Jahresbericht 2008 - Caritas Zürich

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Jahresbericht 2008 - Caritas Zürich

Zürich Jahresbericht 2008


Organigramm Caritas Zürich Bereich Soziale Integration* Abteilungen: • Sozialberatung • Kurse • Projekte ** Mitglieder der Geschäftsleitung ** Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung Impressum Caritas Zürich Beckenhofstrasse 16 Postfach 8021 Zürich Telefon 044 366 68 68 Telefax 044 366 68 66 info@caritas-zuerich.ch PC 80-12569-0 Generalversammlung Vorstand Direktion* Bereich Kommunikation* Abteilungen: • Diakonieförderung • Public Relations • Fundraising • Secondhand-Läden Gestaltung und Satz: favorite things., Zürich Druck: Stäubli AG, Zürich Fotos: Reto Klink, Urs Siegenthaler, Roth und Schmid Aktuelle Informationen zu unseren Angeboten erhalten Sie unter www.caritas-zuerich.ch Personal, Freiwillige** Finanzen, Controlling** Grundlagen


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 V O R W O R T D e r k o m p l exen A r mut menschenwürdig begegnen 4 B E R E I C H S O Z I A L E I N T E G R A T I O N S c h w e r p u n k t e Fa milienarmut und Präventionsarbeit 6 « J u g e n d l i c h en f e hlt oft die Routine i m Umgang mit Geld» 9 Z w e i Po r t r ä t s z u m «incluso»-Projekt 12 B E R E I C H K O M M U N I K A T I O N A r m u t sbetroffenheit zum Thema machen 14 P E R S O N A L U N D F R E I W I L L I G E G u t e Z u s a mmenarbeit, hohes Engagement 17 J A H R E S R E C H N U N G Kommentar zur Jahresrechnung 19 Bilanz und Revisionsbericht 20 Betriebsrechnung nach Kostenarten 21 Geldflussrechnung und Veränderung des Kapitals 22 Betriebsrechnung nach Tätigkeiten 23 Anhang zur Jahresrechnung 28 Dank für finanzielle Beiträge 35 Adressen 36 I N H A L T


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 D e r k o mplexen Armut menschenwürdig b e g e g nen Schwere Schicksale treffen auf vielfältige Hilfe 4 Die Komplexität der Fälle in der Sozialberatung ist im Jahr 2008 gestiegen. Einerseits bekämpft Caritas Zürich Armut punktuell, andererseits werden benachteiligte Menschen möglichst früh und über längere Zeit begleitet und integriert. Projekte wurden noch verstärkter dezentral im Kanton entwickelt. Die Einnahmen bewegten sich innerhalb des Budgets. Ein Finanzverlust als Resultat der allgemeinen Finanzkrise führte jedoch zu einem grösseren Defizit. Familien sind besonders armutsgefährdet Immer mehr Familien suchen den Weg in die Sozialberatung von Caritas Zürich. In einem Familiengefüge sind jeweils alle Personen einzubeziehen – die Problemstellungen sind weitaus komplexer als bei Alleinstehenden. Der zeitliche Aufwand pro Betreuung hat im Jahr 2008 stark zugenommen. Inzwischen gehen über die Hälfte der Ressourcen der Sozialberatung in den Bereich der Familienberatung. Zudem stehen mit der Hilfe für Fahrende sowie der Schuldenberatung und -prävention zwei weitere Fachbereiche im Zentrum der Sozialberatung: 2008 wurden über 30 Kurse im Bereich Schulden, vor allem für Arbeitslose und an Schulen, durchgeführt. Hier ist der präventive Charakter der Arbeit hervorzuheben. Die Projektkommission der Synode beurteilte zehn Eingaben, u. a. aus dem Bereich Prävention, aber auch Projekte in der Bildung für Armutsbetroffene oder für Fahrende. Die Feedbacks durch die Kommissionsmitglieder sind für die Caritas Zürich wertvoll. Der Präsident des Vorstandes von Caritas Zürich, Weihbischof Paul Vollmar (l.), mit dem Direktor, Max Elmiger Erhöhter Druck auf die Jugendlichen In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld fällt es Jugendlichen mit tieferem Bildungsniveau besonders schwer, eine Anschlusslösung nach der obligatorischen Schulzeit zu finden. Dies erklärt auch die grosse Nachfrage nach dem Projekt «incluso», welches mit Hilfe von berufstätigen Mentorinnen und Mentoren Schülerinnen und Schülern eine Lehrstelle oder eine Zusatzausbildung vermittelt. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass diese Zusammenarbeit für beide Seiten befriedigend ist: Während die Jugendlichen ihre Kompetenzen im Bewerbungsprozess vergrössern, lernen die Mentorinnen und Mentoren jene Spannungsfelder kennen, in denen sich junge Migrantinnen und Migranten bewegen. Gleichzeitig können die Freiwilligen ihre sozialen Kompetenzen erweitern. Die möglichst frühe und erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft wurde 2008 auch in anderen Projekten fortgeführt. Dabei kommt es den Teilnehmenden entgegen, dass die verschiedenen Angebote auch dezentral, zum Beispiel in den Räumlichkeiten von Pfarreien, stattfinden können. So wurde schulstart+, die Vorbereitung von ausländischen Kindern und deren Eltern auf die bevorstehende Schulzeit, in sechs verschiedenen Sprachen durchgeführt. Erfreulich gewachsen sind die Projekte KulturLegi, «mit mir» und URAT sowie die Caritas-Märkte, welche alle schon vorher gut etabliert waren. Der Umsatz in den beiden Caritas-Märkten stieg im Jahr 2008 markant an, was einerseits auf die verschärfte finanzielle Situation in vielen Haushalten, andererseits auf das erweiterte Sortiment der Märkte zurückzuführen ist.


Solidarität zur Weihnachtszeit Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu Themen der Familienarmut und Integration bleibt für Caritas Zürich eine grosse Herausforderung. Ein Mittel dazu ist die Aktion «Eine Million Sterne», welche 2008 an fünf Orten im Kanton Zürich durchgeführt wurde. Auf dem Sechseläutenplatz brannten über 5000 Kerzen. Diese wurden beim Eindunkeln von Charles Clerc, Patrick Rohr, Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, dem Model Alizée Gaillard und von vielen Passantinnen und Passanten entzündet. Während sich diese Aktion an eine breite Öffentlichkeit richtet, wandte sich das vierte Zürcher Armutsforum der Caritas Zürich vor allem an Fachleute. Die Veranstaltung trug im Jahr 2008 den Titel «Lohnt sich Arbeit immer?». Dabei stand eine Untersuchung der Grundlagenstelle von Caritas Zürich im Vordergrund, in der das Nettoeinkommen von Menschen mit niedrigem Lohn analysiert wurde. Die Caritas-Woche findet grosse Resonanz in den Pfarreien. Mitarbeitende der Caritas Zürich waren in 18 verschiedenen Gemeinden präsent, um in den Gottesdiensten und den Gesprächen danach das Bewusstsein über die Armut im Kanton Zürich weiter zu fördern und Möglichkeiten der Hilfe darzustellen. Höherer Sicherheitsstandard Um interne Arbeitsabläufe zu erleichtern und unseren Klientinnen und Klienten ein ansprechendes Umfeld zu bieten, konnten der Empfang sowie die Sitzungsräume neu gestaltet werden. Die Sicherheit wurde enorm verbessert, indem der öffentliche Teil der Versammlungsräume offen zugänglich gemacht und klar getrennt werden konnte von den Räumen der Sozialberatung. Für die Sicherheitsprävention wurde die Kantonspolizei Zürich beigezogen. Verschiedene Stiftungen und Unternehmen finanzierten nebst dem Lotteriefonds den Umbau. Finanzen Die Finanzkrise hatte Auswirkungen auf die Rechnung von Caritas Zürich. Diese schliesst im Jahr 2008 mit einem Defizit ab. Obwohl auf der Ausgabenseite vor allem durch tiefere Personal- und Fundraisingkosten wesentlich gespart wurde, hinterlässt der Buchverlust bei den Anlagen ein negatives Betriebsergebnis – dies trotz der sehr umsichtigen Anlagestrategie des Vorstandes. Demgegenüber blieb der Spendenerfolg im Jahr 2008 auf der Höhe des Vorjahres. Direkt und glaubwürdig Bei der Caritas Zürich trafen im Jahr 2008 komplexe menschliche Schicksale auf ein vielfältiges Hilfsangebot. Auf beiden Seiten stehen Menschen. Die professionelle Begleitung und Unterstützung ist jedoch nur so effizient, wie sie auch glaubwürdig und menschenwürdig bei den Betroffenen wahrgenommen wird. Dazu tragen die rund 450 Freiwilligen wesentlich bei, sie multiplizieren Hilfe direkt. Allen sei ein herzliches Dankeschön ausgesprochen: den Menschen, die sich an die Caritas Zürich wandten, für ihr Vertrauen und die Offenheit, den Mitarbeitenden und Freiwilligen für ihr glaubwürdiges Engagement. Weihbischof Paul Vollmar, Präsident Verein Caritas Zürich Max Elmiger, Direktor Caritas Zürich Caritas Zürich 5 V O R W O R T


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 S c h w erpunkte Familienarmut und P r ä ventionsarbeit Ansätze auf individueller und gesellschaftlicher Ebene 6 Soziale Integration ist die Kerntätigkeit von Caritas Zürich. Mit verschiedenen Instrumenten, namentlich Sozialberatung, Kursen und Projekten, unterstützen wir Menschen im Kanton Zürich dabei, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Armutsbetroffenheit hat ihre Wurzeln häufig in schwer zu bewältigenden Übergängen von Familienbeziehungen, in Bildungsdefiziten oder in Migrationsbiografien. Caritas Zürich bekämpft Armut auf der individuellen und der gesellschaftlichen Ebene und setzt Schwerpunkte bei der Familienarmut und der Präventionsarbeit bei Kindern und Jugendlichen. Abteilung Sozialberatung Das Jahr 2008 war vor allem im Fachbereich Familienarmut weiterhin von der Umsetzung der neuen Strategie geprägt, welche seit Mitte 2007 konsequent verfolgt wird. Mit der Konzentration auf Familien erreicht man bei einer geringeren Anzahl Fälle wesentlich mehr Betroffene, wobei die Dossiers entsprechend komplex sind. In allen Bereichen laufen neben der alltäglichen Beratungsarbeit (psychosoziale Beratung, Budgetberatung, Fragen zu Sozialversicherungen sowie anwaltschaftliche Hilfe) konzeptionelle Arbeiten. Die Fallzahlen nahmen in der Sozialberatung weiter ab, da Alleinstehende und kinderlose Paare seit Mitte 2007 an andere Stellen verwiesen werden. Mit den rund 520 Beratungsdossiers, die 2008 in Bearbeitung waren, wurden um 1500 Betroffene erreicht, was eine Steigerung gegenüber den Vorjahren bedeutet. Mit der Konzentration auf Familien werden die Fälle komplexer, wodurch die Ansprüche an die Beratung von Caritas Zürich entsprechend steigen. Mit grosser Sorgfalt nehmen die Sozialarbeitenden jede neue Anfrage entgegen. Bereits am Telefon können Fragen beantwortet werden. Ist die Sozialberatung nicht zuständig, werden die Hilfesuchenden gezielt an adäquate Stellen verwiesen. Die über 1400 neuen Anfragen zeugen von der hohen Bekanntheit unserer Sozialberatung und dem Vertrauen, das uns entgegengebracht wird. Fachbereich Familienarmut Zwei thematische Schwerpunkte prägen das Angebot: Übergänge von Familienbeziehungen (Trennung, Scheidung, Patchworkfamilien und Familiennachzüge) sowie Bildung, welche für eine erfolgreiche berufliche Integration unab- dingbar ist und entsprechend gezielt unterstützt und gefördert wird. Die umfangreichen Erfahrungen, die bisher mit der Umsetzung der neuen Strategie gesammelt werden konnten, werden ständig reflektiert und in Form von genauen Anleitungen aufgearbeitet und noch besser nutzbar gemacht. Diese Arbeiten wurden im Berichtsjahr aufgenommen und sollen im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Fachbereich Schulden Die Nachfrage nach Kursangeboten und Schuldenberatungen sowie -sanierungen hat deutlich zugenommen. So konnten insgesamt 36 Kurse durchgeführt werden: 22 für Arbeitslose, 4 für Elternvereine und 10 Kurse an Schulen, um Kinder und Jugendliche für Konsum- und Schuldenfragen zu sensibilisieren. Auch im Fachbereich Schulden wurde im Berichtsjahr die Arbeit an einem Feinkonzept für die Einzelfallhilfe aufgenommen, welches die Vorgehensweise bei Themen wie Leben mit Schulden, Schuldensanierung oder Begleitung bei Privatkonkurs detailliert festlegen soll. Fachbereich Fahrende Bei der Beratung der Fahrenden wurde neben dem alltäglichen Beratungsgeschäft die Sicherung der Beratungsnachhaltigkeit thematisiert, ein Thema, das im laufenden Jahr weiterverfolgt wird. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie den Fahrenden administratives Wissen nahegebracht werden kann, damit sie ihre kleinen Geschäfte gut bewirtschaften können,


