HP 2007 10 - Hansa Flex

hansa.flex.com

HP 2007 10 - Hansa Flex

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HYDRAULIKPRESSE

XWORLD Countdown

Der Tiger ist los –

Sicherheit und

Fahrvergnügen

Mit dem Kunden

Tür an Tür

300. Niederlassung

eröff net

Servicepower für die

Bauwirtschaft

„Das passt zusammen“

Das passt zusammen

Servicepower für die Bauwirtschaft

Seite 12


INHALT | IMPRESSUM

Inhalt

Editorial 03

X-WORLD Countdown – Der Tiger ist los 04

Mit dem Kunden Tür an Tür – Die 300. Niederlassung eröff net 06

Leicht und stabil – Druckgussbauteile in höchster Präzision 08

Im Gespräch: Frank Dahms – „Veränderungen als Chance betrachten“ 10

Servicepower für die Bauwirtschaft – „Das passt zusammen“ 12

HANSA-FLEX Niederlassung Oldenburg – „Geht nicht, gibt‘s nicht“ 15

Beratung als Knochenarbeit – Damit die Mischung stimmt 16

„fl uid-award“ für HANSA-FLEX – Ausgezeichneter Artikel 18

Wie dick soll‘s denn sein? Rohrwanddicke richtig berechnen 19

Gewinnspiel, Schulungen, Messen 22

Literatur-Tipps, Zahlen & Fakten, Vorschau 23

02

HYDRAULIKPRESSE

Die HYDRAULIKPRESSE

ist auch in einer

englischsprachigen

Ausgabe erhältlich.

Weitere Informationen

erhalten Sie über Ihre

Niederlassung.

HINWEIS

Herausgeber:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Zum Panrepel 44 · 28307 Bremen

Telefon: 0421 - 48 90 70

Telefax: 0421 - 4 89 07 48

E-Mail: info@hansa-fl ex.com

www.hansa-fl ex.com

Redaktion: Dietbert Keßler, Enrico Kieschnick,

Horst Otto (PAPP Werbeagentur)

Gestaltung: Nadine Staciwa

Druck: Berlin Druck · www.berlindruck.de

Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Rink

Erscheinungsweise: Sechs mal jährlich

Ein Abo-Service der steht Ihnen

auf unserer Internetseite zur Verfügung.

AUSGABE OKTOBER 2007

13. JAHRGANG


AUSGABE OKTOBER 2007

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir kennen unsere Verantwortung und kümmern uns daher nicht nur in der Praxis, sondern auch in der

Theorie um die Sicherheit jener Menschen, die an und mit hydraulischen Anlagen arbeiten. Deshalb geben

wir unser Know-how gern an unsere Kunden weiter. Beispielsweise über Artikel in Fachzeitschriften.

Diese Artikel kommen bei den Lesern an, vermitteln sie doch fundiertes Fachwissen. Erst kürzlich haben die

Leser der Zeitschrift „fl uid“ den Artikel eines HANSA-FLEX Autors ausgezeichnet. In Wort und Bild ging es

um die Sicherheit und die Anforderungen an fl uidtechnische Anlagen bei der Verbindungs- und Leitungstechnik.

HANSA-FLEX berücksichtigt stets die Risiken und Sicherheitsbestimmungen in diesem Bereich und

beachtet beim Umgang mit hydraulischer Leitungstechnik ganz genau Vorschriften, Normen und Gesetze,

um die Sicherheit der Anlagen, vor allem aber der dort arbeitenden Menschen zu gewährleisten. Daher

betrachten wir es als unsere Pfl icht, alles dafür zu tun, um unseren Kunden die nötige Sicherheit im Umgang

mit der Hydraulik zu vermitteln. Ein Grund mehr, das HANSA-FLEX Schulungszentrum zu erweitern. Die Planungen

kommen gut voran. Bereits 2008 können wir unseren Kunden viele neue Schulungsangebote zum

bisherigen Programm bieten.

Kundennähe und Dienstleistungsbereitschaft bleiben unser Erfolgsrezept. Wie Kunden von diesem Engagement

profi tieren, erfahren Sie auf Seite 6. Hier stellen wir Ihnen die 300. HANSA-FLEX Niederlassung vor. Sie

wurde kürzlich auf dem Betriebsgelände eines langjährigen Kunden eröff net und fokussiert auf die optimale

Unterstützung eines OEM-Kunden, der unser Systemanbieterkonzept Hydraulik konsequent nutzt.

Inzwischen gibt es bereits erste Überlegungen, dieses Konzept auch mit dem Baumaschinenspezialisten

Könicke aus Garbsen umzusetzen. Dieses Unternehmen verfolgt ebenfalls zielstrebig das Konzept der Kundennähe.

Auf Seite 12 lesen Sie, wie beide Unternehmen gemeinsam mit weitreichendem und vorbildlichem

Service den Nutzen für die Kunden steigern.

Die Geschäftsführer

VORWORT

Editorial

Uwe Buschmann Thomas Armerding

HYDRAULIKPRESSE

03


XWORLD

Ein Sumatratiger ziert die Flanken des dschungelgrünen

Toyota Land Cruiser und kündet von wilden

Abenteuern. Die Fahrzeuge der XWORLD-Tour machen

schon seit Wochen Furore auf Europas Straßen,

wo sie intensiven Tests unterzogen werden. Denn den

farbenfrohen, mit auff älligen Motiven versehenen

Fahrzeugen wird während der Abenteuertour einiges

abverlangt.

Um die fantastischen Ziele der XWORLD-Tour zu erreichen,

bewältigen die Fahrzeuge auf ihrem Weg

quer durch Europa und Asien mehr als 150.000 Kilometer.

Die Route führt durch Wüsten, Dschungel

und Hochgebirgsmassive, da müssen Bäche und

kleine Flüsse ebenso überwunden werden wie

unbefestigte Wege, Geröll und Schneefl ächen. Eine

Herausforderung für Mensch und Technik gleichermaßen.

Um das alles ohne Panne zu bewältigen, sind

sichere und zuverlässige Fahrzeuge Pfl icht.

HANSA-FLEX hat sich die Auswahl der Fahrzeuge

nicht leicht gemacht und zahlreiche Optionen geprüft.

Diverse Off roadfabrikate wurden evaluiert

und ausgiebigen Tests unterzogen. Schließlich fi el

die Wahl auf den Toyota Land Cruiser - das Gesamtpaket

war entscheidend.

4

XWORLD Countdown: Der Tiger ist los

Sicherheit und Fahrvergnügen

HYDRAULIKPRESSE

Entscheidung pro Service

Die Toyotas zeichnen sich dadurch aus, dass sie

robust und zuverlässig sind und dennoch über hohen

Fahrkomfort verfügen; das ist wichtig, denn

schließlich verbringen die XWORLD-Teilnehmer viel

Zeit in den Fahrzeugen. Daher ist der Land Cruiser

für die XWORLD-Anforderungen bestens geeignet.

Der japanische Hersteller hat mit diesem Modell

mehr als 50 Jahre Erfahrung auf den härtesten

Pisten der Welt gesammelt.

Doch wie wird aus einem seriennahen Toyota

Land Cruiser ein für alle Eventualitäten gerüstetes

XWORLD-Fahrzeug? Indem die mit permanentem

Allradantrieb ausgestatteten 173 PS starken Autos

noch mit allen erdenklichen Extras ausgerüstet

wurden. Diese Aufgabe übernahmen die Profi s

von der Off road Manufaktur Hamburg. Zunächst

wurde das Fahrzeug höhergelegt und mit einem

kompletten Unterfahrschutz versehen. Ein spezieller

‚Schnorchel‘ zum Ansaugen der Luft erhöht

deutlich den Grenzbereich bei Wasserdurchfahrten.

Standheizung und Anhängerkupplung gehören genauso

zur Ausstattung wie die leistungsstarken auf

dem Dach verbauten Zusatzscheinwerfer, die die

Nacht zum Tage machen.

Die am Heck montierte Arbeitsleuchte sorgt für

Sicherheit und macht frei von Lichtverhältnissen

der Tageszeiten. Alle Fahrzeuge verfügen über eine

Seilwinde, die für den Fall der Fälle bereit steht..

Auf zusätzlichen Dachgepäckträgern führen die

Fahrzeuge weitere Wasser- und Treibstoff tanks

sowie Ersatzräder mit. Auch das Fahrzeuginnere

wurde tourgerecht ausgestattet: Funkgeräte, GPS-

Navigation, Kompass und Höhenmesser wurden

installiert. Eine leistungsfähige Klimaanlage sorgt

dafür, dass sich die Teilnehmer in ihren Fahrzeugen

stets wohlfühlen, ob sie nun das Hochgebirge bewältigen,

die Wüste durchqueren oder am Nordkap

Station machen. Jeweils zwei Teilnehmer pro Auto

bilden ein Tour-Team. Das Duo ist für das Fahrzeug

zuständig: es muss den Toyota selber navigieren

und Equipment be- und entladen.

Zwei erfahrene Tourguides werden den Konvoi in

einem Toyota Hilux Pickup begleiten, in dem sie

zahlreiche Ausrüstungsgegenständer für die Tour

mitführen. So ist man für alle Eventualitäten gerüstet.

Nicht zu übersehen

Nachdem die Fahrzeuge ausgeliefert wurden, ging

es daran, sie äußerlich umzurüsten. Sie sollen

schließlich schon von weitem optisch wirken und

unverwechselbar auf die XWORLD-Tour hinweisen.

Mit diesem Auftrag machten sich die Designer der

PAPP-Werbeagentur an die Arbeit und gestalteten

gemeinsam mit der Abteilung Marketing von

HANSA-FLEX ein markantes XWORLD-Logo in einer

Schrifttype, die von Abenteuer und Weltoff enheit

kündet.

Das prägnante Design der Fahrzeuge greift Motive

von Höhepunkten der Tour auf: Bilder eines Sonnenuntergangs

am Bosporus, der bereits erwähnte

Sumatratiger, die Wüste Gobi, die Große Mauer, die

AUSGABE OKTOBER 2007


Südsee und Züge des Himalaya-Gebirges. Diese

Motive wurden von einer Spezialdruckerei sorgfältig

auf Folien gedruckt und dann von den Fachleuten

der Firma INTAX in Oldenburg auf die silber bzw.

schwarz lackierten Land Cruiser verklebt. Damit

sorgen die schon seit Monaten zu Testzwecken auf

den Straßen Europas cruisenden Fahrzeuge überall

im Straßenverkehr für gewaltiges Aufsehen.

