di 14

MD 028

3.6.6 Übung zu Analysis I A: Do 10 Kharif

Ü 2std a R ME 314

B: Fr 10 Kharif

MG 309

3.6.7 Lineare Algebra II Di 8 Frank

V 4std a R ME 113

Mi 8

MG 410

3.6.8 Übung zu Lineare Algebra II Di 16 Schröder

Ü 2std a R MG 310

3.6.9 Mathematik für Informatiker II Mo 10 Heinrich

V 4std a In MD 028

Do 14

MD 028

3.6.10 Übung zu Mathematik für Informatiker II A: Fr 12 entfällt

Ü 2std a In MG 209

B: Di 14 Kharif

MG 409

C: Do 16.45 Bürgstein

MG 309

D: Fr 12 Kharif

MG 310

E: Mi 18 Berweiler

MG 209

185


3.6.11 Numerik Mo 14 Riede

V 4std b c R In MG 310

Mi 14

MG 310

3.6.12 Übung zu Numerik A: Di 12 Heinrich

Ü 2std b c R In ME 413

B: Fr 14 Heinrich

ME 412

3.6.13 Praktikum zu Numerik Mo 9-10 Heinrich

P 2std b c R In MF 113

Fr 9-10

MF 113

3.6.14 Wahlpflichtveranstaltung Dynamische Mo 10 Riede

Systeme MG 309

V 4std b c GH R In Mi 10

MG 309

3.6.15 Übung zu Dynamische Systeme Do 12 Kharif

Ü 2std b c GH R In MG 309

3.6.16 Geschichte der Mathematik Mo 12 Fraunholz/

Wahlpflichtveranstaltung MG 310 Hupp

V 4std b c GH R In Di 10

ME 011

3.6.17 Übung zu Geschichte der Mathematik Di 12 Hupp

Ü 2std b c GH R In ME 313

3.6.18 Proseminar Zahlbereiche Do 8 Warlich

ProS 2std b R MG 309

3.6.19 Proseminar Zahlentheorie Di 16 Hupp

ProS 2std b R MG 209

3.6.20 Fachwissenschaftliches Seminar Di 10 Ullrich

Modellierung MG 309

S 2std c R In

3.6.21 Fachwissenschaftliches Seminar Di 14 Hupp

Prolemlösestrategien MG 209

S 2std c R In

3.6.22 Fachwissenschaftliches Seminar Fr 14 Rüdiger

Finanzmathematik MG 209

S 2std c R In

3.6.23 Fachdidaktik I Mo 14 Zillmer

V/Ü 2std a GH R SO MD 028

3.6.24 Fachdidaktik II Di 16 Zillmer

V/Ü 2std a GH R SO MD 028

186


3.6.25 Fachdidaktisches Seminar Mi 14 Zillmer

S 2std c GH MB 017

3.6.26 Fachdidaktisches Seminar Computer im Mi 16 Fraunholz

Mathematikunterricht MG 209

S 2std c R

3.6.27 Fachdidaktisches Seminar Di 8 Ullrich

Bildungsstandards MG 210

S 2std c R

3.6.28 Grundlegender Mathematikunterricht II Mi 14 Warlich

(Größen und Sachrechnen) MD 028

V 2std a b GH GP

3.6.29 Grundlegender Mathematikunterricht III Mi 10 Zillmer

(Geometrie) ME 011

V 2std a b GH GP

3.6.30 Grundlegender Mathematikunterricht IV Mi 14 Hupp

(Lehren und Lernen von Mathematik) ME 011

V 2std b c GH GP

3.6.31 Übung zu Grundlegender A: Do 10 Hupp

Mathematikunterricht IV MG 209

Ü 2std b c GH GP B: Do 12 Hupp

MG 209

C: Do 14 Warlich

MK 208

D: Do 14 Zillmer

MG 209

E: Di 16 Gey

MG 309

3.6.32 Schwerpunktveranstaltung zu GMU Vom Fr 8 Zillmer

Begründen zum Beweisen MG 209

S 2std b GH GP

3.6.33 Schwerpunktveranstaltung zu GMU Do 10-13 Warlich

Schulpraxis Schule

S 2std b GH GP

3.6.34 Fachpraktikum 1/2 Schule Zillmer

P 2std b c GH

3.6.35 Fachpraktikum 3 Mi 8.45-12 Warlich

P 2std b c GH Schule

3.6.36 Mathematische Inhalte im Grundschul- Do 14 Kuss

unterricht und deren Umsetzung MG 310

Gefördert vom Senatsausschuss für

Frauenfragen

V/Ü 2std b c GH GP

187


4.1.35 Blockkurs Java-Programmierung n.b.V. Riediger

V2

3.6.37 Mathematisches Kolloquium Do 16 n.b.A. Dozenten

(Es handelt sich bei diesen Kolloquien MG 209

um Vorträge von Dozenten, die gesondert

angekündigt werden)

K 2std

3.6.38 Schwerpunktveranstaltung Mathemat. Mi 18 Warlich

Prinzipien im Grundschulunterricht MK 101

S 2std b c GH GP

3.6.39 Fachpraktikum Schule Zillmer

P 2std b c R

3.6.40 Vorträge über Sprungprozesse (Zeitraum Fr 10 Rüdiger

Juni und Juli 2005) MA 120

2std

Strukturell gesehen zeigen die beiden Übersichten ein ähnliches Bild wie im letzten

Berichtszeitraum. Bei den Wahlpflichtgebieten haben sich die Wahlmöglichkeiten für die

Studierenden durch Hinzunahme neuer Themenbereiche weiter verbreitert. Vereinzelt lassen

sich sogar spezifische Wahlpflichtangebote ausschließlich für das Realschullehrerstudium

realisieren.