Abteilung Kurse In der Abteilung Kurse werden Angebote entwickelt und realisiert, welche Armutsbetroffenen und weiteren Gruppen gezielt Kompetenzen vermitteln und soziale Vernetzung ermöglichen. Die Kurse stiessen auch im Jahr 2008 auf eine hohe Nachfrage. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeugen bezüglich Inhalt und Methoden von einer hohen Zufriedenheit. Trotz zurückhaltender Werbung waren die Familienferien im Jahr 2008 (je eine Woche im Tessin und in Graubünden) wieder jeweils in kurzer Zeit ausgebucht. Caritas Zürich ermöglichte mit diesem Angebot je 16 armutsbetroffenen Einelternfamilien (mit doppelt so vielen Kindern) eine erlebnisreiche Zeit fern von Alltagsstress und -sorgen. Eine wichtige Rolle spielt der Austausch mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation leben – immer wieder bleiben solche Kontakte auch über die Ferienwoche hinaus erhalten. Der Grundkurs zur Sterbebegleitung bietet Gelegenheit, sich mit der eigenen Trauer und dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Die Fachstelle Sterben und Trauern bot 4 Grundkurse (à jeweils 32 Lektionen) zur Sterbebegleitung an. Die Nachfrage nach diesen Grundkursen ist sehr hoch. Zu den Weiterbildungstagen – beispielsweise für Freiwillige in Rufnetzen – kamen interdisziplinäre Veranstaltungen und zahlreiche Referate zu den Themen Patientenverfügung und Suizidbeihilfe. Die Fachstelle engagiert sich auch im Aufbau und in der Vernetzung von Begleitgruppen von Freiwilligen für Menschen in der letzten Lebensphase. Caritas Zürich Abteilung Projekte Seit alle Projekte der Caritas Zürich in einer Abteilung sind, werden Synergien verstärkt genutzt. Durch die gezielte Zusammenarbeit können mehr Menschen direkt erreicht werden und von den vielfältigen Dienstleistungen profitieren. Die engere Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung kommt den Zielgruppen direkt zugute. So machen die freiwilligen Deutschlehrerinnen im URAT auf die Kultur- Legi aufmerksam, oder im schulstart+-Kurs wird über andere Projekte informiert. Gleichzeitig profitieren die Projektverantwortlichen bei der Weiterentwicklung der Angebote gegenseitig von den gemachten Erfahrungen. Die Abteilung Projekte hat mit «Caritas mobil» ein neues Projekt initiiert, welches 2009 realisiert und die Angebote von Caritas Zürich im Kanton einem breiteren Publikum bekannt machen wird. URAT 19 neue Freiwillige (total 76 Freiwillige) konnten für verschiedene URAT-Aufgaben gewonnen werden: in der Familienbegleitung, in den Flickstuben, in Deutschkursen oder Frauentreffs. In 6 Gemeinden führten wir 10 Deutschkurse mit 90 Teilnehmerinnen durch. In 4 Flickstuben nähten und flickten 16 Migrantinnen für Kundinnen, und In den URAT-Flickstuben knüpfen Migrantinnen und Schweizerinnen Kontakte. Die Näherinnen erhalten den ganzen Betrag für ihre Arbeit – und die Wertschätzung der Kundinnen. 40 Frauen besuchten die Frauentreffs. URAT hat sich dank dem grossen Engagement der Freiwilligen im letzten Jahr als erfolgreiches und beliebtes Integrationsprojekt weiterentwickelt. 7 B E R E I C H S O Z I A L E I N T E G R A T I O N


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 8 KulturLegi Kanton Zürich Mit der KulturLegi erhalten Menschen mit schmalem Budget einen Rabatt von 30 bis 50 Prozent beispielsweise beim Kauf eines Theatertickets, eines Zoobilletts, eines Zeitungsabos oder beim Besuch einer Weiterbildung. Die KulturLegi Kanton Zürich ist im Jahr 2008 stark gewachsen. So besassen Ende Dezember 2008 4333 Erwachsene und Kinder im Kanton Zürich eine Kultur- Legi. 210 private und öffentliche Institutionen und Vereine akzeptierten die KulturLegi und gewährten einen Rabatt. Bereits 14 Gemeinden haben sich für eine finanzielle Beteiligung entschieden und stellen ihren Einwohnerinnen und Einwohnern KulturLegis aus. schulstart+ Das Projekt schulstart+ unterstützt Eltern ausländischer Herkunft und ihre Kinder bei der Integration in unser Schulsystem. Im letzten Jahr konnten sechs Kurse durchgeführt werden. In Uster, Schwamendingen und Zürich Grünau wurden zum ersten Mal schulstart+-Kurse durchgeführt. Zu den bisherigen Kurssprachen Albanisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch und Tamil kam Arabisch als neue Sprache dazu. Insgesamt haben im Jahr 2008 67 Erwachsene und 87 Kinder bei schulstart+ teilgenommen. Ein Schlüssel zum Erfolg der Kinder sind deren Eltern. Daher werden auch sie in Kursen auf die Schulzeit vorbereitet. «mit mir» Das Patenschaftsprojekt «mit mir» blieb im Berichtsjahr attraktiv für Freiwillige und Familien: Es zählte rund 120 aktive Patenschaften, von denen viele bereits drei bis fünf Jahre bestehen. 28 davon wurden 2008 abgeschlossen und sind in private Patenschaften ausserhalb von Caritas Zürich übergegangen. Damit ist ein wichtiges Ziel des Projektes erreicht worden: die nachhaltige Beziehung und Förderung der Kinder durch ihre Patinnen oder Paten. Hilfreich für die Freiwilligen waren die fachlich begleiteten Austauschrunden, die im Jahr 2008 vier Mal unter der Leitung einer Supervisorin stattgefunden haben. Zwei grössere Anlässe vereinten zahlreiche Patinnen, Paten und Patenkinder: die 5-Jahres-Feier mit rund 100 Patinnen und Kindern auf der Kyburg und der Samichlausnachmittag für die Kinder, Eltern und Patinnen. «incluso» Das Mentoringprogramm für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf Lehrstellensuche wurde wiederum in Zürich und Winterthur angeboten. Über 90 Teilnehmende haben eine zu ihnen passende Anschlusslösung (Lehrstelle, Praktikum oder weiterführende Schule) gefunden. Schwieriger messbar ist der grosse Einsatz der freiwilligen Mentorinnen und Mentoren, engagierte Berufsleute, die ihre Erfahrungen weitergeben und die Jugendlichen beim Schreiben der Bewerbungen und bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen unterstützen. Im Jahr 2008 nahmen 97 neue Tandems die gemeinsame Lehrstellensuche auf. Caritas-Märkte Caritas Zürich betreibt zwei Märkte in Winterthur-Töss und in Zürich-Oerlikon. Das Jahr 2008 war geprägt von beachtlichem Wachstum. Die Umsatzziele konnten deutlich übertroffen werden, mit einem Umsatztotal von CHF 404 600 in Zürich (+35 %) und CHF 361 500 in Winterthur (+50%). Der Zuwachs ist auf den gestiegenen Bekanntheitsgrad und auf das erweiterte Sortiment zurückzuführen. Die Arbeitsplätze für Teillohn-Angestellte und Arbeitslose sind sehr beliebt. Sie verbessern die Chancen, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden, deutlich.


« J u g e n dlichen fehlt oft die Routine im U m g a n g mit Geld» Sozial- und Schuldenberatung der Caritas Zürich Es ist schwer abzuschätzen, wie viele Personen in der Schweiz Schulden haben. Dass es viele sind, zeigt die Nachfrage nach Schuldenberatung. «Von den 15 verschiedenen Caritas- Regionalstellen beschäftigen sich erstaunlich viele mit dem Thema Schulden», sagt Suzanne Schärli, Leiterin Abteilung Sozialberatung Caritas Zürich: «Verschuldung wird mehr wahrgenommen und weniger tabuisiert als früher.» Caritas Zürich So bietet denn auch die Caritas Zürich in ihrem Fachbereich Schulden, einem der drei Bereiche der Abteilung Sozialberatung, sowohl Einzelfallberatung für Verschuldete wie auch Präventionskurse an. Anna Suppa, eine der drei Schuldenberaterinnen bei Caritas Zürich, räumt gleich zu Beginn mit dem Vorurteil auf, nur Leute aus tieferen sozialen Schichten hätten Schuldenprobleme: «Von der sozialen Stellung her sind unsere Klientinnen und Klienten sehr durchmischt. Es geht vom Sozialhilfeempfänger bis zu Personen, die einen sehr guten Lohn haben, aber das Geld nicht budgetgerecht verwalten.» Bei den Leuten, die mit Schuldenproblemen zu Caritas Zürich kommen, unterscheidet Suppa zwei Hauptgruppen: diejenigen, deren aktuelles Einkommen zu knapp ist, und diejenigen, deren Schulden aufgrund eines psychosozialen Problems entstanden sind. Nach ihrer Erfahrung sind beide Ursachen in etwa gleich häufig vertreten: «Bei meinen Fällen sind es beispielsweise Situationen, in denen ein Lebenspartner nicht mehr arbeitet und dadurch das ganze Gefüge nicht mehr stimmt, weil etwa die Wohnung zu teuer ist für einen Lohn. Oder es steht ein Suchtproblem wie Drogensucht, Kaufsucht, Spielsucht hinter der Schuldenproblematik.» Im zweiten Fall schaut Suppa neben der Schuldenberatung auch dafür, dass die Ursache mit Hilfe einer Therapie angegangen wird. Jugendlichen fehlt oft die Routine im Umgang mit Geld – eine der Ursachen dafür, dass zahlreiche Junge Schulden haben. Entsprechend sollten Geldfragen in der Erziehung thematisiert werden. 9 B E R E I C H S O Z I A L E I N T E G R A T I O N / S C H U L D E N B E R A T U N G