Parallel dazu laufen derzeit die Vorbereitungen auf

den Start der XWORLD-Tour. Wenn es im März 2008

vom Marktplatz in Bremen aus losgeht, soll schon

der Start für alle Teilnehmer zu einem Erlebnis werden.

Die erste Etappe führt von Bremen nach Istanbul.

Dabei wird der Konvoi Ziele ansteuern, die in

derartig kompakter Form sonst kaum bereist werden.

Alle Etappen bieten einmalige Erlebnisse. Der

Einsteigen ins Abenteuer

Schon beim Blättern im Katalog steckt man mit dem

Kopf plötzlich mitten drin im Abenteuer. Spektakuläre

Fotos und detaillierte Beschreibungen der jeweiligen

Etappen schicken die Fantasie auf Reisen.

Bereits die erste Etappe der XWORLD-Tour macht

Träume wahr. Genauer gesagt balkanische Träume.

Von Bremen geht die Fahrt über Berlin, Dresden und

Schloss Neuschwanstein zur traumhaften Alpenüberquerung.

Danach off enbaren sich hoch über der

Adria die Schönheiten Sloweniens und Kroatiens. Auf

der atemberaubenden Weiterfahrt bis nach Istanbul

zeigt sich der Balkan den Teilnehmern dann von

seinen geheimnisvollen Seiten. Die Kontinentgrenze

wird am Bosporus überquert und die erste Etappe

geht in Asien mit der Besichtigung der türkischen

Millionenmetropole Istanbul zu Ende.

AUSGABE OKTOBER 2007

umfangreiche Katalog zur XWORLD-Tour, in dem

alle 43 Etappen in Wort und Bild genau vorgestellt

werden, liegt jetzt vor.

Zu bestellen ist er unter www.xworld.cc oder unter

der Hotline +49 – 661 – 4 40 77 27 70. Wer seine

Wunschetappe buchen will, sollte nicht mehr

zögern. Denn das Abenteuer XWORLD-Tour lockt

Viele.

XWORLD

HYDRAULIKPRESSE 5


NIEDERLASSUNGEN

„Auf gute Nachbarschaft“ heißt es seit September in

Selsingen bei der Firma HANSA Maschinenbau, wo

die 300. HANSA-FLEX Niederlassung eröff nete. Hinter

der stolzen Zahl verbirgt sich ein tolles Konzept.

Mit dieser Niederlassung ist HANSA-FLEX ganz nah

am Kunden. Befi nden sich die Firmenräume doch in

der neu erbauten Halle des Kunden HANSA Maschinenbau,

Hersteller von Kommunalfahrzeugen und

Friedhofsmobilbaggern. Eine enge Verbindung, die

nur durch eine Tür getrennt ist.

Die Idee dazu hatte Reiner Plöger, der seit 15 Jahren

für HANSA-FLEX den Kunden HANSA Maschinenbau

als A-Lieferant für hydraulische Verbindungselemente

betreut. Eine Geschäftsbeziehung, die von

absolutem Vertrauen geprägt ist. Als Reiner Plöger

von den Umstrukturierungsmaßnahmen bei

HANSA erfuhr – dort sollten die bisherigen Produktionsstätten

Nieder-Ochtenhausen und Selsingen

am Standort Selsingen in einem Neubau konzentriert

werden – schlug er dem Geschäftsführenden

Gesellschafter Hinrich Prüß eine Niederlassung auf

dem Betriebsgelände vor. Gemeinsam erarbeitete

man ein Konzept, um den Kunden effi zient zu unterstützen.

Was nun zur 300. Niederlassung führte,

von der aus HANSA-FLEX dem Kunden alles rund um

die Leitungstechnik für Hydraulik, Kühlsysteme und

Motoren bereitstellt. Geliefert werden Schlauchlei-

6

Mit dem Kunden Tür an Tür

300. Niederlassung eröff net

HYDRAULIKPRESSE

tungen, gebogene Rohre und Sonderarmaturen

in Zusammenarbeit mit dem Betrieb in Dresden-

Weixdorf.

Der Grundstein für die heutige HANSA Maschinenbau

wurde 1950 von August Prüß als Reparaturwerkstatt

für Landmaschinen in Zeven gegründet.

Bald schon orientierte er sich auf den Bau von

Muldenkippern für den Tiefbau. Die Muldenkipper

– heute nur noch der älteren Generation bekannt,

und auf Baustellen schon längst vom Radlader

verdrängt – wurden zur Keimzelle des heutigen

Fertigungsprogramms von Kommunalfahrzeugen

und Friedhofsbaggern. In den 1960-er Jahren

ging man auch auf Friedhöfen dazu über, Arbeitsabläufe

wie den Aushub von Gräbern und den

Transport von Erdreich maschinell zu unterstützen.

Da die Wege auf Friedhöfen schmal sind, erwies sich

das Fahrgestell der Muldenkipper mit der Spurweite

von 120 Zentimetern als gute Basis. Nach und

nach passte HANSA die Aufbauten der Fahrzeuge

an die neuen Aufgaben an und bietet heute moderne

Friedhofsbagger, die mit Tief- und Grabenlöff el,

Erdbohrer, Mähkörben und anderen Anbaugeräten

die Friedhofsverwaltungen dabei unterstützen, ihre

Leistungen kostengünstig zu erbringen. Gleiches

gilt für die von HANSA gefertigten Kommunal-

und Mehrzweckfahrzeuge, die dank eines breiten

Angebots an Anbaugeräten zu unentbehrlichen

Helfern auf kommunalen Flächen geworden sind.

Ausgeklügelte Hydrauliksysteme sorgen bei Winterstreumaschinen

und Schneefräsen, bei Hochdruckreinigern

und Kehrsaugmaschinen sowie bei

Ladekränen und Muldenabsatzkippern für feinfühlig

steuerbare Power. Ergonomisch geprägte Fahrerkabinen

sorgen für ein Höchstmaß an Komfort

am Arbeitsplatz des Fahrzeugführers. Natürlich löst

HANSA auch die Erfordernisse des Umweltschutzes

in vorbildlicher Weise: die Motoren der aktuellen

Maschinenserie werden derzeit auf die Euro 3- und

Euro 4-Kategorie umgestellt, wodurch alle Anforderungen

in Bezug auf Feinstaubemissionen voll

erfüllt werden.

Zwei Mann, die helfen

Wird eine Maschine bei HANSA neu entwickelt oder

die Konzeption einer Maschine geändert, so greift

man gern auf das Know-how von HANSA-FLEX

zurück. Bisher fuhr dazu ein FLEXXPRESS-Servicefahrzeug

vor, um dem Kunden zum Beispiel bei der

Bereitstellung von Schlauchleitungsmustern zu unterstützen.

Eine Aufgabe, die ab jetzt die Niederlassung

auf dem Betriebshof in enger Zusammenarbeit

mit den 70 Mitarbeitern des Kunden übernimmt:

So kommt es schon einmal vor, dass ein Muster für

ein gebogenes Rohr provisorisch zusammengeschweißt

wird, um HANSA-FLEX eine Vorstellung

zu geben, wie das Bauteil am Ende aussehen soll.

Die Spezialisten für Armaturen- und Sonderrohre

in Dresden-Weixdorf entwickeln dann daraus eine

technische Lösung für die Serienfertigung.

Zwei Mitarbeiter betreuen in der 300. Niederlassung

den Kunden. Zum langjährigen HANSA-FLEX

Mitarbeiter Holger Magura gesellt sich Marco Peters,

der vor kurzem seine Ausbildung als Maschinenbauer

bei HANSA abgeschlossen hat und durch

gezielte Schulung auf seine neuen Aufgaben in der

Niederlassung vorbereitet wurde.

AUSGABE OKTOBER 2007


Projekt Zukunft

HANSA kann mit dieser engen Kooperation seine

Kostenstruktur erheblich optimieren: Frachtkosten

entfallen, Rohre und Rohrverschraubungen brauchen

nicht mehr vorgehalten werden, Lagerkosten

für Verschraubungen entstehen nicht. Doch das

Konzept reicht weiter. Es sieht vor, die Zuarbeit von

HANSA-FLEX auf Just-in-time-Lieferung umzustellen,

so dass HANSA-FLEX die Verantwortung für reibungslose

Fertigungsabläufe bei Friedhofsbaggern

und Kommunalfahrzeugen übernimmt. Der Kunde

hält pro Spezialfahrzeug die entsprechenden Stücklisten

vor, die jetzt um die Verschraubungstechnik

ergänzt werden. In Zukunft wird HANSA-FLEX

dann komplett vorbereitete Bausätze an die Montageplätze

liefern, wo sie ohne weitere Umstände

verbaut werden können. Alle Bauteile liegen

strukturiert auf Montagewagen, der Monteur

hat das einbaufertige Teil sofort griff bereit,

ohne lange zu suchen. Für HANSA ergeben

sich dadurch minimierte Montagezeiten,

die sich im Laufe eines Jahres

zu einem beachtlichen Sparfaktor

auf der Kostenseite summieren.

Auch im Kostenmanagement

der HANSA-FLEX Niederlassung

zeigen sich günstige

Auswirkungen durch

die Partnerschaft und

die dadurch gut

planbaren Kennziff

ern für

die Lagerhaltung.

AUSGABE OKTOBER 2007

Hinrich Prüß hat volles Vertrauen in dieses Konzept.

Gemeinsam wird bereits daran gearbeitet, die Prozesse

weiter zu optimieren. Auch Reiner Plöger ist

überzeugt, dass beide Partner erhebliche Vorteile

daraus ziehen, denn „die tägliche Nähe zu unserem

Kunden vereinfacht die Zusammenarbeit. Und wir

können durch eigenen Augenschein Verbesserungspotenzial

erkennen und Vorschläge für neue

technologische Lösungen entwickeln.“

Zwar liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der neuen

Niederlassung auf der effi zienten Unterstützung

des Kunden HANSA Maschinenbau, zugleich wird

NIEDERLASSUNGEN

HANSA-FLEX in der Region aber bereits von weiteren

Kunden erwartet, die sich ebenfalls eine schnellere

Verfügbarkeit von Leistungen rund um die Hydraulik

versprechen. So haben bereits Kunden in Zeven,

Buxtehude bis hin nach Stade ihr Interesse an einer

engeren Kooperation mit der neuen HANSA-FLEX

Niederlassung bekundet.