Die Veranstaltungen werden am Ende der Vorlesungszeit des vorhergehenden Semesters

verbindlich durch Aushang angekündigt, für die Seminare finden in der Regel bereits dann

Vorbesprechungen statt, so dass die Studierenden die Seminarvorträge in der vorlesungsfreien

Zeit ausarbeiten können.

Für die Prüfungsverfahren gilt nach wie vor das im Bericht 2002 Dargelegte. Die

studienbegleitenden Prüfungen im Bachelor-Studiengang Informationsmanagement stellen

allerdings zusätzliche Anforderungen an die Organisation und Dokumentation dieser

Verfahren.

3.2 Lehrsituation

Nach den Angaben des Kapazitätsbuchs 2004 (Stand: 31.12.2003) verfügte das Mathematische

Institut über

4 Professuren mit einem Gesamtangebot von 30 SWS

1 Juniorprofessur mit 4 SWS

5,5 Stellen akademischer Mitarbeiter(innen) (wissenschaftliche Mitarbeiter und

Lehrkräfte für besondere Aufgaben) mit insgesamt 67 SWS,

3 Lehraufträge mit insgesamt 6 SWS

Damit war ein Lehrangebot von 107 SWS vorhanden, dem eine Lehrnachfrage von 149,11

SWS gegenüberstand. Berücksichtigt man nur diejenigen Studierenden, die sich in der

Regelstudienzeit (RSZ) befanden, ist von einer Lehrnachfrage von 126,62 SWS auszugehen.

Bei diesen rein rechnerischen Angaben muss man berücksichtigen, dass der

188


Curricularnormwert für den Studiengang ”Lehramt an Grund- und Hauptschulen” seinerzeit

nicht auf Grund von Erhebungen über die fachlich notwendigen Lehrangebote, sondern in

Analogie zum Diplomstudiengang ”Pädagogik” festgelegt wurde, ein Mangel, der auch im

aktuellen Berichtszeitraum nicht behoben wurde.

Die Studierenden verteilen sich sehr unterschiedlich auf die von der Mathematik zu betreuenden

Bereiche; besonders groß ist die Anzahl der Studierenden der Informatik und der

Computervisualistik sowie die der Grundschulpädagogik-Studierenden.

In Vollzeitäquivalente umgerechnet sind vom Mathematischen Institut 350,20 (RSZ : 299,6)

vollzeitäquivalente Studierende zu betreuen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 11 Prozent

gegenüber dem Vorjahr. Die formale Berechnung der Lehrnachfrage über Curricularfaktoren

kann den tatsächlichen Aufwand für die Betreuung von Studierenden nicht annähernd

widerspiegeln. Dies gilt besonders auch im Hinblick auf die Betreuung von Seminar- und

Examensarbeiten sowie von Prüfungen (zum Beispiel müssen alle z. Zt. 1170 Studierenden

der Grundschulpädagogik in ihrer Abschlussprüfung je 15 Minuten geprüft und natürlich auch

im Blick auf diese Prüfung vorher beraten werden).

Die SWS-Nachfrage und das vorhandene Lehrangebot sind keineswegs ausgewogen,

gegenüber früheren Jahren ist allerdings eine Verbesserung erkennbar.

Für das SS 05 ergeben sich gem. Fortschreibung des Kapazitätsbuchs geringfügig andere

Werte:

Tabelle 6.1: Bilanz der Lehrnachfrage gem. Fortschreibung des Kapazitätsbuchs

Institut Prof. SWS akad. SWS Lehraufträge SWS- SWS-

MA kap.wirksam Angebot Nachfrage

Mathematik 5 34 6 67 10 111 157,11

Externe Lehraufträge dienen überwiegend dazu, den Übungsbetrieb, der in effizienter Weise

nur mit kleinen Gruppen durchgeführt werden kann und im Fach Mathematik unverzichtbar

ist, aufrecht zu erhalten.

Tabelle 6.2: Externe Lehraufträge im Wintersemester 2004/2005 (oben) und im Sommersemester

2005 (unten).

Name Thema SWS

Bürgstein, Hartmut Übungen zu Mathematik für Informatiker I 2

Gey, Dietmar Übungen zu Mathematik für Informatiker I 2

Dr. Kharif, Igor Übungen zur Analysis II 2

Übungen zur Linearen Algebra I 2

Übungen zu Diskrete Algebraische Strukturen 2

Name Thema SWS

Berweiler, Rolf Übungen zu Mathematik für Informatiker B 2

Bürgstein, Hartmut Übungen zu Mathematik für Informatiker B 2

Gey, Dietmar Übungen zu Grundlegender Mathematikunterricht IV 2

Dr. Kharif, Igor Übungen zu Mathematik für Informatiker B und zu 6

Analysis I

Kuss, Anke Mathematische Inhalte im Grundschulunterricht und

deren Umsetzung

2

189


3.3 Studiensituation

Die Betreuungsrelation Studenten pro Professor betrug für das WS 604:1 und umgerechnet

auf Vollzeitäquivalente 70:1 (für das SS ist von geringfügig verbesserten Werten

auszugehen). Die Betreuungsrelation Studenten pro Wissenschaftler betrug real 275:1 und

bezogen auf VZÄ 32:1. Diese Zahlen müssen als Alarmzeichen gewertet werden !