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 10 « Schuldenberatungen zeigen: Hinter der Verschuldung steckt oft mehr!» Susanna Denzler, dipl. Sozialarbeiterin FH Nicht immer wird das Thema Schulden gleich am Anfang angesprochen. Doch bei der Beratung von Familien, die von Armut betroffen sind, kommt es laut Suzanne Schärli vor, dass eine Verschuldung absehbar wird: «Es gibt Situationen, in denen man sagen muss: Mit diesem Einkommen werden Sie nicht durchkommen. Ich hatte letzthin ein Paar aus dem Mittelstand, bei dem er aus gesundheitlichen Gründen seine Stelle verloren hat und zudem noch Alimente aus erster Ehe bezahlen muss. Ich habe ihnen gesagt: ‹Sie werden zum Sozialamt gehen müssen.› Das hört niemand gerne.» Scheidung, Trennung, aber auch der Verlust des Arbeitsplatzes sind Gründe für eine Verschuldung. In ihrer Arbeit begegnet Schuldenberaterin Suppa weiteren: «Häufig werden Privatkredite aufgenommen, um beispielsweise Möbel oder Autos zu kaufen. Die Zinsen solcher Kredite sind sehr hoch, das sind sich die Leute oft nicht bewusst. Und diejenigen, die Privatkredite vergeben, machen mit ihren Klienten ein engeres Budget als wir. Denn wir berücksichtigen alle finanziellen Verpflichtungen, auch die Rechnungen, die einmal im Jahr anfallen, etwa die Steuern.» Bei Privatkrediten und Leasingverträgen spielt auch die Einstellung der Vertragsnehmenden eine Rolle: «Manchmal wollen sie das Kleingedruckte nicht sehen», sagt Suzanne Schärli. «So nach dem Prinzip: Ich schaue dann morgen genauer, heute will ich dieses kaufen, jenes konsumieren.» « Eine Klientin sagte mir: ‹Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich den Kreditvertrag für meinen Freund nie unterschrieben.›» Margrit Hürlimann, dipl. Sozialarbeiterin FH Privatkredite, Leasingverträge, Steuern, Zusatzversicherungen zur Krankenkasse, die Kosten für das Auto sind Budgetanteile, die oft unterschätzt oder vergessen werden. Und bei knappen Budgets braucht es wenig, damit das Gleichgewicht kippt. Zudem fehlt gerade Jugendlichen oft die Routine im Umgang mit ihren Finanzen. So hat eine Repräsentativumfrage* 2007 ergeben, dass knapp 40 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren offene Geldverpflichtungen hatten, fast jede zehnte befragte Person hatte Schulden von mehr als 2000 Franken. «Der Umgang mit Geld ist ein Teil der Erziehung», sagt Anna Suppa: «Wenn er nie wirklich thematisiert wurde und Kinder ohne Vorstellung über Geld, Lohn sowie fixe Lebenskosten aufwachsen, ist das Risiko relativ gross, dass sie sich als Jugendliche mit dem ersten Lohn extrem verschätzen, weil das Bewusstsein für die Wichtigkeit der laufenden finanziellen Verpflichtungen noch gar nicht wirklich da ist.»


Caritas Zürich « Manchmal wollen sie das Kleingedruckte nicht sehen. Nach dem Prinzip: Da schaue ich morgen genauer hin.» Suzanne Schärli, Leiterin Abteilung Sozialberatung Caritas Zürich In der Beratung und Begleitung von Caritas Zürich unterscheidet Anna Suppa verschiedene Situationen: Schuldenberatungen mit Budgetberatung, Schuldensanierungen, Begleitung bei Privatkonkursen und schliesslich die Betreuung beim «Leben mit Schulden». Der letzte Fall trifft unter anderem ein, wenn jemand Sozialhilfe in Anspruch nehmen muss. «Dann», so Suppa, «kann man nicht sanieren, weil nur das Existenzminimum vorhanden ist.» Liegt jedoch ein Einkommen vor, wird errechnet, ob und wie viel davon für die Sanierung verwendet werden kann. Dafür schaut sich Suppa mit ihren Klientinnen und Klienten Einnahmen und Ausgaben ganz genau an, sucht nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu reduzieren. Gleichzeitig werden alle Schulden zusammengestellt – und es wird die Motivation der Klientinnen und Klienten überprüft: «Sie müssen bereit sein, sich über längere Zeit an das beschränkte Budget zu halten», sagt Suppa. Spätestens nach drei Jahren, so Suppa, sollte eine Sanierung abgeschlossen sein. «Die Nachfrage nach Schuldenberatung ist konstant hoch», stellt Suzanne Schärli fest. Und mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, sprich den entsprechenden Stellenverlusten, wird sie wahrscheinlich noch ansteigen. « Den Umgang mit Geld müssen Jugendliche mit Hilfe der Eltern lernen und auch üben.» Anna Suppa, dipl. Sozialarbeiterin FH Neben der Schuldenberatung gehört auch Präventionsarbeit zu den Aufgaben des Fachbereichs Schulden der Caritas Zürich: Die drei Schuldenberaterinnen geben etwa Kurse für Eltern, Schülerinnen und Schüler, für Arbeitslose und neu auch im Rahmen des Projekts schulstart+ für Migrantinnen und Migranten. «Wir thematisieren dabei Geld und Schulden und die Prozesse rundherum. Aber es kommen auch Themen wie Kaufsucht, Kaufrausch, Gruppendruck und Identität zur Sprache», erklärt Anna Suppa. «Die Präventionsarbeit umfasst also Information und gleichzeitig Wertvermittlung.» * Streuli, Elisa: «Verschuldung junger Erwachsener – Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse», Juni 2007 11 B E R E I C H S O Z I A L E I N T E G R A T I O N / S C H U L D E N B E R A T U N G


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 A u s b i l dung «mit Bravour» abgeschlossen Von «incluso» zum «Greulich» 12 «Gastgeberin», antwortet Luzia Penner auf die Frage nach der auf sie zutreffenden Berufsbezeichnung. Und als Gastgeberin achtet die Direktorin des Zürcher Hotel-Restaurants Greulich in erster Linie auf das Wohlbefinden ihrer Gäste. So weist sie etwa die Réception darauf hin, dass die im Hintergrund laufende Musik etwas zu schrill klingt. Seit sechs Jahren ist Luzia Penner für Küche, Hauswirtschaft, Restauration und Réception im «Greulich» verantwortlich – eine breit gefächerte Aufgabe. Sie selbst hat einen breiten Hintergrund: Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in den verschiedensten Positionen in der Hotellerie, leitete dann unter anderem ein Ausflugsrestaurant mit Hotel und schliesslich, als eidgenössisch diplomierte «Maître d’Hôtel», ein Spitzengastronomie-Lokal. Luzia Penner gibt Jugendlichen eine Chance: Das Hotel-Restaurant Greulich bildet zehn junge Menschen aus. Dabei hat sie immer wieder Lernende ausgebildet: «Das hat mir Spass gemacht», sagt sie. Diese Tradition hat sie im «Greulich» fortgesetzt; hier sind aktuell acht junge Frauen und zwei junge Männer in Ausbildung. Zwei von ihnen haben ihre Lehrstelle mit Unterstützung von «incluso» gefunden. Luzia Penner kennt das Projekt durch eine Bekannte, die sich als «incluso»-Mentorin engagiert. Diese hat sie um eine Lehrstelle für ihre Mentee angefragt. Es klappte – und, so erzählt die «Greulich»-Direktorin mit Stolz: «Die junge Frau hat ihre Ausbildung ‹mit Bravour› abgeschlossen.» Momentan lernen zwei «incluso»-Mentees im «Greulich», und Luzia Penner ist mit ihnen «sehr zufrieden». Das bedeutet einiges, denn sie erwartet von den Lernenden entsprechende Leistungen, Eigeninitiative etwa, Sozialkompetenz, Einsatz, Identifikation mit dem Betrieb, die Anpassung an hausinterne Regeln, denn: «Ich bin nicht bereit, Lernende nachzuerziehen.» Gibt es Unterschiede zwischen denjenigen, die mit Unterstützung von «incluso» ins «Greulich» kamen, und den übrigen Lernenden? «Leistungsmässig nicht», sagt Luzia Penner: «Aber bei denjenigen, die durch ‹incluso› zu uns kommen, habe ich den Eindruck, dass sie sich eher bewusst sind, dass sie eine Chance erhalten haben.» * Die zwei Porträts auf diesen Seiten geben Einblick ins «incluso»-Projekt. Weitere Informationen zu diesem Mentoringprogramm finden Sie auf Seite 8.


E i n A n s toss für d ie Lehrstellensuche Mit dem Mentor das Richtige gefunden Caritas Zürich «Er hat Gas gegeben mit mir, das war gut» – so fasst Rocco Pagnotta mit einem Lachen die Zusammenarbeit mit seinem «incluso»-Mentor zusammen: «Er hat gemerkt, dass man diesen Rocco ein bisschen anstossen muss, damit er eine Lehrstelle zu suchen beginnt.» Der Anstoss hat gewirkt: Pagnotta hat nun bereits drei Viertel seines ersten Lehrjahres bei der pro infirmis hinter sich. Momentan arbeitet er in der Informatikabteilung, die, wie er erklärt, für alle pro-infirmis-Standorte in der Schweiz zuständig ist: «Alle sind mit dem Server verbunden, der bei uns steht.» Informatik war ein Thema bei der Berufswahl von Pagnotta; er hätte sich eine Informatikerlehre vorstellen können, aber auch eine Ausbildung als Detailhandelsfachmann. Doch ganz klar an erster Stelle stand eine kaufmännische Ausbildung: «Ich habe Verwandte, die das KV absolvieren, so hatte ich etwas Einblick und fand es das Richtige für mich.» «Zusätzliche Hilfe ist immer gut» – Rocco Pagnotta hat dank «incluso» eine Lehrstelle gefunden. Doch die Lehrstellensuche war nicht einfach. «Es gibt im KV-Bereich auch wenig Möglichkeiten für Schnupperlehren, sondern eher Informationsnachmittage», sagt Pagnotta, und ausserdem habe er sich relativ lange gesagt: «Du hast ja noch Zeit.» Als dann in seinem Schulhaus eine Informationsveranstaltung von «incluso» stattfand, meldete er sich an: «Meine Eltern kommen beide aus Italien, in Deutsch bin ich halt ein Secondo, das ist nicht meine Stärke. Und zusätzliche Hilfe ist immer gut.» Mit Unterstützung des Mentors, den er phasenweise wöchentlich traf, begann Pagnotta die Lehrstellensuche. 35 Bewerbungen – der Mentor hatte seine Bewerbungsunterlagen zu Beginn mit ihm zusammen «professionell» überarbeitet – verschickte er. Und fand schliesslich seine Lehrstelle. In seiner Sek-Klasse jedoch hatten damals noch nicht alle eine Stelle. «Ich konnte es locker nehmen, aber gute Kollegen von mir haben noch gesucht», erzählt Pagnotta: «Ich habe ihnen dann geholfen, habe ihre Bewerbungen so angeschaut, wie mein Mentor meine angeschaut hatte, und diesen auch mal um Rat für einen Kollegen gefragt.» 13 B E R E I C H S O Z I A L E I N T E G R A T I O N / I N C L U S O


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 A r m utsbetroffenheit zum Thema machen Unsere Anliegen nach aussen tragen 14 Im Bereich Kommunikation kam es im Jahr 2008 zu einigen Personalwechseln. So erhielten die Abteilungen Fundraising, Diakonieförderung und Public Relations neue Leitungen. Trotzdem konnten die verschiedenen Aufgaben zuverlässig erledigt und neue Ideen entwickelt werden. Abteilung Diakonieförderung Aus personellen Gründen war die Leistungsfähigkeit der Abteilung Diakonieförderung im Berichtsjahr eingeschränkt. Dennoch wurden wichtige Kurse durchgeführt und Projekte abgeschlossen. Nach der Neuorientierung des bisherigen Abteilungsleiters und einem schweren Krankheitsfall konnte die Abteilung Diakonieförderung ihre Leistungen nur in stark reduziertem Umfang erbringen. Zu den abgeschlossenen Hauptprojekten gehörte im Berichtsjahr die Broschüre «Mein letzter Wille»; sie dient Pfarreien als Instrument der seelsorgerischen Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen und stösst auf grosse Nachfrage. Mit der neuen Leitungsperson, welche ihre Arbeit im November aufnahm, wurden die Aktivitäten mit einer wichtigen Schnittstellenfunktion zur katholischen Kirche teilweise neu ausgerichtet und weiterentwickelt. Dieser Prozess wird auch im laufenden Jahr weitergeführt. Abteilung Public Relations Das Erstellen von Publikationen, die Aktualisierung der Website und die Organisation von Veranstaltungen: In der Abteilung Public Relations braucht es vielfältige Kompetenzen. Diese werden durch drei Mitarbeitende abgedeckt. Caritas Zürich ist bei den Medien als Ansprechpartnerin zum Thema Armutsbetroffenheit gut etabliert. Entsprechend wurden zahlreiche Anfragen beantwortet bzw. Interviewpartner/innen vermittelt, sowohl zu allgemeinen Themen als auch zu konkreten Projekten und Aktivitäten von Caritas Zürich. Mit dem Armutsforum, das 2008 zum vierten Mal durchgeführt wurde, sprechen wir eine breite Öffentlichkeit wie auch das Fachpublikum an. Die viel beachtete Veranstaltung wird im laufenden Jahr weiterentwickelt werden. Die Aktion «Eine Million Sterne» auf dem Zürcher Sechseläutenplatz setzt in der Weihnachtszeit ein Zeichen für eine gelebte Solidarität. Ebenfalls grosse Aufmerksamkeit fand die vorweihnächtliche Aktion «Eine Million Sterne», welche in der ganzen Schweiz und in rund einem Dutzend anderer Länder durchgeführt wird. Caritas schafft damit eine Möglichkeit, welche die Verbundenheit aller Menschen erlebbar macht.