Ob dieses Konzept einer Inhouse-Niederlassung

auch mit weiteren Kunden umgesetzt werden

kann, bleibt off en. Thomas Armerding, Geschäftsführer

der HANSA-FLEX Hydraulik GmbH, sieht in

der Eröff nung dieser 300. Niederlassung „ein nachahmenswertes

Beispiel für die enge und partnerschaftliche

Zusammenarbeit mit Kunden“.

HYDRAULIKPRESSE 7


ALUMINIUM-DRUCKGUSS

Im Flugzeug- und Automobilbau geht es um jedes

Gramm Gewicht. Deshalb werden extrem leichte

Bauteile benötigt, die zugleich eine hohe Stabilität

aufweisen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Airbus

A380, in dem daher montagefertige Präzisionsbauteile

aus Aluminium-Druckguss eingesetzt werden.

Derartige Bauteile werden im Aluminium-Druckguss-Verfahren

hergestellt und sind mit ihrem

leichten Gewicht, ihrer hohen Präzision und dem

minimierten Aufwand an Nachbearbeitung in

zahlreichen Branchen unverzichtbar geworden.

Ein bedeutender Zulieferer montagefertiger Aluminium-Druckgussteile

und Komponenten für die

Automobil- und Luftfahrtindustrie ist die ae group

in Gerstungen. Das Unternehmen produziert an

sieben Standorten weltweit mit 1.700 Mitarbeitern

rund um die Uhr. Führende Markenhersteller vertrauen

ae group die Fertigung von Motorblöcken,

Fahrwerksteilen und Getriebegehäusen an. Je nach

Aufgabenstellung stimmen die Entwicklungsabteilungen

der Kunden und die Spezialisten von ae

group diese Teile auf ihre Serienfertigung in den

Produktionslinien von ae group ab.

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Leicht und stabil

Druckgussbauteile in höchster Präzision

HYDRAULIKPRESSE

Die Luftfahrtindustrie setzt seit Jahren ebenfalls

auf die spezifi zierte Qualität der ae group Druckgussteile.

Bekannte Beispiele sind die Sitzfüße

und Armlehnen für Flugzeugsitze. Der Sitzfuß aus

Aluminium-Druckguss löst eine Stahlausführung

ab und realisiert dabei den hohen Anspruch an die

Duktilität der Bauteile. Die Armlehne ersetzt eine

Blechausführung, die bisher aus 15 einzelnen Komponenten

zusammengenietet war. Die neu entwickelte

Armlehne besteht aus zwei Halbschalen aus

Aluminium-Druckguss, die im Elektronenstrahl-

Schweißverfahren zusammengefügt werden.

Mit den beiden innovativen Bauteilen können Gewicht

und Kosten minimiert werden. Dabei werden

Vorteile wie Steifi gkeit, Eigendämpfung, freie Designgestaltung,

Unbrennbarkeit, Nicht-Toxizität sowie

unbegrenzte Recycling-Fähigkeit der Bauteile

erzielt. Die Schweißnaht der Armlehne unterliegt

einer sehr hohen Design-Anforderung. Pro Armlehne

werden hier z.B. rund 10 Gramm Gewicht

gegenüber der Vorgängerlösung aus Blech eingespart.

Bei den Sitzfüßen für die Sitzgruppen ist der

Gewichtsvorteil deutlich größer.

Die ae group konnte das Gießverfahren derart optimieren,

dass die geforderten Festigkeitseigenschaften

voll erfüllt werden. Der hohe Anspruch

bei DmbA-Teilen (dokumentationspfl ichtige Sicherheitsbauteile)

im Flugzeugbau und im Fahrzeugbau

fordert eine hohe Duktilität. Zudem sind

den Designern in puncto Gestaltung keine Grenzen

mehr gesetzt.

Die Präzision der Druckgussteile verlangt besonderes

Know-how im Formenbau und Wissen

über das Verhalten der Druckgussmaterialien. Die

Druckguss-Maschinen arbeiten mit ausgeklügelten

Technologien, denn das heiße, fl üssige Material

muss sicher in alle Hohlräume der Form gelangen,

damit sich keine Lunker in den Druckgussteilen

bilden. Lunker sind unerwünschte Hohlräume im

Inneren eines Werkstückes. Sie entstehen durch

eine Volumenabnahme beim Erstarren von fl üssigem

Metall. Deshalb wird das Metall zunächst

mit einer Temperatur von ca. 760 Grad Celsius in

die Form geleitet, die zuvor auf ca. 160 bis 200 Grad

Celsius vorgeheizt bzw. heruntergekühlt wurde,

um Spannungen im Material zu vermeiden. Dieser

Vorgang ist abhängig von der Dimension und der

Beschaff enheit der Form. Nach dem Befüllen der

Form wird der Werkstoff mit einem Druck von etwa

800 bis 1200 bar in der Form verdichtet und in alle

Ritzen gepresst. Dadurch wird jedes Detail eines

Bauteiles präzise ausgeprägt. Dies bedeutet einen

wesentlichen Vorteil, denn derartig hergestellte

Aluminium-Druckgussteile sind aufgrund einer innovativen

ae-group-Fertigungslösung inzwischen

schweißgeeignet und können wärmebehandelt

werden.

Handlungsfähigkeit sichern

An den Gussformen herrschen sehr hohe Temperaturen.

Das stellt besondere Anforderungen an die

Hydraulikkomponenten und die Schlauchleitungen.

So setzt ae group für die Kühl- bzw. Heizmittelversorgung

mit Thermoöl Temperatur resistente Metallwellschläuche

ein. Die im Produktionsprozess

verwendeten aggressiven Medien lassen sich am

besten mit Metallschläuchen aus Edelstahl beherr-

AUSGABE OKTOBER 2007


schen, die in verschiedenen Abmaßen in einem

Konsignationslager von HANSA-FLEX für die ae

group vorgehalten werden. Dadurch ist ae group

sofort handlungsfähig, wenn kurzfristig Ersatz benötigt

wird, hat aber keine eigenen Lagerkosten.

Lieferausfälle durch ungeplante Maschinenstopps

kann sich die ae group als Zulieferer für die Automobilindustrie

nicht leisten. Da die Produktionsbänder

der Automobilhersteller ebenso eng getaktet sind

wie die Montagezeiten des A380, sind alle ae-

Produktionsbetriebe rund um die Uhr im Einsatz.

So wird absolute Liefertreue gesichert.

Bei ae group kümmert sich eine eigene Instandhaltungsabteilung

um den störungsfreien Produktionsablauf.

Da deren Mitarbeiter pausenlos

im Einsatz sind, wird ae group bei den Instandhaltungsaufgaben

mit Dienstleistungen durch die

HANSA-FLEX Gruppe unterstützt, die alle Standorte

des Unternehmens betreut. Koordiniert wird die

Zusammenarbeit – mit Ausnahme des Standortes

Polen – über die Niederlassung Niederaula, in der

Manfred Wichers den Kunden betreut. Er ist seit

mehr als 18 Jahren bei HANSA-FLEX und kennt daher

exakt die von ae group gestellten Anforderungen.

Drei Mal pro Woche kontaktiert er den Kunden und

stellt sicher, dass ae group immer schnell bedient

AUSGABE OKTOBER 2007

wird. Dabei gilt sein Augenmerk einer vorausschauenden

Instandhaltung, indem die Abteilungen mit

Betriebsmitteln versorgt werden. So können ungeplante

Stillstände vermieden werden. Hydraulikkomponenten,

wie Ventile und Hydraulikzylinder,

werden immer schnell bereitgestellt, ebenso ein

breites Sortiment von Hydraulikschlauchleitungen.

Beim Einsatz der Schlauchleitungen ist zu beachten,

dass bei den Aluminium-Druckguss-Maschinen

statt Hydrauliköl ein Wasser-Glycol-Gemisch eingesetzt

wird, um im Fall von Leckagen Brände zu

vermeiden. Das ist wichtig, weil Hydrauliköl bei den

herrschenden Temperaturen Feuer fangen kann.

Ofen schnell montiert

Das bei ae group beschäftigte Personal der Instandhaltungsabteilung

ist überwiegend mit

dem Normalbetrieb beschäftigt. Sind dagegen

besondere Aufträge zu erledigen, so unterstützt

HANSA-FLEX die Instandhaltung mit kompletten

Industriemontageteams. Im Standort Untersuhl

musste ein Schmelz- und Warmhalteofen für das

Werk LaGrange Georgia USA, neu gebaut werden.

Außerdem wurde der Standort Untersuhl für das

Aluminium vollständig umgebaut. Bei beiden Pro-

ALUMINIUM-DRUCKGUSS

jekten war Manfred Wichers mit den Kollegen der

HANSA-FLEX Industriemontagen erfolgreich im

Einsatz. Im Vorfeld ermittelte er in enger Abstimmung

mit den ae-Betriebsleitern alle zu beschaffenden

Bauteile. In seiner Verantwortung lag die

termingerechte Bereitstellung neuer Aggregate,

Schlauchleitungen, Rohrverbindungen und Verschraubungen,

die in enger Abstimmung mit Tobias

Zindel vom ae-group-Zentraleinkauf bestellt wurden.

Die Montage des Ofens verlief einwandfrei und

termingerecht. Der Ofen konnte rechtzeitig wieder

zugestellt bzw. in den USA in Betrieb genommen

werden.

Inzwischen ist die ae group dazu übergegangen, an

den Produktionsanlagen fl ächendeckend X-CODE

einzuführen, um mehr Sicherheit in der Beschaffung

von baugleichen Ersatzschlauchleitungen

zu bekommen. So wird die Bereitstellungszeit auf

ein Minimum verkürzt. „Die Bestellprozesse laufen

schlanker, die Quote für falsch spezifi zierte Bestellungen

geht gegen Null und vor allem die kurzfristigen

Lieferungen per Telefonbestellung schlagen

kostengünstig zu Buche“, stellt Tobias Zindel die

Vorteile von X-CODE für sein Unternehmen klar

heraus.