Die Studiensituation darf trotzdem insgesamt noch als „erträglich“ gelten, wobei allerdings

ein intensivierter Übungsbetrieb in Kleingruppen notwendig wäre, um manchen Studierenden

gezielt Hilfen zu geben (vgl. die Examensnoten in Kapitel 3.5.2). Hierfür müssten mehr

akademische Mitarbeiter zur Verfügung stehen (die vergleichsweise geringe Zahl an

Professoren führt notwendig zur verstärkten Einbindung der Mitarbeiter in die Abhaltung von

Kursvorlesungen; möglicherweise ergibt sich über die erhoffte Installation eines gymnasialen

Studiengangs langfristig eine Chance zur Mithilfe durch studentische Hilfskräfte). Die

Studienabbruch-Zahlen sind vermutlich im wesentlichen gleich geblieben. Etliche

Studierende schätzen zu Studienbeginn das Mathematikstudium falsch ein.

Durch die große Zahl der Grundschulpädagogik-Studierenden ist die Studiensituation im

„Grundlegenden Mathematikunterricht” wohl noch lange unbefriedigend. Vorlesungen und

Übungen sind viel zu stark belegt, so dass auf die sehr unterschiedlichen Vorkenntnisse in

Mathematik nicht hinreichend eingegangen werden kann. Vom Mathematischen Institut

geleistete Verbesserungen sind in Abschnitt 3.4 beschrieben.

Die Lehramtsprüfungen in Mathematik werden i. a. ohne allzu große Überschreitungen der

Regelstudienzeiten abgelegt. Genauere Angaben folgen im Abschnitt 3.5.2.

3.4 Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Studiums

Um die Qualität des Studiums zu verbessern, wurde schon seit längerer Zeit die

Studienberatung verstärkt. Die schon vor Jahren im Mathematischen Institut neu geordnete

Studienberatung mit der Zuständigkeit einzelner Mitarbeiter für jeweils spezielle

Studiengänge hat sich auch im zurückliegenden Jahr bewährt. Gerade für den Grundlegenden

Mathematikunterricht im Rahmen des Grundschulpädagogik-Studiums wurden Maßnahmen

ergriffen, die den Studierenden einen klareren Studienaufbau und eine bessere

Selbsteinschätzung ermöglichen.

Durch den Einsatz von studentischen Hilfskräften wird der Übungsbetrieb gestützt. Die in

früheren Jahren zweckgebunden bewilligten Mittel für studentische Tutoren, die insbesondere

Repetitorien zur Klausur- und Examensvorbereitung durchgeführt haben, sind

erfreulicherweise jüngst wieder zur Verfügung gestellt worden. (Tutoren-Sofortprogramm

2004 der Universität für das SS 05 – wie auch das WS 05/06). Leider konnte wegen fehlender

Finanzmittel die für das Mathematikstudium unerlässliche Korrektur der Hausübungen in den

Servicebereichen Grundschulpädagogik und Informatik nicht im wünschenswerten Umfang

durchgeführt werden. Dies ist eine starke Beeinträchtigung der Qualität des Studiums. Für die

kommende Zeit zeichnet sich hier eine Besserung ab.

Die bereits vor einigen Jahren begonnene „Maßnahme zur Verbesserung der Lehre“, nämlich

die Erstellung von Skripten zu den Vorlesungen ”Zahlentheorie”, ”Mathematische Logik”

und “Einführung in die Mathematik für das Grund- und Hauptschullehramt Teil I und Teil II”,

“Lineare Algebra Teil I und Teil II“ (die auch weiterhin zur Verfügung stehen), wurde durch

die von der Arbeitsgruppe „Computer-Lernumgebungen“ (AGCLU) entwickelte „Lineare

Algebra“ ergänzt; sie wird seit dem Wintersemester 2003/04 im Netz angeboten. Jetzt stehen

den Studierenden vollständige Darstellungen von sechs Vorlesungen und eine vollständige

Computer-Lernumgebung zur Verfügung. Die Einführung dieser Skripte hat zu keiner

190


erkennbaren Verringerung der Hörerzahl in den Präsenzveranstaltungen geführt, so dass man

davon ausgehen kann, dass die Studierenden hierdurch tatsächlich zusätzliche Hilfen erhalten.

Das bereits seit einigen Jahren parallel zu den Grundvorlesungen eingesetzte Computer-

Algebra-System (Maple V) wird weiter benutzt. Der Zugriff durch die Studierenden ist

allerdings sehr unterschiedlich, was unterstreicht, wie wichtig die Einführung der

Studierenden in die Verwendung heutiger Technologien ist.

3.5 Statistische Daten

3.5.1 Studierendenzahlen seit 1995

Die Entwicklung der Studierendenzahl (seit 1995) in den grundständigen Studiengängen

Lehramt an Grund- und Hauptschulen und Lehramt an Realschulen erfolgt, wie Abb. 6.1 und

Tabelle 6.3 ausweisen, seit Jahren weitgehend parallel. Dabei entfallen auf das Lehramt

Realschule mit jetzt über 250 ca. 56 % der Studierenden im Hauptfach Mathematik

Studierende

300

250

200

150

100

50

0

SS 95

WS 95/96

SS 96

WS 97/98

SS 98

WS 98/99

SS 99

WS 96/97

SS 97

Studierendenzahlen Mathematik

WS 99/00

SS 00

Semester

WS 00/01

SS 01

WS 01/02

SS 02

WS 03/04

SS 04

WS 04/05

SS 05

WS 02/03

SS 03

Abbildung 6.1: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den drei grundständigen

Lehramtsstudiengängen im Hauptfach Mathematik (im Bereich Sonderschule nur

„fachdidaktischer Bereich Mathematik”)

Damit hat die Nachfrage des Realschul-Studiengangs seit drei Jahren ständig zugenommen.