Zwei umfangreichere Projekte wurden gemeinsam mit anderen Caritas-Regionalstellen in Angriff genommen: die Neugestaltung der Website und eine neue Zeitschrift, welche das bisherige «engagiert» ablöst. Während sich die Arbeiten an der Website aus verschiedenen Gründen ins laufende Jahr hinein verzögerten, konnte im November die erste Ausgabe des Magazins «Nachbarn» publiziert werden, welches aus einem nationalen Mantelteil und regionalen Split-Teilen besteht. Die interne Kommunikation war ebenfalls ein wichtiges Thema in der Abteilung Public Relations; gegen Ende Jahr wurden erste Schritte eines entsprechenden Konzeptes umgesetzt. Abteilung Fundraising Spenderinnen und Spender beweisen uns durch ihre Unterstützung ihr Vertrauen. Daher bemüht sich die Abteilung Fundraising, den Kontakt zu dieser wichtigen Zielgruppe herzustellen und auszubauen. Die Mittelbeschaffung spielt für Caritas Zürich eine existenzielle Rolle: Ein Viertel unserer Einnahmen stammt aus dem Fundraising. Während die Mailingeinnahmen, die zweckgebundenen Spenden und die Einnahmen aus den Kollekten leicht rückläufig sind, konnte in den Bereichen Legate und Beiträge privater Institutionen (u. a. Stiftungen) ein besseres Resultat erzielt werden als im Vorjahr. Mailings sind das wichtigste Instrument zur Gewinnung von neuen Spenderinnen und Spendern und informieren zudem eine breite Öffentlichkeit über unsere Tätigkeiten. Sehr positive Reaktionen löste der Gönneranlass im November aus, der in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium Zürich organisiert wurde. Ein Filmbeitrag über die Caritas-Märkte stellte eines unserer Projekte in all seinen Dimensionen unterhaltsam vor, und beim Apéro ergaben sich sehr interessante Begegnungen. In einem kostengünstig organisierten Rahmen konnten wir so das persönliche Gespräch mit unseren wichtigsten Gönnerinnen und Gönnern aufnehmen, sie direkt über unsere Arbeit informieren und gleichzeitig ihre Anliegen der Caritas Zürich gegenüber entgegennehmen. Caritas Zürich Im Konservatorium konnten wir persönliche Kontakte zu unseren Gönnerinnen und Gönnern knüpfen. 15 B E R E I C H K O M M U N I K A T I O N


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 16 Abteilung Secondhand-Läden Innert 17 Tagen ist das Inventar in den Secondhand- Kleiderläden verkauft. Damit der Nachschub gewährleistet ist, sortieren unsere Mitarbeiterinnen im Akkord. Neu sind die Secondhand-Läden auch in Uster vertreten. Mit «Kleider mini», für die kleine Kundschaft. Und wie kleidet sich ein Stadtpräsident in einem unserer Secondhand-Läden? Elmar Ledergerber macht es vor. Mehrmals täglich ersetzen unsere Mitarbeiterinnen Unmengen verkaufter Kleider und Accessoires in den Läden. Natürlich warten sie nicht, bis das letzte Hemd verkauft ist, um dann erst wieder aufzustocken, wie das die Grafik hypothetisch zeigt. Ein Grossteil unserer Stammkundschaft kommt deshalb täglich vorbei. Wer das nicht schafft, steht mindestens am Dienstagmorgen in einem unserer Läden, denn da ist der Anteil an frischen Kleidern am Grössten. Während die Läden am Montag geschlossen sind, wird das, was schon länger hängt, zusätzlich ausgetauscht. Ganz besonders rasch werden die äusserst günstigen Kleider in den beiden «netto»-Läden Ladeninventar-Umschlagszeit Tage 25 20 15 10 5 0 18 Kleider Zürich 22 Kleider Oerlikon umgesetzt und müssen laufend ersetzt werden. Wie beim Huhn und dem Ei, kommt es nicht darauf an, wo der Kreislauf beginnt. Tatsache ist aber, dass die Spirale sich umso schneller dreht, je hochwertiger die uns gespendeten Kleider sind: je mehr gekauft wird, desto mehr wird ersetzt, desto öfter kommt die Kundschaft, und desto mehr wird verkauft. Und umso höher ist der Umsatz in Franken. Um den Bekanntheitsgrad der Caritas Zürich auch anderenorts im Kanton zu steigern, wurde Ende Jahr der siebte Secondhand-Laden, der erste reine Kinderkleiderladen, in Uster eröffnet. In einem alten Gebäude, das gelegentlich abgerissen wird, konnten wir uns günstig einmieten. So hält sich der finanzielle Druck in Grenzen. Denn anders als in Zürich, wo unsere Secondhand-Läden bekannt sind, fangen wir hier bei nahezu null an. Wir rechnen fest damit, dass der Laden 2010 bei einem Tagesumsatz von 500 Franken selbsttragend arbeitet. Eine Frau deckt sich im Laden in Winterthur mit Fastnachtskleidern ein. Zu Hause präsentiert sie stolz ihre farbenfrohe Wahl. Die Tochter schnappt sich begeistert die ausgefallenen Kleider und verstaut sie in ihrem eigenen Kleiderschrank. Erstaunt bemerkt die Mutter, wo sich der Geschmack der beiden zum ersten Mal in ihrem Leben trifft … 19 Kleider Winterthur 10 2x Kleider «netto» In den «netto»-Läden wird innert 10 Tagen das gesamte Angebot umgesetzt und durch frische Kleider ersetzt.


G u t e Z u sammenarbeit, hohes Engagement Neubesetzungen und die Sicherheit der Mitarbeitenden Das Jahr 2008 war im Personalbereich von zahlreichen Wechseln geprägt. Zudem wurde die neue Angestelltenordnung in Kraft gesetzt und ein Leitfaden für den Umgang mit bedrohlichen Situationen im Berufsalltag realisiert. Über 400 Freiwillige leisteten einen immensen Einsatz von rund 43 000 Stunden. Per 1. Januar 2008 wurde die neue Angestelltenordnung der Katholischen Körperschaft des Kantons Zürich in Kraft gesetzt, welcher die Caritas Zürich in Personalfragen angeschlossen ist. Unter anderem wurde ein bezahlter Vaterschaftsurlaub von einem Monat eingeführt und die Personalvorsorge bei Krankheit und Unfall angepasst. Ebenfalls im Januar wurde ein Sicherheitsleitfaden realisiert und an die Mitarbeitenden abgegeben, welcher den Umgang mit bedrohlichen Situationen im Berufsalltag regelt. Dies, nachdem sich in Einzelfällen sowohl in der Sozialberatung als auch in den Caritas-Märkten und den Secondhand-Läden bedrohliche Konfliktsituationen ergeben hatten. Der Leitfaden beruht auf dem Grundsatz, dass Caritas Zürich keine Gewaltanwendungen, Drohungen oder Beleidigungen gegenüber ihren Angestellten oder anderen Personen duldet. Das übersichtliche Dokument beschreibt präventive Massnahmen, angemessenes Verhalten angesichts von Bedrohungen sowie im Falle von Gewaltanwendung zu ergreifende Massnahmen. Im Berichtsjahr kam es glücklicherweise nicht zu bedrohlichen Situationen. Personalkennzahlen Caritas Zürich Caritas Zürich kann auf eine grosse Anzahl von Freiwilligen zählen (im Bild eine Familienbegleitung im Rahmen von URAT). Das Jahr 2008 war durch eine eher hohe Fluktuation von 18 Prozent gekennzeichnet, nachdem diese im Vorjahr noch unter 5 Prozent gelegen hatte. Dabei spielten verschiedene Gründe eine Rolle, das Spektrum reichte von strukturellen Anpassungen – aufgrund der Mitte 2007 implementierten Strategie – bis zu Pensionierungen. Auch die Leitung der Personalabteilung wechselte, sodass die Neubesetzung von Vakanzen im Berichtsjahr eines der vorherrschenden Themen war. Als erfreulich bereichernd erwies sich die Zusammenarbeit mit Personalverantwortlichen von anderen Caritas-Regionalstellen; trotz der sehr unterschiedlichen Verhältnisse ergaben sich zahlreiche Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch und zur Nutzung von Synergien. Mitarbeitende 65 Mitarbeitende im Stundenlohn 14 Praktika/Juniorin 3 Mitarbeitende aus Einsatzprogrammen 8 Teillohnangestellte 11 Durchschnittlicher Beschäftigungsgrad 75% Anteil Frauen 81,5% Anteil Männer 18,5% Durchschnittsalter 48,2 Durchschnittsdienstjahre 6,8 Fluktuationsrate 18% 17 P E R S O N A L U N D F R E I W I L L I G E


J A H R E S B E R I C H T 2 0 0 8 18 Freiwillige Abteilung/Projekt/Betrieb Anzahl Freiwillige Geleistete Einsatzstunden Sozialbegleitung 12 470 «mit mir» 100 14 400 Caritas-Markt 1 120 Weihnachtsfeier 44 425 Weihnachtsfeier Sockenspenderinnen 75 6 300 «Eine Million Sterne» 28 85 Secondhand-Läden 6 1 800 URAT 76 10 000 «incluso» 90 9 360 Einelternfamilienferien 3 150 Versandarbeiten Administration 1 32 Vereinsmitglieder und Führungsgremien Vereinsmitglieder Von Amtes wegen: die vier Dekane des Kantons Zürich, ferner 74 Einzelmitglieder und 28 Kollektivmitglieder aus dem Kanton Zürich. Vorstand Dr. Paul Vollmar, Präsident (seit 2003) Josef Arnold, Vizepräsident, Ressort Führung und Organisation (seit 2002, Vizepräsident seit 2008) Pfarrer Alfred Böni, Ressort Kirche und Pfarreien (seit 2003) Claudia Colic, Ressort Kommunikation (seit 2008) Leo Lorenzo Fosco, Ressort Politik (seit 2003) Franz-Josef Groth, Ressort Finanzen und Anlagerat (seit 2004) Pfarrer Luzius Huber, Ressort Zentralkommission, Präsident Projektkommission (seit 2003) Dr. Cristina Schiavi, Ressort Sozialwesen und Recht (seit 2008) Geschäftsleitung Max Elmiger, Direktor Ursi Britschgi, Leiterin Bereich Soziale Integration Reto Klink, Leiter Bereich Kommunikation Erweiterte Geschäftsleitung Barbara Schiller, Leiterin Personal und Freiwillige Walter Zaugg, Leiter Finanzen und Controlling Revisionsstelle BDO Visura AG, Zürich