Druckmedium: Wasser-Glykol-Gemisch

Keine Druckfl üssigkeit ist für jeden Anwendungsbereich

geeignet. Um einen weitestgehend störungsfreien

und wirtschaftlichen Einsatz der Anlagen zu

gewährleisten, werden an die Fluide in hydraulischen

Anlagen bestimmte Bedingungen gestellt. Bei den

Aluminium-Druckguss-Maschinen von ae group wird

ein Wasser-Glykol-Gemisch eingesetzt. Die als HFC

(Wasserglykol) bezeichnete Druckfl üssigkeit setzt sich

aus 40 Prozent Wasser und 60 Prozent Glykol zusammen

und zählt zu den schwer entfl ammbaren Flüssigkeiten.

HFC fi ndet als Fluid vor allem in hydraulischen

Anlagen von Produktionsstätten Verwendung, in

denen mit sehr hohen Temperaturen gearbeitet wird.

Außerdem kommt es in Warm- oder Heißbetrieben

zum Einsatz.

HYDRAULIKPRESSE 9


IM GESPRÄCH MIT

Vom Azubi zum Regionalleiter: Frank Dahms.

Im August 1991 begann Frank Dahms seinen Berufsweg

bei HANSA-FLEX, in der Zentrale in Bremen

lernte er Groß- und Außenhandelskaufmann. Nach

Abschluss der Ausbildung ging er in die HANSA-FLEX

Niederlassung Wörnitz/Schillingsfürst nach Bayern,

erledigte dort zunächst Aufgaben im Innendienst,

war später als Außendienstmitarbeiter im aktiven

Vertrieb. Parallel absolvierte er im Abendstudium

eine Ausbildung zum Betriebswirt. Inzwischen Niederlassungsleiter

wurde Frank Dahms die Leitung der

zwei Nürnberger HANSA-FLEX Betriebe angetragen.

10

Im Gespräch: Frank Dahms

„Veränderungen als Chance betrachten“

HYDRAULIKPRESSE

Im Januar 1999 übernahm er die Verantwortung

der Gruppe Nürnberg, zu

der mittlerweile die Niederlassungen

Nürnberg, Nürnberg-Nord, Schwandorf,

Schwabach und Bayreuth gehören

sowie drei eng mit den Betrieben verzahnte

FLEXXPRESS Fahrzeuge. Im Rahmen

der internationalen Entwicklung

der HANSA-FLEX Gruppe unterstützte er

auch einige Zeit den Betrieb in Australien.

Heute trägt Frank Dahms als Regionalleiter

Verantwortung für die weitere

Entwicklung von HANSA-FLEX. Wie diese

aussehen wird, darüber unterhielt er

sich mit der HYDRAULIKPRESSE:

: Die Regionalleiterstruktur

als Führungsinstrument

der Geschäftsleitung, wem nützt

diese Regionalleiterstruktur?

Frank Dahms: Die dezentrale Struktur

mit kurzen Entscheidungswegen nützt

den Kunden aber auch der Unternehmens-

und Kommunikationskultur. Als

Regionalleiter kann ich hier Verantwortung

für die weitere Entwicklung

von HANSA-FLEX übernehmen. Ich

denke und handle vertriebsorientiert

und mich reizt es, neue Konzepte zu

entwickeln und umzusetzen, das ist

für mich Motivation. Wann immer ich

eine Lösung für Kundenanforderungen

brauche, hier fi nde ich sie: Denn irgendjemand

in der HANSA-FLEX Gruppe macht

das bereits, es kommt also nur darauf an, die gesammelten

Erfahrungen auszuwerten und für die

Erfordernisse der eigenen Kunden anzuwenden.

: Von der HANSA-FLEX

Dienstleistungsbereitschaft sollen bald auch die

Landmaschinenhersteller profi tieren?

Frank Dahms: Auf dem Regionalleiter-Meeting

wurde beschlossen, sich im November erstmals an

der Agritechnica in Hannover zu beteiligen.

Im Bereich Landmaschinenbau wird ein aktuelles

Merkmal der Entwicklung im Maschinenbau deutlich:

Deutschland exportiert in großem Maßstab

Landmaschinen in zahlreiche osteuropäische Länder.

Diese Maschinen verdanken ihre Leistungsfähigkeit

in hohem Maß hydraulischen Systemen,

die die Arbeit der Agrarbetriebe erheblich erleichtern,

diese deutschen Qualitätsprodukte verlangen

natürlich auch entsprechenden Service. Für

HANSA-FLEX besonders heißt das erstens, den OEM

beim Bau der Maschinen zu unterstützen und zweitens,

im Ersatzteilgeschäft den hohen Qualitätsstandard

und selbstverständlich die schnelle Lieferfähigkeit

zu sichern. Ähnliche Erfahrung haben

nicht nur ich, sondern auch andere Regionalleiter

gemacht.

: Die Gruppe Nürnberg

hat positive Erfahrungen mit dem Sämaschinen-

Hersteller Horsch gemacht, die Zusammenarbeit

will der Hersteller noch vertiefen.

Frank Dahms: Das Unternehmen hat am 1. Januar

2007 in Ronneburg bei Gera eine neue Produktionsstätte

aufgemacht. HANSA-FLEX stellt dort

komplette Montagekits bereit, die neben dem

HANSA-FLEX Programm auch Komponenten anderer

Lieferanten umfassen; also zum Beispiel Schrauben

und Muttern, die andere Hersteller bislang ans

Lager lieferten. Jetzt läuft alles bei HANSA-FLEX auf,

wir liefern Montagekits, in denen auch diese Teile

exakt nach Montagesituation zugeordnet sind. Dabei

kooperieren wir mit den bisherigen Lieferanten.

Alle Parameter für die Produktqualität aus der Lieferbeziehung

Horsch/Lieferant bleiben bewahrt.

Die Montagekits haben wir gemeinsam mit den

Horsch Spezialisten entwickelt und optimiert, so

dass diese Dienstleistung jetzt reibungslos ablaufen

kann. Bei Horsch entfallen Lagerkosten, es ist

immer exakt die Baugruppe da, die benötigt wird,

der Monteur hat alles montagefertig griff bereit am

Arbeitsplatz.

: Kunden aus dem OEM-

Bereich treten demnach mit komplexen Aufgabenstellungen

an HANSA-FLEX heran?

AUSGABE OKTOBER 2007


Frank Dahms: Sie beziehen uns zunehmend

bereits bei der Vorplanung für neue Maschinen

oder bei Cost-Reduction-Programmen mit ein. So

konnten wir kürzlich bei der Überprüfung einer

Maschinenkonstruktion die Leitungsverlegung und

Konfi guration optimieren, Winkelverschraubungen

wurden dabei durch 90-Grad-Schlaucharmaturen

ersetzt. Wir konnten also den Montageaufwand

minimieren und kostengünstigere Bauteile verwenden,

was in der Serienfertigung Stück für

Stück eine verbesserte Kostenstruktur bedeutet.

Wir vermeiden dadurch auch mögliche Leckagen

an den Verbindungsstellen. Beseitigen also

aktiv Kostenfallen. Es ist selbstverständlich, dass

HANSA-FLEX diese Prozesse mit schneller Bemusterung

und Vorbereitung der Bauteile für die Serienfertigung

begleitet.

: Dienstleistungsbereitschaft

als Erfolgsgeheimnis?

Frank Dahms: Der Kunde erwartet besonderen

Nutzen. Wir sind bereit, ihm diesen zu liefern. „Kiste

an Rampe“ genügt heute nicht mehr. Wir integrieren

uns in die Produktionsketten der Hersteller und

bieten leistungsstarke Konzepte. Die Gruppe Nürnberg

unterstützt beispielsweise die Firma Hamm

Walzen mit einem Service, für den eigens auf deren

Betriebsgelände eine Halle für HANSA-FLEX eingerichtet

wurde. Dort bereiten HANSA-FLEX Mitarbeiter

exakt nach Stückliste alle Schlauchleitungen

vor, die sie dann auf speziellen Transportwagen

so anordnen, dass sie für den Monteur taktgenau

griff bereit sind.

: Wird das Systemanbieterkonzept

weiter ausgeformt?

Frank Dahms: Sicherlich, aber dennoch, das

Ersatzteilgeschäft für hydraulische Verbindungselemente

hat HANSA-FLEX über 40 Jahre Anerkennung

und Erfolg gebracht. Es bleibt ein wichtiges

Standbein und der Schlüssel zum Wachstum. Die

Erfolge der Nürnberger Gruppe – das will ich betonen

– führe ich stark auf das Engagement der

Mitarbeiter zurück! Und deshalb bereiten wir neue

AUSGABE OKTOBER 2007

Mitarbeiter für neue Aufgaben vor. Für Spezialprodukte

brauchen wir Spezialisten in der Gruppe, um

das Know-how zu stärken und näher am Kunden

zu sein. Wir haben Mitarbeiter geschult, um speziell

den Vertrieb von Hydraulikkomponenten und

Aggregatebauleistungen weiter voran zu treiben.

In Absprache mit den Außendienstverantwortlichen

besucht dieser Mitarbeiter auch direkt die

Kunden. Das hat sich im Bereich Zylinderreparatur

bereits bewährt.

: HANSA-FLEX verzeichnet

ein zweistelliges Wachstum. Wie lässt sich garantieren,

dass die Kunden davon profi tieren?

IM GESPRÄCH MIT

Frank Dahms: Um HANSA-FLEX auf die Erfordernisse

dieses dynamischen Wachstums einzustellen,

stellt das Projekt XLOGO alle aktuellen Abläufe

auf den Prüfstand. Dazu gehört letztendlich auch

die Umstellung auf SAP, eine Software, die bei 65

Prozent der Mittelständler Verwendung fi ndet. Wir

können uns künftig also noch einfacher mit unseren

Kunden verzahnen; für uns bringt SAP mehr

Transparenz. Die SAP-Einführung bringt in unseren

Niederlassungen aber auch Veränderungen, die von

allen Mitarbeitern neu ausgearbeitete Arbeitsabläufe

verlangen. Wir werden diesen Prozess daher

kollegial und partnerschaftlich mitgestalten und

alle Mitarbeiter so trainieren, dass am 1. Januar

2008 der SAP-Start in unseren Niederlassungen

erfolgreich abläuft.

