CHANCE BULLETIN - Stiftung Chance

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CHANCE BULLETIN - Stiftung Chance

CHANCE BULLETIN

Nr. 4 / 2011

Sehr geehrte Damen und Herren

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr 2011

geht zu Ende. Obwohl wir uns jedes Jahr von

neuem vornehmen keine Hektik aufkommen zu

lassen, können wir uns dem Geschehen nicht

ganz entziehen. Mit dem CHANCE BULLETIN Nr. 4

möchten wir Ihnen Gelegenheit geben kurz inne

zu halten und das zu Ende gehende Jahr zu

bilanzieren. Mit Ihrem engagierten Artikel lädt uns

Frau Keller von D&O GmbH in Schlieren dazu ein.

Wir möchten Ihr für dafür ganz herzlich danken.

Die beiden anderen Artikel könnten Tipps und

Anregungen für das Jahr 2012 sein.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung

Chance möchten der grossen Leserschaft unseres

Bulletins, unseren Kunden, Gönnern, Freunden

und Bekannten für die gute und wohlwollende

Zusammenarbeit danken.

Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit

und alles Gute im neuen Jahr!

Peter Schnüriger, Betriebsleiter

Unterschiedliche Jahresbilanzen

Ein Jahresende ist je nach Betrachtungsweise

von ganz unterschiedlicher Bedeutung. In der

Wirtschaft rücken Jahresumsatz, Gewinnmargen

und Strategiefragen in den Mittelpunkt, persönliche

Bilanzen haben andere Schwerpunkte. Was

bedeutet das Jahresende für Sie? Sind Sie jung

und „voll im Saft“, kümmern Sie sich wohl weniger

um die Frage, was Sie vom Leben noch erwarten

und machen sich auch noch keine grossen Gedanken

um die eigene Gesundheit. Da spielen

eher Herzensangelegenheiten, beruflicher Erfolg,

Lebensplanung und das Hier-und-Jetzt eine Rolle.

Bei den „Älteren“ präsentieren sich die gleichen

Themenfelder in einer anderen Dimension.

Einiges ist nicht mehr möglich, anderes muss man

nicht mehr. Letzteres kann sehr entlastend sein.

Allen gemeinsam ist, dass Altes hinter uns gelassen

und Neues gezielt angegangen werden kann.

Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit und ziehen

Sie eine persönliche Bilanz: Was möchte ich im

nächsten Jahr unbedingt anpacken? Welchen

Ballast möchte ich über Bord werfen? Geben Sie

sich mit voreiligen Kompromissen nicht zufrieden!

Wägen Sie ab, wie Sie Ihre eigene Lebensqualität

erhalten oder optimieren können, bevor Sie sich

von Einkommen und Status blenden lassen.

Trauen Sie sich etwas zu, denn falsche Zurückhaltung

ist der Killer von guten Ideen! Sind Sie

ehrlich mit sich, wenn Sie merken, dass Ihre Kräfte

im Minusbereich sind und schrecken Sie auch

vor einer Neuorientierung nicht zurück. Lassen

Sie sich auch nicht durch andere von Ihren persönlichen

Zielsetzungen abhalten! Selbst die Frage

„passe ich zu dem Unternehmen xy“ können

Sie umformulieren zu „passt das Unternehmen xy

(noch) zu mir“? Diese Fragestellung eröffnet ganz

neue Perspektiven!

Lassen Sie sich auch nicht klein machen und

setzen Sie sich weiterhin für Ihre eigenen ethischen

und sozialen Prinzipien ein – sei es als

Privatperson, als Mitarbeitender oder als Vorgesetzte.

Denn wenn Sie das nicht tun, dann helfen

Sie mit, Systeme und Haltungen zu stützen und

tragen dafür auch die Verantwortung.

Die bevorstehenden Festtage bergen aber auch

Risiken in sich wie Einsamkeit und emotionale

Tiefpunkte. Vor allem dann, wenn man sozial und

ökonomisch benachteiligt ist. Gerade deshalb

fallen am Ende eines Jahres die Wünsche von

Stellenlosen oder Menschen ohne Ausbildung

anders aus, als für jene, die sich beruflich etabliert

haben oder gar zu den 300 Reichsten in der

Schweiz gehören, deren Gesamtvermögen per

2011 im Vergleich zum Vorjahr um satte 11 Milliarden

angestiegen ist!

Verabschieden wir uns also von Lippenbekenntnissen

und setzen uns dafür ein, dass alle sich ein

Stück von diesem grossen Kuchen abschneiden

können. Gefordert sind jetzt vor allem PolitikerInnen,

UnternehmerInnen und unsere Gesellschaft.

Sie alle tragen die Verantwortung, dass sich

Jugendliche und Stellenlose im Arbeitsmarkt integrieren

können. Denn eines ist sicher – an Motivation

fehlt es diesen bestimmt nicht! Ich bin deshalb

froh, dass es Institutionen wie die „Stiftung

Chance“ gibt, die alles daran setzen, berufliche

Chancengleichheit zu fördern und Betroffene darin

unterstützen, deren Autonomie zu stärken.