Ähnlich verhält es sich beim Studiengang Lehramt an Grund- und Hauptschulen, allerdings

auf einem niedrigeren Niveau von ca. 200 Studierenden.

Die Studierendenzahlen für das Lehramt an Sonderschulen sind seit dem Wintersemester

2003/04 rückläufig, weil dieser Studiengang in Koblenz ausläuft.

Für die Studiengänge mit einem Serviceangebot der Mathematik ergibt sich die folgende

Entwicklung der Studierendenzahlen, die zeitweise durch einen Numerus clausus gesteuert

wurde.

GH

Real

SO

191


192

1500

1200

900

600

300

0

SS 95

Diplominformatik und Computervisualistik

WS 95/96

WS 96/97

WS 97/98

Dienstleistungen an Fachbereiche 1 und 4

Grundschulpädagogik

WS 98/99

WS 99/00

Informationsmanagement

Semester

WS 00/01

WS 01/02

WS 02/03

WS 03/04

WS 04/05

Mathe/Physik

Mathematik

Mathematik

Abbildung 6.2: Langfristige Fluktuation der Studierendenzahlen in den Studiengängen mit

Mathematik als Service-Angebot.

Tabelle 6.3: Übersicht über die Fluktuation der Studierendenzahl in allen angebotenen

Studiengängen des Fachs Mathematik und in den Studiengängen, in denen Mathematik als

Service-Veranstaltung angeboten wird. Die Zahlen sind aufgeschlüsselt nach Semester,

Hauptfach, fachdidaktischer Bereich (FDB) sowie Ergänzungsstudiengang.

SS 99 WS SS 00 WS SS 01 WS SS 02 WS SS 03 WS SS 04 WS SS 05

99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05

GH 134 130 102 110 94 110 107 133 148 163 179 219 201

GH Erg. 2 3 4 3 3 3 2 1 1 4 1 3 7

RS 149 146 144 162 142 127 148 182 194 201 210 245 252

RS Erg. 4 7 5 4 4 4 2 2 3 2 3 5 6

SO 4 4 1 1 1 3 2 7 7 5 5 2 1

SO FDB 27 22 18 21 17 35 0 66 73 58 48 17 6

Magister

(Nf)

3 3 3 1 2 3 4 3 7 12 6 11 7

Promotion

(Hf/Nf)

0/2 1/2 0/2 0/2 0/1 1/1 0/1 1/1 1/1 1/1 1/1 1/1 1/1

WS WS WS WS WS WS WS WS WS WS

95/96 96/97 97/98 98/99 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05

Informatik 775 708 668 667 716 1009 1018 1051 1098 1067

Grundschulpädagogik 1434 1384 1324 1143 963 933 1030 1052 1227 1170

Informationmanagement 38 107 165 209 227

3.5.2 Noten

3.5.2.1 Staatsexamen

Die Übersicht über die Noten mit der leicht rechtsgipfligen Verteilung (Abb. 6.3) widerspiegelt

die hohen Anforderungen, die in der Mathematik an die Studierenden gestellt werden.

Insgesamt handelt es sich aber um eine durchaus ausgewogene Notenverteilung.


40

35

30

25

20

15

10

5

0

8

Note 1,0

23

Note 1,3

14

Note 1,6

27

Note 1,9

12

Note 2,2

37

Note 2,5

Abbildung 6.3: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Mathematik im Lehramt für

Realschulen von 250 Studierenden seit SS 1995.

Aus der Abbildung 6.4 kann man entnehmen, dass die Studierenden im Realschullehrerstudiengang

die Regelstudienzeit nur relativ geringfügig überschreiten. Es ist also noch ein

zügiges Studium möglich.

100

80

60

40

20

0

5. Semester

2

6. Semester

23

7. Semester

55

8. Semester

81

9. Semester

39

10. Semester

23

Note 2,8

23

11. Semester

30

Note 3,1

12

Note 3,4

22

Note 3,7

6 4 7

12. Semester

13. Semester

14. Semester

27

Note 4,0

11

Note 4,3

4

Note 4,5

3 2 1

15. Semester

16. Semester

Abbildung 6.4: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

Zwischen den erzielten Noten der Absolventen und der (geringen) Studiendauer besteht

offensichtlich eine positive Korrelation. Studierende, die ihr Abschlussexamen hinauszögern,

sind in der Regel die Leistungsschwächeren (vgl. Abb. 6.5).

193


194

0

1

2

3

4

5

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 6.5: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt nach

dem Fachsemester des Abschlusses.

Das Verhältnis von männlichen und weiblichen Studierenden im Fach Mathematik im

Realschullehrerstudiengang ist ziemlich ausgewogen. Dies ist eine erfreuliche Tatsache für

die Versorgung der Schulen mit Mathematiklehrern bzw. –lehrerinnen. Der Durchschnitt der

erreichten Examensnoten schwankt von Semester zu Semester nur wenig, (scheinbare)

Ausreißer in einzelnen Semestern sind durch geringe Kandidatenzahlen bedingt. Dies lässt

darauf schließen, dass in der Gruppe der Mathematik-Studierenden über Jahre hinweg etwa

gleichbefähigte Studierende vorhanden sind. Dies ist sicher im Hinblick auf die Qualität der

künftigen Lehrer(innen) positiv zu bewerten.