K O M M E N T A R Z U R J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 F i n a n z krise auch bei Caritas Zürich spürbar Verlust trotz grosser Einsparungen Für das Jahr 2008 war ein Ausgabenüberschuss von CHF 344 700 budgetiert. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einem Verlust von CHF 598 349. Trotz grosser Einsparungen von über CHF 600 000 bei den geplanten Ausgaben konnten die Mindereinnahmen und vor allem der Finanzverlust von netto CHF 400 186 nicht aufgefangen werden. Auf den Wertschriftenanlagen mussten wir trotz sehr vorsichtiger Anlagestrategie namhafte Abwertungen in Kauf nehmen. Insgesamt resultierte aus den Finanzanlagen statt eines geplanten Ertrages von CHF 235 000 ein Verlust von CHF 400 186. Dabei handelt es sich zu 95 Prozent um Buchverluste bilanzierter Wertschriften. Der Finanzverlust betrug rund 7 Prozent auf dem Wert der Anlagen. Dank einem einzelnen grossen Legat von CHF 789 665 übertraf das Total der Spendeneinnahmen die Erwartungen um über CHF 375 000, blieb damit aber knapp CHF 300 000 hinter dem Ergebnis von 2007 zurück. Bei den allgemeinen Spenden war ein Rückgang von rund CHF 400 000 zu verzeichnen. Demgegenüber stehen jedoch markant tiefere Ausgaben für die Produktion der Mailings. Damit bewegt sich der Nettoerfolg der allgemeinen Spenden im budgetierten Rahmen. Für den Umbau an der Beckenhofstrasse erhielten wir private Beiträge von CHF 281 000. Im Allgemeinen blieben die Beiträge von Stiftungen und Organisationen im Jahr 2008 aber wesentlich unter unseren Erwartungen. Beide Caritas-Märkte konnten Umsatzsteigerungen verzeichnen. Durch die gestiegenen Kosten für die Einkäufe bleibt ein Defizit bestehen, welches aber unter den Vorgaben liegt. Die Ausgaben bewegten sich grösstenteils im budgetierten Rahmen, mit Ausnahme der Mailingkosten und des Personalaufwands, welche beide wesentlich unter den Vorgaben blieben. Schlussfolgerungen und Ausblick Während die Erträge grösstenteils stagnieren oder rückläufig sind, lassen sich die Ausgaben trotz verstärkter Kostenkontrolle kurzfristig nicht im selben Masse kürzen. Da die Katholische Kirche des Kantons Zürich in verdankenswerter Weise die so genannten Bereitstellungskosten (Administration, Öffentlichkeitsarbeit und zentrale Dienste) übernimmt, kommt nach wie vor jeder Spendenfranken und jeder weitere Beitrag öffentlicher, privater oder kirchlicher Organisationen direkt den Zielgruppen zugute. Das Ziel, unsere Leistungen effizient und zielgerichtet zu erbringen und mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln haushälterisch umzugehen, steht auch im laufenden Geschäftsjahr 2009 im Vordergrund. Caritas Zürich 19


J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 B i l a n z per 31.12. 2008 20 Aktiven Erläuterung 2008 2007 Veränderung Flüssige Mittel und Wertschriften 1.1 7 415 649 7 413 090 2 559 Forderungen 1.2 160 862 107 515 53 347 Aktive Rechnungsabgrenzung 1.3 268 084 639 394 – 371 310 Umlaufvermögen 7 844 595 8 159 999 – 315 404 Immobile Sachanlagen 1 105 600 1 059 200 46 400 Mobile Sachanlagen 99 850 96 039 3 811 Anlagevermögen 1.4 1 205 450 1 155 239 50 211 Aktiven 9 050 045 9 315 238 –265 193 Passiven Sonstige Verbindlichkeiten 1.5 509 747 298 935 210 812 Passive Rechnungsabgrenzung 1.6 367 348 245 005 122 343 Kurzfristiges Fremdkapital 877 095 543 940 333 155 Fondskapital 1.7 1 919 555 2 324 435 –404 881 Vereinsvermögen 167 566 198 916 –31 350 Freie Fonds 6 085 829 6 247 947 –162 118 Organisationskapital 1.8 6 253 395 6 446 862 –193 467 Passiven 9 050 045 9 315 238 –265 193 B e richt der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Caritas Zürich Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz, Betriebsrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals und Anhang) der Caritas Zürich für das am 31. Dezember 2008 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. In Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER unterliegen die Angaben im Leistungsbericht nicht der Prüfpflicht durch die Revisionsstelle. Die Caritas Zürich hat uns auf Basis ihrer Statuten beauftragt eine Revision durchzuführen. Für die Jahresrechnung ist der Vorstand verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen der Stiftung ZEWO hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Revision erfolgte nach den Anforderungen an die Revision für Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel, die gesetzlich nicht zu einer Revision verpflichtet sind. Danach ist diese Revision so zu planen und durchzuführen, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung erkannt werden. Die Revision umfasst hauptsächlich Befragungen und analytische Prüfungshandlungen sowie den Umständen angemessene Detailprüfungen der bei der geprüften Organisation vorhandenen Unterlagen. Dagegen sind Prüfungen der betrieblichen Abläufe und des internen Kontrollsystems sowie Befragungen und weitere Prüfungshandlungen zur Aufdeckung deliktischer Handlungen oder anderer Gesetzesverstösse nicht Bestandteil dieser Revision. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesent- lichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung nicht Gesetz und Statuten entspricht sowie kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER vermittelt. Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. Ferner bestätigen wir, dass die durch uns zu prüfenden Bestimmungen der Stiftung ZEWO eingehalten sind. Zürich, 17. März 2009 BDO Visura Andreas Blattmann Philipp Egger Leitender Revisor dipl. Wirtschaftsprüfer dipl. Wirtschaftsprüfer zugel. Revisionsexperte zugel. Revisionsexperte


B e t r i e b srechnung nach Kostenarten Caritas Zürich Erläuterung Rechnung Budget Rechnung 2008 2008 2007 Spenden 2.1 2 277 221 1 900 700 2 586 355 Beiträge 2.2 3 490 225 4 278 500 3 654 617 Verkäufe und Dienstleistungen 2.3 2 677 187 2 526 100 2 568 833 Rückfinanzierung von Unterstützungsleistungen 2.4 19 347 10 000 78 062 Übrige Einnahmen 2.5 147 259 141 100 137 574 Betrieblicher Ertrag 8 611 240 8 856 400 9 025 441 Unterstützungsleistungen 2.6 – 193 439 – 147 650 – 209 950 Einkäufe und Produktionen 2.7 – 648 940 – 500 500 – 728 132 Personalaufwand 2.8 – 5 710 824 – 6 032 850 – 5 834 181 Reise- und Repräsentationsaufwand – 25 546 – 24 450 – 22 888 Sachaufwand 2.9 – 748 428 – 741 250 – 740 678 Unterhaltskosten – 511 536 – 594 300 – 308 887 Beiträge an Kooperationen 2.10 – 248 920 – 251 400 – 255 982 Abschreibungen – 74 245 – 79 500 – 65 925 Öffentlichkeitsarbeit – 226 902 – 299 200 – 193 672 Sammelaufwand (Mittelbeschaffung) 2.11 – 420 642 – 765 000 – 358 135 Betrieblicher Aufwand – 8 809 422 – 9 436 100 – 8 718 430 Erfolg aus Betriebstätigkeit – 198 182 – 579 700 307 011 Finanzertrag 177 445 243 000 174 591 Finanzaufwand – 577 631 – 8 000 – 104 353 Finanzerfolg 2.12 – 400 186 235 000 70 238 Ausserordentliches und Betriebsfremdes 20 0 28 Ausserordentliches und Betriebsfremdes 20 0 28 Jahresergebnis – 598 349 – 344 700 377 278 Zweckgebundene Fonds 404 881 294 600 157 569 Freie Fonds/Vereinsvermögen 138 410 42 700 – 527 194 Fondsergebnis 2.13 543 291 337 300 – 369 625 Ergebnis zu Lasten Organisationskapital – 55 058 – 7 400 – 7 653 21


J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 G e l d f l ussrechnung R e c h n ung über d ie Veränderung d e s K apitals 2008 Mittel aus Eigenfinanzierung 22 Erläuterung Anfangs- Erträge Zuweisung Interne Fonds- Verwendung Endbestand bestand (intern) (extern) transfers 1) (extern) Vereinsvermögen 23 622 199 001 222 624 Jahresergebnis – 55 058 – 55 058 Dispositionsfonds 175 294 – 175 294 0 Vereinsvermögen 198 916 0 0 –31350 0 167 566 Fonds für neue Aufgaben 5 271 827 44 469 – 3 991 700 – 50 000 1 274 596 Dr. Stocker-Fonds 0 3 991 700 3 991 700 Betriebsfonds 3.1 847 206 – 23 708 –96 600 726 898 Reserven Caritas-Läden 96 814 0 –30561 66 253 Liegenschaften-Erneuerungsfonds 32 100 6 600 – 12 318 26 382 Freie Fonds 6 247 947 0 51 069 – 23 708 – 189 479 6 085 829 Jahresergebnis 0 0 Organisationskapital 6 446 862 0 51 069 – 55 058 – 189 479 6 253 394 Mittel aus Fondskapital Sozialberatung 1 297 670 35 527 0 –225676 1 107 521 Diakonieförderung 37 280 – 22 280 15 000 Projekte 718 544 159 869 – 342 811 535 602 Übrige Fonds 3.2 270 942 – 9 510 261 432 Fondskapital mit einschränkender Zweckbindung 2 324 435 0 195 396 0 –600276 1 919 555 1) Im Sinne einer Straffung wurden Mitte 2008 die Fonds neu gegliedert. Rechnung Rechnung 2008 2007 Geldfluss aus Betriebstätigkeit Jahresergebnis – 598 349 377 278 Abschreibungen auf Sachanlagen 74 245 65 925 Zunahme Wertschriften – 32 685 – 333 421 Zunahme (Abnahme) Forderungen – 53 347 206 403 Abnahme Transitorische Aktiven 371 310 7 417 Zunahme (Abnahme) Verbindlichkeiten 210 812 – 100 798 Zunahme Transitorische Passiven 122 343 129 515 Geldfluss aus Betriebstätigkeit 94 330 352 319 Geldfluss aus Investitionstätigkeit – 124 456 – 78 639 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 0 0 Zunahme (Abnahme) an Zahlungsmitteln Anfangsbestand an flüssigen Mitteln 1 726 679 1 452 999 Endbestand an flüssigen Mitteln 1 696 553 1 726 679 Veränderung Zahlungsmittel – 30 126 273 680


B e t r i e b srechnung nach Tätigkeiten Sozialberatung Caritas Zürich Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 165 382 337 909 Beiträge 139 390 186 750 Verkäufe und Dienstleistungen 16 683 7 916 Rückfinanzierung von Unterstützungsleistungen 18 117 77 799 Total Betrieblicher Ertrag 339 572 610 375 Unterstützungsleistungen – 191 339 – 209 630 Einkäufe und Produktionen – 28 – 278 Personalaufwand – 986 467 – 1 074 068 Reise- und Repräsentationsaufwand – 2 154 – 1 849 Sachaufwand – 3 632 – 2 832 Beiträge an Kooperationen – 4 635 – 2 356 Öffentlichkeitsarbeit 0 –107 Anteil Raumkosten – 37 513 – 45 700 Anteil EDV-Kosten – 38 219 – 42 500 Anteil Zentrale Dienste – 71 809 – 128 200 Betrieblicher Aufwand – 1 335 796 – 1 507 519 Zweckgebundene Fonds 103 838 103 009 Fondsergebnis 103 838 103 009 Saldo Sozialberatung – 892 386 – 794 136 Migration Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 1 365 32 211 Beiträge 74 700 89 846 Verkäufe und Dienstleistungen 1 513 – 38 Rückfinanzierung von Unterstützungsleistungen 1 230 0 Total Betrieblicher Ertrag 78 808 122 019 Unterstützungsleistungen 0 0 Einkäufe und Produktionen – 500 – 471 Personalaufwand – 161 630 – 243 787 Reise- und Repräsentationsaufwand – 3 941 – 3 197 Sachaufwand – 9 265 – 4 718 Unterhaltskosten – 4 623 – 774 Beiträge an Kooperationen – 67 – 5 579 Öffentlichkeitsarbeit – 4 550 – 646 Sammelaufwand (Mittelbeschaffung) 0 0 Anteil Raumkosten – 4 057 – 9 200 Anteil EDV-Kosten – 4 133 – 8 600 Anteil Zentrale Dienste – 7 766 – 25 700 Betrieblicher Aufwand – 200 531 – 302 671 Zweckgebundene Fonds 38 963 00 Fondsergebnis 38 963 0 Saldo Migration – 82 761 – 180 652 Die Sozialarbeitenden der Abteilung Sozialberatung beraten und begleiten Ratsuchende zielgerichtet und ressourcenorientiert. Die professionellen Beratungen sind ein Markenzeichen von Caritas Zürich. Bildung als Schlüsselfaktor zur sozialen Mobilität steht bei unseren Integrationsprojekten im Zentrum. Mit der Förderung von Migrantenkindern im Vorschulalter tragen wir dazu bei, dass auch sie mit intakten Chancen im Kindergarten starten können. 23