HYDRAULIKPRESSE 11


BAUMASCHINEN

Eine „Mehr-Power“-Off ensive startete Könicke Baumaschinen

auf der NORDBAU 2007, die im September

in Neumünster stattfand und 75.000 Besucher

anzog. Als Dienstleister ist Könicke mit Sitz in Garbsen

seit über 50 Jahren anerkannter Partner der Bauindustrie

und vertreibt im norddeutschen Raum das

komplette Programm des Baumaschinenherstellers

Volvo.

Volvo Baumaschinen sind für ihre Leistungsfähigkeit

bekannt. Auf der Messe neu vorgestellt wurde

nun der Volvo-Großlader L350F, ein innovatives

Fahrzeug, das bereits auf zukünftige Entwicklungen

auf dem Baumaschinensektor hinweist. Stark verbesserte

Achsen, ein aufgewertetes Getriebe und

ein Plus in der Kipplast stehen für neue Produktivitätsdimensionen.

Neben Radladern zeigte Könicke

auch Dumper, Kompakte sowie neue Bagger der

C-Serie von Volvo. Die in der Branche geschätzten

Baufahrzeuge des schwedischen Herstellers arbeiten

bei einem hervorragenden Preis-Leistungs-

Verhältnis eff ektiv und robust.

Damit Maschinenkunden aber im Alltag alle

Möglichkeiten der modernen Maschinen nutzen

können, unterstützt Könicke diese mit der „Mehr-

Power“-Off ensive. Diese umfasst beispielsweise

Fahrerschulungen, die mit großem Erfolg angeboten

werden. Mit ca. 1000 Schulungsteilnehmern

pro Jahr engagiert sich Könicke stark im

Bereich Sicherheit und ist damit

ein bedeutender Ausbilder

von Baumaschinenführern.

Mit der Teilnahme

an den

12

Servicepower für die Bauwirtschaft

„Das passt zusammen“

HYDRAULIKPRESSE

Fahrerschulungen sichern sich Könicke-Kunden

nicht nur gegen Haftungsrisiken ab, sondern erzielen

damit ein Mehr an Sicherheit und eine effi zientere

Nutzung ihrer Fahrzeuge. Und das erweiterte

Serviceversprechen der „Mehr-Power”-Off ensive

setzt Könicke auch für seine Servicemonteure um.

Gezielt werden die Baumaschinenfachleute durch

Trainer vom HANSA-FLEX Schulungszentrum für

ihre Aufgaben rund um die Hydraulik fi t gemacht.

Neu oder gebraucht –

HANSA-FLEX verbindet

Alle Fahrzeuge – neben Neumaschinen vertreibt

das Garbsener Unternehmen aufgearbeitete Gebrauchtgeräte

und aktuelle Mietmaschinen – liefert

Könicke sowohl als Standardausführung, aber

auch speziell an Kundenwünsche angepasst, indem

sie zum Beispiel mit Anbaugeräten wie Greifer,

Hammer oder Löff el ausgerüstet werden. Könicke

bietet die gesamte Vielfalt der Ausstattungs- und

Aufrüstungsmöglichkeiten an.

Die dazu notwendige Aus- und Umrüstung der Maschinen

mit passenden Schnellkupplungen unterstützt

HANSA-FLEX ebenso wie die Verschlauchung

und Verrohrung. Auch bei der Aufarbeitung der

Gebrauchtmaschinen und der Instandhaltung der

Hydraulik an den Mietmaschinen vertraut

Könicke auf die Kompetenz von

HANSA-FLEX.

So können beispielsweise kurzfristig Hydraulikzylinder

im Spezialbetrieb in Königshofen repariert

werden. Dichtungssätze werden bei Bedarf schnell

aus Eisenberg geordert. Hier verfügt HANSA-FLEX

über ein umfangreiches Standardsortiment. Gestützt

auf ein gut sortiertes Vormateriallager können

zudem auch ungewöhnliche Dichtungen neu

gefertigt werden.

Als besonderer Vorteil in der Zusammenarbeit erweist

sich der Spezialbetrieb für Hydraulikkomponenten

in Dresden-Weixdorf. Aus einem Sortiment

von mehr als 4.500 verschieden Hydraulikkomponenten

können jederzeit Ersatzteile wie Ventile, Hydraulik-Zylinder,

Messgeräte o.ä. Komponenten an

die Montageplätze von Könicke geliefert werden.

An Mietmaschinen von Könicke werden besonders

hohe Erwartungen geknüpft.

Sie kamen zum Beispiel zum Einsatz, als auf dem

Flughafen Leipzig quasi über Nacht die Startbahn

Abschnitt für Abschnitt erneuert wurde. Dabei war

absolutes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Geräte

gefragt, denn die Arbeiten durften sich nicht

verzögern. Pünktlich bis zum ersten Start des nächsten

Tages mussten alle Arbeiten erledigt sein.

Im norddeutschen Vertriebsgebiet können Volvo-

Baumaschinen an zehn Stationen von Könicke

AUSGABE OKTOBER 2007


gemietet werden. Das verkürzt die Transportwege

zu den Baustellen und erweist sich auch bei der

Rückgabe als Vorteil, denn Könicke vermietet im so

genannten „One-Way-System“. Das heißt, ein Gerät

kann an einer Niederlassung gemietet und an einer

anderen zurückgegeben werden.

Kundennähe als Erfolgsrezept

Mit einem individuellen Full-Service-Paket sorgt

Könicke für ein Optimum an Leistung der Baumaschinen

mit minimalen Standzeiten. Dieser Service

reicht von der professionellen Beratung bei allen

Einsatzfragen über einen kontinuierlichen Wartungsdienst

bis zu praktischen Hilfestellungen und

Schulungen.

Könicke lässt die Kunden mit den Maschinen also

nicht allein und baut die Nähe zu seinen Kunden

konsequent aus. Über 300 Mitarbeiter stehen –

manchmal rund um die Uhr – überall in der Region

und jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Dabei sind

Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität gefragt. Um

das zu gewährleisten sucht Könicke die Kundennähe,

verfügt im Vertriebsgebiet über zahlreiche Niederlassungen,

deren Netz ständig erweitert wird.

Hier ergänzt sich der Dienstleister ideal mit

HANSA-FLEX, denn auch der Bremer Hydraulikdienstleister

setzt auf ein enges Niederlassungsnetz

und ist zudem mit den mobilen FLEXXPRESS

Servicefahrzeugen immer in Kundennähe.

Auch für Könicke-Kunden, denn wo immer zum

Beispiel eine Mietmaschine im Einsatz ist – für

den Hydraulik Schnellservice kann jederzeit ein

FLEXXPRESS Servicefahrzeug hinzugezogen werden.

Koordiniert wird die erfolgreiche Zusammenarbeit

durch HANSA-FLEX Regionalleiter Thomas Hellmann.

Könicke Geschäftsführer Marcell Ollesch

weiß diese seit Jahren bewährte und vertrauensvolle

Zusammenarbeit zu schätzen. Denn

„unsere Geräte müssen laufen, deshalb ist für uns

AUSGABE OKTOBER 2007

HANSA-FLEX der richtige Partner. Da stimmt die

Lieferfähigkeit, die Qualität und Servicebereitschaft

und das Engagement!“. Besonders vorteilhaft

gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen

den Könicke Gebietsmonteuren und HANSA-FLEX.

Die mobilen Monteure werden durch das enge

Niederlassungsnetz von HANSA-FLEX effi zient unterstützt;

benötigen sie ein hydraulisches Ersatzteil,

so ist es in einer nahe gelegenen HANSA-FLEX Niederlassung

schnell zur Hand. Zugleich haben sie immer

die Sicherheit, dass sie geprüfte Qualitätsteile

bekommen, auf die sie sich verlassen können.

„Das passt sehr gut zusammen“, bilanziert Marcell

Ollesch und denkt bereits weiter. So steht derzeit

BAUMASCHINEN

die Überlegung im Raum, an den HANSA-FLEX Niederlassungen

im Könicke Vertriebsgebiet spezielle

Container mit Baumaschinenersatzteilen für die

örtlichen Gebietsmonteure zu stationieren.

Doch das ist nur eine von vielen Ideen, wie die

erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden

Dienstleistern noch intensiviert werden kann. So ist

derzeit im Gespräch, die FLEXXPRESS Servicetechniker

in der Region Norddeutschland durch Könicke

schulen zu lassen, so dass sie den Umgang mit den

aktuellen Volvo Baumaschinen beherrschen und jederzeit

ohne anwesende Maschinenführer Arbeiten

an den Geräten ausführen können.

Auch das Shop- in-Shop-Konzept, das HANSA-FLEX

schon mit anderen Kunden erfolgreich praktiziert,

ist Gegenstand der Zukunftsplanungen.

Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht ein Ziel:

Die Kunden des Baumaschinenspezialisten Könicke

sollen noch wirkungsvoller unterstützt werden.

HYDRAULIKPRESSE 13


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HANSA-FLEX International

Als einer der führenden Systemanbieter

in der Fluidtechnik stellt das deutsche Industrieunternehmen

HANSA-FLEX einen

zuverlässigen und kompetenten Partner

für leistungsstarke Unternehmen weltweit

dar. Mit der Entstehung der neuen Metropole

Lingang im südlichen Shanghai trägt

auch HANSA-FLEX seinen Teil zum Aufbau

einer neuen Weltmetropole bei.

Ab September 2008 haben Sie exklusiv

die Möglichkeit, Hallen zwischen

einer Größe von 200 m2 bis 5000 m2

von dem deutschen Unternehmen

HANSA-FLEX zu mieten. Dabei liegen die

Vorteile einer ausgereiften Verkehrsanbindung

und die Nähe zum neuen Flughafen

in Pudong auf der Hand.