Petra Keller MBA Soz.Manag.

D&O GmbH, Schlieren, www.dundo.ch

15.12.2011 Stiftung Chance

Grabenstrasse 3, Postfach, 8952 Schlieren 1/2


Sport in den BERIS-Programmen

In den Modulen Perspektivenmonat 2G und Activa

3G ist der Sport ein fester Bestandteil des Programms.

Durchschnittlich zweimal wöchentlich

nehmen die Teilnehmenden am Sportprogramm,

welches von erfahrenen Trainerinnen und Trainern

des LTH begleitet wird, teil. Herr S. gab uns

einen Einblick, was für Eindrücke er aus dem

Sport mitnimmt und wie sich dieser auf sein Befinden

auswirkt.

Herr S. freut sich jeweils auf den Sporthalbtag.

Besonders das Krafttraining sowie die Teamsportarten

entsprechen ihm sehr. Durch den Muskelaufbau

fühlt er sich auch am Einsatzplatz leistungsfähiger,

da er dort körperliche Arbeit verrichten

muss. Zudem nimmt er seinen Körper wieder

besser wahr und fühlt sich allgemein ausgeglichener.

Beim Sport im Team schätzt er den Kontakt

zu anderen Teilnehmenden. Auch der Wettbewerbscharakter

bei einigen Teamsportarten

sagt ihm sehr zu. Gemeinsam etwas zu erreichen,

einander zu helfen und auch seine Alltagssorgen

für eine Zeit lang zu vergessen, tragen zu einer

Verbesserung des Allgemeinbefindens bei. So

rücken auch die körperlichen oder psychischen

Beeinträchtigungen in den Hintergrund und am

Ende des Tages geht Herr S. zwar müde, aber

zufrieden nach Hause.

Neben der Arbeit am Einsatzplatz, dem Coaching

sowie den Kursbesuchen sind die Sporthalbtage

für Teilnehmende mit psychischen oder physischen

Einschränkungen ein wichtiger Programminhalt.

Neben der Stabilisierung oder Verbesserung

der gesundheitlichen Situation wird auch die

Sozialkompetenz gefördert.

So unterstützen sich die Teilnehmenden gegenseitig

und motivieren sich zu Bestleistungen.

Davon profitieren natürlich auch die Arbeitsleistung

am Einsatzplatz, sowie das Allgemeinbefinden.

Zudem können die Teilnehmenden mit weiteren

positiven Erlebnissen ihren Weg gehen.

Für weitere Informationen zum Perspektivenmonat

2G sowie dem Modul Activa 3G wenden Sie

sich bitte an unsere Mitarbeiterin:

Frau von Ziegler, 044 384 86 86

Praktische Ernährungslehre im SANUS-

Programm

Durch gemeinsames Kochen werden in diesem

Teil des Programm SANUS die wichtigen Grundlagen

für eine gesunde Ernährung vermittelt. Die

Teilnehmenden werden sich ihrer Ernährungsgewohnheiten

bewusst und erhalten Anregungen

diese zu verbessern.

Unser Adventsgericht:

Weihnachtlicher Linseneintopf

für 4 Personen

250g kleine grüne Linsen

2 Knoblauchzehen

2-3 cm frischer Ingwer

1 grosse Zwiebel / Karotten

300g Kartoffeln, festkochend

3 Kardamomkapseln

½ TL Koriandersamen

½ TL Kreuzkümmel

2 EL Olivenöl

3 Lorbeerblätter

1 Zimtstange, ca. 8cm

4 Nelken

3 Stück Sternanis

200g Tomaten gehackt, aus der Dose

1 dl Wasser

1 Linsen am Vortag in kaltes Wasser geben und

über Nacht einweichen.

2 Einweichwasser abgiessen und Linsen mit klarem

Wasser abspülen. Knoblauchzehen pressen,

Ingwer fein reiben, Zwiebeln fein hacken. Karotten

in Scheiben schneiden, mit einem Ausstechförmchen

kleine Sterne ausstechen. Kartoffeln in Würfel

schneiden. Die äussere, grüne Schale der

Kardamomkapseln zerdrücken, die kleinen Samen

zusammen mit dem Koriander und Kreuzkümmel

im Mörser fein zerstossen.

3 Olivenöl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Zwiebelwürfel,

Lorbeerblätter sowie alle Gewürze,

ausser dem Pfeffer, darin andünsten. Knoblauch,

Linsen, Karottensterne, Kartoffelwürfel, Tomaten

und Wasser zugeben. Rund 20 Minuten köcheln

lassen, bis die Linsen weich und die Kartoffeln gar

sind. Bei Bedarf etwas heisses Wasser dazugiessen.

Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.

En Guete!

15.12.2011 Stiftung Chance

Grabenstrasse 3, Postfach, 8952 Schlieren 2/2

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