J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 B e t r i e bsrechnung nach Tätigkeiten Die Unterstützung der Pfarreien in diakonischen Fragen gehört zum Grundauftrag der Caritas Zürich. Betriebliche Erträge entstehen hauptsächlich aus Kurseinnahmen und Weiterbildungen für kirchliche Mitarbeitende. Unter der Rubrik Projekte sind zusammengefasst: das Patenschaftsprogramm «mit mir », die Fachstelle Sterben und Trauer, der Caritas-Markt, die KulturLegi im Kanton Zürich, die beiden Integrationsprojekte «incluso» und schulstart+, sowie der Beitrag an die Beratungsstelle für Asylsuchende. 24 Diakonieförderung Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 0 18 957 Beiträge 500 18 677 Verkäufe und Dienstleistungen 21 432 39 392 Total Betrieblicher Ertrag 21 932 77 026 Einkäufe und Produktionen – 17 003 – 36 328 Personalaufwand – 185 123 – 301 001 Reise- und Repräsentationsaufwand – 1 236 – 1 997 Sachaufwand – 3099 – 3 131 Unterhaltskosten – 124 0 Beiträge an Kooperationen – 465 – 1 450 Öffentlichkeitsarbeit – 697 – 300 Anteil Raumkosten – 9402 – 11 200 Anteil EDV-Kosten – 9 574 – 10 400 Anteil Zentrale Dienste – 17 997 – 31 400 Betrieblicher Aufwand – 244 721 – 397 207 Zweckgebundene Fonds 3 510 0 Saldo Diakonieförderung – 219 279 – 320 181 Projekte Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 112 503 113 502 Beiträge 977 735 1 407 544 Verkäufe und Dienstleistungen 839 531 563 737 Rückfinanzierung von Unterstützungsleistungen 0 263 Übrige Einnahmen 5 000 40 Total Betrieblicher Ertrag 1 934 768 2 085 086 Unterstützungsleistungen – 2 100 – 320 Einkäufe und Produktionen – 589 865 – 368 886 Personalaufwand – 1 523 102 – 1 446 560 Reise- und Repräsentationsaufwand – 5 966 – 6 072 Sachaufwand – 156 561 – 180 767 Unterhaltskosten – 18 009 – 141 649 Beiträge an Kooperationen – 230 883 – 230 200 Öffentlichkeitsarbeit – 20 747 – 43 562 Sammelaufwand (Mittelbeschaffung) 0 0 Anteil Raumkosten – 42 811 – 37 000 Anteil EDV-Kosten – 53 373 – 51 600 Anteil Zentrale Dienste – 81 951 – 107 000 Betrieblicher Aufwand – 2 725 369 – 2 613 616 Finanzaufwand 0 –500 Finanzerfolg 0 –500 Zweckgebundene Fonds 340 597 91 624 Freie Fonds 0 296 073 Fondsergebnis 340 597 387 697 Saldo Projekte – 450 004 – 141 333


B e t r i e b srechnung nach Tätigkeiten Secondhand-Läden Caritas Zürich Rechnung Rechnung 2008 2007 Beiträge 60 000 0 Verkäufe und Dienstleistungen 1 734 987 1 615 382 Übrige Einnahmen 5 505 1 200 Total Betrieblicher Ertrag 1 800 492 1 616 582 Einkäufe und Produktionen – 18 174 – 21 148 Personalaufwand – 1 268 393 – 1 149 213 Reise- und Repräsentationsaufwand – 4 320 – 2 905 Sachaufwand – 245 479 – 228 377 Unterhaltskosten – 52 179 – 69 778 Abschreibungen – 8 770 – 8 700 Öffentlichkeitsarbeit – 14 818 – 15 408 Anteil Raumkosten – 2 385 – 2 600 Anteil EDV-Kosten – 24 313 – 20 300 Anteil Zentrale Dienste – 4 569 – 7 400 Betrieblicher Aufwand – 1 643 400 – 1 525 828 Zweckgebundene Fonds – 46 500 0 Freie Fonds 30 561 54 533 Fondsergebnis – 15 939 54 533 Saldo Secondhand-Läden 141 153 145 287 Öffentlichkeitsarbeit Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 4 945 3 765 Verkäufe und Dienstleistungen 34 396 28 764 Total Betrieblicher Ertrag 39 341 32 530 Einkäufe und Produktionen – 8 315 – 6 257 Personalaufwand – 325 122 – 257 253 Reise- und Repräsentationsaufwand – 1 690 – 1 644 Sachaufwand – 5 484 – 1 621 Unterhaltskosten – 519 300 Beiträge an Kooperationen – 10 340 – 14 178 Öffentlichkeitsarbeit – 121 146 – 133 566 Anteil Raumkosten – 15 464 – 11 400 Anteil EDV-Kosten – 15 755 – 10 700 Anteil Zentrale Dienste – 29 601 – 32 100 Betrieblicher Aufwand – 533 436 – 468 418 Saldo Öffentlichkeitsarbeit – 494 095 – 435 888 Die sechs Secondhand-Läden in Zürich und Winterthur konnten einen Nettoertrag von CHF 141 153 erzielen. Die Caritas-Läden leisten einen erheblichen Beitrag an die Gesamteinnahmen der Caritas Zürich. Ein wichtiger Auftrag von Caritas Zürich ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Fragen der Armut im Kanton Zürich. Veranstaltungen wie das Zürcher Armutsforum oder die Aktion «Eine Million Sterne» sowie die Produktion von Broschüren gehören zu einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit. 25


J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 B e t r i e bsrechnung nach Tätigkeiten Die Betreuung von Grossspendern und Stiftungen sowie die Zusammenarbeit mit Firmen wird für Caritas Zürich immer wichtiger. Daneben bleiben die Mailings ein zweites Standbein der Mittelbeschaffung. Allgemein muss bei der Gewinnung von Spendern eine verstärkte Konkurrenz unter den Hilfswerken aus dem In- und Ausland festgestellt werden. 26 Mittelbeschaffung Rechnung Rechnung 2008 2007 Spenden 1 993 026 2 080 010 Beiträge 1 956 900 1 951 800 Verkäufe und Dienstleistungen 24 785 309 920 Übrige Einnahmen 5 700 5 030 Total Betrieblicher Ertrag 3 980 412 4 346 760 Einkäufe und Produktionen – 15 055 – 294 764 Personalaufwand – 297 201 – 296 475 Reise- und Repräsentationsaufwand – 1 142 – 1 069 Sachaufwand – 5 829 – 8 121 Unterhaltskosten – 57 – 168 Beiträge an Kooperationen – 340 – 559 Öffentlichkeitsarbeit – 64 673 – 84 Sammelaufwand (Mittelbeschaffung) – 420 642 – 358 135 Anteil Raumkosten – 11 120 – 12 000 Anteil EDV-Kosten – 11 330 – 11 100 Anteil Zentrale Dienste – 21 287 – 33 600 Betrieblicher Aufwand – 848 675 – 1 016 075 Finanzertrag 177 049 174 266 Finanzaufwand – 577 631 – 103 853 Finanzerfolg – 400 582 70 413 Ausserordentliches und Betriebsfremdes 20 28 Ausserordentliches und Betriebsfremdes 20 28 Zweckgebundene Fonds – 35 527 – 36 164 Freie Fonds 96 600 – 820 062 Fondsergebnis 61 073 – 856 227 Saldo Mittelbeschaffung 2 792 247 2 544 899 Administration Rechnung Rechnung 2008 2007 Verkäufe und Dienstleistungen 3 580 3 759 Total Betrieblicher Ertrag 3 580 3 759 Personalaufwand – 725 550 – 663 401 Reise- und Repräsentationsaufwand – 3 978 – 2 788 Sachaufwand – 21 825 – 35 677 Unterhaltskosten – 2 038 – 174 Beiträge an Kooperationen – 1 910 – 930 Anteil Raumkosten – 24 942 – 23 600 Anteil EDV-Kosten – 25 383 – 21 900 Anteil Zentrale Dienste – 47 737 – 65 958 Betrieblicher Aufwand – 853 635 – 814 428 Finanzertrag 120 325 Finanzerfolg 120 325 Saldo Administration – 849 935 – 810 344


B e t r i e b srechnung nach Tätigkeiten Liegenschaften Caritas Zürich Rechnung Rechnung 2008 2007 Übrige Einnahmen 129 975 129 558 Total Betrieblicher Ertrag 129 975 129 558 Personalaufwand – 13 574 – 12 218 Reise- und Repräsentationsaufwand – 15 – 14 Sachaufwand – 44 329 – 25 592 Unterhaltskosten – 3 486 – 3 016 Beiträge an Kooperationen – 280 – 280 Abschreibungen – 28 600 – 28 600 Anteil Raumkosten – 239 – 300 Anteil EDV-Kosten – 243 – 200 Anteil Zentrale Dienste – 457 – 700 Betrieblicher Aufwand – 91 223 – 70 920 Zweckgebundene Fonds 0 –900 Freie Fonds – 38 751 – 57 738 Fondsergebnis – 38 751 – 58 638 Saldo Liegenschaften 0 0 Raum-, EDV-Kosten und Zentrale Dienste Rechnung Rechnung 2008 2007 Beiträge 281 000 0 Verkäufe und Dienstleistungen 281 0 Übrige Einnahmen 1 080 1 747 Total Betrieblicher Ertrag 282 361 1 747 Personalaufwand – 224 662 – 390 204 Reise- und Repräsentationsaufwand – 1 104 – 1 355 Sachaufwand – 252 944 – 249 842 Unterhaltskosten – 430 482 – 93 629 Beiträge an Kooperationen 0 –450 Abschreibungen – 36 875 – 28 625 Anteil Raumkosten – 11 693 – 7 683 Anteil EDV-Kosten – 9 482 – 3 719 Interne Verrechnungen 634 606 773 760 Betrieblicher Aufwand – 332 637 – 1 747 Finanzertrag 276 0 Finanzerfolg 276 0 Freie Fonds 50 000 0 Fondsergebnis 50 000 0 Saldo Raum-, EDV-Kosten und Zentrale Dienste 0 0 Jahresergebnis Betriebsrechnung nach Tätigkeiten Rechnung Rechnung 2008 2007 Jahresergebnis – 55 058 – 7 653 Raum- und EDV-Kosten sowie die Zentralen Dienste wie Telefonzentrale und Empfang werden als Hilfskostenstellen geführt und mit einem Verteilschlüssel, der sich an den Stellenprozenten der einzelnen Kostenstellen orientiert, zu 100 Prozent auf die Tätigkeiten umgelagert. 27


A N H A N G Z U R J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 Anhang zur Jahresrechnung Zusammensetzung der Wertschriften 28 Obligationen 79% Aktien 11% Geldmarkt 8% Diverse 2% Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze Die Rechnungslegung erfolgt nach Massgabe der Fachempfehlung zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER) und entspricht dem schweizerischen Obligationenrecht, den Vorschriften der Stiftung ZEWO sowie den Bestimmungen der Statuten. Die Jahresrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Caritas Zürich. Erläuterungen zur Bilanz Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sofern bei den einzelnen Bilanzpositionen nichts anderes aufgeführt wird, erfolgt die Bewertung der Bilanzpositionen zu Marktwerten am Bilanzstichtag. 1.1 Flüssige Mittel und Wertschriften 31.12.2007 Veränderung 31.12.2008 Kasse 33 841 – 10 793 23 048 Postcheck 431 752 – 30 840 400 911 Bankguthaben 1 261 086 4 124 1 265 211 Geld in Transfer 0 7 383 7 383 Wertschriften 5 686 411 32 685 5 719 096 Total flüssige Mittel 7 413 090 2 559 7 415 649 Die Obligationen, die Anlagefonds und die Aktien sind zum Verkehrswert bilanziert. Die Vermögensanlagen erfolgen in gut handelbaren Anlagen bei gleichzeitig ausgewogener Risikoverteilung. Für Kursrisiken besteht eine Wertschwankungsreserve, basierend auf finanzökonomischen Überlegungen. 1.2 Forderungen Diese Position umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, rückforderbare Verrechnungssteuern und Guthaben von Hilfesuchenden. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Darin enthalten sind Forderungen gegenüber Gemeinwesen im Gesamtbetrag von CHF 49 500. Forderungen an Hilfesuchende 31.12.2007 Auszahlungen Rückzahlungen 31.12.2008 Behindertenhilfe – 8 747 – 101 178 102 483 – 7 442 Fahrendenhilfe 21 562 – 73 494 52 462 530 Schuldenberatung – 8 720 – 80 307 82 817 – 6 209 Erwerbslosenhilfe – 1 142 – 4 214 5 356 –0 Hilfe für Armutsbetroffene 1 342 – 192 712 198 576 7 206 Familienhilfe und Alleinerziehende 18 166 – 29 943 12 182 405 Total 22 462 – 481 846 453 875 – 5 510 Im Jahr 2008 wurden CHF 481 846 direkte und indirekte Unterstützungsleistungen an Hilfesuchende geleistet. Aufgrund unserer Gesuche werden diese Leistungen in der Höhe von CHF 453 875 von privaten Stiftungen rückfinanziert oder von den Hilfesuchenden zurückbezahlt. Die Differenz von CHF 5510 sind Guthaben von Klienten im Bereich Rentenverwaltung und Schuldensanierung.