Lassen Sie sich von unserem Mietangebot

überzeugen und vereinbaren Sie gleich

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Ansprechpartner

Deutschland, Bremen:

Thomas Armerding

t.armerding@hansa-fl ex.com

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China, Shanghai:

Wang Fang

wang.fang@hansa-fl ex.com


„Volles Haus“ hieß es Anfang September 2007, als die

HANSA-FLEX Niederlassung Oldenburg im 20. Jahr

ihres Bestehens zum Tag der off enen Tür einlud. Am

1. November 1987 gegründet, gehört sie inzwischen

mit 23 Mitarbeitern zu den großen Niederlassungen

der Gruppe und hat sich einen beachtlichen Stammkundenkreis

aufgebaut.

Niederlassungsleiter Jens Bruhn führt den Erfolg im

Wesentlichen auf die hohe Motivation der Mitarbeiter

und die daraus bedingte Kundenzufriedenheit

zurück. „Geht nicht, gibt‘s nicht“, heißt es in Oldenburg.

Kein Kunde verlässt die Niederlassung ohne

eine Lösung für seine Aufgabenstellung. „Und ist

es wenigstens eine Telefonnummer, wo er Hilfe für

ein spezielles Problem fi ndet.“ Das, so Jens Bruhn,

werde von den Kunden auf Dauer anerkannt. Aus

kleinen Hilfeleistungen enstehen auf diesem Wege

partnerschaftliche Beziehungen, die sogar dazu

führen, dass die Niederlassung in Aufgaben von

OEM als Lieferant für Fluidtechnik einbezogen wird.

Beispielsweise für einen in Wildeshausen ansässigen

Hersteller von Kommunaltechnik. Aber auch

bedeutende OEM im Bereich Baumaschinen und

Industrielokomotivenbau sind mit der Niederlassung

Oldenburg verbunden. Ungewöhnlich für eine

Region, die eher von klein- und mittelständischen

Betrieben geprägt ist und wo das Ersatzteilgeschäft

an der Theke absoluter Schwerpunkt ist. Um dort,

oder bereits im Vorverkauf am Telefon den Kunden

kompetent zu beraten, soll jeder Mitarbeiter möglichst

zwei Mal im Jahr eine Schulung besuchen.

Seit dem Jahr 2006 gehört das enge Zusammenspiel

mit einem FLEXXPRESS Fahrzeug zum Service

AUSGABE OKTOBER 2007

DEUTSCHLAND

HANSA-FLEX Niederlassung Oldenburg

„Geht nicht, gibt‘s nicht“

der Niederlassung Oldenburg. Wenn Hydraulikreparaturen

notwendig sind, wird mit hoher Einsatzbereitschaft

Tag und Nacht schnelle Hilfe gesichert.

Mit großen Schritten vorwärts

Langfristig geplant sind dagegen meist Industriemontagen.

Nachdem HANSA-FLEX häufi ger angeboten

hatte, für die Kunden Montagearbeiten

zu übernehmen, hat sich aus diesem Engagement

ein neues Geschäftsfeld entwickelt: Die Industriemontage.

Entstanden ist diese Kompetenz durch

die Zusammenarbeit mit den HANSA-FLEX Spezialbetrieben

wie der Zylinderreparatur in Königshofen

oder dem Rohrbiegezentrum in Schönebeck.

Zunächst hat Mitarbeiter Clemens Otte im Rahmen

der Niederlassung die Kunden im Bereich Hydraulikkomponenten

und Hydraulikzylinder betreut.

Bald kamen Anfragen, ob er nicht auch die dazu

gehörigen Montagearbeiten ausführen könne.

Also wurden Montageaufträge übernommen und

abgewickelt. Das Vertrauen in die HANSA-FLEX

Fähigkeiten auf diesem Gebiet wuchs – inzwischen

bewegt sich die Oldenburger Industriemontage als

eigenständiger HANSA-FLEX Betrieb am Markt. Im

Zusammenspiel mit der Gruppe Bremen, wo Reiner

Plöger wesentlich an der Entwicklung beteiligt ist,

wird der Industrieservice gezielt genutzt. So werden

die für schnelle Hilfe zuständigen FLEXXPRESS

Fahrzeuge in der Region von längeren Montagearbeiten

befreit.

Für die Zukunft setzt die HANSA-FLEX Niederlassung

Oldenburg auf eigene Ausbildung und beschäftigt

derzeit zwei Azubis im kaufmännischen Bereich und

in der Lagerlogistik. Dort wird Oliver Steenberth

das Angebot von HANSA-FLEX annehmen und sich

in Dresden zur Hydraulikfachkraft ausbilden lassen.

Dieses Ausbildungsprofi l hat HANSA-FLEX entwickelt,

um den Mangel an Fachkräften für Hydraulik

zu überwinden. Oliver Steenberth gehört zu den ersten

fünf Teilnehmern dieser mit einer Prüfung vor

einer Handelskammer endenden Ausbildung.

HYDRAULIKPRESSE 15


ASPHALTMISCHUNG

Wer für sein Geschäft Anlagen für den Bituminösen-

Straßenbau benötigt, geht zu Benninghoven. Das

Unternehmen, dessen Messestand auf der BAUMA

in München erst kürzlich wieder wichtiger Anlaufpunkt

für Kunden war, zählt in Deutschland, aber

auch international zu den führenden Herstellern von

Asphaltmischanlagen.

Das Unternehmen Benninghoven wurde 1910 in

Hilden, Deutschland, von Otto Benninghoven gegründet

und befasste sich mit dem Bau von Zahnrädern

und Sondermaschinen. Mit dem Beginn der

50er Jahre begann der Einstieg in die industrielle

Feuerungstechnik. Anfang der 60er Jahre erfolgte

der Einstieg in die Asphalt-Industrie. Zu den ersten

Produkten gehörten Brenner, Trockentrommeln,

Bitumenanlagen und Maschinen zur Herstellung

von Gussasphalt. Die stetig wachsende Nachfrage

nach Benninghoven-Qualitätsprodukten machte

es 1970 notwendig, die Fertigung zu erweitern

und es wurde eine moderne Fertigungsstätte in

Mülheim/Mosel aufgebaut. Eine weitreichende

16

Beratung als Knochenarbeit

Damit die Mischung stimmt

HYDRAULIKPRESSE

Expansion erfolgte im Jahr 1990 in Wittlich. Ein

neuer Standort, ausgestattet mit modernster Fertigungstechnik,

nahm seinen Betrieb auf. Heute

fertigt die Benninghoven-Unternehmensgruppe an

diesen beiden Standorten. Seit fast 100 Jahren bestimmen

Pioniergeist und Tradition in Verbindung

mit zukunftsweisender Technik und perfekt ausge-

bildetem Personal das Handeln der Benninghoven-

Gruppe. Sie sind der Garant für stetige Innovationen

und kundenorientiertes Handeln.

Über 600 Mitarbeiter sorgen weltweit für den guten

Ruf der Benninghoven-Produkte. Spezialist ist

Benninghoven vor allem für mobile Asphaltmischanlagen.

Derartige Anlagen in Containerbauform

– fast schon kleine Asphaltfabriken – werden

überwiegend auf Großbaustellen eingesetzt und

haben eine Mischleistung von bis zu 320 Tonnen

pro Stunde. Bitumen wird im Hochbau zum Schutz

gegen Wasser verwendet, im Straßenbau als Bindemittel

zwischen Mineralstoff en, die man als Asphalt

bezeichnet.

Den hohen Fertigungsstand der Benninghoven-

Technologie demonstriert besonders die Anlagenreihe

Concept Typ TBA. Diese Anlage kann sowohl

stationär betrieben werden, meistert aber auch

problemlos einen schnellen Standortwechsel. Die

transportablen Bitumen- und Asphaltmischanlagen

bestehen aus modularen Elementen und können

daher leicht per Schiff , Bahn oder Lkw transportiert

werden. An Ort und Stelle ihres Einsatzes

sind sie dann rasch zu montieren, da jede einzelne

Sektion der Anlage bereits verkabelt und verrohrt

und daher sofort betriebsbereit ist. Solch eine

Mischanlage kann übrigens ohne fi xe Fundamente

aufgestellt werden und bietet dank großzügiger

Gangbühnen zu allen Sektionen optimale Inspektions-

und Wartungsvoraussetzungen. Die gesamte

Anlage wird über modernste Computer- und Prozesstechnik

gesteuert.

Heute hier, morgen dort

Um auch kleinere oder Wanderbaustellen fl exibel

und eff ektiv mit Asphalt oder Bitumen versorgen

zu können, fertigt Benninghoven so genannte radmobile

Mischanlagen, die innerhalb weniger Tage

abgebaut und an anderer Stelle wieder einsatzbereit

sind, da sie auf einem Fahrgestell montiert

sind. Hohe Kran- und Transportkosten fallen daher

nicht an. Die mobilen Bitumenmischanlagen können

sogar komplett in einem Transportfl ugzeug

verfrachtet werden. An den mit Abmischung und

Chargenmischer gelieferten Anlagen sind alle

Rohrleitungen vorgefertigt, und können durch

fl exible Verbindungen jederzeit erneut eingesetzt

werden. Sie leisten bis zu 200 Tonnen pro Stunde

und können vom Kunden selbstständig mit eigenem

Betriebspersonal gefahren werden. Daneben

hat Benninghoven aber auch kleinere hochmobile

und höchstkompakte Anlagen vom Typ Batchmobil

im Portfolio, die bis zu 80 Tonnen pro Stunde produzieren

können.

Bei Hydraulik und Verrohrung der Asphaltmischanlagen

– an den Asphaltkochern tritt teilweise eine

enorme Wärmeentwicklung auf, was beim Einsatz

von Schlauchleitungen berücksichtigt werden

AUSGABE OKTOBER 2007


muss – setzt Benninghoven seit über 20 Jahren auf

HANSA-FLEX. Als Systempartner hat der Hydraulikdienstleister

im Lauf der Zusammenarbeit den gesamten

Wandel des Kunden zu einem bedeutenden

internationalen Anbieter erlebt und aktiv begleitet;

dabei hat sich über die Jahrzehnte ein großes Vertrauen

in die Hydraulikkompetenz von HANSA-FLEX

aufgebaut.

Betreut wird der Kunde seit Beginn an durch Wolfgang

Caspers von der HANSA-FLEX Niederlassung

Wittlich, den die Benninghoven-Techniker konsultieren,

wenn eine Veränderung bestehender

Hydrauliksysteme an einer Anlage oder aber die

Neuentwicklung einer ganzen Maschine ansteht.