Tabelle 6.4: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Realschulen nach Semester,

Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 7 4 11 3,0

WS 95/96 3 7 10 3,1

SS 96 10 11 21 2,7

WS 96/97 3 3 6 3,5

SS 97 7 5 12 3,0

WS 97/98 6 5 11 2,6

SS 98 10 9 19 2,7

WS 98/99 4 4 8 2,5

SS 99 10 8 18 2,6

WS 99/00 1 2 3 3,2

SS 00 13 7 20 2,4

WS 00/01 3 2 5 2,5

SS 01 5 9 14 2,4

WS 01/02 8 6 14 2,6

SS 02 8 8 16 2,0

WS 02/03 4 12 16 2,5

SS 03 9 7 16 2,0

WS 03/04 2 4 6 2,7

SS 04 8 6 14 2,8

WS 04/05 5 4 9 2,7

SS 95 - WS 04/05 126 123 249 2,6


Die von den Studierenden gewählten Fächerkombinationen lassen eindeutig eine

Bevorzugung der „klassischen“ Kombinationen erkennen: Mathematik wird vorwiegend mit

Physik und den anderen Naturwissenschaften, aber auch Sport gewählt. Im Blick auf das

fächerübergreifende Denken, das auch für den Schulunterricht wichtig ist, sind die vielen

anderen Kombinationen zu begrüßen, auch wenn sie nicht mit größerer Häufigkeit

vorkommen. (Vgl. Abb. 6.6)

105

90

75

60

45

30

15

0

Erw. Prüf.

1

Biologie

31

Chemie

42

Geographie

10

Physik

89

Sport

35

Englisch

3

Deutsch

7 6 6 9 11

Geschichte

Ev. Theol

Kath. Theol.

Abbildung 6.6: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Mathematik.

0

1

2

3

4

Erw. Prüf.

Biologie

Chemie

Geographie

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Abbildung 6.7: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Mathematik!) und

Standardabweichung gestaffelt nach Kombinationsfach.

Die Leistungsbewertung im Fach Mathematik scheint strenger zu erfolgen als in manchen

anderen Fächern. Die Abbildung 6.8 weist aus, dass die Verteilung der Differenzen zwischen

der Note in Mathematik und in dem anderen gewählten Fach stark rechtsgipflig ist.

Musik

Musik

195


196

70

60

50

40

30

20

10

0

4

Note >=2 besser

6

Note 1,5 besser

17

Note 1 besser

33

Note 0,5 besser

60

Note gleich

46

Note 0,5 schlechter

33

Note 1 schlechter

22

Note 1,5 schlechter

23

Note 2 schlechter

5

Note >=2 schlechter

Abbildung 6.8: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Mathematik – Note 2. Fach“ in 0,5

Einheiten breiten Klassen.

3.5.2.2 Staatsexamen: Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Auch bei den Prüfungen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen liegt bei den erreichten

Examensnoten eine Verschiebung der Verteilung nach rechts vor. Diese ist hier noch deutlicher

als beim Realschullehramt (vgl. Abb. 6.9).

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

5

Note 1,0

8

Note 1,3

13

Note 1,6

22 22

Note 1,9

Note 2,2

33

Note 2,5

Abbildung 6.9: Übersicht der Abschlussnoten im Fach Mathematik im Lehramt für Grund-

und Hauptschulen von 278 Studierenden seit SS 1995.

Die Kandidat(inn)en für das Grund- und Hauptschullehramt halten die Regelstudienzeit noch

besser ein als die für das Realschullehramt. Im Interesse kurzer Studienzeiten ist dies ein

bemerkenswerter Befund.

17

Note 2,8

40

Note 3,1

30

Note 3,4

34

Note 3,7

27

Note 4,0

23

Note 4,3

4

Note 4,5


160

140

120

100

80

60

40

20

0

5. Semester

6

6. Semester

21

7. Semester

138

8. Semester

65

9. Semester

19

10. Semester

12

11. Semester

5 3 0 1 1 0

12. Semester

13. Semester

14. Semester

15. Semester

16. Semester

Abbildung 6.10: Übersicht der Fachsemester, in denen die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

Die Abhängigkeit der erzielten Examensnote von der Kürze der Studienzeit ist hier nicht so

deutlich wie beim Realschullehramt, in der Tendenz aber gleich (vgl. Abb. 6.11).

0

1

2

3

4

5

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

11. Semester

12. Semester

13. Semester

14. Semester

Abbildung 6.11: Durchschnittsnoten der Absolventen und Standardabweichung gestaffelt

nach dem Fachsemester des Abschlusses.

Eine Ausgewogenheit der Geschlechter im Hauptfach Mathematik im Studiengang für das

Lehramt an Grund- und Hauptschulen ist nicht gegeben. Es überwiegt die Zahl der weiblichen

Studierenden die der männlichen bei weitem. Das Verhältnis 4,5 : 1 ist der Tabelle 6.5 zu

entnehmen. Ein Grund dafür liegt in der großen Zahl der Studierenden mit der Ausrichtung

auf die Grundschule (anderes Fach: Grundschulpädagogik).

Tabelle 6.5: Bestandene Abschlussprüfungen Lehramt an Grund- und Hauptschulen nach

Semester, Geschlecht und Durchschnittsnote.