1.3 Aktive Rechnungsabgrenzung Hier handelt es sich um Aktivpositionen, die sachlich und zeitlich aus den einzelnen Aufwand- und Ertragspositionen abgegrenzt werden. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Allfällige Marchzinsen sind ebenfalls in dieser Position bilanziert. 1.4 Anlagevermögen Diese Position umfasst Immobilien, die uneingeschränkt im Eigentum der Caritas Zürich stehen und deren Veräusserungserlös uneingeschränkt für den Vereinszweck eingesetzt werden könnte. Die Bewertung erfolgt zum Anschaffungswert abzüglich der planmässig vorgenommenen Abschreibungen, wobei in der Regel von einer 40-jährigen Nutzungsdauer ausgegangen wird. Ferner beinhaltet diese Position mobile Sachanlagen. Die Bewertung erfolgt zum Anschaffungswert abzüglich der planmässig vorgenommenen Abschreibungen, dabei wird in der Regel von einer 4-jährigen Nutzungsdauer ausgegangen. Caritas Zürich Bestand Zugänge Abgänge Bestand 31.12.2007 31.12.2008 Immobile Sachanlagen 1) 1 145 000 75 000 1 220 000 Mobile Sachanlagen 502 514 49 456 551 970 Anfangswert 1 647 514 124 456 0 1 771 970 Abschreibungen Immobile Sachanlagen – 85 800 – 28 600 – 114 400 Mobile Sachanlagen – 406 475 – 45 645 – 452 120 Kumulierte Abschreibungen – 492 275 – 74 245 0 –566520 Nettobuchwert 1 155 239 50 211 0 1 205 450 1) Das Ladenlokal «Kunst & Krempel» an der Birmensdorferstrasse 53 ist im Stockwerkeigentum der Caritas Zürich. Die Rotwandstrasse 50 wurde uns zu entgegenkommenden Konditionen übereignet. Sie ist mit CHF 692 000 bilanziert. Die Liegenschaft ist fremdvermietet. An der Beckenhofstrasse 16 haben wir einen Umbau von rund CHF 408 000 realisiert – davon wurden CHF 281 000 durch direkte Unterstützung gedeckt, CHF 50 000 wurden den Freien Fonds entnommen und CHF 75 000 aktiviert. 1.5 Sonstige Verbindlichkeiten Diese Position umfasst ausstehende Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Darin enthalten sind CHF 9520.75 gegenüber der Vorsorgeeinrichtung. 1.6 Passive Rechnungsabgrenzung Diese Position umfasst die aus der sachlichen und zeitlichen Abgrenzung der einzelnen Aufwand- und Ertragspositionen resultierenden Passivposten. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. In dieser Position sind die Ferien- und Gleitzeitsaldi von CHF 93 800 enthalten (Reduktion von CHF 20 200 gegenüber Vorjahr = 17,7 Prozent). 1.7 Fondskapital Diese Position umfasst die zweckgebundenen Mittel. Diese entstehen aus Zuwendungen für bestimmte Hilfeleistungen. Die Verwendung dieser Mittel unterliegt der vorgegebenen Zweckbestimmung. 1.8 Organisationskapital Die freien Fonds umfassen den Fonds für neue, dringende Aufgaben, den Betriebsfonds, die Reserven für die Secondhand-Läden und den Liegenschaften-Erneuerungsfonds. Zusammen mit dem Vereinsvermögen bilden sie das Organisationskapital. Dieses weist die Mittel ohne Verfügungseinschränkung aus (siehe auch Rechnung über die Veränderung des Kapitals). 29


A N H A N G Z U R J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 Spendenentwicklung 3 000 000 2 500 000 2 000 000 1 500 000 1 000 000 500 000 30 2002 2003 2004 2005 2006 Spenden Legate Kollekten Beitragsentwicklung 4 000 000 3 500 000 3 000 000 2 500 000 2 000 000 1 500 000 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2007 Kirchliche Beiträge Öffentliche Hand Private Beiträge 2008 2008 Erläuterungen zur Betriebsrechnung 2.1 Spenden Die Sammelaktivitäten sowie Legate und private Zuwendungen führten im Jahr 2008 zu einem Spendenergebnis von knapp CHF 2,28 Mio. Unter Kollekten sind die Erträge aus der Caritas-Woche und dem Muttertagsopfer zusammengefasst. 2008 2007 Zweckgebundene Spenden 307 181 540 383 Allgemeine Spenden 923 663 1 080 457 Legate 1 046 377 965 515 Total Spendeneinnahmen 2 277 221 2 586 355 2.2 Beiträge Die Beiträge setzen sich wie folgt zusammen: Kirchliche Beiträge Katholische Körperschaft 1 854 700 Katholische Körperschaft (zweckgebundene Beiträge) 1) 206 000 Projektkredit Katholische Körperschaft 328 000 Katholischer Stadtverband Zürich 100 000 Kirchgemeinden 3 000 2 491 700 Beiträge öffentliche Hand pro infirmis (Behindertenhilfe) 117 390 Übrige Beiträge öffentliche Hand 2) 307 235 424 625 Private Beiträge Caritas Schweiz 3) 20 000 Winterhilfe 2 000 Beiträge private Institutionen 4) 551 900 573 900 Total Beiträge 3 490 225 1) Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA) (siehe auch Erläuterung 2.10) 200 000 Fachstelle für kirchliche Freiwilligenarbeit 5 000 Zentralkommission 1 000 2) Beiträge öffentliche Hand sind Beiträge von Bund, Kanton Zürich und von den politischen und kirchlichen Gemeinden. In diesen Beiträgen ist auch der Beitrag der Stadt Zürich für die Teillohnangestellten (CHF 176 535) enthalten. 3) schulstart+ 15 000 Fachstelle Sterben und Trauer 2 500 Altersarbeit 2 500 4) Bei den Beiträgen privater Institutionen handelt es sich um freiwillige, zweckgebundene Zuwendungen privater Stiftungen und Firmen an Projekte der Caritas Zürich.


2.3 Verkäufe und Dienstleistungen Die Secondhand-Läden erzielten einen Umsatz von CHF 1 740 492 und die Caritas-Märkte einen Umsatz von CHF 765 985. Bis Ende 2007 produzierte die Caritas Zürich Werbemittel für andere regionale Caritas-Stellen und verrechnete diese. Seit 2008 wird die Produktion der Mailings von Caritas Schweiz durchgeführt. 2.4 Rückfinanzierungen von Unterstützungsleistungen Die Rückfinanzierungen von Unterstützungsleistungen werden über die Klientenverwaltung gebucht (siehe auch Erläuterung 1.2). In der Finanzbuchhaltung werden daher diese Rückfinanzierungen als Nettoeinnahmen geführt. 2.5 Übrige Einnahmen Die übrigen Einnahmen bestehen aus: Caritas Zürich 2008 2007 Liegenschaftenerträge 132 538 130 297 Vermietungen 0 876 Mitgliederbeiträge 5 700 5 030 Sonstige Einnahmen 9 021 1 371 Total übrige Einnahmen 147 259 137 574 2.6 Unterstützungsleistungen Die Unterstützungsleistungen werden über die Klientenverwaltung gebucht. In der Finanzbuchhaltung werden die Unterstützungsleistungen als Nettoaufwand geführt (siehe auch Erläuterung 1.2). 2.7 Einkäufe und Produktionen Die Produktionskosten für zentral von der Caritas Zürich produzierte Sammelaktivitäten entfielen (CHF 292 000 weniger als im Vorjahr). Dafür erhöhten sich die Einkäufe der Caritas-Märkte (CHF 190 000 mehr als im Vorjahr). 2.8 Personalkosten Entwicklung Verkäufe und Dienstleistungen 3 000 000 2 500 000 2 000 000 1 500 000 1 000 000 2003 2004 2005 2006 Verkäufe Dienstleistungen Personalkosten 2008 Sozial- Migration Diakonie- Projekte Second- Öffentlich- Adminis- Hilfs- Total beratung förderung hand- keitsarbeit tration + kosten- Läden + Mittelbe- Liegen- stellen schaffung schaften verwaltung Stellenprozente 1) 786% 85% 197% 1227% 1453% 557% 533% 256% 5094% Anzahl Mitarbeitende 2) 65 Saläre Festangestellte 3) 786 912 84 826 204 609 1 163 548 977 735 464 229 571 435 116 869 4 370 163 Saläre befristet Angestellte 4) – 2 429 31 909 – 75 098 28 216 19 927 7 664 – 24 199 52 541 38 530 Total Saläre 784 483 116 735 129 511 1 191 764 987 662 471 893 547237 169 409 4 408 693 Sozialleistungen 180 252 22 655 46 572 261 296 221 226 105 709 130 713 35 542 1 003 965 Lohnnebenkosten 12 006 2 404 1 778 20 371 29 122 8 359 7 290 4 465 85 795 Personalentwicklung 7 235 1 220 1 024 8 141 7 583 12 019 5 849 2 974 46 045 Übrige Personalkosten 2 490 18 617 6 239 41 530 12 801 24 343 48 036 12 271 166 326 Total 986 467 161 630 185 123 1 523 102 1 268 393 622 323 739 124 224 662 5 710 824 1) ohne Teillohnangestellte 2) Stand 31.12.2008 (ohne Teillohnangestellte) 3) inklusive Teillohnangestellter von CHF 99 648 (unter «Projekte») 4) inklusive Versicherungsleistungen (aus Krankentaggeld-, Unfall- und EO-Entschädigungen) 2007 2008 31


A N H A N G Z U R J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 32 2.9 Sachaufwand In dieser Position sind die Raumkosten von CHF 592 893 enthalten. Dank der Albert Niedermann-Stiftung sind die Mieten der Büros an der Beckenhofstrasse 16 um CHF 181 100 vergünstigt. 2.10 Beiträge an Kooperationen Beitragsverpflichtungen aus Mitgliedschaften 36 005 Beiträge an Institutionen Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende 200 000 Übrige Beiträge an Institutionen 12 915 212 915 Total Beiträge an Dritte 248 920 2.11 Sammelaufwand Einige budgetierte Mailings wurden nicht realisiert. Der Aufwand blieb daher wesentlich unter Budget. 2.12 Finanzerfolg Trotz vorsichtiger Anlagestrategie musste im Jahr 2008 ein Kursverlust von CHF 569 171 verbucht werden. Unter Berücksichtigung der erhaltenen Zinsen und Dividenden von CHF 177 445 und des übrigen Finanzaufwands von CHF 8459 resultiert ein Finanzverlust von CHF 400 186. 2.13 Fondsergebnis Infolge des negativen Gesamtergebnisses mussten den Fonds insgesamt CHF 543 291 entnommen werden. Erläuterungen zur Geldflussrechnung Grundsätze zur Geldflussrechnung Flüssige Mittel und Wertschriften stellen die Liquiditätsreserven der Non-Profit-Organisationen dar und bilden daher die entscheidende Grösse für die Leistungs- und Handlungsfähigkeit der Caritas Zürich. Die Geldflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel aufgeteilt auf die Faktoren Betriebstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Die Geldflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt.