So nutzt der Hersteller von Beginn an das aktuelle

System-Know-how von HANSA-FLEX, um optimale

technische Lösungen zu entwickeln. Die Benninghoven-Entwicklungsabteilung

profi tiert davon in

hohem Maße, denn durch die frühzeitige Einbindung

der Hydraulikexperten von HANSA-FLEX werden

Kostenfallen vermieden, die in der späteren Serienfertigung

negativ zu Buche schlagen können.

Überzeugendes Industriedesign

Die gemeinsame Suche nach der besten Lösung

im Hydraulikbereich ist nicht nur beratender Art,

sondern durchaus Knochenarbeit. Denn hierbei

verlangen die Benninghoven-Produktentwickler

praktische Unterstützung. Und die sieht dann

so aus, dass Wolfgang Caspers mit den Musterschlauchleitungen

in den Anlagen, die schon einmal

die Dimension eines mehrstöckigen Hauses

annehmen können, herumklettert. Dabei ermittelt

er vor Ort die letztlich richtigen Abmaße, legt die

Krümmungswinkel der Armaturen fest und fi xiert

auch von der Optik her die optimalen Verlegewege

und Befestigungsmöglichkeiten von Schlauchleitungen

und Hydraulikrohren. Anhand dieser Daten

werden jeweils schnell Muster gefertigt und in den

Entwicklungsanlagen getestet. Kurzfristig werden

Änderungen durchgeführt und ebenfalls getestet.

Bis die optimale technische Lösung vorliegt.

Doch die Anlagen sollen nicht nur modernsten

technischen Standard repräsentieren, sondern

AUSGABE OKTOBER 2007

auch durch ein modernes Design den Anspruch

eines zukunftsorientierten Unternehmens erfüllen.

Benninghoven legt bei allen Anlagen großen Wert

darauf, dass sie ästhetisch und von der Farbgebung

her individuell an die jeweilige Umgebung angepasst

werden. Gutes Industriedesign ist für den

Hersteller selbstverständlich. Das bedingt, ebenso

wie die Modulbauweise, dass Verlegewege und

Befestigungsmöglichkeiten von Hydraulikrohren

und Schlauchleitungen optimal gestaltet werden.

Nicht selten entscheidet im harten Wettbewerb die

Optik einer Anlage über den Erfolg. Um all diesen

Ansprüchen, die der Kunde an eine Bitumenmischanlage

stellt, gerecht zu werden, sucht Wolfgang

ASPHALTMISCHUNG

Caspers nach geeigneten Lösungen. Ein Einsatz, der

Hermann Becker, Einkaufsleiter bei Benninghoven

überzeugt. „Wir suchen Dienstleister, die uns optimal

unterstützen, wenn es darum geht, Kosten zu

senken und Leistung zu steigern. Mit dem Engagement

von Herrn Caspers fi nden wir immer wieder

Wege, die uns in der Fluidtechnik vorteilhafte

Lösungen bringen“, zeigt sich Hermann Becker

begeistert von der langfristigen Zusammenarbeit

mit HANSA-FLEX.

HYDRAULIKPRESSE 17


SCHULUNGSZENTRUM

„fl uid-award“ für HANSA-FLEX

Ausgezeichneter Artikel

Die renommierte Fachzeitschrift „fl uid“ forderte ihre

Leser auf, die besten veröff entlichten Artikel aus den

vergangenen Jahren und damit das „Produkt des

Jahrzehnts“ auszuwählen. Zur Wahl für den „fl uidaward“

standen jene 16 Artikel, die das größte Leserinteresse

geweckt hatten. Einen großartigen zweiten

Platz belegte dabei ein Artikel von HANSA-FLEX, in

dem Helmut Wetteborn über Vorschriften und Risiken

für Hydraulikschläuche informierte.

Die Fachzeitschrift „fl uid“ besitzt in der Hydraulikbranche

sehr großes Renommee. Der von

HANSA-FLEX stammende Artikel geht auf Verbindungs-

und Leitungstechnik ein und erläutert an

Hand eines von Helmut Wetteborn gehaltenen

Vortrags, wie sich Paragrafen auf die Praxis auswirken

und welche Gegebenheiten insbesondere für

Anwender relevant sind. Dass dieser Praxisbezug

bei den Lesern ankam, zeigt nun die Auszeichnung

mit dem „Produkt-des-Jahrzehnts-Award“. Mit 20

Prozent der Leservoten erreichte der Artikel „Nur

kein Risiko eingehen – Vorschriften und Richtlinien

für Hydraulikschläuche“ den zweiten Platz. Dafür

nahmen Geschäftsführer Thomas Armerding und

Helmut Wetteborn am 6. September 2007 im Verlag

moderne Industrie im Rahmen einer Festveranstaltung

die Auszeichnung in Form einer Skulptur

sowie die dazugehörige Urkunde entgegen. Eine

Auszeichnung, auf die HANSA-FLEX mit gutem

Grund stolz sein darf, würdigt sie doch die Rolle des

Unternehmens beim Bemühen, die Sicherheit in

der Hydraulik in den Vordergrund zu stellen, um die

Leitungstechnik sicher zu handhaben.

„fl uid” Chefredakteur Herr R. Schenk, Anzeigenleitung Frau G. Claus, Herr H. Wetteborn und Herr T. Armerding

18

HYDRAULIKPRESSE

In dem prämierten Artikel zeigt Helmut Wetteborn

nicht nur bestehende Risiken im Umgang mit der

hydraulischen Leitungstechnik auf, sondern weist

auch auf diverse Richtlinien und Vorschriften hin. So

fällt die Leitungstechnik unter das Arbeitsschutzgesetz,

das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz sowie

unter die Betriebssicherheitsverordnung.

Es existieren also eine Reihe von Vorschriften, Normen

und Gesetzen, die beim Umgang mit hydraulischer

Leitungstechnik streng beachtet werden

müssen. Leichtsinn kann dabei fahrlässig sein. Das

gilt sowohl beim Einbau als auch beim Betrieb hy-

draulischer Systeme. HANSA-FLEX kennt seine daraus

resultierende Verantwortung und gibt dieses

Wissen aktiv an seine Kunden weiter, schließlich

ist es gar nicht so leicht, sich in dem Dschungel von

Vorschriften zurecht zu fi nden. Deshalb nimmt dieser

Aspekt bei den Weiterbildungsmaßnahmen im

HANSA-FLEX Schulungszentrum großen Raum ein.

DIN EN 982 im Mittelpunkt

Im Rahmen seines Artikels geht Helmut Wetteborn

intensiv auf die DIN EN 982 ein, die sicherheitstechnische

Anforderungen an fl uidtechnische Anlagen

beschreibt. Diese Sicherheitsfachgrundnorm verpfl

ichtet Hersteller fl uidtechnischer Anlagen, deren

Lieferanten und Betreiber zur Risikoanalyse. Wobei

es, laut Wetteborn, darauf ankommt, vor allem die

Liste der Gefährdung zu nutzen, die von der Konstruktion

bis zur Modifi zierung neuer Anlagen das

gesamte Maschinenleben umfasst. Die Norm zählt

dazu Maßnahmen auf, um Gefahren zu vermeiden;

denn Informationsmangel hilft nicht im Schadensfall.

Mangelndes Wissen kann aber zu fahrlässigem

Handeln führen.

Anhand praktischer Tipps geht es im Artikel darum,

genauer auf die Leitungstechnik zu achten. Das

muss nicht immer spektakulär sein. Es gibt oft recht

einfache, ausreichende und kostengünstige Möglichkeiten

für die sichere Auslegung, Herstellung

und Montage der Leitungstechnik.

Dass die Bemühungen von HANSA-FLEX, Kunden

für die Sicherheit in der Leitungs- und Verbindungstechnik

zu sensibilisieren und Fluidtechnik

damit effi zient und sicher anzuwenden, mit dem

„fl uid-award“ anerkannt werden, freut Helmut

Wetteborn besonders.

AUSGABE OKTOBER 2007


Für die Berechnung von Wanddicken für Rohre gibt

es verschiedene Möglichkeiten. Jede führt zu anderen

Ergebnissen. Damit es in der Praxis bei Berechnung

und Umsetzung von Rohrleitungen nicht zur Verunsicherung

kommt, schaff t HANSA-FLEX Transparenz.

Helmut Wetteborn, Autor des in Vorbereitung befi

ndlichen Praxisbuches „Hydraulische Leitungstechnik“

und ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet,

erläutert für die HYDRAULIKPRESSE, worauf bei der

Rohrwanddickenberechnung zu achten ist.

Hydraulische Rohrleitungen eignen sich hervorragend

zur verlustarmen Übertragung hydraulischer

Leistungen. Dieses Bauteil lässt sich anforderungsgerecht

in das Maschinen- oder Gerätesystem einordnen,

ist sicher und gestattet den Einsatz aller

heutigen Anschlusstechniken. Rohrleitungen können

an Hand von technischen Lieferbedingungen

ausgewählt werden. Die Abmessungen sind genormt

und erprobte Werkstoff e gewährleisten Sicherheit.

Welche Kenntnisse erfordert aber nun die

Auslegung und Gestaltung hydraulischer Rohrleitungen?

„Einsatzgrenzen und -bedingungen, aber

ebenso auch starre Wandungen des Rohres können

sensibel sein und Gefahren in sich bergen, wenn

sie nicht die technisch richtige und wirtschaftlich

notwendige Auslegung erfahren“, erläutert Helmut

Wetteborn. Daher ist nach der Berechnung des

notwendigen Durchfl ussquerschnittes die Bestimmung

der Wanddicke „erste Bürgerpfl icht“. Diese

ist abhängig vom Istdruck der Druckfl üssigkeit und

von der Betriebstemperatur.

Abb.1 Rohrleitungssystem

Der Istdruck ist die Summe aus Betriebsdruck und

zusätzlichen Drücken, wie Spitzendruck und Druckspitze

(siehe auch DIN 24312 „Druck – Werte –

AUSGABE OKTOBER 2007

Begriff e“). Der Istdruck ist, je nach Arbeitsbelastung

der Maschine oder des Gerätes, eine variable Größe.