Semester männl. weibl. Gesamt

Anzahl Anzahl Anzahl ∅-Note

SS 95 5 14 19 3,3

WS 95/96 4 24 28 2,8

SS 96 3 12 15 3,0

WS 96/97 2 18 20 3,1

SS 97 3 9 12 3,2

WS 97/98 5 16 21 2,9

SS 98 3 11 14 2,8

WS 98/99 2 24 26 2,6

197


198

SS 99 2 7 9 2,9

WS 99/00 4 16 20 2,9

SS 00 3 5 8 3,2

WS 00/01 4 14 18 2,9

SS 01 7 7 2,6

WS 01/02 2 12 14 3,1

SS 02 2 2 4 2,7

WS 02/03 0 1 1 3,8

SS 03 2 11 13 2,7

WS 03/04 1 5 6 2,6

SS 04 1 7 8 2,8

WS 04/05 2 15 17 2,5

SS 95 - WS 04/05 48 227 275 2,9

Das eben Gesagte wird durch die Abbildung 6.12 belegt, die zeigt, wie stark der Anteil der

Studierenden ist, die Grundschulpädagogik gewählt haben. Diese sind fast ausnahmslos

Damen.

Aus diesen Zahlen kann man entnehmen, dass die Versorgung der Hauptschulen mit

Mathematiklehrern zunehmend schwieriger werden dürfte. Es erscheint notwendig, diesem

Mangel entgegenzuwirken.

240

200

160

120

80

40

0

3 2 5 10 5 2 1 3 2 5 5

Biologie

Chemie

207

Geographie

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Musik

GP

Sozialkunde

1

Wirtschaftswiss.

Abbildung 6.12: Häufigkeit der Fächerkombination der Studierenden der Mathematik.

Die Notenverteilung im Hinblick auf das Kombinationsfach (vgl. Abb. 6.13) lässt nur schwer

eine Interpretation zu. Dies gilt umso mehr, als die jeweilige Anzahl der Studierenden in den

einzelnen Kombinationsfächern sehr gering ist.

27


0

1

2

3

4

5

Biologie

Chemie

Geographie

Physik

Sport

Englisch

Deutsch

Geschichte

Ev. Theol.

Kath. Theol.

Musik

GP

Sozialkunde

Wirtschaftswiss.

Abbildung 6.13: Durchschnittsnoten der Absolventen (im Fach Mathematik!) und Standardabweichung,

gestaffelt nach Kombinationsfach.

Die Unterschiede in der Notengebung im Fach Mathematik und den Kombinationsfächern

treten im Bereich des Lehramts an Grund- und Hauptschulen noch deutlicher zutage als beim

Realschullehramt. Die Verteilung ist stark nach rechts verschoben (vgl. Abb. 6.14). Auf

Grund der hohen Zahl der Student(inn)en mit dem Kombinationsfach Grundschulpädagogik

liegt der Schluss nahe, dass im Fach Grundschulpädagogik von den Kandidat(inn)en

wesentlich bessere Examensnoten erzielt werden als im Fach Mathematik. Den Gründen dafür

sollte man universitätsintern nachgehen.

70

60

50

40

30

20

10

0

Note >=2 besser

0 0

Note 1,5 besser

6

Note 1 besser

16

Note 0,5 besser

44

Note gleich

51

Note 0,5 schlechter

59

Note 1 schlechter

56

Note 1,5 schlechter

33

Note 2 schlechter

13

Note >=2 schlechter

Abbildung 6.14: Häufigkeitsverteilung der Differenz „Note Mathematik – Note 2. Fach“ in

0,5 Einheiten breiten Klassen.

199


3.5.3 Abbrecher- und Absolventenquote

200

120

100

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 6.15: Anfängerzahlen Studierende der Mathematik, Lehramt an Realschulen

in Prozent

50

40

30

20

10

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 6.16: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Mathematik, Lehramt an

Realschulen

in Prozent

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

bis 10.Sem.

Abbildung 6.17: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Mathematik, Lehramt an Realschulen

alle


120

100

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Abbildung 6.18: Anfängerzahlen Studierende der Mathematik, Lehramt an Grund- und

Hauptschulen

in Prozent

70

60

50

40

30

20

10

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Jahr des Studienbeginns

Abbildung 6.19: Abbrecherquote bis zum 3. Semester im Fach Mathematik, Lehramt an

Grund- und Hauptschulen

in Prozent

80

60

40

20

0

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Jahr des Studienbeginns

bis 10.Sem.

Abbildung 6.20: Absolventenquote, Absolventen bis einschl. 10. Semester und Gesamtanzahl

Absolventen im Fach Mathematik, Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Abbildung 6.20 zeigt, dass die Abbrecherquote deutlich zurückgegangen ist. Dazu mag

beigetragen haben, dass die Studienfachwahl bewusster erfolgt ist, aber auch dass die

Betreuung und Beratung der Studierenden intensiver war.

3.6 Stellungnahmen von Einzelpersonen

Stellungnahmen und Minderheitsvoten liegen nicht vor.

alle

201


4. Lehrbericht des Instituts für Sportwissenschaft

Das Institut für Sportwissenschaft bietet folgende grundständige Studiengänge an:

- Lehramt für Grund- und Hauptschule

- Lehramt für Realschule

- Lehramt für Sonderschule (nur Grundstudium)

- Lehramt für Berufsbildende Schulen

- Studiengang Magister als Hauptfach und als Nebenfach

Außerdem besteht die Möglichkeit einer Promotion zum Dr.rer.nat. in Sportwissenschaft.

Die Hauptziele der Ausbildung bestehen darin, den Studierenden Wissen, Erkenntnisse,

Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen zu vermitteln, um im Handlungsrahmen der

Institution Schule bzw. in außerschulischen Bereichen des Sports Lehrtätigkeit als Beruf

verantwortlich auszuüben.