Erläuterungen zur Rechnung über die Veränderung des Kapitals Grundsätze zur Rechnung über die Veränderung des Kapitals Die Rechnung über die Veränderung des Kapitals zeigt die Entwicklung der zweckgebundenen Fonds und der Positionen des frei verfügbaren Kapitals aufgeteilt auf die Faktoren «Erträge (intern)», «Zuweisung (extern)», «Interne Fondstransfers» und «Verwendung (extern)». Sofern den einzelnen Fonds Anteile am Finanzertrag (bzw. Finanzverlust) zugewiesen werden müssen, sind diese unter «Erträge (intern)» aufgeführt. 3.1 Betriebsfonds Der Betriebsfonds setzt sich wie folgt zusammen: Caritas Zürich Anfangsbestand Veränderung Endbestand Angestelltenfonds 51 100 0 51 100 Unterstützungsfonds 368 300 0 368 300 Wertschwankungsreserven 1) 395 300 –96 600 298 700 Betriebskosten 23 708 –23 708 0 Personalanlässe 8 798 0 8 798 Total Betriebsfonds 847 206 –120 308 726 898 1) Um die Auswirkungen von Börsenschwankungen auf die Rechnung zu mildern, bestehen Wertschwankungsreserven. 3.2 Übrige Fonds Die übrigen Fonds bestehen aus: Anfangsbestand Veränderung Endbestand Katastrophenhilfe Schweiz 94 300 0 94 300 Rechtshilfefonds 84 600 0 84 600 Schamberger-Rupf-Fonds 28 042 0 28 042 Schuldensanierungsfonds 30 000 0 30 000 Urs Stäuble-Fonds 34 000 –9 510 24 490 Total übrige Fonds 270 942 – 9 510 261 432 33


A N H A N G Z U R J A H R E S R E C H N U N G 2 0 0 8 Mittelherkunft Mittelverwendung 37 Prozent der Mittel stammten im Jahr 2008 aus 76 Prozent der Mittel flossen 2008 in die operative kirchlichen, öffentlichen und privaten Beiträgen. Tätigkeit der Caritas Zürich. Dazu gehören die sozia- Spenden tragen einen Viertel zum Umsatz bei. Der len Hilfeleistungen, die gemeinnützigen Projekte, die Verkauf aus den Secondhand-Läden und den Caritas- Secondhand-Läden sowie die Sensibilisierungsar- Märkten sowie die Dienstleistungen leisten einen beit in der Öffentlichkeit. 9 Prozent des Umsatzes wachsenden Anteil von 30 Prozent an den Umsatz. wurden für die Beschaffung von Spenden und privaten Beiträgen verwendet. Für die Administration wur- Verkäufe und den 10 Prozent verwendet. Die Administrationskos- Dienstleistungen 30% ten werden mit dem Beitrag an die Bereitstellungs- Spenden 26% kosten der Katholischen Körperschaft vergütet. Der Fondsentnahmen 6% Finanzverlust entspricht mit 5 Prozent ziemlich exakt Übrige Einnahmen 1% Beiträge Kirche 29% den diesjährigen Fondsentnahmen von 6 Prozent. übrige Beiträge 8% Einzelfallhilfe und soziale Projekte 51% Verkäufe und Dienstleistungen Secondhand-Geschäft, Secondhand-Läden 19% Caritas-Märkte und weitere Dienstleistungen Öffentlichkeitsarbeit 6% Spenden Allgemeine und zweckgebundene Spenden, Mittelbeschaffung 9% Legate und Kollekten Administration 10% Fondsentnahmen 1) Entnahmen aus Fonds Übrige Einnahmen Rückfinanzierungen von Unter- Finanzverlust 5% stützungsleistungen, Liegenschaftenerfolg, Finanzerfolg Einzelfallhilfe und soziale Projekte Direkte und ausserordentliche Einnahmen Unterstützung von Hilfesuchenden sowie Projekte zur Beiträge Kirche 1) Beiträge der Katholischen Körper- Förderung der sozialen Integration schaft des Kantons Zürich 28% (Bereitstellungskosten Secondhand-Läden Aufwand der Secondhand-Läden 22%, Projektkredit 4%, zweckgebunden 2%) und des Öffentlichkeitsarbeit Informations-, Medien- und Katholischen Stadtverbandes Zürich 1% Sensibilisierungsarbeit Übrige Beiträge 1) Beiträge der öffentlichen Hand und Mittelbeschaffung Spendenwesen privater Stiftungen Administration Direktion, Personaladministration, 1) bereinigt um Beiträge, welche für den Umbau der Geschäftsstelle Buchhaltung Beckenhofstrasse gespendet und verwendet wurden (einmalig) Finanzverlust Wertschriftenverluste 34 Erläuterungen zur Betriebsrechnung nach Tätigkeiten Weitere Angaben Entschädigungen an Mitglieder leitender Organe Präsidium und Vorstand arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Nahestehende Organisationen Anteil Administration und Mittelbeschaffung Für die direkte Hilfe, die sozialen Projekte sowie die Öffentlichkeitsarbeit wurden über CHF 6,7 Mio. eingesetzt, dies entspricht 76 Prozent des Umsatzes. Operative Kosten 76% Mittelbeschaffung 9% Administration 10% Finanzverlust 5% Die Caritas Schweiz und die Regionalen Caritas-Stellen gelten gemäss Swiss GAAP FER nicht als nahestehende Gesellschaften. Naturalien und Freiwilligenarbeit Caritas Zürich erhält Kleider- und übrige Sachspenden. Sie sind in der vorliegenden Jahresrechnung mit CHF 1 730 850 (Vorjahr CHF 1 612 334) im Konto Verkäufe und Dienstleistungen enthalten. Die Freiwilligenarbeit wird im Tätigkeitsbericht erläutert. Brandversicherungswerte der Liegenschaften Objekte 31.12.2008 31.12.2007 Birmensdorferstrasse 53 264 669 245 575 Rotwandstrasse 50 1 539 500 1 428 400


D A N K F Ü R F I N A N Z I E L L E B E I T R Ä G E 2 0 0 8 Herzlichen Dank Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre grosszügige Unterstützung im vergangenen Jahr. Ihr Engagement und ihre Solidarität ermöglichen uns, Not leidende Menschen im Kanton Zürich zu unterstützen. Öffentliche Hand Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT, Bern Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern Departement Soziales der Stadt Winterthur Fachstelle der Kantonalen Beauftragten für Integrationsförderung, Zürich Fachstelle für Integration, Winterthur Gemeinde Bassersdorf Gemeinde Küsnacht Gemeinde Seuzach Gemeinde Thalwil Gemeinde Wiesendangen Lotteriefonds des Kantons Zürich Sozialdepartement der Stadt Zürich Stadt Uster Verwaltete Fonds des Sozialdepartements der Stadt Zürich Stiftungen und Vereine Albert Niedermann-Hartmann-Stiftung, Zürich August Weidmann Fürsorge-Stiftung, Thalwil Carl und Mathilde Thiel Stiftung, Zürich Cassinelli-Vogel-Stiftung, Zürich Dr. Adolf Streuli Stiftung, Zürich Ernst Göhner Stiftung, Zug Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Winterthur, Winterthur Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich, Zürich Genossenschaft Caritas-Markt, Rothenburg Geschwister Albert und Ida Beer-Stiftung, Zürich Giuseppe Kaiser-Stiftung, Winterthur Hilda und Walter Motz-Hauser Stiftung, Zürich Huber-Graf und Billeter-Graf-Stiftung, Zürich Hülfsgesellschaft in Zürich, Zürich MBF Foundation, Triesen Moriz und Elsa von Kuffner-Stiftung, Zürich Otto Gamma Stiftung, Zürich Seraphisches Liebeswerk, Solothurn State Street Foundation, Boston Stiftung SOS Beobachter, Zürich Swiss Life, Stiftung «Perspektiven», Zürich Volkart Stiftung, Winterthur Weihnachtssammlung der Angestellten-Vereinigung der Swiss Re, Zürich Winterhilfe Stadt Zürich Wohlfahrtsstiftung des Vereins Zürcher Brockenhaus, Zürich Unternehmen Egli Treuhand, Winterthur Garage Foitek AG, Urdorf GGF Getränke GmbH, Zürich Josef Wiederkehr AG, Dietikon Neue Werkstatt Winterthur, Winterthur Thut Möbel, Mörikon Kirchliche Stellen Katholische Kirchgemeinde Birmensdorf Katholische Kirchgemeinde Küsnacht Katholische Kirchgemeinde Winterthur Katholisches Pfarramt Liebfrauen, Zürich Katholisches Pfarramt St. Martin, Zürich Katholisches Pfarramt St. Peter und Paul, Winterthur Katholisches Pfarramt St. Peter und Paul, Zürich Katholische Pfarrei St. Andreas, Uster Katholische Pfarrei St. Antonius, Egg Katholischer Stadtverband Zürich, Zürich Katholische Synode und Zentralkommission des Kantons Zürich Kirchenstiftung Hl. Anna, Glattbrugg Verband röm.-kath. Pfarrkirchenstiftungen Stadt Zürich Wir danken auch allen Pfarreien, die uns bei der Caritas-Woche und beim Muttertagsopfer unterstützt haben. Ein herzliches Dankeschön geht zudem an all jene zahlreichen Institutionen, die wir aus Platzgründen nicht aufführen können. Schliesslich danken wir unseren privaten Spenderinnen und Spendern sowie all jenen, die anonym bleiben möchten.


Wo Sie uns finden Hauptsitz Beckenhofstrasse 16, Postfach, 8021 Zürich Telefon 044 366 68 68, Fax 044 366 68 66 info@caritas-zuerich.ch, www.caritas-zuerich.ch Mo.– Fr. 8–11.45 Uhr und 13.30–17.30Uhr Secondhand-Läden www.caritas-zuerich.ch/secondhand Kunst & Krempel, Zürich-Aussersihl Birmensdorferstrasse 53, 8004 Zürich Telefon 044 242 37 00 Mo. geschlossen Di.– Fr. 10 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –16 Uhr Kleider, Zürich-Aussersihl Birmensdorferstrasse 52, 8004 Zürich Telefon 044 241 00 75 Di.– Fr. 10 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –16 Uhr Zürich Kleider netto, Zürich-Aussersihl Birmensdorferstrasse 38, 8004 Zürich Telefon 044 242 76 07 Di.– Fr. 10 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –16 Uhr Kleider netto, Zürich Kreis 5 Josefstrasse 130, 8005 Zürich Telefon 044 273 94 44 Mi.– Fr. 10 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –16 Uhr Kleider, Zürich-Oerlikon Schwamendingenstrasse 14, 8050 Zürich Telefon 044 312 06 80 Di.– Fr. 10 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –16 Uhr Kleider, Winterthur Steinberggasse 54, 8400 Winterthur Telefon 052 213 63 60 Di.– Fr. 9–12.30 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 9–12 Uhr und 13 –16 Uhr Kleider mini, Uster Zentralstrasse 24, 8610 Uster Telefon 044 940 34 85 Di.– Fr. 14 –18.30 Uhr Caritas-Märkte www.caritas-zuerich.ch/markt Caritas-Markt, Zürich-Oerlikon Schwamendingerstrasse 41, 8050 Zürich Telefon 044 310 28 10 Mo.– Fr. 9 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –15 Uhr Caritas-Markt, Winterthur Zürcherstrasse 77, Postfach 1682, 8401 Winterthur Telefon 052 214 23 76 Mo.13 –18.30 Uhr Mo.– Fr. 9 –13 Uhr und 14 –18.30 Uhr Sa. 10 –15 Uhr Wir helfen Menschen. Spendenkonto 80 – 12569 –0

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