Die Höhe der Betriebstemperatur führt zu Druckabschlägen,

die z.B. beim Edelstahlrohr im Temperaturbereich

zwischen 50 °C und 100 °C immerhin

11,5 % betragen. Ein Stahlrohr zeigt dieses negative

Verhalten in diesem Temperaturbereich nicht.

Werden die grundlegenden Einfl üsse Druck und

Temperatur bei der Berechnung der Wanddicke

nicht ausreichend beachtet, führt das zwangsläufi g

zum Rohrbruch durch eine Überbelastung des Hydraulikrohres.

Richtig gebogen

Abb.2 Rohrbruch

Leitungssysteme bestehen nicht nur aus geraden

Rohren. Räumliche Verhältnisse, Lage der Anschlüsse

und das Nutzen der natürlichen Elastizität

des Rohres führen zu gebogenen Leitungsverläufen.

Welche Anforderungen stellen sich daraus?

In der Rohrbiegung erfolgt eine Schwächung der

Rohrwanddicke durch das Strecken der Außenfaser

des Rohrmaterials, der begegnet werden muss. Die

Konsequenz ist ein Wanddicken-Zuschlag. Er kann

berechnet werden und ist abhängig vom Biegeradius

des Rohres. Je nach Biege-Werkzeug und Erfahrung

des Monteurs erfährt das Rohr in seiner Biegung

eine mehr oder weniger ausgeprägte Ovalität.

Sie wird in der Technik Unrundheit genannt und

darf sich nur in zulässigen Grenzen bewegen. Diese

Unrundheit wirkt sich ebenfalls auf die Druckfestigkeit

des Rohres aus. Dieser Qualitätsmangel wird

oft nicht erkannt und unterschätzt: Ein „Rohrreißer“

ist die Folge. Häufi g sollen Reparaturschweißungen

das Rohr wieder einsatzfähig machen. Das ist nicht

erlaubt, denn die DIN EN 13480-4 formuliert: „Ausbesserungen

durch Schweißen sind nicht zulässig.“

PRAXISBERICHT

Wie dick soll‘s denn sein?

Rohrwanddicke richtig berechnen

Abb.3 Hydraulikrohre

In diesem Falle wird der Sicherheitsaspekt der DIN

EN 982 nicht beachtet. Bauteile:

• müssen zuverlässig sein

• müssen dem maximalen Druck standhalten

• dürfen nur in den festgelegten Grenzwerten eingesetzt

werden

Abb.4 Rohrbiegungen und Unrundheit

Es ergeben sich somit Zielsetzungen für eine anforderungsgerechte

Auslegung des Hydraulikrohres.

Die vom Gesetzgeber geforderte Verantwortung

und Sicherheit sind dabei oberstes Gebot.

Für eine Rohrleitung gilt:

• Berechnung des inneren Rohr-Durchmessers an

Hand der Durchfl ussverhältnisse

• Berechnung der Rohr-Wanddicke in Abhängigkeit

von Istdruck, Betriebstemperatur, Biegung und

Unrundheit

• Berücksichtigung der Temperaturdehnungen des

Rohres

• Anforderungsgerechte Befestigung des Rohres

oder der Rohrsysteme

HYDRAULIKPRESSE 19


PRAXISBERICHT

unter Innendruck nach DIN ISO 10763, DIN 2413 (zurückgezogen) und EDIN 2413,

Berechnungsdrücke [bar], Vergleichswerte für Werkstoff 1.0255 (St 37.4).

• Auswahl „Mindestwanddicke für gerades Rohr“ nach DIN ISO 10763

• Vergleich mit DIN 2413 „Stahlrohre“, Belastungsfall I und III (Norm zurückgezogen)

• Berechnet nach EDIN 2413 „Nahtlose Stahlrohre für schwellende Beanspruchung –

Berechhnungsgrundlage für Rohre/ Rohrbögen

Abmessung DIN ISO 10763 DIN 2413* EDIN 2413**

I III

PR 12-1,5 259 353 305 302

PR 16-2 259 353 305 302

PR 22-2,5 232 320 280 275

PR 25-2,5 201 282 249 245

PR 30-3 201 282 249 245

PR 42-3 139 201 182 180

* Belastungsfall I = ruhende Belastung bis 120°C

* Belastungsfall III = schwellende Belastung bis 120°C

** Schwingbreite = Berechnungsdruck, Wanddickenunterschreitung 12%

Hinweise zur Wanddicke

• Notwendige Wanddicke

• Stauchung und Streckung in der Biegung

• Nach DIN EN 13480 oder EDIN 2413

20

Berechnung Wanddicke

Rohrwandung s

unter Innendruck nach EDIN 2413

oder DIN ISO 10763

Unrundheit [%]

nach DIN EN 13480-4

oder EDIN 2413

d

Biegeradius R Bedingungen :

Statische Druckprüfung -

Prüfdruck berechnet nach EDIN 2413

Rohraußendurchmesser

HYDRAULIKPRESSE

veränderte Wanddicken durch

Biegung, zulässige Unrundheit

< 10% in der Biegung

D

Die Berechnung bzw. Festlegung der Rohr-Wanddicke

kann nach einigen Normen durchgeführt

werden:

• EDIN 2413 „Nahtlose Stahlrohre für schwellende

Beanspruchung“

• DIN ISO 10763 „Nahtlose und geschweißte Präzisionsstahlrohre“

• DIN EN 13480-3 „Metallische industrielle Rohrleitungen“

• DIN 2445-2 „Nahtlose Rohre für schwellende Beanspruchungen“

• DIN 20066; Tabelle 1 „Übersicht der Schläuche

und Zuordnung der Rohre“

Dilemma Norm

Diese zahlreichen Berechnungsmöglichkeiten

führen leider zu unterschiedlichen Ergebnissen

für das gleiche Rohr unter gleichen Bedingungen.

Für die verantwortungsvolle Auslegung der

Wanddicke ein unmöglicher Zustand. In der

Abb. 5 sind beispielhaft zulässige Berechnungsdrücke

ermittelt und dargestellt. Es zeigt sich ein

erheblicher Unterschied, der in der Praxis nicht

akzeptiert werden kann. Die so genannte „gute

Ingenieurtechnik“ und die bisherige praktische

Erfahrung sind jetzt gefragt. Das führt in Übereinstimmung

mit der Verwendung der einschlägigen

Normen DIN ISO 10763 oder EDIN 2413 zu einem

brauchbaren Ergebnis. Voraussetzung ist immer,

dass zunächst für das gerade Rohr die Wanddicke

aus Tabellen entnommen oder berechnet wird. Das

„gerade Rohr“ ist stets Grundlage der Auswahl an

Hand der drucktechnischen Parameter.

Also gilt:

• Anwendung der DIN ISO 10763, wenn der Auftraggeber

ausdrücklich sein Rohrleitungssystem

mit der 4-fachen Sicherheit gegenüber dem Innendruck

ausgelegt haben will

• Anwendung der EDIN 2413 unter Berücksichtigung

der typischen schwellenden Belastung

durch den Innendruck bei einer Sicherheit, die

durch den Festigkeitskennwert charakterisiert ist

Beide Berechnungsansätze kommen zu Ergebnissen,

die unter den vorgenannten Bedingungen gelten

und zu sicheren hydraulischen Rohrleitungen

AUSGABE OKTOBER 2007


führen. Das gilt sowohl für Stahl- als auch für Edelstahlrohrleitungen.

Der Einfl uss der Rohrbiegung

und Unrundheit wird durch weitere Berechnungen

erfasst. Die notwendige Vergrößerung der Wanddicke

wird per Alternativ-Verfahren gemäß DIN

13480-3 praxisgenau ermittelt. Dabei wird der Biegeradius

des Rohres berücksichtigt, aber z.B. nicht

ein 90°- oder 180°-Bogen (siehe Abb.7). Diese Berechnungsweise

beinhaltet demnach Reserven, die

sinnvoll sind, da Rohrleitungen enorm beansprucht

werden.

Zum Beispiel durch:

• Äußere Kräfte durch Montagen, Temperaturdehnungen,

Schwingungen

• Dynamische Eff ekte der Druckfl üssigkeit

• Druck- und Temperaturverläufe

Die Unrundheit ist mehr als nur ein optischer Mangel

an der Rohrbiegung! „Sie stören praktisch die

Quersteifi gkeit des Rohrquerschnittes mit fatalen

Folgen für die Festigkeit des Rohres, deshalb gibt es

eine zulässige Unrundheit“, so Helmut Wetteborn.

Die Angabe erfolgt in Prozent. Der zulässige Betrag

von < 10 % ist auch gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal

für die Rohrbiegung. Die Abb. 8 zeigt

realistische Beispiele für Rohre aus dem üblichen

Rohrwerkstoff 1.0255 = St 37.4. Das linke Rohrstück

zeigt eine Unrundheit von 7,08 % und ist

damit noch zulässig. Das rechte dagegen besitzt

eine Unrundheit von 16,7 % und darf nicht montiert

werden. Rohrbiegungen sind deshalb kritisch

zu kontrollieren.

AUSGABE OKTOBER 2007

Fazit

Berechnung Wanddicke

Für das verantwortungsvolle Dimensionieren und

damit für das sichere Betreiben von hydraulischen

Rohrleitungen gibt es gesicherte Berechnungsmöglichkeiten.

Die bestehenden Normen stellen

den Stand der Technik dar und sind zwingend zu

beachten.Neugierig geworden? Dann wenden Sie

sich bitte an die Abteilung Technik oder an Helmut

Wetteborn, Schulungszentrum.

PRAXISBERICHT

Berechnung notwendige Berücksichtigung der Rohrbiegung nach DIN EN 13480-3, Tabelle „Mindestwanddicke

vor dem Biegen“ (Auszug)

Biegeradius Mindestwanddicke vor dem Biegen

Standardverfahren Alternativverfahren

R = 1,5 · D 1,15 · s 1,25 · s

R = 2 · D (Regelgröße) 1,10 · s 1,20 · s

R = 3 · D 1,06 · s 1,13 · s

s = geforderte Mindestwanddicke für gerades Rohr

Abb.7 Wanddickenzuschläge beim Biegen

HYDRAULIKPRESSE 21


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Deutschland

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Redaktionsschluss: 3. Dezember 2007

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