4.1 Veranstaltungsangebot

Die Umsetzung der Lehraufgaben erfolgt in den verschiedenen Bereichen:

Arbeitsbereich Bewegungs- und Trainingslehre, Biomechanik, Sportmedizin

Prof. Dr. Gruber, Dr. Theis, Dr. Blaumeiser

Die Ausbildung in diesem naturwissenschaftlich orientierten Bereich bezieht sich auf

allgemeine und spezielle Fragestellungen der Bewegungs- und Trainingswissenschaft. Ein

Schwerpunkt liegt in der Vermittlung physikalischer Gesetzmäßigkeiten zur biomechanischen

Analyse sportlicher Bewegungsabläufe. Selbsterstellte Filmaufnahmen mit Hochgeschwindig-

keitskameras und deren Bearbeitung am Computer, vorwiegend im Rahmen von Seminar-

und Examensarbeiten sowie Magisterarbeiten, vermitteln vertiefte Einsichten in Bewegungsstrukturen

und deren gesetzmäßige Zusammenhänge. Zur Messung der Bodenreaktionskräfte

steht eine Kraftmessplatte zur Verfügung, mit der es möglich ist, äußere Kräfte auf den

menschlichen Körper beim Gehen, Laufen und insbesondere bei Absprüngen und Landungen

zu bestimmen.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Physik besteht eine interdisziplinäre Veranstaltung

Physik des Sports, die sowohl von Physikstudenten als auch von Sportstudenten besucht wird.

Dabei werden verschiedenste sportliche Bewegungen nach ihren physikalischen Gesetzmäßigkeiten

hin in Experiment und Theorie untersucht und diskutiert.

In Veranstaltungen zur Trainingswissenschaft und Sportmedizin werden Zusammenhänge

zwischen biologischen Strukturen und Anpassungsreaktionen des menschlichen Körpers auf

Trainingsbelastungen hin unter Berücksichtigung von Einflussfaktoren wie beispielsweise

Ernährung und auch Doping untersucht.

Arbeitsbereich Didaktik

Prof. Dr. Schantz, Dr. Minnich

Die sportdidaktische Lehre zielt vornehmlich darauf ab,

- Wissen über begründete, didaktische Konzepte für die Gestaltung eines entwicklungsgemäßen

und zielgruppenadäquaten Sportunterrichts (Ebene der Inhalte und Vermittlungsformen)

- Wissen über bedeutsame Zieldimensionen und Sinnperspektiven des Sports (anthropologische

u. normative Ebene) und

202


- Wissen über die sozio-kulturellen Bedingungen des Sports und des Sportunterrichts

(personale und soziale Rahmenbedingungen)

zu vermitteln.

Arbeitsbereich Sportpädagogik, Sportsoziologie, Sportpsychologie, Sportgeschichte

Prof. Dr. Schantz

Die Lehre im Bereich der Sportpädagogik soll den Studierenden einen Einblick in die

wichtigsten Theorien und Fragestellungen dieses Faches vermitteln. Sie sollen befähigt

werden, die Bedeutung des Sports für die menschliche Entwicklung und Bildung zu erkennen,

aber auch kritisch zu hinterfragen. Durch den Erwerb vielfältiger Wissensbestände zur

Geschichte, Theorie und zu Methoden der Erziehung und Bildung in bzw. durch Sport und

Bewegung sollen ihnen die Grundlagen vermittelt werden, die für eine verantwortungsvolle

und kritisch reflektierte Tätigkeit als Sportpädagoge notwendig sind.

Im Rahmen der Seminare soll den Studierenden durch geleitetes aber dennoch weitgehend

eigenständiges Arbeiten ein vertiefter Einblick in ausgewählte Fragestellungen der

Sportpädagogik vermittelt werden. Schwerpunkt war dabei im SS 2004 die Problematik einer

Werteerziehung innerhalb des Sports und Sportunterrichts.

Ziel der Lehrveranstaltungen zum Bereich der Sportsoziologie ist es, anhand von

ausgewählten Themen den Studierenden einen Überblick in die Fragestellungen, Methoden

und Theorien der Sportsoziologie zu geben. Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports ist

inzwischen unumstritten. Die Studierenden sollen befähigt werden, den Sport aus

gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive zu betrachten, Rollen, Interaktionen und

Wertorientierungen der Akteure innerhalb der Binnenstrukturen des Sports zu verstehen und

sich der unterschiedlichen Interaktionen bzw. Interdependenzen zwischen dem Sport und

anderen Gesellschaftsbereichen bewusst zu werden. Durch die theoretische und empirische

Bearbeitung kleinerer exemplarischer „Forschungsfragen“ soll ihnen dabei im Rahmen der

Seminare ein konkreter Einblick in die sportsoziologische Forschungspraxis vermittelt

werden. Die Auswahl der Thematiken ist dabei so getroffen, dass sie ein möglichst breites

Spektrum der sportsoziologischen Arbeitsfelder abdecken. In Anbetracht der Berufsziele der

Studierenden soll dabei der Schwerpunkt auf schul- und schülerbezogenen Themen liegen.

Arbeitsbereich Methodik und Didaktiken der Sportarten

Alle Mitarbeiter des Instituts, insbesondere Dr. Minnich, Dr. Hellwig, Dr. Theis

Die Lehrveranstaltungen in den Didaktiken der Sportarten dienen der Vermittlung sportarten-

und disziplinspezifischer Lehrmodelle und Lehrwege sowie der exemplarischen

Thematisierung didaktischer Fragestellungen. Unterrichtspraktische Probleme werden

interdisziplinär, d.h. mit Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse der Bewegungslehre,

Trainingslehre, Lernpsychologie etc. behandelt. Die ausgewählten Lerninhalte beziehen sich

auf die in den Schullehrplänen verbindlich festgelegten Sportarten. Das didaktische Konzept

nutzt die Verknüpfung von Theorie und Praxis: Das theoriegeleitete und reflektierte Tun, d.h.

der praktische Vollzug von Bewegungsfertigkeiten bzw. Nachvollzug von Lehrwegen durch

die Studierenden, dient der fachdidaktischen Erkenntnisgewinnung.

Die Lehrveranstaltungen setzen die sportliche Eignung der Studierenden voraus (Eignungsprüfung

vor Studienbeginn). Begleitend werden Arbeitsgemeinschaften angeboten, die zur

Behebung partieller sportmotorischer Defizite bzw. zur Vorbereitung auf die praktischen

Anteile der Prüfungen wahrgenommen werden können.

203


Die Prüfungen werden studienbegleitend durchgeführt und bestehen in der Regel aus einem

theoretischen Teil (Klausur) und einem praktischen Teil (z.B. Überprüfung der Demonstrationsfähigkeit

sportlicher Techniken).

Veranstaltungen Sport und andere Themen im Rahmen des Magisterstudiengangs

Im Rahmen des Magisterstudiengangs werden in jedem Semester spezielle Themen und ihre

Anbindung zum Sport durch Fachwissenschaftler, die als Lehrbeauftragte gewonnen werden

können bzw. auch durch eigene Mitarbeiter, beleuchtet. Damit besteht die Möglichkeit,

aktuelle Schwerpunkte im Umfeld des Sports vorzustellen und zu diskutieren, um den

Studierenden Einblicke in mögliche Bezugsfelder und gesellschaftliche Zusammenhänge

aufzuzeigen.

So konnten bisher Veranstaltungen im Bereich

• Sport und Medien

• Sport und Doping

• Sport und Ernährung

• Sport und Umwelt

• Sport und Informationsmanagement

• Motorische Auffälligkeiten bei verhaltensgestörten Kindern

• Physik des Sports

• Sport und Labormedizin

• Olympische Idee – Gegenwart und Zukunft

• Einführung in die Betriebswirtschaftslehre für Sportunternehmen

• Einführung in die Sportwissenschaft und ihre Methoden

erfolgreich abgehalten werden.

4.1.1 Wintersemester 2004/2005

Vorlesungen zur Einführung in die Sportwissenschaften

3.7.1 Einführung in die Bewegungslehre

V 1std GH R M

3.7.2 Einführung/Seminar Sportpsychologie

V/S 2std GH R M

3.7.3 Einführung in die Sportmedizin

(Physiologische Grundlagen)

V 1std GH R M

3.7.4 Erste Hilfe bei Sportverletzungen

V 1std GH R M

3.7.5 Einführung in die Trainingslehre

V 1std GH R M

3.7.6 Einführung in die Sportgpädagogik

V 1std GH R M

204

Di 12

MH 009

Mi 14

MH 009

Mi 17

MH 009

Mi 16

MH 009

Di 9

MH 009

Fr 10

MH 009

Gruber

Hahn

Blaumeiser

Blaumeiser

Gruber

Schantz


3.7.7 Einführung in die Sportgeschichte

V 1std GH R M

3.7.8 Einführung in die Sportsoziologie

V 1std GH R M

3.7.9 Einführung in die Sportdidaktik

V 1std GH R M

3.7.10 Einführung in den Sportförderunterricht

V 1std GH R M

3.7.11 Anatomische Grundlagen

V 1std GH R M

Seminare in den Sportwissenschaften

3.7.12 Spezielle Themen zur Sportpädagogik

(Werteerziehung durch Sport)

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.13 Zentrale Themen der Bewegungslehre

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.14 Spezielle Aspekte der Sportdidaktik

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.15 Spezielle Aspekte der Trainingslehre

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.16 Physik des Sports

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.17 Einführung in die Sportwissenschaft und ihre

Methoden

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.18 Sport und Hygiene

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.19 Psychomotorik und Sportunterricht

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.20 Ausgewählte Themen zur Sportgeschichte

V/S 2std GH R Pä M Dr

3.7.21 Ausgewählte Themen der Sportsoziologie

(Olympische und

Paraolympische Spiele)

S 2std GH R Pä M Dr

A:

B:

Fr 13

MH 009

Fr 11

MH 009

Di 8

MH 009

Do 9

Do 12

MH 009

Di 10

MH 009

Di 14

MH 010

Mi 10

MH 010

Do 10

MH 009

Mi 16

MH 010

Fr 14

MG 410

Do 10

MH 010

Mi 8.30

ME 523

Mo 10

MH 009

Fr 10

MH 010

Di 16

MH 010

Rühl

(14-tägig)

Schantz

Minnich

entfällt

Lautwein

Gruber

Schantz

Gruber

Minnich

Gruber

Gruber/Juchem

entfällt

Schantz

Schlich

Lautwein

Rühl

(14-tägig)

Schantz

205


3.7.53 Grundlagen der Rehabilitation

S 2std M Dr

3.7.22 Sportökonomie / Sportmanagement

S 2std GH R Pä M Dr

3.7.23 Kolloquium zur Bewegungslehre/Biomechanik

für Staatsexamen, Magister und Promotion

Seminare zur Theorie und Didaktik der Sportarten

3.7.24 Theorie und Didaktik des Gerätturnens

V/S 2std GH R M

3.7.25 Theorie und Didaktik der Gymnastik/des

Tanzes

V/S 2std GH R M

3.7.26 Theorie und Didaktik der Leichtathletik

V/S 2std GH R M